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Full text of "Vergleichende Grammatik der keltischen Sprachen"

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HANDBOL'ND 
AT  THE 

UNIVERSITY  OF 


Digitized  by  the  Internet  Archive 

in  2010  with  funding  from 

University  of  Toronto 


http://www.archive.org/details/vergleichendegra02pede 


1       ~-^    1 1— 1     V 


Göttinger  Sammlung  indogermanischer  Grammatiken. 


) 


Vergleiehende  Grammatik 

der  keltischen  Sprachen 


Holger  Pedersen 


Professor  der  vergleichenden  Sprach\vissenschaft  und  des  Slavischen 
an  der  Universität  K0benhavii 


Zweiter  Band 
Bedeutungslehre  (Wortlehre) 


öottin^en 

Tatidenbocck  und  RtipreAt 

1913 


Univ.-Buchdruckerei  von  E.  A.  Huth.  Göttingen 


Dem  Andenken  an 

Whitley  Stokes 


Vorwort, 

Das  Erscheinen  der  Schlußlieferung  meiner  Grammatik  ist 
durch  die  Ausarbeitung  des  Index  um  ein  ganzes  Jahr  verspätet 
worden :  das  letzte  Stück  Manuskript  für  das  Verbalverzeichnis  hatte 
ich  schon  Ende  Mai  1912  an  die  Druckerei  eingeschickt,  und  der 
Satz  war  Ende  Juni  vollendet  (die  Literatur  des  letzten  Jahres  habe 
ich  daher  nur  in  den  Nachträgen  benutzen  können).  Daß  die  Ver- 
spätung nicht  noch  größer  geworden  ist,  verdanke  ich  der  auf- 
opfernden Hülfe  meines  Freundes  Dr.  M.  v.  Blankenstein,  der  den 
größten  Teil  des  ersten  Bandes  (I  1—417)  für  den  "Wortindex 
exzerjDiert  hat. 

Das  Verzeichnis  der  Verbesserungen  erschöpft  nicht  alles,  was 
ich  zu  verbessern  gefunden  habe;  oft  gilt  eine  spätere  Stelle  als 
Berichtigung  einer  früheren;  in  solchen  Fällen  hilft  der  Index, 
der  auch  einige  Male  direkte  Verbesserungen  und  Zusätze  ent- 
hält; s.  z.  B.  ir.  mänla  S.  725  und  adro-ni  S.  729.  Im  Index 
habe  ich  auch  eine  Reihe  von  Bemerkungen  zum  litauischen  Wort- 
material verwertet,  die  mir  Herr  Kaz.  Buga  mitteilte  und  füi- 
die  ich  ihm  auch  an  dieser  Stelle  herzlich  danke.  Meinen  herz- 
lichen Dank  bringe  ich  ferner  dem  Oberbibliothekar  der  Biblioteca 
Ambrosiana  in  Mailand,  Herrn  A.  Ratti,  der  die  Güte  hatte,  einige 
Ml.-Stellen  für  mich  nachzusehen,  und  Herrn  Edward  Gwynn  in 
Dublin  für  eine  Reihe  von  wertvollen  Mitteilungen  über  Book  of 
Armagh,  Stowe  Missal  und  Monast.  Tall.  Mit  Bezug  auf  die  von 
mir  II  531  angeführte  Stelle  aus  Thes.  II  253,  3  schrieb  mir  Herr 
Edward  Gwynn:  „I  looked  it  up  again  to  verify  my  former  asser- 
tion,  and  there  is  absolutely  no  doubt  to  my  mind  that  the  reading 
should  be  A-ocbäl.  The  form  of  the  A  is  peculiar,  but  occurs 
again  on  the  next  page  in  the  word  Ataat  (§  16)''.  Danach  ist 
es  mir  zweifelhaft,  ob  ein  töcbäl  überhaupt  für  das  Altirische  an- 
zunehmen ist;  in  der  Arm.-Stelle  nipu  thacuir  tucbäl  hic  würde 
ich  trotz  der  sorgfältigen  Schreibung  der  Handschrift  geneigt  sein, 
mit  einem  Schreibfehler  (tucbäl  statt  turcbäl)  zu  rechnen,  wobei 
es  vielleicht  nicht  ohne  Bedeutung  ist,  daß  ein  -r  vorausgeht^. 

Das  vorliegende  Buch  hat  den  ursprünghch  vorausgesehenen 
Umfang  weit  überschritten.  Es  hat  sich  eben  herausgestellt,  daß 
eine   kurze  Darstellung   allzu   viel  Lücken   des   Materials   und   der 

1.  Es  sei  mir  noch  erlaubt  hier  nachträglich  (7.  Sept.")  eine  ein- 
leuchtende Bemerkung  von  Prof.  Bergin  zu  II  334  Z.  12  mitzuteilen,  wonach 
statt  in  acenand   vielmehr  in-and-acen   zu  lesen  ist    (and  iufig.  Pron. 


VI  Vorwort. 

Beweisführung  hinterlassen  würde.  Anders  liegt  die  Sache  jetzt, 
wo  auf  das  größere  Werk  verwiesen  werden  kann.  Ich  beabsichtige 
daher  nunmehr,  ein  kurzes  Buch  auszuarbeiten,  das  nicht  wie  die 
jetzt  abgeschlossene  Arbeit  ein  Handbuch,  sondern  ein  Lehrbuch 
der  vergleichenden  Grammatik  der  keltischen  Sprachen  sein  soll. 
In  diesem  kürzeren  Buche  werden  einige  Abschnitte  des  größeren 
Buches  (Einleitung,  Indogermanische  Alternationen,  Lateinische 
Lehnwörter,  Wortbildungslehre,  Verbalverzeichnis,  syntaktische  Ab- 
schnitte) im  Wesentlichen  ganz  weggelassen  werden.  Stellennach- 
weise und  bibliographische  Angaben,  die  aus  dem  größeren  Buche 
zu  ersehen  sind,  bleiben  weg  (aber  die  Urheber  der  in  dem  Buche 
verti-etenen  Ansichten  werden  namhaft  gemacht  werden).  Die  Zahl 
der  Beispiele  wird  vermindert  werden;  das  Vergleichsmaterial  aus 
den  anderen  idg.  Sprachen  wird  weniger  reichlich  sein;  manche 
zweifelhafte  Einzelheiten  werden  übergangen  werden  (eventuell  so, 
daß  auf  das  größere  Buch  verwiesen  \nvä).  In  dieser  Weise  hoffe 
ich  die  Lautlehre  und  die  Flexionslehre  in  einem  Buche  von  etwa 
400  Seiten  darstellen  zu  können  und  dabei  auch  manches  Neue 
aufnehmen  oder  zerstreute  Andeutungen  des  großen  Buches  in  ab- 
gerundeter Darstellung  vereinigen  zu  können.  —  Auch  dies  Lehr- 
buch wird  in  dem  Verlage  der  Herren  Vandenhoeck  &  Euprecht 
erscheinen.  Meine  von  mehreren  Rezensenten  und  von  den  Herren 
Verlegern  beanstandete  Verwendung  von  Sperrdruck  und  Kursiv- 
schrift wird  durch  ein  anderes  System  ersetzt  werden,  aber  so,  daß 
die  deutUche  Unterscheidung  zsvischen  phonetischer  und  orthogra- 
phischer Schreibung  nicht  aufgegeben  mrd. 

Schheßlich  bringe  ich  der  Direktion  des  Carlsberg-Fondes  in 
Kopenhagen  für  die  mir  während  der  Ausarbeitung  meines  Werkes 
gewährte,  füi'  den  glücklichen  Fortgang  der  Arbeit  ausschlaggebende 
Untei-stützung  meinen  herzUchen  und  ehrerbietigen  Dank. 

'uns',  vgl.  den  parallelen  Text  in-an-aithgeuin).  Ferner  teilt  Prof. 
Bergin  mir  mit,  daß  1  335,  12  bunüs  (statt  hünüs)  zu  lesen  ist. 

Da  ich  so  dazu  gekommen  bin,  noch  in  elfter  Stunde  Verbesserungen 
mitzuteilen,  so  füge  ich  noch  hinzu: 

II  666  Z.  29 — 31.  Thurneysen  hat  seinen  Zweifel  au  der  K.  Mey er- 
sehen metrischen  Kegel  später  aufgegeben,  s.  ebd.  XIV"  Nr.  3  S.  24. 

II  669  (zu  §  436).    Vgl.  Loth,  Ec.  XXXIV  145  f. 

II  764.     Lies:  cynneu  'to  kindle'  II  39,  508. 
cynneu  'before'  II  187,  293. 
Eleanorsvej  8,  Charlottenlund  bei  Kopenhagen,  d.  22.  Mai  1913. 

Holgrer  Pedersen. 


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Inhaltsverzeichnis. 

Seite 

Bibliographische  Abicürzungen XI 

I.    Nominal-Komposition. 

§  354—355.     Neugeschaffene  und  ererbte  Kompositionstypen  ....        1 

§  356—357.     Nomen  +  Nomen 2 

§  358—359.     Komposition  mit  Vorsilben 5 

§  360—361.     Biverbierung 12 

§  362.     Verdunkelte  Komposita 13 

II.  Ableitung  der  Nomina. 
§  363—403.     Einleitendes.     Vokalische  Suffixe.     Suffixe   mit  s   [sk,  st, 
sm),   g  {g-l,  g-n,  mg),   d  [nd),    h,  k   {k-J,  kt,  kl,  k-n,  rk,  Ik, 
ook),    ku,    t   [-itko-,    -tikuä,    -tut-,    lat.  -tat-,    lat.  -für-,    lat. 
-türa,  t-r,  tl,  -tijen-,  rt,  nt\  r  [rn),  l,  n,  m  {m-n)      ...       15 
III.    Kosenamen. 

§  404—405 62 

IV.   Das  grammatische  Genus. 

§  406-409 63 

V.   Pluralbildung  und  Kollektive. 

§  410—412 68 

VI.   Kasus  der  Nomina. 
§  413.     Die  Fortsetzung  des  idg.  Kasussjstems  im  Ir.  und  Brit.    .     .       71 
§  414—424.     Gebrauch  der  Kasus  (Akkusativ,  Dativ,  Genitiv)     ...       72 

§  425—429.     Flexion  der  -o-Stämme 82 

§  430—436.     Flexion  der  -ä-,  -ü-,  -ja-,  -r-Stämme 86 

§  437—441.     Flexion  der  -n-,  -w-,  -i-,  -J-Stämme 90 

§  442—444.     Flexion  der  -s-  und  -«s-Stämme 95 

§  445_448,     Flexion  der  Verschlußlaut-Stämme  {-g-,  -k-,  -d-,  -t-,  -nt-)      97 

§  449—456.     Flexion  der  Sonorlaut-Stämme  (-?•-,  -n-) 104 

VII.   Die  Adjektive. 
§  457—459.     Stellung,  Kongruenz,  Deklination  der  Adjektive      .     .     .     113 

§  460—467.    Komparation 118 

VIII.   Die  Zahlwörter. 
§  468—479.     Einleitendes.     Form  der  Grundzahlen.     Konstruktion  der 
Zahlwörter.     Addition  und  Multiplikation   im  Zahlwort- 
system.    Ordinalia  und  Zahlsubstantive 125 

IX.    Die  persönlichen  Pronomina. 
§  480 — 491.     Das  System  der  persönlichen  Pronomina  im  Irischen.    Alt- 
irisches Hauptparadigma.     Die   unverbundenen  Formen, 
olse.     Kasussyntax  der  verbundenen  Formen.    Formund 
Stellung  der  infigierten  Pronomina.     Regeln  für  das  Vor- 
kommen   der   -d-Reihe.     Die   hinter   Verbalforraen   suffi- 


VIII  Inhaltsverzeichnis. 

Seite 
gierten  Pronomina.    Die  konjugierten  Präpositionen.    Die 
Augentia.     'selbst'.     Die  mir.  und  nir.  Entwickelung     .     137 

§  492 — 500.  Das  System  der  persönlichen  Pronomina  im  Britannischen. 
Mittelcymrisches  Hauptparadigma.  Die  konjugierten 
Präpositionen  im  Mo.  Cornisches  Hauptparadigma.  Das 
Verbum  'haben'  im  Cornischen.  Die  konjugierten  Prä- 
positionen im  Cornischen.  Mittelbretonisches  Haupt- 
paradigma. Das  Verbum  'haben'  im  Bretonischen.  Die 
konjugierten  Präpositionen  im  Bretonischen       ....     155 

§  501 — 503,  Etymologische  Erklärung  der  persönlichen  Pronomina  und 
der  mit  den  persönlichen  Pronominen  verschmolzenen 
Elemente 167 

X.    Die  demonstrativen  Pronomina. 

§  504.    Übersicht 175 

§  505 — 513.  Der  bestimmte  Artikel  im  Irischen,  im  Brit.  und  Gall. 
Gebrauch  des  Artikels.  Fehlen  des  Artikels.  Der  Artikel 
bei  einem  nach  fremdem  Sprachgefühl  unbestimmten  Sub- 
stantiv. Demonstrative  Verwendung  des  nicht  augierten 
Artikels.  Der  Artikel  vor  einem  relativen  Satz.  Augentia 
des    Artikels    (-i;    ir.  inti,    c.  ynteu;    ir.  so,    sin,    c. 

hwnn,  yma  u.  s.  av.) 176 

§  514 — 515    Die  übrigen  Vertreter  des  Demonstrativstammes  *so-  im 

Ir.,  im  Brit 187 

§  516.     Etymologische  Erklärung  der  s-Demonstrativa 192 

§  517.     Demonstrativa  mit  vokalischem  Anlaut 195 

§  518.     Demonstrativa  mit  anlautendem  k- 197 

XI.    Die  fragenden,  unbestimmt  relativen  und  unbestimmten  Pronomina. 

§  519 — 524.  Das  fragende  Pronomen.  Verwendung  der  unverbundenen 
Formen.  Die  verbundenen  Formen.  Ableitungen  von 
dem  fragenden  Stamm 198 

§  525 — 526.  Die  unbestimmt  relativen  Pronomina  des  Ir.  und  die 
Konjunktion  cia.  Die  anbestimmt  relativen  Pronomina 
des  Brit 205 

§  527 — 532.  Die  unbestimmten  Pronomina  (ir.  cia,  -con-,  nech 
u.  s.  w.,  cächu.  8.  w.,  com.  kettep  u.  s.w. ;  die  nicht  vom 
fragenden  Stamm  abgeleiteten  unbestimmten  Pronomina)     209 

XII.    Die  relativen  Pronomina. 

§  533.    Übersicht 215 

§  534 — 541.  Die  relativen  Pronomina  im  Irischen.  Die  suffigierten 
Elemente.  Die  infigierten  Elemente  der  eigentlichen 
Kelativsätze  und  der  Eklipsensätze.  Das  infigierte  Ele- 
ment -d-.  Die  uneigentlichen  Eelativsätze.  Der  Genitiv 
des  Kelativums.  Die  relative  Eklipse.  Die  spätere  Ent- 
wickelung der  Kelativsätze  im  Irischen 216 


Inhaltsverzeichnis.  IX 

Seite 

§  542 — 544.  Die  relativen  Pronomina  im  Brit.  und  Gall.  Suffigierte 
und  infigierte  Elemente.  Das  Pronomen  a.  Die  uneigent- 
lichen Eelativsätze  und  der  Genitiv  des  Kelativums  .  228 
§  545.  Etymologische  Erklärung  der  relativen  Pronomina  ....  233 
§  546—549.  Negationen  und  Verba  im  Relativsatz.  Die  relative  Um- 
schreibung. Relative  Konstruktion  in  der  Antwort. 
Satzstellung  und  Satzverflechtung 236 

XIII.    Die  Präverbia. 

§  550 — 556.  Kennzeichen  der  Komposition  der  Verba.  Kennzeichen 
der  unechten  Komposition.  Das  Vorkommen  der  echten 
und  unechten  Komposition.  Akzessorische  Unterschiede 
zwischen  den  echt  komponierten  und  den  unecht  kom- 
ponierten Formen.  Die  spätere  Entwickelung  der  echten 
und  unechten  Komposition  im  Irischen.  Echte  und  un- 
echte Komposition  im  Britannischen 242 

§  557 — 560.    Die  Negationen  (ir.ni  u.s.w.;  na  als  Satzteilnegation,  als 

Satznegation,  nach-  u.s.w.;  weitergebildete  Negationen)    252 

§  561—584.  Die  Tempuspräverbia.  §  561.  Übersicht.  §  562—564. 
Bedeutung  der  perfektischen  Verbalformen  im  Irischen. 
§  565—570.  Morphologie  der  perfektischen  Formen  im 
Irischen.  §  571.  Perfektische  Präverbia  in  nicht-perfekti- 
scher Funktion.  §  572.  Verba,  welche  perfektische  und 
nicht-perfektische  Formen  nicht  unterscheiden.  §  573. 
Das  spätere  Schicksal  des  Systems  der  perfektischen  Prä- 
verbia im  Irischen.  §  574.  Morphologie  der  perfektischen 
Formen  im  Britannischen.  §  575 — 577.  Verwendungen 
des  c.  ry,  des  corn.  re,  des  br.  ro  >  ra,  §  578 — 583. 
Etymologische  Erklärung  des  Systems  der  perfektischen 
Präverbia.     §  584.     Das  irische  Präverbium  no      ...     261 

§  585—586.     Die  wortbildenden  Präverbia  (alphabetisches  Verzeichnis). 

Häufung  vonPräverbien.  Vermischungen  und  Fehlbildungen  291 

Das  Verbum. 

XIV.   Syntax  des  Verbum  finitum. 

§  587 — 589.     Stellung  des  Verbums.    Forraenbestand  und  Gebrauch  der 

Tempora.     Personen  und  Numerus;  subjektlose  Verba   .     303 

§  590 — 597,  Gebrauch  des  Konjunktivs  im  Irischen  (Wunsch,  potentiale 
Bedeutung,  Absicht,  Bezeichnung  des  Unwirklichen  oder 
Unmöglichen).  Gebrauch  des  Konjunktivs  im  Britanni- 
schen  (Wunsch,  Potentialität,  Absicht,  Irrealität)      .     .     312 

XV.    Aktivische  Flexion  des  Präs.  und  Imperf.  Ind.  und  des  Imperativs. 

§  598 — 606.  Irisches  Präseusparadigma.  Britannisches  Präsenspara- 
digma. Etymologische  Erklärung  des  Präsensparadigmas 
(die  Stammklassen;  die  Personalendungen) 331 


X  Inhaltsverzeichnis. 

Seito 

XVI.  Aktivische  Flexion  des  Konjunktivs. 

§  607 — 610.     Irisches  Konjunktivparadigiiia.  Britannisches  Konjunktiv- 

paradigma.     Etymologische  Erklärung 349 

XVII.   Aktivische  Flexion  des  Futurums  und  Konditionalis. 
§  611—613.     Irisches  Futurparadignia.     Etymologische  Erklärung  .     .     357 

XVIII.   Aktivische  Flexion  des  Prät.  und  Plusquampf. 

§  614—620.  Irisches  Präterituraparadigma.  Verwendung  des  Plus- 
quampf. im  Brit. ;  brit.  Präteritumparadigma.  Etymo- 
logische Erklärung  {-s-  Prät.,  -^Prät.,  suffixloses  Prät. 
und  die  mc.  Formen  auf  -awd) 865 

XIX.    Deponens  und  Passiv. 

§  621 — 628.  Irisches  Deponensparadigma.  Irisches  Passivparadigma. 
Deponens  und  Passiv  im  Britannischen.  Gebrauch  des 
Deponens  und  des  Passivs.  Etymologische  Erklärung 
(Allgemeines;  die  -/-Formen  des  Passivs;  die  -r-Formen 
des  Deponens;  die  -r-losen  Tempora) 383 

XX.   Die  Nominalformen  des  Verbums  und  ihre  Verwendung. 
§  629.    "Übersicht.     §  630—631.     Das   Partizipium.     §  632.     Das  Ge- 
rundiv.    §  633—635.     Der  Infinitiv  .     .' 408 

XXI.   Vollparadigmata  der  Verba. 

§  636-648.  Das  Verbum  'sein'.  §  636.  Übersicht.  §  637—640.  Das 
Präsens  und  Ipf.  der  Wurzel  *es-  (Paradigma;  ergänzende 
Erörterungen;  etymologische  Erklärung; .  §641 — 644. 
Ir.  -tä,  fil,  dicoisin,  -dixnigedar,  rongabus, 
at-tot-chomnicc.  §645—646.  Paradigma  der  Formen 
der  Wurzeln  *bheu-,  *bhicT-;  etymologische  Erklärung. 
§  647 — 648.  Komposita  des  Verbums  'sein'  (Präverb- 
Komposita,  Komposita  mit  einem  Verbalstaram  als  erstem 
Kompositionsglied) 419- 

§  649—854.     Vollparadigmata  der  übrigen  Verba 449 

Berichtigungen  und  Zusätze 659^ 

Index 679 

Wortindex.     Gälisch 681 

Wortindex.     Britannisch  und  Gallisch 748 

Wortindex.     Nicht-keltische  Sprachen 807 

Saehindex 837 


XI 


Bibliographische  Abkürzungen '. 

AfcLex.   =  Archiv  für  celtische  Lexikographie,  herausgegeben  von  Whitley 

Stokes  und  Kuuo  Meyer.     I— III.     Halle  1900—1907. 
AfslPh  =  Archiv  für  slavische  Philologie,  herausgegeben  vonV,  Jagid,  Berlin. 
Aisl.  =  Kuno  Meyer,  Aislinge  Meic  Conglinne,  The  Vision  of  Mac  Conglinne, 

London  1892. 
Anecdota  from  Irish  3Ianuscripts.     Edited  by  0.  J.  Bergin,  K.  I.  Best,  Kuno 

Meyer,  J.  G.  O'Keeffe,  Halle  a.  S.  19Ö7ff. 
Aneirin  =  Facsimile   and   Text   of  the   Book   of  Aneirin,    reproduced   and 

edited  by  J.  Gwenogvryn  Evans.  Pwllheli  1908. 
Annales  de  Bretagne  publiees  par  la  Faculte  des  Lettres  de  Rennes. 
Annais  of  Ulster,  Vol.  I,  edited  with  a  Translation  and  Notes  by  Wm.  M. 

Hennessv,    Dublin  1887,    Vol.  II— IV   with  Transl.  and  Notes   bv  B. 

Mac  Carthy,  Dublin  1893—1901. 
Arkiv  för  nordisk  filologi.     Lund. 

Asc.  =  Ascoli,  Glossarium  Palaeohibernicum  (s.  oben  I  5). 
Asp.  =  Holger  Pedersen,  Aspirationen  i  Irsk,  Kobenhavn  1897  (Selbstverlag). 
Atk.  Keat.  =  Tri  bior-ghaoithe  an  bhäis  of  Eev.  Geoffrey  Keating,    edited 

with  Glossary  and  Appendix    by  Robert  Atkinson  (Royal  Irish  Aoa- 

demy,  Irish  Manuscript  Series,  Vol.  II  Part.  Il,  Dublin  1890. 
Atk.  LBr.  =  The  Passions    and    the  Horuilies    from  Leabhar  Breac.     Text, 

Translation  and  Glossarv.     By  Robert  Atkinson  (Roval  Irish  Academv, 

Todd  Lecture  Series,  Vol.  II),  Dublin  1887. 
Barbe  =  Ernault,  Le  mystere  de  Sainte  Barbe  is.  oben  I  19). 
Bayon,  Grammaire  bretonne  du  dialecte  de  Vannes,  Vannes  1896. 
BB   =  Beiträge  zur  künde   der  indogermanischen  sprachen,    herausgegeben 

von  A.  Bezzenberger  (und  W.  Prellwitz\  I— XXX.  Göttingen. 
B.B.  =  The    Black    Book    of   Carmarthen,    reproduced    and    edited    by    J. 

Gwenogvryn  Evans,  Pwllheli  1906. 
B.  Ball.   =  The  Book  of  Ballymote,  published  by  the  Royal  Irish  Academy 

with  Introduction,  Analysis  of  Contents,  and  Iudex,  by  Robert  Atkin- 
son. Dublin  1887. 
BCr.  =   Glosses  on  the  Carlsruhe  Beda,  Thes.  II  10—30. 
Beiträge  zur  vergleichenden  Sprachforschung  auf  dem  gebiete  der  arischen, 

celtischen  und  slavischen  sprachen,  herausgegeben  von  A.  Kuhn  und 

A.  Schleicher   (später   A.  Kuhn,    A.   Leskien,    J.   Schmidt).      I— VIII. 

Berlin  1858—1876. 


1.  Das  hier  folgende  Verzeichnis  ist  keine  Bibliographie,  sondern  ent- 
hält nur  diejenigen  Buch-  und  Handschrifteutitel.  die  in  meiner  Darstellung 
mit  so  starker  Verkürzung  zitiert  werden,  daß  sie  vielleicht  dem  einen 
oder  dem  anderen  Benutzer  des  Buches  nicht  unmittelbar  verständlich  sind. 
Die  verkürzte  Bezeichnungsweise  steht  in  den  schwierigeren  Fällen  vor  dem 
hier  voll  ausgeschriebeneu  Titel.  Über  anderweitige  Vorkürzungen  s.  das 
Vorwort  des  ersten  Bandes,  wo  noch  hinzuzufügen  ist,  daß  *  Zeichen  einer 
erschlossenen  Form,  •'  "  Zeichen  einer  erschlossenen  Bedeutung  ist  ('  '  ist 
Zeichen  einer  tatsächlich  belegten  Bedeutung).  Textkritische  Zeichen:  f  ] 
=  zu  tilgen;  (    )  ^  hinzuzufügen. 


XII  Bibliographische  Abkürzungen. 

Beun(ans)  Mer(iasek),  s.  oben  I  17. 

Bl.  B.  C.   =  B.  B. 

Book  of  Arm(agh),    s.  Thes.  I  494—498,    II  238—243   (die  Zitate   nach   der 

Ausgabe  von  Rev.  John  Gwynn). 
Brugniann,    Grundriß  der  vergleichenden  Grammatik  der  indogermanischen 

Sprachen,  Straßburg  1886  ff.,  zweite  Ausgabe  Straßburg  1897  ff. 
Cäin  Ad.   =  Kuno  Meyer,  Cain  Adamnäin  (Anecdota  Oxoniensia,  Mediaeval 

and  Modern  Series,  Part  XII),  Oxford  1905. 
Cam.  =  The  Cambray  Homily,  Thes.  II  244—247. 
Cameron,  Reliquiae  Celticae,  Yol.  I— II,  Inverness  1892—1894. 
Campbell,  Populär  Tales  of  the  West  Highlands,  New  Edition,  Paisley  1890. 
CIL  =   Corpus  inscriptionum  Latinarura,  Berlin  1863  fiF. 
Corm.  =  Cormac's   Glossary    (W.  Stokes,    Three   Irish   Glossaries,    London 

1862).     [Vgl.  jetzt  Anecdota  frora  Irish  Manuscripts,  IV]. 
Corm.  Tr.  =  Cormac's  Glossary,  translated  by  John  O'Donovan,  edited  by 

Whitley  Stokes,  Calcutta  1868. 
Cr.  =  BCr. 

C.  W.  =  Gwreans  an  bys,  The  Creation  of  the  World,  A  Cornish  Mystery, 

edited  with  a  Translation  and  Notes  by  Whitley  Stokes,  Berlin  1863. 
Dania,  tidsskrift  for  folkemal  og  folkeminder,   udgivet  af  Verner  Dahlerup, 

Otto  Jespersen  og  Kristofifer  Nyrop,  I — X,  Kobenhavn  1890 — 1903. 
Diarm.  agus  Gr.   =  The  Pursuit  of  Diarmuid  and  Grainne,  with  Notes  and 

a  Complete  Vocabulary  by  Richard  J.  O'Duffy,  I— II,  Dublin  1895. 
Dinneen,  An  Irish-English  Dictionary,  Dublin  1904. 

D.  Ltztg.   =   Deutsche  Literaturzeitung,  Berlin. 

Dottin,  Manuel  pour  servir  ä  l'etnde  de  l'antiquite  celtique,  Paris  1906. 

Englische  Studien,  herausgegeben  von  Kölbing  und  Hoops,  Leipzig. 

Eriu,    The  Journal  of  the  School  of  Irish  Learning.    edited  by  Kuno  Meyer 

(fc  John  Strachan  (später  Kuno  Meyer  &  Osborn  Bergin,  Kuno  Meyer 

&  Carl  Marstrander),  Dublin. 
Ernault,  Dict.,  Ernault,  Gloss.,  Ernault,  Gramm.,  s.  oben  I  19 f. 
Evans,  Silvan,  A  Dictionary  of  the  Welsh  Language,  Carmarthen  1893 — 96. 
Falk  og  Torp,    Etymologisk   ordbog   over   det  norske   og  det  danske  sprog, 

Kristiania  1903-1906. 
Fel.\  Fei."-  =   Calendar  of  Oengus,  Feiire  Oengusso,  s.  oben  I  8. 
Festgruß  an  Roth,  Stuttgart  1893  (falsch  I  257  Z.  10). 
Finck,  Wtb.,  s.  oben  I  12. 
Four  Masters   =  O'Donovan,    Annais    of  the   Kingdom    of  Ireland    bv    the 

Four  Masters,  fünf  Bände,  Dublin  1848—1851. 
Ges.  =  Ancient  Laws  and  Institutes  of  Wales,  s.  oben  I  15. 
GGA  =   Göttingische   gelehrte  Anzeigen,    unter    der  Aufsicht    der    königl. 

Gesellschaft  der  Wissenschaften,  Göttingeu. 
Goid.^  =  Stokes,  Goidelica,  Second  Edition,  London  1872. 
Guillevic  «Sc  Le  Goff,  Gramraaire  bretonne  du  dialecte  de  Vannes,  Vannes  1902. 
Henebry,   A  Contribution  to  the  Phonology  of  Desi-Irish,    Greifswald  1898. 
Hessen,  Hans  (Johannes),    Zu  den  Umfärbungen  der  Vokale  im  Altirischen 

(ZfcPh.  IX),  Halle  a.  S.  1912. 
Hib.  min.  =  Kuno  Mever,  Hibernica  rainora  (Anecdota  Oxoniensia,  Mediaeval 

and  Modern  SeVies,  Part  VIII),  Oxford  1894. 
Hist.  sant.,  s.  oben  I  529. 
IF  =  Indogermanische   Forschungen,    herausgegeben    von    Karl   Brugmann 

und  Wilhelm  Streitberg,    Straßburg    (mit    dem   Beiblatt   IF  Anz.   = 

Anzeiger  für  indogermanische  Sprach-  und  Altertumskunde,    heraus- 
gegeben von  W.  Streitberg). 
Imr.  Brain  =  Kuno  Meyer,  The  Voyage  of  Bran,  Vol.  I— II,  London  1895—97. 
Irisleabhar  na  Gaedhilge,  The  Gaelic  Journal,  Dublin. 
Jes.  =  Villemarque,  Le  grand  mystere  de  Jesus,  Paris  1866. 


Bibliographische  Abkürzungen.  XIII 

(Jones,  J.  Morris,)   Welsh  Orthography,   The  Eeport   of  the  Orthographical 

Committee   of  the  Society   for  Utilizing  the   Welsh   Language,    Car- 

narvon  1893. 
Juv.  =   Glosses  on  Juvencus,  Thes.  II  44. 
Kelly,    A  Practical  Grammar   of   the  Antient  Gaelic  usually  callecl  Manks, 

Facsiraile  Eeprint,  London  1870. 
Kuhn  u.  Schleicher's  Beiträge,  s.  Beiträge  zur  vergleichenden  Sprachforschung. 
KZ  =  Zeitschrift  für  vergleichende  Sprachforschung  begründet  von  A.  Kuhn. 
Larminie,  West  Irish  Folk-Tales  and  Eomances,  London  1893. 
LBr.   =  Leabhar  Breac,  Dublin  1876. 
Lhuyd,  Archaeologia  Britannica,  Oxford  1707. 

Liad.  and  Cur.   =  Kuno  Meyer,  Liadain  and  Curithir,  London  1902. 
Liden,  Armenische  Studien,  Göteborg  1906. 
LL  =  The  Book  of  Leinster,  with  Introduction,  Analysis  of  Contents,  and 

Index,  by  Eobert  Atkinson,  Dublin  1880. 
Loth,  Chrestomathie  bretonne,  Paris  1890. 
Loth,  La  metrique  galloise.  Paris  1900 — 1902. 
Loth,  Les  mots  latins,  s.  oben  I  189. 
LU  =  Leabhar  na  h-Uidhri,  Dublin  1870. 
Mab.  =  John  Ehvs  and  J.  Gwenogvrvn  Evans,  The  Text  of  the  Mabinogion 

from  tlie  Eed  Book  of  Hergest  (-=  E.  B.  I),  Oxford  1887. 
Macalister,  Studies  in  Irish  Epigraphy,  I— III,  London  1897—1907. 
Macbain,  An  Etymological  Dictionary  of  the  Gaelic  Language,  -  Stirling  1911. 
Magh  Eath  =   O'Donovan,  The  Bauquet  of  Dun  na  n-Gedh  and  the  Battle 

of  Magh  Eath  (Publications  of  the  Irish  Archaeological  Society,  VI), 

Dublin  1842. 
M'Alpine,  s.  oben  I  10. 
Matervaiy   i   prace   komisyi  j^zykowej    akademii   umiejetnosci   w  Krakowie, 

'Krakau  1904  fif. 
M'C.  =  Mac  Cuirtin,  The  English-Irish  Dictionary,  Paris  1732. 
M.  C.   =  Mount  Calvary,  s.  oben  I  17. 
Melanges  H.  D'Arbois  de  Jubainville,  Paris  1905. 
Melanges  Havet,  Paris  1909. 
Melanges  Meillet,  Paris  1902. 
Melanges  Saussure,  Paris  1908. 
K.  Meyer  =  Kuno  Mever,  Contributions  to  Irish  Lexicographv,  Halle  a.  S. 

1906. 
K.    Meyer,   Betha    Colmäin    maic    Liiachäin     (Eoyal   Irish    Academy,    Todd 

Lecture  Series,  Vol.  XVII),  Dublin  1911. 
K.  Meyer,    Fianaigecht    (Eoyal   Irish   Academy,    Todd  Lecture   Series,    Vol. 

XVI),  Dublin  1910. 
K.  Meyer,  Hail  Brigit,  Halle  a.  S.  1912. 

K.  Meyer,  Peredur  ab  Efrawc,  edited  with  a  Glossary,  Leipzig  1887. 
K.-Mejer-Festschrift  =  Miscellany   presented   to  Kuno  Meyer   by    some   of 

his  friends   and   pupils   on   the    occasion    of  bis  appointment  to  the 

chair    of  Celtic    philology    in    the   University    of  Berlin,    edited    by 

Osborn  Bergin  and  Carl  Marstrauder,  Halle  a.  S.  1912. 
Ml.  =   die  Mailand-Glossen,  s.  oben  I  6. 
St.  Moling  =  Whitley  Stokes,   The  Birth   and  Life  of  St.  Moling,   London 

1907  (die  erste  Ausgabe  erschien  Ec.  XXVII  257—312). 
Molloy  (John  H.),  der  ältere  Molloy  (Franciscus),  s.  oben  I  10. 
Monast.  Tall.  =  E.  J.  Gwynn  and  W.  J.  Purton,  The  Monastery  of  Tallaght 

(Proceedings    of   the   Eoval   Irish   Academv,    Vol.  XXIX,    Section  C, 

No.  5),  Dublin  1911. 
MSL  =  Memoires  de  la  Socicte  de  Linguistique  de  Paris. 
Mt.  =  das  Evangelium  von  Matthäus. 
Myv.  Arch.  =   Owen  Jones,    Edward  Williams,   William  Owen  Pughe,    The 

Myvyrian  Archaiology  of  Wales,  -Denbigh  1870. 


XIV  Bibliographische  Abkürzungen. 

Nonne  =  La  vie  de  sainte  Nonne,  publiee  par  E.  Ernault,  Ec.  VIII 230—301, 

405—491. 
Norris,  The  Ancient  Cornish  Drama.  I — II,  Oxford  1859. 
O'Cl(ery),  s.  oben  I  9. 
O'Dav(oren),  s.  oben  I  9. 

O'Don(ovan),  A  Graramar  of  the  Irish  Language,  Dublin  1845. 
0.  M.  =  Origo  Mundi,  s.  Norris  I. 
Ox.  1,  Ox.  2.  =  Oxoniensis  prior,  posterior,  s.  ZE1052ff.,  Loth,  Vocabulaire 

vieux-breton  VII. 
PBrB  =  Beiträge  zur  geschichte  der  deutschen  spräche  und  literatur,  Halle. 
P.  C.  =  Passio  Christi,  s.  Norris  I. 
Pedersen,  Holger,  Les  pronoms  demonstratifs  de  l'ancien  armenieu  (D.  Kgl. 

Danske  Vidensk.  Selsk.  Skr.,  6.  Rsekke,  hist.-fil.  Afd.  VI,  8),   Koben- 

havn  1905. 
Quiggin,  A  Dialect  of  Donegal,  Cambridge  1906. 
Rawl(in8on)  B  502,  published  in  Facsimile  with  an  Introduction  and  Indexes 

by  Kuno  Meyer,  Oxford  1909. 
E.  B.  =  Y  LlwTr  Coch  o  Hergest  (Eed  Book  of  Hergest),  edited  by  John 

Ehys  and'J.  Gwenogvryn  Evans,  I— II,  Oxford  1887—90. 
Ec.  =  Eevue  celtique,  Paris. 
E.  D.  =  Eesurrectio  Doraini,  s.  Norris  II. 
Ehys,  Celtic  Inscriptions,  s.  oben  I  3. 

Ehys,  Lectures  on  Welsh  Philology,  Second  Edition,  London  1879. 
Ehys,  Book  of  Common  Prayer;  —  Ehys,  The  Outlines  of  the  Phonology  of 

Manx  Gaelic,  s.  oben  I  10  f. 
Eichards,  Antiquae  Linguae  Britannien  Thesaurus,  Bristol  1753. 
Eowland,  A  Grammar  of  the  Welsh  Language,  -»Wrexham  1876. 
Eozwadowski,    Quaestiones    grammaticae    et    etyraologicae    I— II    (Sonder- 
abdruck  aus    den  Eozprawv   der  Ak.  d.  Wiss.,    hist.-phil.  Kl.,    XXV 

und  XXVIII),  Krakau  1897,  1899. 
Salt.  =  Saltair  na  Eann,  s.  oben  I  8: 
Sarauw,  Irske  studier,  Kobenhavn  1900. 
Sg.  =  die  Sangallen-Glossen,  s.  oben  I  6. 

Sil.  Gad.  =  Standish  H.  O'Grady,  Silva  Gadelica,  London  1892. 
Skene,  The  Four  Ancient  Books  of  Wales,  I— II,  Edinburgh  1868. 
S.  M.  =  Ancient  Laws  of  Ireland,  Senchus  Mor,  s.  oben  I  8. 
Staples,  On  Gaelic  Phonetics,  s.  oben  I  11. 

Stewart,  Elements  of  Gaelic  Graramar,  Fourth  Edition,  Edinburgh  1892. 
Stokes,  Lism.  =  Lives  of  Saints  from  the  Book  of  Lisraore,  Oxford  1890. 
Stokes,  A  Supplement  to  Thesaurus  Palaeohibernicus,  Halle  a.  S.  1910. 
St.    Sprsch.    =    Stokes,    ürkeltischer    Sprachschatz    (Fick,    Vergleichendes 

Wörterbuch  der  indogermanischen  Sprachen*  II),  Göttingen  1894. 
Strachan,  An  Introduction  to  Early  Welsh,  Manchester  1909. 
Sweet,  Spoken  North  Welsh,  s.  oben  I  16. 

Thes.  =  Stokes    and   Strachan,    Thesaurus   Palaeohibernicus,    I — II,    Cam- 
bridge 1901—03. 
Thurneysen,  Handbuch  des  Altirischen,  I— II,  Heidelberg  1909. 
Thurneysen,  Keltoromanisches,  Halle  1884. 
Tourneur,  Esquisse  d'une  histoire  des  etudes  celtiques  (Bibliotheque  de  la 

Faculte  de  Philosophie  et  Lettres  de  l'üniversite  de  Liege),  Liege  1905. 
Trans.  Phil.  Soc.  =  Transactions  of  the  Philological  Society,  London. 
Trip.  L.  =  Stokes,  The  Tripartite  Life  of  Patrick,  London  1887. 
Tur.  =  The  Turin  Glosses,  Thes.  I  484—494. 

Vallee,  Le9ons  elementaires  de  graramaire  bretonne,  Saint-Brieuc  1902. 
Vendryes,  De  Hibernicis  vocabulis  quae  a  Latina  lingua  originera  duxerunt, 

Paris  1902. 
Vendryes,  Grammaire  du  vieil-irlandais,  Paris  1908. 


Bibliographische  Abkürzungen.  XV 

W,  B.  =  The   White   Book  Mabinogion,    edited   by   J.  Gwenogvryn  Evans, 

PwUheli  1907. 
Wb.  =  Die  Würzburg-Glossen,    s.  oben  I  6.     Durch    [Wb.]    bezeichne   ich 

in  diesem  Buche  (abweichend  von  der  Bezeichnungsweise  in  Asp.)  nur 

die  prima  manus;  einige  Druckfehler  sind  aber  mit  untergelaufen. 
Wi.  =  Windisch,  Irische  Texte  mit  Wörterbuch,  Leipzig  1880. 
Wi.  II,  III,  IV  =  Stokes    und    Windisoh,    Irische    Texte,    II— IV,    Leipzig 

1884-1909. 
Wi.  Täin  =  Windisch,  Täin  bo  Cuailnge,  Leipzig  1905. 
Wi.  Gramm.  =  Windisch,  Kurzgefaßte  irische  Grammatik  mit  Lesestücken, 

Leipzig  1879. 
YBL  =  The  Yellow  Book  of  Lecan,  published  by  the  Eoyal  Irish  Academy, 

with  Introduction,    Analysis  of  Contents,    and  Index,  by  Kobert  At- 

kinson,  Dublin  1896. 
ZE  =  Grammatica  Celtica,    construxit  Zeuss,    editio   altera,    curavit  Ebel, 

Berlin  1871. 
ZfePh.  =  Zeitschrift    für    celtische    Philologie,    herausgegeben    von    Kuno 

Meyer  (und  L.  Chr.  Stern),  Halle  a.  S. 
ZfdA  =  Zeitschrift  für  deutsches  altertum  und  deutsche  literatur,   Berlin. 
Zimmer,    Glossae  Hibernicae   e    codicibus   Wirziburgensi   Carolisruhensibus 

aliis,  Berlin  1881. 
Zimmer,  Keltische  Studien,  Heft  1—2,  Berlin  1881-1884. 
Zupitza,  Die  germanischen  gutturale,  Berlin  1896. 


Bedeutungslehre  (Wortlehre). 


I.    Nominal-Komposition, 

§  354.  Die  Komposition  kann  im  Keltischen  auf  Univer- 
bierung  einer  in  der  betreffenden  Sprache  selbst  vorhanden  gewesenen 
Wortgruppe  (nc.  tad-maeth  'Pflegevater'  "Vater  der  Pflege")  be- 
ruhen. In  diesem  Falle  kann  die  Auffassung  der  ehemaligen  Wort- 
gruppe als  ein  einheitliches  Wort  auf  den  Akzent  einwirken  und 
dadurch  zu  lautlichen  Änderungen  Anlaß  geben  (air.  alaile  'der 
andere'  I  260,  272,  Doppelsetzung  von  aile;  nir.  Baile-Atha- 
Cliath  'Dublin',  gesprochen  im  Arrandialekt  h'l'ä-k'l'ld)\  sie  kann 
sich  auch  in  der  Flexion  und  der  Ableitung  bekunden  (mc.  tat- 
maeth-eu  'Pflegeväter'  Mab. 24  neben  brodoryon  maeth  'Pflege- 
brüder' 144;  penn-teulu-aeth  'das  Amt  des  penn-teulu,  des 
Hauptes  des  Hofes'  144).  Eine  besondere  morphologische  Kategorie 
ist  jedoch  durch  diese  Vorgänge  nicht  entstanden. 

§  355.  Eine  weit  größere  grammatische  Rolle  spielt  die  auf 
Nachahmung  ererbter,  und  zwar  schon  uridg.  Typen  beruhende 
Komposition,  worüber  in  den  folgenden  Paragraphen  genauer  zu 
handeln  sein  wird.  Das  Prinzip  der  idg.  Nominal-Komposition  ist 
im  Keltischen  durchaus  lebendig  geblieben;  Belege  kommen  daher 
in  Hülle  und  Fülle  in  jedem  Wörterbuch  vor.  In  der  mir.  Literatur- 
sprache ist  (alliterierende)  Häufung  von  zum  großen  Teil  kom- 
ponierten Adjektiven  ein  beliebtes  Kunstmittel  (s.  z.  ß.  Wi.  S.  276 
—279).  Ähnhche  Adjektivhäufungen  im  Mc.  sind  von  ZE  S.  892 
belegt.  —  Über  komponierte  Personennamen  vgl.  §  405. 

Anm.  Die  uridg.  Kompositionstypen  beruhten  ihrerseits  auf  einer 
schon  präindogerraanischen  Univerbieruug  einer  syntaktischen  Verbindung. 
Von  der  Komposition  verschieden  ist  die  Reduplikation  als  uridg.  "Wort- 
bildungsmittel   (vgl.   Brugmann,    Grdr.»  II  89— 9G,    '^  II  46—47,  12G— 130). 

Pedersen :  Vgl.  kelt.  Gramm.    II.  1 


2    Keduplikation.  Komposition  von  Nomen  +  Nomen.     [§355.  356, 1 

Die  ersten  Typen  der  Eeduplikation  waren  allerdings  vermutlich  ganz 
ebenso  wie  die  uridg.  Kompositionstypen  durch  Univerbierung  von  Wort- 
gruppen entstanden  (also  durch  denselben  Vorgang,  der  sich  auf  speziell 
keltischem  Boden  bei  ir.  al-aile  oder  bei  c.  my-fi,  ty-di  u.  s.  w.,  s.  1277, 
vgl.  auch  ir.  cu-ecu-m  'zu  mir',  wiederholt  hat);  aber  schon  die  Form  der 
Eeduplikationstypen  weist  darauf  hin,  daß  die  Eeduplikation  viel  älter  als 
die  Komposition  sein  muß.  Im  Keltischen  ist  die  Eeduplikation  nur  bei 
den  Verben  in  lebendigem  Gebrauch  geblieben;  eine  Aufzählung  derjenigen 
keltischen  Nomina,  die  mutmaßlich  als  ursprünglich  redupliziert  gelten 
können  (c.  ta-d  'Vater';  ir.  ci-ch  'weibliche  Brust'  c.  ci-g  'Fleisch'  §  34 
I  51;  c.  haidd  aus  * sasjo-  I  69;  ir.  sesc  c.  hysp  §48  171;  ir.  gi-greu 
§  59,  9  I  101  u.  s.  w.,  u.  s.  w.),  liegt  nicht  in  meinem  Plane.  Das  häufige 
Vorkommen  reduplizierter  Formen  und  eine  darauf  begründete  Neigung  des 
Sprachbewußtseins,  die  Eeduplikation  auch  in  Wörter  hineinzuhören,  wo 
sie  historisch  nicht  vorhanden  war  (so  etwa  bei  ir.  dord  neben  c.  tordd 
I  494),  ist  jedoch  ein  Faktor,  mit  dem  man  in  der  Etymologie  fortwährend 
rechnen  muß. 

§356.  (Komposition  von  Nomen  +  Nomen ;  Form  nnd  Funktion 
des  ersten  Gliedes.)  1)  Ein  Nomen  als  erstes  Kompositionsglied 
hatte  im  Idg.  die  Form  des  reinen  Stammes  (ohne  Kasusendungen): 
gall.  Dubno-reix  MN  "Weltkönig";  abrit.  Mori-dunum  ON 
"Meerburg";  gall.  Catu-riges  VN  "Kampfkönige".  Die  ä-Stämme 
werden  jedoch  im  Vorglied  eines  Kompositums  seit  alter  Zeit  viel- 
fach durch  o-Stämme  ersetzt:  gall.  Touto-bodiaci  VN,  Komp. 
von  *tentä  ir.  tuath  'Volk'.  Ein  diphthongischer  Stamm  *guou- 
steckt  in  ir.  bua-chaill  I  54.  Ein  konsonantisch  auslautender 
Stamm  als  erstes  Kompositionsglied  läßt  sich  im  Keltischen  nur 
spärhch  und  zweifelhaft  belegen.  Ob  in  gall.  Ratis-bona  ON,  abrit. 
Cartis-mandua  (Cartimandua)  FN  ein  -s-Stamm  steckt,  ist 
äußerst  zweifelhaft.  In  gall.  Mogit-marus  MN,  Lug-dünum  ON 
(I  98)  wird  wie  in  Cintusmus  (§  50  I  87),  Belsa  (Nachtrag  zu 
I  85)  ein  Vokal  geschwunden  sein,  und  die  Formen  Mogitumarus, 
Lugudunum  werden  als  die  älteren  Formen  (nicht  etwa  als 
Svarabhaktiformen)  zu  betrachten  sein.  Ich  möchte  jedoch  die 
Möghchkeit  nicht  in  Abrede  stellen,  daß  in  Cob-nertus  MN, 
Cob-rünus  MN  (ir.  cob  'Sieg'  §711116)  eventuell  ein  einsilbiger 
konsonantischer  Stamm  vorliegen  könnte.  In  gall.  petor-ritum 
§  28,  1  I  36  liegt  zweifellos  ein  r-Stamm  vor.  Es  ist  aber  jeden- 
falls die  Regel,  daß  die  konsonantischen  Stämme  in  der  Komposition 
durch  Formen  auf  -o-  vertreten  werden:  gall.  Cingeto-rix  I  37, 
Rigo-magus  ON  "Königsfeld",  ir.  rig-thech  'Königshaus'  (ri. 
Gen.  rig  'König');   vgl.  auch  c.  beu-dy  'Kuh-Haus'  abr.  bou-tig 


§356,1.2]     Form  u.  Funktion  des  ersten  Kompositionsgliedes.       3 

gl.  stabulura  *guowo-tegos  neben  ir.  bo  'Kuh'  *guöus.  Wesent- 
lichere Abweichungen  von  der  Stammbildung  des  Simplex  (wie  gr. 
-AvÖL-dveiQCi  :  -/.vdqög,  vgl.  Brugm.  Grdr.  II  ^  78)  sind  bis  jetzt  aus 
dem  Keltischen  nicht  belegt;  vgl.  jedoch  gall.  Medu-genus  I  112 
neben  idg.  ■medhjo-s.  Eine  abweichende  idg.  Alternationsstufe  zeigt 
ir.  ban-  (z.  B.  ban-chü  'Hündin')  neben  ben  'Frau'. 

Anm.  1.  Diejenigen  Kompositionstypen,  die  als  erstes  Glied  einen  auf 
einem  Verbiim  beruhenden  Stamm  aufweisen  (gr.  aQye-xaxog  'Unheil  stiftend' 
u.  s,  w.,  Brugm.  Grdr.  II "^  55)  sind  im  Keltischen  nicht  belegt  fc.  tor- 
fynyglu  'to  break  the  neck'  ist  wohl  nicht  von  einem  aQye-xaxo^-'Kova.- 
positum,  sondern  eher  von  einer  syntaktischen  Verbindung  von  tor  'das 
Brechen',  mwnwgl  'Hals'  abgeleitet;  die  Lenition  kann  analogisch  sein). 

In  den  neukeit.  Sprachen  sind  nur  Formen  mit  vokalischem 
Auslaut  des  ersten  Kompositionsgliedes  zu  spüren.  Der  Vokal  ist 
nach  §  161  I  254  geschwunden,  hat  aber  nach  §  323  f.  I  474  £f. 
Lenition  des  Anlauts  des  zweiten  Gliedes  hervorgerufen. 

2)  Mit  Bezug  auf  die  Bedeutung  ist  das  erste  Kompositions- 
glied Bestimmungswort,  das  letzte  Glied  Ausdruck  für  den  Haupt- 
begrifF.  Ein  Substantiv  als  erstes  Kompositionsglied  stimmt  in  d^r 
Funktion  einigermaßen  mit  den  mannigfachen  Verwendungen  des 
Genitivs  überein;  zur  genauen  Angabe  der  Beziehung  wären  in  den 
verschiedenen  Fällen  sehr  verschiedene  Umschreibungen  nötig:  ir. 
är-mag  'Schlachtfeld'  c.  aer-fa  abr.  Pliu-.  air-ma-ou;  ir.  fid- 
chell  'Schachspiel'  (fid  'Holz',  ciall  'Verstand')  c.  gwydd-bwyll; 
ir.  lub-gort  'Garten'  nc.  llu-arth  corn.  lowarth  br.  liorz  §  71 
I  116;  ir.  teg-lach  'Hausgenossenschaft'  c.  teu-lu  acorn.  tei-lu 
I  99,  522;  ir.  dobor-chü  'Otter'  "Wasser-hund"  c.  dyfr-gi  acorn. 
dofer-ghi  br.  dour-gi;  ir.  muir-bran  gl.  mergus  (muir  'Meer', 
bran  'Rabe')  c.  mor-fran  'cormorant'  br.  mor-vran  'cormoran'; 
ir.  cloc-thech  'Glockenturm'  c.  cloch-dy  acorn.  clech-ti;  air. 
Dat.  ith-laind  gl.  area  (ith  'Getreide',  -land  =  mc.  llann  'area, 
yard',  vgl.  got.  land  'Land')  nir.  ioth-lann  (und  zu  einem  w-Stamm 
umgebildet  iothla)  'a  threshing  floor'  ac.  it-lann  gl.  area  nc.  yd- 
lan;  ir.  cath-fer  'Krieger'  "Kampf-mann"  c.  cad-wr  acorn. 
cadt^'ur  gl.  miles;  —  Substantiv  +  Adjektiv:  ir.  leth-marb  'halb 
tot'  c.  lled-farw.  —  Ein  Adjektiv  als  erstes  Kompositionsglied: 
ir.  dag-fer  'Held'  "guter  Mann"  c.  de-wr  (einsilbig;  -e-  wohl  Um- 
laut von  -«-;  anders  I  39).  —  Adjektiv  +  Adjektiv:  air.  dub-glass 
gl.  cffiruleus  'schwarzblau',  mc.  gwyn-llwyt  'weißgrau'. 

Anm.  2.  Üvandva-Komposita  (in  denen  das  erste  Glied  als  dem  zweiten 
koordiniert  fungiert)    lassen   sich   im  Keltischen   am   ehesten   bei    den  Ad- 

1* 


4         Nomen  +  Nomen;  das  zweite  Kompositionsglied.     [§357,1.2 

jektiven  nachweisen:  mir.  fiud-chass  "weiß  und  gelockt"  'weißlockig'; 
jedoch  ist  es  mir  wahrscheinlich,  daß  in  derartigen  Zusammensetzungen 
das  erste  Glied  als  untergeordnet  empfunden  wurde.  Substantivische 
Dvandva-Komposita  sind  noch  zweifelhafter;  ob  mir.  brat-gaisced  (Wi. 
288)  als  'cloak  and  arms'  (K.  Meyer,  S.  249),  'Mantel  und  Waffen'  (Thur- 
neysen,  Handb.  161)  aufzufassen  ist,  halte  ich  trotz  dem  vorhergehenden 
a  arm  ocus  a  etach  (Wi.  287)  nicht  für  sicher;  gaisced  bedeutet 
'Eüstung'*  (weiterhin  'Kriegerleben,  Tapferkeif;  in  dieser  Bedeutung  noch 
im  Nir.  lebendig;  Arran  gasg'd)  und  ist  also  mit  etach,  nicht  mit  arm 
synonym;  brat-gaisced  ist  wohl  'Beute-Küstung',  'erbeutete  Rüstung'. 

§  357.  (Nomen  +  Nomen;  Form  und  Funktion  des  zweiten 
Kompositionsgliedes.)  1)  Das  zweite  Kompositionsglied  hat  in 
der  Regel  die  Stammbildung  und  die  Flexion  des  Simplex.  Häufig 
fungiert  jedoch  als  zweites  Kompositionsglied  ein  auf  einem  Verbum 
beruhender  Stamm,  der  außerhalb  der  Komposition  nicht  vorkommt: 
ir.  tröcar  'barmherzig'  (trog  'unglückhch',  caraira  'ich  liebe',  vgl. 
§288,1  I  41S)  c.  tru-gar  mbr.  tru-gar  (und  davon  abgeleitet  ir. 
tröcaire  'Barmherzigkeit'  c.  trugaredd  corn.  tregereth  br.  tru- 
garez).  Ferner  kann  an  die  Stelle  des  anders  geformten  Simplex 
ein  -i-  oder  -Jo-Stamm  treten:  ir.  samaisc  'eine  junge  Kuh',  Gen. 
Plur.  sam-seisci  LL  69a  13  (sam  'Sommer',  sesc  'unfruchtbar' 
§48  171)  br.  hanvesk  Adj.  'die  im  Laufe  des  Jahres  kein  Kalb 
gehabt  hat'  (von  einer  Kuh;  davon  das  Subst.  hanveskenn  I  164);, 
mir.  mid-glinne  'Talkessel'  (mid-  'raedius',  glend  'Tal');  abrit.- 
lat.  Penno-crucium  ON  (c.  pen  'Kopf,  crug  'Hügel').  Auch  er- 
scheint wohl  (worauf  mich  Herr  Th.  V.  Jensen  aufmerksam  macht) 
in  ähnlicher  Weise  als  letztes  Kompositionsglied  ein  (neutraler) 
o-Stamm:  gall.  Augusto-ritum  ON  zum  w-Stamm  c.  rhyd,  Plur. 
rhydau  I  91,  vgl.  lat.  angi-portum  'ein  enges  Gäßchen'  (angi- 
=  skr.  qhü-  'enge',  Th.  V.  Jensen);  vgl.  mir.  öc-thigernd  'Jung- 
herr' neben  air.  tigerne  mir.  tigerna  'Herr'.  Auf  die  Erweiterung 
des  zweiten  Kompositionsgliedes  durch  Suffixe  mit  greifbarer  Be- 
deutung gehe  ich  nicht  ein. 

2)  Die  uridg.  Kompositionstypen  stammen  aus  einer  Zeit,  wo 
der  Unterschied  zwischen  Substantiven  und  Adjektiven  noch  nicht 
scharf  ausgebildet  war.  Daher  fungiert  ein  Substantivstamm  als 
letztes  Kompositionsglied  nicht  selten  adjektivisch  (sogenannte 
Bahuvrihi-Komposita) :  air.  nocht-chenn  'mit  unbedecktem  Kopf, 
barköpfig';    mir.  ard-chend    'hochköpfig,    den  Kopf  hochtragend'. 


1.   Späte   Entlehnung    aus    c.   gwisgad    'Kleidung'?    gaisched    LU 
55b  9  umgekehlte  Schreibung,  vgl.  §  289,  1? 


§357,2.358,1]     (Nomen +)  zweitem  Nomen.     Vorsilben.  5 

cruaid-chend  'hartköpfig';  air.  camm-derc  gl.  strabo,  fliuch- 
dercc  gl.  lippus  (camm  'krumm',  fliuch  'feucht',  derc  'x\uge'); 
mir.  coel-chos  'dünnbeinig';  il-mblas  'mannigfaltigen  Geschmack 
habend';  clär-ainech  'mit  flachem  Gesicht,  ohne  Nase'  (clär 
'Tafel'),  tüag-mong  'mit  bogenförmiger  Mähne  versehen'  (tüag 
'Bogen');  mc.  llydan-garn  'breithufig'  (carn  'Huf');  br.  tri-chorn 
'dreieckig'.  Solche  Adjektive  können  natürlich  wie  andere  Adjektive 
auch  substantivisch  verwendet  werden:  ac.  Our-dilat  FN  "mit 
goldenem  Kleid,  xQvoojcsTilog^^  mc.  Crei-dylat  FN  (vgl.  c.  bre- 
thyn  crai  'quite  new  cloth,  unscoured  cloth';  dillad  'Kleider'); 
gail.  Dubno-talus  MN  "tief stirnig"  (c.  dwfn  'tief  I  35,  tal 
'Stirn' 1 182);  gall.  uergo-bretus  142,105.  Diese  Kompositions- 
weise ist  aber  im  Rückgang  begriffen.  Man  fügt  lieber  an  den 
substantivischen  Stamm  ein  adjektivisches  Suffix:  mir.  coel-chossach 
'dünnbeinig',  lebor-mongach  'mit  langer  Mähne',  cas-mongach 
'mit  krauser  Mähne',  gü-brethach  'falsch  urteilend',  il-ainglech 
'viele  Engel  besitzend';  c.  hir-hoedlog  'long-lived';  acorn.  cam- 
hinsic  gl.  iniuriosus,  iniustus,  "krumm-wegig";  br.  tri-chornek 
'dreieckig',  pevar-droadek  'vierfüßig'.  Oder  man  verwendet  einen 
anderen  Kompositionstypus:  ir.  bel-remur  'dicklippig';  eigenthch 
"lippen-dick",  folt-lebor  'langhaarig',  ucht-lethan  'breitbrüstig', 
mc.  bronn-wynn  'weißbrüstig',  penn-uchel  'mit  hohem  Kopf ',  br. 
penn-gamm  'qui  a  la  tete,  le  cou  de  travers';  mir.  cenand,  cend- 
find  'weißköpfig'  c.  pen-wyn  ds.  gall.  Ilawo-ovivdog  MN  (davon 
Ogam  QENVENDANI  Gen.  eines  MN,  mir.  cenandän  'ii-gend 
ein  Meerungeheuer').  Der  mc.  Beiname  einer  Frau  (Ygharat) 
law  eurawc  'Y.  Goldhand'  mag  hier  angereiht  werden,  wenn  er 
auch  wahrscheinlich  als  eine  syntaktische  Verbindung  von  zwei 
Wörtern  aufgefaßt  wurde. 

§  358.  (Vorsilben  und  die  darauf  berulienden  Bedeutungs- 
kategorien.) 1)  Häufig  ist  das  erste  Kompositionsglied  ein  Ad- 
verbium. So  kommen  erstens  die  auch  mit  Verben  sich  verbindenden 
(als  Präverbia  fungierenden)  Partikeln  vor:  ir.  accais  'Haß'  c. 
achas  'gehässig'  1476  {*ad-);  ir.  aithe-sc  mc.  atteb  1410  (*ati-); 
ir.  ir-gal  'Kampf  c.  arial  'vigour'  I  101;  ir.  air-chinnech  'der 
Erste,  Vornehmste'  (cenn  'Kopf)  c.  ar-bennig;  mir.  aur-chor, 
ir-chor  'Wurf  (1340)  abr.  er-cor,  vgl.  c.  er-gyr  {y  Umlaut  von 
o);  ir.  air-dircc  'berühmt'  I  340  abr.  er-derh  gl.  euidentis;  air. 
com-adas  'passend'  (adas  'entsprechend'  Wb.  5d  35)  ac.  cim-adas 
nc.  cyf-addas  (addas  ds.)  abr.  cam-adas  I  14;  air.  com-ar-de 


6      Adverbium  als  erstes  Kompositionsglied.    Idg.  *n-.     [§358,1.2 

'Zeichen'  c.  cyf-ar-wydd  'guide'  I  352  (ir.  air-de  'Zeichen'  c. 
ar-wydd  br.  ar-ouez  zu  lat.  uidere  'sehen'  u.  s.  w.,  Ernault  Dict. 
212);  ir.  di-gal  'Rache'  c.  di-al  com.  dy-al  1101;  ir.  ecal  'furcht- 
sam' I  477  (*eÄ;s-);  ir.  fo-scad  'Schatten'  c.  gwa-sgod  br.  gwa- 
sked  I  34  (ir.  scäth  'Schatten'  acorn.  scod  br.  skeud  I  76);  ir. 
for-cenn  'Ende'  (cenn  'Kopf')  c.  gor-phen  corn.  gor-fen  rabr. 
gour-fenn;  gall.  essedum  186  (*ew-);  Ogam  INIGENA  ir.  in- 
gen  'Mädchen,  Tochter'  I  101  (*em-);  ir.  uccu  'Wahl'  {*ud-,  vgl. 
Verbalverz.  gu-);  ir.  ro-bud  c.  rhy-budd  'Warnung'  I  474.  Vgl. 
§  585.  Zu  den  alten  Präverbien  gesellen  sich  einige  anderweitigen 
Adverbia  (ir.  cen-alpande  gl.  cisalpinus). 

2)  Ferner  sind  einige  aus  dem  Idg.  ererbten  untrennbaren 
präfigierten  Partikeln  zu  erwähnen,  die  teils  eine  verneinende  oder 
tadelnde  teils  eine  lobende  Bedeutung  haben.  Für  ähnliche  ße- 
deutungsnüancen  verwendet  das  Keltische  jedoch  auch  gewisse  idg. 
Präverbia  und  einige  Elemente  von  jüngerem  oder  unklarem  Ur- 
sprung. Negative  Bedeutung  haben  idg.  *n-,  *eks-  (Gegensatz 
*k'om-,  das  zu  *n-k'om-  negiert  werden  kann),  *de-  und  ir.  neb-; 
tadelnde  Bedeutung  haben  idg.  *dus-  (Gegensatz  *su-)  und  ir.  ml-, 
verkleinernde  Bedeutung  hat  idg.  *upo-,  intensive  oder  vergrößernde 
Bedeutung  haben  verschiedene  Präverbia  und  Präverbgruppen; 
*dus-,  *su-  und  *ndhi  bilden  Adjektive  der  Möglichkeit  oder 
Fähigkeit. 

a)  Das  idg.  negative  *n-  (das  etymologisch  gewiß  mit  der 
selbständigen  Negation  *ne  ir.  ni  I  250  identisch  ist,  und  dessen 
Entsprechungen  in  den  anderen  idg.  Sprachen  in  §  31,  1  I  45 
angegeben  sind)  mußte  im  Keltischen  lautgesetzlich  sehr  diver- 
gierende Formen  annehmen,  einerseits  deshalb,  weil  aus  dem  idg. 
silbischen  Nasal  im  Irischen  in  den  verschiedenen  Verbindungen 
verschiedene  Svarabhaktivokale  entwickelt  werden  mußten,  anderer- 
seits deshalb,  weil  das  -n-  sich  sowohl  im  Ir.  wie  im  Brit.  an  die 
folgenden  Konsonanten  in  verschiedener  Weise  assimilieren  mußte. 
Gegen  die  große  Variation  der  Form  ist  jedoch  analogisch  reagiert 
worden.  Von  den  drei  im  Ir.  zu  erwartenden  Vokal  gebungen  an-, 
*en-,  in-  sind  nur  zwei  belegt:  ir.  an-eola  'unwissend';  an-humal 
'nicht  demütig'  c.  an-ufyll  'disobedient';  ir.  anse  'schwierig'  (und 
inse  I  47;  zu  asse  'leicht');  ir.  an-bsud  'unstet'  (:  fossad  'fest'; 
mit  bestätigendem  k'oni-:  co-bsud)  mc.  an-wastat;  ir.  ainb, 
ainib  'unwissend'  *n-ivid-s;  air.  ain-mithiu  'unseasonable'  (mithig 
'passend,  rechte  Zeit');  ir.  in -derb  'unsicher',  in-gnäth  'unbekannt'. 


§  358,  2]  Das  idg.  negative  ri-.  7 

Von  den  Konsonantenänderungen  ist  der  Schwund  des  n  vor  s  im 
Ir.  und  ßrit.  belegt,  aber  nicht  morphologisch  lebendig:  nir.  eas- 
gaidh  'schnell'  c.  esgud  br.  eskuit  I  76  (der  Begriff  wurde  als 
unanalysierbar  positiv  aufgefaßt,  vgl.  ir.  an-escaid  4nactive'  c. 
an-esgud).  Reichlicher  belegt  ist  die  lautgesetzliche  Ent^^^ckelung 
von  Nasal  +  Verschlußlaut:  c.  annewr  'feige'  (dewr  'tapfer), 
amrwd  'unheated,  unboiled'  (brwd  'heiß' I  115);  ir.  e-cra  'Feind' 
(air.  care  'Freund')  c.  anghar;  nir.  eigciall-dha  'unvernünftig' 
(ir.  ciall  'Verstand')  c.  amhwyll  (:  pwyll);  ir.  e-trocar  'unbarm- 
herzig' c.  anhrugar;  ir.  e-tualang  'unwürdig'  (air.  tualang, 
Nom.  PI.  tuailnge  'würdig')  c.  anheil wng  (:  teilwng,  mit  u 
aus  y  wie  in  mwnwgl  u.  s.w.  1385;  *to-dhlwQhos-,  vgl.  ir.  dligim 
I  100).  Die  lautgesetzliche  Assimilation  des  n  an  ein  folgendes 
(r?),  l  ist  nicht  belegt.  Die  vermiedeneu  lautgesetzlichen  Formen 
werden  in  verschiedener  Weise  ersetzt;  vor  kelt.  r-  und  l-  war  in 
einigen  Fällen  (bei  dem  ursprünglichen  Anlaut  idg.  pr-,  pl-)  die 
Form  am-  (mit  leniertem  m)  ererbt  (ir.  am-richt;  ir.  am-les  nir. 
aimhleas  c.  af-les  I  167);  diese  Form  wurde  im  Ir.  und  Brit. 
auf  alle  mit  kelt.  r-  und  l-  anlautenden  Wörter  übertragen:  ir. 
am-reid  'uneben'  (:  reid  I  58)  c.  af-rwydd;  ir.  am-labar  'stumm' 
c.  af-lafar  acorn.  af-lauar  (gl.  infans)  (ir.  labar  'redselig'  c. 
llafar  'speech,  loud'  acorn.  lauar  gl.  sermo  br.  lavar  'Wort',  zu 
lat.  labrum  'Lippe',  oder  vgl.  Stokes,  Sprachsch.  239?).  Durch 
eine  weitere  Neuerung  steht  im  C.  af-  auch  vor  dem  zu  r-,  l- 
lenierten  Anlaut  gr-,  gl-:  c.  af-raslawn  'graceless',  af-lan  'un- 
rein'. Ferner  erscheint  dieselbe  Form  vor  n-  und  im  C.  vor  dem 
zu  n-  lenierten  gn-:  ir.  am-nert  'strengthlessness',  nir.  amh-näire 
'shamelessness',  c.  af-noeth  'nicht  nackt',  af-naws  'unverschämt' 
(entlehnt  ir.  amnas  123).  Im  C.  sogar  vorj-;  af-iach  'ungesund', 
af-iawn  'ungerecht'.  Im  Mir.  und  Nir.  erscheint  am-  mit  folgender 
Lenition  vor  gl-  (durch  cymrischen  Einfluß?),  g-,  c-,  d-:  mir.  am- 
glic 'unklug',  nir.  amh-ghlan  'unrein',  mir.  am-gand  'nicht  karg', 
nir.  amh-ghar  'disadvantage'  (nach  Dinneen  gesprochen  amhngar, 
also  mit  to  aus  g,  vgl.  I  487;  oft  amh-gar  geschrieben;  Donegal 
qugdr;  zu  gar 'nearness,  advantage'),  mir.  am-chiall 'senselessness', 
nir.  aimh-cheart  'ungerecht',  mir.  d-arn  am-deoin  'against  our 
will'  nir.  aimh-dheoin  'unwillingness'.  Vor  silbischen  Vokalen 
hat  dagegen  die  Form  am-  (lautgesetzlich  in  ir.  am-ires,  am- 
ulach  I  47,  94)  nicht  weitergewuchert;  hier  ist  allein  an-  in 
lebendigem  Gebrauch   geblieben,   und   diese  Form   verdrängt   auch 


8  Negative  Präfixe.  [§  358,  2 

vor  Konsonanten  die  unregelmäßigeren  Formen,  wobei  der  folgende 
Anlaut  intakt  bleibt  oder  leniert  wird  (I  475):  mir.  an-sercach 
'feindlich'  nir.  ain-shearcach;  mir.  an-glan  'unrein',  an-dliged 
'Unrecht',  nir.  an-bhuaine  'unsteadiness';  air.  an-cretem  'Un- 
glaube' mir.  an-chretem,  air.  mir.  an-cride  'Unrecht'  (cride 
'Herz')  nir.  an-chroidhe  'malevolence';  nir,  an-trath  'an  unsea- 
sonable  time'.  Vor  p-  und  zum  Teil  vor  b-  erscheint  die  Form 
am-  (mit  unleniertem  m):  air.  am-prom  'improbus',  mir.  am-brit 
'unfruchtbar'.  Statt  des  lautgesetzlichen  -b-  {-v-)  wird  nach  an- 
das  f-  des  Simplex  restituiert:  air.  an-fius  nir.  ain-fhios  'Un- 
wissenheit'; m-  ist  im  Nir.  leniert:  ain-mhin  'rauh'.  Im  C.  dringt 
die  Form  an-  auch  in  das  alte  Gebiet  von  af-:  mc.  an -11  es 
'disadvantage',  nc.  an-rhith  'formlos'  u.  s.  w. 

b)  Beispiele  für  die  übrigen  negierenden  Präfixe:  ir.  e-mer 
.i.  ni  gle  'nicht  klar'  (Stokes  BB.  XXV  257);  air.  as-care  'Feind' 
nc.  ysgarant  corn.  eskar,  Plur.  yskerens;  ir.  di-anim  'makel- 
los' c.  di-anaf;  ac.  di-auc  mc.  di-awg  'träge'  nc.  di-og  acorn. 
di-oc  mcorn.  dy-ec  br.  di-ek  I  48.  Bei  *de-  zeigt  das  Ir.  hier 
wie  sonst  ein  Schwanken  zwischeii  langem  und  kurzem  (verkürztem) 
Vokal:  ir.  di-thrub  'unbewohnte  Gegend'  (treb  'Wohnsitz'  I  132), 
di-nnimu  gl.  uilius  (snim  'Sorge'),  de-serbdi  gl.  azymi;  ir.  dl- 
less  'eigen'  c.  di-lys  'sicher'  (z\i  ir.  less-macc  'Stiefsohn'  c. 
llys-fab  br.  les-vab,  ir.  less-ainm  'Spottname'  c.  llys-enw  br. 
les-hano;  diese  Vorsilbe  gehört  wiederum  —  mit  idg.  Alternation 
l  :  le  —  zu  ir.  leth  'Seite,  Hälfte'  c.  lled  ds.,  das  selbst  in  der 
Komposition  eine  ähnliche  Bedeutung  haben  kann);  im  Brit.,  wo 
das  Präfix  *de  außerordentlich  produktiv  geworden  ist,  herrscht  die 
langvokahsche  Form:  c.  br.  di-blu  'ohne  Federn';  c.  di-flas 
•tasteless,  disgusting'  (blas  'Geschmack')  com.  dy-flas  'shamefully' 
br.  di-vlaz  'fade,  sans  goüt'.  Mit  folgendem  *pro-:  c.  dir-west 
I  80. 

Änm.  Einen  Anstoß  zur  großen  Verbreitung  des  Präfixes  *de-  im 
Brit.  mag  der  lateinische  Einfluß  (der  Anklang  an  lat.  di(s)-,  de-)  gegeben 
haben;  einen  zweiten  Anstoß  gab  später  das  Bestreben,  die  lautgesetzlich 
entstandene  morphologische  Unregelmäßigkeit  der  mit  dem  idg.  *n-  gebil- 
deten Formen  zu  vermeiden.  Das  Präfix  dis-  im  Brit.  (c.  dis-liw  'bleich, 
farbenlos'  acorn.  dis-liu  br.  dis-liv)  ist  entlehnt,  kann  aber  an  Konta- 
minationen von  *  de-  und  *eks-  (vgl.  etwa  c.  dis -gar  'unloved')  eine  Stütze 
gehabt  haben. 

Ein  dem  Ir.  eigentümliches  Präfix  ist  neb-,  neph-,  mir.  nem- 
(I  387),  nir.  neamh-:  air.  neb-thöbe  'Nicht-Beschneidung',  neb- 


§  358,  2]  Negative,  tadelnde,  lobende  Präfixe.  9 

möidem  'Nicht-Rühmen',  neb-leiscc  gl.  non  pigri,  i-retaib 
neb-aicsidib  'in  unsichtbaren  Dingen'.  In  neb-  steckt  vermut- 
lich eine  sehr  alte  Kombination  der  Negation  *ne-  (woraus  später 
ni,  ni  §  157  I  250)  mit  einer  Form  des  Verbums  'sein'.  Die 
Lenition  kann  analogisch  sein. 

c)  Die  Verbindung  eines  verneinenden  mit  einem  bestätigenden 
Präfix  war  gewiß  nicht  ererbt.  Ursprünglich  war  ein  Nebeneinander 
wie  bei  ir.  co-bsud  'fest'  (fossad)  :  an-bsud  'unstet';  ir.  so-nirt 
'stark'  :  e-nirt  'schwach',  vgl.  lat.  con-sors  :  ex-sors,  com-pos  : 
im-pos,  con-similis  (similis)  :  dis-similis.  Die  Verbindung 
*n-k'om-  ist  jedoch  im  Keltischen  nicht  selten:  ir.  e-c-samil  'un- 
gleich' (co-smil  'gleich')  c.  anghyffelyb  (cyffelyb  I  410);  mir. 
e-ccom-nart  'Schwäche'  (vgl.  e-nirt  'schwach')  c.  anghyfnerth; 
air.  e-c-mailt  gl.  inquies  'unruhig'  (inna  comailte  gl.  quietorum ; 
das  Simplex  ist  bläith  'sanft'  mit  hl-  aus  ml-  I  163;  durch  *eks 
negiert:  air.  ind  emilt  gl.  moleste  mir.  emilt  'lästig';  vgl.  Zimmer, 
KZ  XXX  58ff.);  air.  e-cn-dach  (eicndag  §  239  Anm.  I  343) 
'Verleumdung'  mir.  ecnach  (vgl.  an -dach  'Nichtswürdigkeit';  zu 
dag  'gut');  air.  e-cn-dairc,  ei-cn-dirc  'abwesend';  ir.  e-co-ir 
'ungerecht'  c.  anghywir  I  46,  166  (vgl.  ir.  an-fir  'Unrecht');  c. 
anghyf-addas  'unpassend'  neben  an-addas  u.  s.  w.  Indessen  ist 
eine  reinliche  Abgrenzung  gegen  die  Fälle,  in  denen  *k'om-  eine 
konkretere  Bedeutung  hat,  nicht  möglich. 

(1)  Ein  ererbtes  tadelndes  Präfix  ist  ir.  do-  (gr.  ovo-  got.  tuz- 
arm.  t-  skr,  dus-)  mit  analogischer  Lenition  (I  475):  ir.  do-chruth 
'unschön,  unpassend'  (Gegensatz  so-chruth)  c.  dy-bryd  'sad,  ugly, 
horrid'  (also  auch  im  Brit.  lenierend;  Thurneysen,  Handb.  S.  222 
nimmt  sogar  für  das  Gall.  die  Form  du-  an:  Du-ratius  MN,  vgl. 
Su-ratus  MN).  Im  Brit.  ist  dies  Präfix  nicht  mehr  lebendig  (über 
die  Reste  desselben  vgl.  Strachan,  Rc.  XXVIII  197 f.;  über  abr. 
ti-doi-hinto  gl.  per  auia  vgl.  ZE  1065);  vermutlich  ist  es  laut- 
gesetzlich (vgl.  §  187,  2  und  §  361)  mit  der  gekürzten  Form  von 
*de-  zusammengefallen  und  so  von  diesem  Präfix  verschlungen 
worden.  Das  gegensätzliche  *su-  ist  dagegen  lebendig  geblieben, 
s.  I  284  (vgl.  noch  ir.  su-i  'Gelehrter',  Gen.  suad  :  c.  hy-wydd 
'inteUigent'  *su-wid-s,  vgl.  Strachan,  Rc. XXVIII  202;  gall.  Epo- 
so-gnatus  I  35).  Im  Ir.  ist  bei  *su  und  dem  sich  danach  mecha- 
nisch richtenden  *c?w.s-  Ehsion  belegt:  s-aidbir  'reich'  (I  305), 
d-aidbir  'arm';  d-ecming  'unmöglich'  zu  t-ecmang  'sich  er- 
eignen' I  419. 


10  Tadelnde,  deminuierende  und  intensive  Präfixe.      [§  358,  2 

Nur  im  Ir.  belegt  ist  mi-:  mi-duthracht  ^Übelwollen'  (Gegen- 
satz cain-duthracht  'Wohlwollen',  mit  cäin  'schön'  zusammen- 
gesetzt), mi-gnim  'Missetat'  (cäin-gnim  'gute  Tat'),  mi-thoimtiu 
'falsche  Ansicht'.  Kommt  (ebenso  wie  das  gegensätzliche  cäin) 
auch  als  Präverb  vor,  vgl.  §  585.  Kann  ursprünglich  ein  Kom- 
parativ *mis  'weniger',  identisch  mit  dem  letzten  Element  von  lat. 
ni-mis  'allzusehr'  "nicht  zu  wenig",  gewesen  sein.  Eine  früh  ver- 
schmolzene Zusammensetzung  ist  vielleicht  air.  mis-cuis  'Haß'; 
das  zweite  Ghed  wäre  cais  'Liebe'  (Kuno  Meyer  S.  307;  jedenfalls 
mit  cais  'Haß'  I  121  identisch;  die  ursprüngliche  Bedeutung  also 
offenbar  'Sorge,  x^öog^;  vgl.  zur  doppelten  Bedeutungsentwickelung 
gr.  yirjdw  'kränke',  /.iqdof^iai  'bekümmere  mich  für  Einen,  trage  Sorge'; 
zur  Auffassung  der  Liebe  als  ein  Besorgtsein  vgl.  noch  die  Be- 
merkungen über  messa,  ansu  in  §  463  Anm.  1). 

e)  Deminuierend:  mir.  fo-seng  'ziemhch  schlank",  nir.  fo- 
ruadh  'röthch',  fo-dhuine  'a  person  here  and  there',  fo-chneadh 
'eine  leichte  Wunde',  air.  foi-gde  'Betteln'  (:  guide  'Bitten');  mc. 
go-hen  'ältlich',  nc.  go-bant  'kleines  Tal'  (:  pant  'low  place'); 
br.  gou-laz-enn  'latte'. 

Vergrößernd:  mc.  for-derg  'sehr  rot',  for-seng  'sehr  schlank', 
for-nocht  'ganz  nackt';  air.  for-siung,  fair-siung  'weit',  vgl.  c. 
e-ang  'weit'  (mit  *eÄ:s-);  mir.  ft)r-lassair  'eine  große  Flamme'; 
c.  gor-frwd 'sehr  heiß',  gor-hun 'excess  of  sleep',  br.  gour-gamm 
'boiteux  tres  prononce'  (:  kämm);  die  Bedeutung  ist  jedoch  im  Br. 
schwankend  geworden:  gour-zen  'petit  homme'  (:  den);  —  air.ro- 
macdact  gl.  superadulta,  rö-mär  'zu  groß';  mc.  ry  nc.  rhy  corn. 
br.  re  'allzu'  §361;  —  '^de-\-  *jjro:  ir.  der-mär  'sehr  groß'  mc. 
dir-uawr  nc.  dir-fawr  abr.  PL  dermorion;  mc.  nc.  dir-gel  'ge- 
heim'; —  *ek{s)  +  *pro-:  air.  ser-mall  'sehr  langsam';  —  *de  + 
*eks:  mc.  nc.  dis-taw  'schweigend,  still';  —  *^dhi,  im  Ir.  entlehnt 
an-  (I  45):  c.  en-wyn  'sehr  weiß',  en-wir  'sehr  wahr',  en-fawr 
'sehr  groß',  mc.  en-ryued  nc.  en-rhyfedd  'wunderbar'  (:  rhyfedd 
ds.),  gall.  Ande-roudus  MN  "sehr  rot";  c.  en-awel  'Orkan'  acorn. 
an-auhel  160;  nir.  an-bhog  'sehr  weich',  nsch.  ana-ghradhach 
§  230  I  330;  mir.  an-fud,  an-bthine  'Sturm',  vgl.  Verbalverz. 
seth-;  mir.  an-dord  'strain'  (vgl.  fo-dord  'Baß');  nir.  an-lä  'a 
great  day',  Arran  an  öl'  'viel  Fleisch',  'Fleischigkeit'  (feöil);  über 
an  mit  Substantiven  vgl.  Quiggin§276;  merkwürdig:  go  wit  tu  as 
dynd  t'm  'daß  du  sehr  ki'ank  bist'  "ein  sehr  kranker  Mensch" 
Arran,  an  t-slat  roighin  'a  very  tough  rod'  Molloy  132;  nir.  an 


§358,2.359]  Adjektive  der  Möglichkeit.  11 

wird  wie  ein  selbständiges  Wort  betont,  vgl.  Quiggin  §  439.  — 
Intensive  Bedeutung  hat  scldießlich  ad-  (ir.  appriscc  'gebrechHch'  : 
brise  ds.;  c.  achlan  I  476)  und  ir.  adb-  (ad  +  fo,  Thurneysen, 
Handb.452)  inadb-lam  'bereit'  (vgl.  aur-lam  1339),  adb-chlos 
'renown'  (Kuno  Meyer  S.  16,  Ml.  40d  19,  vgl.  40d  17;  95b  4).  — 
Eigentlich  ein  Adjektiv  ist  dru-  in  ir.  dru-i  I  175  (abr.  dor-guid 
I  14),  das  nach  Thurneysen,  Handb.  223  auch  in  druailnithe 
(1495)  steckt.  Unklar  ist  rüg-:  rug-solus  'sehr  helF,  rucle  'sehr 
klar'  (:  gle;  -c-  aus  ff  +  ff  nach  §  288);  vielleicht  ist  es  eigenthch 
ein  Substantiv  *pro-g'ns  'Wahl',  vgl.  air.  rogu  'Wahl',  nir.  rogha- 
ghrädh  'choice  love'. 

f )  Mit  den  tadelnden,  lobenden  oder  intensiven  Bildungen  sind 
die  Adjektive  der  Möghchkeit,  Fähigkeit  nahe  verwandt:  ir.  do- 
eolais  'unbegreiflich',  'in  dem,  man  sich  schwer  zurechtfindet' 
(:  eolas  'Wissen',  eola  'kundig'  I  299),  nir.  so-mhiiinte  'easily 
taught'.  Bis  jetzt  reichlicher  aus  dem  Nir.  als  aus  den  älteren 
Sprachstufen  belegt  sind  die  mit  in-  (worin  vermutlich  das  intensive 
*y,dhi  steckt,  das  jedoch  im  Nir.  von  *eni  nicht  unterschieden 
werden  kann)  komponierten  Adjektive:  nir.  in-leighis  'heilbar' 
(:  leigheas  'Heilung'),  in-phösta  'heiratsfähig'.  Das  zweite  Ele- 
ment ist  meist  ein  i-Stamm  (§  359)  oder  ein  Partizipium  auf  air. 
-te,  -the;  das  nir.  Sprachbewußtsein  deutet  jedoch  diese  Formen  als 
Genitive  (pösta.  Gen.  von  pösadh),  vgl.  ion-chaithmhe  'eatable' 
(caitheamh,  Gen.  caithmhe  'act  of  eating');  und  diese  neue  Auf- 
fassung hat  sicher  zur  Produktivität  der  Bildung  beigetragen;  man 
kann  sogar  fragen,  ob  nicht  z.  B.  bei  der  Bildung  von  ion-aonaigh 
'suitable  for  a  fair'  (aonach)  die  Redensart  chum  aonaigh  'zum 
Markte'  vorgeschwebt  hat  (chum  air.  doch  um  n-  hat  in  vielen 
Dialekten  das  auslautende  -m  durch  einen  w-Laut  ersetzt:  Arran 
9N,  N;  Munster  s.  Henebry  S.  28,  Donegal  9N  Quiggin  §  235, 
in  Schottland  thun  Campbell  I  43,  68).  In  Schottland  scheinen 
diese  Komposita  weniger  üblich  zu  sein.  Ein  mittelirisches  Beispiel 
ist  in-riata  'befahrbar'  (riadaim  'ich  fahre');  dagegen  ist  bei 
in-galair  'krank'  wohl  intensive  Bedeutung  anzunehmen.  Die  Be- 
deutung der  Möglichkeit  vielleicht  bei  air.  in-ricc  'würdig"  (recc 
'Verkauf;  also  eigenthch  'verkaufbar,  preiswert';  anders,  aber 
weniger  wahrscheinhch  Thurneysen,  Handb.  211);  dann  muß  aber 
sehr  früh  ^eni-  mit  *ndhi-  vermischt  worden  sein,  denn  air.  inricc 
kann  lautgesetzlich  nur  *eni  enthalten. 

§  359.     Form   und  Funktion   des   zweiten  Gliedes   der  mit 


12    Das  letzte  Glied  d.  Vorsilbenkomposita,  ßiverbierung.    [§  359.  360 

Vorsilben  komponierten  Nomina  zeigen  dieselben  Eigentümlich- 
keiten, die  uns  schon  in  §  357  begegneten.  Ein  als  Simplex  nicht 
vorkommender  auf  einem  Verbum  beruhender  Stamm:  ir.  ain-b 
*'Q,-ioid-s  'unwissend',  ir.  su-i  'Gelehrter'.  Ein  i-Stamm  als  Ersatz 
eines  anderen  Stammes  ist  sehr  häufig:  ir.  etegnäith  'wild'  I  418; 
mir.  do-chraid  'häßhch',  so-chraid  'schön'  (=  dochruth,  so- 
chruth);  su-lbir  'beredt'  (:  labar  'redselig');  ir.  ess- am  in 'furcht- 
los' (aber  gall.  Ex-obnus  I  49;  bei  mc.  eh-ofyn  nc.  eofn  ist 
die  Stammbildung  nicht  ersichtlich);  ir.  coir  I  64  (aber  gall. 
Couirus;  bei  den  britannischen  Formen  ist  die  Stammbildung  nicht 
ersichtlich);  nir.  in-leighis  'heilbar'  u.  s. w.  §358,  2f.  Gall.  are- 
pennis  'semiiugerum',  uer-nemetis  (Nom.?)  'fanum  ingens'.  Der 
i-Stamm  mag  bisweilen  aus  dem  Kompositum  ins  Simplex  über- 
tragen sein  (so  etwa  bei  ir.  domain  neben  fu-dumuin  'tief  135, 
toich  'wahrscheinlich'  neben  e-toich  'unwahrscheinHch'  I  46,  129). 
Ein  Jo-Stamm:  ir.  so-scele  'Evangelium'  (scel  'Erzählung');  for- 
mna  'Schulter'  zu  muin-  I  33  (=  c.  gor-fynydd  'ascent');  etar- 
maige  '-Zwischenfeld"';  c.  go-bennydd  'Kissen'  (pen  'Kopf'),  c. 
ymennydd  'Gehirn'  I  130  (aber  im  Ir.  ein  /-Stamm:  inchinn). 
Ein  o-Stamm  statt  eines  Jo-Stammes:  so-chumacht  'möglich', 
do-chumacht  'schwer  möglich', _  e-cmacht  'unmöghch,  unfähig' 
(cum achte  'Macht"). 

Bahuvrihi-Komposita  sind  außerordentlich  häufig:  ir.  com- 
dath  'gleichfarbig',  ir.  ess-amin  mc.  eh-ofyn  'furchtlos',  ir.  do- 
chruth c.  dy-bryd  'häßlich'  u.  s.  w. 

§  360.  Biverbierung  (Auflösung  des  einheitlichen  "Wortes 
in  zwei  Wörter)  kommt  bei  den  aus  Nomen  +  Nomen  bestehenden 
Zusammensetzungen  selten  vor.  Eine  syntaktische  Verbindung  von 
Adjektiv  +  Substantiv  ist  im  Kelt.  formell  mit  den  Zusammen- 
setzungen von  Adj.  +  Subst.  zusammengefallen  (§  311  I  447)  und 
als  Zusammensetzung  aufgefaßt  worden.  Diese  Auflassung  hat 
sich  im  Irischen  bis  auf  den  heutigen  Tag  erhalten;  die  Flexions- 
losigkeit  des  ersten  Elementes  war  nach  der  irischen  Grammatik 
ein  genügendes  morphologisches  Kennzeichen  der  Worteinheit. 
Man  schreibt  also  noch  heute  an  sean-duine  'der  alte  Mann' 
u.  s.  w.  Im  Brit.,  wo  die  Kasusflexion  aufgegeben  ist,  war  aber 
eine  Biverbierung  möglich  und  hat  tatsächlich  stattgefunden:  nc. 
yr  hen  ganiadau  'die  alten  Lieder'  u.  s.  w.  In  der  alten  c. 
Poesie  kann  sogar  eine  Zusammensetzung  von  Subst.  +  Subst. 
biverbiert  und   das   erste  Element  als   vorangestellter  Genitiv  auf- 


§361.362]       ßiverbierung.    Verdunkelte  Komposita.  13 

gefaßt  werden  (§  324  Schluß  I  476;  vgl.  ebenda  über  c.  lled 
gyssurus,  br.  hanter  zall). 

§361.  Biverbieining  bei  den  Zusammensetzungen  mit  Vor- 
silben ist  sowohl  im  Ir.  wie  im  Brit.  häufig.  Die  selbständige  Be- 
tonung des  nir.  an-  'sehr'  und  die  eigentümliche  Wortstellung  in 
Arran  an-duine  tinn  (§  358,  2e)  sind  schon  als  Anzeichen  einer 
angefangenen  Biverbierung  aufzufassen.  Vollständig  durchgeführt 
ist  sie  bei  den  Zusammensetzungen  mit  com-  'ebenso';  dabei  ist 
deijenige  Typus,  in  dem  das  zweite  Glied  von  Haus  aus  ein  Ad- 
jektiv war,  alleinherrschend  geworden:  chomh  fada  'ebenso  lang'^ 
vgl.  I  475  f.  und  §  317  Anm.  2  I  465.  Auch  im  C.  und  Br.  ist 
Biverbierung  eingetreten;  hier  spielen  aber  neben  dem  Tj^dus,  in 
dem  das  letzte  Glied  von  Haus  aus  ein  Adjektiv  war,  die  Bahuvrihi- 
komposita  mit  Nomina  abstracta  auf  -(h)et  eine  große  Rolle;  die 
Formen  auf  -{h)et  werden  nach  der  Biverbierung  als  Äquahs  der 
Adjektive  betrachtet  (§384,  §461):  mc.  kyn  decket  'gleich  schön', 
br.  ken  teo  'ebenso  dick',  ker  sempl  'so  schwach'.  Über  c.  mor 
ddu,  com.  mar  vras  s.  I  440.  Weitere  Biverbierungen  im  Brit.: 
c.  go  drwm  'ziemlich  schwer';  c.  rhy  ddrwg  'zu  schlecht',  com. 
re  got  'zu  kurz',  br.  re  vraz  'zu  groß'  I  475.  Biverbierung  findet 
sich  im  C.  auch  bei  dem  negierenden  di;  ein  Zeugnis  ist  schon 
der  Akzent  (1278);  vgl.  ferner  di  gred  a  bedydd  'ohne  Glauben 
und  Taufe',  di  dderbyn  wyneb  'ohne  Ansehen  der  Person'  u.  s.  w. 
(Silvan  Evans  1433);  für  das  Corn.  vgl.  die  Schreibung  dy  byte 
'without  pity'  P.  C.  3098.     Vgl.  noch  I  284. 

Anm.  In  Ml.  kommt  *r  oft  allein  vor  und  dient  zur  Übersetzung- 
des  lat.  tarn  oder  per-;  die  Glosse  ind  ser  zu  tam  (solide)  Ml.  115c  5 
scheint  jedoch  zu  beweisen,  daß  es  sich  nicht  um  wirkliche  Biverbierung. 
sondern  nur  um  eine  verkürzte  Ausdrucksweise  des  Glossators  handelt. 

§  362.  (Verdunkelte  Komposita.)  Die  Komposita  sind  in 
der  Regel  mit  ihren  selbständig  vorkommenden  Komponenten  eng 
assoziiert  (so  eng,  daß  die  durch  die  Komposition  geschaffenen 
besonderen  lautlichen  Bedingungen  —  unsilbische  Gruppen,  infizie- 
rende Vokale,  Akzent  —  in  der  Regel  ohne  Wirkung  bleiben;  jedoch 
wirken  im  C.  immer  die  Gesetze  §  184,  185,  oft  auch  §  182,  2). 
Wenn  aber  das  erste  oder  zweite  (bes.  das  zweite)  Kompositions- 
glied nicht  selbständig  vorkommt,  oder  wenn  die  Bedeutungs- 
entwickelung das  Kompositum  weit  vom  Simplex  trennt,  kann  eine 
Verdunkelung  der  Komposition  eintreten,  wodurch  die  Bahn  füi* 
eine  rein  lautpsychologische  Entwickelung  frei  wird  (Beispiele  §  356,  2 ; 


14  Verdunkelte  Komposita.  [§  362 

ir.  lugbort  I  489,  br.  kelvezenn  I  32).  Auch  füi-  die  sema- 
siologische  Entwickelung  wird  dadurch  eine  selbständige  Bahn  frei, 
wodurch  das  zweite  Kompositionsglied  unter  günstigen  Umständen 
den  Wert  einer  Ableitungssilbe  annehmen  kann. 

Sicher  oder  wahrscheinlich  so  entstanden  sind  die  folgenden 
Bildungen:  1)  Komposita  mit  c.  gwedd  I  41,  ZE  890:  mc.  rin- 
wed  nc.  rhin-wedd  'Geheimnis',  vgl.  ac.  rin-guedaulion  gl. 
arcana;  abr.  clut-gued  gl.  strues.  2)  Mit  corn.  gueth,  br. 
gwez  1*123:  corn.  fyn-weth  'Ende'  br.  fin-vez  (Cornouaille); 
br.  der-vez,  de-vez  'Tag'  V.  de-veh  (zu  br.  deiz  V.  de  'Tag'); 
mbr.  bloaz-uez  nbr.  bloa-vez,  bla-vez  'Jahr'  (bloaz).  Mehr 
Beispiele  bei  Troude,  Dict.  br.-fr.  unter  vez.  3)  Mit  c.  gwr 
'Mann'  ZE  828:  c.  heli-wr  'Jäger'  (zu  hely  I  106)  acorn.  helh- 
W7ur;  mc.  brat-wr  nc.  brad-wr  'Verräter'  (davon  die  Ableitungen 
bradwriaeth  'Verrat',  bradwriol  'verräterisch'  u.  s.  w.;  Fem. 
brad-wraig  'Verräterin',  mit  gwraig  'Frau');  br.  badez-our 
'Täufer',  goeta-our  'der  Maulwürfe  fängt'.  4)  Mit  ir.  samail 
I  165:  (noch  mit  Spuren  des  s-)  air.  sain-samail,  sainemail 
'besonders  gut,  ausgezeichnet',  miathamli  I  408;  (ohne  Spuren 
des  s)  air.  athr-amil  'dem  Vater  ähnlich',  nir.  fearamhail  'mann- 
haft' nsch.  fearail  (mit  Schwund  des  lenierten  m);  verdrängt  im 
Nir.  öfters  das  air.  Suffix  -de  (vgl.  z.  B.  air.  ferde  'männlich'). 
5)  Mit  ir.  sluag  I  84:  ir.  teg-lach  neutr.  'Hausgenossenschaft'; 
air.  öc-lach-di  gl.  iuuenalis,  mir.  ech-lach  fem.  'Pferdeknecht', 
lucht-1  ach 'Mannschaft',  fian-lach,  fiallach 'Schar'.  Vgl.  über 
das  Suffix  -lach  §  397.  6)  Mit  c.  bod  'sein'  I  35:  c.  eistedd- 
fod  'Sitzung';  mir.  borr-fad  neutr.  'Stolz',  find-fad  'Haar',  air. 
Gen.  fidbaidse  'Wald'  (aber  air.  find-fadach  'selig'  enthält  ein 
anderes  Wort,  s.  1503;  vgl.  übrigens  c.  caled-fyd  'hardship').  7) 
Über  air.  fin-tan,  ros-tan,  dris-ten-ach  (e  aus  a  wegen  der  das 
t  ergreifenden  Mouillierung  des  -s)  s.  I  80;  sie  enthalten  wohl  tan 
'Zeit',  das  also  (wie  ir.  ed  I  91)  ursprünglich  räumliche  Bedeutung 
gehabt  hat;  *sthano-^  *sihanä  zu  skr.  sthäna-  'Standort',  npers. 
fjuli-stän  'Rosengarten'  (arm.  entlehnt  in  cara-stan  'Baumpflanzung' 
u.  s.  w.,  vgl.  KZ  XXXIX  466).  8)  Mit  c.  tra  'Ding',  ZE'829: 
mc.  gwych-dra  'Tapferkeit'.  9)  C.  -rwydd  (ZE  890),  ir.  -rad: 
ir.  ech-rad  fem.  'Pferde',  ingen-rad  fem.  'die  Mädchen',  macc- 
rad  fem.  'die  Knaben',  rig-rad  'Könige',  laech-rad  'Helden'; 
mc.  munut-rwyd  'courteous  behaviom-',  unben-rwyd  'sovereignty', 
nc.  caredig-rwydd  'kindness'.     Ursprünglich  "Fahrt"  (zu  ir.  ria- 


§  363. 364, 1]  Ableitung.   Vokalische  Suffixe.  15 

daim  'fahre');  daraus  im  Ir.  "reitende  Schar",  'Schar';  im  C.  war 
die  Entwickelung  wie  bei  mhd.  höch-vart  'Hoffart',  nhd.  Wohl- 
fahrt. Im  Irischen  lassen  die  hierhergehörigen  Bildungen  sich 
nicht  immer  mit  Sicherheit  von  den  Bildungen  mit  dem  alten  Suffix 
-rad  c.  -red  (§  396,  1)  unterscheiden.  10)  Mit  c.  -1yd  (nach 
ZE  891  zu  c.  llydan  'breit';  jedoch  könnte  -1yd  auch  eine  Suffix- 
häufung sein):  mc.  gwaet-lyt  nc.  gwaed-lyd  'blutig';  mc.  chwein- 
lyt  nc.  chwein-llyd  'flöhig'  (chwann-en  'Floh',  Plur.  chwain). 
11)  Mit  c.  ma  'Ort',  ZE  890:  mc.  llad-ua  nc.  lladd-fa  'Metzelei', 
acorn.  redeg-ua  gl.  cursus.  Mit  dem  Suffix  c.  -fan  §  403  asso- 
ziiert. 12)  Mit  ir.  mör  'groß':  air.  ithe-mar  'gefräßig';  mir. 
nert-mar  'stark'  c.  nerth-fawr  gall.  Nerto-marus  MX. 

II.   Ableitime;  der  Nomiua. 

§  363.  Der  größte  Teil  der  im  Keltischen  produktiven 
Suffixe  ist  aus  dem  Idg.  ererbt,  oder  durch  Häufung  verschiedener 
idg.  Suffixe  entstanden  (oft  ist  es  zweifelhaft,  ob  eine  Suffixhäufung 
oder  ein  verdunkeltes  Kompositum  [§  362]  vorliegt).  Das  Keltische 
hat  aber  auch  eine  Anzahl  von  Suffixen  aus  dem  Lat.  aufgenommen, 
und  schließlich  begegnen  im  Irischen  einige  entlehnten  britannischen 
Suffixe. 

Die  Suffixe,  die  im  folgenden  nicht  ausdrücklich  als  entlehnt 
bezeichnet  werden,  sind  ererbt  (oder  aus  ererbten  Mitteln  kombiniert). 
Der  detaillierte  Nachweis,  daß  sie  in  den  anderen  idg.  Sprachen 
in  entsprechender  Weise  vorkommen,  würde  aber  zu  viel  ßaum 
erfordern  und  darf  als  überflüssig  betrachtet  werden,  da  bei  der 
alphabetischen  Anordnung  der  Suffixlehre  die  andersprachlichen 
Entsprechungen  leicht  in  Brugmann's  Grundriß  und  anderen  Hand- 
büchern aufgesucht  werden  können.  Ich  beschränke  mich  also  in 
dieser  Beziehung  auf  einige  Andeutungen. 

Vgl.  d'Arbois  de  Jubainville,  Les  suffixes  nominaux  du  breton 
moderne  de  France  (dialecte  de  Leon),  MSL  IV  277—311. 

§  364.  (Vokalische  Suffixe.)  1)  i<;-Suffixe:  ir.  mar-b  'tot* 
c.  mar-w  corn.  marow  br.  maro  und  andere  nicht  produktive 
Formationen  I  631;  -owo-:  acorn.  bis-ou  br.  biz-ou  'Bing'  I  79; 
c.  gwin-eu  'bay,  auburn'  (gwin  'Wein');  -owo-  neben  -awo-  in  ir. 
made  c.  maddeu  I  110,  vgl.  abr.  in  madau  gl.  pessum  (Thiu'- 
neysen,  IF  XIV  132);  ir.  tanaä  u.  s.  w.  I  131;  c.  athraw  acorn. 
altrou  u.  s.  w.  I  137    §  390,  2  Schluß   (nicht  hierher  c.  cenaw  : 


16  Vokalische  Suffixe.  [§  364,  1—3 

ceneu  §452,  gall.  Genaua:  c.  geneu  I  156;  c.  geiieu  ist  ebenso 
wie  angeu  'Tod'  eine  alte  Pluralform,  s.  Strachan,  Rc.  XXVIII 
202);  -oivo-  :  -iiro-{?)  in  c.  deheu  u.  s.  w.  gall.  Dexsiua  I  36; 
ir.  cerna  c.  Cernyw  u.  s.  w.  gall.  Cornouii  I  156  (oder  c.  -yw 
u.  s.  w.  aus  Plur.  -oivoi?);  -iwo-{?):  c.  gwr-y\v  'männlich',  ben-yw 
•weibhch'.     Vgl.  §  512. 

2)  Im  C.  ist  das  Suffix  -wy  ziemhch  häufig.  In  den  Gerun- 
diven auf  -d-wy  corn.  -dow  abr.  -toe  ir.  -thi  geht  -wy  sicher 
auf  -oujo-  zurück,  s.  I  56.  Über  ac,  abr.  Personennamen  auf  -ui, 
-oe  s.  ZE  816.  Auf  -oujo-  wird  man  auch  da  geführt,  wo  c.  -wy 
mit  -eu  (aus  -owo-)  wechselt:  c.  aswy  und  aseu  'link'  {* ad-seujo-, 
*ad-sewo-  [§  359]  zu  skr.  savjd-s  'hnk'  asl.  suß;  hierher  ir.  asse 
'leicht'?),  c.  cyfallwy  und  cyf allen  'efficient'.  Bei  den  meisten 
Bildungen  auf  -wy  fehlt  jedoch  ein  etymologischer  Anhalt  für  die 
Erklärung  der  Endung;  so  bei  cynnorth-wy  'Hülfe'  (cynnorth 
ds.  '^k'om-dhorg'h-tu-  zu  lat.  fortis  'tapfer'?  dann  nur  volksetymo- 
logisch mit  c.  nerth  'Kraft'  verbunden),  dir-wy  mir.  dire  'Buße' 
(zu  c.  dir  'sicher,  notwendig'  ir.  dir  'gebührend,  schuldig';  vgl.  lat. 
dirus  'unheilvoll,  ehrfurchtvolles  Grauen  erregend'?);  bryth-wy 
'Tumult'  (brwth  ds.;  aus  ir.  bruth  I  115?);  in  diesen  Fällen  ist 
es  jedoch  möghch,  in  dem  Stammwort  einen  w-Stamm  zu  suchen; 
dies  ist  dagegen  ausgeschlossen  bei  c.  cam-wy  'perversion'  (cam 
'krumm'  I  118).  Ich  suche  das  Suffix  -wy  auch  in  gobr-wy 
neben  gobr  'Belohnung'  (zu  ir.  crenim  'kaufe'  1 128,  ir.  fo-chricc 
Belohnung'),  obgleich  es  hier  wohl  möglich  wäre  -wy  aus  -ijo- 
nach  Labial  nach  I  67  zu  erklären.  Anders  zu  deuten:  c.  mod- 
rwy  I  515  (zu  ir.  rig-  'binden'  I  100,  vgl.  breich-rwy  'Arm- 
band', cyf-rwy 'Sattel'),  mc.  mackwy  'Jüngling'  (wohl  entlehnt  aus 
ir.  macc  cöim  'liebes  Kind'  Wb.  27bl6;  nicht  hierher  ir.  maccu 
[vor  einem  Genitiv]  'great-grandson",  Zusammenrückung  von  macc 
und  ua  I  55;  fern  bleibt  auch  das  dunkle  MUCOI  der  Ogam- 
Inschriften,  das  schließhch  dieselben  Elemente,  in  der  Proklise 
reduziert,  enthalten  könnte ;  vgl.  übrigens  Eoin  Mac  Neill,  Eriu  III 
42 ff.).  Jedenfalls  sekundär  sind  Formen  wie  c.  drudwy  neben 
drudw-en  'Star'  I  385  u.  s.  w. 

3)  Die  mit  dem  idg.  Suffix  -jo-,  -ja  und  -ijo-,  -ijä  abgeleiteten 
Nomina  haben  im  Ir.  die  Endung  -e\  im  Brit.  ist  die  Endung  der 
-ja-  und  -Jä-Stämme  geschwunden;  -ijo-  ergibt  c.  -ydd  u.  s.  w., 
-ijä  ergibt  c.  -edd  u.s.  w.  Vgl.  I  67—70  und  §  158  I  251.  Nur 
-ijo-,   -ijä-    ist   im   Kelt.   produktiv;    bildet    a)    nomina    abstracta, 


§  364, 3—5]  Vokalische  Suffixe.  17 

Eigenschaftsbezeichnungen:  mc.  llewenyd  'Freude'  I  373  com. 
lowene  br.  levenez;  ir.  cairde  (neutr.)  mc.  cerennyd  nc.  ca- 
rennydd  corn.  kerense  'Freundschaft'  br.  kerentez  'Verwandt- 
schaft' 1373,378,380;  ir.  trocaire  fem.  c.  trugaredd  corn.  tre- 
gereth  br.  trugarez  'Barmherzigkeit'  I  418,  §  357;  ir.  failte 
'Freude'  (fäilid 'froh'),  soinmiche 'Glück'  (s o in mech 'glücklich'); 
b)  nomina  actionis:  ir.  ess-eirge  'Auferstehung',  cumachte 
'Macht',  frecre  'Antwort'  (alle  drei  neutr.),  s.  Verbalverz.  reg-, 
com  +  icc-,  gair-;  c.  cyfoeth  I  124  hatte,  wie  der  fehlende 
Umlaut  zeigt,  nicht  die  Endung  -t[i)jo-,  sondern  -to-  oder  (worauf 
Plui\  cyfoeth-au  deuten  könnte)  -tu-;  c)  nomina  loci:  ir.  cerdd- 
ch-ae  gl.  officina  (:  cerdd-ach  'skilful',  cerd  I  114);  d)  Ad- 
jektive: c.  pedwer-ydd,  Fem.  pedwar-edd 'der,  die  vierte'  1373; 
c.  llon-ydd  'ruhig'  (Hon  'froh');  über  ir.  calma  'tapfer'  c.  celf- 
ydd  'geschickt'  (celf  'Kunst')  s.  I  168;  entlehnt  ir.  su-aichnid 
'deutlich',  andg-id  'schlecht'  (andach  'Böses,  Sünde'),  substan- 
tiviert ir.  cimb-id  'Gefangener'  I  45;  vgl.  noch  §  374  Anm. 
e)  nomina  agentis:  ir.  cir-mair-e  'Kammmacher',  cul-mair-e 
'Wagenfahrer,  Wagenbauer';  c.  cr-ydd  br.  kere  'Schuhmacher' 
I  94;  mc.  kynyd  nc.  cynydd  'Jäger'  (cwn  'Hunde');  c.  pryd- 
ydd  'Dichter'  acorn.  prid-it;  mc.  llem-hid-yd  nc.  llamhidydd 
'bouncer'  u.  s.  w.  Daraus  entlehnt  ir.  digl-aid  gl.  ultor,  nuie- 
thic-id  'neu  angekommen',  den-m-id  gl.  factor,  except-id 
'Ausnahme'  "Ausnehmer",  f  or-citl-id  'Lehrer',  in-gren-t-id  'Ver- 
folger', doilb-th-id 'Töpfer'  u.  s.  w.  f)  nomina  concreta:  ir.  orpe 
'das  Erbe';  air.  humae  'Kupfer'  c.  efydd  I  166.  Über  die  -ijo- 
Stämme  als  Ersatz  anderer  Stämme  und  über  den  Ersatz  der  -jo-, 
-i/o-Stämme  durch  o-Stämme  im  zweiten  Kompositionsglied  s.  §  357, 
§  359.  Im  Ir.  steht  nicht  selten  ein  -(i)yo-Stamm  gleichbedeutend 
neben  einem -o-Stamm :  air.  cenel  und  cenele  'Geschlecht';  mir. 
f ert  und  ferta  'Hügel';  find  und  finda  'Haar';  long  und  lunga 
'Schiff';  danach  in  Lehnwörtern:  ir.  gard-a,  nir.  hat-a  §  125 
Anm.  1  I  201.  —  Vgl.  ZE  765,  792  f.,  836  f.  —  In  SufÜxgruppen 
ist  die  Suftixform  -jo-  häufig:  ir.  gataige,  c.  cardotai  §  370; 
ir.  nem-de,    c.  gwedd-aidd  §  374;   -tjo-  §  384,  3;   -nja  S.  57f. 

4)  Über  die  j-Stämme  s.  §  435. 

5)  Häufig  vorkommend,  aber  etymologisch  schwer  zu  deuten 
ist  die  Endung  -i  im  Brit. ;  ZE  8141;  sie  bildet  nomina  abstracta 
und  Kollektiva  (die  letztere  Funktion  ist  aus  der  ersteren  ent- 
standen): mc.  nc.  caled-i  'hardship',  mabinog-i  'Alter,  Repertoire 

Pedersen:  Vgl.  kolt.  Gramm.    II.  2 


18  Vokalische  Suffixe.  -Ä-, -«^--Suffixe.        [§364,5.365 

des  angehenden  Barden',  acorn.  berri  gl.  pinguedo  (bor  gl.  pinguis), 
br.  dieg-i  fem.  'Faulheit';  verbindet  sich  oft  mit  anderen  Suffixen:  br. 
nevez-int-i 'Neuigkeit';  besonders  häufig  mit  einem  vorhergehenden 
n:  c.mech-n-i 'Sicherheit'  (mach 'Bürge');  gles-n-i  'blaue  Farbe' 
(glas  'blau');  mbr.  coz-nifem.  'Alter';  c.  bardd-on-i  'bardic  science', 
daioni  'Güte'  (da  'gut');  br.  kas-on-i  fem. 'Haß'.  Ursprüngliche Kol- 
lektiva:  c.  gweli  'Wunde'  corn.  goly  br.  gouli  (vgl.  zur  Bedeu- 
tung —  nicht  aber  mit  Bezug  auf  die  Endung  —  mir.  Plur.  fuili 
'blutige  Wunden'  LU  55b  30,  LL  89b  13.  32,  33,  40);  c.  celli  fem. 
'Wald'  acorn.  kelli  I  52;  acorn.  selli  gl.  anguilla,  mcorn.  Plur. 
syllyes,  br.  Plur.  sili  I  72;  c.  llestr-i  'Gefäße'  acorn.  listr-i 
'Schiffe'  (Sing,  lester)  br.  listr-i  (Sing,  lestr)  u.  s.  w.  Will  man 
dies  Suffix  als  ererbt  auffassen,  so  ist,  soweit  ich  sehe,  -ijo-,  -ijä  die 
einzig  mögliche  Rekonstruktion.  Wahrscheinlicher  ist  es  mir  jedoch, 
daß  es  sich  um  Entlehnung  aus  dem  Vulgär-Latein  handelt,  vgl. 
frz.  courtoisie,  folie,  maladie. 

§  365.  Suffixe  mit  geschwundenem  oder  zu  -h-  gewor- 
denem -s-  spielen  im  Keltischen  fast  keine  Rolle.  Thurneysen, 
KZ  XXXVII  96  nimmt  an,  daß  mir.  süithe  'Weisheit'  (zu  sui 
'ein  Weiser',  Dat.  Plur.  suidib)  eine  Endung  wie  gall.  -isia  vor- 
aussetzt. Entsprechende  Fälle  aus  dem  Britannischen  sind  mir 
nicht  bekannt.     Vgl.  S  37. 

Häufig  tritt  jedoch  ein  auf  einem  s  beruhendes  h  vor  einem 
weiteren  konsonantischen  Suffix  auf:  abr.  etn-coil-h-aam  'halte 
Vogelschau'  §  370,  mc.  da-h-et  'Güte'  S.  37,  llem-h-id-yd 
S.  38,  c.  bon-h-edd-ig  I  362,  §  374,  mc.  dauattes  §  366,  6; 
vor  der  Superlativendung.     Wuchernd:  S.  30  Z.  9,  S.  42  Z.  1  v.  u. 

Ein  an  ein  konsonantisches  Vorstück  gefügtes  -so-,  -sä- 
Suffix  wird  hin  und  wieder  anzunehmen  sein:  ir.  tarr  183,  glass 
'Schloß'  §  49,  1  I  75  (könnte  jedoch  auch  ein  -s^Suffix  haben); 
-SM-   in  ir.  criss  I  42,  vgl.  nir.  gaoisid  I  80.     Vgl.  §  383  Anm. 

-sÄ;-Suffixe  sind  im  Keltischen  zahlreich  belegt,  in  der  histo- 
rischen Zeit  jedoch  nicht  mehr  produktiv.  Einige  Beispiele  I  76f. 
Femer:  ir.  brise,  appriscc  'gebrechlich'  br.  bresk  (zu  ir.  bris- 
sim  'breche'  I  79);  c.  gwisg  'Kleidung'  acorn.  guisc  br.  gwisk: 
*wesko-,  *weskä  zu  lat.  ues-ti-s  'Kleidung'  gr.  evvh{.ii  'kleide' 
{nn  aus  sn)  got.  Inf.  wasjan  arm.  z-genum  'ziehe  mich  an'  skr. 
vds-te  'kleidet  sich';  dazu  br.  di-wiska  'entkleiden',  aber  c.  di-osg 
corn.  dysky,  die  eine  andere  Alternationsstufe  des  Vokals  voraus- 
setzen müssen,   aber  auch  so  Schwierigkeiten   machen   (-osg  aus 


§  365.  366]  -sk-,  -s^Suffixe.  19 

*'wesk-,  vgl.  c.  gosper  I  198;  das  o  im  Com.  umgelautet);  mir. 
tiscaid  a  etachde  'zieht  ihr  Kleid  aus',  t-un-isca  'zieht  ihn 
(claideb)  aus  der  Scheide'  mag  hierher  gehören  und  auf  *de-wesk- 
zumckgehen ;  das  t-  beruht  dann  auf  Vermischung  mit  einem  anderen 
Verbum,  vgl.  Verbalverz.  Gewisse  kleine  Bedeutungsgruppen  lassen 
sich  vielleicht  konstatieren:  über  ir.  flesc  'ß,ute',  c.  gwrysg-en 
'Zweig',  llysg  'Rute'  s.  §  252  Anm.  9d  I  367;  nir.  duilleasg 
'dilisk,  dulse'  (ich  weiß  jedoch  nicht,  ob  das  -11-  eine  richtige  Ortho- 
graphie ist;  Arran  d'il'ds(j)  nsch.  duileasg  'dilse,  sea-weed'  mc. 
delysc  'a  kind  of  edible  alga'  (nc.  dylusg  ist  volksetymologisch 
umgestaltet:  llusgo  'to  drag,  to  hale'):  mit  dem  Suffix  -isko-  zu 
ir.  duille  'Blatt',  c.  dal-en  §  255  Anm.  4  I  375.  Mit  dem  Suffix 
-sk(i\jo-:  ir.  gesca  mask.  'Zweig'  181;  ir.  esca  neutr. 'Mond',  etwa 
*ms-sMJo-m  zu  skr.  mäs  'Mond,  Monat',  ir.  mi  u.  s.  w.  I  86  (anders 
Walde,  Wtb.  idüs);  ir.  uisce,  usce  mask.  'Wasser'  *ud-skiJo-  zu 
skr.  ud-  (Instrum.  ud-ä),  alb.  u-jd  (KZ  XXXVI  339)  'Wasser',  wei- 
terhin zu  lat.  u-n-da  'Welle'  gr.  v  öcoo  'Wasser'  got.  watö  asl.  voda 
ds.  arm.  get  'Fluß'. 

§  366.  Die  -st-  Suffixe  spielen  im  Keltischen  eine  sehr  große 
Rolle.  Es  handelt  sich  teils  um  Stämme  auf  -stu-,  teils  um  Stämme 
auf  -sto-,  -stä-,  -sti-;  daneben  kommen  noch  verschiedene  Weiter- 
bildungen vor.  Die  Suffixe  treten  1)  an  ein  einsilbiges  Vorstück :  h\ 
luss  'Kraut'  u.  s.  w.  I  378  *lubh-stu-  (zu  ir.  luib  'Ki-aut'  I  116); 
c.  corn.  nos  br.  noz  'Nacht'  I  123;  ir.  tess  'Hitze'  (Gen.  tesa) 
c.  corn.  tes  br.  tez  *tep-stu-  zu  lat.  tepeö  'bin  warm',  skr.  tapas 
'Hitze',  verwandt  mit  ir.  te,  timme,  tene  I  92 f.;  ir.  ois  'Alter' 
(Gen.  öisa)  I  56;  ir.  frass  'Regen'  («-Stamm):  lat.  rös  I  176;  ir. 
mlas  I  163  scheint  ein  o- Stamm,  ii*.  driss  I  80  scheint  ein 
i-Stamm  zu  sein  (nir.  dris,  dreas);  sicher  «-Stamm  ist  ir.  gnüis 
'Gesicht'  I  175.  Als  besondere  Gruppe  können  die  Fälle  erwähnt 
werden,  in  denen  das  substantivische  -«^Suffix  neben  einem  adjek- 
tivischen -^o-Stamm  steht:  ir.  gnäs  'Gewohnheit':  gnäth  'bekannt' 
I  49;  ir.  baes  'Torheit':  baeth  'einfältig'  I  56;  air.  gaes  "Weis- 
heit': guith  'weise'  (zu  skr.  tjäjati  'singt',  gltä-s  'gesungen'?);  mir. 
luas  'Schnelligkeit':  luath  'schnell'  I  91;  mir.  sci's  'Ermüdung': 
scith  'müde'  I  76;  ir.  drüs  LU  68b  1  nii\  drüis  'Unzucht': 
drüth  'unkeusch'  I  508.  In  diesem  Falle  ist  das  -s^Suffix  pro- 
duktiv; zweifellos  gelten  für  das  Sprachbewußtsein  die  Substantive 
als  Ableitungen  von  den  Adjektiven  auf  -th;  liistorisch  sind 
jedoch  in  den  ältesten  Fällen  die  beiden  Bildungen  von  einem  ein- 

2* 


20  -«^Suffixe.  [§  366 

silbigen  vokalischen  Stamm  abgeleitet,  während  die  jüngeren  Fälle 
bloße  Analogiebildungen  sein  können.  Ähnlich,  aber  abweichend 
ist  ir.  bäs  'Tod'  (o-Stamm,  neutr.):  bath  'Tod'.  Anders  Zimmer, 
KZ  XXXII  222  f.  2)  An  einen  mehrsilbigen  Stamm  auf  -a-:  air. 
senchas  'Geschichte'  ac.  hencassou  gl.  monimenta  I  357  (zu  ir. 
sen  'alt').  So  zahlreiche  nomina  abstracta  und  Kollektiva ,  ZE 
787,  833:  air.  lond-as  'Zorn'  (lond  'zornig'),  muntar-as  'Haus- 
stand' (muntar  ds.),  gen-as  'Keuschheit'  (gein  'Kind');  diese  ir. 
Wörter  sind  mask.  -z*-Stämme;  c.  din-as  fem.  'Festung'  (diu  ds.); 
c.  cy-weith-as  fem.  'society,  Company'  corn.  cowe<^as  [ß  als  p  zu 
lesen).  3)  Selten  an  einen  mehrsilbigen  Stamm  auf  -o-.  Im  C. 
dient  -os  zur  Bildung  von  Koseformen  der  Plurale:  plant-os 
'liebe  Kinder',  mc.  bran-os  'liebe  Raben'  Mab.  154  ZE  297- 
aber  diese  Endung  kann  eventuell  auf  -ustä  zurückgehen;  air. 
eross  gl.  puppis  acorn  airos  br.  aros  mag  ein  Kompositum  sein. 
4)  An  einen  mehrsilbigen  Stamm  auf  -u-  (ein  sehr  seltener  und 
zweifelhafter  Fall):  ob  c.  madws  'fullness  of  time,  due,  proper  time' 
hierher  gehört,  ist  mir  nicht  klar;  c.  drws  'Türe'  ist  neben  ir. 
dorus  aus  *dhworestu-  I  32,  363  recht  auffällig;  wenn  man  für 
das  Cymrische  etwa  von  einem  alten  Plur.  Neutr.  mit  der  umlau- 
tenden Endung -^  (*c?Ä«<;ores^<:^;  vgl.  acorn.  les  mcorn.  leys  1378?) 
ausgehen  dürfte,  so  wäre  drws  aus  einer  umgestellten  Form 
*dh{o)rwestü  erklärbar;  über  ivii  >  w  s.  I  42.  5)  An  einen  mehr- 
silbigen Stamm  auf  -e-:  so  scheint  c.  maes  mask.  'ofifenes  Feld' 
I  96  erklärt  werden  zu  müssen;  die  meisten  c.  Wörter  auf  -es 
sind  jedoch  fem.  und  lassen  sich  also  zu  6°  stellen;  über  ir.  dorus 
s.  unter  4°.  6)  An  einen  mehrsilbigen  Stamm  auf  i:  ir.  cosmil- 
ius  'Ähnlichkeit',  inrucc-us  'Würde',  bin  diu  s  'Wohllaut'  zu  den 
«■-Stämmen  cosmil  'ähnlich',  inricc  'würdig',  bind  'melodisch', 
vgl.  ZE  788.  Ein  -i-  kann  angesetzt  werden  bei  ir.  huinnius 
gl.  fraxinus:  c.  onn  u.  s.  w.  I  85f.,  bei  den  Ableitungen  von  -{i\jo- 
Stämmen  wie  ir.  comarb-us  'Erbschaft',  cutrumm-us  'Grleich- 
heit'  (comarbe  'der  Erbe',  cutrumme  'gleich'),  bei  *coibnes 
'cognatio'  (Gen.  in  choibnis,  vgl.  coibnes-ta  gl.  affinis;  I  64, 
156;  ist  ein  o-Stamm;  dafür  jedoch  mir.  coibnius),  und  bei  den 
ä-Stämmen  wie  ir.  sanas  fem.  'Flüstern'  c.  hanes  fem.  'history' 
(corn.  hanas  M.  C.  79);  mir.  longes  fem.  'Fahrt  zu  Schiffe'  c. 
llynges  fem.  'Flotte'  (ir.  long  c.  llong  'Schiff'  I  33);  ir.  lämos 
(Corm.;  das  o  von  dem  m  hervorgerufen?)  'Ärmel'  c.  ilawes  fem. 
(ir.  läm  c.  11  aw  'Hand');    auch   kann  der  geschwmidene  Vokal  in 


§  366.  367]  -s^Suffixe  mit  Weiterbildungen.  21 

c.  rhys-yn,  cors-en  I  484,  485  neben  ir.  richess,  curchas 
ein  altes  /  gewesen  sein.  Ein  -i-  steckt  schließlich  wohl  auch  in 
mc.  dauattes  nc.  davates  fem.  'Schafherde'  [t  aus  d  +  h)  und  in 
c.  buches  fem.  'a  milking  fold',  7)  An  einen  mehrsilbigen  Stamm 
auf  -ä-  (-Ö-):  mc.  lliaws  br.  lies  I  68. 

Anm.  1.  -a-st-  und  -ist-  lassen  sich  im  Ir.  nicht  immer  unterscheiden. 
Nach  einem  mouillierten  Konsonanten  wird  altes  a  zu  e:  ir.  faitch-es 
'Vorsicht'  von  faitech  'vorsichtig"  (später  zu  faitchius  umgebildet); 
ir.  cairdes  'pactum',  Gen.  eardessa  (zu  care  'Freund").  Und  umgekehrt 
kann  -i-  nach  einem  unmouillierten  Konsonanten  zu  a  werden.  Bei  den 
?<-Stämmen  ist  das  Fehlen  oder  Vorhandensein  des  M-TJmlauts  das  unter- 
scheidende Merkmal  der  -a-stu-  und  -e-s^M-Bildungen. 

Anm.  2.    Über  -^^^-Ableitungen  s.  §  383. 

Anm.  3.  Adjektive  mit  -«^-Suffixen  sind  selten.  Ir.  o  c  u  s  'nahe' 
c.  agos  corn.  ogasbr.  hogoz  §97  Anm.  I  161.  Ir.  adas  'entspre- 
chend' Wb  5d  35  (auch  als  Partikel  gl.  siquidem,  utique,  quamuis;  mit 
cia  synonym  oder  vor  cia  oder  raa  stehend,  Ascoli  CCCCXI,  Ml.  57b  9, 
76c  6;  Sg.  7a  7,  b  7;  88a  1;  102b  5;  17a  3;  Wb.  3d  2,  Ml.  68d  15; 
Sg.  40  a  21):  com-adas  'passend':  c.  ad  das  und  cyfaddas  'passend'. 
Ob  mir.  cendais  'mild"  (air.  cense  'Milde')  mit  cendaid  'zahm'  §  384 
Anm.  S.  39  etwas  zu  tun  hat,  und  ob  es  überhaupt  ein  Suffix  enthält  (ent- 
lehnt aus  c.  cynnwys  'leave,  license'?),  ist  unklar. 

Anm.  4.  Das  -s-  der  -s^Suffixe  wird  von  den  mit  einem  -^Suffix  weiter- 
gebildeten s-Stäramen  (vgl.  lat.  tempestäs  neben  tempus)  ausgegangen 
sein.  Ein  s-Stamm  liegt  in  einigen  Fällen  tatsächlich  zu  Grund ;  so  bei 
ir.  tess,  frass,  driss,  bei  ir.  less  'Hüfte'  br.  lez  (:  lat.  latus  'Seite') 
u.  s.  w.  Die  -s^Suffixe  haben  zum  Teil  ältere  -^-Suffixe  verdrängt:  ir. 
dorus  c.  drws  neben  acorn.  darat;  ir.  fertas  neben  c.  gwerthyd 
I  137.  Die  große  Mehrzahl  der  belegten  -«^Bildungen  sind  von  Xominen 
abgeleitet;  die  Fälle  wie  ir  gnas  u.  s.w.  beweisen  aber,  daß  auch  Verbal- 
stämme zu  Grund  liegen  können:  auch  die  Bildungen  auf  -a-stu-  sind  viel- 
leicht an  die  Stelle  von  verbalen  Ableitungen  auf  -a-tu-  getreten. 

^367.  Weiterbildungen  der -s^Suffixe.  -s^(i|;o-:  ir.  fiad-n- 
isse  neutr.  'Zeugnis'  (fiadu,  Akk.  fiadain  'Zeuge');  sair-se 
'Kunst,  Werk' (säir,  sa er 'Künstler').  Adjektiv:  ir.  tän-aise  'der 
zweite'  (vermutlich  zu  im-thanad  'Wechsel'),  -stikä-  (der  Vokal 
zwischen  -st-  und  -k-  nicht  sicher  bestimmbar):  mir.  Dat.  Plur.  rad- 
sech-aib,  räith-sech-aib  'verworrenes  Reden';  mir.  bait-sech  (ä) 
'Regen'  zu  baidim  'ertränke' I  489;  mir.  bunsach  'Zweig*  'a  rod, 
toy-javelin,  playing-pole'  nir.  bunnsacli  'a  javelin,  a  rod,  a  twig,  an 
osier':  zu  ir.  bun  'Wurzelstock'  §  252  Anm.  4  I  363f.,  also  wohl 
*hhonustikä.  Weitere  Beispiele  bei  Carl  Mai*strander,  ZfcPh.  VII 
384.      Aus    dem  Brit.    kann    angeführt    werden:    c.  caseg    acorn. 


22        -sw-Suffixe,  entlehnte  -s-  u.  -i-Suffixe,  -^-Sutfixe.    [§  367—370 

cassec  br.  kazek  'Stute'  *kavkstikä,  s.  §  377  S.  29,  —  Mir.  aigsech , 
ägasta  'fearful.  awful'  sind  adjektivische  Ableitungen  von  einem  nicht 
belegten  Substantiv.  —  -stero-,  -sterä:  ir.  aimser  u.  s.  w.  I  80;  -str-: 
ir.  riastraim;  maistir  §  390,  2.  —  -stin{i)jä  oder  -stun{i)jä:  air. 
co-ceil-sine  fem.  'Genossenschaft'  (cele  'Genosse'),  fäit-sine  fem. 
'Prophezeiung'  (:  fäith  I  420).  —  Das  Adjektiv  ir.  co-tarsne  'ent- 
gegengesetzt' scheint  zu  mir.  tarsnu  'querüber'  zu  gehören,  das  von 
tar  I  439  abgeleitet  ist;  etwa  * trrostlnijo-  {*t)-stinjo-?},  vgl.  gr. 
ayxi-GTivog  'nahe  aneinander'  ? 

§  368.  Die  -sm-Suffixe,  die  im  Keltischen  sehr  häufig  sind, 
sind  mit  Bezug  auf  die  Entstehung  mit  den  -sZ-Suffixen  (§  366 
Anm.  4)  parallel;  Beispiele  in  §  401. 

§  369.  Entlehnte -i- und -^-Suffixe.  Lat.  -ösus:  c.  mel-us 
'süß'  (daraus  ir.  milis  1205),  acorn.  prider-us  gl.  solhcitus,  mbr. 
quened-us  'schön'  (br.  kened  'Schönheit').  —  Lat.  -ensis:  ac. 
tusc-ois  'etruskisch',  c.  am-ddyfr-wys,  br.  bourc'hiz  I  209,  br. 
bro-iz  'compatriotes',  V.  PI.  mez-is  'Landbewohner',  ker-is  'Stadt- 
bewohner', mbr.  bed-is  'Menschen'  "Weltbewohner".  Vgl.  ZE 
294.  Hierher  auch  c.  mamwys  'kinsmen  by  the  mother's  side', 
'motherhood',  tadwys  'kinsmen  by  the  father's  side'.  —  Lat.  -issa, 
frz.  -esse:  mir.  läich-ess  'a  hero's  wife'  ac.  leec-es  gl.  maritae 
I  203,  c.  unbenn-es  'Herrin*,  acorn.  cait-es  'serua',  mbr. 
baelegu-es  'Priesterin'  nbr.  beleg-ez. 

Lat.  -itia  (in  romanischer  Lautgestalt):  br.  iaouank-iz 
'Jugend',  koant-iz  'gentillesse'  (V.  -is,  Bayon  S.  14).  —  Frz. 
-age:  V.  bouit-aj  'matiere  ä  nourrir'  (Bayon  S.  13);  das  Nir.  hat 
ömös,  fömös  'hommage'  aus  dem  Engl,  aufgenommen,  aber  kein 
produktives  Suffix  ausgebildet. 

Über  die  Endung  -s  in  gelehrten  Lehnwörtern  aus  dem  Lat. 
(air.  augtortas,  nir.  biatas  u.  s.  w.)  s.  I  190f. 

§  370.  -^-Suffixe  sind  selten:  ir.  mon-g  c.  mwn-g 'Mähne' 
neben  c.  mwn  'Hals'  I  33;  ir.  lö-g  'Lohn':  gr.  artoXavio  I  54. 

Ein  -g-  steht  nach  dem  Vokal  e  in  einer  Reihe  von  Substan- 
tiven, die  sämtlich  etymologisch  schwierig  sind:  ir.  lä-eg  (einsilbig; 
-o-Stamm,  mask.)  'Kalb'  br.  leue:  vielleicht  *läpego-  zu  alb.  lojje 
(Häjjä)  'Kuh';  da  die  br.  Form  beweist,  daß  der  Hiatus  im  Brit. 
lange  bestehen  blieb,  so  darf  man  den  c.  Plur.  lloau  aus  *lloeeu 
mit  Kontraktion  der  beiden  e  erklären;  danach  Sing.  11  o  statt 
*lloe;  acorn.  loch  ncorn.  leauh  (-ea-  nach  I  319  aus  e  und  dies 
aus  ö  <  rt  I  48;    -u-    ist  analogisch   entstanden,   vgl.   ncorn.  biuh 


1 


§  370.  371]  -^-Suffixe.   Deutung  der  -^-Suffixe.  23 

•Kuh'  aus  acorn.  buch:  ma'n  viuh  gen  leauh  'the  cow  is  in 
calf  Lhuycl)  haben  ein  anderes,  aber  verwandtes  Suffix  (vgl.  §  371, 
§  372)  und  zeigen  möghcherweise  Kontraktion  von  öe  zu  ö;  —  c. 
bele  'Marder':  "^'bhelego-  zu  lat.  feles  ds.;  —  ir.  im-bärach  nir. 
a-mäireach  c.  bore  u.  s.  w.  I  99  (dunkel;  deshalb  unsicher,  ob 
das  b-  auf  idg.  bh  oder  (/w,  das  ir.  ä  auf  idg.  ä  oder  ö  zurück- 
geht; vielleicht  zu  skr.  bhä-  'Schein',  Mcmw- 'Glanz,  Licht,  Sonne"); 
—  über  c.  tyle  'Abhang'  (ir.  telach  fem.)  s.  I  340;  über  com. 
banne  br.  banne  s.  I  116  (mit  einem  anderen,  aber  verwandten 
Suffix  Treg.  bannec'h,  vgl.  §  371,  §  372). 

Ein  Nomen  mit  suffixalem  -</-  liegt  den  denominativen  Verben 
des  Typus  ir.  säraigim  'beleidige'  (I  79)  zu  Gnmde:  mc.  bwytaaf 
'ich  werde  essen',  ac.  3.  Plur.  scamnhegint,  nertheint  I  13, 
abr.  etn-coilhaam  'halte  Vogelschau';  mc.  sarhaet  'Beleidigung' 
nc.  sarhäd  ds.,  gwellhäd  'Verbesserung'  br.  gwellät.  Daß  dem 
br.  -«-Stamm  im  Ir.  ein  -^-(-?-)Stamm  gegenüber  steht,  kann  mit  dem 
häufigen  Nebeneinander  verbaler  -a-  und  -f-(-i-)Stämme  zusammen- 
hängen ;  es  könnte  aber  auch  die  im  Irischen  zweifellos  stattfindende 
Vermischung  mit  den  Ableitungen  von  den  -^--Bildungen  auf  -ach 
(ir.  cuiligim  gl.  prosto  zu  cuilech  gl.  prostibulum  u.  s.  av.)  dabei 
eine  Rolle  gespielt  haben.  —  Mit  den  -^-Verben  im  Zusammen- 
hang stehen  die  nomina  agentis  auf  *-agJo-:  ir.  mer-aige  'Narr' 
(mer  'toll'),  gat-aige  'Dieb',  scel-aige  'Erzähler',  slat-aige 
'Räuber',  dual-aige  'a  painter  or  brushman',  li'n-aige  'Netzsteller'; 
(im  Nir.  werden  diese  Bildungen  meist  unhistorisch  mit  -dh-  ge- 
schrieben; mir.  cennaige  'Händler'  neben  cennach  'Kauf'  war 
sicher  mit  den  übrigen  Formen  auf  -aige  assoziiert,  enthält  aber 
möglicherweise  ein  -Ä:-Suffix);  c.  cardot-ai  'Bettler'  (cardota 
'betteln'),  gwest-ai  'Gast'  (gwesta  'besuchen'),  cas-ai  'Feind' 
(cas  'Haß');  acorn.  idn-e  gl.  auceps  (hethen  'Vogel'  I  90),  eur-e 
gl.  aurifex.     Mc.  ysgol-he-ic  s.  §  377,  2d  S.  30. 

§  371.  (/-Suffixe  sind  in  allen  idg.  Sprachen  selten,  vgl.  Brugm. 
Grdr.  11-  506  ff,  (massenhaftes  Auftreten  von  ^-Suffixen  im  Armenischen  — 
z.  ß.  in  unßH-k  'enge',  bo-k  'barfuß'  —  wird  von  einigen  Forschern,  z.  B. 
von  Meillet,  MSL  XV  355,  angenommen,  aber  meiner  Ansicht  nach  mit  Un- 
recht). Die  der  alphabetischen  Reihenfolge  zuliebe  in  §  370  vereinigten 
Formationen  sind  denn  auch  historisch  von  sehr  verschiedenem  Ursprung. 
In  ir.  mong,  lüg  handelt  es  sich  um  uralte,  in  der  historischen  Periode 
des  Idg.  nicht  mehr  produktive  Suffixe  („Wurzeldeterrainative").  Die  Bil- 
dungen auf  -ee/o-  zeigen  durch  die  Nebenformen  acorn.  loch,  Treg.  ban- 
nec'h deutliche  Berührungen  mit  den  -j?-»-Bildungen  (§  372)   und  könnten 


24  Deutung  der  ^-Suffixe.   ^-^Suffixe.  [§  371.  372 

schließlich  daraus  entstanden  sein  (besonders  leicht  wäre  die  Erklärung, 
wenn  man  einen  Nom.  auf  -ön  >  -on  ansetzen  dürfte);  jedoch  erinnern  ir. 
läeg  und  c.  bele  auch  an  die  Tiernamen  auf  -ga-  des  Indischen:  skr. 
pata-ga-s  'VogeF  u.  s.  w.  Was  schließlich  die  -a^r-Verba  und  die  nomina 
agentis  auf  -agfo-  betrifft,  so  ist  es  mir  wahrscheinlich,  daß  der  Urtypus 
derselben  auf  Komposition  mit  einem  von  idg.  *ag'ö  (lat.  agö)  abgelei- 
teten Wurzelnomen  beruhte;  vgl.  lat.  rem-ex  :  r emigäre,  lat.  litigö, 
leuigö,  leuigü,  mitigo,  purgö,  castigö,  fatigö;  lat.  näuigium, 
lltigium.  Das  Keltische  weicht  dadurch  vom  Lat.  ab,  daß  -ag-  immer  an 
einen  durch  -h-  <  -s-  erweiterten  Stamm  gefügt  ist.  Entsprechende  Bil- 
dungen vielleicht  auch  im  Arm.:  tuar-ac  'Hirt'  {t/<ar  'Herde'),  hal-ac-em 
'verfolge",  har-uac-em  'schlage",  har-tiac  'Schlag'  u.  s.  w.  (KZ  XXXIX  241  ff.). 
Auch  skr.  bhis-a^-  'Arzt',  aw.  baes-azö  'heilend'? 

§  372.  Suffixe  mit -^- +  Kons.  1)  -g-l-,  -gl-:  air.  bäi-gul 
'Gefahr'  I  56  ( -o- Stamm) ;  air.  anacol,  tindnacul,  adnacul  I  418 
(-o-Stämme).  Hierher  vielleicht  c.  medd-wl  'denken'  {-^o-  >  §u-  > 
-wu-  >  w?).  Auch  wohl  ir.  sercol  'Leckerei',  air.  Plur.  sercla 
(zu  serc  'Liebe'). 

Ir.  Lifinitive  auf  -gal,  -gail:  mir.  sian-gal  'Tönen'  LU 
122a  29  nir.  sian-ghail  'waihng,  weeping,  howling'  (Molloy  83 
sianuighil  mit  Bezeichnung  der  Svarabhakti;  vgl.  Arran  fadyl 
fead-ghail  'Pfeifen',  hradyl'  brad-ghail  'act  of  thieving');  mir. 
Dat.  im-scri'p-gail  'Raufen',  im-scem-gail  'mutual  clashing'; 
nir.  puth-ghail  'a  puffing,  a  blomng,  a  coughing'  Arran ^w^  (bei 
M'C  puithil  'blow');  nir.  fiuch-ghail  'kochen'.  Dieselbe  femi- 
ninische Endung  in  mir.  crann-gal  'wood,  timber"  (crann  'Baum"), 
nir.  glic-ighil  'cunning'  (mit  Bezeichnung  der  Svarabhakti;  glic 
'klug').  Aus  dem  C.  gehört  wohl  hierher:  sis-ial  'whisper'  (sis  ds.); 
dann  sind  diese  Bildungen  nicht  nur  dui'ch  das  Genus,  sondern 
auch   durch   die  Vokahsation  von    ir.  baigul  u.  s.  av.   verschieden. 

Infinitive  auf  urkelt.  -glä:  ir.  gabäl  'nehmen'.  Dat.  gabäil, 
mc.  kafael  ds.  (die  Nebenform  kaffel  heße  sich  aus  -^f^Zä  erklären, 
s.  I  423),  corn.  dre-hevel  'errichten".  Von  den  zahlreichen  Zu- 
sammensetzungen mit  ü\  gabim  aus  hat  die  Infinitivendung  -al,  -äi.l 
sich  weit  verbreitet  und  ist  im  Nir.  eine  sehr  gewöhnliche  und  pro- 
duktive Endung:  nir.  fuaghäil  'nähen'  (mir.  uaimm,  fuaim  LL 
284a  10)^  teastbhäil,  teastäil  'fehlen'  (air.  tes-buith,  Präs. 
3.  Sing,  do-es-ta),  teagmhäil  (air.  tecmang  I  487;  mit  einer 
anderen  Infinitivendung  kombiniert  in  Arran  t'awaxdäl').  Dasselbe 
Suffix  in  nicht -infinitivischer  Verwendung  in  mir.  carn-äil  'a  heap, 
pile';  auch  wohl  in  mir.  cennal,  Akk.  cendäil.  Gen.  cendaile 
'Köpfe'  (obgleich  in  den  meisten  Belegen    das  Längezeichen  fehlt). 


§  372,  1.  2]  -g-l-  und  -^-n-Suffixe.  25 

Anm.  1.  Die  Ansicht,  daß  die  ir.  Infinitive  auf  -gal,  -gail  späte 
Analogiebildungen  nach  den  Zusammensetzungen  von  fich-  (s.Verbalverz.j  wie 
di-gal  'rächen',  ir-gal  'Kampf  u.  s.  w.  wären,  ist  nicht  haltbar;  dagegen 
ist  zu  erwägen,  ob  nicht  die  Urtypen  der  oben  besprochenen  Bildungen  auf 
uralter  Komposition  mit  *(/hol-ns,  *g'hllä,  *g'hlä  etwa  mit  der  Bedeutung 
'Wesen'  zu  gr.  ;foA?J,  yyXog  'Galle,  Zorn'  lat.  fei  'Galle'  beruhen  (vielleicht 
wäre  dann  auch  ir.  gal  'Tapferkeit'  natürlicher  hierher  als  zu  c.  corn. 
mbr.  gallaf  'ich  kann'  I  157  zu  stellen;  vgl.  über  galar  unter  2°). 

2)  -g-n-,  -gn-,  Ir.  bargen,  bairgen  'Brot'  nir.  bairghean 
c.  corn.  br,  bara:  *bharagen-  zu  lat.  farrägö  I  101  (das  ir.  "Wort 
ist  fem.,  das  brit.  Wort  mask.;  das  brit.  Wort  geht  von  dem  alten  No- 
minativ eines  ^^-Stammes  aus ;  die  Endung  -ö  >  -ü  >  brit.  -i  hätte 
aber  Umlaut  bewirken  sollen ;  entweder  ist  der  Umlaut  nach  dem 
Muster  der  übrigen  Kasus  beseitigt,  oder  der  Nominativ  endigte 
auf  -ön  >  -on);  —  gall.  carrago  'Wagenburg';  —  mit  Assimilation 
von  -gn-  zu  -gg-  (brit.  -kk-  >  x):  ir.  fracc  nsch.  frag  c.  gwrach 
br.  grac'h:  lat.  uirägö  I  159  (aber  das  Keltische  hatte  kurzes  a; 
über  c.  gwraig  I  161).  —  Die  n-Flexion  ist  erhalten,  das  niu-  in 
gewissen  Kasus  berechtigte  gg  aber  verallgemeinert  in  ir.  deru-cc 
gl.  glans,  Gen.  dercon  (zu  ir.  daur  'Eiche'  I  144). 

Das  Brit.  (bes.  das  C.)  kennt  mehrere  produktive  -ic-Suffixe; 
-ach-  (vgl.  lat.  lumbägO,  plantägö):  br.  pl-ac'h 'Mädchen',  vgl. 
ir.  cail-in  ds.  (beide  Wörter  mask.,  §  309  Anm.  2  I  444);  c. 
cein-ach  'Hase'  I  86;  c.  gafl-ach  'fork'  u.  s.  w. ,  ZE  851, 
afall-ach  'Apfelgarten',  sim-ach  'Affe',  corr-ach  'Zwerg', 
bloth-ach  'a  squab'  und  andere  verächtliche  Personenbezeich- 
nungen; -ach  hinter  Plui-alen  drückt  Verachtung  aus:  dynion-ach 
'elende  Leute';  vgl.  blawd-ach  'meal  of  an  inferior  sort';  über 
-ach  corn.  -abr. -oc"h  als  Komparativendung  s.  §  465.  Mit  einem 
anderen  Suffix  kombiniert:  br.  glac'har  'affliction'  neben  ir.  gal-ar 
'Krankheit'  (neutr.)  c.  galar  'grief  corn.  galar,  vgl.  gr.  xo^^Q^ 
'eine  Magenkrankheit'  (zu  xolij,  ir.  gal,  s.  oben  in  Anm.  1).  Vgl. 
noch  §  381,  4. 

Ein  -A-Suffix  nach  einem  e  findet  sich  in  acorn.  loch  'Kalb' 
und  Treg.  bannec'h  'Tropfen'.  Über  die  Möghchkeit,  die  schein- 
bar auf  -ego-  zurückführenden  Formen  aus  einem  Stamm  -e-g-en-  zu 
erklären  s.  §  371.  Dunkel  ist  mir  mbr.  dech  nbr.  deac'h  'gestern' 
(I  67,  89);  von  einer  nicht  erhaltenen  Nebenform  von  br.  beure 
'Morgen'  beeinflußt? 

Ein  -.r-Suffix  nach  einem  kurzen  -i-  (vgl.  lat.  röblgö,  sur- 
dlgö,   melligö,   orlgö)   hat   es   im  Brit.   sicher  gegeben,   vgl.  ac. 


26  -g-n-  (-a;-)Suffixe  im  Biit.  [§  372,  2 

di-guolouich-etic  gl.  proditus  zu  c.  goleu  'Licht';  dazu  nc. 
llewych  ^ightness',  das  zu  llewyrch  entstellt  wurde  und  so  das 
-y-  festhielt.  Ein  anderes  nc.  Wort  mit  der  Endung  -ych  ist 
eur-ych  'Goldschmied,  Kesselflicker',  vgl.  die  Personenbezeichnun- 
gen auf  -ach;  das  -y-  blieb  hier  unter  dem  Einflüsse  der  Schrift- 
sprache erhalten,  weil  das  Wort  nicht  zu  den  Bedeutungskatego- 
rien der  übrigen  -i^ew-Bildungen  gehörte  (vgl.  Rhys,  Celtic  Inscrip- 
tions  S.  47 f.:  „The  word  is  so  conie  down  in  respectabiHty  that  it 
is  oftenest  heard  now  in  the  colloquial  saying  fei  dau  eurach, 
'like  two  tinkers',  which  is  said  of  two  persons  quarrelling  with 
great  wealth  of  abusive  oratory.  For  eurych  sounds  in  Welsh 
like  a  plural,  so  a  singular  eurach  has  been  made  of  it,  from 
which  in  its  turn  is  formed  the  contemptuous  plural  eurach  od"). 
C.  chwennych  =  chwennychu  'wünschen'  war  durch  die  infini- 
tivische Verwendung  isoliert. 

In  allen  nicht  besonders  geschützten  Fällen  ist  jedoch  c.  -ych  zu 
-weh  geworden  (vgl.  1 385),  wobei  neben  einer  lauthchen  Neigung  auch 
das  Vorhandensein  alter  Bildungen  auf  -u-yen-  (vgl.  lat.  aerügö,  al- 
bügö,  ir.  derucc,  das  br.  Komparativsuffix  -oc'h,  br.  kall-oc'h 
'cheval  entier':  kall'Testiker,  pe-oc'hI218)  Einfluß  ausgeübt  haben 
kann.  So  ist  -weh  im  C.  zu  einem  sehr  gewöhnlichen  Suffix  der 
nomina  abstracta  (und  auch  der  nomina  actionis)  geworden:  p es- weh 
'Husten',  gwled-wch  'Herrschaft';  mc.  hed-wch  nc.  heddwch 
'Friede,  Ruhe',  mc.  diffeith-wch  'Wüste'  nc.  diffaeth-wch, 
mc.  ynyal-wch  'Wüste'  nc.  anial-wch,  c.  tawel-wch  'Ruhe', 
trythyll-wch  'enjoyment'.  Bisweilen  steht  neben  -weh  eine 
Nebenform  -wg  (vgl.  gwraig  neben  gwrach):  tywyll-wch  und 
tywyll-wg  'Dunkel'  (vgl.  corn.  Plur.  tewolgow).  Das  Suffix 
kann  auch  eine  konkrete  Bedeutung  haben:  mwl-wch,  mwl-wg 
'refuse,  sweepings,  filth',  mc.  trawss-wch  nc.  traws-wch  'SchnuiT- 
bart'. 

In  ac.  nc.  buch  'Kuh'  acorn.  buch  mcorn.  bugh  br.  buc'h 
ist  das  Suffix  unmittelbar  an  den  Stamm  *yuou-  (ir.  bö  lat.  bös 
gr.  ßovg  aengl.  cü  lett.  gohws  asl.  yov-^do  arm.  kov  skr.  gäu-S) 
gefügt.  In  allen  drei  Sprachen  ist  jedoch  später  das  bloße  -x 
durch  -ux  ersetzt  worden:  nc.  buwch  ncorn.  biuh  br.  buoc'h, 
bioc'h;  im  C.  ist  die  analogische  Umbildung  durch  eine  lautpsy- 
chologische Neigung  unterstützt  worden,  vgl.  uch  >  uwch  §  349, 
26  I  516.  Es  ist  daher  unsicher,  ob  -ch  >  -weh  in  etymologisch 
dunklen    Wörtern    (euch,    cuwch    'frown',    penguwch    'a    hood' 


§372,3 — 374J     -a-gno-,i-fj-no-,u-yno-.  C. -ing.  -(/-Suffixe.  27 

acorn.  pengugh  grec  gl.  mastruga  'a  für  coat,  cloak  of  a  woman') 
suffixal  oder  stanimhaft  ist. 

Anm.  2.  Ein  nicht  aus  -(jn-  entstandenes  x  spielt  in  der  Suffixbildung 
keine  Eolle.  Die  Suffixe  von  c.  hefel-wch  und  cyffel-yb  I  128  werden 
daher  unter  sich  gänzlich  verschieden  sein. 

3)  Die  Ausgänge  -a-gno-  und  -i-gno-  {-u-gno-)  bilden  Personen- 
namen (die  zum  Teil  Patronymica  sind)  und  Verkleinerungswörter. 
Ogam  Gen.  COIMAGNI,  CORBAGNI,  abrit.  Curcagni,  Er- 
cagni,  ac.  Circan,  Erchan,  gall.  Iccauos  Oppianicnos 
'Iccauos  des  Oppianos  Sohn'  (falls  es  erlaubt  ist,  das  ständig  ge- 
schriebene -cn-,  -xj'-  als  -gn-  oder  aus  -gn-  entstanden  zu  deuten), 
gall.  celicnon  'Turm'  (woraus  got.  kelikn  entlehnt  ist);  —  ir. 
aisleän  gl.  articulus  (asil  gl.  artus),  nöiden-än  'kleines  Kind', 
imbl-ec-än  'Nabel',  Colm-än  MN,  Ciarän  MN;  Flaith- 
n-än  MN,  Lacht-n-än  MN;  nir.  croc-än  'Topf  c.  croch-an; 
air.  lebr-än  'kleines  Buch'  c.  llyfr-an;  nir.  crom-än  'a 
crooked  surgical  instrument'  (crom  'krumm')  c.  crym-an  'a 
reaping-hook'  ncorn.  crobman;  c.  mud-an  'dumb  one'  (mud 
'stumm');  nir.  truagh-än  'a  miserable  man'  c.  tru-an  'miserable'; 
ir.  beccän  'klein'  ac,  bichan  nc.  bychan  acorn.  boghan 
br,  bihan  I  103;  air.  oenän  gl.  ullus  Manks  unnane  'eins' 
c.  hunan  'selbst'  corn.  onan  'one'  br.  unan  ds.,  ir.  a  öenurän 
=  a  öenur  (Dat.,  §  417)  'er  allein';  —  ir.  cuilen  'junger  Hund' 
c.  colwyn  acorn.  coloin  br.  kolen  I  104;  c.  morwyn  u.  s.  w. 
'Mädchen'  I  104;  c.  mollwyn  neben  mollt  'Widder';  ir.  duinen 
gl.  homuncio;  weitergebildet  ir.  larene  gl.  equula,  sinncheuae 
(e)  gl.  uulpecula,  clebene  gl.  quasillum  (cliab  gl.  qualus),  colm- 
mene  gl.  neruus;  —  ir.  medön  'Mitte'  c.  mewn  'in'  §  67  Anm.  3 
I  112.  —  Vgl.  §  467  Anm.  2,  ZE  273,  274  mit  Nachtrag. 

Anm.  3.  Die  Bildungen  auf  -a-gno-,  -i-gno-,  -u-gno-  sind  vermutlich 
eigentlich  Komposita  mit  einem  zur  Wurzel  *g'en-  'gebären"  (I  95f.)  gehö- 
rigen Nominalstamm. 

§  373.  Suffixe  mit  Kons.  +  -g-  sind  mir  nicht  bekannt. 
C.  hust-ing  neben  hust  'a  buzz'  ist  wohl  englisch  (eng.  hiss, 
hissing,  Interjektion  bist,  vgl.  dän.  hysse). 

§  374.  -c^-Suffixe.  1)  Ein -c^-Suffix  scheint  in  dem  schwie- 
rigen ir.  crabud  c.  crefydd  *k'rabhidu-  1492  und  in  ir.  bun-ad 
neutr.  'Ursprung'  c.  bonedd  I  362  vorziüiegen  (jedoch  könnte  ir. 
bun-ad  mit  ed  I  91  komponiert  sein);  c.  nod-wydd  corn.  nas- 
weth   mbr.  nadoez  I  85;    auch    wohl  in  ir.  Inf.  saigid  'tendere, 


28  -(/-Suffixe.  [§  374 

petere,  adire'  mit  seinen  zahlreichen  in  der  Bedeutung  weit  diver- 
gierenden Zusammensetzungen  (s.  Verbalverz,),  vgl.  c.  cy-r-haedd 
'erreichen'  corn.  hethy,  Konj.  3.  Sing,  d-re-heth-o  mbr.  di-r- 
haes  nbr.  direza,  s.  Loth,  Rc.  XXX259f.  2)  Ein  sehr  häufiges 
adjektivbildendes  Suffix  ist  ir.  -de,  -ide  (diese  Form  bei  Ableitungen 
von  -ijo-Stsimmen  und  nach  einer  geschwundenen  Silbe) :  air.  nem- 
de  'himmlisch'  nir.  neamhdha,  air.  ör-dae  'golden'  nir.  ordha; 
air.  celide  'auf  Besuch'  (cele  'Genosse'),  humide  'kupfern' 
(humae  'Kupfer'),  nüide  'neu'  (nuie  ds.);  coln-ide  'fleischlich' 
(colinn  'Fleisch'),  cäirch-uide  gl.  ouinus  (caera  'Schaf');  ana- 
logisch (zur  Vermeidung  einer  schweren  Konsonantengruppe)  derc- 
aide  gl.  Rubrenus  (ir.  derg  'rot');  aber  auch  stor-ide  'historisch, 
körperlich'.  Das  -ä-  des  Suffixes  unterliegt  gewissen  lautgesetz- 
lichen Änderungen:  mac-the  'kindisch',  bes-te  'moralisch',  tuati 
gl.  qui  foris  sunt  (tuath  'Volk');  analogisch  idal-te  neben  idol-de 
'zu  den  Götzen  gehörig'.  Die  Mouillierung  des  -ä-,  -d-  mußte  in 
den  meisten  Konsonantengruppen  schwinden;  analogisch  air.  dia-de 
'göttlich',  Dat.  diadu,  nir.  diadha;  air.  cen-athe  'abwesend', 
Adv.  in  chenadid  gl.  absque  (von  cen-e  'ohnedies');  aber  mouil- 
liert in  storide,  storidiu  u.  s.  w.  Substantiviert:  dede  'Zwei- 
heit'.  Diesem  ir.  Suffix  entspricht  mc.  -eid  nc.  -aidd:  mc. 
brenhin-eid  nc.  brenhin-aidd  'königlich',  mc.  bonhedig-eid 
nc.  boneddig-aidd  'noble'  (bonheddig  ds.);  nc.  milwr-aidd 
'kriegerisch',  plentyn-aidd  'kindisch',  gwedd-aidd  'passend'. 
ZE  790—794,  837  f.  Es  läßt  sich  nicht  entscheiden,  ob  der  Vokal 
vor  dem  -d-  ursprünglich  ein  -a-  (vgl.  gr.  xQVTtz-a-öiog)  oder  ein 
-0-  (vgl.  arm.  hn-o-ti  'alt',  KZ  XXXIX  474)  war. 

Anm.  Kein  -d-Suffix  liegt  vor  in  den  ir.  Adjektiven  und  nomina 
agentis  auf  -id,  s.  §  364,  3d,  e  (von  dem  echt  irischen  adjektivischen  t- 
Suffix  in  failid  'froh'  u.  s.  w.  §  384  Anm.  S.  39  wohl  zu  unterscheiden). 
Die  entlehnte  Endung  -id  kann  auch  adverbiell  fungieren:  in  diglaid  gl. 
ulciscenter  Ml.  62  d  3  u.  s.  w.  (Thurneysen,  Handb.  229);  es  wird  daher 
dasselbe  Suffix  sein,  das  an  die  Adjektive  auf  -de,  wenn  sie  adverbiell 
fungieren,  tritt:  in  chorpdid  gl.  corporaliter  (verhält  sich  zum  Adjektiv 
corpde  ähnlich  wie  gr.  exovai'cog  zu  iy.cöv),  ind  remdid  gl.  supra  'früher' 
Ml.  53c  1,  65b  3.  Man  wird  schließlich  dieselbe  Endung  in  samlid  'so' 
anzunehmen  haben. 

Sehr  unklar  ist  das  c.  Suffix  -dde:  creu-dde  'mingled  with  göre', 
eur-dde  'covered  with  gold",  graian-dde  'gravelly',  haiarn-dde  'im- 
pregnated  with  iron',  tan -dde  'inflammation',  trym-dde  'heavy,  sad', 
ysgar-dde  'a  dispersion,  a  scattering".  Aus  dem  Ir.  entlehnt  oder  ver- 
dunkelte Komposita? 


§375—377]  -nd-,  -b-,  -Ä;-Suffixe.  29 

Über  scheinbares  -dl-  (in  Wirklichkeit  -tl-)  s.  I  135;  c.  haeddel 
I  39,  97  muß  dialektisch   sein  und  für  *haedl  aus  *sag'hetlä  stehen. 

§  375.  -nd-^\jdüxe.  Ir.  lind,  rind  I  37.  Aus  dem  Lat. 
entlehnt:  air.  scribend  'schreiben'  (neutr.,  Sg.  195a  Rand)  c. 
ysgrifen,  ysgrifennu  I  225  acorn.  scriuen  gl.  epistula,  vgl. 
scriuiniat  gl.  scriptor;  air.  legend  'lesen'  u.  s.  w.  I  222  (danach 
dilgend  'Vernichtung',  neutr.,  Ml.  53 d  1);  ir.  oifrend  u.  s.  w. 
I  221;  br.  pedenn  'Gebet',  vgl.  I  198. 

§376.  -^-Suffixe.  Ir.  claid-eb  'Schwert'  c.  cleddyf  com. 
clethe,  Plur.  cledjdjow,  clythyth-ow  (das  zweite  d  durch 
Fernassimilation  aus  v)  mbr.  clezeff  nbr.  kleze  :  zu  lat.  clädes 
'Niederlage';  zum  Suffix  vgl.  gr.  '/.6?M-ffo-g  'Ohrfeige',  preuß.  kala- 
bia-n,  kal-bia-n  'Schwert',  r.  kolott-hä  'das  Schlagen'  u.  s.  w.; 
die  Zurückfühiimg  des  -b-  auf  idg.  gu  ist  lautlich  kaum  möglich, 
vgl.  §  63,  2,  und  kelt.  "kladibo-  stimmt  überhaupt  sehr  schlecht  zu 
skr.  khadgd-  I  127;  eher  beachtenswert  wäre  die  Vermutung  von 
Vendryes,  Melanges  de  linguistique  offerts  ä  Ferdinand  de  Saussure 
S.  309ff.,  daß  c.  cleddyf  für  *cleddydd  aus  *kladijo-  =  lat. 
gladiu-s  stünde;  das  ir.  Wort  wäre  dann  aus  dem  C.  vor  dem 
AVirken  des  Umlauts  entlehnt;  Bedenken  erregt  aber  der  Umstand, 
daß  die  Dissimilation  des  zweiten  d  zu  v  auch  im  Br.  stattgefunden 
haben  müßte.  Im  L\  ist  das  lenierte  -b  in  diesem  Worte,  und  wo 
es  sonst  als  suffixal  aufgefaßt  werden  konnte,  später  durch  leniertes  -m 
ersetzt  worden:  nir.  claidheamh,  vgl.  air.  indeb  'Gewinn'  (neutr.; 
sicher  ein  Kompositum)  nir.  inneamh;  derselbe  Vorgang  scheint 
im  Br.  stattgefunden  zu  haben:  V.  klean  'Schwert';  vgl.  ac.  uii- 
dimm  nc.  gwyddif  §  99  Anm.  2  I  165;  auch  ac.  guillihim  nc. 
gwellaif  'Schere'  (zu  gwallt  'Haar')  und  ac.  nedim  gl.  ascia 
nc.  neddyf  (zu  c.  naddu  ir.  snaid-  'chip,  cut')  sind  wohl  wie 
gwyddif  Komposita,  deren  letztes  Glied  zu  ir.  be-nim  'schlage' 
gehört. 

§  377.  -yt-Suffixe.  1)  -A:-Stämme:  s.  §  446.  2)  -ko-  und 
-Ä:ä-Stämme.  Vgl.  ZE  809  ff.,  847  ff.  Das  Suffix  tritt  a)  verhält- 
nismäßig selten  an  einen  kurzen  Vokal  (wohl  nur  an  -u-  und  -»-): 
-uko-:  c.  gAvddwg  br.  gouzouk  I  63;  ir.  curach  mc.  corwc 
I  332;  —  -iko-,  -ikä:  c.  tebyg  I  129;  mc.  cassec  fem.  'Stute' 
nc.  caseg  acorn.  cassec  br.  kazek:  *kankstikä,  zu  ahd.  h engist 
an.  hestr  'Pferd';  c.  gwa-eg  fem.  'fibula,  clasp':  statt  *gwae-eg 
zu  gwaew  'Speer'  196;  c.  cymraeg  'Welsh  language',  cernyw-eg 
'Cornish  language',    ser-on-eg  'Astronomie',    rhesym-eg   'Logik' 


30  -Ä:-Suffixe.  [§  377 

(rheswm  'Vernunft'  I  490).  Das  schwierige  Wort  c.  bloneg 
u.  s.  w.  I  24  ist  mask.  und  würde  also,  rein  lautlich  beurteilt,  auf 
-eko-  führen,  b)  An  ein  langes  -ä-:  ir.  marc-ach  'Reiter,  Ritter' 
mc.  marchawc  nc.  marchog  com.  raarrek  br.  marc'hek:  ir. 
marc 'Pferd'  1126;  ir.  cumacht-ach 'mächtig'  mc.  kyuoethawc 
nc.  cyfoethog  acorn.  chefuidoc.  Ist  im  Ir.  und  im  Brit.  ein 
sehr  produktives  Suffix,  vor  allem  zur  Bildung  von  Adjektiven:  ir. 
hiress-ach  'gläubig',  mc.  koed-awc  'waldig',  du-awc  'schwärz- 
lich', acorn.  denshoc  dour  I  16  (von  dem  Plural  des  Wortes 
dans  'Zahn'  abgeleitet),  abr.  euon-oc  gl.  spumaticus,  golbin-oc 
gl.rostratus;  substantiiert:  nir.  geal-ach  fem.  'Mond'  (geal 'weiß'). 
Bildet  im  Ir.  auch  Substantive  verschiedener  Art:  air.  et  ach  neutr. 
'Kleid',  toss-ach  neutr.  'Anfang',  ir.  men-ad-ach  I  110  (min 
'Mehl';  vgl.  die  Anm.);  ist  diminutivisch:  c.  pwt-og  'short  little 
woman'  (=  pwt-an),  V.  merh-ek  'belle-fille';  bildet  Ortsbezeich- 
nungen: abr.  datl-oc-ou  gl.  fora  (:  datl  I  135),  mbr.  cors-ec 
'Röhricht',  nbr.  kaol-ek  'Kohlgarten',  gwennad-ek  'Bleichplatz' 
(Feminina;  vgl.  noch  Bayon  S.  13),  ir.  dristen-ach  gl.  dumetum, 
fäs-ach  'wilderness'  (fäs  'leer'),  den -ach  'Festversammlung'  (neutr., 
LU  43a  28,  55b  35;  den  'eins').  Nach  einem  mouillierten  Kon- 
sonanten steht  im  Ir.  -ech:  cretm-ech  'gläubig'  (:  cretem  'Glaube'; 
die  Mouillierung  stammt  von  dem  -t-).  c)  An  einen  Stamm  auf 
-ja-:  ir.  cail-ech  'Hahn'  mc.  keil-yawc  nc.  ceil-iog  acorn. 
chel-ioc  br.  kiTek.  Gleichfalls  produktiv:  ir.  buidech  'dankbar' 
(buide  'Dank'),  caillech  'alte  Frau'  (caille  'Schleier'),  raith- 
n-ech  'Farnkraut'  (Corm.)  I  91;  ac.  mein-iauc  'steinern'  (von 
dem  Plur.  des  Wortes  'Stein'  I  96  abgeleitet).  Bisweilen  wechseln 
die  Suffixe  -äko-  und  -jäko-;  neben  ac.  meiniauc  steht  br.  mein- 
ek  'pierreux';  Ogam  TOVISACI  c.  tywys-og,  aber  ir.  töis-ech 
I  308  (ir.  tossach  'Anfang'  vertritt  sowohl  in  lautlicher  wie  in 
morphologischer  Beziehung  die  ungestörte  alte  Tradition),  d)  An 
einen  Stamm  auf  -i-:  ir.  buad-ach  'siegreich'  (buaid  'Sieg')  mc. 
bud-ic  (die  nc.  Schreibung  budd-ug  ist  unetymologisch);  ir. 
airchinn-ech  'Oberer'  mc.  arbenn-ic  nc.  arbenn-ig  (:  Präp. 
ar  +  ir.  cenn  'Kopf');  c.  pendefig  u.  s.  w.  I  492;  c.  bonhedd-ig 
'edel';  Weiterbildung  des  Suffixes  -agjo-  (§  370):  mc.  ysgol-he-ic 
nc.  ysgol-haig  'scholar'  acorn.  scolheic;  Weiterbildung  des  Suf- 
fixes -tjo-:  ac.  dom-et-ic  gl.  domitus,  s.  §  385.  Bildet  häufig 
Diminutive:  c.  llances-ig  'tiny  girl'  (llances  'young  woman'); 
acorn.  ydn-ic  gl.  pullus  (hethen  'Vogel'  I  135),  clech-ic  'kleine 


§  377.  378J        -A,--Suffixe.  Entlehnte  -yt-Suffixe  im  Ir.  31 

Glocke',  kellill-ic  gl.  artauus  (collel  'Messer');  mcorn.  flehes- 
yg-ow  'kleine  Knaben'  (flogh  'Knabe',  Plur.  fleh  es);  br.  merc'h- 
ik  'kleines  Mädchen',  Plur.  merc'hed-ig-ou,  ti-ik  'kleines  Haus', 
goustad-ik  'tout  doucement',  brema-ik  'tout  ;i  l'heure',  pell- 
oc'h-ik  'un  peu  plus  loin'.  Vgl.  dazu  etwa  die  ami.  Diminutive 
auf  -ih  {UaiaTc-ik  'Städtchen',  polcr-ik  'piccolino'),  die  jedoch  als 
-w-Stämme  flektiert  werden. 

Anm.  Die  Kekonstruktion  der  Grundform  der  Wörter  mit  -Ä;-Suffix 
ist  auf  Grund  des  Irischen  allein  nicht  miiglich;  ir.  -ach  kann  gleich  gut 
auf  -uko-,  -iko-,  -äko-,  -tko-  beruhen,  ir.  -ech  (die  regelmäßige  Fortsetzung 
von  -jäko-)  kann  nach  einem  aus  anderen  Gründen  mouillierten  Konsonanten 
auf  ein  -^y-loses  Suffix  zurückgehen.  Dazu  kommt  noch,  daß  das  irische 
-ch  ein  altes  g  sein  kann  (im-bärach  §  870).  Auch  liegt  der  Verdacht 
bisweilen  nahe,  wenn  er  auch  in  keinem  Falle  zur  Sicherheit  erhoben  werden 
kann,  daß  ir.  -ach  in  Wirklichkeit  das  entlehnte  c.  -weh  (§  372,  2j  ist; 
so  z.  B.  bei  ir.  cas-acht-ach  'Husten'  c.  pes-wch  I  79,  nir.  breim- 
neach  'das  Fisten'.  Die  oben  gegebenen  Kekonstruktionen  der  ir.  Wörter, 
besonders  so  weit  sie  keine  brit.  Entsprechung  haben,  sollen  nur  als  wahr- 
scheinlich, nicht  als  sicher  gelten. 

Umgekehrt  lehrt  uns  das  Brit.  (das  den  Konsonanten  des  Suffixes 
und  den  vorhergehenden  Vokal  unzweideutig  erhalten  hat)  fast  nichts  über 
die  Qualität  des  abgefallenen  Auslauts.  Dieser  war  aber  nach  dem  Zeug- 
nis des  Irischen  immer  ein  -o-  oder  -«  (dem  lat.  Suffix  -icius  zuliebe 
könnte  man  versucht  sein,  das  brit.  -ik,  -ig  in  einigen  Fällen  auf  -ikjo- 
zurückzuführen ;  und  ich  habe  oben  I  492  bei  c.  pendefig  so  angesetzt; 
die  Sache  ist  jedoch  sehr  unsicher;  sichere  -70-Bildungen  in  §  379).  Eine 
mouillierende  Endung  ist  abgefallen  in  air.  mithich,  mithig  'passende 
Zeit'  "rechtzeitig'  (Subst.  oder  Adj.?  Nom.  oder  eine  flektierte  Form?). 
Ob  die  «-Stämme  ir.  su-alig  'Tugend',  du-alig  'Laster"  ein  -A-Suffix 
(oder  überhaupt  ein  Suffix)  enthalten,  ist  unsicher. 

§  378.  Entlehnte  -^-Suffixe  im  Irischen.  Ir.  carraic 
'Felsen',  blonac  'Fett',  combreic  (Dat.)  'Cymrisch',  gaedil-g 
(Dat.)  'Irisch'  I  23. 

Produktiv  ist  das  Suffix  ir.  -öc  nir.  -ög  nsch.  -ag  (I  261) 
aus  c.  -awc  >  -og:  ir.  fes-öc 'Bart'  (bei  Corm.)  186;  nir.  fuinn- 
seog  I  85,  neant-ög  I  134;  bildet  besonders  Diminutive:  nir. 
cuileog  nsch.  cuileag,  nir.  duilleog  nsch.  duilleag,  nir,  sai- 
leog,  crumh-ög  neben  cuil  'Fliege',  duille  'Blatt',  sail 'Weide", 
crumh  'Wurm';  nsch.  siol-ag  I  72;  bildet  Kosenamen:  ir.  Mo- 
dimmuc,  Dodimmöc  §  405.  Eine  seltenere  Verwendung  hat  das 
Suffix  in  nir.  cruiteög  'Harfenspielerin'  (cruit  'Harfe').  Umge- 
staltung eines  Lehnwortes:  nir.  easbüg  'Bischof  I  202;  nir.  fuin- 
neög  nsch.  uinneag  'Fenster'  I  214.     Vgl.  ZE  812. 


32  -k{i)jo-,  -Jc-astu-;  -aUä.  [§  379. 380, 1 

Anm.     Ir.  angel-ac-da  'angelic'  hat  ein  lateinisches  Suffix. 

§  379.  -Hi)jo-  und  -k{i)jä-^Miiixe  sind,  wenn  man  von  Ab- 
straktbildungen wie  ir.  hires-ch-e  'Gläubigkeit,  Glaube'  (hiress- 
ach  'gläubig'),  galar-ch-e  'Kränklichkeit',  soinm-iche  'Glück' 
(soinmech  'glücklich'),  cerdd-ch-ae  gl.  officina  (§  364,  3c)  ab- 
sieht, sehr  selten.  Ein  Beispiel  ist  ir.  Sencha  I  352  (vielleicht 
=  gall.  Senucius  MN).     Vgl.  ZE  811. 

-s^Erweiterungen  der  -Ä;-Siiffixe:  ir.  sen-ch-as  ac.  hen-c- 
ass-ou  §  366,  2;  ir.  aire-ch-as  'hoher  Rang'  (aire  'Edler',  -k- 
Stamm);  marc-ach-as  'horsemanship'. 

§  380.  1)  Das  Suffix  -aktä  (vgl.  lat.  sen-ecta)  ist  in  den 
beiden  Sprachzweigen  zur  Bildung  von  nomina  abstracta  und  nomina 
actionis  außerordenthch  häutig  (im  C.  treten  neben  den  Femininen 
auch  MaskuUna  auf;  Neuerung,  vgl.  §  382,  §  384,  2e,  oder  ein 
Suffix  -aktu-,  oder  vgl.  gall.  B  ihr  acte  ON?).  Das  Suffix  ver- 
bindet sich  oft  mit  einem  vorhergehenden  -j-;  die  beiden  Formen 
-aktä  und  -jaktä  gehen  aber  durcheinander.  Ir.  däs-acht  'Wut' 
(däsaid  immum  'ich  werde  rasend';  *dhu'öst-  oder  *dhiväst-  zu 
lit.  dves-ti  'hauchen',  dväse  'Geist',  mhd.  ge-twäs  'Gespenst', 
aengl.  dwses  'toll',  arm.  dl  'Leiche,  Leichnam',  di-k"^  'Götter',  gr. 
^£og 'Gott',  ahd.  tusig  'toll',  lat.  furo  'rase'  u.  s.  w.);  ir.  airchiss- 
echt  'Schonung',  döin-echt  und  döin-acht  'menschliche  Natur'; 
ir.  sirecht  'Sehnsucht'  (sir  'lang',  sirim  'ich  suche')  c.  hir-aeth 
corn.  hyr-eth  mbr.  hir-aez,  hir-ez  ds.  (nbr.  Y.  hir-eah 'ennui'); 
nir.  marcaigh-eacht  c.  marchog-aeth  'horsemanship'  com. 
marog-eth  mbr.  marhegu-iez;  c.  brenhin-iaeth  'Königtum'. 
Vielleicht  gehört  hierher  auch  ir.  al-acht  'schwanger'  (-ail 'nährt'), 
also  eigentlich  "Erzeugung'",  "die  Erzeugende"  (vgl.  die  Bedeutungs- 
entwickeluug  bei  dem  nicht  hierhergehörigen  macc- dacht  I  422f.). 

Das  Suffix  wird  mit  verschiedenen  anderen  Suffixen  kombiniert: 
ir.  brec-air-echt  gl.  astutia  (brecaire  'Lügner'),  flaith-emn- 
acht  'Herrschaft',  brith-emn-acht  'Eichterspruch',  fil-id-echt 
'die  Kunst  des  fili',  gentl-id-echt  'Heidentum',  gleor-aid-echt 
'Glanz',  nir.  marc-aigh-eacht  'Reiten';  br.  maga-dur-ez  'Er- 
ziehung', gan-edig-ez  'Geburt';  corn.  drok-kuleth,  drocoleth, 
drokeleth  'Schlechtigkeit',  br.  mad-el-ez  'Güte',  pried-el-ez 
'Ehe',  rouant-el-ez  'Königtum';  corn.  fol-n-eth  'Torheit',  br. 
fur-n-ez  'Weisheit';  c.  gwas-an-aeth  'Dienst',  mbr.  goasoniez; 
c.  gof-an-iaeth  'smith's  craft',  gwlyb-an-iaeth  'wetness'.  Mit 
einem  anderen  Suffix  erweitert:    ir.  cas-acht-ach  'Husten'  §  377 


§380,2.3—382]     -H-, -^'w-Suffixe.  Kons.  +  ^.  -Ä;«-Suffixe.  33 

Anm.,  blass-acht-ach  'Schnalzen  mit  den  Lippen'.  —  Eine 
Kontamination  der  Suffixe  br.  -ez  und  br.  -ded  (§  387)  sehe  ich 
in  br.  meur-dez  'Majestät'. 

2)  -i-klo-:  ir.  muinel  c.  mwnwgl;  c.  huddygl  br.  huzel 
I  125  (Lehnwort:  c.  cuddigl  I  197;  analogische  Form:  c.  cwrwgl 
I  382). 

3)  -k-n-:  c.  bach-gen  'Kind,  Knabe'  kann  ein  Kompositum 
sein,  vgl.  ir.  cinim  I  120;  unklar:  lloer-cen  'moon-calf,  doli', 
ff  wl-cyn  'silly  fellow',  fem.  ff  ol-cen  'silly  woman'  und  verschiedene 
von  Silvan  Evans  unter  bach-gen  angeführte  Wörter.  Über  br. 
tal-genn,  dour-genn  s.  I  538  zu  I  132.  Unklar  ist  nir.  meadh- 
achan  'Gewicht'. 

§  381.  Suffixe  mit  Kons.  +  -k-.  1)  -sk-  s.  §  365.  2)  -rk-: 
c.  alarch  'Schwan'  acom.  elerhc  zu  lat.  olor  I  40;  nir.  casair 
(Gen.  casrach,  vgl.  §  446)  'Hagel'  c.  cesair  acom.  keser  mbr. 
quaserch  nbr.  kazarc'h,  kazerc'h  (das  -c'h  beruht  kaum  auf 
Kontamination  mit  erc'h  'Schnee');  mc.  llannerch  'freie  Ebene  im 
Walde'  (:  llann  §  356,  2)  acorn.  lanherch  gl.  saltus.  Vgl.  ZE 
852.  Ir,  menm-arc  'Wunsch'  (Atk.  LBr.  12),  air.  mathm-arc 
gl.  augur  sind  wohl  Komposita.  3)  -Ik-:  c.  mwyal-ch  acorn. 
moelh  br.  moualc'h  I  73.  4)  -lok-:  ir.  lie  'Stein'  s.  §  446,  4; 
ir.  o-ac  c.  ieu-anc  u.  s.  w.  (zu  lat.  iuuenis  Ht.  jäunas  asl.  junü 
skr,  jüvan-  'jung';  ein  -Ä;-loser  Stamm  auch  in  ir.  oetiu,  oitiu 
'Jugend',  das  lautHch  nicht  klar  ist,  am  ehesten  aber  auf  *jowen- 
tüt-s,  vgl.  lat.  iuuen-tüs,  zurückzuführen  ist;  ein  -w-loser  Stamm 
im  Komparativ  ir.  6a  mc.  ieu  'jünger').  Auf  keltischem  Boden 
produktiv:  mc.  gwraync  'junger  Mann'  ZE852  (Mab.  72;  vielleicht 
eine  Erweiterung  eines  -a^/ew-Stammes,  §  372,  2;  das  Fehlen  des 
Umlautes  ist  unerklärt);  mir.  imle-c-an  (-«-)  §  339  Anm.  I  495 
(ursprünglich  diminutivisch);  Kosenamen  und  Verkleinerungswörter 
wie  ir.  I'su-c-än  (zu  I'su  'Jesus'),  cride-c-än  (cride  'Herz'), 
gill-g-ug-an  (gilla  'Bursche';  s.  Corm.  Transl.  S.  145),  nir. 
lüda-g-än  'der  kleine  Finger'. 

§382.  -Ä:«-Suffixe.  C.  modry-b  acorn.  modereb  br.  moe- 
reb  {-kul)  I  129;  ir.  cä-ch  c.  paw-b,  pob  corn.  pup,  pep,  pob 
abr.paup  nbr.  pep  (-ä:"o-)  1187;  c.  cyffely-b 'ähnlich'  br.hevele-p 
§  99  Anm.  4  I  165;  ir.  cri-ch  {-hm)  'Furche,  Grenze'  c.  cri-b  'a 
comb;  a  ridge'  ncorn.  krib  'Kamm'  br.  krib  'Kamm',  krib-ell 
'cime,  crete':  zu  gv. /.Qt-vio  u.  s.  w.  1124  (lat.  dis-cri-men  'Unter- 
schied'),  Ernault,  Dictionnaire   S.  257.     Hierher  die   c.  Abstrakt- 

Pedersen:  Vgl.  kelt.  Gramm,    II,  3 


34     -Ä:w-Suffixe.    -^Suffixe  an  ein  einsilb.  Vorstück  gefügt.     [§383 

bildungen  auf  -ab,  -cl-eb,  -in-eb  (ZE  838):  c.  galar-eb  fem. 
'Klagelied',  cynnwys-eb  fem.  'Inhaltsverzeichnis',  deis-eb  fem. 
'a  request'  (daneben  deis-yf  mit  einem  -m-Suffix),  pur-d-eb 
'Reinigkeit',  doeth -in-eb  'Weisheit',  call-in-eb  'Klugheit',  god- 
in-eb  'Hurerei'  (ir.  goith-imm  gl.  futuo).  Daß  die  Formen  auf 
-deb,  -ineb  mask.  sind,  betrachte  ich  als  eine  Neuerung,  die  da- 
durch ermöglicht  wurde,  daß  diese  Wörter  verhältnismäßig  selten 
mit  Adjektiven  oder  mit  dem  Artikel  verbunden  wurden,  weshalb 
die  Lenitionsregeln  in  Vergessenheit  geraten  konnten  (vgl.  §  380,  1); 
ich  führe  alle  Formen  auf  -i-hiä,  -ti-h'ä,  -Ini-hui  zurück.  Die 
Nebenformen  wie  kyweir-dab-eu  'Ausstattung'  Mab.  195,  197 
neben  cyweir-deb,  nc.  geudab  'deceit,  falsehood'  enthalten  kaum 
etwas  Altes. 

§  383.  -^Suffixe  an  ein  einsilbiges  Vorstück  tretend. 
1)  Ir.  flaith  'HeiTschaft'  *wla-ti-s  c.  gwlad  (durch  die  Ableitung 
gwledwch  S.  26  als  -f-Stamm  erwiesen)  corn.  gulas  br.  glad 
I  157,  179;  ir.  ra-th  'Gnade'  *ra-to-m  c.  rhad  I  144;  ir.  su-th 
(-t^-Stamm)  I  71;  ir.  clo-th  'Ruhm'  c.  clod  u.  s.  w.  I  35;  ir.  buith 
c.  bod  u.  s.  w.,  ir.  both  (fem.)  I  35;  ir.  sru-th  (-w-Stamm)  c. 
ffrwd  u.  s.  w.  I  82;  ir.  bi-th  'Welt'  (-M-Stamm)  c.  byd  u.  s.  w. 
141;  ir,  bre-th  (-ä-Stamm)  c.  bryd  {-u-  oder -i-Stamm;  nach  der 
Pluralform  mc.  brydeu  nc.  bry'dau  wohl  -w-Stamm)  I  42,  §  252 
Anm.  6  I  366;  ir.  cru-th  (-w-Stamm)  c.  pryd,  ir.  creth  I  43; 
ir.  Inf.  clei-th  'verhehlen',  mli-th  'mahlen'  I  174;  ir.  brä-th 
'Urteil'  (-M-Stamm)  c.  brawd  u.  s.w.  152;  ir.  aicned  'Natur'  *ad- 
gni-to-m  zu  ir.  gniu  'tue';  ir.  tech-t  'gehen'  (-ä-Stamm)  c.  taith 
'Reise'  br.  tiz  'Eile',  corn.  toyth  'Eile'  I  124,  521  (verschiedene 
andere  Beispiele  I  123 f.;  darunter  die  Adjektive  ir.  moch-t, 
mrech-t-,  tech-t);  u-.  ep er- 1 'sagen'  1477,  ir.  edbar-t  c.  aperth 
'Opfer'  §  327  Anm.  1  I  480.  Ob  ir.  to-malt  'verzehren'  (Akk. 
tomailt.  Gen.  tomalte)  eine  andere  Vokalgebung  als  das  Simplex 
Dat.  mlith  voraussetzt,  ist  unsicher.  Ir.  for-aith-met  'Erinnemng' 
(-o-Stamm),  de-r-met  'Vergessen',  for-mat  'Neid',  s.  Verbalverz. 
-muiniur. 

An  ein  Vorstück  auf  s  gefügt:  ir.  frass  §366,  1  und  Anm.  4. 
An  ein  Vorstück  auf  einen  Dental:  s.  die  Beispiele  §  87  I  136 
(wo  jedoch  tu-us  falsch  erklärt  ist;  richtig  I  308);  ferner:  ir.  mess 
'Urteil' (-M-Stamm ;  midiur  'ich  urteile')  mit  den  Zusammensetzungen 
to-mus  'Maß'  (Gen.  toimseo),  immar-mus  'Sünde',  ammus 
'Angriff';   ir.  de-mess  (-o-Stamm)  'Schere',  "Doppelmesser"   zu  ir. 


§383.  384,1.2  a]     .^Suffixe  mit  mehrsilb.  Vorstück.  35 

methel  u.  s.  w.  §  99  I  162  (Stokes,  KZ  XXXVII  2.56);  ir.  sess 
{-w-Stamm?)  'Ruderbank'  c.  llu-est  'encampment'  (llu  'Heer'):  zu 
ir.  suide  'Sitzen'  u.  s.  w.  I  72;  ir.  (dees),  Gen.  deesse  'Faulheit': 
zu  de-id  'untätig'  (lat.  de-ses). 

Anm.  Es  ist  oft  unsicher,  ob  -tH-  oder  -ts-,  eventuell  -ist-  anzusetzen 
ist;  so  z.  B.  bei  c.  chwys  'Schweiß'  corn.  whys  br.  c'houez,  vgl.  die  -s- 
Stämme  in  gr.  iSog  lat.  südor  (andere  verwandten  Wörter:  an.  sueiti, 
lett.  sweedri  arm.  kHrtn  skr.  sveda-s]. 

2)  -w-  und  -^-Weiterbildungen  sind  besonders  als  Gerundive 
und  Partizipia  Prät.  Pass.  belegt:  bethi,  srethi  I  56;  gessi  gl. 
adorandus  zu  guidimm  'ich  bitte';  bithe,  srithe  I  56,  tuicse 
^ausgewählt'  fto-ud-g'us-tjo-s  zu  to-gu  'Wahl'),  claisse  'gegraben' 
zu  claidim  'ich  grabe'.  Die  -i[;'o-Bildungen  können  auch  Ad- 
jektive oder  Substantive  sein:  ir.  com-al-ta  'Pflegebruder'  I  26 
c.  cyfaillt  'Freund',  ir.  techte  'gehörig,  recht',  ir.  cumachte 
(neutr.)  'Macht'  I  124.  An  die  hier  besprochenen  Formationen 
schließen  sich  ferner  oft  -i;'ew-Bildungen  eng  an,  s.  §  392. 

§  384.  1)  -^-Stämme  (mit  mehrsilbigem  vokalischem  Vor- 
stück) s.  §  447. 

2)  -to-,  -tä-,  -tu-,  -ti-  an  ein  mehrsilbiges  vokalisches  Vor- 
stück gefügt.  Vgl.  ZE  801fr.,  839ff.  a)  -a-:  ac.  archen-at-ou 
gl.  calcei  nc.  archen-ad  'Kleidung,  Schuhe'  (archen  'Kleid, 
Schuh',  archenu  'to  equip,  to  shoe')  acorn.  orchin-at  gl.  calcea- 
mentum  br.  arc'hennad  'Schuhgeld  der  Diener';  mc.  to-at  nc. 
to-ad  'covering,  roofing';  acorn.  an-uab-at  gl.  sterilitas  'Kinder- 
losigkeit' (mab  'Sohn');  mc.  gor-derch-at  'lieben'  u.  s.  w.  (ZE 
535);  nc.  crwydr-ad-au  fungiert  als  Plur.  von  crwydr  'wandering' 
(Rowland  §  124).  Weitergebildet:  c.  lladr-at-a  'stehlen'  {d  +  h). 
Aus  dem  Br.  gehören  hierher  zahlreiche  Bezeichnungen  des  Maßes, 
des  Inhalts,  bei  denen  das  Genus  sich  nach  dem  Stammwort  richtet: 
karr-ad  'ein  Wagen  voll'  (mask.,  karr  mask.  'Wagen'),  bag-ad 
'batelee'  'ein  Boot  voll,  eine  Bootslast'  (fem.,  bag  'Boot'  fem.), 
mbr.  dorn-at  'Handvoll'  nbr.  dourn-ad  'Handvoll,  Ohrfeige' 
(mask.,  dourn  'Hand'  mask.).  Pliu-ale:  V.  gouri-ad  'Wurzeln', 
toez-ad  'Ähren'.  Aus  dem  Ir.  gehören  zweifellos  hierher  die  -ii- 
Stämme  auf  -ad  (nomina  actionis):  ces-ad,  Gen.  ces-to  'Leiden', 
comaln-ad,  Gen.  comaln-atha  'Erfüllung';  denominativ  bes-ad 
'Gewohnheit',  aimmser-ad  'Zeitdauer'.  Daß  das  -a-  dieser  Bil- 
dungen von  jeher  kurz  war,  ist  daraus  zu  folgern,  daß  sie  den  -ä- 
Verben  entsprechen,  in  denen  im  Keltischen  das  kurze  -a-  hen*scht, 


36  -a-t-,  -o-t-,  -M-^Suffixe.  [§384,2a— c 

ferner  daraus,  daß  das  Brit.  kurzes  -n-  hat,  und  schließlich  aus 
der  Analogie  der  -as^w-Bildungen,  vgl.  §  366  Anm.  4.  Nach  einem 
mouilUerten  Konsonanten  wird  das  irische  -«-  zu  -e-:  i-llitred  'in 
der  Buchstabenreihe,  Lautgebung'  Sg.  144b  1,  oipred.  Gen.  oi- 
pretho  'Werk,  Handlung'  (opair  ds.  aus  lat.  opera).  —  Von 
den  bisher  beschriebenen  -a^w-Bildungen  (deren  Urtypen  verbale 
Ableitungen  waren)  verschieden  ist  mc.  llygat,  Plur.  llygeit  nc. 
llygad,  Plur.  llygaid  acorn.  lagat,  Plur.  legeit  mcorn.  lagas 
br.  lag  ad  'Auge',  offenbar  ein  -o-Stamm;  wenn  die  erste  Silbe 
urspr.  a  gehabt  hat,  muß  c.  -y-  aus  dem  Plur.  stammen  und  nach 
§  255  Anm.  1  I  374  zu  erklären  sein  (dann  vielleicht  zu  ahd. 
luogen  nhd.  lugen);  wenn  aber  das  corn.  und  br. -a-  ähnlich  wie 
in  acorn.  darat  mcorn.  daras  'Türe'  (Vokalharmonie)  zu  erklären 
wäre,  könnte  ^lukato-m  angesetzt  werden;   vgl.  got.  liuh-ap  'Licht'. 

b)  Die  Endung -/«-^M-  (aus-je-üw-?  140)  haben  im  Brit.  zahlreiche 
nomina  actionis:  mc.  car-yat  'Liebe'  nc.  cariad,  corn.  golyas  'das 
Wachen,  wachen'  (ac.  taguel-guiliat  gl.  silicernium,  als  "schweigen- 
des Wachen"  mißverstanden),  abr.  guilt-iat-ou  gl.  tonsurae  (zu  ac. 
guillihim  gl.  forceps,  mit  forfex  verwechselt,  nc.  g well aif 'Schere' 
1  165);  c.  serchiad-au  fungiert  als  Plur.  von  serch  'Liebe'  (Row- 
land§124);  mbr.  dou-bloaz-yat  'ein  Zeitraum  von  zwei  Jahren', 
nbr.  bloavez-iad  'la  duree  d'un  an'. 

Die  Endung  mc.  -iat  bildet  sehr  häufig  nomina  agentis:  mc. 
rod-yat  nc.  rhodd-iad;  c.  meichiad  'Schweinehirt'  §255  Anm. 5 
1376;  mit  geschwundenem  j:  mc.  ceitwat,  Plur.  ceitweit  nc.  ceid- 
wad,  Plur.  ceidwaid  'a  keeper'  (cadw  'halten');  acorn.  cherniat 
gl.comicen,  guenoin-reiat  gl.ueneficus,  guidthiat  gl.custos  mcorn. 
guythyas,  Plur.  gwythysi;  br.  dibr-iad  'Esser',  Plur.  dibri- 
id-i,  mer-de-at  'marin'  (mor  'Meer',  ir.  tiagu  'gehe').  Irische 
Beispiele  unsicher;  etwa  gniad  (air.  Akk.  Plur.  gniadu  gl.  opera- 
rios,  zu  gniu  'ich  tue').  Vielleicht  ist  die  brit.  Flexion  als  -o- 
Stamm  eine  durch  die  Bedeutung  hervorgerufene  Neuerung;  dann 
handelt  es  sich  um  ursprüngliche  nomina  actionis,  die  wohl  zunächst 
in  der  Bahuvrihi-Komposition  die  Funktion  als  nomina  agentis 
entwickelten  (etwas  abweichende  Bedeutung  hat  c.  bhvydd-iad 
'yearling'  mbr.  Diminutiv  bloaz-iatd-ic  'annuelier'). 

c)  Ein  -0-  oder  -u-  vor  dem  -^Suffix  ist  äußerst  selten;  es  ist 
jedoch  denkbar,  daß  die  Adverbia  mc.  iss-ot  nc.  is-od  'unten' 
acorn.  is-ot  gl.  deorsum  und  mc.  uch-ot  nc.  uch-od  'oben'  eigent- 
lich Abstraktbildungen  auf -w-i^«  sind.     So  zu  deuten  sind  jedenfalls 


§384, 2cl.  e]  -e-t-,  -i-t-Sumxe.  37 

die  Plurale  auf  mc.  -ot  (ZE  291):  rac.  hyd-ot  nc.  hydd-od 
^Hirsche',  mc.  Uydu-ot  nc.  llydn-od  'Tierjungen';  vgl.  br. 
merc'h-od-enn,  merc'li-od-ik  'poupee'. 

d)  Es  gibt  einige  Substantive  und  Adjektive  auf  -e-to-:  air. 
nemed  gl.  sacellum  galLveiiii'jzov;  ir.  dliged 'Gesetz' (neutr.)  1 100; 
ir.  tocad  (-o-Stamm)  mc.  tynghet  'Schicksal'  I  151;  ir.  cal-ad 
'hart'  c.  cal-ed  corn.  cal-es,  cal-as,  cal-ys  br.  kal-et  (abr. 
cal-at)  ds.  gall.  Caleti  VN  (und  Caletes;  also  ursprünglich  ein 
-^Stamm?):  vielleicht  zu  ahd.  helid  'Held'  (ursprünglich  ein  -t- 
Stamm);  ir.  cöic-ed  'der  fünfte'  und  andere  Ordnungszahlen,  s. 
§  479.  Vgl.  noch  -r-e-to-  §  396,  1.  Ob  die  Plurale  des  Typus 
mc.  merch-et  nc.  merch-ed  'Töchter,  Mädchen'  (ZE  291)  hierher 
oder  zu  e°  gehören,  läßt  sich  nicht  beweisen,  -e-t-  steckt  sicher  in 
einigen  Infinitiven  auf  mc.  -et  (ZE  535),  z.  B.  in  mc.  gwel-et 
'sehen'  nc.  gweled  corn.  gwelas  br.  gwelet,  vgl.  ir.  fili  I  249; 
dagegen  -i-tä  z.  B.  in  mc.  sarhaet  S.  23. 

e)  Die  Endung  -itu-  Hegt  vielleicht  vor  in  den  irischen  nomina 
actionis  (Infinitiven)  auf  -iud,  -ud:  erchoiliud  'Bestimmung' 
{as-ro-choili  'er  bestimmt'),  di'ltud  'leugnen'  (di-sluindi  'er 
leugnet');  vgl.  mc.  sarhaet  {-i-tä)  unter  d°  (oder  -je-tu-,  I  347, 
355,  vgl.  brit.  -ja-tu-  unter  b°).  —  Dagegen  gehören  die  Eigen - 
Schaftsbezeichnungen  des  Typus  c.  iech-yd  corn.  ieghes  br. 
iec'hed  nicht  hierher,  sondern  in  §  386.  —  Auf  -i-tä-  führe  ich 
die  Endung  der  nomina  abstracta  mc.  -et  nc.  -ed  zm'ück;  c.  llu- 
ched  Plur,,  Sing,  llucheden  fem.  'Blitz'  acorn.  luhet  gl.  fulgur 
mcorn.  luhes,  luhesen,  br.  luc'hed.  Sing,  luc'hedenn  fem.: 
etwa  *leuqs-i-ta,  vgl.  an.  liös  'Licht'.  Daß  die  Wörter  mit  gut 
erhaltener  Abstraktbedeutung  mask.  sind  (auch  c.  syched  'Durst' 
corn.  seghes  br.  sec'hed  :  c.  sych  'trocken'),  ist  kein  entscheiden- 
der Einwand,  vgl.  §380,  1,  §  382;  im  Br.  kann  der  lautHche  Zu- 
sammenfall mit  dem  Typus  c.  iech-yd  auf  das  Genus  Einfluß  aus- 
geübt haben;  br.  ken-ed  'Schönheit'  ist  noch  teils  fem.,  teils  mask. 
Vor  der  mc.  Endung  -et  zeigt  sich  in  der  Regel  ein  h  oder  die 
Wirkung  eines  h:  mc.  da-h-et  'Güte',  du-h-et  'Schwärze', 
drycket  'Schlechtigkeit'  (drwc  'schlecht'),  calettet 'Härte'  (calet 
'hart'),  trym-h-et  'Schwere'  (trwm  'schwer');  also  ursprüngHch 
etwa  -es-i-tä  oder  -isitä  (zu  gall.  -isia  S.  18?).  Mit  cyn-  bilden 
diese  Nomina  den  c.  Äqualis:  mc.  cyn  gwynnet  'ebenso  weiß';  mi- 
komponiert  fungieren  sie  als  Admii'ativ:  nc.  hardd-ed  yw  'wie 
schön  er  ist!',   mbr.  guel-h-et  tra  'herrliches  Ding',   cazret  den 


38  -ö-t-  {-ä-t-\  -eu-t-SuiUxe.  [§384, 2  f.  g 

'der  schöne  Mann',  nbr.  Treg.  just-ed  'qiie  cela  est  juste!',  V. 
lart-et  'wie  fett!'  (lard  'fett').  S.  Zimmer,  KZ  XXXIY  161  fF., 
Ernault,  Glossaire  S.  268 ff.  —  Über  mc.  -et  als  entlehnte  Endung 
s.  §  387.  —  Isolierte  Bildungen  sind  c.  gwerthyd  (fem.)  acorn. 
gurhthit  br.  gwerzid  (fem.)  I  137  (wohl  '* werti-ti-),  c.  gwer-yd 
'Rasen'  'sward,  manure,  moss'  acorn.  guer-et  gl.  humus  ncorn. 
gwer-as  (wohl  zur  Präposition  ir.  for  u.  s.  w.). 

f )  Ein  langes  -«-  (-ö-)  vor  dem  -tä-,  -to-,  -tu-,  -^i-Suffix  ist  in 
den  einheimischen  Bildungstypen  selten.  Dabei  liegt  außerdem  in 
einigen  Fällen  der  Verdacht  nahe,  daß  es  sich  in  Wirklichkeit  um 
alte  ^-Stämme  wie  mc.  tafawt  I  107  handelt;  so  w'ohl  sicher  bei 
mc.  diawt  'Trank',  s.  §433;  nicht  ausgeschlossen  ist  dieselbe  Auf- 
fassung bei  mc.  gwaelawt  'Boden'  nc.  gwaelod  corn.  goles, 
golas  br.  goeled,  mc.  aelawt  nc.  aelod  'Glied',  mc.  guyraut 
(in  den  Ges.)  nc.  gwirod  'Getränk'  corn.  gwyras  :  aengl.  werod 
'süß,  Nectar'  (Zupitza,  KZ  XXXVII  406).  Das  produktive  Suffix 
mc.  -awt  u.  s.  w.  ist  lateinisch  und  bemht  teils  auf  -ätum  (vgl, 
mc.  diwarnawt,  pechawt  I  201,  205),  teils  auf  -ätiö  (mc.  oraut 
I  203;  in  letzterem  Fall  zu  §  392  gehörig):  ac.  brac-aut  gl.  mul- 
sum  mc.  brag-awt  nc.  brag-od  (zu  ir.  mraich  c.  brag  I  163; 
acorn.  bregaud  ist  cymrisch,  und  die  ncorn.  Formen  bei  Lhuyd 
S.  95  unter  mulsum  sind  nicht,  echt  cornisch;  das  nir.  entlehnte 
brogöid  'bragget,  beer'  ist  für  die  Entscheidung  der  Frage  ob 
-ätum  oder  -ätiö  zu  Grunde  liegt,  ohne  Belang);  mc.  ryued-awt 
'Wunder'  nc.  rhyfedd-od  (mc.  ryued  nc.  rhyfedd  'wunderbar'); 
mc.  cleuyd-awt  'Schlag  mit  einem  Schwert'  nc.  cleddvf-od,  nc. 
ffonn-od  'Schlag  mit  einem  Stabe'  (bei  den  letztangeführten  Fällen 
richtet  sich  das  Genus  nach  dem  Stammwort:  cledyffod  mask., 
ffonnod  fem.;  hier  hat  das  entlehnte  Suffix  einheimisches  -a-tu- 
verdrängt,  vgl.  die  br.  Formen  unter  a°;  dafür,  daß  -ätum,  nicht 
-ätiö  zu  Grunde  hegt,  spricht  die  romanische  Analogie:  fr.  poignee 
'Handvoll'  u.s.  w.).  Dies  entlehnte  Suffix  bildet  auch  Plurale:  mc. 
pysg-awt  'Fische'  nc.  pysg-od  (mit  mc.  -ot  zusammenfallend) 
br.  pesk-ed  (mit  mc.  -et  zusammenfallend). 

Ein  langes  -i-  vielleicht  in  der  Weiterbildmig  mc.  llem-h-id-yd 
nc.  llamhidydd  'a  tumbler,  a  vaulter'. 

g)  Einen  «(^-Diphthong  vor  dem  -^Suffix  haben  mc.  dywed-u-t 
'sagen',  ym-choelut  'sich  wenden';  nc.  mol-ud  'Lob,  Preis'  br. 
meul-eud-i  'eloge'  (ö  in  der  zweiten  Silbe  durch  Vokalharmonie 
statt  ü)  ir.  molad.     Die  Endung   scheint  ursprüngHch   -eu-tu-  ge- 


§  384, 2  h.  3]    -ei-tSufüx ;  ir.  -  i  d ;  -t-tv-,  -t-j-  nach  mehrsilb. Vorstück.    39 

wesen  zu  sein,  vgl.  die  Endung  -eu-ti-  in  gr.  Ttaldeioig,  arm.  erewojt'' 
(KZ  XXXVIII  218,  XXXIX  412).  Komposita  sind  dagegen : 
c.  go-lud  'Reichtum'  (I  54),  acorn.  M;ulud-oc  gl.  diues  (mit  Vokal- 
harmonie) ir.  fo-lad  'Substanz'  (neutr.,  o-Stamm;  bei  Corm.  Transl. 
81  fuluth  'Reichtum');  c.  cynnud  'Brennholz'  corn.  kunys  br. 
keuneud  (I  335)  ir.  connad  (o-Stamm;  bei  Corm.  Transl.  45 
condud),  etwa  *k'om-dauto-  zu  gr.  daito  skr.  du-m-mi  'brenne',  lit. 
dziau-ti  'zum  Trocknen  hinhängen',  ahd.  zusc(i)u  'exuro,  oburo', 
vgl.  c.  cynneu  'to  kindle'.  C.  golud  war  seit  alter  Zeit  mit  molud 
sprichwörtlich  assoziiert:  trengid  golud,  ni  threing  molud 
'Reichtum  vergeht,  nicht  vergeht  Ruhm'  Myv.  Arch.  859;  daß  es 
aber  die  Endung  des  letzteren  Wortes  direkt  hervorgerufen  haben 
sollte,  ist  ausgeschlossen.  Zupitza  KZ  XXXV  269  sieht  kaum 
mit  Recht  in  golud  ein  Suffix  -ud. 

h)  Ein  J-Diphthong  vor  dem  ^Suffix  scheint  vorzuliegen  in: 
c.  aelwyd  'Herd'  (fem.,  Flur,  -ydd)  I  57,  323,  c.  morddwyd 
(fem.,  Plur.  -ydd)  I  70,  c.  breuddwyd  (mask.,  Plur.  -ion)  I  109. 
"Wohl  -ei-ti-,  vgl.  etwa  got.  arhaips,  fulleips,  Brugmann,  Grdr.  II  ^ 
290,  437. 

Die  entlehnte  lat.  Endung  -etum  in  mbr.  Halegoet,  Faouet 
I  216,  221  ist  nicht  produktiv  geworden. 

Anm.  Bei  den  nur  im  Ir.  belegten  Bildungen  ist  es  unmöglich,  den 
ursprünglichen  vorsaffixalen  Vokal  genau  zu  bestimmen;  dazu  kommt  noch, 
daß  es  fast  unmöglich  ist,  -t-  und  -£?-Suffixe  zu  unterscheiden.  Die 
Schwierigkeit  zeigt  sich  u.  a.  bei  dem  irischen  Wortausgang  -id.  Von 
der  bunten  Sammlung  ganz  heterogener  Bildungen  bei  ZE  802  gehört  nichts 
hierher.  Dagegen  vermutlich  die  Adjektive  air.  allaid  'wild',  Plur.  altai, 
mir.  cendaid  'zahm'  (zu  t-all  'dort',  cen-  'diesseits');  jedoch  wäre  es 
noch  möglich,  diese  Wörter  in  §364,  3d,  e  zu  verweisen;  dies  ist  dagegen 
wohl  ganz  ausgeschlossen  bei  ir.  arsid  'alt'  (vgl.  Stokes,  Sprachschatz 
S.  37)  und  fäilid  'froh',  Plur.  failti  (Stokes,  Sprachschatz  S.  262).  In 
air.  ind-baid  'Gewinn'  (von  mir.  in-baid  'Zeit'  nir.  ionbhaidh  schwer- 
lich verschieden)  neben  inde-b  ds.  sehe  ich  Komposita:  * ndhi-bhtc-o-m, 
*  ndhi-hhu-ti-s. 

3)  -^Suffixe  mit  -w-  oder  -j-  weitergebildet,  an  ein  mehr- 
silbiges Vorstück  gefügt.  Es  handelt  sich  wie  in  §  383,  2  im 
AVesenthchen  um  Gerundive  und  Partizipia.  Air.  mol-tai  'zu 
loben'  (von  einem  -a-Verbum),  leic-thi  'zu  überlassen'  (von  einem 
-Z-Verbum).  Das  Brit.  kennt  nur  Gerundive  mit  vorsuffixalem  -a-: 
c.  car-a-dwy  'liebenswürdig'  corn.  caradow  mbr.  Karadou  FN 
(Loth,  MSL  VI  68);    abr.   nit  ina-a-toe    gl.   non   ineundum   est; 


40  -t-k-,  -t-ku-^umxQ.     Suffix  -tut-.       [§  384, 3—386 

c.  saf-a-dwy  'dauerhaft',  an-wad-a-dwy  'unleugbar';  corn,  ca- 
sadow  'hassenswert'.  Im  Corn.  fungieren  diese  Bildungen  auch 
als  Verbalsubstantive  (Loth,  Ec.  XVIII  413):  argh-a-dow  'Be- 
fehl', pys-a-dow,  pes-a-dow  'Gebet'.  Die  Erhaltung  des  vor- 
suffixalen Vokals  in  der  Binnensilbe  vor  dem  m^brit.  Akzent  ist 
kaum  lautgesetzlich;  vermutlich  haben  die  Infinitive  auf  -a-tu-  Ein- 
fluß geübt.  —  Air.  croch-the  'gekreuzigt'  (von  einem  -a-Verbum), 
for-loisc-the  'verbrannt',  in-fo-lg-ithe  'verborgen'  (von  -i-,  -l- 
Verben).  Im  Brit.  ist  wohl  nur  der  Typus  mit  vorsuffixalem  -a- 
erhalten,  und  zwar  im  C.  nur  in  adjektivischer  und  substantivischer 
Funktion,  im  Com.  und  Br.  als  wirkliches  Partizipium.  Mc.  eur- 
eit  nc.  eur-aid  'golden',  mc.  aryannhyeit  nc.  ariannaid  'ver- 
silbert', mc.  di-dramwy-eit  'unfrequented'  (c.  tramwy  'going 
about');  c.  enaid  'Seele'  I  170;  mc.  carr-eit  nc.  carr-aid  'a 
drag-fuir,  mc.  dyrn-eit  nc.  dyrn-aid  'Handvoll'  (mask.,  von  cär 
und  dwrn  mask.);  mc.  ffiol-eit  nc.  ffiol-aid  'bowlful'  (fem.; 
ffiol  fem.);  c.  tam-aid  §  401;  c.  maw-aid  fem.  I  169;  mc. 
llon-eit  nc.  llon-aid  'Fülle';  c.  cynnull-aid  'a  collection,  a 
gathering'  acorn.  cuntell-et  gl.  congregatio  abr.  cuntull-et  gl. 
collegio;  c.  bu-aid  'Kühe',  mc.  mackwy-eit  'Knaben',  nc.  bu- 
geiliaid  'Hirten'  (das  -j-  nach  dem  l  gehört  zum  Wortstamm, 
nicht  zur  Pluralendung;  vgl.  über  bugail  §  436),  ysweiniaid, 
PI.  von  yswain  'esquire,  page',  pechadur-iaid  'Sünder';  —  corn. 
keris  'geliebt'  br.  karet  u.  s.  w. 

§  385.  {-t-  +  -k-,  -Ä;M-Stiffixe.)  -tlko-:  mir.  cin-tech  'be- 
stimmt', air.  e-cin-tech  'unbestimmt'  (cinnim  'ich  bestimme'); 
mir.  cöin-tech,  cäin-tech  'kläglich',  air.  ci-thech  gl.  flebihs, 
mir.  car-thach  'liebend',  air.  loing-thech  'viel  essend',  mir.  der- 
scaig-thech  'distinguished';  mc.  car-e-d-ic  nc.  caredig  'geliebt, 
liebend',  ac.  dom-e-t-ic  gl.  domito  und  zahlreiche  andere  Parti- 
zipia,  s.  ZE  532,  abr.  hanter-to-e-t-ic  'halb  gedeckt'  u.  s.  w. 
Die  Erhaltung  des  vorsuftixalen  Vokals  ist  auffälhg.  Vgl.  lat. 
dedi-ticius,  surrep-tlcius. ti-kuä,  c.  -deb  s.  §  382. 

§  386.  Das  Suffix  -tü-t-  (mask.)  bildet  Abstrakta  (vgl.  lat. 
iuuen-tüs,  got.  mikü-duß-s  'Größe';  das  got.  -u-  war  vermutlich 
lang).  ZE  804,  844.  Air.  be-thu 'Leben',  Gen.  bethad  c.  byw-yd 
(Strachan  Bc.  XXVIII  204) :  * guiwo-tut-s,  Gen.  *guiwo-tüt-os.  Ir. 
oetiu,  öitiu  'Jugend'  mag  auf  *joive?i-trit-s  zurückgehen;  -tiu 
statt  -tu  könnte  auf  Kontamination  mit  dem  Suffix  -tijen-  §  392 
beruhen;    aber  auch   der  Diphthong   -oe-,   -oi-   der  ersten  Silbe  ist 


§  386]  Suffix  -tut-.  41 

zu  erklären  (Vermischung  mit  einem  *oit  aus  *jowen-tl?).  Pro- 
duktiv ist  das  Suffix  im  Ir.  nur  in  der  Gestalt  -tu  (air.  (3 in- tu 
'Einheit'),  gewöhnlich  -etu,  -atu,  worin  das  -t-  vermutlich  auf  d 
+  ß  beruht:  air.  cotarsna-tu  'Gegensatz'  neben  cotarsne  'ent- 
gegengesetzt', aber  vermutHch  von  cotarsnid  'Gegner'  abgeleitet; 
esbetu,  esba-tu  gl.  nequitiae,  inutilitas  neben  espe  'unnütz'  ist 
von  es-baid  'Fehlen'  abgeleitet  (danach  torba-tu  'Nutzen'  neben 
torbe  'Nutzen');  aurla-tu  'Gehorsam'  von  irlithe  'gehorsam'; 
huasle-tu  gl.  altitudo  neben  uasal  'hoch'  setzt  ein  *uasl-ide 
voraus;  bes-ta-tu  'Moralität',  corp-tha-tu  'körperUche  Natur', 
tecnata-tu  gl.  f amiHaritas  sind  nicht  direkt  von  den  -de-Bildungen 
bes-te  'moralisch',  corpde  'körperlich',  tecnate  'zahm'  (I  418), 
sondern  von  den  nur  adverbiell  belegten  Erweiterungen  auf  -id 
(in  chorpdid  §374Anm.)  abgeleitet;  dabei  kann  noch  ein  anderes 
Verhältnis  mit  eingespielt  haben:  Formen  wie  uilide-tu  gl.  uni- 
uersitas  neben  hulide  gl.  uniuersalis,  taschide-tu  'Notwendigkeit' 
neben  taschide  'notwendig'  sind  unter  dem  Einfluß  der  Adjektive 
an  die  Stelle  der  lautgesetzHchen  Formen  *uiletu  u.  s.  w.  (vgl. 
huasle-tu)  getreten,  und  der  so  entstandene  Typus  hat  vorbildHch 
gewirkt;  auch  in  arside-tu  'Alter'  (arsid  'alt'),  moin-deinmide- 
tu  gl.  munificentia  (moin-deinmid  gl.  munificus)  ist  eine  Restitu- 
tion des  -d  des  Adjektivs  anzunehmen.  Es  ist  nicht  zufällig,  daß 
das  Suffix  -tu  ganz  besonders  an  Adjektive  auf  -id  und  -de  und 
an  Partizipia  auf  -the  (foirb-the-tu  'Vollkommenheit',  neb-con- 
gab-the-tu  gl.  Incontinentia)  tritt;  außerdem  tritt  es  an  Adjektive 
auf  -e:  coimsetu  gl.  sufficientia  (cuimse  'angemessen'),  domme- 
tu  'Armut'  (domme  'arm'),  däna-tu  'Kühnheit'  (däna  'kühn'). 
—  Die  beiden  Suffixe,  die  schon  im  Air.  mit  -tu  konkurrieren, 
-as  §366,  2  und  -acht,  -echt  §380,  1  haben  im  Nir.  die  Allein- 
herrschafterrungen; es  haben  jedoch  Kontaminationen  von  -tu  und 
-as  stattgefunden:  mir.  däna-tus  'Kühnheit'  nir.  dänadas;  nir. 
dorcha-das  'Dunkel'  neben  mir.  dorcha-tu;  nir.  aon-tas  'con- 
sent' (im  älteren  Nir.  aonta)  neben  air.  öin-tu  'Einheit'. 

Im  Brit.  ist  die  Nominativform  auf  -tüt-s  vertreten  in  mc. 
iech-yt  'Gesundheit'  nc.  iechyd  (iach  'gesund')  corn.  ieghes  br. 
iec'hed;  mc.  cleu-yt  'Krankheit'  nc.  clefyd  (claf 'krank')  acorn. 
clevet  mcom.  cleves  br.  klenved;  c.  meb-yd  'Kindheit'  (mab 
'Sohn');  mc.  keluyd-yt  nc.  celfydd-yd  'Kunst,  Fähigkeit'  (vgl. 
mir.  calma-tus  'Tapferkeit')  u.  s.  w.  Eine  auf  den  obliquen  Kasus 
beruhende  Form  hegt  vor  in  ac.  duiu-tit  nc.  duw-did  'Gottheit' 


42  Suffix  -tut-.    Lat  -tat-;  -tor.  [§386—388 

vgl.  corn.  dew-sys  (die  corn.  Form  könnte  jedoch  auch  das  lat. 
Suffix -täs  §387  enthalten);  mc.  ieuenc-tit  'Jugend'  nc.  ieuenc- 
tid  (ieuanc  'jung'),  mc.  (in  den  Ges.)  gleyn-dyt  nc.  glein-did 
'Reinigkeit,  Heiligkeit'  (glan  'rein';  nicht  aus -wo-iü^S;  sondern  nm* 
aus  -njo-tüt-s  erklärbar);  c.  gwen-did  'Schwäche'  (gwan  'schwach'), 
calon-did  'Tapferkeit'  (calon  'Herz'),  rhydid  'Freiheit'  (rhydd; 
daneben  rhyddid).  Formen  wie  rhyddid  und  porth-id  'support' 
waren  dazu  geeignet,  eine  gewisse  Vermischung  der  Formen  auf 
-yd  und  -did  hervorzurufen;  daher  Schreibungen  wie  ieuenc-tyd 
und  cadern-id  'Stärke'  (statt  cadernyd  mc.  kedernyt  zu  ca- 
darn  'stark').  Mit  einem  anderen  Suffix  kontaminiert:  br.  iaou- 
anktiz  'Jugend'  (=  iaouankiz). 

§  387.  Aus  dem  Lat.  entlehnt  ist  das  Suffix  mc.  -dawt 
u.  s.  w.  ZE  804,  843.  Air.  trin-döit  mc.  trin-dawt  nc.  trin- 
dod  corn.  tryn-sys  mbr.  trin-det  I  202 f.;  mc.  ciw-dawt  und 
mc.  ceu-dawt  I  202;  ir.  humal-doit  'humilitas'  mir.  umaloit 
nir.  umhalöid  c.  ufyll-dod  acorn.  huvel-dot  br.  vuel-ded;  ir. 
car-töit  'charity'  mc.  cardawt  nc.  cardod  (davon  mc.  cardotta 
nc.  cardota  'betteln'  mit  t  aus  d  +  h);  ir.  castoit  'castitas'.  Aus 
Einfluß  der  einheimischen  Endung  -tfit-  erklärt  sich  das  häufige 
maskuKnische  Genus  im  Brit.  und  die  Nebenform  c.  cerdod  neben 
cardod.  Das  Suffix  ist  produktiv:  mc.  moruyn-daut  nc.  morwyn- 
dod  'Jungfräulichkeit',  mc.  teilyng-dawt  nc.  teilyng-dod  'Wür- 
digkeit' (teilwng  'würdig'),  nc.  duw-dod  'Gottheit';  Y.  bras-tet 
'grandeur',  buan-det  'vitesse'  u.  s.  w.,  Bayon  S.  14.  Kontaminiert: 
br.  meur-dez  'Majestät'. 

Aus  der  lat.  Nominativform  mußte  mc.  -et  u.  s.  w.  entstehen: 
c.  ceithiw-ed  'Gefangenschaft'  I  236;  mc.  ciwet  'Menge'  nc. 
ciwed  'mob,  crew'  aus  lat.  ciuitäs;  br.  kaoued  'Käfig'  aus  lat. 
cauitäs  (c.  ceu-ad  'Höhlung'  mit  Suffixvertauschung).  Unklar 
ist  ir.  mortlaid  'Seuche'  aus  lat.  mortälitcäs  (Form  des  Akk.- 
Dat.  der  «-Stämme  oder  Suffixvertauschung?). 

§  388.  Das  lat.  Suffix  -tor,  -tdr-em  liegt  im  Kelt.  ent- 
lehnt teils  in  der  Gestalt  des  Nominativs,  teils  in  der  Gestalt  der 
obliquen  Kasus  vor. 

Die  Nominativform  in  c.  creawdr  br.  krouer,  mbr.  pechezr 
I  203,  c.  ymherawdr  mbr.  impalaezr  I  237  (die  von  der  br. 
Form  vorausgesetzte  Küi'ze  des  -a-  stammt  aus  den  obhquen  Kasus), 
acorn.  cusulioder  gl.  consiharius  aus  lat,  consiliätor,  mbr.  pes- 
quezr  'Fischer'  :  lat.  piscätor,  mbr.  guinhezr  'Jäger'  :  lat.  uenä- 


§388—390]     Lat.  -tor,  -türa.  Einheimische  -t-r-,  -^r-Suffixe.        43 

tor.  Im  Nbr.  mußte  dies  Suffix  mit  lat.  -ärius  (§  395,  4)  zu- 
sammenfallen; ein  Vorläufer  ist  mbr.  melinhezr  'Müller'. 

Die  Form  der  obliquen  Kasus:  c.  pecha-dur  'Sünder'  com. 
peha-dur  I  203;  air.  preceptöir  'Lehrer',  senatöir  'Senator' 
(anders  behandelt:  air.  augtor  1212;  wieder  anders  nir.  dochtüir 
I  206);  br.  marc'ha-dour  'Kaufmaim'  (romanisch).  Produktiv: 
air.  tuga-töir  'Dachdecker',  mir.  cumma-doir  'a  potter,  former' 
(cummaim  'ich  forme;  ich  erfinde,  gebe  vor';  Weiterbildung  nir. 
cuma-döir-eacht  'fiction');  im  Ir.  ist  die  große  Verbreitung  des 
Suffixes  spät,  im  "Wesentlichen  nir.;  —  mc.  nc.  cofia-dur  'a  re- 
corder;  one  versed  in  the  history  of  the  past';  bildet  auch  nomina 
instrumenti:  nc.  geiria-dur  'Wörterbuch',  mwyadur  'Mikroskop' 
"Vergrößer",  gwniadur  (fem.)  'Fingerhut'  "Näher";  —  acorn. 
ruifa-dur  gl.  remex,  nauta  (ruif  gl.  remus);  —  mbr.  guiader 
'Weber'  (mit  -er  aus  lat.  -ätor,  -ärius  kontaminiert;  durch  frz. 
Einfluß:  guiadeur). 

Die  hier  besprochenen  Suffixe  waren  nicht  nur  mit  der  Fort- 
setzung des  lat.  -arius,  sondern  auch  mit  den  verdunkelten  Zu- 
sammensetzungen mit  dem  Worte  'Mann'  (§  362,  3)  assoziiert;  br. 
marc'hadour  konnte  als  marc'had-our  "Markt-Mann"  aufgefaßt 
werden.     Eine  Kontamination  ist  c.  golchur-ies  'Wäscherin'. 

§  389.  Lat.  -türa  Hegt  in  mehreren  Lehnwörtern  vor  (ir. 
srathar  I  204,  c.  creadur  I  197),  ist  jedoch  nur  im  ßr.  produktiv 
geworden  (ZE  830):  mbr.  guea-dur  'das  Weben',  nbr.  tonkadur 
'destin'  (mc.  tynghet  §384,  2 d);  erweitert:  deska-dur-ez 'Unter- 
richt', maga-dur-ez  'Erziehung'  (oder  entsprechen  diese  Wörter 
dem  ir.  Typus  nir.  cuma-döir-eacht  §  388?). 

Anm.  Über  c.  gwneuthur  'tun'  s.  Verbalverz.  unter  ir.  gniu; 
vgl.  auch  br.  (Cornouaille)  mezur  'nourriture,  nourrir',  Part,  maget. 
Über  ir.  cucbtar  vgl.  I  490. 

§  390.  Einheimische  -t-r-,  -^r-Suifixe.  1)  Komparativische 
(kontrastierende)  Suffixe,  a)  Ein  häufiges  Suffix  zm'  Bildung  von 
Eigenschaftsbezeichnungen  (aus  Adjektiven)  ist  im  Brit.  -der  (ZE 
829,  Zimmer,  KZ  XXXIV  169):  mc.  nc.  gwyn-der  'weiße  Farbe' 
mbr.  guenn-der  nbr.  gwen-der;  c.  br.  hir-der  'Länge';  c.  corn. 
br.  gwan-der  'SchAväche';  br.  (erweitert)  lous-ter-i  'salete,  Schmutz'. 
Vielleicht  handelt  es  sich  um  eine  Substantivierung  von  Adjektiven 
mit  der  kontrastierenden  (komparativischen)  Endung -^ero- ;  *ivmdo- 
tero-s  'weiß'  (im  Gegensatz  zu  'schwarz'),  '^ tvindo-tero-m  'das 
Weiße',   vgl.  lat.  breui-ter  'kurz'  (als  Adv.);  vielleicht   hegt  diese 


44  Einheimische  -t-r-,  -^r-Suffixe.  [§  390,  1. 2 

Endung  auch  in  gr.-abrit.  '/.aaGi-regog  'Zinn'  vor.    Über  ac.  haut  her 
u.  s.  w.  s.  I  138. 

Anm.  1.  Häufig  steht  im  C.  neben  -der  die  Form  -dra  :  gwyu- 
dra  'weiße  Farbe',  siehe  darüber  §  362,  8.  —  C.  cryf-dwr  neben  cryf- 
der  'Starke,  Kraft'  ist  mir  unklar:   etwa  statt  *cryf-dr,  vgl.  unter  b°. 

1))  Das  kontrastierende  (komparativische)  Suffix  erscheint  in 
der  Regel  in  der  Form  -tro-:  ir.  uachtar  'das  Obere'  (davon  das 
Adj.  uachtar-ach  'oben  befindlich',  vgl.  ochtrach  'Dünger')  c. 
uthr,  ar-uthr  'wunderbar'  *oup-tro-  (I  93;  danach  analogisch 
ichtar  'der  untere  Teil',  Adj.  ichtarach);  ir.  im-echtar  'das 
Äußere,  Ende'  (Adj.  air.  imb-echtrach,  immechtrach),  c.  eithr 
'außer',  zur  Präp.  *eks;  ir.  inathar  'Eingeweide'  *enitro-,  zur 
Präp.  idg.  ^en{i)  'in'  (die  Erhaltung  des  Vokals  der  zweiten  Silbe 
beweist,  daß  zwischen  -th-  und  -r-  urprünglich  kein  Vokal  stand;  die 
Hebung  des  anlautenden  e-  deutet  darauf,  daß  der  Vokal  der  zweiten 
Silbe  ursprünglich  -i-  war).  Dieselbe  Suffixform  wird  in  centar 
'pars  citerior',  altar  'pars  ulterior'  stecken  (der  Schwund  des  vor- 
suffixalen Vokals  kann  analogisch  nach  den  Adjektiven  centar  ach, 
altar  ach  und  nach  uachtar  u.  s.  w.  eingetreten  sein).  Dieselbe 
Suffixform  auch  bei  c.  ewy-thr  'Oheim'  I  55  (zur  Verwendung 
des  Suffixes  vgl.  lat.  mäter-tera  'Tante').  Dagegen  scheint  eine 
Suffixform  -tero-  bei  ir.  cech-'tar  'jeder  von  beiden',  nech-tar 
'alteruter'  vorzuliegen,  da  der  Schwund  des  vorsuffixalen  Vokals 
hier  nicht  analogisch  sein  kann ;  -is-tero-  (vgl.  Windisch,  KZ  XXVII 
169f.)  Hegt  vor  in  ir.  sin-ser  'der  Ältere,  Älteste'  (sen  'alt'),  ö-ser 
'der  Jüngere,  Jüngste'  (denn  -is-tro-,  das  im  lat.  magister, 
minister,  si nister  vorhegt,  hätte  zu  einem  anderen  lautlichen 
Ergebnis  geführt,  s.  I  81  mit  Nachtrag). 

c)  Ein  Suffix  -tri-  liegt  vor  in  ir.  an-echtir,  an-echtair 
'von  außen'  (vielleicht  auch  in  der  Präp.  echtar  'extra',  die  die 
Mouillierung  des  -r  in  der  Proklise  verloren  haben  kann),  ferner 
in  aili-thir  'Pilger'  (schwerlich  ein  Kompositum  mit  tir  'Land'; 
davon  ailithre  'Pilgerfahrt',  vgl.  echtra  'Auszug,  Expedition' 
neben  an-echtir).  Dasselbe  Suffix  bildet  regelmäßig  den  irischen 
Äqualis  (Ascoli,  Arch.  glott,  suppl.  I  53):  leri-thir  inso  'so 
fleißig'  (auf  Vermischung  mit  dem  Komparativ  beruhen  die  Formen 
mö-ir  'ebenso  groß',  1-ir  'ebenso  viel').  Vgl.  lat.  camp-es-ter, 
camp-es-tris;  gr.  dygo-TEQog.     Vgl.  §  461. 

2)  Nomina  agentis,  instrumenti,  loci,  actionis  u.  s.  w.  Das 
Suffix  -tet'-f  -tor-,  das  in  anderen  idg.  Sprachen  eine  sehr  gewöhn- 


§390,2.391]     Einheimische -^-r-, -^r- Suffixe.  Suffix -^Zo-.  45 

hohe  Endung  der  nomina  agentis  ist,  ist  im  Keltischen  verschollen 
(über  die  Verwandtschaftsnamen  auf  -t-r  vgl.  §  449).  Häufig  ist 
dagegen  das  Suffix  -tro-,  -trä-  (ZE  782,  830f.):  a)  Mit  einsilbigem 
Vorstück:  ir.  e-thar  'Boot'  *pi-tro-,  vgl.  (mit  anderer  Vokalisation) 
skr.  pä-tra-m  'Trinkgefäß,  Behälter,  Gefäß'  got.  fö-dr  'Scheide'  (zur 
Wurzel  "pi-,  *pö-  'trinken');  air.  lä-thar  neutr.  'dispositio'  (mit 
aicned  'Natur'  synonym  Wi.  299,  17)  nir.  läthair  'place,  site, 
spot'  (vgl.  air.  läthrach  'site'  nir.  läithreach  'ruins;  a  site'; 
Grundbedeutung  der  ir.  Wörter  also  "Unterlage",  "Grund")  c. 
Ilawdr  'Hosen'  acorn.  loder  gl.  caliga  br.  loer  'bas,  chaussure' 
(zur  Bedeutungsent\\ickelung  vgl.  frz.  bas):  zu  ir.  lä-r  u.  s.  w. 
I  48 f.;  ir.  sai-thar  neutr.  'Mühe'  nir.  saothar,  vgl.  ir.  sai-th 
'Leid'  nir.  saoth,  g.  sai-r  ahd.  se-r  aengl.  sä-r  'Schmerz';  ir. 
criathar  (o-Stamm,  Gen.  crethir)  u.  s.  w.  I  134;  ir.  lestar  neutr. 
I  81f.  Fem.:  ir.  briathar  'Wort'  (Gen.  brethre)  c.  brwydr 
'Kampf:  *bhrei-trä  "Streit,  Wortstreit"  zu  lat.  feriö  'schlage'  an. 
beria  'schlagen'  lit.  bär-ti  'in  Worten  streiten,  schelten'  asl.  brati 
r.  horoti-sja  'kämpfen'  skr.  hhrt-nä-ti  'versehrt,  trifft'  aw.  hröißra- 
(erstes  Kompositionsglied)  'Schneide',  b)  Mit  vorsuffixalem  -«-:  ir. 
ara-thar,  tara-thar,  loa-thar  I  134,  ir.  ria-thor  I  66f.  (alle 
vermutlich  -^ro-Stämme;  br.  laouer  und  c.  rhaiadr  sind  allerdings 
fem.);  c.  gwal-a-dr  'Herrscher'  (m^spr.  "Herrschaft"):  ir.  flaith 
'Herrschaft,  Herrscher'  I  179.  c)  Ir.  lethar  'Leder'  c.  lledr 
mbr.  lezr  nbr.  1er  erklärt  man  aus  *pl-e-tro-  zu  lat  pellis  'Haut" 
u.  s.  w.;  die  germanische  Sippe  (ahd.  ledar  u.  s.  w.)  ist  dann  aus 
dem  Kelt.  entlehnt. 

Weiterbildungen  sind  Verba  wie  ir.  saltraim  ^trete'  I  137, 
c.  mathru  'niedertreten'  I  139,  mir.  riastraim  'verzerre"  c. 
rhwystro  'to  hinder,  to  obstruct'  (zu  c.  rhwym  'Band"  I  87?). 
Von  den  alten  nomina  agentis  auf  -ter-,  -tor-  ausgegangen:  ir. 
altru  c.  athraw  u.  s.  w.  I  137  (vgl.  lat.  al-tor  und  zum  -if-Suffix 
lat.  pa-tr-uu-s);  ir.  na-thir  'Schlange'  c.  neidr  u.  s.  w.  I  134 
("Schwimmerin");  ir.  maistir  I  81  Nachti-ag  * miiq-s-tr-'i  (ein 
nomen  agentis  als  noraen  instrumenti  verwendet).  Gall.  A-ter- 
onius,  Bra-tr-onos,  br.  i-tr-oun  I  31,  48,  137;  gall.  Mätrona 
Fluß-N.,  vgl.  mc.  Mabon  uab  Modron  'Mabon,  Sohn  von  Modron' 
(vgl.  etwa  lat.  pa-tr-önus,  mä-tr-öna;  jedoch  war  das  -o-  im 
Kelt.  kurz).  Ir.  altram  'Nahning'  I  137  setzt  ein  mit  saltraim 
gleichgebildetes  Verbum  voraus. 

§  391.     Das  Suffix  -tlo-,  -tlä-  {-tli-)  hat  im  Kelt  nur  selten 


46  -tijen-,  lat  -ätiö.  [§392,1.2 

instrumentale  Bedeutung  (etwa  bei  ir.  säl  'Ferse'  c.  sawdl  u.  s.  w. 
und  bei  ir.  giall  'Geisel'  c.  gwystl  u.  s.  w.,  ir.  gell  'Pfand'  I  78, 
136  und  bei  c.  haeddel  §374  S.  29).  Es  bildet  entweder  nomina 
actionis  oder  bezeichnet  das  Resultat,  das  Erzeugnis.  Belege:  ir. 
sal,  dal,  c.  hoe-dl,  c.  bustl,  gwystl,  ir.  ceol,  cetal,  forcital, 
fedil,  c.  an-a-dl,  ban-a-dl,  chw-e-dl,  cen-e-dl,  ha-e-ddel 
I  56,  84,  135,  139.  -ts-tl-  wohl  in  ir.  tuisel  'Kasus'  (mit  do- 
fuislim  gl.  labo  u.  s.  w.  zu  -tuit,  du-fuit  'fällt'). 

Weiterbildung:  mc.  Adjektiv  seu-y-dl-awc  nc.  sef-y-dl-og 
'standing'. 

§  392.  1)  Die  Weiterbildung  des  Suffixes  -ti-  durch  -en-, 
-on-,  die  auch  im  Italischen  und  im  Armenischen  (KZ  XXXVIII 
220,  218  f.)  eine  bedeutende  Rolle  spielt,  tritt  im  Ir.  fast  nur  nach 
einem  einsilbigen  konsonantisch  schließenden  Vorstück  auf  (vgl. 
§454):  ir.  t-ichtu  'das Kommen'  (to-  +  icc-  'kommen');  e-pel-tu 
'Tod'  (at-bail  'stirbt');  toi-mtiu  'Meinung',  air-mitiu  'Ehrerbie- 
tung' (zu  do-muiniur  'ich  glaube',  ar-muinethar  'er  ehrt';  vgl. 
lat.  mentiö);  ir.  tui-stiu  'Erzeugung'  (to-  ud-  +  sem-  'erzeugen'); 
fo-ditiu  'Erdulden'  (fo-daim  'er  duldet').  Nach  einem  s:  ai-csiu 
'sehen'  (ad-ci  'er  sieht';  rem-caissiu  'Vorsehung'),  tepairsiu 
'Fließen'  (do-eprannat  gl.  affluant;  -nn-  aus  -sn-).  Nach  einem 
zweisilbigen  Vorstück:  äig-thiu  'fürchten'  (ägur  'ich  fürchte'); 
vgl.  weiter  unter  3°. 

2)  Das  entlehnte  lateinische  Suffix  -ä-tiö:  c.  arawd,  Plur. 
arodion  u.  s.  w.  aus  lat.  oratio  I  203  (im  Ir.  in  dreierlei  Ge- 
stalt belegt:  ortha  'Gebet',  Gen.  orthan  I  205;  jünger  oröit, 
nir.  öräid);  c.  esgusawd,  Plur.  esgusodion  'Entschuldigung': 
lat.  excüsätiö;  mir.  purgöit  nir.  purgöid  'Laxativ':  lat.  pflr- 
gätiö.  In  welchem  Umfang  das  Suffix  im  Brit.  produktiv  ist,  ist 
schwer  zu  entscheiden,  da  es  mit  lat.  -ätum  §  384,  2f  lautlich 
zusammengefallen  ist.  Im  Ir.  spielt  -öit  eine  nicht  geringe  Rolle ; 
es  entspricht  dem  c.  -awd  auch,  wo  diese  Endung  nicht  auf  lat. 
-ätiö  beruht:  nir.  brogöid  'bragget,  beer'  aus  mc.  bragawt;  nir. 
dearnöid  'Hand':  mc.  dyrn-awt  nc.  dyrn-od  'Schlag  mit  der 
Faust'  (dwrn);  gibt  auch  andere  c.  -^Suffixe  wieder:  mir.  liathr- 
<jit  aus  c.  llithr-ed  I  24  (aber  air.  Gen.  liathritse).  Ir.  boccöit 
'Schildbuckel'  1 196;  etymologisch  unklar:  nir.  brionglöid  'Traum', 
mir.  nescöit  nir.  neasgöid  'Beule',  mir.  smeröit  nir.  smearöid 
'glühende  Kohle'  (vgl.  c.  marwor,  marwydos  'embers').  Nir. 
ömöid    'Gehorsam'     neben    ömos    aus    engl,    hommage.       Nir. 


§  392, 3—394, 1—3]  Erweit.  d.  -^i/ew-Suffixe.  Suffixe  m.  Kons.  + 1.   47 

siubhlijid  Arran  sülöd'  neben  siubhal  'gehen'.  Die  Suffixform 
-äid   ist   nicht  produktiv.      Vgl.  aber  nir.  pribhlf'id   'a  privilege'. 

3)  Von  den  einheimischen  -^i;gw-Bildungen  abgeleitete  Ad- 
jektive: air.  cain-toimtenach  'selbstgefälHg'  (cäin-toimtiu 
'gute  Meinung');  ermitnech  gl.  reuerens;  tursitnech  gl,  irriguus 
(tairsitiu  'Überschwemmung',  s.  Verbalverz.  sem-);  tuistenach 
'Genitiv'.  Auch  in  Fällen,  wo  das  Substantiv  nicht  belegt  ist: 
tol-tan-ach  gl.  beneplacitus  (toi  'Wille'),  mir.  car-than-ach 
'liebend'  (caraim  'ich  liebe'). 

§  393.     Über  die  Superlativbildungen  auf  -tmmo-  s.  §  402,  1. 

§  394.  Suffixe  mit  Kons.  +  t.  1)  -st-  §  366,  367.  -kt- 
§  380.  2)  -rt-:  ir.  adar-t  'Kopfkissen',  anar-t  'Hemd'  I  178 
(o-Stämme);  conart  (fem.)  'a  pack  of  hounds'  (volksetymologisch 
cuanart).  Über  -r-et-  s.  §  396.  Eine  suffixale  Gruppe  -It-  ist 
mir  nicht  bekannt;  ir.  inailt.  Gen.  inalta  'Dienerin'  ist  wohl  ein 
Kompositum:  *  en-alti-  "die  im  Hause  Erzogene"  (vgl.  in -gen 
'Tochter'  I  101). 

3)  -w^Suffixe.  Über  die  konsonantischen  Stämme  auf  -nt- 
vgl.  §  448.  Mit  vokalisch  auslautenden  -w^Suffixen  {-nto-,  -ntä, 
-ntl)  werden,  neben  einer  Anzahl  von  konkreten  Substantiven  mit 
schwer  bestimmbarer  Suffixbedeutung,  hauptsächhch  zwei  Kategorien 
gebildet:  einerseits  Abstraktbildungen  und  nomina  actionis,  anderer- 
seits (im  Ir.)  Diminutive.  Vgl.  ZE  805,  844,  274.  a)  Ir.  airget 
'Silber'  (-o-Stamm)  c.  ariant  u.  s.  w.  I  104;  ir.  carbat,  carpat 
'Wagen'  (o-Stamm),  vgl.  gall.  Carbantia  I  118;  ir.  bel-at  neutr. 
'Weg,  Kreuzweg',  vgl.  bei,  belach  I  117;  ir.  drochat,  droichet 
'Brücke'  nir.  droichead:  vielleicht  *c?rwÄ:-a«to- "Balken",  zu  einer 
in  mehreren  idg.  Sprachen  belegten  -Ä:-Erweiterung  des  Wortes  für 
'Holz'  (ahd.  troc  'Trog',  ir.  droch-ta  'Faß,  Tonne,  Kufe'  vgl. 
Stokes,  BB  XXV  255,  asl.  druk-olü  'Knüttel');  nicht  wahrschein- 
lich ist  es  mir,  daß  in  drochat  und  belat  Komposita  mit  set 
^Weg'  zu  suchen  wären;  —  ir.  ret-glu  'Stern'  enthält  im  ei-sten 
Ghede  vielleicht  *rijanto-,  zu  re  'Mond'  I  67;  —  Feminina:  ii*. 
snäth-at  'Nadel'  I  85;  ir.  sliasat  'Schenkel'  mag  ein  -ä-Stamm 
gewesen  sein  (der  Gen.  sliasta  ist  dann  nach  §  242,  2  zu  er- 
klären): "^spleig'h-stu-ntä,  zu  sliss  I  84;  mir.  fidot  'Espe'  *widu-ntä 
zum  -z<- Stamm  ir.  f  id  'Baum'  (ziu*  Bedeutungsentwickelung  'Baum'  > 
'Espe'  vgl.  die  Entwickelung  'Espe'  >  'Baum',  die  bei  lat.  arbor 
'Baum'  vorliegt,  falls  dies  AVort  mit  der  germ.-bali-slav.,  als  idg. 
Lehnwort  auch  im  Türk.  vorliegenden,  Bezeichnung  der  'Espe'  [ahd. 


48  -n^-Suffixe.  [§  394, 3 

aspa  lit.  apusis  r.  osina  'Espe',  osm.  aps-ak  'Pappel'  KZ  XXXIX 
462]  identisch  ist);  —  Endung  -ntl:  air.  elit  gl.  capreolus  nir. 
eilit  nsch.  eilid  'hind'  c.  elain  'Hirschkuh'  zu  gr.  ela-(fog  'Hirsch 
lit.  elnis  asl.  jeleni  arm.  ein;  nir.  frighid  c.  gwraint  I  540;  ir. 
ßrigit  c.  braint  I  100;  mir.  Flur,  geniti  glinni  'dämonische 
weibliche  Wesen'  (glinni  ist  Gen.  von  glend  'Tal'). 

b)  Der  wichtigste  Typus  der  Abstraktbildungen  und  der  nomina 
actionis  hatte  die  Endung  -anti  (vgl.  lat.  con-sta-ntia  u.  s.  w.); 
daraus  mc.  -eint  nc.  -aint;  die  c.  Nebenform  -ant  kann  die  Epen- 
these unter  dem  Einfluß  der  obhquen  Kasus  aufgegeben  haben. 
Die  beiden  entsprechenden  corn.  Endungen  -ens  und  -ans  sind 
nach  §  193  zusammengefallen.  Das  ßr.  hat  -ent  und  -ant.  Im 
Ir.  finden  sich  neben  den  Formen  mit  mouilliertem  -t  >  -d  auch 
(namentlich  im  Nir.)  Formen  mit  unmouilliertem  -t  >  -d,  die  wohl 
durch  analogischen  Übertritt  in  die -ä-Dekhnation  zu  erklären  sind; 
sie  sind  jedoch  im  Nir.  mask.  geworden.  Ir.  meit  fem.  'Größe' 
c.  maint  corn.  myns  br.  ment  I  292f.  (nir.  meid  und  mead, 
mask.!);  air.  lagait  'Kleinigkeit'  nir.  laighead  (zu  laigiu  I  97; 
vgl.  c.  lleiaf-iant  'minority');  air.  lethit  'Breite'  nir.  leithead 
(hierher  auch  nir.  a  leitheid  sin  "seine Breite"  'sein  Entsprechendes, 
ein  solcher';  Nebenform  a  leitheide,  Arran  3  l'ed'd,  vgl.  die  No- 
minativform b'rld'd  I  100);  auch  ir.  garait  'kurz'  nir.  goirid, 
gairid  wird  urspr.  ein  Substantiv  gewesen  sein.  Air.  tucait  gl. 
causa  :  zu  to  +  ucc-  'bringen'.  Mc.  hen-eint  nc.  hen-aint 
'Alter'.  Die  nomina  actionis  haben  vor  dem  Suffix  meist  ein  -/-; 
c.  meddiant  'Besitz'  (meddu  'besitzen'),  mc.  mwynant,  mwy- 
nyant  nc.  mwyniant  ^Genuß'  (mwynhau  'to  enjoy';  mwyn  'en- 
joyment'),  corn.  cregyans 'Glaube',  daserghyans,  dasserghyens 
'Auferstehung'  (mit  vorhergehendem  i.*  gwry  ans 'Schöpfung'),  mbr. 
badizyent  nbr.  badisiant  'Taufe';  vor  der  Suffixform  -eint, 
-aint  ist  im  C.  das  -j-  (analogisch?)  beseitigt:  c.  dioddefiant  und 
dioddefaint  'suffering'  (aber  mc.  diodeiueint  zeigt  die  Wirkung 
eines  j;  ebenso  mc.  goueileint  neben  nc.  gof  eiliant  'solicitude' 
zu  gofal  'care').  Mit  einem  -n-  kombiniert:  corn.  bew-n-ans, 
bew-n-ens  'Leben',  mer-n-ans  'Tod'  mbr.  mer-n-ent  'Fest' 
(nbr.  merv-ent  unter  dem  Einfluß  von  mervel  'sterben'  u.  s.  w.). 
An  einen  Infinitivausgang  mit  leniertem  -m  gefügt:  cwynof-aint 
'Klagen'  (cwyno,  mc.  kwynaw  'klagen'),  dig-of-aint,  dig- 
iof-a  int 'Zorn'  (dig  'zornig');  die  Fälle  dieser  Art  enthalten  also 
zum  Teil  dieselben  suffixalen  Elemente  wielat.  testä-m  an  tum  u.s.w. 


§  394,  3.  395, 1.  2]        -w^Suffixe.   r-Suffixe.  49 

—  Erweiterungen:  ir.  cairde  §364,3a(cairddine,  cair des 'Freund- 
schaft') kommt  (weil  Abstraktlnldung  zum  -w^-Staram  care  'Freund') 
nicht  in  Betracht;  wohl  aber  br.  laosk-ent-ez  'Faulheit',  nevez- 
int-i  'Neuigkeit'  u.  s.  w. 

c)  Die  irischen  Diminutive  haben  vor  dem  -wi-Suffix  entweder 
ein  -t-  oder  ein  -n-:  air.  tir-th-at  gl.  agellus,  cen-t-at  gl.  capi- 
tulum,  glaine-th-at  gl.  maxilla;  siur-n-at  gl.  sororcula,  oen- 
n-at  gl.  ulla;  nach  einem  mouillierten  Kons.:  fochric-n-et  gl. 
mercedula;  auch  duine-n-et  gl.  homunculus.  Vgl.  mir.  derg- 
nat  'Floh'  I  109,  cet-n-ait  'Schaf  I  120  (der  Nom.  urspr. 
Avohl  *cetnat).  Auch  in  air.  his  bronnait  gl.  infra  uentriculum  und 
tonnait  gl.  cuticula  (Sg.  46b  8;  schwerlich  Nom.;  der  Glossator 
mag  gegen  das  Metrum  den  lat.  Nom.  als  Abi.  gefaßt  haben)  liegt 
wohl  -n-at  vor  (zu  brü,  Gen.  bronn  'Bauch',  tonn  'Haut').  Er- 
weitert: ir.  fracc-nat-an  {-an)  'Mädchen'  I  159. 

Vgl.  die  slavischen  Diminutiva  und  Namen  von  jungen  Tieren 
auf  -nt  (konson.  Stämme):  asl.  tel-^  'Kalb',  Gen.  tel-et-e,  Plur. 
tel-qt-a;  preuß.  smün-ent-s  ^Mensch'  u.  s.  w.,  Brugmann,  Grdr.^ 
II  421.  Das  vor  dem  -w^Suffix  stehende  -t-  oder  -n-  wird  selbst 
diminuierende  Bedeutung  gehabt  haben;  vor  dem  -t-,  -n-  ist  ein 
weiter  hinterer  Vokal  geschwunden. 

Anm.  Zu  den  keltischen  -w^-Bildungen  gehört  vielleicht  auch  ir. 
ucut  'dort'  neben  oc  'bei',  ocus  'nahe'.  Die  Analyse  von  ucut  als  Präp. 
mit  suffigiertem  Pronomen  der  2.  Sing.,  die  durch  mir.  sech-ut  'über  dich 
hinaus',  nir.  seach-ad  'away,  aside,  astray'  nahe  gelegt  werden  könnte, 
dürfte  durch  das  u  der  ersten  Silbe  ausgeschlossen  sein.  Vgl.  c.  is-od, 
uch-od  §  384,  2c. 

Mit  den  keltischen  -Mi!-Bildungen  sind  einige  Entlehnungen  zusammen- 
geflossen: acorn.  skient  mcorn.  skyens,  skyans  'Verstand,  Wissen'  mbr. 
squient  nbr.  skiant  aus  lat.  scientia;  com.  vyngeans  'Kache'  aus 
dem  Frz.  Die  entlehnte  frz.  Adjektivendung  -ant  im  Br.  (br.  friant  'un 
peu  araoureuse')  hat  zu  Neubildungen  wie  br.  tru-ant  'Bettler'  neben  c. 
tru-an  §  372,  3  Anlaß  gegeben. 

§395.  r-Suffixe.  ZE  780£e.,  827if.  1)  Über  die -r-Stämme 
s.  §  449—451.  2)  -ro-,  -rä-  {-ru-)  an  eine  einsilbige  Wurzel  ge- 
fügt: ir.  clär  neutr.  'Tafel,  Brett,  ebene  Oberfläche'  c.  clawr 
'Oberfläche;  Deckel'  br.  kleur  'Deichsel':  gr.  xA-^^og  dor.  vläQog 
'Loos',  zu  gr.  Alri-f-ia  'Schößhng',  x/law  'breche';  ir.  mo-r,  mä-r 
'groß'  (Kompar.  moa)  1  49;  ir.  si-r  'lang'  (Kompar.  sia  I  51); 
ir.  mir  neutr.  'Stück,  Bissen'  I  82;  ir.  är  neutr.  c.  aer  fem.  I  103; 
c.  lloer  fem.  'Mond'  br.  loar  I  186  (hatte  vielleicht  wie  au.  liori 

Pedersen:  Vgl.  kelt.  Gramm.    II.  4 


50  r-Suffixe.  [§  395,  2.  3 

'Rauchloch  im  Dache,  zugleich  als  Fenster  dienend'  nnorw.  Ijor 
'Öffnung  in  den  Wolken'  in  der  ersten  Silbe  einen  Diphthong  und 
kann  in  diesem  Falle  altes  Neutr.  oder  altes  Fem.  sein;  auch  auf 
*lugrä  fem.  zurückführbar);  ii\  dobur  c.  dwfr  u.  s.  w.  'Wasser' 
I  35;  ir.  lobur  c.  llwfr  u.  s.  w.  I  116f.;  ir.  ribar  c.  rhefr  br. 
reor  I  117  (scheint,  wenn  das  ir.  Wort  wirklich  hierher  gehört, 
ein  Suffix  -ru-  voraussetzen  zu  müssen);  c.  hagrI125;  c.  cadr 
'stark'  acorn.  carder  gl.  speciosus,  decorus  (das  erste  -r-  unur- 
sprünglich, vielleicht  Schreibfehler)  abr.  cadr  mbr.  cazr  nbr.  kaer 
'schön':  zu  ir.  cath  'Kampf  §  85  I  132,  vielleicht  identisch  mit 
skr.  sat-ru-  'Feind'  (zur  Bedeutungsentwickelung  vgl.  dän.  kön 
'schön',  urspr.  'mutig',  zu  ahd.  kuoni  nhd.  kühn;  abrit.  Belatu- 
cadrus  'Beiname  des  Kriegsgottes'  kann  nicht  ohne  große  Schwie- 
rigkeit verglichen  werden,  da  c.  cadr  ein  -tr-  voraussetzt);  ir.  clithar 
c.  cledr-en  u.  s.  w.  I  121  {*k'Utru-?)\  ir.  remor  'dick'  I  167. 

3)  -ro-,  -rä-  an  ein  mehrsilbiges  Vorstück  auf  -a-  gefügt:  ir. 
c.  corn.  gal-ar  br.  gl-ach-ar  §372,  2  S.  25;  air.  lassar  (fem.)  c. 
llachar  Adj.  §  49,  1  I  75;  c.  ad-ar  'Vögel'  I  90;  c.  daiar 
(fem.)  'Erde'  I  66.  C.  claiar  'lau',  c.  byddar  'taub'  I  66,  111. 
Mc.  gwaew-ar,  Plur.  von  gwaew  'Speer'  (auch  gwewyr  nach 
dem  Muster  der  uragelauteten  Plurale).  Mehrsilbiges  Vorstück 
auf  -e-:  ir.  uabar  c.  ofer  br.  euver  I  49;  ir.  iar  I  93;  c.  pryd-er 
'Sorge'  corn.  pryder,  preder  'Sorge,  Nachdenken'  abr.  preteram 
gl.  perpendo,  pritiri  gl.  iactura  nbr.  preder  'souci,  occupation': 
zu  c.  pryd  u.  s.  w.  I  43;  ir.  aimser  (fem.)  c,  amser  u.  s.  w. 
I  80. 

Anm.  1.  Andere  Vokale  als  -a-  und  -e-  im  Auslaut  des  Vorstücks 
lassen  sich  selten  belegen.  C.  ced-or  fem.  'Schamhaare'  'das  Haar  in  der 
Armhöhle'  neben  ced-en  fem.  'shaggy  hair'  könnte  auf  * ketu-rä  zurück- 
gehen; davon  verschieden  ist  ac.  caitoir  gl.  pubes  (-t-  =  p;  -oi  =  nc. 
-wy-,  vgl.  ac.  postoloin  1208,  ac.  tusc-ois  'etruskisch'  §369)  mbr.  quae- 
zour  'pubes'  nbr. kezour,  mbr.  quaezour-ec'pubere'  ir. entlehnt  caethar- 
(ach) 'puber' :  dunkel,  etwa  aus  lat.  character  >  brit.  *karkter  >  *kakter? 

Wo  eine  brit.  Entsprechung  fehlt,  läßt  sich  nicht  entscheiden, 
ob  das  ir.  -ar,  nach  einem  mouillierten  Konsonanten  -er,  auf  -aro-, 
-arä  oder  auf  -ero-,  -erä  zurückgeht  (andere  Ausgänge  kommen  nur 
selten  in  Betracht).  Beispiele:  ir.  glom-ar  'Zaum'  I  95;  ir. 
comr-ar  (fem.)  I  491;  ir.  mon-ar  neutr.  'Werk,  Tat',  eigentlich 
wohl  "Vorhaben"  zu  -muiniur  'ich  denke';  lum-ar  'ohne  Federn' 
Corm.  (zufälhg  ungenau  mit  -u-  statt  -o-  geschrieben,  vgl.  das  gut 
belegte    mir.  nir.  lomraim  'I  shear,  fleece,  strip,   flay',    air.  Prät. 


§  395, 3.  4]  r-Suffixe.  51 

3.  Sing,  ro-lommar)  zu  air.  lomm  'bloß,  nackt'  c.  llwm;  —  Kollek- 
tivbildungen: mir.  bru-ar  'Fragmente'  (-o-Stamm),  nir.  salch-ar 
'Schmutz'  (Gen.  salchair)  zu  salach  'schmutzig';  air.  hil-ar 
(neutr.)  'Menge,  Vielheit';  femer  die  meist  im  appositionellen  Dativ 
vorkommenden  Zahlsubstantiva  öinar  'Einheit,  eine  Person',  triar 
'drei  Personen',  cöicer  'fünf  Personen'  (vgl.  Windisch  IF  IV 
294—299  und  s.  unten  §  479);  auch  cathrar  'Bürger'  Sg.  33a  10 
war  wohl  urspr.  kollektivisch;  Plurale:  bu-ar 'Kühe' (Gen.  buair), 
iasc-ar  'Fische',  lebr-ar  (fem.)  'Bücher',  cend-ar  'Köpfe', 
cloch-ar  'Steine'  (Gen.  cloch-air);  —  conar  fem.  'Weg'  (gl. 
semita  Ml.  143b  2),  böthar  (Gen.  böthair)  'Weg'  (beide  Wörter 
etymologisch  unklar;  "Hundeweg,  Ochsenweg"?);  —  sruth-ar 
(fem.)  'Fluß'  (aus  *sru-tu-rä?);  —  airer  (neutr.)  'Küste,  Hafen, 
Gegend'  zu  ir.  or  'Ufer,  Rand'  I  207  (for-ar  gl.  finis,  c.  gor-or 
'confine,  border,  coast')  setzt -^a-ro-m  voraus ;  so  auch  mir.  (murer), 
Gen.  murir  (LL  172b  34,  vgl.  Zimmer,  ZfdA.  XXXII  2262) 
nir.  muirear  'a  load,  a  weight,  aburthen;  a  household,  a  family' 
(etymologisch  unklar;  zu  gr.  ixiq-ifxva  'Sorge'?). 

Weiterbildung:  ir.  bel-r-e  neutr.  'Sprache'  zu  bei  'Lippe' 
(Endung  etwa  -a-r{i)jo-)\  c.  llestair  'Hindernis'.  Weiterbildungen 
mit  Konsonanten  §  396,  1. 

Anm.  2.  Zu  den  keltischen  -a-ro-Kollektiven  vgl,  die  arm.  Kollektive 
und  Plurale  auf  -ar,  s.  KZ  XXXIX  477  ff. 

4)  Aus  dem  Lat.  ist  das  Suffix  -ärius  zur  Bildung  von 
nomina  agentis  aufgenommen:  air.  not-ire  'Schreiber'  1205;  pro- 
duktiv: ech-aire  gl.  mulio  (ech 'Pferd'),  rect-aire  gl.  praepositus 
nir.  reacht-aire  'a  steward'  (air.  recht  'Gesetz'),  air.  techt-aire 
'Bote'  (techt-air-echt  'Botschaft');  nomina  instrumenti:  fel-ire 
'Festkalender'  (feil  'Fest');  nir.  dreim-ire  'a  ladder'  (mir.  dreim 
'Erklimmen');  —  mit  jüngerer  Lautgestalt:  ir.  cellöir  'a  cellai*er" 
aus  lat.  cellärius;  produktiv:  air.  laitn-öir  'der  lateinisch 
Redende',  Dat.  Plur.  foichl-or-ib  gl.  curatoribus,  mir.  carpteöir 
'a  chariot-builder',  cruthaig-th-eöir  'Schöpfer',  cathr-aigtheöir 
'a  Citizen'  (das  häufige  -t-,  -th-  vor  dem  Suffix  hat  die  Assoziation 
mit  -töir,  -doir  §  388  befördert);  nir.  sgribhn-eöir  'a  writer', 
bäd-öir  'a  boatman',  Arran  gel'g'ör  'der  irisch  Redende';  —  ganz 
jung:  nir.  baitsilear  'bachelor',  buitilear  'a  butler'  (und  mit 
Suffixvertauschung  seimilear  'a  chimney';  älter  dagegen  bearrböir 
'Barbier',  an  bearraim  'I  shear,  cut,  shave'  und  an  die  Endiuig 
-dir  angelehnt).   —    Brit.  Beispiele:    mc.   telyn-awr  nc.  telynor 

4* 


52        Entlehnte  -r-Suffixe.  Suffixe  mit  -r-  +  Kons.  [§  395, 4.  396,  1 

'Harfenspieler',  mc.  porth-awr  nc.  porth-or  Tförtner',  mc.  car- 
char-awr  nc.  carchar-or  'Gefangener';  acorn.  darad-or  gl. 
ostiarius,  teleini-or  gl.  citharista  (falls  nicht  hierin  Komposita 
mit  dem  Worte  'Mann'  §362,3  zu  suchen  sind),  acorn.  peb- er  gl. 
pistor,  mcorn.  kendon-er  'Schuldner'  (ncom.  kdndan  'Schuld' 
Lliuyd);  br.  barner  'Richter',  logota-er  'qui  prend  des  souris' 
(logota  'Mäuse  fangen'),  to- er 'Dachdecker'  (im  Br.  ist  lat.  -ärius 
mit  lat.  -ätor  §388  zusammengefallen).  Mbr.  car-eur  'qui  aime' 
ist  vom  Französischen  beeinflußt. 

Das  lat.  -ärium  ist  in  air.  sanctäir  I  203  in  junger  Form 
belegt,  aber  nicht  produktiv  geworden.  Diese  Endung  ist  dagegen 
im  Brit.  zur  Bildung  von  Kollektiven  (Pluralformen)  produktiv  ge- 
worden und  hat  die  einheimische  Endung  -a-7'O-  in  derselben  Weise 
verdrängt,  in  der  lat.  -ätum  im  C.  das  einheimische  -at-u-  ver- 
drängt hat  (§  384,  2f ).  Mc.  (in  den  alten  Gedichten)  kledyu-awr 
'Schwerter',  bydin-awr  'Schaaren',  byss-awr  'Finger'  (Sing,  bys), 
llyfr-awr  'Bücher'  (Skene  II  129),  gwayw-awr  'Speere'  (Skene  II 
163,168,170),  y sc wyd-awr 'Schilde' (Skene II 163);  corn.pren-y-er, 
prenn-y-er  'Bäume';  br.  kleze-i-er  'Schwerter'  (Sing,  kleze),  kle- 
i-er 'Steine'  (Sing,  kloc'h),  ilc'h-i-er  'Geldbeutel'  (Sing,  ialc'h). 
Vgl.  Ernault,  ZfcPh.  I  232—244.  In  anderer  Verwendung:  mc. 
penn-awr  nc.  penn-or  'Helm','  auch  'headstall,  muzzle'  (jedoch 
könnte  hier  auch  -ärius  vorliegen;  man  hätte  dann  den  Bedeutungs- 
übergang  von   nomen   agentis  zu  nomen  instrumenti  anzunehmen). 

Das  lat.  -or  als  Endung  der  nomina  abstracta  und  nomina 
actionis  ist  in  französischer  Lautgestalt  ins  Corn.  und  Br.  aufge- 
nommen: acorn.  sich-or  gl.  siccitas,  glib-or  gl.  humor,  mbr. 
glueb-our  nbr.  gleb-or  (mask.)  'Feuchtigkeit'.  C.  rhagor  'Vor- 
zug, Unterschied'  gehört  nicht  hierher,  sondern  ist  ein  Kompositum, 
s.  Verbalverz.  unter  ir.  cuiriur. 

§  396.  Suffixe  mit  -r--|-Kons.  {-rh-  §  381,  -rt-  §  394). 
1)  Suffixhäufungen,  in  denen  das  -r-  kollektivische  Bedeutung 
hat.  Hierher  gehören  vermutlich  abr.  broth-r-ac  (-c  =  x;  ir.  ent- 
lehnt brothrach)  I160f.;  air.  töis-r-enn  'Teig';  mc.  bed-r-awt 
nc.  beddrod  'Grab',  mbr.  bez-r-et  nbr.  bered  'Friedhof;  und 
eventuell  noch  andere  vereinzelten  Bildungen.  Die  einzige  pro- 
duktive Suffixgruppe  ist  jedoch  -re-to-  (der  vor  dem  -r-  geschwun- 
dene Vokal  ist  am  ehesten  ein  -a-  gewesen),  ursprünglich  wohl  mit 
neutr.  Genus,  im  C.  jedoch  oft  fem.:  mc.  gweith-ret  nc.  gweith- 
red   fem.   'Tat'    corn.  gwyth-res   ds.,    vgl.  ir.  gnim-rad   'Taten* 


§  396, 2.  397, 1.  2]        -rn-Suffixe.  -Z-Suffixe.  53 

(wohl  neutr.);  air.  et-rad  neutr.  'libido';  ir.  gem-r-ed  neutr. 
'Winter',  sam-r-ad  neutr.  'Sommer'  (vgl.  die  -r-Formen  gr. 
yeif.iEQ-iv6g  'winterlich',  ahd.  sumar  'Sommer');  ir.  ful-red  neutr. 
'Blut',  fraech-red  'Haide',  luaith-red  neutr.  'Asche',  aig-red. 
oig-red  'Eis'  (daneben  nir.  oighear);  ir.  sain-reth  'Besonder- 
heit' (sain-red-ach  'besonder,  eigentümhch').  Im  Ir.  schwer  von 
-rad  fem.  =  c.  -rwydd  §  362,  9  zu  unterscheiden. 

2)  Das  Suffix  -rno-  (ZE  778,  827):  c.  cadarn  'stark'  br. 
kadarn  (zum  -ro-Stamm  c.  cadr  u.  s.  w.  §  395,  1);  ir.  odbrann 
(-o-Stamm)  c.  uffarn  (fem.)  u.  s.  w.  I  32  (zum  -ro-Stamm  gr. 
ocpvQov;  ob  acorn.  lifern  gl.  talus  mit  c.  uffarn  in  Verbindung 
steht,  bleibe  dahingestellt;  c.  ffern  fem.  'Knöchel'  gehört  zu  ff  er 
§  49,  II  75);  ir.  iarn,  iarann  I  73;  c.  ysgyfarn  fem.  'Ohr' 
(auch  ysgyfar)  acorn.  scouarn  mcorn.  scoforn,  scovern  br. 
skouarn  fem.,  vgl.  abr.  scobarn-oc-ion  gl.  auritos:  *skubarno-m 
(oder  *skubarnä),  vielleicht  zu  gr.  -/.vßeQvdco  'steuere'  skr.  kübara-m 
'Deichsel';  c.  ilwyarn  (fem.),  llwyar  'trowel'  (zu  c.  11  wy  §  59,  8 
I  101).  In  c.  coes-arn  fem.  'leg-harness'  und  canwyll-arn 
'candlestick'  vermutet  Silvan  Evans  Komposita  mit  haiarn  'Eisen', 
was  kaum  nötig  ist.  Ir.  löcharn  (fem.!)  c.  llugorn,  llygorn 
(mask.,  Plur.  llygyrn)  br.  lugern  mask.  I  122.  C.  ceseil-wrn 
'a  bündle  that  may  be  taken  under  the  arm';  ir.  cilornn  c. 
celwrn  u.  s.  w.  I  94;  c.  asgwrn  'Knochen'  I  85  (zu  arm.  oskr; 
danach  ist  c.  llosgwrn  'Schwanz'  I  80  gebildet;  mit  diesen  Wör- 
tern assoziiert  war  jedenfalls  auch  c.  migwrn  'Knöchel"  br.  mi- 
gourn  'Knorpel',  das  vielleicht  gleichfalls  ein  unursprüngliches  -y- 
aus  -k-  hat,  vgl.  nir.  mudharn  fem.,  mudharlän,  mürna,  nsch. 
mughairn  'Knöchel').  Acorn.  louuern  'Fuchs'  br.  louarn  gall. 
AoveqvLog  I  92.     Weiterbildung:  ir.  ti gerne  'Herr'  I  99. 

Ähnliche  Bildungen  in  anderen  idg.  Sprachen:  lat.  lue  er  na; 
gr.  o-/.£fcaQvov  'Holzaxt';  got.  widuwairns  'Verwaister'  u.  s.  w.  Vgl. 
Brugm.  Grdr.2  II  281. 

^  397.  -^Suffixe.  ZE  767 ff.,  817  ff.  1)  An  eine  einsilbige 
Wui'zel  gefügt:  ir.  sil  neutr.  'Same'  I  50;  ir.  al,  mal,  seol 
I  103  (-o-Stämme);  ir.  scal  fem.  I  76;  ir.  mebul  fem.,  nel 
(-o-Stamm,  schon  im  Air.  mask.;  trotzdem  urspr.  neutr.?  vgl.  Ml. 
82d  11,  wo  a  nel  doch  wohl  =  in  nel  Ml.  83a  4  ist)  I  117; 
ir.  gabul  (im  Mir.  und  Nir.  mask.  und  fem.;  urspr.  neutr.?)  c. 
gafl  (fem.)  br.  gaol  (fem.)  I  39. 

2)  An    ein  mehrsilbiges  Vorstück   auf   einen   kurzen  Vokal 


54  -^-Suffixe.  [§397,2—4 

gefügt.  Selten  ist  -a-:  ir.  samail  (-^i-Stamm)  c.  hafal  u.  s.  w. 
I  165;  ir.  biail  'Axt'  I  67  {-e-  in  c.  bwyell  durch  Umlaut  zu  er- 
klären; über  -II-  I  148).  —  Ein  Vorstück  auf  -o-  oder  -u-  ist 
kaum  belegt,  vgl.  §  372,  1.  —  Häufig  ist  ein  Vorstück  auf  -e-:  ir. 
isel  'niedrig'  c.  isel  u.  s.  w.  I  50;  ir.  uasal  'hoch'  c.  uchel 
u.  s.  w.  I  75;  c.  tawel  'schweigend'  I  55;  c.  awel  (fem.)  'Wind' 
I  60;  ir.  methel  fem.  c.  medel  fem.  I  162  (woher  der  Umlaut 
in  acorn.  midil  stammt,  ist  mir  unklar;  eigentlich  eine  Plural- 
form'?); air.  Bresal  MN,  ac.  Com-bresel  MN,  corn.  bresel, 
bresell  'Streit',  mbr.  bresel  nbr.  brezel  (mask.)  'Krieg':  zu  ir. 
brissim  1  79.  Auch  ir.  temel  'Dunkel'  setzt  -e-lo-  voraus;  ab- 
weichend mbr.  teffal  nbr.  teval,  tefival  'dunkel'.  —  Die  Endung 
-i-U-  liegt  vor  in  c.  sefyll  u.  s.  w.,  c.  brithyll  u.  s.  w.  I  148,  c. 
trythyll  'wollüstig'  I  160. 

-i-Stämme  und  -jo-,  -Jä-Stämme:  c.  cesail  'Armhöhle'  I  86, 
382;  air.  asil  gl.  artus  (aisleän  gl.  articulus)  acorn.  esel  gl. 
membrum  br.  ezel  'Ghed':  zur  Sippe  von  ir.  asna  I  85  (zur  Be- 
deutung vgl.  etwa  aw.  ast-vant-  'mit  einem  stofflichen  Leib  ver- 
sehen'); c.  gofail,  gefail  fem.  'Schmiede'  (gof  'Schmied')  acorn. 
gofail  (c. ?),  br.  govel  fem.;  c.  gefail  fem.  'Zange'  (ac.  gebel 
gl.  dolabra)  acorn.  geuel-hoern-  br.  gevel  mask.  (mit  dem  lat. 
Lehnwort  gevell  'Zwilling'  assoziiert)  I  39;  —  ir.  certle  fem. 
gl.  glomus:  zu  gr.  /.dQvaXog  'Korb',  ir.  cret  'Wagenkasten'  u.  s.  w. 
I  160;  air.  tuth-le  gl.  gibbus,  gl.  Cancer:  zu  lat.  tu-m-eö  'bin 
geschwollen',  tü-ber  'Geschwulst'. 

3)  An  ein  mehrsilbiges  Vorstück  auf  einen  langen  Vokal 
sind  die  -Z-Suffixe  in  einheimischen  Wörtern  nur  selten  gefügt. 
Die  entlehnte  lat.  Endung  -älis  liegt  vor  in  mc.  gwr-awl  nc. 
gwr-ol  'männlich';  mc.  breynyaul  (Gesetze)  nc.  breiniol  'jorivi- 
legiert'  (zu  c.  braint  I  100);  ac.  bud-ic-aul  nc.  budd-ug-ol 
'siegreich';  abr.  boit-ol-ion  gl.  esciferis  u.  s.  w.  Das  entlehnte 
Suffix  liegt  wohl  auch  vor  in  mc.  ebawl  u.  s.  w.  'Füllen'  I  36, 
mc.  mor-awl  'Meer'  und  in  dem  dunklen  ac.  menntaul  gl.  bi- 
lance  abr.  montol  gl.  trutina  (ac.  -e-  kann  als  9  zu  lesen  sein; 
mc.  mantol  fem.  mag  sein  -a-  einem  volksetymologischen  Einfluß 
verdanken;  ist  zwischen  n  und  t  ein  Vokal  geschwunden?).  Da- 
gegen muß  mc.  gwenn-awl  u.  s.  w.  I  174  wohl  ein  einheimisches 
Suffix  haben.  Ein  langes  -e-  oder  -l-  scheint  in  c.  gweddill 
I  110  zu  stecken. 

4)  Das  entlehnte  lat.  Suffix  -ellus,  -ella  ist  im  Brit.  zur  Bil- 


§  397, 5]  Erweiterungen  der  -^Suffixe.  55 

düng  von  Diminutiven  produktiv:  ac.  iurgchell  gl.  caprea  nc. 
iyrchcll  'young  roe'  (fem.  nach  I  383;  zu  iwrch  mask.  I  64); 
c.  fynnhon-ell  'eine  kleine  Quelle'  (fynnon);  gwaell  'Nadel'  (zu 
gwaew  'Speer'  I  96?);  connell  'weibliche  Scham'  (zu  cont  ds.); 
conell  'a  tail,  a  rump,  a  blade'  (zu  cawn  I  194,  Sing, 
cawn-en  'Stroh;  a  tall  blade  of  grass';  aus  dem  C.  entlehnt  air. 
connall  gl.  stipulam);  c.  c  an  teil  und  (durch  Vermischung  mit 
einheimischen  Suffixen)  cantel  'a  rim'  (cant  ds.);  vgl.  auch  c. 
pwyntel  'Pinsel'.  Br.  c'houezeg-ell  'vessie  d'animal';  mit  einem 
einheimischen  Diminutivsuffix  kombiniert:  dor-ik-ell  'petite  porte', 
forn-ig-ell  'couvre-feu,  creuset';  unklar  tro-idell  'ruse',  mog- 
idell  'fumeron'. 

5)  Die  konsonantischen  Erweiterungen  der  -Z-Suffixe  ge- 
hören meist  zu  den  unter  2°,  zum  Teil  jedoch  auch  zu  den 
unter  3°  und  4°  besprochenen  Bildungen.  Eine  häufige  Suffix- 
gruppe ist  im  Ir.  -lech,  -lach:  ir.  bris-lech  nir.  bris-leach 
mask.  'Niederlage';  nir.  muir-leach  mask.  'Marsch,  Pfuhl';  nir. 
fuighleach  mask.  I  110;  ir.  connlach  'Stroh,  Stoppeln';  air. 
i-sin  goithluch  'im  Sumpf,  goith-lach-de  gl.  paluster;  ir.ord- 
lach  'Zoll,  an  inch'  (ordu 'Daumen') ;  brollach 'Busen'  (bruinne 
•Brust',  brü,  Gen.  bronn  'Bauch');  tenlach,  tellach  'Herd'; 
air get- lach 'Silbermine';  mathar-lach  gl.  matrix;  mimasc-lach 
gl.  cardo  (nir.  miomhasg  'Lanze,  Spieß');  mul-lach  'Gipfel,  Kopf 
(vgl.  mul-lethan  'breitköptig'  LL  290a  50,  b  11;  nir.  mul  'a 
conical  heap,  a  mound').  Wohl  ein  echt  irisches  -Är-Suffix.  nicht 
ein  entlehntes  c.  -a?-Suffix  (§  372,  2;  allerdings  kommen  die  c. 
-.c-Suffixe  nicht  selten  nach  einem  suffixalen  -l-  vor,  wie  schon  aus 
den  Beispielen  in  §  372  zu  ersehen  ist).  Hierher  auch  mir.  mer- 
lech  'Dieb'  (zu  mairnim  'ich  verrate')?  Die  Suffixgruppe  -lech, 
-lach  ist  von  -lach  aus  sluag  §  362,  5  zu  unterscheiden.  Über 
mir.  mcloc  nsch.  machlag  s.  I  128. 

Com.  drokeleth  u.  s.  w.  §  380,  1  hat  -e-  =  ö  und  setzt 
also  das  lat.  Suffix  -filis  voraus;  ebenso  com.  skenteleth,  sken- 
tuleth  'Wissen',  obgleich  das  zugehörige  Adjektiv  skentyll, 
skyntyll  'gelehrt,  weise'  geschrieben  wird;  lat.  -älis  in  der  in  un- 
betonter Silbe  entwickelten  Lautgestalt  ist  daher  wohl  auch  für 
br.  madelez,  priedelez,  rouantelez  §  380,  1  anzunehmen. 

Eine  Suffixgruppe  -Ujen-  liegt  vor  in  ir.  im bliu 'Nabel"  I  148, 
a  dir  diu    gl.    cornix    (zu   adarc  'Hörn';    ist   aber    vielleicht  keine 


56  -w-Suffixe.  [§  398. 399, 1. 2 

korrekte  Übersetzung  des  lat.  cornix,  sondern  etwa  =  nir.  adhair- 
cin  'Kiebitz'). 

§  398.     -w-Suffixe   an    eine    einsilbige  Wurzel  gefügt.     Ir. 

bä-n  'weiJ3':  skr.  hhä-  'Schein',  bhä-nu-  'Glanz,  Licht,  Sonne', 
asl.  be-lü  'weiß',  ht.  bä-1-ta-s  ds.,  an.  bä-1  'Scheiterhaufen'  u.  s.  w.; 
ir.  lä-n  'voll',  slä-n  'gesund'  152,  53;  ir.  dä-n  'Gabe,  Begabung' 
(-w-Stamm)  I  48;  ir.  lin  'Zahl'  "^pleno-m  I  50;  ir.  äin  'Spiel' 
*agni-  und  noch  andere  Beispiele  I  103;  ir.  fen  'Wagen'  I  104; 
c.  dwy-rain  'Osten',  cyfwy-rain  I  237;  br.  e-ren  'binden'  zu 
ir.  ad-  +  rig-  'binden';  ir.  tren  'tapfer  I  296;  ir.  domun'Welt', 
domuin  'tief  I  35;  ir.  bren  und  andere  Beispiele  I  125;  ir.  en 
'Vogel'  I  135;  ir.  slemun  I  84.  Weitere  Beispiele  in  §  97. 
Über  Berührungen  mit  dem  in  §  399  besprochenen  Typus  s.  §  97, 
6  I  161  (ir.  meccun,  crocenn,  eitne). 

§  399.  -w-Suffixe  an  ein  mehrsilbiges  Vorstück  auf  einen 
kurzen  Vokal  gefügt.  1)  Über  die  -n-Stämme  vgl.  §  452 — 455. 
2)  -no-,  -nä-,  -w^-Stämme.  Mit  vorsuffixalem  -a-:  ir.  lethan 
'breit',  c.  llydan  com.  br.  ledan  I  43;  c.  buan  'schnell'  br.  buan, 
buh  an,  abr.  buen-ion  gl.  conciti:  zu  an.  bysia  'schnell  hervor- 
strömen', asl.  hystrü  'schnell';  c.  acorn.  br.  gar  an  'Kranich'  I  38; 
ir.  olann  I  179.  —  Häufiger  ist  .vorsuffixales  -o-:  mc.  an-ud-on 
'Meineid'  I  58;  ir.  abann  (fem.)  c.  afon  (fem.)  u.  s.  w.  'Fluß' 
I  116;  gall.  Epona  I  36;  abrit.  Maponus  c.  mabon  I  4;  gall. 
Bratronos,  Matrona,  br.  itroun  §  390  Schluß;  gall.  Sirona 
I  78.  Br.  ienien  fem.  'Kälte'  V.  ienion.  Ir.  orcun  fem.  'Tödten', 
blegon  (-o-Stamm)  'melken'.  Vgl.  noch  die  verkürzten  gall.  Monats- 
namen Ogron.  I  103,  Giamon.  I  66  (dazu  vielleicht  der  ir. 
-i-Stamm  gamuin  'jähriges  Kalb'),  Samon.  (dazu  wohl  der  ir. 
-^-Stamm  samuin  '1.  November',  der  allerdings  von  den  Iren 
selbst  als  sam-fuin  'Sommerende'  aufgefaßt  wurde).  In  einigen 
Fällen  ist  im  C.  -on  von  -an  verdrängt  worden:  c.  cuddon  und 
cuddan  'wilde  Taube'  acorn.  cudon  gl.  palumba  br.  kudon  (mit 
-d-  statt  des  mts^v.  -d-  etwa  durch  den  Einfluß  von  koat  'Wald' 
I  57);  mc.  gwidon  'Hexe'  nc.  gwiddan.  Ebenso  bei  mc.  didan 
nc.  diddan  'angenehm,  trostreich,  Scherz',  mc.  ym -didan  nc. 
ym-ddiddan  'Unterredung,  Gespräch'  zu  ir.  didnad  'Trost',  do- 
donaimm  gl.  solor,  sei  es,  daß  das  Wort  wirklich  ein  Kompo- 
situm war,  das  im  C.  fälschlich  als  Suffixbildung  aufgefaßt  wurde, 
sei  es,  daß  vielmehr  eine  alte  Suffixbildung  (zu  ahd.  zeiz  an.  teitr 
'fröhhch')    vorliegt,    die   im  Ir.    als    Kompositum  aufgefaßt    wurde 


§  399,  2.  3]  -w-Suffixe.  57 

(negiert:  air.  de-thiden  fem.  'Sorge',  worin  die  Endung  -en  statt 
-an  auf  der  aus  dem  Gen.  *dethidne  verschleppten  Mouillierung 
des  -d-  beruht;  -th-  durch  Ferndissimilation,  vgl.  I  503;  mir.  zu 
dethitiu  umgebildet;  anders  Sarauw  8.  78).  —  Vorsuffixales  -u- 
in  c.  chwegr-wn  'Schwiegervater'  I  74  (ist  von  dem  entsprechenden 
Fem.  abgeleitet,  das  urspr.  ein  -ü-Stamm  war,  im  Kelt.  aber  zu  einem 
-M-Stamm  umgebildet  worden  sein  kann).  —  Vorsuffixales  -e- :  c. 
llawen  u.  s.  w.  'froh'  I  61;  ir.  maigen  fem.  'Ort'  c.  maen  mask. 
'Stein'  u.  s.  w.  I  96;  ir.  draigen  u.  s.  w.  (mask.)  I  97;  ir.  cro- 
cenn  I  160;  ir.  ecen  fem.  'Notwendigkeit'  mc.  anghen  fem.  'Not' 
corn.  br.  anken  I  126.  —  Vorsuffixales  -^-:  ir.  daingen  'hart, 
fest'  nir.  daingean  ds.  c.  dengyn  'rüde,  inflexible':  asl.  ne-dqgü 
'Krankheit';  c.  melyn  'gelb'  acorn.  milin  mcorn.  melyn  br.  melen: 
zu  ir.  mil  u.  s.  w.  'Honig'  I  162;  ir.  altan  fem.  'Schermesser'  c. 
ellyn  mask.  br.  aotenn  fem.  I  137;  ir.  idan  'treu':  gr.  Tceöivög 
'eben'  (zur  Bedeutung  vgl.  gr.  €f.i-7tEÖo-g  'fest,  treu'). 

Bei  nur  im  Ir.  belegten  Bildungen  läßt  der  vorsuffixale  Vokal 
sich  in  der  Regel  nicht  genau  bestimmen:  ir.  ech-tr-ann  'der 
Fremde';  ir.  etan  'Stirn'  (-o-Stamm):  zu  skr.  dnta-s  'Ende'  got. 
andeis  ds.  an.  enni  {-nn-  aus  -np-)  'Stirn'. 

3)  -nl,  -n{i)jo-,  -n(i)yä-Stämme.  Ir.  colinn  'Fleisch'  c.  celain 
'Leiche'  I  375;  ir.  rigain  'Königin'  c.  rhiain  'Dame'  I  101  (zum 
femininbildenden  -m,  -oini  vgl.  gr.  Ttor-via,  gr.  ^a-aiva,  an.  äs- 
ynia  'Göttin'  u.  s.  w.  Brugmann,  Grdr.^  II  214f).  rigain  wurde 
im  Ir.  in  die  -«-Deklination  übertragen:  Nom.  rigan;  man  darf 
daher  auch  ir.  gigren,  giugran  mir.  gigrand  fem.  neben  c. 
gwyrain  I  lOlf.  aus  einem  urspr.  -m-Stamm  erklären.  Ir. 
bliadin  'Jahr'  c.  blwyddyn  u.  s.  w.  I  113.  Ir.  leine  ac.  Hein  br. 
lien  I  311.  Mc.  pe drein  nc.  pedrain  fem.  'buttock,  crupper' 
corn.  Plur.  peydrennow:  zum  Zahlwort 'vier',  vgl.  zur  Bedeutung 
d.  Kreuz;  mc.  diasped-ein  nc.  diasped-ain  'rufen,  schreien': 
mc.  diaspat  nc.  diaspad  'Geschrei'. 

Irische  Diminutive,  brit.  (ir.)  Singulative  (ZE  295 f.):  ir. 
grtin-ne  'Körnchen'  (fem.,  Wb.  13c  23;  zu  grän  'Korn'  neutr. 
I  52)  c.  gronyn  (Flui",  grawn)  acorn.  gronen  br.  greunenn 
(Plur.  greun);  ir.  foilt-ne  'Haar'  (mask.,  folt  I  34)  c.  gwallt-yn; 
ir.  ruain-ne  c.  rhawn-yn  (-ai<;- an  alogisch  statt  -o-)  br.  reu  nenn 
I  49;  ir.  bruit-ne  'Stachel'  (brot  §  69  I  113);  luiss-ne  'Kräut- 
chen' (luss  I  378;  vgl.  c.  Sing,  llysieu-yn  br.  louzaou-enn); 
ir.  gas-ne    'Sproß'   (gas);    ir.    glaini-ne   gl.  maxilla  (glaine  gl. 


58  -w-Suffixe.  [§  399, 3 

mala;  die  Suffixform  -ine  verhält  sich  zu  -ne  wie  -ide  zu  -de 
S.  28).  Nach  diesem  Typus  wird  im  Brit.  regelmäßig  zu  pluralisch 
verwendeten  Kollektivformen  eine  Singularform  gebildet ;  ein  suffix- 
versehener Singular  steht  jedoch  bisweilen  auch  neben  einem  mit 
einer  Endung  versehenen  Plural  oder  wird  aus  einem  solchen  Plural 
gebildet:  c.  plent-yn  'Kind'  (Plur.  plant  1235);  c.  yd-yn  'grain 
of  com'  (Plur.  yd)  br.  ed-enn  (Plur.  ed  'ble';  daneben  jedoch 
ed-ou  'plusieurs  especes  de  ble'  und  edennou  'des  grains  de  ble'); 
c.  gwreidd-yn  'Wurzel'  (Plur.  gwraidd)  acorn.  grueit-en  (mcorn. 
Plur.  gurythyow)  br.  grisi-enn  (Plur.  grisiou);  c.  rhys-yn: 
Plur.  rhys-od 'Ammern'  I  484  (Sing,  auch  rhysod-yn);  c.  ser-en 
'Stern'  (Plur.  ser),  acorn.  ster-en  (Plur.  racorn.  steyr),  br.  ster- 
enn,  stered-enn  (Plur.  stered);  br.  daer-aou-enn  I  124;  c. 
gwreichion-en  'a  spark'  (Plur.  gwreichion)  corn.  gryghon-en 
(Plur.  guryghon).  —  Das  Genus  der  Singulative  richtet  sich  im 
C.  nach  dem  Stammwort  (und  die  Feminina  haben  die  nicht  laut- 
gesetzhche  Endung  -en,  s.  I  383 f.);  auch  im  Ir.  gilt  vermutlich 
eine  ähnliche  Regel.  Diese  Regel  ist  jedoch  nicht  alt;  es  scheint, 
daß  die  Singulative  ursprünglich  alle  (wie  noch  heute  im  Br.)  fem. 
waren  (vgl.  ir.  gränne  fem.).  Welche  Folgerungen  mit  Bezug  auf 
das  ursprünghche  Genus  aus  dem  gelegentlichen  Schwanken  zwi- 
schen -yn  und  -en  im  C  (yd-yn  und  yd-en  'grain  of  corn'; 
lluched-yn  und  lluched-en  'flash')  zu  ziehen  sind,  entgeht  mir. 
—  Der  vorsuffixale  Vokal  war,  wenn  Carl  Marstran  der,  ZfcPh.  VII 
377 ff.  mit  Recht  gallische  Personennamen  auf  -inios  vergleicht, 
ein  idg.  -i-.  Aber  auch  wenn  man  -injä  ansetzt,  stimmt  die  Endung 
mit  den  Singulativendungen  anderer  idg.  Sprachen  (russ.  gorös-ina 
'Erbse',  zemMz-ina  'Perle',  biser-ina  'Glasperle',  izjüm-ina  'Rosine', 
kartöfel-ina  'Kartoffel':  Plur.  gorox,  zemcug,  hiser,  izjüm,  kartöfeli) 
nicht  überein.  Außerdem  scheint  die  ursprüngliche  Bedeutung  der 
keltischen  Endung  diminutivisch  gewesen  zu  sein  (vgl.  ir.  -n-at 
§394,  3c,  Flaith-n-än,  Lacht-n-än  §372,3);  auch  im  C.  kann 
die  Endung  diminutivisch  fungieren:  c.  bachgen-yn  'kleiner  Knabe', 
tameid-yn  'kleines  Bissen'  (tamaid),  pel-en  fem.  'Httle  ball'  (pel 
'ball');  die  substantivierende  (wohl  eigentlich  individualisierende) 
Kraft  (coeg-yn  'a  conceited  fellow',  llom-en  'naked  female',  zu 
den  Adjektiven  coeg  und  11  wm,  Fem.  llora)  teilt  sie  mit  der 
diminutivischen  Endung  -agno-  §  372,  3. 

Anm.     Über  die  brit.  Abstraktbildungen  auf  c.  -ni,  -naeth  s.  §364,  5, 
§  380,  1. 


§  400.  401]  -n-,  -w-Suffixe.  59 

§  400.  -w-Suffixe  an  ein  mehrsilbiges  Vorstück  auf  einen 
langen  Vokal  gefügt.  -«-  (-ö-)  ist  selten.  Die  entlehnte  lat. 
Endung -änus  liegt  vor  in  mc.  cristawn  nc.  cristion 'der  Christ'; 
produktiv  in  ac.  Guorthigirn-iaun  'das  Land  des  Guorthigim' 
ZE  825.  Einheimisch:  c.  iawn  u.  s.  w.  I  92;  da-iawn  'good, 
beneficent'  (später  belegt  als  da-ion-i  'Güte')  steht  wohl  unter 
dem  Einfluß  von  iawn.  Weitergebildet  ir.  feochuine  =  fiaich 
'Raben',  nir.  maicne  'children'  (vgl.  gr.  l-tovid  'Veilchenbeet'). 

Häufig  ist  vorsuffixales -z- .•  ir.  buiden  fem. 'Schar'  c.  byddin 
fem.  abr.  bodin;  ir.  foirenn  fem.  'Schar'  c.  gwerin  'Menge';  ir. 
ingen  'Nagel'  fem.  c.  ewin  fem.  acom.  euuin  br.  ivin  mask. 
I  107;  air.  uilen  'Winkel'  fem.  mir.  uillind  'Ellbogen,  Winkel' 
(-11-  <  -In-  aus  den  synkopierten  Kasus)  c.  elin  fem.  acorn.  elin 
mcorn.  elyn  br.  ilin  mask.:  lat.  ulna  gr.  iol&vrj  'Ellbogen'  ahd. 
elina  ds.  alb.  br9  (geg.  ian9)  'Vorderarm'  (KZ  XXXIII  544). 
weiterhin  lit.  al-k-üne  'Ellbogen'  asl.  lakütt  (La-  aus  ol-)  skr. 
aratm-s  ds. ;  —  c.  meg-in  fem.  'pair  of  bellows'  (vielleicht  zu  ir. 
men  u.s.  w.  1125,  Zupitza,  Gutturale  135);  c.  crib-in  fem.  'Heu- 
rechen' (crib 'Kamm');  —  mc.  breenh-in 'König'  corn.  brent-yn 
I  100.  —  Adjektive:  c.  cyffred-in  'allgemein'  (cyffred  'to  com- 
prehend'  I  476f.),  mein-in  'steinern',  pridd-in  'tönern',  eur-in 
'golden',  mab-in  'jugendlich'  (weitergebildet  mc.  mabinawc  nc. 
mabinog  ds.).  -in ja:  ir.  äirne  I  103;  c.  -in-eb  §  382.  Aus  dem 
Ir.  stelle  ich  hierher:  air.  äim-in  'schön'  mir.  öeb-ind  nir.  aoibh- 
inn  zu  air.  öiph  I  387,  ir.  tarsnu,  cotarsne  und  die  Abstrakt- 
bildungen wie  cairddine  'Freundschaft'  *karantinjä,  firin-ne 
I  477  (zum  Vokalschwund  zwischen  den  beiden  n  vgl.  I  325). 
co-ceil-s-ine,  fäit-s-ine  §  367,  ainbth-ine  =  anboth 
'Sturm';  ein  stringenter  Beweis  für  die  ursprüngliche  Qualität  und 
Quantität  des  vorsuffixalen  Vokals  läßt  sich  jedoch  nicht  liefern. 

Anm.  Die  ir.  Endung  -in  (nir.  cail -in 'Mädchen',  böithr-in  'kleiner 
Weg'  u.  s.  w.),  worüber  Strachan,  Trans.  Phil.  Soc.  1891—94  S.  229  handelt, 
ist  mir  nur  als  Entlehnung  aus  dem  C.  (aus  der  c.  Adjektivendung)  ver- 
ständlich.   —  Über  ir.  -an,  -en,  -ene,  -6n  s.  §  372,  3. 

Ein  suffixaler  Diphthong  läßt  sich  kaum  sicher  belegen;  c.  eilun 
'Bild'  ist  vielleicht  wirklich,  wie  einheimische  Etymologen  vermutet  haben, 
ein  Kompositum  von  mc.  eil  'second'  und  Uun  'shape';  mc.  yspardun 
'Sporn'  (aber  nc.  ysbardyn)  ist  dunkel. 

§  401.  -w-Suffixe  hinter  einsilbiger  Wiu'zel  (darunter  auch 
die  -m-w-Stämme.)  Ir.  sni-m  'Kummer'  (-M-Stamm)  nir.  sni'omh. 
eigentlich  Infinitiv  der  Wurzel  sni-  'spinnen,  sich  drehen,  sich  ab- 


60  -m-Suffixe.  [§401.402,1.2 

mühen',  vgl.  Verbalverz.;  gni-m  'Tat'  (-w-Stamm)  nir.  gniomh  s. 
Verbalverz.  gni-;  ir.  fre-m  'Wurzel'  nir.  freamh  (-örStamm)  1113; 
mbr.  bleuzu-en  'Blume'  I  135;  mir.  tair-m  'Lärm'  (mir.  -a-  aus 
-0-?)  c.  twr-f  'stir,  tumult'  {-u-  wohl  aus  -o-;  nicht  aus  lat.  turbö 
entlehnt):  zu  ir.  tor-ann  'Donner'  c.  taran  acom.  taran  br. 
taran  ds.  gall.  Taranis  GN.  Hierher  auch  air.  senim  'Spielen, 
Tönen'  (mit  svarabhaktischem  -i-  oder  für  *seinm  verschrieben; 
-w-Stamm)  nir.  seinm:  zu  air.  -seinn  'spielt'  (worin  das  zweite  -n 
präsensbildend  ist,  vgl.  Verbalverz.). 

-m-  ist  jedoch  in  den  produktiven  Suffixen  in  der  Regel  von 
-mm-  verdrängt  worden,  s.  I  169:  ir.  gorm  'blau'  c.  gwrm  §  62  Anm. 
I  108;  ir.  in-greimm  'Verfolgung'  (-w-Stamm),  s.  Verbalverz.  in- 
grenn-;  fo-glim 'lernen'  nir.  foghluim,  s.  Verbalverz.  fo-glenn-; 
nsch.  braim  'Furz'  (dies  ist  die  historische  Schreibung;  nir.  braidhm 
bringt  die  vor  dem  -m  eingetretene  Dehnung  zum  Ausdruck;  diese 
Dehnung  und  der  Umlaut  wird  durch  brüim  M'C  ausgedrückt; 
auch  breim,  brim;  -w-Stamm)  c.  com.  bram  br.  bramm:  ir. 
braigim  'pedo';  ir.  dreimm  'klettern'  s.  Verbalverz.  dring-;  nsch. 
teum  'a  sudden  snatch  at  any  thing'  (teum-  'to  bite,  to  snatch') 
nir.  taom  (mit  t  statt  t'  nach  I  435)  'a  bit,  a  scrap'  c.  tarn  (ta- 
maid)  'morsel,  bit'  corn.  tarn  br.  tamm  :  ^tij.smu-,  *tnsmn  (vor 
dem  s  kann  ein  Verschlußlaut  ausgefallen  sein;  nach  Stokes,  Sprach- 
schatz 129  zu  gr.  TsVdco  'nage';  oder  zu  gr.  ddy.v(o  'beiße',  mit  t- 
statt  d-  nach  I  494f.?);  ir.  gairm  c.  corn.  br.  garm  I  144;  ir. 
teid-m  'Pest'  :  etwa  zu  dedait  gl.  euanescent,  beeinflußt  von 
tinaid  gl.  euanescit;  naid-m,  fo-naid-m  'Binden,  Vertrag,',  vgl. 
Verbalverz.  nasc-;  air.  sleid-m  gl.  saniem.  S.  noch  die  Beispiele 
I  169  und  I  87  und  vgl.  §  456. 

§  402.  -m-Suffixe  hinter  mehrsilbigem  Vorstück  (darunter 
auch  die  -m-w-Stämme.)  1)  -mmo-  bildet  Superlative.  In  der 
regelmäßigen  Gradation  der  Adjektive  geht  vor  dieser  Endung 
immer  ein  -s-,  s.  §  466.  In  gewissen  isolierten  Bildungen  geht 
jedoch  ein  -t-  voraus:  ir.  oin-tam  I  163;  c.  pen-def-ig  I  492. 
Ogam  (Wales)  CUNATAMI,  mit  lat.  Buchstaben  Cunotami, 
Gen.  eines  MN  und  andere  ähnhche  Namen,  Rhys,  Lectm-es^  396, 
Loth,  Chrestomathie  166.  Vgl.  lat.  mari-timus,  skr.  ugra-tama-s 
'stärkster'  u.  s.  w. 

2)  -m-Suffixe  mit  verschiedenen  vorsuffixalen  Vokalen  bilden 
nomina  actionis,  die  im  Gegensatz  zu  den  in  §  401  besprochenen 
nomina    actionis    immer   vokalische   Stämme,   nie   w-Stämme   sind. 


§402,  2.  3.  403]     -m-Suffixe.  Weiterbildungen  der  -m-Suffixe.         61 

Vorsuffixales  -a-  (im  Br.),  -«-  (im  C  und  Corn.):  mc.  gwisg-aw 
{-V  geschwunden)  'anziehen'  nc.  gwisgo  corn.  guyske  mbr.  guis- 
quaff  nbr.  gwiska;  mc.  llun-yaw  'bilden'  nc.  llunio.  Yor- 
suffixales  -o-  oder  -u-:  abr.  lin-om  gl.  lituram.  Vorsuffixales  -1-: 
mc.  torri  'brechen'  corn.  terry  br.  terri  (der  lautgesetzliche  Um- 
laut des  0  fehlt  im  C.  immer,  s.  I  376);  ac.  erchim  'verlangen* 
nc.  erchi;  abr.  diprim  mbr.  dibriff  nbr.  dibri  'essen'.  Vor- 
suffixales -eu-  (vgl.  §  384,  2g):  c.  gallu  'können',  prynu  'kaufen' 
u.  s.  w.  Die  verschiedenen  vorsuffixalen  Vokale  lassen  sich  im  Ir. 
nicht  unterscheiden;  dafür  belehrt  das  Ir.  uns  über  die  Qualität 
des  geschwundenen  Auslauts,  der  meist  ein  -ä,  bisweilen  jedoch  ein 
-u-  gewesen  ist.  -«-Stämme  sind  z.  B.  ir.  accald-am  'Anrede' 
(ad-glädur  'ich  rede  an'),  moid-em  'Lob',  cret-em  'Glaube', 
sech-em  'folgen';  -w-Stämme  waren  äins-em  'Anklage'  (s.  Verbal- 
verz.  ad  +  ness-),  tuill-em,  fuill-em  'verdienen'  (s.  Verbalverz. 
sli-).  Ir.  an  im  fem.  'Makel,  Fehler'  (-i-Stamm?)  nir.  aineamh 
ac.  ir  anamou  gl.  mendae  nc.  anaf  mbr.  anaff  :  gr.  ovof.ica 
'schelte,  schmähe'.  Nsch.  aitheamh  (fem.)  ac.  etem  mc.  Plui\ 
adaued  nc.  edaf,  edeu  I  132  (urspr.  ein  -i-Stamm?). 

Auch  in  diesem  Falle  treten  (wenn  auch  seltener  als  nach  ein- 
silbigem Vorstück)  neben  den  -;/j-Suffixen  Bildungen  mit  -7nm-  auf: 
ir.  altram  (-w-Stamm)  'Nahrung'  §390  Schluß;  ir.  tirim  nir.  tirim 
'trocken'  (-/-Stamm)  I  83.  Ir.  animra  fem.  'Seele'  I  170  Aveicht 
durch  seine  -w-Flexion  ab  (gehörte  vielleicht  ursprünglich  als  *ana- 
mon-,  Nom.  ^anamö  zu  3°;  das  ir.  -mm-  und  die  Mouillierung  des 
Auslauts  im  Nom.  beruht  aber  wohl  sicher  auf  dem  Einfluß  der 
nomina  actionis). 

3)  Als  -w-Stämme  werden  mit  einem  -m-Suffix  teils  nomina 
agentis  (vgl.  gr.  iiys-[.iojv),  teils  einige  konkrete  Substantive  gebildet; 
der  vorsufiixale  Vokal  ist  wohl  -a-  {-ja-).  Ir.  oll-am,  Gen.  oll  am  an 
'der  Gelehrte,  Doctor';  air.  Plur.  orp-amin  'Erben';  cair-em 
'Schuhmacher'  I  94;  brith-eni  'Richter'  (breth  'Urteil');  dül-em 
'Schöpfer'  (düil  'Geschöpf,  Element');  flaith-em  'Herr';  ir.  tal- 
am  mask.  'Erde'  I  132;  suan-em  mask.  'Seil'  I  103. 

^  403.  Weiterbildungen  der  -m-Suffixe  und  der  -m-n- 
Stänime.  -;o-Stämme:  ir.  menme  'Sinn'  (mask.)  I  168  (in  den 
übrigen  Kasus  tritt  ein  -m-«-Stamm  ein:  Gen.  menman  u.  s.  w.); 
timme  (fem.)  I  87;  aic-me  fem.  'Geschlecht':  c.  ach  'stem,  pedi- 
gree';  ir.  fel-mae  gl.  saepes.  —  -mnnä  u.  s.  w.:  mir.  len-main 
'folgen'    nir.   leanmhain    (Nom.   wohl    ursprünglich   -man);    mir. 


62  Erweiterungen  der  -m-Suffixe.  Kosenamen.     [§  403—405 

lua-main  'Fliegen';  mc.  kwyn-uan  nc.  cwyn-fan  'klagen'  mbr. 
quein-uan  nbr.  kein-van  'Klage';  mc.  ehet-uan  nc.  ehed-fan 
'fliegen';  com.  taros-fan  'Furcht'.  C.  ach-fen  fem.  'the  groin' 
ac.  ach-mon-ou  gl.  inguinibus  (also  ist  nc.  -e-  Umlaut  von  -o-); 
mc.  tynghet-uen  nc.  tynghed-fen  fem.  'Schicksal'.  Ir.  cel- 
maine  c.  coel-fain  I  164.  Adjektive:  ir.  fu-lu-main  gl.  uolu- 
bilis,  dil-main  gl.  legitimus.     C.  cwyn-of-aint  u.s.  w.  §394,  3b. 

Anm.  Air.  ua  len-omn-aib  gl.  a  lituris  ist  eine  junge  Erweiterung 
eines  *lenom  =  abr.  linom  (§402,2);  daraus  erklärt  sieh  die  Erhaltung 
des  -0-.  Jung  sind  vermutlich  auch  verschiedene  andere  irischen  Bildungen 
mit  Erhaltung  des  vorsuffixalen  Vokals  wie  mir.  fen-a-main  (Dat.)  'Ge- 
flecht', län-a-main  'Paar'.  Vgl.  mir.  finemain,  Gen,  finemna  neben 
air.  Gen.  Plur.  finime  (lat.  Lehnwort)  I  214.  Falls  mir.  triam  (Akk. 
Sing.),  triamnai  (Akk.  Plur.)  wirklich  'Anstrengung,  Versuch'  bedeutet, 
so  hat  hier  die  erweiterte  Form  sich  mit  der  unerweiterten  in  einem 
Paradigma  vereinigt. 

Andere  Erweiterungen:  ir.  tal-man-de  'irdisch',  brith-e- 
man-de  gl.  iuchciahs;  brith-e-mn-acht  'Urteil'  (nir.  breithe- 
amhnas),  flaith-em-n-acht,  flaith-e-mn-as  'Herrschaft', 
mraith-e-mn-acht  'Verrat'.  Analogisch  (neben  Nicht-w- Stäm- 
men): bibd-a-mn-act  'Schuld'  (bibdu  'schuldig'),  coimd-e-mn- 
acht  'Herrschaft'  (coimdiu  'Herr';  vgh  comdemnigedar  gl. 
dominari  Ml.  17  b  1). 


III.   Kosenamen. 

§  404.  Die  Personennamen  waren  im  Idg.  in  alter  Zeit  vor- 
wiegend Komposita:  gr.  Kle6-^€vog,  an.  Sig-tryggr,  russ.  Svjato- 
slav,  skr.  Vira-sena-s,  ir.  Oen-gus,  Fer-gus,  ac.  Un-gust,  Gur- 
gust  (I  791),  gall.  Dubno-reix,  Dumno-coueros.  Daneben 
traten  aber  Kurznamen  (Kosenamen)  auf,  in  denen  das  Schlußglied 
ganz  oder  teilweise  abgeworfen  war;  die  Endung  des  Kurznamens 
war  entweder  ein  einfacher  Stammvokal  {-o-,  -i-)  oder  ein  ange- 
tretenes Suffix  (meist  ein  diminutivisches  Suffix).  Oft  trat  dabei 
willkürliche  Doppelung  des  vor  der  Endung  stehenden  Konsonanten 
ein.  Derartige  Kurz-  und  Koseformen  kamen  auch  bei  einigen 
mit  den  Eigennamen  mehr  oder  weniger  verwandten  Appellativen 
vor.  Vgl.  Brugmann,  Grundriß  IIa  117  ff.,  Zimmer,  KZ  XXXII 
158—197,  d'Arbois  de  Jubainville,  MSL  IX  189—191. 

§  405.  Keltische  Kurznamen:  gall.  Toutus,  Teutalus,  ir. 
Tuathal,   Tuatän  {-t-  aus  -tt-)   waren  Kurznamen   eines  Komp. 


§  405. 406]        Kosenamen.  Das  grammatische  Genus.  63 

mit  ir.  tuath  'Volk';  gall.  Eppius,  Eppo  I  477;  ir.  Aed,  Finn  : 
Aed-gal,  Find-barr  u.  s.  w.;  gall.  Dumnacus  :  Dubiio-reix, 
Dumno-uellaunus  u.  s.  w.;  gall.  Nemetacum  Stadt-N.  neben 
Nemeto-cenna;  ir.  Tigernach  c.  Teyrnoc  abr.  Tiarnoc, 
Tiarnan  neben  abr.  Tiern-mael,  älter  (latinisiert)  Tigerno- 
ma gl  us.  Häufiger  als  -ach  ist  im  Ir.  die  entlehnte  Form  der 
Endung  (-6c);  dabei  wird  noch  häufig  dem  Namen  ein  mo-  'mein' 
oder  do- 'dein' vorgesetzt:  Do-dimmöc,  Mo-dimmöc,  Diammän 
aus  dem  Vollnamen  Diarmait  ("Neidlos"  :  format  'Neid',  Thur- 
neysen,  Handb.  211);  auch  im  ßr.  kann  (durch  irischen  Einfluß?) 
eine  Vorsilbe  To-,  Te-  vorkommen:  abr.  Quonocus,  Toquono- 
cus  neben  Cono-maglus,  Cono-morus  („Quonoco  quem  alii  sub 
additamento  more  gentis  transmarinae  Toquonocum  uocant"); 
Uuinnoc,  Teguennoc  =  Uuin-uualoe.  Wie  in  dem  letzt  er- 
wähnten Falle  sind  auch  sonst  öfters  Kosename  und  Vollname  für 
dieselbe  Person  belegt:  ir.  latinisiert  Fin-barrus  =  Finnianus, 
Fin-luch  =  Finnianus,  mir.  Find-loch  =  Fintän  (-t-  aus 
-dd-),  Findbar r  =  Finden.  Vgl.  noch  ir.  latinisiert  Mogopoc 
=  Gopbanus,  Maidoc  =  Aidanus.  Kurznamen  von  appellati\i- 
schen  Bezeichnungen  sind:  ir.  dobr-än  =  dobor-chü  'Fischotter' 
(§  356,  2),  ir.  lur-än  =  lur-chure  I  340. 

IV.    Das  grammatische  Genus. 

^  406.  (Art  und  Kennzeichen  des  Genus.)  Die  Substantive 
waren  im  Idg.  auf  drei  Kategorien  (Maskulinum,  Femininum  und 
Neutrum)  verteilt,  die  wenigstens  in  ihrem  Keim  von  semasiologi- 
scher  Art  waren:  das  Mask.  bezeichnete  die  männhch  gedachten, 
das  Fem.  die  weibhch  gedachten,  das  Neutr.  die  ungeschlechtig 
gedachten  Wesen. 

Äußerlich  waren  diese  Kategorien  zum  geringsten  Teil  durch 
ihre  eigene  Form,  im  AVesentlichen  aber  durch  die  verechiedene 
Form  der  zugehörigen  adjektivischen  Wörter  gekennzeichnet  (lat. 
nouus  rex,  noua  arx  u.  s.  w.).  Diese  Unterschiede  sind  im  Neu- 
keltischen durch  den  Abfall  der  Endungen  zum  größten  Teil  auf- 
gehoben; die  schwindenden  Endungen  haben  aber  gewisse  Änder- 
ungen des  folgenden  Anlauts  hervorgemfen,  wodurch  neue  Kenn- 
zeichen der  verschiedenen  Genera  geschaffen  worden  sind,  s.  §  309  ff. 
I  442 ff.  und  §  263,  8  I  392.  Diese  neuen  Kennzeichen  (die  Sandhi- 
regeln)  sind  vom  neukeltischen  Standpunkt  die  wichtigsten.    Daneben 


64  Das  grammatische  Genus.  [§406.407,1 

spielt  die  von  der  abgefallenen  Endung  bewirkte  Senkung  eines 
-u-  und  -i-  der  Wurzelsilbe  zu  -o-  und  -e-  im  Fem.  (I  382  ff.)  in 
den  brit.  Sprachen  (im  wesenthchen  jedoch  nur  im  Cymr.)  eine 
Rolle.  Eine  verschiedene  Endung  für  Mask.  und  Fem.  findet  sich 
nur  bei  einigen  (meist  einsilbigen)  Zahlwörtern  und  Pronominen. 

Ein  Gegensatz  zwischen  dem  wirklichen  Geschlecht  und  dem 
grammatischen  Genus  ist  in  den  idg.  Sprachen  nicht  unerhört. 
Durch  Verschiebung  der  ursprünglichen  Bedeutung  konnte  ein 
femininisches  Wort  Bezeichnung  eines  männlichen  Wesens,  ein 
maskulinisches  Wort  Bezeichnung  eines  weiblichen  Wesens  werden 
ohne  deshalb  sein  grammatisches  Genus  zu  ändern.  Serb.  slüga 
'Diener'  (urspr.  "Dienerschaft,  Schar",  vgl.  ir.  sluag  I  84)  ist  in 
der  poetischen  Sprache  noch  fem.;  skr.  dura-  'Eheweib'  ist  mask.; 
an.  suanni,  suarri,  sprakki  'Frau'  sind  mask.  So  auch  öfters 
im  Kelt.  Mir.  ech-lach  'Pferdeknecht,  Bote'  (ind  echlach 
thaisech  'der  erste  Bote';  durch  femininisches  Pronomen  wieder- 
holt: si,  Wi.  Täin  Z.  127,  124;  auffälhg  ist  dabei  die  Abweichung 
vom  Genus  des  Simplex  sluag,  das  schon  im  Air.  mask.  ist,  vgl. 
§  362,  5);  ah',  flaith  'Herrscher'  (besad  inna  flatlio  'Sitte  des 
Herrschers'  Wb.  9d  2;  eig.  'Herrschaft'),  cerd  'Schmied'  (Gen. 
inna  cerdae  Ml.  18a  12,  na  cerdda  LL  56b  1;  eig.  'Kunst'); 
gerait  'Held'  (di  gerait  'zwei  Helden'  Fei.  Sept.  27;  eig.  'Tapfer- 
keit'). Grammatisch  mask.  sind  nir.  caile  'a  country  woman,  a 
maiden,  a  girl',  caili'n  'Mädchen',  br.  plac'h  ds.,  s.  §  309  Anm.  2 
I  444,  wo  auch  über  das  grammatische  Genus  einiger  weiblich  ge- 
dachten Begriffe  (nir.  bäd  'Boot',  c.  Bala,  Tafwys). 

§  407.  Syntaktisches,  1)  Wo  allgemein  von  einer  unbe- 
stimmten Person  die  Rede  ist,  wird  im  Ir.  das  Mask.  verwendet. 
Dies  sogar  in  einigen  Fällen,  wo  es  nach  dem  ganzen  Zusammen- 
hang klar  ist,  daß  die  betreffende  unbestimmte  Person  nur  eine 
Frau  sein  kann:  mir.  issi  ro-bad  ban-rigan  in  choicid  uli, 
inti  dib  cetna-ragad  i-ssa  tech  'Königin  der  ganzen  Provinz 
würde  sein,  wer  (inti)  von  ihnen  zuerst  ins  Haus  käme'  Wi.  260, 
311;  mani  iatar  a  tech  friü,  bit  lia  a  mairb  and  andat  a 
m-bi  'wenn  das  Haus  nicht  vor  ihnen  (den  Frauen)  geschlossen 
wird,  wird  es  mehr  Tote  als  Lebendige  (mask.)  unter  ihnen  geben' 
Wi.  261,  6  f. 

Indessen  kennt  das  Irische  auch  den  Gebrauch  des  Neutr.  in 
demselben  Sinne:  air.  cechtar  n-äi,  nechtar  n-äi,  cechtar 
n-athar,   ind-ala-n-äi   §  263,  4  I  392;    ni  ru-bi   nechtar  de 


§  407,  2.  8.  408, 1]     Genus-Syntax.  Schicksal  des  Neutr.  65 

cen  alail  'neither  of  them  (Mann  und  Frau)  can  be  without  the 
other'  Wb.  11c  17.  Kollektivisches  Neutrum  von  Personen:  air. 
äni  mbai  for  longais  gl.  hi  quos  fugae  calamitas  coniunxerat, 
'diejenigen  welche  in  Verbannung  waren'  jMl.  29c  15;  mc,  ef  a 
dely  gwneuthur  medhecynyat  rad  yr  a  uo  en  e  llys  'er  muß 
Medizin  unentgelthch  denjenigen  geben,  welche  im  Palast  sind'. 

2)  Ein  neutrales  Pronomen  'es'  bezieht  sich  bisweilen  in  un- 
genauer Weise  auf  ein  vorhergehendes  Mask.  oder  Fem.  Air.  ba 
he  ciirsagad  maid  ma  d-a-choisged  dilgud  'das  wäre  eine 
gute  Zurechtweisung,  wenn  darauf  (neutr.)  Verzeihung  folgte'  Wb. 
14dl9;  mad  aill  duib  cid  accaldam  neich  diib,  d-a-rigente 
'if  ye  desired  even  to  converse  with  any  of  them,  ye  could  do  it' 
(-a-  ist  neutr.,  accaldam  fem.)  Wb.  13b  3.  Vgl.  KZ  XXXV 
401,  417. 

Ein  unbestimmter  neutraler  Begriff  'es,  dies'  als  Subjekt  richtet 
sich  im  Genus  nach  dem  Prädikatsnomen:  na-bad  he  for  n-im- 
bradud  'nicht  sei  das  euer  Gedanke';  is  si  trebaire  'das  ist 
Klugheit';  is  si  regnum  'das  ist  das  Reich  (ir.  flaith  fem.)'  Wb. 
6  b  6;  3d  30;  6  c  10.  Auf  ein  bestimmtes  Substantiv  bezieht  sich 
dagegen  das  Pronomen  in  den  Sätzen  is  hed  a  di'ilchinne,  is 
he  a  dülchinne,  is  si  ede  dulchinne  'dies  ist  sein  Lohn,  dies 
ist  Lohn'  Wb.  3b  16,  18;  IIa  5  (bäs  'Tod'  neutr.,  bethu  'Leben' 
mask.,  lann  'Siegespreis'  fem.). 

3)  Der  Gebrauch  des  Fem.  im  Sinne  des  Neutr.  läßt  sich  für 
das  Keltische  nicht  sicher  belegen.  Vgl.  etwa  cian  fem.  'lange 
Zeit,  Zeit'  (falls  dies  Wort  auf  einem  Adjektiv  cian  'weit,  entfernt, 
lang'  und  nicht  umgekehrt  das  scheinbare  oder  wirkliche  Adjektiv 
auf  dem  Subst.  beruht);  fo  di  'zweimal'  I  301  und  §  470. 

§  408.  (Schicksal  des  Neutr.)  1)  Im  Air.  sind  alle  drei 
Genera  noch  vorhanden.  Im  Laufe  der  mir.  Periode  geht  jedoch 
das  Neutr.  verloren.  Dabei  werden  die  alten  Neutra  in  der  Regel 
maskulinisch,  seltener  femininisch  (femininisches  Genus  tritt  besonders 
bei  den  -i-,  -s-,  -w-Stämmen  und  bei  einigen  -^o-Stämmen  ein).  Im 
Air.  (Mir.)  neutr.,  im  Nir.  mask.  sind  zum  Beispiel:  ir.  bäs  'Tod', 
bunad  'Herkunft',  rath  'Gnade',  fuath  'Form,  Gestalt',  dermet 
•Vergessen',  dliged  'Gesetz',  biad  'Essen',  lestar  'Gefäß',  galar 
'Krankheit',  hilar 'Menge',  saithar  'Mühe',  6r  'Gold',  si'l  'Same', 
cenel  'Geschlecht',  scel  'Erzählung',  gell  'Pfand',  laithe  'Tag', 
esseirge  'Auferstehung',  cride  'Herz',  luige  'Eid',  airde,  co- 
marde  'Zeichen',  timne  'Befehl';  —  dorus  'Türe';  —  dun  'Burg', 

Pedersen:  Vgl.  kelt.  Gramm.    II.  5 


66  Schicksal  des  Neutrums.  [§  408, 2.  3 

glend  ^Tal',  sliab  'Berg',  log  'Lohn',  tech  'Haus';  —  ainm 
'Name',  druim  'Rücken'  (ceim  'Schritt'  ist  im  Nir.  mask.  und 
fem.).  Im  Air.  (Mir.)  neutr.,  im  Nir.  fem.  sind:  ir.  re  'Raum,  Zeit', 
fiadnisse  'Zeugnis',  tuile  'Flut',  esca  'Mond',  muir  'Meer', 
buaid 'Sieg',  g hin 'Knie',  leth 'Seite',  mag 'Feld',  nem 'Himmel', 
tir  'Erde',  mir  'Portion,  Bissen',  beim  'Schlag',  reim  'Lauf',  leim 
'Sprung'  u.  s.  w. 

Anm.  Der  Verfall  des  Neutr.  hat  seinen  Keim  im  Air.  Zwischen 
neutr.  und  mask.  schwanken  im  Air.  lin  'Zahl,  Anzahl,  Teil',  immthauad 
'Wechsel',  recht  'Gesetz',  ais,  ois  'Alter';  auch  wohl  nel  §  397,  1; 
zwischen  neutr.  und  fem.  schwankt  air.  fetarlicce  'Gesetz'  und  re  S.  97. 

2)  Das  Brit.  hat  das  Neutrum  lange  genug  erhalten  um  eine 
Anzahl  von  lateinischen  Neutra  dem  Lischen  als  neutr.  zu  über- 
mitteln: ir.  ör'Gold',  fin  'Wein',  lin  'Netz',  scrlbend  'Schreiben' 
(nir.sgribhinn  fem.),  arm  'Waffe';  wohl  sicher  auch  baithis  'Taufe', 
caille  'Schleier'  (lat,  pallium),  wenigstens  waren  diese  beiden 
Wörter  im  Air.  nicht  (wie  später)  fem.;  auch  wohl  cengal  'Band' 
I  200  (wenigstens  war  das  Wort  nicht  wie  c.  cengl  fem.).  Daß 
ein  Teil  dieser  Wörter  (etwa  fi'n  'Wein')  ohne  britannische  Ver- 
mittelung  aufgenommen  wäre,  ist  eine  unnötige  und  unbeweisbare 
Annahme.  Bei  vielen  lat.  Lehnwörtern  lassen  die  Belege  nicht 
erkennen,  ob  sie  auf  irischem  Boden  neutr.  gewesen  sind  oder  nicht. 
Die  nicht  seltenen  Fälle,  in  denen  ein  lat.  Neutrum  sicher  als 
irisches  Nicht-Neutrum  auftritt,  sind  möglicherweise  nicht  für  den 
Verfall  des  Neutr.  im  Brit,  sondern  für  den  Verfall  des  Neutr.  im 
Lat.  chronologisch  zu  verwerten;  solche  Fälle  sind:  aü'.  corp  'Kör- 
per', peccad  'Sünde',  terapul  'Tempel'  (mask.),  testimin  'Text' 
(lat.  testimönium). 

3)  In  der  historischen  Zeit  ist  das  Neutrum  im  Brit.  auf- 
gegeben, was  zweifellos  mit  dem  fast  vollständigen  Aufgeben  der 
Eklipse  (I  400  ff.)  in  Verbindung  steht.  Die  ursprünglichen  Neutra 
sind  teils  mask.,  teils  fem.  geworden.  Mask.:  c.  tro  'turn'  (aber 
br.  tro  fem.;  zu  ir.  droch  neutr.  'Rad'),  c.  bonedd  'Herkunft', 
rhad  'Gnade',  c.  bwyd  'Essen'  br.  boed,  boued,  c.  Uestr  'Ge- 
fäß' br.  lestr,  c.  galar  'Kummer'  (aber  br.  glac'har  fem.),  c. 
aur  'Gold'  corn.  our  br.  aour,  c.  craidd  'Herz'  (br.  kreiz  'Mitte'), 
c.  llw  'Eid'  br.  le,  c.  drws  'Türe',  c.  corn.  br.  mor  'Meer',  c. 
budd  'Vorteil',  glyn  'Tal',  c.  ty  'Haus'  corn.  chy  br.  ti,  c.  br. 
glin  'Knie',  c.  tir  'Erde'.  Fem.:  c.  dyled  'Pflicht',  cenedl 
'Stamm',   c.  cathl  'Hymne'    br.  kentel  'legen'  (zu  ir.  cetal  neutr. 


§  408, 3.  409]     Schicksal  d.  Neutrums.  Verschiebungen  cl.  Genus.     67 

'Gesang'),  c.  din  'Burg',  llwyf  'Söller'  (ir.  sliab  'Berg'),  c.  ma 
'Ort',  nef  'Himmel'  (br.  env  mask.),  c.  garm  'Geschrei'  (br.  garm 
mask.).  Schwankend:  c.  hil  'Nachkommenschaft'  mask.  und  fem.; 
chwedl  'Erzählung'  (im  Mc.  mask.,  heute  fem.;  br.  kel  mask.);  c. 
man  'Abzeichen,  Muttermal'  mask.  und  fem.  (ir.  mind  'Zeichen, 
Diadem'  neutr.). 

Spuren  der  ehemahgen  Existenz  des  Neutr.  haben  sich  besonders 
im  Br.  erhalten.  Eine  unzweifelhafte  Spur  ist  die  teils  maskulini- 
sche, teils  femininische  Behandlung  des  Wortes  br.  tra  'Sache': 
ann  dra  'die  Sache',  eunn  dra  vad  'eine  gute  Sache',  aber  daou 
zra,  tri  zra  (mit  maskulinischer  Form  des  Zahlwortes)  'zwei  Sachen, 
drei  Sachen'.  S.  Troude  unter  tra,  Loth,  Rc.  XV  96,  Ernault, 
ßc.  XV  386.  Über  tu  'Seite'  und  dour  'Wasser'  vgl.  §  312  Anm.  4 
I  449.  Über  br.  daou  c'hant  'zweihundert'  s.  §  271  Schluß 
I  403;  im  C.  sagt  man  deu-cant  'zweihundert'  und  deu-tu  'beide 
Seiten'  (analogisch  deu-parth  =  deu-tu;  neben  deu-cant  auch 
schon  deu-gant  nach  Analogie  der  alten  Maskulina). 

§  409.  Verschiebungen  des  Genus  sind  schon  im  Vorher- 
gehenden erwähnt.  Ein  -e-  vor  dem  auslautenden  Konsonanten  hat 
im  Brit.  bisweilen  femininisches  Genus  hervorgerufen  I  383  f.  — 
Seltenes  Vorkommen  der  Anlautslenition  hat  im  C.  Übergang  aus 
dem  Fem.  ins  Mask.  bei  mehreren  Kategorien  von  nomina  abstracta 
bewirkt:  §  380,  1,  §  382,  §  384,  2e.  —  Die  als  Plm-ale  verwen- 
deten Kollektive  des  Brit.  nahmen  die  Mutationsregeln  des  Plur. 
an,  wodurch  das  ursprüngliche  Genus  unkenntlich  wurde;  im  Br. 
werden  solche  Wörter  (z.  B.  plu,  plun  'Federn')  als  mask.  be- 
zeichnet. —  Das  Genus  eines  abgeleiteten  Wortes  hat  sich  in  un- 
ursprünglicher Weise  nach  dem  Stammwort  gerichtet:  bei  der 
Endung  -ad  im  Br.,  -awt  >  -od  im  C,  -eit  >  -aid  im  C,  s. 
§  384,  2a,  f,  §  384,  3;  bei  c.  -yn,  -en  S.  58.  —  Bei  Zu- 
sammensetzungen richtet  sich  das  Genus  nach  dem  Hauptwort;  es 
können  aber  Verschiebungen  des  Sprachgefühls  mit  Bezug  auf  das 
gegenseitige  Verhältnis  der  Kompositionsglieder  vorgekommen  sein; 
so  mag  br.  kroaz-hent  'Kreuzweg'  ursprünglich  ein  Kompositum 
des  ererbten  idg.  Typus  (wie  d.  Kreuz -weg)  gewesen  sein;  es 
wird  aber  jetzt  als  Univerbierung  einer  Wortgruppe  "Kreuz  des 
Weges"  empfunden  und  ist  daher  fem. 


68  Pluralbildung.  [§  410 

Y.   Pluralbilduug  und  Kollektive. 

§  410.  Es  gab  im  Uridg.  (d.  h.  in  derjenigen  Sprachstufe, 
die  wir  durch  Vergleichung  der  idg.  Einzelsi^rachen  erreichen 
können)  keine  eigentlichen  Pluralendungen,  sondern  der  Plural 
wurde  dadurch  vom  Singular  unterschieden,  daß  die  Kasusendungen 
von  den  Kasusendungen  des  Singulars  verschieden  waren.  Daß 
die  plurahschen  Kasusendungen  durch  Verschmelzung  einer  Plural- 
endung mit  den  eigentlichen  Kasusendungen  entstanden  waren  (z.  B. 
Akk.  Plur.  -ns  aus  Kasusendung  -m  +  Pluralendung  -s),  ist  mög- 
lich, aber  im  Einzelnen  nicht  sicher  nachweisbar. 

Der  so  gebildete  Plural  war  von  den  seit  jeher  in  den  idg. 
Sprachen  häufigen  Kollektiven  nicht  nur  durch  die  leicht  verwisch- 
bare verschiedene  Nüancierung  der  Bedeutung,  sondern  noch  mehr 
durch  die  syntaktischen  Regeln  der  Kongruenz  unterschieden.  Das 
Verbum  hatte  bei  einem  pluralischen  Subjekt  pluralische  Personal- 
endungen, bei  einem  kollektivischen  Subjekt  dagegen  nicht  (sie 
konnten  allerdings  leicht  ohne  den  ganzen  Charakter  der  Sprache 
zu  stören  eingeführt  werden:  gr.  ojg  q^doav  tj  yrArj^tg  II.  ß  278). 
Noch  wichtiger  war  die  Kongruenz  der  adjektivischen  Wörter,  wo- 
durch die  morphologische  Verschiedenheit  der  Kollektive  von  den 
Pluralen  so  sehr  verstärkt  und  hervorgehoben  wurde,  daß  die  Kol- 
lektive nur  durch  die  Annahme  pluralischer  Kasusendungen  mit 
den  alten  Pluralen  gleichberechtigt  werden  konnten  (abulg.  drevije, 
Koll.  mit  singularischer  Kasusflexion,  russ.  derevija  mit  pluralischer 
Kasusflexiou  'Bäume');  und  dieser  Vorgang  trat  nur  sporadisch  ein. 
Nur  in  Sprachen,  wo  die  Kongruenz  der  Adjektive  aufgegeben  ist, 
findet  sich  freie  und  massenhafte  Entfaltung  der  Kollektivbildungen 
in  echt  pluralischer  Verwendung  (so  im  Neuarmenischen,  s.  KZ 
XXXIX  465  ff.). 

Das  Irische,  das  die  Kasusflexion  und  damit  die  Kongruenz, 
der  Adjektive  erhalten  hat,  steht  mit  Bezug  auf  die  Beziehungen 
zwischen  Kollektiven  und  Pluralen  auf  dem  alten  idg.  Standpunkt. 
Das  Brit.,  das  die  Kasusflexion  aufgegeben  hat,  steht  auf  einem 
ähnhchen  Standpunkte  wie  das  Neuarmenische :  Kollektivbildungen 
sind  massenhaft  in  die  Rechte  der  alten  Plurale  eingedrungen. 
Was  urspr.  ein  Plural  und  was  m-spr.  ein  Kollektiv  gewesen  ist, 
läßt  sich  nur  mit  Hülfe  der  Sprachvergleichung  ermitteln.  Die 
pluralisch  fungierenden  Kollektive  sind  teils  mit  verschiedenen  ein- 
heimischen oder  entlehnten  {-i  §  364,  5  u.  s.  w.)  Endungen  gebildet,. 


§411.412]        Plurale  und  Kollektive  im  Ir.,  im  Brit.  69 

teils  endungslos.  Im  letzteren  Falle  wird  für  die  singularische 
Verwendung  eine  Ableitung  mit  einem  singulativischen  Suffix 
(§  399,  3)  gebildet. 

§  411.  Kollektive,  die  in  der  Bedeutung  von  den  Pluralen 
kaum  abweichen,  sind  im  Ir.  nicht  selten.  Diese  Kollektive  sind 
teils  Komposita  (ingen-rad  ^die  Mädchen'  u.  s.  w.  §  362,  9;  en- 
laith  'Vögel'  :  flaith  'Reich';  det-gen,  det-gein  'Zähne'),  teils 
Ableitungen  (bu-ar  'Kühe'  u.  s.  w.  §  395,  3,  cendal  'Köpfe' 
§  372),  teils  unzerlegbare  Wörter  (cland  'Kinder').  Sie  werden 
selbstverständHch  mit  singularischen  Adjektiven  verbunden  (en-laith 
gle-gel  'ganz  weiße  Vögel'  Wi.  259,  5;  dond  laech-raid  lainn 
oa  Lothlind  'by  the  fierce  heroes  from  Lothland'  Thes.  II  290). 
Auch  das  Prädikatsverbum  ist  singularisch:  di-an-gair  in  enlaith 
'von  denen  herab  die  Vögel  rufen'  Wi.  218,  21;  cid  risiu  robse' 
cland  less  'noch,  ehe  er  Kinder  hat'  Wb.  29 d  23,  vgl.  31b  5. 
Jedoch  ist  pluralisches  Verbum  im  Mir.  nicht  selten:  tibit  in 
macrad  'die  Knaben  lachen'  Wi.  286,  10,  vgl.  286,  8;  77,  11; 
ind  fiallaig  (Gen.)  batar  riam  rempu  'der  Helden,  die  zuvor 
ihnen  voraus  gewesen  waren'  LL  59,  44.  Nicht  beweisend  ist  air. 
osechtar  in  muntar  uile  'the  whole  household  is  corrected'  Wb. 
22  c  20,  da  hier  -xt-  lautgesetzHch  aus  -xp-  entstanden  sein  kann 
(I  421). 

Anm.  Über  die  wirklichen  Pluralforraen  des  Ir.  s.  Kap.  VI  (Kasus- 
bildung). Noch  im  Nir.  bleibt  die  Pluralbildung  im  alten  Geleise;  nur 
wuchern  gewisse  (bes.  von  den  -t-  und  -Ä;-Stäramen  ausgegangenen)  umfang- 
reichere Endungen:  sgeal  'Erzählung',  Plur.  sgeal-ta;  sluagh  'Schar', 
Plur.  sluaigh-te;  sgailp  'a  slice',  Plur.  sgailp-eacha;  obair  'Werk', 
Plur.  oibr-eacha;  leac  'Stein',  Plur.  leac-racha;  linn  'a  pool',  Plur. 
linn-treacha.  Mit  diesen  aus  der  alten  Kasusflexion  stammenden  ana- 
logisch wuchernden  Endungen  haben  sich  pluralisierte  Kollektivendungen 
gemischt:  Arran  madd  'Hund',  Plur.  issa  madrij  'die  Hunde'  (die  Endung 
-rad  in  pluralisierter  Form  als  -raidhe).  Über  die  nach  den  Zahlwörtern 
stehenden  Formen  der  nir.  Substantive  s.  §  477. 

§  412.  Endungen  der  plm-alisch  fungierenden  und  syntaktisch 
den  Pluralen  gleichgestellten  Kollektive  des  Brit.  sind:  -i  §364,5 
(c.  llestr-i  acorn.  br.  listr-i);  br.  -ad,  mc.  -ot,  -et,  -awt,  -eit 
§  384,  2  a,  c,  d,  f ;  §  384,  3  (besonders  häufig  bei  Tiernamen,  zum 
Teil  auch  bei  Personenbezeichnungen;  -et,  -awt  mußten  im  Corn. 
und  Br.  zusammenfallen:  mc.  merch-et  nc.  merch-ed  corn. 
myrhes  br.  merc'hed;  mc.  pysc-awt  nc.  pysg-od  corn.  puskes 
br.  pesk-ed;  auch  für  mc.  -ot  hat  das  Br.  -ed,  jedoch  kaum  auf 


70  Plurale  und  Kollektive  im  Brit.  [§  412 

lautgesetzlichem  Wege:  mc.  llydn-ot  nc.  llydn-od  br.  loen-ed; 
die  einheimische  Endung  -es  bahnt  im  Corn.  den  Weg  für  enghsche 
Plurale  wie  strekis  'Schläge'),  mc.  -ar,  -awr  §  395,  3,  4.  Neben 
den  endungslosen  Kollektiv-Pluralen,  die  ihre  Singularform  mittelst 
des  Singulativsuffixes  bilden  (c.  gwydd  'Bäume'  corn.  gveyth 
[gveyth  ha  losow  'trees  and  plants']  br.  gwez,  vgl.  dazu  ir,  fid 
'Bäume,  Wald'  Thes.  II  239,  15;  342,  3;  Sing.  c.  gwydd-en 
corn.  gveth-en  br.  gwez-enn)  finden  sich  im  Br.  endungslose 
Kollektiv-Plurale,  die  sich  mit  einem  etymologisch  unverwandten 
Singidar  assoziiert  haben:  br.  tud  'Leute',  Plur.  von  den  'Mensch'; 
chas  'Hunde'  (frz.  chasse),  Plur.  von  ki  'Hund';  ein  isolierter 
Fall  ist  auch  br.  kloarek  'clerc',  PI.  kloer. 

Anm.  1.  Auch  solche  Kollektive,  die  mit  keiner  entsprechenden 
Singularform  assoziiert  sind  und  demo^emäß  nicht  als  eigentliche  Plurale 
empfunden  werden,  können  als  Subjekt  mit  einer  pluralischen  Yerbalform 
verbunden  werden:  mc.  y  ky chwynyssont  y  llu  mawr  hwnnw  'dies 
große  Heer  schritt  vorwärts'  Mab.  151,  ZE  933. 

Alte  Plurale  (alte  Nominative  oder  Akkusative  des  Plurals  im 
Kontraste  gegen  den  Nom.  Sing.)  sind  die  durch  die  folgenden 
Endungen  gebildeten  Formen:  c.  -edd,  -oedd,  -ydd,  mc.  -eu 
(ac.  -ou),  -ieu,  c.  -aint,  -yr,  -on,  -ion,  -en,  -ain  (c.  gwrag- 
edd 'Frauen',  gwlad-oedd,  gwled-ydd  'Länder',  crys-au 'Hem- 
den', cer-aint  'Freunde',  brod-yr  'Brüder',  lladr-on  'Diebe', 
ych-ain  mc.  ych-en  'Ochsen')  sowie  einige  isolierten  Formen:  c. 
tai  'Häuser',  cwn  'Hunde';  ferner  die  aus  der  Flexion  der  -o- 
Stämme  hervorgegangenen  umgelauteten  Plurale:  c.  gAvyr,  Plui'. 
von  gwr  'Mann'.  S.  des  näheren  bei  der  Darstellung  der  Kasus- 
flexion. Über  die  nach  den  Zahlwörtern  vorkommenden  Formen 
der  Substantive  (mc.  deu  uab  'zwei  Söhne',  tri  meib  'drei  Söhne') 
s.  §  477;  mit  den  Benennungen  der  paarweise  vorkommenden 
Körperteile  ist  im  Brit.  das  Zahlwort  'zwei'  untrennbar  verschmolzen: 
mc.  deu-lin  'Kniee'  (Sing,  glin)  corn.  dow-lyn  br.  daou-lin;  mc. 
dwy-freich  'Arme'  (Sing,  breich)  corn.  defregh  br.  divreac'h. 

Anm.  2.  Die  Entscheidung,  ob  eine  brit.  Pluralendung  auf  Kollektiv- 
bildung oder  auf  der  alten  Deklination  beruht,  ist  nicht  immer  ganz  leicht, 
da  in  vielen  Fällen  gleichlautende  Endungen  auf  beiden  Wegen  entstehen 
konnten.  Man  überzeugt  sich  zwar  z.  B.  leicht,  daß  die  c.  Pluralendungen 
-ydd,  -edd  nur  ganz  zufällig  mit  den  in  §364,  3  behandelten  Ableitungs- 
silben gleichlauten.  Dagegen  läßt  sich  die  Vermutung  nicht  ohne  weiteres 
beseitigen,  daß  zur  Ausbildung  der  Kategorie  der  brit.  -^Plurale  neben 
den  oben  besprochenen  Kollektivendungen  auch  die  Deklination  der  alten 
-^Stämme  beigetragen  haben  könnte;  ein  beweisendes  Beispiel  fehlt  jedoch 


§  412.  413]         Kasus  der  Noraina.  Das  Kasussystem.  71 

(dem  ir.  -^Stamni  luch  'Maus',  Gun.  loch  ad  entspricht  zwar  der  brit. 
Plural  c.  llygod  br.  logod  'Mäuse',  aber  die  Silbe  -od-  findet  sich  auch  im 
Sing.  c.  llygod-en  acorn.  logod-en  ncorn.  logos-an  br.  logodenj.  Über 
mc.  gwewyr  neben  gwaewar  nach  dem  Muster  von  brodyr  s.  §  395,  3. 
Anm.  3.  Häufung  von  Pluralendungen:  com.  los-ovr-ys  'Kräuter', 
mestr-ys-y  'Meister'  (Sing,  raester;  vgl.  servysy  'Diener',  dessen 
Singularform  jedoch  nicht  feststeht),  bomm-enn-ovF  'Schläge',  strok- 
os-ow  'Schläge';  br.  aotrou-n-ez  (V.  eutreu-n-e)  und  aotrou-n-ien 
von  aotrou  'Herr',  rouanez  'Könige'  §  452;  Umlaut -f  Endung  s.  §  452 
und  vgl.  com.  fleh-es,  Plur.  von  flogh  'Kind'.  —  In  br.  c'hoar-ez-ed 
'Schwestern'  V.  hoerezed,  br.  itroun-ez-ed  Trauen'  hat  die  Plural- 
ondung  sich  mit  einer  überflüssigen  Femininendung  (§  369j  verbunden.  — 
Das  Br.  kennt  Plurale  von  Pluralen:  merc'hedou,  merc'hejou  'Mädchen- 
scharen, Mädchen',  bugaleou  'plusieurs  bandes  d'enfants'  (bugel,  Plur. 
bugale);  besonders  bei  paarweise  auftretenden  Begriffen :  loer  'bas',  lerou 
'paire  de  bas',  lereier  'plusieurs  paires  de  bas';  daou-lagad  'Augen 
(einer  Person)',  daou-lagad-ou  'Augen  mehrerer  Personen'.  S.  Vallee 
S.  74,  Ernault  Gramm.  S.  22.  —  Pluralendung  vor  und  nach  einer  Di- 
minutivendung: com.  flehes-yg-ow,  br.  merc'hed-ig-ou  §  377,  2d. 
So  auch  br.  daou-lagad-ik  'deux  petits  yeux',  daou-lagad-ou-ig-ou 
'Äuglein  mehrerer  Personen'. 

YI.    Kasus  der  Nominal 

§  413.  Die  idg.  Ursprache  besaß  8  Kasus:  Nominativ, 
Vokativ,  Akkusativ,  Instrumentalis,  Dativ,  Ablativ,  Genitiv  und 
Lokativ,  die  in  verschiedener  Form  für  den  Singular,  den  Dual 
und  den  Plural  gebildet  wurden.  Eine  besondere  Endung  hatte 
der  Vokativ  jedoch  nur  im  Singular,  der  Ablativ  nm-  im  Singular 
der  -o-Stämme  (während  sonst  der  Ablativ  im  Sing,  mit  dem 
Genitiv,  im  Dual  und  Plural  mit  dem  Dativ  identisch  war);  im 
Dual  war  der  Instrumentalis  mit  dem  Dativ  und  Abi.,  und  wohl 
auch  der  Gen.  mit  dem  Lok.  identisch.  Im  Neutrum  und  im  Dual 
des  Mask.  und  Fem.  waren  Nom.  und  Akk.  identisch. 

Die  Unregelmäßigkeit  dieses  Systems  und  die  dui'ch  einzel- 
sprachliche Lautgesetze  sich  steigernde  Ähnlichkeit  gewisser  Kasus 
haben  in  den  meisten  idg.  Sprachen  und  auch  im  Keltischen  zu 
verschiedenen  Vereinfachungen  Anlaß  gegeben.  Im  Ir.  sind  In- 
strumentalis, Ablativ  und  Lokativ  mit  dem  Dativ  zusammengefallen ; 
der  so  entstandene  Sammelkasus  wird  (mit  einem  wenig  zutrefienden 


1.  Vgl.  Stokes,  Celtic  Declension,  Trans.  Phil.  Soc.  1SS5— 1887,  S.  97fi"., 
BB  XI  64 ff.,  Strachan,  Contributions  to  the  History  of  Middle  Irish  De- 
clension, Trans.  Phil.  Soc.  1903—1906,  S.  202  ff. 


72  Das  Kasussystem.  Gebrauch  des  Akk.        [§  413.  414 

Namen,  vgl.  §  420)  Dativ  genannt.  Im  Brit.  ist  die  Kasusflexion 
ganz  aufgegeben. 

Anm.  Keste  des  idg.  Lok.  Plur.  auf  -su  sind:  ir.  is  'unter'  *ped-sn 
I  50,  corn.  creys  'Mitte'  br.  kreiz  V.  kreis  *k'rd-su  I  536  (Nachtrag  zu 
I  69),  die  Vorsilbe  ir.  less-  c.  Uys-  br.  les-  *plt-su  §  358,  2b  S.  8. 

Eeste  der  Kasus  im  Brit.  Akkusativ:  c.  beu-nydd  §80  Anm.  2 
I  129,  br.  bem-dez  (-m-  aus  -pn-);  corn.  boynedh  'täglich'  Lhuyd  249 
wird  aus  dem  C.  stammen;  echt  corn.  bynytha  'ever',  vgl.  byner,  by- 
nary,  venary  ds.  ("jede  Stunde"?).  Dativ  (im  irischen  Sinne):  mc.  ^r- 
bynn  'gegen'  corn.  erbyn  =  ir.  ar-chiunn  'bevor'  I  377,  378;  c.  he- 
ddyw  'heute'  u.  s.  w.  I  67.  Genitiv:  noorn.  verh  von  margh 'Pferd'  §256 
I  377.  Zweifelhafte  Angaben  über  das  Corn.  I  378 f.  Acorn.  barf  gl.  barba, 
baref  gl.  barbam,  bis  gl.  digitus,  bes  gl.  digitum  sind  variierende 
Schreibungen,  die  mit  dem  Kasus  nichts  zu  tun  haben.  Die  kürzere  (ältere) 
Pluralform,  die  bisweilen  im  Corn.  und  Br.  in  formelhafter  genitivischer 
Verwendung  neben  einer  sonstigen  längeren  (jüngeren)  Form  vorkommt 
(mbr.  roen  ster  'König  der  Sterne',  sonst  Plur.  steret,  ZE  281),  hat  mit 
dem  Kasus  nichts  zu  tun  (vgl.  die  Formel  heaul,  ster  ha  loar  'Sonne, 
Stern  und  Mond'  Le  myst.  de  S.  Barbe  10;  corn.  steyr  c.  ser). 

Gebrauch  der  Kasus^ 

§  414.  Der  Akkusativ  bezeichnet  das  Objekt:  ir.  connes- 
sat  in  gniim  n-olcc  'sie  verurteilen  die  böse  Tat'  "Wb.  Id  7; 
imrädat  imräti  'they  think  thoughts'  Id  7  (vgl.  dazu  §  267,  3 
I  397).  Über  den  Objektsakkusativ  bei  subjektlosen  Verben  s. 
§  589.     Über  das  Objekt  bei  fil  'es  gibt'  vgl.  §  642. 

Das  Ziel  einer  Bewegung:  na-lled  do-chood  'wohin  ich 
gegangen  bin'  (das  rel.  Pron.  als  Objekt)  Wb.  17d  7;  do-sn-icfa 
cobir  'Hülfe  wird  zu  ihnen  kommen'  5c  5;  tiagait  bäas  n-ana- 
paig  'sie  gehen  in  einen  vorzeitigen  Tod'  lldl2;  cetna-ränic 
Cruachna  Ai  'welcher  zuerst  nach  C.  A.  kam'  Wi.  275.  Oft 
wird  jedoch  irgend  eine  Umschreibung  verwendet.  Zunächst  so, 
daß  nach  dem  flauptverbum  ein  anderes  Bewegungsverbum  als 
Nebensatz  (mit  co  'bis'  eingeleitet)  vor  dem  Objekt  eingeschaltet 
wird:  do-thset  iar-sin,  co-toracht  Emain  Macha  'er  kommt 
nachher,  bis  er  Emain  Macha  erreichte'  =  'er  geht  darauf  nach 
E.  M.'  Wi.  255  (vgl.  dazu  die  zu  einem  Worte  verschmelzende 
Verbindung  corricci  'bis',  o-da-ricci  in  canoin  'bis  zum  heiligen 
Texte'  Ml.  54c  34,  conricci  inn  aimsir  hi-taam  'bis  zur  gegen- 
wärtigen Zeit'  Wb.  9a  9;   dagegen  mit  Subjektsnominativ  oti  ind 

1.  In  diesem  Abschnitt  sind  auch  die  Pronomina  berücksichtigt,  bez. 
als  Belege  benutzt. 


I 


§  414]  Gebrauch  des  Akk.  73 

aimser  doarchet  do  'bis  zur  Zeit,  die  für  ihn  prophezeit  worden 
ist'  Wb.  26a  11).  Umschreibung  mit  'bis'  und  dem  Verbum  'sein': 
dolluid  com-böi  i  m-budin  Loegaire  Buadaig  'er  ging,  bis 
er  im  Heere  des  L.  Buadach  war'  Wi.  256.  Umschreibung  mit 
dem  Intinitiv  eines  ßewegungsverbums  (dem  etymologisch  dunklen 
dochum,  oder  saigid  'suchen'):  co-na-tait  fortacht  da;  an- 
d  och  um  'so  daß  die  Hülfe  Gottes  nicht  zu  ihnen  kommt'  Ml. 
68d  5,  vgl.  Wb.  27a  27;  tiagar  huäin  dochum  hi(ru)salem 
'let  one  go  from  us  to  Jerusalem'  Ml.  16  c5  (dochum  wird  später 
mit  der  Präposition  i  n- verbunden :  tancatar  n-a  dochum  'kamen 
zu  ihm'  Wi.266);  ticed  co  lüath  di-ar  saigid  'er  soll  schnell  zu 
uns  kommen'  Wi.217.  Schließlich  werden  oft  Präpositionen  verwendet, 
ursprünglich  wohl  mit  anderer  Bedeutungsnüance  als  beim  Akkusa- 
tiv des  Zieles,  im  Laufe  der  Zeit  aber  auch  in  ganz  gleicher  Be- 
deutung und  den  bloßen  Akk.  verdrängend:  d(o>luid  duaid  inn- 
an  dunad  'David  ging  in  ihr  Lager'  Ml.  55c  1;  oricc  fri-ssa 
lind  serb  'er  gelangt  zum  bitteren  Trank'  Wb.  7d9;  i-toimtiu 
nä-bad  do  hierüsalem  no-bertis  'in  dem  Glauben,  daß  sie 
nicht  nach  Jerusalem  gebracht  wurden'  (dativisch?)  Wb.  16d  4; 
co-toracht  inn  aidchi  sin  con-a  eoch  riata  leis  co  Emain 
Macha  'so  daß  er  diesen  Abend  mit  seinem  Pferde,  das  er  ein- 
gefahren hatte,  nach  E.  M.  kam'  Wi.268.  —  Akk.  des  Zieles  auch 
in  den  alten  c.  Gedichten:  yd  aethant  von  'they  went  to  Mona'; 
nyt  aeth  doleu  defwy  'that  he  should  not  go  to  the  dales  of 
Defwy'  Skene  II  158,  182. 

Eine  Zeitangabe:  ir.  ni  imdidnibt(h>er  ainech  and  a-llae 
sin  'no  person  will  be  protected  there  on  that  day'  Wb.  15c  25; 
cech  n-aidchi  'jede  Nacht';  cach-la  cein  .  .  in  cein  n-aili 
'das  eine  Mal  .  .  das  andere  Mal';  ro-airius  inn  aithchi  n-uili 
'ich  habe  die  ganze  Nacht  gewacht'  Ml.  95d  9;  bai  ade  and  tri 
fichtea  bliadne  'sie  war  da  60  Jahre'  Thes.  II  238.  Vgl.  c. 
beunydd  'jeden  Tag'  §  413  Anm.  Über  Zeitangaben  im  Dativ 
s.  §  422. 

Der  Akk.  steht  als  Bezeichnung  des  Zieles  nach  den  Präposi- 
tionen u'.  fo  'unter',  for  'über',  in-  'in'  (die  auf  die  Frage  "wo?"' 
den  Dativ  regieren);  nach  ar  'für'  in  verschiedenen  Verwendungen 
(Ziel  einer  Bewegung:  techt  ar-chenn  crist  'to  go  before  Christ' 
Wb.  25 d  25;  Preis,  Zweck:  ar  biad  et  ceitach  'um  Essen  und 
Kleidung'  24d  14;  do-mm-anucul  ar  cech  n-duine  'gegen*  [mit 
dem  Dat.  'vor']  Wi.  56;   ni  ar  oen-fer  na  diis  ro-cess  'not  for 


74  Akk.,  Dat.  nach  Präpositionen.  [§  414—  416 

one  man  or  two  [um  Einen  zu  erlösen]  did  he  suffer'  Wb.  4b  13;  'als': 
ni  ärmi  som  ar  chumactte  'er  betrachtet  es  nicht  als  eine  Macht' 
6a  1;  vgl.  unten  über  ar  mit  dem  Dativ);  nach  co  'zu,  bis',  fri 
'zu,  gegen';  tar  'über  —  hinaus',  sech  'i3raeter,  ultra';  ol  'wegen', 
cen  'ohne'  (zur  Etymologie  vgl.  §  517,  518);  im  'um',  et  er  'zwi- 
schen', echtar  'außerhalb'  (auch  auf  die  Frage  "wo");  nach  den 
ursprünglichen  Substantiven  la  'bei'  (1275)  und  a mal  'wie'  (1165). 
Im  Mir.  tritt  statt  des  Akk.  oft  der  Dativ  auf:  fri-sna  il-tuathaib 
'nach  ihren  vielen  Völkern'  LL57b  3;  im  Ultaib  'um  die  Ulster- 
Leute';  eter  chethri  athaib  'zwischen  den  vier  Furten'  LL  57b 
20;  55b  12.     Vgl.  I  443. 

Über  den  Akk.  nach  dem  Äqualis  s.  §  421  Anm.  2. 

§415.  Der  Dativ  steht  nach  Präpositionen  im  Sinne  eines 
Instrumentalis,  Ablativs,  Lokativs.  Instrumentalis  nach  ir.  co  n- 
'mit'.  —  Ablativ  nach  di  'von',  ö  'von,  seit',  a,  ass-  'aus';  vermut- 
lich auch  nach  do  'zu',  ^to,  welche  Präposition  sich  zu  gall.  ate- 
asl.  otü  §  107  I  177  formell  ebenso  verhält  wie  asl.  do  'zu'  zu  lat. 
ad  und  wohl  wie  slav.  d-o  gr.  7tQ-6  von  jeher  mit  dem  Ablativ 
konstruiert  worden  ist.  —  Lokativ  nach  f  o,  for,  i  n-  auf  die  Frage 
'wo';  nach  ar  in  verschiedenen  Verwendungen  (auf  die  Frage  "wo": 
höre  näd  robe  tit  ar-rao-chiunn  'weil  Titus  nicht  vor  mir  war' 
Wb.  14d  29,  vgl.  24a  15;  mc.  er-bynn  corn.  er-byn  §413  Anm.; 
'anstatt':  ir.  foirbthe  ar  anfoirbthiu  'eine  bestimmte  Zahl  statt 
einer  unbestimmten'  Wb.  9a  10;  Grund:  ni  ar  formut  frib-si 
asbiur-sa  inso  'nicht  aus  Neid  gegen  euch  sage  ich  dies'  12c  29; 
die  Grenze  zwischen  den  dativischen  und  den  akkusativischen 
Verwendungen  ist  nicht  immer  leicht  zu  ziehen;  namentlich  ist  die 
Unterscheidung  zwischen  Grund,  vorhandenen  Umständen,  die  etwas 
bewirken,  und  [zu  eiTeichendem]  Zweck  nicht  immer  selbstverständ- 
lich; daß  auch  das  einheimische  Sprachgefühl  schwanken  konnte 
zeigen  die  beiden  Sätze:  mirabilia  dorigeni  dia  ar  maccaib 
israhel  'die  Wunder,  die  Gott  vor  den  Söhnen  Israels  getan  hat' 
Wb.  IIa  28;  innahi  dorigeni  dia  ar  maccu  israhel  'das,  was 
Gott  für  die  Söhne  Israels  getan  hat'  Wb,  IIa  30);  ferner  wohl 
auch  nach  oc  'bei',  fiad  'coram'  (urspr.  ein  Substantiv),  is  'unter- 
halb', ös  'oberhalb',  iar  'nach',  re  n-  'vor'. 

§  416.  Als  Fortsetzung  des  alten  Instrumentalis  bezeichnet 
der  ir.  Dativ  ohne  Präposition  die  Art  und  Weise,  wie  etwas  ge- 
schieht: in  chruth  as  coir  'in  der  passenden  Weise'  Wb.  7b  1; 
huaraib  'bisweilen';  aithirriuch  'wiederum'  Ml.  134c  6  (aither- 


§  416.  417]  Gebrauch  des  Dativ-Instramentalis.  75 

rech  'Wiederholung'  133d  2);  condroch  oir  sen-mesib  sen- 
airotib  *a  circlet  of  gold  according  to  old  Standards'  Thes.  II  239; 
is  e  no-benfad  a  cränd  (jen-bemim  di  bun  'er  könnte  den 
Baum  mit  einem  Hieb  von  der  Wurzel  schlagen'  LU  58b  21; 
crithrib  cro  snigfid  fairne  'mit  Tropfen  von  Blut  wird  er 
Scharen  beregnen'  LL  58a  15;  do  chur  chesta  cetaib  drend 
for  cethri  coiceda  Herend  'Schwierigkeit  zu  bereiten  mit  Hun- 
derten von  Kämpfen  den  vier  Provinzen  von  Irland'  58b  26;  leir 
ingnu  'with  diligent  science'  Thes.  II  293,  16;  ro  as  gnoe  möir 
inn  ingin-i-sin  'dies  Mädchen  wuchs  mit  großer  Schönheit 
heran'  LU  42a  2;  atü-sa  mo  sain-teglach,  dib  trichtaib  cet 
•ich  bin  hier  mit  meinem  eigenen  Haushalt,  mit  zwei  Tricha-Cet' 
56b  32;  dolluid  Fedelm  Noichride  .l.  bau  'F.  N.  ging  mit 
50  Frauen  hinaus'  LU  101b  23;  anaid  sund  condarisa  mo 
choicait  'bleibet  hier,  bis  ich  mit  meinen  50  Mannen  komme'  LL 
276a  32;  immostuarcat  an  dib  coicdaib  'sie  stoßen  zusammen 
mit  ihren  je  50  Mannen'  276a  26;  tecait  de  in  dib  carptib 
'sie  ziehen  mit  den  beiden  Wägen  von  dannen'  LU  68b  4;  itö-sa 
lin  do  gona  'ich  bin  in  der  Zahl,  dich  zu  töten'  d.  h.  'ich  bin 
von  so  großen  Scharen  begleitet,  daß  ich  dich  töten  kann'  LL57a 
30;  cotre-cat  i-sin  maig  a  slögaib  ulib  LU  66a  11. 

Anm.  In  Sätzen  wie  ce  nieit  asinu  (=  as  sinu)  ais  'wie  viel  älter 
in  Alter  er  ist'  [Wb.]  34a  5  liegt  kein  Dativ-Instrumentalis  vor;  vgl. 
§  539. 

§  417.  Diese  Verwendung  des  Dativ-Instrumentalis  führt 
direkt  zur  Verwendung  als  Appositions-Kasus  hinüber:  a  triur  "in 
ihrer  Dreiheit,  alle  drei';  tussu  th-öenur  'du  in  deiner  Einzalil' 
d.  h.  'du  allein';  attaam  arn-diis  i  cuimriug  'wird  sind  beide 
in  Gefängnis'  Wb.  32a  28;  vgl.  ZE  311;  fö  a  cruib  calath- 
cethardu  'unter  ihren  (des  Pferdes)  Hufen  in  ihrer  harten  Vier- 
heit'  d.  h.  'unter  ihren  vier  harten  Hufen'  Wi.  278;  ba  miscuis 
atroillisset  dib  linaib  'Haß  hätten  sie  beide  verdient'  Wb. 4c  15; 
is  cobnesta  friu  dib  linaib  'it  is  akin  to  them  both*  Sg. 
162b  2;  comocus  a  fogur  dib  linaib  'the  sound  of  them  both 
is  akin'  6a  3;  intan  tra  bä  urlam  la  Bricrind  denam  a 
thige  mäir,  ocus  a  grianän,  ocus  an  errad  dib  linaib  do 
brothrachaib  ocus  brecanaib  ocus  cholcthib  ocus  cer- 
chaillib  'als  Bricriu  den  Bau  des  großen  Hauses  vollendet  hatte, 
und  den  Söller,  und  die  Ausstattung  aller  beiden  mit  Lagerdecken 
und  Teppichen  und  Pfühlen  und  Kissen'  Wi.  255;  —  et  hc-soni 


76  Gebrauch  des  Dativ-Instrumentalis.  [§  417.  418 

triuss  'und  er  als  der  dritte'  Wb.  7c8;  arn-öis  rechto  manetar 
gl.  inuicem  odientes  'wir  Leute  des  Gesetzes  gegenseitig'  31d  1; 
isnini  firiönaib  'wir  Gerechten'  [Wb.]  33a  7;  iudicabimus  .i. 
hireschaib  'wir  Gläubigen  (werden  urteilen)'  Wb.  9c  10;  quibus 
nos  utimur  .i.  laitnorib  'wir  Lateiner'  Sg.  4a  2;  tantum  ut 
pauperum  memores  essemus  .i.  ar  preceptorib  geinte  'wir 
Heidenapostel'  Wb.  19  a  3. 

Im  Mir.  tritt  vor  dem  possessiven  Pronomen  die  Präposition 
i  n-  ein:  is  be's  düib-si  in-farn-Ultaib  'es  ist  Sitte  für  euch 
Ulsterleute'  LL  112b  47,  vgl.  65b  43;  düinni  n-arn-Ultaib  'für 
uns  Ulsterleute'  LU  56  b  30,  41.  Im  Nir.  ist  aus  dem  mir.  air. 
Appositionskasus  ein  Prädikatskasus  beim  Verbum  substantivum 
entstanden:  tä  se  'n-a  righ  'er  ist  König'  ('er  ist  jetzt,  hier  .  . 
König';  dagegen  mit  dem  Verbum  assertivum:  is  ri'gh  e  'er  ist  ein 
König';  vgl.  die  russische  Unterscheidung  zwischen  on  byl  kupcöm 
<er  war  [zu  einer  bestimmten  Zeit,  in  einer  bestimmten  Situation] 
Kaufmann'  und  on  hyl  hupec  'er  war  ein  Kaufmann').  Vgl.  noch 
den  folgenden  Satz  aus  dem  AiTan-Dialekt:  „er  nannte  mich  k'ra- 
wdid  (cneamhaire  'Bösewicht,  Spitzbube')  und  Spion;  .^•'^  rö  7ne 
g'axddr  akoh  sin  dvidw  (ni  raibh  me  i  g-ceachtar  aca-sin 
ariamh)"  'ich  bin  niemals  das  eine  oder  das  andere  davon  (weder 
Spitzbube  noch  Spion)  gewesen'. 

Vgl.  ZfcPh.  11  377  f.,  wo  auch  über  die  mutmaßliche  Quelle 
des  mir.  nir.  i  n-  in  dieser  Konstruktion  gehandelt  ist.  Ein  Ap- 
positions-Instrumentalis  liegt  auch  vor  in  air.  te cht  mudu  'verloren 
gehen'  (madae  'vergeblich')  Wb.  16d  4,  vgl.  Strachan,  Rc.  XXVIII 
203;  auch  hier  wird  später  die  Präposition  i  n-  vorgeschoben.:  mii-, 
immudu  nir.  amudha. 

Anm.  Eine  Konstruktion  mit  i  n-  hat  schon  vor  dem  Beginn  unserer 
Überlieferung  den  Instrumentalis  als  Bezeichnung  des  Unterschieds  beim 
Komparativ  verdrängt:  teora  cethramdin  huare  aequinocht  indid 
mailliu  a  tuile  ar  cach  öen-laithiu  'three-quarters  of  an  equinoctial 
hour  by  which  the  fiood  is  slower  day  by  day'  BCr.  25  c  Thes.  II  14; 
co-rop  mäa  in  6en-sil(laib)  in  comparit  'that  the  comparative  be 
greater  by  one  syllable'  Sg.  40b  7;  vgl.  120b  2;  32a  1;  48b  5  (aber 
irlamu  de  'um  so  bereitwilliger'  Wb.  12d  29  u.  s.  w.).  —  Überhaupt  ist 
im  Ir.,  wenn  eine  alte  präpositionslose  Kasuskonstruktion  dem  Sprachgefühl 
anstößig  wurde,  mit  besonderer  Vorliebe  die  Präp.  i  n-  eingeführt  worden, 
vgl.  mir.  in  a  dochum  S.  73,  inamain  §  99  Anm.  4  I  165. 

§418.  Auch  im  Brit.  ist  der  Appositions-Instrumentahs  be- 
legt.    Ac.  hin  map  di  iob   gl.  loue  dignus  'als  Sohn  Juppiter's'; 


§418.419]  Gebrauch  des  Dativ-Instrumentalis.  77 

mc.  gororeu  y  dyffryn  oed  yn  goet  'die  Seiten  des  Tales  waren 
Wald';  ef  a  dele  bod  en  uab  yr  brenyn  'er  muß  Sohn  des 
Königs  sein'  ZE  616,  Strachan,  Introd.  S.  27;  nc.  cynnygiaf  ef 
yn  dyst  'I  offer  him  as  witness';  Duw  a  alwodd  y  goleuni  yn 
ddydd  'Gott  nannte  das  Licht  Tag';  nid  yw  y  rhai  hyn  yn 
feddwon  'diese  sind  nicht  berauscht',  Rowland  §  646 ff.  Corn. 
deugh  yn  rag  yn  kettep  guas  'come  forward,  every  fellow' 
P.  C.  1350.     Das  lenierende  c.  yn  (ac.  hin)  ist  der  Artikel. 

Anm.  In  einigen  Fällen  ist  ein  alter  Instrumentalis  durch  eine  Kon- 
struktion mit  c.  ar  ersetzt  worden:  mc.  mi  a  af  ar  vyn  deudecuet  'ich 
werde  gehen  selbzwölft';  yn  dyuot  ar  y  deugeinuet  o  varchogyon 
'mit  40  Eeitern  kommend'.     Vgl.  Strachan,  Kc.  XXVIII  207. 

§419.  Der  Instrumentalis  eines  Adjektivs  (in  der  Eegel  von 
dem  Artikel  ind,  in  begleitet)  fungiert  im  Tr.  als  Adverbium. 
Air.  in  chruth  as  coir  et  as  inricc  sanctis  .i.  ind  inricc 
donaib  nöibaib  'in  der  Weise,  die  passend  und  würdig  sanctis 
ist,  d.  h.  würdig  den  Heiligen'  Wb.  7b  1;  cid  in  chotarsnu  gl. 
et  e  contrario  Sg.  17b  9.  Da  der  Artikel  ind,  in  als  das  wesent- 
lichste Kennzeichen  der  Adverbia  aufgefaßt  wurde,  und  da  viele 
Adjektive  im  Nom.  und  im  Dativ  gleich  lauteten,  kamen  Entglei- 
sungen wie  ind  immdae  'reichlich'  Sg.  26a  5,  in  madse  gl.  sine 
causa  Wb.  19 d  16  auf.  Ferner  nahmen  die  Adjektive  auf  -de, 
-the  als  Adverbia  in  der  Regel  die  Endung  -id  (§  374  Anm.)  an: 
in  chorpdid  'körperhch'.  Artikellose  Instrumentalformen  in  adver- 
bialer Verwendung  sind  arailiu  'anders'  Wb.  21a  13  (=  alailiu 
chruth  Ml.  98d  1),  talmaidiu  'plötzhch'  Ml.  35d  1,  sainriud 
'besonders'  Ml.  120d  2;  gair  biuc  iartain  'shortly  afterwards' 
Sg.  147a  7;  airi-siu  sund  bic  'warte  du  hier  ein  Weilchen'  LL 
68  a  33  (daraus  Arran  Nom.  h'ög,  vgl.  Henebry  S.  37). 

Anm.  Die  Adverbialbildung  mit  ind  wird  allmählich  durch  eine 
Verbindung  mit  der  Präposition  co  'bis,  zu'  verdrängt:  co-mmaith  'gut' 
Wb.  7b  15,  co-lleir  'diligently'  Ml.  21a  8,  vgl.  38c  12;  39a  11;  102 d  1; 
nir.  go  luath  'quickly',  go  cealgach  'craftily',  go  däna  'boldly",  go 
h-äirithe  'especially'. 

Die  adverbialen  Instruraentalformen  sind  auch  im  C.  und  Corn. 
(an  dem  vorhergehenden  Artikel  yn  kenntlich)  in  häufiger  Yer- 
Avendung;  im  ßr.  sind  sie  belegt,  werden  aber  immer  seltener  (das 
Adjektiv  kann  im  Br.  allein  und  unverändert  als  Adv.  fungieren). 
Beispiele  §  309  I  445,  §  293,  3  I  425.  Der  Artikel  hat  im  Mbr. 
die  Form  en  oder  ent:  ent  seder  'ti'anquillemeut',  en  mat  nbr. 
ervad  'gut'. 


78  Gebrauch  des  Dativs,  des  Dativ-Ablativs.      [§420.421 

^  420.  Ein  wirklicher  Dativ  Hegt  im  Gall.  vor:  Doiros 
Segomari  ieuru  Alisanu  'Doiros,  der  Sohn  von  Segoraaros, 
machte  dies  für  Alisanos'.  Im  Ir.  und  im  Brit.  ist  jedoch  diese 
Ausdrucksweise  durch  die  Verbindung  der  Präposition  *to  mit  dem 
(mutmaßlichen)  Ablativ  verdrängt  worden:  air.  ind  indocbäl  do- 
ratad  do  crist  'the  glory  which  has  been  given  to  Christ'  Wb. 
4a  18;  mc.  rodi  bonclust  mawr  y  "Wenhwyfar  'der  Gwenh^^7- 
far  eine  kräftige  Ohrfeige  zu  versetzen'.  Der  sogenannte  Dativ  der 
Nomina  hat  also  im  Neukeltischen  keine  wirklich  dativische  Funk- 
tion (es  sei  denn,  daß  der  in  §  415  als  Lokativ  gedeutete  Kasus 
nach  gewissen  Präpositionen  in  Wirklichkeit  dativisch  sein  sollte; 
so  eventuell  nach  fiad).  Nur  die  infigierten  persönlichen  Pro- 
nomina können  noch  dativisch  fungieren  (beim  Verbum  'sein'):  air. 
massu  bethu  frecndirc  tantum  no-m-thä  'wenn  mir  nm*  das 
gegenwärtige  Leben  ist',  'wenn  ich  nur  das  gegenwärtige  Leben 
habe'  "Wb.  13c  10;  mc.  nym  tawr  'es  kümmert  mich  nicht',  br. 
ne-m-deur  'je  ne  veux  pas'  u.  s.  w. 

§  421.  Im  Sinne  des  alten  Ablativs  bezeichnet  der  Dativ 
ohne  Präposition  im  Irischen  nach  einem  Komparativ  das  zweite 
Glied  des  Vergleiches:  air.  na-bad  lia  diis  no  thriur  'es  darf 
nicht  mehr  als  zwei  oder  drei  Leute  sein'  Wb.  13a  4;  ni  diliu 
nech  limm  alailiu  'der  Eine  ist  mir  nicht  lieber  als  der  andere' 
23a  14.  Ein  Dativ  liegt  wohl  auch  vor  in  creitmech  sin  as 
messa  an  creitmech  'dies  ist  ein  Gläubiger,  der  schhmmer  als 
ein  Ungläubiger  ist'  Wb.  28  d  23;  die  Endung  dieses  Wortes  läßt 
sich  nämHch  auf  -äko-  zurückführen  (§  377,  2  b),  und  das  Fehlen 
des  -M-Umlauts  erklärt  sich  aus  §  248  Anm.  I  357  (die  Form 
ancretmiuch  Wb.  10a  5  ist  dann  eine  morphologische  Ent- 
gleisung). 

Anm.  1.  Mit  dieser  Konstruktion  konkurriert  eine  andere,  wonach  das 
zweite  Komparationsglied  in  einem  besonderen  mit  air.  ol-däu  'über  das 
hinaus,  was  ich  bin'  'als  ich  bin',  3.  Sing,  ol-daas,  3.  PI.  ol-date  ein- 
geleiteten Satze  als  Subjekt  eingeführt  wird:  is  ferr  precept  oldaas 
labrad  il-beelre  'besser  ist  die  Predigt  als  das  Reden  in  vielen  Sprachen' 
Wb.  12 d  7.  Für  ol-däu  erscheint  in  den  jüngeren  air.  Denkmälern  in- 
däu:  asberad  som  na-m-bu  tressa  dia  hirusalem  im-boi  dia 
cecha  cathrach  'er  pflegte  zu  sagen,  daß  Jerusalems  Gott  nicht  mächtiger 
sei  als  der  Gott  jeder  anderen  Stadt'  Ml.  53d  6;  mir.  1.  Sing,  an-di'i-sa, 
2.  Sing,  an-dai-siu,  3.  Sing,  an-das  und  an-dä;  daraus  mit  Verlust 
der  Flexion  die  nir.  Partikel  nä  'als'.  Vermutlich  ist  in-dau  mit  i-täu 
'worin  ich  bin'  identisch;    zur  Eestitution  des  -n-  vgl.  §  263,  1  I  391  und 


§  421.  422]      Gebrauch  des  Dat.-Ablativs,  -Lokativs.  79 

§  268  I  400  (die  gleiche  Kestitution  auch  in  in -da  leu  'es  scheint  ihnen' 
Ml.  39c  34:  ata  lat  'es  scheint  dir'  Wb.  25b  17);  mit  Bezug  auf  die 
Bedeutung  wäre  die  Entwickelung  'worin'  >  'was',  vgl.  ramis  non  pe- 
percit  .i.  indat  iudei  'welche  (Prädikatsnomen)  die  Juden  (Subjekt) 
sind'  '\yb.  5b  34;  is  ernaigde  fil  and  'it  is  a  prayer  that  is  therein" 
'es  (Subjekt)  ist  ein  Gebet  (Prädikatsnomen)'  Ml.  38  eil,  vgl.  ZfcPh.  II  380. 
Das  'als'  wäre  vor  dem  'was  ich  bin'  gar  nicht  ausgedrückt;  vgl.  ni  b;'i 
nech  bas  ferr  no-d-glefe  atai-siu  'niemand  wird  besser  den  Streit 
schlichten  als  du'  Wi.  282,  5.  (Eine  andere  Erklärung  gibt  Julius  Pokorny 
brieflich  [KZ  XLI"V]:  indaas,  wofür  Ml.  34a  5  indas  steht,  wäre  Konta- 
mination von  oldaas  mit  indas  'Weise'  mit  folgendem  Relativsatz). 

Anni.  2.  Nach  dem  Äqualis  steht  das  zweite  Komparationsglied  da- 
gegen im  Akk. :  air.  sonartaidir  siebe  'so  stark  wie  die  Berge'  ]^I1.90b  4 
(moir  sleb(e>  'so  groß  wie  die  Berge'  gl.  sicut  montes  Ml.  55 d  11);  mir. 
moir  beolu  midchuaich  'so  groß  wie  die  Öffnung  eines  Metbechers' 
LU  59a  39;  vgl.  LL  252b  35,  Wi.  176,  15,  Corm.  prüll.  Der  Akk.  in 
diesem  Falle  und  nach  amal  'wie'  ist  wohl  eine  (speziell  keltische)  Ver- 
wendung des  Akk.  des  Zieles.  —  Dagegen  mir.  com-dhub  fri  hec  *so 
schwarz  wie  der  Tod'  (und  später  metithir  ri  durnu  'so  groß  wie  Fäuste'), 
mc.  kyn  decket  ac  Adaf  'so  schön  wie  Adam'. 

§  422.  Als  ursprünglicher  Lokativ  bezeichnet  der  Dativ 
ohne  Präposition  den  Ort  (auf  die  Frage  "wo").  Ir.  siu  'hier' 
(is  maitli  siu  et  tall  gl.  promissionem  habens  uitae,  quae  nunc 
est,  et  futiu-ae  'es  ist  gut  hier  und  jenseits'  Wb.  28dl;  auch  i-ssiu 
13b  21);  häufig  als  Augens  (ani-siu  'dies  hier').  Ir.  cinn  rehe 
'at  the  end  of  a  space'  Wb.  4c  11,  vgl.  I  272  (nir.  i  g-cionn). 

Zeit  ("wann"):  air.  ind-echt-so  'dies  Mal,  jetzt'  Wb.  4a  8 
u.  s.  w..  daraus  mir.  fo-desta  (daneben  häufig  in  Wb.  in  fecht 
so,  woraus  mir.  ifesta,  festa  nir.  feasta;  Nominativ?);  —  ir. 
in-diu  'heute'  c.  he-ddyw  acorn.  hef)eu  mcorn.  hethew  mbr. 
hiziu  nbr.  hirio  167  (in-  ist  der  Artikel,  vgl.  das  Pronomen  he- 
im C.  u.  s.  w.;  vielleicht  hat  man  aber  später  in  dem  in-  in  in- 
diu  und  in  in-nocht  'heute  Nacht'  c.  heno  corn.  haneth  mbr. 
henoz  die  Präposition  i  n-  gesehen;  in  ir.  in-dhe  'gestern'  I  89 
und  in-tremdid  123  ist  die  Silbe  in-  niu'  analogisch  eingeführt, 
die  Frage  nach  ihrer  Bedeutung  daher  müßig;  in  imbärach  mc. 
avory  nc.  y  fory  corn.  avorow  I  99,  §  370  mögen  von  jeher 
Präpositionen  stecken;  jedenfalls  steckt  darin  kein  Lokativ;  in  im- 
buaruch  I  99  kann  im-  analogisch  nach  im-barach  eingetreten 
sein);  eine  Analogiebildung  ist  ir.  co-ssin-diu  'bis  heute'  (co 
müßte  den  Akk.  regieren);  —  aidchi  'in  der  Nacht'  Ml.  55c  1; 
mir.  feotar  and  ind   aidchi  sin    'sie  schliefen  diese  Nacht  dort' 


80  Gebrauch  des  Dativ-Lokativs,  des  Genitivs.    [§  422  —424 

Wi.  285  (aber  feötar  and  ind  adaig  sin  Wi.  286  mit  einer 
jüngeren  Form  des  Dativs;  oder  Nominativ?). 

Anm.  Mit  Präposition:  fri  dei  'am  Tage'  Wb.  9a5;  i-sind  aidchi 
du-d-choisgedar  'in  der  darauf  folgenden  Nacht'  Ml.  62c  6b.  —  hua- 
raib  'bisweilen'  ist  eher  ein  Instrumentalis  als  ein  Lokativ,  s.  §  416.  — 
Über  den  Akk.  in  Zeitangaben  s.  §  414  (ob  in  ir.  dia  domnich  'Sonn- 
tags', dia  brätha  'am  jüngsten  Tage'  der  Akk.  oder  der  Nom.  vorliegt, 
läßt  sich  nicht  erkennen).  —  Über  den  Gen.  in  Zeitangaben  s.  §  423. 

Ein  Lokativ  liegt  vielleicht  auch  vor  in  den  ir.  Redensarten 
airmitiu  feid  'ehren',  airbert  biuth  'benutzen',  frecor  ceill 
'verehren',  vgl.  Verbalverz.  -moiniur,  her-,  -cuiriur. 

§  423.  Der  adverbielle  Genitiv  ist  selten  belegt.  Er  kommt 
im  Ir.  in  Zeitangaben  vor:  oeuach  dognithe  la  Ultu  cecha 
bliadna  'ein  Markt  wurde  von  den  Ulsterleuten  jedes  Jahr  ab- 
gehalten' Wi.  205;  is  ed  ä  eret  is  gessi  dia  cene  liibether  in 
hac  uita  'das  ist  die  Dauer  dessen,  daß  man  zu  Gott  beten  soll, 
so  lange  (Gen.  von  cian  'Zeit')  man  in  diesem  Leben  ist'  Ml. 
107 d  8,  vgl.  33a  1.     Vgl.  noch  höre  'weil'. 

Ferner  Averden  im  Ir.  einige  Adjektive  mit  dem  Gen.  verbunden: 
be  söir  mo  brethre  'I  shall  be  free  as  regards  my  word'  Wb. 
4c  18;  am  essamin-se  precepte  'ich  bin  furchtlos  in  der  Pre- 
digt' 23b  7;  gressich  foigde  na  pronn  'constant  (Plur.)  in  beg- 
ging  for  dinners'  31b  23;  reil  sersoilcthe  beoil  oc-a  fogur  gl. 
apertum  'offenbar  mit  Bezug  auf  die  Öffnung  des  Mundes  bei  seiner 
Aussprache'  (es  ist  von  dem  Laut  m  die  Rede)  Sg.  14a  16;  am 
irlam  techte  martre  'ich  bin  bereit,  ins  Martyrium  zu  gehen' 
Wb.  13c  8  (aber  irlaim  do  dul  bäis  16a  3);  nidan  chumachtig 
forn-irisse  'wir  haben  keine  Macht  über  euren  Glauben'  14c  41; 
am  tualang  dano  a  hetarcerta  'ich  bin  auch  im  Stande,  sie 
zu  deuten'  12d  22;  vgl.  31b  11;  ammi  tuailnge  arm-brethre 
gl.  quales  sumus  uerbo,  tales  et  facto,  'wir  sind  unseres  Wortes 
mächtig,  wir  sind  im  Stande,  unsere  Worte  zu  verwirklichen'  17  b  5 
(daneben  finden  sich  Beispiele  mit  einem  unflektierten  Infinitiv: 
bä  tualang  cäch  forcital  alaili  'let  each  be  fit  to  instruct 
another'  6d  13;  as  tualang  deacht  todiusgud  crist  'daß  die 
Gottheit  im  Stande  ist,  Christus  aufzuerwecken'  13c  15;  Akk.?). 

Anm.  Vgl.  mc.  ny  bydy  anuodlawn  y  phryt  'thou  wilt  not  be 
displeased  with  her  form',  Strachan,  Introd.  S.  22f. 

§  424.  Der  adjektivisclie  Genitiv  (der  von  substantivischen 
Satzteilen  regierte  Genitiv)  ist  im  Irischen  mit  verschiedenen  Be- 
deutungsnüancen   häufig    (als    possessiver    Genitiv,    beschreibender 


§  424]  Gebrauch  des  Genitivs.  81 

Genitiv,  objektiver  Genitiv,  Genitivus  generis,  selten  als  partitiver 
Genitiv)  und  kann  teils  attributiv,  teils  prädikativ  stehen:  air.  rad 
da  ^die  Gnade  Gottes',  beoil  in  chalich  'die  Ränder  des  Bechers', 
di  secnib  in  domuin  'von  den  weisen  Leuten  der  Welt';  is  dee 
int  soilse  amal  as-n-dse  inna  dorche  'the  light  is  God's  even 
as  the  darkness  is  God's'  Ml.  140c  5;  —  muince  III  n-ungae 
'a  necklace  o£  three  ounces';  ba  meite  limm  ni  scartha  friumm 
'it  were  much  to  me  that  thou  hadst  not  separated  from  me'  Wb. 
29 d  8  (mir.  meti  'ich  wünschte,  möchte  wünschen'  LL  276a  41); 
in  duine  in  chainchomraic  hi  'der  Mann  dieses  freundlichen 
Verhältnisses'  gl.  intimae  famiharitatis  Ml.  61c  2;  bäs  etarscartha 
coirp  et  anme  'der  Tod,  der  in  Trennung  von  Körper  und  Seele 
besteht'  Wb.  13c  1;  fer  denma  bairgine  'ein  Mann,  der  Brot 
bäckt'  Sg.  184  b  3;  der  regierende  Begriff  ist  nicht  ausgedrückt  in 
mir.  fagabar  do  f  eraib  Herend  tairismi  comrama  frim-sa 
'man  finde  unter  den  Männern  Irlands  (denjenigen)  des  Standhaltens 
im  Kampfe  gegen  mich  (=  Einen,  der  den  Kampf  mit  mir  be- 
stehen kann)'  Wi.  100,  22;  air.  it  diil  tanaisi  'sie  sind  der  zweiten 
Deklination  (gehören  zur  zweiten  Dekhnation)'  Sg.  107a  2;  it  he 
sidi  et  in  beso  'it  is  these  things  that  are  customary'  Ml.  27a  9; 
mir.  is  cuil  'es  ist  Sünde'  (Gen.  von  col),  s.  Kuno  Meyer,  Con- 
tributions  549,  Strachan,  Eriu  I  11;  —  air.  icc  in  domuin  'die 
Erlösung  der  Welt'  Wb.  5c  14;  oc  tuiste  düile  'in  creating  the 
Clements'  5c  16;  irlaim  do  dul  bäis  'bereit,  in  den  Tod  zu  gehen' 
16a  3;  dia  luid  Duaid  for  longais  tri  glenn  losafäd,  d-am- 
bidc  Semei  di  chlochaib  oc-a  t(h)echt  'als  David  sich  durch 
das  Tal  von  Josaphat  in  die  Verbannung  begab,  bewarf  ihn  Semei 
mit  Steinen  auf  diesem  Gang  (als  er  dies  ging)'  Ml.  58c  4;  — 
mör  n-amri  'much  of  marvel'  Wb.  13a  33;  15d  21;  mir.  an- 
gaisceda  tue  o  Scäthaig  'das  von  Waffentüchtigkeit,  was  er  von 
Scäthach  mitgebracht  (gelernt)  hat'  'die  Waffentüchtigkeit,  die  er  bei 
S,  gelernt  hat'  LL  107a  41;  mir.  cechtar  mo  da  dernand, 
cechtar  mo  da  gualand  'jede  von  meinen  beiden  Handflächen, 
Schultern'  LL  67a  28;  air.  cechtar  n-äi  u.  s.  w.  §  407,  1;  ocht 
f  ich  et  "acht  der  Zwanzig"  'acht  und  zwanzig'.  Der  Genitivus 
generis  und  partitivus  wird  jedoch  meist  (deutlicher)  mit  Hülfe 
der  Präposition  di  ausgedmckt:  mör  di  maith  'viel  des  Guten' 
Wb.  IIa  20,  vgl.  4b  10;  an  dorigeni  di  maith  'what  good  he 
has  done'  Wb.30a  8;  an  du  imnedaib  7  frithoircnib  fodaimi 
'what  of  afflictions  and  injuiies  thou  sufferest'  Ml.  55  d  11. 

Podersen:  Vgl.  kelt.  Gramm.    IT.  (J 


82  Gebrauch  des  Genitivs.  Flexion  der  -o-Stämme.     [§424.  425 

Der  Genitiv  steht  nach  den  meisten  als  Präpositionen  ver- 
wendeten Substantiven:  cinn  rehe  'at  the  end  of  a  space'  Wb. 
4c  11;  dochum  Poil  'zu  Paulus'  31  d  19;  is  ar-chenn  focheda 
dodechommar  'it  is  to  meet  suffering  that  we  have  come'  25a  12. 

Anm.  1.  laisbeicclim-sa  liegt  kein  Genitiv  vor,  s.  §  239  Anm. 
I  343. 

Anm.  2.  Der  Genitiv  eines  Substantivs  steht  in  der  Prosa  regelmäßig 
nach  dem  regierenden  Substantiv  und  ist  zum  großen  Teil  schon  durch 
diese  Wortstellung  (und  durch  die  Eegeln  über  den  Gebrauch  des  Artikels) 
deutlich  gekennzeichnet,  weshalb  die  alte  Konstruktion  nach  dem  Verlust 
der  Flexion  im  Brit.  noch  zum  größten  Teil  erhalten  bleiben  konnte:  mc. 
drws  y  pebyll  'die  Türe  des  Zeltes',  ystlys  y  fforest  'die  Seite  des 
Waldes',  diaspat  gwreic  'Geschrei  einer  Trau';  com.  map  Maria  'der 
Sohn  von  Maria',  both  ow  thas  'the  will  of  my  Father',  beth  an  trey- 
tor  'das  Grab  des  Verräters',  thepentrydeyth  'atthe  end  of  three 
days',  then  beth  men  'dem  steinernen  Grabe'  E.  D.  23,  157,  337,  45,  389; 
br.  tud  an  ti  'die  Leute  des  Hauses',  poan  galoun  'mal  de  coeur'.  Vgl. 
die  Beispiele  I  452  ff.  Über  Univerbierung  einer  Genitivkonstruktion  s. 
§  354.  Im  Corn.  und  Br.  wird  die  alte  Konstruktion  in  größerer  Aus- 
dehnung als  im  C.  durch  eine  Präpositionalverbindung  ersetzt:  corn.  yn 
beth  a  ven  'in  ein  steinernes  Grab'  E.  D.  2;  br.  an  dud  euz  an  ti  'die 
Leute  des  Hauses',  Ernault,  Gramm.  S.  14. 

In  der  ir.  Poesie  kann  der  Gen.  vor  dem  regierenden  Worte  stehen, 
Thurneysen  Handb.  156;  vgl.  über  das  C.  oben  §  324  I  476. 

Flexion  der  -o-Stämme. 

§  425.  Irische  Paradigmen:  fer  'Mann'  mask.,  cenel  'Ge- 
schlecht' neutr. 

Sing.  Plur.                                  Dual 

N.in  fer  N.  ind  fir                        KA.in  da  fer 

V.ä  fir  ä  firu                             D.don  dib  feraib 

A.in  fer  n-  inna  firu                      G.in  da  fer 

D.  dond  fiur  donaib  feraib 

G.ind  fir  inna  fer  n- 

N.A.a  cenel  n-  inna  cenel,  cenela  in  da  cenel  n- 

D.doncheneul        donaib  cenelaib  don  dib  cenelaib 

G.in  cheneuil        inna  cenel  n-  in  da  cenel 

Anm.  1.  Beispiele  für  die  Infektion:  crann  'Baum'  (neutr.).  Dat. 
crunn.  Gen.  cruinn;  ball  'Glied',  Dat.  bull.  Gen.  boill,  PL  Nom.  boill 
(restituiert  baill),  Akk.  bullu,  baullu;  rath 'Gnade' (neutr.),  Dat.  rath. 
Gen.  raith  (ähnlich  macc  'Sohn'  §  236  Anm.  2  I  338);  son  'Laut',  Dat. 
sun.  Gen.  suin,  Akk.  Plur.  sunu;  folt  'Haar',  Dat.  folt  (mir.  fult  §  252 
Anm.  5  I  364);  ech  'Pferd'  §  236  Anm.  3  1338,  §252  Anm.  9a  1367;  nert 


§  425. 426]  Flexion  der  -o-Stämme.  83 

'Kraft' (neutr.),  Dat.  neurt,  Gen.  neirt  1368;  lebur  'Buch',  Dat.  libur. 
Gen.  libuir  (mit  Svarabhakti vokal  zwischen  -b-  und  -r);  cenn  'Kopf 
(neutr.),  Dat.  ciunn  (cinn  §  175  Schluß  I  272),  Gen.  cinn  (mit  mouil- 
liertem -nn);  cenel  s.  oben;  fiach  'Schuld',  Dat.  fiach,  Gen.  foich;  — 
in  nachtoniger  Silbe:  galar  'Krankheit'  (neutr.),  Dat.  galar  (Suffix  -aro-); 
hiressach  'gläubig'.  Dat.  hiressach.  Gen.  hiressich,  hiressig, 
Akk.  Plur.  hireschu  (§  248  Anm.  I  357);  saithar  'Mühe'  (neutr.),  Dat. 
saithur,  Gen.  saithir  (Suffix  -ero-);  biad  'Essen'  (zweisilbig;  neutr.), 
Dat.  biud,  Gen.  biid. 

Anm.  2.  Britannische  Reste:  Singularkasus  s.  §413  Anm.  Vom  Nom. 
Plur.  ausgegangen  sind  die  brit.  umgelauteten  Plurale:  c.  march  'Pferd' 
com.  margh,  Plur.  c.  meirch  corn.  mergh;  c.  moUt  'Widder'  br. 
maout,  Plur.  c.  myllt  br.  meot;  c.  oen  'Lamm'  corn.  oan  br.  oan, 
Plur.  c.  wyn  ncorn.  ean  br.  ein.  Diese  Pluralbildung  auch  bei  den  alten 
Neutra:  c.  aradr  'Pflug'  br.  arar,  Plur.  c.  ereidr,  erydr  br.  erer.  Vgl. 
§  255 — 257.    Über  umgebildete  Formen  wie  c.  meibion  s.  §  452,  vgl.  S.  71, 

§  426.  Die  Rekonstruktion  der  ursprünglichen  Flexions- 
formen kann  auf  Grund  der  Regeln  der  Infektion  im  Ir.  und  Brit. 
(s.  darüber  I  336 — 384)  und  auf  Grund  der  Sandhiregeln  (I  389 
— 417,  427 — 476;  die  Sandhiregeln  sind  deuthcher  beim  Artikel 
als  beim  Substantiv)  zum  Teil  mit  fast  vollkommener  Sicherheit 
stattfinden.  Dazu  kommt  das  Zeugnis  des  Gallischen  und  der 
Ogaminschriften  (und  der  Formen  mit  erhaltenem  Auslaut  im  Ir. 
§  427)  und  schließHch  die  Vergleichung  mit  den  anderen  idg. 
Sprachen.     Demnach  waren  die  Endungen: 

Sing.  Nom.  Mask.  -os:  gall.  2Eyof.iaQog  MN.     Vgl.  gr.  l6y-o-g. 

Vok.  -e.     Vgl.  gr.  X6y-e  (s.  §  252  Anm.  6  I  366). 

Akk.  (und  Nom.  Neutr.)  -om:  gall.  vE(.iriTOv  'Heiligtimi'.  Vgl. 
gr.  loyov^  lat.  dominum. 

Dat.  weist  zunächst  auf  eine  Endung  -ü  (>  brit.  l\  erhalten 
in  gall.  Alisanu  MN;  dies  -ü  wird  aus  -ö  entstanden  sein,  das 
wohl  lautgesetzlich  auf  idg. -ö  (Instrumentalis;  lit.  gerüo-ju  "^dm-ch 
den  guten',  skr.  vrkä  'durch  den  Wolf),  idg.  -öi  (Dativ,  gr.  Xoyw), 
idg.  -öd  (Ablativ,  altlat.  Gnaiuöd  prognätus  'von  Gnaeus  ge- 
boren, gezeugt',  skr.  V2-käd  'von  dem  Wolfe';  die  älteste  Endung 
des  Ablativs  war  allerdings  wohl  nicht  -öd,  sondeni  -äd,  worauf 
das  Baltisch-Slavische  deutet:  lit.  Abi.  Gen.  vilko  abulg.  vlka  'von 
dem  Wolfe,  des  Wolfes').  Dagegen  konnte  die  idg.  Lokativendung 
-oi  (gr.  oYkol  'zu  Hause')  nicht  kelt.  -ö  >  -ü  ergeben;  -oi  ist  aber 
durch  -öi  ersetzt  worden  nach  dem  Muster  der  -«-Stämme,  deren 
Dativ  und  Lokativ  den  gleichen  Ausgang  -äi  hatten. 

Gen.  -l:    Ogam  MAQI   'des  Sohnes',   gall.  Segomari   MN. 


84  Flexion  der  -o-Stämme.  [§  426 

Ist  identisch  mit  dem  lat.  Genitiv  auf  -l  (domini)  und  mit  einem 
adverbiellen  Kasus  auf  -l  des  Skr. :  mithuni  karöti  'paart'  [mUhuna-m 
'Paar';  "macht  des  Paares",  "macht  zum  Paare").  S.  darüber 
Wackernagel,  Melanges  Saussure  S.  125 — 152. 

Flui*.  Nom.  Mask.  -oi:  gall.  Tanotaliknoi  *die  Söhne  des  Danno- 
talos'. Stimmt  zu  gr.  löyoL,  lat.  domini.  Die  Endung  -oi  war 
urspr.  nur  in  der  Pronominalflexion  zu  Hause;  die  Nomina  hatten 
die  Endung  -ös,  vgl.  got.  wulfös  'Wölfe'. 

Vok.  -öS  (die  alte  nominale  Nominativendung). 

Akk.  Mask.  -öns.  Vgl.  gr.  kret.  odel-ovg  'Obole',  gr.  ^oyovg, 
lit.  vilküs  'Wölfe',  skr.  vrkän,  im  Sandhi  vrkqs, 

Nom.  Akk.  Neutr.  -ä  (ir.  cenel).  Vgl.  abulg.  Uta  'Jahre', 
skr.  jiigä  'Joche'.  Die  Nebenform  ir.  cenela  hat  eine  aus  dem 
Fem.  stammende  Endung.  Die  umgelautete  Form  des  ßrit.  steht 
unter  dem  Einfluß  des  Mask. 

Dat.  etwa  -o-bhis  (daß  der  Vokal  vor  der  Flexionsendung  ein 
-0-  gewesen  ist,  läßt  sich  allerdings  nicht  beweisen;  nach  §  171,  1 
I  265 f.  kann  in  dem  irischen  -a-  jeder  beliebige  kurze  oder  lange 
Vokal  oder  Diphthong  gesucht  werden),  vgl.  skr.  lustrumentaHs 
vrke-bhis  'durch  die  Wölfe'.  Das  Gallische  hat  in  dativischer 
Funktion  eine  auf  -bhos  zurückgehende  Flexionsendung  gehabt 
(belegt  bei  einem  -r-Stamm  und  einem  -ä-Stamm  in  ixaiqeßo  Na- 
fiavoL/Mßo  'to  the  Nemausian  Mother-goddesses'),  vgl.  skr.  Dativ 
vrke-bhjas  'den  Wölfen',  lat.  Fem.  deä-bus. 

Gen.  -5m  >  -om  (§  155  I  248):  Ogam  TßlA  MAQA  'der 
drei  Söhne'  (zum  -a  vgl.  §  154  I  247).  Vgl.  gr.  ?.6ywv,  S-ecöv,  lat. 
Gen.  Plui'.  de  um. 

Dual  Nom.  Akk.  Mask.  -öu  >  -ou  (vgl.  die  Formen  des  Zahl- 
wortes 'zwei'  §  37,  3  I  55).  Vgl.  skr.  vrkäu  'die  beiden  Wölfe'. 
Der  Langdiphthong  -öu  ist  also  anders  behandelt  worden  als  der 
Langdiphthong  -öi  im  Dat.  Sing. 

Nom.  Akk.  Neutr.  hatte  im  Idg.  dieselbe  Endung  wie  die 
femininen  -ä-Stämme.  Im  Keltischen  ist  (wie  im  Gr.  und  im  Lat.) 
Anschluß  an  das  Mask.  eingetreten,  jedoch  so,  daß  nach  dem  Neutr. 
Eklipse  stattfindet  (§  263,  7  I  392  und  §  408  Schluß). 

Dat.  etwa  -o-bhem,  vgl.  skr.  vrkä-bhjäm  'den  beiden  Wölfen' 
{-bhem  :  skr.  -bhjäm  wie  Dat.  Plur.  -bhos  :  skr.  -bhjas). 

Gen.  etwa  -ou;  eine  derartige  Endung  ist  im  Lit.  und  Iran, 
für  den  Lokativ  belegt  (lit.  pusiaü  'mitten  entzwei'  von  püse 
'Hälfte'),  während  das  Iranische  für  den  Genitiv  eine  abweichende 


§426—429]  Flexion  der  -o-  und  -yo-Stämme.  85 

Form  voraussetzt.  Es  kann  sich  aber  im  Iran,  um  eine  unurspriing- 
liche  Differenzierung  der  beiden  Kasus  (die  im  Skr.  gleichlauten: 
vrkajös  'der  beiden  Wölfe,  in  den  beiden  Wölfen')  handeln.  Über 
die  Sandhiregeln  s.  §  307  Anfang  I  441  und  §  263,  7  I  392  (der 
im  Nom.  Akk.  bestehende  Gegensatz  zwischen  dem  Mask.  und  dem 
Neutr.  ist  analogisch  auch  in  den  Genitiv  eingeführt  worden). 

§  427.  -o-Stämme  mit  erhaltenem  Auslaut  (§  159  I  251  ff). 
Paradigma:  ir.  beo  'lebendig'. 

Sing.  Plur. 

Nom.  beo  Nom.  bii  >  bi 

Vok.    (bii  >)  bi  Akk.  mir.  bi'u  (und  beoa,  beou) 

Akk.   beo  n-  (Dat.  mir.  beoaib) 

Dat.    i-t  biu 'in  deinem  Leben'       Gen.  beo  n- 
Gen.    bii  >  bi 

Die  Formen  beoa,  beou,  beoaib  sind  Neubildungen  derselben 
Art  wie  beoigidir  'belebt'  I  74.  —  Das  Paradigma  N.  A.  D.  dia 
'Gott',  V.  G.  de,  Plur.  N.  de,  A.  deu,  D.  deib,  Gen.  dia  zeigt 
Schwund  des  auslautenden  Vokals  in  denselben  Fällen  wie  die 
Paradigmen  in  §  426  und  Reduktion  des  urkelt.  e  (<  idg.  ei)  zu  e 
(später  e)  im  Hiatus.  Über  c.  duw  und  -dwy  s.  §  222,  1  I  322. 
—  Nom.  tanre  I  253,  asse  S.  16  analogisch  nach  §  428. 

§  428.     -Jo-Stämme.     Paradigma:  ir.  cele  'Genosse'. 
Sing. 


Nom. 

cele 

Plur. 

Nom. 

celi 

Dual  N.  A. 

cele 

Vok. 

ä  cheli 

ä  cheliu 

D. 

celib 

Akk. 

cele  n- 

celiu 

G. 

cele 

Dat. 

celiu 

celib 

Gen. 

cell 

cele  n- 

Die  besonderen  Formen  der  Neutra:  N.  A.  Sing,  (und  N.  A. 
Dual)  cride  n-  'Herz',  N.  A.  Plur.  cride.  In  den  Fällen,  wo 
die  Mouilherung  verloren  geht,  steht  für  -e  die  Endung  -e  >  -ae 
>  -a,  für  -iu  steht  -u,  für  -i  steht  -i,  -ai:  Nom.  dalte,  daltae, 
dalta  'Zögling',  Dat.  daltu.  Gen.  dalti,  daltai.  S.  I  350ff. 
Über  laithe,  lae,  laa  'Tag'  s.  I  133,  307 f. 

Im  ßrit.  konnte  aus  der  Flexion  der  -Jo-Stämme  kein  Gegen- 
satz zwischen  dem  Sing,  und  dem  Plural  hervorgehen;  daher  weiter- 
gebildet: c.  dynion  'Menschen',  creiddiau  'Herzen'. 

§  429.  Vereinzelte  Unregelmäßigkeiten  der  -o-  und  -jo- 
Stämme.  Ir.  demun  'Teufel',  G.  demuin  ist  im  Plur.  neuti*aler 
-Jo-Stamm:  G.  PI.  demne  Wb.  IIb  13,  N.  PI.  demna,  na  demna 
LU  43a  24—25,  50b  11.   —   Der  >-Stamm  ir.  duine  'Mensch' 


86  Flexion  der  -ä-Stämme.  [§  430. 431 

(dune)  wird  im  Plural  durch  den  im  Vokal  der  Wurzelsilbe  ver- 
schiedenen -i-Stamm  N.  A.  döini  (doini),  D.  döinib,  G.  döine 
n-  ersetzt  (vgl.  I  89).  —  Vgl.  §  442,  Anm.  1. 

Flexion  der  -ä-^  -u-,  -ja-,  -^-Stämme. 

§  430.     Paradigma  der  -«-Stämme:  tuath  'Volk'. 
Sing.  Plur.  Dual 

N.  in  tuath  N.A.  inna  tuatha  N.  A.  in  di  thuaith 

V.  ä  thuath  D.  donaib  tuathaib       D.  don  dib  tuathaib 

A.  in  tuaith  n-        G.  inna  tuath  n-  G.  in  da  thuath 

D.  don  tuaith 
G.  inna  tuaithe 

Anm.  1.  Beispiele  für  die  Infektion:  ciall  'Sinn',  A.  D.  ceill,  G. 
ceille;  toi  'Wille',  A.  toil,  D.  tuil  (§  252  Anm.  2  I  363,  vgl.  Anm.  6 
I  366),  G.  tuile;  delb  'Gestalt',  A.  D.  deilb,  G.  delbe  >  delbae  > 
delba  (I  35üf..  354);  gabäl  'nehmen',  A.  D.  gabäil,  G.  gabalae;  N. 
A.  D.  deacht  'Gottheit',  G.  deachte  >   deachtae  y   deachta. 

Die  Infinitive  verwenden  nicht  selten  die  Form  des  D.  A.  als  Nom.: 
gabäil  'nehmen',  brith  'tragen'  I  366.  Im  Nir.  ist  überhaupt  oft  die 
Form  des  A.  D.  zum  Nominativ  geworden:  seilbh  =  sealbh  'Besitz'. 

Anm.  2.  Britannisches.  Über  die  Senkung  des  -u-  und  -i-  in  der 
Wurzelsilbe  der  Feminina  s.  §  258  I382if.  Umgelautete  Plurale:  c,  maneg 
'Handschuh',  Plur.  menyg;  c.  asgell  br.  askell  'Fittich',  Plur.  c,  es- 
gyll  br.  eskell;  c.  carreg  'Felsen'  br.  karrek,  PI.  c.  cerryg  br.  ker- 
rek;  c.  br.  iar  'Henne',  PI.  c.  ieir  br.  ier.  In  einigen  Fällen  mag  aller- 
dings das  femininische  Genus  eine  Neuerung  sein  (so  bei  c.  ffön  'Stab', 
Plur.  ffyn,  vgl.  ir.  sonn  mask.);  über  pabell,  Plur.  pebyll  s.  §  255 
Anm.  2  I  374. 

§  431.  Rekonstruktion  der  Flexion  der  -«-Stämme.  Vgl. 
d'Arbois  de  Jubainville,  MSL  III  79—80,  Meillet,  Melanges  H. 
d'Arbois  de  Jubainville  S.  229—236. 

Sing.  Nom.  -ä:    Ogam  INIGENA  'Tochter'.     Vgl.  gr.  %iÖQä. 

Vok.  -a.  Vgl.  gr.  vvjxcpa.  Es  läßt  sich  jedoch  nicht  beweisen^ 
daß  der  Vok.  im  Kelt.  vom  Nom.  verschieden  gewesen  ist. 

Akk.  (im  Ir.)  -em  s.  §  252  Anm.  2  I  363.  Die  idg.  Endung 
war  -am  (gr.  Xioqäv^  lat.  terram);  sie  hegt  wohl  noch  im  Gall. 
vor:  lokan  'Grab'. 

Dat.  -äi  (idg.  Dat.  und  Lok.,  vgl.  gr.  ytoQ<^\  -äi  also  im  Ir. 
ebenso  entwickelt  wie  -ai,  -oi,  aber  anders  als  -öi  S.  83  und  brit.  -äi 
§  436  S.  89);  oder  nach  dem  Muster  der  kons.  Stämme  gebildet? 
Der  idg.  Instrum.  auf  -«  (lit.  rankä  'mit  der  Hand')  hat  im 
Irischen  keine  Reflexe. 


§431—433]  Flexion  der  -ä-,  -w-Stämme.  87 

Gen.  (im  Ir.)  -jäs  (nach  dem  Muster  der  -7-  oder  der  -jä- 
Stämme).  Die  idg.  Endung  war  -äs  (gr.  /oj^ßg);  sie  ist  erhalten 
in  ir.  mnä  §  432. 

Plur.  Nom.  -äs.  Vgl.  got  gibös  'Gaben',  lit.  rankos  'Hände', 
skr.  smäs  'Heere'.  Die  umgelauteten  Formen  des  ßrit.  stehen 
entweder  unter  dem  Einfluß  des  Mask.,  oder  sie  sind  alte  Dual- 
formen (vgl.  gr.  yjÖQai,  lat.  terrae). 

Akk.  entweder  -äs  (vgl.  got.  gibös,  skr.  smäs)  oder  -ans  (vgl. 
kret.  öaQ/tvavg  'Drachmen'  lit.  rankas).  Nach  §  447  Anm.  1  S.  101  f. 
wird  man  sich  vielleicht  für  -äs  entscheiden  müssen. 

Dat.  -ä-bhis  (idg.  Instrumentalis,  vgl.  skr.  senä-bhÜ).  Der  idg. 
Dativ  liegt  vor  in  gall.  Naf^iavoiyiaßo  §  426,  vgl.  skr.  senäbhjas. 

Gen.  -öm  >  -om.    Vgl.  Ht.  rafikij. 

Dual.  Nom.  Akk.  -ai.     Vgl.  skr.  sene  'die  beiden  Heere'. 

Dat.  -ä-bhem.     Vgl.  skr.  sena-bhjäm. 

Gen.  nicht  genau  zu  rekonstruieren;  endigte  jedenfalls  auf 
einen  ?Y7-Diphthong,  vgl.  §  426. 

§  432.     Erhaltener  Auslaut  zeigt  sich  in  den  meisten  Kasus 
des  Paradigmas  ben  'Frau'   (jedoch   nicht  im  Nom.  Sing,  und  im 
Gen.  Dual  und  Plur.). 
Sing.  N.  ben  Plur.  N. 

A.  mnäi  n- 
D.  mnäi 
G.  mnä 

Der  A.  Sing,  hat  sich  analogisch  nach  dem  Dat.  Sing,  ge- 
richtet, -äi  ist  in  diesen  beiden  Kasus  und  im  N.  A.  Dual  ein 
Diphthong  (nir.  D.  Sing,  mnaoi);  die  Dativform  mnaib  ist  innäb' 
zu  lesen,  vgl.  nir.  mnäibh.  Die  Wurzelsilbe  zeigt  idg.  Vokal- 
alternation: *g"enä,  *gunä-,  *gf''^nä-. 

§  433.  Die  -rt-Stämme  (vgl.  Nigra  RC  I  151,  Thurneysen 
KZ  XXVIII  147  fr.,  Stokes  KZ  XXVIII  291)  hatten  eigentlich 
den  Stammauslaut  -tvä,  woneben  in  gewissen  Kasus  (namenthch  im 
Nom.  Sing.)  die  idg.  Alternationsform  -ü  stand.  Im  Skr.  gibt  es 
für  derartige  Stämme  zwei  verschiedene  Flexionsparadigmen  (Gen. 
-väs  und  Gen.  -uvas,  vgl.  §  107  I  177).  Die  Ähnlichkeit  des 
letzteren  Paradigmas  mit  der  Flexion  der  konsonantischen  Stämme 
gab  zur  Bildung  eines  Nominativs  auf  -.s  Anlaß  (skr.  svasni-^ 
'Schwiegermutter'),  der  nicht  ursprünglich  ist  und  für  das  Keltische 
nicht  vorauszusetzen  ist.  Die  keltische  Flexion  war:  Nom.  -ü,  Dat. 
-iväi,  Gen.  -was.    Durch  den  Schwund  des  -w-  nach  gewissen  Kon- 


A. 

mnä 

Dual  N.  A. 

mnäi 

D. 

mnäib 

D. 

mnäib 

G. 

ban  n- 

G. 

ban 

88  Flexion  der  -ü-,  -ja-,  -i-Stämme.  [§  433 — 435 

sonanten  (I  63)  fielen  die  -Wä-Ksisus  mit  der  Flexion  der  reinen 
-ä-Stämme  zusammen  und  unterlagen  denselben  analogischen  Um- 
bildungen wie  diese;  nur  der  Nom.  Sing,  bewahrte  die  auf  eine 
Endung  -ü  weisende  Form:  ir.  muco  'Schwein',  D.  (und  A.)  muicc, 
G.  muicce  (N.  A.  PL  nicht  lautgesetzHch  mucca);  vgl.  noch  deug 
'Trank'  (mit  sonderbarem  Vokalismus,  §  252  Anm.  8  I  366;  Ein- 
fluß des  N.  A.  PI.?),  D.  (und  A.)  dig,  G.  dige.  Wenn  das  -w- 
in  den  -ivä-T^SiSus  nicht  schwinden  konnte,  trat  im  Nom.  die  En- 
dung -wä  ein:  air.  delb  'Form'  I  64. 

Eine  Spur  der  -ö-Deklination  im  Brit.  ist  c.  cainc  'Zweig' 
(1 126,  372);  dazu  urspr.  ein  Plur.  nach  dem  Muster  der  -w-Stämme: 
cangau  (wovon  ceingau,  ceingiau  Umbildungen  sind).  Im  Ir. 
mußte  die  entsprechende  Form  gec,  bei  der  keine  -w-Infektion 
möglich  war,  ganz  in  die  reine -ä-Dekhnation  übergehen.  Mc.  diawt 
'Trank'  neben  ir.  deug  erklärt  sich  durch  die  Annahme,  daß  ein 
Nom.  auf  *-gä  als  Nom.  eines  -^-Stammes  (auf  -öt-s,  kelt.  -Ut-s,  im 
Brit.  vielleicht  früher  als  im  Ir.  zu  -u  geworden)  behandelt  worden 
ist;  vgl.  §  384,  2f  S.  38  (war  dies  Wort  ursprünglich  etwa  ein  Kom- 
positum von  *de  und  *g'hü,  Alternationsform  zu  gr.  xo^  'Trank- 
opfer', vgl.  yj'-l6-g,  xv-ixo-g  'Saft,  Geschmack'?).  Noch  anders  ist 
die  Entwickelung  bei  c.  moch  br.  moc'h  'Schweine';  man  darf 
annehmen,  daß  w  nach  x  geschwunden  ist  (vgl.  brit.  x  aus  -sw- 
I  74  f.),  worauf  der  Nom.  nach  dem  Muster  der  übrigen  Kasus 
umgebildet  worden  ist. 

§  434.     Paradigma  der  -Ja-Stämme:  insce  'Rede'. 
Sing.  N.  V.  insce  Plur.  N.  A.  insci         Dual  N.  A.  insci 

A.  insci  n-  D.  inscib  D.  inscib 

D.  insci  G.  insce  n-  G.  insce 

G.  insce 

Dies  Paradigma  setzt  dieselben  Endungen  vsde  bei  den  -ä- 
Stämmen  voraus,  aber  mit  einem  vorhergehenden  j.  Nur  der  N. 
A.  PI.  weicht  ab;  hat  vielleicht  die  Endung  der  -^-Stämme  über- 
nommen. 

§  435.  In  der  Flexion  der  -i-Stämme  alternierte  der  Stamm- 
auslaut -l-  mit  -ja-  (lit.  marti  'Braut',  Gen.  marciös)  oder  mit 
-je-  (ht.  zeme  'Erde',  Gen.  zemes;  lat.  facies  mit  unursprüng- 
lichem -s  im  Nom.).  Irisches  Paradigma  (vgl.  Thurneysen,  KZ. 
XXVni  145 f.):  adaig  'Nacht'. 

Sing.  N.  adaig  Plur.  N.  A.  aidchi  Dual  N.A.  adaig 

A.  aidchi  n-  D.  aidchib  D.  aidchib 


§  435. 436]  Flexion  der  -z-Stämme.  89 

D.  aidchi  G.  aidche  n-  G.  aidche 

G.  aidche 

Für  den  Nora.  Sing,  muß  eine  Form  auf  -l  vorausgesetzt  werden. 
Für  den  Akk,  Sing,  scheint  unbedingt  -jem  vorausgesetzt  werden 
zu  müssen;  daraus  erklärt  sich  einerseits  vielleicht  die  Form  aidchi 
{-ije-  im  unbetonten  Anlaut  >  -i),  andererseits  ist  dieser  Ansatz 
eine  Bedingung  für  die  oben  §  252  Anm.  2  I  363  gegebene  Deutung 
des  Akk,  der  -ä-Stämme.  Aus  -jes  läßt  sich  der  N.  A.  Plur.  erklären 
(I  249);  man  wird  aber  dann  für  den  Gen.  Sing,  -jäs  ansetzen 
müssen,  sei  es,  daß  von  jeher  eine  Altemation  -je-  :  -ja-  im  Para- 
digma vorhanden  war,  sei  es,  daß  es  sich  um  eine  Analogiebildung 
nach  den  -;a-Stämmen  handelt.  Der  endungslose  N.  A.  des  Duals 
ist  Analogiebildung  nach  den  -^-Stämraen. 

Die  -i-Stämme  sind  im  Ir.  nur  trümmerhaft  erhalten.  Bei- 
spiele neben  adaig  :  setig  'Frau'  (eig.  "Begleiterin",  zu  einem  von 
set  'Weg'  abgeleiteten  Adjektiv  auf  -ach),  A.  D.  setchi,  G. 
setche;  Brigit  FN,  A.D.  Brigti,  G.  Brigte  (vgl.  I  100  und 
§  394  S.  48).  Sie  gehen  teils  in  die  -Jä-Deklin.  über  (die  endungs- 
lose Form  wird  aus  dem  Nom.  Sing,  verdrängt:  mir.  Nom.  aidche 
'Nacht',  nir.  oidhche),  teils  unterliegen  sie  dem  Einfluß  der  -^- 
Stämme,  sodaß  die  endungslose  Form  auch  in  den  A.  D.  dringt: 
air.  meit  'Größe',  A.  D.  meit,  G.  meite  (diese  gemischte  Flexion 
ist  auf  einige  Lehnwörter  übertragen  worden:  canöin  'Kanon, 
ßibeltext',  Gen.  canone;  vgl.  übrigens  §  442  Anm.  1  Schluß).  Von 
diesem  Zustande  aus  geschah  teils  vollständiger  Übergang  in  die 
-/-Deklination  (durch  Umbildung  des  Gen.  Sing.:  colinn  'Fleisch', 
Gen.  colno,  vgl.  c.  celain  'Leichnam'),  teils  Übergang  in  die 
-ä-Deklination  (dui'ch  Beseitigung  der  Mouilherung  im  Nom.  Sing.: 
rigan  'Königin',  Gen.  rigna^  >  rigna,  vgl.  c.  rhiain  'lady'). 
Zahlreiche  Mischungen:  inis  'Insel',  mir.  A.  D.  insi,  ah\  Gen. 
inse  und  inseo. 

§  436.  Für  die  -I-Stämme  im  Brit.  ist  ein  Nom.  Sing,  auf 
-l  durch  die  Infektion,  ein  Nom.  Plur.  auf  -ijäs  durch  die  c.  Plural- 
endung -edd  erwiesen:  c.  celain  'Leichnam',  Plur.  celanedd;  c. 
rhiain  'lady',  Plur.  rhianedd;  c.  ynys  'Insel',  mc.  Plui'.  ynyssed; 
c.  blwyddyn  'Jahr',  Plur.  blynedd  (dazu  ein  Singularkasus  in 
y  llynedd,  br.  war-lene  'voriges  Jahr'  I  113;  wenn  Dativ,  dann 
ist  -üi  im  Brit.  nicht  mit  -ai,  -oi  zusammengefallen).  Jetzt  mask., 
aber  ursprünghch  ein  -i-Stamm  ist  br.  bugel  'Knabe,  Hii-t', 
Plur.  bugale,   vgl.   corn.    bugel    c.  bugail   ir.  buachaill   I  54 


90  Flexion  der  -w-Stämme.  [§  437 

(c.  PL  bugeilydd,  ir.  G.  Sg.  buachalla  nach  der  -i-Flexion);  das 
Wort  war  iirsprünglich  offenbar  (wie  gr.  veaviäg,  xafxiäg)  ein  Kol- 
lektiv. Bisweilen  sind  jedoch  die  -e-Stämme  mit  den  -ja-  und  -jo- 
Stämmen  gemischt  worden:  c.  braint  'Privilegium'  {=  ir.  Brigit), 
Plur.  breiniau;  c.  cesail  'Armhöhle',  Plur.  ceseiliau  I  86. 

Flexion  der  -u-,  -w-,  -i-,  -j-Stämme. 
§  437.    Paradigmen  für  die  -w-Stämme:  mug  'Knecht'  mask., 
rind  'Stern'  neutr.     Vgl.  Strachan,  Eriu  I  Iff. 

Sing.  Plur.  Dual 

N.  V.  mug  N.  möge,  moga,     N.  A.  mug 

mogi 
A.  mug  n-  A.  mugu  D.  mogaib 

D.  mug  D.  mogaib  G.  mogo,  moga 

G.  mogo,  moga  G.  möge  n- 

N.A.  rind  n-  N.  A.  rind  N.  A.  rind  n- 

D.  rind  D.  rendaib  D.  rendaib 

G.  rendo,  renda  G.  rende  n-  G.  rendo,  renda 

Anm.  1.  Beispiele  für  die  Infektion:  N.  A.  D.  cath  'Kampf  (vgl. 
§  236  Anm.  2),  Gen.  catha;  daur  'Eiche'  (I  340),  Gen.  daro;  guth 
'Stimme',  Gen.  gotho;  mid  'Met',  Gen.  meda;  bith  'Welt',  D.  biuth, 
G.  betho;  gin  'Mund'  (vgl.  I  337),  -D.  giun,  G.  geno;  mess  'Urteil' 
(I  367),  D.  mess,  Gen.  messo;  N.  A.  D.  gnim  'Tat',  G.  gnimo;  cesad 
'Leiden'  (§248  Anm.  I  357),  G.  cesto;  foilsigud  'Offenbarung',  G.  foil- 
sichtho,  foilsigthe  (§  248,  2  I  357).  Der  Dat.  PI.  mindaib  von  mind 
neutr.  'Diadem'  wird  auf  Entgleisung  beruhen  (Etymologie  §  408  S.  67). 

Vor  den  Endungen  -e  und  -i  ist  der  vorhergehende  Konsonant  un- 
mouilliert;  daher  auch  die  Schreibungen  -ae,  -ai.  Im  Nom.  Plur.  der 
Maskulina  ist  -e  die  ältere,  in  Wb.  besonders  häufig  belegte  Endung,  in 
Ml.  herrscht  -i  vor:  die  Adjektive  haben  schon  in  der  ältesten  Zeit  -i  (ili 
'viele').  Im  jüngeren  Air.  dringt  die  Endung  des  Nom.  PI.  Mask.  bisweilen 
in  den  Akk.  PL:  ce  no-tectad  il-gotha  'that  it  should  possess  many 
sounds'  Sg.  197  a  11.  Der  neutrale  -M-Staram  dorus  'Türe'  hat  N.  A.  Plur. 
dorus  und  (nach  der  Analogie  der  -o-Stämme)  doirsea;  vgl.  beura 
'Spieße'  §  252  Anm.  8  I  366  (mir.  G.  PI.  innam  bir  mit  der  Endung  der 
-o-Stämme,  aber  mit  Hebung  in  der  Wurzelsilbe).  Auch  sonst  kommt 
Wechsel  zwischen  -u-  und  -o-Deklination  vor,  zum  Teil  von  dem  Neben- 
einander der  Suffixe  -to-  und  -tu-  (§  383,  §  384)  veranlaßt  und  von  Genus- 
wechsel begleitet  (torad  'Frucht'  neutr.,  Gen.  toraid  Wb.  3b  29;  9a  6; 
Ml.  83 d  9;  Nom.  Plur.  toirthi  Ml.  46c  14);  auch  ohne  Stammwechsel 
kommt  Genuswechsel  vor  (in  recht  'das  Gesetz',  Gen.  rechte;  aber  na 
tri  recte  'die  drei  Gesetze'  Wb.  29a  16  mit  neutralem  Artikel  und  mas- 
kulinischer Flexionsendung;  lin  'Zahl'  mask.  und  neutr.;  aus  etymologischen 


§438]  Flexion  der  -w-Stämme.  91 

Gründen  ist  es  allerdinj^s  wahrscheinlich,  daß  diese  beiden  Wörter  ursi^rüng- 
lich  -o-Stärame  waren,  vgl.  lat.  rectum,  plenum). 

Anm.  2.  Aus  dem  Brit.  gehören  hierher  die  Plurale  auf  ac.  -ou  u.  s.  w.: 
c.  crys  'Hemd',  PI.  mc.  crysseu  nc.  crysau  (=  ir.  criss  'Gürtel',  crius 
Thes.  II  42,  16,  PI.  cressa  I  42);  dazu  das  Kompositum  c.  gwregys 
'Gürtel',  PI.  gwregysau,  br.  gouriz,  PI.  gourizou;  ac.  hencassou  gl. 
monimenta  I  357.  Singularisch  geworden  sind  c.  geneu,  angeu  S.  16  und 
die  Neutra  c.  deigr  I  124,  drws,  com.  leys  S.  20  fneue  Plurale  c.  dagrau 
u.  8.  w.,  c.  drysau,  com.  losow  br.  louzou).  Die  Endung  -ou  u.  s.  w. 
ist  im  Brit.  sehr  produktiv  geworden;  an  alte  -Jo-,  7/rt-Stämme  gefügt 
nahm  sie  die  Gestalt  ac.  -iou  u.  s.  w.  an:  ac.  hestoriou  'sextarii'  (Sing, 
hestaur);  c.  gwreiddiau  (=  gwraidd) 'Wurzeln'  corn.  gvrythyow  br. 
grisiou.  Diese  neue  Endung  wurde  nun  ihrerseits  gleichfalls  produktiv 
und  hat  u.  a.  oft  (ganz  besonders  im  Br.)  die  einfachere  Endung  -ou  ver- 
drängt; neben  corn.  PI.  losow  br.  louzou  'Kräuter'  steht  c.  llysiau; 
br.  priedou,  priejou  von  pried  'Gemahl'. 

§  438.     Rekonstruktion  der  Flexion  der  -w-Stämme.     Sing. 

Nom.  Mask.  -us,  vgl.  lat.  friictus.  —  Akk.  Mask.  -um,  vgl.  lat. 
fructum.  —  N.  A.  Neutr.  -u,  vgl.  gr.  {.dd-v,  skr.  madhu  'Honig'. 

Der  Dativ  setzt  -U  voraus,  vgl.  gall.  ßgarov-ös  I  52;  so  lautete 
der  idg.  Instrumentalis  (aw.  vohu,  Instrumentalis  von  vamhu-i  'gut'). 
Der  idg.  Dativ  hatte  die  Endung  -ewai  (skr.  sündve  von  sünü-s 
'Sohn'),  der  idg.  Lokativ  ging  etwa  auf  -eu  aus  (skr.  sünäu);  diese 
Endungen  sind  im  Ir.  spurlos  verloren;  vielleicht  ist  der  Lok.  im 
Gallischen  in  dativischer  Funktion  erhalten :  Taqavoov  'dem  Taranus'. 

G.  -ous  (Ogam  CUNAGUSSOS).  Vgl.  lat.  fructüs,  skr. 
sünös  'des  Sohnes'. 

Plur.  N.  Mask.  -owes  aus  -eives:  gall.  Lugoues  I  98.  Vgl. 
skr.  sändvas  asl.  synove  'Söhne'.  Von  der  ir.  Endung  -e  ist  -a 
kaum  verschieden;  das  -e  konnte  schon  in  Wh.  vor  einem  enkliti- 
schen Worte  zu  -a  werden  (ar-pectha-ni  'unsere  Sünden'  Wb. 
2a  6  wie  intain  diagma-ni  'wenn  wir  gehen'  3a  15);  analogisch 
kommt  das  -a  auch  im  absoluten  Auslaut  vor:  gnima  5a  30 
u.  s.  w.  Die  Endung  -i  rührt  von  den  -/-Stämmen  her  (aber  das 
unmouillierte  Timbre  des  vorhergehenden  Konsonanten  stammt  aus 
der  alten  -M-Flexion). 

A.  Mask.  -uns.     Vgl.  skr.  sünün,  snnus-. 

N.  A.  Neutr.  -ü.  Vgl.  skr.  madhü  von  madhu  'Honig'.  Im 
Brit.  deutlicher  als  im  Ir.  belegt. 

Der  Dativ  wird  ursprünglich  eine  Endung  -u-bhis  gehabt  haben 
(vgl.  skr.  Instrumentalis  sfmnbhii);  damit  stimmt  aber  der  ir.  Voka- 
lismus nicht,  s.  §  252  Amn.  4  I  364,  Anm.  8  I  366. 


92  Flexion  der  -w-Stämme.  Ir.  die,  bö.      [§438.  439, 1. 2 

Der  Gen.  hat  die  Endung  der  -^■-Stämme,  davor  aber  das 
Timbre  der  alten  -w-Flexion.  Die  alte  Endung  war  etwa  *-o  aus 
-owöm  (asl.  synovü),  vgl.  den  Gen.  des  Duals;  sie  wurde  wegen  des 
Zusammenfalls  mit  dem  Sing,  aufgegeben. 

Dual  N.  A.  -ü.  Vgl.  skr.  sünü  asl.  syny.  —  Dat.  -u-hhem 
{vgl.  skr.  sünübhjäm)  mit  umgebildetem  Vokalismus  wie  im  Dat.  PL 
—  Gen.  -owou,  vgl.  asl.  synovu. 

§  439.  Stämme  auf  einen  i^'-Diphthong;  einsilbige  -w- 
Stämme.  1)  Ir.  die  'Tag'.  Belegt  sind  die  Kasus:  Nom.  die 
(Cormac),  air.  proklitisch  dia  (dia  brätha  'am  jüngsten  Tage',  dia 
domnich  'Sonntags');  damit  identisch  ist  c.  dydd  corn.  deth, 
dyth  br.  deiz;  Grundform  *dijeu-s,  vgl.  skr.  djäu-s  'Himmel'  gr. 
Zevg;  vgl.  §  159,  2  I  252;  —  Akk.  ir.  fri-de,  fri-dei  'am  Tage' 
I  294;  Grundform  *dijem,  vgl.  skr.  djäm  'den  Himmel',  gr.  Zijv, 
lat.  diem  'den  Tag'  (wonach  der  Nom.  dies  gebildet  ist);  mußte 
im  Ir.  mit  dem  Nom.  zusammenfallen,  ist  dann  aber  in  der  Enklise 
weiter  reduziert  worden;  —  Dat.  in -diu 'heute'  c.  he-ddyw  aconi. 
hepeu  mcorn.  hethew  mbr.  hiziu  nbr.  hirio;  Grundform  (In- 
strumentahs)  *dijü,  vgl.  lat.  diu  'bei  Tage';  s.  I  252,  294.  Im  C. 
kommt  dyw  auch  proklitisch  vor:  mc.  dyw  ieu  'Donnerstag' 
u.  s.  w.  —  Nach  Zahlwörtern  findet  sich  im  C.  eine  Pluralform 
mc.  dieu  nc.  diau;  *dijewes,  vgl.  mit  anderer  (unursprünglicher 
Vokalisation)  skr.  djävas;  erweitert:  mc.  ychydic  o  dieuoed 
'wenige  Tage'  (die  neue  Pluralendung  ist  deshalb  angetreten,  weil 
man  die  nach  Zahlwörtern  stehende  Form  als  singularisch  auffaßte). 

Anm.  1.  Mit  mc.  dieu  identisch  ist  die  Form  die,  die  proklitisch 
in  singularischer  Verwendung  belegt  ist:  die  sul  'Sonntag,  Sonntags' 
(Silvan  Evans  1457). 

2)  Ir.  bö  'Kuh',  A.  D.  boin,  G.  bou  (inis  bou  finde  'die 
Insel  der  weißen  Kuh'  Beda)  und  bö;  Plur.  N.  bai,  ba,  A.  bü, 
D.  buaib,  G.  bö,  bao  (Sg.  22b  11).  Man  darf  wohl  Sing.  N. 
*guöu-s  (vgl.  skr.  gäu-s)  und  Gen.  *guou-s  (vgl.  skr.  gö-s)  ansetzen; 
es  ist  dann  als  Zufall  zu  betrachten,  daß  im  Nom.  keine  diphthongi- 
sche Form  überHefert  ist.  Allerdings  könnte  der  A.  D.  boin,  der 
nach  dem  A.  D.  coin  von  cü  'Hund'  gebildet  zu  sein  scheint,  die 
Vermutung  wachrufen,  der  Nom.  hätte  urspr.  *&ü  aus  *guö-s  ge- 
lautet, was  nicht  zu  skr,  gäu-s ,  sondern  zu  lat.  bös  stimmen  würde. 
Der  Nom.  Plur.  bai,  ba  ist  in  der  Enkhse  entstanden  (I  294  mit 
Nachtrag)  und  darf  wohl  auf  *guöwes  (skr.  gävas)  zurückgeführt 
werden.     Der  A.  PI.  kann  auf  *guö{n)s  (vgl.  skr.  gas),  der  D.  PI. 


§  439, 2.  3.  440]     Ir.  b 6 ,  n au.  Flexion  der  -i- Stämme.  93 

auf  *guou-hhis  (skr.  gö-hhis)  zurückgehen;  der  G.  PI.  kann  in 
enklitischer  Stellung  aus  *g"oivöm  (skr.  gaväm)  entstanden  sein. 
Der  N.  A.  Dual,  der  D.  Dual,  der  G.  Dual  mußten  lautgesetzlich 
mit  dem  N.,  D.,  G.  PI.  zusammenfallen.  —  Im  Brit.  ist  das  "Wort 
im  Sing,  verschollen;  ein  Stamm  *guou-  liegt  vor  in  c.  bu-gail 
com.  br.  bugel  (ir.  buachaill)  I  54  und  in  br.  bu-genn  'Kuh- 
haut, Rindleder'  (eine  jüngere  Kompositionsform  in  c.  beu-dy  abr. 
bou-tig  §  356,  1);  sonst  verwendet  man  für  den  Singular  die 
Weiterbildung  c.  buch  corn.  bugh  br.  buc'h  S.  26.  Dazu  Plur. 
mbr.  biu  aus  *guöives;  mc.  byw,  buw  (nach  Zahlwörtern)  ist  von 
byw  'lebendig'  beeinflußt,  vgl.  1516  (auch  ir.  beo  bedeutet 'Vieh', 
Marstrander,  ZfcPh.  VII  370);  mc.  bu  (nach  Zahlwörtern)  ist  wohl 
mit  byw,  buw  identisch  (in  der  Enkhse  entstanden?),  ist  aber  als 
Singularform  empfunden  worden  und  hat  als  Ausgangspunkt  für 
die  nc.  Pluralbildung  buaid  gedient. 

Anm.  2.  Die  Dualform  mir.  brai,  broi,  brae  fem.  'Brauen'  (mit  dem 
ir.  Diphthong  ai  oder  oi)  kann  etwa  auf  *bhrdwe  zurückgehen;  vgl.  gr. 
öcpQvg  'Braue',  Dual  otpQve.  Vgl.  dazu  air.  A.  PI.  forbru  *bhrüns  (gr. 
6q:>Qvg),  G.  PI.  forbru  gl.  superciliorum  (nicht  lautgesetzlich  statt  *-brö 
aus  *bhruwöm,  vgl.  gr.  ocpQvcov).  —  Über  ir.  cnü,  crii  s.  §  447,  1,  §  443. 
3)  Ir.  N.  nau  'Schiff',  A.  D.  noi,  G.  naue,  noe,  PI.  N. 
noa,  D.  noib.  Der  Nom.  geht  auf  *wäws  (vgl.  skr.  nüu-s  gr.  vavg) 
zurück;  danach  analogisch  Lenition.  Der  A.  erklärt  sich  vielleicht 
aus  *näwm,  der  D.  aus  *näwi  (Lokativ).  Die  übrigen  Kasus  sind 
analogisch  (Endungen  der  -ä-Stämme;  -au-  >  -d-  aus  dem  Nom,). 
§  440.  Paradigmen  der  -i-Stämme:  ir.  fäith  mask.  'Pro- 
phet' (die  Feminina  wie  süil  'Auge'  haben  dieselben  Endungen 
wie  die  MaskuHna);  muir  neutr.  'Meer'. 

Sing.  Plur.  Dual 

N.  V.  fäith  N.  A.  fäthi  K  A.  fäith 

A.  fäith  n-  D.  fäthib  D.  fäthib 

D.  fäith  G.  fäithe  n-  G.  fätho,  -a 

G.  fätho,  fätha 

N.  A.  muir  n-  N.  A.  muire  N.  A.  muir  n- 

D.  muir  D.  muirib  D.  muirib 

G.  moro,  mora  G.  muire  n-  G.  moro,  mora 

Anm.  1.  Über  aig  fem.,  G.  ega,  graig  neutr.,  G.  grega,  tailm 
fem.,  G.  telma  s.  139.  Über  liaig  mask.,  G.  lega,  biail  fem.,  G.  bela 
8.  I  311.  —  Die  Mouillierung  vor  auslautendem  -t,  -e  fehlt  lautgesetzlich 
(nach  I  351)  z.  B.  bei  cnäira  mask.  'Knochen',  Plur.  N.  A.  cnämai. 

Durch    Vermischung    mit    den    -o-Stämmen    finden    sich    endungslose 


94  Flexion  der -i-Stämme.  [§440.441 

Genitive  des  Sing,  bei  gewissen  Lehnwörtern  (abbgitir  'Alphabet',  testi- 
min  'Zeugnis';  möglicherweise  spielt  es  dabei  eine  Eolle,  daß  diesen 
Wörtern  britannische  -Jo-Stämme  zu  Grund  liegen;  die  Eigentümlichkeit 
ist  aber  analogisch  verbreitet  worden,  findet  sich  z.  B.  auch  bei  posit 
'Positiv').  —  Bei  N.  A.  PI.  des  Neutr.  findet  sich  Schwanken:  air.  drum- 
mai  (nach  dem  Mask.  und  Fem.)  von  druim  'Kücken',  mir.  mara  'Meere' 
(nach  den  -o-Stämmen). 

Antn.  2.  Aus  der  -2-Deklination  stammen  die  c.  Pluralendungen  -oedd 
und  -ydd.  Mc.  gwladoed  nc.  gwladoedd  'Länder';  mc.  ieithoed  nc. 
ieithoedd  'Sprachen';  bei  einem  alten  Neutrum:  mc.  moroed  nc.  mo- 
roedd  'Meere'.  Die  Endung  -oedd  verdrängt  im  Nc.  bisweilen  ein  älteres 
-edd  (§  436):  mc.  ynyssed  'Inseln',  nc.  ynysoedd.  Mc.  gwledyd  nc. 
gwledydd  'Länder'  (Sing,  gwlad);  corn.  cowyth  'Genosse',  PI.  cowethe; 
mc.  heolyd  nc.  heolydd  'Wege'. 

§  441.  Rekonstruktion  der  Flexion  der  -z-Stämme.  Sing. 
Nom.  Mask. -is:  gall.  Na/uavoaT ig  'Einwohner  von  Nemausus'.  Vgl. 
lat.  turris,  hostis.  —  Vok.  -i.  Vgl.  gr.  oq>i.  —  Akk.  Mask. 
-im:  gall.  ratin  'die  Burg'.  Vgl.  lat.  turrim.  —  N.  A.  Neutr.  -i. 
Vgl.  lat.  mare,  gr.  I'öql. 

Der  Dat.  vertritt  wohl  einen  idg.  Instrumentalis  auf  -I  (vgl. 
skr.  Instr.  acittl  von  aeitti-s  'Unverstand')  und  einen  idg.  Lokativ 
auf  -ei  (gall.  Ucuete,  in  dativischer  Funktion,  neben  dem  Akk. 
Ucuetin  GN;  vgl.  osk.  Fuutrei  'Genetrici').  Eine  abweichende 
Endung  hatte  der  idg.  Dativ. 

Die  Endung  des  Genitivs  in  den  Ogaminschriften  ist  -OS: 
IVACATTOS,  vgl.  mir.  Eochaid  MN,  Gen.  Eochada.  Die  idg. 
Genitivendung  der  -i-Stämme  war  -ois  (vgl.  lit.  nakties  'der  Nacht', 
Gen.  von  naktis);  -ois  ist  also  im  Ir.  anders  als -oi  (z.  B.  im  Nom. 
PI.  der  -o-Stämme)  behandelt  worden.  Der  lautgesetzliche  Zu- 
sammenfall der  Genitivendungen  der  -u-  und  der  -i-Stämme  hat  zu 
der  in  §  438  angegebenen  Umbildung  des  Gen.  Plur.  (und  später 
des  Nom.  PI.)  der  -^/-Stämme  nach  dem  Muster  der  -i-Stämme  und 
zur  Umbildung  des  Gen.  des  Duals  der  -i-Stämme  nach  dem  Muster 
der  -M-Stämme  Anlaß  gegeben.  (Die  drei  Genitivformen  hätten 
lautgesetzhch  bei  den  -t<-Stämmen  -o,  -o,  -o,  bei  den  -^-Stämmen 
-0,  -e,  -e  lauten  müssen;  analogisch  in  den  beiden  Stammklassen 
-0,  -e,  -0). 

Plur.  Nom.  Mask.:  Die  alte  Endung  -ejes  (skr.  dvajas  lat.  oues 
'Schafe')  steckt  in  c.  -oedd,  §  45  Anm.  I  68.  MögHcherweise 
geht  auch  die  ir.  Endung  -i  auf  -ejes  zurück;  das  erste  -e-  ist  im 
Hiatus  zu  -i-  geworden  (§28,4138);  -ije-  im  unbetonten  Auslaut 
kann   im  Ir.  -i  ergeben   haben,   vgl.  den  Akk.  aidchi   S.  89   (da- 


§  441.  442]  Flexion  der  -i-,  -s-Stämme.  95 

gegen  ist  nicht  anzunehmen,  daß  -es  an  und  für  sich  zu  -*  geworden 
Aväre,  vgl.  den  Nom.  Plur.  der  -M-Stämme,  vgl.  auch  I  247;  über 
das  Zahlwort  ir.  tri  'drei',  auch  trii  Wb.  13a  9,  s.  S.  127).  — 
Akk.  Mask.  -ms.  Vgl.  skr.  dvin,  dvJs-  'Schafe',  got.  gastins  'Gäste'. 
—  N.  A.  Neutr.  -ija,  vgl.  lat.  maria;  aus  -ija  ist  auch  die  c.  En- 
dung -oedd  der  Neutra  erklärbar.  Das  Zahlwort  tri  'drei'  setzt 
jedoch  eine  Endung  -l  voraus  (skr.  tri). 

D.  -ibhis  (alte  Instmmentalform).     Vgl.  skr.  dvibhü: 
G.  -ijöm.     Vgl.  lat.  auium,    gr.  tquov.    Hieraus   erklärt  sich 
c.  -ydd  in  gwledydd  u.  s.  w. 

DualN.  A.  -l.  Vgl.  skr.  dvi,  Ht.  nakti.  —  D. -i-bhem.  Vgl. 
skr.  dvibhjäm.  —  Der  Gen.  hat  die  Endung  der  -w-Stämme  über- 
nommen. Die  lautgesetzliche  Endung  war  wohl  *-e  aus  -ijou,  vgl. 
asl.  nostiju  von  nosti  'Nacht'. 

Flexion  der  -s-Stämme.^ 
§  442,    Paradigma  der  -os-Stämme :  sliab  neutr.  'Berg'. 
Sing.  N.  A.  sliab  n-    Plur.  N.A.  sleibe  DualN.A.  sliab  n- 

D.  sleib  D.  sleibib  D.  sleibib 

G.  sleibe  G.  sleibe  n-  G.  sleibe 

Anm.  1.  Beispiele  für  die  Infektion:  mag  'Ebene',  D.  maig,  muig, 
G.  maige,  muige;  og  'Ei'  I  66,  §  242  Anm.  3  I  351;  nem  'Himmel',  D. 
nim,  Gr.  nime;  leth  'Seite',  D.  leith,  G.  leithe  (I  367);  tech  'Haus', 
D.  taig  (I  39),  G.  tige. 

Schwanken  zwischen  -os-  und  -o-Flexion:  cuimrech  'Fessel',  Dat.  PI. 
cuimrigib  Wb.  23b  11,  aber  cuimregaib  26d  21,  und  immer  Dat.  Sg. 
cuimriug,  N.  A.  PI.  cuimrega;  —  Nom.  PI.  tosge  (Ml.  96b  5),  och- 
tarche  (Wb.  9a  7),  etaige  (mir.,  s.  Wi.)  von  den  -o-Stämmen  tossach 
'Anfang',  ochtrach  'Mist',  etach  'Kleid';  —  log  'Lohn',  Dat.  log,  G. 
löge. 

Schwanken  zwischen  -os-  und -z-Flexion:  air.  lend  gl.  liquamen  Thes. 
II  42,  21,  lind  ds.  Sg.  73a  8,  nir.  linn  'a  pool'  (daneben  noch  ein  -m- 
Stamm:  nir.  lionn  'ale'  I  37);  air.  tir  'Land',  Dat.  tir.  Gen.  tire,  Plur. 
N.  A.  tire,  nir.  Nom.  Sing,  tir  d.  h.  t'ir.  Es  ist  möglich,  daß  air.  luib 
'Kraut',  Gen.  lubae  neutr.  war  und  hierher  gehört  (nir.  luibh  fem.). 

Anm.  2.  Britannisches:  c  nef  'Himmel',  Plur.  nefoedd;  mor  'Meer', 
Plur.  moroedd;  ma  'Ort',  Plur.  maoedd;  tir  'Land',  PI.  tiroedd  (aber 
mc.  tired);  llyn  'a  pool',  PI.  llynnoedd  (aber  mc.  llynneu).  Die  Plural- 
endung c.  -ydd  (z.  B.  in  c.  glän  'Ufer',  Plur.  glennydd,  vgl.  ir.  glend 
'Tal',  Gen.  glinde  138)  gehörte  wohl  ursprünglich  nicht  in  die  -«-Flexion. 


1.  Vgl.  Stokes,  KZ  XXVIII  291—294,  XXLX  379-380. 


96  Flexion  der  -s-Stämme.  [§  442.  443 

Eigentümlich  ist  c.  ty  'Haus',  Plur.  mc.  tei  nc,  tai  (br.  ti,  Plur.  tiez, 
Treguier  tie,  Ernault,  Gramm.  S.  21). 

Rekonstruktion.  Sing.  N.  A.  -os.  Vgl.  gr.  räyog.  —  Dat.  -es 
(endungsloser  Lokativ  wie  gr.  aleg,  lat.  penes).  Diese  Endung 
mußte  Mouillierung  und  Umlaut  des  ir.  ia  bewirken  (ir.  sleib); 
dagegen  ist  die  Hebung  in  muig,  nim  u.  s.  w.  nicht  lautgesetzlich, 
s.  §  252  Anm.  6  I  366.  —  Gen.  -esos.     Vgl.  gr.  ziyeog. 

Plur.  N.  A.  -esa.  Vgl.  lat.  genera,  gr.  Tsyea.  Die  Endung 
bewirkt  im  Ir.  lautgesetzlich  Hebung  (I  365  unten).  Aus  -esa  er- 
klärt sich  ungezwungen  auch  c.  -oedd;  c.  tei  mag  *tegja  <  *tegea 
<  *tegesa  sein;  weshalb  -e-  hier  aber  früh  unsilbisch  geworden  ist, 
bleibt  mir  unklar  (ist  das  -g-  daran  Schuld?).  —  Die  alte  Endung 
des  Dat.  (Instrumentalis)  war  -es-bhis;  diese  Form  muß  aber  im 
Kelt.  (etwa  zu  -es-o-hhis)  umgebildet  worden  sein.  —  Gen.  -esöm. 
Vgl.  lat.  generum,  gr.  Tsytojv. 

Dual  N.  A.  ist  analogisch  nach  den  -o-Stämmen  gebildet  (die 
idg.  Endung  war  wohl  -i:  skr.  mänas-l  von  mdnas  'Gedanke',  asl. 
teles-i  vom  -s-Stamm  telo  'Körper').  —  Der  Dat.  ist  ähnlich  wie 
der  Dat.  des  Plur.  umgestaltet.  —  Gen.  -esou.     Vgl.  asl.  teles-u. 

§  443.     -US-,  -IS-Stämme;  -s-Stämme  mit  altem  Hiatus.     Die 

ursprünglichen  -ws-Stämme  sind  in  die  -^^-Deklination  übergetreten. 
Das  beste  Beispiel  ist  ir.  bun  'Wurzelstock',  Gen.  bona,  mc.  bon, 
Plur.  boneu;  beweisend  für  die  ursprüngliche  Stammgestalt  sind 
die  Ableitungen  ir.  bunad,  c.  bonheddig  I  362.  Weitere  Bei- 
spiele: air.  bucht  'Brust',  Gen.  mir.  ochta  :  lat.  pectus.  Gen. 
pectoris  I  90;  ir.  crim  'Knoblauch',  Gen.  crema  I  121,  365. 

Ob  es  im  Keltischen  -is-Stämme  gegeben  hat,  ist  unsicher. 
Man  könnte  immerhin  ir.  tir,  lind,  luib  §  442  Anm.  1,  c.  Plur. 
glennydd  §  442  Anm.  2  in  diesem  Sinne  deuten;  diese  Formen 
sind  jedoch  eher  bloße  Analogiebildungen. 

Die  -S-Stämme  mit  altem  Hiatus  (nach  dem  Schwunde  eines 
s,  p,  oder  —  im  Ir.  —  eines  w,  j)  lassen  sich  nicht  immer  mit 
Sicherheit  von  anderen  Stammklassen  unterscheiden,  au  'Ohr' 
*ous  (I  55),  Gen.  Sing,  aue,  Nom.  Plur.  hoe  >  oa,  Nom.  Dual 
da  n-ö  (und  di  öe).  —  Ir.  gäo  'Lüge',  Gen.  gue,  Plur.  A.  goa 
(Wb.  31b20)  mag  wie  oben  155  angenommen  auf  *goMsos  zurück- 
gehen; der  mir.  Akk.  göi,  gäi,  göe  (neben  dem  vermutlich  älteren 
gö)  ist  jedoch  sicher  nach  der  -«-Deklination  (und  nach  nau 
§  439,  3)  gebildet.  —  Mir.  clü  'Ruhm'  (air.  clüu)  neutr..  Gen. 
clüa  wird  mit  gr.  -/.Xeog  identisch  sein;    dann  ist  aber  -ü  (statt  -ö) 


§443 — 445]     Flexion  von  ir.  mi,  von  Verschlußlaut-Stämmen.        97 

im  Nom.  unregelmäßig  (vielleicht  stammt  das  u  aus  den  anderen 
Kasus,  wie  ich  I  251f.  vermutete).  —  Auch  mir.  crü,  crüu  'Blut' 
würde  man  nach  den  brit.  Entsprechungen  (I  61)  am  ehesten 
hierher  stellen  müssen;  aber  der  ir.  Gen.  ist  crö  (cräo,  cräu) 
*qrous\  also  sind  für  das  Kelt.  wohl  zwei  verschiedene  Stämme 
anzusetzen  (der  -w-Stamm  aus  einem  älteren  -zl-Stamm;  vgl.  apoln. 
kry).  —  Air.  N.  A.  D.  re  'Raum,  Zeit,  Mond'  (re  n-iuil  gl.  luna 
lulii),  Gen.  rehe,  ree,  Plur.  na-rree  gl.  spatia  (Thes.  II  12,  31), 
D.  reib  ist  früh  fem.  geworden  (ind  re  Ml.  133b  7,  vgl.  41a  5); 
im  Brit.  scheint  das  Wort  zum  -o-Stamm  geworden  zu  sein  (mc. 
ryw,  PI.  rei  I  67).  —  Air.  gne  'Aussehen'  (c.  gne  'hue,  tint',  PI, 
gneoedd;  *ghnephas  =  gr.  /.vicpag?  falsch  1  175,  252)  schwankt 
zwischen  -os-  und  -o-Dekhnation:  Sing. N.  A.  gne,  D.  (als  -s-Stamm) 
gne,  G.  (mir.,  -s-Stamm)  gnee.  Dual  N.  gne,  Plur.  K  (als  -o- 
Stamm)  gne. 

§  444.  Der  -ws-Stamm  ir.  mi  'Monat'  (mask.)  hat  die  regel- 
mäßige Flexion  der  konsonantischen  Stämme  (vgl.  §  445):  Sing.  N. 
mi  *mens,  A.  mis  n-  *mens-m,  D.  mis  *mens-i  (Lokativ)  oder 
*mens-ai  (Dativ),  G.  mis  *mens-os,  Plur.  N.  mis  *mens-es,  G.  mis 
n-  *mens-öm.  Im  N.  A.  des  Duals  ist  da  mi  belegt  (Neubildung 
nach  dem  N.  Sing,  nach  dem  Muster  der  -o-Stämme);  diese  Form 
dringt  sogar  auch  in  den  Gen.  des  Duals  (die  regelmäßige  Form 
wäre  da  mis,  wie  im  Mir.  belegt  ist).  —  Im  Brit.  ist  die  nicht- 
nominativische  Stammgestalt  verallgemeinert:  c.  acorn.  mbr.  mis 
nbr.  miz. 

Flexion  der  Verschlußlaut-Stämme. 

§  445.     Die    einsilbigen   -g-   und  -^-Stämme.      Paradigma: 
ir.  ri  'König'. 
Sing.  N.  V.  ri  Plur.         N.  rig  Dual  N.  A.  rig 

A.  rig  n-  V.  A.  riga  D.  rigaib 

D.  rig  D.  rigaib  G.  rig 

G.  rig  G.  rig  n- 

So  noch  ir.  bri  'Hügel',  A.  brig  n-,  D.  brig  und  bri.  G. 
breg;  trü  'ein  dem  Tode  Verfallener',  A.  D.  troich,  G.  troch 
(lat.  trux  'wild';  s.  Thurneysen,  IF  XIV  130). 

Rekonstruktion'.     Sing.   N.  *reg'-s:   gall,  Eo/uyyo-Qei^.     Vgl. 

1.  In  den  Hauptzügen  auch  auf  die  folgenden  Stammklassen  (§  446 
— 456)  verwendbar. 

Pedersen:  Vgl.  kelt.  Gramm.    IT.  7 


98  Flexion  der  -g-  und  -Ä:-Stäinme.         [§  445.  446, 1 

lat.  rex.  —  Vok.  *reg'  (vgl.  gr.  ava  von  ava^)  oder  *reg'-s  (Form 
des  Nominativs ;  ein  -s-loser  Vokativ  von  einem  einsilbigen  Geräusch- 
lautstamm läßt  sich  aus  keiner  idg.  Sprache  sicher  belegen).  — 
Akk.  *reg'-'m.  Vgl.  lat.  regem,  gr.  xo(»a>t-a.  —  Dat.  *reg'-i  (idg. 
Lokativ,  vgl.  gr.  xogaa-i)  oder  *reg-ai  (idg.  Dativ;  vgl.  gr.  Ad- 
verbium %ai.i-ai).  Verloren  ist  die  alte  Instrumentalform,  die  auf 
-a  ausging  (gr.  Ttsö-a  'nach',  eigentlich  Instrumentalis  von  Ttovg 
'Fuß').  Neben  dem  Lok.  auf  -i  gab  es  im  Idg.  auch  einen  (nur 
bei  gewissen  Stammklassen  häufigen)  endungslosen  Lokativ,  der  im 
Ir.  zu  einer  mit  dem  Nom.  identischen  Form  führen  mußte;  mit 
dem  D.  bri  vgl.  ^\.v.  par-ut  'im  vergangenen  Jahre';  die  Gleich- 
heit des  D.  mit  dem  Nom.  ist  im  Ir.  übrigens  sicher  analogisch 
verbreitet  worden.  —  G.  *reg'-os:  Ogam  LUGUDECCAS,  DEC- 
CEDDAS.     Vgl.  gr.  mQa^Aog. 

Plnr.  N.  *  reg -es.  Vgl.  gr.  ■A.oQav.sg.  —  Der  Vok.  hat  nach 
dem  Muster  der  -o-Stämme  die  Form  des  Akk.  angenommen.  — 
Akk.  *reg'-ns  (gall.-lat.  Lingon-as  VN).  Vgl.  gr.  xo^axag.  — 
Dat.  *reg'-bhis  (vgl.  skr.  Instrum.  pad-hhis  von  päd  'Fuß'),  zu 
*reg'-o-bhis  umgebildet.  —  Gen.  *reg'-5m.  Vgl.  lat.  regum,  gr. 
yLOgayc-cov. 

Dual  N.  A.  *reg'-e.  Vgl.  gr.  xo^ax-e.  —  D.  *reg-hhem  (skr. 
pad-bhjäm),  zu  *reg-o-bhem  umgebildet.  —  G.  '^reg'-ou.  Vgl.  asl. 
otroce^t-u  vom  -w^-Stamm  otroc^  'Kind'. 

§  446.  Mehrsilbige  -^-Stämme.  1)  Vor  dem  stammaus- 
lautenden -k-  stand  ein  kurzer  Vokal,  der  im  Nom.  Sing,  schwindet. 
-ak-  (wie  bei  gr.  y-og-a^  'Rabe')  oder  -ok-  ist  nicht  sicher  belegbar; 
ir,  fol  .i.  bond  'Fußsohle',  Akk.  Sing,  folaig,  PI.  Nom.  solaig 
(Stokes,  KZ  XL  249)  kommt  der  ungenügenden  Überlieferung 
wegen  kaum  in  Betracht;  und  der  Dat.  iar-snaib  fothib  uel 
iar-snaib  soilgib  gl.  post  crepundia  (mit  lat.  crepidö  verwechselt) 
'nach  den  Grundlagen'  Ml.  44  c  13  weist  eher  auf  einen  -iÄ;-Stamm. 
-?Ä;-Stämme  sind  häufig:  dair  'Eiche',  Gen.  darach  I  340;  sail 
fem.  'Weide',  D.  sailig,  G.  sailech  (=  lat.  salix);  ail  fem. 
'Felsen',  Dat.  ailig.  Gen.  ailech;  foil  'Ring',  Dat.  PI.  failgib 
(zu  gr.  eh^  'gewunden',  Wiudisch,  IF  III  76);  Lugaid,  Lugid 
MN,  Gen.  Luigdech,  Lugdach  (Ogam  Gen.  LUGUDECCAS; 
vermutlich  ein  Kompositum  wie  lat.  iü-dex);  nathir  fem.  'Schlange', 
Gen.  nathrach,  Akk.  PI.  nathracha  I  134;  cathir  fem.  'Stadt', 
D.  cathraig  und  cathir,  G.  cathrach.  Da  -ik-  meist  ein  ab- 
leitendes  Element   war,    können   neben    einigen    -iÄ;-Stämmen   seit 


§  446,  1. 2]  Flexion  der  -Ä;-Stämme.  99 

alter  Zeit  -Ä-lose  Stämme  bestanden  haben:  daur,  G.  daro  neben 
dair,   darach;    c.  neidr   aus  *natrt   neben  ir.  nathir;    c.  cader 

I  31  neben  ir.  cathir.  Nach  solchen  Mustern  haben  später  manche 
auf  -r  endigenden  Wörter  die  -Ä;-Flexion  angenommen:  air.  lassar 
'Flamme',  Dat.  lassir,  mir.  Gen.  lassrach;  air.  Dat.  PI.  hüasal- 
athrachaib  'Patriarchen'  AVb.  30dl  zum -r-Stamm  athir 'Vater'; 
ir.   Temair   ON    'Tara',    Gen.   Temro,    später   Temrach    Thes. 

II  314k;  ir.  Pindabair  PN  (c.  Gwenhwyfar  I  266),  Gen.  Fin- 
dabrech.     Vgl.  §  451. 

2)  Vor  dem  stammauslautenden  -k-  stand  ein  langer  Vokal, 
der  im  Nom.  Sing,  erhalten  bleibt,  -äk-:  air.  eola  'kundig',  N. 
PI.  eolig  (vgl.  lat.  aud-ax,  aud-äcem;  in  Ml.  findet  sich  ein 
neugebildeter  Nom.  Sing,  eulach;  bedenklich,  aber  nicht  unmög- 
lich ist  die  Ansicht  Strachan's,  Eriu  I  11  f.,  wonach  eola  nicht 
der  Nom.  eines  Adjektivs,  sondern  der  Gen.  eines  Substantivs  [mir. 
eol],  eolig  der  Plur.  von  eulach  wäre;  es  müßte  dann  auf  einer 
Umdeutung  der  Form  beruhen,  daß  eola  nur  bei  singularischem 
Subjekt  vorkommt;  eine  solche  Umdeutung  ist  aber  nicht  undenk- 
bar, vgl.  ni-tat  torbi  fri  toil  dee;  is  diliu  lemm  didiu  ani 
as  torbae  oldaas  ani  as  dilmain  gl.  omnia  mihi  Hcent,  sed  non 
omnia  expediunt  'sie  sind  nicht  von  Nutzen  für  den  Willen  Gottes; 
lieber  ist  mir  also  das,  was  nützlich  ("Nutzen")  ist,  als  das,  was 
erlaubt  ist'  Wb.  IIb  17,  wo  der  Gen.  torbi  scheinbar  als  Plur. 
von  torbse  fungiert;  vgl.  §  447  Anm.  1);  —  mir.  mala  'Augen- 
braue', D.  malaig,  G.  malach.  Dual  N.  A.  malaig,  Plur.  A. 
mailgea  (schon  air.;  die  Mouillierung  ist  analogisch  nach  Fällen 
wie  näimtea,  cairtea  §  448),  D.  mailgib;  br.  mal-venn  'eil, 
paupiere'  ist  ein  Kompositum,  vgl.  mir.  finda  malach  'Haar  der 
Braue'  (finda  =  find  I  114);  ir.  mala  br.  mal-  wird  avoIü  mit 
Recht  als  Weiterbildung  des  -ä-Stammes  lett.  mala  'Rand,  Ufer' 
betrachtet;  es  ist  denkbar,  daß  der  Nom.  Sing,  im  Air.  auf  -e  aus- 
ging (vgl.  tenge  §  447  Anm.  1);  —  mir.  caera  'Schaf,  G.  cae- 
rach,  PL  N.  caerig,  A.  cäircha,  D.  cairchaib  (air..  Ml.  100b 
15);  c.  caer-iwrch  I  92,  vgl.  gall.  Caerac-ates  VN  (der  Nom. 
Sing,  lautete  im  Air.  möglicherweise  -e);  —  mir.  ara  'Schläfe', 
Gen.  arach;  der  Nom.  Sing,  muß  im  Air.  are  gelautet  haben; 
nach  der  Analogie  der  -o- Stämme  ist  diese  Form  auch  in  den  N. 
A.  des  Duals  gedrungen:  du  da  are  'deine  beiden  Schläfen'  Thes. 
II  249,  2;  die  Form  airse  bei  Corm.  ist  entstellt;  das  Wort  gehört 
vielleicht  zu  russ.  pord  'Zeit,  der  rechte  Zeitpunkt'    und  weiterhin 


100  Flexion  der  -k-,  -mk-,  -d-,  -^Stämme.     [§446,  3.  4.  447,  1.  2 

zu  gr,  s-TtoQOv  'gab',  TCtTigoizaL  'ist  verliehen,  bestimmt';  vgl.  lat. 
tempus  und  die  Erörterungen  über  die  Benennungen  der  Schläfe 
KZ  XXXIX  2371. 

-öÄ;-;  ir.  Eochu  MN,  Gen.  Echach;  air.  Coonu  mir.  Guano 
MN,  Akk.  Dat.  Cuanaig,  Gen.  Cüanach.  Vgl.  lat.  uelox, 
uelöcem. 

3)  Bei  Wörtern  mit  altem  Hiatus  mußte  der  Vokal  der  Aus- 
lautssilbe im  Ir.  erhalten  bleiben,  auch  wenn  er  kurz  war.  Ir.  eo 
'Lachs',  Gen.  lach  mc.  ehawc  u.  s.  w.  I  73,  252  scheint  ursprüng- 
lich die  Alternation  ö  :  o  gehabt  zu  haben ;  der  irische  Nominativ 
weist  auf  *esok-s  {*esök-s  hätte  *iu  ergeben  müssen).  Wie  ea 
flektiert  auch  ceo  'Nebel',  Akk.  ciaich  n-,  ciaig  n-,  Gen.  ciach 
(auf  *kiwok-  zurückführbar,  aber  nur  dann  mit  aengl.  sceo  'Wolke'^ 
heo  'Gestalt'  got.  hiwi  'Schein,  Aussehen'  vereinbar,  wenn  man 
diese  Wörter  von  skr.  cliavi-  'Haut,  Hautfarbe'  trennt). 

Ein  Stamm  auf  -jäk-  oder  -Jak-  ist  anzusetzen  bei  ir.  aire 
'Fürst',  Dat.  airig,  Gen.  airech  (davon  airechas  'hoher  Kang')^ 
das  sich  zu  skr.  ärjaka-s  'ehrwürdiger  Mann,  Großvater'  ebenso 
verhält  wie  gr.  i-ielQa^  'Jüngling'  zu  skr.  marjakä-s  'Männchen' 
(anders  Meillet,  Les  dialectes  indoeuropeens  S.  24  f.). 

4)  Stammauslaut  -tok-:  ir.  lie,  später  lia  'Stein',  mask..  Dat. 
liic.  Gen.  liac,  Plur.  lieic  (verschieden  vom  -ä-Stamm  lecc 
fem.  'a  flag-stone',  womit  es  jedoch  im  A.  PI.  [leccaj  gleich  lauten 
mußte).  Die  Endung  kann  als  -awk-,  -ei/ak-,  -mk-  oder  -fk-  ange- 
setzt werden;  die  Wurzelsilbe  kann  zu  gr.  Xenag  'kahler  Fels',  lat. 
lapis  'Stein'  gehören  (oder  zu  gr.  Xäag  1  251). 

§  447.  Dentalstämme.  1)  Ein  einsilbiger  -c?-Stamni  war 
ursprünglich  wohl  ir.  cnü  fem.  'Nuß',  s.  I  155,  305  (an.  hnot  ist 
ein  konsonantischer  Stamm);  aber  sowohl  im  Ir.  wie  im  Brit.  ist 
jede  Spur  des  -d  verschwunden;  die  Flexion  ist  im  Ir.:  A.  cnoi, 
G.  cnö,  Fl.  N.  cnoi,  D.  cnoib,  cnoaib,  G.  cnö;  sie  führt  auf 
Formen  wie  Sing.  Akk.  *know-m,  G.  *know-os,  PI.  N.  *know-es, 
D.  *know-o-bhis,  G.  *know-öm  statt  des  etymologisch  zu  erwartenden 
*knod-m  (aus  *knud-m)  u.  s.  w. 

2)  Mehrsilbige  -d-  und  -i(-Stämme  mit  kurzem  Vokal  vor  dem 
-d-,  -t-  (und  daher  im  Nom.  Sing,  mit  geschwundener  Auslauts- 
silbe). Ein  -c?-Stamm  war  urspr.  ainb  'unwissend'  §  358,  2  S.  6; 
das -c?-  ist  aber  gänzlich  aus  der  Flexion  beseitigt  worden :  it  ainbi 
'sie  sind  unwissend'  Ml.  51c  14, 

Der  häutigste  Ausgang  ist  -et-:    ir.  cing  'Krieger',  Gen.  ein- 


§  447, 2. 3]  Flexion  der  -^Stämme.  101 

ged,  vgl.  gall.-lat.  Ging  es  MN,  Gen.  Ginget!  s  (Kompositum 
Gingeto-rix  MN);  —  ir.  traig  'Fuß',  A.  traigid  n-  (auch  traig 
nach  der  Analogie  anderer  Stammklassen),  G.  traiged,  PI.  N. 
traigid,  A.  traigthea  (im  Brit.  mit  Verallgemeinerung  der  nicht- 
nominativischen  Stammform  c.  troed  acorn.  truit  mcorn.  troys 
br.  troad;  PL  c.  traed  mit  schwer  zu  erklärendem  Vokalwechsel; 
im  Gorn.  und  Br.  Plur.  nach  dem  Muster  der  -o-Stämme:  com. 
treys,  trys  br.  treid);  —  ir.  seir  'Ferse'  (c.  ff  er),  Dat.  serid.  Dual 
N.  A.  di  pherid  I  75;  —  eirr  'Wagenkämpfer',  G.  erred,  PI. 
D.  erredaib  (wohl  von  err  'Schwanz,  Ende,  Spitze',  auch  Be- 
zeichnung eines  Teiles  des  Streitwagens;  vgl.  ara  unter  3°);  — 
Lehnwörter:  mil  'Söldner',  Akk.  milid  n-,  Pliu".  D.  miledaib, 
G.  miled  n-;  ap,  abb  'Abt',  G.  apad,  PI.  D.  apthaib. 

Den  Ausgang  -ut-  zeigt  ir.  ein  mask.  'Schuld'  (nir.  cion),  A. 
cinaid  n-,  D.  cinaid,  G.  cinad,  Plur.  N.  cinaid,  A.  cinta. 
Analogisch  A.  Sing,  ein  (D.  ein  kann  alt  sein).  Zu  gr.  xi-vv- 
i-iaL  'ich  strafe'. 

Ir.  luch  'Maus',  A.  D.  lochaid,  G.  lochad,  PI.  A.  loch- 
tha  hat  die  Vokalalternation  ö:o  gehabt:  Nom.  *plnk-öt-s,  Gen. 
* pluk-ot-os.  Das  -ö-  des  Nom.  mußte  zu  -ü-  werden  und  Hebung 
bewirken;  nach  eingetretener  Hebung  drang  die  Endung  -ot-s  in 
den  Nom.  (der  Verlauf  war  also  anders  als  bei  ir.  eo  §  446,  3, 
das  keine  Hebung  zeigt).  Die  ursprüngliche  Verteilung  von  -ö- 
und  -0-  ist  im  G.  bewahrt:  c.  llyg  'field-mouse'  *pluk5t-s,  llyg- 
od-en  'Maus',  PL  llygod,  acorn.  logoden,  ncorn.  logosan  (bei 
Lhuyd  bgogan,  Plur.  logaz),  br.  logoden n,  Plur.  logod.  Wohl 
zu  lit.  pele  'Maus',  daß  mit  der  Farbenbezeichnung  palvas  'blaß- 
gelb' in  Verbindung  steht.  —  Unklar  ist  ir.  caur,  G.  caurad 
§  209. 

3)  Mehrsilbige  -^Stämme  mit  langem  Vokal  vor  dem  4- 
(Nom.  im  Ir.  zweisilbig),  -ät-:  air.  tenge  'Zunge'  mir.  tenga, 
Gen.  tengad,  A.  PL  tengtha  (mc.  tafawt  u.  s.  w.  I  107,  mit 
Verallgemeinerung  der  nicht-nominativischen  Stammgestalt);  ascae 
gL  aemulus,  Plur.  Dat.  ascadib,  Gen.  innan  ascad  (der  Vok. 
Plur.  ä  ascadu  ist  nach  der  Analogie  der  -o-Stämme  gebildet); 
mir.  ara  'Wagenlenker',  Dat.  araid,  Gen.  arad,  PL  A.  arada 
(vermutlich  *prrä-t-s  "der  vorne  Stehende",  Gegensatz  eirr,  s.  2°). 

Anm.  1.  Das  -e  des  Nominativs  habe  ich  §  156  Anra.  1  I  249  als 
eine  Analogiebildung  (wie  tana3  S.  85)  betrachtet;  indessen  gestattet  das  Ma- 
terial auch  eine  rein  lautpsychologische  Deutung:   -ä-  ist  in  der  Auslauts- 


102  Flexion  der  -d-  und  -^Stämme.  [§  447, 3. 4 

silbe  vor  unlenierteui  -s  in  der  Kichtung  gegen  ü  verschoben  worden ; 
die  Verschiebung  war  jedoch  zur  Zeit  der  Mouillierungsgesetze  noch  so 
wenig  vorgeschritten,  daß  der  Konsonant  vor  dem  ü  unmouilliert  blieb. 
Vgl.  niiB  unter  4°;  außerdem  §  446,  2,  §  448,  1.  Der  Akk.  PI.  tuatha 
widerspricht  nicht  (kann  auf  -äs  beruhen,  s.  §  431),  wohl  aber  eola 
§  446,  2,  wenn  man  nicht  die  Deutung  Strachan's  annimmt. 

-et-:  air.  fili  'Dichter',  Dat.  filid,  Gen.  filed,  Plur.  A.  fi- 
leda;  oegi  'Gast',  Plur.  N.  öegid,  A.  oigetha,  G.  oiged  n-, 

-öt-:  bibdu  'schuldig',  G.  bibdad;  PI.  N.  bibdid  (ac.  bibid 
u.  s.  w.;  *bhi-bhid-wöt-  1489,  vgl.  zur  Endung  gr.  elöcog  'wissend', 
Gen.  eldoT-og,  got.  weitwöd-s  'Zeuge');  coimdiu  'Hcit',  Dat. 
coimdid.  Gen.  coimded  {*k'om-med-ivöt-,  zu  nad  coimmestar 
gl.  nequierit,  s.  Verbalverz.  midiur  und  vgl.  Strachan,  Trans.  Phil. 
Soc.  1891—94  S.  457;  die  MouilKerung  des  -d-  nach  §  241,  1 
I  345). 

-üt-:  bethu  'Leben',  A.  bethid,  bethith,  D.  bethu  (diese 
Unterscheidung  zwischen  dem  Akk.  und  dem  Dat.  immer  in  Wb. 
bei  diesem  Worte);  vgl.  c.  bywyd.  Ähnlich  die  übrigen  Wörter 
auf  -tut-  (§  386;  im  C.  ist  teils  die  nominativische,  teils  die  nicht 
nominativische  Stammgestalt  erhalten);  die  Formen  des  Akk.  und 
Dat.  Sing,  geraten  allmählich  durcheinander  (zum  Teil  schon  in 
Wb.:  Akk.  aurlatu  'Gehorsam'  Wb.  7c  15,  Dat.  öentid  27b 
13,  23). 

4)  Hiatusfälle.  Ir.  cre  fem.  'Lehm',  Akk.  crieid  n-.  Gen. 
criad;  im  Brit.  mit  Verallgemeinerung  der  nominativischen  Stamra- 
gestalt  c.  pridd  corn.  pry  br.  pri  §  45  Anm.  I  68;  —  ir.  sce 
'Hagedorn',  Gen.  sciath  (häufiger  umgebildet  sciach;  nir.  N.  PI. 
sgeacha.  Sing,  sgeach  fem.),  vgl.  c.  ysbydd-ad  u.  s.  w.  I  68;  — 
ir.  de  'Rauch',  Gen.  diad  (Ableitung  deth-ach  fem.  ds.);  vielleicht 
*dijet-s  oder  *dijat-s  zu  gr.  dsaro  'schien';  möglich  wäre  wohl  auch 
der  Ansatz  *dhweset-s  zu  ir.  däsacht  u.  s.  w.  (§  380,  1);  identisch 
(mit  nach  ceo  §  446,  3  analogisch  umgebildetem  Nominativ)  ist 
vielleicht  nsch.  deö  'a  ray  of  hght'. 

Mir.  gleo  'Kampf,  Akk.  gliaid  LL  68b  20,  109a  30  (glied 
LU  64a  33),  Gen.  gliad  (auf  *ghliwot-s  zurückführbar,  aber  mit 
aengl.  gleo  'Freude'  nur  dann  vereinbar,  wenn  man  dies  Wort  von 
gr.  xkevtj  'Scherz,  Spott'  trennt).  Durch  Entgleisung  N.  A.  gleo  n- 
(D.  gleo  kann  alt  sein),  PI.  Gen.  gleo. 

Ir.  nise  'Schwestersohn',  Gen.  niath  I  92;  die  Grundformen 
waren  *nepöt-s,  Gen.  *nep5t-os;  im  Nom.  mußte  das  -5-  zu  kelt. 
-M-  werden,  woraus  weiterhin  brit.  -l-  (erhalten  in  mc.  nei  nc.  nai); 


§  447,  4.  448, 1]     Flexion  der  -t-,  der  -w^Stämme.  103 

da  aber  -ö-  in  den  übrigen  Kasus  mit  idg.  -ä-  zusammenfallen 
mußte,  so  wurde  nacb  der  Analogie  von  ir.  tenge  u.  s.  w.  ein 
irischer  Nom.  auf  -e  gebildet.  Ogam  (Ten.  NIOTTA  I  5  setzt 
vielleicht  eine  abweichende  Flexion  mit  kurzem  -o-  voraus;  ob  der 
Gen.  nieth  Annais  of  Ulster,  a.  692  lautgesetzlich  oder  analogisch 
ist,  bleibe  dahingestellt.  Die  alte  Pluralform  liegt  vor  in  br.  ni-ed 
(Sing.  ni).  —  Ebenso  flektiert  ir.  nie,  nia  'Held',  Gen.  niad, 
niath,  PI.  Dat.  (nicht  lautgesetzlich)  niathaib;  vgl.  lat.  nepös 
'Schwelger'  (mit  nepös  'Enkelkind'  identisch).  —  Über  ir.  lue, 
Dat.  luith  'Steuerruder'  s.  I  61,  251  (auf  einer  Entgleisung  be- 
ruht wohl  der  früh  belegte  Gen.  Plur.  luse  Thes.  I  498,  31). 

-c/-Stämme  sind  drui  'Druide',  Gen.  druad  I  61  und  sui  'der 
Gelehrte',  Gen.  suad  S.  9.     Abr.  dorguid,  c.  hywydd. 

Ein  Stamm  auf  -jät-,  -jat-  oder  -jot-  (vgl.  etwa  lat.  pari  es. 
Gen.  parietis)  scheint  vorausgesetzt  werden  zu  müssen  bei  ir. 
leine  fem.  'Hemd',  Dat.  lenith.  Gen.  lened,  PI.  Akk.  lente 
(vgl.  c.  lliain  'Leinwand'  br.  lien  I  311);  ir.  seiche  fem.  'Haut', 
Akk.  sechid  n-,  Plur.  D.  sechedaib  (zu  an.  sigg  'harte  Haut', 
Liden,  IFAnz.  V  127);  slige  fem.  'Straße',  Dat.  sligid.  Gen. 
sliged,  PI.  A.  slige  da  (Weiterbildung  des  -Jü-Stammes  slige 
'Schlagen'). 

Anm.  2.  Schwierig  ist  die  Beurteilung  von  tene  mask.  und  fem. 
'Feuer'  (nir.  teine),  Dat.  tenid,  Plur.  Dat.  teintib,  Dual  N.  A.  tenid 
(und  nach  der  Analogie  der  -o-Stämme:  tene);  daneben  Dat.  Sing,  tein; 
vgl.  ten-lach  'Herd'  und  c.  corn.  br.  tan  I  93 f.  Bei  der  naheliegenden 
Deutung  des  Nom.  Sing,  tene  als  N.  A.  Plur.  Neutr.  eines  «-Stammes 
bleiben  lautliche  Schwierigkeiten,  s.  §  156  Anm.  1  I  249  mit  Nachtrag 
(spielt  das  geschwundene  -p-  eine  Rolle?). 

§  448.  -w^Stämme.  1)  Nicht-Neuti*a.  Stamm  -ont-:  ah'. 
(Ml.)  sechtmogo  'siebzig'.  Gen.  sechtmogat.  Schon  früh  er- 
scheint -a  statt  -o:  air.  (Carlsr.  Beda)  tricha  'dreißig',  PI.  tri- 
chit  (br.  tregont  mit  nicht-nominativischer  Stammgestalt);  air. 
(Sg.)  cöica  'fünfzig'.  Gen.  cöicat.  Aufiälliger  ist  die  Schreibung 
-a  in  dem  archaischen  feda  'Herr',  Gen.  fedot  Thes.  II  244, 
jünger  Nom.  fiado,  fiadu.  Gen.  fiadat  {*weidonts,  Gen.  *wei- 
dont-os).  —  Stamm  -unt-:  air.  dinu  'Lamm',  Dat.  dinit  I  249. 
In  allen  nicht-nominativischen  Kasus  mußten  die  -o«^Stlimme  und  die 
-MW^Stämme  zusammenfallen;  daher  Vermischungen  im  Nom.  (fiadu 
statt  fiado;  ähnlich  wohl  auch  bei  air.  Nuadu  MN,  Gen.  Nuadat, 
vgl.  c.  Nudd  MN,  abrit-lat.  Dat.  Nodonti,  Nodenti  GN,  *neudont-s, 
Gen.  *neudont-os).  —  Die  Stämme  auf  -ant-  haben  Nom.  -e  ohne 


104  Flexion  der -w^Stämme,  der -r-Stämme.     [§448,1.2.449 

vorhergehende  MouilHerung  (nach  §  447  Anm.  1  zu  erklären ;  nach 
I  293  ist  die  Entwicklung  Nom.  >  -änt-s  >  -ans  >  -üs,  Gen.  -änt-os 
>  -ant-os  u.  s.  w.  anzunehmen):  air.  care  'Freund'  (>  mir.  cara), 
Dat.  carit,  carait,  Gen.  carat,  Plur.  Nom.  carit,  carait,  Akk. 
cairtea,  Dat.  cairtib  (im  Brit.  ist  der  Plur.  auf  -antes  nach  Ana- 
logie der  -o-Stämme  zu  -antoi  umgebildet  worden:  c.  car,  Plur. 
ceraint,  com.  car  'Verwandter',  ncorn.  PI.  keranz,  br.  kar,  PI. 
kerent;  der  c.  Sing,  ysgarant  'Feind'  S.  8  ist  nach  dem  Muster 
des  Plur.  neugebildet).  —  Die  Stämme  auf  -rit-  (und  -ent-)  haben 
Nom.  auf  -e  mit  vorhergehender  Mouillierung:  ir.  fiche  'zwanzig' 
(nir.  fiche).  Gen.  flehet  (die  brit.  Formen,  mc.  ugeint  u.  s.w.  I  42, 
setzen  den  Ausgang  -i^tl  voraus:  Dual  Neutr.,  s.  §  474). 

Anm.  1.  Da  die  Mouillierung  vor  auslautendem  -e  in  gewissen  Fällen 
lautgesetzlich  verloren  geht  (I  349 ff.),  so  lassen  sich  die  Ausgänge  -änt-s 
und  -nt-s  mit  Hülfe  des  Irischen  nicht  immer  unterscheiden;  unsicher  sind 
die  Grundformen  von  ir.  bräge  'Hals'  c.  br euant  u.  s.  w.  I  100,  ir. 
näme  'Feind'.  In  einer  Hiatusform  ist  die  Unterscheidung  ebenso  wenig 
möglich  (doe  lame  gl.  lacertus  Sg.  68a  1,  Akk.  doit  n-  Ml.  29b  8,  Gen. 
mir.  doat,  zu  skr.  dös,  Gen.  dös-n-as,  Wi.  IF  III  74f. ;  ir.  te  'heiß'  I  92). 
In  ir.  ainmne  'Geduld'  I  169  stand  vor  der  Endung  ein  -J-;  sollte  die 
irische  Flexion  alt  und  auch  für  das  Brit.  vorauszusetzen  sein  (was  jedoch 
vom  Gesichtspunkte  der  Suffixlehre  nicht  wahrscheinlich  ist),  so  wäre  wegen 
c.  anmynedd  wohl  der  Ausgang  -ijünt-s  vorauszusetzen  (vgl.  etwa  gr. 
uvögitis),  und  die  Senkung  des  -i-  zu  -e-  im  C.  wäre  ein  Zeugnis  dafür,  daß 
auch  im  Brit.  der  nach  I  293  zu  erwartende  Nominativ  auf  -Uns  y  -äs  be- 
standen hat.  Sehr  mehrdeutig  ist  das  erst  mir.  belegte  tipra  'Quelle', 
Dat.  tiprait,  PI.  Dat.  tibratib;  vielleicht  etwa  * tu-ek-bhrusont-,  zu  brun- 
nid  'bricht  hervor'  (-««-  aus  -sn-,  s.  Verbal verz.). 

Anm.  2.  Übertragung  des  Pluralausgangs  der  -«^Stämme:  mc.  ney, 
PI.  neyeynt,  nc.  nai,  PI.  neiaint  (-^Stamm,  §447,4);  c.  gof  'Schmied', 
PI.  gofaint  (-n-Stamm). 

2)  Neutra  (Thumeysen,  KZ  XXXVII  423,  ZfcPh.  V  20): 
det  n-  'Zahn',  Dat.  de'it.  Gen.  det,  Plur.  N.  A.  de't  (später 
deta,  deoit),  D.  detaib,  G.  det  n-;  lochet  n-,  löchat  n-  'Blitz', 
Dat.  löchait.  Gen.  lochet.  Nom.  Sing.  -?i^,  Ph  -tßa  (vgl.  gr.  Ttav 
'alles',  PI.  TvdvTa);  Dual  -ntz  :  mc.  ugeint,  s.  1°.  Das  Wort  für 
'Zahn'  ist  sonst  in  den  idg.  Sprachen  nicht  neutr. 

Flexion  der  Sonorlaut-Stämme. 

§  449.  Die  -r-Stämme.  Paradigma:  air.  athir  'Vater'  (nir. 
athair). 


§  449   450]  Flexion  der  -r-Stämme.  105 

Sing.  N.  V.  athir  Plur.  N.  aithir  Dual  N.  A.  (athir?) 

A.  athir  n-        (V.)  A.  aithrea  D.  aithrib 

D.  athir  D.  aithrib  G.  athar 

G.  athar  G.  aithre  n- 

Über  die  Mouillierung  des  -th-  vgl.  §  242  Anm.  2  I  349; 
ob  das  -th-  im  Dual  N.  A.  mouilliert  oder  unmouilliert  war,  kann 
ich  nicht  feststellen.  Wie  athir  flektieren  noch  bräthir  'Bruder', 
mäthir  'Mutter',  siur  'Schwester'  bildet  A.  D.  siair,  G.  sethar; 
PI.  A.  sethra,  D.  sethraib;  Dual  N.  A.  di  siair,  df  fieir.  — 
Analogiebildungen  nach  den  -Ä:-Stämmen:  D.  PI.  hüasal-athra- 
chaib  Wb.  30d  1;  mir.  N.  PI.  (eigentlich  A.  PI.)  sethracha. 

Brit.  Reste:  c.  brawd  'Bruder',  PI.  brodyr;  com.  broder, 
bruder  (d.h.  etwa  hröddr),  PI.  breder  (d.h.  hröddr),  bredereth; 
br.  breur,  PI.  breudeur  (§  234);  mir  wenig  klar  ist  der  Plur. 
mc.  brodoryon  nc.  brodorion  mit  dem  Sing,  brodawr,  brodor 
(analogische  Suf fixvertauschung) ;  —  c.  chwaer  'Schwester',  PI. 
chwiorydd  (br.  c'hoar,  PI.  c'hoarezed  §  412  Anm.  3). 

§  450.  Rekonstruktion  der  Flexion  der  -r-Stämme.  Sing. 
Nom.  Die  idg.  Formen  waren  ^pate,  "^swesö,  vgl.  skr.  pitä,  svdsä. 
In  den  Einzelsprachen  ist  jedoch  das  r  vielfach  aus  den  übrigen 
Kasus  in  den  N.  Sing,  gedrungen  (gr.  Ttaxr^q^  lat.  pater,  soror); 
so  auch  im  Keltischen,  das  also  Spater,  *swes5r  voraussetzt  (über 
c.  brawd  vgl.  I  491;  c.  chwaer  hat  -ae-  aus  -oe-  und  dies  aus 
-i-  <  -e-  vor  dem  schwindenden  Auslaut  I  73).  —  Die  Kasus- 
endungen der  übrigen  Kasus  sind  die  in  §  445  angegebenen.  In 
der  ursprünglichen  idg.  Flexion  wechselten  die  Stammausgänge 
-ter-  und  -tr-  (vgl.  gr.  Akk.  nuxiqa,  D.  rcaxq'i,  G.  na.xq6q)\  der- 
selbe Wechsel  wird  auch  im  Keltischen  stattgefunden  haben;  im 
Ir.  läßt  sich  jedoch  -tr-  von  -ter-  nicht  unterscheiden.  Ir.  G. 
athar  ließe  sich  sehr  gut  aus  *pater-os  erklären;  man  wird  sich 
aber  mit  Rücksicht  auf  sethar  für  *patr-os  entscheiden  müssen; 
denn  -th-  scheint  (aus  athir,  bräthir,  mäthir)  nur  in  diejenigen 
Formen  von  siur  eingedrungen  zu  sein,  in  denen  -s-  unmittelbar 
Yor  -r-  hätte  stehen  müssen  (deshalb  ist  es  im  Akk.  Sing.,  wonach 
der  Dat.  Sing,  sich  gerichtet  hat,  nicht  vorhanden).  —  Für  den  Nom. 
Plnr.  weist  das  Brit.  auf  -ter-es,  -or-es;  -ter-es  ist  im  C.  nach  Ana- 
logie der  -o-Stämme  zu  -ter-oi  mngebildet  worden  (ob  auch  im 
Com.  und  Br.  läßt  sich  nicht  entscheiden);  *chwior  'Schwestern' 
ist  dmxh  den  Antritt  einer  analogischen  Pluralendung  verdeutlicht 
worden  (ähnlich  war  vielleicht  die  Entwickelung  auch  im  Br.,    wo 


106  Flexion  der  -r-Stämme,  -r-  :  -»«-Stämme.        [§  450.  451 

jedoch  nachher  der  Vokalunterschied  zwischen  dem  Sing,  und  dem 
Plur.  aufgehoben  wurde).  Der  ir.  N.  PI.  aithir  würde,  wenn  er 
lautgesetzlich  wäre,  wohl  auf  *patr-es  führen  (I  349),  und  dieser 
Ansatz  würde  eine  feste  Stütze  gewinnen,  wenn  der  N.  PI.  von  siur 
wirklich  *sethir  lautete,  wie  ZE  263,  Thurneysen,  Handb.  207 
annehmen;  er  ist  jedoch  nicht  belegt  und  war  vielleicht  eher  mit 
dem  N.  A.  des  Duals  gleichlautend,  aithir  kann  wohl  auch  die 
Mouillierung  des  -th-  aus  dem  Akk.  PI.  * pater-iiLS  (vgl.  gr.  Ttazigag) 
bezogen  haben.  —  Der  Dat  Plur.  aithrib  erklärt  sich  gleich  gut 
aus  * patr-hhis  (vgl.  skr.  Instr.  *pitr-bhü)  und  aus  *pater-o-bhis; 
nur  der  erstere  Ansatz  (vgl.  gall.  (xaTqeßo  S.  84)  läßt  uns  aber  ver- 
stehen, weshalb  der  Gen.  PI.  nach  der  Analogie  der  -i-Stämme 
gebildet  ist  (die  idg.  Form  war  *patr-öm,  womit  die  mir.  Neubildung 
athar  zufälh gerweise  wieder  stimmt;  vgl.  Strachan,  Trans.  Phil. 
Soc.  1903—1906  S.  236).  sethraib  hat  sich  im  Timbre  nach  dem 
A.  PI.  sethra  gerichtet.  Gall.  suiorebe  (Rhys,  Celtic  Inscr.  53) 
kann,  auch  wenn  es  richtig  als  'den  beiden  Schwestern'  gedeutet 
ist,  zur  Aufklärung  der  ir,  Flexion  kaum  beitragen. 

§  451.     Umgebildete  -r-Stämme;  Reste  der  -r-  :  -n-Stämme. 

Nur  die  Verwandtschaftsnamen  haben  die  alte  Flexion  erhalten. 
Sonst  sind  die  -r-Stämme,  soweit  die  betreffenden  "Wörter  noch  in 
der  Sprache  vorhanden  sind,  in  andere  Deklinationen  übergegangen, 
unter  denen  wenigstens  im  Mir.  und  Nir.  die  -iÄ:- Deklination  eine 
große  Rolle  spielt  (ir.  ochair  'Rand'  I  123,  iuchair  'Fischrogen' 
I  129  sind  -tÄ:-Stämme).  Vgl.  §  446,  1.  Im  Brit.  sind  mehrere 
-r-Stämme  mit  einem  -Ä;-Suffix  erweitert  worden,  §  381,  2.  Ob 
zwischen  dem  ir.  -ik-  und  dem  brit.  -k-  ein  Zusammenhang  besteht, 
und  ob  weiterhin  Zusammenhang  mit  dem  -k-  (oder  -g-)  von  skr. 
äsr-k  'Blut'  (gr.  eag  lat.  assir)  angenommen  werden  kann,  bleibt 
noch  zu  untersuchen. 

Die  Klasse  der  alten  -r-  :  -n-Stämme,  die  im  N.  A.  Sing,  -r-, 
in  den  anderen  Kasus  -w-  als  Stammauslaut  hatten  (vgl.  lat. 
femur,  Gen.  feminis 'Schenkel';  gr.  l'dtoQ,  Gen.  t'da-r-os 'Wasser'; 
skr.  üdhar,  G.  üdhnas  'Euter')  hat  im  Ir.  noch  einen  Vertreter: 
mir.  arbar  'Getreide',  Dat.  arbaim.  Gen.  (schon  air.)  arbe,  PI. 
N.  A.  arbanna.  Daß  außerdem  noch  ein  Teil  der  Fälle,  in  denen 
-r-  und  -w-Ableitungen  von  derselben  AVurzel  als  verschiedene 
Paradigmen  nebeneinander  stehen  (z.  B.  ir.  fair  und  fäinne 
I  82,  86),  ursprünglich  hierher  gehört  haben,  ist  wahrscheinlich. 


§452]  Mask.  u.  fem.  -n-Stämme.  107 

§  452.  Mask.  und  fem.  -w-Stämme  mit  im  Nom.  Sing,  ge- 
schwundenem Auslaut.    Irisches  Paradigma:  ir.  brithem 'Richter'. 

Sing.  Plur.  Dual 

N.  V.  brithem  N.  brithemin        N.  A.  brithemin 

A.  brithemin  n-    (V.)  A.  brithemna  D.  brithemnaib 

D.  brithemin  D.  brithemnaib  G.  britheman 

G.  britheman  G.  britheman  n- 

Statt  -min  kann,  da  -m-  unmouiUiert  ist,  auch  -main,  -muin 
geschrieben  werden;  neben  -man  erscheint  auch  -mon.  —  Weitere 
Beispiele:  ir.  derucc  'Eichel',  Gen.  dercon;  Miliucc  MN,  Gen. 
Milcon;  esc-ung  fem.  'Aal',  Gen.  escongan.  Die  -w-Infektion 
im  Nom.  Sing,  fehlt  bei  den  Wörtern,  die  in  der  letzten  Silbe  ein 
-a-  oder  ein  aus  -ja-  entstandenes  -e-  haben:  talam  (mask.  Ml. 
69  d  3,  vgl.  Atk.  LBr.  S.  910;  im  Nir.  meist  fem.)  'Erde',  Dat. 
talam.  Gen.  talman,  PI.  D.  talmanib,  Dual  Akk.  (durch  Ent- 
gleisung) talam;  triath  'Meer',  Gen.  trethan;  dülem  'Schöpfer', 
suanem  mask.  'Seil'  u.  s.  w.  §  402,  3. 

Britannisches:  c.  ych  'Ochs'  (über  den  Umlaut  s.  §  255,  5 
I  376),  PI.  mc.  ychen,  nc.  ychain,  iicorn.  ohan,  mbr.  ouhen, 
nbr.  ouc'hen,  oc'hen  (der  Singular  ist  im  Com.  und  Br.  unge- 
bräuchlich; dafür  acorn.  odion,  br.  ijenn  I  370);  —  mc.  nc. 
lleidr  'Dieb',  PI.  lladron;  corn.  lader,  PI.  laddron;  mbr.  lazr, 
PL  lazron;  nbr.  laer,  PI.  laeroun  (lat.  Lehnwort,  I  192);  c. 
Sais,  PI.  Seison  u.  s.  w.  I  217;  c.  ceneu  'junger  Hund'  *ka- 
nawö,  *qjpmwö  (vgl.  ir.  cana  I  121),  Plur.  cenawon  (statt  *ca- 
nawon,  vgl.  cannawan  Mab.  117;  danach  nc.  Sing,  cenaw;  zur 
Bildung  des  Wortes  vgl.  gr.  TeTqäwv  neben  r.  teterev  'Birkhahn'; 
falsch  §  103  I  175).  —  Der  Nom.  Sing,  auf  -ö  >  -ü  y  -l  hat  bei 
c.  gwraig  corn.  gurek  br.  grek  'Erau'  (I  161)  Übergang  in  die 
-j-Deklination  bewirkt:  PI.  c.  gwragedd  corn.  gvraget  (0.  M. 
976;  -t  für  -th  =  d)  br.  Leon  gragez  (in  den  anderen  Dialekten 
groage);  Übergang  in  die  -ja-  oder  -Jo-Flexion:  c.  draig  fem. 
'Drache',  PI.  dreigiau;  abr.  cepriou  gl.  laquearibus  (nbr.  kebr 
mask.  'cbevron';  I  192).  —  Umgekehrt  ist  die  Plui*alendung  -on 
im  Brit.  produktiv  geworden:  br.  V.  aer  'Natter'^  PI.  aeron  (setzt 
wohl  einen  dem  c.  neidr  1 134  entsprechenden  Nom.  Sing,  voraus); 
corn.  yuthewon  'Juden';  c.  athraw  'Lehi-er',  PI.  athrawon,  rhi  'a 
lord',  PI.  rhion,  du  'schwarz',  PI.  duon  (auch  in  br.  aotrou  'Herr', 
PI.  aotrounez,  V.  autroune,  eutreune  und  roue  'König',  PI. 
rouanez,  V.  rouanne  mag  die  Pluralendung  -oti  stecken;  das  -n- 


108  Mask.  und  fem.  -n-Stämme.  [§452.  453 

ist  aber  jedenfalls  mit  dem  suffixalen  -n-  in  br.  itroun,  rouanez 
'Königin'  assoziiert,  vgl.  aotrounia  'maitriser'  u.  s.  w.).  Mit  dem 
mouilliertem  Auslaut  des  Plur.  der  -jo-,  -o-  und  -ä-Stämme  kom- 
biniert sich  die  Endung  -on  zu  -Jon:  c.  dyn  'Mensch',  PI.  dy- 
nion;  c.  mab  'Sohn',  PI.  meibion  (mc.  auch  meibon  geschrieben), 
corn.  mebyon,  br.  mipien;  c.  gwas  I  35,  PI.  gweision  (mc. 
auch  gweisson  geschrieben),  corn.  guesyon,  mbr.  guisien;  mc. 
morwyn  'Mädchen',  PI.  morynyon.  Abweichend  br.  gad  'Hase', 
PI.  ged-on  (mit  dem  Umlaut  des  alten  -o-Stammes,  aber  ohne  -j-). 

Anm.  Der  Stammausgang  der  -«-Stämme  ist  noch  auf  keltischem 
Boden  ein  produktives  Suffix.  Besonders  bemerkenswert  sind  die  gallischen 
Stadtnamen  wie  Aballo  "Apfelstadt",  Cularo  "ville  des  concombres'' 
(vgl.  gr.  Zixviüv),  8.  Vendryes,  MSL  XIII  387  ff.  Griechische  Parallelen, 
Brugmann,  Grdr.  II  ^  624;  armenische  Parallelen,  KZ  XXXIX  473. 

Rekonstruktion.  Der  Nom.  Sing,  ging  auf  -ö  aus:  gall. 
Frontu  MN;  vgl.  lat.  sermö,  homö  (über  c.  bele,  bara  s. 
S.  24,  25).  Übrigens  sind  die  Endungen  die  in  §  445  angegebenen 
(Dat.  PI.  etwa  -en-o-bhis,  -on-o-bhis).  In  der  idg.  Flexion  dieser 
Stämme  wechselte  -e7i-  oder  -on-  mit  -n-  ohne  vorhergehenden 
Vokal  (skr.  uksä  'Ochs',  Akk.  uksan-am,  Gen.  uksn-as;  rägä  'König', 
Akk.  rügän-am,  Gen.  rägn-as).  Dieser  Wechsel  hat  zweifellos  auch  im 
Keltischen  stattgefunden.  Das  vokallose  -n-  assimilierte  sich  mit 
einem  vorhergehenden  Geräuschlaut  (c.  gwrach  'alte  Frau'  I  159 
gehörte  ursprünghch  zum  Paradigma  von  gwraig,  I  161).  Die 
alte  Verteilung  der  Alternationsformen  ist  jedoch  gestört  worden; 
alle  Kasus  von  ir.  talam  deuten  auf  -mon-  (in  der  Flexion  von 
brithem  kann  die  mittlere  Silbe  lautgesetzlich  nicht  schwinden, 
da  sie  auf  -ija-  beruht).  Die  Stöiiing  war  wohl  schon  in  den 
Ogaminschriften  vorhanden  (Gen.  SEGAMONAS).  Für  den  N.  PL 
sind  die  Ausgänge  -en-es,  -on-es  durch  c.  ychen,  lladron  be- 
zeugt (nc.  ychain   hat  Epenthese   nach  Analogie  der  -o-Stämme). 

§  453.  Einsilbige  oder  hiatus-haltige  mask.  und  fem. 
-w-Stämme.  Ir.  cü  mask.  'Hund',  A.  D.  coin,  G.  con,  PI.  N. 
coin,  A.  cona,  D.  conaib,  G.  con  n-;  c.  ci,  PI.  cwn;  acom.  ki, 
mcorn.  ky,  PI.  kuen  (d.  h.  kön;  Lhuyd  ken);  br.  ki,  PI.  koun. 
Die  ursprüngliche  Flexion  war  Nom.  *k'wö,  Akk.  *k'won-m  (oder 
*k'w5n-m?),  Gen.  k'un-os  u.  s.  w.;  vgl.  skr.  Nom.  svä^  Akk.  svän-am, 
Gen.  sun-as,  Plur.  Nom.  svän-as;  der  Stamm  *k'un-  hat  im  Ir., 
C,  Br.  wie  im  Gr.  (Akk.  Sing,  xtva,  Nom.  PI.  y.vveg)  den  Stamm 
*k'won-,  *k'wön-  verdrängt;    nur  die  corn.  Pluralform   scheint  auf 


§453.  454]      Mask.  und  fem.  -w-Stilmme.  -Jm-Stämme.  109 

*k'wön-es  (mit  aoalogischer  Beseitigung  des  -w-,  das  lautgesetzlich 
wohl  nur  vor  -U,  -u-  schwinden  sollte)  zurückzugehen.  Über  die 
Lenition  nach  cü  s.  I  448 f.,  451.  —  Über  ir.  du  s.  I  89. 

Ir.  braö,  brö  'Mühlstein',  A.  bröin  n-,  G.  broon,  bron. 
C  breuan  (mit  nicht  nominativischer  Stammgestalt;  aus  *guräwnn-), 
acorn.  brou  br.  breo  (Nominativformen;  *guräwö).  S.  I  62.  — 
Ir.  leo  'Löwe'  (lat.  Lehnwort),  Gen.  PI.  leon  (aber  Nom.  leom 
LL  57b  41,  PI.  leomain  Ml.  80a  10). 

Ir.  brü  fem.  'Bauch',  Dat.  mir.  bruinn,  broind,  brü,  Gen. 
mir.  brond,  PI.  Dat.  bronnaib.  *hhrusö,  Gen.  *bhrusn-os.  S.  173. 
Ebenso  flektierte  ir.  ret-glu  'Stern',  PI.  Dat.  ret-glannaib.  Dual 
N.  A.  di  retglainn  {-nn-  wohl  aus  -n-,  s.  §  454). 

§  454.  Die  -/ew-Stämme.  Paradigma:  ir.  toimtiu  fem. 
'Meinung'. 

Sing.  Plur.  Dual 

N.  toimtiu  N.  toimtin  N.  A.  toimtin 

A.  toimtin  n-  A.  toimtena  D.  toimtenaib 

D.  toimtin,  toimte,      D.  toimtenaib  G.  toimten 

toimtiu  G.  toimten  n- 

G.  toimten 

Die  lautgesetzliche  Form  des  endungslosen  Lokativs  war  -e; 
-iu  beruht  auf  der  Analogie  des  Nom.;  umgekehrt  dringt  bisweilen 
die  Form  auf  -e  in  den  Nom.:  dile  'Sündflut'  Ml.  48d  17  (diliu 
häufig  im  Mir.;  aus  c.  diluw  I  197),  coibse  'Bekenntnis'  Thes. 
II  238. 

Wie  toimtiu  flektieren  die  in  §  392,  1  besprochenen  nomina 
actionis  und  einige  anderen  Wörter:  noidiu 'Kind',  genitiu 'Geni- 
tiv', Gen.  geniten,  PI.  Akk.  geuitne  (ist  wie  di'liu  durch  die 
Nominativendung  -iu  analogisch  zu  dieser  Deklinatiousklasse  ge- 
zogen worden).  AVenn  die  letzte  Silbe  mit  r,  l,  n  anlautet,  steht 
im  Auslaut  nicht  -n,  sondern  -nn  (John  MacNeill,  The  Irish  Ogham 
Inscriptions  S.  347,  Proceedings  of  the  Roy.  Ir.  Ac.  XXV,  C, 
No.  15):  iriu  'Land',  Gen.  irenn;  Heriu  'Irland',  Dat.  Herinn, 
Gen.  Herenn  (c.  Iwerddon);  Derdriu  FN,  Gen.  (mir.)  Der- 
drend;  Bricriu  MN,  Gen.  (mir.)  Bricrend;  imbliu  'Nabel', 
Gen.  imblenn;  mir.  di'liu.  Gen.  dilenn. 

Wenn  die  Mouilherung  verloren  geht  (I  349 ff.),  entstehen 
Formen  wie  tichtu  'Kommen',  A.  D.  tichtain.  Gen.  ti'chtan. 
So  richtu  'Erreichen';  epeltu  'Tod';  mir.  ortha  'Gebet'  I  205 
(-a  aus  air.  -u);    mir.  lurga  'Schienbein',    PL  D.  luirgnib,    Dual 


110  -n-  u.  -/ew-Stämme;  Mischformen.         [§454.455,1 

N.  A.  lurgain;  air.  orddu  'Daumen';  mir.  Albu,  Alba  'Schott- 
land', Gen.  Alban  (gr.-lat.'l</A/?foy,  Albion  u.s.w.);  ulcha  'Bart', 
Dat.  ulchain;  Mumu  'Munster',  Dat.  Mumain,  Mumu,  Gen. 
Muman;  Almu  ON,  A.D.  Almain.  Wenn  die  letzte  Silbe  mit 
r,  l,  n  anlautet,  steht  im  Auslaut  -nn:  ir.  äru  'Niere',  PI.  Dat. 
äirnib.  Gen.  ärann;  mir.  Aru,  A'ra  'Arran',  Dat.  A'raind;  obla 
'Hostie',  Gen.  oblann  I  226;  gualu  'Schulter',  Gen.  gualand; 
Cüala  ON,  Gen.  Cualand;  A'nu  'die  irische  Göttermutter',  Gen. 
A'nann;  dernu  'Handfläche',  G.  dernand.  Ir.  patu  'Hase'  I  511 
wurde  wegen  der  Nominativendung  -u  analogisch  zu  dieser  De- 
klinationsklasse gezogen  (vgl.  air.  patnide  gl.  leporinus). 

Britannisches.  C.  PI.  arodion,  esgusodion  u.s.w.  §392,2. 
Daß  auch  in  einheimischen  Wörtern  bisweilen  die  Endung  -ion 
auf  der  alten  -/en-Deklination  beruht,  ist  wahrscheinHch.  Ein  klar 
beweisendes  Beispiel  ist  jedoch  kaum  aufzufinden. 

Zur  Rekonstruktion  ist  auf  Ogam  Gen.  INISSIONAS  zu 
verweisen.  Ein  Stamm  auf  -Jon-  ist  wohl  überhaupt  für  alle 
anderen  Kasus  als  Nom.  Sing,  anzunehmen  (endungsloser  Lokativ 
auf  -Jon).  Die  Stammform  -in-  war  wohl  verschollen  (oder  liegt 
sie  in  Formen  wie  genitne,  luirgnib,  äirnib  vor,  die  bei  dem 
Ansatz  -jon-  >  ir.  -ijon-  nur  durch  Analogiebildung  erklärt  werden 
können?). 

§  455.  Vermischungen  und  Unregelmäßigkeiten  der  mask. 
und  fem.  -n-  und  -^ew-Stämme.  1)  Die  -y^w-Stämme  mit  verlorener 
Mouillierung  wichen  nur  im  Nom.  Sing,  (und  im  endungslosen 
Lokativ)  von  den  -n-Stämmen  ab.  Diese  Übereinstimmung  gab  zu 
Vermischungen  mit  Bezug  auf  den  Nom.  Sing.  Anlaß.  Dabei  be- 
kundet sich  die  Tendenz,  diesen  Kasus  immer  zweisilbig  sein  zu 
lassen;  den  lautgesetzlich  einsilbigen  Nominativformen  der  zwei- 
silbigen -w-Stämme  wird  ein  -u  angehängt;  die  Nominativformen 
mehr  als  zweisilbiger  -;m-Stämme  werden  des  Nominativausganges 
-u  beraubt.  So  entstehen  einerseits  Formen  wie  ir.  fiadu  >  fiada 
'Zeuge',  Akk.  fiadain,  lacha  'Gans',  PI.  N.  lachain;  wohl  auch 
lecco  'Wange',  Dual  Dat.  lecnib  (ein  mehrfach  analogisch  um- 
gebildetes Wort  mit  -hk-  aus  -kn-);  lüta  'der  kleine  Finger',  Dat. 
lütain  (-t-  aus  -dd-,  -dn-)\  andererseits  Formen  wie  ben dacht 
'Segen',  maldacht 'Fluch' (aus  lat.  benedictiö,  maledictiö,  vgl. 
c.  PL  bendith-ion,  melltith-ion),  Akk.  bendachtin,  mal- 
dactin.  Gen.  bendachtan,  mir.  mallachtan.  Diese  Nominativ- 
formen fühi-ten  aber  zum  Übertritt  in  die  -«-Deklination:  air.  Gen. 


§455,1 — 3]  -n-  u.  -^ew-Stämme;  Mischfonnen.  111 

bendachtae,  PI.  Akk.  maldachta.  In  ähnlicher  Weise  schwanken 
düthracht  'Wunsch'  (Dat.  düthracht  mehrfach  in  Wb.,  Gen. 
duthrachtan  Ml.  55a  17),  fortacht  'Hülfe'  (Akk.  fortacht  Wb. 
14d  17,  fortachtain  Ml.  134b  3;  das  Simplex  techt  'gehen' 
beweist,  daß  die  -«-Dekl.  die  ältere  ist). 

Anm.  Das  Schwanken  zwischen  -ä-  und  -n-Deklination  findet  sich  auch 
bei  aisndis  'Schilderung':  A.D.  aisndis,  aber  (in  Ml.)  Gen.  aisndisen, 
Plur.  Akk.  aisndisnea.  —  Einen  anderen  Ursprung  hat  offenbar  die 
schwankende  Flexion  bei  air.  anira,  animm  fem.  'Seele'  (trotz  nir.  anam 
kann  die  Orthographie  nur  so  gedeutet  werden,  daß  das  -mm  mouilliert 
war;  eine  Nebenform  mit  unmouilliertem  -m  liegt  vielleicht  in  man  am 
'meine  Seele' ?  [Wb.]17c4  vor;  das  -n-  war  gewiß  nicht  mouilliert;  deshalb 
die  Schreibung  anaim  Ml.  116b  9;  ainira  Wb.  3d  11,  Ml.  130c  9  ist 
wohl  lateinisch  beeinflußt),  A.  und  D.  anim,  anmin,  aumain,  anmuin, 
G.  anme,  PI.  N.  anmin,  anmain,  A.  anmana,  D.  anmanaib,  G.  an- 
man.  Es  handelt  sich  hier  um  die  Vermischung  eines  Fem.  *anamö,  PI. 
*anamones  (reflektiert  von  mbr.  eneff  nbr.  ene,  PI.  anaoun  I  170)  mit 
einem  Neutr.  *anammn.  Zum  neutr.  Paradigma  gehören  N.  A.  anim,  G. 
anme.  Die  Nebenform  anam  (vgl.  anam-chare  'Seelenfreund')  steht  dem 
alten  *a?iamö  näher  (hat  aber  jedenfalls  unleniertes  m). 

2)  Mehrere  -wä-Stämme  treten  im  Laufe  der  mir.  Periode  in 
die  -w-Deklination  über.  Schon  im  Air.  lautet  von  persan  'Per- 
son', Gen.  persine  der  N.  PI.  persin  (-o-Flexion?);  mir.  Nom. 
persu,  persa,  A.  D.  persain,  jjersaind,  aber  noch  Gen.  per- 
saine,  persainde;  nir.  pearsa.  Gen.  pearsan.  Mir.  coloma, 
columa  'Säule'  statt  *coloman  aus  lat.  columna  (die  alte  Flexion 
noch  in  mir.  N.  Ph  colomna).  Air.  in  gen  fem.  'Nagel'  I  107, 
Dat.  ingin,  N.  PI.  ingnea;  mir.  inga;  nir.  longa,  Gen.  iongan. 
Air.  uilen  fem.  'Winkel'  §  400;  nir.  uille,  G.  uilleann.  Air. 
almsan  'Almosen',  Gen.  almsine;  mir.  almsu,  almsa.  Gen.  alm- 
saine.  Air.  ith-land  gl.  area  (Kompositum);  mir.  ithla.  Air. 
cuislen  gl.  stipula  Thes.  II  48,  17,  mir.  cuislend  fem.  'Ader' 
LL  147a  27;  spät  mir.  cusle,  nir.  cuisle,  Gen.  cuisleann;  air. 
comrorcon  fem.  'IiTtum',  mir.  comrurgu.  Dagegen  hat  wohl  ir. 
cuile  a  store-house,  cellar,  air.  cuilae  gl.  colina  Sg.  51b  5,  Gen. 
mir.  cuile  und  cuiled  (nirgends  ein  -w-Stamm)  mit  lat.  culina 
nichts  zu  tun.     Über  air.  muirmöru  vgl.  I  23. 

3)  Ir.  menme  (später  nienmae,  menma)  mask.  'Gedanke', 
A.  D.  menmain,  menmuin,  Gen.  menman  (in  Sg.  menmann), 
Plur.  A.  menmana,  D.  menmanib,  vgl.  c.  menw  I  168,  dürfte 
Umbildung   eines   alten  Neutrums  sein;    der  Nom.  Sing,   ist   wohl 


112  Ir.  goba.     Die  neutralen  -w-Stämme.     [§455,4.456 

eine  Weiterbildung  *menmijo-s,  die  die  alte  neutrale  Form  ver- 
drängt hat. 

4)  Sehr  schwierig  ist  mir.  goba  ^Schmied',  Dat.  gobaind, 
Plur.  G.  goband;  c.  gof,  PI.  gofion,  gofaint,  gofiaid;  corn. 
gof;  mbr.  gof  f.  Das  Fehlen  der  Hebung  im  ir.  Nominativ  und 
des  Umlauts  (der  Epenthese)  im  Brit.  verbietet  den  Ansatz  eines 
alten  Nominativs  auf  -jö  oder  -ö.  Der  nir.  N.  PI.  gaibhne,  der 
einen  alten  Akk.  PI.  *goibnea  voraussetzt,  kann  analogisch  sein 
(vgl.  luirgnib,  äirnib  §  454).  Ist  der  Vergleich  mit  gall.  Go- 
bannio  ON  186  richtig,  so  ist  die  Annahme  einer  heteroklitischen 
Flexion  kaum  zu  vermeiden;  etwa  Nom.  -äs  (oder  -as;  dann  wäre 
der  ir.  Nominativ  Sing,  nach  1°  zu  erklären).  Gen.  -as-n-os  (oder 
-äs-n-os)?  Vielleicht  war  das  Wort  ursprünglich  ein  Neutrum;  vgl. 
die  Flexion  von  skr.  dös  'Vorderarm',  Jus  'Brühe',  Gen.  dös-n-as, 
jüs-n-as.     Vgl.  auch  die  -r-  :  -n-Stämme  §  451. 

§  456.     Die    neutralen    -n-Stämme.     Paradigma:    ir.    beim 


'Schlag'. 

Sing. 

PI. 

Du. 

N.  A.  beim  n- 

N. 

A. 

beimen,  bei- 
menn 

N. 

A. 

beim  n- 

D.  beimimm, 

D. 

beimennaib 

D. 

beimennaib 

beim 

- 

G.  beime 

G. 

beimen  n-,  bei- 
menn  n- 

G. 

beimen,  bei 
menn 

ainm  n-  'Name'  hat  vor  allen  Endungen  unmouillierte  Kon- 
sonanten: Dat.  anmaimm,  anmimm,  Gen.  anme  >  anma,  PI. 
N.  A.  anman,  an  mann  u.  s  .w.  —  Der  N.  A.  Plur.  nimmt  später 
die  Endung  -a  an:  anmanna.  —  Die  meisten  hierhergehörigen 
Wörter  haben  das  Suffix  -7mn-  (§  401).  senim  'Tönen'  hat  Dat. 
senmuim,  PI.  N.  senman.  Ferner  gehören  hierher  imb  'Butter', 
Gen.  imbe  (mit  mouillierten  Konsonanten;  Etymologie  I  46);  mir 
'Bissen',  PI.  A.  mir.  mirend;  gein  'Geburt',  Dat.  geinim,  G. 
geine  (Belege  bei  Ascoli  CCCCLVf.;  die  Art  der  Flexion  hat 
Thurneysen,  Handb.  205  erkannt). 

Britannisches:  c.  cam  'Schritt',  PI.  ac.  cemmein;  ac.  anu 
'Name',  PI.  enuein,  corn.  hanow,  PI.  henwyn,  hynwyn;  tam 
'Stück',  PI.  tymmyn;  bram  'Furz',  PI.  bremmyn;  bom  'Schlag', 
Plur.  bommyn;  colm  'Knoten',  PI.  colmennow.  C.  ymen-yn 
'Butter'  u.  s.  w. 

Rekonstruktion.     Weshalb  das  -n-  der  Endungen  im  Irischen 


§456.457]     Neutrale -n-Stämme.  Stellung  der  Adjektive.  113 

unleniert  ist,  ist  nicht  ganz  klar;  vielleicht  handelt  es  sich  um 
Assimilation  an  das  -mm-. 

Sing.  Nom.  -'^;  vgl.  lat.  nömen  gr.  ovo/ua.  —  Der  Dativ 
würde  sich  aus  -'^-bhi  (vgl.  arm.  anuam-b,  Instrumentahs  von  anun 
'Name')  erklären.  —  Der  Gen.  würde  sich  aus -en-s  erklären ;  dieser 
Genitivausgang  ist  jedoch  im  Idg.  selten  (vgl.  etwa  awest.  xvmg, 
Gen.  von  'Sonne'). 

Plm\  N.  A.  -na,  eventuell  mit  einem  vorhergehenden  Vokal, 
vgl.  lat.  nömina;  im  Brit.  ist  Umbildung  nach  dem  Muster  der 
-o-Stämme  eingetreten.  —  Der  N.  A.  des  Duals  ist  analogisch  dem 
Sing,  gleich  gebildet  (die  idg.  Dualfonn  hatte  wohl  die  Endung  -!-.- 
skr.  nänml,  asl.  imeni  'die  beiden  Namen'). 

Anm.  Das  Neutrum  be  n-  'Weib'  geht  wohl  auf  *g"en  zurück.  Der 
Genitiv  bee  ist  analogisch  gebildet.  Eine  ganz  andere  Deutung  gibt 
Liden,  BB  XXI  96  f.,  114. 


TU.    Die  Adjektive. 

§457.  (Stellung  der  Adjektive;  Form  des  vorangestellten 
Adjektivs.)  Das  attributive  Adjektiv  steht  im  Ir.  und  im  Brit.  in 
der  Regel  nach  seinem  Beziehungswort:  air.  miad  mör  'eine  "große 
Ehre';  in  molad  döinde  'das  menschliche  Lob';  mc.  raorwyn 
wineu  delediw  'ein  dunkelfarbiges  schönes  Mädchen';  y  gwr  hir 
'der  lange  (große)  Mann';  corn.  gobar  bras  'eine  große  Belohnung'; 
an  dus  vas  'die  guten  Leute';  br.  gwin  gwenn  'weißer  AVein'; 
ar  paotr  bihan  'der  kleine  Knabe'. 

Vor  dem  Beziehungswort  stehen  Pronomina,  pronomenähnliche 
"Wörter,  Zahlwörter.  Vgl.  I  445  ff.  Auch  bei  den  eigentlichen 
Adjektiven  kommt  Stellung  vor  dem  Beziehungswort  teils  fakultativ, 
teils  (bei  gewissen  sehr  häutig  vorkommenden  Adjektivbegriffen) 
obligatorisch  vor;  in  diesem  Falle  wird  aber  das  Adjektiv  nach  den 
für  das  erste  Kompositionsglied  geltenden  Regeln  behandelt;  es 
bewirkt  Lenition  (I  447)  und  es  ist  indekhnabel:  air.  forbe  in 
dag-imrata  cen  tetarcor  drog-imrato  'die  Vollführung  des 
guten  Gedankens  ohne  ein  Dazwischenkommen  eines  schlechten 
Gedankens'  Wb.  3d  5;  messimir  inna  fir-aingliu  'wir  werden 
über  die  wirkHchen  Engel  Urteil  fällen'  9c  10;  c.  cam  arferau 
'Mißbrauche'.  Im  C.  kann  jedoch  beim  vorangestellten  Adjektiv 
Genusflexion  stattfinden  (mc.  gwen  llaw  'weiße  Hand';  dies  jedoch 
auch   bei   unzweifelhafter  alter  Komposition:    Gwen-hwyfar  FN 

Pederseu:  Vgl.  kelt.  Gramm.     II.  g 


114  Stellung,  Kongruenz  der  Adjektive.         [§  457.  458 

I  266;  vgl.  auch  abr,  Uuin-mael  :  Uuen-brit  I  41;  mc.  teir- 
nossic  'drei  Nächte  alt');  noch  auffälliger  ist  es,  daß  auch  Plural- 
flexion vorkommen  kann  (ein  Beispiel  I  447).  Es  ist  im  Einzelnen 
nicht  möglich,  zwischen  umgedeuteter  Voranstellung  des  Adjektivs 
und  wirklicher  alter  Komposition  eine  scharfe  Grenze  zu  ziehen; 
schon  deshalb  soll  hier  von  einer  vollständigen  Aufzählung  der 
voranstehenden  Adjektive  abgesehen  werden;  und  dies  um  so  mehr, 
weil  die  Einzelheiten  des  Gebrauches  sich  erst  spät  und  in  den 
verschiedenen  Sprachen  verschieden  fixiert  haben  (im  Ir.  kann  dag 
'gut'  nur  vor  dem  Beziehungswort  stehen;  im  C.  steht  da  ganz 
regelmäßig  hinter  dem  Beziehungswort:  mc.  y  wreic  da  'die  gute 
Frau';  ebenso  corn.  vn  flogh  da  'ein  gutes  Kind'). 

§  458.  Kongraenz  der  Adjektive.  Nach  allgemein-indo- 
görmanischer  Regel  stimmte  sowohl  das  attributive  als  auch  das 
prädikative  Adjektiv  mit  seinem  Beziehungswort  in  Bezug  auf 
Kasus,  Numerus  und  Genus  überein.  Die  Übereinstimmung  im 
Genus  wurde  dadurch  ermöglicht,  daß  neben  dem  anders  gestalteten 
Maskuhnstamm  ein  Femininstamm  auf  -ä  oder  -t  gebildet  wurde: 
gr.  v80-g  :  via;  skr.  bhäran  'tragend'  (Akk.  bhärant-am):  Fem. 
bhdrantt;  oft  waren  jedoch  die  Maskuhnform  und  die  Femininform 
des  Adjektivs  identisch.  Bas  Neutrum  unterschied  sich  vom  Mask. 
nur  durch  die  besonderen  Kasuseadungen  des  Nom.  Akk. 

Die  herkömmHchen  Kegeln  der  Kongruenz  wurden  im  Keltischen 
zunächst  durch  die  schon  besprochene  Auffassung  des  vorangestellten 
attributiven  Adjektivs  als  erstes  Kompositionsghed  beeinträchtigt. 
Davon  abgesehen  blieben  die  Regeln  der  Kongruenz  im  Ir.  erhalten: 
airde  serce  möre  'ein  Zeichen  großer  Liebe'  Wb.  24c  2;  it 
möra  na  bretha  'groß  sind  die  ürteilsspmche'  17b  2.  Zum  neu- 
tralen Prädikatsnomen  bei  einem  fem.  Abstraktum  in  Fällen  wie 
ba  erchoitech  n-doib  toimtiu  'die  Meinung  war  ihnen  schäd- 
lich' Ml.  35  b  25  vgl.  §  407,  2.  Gleichfalls  steht  neutrales  Prädikats- 
nomen vor  einem  durch  den  „Nominativ  mit  Infinitiv"  ausgedrückten 
Subjektssatz  (§  635).  Im  Nir.  ist  die  sehr  wesenthche  Neuerung 
eingetreten,  daß  das  prädikative  Adjektiv  unflektiert  bleibt:  gu-rab 
cosmhail  cuirp  na  n-daoine  re  taoisleadh  criadh  'daß  die 
Körper  der  Menschen  einem  Lehmklumpen  ähnlich  sind';  go 
rabhadar  na  süile  dall  aige  'daß  seine  Augen  blind  waren' 
Keating.  —  Im  Brit.  war  die  Entwickelung  viel  rapider  als  im  Ir. 
Die  Einzelheiten  der  ac.  und  abr.  Kongruenzregeln  sind  unbekannt. 
Im   Mc.   stimmt  das   attributive  Adjektiv   immer  mit  seinem  Be- 


§459,  1]  Deklination  der  Adjektive.  115 

ziehungswort  in  Bezug  auf  das  Genus  und  oft  auch  in  Bezug  auf 
Numerus:  danned  hiryon  melynyon  'lange  gelbe  Zähne';  deu 
vackwy  wineuon  ieueinc  'zwei  dunkelfarbige  junge  Burschen'; 
viele  Adjektive  entbehren  jedoch  der  Pluralfiexion:  gwyr  arvawc 
'bewaffnete  Männer'.  Beim  prädikativen  Adjektiv  kann  Kongnaenz 
stattfinden,  aber  nicht  selten  findet  Flexionslosigkeit  statt:  llym 
awel  (fem.)  'der  Wind  ist  scharf'.  Ein  kleiner  Rest  der  Genus- 
fiexion  ist  durch  Lhuyd  für  das  Comische  bezeugt  (I  384);  sonst 
sind  die  Adjektive  im  Corn.  und  Br.  indeklinabel. 

§  459.  Deklination  der  Adjektive.  1)  Das  Mask.  und 
Neutr.  ist  ein  -o-Stamm,  das  Fem.  ein  -ä-Stamm.  Die  Nominative 
im  Air.:  Smg.  Mask.  und  Fem.  mall  'langsam',  Neutr.  mall  n-, 
Plur.  Mask.  maill,  Fem.  und  Neutr.  malla.  Die  endungslose 
Form  des  N.  A.  Plur.  Neutr.  kommt  nur  in  substantivischer  Ver- 
wendung vor:  inna  olc  'die  Übel'.  Sonst  weicht  die  Flexion  noch 
in  Wb.  von  den  Substantiven  nicht  ab;  aber  schon  in  Ml.  hat  der 
(Vok.  und)  Akk.  PI.  Mask.  die  Endung  -a:  lucu  arda  'die  hohen 
Orte'  (Akk.)  Ml.  23d  23;  retu  nöiba  'heilige  Sachen'  (Akk.)  Sg. 
33a  6  (vgl.  a  Galatu  burpu  'törichte  Galater!'  Wb.  19b  4;  bei 
substantivischer  Verwendung  bleibt  die  Endung  -u  bis  in  die  mir. 
Periode  hinein  erhalten:  mir.  A.  PI.  pecthachu  'Sünder,  aber 
firu  möra  'große  Männer').  Durch  eine  weitere  Neuerung  dringt 
im  Mir.  die  auf  -a  endigende  Form  auch  in  den  N.  PI.  Mask.: 
mir.  laich  londa  'wütende  Helden';  dem  Air.  ist  diese  Erscheinung 
fremd;  höchstens  könnte  maicc  cöima  'hebe  Kinder'  Wb.  27b  16, 
vgl.  Ml.  51b  8,  98  c  5  darauf  deuten,  daß  in  der  alltäglichen 
Sprache  ein  (unsicher  wie  umgrenzter)  Anfang  des  Gebrauches 
schon  sehr  früh  vorhanden  gewesen  wäre.  Vgl.  Strachan,  Eriu 
I  4,  Trans.  Phil.  Soc.  1903—1906  S.  217  ff. 

Statt  der  Endung  -a  erscheint  im  N.  A.  PI.  nach  einem  mouil- 
lierten Konsonanten  nicht  das  lautgesetzliche  -e,  sondern  (nach  Ana- 
logie der  -jo-  :  -yä-Stämme)  -i:  diless  'eigen',  anmann  dilsi'nomina 
propria'  (die  Mouillierung  rührt  von  dem  l  her).  S.  ZE  236, 
Thurneysen,  Handb.  216. 

Auf -0-  und  -ä-Stämmen  beruht  die  c.  Genusflexion  mc.  trwm  : 
trom  'schwer'  (ir.  tromm),  gwynn  :  gwenn 'weiß'  (air.  find.  Gen. 
find),  die  auch  im  Corn.  und  Br.  vorhanden  gewesen  ist;  s.  1383 f. 
Diese  Genusflexion  ist  im  C.  bei  allen  Adjektiven  mit  senkbarem 
Vokal  diu'chgefühi't  worden,  auch  wenn  sie  ursprünglich  anderen 
Deklinationen   gehörten    (mc.   crwnn  :  cronn   *rund',    ir.  cruind, 

8* 


116  Deklination  der  Adjektive.  [§  459,  1—3 

-/-Stamm;  sogar  c.  cwta  :  cota  'kurz',  bychan  :  bechan  'klein'). 
Auf  -0-  und  -ä-Stämmen  beruht  ferner  die  brit.  Pluralflexion  der 
Adjektive:  mc.  ieuanc  'jung',  Plur.  ieueinc.  Wie  bei  den  Sub- 
stantiven trat  auch  hier  oft  die  erweiternde  Endung  -on  an,  die 
mit  dem  mouilherten  Auslaut  den  Ausgang  -Jon  bildete:  abr.  blin- 
ion  gl.  inertes,  bueu-ion  gl.  concitis  {Sing.  br.  buan);  mc.  gwynn- 
yon  zu  gwynn  'weiß';  nc.  gweig-ion  zu  gwag  'leer'.  Das  -j- 
fehlt  lautgesetzlich  in  Fällen  wie  mc.  gwineu-on  'dunkelfarbig', 
nc.  budr-on  'schmutzig',  chwerw-on  'bitter',  geirw-on  'rauh' 
(Sing.  garw).  Eine  unerweiterte  und  eine  erweiterte  Form  stehen 
bisweilen  nebeneinander:  mc.  Plur.  arvawc  'bewaffnet',  substan- 
tivisch arfogion,  vgl.  brenhined  coronogyon  'gekrönte  Könige'. 
Die  auf  den  -o-  :  -ä-Stämmen  beruhende  Pluralflexion  ist  auch  bei 
den  übrigen  Stammklassen  durchgeführt:  mc.  du-on  'schwarz'  (ir. 
dub,  -w-Stamm);  abr.  tirol-ion  gl.  agrica  (lat.  Suffix  -älis),  mc. 
cryn-yon  von  crwnn  'rund'.  Alle  Adjektive  sind  also  im  Brit. 
-0-  :  -«-Stämme.  Ein  Genusunterschied  ist  im  PI.  nicht  vorhanden 
(c.  gwynion,  crynion  mask.  und  fem.). 

Mit  dieser  Flexion  vgl.  lat.  nouus,  noua,  nouum,  gr.  vsog^ 
vaä,  v^ov. 

2)  Das  Mask.  und  Neutr.  ist  ein  -/o-Stamm,  das  Fem.  ein 
-/ä-Stamm:  ir.  Mask.  Fem.  buide  'gelb',  Neutr.  buide  n-.  Der 
N.  V.  A.  PL  lautet  in  allen  Genera  auf -^  aus:  tri  gnimu  rechtidi 
'durch  Taten  des  Gesetzes'  Wb.  2  b  24  (auch  substantivisch  im 
Neutr.  inna  remeperthi  'das  früher  Gesagte'  Ml.  23d  4,  aber 
inna  dorche  'das  Dunkle'  Ml.  140c  5;  dagegen  im  Mask.  substan- 
tivisch remeperthiu  gl.  quos  Ml.  69a  4).  Vgl.  Strachan,  Eriu 
15.  —  Vgl.  lat.  serius,  seria,  serium. 

3)  Die  adjektivischen  -w-Stämme  sind  selten:  ir.  f  liuch  'naß', 
tiug  'dick',  dub  'schwarz',  il  'viel',  ocus  'nahe',  cum-ung  'eng', 
fo-llus 'klar',  an-bsud 'unstät',  co-bsud 'fest',  di-riug,  di'-riuch 
'gerade'  (später  mir.  direch,  nir.  direach  als  -o-Stamm;  kaum, 
wie  I  229  angenommen,  lat.  Lehnwort)  und  einige  anderen  Kom- 
posita. Im  Nom.  Akk.  Sing,  ist  das  Fem.  mit  dem  Mask.  identisch. 
Im  D.  und  G.  Sing,  stimmt  die  Flexion  mit  den  -o-  :  -ä-Stämmen; 
der  Plm-al  wird  nach  der  -i-Deklination  gebildet:  air.  Gen.  Sing,  in 
dirig.  Sing.  Dat.  Fem.  follais.  Gen.  foilse,  Plur.  N.  Mask.  foilsi 
(mit  lautgesetzlichem  Fehlen  der  Mouillierung  mir.  N.  PI.  dubai),. 
Plur.  Gen.  ile. 

Die   betreffenden  "Wörter  sind  im  Brit.  teils   -z<;o-Stämme    (c. 


§459,3—5]  Deklination  der  Adjektive.  117 

gwlyb  'feucht',  tew  'dick'),  teils  gewöhnliche  -o-Stämme  (c.  du 
'schwarz',  cyfyng  'eng'  u.  s.  w.). 

Die  ursprüngliche  keltische  Flexion  stimmt  am  besten  zu  skr. 
Mask.  tanü-s,  Fem.  tanü-s,  Neutr.  tani'i  'dünn'  :  das  Mask.  und 
Neutr.  -M-Stamm,  das  Fem.  -M-Stamm  (aus  einer  derartigen  Flexion 
ist  auch  gr.  nolv-g,  Fem.  nolX-i],  Neutr.  tioXv  entstanden).  Im 
Plur.  ist  jedoch  der  -ö-Stamm  mit  dem  -w-Stamm  zusammengefallen; 
der  Übergang  in  die  -i-Flexion  ist  nur  eine  Weiterführung  der  auch 
bei  den  Substantiven  vorhandenen  Tendenzen  (§  438,  §  441).  Die 
Übereinstimmung  des  D.  G.  Sing.  Fem.  mit  den  -ä-Stämmen  führte 
zur  Neubildung  eines  Gen.  Sing.  Mask.  nach  der  -o-Deklination; 
im  Brit.  wurde  in  einigen  Fällen  zum  femininischen  -ü-  (-«<;ä-)Stamm 
ein  mask.  -tto-Stamm  gebildet. 

Weniger  gut  erklären  sich  die  kelt.  Tatsachen  durch  die  H}^o- 
these,  daß  das  Fem.  mit  dem  Mask.  identisch  war  (skr.  Fem.  tanü-s 
neben  tanü-s);  und  noch  entscliiedener  ist  die  Annahme  abzulehnen, 
das  Keltische  habe  einen  Femininstamm  auf  -l  (skr.  tanvt;  lit.  sal- 
düs  'süß',  Fem.  saldi;  vgl.  gr.  yXvY.vg,  ylv/.e7a  und  die  auf  einem 
-i-Femininum  benihende  Umbildung  in  lat,  tenui-s  u.  s.  w.)  ge- 
kannt. 

4)  Adjektivische  -i-Stämme  sind  häufig:  ir.  Nom.  Mask.  und 
Fem.  maith,  Neutr.  maith  n-.  Der  Gen.  Sing.,  oft  auch  der  Gen. 
Plur.  geht  jedoch  nach  der  -o-  :  -«-Dekhnation  (Gen.  Sing.  Mask. 
und  Neutr.  maith,  Fem.  maithe;  Gen.  Plur.  aller  Genera  maithe 
n-  oder  maith  n-;  die  Form  maith  n-  nicht  substantivisch).  Der 
Nom.  Akk.  PI.  Neutr.  endigt  auf  -i  (maithi),  substantivisch  teils 
auf  -e,  teils  auf  -i  (fudumne  'das  Tiefe'  Wb.  5c  16,  8b  6,  aber 
fudumnai  Ml.  81a  4,  vgl.  c  15;  118a  9). 

Im  Brit.  sind  die  betreffenden  Wörter  -o-Stämme  geworden: 
mc.  crwnn  'rund',  Fem.  cronn,  PI.  crynyon. 

Die  ursprüngliche  Flexion  war  vermutlich:  Mask.  Neutr.  -i- 
Stamm,  Fem.  -^-Stamm.  Von  der  -«-Flexion  bheb  nur  der  Gen. 
Sing.,  der  einen  Gen.  Sing.  Mask.  nach  der  -o-Flexion  ins  Leben 
rief. 

5)  Von  -s-Stämmen  finden  sich  nur  kümmerliche  Reste.  Air. 
tualang  'würdig',  Nom.  PI.  Mask.  ammi  tuailnge  'wir  sind 
würdig'  Wb.  17b  5  (mir.  umgebildet  N.  Sing,  tualaing,  tualnge). 
Über  ir.  to  und  gao  s.  I  55  und  §  443.  Der  Femininstamm  scheint 
mit  dem  Maskulinstamm  identisch  gewesen  zu  sein.  Vgl.  gr.  Mask. 
Fem.  evyevr^g,  Neutr.  evyevig. 


118  Deklination  der  Adjektive.  Komparation.     [§  459,  6—461 

6)  Verschliißlautstämme  sind  selten.  Über  ir.  eola  §  446,  2 
und  §  447  Anm.  1;  ainb  §  447,  2.  Ir.  deid  (ungenau  deed)  'faul' 
mag  wie  lat.  de-ses  ursprünglich  ein  -c^-Stamm  gewesen  sein,  zeigt 
aber  historisch  nur  Formen,  die  der  -^-Dek]ination  entsprechen. 
Zum  -n^Stamm  te  'heiß'  lautet  der  Nom.  Plur.  Fem.  te'it;  also 
Femininstamm  =  Maskuhnstamm,  vgl.  lat.  Mask.  Fem.  tepens. 
Eine  Femininbildung  auf  -i  (vgl.  skr.  Fem.  bhärant-i  'tragend')  ist 
bezeugt  durch  ir.  birit  'Mutterschwein',  com-brit  'schwanger', 
am-brit,  aimrit  'unfruchtbar',  nir.  aimrid;  s.  Thurneysen,  KZ 
XXXVII  424.     Vgl.  ir.  Brigit  I  100. 

Komparation. 

§460.  Die  Adjektive  bilden  im  Ir.  und  im  Brit.  einen  Kom- 
parativ und  einen  Superlativ.  Der  Superlativ  wnrd  fast  ausschließ- 
hch  dm-ch  ein  schon  seit  uridg.  Zeit  superlativisches  Suffix  gebildet; 
der  Komparativ  wird  teils  nach  ererbtem  idg.  Muster,  teils  durch 
neuere  Mittel  gebildet.  Außerdem  besitzt  das  Irische  und  das 
Cymrische  einen  Äquahs  ('ebenso  — ,  so  — ');  der  irische  Äqualis 
ist  jedoch  von  dem  c.  Äquahs  etymologisch  gänzhch  verschieden. 
SämtHche  Komparationsformen  sind  indeklinabel  (ohne  Unterschied 
des  Sing,  und  des  Plur.). 

Über  den  \r.  Äquahs  vgl.  Ascoh,  Archivio  glottologico  itahano, 
Supplem.  period.  I  53 ff.,  II  97 ff.;  für  das  Brit.  Zimmer,  KZ  XXXIV 
161  ff.  (andere  Arbeiten:  Aufrecht,  Kuhn  und  Schleicher's  Beiträge 
I  100-103;  Rhys,  Lectures^  S.  231;  Loth,  MSL  V  26.  Rc.  XI 
206,  XVIII 392;  Ernault,  MSL  VII  228ff  =  Glossaire  S.  268 ff.). 
Über  die  Komparative  und  Superlative  vgl.  bes.  Sommer,  IF  XI 
217-244,  Zimmer,  KZ  XXVin  370ff 

§461.  Der  Äqualis.  Irische  Beispiele:  lerithir  'so  fleißig' 
(le'ir),  demnithir  'so  sicher"  (de min);  vgl.  §  390,  Ic.  Von  Sub- 
stantiven abgeleitet:  mir.  metithir  'ebenso  groß'  (meit  'Größe'), 
sithithir  'ebenso  lang'  (c.  hyd  'Länge'),  lethidir  'ebenso  breit' 
LU  84b  22  (leth  'Seite');  mit  Anschluß  an  die  Komparative  des 
in  §  463  besprochenen  Typus:  air.  mir.  moir  'ebenso  groß',  mfr. 
lir  'ebenso  viel',  sia-thir  'ebenso  lang',  tresi-thir  'ebenso  stark', 
remi-thir  'ebenso  dick';  jedoch  auch  mörithir  'ebenso  groß', 
liridir  'ebenso  viel';  mit  Vokalgebung  des  Kompar.:  gilithir 
'ebenso  weiß'  (gel).  Zur  ßedeutungsentwickelung  vgl.  gr.  {.uläv- 
TEQOv  r^vxE  Ttlooa  'fast  so  schwarz  wie  Pech'  II.  IV  277. 

Der  c.  Äqualis   entsteht   durch  Komposition  der  in  §  384,  2e 


§  461—463]  Der  Äqualis.  Der  Komparativ.  119 

besprochenen  Abstraktbildungen  auf  mc.  -het  mit  dem  Präfix  cyn-: 
mc.  kyn  duhet  ar  muchud  'ebenso  schwarz  wie  die  Kohle'.  Über 
die  Verschmelzung  des  h  mit  einem  vorhergehenden  Konsonanten 
vgl.  §  279.  Über  die  Biverbierung  vgl.  §  361.  Die  Übereinstimmung 
im  vorsuffixalen  Wortstück  mit  dem  Kompar.  ist  alt  bei  nc.  cyn 
lleted  'ebenso  breit',  vgl.  mir.  com-lethet  {-nt-)  'gleiche  Breite'. 
In  anderen  Fällen  ist  die  Übereinstimmung  analogisch:  nc.  cyn 
nesed  'ebenso  nahe',  cyn  hawsed  'ebenso  leicht',  cyn  hyned 
'ebenso  alt'.  Ausnahmsweise  ist  das  zweite  Kompositionsglied  ein 
anders  geformtes  Substantiv:  mc.  cy-meint  'ebenso  viel'  'as  much', 
cy-nifer  'as  many',  cy-hyt  'ebenso  lang';  hier  keine  Biverbierung. 

Anm.  Mit  dem  Äqualis  assoziiert  ist  die  Verwendung  der  Abstrakt- 
bildungen auf  -het  in  Ausrufssätzen  („Admirativ") :  nc.  hardded  yw  'wie 
schön  er  ist!'.  Der  Admirativ  kommt  auch  im  Mbr.  und  heute  in  Treguier 
und  Vannes  vor:  mbr.  guelhet  tra  'herrliches  Ding',  cazret  den  'der 
schöne  Mann!',  V.  lartet  'wie  fett!'  (lard;  s.  I  410). 

§  462.  Die  gewöhnlichste  Form  des  Komparativs  endigt  im 
Ir.  auf  -iu  oder  (mit  teils  lautgesetzlichem,  teils  analogischem  Ver- 
lust der  Mouillierung)  auf -u:  dil  'lieb',  Kompar.  diliu;  sen  'alt'  : 
siniu;  älind  'schön'  :  äildiu;  follus  'klar'  :  foillsiu;  ard  'hoch'  : 
ardu.  Weitere  Beispiele  §244,3  I  354f.  Ir.  laigiu,  lugu  'klei- 
ner' gehört  zum  Positiv  becc.  Auf  dieselbe  Endung  weist  c.  hyn 
'älter'  (Positiv  hen)  I  377;  mc.  llei  'weniger'  corn.  le  (Positiv  c. 
bychan  corn.  byhan)  kann  ebenso  oder  als  altes  Neutrum  (§463) 
gedeutet  werden. 

Die  Grundform  war  -jös,  Nom.  Sing.  Mask.  des  uridg.  Kom- 
parativs (vgl.  awest.  mas-jä  'größer',  lat.  senior  'älter'). 

§  463.  Der  Komparativ  war  im  Idg.  oft  nicht  auf  Grund 
des  Positivs  gebildet,  sondern  als  eine  mit  dem  Positiv  parallele 
Wui'zelableitung;  ein  im  Positiv  vorhandenes  Suffix  fehlte  im  Kom- 
parativ und  wui'de  durch  das  Komparativsuffix  ersetzt:  gr.  exd--QO-g 
'feindhch',  Kompar.  ixS^-iiov.  Oft  war  auch  die  Vokalgebung  der 
Wurzel  im  Komparativ  vom  Positiv  verschieden;  namentlich  hatte 
der  Komparativ  oft  Vollstufe  der  zweiten  Wurzelsilbe  gegenüber 
der  Vollstufe  der  ersten  Wurzelsilbe  oder  der  Schwundstufe  im 
Positiv  (vgl.  §  101):  Pos.  got.  filu  ^xieV  (an.  fiol-),  Kompar.  an. 
f  le-iri;  vgl.  gr.  jTolvg  :  Ttls-iwv;  Pos.  gr.  iigv-g  'breit',  skr.  urü-s 
'weit',  Kompar.  skr.  vdr-ljas-. 

Diese  Eigentümlichkeiten  sind  auch  im  Kelt.  bei  einigen  häufig 
vorkommenden    Adjektiven    vertreten.      Vokalalternationen   fanden 


120  Der  Komparativ.  [§  463 

sich  bei  ir.  il  'viel',  Kompar.  lia  (vom  Kompar.  abgeleitet  mc. 
lliaws 'Menge');  ir.  lethan  c.  llydan  'breit'  (*JpZ^  I  43),  Kompar. 
ir.  letha  mc.  11  et  nc.  11  ed  {*plet-).  Ein  im  Positiv  vorhandenes 
Suffix  fehlte  im  Kompar.  bei  ir.  mö-r,  mä-r  'groß'  c.  mawr 
acorn.  -muer  br.  meur:  Kompar.  ir.  mäa,  möa,  mä,  mao,  möo, 
mou,  mö  c.  mwy  corn.  moy  br.  mui  (I  66);  ir.  sir  'lang'  c.  hir: 
Kompar.  ir.  sia  c.  hwy;  ir.  oac  'jung'  c.  ieuanc:  Kompar.  ir. 
öa  mc.  ieu.  Hieran  schließen  sich  einige  Komparative  mit  einem 
aus  dem  Superlativ  verschleppten  suffixalen  -s-:  ir.  tren  'tapfer, 
stark':  Kompar.  ir.  tressa  c.  trech  br.  treac'h  1296;  ir.  nesso, 
nessa  'näher'  c.  nes  corn.  nes  (br.  nez  'nahe';  Positiv  ir.  ocus 
c.  agos  corn.  ogas  I  161);  c.  haws  'leichter'  (Positiv  hawdd). 
Vgl.  §  466.  Ir.  messa  'schlimmer'  (Positiv  droch-,  olc),  s.  Anm.  1. 
Bei  der  Erklärung  dieser  Formen  ist  von  dem  alten  Neutrum 
des  Komparativs  auszugehen.  Und  zwar  muß  man  teils  mit  einer 
Form  auf  -jos  (vgl.  skr.  sre-jas  'besser',  lat.  mel-ius)  teils  von 
einer  Form  auf  -is  (vgl.  lat.  mag-is)  ausgehen.  Aus  -jos  erklärt 
sich  ir.  mäa  c.  mwy  *mä-jos,  vielleicht  auch  ir.  lia  *ple-jos  {-Jos 
ergab  zunächst  -e;  zu  mäa  vgl.  air.  laa  'Tag'  Wb.  aus  laithe; 
übrigens  beruht  das  -a  zum  großen  Teil  auf  dem  Einfluß  des 
Superlativs,  womit  die  vom  Positiv  stark  abweichenden  Kompara- 
tive am  engsten  assoziiert  waren).  .Sonst  ist  meist  -is  anzusetzen; 
so  bei  ir.  sia  c.  hwy  aus  *seis;  ir.  sia  ist  nach  dieser  von  Sommer, 
IF  XI  236  herrührenden  Erklärung  eine  ursprünglich  einsilbige 
Form,  die  nach  Analogie  des  entsprechenden,  nicht  belegten  Super- 
lativs und  nach  Analogie  der  übrigen  unregelmäßigen  Komparative 
auf  -a  zweisilbige  Aussprache  angenommen  hat*;  ferner  bei  c.  ieu 
yew-is  (ir.  öa  erklärt  sich  wohl  besser  aus  *jew-jos;  das  -a  ana- 
logisch wie  bei  mäa,  lia);  schließhch  auch  bei  c.  11  ed  *plet-is 
(daraus  wäre  im  Ir.  *leith  zu  erwarten;  letha  ist  analogisch  ge- 
bildet). Die  durch  ein  -s-  charakterisierten  Komparative  beruhen 
ganz  auf  den  entsprechenden  Superlativen  (bei  ir.  messa  unbe- 
legt); die  Endung  kann  im  Brit.  -is  gewesen  sein;  das  irische  -a 
ist  analogisch. 

Anm.  1.  Ir.  messa  gehört  wohl  zu  osk.  messimass  'medioximas' 
(weiterhin  zu  lat.  medius  u.  s.  w.);  also  "mehr  in  der  Mitte",  "mittel- 
mäßiger". Durch  eine  eigentümliche  Bedeutungsentwickelung  hat  nir. 
measa  die  Bedeutung  'lieber'  angenommen:  is  measa  liom  mo  mha- 
thairnäm'athair    'I  prefer  my  mother  to  my  father'  (eigentlich  "mehr 

1.  Auch  lia  könnte  auf  *pleis  zurückgehen. 


§  463—465]  Jüngere  Komparativtypen.  121 

Leid  ist  mir  um  meine  Mutter  als  um  meinen  Vater"',  vgl.  Dinneen;  so 
entstellt  aus  air.  is  ansu  dam  'es  tut  mir  mehr  leid'  Ml.  95d  13  die 
Kedensart  mir.  ba  handsalais  'tat  ihm  mehr  leid,  war  ihm  lieber'  LL 
73a  46  '-=■  ba  diliu  laiss  LU  70b  15,  is  ansu  lim-sa  'ist  mir  lieber' 
"Wi.  265,  8;  nir.  annsa  'lieber';  vgl.  das  gegensätzliche  is  assu  lem-sa 
'es  tut  mir  weniger  leid'  LU  69a  26,  27,  vgl.  68a  39). 

Anm.  2.  Neben  ir.  maa,  das  altes  Neutrum  ist,  vertritt  mao,  moo, 
mou,  mö  das  alte  Mask.  (danach  air.  nesso  statt  nessa).  Das  nsch. 
dialektische  reamha,  Kompar.  von  reamhar  'dick'  kann  auf  air.  *rema 
oder  *remu  zurückgehen  (mit  analogischer  Mouillierung   nir.  reimhe). 

Anm.  3.  Das  isolierte  air.  hire  'weiter'  kann  auf  *j)er-jos  zurück- 
gehen (irea  Thes.  II  30,  30  ist  wohl  analogisch). 

§  464.  Einige  ursprünglich  nicht  komparativische  Wörter 
haben  im  Kelt.  komparativische  Bedeutung  angenommen.  C.  is 
I  50  und  uch  I  75  gelten  als  Komparative  zu  isel  'niedrig', 
uchel  'hoch';  c.  cynt  I  37  gilt  als  Komparativ  zu  buan  'schnell'; 
an  dieser  Auffassung  waren  die  Superlative  is-af,  uch-af,  cynt-af 
Schuld. 

Ir.  ferr  'besser'  (Positiv  dag-,  maith),  ac.  guell  mc.  nc. 
gwell  (Positiv  da)  corn.  guel  (Positiv  da,  mas)  br.  gwell  (und 
gwelloc'h  §  465;  Positiv  mad)  sind  wohl  Substantive  mit  der 
Bedeutung  "Vorzug,  Wahl";  die  brit.  Formen  können  auf  *welno- 
zurückgehen,  vgl.  lat.  uolö  'will  lieber',  skr.  vr-nl-te  'wählt,  zieht 
vor',  varana-m  'das  Wählen'  u.  s.  w.  Auch  der  Ansatz  *welso- 
ist  lautlich  möglich,  und  ir.  ferr  könnte  lautlich  auf  *tver-so- 
zurückgehen  (idg.  Alternation  r  :  l,  vgl.  §  117,  2  I  188).  Wahr- 
scheinlicher ist  es  mir  aber,  daß  das  -rr-  von  ferr  aus  -II- 
(<  -In-)  durch  den  Einfluß  nicht  verwandter  Wörter  entstanden 
ist  (vielleicht  unter  dem  EinÜuß  eines  verlorenen  Superlativs  ^ 
c.  goreu,  wofür  später  ir.  dech  eingetreten  ist).  Anders  Stokes, 
Sprachschatz  S.  274.  Daß  ir.  ferr  nicht  wie  die  in  §  463  be- 
sprochenen Komparative  die  Endung  -a  annahm,  beruht  darauf, 
daß  der  Superlativ  (sowohl  der  faktisch  vorliegende  Superlativ  als 
auch  die  vermutete  Entsprechung  des  c.  goreu)  unregelmäßig  war. 

C.  gwaeth  {-ae-  aus  -oe-  nach  §  259  I  386)  corn.  gueth  br. 
gwaz  kann  (mit  c.  gwell  u.  s.  w.  parallel)  auf  *iraitno-  oder 
*wäitno-  "Vermeidung"  zurückgehen,  vgl.  lat.  uTtäre  (Positiv  c. 
drwg  corn.  drog  br.  drouk). 

§  465.  Die  gewöhnlichste  Form  des  Komparativs  im  Brit.  hat 
die  Suffixe  c.  -ach,  corn.  -a,  -e,  br.  -oc'h:  mc.  teg-ach  'schöner'. 
Die  AVirkungen   des    im    Äqualis   und   Superlativ   berechtigten   -//- 


122  Der  Komparativ.  Der  Superlativ.     [§  465,  466 1. 2 

dringen  im  Nc,  Corn.  und  Br.  analogisch  auch  in  den  Kompar.: 
nc.  tecach  corn.  tekke,  corn.  hakcre  'häßlicher',  br.  pinvidik- 
oc'h  'reicher',  bras-oc'h  'größer'.  S.  I  410,  504.  Über  den  Ur- 
sprung der  Suffixe  vgl.  §  372,  2. 

Diese  Suffixe  sind  im  Br.  oft  nachträglich  an  einsilbige  Formen 
getreten,  die  schon  komparativische  Bedeutung  hatten:  br.  gwelloc'h 
'besser';  br.  nesoc'h  'näher';  gwasoc'h  =  gwaz 'schlechter'.  Ganz 
umgebildet:  br.  hiroc'h  'länger'  (Positiv  hir),  iaouankoc'h  'jün- 
ger'. Die  zweisilbige  und  die  einsilbige  Form  kombiniert:  br. 
muioc'h-mui  oder  muioc'h-vui  'mehr  und  mehr,  immer  mehr' 
(Corn.  und  Treg.  mu-ouz-mu  mit  volksetymologischer Umdeutung) ; 
gwelloc'h-gwell  'besser  und  besser';  gwasoc'h-gwaz  'schlimmer 
und  schlimmer';  danach  analogisch  (mit  dem  Positiv  an  letzter 
Stelle)  dounoc'h-doun  'tiefer  und  tiefer'  u.  s.  w. 

§  466.  1)  Die  Endungen  der  keltischen  Superlative  weisen 
auf  eine  keltische  Grundform  -samo-.  Gemäß  den  Lautgesetzen  er- 
scheint das  (^im  Ir.  und  Ac.  erhaltene)  lenierte  -m-  im  C.  und  Mbr. 
als  -f  (d.  h.  -v)\  geschwunden  ist  es  im  Corn.  (wo  der  Superlativ 
dadurch  in  der  Regel  mit  dem  Komparativ  zusammengefallen  ist) 
und  im  Nbr. 

2)  a)  Vor  dem  -s-  stand  in  der  Mehrzahl  der  Fälle  ein  Vokal. 
Die  irische  Endung  -em  weist  auf  T-is-amo-  oder  *-es-amo-:  dilem, 
äildem,  foillsem  zu  dil 'heb',  älind  'schön',  foUus  'klar'.  Nach 
einem  Vokal  wird  -em  lautgesetzhch  zu  -am:  öam  'der  jüngste', 
mäam  'der  größte'  (vgl.  §  463);  analogisch  steht  -am  nach  Kon- 
sonanten, wenn  der  Komparativ  -u  ohne  vorhergehende  Mouillie- 
rung hat:  ansam  'am  schwierigsten',  Kompar.  ansu,  Positiv  anse 
(vgl.  §242,  2,  §241,  3  b).  —  Im  Brit.  ist  das  aus  -s-  entstandene 
-h-  teils  direkt  erhalten  (schwindet  dann  aber  später):  ac.  hin- 
ham  'der  älteste'  (mc.  nc.  hynaf);  mc.  hyshaf  'der  unterste'  (in 
den  Gesetzen;  sonst  mc.  nc.  isaf);  mc.  duhaf  (nc.  duaf)  von  du 
'schwarz';  mc.  ieuhaf  (nc.  ieuaf)  'der  jüngste';  mc.  mwyhaf  (nc. 
mwyaf)  'der  größte',  corn.  moygha,  mogha,  moghya,  moghye 
ds.  (-gh-  wohl  =  -Ä-;  -ghy-  wohl  sicher  als  -j-  zu  lesen;  Lhuyd 
gibt  moya);  mbr.  querhaf  (nbr.  kera)  'der  liebste';  teils  ist  es 
mit  einem  vorhergehenden  Konsonanten  verschmolzen  und  so  an 
seinen  Wirkungen  kenntlich:  mc.  teckaf  corn.  tekca  'der  schönste', 
nbr.  brasa  'der  größte'.  S.  I  410,  504.  Über  die  Qualität  des 
vor  dem  -h-  geschwundenen  Vokals  lehrt  uns  das  Brit.  nichts.  — 
MutmaßHch  vergleichbare  galhsche  Formen:  Belisama  GN,  Tri- 


§  466, 2. 3]  Der  Superlativ.  123 

gisaraura  ON,    Rigisamus  GN,    ßlesamus,   Blesamius  MN, 
Cintusmus  MN  (zu  c.  cynt  u.  s.  w.  I  37). 

b)  In  selteneren  Fällen  verbindet  sich  das  -s-  unmittelbar  mit 
einem  vorhergehenden  Konsonanten:  ir.  tressam  'der  tapferste, 
stärkste'  c.  trechaf  br.  trec'ha  {-g-s-  I  296);  ir.  nessam  'der 
nächste'  mc.  nessaf  nc.  nesaf  com.  nessa  br.  nesa  (-dh-s-  180); 
c.  hawsaf  zu  hawdd  'leicht'.     Vgl.  etwa  gall.  Rixamae  OX. 

Anm.  1.  Superlative  auf  idg.  -mmo-  und  -t-mno-  sind  in  anderen  idg. 
Sprachen  reichlich  belegt:  skr.  adh-amd-  'der  unterste',  madhj-amü-  'der 
mittlere',  got.  mid-uma  'Mitte',  s,\x.  prijd-tatna-  'der  liebste',  got.  hlei-dumn 
'link'  u.  s.  w.  Die  Suffixgruppe  -s-nimn-  ist  im  Keltischen  und  im  Itali- 
schen belegt:  lat.  pigerrimus  aus  *pigrismmo-  oder  * pigreummo--^  lat. 
maximus,  pessimus;  osk.  nessimas  I  80,  messimass  'medioximas'.  Der 
Ursprung  des  -s  ist  nicht  sicher;  es  liegt  nahe,  an  die  schwächste  Form 
des  Komparativsuffixes  -is-  zu  denken;  wo  aber  ein  anderer  Vokal  als  -i- 
oder  wo  kein  Vokal  vor  dem  Suffix  steht,  paßt  diese  Erklärung  nicht ; 
man  wird  hier  an  die  substantivischen  -s-Stämme  erinnern  müssen;  vgl. 
§  365. 

3)  a)  Das  vorsußixale  Wortstück  hat  dieselbe  Form  wie  im 
Komparativ:  ir.  öam  mc.  ieuhaf  neben  Kompar.  ir.  öa  mc.  ieu; 
ir.  mäam  neben  Kompar.  mäa;  mc.  llettaf  nc.  lletaf  neben 
Kompar.  mc.  11  et  nc.  11  ed  §  463.  Daraus  folgen  vei'schiedene 
gegenseitige  Beeinflussungen.  Das  -J-  oder  die  Infektion  des  Kom- 
par. dringt  im  ßrit.  in  den  Superl.:  ac.  hinham  'der  älteste;  c. 
lleiaf  'der  kleinste'  abr.  leih  am  (vgl.  §  462);  c.  hwyaf  'der  längste' 
abr.  -hoiam  (in  Personennamen;  vgl.  Loth,  Rc.  XV  94);  mc. 
mwyhaf  'der  größte'  corn.  moygha  br.  muia.  Umgekehrt  ist 
das  -s-  der  Superlative  ir.  tressam,  nessam,  c.  hawsaf  u.  s.  w. 
in  die  entsprechenden  Komparative  gedrungen  und  ir.  messa 
§  463  Anm.  1  beruht  auf  einem  nicht  belegten  Superlativ. 

1))  In  einigen  Fällen  schließen  sich  die  Superlative  nicht  an  ein 
Adjektiv,  sondern  an  ein  Adverbium  oder  ein  Substantiv  an:  c.olaf 'der 
letzte'  (ol  'Spur;  hinten'),  blaenaf  'der  vorderste'  (blaen 'Spitze'); 
cyntaf  'der  erste',  isaf  'der  unterste',  uchaf  'der  oberste'  (von  cynt, 
is,  uch,  die  nachher  als  Komparative  aufgefaßt  worden  sind,  s.  §464); 
pennaf  'der  wichtigste,  vornehmste'  (mc.  penn 'Kopf').  In  einigen 
derartigen  Bildungen  war  urspr.  nicht  das  Suffix  -samo-,  sondern  das 
Suffix  -tamo-  (§  393,  §  402,  1)  vorhanden;  so  bei  mc.  eithaf  'der 
äußerste,  Ende'  *ek-tinmo-  (vgl.  lat.  extimus)  und  gwarthaf  'su- 
premus,  Oberteil'  *upor-ttnmo-]  analogisch  mag  jedoch  nach  dem 
ß  ein  h  eingeschoben  worden  sein,  vgl.  I  404. 


124  Der  Superlativ.  Syntax  d.  Komparationsfomien.  [§466.467 

Anm.  2.  Im  Air.  finden  sich  einige  Superlative  mit  wiederholter 
Endung:  dirgimem  von  diriug  'gerade',  firianamam  von  firian 
'gerecht',  saibihem  gl.  peruersissimi  (-ibera  aus  -imem). 

Anm.  3.  Ein  nicht  durch  ein  superlativisches  Suffix  charakterisiertes 
Wort  fungiert  als  Superlativ  zu  ir.  dag-,  maith,  c.  da  (vgl.  §  464):  ir. 
dech  'der  beste'  (etymologisch  wohl  =  lat.  decus),  c.  goreu  (vielleicht 
ein  Kompositum,  vgl.  gr.  vn^Q-sv;  Grundform  dann  etwa  *upor-esu).  Im 
Corn.  und  Br.  ist  aus  dem  entsprechenden  Komparativ  ein  Superlativ  neu- 
gebildet worden:  corn.  guella  br.  gwella. 

Anm.  4.  Der  Superl.  ist  im  Ir.  seltener  als  der  Kompar.  Im  Nir.  ist 
er  (wie  im  Eomanischen,  Ngr.  u.  s.  w.)  verloren  gegangen.  Im  Brit.  ist  er 
bis  heute  lebenskräftig.  Über  Superl.  im  C,  Corn.  in  Sätzen  wie  'je  größer, 
je  besser'  s.  ZE  931,  Kowland  §  486. 

§  467.  (Syntax  der  Komparationsf ormen ;  Weiterbildung.) 
Die  Komparationsformen  werden  im  Ir.  nur  prädikativ  verwendet: 
is  moir  sleb(e>  firinne  dse  'so  groß  wde  die  Berge  ist  die  Gerech- 
tigkeit Gottes'  Ml.  55d  11;  batir  möir  claideb  ü-garmna  an 
da  claideb  'es  waren  größer  ihre  beiden  Schwerter  als  der  Schaft 
des  Weberbaums'  LL  252b  35;  arm -b ad  irlamu  de  'damit  er 
um  so  bereiter  sei'  Wb.  IIa  7;  arm-bat  irlamu  de  ind  fir  'da- 
mit die  Männer  um  so  bereiter  seien'  22c  10;  hi  telaig  ba 
nessamdindslog  'zu  dem  Hügel,  der  dem  Heere  am  nächsten 
war'  Ml.  55c  1;  in  da  mer  ata  nessam  do  lutain  'die  beiden 
Finger,  die  dem  kleinen  Finger  am  "nächsten  sind'  Thes.  II  249,  11. 
Die  attributive,  substantivische  oder  adverbiale  Verwendung  des 
Kompar.  und  Superl.  mrd  durch  eine  Umschreibung  vermieden: 
an  gräd  as  isliu  'der  niedrigere  Grad'  ('der  Grad,  welcher  nie- 
driger ist')  Wb.  4b  25;  frescsiu  fogchricce  as  moo  'Erwartung 
einer  größeren  Belohnung'  10c  21;  a  ben  ind  fir  as  dech  in 
Ere  'o  Frau  des  besten  Mannes  in  Irland'  Wi.  260;  r-a-fitir 
as  lia  'die  meisten  wissen  es'  Wb.  23c  21;  inti  asemiu  (=  as 
semiu)  gl.  tenuior  Ml.  19d  8;  na  tomnathar  nech  ni  bes  mö 
quam  serui  'niemand  denke  höher  (etwas,  das  höher  ist)  quam 
serui'  Wb.  17a  13;  honaib  toisechaib  .i.  hua  neuch  as  air- 
cendam  7  as  errindem  cecha  soinmige  'from  the  leading 
things  i.  e.  from  what  is  first  and  highest  of  every  prosperity' 
Ml.  56b  22;  ni-mmerat  bes  hire  gl.  ultra  non  proficient  'sie 
werden  nicht  länger  betrügen'  Wb.  30c20;  nachitochthad  fri-a 
choscc  ni  bes  ire  'es  quäle  dich  nicht  länger  (=  quäle  dich 
nicht  länger  ab),  ihn  zurechtzuweisen'  31d  11;  innani  as  deg 
ro-chreitset  'diejenigen  die  am  besten  geglaubt  haben'  ("die  ge- 
glaubt haben,  was  (wie  es)  am  besten  ist")  31a  6;  asmaamroseche- 


§  467.  468]     Syntax  der  Komparationsformen.  Zahlwörter.  125 

star    arsidetaid    gl.   uetustissimus    omnium    auctorum    Homerus, 
'who  has  most  followed  antiquity'  Sg.  208  b  15. 

Anm.  1.  Air.  ni  as  "was  ist"  vor  einem  Komparativ  wird  im  Nir. 
zu  einer  Partikel  nios. 

Eine  wirkliebe  Ausnahme  von  dieser  Regel  ist  das  nicht  sicher 
analysierbare  air.  ferr  assa-ferr  'immer  besser',  nesso  assa-nesso 
'immer  näher',  messa  assa-mmessa  'schlimmer  und  schlimmer' 
(ass-  vermuthch  =  acus  'und').  Das  deklinierbare  comnessam 
'der  Nächste'  (desseirc  de  et  comnessim  'love  of  God  and  of 
neighbour  Wb.  23  b  1)  ist  nicht  als  eine  Komparationsfonn  zu  be- 
trachten; über  öser  und  sinser  s.  §  390.  Latinismen:  doini 
saibibem  gl.  peruersissimi  homines  Ml.  3a  5;  du  thuichsimem 
gl.  acceptissimi  tui  (G.  Sing.)  71b  21;  in  mäam  gl.  prinmm  Wb. 
Ic  20.  Nicht  Kompar.,  sondern  Positiv  ist  inna  mindechu  gl. 
tenuiores  quosque  'die  Armen'  Ml.  26b  18. 

Im  Brit.  können  dagegen  die  Komparationsformen  attributiv 
vorkommen;  Beispiele  in  §  311  I  447 f.  Vielleicht  ist  jedoch  dieser 
brit.  Zustand  nicht  altererbt,  sondern  eine  Neuerung,  die  einen  Zu- 
stand wie  im  Irischen  abgelöst  hat;  durch  diese  Hypothese  erklärt 
man  am  besten  das  Eindringen  ursprünglich  substantivischer  Fonnen 
(§  464,  465)  in  das  Komparationssystem. 

Über  die  Form  des  zweiten  Komparationsgliedes  nach  einem 
Komparativ  s.  §  421.  Im  Brit.  wird  es  durch  eine  Partikel  'als' 
angeknüpft  (mc.  no,  noc  nc.  na,  nag  I  415;  corn.  ys,  es,  ages; 
br.  eget,  evit  I  530 f.).  Die  Angabe  des  Unterschiedes  kann  im 
Ir.  dm'ch  i  n-  ausgedrückt  werden,  vgl.  §  417  Anm.;  'um  so'  wird 
durch  nachgesetztes  de  ausgedrückt:  irlamu  de  'um  so  bereiter'; 
de  verschmilzt  im  Mir.  und  Nir.  mit  dem  Kompar.:  mir.  möti. 
möte  'um  so  größer',  messaiti  'um  so  schlimmer'  nir.  miste 
nsch.  miosd.     Corn.  the  well  'um  so  besser',  ZE  298. 

Anm.  2.  Diminutive  der  Komparative:  br.  pelloc'hik  S.  31.  Air. 
laigeniu,  mäauu,  huillenu  gl.  minusculus,  maiusculus,  pluscula  sind 
wohl  künstliehe  Formen. 


Yin.   Die  Zahlwörter. 

§  468.  Die  Grundzahlen  zeigen  im  Keltischen  mit  Bezug 
auf  Form  (Flexion)  und  Konstruktion  eine  Reihe  von  Eigentüm- 
lichkeiten, wodurch  sie  sich  von  den  übrigen  Adjektiven  (Substan- 
tiven) als  eine  besondere  AVortklasse  aussondern.     Diese  Eigentum- 


126  Zahlwörter.    Eins.    Zwei.  [§468—470 

lichkeiten  sind  zum  größten  Teil  aus  dem  Idg.  ererbt  oder  auf  der 
ererbten  Grundlage  entwickelt.  Speziell  keltisch  ist  die  mehrfach 
hervortretende  (uns  auch  bei  den  Pronominen  und  bei  dem  Verbum 
'sein'  begegnende)  Unterscheidung  zwischen  verbundenen  (konjunkten) 
und  unverbundenen  (disj unkten)  Formen.  Vor  den  un verbundenen 
Formen  steht  im  Ir.,  falls  kein  anderes  Bestimmungswort  voraus- 
geht, die  Partikel  a  (§  274,  5),  die  wohl  mit  dem  Gen.  Sing.  Fem, 
a  %r'  identisch  ist  (Fem.  für  Neutr.,  oder  auf  äram  fem.  'Zahl' 
bezogen  ?). 

An  die  Darstellung  der  EigentümHchkeiten  der  Grundzahlen 
füge  ich  in  §  479  eine  Übersicht  über  die  wichtigsten  von  den 
Grundzahlen  ausgehenden  Ableitungs-Kategorien. 

§469.  Eins.  Ir.  öin;  c.  un;  com.  un,  unverbunden  onan; 
br.  eun,  unverbunden  unan.  Etymologie  §39  157;  Sandhiregeln 
§  311  I  447.  Das  Wort  hat  verschiedene  über  das  Gebiet  der 
Zahlwörter  hinausreichende  Verwendungen :  als  unbestimmter  Artikel 
im  Com.  und  Br.  (nicht  aber  im  Ir.  und  C;  im  Ir.  kann  sogar 
der  Zahlbegriff  vor  einem  Substantiv  unausgedriickt  bleiben:  bö  ar 
f  hichit  '21  Kühe',  Eobinson,  Rc.  XXVI  378;  nir.  ceann  aca  'one 
of  them'  "[ein]  Stück,  Exemplar  von  ihnen";  neben  lä  n -and 'eines 
Tages'  als  Einleitungs-  oder  Übergangsformel  in  der  Erzählung 
steht  schon  im  frühen  Mir.  auch  1-ä  n-oen  und  laa  n-oen  and, 
und  die  nir.  Formel  ist  aon  lä  amhäin;  in  diesen  und  ähnlichen 
Redensarten  ist  das  Zahlwort  jedoch  noch  nicht  ganz  zum  unbe- 
stimmten Artikel  geworden,  sondern  bedeutet  'ein  gewisser');  —  in 
der  Bedeutung  'derselbe'  (br.  eun,  s.  Troude  unter  meme;  c.  yr 
un,  z.  B.  Mab.  200  Z.  16—20;  daraus  ir.  inonn  'derselbe',  vgl. 
§  505);  —  unverbunden  in  der  Bedeutung  'selbst'  (mit  vorher- 
gehendem possess.  Pron.;  mc.  vy  hun,  vy  hunan  'ich  selbst', 
3.  Plur.  e  hun,  e  hunein  'sie  selbst'  u.  s.  w.;  corn.  ow  honan 
'ich  selbst',  agan  honan  'wir  selbst';  br.  me  va  unan  'ich  selbst', 
ni  hon  unan  'wir  selbst'  u.  s.  w.;  zum  h-  s.  I  413). 

Anm.  Im  Nir.  besteht  dialektisch  eine  verschiedene  Aussprache  der 
verbundenen  und  der  unverbundenen  Form:  Arran  verbunden  en,  unver- 
bunden hin,  vgl.  Quiggin  §  156.  Aus  diesem  Grunde  wird  das  verbundene 
Zahlwort  oft  aen  (oder  ean)  geschrieben;  unverbunden  a  haon. 

§  470.  Zwei.  Ir.  verbunden  N.  A.  Mask.  da,  Fem.  di, 
Neutr.  da  n-;  Dat.  Mask.  Fem.  Neutr.  dib  n-;  Gen.  Mask.  Fem. 
da,  Neutr.  da  n-  (über  die  spätere  Dehnung  des  Vokals  in  den 
Formen  da,  da  n-,  di  s.  I  301);    unverbunden  dau  >  dö  (I  55). 


§470.471]  Zwei.    Drei.  127 

Im  ßrit.  lautet  das  Mask.  ac.  dou  mc.  deu  nc.  dau  corn.  dow, 
dew  mbr.  dou  nbr.  daou;  das  Fem.  c.  dwy  acorn.  dui  mconi. 
dyw,  dew  br.  diou  (§  222,  2  I  322  und  I  250).  Die  Flexionsformen 
sind  die  regelmäßigen  Formen  eines  -o-  :  -«-Stammes;  die  brit. 
Formen  sind  die  alten  Nomin ativfonnen,  das  ir.  un verbundene  dau 
ist  der  alte  Nom.  Mask.  Über  die  Sandhiregeln  s.  I  441,  392, 
403;  daß  das  Neutr.  auch  im  Brit.  eklipsierte,  ist  unzweifelhaft; 
darauf  deutet  neben  br.  daou  c'hant  *200'  auch  br.  daou  zra 
'zwei  Sachen'  (S.  67;  vgl.  noch  Le  Roux,  Annales  de  Bretagne 
XII  24)  und  c.  deu-cant  '200',  deu-tu  'on  both  sides',  wonach 
deu-parth  ds.  analogisch  gebildet  ist. 

Über  ir.  fo  di  'zweimal'  s.  I  301  (vgl.  skr.  Neutr.  cht  =  Fem.). 

—  In  der  Komposition  erscheint  im  Ir.  de-  :  de-äith  'bipennis', 
de-chorpdae  gl.  bicorpor,  de-riad  gl.  bigae.  Thurneysen  bei 
Bnigmann,  Die  distributiven  und  die  kollektiven  Numeralia  der  idg. 
Sprachen  (Abh.  d.  ph.-hist.  Kl.  d.  königl.  sächs.  Ges.  d.  Wiss.  XXV, 
Nr.  V)  S.  66  vergleicht  abrit.  ur/ieavog  Jovrf/.akrß(jVLO(i  neben  Di- 
calydones  VN  und  setzt  *c^^m-  an;  dann  wäre  vor  unmouillierten 
Konsonanten  im  Ir.  *  dia-  zu  erwarten.  Die  Sache  ist  ganz  zweifel- 
haft, und  man  kommt  mindestens  ebenso  gut  mit  dem  Ansatz  *dwi- 
aus  (die  Dehnung  ist  dann  sekundär;  kurzer  Vokal  in  ir.  demess 
nir.  deimheas  S.  34).  Das  Brit.  kennt  in  der  literarischen  Periode 
keine  besondere  Kompositionsform:  c.  deu-ben  'zweiköpfig',  dwy- 
flwydd,  dwy-flwydd-ol  'zweijährig'   (pen  mask.,  blwydd  fem.). 

—  Ein  Adv.  *dwis  kann  in  mir.  in-de  'entzwei'  vorhegen. 

§  471.  Drei.  L\  N.  A.  Mask.  tri  (nicht  lenierend),  Neutr. 
tri  (lenierend);  Dat.  Mask.  Neutr.  trib,  Gen.  tri  n-;  Fem.  N. 
teoir,  teora,  A.  teora,  D.  teoraib,  G.  teora  n-.  Brit.  Mask. 
c.  tri  corn.  try  br.  tri,  Fem.  mc.  teir  nc.  tair  corn.  ter,  tyr 
br.  teir  (über  die  brit.  Sandhiregeln  s.  §  285,  2  und  10).  —  Das 
Mask.  und  Neutr.  flektierte  nach  der  -i-Deklination;  der  idg.  Nom. 
*trejes  (skr.  trajas  lat.  tres)  ist  jedoch  im  Kelt.  durch  den  Akk. 
*trins  verdrängt  worden.  Der  ir.  N.  A.  Neutr.  geht  auf  idg.  *tri 
(skr.  tri)  zurück.  Der  ir.  Gen.  Mask.  Neutr.  ist  kaum  lautgesetzlich 
(Ogam  TRIA  I  5  aus  idg.  *trijöm,  vgl.  gr.  tqh'h').  Das  Fem.  wai" 
ein  -r-Stamm;  urspr.  Nom.  *tisores,  vgl.  aw.  tisarö  (daraus  ir.  teoir). 
Akk.  *tisorns  (daraus  ir.  teora,  das  jedoch  schon  in  Wb.  auch  als 
Nora,  fungiert).  Der  Dat.  und  der  Gen.  sind  im  Ir.  analogisch 
gebildet;  die  ursprünglichen  Formen  waren  etwa  *tisi'-bhis  (skr. 
Instr.  tisr-bhiS)  und  ^'tisr-öm  (aw.  tisrqtn;  die  schwache  Stammform 


128  Drei.    Vier.  [§471.472 

tisr-  ist  im  Skr.  in  den  Akk.  und  Nom.  gedrungen:  tisr-as).  Die 
brit.  Femininformen  setzen  (wenn  der  Stamm  auf  -sor-  ausging, 
vgl.  §  255,  3)  eine  -y-haltige  Endung  voraus  (mc.  teir  aus  *te-eir, 
in  der  Stammsilbe  vom  Zahlwort  'vier'  beeinflußt,  in  der  Endung 
nach  den  -ja-  oder  -J-Stämmen  umgebildet;  also  *tesorjäs  oder 
*tesorJes);  einfacher  wäre  vielleicht  die  Annahme  eines  Stammes 
*tesar-  (mit  -ar-  aus  idg.  -i'r-),  der  mit  der  Flexion  der  reinen  -«- 
Stämme  zu  einer  Nominativform  *te-eir  führen  müßte,  vgl.  §  430 
und  §  255,  1.     Mehr  hierüber  in  §  472. 

'Dreimal':  ir.  fothri  (Präp.  +  Akk.  Neutr.).  —  Kompositions- 
form ir.  tre-,  tre-  (aus  idg.  *tri-)  :  air.  i-sin  tre-chostu  gl.  in 
tripode;  mir.  tre-thond  'drei  Wellen';  air.  trechenelse,  tre- 
chenel  'drei  Arten'  Thes.  II  246f.  (als  Plur.  behandelt,  vgl. 
il-chenele  PI.  'viele  Arten'  Wb.  12d  4).  Die  im  Falle  der  Hebung 
lautgesetzlich  zu  erwartende  Form  tri-  steckt  vielleicht  in  mir.  trilis 
'Flechte'  *tri-pltHi-  zu  got.  falßan  'falten',  gr.  Tgi-rtldowg  {a  aus  t), 
s.  Marstrander,  ZfcPh.  VII  366. 

§  472.  Vier.  Ein  Gegensatz  zwischen  verbundenen  und  un- 
verbundenen  Formen  ist  im  Air.  nicht  vorhanden.  Belegt  ist :  Mask. 
N.  cethir,  A.  cethri,  Neutr.  N.  A.  cethir  (lenierend);  das  Fem. 
war  mit  dem  Fem.  von  'drei'  analog,  also  cetheoir,  cetheora 
u=  s.  w.  Im  Mir.  wü'd  cethri  als  verbundene  Form  in  allen  Ge- 
schlechtern und  Kasus  durchgeführt;  dabei  wirkt  die  allgemeine 
Tendenz,  die  Flexion  der  vor  dem  Substantiv  stehenden  adjektivi- 
schen Wörter  zu  beschränken.  Nir.  verbunden  ceithre  oder 
cheithre,  unverbunden  ceathair.  Brit.  Mask.  ac.  petguar  mc. 
nc.  pedwar  corn.  p  es  war  (ncorn.  pagar  I  501)  br.  pevar;  Fem. 
mc.  pedeir  nc.  pedair  corn.  peder,  pedyr  br.  peder  (über  die 
brit.  Sandhh-egeln  s.  §  285,  10).  —  Der  ir.  N.  Mask.  und  die  brit. 
Maskulinformen  gehen  auf  *kuetwores  (vgl.  skr.  catväras,  gr.  xäto- 
Qsg)  zurück  (brit.  wo  >  wa  nach  I  34,  385);  derN.  A.  Neuti\  cethir 
kann  *kuetwori  oder  *h'etwöri  sein,  vgl.  skr.  catväri  und  KZ 
XXXVI  79  (es  könnte  sich  jedoch  auch  um  eine  bloße  Analogie- 
bildung nach  dem  Muster  des  Zahlwortes  'drei'  handeln,  wo  das 
Neutr.  sich  nur  durch  die  Sandhiregel  von  dem  Mask.  unterscheidet). 
Für  das  Fem.  wird  eine  idg.  Flexion  Nom.  * kuetesor-es,  Gen. 
'^kuetesr-öm  anzusetzen  sein;  die  starke  Stammform  ist  jedoch  nur 
im  Keltischen  belegt;  sowohl  im  Skr.  wie  im  Aw.  ist  die  schwache 
Stammform  in  den  Nom.  gedrungen:  skr.  catasras,  aw.  catatorö. 
Die  brit. Formen  sind  ebenso  wie  bei  'drei'  zu  beurteilen;  falls  man 


§  472— 474J  Vier.     Fünf  —  Dreißig.  129 

lieber  mit  der  reinen  -ä-Flexion  als  mit  der  -ja-  oder  -2-Flexion 
rechnen  will  und  demgemäß  für  das  Brit.  lieber  einen  Stamm 
'*kuetesar-  als  einen  Stamm  *h<etesor-  ansetzen  möchte,  so  bietet 
sich  bei  diesem  Zahlworte  eine  doppelte  Möglichkeit,  das  Ir.  mit 
dem  Brit.  in  Übereinstimmung  zu  bringen;  man  kann  als  gemein- 
same Formen  entweder  Ma.sk.  *  kuetwores,  Fem.  *kuetesares  ansetzen 
und  für  das  ir,  Fem.  analogische  Umbildung  nach  dem  Muster 
des  Mask.  (zu  *-sores)  annehmen  oder  umgekehrt  von  *k'<etwores  : 
*kuetesores  ausgehen,  woraus  im  Brit.  lautgesetzlich  '^-wares,  *-sores, 
analogisch  *  -wares,  *  -sares  geworden  wäre.  In  beiden  Fällen  wäre 
anzunehmen,  daß  ^drei'  sich  nach  'vier'  gerichtet  hätte. 

'Viermal':  ir.  fo  chethir.  —  Kompositionsform  *kuetivor-  : 
gall.  petor-ritum  I  36,  ir.  cethar-denus  'vier  Tage'  (cethir 
'Vieh'  *k>(etwor-ped-s  I  94);   anders  gall.  Petru-corii  VN  I  176. 

§  473.  Fünf  —  zehn  (indeklinabel).  'Fünf:  ir.  cöic  nir. 
cüig  ac.  pimp  mc.  nc.  pump  corn.  pymp  br.  pemp  I  37.  'Sechs': 
ir.  se  mc.  chwe  (verbunden),  chwech  (meist  unverbunden)  com. 
whe  (unverbunden:  dew  vgens  blythen  ha  whe  '46  Jahre'  P. 
C.  351),  whegh  (ncorn.  yn  whegh  dythyow  'in  six  days")  br. 
c'houec'h  I  78  (über  die  c.  Kompositionsformen  vgl.  Loth,  Annales 
de  Bretagne  XX  537 — 538).  'Sieben':  ir.  secht  n-  mc.  seith  nc. 
saith  corn.  seyth,  syth  br.  seiz  I  72.  'Acht':  ir.  ocht  n-  c. 
wyth  ncorn,  eath  br.  eiz  I  123.  'Neun':  ir.  noi  n-  c.  naw  corn. 
naw  br.  nao  I  61.  'Zehn':  ir.  deich  n-  mc.  dec  nc.  deg  (deng 
I  402)  corn.  dek  br.  dek  146.  Über  die  Sandhiregeln  vgl.  §263, 
6,  8;  §  270,  3;  §  271,  3;  §  307. 

§  474.  Die  Zehner.  Die  Zehnerzahlen  des  Idg.  waren  teils 
echte  Komposita  (femininische  Singularformen)  mit  dem  Schlußglied 
*-k'mt-j  *-k'omt-  (zu  *dek'm,  *dek'm-t  'zehn'),  teils  Univerbierungen 
mit  einer  neutralen  Dualform  {*-k'intl,  lat.  uiginti)  oder  Plural- 
form {*-k'omta,  gr.  rgia-Kovra)  als  Schlußglied.  Der  erstere  Typus 
ist  im  Ir.  alleinherrschend  (über  die  Flexion  s.  §  448,  1);  er  wird 
auch  im  Brit.  bei  den  Zehnern  30 — 90  vorgelegen  haben;  bei  '20' 
war  jedoch  im  Brit.  der  Univerbierungstj'pus  vorhanden.  —  '20*: 
air.  fiche  mc,  ugeint  nc.  ugain  corn.  ugens,  ugans  br.  ugent 
(ir.  *wi-k''rp,t-s,  brit.  *wi-k'mtt,  vgl.  I  42,  §  252  Anm.  6  I  366;  die 
Formen  der  anderen  idg.  Sprachen  variieren  teils  im  Anfangsglied, 
teils  im  Schlußglied).  —  '30':  air.  tricha  ac.  trimuceint  br.  tre- 
gont  gall.-lat.  Abi.  Plur.  tricontis  (omnibus  tricontis  'tous  les 
mois  de   trente  jours',   vgl.  Loth,   Comptes  rendus   des  seances  de 

Pederson:  Vgl.  kolt.  Gramm.    II.  9 


130  Vierzig  —  Million.  [§  474—476 

l'Academie  des  Inscriptions  et  Belles-Lettres  1909,  S.  24);  br. 
tregont  stimmt  (als  Form  der  obliquen  Kasus)  genau  zu  aw. 
prisqs  (mehr  oder  weniger  abweichend  in  den  anderen  idg.  Sprachen); 
ir.  tricha  ist  durch  sein  -/-  auffällig  (etwa  aus  *trijuk'omt-s,  einer 
nach  '40'  gebildeten  analogischen  Form;  das  -i-  von  fiche  könnte 
dann  durch  den  Einfluß  von  tricha  erklärt  werden);  ac.  trimu- 
ceint  ist  teils  nach  '70',  teils  nach  '20'  umgebildet.  —  '40':  mir. 
cethorcha,  cethracha  *htetruk'omt-s  (zur  Form  des  ersten  Gliedes 
vgl.  gall.  Petrucorii  VN  I  176).  —  '50':  air.  cöica  nir.  cao- 
gad  I  324.  —  '60':  mir.  sesca,  *swek's-k'omt-s.  —  '70':  air. 
sechtmogo,  etwa  *septmmo-k'omt-s  oder  *septmmu-k'omt-s  {das -u- 
wäre  nach  dem  Muster  von  '40'  eingetreten).  —  '80':  mir.  ochtmoga 
(Gen. air.  ochtmugat);  *ok't7nmo-k'omt-s  oder  *ok'tinmu-k'onit-s,  nach 
dem  Muster  von  '70'  gebildet.  —  '90':  nir.  nöcha  (Ableitung  air. 
nöichtech  'neunzigjährig';  hat  wohl  dasSuffix  -jäko-s;  anders  1 151); 
scheint  auf  *  netvo-k' omt-s  zurückzugehen. 

§  475.  Hundert  und  tausend.  '100':  ir.  cet  (neutr.  -o-Stamm) 
c.  cant  corn.  cans  br.  kant  I  46.  Nir.  cead  kann  auch  '120' 
bedeuten  („6  x  20  in  jedem  Hundert,  wenn  nicht  von  Geld  oder 
Menschen  die  Redeist"  Arran;  „of  seed  plants  etc.,  that  are  coun- 
ted  in  scores,  as  cead  cabäiste,  six  scores  of  cabbage  plants; 
cead  eise,  128  fishes  [Kerry]"  Dinneen).  Ähnlich  liegt  die  Sache 
im  C:  cant  byr  'a  short  hundred,  five  scores';  cant  hir  'a  long 
hundred,  112  Ibs.  (weight);  six  scores  (number)'  Silvan  Evans 
S.  672.  Eine  Parallele  Hegt  bekannthch  im  Germanischen  vor 
(an.  hundraj),  oder  hundraj)  tölfroett  '120',  hundraj)  tiroett 
'100';  vgl.  Joh.  Schmidt,  Die  Urheimath  der  Indogermanen  und 
das  europ.  Zahlsystem,  Berlin  1890):  Die  ganze  Erscheinung  hat 
mit  einer  sexagesimalen  Zählmethode  wohl  nichts  zu  tun,  sondern 
beruht  auf  der  gewohnheitsmäßigen  Forderung,  beim  Kauf  ein 
reichhches  Maß  zu  erhalten  i;  daß  gerade  20  als  abrundende  Zu- 
gabe zum  Hundert  so  häufig  vorkommt,  erklärt  sich  aus  der  häu- 
figen Zählung  nach  Stiegen.  —  1000:  ir.  mile  (fem.  -;a-Stamm) 
c.  mil  corn.  myl  br.  mil;  Lehnwort  aus  lat.  mllia. 

§  476.     Die    einheitlichen   Benennungen    der  Zahlen  über 

1.  Die  psychologischen  Motive  sind  dieselben,  die  z.  B.  dazu  geführt 
haben,  daß  in  Dänemark  „Kündigung  mit  der  gesetzlichen  Frist  eines 
Vierteljahrs"  eine  Frist  von  etwa  4  Monaten  voraussetzt;  vgl.  auch  dän. 
är  og  dag  "ein  Jahr  und  ein  Tag"  d.  h.  'ein  Jahr  und  sechs  Wochen' 
(vgl.  die  d.  und  englischen  Entsprechungen). 


§  476.  477|  Konstruktion  der  Zahlwörter.  131 

tausend  sind  im  Kelt.  wie  anderswo  jung.  Mc.  myrd  nc.  myrdd 
'10,000'  ist  eine  mittelalterliche  gelehrte  Entlehnung  aus  lat.  my- 
rias,  myriad-em.  Weiterführende  c.  Systeme  von  Benennungen 
(myrddiwn  oder  rhiallu  100,000',  buna  '1,000,000'  u.  s.  w.)  sind 
bei  Silvan  Evans  unter  buna  angeführt;  die  Etymologie  dieser 
künstlichen  Benennungen  liegt  nicht  immer  auf  der  Hand;  rhi- 
allu mag  11  u  'Schar'  enthalten;  buna  ist  von  bun  'a  host,  a 
number'  abgeleitet.  Modern:  nir.  milliün  'Million'  c.  miliwn 
corn.  mylyon  br.  milion. 

§  477.  Konstruktion  der  Zahlwörter.  Im  Air.  sind  (wie 
sonst  in  den  alt-idg.  Sprachen)  die  Zahlen  1 — 10  Adjektive  (vor 
dem  Beziehungswort  stehend),  die  Zahlen  von  20  an  dagegen  Sub- 
stantive, die  den  Gen.  regieren  (zum  Genus  vgl.  die  Belege  §  478,  2). 
Der  Unterschied  zwischen  Substantiven  und  Adjektiven  wurde  im 
Brit.  durch  den  Verfall  der  Deklination  verwischt,  und  die  adjek- 
tivische Auffassung  wurde  bei  allen  alten  Zahlwörtern  herrschend. 
Für  nc.  mil  und  myrdd  gilt  jedoch  die  Regel,  daß  sie  nicht  attri- 
butivisch  verwendet  werden:  mil  o  wyr  '1000  Männer';  vgl.  mc. 
mil  0  anniueileit  '1000  Tiere',  myrd  o  wyr  '10,000  Männer'; 
jedoch  auch  mil  verthyr  I  442  (und  im  Corn.  und  Br.  wird 
'1000'  adjektivisch  verwendet).  Die  Konstruktion  mit  einer  Prä- 
position kann  indessen  auch  bei  den  niedrigeren  Zahlwörtern  vor- 
kommen: nc.  deg  o  wyr  gwahangleifion  '10  aussätzige  Männer', 
br.  pemp  a  dud  'fünf  Personen'.  Vgl.  die  Anm.  unten.  Auch 
können  die  kleineren  Zahlwörter  im  C.  ebenso  wie  die  größeren 
einen  Plural  bilden:  nc.  yn  dywysogion  ar  filoedd,  yn  dy- 
wysogion  ar  gannoedd,  ac  yn  dywysogion  ar  ddegau  ar 
deugain,  ac  yn  dywysogion  ar  ddegau  'als  Befehlshaber  über 
je  1000,  j'e  100,  je  50,  je  10'  Exodus  XVIII  21;  deg  o  ddegau 
'zehnmal  zehn'  (=  deg  deg,  vgl.  §  478,  2). 

Anm.  Pleonastisoh:  mir.  bätar  aice  se  ingena  d-ingenaib  'er 
hatte  sechs  Töchter'  LL53b24;  tricha  saer  do  prim-saraib  Heren d 
'30  Baumeister  von  den  besten  Baumeistern  Irlands'  Wi.  254;  deich  cet 
lurech  do  lurechaib  '1000  Panzer',  Ebel,  Kuhn  u.  Schleicher's  Beiträge 
IV  357;  mc.  y  doeth  tri  chawr  o  gewri  attam  'drei  Riesen  kamen 
gegen  uns'  Mab.  287;  deunaw  weis  o  weissen  culyon  '18  magere  Bur- 
schen' Mab.  205. 

Im  Nir.  wird  häufig  mit  Hülfe  des  Wortes  ceann  'Stück"  gezählt: 
Arran  x'eh  k'iN  go  wulän  choitre  cinn  do  bholäin  '4  Ochsen'  (vgl. 
br.  eur  penn  moc'h  'ein  Ferkel').  Das  Gegenstück  ist  cuid  'Teil'  vor 
nicht  gezählten  Begriffen:  Arran  »  xud'  fola  a  chuid  fola  'sein  Blut',  do 
xud'  ha  do  chuid  ba  'deine  Kühe'. 

9* 


132  Konstruktion  der  Zahlwörter.  [§  477 

Die  Auffassung  der  nach  dem  Zahlwort  stehenden  Form  der 
Substantive  hat  sich  im  Nir.  und  im  Brit.  zum  Teil  verschoben. 
Die  nach  'zwei'  stehende  Dualform  wird  im  Nir.  nicht  mehr  ver- 
standen, sondern  als  eine  Singularform  aufgefaßt,  und  diese  Sin- 
gularform ist  analogisch  auch  bei  den  folgenden  Zahlwörtern  (bis  6) 
eingeführt  worden,  wo  sie  mit  der  ererbten  Pluralform  konkurriert 
(s.  I  441).  Das  ist  derselbe  psychologische  Vorgang,  der  auch  im 
Eussischen  vorliegt,  wo  die  nach  'zwei'  berechtigte  Dualform  auch 
nach  'drei'  und  'vier'  eingedrungen  ist. 

Anders  war  der  Verlauf  im  Brit.  Im  Mc.  besteht  noch  der 
Gegensatz  zwischen  dem  Dual  und  dem  Plur.:  deu  uab  'zwei 
Söhne',  tri  meib  'drei  Söhne'.  Die  Dualform  war  bei  den 
-o-Stämmen  lautgesetzhch  mit  der  Singularform  identisch;  bei  an- 
deren Stammklassen  war  sie  wohl  lautgesetzlich  mit  der  Pluralform 
identisch;  mc.  deu  ychen  'zwei  Ochsen'  kann  eine  alte  Dualform 
sein,  die  jedoch  als  Pluralform  aufgefaßt  wurde.  Es  entsteht  so 
ein  gewisses  Schwanken  zwischen  Sing,  und  Plur.  nach  'zwei' 
(Strachan,  Introd.  S.  31);  im  Laufe  der  Zeit  siegte  jedoch  der 
Sing.  Die  nach  den  Zahlwörtern  von  'drei'  an  stehende  Plural- 
form hatte  ihrerseits  ein  besonderes  Schicksal,  üie  alte  Pluralform 
der  -0-  und  -ä-Stämme,  die  in  anderen  Verbindungen  durch  eine 
Erweiterung  verdeutlicht  wurde,  blieb  nach  Zahlwörtern  (wo  der 
Begriff  der  Pluralität  selbstverständlich  war)  unerweitert  bestehen: 
mc.  tri  meib  'drei  Söhne'  neben  meibon  (nc.  meibion)  'Söhne'. 
Wo  kein  Umlaut  oder  Epenthese  vorhanden  war,  hei  diese  alte 
Pluralform  mit  dem  Singular  und  mit  dem  nach  dem  Zahlwort 
'2'  stehenden  Dual  zusammen:  mc.  tri  dyn  'drei  Menschen',  teir 
morwyn  'drei  Mädchen',  naw  eglwys  'neun  Kirchen',  naw  bren- 
hin  'neun  Könige'.  Dieser  scheinbare  Singular  konnte  nun  auch 
bei  Wörtern,  die  nicht  -o-  oder  -ä-Stämme  waren,  nachgeahmt 
werden  (z.  B.  bei  nos  'Nacht',  -w-Stamm,  bei  mil-gi  'Windhund', 
-w-Stamm;  aber  regelmässig  teir  chwioryd  'drei  Schwestern',. 
pump  gwraged  'fünf  Frauen';  ferner  nach  Zahlwörtern:  dieu 
'Tage',  blyned  'Jahre'  S.  92,  89,  I  113,  welche  Formen  jedoch  zum 
Teil  als  Singularformen  aufgefaßt  werden).  Im  Com.  steht  wohl 
immer  der  Sing,:  naw  alweth  'neun  Schlüssel',  cans  dauas  '100 
Schafe',  myl  vlythen,  syth  cans  blythen  '1000,  700  Jahre', 
ncorn.  whea  dyth  'sechs  Tage'  (Gwreaus  an  bys  413;  in  einer 
anderen  Quelle  allerdings  whegh  dythyow).  Im  Br.  steht  regel- 
mäßig der  Singular  nach  den  Zahlwörtern  (Ernault,  Gramm.  S.  27), 


§  478,  1]  Addition,  Subtraktion.  133 

^  478.     Addition    und   Multiplikation    im   Zahlwortsysteni. 

1)  Die  Zahlen  zwischen  den  verschiedenen  Zehnern  werden  durch 
Addition  von  Zehnern  und  Einern  ausgedrückt.  Die  Einerzahl 
steht  im  Ir.  vor  dem  Substantiv  (vor  der  Bezeichnung  des  Ge- 
zählten); darauf  folgt  dann  ohne  Einfluß  auf  die  syntaktische  Kon- 
struktion entweder  das  Wort  deec,  jünger  deac  (zweisilbig),  dec, 
nir.  deag  (d.  h.  d'eg)  '10',  etwa  * dwi-pewkuom  "zweimal  fünf" 
(Adv.;  oder  * dwi-joewkuöm,  Gen.  PI.?)  oder  der  Genitiv  eines  höheren 
Zehners:  di  mili  deec  12000';  di  huäir  deac  'zwölf  Stunden'; 
da  deiscipul  sechtmogat  '72  Discipel'.  Statt  des  Genitivs  der 
Zehnerzahl  (fichet  u.  s.  w.)  erscheint  später  eine  Konstruktion  mit 
ar  (ar  fichit),  und  diese  Konstruktion  ist  bei  den  höheren  Zahlen 
herrschend:  fiche  ar  chet  '120';  deich  ar  dib  cetaib  '210'; 
coic  mili  ochtmugat  ar  chet  '185000".  Die  größere  Zahl^kann 
schließhch  durch  ocus  'und'  angereiht  werden:  mir.  deich  mbliadh- 
na  ocus  ceithri  fichit  '90  Jahre'  "zehn  Jahre  und  \'iermal 
zwanzig". 

Im  Brit.  findet  sich  keine  Entsprechung  des  ir.  deec;  die 
Zahlen  11 — 19  sind  meist  untrennbare  Zusammenrückungen  der 
Einerzahl  mit  dem  gewöhnlichen  Worte  für  'zehn'  (mc.  deudec 
nc.  deuddeg  '12',  mc.  pymthec  nc.  pymtheg  '15';  ncorn.  ednack 
'11',  mcorn.  dewthek  '12',  ncorn.  tardhak,  trethek  '13',  pu- 
zwarthack  '14',  mcorn.  pymthek  '15',  ncorn.  huettag,  whet- 
tak  '16',  seitag  '17',  eatag  '18',  nawnzack  '19';  br.  unnek, 
daouzek,  trizek,  pevarzek,  pemzek,  chouezek,  seitek 
'10 — 17',  naontek  '19');  eine  Spur  desselben  Typus  im  Irischen 
ist  mir.  cöicthiges  'vierzehn  Tage'  'quinze  joui's'  I  487.  Im  C. 
erscheint  daneben  die  Konstruktion  mit  ar:  mc.  un  ar  dec  '11", 
tri  ar  dec,  fem.  teir  ar  dec  '13',  pedwar  ar  dec,  fem.  pedeir 
ar  dec  '14'  (nc.  un  ar  ddeg  u.  s.  w. ;  Wortstellung  wie  im  Ir. :  mc. 
un  march  ar  dec '11  Pferde',  pedeir  blyned  ar  dec '14  Jahre'); 
16 — 19  werden  durch  Addition  an  15  ausgedrückt:  mc.  un  mar- 
chawc  ar  bymthec  16  Ritter'.  Die  Zahl  18  wird  jedoch  auch 
durch  Multiplikation  ausgedrückt:  mc.  nc.  deunaw;  ähnlich  immer 
im  Br.  triouec'h  ("dreimal  sechs").  Die  Addition  an  '20"  wird 
durch  c.  ar  com.  br.  war  ausgedrückt:  mc.  tri  meib  ar  hugeint 
'23  Söhne',  corn.  dek-warn-ugans  sterlyn  'thirty  Sterling",  br. 
daou  zen  war-n-ugent  '22  Leute';  die  eigentümlichen  Sandhi- 
regeln  sind  I  403  und  407  angegeben  und  gedeutet  worden:  es 
darf  danach  als  sicher  gelten,  daß  das  Brit.  urspr.  eine  präpositions- 


134  Multiplikation.    Nicht-Dezimal-System.      [§  478,  2.  3 

lose  Konstruktion  (wie  ir.  fichet)  gehabt  hat.  Bei  Addition  an 
höhere  Zehner  als  20  wird  mc.  nc.  a,  com.  br.  ha  'und'  verwendet: 
nc.  deg  a  deugain  '50'  ("10  und  zweimal  20"),  corn.  dew  vgens 
blythen  ha  whe  '46  Jahre',   br.  daou  ha  tregont  '32'. 

2)  Eine  Multiplikation  wird  im  Kelt.  durch  bloße  Nebenein- 
anderstellung des  Multiplikators  und  des  flektierten  oder  unflek- 
tierten Multiplikandus  ausgedrückt:  ir.  tri  f ichit  'dreimal  20',  secht 
trichit  'siebenmal  30',  coic  cethorchuit  gl.  quinquies  quadra- 
genae,  di  chaicait  'zweimal  50'  Thes.  II  315,  secht  cet  '700', 
deich  mili  '10000',  tri  nöi  n-immaire  'thrice  nine  ridges'  Thes. 
II  298,  secht  n-ocht  gl.  septies  octoni  Thes.  II  20,  36;  cöic 
deich  ubull  öir  '50  Goldäpfel'  Wi.  221,  tri  secht  cumala  '21 
Cumal'  ZE  303,  vgl.  LL  54a  14,  b  16;  cöic  deich  cöica  'fünf- 
mal zehn  sind  fünfzig'  Sg.  4a  5;  ac.  tri  pimp  'dreimal  fünf,  c. 
deg  deg  yw  cant  'zehnmal  zehn  sind  hundert';  corn.  myl  vyl 
'eine  Million';  br.  triouec'h  '18'. 

3)  Nicht  an  das  Dezimalsystem  gebundene  Additionen  und 
Multiplikationen  (die  auf  einem  Streben  nach  größerer  sinnlicher 
Anschaulichkeit  beruhen)  sind  im  Keltischen  häufig:  c.  un  ar 
bymtheg  '16';  ir.  mör-feser  'sieben  Personen'  ("große  Sechsheit", 
vgl.  §  479,  2);  —  ir.  deec  s.  unter  1°;  c.  deunaw,  br.  triouec'h 
'18'  u.  s.  w. 

Besonders  beliebt  ist  wie  auch  anderswo  (vgl.  IF  XXII  343  ff.) 
das  Rechnen  mit  20:  air.  tri  fichit  fer  '60  Männer'  Thes.  II 
242;  mir.  nöi  fichit  '180';  deich  mbliadhna  ocus  ceithri 
fichit  '90  Jahre',  deich  mnaa  7  secht  fichit  '150  Frauen'. 
Diese  Neigung  hat  im  Nir.  und  Nsch.  zur  Ausbildung  eines  regel- 
mäßigen Vigesimalsystems  geführt;  die  alten  Zehnernamen  30—90 
sind  heute  veraltet.  Ähnlich,  aber  rapider  war  die  Entwickelung 
im  Brit.;  das  Mc.  steht  schon  ganz  auf  demselben  Standpunkt  wie 
das  Nir.:  mc.  dec  ar  hugeint  '30',  ac.  douceint  mc.  deugeint 
'40',  mc.  dec  a  deugeint  '50',  triugeint  (Loth,  Hc.  XXXI  320), 
trugeint  '60',  pedwar  ugeint  '80'  (chue  ugeyn  myu  '120  Kühe' 
Ges.,  pedeir  gwlat  a  seith  ugeint  '144  Länder').  Ebenso  im 
Corn.:  dek-warn-ugans '30',  ncorn.  dewthak  warn-ygans '32', 
mcorn.  dev  vgens  '40',  try-vgons  '60'  u.  s.  w.;  und  im  Br.:  daou- 
ugent'40',  tri-ugent '60',  dek  ha  tri-ugent '70',  pevar-ugent 
'80'.  Das  Vigesimalsystem  wird  im  Corn.  und  ßr.  dadurch  gebrochen, 
daß  '50'  als  "ein  halbes  Hundert"  ausgedrückt  wird:  corn.  hanter- 
cans,  br.  hanter-kant   (ähnlich  zum  Teil   auch  im  Nir.:    Arran 


§  479,  1]  Ordinalia.  135 

La-x'ed  leath-chead  statt  leith-chead);  das  Br.  allein  hat  den 
alten  Zehnernamen  tregont  *30'  erhalten. 

§  479.  Ordinalia  und  Zahlsubstantive.  1)  Die  Ordinalia 
1 — 2  sind  von  den  entsprechenden  Grundzahlen  gänzlich  ver- 
schieden: ir.  cet-,  cetne  (§  514,  7),  c.  cyntaf  corn.  kensa  mbr. 
quentaf  nbr.  kenta  'der  erste'  I  37;  ir.  tänaise,  tänise  (§  367 
S.  21),  mc.  eil  nc.  ail  (§  517),  corn.  nessa  (S.  120),  secund  (ro- 
manisch), br.  eil  'der  zweite'.  Bei  3  finden  sich  zwei  alte  Bildungen : 
ir.  tris-  (so  in  den  meisten  air.  Belegen),  tres-,  tress-  (im  Air. 
seltener;  später  alleinherrschend;  vgl.  den  unverbundenen  Dativ  et 
he-som  triuss  'und  er  als  der  dritte'  Wb.  7c  8)  kann  auf  *tristi-, 
^tristo-  zurückgehen;  die  erstere  Form  ist  mit  lat.  testis  'Zeuge' 
aus  *tersti-s  <  *tristi-s  (vgl.  osk.  tr^staamentud  'testamento')  iden- 
tisch (vgl.  russ.  tretij  'Zeuge');  dagegen  geht  c.  trydydd  (Fem. 
trydedd),  corn.  trysse,  trege,  br.  trede  etwa  auf  *trUjo-  (oder 
*tritijo-)  zurück,  vgl.  die  leise  variierenden  Formen  lat.  tertius, 
umbr.  tertiam-a  'ad  tertiam',  got.  pridja,  asl.  trettfi,  skr.  trtlja-s. 
Ir.  cethramad  'der  vierte'  (mit  der  Ableitung  cethr am thu,  Gen. 
cethramthan,  PI.  N.  cethramdin  'Viertel')  ist  nach  dem  Muster 
von  7 — 10  gebildet;  das  Brit.  hat  dagegen  eine  Ableitung  auf  -ijo-\ 
c.  pedwerydd  (Fem.  pedwaredd  I  373;  die  mc.  Schreibung  des 
Mask.  als  pedwyryd  erklärt  sich  aus  §  255  Anm.  1  I  374)  com. 
peswere  br.  pevare. 

Die  Ordinaha  von  5  an  hatten  die  Endung  -eto- ;  mit  dem  Auslaut 
der  Grundzahlen  7  und  10  entstand  -w-eto-,  welcher  Ausgang  sich  viel- 
fach, bes.  in  den  jüngeren  Sprachformen,  analogisch  verbreitete  (er  drang 
gelegenthch  auch  in  das  Gebiet  1 — 4:  air.  cethramad  'der  ^^erte', 
nir.  triomhadh  'der  dritte',  aonmhadh  deag  mc.  unvet  ar  dec 
'der  elfte',  nc.  eilfed  oder  deufed,  Fem.  dwyfed  'der  zweite', 
nbr.  trived,  Fem.  teirved  'der  dritte',  pevarved,  Fem.  peder- 
ved  'der  vierte').  Die  Formen  der  einheitlichen  Ordinaha:  5:  ir. 
cöiced,  mc.  pymhet,  nc.  pummed,  corn.  pympes,  mbr.  pempet, 
nbr.  auch  pemved;  6:  ir.  sessed,  mc,  chwechet,  nc.  chweched, 
chwechfed,  com.  whefes,  br.  c'houec'hved;  7:  ir.  sechtmad, 
mc.  seithfet,  nc.  seithfed,  corn.  seythves,  br.  seizved;  8:  ir. 
ochtmad,  c.  wythfed,  ncorn.  eathas,  br.  eizved;  9:  ii'.  nömad, 
c.  nawfed,  ncorn.  nawas,  br.  naved;  10:  ir.  dechmad,  c.  deg- 
fed,  corn.  degves,  br.  dekved;  14:  mbr.  peuardecuet,  nbr. 
pevarzekved,  gall.-lat.  petrudecametus;  30:  mbr.  tregontuet, 
nbr.  tregontved;   50:  ir.  cöicetmad;    100:  ir.  cetmad.    c.  can- 


136  Zahlsubstantive.  [§  479, 1.  2 

fed,  br.  kantved;  1000:  c.  milfed,  br.  milved.  Die  Ordinalia 
der  durch  eine  syntaktische  Verbindung  ausgedrückten  Zahlen  sind 
meist  regelmäßig:  23:  ir.  tris  fichet;  47:  ir.  sechtmad  cethor- 
chat;  13:  c.  trydydd  ar  ddeg;  50:  c.  degfed  a  deugain. 
Abweichungen  finden  sich  bei  Addition  von  1  und  2:  ir.  ein  ar 
fichit  '2l8tes  Heft'  (vgl.  §  469);  nir.  aonmhadh  deag,  c.  un- 
fed  ar  ddeg  s.  oben;  ir.  unverbunden  aile  deac  'der  zwölfte', 
verbunden  ala  rann  deac  'twelfth  part'  Thes.  II  13,  29,  indala 
descipul  sechtmogat  'der  728te  Discipel'  (daraus  nir.  an  dara 
'der  zweite'). 

Über  die  Sandhiregeln  vgl.  I  446,  443,  444,  464  f. 

2)  Bezeichnungen  für  (eine  Mehrheit  von)  Personen:  1 — 10: 
ir.  öinar,  dias  (fem.,  zweisilbig;  Dat.  diis,  G.  desse),  triar 
(Gen.  triir),  cethrar,  cöicer,  seser,  mör-feser  ("große  Sechs- 
heit"),  ochtar,  nönbar,  dechenbar  (dechnebar).  Mit  Aus- 
nahme von  dias  sind  diese  Formen  dm^ch  ein  Suffix  -uro-  (S.  51) 
gebildet;  volksetymologisch  wurde  die  Endung  mit  ir.  fer  'Mann' 
assoziiert  (daher  die  Endung  -bar  bei  9  und  10).  Diese  Sub- 
stantive werden  u.  a.  häufig  im  appositioneilen  Dativ  (§417  S.  75) 
verwendet. 

Eine  Mehrheit  von  Sachen:  2:  ir.  dede,  3:  trede,  4:  ce- 
tharde,  7:  sechte.  Diese  Formen  sind  neutr.  und  als  Substan- 
tivierungen der  nicht  seltenen  Adjektive  auf  -de  (öindae  'ein,  ein- 
zig', trede  'dreifach'  Wb.  21  d  13,  cetarcoti  gl.  quadragenas 
[Wb.]  17  d  1)  zu  betrachten.  Etwas  abweichend  ist  die  Bedeutung 
bei  nöidecde  '19jähriger  Zyklus'.  Müssig  ist  die  Adjektivendung 
-de  in  in  trisdecdi  gl.  tertii  decimi  Ml.  72c  8  (sie  dient  nur  dem 
Zweck,  die  lat.  Flexion  nachahmen  zu  können). 

Eine  Mehrheit  von  Tagen:  trichtaige  '30  Tage',  noich- 
tiche  '29  Tage'  (noichtech  '29  Tage  enthaltend',  von  nöi  fichet 
abgeleitet  und  mit  diphthongischem  oi  zu  sprechen;  nicht  mit 
noichtech  '90 jährig'  zu  verwechseln,  das  von  nöcha  abgeleitet 
ist  und  keinen  Diphthong  enthält;  zum  Suffix  vgl.  noch  cetach 
'hundertjährig',  'sehr  reich,  100  Arbeiter,  Kühe  u.  s.  w.  besitzend'). 
Über  cöicthiges  '14  Tage'  s.  I  487  und  §  478,  1;  erinnert  im 
Suffix  an  dias  'zwei  Personen';  vgl.  auch  mir.  treise  'di^ei  Tage' 
(t reise  dec  und,  mit  Anlehnung  an  die  Ordnungszahl,  woran 
treise  zufälligerweise  erinnerte,  treise  dechmaide). 


§  480]  Die  persönlichen  Pronomina  im  Ir.  137 

IX.   Die  persönlichen  Pronominal 

§  480.     Das  System   der    persönlichen    Pronomina    im   Ir. 

Die  persönlichen  Pronomina  des  Altirischen  sind:  1)  die  ererbten 
idg.  ungeschlechtigen  (der  Genusflexion  entbehrenden)  Pronomina 
der  1.  und  2.  Person;  2)  für  die  3.  Person  ein  dreigeschlechtiges 
Pronomen,  das  vom  idg.  Standpunkt  zu  den  Demonstrativprono- 
minen  gerechnet  werden  mußte.  Dies  Pronomen  der  3.  Sing,  (mit 
d.  er,  sie,  es  identisch)  fungiert  zugleich  als  reflexives  Pronomen 
(Belege  in  §  484,  1,  6). 

Die  persönlichen  Pronomina  werden  als  Subjekt  eines  Verbums 
nicht  verwendet^);  das  Subjekt  wird  durch  die  Verbalendung  aus- 
gedrückt; die  Pronomina  kommen  also  im  Nominativ  nur  unver- 
bunden  vor.  Als  Objekt  und  nach  Präpositionen  erscheinen  die 
persönlichen  Pronomina  nur  in  einer  unbetonten  und  lautlich  redu- 
zierten Form,  und  zwar  entweder  suffigiert  (der  Präposition  oder 
dem  nicht  zusammengesetzten  Verbum  enklitisch  angehängt)  oder 
infigiert  (hinter  dem  ersten  Präverb  des  zusammengesetzten  Ver- 
bums). Der  Genitiv  der  persönlichen  Pronomina  kommt  in  einer 
verbundenen  und  in  einer  unverbundenen  Form  vor;  die  verbundene 
Form  ist  immer  unbetont. 

Wenn  der  durch  die  Verbalendung,  das  infigierte  oder  suffi- 
gierte Pronomen  oder  die  verbundene  Genitivform  ausgedrückte 
Begriff  besonders  hervorgehoben  werden  soll,  so  geschieht  dies 
mittels  eines  besonderen  Wortes,  das  enklitisch  auf  die  pronomen- 
haltige  Betonungseinheit  folgt:  neben  tiagu  'ich  gehe',  am  beo 
'ich  bin  lebendig',  ro-m-icc  'hat  mich  geheilt,  erlöst',  do-m  'zu 
mir',  mo  chuimrega  'meine  Fesseln'  steht  mit  Hervorhebung  des 
Begriffes  der  ersten  Person  (des  Sing.)  tiagu-ssa,  am  beo  sa, 
ro-m-icc-sa,  do-m-sa,  mo  chuimrega  sa.  Das  Verstärkungs- 
wort (das  Augens)  ist  selbst  ein  Pronomen  (falsch  ist  daher  die 
von  ZE  verwendete  Bezeichnung  particula  augens);  in  einigen 
Fällen  (2.  Sing.,  1.  2.  Plur.,  zum  Teil  3.  Sing.  Fem.)  ist  es  etymo- 
logisch, mit  dem   unverbundenen  persönlichen  Pronomen  identisch; 


1.  Cuuo,  Beiträge  zur  vgl.  Sprachf.  lY  217 — 239;  d'Arbois  de  Jubain- 
ville,  Decliuaison  des  pronoms  personnols  en  vieil-irlaudivis,  MSL  VII 
277 — 285;  L'intixation  du  substautif  et  du  pronom  .  .  eu  grec  archaique 
et  en  vieil  irlandais,  MSL  X  283—289;  Sommer,  Das  Prouomea  personale 
infixum  im  Altiriscbeu,  ZfcPh.  I  177—231;  Verf.,  KZ  XXXV  400—420. 

2)  Vgl.  jedoch  §  482,  §  483. 


138  Die  persönlichen  Pronomina  im  Ir.  [§  480 

in  anderen  Fällen  ist  es  jedoch  ursprünglich  ein  demonstratives 
Pronomen  (das  Augens  der  1.  Sing,  sa,  so  ist  mit  gr.  o  skr.  sa 
'dieser'  identisch;  vgl.  skr.  so  'kam  'ich  hier'). 

Anm.  Daß  die  Personalendung  eines  Verbums  (mit  oder  ohne  Augens) 
mit  einem  Subjektpronomen  gleichwertig  ist,  zeigt  sich  u.  a.  in  dem  Falle, 
wenn  zu  dem  zuerst  genannten  Subjekt  eine  Erweiterung  mittels  'und' 
hinzugefügt  wird:  dolluid  anair  i-rricht  da  geise  7  a  hinailt  "sie 
kam  von  Osten  in  Gestalt  zweier  Schwäne  und  ihre  Dienerin"  'sie  und 
ihre  Dienerin  kamen  .  .'  LL  125  a  25;  rosirius  indiu  7  ^^  liath 
morbrugi  Erend  "ich  habe  gesucht  und  der  Grauschimmel"  'ich  und  der 
Grauschimmel  haben  heute  die  Hauptstriche  Irlands  durchsucht'  HJ104a  26; 
na  fetar-su  J  Fergus  7  mathi  Ulad  'weißt  du  und  F.  und  die  Helden 
Ulsters  nicht?'  LL  73a  10;  in  oen  uair  dano  tancatar  7  techta 
Conchobair  'zu  derselben  Stunde  kamen  sie  und  die  Boten  Conchobar's' 
112a  2;  forbrisfet  comlund  sceö  Fergus  dänae  co  loingis  Ulad 
'sie  und  der  kühne  F.  mit  der  Verbanntenschaar  aus  Ulster  werden  im 
Kampfe  siegen'  LU  81b  34. 

Wenn  der  durch  eine  Personalendung  oder  ein  Pronomen  auszu- 
drückende Begriff  durch  einen  Zusatz  mit  'und'  erweitert  wird,  wird  die 
Erweiterung  häufig  in  der  Form  der  Endung  oder  des  Pronomens  vorgegriffen: 
conrancatar  (3.  Plur.)  7  Dubthach  'er  (Patric)  und  Dubthach  trafen 
zusammen'  Thes.  II  241,  5;  condricfem  (1.  Plur.)  and  ocus  tii  'ich  und 
du  werden  dort  zusammentreffen'  Fei.'  LXI  (Fel."^  86);  darala  eturru 
(3.  PI.)  ic  imbirt  fidchilli  7  Fergus 'es  war  zwischen  ihm  und  Fergus 
beim  Brettspiel  ein  Streit  entstanden"'  LL  103b  39;  etorro7tal(main) 
'zwischen  ihm  (dem  Hause)  und  der  Erde'  LU  103  a  35.  In  diesem  Falle 
steht  im  Mir.  nach  einem  dativischen  Pronomen  (nach  der  konjugierten 
Präposition  do)  der  mit  'und'  eingeleitete  Zusatz  im  Nom.  immanarnaic 
doib  (3.  PI.)  7  in  maccaillech  'es  fand  Zusammentreffen  statt  für  ihn 
und  die  junge  Nonne  (zwischen  ihm  und  der  jungen  Nonne)'  LL  285b  47; 
scith  limm  comrac  düib  (2.  PI.)  7  Cüchulaind  "lästig  ist  mir 
Kampf  für  dich  und  C."  es  'tut  mir  leid,  daß  du  und  C.  kämpfen  werdet' 
Lü  68a    44.      In    dün-ni  (L  PI.)    et  Barnaip    'mir    und    Barnabas'    Wb. 

10  d  1.  kann  Barnaip  Nom.  sein.     Vgl.  Stokes,   Beiträge  zur  vgl.  Sprachf. 

11  394—395;  Ebel,  ebenda  IV  357—358;  Stokes,  Trans.  Phil.  Soc.  1860—61 
S.  168 f.;  Zimmer,  KZ  XXXII  153 ff.     Vgl.  §  492  Anm. 

Das  Nir.  weicht  vom  Air.  sehr  wesenthch  ab;  die  suffigierten 
und  infigierten  Verbalobjekte  sind  aufgegeben;  die  urspr.  unver- 
bundenen  Formen  kommen  sowohl  als  Objekt  wie  als  Subjekt  vor. 


§481] 


Die  persönlichen  Pronomina  im  Ir. 


139 


§481. 

Altirisches  Hauptparadigma- 

1.  Sing. 

2.  Sing. 

1.  Plur. 

2.  Plur. 

Nom.  (unverbunden) 

me 

tu 

snisnijsnini, 
sisni,  sinni 

sib, sissi 

Nom.  mit  Augens 

meisse 

tussu 

I  litigiert 

-m-  (len.) 

-t-  (len.) 

-nn- 

-b- 

I  litigiert     in     rela- 

tiven Sätzen 

-dorn-  (len.) 

-dot-  (len.) 

-don- 

-dob- 

Iiifigiert     nach    der 

Negation  na 

-chim-  (len.) 

-chit-  (len.) 

-chin- 

-chib- 

Suffigiert 

-m 

-t 

-nn 

-b 

Verbundener  Gen. 

mo  (len.) 

do  (len.) 

ar  n- 

far  n-,  for  n-, 
bar  n- 

Verbundener  Gen. 

vor  Vokalen 

m- 

t- 

Verbundener  Gen. 

nach  Präpositionen 

-m-  (len.) 

-t-  (len.) 

Unverbundener  Gen. 

mui,    muisse 

täi 

athar,  är 

sethar,  se- 
thar-si,  sar 

Augens 

sa,  so  :  se 

SU  :  siu 

ni  (sni   [Wb.] 
15  c  20) 

si 

3.  Sing.  Mask. 

Fem. 

Neutr. 

3.  Plur. 

Nom.  (unverbunden) 

he 

si 

hed 

he 

Nom.  mit  Augens 

hesom,  he- 

hedön  (Sg. 

hesidi  (Sg. 

side 

si  ede 

he<d)  se) 

hese) 

Infigiert 

-a  n,  Null 

-a-,  -e-.  Null 

(eklips.) 

-s  n- 

(len.) 

-s  n- 

Infigiert  in  relativen 

Sätzen 

-d  n- 

-da- 

-d-  (len.) 

-da- 

Infigiert    nach    der 

-ch-  (len.) 

Negation  na 

-ch  n- 

-cha- 

(-chid,  -did 
§  486  Anm.  1) 

-cha- 

Suffigiert  bei  Verben 

(Akk.) 

-i,  -it 

-s- 

-i,  -it 

-s 

Suffigiert  bei  Präp., 

Akk. 

-i 

-he 

-i 

-hu 

Suffigiert  bei  Präp., 

Dat. 

-0 

-i 

-0 

-ib 

Verbundener  Gen. 

a  (len.) 

a 

a  (len.) 

a  n- 

U  nverbundener  Gen. 

ai 

äi 

äi 

äi  («) 

Augens 

som  :  sem, 

si    (und  Nom. 

som  (selten); 

som  :  sem. 

sium  (u.  Nom. 

side,  Akk. 

Nom.  side. 

sium  (u.  Nom. 

side,  Gen. 

nach  Verben 

Gen.  sidi  (mir. 

sidi,  Gen. 

sidi) 

sidi) 

and-aide  'da- 
selbst');  so, 
sin,  son,  ön, 
§514 

side;    a  ra- 

besa  sa  'ihre 

Sitten' Wb.  9  b 

17) 

140  Die  unverbundenen  persönl.  Pronomina  im  Ir.     [§481.  482 

Anm.  Die  Hauptpunkte  dieser  Paradigmen  werden  in  den  folgenden 
Paragraphen  näher  erörtert.  Hier  bemerke  ich  nur  noch  folgendes:  t- 
'dein'  vor  Vokalen  kann  zu  th-  leniert  werden,  -t-  'dein'  nach  Präpo- 
sitionen ist  unlenierbar,  s.  I  464,  274.  —  Der  Gen.  der  3.  Person  lautet 
im  archaischen  Air.  noch  e:  in-e  laim  'in  seiner  Hand"  u.  s.  w.  Thes. 
II  245;  e  fethol  'bis  badge  of  office"  Thes.  I  490,  36;  vgl.  noch  imm-e- 
lei  I  275,  imm-en-etar  'gegenseitig'  Ml.  26b  20,  27;  auch  ma  ass-e 
ma  'mehr  und  mehr'  Thes.  I  714,  13  enthält  wohl  einen  Genitiv  (Fem.  für 
Neutr.,  vgl.  S.  125  und  S.  65).  —  Über  die  Verbindung  der  vokalisch  an- 
lautenden Genitivformen  mit  vorangehenden  Präpositionen  vgl.  I  260  (inn-a 
chorp,  lia  chele  u.  s.  w.).  —  Über  die  Schreibung  äii  =  ai  s.  §  208 
Anm.  2  1307.  —  Über  se,  siu,  sem,  sium  s.  §  242  Anm.  1  I  348f. 
und  §  243  I  352 f.  Über  ro-fitis  'Ihr  wisset',  ar-neut-sa  u.  s.  w.  I  254,  420. 

§  482.  Die  unverbundenen  Formen.  Nominativ:  is  me 
as  apstal  geinte  'ich  bin  der  Heidenapostel'  Wb.  5b  17;  ni  me 
as  beo  'it  is  not  I  tiiat  am  alive'  19a  18;  cani  messe  immo- 
forling  cretim  duib-si  *is  it  not  I  that  bave  caused  belief  to 
you?'  10c  18;  ni  fil  nech  and  .  .  acht  meisse  möinur  'there 
is  no  one  therein  .  .  save  me  alone'  5a  25;  is  he  dobeir  log 
deit  'it  is  He  that  gives  thee  a  reward'  6a  11.  Nach  der  Kopula 
und  nach  cia  'wer  ist'  kommen  die  Pronomina  der  3.  Person  auch 
als  Subjekt  vor:  it  he  coisnimi  inso  file  lib-si  'das  sind  die 
Streitigkeiten,  die  bei  euch  sind'  7d  13;  is  he  dia  as  eola  'it 
is  God  who  is  knowing'  8d  23;  ce  he  ro-scrib  'wer  es  ist,  der 
gesehrieben  hat'  Sg.  197  a  19.  Vgl.  §  522,  2,  3.  Nicht  klar  ist 
cia  tussu  dixnigedar  gl.  tu  quis  es  Wb.  4c  24,  s.  §  520. 

Genitiv  in  possessiver  Verwendung:  is  and  nad  bi  müi  na 
täi  'dort  gibt  es  nicht  das  meinige  noch  das  deinige'  LU  131,  31, 
vgl.  Thes.  II  195e;  eclais  de  bi  leic  di  an  as  n-ai  'die  Kirche 
des  lebendigen  Gottes,  laß  ihr,  was  das  ihrige  ist'  LL  149  a  1. 
Die  air.  Belege  sind  losgerissene  Übersetzungen  lateinischer  Aus- 
drücke, daher  syntaktisch  nicht  verwertbar:  setharsi  gl.  uestram, 
muisse  gl.  meam  Wb.  Ib  2,  3;  innam  muisea  gl.  mea  (als 
Neutr.  Plur.  mißverstanden)  18 d  13;  mui  gl.  mei  Sg.  209  a  7. 
Die  flektierte  Form  aiib  gl.  de  suis  in  Ml.  ist  ein  arger  Latinismus. 

Anm.  Häufiger  als  der  unverbundene  Genitiv  in  possessiver  Verwen- 
dung ist  eine  Verbindung  mit  der  Präposition  la:  ni  lim-sa  superae- 
dificare  'es  ist  nicht  meine  Sache  darauf  zu  bauen'  Wb.  Sc  17;  ni  lat 
in  cäch  for-sam-mitter  'not  thine  is  every  one  on  whom  thou  passest 
judgmenf  Wb.  6  b  22. 

Genitiv  in  partitiver  Verwendung:  marb  cechtar  n-athar 
dialailiu    'tot  ist  jeder  von   uns   für  den   andern'    Wb.  20c  26; 


§483.484,1]  olse.  Kasussyiitax  d.  verbünd,  persöid.  Fron.  imir.    141 

caraid  cechtar  n-är  a  dan  'jeder  von  uns  liebt  seine  Kunst' 
Thes.  II  294,  2;  cechtar  n-äi  .i.  mulier  et  innupta  AVb.  10b  11 
(über  cechtar  n-  s.  §  407  S.  64);  cach  nse  §  530,  1. 

^  483.  Sehr  unregelmäßig  ist  air.  olse,  olse-som  'inquit', 
Fem.  olsi,  mit  der  dazu  gehörigen  Pluralform  olseat-som  'sagten 
sie'  neben  ol  in  popul  'sagte  das  Volk',  ol  Pol  'sagte  Paulus' 
u.  s.  w.  Etymologisch  ist  jedenfalls  ols-e  zu  analysieren;  ols- 
verhält  sich  zu  ol  wie  ass-  'aus'  zu  a  §  151  I  244;  das  -s-  läßt 
sich  als  die  Verbalendung  -st  deuten;  ols-e  ist  von  caris  'liebte' 
aus  *qarast  is  nur  durch  die  verschiedene  Betonung  des  Prono- 
mens verschieden  (daß  ol  unbetont,  das  Pronomen  relativ  stärker 
betont  war,  geht  auch  aus  mir.  ol  suide  'sagte  er'  hervor;  die 
unbetonte  Form  des  Pronomens  ist  side).  Auch  mir.  ols-me  'ich 
sagte'  kann  eine  alte  Form  sein,  olseat  ist  durch  Anfügung  der 
gewöhnlichen  Pluralendung  der  Verba  an  das  unanalysierbare  olse 
gebildet  (und  ist  wohl  das  Muster  für  cateat  §  522  gewesen), 
olse  und  olseat  haben  (als  ol-se,  ol-seat  aufgefaßt)  sicher  sehr 
wesentlich  zur  Ausbildung  der  nir.  Pronomina  se  ^er',  siad  'sie' 
(Plur.)  beigetragen.  Eine  andere  falsche  Auffassung  war  durch  die 
Betonung  nahe  gelegt;  ol- suide  sieht  aus  wie  eine  Verbindung 
einer  Präposition  mit  einem  betonten  demonstrativen  Pronomen 
und  konnte  als  'seinetwegen',  'soweit  es  sich  auf  ihn  bezieht'  auf- 
gefaßt werden;  wegen  dieser  Auffassung  wurde  ol-  schoii  im  spä- 
teren Air.  durch  ar  ersetzt  (ar  crist  'sagte  Christus');  mir.  ar. 
for  s.  I  273.  Das  air.  ol  ist  aber  seinerseits  gewiß  nicht  die  ur- 
sprünglich in  diesen  Redensarten  vorhandene  „Präposition";  älter 
war  wohl  *sech-se;  *sech-s-,  *sech-  war  eine  Verbalform  = 
mc.  heb  'inquit'  I  129,  wurde  aber  mit  der  Präposition  sech  (c. 
heb  I  129)  verwechselt;  als  später  die  wirkliche  Präposition  sech 
mehr  und  mehr  von  ol  verdrängt  wurde,  ist  auch  in  der  Gruppe 
*sechse  das  falsch  aufgefaßte  sech-  durch  ol  ersetzt  worden. 

§  484.  Kasussyntax  der  verbundenen  Formen.  Die  mit 
den  Verben  verschmolzenen  Formen  fungieren  1)  als  Objekt:  ce 
no-n-molid  ce  no-n-airid  'whether  ye  praise  us,  whether  ye 
blame  us'  Wb.  16a  1;  berth-i  leiss  co  cenn  'er  trägt  es  bei 
sich  bis  zum  Ende'  23a  19;  —  reflexiv:  connäch  moidea  nech 
'damit  niemand  sich  rühme'  2b  4;  massu  i-ssöiri  et  imdibu 
möit-i  nech  'wenn  jemand  sich  wegen  edlen  Geschlechtes  oder 
Beschneidung  lobt'  23d  29;  —  bei  Verba  sentiendi  et  declarandi 
kann  das  Objektspronomen  das  Subjekt  des  vom  Verbum  abhängigen 


142      Kasussyntax  d.  verbünd,  persönl.  Pronomina  im  Ir.     [§  484, 1 

Satzes  vorgreifen:  arna-m-tomnad  nämmin  duine  'damit  er 
nicht  von  mir  glauben  sollte,  daß  ich  kein  Mensch  wäre'  17  d  23; 
amal  as-n-don-berat  'wie  sie  von  uns  sagen'  gl.  sicut  aiunt 
quidam  nos  dicere  2  a  12;  —  beim  Passiv  (nur  die  Pronomina  der 
1.  und  2.  Person  werden  hier  infigiert):  ni-n-incebthar  'we  shall 
not  be  blamed'  15 d  27.  —  Nicht  selten  bezieht  sich  das  Objekts- 
pronomen auf  die  Handlung  des  Verbums  (Verf.,  KZ  XXXV  401, 
415):  in  LXXV  animabus  descendit  lacob  Aegyptum  .i.  co-sna 
coic  anmanib  sechtmugat;  noch  d-a-chotar  coirp  im- 
murgu  'mit  75  Seelen;  jedoch  gingen  es  (den  erwähnten  Gang, 
dorthin)  die  Körper'  Ml.  38b  2;  brig  inna  persine  do-d-iccfa 
'die  Gewalt  der  Person,  welche  kommen  wird'  (eig.  'es  kommen 
wird',  auf  aduentum  im  lat.  Text  sich  beziehend)  Wb.  29c  4;  do- 
sn-icfa  cobir  cid  mall,  bith  maith  immurgu  intain  do-n- 
d-iccfa  'Hülfe  wird  zu  ihnen  kommen,  wenn  auch  spät;  es  wird 
aber  gut  werden,  wenn  sie  so  ("es")  kommt'  5c  5;  obiurgatio  quae 
fit  a  pluribus  i.  is  sochuide  ro-d-chürsach  'viele  haben  (den 
Tadel)  getadelt,  den  Tadel  geäußert'  14d  18;  bid  sochuide 
atrefea  indiut-siu  7  bit  (zu  lesen  bid)  failid  nach  öin  ad- 
id-trefea  'viele  werden  in  dir  wohnen,  und  froh  wird  jeder  sein, 
der  es  (so,  dort)  wohnen  wird'  Ml.  107  a  15;  non  solum  ut  in  eum 
credatis,  sed  etiam  ut  pro  illo  patiamini  .i.  ni  hedameitno-n- 
chretid-si  (no-n-  aus  no-n-d-)  act  fodaimid  fochidi  airi 
'nicht  nur  habt  Ihr  diesen  Glauben,  sondern  Ihr  ertraget  Leiden 
um  ihn'  Wb.  23  c  7.  —  In  ähnlicher  Weise  oder  vielleicht  als 
akkusativisches  Prädikatsnomen  fungiert  das  Pronomen  in:  ni  airmi 
som  ön  ar  chumscugud,  ar  is  a  bäs  i  m-bäs  do  suidib; 
comscugud  immurgu  iustorum  abäs  i  m-bethith  sön  ad-in-d- 
rimi  som  'er  rechnet  dies  nicht  als  eine  Veränderung,  denn  es 
ist  von  Tod  in  Tod  für  diese;  die  Veränderung  aber  der  Gerechten 
aus  dem  Tod  ins  Leben,  das  ist  es,  was  er  dafür  rechnet'  13  d  17. 

Anm.  1.  Die  infigierten  Pronomina  werden  oft  antizipierend  ver- 
wendet, wo  eine  deutlichere  Angabe  des  Objektes  folgt  (mit  ungenauem 
Genus:  nithucat  beos  ruin  ind  rechto  'sie  verstehen  es  noch  nicht, 
das  Geheimnis  des  Gesetzes'  Wb.  15a  34;  rün  ist  fem.). 

Anm.  2.  Gewisse  Verba  enthalten  immer  ein  Pronomen:  ar-a-chri- 
nim  gl.  defetiscor  Sg.  145b  1;  atbail  'er  stirbt';  amal  ro-n-gabus-sa 
(ro-n-  aus  ro-n-d-)  'wie  ich  bin'  (eigentlich  "wie  ich  es  genommen  habe"). 
Diese  Verba  sind  eigentlich  transitiv;  mit  dem  Objektspronomen  drücken 
sie  aber  das  aus,  was  durch  ein  intransitives  Verbum  ausgedrückt  werden 
könnte;  vgl.  frz.  1' empörter  sur.    Vgl.  Verf.,  KZ  XXXV  406,  416. 


§  484,  2 — 5]    Kasussyntax  d.  verbünd,  persönl.  Pronomina  im  Ir.     143 

2)  Als  Bezeichnung  des  Zieles  bei  einem  Verbum  der  Be- 
wegung: do-sn-icfa  cobir  'Hülfe  wird  zu  ihnen  kommen'  Wb. 
5c  5.  3)  Als  Dativ  beim  Verbum  'sein'  um  den  Begriff  'haben' 
auszudrücken:  o-don-roib  ind  indocbäl  'so  that  we  may  have 
the  glory'  15b  27;  ro-sm-bia  log  'sie  werden  Lohn  bekommen' 
6a  5;  iss-um-ecen  precept  'mir  ist  Notwendigkeit  zu  predigen" 
lOd  24;  ni-b-ecen  log  na  airlicud  act  taibrid  a  fil  Hb  'Ihr 
braucht  nicht  zu  kaufen  oder  zu  borgen,  sondern  gebet,  was  Ihr 
habt'  16c  17.  Mit  dieser  Ausdrucksweise  konkurrieren  jedoch 
Präpositionsverbindungen:  nad  obiad  ic  do  'there  would  be  no 
heahng  to  him'  Ml.  58a  9;  is  ecen  dam  no-n-da-ges  dait- 
siu  'it  is  necessary  to  me  that  I  pray  for  them  to  Thee'  'daß  ich 
dich  (dait-siu)  um  sie  (-da-;  'diese  Sachen')  bitte'  Ml.  21b  9. 
Der  Begriff  'haben'  wird  meist  mit  Hülfe  der  Präposition  la  aus- 
gedrückt: is  hed  as  linn  a  n-dumelam  'this  (only)  is  ours,  what 
we  consume'  Wb.  13c  12;  seit  leu  'sie  beneiden'  "haben  Neid" 
23b  13  (das  Neuirische  drückt  'haben'  durch  die  Präp.  ag,  aig 
[air.  oc]  aus:  tä  airgead  aige  'er  hat  Geld').  4)  Als  Dativ  beim 
Verbum  'sein'  mit  einem  substantivierten  Adjektiv  (seltener  einem 
Substantiv)  als  Subjekt  um  das  anerkannte  Vorhandensein  (den 
Besitz)  einer  Eigenschaft  auszudrücken  ("mir  ist  Gerechtes"  =  'ich 
bin  gerecht'):  ni-mp-tha  firion  ar-a-chuit-sidi  'ich  bin  nicht 
deshalb  gerecht'  "mir  ist  Gerechtigkeit  nicht  zuerkannt"  gl.  sed 
non  in  hoc  iustificatus  sum  Wb.  8d  24;  ni  di  chorp  atöo-sa 
höre  ni-m-tha  laäm  'ich  gehöre  nicht  zum  Körper,  weil  ich 
nicht  Hand  bin'  "weil  mir  nicht  die  Würde,  der  Titel  'Hand'  ist" 
12a  21;  meti  nibad-am-beo  d-ingnais  rig  maige  da  cheo 
'ich  wünschte  (S.  81),  ich  wäre  nicht  am  Leben  in  der  Abwesen- 
heit des  Königs  von  Mag  Da  Cheo'  LL  276a  41;  ni  ba-m-beo 
meni  .  .  'ich  will  nicht  lebendig  sein,  wenn  nicht  .  .'  LL  59,  29; 
dia  taltar  in  chloch  as  do  chind,  bia-t  marb  fo  chetöir 
'wenn  der  Stein  aus  deinem  Kopfe  entfernt  wird,  wirst  du  sofort 
tot  sein'  LL  124a  44;  ba-m-sa  ferr  im  rath  7  tidnacul  dib, 
ba-m-sa  ferr  im  chath  7  comrac  'ich  war  die  beste  von  ihnen 
(meine  Überlegenheit  war  anerkannt)  in  Milde  und  Freigebigkeit, 
in  Schlacht  und  Kampf  und  Streit'  53b  26.  Vgl.  amal  ron-ga- 
bus-sa  "wie  ich  es  genommen,  bekommen  habe"  =  'wie  ich  bin', 
oben  Anm.  2.  5)  Als  Dativ  bei  einer  Verbindung  der  Kopula 
mit  einem  Prädikatsadjektiv:  nipa-d  n-aidrech  a  n-durairn- 
gert  'nicht  reut  ihn,   was   er  versprochen  hat'  Wb.  5c  9;  is  bses 


144     Kasussyntax  d.  verbünd,  pers.  Pronoraina  im  Ir.     [§  484, 6, 7.  485 

intan  du-n-gni  nech  olc  iss-id  n-aithrech  fuchetoir  'es  ist 
Sitte,  daß  wenn  jemand  Böses  tut,  reut  es  ihn  sofort'  Ml.  90 d  12. 
Viel  häufiger  ist  jedoch  die  Verwendung  der  Präposition  la:  ni- 
r-bu  aithrech  lim-sa  'ich  habe  es  nicht  bereut'  Wb.  16b  6;  ni 
aidrech  limm  quod  scripsi  'ich  bereue  nicht  quod  scripsi'  9b  20; 
is  gle  limm  'es  ist  mir  klar'  9d  9  (die  la- Verbindungen  bedeuten 
besonders  häufig  'nach  der  Ansicht,  nach  dem  Urteil  jemandes':  is 
derb  limm  'ich  betrachte  es  als  sicher'  u.  s.  w.). 

Anm.  3.  Das  infigierte  Pronomen  kann  bei  transitiven  Verben  nicht 
dativiseh  fungieren:  is  he  dobeir  log  deit  'er  ist  es,  der  dir  Lohn  gibt' 
Wb.  6a  11. 

6)  Die  Verbindungen  von  Präpositionen  mit  suffigierten  Pro- 
nominen  geben  zu  keinen  syntaktischen  Bemerkungen  Anlaß.  Re- 
flexiv:  ducuitig  tarais  fadeissin  'er  hat  bei  sich  selbst  ge- 
schworen' Wb.  33  d  10. 

7)  Die  verbundenen  Genitivformen  fungieren  teils  als  pos- 
sessiver, teils  als  objektiver  Genitiv:  tri  a  precept  'durch  seine 
Predigt;  dadurch,  daß  er  gepredigt  hat'  Wb.  Ib5;  in n-a  pre- 
cept et  inn-a  chomalnad  'in  teaching  it  and  in  fulfilling  it' 
24d  12;  oc-a-t(h>echt  S.  81.  Wo  ein  possessiver  und  ein  ob- 
jektiver Genitiv  zu  demselben  Substantiv  gehören  sollten,  wird  der 
possessive  Genitiv  durch  la  umschrieben:  is  dia  rofitir  for  serc 
si  lim-sa  'it  is  God  that  knoweth  my  love  for  you' Wb.  23a  27; 
vgl.  4  b  16.  Der  Genitiv  ist  scheinbar  von  einer  Präposition  re- 
giert in  imm-an-etar  'gegenseitig',  ni  thiber  sa  tra  mo  tharb 
di-an-etur  'ich  werde  meinen  Stier  weder  dem  Einen  noch  dem 
Anderen  von  ihnen  (weder  dem  Ailill  noch  der  Medb)  geben'  LL 
55a  26  (vgl.  die  Redensarten  wie  eter  söir  et  döir,  eter  mug 
et  coimdid  'both  free  and  unfree,  both  servant  and  lord'  Wb. 
27c  15  u.  s.  w.;  jedoch  ist  es  möglich,  daß  -etar,  -etur  nicht  mit 
der  Präposition  identisch,  sondern  ein  davon  abgeleitetes  Substantiv 
ist).  —  Antizipierend:  a  ainmm  in  druadh  'sein  Name,  des 
Druiden'  Wi.  129. 

^  485.  Form  und  Stellung  der  infigierten  Pronomina.  Das 
infigierte  -m-  'mich,  mir'  ist  nicht  leniert;  in  Ml.  wird  zwischen 
zwei  Vokalen  -mm-  geschrieben:  ro-mm-alt-sa  gl.  educauit  me 
Ml.  45  c  3;  in  "Wb.  findet  sich  die  Doppelschreibung  niemals. 
Anders  liegt  die  Sache  bei  -nn-  'uns',  wo  die  Gemination  etymo- 
logisch   ist;    Wb.  schreibt    zwar    oft   -n-   auch   vor   Vokalen,    aber 


§  485.  486]    Form  u.  Stellung  d.  infigierten  Pronomina  im  Ir.        145 

ebenso  häufig  -nn-:  ro-nn-icc-ni  'hat  uns  erlöst'  Wb.  21b  8. 
Vor  Konsonanten  wird  -nn-  regelmäßig  zu  -n-  verkürzt. 

Die  kürzere  Form  der  infigierten  Pronomina  der  3.  Sing. 
Mask.  und  Neutr,  steht  nach  ni  'nicht':  ni  cheil  'er  verhehlt  es 
nicht'  Wb.  5b  5;  mani  n-airi  'wenn  er  ihn  nicht  findet'  Ml.  30 d 
24.  —  Bei  den  eklipsierenden  infigierten  Pronominen  -s  n-,  -d  n-, 
-ch  n-  ist  an  §  261  Anm.  1  I  390  zu  erinnern. 

Vor  den  infigierten  Pronominen  -m-,  -t-,  -nn-,  -b-  erscheint 
nach  einem  ursprünglich  vokalisch,  jetzt  aber  konsonantisch  aus- 
lautenden Präverb  ein  Vokal:  imra-um-forling  'has  caused  me' 
Wb.  13b  6;  imm-un-cualammar  'wir  haben  von  einander  ge- 
hört' 18d  3;  act  imm-an-ärladmar  'sobald  wir  mit  einander 
gesprochen  haben  werden'  29 d  10;  höre  ar-in-robe  'weil  es  uns 
bevorstanden  hat'  29d  22;  ar-ob-röinasc  gl.  despondi  uos  17b  27. 
Etymologisch  ist  dieser  Vokal  natürlich  der  sonst  geschwundene  Aus- 
laut des  Präverbs;  seine  Qualität  schwankt  aber  sehr,  teils  unter 
dem  Einfluß  der  benachbarten  Vokale  und  Konsonanten,  teils  wohl 
auch  analogisch  (ob  der  geschwundene  Auslaut  der  Pronomina  Eintiuß 
geübt  hat,  ist  nicht  sicher).  Über  die  Form  der  Pronomina  nach 
den  ursprünglich  konsonantisch  auslautenden  Präverbien  s.  §  486,  5. 
Der  innere  Vokal  der  -ch-  und  -d-Formen  ist  gleichfalls  schwan- 
kend: na-chim-r-indarpai-se  'daß  er  mich  nicht  verworfen  hat' 
Wb.  5a  18;  mod  o-din-roirea  'so  daß  es  uns  genügt'  29b  16; 
in-dit-moide  'worin  du  dich  rühmen  kannst'  2b  12;  na- 
cham-thised-sa  'der  nicht  zu  mir  gekommen  wäre'  Ml.  107b  8; 
con-dam-chloither-sa  'daß  du  mich  hörest'  Ml.  21b  6.  -i-  ist 
die  älteste  Form  des  Vokals;  das  häufige  -o-  der  -d-Reihe  beruht 
wohl  auf  Assoziation  mit  dem  Präverb  do-  (auf  dieser  Assoziation 
beruht  auch  die  Auflösung  des  -d-Pronomens  in  in-da-ro-n- 
comarlecis-ni  §  552,  3);  -a-  ist  für  Ml.  eigentümlich. 

Neben  dem  -d-  der  -d-Reihe  erscheint  auch  -t-:  fo-t-era 
§  486  Anm.  3;  mi-tn-imret  'daß  sie  ihn  betrügen'  Ml.  74b  22; 
ani  remi-ta-tet  'das,  was  ihnen  vorangeht'  Sg.  197b  5;  aingil 
du-t-fidetar  'die  Engel,  die  ihn  führten'  Thes.  II  242,  13.  Vgl. 
noch  §  486,  5. 

Anm.  Über  die  Stellunjj;  der  infigierten  Pronomina  vgl.  §  .ö52.  Hier 
sei  nur  noch  bemerkt,  daß  die  zwischen  Kopula  und  Prädikatsnomen  stehen- 
den Formen  (Beispiele  §  484,  4  und  5)  für  das  irische  Sprachbewnßtsein  als 
infigiert,  nicht  als  suffigiert  gelten. 

§  486.  Regeln  für  das  Vorkominen  der  -d-Reihe.  1)  Die 

Pedersen:  Vgl.  kolt.  Gramm.     II.  10 


146  Die  -d-Formen  der  ir.  persönl.  Pronomina.       [§  486,  1.  2 

-d-Formen  der  infigierten  Pronomina  erscheinen  in  Sätzen,  in  denen 
das  Relativum  Subjekt  ist;  ferner  neben  dem  relativen  -n-  (§  267) 
und  hinter  den  relativen  Präverbien  (§  268;  auch  co  n-  'bis,  da- 
mit'): in  linn  no-d-chreitfea  'diejenigen  ("die  Zahl"),  welche 
es  glauben  vsrerden'  Wb.  4d  7;  is  innon  iress  no-don-firiani- 
gedar  'es  ist  derselbe  Glaube,  der  uns  rechtfertigt'  19a  14;  amal 
do-n-d-beir  'wie  er  es  gibt'  5c  24;  dia-n-chomalninn  (-d- 
zwischen  -n-  und  -ch-  geschwunden)  'wenn  ich  es  erfüllte'  3c  28; 
amal  as-n-don-berat  'wie  sie  von  uns  sagen'  2a  12;  tresin- 
dip-piat  fochricci  'wodurch  euch  Belohnungen  werden  werden 
(wodurch  Ihr  Belohnungen  erhalten  werdet)'  25d  8;  con-dum- 
fel  'so  daß  ich  bin'  3c  38;  mod  con-id-tuccid  'sodaß  Ihr  es 
verstehen  könnet'  21c  11;  con-did-tuctis  (mit  doppelt  gesetztem 
-d-)  'sodaß  sie  es  verstehen  könnten'  21c  21;  ind  airm  in-did 
epiur  'die  Stelle,  worin  ich  es  sage'  4b  26;  onabse  nii  in-didn- 
ingaba  a  chocubus  'sodaß  nichts  da  ist,  worin  ihn  sein  Gewissen 
tadeln  kann'  11  d  8. 

Anm.  1.  Nach  der  Negation  na  kommen  die  -d-Formen  nicht  vor: 
arna-chn-aurchoissed  'damit  es  ihn  nicht  aufhalten  sollte'  Wb.  8a  4; 
na-ch-thoimled  'er  soll  es  nicht  essen'  IIb  18;  nur  in  der  3.  Sing. 
Neutr.  ist  eine  -d-Form  belegt:  na-did-chreti  'der  es  nicht  glaubt' 
15b  14;  indi  na-chid-chualatar  'diejenigen,  die  es  nicht  gehört  haben' 
25 d  14  (sowohl  na-did-  wie  na-c"hid-  ist  als  eine  Neubildung  zu  be- 
trachten; über  maskulinisches  na-chid  n-  vgl.  Strachan,  Eriu  I  157*); 
über  act  na-n-d-leicci  s.  §  537,  9.  Ein  -ch-  loses  Pronomen  nach  der 
Negation  na  ist  in  Wb.  einmal  belegt:  arna-m-tomnad  nämmin 
duine  'damit  er  nicht  von  mir  glauben  sollte,  daß  ich  kein  Mensch  wäre' 
17  d  23.     Vgl.  §  559. 

Anm.  2.  Die  Pronomina  der  1.  und  2.  Person  kommen  jedoch  nicht 
selten  ohne  -d-  auch  in  relativen  Sätzen  vor:  is  suail  ro-m-fera  'it  is 
little  that  suffices  me'  Wb.  24b  15;  is  he  no-t-ail  'er  ist  es,  der  dich 
ernährt' 5b  28;  ni  ecen  do-b-imchomartt  'it  is  not  necessity  that  has 
constrained  you'  3  b  21. 

Anm.  3.  fo-d-era,  eig.  'bewirkt  es',  hält  das  Pronomen  auch  dann 
fest,  wenn  ein  Objekt  noch  folgt:  in  ed  fo-d-era  baas  'ist  es  das,  was 
Tod  bewirkt?'  Wb.  3c  33.  Jüngere  Schreibungen  fu-dd-era  Wb.  33c  12, 
fo-t-era  LL  55a  30,  nir.  fä  deara,  s.  Asp.  i  Irsk  78f. 

2)  Die  -d-Formen  finden  sich  häufig  (besonders  bei  der  3.  Sing. 
Mask.  und  Neutr.)  nach  den  Konjunktionen  cia,  ma:  cia  do-d- 
rigensid  cosse  'obgleich  Ihr  es  bisjetzt  getan  habt'  Wb.  20d  3; 
ma  nu-dub-feil  'wenn  Ihr  seid'  19c  20;  auch  wohl  nach  co: 
CO  fo-ta-bothad  'daß  er  sie  erschreckte'  Ml.  33b  16.  Vgl.  §  525,  2, 
§  537,  2,  Strachan,  Rc.  XXI  412  ff. 


§  486,  3—5]     Die  -d-Formen  der  ir.  persönl.  Pronomina.  147 

3)  nipa-d  n-aidrech  und  iss-id  n-aithrech  §  484,  5. 

4)  Nach  der  Fragepartikel  in:  duüs  in-d-aithirset  'ob  sie 
es  vielleicht  bereuen  werden'  Wb.  30b  30. 

5)  Nach  den  ursprünglich  konsonantisch  auslautenden  Prä- 
verbien  ess-,  ad-,  frith-,  for-,  etar-,  in-,  com-  erscheinen  -d- 
Formen  auch  außerhalb  relativer  Konstruktion :  a-t-biur  'ich  sage 
es'  Wb.  9b  20  (as-biur  'ich  sage');  a-tob-ci  side  'er  sieht  euch' 
Wb.  25a  26  (ad-cii  'er  sieht');  fri-tum-chomart-sa  'I  have 
been  offended'  33a  12  (£rith-org-);  for-t-gillim  'ich  bezeuge  es' 
4b  27;  for-tan-roichan-ni  'du  hast  uns  belehrt'  Ml.  22c  3; 
for-dob-moinetar  'sie  beneiden  euch'  Wb.  19d  27;  co  etar- 
dam-dibet-sa  gl.  ad  interficiendum  me  'damit  sie  mich  vernichten' 
Ml.  44c  31;  co  a-tom-snassar  gl.  ut  inserar  Wb.  5b  30  (in- 
snadat  gl.  ingeriint);  co-tn-imthse  'wird  ihn  begleiten'  12c  4 
(com-  imb-  -f  tiag-).  Eigentümlich  ist  das  -t-  der  meisten  von 
diesen  Formen,  das  nur  bei  ad-  und  frith-  lautgesetzlich  aus  -d- 
(-<#-)  erklärt  werden  kann. 

In  relativen  Sätzen  erscheinen  zum  Teil  dieselben  Formen : 
an  a-tamm-re-sa  gl.  exsurgente  me  Ml.  31c  14  (Inf.  eirge); 
massu  thol  a-tom-aig  'if  it  is  desire  that  drives  me'  Wb.  lOd 
26  (ad-ag-);  for-dub-cechna  gl.  qui  uos  commonefaciat  9a  16; 
fri-sna  preceptori  a-tob-segat-si  'den  Lehrern,  welche  zu  euch 
kommen'  14d  37  (Inf.  insaigid  'Aufsuchen,  Besuchen').  Gegen 
die  sonstige  Regel  steht  das  relative  -n-  nach  dem  Pronomen  in 
dem  Satz  ciofut  fri-tat-n-iarr-su  a  da'  'how  long  shall  he 
offend  Thee,  o  God'  Ml.  93a  15.  Abweichende  Formen  in  rela- 
tiven Sätzen  finden  sich  namentlich  bei  dem  Pronomen  der  3.  Sing. 
Mask.  Neutr.  (-idn-,  -id-,  neben  dem  -tn-,  -t-  der  nicht  relativen 
Formen)  und  außerdem  in  mehreren  Fcällen  nach  dem  relativen  -n-: 
a)  ass-id-beir  'der  es  sagt'  Wb.  20a  10;  amal  as-n-don-berat 
'wie  sie  von  uns  sagen'  2a  12;  amal  as-in-d-biur-sa  '^^^e  ich 
es  sage'  13  a  25;  ganz  gleiche  Formen  können  auch  bei  den  Präverbien 
ad-  und  in-  auftreten:  amal  as-in-chobra  ind  ingen  'wie  das 
Mädchen  es  wünscht'  10  b  18  (-d-  zwischen  -n-  und  -ch-  geschwun- 
den; Inf.  accobor);  ass-id-roilliset  'welche  es  verdient  haben' 
17a  9  (Inf.  arilliud);  innani  ass-id-grennat  'derjenigen,  die 
ihn  verfolgen'  Ml.  18d  2  (Inf.  ingreimm);  —  b)  ad-id-trefea 
'der  es  (dort)  wohnen  wird'  Ml.  107a  15;  ad-in-d-rimi  som  'was 
er  dafür  rechnet'  Wb.  13d  17;  ind  fir  sin  for-id-tet  'of  that 
man  who  helps  him'  Ml.  30c  3.  —  c)  in-dat-togar  sa  gl.  inuo- 

10* 


148  Die  hinter  Verben  suffigierten  Pronomina  im  Ir.       [§  487 

candi  te  'daß  ich  dich  anrufe'  Mh  72c  4;  huare  con-da-airleci 
'because  thou  permittest  them'  59c  10.  Es  ist  jedoch  nicht  ganz 
sicher,  daß  das  -n-d-  statt  -t-  in  diesen  Formen  auf  der  relativen 
Konstruktion  beruht;  vgl.  corrici  cith  besti  beoa  in-da-ärben 
uäinn  'sogar  die  lebendigen  Tiere,  vertreibe  (gl.  repeile)  sie  von 
uns'  Thes.  I  4,  31  (oder  ind-a-ärben  ?).  Mit  relativen  Präverbien 
entstehen  die  Formen  conid-,  condid-,  indid-  s.  1°;  ebenso  is 
he  con-id-rotig  'er  ists,  der  es  baute'  Wb.  33a  2.  —  d)  do- 
naibhi  friss-idn-oirctis  'denen,  die  ihn  zu  kränken  pflegten' 
Ml.  39  a  20. 

Anm.  4.  Das  (ursprünglich  vokalisch  auslautende)  Präverbium  aith-, 
das  proklitisch  mit  ad-  zusammenfallt,  verlangt  dieselben  Pronominalformen 
wre  ad:  a-tat-gentar-su  'du  wirst  erkannt  werden'  Ml.  121  d  22;  ad- 
id-geüin  'welche  es  erkennt'  Wb.  12c  13  (Inf.  aithgne). 

§  487.      Die    hinter  Verbalformen    suffigierten   Pronomina 

sind  schon  im  Air.  selten,  da  die  Infigierung  in  den  meisten  Fällen 
vorgezogen  wird.  Bei  Verbalformen,  die  kein  anderes  Präverb  be- 
sitzen, wird  die  Infigierung  durch  Vorsetzung  des  Präverbs  no- 
ermöglicht:  no-s-nerta  in  sonirt  'der  Starke  stärkt  sie'  Wb. 
10  c  3.  Die  bisher  belegten  suffigierten  Pronomina  (vgl.  Sommer, 
ZfcPh.  I  223,  Verf.,  KZ  XXXV  418,  Sarauw,  Irske  Studier  S.55f.) 
sind  meist  an  eine  nicht  relative  3.  Sing,  gefügt;  daneben  finden 
sich  außerdem  Formen  der  3.  PI.  und  1.  PI.  Präs.  mit  dem  Pro- 
nomen der  3.  Sing.  Mask.-Neutr.  Es  ist  wohl  anzunehmen,  daß 
die  Suffigierung  in  den  meisten  anders  gearteten  Fällen  nicht  etwa 
zufällig  unbelegt  ist,  sondern  daß  sie  nach  dem  Sprachgebrauch  aus- 
geschlossen war.  Beispiele:  mir.  tath-um  'ich  habe',  that-ut 
'du  hast',  that-us  'sie  hat',  air.  taith-iunn  mir.  tath-und  'wir 
haben'  (-thiunn  aus  der  Simplexendung  der  3.  Sing.,  die  gewöhn- 
lich in  der  Gestalt  -id  erscheint,  +  Pronomen;  die  -w-Infektion 
ist  lautgesetzhch,  wenn  man  das  Pronomen  als  *snös  ansetzt;  vor 
-m,  -t  und  dem  singularischen  -s  war  sie  jedenfalls  analogisch; 
bemerkenswert  ist,  daß  das  Verbum  tä-  sonst  niemals  mit  Simplex- 
endungen vorkommt);  berth-i  'trägt  es'  Wb.  23a  19  (berid  + 
Pron.),  möit-i  'rühmt  sich'  (möidid  +  Pron.)  23d  29;  27  a  29; 
ni  na  teit  do  menma  su,  teit-i  menma  neich  aile  'was  dein 
Gedanke  nicht  erreicht,  der  Gedanke  eines  anderen  erreicht  es' 
Wi.  97,  19;  leics-i  huad  'er  Heß  ihn  von  sich,  ließ  ihn  gehen' 
Ml.  52;  ooscaig  in  gae  7  saids-i  .  .  hi  talmain  'removed  the 
spear,   and    fixed  it  .  .  in  the  ground'   Ml.  55c  1    (leicis,   saidis 


§  487.  488]  Die  suffigierten  Pronomina  im  Ir. 


149 


+  Pron.);  fil-us  "es  gibt  sie",  'sie  sind'  Thes.  II  246,  247;  itius 
anuas  7  du-s-claid  anis  'er  frißt  sie  (uineam)  von  oben  und 
wühlt  sie  von  unten  auf  Ml.  102a  15  (ithid).  Das  vor  dem 
Pronomen  stehende  -th-  oder  -s-  wird  mechanisch  übertragen: 
firianichth-i  a  hiress  'sein  Glaube  rechtfertigt  (firianigidir) 
ihn'  Wb.  2b  28;  foilsigth-i  'offenbart  es'  12a  7;  oenichth-i 
som  fri-sna  hireschu  'er  vereinigt  sich  mit  den  Gläubigen' 
32d  8;  subaigth-ius  'freut  sich  an  ihnen'  Thes.  II  294;  boithius, 
boithus  'es  war  ihnen,  sie  hatten'  Wi.  137,  8,  21  (böi  'war'); 
snäids-iunn  'er  schütze  uns'  Thes.  II  300  (das  -s-  von  den  -s-Kon- 
junktiven  übertragen).  Wo  das  Pronomen  -i  an  eine  3.  PI.  gefügt 
wird,  wird  nach  dem  Pronomen  noch  die  Personalendung  wieder- 
holt; es  entsteht  so  der  Ausgang  -tit;  danach  anlogisch  bei  der 
1.  Plur.  -mit:  bertit  'sie  nehmen  (berit)  es'  Wb.  13a  16;  gebtit 
'sie  werden  ihn  nehmen'  26a  8;  guidmit  'wir  bitten  es  (unsere 
Bitte),  wir  bitten  darum'  15  d  18. 

§  488.  Die  konjugierten  Präpositionen.  Die  folgenden  Prä- 
positionen sind  mit  suffigierten  Pronominen  belegt:  cen  'ohne',  co 
'bis',  eter  'zwischen',  fri  'gegen',  im  'um',  la  'bei',  amal  'wie', 
sech  'praeter,  ultra',  tar  'über  .  .  hinaus',  tri  'durch'  (mit  dem 
Akk.);  —  ar  'für',  fo  'unter',  for  'über',  i  n-  'in'  (mit  dem  Akk. 
und  dem  Dat.);  —  a  'aus',  di  'von',  do  'zu',  fiad  'coram',  iar  n- 
'nach',  IS  'unterhalb',  ö  'von,  seit',  oc  'bei',  ös  'über',  re  n-  'vor' 
(mit  dem  Dat.).  Die  Präp.  co  wird  vor  dem  Pronomen  verdoppelt, 
amal  erscheint  mit  anlautendem  s  (vgl.  I  165);  i  n-  nimmt  die 
Form  des  sonst  nur  als  Präverb  belegten  ind-  gall.  ande-  skr. 
ddhi  (Anlaß  gab  die  in  der  Verbalkomposition  stattgefundene  Ver- 
mischung der  beiden  Wörter;  die  Form  des  Präverbiums  vor  infi- 
giertem  Pronomen  wurde  für  die  Gruppe  Präposition  -f-  Pronomen 
vorbildlich,  vgl.  §  503,  3). 


cen 


CO 


eter 


fri 


Sing.  1 

•  • 

cuccum 

etrura 

frimm, 
f  riumm 

2 

cenut 

cucut 

,     , 

frit,  friut 

3.M.,  Neutr. 

Akk. 

cene 

cuci 

etir,  itir 

friss 

3.  M.,  Neutr. 

Dat. 

^     , 

^ 

.  . 

3.  Fem.  Akk. 

•  • 

cuicce, 
cucae 

•  • 

frie 

150 


Die  konjugierten  Präpositionen  im  Ir. 


[§488 


cen 

CO 

eter 

fri 

3.  Fem.  Dat. 
PI.  1 
2 
3.  Akk. 
3.  Dat. 

cenuib 
cenaib 

cucunn 

cucuib 

cuccu 

etrunn 

etruib 

etarru 

frinn 

frib 

friu 

im 

la 

amal 

sech 

Sing.  1 

immum 

lern,  limm, 
lium 

samlum 

mir.  sechum 

2 

immut 

lat 

mir.  samlut 

mir.  sechut 

3.  M.,  Neutr. 

less,  leiss, 

Akk. 

imbi 

laiss 

samlid 

sechse 

3.  M.,  Neutr. 

Dat. 

,      , 

.  . 

3.  Fem.  Akk. 

impe 

laee,l8e,lee 

mir.  secce 

3.  Fem.  Dat. 

.  . 

.  . 

.  . 

PL  1 

immunn 

linn,  leinn 

2 

immib 

lib 

.  . 

3.  Akk. 

impu 

leu,  leo 

samlaib 

seccu 

3.  Dat. 

.  . 

.  . 

.  • 

tar 


tri 


ar 


fo 


Sing.  1 

2 
3.  M.,  Neutr. 

Akk. 
3.  M.,  Neutr. 

Dat. 
3.  Fem.  Akk. 
3.  Fem.  Dat. 
PI.  1 
2 

3.  Akk. 

3.  Dat. 


mir.  forum 
torut 
tarais 

mir.  tairse 
torunn 


trium 

triut 

triit 

free 

triunn 
trüb 


mir.  tairsiu      treu 


airium, 
erum 
erut 

airi 


erunn 
airib,eruib 

si,  airiub 
airsiu,    er- 

riu,  ,erru 


foi 

fo,  fou 
mir.  fose 


foib 


for 

i  n- 

a 

di 

Sing.  1 

form 

indium 

diim 

2 

fort 

indiut 

essiut 

diit 

3.  M.,  Neutr. 

Akk. 

foir,  fair 

ind 

3.  M.,  Neutr. 

Dat. 

.  . 

and 

ass 

de 

§488] 


Die  konjugierten  Präpositionen  im  Ir. 


151 


for 


1  n- 


3.  Fem.  Akk.  I  forrae  |  inte 

3.  Fem.  Dat.  fuiri  |  indi 

PI.  1  fornn  indiunn 

2  forib,fuirib  indib 

3.  Akk.           1  forru  I  intiu 

3.  Dat.           I  forib,  1  indib 

I      foraib  ! 


essib 


di 


essi,  esse  I  di 
diin 
:   diib 


diib 


do 

fiad 

IS 

lar 

Sing.  1 

dorn,  dam 

fiadam 

issum                 .  . 

2 

duit,  dait, 

.  .                 iarmut 

deit,  dit 

3.  M.,  Neutr. 

Akk. 

.     ^ 

,  , 

^     ^ 

iarum 

3.  M.,  Neutr. 

Dat. 

do,  dö,  dau 

, 

, 

3.  Fem.  Akk. 

, 

3.  Fem.  Dat. 

di,  di 

,  , 

PL  1 

dun 

^  , 

2 

düib 

fiadib 

3.  Akk. 

. 

3.  Dat. 

doaib,  doib, 
döib,  doiib 

fiadib 

ö 

oc 

ÖS 

re  n- 

Sing.  1 

huaimm 

mir.  ocum 

uasum 

mir.  rium 

2 

huait 

mir.  ocut 

.  . 

remut, 

3.  M.,  Neutr. 

Akk. 
3.  M.,  Neutr. 

huad. 

•  • 

mir.  uaso. 

mir.  riut 
riam 

Dat. 
3.  Fem.  Akk. 
3.  Fem.  Dat. 
PI.  1 

huaid 

huadi 
huainn,ön- 

occo,  occa 

occi,  occae 
ocunn 

uasa 

remi 
mir.  riun. 

2 

3.  Akk. 
3.  Dat. 

ni,  huann 
huaib 

huadib 

mir.  occaib 
occaib 

ösib 

renuinn 
remib 

Anm.  Ähnliche  Formen  sind  noch  dess-um  'rechts  von  mir',  tuath- 
um  'links  von  mir',  araae,  araae  eig.  "wie  dies",  'immo'  Wb.  13a  20,  21; 
10  d  2  (berichtisj^ende  Antwort),  auch  'o  weh'  ("ach,  so  was")  LL  59,  10 
(Ausruf  der  Überraschung  und  des  Schreckens);  zu  Grunde  liegt  ein  am- 
'wie',  das  nur  in  dieser  Verbindung    und  in  am-iu,    am-n-e  §  Ö14,  7  be- 


152  Die  Augentia  der  persönl.  Pronomina  im  Ir.         [§  489 

legt  ist  (mit  amal  u.  s.  w.  verwandt).  —  Das  -m  der  1.  Sing,  war  in  den 
meisten  Fällen  unleniert;  im  Nir.  kommt  leniertes  -m  nur  vor  in  nir.  damh 
nsch.  dhomh  Manks  dou  'zu  mir'  (daneben  jedoch  auch  schon  nir.  dam 
nsch.  dhom).  —  Das  Timbre  des  auslautenden  Konsonanten  ist  im  1.  Sing., 
2.  Sing.,  1.  PI.  in  der  Kegel  unmouilliert  und  meist  gerundet,  bisweilen 
jedoch  mouilliert:  huaimm,  huait,  huainn;  duit;  das  Nir.  hatdiom, 
diot,  dinn  'von  mir,  dir,    uns',    liom,  linn  'bei  mir,  uns'. 

CO  n-  'mit'  kommt  mit  Pronominalforraen  überhaupt  nicht  vor  (dafür 
la).  Der  Grund  dieser  sonderbaren  Erscheinung  wird  darin  zu  suchen  sein, 
daß  man  im  Ir.  ursprünglich  Verbindungen  wie  lat.  me-cum,  nöbis-cum 
gehabt  hat,  die  nachher  als  systemwidrig  und  lautlich  sonderbar  empfunden 
wurden  und  synonymen  Ausdrücken  weichen  mußten. 

§  489.  Die  Augentia,  Das  einzige  deklinable  Augens  side 
zeigt  verschiedene  vom  Akzent  und  vom  ursprünglichen  Auslaut 
des  vorhergehenden  Wortes  abhängige  Formen,  sede  mag  stärker 
betont  gewesen  sein  als  side:  co  crist,  ar  ni  farnic  sede  nach 
maid  ar-a-chiun  i-sin  domun  'bis  auf  Christus;  denn  er  (der) 
fand  keinen  Guten  in  der  Welt  vor'  Wb.  2a  21;  vgl.  24a  37. 
Die  Form  ede  steht  bei  dem  unverbundenen  Pronomen  si  'sie'.  Die 
Form  ide  kommt  nach  lenierenden  Wörtern  vor:  a  n-icc  ide 
'ihre  Erlösung'  4c  39;  for-a  lam-ide  'an  dessen  Seite,  an  ihrer 
Seite'  LL  56b  28,  47  (aber  for-a  läim  sidi  LU  56b  10,  13); 
mir.  and-aide  'daselbst'  (auch  and-side).  Eine  ganz  schwach 
betonte  Form  ist  ade,  das  sowohl  "nach  nicht  lenierenden  wie  nach 
lenierenden  Formen  vorkommt:  a  serc  ade  'to  love  them'  Wb.  15c 
10;  a  n-esseirge  ade  'ihre  Auf erstehung'  25b  21;  a  bes  ade  'seine 
Sitte'  24a  17;  Gen.  Mask.  adi:  iss-a  eregem  adi  'it  is  his  com- 
plaint'  Ml.  35a  20.  Aus  ade,  adi  entsteht  de,  di :  is  si  a  pennit  de 
'das  istseineBuße'  Wb.26b  20;  a  thorbe  de  'seinNutzen,  derNutzen 
davon'  la  3;  as-n  du  christ  rocet  de  'that  it  (faissine  'die 
Prophezeiung'  fem.)  was  sung  of  Christ'  Ml.  25b  6;  soscelae 
as-n-indedat  di  'das  Evangelium  verkünden  sie'  Ml.  42b  7; 
ni-s-rothechtusa  (=^  -us-sa)  di  'ich  hatte  sie  nicht'  Ml.  44b 
10-11  (Akk.  PI.  Fem.);  falsch  ist  die  Flexion  in  ä  n-aram  di 
'ihre  Zahl'  Ml.  18 d  3.  —  Die  Flexion  dieses  Augens  ist  im  großen 
ganzen  regelmäßig  erhalten;  Entgleisungen  kommen  jedoch  vor; 
it  he-side  'sie  sind  es'  Wb.  27a  13  könnte  als  Neutr.  PI.  ver- 
teidigt werden;  aber  anderswo  kommt  dieselbe  Form  als  Mask.  PI. 
vor:  28 d  5,  vgl.  14d  34;  23b  14,  16;  30c  13  (fem.);  ade  ist  in 
Wb.  indeklinabel:  ar-a  chuit  ade  'deswegen'  28c  10  =  ar-a 
chuit  sidi  8  d  24.  —  Zweimal  wird  sid  geschrieben  (vor  Vokal): 
Wb.  3c  14;  30b  23;    die   Form  se  in  Neutr.  he(d>se   und   Plur. 


§  490.  491]  'selbst'  im  Air.  153 

he-se  Sg.  201a  3;  4b  12  ist  eine  sehr  reduzierte  Form  desselben 
Wortes;  über  mir.  and-saic  s.  I  11. 

Antn.  Weite  Trennung  des  Angens  vom  zugehörigen  Pronomen:  is 
airi  no-bith  digaimm  leo  ante  o  sin  'deshalb  (airi  sin)  pflegten  sie 
Digamma  vor  dem  q  zu  haben'  Sg.  9b  10;  ni-ba  samlid  do-em-sa  mo 
thuaid  insin  'nicht  so  (samlid  sin;  in  sin  ist  sonst  nicht  Augens  der 
persönlichen  Pronomina)  werde  ich  mein  Volk  verteidigen'  Ml.  37c  20. 

§  490.  Die  Ausdrücke  für  'selbst'  im  Ir.  (vgl.  Asp.  i  Irsk 
S.  93 f.)  bestehen  offenbar  aus  einer  Form  des  Verbums  'sein'  (f-, 
fad-)  oder  cia,  cid  'wenn  auch'  (zu  c-,  cad-  reduziert)  +  einem 
persönlichen  Pronomen  als  Prädikatsnomen  +  einem  Demonstra- 
tivum  als  Subjekt;  jedoch  müssen  zahlreiche  Ausgleichungen  und 
Übertragungen  stattgefunden  haben.  Etymologisch  klare  Formen 
sind:  3.  Sing.  Mask.  fad-e-sin,  f-e-ssin,  f-e-in,  cad-e-ssin, 
c-e-sin;  3.  Sing.  Fem.  fad-i-sin;  1.  PL  fa-ni-sin,  ca-ni-sin; 
2.  PI.  fad-i-sin  (mit  analogischer  Lenition  des  s-  von  si  'Ihr'  zu 
h  >  Null  statt  zu  /■  >  5);  3.  PI.  fad-e-sin,  fad-e-sine^  fad- 
e-sne,  f-e-sin,  f-e-sine,  f-ei-ssne,  cad-e-sin,  cad-e-sin, 
cad-e-sne.  Formen,  die  das  Pronomen  -e-,  -e-  enthalten,  sind 
aber  überall  neben  den  regelmäßigen  Formen  vorhanden;  die  1.  und 

2.  Sing,  kennen  überhaupt  nur  -e-Formen.  Die  übertragenen 
-e-Formen  scheinen  im  Plur.  und  im  Sing.  Fem.  die  Subjektgruppe 
-sine,  -sne  zu  bevorzugen  (belegt  ist  fesine  als  Sing.  Fem.  und 
1.  Plur.,  feisne  als  Sing.  Fem.  und  2.  PI.,  fadeisne  als  2.  PL); 
in  1.  2.  Sing,  finden  sich  nur  Formen  mit  dem  lenierten  Demon- 
strativum  -in:  fein,  fadein  sind  als  1.  und  2.  Sing.,  cein,  ca- 
dein als  1.  Sing,  belegt  (alle  diese  Formen  sind  zweifellos  von  der 

3.  Person  ausgegangen,  obgleich  fadein,  cein,  cadein  zufälliger- 
weise in  der  3.  Person  nicht  belegt  sind).  Die  Auffassung  der 
Subjektgruppe  -sin-e  (vgl.  cet-n-e,  am-n-e  §  514,  7,  8)  als 
nur  dem  Plur.  und  (wegen  der  Gleichheit  der  intigierten  Pro- 
nomina der  3.  Plur.  und  der  3.  Sing.  Fem.)  dem  Sing.  Fem. 
zugehörig  ist  ganz  sekundär.  Im  Nir.  gilt  für  alle  Personen  die 
Form  fein. 

In  der  Bedeutung  'selbst'  erscheinen  ferner  Formen  wie  1.  Sing, 
os-me,  3.  Sing.  Mask.  as-e,  es-e,  oss-e  (LU  65a  40),  cith- 
iss-e,  1.  PL  is-nini  (Wb.  33a  7;  26b  5),  os-ni  (19a  15),  cid 
os-ni  (14b  14),  3.  PL  at-e,  it-e,  über  deren  Ursprung  oben  I  275 
die  Rede  war. 

§  491.     Die  mir.   nnd   nir.  Entwickelung   des    Systems   der 


154  Die  persönlichen  Pronomina  im  Mir.  und  Nir.        [§  491 

persönlichen  Pronomina  geht  uns  hier  nur  in  den  allerwichtigsten 
Zügen  an  (vgl.  Strachan,  The  infixed  pronoun  in  Middle  Irish, 
Eriu  I  153 — 179).  Die  antizipierende  Verwendung  der  infigierten 
Formen  wird  im  Mir.  häufiger  und  trägt  zur  Schwächung  des  Ge- 
fühls für  die  Bedeutung  derselben  bei.    Die  -d-Formen  der  1.  und 

2.  verschwinden;    in    der   3.  Person    greift    -s-    um  sich,    wird    als 

3.  Sing.  Mask.  verwendet  und  kommt  auch  in  relativen  Sätzen 
vor,  und  es  entsteht  eine  Form  -das-;  -ar-  und  -bar-  treten 
neben  -nn-  und  -b-  auf  (nach  der  Analogie  der  mit  objektivem 
Gen.  verbundenen  Infinitiven).  Auch  in  der  Verwendung  der 
Augentia  kommen  Verschiebungen  vor  (sin  als  Mask.  u.  s.  w.). 
Die  unverbundenen  Formen  erscheinen  schon  in  LU  und  LL  als 
Objekt  (am  Ende  des  Satzes  gestellt):  in  lä  thucus-sa  thu  'an 
dem  Tage,  da  ich  dich  nahm'  LL  53b  16;  ni  leicfem-ni  uaind 
he  'wir  werden  ihn  nicht  von  uns  geben'  LU  105a  39  (das  Pro- 
nomen bezieht  sich  auf  curad-mir 'Heldenteil',  das  im  Air.  neutr. 
sein  müßte);  ro-buadir  in  rograd  hi  'die  große  Liebe  brachte 
sie  in  Verwirrung'  49b  23;  dorat  di-a  fiadnaib  fein  lat  'er 
gab  sie  zu  ihren  rechtmäßigen  Besitzern'  105a  33  (fiado  'Herr' 
hat  die  Flexion  von  fiadu  'Zeuge'  angenommen;  iat  =  air.  PL 
he).  Mit  derselben  Wortstellung  erscheinen  ferner  die  unver- 
bundenen Pronomina  als  Subjekt  der  Kopula:  ba  gabalt a  i  cu- 
mail  e  'er  war  auf  eine  Cumal  geschätzt'  LL  54  a  41  (statt  des 
air.  Augens  side,  sede;  vgl.  ba  gabalta  i  cumail  54a  44);  is 
ecsamail  he  fri-sna  srotha  aile  'er  ist  von  den  übrigen  Strömen 
verschieden'  LU  29a  33;  is  la  Coinculainn  lar  firinne  ar 
belaib  öc  n-Erenn  uile  he  'er  gehört  mit  Recht  dem  Cuchu- 
laind  vor  allen  Helden  Irlands'  112a  25;  is  e  gaiscedach  as 
dech  fil  dib  he  'er  ist  der  beste  Krieger,  den  es  unter  ihnen  gibt' 
101a  40.  Statt  des  air.  he  erscheint  ferner  gelegentlich  Sing,  se, 
PI.  siat. 

Was  im  Mir.  im  Keim  liegt,  ist  im  Nir.  voll  entwickelt.  Die 
infigierten  und  hinter  Verbalformen  suffigierten  Pronomina  sind 
gänzlich  aufgegeben  (aus  -mit  §  487  Schluß  entwickelt  sich  die 
gewöhnliche  nir.  Endung  der  1.  Plur.  der  Verba :  -mid,  -maid). 
Die  unverbundenen  Pronomina  fungieren  fern  gestellt  in  der  Form 
thü,  e,  i,  iad  'du,  er,  sie  (Sing.  Fem.),  sie  (PI.)'  regelmäßig  als 
Subjekt  der  Kopula  und  als  Objekt;  die  Normalform  der  unver- 
bundenen Pronomina  tu,  se,  si,  siad  fungiert  (in  der  Stellung 
unmittelbar  nach  dem  Verbum)  als  Subjekt  der  selbständigen  Verba 


§  492]  System  der  persönl.  Pronomina  im  Brit.  155 

(entsprechend  bisweilen  auch  bei  der  1.  und  2.  Plur. :  inn,  sinn; 
ibh,  sibh);  guidhim  thü  'ich  bitte  dich',  nach  tri  de  iad  sin 
'sind  sie  nicht  drei  Götter?',  aber  an  g-creideann  tu  'glaubst 
du?',  do  chuaidh  se  'er  ging',  tä,  se  n-a  righ  'er  ist  König' 
(S.  76),  ni  aithnigheann  se  e  'er  kennt  ihn  niclit'. 

§  492.  Das  System  der  persönlichen  Pronomina  im  Brit 
ist  in  mehreren  Punkten  vom  air.  System  wesentlich  verschieden, 
was  jedoch  meist  das  Ergebnis  einer  jüngeren  Entwickelung  sein 
wird,  die  in  ähnlicher  Richtung  wie  die  mir.  und  nir.  Entwickelung 
verlaufen  ist. 

Der  Gegensatz  zwischen  den  unverbundenen  Pronominen  und 
den  Augentien  ist  im  Brit.  weniger  scharf  als  im  Air.;  die  beiden 
Kategorien  haben  überall  denselben  etymologischen  Ursprung.  Der 
Umstand,  daß  in  der  3.  Sing.  Mask.  ein  Pronomen  verwendet  wird, 
das  ursprünglich  nicht  in  das  Paradigma  'er,  sie,  es'  gehörte,  das 
aber  mit  dem  ir.  Augens  som  identisch  ist  (c.  ef  u.  s.  w.),  deutet 
zwar  darauf,  daß  wenigstens  in  dieser  Person  der  air.  Zustand  als 
gemeininselkeltisch  betrachtet  werden  darf.  Wie  die  Sache  aber 
historisch  liegt,  ist  die  Benennung  Augens  für  das  Brit.  weniger 
passend;  die  Benennung  'enkhtische  Formen'  drückt  den  Kern  der 
Sache  besser  aus.  Die  folgenden  Beispiele  zeigen  die  brit.  enkli- 
tischen Formen  in  der  Funktion  der  air.  Augentia:  mc.  y  gweleis  i 
'ich  sah';  a  thydi  a-m-gwely  i  'und  du  wirst  mich  sehen';  oho- 
naf  i  'von  mir';  vy-ggwreic  i  'meine  Frau';  corn.  ny  welaf  vy 
'ich  sehe  nicht';  neb  a-m  gruk  vy  'derjenige,  der  mich  geschaffen 
hat';  ahanaf  vy  'von  mir';  yn  ow  feryl  vy  'in  meiner  Gefahr'; 
mbr.  penaux  neuse  ez  bevif  me  'wie  werde  ich  dann  leben?'; 
e-m  cleuhet  me  'daß  Ihr  mich  höret';  diguenef  me  'von  mir'; 
ma  corff  me  'mein  Körper'.  Die  brit.  enkhtischen  Formen  haben 
aber  auch  zum  Teil  die  Funktion  der  irischen  infigierten  oder  hinter 
Verbalformen  suffigierten  Formen:  mc.  nyt  yspeilwys  ynteu  vi  'er 
plünderte  mich  nicht';  gordercha  hi  'Hebe  sie!';  corn.  dylyr  vy 
'befreie  mich!'  Beim  Imperativ  wird  das  Objekt  im  C.  und  Com. 
immer  durch  ein  enklitisches  Pronomen  ausgedrückt;  über  das  Br. 
s.  §  498  Anm.  1. 

Die  Infigierung  besteht  noch  in  einem  gewissen  Umfang,  der 
unten  in  den  einzelnen  Paragraphen  genauer  angegeben  werden 
wird ;  im  C.  finden  sich  Spuren  einer  früheren  reicheren  Entfaltung. 
Die  infigierten  Pronomina  verschmelzen  im  Corn.  und  Br.  in  eigen- 
tümlicher Weise   mit   dem  Verbum   'sein'   zum   Ausdruck    des  Be- 


156  Die  persönl.  Pronomina  im  Mc.  [§  493 

griffes  ^baben';  vgl  §  484,  3  (über  das  Ir.)  und  §  493  Anm.  1  S.  158 
(über  das  C).  Suffigierung  binter  Verbalformen  kommt  absolut  nicht 
vor;  dagegen  ist  die  Suffigierung  binter  Präpositionen  ebenso  ent- 
wickelt wie  im  Ir. 

Eigentümlicb  für  das  C.  ist  eine  Klasse  von  Pronominen,  die 
auf  -eu  ausgehen  und  teils  selbständig,  teils  enklitisch  verwendet 
werden  können.  Die  Bedeutung  ist  '(ich,  du  .  .)  auch,  andererseits'. 
Im  Corn.  findet  sich  eine  Entsprechung  nur  in  der  3.  Person  und 
nur  enklitisch;  die  enthaltene  Nuance  ist  wohl 'auch'  (als  Ausdruck 
der  Übereinstimmung  zwischen  Gedanken,  Absicht  und  Wirklich- 
keit, Ausführung).  Ich  nenne  diese  c.  und  corn.  Reihe  „zusammen- 
gesetzt" (sie  sind  von  einem  Pronomen  und  einem  etymologisch  da- 
von verschiedenen  Augens  zusammengesetzt  und  unterscheiden  sich 
so  von  den  durch  Verdoppelung  augierten  Pronominen). 

Über  'selbst'  im  Brit.  s.  §  469. 

Anm.  Wenn  ein  pronominaler  Begriff  durch  einen  Zusatz  mit  'und' 
erweitert  wird,  kann  diese  Erweiterung  in  der  Form  des  Pronomens  vor- 
gegriffen werden:  mc.  brodoryon  ym  ni  (1.  PL)  ar  gwr  y  buost  neitli- 
wyr  yn  y  ty  'ich  und  der  Mann,  in  dessen  Haus  du  gestern  Abend  warst, 
sind  Brüder'  Mab.  203,  5.     Vgl.  §  480  Anm. 

§  493,     Mittelcymrisches  Hauptparadigma.     S.  S.  157. 

Anm.  1.  Die  unverbundenen  Nominative  werden  ähnlich  wie  im  Ir. 
verwendet:  mc.  mi  a  wnaf  'ich  werde'  tun'  (ir.  is  me  .  .);  cyn  no  mi 
'früher  als  ich  (mich)'.  Über  ac.  issem  mc.  sef  s.  §  638.  Die  unverbun- 
denen Genitive  fungieren  nur  possessiv,  aber  in  mehrfacher  Konstruktion : 
mal  pei  teu  uei  'als  ob  es  das  deinige  wäre,  dir  gehörte';  gaffel  holl 
Freinc  yn  einym  'ganz  Frankreich  als  das  unsrige  gewinnen';  mit  dem 
Artikel  substantivisch:  y  meu,  yr  einym  'der  meinige,  unsrige'  (statt  des 
Artikels  kann  auch  ein  verbundener  Gen.  stehen:  dy  teu  ti  'der  deinige'; 
pluralisch  or  rei  teu  'von  den  deinigen,  von  deinen  Leuten',  or  petheu 
einym  'von  den  unsrigen,  von  unseren  Sachen').    Vgl.  Strachan,  Introd.  S.  41. 

Die  Infigierung  kommt  nach  den  Verbalpartikeln  a,  y,  neu  und  nach 
der  Negation  vor:  a  thydi  a-m  gwely  i  'und  du  wirst  mich  sehen';  yr 
pan  y-th  weleis  gy ntaf  'seit  ich  dich  zum  ersten  Male  gesehen  habe'; 
ferner  nach  den  Konjunktionen  tra  'während',  yny  'bis',  o  'wenn'.  Nur  in 
den  alten  Gedichten  und  im  Ac.  ist  Infigierung  nach  dem  perfektischen  ry 
und  nach  den  wortbildenden  Präverbien  ry,  dy,  er  belegt:  ry-m-goruc  'hat 
mich  gemacht'  (später  z.  B.  y-th  ry-gereis  'ich  habe  dich  geliebt');  dy- 
m-ryt  (-t  =  d)  'gibt  mir';  er-ych-gwynawr  'on  vous  pleurera';  ac.  ri-t- 
pucsaun  'je  t'avais  desire';  s.  Strachan,  Eriu  11128'%  Loth,  Kc.  XXXI  24, 
XXIX  8.  In  den  alten  Gedichten  findet  sich  schließlich  Infigierung 
zwischen  Kopula  und  Prädikatsnomen  in  der  in  §  484,  4  und  5  angege- 
benen Bedeutung:  ys-ym  arglwyd  'ich  bin  ein  Herr',  yss-im  ediuar 
'ich  bereue'  '"es  ist  bereut  für  mich"  Strachan,  Introd.  S.  102,  233.  —  Das 


493] 


Die  persönl.  Pronomina  im  Mc. 


157 


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158  Die  persönl.  Pronomina  im  Mc.  [§  493.  494 

Pronomen  der  3.  Person  lautet  -e-  nach  tra,  a;  Null  nach  der  Partikel  y; 
-s-  nach  o,  neu,  nach  der  Negation  und  nach  ry:  a  mi  a-e  h-arhoaf  yno 
'und  ich  werde  ihn  dort  erwarten';  y  gwelaf  'ich  sehe  sie';  pann  y  h- 
archo  udunt  'when  he  asks  it  of  them';  ny-s  gweleis  eiryoet  'ich  habe 
ihn  niemals  gesehen'.  Die  besonderen  Formen  des  infigierten  Pronomens 
(nach  ny  und  ry)  in  relativen  Sätzen  kommen  nur  in  den  alten  Gedichten 
vor  (ir  nep  nuy  h-atnappo  'to  one  who  does  not  recognise  it';  ar  nuy- 
bo  'from  what  he  has  not').  —  Die  Kasusfunktion  des  infigierten  Pronomens 
ist  in  der  Kegel  akkusativisch;  dativisch  ist  sie  beim  Verbum  'sein':  vn 
tat  a-e  bu  'sie  hatten  denselben  Vater'  (häufiger  ist  eine  Präpositions- 
verbindung: seith  meib  a  oed  idaw  'er  hatte  sieben  Söhne';  oder  man 
verwendet  ganz  andere  Ausdrücke:  bieu  'cuius  est'  u.  s.  w.).  Dativisch  ist 
die  Funktion  aber  auch  bei  'geben':  y  perffeith  garyat  hwnnw  a-n 
rodho  yr  yspryt  glan  'diese  vollkommene  Liebe  gebe  uns  der  heilige 
Geist'  (dies  ist  dem  Ir.  gegenüber  eine  Altertümlichkeit).  —  Vgl.  Khys, 
Some  notes  on  Welsh  infixed  pronouns,  Kc.  VI  50ff. ;  Strachan,  Eriu 
III  28. 

Die  verbundenen  Genitivformen  verschmelzen  mit  vokalisch  auslauten- 
den Präpositionen  (auch  mit  yn  'in')  und  mit  a  'und',  no  'als'  (nach  einem 
Komparativ);  y-m  keissaw  'mich  zu  suchen'  (y  =  ir.  do);  ny  byd  vy 
eneit  y-m  kor  ff  'meine  Seele  wird  nicht  in  meinem  Körper  sein';  a-e 
wreic  'und  seine  Frau';  nyt  attebei  yr  vn  mwy  no-e  gilydd  'dereine 
antwortete  nicht  mehr  als  der  andere'.  Die  Präp.  y  'zu'  ergibt  mit  dem 
Pronomen  der  3.  Person:  y  cheissaw  'sie  zu  suchen'  (Kontraktion  der 
historischen  Formen  der  Präp.  und  des  Pron.);  o-e  chladu  'to  bury  her'; 
o-egwlatoed  'to  their  countries'  (Kontraktion  einer  älteren  Form  der 
Präp.  mit  dem  Pron.);  y-w  that  'zu  ihrem  Vater'  (Metathese  eines  *w-y 
=  oe).  Die  Form  oc  eu  porthi  'to  support  them'  (Strachan,  Introd.  42) 
ist  eine  Analogiebildung  nach  no,  noc  'als'. 

Anm.  2.  Im  Nc.  schreibt  man  ein  'unser',  eich  'euer',  ei  'bis,  her' 
(nach  dem  Muster  der  un verbundenen  Formen;  zur  Aussprache  vgl.  Sweet 
S.  442).  —  Für  eu  'eorum'  ist  ac.  ou  aus  L.  Land,  belegt  (ZE  373,  Strachan, 
Introd.  S.  224). 

§  494.  Die  konjugierten  Präpositionen  im  Mc.  werden  sehr 
regelmäßig  gebildet.  Nur  der  vor  dem  Pronomen  stehende  Vokal 
variiert  {-a-,  -o-,  -y-)\  unregelmäßig  ist  im  'zu  mir'.  Eine  auffällige 
Form  haben  vor  dem  Pronomen  die  Präpositionen  ar  und  o;  ar 
erscheint  als  am-,  vielleicht  durch  Vermischung  mit  der  Ent- 
sprechung des  ir.  iar,  vgl.  1438  (ebenso  corn.,  br.  warn-  s.  §  497, 
§  500);  o  erscheint  als  ohon-,  womit  corn.  mbr.  ah  an-  stimmt 
(Gruppe  von  zwei  Präpositionen,  vgl.  mc.  han-fot  'herkommen  aus', 
ir.  an-iar  'von  V^esten',  a-tuaid  'von  Norden'  u.  s.  w. ;  Etymologie 
§  647);  die  Präp.  rac  erscheint  zum  Teil  als  roc-,  rog-:rogdaw, 
rocdi,  rogom,  rocdunt  (aus  -ä-  §  32,  2,  §  187,  1). 


§494] 


Die  persönl.  Pronomina  im  Mc. 


159 


ar  'auf 


rac  'vor'     1   gan  'mit'    1       y  'zu' 


Sing.  1. 
2. 

3.  Mask. 

3.  Fem. 
Fl.    1. 

2. 

3. 


arnaf 

arnat 

arnaw 

arnei,  arni, 

erni 

arnam 

arnawch 

arnunt, 
arnadunt 


ragof  genhyf, 

gennyf 
ragot  genhyt, 

gennyt 
racdaw  gantaw, 

(ac.  racdam)  I  ganthaw 
racdi,  recdi,        genti, 
genthi 


ragom 
ragoch 
racdunt 


genhym, 
gennym 
genhwch, 
genuwch 
gantunt, 
ganthunt 


im,  ym 
itt,  ytt 

idaw 

idi 

in,  ynn 

ywch 
udunt 


Wie  arnaf  flektieren  amdanaf  'um  mich'  (am  'um'),  adanaf 
(der  anlautende  Vokal  wird  teils  a-,  teils  y-  geschrieben;  tan,  dan 
■runter'),  ohonaf  (3.  Fl.  ohonunt,  onadunt,  3.  Sing.  Fem.  ohonei, 
ohoni,  oheni;  Präp.  o  'von'),  attaf  (att  'zu').  Wie  ragof  flek- 
tieren die  meisten  Präpositionen:  ynof  (3.  Sing,  yndaw,  yndi; 
yn  'in'),  hebof  (heb  'ohne'),  trossof  (3.  Sing,  trostaw,  trosti; 
tros  'über'),  trwydof  (3.  Sing,  trwydaw,  trwydi;  trwy  'durch'), 
ryngof  (3.  Sing,  ryngtaw,  ryngthaw;  y  rwng  'zwischen');  yrof 
(3.  Sing,  yrdaw;  yr  'für');  y-rof  (3.  Sing,  y-rydaw;  ro 'zwischen') 
und  die  unvollständig  belegten  uch  'über'  (3.  Sing,  ody-uch-taw), 
is  'unter',  nem  'außer'.  Wie  genhyf  flektiert  wrthyf  (3.  Sing, 
wrthaw,  wrthi,  2.  Fl.  wrthych,  wrthywch;  wrth  'gegen'). 

Anm.  Ac.  Formen  der  3.  Person:  Sing.  Mask.  racdam  gl.  sibi  (zu 
rac),  Fem.  didi  (zu  mc.  y  'zu'),  PI.  gurthdo  (zu  mc.  wrth  'gegen').  Ab- 
weichende Formen  der  3.  Sing. :  trio,  truio  'per  eum',  trusso  'trans  eum' 
L.  Land.;  mc.  yn-o  'dort'  (corn.  br.  eno;  eig.  "darin",  vgl.  ir.  and  'dort, 
darin';  über  yna  s.  §  513,2),  racko  'yonder'  (zur  Bedeutung  vgl.  das  häu- 
fige [Peredur]  a  gychwynnwys  racdaw  'machte  sich  auf  weiter  fort'; 
im  Nc.  0  00  und  acw  mit  Beseitigung  des  vermutlich  als  Artikel  aufgefaßten 
r-;  das  -w  [heute  -u  §  233]  von  acw  ist  vor  Vokal  entstanden:  acw  j'm 
raro  Went  'dort  im  Lande  Gwent'  Lewis  Glyn  Cothi);  mc.  draw  'beyond" 
(yma  a  thraw  'here  and  there')  ist  *tra-o  zu  tra  'beyond'  §  285,  3;  diw 
'zu  ihm'  §  523,  4.  —  Neben  3.  PI.  -unt  findet  sich  im  Mc.  auch  -u  und 
-ud:  arnadud  u.  s.  w.  — 1.  Plur.  auf -n  (archaisch),  s.  Loth,  Kc.  XXXI  325. 

Die  1.  PI.  auf  -m  und  die  3.  PI.  auf  -nt  haben  sich  nach  der  Analogie 
der  Personaleudungen  der  Verba  gerichtet.  Die  1.  PI.  i-n  'zu  uns'  ist  wohl 
eine  Altertümlichkeit;  dagegen  ist  i-m  'zu  mir'  jedenfalls  das  Ergebnis 
einer  jungen  Umbildung.     Der  Vokal  der  Präp.  y  unterlag  in  der  3.  Sing. 


160 


Die  persönl.  Pronomina  im  C,  im  Corn. 


[§495 


Fem.  und  3.  PI.  Assimilationen  (idi,  udunt);  das  i-  drang  analogisch  auch 
in  andere  Formen;  im  Nc.  ist  es  überall  durchgeführt:  3.  PI.  iddynt. 

Getrennte  Formen:  mc.  a  mi,  a  thi  'mit  mir,  mit  dir',  gwedy  myvi 


'nach  mir'. 


§  495.     Cornisches  Hanptparadigma. 

I     1.  Sing.     I     2.  Sing.     I       1.  PI. 


2.  PI. 


Unverbunden 

my,  rae 

ty,  te 

ny 

why,  wy 

1  einfach 

-vy,  -ma, 
-e,  -a 

-te, -ta(nach 
-th  und  -s). 

iiy 

why,  wy 

Enkli-  ] 

-se,  -sa,  -sy, 

tisch  \ 

-ge,  -gy 

1    ver- 

I  doppelt 

-ma  vy 

-te  se,  -the 

gy»  -ge  gy 

nyny 

lufigiert 

-m- 

-th-,  -d-. 

-n-,  -gan-. 

-s-,  -gas-, 

Null  (len., 

-gen- 

-ges-,-gis- 

prov.  I  466, 

425) 

Suffigiert 

-f,  -ff 

-s 

-n 

-ugh 

Verbundener 

Genitiv 

ow 

the,  <fe 
(len.) 

an,  agan 

as,  agas, 
ages,  agis 

Verbund.  Gen. 

nach  Präp.  und 

Konjunktionen 

-m 

-th,  -t,  -d 

-n, -gan. 

-gas,-ges, 

(len.,  "prov.) 

-gen 

-gys,  agis 

3.  Sing.  Mask.  1  3.  Sing.  Fem.  1      3.  Plur. 


Unverbunden 

.  einfach 
Enkh-    j^erdoppelt 

tisch      j 

/zusammen- 

'     gesetzt 

Infigiert 

Suffigiert 

Verbundener  Genitiv 

Verbundener  Genitiv 
nach  Präp.  und  Kon- 
junktionen 


I  ef 

I       -e,  -a,  ef 
;    -e  ef,  -(e)ve, 
-(e)va,  -eue  ef 


ty,  hyhy 

-y»  ^J 
-y  tiy 


h  y 

-y 


'  -ense 

-n- 
-tho(-th-  = 
I       i,  y  (len.) 

-y  (len.) 


-ensy 
-s- 
■^-),     -thy  (-d-) 
i,  y  (spirant.) 

-y  (spirant.) 


-ensy,  engy 

-s- 

-the  {-d-) 

aga  (spirant.) 


-ga,  aga 
(spirant.) 

Anm.  Die  unverbundenen  Nominative  werden  wie  im  C.  verwendet: 
corn.  my  a  wra  'ich  werde  tun';  ken  mam  neffre  es  hyhy  te  nawhela 
'suche  niemals  eine  andere  Mutter  als  sie'  M.  C.  198.  Unverbundene  Genitive 
sind  nicht  belegt;  dafür  werden  Ausdrücke  mit  gans  'mit'  verwendet:  ge- 
nes yw  an  mychterneth  'dein  ist  das  Eeich'. 


§  495.  496]  Die  persönl.  Pronomina  im  Corn.  161 

Beispiele  für  die  "Verschmelzung  der  enklitischen  Formen  mit  dem 
Verbura:  pe-n-dra  wra-raa  'was  soll  ich  tun?'  (gnraf  'ich  werde  tun'j; 
o-ma  'ich  bin'  (of);  grug-e,  grug-a  'ich  habe  getan".  —  a  na  wyl-ta 
'siehst  (wylyth)  du  nicht?';  pe  fes-te  'wo  warst  du?';  raara  so-se  map 
dev  'wenn  du  der  Sohn  Gottes  bist'  (os,  s-os  'du  bist');  os  gy  benyges 
'du  bist  gesegnet';  pa-n-dra  a  woven-te  se  'was  fragst  du?'  (govenvth 
'du  fragst');  raygtern  o-te  se  'du  bist  Herr'  (alte  Verschmelzung  von 
OS  'du  bist'  c.  wyt  mit  dem  Pronomen);  präg  y  tols-te  sy  'weshalb  hast 
du  betrogen?'  (tolsys  'du  hast  betrogen');  taw  the  gy  'schweige  du'.  In 
saw  te  ha  me  'rette  dich  und  mich'  M.  C.  191  hat  die  unverbundene  Form 
me  die  unverbundene  Form  auch  des  ersten  Pronomens  hervorgerufen.  -- 
py  le  y  fyth-e  koffys  'wo  wird  er  gefunden  werden?';  ott-ev-e  'da  ist 
er',  p-le  m-eve  'wo  ist  er'  (yma  'ist');  dro-ve  'bring  es!';  y  wre-fe  'er 
würde  tun';  pan  ve-va  genys  'als  er  geboren  wurde';  trogh  y  hy  'töte 
sie!'.  —  Die  zusammengesetzten  enklitischen  Formen  kommen  nur  in  Ver- 
bindung mit  Ott-,  wott-  vor:  ewne  an  raen  me  a  wra;  a  wottense 
ewnys  da  'ich  werde  den  Stein  zurechtmachen;  jetzt  ist  er  auch  (schon) 
gut  zurechtgemacht'  P.  C.  3212. 

Infigierung  findet  nach  den  Verbalpartikeln  a,  y,  nach  dem  Präverb 
re  und  nach  den  Negationen  statt:  tyru-mgruk  'du  hast  mich  gemacht": 
mar  ny-th  wolhaff  'wenn  ich  dich  nicht  wasche';  my  a-th  pys,  mv 
a-d  pys  'ich  bitte  dich';  ty  a  fyth  'dir  wird  sein'.  Über  das  Verbum 
'haben'  s.  §  496. 

Verschmelzung  der  Genitive:  thu-m  arluth  'meinem  Herrn",  y-m 
Colon  'in  meinem  Herzen';  ferner  gans  am  car  'mit  meinem  Verwandten', 
orth  am  vresyl  'für  meinen  Streit';  —  y-th  torn  'in  deine  Hand', 
y-t  Colon  'in  dein  Herz';  ha-d  la<fe  'und  dich  töten';  —  y  gen  lyfrvow 
'in  unseren  Büchern";  —  war  gas  flehes  'über  eure  Kinder';  —  th-v 
gour  'zu  ihrem  Manne'. 

§  496.     Das  Verbum  'haben'  im  Corn.  (ZE  565ff.)- 

Präs.  Sing.  1.  am  bes,  am  bus,  am  bues  'ich  habe'  (z.  B. 
ovn  am  bus  vy  'ich  habe  Fm'cht';  my  nym  bues  dout  'ich  habe 
keinen  Zweifel');  2.  mar  thues  'wenn  du  hast',  na  thues  'daß  du 
nicht  hast';  3.  Mask.  an  gefes  'er  hat',  nyn  jeves,  nyn  geuas 
'er  hat  nicht'  (-g-,  -j-  =  g);  Plur.  2.  as  bues,  agas  bus.  —  Ipf. 
Sing.  1.  am  bo;  3.  Mask.  an  gevo;  Plur.  1.  ny  gen  bo  'wir  hatten 
nicht'.  —  Fut.  Sing.  1.  am  byth;  2.  a  fyth  'du  wirst  haben*,  ny 
fyth  'du  wirst  nicht  haben';  3.  Mask.  an  gevyth,  yn  gefyth; 
3.  Fem.   (negiert)   nys   tevyth;    Plur.  1.    (negiert)   ny  gen   byth; 

2.  ys  byth,  y  gas  byth;  3.  (negiert)  nys  tevyth.  —  Konjunktiv 
Präs.  Sing.  1.  ym  bo;  2.  ryth  fo,  a  vetho;  3.  Mask.  an  geffo; 
Plur.  1.  ma-gan  bo  'damit  \är  haben';  2.  res  bo,  re  ges  bo, 
ragas   bo;    3.   res  teffo.    —    Konjunktiv   Ipf.    Sing.  1.   am    be; 

3.  an  geffe;  Plur.  1.  yn  ve.  —  Prät  Sing.  1.  am  be;  2.  re  fue; 

Pedersen:  Vgl.  kelt.  Gramm.     II.  W 


162  Die  persönl.  Pronomina  im  Com.  §  496. 497] 

3.  Mask.  yn  geve,  an  geva,  negiert  nyn  gefe;  3.  Fem.  (negiert) 
nys  teve,  nys  teva;  Plur.  1.  (negiert)  ny  gen  bue;  3.  nys  teve. 
—  Plusquampf.  Sing.  2.  (negiert)  ny  vea;  3.  Mask.  nyn  gyfye; 
PI.  2.  nys  vye. 

Den  verbalen  Bestandteil  dieses  Paradigmas  bilden  die  dritten 
Personen  des  Yerbums  'sein':  Präs.  us  (d.  h.  ös),  Ipf.  o,  Fut.  byth, 
Konj.  Präs.  bo  (betho),  Konj.  Ipf.  be,  Prät.  bue,  be,  Plusquampf. 
bye.  Die  vokalisch  anlautenden  Formen  haben  zum  Teil  analogisch 
ein  b  angenommen.  Vor  den  Verbalformen  stehen  die  die  Infi- 
gierung  vermittelnden  Partikeln  a,  y,  re,  ny,  na  (oder  die  Kon- 
junktionen mar,  ma,  hinter  denen  eine  Partikel  geschwunden  ist) 
mit  angehängten  dativischen  Pronominalformen.  Dem  Sprach- 
bewußtsein war  aber  der  ursprüngliche  Bau  der  Gruppen  nicht  mehr 
klar,  sondern  man  faßte  sie  als  transitive  Formen  auf.  Dies  geht 
schon  aus  der  häufigen  Voranstellung  des  Subjekts  des  Begriffes 
'haben'  hervor:  map  den  nyn  ieves  ol  bewnes  'der  Menschen- 
sohn hat  nicht  volles  Leben';  nach  der  ursprünghchen  Konstruktion 
hätte  dies  Subjekt  eher  im  Dativ  (d.  h.  von  the  'zu'  regiert)  dem 
pronomenlosen  Verbum  folgen  müssen.  Noch  deutlicher  verrät  sich 
die  neue  Auffassung  durch  eine  Reihe  von  Neubildungen,  wodurch 
die  Verbalform  die  den  infigierten  Pronominen  entsprechenden 
Personalendungen  annimmt:  an  tekter  as  betheugh  why  'die 
Schönheit,  welche  Ihr  haben  werdet';  Konj.  Präs.  nan  beyn  'damit 
wir  nicht  haben';  Konj.  Ipf.  Sg.  1.  am  been;  ma-m  vethen  'da- 
mit ich  habe';  Prät.  Sing.  1.  am  bef;  nam  buef  'daß  ich  nicht 
gehabt  habe';  Plusquampf.  Sing.  2  (negiert)  ny  f yes;  PI.  1.  (negiert) 
nygen  byen.     Als  Infinitiv  gilt  caffos. 

Anm.  Im  Kcorn.  findet  sich:  me,  ny  an  gevyth  'ich  werde  hahen', 
'wir  werden  haben';    ef  as  tevyth   'er  wird  haben'   (vgl.  schon  P.  C.  788). 

§  497.      Die    konjugierten    Präpositionen    im    Cornischen. 

Über  die  Formen  der  PräjDOsitionen  war,  a  vor  einem  Pronomen, 
s.  §  494.  Merkwürdig  ist  die  mit  dem  Mbr.  stimmende  Form  gen- 
von  gans  'mit'  (mbr.  gant)  vor  den  Pronominen  der  1.  und 
2.  Person;  sie  kann  nicht,  wie  I  539  vermutet,  von  der  seltenen 
Form  der  pronomenlosen  Präp.  com.  gan  ausgegangen  sein;  eher 
ist  in  der  2.  Sing,  das  erste  f  (com.  s)  durch  Dissimilation  gegen 
das  zweite  t  geschwunden  und  der  so  entstandene  Stamm  gen- 
analogisch  verbreitet  worden  (unterstützt  durch  eine  unklare  Asso- 
ziation von  genef  :  com.  gan  so  mbr.  gant  äff  mit  Fällen  wie 
corn.  dresof  :  3.  Sing,  dresto,  ragof  :  ragtho  u.  s.  w.). 


§  497.  498]         Die  personl.  Pronomina  im  Corn.,  Br. 


163 


war  'auf 

rag,  rak 
'vor,  wegen' 

gans  'mit' 

the  'zu' 

Sing.  1. 

warnaf 

ragof 

genef 

thym,  dym 

2. 

Warnas 

ragos 

genes 

thys,  dys, 
thyso,  dyso 

3.  Mask. 

warnotho 

ragtho 

ganso 

thotho,  dotho 

3.  Fem. 

warnethy 

rygtliy 

gynsy 

thethy,  dethy 

PI.  1. 

warnan 

ragon 

genen 

thyn,  dyn 

2. 

warnough 

ragough 

geneugh, 
genough 

theugh,  deugh 

3. 

warnethe 

ragthe 

ganse 

thethe,  dethe 

Wie  warnaf  flektiert  ahanaf  'von  mir'  (3.  Sing.  Mask.  anotho, 
Fem.  anethy,  Plur.  annethe;  die  Präp.  lautet  a  'von').  Wie  ra- 
gof flektieren  ynnof  (3.  Sing.  Mask.  ynno,  Fem.  ynny,  PI.  ynne; 
yn  'in'),  drethof  (3.  Sing.  Mask.  dretho;  dre  'durch');  dresof 
(3.  Sing.  Mask.  dresto;  dres  'über  .  .  hinaus');  agesos  'quam  tu' 
(3.  Sing,  agesso,  2.  PL  agesough,  esough;  ages,  es  'als'  S.  125); 
yntre  'zwischen'  (3.  Sing.  Mask.  yntretho,  PL  1.  yntrethon, 
2.  yntrethough,  3.  yntrethe),  ryp  'neben'  (rybon  'neben  uns'). 
Wie  genef  flektiert  worthyf  (worthys,  worto,  worty,  worthyn, 
wortheugh  oder  worthough,  worte). 

Im  Ncorn.  ist  die  3.  PL  nach  der  Analogie  der  Verba  um- 
gebildet: warnothans,  anothans,  dothans  (zu  war,  a,  the). 

Getrennt:  wose  my  thys  thy  thefen  'nachdem  ich  es  dir 
verboten  hatte'  O.  M.  280  (Infinitiv-Satz). 

§  498.     Mittelbretonisclies  Hauptparadigma. 

I     1.  Sing.     I     2.  Sing.     |       1.  PL  2.  PL 


XJnverbunden 

Enklitisch 
Infigiert 


Suffigiert 
Verb.  Genitiv 


Verb.  Gen. 
nach  Präp. 
und  Kon- 
junktionen 


me 


-me 
■m-(spirant. 
k-  und  t-) 


-ff 

ma,  va 

(spirant,  V. 

nie  ekl. 

I  402) 


-m  (spirant. 
k-  und  t-) 


te 

-de 

-z-  (len., 

prov.,  1 466) 


-t 
da  (len. 


■z   ([len.], 
prov.) 


ni 


-ni 
■on-,  -hon- 
(spirant.  k-) 


-mp 
on,  hon,  nbr, 

hon,  hör, 
hol  (spirant. 

k-  I  402) 


-n,  -on 
(spirant.  k-) 

11 


hui,  nbr. 

c'houi 

-hu, -uy, -u 

-oz-,-(h)ouz-, 

-ho(z)- 

(nbr.  -ho-, 

-hoc'h-,  prov.) 

-ch,  nbr.  -c'h 

oz,  ouz,  hoz, 

houz,  ho  (nbr. 

ho,  hoc'h; 

prov.  I  426) 


■oz,  -ouz 
(prov.) 


164 


Die  personl.  Pronomina  im  Br. 


[§498 


3.  Sing.  Mask. 

3.  Sing.  Fem. 

3.  Plur. 

Unverbunden  u. 

enkhtisch 

eff,  nbr.  hen 

hi 

y,  nbr.  hi,  hint 

Infi  giert 

-en-,-hen-  (nbr. 

-hen-,  -her-, 

-hei-;  Spirant. 

k-,  I  4021) 

-he-  (spirant.) 

-ho-  (spirant.) 

Suffigiert 

-(h)aff  (nbr. 

-(h)i,  -zi 

-(h)e,  -[h]o. 

-han),  -zaff 

-ze,  -zo 

Verb.  Genitiv 

e  (len.) 

he  (spirant.) 

ho  (spirant.) 

Verb.  Gen.  nach 

Präp. 

-e  (len.) 

-e  (spirant.) 

-0  (spirant.) 

Anm.  1.  Die  unverbundenen  Nominative  fungieren  wie  im  C.  und 
Com.:  mbr.  me  a  er  et  'ich  glaube'.  Es  gibt  keine  unverbundenen  Genitive; 
dafür  verwendet  man  teils  Präpositionsverbindungen  (nbr.  did  eo  ar 
rouantelez),  teils  die  verbundenen  Genitive  mit  mbr.  heny  nbr.  hini 
(Sing.),  re  (Plur.):  nbr.  va  hini  'der,  die  meinige',  va  re  'die  meinigen'; 
mbr.  da  heny  'der  deinige';  e  heny  'der  seinige',  e  re  'die  seinigen'. 

Infigierung  findet  nach  den  Verbalpartikeln  a,  e,  dem  Präverb  ra  und 
den  Negationen  statt:  mbr.  doe  ra-m  pardono  'Gott  verzeihe  mir!';  mar 
e-m  queret  'wenn  Ihr  mich  liebet';  me  a-z  guel  'ich  sehe  dich';  r-on 
bezo  'es  sei  uns!'.  Die  Partikeln  a,  e  fehlen  vor  einem  eine  eigene  Silbe 
bildenden  Pronomen:  ef  on  care  'er  liebte  uns';  in  solchen  Fällen  ist  die 
Infigierung  also  zu  einer  bloßen  Voranstellung  geworden.  So  auch  beim 
Imperativ:  hon  sicour  'hilf  uns';  das-  Pronomen  der  1.  Sing,  lautet  vor 
einem  Imperativ  ma:  ma  sicour  'hilf  mir'.  Nur  in  der  dritten  Person 
verwendet  das  Br.  beim  Imperativ  ein  enklitisches  Pronomen:  quem  er  et 
6 f  'nehmet  ihn !',  nbr.  kemerit-han  'prenez-le',  kemerit-hi  'prenez-la', 
kemerit-o  'prenez-les'.  ZE  372,  Vallee  S.  107,  Ernault,  Gramm.  S.  29. 

Verschmelzung  der  Genitive:  mbr.  da-m  priet  'meinem  Gemahl', 
e-m  calon  'in  meinem  Herzen',  ha-m  souzan  'und  meine  Sorge',  d-oz 
croeadur  'eurem  Kinde',  d-e  seilet  'um  ihn  zu  sehen',  d-e  guelet  'ad 
eam  uidendam',  d-o  comprehendaff  'ad  ea  comprehendenda'. 

Anm.  2.  Die  Ähnlichkeit  der  infigierten  Pronomina  mit  den  Genitiven 
hat  zu  verschiedenen  Neuerungen  geführt.  Zunächst  sind  bei  gleich- 
lautenden Formen  auch  die  gleichen  Sandhiregeln  durchgeführt.  Weiterhin 
sind  im  Nbr.  neben  den  ererbten  Formen  der  infigierten  Pronomina  der 
3.  Sing.  Mask.,  1.  Sing.,  2.  Sing,  auch  die  Formen  -e-,  -va-,  -da-  auf- 
gekommen: me  am  euz  da  bedet  'ich  habe  dich  gebeten',  Vallee  S.  107; 
ho  tad  en  deuz  va  c'helennet  'euer  Vater  hat  mich  unterrichtet',  Le- 
gonidec,  Dict.  br.-fr.  S.  65.  Die  vor  dem  Infinitiv  berechtigten  Formen 
sind  also  auch  bei  anderen  Verbalformen  üblich  geworden.  Da  das  vor  dem 
Infinitiv  stehende  Pronomen  ein  Genitiv  war,  so  konnte  dafür  eine  Um- 
schreibung mittelst  einer  Präposition  eintreten  (vgl.  §  424  Anm.  2  S.  82); 
auch  diese  Umschreibung  ist  in  das  Gebiet  des  finiten  Verbums  gedrungen: 
ho  tad  en  deuz  kelennet  ac'hanoun  'euer  Vater  hat  mich  unterrichtet' 


§  499]  Die  persönl.  Pronomina  im  ßr.  165 

(eigentlich  "von  mir"),  va  brcur  a  vago  ac'hanod  'mein  Bruder  wird 
dich  erziehen'  ("von  dir"),  s.  Legonidec,  a.  a.  0. 

§  499.  Das  Verbum  'haben'  im  Brit.  (ZE  569ff.;  d'Arbois 
de  Jubainville,  Etüde  sur  le  verbe  auxiliaire  breton  kaout  'avoir', 
MSL  I  63—71;  Loth,  Du  verbe  'avoir'  en  breton,  MSL  IV  37—44). 
Mbr.  Paradigma: 

Präs.  Sing.  1.  em-eus,  me  am-eux;  2.  ez  eux,  3.  Mask.  en 
deveux;  3.  Fem.  be  deveux;  PI.  1.  hon  eux;  2.  hoz  eux; 
3.  ho  deveux.  —  Ipf.  Sing.  1.  em-oa;  3.  Mask.  en  devoa,  en 
devoe;  PI.  1.  hon  oa;  2.  oz  oa;  3.  ho  devoe.  —  Präs.  der  Ge- 
wohnheit.    Sing.  1.  em  bez;  3.  Mask.  en  deuez;  PI.  2.  ho  bez; 

—  Ipv.  Sing.  1.   ham   bezet;   2.  haz  vezet;    PI.  1.   hon  bezet; 

2.  hoz  bezet;    —    Konj.  Präs.    Sing.  1.    em  bezo;    2.   ez   vezo; 

3.  Mask,  en  devezo;  PI.  1.  on  bezo;  2.  oz  bezo.  —  Konj.  Ipf. 
Sing.  1.   em  be;    2.  nez  ve;    3.  Mask.   en    deffe;    PI.  1.  on  be, 

2.  ouz  be.  —  Prät.  Sing.  1.  em  boe;  2.  az  voe;  3.  Mask.  en 
deffoe;  3.  Fem.  he  devoe;  PI.  2.  oz  boe;  3.  ho  deffoe.  — 
Plusquanipf.  Sing.  3.  en  divise,  en  divije. 

Aus    dem   nbr.    Paradigma:    Präs.  1.    em    euz;    2.  ec'h  euz; 

3.  Mask.  en  deveuz,  en  deuz;  PI.  2.  hoc'h  euz;  — Ipf.  Sing.  1. 
em  boa;  2.  ez  poa;  3.  Mask.  en  devoa,  en  doa;  Fem.  he  de- 
voa,  he  doa;   PI.  1.  hör  boa;   2.  ho  poa;    3.  o  devoa,   o  doa; 

—  Präs.  der  Gewohnheit.  Sing.  1.  em  bez;  2.  ez  pez;  3.  Mask.  en 
devez,  en  dez;  —  Ipv.  Sing.  2.  az  pez;  3.  Mask.  en  defet;  Fem. 
he  defet;  PI.  1.  hör  bezet;  2.  ho  pezet;  3.  o  defent;  —  Konj. 
Präs.  Sing.  1.  em  bezo;  2.  ez  pezo;  3.  Mask.  en  devezo,  en 
dezo;  —  Konj.  Ipf.  Sing.  1.  em  be,  em  befe;  2.  ez  pe,  ez  pefe; 
3.  Mask.  en  defe,  en  de;  —  Prät.  Sing.  1.  em  boe;  2.  ez  poe; 
3.  Mask.  en  devoe,  en  doe;  —  Plusquampf.  Sing.  1.  em  bije; 
2.  ez  pije;  3.  en  divije,  en  dije. 

Die  Entwickekmg  war  mit  der  cornischen  ziemhch  parallel. 
Nbr.  Ipf.  em  b-oa  hat  das  b-  analogisch  nach  den  übrigen  Tem- 
pora angenommen;  das  b-  ist  zum  Teil  auch  ins  Präsens  gedrungen: 
nbr.  hör  beuz  'wir  haben'  u.  s.  w.  Eine  aus  der  transitiven  Auf- 
fassung folgende  Umbildung  der  Flexionsendungen  hat  zueret  im 
Imperativ  stattgefunden;  hier  findet  sich  schon  im  Mbr.  in  der 
2.  Sing,  die  Form  Crist  haz-uez  trugarez  ouzimp  'Christus, 
habe  Mitleid  mit  uns!';  und  im  Nbr.  hat  auch  die  3.  PI.  des  Ipv. 
immer  Personalflexion.  Dialektisch  findet  sich  vollständig  durch- 
geführte Personalflexion:  em  bijenn  me  'ich  würde  haben';  erneu- 


166 


Die  persönl.  Pronomina  im  Br. 


[§  499.  500 


som(p)  'wir  haben';  emoamp  'wir  hatten';  endevoant  'sie  hatten'. 
S.  Ernault  Rc.  IX  258-266. 

Der  Infinitiv  lautet  mbr.  cafout,  caffout,  nbr.  kaout. 

Anm.  Das  -/-  des  nbr.  Ipf.  Konj.  3.  Person  defe  (gegenüber  dem  -v- 
der  übrigen  Tempora)  ist  eine  Analogiebildung  nach  der  Form  befe  (vgl.  zu 
dieser  Form  §  608).  Weshalb  aber  das  -/-  auch  in  den  Imperativ  (defet, 
defent)  gedrungen  ist,  bleibt  mir  unklar. 

§  500.     Die  konjugierten  Präpositionen  im  Br.     Den  c.  und 

corn.  Formen  mit  den  Zwischen  vokalen  -a-  und  -o-  entsprechen  im 
Br.  nur  Formen  mit  -o-  (1.  Sing.,  2.  PL  mbr.  -off,  -och  oder 
-ouff,  -euch);  dem  c.  Zwischenvokal  -//-  entspricht  teils  -e-,  teils 
-i-  (damit  stimmen  die  corn.  Schreibungen,  vielleicht  aber  nur  zu- 
fälHg).  Über  die  Form  der  Präpositionen  oar,  a,  gant  s.  §  494, 
497.     Mbr.  Paradigma: 

I    oar  'auf    1  gant  'mit'    ouz  'gegen' 1       da  'zu' 


Sing.  1. 

oarnouf 

gueneff 

ouziff 

diff 

2. 

oarnot 

guenez 
(guenet) 

ouzit 

dit 

3.  Mask. 

oarnezaff 

gantaff 

outaff 

dezaff 

3.  Fem. 

oarnezy 

ganty 

outy 

dezy 

PI.  1. 

oarnomp 

gueneomp 

ouzimp, 
ouzomp 

deomp, 
dym-ny 

2. 

oarnoch 

gueneöch. 

ouzich, 

deoch. 

guenech 

ouzoch 

dich-uy 

3. 

oarneze 

gante 

oute 

deze,  dezo 

Wie  oarnouf  flektieren  die  übrigen  Präpositionen:  ahanoff 
(3.  Sing.  Mask.  anezaff,  Fem.  anezy,  PI.  aneze;  Präp.  a 'von'); 
enouff  (Sing.  2.  ennot,  3.  Mask.  ennhaff,  Fem.  ennhy,  Ph  1. 
enomp,  2.  enoch,  3.  ennhe);  dauedof  'zu  mir'  (3.  Sing,  daue- 
taf,  Fem.  daguitty,  2.  PI.  davedoch;  Präp.  davet);  eguidoff 
'für  mich'  (Sing.  2.  eguidot,  3.  Mask.  eguytaf ;  PI.  3.  eguetou, 
eguyte;  Präp.  eguit  I  530f.);  eguedoff  'quam  ego';  entromp 
'zwischen  uns'  (2.  PI.  entroch,  3.  yntreze;  entre  'zwischen'); 
drezouff  'durch  mich'  (Sing.  2  augiert  dreizoude,  3.  Mask. 
dreizaff,  Fem.  dreizy,  PI.  2.  dreizoch,  3.  dreize;  dre  'durch'); 
dirazoff  'vor  mir'  (dirac  'vor'). 

Nbr.:  warnoun  'auf  mir',  warnoud,  warnezan,  warnezi, 
warnomp,  warnoc'h,  warnezo  (Treg.  warne);  ennoun  'in  mir', 
3.  Sing,  ennan,  enni,  PI.  enno  (Treg.  enne);  egedoun  'als  ich', 
3.  Person  egetan,  egeti,  egeto;  von  etre  'zwischen'  wird  etre- 
zoun  u.  s.  w.  gebildet;  von  evel  'wie'  eveldoun,   3.  Sing,  evel- 


§  500.  501]    Etymologische  Erklärung  d.  persönl.  Pronomina.         167 

tan,  evelti;  von  hep  'ohne'  hepzoun  und  hepdoun.  In  der 
Flexion  von  gant  'mit'  ist  der  Umlaut  aufgehoben:  Sing.  1.  ganen, 
2.  ganez,  3.  Mask.  guntan,  Fem.  ganti,  PI.  1.  ganeomp, 
2.  ganeoc'h,  3.  ganto  (Treg.  gante). 

Über  mbr.  eno  'dort',  ahano,  ahane  'de  lä'  vgl.  §  494  Anm., 
§  502  Anm.  1.  —  Die  Endung  der  1.  PI.  beruht  auf  der  Analogie 
der  Verba.  Die  nbr.  Endung  der  1.  Sing,  ist  von  der  mbr.  Endung 
verschieden;  sie  stammt  aus  der  Verbalflexion,  vgl.  §  602. 

Hinter  goude  'nach'  finden  sich  keine  suffigierten  Pronomina; 
dagegen  findet  sich  mbr.  ho  goude  'nach  ihnen',  nbr.  em  goude 
'nach  mir',  enn  he  c'houde  'nach  ihm',  enn  hon  goude  'nach 
uns',  s.  Ernault,  Dict.,  Troude  unter  apres. 

Etymologische  Erklärung  der  persönlichen  Pronomina. 
§  501.     Die    Pronomina    der    1.    und    2.  Person.     1.   Sing. 

Die  in  allen  übrigen  idg.  Sprachzweigen  erhaltene  eigentümliche 
Nominativform  (lat.  ego  u.  s.  w.)  ist  im  Keltischen  früh  verloren 
gegangen;  sie  konnte  um  so  eher  in  Vergessenheit  geraten,  weil  sie 
nach  der  air.  und  gewiß  urinselkeltischen  Regel  (§  480)  nicht  als 
Subjekt  eines  Verbums  verwendet  wurde.  Der  unverbundene  Nom. 
ist  durch  den  Akk.  ersetzt  worden  (vgl.  frz.  moi  'ich').  Ir.  me, 
mei-sse,  c.  mi,  myvi,  corn.  my,  me,  br.  me  setzen  nach  I  250 
einen  Akk.  *me  voraus,  vgl.  gr.  /ue.  Das  infigierte  Pronomen,  das 
nach  irischer  Regel  leniert,  läßt  sich  gleichfalls  auf  *  me  zurück- 
führen, womit  sich  jedoch  ein  dativisches  *moi,  vgl.  gr.  i^ioi,  ge- 
mischt haben  kann;  auf  *nie  und  *moi  gehen  ferner  auch  die 
suffigierten  Pronomina  zurück. 

Anm.  1.  Die  c.  Samlhiregel  für  das  infigierte  Pronomen  ist  von  dem 
possessiven  Pronomen  übertragen.  Das  Timbre  des  -m-,  -m  im  Ir.  ist  zum 
Teil  analogisch  beeinflußt,  vgl.  §  487,  §  488  Anm.  Das  infigierte  -m-  ist 
nach  den  Regeln  der  Lenitions-Syntax  unleniert;  das  hinter  Präpositionen 
suffigierte  -m  mußte  teils  leniert,  teils  unleniert  sein;  es  hat  aber  Aus- 
gleichung stattgefunden,  im  Ir.  zu  gunsten  des  unlenierten,  im  Brit.  zu 
gunsten  des  lenierten  -m  (mit  der  sonderbaren  Ausnahme  c.  ym  corn.  thym 
=  nir.  damh). 

Die  ursprüngliche  Form  des  Genitivs  war  etwa  *mene,  vgl. 
asl.  mene,  aw.  mana.  Es  ist  anzunehmen,  daß  diese  Form  im 
Kelt.  zu  einer  scheinbar  reduplizierten  Form  *meme  (vgl.  skr.  nidma) 
umgebildet  wurde;  aus  einer  derartigen  Form  sind  nach  I  243  die 
brit.  verbundenen  Genitive  c.  my,  -m-,  corn.  -m-,  br.  ma,  -m- 
(die  urspr.  eklipsierten,  s.  §  270,  2,  §  271,  2,  §  275)  erklärbar.    Da- 


168         Etymologische  Erklärung  der  persönl.  Pronomina.      [§  501 

gegen  geht  das  mc.  unverbundene  meu  und  das  ir.  verbundene 
mo  auf  ein  nach  der  Analogie  der  zweiten  Person  gebildetes 
*mewe  >  *mowe  zurück;  ob  das  ir.  unverbundene  mui,  müi  direkt 
auf  dieselbe  Grundform  zurückgehen  kann  (man  erwartete  eher  *möi, 
vgl.  nöi  'neun'  I  61),  oder  ob  darin  eine  später  zu  mo  nach  der 
Analogie  der  3.  Person  (äi  :  a)  gebildete  Form  steckt,  bleibe  dahin- 
gestellt. Corn.  ow  hat  zwar  die  Sandhiregel  des  c.  my  u.  s.  w. 
gehabt  (§  271,  2),  wird  aber  trotzdem  auf  *vow  aus  *mowe  zurück- 
gehen und  mit  c.  meu  (das  B.  B.  25b  11  verbunden  auftritt:  meu 
fit  'ma  foi',  Loth  Ec.  XXXI  326)  identisch  sein. 

2.  Sing.  Der  alte  Nom.  ist  im  Ir.  erhalten,  im  Brit.  auf- 
gegeben. Ir.  tu,  tu-ssu  aus  *tu,  vgl.  gr.  (dor.)  rv.  Das  Augens 
ir.  SU  geht  auf  *stu  zurück  und  beruht  auf  der  Verschmelzung  des 
Pronomens  mit  einer  vorhergehenden  Verbalform  auf  -s  (steckt  das- 
selbe Augens  auch  in  corn.  dyso  'zu  dir'?).  Die  brit.  Nominativ- 
formen c.  ti,  tydi,  corn.  ty,  te,  br.  te  beruhen  auf  einem  alten 
Akk.  *te  <^  *twe,  vgl.  gr.  ge.  Auf  einem  Akk.  *t('w)e  und  einem 
Dativ  *t{iv)oi  (vgl.  gr,  aoi,  toi)  beruhen  die  infig.  und  suffig.  Formen. 

Antn.  2.  Das  Timbre  des  -t-,  -t  im  Irischen  ist  zum  großen  Teil  ana- 
logisch beeinflußt.  Das  infigierte  -t-  war  unleniert;  daher  brit.  p  u.  s.  w., 
wofür  im  Corn.  durch  Entgleisung  (wie  auch  in  der  kürzesten  Form  des 
Genitivsl  auch  die  lenierte  P"'orm  -d-  auftritt;  hinter  Präpositionen  mußte 
-t  teils  leniert,  teils  unleniert  sein;  im  Ir.  Ausgleichung  zu  gunsten  des 
unlenierten,  im  Brit.  zu  gunsten  des  lenierten  Lautes  (mit  der  Ausnahme 
mbr.  guenez  nbr.  ganez  'mit  dir').  Das  Nc.  schreibt  auffälligerweise  -t 
(nicht  -d):  arnat  'auf  dir'  u.  s.  w. 

Die  Genitive  (sowohl  c.  teu  ir.  täi  als  auch  die  verbundenen 
Formen  ir.  do,  §  159,  6  I  253,  c.  dy,  corn.  the,  br.  da,  I  284) 
gehen  auf  *towe  <   *tewe  zurück,  vgl.  skr.  tdva. 

1.,  2.  Flur.  Die  Nominative  waren  im  Idg.  ursprüngHch  wohl 
von  den  in  skr.  vaj-cim,  got.  weis  'wir',  skr.  füj-dm,  got.  jus  'Ihr' 
vorliegenden  Stämmen  gebildet.  Diese  Stämme  sind  aber  im  Kel- 
tischen verschollen;  es  kommen  nur  Formen  vor,  die  zu  den  ur- 
sprünglich nicht  nominativischen  Stämmen  von  skr.  Akk.  Dat.  Gen. 
was  'uns',  vas  'euch',  lat.  nös,  uös  gehören.  Ir.  sni-sni  und  si- 
ssi,  si-b  sind  verdoppelte  Formen  verschiedenen  Alters;  dazu  die 
nicht  verdoppelten  Augentia  ni,  si  und  die  brit.  Pronomina  c.  ni, 
chwi  (nini,  chwichwi),  corn.  ny,  why,  br.  ni,  c'houi,  die  auf 
eine  Grundform  mit  langem  Vokal  weisen ;  l  kann  aus  e  entstanden 
sein,  und  hinter  dem  e  kann  ein  -s  geschwunden  sein.  Man  kann 
also  *snes,  *swes  ansetzen.    Diese  Formen  weichen  besonders  durch 


§501]    Etymologische  Erklärung  der  Pronomina  der  1.,  2.  PI.       169 

das  anlautende  s-  von  den  entsprechenden  Formen  der  anderen 
idg.  Sprachen  ab  (Brugmann,  Grdr.^  II  2  S.  385  vergleicht  got. 
i-zwis  'euch';  das  s-  könnte  von  der  2.  Person  in  die  1.  Person  ein- 
geführt sein).  Mit  diesen  Nominativen  sind  die  ir.  infigierten  und  suffi- 
gierten Akkusative  und  Dative  -nn-,  -nn  (aus  *-sn-)  und  -b-,  -b  im 
Wesentlichen  identisch;  nur  muß  die  1.  Person  einen  hinteren  Vokal 
gehabt  haben,  denn  das  regelmäßige  w-Timbre  des  -nn  läßt  sich 
nicht  durch  Analogiebildung  erklären  (es  ist  vielmehr  das  Muster 
gewesen,  wonach  1.,  2.  Sing,  -m,  -t  das  w-Timbre  annahmen);  also 
(da  -b  mouilliert  ist)  etwa  *snös,  * swes  oder  *snos,  '^swes  mit  der 
Vokaldifierenz  des  lat.  noster  :  uester  (umbr.  Abi.  Sing.  Fem. 
uestra). 

Mit  den  irischen  infigierten  und  suffigierten  Pronominen  stimmen 
c.  -n-,  -n,  -ch-,  -ch,  corn.  -n-,  -n,  -ugh,  mbr.  -(h)on-  (das  -ho- 
stammt  aus  dem  Gen.),  mbr.  -ch.  Dagegen  weichen  corn.  -s-,  br. 
-(h)oz-,  -(h)ouz-  'euch'  merkwürdig  ab;  der  frühe  Schwund  des  zr 
deutet  vielleicht  darauf,  daß  im  Corn.  und  Br.  statt  *swes  nach 
dem  Muster  von  *snos  ein  *swos  eingetreten  war;  vor  dem  o  wäre 
das  w  geschwunden.  Das  nbr.  c'h  von  -hoc'h-  erscheint  nui-  vor 
Vokal  und  darf  mit  dem  c.  -ch-  nicht  identifiziert  werden;  es 
stammt  wohl  aus  dem  Genitiv^  wo  es  auf  einer  Nachahmung  von 
he  :  he  c'h  'ihr,  sie'  (I  408)  beruht.  Über  corn.  -gan-,  -gen-, 
-gas-,  -ges-  s.  §  503,  6. 

Die  ir.  Genitive  athar,  sethar  haben  komparativische  Endung 
wie  lat.  nostrum,  uestrum,  got.  unsara,  izivara,  sind  aber  keine 
direkte  Fortsetzung  alter  Formen.  Am  besten  geht  man  von 
*'^seröm,  *sweseröm  aus,  die  zu  *esar,  unbetont  *asar,  und  *sear 
hätten  führen  müssen;  *sear  wurde  (durch  Vertauschung  des 
Suffixes  *-ero-  mit  dem  Suffix  *-iero-)  zu  sethar  umgebildet,  und 
von  da  aus  drang  das  -th-  auch  in  die  1.  PI.  (was  um  so  leichter 
ging,  weil  auch  -sar  als  ein  komparativisches  Suffix  empfunden 
werden  konnte,  vgl.  sin-ser,  ö-ser  S.  44).  Aus  athar,  sethar 
entstanden  in  unbetonter  Stellung  die  eklipsierenden  Formen  ar, 
far  oder  for  (aus  unbetonter  Stellung  in  betonte  Stellung  über- 
tragen ist  är;  zur  Dehnung  vgl.  1301;  ebenso  sar  in  mir.  indala- 
sar  'des  einen  von  euch  beiden',  das  außerdem  von  är  beeinfiußt 
sein  kann). 

Die  brit.  Genitive  mc.  a-n,  a-wch,  corn.  a-n,  a-s,  br.  ho-n 
ho-z  bestehen  aus  einem  artikelartigen  Pronomen,  dessen  älteste 
Gestalt    in    br.   ho-    (idg.   *so)    vorliegt,    und    einem    enklitischen 


170  Etymologische  Erklärung  der  persönl.  Pronomina.     [§  502 

Genitiv.  Da  die  vorhandenen  Sandhierscheinungen  auf  alte  eklip- 
sierende  Kraft  der  Genitive  (oder  wenigstens  des  Genitivs  der 
1.  PI.)  deuten,  so  sind  diese  Genitive  etwa  als  *snüsöm  (*snesöm?), 
* swesöm,  *swösöm  anzusetzen;  vgl.  asl.  nasü,  vasü.  Corn.  agan, 
agas  sind  von  den  infigierten  Pronominen  beeinflußt.  Die  c.  un- 
verbundenen  Formen  einym,  einweh  enthalten  kaum  etwas  Altes; 
vielmehr  hat  man  nach  dem  Muster  der  Genitive  der  3.  Person 
eidaw,  eidi,  eidunt  die  an  die  konjugierten  Präpositionen  er- 
innerten, zunächst  ein  *ei-n,  *ei-ch  gebildet;  als  später  -m  statt 
-n  in  die  konjugierten  Präpositionen  eindrang,  entstand  die  Konta- 
minationsbildung einym,  wonach  wiederum  ein  weh  geschaffen 
wurde.  Im  Nc.  ist  die  Eutwickeluug  noch  weiter  vorgeschritten: 
Sing.  1.  eiddof,  2.  eiddot,  PI.  1.  eiddom,  2.  eiddoch. 

§  502.  Das  Pronomen  der  3.  Person.  Nom.  Sing.  Mask. 
*is  :  ir.  he  I  294.  Vgl.  lat.  is,  got.  is  'er',  C.  corn.  ef ,  mbr.  eff 
gehört  zum  ir.  Augens  som;  dazu  noch  die  Endung  der  3.  Sing. 
Mask,  der  konjugierten  Präpositionen  ac.  -am  mbr.  -haff,  s.  Anm.  1 
S.  172;  die  Vokalverhältnisse  sind  schwierig;  um  die  Annahme  einer 
idg.  Alternation  kommt  man  kaum  herum;  wenn  man  es  wagen  darf, 
das  ir.  o  von  som  durch  eine  Analogiebildung  zu  erklären,  so  ge- 
nügt der  Ansatz  *semo-  :  *smmo-  (Umbildung  eines  konsonantischen 
Stammes  Nom.  *sem-s,  Gen.  *smm-os?);  vgl.  gr.  slg  'ein'  (aus 
*sem-s):  af.ia  'zusammen',  und  weiterhin  got.  sama  'derselbe',  asl. 
samü  'selbst'.  C.  efo  ist  wohl  mit  dem  akkusativischen  -o  er- 
weitert, worüber  vgl.  Anm.  1  S.  172.  —  Fem.  *si:  ir.  si  c.  hi 
corn.  hy  br.  hi.  Vgl.  got.  si.  —  Neutr.  *id  oder  eher  *idä  :  ir. 
hed  (I  246,  432).  Vgl.  lat.  id  oder  eher  got.  ita  (dessen  -a  auf 
einen  langen  Vokal  -ä  oder  -ö  zurückgeht;  die  ir,  Lautlehre  schließt 
-ö  aus;  vgl.  auch  skr.  idä  'jetzt',  womit  lit.  tadä  'dann'  parallel 
ist;  auch  das  Lit.  deutet  auf  -ä,  nicht  -ö),  —  Plur,  Mask.  *joi: 
c.  wy  (;'-  also  vor  dem  aus  oi  >  ei  [vgl.  c.  dwy  I  250]  entstan- 
denen geschlossenen  e  in  unbetonter  Silbe  geschwunden,  vgl.  §  545, 3). 
Vgl.  lit.  jie.  —  Plur.  Fem.  *ijäs  :  ir.  he  (das  zunächst  zu  er- 
wartende *ea  ist  also  wegen  der  Stellung  im  absoluten  Auslaut  zu 
e  kontrahiert  worden).  Vgl.  g.  ijös.  —  Plur.  Neutr.  *^:  corn.  mbr. 
y  nbr.  hi.  Vgl.  aw.  z.  In  allen  keltischen  Sprachen  ist  also  der  Genus- 
unterschied im  PI.  aufgehoben.  Im  Ir.  wird  das  Fem.  zunächst  (wie 
bei  den  Adjektiven)  das  Neutrum  erobert  haben,  um  schließlich 
auch  ins  Maskulinum  zu  dringen;  im  C.  hat  das  Mask.  als  die  am 
häufigsten  gebrauchte  Form  den  Sieg  errungen;  am  auffälligsten  ist 


§  502]  Etymologische  Erklärung  der  Pronomina  der  3.  Person.      171 

mir  die  corn.  und  br.  Entwickelung;  die  Neutrumsform  kann  aber 
durch  den  Gleichklang  mit  br.  hi  'sie',  ni  'wir',  c'houi  'Ihr'  unter- 
stützt worden  sein.  Nir.  siad  c.  wynt  br.  hint  sind  nach  der 
Analogie  der  Verba  und  der  konjugierten  Präpositionen  umgebildet. 
Akk.  Sing.  Mask.  *m:  ir.  -a  n-,  c.  -e-  (unsilbisch;  ursprüng- 
lich eklipsierend,  s.  I  406 f.;  -y-  §  503,  5),  corn.  -n-,  mbr.  -en- 
(und  durch  analogischen  Einfluß -hen-);  suffigiert  hinter  Verben  ir. 
-i,  hinter  Präpositionen  teils  -i,  teils  Null  mit  vorhergehender 
Mouillierung.  Vgl.  alat.  im.  —  Fem.  *sijäm:  ir.  -s  n-,  hinter  Präpo- 
sitionen -e  mit  vorhergehenden  Wirkungen  eines  h  (impe,  secce), 
-se  (tairse);  im  Brit.  liegt  teils  eine  unlenierte  Form  (c.  -s-,  das 
auch  mask.  ist;  corn.  -s-),  teils  eine  lenierte  Form  (c.  -e-,  br.  -he-) 
vor;  vielleicht  ist  aber  für  das  Brit.  die  Grundform  *slm  (woraus 
zunächst  *sim)  anzusetzen.  —  Das  Neutr.  ist  nicht  belegt,  es  sei 
denn,  daß  man  in  den  irischen  konjugierten  Präpositionen  eine  mit 
dem  Mask.  zusammengefallene  Form  *id,  eine  Nebenform  von 
*idä,  suchen  wollte  (vgl.  lat.  id).  —  Plur.  Mask.  *söns:  ir.  hinter 
Verbalformen  -s  (mit-w-Timbre;  infigiert  -s  n-  durch  Vermischung  mit 
dem  Fem.  Sing.);  hinter  Präpositionen  -u  mit  vorhergehenden  Wir- 
kungen eines  A  (impu,  seccu),  -su  (tairsiu;  die  Mouilherung  ana- 
logisch nach  dem  Fem.  Sing.);  im  Brit.  liegt  teils  eine  unlenierte  Form 
(c.  corn.  -S-),  teils  eine  lenierte  Form  (br.  -ho-;  hinter  Präpositionen 
ac.  gurth-d-o,  corn. -o,  br.  -o)  vor;  dabei  ist  dann  anzunehmen,  daß 
ans,  das  im  Inlaut  zunächst  zu  -ös-  geworden  wäre,  im  Auslaut 
vielmehr  zunächst  brit.  -ons,  weiterhin  -os  >  -o  ergeben  hat.  Vgl. 
alat.  SOS.  C.  -e-  ist  die  Form  des  Fem.  Sing.  —  Plur.  Fem. 
nicht  belegt.  —  Plur.  Neutr.  *ijä  steckt  mit  singularischer  Funktion 
in  dem  ir.  infigierten  neutralen  -a-  und  in  den  konjugierten  Prä- 
positionen cen-e  'ohnedies',  sechse  'darüber  hinaus'.  * ijä  muß 
eine  Umbildung  der  älteren  Form  *l  sein. 

Anm.  1.  Die  konjugierten  Präpositionen  air.  friss  und  less  (analo- 
gisch leiss)  sind  aus  frissom,  lessom  abstrahiert  (eig.  fri-ssom,  d.  h. 
das  Pronomen  som  von  der  Präp.  fri  regiert,  le-ssoin);  in  tar-ai-s  steckt 
das  Pronomen  -i-  und  das  anlautende  s-  des  Augens;  über  samlid  s. 
§374  Anm.  S.  28  und  §515,4  Anm.  2;  in  triit  nir.  trid  steckt  wohl  eine 
Partizipialendung  im  Neutr.,  "durchgehend"  (die  Mouillierung  kann  ana- 
logisch sein);  oder  samlid,  triit  zu  §  503,  2,  3?  —  Die  in  Ml.  belegten 
Formen  cenaib,  samlaib  sind  Entgleisungen  nach  dem  Muster  der 
dativischen  Formen;  sie  sind  gewissermaßen  Vorläufer  für  die  nir.  dialek- 
tische Entwickelung,  die  (z.  B.  im  Arrandialekt)  bei  sämtlichen  konjugierten 
Präpositionen  in  der  3.  Plur.  die  dativische  Endung  durchgeführt  hat. 


172     Etymologische  Erklärung  der  Pronomina  der  3.  Person.    [§  502 

Große  Schwierigkeit  bereiten  die  konjugierten  Präpositionen  desBrit. 
Die  Endungen  sind  aber  jedenfalls  akkusativisch  (^mit  der  Annahme  von 
Dativf'ormen  würde  man  gar  nicht  auskommen).  Als  älteste  Endung  des 
Sing.  Mask.  hat  -o  (ac.  trio  u.  s.  w.,  corn.  gans-o)  zu  gelten.  Das  -o 
scheint  aber  nichts  als  die  Pluralendung  sein  zu  können;  es  wäre  also 
(wie  im  Ir.  im  Neutr.  des  persönlichen  Pronomens  und  wie  im  Ir.  und  Brit. 
bei  dem  Demonstrativum  ir.  sin  c.  hynn  §  516,  5)  eine  Vermischung  der 
pluralischen  und  der  singularischen  Formen  eingetreten,  woraus  es  sich 
erklären  läßt,  daß  im  Br.  neben  -o  im  Plur.  auch  -e  (*  im)  erscheint  (sin- 
gularisch ist  -o:  -e  im  mbr.  ahano,  ahane  'de  lä');  nach  einer  Periode, 
wo  -0  und  -e  promiscue  im  Sing,  und  im  Plur.  verwendet  wurden,  wäre  im 
Corn.  eine  Differenzierung  eingetreten,  wodurch  -o  dem  Sing.,  -e  dem  Plur. 
zugewiesen  worden  wäre.  Im  C.  und  im  Br.  wäre  dagegen  das  singula- 
rische -0  durch  das  Augens  *samo-  ersetzt  worden:  ac.  rac-d-am,  mbr. 
-äff,  -haff,  nbr.  -an,  -han.  Von  den  ac.  Formen  des  Mask.  Sing,  und 
des  Plur.  (-am,  -o)  weichen  die  mc.  Formen  durch  eine  rätselhafte 
Dehnung  (-aw  statt  *-awf,  -u)  ab;  beruht  die  Dehnung  vielleicht  auf 
dem  Einfluß  des  Fem.,  wo  man  eine  auf  *sim  ">  *sim  zurückgehende 
Endung  mit  kurzem  -i  (c.  -y  u.  s.  w.)  erwartet,  wo  aber  in  allen  brit. 
Sprachen  vielmehr  eine  (auf  dem  Einfluß  des  Nom.  beruhende)  Endung 
mit  langem  -i  (c.  -i  u.  s.  w.)  erscheint?  Man  hätte  eine  Zeit  lang  im  Fem. 
i  und  i  gehabt  und  danach  im  Mask.  neben  a  ein  «,  im  Plur.  neben  n  ein 
ö  eingeführt;  dies  wäre  so  früh  geschehen,  daß  das  ö  ebenso  wie  das  ö 
der  lat.  Lehnwörter  entwickelt  werden  konnte.  Als  letztes  Eätsel  bleibt 
die  c.  Form  des  Plur.  -ud  neben  -u;.wohl  Kontamination  von  -u  und  -yd 
(gwell  noc-yd,  nog-yd  'better  than  they'  Skene  II  180,  21;  270,  21; 
aus  noc  +  yd  §  503,  2,  3  +  geschwundenem  Pronomen). 

Dat.  Sing.  Mask.,  Neutr.  ^jö  (Instr.),  *jöi  (idg.  Dat.),  *Jöd 
(Abi.):  ir.  hinter  Präpositionen  -u,  -o:  fou,  dau,  occo,  uaso; 
vielleicht  geschwunden  in  iarum,  riam,  huad  (analogisch  huaid). 
—  Fem.  "  jäi  oder  *ijäi:  ir.  hinter  Präpositionen  -i  (zur  Lautent- 
wickelung vgl.  S.  86).  —  Plur.  Mask.  Neutr.  *jobhis  (Fem.  *jd- 
hhis?):  ir.  hinter  Präpositionen  -ib,  -aib.  —  Es  ist  bei  diesen  An- 
sätzen vorausgesetzt,  daß  die  endgültige  Verschmelzung  der  Prä- 
positionen mit  den  Pronominalformen  erst  nach  dem  Schwunde  des 
anlautenden  ;'-  im  Ir.  stattgefunden  hat.  Man  würde  natürlich 
mit  den  Ansätzen  *ö,  *öi,  *üd,  *obhis  (und  im  Nom.  PL  Mask.  *oi) 
lautlich  ebenso  gut  auskommen. 

Anm.  2.  In  Verbindung  mit  Verben  kommen  die  Dativformen  nicht 
vor,  der  Dativ  wird  von  den  infigierten  und  suffigierten  Akkusativformen 
mit  vertreten  (vgl.  air.  esse,  occae  =  essi,  occi).  Die  konjugierten 
Präpositionen  der  3.  Sing.  Mask.,  Neutr.  enthalten  zum  großen  Teil  gar 
kein  Pronomen:  fo,  de,  do;  ass  (die  vor  einem  proklitischen  Worte  ent- 
standene Form  der  Präposition,  I  259,  ist  hier  eingedrungen,  vielleicht  von 


§502.  503,  1.  2]  Etymolog.  Erklärung  der  persönl.  Pronomina.      173 

den  falsch  analysierten  Verbin<lungen  mit  dem  Augens  sora  unterstützt}; 
and  'dort,  in  ihm'  ist  ein  mit  der  Präp.  i  n-  (oder  mit  dem  Präverb  ind- 
gall.  an  de-)  gar  nicht  verwandtes  Adverbium;  s.  I  114f.  Über  huad  s. 
§  503,  3. 

Gen.  Sing.  Mask.  *esjo,  Fem.  *  esjäs  (woraus  ir.  *esijo, 
*esijäs):  ir.  äi  (das  a  ist  in  unbetonter  Stellung  entstanden;  die 
Form  ist  also  eine  Kompromisbildung  wie  der  Gen.  1.  Plur.  unverb. 
är;  oder  ist  *asJ0y  *asjüs  anzusetzen?);  c.  "^eid,  das  nach  dem  Muster 
der  konjugierten  Präpositionen  zu  mc.  Masc.  eidaw,  Fem.  eidi 
differenziert  wurde.  Aus  denselben  Grundformen  erklären  sich 
auch  die  verbundenen  Formen  ir.  a,  c.  com.  y,  br.  Mask.  e, 
Fem.  he  (zum  h-  s.  §  282  I  413).  Vgl.  skr.  Mask.  asja,  Fem. 
asjäs.  —  Plur.  Mask.  Neutr.  *esöm:  ir.  a,  mc.  eu,  ac.  ou  (aus 
*e-o),  br.  ho  (aus  *g/?o).  Ir.  äi,  c.  eidunt  und  das  c.  verbundene 
y  beruhen  auf  der  Analogie  des  Singulars  (ae  in  ir.  cach  n-se  ist 
aus  unbetonter  Stellung  übertragen);  corn.  aga  ist  nach  der  Ana- 
logie der  Genitive  der  1.,  2.  Plur.  agan,  agas  aus  einer  kürzeren 
Form  umgebildet.  Mit  der  Grundform  * esöni  stimmen  in  der 
Endung  skr.  e-süm,  ahd.  iro.  —  Der  Gen.  PI.  Fem.  ist  verschollen. 
§  503.  Die  mit  den  persönlichen  Pronominen  verschmol- 
zenen Elemente.  1)  Die  zusammengesetzten  Pronomina  c.  minheu, 
titheu,  ninheu,  chwitheu,  ynteu,  hitheu,  wynteu  sind,  wie 
schon  das  Corn.  zeigt,  von  der  3.  Person  ausgegangen.  Sie  sind 
sämthch  Nachahmungen  der  3.  Sing.  Mask.  ynteu,  worüber  s. 
§  512.  Man  hat  diese  Form  als  yn-teu  empfunden  und  hat  da- 
nach wohl  zunächst  Fem.  hi-theu,  nachher  die  übrigen  Prono- 
mina geschaffen ;  in  der  1.  Sing,  fand  Anschluß  an  das  possessive 
Pronomen  statt;  nach  der  1.  Sing,  wurde  die  1.  Plur.  gebildet  (die 
vielleicht  ihrerseits  wiederum  Einfluß  auf  die  Vokalgebung  der 
1.  Sing,  ausgeübt  hat). 

2)  Über  das  -d-  der  irischen  infigierten  Pronomina  der  Re- 
lativsätze vgl.  §  537,  §  545, 2.  —  Auch  das  in  nicht-relativen  Sätzen 
nach  den  ursprünglich  konsonantisch  auslautenden  Präverbien  er- 
scheinende dentale  Element  hat  zweifellos  denselben  Ursprung.  Es 
hat  sich  aber  das  Gefühl  ausgebildet,  daß  in  diesem  Falle  nur  ein 
-t-,  nicht  ein  -d-  berechtigt  war.  Das  -t-  war  in  einigen  Fällen 
durch  Verschmelzung  mit  dem  Präverb  (ad-,  fritli-)  entstanden; 
in  anderen  Fällen  ist  es  durch  Doppelsetzung  des  -d-  entwickelt; 
ein  Teil  der  Formen  (co-t-  u.  s.  w.)  sind  aber  ganz  zweifellos  laut- 
gesetzwidrig und   nur  durch  Übertragung   und  Analogiebildung  zu 


174         Die  mit  persönl.  Pron,  verschmolzenen  Elemente.    [§  503,  3.  4 

erklären.     Als    das  -t-  sich  überall  festgesetzt  hatte,    wurden    zum 
Teil  besondere  Formen  für  die  Relativsätze  neugebildet. 

3)  Mit  dem  irischen  -d-  ist  ferner  zweifellos  das  brit.  -d-  der 
konjugierten  Präpositionen  der  3.  Person  identisch;  die  Verbindung 
einer  Präposition  mit  einem  Pronomen  hat  die  Form  angenommen, 
die  dem  entsprechenden  Präverb  mit  dem  Pronomen  zukam  (ac. 
gurth-d-o  ist  also  mit  ir.  frit-  vergleichbar).  Die  Erklärung  setzt 
also  voraus,  daß  die  Infigierungsregeln  in  allen  brit.  Sprachen  einst 
dem  ir.  Gebrauche  ganz  ähnlich  waren.  Das  -d-  hat  sich  bisweilen 
auf  sämtliche  Formen  der  konjugierten  Präpositionen  verbreitet  (c. 
trwydof  ^durch  mich',  corn.  drethof,  mbr.  drezouff;  mbr.  di- 
razoff  [mit  Schwund  eines  g  vor  dem  z\  u.  s.  w. ;  nur  ausnahms- 
weise gibt  dies  im  ßr.  zu  einer  Umbildung  der  Formen  der  3.  Person 
nach  dem  Muster  von  mbr.  ouziff  :  outaff  Anlaß:  nbr.  hep-z- 
oun,  3.  Sing,  heptaü,  woraus  wiederum  eine  1.  Sing,  hepdoun 
hervorgeht);  sogar  die  pronomenlose  Präposition  kann  beeinflußt 
werden:  mc.  att  'zu'  [* ad  +  d-,  vgl.  ir.  at-).  —  Denselben  Ur- 
sprung wie  das  brit.  -d-  in  der  dritten  Person  der  konjugierten  Prä- 
positionen hat  wohl  auch  das  ir.  d  in  huad  'von  ihm',  huadi  'von 
ihr',  huadib  'von  ihnen';  es  ist  aus  einer  Präverbverbindung  über- 
tragen; zwar  erscheint  ir.  ö  nicht  als  wortbildendes  Präverb;  als 
relatives  Präverb  mußte  es  aber  in-  der  Periode  vor  der  Ausbildung 
der  relativen  Ekhpse  mit  dem  d  der  persönlichen  Pronomina  der 
Relativsätze  zusammentreffen  können.  Bedeutsam  ist  der  Umstand, 
daß  das  -d-  hier  wie  im  Brit.  nur  in  der  3.  Person  auftritt;  vgl. 
dazu  §  486  Anm.  2.  Ganz  anders  über  huad  bei  Thurneysen, 
Handb.  S.  476.     Vgl.  was  über  ir.  ind-  in  §  488  gesagt  ist. 

4)  Das  im  Verbum  'haben'  im  Corn.  und  Br.  in  der  dritten 
Person  zwischen  dem  Pronomen  und  dem  Verbum  erscheinende 
-de-  (woraus  corn.  -|e-),  das  im  Corn.  vor  einsilbiger  Verbalform 
deutlich  den  Akzent  trägt,  wird  man  trotz  allen  Schwierigkeiten 
gleichfalls  mit  dem  unter  2°  und  3°  besprochenen  -d-  in  Verbin- 
dung bringen  müssen.  Das  -d-  wird  aus  J  -f-  ^  entstanden  sein, 
vgl.  c.  yd-wyf  mc.  yttwyf  'ich  bin'.  Die  abnorme  Stellung  des 
Pronomens  vor  dem  Dental  wird  darauf  beruhen,  daß  dieser  wie  im 
mc.  yttwyf  fest  geworden  war  und  nicht  mehr  in  seiner  ursprüng- 
lichen grammatischen  Bedeutung  verstanden  wurde.  Die  Haupt- 
schwierigkeit ist  das  lenierende  -e-,  das  auf  den  Dental  folgt.  Man 
wird  an  den  alten  Auslaut  des  Adverbiums  *idhe  erinnert,  dessen 
Erhaltung  bei  frühem  Schwund  des  Vokals  der  ersten  Silbe  nicht 


§  503,5. 6.  504]  Die  mit  persönl.  Pron.  verschmolzenen  Elemente.     175 

undenkbar  wäre  (vgl.  ir.  in-di-t-moide  §  485),  der  aber  sonst  im 
Brit.  nirgends  erhalten  ist.  Jedenfalls  müßten  vielfache  analogische 
Übertragungen  mit  im  Spiele  sein. 

5)  Von  den  beiden  Formen  des  infigierten  Pronomens  in  Re- 
lativsätzen im  C.  -\vy-  und  -yw-  ist  die  letztere  durch  Metathese 
aus  der  ersteren  entstanden;  -wy-  in  rwy-  ist  wiederum  weiter 
nichts  als  das  alte  o  des  Präverbs  (vgl.  ir.  ro)  mit  dem  gewöhn- 
lichen infigierten  Pronomen  *im,  *sim.  Das  so  entstandene  -wy- 
wurde  von  dem  Präverb  ry  auf  die  Negation  ny  übertragen.  Die 
Verteilung  der  lenierten  und  der  unlenierten  Formen  des  Prono- 
mens (-nw-y-  in  relativen  Sätzen,  ny-s-  in  nicht  relativen  Sätzen) 
stimmt  mit  der  Regel,  daß  die  Präverbia  nur  in  relativen  Sätzen 
lenieren  (§  320,  1  I  470). 

6)  Über  das  vor  dem  Pronomen  erscheinende  -ch-  nach  der 
Negation  na  im  Ir.  s.  §  559.  Diesem  ir.  -ch-  entspricht  zweifellos 
das  -g-  der  corn.  Pronomina  -gan-  'uns',  -gas-  'euch'  (ha  na- 
gan-byth  gobyr  vyth  'und  es  wird  uns  kein  Lohn  sein  je'  O.  M. 
2821;  vgl.  ir.  na-chin-rogba  uall  'damit  Stolz  uns  nicht  er- 
greife' Wb.  15  d  40).  Das  -g-  ist  aber  von  den  ursprüngHchen 
Bedingungen  losgerissen  worden  und  zu  einem  untrennbaren  Be- 
standteil des  Pronomens  geworden.  Von  den  Objektspronominen 
wurde  das  -g-  schließlich  auf  die  Genitive  übertragen:  -gan, 
agan  'unser'  (neben  -n,  an  ds.),  -gas,  agas  'euer';  auch  sogar 
-ga,  aga  'eorum',  obgleich  eine  (/-Form  des  Pronomens  'eos'  nicht 
vorkommt.  (Über  eine  ältere  Ansicht  s.  Stokes,  Beiträge  zur  vgl. 
Sprachforschung  III  156.) 

X.   Die  demonstrativen  Pronomina. 

§  504.  Das  idg.  System  der  demonstrativen  Pronomina  ist  im 
Keltischen  sehr  geändert  worden.  Aus  dem  idg.  Paradigma  Mask. 
*so,  Fem.  *sä,  Neutr.  *tod  (gr.  o,  t},  ro)  sind  zunächst  die  mit  t- 
anlautenden  Formen  ausgemerzt  worden  (über  einen  Rest  des  t- 
s.  §516, 1).  Der  Stamm  *so-  hat  sich  in  Weiterbildungen  ziemlich 
reich  entfaltet.  Jedoch  gibt  es  genau  genommen  nur  ein  einziges 
durchfiektiertes  Pronomen,  den  bestimmten  Artikel  (§  505 — 513, 
§  516).  Die  übrigen  s-Formen  sind  meistenteils  Augentia  oder  Ad- 
verbia  oder  besten  Falls  Pronomina  mit  defekter  Flexion  (§  514 — 
516).  Außerdem  gibt  es  nur  noch  einige  wenige  mit  Vokal  oder 
mit  k-  anlautenden  pronominalen  Formen  (§  517,  518). 


176  Der  ir.  Artikel.  [§  505 

§  505.     Der  bestimmte  Artikel  im  Irischen. 

Mask.  Fem.  Neutr. 


Sing. 

N. 

in  (vor  Kons.),  in 

t       ind 

a  n- 

(vor 

Vok.) 

A. 

in  n- 

in  n- 

a  n- 

D. 

ind 

ind 

ind 

G. 

ind 

inna 

ind 

Plur. 

N. 
A. 

ind 

in  na 

inna 

inna 

D. 

-naib 

G. 

inna  n- 

Dual  in  allen  Formen  in. 

Antn.  1.  Die  als  ind  angesetzten  Formen  bewirken  Lenition.  Das 
-d  gehört  zum  Stamm  des  Artikels  und  bleibt  erhalten  vor  Vokalen,  vor 
wortanlautendem  ä-,  vor  leniertem  /-,  s-,  ?•-,  Z-,  n-,  bisweilen  vor  leniertem 
m-  und  b-,  schwindet  aber  vor  leniertem  ;/-,  k-,  p-  und  vor  allen  nicht  le- 
nierten  Lauten  (s.  I  114,  140  und  die  Paradigmata  S.  82,  86).  Daraus  er- 
klärt sich  die  Abwesenheit  des  -d  in  den  nicht  lenierenden  Kasus;  im  Akk. 
Sing,  folgt  immer  ein  unlenierter  Konsonant  oder  das  Sandhi-w  (das  gleich- 
falls unleniert  war):  in  n-athir  'den  Vater';  im  Nom.  Sing,  folgt  immer 
ein  unlenierter  Konsonant  oder  das  Sandhi-A  (I  408),  womit  -d  zu  -t  ver- 
schmilzt: int  athir  'der  Vater".  Auch  mit  einem  wortanlautenden  le- 
nierten  s-  verschmilzt  -d  zu  -i  (int  .serc  'die  Liebe'),  was  jedoch  meist 
von  der  Orthographie  verhüllt  wird  (normale  Schreibung  also  ind  serc, 
gesprochen  /iv7'  erk:  ausnahmsweise  sogar  in  seti  'die  Wege'  Wb.  9a  18, 
gesprochen  iiv't'  ed't,  wie  auch  in  fi rinne  'die  Gerechtigkeit'  4d  23;  9c 
30,  gesprochen  ii/d'  iriN ne,  weil  man  beim  Buchstabieren  das  lenierte  s 
und  /  unleniert  gesprochen  hat). 

Anm.  2.  Verschmelzung  mit  lenierenden  Präpositionen:  do-nd  idol 
'dem  Götzen',  do-naib  ballaib  'den  Gliedern";  di-nd  soscelu 'vom  Evan- 
gelium': ar  in  bethid  'für  das  Leben',  ar  a  n-indeb  'für  den  Gewinn', 
ar-naib  grädib  'für  die  Grade'.  Nach  nicht  lenierenden  Präpositionen 
erscheint  das  ursprüngliche  anlautende  s-:  co-ssin  oin  'bis  zum  Einen', 
co-ssa  laa  sa  'bis  zu  diesem  Tage',  fri-sna  hireschu  'gegen  die  Ge- 
rechten', iar-sin  tairgiriu  'nach  der  Verheißung',  for-sna  dligetha 
'auf  die  Gesetze',  i-snaib  fochidib  'in  den  Leiden'.  Einige  Entglei- 
sungen finden  sich :  oc-in  forcitul  'beim  Unterricht';  tre-sin  fuil 'durch 
das  Blut';  nach  for  kann  statt  sn-  auch  n-  vorkommen:  for-naib  gni- 
maib  'auf  den  Taten'.  —  Die  zweisilbigen  Formen  des  Artikels  werden, 
wie  die  angeführten  Beispiele  zeigen,  nach  Präpositionen  immer  einsilbig; 
sonst  geht  der  Vokal  der  ersten  Silbe  im  Air.  nur  ganz  ausnahmsweise  ver- 
loren, s.  I  264. 

Anm.  3.  In  der  proklitischen  Verbindung  ind-ala  (I  273  und  §  517) 
hat    der  Artikel  jede  Flexion    verloren    (auffällig:    ind    aile    'der    andere' 


§  505.  506]  Der  Artikel  im  ßrit  und  Gall.  177 

Nom.  Mask.  Thes.  1492,  24).  Ebenso  in  dem  indeklinablen  innonn, 
inonn,  inunn,  inun  'derselbe':  innonn  indocbal  'dieselbe  Ehre'  (fem.) 
Wb.  24 d  13,  innonn  forcital  'dieselbe  Lehre'  17b  32,  it  inonn  aide 
'sie  sind  dieselben'  23b  16;  nir.  ionann  (auf  der  ersten  Silbe  betont). 
In  diesem  Worte  steckt  der  Artikel  und  das  Zahlwort  oin  (S.  126).  Ob 
die  ünbetontheit  des  Zahlwortes  darauf  beruht,  daß  die  ganze  Gruppe  ur- 
sprünglich proklitisch  gewesen  ist,  oder  ob  alte  Betonung  des  Artikels  (wie 
in  indiu  I  294)  anzunehmen  ist,  entscheide  ich  nicht.  Im  jüngeren  Air. 
sind  neugebildete  Formen  für  Fem.  und  Neutr.  belegt:  Fem.  sinonn  Sg. 
189b  2  (auch  als  Neutr.:  76a  3,  198a  5:  nach  §  407,  3?).  Neutr.  ednon 
öen  Sg.  201a  11,  55b  3,  ednun  n-6in  Ml.  70d  1.  Häufig  steht  nach 
inonn  pleonastisch  noch  6 in.  Auch  nicht  verschmolzene  Gruppen  von 
Artikel  +  oin  in  der  Bedeutung  'derselbe'  kommen  vor,  und  auch  nach  einer 
solchen  Gruppe  kann  ein  pleonastisches  oin  stehen:  in  na  oena  raeite  gl. 
tantidem  Sg.  203a  26,   inna  oina  oina  sa  gl.  hos  eosdem  Ml.  70a  4. 

Anm.  4.  Altertümliche  Formen.  Neutr.  Sing,  se:  fri-se-llar  'to 
the  ground'  Ml.  36 d  18;  Neutr.  PL:  inda  fodb  gl.  exuuias  Thes.  II  47, 
24,  indä  errend  gl.  Stigmata  [Wb.]  20d  5,  vgl.  Thurneysen,  ZfcPh.  III  53. 

Spätere  Entwickelung.  Mir.  Nom.  PI.  Mask.  (Fem.,  Neutr.)  na:  na 
maic  'die  Söhne'.  Die  besondere  Form  des  N.  A.  Sing.  Neutr.  geht  all- 
mählich verloren.  Das  -b  des  Dat.  Plur.  wird  allmählich  aufgegeben:  do- 
na  statt  do-naib. 

§  506.     Der  bestimmte  Artikel  im  Brit.  und  Gall.     Ac.  ir: 

ir  pimphet  'der  fünfte',  ir  anamoii  gl.  menda,  in  ir  coit  4n 
dem  Walde'  ZE  671;  mit  o  'von',  di  'zu'  verschmolzen:  or  garn 
gl.  medio;  dir  arpeteticion  gl.  miseris.  Mc.  yr  (vor  silbischen 
Vokalen,  ;'-  und  h-),  y  (vor  Konsonanten  und  w):  yr  eiry  'der 
Schnee',  yr  iarlles  'die  Gräfin',  yr  hen-wr  'der  alte  Mann',  y 
inab  'der  Sohn',  y  waew  'der  Speer',  yn  y  llys  'in  der  Burg'. 
Mit  Präpositionen  verschmolzen:  o-r  raab  'von  dem  Sohne',  a-r 
geifyr  'mit  den  Ziegen',  y-r  fforest  'zum  Walde';  ferner  a-r 
meirch  'und  die  Pferde'. 

Acom.  en  bit  'die  Welt'.  Mcorn.  an,  en;  Verschmelzungen: 
ha-n  map  'und  der  Sohn';  the-n  tas  'dem  Vater',  a-n  nef  'vom 
Himmel';  yn  chy  'ins  Haus'  (yn  'in'). 

Abr.  en;  mit  do  'zu'  verschmolzen:  don.  Mbr.  en,  an;  ver- 
schmolzen: da-n  bet  'zur  Welt';  Doe  n  tat  'Gott  der  Vater';  en 
offeren  'in  der  Messe'.  Nbr.  ann  (vor  silbischen  Vokalen,  h-,  d-, 
t-,  n-),  al  (vor  1-),  ar  (vor  Hinterlingualen,  Labialen,  j,  s):  ann 
ene  'die  Seele',  ar  iar  'die  Henne',  ar  waz  (oaz)  'die  Gans',  ar 
zac'h  'der  Sack'.     Mit   der  Präp.  'in'  verschmolzen:    enn,  el.  er. 

Gall.  ooGLV  vefxriTOv  (Akk.  Sing.  Neutr.)  'dies  Heiligtum'. 

Pederson:  Vgl.  kolt.  Gramm.     II.  12 


178  Gebrauch  des  Artikels.  [§  506—508 

Anm  Über  den  Wandel  w  r  im  C.  und  Br.  s.  I  155.  In  dem  beim 
Appositious-Instrumentalis  und  als  Adverbialzeichen  verwendeten  Dativ  des 
Artikels  bat  dieser  "Übergang  im  C.  nicht  stattgefunden:  ac.  hin  rac.  yn 
(S.  76  f.).  Vielleicht  verhielt  sich  der  Dativ  einst  zum  Nom.  wie  im  Ir. 
Dat.  ind  zu  Nom.  in;  damit  stimmt  es,  daß  ein  Eest  des  -d  (durch  Sandhi 
zu  -t  verschoben)  im  Mbr.  im  Dat.  erhalten  ist:  ent  seder  'tran- 
quillement'  (aber  mbr.  en  mat  nbr.  ervat  'gut').  Ob  in  corn.  Dat.  yn 
gegenüber  dem  sonstigen  en,  an  ein  Umlaut  oder  zufällige  orthographische 
Variation  vorliegt,  bleibe  dahingestellt.  Über  mc.  y  neill  s.  §  517,  3; 
ac.  in-it-oid  s.  §  511  Anm.  3  S.  183. 

§  507.  Gebrauch  des  Artikels.  Das  hier  nach  seiner  Haupt- 
verwendung als  Artikel  bezeichnete  Pronomen  fungiert  1)  adjekti- 
visch, und  dann  immer  proklitisch;  für  sich  allein  fungiert  es  als 
Artikel,  mit  einem  nach  dem  Substantiv  stehenden  Augens  be- 
deutet es  'dieser',  'jener';  2)  substantivisch,  entweder  allein,  prokli- 
tisch vor  einem  relativen  Satz,  oder  proklitisch  in  Verbindung  mit 
einem  betonten  Augens. 

§  508.  Fehlen  des  Artikels.  1)  Der  Artikel  fehlt  vor 
einem  Substantiv,  das  einen  bestimmten  Genitiv  regiert:  air.  icc 
in  domuin  'die  Erlösung  der  Welt'  Wb.  5c  14;  tuath  dse'  'das 
Volk  Gottes'  30b  14;  talland  cäich  uanni  'das  Talent  eines 
jeden  von  uns'  12a  12  (auch  torad  precepte  nach  aili  'die  Frucht 
der  Predigt  eines  Anderen'  17b  .18,  vgl.  9c  31;  icc  anm  an  so- 
chuide  'die  Erlösung  der  Seelen  vieler  Leute'  24 d  14);  —  mc. 
ystlys  y  fforest  'der  Rand  des  Waldes',  llys  Arthur  'Arthurs 
Hof;  —  corn.  cvsyl  an  tas  'der  Rat  des  Vaters';  —  mbr.  argon 
an  dibr  'l'arQon  de  la  seile'  u.  s.  w.  Dagegen  kann  der  Artikel 
selbstverständlich  vor  dem  von  einem  vmbestimmten  Genitiv  be- 
gleiteten Substantiv  stehen:  air.  ä  cenele  rdoine  'das  Menschen- 
geschlecht'  Wb.  5c  16,   nc.  y  llyfr  gweddi  'the  prayer  book'. 

Antn.  Der  Artikel  steht  im  Air.  häufig  vor  einem  Substantiv  mit 
einem  definierenden  bestimmten  Genitiv:  fri-ssa  lind  serb  in  chür- 
sactha  'zum  bitteren  Trank  des  Tadels'  Wb.  7d9;  assin  folud  ap- 
priscc  inna  colno  'aus  der  gebrechlichen  Substanz  des  Körpers'  =  'aus 
der  g.  S.,  die  unser  Körper  ist'  9  c  10;  vgl.  9  d  5.  Andere  Fälle  eines 
Substantivs  mit  dem  Artikel  vor  einem  davon  abhängigen  Gen.  mit  dem 
Artikel  sind  wohl  zum  Teil  bloße  Anakoluthien. 

2)  Der  Artikel  fehlt  ferner  vor  Substantiven,  bei  denen  die 
Bestimmtheit  in  anderer  Weise  (durch  ein  possessives  Pronomen 
u.  s.  w.)  ausgedrückt  ist  (auch  eine  Ordnungszahl  bewirkt  im  Air. 
bisweilen  Fehlen  des  Artikels:  cetnae  accuis  'der  erste  Grund' 
Ml.  118  d  12,  vgl.  unter  4°);    ebenso  bei  Substantiven,    bei  denen 


§  508, 3]  Gebrauch  des  Artikels.  179 

die  Bestimmtheit  selbstverständhch  ist  (Eigennamen).  Es  gibt  jedoch 
sowohl  im  Nir.  wie  im  Mc.  und  Nc.  geographische  Eigennamen, 
die  mit  dem  Artikel  verbunden  werden:  nir,  an  Späin,  c.  yr 
Ysbaen  'Spanien',  vgl.  Strachan,  Introd.  S.  21,  Rowland  §  417, 
418.  Auch  werden  Personennamen  im  Mc.  bisweilen  mit  dem 
Artikel  versehen;  so  nach  heb  4nquit:  heb  y  Peredur,  heb  yr 
Owein,  vgl.  nc.  ebr  'inquit';  aber  auch  in  anderen  Verbindungen, 
s.  z.  B.  Mab.  93,  2  und  18. 

3)  Im  Air.  fehlt  der  Artikel  vor  einer  Reihe  von  Appella- 
tiven, die  mit  den  Eigennamen  eine  gewisse  Bedeutungsähnhchkeit 
haben;  vor  einigen  Wörtern  fehlt  er  immer,  vor  anderen  in  ge- 
wissen formelhaften  "Wendungen:  dia  'Gott'  (auch  im  Brit.  ohne 
Artikel:  c.  duw,  com.  dew,  br.  doue);  diabol  und  demun 
, 'Teufel'  Wb.  22d  11;  9d  24;  de  acht  'Gottheit',  döinecht  'Mensch- 
heit' 32c  13;  apstil  'die  Apostel',  fäithi  'die  Propheten'  21c  5; 
do  hüasalathrachaib  'den  Patriarchen'  30d  1;  sacart  'Priester' 
10  d  15,  16;  heritic  'die  Ketzer'  30b  24;  geinti  'die  Heiden' 
5b  17;  do  chorintib  'den  Korinthiern'  16d  7;  do  firianaib  'den 
Gerechten'  13b  27;  for  pecthachu  'auf  die  Sünder'  25 d  19; 
linn  cretmech  'die  Gläubigen'  lOd  13;  etir  tuaith  'among  the 
lay-folk'  28d  31;  la-mmarbu  'mit  den  Toten'  25b  22;  besad 
felsub  'die  Sitte  der  Philosophen'  27a  10;  i  taig  rig  'in  the 
king's  house'  23b  9;  corp  duini  'der  Körper  des  Menschen'  12a 
29,  b  12;  eter  söir  et  döir  eter  mug  et  coimdid  'der  Freie 
und  der  Unfreie,  der  Sklave  und  der  Hcit'  27  c  15;  —  nem  'das 
Himmelreich'  22b  23;  ar  indocbäil  talman  'um  den  Ruhm  der 
Erde'  23d  21;  grien  'die  Sonne'  Thes.  II  21,  37  (aber  a  n-£escae 
'den  Mond',  ebenda);  bethu  suthin,  bethu  frechdirc  'das  ewge 
Leben,  das  gegenwärtige  Leben'  Wb.  13b  20,  c  10;  bäs  'der  Tod' 
23d  12;  bräth  'das  jüngste  Gericht'  25b  16;  hesseirge  et 
flaithemnas  'die  Auferstehung  und  das  Reich'  25c  13;  30a  20 
hicc  'die  Erlösung'  17d  27;  in  niulu  'in  die  Wolken'  25b  23 
in  seclis  'in  der  Kirche'  28 d  24;  i  tempul  'im  Tempel'  26a  8 
for  altöir  'on  the  altar'  lOd  18;  hi  croich  'on  the  cross'  28b  4 
dar-esi  cesto  'nach  dem  Leiden'  32  d  3;  rüna  'die  Geheimnisse 
15a  29;  soscele  'das  EvangeUum'  lOd  20;  fetarlice,  nuied- 
nisse  'das  alte,  das  neue  Testament'  15a  25^  27;  gräd  'der  Grad' 
28d  9;  i  precept  'im  Predigen'  17c  5;  a  döiri  'aus  dem  Exil' 
30b  14;  hiress  'der  Glaube';  fial  amirisse  'der  Schleier  des  Un- 
glaubens' 15a  29;  iar  m-bathius  'nach  der  Taufe'  28b  21;  ce  no- 

12* 


180  Gebrauch  des  Artikels.  [508, 3—5 

tad  maic  si  raith  'obgleich  Ihr  die  Söhne  der  Gnade  seid'  33b  8; 
comalnad  recto  'die  Erfüllung  des  Gesetzes'  6a  27;  cen  serbi 
pectho  'ohne  die  Säure  der  Sünde'  9b  12;  iar  n-immarmus,  iar 
forcitul,  iar  n-aithirgi,  iar  cretim  'nach  der  Sünde,  der  Be- 
lehrung, der  Reue,  dem  Glauben'  28b  30;  16a  14;  22c  2;  10a  29; 
ö  düalchib  'von  den  Lastern'  27a  13;  archuit  öisa  et  besä 
'mit  Bezug  auf  das  Alter  und  den  Charakter'  28 d  24;  cholno, 
spirito  'des  Fleisches,  des  Geistes'  19a  17;  14c  42;  hi  claar 
cridi  'in  the  table  of  the  heart'  15a  11;  corp  'der  Körper', 
animm  'die  Seele'  27b  2;  31b  26;  30a  2;  o  belib  'mit  den 
Lippen'  14c  23;  cenn  'der  Kopf,  läam  'die  Hand',  coss  'der 
Fuß',  süil  'das  Auge'  (im  Fabelstil)  13a  19;  12a  21,  25;  süili 
'die  Augen'  25c  23;  —  re  proinn  'vor  der  Mahlzeit'  28c  20; 
maicc  lai  et  soilse  'Söhne  des  Tages  und  des  Lichtes'  25c  6; 
in  aidchi  'in  der  Nacht'  24d  14;  co  cenn  'to  the  end'  23a  19; 
iar  fir  'in  der  Wirklichkeit'  16a  7. 

4)  Der  Artikel  kann  in  Air.  sogar  vor  einem  Substantiv  mit 
folgendem  Augens  fehlen:  diuellimur  inde,  Iphitus  et  Pelias 
mecum  .i.  docuirethar  cetna  persan  sin  persana  aili  chu- 
cae  'diese  erste  Person  schließt  andere  Personen  an  sich  an'  Sg. 
191a  2;  far  failte  sin  frinn  olim  nobis  facta  'jene  eure 
Freude,  die  Ihr  einst  uns  gegenüber  gezeigt  habt'  Wb.  19  d  22; 
tri  indlach  inna  talman  n-i-sin  Ml.  40d  16,  s.  §  512.  Corn. 
a-le-mma  'from  this  place',  br.  bre-maiT  I  434. 

5)  Ein  Substantiv,  das  durch  einen  relativen  Satz  bestimmt 
wird,  hat  im  Ir.  und  im  Brit.  den  Artikel:  air.  dund  öis  nad 
chaithi  cach  tuari  'den  Leuten,  die  nicht  jede  Speise  essen' 
Wb.  6c  11;  mc.  y  marchawc  a  rannassai  yr  aualeu  'der 
Ritter,  der  die  Äpfel  geteilt  hatte'  Mab.  194;  corn.  an  luef  am 
gruk  'die  Hand,  die  mich  geschaffen  hat'  R.  D.  143;  br.  al  loden 
zanvez  a  zigouez  din  'der  Teil  von  Gütern,  der  mir  zukommt' 
Loth,  ehrest.  S.  363.  Ausnahmen  von  dieser  Regel  sind  jedoch 
im  Air.  nicht  selten:  ainm  däno  dorigeni  i  tossug  'den  Namen 
der  Profession,  die  er  ursprünglich  betrieben  hat'  Wb.  27  d  10; 
is  he  cruth  inso  sem  no-s-messamar  'this,  truly,  is  the  way 
we  shall  judge  them'  9c  10.  Vgl.  Wb.  10  b  21;  12 d  5;  13  a  16; 
24c  17;  25c  10;  27c  36;  28c  20,  d  26;  30a  11.  Ähnlich  im 
Mc. :  rac  hyt  y  buant  ar  goll  'wegen  der  langen  Zeit,  wäh- 
rend der  sie  verloren  gewesen  waren';  hyt  IIa  yd  oed  keffyleu 
a  gywedei  gynnut  udunt  'bis  zum  Orte,  wo  die  Pferde  waren,. 


§509.510]  Gebrauch  des  Artikels  (des  Demonstrativpronomens).     181 

welche  für  sie  Brennholz  transportierten'  Mab.  194,  195.  Com. 
corf  yn  beth  a  worseugh  why  'der  Körper,  den  Ihr  ins  Grab 
gelegt  habet'  R.  D.  48;  den  na  gresso  *the  man  who  does  not 
believe'  R.  D.  2478.     Vgl.  §  511,  Anm.  2. 

§  509.  Wo  ein  unbestimmtes  Substantiv  von  einem  Ad- 
jektiv begleitet  als  Prädikatsnomen  nach  der  Kopula  stehen  sollte, 
wird  im  Air.  das  Adjektiv  vorangestellt  und  das  Substantiv  folgt 
mit  dem  Artikel:  is  acher  in  gäith  innocht  'es  ist  ein  scharfer 
Wind  diese  Nacht'  Thes.  II  290;  is  maith  in  chommäin  dorat 
doib  'es  ist  eine  gute  Belohnung,  die  er  ihnen  gegeben  hat'  Wb. 
6d  7;  is  m()r  in  dethiden  file  dom-sa  'es  ist  eine  große  Sorge, 
die  ich  habe',  'ich  habe  eine  große  Sorge'  26d  19;  is  möith  a 
forcital  'es  ist  eine  milde  Belehrung'  19c  1;  mädramil  in  macc 
'es  ist  ein  mutterähnlicher  Sohn'  13 d  10;  mor  int  serc  'es  ist 
eine  große  Liebe'  22b  11;  ni  sulbir  in  briathar  'es  ist  kein  be- 
redtes Wort'  17b  4;  ni  alind  in  ball  näd  chometig  don 
chorp  'es  ist  kein  schönes  Glied,  das  sich  dem  Körper  nicht  fügt' 
22a  13;  bad  spirdide  in  guide  'es  sei  ein  geistiges  Gebet'  22d 
21;  na  bad  naimtide  a  cosc  'es  sei  keine  feindliche  Zurecht- 
weisung' 26b  28;  ni-pu  immaccus  int  aidrius  'es  war  keine 
baldige  Rückkehr'  18 d  5.  Statt  des  Adjektivs  steht  Präposition 
+  Kasus:  bad  ho  thoil  in  fognam  'es  sei  freiwilhger  Dienst' 
22d  5;  bad  in  dia  in  failte  'es  sei  Freude  in  Gott'  23d  19; 
bad  in  domino  int   aurlatu    'es   sei  Gehorsam  in  Gott'  27c  3. 

Die  ganze  Ausdrucksweise  ist  mit  frz.  eile  a  les  cheveux 
blonds  psychologisch  parallel ;  der  Substantivbegriff  wird  als  selbst- 
verständhch  oder  gegeben  betrachtet.  Daher  in  einem  Vergleich 
(wo  der  Substantivbegriff  nicht  selbstverständlich  ist):  is  lestar 
fäs,  is  crann  crin,  nad  deni  thoil  ind  rig  thuas  'he  is  an 
empty  vessel,  he  is  a  withered  tree,  whoso  doth  not  the  will  of  the 
King  above'  Thes.  II  294. 

Nir.:  is  deas  an  cailin  i  sin  'sie  ist  ein  schönes  Mädchen' 
(mit  einem  Subjektspronomen  nach  dem  Substantiv;  dies  Pronomen 
hat  aber  die  Form,  die  sonst  dem  Objektspronomen  eigen  ist,  s. 
§  491);  is  mör  an  fear  an  fear  üd  'jener  Mann  ist  groß'.  S. 
Atk.  Keat.  Appendix  S.  VI,  Molloy  145. 

Über    eine    ähnliche  Konstruktion    im  Cornischen   s.  §  523,  6. 

§  510.  Demonstrative  Verwendung  des  nicht  augierten 
Artikels  kommt  nur  in  erstarrten  Verbindungen  vor:  ir.  in-diu, 
in-nocht  S.  79  (Vermischung    mit   der  Präp.  i  n-  zeigt   sich   bei 


182         Gebrauch  des  Artikels  (des  Demonstrativpronomens).     [§  511 

im-buarucli  'heute  früh'  und  bei  nir.  i  m-bliadhna  'this  year'). 
c.  y-ma  'hier'  "dieser  Ort". 

§  511.  Die  substantivische  Verwendung  des  nicht  augier- 
ten  Artikels  vor  einem  relativen  Satz  findet  nur  im  Neutr.  statt. 
Vgl.  über  das  Irische  Verf.,  KZ  XXXV  394  f.,  über  das  C.  At- 
kinson,  Proceedings  of  the  Royal  Irish  Academy,  3.  Ser.,  Vol.  III 
475f.,  Zimmer,  ZfcPh.  II  86ff.,  Loth,  Rc.  XXXI  358-364. 

Air.  ni  dignem  an  dogniat  som  'wir  werden  das  nicht  tun, 
was  sie  tun'  Wb.  17b  9;  nach  gäo  dom  an  asbiur  'daß  das- 
jenige nicht  unwahr  ist,  was  ich  sage'  17  d  12.  Der  Artikel  steht 
normalerweise  unmittelbar  vor  dem  relativen  Satz;  er  kann  jedoch 
durch  einen  partitiven  Genitiv  oder  eine  damit  synonyme  Präpo- 
sitionsverbindung davon  getrennt  sein:  mir.  an  gaisceda  tue  o 
Scäthaig,  air.  an  du  imnedaib  7  frithoircnib  fodaimiS.  81; 
mir.  an  do  doraid  tarraid  Coinculainn  'das  von  Schwierigkeit, 
was  den  Cuchulainn  überfiel'  Wi.  300,  2.  Der  Artikel  steht  im 
Ir.  in  dieser  Verwendung  nicht  nach  Präpositionen  (der  Satz  for- 
san  Israhel  7  Aron  7  as  Leui  trachtaid  inso  'this  comments 
on  I.  and  A.  and  L.'  Ml.  138  c  13  ist  anakoluthisch). 

Im  C.  findet  sich  im  Gegenteil  diese  Verwendung  des  Ar- 
tikels nur  nach  Präpositionen:  mc.  ef  a  dely  gwneuthur  me- 
dhecynyat  rad  yr  a  uo  en  e  llys  Ges.  Vened.  1 18,  6,  s.  S.  65; 
a  dywedut  y  rodei  pob  dim  or  a  archei  y  brenhin  'und  er 
sagte,  er  würde  alles  geben  von  dem,  was  der  König  forderte'  Red 
Book  II  286,  12;  dy  glot  ry  giglef  ym  pob  gwlat  or  y  bum 
'deinen  Ruhm  habe  ich  gehört  in  jedem  Lande,  von  dem,  wo  ich 
gewesen  bin'  Mab.  214,  17.     a-r  a  'von  dem,  was'  ist  fast  =  a. 

Anm.  1.  Die  Ähnlichkeit  dieser  o.-Koustruktion  mit  den  ir.  relativen 
Präverbien  (§  268)  ist  ganz  oberflächlich;  im  C.  regiert  die  Präposition  das 
demonstrative  Pronomen,  im  Ir.  regiert  sie  das  (ursprünglich  formell  nicht 
ausgedrückte)  Eelativum.  Wo  im  Ir.  in  der  Satzfuge  eine  Präposition  dem 
Sinne  nach  das  Demonstrativum  regiert,  wird  entweder  das  Pronomen  inti 
(§  512)  verwendet  (do-nd-i,  o-nd-i  =  mc.  y-r,  o-r),  oder  das  Demonstra- 
tivum wird  formell  nicht  ausgedrückt  (6  'seit',  ol  'weil',  co  'bis'  I  399; 
so  auch  im  Brit.:  mc.  wrth  a  dywedeisti  'nach  dem,  was  du  gesagt 
hast'  Strachan,  Introd.  52,  wrth  'weil',  corn.  rag  'denn',  mbr.  rac  'denn'; 
mc.  0  und  o-r  'wenn').  Vermischungen  der  demonstrativen  Präpositionen 
mit  den  relativen  Präverbien  haben  allerdings  im  Ir.  zweifellos  stattge- 
funden; bei  CO  findet  die  Vermischung  vor  unseren  Augen  statt  (die  alte 
Konstruktion  steht  neben  der  neuen);  bei  ol  nach  einem  Komparativ  ist 
sie  der  Bedeutung  wegen  (S.  78)  notwendigerweise  anzunehmen;  aber  die 
uns  vorliegenden  Tatsachen    führen  dann   zur  Annahme  der  folgenden  Ent- 


§  511]  Gebrauch  des  Artikels.  Ir.  an  'indem'.  183 

wickelunf^sreihe:  1)  ol  bewirkt  keine  Eklipse  und  bildet  mit  dem  Yerbum 
keine  Zusammensetzung;  2)  nach  dem  Muster  der  relativen  Präverbia 
werden  nach  ol  Eklipse  und  Kompositalendungen  des  Verburas  eingeführt: 
ol-dau,  ol-riiboi;  3)  das  in  dieser  Weise  zum  relativen  Präverbium  ge- 
wordene ol  n-  nimmt  an  der  formalen  Umbildung  der  relativen  Präverbia 
teil:  ol-am-bieid  si.  Die  umgekehrte  Kekonstruktion,  wonach  ol-an- 
älter  als  ol  n-  und  mit  c.  y-r,  o-r  parallel  wäre,  ist  ganz  unwahrscheinlich. 
Wenn  man  ferner  z.  B.  bei  ar-a  n-  'damit'  von  der  Bedeutung  "propter 
hoc"  ausgehen  will,  so  wird  man  mit  Rücksicht  auf  ar  'denn'  anzunehmen 
haben,  daß  dies  "propter  hoc"  ursprünglich  durch  die  Präposition  allein, 
nicht  durch  Präposition  +  Artikel  ausgedrückt  gewesen  ist. 

Anm.  2.  Das  Demonstrativpronomen  vor  dem  relativen  Satz  kann 
ganz  fehlen.  Air.  r-a-fitir  as  lia  'die  meisten  ("was  das  meiste  ist") 
wissen  es'  Wb.  23c  21;  ni  irbagam  nä  dernam  'we  boast  not  what  we 
do  not'  17b  6;  ni-m-bia  durata  'er  wird  nichts  zu  geben  ("was  er 
gebe")  haben'  Ml.  57a  13;  is  lestar  fas,  is  crann  crin  nad  deni 
thoil  ind  rig  thuas  S.  181;  ni  bia  di  mütaib  bes  huilliu  in  oen 
sillaib  'es  wird  nicht  mehr  Mutae  ("was  mehr  ist  von  Mutae")  in  einer 
Silbe  geben'  Sg.  7a  1;  ro-boi  du  meit  a  pecthae  som  combu  uisse  a 
n-epeltu  'ihre  Sünden  waren  so  groß  ("es  war  soviel  von  Größe  ihrer 
Sünden"),  daß  ihr  Tod  gerecht  gewesen  wäre'  Ml.  98c  6;  attä  di  seirc 
la  laitnori  inna  n-gree  co-seichetar  cid  a  comroircniu  'die  La- 
teiner haben  eine  solche  Liebe  ("das,  soviel  von  Liebe")  für  die  Griechen,  daß 
sie  sogar  ihren  Irrtümern  folgen'  Sg.  Ia2.  Ir.  bes  'vielleicht'  wird  eigent- 
lich" was  sein  mag"  bedeutet  haben.  Weglassung  des  Demonstrativums  vor 
einem  mit  einem  Relativsatz  synonymen  Ausdruck:  mir.  fagabar  do 
feraib  Herend  tairismi  comrama  frim-sa  S.  81;  ni  theiged  i-sin 
mag  can  arigud  'es  kam  nichts  auf  die  Ebene  ohne  bemerkt  zu  werden' 
LL  71a  48.  —  Mc.  aet  a-e  mynno  'gehe  wer  (es)  will'  Mab.  23,  15; 
keis  a-th  ladho  'suche  jemanden,  der  dich  töten  wird'  5,  24;  na  tbwy- 
llaf  a-m  cretto  'ich  werde  nicht  denjenigen  betrügen,  der  mir  glaubt' 
117,  15  u.  s.  w.  —  Corn.  ny  thue  dresto  na  varwo  'no  one  goes  over 
it  that  does  not  die'  R.  D.  2226;  an  geffo  pows  as  gwyrrfyns  'wer 
einen  Rock  hat,  verkaufe  ihn'  M.  C.  51.  —  Mbr.  chede  a  ry  'voici  ce  que 
tu  feras'  Ernault,  Gloss.  Vgl.  §  543.  Über  das  Fehlen  des  Demonstrati- 
vums nach  einer  Präposition  s.  Anm.  1. 

Anm.  3.  Aus  dem  neutralen  Demonstrativpronomen  vor  einem  Re- 
lativsatz hat  sich  im  Air.  eine  Konjunktion  a  n-  'indem'  (ZE  709)  ent- 
wickelt: an  no-n-geiss  'when  thou  beseechest"  gl.  testificans  Wb.  30b  4; 
an  aslui  grien  fo  a  fuined,  dosoi  dond  Orient  'when  the  sun  goes 
away  to  its  setting,  it  turns  to  the  east'  Thes.  II  21,  36.  Über  die  rela- 
tive Eklipse  nach  dieser  Konjunktion  vgl.  I  397. 

Dieselbe  Entwickelung  hat  auch  im  C.  stattgefunden:  ac.  in-it-oid 
'indem  .  .  war";  mc.  dyuot  a  wnaeth  yn  yd  oed  y  kawc  'er  kam  bis 
wo  das  Gefäß  war'  Mab.  50  (yn  ist  Objekt  des  Bewegungsvorbums,  vgl.  S.  72); 
yn  y  gwelych  eglwys  can  dy  pater  wrthi   'wo  (wenn)  du  eine  Kirche 


184  Ir.  inti.  [§511.  512 

siehst,  sage  dein  Vaterunser  davor';  yn  y  bei  orchyuygedic  angheu  a 
gyuodes  y  trydyd  dyd  'who,  when  death  had  been  overcome,  arose  on  the 
third  day'.  S.  Strachan,  Rc.  XXVIII  198,  Introd.  130.  Daß  der  Übergang 
n  y  r  in  diesem  Falle  nicht  eingetreten  ist,  erklärt  sich  sehr  einfach  daraus, 
daß  immer  ein  Vokal  auf  das  n  folgte.  Die  mc.  Konjunktion  yny  'bis'  scheint 
teils  dem  ir.  a  n-,  teils  dem  ir.  an -na  'indem  nicht'  zu  entsprechen:  dyuot 
a  arugantyr  holl  niferoed  hyny  vydant  yn  emylykae  'the  whole 
multitude  came  tili  they  were  beside  the  enclosure'  Strachan,  Introd.  130f.; 
ny  bu  hir,  yny  vyryawd  Peredur  ef  .  .  yr  Uawr  'es  dauerte  nicht 
lange,  bis  P.  ihn  zu  Boden  warf  Mab.  200;  yny  ymgaffwyf  ac  efo  .  . 
ny  cheffy  ditheu  trigyaw  dwynos  yn  vn  ty  'bis  ich  ihn  treffe,  sollst 
du  nicht  zwei  Nächte  in  einem  Hause  bleiben'  Mab.  196.  Mit  com.  er- 
na  'bis'  ist  c.  yny  nicht  identisch  (es  sei  denn,  daß  corn.  erna  sein  r 
einer  volksetymologischen  Umbildung  oder  einer  Vermischung  verdankt). 
§  512.  Ein  dem  Ir.  und  Brit.  gemeinsames  Augens  des 
Artikels  ist  ir.  -i  c.  -eu.  Bei  dem  adjektivischen  Artikel  steht  das 
Augens  im  Ir.  selten  allein:  in  duine  in  chainchomraic  hi  ^der 
Mann  dieses  freundhchen  Verhältnisses'  Ml.  61c  2;  in  maic  hi 
roslassa  and  *die  Knaben,  die  dort  zu  Boden  geworfen  waren' 
LU  59b  14.  In  der  Regel  folgt  noch  das  Augens  sin:  in  bair- 
gen  hl  sin  'dies  Brod'  Wb.  IIb  8;  a  m-bäs  n-i-sin  'dieser  Tod' 
15d  12.  Augens  ohne  Artikel  (§508,4):  triindlach  innatalman 
n-i-sin  'durch  diese  Spaltung  (in  dl  ach,  ohne  Artikel  wegen  des 
folgenden  bestimmten  Genitivs)  dei-  Erde'  Ml.  40  d  16  (n-  ist  ver- 
schleppte Eklipse,  vgl.  §  265  Schluß).  Seltener  folgt  tall:  ni-n 
chruth  hl  thall  'nicht  in  jener  Weise'  Wb.  26b  13.  Das  sub- 
stantivische int-i,  intii  (Fem.  ind-i,  Neutr.  an-i;  Akk.  Mask. 
Fem.  inn-i;  Gen.  Sing.  Fem.,  Nom.  PI.  Fem.,  Neutr.,  Akk.  PI. 
inna-hi.  Gen.  PI.  innan-i  u.  s.  w.;  für  ind-i  wird  häufig  ind-hi 
geschrieben,  vgl.  I  406)  steht  im  Ir.  1)  vor  einem  relativen  Satz: 
intii  labrathar  ilbelre  'derjenige,  der  viele  Sprachen  spricht' 
Wb.  12c  19;  indhi  pridchite  'diejenigen,  welche  ijredigen'  29a 
12;  do  menmanib  innani  asbertis  'den  Gedanken  derjenigen, 
welche  sagten  .  .'  25b  27;  an  asberin  o  belib  et  ani  imme- 
rädin  ö  chridiu  'das,  was  ich  mit  den  Lippen  sagte,  und  das, 
was  ich  im  Herzen  dachte'  14c  23;  for-sna-hi  comalnatar 
teil  dse  'on  those  who  fulfil  God's  will'  20d  1;  for-san-i  as- 
rubart  'auf  das,  was  er  gesagt  hat'  9c  1;  2)  appositioneil  vor 
einem  Personennamen:  inti  Moysi  'er,  Moses'  33a  2;  3)  vor 
einem  Augens  oder  einem  Ortsadverbium:  sechip-he  im  do  dia 
im  do  pheccad  .  .  adib  mogse  indi-sin  gl.  serui  estis  eius  cui 
oboeditis    'wer   er   auch   ist,    ob   (Ihr)  Gotte   oder   der   Sünde   (ge- 


§  512]  Ir.  inti  c.  ynteu  corn.  -ense.  185 

horchet),  so  seid  Ihr  Sklaven  von  diesem  (d.  h,  von  Gott  oder  von 
der  Sünde,  personifiziert)'  3b  15;  fri  genti  asbeir  som  ani- 
siu  'zu  den  Heiden  sagt  er  dies'  4d  17;  äni  thüas  'das,  was 
oben  steht',  'Jenes  oben'  10a  15  (ani-siu  sis  'was  weiter  folgt', 
"Dieses  nach  unten"  15 d  33);  gluäs  indi  riam  'eine  Erklärung 
des  Vorhergehenden'  17 d  21;  titul  indi  archiunn  'Überschrift 
des  Folgenden'  28a  11;  äni  chetna  'dies  selbe',  'in  derselben 
Weise'  LU  61a  9. 

Anm.  1.  Ir.  inti  war  auf  der  letzten  Silbe  betont.  Schon  früh  wurde 
es  fälschlich  als  in-ti  analysiert;  daher  mir.  Dat.  don-ti,  Gen.  in-tii 
(Atk.  LBr.  S.  745),  imm-on-ti  thanic  'um  denjenigen,  der  gekommen  ist' 
LL  72a  47.  Im  Nsch.  gilt  ti,  im  Nir.  te  als  ein  Substantiv  mit  der  Be- 
deutung 'individual'  'Person'  (nir.  te  kommt  im  Wesentlichen  nur  in  den 
Fällen  vor,  wo  air.  -hi  möglich  war;  nsch.  ti  hat  dagegen  vielfach  die 
Kechte  eines  gewöhnlichen  Substantivs  gewonnen;  im  Nsch.  wird  zu  ti 
ein  Fem.  to  'weibliche  Person',  im  Nir.  dialektisch  umgekehrt  zu  te  ein 
Fem.  ti  gebildet).     S.  darüber  Asp.  i  Irsk  S.  132. 

Mc.  ynteu  (ac.  yntou  L.  Land.)  ist  zu  einem  persönhchen  Pro- 
nomen geworden,  s.  §  493,  §  492;  vgl.  ir.  inti-sin.  Es  steht  wie  ir. 
inti  oft  appositioneil  vor  einem  Personennamen  oder  einem  damit 
bedeutungsverwandten  Appellativ  (ynteu  Bwyll  'er,  Pwyll';  hitheu 
wreic  Teirnon  'sie,  T.'s  Frau').  In  der  Verbindung  neu  ynteu 
hatte  das  Pronomen  die  Bedeutung  'idem',  wurde  aber  sehr  irüh 
adverbiell  aufgefaßt,  es  ist  daher  indeklinabel  (y  gelwit  hi  Lun- 
dein  neu  ynteu  Lwndrys  'sie  wurde  Lundein  oder  mit  einem 
anderen  Namen  Lwndrys  genannt')  und  steht  auch  in  Fällen,  wo 
gar  kein  PronominalbegrifF  vorhanden  ist  ('oder  aber');  nc.  ynte 
'otherwise'.  Vgl.  Strachan,  Inti'od.  34.  Über  das  entsprechende 
corn.  Pronomen  vgl.  §  495  S.  161. 

Anm.  2.  C.  ynteu  ist  auf  der  ersten  Silbe  betont.  Schon  sehr  früh 
wurde  es  fälschlich  alsyn-teu  analysiert;  eine  Femininform  hi-theu  wurde 
gebildet  (vgl.  ir.  si-nonn  neben  inonn  §  505  Anm.  3);  darauf  folgten 
weitere  Neubildungen  (§  503,  1).  Einen  anderen  Weg  ging  die  corn.  Ent- 
wickelung;  vermutlich  hat  zunächst  die  alte  Form  des  Mask.  auch  für  das 
Fem.  und  den  Plur.  Geltung  gewonnen;  dann  ist  die  Endung  nach  Analogie 
der  enklitischen  persönlichen  Pronomina  umgestaltet  worden:  Mask.  -ens-e, 
Fem.  und  Plur.  -ens-y. 

Anm.  3.  Die  Identifikation  von  ir.  inti  und  c.  ynteu  unterliegt 
keinerlei  lautlichen  Bedenken;  das  Augens  war  * hce,  vgl.  skr.  iva  (l  442); 
daraus  einerseits  ir.  -ii,  -i,  andererseits  ac.  -ou,  mc.  -eu;  denn  jedes  -itc- 
ist im  Auslaut  eines  mehrsilbigen  c.  Wortes  zu  -ou  ^  -eu  geworden: 
yw  'ist',  pi-eu  'cuius  est';  in  keinem  sicheren  Fall  ist  unbetontes  c.  -yw 
aus  -iw-  entstanden;    über  Ceruyw  s.  S.  16;    in  gwr-yw,  ben-yw   kann 


186  Augentia  des  Artikels.  [§  513, 1 

-uwo-  vorliegen.  Eher  könnte  die  Heranziehung  der  cornischen  Formen  be- 
denklich sein,  da  wohl  auch  im  Corn.  lautgesetzlich  -ow  zu  erwarten  wäre, 
vgl.  gall.  Dexsiua:  c.  deheu  corn.  dyghow  br.  dehou  I  36  (falls  hier 
volle  Identität  anzunehmen  ist). 

§  513.  1)  Die  häufigsten  Augentia  des  adjektivischen  Artikels 
im  Ir.  sind  so  (auch  sa;  durch  Mouillierung  se,  I  349,  353)  und 
sin.  so  weist  bisweilen  auf  das  Nähere,  sin  auf  das  Entferntere: 
in-fect-so,  ind-or-sa  'jetzt',  aber  in  tain  sin  'damals'  Wb.  3c  14; 
in  anderen  Fällen  weist  so  auf  das  im  Zusammenhang  Folgende, 
sin  auf  das  Vorhergehende:  is  si  thol  dee  didiu  ani'-siu  .i.  a 
trede  so  .i.  bona  et  placens  et  perfecta  'dies  ist  also  der  Wille 
Gottes,  diese  drei  Sachen,  bona  et  placens  et  perfecta'  5c  22;  in 
glaine  sin  et  ind  nöibe  et  in  firinne  is  i  n-anmim  in  choim- 
ded  .  .  düib-si  a  trede  sin  'diese  Reinigkeit  und  Heiligkeit  und 
Gerechtigkeit,  es  ist  im  Namen  des  Herrn,  daß  Ihr  diese  drei 
Sachen  besitzet'  9  c  30.  Das  Augens  steht  bei  Koordination  mehrerer 
Substantive  nur  einmal;  vgl.  das  soeben  angeführte  Beispiel  und 
in  male  si  et  in  tuistidi  'diese  Söhne  und  Eltern'  28d  22  (si 
statt  se,  vgl.  14b  6).  Über  Weglassung  des  Artikels  vor  dem 
Augens  s.  §  508,  4. 

Die  substantivischen  Gruppen  in -so  (in  Ml.  auch  in-se: 
114a  1,  115c  1,  128d  9)  und  in-sin  haben  nur  neutrale  Bedeutung 
('dies',  'jenes'):  ma  rufeste  inso"'wenn  Ihr  dies  gewußt  hättet' 
Wb.  9d  9;  fomnid  insin  'gebet  Acht  auf  dies'  20b  15;  is  döire 
duib-si  inso  uile  do  foditin  'es  ist  Unfreiheit  für  euch,  dies 
alles  zu  ertragen'  17c  17;  ni  fiu  düib-si  insin  do  eitsecht  'it 
is  not  worthy  for  you  to  hear  that'  18c  11;  com-mad  inso  sis 
roscribad  som  'sodaß  es  dies  Folgende  wäre,  was  er  geschrieben 
zu  haben  pflegte'  26b  31;  lerithir  inso  'so  fleißig'  27d  19; 
teccomnocuir  inso  'this  has  happened'  10a  4;  trog  insin  'sad 
is  that'  19  b  4.  Sie  haben  eine  Tendenz,  zu  bloßen  Augentien 
herabzusinken:  is  hed  insin  forchun  'dies  ist's,  was  ich  lehre' 
10a  13;  is  hed  inso  an  aithescc  'dies  ist  die  Antwort'  9d  15; 
is  si  inso  in  targabäal  'dies  (si  §  407,  2)  ist  das  Verbrechen' 
9c  19;  it  he  coisnimi  inso  file  lib-si  'das  sind  eure  Kämpfe' 
7d  13;  is  do  inso  noainfeda  'it  is  for  this  that  thou  wouldst 
have  remained'  27 d  20  (do  'dazu',  konjugierte  Präposition). 

Antn.  Über  andere  Verwendungen  der  Wörter  so  und  sin  s.  §  514; 
über  die  Etymologie  s.  §  516.  Auch  gewisse  Adverbia  können  als  Augentia 
des  ir.  Artikels  auftreten :  cenmathä  in  tegdais  n-ucut  'besides  yonder 
house'  Wb.  33a  4.     Über  cetne  s.  2°. 


§513,2.514,1—3]     Die  s-Demonstrativa  im  Ir.  187 

2)  Das  dem  ir.  sin  etymologisch  entsprechende  Wort  erscheint 
im  C.  nach  dem  Artikel  in  ähnlicher  Verwendung  wie  im  Ir.  (mc. 
y  chwedyl  hwnn 'diese  Erzählung';  yr  hwnn 'derjenige';  yr  hynn 
'dasjenige').  Es  hat  aber  auch  andere  Verwendungen  und  wird 
daher  in  §  515  besprochen.  Andere  mc.  Augentia  des  Artikels 
sind  yma  'hier'  (or  parth  yma  'von  dieser  Seite';  über  die  Ety- 
mologie s.  §  510);  hwnt  (§  515,  5),  racko  (§  494  Anm.),  draw 
(§  494  Anm.)  'dort',  cynneu  (y  gwr  gynneu  'jener  Mann,  der 
früher  erwähnte  Mann'  Mab.  165,  184;  Plur.  von  cynt  I  37,  vgl. 
corn.  agynsow  'lately',  'vor  kurzem';  zur  Bedeutungsentwickelung 
vgl.  ir.  cetne  'derselbe':  in  fer  cetnse  'derselbe  Mann,  der  früher 
erwähnte  Mann'  Wi.  127  Z.  17,  19;  cetne  ist  ein  adverbielles 
cet-  mit  den  Augentien  -n-e,  vgl.  §  490,  ist  aber  deklinierbar  ge- 
worden und  hat  sich  auch  neben  cet-  'der  erste'  vor  dem  Sub- 
stantiv eingebürgert).  Das  Nc.  verwendet  als  Augentia  yma  'hier', 
yna  'istic'  (mc.  yna;  aus  yno  unter  dem  Einfluß  von  yma;  ebenso 
corn.  ena),  acw  'illic'.  Corn.  ma,  na  (=  c.  yma,  yno):  an  den 
ma  'dieser  Mann',  an  nos  na  'jene  Nacht'.  Br.  man  (mit  Nasa- 
lierung wegen  des  anlautenden  m-,  vgl.  I  388;  auch  ma;  =  c. 
yma),  se  (§  515,3),  hont:  mbr.  an  mab  man  'dieser  Knabe',  an 
clezef  se  'iste  gladius',  an  kaer  hont  'jene  Stadt'. 

§  514.  Die  übrigen  Vertreter  des  Demonstrativstammes 
*so-  im  Ir.  1)  s-air  'gegen  Osten,  ostwärts',  s-iar  'gegen  "Westen', 
8-18  'hinunter',  s-uas  'hinauf',  s-echtar  'hinaus'  (analogisch  sa- 
dess  'südhch',  sa-thuaid  'nördhch',  s.  Wi.  Täin,  Thes.  II  22,  35; 
die  ältere  Form  ist  fa  dess,  fa  thuaith  Wb.  29a  21,  vgl.  I  271). 
Das  s-  darf  als  Akkusativ  gelten  (Ziel  einer  Bewegung,  §  414  S.  72); 
daneben  steht  in  lokativischer  Funktion  ein  t- :  t-air  'im  Osten', 
t-iar  'im  Westen',  t-i's  'unten',  t-uas  'oben',  t-all  'dort'  (vgl. 
§  517);  auch  tess  'im  Süden'  zu  dess  'recht,  südlich'  (Analogie- 
bildung). Ablativische  Bedeutung  haben  an-air  'von  Osten',  an- 
iar  'von  Westen',  an-is  'von  unten',  an-uas  'von  oben',  an- 
echtair  'von  außen';  an-all  'von  dort  her,  von  jenseits',  an-dess 
'von  Süden',  a-tuaid  'von  Norden'  (tuaid  'nördhch');  das  an- 
dieser  Wörter  war  nach  Ausweis  des  Neuirischen  unbetont;  es  ist 
oben  §  494  S.  158  als  eine  Präposition  gedeutet  worden.  2)  so, 
gewöhnhch  sa,  im  Falle  der  MouilHerung  se,  Augens  der  1.  Sing., 
§  480,  481.  3)  so,  seltener  sa,  im  Falle  der  Mouilherung  se, 
Augens  des  Artikels  §  513,  selbständig  in  demnithirso  'so  sicher' 
Wb.  28c  14;  fri-sso  'dazu'  Wb.  13a  22  (vielleicht  richtiger  fris-so, 


188  Die  s-Demonstrativa  im  Ir.  [§  514, 4 — 8 

vgl.  mir.  and-so  ^hier'  neben  and -sin  ^dort').  In  der  selbständigen 
Verwendung  und  in  in -so  'dies'  war  dies  so  betont;  es  er- 
hielt daher  das  o  besser  als  das  unter  2°  besprochene  Wort. 
4)  se  'dies',  selbständiges  betontes  Pronomen  nach  Präpositionen: 
co-sse  'bis  hierher,  bisher'  (cu-se  Wb.  33 d  8),  corricci  se  gh 
adhuc  'bisher',  cenmitha  se  'besides  this',  ar-se  'deshalb'.  Über 
se-ch-  s.  §  525.  5)  siu  Lok.  'hier',  auch  i-ssiu  (hi-siu  Wb. 
17b  3),  s.  §  422  S.  79;  re-siu  'bevor'  (Konjunktion,  I  397),  de- 
siu 'diesseits',  'von  dieser  Seite'.  6)  siu,  Augens  von  int-i  §512. 
Wird  mit  dem  vorhergehenden  Worte  etymologisch  identisch  sein, 
ist  aber  mit  dem  unter  3°  besprochenen  Augens  so  gleichbedeutend: 
amal  ro-mböi  a  n-dliged  sin  i  fetarlicci  ata  ani-siu  i 
nüiethnissiu  'wie  jenes  Gesetz  im  alten  Testament  gewesen  ist, 
so  ist  dies  im  neuen  Testament'  Wb.  lOd  19;  fochidi  ar  ecin 
co-ssin,  fochidi  o  thuil  ani-siu  sis  'gezwungene  Leiden  bisher 
(im  Vorhergehenden),  freiwillige  Leiden  dies,  w^as  folgt'  15 d  33. 
7)  sin  (nir.  sin  mit  mouilhertem  -n),  Augens  des  Artikels  und  der 
Verbindung  int-i  §  512,  §  513;  Augens  des  persönhchen  Pro- 
nomens der  3.  Sing.  Neutr.:  d-a-gniu-sa  sin  'ich  tue  dies'  Wb. 
14d  26;  a  fius  sin  'das  Wissen  davon'  10b  27;  samlid  sin  'so' 
28b  17;  airi  .  .  sin  'deshalb'  Sg.  9b  10;  mir.  and-sin  'dort' 
(ant-sin  Ml.  36a  1).  Selbständiges  Pronomen:  creitmech  sin 
as  messa  ancreitmech  'dies  ist  ein  Gläubiger,  der  schlimmer  als 
ein  Ungläubiger  ist'  Wb.  28  d  23  (=  in  sin);  demnithir  sin  'so 
sicher'  ML  131  d  12;  meist  nur  nach  Präpositionen:  co-ssin  'bis- 
her' (Beispiel  unter  6°),  fri-sin  'dazu'  Wb.  12d  41,  hi-sin  'dort' 
33b  7,  iar-sin  'nachher',  di-sin  'davon'  12b  32,  do-sin  'dafür' 
25d  8,  fo-sin  'in  that  case'  Ml.  42c  24.  Schließlich  findet  sich 
das  Pronomen  sin,  zum  Teil  in  lenierter  Form  und  zum  Teil  zu 
-sin-e  erweitert,  als  Bestandteil  der  Konglomerate,  die  'selbst'  be- 
deuten (§490);  -sin-e  findet  sich  im  Pronomen  cet-n-e  (§513,2), 
und  in  am-n-e  'so'  neben  am-in  (und  am-ein  in  Wb.  in  der 
Formel  ol-is-amein  'weil  es  so  ist,  denn  es  ist  so';  im  Mir.  amein 
als  Ausruf,  etwa  'ach,  so  was!';  ==  am  in  oder  aus  amae  §  488 
Anm.  +  sin?);  amnin  'so'  Wb.  13c  12  ist  amne  +  sin.  Vgl. 
noch  das  Pronomen  sodin  unter  10°  und  mir.  ammä-in  nir. 
amhäin  §  99  Anm.  4  I  165.  Über  mir.  anall-ana,  ille-na  s. 
§  517,  3.  8)  sund  'hier'  Wb.  14c  20;  di-sund  'davon'  27a  26, 
do-sund  'dazu'  21d  6  u.  s.  w.,  o-sund  innonn  'von  hier  an' 
22d8;  erweitert  sund-a  25b  9  (das  -a  ist  mit  dem  -e  von  -sin-e 


§514,9—11]  Die  s-Demonstrativa  im  Ir.  189 

unter  7°  identisch;  sund  selbst  ist  deutlich  mit  sin  und  mc.  hwnn 
verwandt).  0)  suide  'dieser'  (im  Dativ  auch  neutr.):  als  Subjekt 
in  mir.  ol  suide  'sagte  dieser'  §  483,  Strachan,  Eriu  I  5;  meist 
nach  Präpositionen:  tri  suide  'durch  diesen'  AVb.  3d  21,  tri 
suiidib  'durch  diese'  Ml.  56b  15;  la  suide  'bei  ihm',  la  suidiu 
und  la  suidib  'bei  ihnen'  Wb.  17c  13;  5a  1;  8a  11;  9b  17; 
6b  17;  8a  12;  9c  2;  17dll;  21b  11;  for  suide  'auf  ihn'  10a  1; 
fri  suide  'gegen  ihn',  fri  suidiu,  fri  sudib  'gegen  sie'  31d  19; 
9b  19;  Ml.  31a  18;  do  suidiu  'für  ihn',  do  suidib  'für  sie'  Wb. 
6c  4;  13d  17  u.  s.  w.;  di  suidiu  'von  diesem'  Sa  5  (neutr.?),  di 
suidib  'von  ihnen'  3d  28;  ar  suidib  'vor  ihnen'  28c  12;  ö  suidiu 
'daraus'  19c  6  (wohl  neutr.);  oc  suidiu  'dabei'  (neutr.)  4a  27; 
26 d  17;  i-ssuidiu  'damals,  unter  diesen  Umständen'  12a  3;  20a  6; 
13d  20;  i-ssuidi  'therein'  (fem.;  bezieht  sich  auf  Thessalonica) 
24b  23;  i-ssuidib,  hi  suidib  'darin' (Neutr.  PL)  15c  11;  21a  13; 
nach  einem  Komparativ:  moö  suidiu  'mehr  als  jenes'  24a  5.  Aus 
di  suidiu  ist  in  unbetonter  Stellung  didiu  'also'  entstanden 
(restituiert  di  sudiu  Wi.  255,  18;  209,  14;  auch  de-seic  mit  süd- 
irischem Wandel  des  d,  Zimmer  KZ  XXXII  215,  vgl.  oben  I  11). 
Unbetont  und  daher  in  abgeschwächter  Lautgestalt  (side  u.  s.  w.) 
kommt  dies  Pronomen  als  Augens  der  persönHchen  Pronomina  der 
3.  Sing,  vor,  s.  darüber  §  489.  10)  sodin  'dies',  nach  Präpo- 
sitionen, die  den  Akk.  regieren:  tri  sodin  'dadurch',  ar  sodin 
'dafür',  la  sodin  'dabei',  amal  sodin,  amal  sodain  'wenn  dem 
so  ist'  Wb.  4a  6;  14c  11;  28a  23;  13b  15;  17b  32  u.  s.  w. 
Suppliert  das  Paradigma  von  suide;  besteht  aus  einem  mit  suide 
verwandten  Bestandteil  +  dem  Augens  sin.  Über  eine  unirische 
Verwendung  der  beiden  Pronomina  suide  und  sodin  s.  v<  533. 
11)  sön  'dies'  ist  in  unbetonter  Stellung  aus  sodin  entstanden 
und  supi^liert  das  Paradigma  von  sodin;  es  steht  als  Subjekt:  is 
fir  son  'dies  ist  wahr'  Wb.  17c  22  (vgl.  4b  17,  d  3;  5b  31: 
lOd  31);  is  si  ind  f ir-threbaire  sön  'dies  ist  die  wahre  Klug- 
heit' 5d  29;  a  fius  sin  immurgu  ba  maith  sön,  act  ni  bed 
uall  and;  atä  sön  and  tra  'dies  zu  wissen  (daß  der  Götze  nichts 
ist)  wäre  jedoch  gut,  wenn  nur  kein  Hochmut  dabei  wäre;  dies  ist 
aber  dabei'  10b  27  (sön  bezieht  sich  nach  §  407,  2  auf  die  Nicht- 
Neutra fius  und  uall);  oft  =  'das  heißt,  nämhch':  diacones  sint 
unius  uxoris  uiri  .i.  re  n-airite  gräid  sön  'das  heißt,  vor  der 
Weihung'  28c  6  (vgl.  6c  30;  18d  2;  23d  32;  27d  25  u.  s.  w.; 
pleonastisch  nach  dem  erklärenden  sechis  10b  12);  ist  Prädikats- 


190  Die  s-,Ä-DemonstrativadesIr.,ßrit.  [§514,12.515,1—4 

nomen:  sön  ('das  ist's')  adindrimisoms.  §  484,  1  S.  142;  Augens 
des  Objekts:  sech  co-t-aneccar-sa  sön  'obgleich  ich  dies  (tun) 
könnte'  14c  40  (vgl.  10c  20;  32a  21).  12)  ön  'dies',  eine  schwächer 
betonte  Form  von  sön  mit  konstanter  Lenition :  is  coru  düib-si  ön 
'dies  ist  passender  für  euch'  Wb.  5d  37;  tanquam  filiis  dico 
.i.  iar  forcitul  ön  'das  heißt,  nach  dem  Unterricht'  (erst  durch 
die  Bekehrung  sind  sie  tilü  geworden)  16a  14;  omnia  autem 
propter  aedificationem  uestram  .i.  dogniu-sa  ön  "nämlich, 
tue  ich'  'dogniu-sa  ist  zu  supplieren'  18a  19  (vgl.  25c  25;  31b  15; 
pleonastisch  nach  sechis  25c  7);  ni-chumcam-ni  ön  'wir  können 
das  nicht'  4a  27;  aithirgid  besu;  dian-d-aithirsid  ön  is  i  n- 
deseircc  .  .  rigthir  cuccuib  'ändert  eure  Sitten;  wenn  Ihr  dies 
(§  407,  2)  ändern,  wird  man  in  Liebe  zu  euch  kommen'  9  a  23; 
ohne  infigiertes  Pronomen:  nicon-laimemmar-ni  ön  'wir  wagen 
dies  nicht'  17b  8.  Nach  hed  'es'  steht  als  Augens  immer  ön 
(§  481). 

§  515.  Die  übrigen  Vertreter  des  Demonstrativstammes 
*so-  im  Brit.  1)  Br.  ho-  c.  corn.  a-  in  br.  ho-n  mc.  corn.  a-n 
'unser',  br.  ho-z  mc.  a-wch  corn.  a-s  'euer',  s.  S.  169f.  2)  he-  in 
c.  he-ddyw  u.  s.  w.  'heute',  c.  he-no  u.  s.  w.  'heute  Nacht'  §  422 
S.  79,  br.  he-vlene  c.  e-leni  'dies  Jahr'  I  113.  3)  Ac.  se:  de 
se  nichoilam  immet  'davon  glaube  ich  nicht  viel'  (Thurneysen, 
Rc.  XI  205);  mbr.  nbr.  se  'dies'  (als  Subjekt,  Objekt  und  nach 
Präpositionen;  evel  se  'so';  zugleich  Augens  des  Artikels,  §513,2; 
mbr.  quement  se  'so  viel'). 

4)  Mc.  hwnn  (Mask.),  honn  (Fem.),  hynn  (Neutr.)  'dieser, 
diese,  dies'  :  hyn  a  dywedaf  ytti  'dies  sage  ich  dir';  mit  dem 
Artikel:  yr  hwnn  (Mask.),  yr  honn  (Fem.),  yr  hynn  (Plur.)  'der- 
jenige' (vor  einem  Ortsadverbium,  einem  Genitiv  oder  einem  Relativ- 
satz: yr  hynn  a  geissy  'dasjenige,  was  du  suchst');  als  Augens 
des  adjektivischen  Artikels:  y  chwedyl  hwnn  'diese  Erzählung' 
(Mask.),  y  votrwy  honn  'dieser  Ring'  (Fem.),  yr  anniueileit 
hynn 'diese  Tiere'  (Plur.).  Erweitert  h w n n w  'jener',  Fem.  honno, 
Neutr.  hynny;  yr  hwnnw  'derjenige',  Fem.  yr  honno,  Neutr.  yr 
hynny;  Augens  des  adjektivischen  Artikels  hwnnw,  Fem.  honno, 
Plur.  hynny.  Das  substanti^^sche  Neutr.  dieser  Pronomina  ist  mit 
dem  adjektivischen  Plui\  etymologisch  identisch;  der  substantivische 
Plur.  wird  umschrieben:  y  rei  hynny  'jene'  (Plur.  von  hwnnw), 
y  rei  'diejenigen'  (Plur.  von  yr  hwnn).  —  Im  Ac.  ist  belegt:  hinn 
(enuein  di  Sibellse  int  hinn   'diese   sind   Namen   der   Sibylla'); 


§515,4]  Die  s-,  A-Demonstrativa  des  Bnt.  191 

ir  hinn  issid  Christ  gl.  Christus  quem  cunctis  spondent  in  saecla 
prophetae,  also  wohl  'das,  was  Christus  ist';  hir-unn  gl.  quem; 
erweiterte  Formen:  hunnoid  'dieser'  (substantivisch),  ir  gur  hun- 
nuid  'dieser  Mann',  hiiinoid  'dies',  'cela'.  —  Nc.  hwn  'hie', 
hwnna  (aus  hwn  yna)  'iste',  hwnnw  'ille'.  —  Com.  hen-ma, 
hemma,  hema  'dieser',  'dies'  (Mask.  und  Neutr.;  mit  Schwund 
des  -a:  hem  yv  marth  'dies  ist  ein  Wunder'),  homma  'diese' 
(Fem.);  hen-na,  hena  'jener,  jenes',  honna  'jene'.  Die  Formen 
hen  (Mask.  und  Neutr.),  hon  (Fem.),  die  nur  vor  yw  'ist'  und  o 
'war' vorkommen,  sind  wohl  aus  henna,  honna  entstanden.  Sämt- 
liche Formen  kommen  nur  substantivisch  vor;  der  Plur.  fehlt  (da- 
für: an  re-ma,  an  re-na).  In  den  Verbindungen  pup  huny 
'every  one'  und  leas  huny  'many  a  one'  wird  man  mit  Rücksicht 
auf  die  bretonische  Entsprechung  eine  hierher  gehörige  Pronominal- 
form erkennen  müssen;  sie  ist  aber  lautlich  von  dem  Zahlwort  un 
beeinflußt  (vgl.  mir.  cach  oen,  c.  pob  un  'every  one',  c.  IIa  wer 
un  'many  a  one').  —  Das  Mbr.  kennt  ein  nicht  augiertes  henn  'dies' 
(mbr.  evel-henn  "wie  dies"  'so';  pebez  tro  vezo  henn  'quel 
spectacle  ce  sera',  cret  henn  'glaube  dies')  und  dreierlei  augierte 
Formen:  he-man  'dieser,  dies',  Fem.  homman,  homan,  houm- 
man  (nbr.  he-man,  Fem.  hou-man);  hennez  'iste,  istud',  Fem. 
honnez  (nbr.  hennez,  Fem.  hounnez;  V.  heneh,  Fem.  honeh); 
hen  hont,  hennont  'ille,  illud'  (nbr.  hen-hont,  Fem.  houn- 
hont).  Der  Plur.  fehlt  und  wird  durch  mbr.  an  re-man,  an 
re-se,  nbr.  ar  re  man,  ar  re  ze,  ar  re  hont  ersetzt  Von  diesen 
Formen  bereitet  nur  hennez  der  Erklärung  Schwierigkeit;  ich 
deute  es  als  henn  +  mbr.  guenez  'mit  dir'  (das  in  der  Enklise 
auf  der  zweiten  Silbe  am  stärksten  betont  gewesen  sein  wird,  wes- 
halb die  Silbe  ge-  verloren  ging).  Ferner  besitzt  das  .Mbr.  ein 
Pronomen  heny  (nbr.  hini),  das  dem  mc.  Neutr.  hynny  entspricht, 
aber  für  alle  Genera  (auch  für  das  Fem.)  verwendet  wird;  es  wird, 
wo  es  syntaktisch  möglich  ist,  mit  dem  Artikel  verbunden  und  be- 
deutet (wie  c.  yr  hwnnw)  'derjenige';  vor  einem  Relativsatz:  ann 
heny  a  fazio  'quiconque  sera  en  faute';  ouz  an  goat  real  ez 
voe  disleal  .  .  luzas  voe  n  heny  'Judas  war  derjenige,  der 
gegen  das  königliche  Blut  treulos  war';  vor  einem  Genitiv  (hier 
fehlt  der  Artikel  nach  §  508,1):  malloz  doe  .  .  ha  heny  luzas 
'der  Fluch  Gottes  .  .  und  derjenige  des  Judas';  vor  einem  Adjektiv: 
enn  heny  original  'dans  le  (peche)  original';  ferner:  ma  heny  'der 
meinige',  pe  heny  'lequel'  (pe  dre  heny  'pai'  lequel'),  nep  heny 


192  Erklärung  der  6--Demonstrativa.    [§515,5.6.516,1.2 

'irgend  jemand',  pep  heny  'jedermann'.  Als  Plur.  gilt  an  re, 
re  :  an  re  ne-n  care  'diejenigen,  die  ihn  nicht  liebten',  an  re 
dieug  'die  Faulen',   da  re  'die  deinigen',  pep  re  'tout  le  monde'. 

Anm.  1.  Im  Com.  und  Br.  Iiat  die  dem  mc.  hynn  entsprechende  alte 
Neutralform  (hen-,  henn)  deshalb  auch  die  Funktion  als  Mask.  über- 
nommen, weil  sonst  Mask.  und  Fem.  zusammengefallen  wären. 

Anm.  2.  Me.  felly,  y  velly  'so'  scheint  =  br.  evel  henn  (mc.  ual 
hyn  E.B.  II  189,  1;  221,  2)  zu  sein;  es  bleibt  jedoch  unklar  nach  welcher 
Analogie  das  -nn  beseitigt  worden  ist  (oder  ist  es  —  ir.  samlid,  und  dies 
[gegen  §  374  Anm.  S.  28]  zu  amal  sod-in?). 

5)  C.  hwnt  'dort', 'yonder',  br.  hont.  Ist  trotz  der  abweichen- 
den Bedeutung  wohl  sicher  =  ir.  sund  'hier';  auffällig  ist  dann 
das  brit.  -t\  durch  Sandhi  zu  erklären  wie  bei  mbr.  ent  §  506 
Anm.? 

6)  Mc.  y  sawl  'so  viel',  by  sawl  'wie  viel',  corn.  suel,  sul 
'so  viel,  diejenigen'  (vor  einem  Relativsatz),  py  suel  a  vynnyth 
'whatever  thou  wilt',  br.  seul  'um  so  viel'  (vor  einem  Komparativ). 
Vgl.  (vom  Anlaut  abgesehen)  gr.  zrili-xo-g  'so  groß,  so  alt',  lat. 
tälis  'solcher'. 

§  516.      Etymologische    Erklärung    der    s-Demonstratlva  i. 

Abgesehen  von  dem  soeben  erwähnten  c.  sawl  u.  s.  w.  handelt  es 
sich  so  gut  wie  ausschließhch  nicht  um  Ableitungen,  sondern  nur 
um  Umbildungen  und  Augieruogen  des  idg.  Pronomens  '^so, 
'"sä,  *tod. 

1)  Zunächst  ist,  wie  schon  §  504  hervorgehoben,  das  anlautende 
t-  aus  dem  Paradigma  ausgemerzt  worden.  Weiui  die  in  §  514, 1 
gegebene  Deutung  von  ir.  s-iar,  t-iar  richtig  ist,  muß  das  t-  zu- 
nächst aus  dem  ISTom.  verdrängt  worden  sein,  während  es  in  den 
übrigen  Kasus  noch  vorläufig  bestehen  blieb:  Nom.  Sing.  Neutr. 
*so{d),  Lok.  *toi  (daraus  durch  Elision,  vgl.  I  305,  ir.  s-,  t-). 
Später  ist  das  t-  auch  aus  den  obliquen  Kasus  und  aus  den  Ab- 
leitungen verdrängt  worden. 

2)  Ir.  so  'ich'  ist  der  alte  Nom.  Sing.  Mask.,  ir.  so  'dies'  der 
Nom.  Sing,  Neutr.  In  br.  ho-n,  ho-z  (§  515,  1)  kann  die  Mas- 
kulinform oder  die  Form  des  Neutr.  stecken;  das  e  von  c.  he-ddyw, 
br.  he-vlene  kann  auf  Umlaut  beruhen;  danach  analogisch  c. 
he-no  br.  he-noz;  corn.  ha-neth  ist  wohl  eine  ältere  Form  (aus 

1)  Vgl.  Ehys,  Kc.  II  194 f.;  d'Arbois  de  Jubainville,  Kc.  II  204—216; 
Windisch,  Kc.  V  461—466. 


§516,3—5]  Erklärung  der  s-Deraonstrativa.  193 

Fem.  *sä  nach  §  187,  1    I  283?).      Das  Pronomen   zeigt  in   allen 
diesen  brit.  Formen  keine  Kasusflexion. 

3)  Ir.  se  'dies'  mit  dem  Dat.  siu  ist  nach  der  Flexion  ein 
-jo-Stamm,  vgl.  skr.  Mask.  sja,  Fem.  sja,  Neutr.  tjad  'jener,  der". 
Ir.  se  kann  wenigstens  in  unbetonter  Stellung  aus  *s}o(d)  statt 
*tjod  entstanden  sein;  bei  ac,  br.  se  läßt  sich  die  Möglichkeit  der 
Entstehung  aus  *sjo(d)  weder  beweisen,  noch  widerlegen  (anlauten- 
des idg.  sj-  ist  sonst  im  Kelt.  nicht  belegt);  vgl.  I356i.  Natürlich 
könnte  in  ir.  ac.  br.  se  auch  ein  idg.  e  vorliegen,  und  der  ir.  Dat. 
siu  könnte  analogisch  sein;  eine  Grundform  *sed  (<  *ted}  läßt 
sich  aber  kaum  durch  die  anderen  idg.  Sprachen  stützen. 

4)  Der  Ursprung  des  Artikels  wird  durch  gall.  Neutr.  oo-aiv 
klar;  diese  Form  ist  als  *so{d)  settdha  'das  dort'  zu  analysieren; 
vgl.  zu  *sendha  asl.  tqda  'illac'  und  mit  Bezug  auf  die  Endung  gr. 
evd^a.  Als  Nom.  Mask.  und  Fem,  wäre  eigentlich  *so  sendha,  *sä 
sendha,  als  Akk.  Mask.  und  Fem.  *som  sendha,  *säm  sendha  zu 
erwarten  und  entsprechend  in  den  übrigen  Formen.  Statt  der  ur- 
sprünglichen Flexion  des  ersten  Gliedes  der  Gruppe  trat  {wie  so 
oft  in  ähnhchen  Fällen)  Endflexion  der  verschmolzenen  Gruppe 
ein:  Nom.  Mask.  *sosendho-s,  Fem.  *sosendhä,  Akk.  * sosendho-m , 
^'sosetidhäm  (nur  N.  A.  Neutr.  *so-sendha  blieb  unverändert).  Durch 
Schwund  des  Vokals  zwischen  den  beiden  s  des  proklitischen 
Wortes  (vgl  I  325)  entstand  weiterhin  *sendho-s,  *  sendha  u.  s.  w., 
woraus  die  historischen  inselkeltischen  Formen  zu  erklären  sind. 
Der  haplologische  Schwund  des  o  war  natürlich  nur  zu  einer  Zeit 
möglich,  wo  das  zweite  s  trotz  der  Lenition  noch  nicht  zu  //  ge- 
worden war.  In  gewissen  Formen  des  Paradigmas  mußte  -e-  laut- 
gesetzlich zu  -i-  werden  (I  37);  dies  -i-  wurde  nachher  im  ganzen 
Paradigma  verallgemeinert.  Über  die  Entwicklung  des  N.  A.  Sing. 
Neutr.  s.  I  243. 

Anm.  Bei  dieser  Deutung  des  Artikels  ergibt  es  sich,  daß  c.  he- 
ddyw  'heute',  he-no  "heute  Nacht'  u.  s.  w.  sich  ebenso  zu  ir.  in-diu, 
in-nocht  verhalten,  wie  diese  irischen  Wörter  sich  zu  ind  adaig  sin 
'diese  Nacht'  u.  s.  w.  verhalten:  das  sonst  übliche  Augens  fehlt. 

5)  Eine  zusammengehörige  Gruppe  bilden  ir.  sin,  -sin-e, 
sund,  sund-a  (§514,7,8)  und  mc.  hwnn  (honn,  hynn),  hwnnw 
(honno,  hynny),  hwnt  u.  s.  w.  (§  515,  4,  5).  Die  Identifikation 
des  ir.  sin  mit  der  als  Neutr.  Sing,  verwendeten  Pluralform  mc. 
hynn  corn.  hen-  mbr.  henn  setzt  natürhch  voraus,  daß  zunächst 
sowohl   im  Ir.  wie   im  Brit.  im  Plur.   eine    einzige   Form   für   alle 

Podersen:  Vgl.  kelt.  Gramm.     II.  13 


194  Erklärung  der  s-Demonstrativa.  [§516,5.6 

Genera  durchgeführt  worden  ist,  und  zwar  muß  diese  Form  die 
alte  Maskulinform  auf  -^  gewesen  sein  (vgl.  dazu  die  Beseitigung 
des  Genusunterschiedes  beim  Plur.  des  persönlichen  Pronomens  der 
3.  Person  :  ir.  he  u.  s.  w.  S.  170).  Die  nunmehr  auch  als  Neutr. 
PI.  fungierende  Form  konnte  dann  sehr  leicht  auch  als  abstraktes 
Neutr.  Sing,  verwendet  werden  (vgl.  das  ir.  infigierte  -a-  und  suffi- 
gierte -e  'es'  S.  171).  Das  ir.  sin  muß,  obgleich  es  auch  betont 
vorkommt,  trotzdem  seine  Lautgestalt  in  der  Enklise  erhalten  haben; 
in  dieser  Stellung  kann  Umlaut  eingetreten  sein  und  ursprüngliches 
-nd-  zu  -n  geworden  sein.  Wir  gelangen  so  zum  Ansatz  eines 
inselkeltischen  Pronomens  *sondo-s,  Fem.  *sondä,  Plur.  (und  Neutr. 
Sing.)  *sondl;  ir.  sund  ist  der  betonte  Dativ  dieses  Pronomens. 
Die  weitere  Deutung  ist  schwierig.  Die  Verknüpfung  mit  dem  als 
Artikel  verwendeten  proklitischen  Pronomen  ist  wohl  nur  dann 
möglich,  wenn  man  annimmt,  daß  außerhalb  der  Proklise  die 
Gruppe  *so  sendha  lange  Zeit  unverschmolzen  bestehen  blieb;  das 
s-  von  *  sendha  unterlag  der  Lenition,  wurde  zu  h  und  schwand; 
das  nunmehr  anlautende  e-  der  Partikel  ging  in  gewissen  Verbin- 
dungen (nach  langem  Vokal)  verloren;  die  so  entstandene  Form 
*-nda  wurde  verallgemeinert  und  verschmolz  schließlich  untrennbar 
mit  dem  Pronomen,  worauf  Endflexion  der  Gruppe  eintrat.  Oder 
ist  das  in  * sondos  enthaltene  Augens  vielmehr  mit  ir.  and  (§  517,  2) 
identisch? 

Schwierig  ist  auch  die  Deutung  des  letzten  Elementes  von  ir. 
-sin-e,  sund-a,  c.  hwnn-w,  honn-o,  hynn-y,  ac.  hunn-oid, 
hunn-uid,  hinn-oid.  Nur  das  liegt  auf  der  Hand,  daß  die  Har- 
monie des  Augens  mit  dem  Vokal  des  Pronomens  in  c.  hwnn-w, 
honn-o,  hynn-y  auf  einer  sekundären,  aber  offenbar  gemein- 
britannischen analogischen  Neuerung  beruht.  Zunächst  trat  wohl 
eine  Differenzierung  des  Auslauts  des  Mask.  und  Fem.  Sing,  ein  (vgl. 
die  S.  115 f.  besprochenen  Analogiebildungen),  worauf  der  Plur.  dem 
Beispiel  folgen  mußte.  Die  wahrscheinlichste  Grundform  ist  für 
das  Brit.  -o,  womit  ir.  -a,  -e  unbedenklich  identifiziert  werden  darf. 
Dies  -0  wird  (trotz  der  verschiedenen  Art  der  Deixis)  mit  ir.  so 
'dies'  identisch  sein.  In  ac.  hunn-oid  u.  s.  w.  ist  an  das  -o  noch 
ein  weiteres  Augens  getreten;  vgl.  6°. 

6)  In  ir.  suide  'dieser'  steckt  *so  -f-  -d-  aus  *idhe  skr.  iha 
'hier'  (vgl.  §  503,  2,  §  537,  §  545,  2).  Die  Partikel  ist  erst  nach  dem 
Verlust  des  anlautenden  i-  mit  dem  Pronomen  verschmolzen;  dar- 
auf ist  Endflexion   nach   dem    Muster    der  -jo-Stämme   eingetreten 


§517,1—3]       Demonstrativa  mit  vokalischem  Anlaut.  195 

(und  zwar  so  früh,  daß  Hebung  des  -o-  zu  -u-  noch  stattfinden 
konnte).  Nur  im  N.  A.  Neutr.,  wo  noch  das  Augens  sin  angehängt 
worden  war,  trat  die  -^o-Plexion  nicht  ein  (sodin).  Ac.  -oid  in 
hunn-oid  enthält  gleichfalls  das  Wort  *idhe,  aber  die  Ver- 
schmelzung ist  hier  erst  ganz  spät  eingetreten;  die  Partikel  hat 
dieselbe  Form  wie  sonst  im  C. 

§  517.  Demonstrativa  mit  vokalischem  Anlaut.  1)  Über 
die  kelt.  Entsprechung  des  durch  lat.  is  u.  s.  w.  vertretenen  Para- 
digmas, s.  §  502;  über  ein  dazu  gehöriges  Adverbium  *idhe  'hier' 
s.  §  516,  6. 

2)  Ein  Demonstrativstamm  *an-^  *on-  liegt  vor  in  ir.  and  'dort' 
{§  502  Anm.  2  S.  173)  und  in  ir.  inn-onn  'auf  die  andere  Seite', 
'ins  Jenseits',  'fortan'  (o-sund  inn-onn  gl.  de  cetero  Wb.  22d  8; 
24b  6;  26a  31),  nir.  anonn,  Arran  9süs  (auf  der  letzten  Silbe 
betont;  nsch.  a  null  durch  Anlehnung  an  an  all  'von  jenseits'). 
Enthält  wie  an -all,  t-all  ein  -w-Suffix,  s.  S.  196. 

3)  Ir.  aile,  N.  A.  Sing.  Neutr.  aill,  sonst  als  regelmäßiger 
-jo-  :  -jä-Stamm  flektiert;  meist  adjektivisch  (nach  dem  Substantiv), 
bestimmt  und  unbestimmt:  rann  aile  'ein  anderer  Teil'  Wb.  lOd  18, 
donaib  ballaib  ailib  'den  anderen  Gliedern'  12b  11;  substan- 
tivisch unbestimmt:  nach  aile;  substantivisch  bestimmt  (selten): 
an  aill  4b  24;  ind  aile  'der  andere'  Thes.  I  492,  24;  inna  aile 
(Gen.  Sing.  Fem.)  Thes.  II  15,  42;  ohne  Artikel  oder  begleitendes 
nach  (Neutr.  na)  steht  Neutr.  aill  .  .  aill  in  der  Bedeutung  'alii 
.  .  alii'  s.  das  Glossar  bei  Stokes,  Oengus  ('  und  '^)  und  ZE  Nach- 
trag zu  S.  358  Z.  26.  Im  ersten  Glied  einer  Einteilung  ('ein',  'der 
eine")  wird  aile  sonst  nicht  verwendet;  es  kann  hier  ein  Substantiv 
ohne  weiteren  Zusatz  stehen  (bestimmt  oder  unbestimmt:  Wb.  lOd  18; 
8a  7;  9c  19  u.  s.  w.),  und  außerdem  kommen  zwei  prokUtische 
reduzierte  Formen  von  aile  vor:  -la  nach  cach  (cach-la  sei  .  .  in 
sei  aile  'das  eine  Mal  .  .  das  andere  Mal'  Wb.  15d  9)  und  -ala 
in  Verbindung  mit  dem  Artikel  (ind-ala  §  505  Anm.  3:  dond- 
ala  lucht  .  .  dond  lucht  ailiu  'der  einen  Schar  .  .  der  anderen 
Schar'  Wb.  16c  20;  substantivisch  steht  ind-ala  nur  vor  einem 
partitiven  Genitiv  eines  Pronomens:  ind-ala  n-äi  'der  eine  von 
ihnen'  S.  64;  selten  steht  ala  ohne  den  Artikel:  ala  rann  deac 
brotto  'the  twelftli  part  of  a  moment'  §  479,  1  S.  136).  Vgl. 
über  -la  und  ind-ala  noch  I  273.  Aus  ala  -|-  aile  entsteht 
alaile,  N,  A.  Sing.  Neuti'.  alaill;  das  ei-ste  Element  ist  meist 
ohne   Flexion,    während   das   letzte   Element   regelmäßig    flektiert: 

13» 


196  Demonstrativa  mit  vokalischem  Anlaut  [§  517, 3 

A.  Sing.  Mask.  alaile,  Dat.  alailiu  u.  s.  w.;  jedoch  Gen.  Sing. 
Fem.  ala-aile,  Gen.  PI.  ala-n-aile.  alaile  ist  meist  substantivisch, 
dem  Sinne  nach  bestimmt  oder  unbestimmt  (aber  niemals  mit  dem 
Artikel  verbunden);  es  kann  jedoch  auch  adjektivisch  sein:  di 
chosscc  alailiu  *mit  einer  anderen  Zurechtweisung'  Wb.  9a  23; 
sech  alaili  dliged  'über  andere  Rechte  hinaus'  Ml.  18c  11;  kann 
in  den  beiden  Gliedern  einer  Einteilung  vorkommen  (alaili  .  . 
alaili  'Einige  .  .  Andere'  Wb.  29a  28);  kann  auch  ohne  Wieder- 
holung 'Einige'  bedeuten  (Wb.  13a  16).  Über  die  dissimiherte 
Form  araile  s.  I  273.  Über  ele,  arele  statt  aile,  alaile  s. 
I  358. 

Diesen  irischen  Formen  entsprechen  im  ßrit.  unredupliziert: 
mc.  eil  'der  zweite'  (bop  eilwers  'alternately');  corn.  yll,  eyll 
'alter'  'der  eine  (von  zwei)'  (nach  einem  possessiven  Pronomen);  br. 
eil  .  .  all  (an  eil  re  hag  ar  re  all  'les  uns  et  les  autres';  an 
eil  hag  e-gile  'l'un  et  l'autre',  an  eil  hag  e-ben  'l'une  et  l'autre'; 
unan  .  .  eunn  all  'Einer  .  .  ein  Anderer';  außerdem  bedeutet  eil 
'der  zweite';  peb  eil  deiz  'alle  zwei  Tage',  peb-eil  e  lennimp 
'nous  lirons  tour  ä  tour');  —  in  untrennbarer  Verbindung  mit  dem 
Artikel:  mc.  y  neill  'der  eine'  (mit  oder  ohne  ein  folgendes  'der 
andere');  corn.  an  nyl,  an  neyl  'alter'  'der  eine  von  zwei'  (mit 
oder  ohne  folgendes  y-ben-'der  andere'),  py  nyl  'uter,  na  nyl 
'keines  von  beiden'  'weder';  —  redupliziert  ohne  Dissimilation:  mc. 
y  Hall  'alter'  'der  andere'  (voraus  geht  häufig  y  neill,  das  jedoch 
bisweilen  zu  y  lleill  umgebildet  wird;  vgl.  das  ir.  ind-ala  .  . 
alaile  Wb.  4c  16  u.  s.  w.);  —  redupliziert  mit  Dissimilation:  mc. 
arall,  PI.  ereill  'ein  anderer'  (nicht  unmittelbar  nach  dem  Artikel); 
corn.  arall,  PI.  ereil;  br.  arall  (indem  ar-  gegen  die  Grammatik  als 
Artikel  aufgefaßt  wurde,  entstand  daraus  das  oben  angeführte  all). 

Kompositionsform:  ir.  all-slige  'zweites  Aushauen',  al-anman 
'andere  jSJamen'  Ml.  2a  6,  48c  34;  mc.  all-dut  'Ausländer',  gall. 
Allo-broges  VN  (I  97). 

Adverbium:  ir.  t-all  'dort',  an-all  'von  jenseits'  (mit  den  Ab- 
leitungen al-tar,  al-tarach  S.  44,  allaid  S.  39  und  Zusammen- 
setzungen wie  all-muir  'Ausländer'  c.  all-myr  'transmarine,  fo- 
reign');  c.  all  an  'hinaus'. 

Die  Grundformen  waren:  für  das  Pronomen  *alp-s,  N.  A. 
Sing.  Neutr.  *alid  (vgl.  lat.  alius,  Neutr.  alid),  für  das  Adverbium 
etwa  *al-na  (vgl.  ir.  cen  §  518;  in  c.  all  an  liegt  vielleicht  eine 
Art  Wiederholung  des  Suffixes  vor;   es   darf  mit  mir.  an-all-ana 


§  517, 3. 518, 1— 3|  Ä;-Demonstrativa.  197 

'heretofore,  hitherto',  worin  ebenso  wie  in  dem  parallelen  mir.  ille-na 
'hierher'  eine  Augensgruppe  [§  514,  7J  vorliegt,  nicht  verglichen 
werden).  Das  -In-  des  Adverbiums  wurde  zu  -II-  assimiliert,  als 
stammhaft  aufgefaßt  und  auch  in  das  Pronomen  eingeführt,  soweit 
nicht  ein  unmittelbar  folgendes  -j-  hinderhch  war;  es  entstand  so 
*aljo-s,  *aUid.  Das  Brit.  hat  im  einfachen  Pronomen  die  Maskulin- 
und  Femininform  (c.  eil  u.  s.  w.),  im  reduplizierten  Pronomen  die 
Neutralform  (c.  Hall,  ar all)  u.  s.  w.  verallgemeinert.  Durch  spätere 
Entgleisung  drang  -11-  in  mc.  y  neill  (durch  den  Einfluß  des 
folgenden  y  Hall).  —  Mit  dem  Pronominalstamm  *a/-  verwandt  ist 
*ol-  in  ir.  ol  (Präp.  und  Konjunktion)  'darüber  hinaus',  'wegen', 
'weil'  I  438,  §  267,  4  I  397,  §  421  Anm.  1  S.  78,  §  511  Anm.  1); 
ol  ist  die  vortonige  Form  von  ind-oH  gl.  ultra  Sg.  220a  6.  Grund- 
form etwa  *ol-na. 

Vgl.  Rozwadowski,  Quaestiones  grammaticae  et  etymologicae  I 
(Krakau  1897)  S.  1-21. 

^  518.  Demonstrativa  mit  anlautendem  k-.  1)  Ir.  ce  : 
bethad  ce  'of  the  present  hfe'  Thes.  II  332.  Kann  ein  als  Augens 
verwendetes  Adverbium  sein.  2)  Corn.  an  keth  'dieser,  der  früher 
erwähnte,  derselbe';  adjektivisch  vor  einem  Augens  oder  einem 
Relativsatz:  yn  keth  forth-na  'auf  diesem  Wege'  0.  M.  713;  an 
keth  map  eth  alemma  'that  sarae  Son  who  went  hence'  R.  D. 
2509;  substantivisch  Fem.  an  keth  hon-na  0.  M.  1172,  Plur.  an 
keth  re  re-n  crowse  'dieselben  Leute,  die  ihn  gekreuzigt  hatten' 
M.  C.  185.  Vei^chmelzungen:  yn  ketel-ma 'in  dieser  Weise'  (keth 
+  del  I  473),  yn  ketella  'in  jener  Weise'  (*yn  keth  del  na), 
kettel  "wie",  'so  bald  als'. 

3)  Ir.  cen  'diesseits'  (in  cen-alpande  gl.  cisalpinus);  'ohne' 
(eig.  "auf  dieser  Seite  bleibend,  nicht  erreichend";  eine  andere  Be- 
deutungsentwickelung liegt  vor  bei  c.  heb  'ohne',  eig.  "jenseits", 
vgl.  ir.  sech  'über  .  .  hinaus');  cen-e  'ohne  dies'  'außerdem':  ata 
dethiden  fuiri  cen-e  'sie  hat  eine  Sorge  außerdem,  eine  andere 
Sorge'  Wb.  3d  34;  ba  mör  fechtae  cenae  'es  gab  viele  andere 
Gelegenheiten'  Ml.  39a  3;  durch  das  synonyme,  der  Etymologie 
nach  jedoch  gegensätzliche  ol  verdeutlicht:  leuiti  olchene  'die 
anderen  Leviten'  Wb.  lOd  17  (vgl.  7d  1;  18d  14;  mir.  archena 
Wi.  255,  14).  Ableitungen  centar,  centarach  S.  44,  cendaid 
'zahm'  S.  39  (-nd-,  d.  h.  -nn-  statt  -n-  durch  den  Einfluß  von  Plur. 
cennta,  von  cendais  S.  21  und  von  dem  Doppelkonsonanten  des 
gegensätzlichen  allaid  'wild');  von  cene  abgeleitet:   cenathe  'ab- 


198       Die  Ä;-Deraonstrativa.  Das  fragende  Pronomen.    [§518,4.519 

wesend',  in  chenadid  gl.  absque  S.  28.  4)  Corn.  ken  'ein  an- 
derer; sonst':  ken  toi  'ein  anderes  Loch';  dar  ken  'beyond  other' 
M.  C.  135;  ken  me  ny-n  lavarsen  'otherwise  I  should  not  have 
Said  it'  M.  C.  188.  —  Br.  ne  ouzounn  netra  ken  'je  n'en  sais 
pas  davantage';  hep  ken,  hep-mui-ken  'sans  plus'  (mbr.  quen). 
—  C.  am-gen  'anders;  besser'  (Adv.  und  Adj.). 

Ir.  ce  ist  *k'i,  vgl.  lat.  -c,  -ce  in  hi-c,  hi-ci-ne,  huius-ce 
(davon  abgeleitet  ci-trä  'diesseits,  ohne'),  lit.  si-s  asl.  si  'dieser' 
u.  s.  w.,  s.  Verf.,  Les  pronoms  demonstratifs  de  l'ancien  armenien 
S.  12  —  17.  Corn.  keth  ist  dasselbe  Wort  mit  dem  in  §  516,  6 
besprochenen  Augens  *idhe.  Ir.  cen,  corn.  br.  ken  ist  etwa  *k'ina, 
vgl.  ahd.  hina  'von  hier  fort,  hin'  (Rozwadowski,  Quaestiones  gramm. 
et  etym.  S.  10);  zum  Suffix  vgl.  gr.  iva  'damit',  skr.  Jena  'wohin, 
damit'. 

XI.    Die  fragenden,  unbestimmt  relativen  und  unbestimmten 

Pronomina. 

§  519.  Das  fragende  Pronomen.  Irisch.  Unverbunden: 
Sing.  Nom.  Mask.  Fem.  cia,  Neutr.  cid;  Gen.  coich.  Verbunden: 
Sing.  Nom.  Mask.  Fem.  und  Dat.  aller  Genera:  ce,  ci,  cia,  c-  (vor 
Vokal);  Nom.  Neutr.  cid,  ced.  Plur.  (verbunden)  ce-,.  ci-  (cit  ne 
§  522,  3).  Über  cia,  ci-  als  Neutr.  s.  die  Anm.  und  §  522,  1,  6, 
§  525. 

Cymrisch.  Unverbunden:  pwy  'wer,  was'.  Gen.  pi-.  Ver- 
bunden: py,  pa,  p-,  Null. 

Cornisch.  Unverbunden:  pyw,  pyv,  pu;  Gen.  pe-w  "cuius 
est".     Verbunden:  py,  pe,  p-.  Null. 

Bretonisch.  Unverbunden:  piou;  Gen.  bi-ou,  bi-aou  'cuius 
est'.     Verbunden:  pe,  Null. 

Anm.  1.  Ir.  Nom.  cia  c.  pwy  com.  pyw  br.  piou  (vgl.  §  222,  2 
I  322)  lassen  sich  auf  *  k"ei  zurückführen,  vgl-  lat.  qui.  Die  brit.  Formen 
(und  das  Ir.  ?)  würden  übrigens  auch  den  Ansatz  einer  Grundform  *k"oi 
[*k"o-i,  endungsloser  Nom.  mit  einer  Partikel  -i)  gestatten  (vgl.  c.  dwy  'zwei' 
I  250).  Neutr.  ced  aus  *  k"idä,  Nebenform  von  *kuid,  vgl.  lat.  quid;  die 
Form  cid  beruht  auf  Vermischung  mit  cid  'though  it  be'  §  525.  Der  Dat. 
ist  nicht  mit  Sicherheit  zu  rekonstruieren,  da  er  nur  unbetont  vorkommt 
und  sehr  leicht  vom  unbetonten  Nom.  beeinflußt  sein  kann;  möglicherweise 
ein  Lok.  *k"ei  {*kui>i'>).  Die  brit.  Genitivforraen  gehen  auf  *kui  zurück; 
die  ir.  Form  beruht  auf  Wiederholung  des  Fronomens  und  Erstarrung  des 
ersten  Reduplikationselementes;  also  etwa  */t«o-A;"i-;  im  Mir.  kommt  auch 
ein  (später  verschmolzener)  reduplizierter  Nominativ  eiche  'wer,  was?'  vor, 
s.  Kuno  Meyer,  Contrib.  und  vgl.  §  525,  3.     Der   ir.  Nom.  Plur.    kann    auf 


§  520]  Das  fragende  Pronomen.  199 

*k"ei  {* k"ot?)  zurückgehen.  Ir.  cia  als  Neiitr.  (cia  de  dof^epa  'was  von 
beiden  ich  wählen  soll'  Wb.  23b  33;  cia  deochatar  "wohin  sie  geganj^en 
waren'  LL  29üa  27)  ist  vielleicht  ebenso  wie  inc.  pwy  'was?'  (z.  B.  Mab. 
127,  7;  ac.  pui  gl.  quid)  eigentlich  eine  Pluralform. 

Anm.  2.  Die  fragenden  Pronominalformen  haben  eine  Tendenz,  auch 
als  unbestimmt  relative,  unbestimmte  oder  relative  Pronomina  verwendet 
zu  werden.  Darüber  handle  ich  in  §  525—531  und  in  §  5.33  Anm.  In 
§  520 — 524  bespreche  ich  die  formalen  Eigentümlichkeiten  der  unverbundenen 
und  verbundenen  fragenden  Formen,  wobei  es  nicht  zu  vermeiden  war,  daß 
gelegentlich  auch  unbestimmt  relative  und  relative  Formen  mit  heran- 
gezogen wurden. 

§  520.  Verwendung  der  nnverbundenen  Formen  des 
fragenden  Pronomens  im  Ir.  und  Brit.  Das  unverbuiidene  fra- 
gende Pronomen  steht  an  der  Spitze  des  Satzes,  und  zwar  fast 
immer  mit  folgender  relativer  Konstruktion:  Sver  (ist's),  der,  den, 
dem  u.  s.  w.';  aus  diesem  Grunde  kommt  neben  dem  Gen.  nur  der 
Nom.  vor.  Ir.  cia  rannas  düib  'wer  teilt  für  euch?'  Wi.  103,20; 
ro-fitid  cid  ar-id-fuirig  'Ihr  wisset,  was  es  zurückhält'  Wb. 
26a  11;  cid  fri-ssa-sennar  'weshalb  es  geblasen  wird'  12c  46; 
cid  no-m-betha  im  etarceirt  a  messa  'weshalb  solltest  du  dich 
mit  der  Auslegung  seines  Urteils  befassen?'  4c  24;  cid  näch- 
intsamlid  'why  do  ye  not  imitate  it?'  14a  28  (eig.  "was  ist's, 
daß  .  .").  Mc.  dywet  pwy  a  uu  yma  'sage,  wer  hier  gewesen  ist' 
Mab.  196;  corn.  pyw  a  thysquethes  thyso  the  vos  noeth  'wer 
hat  dir  geoffenbart,  daß  du  nackt  bist?'  O.  M.  261;  mbr.  piou  a 
clesquet  'wen  suchet  Ihr?'.  Im  C.  tritt,  wenn  das  Fragewort 
Prädikatsnomen  ist,  keine  relative  Konstruktion  ein:  mc.  pwy  wyt 
ti  'wer  bist  du?'  Mab.  208;  dagegen  corn.  pyv  a  ylta-gy  bones 
'wer  kannst  du  sein'  R.  D.  2511  (über  das  Irische  vgl.  §  522). 
Ir.  cia  tussu  dixnigedar  gl.  tu  quis  es  Wb.  4c  24  sieht  aus  wie 
eine  Erweiterung  des  zu  einer  untrennbaren  Gruppe  verschmolzenen 
einfacheren  Satzes  cia  t%issu. 

Der  Genitiv  kommt  nur  als  Prädikatsnomen  bei  der  Kopula 
vor.  Ir.  is  in  derb  coich  in  mug  'es  ist  unsicher,  wessen  der 
Sklave  ist'  Sg.  209b  30  (im  Mir.  bedeutet  coich  auch  'wer':  coich 
thussa  'wer  bist  du?',  eigentlich  "wessen  bist  du?";  ist  als  Subjekt 
verwendbar:  coich  and-so  'wer  ist  hier?';  hat  in  der  alten  Be- 
deutung Pluralflexiou:  coichi  na  eich  sin  'wem  gehören  diese 
Pferde?';  mit  enklitischer  Kopula:  coch-it  na  inili  inida  'wjis 
sind  das  für  viele  Viehherden?';  s.  Wi.  und  Wi.  Täin).  Mir.  pi-eu 
'ciüus  est?'  (zu  yw  'ist'  §  512  Anm.  3);  fungiert  auch  relativ  und 


200  Das  fragende  Pronomen.  [§  520.  521, 1 

hat  meist  konstante  Anlautslenition:  minneu  bleu  ydwyiarllaeth 
'ich  aber  bin  es,  dem  die  beiden  Grafschaften  gehören'  Mab.  239; 
regelmäßig  gebildet  ist  noch  vor  allem  pi-oed  (bi-oed)  'cuius  erat'; 
sonst  geschieht  die  Formenbildung  meist  auf  Grund  des  verschmol- 
zenen pieu:  pwy  biew-ynt  hwy  'wem  gehören  sie?'  Mab.  60; 
3.  Sing.  Ipf.  pieu-oed,  Fut.  piei-fyd;  Konj.  Präs.  pieu-fo,  Konj. 
Ipf.  piei-ffei;  Prät.  piei-fu  (oder  leniert:  bieu-oed  u.  s.  w.).  Die 
Entstehung  der  vor  f-  und  ff-  fakultativ  auftretenden  Form  piei-  ist 
unklar;  Dissimilation  im  Prät.?  Ausnahmsweise  findet  sich  transitive 
Auffassung:  ni  ae  pieifydwn  'wir  werden  sie  besitzen'.  S.  ZE  573ff., 
Strachan,  Introd.  107  f.,  ßhys,  Bß.  XVIII  268  fif.  Im  Corn.  ist 
pew  ganz  zu  einem  transitiven  Verbum  geworden:  me  a-s  pew 
'ich  habe  sie'  P.  C.  2858;  war  tu  hay  vam  a-n  pewo  'on  the 
side  of  bis  mother  that  owned  him'  M.  C.  207  (vgl.  mc.  bieu- 
oed);  ysse  yn  the  see  yn  weth  a  bewe  the  tas  Daveth  'sit  in 
thy  seat  also  which  thy  father  David  possessed'  0.  M.  2393  (Ipf. 
nach  dem  Muster  der  regelmäßigen  Verba);  hierher  vielleicht  auch 
may  beu  vy  eres  'damit  er  mich  in  Frieden  lasse'  "damit  er  habe 
Frieden  mit  Bezug  auf  mich"  RD:  2224  und  ty  a  vew  ov  grath 
nefre  'du  hast  meine  Gnade  für  immer'  O.  M.  974  (mit  Lenitions- 
entgleisung).  Mbr.  biou,  biaou  ist  flexionslos:  an  re  man  biou 
glan  an  bet  'ceux-lä  sont  les  possesseurs  du  monde  entier';  an 
matbyaouanmadou  'le  bon  qui  possede  les  biens';  es  kann 
wie  corn.  pew  mit  einem  Objektspronomen  verbunden  werden; 
s.  Ernault,  Dict;  Greg,  de  Rostrenen  gibt  einen  Inf.  piaouat, 
piaout,  Partiz.  piaouet. 

§  521.  Die  verbundenen  Formen  des  fragenden  Pronomens 
im  Ir.  in  attributiver  Verwendung  und  in  Verbindung  mit  Prä- 
positionen. 1)  Vor  einem  Substantiv.  Die  Verbindung  kann  von 
einer  Präposition  regiert  sein,  die  dann  zwischen  dem  Pronomen 
und  dem  Substantiv  steht.  Ir.  c-airm  'wo?',  cia  airet,  c-airet 
'wie  lange?',  'wie  weit,  wohin?',  ce-meit,  cia-mmeit  'wie  viel?'; 
cid  maith  'what  good'  Wb.  Id  7;  ced  torbe,  cetorbe  'welcher 
Nutzen?';  cetorad  gl.  quem  fructum?  3b  29;  ce-seirc  gl.  quam 
caritatem  14 d  15  (Akk.;  im  Zusammenhang  irischer  Rede  konnte 
jedoch  ein  Objektsakkusativ  kaum  vorkommen).  Dativ:  cia  in  das, 
c-indas  'wie?';  cia  chruth  pridchimme-ni  'in  welcher  Weise  wir 
predigen'  24d  5  (ci-crud  [Wb.]24a9);  ci-fiu,  cia  fiu  'wiesehr?'. 
Mit  Präposition:  ci-o-fut  'väe  lange?';  cia  du  forcunn  gl.  quem 
ad  finem?  Ml.  33a  9;   ci-o   ainmnid  dixnigidir   gl.  ex   quo  sit 


§521,2.522,1]  Das  fragende  Pronomen.  201 

nominatiuo  Sg.  207  b  3;  cia  in  olcaib  gl.  in  quibus  malis  Ml.  23b  2 
(cia  steht  hier  analogisch,  kann  nicht  eine  alte  Form  des  Dat.  Plur. 
sein);  vgl.  dazu  cia  port  indib  maith  oigedacht  'in  what  place 
guesting  is  good'  Wb.  26b  24;  cia  airm  indid  inimaircide  do 
epert  amen  'auf  welchem  Punkte  es  für  ihn  passend  ist,  Amen 
zu  sagen'  12  d  18  (Flexion  und  Präposition  durch  relative  Um- 
schreibung vermieden).  Vgl.  I  445  (cia  chuin  gl.  quando  beruht 
auf  Analogiebildung,  s.  §  524). 

2)  In  Verbindung  mit  dem  Pronomen  noch,  Neutr.  ni  (Dai 
Mask.  Neutr.  neuch):  cia  du  neuch  gl.  ad  quem?  Ml.  16a  9;  cia 
ar  neoch  dorrignis  gl.  ad  quid  hoc  fecisti?  Sg.  217a  5.  Be- 
tonung der  Präposition,  enklitische  Aussprache  des  folgenden  Pro- 
nomens, das  dadurch  sein  auslautendes  -x  verliert,  zeigen  die  fol- 
genden Beispiele:  ci-er-niu,  cia  e(r)  neo  gl.  quam  ob  rem  Ml. 
47b  1;  101a  4;  ce-do-no  rigne  occo  'wozu  AusführHchkeit  da- 
bei?' Wb.  8d  15;  ce-do-no  tuidecht  friss  'wozu  Widerstand?' 
6  a  4.  Das  -dono  der  beiden  letzten  Belege  ist  durch  die  Be- 
tonung von  danau,  dano  'auch'  §  171  Anm.  2  I  267  verschieden, 
scheint  aber  trotzdem  damit  assoziiert  gewesen  zu  sein;  denn  die 
Form  daniu  neben  danau  beruht  offenbar  auf  Einfluß  emer 
älteren  Form  von  ce-dono.  Mit  diesen  Präpositionsverbindungen 
konkurriert  die  Umschreibung  mittelst  relativer  Präverbia,  s.  §  520; 
isoliert  ist  c-air  'weshalb'  Thes.  II  1,  26,  coir  ds.  [Wb.]  19 d  10 
(pleonastisch  vor  einem  anderen  Frageworte:  cair  in  si  a  meit 
friscomartatar  'haben  sie  sich  denn  so  sehr  vergangen?'  Wb. 
5b  11;  cair  in  acen  sinn  'kennst  du  uns  denn?'  Wi.  11^  189; 
carcid  adaichfer-sa  'was  werde  ich  denn  fürchten?'  Ml.  68c  17). 
Über  can  'woher?'  s.  §  524,  2. 

§  522.  Die  verbundenen  Formen  des  fi'agenden  Pronomens 
in  verbalen  Ausdrücken  im  Ir.  1)  Als  Prädikatsnomen  in  Ver- 
bindung mit  der  Kopula  (in  diesem  Falle  lautet  das  Neutr.  ci-; 
über  die  unbestimmt  relative  Bedeutung  der  Gruppe  ci-p  vgl.  §  525): 
ni  bu  chumme  düib  ce-bad  he  fri-san-dente  gl.  iniuriam  fa- 
citis  et  fraudatis,  et  hoc  fratii  'es  wäre  nicht  gleich  für  euch,  gegen 
wen  Ihr  es  tätet'  Wb.  9c  24;  ci-pad  a  dene  ind  hesseirgi 
'welche  die  Baldigkeit  der  Auferstehung  sein  würde',  'wie  bald  die 
Auferstehung  stattfinden  würde'  25b  27;  ci-p  ed  techtas  nech 
'whatever  it  is  that  any  one  has'  12 d  41;  ci-p-e  dib  no-digsed 
hi  tossaig  'wer  auch  von  ihnen  zuerst  käme'  LL  278a  44;  ce- 
ptar  he  'wer  sie  waren'  Kuno  Meyer,  Contrib.  362.     Die  Kopula 


202  Das  fragende  Pronomen.  [§522,2—6 

steht  zwischen  dem  fragenden  Pronomen  und  einem  damit  ver- 
bundenen Substantiv  oder  nech  (§  521,  1,  2):  ci-b  cenel  tra 
di-a-roscribad  'welche  die  Nation  auch  sein  mag,  zu  der  (der 
Brief)  geschrieben  worden  ist'  3b  20;  ci-p  cruth  'wie  es  auch  sein 
mag'  5d  33;  12d  24;  14d  34;  ce-pu-dono  adrad  dse  do  tha- 
birt  do  Pool  'wozu  (weshalb)  wäre  es,  götthche  Verehrung  dem 
Paulus  zu  geben?'  7d  16;  cia-pu-dono  dun  indarpe  geinte 
'wozu  wäre  für  uns  Vertreibung  der  Heiden?'  19a  14.  2)  Als 
Prädikatsnomen  vor  einem  persönlichen  Subjektspronomen:  ce  he 
roscrib  'wer  es  ist,  der  geschrieben  hat'  Sg.  197a  19;  ced  ed 
tra  fo-deud  'was  ist  es  denn  schheßlich?'  Wb.  3b  28.  Das  Subjekts- 
pronomen steht  zwischen  dem  fragenden  Pronomen  und  einem  dazu 
gehörigen  Substantiv:  ci-si  chiall  bis  indib  'what  is  the  meaning 
that  is  in  them'  Sg.  217a  2;  cid  chenel  nö  ce-si  aram  gl.  ad 
quod  genus  uel  numerum  refertur  Sg.  197b  3.  3)  Mit  ce  he,  ce 
si,  ced  ed  parallel  ist  ci-t  n-e  :  cit  ne  robatar  gl.  quae  uero 
illae  erant?  Ml.  61b  8;  cit  ne  briathra  robatar  'welche  waren 
die  Worte?'  61b  7.  Vgl.  §  267,  8  I  398.  Das  -t  ist  die  3.  PI.  der 
Kopula.  4)  Statt  des  persönl.  Pron.  erscheint  inti-sin  (im  Kasus 
vom  Verbum  des  Relativsatzes  abhängig)  in:  c-inni-sin  frisnaiccai- 
siu  gl.  quem  praestulare   'auf   wen  wartest  du?'  Thes.  II  227,  30. 

5)  In  der  Bedeutung  'wo  ist?'  erscheint  cote,  catte  gl.  ubi 
est?  Wb.  13d  25;  19d  22;  vgl.  cate  in  firinne  hö  hiriss  'worin 
besteht  die  Gerechtigkeit  aus  Glauben?'  4d  23;  cate  imdibe 
crist 'worin  besteht  die  Beschneidung  Christi?'  27a  13;  vgl.  lOd  28; 
25c  23  (zweimal).  Zur  Bedeutungsentwickelung  vgl.  §  523,  7.  Die 
Form  ist  vor  allen  Geschlechtern  des  Sing,  als  Subjekt  unverändert, 
vor  einem  pluralischen  Subjekt  steht  coteeet  9a  17,  cateet  5c  16, 
cateat  31a  7  (vgl.  §  483).  Aus  *cia  äit  he;  über  äit  'Ort'  s. 
§  97,  4  I  161  (vgl.  c-äit  'wo?').  Es  ist  nicht  wahrscheinhch,  daß 
uir.  cad  e,  go  de,  nsch.  de  'was?'  (nir.  cad  e  an  chaoi  'welche 
Weise,  wie?')  hierher  gehört  {-d-  wäre  neben  nir.  äit  'Ort'  auf- 
fällig; und  ein  nir.  cad  nsch.  ciod  kommt  auch  in  anderen  Ver- 
bindungen vor;  vgl.  Asp.  i  Irsk  166). 

6)  ciaricc,  ciarricc,  cericc  gl.  quid  ergo,  quid  enim,  quid? 
(Wb.  2a  5;  3a  11,  b  13,  c  18;  9b  24,  vgl.  Ml.  16 d  1)  bedeutet 
wohl  'was  folgt  daraus,  was  nützt  es?';  für  die  Etymologie  wird 
man  sich  auf  Wb.  9b  24  (ciarricc  .i.  ni  airicc  ni  'was  nützt  es? 
d.  h.  es  nützt  nichts')  berufen  müssen;  das  erste  Element  ist  neu- 
trales cia.     Die  Doppelung  des  r  zeigt  jedoch,  daß  das  Wort  sich 


§523,1—4]  Das  fragende  Pronomen.  203 

für  das  Sprachgefühl  in  cia-ricc  zerlegte.  —  ce  roich  'wie  weit 
es  reicht'  Sg.  26a  11.  —  Mit  infig.  Pron.:  cichi-b-ro-erad  wört- 
lich 'what  has  been  preparcd  for  you?'  Wi.  I[I  237. 

§  528.  Verwendung  der  verbundenen  Formen  de.s  fragenden 
Pronomens  im  Brit.  1)  Vor  Substantiven.  Mc.  pa  diaspedein 
'was  für  ein  Geschrei'  Mab.  203,  26;  pa  drwc,  py  drwc  'quid 
mah?'  169,4;  178,  15;  py  gampeu  'was  für  Taten?'  Mab.  223,  5; 
pa  tri  ederin  gwillt  'welche  drei  wilden  Vögel?'  Ges.  IV,  4,  39; 
pa  wed  'wie?'  Mab.  99,  12;  pa  du,  pa  le,  py  le,  ble  'wo?';  pa 
feint,  py  feint  "welche  Größe"  'wie  groß?';  py  gy-bellet  'wie 
fern?'  Mab.  222,  29;  223,  1  (pell  'fern';  statt  des  nomen  ab- 
stractum  auf  -et  ist  die  Äqualisform  eingetreten);  pa  beth,  py 
beth,  peth,  beth  "welche  Sache",  'was?'.  Com.  py  vr  'welche 
Stunde?';  pe-le,  ple  'wo,  wohin?';  py  gymmys  'wie  viel?'  (Äqualis 
statt  des  nomen  abstractum;  c.  pa  feint);  pyth  'was?'.  Mbr.  pe 
marchadouryen  'welche  Kaufleute?';  pe  eur  'wann?';  pe  du 
'wohin?';  pe-guement  'wie  viel?',  pe-guen-ealet  'wie  hart?',  pe- 
tra  'was?',  pebez,  pez 'was?';  pe  rac  tra 'weshalb?',  pe  en  lech 
'wo?',  pe  a  lech  'woher?'  u.  s.  w.  2)  Vor  gewissen  Pronominen. 
Mc.  pa  un  'was  für  Einer?',  Plur.  pa  rei  'was  für  welche?'.  Com. 
py  nyl  S.  196.  Mbr.  pe  heny  'lequel'  (fragend  und  relativ), 
pe  en  heny  'dans  lequel',  Plur.  pe  re  'lesquels',  pe  a  re  'desquels'. 
Mc.  pa  ryw,  py  ryw,  pa  gyfryw  'qualis?'  (pa  ryw  wr,  pa 
gyfryw  wr  'quahs  uir?');  rac.  by  sawl  com.  py  suel  'wie  viel?'. 
3)  Vor  einer  Präposition.  Mc.  pa-h-ar  'wozu?'  (vgl.  I  407;  ohne 
-Ä-:  pyr  'weshalb?');  pa-h-am  'weshalb?';  pa  rac,  py  rac  'wes- 
halb?', com.  p-rag,  mbr.  pe-rac;  mbr.  pe  dre  'par  oü?'  (auch 
relativ;  relativ  ferner  pe  voar  'worauf,  pe  gant  'wodurch',  pe  da 
'ä  qui'  u.  s.  w.,  s.  Ernault,  Gloss.  467,  Dict.  350).  Über  mc.  pan 
u.  s.  w.  s.  §  524,  2.  4)  Vor  einer  konjugierten  Präposition  (ana- 
phorisch-relative  Konstruktion).  Com.  ef  dysmegys  py  gansse 
y  fue  guyskys  'let  him  declare  by  whom  he  was  Struck'  P.  C. 
1373  ("wer  sie  sind,  er  wurde  von  ihnen  geschlagen"  =  "wer  sie 
sind,  von  denen  er  geschlagen  wurde").  Mc.  ac  yn  betrus  gan- 
taw  or  diwed  pa  diw  y  daniweinei  y  uudugolyaet  *und  un- 
sicher war  es  ihm,  wem  schließlich  der  Sieg  zufallen  würde'  R.  B. 
1157,29  ("wer,  es  würde  ihm  zufallen'";  heb  wybot  .  .  y  by  diw 
y  damweinhei  y  uudugolyaeth  'ohne  zu  wissen,  wem  der  Sieg 
zufallen  würde'  R.  B.  II  162,  6  ist  eine  Verdeutlichung  des  nicht 
mehr  verständlichen  diw,   eig.  "wem,  es  würde  ihm  zufallen");  ac. 


204  Das  fragende  Pronomen.  Ableitungen.     [§  523, 5—8.  524 

pa  diu  gl.  quid  'wozu?'.  Mc.  py  diw  'wem'  kann  auch  unbe- 
stimmt relativ  fungieren:  guynn  j  vyt  py  diw  y  rodir  keren- 
nyd  Duf  'glücklich,  wem  die  Freundschaft  Gottes  gegeben  wird!' 
Skene  II  308,  21;  s.  Strachan,  Introd.  S.  48 f.  5)  Vor  einer  das 
relative  Pronomen  regierenden  Präposition:  mbr.  pe  da  piou  'ä 
qui?'  Ernault,  Gloss.  S.  492 f.  Nach  diesem  Muster  auch  mbr. 
pe-ban  'woher?',  vgl.  §  524,  2. 

6)  Als  Prädikatsnomen  vor  einem  mit  dem  Artikel  versehenen 
Substantiv:  pa-han  cheyson  as  bues  why  P.  C.  1970,  pa- 
han  pleyt  R.  D.  2058,  s.  §  276  I  407;  p-an  vernans  'was  für 
ein  Tod'  «welches  ist  der  Tod,  der  .  ."  0.  M.  2219,  R.  D.  2047; 
p-an  pyn  'welche  Strafe?'  O.  M.  2233;  p-an  drok  'what  evil?' 
P.  C.  338;  p-en-dra  geusys  an  den-ma  'was  hat  dieser  Mann 
gesagt?'  P.  C.  1306  ("welche  ist  die  Sache,  die  .  .");  p-an-dra 
vyth  grueys  'what  shall  be  done'  P.  C.  568;  p-an-dra  yv  henna 
thyso  'what  is  that  to  thee?'  R.  D.  1642,  p-an-dr-ew  henna 
^ynny  ny  'was  ist  das  für  uns?',  'was  geht  das  uns  an?'  M.  C.  105. 
Relativ  ist  p-an  dra  'was'  M.  C.  80.  Zum  Artikel  vgl.  §  509 
(ebenso  im  Nir.:  cia  an  äit  'what  place?').  Corn.  p-an  ist  schließ- 
lich als  einheithches  Wort  'was'  aufgefaßt  worden;  daher  pan  a 
chapel  'what  chapel'  ßeun.  Mer.  642  ("was  von  .  .");  panna  huel 
'what  work?'  Lhuyd  S.  251. 

7)  Mc.  mae  'wo  ist?'  xMab.  197,  21;  198,  14;  256,  24;  vgl. 
mae  dy  gyghor  di  'worin  besteht  dein  Rat?'  237,28;  may  breint 
de  destion  dy  'what  is  the  privilege  of  thy  witnesses?'  Ges.  Ven. 
II,  11,  25.  Aus  *p-ma  +  Verbum  'sein'.  Vgl.  corn.  pe-ma 
neb  a  vyn  cte  guhu<^a  'wo  ist  derjenige,  der  dich  anklagen  will?' 
M.  C.  34. 

8)  Vor  einem  Verbum,  im  Mc.  in  der  Bedeutung  'was?'  und 
'weshalb?',  im  Corn.  'wo?',  'wohin?'  (vgl.  ir.  cia  'wohin?'),  im  Mbr. 
'was?'.  Mc.  pa  wnaf  'was  werde  ich  tun?';  pa  daruu  y  Gara- 
dawc  'was  ist  dem  C.  begegnet?';  pathawr  (statt  pa-th-dawr; 
mit  infig.  Pron.)  'was  geht  es  dich  an?',  py  liuy  di  'weshalb  er- 
rötest du?'.  S.  Strachan,  Introd.  S.  48;  Loth,  Rc.  XXXI  27f.  Corn. 
pe  feste  'wo  warst  du?'  O.  M.  467;  py-th- eilen s  'whither  they 
may  go'  ßeun.  Mer.  374,  vgl.  369;  relativ:  the  crist,  j  ben  py 
sensy,  teller  vyth  nyn-g-o  kefis  'for  Christ,  where  he  might  lay 
his  head,  no  place  was  found"  M.  C.  206.  Mbr.  pe  rif  'was  soll 
ich  tun?';  pe  leueret  huy  'was  saget  Ihr?'.     Vgl.  noch  §  587,6. 

8  524.      Ableitungen  von    dem   fragenden   Stamm.     1)   Ir. 


§  524.  525j         Ableitungen  des  fragenden  Stammes.  205 

cani,  caini,  cain,  cini  'nonne',  mc.  pony  'nonne,  quidni'.  Das 
erste  Element  dieses  Wortes  ist  vielleicht  ein  Kasus  des  fragenden 
Pronomens,  fällt  aber  jedenfalls  aus  dem  sonstigen  Paradigma  her- 
aus (etwa  N.  A.  Plur.  Neutr.  *Ä;"ä?).  2)  Ir.  can  'woher?',  mc. 
pan  (auch  relativ:  pa  le  pan  deuy  di  'woher  kommst  du?'  Mab. 
200.  1;  auch  in  der  Antwort,  §  548),  mbr.  pe-ban 'woher?'.  Sehr 
nahe  liegt  die  Zerlegung  des  ir.  can  in  c-  +  Präp.  a  n-,  s.  §  514,  1 
und  §  494;  die  Erhaltung  des  Eklipsen-n  im  Auslaut  (can  statt 
*ca  n-)  und  das  Fehlen  des  h  im  Brit.  {*pahan)  wäre  aber  dann 
unregelmäßig,  wenn  auch  nicht  unerklärlich.  Mir  viel  wahrscheinlicher 
ist  jedoch  die  Deutung  von  can  als  eine  Ableitung  *kuana,  vgl.  all, 
oll,  cen  §  517,  518  und  ahd.  hwanän  'woher?';  vgl.  auch  §  528. 
3)  Ir.  cuin 'wann?'  (auch  cia  chuin  1445).  Mc.  pan,  pann  (nur 
relativ,  d.  h.  als  Konjunktion)  'als,  wenn'  (temporal;  hyt  pan  'bis'; 
or  pan,  yr  pan  'seit');  'weil,  daß'  (kausal:  pa  gyfryw  wr  yw 
awch  tat  chwi  pan  allo  lleassu  pawb  uelly  'was  für  ein  Mann 
ist  euer  Vater,  daß  er  Jeden  so  töten  kann?'  Mab.  221,  13);  'daß' 
(deklarativ;  meist  mit  einem  folgenden,  zum  Teil  pleonastischen, 
yw  'es  ist':  a  dywedassant  wynteu  panyw  merchet  ieirll 
oedynt  'und  sie  sagten,  daß  sie  Töchter  von  Grafen  waren'  Mab. 
191,  15).  Corn.  pan  'als,  wenn,  da'  (temporal  und  kausal),  kepar 
ha  pan  'als  wenn,  als  ob',  bys  pan  'bis',  a-ban  'seit;  da,  weil' 
(aba  na  'quum  non'  0.  M.  241).  Mbr.  pan  'quand,  puisque', 
ab  an  'depuis  que';  pa  na  'quum  non'  und  danach  auch  positiv 
pa,  aba.  Wenn  das  -nn  von  c.  pann  sekundär  ist,  kann  eine 
Grundform  *ki<ani  aufgestellt  werden  (zum  Suffix  vgl.  etwa  lat. 
pö-ne  'hinten');  schwieriger  wäre  die  Annahme,  daß  c.  -nn  älter 
als  -n  wäre  und  auf  -nd  zurückginge  (ir.  cuin  dann  wie  sin 
S.  194  zu  erklären),  in  welchem  Falle  Anknüpfung  an  umbr.  ponne 
'quum'  denkbar  wäre.  4)  Mc.  cwt,  cwd  und  cw  'wo?'.  S.  Strachan, 
Introd.  120  (der  die  Form  cw  nur  vor  einem  Dental  belegt;  Silvan 
Evans  hat  cw  'woher?'  aus  Myv.  Arch.);  Loth,  Kc.  XXXI  178 f. 
Entweder  ist  cwt  wirldich  cw  +  Partikel  -t  (vgl.  ny-t  neben  ny 
'nicht');  oder  cwt  ist  die  ursprüngliche  Form  (etwa  aus  *hiuti,  vgl. 
lat.  ut  'wo,  wie?'),  die  fälschlich  in  cw-t  zerlegt  wurde,  worauf 
Nebenformen  cw-d  und  cw  ins  Leben  traten,  vgl.  §  544  Anm. 
Zum  Lautlichen  s.  I  127.  5)  Mbr.  pet  'wie  viel?'  aus  *k»otjo-, 
vgl.  gr.  7c6ooq  {o  aus  -tj-\  weiterhin  lat.  quot,  skr.  kati  'wie  viel?'; 
dazu  vielleicht  ir.  sochuide  'Menge'  *su-k'iotJü. 

^  525.     Die    unbestimmt   relativen  Pronomina   des   Ir.  und 


206  Die  unbestimmt  relativen  Pronomina.         [§  525, 1.  2 

die  Konjunktion  cia.  1)  Die  unverbundene  Neutralforra  cia  (wohl 
eigentlich  Neutr.  Plur.)  und  die  verbundene  Form  ci-  in  der  Gruppe 
ci-p  können  im  Ir.  als  unbestimmt  relative  Pronomina  ('quodcun- 
que')  fungieren.  Beispiele  für  ci-p  sind  in  §  522,  1  angeführt 
worden  (ci-p  ed,  ci-p  e,  ci-b  cenel,  ci-p  cruth).  Beispiele  für 
cia:  cia  tiasam,  cain  temadar  'wohin  wir  auch  gehen,  möge 
er  (uns)  gut  schützen'  Thes.  II,  299,  30  (cia  wird  hier  durch  cipe  leth, 
secipe  leth  glossiert);  cia  ba  beo,  bid  do  preceptanme  crist 
'was  (quodcunque  =  so  lange)  ich  lebe,  wird  es  zur  Verkündigung 
des  Namens  Christi  sein'  Wb.  23b  29;  cia  be  a-mmet  'welches 
auch  ihre  Größe  sei'  Ml.  61b  28;  cia  beith,  noco-bia-so  fö 
mebail  'was  auch  sein  mag,  du  wirst  nicht  in  ("unter")  Schande 
sein'  LL  260a  49;  cia  bai  di-a  chalmacht  7  di-a  chura- 
tacht  dosfarlaic  inti  dosfarlaic  sis,  bäi  di-a  nertmaire  7 
d-ä  öclachas  dasfucastar  in  cathmilid  'mit  welcher  Bravour 
und  Heldenhaftigkeit  auch  derjenige  sie  hineingeworfen  hatte,  der 
sie  hineingeworfen  hatte,  mit  derselben  Kraft  und  Mannhaftigkeit 
zog  der  Schlachtenkrieger  sie  heraus'  Wi.  Täin  Z.  773  ("wie  viel 
auch  von  seiner  Bravour  war  .  .  so  viel  war  von  seiner  Kraft", 
"wie  groß  auch  seine  Bravour  war,  womit  er  sie  hineingeworfen 
hatte,  derjenige  der  sie  hineingeworfen  hatte,  so  groß  war  seine 
Kraft,  womit  der  Schlachtenkrieger  sie  herauszog");  vgl.  ge  beith 
d-febas  a  delba  'so  viel  auch  ist  von  Trefflichkeit  ihrer  Gestalt' 
Z.  3500;  gia  rabäi  d-febas  na  himdegla,  ra  büi  d-febas  ind 
imdibairgthi  'so  groß  auch  die  Vortrefflichkeit  des  Abwehrens 
war,  so  groß  war  die  Vortrefflichkeit  des  gegenseitigen  Werfens' 
Z.  3576;  ce  ro  böi  do  raet  in  chotulta,  böi  do  met  na 
athscisi  'wie  lange  auch  der  Schlaf  dauerte,  ebenso  groß  war  die 
Übermüdung'  Z.  2471. 

2)  Von  der  Bedeutung  'quantumcunque'  ist  die  ir.  Konjunk- 
tion cia  ausgegangen.  Als  Konjunktion  ist  das  Wort  unbetont 
und  nimmt  daher  teilweise  auch  die  Form  ce  an  (die  nun  gelegent- 
hch  auch  auf  das  Pronomen  übertragen  wird,  s.  die  Beispiele  unter 
1°);  vor  Vokal  ci.  Die  Konjunktion  cia  bedeutet:  a)  'obgleich; 
wenn  auch  (selbst  im  Falle,  daß  .  .)':  ni-r-bo  mebul  less  mo 
charatrad  cia-r-p-sa  cimbid  'he  has  not  been  ashamed  of  my 
friendship  although  I  have  been  a  captive'  Wb.  30a  6;  ce  cho- 
niis  cor  do  setche  uäit  nii-s-coirther  'though  thou  may  be  able 
to  put  thy  wife  away  from  thee,  thou  shalt  not  put  her  away' 
10a  21;  cia  chondesin  far  süli    do-sm-berthe   dom  'though 


§  525, 2]  Die  unbestimmt  relativen  Pronomina.  207 

I  had  asked  for  your  eyes,  ye  would  have  given  them  to  me' 
19 d  24  (cia  übersetzt  in  diesem  Falle  oft  das  lat.  si).  b)  'daß' 
(nach  Ausdrücken,  die  ein  Urteil  über  das  im  Nebensatz  Ausge- 
sagte bezeichnen;  ferner  bei  der  Angabe  eines  Verhältnisses,  einer 
Sachlage,  woraus  im  Hauptsatz,  meist  in  negativer  Form,  eine  Wir- 
kung angegeben  oder  eine  Folgerung  gezogen  wird):  is  huisse  ce 
ru-samaltar  fri  crist  'it  is  right  that  he  be  compared  to  Christ' 
34a  4;  is  fo  lium  cia  r-a-fesid  'es  dünkt  mir  gut  (ich  wünsche), 
daß  Ihr  es  wisset'  14b  20;  ni  mebul  lemm  cia  f-a-dam  'I  am 
not  ashamed  that  I  suffer  it'  29d  27;  is  burbe  dorn  cia  dogneo 
möidim  'es  ist  eine  Torheit  für  mich,  mich  zu  rühmen'  17c  20; 
caini-p-sa  söir  ce  dugnen  cach  n-gni'm  'wäre  ich  nicht  frei, 
jede  Tat  zu  tun?'  'stünde  es  mir  nicht  frei,  jede  Tat  zu  tun?' 
10c  16;  ba  saithar  do  cia  d-a-melad  'es  wäre  Lohn  seiner 
Arbeit  {=  torad  sa(i)thir  10c  21),  es  zu  essen'  lOd  3;  ni-sn- 
ain  ci  asberat  ni-n-tänicc  recht  'es  wird  sie  nicht  schützen, 
daß  sie  sagen:  das  Gesetz  ist  nicht  zu  uns  gekommen'  Id  1;  ni- 
hed  no-t-beir  i  nem  cia  ba  loingthech  'it  is  not  this  that 
brings  thee  into  heaven,  that  thou  shouldest  be  a  glutton'  6c  9; 
can  rofesta-su  iccfe  in  mnäi  ci  a-ta-sode  lat  ar  ecin  'wo- 
her weißt  du,  daß  du  die  Frau  dadurch  retten  wirst,  daß  du  sie 
bei  dir  mit  Gewalt  zurückhältst?'  10a  10;  ci  asber-sa  inso  ni 
to  bar  tathäir  si  'daß  ich  dies  sage,  ist  nicht  um  euch  zu  tadeln' 
16a  24.  c)  'siue  .  .  siue':  ce  no-n-molid  ce  no-n-airid  ni 
tabir  uäil  na  toris  fornn  'whether  ye  praise  us,  whether  ye 
blame  us,  brings  neither  pride  nor  sadness  upon  us'  16  a  1. 

Verschmelzungen,  ci-ni  'obgleich  nicht,  daß  nicht'  (ein  Wb. 
4d  6);  cesu,  ciasu,  ciaso  =  cia  -f  Kopula  3.  Sing.  Präs.  Ind.; 
cetu,  ceto  =  cia  -|-  Kopula  3.  Plur.  Präs.  Ind.;  cid  =  cia  -|- 
Kopula  3.  Sing.  Präs.  Konj.;  cit  =  cia  -f  Kopula  3.  Plur.  Präs. 
Konj.  Dem  Gebrauch  zum  Trotz  unterliegt  es  keinem  Zweifel, 
daß  cid  und  cit  dem  Ursprung  nach  indikativisch  sind,  cid  be- 
steht aus  cia  +  *idhe  §  537,  §  545,2  -f  *est  'ist',  cid  kann  als 
ein  Adverbium  'auch'  verwendet  werden  und  in  diesem  Falle  auch 
vor  einem  Plur.  stehen:  robatar  cid  ferte  di-a  imthrenugud 
'there  have  been  even  miracles  to  confirm  it'  Wb.  24c  5;  cid 
feissne  'auch  sie  selbst'  20c  22;  cid  snissni  'auch  wir'  23d  23 
(häufiger  jedoch  cit:  bieit  cit  geinti  hiressich  'there  will  be  even 
faithful  Gentiles'  4c  40;  cit  hösidi  'auch  sie'  5c  2).  cid  .  .  cid 
'siue  .  .  siue':  cid  cian  cid  gair   'sei  es  lange,  sei  es  kurz'  3c  5 


208  Die  unbestimmt  relativen  Pronomina.        §  525,  2 — 4 

(cid  sochumact  no  dochumact  'sei  es  leicht,  sei  es  schwer' 
10a  26;  ced  molad  ced  tathäir  do-m-beraid  si  dom-sa 
'though  it  be  praise,  though  it  be  blame  that  ye  give  me'  8d  21; 
die  Form  ced  beruht  auf  Vermischung  mit  ced  'was?').  Für  cid 
steht  cith  [Wb.]  22a  5,  ceith  Wb.  33a  4,  c  16,  cith  S.  148  Z.  4. 
Über  c-,  cad-  in  den  Wörtern  für  'selbst'  s.  §  490. 

Die  Partikel  *idhe  folgt  auch  sonst  auf  die  Konjunktion  cia 
und  zwar  infigiert,  in  einigen  Fällen  von  einem  infigierten  Objekt 
begleitet  (cini-d-arillset  'obgleich  sie  es  nicht  verdient  haben' 
Wb.  4c  39;  cia  do-d-rigensid  'obgleich  Ihr  es  getan  habt'  20d 
3;  darüber  §  486,  2  S.  146);  in  anderen  Fällen  allein  (vor  einem 
indikativischen  Tempus:  ce  ru-d-böi  'obgleich  er  war'  4b  13,  vgl. 
26a  23;  14dl3;  cini-d-accastar  'obgleich  er  nicht  gesehen  wird' 
26a  12;  cia  do-d-chommar  foi  'although  we  have  undergone  it' 
23  d  23;  vgl.  darüber  §  537,  §  545,  2). 

Anm.  Zu  ir.  cia  gehört  me.  pei  'if  it  were,  if  aus  *p-bei  (bei 
'wäre'),  womit  br.  pe  'oder'  wohl  identisch  ist. 

3)  In  der  Bedeutung  'quantumcunque,  quidquid'  kommt  auch 
eine  reduplizierte  Form  vor:  cosmail  leiss  cacha  orr  'alike  to 
him  whichever  he  may  slay'  Sg.  12b  7;  ni  digbad  ni  dia  übull 
cacha  tomled  de  'es  nahm  nichts  von  seinem  Apfel  weg  (sein 
Apfel  schwand  nicht),  wie  viel  er  auch  davon  aß'  LU  120a  38. 
Im  Nir.  wird  gach  a  n-  geschrieben. 

4)  Unbestimmt  relativ  ist  ferner  das  Kompositum  se-chi, 
se-ch:  sechi-p  he  'whosoever  he  be'  Wb.  Id  19;  3b  15;  sechi-b 
gräd  im-bether  and  'in  welchem  Stande  man  auch  ist  da'  10a 
18;  sechi-p  he  dan  'whatever  be  the  gift'  13a  3;  sechi  hed 
rii  a  less  'whatsoever  she  may  need'  7b  3;  sechi  hed  bäs  sön 
'whatsoever  death  that  may  be'  13c  1;  sechi  chruth  do-n-d- 
rön  'in  whatsoever  manner  I  may  be  able  to  do  it'  5b  18;  sech 
ni  thartsat  som,  ni  comtachtmar-ni  'ebenso  sehr  wie  sie  es 
nicht  gegeben  haben,  haben  wir  nicht  darum  gebeten'  24b  20. 
Daraus  entwickelt  sich  eine  Konjunktion  sech  'obgleich',  die  wei- 
terhin zu  einem  Adverbium  'tamen'  wird:  sech  r-a-pridchaisem 
'although  we  have  preached  it'  5  a  7,  vgl.  14  c  40;  19  a  11;  22  a 
23;  27d  19;  sech  rocreitsid-si  do  demun  'yet  ye  have  believed 
in  the  devil'  26  a  23.  Aus  der  unbestimmt  relativen  Bedeutung 
hat  sich  relative  Bedeutung  entwickelt  in  sech-is  'das  heißt'  (er- 
klärend), eig.  'quod  est'  (Wb.  10b  12;  12a  8;  14b  9;  20d  8). 
Wohl   aus  ir.  se   und    ir.  cia  komponiert  und  also    nicht  mit  gr. 


§  526—528]  Die  unbestimmten  Pronomina.  209 

o-ti,  b-Ttooog  u.  8.  w.  vergleichbar;  vgl.  §  531.  War  für  das  ir. 
Sprachbewußtseiii  wohl  mit  der  Präp.  sech  assoziiert. 

§  526.  Die  unbestimmt  relativen  Pronomina  des  Brit.  ent- 
halten das  Wort  mc.  pynnac  (auch  pynhac,  z.  B.  R.  B.  II 
203,  1,  welche  Schreibung  jedoch  für  die  Etymologie  schwerHch  in 
Betracht  kommt)  corn.  pynak,  pynag,  penak,  penag  (auch  pe- 
nagh  geschrieben;  oft  penag-ol,  pynag-ol  mit  enklitischem  oll 
'all',  ncorn.  pennagel  oder  —  mit  stummem  -e  —  pennagle) 
mbr.  pennac.  Vor  diesem  Worte  steht  das  fragende  Pronomen 
(mc.  pwy  bynnac  'quisquis';  corn.  pyu  penagh  'quisquis',  pe  penag^ 
py  penag,  pe  penag  ol 'quidquid';  mbr.  piu  pennac 'quisquis')  oder 
die  Verbindung  des  adjektivischen  fragenden  Pronomens  mit  einem 
Substantiv  (mc.  Ges.  pa  dyn  puyllauc  benac  'quicunque  homo 
sanus';  corn.  py  le  penag  'ubicunque',  auch  py  nyl  pynag-ol 
'utercunque',  vgl.  §  523,  2;  mbr.  pe-tra  pennac  'quidquid').  Im 
Corn.  kann  jedoch  pynak  auch  allein  stehen  ('quisquis'  P.  C.  681, 
1084;  'quidquid'  0.  M.  528,  R.  D.  2000)  oder  mit  pup  'jeder'  zu- 
sammengesetzt sein  (puppenag-ol  'quiscjuis',  puppenak  ma  'ubi- 
cunque').  Im  Mbr.  bildet  pennac  mit  vorhergehendem  un  ein 
unbestimmtes  Pronomen:  vn-uent  penac  'aliquantus'  (ment  'Größe), 
ZE  401,  Ernault,  Dict.  398. 

pynnac  u.  s.  w.  besteht  aus  dem  unbetonten  fragenden  Pro- 
nomen und  einer  Negation;  vgl.  russ.  kto  ni  'quicunque'  und  mbr. 
Redensarten  wie  nac  eu  mar  fier  'si  fier  qu'il  soit'. 

§  527.  Ir.  cia  kann  im  Mask.  ein  unbestimmtes  Pronomen 
sein:  cia  do-ra  chardib  sidchaire-sa  sein  'dieser  ist  jemand 
von  meinen  Sidvolk-Freunden'  LL  76a  34  (LU  78a  10)  Wi.  Tain 
Z.  2460,  vgl.  ebenda  Z.  1720,  1826;  bid  cia  cen  chend  inti 
doraga  di-a  chosnam  frim  'jemand  ohne  Kopf  w^ird  derjenige 
werden,  der  kommt  um  es  mir  strittig  zu  machen'  LU  100b  37. 
Analogischer  Plur.  ciai  Saltair  na  rann  5888;  cia  .i.  fear  'ein 
Mann'  O'Cl.  (mo  chia  'ray  husband'  "der  uieinige"). 

§  528.  Das  nach  einer  Negation  infigierte  Element  ir.  -con- 
bedeutet  'in  irgend  einer  Beziehung'.  Daher  liegt  in  vielen  Fällen 
die  nicht  wörtliche  Übersetzung  'nichts'  oder  'kein'  recht  nahe,  -con- 
steht  häufig  vor  nech  'jemand',  nl  'etwas'  oder  dem  adjektivischen 
nach,  Neutr.  na  'irgend  ein'  oder  vor  etir  'durchaus';  ni-con- 
übersetzt  lat.  'numquam'  und  'omnino  non*.  Air.  ni  o-chloor 
act  for  cäin-sceil  'may  I  hear  nothing  but  good  of  you'  Wb. 
23b  41   (vgl.  18a  2;    2b  21);    ni-con-tuislifea    gl.    nihil    tamen 

Peilersen:  Vgl.  kelt.  Gramm.    II.  \^ 


210  Die  unbestimmten  Pronomina.  [§  528 

memoriae  eins  elabitur  Ml.  27b  18;  con-na-ccon-bet  acht 
degnimai  less  'so  daß  er  nichts  als  gute  Taten  hat'  129a  9;  ar- 
na-con-roib  dethiden  for  neuch  act  toi  dse  do  denum 'damit 
niemand  irgend  eine  andere  Sorge  habe  als  den  Willen  Gottes 
zutun'  Wb.  15d  11;  ni-o-fil  tra  belre  cen  fogur  'es  gibt  keine 
Sprache  ohne  Laut'  12d  5;  ni-o-imruldatar  cosa  doine  riam 
lar  srotha  'keine  Menschenfüße  hatten  früher  das  Bett  des  Flusses 
überschritten'  Thes.  I  488,  27  (vgl.  Ml.  58a  9;  85b  7);  ni-con- 
sechmallad  nech  'niemand  vermied'  gl.  nemo  a  malo  uacaret 
Ml.  33c  21;  ni  odiurat  ni  diib  'nothiug  of  them  remains'  72b 
17;  ni-o-airigur-sa  na  imned  'I  feel  not  any  tribulation'  Wb. 
16a  28  (Ml.  23d  6;  56c  8,  d  2;  80c  9;  136b  7);  o-na-con- 
beth  leu  etir  'that  it  should  not  be  with  them  at  all'  Ml.  35c  2 
(vgl.  103d  9);  ni-con-rocmi  gl.  quem  omnino  non  tangeret  76a 
12;  air  ni-con-bia  som  etir  'denn  er  wird  überhaupt  nicht  exi- 
stieren' Sg.  29b  10;  ni-con-airsoilset  .i.  inna  ginu  'sie  haben 
nicht  geöffnet,  sc.  ihren  Mund'  gl.  ora  quae  numquam  ueri- 
tati  patuerunt  Ml.  31b  9;  ni-o-rogab  terochraic  ho  fiur 
sommu  'er  hat  niemals  eine  Bestechung  von  einem  reichen  Manne 
angenommen'  Ml.  36a  32;  ni-con-laimemmar-ni  ön  'wir  wagen 
dies  keineswegs'  Wb.  17  b  8. 

Später  wird  das  pronominale  Element  -con-  trotz  der  abwei- 
chenden Betonung  mit  dem  Präverbium  con-  (com-)  vermischt. 
Es  bewirkt  daher  gelegentlich  Eklipse  (statt  der  ursprünglichen 
Lenition),  s.  §  318  mit  Anm.  3  I  465f.  Das  -c-  wird  in  denje- 
nigen Fällen  leniert,  in  denen  der  Anlaut  des  Präverbiums  leniert 
sein  würde  (im  Mc.  tritt  diese  Lenition  überall  nach  ni  ein,  s. 
§  319,  2  I  467 f.;  daher  denn  auch  mir.  no-chon-  nsch.  cha 
'nicht'  [zum  Schwunde  des  ni-  vgl.  I  264];  dagegen  könnte  die 
Lenition  in  dem  air.  Beispiel  nem  insin  nad-chon-r-icthar 
'dies  ist  ein  Gift,  das  gar  nicht  geheilt  werden  kann'  Ml.  33 d  10 
schließlich  lautgesetzlich  sein).  Und  schließlich  findet  man  nach 
der  Analogie  des  proklitischen  Präverbs  im  späteren  Air.  und  Mir. 
bisweilen  nach  ni-con-  ein  iniigiertes  persönliches  Pronomen  (niemals 
in  Wb.):  ni-o-d-robae  'he  had  not'  Ml.  41a  5,  ni-o-da-bia  'they 
will  not  have'  69a  8,  ni-co-s-fuar-sa  inna  furgrad  sin  'ich 
fand  sie  nicht,  diese  Überbleibsel'  57 d  3,  no-chon-om-tha-sa 
düib  acht  .  .  'ich  habe  nichts  anderes  (keinen  anderen  Rat)  für 
euch  als  .  .'  Wi.  265,  14;  andere  mir.  Beispiele  bei  Strachan, 
Eriu  I  161. 


§  529]  Die  unbestimmten  Pronomina.  211 

-con-  ist  deutlich  ein  Adverbium  mit  der  Endung  -na  wie 
all,  oll,  cen  §  517,  518;  vgl.  can  §  524,  2. 

§  529.  Das  gewöhnliche  unbestimmte  Pronomen  (die  Bedeu- 
tungen 'aliquis'  und  'ullus,  quisquam'  vereinigend)  ist  ir.  unver- 
bunden  nech,  Neutr.  N.  A.  ni  (Dat.  und  Gen.  in  beiden  Ge- 
schlechtern neuch,  neich),  verbunden  nach,  N.  A.  Neutr.  na 
(Dat.  Gen.  Sing.  Mask.  und  Neutr.  nach;  Gen.  Sing.  Fem.,  Plur. 
N.  A.  Fem.  Neutr.  und  A.  Mask.  nacha;  PI.  Dat.  ho  nach 
mindaib  'von  irgend  welchen  Abzeichen'  Ml.  35d  16),  mc.  com. 
mbr.  nep. 

Die  aliquis-Bedeutung  kommt  im  Ir.  und  auch  im  Com. 
(0.  M.  657)  vor.  Die  Bedeutung  'ullus,  quisquam'  kommt  beson- 
ders in  negierenden,  fragenden,  bedingenden  Sätzen  vor.  Femer 
nach  dem  unbestimmt  relativen  Pronomen  (ir.  sechi-p  he  dän 
doberthar  do  neuch  'was  für  eine  Gabe  auch  irgend  Einem  ge- 
geben wird'  Wb.  13a  3)  oder  nach  einem  Komparativ  (mc.  gwell 
yw  dedyf  Cristonogaeth  no  neb  dedyf  or  byt  *das  Gesetz 
des  Christentums  ist  besser  als  irgend  ein  Gesetz  in  der  Welt' 
Silvan  Evans  S.  919).  Aber  auch  in  anderen  Fällen  kommt,  bes.  im 
Ir.,  eine  ähnliche  allgemeine  Bedeutung  vor,  so  daß  die  Übersetzung 
'ein  jeder'  oder  'jeder'  nahe  liegt:  ir.  todiusgud  neich  do  chretim 
'einen  Jeden  (den  im  jeden  einzelnen  Falle  Bezüglichen)  zum 
Glauben  antreiben',  forcetal  neich  iar  n-a  baithius  'einen  Jeden 
nach  der  Taufe  belehren'  Wb.  12c  39,  40  (=  'das  Antreiben  zum 
Glauben',  'die  Belehrung  nach  der  Taufe'  gl.  prophetia,  gl.  doc- 
trina);  nach  gnim  umal  bad  he  do-n-gneith 'every  lowly  deed, 
let  it  be  it  that  ye  do'  5d  27;  com.  yn  neb  ehan  a  servys  'in 
every  kind  of  Service'  M.  C.  15.  Von  diesem  Gebrauche  ausge- 
gangen ist  wohl  die  in  allen  keltischen  Sprachen  vorkommende 
Verwendung  dieses  Pronomens  vor  einem  Relativsatz,  in  welchem 
Falle  es  sich  der  Bedeutung  'deijenige'  nähert:  ir.  arcessi  do 
neoch  bes  meldach  less  'er  erbarmt  sich  desjenigen,  der  ihm 
lieb  ist'  Wb.  4c  19;  ni  sochude  rochretti  do  neuch  ro- 
chualammar-ni  huait-siu  'nicht  viele  haben  an  das  geglaubt, 
was  wir  von  dir  gehört  haben'  5a  7;  ni  bes  ire  und  andere  Bei- 
spiele §  467  S.  124;  mc.  (immer  mit  dem  Artikel)  ponyt  oed 
iawn  y  titheu  kanhadu  yr  neb  y  delei  hwnnw  attaw  .  . 
llad  y  benn  ae  rodi  yr  neb  y  mynhei  'wäre  es  nicht  gerecht 
für  dich,  demjenigen,  zu  dem  er  (der  Hirsch)  käme,  zu  erlauben, 
seinen   Kopf    abzuschneiden  und    ihn   demjenigen   zu  geben,    dem 

14* 


212  Die  unbestimmten  Pronomina.  [§  529.  530, 1 

er  wollte?'  Mab.  246;  corn.  neb  a  wheleugh  why  me  yw  'ich 
bin  derjenige,  den  Ihr  suchet'  M.  C.  68;  mbr.  nep  a  lavare 
corapsou  all  'qui  dirait  d'autres  paroles'  Ernault,  Gloss.  442; 
pleonastisch  doe  nep  am  croueas  'Gott,  der  mich  geschaöen  hat' 
Vie  de  sainte  Nonne  1007;  in  Verbindung  mit  pe  heny:  Jesus 
pe  heny  nep  a  clesquet  'Jesus,  den  Ihr  suchet';  im  Nbr.  kann 
wie  im  C.  der  Artikel  vor  dem  Pronomen  stehen:  ann  nep  a 
raio  'celui  qui  fera'  Troude,  Dict.  br.-fr.  S.  479. 

Anm.  Die  verbundene  Form  steht  im  Ir.  vor  einem  Substantiv,  vor 
aile  (ma  ru-d-baitsius  nach  n-aile  'if  I  have  baptized  any  other' 
Wb.  8a  3),  vor  ae  (na  äe  'irgend  etwas  davon'  12b  33),  vor  substanti- 
vierten Adjektiven  (nach  gein  'for  any  long  time'  [cian]  7a  11;  24d  11; 
nach  mor,  Dat.  Neutr,  'to  any  great  extent'  'beinahe'  [als  Modifikation 
einer  Negation]  11  d  5,  Ml.  64 d  13;  65 d  16  =  c.  nemmawr  §  310  I  447). 

Der  unverbundene  N.  A.  Sing.  Neutr.  ni  'etwas'  wird  schon  im  Air. 
in  einigen  Fällen  beinahe  als  ein  Substantiv  'Sache'  behandelt:  mor  ni 
"ein  Großes"  'in  hohem  Grade'  Wb.  2d  14;  15a  23;  25a  25;  Ml.  17b  12; 
146 d  (vgl.  den  soeben  angeführten  Dativ  nach  mor);  na  ni  ararogart 
som  'jede  Sache,  die  er  verboten  hat'  Wb.  5c  23  (=  cach  reit  araro- 
gart som  ebenda);  neph-ni  gl.  nihil  Sg.  95a  3  (über  neph-  s.  S.  8 f.; 
vgl.  das  gegensätzliche  is  he  side  as  ni  'it  is  He  that  is  somewhat'  Wb. 
8c  14).  Im  Mir.  ist  ni  ganz  zu  einem  Substantiv  geworden:  cach  ni 
'jede  Sache'  (Wb.  cach  reit),  nechtar  da  ni  'eins  von  beiden'.  Hiermit 
mischt  sich  wohl  auch  ani-sin,  ani,  Neutr.  von  inti-sin,  inti  §  512. 
Zu  ni  'Sache'  findet  sich  im  Mir.  der  Plur.  nechi  (se  nechi  airegda 
'die  6  wichtigsten  Sachen'  LU  32a  46),  nir.  neithe. 

Über  air.  cia  du  neuch,  cia  ar  neoch,  ce-do-no,  ci-er-niu  s. 
§  521,  2,  §  522,  1. 

Die  Grundform  des  ir.  nech  c.  corn.  br.  nep  ist  * m-k^os, 
Neutr.  *ne-k"od  oder  *ne-hnd  (I  243  f.,  2451).  Es  besteht  aus  der 
Negation  und  dem  fragenden  Pron.  und  wird  ähnlich  entstanden 
sein  wie  lit.  ne-kada  'zuweilen'  (kadä  ne-kadä  'hin  und  wieder'); 
es  ist  also  aus  *kuos  ne  h'os  (vgl.  ir.  cia  du  neuch)  verkürzt. 

Ableitungen:  ir.  nechtar  'alteruter'  §  289,  7  I  421,  §  407,  1 
S.  64;  c.  nebawd  'somebody,  anybody',  corn.  nebes  'wenig',  br. 
nebeud,  neubeud  §  234  I  335. 

§  530.  'Jeder'.  1)  Ir.  unverbunden  cach,  Gen.  cäich; 
verbunden  cach  (D.  Mask.  Neutr.  cach,  G.  Mask.  Neutr.  cach 
und  caich  Wb.  16a  31;  5c  3;  Gen.  Fem.  cacha,  älter  cache 
Thes.  II  255,  4;  Plur.  Dat.  cacha  Wb.  16a  27,  Sg.  208a  11). 
Mc.  unverbunden  pawp,  verbunden  pop.  Corn.  pup,  pop,  pep 
(d.  h.  pöp\  die  ursprünghch  betonte  Form).     Br.  pep  (ursprüngHch 


§  530 — 532, 1]         Die  unbestimmten  Pronomina.  213 

unbetonte  Form  §  187,  3  I  285).  Über  c.  beu-noeth,  beu- 
nydd,  com.  bynytha,  br.  bemdez    s.  I  129,  §  413  Anm.  S.  72. 

Die  verbundene  Form  steht  im  Ir.  vor  einem  Substantiv  (air. 
cach  ball  'jedes  Glied',  cach  reit  'jede  Sache',  cach-la  sei 
§517,3  S.  195,  cach  maid  'every  good  thing'),  vor  öen  (air.  cach 
<5en  'every  one'  Wb.  4d  21;  mc.  pob  un,  PI.  pob  rei),  vor  dem 
Gen. 'eorum'  (cach  na?,  cach  hse,  cach  he,  cachse  Wb.  12c  46; 
19c  19;  27b  8;  17d  2).  Die  unverbundene  Form  hat  im  Ir.  vor 
einem  Relativsatz  den  Artikel. 

Grundform  *h<äkuO'S,  vgl.  asl.  kakü  'welcher?'. 

2)  Daneben  existiert  im  Ir,  eine  verbundene  Form  cech 
(D.  G.  Mask.  und  Neutr.  cech,  G.  Sing.  Fem.  und  N.  PL  Fem. 
cecha;  auch  G.  PI.  cecha  Ml.  91c  12).  Steht  vor  Substantiven 
und  vor  dem  Gen.  'eorum'  (cech-ae  diib  Ml.  40c  21,  146a  2 — 3; 
du  cechae  144c  8).  Beruht  auf  Wiederholung  des  fragenden 
Pronomens.  Dazu  cechtar  'jeder  von  beiden'  (nach  der  Analogie 
von  nechtar  §  529  gebildet). 

§  531.  Für  'jeder'  (=  'alle')  gilt  im  Corn.  und  Br. : 
com.  kettep  (kettep  dyner  'jeder  Pfennig,  der  letzte  Pfennig' 
P.  C.  1514;  kettep  pen  'jeder  Kopf,  alle  zusammen';  ol  ketep 
tam  'jedes  einzige  Stück';  das  mehrfach  vorkommende  yn  kettep 
pol  'alle  zusammen'  enthält  trotz  der  Schreibung  das  Wort  ol 
'all';  über  yn  s.  §  418  S.  77;  substantivisch  kettep  onan  'jeder 
einzige,  alle  zusammen');  mbr.  guyteb-unan,  guitib-unan,  guy- 
teb-un-tam,  guitib-un-tam. 

Ein  Kompositum.  Das  erste  Element  liegt  vor  in:  c.  gyd  a 
'zusammen  mit';  yng  ghyd  'zusammen';  mc.  pawb  y  gyt  'alle  zu- 
sammen'; nc.  i  gyd  oll  'all  without  exception'  u.  s.  w.;  tir  cyd 
(mc.  tir  kyt)  'land  held  in  common';  mc.  cyt-eisted  'zusammen- 
sitzen'; acorn.  chet-ua  'conuentus  uel  conuentio';  ncorn.  kes-vewa 
'zusammenleben'  Gwreans  an  bys  1314;  mbr.  quet-breuzr  'con- 
frfere';  mbr.  quet  nbr.  ket,  Augens  der  Negation,  'pas,  point'  (eig. 
"zusammen";  ne  lavaro  ket  kement-se  'il  ne  dira  pas  cela'); 
ein  etymologisch  dunkles  AVort  (zu  lat.  citus  'schnell,  gleich  bei  der 
Hand'?).  Das  zweite  Element  entspricht  dem  ir.  sech  §  525,  4. 
Also  corn.  kettep  aus  *ket-hep  "zusammen  wer  auch  nur  .  ."". 

§  532.  Die  nicht  vom  fi'agenden  Stamm  abgeleiteten  unbe- 
stimmten Pronomina.  1)  Ir.  huile  'all'  (vor  dem  Subst  oder  nach 
demselben;  Dat.  PI.  regelmäßig  huilib,  bisweilen  jedoch  huili:  dun 
uli,   düib    uili,    doib  uili    'uns,   euch,   ihnen  allen'  Wb.  21c  3; 


214  Die  unbestimmten  Pronomina.  [532, 2.  3 

18b  23;  25c  31).  Mc.  yr  hell  gwn  'alle  die  Hunde';  y  deulu 
oll  'sein  ganzer  Hausstand';  dazu  der  Plur.  yll,  ill,  eil  vor  Zahl- 
wörtern: yll  deu  'alle  beide',  yll  pedwar  'alle  vier'.  Corn.  ol, 
oll:  yn  oll  an  bys  'in  der  ganzen  Welt',  en  box  oll  'der  ganze 
Krug';  pynag-ol  §  526,  yn  kettep  pol  §  531  u.  s.  w.  Mbr. 
oll,  holl:  an  holl  bet  'die  ganze  Welt'.  C.  corn.  br.  holl  ist 
=  lat.  sollus  'totus';  ir.  huile  ist  nach  dem  Muster  von  aile 
§  517,  3  weitergebildet.  Zum  Lautlichen  s.  I  411.  2)  Ir.  dim 
gl.  quippiam,  gl.  quicquam  Ml.  27 d  9;  70c  14b;  ni  di  nacca 
dim  .i.  acht  is  du  dim  gl.  non  de  nihilo  75b  20;  it  neph- 
dimdi  'sie  sind  nichtig'  130d  7.  Mc.  dim  'irgend  etwas';  nc. 
ddim,  Augens  der  Negation:  ni  adwaen  i  ef  ddim  'I  do  not 
know  him  at  all';  daraus  mo  1438.  Etymologisch  dunkel ;  das  ir. 
Wort  ist  wohl  aus  dem  C.  entlehnt  und  hat  nach  der  Analogie 
des  einheimischen  ni  die  Bedeutung 'aliquid'  neben  'quidquam'  an- 
genommen; nur  diese  letztere  Bedeutung  liegt  im  C.  vor;  sie  kann 
aus  einem  ganz  konkreten  Begriff  entwickelt  sein;  vgl.  c.  dim  wy 
'the  pellicle  inside  an  egg-shell'  (vielleicht  *de-smo-  'Band'  zu  gr 
dtü)  'ich  binde'). 

Anm.  Von  dem  Pronomen  dim  etymologisch  verschieden  ist  die  ir 
Vorsilbe  dim-,  aus  di-  (S.  8)  vor  ml-,  mr-  fl  163)  entstanden,  aber  analo- 
gisch verbreitet:  di-mbläith  'ungentle",  di m-br ig 'Schwäche' (brig 'Kraft 
I  101),  dim-buan  'nicht  dauerntl',  dim-dach  gl.  ingratus  Ml.  45a  7 
102c  2,  vgl.  124c  2,  5  (buidech  'dankbar'). 

3)  Mc.  ryw  bryuet  'eine  Art  von  Würmern'  Mab.  96,  11; 
y  ryw  beth  'eine  solche  Sache,  dieselbe  Sache'  194,  21;  ym- 
gaffel  ar  ryw  uarchawc  clotuawr  hwnnw  'mit  einem  solchen 
berühmten  Ritter  zusammentreffen'  R.  B.  II  226,  29;  y  ryw  or 
hoffter  hwnnw  'diese  Art  von  Prahlerei'  215,  32;  pa  ryw 
§  523,  2;  neb  ryw  gristawn  'irgend  ein  Christ'  Mab.  219,  3; 
vn  ryw  ymadrawd  'dieselben  Worte'  200,  19.  Daneben  cyf- 
ryw:  yn  y  kyfryw  le  a  hwnn  'an  einem  solchen  Orte'  7,  3. 
Dazu  gehört  ein  in  allen  brit.  Sprachen  vorkommender  Plur.  mc. 
rei  onadunt  'einige  von  ihnen'  Mab.  144,  corn.  re  a-n  e^ewon 
'einige  von  den  Juden'  M.  C.  203  (vgl.  181);  dient  meist  (etwa  wie 
engl,  one,  ones)  zur  Substantivierung  des  Artikels  und  verschie- 
dener Pronomina  (Adjektive):  mc.  y  rei,  Plur.  von  yr  hwnn 
§  515,  4;  y  rei  teu  §  493  S.  156;  y  rei  ereill  'die  anderen' 
Mab.  83,  13;  pa  rei  §  523,  2;  pob  rei  §  530,  1;  corn.  an  re 
ma,   an   re  na,    an  keth  re    S.  191;   §  518,  1;   re  ereil  'some 


§  532, 4.  533|  Die  unbestimmten  Pronomina.  215 

others'  M.  C.  195;  han  re  mvnys  ow  tene  'und  die  Kleinen, 
welche  saugen'  P.  C.  438;  gans  ken  re  'von  Anderen'  P.  C.  2002; 
br.  ar  re  man,  ar  re  ze,  ar  re  hont,  mbr.  da  re,  an  re  dieug 
S.  191,  192,  pe  re  §  523,  2,  pep  re  §  515,  3,  an  hol  re  'alle'.  Die 
Form  re  kommt  im  ßr.  auch  singularisch  vor:  mbr.  vn  re  'quel- 
({u'un'  Ernault,  Dict.  367,  vgl.  Gloss.  563.  Adjektivisch  in  nbr. 
Treg.  tri  re  dud  'trois  menages,  trois  familles';  vgl.  mc.  holl-re 
genedyl  anifeileit  'every  kind  of  animals'  Strachan,  Introd.  S.  45. 
Zur  Etymologie  vgl.  I  67. 

4)  Verschiedene  Substantive  haben  noch  eine  mehr  oder  weniger 
pronominale  Verwendung:  ir.  äis  'Alter',  lin  'Zahl',  lucht 'Schar', 
foirinn,  foirenn  ds.,  mc.  rann  'Teil',  gwr 'Mann',  dyn  'Mensch', 
peth  'Ding',  mbr.  tra  ds.,  quement  'so  viel'.  Bemerkenswert  sind 
besonders:  ir.  sochude  'Menge'  (wird  in  der  Bedeutung  'viele, 
mancher'  von  einem  maskulinischen  Pronomen  vertreten:  ar  dagni 
sochuide  bäas  ar  a  charit  'denn  viele  tun  es,  Tod  für  ihren 
Freund',  'denn  mancher  stirbt  für  seinen  Freund'  Wb.  12  b  34; 
sochaide  scaras  fri  a  choemu  7  fri  a  chairdiu  sund  indiu 
7  fri  a  chrich  7  fri  a  f  er  and  'viele  trennen  sich  heute  hier  von 
ihren  Lieben  und  von  ihren  Freunden  und  von  ihrer  Heimat  und 
von  ihrem  Lande'  LL  55b  20);  ir.  cele  'Genosse'  (as  coir  de 
chäch  guide  dee  li-a  chele  'daß  es  für  jeden  passend  ist,  zu 
Gotte  für  den  anderen  zu  beten'  Wb.  7a  13),  c.  cilydd  (mc.  dyr- 
nodeu  calet  tost  a  rodei  bawp  onadunt  y  gilyd  'harte  Schläge 
gab  jeder  dem  anderen'  Mab.  282;  nc.  o  ben  bwy-gilydd  'von 
einem  Ende  zum  anderen',  or  mor  bwy-gilydd  'von  Meer  zu 
Meer';  bw-  ist  =  ir.  co  'bis',  Rhys  Rc.  VI  57);  corn.  y  gele  'der 
andere'  M.  C.  179,  y  gyle  P.  C.  506,  877,  thy  gela  'dem  anderen' 
Beun.  Mer.  607;  br.  e-gile  'der  andere'  (dazu  Fem.  e-ben  'die 
andere'  I  47,  vgl.  ir.  indara  süil  .  .  a  setig  'das  eine  Auge  .  . 
das  andere'  LU  79b  37 — 39;  corn.  y-ben,  hy-ben  bedeutet  'der 
andere,  die  andere'  [nach  an  nyl,  an  neyl,  s.  S.  196];  dies  beruht 
auf  Verwechselung  mit  pen  'Kopf,  Ende'). 

XII.    Die  relativen  Pronomina*. 

§  533.  In  den  beiden  inselkeltischen  Sprachzweigen  besteht 
mit  Bezug  auf  den  pronominalen  Bau  der  Relativsätze  (die  bei  der 

1.  Ebel,  Beiträf?e  zur  vgl.  Sprachf.  V  17—53;  Verf.,  KZ  XXXV  316 
—414;  Thurneysen,  IF  Anz.  IX  190—193. 


216  Die  relativen  Pronomina.  [§533.534 

starren  "Wortstellung  des  Keltischen  ähnlich  wie  im  Französischen 
auch  dem  Zwecke  der  Inversion  dienen,  s.  §  547)  seit  alter  Zeit 
ein  tiefgehender  Unterschied  zwischen  den  Fällen,  in  denen  das 
Relativum  als  Subjekt  oder  Objekt  fungieren  sollte,  und  den  Fällen, 
in  denen  das  Relativum  irgend  eine  andere  Funktion  haben  sollte. 
In  den  Sätzen  mit  relativem  Subjekt  oder  Objekt  finden  sich  eigene 
pronominale  Elemente  mit  relativer  Bedeutung  seit  alter  Zeit  vor, 
in  den  übrigen  Sätzen  finden  sie  sich  entweder  überhaupt  nicht 
oder  erst  sekundär.  Ich  bezeichne  die  beiden  Arten  von  Sätzen 
als  eigentliche  und  uneigentliche  Relativsätze. 

Anm.  Über  die  vor  dem  relativen  Satz  stehenden  demonstrativen 
Wörter  ist  schon  im  Vorhergehenden  gehandelt:  ir.  a  n-  mc.  -r  §  511,  ir. 
inti  §  512;  mc.  yr  hwnn,  nibr.  ann  heny  §  515,  4;  ir.  nech,  c.  y  neb, 
corn.  br.  nep  §  529.  Diese  Elemente  sind  naturgemäß  mit  dem  Eelativsatz 
eng  assoziiert  (mc.  a-r  ny,  die  negierte  Form  von  a-r  a  S.  182,  wurde  fast 
als  negierte  Form  des  relativen  a  empfunden:  a  del  .  .  ar  ny  del  'wer 
kommt  .  .  wer  nicht  kommt'  Mab.  6),  scheinen  aber  nur  in  sehr  geringem 
Umfang  zu  wirklichen  relativen  Pronominen  geworden  zu  sein;  im  Mc. 
kommen  Verbindungen  wie  yn  yr  hwnn  'in  welchem',  yn  y  rei  'in  welchen' 
vor;  sie  sind  jedoch  besonders  der  Übersetzungsliteratur  eigen,  s.  Strachan, 
Introd.  S.  44;  ganz  künstlich  und  sprachwidrig  ist  das  in  Ml.  und  Sg. 
vorkommende  ir.  ol-sodin  'quod'  'was',  ol  ds.,  ol-suide  n-dath  gl.  quem 
colorem,   s.  Verf.  KZ  XXXV  326,  Thurneysen,  Handb.  §  476. 

In  bedeutend  größerem  Umfang  haben  die  fragenden  Pronomina  rela- 
tive Bedeutung  angenommen.  Am'  nächsten  lag  die  unbestimmt  relative 
Verwendung  (§  525,  526;  c.  py  diw  §  523,  4).  Gewöhnliche  relative  Be- 
deutung kommt  im  Ir.  so  gut  wie  nicht  vor  (vgl.  nur  §  525  Schluß),  ist 
im  C.  und  Corn.  verhältnismäßig  selten  (mc.  pieu  'cuius  est'  §  520,  pan 
§  524,  2,  3;  corn.  py  §  523,  8),  im  Br.  außerordentlich  häufig  (besonders 
bemerkenswert  ist  mbr.  pe  heny  'lequel',  pe  en  heny  'dans  lequel',  pe 
gant  'durch  wen,  wodurch'  u.  s.  w.  §  523,  2,  3).  Über  mc.  pwy  py  s. 
§  587,  6. 

Die  relativen  Pronomina  im  Irischen. 

§  534.  Die  Unterscheidung  zwischen  den  eigenthchen  und 
den  uneigentlichen  Relativsätzen  ist  im  Ir.  durch  die  neu  auf- 
gekommene relative  Eklipse  (§  266—268)  gekreuzt  worden.  Die 
Eklipse  eroberte  sowohl  einen  Teil  des  Gebietes  der  eigentlichen 
Relativsätze  als  auch  einen  Teil  des  Gebietes  der  uneigentlichen 
Relativsätze;  durch  Ausgleichung  wurde  aber  die  Regel  eingeführt, 
daß  neben  der  Eklipse  immer  dieselben  suffigierten  und  infigierten 
Elemente  auftreten  wie  in  den  eigentlichen  Relativsätzen.  Eine 
gewisse  Neigung,  auch   sonst  Eigentümlichkeiten   der   eigenthchen 


§535,1.2]  Das  suffigierte  Relativum  im  Ir.  217 

Relativsätze  auf  die  uneigentlichen  Relativsätze  zu  übertragen, 
kommt  erst  im  Laufe  der  literarischen  Periode  mehr  und  mehr  zum 
Vorschein;  s.  §  541,  1.  In  den  ir.  Relativsätzen  tritt  häufig  ein 
an  und  für  sich  nicht  relatives  pronominales  Element  -d-  auf. 

§  535.  Die  suffigierten  Elemente  der  eigentlichen  Relativ- 
sätze und  der  Eklipsensätze  im  Ir.  1)  Die  Verbalformen  der 
3.  Sing,  mit  der  Endung  -d  vertauschen  in  relativer  Funktion  diese 
Endung  gegen  ein  unmouilliertes  -s:  berid  'trägt',  beres  'welcher 
trägt'  (Ind.),  beras  'welcher  tragen  mag'  (Konj.);  inti  cretfes 
'derjenige,  welcher  glauben  wird'  Wb.  la  3;  fo  besad  fir  trebuir 
crenas  tiir  di-a  chlainnd  'nach  der  Weise  eines  klugen  Mannes, 
der  Land  für  seine  Kinder  kauft"  29d  23;  inn  äis  deed  caras 
foigdi  caich  'die  faulen  Leute  (Akk.),  welche  das  Betteln  bei 
Jedermann  lieben'  25c  19;  tuicci  a  n-gaibes  in  salm  'er  ver- 
steht, was  der  Psalm  singt'  12d  42;  cein  gaibes  'so  lange  er  hat' 
26a  13  (Ind.);  lasse  gabas  'indem  er  nimmt'  13d  22  (Konj.); 
amal  gnis  crist  'wie  Christus  wirkt'  21b  2;  mairg  bias  oc 
estecht  'wehe  dem,   der   anhören  wird'  Wi.  190;   ol-daas  S.  78. 

Anm.  1.  Eine  längere  Form  des  suffigierten  Elementes  liegt  vor  in 
der  3.  Sing.  Konj.  be-so,  be-su:  quid  iudicas  fratrem  tuura  in  non 
mandueando  .i.  besu  dagduine  cini  estar  cach  tiiari  'welcher  ein 
guter  Mensch  sein  mag,  obgleich  er  nicht  jede  Speise  ißt'  Wb.  6b  23,  vgl. 
24;  massu  ed  besomo  a  fiusduib-si  'ifit  be,  greater  is  the  knowledge 
of  it  that  ye  have'  19  b  11  (die  Übersetzung  nach  Stokes,  The  Old-Irish 
Glosses).  Vgl.  mir.  be-su  ocus  be-su  chian  'sei  es  nahe'  sei  es  fern' 
I  455  (eig.  "quod  sit").     Dagegen  bös  'vielleicht'  §  511  Anm.  2. 

2)  Ein  suffigiertes  -e  findet  sich  nach  Verbalformen  der  3.  PI. 
auf  -t  und  nach  einigen  endungslosen  Formen  der  3.  Sing.:  berit 
'sie  tragen',  a  m-berta?  eoin  'was  die  Vögel  tragen'  LU  19a  33; 
it  he  cretite  'die  sind  es,  welche  glauben'  Wb.  3d  18;  indi  .  . 
mörate  mathi  'diejenigen,  die  die  Guten  verherrhchen*  6a  9; 
intain  creitfite  'wenn  sie  glauben  werden'  5c  12;  iudigte  gl. 
iudaizare  19a  13;  —  der  3.  PI.  der  Kopula  it  'sie  sind'  entspricht 
relativ  ata  :  it  sib  ata  chomarpi  'Ihr  seid  es,  welche  die  Erben 
sind'  19c  20;  doadbadar  sunt  ata  n-ili  dana  in  spirto  'es 
wird  hier  gezeigt,  daß  die  Gaben  des  Geistes  viele  sind'  12a  11; 
—  tete  'welcher  geht'  9d  5;  it  he  coisnimi  inso  file  lib-si 
'das  sind  die  Streitigkeiten,  die  bei  euch  sind'  7d  13;  luide  'who 
went'  Ml.  127 d  3,  vgl.  Verbalverz.  tiagu. 

Anm.  2.  Eine  ältere  Form  des  suffigierten  Elementes  ist  in  ce-t-o, 
ce-t-u   'obgleich  sind',    ma-t-u    'wenn   sind'    und    in    den   entsprechenden 


218  Das  suffigierte  Relativum  im  Ir.     [§  535,  3 — 6.  536, 1 

Singularformen  ce-s-o,  ce-s-u,  ma-s-o,  ma-s-u  erhalten  (vgl.  §  541,1'!. 
Dasselbe  Element  sucht  Thurneysen,  IF  Anz.  IX  193,  auch  in  ro-b-o,  ro- 
b-u  'oder',  'entweder'  (vgl.  §  552,  2);  sehr  zweifelhaft,  vgl.  §  582. 

3)  Die  Endung  der  1.  PI.  -mi  wird  mit  dem  suffigierten  Re- 
lativum zu  -me  (KZ  XXXV  374):  mat  rete  frecndirci  gesme 
'wenn  es  zeitliche  Dinge  sind,  um  die  wir  bitten'  Wb.  4a  27;  a  m-bäs 
tiagme-ni  'der  Tod,  in  den  wir  gehen'  15b  28;  intain  diagma-ni 
'wenn  wir  gehen'  3a  15  (vgl.  S.  91).  4)  Den  passivischen  und  medialen 
Formen  der  3.  Sing,  und  PI.  auf  -ir  entsprechen  relative  Formen 
auf  -er,  -ar  (KZ  XXXV  376):  os  cech  anmimm  ainmnigther 
gl.  super  omne  nomen  quod  nominatur  21a  14;  inn  almsin  berar 
do  Hierusalem  'das  Almosen  (Akk,),  das  nach  Jerusalem  gebracht 
wird'  16d  7;  intain  .  .  bertar  drognimi  essib  'wenn  die  bösen 
Taten  aus  ihnen  entfernt  werden'  25c  23;  is  hed  dathar  dom 
'deshalb  ist  man  mir  böse'  2ic  9;  araill  tra  cairigedar  som 
sunda  'eine  andere  Sache  tadelt  er  also  hier'  25b  9;  for-sna-hi 
comalnatar  toil  das  'auf  diejenigen,  die  Gottes  Willen  vollführen' 
20d  1;  arndip  maith  n-airlethar  a  muntir  1395.  5)  Einigen 
Formen  der  3.  Sing.  Konj.,  Fut.  oder  Prät  auf  mouilHertes  -s  ent- 
sprechen in  relativer  Funktion  Formen  auf  unmouilliertes  -s:  ma  theis 
'wenn  er  geht'  Wb.  14a  14,  relativ  tias  Thes.  II  39,25;  a-lliles 
dind  ancretmiuch  'was  dem  Ungläubigen  folgt'  Wb.  10a  5; 
giges  'welcher  beten  wird'  Ml.  53c  3;  —  föidis  'er  schickte', 
soerais  'er  befreite',  relativ  amal  foides  'wie  er  schickte',  soeras 
'welcher  befreite'  Thes.  II  304,  1;  302,  5.  6)  Nach  einigen  un- 
betonten VerbaKormen  schwindet  das  suffigierte  Element  ganz; 
neben  file  steht  in  relativer  Funktion  auch  fei,  fil,  feil  Wb.  4c  1; 
10b  21;  13c  26;  neben  at-a  findet  sich  relatives  at,  et,  it  Ml. 
45d  1;  48a  10;  27a  9;  Wb.  26b  2;  29a  29.  Der  3.  Sing,  is  'ist' 
entspricht  in  relativer  Funktion  as:  brothchän  as  chöir  duib 
'it  is  pottage  that  is  meet  for  you'  33c  15;  do  thaidbsiu  as-n- 
iress  nöibas    'to  manifest  that  it  is  faith   that  sanctifies'    19  b  14. 

§  536.  Die  infigierten  Elemente  der  eigentlichen  Relativ- 
sätze und  der  Eklipsensätze  im  Ir.  1)  Daß  es  ein  infigiertes 
relatives  Element  -s-  gäbe,  läßt  sich  nicht  beweisen.  Was  darauf 
deuten  könnte,  ist  die  Tatsache,  daß  die  Präverbia  ad-,  in-  (die 
nicht  relativ  vor  einem  persönlichen  Pronomen  als  at-  auftreten 
§  486,  5)  in  gewissen  relativen  Konstruktionen  (vor  einem  persön- 
lichen Objektspronomen)  die  Formas-  haben:  amal  as-in-chobra 
ind  in  gen  'wie  die  Tochter  es  wünscht'   Wb.  10b  18   neben    ad- 


§  536, 1. 2j  Das  infigierte  Relativum  im  Ir.  219 

cobra  Icc  omnium  'er  wünscht  die  Erlösung  Aller'  28b  2,  Inf. 
accobor  'Verlangen';  innani  ass-id-greiinat  'of  those  who  per- 
secute  him'  Ml.  18d  2  neben  ingrenned  gl.  persequebatur  36d  25, 
Inf.  ingreimm.  Aber  einerseits  ist  die  Erscheinung  nicht  konstant; 
man  findet  mehrfach  Formen  wie  ad-ind-rimi  Wb.,  ad-id-trefea 
Ml.,  s.  §  486,5  und  Strachan,  Selections  S.  67  ß;  auch  kann  man, 
besonders  aus  den  jüngeren  air.  Denkmälern,  Fälle  anführen, 
wo  as-  auch  außerhalb  relativer  Konstruktion  für  ad-  steht  (KZ 
XXXV  383).  Und  ferner  gibt  es  eine  Möglichkeit,  die  Erschei- 
nung analogisch  zu  erklären:  als  Nachahmung  des  Präverbs  ess-, 
das  vor  einem  persönlichen  Pronomen  at-  lautet,  während  es  in 
den  hier  in  Rede  stehenden  relativen  Konstruktionen  und,  wo  kein 
persönliches  Pronomen  folgt,  die  vortonige  Gestalt  as-  aufweist. 
Liegt  doch  eine  Vermischung  der  drei  Präverbia  ad-,  in-,  ess- 
in Fällen  wie  ad-greinn  gl.  persequentis  Ml.  54  b  23,  neich  ad- 
gustis  'of  whatever  they  desired'  69a  2  neben  ind  ecguisti  gl. 
optati  65b  2  klar  und  greifbar  vor  (vgl.  auch  adcuaid  'er  hat 
erzählt'  Wb.  21d  11  neben  co  n-eicdid  'so  daß  Ihr  erzählt  habt" 
24c  17,  vgl.  Verbalverz.  fiad-).  Ein  so  buntes  Nebeneinander  der 
Präverbia  ad-,  in-,  ess-  wie  in  den  jüngeren  air.  Denkmälern 
kennt  Wb.  allerdings  nicht;  die  Vermischung  konnte  aber  in  dem 
hier  in  Rede  stehenden  Fall  besonders  leicht  eintreten,  weil  über- 
haupt die  Unterscheidung  zwischen  relativen  und  nicht-relativen 
Formen  der  drei  Präverbia  vor  einem  persönlichen  Pronomen 
(§  486,  5;  §  503,  2)  auf  einer  Neuerung  beruht.  Das  Präverb 
aith-  hat  gewiß  dasselbe  Schicksal  wie  ad-  gehabt;  es  lautete  also 
in  den  hier  erörterten  Fällen  as-;  unzweideutige  Belege  sind  je- 
doch nicht  vorhanden. 

2)  Das  einzige  wirkhche  infigierte  relative  Element  ist  ein 
lenierendes  -e-,  -a-  oder  Null.  Die  Form  -e-  erscheint  nach  dem 
Präverb  imb-,  die  Form  -a-  nach  air-  und  bisweilen  nach  ess-. 
die  Form  Null  in  den  übrigen  Fällen:  innani  prechite  et  imm- 
e-churetar  cori  'derjenigen,  welche  predigen  und  Frieden  bringen' 
Wb.  5a  5  (mit  der  relativen  Eklipse:  imm-e-n-imgabad  gl. 
declinare  Ml.  41a  6);  seltener  erscheint  imm-a-  Wb.  16b  8,  Ml. 
17b  6;  imm-o-forling  'der  bewirkt  hat'  Wb.  10c  18;  mit  ge- 
schwundenem Pronomen:  creitem  hi  cridiu  im-folngi  in  duine 
firian  'es  ist  der  Glaube  im  Herzen,  der  den  Menschen  gerecht 
macht'  4d  32,  vgl.  33;  —  cach  reit  ar-a-ro-gart  som  'alles, 
was  er  verboten  hat'  5  c  23;   is   hed    in  so   ar-a-thä  gl.  reliquum 


220  Dasinfig,Relativuin,dasiiifig.-d-imIr.    [§536,2.537,1.2 

est  10b  3  (mit  der  relativen  Eklipse:  a  n-ar-a-n-egi  gl.  con- 
querens  Ml.  18d  1);  mit  geschwundenem  Pronomen:  is  hed  ar-thä 
in  so  'das  ist's,  was  bevorsteht'  Wb.  30  d  13;  —  indi  ass-a- 
guiset,  inti  as-a-gusi  'die,  welche  wünschen',  'der,  welcher 
wünscht'  Ml.  61b  17  (mit  der  relativen  Eklipse:  in  deni  ass-a- 
foiter  guth  'in  der  Schnelligkeit,  mit  der  die  Stimme  ausgeschickt 
wird',  'so  schnell  wie  man  ein  Wort  sprechen  kann'  48c  8);  mit 
geschwundenem  rel.  Pronomen:  as-chom-arta  gl.  qui  caesi  sunt 
26d  11. 

Anm.  Verschleppt  ist  as-a-  in  dem  nicht  relativen  as-a-gninaim 
gl.  sapio  Sg.  146b  16  und  anderen  Formen  desselben  Verbums. 

Wo  das  relative  Element  schwindet,  ist  sein  einstiges  Vor- 
handensein nur  an  der  Lenition  erkennbar;  die  Fälle  mit  relativer 
Eklipse  kommen  daher  nicht  in  Betracht.  Beispiele  für  die  Le- 
nition sind  I  467  angeführt;  vgl.  noch  a  n-ad-chodados-sa  'das, 
was  ich  erworben  habe'  Wb.  7a  16;  niani  be  nech  fris-chom-arr 
doib  'wenn  niemand  da  ist,  der  ihnen  widerstehen  (schädigen)  kann' 
Ml.  77a  12;  cach  led  do-choid  som  'überall,  wo  er  hingegangen 
ist'  Wb.  14c  20;  fo-chelfatar  gl.  qui  dihgunt  30d  15;  orobad 
inn-a  chorp  ni  in-choissised  tobe  uitiorum  'damit  in  seinem 
Körper  etwas  wäre,  das  die  Abschneidung  uitiorum  bezeichnete' 
2c  7;  is  hed  inso  no-chairigur  'das  ist  es,  was  ich  tadele' 
lld  1. 

§  537.  Das  infigierte  Element -d-.  Die  in  §  535—536  be- 
sprochenen Elemente  waren  ursprünglich  nur  in  den  eigentlichen 
Relativsätzen  vorhanden;  in  die  Eklipsensätze,  soweit  sie  aus  un- 
eigentlichen Relativsätzen  entstanden  sind,  sind  sie  nur  durch  eine 
Analogiebildung  eingeführt  worden.  Anders  liegt  die  Sache  bei 
dem  in  Relativsätzen  häufig  auftretenden,  in  der  Mehrzahl  der 
Fälle  infigierten  Elemente  -d-.  Es  kommt  vor:  1)  In  den  eigent- 
lichen Relativsätzen  und  in  den  Eklipsensätzen  vor  einem  infigierten 
persönlichen  Pronomen,  s.  §  486.  In  §  503,  3  habe  ich  Tatsachen 
angeführt,  die  dafür  sprechen,  daß  das  -d-  ursprünglich  nur  vor 
den  Pronomiualformen  der  3.  Person  berechtigt  gewesen  ist.  Nach 
gewissen  Präverbien  steht  dasselbe  Element  (in  differenzierter  Ge- 
stalt) auch  in  nicht-relativen  Sätzen  vor  einem  infigierten  persön- 
lichen Pronomen.  2)  Nach  der  Konjunktion  cia  vor  der  ge- 
schwundenen Kopula  und  vor  einem  infigierten  persönlichen  Pro- 
nomen, jedoch  auch  allein  (vor  einer  indikativischen  Verbalform) 
s.  S.  207f.      In  ähnlicher  Weise  erscheint  das  -d-  auch  nach  der 


§537,2—5]  Das  infigierte  Element  -d-  im  Ir.  221 

Konjunktion  ma 'wenn' :  ma-d  'wenn  ist'  (Konj.;  durch  Assoziation 
mit  den  Formen  des  Ipf.  Konj.  auf  -ad  auch  Svenn  wäre');  ma- 
ni-d  Svenn  nicht  ist'  (scheint  ohne  Prädikatsnomen  einen  verkürzten 
Satz  'wenn  nicht'  bilden  zu  können:  Wb.  17b  32);  ma  nu-dub- 
feil  §  486,  2;  ma  du-d-ell  ni  'wenn  er  etwas  gestohlen  hat' 
Wb.  22b  7;  ma  ru-d-choiscset  a-mmuintir  'wenn  sie  ihren 
Hausstand  gezüchtigt  haben'  28c  7.  Über  -d-  nach  co  vgl.  §  486,  2. 
Da  cia  ursprünglich  Plur.  Neutr.  des  fragenden  Pronomens  ist, 
und  da  nach  dem  unverbundenen  fragenden  Pronomen  relative 
Konstruktion  eintritt,  so  könnte  man  darauf  kommen,  das  -d-  aus 
dieser  relativen  Konstruktion  erklären  zu  wollen;  aber  gerade  wo 
die  pronominale  Bedeutung  von  cia  noch  lebendig  ist,  scheint  das 
-d-  nicht  aufzutreten  (cid  nur  'though  it  be',  nicht  'wie  viel  es  sei'); 
und  ma  konnte,  wenn  die  I  472  gegebene  Deutung  richtig  ist, 
nicht  einen  eigentlichen  Relativsatz  einleiten.  Wir  werden  also  an- 
zunehmen haben,  daß  das  -d-  nach  cia  und  ma  von  relativer 
Konstruktion  unabhängig  ist.  Vgl.  aber  §  541  Anfang.  3)  Nach 
der  Fragepartikel  in  vor  einem  intigierten  persönlichen  Pronomen 
(§  486,  4)  und  vor  der  Kopula:  duüs  in-di-p  fochunn  icce  do 
a  indarpe  a  oentu  fratrum  'ob  nicht  seine  Verbannung  aus  der 
Gemeinschaft  der  Brüder  Ursache  seiner  Heilung  (Bekehrung)  sein 
mag'  Wb.  26b  27;  über  in-d-a  apstal  'bin  ich  ein  Apostel?' 
10  c  20  s.  §  638.  4)  Nach  den  relativen  Präverbien  vor  der 
Kopula  (in  der  3.  Sing,  oft  doppelt  gesetzt):  oid  aimm  (zu  lesen 
ainm)  dun  chrunn  'so  daß  es  Name  des  Holzes  ist'  Wb.  8a  5; 
condid  f  irianu  de  'so  daß  er  um  so  gerechter  ist'  2a  7  (Ind.);  con- 
di-b  didnad  dom-sa  'so  daß  es  ein  Trost  für  mich  sein  mag'  Ib  1 
(Konj.);  indid  'worin  ist'  12d  18;  indib  'worin  sein  mag'  26b  24; 
ondid  'wovon  ist'  12d  23;  arndip  'damit  es  sei'  22c  11.  Die 
beiden  -d-  des  Ind.  können  zu  einem  -t-  werden:  cit  n-e  cumacte 
diandid  coir  in  fognam  'welchen  Mächten  es  passend  ist  zu 
dienen'  6a  9,  aber  inti  diant  ainm  discessio  'derjenige,  der  den 
Namen  discessio  hat'  26a  5.  Über  con-dan  'so  daß  wir  sind' 
u.  s.  w.  s.  §  638.  Prät. :  lasin-rubu  maith  'denen  es  gut  er- 
schienen war'  Ml.  131  d  11,  vgl.  102d  4.  5)  In  Eklipsensätzen 
nach  den  Tempuspräverbien  ro-  und  no-  vor  dem  Verbum  'sein": 
is  faittech  ro-n-d-boi-som 'vorsichtig  war  er' Ml.  21d  4;  nicon- 
ru-accobrus  ni  bed  uilliu  indaas  ro-n-d-böi  ra-ingnae  'ich 
habe  niemals  etwas  gewünscht,  das  größer  wäre  als  mein  Verstand' 
"als  es  ist,   daß   mein   Verstand    war"  136b  7;    oire   nu-n-d-em 


222  Das  infigierte  Element  -d-  im  Ir.  [§537,6—9 

membur  uili  du  dea  'weil  wir  alle  Glieder  Gottes  sind'  Tbes. 
II  246,  5.  Über  2.  Sing,  nu-n-da  u.  s.  w.  s.  §  638.  6)  Zu  -t- 
verdoppelt  nacb  der  Negation  ni  vor  der  Kopula:  ni-t-at  cosmili 
'sie  sind  nicbt  äbnlicb'  Wb.  32 d  14.  Über  ni-t-a  'ich  bin  nicht, 
du  bist  nicht'  u.  s.  w.  s.  §  638.  7)  Häufig  bei  dem  Verbum  do- 
es-ta  'fehlt'  in  relativer  Konstruktion:  an  du-d-esta  'das,  was 
fehlt'  Wb.  la  9,  vgl.  12b  5;  26 d  8  u.  s.  w.  Ebenso  bei  do- 
ecmaing  'ereignet  sich':  is  menic  do-n-d-ecmaing  'es  geschieht 
oft'  Ml.  54a  7;  vgl.  Thes.  II  247,  11;  acht  dondecmaing  ani- 
siu  'nur  daß  dies  geschieht'  Sg.  137b  5  (über  die  Eklipse  vgl. 
§  591  Anm.  2).  8)  Häufig  in  der  Verbindung  ro-d-bo  'oder', 
'entweder'  =  ro-bo,  s.  KZ  XXXV  404;  eigentlich  wohl  'was 
sein  kann'  oder  'quod  sit'. 

9)  In  den  eigentlichen  Relativsätzen  und  in  den  Eklipsensätzen, 
femer  nach  relativen  Präverbien  und  nach  der  Fragepartikel  in 
erscheint  -d-  in  Verbindung  mit  der  Negation  als  nad,  jedoch 
nicht  vor  einem  infigierten  persönHchen  Pronomen:  ani  nad  nöib 
'das,  was  nicht  heilig  ist'  Wb.  31c  1  (vor  der  geschwundenen 
Kopula;  vgl.  8a  18);  dund  öis  nad-chaithi  cach  tuari  I  467; 
is  dreecht  diib  nad-ro-chreit  'es  ist  ein  Teil  von  ihnen,  der 
nicht  geglaubt  hat'  5c  2;  annad-denam-ni  'das,  was  wir  nicht 
tun'  16a  24;  i-sind-i  nad-creitid  'darin,  daß  Ihr  nicht  glaubet' 
Id  14;  co-ni-ecmi  nad-n-airchissa  'damit  es  nicht  geschehe, 
daß  er  nicht  schonen  mag'  5b  35;  na  bad  hed  a  meit  näd-m- 
bse  gl.  nee  nominetur  in  uobis  'nicht  sei  das  genug  ("seine  Größe"), 
daß  es  nicht  vorhanden  ist'  22b  14;  ni  näd-rii-bed  ar  se  di 
chorp  'nicht,  daß  (als  ob)  es  deswegen  nicht  zum  Körper  gehöre' 
12a  22;  ni  fil  ceneel  na  belre  i-sin  biuth  di-nad-ricthe 
nech  'es  gibt  keine  Nation  oder  Sprache  in  der  Welt,  von  der 
nicht  jemand  erlöst  würde'  28b  1;  in-näd-cualaid-si  'habt  Ihr 
nicht  gehört?'  5a  21.  —  Gegen  die  sonstige  Regel  steht  das  rela- 
tive -n-  in  diesen  Fällen  nach  dem  -d- ;  relative  Eklipse  ist  überall 
da  anzunehmen,  wo  keine  Lenition  stattfindet  (also  auch  in  dem 
zuletzt  angeführten  Beispiel;  "ist  es,  daß  Ihr  nicht  gehört  habt?"). 
Nur  vor  der  indikativischen  Kopula  findet  sich  -n-d-:  nant  ni 
idol  et  näd-n-escona  ni  '(wir  wissen,)  daß  der  Götze  nichts  ist 
und  nichts  verunreinigen  kann'  10b  26;  asbeir  in  fect  so  as  mug 
et  nan  coimdiu  'er  sagt  jetzt,  daß  er  ein  Sklave  und  nicht  Herr 
ist'  17a  12  (vgl.  12d  28;  23a  13);  höre  na-n-d-at  filii  'weil  sie 
nicht  filii  sind'  4c  8  (vgl.  26b  3).     Ohne  Eklipse   und   mit  zu  -t- 


§537, 9.  538, 1]       Die  uneigentlichen  Relativsätze  im  Ir.  223 

verdoppeltem  -d-:  amal  nät  anse  düib  'wie  es  für  euch  nicht 
schwierig  ist'  17c  11;  cid  na-t-at  släin  ind  huli  'weshalb  sind 
nicht  alle  erlöst?'  28b  1.  Femer  kommt  na-n-d  vor  einem  Objekts- 
pronomen vor:  höre  nä-n-r-airigsiur  'weil  ich  ihn  nicht  bemerkt 
habe'  3c  26;  act  na-n-d-leicci  concupiscentia  carnalis 
'nur,  daß  concupiscentia  carnalis  es  nicht  erlaubt'  3d  13.  Über 
die  Konglomerate  nadid-  und  nachid-  s.  §  486  Anm.  1.  —  Hervor- 
zuheben ist  schließlich,  daß  das  -d-  in  den  hier  beschriebenen 
Fällen  meist  nur  fakultativ  ist;  mit  den  oben  angegebenen  Formen 
konkurrieren  also  na  (in  bestimmten  Fällen  nach-  §  559),  na  n-: 
na-po  cheneel  dom-sa  cosse  'das  bisher  nicht  mein  Volk  war' 
5a  14  (vgl.  na-r-bo  4d3);  na-bad  eola  'der  nicht  kundig  wäre' 
33b  21;  na-ro-pridchissem-ni  '(ein  Evangelium),  das  wir  nicht 
gepredigt  haben'  17b  31;  bied  aimser  nä-m-ba  lobur  'es  wird 
eine  Zeit  kommen,  wo  er  nicht  schwach  ist'  6b  15  (na-m-bad 
12d  21;  nämmin  'daß  ich  nicht  wäre'  17d  23);  nä-bad  'daß 
nicht  wäre'  16d  4;  quid  na-bi  samlid  'weshalb  ist  es  nicht  so?' 
18b  9;  höre  na-r-bu  lour  'weil  nicht  hinlänglich  war'  24b  20, 
vgl.  5b  12;  na  (ohne  Eklipse)  'damit  nicht'  16a  9;  20c  4;  32c  16; 
di-nacon-bi  möin  u.  s.  w.  I  399. 

Das  häufig  doppelt  gesetzte  Element  -d-  tritt  also  sowohl  in 
relativen  als  in  nicht  relativen  Sätzen  auf  (die  Auffassung  desselben 
als  ein  relatives  Element  ist  eine  Neuerung);  es  ist  vor  einem 
persönlichen  Pronomen  (ursprünglich  wohl  nur  vor  einem  Pronomen 
der  3.  Person)  und  vor  dem  Verbum  'sein'  besonders  beliebt,  kommt 
aber  nach  cia,  ma  und  der  Negation  na  (sowie  in  dem  Falle  7°) 
auch  vor  anderen  Verbalformen  ohne  Pronomen  vor;  es  ist  meist 
zwischen  Präverb  und  Verbum  infigiert  (eine  Ausnahme  sind  die 
Verbindungen  cid  'though  it  be'  und  mad  'if  it  be,  if  it  were'). 

P  538.  Die  Tineigentlichen  Relativsätze  im  Ir.  Ohne  for- 
malen Ausdruck  bleibt  die  relative  Beziehung:  1)  Nach  Präpo- 
sitionsverbindungen: is  do  thabirt  diglae  berid  in  claideb  sin 
'it  is  to  inflict  punishment  that  he  bears  that  sword'  Wb.  6a  13; 
ma-ssu  i-ssöiri  et  imdibu  möit-i  nech  'wenn  es  ist  Adel  und 
Beschneidung,  wovon  jemand  sich  rühmt'  ''wenn  es  ist  von  Adel 
und  Beschneidung,  daß  jemand  sich  rühmt"  23d  29;  is  fri-de 
im-tiagam  'it  is  by  day  that  we  travel'  6a  30;  —  is  and  didiu 
for-teit  Spiritus  ar  n-enirti-ni  'es  ist  in  diesem  Falle  ("dort"), 
daß  der  Geist  unserer  Schwäche  hilft',  'in  diesem  Falle  hilft  der 
Geist  unserer  Schwäche'  4a  27;    is  samlid  dano  ginith  demun 


224  Der  Uonitiv  des  Relatininis  im  Ir.    [§  538,  2—4.  539, 1 

**so  ist  eis,  daß  .  .".  *so  wirkt  auch  der  Teufel*  '2\h  -2.  Vj:!.  auch 
ma-d  in  chrud  so  bonuni  "wenn  es  ist  in  dieser  Weise,  daß..", 
•wenn  wir  uns  in  dieser  Weise  Terhalten*  31c  11.  Weitere  Beispiele 
KZ  XXXV  318.  343.  373.  375,  376.  2)  Bisweilen  nach  Nominal- 
tormen.  worauf  sich  das  Rolativum  im  Sinne  eines  adverbielleu 
Kasus  beziehen  müßte,  und  nach  einigen  aus  solchen  Nominal- 
fonnen  entstandenen  Konjunktionen  ^regelmäßig  ist  in  diesen  beiden 
FiUleu  die  relative  Eklipse,  I  396 f.):  is  ed  ä  eret  is  gessi  dia 
cene  lii-bether  in  hac  uita  S.  80;  höre  ni-ro-imdibed  'weil 
er  nicht  beschnitten  woixien  war"  Wb.  23 d  25.  So  nach  amal 
•als  ob*  und  in  gewissen  Fallen  nach  amal  'wie".  KZ  XXXV  387; 
nach  resiu  'bevor'  und  nach  dul.  in  dul  -so  daß"  (Wb.  30b  3; 
25a  37:  Sarauw.  Ir&ke  Studier  S.  98 f.).  3)  Bisweilen  im  Sinne 
des  deutschen  "daß'  (Eklipse  ist  auch  hier  regelmäßig):  is  gle 
limm  niodigente  etrad  ma  rufeste  inso  'es  ist  mir  klar,  daß 
Ihr  nicht  Unzucht  treiben  wüitlet,  wenn  Ihi-  dies  wüßtet'  9d  9; 
hierher  auch  is  cumme  doib  bid  idalte  'es  ist  dasselbe  für  sie, 
als  wenn  es  Götzenopfer  wäre*,  "gleich  dem  (Falle),  daß  .  ." 
lOc  3.  4.  4)  Bisweilen  bei  den  relativen  Präverbien.  s.  §  268 
I  398f. 

Aaai.  Gam  selten  bleibt  die  relative  Beziehung  unausgedrückt,  wo 
ein  eigentlicher  Relativsats  möglich  wäre:  ataat  alaaili  interiecta 
and  it  coitchena  do  cach  ceatul  'es  gibt  einige  Inteijectionen,  die 
(ür  alle  Xatiouen  pw-irsw  sind'  Sg.  10a  1 

§  539.  Der  (ieuitiv  des  Relativniu?  wird  ausgedinickt: 
1)  Durch  einen  uneigeutlichen  Relativsatz  mit  anaphorischem 
geuitivischein  Pix>nonien:  ataat  tra  rete  hie  ni  reid  a  m-brith 
fri  corpu  peccatorum  'es  sind  hier  also  Sachen,  die  es  nicht 
leicht  (nicht  möglich)  ist,  auf  die  Körper  der  Sünder  zu  beziehen' 
("lieren  Beziehung  .  .  nicht  leicht  ist')  Wb.  13d  4:  biit  alaili  and 
rofinnatar  a  pecthe  *es  gibt  einige,  deren  Sünden  bekannt  sind' 
29a  28;  i  cach  reit  rohi  a  less  'in  allem  was  er  l)edarf'  (''in 
dessen  Bedürfnis  er  kommt")  20c  11,  vgl.  24b  2;  32a  4;  uenis 
.i.  rethait  uisci  inn-a-medön  'Adern,  in  deren  Innerem  die  Gre- 
wässer  laufen'  Ml.  138 d  6.  Die  3.  Sii\g.  der  Kopula  lautet  in 
diesem  Falle  as:  inti  as  a  ainm  bis  i-snaib  titlaib  'derjenige, 
dessen  Name  in  den  Überschriften  ist'  2c  3:  maith  in  fer  as  a 
eich  'gut  ist  der  Manu,  dem  die  Pferde  gehören*  Wi.  272,  7;  in 
gilla  sa  at  a  chomrama  oen-aidche  so  ule  'der  Jüngüng,  dessen 
Kämpfe  im  Laufe  einer  Nacht  so  viel  ("dies  alles")  sind"  W;.  30O.  8 


§539,2]  Der  Genitiv  des  Relatirums  im  Ir.  225 

(vor  einem  Plural  steht  teils  as,  teils  at;  weitere  Beispiele  KZ 
XXXV  399,  Kuno  Meyer,  Contributions  132). 

2)  Durch  einen  Relativsatz,  worin  der  den  Genitiv  regierende 
Begü^  epexegetisch  ohne  anaphorisches  Pronomen  oder  ein  anderes 
Bestimmungswort  eingeführt  wird.  Ein  solcher  Relativsatz  wird 
durch  as  'welcher  ist',  durch  ein  relatives  Präverb,  durch  die  Ne- 
gation na  oder  durch  die  relative  Eklipse  eingeleitet:  inti  as  be- 
nirt  hiress  'deijenige,  dessen  Glaube  schwach  ist*  Wb.  6b  9.  vgL 
10c  1;  cid  as  maith  no  as  olc  denum  'what  is  good  or  evil  to 
do'  "was  es  ist,  dessen  Ausübung  gut  oder  schlecht  ist"  Ml.  51b  7; 
is  ed  as  moam  serc  la  dia  "das  ist  es,  was  Gott  am  meisten 
liebt'  "dessen  Liebe  bei  Gott  am  größten  ist"  92c  5,  vgl.  99b  5 
(über  la  s.  §484, 7);  ni  fil  nech  is  lia  seoit  7  möine  7  indmassa 
andü-sa  'es  giebt  niemanden,  der  mehr  Kostbarkeiten  und  Schätze 
und  Reichtümer  besitzt  als  ich'  LL  54a  29;  int  en  as  luathiu 
lüamain  for  bith  "der  Vogel,  dessen  Flug  der  schnellste  in  der 
Welt  ist'  LU  34a  5;  so  noch  im  Xir.  na  daoine  is  dilse  fögh- 
namh  agus  is  deine  saothar  'die  Leute,  deren  Wert  am 
teuersten  ist,  und  deren  Arbeit  am  intensivsten  ist'  Irisleabhar  na 
Gaedhilge  Nr.  205  S.  415;  —  la-sna  cumachtgu  foambiat 
accai  7  mäm  "to  the  mighty  ones  under  whose  bond  and  voke 
they  are'  Ml.  59d  7;  ani  di-a-tudchad  cuingid  "das.  was  zu 
suchen  ich  gekommen  bin'  "zu  dessen  Suchen  ich  gekommen 
bin"  Wi.  302.  9;  ani  imm-a-tudchaibair  imresain  'das.  worum 
zu  streiten  Ihr  gekommen  seid'  "wegen  dessen  Streitigmachen" 
Wi.  300,  9;  —  o  crist  nad  cetla  celar  "from  Christ  whose  songs 
are  not  hidden'  Thes.  II  352.  1;  biad  nad-roithechtsat  riam 
7  nad-rancatar  les  'Essen,  das  sie  früher  nicht  gehabt  hatten 
und  dessen  sie  nicht  bedurften'  Ml.  97  d  7.  vsl.  Sg.  198  b  6  (über 
less  vgl.  unter  1°);  —  im  cech  ret  ru-n-ecat  les  'in  Bezug  auf 
alles,  dessen  sie  bedürfen'  Ml.  57  b  4. 

Es  kann  sehr  zweifelhaft  sein,  ob  die  epexegetische  Auffassung 
("der  Mann,  der  schwach  ist.  d.  h.  sein  Glaube",  -unter  denen  sie 
sind,  d.  h.  unter  der  Macht  und  dem  Joch".  ~der  nicht  verhehlt 
wird,  d.  h.  die  Lieder")  ursprünglich  ist;  wahi-scheinHch  handelt  es 
sich  um  die  Umbildung  eines  alten  uneigentlichen  Relativsatzes 
("der  Mann,  schwach  ist  der  Glaube",  "potentes,  subsunt  iugo*'. 
"Christus,  nicht  werden  verhehlt  die  Lieder"),  der  gerade  durch  die 
Weglassung  des  eigentlich  erfoixleiiichen  Genitivs  ('sein',  'eorum') 
als    ein    nicht    selbständiger    Satz,    als    Nebensatz    charakterisiert 

Pedeisen:  Vgl.  kelt.  Gramm.    U.  15 


226  Die  relative  Eklipse.  [§  540. 541, 1 

wurde,  ce  meit  asinu  äis  §  416  Anm.  ist  wohl  durch  Entglei- 
sung nach  *inti  as  sinu  äis  gebildet. 

Anm.  Der  Genitiv  des  Kelativuius  kann  außerdem  in  verschiedener 
Weise  umschrieben  werden:  tabair  ic  dam  nad-chura  nech  du-n-da- 
bera  di-alailiu  '^ib  mir  die  Kettung,  die  niemand  einem  Anderen  geben 
kann'  Ml.  87d  12—13;  (du-n-da-be  ra  ist  eine  Umschreibung  des  Infinitivs, 
der  den  Genitiv  des  Relativums  regieren  sollte;  vgl.  ni  cumaing  int 
idol  a  helned  'der  Götze  kann  sie  [das  Opfer,  ir.  idbart  fem.]  nicht 
besudeln'  Wb.  IIb  9);  inti  diant  ainm  discessio  'derjenige,  dessen 
Name  discessio  ist'  Wb.  26a  5. 

§  540.  Die  Verwendungen  der  relativen  Eklipse,  die  in 
§  267—268  aufgezählt  sind,  sind  mit  Ausnahme  des  in  §  267,  1 
besprochenen  Falles  auf  dem  Boden  der  uneigentlichen  Relativsätze 
entstanden;  zum  Falle  §  267,  5  (relatives  Prädikatsnomen)  vgl. 
§  544,  5.  Damit  stimmt  die  Tatsache,  daß  bisweilen  in  den  Eklipsen- 
sätzen ein  anaphorisches  Pronomen  auftritt:  as  n-di  thalam  do 
§  267,  6  I  3971;  ni  fail  ni  nad  täi  m  o-dligeth-sa  fair  ^there 
is  nothing  on  which  my  law  does  not  touch'  Sg.  26b  7;  vgl.  Ml. 
87  d  15.  Die  in  §  535,  §  536  beschriebenen  suffigierten  und  in- 
figierten  Elemente  waren  also  in  den  Eklipsensätzen  ursprünglich 
nur  in  dem  Falle  §  267,  1  (relatives  Objekt)  berechtigt,  sind  aber 
von  da  aus  auf  die  übrigen  Fälle  übertragen  worden. 

§  541.  Die  spätere  Entwickelung  der  Relativsätze  im  Ir. 
1)  Parallel  mit  der  Übertragung  der  suffigierten  und  infigierten 
relativen  Elemente  auf  die  ursprünglich  nur  uneigentlich  relativen 
Eklipsensätze  kommt  im  Air.  auch  Übertragung  derselben  auf  die 
nicht  relativen  Sätze  vor,  in  denen  ein  infigiertes  -d-  auftreten 
konnte.  So  nach  cia,  ma,  co:  ni  maith  less  cia  gabthar  do 
'es  gefällt  ihm  nicht,  daß  man  ihm  zu  Leibe  geht'  Wb.  29b  5; 
cia  chonchelae  gl.  si  dissimulas  Ml.  106c  14  (vielleicht  Schreib- 
fehler); CO  forchongram-ni  'that  we  should  order'  Wb.  IIb  16a; 
ei  ar-a-rubartat(ar)  biuth  gl.  licet  perfi'uiti  'obgleich  sie  genossen 
haben'  Ml.  91b  1;  m-ar-a-rubart  biuth  'if  thou  hast  enjoyed' 
112b  5;  —  ci  as-id-ciam-ni  'obgleich  wir  sehen'  2b  4;  ci  as- 
id-roilliset  'obgleich  sie  es  verdient  haben'  77a  15;  ci  as-id- 
biur  sa  'obgleich  ich  (es)  sage'  Wb.  3a  2  (vgl.  §  536,  1).  Auch 
in  ce-so,  ce-su  'obgleich  ist',  cet-o,  cet-u 'obgleich  sind',  ma-so, 
ma-su  'wenn  ist',  mat-u  'wenn  sind'  stecken  relative  Verbalformen, 
s.  §  535  Anm.  1  und  Anm.  2. 

Die  suffigierten  und  infigierten  relativen  Elemente  dringen  im 
jüngeren  Air.  noch  in   andere  Gebiete;    sie   verdrängen   in    einigen 


§541,2.3]  Die  spätere  Entwickelung  der  Relativsätze  im  Ir.  227 

Fällen  die  relative  Eklipse  (cid  di'an  7  cian  no-theisinn;  amal 
immechomairsed  §  319  Anm.  1  I  467);  nach  resiu  'bevor'  er- 
scheint statt  des  uneigentlichen  Relativsatzes  ein  Eklipsensatz  (Ml. 
104c  5)  oder  infigiertes  Relatlvuni  (risiu  ad-cheth  I  467);  nach 
Präpositionalverbindungen  (§588,1)  erscheint  relative  Konstruktion: 
sie  ailes-som  'so  betet  er'  Ml.  104b  5;  ni  fris  ru-chet  64a  13 
(I  467).  Diese  Entwickelung  schreitet  im  Mir.  noch  weiter:  is  dib 
beres  in  coimdid  a  briathra  firiana  for  cech  n-oen  duine 
'it  is  from  them  that  the  Lord  delivers  bis  righteous  judgments  on 
every  man'  Atk.  LBr.  Z.  6239;  is  dait  as  chöir  a  thabairt 
'es  ist  gerecht,  es  dir  zu  geben'  Wi.  257  (vgl.  LL  66b  28; 
67a  24  u.  s.  w.). 

2)  Die  Lenition  nach  Präverbien  hört  im  Mir.  auf,  ein  Zeichen 
relativer  Konstruktion  zu  sein  (§  319,  2  I  467 ff.);  es  kommt  aber 
eine  neue  relative  Lenition  des  Anlauts  des  unkoraponierten  Verbums 
oder  einer  Präverb- Verb-Gruppe  auf,  und  vor  dem  lenierten  Verbum 
wird  im  Nir.  oft  ein  analogisch  entstandenes  a  geschrieben:  an 
fear  a  mholas  (§  319,3  I  469f.).  Die  Endungen  der  1.  PI.  -me 
und  -mi  geraten  schon  in  Ml.  durcheinander  (KZ  XXXV  376). 
Die  relative  Form  der  3.  Plur.  wird  im  Mir.  allmählich  aufgegeben : 
ferend  sin  choimetait  cosmailius  de  'das  sind  diejenigen,  die 
das  Gleichnis  Gottes  bewahren'  Wi.  170,  8,  vgl.  104,  16;  im  Nir. 
tritt  dafür,  wenn  das  Relativum  Subjekt  ist,  die  relative  Singular- 
form ein:  na  fir  bhuaileas  'the  men  who  strike';  in  der  nir. 
Volkssprache  wird  auch  sonst  die  relative  Form  der  3.  Sing,  für 
die  3.  Plur.  verwendet,  und  sie  gilt  auch  für  die  anderen  Personen: 
an  te  iarras  siad  'derjenige,  den  sie  suchen';  an  fear  bhuaileas 
tu  'der  Mann,  den  du  schlägst';  nuair  gheobhas  muid  isteach 
%enn  wir  hineingehen  werden';  s.  KZ  XXXV  374. 

3)  Das  air.  Demonstrativum  a  n-  vor  einem  Relativsatz  wird 
allmählich  als  ein  relatives  Pronomen  aufgefaßt.  Es  wird  im  Mir. 
vielfach  zu  ina  n-,  ana  n-,  na  n-  umgebildet,  weil  a  n-  mit  i  n- 
'worin'  mir.  in- a  n-  lautlich  zusammengefallen  war;  auf  dieses  neu- 
gebildete Relativpronomen  (w'oraus  Manks  ny,  nsch.  na)  folgt  natur- 
gemäß die  echt  zusammengesetzte  Verbalform;  auch  auf  nir.  a  n- 
folgt  die  echt  zusammengesetzte  Verbalform.  Die  relativen  Präverbia 
sind  noch  in  der  nir.  Schriftsprache  (in  gewissen  Fällen  auch  in 
der  Volkssprache)  erhalten  und  selbstverständlich  mit  dem  als 
Relativpronomen  aufgefaßten  a  n-  assoziiert.  Vgl.  KZ  XXXV 
397  ff.,  ZfcPh.  II  381. 

15* 


228  Das  Relativum  im  Brit.  und  Gall.  [§542.543 

Die  relativen  Pronomina  im  Brit.  und  Gall. 

§  542.  Suffigierte  und  infizierte  relative  Elemente  im 
Brit.  und  Gall.  Mbr.  s-o  'welcher  ist'  (me  so,  nbr.  me  a  zo  'ich 
bin').  Thurneysen  ZfcPh.  VI  558  sieht  in  gall.  diigiiontiio  eine 
3.  PI  mit  suffigiertem  Relativum,  etwa  ^welche  bedienen'.  Ein 
infigiertes  Relativum  (Null  mit  Lenition)  liegt  in  den  alten  c.  Ge- 
dichten vor,  s.  §  320,  1  I  470;  weitere  Beispiele:  ry-brynw(y) 
nef,  nyt  ef  synn  'vvhoso  purchases  heaven  will  not  be  confounded' 
Skene  II  307,  2;  gvae  ry-cothwy  'woe  to  him  who  has  angered' 
39,  5;  ny  rydecho,  ry-dygir  'he  who  does  not  run  away  is 
wont  to  be  carried  away'  308,  15  (Strachan,  Eriu  II  218).  Vgl. 
S.  158  Z.  7,  §  503,  5. 

§  543.  Die  gewöhnliche  Form  der  eigentlichen  Relativ- 
sätze im  Brit.  In  der  späteren  mc.  Sprache  und  im  Corn.  und 
Br.  ist  das  infigierte  Relativum  durch  die  Verschiebung  der  Lenitions- 
regeln  unkennbar  geworden.  Vor  allen  nicht  von  einem  Tempus- 
präverbium  oder  einer  Negation  begleiteten  Verbalformen  steht 
aber  in  den  eigentlichen  Relativsätzen  das  lenierende  Wort  c.  corn. 
br.  a.  Dieses  relative  Wort  kann  allein  stehen  (vgl.  §511  Anm.  2): 
mc.  a  wypei  chware  a  ffonn  a  tharyan  yn  da,  ef  a  wybydei 
ymlad  a  chledyf  'wer  es  verstünde,  mit  Stab  und  Schild  gut  zu 
spielen,  der  verstünde,  mit  dem  Schwerte  zu  kämpfen'  Mab.  201, 10; 
a  llyma  a  wnelych  'und  hör  mal,  was  du  tun  sollst'  201,  30; 
a  phei  bydwn  a  vei  hwy  'wenn  ich  länger  ("was  länger  wäre") 
geblieben  wäre'  204,  9;  corn  guyn  y  vys  a  vo  trigys  yn  the 
servys  'happy  his  lot  who  is  dwelling  in  thy  Service'  P.  C.  122; 
aban  nag-es  a  wothf  e  'because  there  is  none  that  knows'  M.C.  158; 
nbr.  heruez  a  guelaff  'suivant  ce  que  je  vois';  gret  a  gueret 
'faites  ce  que  vous  voulez'  Loth,  Chrestomathie  S.  438.  In  der 
Regel  geht  jedoch  ein  Beziehungswort  voraus:  mc.  yr  neb  a 
ymkanlyno  ac  ymladeu  'demjenigen,  der  sich  mit  Kämpfen  ab- 
gibt' Mab.  193;  y  marchawc  a  rannassai,  corn.  an  luef  a-m 
gruk,  br.  al  loden  zanvez  a  zigouez  din  §  508,  5;  mc.  hen- 
wisc  0  bali  rwyllawc  ymdanei  a  uuassei  da  gynt  'ein  altes 
seidenes  zerlöchertes  Kleid  trug  sie,  das  früher  schön  gewesen  war' 
Mab.  205,  26.  Über  c.  y-r  a,  o-r  a,  a-r  a  s.  §  511.  Über  die  Infigierung 
eines  persönlichen  Pronomens  nach  a  s.  §  493  Anm.  1,  §  495 
Anm.,  §  498  Anm.  1. 

Das  relative   a   fehlt,   wenn    das  Verbum   mit  einer  Negation 


§  543.  544, 1—3]  Die  eigentl.,  die  uneigentl.  Relativsätze  im  Brit.    229 

oder  einem  Tempusprilverhium  komponiert  ist:  mc.  dynyon  di- 
draha  ny  ellynt  .  .  nac  ymlad  na  ryfelu  'unkriegerische 
Menschen,  die  weder  kämpfen  noch  Krieg  führen  konnten'  Mab. 
193;  ys  tir  nithiau  ny  bo  pur  *es  gebührt  sich  zu  worfeln,  was 
nicht  rein  ist'  B.  B.  42b  13;  corn,  na  as  troys  na  leyff  na  vo 
golhys  'leave  not  foot  nor  band  unwashed'  M.  C.  46;  mbr.  unan 
na  duy  'quelqu'un  qui  ne  viendra  pas'  Loth,  Chrestomathie  S.  243; 
mc.  wedy  y  gyniuer  collet  a  sarhaet  ry-wnaethost  titheu 
ymi  'nach  so  viel  Schaden  und  Beleidigung,  die  du  mir  angetan 
hast'  Mab.  99,  13;  corn  pyth  yw  en  drok  re-wrussys  'was  ist 
das  Böse,  das  du  getan  hast?'  M.  C.  101;  mbr.  doe  ra-m  par- 
dono  'Gott  verzeihe  mir'  Nonne  388.  Die  alte  Regel  wird  im  Mc. 
mit  Bezug  auf  ry  gebrochen;  a  ry  ist  im  Mc.  nicht  selten,  vgl. 
§  574.  Mit  Bezug  auf  die  Negation  ist  die  Regel  dagegen  fest- 
gehalten worden,  sodaß  a  im  Nc.  geradezu  als  Gegensatz  der  Ne- 
gation aufgefaßt  und  eventuell  Träger  eines  Gegensatz-Akzentes 
werden  kann:  mi  a  welais  'ich  habe  gesehen'  (so  ist  die  Angabe 
von  Anwyl,  ZfcPh.  VIT  333  zu  verstehen). 

Anm.  1.  Im  Br.  fehlt  das  relative  a  oft  neben  einem  Vokal:  mbr.  ny 
qiiemero  'wir  werden  nehmen';  nbr.  Judaz  en  am  grougaz  'Judas  er- 
hängte sich'.  Vgl.  corn.  onon  esa  §  fJ44,  9.  Im  Mc.  fehlt  a  oft  vor  oed 
'war';  auch  mi  yw  'ich  bin'  Mab.  '2U9,  21. 

Anm.  2.  Durch  Entgleisung  kommt  mc.  br.  a  in  gewissen  uneigent- 
lichen RelativScätzen  vor,  s.  §  544,  6,  7,  8. 

§  544.  Die  nneigentlichen  Relativsätze  des  Brit.  Un- 
eigentliche Relativsätze,  in  denen  in  den  meisten  Fällen  die  Par- 
tikel mc.  y,  yd  corn.  y,  yth  br,  e,  ez  (§  320,  3c  I  472)  vor  dem 
Verbum  steht,  werden  im  Brit.  verwendet:  1)  Nach  Präpositional- 
verbindungen :  mc.  ac  yr  f  forest  yd  aei  y  mab  beunyd  'und 
nach  dem  Walde  ging  der  Knabe  täglich'  Mab.  193;  ac  yno  y 
bu  ef  teir  wythnos  'und  dort  war  er  drei  Wochen'  211,  6;  corn. 
<^en  meneth  olyff  y<f-eth  'nach  dem  Ölberg  ging  er'  M.  C.  52; 
avell  du  y  fethyth  gurys  'hke  God  thou  shalt  be  made'  M.  C.  6; 
mbr.  gant  aoun  hac  anquen  ez  crenaff  'vor  Furcht  und  Be- 
trübnis zittere  ich'  Nonne  883.  2)  Nach  Adjektiven,  welche  die  Art 
und  Weise  einer  Handlung  beschreiben:  mc.  kan-ys  mawr  y 
karei  'denn  er  liebte  ihn  sehr'  Mab.  212,  18;  ac  ny  bu  da  y 
doeth  idaw  yr  ymwan  hwnnw  'und  nicht  gut  bekam  ihm  dieser 
Kampf  214,  7.  3)  Nach  Substantiven  im  Sinne  eines  adverbiellen 
Kasus:    0    achaws  eu    kedymdeithas    a   meint  yd  ymgerynt 


230  Die  uneigentlichen  Relativsätze  im  Brit.     [§  544,  3—7 

'wegen  ihrer  Freundschaft  und  der  Größe  ihrer  gegenseitigen  Liebe' 
"womit  sie  sich  liebten"  234,  13;  mbr.  coff  ha  quein  ez  breiniz 
'an  Bauch  und  Rücken  bin  ich  verfault'  Nonne  117.  4)  Nach  gewissen 
als  Konjunktionen  verwendeten  nominalen  Formen:  mc.  ac  ual  yd 
yttoed  yn  kerdet  'während  er  ging'  Mab.  236,  7.  Hierher  gehört 
auch  die  corn.  und  br.  Konjunktion  raa  'daß',  lat.  'ut',  etymologisch 
=  ir.  ma  'wenn'  (die  Verbindung  corn.  ma-y  br.  ma-z  enthält  die- 
selben Elemente  wie  ir.  ma-d,  ma  -d-);  Beispiele  für  die  ursprüng- 
liche lokale  Bedeutung  'wo'  und  für  die  Bedeutung  'ut'  bei  ZE  726 f.; 
ich  hebe  noch  hervor,  daß  ma-z  im  Brit.  oft  das  einfache  ez  ver- 
drängt hat:  mbr.  muyhaf  maz  gallaf  'so  sehr  ich  kann',  guellaf 
maz  gallen  'so  gut  ich  konnte',  vgl.  2°;  dez  maz  gouzuezher  'der 
Tag,  wo  man  erfahren  wird'  vgl.  3°;  euel  ma-e  discleriet  'comme 
vous  le  dites'  Ernault,  Dict,  330.  5)  Wo  das  Relativum  Prädikats- 
nomen sein  müßte;  in  diesem  Falle  fehlt  in  der  Regel  die  Partikel 
y,  yd  u.  s.  w.:  mc.  drwc  uu  gan  Arthur,  corn.  lader  vye,  mbr. 
guell  ue  gueneff  §  320,  3b  I  471f.  Jedoch:  Barabas  yth-o 
gylwys  'Barabbas  war  er  genannt'  M.  C.  124.  6)  Im  Sinne  eines 
deklarativen  'daß':  mc.  dywedwch  idaw  nyt  a  y  mi  y  rei  hynn 
'saget  ihm,  daß  diese  mir  nicht  passen'  Mab.  70,  22;  wynt  a 
welsant  hagen  or  kaffei  vedic  da  y  bydei  vyw  'sie  sahen 
jedoch,  daß  er  am  Leben  bleiben  würde,  wenn  er  einen  guten  Arzt 
fände'  212,  13;  corn.  ow  leuerell  .  .  y  fenne  terry  an  tempel 
cref  'saying  .  .  that  he  would  destroy  the  strong  temple'  M.  C.  91; 
nbr.  me  gred  ez  eo  klanv  'je  pense  qu'il  est  malade'  und  andere 
Beispiele  bei  Troude,  Üict.  fr.-br.  745.  Ein  'daß',  lat.  'ut'  wird  im 
Mc.  in  gewissen  Fällen  vor  einem  infigierten  persönlichen  Pro- 
nomen durch  Entgleisung  durch  a  ausgedrückt;  so  deute  ich  die 
Konstruktion  nach  pei  'wenn',  eig.  'wenn  es  wäre'  (§  525  Anm.): 
pei  rodut  'wenn  du  gäbest'  Mab.  224,  23,  aber  pei  a-th  gyme- 
rwn  'wenn  ich  dich  nähme'  "wenn  es  wäre,  daß  ich  dich  nähme" 
226,  24;  pei  a-s  mynhut  'wenn  du  es  wolltest'  213,  7;  ebenso 
nach  gwedy:  gwedy  a-n  gwelwch  'after  ye  see  us'  Strachan, 
Introd.  S.  57;  ferner  deute  ich  so  das  wünschende  a:  a-m  cymuno 
duw  e  hun  'may  God  himself  give  me  coramunion'  Skene  II  233 
(eig.  "daß  .  .  .").     Vgl.  über  a  in  der  Antwort  §  548. 

7)  Wo  das  Relativum  dem  Sinne  nach  von  einer  Präposition 
regiert  sein  sollte.  Entweder  steht  die  Präposition  dann  (wie  die 
irischen  relativen  Präverbia)  an  der  Spitze  des  Satzes:  mc.  trwy 
y  coUetto  y  gymodawc  'through  which  he  may  ruin  his  neighbour' 


§  544,  7,  8]        Die  uneigentlichen  Relativsätze  im  Brit.  231 

Strachan,  Introd.  S.  53;  oder  sie  folgt  mit  einem  anaphorischen 
Pronomen  nach  dem  Verbum:  yny  delych  yr  koet  y  doethost 
trwydaw  'bis  du  nach  dem  Walde  gelangst,  durch  den  du  ge- 
kommen bist'  Mab.  166,  6;  estauell  e  brenyn  er  hon  e  bo  en 
kescu  endy  'dasjenige  Zimmer  des  Königs,  indem  er  schläft'  Ges. 
Ven.  I  11.  4.  Vgl.  die  in  §  523,  3,  4  angegebenen  Konstruktionen 
(mc.  pah  am  y  bydwn  ysgymun  i  'weshalb  sollte  ich  verdammt 
sein?'  Mab.  203,  28).  —  Nicht  selten  wird  jedoch  ein  solcher  Re- 
lativsatz im  C.  und  Br.  durch  die  Partikel  a  eingeleitet;  das  Br. 
verwendet  außerdem  oft  die  unter  4°  besprochene  Konjunktion  ma: 
mc.  y  corr  ar  gorres  a  uu  drwc  Kei  wrthunt  'der  Zwerg  und 
die  Zwergin,  denen  gegenüber  K.  böse  war'  Mab.  215,  4;  mbr. 
an  vanesonou  hoz  boa  goulennet  eguetou  'das  Wild,  wonach 
Ihr  gefragt  hattet'  Nonne  296  (a  vor  hoz  geschwunden);  nbr.  ar 
marc'hadour  a  gomzomp  anezaS  oder  ma  komzomp  anezaii 
'le  marchand  dont  nous  parlons'  Ernault  Gramm.  31,  vgl.  Vallee 
S.  118.  Über  br.  pe  gant  'durch  den'  u.  s.  w.  (mbr.  dre-n  marv 
pe  gaut  ez  marvas  'durch  den  Tod,  durch  den  er  gestorben  ist') 
8.  §  523,  3,  5.  —  Ferner  ist  hervorzuheben,  daß  die  Präposition  in 
gewissen  Fällen  unausgedrückt  bleiben  kann:  mc.  lle  y  gwelych 
eglwys  'wo  (an  dem  Orte,  an  dem)  du  eine  Kirche  siehst'  Mab. 
195,  16;  ae  rodi  yr  neb  y  mynhei  'und  ihn,  wem  er  wollte, 
geben'  246,  8;  crefft  y  kaffon  yn  hymborth  §  596,  3;  mbr. 
an  bleut  maz  rer  an  bara  can  'la  farine  dont  on  fait  l'hostie 
(das    weiße  Brod)'  Ernault  Dict.  330. 

8)  Wo  eigentlich  der  Gen.  des  Relativums  erforderlich  war: 
mc.  ar  gwr  y  buost  neithwyr  yn  y  ty  'und  der  Mann,  in  dessen 
Haus  du  die  vorige  Nacht  warst'  Mab.  203,  5;  mi  yw  y  mar- 
chawc  y  keueist  di  y  gofut  hwnn  oe  achaws  'ich  bin  der 
Ritter,  um  dessentwillen  du  dies  Ungemach  gehabt  hast'  209,  21; 
corn.  na-th  fo  mones  th-y  dybry  §  597,  1.  Jedoch  tritt  auch 
hier  im  C  und  Br.  oft  das  eigenthche  Relativum  a  ein:  mc.  Teithi 
Hen  a  oresgynnwys  mor  y  kyuoeth  'T.,  dessen  Reich  das 
Meer  überschwemmte'  Mab.  108,  24;  nbr.  ar  zant  a  zo  he  c'houel 
hirio  'der  Heihge,  dessen  Fest  es  heute  ist'  Troude.  Dict.  fr.-br. 
297  (mbr.  me  so  neant  ma  auantur  'mon  sort  est  cruel'  Ernault, 
Dict.  381).     Über  c.  pieu  u.  s.  w.  s.  §  520. 

Wenn  die  Kopula  Prädikatsverbum  des  Relativsatzes  sein  sollte, 
kann  sie  weggelassen  werden:  mc.  dyn  enryued  y  ansawd  'ein 
Mensch,   dessen  Aussehen  sonderbar  war'   Mab.  196,  22;    aniuei- 


232  Die  un eigentlichen  Relativsätze  im  Brit.       [§  544, 8.  9 

leit  bychein  gwell  eu  kic  no  chic  eidon  'kleine  Tiere,  deren 
Fleisch  besser  als  Ochsenfleisch  ist'  60,  19;  vgl.  Strachan,  Introd. 
S.  28,  Rowland  §  478;  corn.  un  flogh  yonk  gwyn  y  (^yllas  'a 
young  child,  white  his  raiment'  M.  C.  254;  vgl.  br,  eun  nor  kollet 
an  alc'houez  anezi  'une  porte  dont  la  clef  est  perdue',  eun  den 
kollet  e  dok  gantaii  *un  homme  dont  le  chapeau  etait  perdu' 
Vallee  S.  118,  119.  —  Das  als  Prädikatsnomen  des  unei^entlichen  Ee- 
lativsatzes  fungierende  Adjektiv  wird  im  Nc.  als  Attribut  des  Substantivs, 
worauf  sich  der  relative  Satz  bezieht,  empfunden  ('ein  Mann,  sonderbar  mit 
Bezug  auf  sein  Aussehen'  statt  'ein  Mann,  sonderbar  war  sein  Aussehen'); 
deshalb  die  Lenition  in  gwraig  lan  ei  chalon  'eine  Frau,  rein  ihr  Herz', 
'eine  Frau,  deren  Herz  rein  ist'  (vgl.  §  549  S.  242).  —  Rowland  rechnet  viel- 
leicht mit  Recht  hierher  den  Satz  gwyn  ei  fyd  y  gwr  .  .  'selig  der  Mann, 
der  .  .',  eigentlich  "weiß  seine  Welt,  ist  der  Mann  .  .",  "Einer,  dessen  Welt 
weiß  ist,  ist  der  Mann  .  .".  Ganz  ähnlich  gebaut  ist  der  von  Strachan 
angeführte  rac.  Satz  ys  drwc  a  wyr  eu  dihenyd  vydem  ni  'we  should 
he  men  of  an  ill  ending',  eigentlich  (von  a  wyr  abgesehen)  "solche,  deren 
Ende  elend  ist,  würden  wir  sein";  hier  verrät  jedoch  der  Zusatz  a  wyr 
'von  Männern',  daß  man  trotz  dem  nach  der  ursprünglichen  Konstruktion 
korrekten  Pronomen  eu  ("ihr",  nicht  "unser")  das  Adjektiv  drwc  auf  das 
Subjekt  des  Hauptsatzes  statt  auf  dihenyd  bezogen  hat;  daß  man  drwc 
eu  dihenyd  nicht  mehr  als  einen  verkürzten  Satz,  sondern  als  ein  Ad- 
jektiv mit  adverbieller  Erweiterung  aufgefaßt  hat,  beweist  wohl  auch  das  um- 
schreibende ys  (ys  drwc  .  .  vydem  ni  'elend  würden  wir  sein').  Wegen 
ähnlicher  Auffassung  ist  das  Adjektiv  mit  dem  Adverbialzeichen  yn  ver- 
sehen worden  in  dem  Satz  pan  yttoedynt  uelly  yn  digrifaf  gantunt 
eu  gware  "während  sie  so  saßen,  ihr  Spiel  am  ergötzlichsten"  Mab.  153,  9. 

9)  In  gewissen  Fällen  kann  ein  uneigentlicher  Relativsatz  an 
die  Stelle  eines  eigentlichen  Relativsatzes  treten  (vgl,  §  538  Anm.): 
corn.  onon  esa  yn  preson  barabas  ytho  gylwys  'es  war  ein 
Mann  im  Gefängnis,  der  B.  hieß'  M.  C.  124. 

Anm.  Die  oben  mehrfach  belegte  Partikel  mc.  y,  yd  u.  s.  w.  steht 
auch  vor  dem  Verbum  eines  selbständigen  Satzes  und  ist  überhaupt  eine 
regelmäßige  Begleiterin  des  Indikativs  und  des  Konjunktivs  des  brit.  Ver- 
bums, wenn  nicht  das  relative  oder  fragende  a,  eine  Negation  oder  ein 
Tempuspräverb  1)  vorausgeht.  Sie  fehlt  nur  in  dem  unter  5°  angegebenen 
Falle,  und  nach  gewissen  Konjunktionen,  außerdem  im  C.  nach  gewissen  eng 
mit  dem  Verbum  verbundenen  Adverbien  (mad  devthoste  'glücklich  bist 
du  gekommen'  B.  B.  44a,  moch  guelher  'bald  wird  gesehen  werden' 
B.  B.  Ib)  und  im  absoluten  Satzanfang  in  Wünschen  und  Antworten  (vgl. 
auch  das  corn.  gon  'ich  weiß'  im  Satzanfang  R.  D.  1547,  1961,  2030).  Sie 
vermittelt  die  Infigierung  eines  persönlichen  Pronomens  (§  493  Anm.  1, 
§  495  Anm.,  §  498  Anm.  1)  und  steht  in  diesem  Falle  im  C.  auch  in  eini- 

1)  Ausnahmsweise  kommt  y  vor  ry  im  Mc.  vor. 


§  544. 545, 1. 2J  Die  Partikel  c.  yd.  233 

gen  Verbindungen,  in  denen  sie  sonst  fehlt:  inc.  pan  welsant  'als  sie 
sahen'  Mab.  212,  aber  ^r  pann  y-th  weleis  gyntaf  'seit  ich  dich  zum 
ersten  Mal  gesehen  habe'  216,  28;  mat  y-th  anet  'it  is  well  that  thou 
art  born'  Ökene  II  101.     Vgl.  Strarhan,  Introd.  S.  55  ff. 

Durch  Verdoppelung  von  yd  [ad)  entstand  im  Mc.  yt;  eine  verdoppelte 
Form  der  Partikel  steckt  ferner  in  den  Negationen  mc.  ny-t,  na-t  (=  ny, 
na),  in  der  Partikel  nie.  neu-t  neben  neu  §  584  und  vielleicht  in  mc. 
cw-t  §524,4;  schließlich  ist  eine  verdoppelte  Form  in  allen  brit.  Sprachen 
in  Verbindung  mit  dem  Verbum  'sein'  belegt  (mc.  ytt  wyf  'ich  bin",  wovor 
noch  einmal  yd  stehen  kann;  com.  es-of,  yth  es-af  ds.;  mbr.  ne-d-ouf 
'ich  bin  nicht"  u.  s.  w.  vgl.  §  638);  zum  Teil  auch  bei  dem  Verbum  'gehen': 
com.  re-g-eth,  re-s-eth  'ist  gegangen'  §  574  S.  276. 

Schon  aus  mc.  ny-t,  na-t  und  rabr.  ne-d-ouf  geht  hervor,  daß  die 
Partikel  ursprünglich  infigierbar  war.  Hinter  der  Kopula  steht  sie  in  mc. 
yssyd,  das  auffäliigerweise  einen  eigentlichen  Kelativsatz  einleitet:  yss- 
yd  0  wreic  ueichawc  yn  y  llys  honn  'was  von  schwangeren  Frauen 
in  dieser  Burg  ist',  'alle  die  schwangeren  Frauen,  die  in  dieser  Burg  sind' 
Mab.  104,  3;  kanys  mi  yssyd  athro  itt  'denn  ich  bin  es,  der  dein 
Lehrer  ist'  202,  3.  Aus  der  alten  c.  Poesie  führt  Lotb,  Rc.  XXXI  33, 
328 ff.  weitere  Fälle  vor,  wo  y,  yd  in  einem  eigentlichen  Relativsatz  steht, 
oder  wo  a  in  einem  eigentlichen  Relativsatz  fehlt. 

Etymologische  Erklärung  der  relativen  Pronomina. 

§  545.  1)  Die  irisclie  relative  Eklipse  ist,  wie  schon  I  394ff. 
dargelegt,  eine  irische  Neuerung;  sie  ist  aus  einem  ursprünglich 
bedeutungslosen  Eklipsen-n  entwickelt  und  ist,  wie  ein  Vergleich 
von  §  544  mit  §  267,  §  268  und  mit  §  538—540  zur  Evidenz  be- 
weist, im  Wesentlichen  auf  dem  Boden  der  uneigentlichen  Relativ- 
sätze entstanden.  Sogar  bei  der  einen  Verwendung  der  relativen 
Eklipse,  die  in  das  alte  Gebiet  der  eigentlichen  Relativsätze  fällt, 
ist  mit  Rücksicht  auf  §  538  Anm.  und  §  544,  9  mit  der  Möglich- 
keit zu  rechnen,  daß  die  uneigentlich  relative  Konstruktion  mit 
hineingespielt  hat;  und  darauf  beruht  die  in  §  267,  1  ausgespro- 
chene Vermutung,  daß  ein  anaphorisches  Olyektspronomen  -n-  'ihn' 
sich  mit  dem  bedeutungslosen  Eklipsen-w  vermischt  hat.  Bei  den 
relativen  Präveibien  hat  die  formale  Analogie  des  Neutrums  des 
Artikels  eine  Rolle  gespielt;  eine  Vermischung  mit  dem  wirkhchen 
Artikel  hat  aber  nicht  stattgefunden  (vgl.  §  511  Anm.  1). 

2)  Daß  das  irische  intigierte  -d-  (§  537)  mit  c.  yd  corn.  yth 
br.  ez  (§  544  mit  Anm.)  identisch  ist,  hat  zuerst  Thurneysen,  IF 
Anz.  IX  191  ausgesprochen.  Die  ursprüngliche  Gebrauchssphäre 
dieses  Wortes  läßt  sich  nicht  genau  angeben;  man  darf  aber  jeden- 
falls annehmen,  daß  das  Wort  ursprünglich  nicht  relativ  war,   daß 


234      Etymologische  Erklärung  der  relativen  Pronomina.  [§545,  2,  3 

es  aber  früh  in  manchen  Verbindungen  als  relativ  empfunden  wurde 
und  gerade  zu  dem  Zweck  über  sein  ursprüngliches  Gebiet  hinaus 
verbreitet  wurde,  um  die  relative  Beziehung  da  zum  Ausdruck 
zu  bringen,  wo  sie  entweder  von  jeher  unausgedrückt  war  (in  den 
uneigentlichen  Relativsätzen)  oder  wo  der  herkömmliche  Ausdruck 
derselben  undeutlich  geworden  war  (in  den  eigentlichen  Relativ- 
sätzen, wenn  auf  das  Relativum  ein  persönliches  Pronomen  folgte, 
das  die  Sandhiwirkungen  des  Relativums  verdeckte).  So  kann  man 
die  in  verschiedener  Richtung  stattfindende  Verbreitung  des  -d-Ele- 
mentes  im  Brit.  und  im  Ir.  unter  eine  Formel  bringen.  Man  wird 
dann  sehr  an  die  Verwendung  der  dänischen  Partikel  der  erinnert, 
die,  ursprünglich  'da'  bedeutend  (an.  {)ar),  in  bestimmten  Fällen 
unbetont  und  bedeutungsleer  das  Verbum  begleitet  (der  kom  en 
Mand  'es  kam  ein  Mann';  igär  kom  der  en  Mand  'gestern  kam 
ein  Mann')  und,  wenn  sie  in  einem  nicht  in  anderer  Weise  charak- 
terisierten Relativsatz  steht,  geradezu  als  relatives  Pronomen  auf- 
gefaßt wird  (den  Mand,  der  kom  'der  Mann,  welcher  kam'). 
Man  wird  daher  die  von  Ebel,  Beiträge  zur  vergleichenden  Sprachf. 
V  148,  vorgeschlagene  Zusammenstellung  von  c.  yd  u.  s.  w.  mit 
skr.  ihä  'hier'  als  durchaus  zutreffend  betrachten  müssen.  Grund- 
form *i(/he  (-e  ist  als  Auslaut  nach  §  485  anzusetzen;  vgl.  zur 
Endung  asl.  kü-de  'wo?',  i-de  rel.  'wo',  si-de  'hier').  —  Die  Par- 
tikel war  im  Keltischen  in  den  meisten  Fällen  infigiert;  suffigiert 
war  sie  wohl  nie  (die  Stellung  zwischen  Kopula  und  Prädikats- 
pronomen, die  durch  mc.  yssyd  belegt  ist,  ist  als  Infigierung  zu 
betrachten,  vgl.  §485  Anm.);  ir.  ma-d,  ci-d  beweisen  dagegen,  daß 
die  Partikel  unter  Umständen  vor  dem  Verbum  stehen  konnte,  vgl. 
§  587, 5.  Diese  letztgenannte  Wortstellung  ist  im  Bnt.  verallgemeinert 
worden  und  auch  für  die  ursprünglich  infig.  Partikel  bei  zusammenge- 
setzten Verben  durchgeführt  worden ;  ein  auf  die  infigierte  Partikel 
folgendes  Pronomen  wurde  gleichzeitig  mit  der  Partikel  aus  der 
Intigierungsstellung  versetzt  und  wurde  fortan  als  zwischen  der  Par- 
tikel und  dem  zusammengesetzten  Verbum  infigiert  aufgefaßt,  was 
dann  auch  bei  unzusammengesetzten  Verben  nachgeahmt  wurde. 

3)  Die  relative  Eklipse  im  Ir.  und  die  Entwickelung  des  Ad- 
verbiums *idhe  sind  zwei  Äußerungen  derselben  Tendenz,  die  darauf 
ausgeht,  einen  formalen  Ausdruck  für  die  relative  Beziehung  in  so 
vielen  Fällen  wie  möglich  zu  schaifen.  Dieselbe  Tendenz  bekundet 
sich  auch  in  der  Übertragung  der  Mittel  der  eigentlichen  Relativ- 
sätze auf  die  uneigentUchen  Relativsätze  (§  541, 1;  §  543  Anm.  2)  und 


§  545,  3]     Etymologische  Erklärung  der  relativen  Pronomina.       235 

in  der  Geschichte  der  Negationen  (§559  Anm.  4  S.  260).  Und  auf 
dem  alten  Gebiete  der  eigentlichen  Relativsätze  finden  wir  eine  Wir- 
kung derselben  Tendenz  in  der  Schaffung  der  relativen  Gruppen 
ir.  ass-id-,  ad-id-  neben  dem  nicht  relativen  at-  (§486,  5,  §  536, 1). 
Man  würde  sich  jedoch  irren,  wenn  man  die  so  gefundene  Linie  der 
Entwickelung  nun  auch  in  die  fernere  Vorzeit  projizieren  und 
sämtliche  relative  Pronomina  als  sekundär  betrachten  wollte.  Es 
dürfte  vielmehr  allein  wahrscheinlich  sein,  daß  in  den  suffigierten 
und  infigierten  Elementen  der  eigentlichen  Relativsätze  der  letzte 
Rest  des  idg.  Relativpronomens  *jo-s  steckt. 

Man  muß  von  einem  erstarrten  N.  A.  Sing.  Neutr.  *jod  (skr. 
jad  gr.  o)  ausgehen,  woraus  im  Keltischen  *o  entstand  (j-  wird  in 
unbetonten  Wörtern  gemeininselkeltisch  geschwunden  sein,  vgl.  c. 
wy  §  502  S.  170).  Dies  *o  hat  im  Ir.  variierende  Schicksale 
gehabt:  es  ist  teils  als  -o  erhalten  (ma-s-o  'wenn  ist'),  teils  durch 
Umlaut  (unter  dem  Einfluß  eines  vorhergehenden  mouillierten  Kon- 
sonanten oder  eines  -i)  zu  -e  geworden  (bert-e  'welche  tragen', 
'den,  die,  das  sie  tragen',  berm-e  'den,  die,  das  wir  tragen');  es 
ist  in  proklitischer  Stellung  zu  -a  reduziert  worden  (at-a  'welche 
sind',  ar-a-thä  'das  bevorsteht')  oder  geschwunden  (nach  den 
meisten  Präverbien,  auch  in  as  'welcher  ist');  ist  schließhch  auch 
in  enklitischer  Stellung  bisweilen  geschwunden ,  wobei  an  §  160 
I  254  zu  erinnern  ist  (berar  'der  getragen  wird'  aus  *bhe7-ed-z  +  *o 
neben  berir  'wird  getragen'  aus  *hheredz  §  626  u.  s.  ^\.).  Es  ist 
unter  allen  Umständen  notwendig  anzunehmen,  daß  das  Pronomen 
*o  bis  in  eine  verhältnismäßig  späte  Zeit  als  ein  selbständiges  Wort 
empfunden  worden  ist  (namentlich  für  die  Erklärung  von  ro-b-o, 
§  535  Anm.  2,  wäre  diese  Annahme  nötig);  auch  darf  man  nicht 
erwarten,  daß  alle  vorkommenden  Formen  sich  rein  lautgesetzlich 
ohne  analogische  Ausgleichungen  und  Umbildungen  entwickelt  haben. 
Aber  auch  so  bleiben  noch  verechiedene  schwierige  Fragen.  Es 
wäre  an  und  für  sich  möglich,  den  Unterschied  zwischen  bert-e 
und  ma-s-o  einfach  daraus  zu  erklären,  daß  der  Auslaut  von 
berit  'sie  tragen'  mouilliert,  der  Auslaut  von  is  'ist'  dagegen  nach 
§  175  I  272  unmouiUiert  ist.  In  Wirklichkeit  steckt  aber  wohl 
in  ma-s-o  nicht  die  Grundform  von  is,  sondern  nur  *est  -f  *o; 
zur  Behandlung  des  Auslauts  von  *est  vgl.  z.  B.  ass-a-  §  165 
I  259.  Ebenso  stecken  in  tias  als  relative  Form  zu  t^is,  soeras 
'welcher  befreite'  neben  soerais  'befreite'  nicht  Verbalformen  mit 
den   gewöhnlichen    Simplexendungen    (nicht   die    Grundformen   von 


236    Etymologische  Erklärung  der  relativen  Pronomina.  [§545,3.546 

teis,  soerais),  sondern  Formen  mit  der  Kompositalendung  -st. 
Vgl.  §  602.  Aus  ma-s-o  und  *es-o  'welcher  ist'  ist  die  Endung 
-so  zunächst  in  andere  Formen  des  Verbums  'sein'  gedrungen 
(be-so:  beid  =  ma-s-o:  ma-d);  von  da  aus  hat  sie  sich  auf  die 
übrigen  Formen  der  3.  Sing.,  die  eine  nicht  relative  Endung  -d 
hatten,  verbreitet i);  und  schließhch  ist  das  -o  dann  in  fast  allen 
Fällen  geschwunden  (beres,  caras  u.  s.  w.).  —  Auch  im  Brit. 
hat  das  relative  Pronomen  *o  verschiedene  Schicksale  gehabt.  Es 
ist  in  mbr.  s-o  'welcher  ist'  erhalten;  nach  Präverbien  und  nach 
Negationen  ist  es  geschwunden  (nach  mc.  ry-  u.  s.  w.  idg.  *  pro 
ist  dieser  Schwund  ganz  besonders  leicht  verständlich;  möglicher- 
weise ist  die  Behandlung  nach  der  Negation  mc.  ny  u.  s.  w.  eine 
Analogiebildung  nach  *pro-  +  *{j]o{d)).  In  einigen  Fällen  wird 
das  Pronomen  *{))o{d)  ebenso  wie  das  Adverbium  *idhe  (s.  2°)  im  Brit. 
vor  dem  Verbum  gestanden  haben,  sei  es,  daß  diese  Stellung  alt 
ist,  sei  es,  daß  sie  aus  älterer  Suffigierung  entwickelt  ist.  In 
dieser  Stellung  hat  das  Pronomen  die  Gestalt  a  angenommen  (vgl. 
c.  an,  awch,  corn.  an,  as  neben  br.  hon,  hoz  S.  169 f.).  Dieses 
a  hat  (parallel  mit  *idhe)  auch  die  Funktionen  des  nach  wortbil- 
denden Präverbien  infigierten  Relativums  übernommen  und  ist 
Stütze  der  einst  infigierten  persönlichen  Pronomina  geworden. 

Anm.  Von  dem  relativen  Pronomen  a  ist  wohl  die  c.  Fragepartikel 
a  'num'  (als  Einleitung  einer  direkten  oder  indirekten  Frage)  etymologisch 
verschieden;  sie  ist  vielleicht  =  lat.  at.  Das  Sprachbewiißtsein  hatte  sie 
aber  jedenfalls  mit  dem  Eelativpronomen  vermischt.  Auch  corn.  a  'wenn' 
(c.  o)  mag  mit  dem  rel.  a  vermischt  worden  sein  (Beispiel  §  597,  4). 

Negationen  und  Verba  im  Relativsatz.    Verwendung,  Stellung, 
Verflechtung  der  Relativsätze. 

§  546.  1)  Die  Negation  hat  zum  Teil  im  ßelativsatz  eine 
andere  Form  als  im  Hauptsatz,  s.  §  559.  —  Über  die  gelegenüiche 
Betonung  des  ersten  Präverbs  eines  rel.  Verbums  im  Ir.  s.  §  552,  5. 

2)  Man  darf  es  als  eine  ursprünglich  gemeinkeltische  Regel 
betrachten,  daß  bei  relativischem  Subjekt  das  Verbum  immer  in 
der  3.  Singular  steht,  auch  wenn  das  Beziehungswort  des  Relativ- 
satzes eine  andere  Form  (3.  Plur.,  1.  2.  Sing.,  Plur.)  hat.  Abwei- 
chungen von  dieser  Regel  finden  sich  besojiders  im  Ir.  und  C. 

Air.  as-mme  m-oinur  ar-id-rochell  'daß  ich  allein  es  weg- 

1)  Schon  Sarauw,  Irske  Studier  S.  95,  hat  beres  als  Analogiebildung 
nach  as  bezeichnet. 


§  546]  Das  Verbum  des  Relativsatzes.  237 

genommen  habe'  Sg.  202a  7;  cia  tussu  dixnigedar  §  520;  ni 
sni  cet-id-deirgni  7  ni  sni  du-d-rigni  nammä  Svir  haben  es 
nicht  zuerst  getan,  und  wir  haben  es  nicht  allein  getan'  "nicht  wir 
sind  es,  die  es  zuerst  .  .,  allein  getan  haben"  Ml.  124b  3;  bad 
sissi  coneit  'let  it  be  ye  that  shall  be  indulgent'  Wb.  6c  1;  co 
m-bad  sissi  doberad  teist  dim-sa  'so  daß  Ihr  es  wäret,  die  von 
mir  Zeugnis  ablegten'  18a  3.  Bei  der  Kopula  findet  man  jedoch 
die  3.  Plur.  nach  'wir',  'Ihr':  it  sib  ata  chomarpi  Abracham  'it 
is  ye  that  are  Abraham's  heirs'  19c  20.  Wenn  das  relativische  Sub- 
jekt sich  auf  eine  dritte  Person  bezieht,  stimmt  das  Verbum  des  Re- 
lativsatzes mit  Bezug  auf  den  Numerus  mit  dem  Beziehungswort  über- 
ein ;  s.  die  Beispiele  in  §  535  und  §  536.  Dies  ist  gewiß  eine  Neue- 
rung; sie  war  aber  schon  vor  dem  Anfang  der  Überlieferung  voll- 
ständig durchgeführt;  keine  wirkliche  Ausnahme  ist  carpat  ocus 
da  ech  bas  ferr  la  Connachta  'der  Wagen  und  die  beiden  Pferde, 
die  bei  den  Connachtleuten  die  besten  sind'  LL  112  a  16  (=  'der 
beste  mit  zwei  Pferden  versehene  Wagen');  und  es  ist  ganz  zu- 
fällig, daß  das  Nir.  zur  Verwendung  des  singularischen  Verbums 
bei  pluralischem  Beziehungswort  zurückkehrt  (§  541,  2). 

Mc.  mi  ys  gwir  heb  ef  a-e  hadeilawd  'ich  für  wahr, 
sagte  er,  habe  sie  (die  Burg)  gebaut'  Mab.  252,  5  (und  W.  B. 
394,  32);  mae  mi  a-th  vyrywys  'daß  ich  es  bin,  der  dich  nieder- 
geworfen hat'  Mab.  200,  11;  mi  ry-th  w^elas  'ich  habe  dich  ge- 
sehen' B.  B.  51a  12;  ae  diot  dy  arueu  y  amdanat  ae  titheu 
a  rodo  arueu  er  eil  1  y  mineu  'entweder  deine  Rüstung  von  dir 
ablegen,  oder  du  sollst  mir  eine  andere  Rüstung  geben'  Mab.  222, 
13;  ae  ti  a  eirch  uy  merch.  ys  mi  a-e  heirch  'bist  du  es, 
der  um  meine  Tochter  bittet?  ich  bin  es,  der  um  sie  bittet'  W.  ß. 
479,  29  (mi  a-e  heirch  'ich  bin  es,  der  um  sie  bittet'  ebenda 
Z.  24;  vgl.  Mab  120,  13);  ar  geireu  hynny  a  aeth  hyt  att 
Erbin  'diese  Worte  gelangten  zu  Erbin  (wurden  von  E.  gehört)' 
Mab.  268,  24;  gwyr  a  gauas  clot  mawr  'Männer,  die  großen 
Ruhm  erworben  hatten'  138,  14;  os  wynteu  a-e  med  hi  'wenn 
sie  es  sind,  die  sie  (die  Stadt)  besitzen'  91,  14  (weitere  Beispiele 
bei  Strachan,  Introd.  S.  61  Note).  Es  gibt  jedoch  im  Mc.  zahl- 
reiche Ausnahmen  von  der  alten  Regel.  Wenn  die  relative  Kon- 
struktion als  bloßes  Mittel  der  Inversion  empfuiulon  wird  (§  547). 
richtet  das  Verbum  sich  wohl  immer  nach  dem  Beziehungswort  des 
Relativsatzes  mit  Bezug  auf  die  Person  und  sehr  häutig  auch  mit 
Bezug  auf  die  Zahl  (in  der  späteren  Prosa  steht  immer  Plur.  nach 


238  Relative  Umschreibung.  [§  546.  547 

dem  Pronomen  der  3.  Plur.):  mi  a-e  dywedaf  'ich  werde  es 
sagen'  200,  5;  ti  a  allut  dywedut  'du  hättest  sagen  können' 
213,  6;  ni  a  vydwn  drostaw  y  keidw  'wir  werden  Bürgen  für 
ihn  sein'  217,  15;  naw  brenhin  coronawc  a  oedynt  wyr  idaw 
'neun  gekrönte  Könige  waren  seine  Männer'  244;  wynt  a  welynt 
'sie  sahen'  194,  11.  Sing,  und  PI.  nebeneinander:  y  gwyr  hynny 
a-e  gordiwedawd  ac  a  ovynassant  idaw  'diese  Männer  holten 
ihn  ein  und  fragten  ihn'  29,17.     Negiert:  ny  ellynt  S.  229  Z.  2. 

Corn.  me  a  gris  'ich  glaube';  te  a  yll  'du  kannst';  ny  a-n 
pernas  'wir  haben  ihn  gekauft';  y  a  armas  'sie  riefen'  u.  s.  w. 
ZE  540;  ol  an  bestes  a  gertho  war  an  nor  'alle  die  Tiere, 
die  auf  der  Erde  gehen  mögen'  O.  M.  313.  Negiert:  an  porthow 
ny  sef  'the  gates  stand  not',  aber  my  ny  vynnaf  'ich  will  nicht' 
E..  D.  119,  594,  y  ny  wo^yens  'sie  wußten  nicht',  me  ny  won 
'ich  weiß  nicht'  M.  C.  254,  121  (me  a  wor  P.  C.  48). 

Mbr.  me  a  gourchemen  'ich  befehle';  ny  hoz  les  'wir  ver- 
lassen euch';  huy  a  guelo  'Ihr  werdet  sehen'  Nonne  240,  139,  934; 
te-n  goar  'du  weißt  es'  Jes.  152b;  hac  y  ..  e-n  dezrouas 
'sie  fingen  es  an';  an  diaulou  a  incit  Dioscorus  'die  Teufel  treiben 
den  D.  an'  Barbe  4,  726.  Vgl.  euel  pan  ve  mema  hunan 
en  deffe  y  gret  'als  wenn  ich  es  selbst  wäre,  der  sie  getan 
hätte'  Loth,  Chrestomathie  297. (das  Verbum  'mir  ist'  ist  transitiv 
als  'ich  habe'  aufgefaßt  worden).  Negiert:  an  re  ne-n  care  S.  192 
Z.  2  (Jes.  84a);  a  te  na  cret  'glaubst  du  uicht?'  Jes.  74b  u.  s.  w., 
s.  Ernault,  Rc.  IX  251;  aber  nbr.  dimizi  dehoc'h  me  ne  rinn  ket 
'je  ne  vous  epouserai  pas',  ann  hoU  dud  ne-d-int  ket  evit  .  . 
'tous  ne  peuvent  .  .'  Troude,  Dict.  fr.-br.  615  f. 

Anm.     Gall.  dugiiontiio  §  542  weicht  vom  Brit.  ab. 

§  547.  Nach  den  für  das  Ir.  und  für  das  Brit.  geltenden 
Wortstellungsgesetzen  können  vor  dem  Verbum  nur  gewisse  pro- 
klitische  Wörter  stehen.  Soll  ein  betontes  Wort  des  Nachdruckes 
wegen  an  der  Spitze  des  Satzes  stehen,  so  tritt  eine  relative  Um- 
schreibung ein:  das  hervorzuhebende  Wort  wird  Prädikatsnomen 
der  (oft  nicht  ausgedrückten)  Kopula  und  Beziehungswort  eines 
Relativsatzes,  der  die  eigentHche  Aussage  enthält.  Im  Irischen  ist 
die  Ghederung  der  Aussage  in  zwei  Sätze  besonders  deuthch.  Die 
einleitende  Kopula  kann  zwar  fehlen ,  sie  ist  aber  außerordentlich 
häufig  ausgedrückt,  und  das  vorangestellte  Satzglied  hat  immer 
einen  deutlich  empfindbaren  Nachdruck:  is  recht  nöibas  et  ni 
croch  crist  'das  Gesetz  heihgt,  nicht  das  Kreuz  Christi'  Wb. 
24a  28;    brothchän  as  chöir  duib   ni  biad  bes  sonairt   'Brei 


§  547.  548]         Relative  Umschreibung.     Antwort.  239 

ist  passend  für  euch,  nicht  kräftiges  Essen'  33c  15;  toi  cholno 
forchanat  'den  Willen  des  Fleisches  lehren  sie'  20c  20  (toi  ist 
Nominativ);  is  immallei  roföitea  'zusammen  sind  sie  ausge- 
schickt worden'  27c  35;  ni  do  legund  and  docoad-sa  'nicht  um 
dort  zu  lernen  bin  ich  hingegangen'  18d  6;  a  persin  ind  iudidi 
asbeir  som  ani-siu  'in  the  person  of  the  Jew  he  saith  this' 
5a  1.  Im  ßrit.  ist  die  Gliederung  in  zwei  Sätze  weniger  deut- 
lich, da  die  einleitende  Kopula  meist  fehlt;  der  Nachdruck  des 
vorangestellten  Satzgliedes  ist  auch  oft  sehr  gering.  Bei  vorange- 
stelltem Subjekt  oder  Objekt  beweist  nur  noch  das  vor  dem  Verbum 
stehende  a,  daß  die  Konstruktion  relativ  ist  (ein  Kasusunterschied 
zwischen  Nom.  und  Akk.  ist  nicht  vorhanden);  wenn  ein  anderer 
Satzteil  voransteht  (sodaß  ein  uneigentlicher  Relativsatz  folgen 
sollte),  besteht  kaum  ein  äußeres  Merkmal  dafür,  daß  die  Auffassung 
relativ  gewesen  ist  (wenn  man  nicht  die  Partikel  c.  y,  yd,  corn. 
y,  yth,  mbr.  ez  als  ein  solches  Merkmal  anerkennen  will),  vgl. 
§  549,  3.  Mc.  seith  meib  a  oed  idaw  'sieben  Söhne  waren 
ihm',  'er  hatte  sieben  Söhne';  ef  a  las  'er  wurde  getötet'; 
pryderu  a  oruc  'nachdenken  tat  sie',  'siedachte  nach'  Mab.  193; 
corn.  eleth  de  rygthy  a  seff  'angels  rise  before  her'  M.  C.  226; 
mab  Marya  mur  a  beyn  a  wo^ewy  yn  vr-na  'Mary's  son 
suffered  much  pain  then'  54;  mbr.  aman  he  mestr  he  las  he 
hunan  hac  a  ya  buanec  diganty  'hier  läßt  ihr  Lehrer  sie 
allein  und  geht  zornig  von  ihr  weg'  Barbe  125.  Hierher  gehört 
auch  das  a  des  Nachsatzes  in  corn.  an  geffo  pows,  a-s  gwyr- 
^yns  'whoso  hath  a  coat,  let  him  seil  it'  M.  C.  51  (vgl.  c.  ef 
a  wybydei  im  Nachsatz  §  543).  Vor  einem  Imperativ  steht  kein 
a:  corn.  frut  an  wethen  a  skyans  dybbry  'iß  die  Frucht  des 
Baumes  der  Erkenntnis'  0.  M.  168;  mbr.  an  peoryen  .  .  bezent 
soutenet    ^que   les  pauvres  soient  secourus'  Ernault,  Rc.  IX  249. 

Die  rel.  Umschreibung  war  im  Gall.  nicht  üblich:  ratin  .  . 
Frontu  Tarbeisonios  ieuru  'die  Befestigung  hat  F.  T.  gemacht'. 

§  548.  Die  verneinende  Antwort  wird  im  Ir.  und  im  Brit 
oft  durch  die  abhängige  Negation  eingeleitet;  man  darf  darin  das 
Zeichen  relativer  Konstruktion  ('daß')  sehen.  S.  §  559  Anm.  1. 
So  zu  deuten  ist  vielleicht  auch  rac.  o  r  od  weh  cret  .  .  a-s 
redwn  'Wenn  Ihr  euer  Wort  geben  .  .  Wir  geben  es'  W.  B. 
475,  34  (rodwn  Mab.  117,  16);  c.  oes  §  638. 

Anm.  Andere  Eigentümlichkeiten  der  Antwortsätze  beruhen  wohl 
nicht  auf  relativer  Konstruktion,  sondern  auf  Assimilation  an  die  Form 
der  Frage  oder  der  Aufforderung.    Vgl.  über  die  Betonung  des  ersten  Prä- 


240  Satzstellung.  [§  549,  1.  2 

verbs  im  Ir.  §  552,  6.  Mehrdeutig  ist  mc.  pa  le  pan  deuy  di,  heb  y 
raarohawc.  pan  deiiaf  o  lys  Arthur,  heb  y  Peredur  'Woher  kommst 
du?  sagte  der  Kitter  Ich  komme  von  Arthur's  Burg,  sagte  P.'  Mab. 
200,  2  (wohl  "es  ist  von  Arthurs  Burg,  woher  ich  komme"). 

§  549.  (SatzstelluDg  und  Satzverflechtung.)  1)  Der  Re- 
lativsatz folgt  auf  sein  Beziehungswort,  entweder  unmittelbar  oder 
durch  ein  adverbielles  Satzglied  davon  getrennt.  Beispiele  S.  81 
unten  und  im  Vorhergehenden  (z.  B.  §  547).  Anakoluthisch  ist  wohl 
der  in  §  515,  4  angeführte  mbr.  Eelativsatz,  der  vor  dem  Beziehungs- 
wort an  heny  steht.  An  der  Spitze  des  Satzgefüges  kann  ein 
Relativsatz  nur  dann  stehen,  wenn  das  demonstrative  Beziehungs- 
wort unausgedrückt  ist;  diese  Satzstellung  ist  im  ßrit  häufig  (vgl. 
§  543);  aus  dem  Ir.  läßt  sie  sich  wohl  nur  in  erstarrten  Formeln 
(bes  'vielleicht'  §  511  Anm.  2)  und  bei  den  vom  Interrogativstamm 
ausgegangenen  (unbestimmt)  relativen  AVörtern  (§  525,  1)  belegen. 
Selbstverständlich  hindert  nichts,  daß  ein  Konjunktionssatz  das 
Satzgefüge  einleitet  (ir.  cia  'obgleich'  §  525,  2;  höre  'weil'  Wb. 
12b  6,  8,  d  7  u.  s.  w.;  act  'wenn  nur'  27b  15  u.  s.  w.). 

2)  Eigentümhch  für  das  Keltische  ist  die  Satzfolge  bei  der 
Verbindung  von  drei  Sätzen.  Ein  zum  zweiten  Eauptgliede  der 
Verbindung  gehöriger  Nebensatz  steht  vor  seinem  Beziehungssatz, 
bildet  also  die  Mitte  des  ganzen  Gefüges:  ir.  ce  no-tad  maic  si 
raith  dano  ma  imroimsid  hi  dilgibther  duib  'obgleich  Ihr 
Söhne  der  Gnade  seid,  wird  auch  euch  nicht  verziehen  werden, 
wenn  Ihr  sündigt'  Wb.  33b  8;  ci  arfemtha-so  iudicium  quasi 
a  te  ipso  susceperis  ni-po  möiti  'wenn  du  das  iudicium  em- 
pfangen hättest,  solltest  du  dich  nicht  rühmen,  als  ob  du  es  von 
dir  selbst  hättest'  gl.  si  accepisti,  quid  gloriaris,  quasi  non  acceperis 
8d  28;  atluchur  do  dia  ce  rubaid  fo  pheccad  nachib-fel 
'ich  danke  Gott,  daß  Ihr  nicht  (unter  der  Sünde)  seid,  obgleich  Ihr 
unter  der  Sünde  gewesen  seid'  3b  19;  .  .  hö  rogaibther  ciall 
for  riuth  co-mbi  remib  rethith  iarum  'so  daß  man,  wxnn 
man  sich  auf  das  Laufen  (Verfolgen)  bereitet  hat,  vor  ihnen  läuft 
(sich  flüchtet)'  13b  13;  ..  amal  file  oentid  eter  baullu  coirp 
duini  con-roib  ointu  etrunni  dano  'damit,  wie  es  eine  Verbin- 
dung zwischen  den  Gliedern  des  menschlichen  Körpers  gibt,  es 
auch  eine  Verbindung  zwischen  uns  gebe'  12b  12;  .  .  amal  fo- 
n-gni  cach  ball  di-alailiu  i-sin  chorp  ara-fogna  talland 
cäich  uanni  di-alailiu  'damit,  wie  jedes  Ghed  im  Körper  dem 
anderen  dient,  so  auch  die  Begabung  eines  Jeden  dem  Anderen 
diene'    12a  12;    demin    leis    gia    no-thachrad    echt    dö    na 


§  549, 2.  3]  Satzverflechtung.  241 

lecfad  Conall  dö  a  denam  'es  war  ihm  sicher,  daß,  wenn  auch 
eine  Tat  an  ihn  herankäme,  Conall  sie  ihn  nicht  ausführen  lassen 
würde'  LL  65b  32;  mc.  na  wn  heb  y  Peredur  pei  kaffwn 
dysc  na-s  gwypwn  'ich  weiß  nicht,  antwortete  F.,  ob  ich  es  nicht 
verstehen  würde,  wenn  ich  Unterricht  erhielte'  Mab.  201,  9;  tydi 
eneit  yr  pann  y-th  weleis  gyntaf  a  gereis  yn  vwyhaf  gwr 
'dich,  mein  Lieber,  habe  ich  von  allen  Männern  am  meisten  ge- 
liebt, seit  ich  dich  zum  ersten  Mal  gesehen  habe'  216,  27.  In 
dieser  Weise  kann  auch  ein  eigentlicher  Relativsatz  mit  einem  de- 
monstrativen Beziehungswort  die  Mittelstelle  einnehmen :  ir.  i  m  - 
maircide  didiu  indhi  nädarröimsat  buith  in  gloria  Christi 
ce  ruhet  i  pein  la  diabul  'es  ist  daher  passend,  daß  diejenigen 
in  Pein  bei  dem  Teufel  sind,  welche  es  nicht  angenommen  haben, 
in  gloria  Christi  zu  sein'  Wb.  26a  23;  .  .  inti  ropo  magister 
prius  co-mbi  descipul  post  'so  daß  derjenige,  der  früher  Lehrer 
war,  nachher  Schüler  ist'  13a  12a;  is  hed  a  plus  sapere  les- 
som  na  ni  ararogart  som  ma  dugnether 'das  versteht  er  unter 
plus  sapere,  wenn  man  das  tut,  was  er  verboten  hat'  5  c  23. 

3)  Am  eigentümhchsten  gestaltet  sich  die  Verflechtung  der 
Sätze,  wo  eigentliche  und  uneigentliche  relative  Konstruktion  zu- 
sammentrifft:  ir.  fri  hiriss  innani  as  deg  rochreitset  'gegen 
den  Glauben  derjenigen,  die  am  besten  geglaubt  haben'  31a  6; 
.  .  as  maam  rosechestar  arsidetaid  'der  am  meisten  dem  Alter- 
tum gefolgt  ist'  Sg.  208  b  15.  Für  sich  allein  würden  die  Schluß- 
gheder  lauten :  *is  deg  rocreitset,  *is  maam  rosechestar,  und 
zwar  würde  nach  deg,  maam  die  relative  Eklipse  eintreten 
(§  267,  2).  Da  hierin  jedoch  nur  eine  relative  Umschreibung  zur 
Hervorhebung  der  Begriffe  deg,  maam  vorliegt  (§  547),  so  ^vird 
ganz  sinngemäß  in  den  angeführten  Beispielen  das  Hauptverbum 
durch  eigentliche  Relativkonstruktion  mit  einem  subjektischen 
Beziehungswort  verbunden;  dabei  wird  aber  die  einleitende  Kopula 
is  in  as  verwandelt  und  die  Auffassung  der  mit  diesem  as  einge- 
leiteten Sätze  vernmtlich  verschoben  ('was  am  besten  ist",  'was  am 
meisten  ist').  Im  Brit,  wo  die  einleitende  Kopula  bei  der  rela- 
tiven Umschreibung  nicht  ausgedrückt  wird,  kann  eigentliche  und 
uneigentliche  relative  Konstruktion  leichter  kombiniert  werden:  mc. 
mi  a  wydwn  wreicka  da  itt  a  wedei  'ich  wüßte  eine  Heirat 
(eine  Partie),  die  dir  gut  passen  würde'  Mab.  101,  11.  In  einigen 
Fällen  ist  jedoch  im  Mc.  bei  derartiger  Verflechtung  der  eigentlichen 
und  uneigentlichen  relativen  Konstruktion  das  adjektivische  Prädikats- 

Pedorsou:  Vjcl.  kolt.  Oramm.     II.  \Q 


242  Satzverflechtung.     Die  Präverbia.  |  §  549, 3.  550 

nomeii  des  Kopulasatzes  als  Attribut  des  unmittelbar  vorausgehen- 
den Substantivs  betrachtet  worden:  y  wreic  vwyaf  a  garei  'die 
Frau,  die  er  am  meisten  liebte'  Mab.  211,  17  und  26;  vgl.  y  gwr 
mwyhaf  a  garwn  'der  Mann,  den  ich  am  meisten  liebte'  227,  8 
und  10.  In  dem  Satze  pwy  oreu  or  gweisson  dybygy  di  a 
chware  §  310,  1  I  445,  §  320,  3  I  471  ist  die  eigentliche  (ob- 
jektische) relative  Konstruktion  mit  der  uneigentlichen  relativen 
Konstruktion  nach  dem  Prädikatsnomen  (§  544,  5)  zusammen- 
getroffen, wobei  die  eigentliche  relative  Konstruktion  den  kürzeren 
gezogen  hat  und  goreu  fälschlich  mit  pwy  verbunden  worden  ist 
(die  Lenition  nach  dem  Muster  von  Sätzen  wie  pwy  well  genhyt 
'was  ziehst  du  vor?'  'was  ist  besser  nach  deinem  Urteil?'  W.  B. 
244,  21);  vgl.  den  regelmäßigen  corn.  Satz  pyv  a  synsow-why 
moghya  'wen  betrachtet  Ihr  als  den  größten?'  P.  C.  798. 

XIII.    Die  Präverbia. 

§  550.  Über  die  Präverbia  und  über  ihre  echte  oder  un- 
echte Komj)osition  mit  dem  Verbum  war  schon  oben  I  257  ff.  vor- 
läufig die  Rede. 

Kennzeichen  der  Komposition  (der  echten  und  der  unechten) 
ist  im  Ir.  die  Form  der  Personalendungen  des  Verbums;  die 
Personalendungen  des  komponierten  Verbums  sind  andere  (kürzer) 
als  die  des  Verbum  simplex.  Vgl.  darüber  §  602.  "Wörter,  nach 
denen  das  Verbum  Simplex-Endungen  hat,  sind  nicht  als  Präverbia 
zu  betrachten. 

Kennzeichen  der  unechten  Komposition  (im  Gegensatz  zur 
echten)  sind  im  Ir.  die  folgenden:  1)  Das  Präverb  ist  in  der  un- 
echten Komposition  proklitisch.  Daraus  folgen  gewisse  Änderungen 
der  Vokale  und  Konsonanten:  ir.  as-  aus  *eks-;  ad-  aus  aith-; 
do-  aus  di-;  do  aus  to-.  2)  Zwischen  dem  Präverb  und  dem 
Verbum  kann  ein  pronominales  Element  infigiert  werden:  ein  persön- 
liches Pronomen,  das  Element  ir.  -con-  §  528,  das  Ortsadverbium 
ir.  -d-  §  537,  das  relative  Pronomen  §  545,  3;  die  relative  Eklipse 
I394ff.;  vgl.  §  585,  6.  Über  Verschmelzungen  des  Präverbs  mit  dem 
pronominalen  Element  vgl.  §  485,  §  486,  5.  Ausnahmsweise  finden 
sich  in  der  irischen  Poesie  auch  nicht  pronominale  Elemente  zwischen 
Präverb  und  Verbum  eingeschoben;  de  brath  no-m-choimmdiu- 
cöima  'vor  dem  Gericht  schütze  mich  der  Herr!';  for-don-itge- 
Brigte-bet  'on  us  be  Brigit's  prayers'  Thes.  II  290,  11;  348,  4; 
as-runa-rinnaid   'declared   the  mysteries'    Fei.  Jan.  12;    o  crist 


§550]  Die  Präverbia.     Einleitendes.  243 

nad  cetla  celar  §  539,  2.  3)  Der  ursprünglich  auslautende  Kon- 
sonant des  Präverbs  verschmilzt  nicht  mit  dem  Anlaut  des  Verbums; 
er  schwindet  jedoch  nicht  wie  im  eigentlichen  Wortauslaut,  sondern 
wird  (nach  ähnlichen  Regeln  wie  bei  der  Verbindung  eines  prokli- 
tischen  Wortes  mit  einem  zweiten  proklitischen  Worte,  I  259 f.) 
erhalten:  ir.  as-biur  'ich  sage'  *eks  bherö  (Inf.  epert);  ad-cobra 
*er  wünscht'  (Inf.  accobor).  Die  Negation  ir.  na  (I  243)  hält  je- 
doch nur  vor  einem  weiteren  proklitischen  Worte  ihren  ursprüng- 
lichen auslautenden  Konsonanten  fest  (nach-).  4)  Der  Hiatus 
zwischen  dem  auslautenden  Vokal  des  Präverbs  und  einem  an- 
lautendem Vokal  des  V^erbums  wird  in  der  Regel  nicht  wegelidiert: 
I  305;  dagegen  tritt  zwischen  den  beiden  Vokalen  im  Nir.,  Mir., 
zum  Teil  auch  im  Air,  das  Sandhi-Ä  ein :  I  405,  406.  Vgl.  §  552,  5. 
5)  Ein  ursprünglich  vokaKsch  auslautendes  Präverb  leniert  nicht 
den  Anlaut  des  Verbums:  §  319,  1  I  466;  auch  die  Eklipse  unter- 
bleibt, §  585,  7,  6)  Das  Präverb  wird  in  der  Metrik  nicht  als  eine 
Silbe  des  Verbums  gerechnet;  im  Kalender  von  Oengus,  wo  jede  Vers- 
zeile mit  einem  zweisilbigen  Wort  endet,  kommen  Formen  wie  con- 
sädu  'I  set  together',  for-tn-iadae  'closes  it'  als  Versschluß  vor 
(daraus  ist  jedoch  wohl  nur  eine  Folgerung  auf  den  Akzent  zu 
ziehen;  vgl,  z.  B.  den  Versschluß  na  mis  mdr  sa  'of  those  great 
months').  S.  Stokes,  On  the  Calendar  of  Oengus  S,  12;  On  the 
Metre  Rinnard  and  the  Calendar  of  Oengus  as  illustrating  the  Irish 
Verbal  Accent,  Rc.  VI  273 ff,  —  Das  Gegenteil  aller  dieser  Eigentüm- 
lichkeiten ist  Kennzeichen  der  echten  Komposition;  in  der  echten 
Komposition  ist  das  Präverb  also  nicht  proklitisch  und  erlaubt  keine 
Infigieining;  sein  ursprünglich  auslautender  Konsonant  verschmilzt, 
wo  die  Lautgesetze  es  erfordern,  mit  dem  folgenden  Konsonanten; 
sein  auslautender  Vokal  wird  vor  einem  Vokal  in  der  Regel  eH- 
diert;  sein  ursprünglicher  vokalischer  bez.  nasaler  Auslaut  bewirkt 
Lenition  bez.  Eklipse  eines  folgenden  Konsonanten. 

Im  Folgenden  sollen  zunächst  die  Regeln  für  das  Vorkommen 
der  echten  und  der  unechten  Komposition  angegeben  werden 
(§§  551 — 556).  Darauf  werden  die  morphologisch-semasiologisch- 
syntaktischen  Eigentümlichkeiten  der  verschiedenen  Klassen  von 
Präverbien  erörtert.  Als  besondere  Klassen  von  Präverbien  heben 
sich  sofort  die  Negationen  (mit  der  ir.  Fragepartikel),  die  ir.  rela- 
tiven Präverbia  ^,  die  Tempuspräverbia  heraus;    diese  drei   Klassen 


1.  Die   relativen  Präverbia  sind    schon   in   §  268  I  398 ff.  besprochen; 

16* 


244  Echte  und  unechte  Komposition.       |§550 — 552.1 

können  als  „syntaktische  Präverbia"  zusammengefaßt  werden.  Die 
übrigen  Prä verbia  fasse  ich  als  „wortbildende  Präverbia"  zusammen. 
Innerhalb  der  Klasse  der  wortbildenden  Präverbia  gibt  es  jedoch 
deuthche  Unterschiede;  das  alte  wortbildende  Präverbium  ir.  imb- 
u.  s.  w.  hat  eine  Tendenz,  aus  der  Wortbildung  in  die  Syntax  (als 
Träger  der  reflexiven  Bedeutung)  überzugehen;  und  umgekehrt 
gibt  es  im  Ir.  manche  wortbildende  Präverbia,  die  offenbar  erst 
spät  Präverbia  geworden  sind,  also  erst  spät  aus  dem  Gebiet  der 
Syntax  in  die  Wortbildung  übergetreten  sind  (ir.  remi-  'bevor' 
u.  s.  w.);  diese  lockereu  Präverbia  stehen  in  der  Kegel  nicht  nach 
einem  anderen  wortbildenden  Präverbium. 

Das  Vorkommen  der  echten  und  unechten  Komposition  ^ 
§  551.  Die  Negationen,  die  Fragepartikel  und  die  relativen 
Präverbia  bilden  im  Aii".  mit  dem  Verbum  immer  nur  unechte 
Komposition.  Dies  gilt  auch,  wenn  der  Negation  ein  anderes 
Präverb  (relatives  Präverb,  Fragepartikel)  vorausgeht.  Daher  die 
Infigierung  in  arnach-n-aurchoissed  som  'damit  es  ihn  nicht 
aufhielte'  Wb.  8a  4;  arna-con-roib  dethiden  for  neuch  'da- 
mit niemand  irgend  eine  Sorge  habe'  15 d  11  (über  -con-  s.  §  528); 
onach-digtith  'sodaß  ihr  es  nicht  gegangen  seid'  9b  19. 

§  552.  1)  Sonst  gilt  im  Air.  für  den  Indik.  und  Konjunktiv 
die  Kegel,  daß  das  zweite  Präverb  betont  ist;  die  echte  Kompo- 
sition fängt  also  mit  dem  zweiten  Präverb  an.  Die  mit  wort- 
bildenden Präverbia  oder  dem  Tempuspräverb  ro  zusammengesetzten 
Verba  nehmen  daher  immer  ein  abweichendes  Aussehen  an,  wenn 
eine  Negation,  die  Fragepartikel  oder  ein  relatives  Präverb  voraus- 
geht: ass-eirset  'welche  auferstehen  werden'  Wb.  25b  16,  aber  in- 
eseirset  'worin  sie  auferstehen  werden'  13c  20;  ind  fochith 
fo-llongam  'das  Leid,  das  wir  ertragen'  14b  15,  aber  amal  nad 
fulgara  'wie  wir  nicht  ertragen',  ni  fulgam  'wir  ertragen  nicht' 
Ml.  77d  7;  ni  legend  ro-llegusa  "nicht  Lernen  habe  ich  ge- 
lernt", 'ich  habe  nicht  Studien  betrieben'  Wb.  19a  6,  aber  ni 
roilgius  'ich  habe  nicht  gelesen'  Sg.  148a  10;  ni  hed  insin  ro- 


sie  erhalten  daher  im  Folgenden  nicht  ein  besonderes  Kapitel;  die  indi- 
viduelle Form  der  einzelnen  relativen  Präverbia  wird  im  alphabetischen 
Verzeichnis  der  wortbildenden  Präverbia  (§  585)  mit  berücksichtigt. 

1.  Zimmer,  Keltische  Studien,  Zweites  Heft,  Berlin  1884;  Thurneysen, 
L'accentuation  de  l'ancien  verbe  irlandais,  Kc  VI  129—161;  Zur  irischen 
Accent-  und  Verslehre,  Ec.  VI  309  ff. 


§552,2.3]        Echte  und  unechte  Komposition  im  Ir.  245 

legsid  'nicht  das  habt  Ihr  gelesen'  Wb.  7b  23,  aber  in  ni  nad- 
roilgisid-  si  'habt  Ihr  nicht  gelesen?'  Ml.  17b  18;  co  chonscarad 
gl.  ut  cassaret  Ml  23b  14,  aber  in  coscram-ni  'zerstören  wir?' 
Wb.  2b  20;  do-srenga  'er  zieht'  Wi.  791,  aber  con  tairrnget 
'so  daß  sie  ziehen'  Wi.  804. 

2)  Zwischen  einer  Negation  oder  ro  und  der  Kopula  darf 
kein  Pronomen  infigiert  werden;  es  muß  vielmehr  zwischen  der 
Kopula  und  dem  Prädikatsnomen  stehen:  ni-pa-dn-aidrech;  inti 
ro-po  magister  I  467;  na-po  cheneel  'das  nicht  Geschlecht 
war'  Wb.  5  a  14.  Daß  es  sich  hier  nicht  um  alte  echte  Kompo- 
sition, sondern  um  sekundäre  Untreim barkeit  handelt,  liegt  auf 
der  Hand.  Auch  wird  das  adverbielle  -d-,  -t-  zwischen  Präverb 
und  Kopula  infigiert  (wohl  eine  Altertümlichkeit,  die  deshalb  er- 
halten blieb,  weil  das  infigierte  Element  früh  bedeutungsleer  ge- 
worden war):  in-di-p  'ob  sein  mag',  in-di-b  'worin  sein  mag', 
ni-t-at  cosmili  §  537,  3,  4^  6.  Besonders  bemerkenswert  wäre 
ro-d-bo  chosmilius  'oder  ein  Gleichnis'  Wb.  14c  24  §  537,  8, 
wenn  die  Analyse  von  robo  als  ro-b-o  §  535  Anm.  2  richtig  sein 
sollte.  Auch  das  relative  n  wird  zwischen  Präverb  und  Kopula 
infigiert:  amal  ro-m-bo  marb  isu  'wie  Jesus  tot  war'  Wb.  15b  25; 
arna  toraontis  na-m-bad  rath  spirito  labrad  ilbeelre  'da- 
mit sie  nicht  glaubten,  daß  das  Sprechen  vieler  Sprachen  keine 
Gabe  des  Geistes  wäre'  12d  21;  oire  nu-n-d-em  §  537,  5;  jedoch 
unterbleibt  bisweilen  die  relative  EkHpse  vor  der  Kopula:  nä-bad 
'daß  es  nicht  wäre'  Wb.  16d  4;  ro-u-d-biad  fäilte  lib-si  et 
ro-btis  maithi  for  m-besa-si  'daß  er  bei  euch  willkommen  sein 
würde  ("daß  ihm  Bewillkommung  sein  würde"),  und  daß  eure  Sitten 
gut  sein  würden'  16b  19;  quid  na-bi  samlid,  cid  na-t-at  släin, 
amal  nät  anse  §  537,  9  S.  223. 

3)  Eine  Neuerung,  deren  Anfänge  wir  schon  im  Air.  beob- 
achten können,  die  aber  erst  im  Mir.  und  Nir.  zur  vollen  Ent- 
wickelung  gelangt,  führt  dazu,  daß  das  Tempuspräverb  ro  unter 
Umständen  auch  nach  einem  anderen  Präverb  unechte  Komposition 
bildet.  Sehr  selten  ist  dies  nach  einem  wortbildenden  Präverb: 
do-ro-n-donad-ni  'wir  sind  getröstet  worden'  Wb.  16b  17;  for- 
ru-m-chennad-sa  'ich  bin  vernichtet  worden'  Ml.  127c  10; 
dodonaimm  'ich  tröste'  ist  jedoch  ursprünglich  wohl  gar  kein 
Kompositum  (S.  56),  und  forcenu-  'enden'  ist  nicht  von  Präverb 
und  Verbum  zusammengesetzt,  sondern  von  dem  zusammengesetzten 
Substantiv    forcenn    'Ende'    abgeleitet;    die    analogische    Akzent- 


246  Echte  und  unechte  Komposition  im  Ir.  [§552,3 

revolution  in  diesen  beiden  Wörtern  hat  zu  der  unregelmäßigen 
ro-Verbindung  Anlaß  gegeben.  Bei  ar-ro-t-neithius-sa  'ich 
habe  dich  erwartet'  Ml.  46  b  20  scheint  die  Vermischung  mit  der 
ro-losen  Form  (ar  ar-ut-neithius-sa  'denn  ich  erwartete  dich' 
gl.  quia  sustenui  te  46  d  14)  eine  Rolle  gespielt  zu  haben.  Häutiger 
ist  die  Neuerung  nach  den  syntaktischen  Präverbien.  In  con-ro- 
m-i'ccad  'sodaß  ich  geheilt  worden  bin'  Wb.  28a  10  kann  die 
Vermischung  von  co  u-  und  co  für  die  Neuerung  verantwortlich 
sein;  nach  solchen  Formen  ist  weiterhin  dia-ru-m-soirae  'wenn 
du  mich  befreist'  Ml.  142  b  2  gebildet.  In  anderen  Fällen  hat  die 
veränderte  Stellung  des  ro  (§  565)  die  Neuerung  begünstigt:  ni 
ru-ra-chomairleicis-se  'Thou  hast  not  permitted  me'  76d  5;  ni 
ru-s-comallas(atar)  'sie  hatten  sie  nicht  erfüllt'  105a  6;  auch 
sogar  in-da-ro-n-comairlecis-ni  'into  which  Thou  hast  let  us' 
77d  6  (-da-ro-n-  für  -don-ro-,  obgleich  -don-  in  diesem  Falle 
nicht  ein  Präverb  enthält;  es  ist  ganz  zufällig,  daß  die  analogische 
Zerlegung  des  pronominalen  Konglomerats  -don-  'uns'  mit  der  wirk- 
lichen etymologischen  Wortgrenze  zusammenfällt). 

Man  darf  getrost  behaupten,  daß  die  Neuerung  im  Air.  noch 
kaum  über  das  allererste  Stadium  hinausgediehen  ist,  wo  man  noch 
für  jeden  Einzelfall  die  besonderen  Gründe,  welche  die  Neuerung 
hervorriefen,  nachweisen  kann.- 

Mit  voller  Sicherheit  über  die  Kompositionsart  in  solchen  Fällen  ab- 
zuurteilen, in  denen  kein  infigiertes  Pronomen  vorliegt,  ist  allerdings  sehr 
schwer,  und  die  Möglichkeit  ist  nicht  in  Abrede  zu  stellen,  daß  die 
Neuerung  in  einigen  Fällen  vorhanden  gewesen  sein  kann  ohne  sich  uns  zu 
verraten.  Man  muß  sich  aber  sehr  hüten,  als  Kriterien  für  die  Neuerung 
solche  Umstände  zu  benutzen,  die  in  Wirklichkeit  nichts  beweisen.  Die 
Restitution  der  ursprünglichen  Form  des  Verbums  mit  Aufhebung  der 
in  unbetonter  Silbe  zu  erwartenden  Akzentwirkungen  (roboi  aimser 
nad-  ro-chreitsid  'es  hat  eine  Zeit  gegeben,  wo  Ihr  nicht  geglaubt  habt' 
Wb.  5c  10  neben  der  reduzierten  Form  co-  rro-chraitea  sochuide  'da- 
mit viele  glauben'  12  c  33)  und  die  Restitution  der  vollen  Form  des  Prä- 
verbs ro,  ru  mit  Aufhebung  der  Elision  vor  einem  Vokal  (ni-ro-imdibed 
'ist  nicht  beschnitten  worden'  18  d  9),  haben  mit  dem  Akzent  absolut  nichts 
zu  tun  (ebenso  wenig  wie  die  entsprechenden  Restitutionen  in  der  Nominal- 
komposition: an-cretem  'Unglaube',  ;ro-acairbe  'große  Härte').  Thur- 
neysen,  Handb.  27,  betrachtet  offenbar  den  Vokal  u  des  Präverbs  ro,  ru 
als  Beweis  für  proklitische  Aussprache,  aber  ganz  mit  Unrecht.  Zwar  ist 
die  Form  ru  in  proklitischer  Stellung  nicht  selten;  sie  kommt  aber  auch 
in  der  Akzentsilbe  vor,  wo  sie  nach  I  361  ff.  durch  Hebung  entstanden  ist; 
lautgesetzliche  Fälle  aus  Wb. :  ni  ru-bi  'kann  nicht  sein'  Wb.  11c  17, 
ad-lrui-rmed  'ist  gerechnet  worden',    dia-lru-ba    'womit   du  geschlagen 


§552,3]  Echte  und  unechte  Komposition  im  Ir.  247 

hast',  imni-e-lrui-dbed  'der  beschnitten  worden  ist',  fo-1  rui-llecta 
'sind  beschmiert  worden',  fo-lrui-gensid  'Ihr  habt  gedient',  ar-lru- 
derged  'ist  festgesetzt  worden',  as-lru-luiis  'ich  bin  entkommen' 
s.  Verbalverz.  rira-,  ben-,  slig-,  gni-,  reg-,  lu-;  analogisch  ver- 
breitete Hebung  in  Wb. :  ni  Iru-thögai  tsam  'wir  haben  nicht  be- 
trogen' Wb.  16a  22,  i-lrru-follnastar  'worin  er  geherrscht  hat'  13b  29, 
dia-lru-muinestar  'denen  er  bestimmt  hat'  4c  38,  fo-lrru-suidigsetar 
gl.  supposuerunt  7b  5,  as-lru-bart  'hat  gesagt'  u.  s.  w.,  s.  Verbalverz. 
ber-,  con-ru-failnither  'daß  es  ausgefüllt  werde'  la9  (mit  -a-  aus -o- 
in  unbetonter  Silbe  zu  fo-1  in-,  Inf.  fuillned  'supplieren'j,  ni  Iru-anus 
'ich  bin  nicht  geblieben'  14 d  29.  Die  analogische  Verbreitung  der  Form 
ru  hat  nicht  ganz  regellos  stattgefunden;  es  unterliegt  keinem  Zweifel, 
daß  teils  der  Anlaut,  teils  der  Wurzelvokal  des  Verbums  dabei  eine  Rolle 
gespielt  hat  (ru  steht  vor  solchen  Wurzelvokalen,  die  mit  altem  n  und  * 
verwechselt  werden  konnten,  also  vor  ursprünglichem  n  und  e;  außerdem 
vor  vokalischem  Anlaut);  sehr  instruktiv  sind  die  beiden  Verba  cret- 
'glauben'  und  predchim  'ich  predige',  die  in  Wb.  sehr  oft  das  betonte 
ro  analogisch  zu  ru  heben  (ana  ru-chrete-si,  dia-lru-chretsid-si, 
ceta-iru-chreti,  ciatu- !ru-chre  itset,  cetu-lru-pridach,  dia-iru- 
pridchos-sa,  dia- iru-pridchad  Wb.  17a  13;  8c  11;  7b  11;  14a  29; 
26c  4;  7b  7;  8c  17);  vor  diesen  Verben  lautet  das  proklitische  Präverb, 
das  natürlich  keiner  Hebung  unterliegen  konnte,  regelmäßig  ro  (vor  cret- 
la  3  [zweimal];  5a  7,  b  21;  7b  11;  10a  29,  30;  13a  34;  17a  6;  24b  31, 
d  23;  25d  20;  26a  23;  27a  15,  b  15;  31a  6;  vor  predch-  7b  12,  d  4; 
10c  20;  13a  21,  32,  33,  b  10,  12;  17c  1:  18b  7;  19b  6;  20b  4;  21b  9; 
23a  3,  16,  d  18;  24c  17  [zweimal],  d  4;  25a  40,  41;  26b  6;  27a  3,  d  3 ; 
28a  18);  die  einzigen  Ausnahmen  sind  a-rru-  pridchad  14 d  23  und  ma 
ru-d-Ipredchisem  10 d  9.  Bei  diesen  Verben  ist  die  Form  ru  also  ge- 
radezu ein  Kriterium  für  echte  Komposition;  ein  weiteres  Kriterium  für 
echte  Komposition  ist  die  Lenition  (und  der  Umstand,  daß  die  Lenition  im 
Air.  nach  ro  an  zweiter  Stelle  niemals  fehlt,  enthält  einen  deutliehen 
Fingerzeig  für  die  Beurteilung  der  Fälle,  wo  weder  für  echte  noch  für  un- 
echte Komposition  ein  Kriterium  vorliegt).  Zimmer,  Kelt.  Stud.  II  123, 
Thurneysen,  Ec.  VI  323,  Strachan,  Trans.  Phil.  Soc.  1895-98  S.  186  konnten 
die  Bedeutung  der  Lenition  übersehen,  weil  die  air.  Lenitionsregeln  damals 
unbekannt  waren;  heute  darf  man  aber  den  Irrtum  nicht  weiter  fort- 
pflanzen. 

Ein  ganz  anderes  Bild  bietet  das  Mir.  Hier  ist  ro  nach 
einem  syntaktischen  Präverb  offenbar  in  der  Regel  proklitisch. 
Dies  geht  zunächst  aus  den  Lenitionsregeln  hervor;  auch  nach  einer 
Negation  und  nach  co  n-  'bis,  sodaß'  folgt  ro  der  Regel  in  §  319 
Anm.  4  I  468  und  läßt  ein  passivisches  Verbuni  unloniert  (Verf., 
KZ  XXXV  370);  ferner  wird  ein  Pronomen  nicht  wie  im  Air. 
selten,  sondern  ganz  regelmäßig  nach  ro  infigiert,  wenn  ein 
syntaktisches   Präverb    vorausgeht,    s.  Strachan,    Trans.   Phil.   Soc. 


248  Echte  und  unechte  Komposition  im  Ir.       [§552,3—5 

1895 — 98  S.  186;  bedeutsam  sind  auch  Formen  wie  diar,  cor, 
nir,  nar  für  air.  dia-ro-,  co-rro-,  ni-ro-,  na-ro-  :  dia-r  choisc 
'als  er  bezwang'  Saltair  na  Rann  7615,  co-r  clasta  a  fert  'da- 
mit sein  Grab  gegraben  würde'  LU  130a  9;  ni-r  thüargaibset 
'sie  konnten  es  nicht  aufheben'  103a  34;  uair  na-r  chomaill 
'weil  er  nicht  erfüllt  hatte'  Atk.  Lßr.  4035,  vgl.  4037.  Direkt 
wird  die  unechte  Komposition  bezeugt  durch  die  Metrik  des  Fei. 
(na-ro-tuirmed  'who  has  not  been  recomited'  als  Versschluß, 
Epilog  122)  und  durch  die  Reime  im  Saltair  na  Rann  (Strachan, 
a.  a.  O.  S.  185).  Es  linden  sich  jedoch  noch  im  Mir.  verschiedene 
Spuren  des  älteren  Zustandes;  bis  ins  Nir.  hinein  hat  sich  -raibhe 
'war'  erhalten  (nir.  go  raibhe  'so  daß  er  war',  ni  raibhe  'er  war 
nicht'  u.  s.  w.);  sonst  erscheint  im  Nir.  nur  -r:  gu-r,  nio-r,  nä-r 
{=  mir.  cor,  nir,  nar). 

4)  Einmal  bildet  das  reflexive  imm-  an  zweiter  Stelle  un- 
echte Komposition:  imm-un-cualammar  nimun-accamar  'wir 
haben  von  einander  gehört,  wir  haben  uns  nicht  gesehen'  Wb.  18d3. 
Diese  Neuerung  beruht  (ebenso  wie  die  Neuerung  bei  ro)  auf  dem 
syntaktischen  Charakter  des  Präverbs;  sie  wurde  deshalb  nicht 
weiterentwickelt,  weil  eben  die  Tendenz  des  imm-,  zum  syntaktischen 
Präverb  zu  werden,  nicht  weitergedieh. 

5)  Echte  Komposition  kommt  in  den  eigenthchen  Relativ- 
sätzen bisweilen  bei  dem  ersten  Präverb  vor:  di  neuch  thörnther 
'von  dem,  was  bezeichnet  wird'  Sg.  59b  18  (to-fo-rind-);  is  hed 
foirfea  'das  ist  es,  was  bewirken  wird'  Wb.  11  d  3  (zu  fo-fera 
'bewirkt');  donaibhi  thecmongat  'von  denjenigen  Dingen,  die 
sich  ereignen'  Sg.  2a  10;  imbed  ind  raith  tecomnacht  dia 
doib  'die  Fülle  der  Gnade,  welche  Gott  ihnen  zuerteilt  hat'  Wb. 
26d  23  (vgl.  das  nicht  relative  do-ecomnacht  'ist  zuerteilt  worden' 
14c  33).  In  den  beiden  letzten  Beispielen  kann  man  jedoch  nicht 
mit  voller  Sicherheit  behaupten,  daß  echte  Komposition  vorliegt, 
da  die  Ehsion  auch  einige  Male  in  der  unechten  Komposition 
vorkommt:  teccomnocuir  inso  'dies  hat  sich  ereignet'  10a  4; 
tuccad  'ist  gebracht  worden'  24b  26.  Und  es  darf  außerdem  als 
sicher  gelten,  daß  die  echte  Komposition  im  Relativsatz  eine  bloße 
Analogiebildung  ist:  die  in  dem  Relativsatz  durch  die  Lenition  in 
unmittelbare  Berührung  gebrachten  Vokale,  die  durch  kein  h  ge- 
trennt waren,  sind  nach  dem  Muster  der  echt  komponierten  Formen 
behandelt  worden  (Kontraktion  in  thörnther,  foirfea,  Elision  in 
den    beiden   anderen   Beispielen^     Anders  zu  beurteilen  ist  jeden- 


§552,5 — 554]       Echte  und  unechte  Komposition  im  Ir.  249 

falls  ce  röich  'was  (wie  weit)  es  reicht'  Sg.  26a  11  (Verbalverz. 
saig-),  s.S. 304.  Auf  Nachahmung  derartiger  Fälle  beruhen  wohl 
die  Sätze  ciafiu  todlaiger-sa  gl.  quam  iusta  postulem  Ml.  38c  22 
(unirische  Übersetzung)  und  cia,  a  gillai,  ol  Cond  fri-a  mac, 
acailli  'wen,  o  Sohn,  sagte  C.  zu  seinem  Sohne,  redest  du  an?' 
LU  120  a  13. 

6)  Echte  Komposition  des  ersten  Präverbs  kommt  in  der  Ant- 
wort vor:  cumcim  ecin  'ich  kann  fürwahr'  LU  62b  37  (Antwort 
auf  die  Behauptung  ni  chumci  son  'das  kannst  du  nicht');  gaib 
i-t  läim  mo  föesom  airtho.  Atmu,  ol  Conchobar  'nimm  in 
deine  Hand,  mich  ihrem  Schutze  zu  befehlen.  Ich  willige  ein, 
sagte  C  LU  59  b  9,  vgl.  12.  Auf  Arran  habe  ich  auf  eine  mit 
abair  'sage!'  eingeleitete  Aufforderung  die  Antwort  abröchad 
'ich  werde  sagen'  erhalten.  Ich  nehme  an,  daß  die  echte  Kompo- 
sition in  diesen  Fällen  ursprünglich  auf  Nachahmung  der  mit  in 
eingeleiteten  Frage  oder  des  auffordernden  Imperativs  beiniht.  Vgl. 
§  556. 

§  553.  Im  Imperativ  findet  echte  Komposition  des  ersten 
wortbildenden  Präverbs  statt:  airbir  biuth  'genieße!'  Wb.  29a  25; 
taibrid  'gebet'  16c  17;  taibred  'er  soll  geben'  22b  7;  taibrem 
'geben  wir!'  13 d  15;  vgl.  Verbalverz.  her-.  Jedoch  findet  mau 
im  Imperativ  unechte  Komposition  zum  Zwecke  der  Infigierung 
eines  Pronomens:  du-m-em-se  7  deich  tar-m-chenn  'schütze 
mich  und  nimm  Rache  für  mich!'  Ml.  72d  11.  Wenn  der  Impe- 
rativ kein  wortbildendes  Präverb  enthält,  wird  ihm  zum  Zwecke 
der  Infigierung  das  Tempuspräverb  no  vorausgeschickt:  n-an- 
glanad  'er  soll  sich  reinigen'  Wb.  11  d  8. 

In  den  Nominalformen  des  Verbums  findet  immer  echte 
Komposition  des  ersten  wortbildenden  Präverbs  statt.  Inf.  tabart 
'geben',  Gerundiv  tabarthi  'zu  geben',  Part,  tairberthae  gl.  in- 
curuatum  Ml.  130c  7  (Verbalverz.  her-). 

§  554.  Akzessorische  Unterschiede  zwischen  den  echt 
komponierten  und  den  unecht  komponierten  Formen  (vgl.  Sarauw, 
Irske  Studier  S.  53  —  67).  Ein  Unterschied  in  der  Wurzel  besteht 
zwischen  con-  icc  'er  kann'  und  ni  'cum-aing  'er  kann  nicht'. 
Auch  zwischen  ad-'con-darc  'ich  habe  gesehen'  (Präs.  ad-Iciu) 
und  ni  'acca  'ich  habe  nicht  gesehen',  wo  außerdem  das  Vor- 
handensein oder  Fehlen  des  Tempuspräverbs  -com-  unterscheidend 
ist;  so  auch  (ohne  Wurzelunterschied)  bei  ad-lco-tade  gl.  conse- 
cutus  est:  ni  letade  (Präverb  in-,  mit  ad-  verwechselt);  vgl.  dar- 


250  Echte  und  unechte  Komposition  im  Ir.        [§  554. 555 

über  und  über  ro-fitir  'er  weiß'  :  ni  fitir  §  571,  §  580.  Ein  wort- 
bildendes Präverb  ist  in  unehter  Komposition  vorhanden,  fehlt  aber, 
wo  echte  Komposition  hätte  eintreten  müssen,  bei  at-  tau  'ich  bin': 
ni  tau  (darüber  Genaueres  in  §  641);  verwickelter  liegt  die  Sache 
bei  fo-ceird,  fo-ceirt  'wirft,  legt':  ni  cuirethar,  vgl.  Verbalverz. 
Bei  do-les-ta  'fehlt':  aran-es-bat  (§  647)  fehlt  das  in  der  un- 
echten Komposition  notwendige  Präverb  to-  wenigstens  teilweise 
noch  in  der  echten  Komposition;  durch  den  Antritt  des  an  und 
für  sich  überflüssigen  ersten  Präverbs  ist  Akzentwechsel  und  laut- 
liche Variation  im  bedeutsamen  Wortstück  (es-  +  Verbum)  ver- 
mieden worden.  Demselben  Zweck  dient  offenbar  die  in  der  un- 
echten Komjjosition  bisweilen  vorkommende  Doppelung  des  ersten 
Präverbs:  do-du-thractar  'welche  wünschen'  Wb.  26b  1,  Inf. 
dü-thracht  (di-  fo-  +  Wurzel);  imm-'im-gabaim  'ich  ver- 
meide',  Imperativ   2.  PI.  ^imgabaid;   fu-  Ifuasna  'verwirrt',   Inf. 

fuasnad;  Prät.  3.  Sing,  for-  r-or-bris,  Inf.  for-brisiud 
'brechen';  do-  tuit  'er  fällt',  fora-ltuit  'worauf  er  fällt'.  Ver- 
schiedene Fehlbildungen  kommen  dabei  vor:  fo-da-  r-or-cenn 
'der  sie  vernichtet  hat'  Wb.  IIa  27  (for-  scheint  als  fo-ro-  auf- 
gefaßt zu  sein);  feib  fo-n-d-  üair  'wie  er  es  gefunden  hat'  Sg. 
144b  3,  fo-  frith  'wurde  gefunden'  Thes.  II  346,  6  neben  amal 
nach-fuar  'wie  ich  ihn  nicht  gefunden  habe',  ni  frith  'wurde 
nicht  gefunden'  (als  ob  das  wurzelhafte  /'-  dieser  Formen  ein 
Präverb  wäre).  Sehr  häufig  ist  in  die  unecht  komponierte  Form 
durch  falsche  Analyse  der  echt  komponierten  Form  ein  unetymo- 
logisches -/"-  gedrungen,  das  wenigstens  in  einem  Teil  der  Falle 
als  das  Präverb  -fo-  aufgefaßt  wird:  do-lfuaircc  'der  drischt', 
Inf.  Ituarcun  (to-  +  org-);  do-ifuarat  'bleibt  übrig',  diurad 
'Rest'  (di-od-reth-);   do-ra-  fo-scartae-se   gl.   exponebar,   Part. 

diuscartae  gl.  deposita  Ml.  127c  20;  19c  15  (di-od-scart-); 
do-lfuismim  'zeuge',  Inf.  tuistiu  (to-od-sem-);  für  do-tui-t 
'fällt'  (worin  -tui-  das  Präverb  -to-  ist)  tritt  im  jüngeren  Air. 
du-fuit  ein;  vgl.  do-fuislim  gl.  labo  neben  tuisel  'Kasus' 
(S.  46);  man  findet  sogar  do-d-fongad  'who  swore  it'  zum  nicht 
komponierten  tongu  'ich  schwöre'.     Vgl.  das  Verbalverz. 

§  555.  Die  spätere  Entwickelung  der  echten  und  un- 
echten Komposition  im  Ir.  Der  Zusammenbruch  des  alten 
Kompositionssystems  der  Präverbia  war  schon  im  Air.  vorbereitet. 
Das  Freiwerden  des  Tempuspräverbs  ro  (§  552,  3)  und  die  Um- 
modelung  der  unecht  komponierten  Formen   nach   dem  Muster  der 


§  555.  556J         Echte  und  unechte  Komposition  im  ßrit.  251 

echt  komponierten  Formen  (§  554)  deuten  schon  in  dieser  Richtung. 
Wenigstens  in  einem  Fall  findet  sich  ferner  im  Air.  eine  echt 
komponierte  Form  als  ein  präverbloses  »Simplex  behandelt:  Icoisctir, 
'coscitir  'werden  zurechtgewiesen'  Wb.  31b  25;  22c  10  neben 
dem  Sing,  o-lsechtar,  o-isechthar  22c  20,  Ml.  57 d  14  (man 
hat  die  echt  zusammengesetzten  Formen  als  Ableitungen  von  dem 
Substantiv  cosc  'Zurechtweisung'  aufgefaßt,  vgl.  den  umgekehrten 
Vorgang  bei  forcenn-  §  552,  3;  die  Neuerung  drang  vielleicht 
deshalb  um  so  leichter  gerade  in  diese  Form,  weil  das  lautgesetz- 
liche *con-lsechtar  mit  der  Singularform  o-sechtar  aus  o-sech- 
thar  S.  69,  1421  zusammengefallen  wäre).  Die  Schwächung  und 
der  Schwund  der  vortonigen  Präverbien  im  Mir.  (§  170  I  265) 
vollendete  das  Werk.  Im  Nir.  finden  sich  nebeneinander  Formen 
mit  verallgemeinerter  echter  Komposition  (diultaim  'I  deny';  air. 
do-'sluindi  'er  leugnet':  ni  Idiltai)  und  Formen  mit  geschwun- 
denem vortonigem  Präverb  (fuasglaim  'I  release";  air.  do-'fuasilci 
'er  löst',  Inf.  Ituasulcud).  Nur  bei  gewissen  ganz  unregelmäßigen 
Verben  findet  sich  im  Nir.  noch  ein  Unterschied  zwischen  den 
„independent  forras"  und  den  nach  den  alten  syntaktischen  Prä- 
verbien vorkommenden  „dependent  forms"  (vgl.  Atk.  Keat.  Appendix 
S.  XlXfi".,  Dinneen  S.  785ff.):  (do)chonnaic  'er  sah'  (Arran  xonik'). 
ni  fhaca'ersah  nicht',  nach  faca,  nach  bh-faca  (§  319  Anm.  3 
1.468)  'daß  er  nicht  sah';  chuaidh  'er  ging',  gon-deachaidh  'daß 
erging';  a  deir  'er  sagt'  (Arran  »rfV;  air.  atbeir  'er  sagt  es'),  go 
n-abair  'so  daß  er  sagt',  abair  'sage!';  (do)bhi  'er  war',  ni  raibhe 
'er  war  nicht'  u.  s.  w.  (die  entsprechenden  air.  Formen  findet  man 
im  Verbalverz.  unter  ad-ci-,  tiag-,  her-  und  in  §  645).  Durch 
eine  Neuerung  gilt  fuil  (air.  fil)  als  „dependent  form"  zu  tä  (air. 
attä)  'ist';  vgl.  §  642.  Über  die  alte  Form  der  3.  Sing.  Präs.  auf 
-and,  nir.  -ann  s.  §  598  Anm.  4  (ursprünglich  Kompositalform ;  im 
klassischen  Nir.  „dependent  form",  weil  eben  die  Verbindung  mit 
syntaktischen  Präverbien  der  einzige  Rest  der  lebendigen  Verbal- 
komposition im  Nir.  ist;  im  heutigen  Nir.  sowohl  „independent'" 
als  „dependent").  Über  die  Verwendung  der  „abhängigen''  (echt 
zusammengesetzten)  Verbalformen  nach  dem  Pronomen  a  n-  im 
Nir.  s.  §  541,  3. 

§  556.  Daß  einst  auch  im  Brit.  ein  ähnliches  Kompositions- 
system der  Präverbia  und  Verba  wie  im  Air.  geherrscht  hat,  geht 
namentlich  aus  den  Lenitions-  und  Infigierungsregeln  der  alten 
cymrischen  Gedichte  hervor  (§  320,  1  I  470;  I  474:  II  156;  §  542). 


252  Echte  und  unechte  Komposition  im  Brit.      [§  556 — 558 

Die  britannische  Akzentregelung  (§  180  I  276)  mußte  jedoch  den 
Akzentunterschied  zwischen  den  prokhtischen  und  den  ursprünglich 
betonten  Präverbien  aufheben  und  so  den  Zusammenbruch  des 
alten  Systems  vorbereiten,  der  denn  auch  schon  im  klassischen  Mc 
im  Corn.  und  Mbr.  noch  vollständiger  als  im  Nir.  stattgefunden 
hat.  Die  Wege  der  Entwickelung  waren  jedoch  andere  als  im  Ir. 
Besonders  eigentümlich  ist  die  Ausbildung  der  beiden  neuen  Verbal- 
partikeln oder  syntaktischen  Präverbia  mc.  y,  yd,  corn.  y,  yth, 
mbr.  ez  und  c.  corn.  br.  a  aus  den  alten  infigierten  pronominalen 
Elementen  *idhe  und  ^jod  (§  545,  2,  3);  dadurch  wurde  es  mög- 
lich^ die  Infigierung  nach  wortbildenden  Präverbien  zu  vermeiden; 
der  Umstand,  daß  a  und  yd  vor  einem  Imperativ  fehlen,  und  daß 
das  Objektspronomen  dem  Imperativ  folgt  (§  544  Anm.,  §  547  S.  239, 
§  492  S.  155),  ist  ein  deutliches  Zeugnis  dafür,  daß  der  Imperativ 
im  Brit.  vielleicht  noch  ausnahmsloser  als  im  Ir.  echt  komponiert  ge- 
wesen ist.  Auch  erinnert  das  Fehlen  des  y,  yd  in  der  Antw^ort 
im  C.  an  die  irische  echte  Komposition  in  demselben  Falle  (§  552, 6). 
Die  Unterschiede  in  der  Form  der  alten  Präverbia  sind  meist  zu 
Gunsten  der  in  der  echten  Komposition  entwickelten  Lautgebung 
ausgeglichen  worden  (so  z.  B.  in  c.  cyf-ar-fod  'zusammentreffen', 
cyf-er-fydd  'wird  zusammentreffen',  worin  cyf-  dem  ir.  com-  der 
echten  Komposition,  nicht  dem  con-  der  unechten  Komposition 
entspricht;  jedoch  z.  B.  c.  dy-fod  'kommen'  neben  ty-wys  'führen'). 
Am  längsten  haben  offenbar  die  verschiedenen  Lenitionsregeln  Stand 
gehalten. 

Die  Negationen. 

§  557.  Die  gewöhnliche  einfache  Negation  des  Hauptsatzes 
ist  ir.  ni,  ni  mc.  ny  nc.  ni  corn.  ny  br.  ne  §  157  I  250.  Ver- 
schmelzungen: ir.  cani,  caini,  cain,  cini  'nonne'  mc.  pony 
§  524,  1;  ir.  cini,  ein  'obgleich  nicht';  mani,  main,  mini  'wenn 
nicht'  (über  mir.  mar-bad  s.  §  95,  4  I  155);  mc.  ny-t  enthält 
das  Adverbium  -t-,  §  544  Anm.;  auch  mc.  ny-s,  worin  -s  in  der 
Hegel  klar  als  ein  persönliches  Pronomen  fungiert,  ist  bisweilen 
mit  ny  gleichwertig.  Über  air.  ne-b-  S.  8,  über  air.  ni-con-, 
mir.  nochon-,  nocha-,  nsch.  cha  s.  §  528. 

§  558.  Ir.  na  nir.  nä  c.  corn.  br.  na  'noch'  (vor  einem  Satz- 
teil). Der  Ausdruck  für  'weder  .  .  noch'  variirt:  im  Ir.  bleibt 
'weder'  unausgedrückt  (siu  nä  tall  'weder  in  dieser  Welt,  noch  im 
Jenseits'  Wb.  3d  17;    ni    bia    lobad   na  legad   'es   wird   weder 


§558]  Die  Negation  na.  253 

Verfaulung  nocli  Auflösung  geben'  13 d  19);   im    C.   und  Br.  wird 
na  wiederholt;   im  Corn.  wird  'weder'  durch  na  nyll  ausgedrückt. 

Vor  einem  silbischen  Vokal  lautet  das  AVort  mc.  nac  corn. 
nag  br.  nag,  nak:  mc.  ny  lyuassei  neb  .  .  kynnullaw  na 
raeirch  nac  arueu  'niemand  wagte  weder  Pferde  noch  Waffen 
zu  sammeln'  Mab.  193;  corn.  na  nyl  oges  nag  yn  pel  ny-s 
guelaf  'weder  nahe  noch  fern  sehe  ich  sie'  O.  M,  1141;  br.  nag 
ann  eil  nag  egile  'ni  Tun  ni  l'autre'.  Im  Ir.  bleibt  das  Wort 
vor  einem  betonten  Vokal  unverändert:  cen  f  res  es  in  bäis  na 
hirchri  'ohne  Tod  oder  Verfall  zu  erwarten  zu  haben'  Wb.  3a  14; 
ni  ar  log  na  aithi  'nicht  für  Lohn  oder  Vergeltung'  14c  8.  Da- 
gegen steht  nach  vor  einem  proklitischen  Worte:  in  ri  nach  in 
popul  'weder  der  König  noch  das  Volk';  for  ri  nach  far  tuad 
§  165  I  259;  do  gae  .  .  nach  do  scian  'weder  dein  Speer  noch 
dein  Messer';  ani  dia-tudchad  cuingid  .  .  nocon-füar  in 
Erind  nach  in  Alpain  'das  was  ich  zu  suchen  gekommen  bin,  habe 
ich  weder  in  Irland  noch  in  Schottland  gefunden';  nocha-crenob 
rig  n-Erinn  fort-sa  nach  ar  fer  n-aile  'ich  werde  den  König 
Irlands  nicht  um  dich  noch  um  einen  anderen  Mann  verkaufen' 
Wi.  223,  13;  302,  9;  127,  13.  Vor  einer  konjugierten  Präposition 
steht  na  :  na  form  fein  'noch  über  mich  selbst'  Wb.  8d  26;  na 
diib  si  'noch  von  euch'  24c  16. 

Dasselbe  Wort  mit  der  Bedeutung  'ne  .  .  quidem'  steckt  in 
corn.  nag-onon  M.  C.  25,  mbr.  negun,  nygun  nbr.  nikun  'nie- 
mand'; zum  Umlaut  vgl.  mbr.  guitibunan  §  531. 

Es  unterliegt  keinem  Zweifel,  daß  dies  gemeininselkeltische 
Wort  aus  *ne-kue  (vgl.  lat.  ne-que)  entstanden  ist.  Zum  Auslaut 
vgl.  I  243;  zum  Ä;-Laut  vgl.  I  127.     Unklar  ist  nur  das  a. 

Anm.  Mc.  nac  corn.  mbr.  na  stehtauch  zwischen  zwei  negierten  Verben: 
mc.  meibon  a  dynyon  didraha  ny  eUynt  nac  ny  wedei  udunt 
nac  ymlad  na  ryfelu  'Kinder  und  mutlose  Menschen,  die  nicht  konnten 
und  denen  es  nicht  paßte  weder  zu  kämpfen  noch  zu  kriegen'  Mab.  193; 
corn.  na  olough  na  na  wreugh  drem  'weinet  nicht  und  klaget  nicht!" 
P.  C.  2640;  mbr.  na  clevif  na  na  santif  quet  an  poanyou  cref  'de 
Sorte  que  je  n'entonde  ni  ne  sente  las  grandes  douleurs'  Jos.  38a. 

In  dieser  Verbindung  ist  die  in  na  'noch'  enthaltene  Negation 
pleonastiscb,  und  das  Wort  scheint  also  'und,  oder'  zu  bedeuten.  Durch 
Analogiebildung  steht  dann  mbr.  na  auch  in  anderen  Verbindungen  in  der 
Bedeutung  'und,  oder',  bes.  als  Einleitung  einer  Frage,  vor  mar  'wenn" 
und  in  gewissen  Arten  von  (verallgemeinernden)  Relativsätzen:  na  te? 
pez  eux  te  prederet  'et  toi,  qu'est-ce  que  tu  penses'?'  Barbe  364; 
na    piu    voe    plen    en    ordrenas    'oder   wer   hat  es  klar  befohlen'    118: 


254  Die  Negation  na.  [§559,1 

mar  galhe  na  mar  die  bezaf  's'il  se  pouvait,  et  si  cela  doit  etre' 
Jes.  24b.  Vgl.  Ernault,  Dict.  341.  —  Beispiele  für  mc.  na  .  .  na  'siue  .  . 
siue'  sind  §  595,  3  angeführt.  Vgl.  auch  corn.  ellas  pan  .  .  na  pan  .. 
na  pan  'ach,  daß  .  .  und  daß  .  .  und  daß  .  .'   0.  M.  614—618. 

§  559.  Als  Satznegation  (Negation  eines  Verbums)  kommt 
in  allen  inselkeltischen  Sprachen  in  bestimmten  Fällen  ein  mit  der 
in  §  558  besprochenen  Negation  gleichlautendes  Wort  vor.  Die 
Hauptverwendungen  dieser  Satznegation  lassen  sich  unter  drei 
Gesichtspunkte  vereinigen:  sie  steht  im  Ir.,  Mc,  Corn.  bisweilen 
nach  'und';  sie  tritt  (in  den  verschiedenen  Sprachen  in  verschiedenem 
umfang)  als  Negation  der  abhängigen  (relativen)  Sätze  auf;  sie 
steht  (in  allen  vier  Sprachen)  regelmäßig  vor  dem  Imperativ,  in 
seltenen  Fällen  durch  Entgleisung  auch  vor  dem  Konjunktiv  i. 

1)  Ir.  ni  ind  fessln  eirbthi  7  nach  do  duaisilbi  na-nni 
dogni  'er  verläßt  sich  nicht  auf  sich  selbst  und  nicht  sich  selbst 
schreibt  er  das  zu,  was  er  tut'  Ml.  51b  12;  o  ro  bitis  na  buidne 
oc  innsaigid  Astoröth  .  .  7  na  tabrad  freccra  doib  7  na 
hiccad  iat,  lotar  co  cathraig  n-aile  'als  die  Scharen  den  A. 
gesucht  hatten  und  er  ihnen  keine  Antwort  gab  und  sie  nicht 
heilte,  gingen  sie  nach  einer  anderen  Stadt';  ro-bädusa  bliadain 
imlän  for  oen  lepaid  7  na-r  fetus  ergi  'ich  habe  ein  ganzes 
Jahr  in  einem  Bette  gelegen  und  habe  nicht  aufstehen  können' 
Atk.  LBr.  1958,  2777.  Mc.  o  gwely  vwyt  a  diawt  or  byd 
reit  itt  wrthaw  ac  na  bo  o  wybot  a  dayoni  y  rodi  itt 
kymer  dy  hun  ef  'wenn  du  Essen  und  Trank  siehst,  wenn  du 
es  brauchst  und  es  dir  nicht  aus  flöfhchkeit  und  Güte  gegeben 
wird,  nimm  es  dann  selbst'  Mab.  195,  18;  kanys  estrawn  gene- 
dyl  a  phaganyeit  ywch  ac  nat  atwen  inheu  etwa  na-ch 
raoes  na-ch  deuodeu  'denn  Ihr  seid  ein  fremdes  Volk  und 
Heiden,  und  ich  kenne  noch  nicht  eure  Sitte  und  Gebräuche' 
R.  B.  II  134,  13;  ac  na  disgynnych  'und  steige  nicht  ab!'  Mab. 
255,  29  (W.  B.  399,  21).     Corn.  ha  nagan  byth  §503,6  S.  175. 

2)  Im  Ir.  ist  na  die  regelmäßige  Negation  in  den  eigentlichen 
Relativsätzen  und  in  den  Eklipsensätzen:  na  ro-pridchissem-ni 
düib  'das  wir  euch  nicht  gepredigt  haben'  gl.  euangehum  quod 
non  recepistis  AVb.  17b31;   na-po  cheneel  'das  nicht  Geschlecht 


1.  Im  Br.  hat  na  eine  Tendenz,  auch  über  die  im  Folgenden  an- 
gegebenen Grenzen  hinaus  an  die  Stelle  von  ne  zu  treten:  ne  oder  na 
d-eo  ket  'ist  nicht'  Troude,  Dict.  fr.-br.  615;  ne  oder  na  zeu  ket  'il  ne 
vient  pas'  Legonidec,  Dict.  br.-fr.  459  u.  s.  w. 


i?559,2]  Die  Negation  na.  255 

war'  gl.  in  non  gentem  5a  14;  amal  na  fil  'wie  nicht  ist'  14c  24; 
bied  aimser  nä-m-ba  iobur  'es  wird  eine  Zeit  kommen,  wo  er 
nicht  schwach  sein  wird'  6  b  15.  Die  relative  Eklipse  ist  hier  wie  anders- 
wo eine  sekundäre  Erscheinung,  die  in  einigen  Fällen  fehlt;  in 
diesen  Fällen  bezeichnet  dann  na  allein  die  relative  Beziehung, 
sodaß  man  eine  Art  Zwischenstufe  zwischen  den  uneigenthchen 
Relativsätzen  (wo  die  Negation  ni  lautet)  und  den  Ekhpsensätzen 
anzuerkennen  hat:  ni  fil  diib  mnäi  nach-it-charad  no  nä 
beth  cuit  dait  'es  gibt  nicht  unter  ihnen  eine  Frau,  die  dich 
nicht  Hebte  und  dir  nicht  gut  wäre'  Wi.  207,  12  (vgl.  ni  fil  cuit 
do  nach  aliu  innium-sa  'ich  bin  keinem  Anderen  gut'  Z.  13); 
weitere  Beispiele  in  §  552,  2  Schluß;  vgl.  na  imroimser  'lest 
thou  sin'  Wb.  20c  4;  na  biam  in  gorti  na  nocti  'so  daß  wir 
nicht  hungrig  oder  nackt  sind'  16a  9;  ar-na  'damit  nicht',  co-na 
'so  daß  nicht';  weitere  Beispiele  in  §  268  I  399.  na  kann  auch 
einen  asyndetischen  Bedingungssatz  einleiten:  asrubairt  rim-sa 
rad  i'i-gle  Goll  mac  rig  na  Germane  naconi-beind  aice 
cen  ail  nach  beind  in  Herinn  adbail  atrubart-sa  fri-sin 
Isech  fri-sin  fer  fichda  forbseth  cia  no-trebaind  sund  nach 
than  na  gebaind  a  thuarastal  'Goll,  der  Sohn  des  Königs  von 
Germanien  sprach  zu  mir  ein  klares  Wort,  daß  weim  ich  nicht 
bei  ihm  ohne  Schmach  wäre,  sollte  ich  im  mächtigen  Irland  nicht 
sein.  Ich  sagte  zu  dem  Helden,  dem  zornigen,  überaus  törichten 
Manne,  daß  wenn  ich  auch  eine  geraume  Zeit  hier  wäre,  so  würde 
ich  seinen  Sold  nicht  nehmen'  LL  109a  19;  dothung  mo  deo 
d-an-adraim  nacom-berat  ar  ecin  samlaid  nach-am-berat 
ar  ais  'ich  schwöre  bei  meinen  Göttern,  zu  denen  ich  bete,  daß 
wenn  sie  (ihn)  unter  diesen  Umständen  nicht  mit  Gewalt  davon- 
tragen, werden  sie  ihn  nicht  im  Guten  davontragen'  55a  13  (Ant- 
wort auf  die  Z.  21  referierte  Drohung:  cen  co  tucaind  ar  äis, 
doberaind  ar  ecin  'wenn  ich  nicht  im  Guten  gäbe,  würde  ich 
gezwungen  geben').     Vgl.  §  593,  2. 

Viel  beschränkter  und  im  Ganzen  gewiß  viel  altertümlicher  ist 
der  c.  Gebrauch.  Mc.  na  bedeutet  'daß  nicht'  (nach  verba  sen- 
tiendi  et  declarandi,  nach  den  Verben  des  Seins  und  Geschehens, 
nach  verba  impellendi  et  efificiendi):  dywet  na  deuaf  y  lys  vyth 
'sage,  daß  ich  niemals  in  seine  Burg  kommen  werde'  Mab.  199,25; 
can  buost  yn  ormes  yn  gyhyt  a  hynny  mi  a  wnaf  na  bych 
bytli  beilach  'da  du  so  lange  ein  Unterdrücker  ("Unterdrückung") 
gewesen  bist,  werde  ich  bewirken,  daß  du  es  nicht  länger  werdest' 


256  Die  Negation  na.  [§559,2 

223,  14;  kanys  y  gynnedyf  yw  na  daw  marchawc  ar  y  dir 
ef  na  mynno  ef  ymwelet  ac  ef  'denn  es  ist  seine  Sitte,  daß 
kein  Ritter  in  sein  Land  kommt,  mit  dem  er  nicht  eine  Begegnung 
(einen  Kampf)  wünscht'  281,  27  (das  zweite  na  kann  als  'ut  non' 
gefaßt  werden;  oder  der  Satz  kann  nach  §  544,  7  beurteilt  werden); 
na  bedeutet  auch  'ob  nicht':  na  wn  .  .  pei  kaffwn  dysc  na-s 
gwypwn  'ich  weiß  nicht,  ob  ich  es  nicht  könnte,  wenn  ich  Unter- 
richt erhielte'  Mab.  201,  10.  Aus  na  'daß  nicht'  erklärt  sich  pei 
na  'wenn  nicht'  (vgl,  §544,6),  namyn  na  'nur  daß  nicht',  nocyt 
na  'als  daß  nicht'  (nach  einem  Komparativ),  rnegys  na  'als  ob 
)iicht'.  Ferner  steht  na  nach  Präpositionen:  mal  na,  ual  na  'als 
ob  nicht;  sodaß  nicht',  yr  na  'da  nicht,  obgleich  nicht',  am  na 
'deswegen  daß  nicht'  (Mab.  250,  28),  wrth  na  'weil  nicht',  gwedy 
na  'nachdem  nicht',  eithyr  na  'außer  daß  nicht';  auch  nach  einigen 
nominalen  Konjunktionen:  hyt  na  'so  daß  nicht',  o  achaws  na 
'weil  nicht',  pryt  na  'daß  nicht'  'since  not'  (kausal).  In  verschie- 
denen etymologisch  gleichartigen  Fällen  steht  jedoch  ny  (can  ny 
'da  nicht',  cyn  ny  'obgleich  nicht',  o-ny  'wenn  nicht').  In  den 
eigentlichen  Relativsätzen  steht  ny;  ebenso  in  einem  asyndetischen 
Bedingungssatz:  ny  daw  y  mackwy  hwnnw  vyth  yr  llys  nyt 
a  Kei  or  llys  allan  'dieser  Bursche  wird  niemals  in  die  Burg 
kommen,  wenn  nicht  Kei  aus  der  Burg  geht'  Mab.  205,  4. 

Im  Corn.  wird  na  nicht  nur  in  der  c.  Weise,  sondern  zum 
Teil  auch  in  den  eigentlichen  Relativsätzen  (ny  bei  der  rel.  Um- 
schreibung §  546  S.  238)  verwendet:  com.  neb  na  ylly  'der  nicht 
konnte' M.  C.  20;  dal  na  bo^ar  ny  ase  nag  omlanas  nagonon 
'blind  nor  deaf  he  left  not  who  was  not  cured,  not  one'  M.  C.  25;  na 
ylly  'daß  er  nicht  konnte'  M.  C.  13;  uynytha  na  effo  coul  'so  that 
he  may  never  drink  broth'  P.  C.  1620;  nag  vs  'so  daß  nicht  ist' 
1523;  ab  an  na  'da  nicht'  2115;  präg  na  'weshalb  nicht'  2594; 
kyn  nag-off  'obgleich  ich  nicht  bin'  M.  C.  8;  rak  na  'weil  nicht' 
P.  C.  1194;  R.  D.  865  (rak  ny  P.  C.  2547).  Auch  in  einem  asyn- 
detischen Bedingungssatz:  na  ve  bos  fals  an  den  ma  ny-n 
drossen  ny  bys  deso  'if  this  man  were  not  false,  we  should  not 
have  brought  him  to  thee'  M.  C.  99. 

Mit  dem  Corn.  stimmt  das  Br.:  vnan  na  duy  'jemand  der  nicht 
kommen  wird';  na  gallo  'so  daß  er  nicht  kann'  Nonne  28,44,  Jes. 
138a;  ioae  .  .  nac  eux  fin  dezy  'Freude,  welche  kein  Ende  hat' 
"für  welche  kein  Ende  ist"  Barbe  789;  an  tad  ne  oue  ket  pell 
na    velas  santelez   ar  plac'h   'es   dauerte   nicht  lange,  bis   der 


§559,2]  Die  Negation  na.  257 

Vater  die  Heiligkeit  des  Mädchens  sah'  ("es  war  nicht  lange,  daß 
nicht  .  .")  Ernault,  Gloss.  437;  quen  na  'bis'  (quen  nbr.  ken 
aus  mbr.  quent  nbr.  kent  'avant');  rac  na  'damit  nicht'  Nonne  672. 
Ein  asyndetischer  Bedingungssatz  mit  eigentümlicher  Verwendung 
der  Negation  liegt  vor  in  Fällen  wie  nag  oa  mar  calet,  tennet 
eu  'quelque  dur  qu'il  füt,  le  voilä  arrache'  Jes.  158b;  ez  die  pep 
heny  goelaff  a  devry  nac  eu  mar  fier  'chacun  doit  pleurer  de 
tout  son  coeur,  si  süperbe  qu'il  soit'  Jes.  3a  (zur  Negation  vgl.  engl, 
never  so  much;  im  Corn.  ohne  Negation:  kyn  .  ,  vyth  mar 
'though  .  .  ever  so  .  .'  R  D.  392,  398,  O.  M.  2068). 

Anm.  1.  Die  Negation  na  wird  häufig  in  der  Antwort  verwendet;  sie 
wird  hier  eigentlich  'daß  nicht'  bedeuten.  Ir.  cid  son,  nach  tussu 
darrecoisc,  ar  Conchobar.  nad  me  omm,  bar  Cathbad  'Was  ist 
das,  bist  du  es  nicht,  der  ihn  angewiesen  hat?  sagte  Conchobar.  Ich  ge- 
wiß nicht,  sagte  Cathbad'  LL  64b  48  (nach  nie  ecin  lautet  die  Antwort 
in  der  Parallelstelle  LU61a  44);  in  döig  .  .?  nad  döig  eni  'Ist  es  wahr- 
scheinlich .  .?  Es  ist  gewiß  nicht  wahrscheinlich'  LL  61b  7;  airi-siu 
sund  .  .!  nad  anseb  em  'Bleib  hier  .  .!  Ich  werde  fürwahr  nicht  bleiben' 
76b  40;  daher  seotu  duit.  nad  geb-sa  6n  *Ich  werde  Kostbarkeiten 
geben.  Ich  werde  das  nicht  annehmen'  LU70b5;  anat  didiu,  ol  Ailill. 
nach  ainfet  dano,  ol  Medb  'So  mögen  sie  bleiben,  sagte  A.  Sie  sollen 
auch  nicht  bleiben,  sagte  M.'  LU  56b  25.  Mc.  dyro  nawd  idaw.  na 
rodaf  myn  vygcret  'Gib  ihm  Gnade!  Ich  werde  fürwahr  nicht  geben' 
Mab.  217,  20  (na  rodaf  yrof  i  a  duw  'ich  werde  nicht  geben,  bei  Gott" 
217,  24):  a  vu  efgennyt  ti  a  gwneuthur  anuod  arnat.  na  vu  myn 
vygcret  'Hat  er  dir  etwas  Böses  angetan?  Er  hat  nicht  fürwahr'  196,25; 
a  weleist  di  varchawc  yn  mynet  heibaw  na  hediw  na  doe.  nawn 
heb  ynteu  beth  yw  marchawc  'Hast  du  einen  Ritter  vorübergehen  ge- 
sehen, heute  oder  gestern?  Ich  weiß  nicht,  antwortete  der,  was  ein  Ritter 
ist'  194,  21;  vgl.  201,  9.  Corn.  na  lader  by  my  vallok  '(If  any  fellow 
comes  and  steals  the  rods  from  us  secretly,  all  shame  it  will  be  to  our 
class.)  He  shall  not  steal,  by  my  belt'  0.  M.  2067;  na  nahaf  'I  will  not 
recant'  (Antwort  auf  eine  drohende  Aufforderung)  2655;  venytha  na 
wreugh  hethy.  na  hethyn  by  goddys  soul  'Never  do  ye  stop.  ^Ye 
will  not  stop,  by  God's  soul'  2697;  vgl.  P.C.  915;  1411;  2040;  2756.  Mbr. 
na  raint  quet  '(Ils  feront  en  sorte  de  vous  chasser  d'  ici.)  Ils  ne  le  feront 
point'  Barbe  767.  Vgl.  ZE  751,  Verf.,  KZ  XXXV  364,  Strachan,  Trans.  Phil. 
Soc.  1899-1902  S.  54  ^ 

Anm.  2.  Weniger  klar  ist  es,  ob  die  Verwendung  von  na  in  der  Frage 
gleichfalls  aus  dem  na  des  Nebensatzes  zu  erklären  ist.  Bei  na  nach  in 
im  Ir.  darf  man  es  unbedenklich  annehmen,  vgl.  über  in  näd-cnalaid-si 
§  537,  9;  vgl.  auch  die  in  Ml.  mehrfach  vorkommende  Formel  in  ni  nad 
(in  ni  nad-curacu-sa  gl.  an  nequeo  18b  5;  seltener  positiv:  in  ni  irr 
'wirst  du  töten?'  77a  10,  13,  15),   worin   ni   das  Neutr.  von  nech   (§  529) 

Pedersen:  Vgl.  kelt.  Gramm.     II.  17 


258  Die  Negation  na.  [§559,2.3 

ist,  so  daß  in  ni  'ist  es  der  Fall  (daß)'  bedeutet.  Zweifelhafter  ist  das 
fragende  nach  im  Mir.  und  Nir.  (mir.  nach  tussu  'bist  du  es  nicht?', 
s.  Anm.  1;  nir.  nach  fliuch  ata  an  lä  'how  wet  the  day  is';  mir.  nach 
dernad  etercert  düib  'wurde  euch  nicht  eine  Entscheidung  gemacht?' 
LU  110a  41);  es  könnte  aus  *in  nach  entstanden  sein.  Ob  die  Über- 
einstimmung mit  br.  na  hirr  eo  an  noz  'que  la  nuit  est  longue'  mehr 
als  zufällig  ist,  weiß  ich  nicht.  (In  dieser  Eedensart  ist  na  als  "combien" 
aufgefaßt  worden ;  daher  die  Neuerung  nag  a  vevelien  a  zo  e  ti  va  zad 
'wie  viel  Diener  sind  in  dem  Hause  meines  Vaters'  Loth,  Chrestom.  365). 

3)  Vordem  Imperativ.  Ir.  na  tuic  seitchi  'nimm  nicht  eine 
Frau!'  Wb.  10a  30;  na  comeitged  dö  'er  soll  gegen  ihn  nicht 
Nachsicht  haben'  10a  7;  naanam  'hören  wir  nicht  auf  20c  14. 
Mc.  na  dos  'gehe  nicht!'  Mab.  204,  6;  na  wiscet  y  uorwyn  dim 
ymdanei  'das  Mädchen  soll  nichts  anziehen'  256,  27;  nac  ewch 
bei  lach  'geht  nicht  weiter!'  23,  10.  Corn.  na  ol  'weine  nicht!' 
R.  D.  853;  na  olough  'weinet  nicht!'  P.  C.  2640.  Mbr.  na  vez 
'sei  nicht!',  na  ehan  quet  'säume  nicht!'  Nonne  615,  620,  10. 

Das  konjunktivische  Verbot  wird  durch  die  gewöhnliche  Ne- 
gation (ir.  ni  u.  s.  w.)  ausgedrückt,  s.  §  590,  §  594.  Gewisse  Ver- 
mischungen kommen  jedoch  vor.  Im  Ir.  stammt  das  na  vor  einem 
wünschenden  Konjunktiv  offenbar  aus  dem  Nebensatz;  air.  nach- 
in-ro-gba  üall  .  .  nach-in-ro-gba  derchoiniud  Wb.  15d  40 
ist  nach  dem  Zusammenhang  des  Textes  richtig  von  Stokes  als 
'that  pride  may  not  seize  us  .  .  that  despair  may  not  seize  us'  über- 
setzt; die  Verwendung  eines  derartigen  'daß'-Satzes  als  wünschender 
Hauptsatz  wird  aber  allmählich  um  sich  gegriffen  haben;  im  Nir. 
ist  nä-r  die  regelmäßige  Einleitung  eines  negativen  Wunsches. 
Aus  dem  Mc.  führt  ZE  752  zwei  Beispiele  für  na  vor  dem  Konj. 
an;  der  eine  Fall  (llyma  vygkyghor  .  .  na  rodher  'das  ist  mein 
Rat,  daß  er  nicht  gegeben  ward'  Mab.  258,  28)  ist  jedoch  ein 
Nebensatz;  in  dem  zweiten  Fall  geht  ac  'und'  voraus,  s.  1°.  Com. 
na  allons  caffus  cheson  'mögen  sie  keine  Ursache  finden  können!' 
O.  M.  1835. 

Anm.  3.  Ein  auslautender  Hinterlingual  erscheint  im  Ir.  bei  der  Satz- 
negation nach  denselben  Regeln  wie  bei  der  Satzteilnegation  (§  558),  d.  b. 
vor  einem  proklitischen  Worte,  genauer  vor  einem  persönlichen  Pronomen 
und  vor  der  geschwundenen  Kopula  der  3.  Sing.  (Verf.,  KZ  XXXV  412f.): 
nachi-b-fel  'daß  Ihr  nicht  seid'  "Wb.3b  19;  cid  nach  intsamlid  'why 
do  ye  not  Imitate  it'  14a  28;  amal  nach  annse  n-düib  'wie  es  für  euch 
nicht  schwierig  ist'  6d9;  7iiach  do  'und  es  ist  nicht  zu  ihm'  Ml.  51b  12; 
näich  do  imdibu  'daß  es  nicht  von  der  Beschneidung  handelt  (ist)' 
Wb.  10a  15.    Jedoch  erscheint  der  Konsonant  nicht  vor  dem  adverbiellen  -d-. 


§559]  Die  Negation  na.  259 

s.  die  Beispiele  für  nad,  nat  §  537,  9;  auf  Neuerung  beruht  die  Form 
nachid-  (§  486  Aniu.  1).  Schon  in  Ml.  fängt  die  Form  nach-  an,  sich  über 
ihr  ursprüngliches  Gebiet  hinaus  zu  verbreiten:  huare  nach  derni  aadam- 
rugud  ar  a  meit  'because  he  cannot  express  admiration  of  Him  for  the 
greatness  of  it'  128  c  3;  im  Mir.  schreitet  diese  Entwickelung  noch  weiter 
(nach  beind  'daß  ich  nicht  sein  sollte',  nach  ainfet  'sie  werden  nicht 
bleiben',  nach  dernad  'wurde  nicht  getan?'  s.  oben  2°,  Anm.  1,  Anm.  2). 
—  Im  Brit.  findet  sich  zwar  eine  Tendenz,  die  konsonantisch  auslautende 
Form  zur  Vermeidung  des  Hiatus  zu  verwenden,  aber  es  ist  ganz  klar,  daß 
diese  Tendenz  auf  einer  Neuerung  beruht,  und  mehrere  Umstände  deuten 
direkt  auf  eine  ältere  Kegel,  die  mit  der  irischen  Eegel  identisch  gewesen 
sein  wird.  Im  Mc.  wird  die  Form  na  nur  vor  unsilbischen  Lauten  und  wo 
ein  g  durch  Lenition  geschwunden  ist  (yr  na  allei  'obgleich  er  nicht 
konnte'  Mab.  219,  15;  na  wn  'ich  weiß  nicht'  Anm.  1;  na  at  'erlaube  nicht' 
Mab.  261,  15)  verwendet;  zur  Vermeidung  des  Hiatus  verwendet  man  nat 
und  in  den  Fällen,  in  denen  die  Partikel  y,  yd  nicht  vorkommen  darf  (also 
vor  dem  Imperativ  und  in  der  Antwort,  §  544  Anm.)  die  Form  nac  :  ac 
natatwen,  s.  unter  1°;  hyt  nat  oed  'sodaß  nicht  war'  Mab.  179,  5; 
am  nat  aei  'weil  sie  nicht  ging'  184,  27;  nac  ewch,  s.  unter  3°;  nac 
amouyn  'frage  nicht!'  Mab.  202,  1;  nac  ymchoel  di  dracheuyn  'kehre 
nicht  zurück!'  270,  14;  nac  af  'ich  werde  nicht  gehen'  289,  15  (Antwort  auf 
eine  Aufforderung);  nac  ef  'nein'  "es  ist  nicht  dies"  228,  10  u.  s.  w.  Im 
Corn.  finden  sich  zahlreiche  Beispiele  für  na  vor  einem  silbischen  Vokal;  vor 
den  vokalisch  anlautenden  Formen  des  Verbums  'sein'  steht  immer  nag 
präg  nag  vsy  ef  genes  'why  is  he  not  with  thee?'  0.  M.  573;  nag-off 
(s.  unter  2°;  aban  nag-es  §543  S  228);  ebenso  vor  einigen  infigierten  per- 
sönlichen Pronominen  (ha  nag-an  byth  gobyr  vyth  'and  not  any  wages 
will  be  for  us'  0.  M.  2821).  Ob  der  Gegensatz  zwischen  präg  naymwhelaf 
«why  do  I  not  cast  myself?'  P.C.  2594  und  nag  omlanas  'who  was  not  cured' 
M.  C.  25  auf  regellosem  Schwanken  oder  auf  einer  Eegel  beruht,  kann  ich 
nicht  entscheiden.  Im  Mbr.  ist  nac,  nag  die  regelmäßige  Form  vor  den 
vokalisch  anlautenden  Formen  des  Verbums  'sein':  nac  ouf  'daß  ich  nicht 
bin'  Jes.  41a,  nac  eu  'daß  nicht  ist'  Barbe  478,  nac  eux  fin  dezy  789 
(s.  unter  2°),  nac  ouch  mar  notabl  'wie  vornehm  Ihr  auch  seid'  492, 
nag  oa  dleet  'der  nicht  verdient  war'  Jes.  85a,  nag  oann  bezet  'daß  ich 
nicht  gewesen  war'  197  a;  goat  naguedi  quet  en  cor  ff  'sang  qui  n'est 
pas  dans  le  corps'  Ernault,  Gloss.  436;  mysterou  .  .  am  eux  guelet  .  . 
nac  ynt  licit  da  recitaff  'Geheimnisse  habe  ich  gesehen,  die  es  nicht 
erlaubt  ist  zu  erzählen'  Jes.  62a;  ha  neguint  quet  'et  qui  ne  sont  pas' 
Ernault,  Gl.  436.  Außerdem  findet  man  me  diffenno  nac  ay  .  .  den  'ich 
werde  befehlen,  daß  nicht  jemand  gehe'  Barbe  190;  aber  in  der  Regel  na  vor 
einem  Vokal:  mir  neb  tro  na  achapo  quet 'garde  bien  qu'elle  n'echappe' 
492,  na  ehan  quet  s.  unter  3°.  —  Bei  der  Beurteilung  der  ursprünglichen 
Regeln  für  die  Verteilung  der  Formen  na  und  nac  ist  auch  c.  pynnac 
u.  s.  w.  §  526  in  Betracht  zu  ziehen  (ist  die  Kopula  *est  nach  -nac  ge- 
schwunden?). 

17* 


260  Die  Negation  na.  Weiterbildungen.     [§559.560,1—3 

Anm.  4.  Die  etymologische  Erlilärung  der  Negation  na  'nicht'  liegt 
auf  der  Hand.  Sie  ist  mit  na  'noch'  identisch.  Die  Verwendung  1°  (ir. 
ocus  na,  c.  ac  na)  ist  durch  die  Hinzufügung  eines  pleonastischen  'und' 
aus  älterem  *na  "und  nicht"  entstanden.  Auch  in  den  uneigentlichen 
Eelativsätzen  bedeutete  na  ursprünglich  'und  nicht'  (mbr.  ioae  nac  eux 
fin  dezy  also  eigentlich  "Freude,  und  ihr  ist  kein  Ende";  entsprechend  zu 
beurteilen  ist  rac.  na  raynno  ef  ymwelet  ac  ef,  s.  unter  2°,  und  ir. 
ni  fail  ni  nad  tai  mo  dligeth-sa  fair  §  540);  na  war  also  ursprüng- 
lich absolut  nicht  ein  Mittel  relativer  Konstruktion,  sondern  geradezu  ein 
Symptom  dafür,  daß  kein  eigentlicher  Relativsatz  vorlag ;  bei  dieser  Sach- 
lage ist  das  C.  geblieben;  da  aber  die  in  dieser  Weise  durch  na  ein- 
geleiteten Sätze  dem  Sinne  nach  relativ  waren,  so  konnte  (namentlich  nach 
dem  Ersatz  des  sonstigen  *na  "und  uicht"  durch  ir.  ocus  na  u.  s.  w.)  na 
von  dem  Sprachbewußtsein  als  Ausdruck  der  relativen  Beziehung  auf- 
gefaßt werden  und  nun  auch  in  die  eigentlichen  Relativsätze  dringen.  Wie 
wenig  übrigens  ein  'und'  als  Ausdruck  der  relativen  Beziehung  dem  kelti- 
schen Sprachgeist  fremd  ist,  beweist  das  Nc.  und  Nbr. ;  vgl.  die  Beispiele 
für  ein  c.  ,, relatives  Pronomen"  ag  bei  Silvan  Evans  S.  93  und  nbr.  Doue, 
hag  a  zo  en  Nenv  'Dieu,  qui  est  dans  le  ciel'  u.  s.  w.  Vallee  S.  117 ff., 
vgl.  Ernault,  Gramm.  S.  31.  Vor  dem  Imperativ  wird  na  ursprünglich  die 
Bedeutung  "ne  quidem"  gehabt  haben. 

§  560.     Weitergebildete    mit    na-    anlautende    Negationen. 

1)  Air.  nade,  nate  'nein'  (als  Antwort  auf  eine  positive  Frage)^ 
'doch'  (als  Antwort  auf  eine  negative  Frage),  s.  z.  B.  Wb.  4b  14; 
lOd  5.  Aus  nad,  nat  -f  he  "nicht  ist  er  es"  (vgl.  mc.  nac  ef 
nc.  naga  'nein'  S.  259  Z.  22).  2)  Air.  nathö  'nein'  kann 
nur  aus  mc.  nado  nc.  naddo  entlehnt  sein;  so  (und  nur  so) 
erklärt  sich  die  Korrespondenz  ir.  /  c.  d,  s.  I  110;  ir.  nathö  kann 
auch  nicht  aus  na  +  einem  positiven  tö  (LL  280a  15)  entstanden 
sein,  da  na  nicht  leniert.  Mc.  nado  nc.  naddo  ist  die  verneinende 
Antwort  auf  eine  Frage  mit  Bezug  auf  die  Vergangenheit;  die  be- 
jahende Antwort  lautet  do;  vgl.  Strachan,  Introd.  135.  Ich  vermute, 
daß  -do  ursprünglich  in  unbetonter  Stellung  entstanden  ist  und  sich 
zu  yd  oed  'war'  ähnlich  verhält  wie  mc.  y  'sein'  zu  eid-aw  'der 
seinige'  (§  502);  die  bejahende  Antwort  ist  aus  der  verneinenden 
abstrahiert  (eine  andere  Deutung  gibt  Rhys,  Lectures^  S.  242;  da- 
nach wäre  -do  aus  dem  Präverb  *to  entstanden,  hinter  dem  die 
Verbalform  weggelassen  wäre;  *to  ist  aber  kein  Tempuspräverb, 
sondern  ein  wortbildendes  Präverb,  das  nur  bei  einer  Minderzahl 
der  Verba  vorkam).  3)  Air.  fa-nacc  'oder  nicht':  in  tree  ,  . 
fa-nacc  'ist  es  durch  sie  oder  nicht?'  Wb.  2c  4;  auch  fa-naic 
Ml.  91c  1,  9.     Dazu    naicc    'nein'.      Ferner  ni    di    nacca    dim 


§560,3.  561]     Weiterbildungen  der  Negation  na.  261 

'not  of  a  non-something'  Ml.  75b  20;  nacce  'keineswegs'  72b  4. 
Die  Bedeutung  'nicht'  ist  wohl  aus  "nichts"  entwickelt;  naico 
ist  *naku  kuid,  während  nacce,  nacca  aus  *nak"  +  Neutr. 
PI.  des  fragenden  (unbestimmten)  Pronomens  besteht.  Unklar  bleibt 
der  Verlust  der  Mouillierung  in  fa-nacc.  Davon  abgeleitet  com. 
nahe,  nagha  br.  nac'h  'leugnen'  (zum  Lautlichen  vgl.  I  127; 
c.  naea  ds.,  nacäd  'refusal,  denial'  enthält  das  in  §  370  S.  23 
besprochene  Denominativsuflix  und  kann  direkt  von  mc.  nac  'nicht' 
abgeleitet  sein). 

Anm.  Neben  den  unter  1°  und  3°  angeführten  Formen  gibt  es  Neben- 
formen ohne  n-:  ate  'nein',  'doch"  ('iramo')  Thes.  II  4,  30,  Ml.  114a  15; 
mir.  aicc,  acc  'jiein'.  Hierher  scheint  auch  t-accu,  t-acco  'nein',  'doch' 
Wb.  15a  2;  19a  18;  25a  3  zu  gehören  (vielleicht  eigentlich  "zu  nichte"; 
t-  wäre  die  Präposition  do  mit  altertümlicher,  sonst  nicht  vorkommender 
Elision  des  Vokals:  -accu  Dat.  von  *acce).  Es  ist  ganz  zweifellos,  daß 
diese  «-lose  Formen  unursprünglich  sind.  Vielleicht  beruhen  sie  darauf, 
daß  man  neben  einer  anderen  Negation  (nate  ni  clöin  'nein,  er  ist  nicht 
ungerecht'  Wb.  4  c  17)  den  Ausdruck  als  pleonastisch  empfunden  hat  und 
daher,  indem  man  fälschlich  n-ate,  n-acc  analysierte,  die  eine  Negation 
beseitigt  hat.  Vgl.  c.  amyn  =  namyn  1138  (die  dort  gegebene  Deutung 
dieses  Wortes  aus  na  und  maint  "wenn  nicht  so  viel  [wie]"  ist  sehr  un- 
sicher; vielleicht  eher  nam-yn,  worin  yn  aus  mc.  -hynu  'dies'  §  515,  4 
zu  erklären  wäre;  vgl.  mc.  nem-och  'außer  euch',  com.  nam-na  'tantum 
non',  'beinahe';  br.  nem-et  kann  wie  eg-et  'als'  zu  beurteilen  sein;  c. 
namyn  wäre  dann  wohl  direkt  zu  air.  na-mmä  'nur',  eigentlich  "und 
nicht  mehr"  zu  stellen;  vgl.  über  mir.  ammain  §99  Anm.  4  I  165)  Die- 
selbe Subtraktion  eines  n-  findet  sich  bei  br.  eget  'als'  (nach  einem 
Komparativ)  com  ages  (und  reduziert  ys,  es)  neben  mc.  nocyt,  nogyt, 
das  aus  no,  noc  +  der  Verbalpartikel  yt  besteht  und  nach  der  I  415 
gegebenen  Deutung  keine  Negation  enthält. 

Die  Tempuspräverbia^. 
§   561.     Als   Ausdruck    der    perfektischen   Bedeutung    einer 


1.  Strachan,  On  the  use  of  the  particle  ro-  with  preterital  tenses  in  Old 
Irish,  Trans.  Phil.  Soc.  1895—1898  S.  77—193,  326—355;  Zimmer,  Air.  asbert 
und  asrubart  in  ihrer  Bedeutung  für  die  altirische  Tempuslehre,  KZ 
XXXVI  463—556;  Thurneysen,  Die  Verbalpartikel  ro,  KZ  XXXVII  52-92; 
Sarauw,  Irske  Studier  S.  25—49,  S.  91—135;  Verf.,  KZ  XXXVII  219—250, 
XXXVIII  421—425;  Strachan,  Action  and  Time  in  the  Irish  Verb.  Trans. 
Phil.  Soc.  1899—1902,  S.  408—438;  Welsh  ry,  Eriu  II  60-61;  215-220: 
Loth,  La  particule  verbale  ro  (ry)  en  gallois,  cornique  et  breton,  Kc.  XXIX 
1-67,  XXX  1-36,  XXXI  23-48,  333-367;  G.  P.  Williams,  The  preverbal 
particle  re  in  Cornish,  ZfcPh.  VII  313—353. 


262  Die  Tempuspräverbia.  [§  561.  562,  1 

indikativischen  oder  konjunktivischen  Verbalform  und  in  einigen 
damit  verwandten  Verwendungen  fungieren  im  Ir.  mehrere  Prä- 
verbia,  unter  denen  jedoch  ro-  den  breitesten  Raum  einnimmt;  in 
einigen  Fällen  wird  jedoch  die  perfektische  Bedeutung  ohne  die 
Hülfe  eines  perfektischen  Präverbs  zustande  gebracht.  Das  ßrit. 
besitzt  nur  ein  perfektisches  Präverb :  die  Entsprechung  des  ir.  ro-. 
So  ergeben  sich  für  die  folgende  Darstellung  die  drei  Hauptab- 
schnitte: Bedeutung  der  perfektischen  Verbalformen  im  Ir.  (§  562 
— 564);  Morphologie  der  perfektischen  Formen  im  Ir.  (§  565—573); 
Perfektpräverbia  im  Brit.  (§  574—577);  darauf  folgt  die  etymolo- 
gische Erklärung  des  Systems  der  perfektischen  Präverbia  (§  578 
—583). 

Anm.  Die  perfektischen  Präverbia  waren  ursprünglich  nicht  nur  vom 
Imperativ  und  von  den  Nominalformen  des  Verbums  ausgeschlossen,  son- 
dern auch  in  gewissen  Fällen  selbst  im  Indikativ  und  Konjunktiv  nicht 
gebräuchlich;  darüber  wird  in  §  583  zusammenfassend  gehandelt. 

Schließlich  bespreche  ich  in  §  584  das  ir.  Präverbium  no, 
das  in  bestimmten  Fällen  in  unechter  Komposition  die  nicht-per- 
fektischen Formen  der  nicht  mit  wortbildenden  Präverbien  zusam- 
mengesetzten Verba  begleitet.  Es  ist  allerdings  sehr  zweifelhaft, 
ob  die  Bezeichnung  Tempuspräverb  für  ir.  no  zutreffend  ist;  die 
Funktion  dieses  Wortes  erinnert  vielmehr  lebhaft  an  die  neuge- 
schaffenen brit.  Präverbia  c.  y,  yd  u.  s.  w.  und  c.  corn.  br.  a 
(§  556),  und  mau  könnte  in  der  Tat  daran  denken,  ir.  no  mit 
diesen  beiden  brit.  Präverbien  unter  einer  gemeinsamen  Benennung 
zusammenzufassen.  Da  aber  die  beiden  brit.  Wörtchen  schon  in 
demjenigen  Kapitel  besprochen  worden  sind,  wozu  sie  etymologisch 
gehören,  so  sei  ir.  no  hier  angereiht. 

Bedeutung  der  perfektischen  Verbalformen  im  Ir. 

§  562.  Perfektische  Bedeutung.  1)  Das  Präteritum  mit 
perfektischem  Präverb  hat  die  Bedeutung  eines  Perfektums  oder 
Plusquamperfektums:  air.  ro-comalnisid-si  an  ro-pridchissem- 
ni  düib  'Ihr  habt  erfüllt,  was  wir  euch  gepredigt  haben'  Wb. 
26b  6;  argart  doib  nant  maith  o-ro-itatar  a-rrig  'er  rief 
ihnen  zu,  daß  sie  ihren  König  nicht  gut  gehütet  hatten'  Ml.  55  c  1 
(com-  4-  em-).  Demgegenüber  kann  man  das  nicht  perfektische 
Präteritum  als  Narrativ  bezeichnen  (ein  Beispiel  ist  argart  in  dem 
soeben  angeführten  Satz). 


§  562,  2]     Bedeutung  der  perfektischen  Verbalformen  im  Ir.         263 

Anm.  1.  Die  Verteilung  des  perfektischen  und  des  narrativen  Prä- 
teritums ergibt  sich  im  Allgemeinen  leicht  aus  der  Grundbedeutung  der 
beiden  Tempora.  Es  kann  hervorgehoben  werden,  daß  das  perfektische 
Präteritum  in  den  losgerissenen  Sätzen  der  air.  Glossen  sehr  häufig  konstatie- 
rend (mit  Bezugnahme  auf  die  Zeit  des  Glossators)  vorkommt:  is  co  Euam 
d 0 d e c h u i d  (§  570)  serpens  ni  coAdam  höre  as  lobro  in  uli  er  quam 
uir  'die  Schlange  ist  zu  Eva,  nicht  zu  Adam  gekommen,  weil  die  Frau  schwä- 
cher als  der  Mann  ist'  Wb.  17  b  29.  Selbstverständlich  ist  es,  daß  der 
Narrativ  in  der  oratio  obliqua  von  dem  mit  dem  Hauptverb  Gleichzeitigen 
verwendet  wird:  intan  as-ru-bart  som  fri-mmaccu  Is  rahel  i  m-boi 
di  öinachdaib  leu  ro-beth  for  dib  milib  ech  'zur  Zeit,  wo  er  zu 
den  Kindern  Israels  gesagt  hat,  ob  sie  soviel  Reiter  hätten,  daß  es  für 
2000  Pferde  ausreiche'  Ml.  43d  1  (über  ro-beth  s.  §  571,  1). 

Nach  der  Konjunktion  ho  'seit'  steht  der  Narrativ,  wenn  der  Haupt- 
satz etwas  bezeichnet,  das  von  dem  angegebenen  Zeitpunkt  an  eine  Zeit 
lang  gedauert  hat  und  noch  weiter  dauert:  ho  boi  mo  chland  y  mo 
cheneel  is  oc  frecur  ceill  dae  ataa  'seit  mein  Stamm  und  mein  Ge- 
schlecht besteht,  ist  es  mit  dem  Dienste  Gottes  beschäftigt'  Wb.  29 d  6, 
0  chretsit  ni-n-tä  airli  ar  m-ban  'seit  sie  den  Glauben  angenommen 
haben,  ist  uns  nicht  Beherrschung  unserer  Frauen'  31  c  7 ;  vgl.  Ml.  63  a  4 
(und  82 d  9).  Dagegen  steht  das  perfektische  Präteritum,  wenn  der  Haupt- 
satz ein  abgeschlossenes  Ereignis  erzählt  (ho  'nachdem'):  o  adcuaid 
(§  566)  rüin  icce  in  cheneli  döine,  asbeir  iarum  'nachdem  er  das 
Geheimnis  der  Erlösung  des  Menschengeschlechts  erzählt  hat,  sagt  er 
darauf  .  .'  Wb.  21  d  11,  vgl.  3a  7. 

Eine  Altertümlichkeit  ist  die  Verwendung  des  nicht  perfektisch  charak- 
terisierten Präteritums  nach  dem  mit  dem  Verbura  verschmolzenen  mad- 
'gut':  mad-genatar  ä  thim thirthidi  'glücklich  seine  Diener!'  (eig. 
"gut  sind  geboren  seine  Diener")  Ml.  90b  12.  Jedoch  ni-ma-to-r-chom - 
lod-sa  fleid  düib  'nicht  zum  Glück  habe  ich  ein  Fest  für  euch  bereitet' 
LU  103a  28  (zu  doecmalla  'sammelt'  mit  analogischem  Anschluß  an 
lod  'ich  ging'). 

Über  die  modale  Verwendung  des  nicht  perfektisch  charakterisierten 
Präteritums  s.  §  588,  Ic. 

2)  Das  Präs.  Ind.  mit  perfektischem  Präverb  hat  die  Bedeu- 
tung eines  Praesens  consuetudinale  perfectum  (bezeichnet  das,  was 
einem  gewohnheitsmäßigen  Geschehnisse  vorausgeht):  amal  du- 
n-erbarar  fidboc  hi  caimmi  fri  dibirciud  n-as  iarsindi 
ro-m-bi  hi  rigi  Svie  ein  Bogen  in  Krümmung  gebracht  wird 
zum  Schießen  damit,  nachdem  er  gerade  gewesen  ist'  Ml.  99d  1; 
is  besad  na-mmuimme  dogni  deidbleän  di  oc  munud  ä 
dalti  ho-r-bi  accobor  la;  nebud  dö  in  noidenacht  nach 
gein  'es  ist  Sitte  der  Amme,  daß  sie  sich  bei  der  Erziehung  des 
Pflegekindes  zum  Kinde  macht,  wenn  sie  den  Wunsch  gefaßt  hat. 


264     Bedeutung  der  perfektischen  Verbalformen  im  Ir.  [§  562,  2 — 4 

daß  er  nicht  mehr  lange  kindisch  sein  soll'  Wb.  24d  11;  in  nuall 
do-n-gniat  ho  ru-maith  for  a  naimtea  remib  'das  Geschrei, 
das  sie  erheben,  wenn  sie  ihre  Feinde  besiegt  haben'  Ml.  51c  9. 
Anm.  2.  Ein  sonst  im  Präsens  vorhandenes  präsensbildendes  -n-  fehlt 
in  dem  Praes.  consuetud.  perf.  in  ho  bu-r-orbaither  in  gnim  'wenn 
(=  so  oft)  die  Tat  vollendet  ist'  Ml.  15a  6  (zu  forfen  'vollendet'  64c  2); 
mani-d- tes-ar-bi  ni  di  maith  ass-a  gnimaib  in-tain  ro-m-boi 
etir  tuäith  is  uisse  a  airitiu  in  seclis  'wenn  nichts  Gutes  in  ihren 
Taten  gefehlt  hat,  während  sie  unter  den  Weltlichen  war,  ist  es  gerecht, 
sie  in  die  Kirche  aufzunehmen'  Wb.  28  d  31  (eine  allgemeine  Eegel  für  die 
Aufnahme  der  Witwen  in  die  Kirche;  man  beachte  hier  auch  das  mit  dem 
Präs.  synon^'me  Prät.  ro-m-boi). 

3)  Das  Ipf.  Ind.  mit  perfektischem  Präverb  bezeichnet  ein 
Praeteritum  consuetudinale  perfectum:  in  molad  ro-n-gab  in 
popul  hu  ru-bith  ä  nel  impe  ac  tuidecht  a  Egipt  'das  Lob- 
lied, das  das  Volk  gesungen  hat,  wenn  (so  oft)  die  Wolke  um  sie 
(um  die  Arche)  gewesen  war  auf  dem  Rückweg  aus  Ägypten'  Ml. 
82 d  11  (=  'jedesmal,  wenn  die  Wolke  aufhörte,  um  sie  zu  sein'; 
diese  Deutung  —  Sarauw  S.  35  —  scheint  durch  die  Glosse 
83  a  4  und  den  dazu  gehörigen  lat.  Text,  vgl.  Exodus  XL  36  —  37, 
geboten  zu  sein;  man  beachte  übrigens  das  konstatierende  ro-n- 
gab  von  einer  Handlung,  die  sich  wiederholt  hat).  Auffälliger- 
weise bezeichnet  das  perfektipch  charakterisierte  Ipf.  Ind.  ein 
Praesens  consuetudinale  perf.  in  dem  Satz  duthluchetar  ni  nad- 
tardatis  do  gl.  qui  exigunt  quod  mutuo  non  dederunt  Ml.  85 d  5 
(s.  Verbalverz.  her-). 

4)  Das  Futurum  mit  perfektischem  Präverb  hat  die  Bedeu- 
tung eines  Fut.  exactum:  mani  roima  for  a  cenn  ni  mema 
for-sna  bullu  'wenn  nicht  das  Haupt  überwunden  sein  wird, 
werden  die  Glieder  nicht  überwunden  werden'  Ml.  89  c  11  (vgl. 
Verbalverz.  maid-).  Eine  Berechtigung,  die  Futurform  roima 
(Fut.  exact.)  in  einen  Konjunktiv  ro-ma  zu  korrigieren,  fehlt.  —  Der 
Konditionahs  mit  perfektischem  Präverb  liegt  vielleicht  vor  in  is  ed 
rogigsed  'er  würde  darum  gebeten  haben'  ('das  von  ihm  geäußerte 
Gebet  würde  sich  darauf  beziehen')  32 d  5  (also  ein  Fut.  exact.  in 
praeterito);  eine  andere  Bedeutung  würde  vorliegen  bei  Dauid 
praedicens  ea  quae  populo  erant  in  Babilone  mansura  .i. 
ro-feidligfitis  .i.  ar-a-ro-bates  'was  bleiben  sollend  gewesen 
ist,  d.  h.  was  bevorstehend  gewesen  ist'  108  b  5  (Fut.  in  praeterito 
perfecto);  ich  kann  aber  darin  nichts  als  eine  schlechte  und  un- 
irische Schulübersetzung  aus  dem  Lat.  sehen;  daß  das  perfektische 


§562,5.  563]    Bedeutung  der  perfektischen  Verbalformen  im  Ir.    265 

Präverb  hier   unirisch  ist,    zeigt  der  Vergleich   mit  43  d  1  (s.  oben 
Anm.  1). 

5)  Das  Präs.  und  Ipf.  Konj.  mit  perfektischem  Präverb:  act 
ar-roi-lgither  ind  epistil  so  düib-si  berthir  uäib  Laodi- 
censibus  ^sobald  dieser  Brief  euch  vorgelesen  worden  ist,  soll  er 
von  euch  zu  den  Laodicensern  gebracht  werden'  Wb.  27  d  13; 
com-bad  notire  ro-d-scribad  cosse  'so  daß  es  ein  Schreiber 
wäre,  der  es  bisher  geschrieben  hätte'  27 d  16;  fo  besad  fir 
trebuir  crenas  ti'ir  di-a  chlainnd  cid  risiu  ro-bfiü  cland 
les  is  samlid  ar-ro-bert-som  ar  n-icc-ni  cid  risiu  ro- 
beimmis  etir  'nach  der  Sitte  eines  weisen  Mannes,  der  Land  für 
seine  Kinder  kauft,  schon  bevor  er  Kinder  bekommen  hat,  so  hat 
er  unsere  Erlösung  vorbereitet,  schon  bevor  wir  geboren  waren' 
29  d  23. 

Anm.  3.  Das  nach  act  'sobald'  berechtigte  perfektische  Präverb  bleibt 
auch  dann,  wenn  die  Bedeutung  der  Konjunktion  sich  zu  'vorausgesetzt 
daß'  verschiebt:  act  ni  ro-bat  pecthe  less  'provided  he  have  no  sins' 
Wb.  11  d  9. 

§  563.  Bedeutung  der  Möglichkeit.  1)  Präs.:  ciasu 
airegdu  in  fer  ni  ru-bi  nechtar  de  cen  alail  'obgleich  der 
Mann  vornehmer  ist  (als  die  Frau),  kann  Keiner  von  ihnen  ohne 
den  Anderen  sein'  Wb.  11c  17;  air  meit  ind  huachta  ni  ru- 
bthar  indib  'wegen  der  großen  Kälte  kann  man  in  ihnen  nicht 
sein  (wohnen)'  Ml.  94b  23;  huare  nach  derni  a  adamrugud 
S.  259  Z.  3;  amal  m-bis  cometid  la-mmaccu  nach-a-ro- 
chlat  'wie  ein  Hüter  bei  Kindern  ist,  welche  sich  nicht  selbst 
hüten  können'  19c  15  (Verbalverz.  cel-);  ro-dassed  im  na  heochu 
ona-dichtim  seccu.  ni  etaim  dano  techt  sech  nechtar  in 
da  roth  iarndae  in  carpait  ar  a  fsebraige  7  ni  dichtim  dano 
sech  in  dam  'die  Pferde  sind  rasend  geworden,  so  daß  ich  an 
ihnen  nicht  vorbei  gehen  kann;  ich  kann  auch  an  den  beiden 
eisernen  Bädern  des  AVagens  nicht  vorbeigehen  wegen  ihrer  Schärfe ; 
ich  kann  auch  nicht  an  dem  Hirsch  vorbeigehen'  LU63a  8.  Bei 
der  Bedeutung  'posse'  ist  in  der  Regel  nicht  die  Situation,  sondern 
die  Qualität  des  Subjekts  die  Grundlage  für  die  Möglichkeit;  bis- 
weilen liegt  geradezu  die  Bedeutung  'consuesse'  vor:  masu  thü 
em,  ar  Nadcrandtail,  noco-rucaim-se  cend  uain  bic  don 
dünud  ni  her  do  chend  n-gillai  amulaig  'wenn  du  es  bist  in 
der  Tat,  sagte  N.,  so  ist  es  nicht  meine  Sitte,  den  Kopf  eines 
Lämmchens  nach   dem   Lager  zu  bringen  (Verbalverz.  her-),    ich 


266  Bedeutung  der  perfektischen  Verbalformen  im  Ir.  [§  563, 2  3.  564 

werde    deinen    Grünbart-Kopf    nicht    bringen'    LU    69b   41;    vgl. 
Strachan,  Eriu  II  61  %  The  Gaelic  Journal,  Nr.  167  S.  605. 

Anm.  1.  Ein  präsensbildeades  -n-  fehlt  in  nicon-r-ocmi  'kann  nicht 
berühren'  Ml.  76a  12  (wenn  nicht  darin  ein  Schreibfehler  steckt).  Dagegen 
do-r-or-ban  gl.  proficit  Ml.  62a  20;  du-r-or-banat  43b  5;  auch  sogar 
is  arcbuit  foguir  ni  ruban-and  ni  archuit  scribind  'it  is  as  re- 
gards  sound  that  it  cannot  be,  not  as  regards  writing'  Sg.  3b  28.  Vgl. 
§  598  Anm.  4  (S.  334  mit  Fußnote),   §  647  und  Verbal verz.  ben-. 

2)  Fut:  ni  de-r-genat  mü  bäs  cid  accubur  leu  'sie  wer- 
den meinen  Tod  nicht  bewirken  können,  auch  wenn  sie  es  wün- 
schen' Ml.  80a  9  (Verbalverz.  gni-);  ru-n-sluinfem-ni  cene 
f anisin  'wir  werden  ohne  dies  selbst  imstande  sein  uns  zu  er- 
kennen zu  geben'  Wb.  15a  4.  Konditionalis:  mad  aill  duib 
cid  accaldam  neich  diib  d-a-ri-gente  Svenn  Ihr  wünschtet 
sogar  mit  Jemandem  von  ihnen  zu  sprechen,  so  könntet  Ihr  es 
tun'  13  b  3. 

3)  Konjunktiv:  cia  ru-be  cen  ni  diib  ni  ru-bai  cenaib  huli 
'wenn  es  auch  etwas  davon  entbehren  kann,  kann  es  sie  nicht  alle 
entbehren'  Ml.  20d  4;  ar-nach-n-aurchoissed  som  fri  nii 
du-ronad  nach  aile  'damit  er  nicht  bei  dem  aufgehalten  würde, 
was  ein  Anderer  tun  könnte'  Wb.  8  a  4. 

Anm.  2.  Ein  Präteritum  mit  'kann'-Bedeutung  steckt  vielleicht  in 
ro-bo,  ro-d-bo  'oder',  eigentlich  "was  sein  kann".  Thurneysen  sieht  jedoch 
darin  einen  Konjunktiv.     S.  §  535  Anm.  2,  §  537,  8. 

Anm.  3.  Die  Bedeutung  'posse'  wird  nicht  selten  auch  durch  eine 
nicht  perfektische  Verbalform  ausgedrückt:  näd  n-escona  ni  S.  222  Z.  5 
V.  u.;  nad  fodlaiter  gl.  indiuiduis  'welche  nicht  geteilt  werden  können' 
Sg.  28b  22;  di-nacon-bi  moin  'woraus  keine  Kostbarkeit  werden  kann' 
Ml.  85b  7;  hi  pein  nad-ful  'in  punishment  that  he  may  not  endure' 
32d  5  (Verbalverz.  fo-long-);  ne  comraotius  in  se  uindicetur  .i. 
acht  amal  fu-n-d-16  'but  as  he  may  endure'  32d  2;  ro-leldar  dib 
con-nach-a-gluaistis  in  charbait  'they  clung  to  them  so  that  the 
chariots  could  not  move'  96c  13;  no-s-blathiged  ona  tairised  cuil 
form  'er  glättete  sie,  sodaß  nicht  eine  Fliege  auf  ihnen  stehen  konnte' 
LL  68a  45;  tar-a-toissed  'by  whom  He  could  swear'  Wb.  33d  10  =  dar- 
a -do-ch-taised  Ml.  78a  4. 

§  564.  Wunsch-Bedeutnng  und  Verwandtes.  1)  Wunsch: 
ro-p  corse  doib  'Friede  sei  ihnen!'  Wb.  20 d  1.  2)  Befehl  (das 
perfektische  Präverb  steht  nur  in  negativen  Sätzen):  ni  to-r- 
gaitha  'er  betrüge  nicht!'  25b  5;  ni-m  de-r-saige  fri  üathad 
no-m-diusca  immurgu  fri  sochaide  'wecke  mich  nicht  gegen 
Einen  (wenn  nur  ein  Feind  kommt),  wecke  mich  aber  gegen  Viele' 
LU  62a  25.     Vgl.  KZ  XXXVII  241  f.     3)    Absicht:    arna  de- 


§564,565]  Bedeutung  der  perfektischen  Verbalformen  im  Ir.         267 

r-lind  gl.  ne  scandalizem  Wb.  10c  14  (Verbalverz.  sluind-); 
o-did-t-a-r-ilbse  'damit  du  es  übergebest'  29c  2  (to-ad  +  selb-). 
4)  Notwendigkeit:  is  ecen  oh-d-ä-r-bastar  'es  ist  notwendig, 
daß  gezeigt  wird'  Sg.  211a  10  (zu  do-ad-badar  'wird  gezeigt'); 
is  tacir  deit  ni  t-äi-r-le  lat  'es  ist  passend  für  dich,  daß  du 
nicht  verkehrest'  Wb.  30 d  20  (Inf.  t-ad-all,  s.  Verbalverz,  eil-); 
is  toich  cia  dorattid-si  ni  dia  muintir  'es  ist  gebührend,  daß 
Ihr  seinem  Hausstande  etwas  gebet'  16c  11  (Verbalverz.  ber-); 
immaircide  ce  ru-bet  i  pein  'it  is  meet  that  they  should  be  in 
punishment'  26a  23;  böi  ni  ro-glante  and  'there  was  something 
to  be  purified  there'  31c  18;  bäi  and  ni  ro-erthe  'there  was 
somewhat  there  to  be  given'  27  a  16.  5)  Das  Zugeben  (Erlauben) 
verschiedener  Möglichkeiten  (in  unbestimmt  relativen  Sätzen): 
sechi  chruth  do-n-d-rön  'in  welcher  Weise  auch  ich  es  tun 
mag'  5b  18  (Verbalverz.  gm'-);  na  maith  ro-be  'whatever  good 
there  is'  5d  30.  6)  Die  perfektische  Verbalform  nach  acht  'vor- 
ausgesetzt daß'  (§  562  Anm.  3)  kann  auch  hier  angereiht  werden. 
Anm  In  einem  umschreibenden  Relativsatz  nach  co  n-  'damit'  oder 
acht  'vorausgesetzt  daß'  wird  bisweilen  das  perfektische  Präverb  wieder- 
holt; in  anderen  Fällen  fehlt  es  (was  wohl  altertümlicher  ist):  co-rru-p 
leir  ro-s-comalla thar  'damit  er  sie  sorgfältig  erfülle'  Ml.  129b  2;  aber 
co-ru  leir  du-n-gne  nech  in  preceupt  'damit  Jeder  die  Vorschrift 
sorgfältig  ausführe'  129b  1;  acht  ro-p  re  forciunn  ro-bbe  'vorausge- 
setzt daß  es  vor  dem  Auslaut  steht'  Sg.  169  a  1;  aber  acht  rop  Cr  ist 
pridches  'wenn  er  nur  Christus  predigt'  Wb.  23b  24. 

Morphologie  der  perfektischen  Formen  im  Ir. 

§  565.  Das  gewöhnlichste  perfektische  Präverbium  ist  ro- 
(proklitisch  bisweilen  ru-;  betont  durch  Hebung  ru-  S.  246 f., 
durch  a-Umlaut  ra-  I  369,  durch  Haplologie  röi-  I  324;  dm-ch 
Elision  r-  I  305;  über  do-ri-geni,  do-ri-ltiset  I  358,  vgl. 
Verbalverz.  leic-;  ro-  wird  im  Nachton  zu  -r-  oder  -ar-  redu- 
ziert; lad-ro-  >  ar-,  ess-ro-  >  er-  u.  s.  w. ;  unregelmäßig  ist 
t-es-ar-bae  gl.  aberat  u.  s.  w.  von  t-es-ban-  'fehlen':  die  be- 
sonders bedeutsame  Präverbgruppe  t-es-  wird  in  diesem  Verbum 
immer  ungetrennt  und  ohne  Verschmelzung  mit  einem  folgenden  Kon- 
sonanten durchgeführt).  Wenn  das  Verbum  mit  wortbildenden 
Präverbien  zusammengesetzt  war,  variiert  die  Stellung  des  perfek- 
tischen ro-.  Nach  der  ältesten,  im  Air.  noch  vielfach  erhaltenen 
Regel,  stand  es  (wie  das  wortbildende  ro-)  unmittelbar  vor  dem 
Verbum,    also    nach    allen  anderen  Präverbien:    oii-d-är-bastar, 


268  Das  perfektische  Präverb  ro  im  Ir.  [§  565 

ni  t-äi-r-le  §  564,  4;  do-intarräi  I  408.  In  einigen  Fällen 
steht  jedoch  das  perfektische  Präverb  vor  dem  letzten  wortbildenden 
Präverb,  dessen  Verbindung  mit  dem  Verbum  (meist  wohl  wegen 
stattgefundener  lautlicher  Vorgänge)  unauflösbar  geworden  ist: 
ni-m-de-r-saige  §  564,  2  (di-  od-  +  sech-);  fo-t-r-äcbus-sa 
gl.  reliqui  te  Wb.  31b  1;  arna-fa-r-cabtis  'lest  they  should  be 
left'  31  d  13  (fo-ad-  +  gab-;  zum  Lautlichen  vgl.  §  253,  2).  Zu 
weiteren  Verschiebungen  gab  das  Bestreben  Anlaß,  die  durch  die 
Reduktion  und  Verschmelzung  des  Perfektpräverbs  entstandenen 
unregelmäßigen  Formen  zu  vermeiden.  Dabei  gaben  die  Fälle  ein 
Muster  ab,  in  denen  das  Präverb  von  jeher  an  zweiter  Stelle  stand; 
hier  war  es  nach  §  550,  3  vor  Verschmelzung  mit  dem  vorher- 
gehenden Präverb  geschützt;  durch  die  Betonung  war  sein  Vokal 
gegen  Schwund  gesichert  (soweit  nicht  Elision  eintreten  konnte); 
er  unterlag  nur  den  Änderungen,  die  aus  §  224 ff.  folgen  (röi-  vor 
geschwundener  Beduplikationssilbe  §  224,  ru-  im  Falle  der  Hebung, 
ra-  vor  geschwundenem  a  §  253,  2)  und  bewirkte  nur  solche  Ände- 
rungen des  folgenden  Anlauts,  die  für  das  Gefühl  der  Zusammen- 
gehörigkeit der  verschiedenen  Formen  des  Verbalparadigmas  wenig 
störend  waren  (Lenition).  Da  aber  dieser  Schutz  der  Integrität 
des  Präverbs  in  den  das  Muster  abgebenden  Fällen  nur  dann  be- 
stand, wenn  kein  syntaktisches  Präverb  vorausging  (as-  ru-bart 
'er  hat  gesagt',  aber  dian-erbart  'wovon  er  gesagt  hat'),  so  ging 
man  bei  der  Nachahmung  einen  Schritt  über  das  Muster  hinaus 
und  ließ  das  perfektische  ro-  die  zweite  Stelle  (die  Akzentstelle)  in 
der  Präverbreihe  einnehmen,  gleich  viel  ob  das  erste  Präverb  wort- 
bildend oder  syntaktisch  war;  die  Stellung  des  ro-  wurde  also  be- 
weglich: imm-e-'rui-dbed  'der  beschnitten  worden  ist',  ni  Iro- 
im-dibed  'ist  nicht  beschnitten  worden'  Wb.  18d  9;  do-ro- 
churestar  gl.  exciuerat,  ni  ru-tho-churestar  Ml.  16c  6,  ISd  6. 

Anm.  Alte  und  neue  Formen  stehen  bisweilen  nebeneinander:  ni-m- 
tho-r-gaith  'hat  mich  nicht  betrogen'  Ml.  38a  13,  aber  ni  ru-tho-gait- 
sara  'wir  haben  nicht  betrogen'  Wb.  16a  22;  im-fo-r-laing  'hat  bewirkt' 
Ml. 61b  4,  aber  arna-r-imfolngar  'damit  nicht  bewirkt  werde'  Wb.  10c  14. 

Durch  eine  weitere  Neuerung,  die  sich  jedoch  erst  im  Mir. 
vollzieht,  wird  ro-  nach  einem  syntaktischen  Präverb  nach  den  Re- 
geln der  unechten  Komposition  behandelt,  §  552,  3.  Eine  noch 
weitere  Neuerung,  von  der  nur  die  allerersten  Anfänge  im  Air.  zu 
spüren  sind,  führt  dazu,  daß  ro-  auch  dann  vor  dem  ersten  wort- 
bildenden Präverb   stehen    kann,    wenn   kein  syntaktisches  Präverb 


§565.  566]     Die  ir.  perfektischen  Präverbia  ro-,  com-.  269 

vorausgeht;  air.  Belege  sind:  ma  ru-d-choiscset  'wenn  sie  ge- 
züchtigt haben'  Wb.  28c7,  ro-coscad  gL  correptus  est  Ml.  49a  5 
(aber  dies  Verbum  wurde  schon  früh  als  ein  Simplex  aufgefaßt, 
8.  §  555);  ru-tuirset  gl.  scrutati  sunt  44d23  (to-sir-);  im  Mir. 
sind  die  Beispiele  nicht  selten:  ro-im-räidset  'sie  dachten  nach' 
LU  70b  47;  71b  40.  So  war  ro-  im  Begrifif,  zu  einem  immer  proklitischen 
Wörtchen  zu  werden,  das  ganz  gewiß  ohne  weitere  Störungen  bis 
auf  den  heutigen  Tag  hätte  bleiben  können,  wenn  es  nicht  allmäh- 
lich bedeutungsleer  geworden  wäre  (§  573)  und  deshalb  einer  ge- 
waltsamen Reduktion  unterlegen  wäre  (I  265),  deren  Endergebnis 
der  nir.  Zustand  ist:  ro-  ist  in  Verschmelzung  mit  syntaktischen 
Präverbien  als  -r  erhalten,  sonst  aber  überall  durch  do  ersetzt; 
nur  in  gewissen  unregelmäßigen  Verben  ist  betontes  oder  nachtoniges 
ro-  noch  erhalten:  ni  raibhe  'er  war  nicht',  go  n-dearna  'daß 
er  tat'  (zu  air.  do-gniu  'ich  tue'). 

§  566.  Ein  nicht  seltenes  perfektisches  Präverb  ist  -com-: 
mani-be  nech  fris-chom-arr  doib-som  7  d-a-im-chom -arr 
di-a  chomalnad  'wenn  niemand  da  ist,  der  sie  kränken  und  sie 
zwingen  kann,  es  zu  erfüllen'  Ml.  77a  12  (-com-  ist  das  regel- 
mäßige Perfektpräverb  bei  allen  Zusammensetzungen  von  org-; 
nach  einem  syntaktischen  Präverb  erscheint  jedoch  ro-:  ho  r-es- 
arta  gl.  qua  caesi  sunt  'wovon  sie  getötet  worden  sind'  34b  13; 
ebenso  bei  dem  nicht  mit  wortbildenden  Präverbien  komponierten 
Verbum:  ro  ort  'hat  getötet'  48c  8);  —  ni  tabir  dia  forn-ni 
fochith  nad-fo-chom-olsam  cid  ind  fochith  fo-llongam 
dober  dithnad  dar-a-hessi  'Gott  gibt  nicht  über  uns  ein  Drang- 
sal, das  wir  nicht  erdulden  können;  auch  das  Drangsal,  das  wir 
erdulden,  er  gibt  Trost  danach'  Wb.  14b  15;  —  do-choim- 
arraig  gl.  qui  spoliauit  MI.  14b  1,  do-com-arraig  gl.  nudauit 
48d  15,  du-coim-rachtar  gl.  exuerant  100c  27,  vgl.  I  324;  — 
i  n-aimsir  in  t-ind-nacul  sin  du-n-e-com-nacht  dia  inni 
Saül  inn-a  lama  som  ro-gab-som  in  salm  so  'zur  Zeit  dieser 
Übergebung,  wodurch  Gott  den  Saul  in  seine  Hände  übergeben 
hatte,  hat  er  diesen  Psalm  gesungen'  55c  1  (to-  -|-  ind-  oder  in- 
+  Wurzel,  vgl.  I  418);  —  o  ad-cu-aid  §  562  Anm.  1  (Präs. 
ad-fet-som  'er  erzählt',  3.  Plur.  ad-fiadat);  in-cu-aid  gl.  in- 
dicauit  Ml.  123d  7  (Präs.  3.  Sing,  in-fet);  ad-fet  und  in-fet 
sind  wohl  ursprünglich  identisch;  in  echter  Komposition  erscheint 
nur   in-:    con    eicdid    'sodaß    Ihr    erzählt    habt'     Wb.   24c    17. 


270     Die  ir.  perfektischen  Präverbia  ad-,  od-,  ess-.     [§567 — 569 

o-ecius  'damit  ich  erzähle'  LU  70a  19.  —  Vgl.  noch  über  do- 
coem-nagtar,  du-cui-tig  §  569,  do-cu-aid  §  570. 

§  567.  Bei  Verben,  deren  erstes  wortbildendes  Präverb  com- 
ist,  fungiert  ad-  als  periektisches  Präverb:  co-tob-ä-rrig  'hat 
euch  gebunden,  gezwungen'  Wb.  9b  19  (o-riug  'ich  binde');  — 
co-t-a-scrais  'du  hast  es  zerstört'  Ml.  91b  12;  in  com-scar  'ob 
er  zerstört  hat'  91c  9  (com-  +  scar-;  in  co-scram-ni  'zerstören 
wir?'  Wb.  2b  20);  —  ma  con-a-til  biucc  'wenn  er  ein  wenig 
geschlafen  hat'  Wb.  29 d  15  (Inf,  co-tlud).  Mehr  Beispiele  bei 
Sarauw  S.  45f.  Mir.  con-a-mmelt  'he  has  rubbed'  (Inf.  com- 
milt),  Stokes,  KZ  XXXVIII  461  f. 

ad-  läßt  sich  nicht  immer  klar  von  od- trennen,  das  zweifellos 
gleichfalls  als  perfektisches  Präverb  fungieren  kann:  con-ai-t-echt 
'das  ich  erbeten  hatte'  Ml.  132d  5,  aber  con-oi-t-echtatar  'das, 
was  sie  gesucht  hatten'  Wb.  8a  14;  ad-  steckt  in  ni  com-tacht 
'er  hat  nicht  gebeten'  Ml.  59c  3  (com-  di-  -f  saig-,  Inf.  cuingid). 

Verba  mit  den  wortbildenden  Präverbien  com -od-  nehmen 
ro-  als  perfektisches  Präverb:  con-ro-scaig  'er  hat  bewegt'  Ml. 
45c  2,  ni  ro-chum-scigther  sön  'es  kann  nicht  bewegt  werden' 
Wb.  30b  15;  nad-ru-chum-gab  'daß  er  nicht  erhoben  hat' 
Ml.  20a  7,  con-ua-r-gabad  'qui  est  elatus'  32c  1  (zu  co-ta- 
ocbat  'sie  erheben  sich'  Thes.  IL  13,  26,  arn-da-cum-cabat  'daß 
sie  sich  erheben'  Ml.  46a  12).  Auch  steht  ro-  vor  Verben  mit 
com-  als  zweitem  wortbildenden  Präverb:  f or-ru-chon-grad  'es 
war  befohlen  worden'  34d  4  (Verbalverz.  gair-). 

§  568.  ess-  als  perfektisches  Präverb  kommt  vielleicht  bei 
dem  Verbum  ibid  'ertrinkt'  vor:  ass-ibsem  'wir  haben  getrunken' 
Wb.  12  a  17.  Jedoch  fehlen  alte  Belege  für  das  narrative  Präte- 
ritum und  für  das  perfektische  Präteritum  mit  Wunsch-  oder  'kann'- 
Bedeutung;  vgl.  §  572,  10. 

§  569.  Die  perfektischen  Präverbia  com-,  od-  stehen  nie- 
mals an  erster  Stelle;  wenn  das  Verbum  nicht  mit  einem  wortbil- 
denden Präverb  zusammengesetzt  ist,  tritt  ein  to-  oder  di-  als 
Stütze  vor  das  perfektische  Präverb;  dies  geschieht  auch  bis- 
weilen bei  dem  perfektischen  ess-,  obgleich  dies  Präverb  auch 
allein  vorkommen  kann:  du-cui-tig  'er  hat  geschworen'  Wb.  33d 
10,  vgl.  Ml.  78a  5;  dara-do-ch-taised  'bei  dem  er  schwören 
könnte'  78a  4;  do-coem-nagtar  'sie  haben  gewaschen'  Fei. 
Jan.  4  (Verbalverz.  nig-);  vgl.  do-cu-aid  §570;  —  do-o-mmalgg 
gl.  mulxi  Sg.  23b  2,  Prät.  Pass.  do-o-mlacht  Annais  of  Ulster  732 


§569.570]     Doppeltes  perf.  Prä verb.  Wurzelverschiedenheit.        271 

(Inf.  mir.  blegon);  co  t-o-pacht  a  chend  de  'sodaß  er  seinen 
Kopf  von  ihm  schlug'  LU  110b  30  (vgl.  Wi.  Täin  S.  1060;  Ver- 
balverz.  bong-);  —  desid  'hat  sich  gesetzt'  AVb.  3a  7  (di-  ess-), 
vgl.  du-n-essid  gl.  desedisse  Ml.  121a  11  (Narrativ  siasair. 
vgl.  Verbalverz.  sad-);  dellig  hat  sich  gelegt',  acht  na  dellset 
'provided  they  lie  not  down'  (laigid  'legt  sich';  vgl.  Strachan, 
Trans.  Phil.  Soc.  1895—98  S.  62,  Rc.  XXVIII  196;  bei  der  Ana- 
lyse von  dellig  als  di-  ess-  -f  Wurzel  ist  -eil-  statt  des  zu  er- 
wartenden -el-  unregelmäßig;  es  ist  aber  kaum  besser  mit  Thurn- 
eysen,  Handb.  322,  in  dessid  und  dellig  die  Präverbgruppe  di- 
en- zu  suchen;  denn  in  diesem  Falle  ist  dessid  unregelmäßig; 
die  beiden  Verba  haben  sich  wohl  gegenseitig  beeinflußt). 

§  570.  Wurzelverschiedenheit  der  perfektischen  und  der 
nicht  perfektischen  Formen  kommt  in  einigen  Fällen  vor.  Von 
tiagu  'ich  gehe'  lautet  das  perfektische  Präteritum  3.  Sing,  do- 
cu-aid  (von  einer  mit  w-  anlautenden  Wurzel)  'ist  gegangen',  das 
perfektische  Präsens  ni  dichtim  §  563,  1,  das  perfektische  Präs. 
Konj.  3.  Sing,  do-cöi  Wb.  29a  28;  das  narrative  Prät.  3.  Sing, 
lautet  luid.  Damit  stimmen  zum  Teil  die  Komposita:  do-dechaid 
'er  ist  gekommen',  do-luid  'er  kam';  jedoch  nio-im-ru-ldatar 
'hatten  nicht  betreten'  Thes.  I  488,  27,  fo-ind-ar-lid  gl.  subin- 
trauit  Wb.  3a  6,  in-r-ua-laid  gl.  inierit  Ml.  71c  7  u.  s.  w.  — 
Zu  den  sich  supplierenden  Verben  fo-ceird,  fo-ceirt  'wirft,  legt', 
-cuirethar  (Prät.  narrativ  fo-cairt,  -corastar)  lautet  das  per- 
fektische Prät.  ro-laa  'hat  gelegt'  Sg.  75a  4,  Präs.  Konj.  perfek- 
tisch o-ra-1  'damit  ich  lege'  Wb.  7a  4  u.  s.  w.  Ebenso  du- 
corastar  'erlegte'  Ml. 52,  aber  du-s-ra-le  'er  hat  sie  gesetzt'  23c 
16;  dagegen  ist  do-cuiriur  'ich  lade  ein'  regelmäßig  (Prät.  perf. 
3.  Sing,  do-ro-churestar),  —  Neben  birt  'trug,  gebar'  (Verbalverz. 
ber-)  steht  das  perfektische  ro-uic  'hat  getragen,  hat  geboren*, 
Präs.  perf.  3.  PI.  nad-r-ucat  Ml.  87c  3,  Präs.  Konj.  perf.  3.  Sing. 
con  r-ucca  Wb.  12c  32;  neben  do-bert  er  gab,  brachte'  steht 
do-ra-t  'hat  gegeben',  do-uic  'hat  gebracht'  mit  entsprechenden 
perfektischen  Formen  der  übrigen  Tempora  (arna  ta-r-ta  'damit 
er  nicht  gebe'  Wb.  IIb  18  u.  s.  w.).  Besonders  beachtenswert  ist 
do-uic,  das  kein  perfektisches  Präverb  enthält  (Ipv.  na  tuic  Wb. 
10a  30);  vgl.  §572,  6.  Regelmäßig  sind  dagegen  die  übrigen  Zu- 
sammensetzungen von  ber-  (as-beir  'er  sagt',  Prät.  3.  Sing,  nar- 
rativ as-bert,  perfektisch  as-ru-bart  u.  s.  w.).  —  Neben  gat- 
'stehlen,  wegnehmen',  Prät.  gatsat  'sie  stahlen,  nahmen  weg'  Atk. 


272     Perfektische  Präverbia  in  nicht-perfektischer  Funktion.     [§  571 

LBr.  Z.  704,  vgl.  LU  82  b  10  steht  ma  du-d-ell  'wenn  er  ge- 
stohlen bat'  Wb.  22b  7,  o-t-all  a  chenn  dind  aithiuch  labar 
'damit  ich  dem  großmäuligen  Kerl  seinen  Kopf  nehme'  Ml.  58  c  6. 
Jedoch  ist  auch  mir.  3.  Sing.  Prät.  ro  gat  belegt.  Vgl.  §  572,  7. 
§571.  Perfektische  Präverbia  in  nicht-perfektischer  Funk- 
tion. 1)  Das  Futurum  und  der  Konditionalis  des  un verbundenen 
Verb,  'sein'  wird,  wenn  ein  persönliches  Pronomen  zu  infigieren  ist, 
mit  ro-  verbunden,  falls  kein  anderes  Präverb  vorhanden  ist:  ro- 
t-bia  log  'du  wirst  Lohn  erhalten'  Wb.  6a  11  (aber  ni-m-bia 
fochricc  'ich  werde  keine  Belohnung  erhalten'  10 d  23,  tresin- 
dip-piat  fochricci  'wodurch  Ihr  Belohnungen  erhalten  werdet' 
25d  8);  ro-n-d-biad  fäilte  'daß  er  Freude  haben  würde'  16b 
19  (dagegen:  do-ar-r-chet  di  chein  no-m-biad  adrad  dse  la 
genti  'es  war  vor  langer  Zeit  prophezeit  worden,  daß  Anbetung 
Gottes  bei  den  Heiden  sein  würde'  6d  8;  is  ed  no-biad  'dies 
würde  sein'  Ml.  32d  5;  is  samlid  inso  no-biad  chäch  'so 
würde  Jeder  sein'  Wb.  9d  25);  vor  dem  verbundenen  (als  Ko- 
pula fungierenden)  Konditionalis  steht  immer  ro-  (zum  unterschied 
vom  Ipf.):  ro-bad  bethu  dorn  dian-chomalninn  gl.  mandatura 
quod  erat  at  uitam  'welches  für  mich  Leben  sein  würde,  wenn 
ich  es  erfüllte'  3c  28.  2)  Die  drei  Verba  ro-fitir  'er  weiß',  ro- 
laimethar  'er  wagt',  ro-cluinethar  'er  hört'  werden  im  Ind. 
und  Konj.  immer  mit  ro-  verbunden,  wenn  kein  anderes  syntakti- 
sches Präverb  vorausgeht  (dagegen  ni  fitir  'er  weiß  nicht',  o-festar 
cäch  'so  that  every  one  may  know'  Wb.  28d  11,  finnad  'er  soll 
wissen',  cluinte  'höre!'  u.  s.  w.).  ro-  fehlt  in  dem  Kompositum 
imm-un-cualammar  'wir  haben  von  einander  gehört',  ist  dagegen 
fest  nach  fo-  (intan  .  .  näd-fo-r-chluinter  'wenn  er  nicht  ge- 
hört wird'  Wb.  25  b  28,  vgl.  das  Verbalverz.).  3)  In  zwei  Para- 
digmen wird  com-  bedeutungsleer  zwischen  dem  wortbildenden 
Präverb  und  dem  Verbum  eingeschoben,  wenn  das  wortbildende 
Präverb  proklitisch  ist:  ad-co-tade  'hat  erworben',  aber  ni  etade 
(-CO-  auch  im  Präsens  Ind.:  ad-co-tat  'sie  erwerben'  Wb.  6a  6, 
und  im  Konjunktiv);  ad-con-darc  'ich  habe  gesehen',  aber  ni 
acca  'ich  habe  nicht  gesehen'  (-con-  nur  im  Prät).  Vgl.  §  554. 
Jedoch  findet  sich  von  ad-ciu  die  perfektische  Form  ad-ro- 
darcar  'kann  gesehen  werden'  Sg.  172a  2,  und  einige  Komposita 
bilden  regelmäßige  perfektische  Formen  mit -ro-:  fris-r-a-cacha- 
sa  'ich  habe  gehofft'  Ml.  47a  8;  do-r-e-cachtar  'sie  haben  hin- 


§  572]  Fehlen  der  Perfektpräverbia  im  Ir.  273 

gesehen'  53b  11;  dian-da-de-r-caither-su  Venn  du  einen  Blick 
auf  sie  geworfen  hast'  102  b  10. 

§  572.     Einige  Verba  nehmen  kein  perfektisches  Präverb 

an,  werden  aber  trotzdem  sowohl  perfektisch  wie  nicht  perfektisch 
verwendet  (bei  einigen  Verben  sind  jedoch  unsere  Belege  ungenü- 
gend, sodaß  die  Möglichkeit  besteht,  daß  sie  eventuell  nur  perfek- 
tisch sind).  1)  Die  Verba,  die  mit  einem  wortbildenden  ro-  zusam- 
mengesetzt sind:  as-ro-choili  'er  bestimmt'  Ml.  35d  22;  dund 
er-choiliud  as-ro-choilsem  'zu  der  Bestimmung,  die  wir  be- 
stimmt haben'  22c  3;  do-ro-choinset  'sie  haben  verzweifelt' 
46a  17  (Inf.  derchoiniud).  Jedoch  kommt  hier  bisweilen  per- 
fektisches ro-  vor,  wenn  es  nach  den  Stellungsregeln  in  §  565  von 
dem  wortbildenden  ro-  getrennt  werden  kann:  dian-d-r-e-r-choil 
'denen  er  es  bestimmt  hat'  46c  7;  ni  ru-de-r-choin  'er  hat  nicht 
verzweifelt'  44a  1.  Da  aber  diese  Stellungsregeln  auf  Neuerung 
beruhen,  so  findet  man  auch  Formen  vne  ni  de-r-menmar-ni  'wir 
haben  nicht  vergessen'  64a  3  (di-ro-  +  muin-,  Inf.  dermat); 
inn-im-rui-mdetar  'wo  sie  gesündigt  hatten'  105a  1  (imb-ro- 
+  mid-,  Inf.  immormus).  2)  Die  Formen  des  Verbums  gnin-: 
itir-gen-sa  gl.  expertus  sum  79a  11.  Das  Prät.  dieses  Verbums 
hat  meist  präsentische  Bedeutung,  s.  Verbalverz.  In  einem  doppelten 
Kompositum  istro-  belegt:  co  remi-  e-r-gnaitis  gl,  ut  praenos- 
cerent  19b  8.  3)  Das  Verbum  düthracht  'gönnen",  dessen  Prät. 
präsentische  Bedeutung  hat  (dian-du-thraccar-sa  'denen  ich 
gönne,  wünsche'  Wb.  14b  6).  4)  Das  Verbum  fo-gab-  'finden' 
mit  dem  Prät.  1.  Sing,  -fuar  (die  übrigen  Komposita  von  gab- 
nehmen das  perfektische  ro-  an).  5)  Alle  Formen  der  Wurzel 
ic-  mit  der  Supplementwurzel  ang-:  ni-n-t-änicc  'ist  nicht  zu 
uns  gekommen'  Wb.  Id  1;  ani  nad-com-nactar  döini  'das,  was 
die  Menschen  nicht  gekonnt  haben'  8a  14  u.  s.  w.,  vgl.  das  Ver- 
balverz. 6)  do-uic  'er  hat  gebracht'  mit  den  entsprechenden  Prä- 
sensformen fungiert  nur  perfektisch  (§  570);  in  der  Bedeutung  'ver- 
stehen' "bringen  können''  bildet  dieselbe  Verbalwurzel  mit  dem- 
selben Präverb  ein  vollständiges  Paradigma  ohne  Unterscheidung 
perfektischer  und  nichtperfektischer  Formen  (t-uicci,  do-sn-ucci 
'er  versteht,  versteht  sie',  ni  t-ucfa  'er  wird  nicht  verstehen';  nur 
der  Inf.  wird  noch  im  Air.  von  der  Wurzel  her-  suppliert  und 
lautet  tabart  Ml.  42c  13;  44d  6;  mir.  Inf.  tuicsiu,  vgl.  Sarauw. 
Irske  Studier  S.  120 ff.  und  Verbalverz.  her-).  7)  to-  -F  eil-, 
all-   'wegnehmen,   stehlen,    Raum  für  etwas  geben'    (ni  talla,    ni 

Pedersen:  Vgl.  kelt.  Gramm.     11.  18 


274  Die  perfektischen  Präverbia  im  Nir.        [§  572.  573 

tella  'es  ist  nicht  möghch'  u.  s.  w.,  vgl.  Verbalverz.);  Formen,  die 
notwendigerweise  als  nicht  perfektisch  zu  betrachten  wären,  sind 
nicht  belegt;  in  der  Bedeutung  'wegnehmen,  stehlen'  wird  das 
Verbum  durch  das  nicht  perfektische  gat- supphert  (§  570);  'Raum 
geben'  ist  wohl  eigentlich  "wegnehmen  können";  jedoch  wird  dazu 
schon  im  Air.  ein  Inf.  tellad  gebildet:  is  irchride  a  tellad 
erru-som  gl.  haec  autem  omnia  in  figura  contingebant  illis  'ver- 
gänglich ist  das  Stattfinden  dieser  Dinge  (ihr  Stattfinden;  "das 
Raumgeben  für  sie")  bei  ihnen'  Wb.  IIa  29.  8)  ad-  -|-  bath- 
'sterben'  (as-in-d-bathatar  gl.  aduersarios  interisse  Ml.  36d  10). 
Es  ist  denkbar,  daß  ad-  ursprünglich  ein  perfektisches  Präverb 
war,  vgl.  no-m-baad  gl.  mori;  es  gibt  jedoch  schon  im  Air.  einen 
Inf.  apthin  (Akk.)  und  ein  ro-Prät.  der  Wurzel  ba-  (höre  ro- 
m-bebe  'weil  gestorben  ist');  und  in  der  historischen  Zeit  ist  ad- 
+  bath-  eher  mit  a-t-baill  'stirbt'  als  mit  ba-  assoziiert  (die 
Wechselwirkung  zwischen  den  Infinitiven  apthin  und  epeltu, 
jünger  apaltu  liegt  auf  der  Hand);  a-t-baill  nimmt  regelmäßig 
das  perfektische  ro-  an.  Vgl.  Verbalverz.  9)  ithim  'ich  esse'. 
Möglicherweise  steckt  jedoch  in  dem  Prät.  3.  PI.  do-otar  die 
Präverbgruppe  di-od-  (§  569)  mit  einer  eher  zur  idg.  Wurzel  *ed- 
als  zur  idg.  Wurzel  *pit-  (ir.  ith-)  gehörigen  Verbalform.  10) 
Schheßlich  ist  mit  der  Möglichkeit  zu  rechnen,  daß  auch  ib-  'trin- 
ken', Prät.  1.  PI.  ass-ibsem  (§  568)  der  Unterscheidung  zwischen 
perfektischen  und  nicht  perfektischen  Formen  entbehrt  hat. 

§  573.  Das  spätere  Schicksal  des  Systems  der  perfekti- 
schen Präverbia.  Die  mir.  Denkmäler  liefern  noch  sowohl  für 
die  Morphologie  als  auch  für  die  Syntax  des  im  Vorhergehenden 
beschriebenen  Systems  der  perfektischen  Formen  ein  äußerst  wert- 
volles Material.  Aber  andererseits  fehlt  es  schon  in  LU  nicht  an 
Zeugnissen  für  die  Anfänge  der  Auflösung;  das  perfektische  Prä- 
teritum hat  schon  ums  Jahr  1100  vielfach  die  Funktion  des  nar- 
rativen  Präteritums  mit  übernommen.  Im  Nir.  ist  der  alte  Nar- 
rativ  gänzlich  aufgegeben.  Das  einzige  noch  lebendige  Perfekt- 
präverb, das  in  der  doppelten  Gestalt  -r  und  do  (§  565  Schluß) 
auftretende  air.  ro-,  ist  so  zu  einem  ziemlich  müssigen  Begleiter 
des  Präteritums  geworden,  der  auch  vor  manchen  Formen  steht, 
die  im  Air.  das  Präverb  ro-  nicht  annehmen:  nio-r  thug  'er  gab 
nicht',  vgl.  §319  Anm.  2  I  468;  einige  Ausnahmen  gibt  es  jedoch 
noch  immer:  fuair  'er  fand',  ni  fhuair  'er  fand  nicht',  ni  fhaca 
'er  sah  nicht'  (zu  air.  ad-ci-)  u.  s.  w.    Von  dem  air.  ro-  bei  nicht 


§  573.  574,  Die  perfektischen  Präverbia  im  Brit.  275 

präteritalen  Verbalformen  ist  in  der  lebendigen  Sprache  nur  ein 
Fall  noch  erhalten:  die  Verwendung  von  na-r  vor  dem  negativen 
Wunsch:  nä-r  bheiridh  tu  choidhche  air  'mögest  du  ihn  nie- 
mals ergreifen'  (Prät.  rüg  se  air  'er  ergriff  ihn')  O'Growney, 
Simple  Lessons  in  Irish^  IV  83. 

Die  perfektischen  Präverbia  im  Brit. 
§  574.     Die  Morphologie  der  perfektischen  Formen  im  Brit. 

ist  sehr  einfach.  Nur  die  Entsprechung  des  ir.  ro-  fungiert  als  per- 
fektisches Präverb.  Unsichere  Spuren  anderer  perfektischen  Prä- 
verbia sucht  Loth,  Rc.  XXX  29;  am  ehesten  könnte  er  mit  der 
Deutung  von  mc.  yueis  'ich  trank',  er-yueis  'ich  habe  getrunken' 
(Skene  II  69,  17;  266,  19)  Recht  haben  (wenn  er-  aus  *eks-ro- 
entstanden  ist,  so  ist  das  alte  perfektische  *eh'S-,  vgl.  ir.  ass-ibsem 
§  568,  durch  ein  pleonastisches  *ro-  verdeutlicht  worden).  *ro- 
steht  im  Brit  vor  allen  Verben,  auch  vor  solchen  Verben,  die  im 
Ir.  kein  perfektisches  Präverb  annehmen:  mc.  ry  duc  'er  hat  ge- 
tragen, gebracht'  Skene  II  86,  18;  91,  16;  corn.  re  thokko  'er 
trage'  0.  M.  583.  Sogar  c.  rhoddi  u.  s.  w.  'geben',  das  zu  ir. 
do-ra-t  'er  hat  gegeben'  gehört  und  eigentlich  schon  in  dem  rho- 
das  perfektische  Präverb  enthält,  wird  wie  jedes  andere  Verbum 
behandelt,  fungiert  nicht-perfektisch  und  nimmt  in  perfektischer 
Funktion  das  lebendige  Tempuspräverb  an:  mc.  ry-m  rotes  'hat 
mir  gegeben',  ry-m  roddwy  'er  gebe  mir'  Myv.  Arch.  160a  14; 
236b;  corn.  eff  re  ros  'er  hat  gegeben'  Beun.  Mer.  1930;  br. 
Doue  ra  roi  dehoc'h  an  euruzded  'que  Dieu  vous  donne  la 
joie'  Troude,  Dict.  fr.-br.  746.  Eine  sehr  merkwürdige  Ausnahme 
bildet  das  corn.  Prät.  gallas  'er  ist  gegangen,  er  ist  geworden', 
das  immer  perfektisch  fungiert,  aber  niemals  ein  perfektisches  Prä- 
verb annimmt  (G.  P.  Williams,  ZfcPh.  VII  338,  342);  von  diesem 
Verbum  kommt  außer  dem  Prät.  noch  ein  Plusquampf.  3.  Sing, 
galse  'war  gegangen'  und  ein  Partizipium  gyllys  'gegangen"  vor; 
vermutlich  ist  das  g-  unursprünglich  (unter  dem  Einfluß  von  gallaf 
'ich  kann'  angetreten);  der  ursprüngliche  Stamm  *all-  könnte  dann 
zum  Konjunktivstamm  eil-  (pan  ello  'wenn  er  geht',  er  na 
gyllyf  'bis  ich  gehe',  eigenthch  er  nag  yllyf)  gehören,  vgl.  ir. 
t-ell-,  t-all-  §572,7.  Als  nicht-perfektisches  Präteritum  fungiert 
eth  'ging'  'iuit',  das  jedoch  auch  perfektisch  verwendet  werden 
kann.  Dagegen  mc.  ry- gallas,  ry -alias  *ist  fortgegangen'  Myv. 
Arch.  186  b  47,  187  b  15. 

18* 


276  Morphologie  der  brit.  perfektischen  Präverbia.  [§  574 

Die  ursprünghche  Stellungsregel,  wonach  *ro-  hinter  allen  wort- 
bildenden Präverbien  steht,  ist  noch  durch  ac.  di-r-gatisse  gl.  con- 
cesserat  (nc.  dy-adu  'to  leave,  permit,  let')  vertreten;  vgl.  oben  über 
mc.  er-yueis.  Sonst  steht  das  perfektische  Präverb  in  der  Ge- 
stalt mc.  ry  com.  re  br.  ra  vor  allen  wortbildenden  Präverbien, 
auch  vor  dem  reflexiven  Präverb:  mc.  racod  ny  ry-im-gelir 
'from  thee  there  is  no  concealing'  Skene  II  54,  20  (B.  B.  49  b  10). 
Dagegen  steht  ry  im  Mc.  hinter  dem  Adverbium  mat  'gut',  das 
vom  brit.  Standpunkt  kaum  als  ein  Präverbium  zu  betrachten  ist, 
s.  §  575,  la. 

"Wegen  der  Stellung  vor  den  wortbildenden  Präverbien  wai* 
*ro-  sehr  häufig  Stütze  der  infigierten  Pronomina.  Belege  für  das 
archaische  Mc,  Corn.,  Mbr.  gibt  Loth,  Rc.  XXXI  30ff.,  364f. 
In  der  Verbindung  mit  den  infigierten  Pronomin en  unterliegt  das 
Präverb  gewissen  Änderungen:  mc.  rwy-  §  503,  5,  corn.  ty  ru-m 
gruk  'du  hast  mich  gemacht'  0.  M.  88,  banneth  an  tas  r-agas- 
bo  'der  Segen  des  Vaters  sei  euch'  1723,  mbr.  r-on-bezo  'sei 
uns'.  Zu  den  nach  *ro-  infigierten  Elementen  gehört  auch  das  re- 
lative Pronomen  (§  320,  1  I  470,  §  542);  ferner  das  Adverbium 
*idhe:  mc.  yn  drws  ry-t-gweieis-y  wyr  lletrudyon  'ä  la  porte 
je  vis  des  hommes  rouges  de  sang'  Skene  II  183,  17,  Loth,  Rc. 
XXXI  32f.;  corn.  re-g-eth,  re-s-eth  'ist  gegangen'  G.  P.  Wil- 
liams, ZfcPh.  VII  339. 

Hieraus  folgt,  daß  die  zur  Vermeidung  der  Infigierung  dienen- 
den neuen  Präverbia  a  und  mc.  y,  yd  u.  s.  w.  (§  556)  vor  *ro-  nicht 
stehen.  Diese  Regel  ist  im  Corn.  und  Br.  immer  festgehalten 
worden.  Im  Mc.  wurde  aber  allmählich  die  Infigierung  nach  ry 
ungebräuchlich  und  es  entstanden  Verbindungen  wie  y-th  ry- 
gereis  'ich  habe  dich  gehebt'  Mab.  118,  3;  duw  a-n  ry-amwc 
*Gott  kann  uns  schützen'  Skene  II  149,  3.  Dadurch  wurde  die 
alte  Regel  gebrochen,  und  a  ry,  y  ry  kommt  daher  bisweilen  im 
Mc.  vor  (Loth,  Rc.  XXXI  24ff.). 

ry  verschmilzt  im  C.  mit  gewissen  vokalisch  auslautenden 
Wörtern:  neu-r  (neu  Präverb  §  584),  ny-r  (ny  'nicht';  häufiger 
ny  ry),  gwedy-r  (vor  einem  Infinitiv;  gwedy 'nach')  a-r  (a 'und'), 
a-r  (a,  Relativpronomen;  nicht  mit  a-r  a,  a-r  ny  §  511,  §  533  Anm. 
zu  verwechseln,  worin  a-r  aus  Präp.  -|-  Demonstrativum  besteht),  y-r 
(ac  y-r  gyscwys  'und  er  hat  geschlafen'  Mab.  28,  24;  auch  ver- 
doppelt yd  yr;  yr  wird  über  sein  ursprüngliches  Gebiet  hinaus 
verschleppt   und    mag   bei    dem    Ersatz   des  mc.  yd    vor  Vokalen 


§  575,  1]  Verwendung  von  mc.  ry.  277 

durch  nc.  yr  [§  320  I  472 1  eine  Rolle  mitgespielt  haben;  vgl.  Loth, 
Kc.  XXXI  843 — 356).  Im  Corn.  verschmilzt  re  in  Wünschen 
bisweilen  mit  dem  Worte  'Gott':  do-r-sona  dyugh  'Gott  segne 
euch'  ßeun.  Mer.  1076;  ncorn.  du-r-dala  the  why  'Gott  ver- 
gelte es  euch'  (Loth,  Rc.  XXXI  366). 

§  575,  Verwendungen  des  perfektischen  Präverbs  ry 
im  C.  Im  archaischen  Mc.  hat  ry  dieselben  Hauptverwendungen 
wie  air.  ro-.  Im  klassischen  Mc.  hat  ry  nur  die  eigentliche  per- 
fektische Verwendung  und  kommt  auch  so  nicht  in  demselben  Um- 
fang wie  in  der  älteren  Sprache  vor.  Im  Nc.  ist  ry  gänzlich  un- 
gebräuchlich oder  veraltet. 

1)  Perfektische  Bedeutung,  a)  Das  Prät.  mit  ry  hat  die 
Bedeutung  eines  Perfekts:  peth  ryued  ryweleis  'eine  sonderbare 
Sache  habe  ich  gesehen'  Mab.  194,  5;  vgl.  Loth,  Rc.  XXIX  14, 
XXX,  22,  Strachan,  Eriu  II  219.  Hierher  neu-r  derw  'schon 
ist  zu  Ende'  Mab.  210,  17;  217,  19,  da  dies  Präs.  (von  dar-fot) 
die  Bedeutung  eines  Prät.  hat.  Das  perfektische  Prät.  kann  u.  a. 
auch  bezeichnen,  was  Gewohnheit  gewesen  ist:  ry-duc  oe  lovlen 
glas  lavnawr  'il  a  porte  (serrees)  dans  sa  main  les  lames  bleu- 
ätres';  ry-duc  diwyll  o  win  bebyll  ar  lies  tymyr  'il  a  rap- 
porte  abondamment  des  tentes  ä  vin  pour  le  protit  de  son  pays 
natal'  Aneir.  19,  20;  23,  16,  s.  Loth,  Rc.  XXIX  14.  Es  kann 
ferner  auch  eine  aus  der  Erfahrung  gefolgerte  allgemeine  Regel 
ausdrücken:  ny  ry-golles  nef  ny  bo  ynvyt  'personne  n'a  perdu 
le  ciel  qui  ne  füt  insense'  Myv.  Arch.  180  b  3,  Loth  Rc.  XXIX 
24f.  In  diesem  Falle  nähert  es  sich  (wie  der  gr.  gnomische  Aorist) 
der  Bedeutung  eines  Präsens. 

Bisweilen  hat  das  perfektische  Präteritum  die  Bedeutung  eines 
Plusquamperfektums:  a  guedy  honny  onadunt  e  kefreythyeu 
a  uarnassant  eu  cadu  Heuel  a  rodes  y  audurdaut  udunt 
'and  after  promulgating  the  laws  which  they  had  decided  to  estab- 
lish,  Howel  sanctioned  them  with  bis  authority'  Ges.  (Ven.)  Vor- 
wort; vgl.  Loth,  Rc.  XXIX  10,  32. 

Das  Prät.  ohne  ry  fungiert  sowohl  perfektisch  als  narrativ ; 
das  Prät.  mit  ry  kann  niemals  narrativ  fungieren.  Das  Prät.  mit 
mat  'gut'  nimmt  gewöhnlich  kein  ry:  mab  ny  mat  an  et  'nicht 
gut  ist  ein  Sohn  geboren'  Skene  II  299  (jedoch  ny  mad  ri-aned 
'nicht  glückhch  ist  geboren,  wer  .  .'  B.  B.  27  a  15).  S.  Sti-achan, 
Eriu  II  219  3.  Über  das  narrative  Prät.  von  -hören'  und  'sehen' 
vgl.  §  580,  2. 


278  Mc.  ry.  [§  575, 1 

b)  ry  steht  vor  dem  Plusquamperf. :  y  vorwyn  ry  weise  i 
trwy  y  hun  'das  Mädchen,  das  er  im  Traume  ('während  seines 
Schlafes')  gesehen  hatte'  Mab.  85,  9.  Dieselbe  Bedeutung  hat  das 
Plusquampf.  ohne  ry.  Bisweilen  wird  jedoch  durch  ry  ein  Plus- 
quampf.  zweiten  Grades  gebildet,  das  sich  auf  das  bezieht,  was  einem 
Plusquampf.  vorausgegangen  ist:  a  dechreu  amouyn  a  gwyr 
da  y  wlat  beth  uuassei  y  arglwydiaeth  ef  arnadunt  hwy 
y  vlwydyn  honno  y  wrth  ryuuassei  kyn  no  hyiiny  'und  er 
fing  an  zu  fragen,  wie  seine  Herrschaft  über  sie  dieses  Jahr  ge- 
wesen wäre,  im  Verhältnis  wie  sie  früher  gewesen  wäre'  Mab.  7, 
22,  vgL  Zimmer  KZ  XXXVI  536. 

c)  ry  mit  dem  Präs.  Ind.  bildet  ein  Praesens  consuetudinale 
perfectum  (nur  archaisch):  ti  a  nodyd  a  ry-geryd  o  pop  kar- 
char  'du  schützest  denjenigen,  den  du  geliebt  hast,  gegen  jedes 
Gefängnis'  Skene  II  180,  6;  lleas^  paup  pan  ry-dighir  'der 
Tod  eines  Jeden  trifft  ein,  wann  es  vom  Schicksal  bestimmt  worden 
ist'  34,  18,  pawb  pan  ry-dyngir  yt  ball  'Jeder  erhscht,  wann 
es  vom  Schicksal  bestimmt  worden  ist'  94,10;  a  ry-borth  y  gath 
porthet  lygot  'wer  die  Katze  gefüttert  hat  (füttert),  soll  die  Mäuse 
füttern'  Sprichwort  (Rc.  XXX,  2);  a  gwyn  rwy  ni  ry-gwynfan 
'wer  zu  viel  klagt,  hat  nicht  geklagt'  ('seine  Klage  ist  nichtig')  Myv. 
Arch.  839. 

d)  ry  mit  dem  Impf,  kann  (archaisch)  ein  Praeteritum  con- 
suetudinale perfectum  bezeichnen:  nit  atwanei  ri  guanei  'er 
pflegte  nicht  wieder  zu  schlagen,  wen  er  geschlagen  hatte'  (d.  h. 
sein  Schlag  war  todbringend)  Aneir.  36,  22.  Steht  auch  (archaisch) 
im  Nachsatz  nach  einem  irrealen  Bedingungssatz  im  Sinne  eines 
Plusquampf.,  Loth,  Rc.  XXIX  35  (in  derselben  Verwendung  kann 
auch  das  Ipf.  ohne  ry  vorkommen,  Mab.  280,  7). 

e)  ry  mit  dem  Konjunktiv:  gvae  ry-cothvy  'malheur  k  qui 
l'aura  irrite'  B.  B.  37a  15  (in  gewöhnlicher  Orthographie  ry- 
gothwy;  Inf.  coddi);  nyt  oes  ar  y  helw  namyn  yr  un  ty 
hwnn  ny-s  ry-dycko  iarll  'sie  besitzt  nur  dieses  eine  Haus,  das 
ihr  der  Graf  nicht  genommen  hätte'  Mab.  184,  25;  kyt  ry- 
wnelych  di  sarhaedeu  llawer  kyn  no  hynn  ny-s  gwney 
bei  lach  'obgleich  du  bis  jetzt  viele  Unbilden  getan  hast,  wirst  du 
sie  künftig  nicht  tun'  99,  2;  kerydus  wyf  na  chyrbwyllwyf 
a-m  ry-wnel  da   ^zu  tadeln  bin  ich,  daß  ich  nicht  erwähne,    was 


1.  Zu  ir.  lige  'Grab'  c.  lle  'Ort'?     Davon  mc.  lleassu  'töten'. 


§575,1—3]  Mc.  ry.  279 

er  mir  Gutes  getan  hat'  Skene  II  200,  16.  In  demselben  Sinne 
kann  auch  der  Konj.  ohne  ry  verwendet  werden:  a  gothuy  Crist 
na  chisced  'wer  Christus  erzürnt  hat,  soll  nicht  schlafen'  ß.  B. 
35b  5;  nyt  atwna  duw  a-r  a  wnel  'Dieu  ne  defait  pas  ce  qu'il 
aura  fait'  Skene  II  258,  26  (in  einer  jüngeren  Quelle:  duw  da 
nid  adwna  a  wnaeth,  s.  Loth,  Rc.  XXIX  43).  —  Ipf.  Konj.: 
mynet  a  oruc  serch  y  uorwyn  ym  pob  aelawt  itaw  kyn  nys 
rywelhei  eiroet  'die  Liebe  zum  Mädchen  drang  ihm  in  jedes 
Gliedmaß,  obgleich  er  sie  niemals  gesehen  hatte'  W.  B.  454,  22 
(yr  na-s  gwelsei  Mab.  102,  5). 

f)  ry  mit  dem  Inf.  hat  die  Bedeutung  eines  Inf.  Perf.:  dwy 
o-th  eifyr  di  gwedy  ry-uynet  gwylltineb  yndunt  a  rygolli 
eu  kyrn  'zwei  von  deinen  Ziegen  sind  wild  geworden  und  haben 
ihre  Hönier  verloren'  Mab.  194,  6  (gwedy  mit  dem  Inf.  hat  den 
Werteines  Partizipiums;  die  Kopula  ist  nicht  ausgedrückt);  a  gwedy 
clybot  ry-uarw  brenhin  (Ffreinc)  'als  er  gehört  hatte,  daß  der 
König  von  Frankreich  gestorben  war'  Mab.  93  (zugleich  ein  Bei- 
spiel dafür,  daß  ry  nach  gwedy  fehlen  kann).  Die  Verwendung 
des  perfektischen  Präverbs  in  Verbindung  mit  dem  Inf.  ist  eine  c. 
Neuerung. 

2)  Bedeutung  der  Möglichkeit  (meist  nur  archaisch) :  ry-seiw 
gur  ar  vn  conin  'a  man  can  stand  firm  on  a  single  reed'  B.  B. 
45a  2  (-W  =  -f  der  gewöhnlichen  Orthographie);  ry-dieigc  glev 
0  lauer  trum  'a  resolute  man  can  escape  (is  wont  to  escape)  from 
many  a  hardship'  46a  8;  racod  ny  ry-imgelir  'from  thee  there 
isno  concealing' 49b  10;  ry-dylawch  eirchyad  ac  eirchyon  'es 
ist  seine  Art,  den  Bitter  und  die  Bitten  zu  schützen'  Myv.  Arch. 
188b,  s.  Loth,  Rc.  XXIX  62;  —  ef  a  ry-eill  ych  neckau  'it 
may  be  that  he  will  refuse  you'  Mab.  60,  27;  nyd  arllutyaw  ri 
ry-ellir  'on  ne  peut  arreter  le  roi'  Myv.  Arch.  188a,  Loth,  Rc. 
XXIX  63;  ef  a-r  allei  vot  yn  wir  a  dywedy  di  'what  thou 
sayest  may  be  true'  Strachan,  Introd.  S.  60. 

Hiermit  verwandt  ist  der  archaische  Gebrauch  des  ry  beim 
Futurum.  Das  Präverb  ändert  hier  den  Sinn  nur  unwesentlich; 
es  drückt  wohl  eine  größere  Sicherheit  der  Aussage  aus:  ry-dibit 
div  maur  'ein  großer  Tag  wird  fürwahr  kommen'  B.  B.  29a  3. 
Weitere  Belege  bei  Loth,  Rc.  XXIX  48—54,  vgl.  auch  Strachan, 
Eriu  II  215  ff. 

3)  Wunschbedeutung  (archaisch):  ren  new  ry-phriuom-ne 
di  gerenhit  'roi  du  ciel,  puissions-nous  meriter  ton  amour'  B.  B. 


280  Mc.  ry.     Corn.  re.  [§575.576 

44b  15,  vgl.  Loth,  Rc.  XXIX  44.  Durch  eine  Entgleisung  findet 
ry  sich  in  diesem  Sinne  sogar  beim  Imperativ  (selten):  r-im- 
waredun  'protegeons-nous  mutuellement'  B.  B.  12b  10. 

Anm.  1.  ry  ist  im  Mc.  nicht  auf  die  positiven  Sätze  beschränkt, 
sondern  kommt  auch  nach  einer  Negation  vor  (Rc.  XXXI  28 fF.).  Dies  ist 
den  anderen  brit.  Sprachen  gegenüber  als  eine  Neuerung  zu  betrachten. 
Als  Spuren  einer  älteren  Regel  darf  man  einerseits  die  Tatsache  betrachten, 
daß  ry  nach  einer  Negation  in  der  ältesten  Zeit  bedeutend  seltener  ist  als 
später  (im  Prät.  ist  ry  in  der  ältesten  Zeit  nach  einer  Negation  sehr 
selten:  ry-treghis  eu  hoes  'their  life  has  passed  away'  Skene  II  128,  17, 
aber  ni  threghis  ev  hoes  B.  B.  IIa  13;  im  negativen  Wunsche  kommt 
ry  in  den  Four  Ancient  Books  of  Wales  gar  nicht  vor,  wohl  aber  in  Myv. 
Arch.),  andererseits  die  bisweilen  noch  herausfühlbare  Bedeutung  des  ry 
als  Gegensatz  der  Negation.  Loth,  Rc.  XXX  33  bemerkt  mit  Recht,  daß 
der  Satz  ry  seiw  gur  ar  vn  conin  'un  homme  se  tient  vraiment,  peut 
tres  bien  se  tenir  sur  un  seul  roseau'  gewissermaßen  die  Antwort  auf 
einen  negativen  Erfahrungssatz  ist  (Thomme  ne  se  tient  pas,  ne  peut  se 
tenir  sur  la  pointe  d'un  roseau").  Vgl.  noch  am  a  ry-garaf-y  ke-ny-m 
karuy  'pour  celle  que  j'aime,  quoiqu'elle  ne  m'aime  pas'  Myv.  Arch.  158b  34, 
Rc.  XXIX  61;  a  noddo  Duw  ry  noddir  'ce  que  Dieu  protege,  est  bien 
protege'  Sprichwort  im  Wtb.  von  Richards,  Rc.  XXIX  59  (die  beiden  Sätze 
gehören  nach  der  obigen  Einteilung  unter  2°). 

Auch  nach  der  Fragepartikel  a  kommt  ry  in  der  Prosa  vor:  a  ry-fu 
'ist  er  gewesen?'  W.  B.  121,  20. 

Anm.  2.  Die  Wiederholung  von  ry  in  zwei  parallelen  Teilen  einer 
Aussage,  in  Vordersatz  und  Nachsatz  u.  s.  w.  ist  im  Mc.  beliebt:  gnawt 
ry-gwyd  ry-geis  ny  allo  'es  ist  gewöhnlich,  es  fällt,  wer  sucht,  was  er 
nicht  kann"  Myv.  Arch.  257a;  ry-brynwys  ry-erchis  'gekauft  hat,  wer 
gebeten  hat'  (er  muß  den  Kaufpreis  bezahlen)  Sprichwort  im  Wtb.  von 
Richards;  ry-thrychynt  ry-gyrchynt  'ils  tailleront  en  pieces  ce  qu'ils 
attaqueront'  Skene  II  211,  8,  Rc.  XXIX  50;  ny  ry-decho  ry-dygir  'wer 
nicht  flieht,  wird  (tot)  fortgetragen  werden'  Skene  II  308,  15;  ny  ry- 
peirch  ny  ry-parcher  'he  shall  not  be  respected  who  does  not  respect' 
Ges.  VIII,  11,  1  (Folio-Ausgabe  S.  489);  ny  ry-weleis  tec  nwy  ry- 
gwelwy  'il  n'a  pas  vu  beaute  celui  qui  ne  l'a  pas  vue'  Myv.  Arch.  158b  42, 
Rc.  XXiX  41.  Diese  Sätze  lassen  sich  mit  lat.  qui  Antonium  op- 
presserit,  is  bellum  confecerit  u.  s.  w.  vergleichen.  Hervorzuheben 
ist  aber,  daß  das  perfektische  ry  in  dieser  Weise  auch  mit  einem  wort- 
bildenden ry  korrespondieren  kann:  ry-gas  ry-welir  'zu  viel  Haß  wird 
gesehen  (bemerkt)  werden'  Sprichwort  bei  Richards;  gnawd  wedi  ry- 
serch  ry-seiliaw  cas  'd'habitude  apres  trop  d'amour  la  haine  s'etablit" 
(Infinitiv)  Myv.  Arch.  144b,  Rc.  XXIX  67. 

§  576.  Verwendungen  des  perfektischen  Präverbs  re  im 
Com.  1)  Im  perfektischen  Sinne  steht  re  beim  Prät.  und  Plus- 
quampf.:  ny  re-n  welas  Svir  haben  ihn  gesucht'  Beun.  Mer.  1038; 


§576,1—3.577]  Mc.  ry.     Corn.  re.  281 

an  toi  re  wrussens  'das  Loch,  das  sie  gemacht  hatten'  M.  C  180. 
In  demselben  Sinne  können  jedoch  auch  Formen  ohne  re  vor- 
kommen: pur  wir  te  re  leuerys  'du  hast  vollkommen  wahr  ge- 
sprochen' M.  C.  101,  aber  arluth  guyr  a  leuersough  'Herr, 
wahr  habt  Ihr  gesprochen'  M.  C.  50;  kemmys  tra  a  lavarsa 
ena  y  a-n  rebukyas  'was  er  auch  gesagt  hatte,  dort  schimpften 
sie  ihn'  M.  C.  112.  Das  narrative  Präteritum  und  das  modale 
Plusquampf.  nehmen  kein  re  an:  Herodes  a  leuerys  'H.  sprach' 
M.  C.  113;  guelas  ow  map  y  carsen  'I  would  like  to  see  my 
Son'  R  D.  442. 

2)  Die  Bedeutung  der  Möghchkeit  sucht  Loth,  Rc.  XXX  18, 
wohl  mit  Recht  in  der  bisher  schwierigen  (von  G.  P.  AViUiams, 
ZfcPh.  VII  343  ausführlich  besprochenen)  Stelle:  ow  holen  gvak 
dyvotter^  ru-m  kymmer  hag  awel  bos  'mon  estomac  etant 
vide,  denüment  peut  me  prendre  et  desir  de  nourriture'  0.  M.  366. 

3)  Wunsch.-  beneges  re  bo  an  tas  'gesegnet  sei  der  Vater' 
0.  M.  1745.  In  einem  Nebensatz:  my  a  pys  an  tas  a  nef  re 
thanfono  vngeans  cref  warnough  'I  pray  the  Pather  from 
Heaven  that  He  send  heavy  vengeance  upon  you'  P.  C.  2631. 

Anm.  Com.  re  steht  niemals  nach  einer  Negation  (ny  oder  na);  es 
steht  dagegen  in  den  eigentümlichen,  der  Form  nach  positiven,  dem  Sinne 
nach  negativen  Kedensarten  mit  byner,  bener  :  ffrut  da  byner  re 
thokko  "daß  er  je  gute  Frucht  trage"  'möge  er  niemals  gute  Frucht 
tragen'  0.  M.  583,  vgl.  Beun.  Mer.  1020,  3439.  —  re  fehlt  ferner  nach  der 
Fragepartikel:  a  glewsyugh  why 'habt  Ihr  gehört?'  O.M.  2727;  a  wylste 
gy  Meryasek  'hast  du  den  M.  gesehen?'  Beun.  Mer.  1017.  —  Schließlich 
fehlt  re  nach  pan  'da,  als'  P.  C.  1338,  2861,  M.  C.  208,  223.  Wenn  es 
nicht  ganz  zufällig  ist,  das  re  in  diesem  Falle  nicht  belegt  ist,  so  ver- 
mute ich,  daß  es  sich  um  eine  ganz  sekundäre  Kegel  handelt:  pan  mit 
dem  Plusquampf.  hat  sich  nach  pan  mit  dem  Ipf.,  pan  'da'  hat  sich  nach 
pan  'als'  gerichtet.  Im  Ncorn.  wird  die  Verwendung  von  re  seltener;  nur 
in  den  Wunschsätzen  bleibt  das  Präverb  lebendig. 

§  577.  Verwendungen  des  perfektischen  Präverbs  ro  > 
ra  im  Br.  1)  Die  perfektische  Verwendung  beim  Prät.  und  beim 
Plusquampf.  ist  nur  im  Abr.  belegt:  ro-luncas  gl.  guturicauit; 
ro-gulipias  gl.  oliuauit;  ro-ricse(n)t-i  gl.  sulcauissent. 

1.  dy-vot-ter  enthält  ein  negatives  Präfix  und  die  Endung  -ter 
(§  390,  la);  das  mittlere  Element  ist  nicht  bos  'sein',  sondern  bos,  boys 
'Essen';  die  Bedeutung  ist  also  'Hunger,  Hungersnot',  vgl.  c.  di-fwyd-ig 
'without  food,  foodless'  Myv.  Arch.  343a  33,  dy-fwyta  'oft  essen',  viel- 
leicht eigentlich  "heißhungrig  sein",  br.  di-voed  'qui  ne  peut  etre  rassasie, 
parlant  des  animaux'. 


282  Br.  ra.    Erklärung  des  perfektischen  Systems.    [§  577, 2.  578 

2)  Das  Mbr.  und  Nbr.  kennt  ra  nur  als  Wunschpartikel:  nbr. 
ra  vevo  pell  'qu'il  vive  longtemps!';  ra  zeufenn  hirio  ^que  je 
vinsse  aujourd'hui'.  In  Treguier  ist  ra  durch  da  ersetzt  worden 
(Ernault,  Gramm.  S.  35). 

Anm.     Br.  ra  steht  nicht  nach  einer  Negation. 

Etymologische  Erklärung  des  Systems  der  perfektischen  Präverbia. 

§  578.  Das  System  der  perfektischen  Präverbia  im  Ir.  und 
Brit.  hat  mit  der  in  gewissen  idg.  Sprachen  (bes.  im  Slavischen) 
vorkommenden  Unterscheidung  eines  perfektiven  und  eines  im- 
perfektiven 1  Aspekts  absolut  nichts  zu  tun.  Der  perfektive  Aspekt 
bezeichnet  eine  Handlung  a  terme  fixe,  der  imperfektive  Aspekt 
das  Gegenteil;  aber  weder  der  eine  noch  der  andere  Aspekt  hat 
mit  der  Bezeichnung  des  erreichten  Zustandes  oder  der  relativen 
Zeit  (Funktionen  des  Perfektums)  irgend  etwas  zu  schaffen.  So 
wird  unser  Perfekt  oder  Plusquampf.  z.  B.  im  Russischen  ebenso 
häufig  durch  ein  imperfektives  wie  durch  ein  perfektives  Verbum 
gegeben  (z.  B.  xoronü  synovej,  xoronil  vnükov,  provoznl  v  domovinu 
stdrijx,  provozdl  molodyx^  a  sam  vsjo  je5co  ziv  'er  hat  Söhne,  er 
hat  Enkel  begraben  [imperfektiv],  er  hat  Alte,  er  hat  Junge  zum 
Sarge  begleitet  [imperfektiv],  und  selbst  lebt  er  noch  immer' 
Korolenko,  Staryj  zvonari,  Boehme,  Russische  Literatur  I  61).  Und 
umgekehrt  würden  die  keltischen  i^erfektischen  Formen  nach  slavi- 
scher  Terminologie  ebenso  häufig  als  imperfektiv  wie  als  perfektiv, 
die  nicht-perfektischen  Formen  ebenso  häufig  als  perfektiv  wie  als 
imperfektiv  zu  bezeichnen  sein.  Perfektisch,  aber  imperfektiv  ist 
z.  B.  air.  ro-böi  aimser  nad-ro-chreitsid  'es  ist  eine  Zeit  ge- 
wesen, wo  Ihr  nicht  geglaubt  habt'  Wb.  5c  10;  in  molad  ro-n- 
gab  in  popul  'das  Loblied,  das  das  Volk  zu  singen  gepflegt  hat' 
§  562,  3;  mc.  ry-duc  'er  hat  zu  tragen  gepflegt'  §  575,  la;  corn. 
fest  pel  my  re-n  seruyas  ef  'very  long  I  have  served  him' 
0.  M.  852,  G.  P.  WilUams,  ZfcPh.  VII  330.  Nicht-perfektisch 
perfektiv:  air.  do-luid  Duaid  iun-an  dunad  'David  kam  einmal 
in  ihr  Lager'  Ml.  55  c  1  u.  s.  w. 

Das  keltische  Perfekt-System  ist  kein  Perfektiv- System  und 
kann  auch  nicht   aus   einem  Perfektivsystem  entstanden  sein.     Die 


1.  Die  verwirrende,  aber  noch  nicht  durch  eine  bessere  ersetzte  Ter- 
minologie der  Aspekte  geht  von  der  Benennung  des  Tempus  Imperfektum 
aus.     'Imperfektum'  ist  aber  nicht  der  Gegensatz  von  'Perfektum'. 


§578.  579]     Erklärung  des  perfektischen  Systems;  das  Prät.  283 

morphologische  Ähnlichkeit  der  beiden  Systeme  ist  ganz  oberfläch- 
lich (die  perfektive  Bedeutung  wird  im  Slavischen  durch  Kompo- 
sition mit  einem  beliebigen  Präverb  zustandegebracht;  die  perfek- 
tische Bedeutung  wird  im  Keltischen  durch  Komposition  mit 
gewissen  bestimmten  Präverbien  zustandegebracht);  und  die  ße- 
deutungsentwickelung  der  beiden  Systeme  berührt  sich  nur  in  ge- 
wissen Ausläufern  (der  perfektive  Aspekt  kann  im  Slavischen  zum 
Ausdruck  der  Bedeutung  'posse'  verwendet  werden;  es  ist  aber 
dann  ein  auf  der  Situation  beruhendes  'posse',  nicht  das  auf  der 
Grenze  von  'consuesse'  stehende  'posse',  das  durch  die  keltischen 
perfektischen  Formen  ausgedrückt  werden  kann).  Vgl.  KZ  XXXV'II 
219—250;  XXXVIII  421—425,  Endzohn,  KZ  XLIV  46f. 

§  579.  Zur  Erklärung  des  keltischen  Perfektsystems  muß 
man  von  der  Bedeutung  ausgehen,  welche  die  dem  System  dienen- 
den Präverbia  (ir.  ro-,  com-,  ad-,  od-,  ess-)  als  wortbildende 
Präverbia  und  in  der  Nominalkomposition  haben,  und  von  der  Be- 
deutung, die  ihnen  etymologisch  zukommt.  Vgl.  mit  kelt.  *ro-  aus 
^pro-  das  slavische  pro-  'durch'  (russ.  on  vsjo  leto  pro-hyl  v  derevne 
'er  hat  den  ganzen  Sommer  im  Dorfe  verbracht');  mit  dem  kelt. 
*k'om-  vgl.  lat.  con-ficiö,  cora-edö,  asl.  sün-esH  'aufessen',  gr. 
■/.aTa-q^ayeh',  y.ava-/.6uTuv  (zu  gr.  /.arä  vgl.  I  138);  mit  kelt.  "ad- 
vgl.  das  Intensivpräfix  *ad-  §  358,  2e  S.  11;  bei  kelt.  '^ud-  und 
*eks-  konnte  man  leicht  von  der  Bedeutung  'aus'  zur  Bedeutung 
'ganz,  zu  Ende'  kommen. 

Diese  Bedeutung  der  in  Rede  stehenden  Präverbia  mußte  sie 
sehr  dazu  geeignet  machen,  zur  Hervorhebung  der  perfektischen 
Funktion  eines  Präteritums  zu  dienen. 

Die  Entwickelung  des  keltischen  Präteritums  wird  man  sich 
so  vorzustellen  haben,  daß  das  Keltische  zunächst  ein  Stück  des 
Weges,  auf  dem  im  Lateinischen  das  idg.  Perfektum  mit  dem  idg. 
Aorist  zusammengefallen  ist,  mitgemacht  hat:  auch  im  Keltischen 
hat  das  Perfektum  die  Funktionen  des  Aorists  übernommen.  Von 
der  aoristischen  Verwendung  blieben  jedoch  diejenigen  Perfekta 
ausgeschlossen,  die  "mit  einem  für  die  Glossen-Bedeutung  über- 
flüssigen, die  vollständige  Durchführung  der  Handlung  bezeichnen- 
den Präverb  zusammengesetzt  waren.  AVie  im  heutigen  Deutschen 
zwar  'ich  habe  gesagt'  narrativ  verwendet  werden  kann,  nicht  aber 
'ich  habe  schon  gesagt',  so  konnte  in  jener  Periode  zwar  die  Ur- 
form von  ir.  gäd  'rogaui'  aoristisch  verwendet  werden,  nicht  aber 
die   Urform    von    ro-gäd.      Der    so    entwickelte    Zustand   gab   ein 


284  Erklärung  des  perfektischen  Systems;  das  Prät.        [§580 

Muster  ab,  wonach  man  später  aus  alten  Aoristen  durch  Kom- 
position mit  einem  Perfektpräverb  perfektisch  fungierende  Formen 
geschaffen  hat. 

§  580.  Ferner  blieben  aus  anderen  Gründen  einige  Perfekt- 
formen teils  für  immer,  teils  zunächst  eine  Zeit  lang  von  der 
aoristischen  Verwendung  ausgeschlossen:  1)  Die  Perfekta  mit  prä- 
sentischer Bedeutung:  ir.  ad-gen  'ich  weiß',  -duthraccar  'ich 
wünsche'  §  572,  2,  3,  -fetar  'ich  weiß'  §  571,  2  Auch  das  Prät. 
(idg.  Perf.)  ad-co-tade  §  571,  3  kann  die  präsentische  Bedeutung 
'besitzt' haben,  s.  Sg.  50a3  und  Verbalverz.  2)  Einige  Perfekta,  bei 
denen  das  narrative  Präteritum  durch  das  Imperfektum  ausgedrückt 
wurde:  -cuala  'ich  habe  gehört',  -acca  'ich  habe  gesehen'  §  571, 
2,  3.  Noch  im  Mc.  wird  das  narrative  Präteritum  von  'hören'  und 
'sehen'  durch  das  Ipf.  ausgedrückt,  auch  wo  die  Bedeutung  nach 
unserem  Sprachgefühl  aoristisch  ist  (Thurneysen,  KZ  XXXVII 
87  1):  odyna  ef  a  doeth  y  goet  ac  ym  pell  yn  y  coet  ef  a  gly- 
wei  diaspat.  Sef  y  gwelei  wreic  wineu  delediw  'von  da  kam 
er  zu  einem  Wald,  und  fern  im  Walde  hörte  er  ein  Geschrei;  dann 
sah  er  eine  dunkle  schöne  Frau'  Mab.  203,  21.  Dies  beruht  auf 
einer  aus  dem  Bedeutungsinhalt  der  beiden  Verba  sich  natürlich 
entwickelnden  Tendenz;  auch  das  Eussische,  das  allerdings  in  dem 
obigen  Satze  am  ehesten  die  .  perfektiven  Formen  u-slysal,  u-videl 
{u-viddl)  verwenden  würde,  hat  sehr  oft  im^jerfektives  slysal,  videl, 
wo  wir  nach  unserem  Sprachgefühl  perfektive  Formen  erwarten 
würden:  ja  slysal  jix  razyovör  'j'ai  entendu  leur  conversation' 
Makaroff,  Dict.  r.-fr. ;  na  tretiju  noc  matt  u-snüla;  i  videla  matt  vo 
sne,  cto  budto  Annocka  vo-sla  k  nej  'in  der  dritten  Nacht  schlief 
die  Mutter  ein;  und  im  Schlafe  sah  sie,  daß  A.  gleichsam  zu  ihr 
hereinkam'  Berneker,  Russisches  Lesebuch'''  S.  3.  Wie  es  nun  im 
Russischen  auch  andere  Verba  gibt,  die  dieselbe  EigentümHchkeit 
aufweisen  (z.  B,  ohedati  'zu  Mittag  essen'),  so  werden  auch  im 
Keltischen  vielleicht  auch  andere  Verba  als  'hören'  und  'sehen' 
hierher  gehört  haben;  welche,  läßt  sich  jedoch  nicht  ausmachen; 
ob  vielleicht  'essen"  und  'trinken'?  ob  ro-'laimethar  'wagt'? 
3)  Die  Perfekta,  die  einem  suppletivistischen  Paradigma  ange- 
hörten, worin  der  Aorist  von  einer  anderen  Wurzel  als  das  Perfekt 
gebildet  war:  ir.  do-uic  'hat  gebracht'  neben  do-bert  'brachte' 
§  570  (ir.  do-uic  geht  allerdings  der  Form  nach  nicht  direkt  auf 
ein  idg.  Perfektum  zurück;  daß  aber  ein  Perfektum  dieser  Wurzel 
im    Keltischen    bestanden    hat,    zeigt    mc.   d-uc,    vgl.   Verbalverz. 


§580.581]  Erklärung  des  perfektischen  Systems;  das  Nicht- Prät.    285 

her-).  Hierbei  ist  zu  beachten,  daß  Wurzelverschiedenheit  des 
Aorists  und  des  Perfekts  bei  manchen  Verben  vorhanden  gewesen 
sein  kann,  bei  denen  sie  nachher  aufgegeben  worden  ist;  diese 
Vermutung  ist  überall  da  naheliegend,  wo  das  Paradigma  tatsäch- 
lich suppletivistisch  ist  (-fuar  :  fo-gab-;  to-ell-  :  gat-  §  572, 
4,  7).  Ferner  kann  ein  suppletivistisches  Paradigma  bisweilen  ur- 
sprünglich da  vorhanden  gewesen  sein,  wo  es  in  der  historischen 
Zeit  nicht  mehr  vorhanden  ist;  vielleicht  gehörte  ad-bath-  ij  572,8 
ursprünglich  in  das  Paradigma  von  a-t-baill  'stirbt'. 

Anm.  1.  Das  Prät.  von  to-ell-  erscheint  teils  mit  dem  Vokal  -e-. 
teils  mit  dem  Vokal  -a-:  ich  nehme  an,  daß  -u-  der  ursprüngliche  Vokal 
war  (vgl.  corn.  g alias  mc.  ry-gallas  §  574),  und  betrachte  das  Prät. 
trotz  der  historischen  -s-Elexion  als  ein  altes  Perf.  (Medium?);  ad-bath- 
war  wohl  ursprünglich  ein  Prät.  (Perf.)  Pass.     Vgl.  Verbalverz. 

Von  den  in  dieser  Weise  von  aoristischer  Verwendung  aus- 
geschlossenen Perfektformen  besitzen  einige  kein  hervorhebendes 
Präverb  (do-uic  'hat  gebracht'),  andere  besitzen  ein  solches  (ro-uic 
'hat  getragen',  do-cu-aid  'ist  gegangen',  ro-fitir  'er  weiß',  ad- 
co-tade  'er  besitzt'  u.  s.  w.).  Wie  schon  angedeutet,  sind  einige 
Formen  für  immer  von  der  aoristischen  Verwendung  ausgeschlossen 
geblieben  (do-uic,  ro-uic,  do-cu-aid).  Andere  sind  später  teils 
durch  Änderung  der  Syntax,  teils  durch  Umbildung  des  Paradigmas 
dazu  gekommen,  auch  aoristisch  verwendet  werden  zu  können 
(t-änic  'er  ist  gekommen,  er  kam';  ro-cuale  'er  hat  gehört,  er 
hörte'  u.  s.  w.).  Die  Perfekta,  die  bis  dahin  kein  hervorhebendes 
Präverb  besessen  hatten,  nahmen  es  aber  auch  jetzt  nicht  an;  und 
die  Perfekta,  die  ein  solches  Präverb  besessen  hatten,  gaben  es 
auch  in  der  aoristischen  Verwendung  nicht  auf;  es  war  zu  einem 
integrierenden  Bestandteil  des  Wortes  geworden.  Diese  Präterita 
sind  also  in  perfektischer  und  in  nicht-perfektischer  Verwendung 
gleichlautend. 

Anm.  2.  Die  Perfekta,  die  mit  einem  wortbildenden  ro-  komponiert 
waren  (ni  dermenmar-ni  §  572,  1)  sind  gleichfalls  in  den  beiden  Ver- 
wendungen gleichlautend;  ob  aber  auch  für  sie  anzunehmen  ist,  daß  sie 
eine  Zeit  lang  von  der  aoristischen  Verwendung  ausgeschlossen  gewesen 
sind,  bleibe  dahingestellt. 

§  581.  Außerhalb  des  Präteritums  haben  die  Präverbia  *  pro, 
*k'om,  *ad,  *ud,  *eks  zur  Hervorhebung  der  Bedeutung  'posse' 
('er  tut  es  zu  Ende'  =  'er  kann  es  tun';  vgl.  KZ  XXXVII  236, 
"WO  eine  albanesische  Parallele  angeführt  ist),  der  Wunsch-Bedeutung 


286        Erklärung  des  perfektischen  Systems ;  das  Nicht-Prät.      [§  582 

und  der  Gewißheit  einer  futurischen  Aussage  (§  575,  2;  ir.  ro-t- 
bia  §  571,  1)  dienen  können. 

§  582.  Dagegen  ist  die  perfektische  Bedeutung  (die  Be- 
zeichnung der  relativen  Zeit)  überall  außerhalb  des  Präteritums 
eine  Analogiebildung  nach  dem  Prät.  Eine  Analogiebildung  ist  wohl 
schon  die  Verwendung  der  Perfektpräverbia  beim  Plusquarapf.  im 
Brit.;  denn  zur  Zeit,  wo  das  perfektische  Präverbsystem  sich  aus- 
bildete, gab  es  vermuthch  noch  kein  Tempus  Plusquampf.;  man 
mag  das  Alter  dieser  neugebildeten  Tempusform  so  hoch  an- 
schlagen wie  man  will,  es  wird  trotzdem  wahrscheinlich  bleiben, 
daß  das  perfektische  Präverbsystem  noch  älter  ist. 

Bei  den  übrigen  Tempusformen  kann  die  perfektische  Be- 
deutung schon  aus  semasiologischen  Gründen  nicht  vom  Prät.  un- 
abhängig sein.  Und  es  läßt  sich  durch  verschiedene  formelle 
Gründe  direkt  beweisen,  daß  die  Entwickelung  hier  vom  Prät.  ab- 
hängig ist.  1)  Die  Verba,  deren  Präteritum  in  perfektischer  und 
nichtperfektischer  Verwendung  gleich  lautet,  sind  auch  außerhalb 
des  Prät.  in  den  beiden  Verwendungen  gleichlautend:  resiu  t-ised 
hiress  'before  the  Faith  had  come'  Wb.  27c  8  (zu  t-änicc  'kam, 
ist  gekommen').  Für  die  Sonderstellung  dieser  Verba  läßt  sich 
aber  nur  beim  Prät.  (§  580),  nicht  bei  den  übrigen  Tempusformen 
eine  Erklärung  finden.  2)  Als  Ausdruck  des  Praesens  consuetu- 
dinale  perfectum  ist  das  Prät.  direkt  belegt  (in-tain  ro-m-böi 
§  562  Anm.  2);  vgl.  noch  act  ropo  cho  n-etarceirt  'provided 
it  be  with  Interpretation',  act  ropo  cho  torbu  'provided  it  be  with 
protit'  Wb.  13a  26,  27,  vgl.  §  562  Anm.  3  (Prät.  im  Sinne  des 
perfektischen  Präs.  Konj.).  Nicht  ausgeschlossen  ist  es  ferner,  daß 
die  in  perfektischer  Verwendung  vorkommenden  besonderen  Präsens- 
formen (ho  bu-r-orbaither,  mani-d  tes-ar-bi  §  562  Anm.  2) 
teilweise  auf  dem  Einfluß  des  Perfekts  beruhen  können.  3)  Die 
suppletivistischen  Verba,  die  das  Perfekt  von  einer  besonderen 
Wurzel  bilden  (was  mit  einer  uridg.  Gepflogenheit  stimmt),  führen 
diese  Wurzel  auch  außerhalb  des  Prät.  in  den  perfektischen  Formen 
durch:  rosiu  docöi  gräd  forru  "bevor  der  Grad  auf  sie  gegangen 
ist",  'bevor  sie  den  Grad  angenommen  haben'  Wb.  29a  28 
(docuaid  'ist  gegangen';  luid  'er  ging';  teit  'er  geht'). 

Es  hat  aber  auch  eine  gevsrisse  Wechselwirkung  zwischen  dem 
Nicht-Prät.  in  der  eigenthch  perfektischen  Bedeutung  und  den 
semasiologisch  vom  Perfekt  unabhängigen  Formen  mit  der  Be- 
deutung der  Möglichkeit  (Fähigkeit),    des  Wunsches   stattgefunden. 


§  582. 583, 1]  Erkl.  d.  perf.  Systems;  dasNicht-Präi,  der  Infinitiv.    287 

Einerseits  haben  diese  Formen  wohl  den  Weg  für  die  eigentUch 
perfektische  Bedeutung  im  Nicht- Prät.  vorbereitet;  andererseits  sind 
sie  nachher  selbst  durch  die  Assoziation  mit  dieser  neuen  Be- 
deutung unter  den  formellen  Einfluß  des  Prät.  geraten.  Sie  stimmen 
daher  morphologisch  mit  dem  Präteritum  überein ;  sie  entbehren 
eines  äußeren  Kennzeichens,  wenn  im  Prät.  die  perfektischen  und 
nicht-perfektischen  Formen  gleichlauten  (do-mra-air  fiado  'may 
the  Lord  come  to  me'  Thes.  II  353,  1;  to-air-  -f  ic-);  in  supple- 
tivistischen  Paradigmen  werden  sie  von  der  Perfektwurzel  gebildet 
(ni  dichtim  §  563,  1;  eine  sonderbare  Mischbildung  ist  ad-ro- 
darcar  §  571,  3).  Man  findet  auch  direkt  ein  Prät.  im  Sinne 
eines  perfektischen  Konjunktivs:  acht  co-r-bu  i-mmaith  beith 
semper  'aber  daß  er  immer  im  Guten  sein  mag'  Ml.  90 d  11 ; 
co-r-bu  du  reir  nach  aili  labraimme  gl.  non  alieno  seruimus 
imperio  'that  we  should  speak  at  the  will  of  some  other'  31b  16; 
daher  hindert  nichts  die  Auffassung  der  Formel  robo,  rodbo 
'oder'  (§  535  Anm.  2)  als  ein  Prät.  im  Sinne  eines  Präsens  der 
Möglichkeit. 

§  583.  1)  Die  perfektischen  Präverbia  fehlten  ursprünglich 
bei  den  Nominalformen  des  Verbums  und  beim  Imperativ.  Der 
mc.  Gebrauch  des  ry  beim  Infinitiv,  §  575,  If,  und  die  isolierten 
Beispiele  für  ry  beim  Imperativ  im  Mc,  §  575,  3  sind  zweifellos 
Neuerungen. 

Anm.  Auch  ir.  na  tuic  seitchi  'nimm  keine  Frau'  Wb.  10a  30  ist 
vom  iriseben  Staudpunkt  eine  Uuregelmäßi«rkeit,  da  to-uc-  sonst  nur  in 
den  perfektischen  Formen  des  Paradigmas  to-ber-  verwendet  wird  (§  570). 
Ein  Perfekt-Präverb  enthält  aber  dieser  Ipv.  nicht,  und  es  ist  rnöglieb, 
daß  er  eine  Altertümlichkeit  ist,  ein  Überbleibsel  aus  einer  Zeit,  wo  to-uc- 
noch  nicht  mit  to-ber-  ein  Paradigma  bildete;  vgl.  lat.  d-ucö  uxürom. 

Das  Fehlen  der  Perfekt-Präverbia  beim  Infinitiv  erklärt  sich 
aus  dem  rein  substantivischen  Charakter  dieser  Form  im  Keltischen. 
Ir.  serc  'lieben'  bedeutet  eigentlich  'Liebe'  und  konnte  daher  durch 
Komposition  mit  einem  intensiven  Präverb  nur  die  Bedeutung 
'große  Liebe'  (nir.  ro-shearc),  nicht  aber  'geliebt  haben'  oder 
'heben  können'  entwickeln.  Ir.  cotlud  'schlafen'  ist  zwar  Inf.  von 
com-  +  tuil-  (perfektisches  Prät.  o-a-til  'hat  geschlafen'  Wb.  29d  15), 
bedeutet  aber  eigentHch  'Schlaf;  daher  is  gnath  ro-chotlad  iar 
mor-thoirsi  'gewöhnlich  ist  tiefer  Schlaf  nach  großer  Betrübnis' 
Atk.  L.Br.  Z.  3049.  Nur  im  Brit.  sind  die  Infinitive  enger  mit 
dem   System    der   tiniten   Verbalformeu   verbunden   worden;    daher 


288     Die  Nominalformen,  der  Ipv.;  die  negierten  Formen.   [§583, 1.2 

konnte  hier,  wenn  die  Verwendung  der  perfektischen  Präverbia 
noch  lebenskräftig  war  (was  schließlich  nur  im  C.  der  Fall  war), 
durch  Neubildung  ein  perfektischer  Infinitiv  geschaffen  werden. 
Beim  Gerundiv  konnte  selbstverständlich  weder  die  eigentlich  per- 
fektische Bedeutung  noch  die  Bedeutung  der  Möglichkeit  ent- 
wickelt werden,  und  beim  Perf.  Part.  Pass.  war  die  Hervorhebung 
der  perfektischen  Bedeutung  durch  ein  Präverb  nicht  nur  über- 
flüssig, sondern  wegen  des  adjektivischen  Charakters  der  Form  kaum 
möglich. 

Auch  beim  Ipv.  erklärt  sich  das  Fehlen  der  perfektischen 
Präverbia  aus  einfachen  semasiologischen  Erwägungen.  Denn  so 
sehr  die  hervorhebende  Bestimmung  'zu  Ende,  vollständig'  im 
Wunsche  am  Platze  ist,  so  unpassend  kann  sie  unter  Umständen 
im  Befehl  werden,  wo  sie  nur  einen  gebieterischen  Ton  ausdrücken 
würde.  Die  perfektischen  Präverbia  fehlen  daher  nicht  nur  beim 
Ipv.,  sondern  auch  beim  positiven  konjunktivischen  Befehl;  beim 
negativen  konjunktivischen  Befehl  (§  564,  2)  sind  sie  durch  Ent- 
gleisung zu  derselben  Zeit  eingeführt  worden,  wo  sie  in  den  nega- 
tiven Wunsch  eingedrungen  sind. 

2)  Es  unterliegt  nämlich  keinem  Zweifel,  daß  die  perfektischen 
Präverbia  ursprünglich  nach  einer  Negation  überhaupt  nicht  ge- 
bräuchlich waren.  Wie  in  der  Nominalkomposition  die  negativen 
Präfixe  im  gegensätzlichen  Verhältnis  zu  den  intensiven  Präfixen 
standen  (ir,  an-bsud  :  co-bsud  S.  9;  am-brit  :  com-brit  S.  118; 
ain-b  'unwissend':  su-i  'Gelehrter',  c.  hywydd  'intelligent' u.  s.w.), 
so  war  auch  bei  den  Verben  die  Negation  der  Gegensatz  der  her- 
vorhebenden Präverbia.  Im  Corn.  und  Br.  kommen  die  perfek- 
tischen Präverbia  nach  einer  Negation  überhaupt  nicht  vor.  Im 
archaischen  Mc.  finden  sich  deutliche  Spuren  derselben  Regel 
(§  575  Anm.  1).  Und  auch  im  Irischen  fehlt  es  nicht  an  Tat- 
sachen, die  in  derselben  Richtung  deuten:  ro-t-bia,  aber  ni-m- 
bia;  ro-fitir,  ro-laimethar,  ro-cluinethar;  aber  ni  fitir 
u.  s.  w.;  ad-co-tade,  aber  ni  etade;  ad-con-darc,  aber  ni 
acca  §  571  (vielleicht  ist  auch  hervorzuheben,  daß  die  meisten  der 
in  §  563  Anm.  3  angeführten  Beispiele  für  die  Bedeutung  'posse' 
bei  Verben  ohne  perfektisches  Präverb  negiert  sind;  schließlich 
mag  zu  erwähnen  sein,  daß  neben  dem  in  §  582  besprochenen 
ro-po,  co-r-bu  in  der  Bedeutung  eines  Präs.  Konj,  ein  negiertes 
bo,  bu  in  ähnlicher  Bedeutung  vorkommt:  ni-bo  intain  no-m- 
beid  ar  süil  tantum  dogneith  toil  far  coimded   'es   sei  nicht 


I 


§583.584]  Ir.  no.  289 

allein,  wenn  Ihr  vor  seinen  Augen  seid,  daß  Ihr  den  Willen  eures 
Herrn  tut'  Wb.  27c  9;  cid  arindid  hi  in  ben  adomgladathar, 
cid  na-bu  in  fer  'warum  ist  es  das  Weib,  das  mich  anredet? 
warum  ist  es  nicht  der  Mann?'  Wi.  Ir.  Texte  II  2,  243;  vgl.  Ml. 
56a  13). 

Es  wird  gleichfalls  eine  alte  semasiologisch  zu  erklärende 
Regel  sein,  daß  die  perfektischen  Präverbia,  wie  es  im  Corn.  der 
Fall  ist  (§  576  Anm.),  nach  der  Fragepartikel  fehlten. 

Diese  alten  Beschränkungen  der  Verwendung  der  perfektischen 
Präverbia,  wurden  im  C.  und  wohl  noch  früher  im  Ir.,  als  die 
Präverbia  sich  schon  weit  von  ihrer  ursprünglichen  Bedeutung  ent- 
fernt hatten,  durch  syntaktischen  Zwang  aufgehoben.  Sie  blieben 
im  Ir.  im  Wesentlichen  nur  in  denjenigen  Fällen  bestehen,  in 
denen  die  perfektischen  Präverbia  nicht  ihre  gewöhnliche  Bedeu- 
tung hatten  und  daher  außerhalb  des  syntaktischen  Systems  standen 
(§  571).  Aber  auch  hier  blieb  die  alte  Sachlage  nicht  ungestört. 
Die  nach  Negationen  und  der  Fragepartikel  geltende  Hegel  wurde 
auf  die  Stellung  nach  den  relativen  Präverbien  übertragen;  das 
perfektische  Präverb  fehlt  also  nach  allen  syntaktischen  Präverbien. 
In  dem  Falle  ro-t-bia  (§  571,  1)  war  diese  Neuerung  deshalb 
nahe  gelegt,  weil  hier  das  Präverb  dazu  gekommen  war,  ledighch 
als  Stütze  eines  infigierten  Pronomens  betrachtet  zu  werden;  es 
konnte  also  überall  da  fehlen,  wo  eine  solche  Stütze  überflüssig 
war.  Dieser  Fall  mag  auf  die  übrigen  ro -Fälle  (ro-fitir  u.  s.  w.) 
einen  gewissen  Einfluß  ausgeübt  haben.  Bei  ad-co-tade  :  ni 
etade  wurde  durch  die  Erweiterung  der  alten  Regel  eine  große 
morphologische  Vereinfachung  erzielt:  statt  der  zwei  Reihen  von 
echt  zusammengesetzten  Formen  (*ectade  :  etade  u.  s.  w.)  konnte 
man  sich  mit  einer  Reihe  begnügen. 

Das  irische  Präverbium  no^ 

§  584.  Das  Präverb  ir.  no  bildet  mit  dem  Verbum  nui-  un- 
echte Komposition,  und  zwar  verbindet  es  sich  nur  mit  einem  nicht 
in  anderer  Weise  zusammengesetzten  Verbum.  Es  kann  also  diesem 
Präverb  kein  anderes  Präverb  weder  vorausgehen  noch  folgen.  Im 
Präs.  Ind.  und  Konj.,  im  Fut.  und  Prät.  und  beim  Ipv.  wird  no 
nur  verwendet  um  die  Infigierung  eines  persönhchen  oder  relativen 
Pronomens   oder   des   relativen   n   zu  ermöglichen.     Beim  Ipf.  Ind. 


1.  Vgl.  Sarauw,  Irske  Studier  S.  55f.;  Stracbaii,  ZfcPh.  II  491  f. 

Pedersen:  Vgl.  kelt.  Gramm.    U.  19 


290  Ir-  no.  [§584 

und  Konj.  und  beim  Konditionalis  steht  dagegen  auch  ohne  Pro- 
nomen immer  no,  wenn  kein  anderes  Präverb  vorhanden  ist;  in 
§  604  wird  die  Vermutung  begründet  werden,  daß  auch  in  diesem 
Falle  in  Wirklichkeit  ein  infigiertes  Element  vorhanden  ist. 

Beispiele:  no-d-moladar  fesin  'der  sich  selbst  lobt'  Wb. 
17b  21;  is  hed  inso  no-chairigur  'das  ist  es,  was  ich  tadele' 
lld  1;  is  lerithir  inso  no-n-guidim-se  dia  'so  tieißig  beteich 
zu  Gott'  27d  19;  bad  samlith  n-a-chomalnith  'let  it  be  thus 
that  ye  fulfil  it'  13a  32;  an  no-n-geiss  gl.  testificans  30b  4;  is 
hed  no-molfar  'das  ist  es,  was  ich  loben  w^rde'  9a  22;  huand 
uair  nu-n-da-bertatar  filistindi  'von  der  Zeit  an,  als  die 
Philister  sie  forttrugen'  Ml.  82 d  9;  n-an-glanad  'er  soll  sich 
reinigen'  Wb.  lld  8;  —  co  m-bad  ar  thoil  doine  no-prid- 
chinn  'so  daß  ich  um  der  Menschen  willen  predigte'  18c  13;  co 
no-comalnithe  'that  it  might  be  fultilled'  3d  26;  is  do  inso 
no-ainfeda  'it  is  for  this  that  thou  wouldst  have  remained'  27 d  20. 
Das  Präverb  fehlt  jedoch  bei  den  verbundenen  Formen  des  Verbums 
'sein'  (wegen  der  hier  geltenden  besonderen  Infigierungsregeln, 
§  552,  2,  §  485  Anm.):  amal  bid  fiadib  no-crochthe  'als  ob  er 
vor  euren  Augen  gekreuzigt  würde'  Wb.  19b  6;  dicunt  alii  bed 
n-ainm  do  dorus  sainredach  'Andere  sagen,  daß  es  der  Name 
einer  besonderen  Türe  wäre'  Ml.  131c  3;  ci-pad  a  dene  §522,1; 
amal  bimmis  octarche  'as  if  we  were  dregs'  Wb.  9a  7;  ni-r- 
bo  mou  leu  brig  a  tobai  indate  bitis  cranna  doiscairi  du- 
fubaitis  'nicht  größer  erschien  ihnen  die  Bedeutung  ihrer  Zer- 
schneidung, als  wenn  es  gewöhnliches  Holz  wäre,  was  sie  zer- 
schnitten' Ml.  92d  6.  Über  den  verbundenen  Konditionalis  ro-bad 
s.  §  571,  1. 

Die  Verwendung  des  Präverbs  no  lehrt  uns  absolut  nichts 
über  seine  ursprüngliche  Bedeutung.  Es  ist  aber  sicher  mit  dem 
mc.  Präverb  neu  (mit  infigierten  Elementen  neu-s,  neu-t;  mit 
dem  perfektischen  Präverb  neu  ry  oder  neu-r)  zu  identifizieren, 
das  mit  wenig  greifbarer  Bedeutung  (vielleicht  'schon')  sowohl  vor 
einem  Präsens  als  vor  einem  Prät.  vorkommen  kann:  neu-s 
gwarchae  mynwent  'now  the  graveyard  imprisons  him';  neu-r 
doetham  y  erchi  Olwen  'we  have  come  to  ask  for  Olwen'. 
S.  Strachan,  Introd.  125;  ZE  620.  Wenn  es  sicher  wäre,  daß 
mc.  neu  'schon'  oder  'jetzt'  bedeutet  hat,  würde  man  das  Wort  zu 
skr.  nu  'jetzt'    oder  zu   lat.   nouus  'neu'   u.  s.  w.   stellen    müssen; 


§585,1]  Die  wortbildenden  Präverbia.  291 

formell  würde   man   es   am  einfachsten  als  ein  Kasus  von  *newo-s 
'neu',  etwa  *newö{d)  deuten  können. 

Die  wortbildenden  Präverbia. 

§  585.  Der  alte  Bestand  der  idg.  Präverbia  ist  im  Ir.  da- 
durch sehr  erweitert  worden,  daß  allerlei  vor  dem  Verbum  stehende 
Adverbia  in  die  Kategorie  der  Präverbia  aufgenommen  worden 
sind;  dies  ist  auch  im  Brit.  geschehen,  aber  kaum  in  so  großem 
Umfang  wie  im  Ir.  Übrigens  fehlt  im  Brit.  das  entscheidende 
Merkmal,  wonach  die  Präverbia  von  den  übrigen  vor  dem  Verbum 
stehenden  Wörtchen  unterschieden  werden  können :  die  besonderen 
Personalendungen  der  komponierten  Verba.  Auch  im  Ir.  versagt 
dies  Kriterium  bisweilen  wegen  der  Unzulänglichkeit  der  Über- 
lieferung. Ich  gebe  im  Folgenden  ein  Verzeichnis  aller  im  Ir.  mit 
Sicherheit  als  Präverbia  aufzufassenden   Wörter. 

1)  Ir.  ad-,  vor  persönl.  Pronomen  at-,  in  Relativsätzen  jedoch 
zum  Teil  ad-id-,  ass-id-,  S.  147.  Das  -d  assimiliert  sich  in  der 
echten  Komposition  mit  einem  folgenden  s,  einem  Verschlußlaut  oder 
einem  m,  schwindet  mit  Ersatzdehnung  vor  r,  l,  n,  I  476f,  I  113; 
intakt  ist  das  Präverb  ad-  in  der  echten  Komposition  nur  vor  einem 
erhaltenen  oder  geschwundenen  silbischen  Vokal  und  vor  idg.  w: 
ad-all 'Besuch',  ni  adliub  'ich  werde  nicht  besuchen';  do-ad-bat 
'er  zeigt',  ad-  kann  im  Nach  ton  schwinden,  s.  die  Beispiele  in 
§  567. 

Anm.  1.  ad-  ist  in  der  unechten  Komposition  nicht  selten  mit  ess- 
und  in-,  mit  denen  es  in  der  Stellung  vor  einem  Pronomen  zusammenfällt, 
vermischt  worden;  an  der  Vermischung  nehmen  auch  ind-  und  aith-  teil; 
zunächst  ist  in-  mehrfach  durch  ad-  ersetzt  worden:  in-cu-aid  und  ad- 
cu-aid  §  566;  ad-co-tade  :  ni  etade  §  554;  ad-greinn  'welcher  ver- 
folgt' Ml.  140c  2  neben  dem  Inf.  in-greimm;  ferner  hat  ein  altes  oder 
neues  ad-  bisweilen  einem  ass-  weichen  müssen,  zunächst  in  gewissen 
relativen  Konstruktionen  (§  536,  1),  dann  aber  auch  in  anderen  Fällen: 
as-fenimm  gl.  testificor  Wb.  22a  20  neben  do-ai -r-fenus  gl.  narraui 
18d  7;  umgekehrt  ad-  statt  ass-  :  ad-ru-bartmar  'den  wir  erwähnt 
(gesagt)  haben'  Sg.  197  b  16.     Vgl.  Sarauw,  Irske  Studier  S.  61—66. 

Zu  c.  add-  in  add-oer  'kühl'  (über  die  Präp.  mc.  att  s. 
§503,3  S.  174;  über  c.  addef  br.  ansav  s.  1388,474),  gall.  Ad- 
mageto-briga  ON;  lat.  ad  'zu'  an.  at.  Es  hat  eine  idg.  Neben- 
form d-  gegeben:  got.  at-augjan  'zeigen'  ahd.  z-ougan;  skr. 
t-sarati  'schleicht'  (Osthoff,  Bß  XXII  257).  Diese  Nebenform 
steckt  in  mc.  dwc  'wird  tragen'  com.  dog  mbr.  douc  und  lat.  d-ücö 

19* 


292  Die  wortbildenden  Präverbia.  [§585,2—6 

'ich  führe',  ist  aber  im  Ir.  durch  to-  ersetzt  worden,  s.  Verbalverz. 
ber-.     Vielleicht  auch  in  ir.  d-alte  'Zöghng'. 

2)  Ir.  air-,  proklitisch  ar-,  mit  dem  rel.  Pronomen  ar-a-; 
kann  in  betonter  Stellung  zu  er-,  ir-  umgelautet  werden,  I  358; 
über  laur-  I  339;  über  larr-  (auch  lairr-)  aus  'air  +  ro-  vgl. 
I  477. 

Ist  auch  Präp.  Daher  als  relatives  Präverb  ar-an-  Wb.  2a 
10  u.  s.  w.,  ar-in-d-  5a  31  (auch  ar-id-  7d  2).  ar-a  n-  wird 
auch  als  eine  Konjunktion  'damit,  daß'  verwendet  (ar-m-bad,  ar- 
n-di-p  I  399,  II  221;  ar-im-p  'damit  sei'  Wb.  14b  17;  ar-bed 
'daß  es  wäre'  2b  4;  negativ  ar-na-). 

Vgl.  c.  ar-feru  'to  use',  er-grynu  'to  tremble';  corn.  er-vyre 
(Präs.  3.  Sing,  yrvyr,  Part,  yrverys,  yrvyrys)  'bestimmen';  br. 
ar-bouella  'economiser';  gall.  Are-brigium  ON.     Vgl.  I  40,  91. 

3)  Ir.  aith-,  proklitisch  ad-,  vor  persönl.  Pronom.  at-.    Über 
aud-,  led-,  lid-  s.  I  339,  §  327  Anm.  1;  'aith-  +  ro  wird  (laut- 
gesetzlich? 1485)  zu  air- :  du-air-cher  'ich  habe  gekauft'  Thes.  I 
498,  14  (to-aith-  +  cren-). 

Über  Vermischungen  mit  anderen  Präverbien  s.  die  Anm.  unter  1° 
(as-gen-su  'du  kennst'  MI.  140b  3;  asa-gninaim  gl.  sapio  Sg.  146b  16; 
Inf.  aith-gne). 

Vgl.  c.  ad-brynu  'to  redeem',  ed-lygu  'to  review';  mc.  at- 
waen  corn.  as-won  1 104;  br.  a"d-ober  'refaire';  gall.  Ate-boduus 
MN.     Vgl.  I  40,  177. 

4)  Ir.  cäin-  'schön'  (S.  10,  I  23)  ist,  wie  die  Betonung  zeigt, 
als  Präverb  behandelt  in  cain-  ro-gnatha  gl.  quae  bene  acta  sunt 
Ml.  39a  24.  In  ac.  ni  cein  guodeimisauch  gl.  non  bene  passae 
kann  cein  ein  infigiertes  Adverbium  sein.     Vgl.  6°. 

5)  Ir.  cet-,  proklitisch  ceta-,  cita-  :  cet-buid,  cetbaid, 
cetfaid  'Sinn',  ceta-biinn  gl.  sapiebam,  cita-biat  'sie  fühlen, 
merken';  läse  o-  ceit-bani  'indem  du  zustimmst',  dia-  co-ceit- 
bani  'dem  du  zustimmst',  com-chet-buid  'Übereinstimmung'.  Die 
proklitische  Form  enthält  ein  erstarrtes  Pronomen,  vgl.  asa-gninaim 
unter  3°;  dabei  hat  vielleicht  auch  das  folgende  Präverb  (6°)  Ein- 
fluß geübt. 

C.  can-fod  'to  perceive'  (Präs.  3.  Sing,  cen-yw,  Fut.  cen- 
fydd,  Prät.  can-fu);  ar-gan-fod  ds.  Zu  ac.  cant  'mit'  u.  s.  w. 
I  138. 

6)  Ir.  proklitisch  ceta-,  cita-,  cetu-,  ci'atu-  'zuerst':  it  he 
ciatu-ru-chreitset  'sie  sind  es,    die    zuerst  geglaubt  haben'   Wb. 


I 


§585,6. 7J  Die  wortbildenden  Präverbia.  293 

14a  29;  is  he  cetu-ru-pridach  'er  hat  zuerst  gepredigt'  26c  4; 
ceta-ru-chreti  'der  zuerst  geglaubt  hat'  7b  11  (-ru-  ist  betont; 
vgl.  S.  247);  ceta-thuidchetar  'welche  zuerst  gekommen  sind' 
Wb.  21c  5.  War  ursprünglich  kein  Präverb,  sondern  ein  vor  dem 
unkomponierten  Verbuni  stehendes  Adverbium,  das  beim  zusammen- 
gesetzten Verbum  infigiert  wurde:  intan  ad-cita-ac£e  'als  sie  zu- 
erst sah'  Thes.  I  488,  21,  fris-cita-comrici  'dem  du  zuerst  be- 
gegnest' Thes.  II  23,  38.  Vgl.  über  das  infigierte  Adverbium  *idhe 
§  545,  2. 

Gehört  zu  c.  cynneu,  gynneu  com.  a-gynsow  mbr.  a-guetou 
I  139;  ist  eine  Pluralform  von  ir.  ce't-  c.  cynt  u.  s.  w.  I  37. 
Grundform  etwa  '^- qent-ow-es  (mit  derselben  Lautentwickelung  wie 
im  proklitischen  ro-bo,  ro-bu  §  159,  6  I  253).  Lautgesetzlich  ist 
also  cetu-,  das  wohl  immerhin  durch  weitere  Schwächung  zu 
-ceta-  werden  konnte;  die  Form  ciatu-  beruht  auf  dem  Einfluß 
der  Konjunktion  cia  (cetu  'obgleich  sie  sind'  u.  s.  w.  S.  207). 

V)  Ir.  com-,  proklitisch  con-  (nicht  eklipsierend:  con-cela-siu 
'du  mögest  verhehlen'),  vor  persönl.  Pron.  cot-,  in  einem  Relativsatz 
zum  Teil  con-id-  S.  147  f.  In  der  echten  Komposition  wird  das 
-m-  zu  -w-  (geschrieben  -n-)  vor  g- ,  zu  n  (genauer  .\)  vor  d]  es 
schwindet  vor  -s,  -k,  -t,  vgl.  I  149,  151;  vor  w-  sollte  das  -m-  laut- 
gesetzlich spurlos  schwinden,  s.  I  166,  vgl.  ad-cu-aid,  in-cu-aid, 
do-cu-aid  §  566,  §  570,  ar-a-cho-at  'das  schädigt,  aufhält';  die 
Entwickelung  -)yiw-  >  -&-  I  64  ist  in  der  Verbalkomposition  selten 
(coi-bge  'Gewebe').  Die  Form  com-  (durch  Hebung  cum-)  ist 
lautgesetzlich  erhalten  vor  Vokalen  und  vor  r,  /,  n;  oft  ist  com-  in 
anderen  Fällen,  wenigstens  in  den  Nominalformen,  analogisch 
restituiert:  com-foiride  gl.  comparandam  Ml.  64c  4;  com-chet- 
buid  s.  unter  5°,  vgl.  I  475.  Reduktion  im  Nachton:  for-n-gaire, 
for-gare  'Befehl'  I  485;  dara-do-ch-taised  §  569.  Über  die 
Form  coim-,  coem-  s.  I  324. 

Kommt  zwar  als  Präp.  (co  n-  'mit'),  nicht  aber  als  relatives 
Präverb  vor  (dafür  la-). 

C.  cyf-ar-fod  'to  meet';  cy-r-haedd  'erreichen'  S.  28;  mc. 
ryuedawt  ry-gynneryw  a  mi  'eine  sonderbare  Sache  ist  mir 
begegnet'  Mab.  29,  22  (aus  *cyn-d-er-y w);  corn.  kev-ar-wouth 
'tröste!'  P.  C.  1043;  c.  ar-gy-weddu  'to  härm',  abr.  ar-co-gued 
gl.  iniquos;  gall.  Uer-com-bogius  MN;  lat.  cum  asl.  sü  1  138. 
Da  *k'om  mit  *k'rnta  (5°)  verwandt  ist,  wäre  es  denkbar,  daß  ir. 
cot-  eine  Kontamination  der  beiden  Präverbia  wäre.      Nicht  hier- 


294  Die  wortbildenden  Präverbia.  [§585,8—10 

her  gehört  mc.  cyt-  nc.  cyd-  u.  s.  w.,  s.  §  531  und  unten  S.  322 
Fußnote. 

8)  Er.  d-,  s.  ad-. 

9)  Ir.  dl-,  di-,  de-,  prokhtisch  do-.  Im  Nachton  reduziert: 
näd  cuin-t-gim  'daß  ich  nicht  verlange',  ni  cuin-gem  Vir  ver- 
langen nicht'  Wb.  14c  12,  d  38  neben  amal  chon-de-gam-ni 
'wie  wir  bitten'  Ml.  107c  8  (cora-di-  +  saig-).  Idi-  +  od-  er- 
gibt diu-;  Idi-  +  fo-  ergibt  vielleicht  dasselbe  Resultat  (Inf.  Gen. 
PI.  diunag  gl.  baptismatum  zu  do-fo-nuch  gl.  luo;  jedoch  kann 
in  diesem  Verbum  nach  §554  auch  di-  +  od-  angesetzt  werden); 
Thurneysen,  KZ  XXVIII  150  betrachtet  du-  (in  dü-thracht 
'Wunsch',  do-dü-rgimm  'reize')  als  Ergebnis  von   de-  +  fo-. 

Auch  Präp.  (di  'von').  Relatives  Präverb  dian-  Wb.  8c  11 
u.  s.  w.  (vgl.  die  Konjunktion  dia  n-  'wenn'),  di-na-d-,  di-na- 
con-  I  399. 

C.  dy-gelu  'to  conceal'  (mir.  ni  di-chliter 'werden  nicht  ver- 
borgen'); corn.  d-re-hetho  (3.  Sing.  Konj.),  br.  di-r-eza  S.  28. 
Gall.  ßguTov-ÖE  S.  91,  I  52;  lat.  de.  Die  Grundform  ist  *de;  der 
Vokal  ist  aber  im  Kelt.  zum  Teil  verkürzt  worden,  vgl.  S.  8. 

10)  Ir.  ess-,  proklitisch  as-,  vor  einem  persönl.  Pron.  at-,  in 
Relativsätzen  jedoch  zum  Teil  assid-  S.  147;  mit  dem  rel.  Pro- 
nomen as-  oder  assa-  (die  letztere  Form  erscheint  bisweilen  er- 
starrt auch  in  nicht  relativer  Verwendung:  asa-gninaim  gl.  sapio, 
s.  3°).  Die  Form  less-  aus  *e^•s  wechselte  mit  *ek,  dessen -A;  sich 
mit  einem  folgenden  stimmhaften  Verschlußlaut  assimilierte  (vgl. 
I  477)  und  vor  einem  r-,  l-,  n-,  m-  mit  Ersatzdehnung  schwand: 
ei-rge  'das  Aufstehen'.  Die  Form  ess-  ist  jedenfalls  seit  jeher 
vor  einem  Vokal  berechtigt:  ess-eirge  'Auferstehung';  sie  ist  auch 
vor  einem  stimmlosen  Verschlußlaut  allein  belegt:  do-es-ta  'fehlt'. 
Sicher  in  analogischer  Weise  restituiert  erscheint  ess-  vor  f-:  es. 
föite  'ausgesandt'  (die  so  entstandene  Gruppe  -sf-  kann  zu  -sp- 
werden  I  421);  auch  in  diesem  Falle  ist  ess-  allein  belegt.  Ziem- 
lich selten  ist  *eks  vor  einer  Liquida  restituiert  worden;  -ksl-,  -ksr- 
ergab  dann  -U-,  -rr-:  errenaid 'zahlt!'  Ml.  20c  2  (as-ren  'er  zahlt'), 
dellig  §  569.  Noch  jünger  ist  die  Restitution  von  es-  vor  einem 
stimmhaften  Verschlußlaut:  ni  es-gaibter  gl.  nee  excipiuntur  Ml. 
145c  1,  ni-s-tuarascbat  feisin  'they  do  not  express  themselves' 
Sg.  7a  11  (to-for-ess-  +  gab-),  t-es-buith  'Fehlen'  vgl.  I  421. 
a  statt  e  in  ais-nd-is  'Erklärung'  neben  ass-ind-et  gl.  explicat 
ist  analogisch;  ebenso  gelegentHche  Formen  wie  dian-d-apir  'wo- 


§585,10—13]  Die  wortbildenden  Präverbia.  295 

von  du  es  sagst'  Sg.  66b  10.  —  Reduktion  im  Nachton:  oosna 
'endigt'  Sg.  22a  4,  Inf.  cum-s-anad  'Aufhören'  (com-od-ess- 
-f- an-);  o-s-nad 'Seufzer'  (od-ess-  +  an-). —  Über  Vermischungen 
mit  anderen  Präverbien  s.  die  Anra.  unter  1°. 

Auch  Präp.  (a,  as  'aus'  I  259).  Relatives  Präverb  as-an- 
Wb.  5b  39  u.  s.  w.,  as-na-  Ml.  125b  7  (S.  317  Z.  28f.). 

Als  Präverb  in  c.  ech-ain  'to  rest'  mbr.  eh-anaff  's'arreter'; 
*tid-  4-  *eks-  in  c.  uch-enaid  'Seufzer'  (mit  Anlautsdehnung,  vgl. 
I  255)  mbr.  huanat  (im  C.  auch  ochenaid;  durch  Vermischung 
mit  der  Präp.  o?);  *eks-  +  *pro-  ergibt  vielleicht  c.  er-  s.  §  574. 
Als  nominalbildendes  Präfix  in  mc.  eh-ofyn,  gall.  Exobnus  S.  12, 
c.  ysgarant  u.  s.  w.  S.  8.     Lat.  ex  gr.  t'S.. 

11)  Ir.  etar-,  proklitisch  eter-,  etir-,  itir-;  nimmt  die  Pro- 
nomina der  -d-Reihe,  s.  S.  147.  Beispiel:  etar-scarad  'Trennung' 
Wb.  9b  19,  eter-scertar  'werden  getrennt  werden'  8b  3.  Die 
Formen  etar-  und  eter-  u.  s.  w.  geraten  früh  durcheinander. 

Auch  Präp.  (eter,  etir  'zwischen').  Rel.  Präverb  eter-an- 
Wb.  28b  32. 

Etymologie  I  139,  vgl.  I  246. 

12)  Ir.  fo-,  proklitisch  fo-,  fu-.  Kann  in  der  echten  Kom- 
position durch  Hebung  zu  fu-  (fu-bae,  mir.  fu-ba,  Inf.  von  fo- 
ben-),  durch  a-Umlaut  zu  fa-  (ni  fa-gaib  I  369)  werden  oder 
mit  einem  folgenden  Vokal  kontrahiert  werden  (föcre,  ara-foima 
I  308;  fäcbäil  'hinterlassen,  zurücklassen',  Inf.  von  fo-  ad-  -f  gab-, 
ist  eine  unregelmäßige  Form,  die  zunächst  auf  *fa-ad-  zurückgehen 
muß).  Reduktion  im  Nachton:  aur-gnaid  neben  ar-  fo-gnat 
I  339;  tö-be  'abschneiden',  Inf.  von  to-  fo-  +  ben-;  vgl.  unter  9°. 
Über  analogische  Einführung  eines  scheinbaren  Präverbs  fo-  s. 
§  554. 

Auch  Präp.  ('unter').     Relatives  Präverb  fo-an-. 

Ac.  ni  cein  guo-deimisauch  gl.  non  bene  passae,  nc.  go- 
ddef,  di-o-ddef  'ertragen',  br.  gou-zanv  (ir.  fo-daimim  'ich  er- 
trage'). Die  c.  Nebenform  gos-  ist  durch  Verschmelzung  mit  einem 
infigierten  Pronomen  entstanden  (gos-ymdeithio  und  gosmeithio 
'mit  Vorrat  vei-sehen';  gos-tegu  'schweigen,  still  werden',  vgl.  lat. 
taceö).  *upo,  vgl.  lat.  sub  gr.  vnö  got.  uf  skr.  i'ipa  (über  die  brit. 
Formen  des  Wortes  vgl.  noch  I  34 f.). 

13)  Ir.  for-;  nimmt  die  Pronomina  der  rf-Reihe,  s.  S.  147. 
ito-for-  :  tör-mach,  Inf.  von  do-for-maig  'er  vermehrt*.  — 
Auch   Präp.   ('über').     Relatives   Präverb    for -an-    (Wb.  29  a  23), 


296 


Die  wortbildenden  Präverbia.  [§585,13—15 


for-san-  (6b  22),   mit   der  Negation   for-na-   I  399;   form-bed 
'worauf  wäre'  Ml.  23  d  17. 

Abr.  guor-cerdorion  gl.  circumcellionum;  c.  gwar-chadw 
*to  watch',  gor-chymmyn  'befehlen',  com.  gor-hemennaf  'ich 
werde  befehlen',  br.  Inf.  gour-c'heraenn;  gall.  uer-tragus  I  35. 
Vgl.  I  246      Zu  lat.  s-uper  gr.  i/tio  got.  ufar  skr.  npäri. 

14)  Ir.  frith-,  proklitisch  friss-,  vor  einem  persönl.  Pro- 
nomen frit-,  in  Relativsätzen  jedoch  zum  Teil  frissid-,  S.  147f. 
In  der  echten  Komposition  findet  sich  zum  Teil  eine  scheinbare 
Assimilation  an  einen  folgenden  Verschlußlaut:  frecre  'Antwort', 
freccor  ceil  'Verehrung';  frebaid,  Inf.  von  fris-ben  'heilt';  diese 
Assimilation  ist  kaum  lautgesetzlich,  s.  I  419;  daneben  finden  sich 
Formen  mit  erhaltenem  -th  und  folgender  analogischer  Lenition, 
I  473,  und  schließlich  Formen  mit  fres-  :  fres-csiu  'Hoffnung' 
(fris-aiccim  gl.  opperior,  s.  Verbalverz.  ad-ci-).  freisndis  'Wider- 
spruch' ist  regelmäßig  aus  frith-ess-ind-  +  Verbum  (Verbalverz. 
-fiad-)  entstanden,  vgl.  os-  aus  od-ess-  unter  10°. 

Auch  Präp.  (fri  'zu,  gegen').     Als  relatives  Präverb  frissan-. 

Etymologie  I  43 f.,  439.  Ursprünglich  kein  Präverb;  die  prokli- 
tische  Form  friss-  ist  die  konjugierte  Präposition  in  der  Form  der 
3.  Sing.  Beispiele  für  die  Komposition  mit  Infinitiven  und  Verbal- 
formen im  Brit. :  c.  gwrth-air  'protest'  (=  ir.  frecre  'Antwort') 
gwrth-eb  'objection',  corn.  gofth-eby  'antworten'.  An  zweiter 
Stelle  steht  das  Präverb  scheinbar  inmc.  am-ry-sson  'Streit,  streiten', 
ir.  imbressan,  Präs.  3.  PI.  im-fre-snat  {-w-  wäre  im  C.  nach  dem 
-mb-  des  ersten  Präverbs  so  früh  geschwunden,  daß  es  keinen  Ein- 
fluß auf  die  Entwicklung  des  folgenden  r  ausüben  konnte;  der 
Dental  des  Präverbs  wäre  vor  dem  s-  geschwunden;  oder  c.  -ry- 
aus  *{p)ro,  das  irische  Wort  entlehnt?). 

15)  Ir.  iarm-,  iar-,  proklitisch  iarmi-,  iarmu-,  iarma-  : 
iarm-uidigthe  gl.  postposita  Sg.  3b  31,  iarmu-ru-sudigestar 
gl.  postposuit  Ml.  130a  7;  iar-f-aigid  'fragen',  iarmi-foig  'wo- 
nach er  fi-agt'  70c  6.  Auch  Präp.  (iar  n-  'nach'),  aber  als  rela- 
tives Präverb  nicht  belegt. 

Etymologie  I  93.  Über  Spuren  des  Wortes  im  Brit.  s.  S.  158, 
I  438.  Ursprünglich  kein  Präverb;  die  prokhtische  Form  enthält 
ein  Pronomen  (iarmu-  =  iarum,  konjugierte  Präposition  3.  Sing. 
Mask.,  iarmi-  3.  Sing.  Fem.?);  daraus  scheint  die  Form  der 
echten  Verbalkomposition  entstanden  zu  sein:  in  dem  einheitlichen 
Worte  mußte  der  Vokal  der    zweiten  Silbe  schwinden  (iar-faigid 


§585.15—17]  Die  wortiiädeDdeii  Vnwetbt».  297 

hat  ofileniertes  f^  TgL  nir.  fiafmigbe;  die  Leniticm  in  iann- 
nidigthe  ist  analo^ischf.  In  der  Nominalkoinposition  mag  iar  n- 
Todtommen:  an-iar-tüaid  ^oa  Nndwesten^  !%€&  11  13.  30. 

16)  It.  imb-.  {NrokÜtisch  im-,  imm-.  mit  dem  Beiatir- 
{NTonomen  imme-^  imma-.  Die  Tolle  Form  imb-  kann  tot  Vokal 
und  r-  Torkommoi  (auch  in  den  Fäüen.  wo  ein  f-  tot  dem  Vokal 
oder  dem  r-  durch  Loiition  gesdiwmkdeii  istii;  mit  einem  lenierten 
»-  Terschmilzt  sie  za  imp-  :  imb-radnd  und  im-radad  'Denken': 
impüd  'Umdrebmig^  zn  imme-soi-sia  ^wdohe  dn  drehst'  ML 
lila  6.  Ycac  andearm  Konsonanten  steht  im-,  ror  Vokalen 
oft  iimm-.  —  Über  die  Toidenz  dieses  WMtes.  ach  za  einem 
syntaktischen  Präreih  zor  Bezeichnung  der  BeflexiYität  zn  ent- 
wickeln, s.  §  550  S.  244.  §  552.  4. 

Auch  Präp.  0m,  imm  *am\  BelatiTes  PräTerb  iniman- 
ML  50d  2,  immon-  Thes.  II  294.  27.  immaan-  ML  l?b  4.  nir. 
mo-an-  I  264:  im-  I  399. 

E^in<^k)g;ie  I  45.  Neben  der  normaloi  biit  ¥orm  am-  ic 
am-ddiffjn  Verteidigen*;  am-wyn  'reiteidigen',  Präs.  3.  Sing, 
am-wg;  br.  am-onk  'difl&er,  lemettre'';  ooni.  am-bosas  -er  rer- 
^Kscfa^  kommt  hänfiger  eine  nmgelant^be  Fonn  c.  jm-,  com.  em-. 
jm-  (om-)  br.  em-  tot  (c.  jmddiddan,  S.  5611;  diese  Fonn  ist 
als  Bezeichnung  der  r^eaiTen  (|and  xeziprokenjl  Funktion  des 
Verbums  {wodukthr:  mc.  yd  ym-gerrnt  ^sie  fiditai  ach  gegen- 
seitig' Mab.  234.  13;  njt  jm-gelaf  -ich  weide  midi  nicht  rer- 
hdil«i'  209;  3;  com.  em-lathe  t  honan  ^sich  sdbst  töten'  B.  D. 
2073:  mab  du  ef  a  om-wra  *he  malres  himaeif  Son  of  God' 
M.  C.  143:  rm-saw  ^are  diyself  P.  C  2866;  mhr.  em-rentaff 
"se  rendre':  im  Mlv.  gsht  oft  ein  Ofajddbqxon.  Tonus:  hoz  em  quifit 
'Ihr  werdet  euch  finden  (weidet  sein)';  e-m  em  tennif  f  ich  werde 
mich  zurückziehen*  Nonne  1421.  307:  e-n  em  discuezas  *er  zdgte 
sich*  Je&  173a.  Im  Nlv.  ist  die  mit  dem  Ptcml  da-  3.  Sing.  Mask. 
rerbundene  Form  yerallgraneineft  worden  (en  em  garomp  -wir 
lieben  uns'  u.  s.  w),  s.  Emanh,  Rc  VUI  36fil;  falsch  oboi  I  492. 

17)  Ir.  in-,  tot  einon  peisönL  Pron.  at-.  in  einem  Belatir- 
äatz  jedodi  zum  Teil  assid-,  s.  S.  147.  Das  -n  ist  der  idg.  Aas- 
lant  und  veisdimilzt  daher  in  der  echten  KompositiMi  nadi  den 
B^eln  der  Lautldire  mit  einem  iiJgenden  stimmlosoi  Veischlaft- 
laut  und  mit  gewissen  anderm  KcMisonantai :  ecoscc  'Aussdien* 
zu  in-  cho-sig  H>ezeichnet'  (über  die  kurznAalischen  Formen  wie 
tecosc  'Bdehnmg^,  rgj.  I  419:    anders  Thnmepen  Handb.  4701; 


298  Die  wortbildenden  Präverbia.  [§585,17—21 

durch  Neuerung  trat  die  Form  in-  mit  folgender  Lenition  ein: 
in-chosc  'bezeichnen',  t-in-chosc  'Belehrung';  so  wurde  in-  mit 
ind-  (18°)  vermischt,  weshalb  auch  vor  Vokal  ind-  statt  in-  auf- 
treten kann:  hua-r-ind-ualad-su  gl.  quo  inisti  Ml.  93c  14.  Über 
die  Vermischungen  in  der  Proklise  s.  die  Anm.  unter  1  °. 

Auch  Präp.  (i  n-  'in').  Als  relatives  Präverb  in-  (über  die 
spätere  Entwickelung  vgl.  §  541,  3). 

Die  brit.  Formen  der  Präp.  sind  I  400  f.,  402  und  in  §  494, 
497,  500,  506  angeführt;  für  das  Präverb  fehlen  klare  Belege. 
Gall.  e-ssedum  I  86.  Lat.  in  gr.  sv,  Ivi  got.  in.  Die  Neben- 
form *eni  ist  in  der  Nominalkomposition  belegt  (ir.  in  gen  'Mäd- 
chen' I  101);  in  der  Verbalkoraposition  ist  eine  andere  Nebenform 
*m  (skr.  m  'nieder,  hinein')  belegt:  ar-nei-gdet  I  340,  486. 

18)  Ir.  ind-,  proklitisch  vielleicht  bisweilen  ind-  in  den 
Fällen,  in  denen  die  Erhaltung  des  -d-  lautgesetzlich  möglich  war 
(ind-a-ärben  oder  in-da-ärben  §  486  S.  148),  in  der  Regel  je- 
doch in  (lautgesetzlich  vor  allen  Konsonanten),  vor  einem  persön- 
lichen Pronomen  at-  (in-samlathar  'er  ahmt  nach'  Wb.  9a  15, 
a-ta-samlibid  'Ihr  werdet  ihnen  nachahmen'  5a  13;  in-ärbenim 
Sg.  146b  10  gl.  appello,  lasse  a-ta-ärban  'indem  er  sie  vertreibt' 
Ml.  65a  14).  In  der  echten  Komposition  mußte  die  Form  lind- 
lautgesetzlich  nicht  nur  vor  Vokalen,  sondern  wegen  der  Lenition 
auch  vor  gewissen  Konsonanten  (I  114)  erhalten  bleiben:  ind- 
ar-pe  'Vertreibung",  intamil  'Nachahmung'  (-t-  aus  -d-  +  leniertem 
s).  ind-  ist  aber  so  mit  dem  unter  17°  besprochenen  Präverb 
vermischt  worden,  daß  es  oft  nicht  zu  entscheiden  ist,  ob  ursprüng- 
lich ind-  oder  in-  vorhegt.  —  Etymologie  I  45,  vgl.  II  10,  11. 

19)  Ir.  mad-:  mad-bocht 'gut  wurde  geerntet'  Thes.  11334,3 
vgl.  S.  263,  I  272.  —  Mc.  mat  S.  277,  276. 

20)  Ir.  mi-:  mi-tn-imret  'daß  sie  ihn  betrügen'  Ml.  74b  22; 
vgl.  56b  26.     Ist  ursprünglich  kein  Präverb;  vgl.  oben  S.  10. 

21)  Ir.  -ni-  s.  unter  17". 

22)  Ir.  oc-,  proklitisch  ocu-:  ocu-biat  'sie  werden  berühren' 
Ml.  126b  12,  ocu-bendar  'who  are  touched',  nad  ocmanatar 
'who  are  not  touched'  54a  12,  nicon-r-ocmi  §  563  Anm.  1.  Ist 
kein  altes  Präverb,  sondern  eine  jüngere  Präposition  (oc  'bei';  zur 
Etymologie  vgl.  I  126;  anders  Vendryes,  Rc.  XXXI  104).  Die 
proklitische  Form  ist  die  3.  Sing.  Neutr.  der  konjugierten  Präpo- 
sition, vgl.  S.  151.  Das  in  der  echten  Komposition  auf  oc-  fol- 
gende -m-  kann  teilweise  nach  I  387  aus  dem  anlautenden  b-  der 


§585,22—24]  Die  wortbildenden  Präverbia.  299 

Verbaiform  entstanden  sein;  es  wird  aber  durch  iar-m-,  re-m- 
u.  s.  w.  gestützt  worden  sein. 

2i5)  Ir.  *od-  bildet  nur  echte  Konoposition,  es  steht  daher  in 
finiten  Verbalformen  niemals  an  erster  Stelle.  Das  -d-  verschmilzt 
mit  einem  folgenden  Geräuschlaut  und  schwindet  mit  Ersatz- 
dehnung vor  einem  folgenden  r-,  l-,  «-;  -d-m-  wird  in  nicht  laut- 
gesetzlicher Weise  zu  -mm-;  nur  vor  silbischen  Vokalen  und  w- 
müßte  das  -d-  lautgesetzlich  bleiben,  dieser  Fall  ist  aber  nicht 
belegt.  Im  Nachton  schwindet  das  Präverb  meist  ganz  und  ist 
nur  an  der  Gestalt  der  vorhergehenden  und  folgenden  Konsonanten 
erkennbar  (mit  einem  vorhergehenden  Vokal  kontrahiert:  föcre, 
fo-d-uacair  I  316).  Vgl.  die  Beispiele  in  §  567.  Über  Ver- 
mischung mit  ifo-  vgl.  §554.  In  Infinitiven  und  anderen  Verbal- 
substantiven erscheint  *od-  nicht  selten  an  erster  Stelle:  uccu 
'Wahl',  vgl.  Verbal verz.  gu-;  opad,  obbad  'Weigerung'  I  476; 
ind  öcbäl  'the  rising'  Thes.  II  13,  24f.;  osnad  'Seufzer'  s.  unter 
10°.  In  der  finiten  Verbalflexion  tritt  vor  ein  ursprüglich  an 
erster  Stelle  stehendes  *od-  ein  weiteres  Präverb  (co-ta-ocbat  gl. 
exsurgunt  Thes.  II  13,  26);  ausnahmsweise  wird  die  Reihenfolge 
der  schon  vorhandenen  Präverbia  umgekehrt:  oslucud  'öffnen' 
Ml.  46b  5  (od-  ess-  +  leic-),  Prät.  3.  Sing,  as-öilgg  LU  59a  39 
(ess-  od-;  die  Wurzelform  -Igg  ist  aus  den  Flexionsformen  über- 
tragen, in  denen  noch  eine  Silbe  folgte);  häufiger  jedoch  mit  vor- 
gesetztem air-  :  ar-n-da-osailci  'daß  sie  sich  öffnet'  Sg.  147a  2. 

Wird  auch  in  manchen  brit.  Zusammensetzungen  vorliegen 
(c.  uchenaid,  ochenaid  10°,  diffryd  I  477).  Vgl.  skr.  ud  'hin- 
auf, hinaus'.  Es  gab  eine  idg.  Nebenform  *wo?,  worauf  an.  üt 
'hinaus',  asl.  vij-  (untrennbares  Präverb)  ds.  beruhen.  Über  die  Über- 
einstimmung des  Keltischen  und  des  Slavischen  im  Akzent  s.  I  259. 

24)  Ir.  rem-,  proklitisch  remi-,  mit  dem  relativen  Pronomen 
auch  reme-  :  remi-suidigddis  'sie  pflegten  vorzusetzen'  Sg.  28a9; 
a  trede  remi -erb  art  'die  drei  Sachen,  die  er  zuvor  gesagt  hat' 
Wb.  5c  22;  reme-n-uicsed  gl.  praeoptare  'daß  er  voraus  wünschte' 
Ml.  47c  12;  rem-suidigud  'Vorsetzung'  Sg.  215a  4. 

Auch  Präp.  (re  n-  'vor',  temporal),  vgl.  I  392.  Ist  kein  altes 
Präverb;  die  prokhtische  Form  ist  die  3.  Sing.  Fem.  der  konju- 
gierten Präposition,  s.  S.  151.  Gehört  hierher  corn.  re,  ren  in 
Beteuerungen  (re  dev  an  tas  'by  God  the  Father',  ren  ov  thas, 
ren-o-thas  'by  my  father';  eigenthch  etwa  "vor",  örtlich)? 

25)  Ir.  ro-.     Steht  als  wortbildendes  Präverb  unmittelbar  vor 


300  Die  wortbildenden  Präverbia.  [§585,24—27 

dem  Verbum  (also  nach  allen  anderen  Präverbien);  einige  Beispiele 
in  §  572,  1;  beim  perfektischen  Präverb  hat  sich  diese  Stellungs- 
regel vielfach  verschoben,  s.  §  565.  Sonst  besteht  kein  lautlicher 
Unterschied  zwischen  dem  wortbildenden  und  dem  syntaktischen 
Präverb. 

Ac.  ri-t-pucsaun  S.  156,  nc.  rhy-bucho  'to  long  greatly'; 
c.  rhy-buddio  'warnen'  I  474;  an  zweiter  Stelle  in  c.  cy-r-haedd 
corn.  d-re-hetho  br.  di-r-eza  S.  28  (ir.  ro-saig  'reicht  bis'); 
mc.  d-ry-chauel,  dy-r-chauel,  corn.  d-re-hevel  I  334.  Über 
das  perfektische  Präverb  im  ßrit.  s.  §  574.  Zu  gr.  /r^o,  lat.  pro- 
ficiscor,  got.  fra-  {fra-letan  'entlassen'),  lit.  pra-  (pra-kifsti 
'durchhauen'),  asl.  pro-  [pro-günati  'verjagen'),  skr.  pra-  [pra- 
hudhjate  'erwacht').  Das  Präverb  scheint  in  allen  idg.  Sprachen 
ursprünghch  an  letzter  Stelle  unmittelbar  vor  dem  Verb  gestanden 
zu  haben,  vgl.  Strachan,  Trans.  Phil.  Soc.  1895—98  S.  170,  KZ 
XXXV  612f.,  Jackson,  KZ  XXXVl  149ff. 

26)  Ir.  sechm-,  proklitisch  sechmi-,  sechmo-  :  lasse 
sechmi-n-ella  'indem  er  vorübergeht'  Ml.  61a  5,  sechmo-ella 
'entbehrt'  Sg.  196b  2;  nad  sechm -alla  gl.  qui  non  omittit 
Ml.  35  d  13. 

Zur  Präposition  sech  I  129,  439  (rel.  Präverb  sech-an-  Ml. 
120b  2).  Ist  kein  altes  Präverb;  sechm-,  sechmo-,  sechmi-  ist 
nach  dem  Muster  von  iarm-,  iarmu-,  iarmi-  (15°),  gebildet;  vgl. 
22°,  24°,  27°,  29°. 

27)  Ir.  tarm-,  proklitisch  tarmi-  :  tarmi-berar  'wird  über- 
tragen', tairm-thecht  'Übertretung'.  Zur  Präp.  tar  I  439  (rel. 
Präverb  tar-an-,  dar-an-).  Kein  altes  Präverb;  tarm-,  tarmi- 
sind  nach  15°,  24°  gebildet. 

28)  Ir.  to-,  proklitisch  do-.  to-  kann  durch  Hebung  zu  Itu- 
(ceta-thui-dchetar  'welche  zuerst  gekommen  sind'  neben  do-de- 
chuid  'ist  gekommen',  s.  Verbalverz.  do-tiag-),  durch  -a-Umlaut 
zu  ta-  (nicon-ta-rat  I  369)  werden;  über  den  scheinbaren  -f-üm- 
laut  in  ni  tirga,  ni  terga,  nicon-tiber  vgl.  I  358  und  Verbal- 
verz. leic-;  wird  vor  einem  Vokal  zu  t-  elidiert  (I  305);  wird  nach 
dem  Schwunde  eines  idg.  w-  mit  einem  folgenden  Vokal  kontrahiert 
(tör-mach  'Vermehrung'  :  do-for-maig  'vermehrt'). 

Auch  Präp.  (do  'zu').     Als  relatives  Präverb  di-an-. 

C.  dy-  corn.  de-  br.  di-  I  284.  In  der  Nominalkomposition 
c-  ty-  (ty-wysog  I  308).  Hierher  wohl  die  Präverbgruppen  c. 
d-ad- (d-ad-brynu  'zurückkaufen,  loskaufen',  corn.  d-ys-prenne; 


I 


§585,27.28]  Die  wortbildenden  Präverbia.  301 

mbr.  d-az-prenaff  I  528;  vgl.  ir.  Inf.  t-aid-chricc),  d-ar-  (c. 
d-ar-feru  Ho  accustom',  vgl.  ir.  do-air-bertar  fo  reir  da*  'sie 
werden  unter  den  Willen  Gottes  gebracht'  Wb.  22c  10;  c.  d-ar- 
paru  'to  prepare,  to  make  ready',  corn.  Ipv.  d-ar-bar  'prepare', 
br,  d-ar-bari  'servir  d'aide-magon'),  d-an-  (c.  d-an-fon  'senden' 
=  an-fon,  corn.  d-an -von,  'wohl  *to-'Q,dhi-  +  *mon-,  vgl.  lat. 
moneö;  die  Präverbgruppe  entspricht  dem  ir.  t-ind-  z.  B.  in 
t-ind-nacul  'Zuerteilung'),  d-am-,  d-ym-  (c.  d-am-ry-son 
'streiten'  =  am-ry-son,  vgl.  14°;  d-ym-gyf-arch  'grüßen',  vgl. 
ir.  Inf.  im-chom-arc  'Gruß';  br.  d-am-glevet  'entendre  ä  demi', 
d-am-zigeri  'entr'ouvrir';  corn.  d-onm-ethy  'heiraten'  Beun.  Mer. 
327,  329,  br.  d-im-izi  'heiraten,  sich  verloben',  vgl.  c.  dy-weddi 
'betrothal,  espousals';  entspricht  der  ir.  Präverbgruppe  t-imb-  z.  B. 
in  t-im-ne  'Auftrag').     Zur  Etymologie  vgl.  §  415  S.  74. 

29)  Ir.  trem-,  tre-,  proklitisch  tremi-  und  tris-  :  tremi- 
berar  'wird  übertragen'  Wb.  8a  5,  ni  trem-f eidliget  i-ssa 
suthin  'sie  halten  nicht  aus  für  immer'  Ml.  21  d  4;  tris-n-gatat 
gl.  configere  'daß  sie  durchbohren'  75b  9,  ro-t-tre-gdastar  'hat 
dich  durchbohrt'  LL  108b  47,  no-m;thre-gtaifet  'werden  mich 
durchbohren'  67b  17  (als  nicht  komponiert  behandelt;  vgl.  tre- 
catim  gl.  foro  Thes.  II  42,  21).  Das  Präverb  tre-  steckt  viel- 
leicht auch  in  to-thre-bach  gl.  eruptio  Ml.  129d  9,  123d  2 
(Sarauw,  Irske  Studier  S.  71). 

Auch  Präp.  (tri,  tre  'durch').  Rel.  Präverb  tre-san-  Wb. 
27c  20,  tresin-dip-piat  'wodurch  euch  werden  werden',  tresin- 
da-bia  'wodurch  ihnen  werden  wird'  25d  8. 

Etymologie  §  305,  1  m  I  438,  vgl.  I  439.  Als  Präverb  in 
abr.  tre-orgam  gl.  perforo  (und  in  corn.  ov  tre-nyge  'flying  over"? 
oder  d-re-?).  Wohl  kein  altes  Präverb;  tremi-,  trem-  ist  nach 
remi-,  rem-  (24°),  tris-  nach  fris-  (14°)  gebildet. 

Anm.  2.  Auch  einige  nicht  als  wortbildende  Präverbia  vorkommende 
Präpositionen  sind  als  relative  Präverbia  belegt:  co  'bis'  (c.  bw-  in  bw-y- 
gilydd  S.  215),  rel.  Präv.  cosa-tuidches  'zu  dem  man  gekommen  ist' 
Sg.  199b  1  (daneben  als  Konjunktion  co  n-  §  511  Anm.  S.  182,  I  399 f.):  la  'bei' 
(§  179,  1  I  275),  rel.  Präv.  lassan-  Wb.  14d  28,  lasn-  8d  10,  30c  23; 
0  'von',  rel.  Präv.  boan-  5c  16,  huan-  Thes.  I  485,  18,  hon-  Ml.  17c  7, 
on-did  'wovon  ist'  Wb.   12 d  23. 

Anm.  3.  Ein  im  Ir.  nicht  vorkommendes  altes  Präverb  liegt  vor  iu 
c.  he-brwng  u.  s.  w.  I  119  und  in  mc.  han-fot  'herkommen  aus',  s. 
S.  158  und  §  647.  Vgl.  skr.  sam-bhavalt  'entsteht,  stammt  von'  (die  gewöhn- 
liche   Bedeutung    des  Präverbs  im  Skr.   ist   'zusammen,   zugleich";    die  Be- 


302  Die  wortbildenden  Präverbia.  [§586,1 

deutung  'von'  in  ir.  an-iar  u.  s.  w.    verhält    sich   dazu  wie  sl.  sü  'von'  zu 
SM  'mit'  aus  *k'otn  oder  gr.  xarä  'herab  von'  zu  ac.  cant  'mit',  I  138). 

§  586.  1)  Wie  schon  die  in  §  585  angeführten  Beispiele 
zeigen,  ist  Häufung  von  Präverbien  im  Kelt.  eine  häufige  Er- 
scheinung. Gruppen  von  zwei  wortbildenden  Präverbien  sind  ganz 
gewöhnlich,  auch  Gruppen  von  drei  wortbildenden  Präverbien  sind 
häufig;  selten  sind  nur  die  Gruppen  von  mehr  als  drei  wortbilden- 
den Präverbien. 

In  zahlreichen  Fällen  läßt  sich  beobachten,  daß  das  letzte 
Präverb  besonders  bedeutsam  ist,  während  die  vorhergehenden  Prä- 
verbia für  die  Bedeutung  mehr  oder  weniger  gleichgültig  sind  und 
den  Eindruck  machen,  später  angetreten  zu  sein:  ir.  to-air-ro- 
+  can-  'prophezeien'  (do-aur-chanaimm  I  339,  do-ar-r-chet 
I  477;  -ro-  hat  die  Bedeutung  des  gr.  7iq6-  in  ftQO-q)tJTrjg).,  air- 
fo-  +  em-  (inti  ar-a-foim  'he  who  receives',  inti  hon-eroimer 
'he  from  whom  it  is  received'  Ml.  17c  7,  Inf.  air-itiu;  ist  ur- 
sprünglich identisch  mit  lat.  sümö);  air-ro-  +  gab-  (con-dom- 
ar-r-gabad-sa  gl.  ut  me  comprehenderet  Wb.  17 d  14,  Part. 
aur-gabtha  Thes.  II  28,  35;  vgl.  lat.  pro-hibeö);  to-di-fo- 
-I-  reg-  (dodürgimm  'ich  reize',  Inf.  tudrach;  die  Bedeutung  ist 
kausativisch  zur  Bedeutung  des  lat.  surgö),  imb-ro-  +  mid- 
(immormus  'Sünde';  vgl.  d. .sich  vermessen).  Besonders  die 
Präverbia  to-  und  di-  stehen  oft  vor  einem  anderen  Präverb  ebenso 
bedeutungsleer  wie  etwa  d.  her,  hin  in  herum,  hinaus  u.  s.  w.: 
ir.  to-aith-  +  cren-  'zurückkaufen';  c.  d-an-fon,  d-am-ry-son, 
d-ym-gyf-arch,  §  585,  28°;  c.  d-ar-feru  ir.  do-air-bertar 
ebenda,  vgl.  gr.  fcsgi-cpegco  {7reQi-rjvey'/.sv  elg  eavrov  ^d-^vag  u.  s.  w.) ; 
ir.  do-etar-cuirethar  'intercedes'  Wb.  4b  19;  to-com-  -f-  sech- 
'folgen'  (du-d-choisgedar  'welche  darauf  folgt'  Ml.  62c  6b,  vgl. 
lat.  con-sequor);  to-ess-  -f  sem-  'ausgießen,  vergießen'  (Präs. 
3.  PI.  do-esmet,  Inf.  teistiu);  to-od-  -f  sem-  'zeugen'  (Präs. 
3.  PI.  do-fuismet,  Inf.  tuistiu);  di-ro-  -f  cöin-  'verzweifeln' 
(Präs.  3.  PI.  de-ro-chöinet,  Inf.  de-r-choiniud);  di-od-  +  ber- 
'wegnehmen,  betrügen'  (Präs.  3.  Sing,  do-opir,  Inf.  diupart).  Bis- 
weilen sind  die  Präverbia  synonym  (od-ess-  in  osnad,  oslucud, 
s.  §  585,  10°,  23°);  bisweilen  wird  geradezu  dasselbe  Präverb  wieder- 
holt (ess-ess-  +  reg-  in  ess-eirge  'Auferstehung';  in-t-in-scana 
'beginnt',  Inf.  in-t-inn-scann;  o-to-cho-sgedar  gl.  consequens 
'welcher  folgt'  Ml.  103d  25;  im-t-im-celfam-ni  gl.  cingemus 
24a  7;  to-ad-to-ad-  -f  leic-  in  do-n-atalcfe  gl.  cum  deleniueris 


§586,2.587,1—3]         Stellung  des  Verbums.  303 

69c  6,  Inf.  inna  t-a-t-a-lc  gl.  fomenta  144c  6  [zu  -Ic  vgl.  S.  299 
Z.  22]    eig.  "heranlassen",  dann  'liebkosen'). 

Einen  gewissen  Einblick  in  den  Vorgang  der  Häufung  der 
Präverbia  gewähren  die  in  §  554,  §  569  und  §  585,  23  besprochenen 
Verhältnisse. 

2)  Vermischungen  und  Fehlbildungen.  Die  Grenzen  z\vischen 
den  verschiedenen  Präverbien  einer  Präverbgruppe  oder  zwischen 
den  Präverbien  und  dem  Verbum  sind  für  das  irische  Sprachgefühl 
öfters  unsicher  geworden.  Die  Präverbgrupi^e  fo-ro-  ist  bisweilen 
mit  dem  Präverb  for-  vermischt  worden,  vgl.  §  174  Anm.  2  1271; 
die  Präverbgruppe  to-ro-  in  to-r-be  'Nutzen'  (vgl.  lat.  prö-sum) 
ist  als  to-for-  autgefaßt  worden  (do-r-or-ban  gl.  proficit  'kann 
nützen'  Ml.  62a  20).  Vgl.  noch  fo-d-uacair  I  316,  do-r-iltiset 
I  358,  ad-ru-spen  I  421.  Ein  nicht  zusammengesetztes  Verbum 
ist  bisweilen  als  zusammengesetzt  aufgefaßt  worden:  dodonaimm, 
forcenn-  §  552,  3  S.  245;  do-d-fongad  §  554;  ad-ro-rsat  'sie 
haben  angebetet'  zum  Präs.  1.  Sing,  lasse  nad-n-adraim-se  gl. 
non  adorando,  obgleich  es  sich  um  ein  lat.  Lehnwort  handelt  (I  207). 


Das  Verbum  \ 

XIV.    Syntax  des  Verbum  fluitum. 

§  587.  Stellung  des  Verbums.  Das  Verbum  finitum  steht 
im  Inselkeltischen  normaler  Weise  an  der  Spitze  des  Satzes.  Em- 
phatische Voranstellung  eines  anderen  Satzgliedes  wird  durch  die 
relative  Umschreibung  (§  547)  vermieden.  Vor  dem  Verbum  stehen 
nur  I)  Konjunktionen  (die  etymologisch  eigenthch  dem  Hauptsatz 
angehören;  Beispiele  I  397,  §  511  Anm.  1  S.  182 f.);  2)  das  Ad- 
verbium ir.  bes  'vielleicht'  (das  eigentlich  einen  besonderen  Satz 
bildet,  §  511  Anm.  2  S.  183);  3)  die  Präverbia  (zu  denen  seit 
vorkeltischer  Zeit  auch  die  Negationen  gehören,  die  z.  B.  im  Sla- 
vischen  immer  mit  dem  Verbum  eine  ßetonungseinheit  bilden:  russ. 
nS  hyl  'er   war  nicht',    kak  on   ni   byl   umjön   'wie   klug   er  auch 


1.  Stokes,  Beiträge  zur  vgl.  Sprachforschung  III  47—64,  VI  459—474, 
VII  1-69,  253—256;  Ebel,  ebenda  III  257-270;  Stracban,  The  Verbal 
System  of  the  Saltair  na  Eann,  Trans.  Phil.  Soc.  1895—1898,  1—76; 
Stracban,  Grammatical  Notes,  ZfcPh.  II  480-493,  UI  474—491.  Vgl.  die 
bei  den  einzelnen  Abteilungen  angeführte  Literatur. 


304  Stellung  des  Yerbums.  [§587.4—6 

[§  526  Schluß]  war'  nach  derselben  Akzentregel  wie  pri-hyl  'er  ist 
angekommen');  4)  die  infigierten  Pronomina  (die  beim  Verbum 
simplex  suffigiert  erscheinen);  5)  einige  Adverbia  (die  wohl  ur- 
sprünglich beim  präverbversehenen  Verbum  infigiert  wurden,  beim 
Verbum  simplex  aber  proklitisch  waren);  im  Ir.  wurden  sie  teilweise 
mit  den  Präverbien  vermischt,  s.  §  585,  4,  6,  19,  20;  bei  nuie-, 
uile-  I  474  und  bei  mos-  'bald'  in  raos-riccub-sa  'ich  werde 
bald  kommen'  läßt  sich  die  Vermischung  mit  den  Präverbien  nicht 
direkt  beweisen;  jedoch  spricht  die  Erhaltung  des  Auslauts  in 
mos-  *moA;'s  I  78  (Nebenform  rao-,  mu-)  sehr  dafür,  vgl.  §550,  3; 
auch  im  C.  stehen  gewisse  Adverbia  vor  dem  Verbum:  ac.  cein 
§  585,  4,  mc.  mad-  'gut',  moch-  'bald'  §  544  Anm.;  bei  ir.  -d- 
c.  yd  ist  mit  Bezug  auf  die  Wortstellung  besonders  auf  §  537 
Schluß  S.  223,  §  545,  2  zu  verweisen;  zu  den  irischen  als  Prä- 
verbia  verwendeten  konjugierten  Präpositionen  (§  585,  14,  15,  22, 
24,  26,  27,  29)  vgl.  corn.  rygthy  a  seff  S.  239  Z.  20;  6)  einige 
fragende  Wörter.  Die  Fragepartikel  in  gehört  im  Ir.  ganz  zu  den 
Präverbien,  sei  es,  daß  dies  auf  einer  ererbten  Regel  beruht,  sei 
es,  daß  sie  erst  auf  ir.  Boden  mit  den  Präverbien  vermischt  worden 
ist.  Das  fragende  Pronomen  bildet  in  der  Regel  einen  besonderen 
Satz,  wonach  relative  Konstruktion  eintritt  (§  520);  es  finden  sich 
jedoch  viele  Spuren  einer  älteren  Regel,  wonach  das  fi-agende  Pro- 
nomen einfach  an  der  Spitze  des  Satzes  vor  dem  Verbum  stand; 
solche  Spuren  sind:  das  an  der  Spitze  des  Satzes  stehende  fragende 
Prädikatsnomen,  das  im  C.  betont,  im  Ir.  (was  wohl  älter  ist)  pro- 
klitisch ist  (S.  199,  201);  die  adverbiellen  Ableitungen  des  fragenden 
Pronomens  (S.  205)  und  im  Brit.  das  von  einer  Präposition  regierte 
fragende  Pronomen  (§  523,  3;  vgl.  für  das  Ir.  §  521,  2);  und 
schUeßHch  die  in  §  522,  6,  §  523,  8  besprochenen  Fälle,  in  denen 
das  Neutr.  'was?'  als  Subjekt  oder  Objekt  mit  dem  Verbum  ver- 
bunden ist  (das  fragende  Pronomen  ist  sogar  in  einigen  Fällen 
Vermittler  der  Infigierung  eines  persönlichen  Pronomens;  auf  die 
Betonung  der  Präverbia  übt  es  in  ir.  ce-röich  Einfluß;  diese  Er- 
scheinungen kommen  jedoch  nur  sporadisch  vor).  Daß  in  einer 
älteren  Zeit  auch  das  Mask.  'wer?'  als  Subjekt  mit  einem  Verbum 
verbunden  werden  konnte,  folgere  ich  aus  den  von  Loth,  Rc. 
XXXI  28  aus  Myv.  Arch.  213  a  46,  248  a  16  angeführten  fragen- 
den Nebensätzen  mc.  pwy  py  geidw  'wer  hält',  o  gouynnir  pwy 
py  ryd  vwyhaf  'wenn  man  fragt,  wer  am  meisten  gibt',  worin 
pwy    py    wohl    eine    verdeutlichende    Erweiterung    eines    älteren 


§588,1]      Bestand  des  Verbums.     Gebrauch  der  Tempora.        305 

fragenden  py*  ist  (wenn  man  auch  später  vielleicht  py  als  relatives 
Pronomen  gefaßt  hat;  ähnlich  ist  vielleicht  sogar  mbr.  pe  da  piou 
Erweiterung  eines  älteren  pe  da,  s.  §  523,  3,  5). 

§  588.  Der  Forraenbestand  des  Verbum  finitnm  und  der 
Gebrauch  der  Tempora.  1)  Der  Indikativ  unterscheidet  ein  Prä- 
sens, Imperfektum  und  Präteritum,  im  Ir.  zugleich  ein  Futurum 
und  einen  KonditionaHs,  im  Brit.  zugleich  ein  Plusquamperfektum. 
a)  Das  Präsens  hat  im  Ir.  die  gewöhnlichen  Funktionen  eines 
Präsens  und  kann  außerdem  die  bis  in  die  Gegenwart  dauernde 
Handlung  bezeichnen :  atät  tri  laa  7  teora  aidchi  and  'sie  sind 
dort  seit  drei  Tagen  und  drei  Nächten'  LL  249b  11;  6-tü-sa 
i-sin  dun  sa  iss-ed  laithe  inso  asiam  (=  as  siam)  limm 
•'seit  ich  in  dieser  Burg  bin,  ist  dies  der  Tag,  der  mir  der  längste 
zu  sein  schien'  LL  249b  3  (Strachan,  Trans.  Phil.  Soc.  1895-98 
S.  229;  vgl.  jedoch  hö  böi  §  562  Anm.  1);  ebenso  mc.  ys  gwers 
yd  wyf  yn  keissaw  'seit  einer  Weile  suche  ich'  Mab.  126,  28; 
br.  tri  miz  zo  ez  eo  klanv  'il  est  malade  depuis  trois  mois' 
(Troude  depuis).  Im  C.  und  Corn.,  wo  ein  Futurum  fehlt,  hat  das 
Präs.  auch  futurische  Bedeutung:  mc.  dywet  na  deuafylysvyth 
'sage,  daß  ich  niemals  nach  seiner  Burg  kommen  werde'  Mab. 
199,  25;  corn.  ny-m  gvelyth  arte  'du  wirst  mich  nicht  wieder 
sehen'  O.  M.  244;  dem  Br.  ist  diese  Verwendung  des  Präs.  jedoch 
fremd  (das  Fut.  wird  durch  den  Konj.  Präs.  ausgedrückt). 

Anm.  Auch  im  Nsch.  hat  das  Präs.  futurische  Bedeutung:  theid 
'wird  gehen'  (air.  teit  'geht'),  ni  'wird  tun'  (air.  do-gni  'tut');  es  be- 
zeichnet zugleich,  was  zu  geschehen  pflegt;  die  Präsensbedeutung  im  eigent- 
lichen Sinne  wird  durch  eine  Umschreibung  ausgedrückt  (ta  mi  ag 
bualadh  'ich  schlage');  das  alte  Put.  ist  verloren. 

b)  Das  Ipf.  bezeichnet  im  Ir.  die  wiederholte  oder  gewohn- 
heitsmäßige Handlung  in  der  Vergangenheit  (das,  was  zu  geschehen 
pflegte):  dognithe  a  n-asbered  Moysi  'what  Moses  used  to  say 
used  to  be  done'  Wb.  15  a  18.  In  bedeutend  größerer  Ausdehnung 
wird  das  Ipf.  im  Brit.  verwendet;  es  bezeichnet  nicht  nur  das,  was 
zu  geschehen  pflegte,  sondern  auch  das,  was  in  der  Vergangenheit 
fortdauerte  (in  Ausführung  war):  mc.  ual  y  kyrchei  ef  y  bont 
'während  er  sich  der  Brücke  näherte'  W.  B.  433, 8;  pan  deuthum 
i  yma  gyntaf  eingon  gof  a  oed  yma  'als  ich  zum  ersten  Mal 
hierher  kam,  war  hier  ein  Schmiedeamboß'  Mab.  129,  12;  a  gahv 
a  wneth  attaw  y  verch  hynaf  a  gofyn  idi  pa  veint  y  karei 


1.  Wie  com.  pyu  peuagh  aus  pynak  J;  526. 

Pedersen:  Vgl.  kelt.  Oramm.     II.  20 


306  Gebrauch  der  Tempora.  [§588,1 

hi  efo  'er  rief  seine  älteste  Tochter  und  fragte  sie,  wie  sehr  sie 
ihn  liebte'  K  B.  II  65,  4.  Hieraus  entwickelt  sich  die  narrative 
Verwendung  der  Imperfektformen  von  'hören'  und  'sehen',  wovon 
in  §  580  die  Rede  war.  Corn.  morogeth  a  vynne  <fen  cyte 
^e  vos  gorthijs  'er  wollte  nach  der  Stadt  reiten  um  verehrt  zu 
werden'  M.  C.  28.  Mbr.  ne  gallenn  muy  ma  m-em  difenn 
'ich  konnte  mich  nicht  länger  verteidigen'  Nonne  386.  Das  Irische 
verwendet  in  diesem  Falle  das  Prät.:  in -tan  böi  sim  occ-a 
n-airlegend  atchuala  gair  mor  'als  er  im  Begriffe  war  sie  zu 
lesen,  hörte  er  ein  großes  Geschrei'  Wi,  19,  37;  asberad  som 
na-m-bu  tressa  dia  Hirusalem  im-böi  dia  cecha  cathrach 
olche(na)  oben  S.  78  Z.  6  v.  u.  Es  unterliegt  aber  keinem 
Zweifel,  daß  das  Brit.  in  diesem  Punkte  altertümlicher  ist  als  das 
Irische;  die  Einschränkung  in  der  Verwendung  des  Ipf.  steht  mit 
der  Entwickelung  des  Prät.  in  Verbindung.  Ferner  entspricht  das 
cymrische  und  cornische  Ipf.  dem  ir.  Konditionahs,  zunächst  in  der 
Bedeutung  eines  Futurum  in  praeterito:  mc.  ny  wydyat  hi  beth 
a  wnaei  'sie  wußte  nicht,  was  sie  tun  sollte'  Mab.  268,  29;  corn. 
fy  thyso  pan  leuersys  temple  dev  y-n  tystrewys  hag  arte 
kyn  pen  try  dyth  guel  ys  kyns  y-n  dreheuys  'pfui  dir,  daß 
du  gesagt  hast,  du  würdest  den  Tempel  Gottes  niederreißen  und 
ihn  wieder  vor  Ablauf  dreier  Tage  besser  als  früher  errichten' 
P.  C.  2862;  ferner  im  Nachsatz  nach  einem  irrealen  Bedingungs- 
satz (vgl.  §  593,5  und  §  597,4);  vgl.  c°  Schluß.  Über  die  gelegent- 
liche Verwendung  des  brit.  Ipf.  statt  des  Plusquampf.  vgl. 
§  575,  Id. 

c)  Das  keltische  Prät.  entspricht  dem  idg.  Aorist  und  dem  idg. 
Perf.  Über  die  Art  und  Weise,  wie  man  im  Kelt.  das  perfektisch 
fungierende  Prät.  von  dem  nicht-perfektischen  Prät.  unterscheidet, 
vgl.  §  561— §583.  Mit  Bezug  auf  den  Aspekt  ist  schon  in  §  578 
hervorgehoben  worden,  daß  das  keltische  Prät.  sowohl  perfektiv  wie 
imperfektiv  fungiert.  Da  der  idg.  Aorist  perfektiv  war,  so  muß  die 
imperfektive  Verwendung  aus  dem  idg.  Perfektum  stammen.  Der 
imperfektive  Aspekt  ist  denn  auch  beim  kelt.  perfektischen  Präteritum 
äußerst  häufig;  er  ist  aber  von  hier  aus  auch  in  das  narrative  Präte- 
ritum gedrungen,  und  zwar  nicht  nur  im  Ir.,  sondern  auch  im  Brit. :  ir. 
CO  port  im-böi  in  ri  *zu  dem  Ort,  wo  der  König  war'  Ml.  55c  1; 
mc.  a  thra  barh(a)awd  yr  un  or  pedwarugein  marchawc 
ar  y  gossot  kyntaf  y  byryawd  pob  un  onadunt.  ac  o  oreu 
y  oreu  y  doe(t)hont  attaw.    ac  yn   diwethaf  oll   y   doeth  y 


§588,1.2]  Gebrauch  der  Tempora.  307 

iarll  attaw  'so  lange  ein  Einziger  von  den  80  Rittern  übrig  war, 
warf  er  bei  dem  ersten  Angriti"  je  Einen  von  ihnen  zu  Boden;  und 
immer  tapferer  kamen  sie  gegen  ihn  (d.  h.  immer  kam  ein  tapfererer 
Ritter  als  der  soeben  überwundene  gegen  ihn),  und  zuletzt  von 
allen  kam  der  Graf  gegen  ihn'  W.  B.  432,  12;  corn.  me  a  wruk 
trespastye  cref  pan  y-n  neghys  'ich  habe  eine  schwere  Sünde 
begangen,  als  ich  ihn  verleugnete'  P.  C.  1442;  mbr.  maz  voe 
gloaset  ma  calon  ufvel  pan  ho  guylis  'sodaß  mein  armes  Herz 
gequält  wurde,  als  ich  euch  (dich)  sah'  Jes  175  b.  Der  neue  Zu- 
stand ist  im  Ir.  dadurch  systematisiert  worden,  daß  die  Funktionen 
des  alten  Ipf.  einer  Beschränkung  unterlagen;  im  Brit.  hat  das 
Ipf.  seine  alten  Rechte  besser  behauptet.  Über  das  Prät.  im  Sinne 
des  Plusquampf.  s.  §  562,  1,  §  575,  1  S.  277. 

Das  nicht-perfektische  Präteritum  bezeichnet  im  Ir.  (wie  im 
Lat.  das  Ipf.  Ind.)  das,  was  gebührend,  passend,  möglich  u.  s.  w. 
gewesen  wäre,  nicht  aber  geschehen  ist:  in  loc  diam-bu  thabarthi 
ermitiu  feid  7  im-bu  choir  frecur  ceil  dce  a-t-lentai(s>-som 
adi  'den  Ort,  dem  man  Ehrfurcht  hätte  zeigen  sollen,  und  wo  es 
passend  gewesen  wäre,  Gott  zu  verehren,  pflegten  sie  zu  besudeln' 
("sie  pflegten  ihn  zu  besudeln")  Ml.  22a  4;  ar  böi  sön  in  potestate 
mea  ma  d-a-gnenn  'denn  dies  wäre  in  meiner  Macht,  wenn  ich 
es  täte  (tun  v/ollte)'  Wb.  lOd  31;  ci  adcobrinn  möidim  do  de- 
num  ni  böi  adbar  hie  'auch  wenn  ich  wünschte  mich  zu  rühmen, 
wäre  hier  kein  Anlaß  (Stoff)'  17 d  17.  Das  Prät.  ist  hier  wohl 
sicher  an  die  Stelle  eines  älteren  Ipf.  getreten;  die  formale  Unter- 
scheidung dieses  Falles  den  durch  den  irischen  Konditionalis  aus- 
gedrückten Fällen  gegenüber  ist  aber  jedenfalls  alt. 

2)  Der  Imperativ  besitzt  nur  ein  Tempus,  das  sich  formell 
eng  an  den  Ind.  Präs.  anschließt.  Der  Konj.,  der  teils  dem  idg. 
Konjunktiv,  teils  dem  idg.  Optativ  entspricht,  hat  zwei  Tempora, 
ein  Präsens  und  ein  Ipf.  Das  Ipf.  Konj.  ist  im  Hauptsatz  selten 
(com.  Beispiel  S.  321  Z.  3),  nur  im  Br.  spielt  es  als  Entsprechung 
des  ir.  Konditionalis  (des  c.  und  corn.  Ipf.  Ind.)  eine  größere 
Rolle.  In  den  Nebensätzen  ist  das  Tempus  meist  vom  Hauptsatz 
abhängig:  ir.  is  bees  donaib  dag-forcitlidib  molad  ingni 
inna  n-etside  ara  carat  an  ro-chlüinetar  'es  ist  Sitte  der 
guten  Lehrer,  den  Verstand  der  Zuhörer  zu  loben,  damit  sie  das, 
was  sie  hören,  lieb  haben  mögen'  Wb.  IIb  6;  asbert  Conchobar 
fri  a  muintir  ara  scortis  a  cairptiu  'C.  sagte  zu  seinen  Leuten, 
daß  sie   die  Wagen  abspannen  sollten'   Wi.  137,  5.      Dabei   kann 

20* 


308  Personen  und  Numerus.       [§588,2.  §589,1.2 

das  historische  Präsens  des  Hauptsatzes  als  ein  Prät.,  das  perfek- 
tische Präteritum  als  ein  Präsens  betrachtet  werden:  teit  .  .  o- 
digsed  'es  geht  (ein  Bote  zu  Eocho),  damit  er  ginge  .  .'  LU 
20b  37;  dodeochad-sa  o  Findabair  ar  do-chend-so  co 
n-dechais  di-a  haccallaim  'ich  bin  von  F.  vor  dich  gekommen, 
damit  du  gehest,  mit  ihr  zu  sprechen'  LU  72b  7  (anders  z.  B. 
Wb.  8d  26).  Bisweilen  ist  jedoch  das  Tempus  des  Nebensatzes 
vom  Hauptsatz  unabhängig,  wobei  das  Ipf.  das  Unmögliche  be- 
zeichnet oder  ein  Ausdruck  der  Bescheidenheit  oder  einer  vor- 
sichtigen Folgerung  ist:  ni  molat  dia  i  n-ifurnn  co  n-etaitis 
dilgud  ho  suidiu  tri  sodain  'they  praise  not  God  in  hell,  so 
that  they  might  obtain  forgiveness  from  Him  thereby'  Ml.  130  b  6; 
atö  oc  combäig  friss  im  sechim  a  gnime  et  im  gabäil 
desimrechte  de  o-roissinn  cutrummus  friss  'ich  kämpfe  mit 
ihm  mit  Bezug  auf  Nachahmung  seiner  Taten  und  mit  Bezug  auf 
Beispiel-Nehmen  an  ihm,  damit  ich  Gleichheit  mit  ihm  erreichen 
möchte'  Wb.  26d  17;  ba  doig  bed  n-ingcert  in  testimin  so 
'wahrscheinlich  ist  dieser  Text  verdorben'  Ml.  61b  15  (vgl.  Wb. 
27d  16;  Sg.  68a  3);  mc.  na  wn  heb  y  Peredur  pei  kaffwn 
dysc  na-s  gwypwn  'ich  weiß  nicht,  sagte  P.,  ob  ich  es  nicht 
könnte,  wenn  ich  Unterricht  erhielte'  Mab.  201,  10. 

Im  Brit.  hat  auch  das  Plusquampf.  (neben  der  indikativischen 
Verwendung)  konjunktivische  Bedeutung;  darüber  s.  §  615,  §  618. 

§  589.  Personen  und  Numerus.  1)  Das  inselkeltische 
Verbum  unterscheidet  drei  Singular-  und  drei  Pluralpersonen  (die 
Pluralformen  werden  auch  nach  dualischem  Subjekt  verwendet). 
Über  Simplexendungen  und  Kompositalendungen  s.  §  602. 

2)  Verschiedene  Eigentümlichkeiten  im  Gebrauch  der  Formen 
sind  schon  im  Vorhergehenden  besprochen  worden:  über  das  u.  a. 
in  der  Verbalendung  zum  Vorschein  kommende  Vorgreifen  eines 
nachträghch  durch  'und'  angereihten  Subjekts  s.  S.  138  und  §  492 
Anm.  S.  156;  über  die  Form  des  Verbums  nach  dem  ßelativum 
als  Subjekt  s.  §  546;  über  die  fakultative  Verwendung  der  plura- 
lischen Verbalform  nach  einem  Kollektiv  als  Subjekt  s.  §  411 'und 
§  412  mit  Anm.  1.  Ir.  is  lour  da  preceptöir  'zwei  Lehrer  sind 
genug'  Wb.  13a  9  ist  ein  Beispiel  der  ungenauen  Verwendung  des 
Neutr.  (Sing.),  s.  oben  S.  65.  Die  2.  PI.  als  höfliche  Anrede  statt 
der  2.  Sing,  ist  im  Corn.  und  bes.  im  Mbr.  häufig. 

Wenn  im  Ir.  ein  unbestimmter  neutraler  Begriff  'es'  Subjekt 
der  Kopula  vor  einem  pluralischen  Prädikatsnomen  ist,  nimmt  die 


§589,2]  Personen  und  Numerus.  309 

Kopula  in  der  Kegel,  aber  nicht  immer  pluralische  Form:  it  boill 
imm-e-folnget  corp  'it  is  members  that  make  up  the  body'  Wb. 
12a  19;  it  sib  ata  chomarpi  S.  237  (3.  Plur.  vor  'Ihr');  Singular: 
bad  sissi  coneit  und  co  m-bad  sissi  doberad  teist  S.  237; 
in  fer  as  a  eich  §  539  S.  224;  cid  ferte,  cid  snissni  S.  207. 
Immer  it  he  'sie  sind  es'.  Im  Mc,  Sing.:  o-s  wynteu  S.  237  Z.  33. 
In  den  brit.  Sprachen  findet  sich  (in  verschiedener  Ausdehnung 
in  den  verschiedenen  Sprachen  und  Perioden)  der  sonderbare  Ge- 
brauch, daß  das  Verbum  vor  einem  pluralischen  Substantiv  als 
Subjekt  im  Sing,  stehen  kann.  Ich  vermute,  daß  verschiedene 
Gründe  sich  vereinigt  haben,  um  dies  Resultat  hervorzurufen:  ein 
Schwanken  zwischen  dem  Sing,  und  dem  Plur.  der  Kopula  vor 
einem  pluralischen  Prädikatsnomen  (wie  im  Ir.);  das  Schwanken 
zwischen  dem  Sing,  und  Plur.  vor  einem  kollektivischen  Subjekt; 
und  schließlich  kann  (wie  das  Nir.  §  541,  2  zeigt)  der  Singular 
des  Verbums  nach  relativischem  Objekt  vor  einem  pluralischen 
Substantiv  als  Subjekt  auf  einer  Analogiebildung  nach  den 
Sätzen  mit  relativischem  Subjekt  beruhen.  Wenn  das  Subjekt 
nicht  ausgedrückt  ist  oder  durch  ein  persönliches  Pronomen  ver- 
treten ist,  steht  niemals  die  Singularform  des  Verbums  statt  der 
Pluralform.  Beispiele  aus  dem  Mc:  gweisson  doethaf  or  byt 
yw  vym  brodyr  i  'die  klügsten  Jünglinge  in  der  Welt  sind  meine 
Brüder'  Mab.  91,  13;  yna  y  kerdwys  y  kennadeu  'dann  gingen 
die  Boten'  86,  10  (neben  yna  y  kerdassant  try  wyr  ar  dec  yn 
gennadeu  'dann  gingen  13  Männer  als  Boten'  86,  23);  sef  a 
wnaeth  y  weisson  'das  nun  taten  die  Burschen'  82,  16.  Aus 
dem  Schwanken  zwischen  Singular  und  Plural  hat  sich  schließlich 
im  Nc.  eine  Regel  entwickelt,  die  ungefähr  das  Gegenteil  der  ur- 
sprünglichen Sachlage  ist;  nach  Rowland  §  569 f.  stimmt  das 
Verbum  immer  in  Person  und  Zahl  mit  dem  vor  dem  Verbum 
stehenden  substantivischen  Subjekt  (relative  Umschreibung),  steht 
aber  in  der  3.  Sing.,  wenn  ein  substantivisches  Subjekt  folgt  (wenn 
das  Subjekt  nicht  ausgedrückt  oder  durch  ein  persönliches  Pronomen 
vertreten  ist,  stimmt  das  Verbum  immer  in  Person  und  Zahl  mit 
dem  Subjekt  überein).  Corn.  Beispiele:  gorhenmennaf  may 
tefo  gveyth  ha  losow  'ich  befehle,  daß  Bäume  und  Pflanzen 
wachsen';  me  a  vyn  may  fo  formyys  dre  ov  nel  bestes 
puskes  hag  ethyn  'ich  will,  daß  durch  meine  Macht  geschaffen 
werden  Tiere,  Fische  und  Vögel';  kref  yv  gvrythyow  an  spethes 
may    th-yv   ov   dyv-vregh  terrys   'stark   sind   die  Wm-zeln  der 


310  Gebrauch  der  Personen.  [§589,2.3 

Dornsträucher,  sodaß  meine  Arme  gebrochen  sind';  mur  nyns-yv 
an  gobrov  'groß  sind  die  Belohnungen  nicht';  p-an  forthov  yv 
an  re-na  'what  ways  are  those?';  nans  yv  mysyov  tremenys 
'jetzt  sind  Monate  vergangen'  O.  M.  28,  42,  687 f.,  Beun.  Mer.  98, 
344,  803.  Mbr.:  ez  de  uz  an  broys  'vinrent  des  hommes  du  pays" 
Barbe  20. 

Anm.  1.  Im  Nir.  werden  die  Personen  beim  Verbura  in  zweierlei 
Weise  ausgedrückt,  entweder  „synthetisch"  mit  Hülfe  der  ererbten  Personal- 
endungen oder  „analytisch"  mit  Hülfe  der  selbständigen  persbnl.  Prono- 
minen,  vor  denen  das  Verbum  immer  in  der  3.  Sing,  steht:  ceilidh  rae, 
tvi,  se,  sinn,  sibh,  siad  oder  ceileann  me  u.  s.  w.  'ich  verhehle,  du 
verhehlst,  er  verhehlt,  wir  verhehlen,  Ihr  verhehlt,  sie  verhehlen'.  Dabei 
gibt  es  syntaktische  Kegeln  für  die  Verwendung  der  synthetischen  oder 
der  analytischen  Flexion  (die  synthetischen  Formen  sind  häufig  in  der 
Antwort:  Arran  tä  me  l'ejst  aNiS.  täir  *ich  bin  jetzt  geheilt.  Ja,  du  bist  es'); 
die  einzelnen  Personen  verhalten  sich  jedoch  in  dieser  Beziehung  nicht 
gleich  (selten  ist  z.  B.  auf  Arran  die  analytische  Form  des  Präs.,  Ipf. 
1.  Sing.).  Vgl.  O'Donovan  S.  153,  F.  N.  Finck,  Die  araner  mundart  I  152 
—154,  Stewart  S.  69  ff. 

Ausgangspunkt  für  diese  Neuerung  war  wohl  der  in  gewissen  Fällen 
lautgesetzlich  eingetretene  Zusammenfall  verschiedener  Personen  (ceilidh 
tu,  ceilidh  se  statt  air.  mir.  2.  Sing,  ceili,  3.  Sing,  ceilid,  die  nach 
dem  Verstummen  des  -dh  gleich  lauten  mußten;  die  ursprüngliche  Kom- 
positalform  nir.  ceileann  galt  schon  seit  alter  Zeit  sowohl  für  die  2.  wie 
für  die  3.  Person):  auch  die  besonderen  Verhältnisse  der  Relativsätze 
(§  541,  2)  mögen  Einfluß  geübt  haben;  vielleicht  auch  das  Passiv,  das  von 
jeher  nur  die  3.  Person  kannte.  Ein  interessantes  Ergebnis  der  Gleich- 
wertigkeit von  Pronominen  und  Personalendungen  ist  die  dialektische  Ver- 
wendung der  alten  Endung  der  1.  PI.  -maid  (S.  154  Z.  7  v.  u.)  als  selb- 
ständiges Pronomen  (Arran  tä  se  xo  ma  ^ün,  mud'  9  sgura  5  xel's  'es  ist 
ebenso  gut  für  uns,  uns  von  einander  zu  trennen'  [do  sgaradh,  Inf.]). 

Mit  der  durch  relative  Umschreibung  geschaffenen  analytischen  Flexion 
des  Corn.  und  Br.  (com.  my  a  gar,  br.  me  a  gar  'ich  liebe';  vgl.  Ernault, 
Ec.  IX  249—258)  hat  die  nir.  analytische  Flexion  historisch  nichts  ge- 
meinsam. 

3)  Subjektlose  Konstruktion  ^  ist  im  Ir.  auch  bei  transitiven 
Verben  häufig:  arnach-corathar  i-mraoth  7  machthad  'that 
it  may  not  put  him  in  Stupor  and  adtniration'  =  'damit  er  nicht 
in  Verwunderung  gerate'  Ml.  68b  9;  bec  nach-am-ralae  i 
n-derchoiniud   'es  hat  mich  beinahe  zur  Verzweiflung   gebracht' 


1.  Sarauw,  Irske  Studier  S.  124;  Stokes  &  Strachan,  Thes.  I  545  Fuß- 
note f;  Strachan,  The  Gaelic  Journal  Nr.  164  S.  543  unter  docuirethar; 
Strachan,  Eriu  II  60f.;  Verf,  KZ  XL  138. 


I 


§589,3]  Gebrauch  der  Personen.  311 

=  'I  have  almost  fallen  into  despair'  90c  17;  o-did-tarla  sechse 
'bis  es  ihn  daran  vorbei  gebracht  hat'  'until  he  cornes  past  it'  Wb. 
24a  17;  do-m-ralai  i  cumsanad  for  mo  dergud  'I  chanced  to 
be  resting  on  my  bed'  ("es  hatte  mich  geworfen")  Atk.  LBr. 
Z.  1488;  do-t-rala  ind  'thou  art  in  it'  Rc.  VI  183;  nachi- 
tochthad  fri  a  choscc  'quäle  dich  nicht  damit  ab,  ihn  zurecht- 
zuweisen' ("es  soll  dich  nicht  abquälen")  Wb.  31  d  11;  rofetar 
nii-m-irchöi  nach  gein  lib-si  'ich  weiß,  daß  es  mich  nicht 
lange  bei  euch  aufhalten  wird'  'daß  ich  nicht  lange  aufgehalten 
werden  werde'  7a  11;  arnach-n-aurchoissed  8a  4  (s.  §  486 
Anm.  1  S.  146);  ni  thelfea  doib  'es  wird  für  sie  nicht  möglich 
sein'  25c  2  (vgl.  §  572,  7);  co  fo-r-croth  a  rig-thech  n-uile 
'sodaß  es  das  ganze  Königshaus  erschütterte'  'sodaß  das  ganze 
Königshaus  erzitterte'  Wi.  261,  1;  ro  äs  gnoe  möir  in  n-ingin- 
i-sin  'dies  Mädchen  wuchs  mit  großer  Schönheit  auf  (eigentlich 
"auxit  puellam")  LU  42  a  2.  Andere  auffälligere  Beispiele  der  subjekt- 
losen Konstruktion  sind:  maided  fair  lib  'er  soll  von  euch  über- 
wunden werden'  "es  soll  durch  euch  über  ihn  brechen"  Wb.  7c  4; 
imm-an-esoirg  döib  'sie  töteten  sich  gegenseitig'  "es  tötete  ihn  auf 
beiden  Seiten  für  sie"  Wi.  259,  3;  onä-m-on-acced  döib  'sodaß 
sie  sich  gegenseitig  nicht  sehen  konnten'  LL  279b  31;  imm-an- 
arnaic  döib  oben  S.  138  Z.  12  v.  u.;  ni-m-a-fitir  doib  'sie 
wußten  von  einander  nichts'  "es  wußte  ihn  gegenseitig  nicht  für 
sie"  Wi.  17,  23  (und  eine  Reihe  von  ähnlichen  Belegen  bei  den 
mit  dem  reflexiven  imm-  zusammengesetzten  Verben,  s.  Wi. 
S.  515). 

Anm.  2.  In  der  späteren  Sprache  wird  die  subjektlose  Konstruktion 
bisweilen  durch  eine  subjektische  Konstruktion  ersetzt,  wodurch  ein  ur- 
sprünglich transitives  Verbum  intransitiv  wird  (das  ursprüngliche  Objekt 
wird  als  Subjekt  aufgefaßt):  ro  lä  i  socht  mör  inti  Mac  Dathö  'M.  D. 
blieb  lange  schweigend'  (ursprünglich  "es  hatte  ihn  in  großes  Schweigen 
gebracht")  Wi.  97,  6;  daralatar  inda  hapstail  huile  i  n-oen  tegdais 
'die  Apostel  befanden  sich  alle  in  einem  Hause';  doralatar  doib  ann- 
sin  da  dhall  'es  begegneten  ihnen  dort  zwei  Blinde'  Atk.  LBr.  Z.  5560, 
4409;  irara-a-com-siuitar  doib  'sie  gerieten  in  Kampf  wider  einander* 
Wi.  272,  12  (weder  das  infigierte  Pronomen  noch  der  Zusatz  doib  stimmt 
zur  subjektischen  Konstruktion;  vgl.  imm-on-sinsetar  fir  'die  Männer 
sind  in  Kampf  geraten'  LL  llGb  1). 

Natürlich  können  einige  Verba  von  jeher  sowohl  intransitiv  wie  tran- 
sitiv gewesen  sein  (äs-  ist  im  Air.  immer  subjektisch  und  intransitiv: 
'wachsen');  und  bei  den  mit  dem  reflexiven  imm-  zusammengesetzten 
Verben  wird  von  jeher    eine   regelmäßige   subjektische  Konstruktion   neben 


312  Gebrauch  des  Konjunktivs  im  Ir.     [§  589, 3  — §  591, 1 

der  subjektlosen  Konstruktion  gestanden  haben  (inim-un-cualammar 
ni-m-un-accamar  S.  248  Z.  16;  act  imm-an-ärladmar  'sobald  wir 
mit  einander  gesprochen  haben  werden'  Wb.  29 d  10). 

Im  archaischen  Mc.  spielt  die  subjektlose  Konstruktion  wohl 
eine  ähnliche  Rolle  Avie  im  Air.:  llicrid  rid,  reuhid  Hin  'it  spoils 
the  ford,  it  freezes  the  lake'  =  'the  ford  is  spoiled,  the  lake  is 
frozen';  din  a  collei  bei  na-s-prinhei  'man  would  have  been 
lost,  had  He  not  ransomed  him'  Skene  II  47,  10;  14,  8.  Corn. 
hy  holon  hy  a  torse  'her  heart  would  break'  0.  M.  2174.  Sonst 
findet  sich  im  Brit.  keine  Spur  dieser  Ausdrucksweise,  es  sei  denn, 
daß  man  das  häufige  Nebeneinander  von  transitiver  und  intransi- 
tiver Bedeutung  bei  demselben  Verbum  im  Br.  (brasaat  'ver- 
größern, wachsen'  u.  s.  w.)  aus  älterer  subjektloser  Konstruktion 
erklären  will. 

Gebrauch  des  Konjunktivs  im  Ir.^ 

§  590.  Der  Konjunktiv  bezeichnet  im  Ir.  einen  Wunsch: 
d-a-ro-lgea  dia  doib  'Gott  verzeihe  es  ihnen!'  Wb.  31a  2; 
im-b  i  cein  fa  i  n-accus  beo-sa  nio-chloor  act  for  cäin- 
scel  'möge  ich,  ob  ich  fern  oder  nahe  bin,  nichts  als  gute  Nach- 
richten von  euch  hören!'  23b  41.  Ferner  einen  Befehl  (in  Fällen, 
wo  der  Befehl  nicht  sofort,  sondern  erst  bei  einer  gewissen  Ge- 
legenheit oder,  wie  in  Lebensregeln,  allgemein  in  der  Zukunft 
ausgeführt  werden  soll;  der  Konjunktiv  übersetzt  daher  mehrmals 
einen  lat.  Imperativ  auf  -tö):  soira-siu  gl.  liberato  Ml.  61c  15; 
dogne-su  maith  fris-som  et  bid  maid  som  iarura  'tue  ihm 
Gutes,  und  er  wird  nachher  gut  werden'  Wb.  5d  39;  ce  choniis 
cor  do  setche  uäit  nii-s-coirther  S.  206  Z.  3  v.  u.;  ni  gessam- 
ni  nii  bes  chotarsne  di  ar  n-i'cc  'bitten  wir  um  nichts,  daß 
unserem  Heil  zuwider  wäre'  IIa  24. 

§  591.  Der  ir.  Konjunktiv  wird  ferner  potential  verwendet. 
1)  In  Hauptsätzen:  dofuthris-se  a  buith  i-m  gnais  fein  ar  a 
hireschi  'ich  möchte  wünschen,  daß  er  in  meiner  Nähe  wäre, 
wegen  seines  Glaubens'  Wb.  32a  9;  mu-riis-si  far  n- doch  um 
'I  might  soon  come  to  you'   Ml.  34a  4;    auch   in  los  angereihten 


1.  Atkinson,  On  the  Function  of  the  Subjunctive  Mood  in  Irish,  Pro- 
ceedings  of  the  Eoyal  Irish  Academy,  3.  Ser.,  Vol.  III  (1894),  p.  428—440; 
Strachan,  On  the  Uses  of  the  Subjunctive  Mood  in  Irish,  Trans.  Phil  Soc. 
1895—98,  p.  225—355;  Sarauw,  Remarks  on  the  Verbal  System  of  Modern 
Irish,  ZfcPh.  IV  72—86. 


§591,1 — 4]  Der  potentiale  Konjunktiv  im  Ir.  313 

Sätzen  mit  co  n-  'sodaß'  (und  in  dazu  gehörigen  umschreibenden 
Relativsätzen):  co  m-bad  notire  ro-d-scribad  cosse  'sodaß  es 
ein  Schreiber  wäre,  der  es  bisher  geschrieben  hätte'  (vorsichtige 
Folgerung)  Wb.  27d  16.  2)  Nach  be's  'vielleicht':  bess  risat 
ade  ani  asa-torbatha  'vielleicht  werden  sie  das  erreichen,  von 
dem  sie  weggeschnitten  worden  sind'  5b  39;  asbert  Mongän 
fria  arna-bad  brönach,  bes  do-sn-ised  cobair  'M.  forderte 
sie  auf,  nicht  betrübt  zu  sein,  vielleicht  würde  Hülfe  zu  ihnen 
kommen'  LU  183b  4;  3)  In  der  abhängigen  Frage:  nihil  horum 
sciens  .i.  in-dam-soirthae  du  lamaib  mu  nämat  fa-naic  'ob 
ich  aus  den  Händen  meiner  Feinde  befreit  werden  würde  oder  nicht' 
MI.  91d  4;  na  scarad  fri-sin  fer  düs  in  r-ict(h)ar  tri  a 
gnäis-si  'sie  soll  sich  von  ihrem  Manne  nicht  trennen,  ob  er 
vielleicht  durch  den  Verkehr  mit  ihr  gerettet  werden  könnte'  Wb. 
10a  3;  duüs  indip  fochunn  icce  S.  221;  duüs  in  intamlitis 
gl.  si  quomodo  ad  aemulandum  provocem  Wb.  5b  20.  Die  Grenze 
zwischen  den  potentialen  und  den  voluntativen  fragenden  Neben- 
sätzen ('was  man  tun  solle',  §  592,  4)  ist  nicht  scharf. 

Anm.  1.  Die  abhängige  Frage  au  und  für  sich  (ohne  potentiale  Be- 
deutung) verlangt  nicht  den  Konj. 

4)  In  einem  Bedingungssatz  oder  einem  konzessiven  Satz: 
mani  pridag  atbel  ar  ocht  et  gorti  'wenn  ich  nicht  predige, 
werde  ich  vor  Kälte  und  Hunger  sterben'  Wb.  lOd  24;  cia  fu- 
dama  in  firiän  ni  du  imnedaib  hi-sin  biuth  frecndairc 
soirfithir  dano  in  cein  n-aili  dano  'auch  wenn  der  Gerechte 
etwas  von  Leiden  in  der  gegenwärtigen  Welt  erleiden  mag,  wird 
er  auch  ein  anderes  Mal  befreit  werden'  Ml.  68 d  14;  ni  ticed 
scis  mo  chnamai  cid  dian  7  cian  notheisinn  'weariness  used 
not  to  come  to  my  bones  though  I  went  fast  and  far'  41  d  9; 
robü  mör  a  homun  lium-sa  mad  and  atbelmais-ni  i-snaib 
fochaidib  7  i-snaib  imnedaib  hi-robammar  7  mani-n- 
soirthae  riam  'groß  war  meine  Furcht  davor,  wenn  wir  in  den 
Trübsalen  und  Leiden,  worin  wir  waren,  sterben  sollten,  und  wenn 
wir  nicht  vorher  befreit  werden  sollten'  96a  10;  asbert  Mugain 
fri-sin  m-ban-cainti  doberad  a  breth  fein  di  dia  m-berad 
a  mind  dir  do  chind  na  rigna  'M.  sagte  zur  Schmähdichterin, 
sie  würde  ihr,  was  sie  selbst  verlangte,  geben,  wenn  sie  das  goldene 
Diadem  von  dem  Kopfe  der  Königin  nähme'  LU  52a  32;  iss-ed 
a  n-dliged  dogres  mani  foired  causa  euphoniae  'this  is  always 
the  rule  unless  the  causa  euphoniae  should  operate'   Sg.  157  b  11; 


314  Der  potentiale  Konjunktiv  im  Ir.  [§591,4.5 

acht  mä  dothisad  ardd-ri  secht  nirae  dö  ni  reg-sa  'außer 
wenn  der  hohe  König  der  sieben  Himmel  kommen  sollte,  werde 
ich  nicht  gehen'  Trip.  Life  118  Z.  15;  is  a  macc  di-a  ses  ceni- 
bed  ä  ainm  som  bes  foir  'es  ist  sein  Sohn  nach  ihm,  auch  wenn 
es  nicht  sein  Name  sein  sollte,  der  auf  ihm  ist  (den  er  trägt)' 
Ml.  23 d  17.  Wie  die  Beispiele  zeigen,  steht  der  Konj.  auch  in 
den  zu  einem  solchen  Bedingungssatz  oder  konzessiven  Satz  ge- 
fügten Relativsätzen,  wenn  sie  einen  Teil  des  potentialen  Sinnes 
bilden.  —  Disjunktiv:  imb  i  cein  fa  i  n-accus  beo-sa  §  590. 

Anm.  2.  Die  bedingende  oder  konzessive  Konjunktion  verlangt  an 
und  für  sich,  wenn  kein  potentialer  Sinn  vorhanden  ist,  nicht  den  Kon- 
junktiv: ma  du-d-esta  ni  di  bar  n-iris  iccfidir  per  aduentum 
nostrum  "wenn  etwas  an  eurem  Glauben  fehlt,  wird  es  per  aduentum 
nostrum  gut  gemacht  werden'  Wb.  25a  30;  cia  ru-d-chualatar  ilbelre 
et  ce  n  u-s-labratar  ni-pat  ferr  de  'obgleich  sie  viele  Sprachen  gehört 
haben  und  obgleich  sie  sie  sprechen,  werden  sie  deshalb  nicht  besser 
werden'  12 d  28.  —  cid,  cit,  mad,  raat  S.  207 f.,  §  537,  2  enthalten  ety- 
mologisch den  Indikativ,  fungieren  aber  konjunktivisch,  vgl.  Strachan, 
Trans.  Phil.  Soc.  1895—98  S.  267 1;  cid  scheint  Wb.  5a  16  indikativisch  zu 
fungieren.  —  Dieselbe  Konstruktion  (mit  dem  Konj.  oder  mit  dem  Ind.) 
wie  nach  cia  findet  sich  auch  bei  dem  erst  im  Mir.  belegten  cen  co  n- 
(cen  CO  n-,  cein  co  n-)  'obgleich  nicht,  wenn  nicht',  das  etymologisch  aus 
cia -}- ni-con-  (§  528)  besteht,  aber  offenbar  als  ''ohne  daß"  aufgefaßt 
wurde:  7  fo  leis  gid  no-rissed  7  ba  fo  leis  gin  co-rissed  'es  war 
ihm  recht,  wenn  es  träfe,  und  es  "war  ihm  recht,  wenn  es  nicht  träfe' 
LL  74b  44;  atä  biad  lat  cen  con-essara  'Essen  steht  vor  dir,  ohne 
daß  du  es  ißt'  Wi.  97,  9;  dober-sa  m-ingin  duit  ein  co  fetar  cia  tu 
'ich  werde  dir  meine  Tochter  geben,  obgleich  ich  nicht  weiß,  wer  du  bist' 
Ec.  V.  200;  vgl.  Wi.  417,  K.  Meyer,  Contrib.  cen. 

Nach  dia  n-  als  Bedingungskonjunktion  steht  jedoch  immer  der 
Konj.;  dia  n-  mit  dem  Indikativ  ist  temporal;  nach  acht  'so  bald;  vor- 
ausgesetzt daß'  steht  der  Konj.  sowohl  in  teraitoralen  wie  in  bedingenden 
Sätzen:  act  risam  nem  bimmi  aBcni  'sobald  wir  in  den  Himmel  kommen, 
werden  wir  weise  sein'  Wb.  12c  9;  acht  as-r-ingba  desylläbchi  'pro- 
vided  it  exceed  disyllabism'  Sg.  187  a  1;  dagegen  steht  der  Ind.  nach  dem 
eklipsierenden  acht  'nur  daß':  accobor  la-m  menmuin  maid  do  im- 
radud  act  nand-leicci  concupiscentia  carnalis  'mein  Geist  hat  den 
Wunsch,  Gutes  zu  denken,  nur  daß  concupiscentia  carnalis  es  ihm  nicht 
erlaubt'  Wb.  3d  13. 

5)  In  relativen  Sätzen,  die  sich  auf  einen  unbestimmten  Fall 
beziehen,  gleich  viel  ob  sie  durch  ein  unbestimmt  relatives  Pronomen 
oder  durch  das  relative  Pronomen  eingeleitet  werden:  cacha  orr 
§  525,3  S.  208;  sechi-p  he  lasam-be  iustitia  legis  'wer  es  auch 
sein  mag,  der  iustitia  legis  besitzt'    Wb.  Id  19;   intan   bes  n-äil 


§591,5.6.592,1]       Konjunktiv  der  Absichtim  Ir.  315 

do  'wann  es  ihm  gefallen  mag'  Ml.  94cl7;  is  he  didiu  a  m-bes 
adi  inti  diib  bes  tressa  orcaid  alaile  'das  ist  also  ihre  Sitte: 
wer  von  ihnen  der  Stärkere  sein  mag,  tötet  den  Anderen'  19d  6; 
inti  bes  anirlithe  1.  näd-chomalnathar  an  asberar  friss 
r-am-bia  digal  'wer  ungehorsam  ist  oder  das  nicht  ausführt,  was 
zu  ihm  gesagt  wird  (was  ihm  befohlen  wird),  wird  Strafe  erhalten' 
Wb.  27c  14;  nä  maith  ro-be  'was  Gutes  es  auch  geben  mag' 
5d  30;  Dominus  prope  est  .i.  do  thabairt  düib  neich  risid  a 
less  'um  euch  zu  geben,  was  Ihr  bedürfen  möget'  24b  2;  is  insa; 
in  ball  do  thinchosc  neich  asberad  cenn  'das  Glied  kann  nicht 
korrigieren,  was  das  Haupt  äußert  (äußern  möchte)'  13a  19;  cid 
a-tob-aich  cen  dilgud  cech  ancridi  dognethe  frib  'was 
treibt  euch,  nicht  jedes  Unrecht  zu  vergeben,  das  euch  getan  werden 
möchte  (mag)'  9c  20;  chech  irnigde  do-n-gneid  i  tuil  dee 
bed  dlichthech  'let  every  prayer  that  ye  make  in  God's  will  be 
lawful'  Wb.  5c  20. 

Anm.  3.  Wenn  dagegen  der  Eelativsatz  einen  bestimmten  Fall  be- 
trifft, steht  der  Indikativ  (die  Grenze  zwischen  den  beiden  Arten  von 
Relativsätzen  ist  jedoch  flüssig):  necessarium  autem  existimaui  ministrura 
necessitatis  meae  mittere  ad  uos  .i.  neich  roiccu  a  less  'dessen,  was  ich 
bedarf  Wb.  23 d  9;  nad  deni  oben  S.  181,  29;  te  ipsum  saluum  facies  et 
eos  qui  te  audiunt  .i.  cäch  ro-t-chechladar  oc  precept  'Jeden,  der 
dich  predigen  hören  wird'  Wb.  28d  16;  asbeir  nad-m-bi  ciall  la  nach 
disluindi  dliged  remdeicsen  'er  sagt,  daß  wer  das  Gesetz  der  Vor- 
sehung leugnet,  keinen  Verstand  hat'  Ml.  50 d  1. 

6)  Nach  amal  'wie',  indaas  'als':  rogat  ne  commotius  in  se 
quam  modus  patitur  uindicetur  .i.  acht  amal  fu-n-d-16  'sondern 
so  wie  eres  ertragen  kann  (können  mag)'  Ml.  32d  2;  öentadaigfit 
ule  do  fugiull  firän  in  chomded  ernifes  do  chäch  amal 
die  'Alle  werden  sich  dem  gerechten  Urteil  des  Herrn  fügen,  der 
Jedem  geben  wird,  wie  er  es  verdient'  LU  36a  43;  indaas  bemmi 
i  n-doiri  coricci  sentaid  'than  that  we  should  be  in  captivity 
tili  old  age'  Ml.  105b  6. 

Anm.  4.  Wo  kein  potentialer  Sinn  vorbanden  ist,  steht  nach  amal 
und  indaas  der  Indikativ:  amal  fo-n-gni  cach  ball  di-alailiu  i-sin 
chorp  'wie  jedes  Glied  im  Körper  dem  anderen  dient'  Wb.  12a  12;  nicon- 
ru-accobrus  ni  bed  uiUiu  indaas  rondböi  m-ingnae  Ml.  136b  7, 
s.  S.  221  Z.  3  v.  u. 

§  592.  Der  Konjunktiv  bezeichnet  im  Ir.  die  Absicht. 
1)  In  den  eigentlichen  Absichtssätzen  (nach  ara  n-  'damit',  co  n- 
und  CO 'damit',  coni,  cona,  arna,  na 'damit  nicht"):  coni  be  etir 


816  Konjunktiv  der  Absicht  im  Ir.  [§592,1—3 

in  peccato  act  co  beidin  poenitentia  'damit  er  gar  nicht  in  peccato, 
sondern  in  poenitentia  sein  mag'  Wb.  9  b  2;  omnis  autem  qui  in 
agone  contendit  ab  omnibus  se  abstinet  .i.  arm-bad  irlamn  de  don 
buäith  'that  he  might  be  the  readier  for  the  victory'  Ha  7.  Auch 
nach  CO  n-,  co  'bis'  steht  der  Konj.,  wenn  eine  Absicht  ausgedrückt 
werden  soll:  ni  taibre  gräd  for  nech  o-feser  a  inruccus  don 
gräd  sin  'du  sollst  niemandem  einen  geistlichen  Grad  zuerteilen, 
bis  du  seine  Würdigkeit  für  diesen  Grad  kennst'  29  a  22;  placuit 
nobis  remanere  .i.  o-dised  ar  muinter  'bis  mein  Hausstand  käme' 
25  a  8. 

Anm.  Wenn  dagegen  co  n-,  co  keine  Absicht  bezeichnet  ('bis',  'so- 
daß')  steht  der  Ind. :  roptar  irlithi  ar  möge  diin  o-tanicc  hiress  et 
it  anirlithi  iarura  'unsere  Sklaven  waren  uns  gehorsam,  bis  der  Glaube 
kam,  und  seitdem  sind  sie  ungehorsam'  Wb.  29b  2;  erroris  immunia  .i. 
ona-bi  comrorcon  and  'sodaß  darin  kein  Irrtum  ist  (sein  kann)'  ML 
82 d  6;  cein  co-rancatar  'so  lange,  bis  sie  erreichten'  LU  56a  45. 

2)  In  Objektssätzen:  ci  as-id-ru-bart-sa  nad-tintae-siu 
'obgleich  ich  gesagt  habe,  daß  du  nicht  übersetzen  sollst'  Ml.  3a  15; 
cunic  cid  a  cumachtae  n-doindae  n-du-n-ema  in  duine 
§  267,  7  I  398;  is  tacair  arn-di-p  samlid  do  chäch  'es  ist 
passend,  daß  es  für  Jeden  so  ist'  Wb.  22c  11;  is  ferr  limm 
r-a-fesid  'I  prefer  that  ye  should  know  it'  12a  1;  ba  meite 
limm  ni  scartha  friumm  S.  81  Z.  7;  pestilentiae  proprium  est 
inficere  .i.  fris-n-orr  Ml.  15a  10. 

3)  In  relativen  Sätzen:  böi  ni  ro-glante  and  'there  was 
something  to  be  purified  there'  Wb.  31c  18,  vgl.  27a  16;  bad 
hed  dogneid  'let  it  be  that  that  ye  do'  5d  30;  orobad  inn-a 
chorp  ni  inchoissised  tobe  uitiorum  S.  220  Z.  20;  co  m-betis 
degnimai  leu  trissan-etis  bethaid  afrithissi 'that  they  should 
have  good  works,  whereby  they  should  obtain  life  again'  Ml.  107  c 
12;  äil  dam  bothnait  diamair  i  n-geisind  dia  'mir  gefällt 
eine  verborgene  Hütte,  worin  ich  Gott  anbeten  könnte'  LL  286  a 
17;  eirgg  ass  bale  na  clör-sa  th-imrädud  'geh  fort  zu  einem 
Orte,  wo  ich  nicht  von  dir  sprechen  höre'  280a  18.  Auch  in 
solchen  Relativsätzen,  die  die  Nebenumstände  der  durch  einen 
Konjunktiv  oder  Imperativ  oder  in  irgend  einer  anderen  Weise 
ausgedrückten  Absicht  oder  Willensäußerung  angeben:  connä 
ruchrete-si  do  neuch  act  nech  dogned  na  gnimu  sin  'that 
ye  might  not  believe  in  any  one  save  one  who  did  those  deeds' 
Wb.  17a  13;  toisc  limm  fer  oin-setche  du-nna-ructhae  act 


§592,3.  593,1]    Konjunktiv  der  Absicht,  der  Irrealität  im  Ir.  317 

oen  tuistiu  'ich  wünsche  einen  Mann,  der  nur  mit  einer  Frau  ver- 
heiratet gewesen  ist  und  dein  nur  ein  Kind  geboren  worden  ist' 
Thes.  II  241,  9;  haec  commone  testificans  coram  Domino  .i.  an 
no-n-geiss  cäch  imm-a  chomalnad  'indem  du  einen  Jeden 
bittest,  es  zu  erfüllen'  Wb.  30b  4;  intan  immeromastar  nach 
noib  ara  cuintea  dilgud  de  i-sind  aimsir  sin  'damit,  wenn 
irgend  ein  Heiliger  sündigt,  er  dann  um  Gottes  Verzeihung  bitte' 
Ml.  51a  18;  ni-bo  intain  no-m-beid  ar  siiil  tantum  dogneith 
toil  far  coimded  S.  288f.;  intan  dogne  ernaigthi  eirg  a  n- 
inad  n-derrit  'when  thou  prayest,  go  into  a  secret  place'  Atk.  Lßr. 
7997;  cein  bes  nuiednisse  gnid  cach  daguim  'solange  das 
neue  Testament  dauert,  sollt  Ihr  jede  gute  Tat  tun'  Wb.  33a  17; 
immaragaib  döib  ci-pe  dib  nodigsed  hi  tossaig  co  tissed 
CO  fis  scel  di-arailiu  'sie  kamen  überein,  daß  wer  von  ihnen  zu- 
erst ginge,  mit  Nachrichten  zu  dem  Anderen  kommen  sollte'  LL 
278  a  44. 

4)  In  fragenden  Nebensätzen:  ara  scrüta  cid  forchana  do 
hicc  caich  'damit  er  erwäge,  was  er  zum  Heil  eines  Jeden  lehren 
soll'  Wb.  31b  10;  (Ind.:  cia  de  dogega  S.  199  Z.  1). 

§  593.  Der  Konjunktiv  bezeichnet  im  Ir.  das  Unwirkliche 
oder  das  Unmögliclie.  1)  In  relativen  Sätzen,  die  als  Teil  des 
Verneinten  einen  negativen  Satz  ausfüllen:  ni  tabir  dia  fornni 
fochith  näd-fochomolsam  'Gott  gibt  uns  kein  Drangsal,  das 
wir  nicht  ertragen  können'  Wb.  14b  15;  nad-fil  nech  congne 
fris  acht  dia  'daß  niemand  da  ist,  der  ihm  hülfe,  außer  Gott* 
Ml.  114b  18;  cid  ar-na-bu  son  inchoissised  longud  'weshalb 
war  es  nicht  ein  Wort,  das  Essen  bedeutete?'  56a  13;  ni-o-robae 
rann  di  rannaib  in  domain  in-na-ructais  in  do(i)ri  7  as- 
nach-a-tucad  dia  'es  gab  keinen  Teil  der  Welt,  wohin  sie  nicht 
in  Gefangenschaft  gebracht  worden  waren,  und  woher  Gott  sie 
nicht  zurückgebracht  hatte'  125b  7;  ni-o-fil  frithorcain  nach- 
am-thised-sa  7  nad-fo-r-damainn  'es  gibt  keine  Widerwärtig- 
keit, die  nicht  zu  mir  gekommen  wäre  (ist),  und  die  ich  nicht  er- 
tragen hätte  (habe)'  107b  8;  arna  tomnathar  bed  foam- 
mamichthe  deacht  don  döinacht  'damit  man  nicht  glaube,  daß 
die  Gottheit  der  Menschheit  unterworfen  wäre'  Wb.  13c  2;  ni  nad 
liibed  ar-se  di  chorp  act  ata  de  'nicht,  daß  sie  deshalb  nicht 
zum  Körper  gehörte,  sondern  sie  gehört  dazu'  12a  22;  ni  tait  dia 
fo  tairhgere  con-id-chumscaiged  'Gott  nimmt  nicht  ein  Ver- 
sprechen auf  sich,  so  daß  er  es  änderte  (zurücknähme)'  Ml.  109  d  5; 


318  Konjunktiv  der  Irrealität  im  Ir.  [§593,1.2 

debitores  sumus  non  carni,  ut  secundum  carneni  uiuamus  .i.  co 
n-gnemmis  gnimu  colno  'sodaß  wir  die  fleischlichen  Taten 
täten'  Wb.  4a  9;  in  si  a  meit  friscomartatar  co  n-dositis 
huili  a  fide  Christi  'haben  sie  sich  so  sehr  vergangen,  daß  sie  alle 
a  fide  Christi  abgefallen  wären'  Wb.  5  b  11  (die  EVage  ist  gleich- 
wertig mit  einer  Negation);  desj^eraueram  .i.  arin-d-risinn  ön 
'that  I  should  reach  it'  Ml.  92a  5  (die  Bedeutung  des  Haupt- 
verbums  ist  negativ);  dorochöinset  arn-da-beth  in  tairsem 
hi-robatar  riam  'sie  hatten  die  Hoffnung  aufgegeben,  die  feste 
Stellung  zu  erhalten,  in  der  sie  früher  gewesen  waren'  131c  9; 
ni  to-r-menmar-ni  ara  ra-betis  in  gnimai  sin  'wir  hatten 
nicht  erwartet,  daß  diese  Taten  stattfinden  sollten'  115b  1;  ni  böi 
a  cörugud  co  rised  Conaire  'es  war  nicht  möglich,  Frieden 
zwischen  ihnen  zu  stiften,  bis  nicht  C.  käme'  LU  83a  15;  ni 
theged  nech  cucu  co  n-arnastä  a  foesam  'niemand  ging  zu 
ihnen,  so  lange  nicht  ("bis")  sein  Schutz  verabredet  wäre'  59a  25; 
ni  theiged  in  ri  iramach  nach  i-tech  co  n-dechsad  chucai- 
seom  'der  König  pflegte  nicht  von  Hause  auszugehen  oder  nach 
Hause  zurückzukehren  ohne  zuvor  zu  ihm  gegangen  zu  sein'  ("bis 
er  zu  ihm  gegangen  war")  LL  281b  44. 

Anm.  1.  Ein  relativer  Satz,  der  nicht  Teil  des  Verneinten  ist,  steht 
im  Ind.;  vgl.  die  oben  angeführten  Beispiele  Wb.  5b  11  (friscomartatar) 
und  Ml.  131c  9  (hi-robatar);  ferner  ni  rübai  Cuchulaind  nech  .  . 
CO  rancatar  Cuailngi  'C.  tötete  niemanden,  bis  sie  nach  Cuailnge 
kamen'  LU  65a  1.  Ebenso  steht  der  Ind.  in  einem  relativen  Satz  nach 
einer  Frage,  die  nicht  mit  einer  Verneinung  synonym  ist:  cid  arin-d- 
epur  'weshalb  sage  ich  es?'  Wb.  5a  31. 

In  ni  nad  r-indualatar  act  in-r-ualdatar  'not  that  they  did 
not  incur,  but  they  did  incur'  Ml.  24b  11  ist  der  Ind.  vielleicht  deshalb 
gewählt,  um  den  Begriff  des  Prät.  unzweideutig  zum  Ausdruck  zu  bringen. 

2)  Hier  anzureihen  ist  der  Konjunktiv  in  den  durch  na  (na-con-) 
eingeleiteten  asyndetischen  Bedingungssätzen  neben  negiertem  Haupt- 
satz (vgl.  oben  S.  255,  256  und  §  597,  1).  Der  Bedingungssatz 
steht  nach  seinem  Hauptsatz,  wenn  dieser  unabhängig  ist;  wenn 
aber  das  ganze  Satzgefüge  von  einem  anderen  Satz  abhängig  wird, 
tritt  meist  die  in  §  549,  2  angegebene  Satzfolge  ein.  Beispiele: 
noco-chreitiub-sa  duit-siu  nöco-ro-dusce  Coinculaind  'ich 
werde  dir  nicht  glauben,  wenn  du  nicht  den  C.  auferweckst  (bis . .)' 
LU  113a  4;  is  aire-sin  naco-risat  fir  Herend  timchell  ar 
galaib  oenfir  ni  ricub-sa  aris  in  fer  cetna  'deshalb  werde 
ich,    bis   nicht   die  Männer  von  Irland  ringsum    in  Einzelkämpfen 


§593,2—5]  Konjunktiv  der  Irrealität  im  Ir.  319 

(an  ihn)  herangehen  werden,  nicht  wieder  an  denselben  Mann  her- 
angehen' LL  80a  22;  tiur-sa  brethir,  nachas-idnaidiub-sa 
and-so  ni  bas  raö  näco-clörat  fir  Herend  mo  chomergi- 
sea  assin  leön  7  assin  chess  *ich  sage  ein  Wort,  ich  werde 
hier  nicht  weiter  auf  sie  warten,  ohne  daß  die  Männer  von  Irland 
von  meiner  Erhebung  aus  dem  Schaden  und  aus  dem  Leiden  hören' 
LL  95a  17.  Vgl.  noch  Atk.  LBr.  Z.  5319  (naco  rup  follus 
=  lat.  donec  clarescat),  7646,  Senchus  Mör  III  142,  22;  426,  10 
(nach  negiertem  Hauptsatz);  I  62,  19;  II  388,  25  (nach  cen  'ohne'); 
I  54,  11,  12;  Itl  502,  19  (nach  positivem  Hauptsatz). 

Anm.  2.  Das  -con-  (§  528)  ist  in  diesen  Verbindungen  mit  co  n- 
'bis'  assoziiert  worden,  und  das  na-  ^  no-  ist  als  bedeutungslos  auf- 
gefaßt worden;  so  ist  es  dahin  gekommen,  daß  noco  in  der  Bedeutung 
'bis'  mit  dem  Ind  nach  einem  positiven  Satz  (statt  co  n-)  stehen  kann: 
iss-and  no-adnaictis  clanna  Heremoin  ..nocotänicCremthand 
'dort  pflegten  die  Nachkommen  des  H.  begraben  zu  werden,  bis  C.  kam' 
LU  51a  8,  vgl.  Atk.  LBr.  Z.  217  und  3918. 

3)  Nach  resiu  'bevor':  molid  7  älgenigid  resi'u  rocür- 
sacha  'he  praises  and  soothes  before  he  repriniands'  Wb.  4a  2; 
robtar  irlithi  ar  möge  düun  resi'u  tised  hiress,  robtar 
anirlithi  iarum  'unsere  Sklaven  sind  gehorsam  gewesen,  bevor 
das  Christentum  kam;  seither  sind  sie  ungehorsam  gewesen'  27c  8. 

4)  Um  eine  angeführte  Aussage  u.  s.  w,  (oratio  obliqua)  als 
unrichtig  oder  unsicher  zu  bezeichnen:  asberat  alaili  .  .  co 
m-bad  du  dethriub  no-tesad  an  lacob  7  co  m-bad  du 
deichthrib  immurgu  an  Israhel  'Einige  behaupten,  daß  das 
Wort  Jacob  sich  auf  die  zwei  Stämme,  das  Wort  Israel  sich  da- 
gegen auf  die  10  Stämme  bezöge'  Ml.  34 d  6;  uisum  sane  est 
quibusdam  .  .  .i.  co  m-bad  si  amser  sin  ro-n-gabthe  in  salm 
'daß  dies  die  Zeit  wäre,  zu  der  der  Psalm  gedichtet  worden  wäre' 
24d  7;  inda  leu-som  ni-s-roissed  imned  'es  scheint  ihnen,  als 
könnte  Trübsal  sie  nicht  erreichen'  39c  34  (aber  noch  da  leinu 
ba  firinne  'yet  we  supposed  it  was  righteousness'  Wb.  31  d  5). 
Wie  die  Beispiele  zeigen,  steht  der  Konjunktiv  in  den  zu  einer 
solchen  oratio  obliqua  als  Teil  derselben  gefügten  Relativsätzen. 

5)  In  Bedingungssätzen  (Ipf.  Konj.;  im  Hauptsatz  steht  der 
Konditionalis):  docoith  digal  form  matis  tuicsi  ni  rigad 
'Strafe  ist  über  sie  gekommen;  wenn  sie  auserwählt  gewesen  wären, 
wäre  sie  nicht  gekommen'  Wb.  IIa  22;  ar  mad  foriigaire 
dognein  docoischifed  pian  a  thairmthecht  'denn  wenn  ich 
einen    Befehl   gäbe,   würde    Strafe   auf    die   Übertretung    desselben 


320  Konjunktiv  der  Irrealität  im  Ir.       [§593,5.6.594 

folgen'  10a  27;  ni-m-ar-iccfed  mani  tindnised  int  athir 
nemde  'es  wäre  nicht  geschehen,  wenn  nicht  der  Vater  im  Himmel 
(ihn)  übergeben  hätte'  4b  13. 

Eine  gewisse  Kürze  des  Ausdrucks  liegt  vor  in:  ba  miscuis 
atroilliset  mani  thised  trocaire  'Haß  haben  sie  verdient,  (und 
er  wäre  ihnen  auch  zu  Teil  geworden,)  wenn  nicht  die  Barmherzig- 
keit dazu  gekommen  wäre'  4c  15;  ni  räncatar  som  less  a 
scribint  mainbed  di-ar  nertad  'sie  brauchten  nicht  geschrieben 
zu  werden,  (und  wären  nicht  geschrieben  worden,)  wenn  es  nicht 
zu  unserer  Stärkung  wäre'  6c  31. 

6)  In  Vergleichssätzen  und  in  den  dazu  als  Teil  des  irrealen 
Ausdruckes  gehörigen  Relativsätzen  (Ipf.  Konj.):  ropridchad  düib 
cessad  crist  amal  adcethe  1.  foröcrad  düib  amal  bid  fiadib 
nocrochthe  'das  Leiden  Christi  ist  euch  gepredigt  worden,  als  ob 
Ihr  es  sähet,  oder  es  ist  euch  verkündigt  worden,  als  ob  er  vor 
euren  Augen  gekreuzigt  würde'  Wb.  19b  6;  amal  ni  cuimsin 
hi  frecndirc  a  n-asberinn  per  epistulas  'als  ob  ich  anwesend 
das  nicht  könnte,  was  ich  per  epistulas  sagte'  17b  1;  is  cumme 
doib  bid  idalte  domeltis  'es  ist  dasselbe  für  sie,  als  wenn  es 
ein  Götzenopfer  wäre,  das  sie  verzehrten*  10c  3;  is  miscsigiu  .  . 
oldaas  bid  iniquus  asberad  'es  ist  gehässiger  .  ,,  als  wenn  er 
iniquus  sagte'  Ml.  59a  7. 

Anm.  3.  Ein  Kelativsatz,  der  nicht  ein  Teil  des  als  unwirklich  Be- 
zeichneten ist,  steht  im  Ind.:  amal  bid  alai(li)  chumachtaig  rethes 
cenerchötäretho  'as  though  of  sorae  mightj  man  who  runs  without 
check  to  his  running'  Ml.  42  c  19. 

Gebrauch  des  Konjunktivs  im  Brit.^ 

§  594.  Der  Konj.  kann  im  Brit.  einen  Wunsch  oder  einen 
Befehl  ausdrücken.  Mc.  duw  a  rodo  da  ytt  'Gott  gebe  dir  Gutes' 
Mab.  15,  2;  ny  bo  gwaeth  yr  gwaelawt  ty  noc  yr  gwarthaf 
dy  'es  sei  nicht  geringer  dem  untersten  Teile  der  Halle  als  dem 
obersten  Teile  der  Halle'  105,  10;  ac.  anbiic  guell  gl.  aue,  mc. 
hanpych  gwell,  henpych  gwell  "mögest  du  besser  herkommen", 
Grußformel  (Inf.  han-fot  §  647)  Mab.  87,  25;  35,  22  u.  s.  w.; 
ny  chatwyf  vy  w(y)neb  ot  af  'möge   ich   meine  Ehre  nicht  be- 


1)  Atkinson,  On  the  Use  of  the  Subjunctive  Mood  in  Welsh,  Procee- 
dings  of  the  Royal  Irish  Academy,  3.  Ser.,  Vol.  III  (1894),  S.  459—478; 
Vendryes,  De  l'imparfait  du  subjonctif  dans  le  moyen  gallois ,  MSL  XI 
258—267. 


§594.  595, 1.  2]   Wünschender,  potentialer  Konjunktiv  im  Brit.       321 

halten,  wenn  ich  gehe'  199,  22;  kyweirer  y  minneu  vy  march 
'man  rüste  mir  mein  Pferd  aus!'  208,  2.  Corn.  yn  della  thyn  re 
wharfo  'so  be  it  dnne  to  us'  O.  M.  667;  ru-m  gorre  th-y  wlas 
'möchte  er  mich  nach  seinem  Reiche  bringen'  O.  M.  531.  Mbr. 
doe  guir  roe  tron  ra-m  pardono  'Gott,  der  wahre  Himmels- 
könig, verzeihe  mir';  pe-n  diaoul  ra-m  foulo'ou  que  le  diable 
m'emporte!'  Nonne  388,  820. 

§  595.  Der  Konjunktiv  hat  im  Brit.  potentiale  Bedeutung 
1)  In  Hauptsätzen.  Der  Konj.  nähert  sich  hier  der  Bedeutung 
eines  Fut;  diese  Verwendung  des  Konj.  ist  häufig  in  den  alten  c. 
Gedichten,  wird  aber  später  selten;  im  Br.  führt  sie  zui*  regel- 
mäßigen futurischen  Geltung  des  Konjunktivs^  Mc.  nyt  arbettwy 
car  corff  y  gilyd  'the  friend  shall  not  spare  the  body  of  his  compa- 
nion'  Skene  II  127,  10;  mbr.  ez  rentif  sider  ma  speret  'je  ren- 
drai  sürement  l'esprit  (meinen  Geist)'  Nonne  895;  pebez  anquenou 
a  gouzafhet  oar  ann  bet  man  'quelles  douleurs  vous  allez 
souffrir  sur  cette  terre!'  Jes.  44b;  nac  ouf  quet  sur,  me-z  assur 
crenn,  evelhenn  na  ne  carhen  bout  'ich  bin  gewiß  nicht  (Einer 
von  seinen  Jüngern),  ich  versichere  dich,  und  ich  möchte  nicht  so 
sein' Jes.  78a;  vgl.  a  te  na  desev,  pan  eu  mab  doe  beu,  na-m 
clevhe?  Certes,  me  a  goar,  na  grabe;  rac  traytour  ne  si- 
courhe  na  ne  carhe  nep  'glaubst  du  denn,  daß  er,  wenn  er  der 
Sohn  des  lebendigen  Gottes  ist,  mich  nicht  hören  würde?  Gewiß, 
ich  weiß  es,  er  würde  es  nicht  tun,  denn  niemand  würde  einem 
Verräter  helfen  oder  ihn  lieben'  Jes.  90a.     Vgl.  §  597,  4  Schluß. 

2)  In  einem  fragenden  Nebensatz:  manac  ditheu  y  mi  pa 
furyf  y  gallwyf  hynny  'sage  du  mir,  in  welcher  Weise  ich  dies 
kann'  Mab.  3,  5;  mi  a  af  hyt  He  mae  y  marchawc  y  edrych 
a  allwyf  y  dial  arnaw  'ich  werde  dahin  gehen,  wo  der  Ritter 
ist,  um  zu  sehen,  ob  ich  es  nicht  an  ihm  rächen  kann'  204,  12; 
heb  wybot  pwy  vei  eu  gelynyon  'ohne  zu  wissen,  wer  ihre 
Feinde  waren'  R.  B.  II  105,  5;  na  wn  pei  kaffwn  dyse  nas 
gwypwn  oben  S.  241  Z.  4,  Com.  prederys  peb  ay  worfen 
fettyl  allo  gorfenne  'let  every  one  think  of  his  end,  how  he  may 
end  it'    0.  M.  228;    y    hwalsons    ol    adro    mar    caffons    goff 


1.  In  der  jetzt  folgenden  Darstellung  der  Verwendung  des  Konjunktivs 
in  den  Nebensätzen  wird  für  das  Br.  von  allen  solchen  Fällen  abgesehen, 
in  denen  einfach  futurische  Bedeutung  vorliegen  kann.  Das  Gebiet  des 
Konjunktivs  in  den  Nebensätzen  ist  übrigens  im  Br.  bedeutend  eingeengt 
worden. 

Pedersen:  Vgl.  kelt.  Gramm.    II.  21 


322  Der  potentiale  Konjunktiv  im  Brit.  [§595,2.3 

yredy  'they  sought  all  about  if  they  should  find  a  smith  readily' 
M.  C.  154  (der  Ind.  lautet  kefons  P.  C.  582);  ple  ma  haneth 
a  wor  den  vyth  nnay  caffen  wheth  cryst  len  a  wryth  'where 
is  there  to-night  any  man  who  knows  where  I  may  yet  find  (Ipf. 
Konj.)  Christ  füll  of  sorrow'  R.  D.  850;  the  wothfos  pyth  vo 
ena  'to  know  what  is  there'  O.  M.  751;  myr  pa-n-dra  wylly 
ynny  'look,  what  you  can  see  in  it'  0.  M.  801. 

Anm.  1.  Wenn  kein  potentialer  Sinn  vorhanden  ist,  steht  im  fragenden 
Nebensatz  der  Ind.:  rac.  mi  a  wnn  pwy  wyt  ti  'ich  weiß,  wer  du  bist' 
Mab.  2,  11,  ny  wn  i  pwy  wyt  ti  'ich  weiß  nicht,  wer  du  bist'  2,  24. 

3)  In  einem  Bedingungssatz  oder  einem  konzessiven  Satz. 
So  im  Mc.  in  einem  zweiten  (negativen)  Bedingungssatz,  der  ohne 
Bedingungs-Konjunktion  auf  einen  vorhergehenden  Bedingungssatz 
folgt:  o  gwely  vwyt  a  diawt  or  byd  reit  itt  wrthaw  ac  na 
bo  o  wybot  a  dayoni  y  rodi  itt  kymer  dy  hun  ef  S.  254 
Z.  24;  ferner  in  einem  zu  einem  futurischen  Bedingungssatz  als 
Teil  der  Bedingung  gehörigen  Relativsatz :  or  byd  ae  gwarauunho 
itt  hediw  'wenn  jemand  ihn  dir  heute  nicht  gönnt'  Mab.  253,21. 
Nach  mc.  cyn,  cyt  'obgleich,  wenn  auch',  cyn  ny,  cyny,  cany 
'obgleich  nicht',  corn.  kyn,  ken  'obgleich,  wenn  auch'*:  mc.  a 
chyt  archo  ef  itti  yr  eil  'auch  wenn  er  dich  um  den  zweiten 
(Schlag)  bittet'  Mab.  3,  19;  .kyt  rywnelych  di  sarhaedeu 
llawer  .  .  nys  gwney  beilach  'wenn  du  auch  viele  ßeleidungen 
geübt  hast,  wirst  du  es  nicht  ferner  tun'  99,  2;  or  gwely  wreic 
tec  gordercha  hi  kyn  ny-th  uynno  'wenn  du  eine  schöne  Frau 
siehst,  dann  liebe  sie,  auch  wenn  sie  dich  nicht  (haben)  will'  195, 
22;  a  chyn  bei  drut  hynny  ny  bu  hir  yny-m  byrrywyt  i  'und 
obgleich  es  gewaltsam  losging,  dauerte  es  nicht  lange,  bis  ich  zu 
Boden  geworfen  wurde'  169,  11;  corn.  kyn  leuerryf  guyr  den 
fyth  ahanough  ny  vyn  crygy 'obgleich  ich  die  Wahrheit  spreche, 
will  niemand  von  euch  je  glauben'  P.  C.  1481;  —  nach  mc.  yr  na 
'obgleich  nicht'  (eigentlich  die  negierte  Form  von  yr  a,  s.  4°): 
darogan   yw   idaw   kaffel   etiued   ohonat   ti  yr  nas  kaffo  o 


1.  Jedenfalls  eine  Präposition;  jedoch  kaum  (wie  I  425  vermutet)  das 
ac.  cant(c.  cany  =  cyny  beweist  nichts),  sondern  eher  die  Entsprechung 
des  ir.  co  n-  lat.  cum  'mit'.  Die  c.  Nebenform  cyt  wird  von  dem  neben 
dem  Präverb  cyn-  (cyf-)  stehenden  etymologisch  unverwandten  Nebenform 
cyt-  (§  585,  7)  beeinflußt  sein.  Die  Ähnlichkeit  des  mc.  cyt,  cyn  ny 
(cyny)  mit  dem  ungefähr  gleichbedeutenden  ir.  cid,  cini  (S.  207)  ist 
leerer  Zufall. 


i 


§595,3]  Der  potentiale  Konjunktiv  im  ßrit.  323 

arall  'es  ist  eine  Prophezeiung  für  ihn,  einen  Erben  mit  dir  zu 
bekommen,  auch  wenn  er  ihn  mit  keiner  anderen  Frau  bekommt' 
Mab.  101,  23.  —  In  Ausdrücken  wie  'je  größer,  je  besser':  mc. 
goreu  yw  gennyf-i  bo  kyntaf  'je  früher,  um  so  lieber  ist  es 
mir'  Mab.  12,  4;  79,  19;  a  phei  vwyhaf  vei  y  vrys  ef  pellaf 
vydei  hitheu  y-wrthaw  ef  *je  größer  seine  Eile  war,  um  so 
ferner  war  sie  von  ihm'  9,  5.  —  Disjunktiv:  mc.  pan  dycko 
beich  na  mawr  na  bychan  uo  'wenn  er  eine  Last  trägt,  sei  sie 
groß  oder  klein'  109,  19;  na  marchawc  na  phedestyr  y  del 
idaw  'sei  es  ein  Ritter,  sei  es  ein  Fußgänger,  zu  dem  er  kommt' 
246,  9. 

Anm.  2.  Nach  c.  o,  or  'wenn'  steht,  wie  die  obigen  Beispiele  zeigen, 
der  Indikativ;  ebenso  nach  coro.,  br.  mar  'wenn':  com.  mar  rayn  dev 
'wenn  Gott  will'  0.  M.  650;  mara  tybbryth  a  henna  .  .  yn  mes 
alemma  ty  a  'wenn  du  von  diesem  ißt,  sollst  du  fort  von  hier  gehen' 
0.  M.  81;  mbr.  ha  mar  tech..  heb  nebabaff  me  he  caffo  'und  wenn 
sie  entfliehen  sollte,  werde  ich  sie  ohne  irgend  welche  Schwierigkeit  finden' 
Barbe  401.  —  Vgl.  das  asyndetische  mc.  nyt  a  Kei  oben  S.  256  Z.  20.  — 
Nach  mc.  cyt  findet  sich  der  3.  Sing.  Imperativ  des  Verbums  'sein':  kyt 
boet  keuyndyrw  y  mi  'obgleich  er  mein  Vetter  ist'  Mab.  44,  13;  vgl. 
69,  23.  Im  Com.  steht  bisweilen  nach  ken  der  Indikativ  des  Verbums 
'sein':  ken  nag  of  gvyw  'obgleich  ich  nicht  würdig  bin'  P.  C.  481;  kyn 
do  'obgleich  er  war'  M.  C.  163,  ken  thew  pell  'obgleich  es  fern  ist'  Gwreans 
an  bys  1942  (aberKonj.,  wo  der  potentiale  Sinn  deutlicher  hervortritt:  ny 
skap  kyn  fo  vyth  mar  für  'he  will  not  escape  though  he  be  ever  so 
cunning'  K.  D  2019).  —  Im  Mbr.  steht  der  Ind.  in  Sätzen  wie  nac  eu 
mar  fier  'si  fier  qu'il  soit'  Jes.  3a,  vgl.  oben  S.  257;  non  obstant  da 
tourmant  nen  devoa  hoant  quet  'bien  qu'il  n'eüt  ancunement  envie 
de  te  faire  de  la  peine'  Jcs.  92b. 

Wie  im  Ir.  ist  es  auch  im  Brit.  unmöglich,  eine  scharfe  Grenze 
zwischen  den  bedingenden  und  den  temporalen  Konjunktionen  zu  ziehen. 
Im  Mc.  steht  der  Konjunktiv  nach  pan  'wenn',  gwedy  'so  bald',  tra 
'während',  wenn  von  der  Zukunft  oder  von  einer  wiederholten  Handlung 
die  Kede  ist:  pan  delych  dy  hun  yth  wlat  ti  a  wely  a  wneuthum 
yrot  ti  'wenn  du  selbst  nach  deinem  Lande  kommst,  wirst  du  sehen,  was 
ich  für  dich  getan  habe'  Mab.  6,  10  (or  pann  40,  19,  hyt  pan  37,  11); 
a  phan  dywettei  Arthur  yr  yraadrawd  teckaf  wrthyf  or  a  allei 
y  dywedwn  ynneu  yr  yraadrawd  hwnnw  yn  haccraf  a  allwn  wrth 
Vedrawt  'wenn  A.  zu  mir  die  freundlichsten  Worte,  die  er  konnte,  sagte, 
so  sagte  ich  diese  Worte  zu  Medrawt  in  der  häßlichsten  Weise,  in  der  ich 
konnte'  ^lab.  147,  24;  gwedy  delych  atref  par  uessuraw  yr  ynys  oe 
hyt  ae  llet  'wenn  du  nach  Hause  gekommen  bist,  laß  dann  die  Insel  der 
Länge  und  der  Breite  nach  ausmessen'  96,  28;  a  pheri  yr  kigyd  gwedy 
y  bei  yn  dryllyaw  kic  dyuot  idi  atharawbonclustarneibeunyd 

21* 


324  Der  poteiitiale  Konjunktiv  im  Brit.  [§595,3.4 

'und  sie  lieiäen  den  Fleischer  jeden  Tag,  wenn  er  Fleisch  zerschnitten  hatte, 
zu  ihr  hintreten  und  ihr  eine  Ohrfeige  geben'  34,  9;  hediw  a  pheunyd 
tra  barbae  y  wled  honn  'heute  und  jeden  Tag,  so  lange  dies  Fest 
dauern  wird'  17,  10.  Im  Corn.  steht  der  Konj.  nach  pan,  wenn  von  der 
Zukunft  die  Kede  ist:  marow  vyth  pan  y-n  kyffyf  a  thesetnpys  'er 
soll  sofort  sterben,  wenn  ich  ihn  finde'  E.  D.  1777  ("wann  ich  ihn  finden 
mag");  ha-n  bewnans  pan  y-n  kylly  the-n  dor  ty  a  dreyl  arte 
'and  the  life  when  thou  losest  it,  to  the  earth  thou  shalt  turn  again'  0. 
M.  63;  pan  wryllyf  tremene  'when  I  shall  pass  away'  0.  M.  531;  vgl. 
813;  825;  vynytha  hedre  vywy  vmnia  ny-ra  gvelyth  arte  'ever  while 
thou  livest,  here  thou  shalt  not  see  me  again'  0.  M.  243.  Mbr.  pan  quer- 
het  'puisque  vous  le  voulez'  Jes.  48a  (vielleicht  'si  uultis',  ZE  514). 

4)  In  relativen  Sätzen,  die  sich  auf  einen  unbestimmten  Fall 
beziehen.  Mc.  yr  a  j^mbilio  a  thi  'wie  sehr  er  dich  auch  bittet' 
Mab.  3,  19;  yr  a  dotter  yndi  'wie  viel  auch  in  sie  gelegt  wird' 
15,  13;  yr  a  welych  nac  yr  a  glywych  nac  ymchoel  di 
dracheuyn  'was  du  auch  sehen  oder  hören  magst,  kehre  nicht  zu- 
rück!' 270,  13;  yr  y  uychanet  a  uo  'wie  klein  es  auch  ist',  yr 
meint  uo  'wie  groß  es  auch  ist'  60,  6;  221,  9  (bychanet  'Klein- 
heit', meint  'Größe');  pwy  bynnac  a  vynno  kanlyn  Arthur 
bit  heno  y-Ghernyw  gyt  ac  ef.  ac  ar  nys  mynno  bit  yn 
erbyn  Arthur  hyt  yn  oet  y  gygreir  'wer  dem  A.  folgen  will, 
soll  heute  Nacht  mit  ihm  in  Cornwall  sein;  und  wer  es  nicht  will, 
soll  sein  Feind  sein  auch  während  der  Waffenfrist'  160,  28;  pa 
diaspettych  di  bynnac  'wie  sehr  du  auch  aufschreien  magst' 
104,  7;  pwy  bynnac  a  ovynhei  i  mi  yr  hynn  yd  wyt  ti  yn  y 
ovyn  ny  chaffei  y  eneit  gennyf  nac  yn  rat  nac  ar  werth 
'wer  auch  immer  mich  nach  dem  fragte,  wonach  du  mich  jetzt 
fragst,  behielt  nicht  sein  Leben  weder  umsonst  noch  gegen  Entgelt' 
222,  1;  pa  arch  bynnac  a  erchych  di  ymi  hyt  y  gallwyf  y 
gaffel  itti  y  byd  'worum  du  mich  auch  bittest,  wirst  du  es,  so- 
weit ich  vermag,  erhalten'  13,  1;  yn  y  lie  y  mynnych  di  'wo  du 
auch  willst'  12,  5;  y  nos  y  kysco  vym  merch  gennyt  'die 
Nacht,  in  der  meine  Tochter  mit  dir  schlafen  wird'  122,  6;  titheu 
a  eliy  gyfnewityaw  yr  a  uo  gwell  'du  kannst  es  vertauschen 
gegen,  was  besser  sein  mag'  62,  9;  yr  neb  a  ymkanlyno  ac 
ymladeu  'demjenigen,  der  sich  mit  Kämpfen  abgibt'  193,  5; 
y  march  kyntaf  a  welych  'das  schnellste  Pferd,  das  du  sehen 
wirst'  9,  10;  ar  wreic  vwyhaf  a  garho  a  daw  y  gyt  a  phob 
gwr  'und  mit  jedem  Manne  wird  die  Frau,  die  er  am  meisten 
liebt,  kommen'  252,  23;  y  dyn  y  dottit  yn  y  gylch  ny  welei  neb 


§595,4.5]  Der  potentiale  Konjunktiv  im  Brit.  325 

euo  ac  euo  a  weleibawp  'wer  darauf  gesetzt  wurde,  niemand 
konnte  ihn  sehen,  und  er  sah  Alle'  153,  1.  Corn.  pynag  a 
wharf'o  an  cas  Svhatever  the  case  may  be'  0.  M.  1698;  suel  a 
vynno  bos  sylwys  golsowens  ow  lauarow  Svhosoever  would  be 
saved  let  him  hearken  to  my  words'  M.  C.  2;  a  wrello  dybry 
'wer  ißt  (essen  mag)'  0.  M.  231;  ol  an  tyr  a  bywfy  'all  das 
Land,  das  du  besitzen  magst'  O.  M.  581;  me  a-n  herth  guel  ha 
gyllyf  'I  will  thrust  it  the  best  I  can'  P.  C.  3012.  Mbr.  lequet 
seder  nep  a  querhet  .  .  da  miret  'mettez  qui  vous  voudrez,  pour 
le  garder'  Jes.  168a;  da  ober  seder  a  querhet  'pour  faire  ce 
que  vous  voudrez'  45a;  en  manyer  maz  diliberhet  ordrenet 
ha  deviset  gl  an  'befehlet  und  entscheidet,  wie  Ihr  (=  du)  über- 
legen möget'  45a;  guelhaf  maz  guelhet  'du  mieux  que  vous 
pourrez'  45b;  ha  te  salver  a  receuy  pep  pasque  humplan 
ma  helly  'empfang  deinen  Heiland  jedesmal  zu  Ostern  so  demütig 
wie  du  nur  kannst'  Loth,  Chrestomathie  S.  331  Z.  2  v.  u. ; 
hoaruezet  a  hoaruezo  'arrive  que  pourra'  Nonne  1593. 

Anm.  3.  Wenn  der  Eelativsatz  sich  auf  einen  bestimmten  Fall  be- 
zieht, steht  der  Ind.:  mc.  kanys  yna  y  dyt  marchawcy  llamhystaön 
gosteo.  nyt  amgen  erohi  yr  wreic  vwyhaf  a  gar  kymryt  y  llam- 
hystaen  'for  then,  the  knight  of  the  Sparrow-Hawk  will  make  procla- 
mation,  and  ask  the  lady  he  loves  best,  to  take  the  Sparrow-Hawk'  Mab. 
253,  19;  mbr.  em  em  gourchemennaf  muyhaf  raaz  gallaf  'je  me 
recoramande  de  mon  mieux'  Jes.  198  a. 

5)  Nach  mc.  ual  'wie':  mi  a  wnaf  ual  y  dywettych  di 
'ich  werde  tun,  wie  du  sagen  magst'  Mab.  276,  27;  wrth  ual  y 
bo  dy  enryded  'je  nach  dem,  wie  deine  Vornehmheit  sein  mag' 
2,  23  (über  Absichtssätzen  mit  ual  s.  §  596,  1).  Nach  corn.  del 
'wie':  my  a  wra  ol  del  vynny  'ich  werde  alles  tun,  wie  du  es 
wünschest'  0.  M.  246;  dog  manerlich  ov  baner  del  vynny 
bos  rewardyys  'carry  my  banner  valiantly,  as  thou  wishest  to  be 
rewarded'  0.  M.  2201;  lauar  thym  del  ym  kerry  pan  vernans 
an  geve  ef  'sage  mir,  wenn  du  mich  lieb  hast,  was  für  einen  Tod 
er  hatte'  0.  M.  2218;  ha  mar  scon  del  y-n  guylly  ef  a-th 
saw  'and  so  soon  as  thou  seest  him,  he  will  heal  thee'  ß.  D.  1694. 

Anm.  4.  Die  Vergleichskonjunktion  verlangt  au  und  für  sich  nicht 
den  Konj.:  mc.  pei  gwypwn  vot  yu  da  gennyt  ti  mal  y  mae  da 
gennyf  i  'wenn  ich  wüßte,  daß  os  dir  gefiele,  wie  es  mir  gefällt'  Mab. 
213,  19;  ualydawymywn  'indem  er  hineinkommt'  226,  5;  auch  steht 
der  Ind.  nach  ual  'sodaß'  167,  24;  com.  ny  a  vyn  mos  the  besy  whare 
war  an  arluth  kor  del  yw-e  luen  a  versymayrollo  ynnep  teller 
dour  the  eve   *we   will    go   to   pray  soon  to  the  dear  Lord,  as  he   is   füll 


326  Konjunktiv  der  Absicht  im  Brit.  [§  596,1 

of  mercy,  that  he  may  give,   in   some  place,   water   to  them   to  clrink'    0. 
M.  1822. 

§  596.  Der  Konj.  bezeichnet  im  Brit.  die  Absicht.  1)  In 
den  eigentlichen  Absichtssätzen.  Mc.  mal  y  crettoch  'damit  Ihr 
glaubet'  Mab.  131,  10,  vgl.  249,  23;  carchara  wynt  hyt  nat 
elont  dracheuyn  'verhafte  sie,  sodaß  (damit)  sie  nicht  zurück- 
kehren' 34,  14;  ereill  a  gyghorei  it  rodi  dy  uerch  y  un  o 
dylyedogyon  y  deyrnas  hon  ual  y  bei  vrenhin  gwedy  ti 
'Andere  rieten  dir,  deine  Tochter  einem  von  den  Adeligen  dieses 
Landes  zu  geben,  damit  ein  König  nach  dir  da  wäre'  R.  B.  II 
114,  30.  Corn.  may  hyllyf  clewas  'damit  ich  höre  (hören  kann)" 
P.  C.  554;  venytha  na  sowyny  'that  thou  mayest  never  thrive' 
0.  M,  539;  rag  na  vo  degees  'that  it  may  not  be  opened'  O.  M. 
964.  Mbr.  euit  maz  guili  'damit  du  sehest'  Nonne  1156.  Ferner 
nach  mc.  yny  'bis',  wenn  von  der  Zukunft  die  Rede  ist,  oder  wenn 
eine  Absicht  direkt  bezeichnet  wird:  ny  russya  dim  ragot  yny 
delych  y-m  kyuoeth  i  'nichts  wird  dich  aufhalten,  bis  du  nach 
meinem  Lande  kommst'  Mab.  3,  26;  kyghor  yw  gennyf  ellwng 
dewrwyr  am  y  benn  ae  dala  yny  wypych  diheurwyd  am 
hynny  'mein  Rat  ist,  tapfere  Männer  gegen  ihn  zu  schicken  und 
ihn  festzuhalten,  bis  du  die  Wahrheit  in  dieser  Sache  weißt'  237, 
30;  nyt  ymadawn  inheu  ac  ef  yny  wypwn  pwy  uei  neu  yny 
orffei  y  lleill  ar  y  Hall  'ich  wollte  mich  von  ihm  nicht  trennen, 
bis  ich  wüßte,  wer  er  sei,  oder  bis  der  Eine  den  Anderen  über- 
wunden hätte'  262,  16.  Ebenso  nach  mc.  hyt  pan  'bis':  ar  llinat 
hwnnw  a  uynnaf  i  y  gaffel  y  heu  yn  y  tir  newyd  draw  hyt 
pan  uo  ef  a  uo  pennlliein  gwynn  am  penn  uym  merch  i 
'und  diesen  Flachs  will  ich  haben  um  ihn  in  jenem  Neuland  zu 
säen,  bis  er  es  wird,  der  ein  weißes  Kopftuch  um  den  Kopf  meiner 
Tochter  wird'  121,22;  gelwyssit  .  .  hyt  pan  y  gwarettei  y  ren 
rwy  digonsei  'es  wurde  angerufen  .  .,  bis  der  Herr,  der  sie  er- 
schaffen hatte,  sie  befreite'  Skene  II  138  Z.  2  v.  u.  Nach  corn. 
erna  'bis':  gans  myyn  gureugh  hy  knoukye  erna  wrello 
tremene  'bewerfet  sie  mit  Steinen,  bis  sie  stirbt'  0.  M.  2695; 
neffre  ny  fynnaf  crygy  erna  hyndlyf  y  golon  'I  will  not  ever 
believe  until  I  touch  bis  heart'  R.  D.  1531;  nach  corn.  bys  ma: 
ty  a  vew  bys  may  fy  loys  'thou  shalt  live  tili  thou  be  grey'  0. 
M.  72;  bys  may  th-yllyf  yn  ow  gulas  'until  that  I  enter  into 
my  kingdom'  P.  C.  726.  Br.  ken  na  zeuio  'jusqu'ä  ce  qu'il 
vienne',  ken  n-e  divije  kavet  anezhan  adarre  'jusqu'ä  ce  qu'eUe 


§596,1.2]  Konjunktiv  der  Absicht  im  Biit.  327 

l'eüt  retrouve'  Troude,  Dict.  fr.-br.  S.  526b;  que  n-ou  devou 
groit  penigen  'bis  sie  Buße  getan  haben'  Loth,  Chrestomathie 
S.  330,  28. 

Anm.  Dagegen  steht  der  Ind.  nach  c.  yny,  wenn  es  sich  nicht  auf 
die  Zukunft  bezieht  oder  eine  Absicht  bezeichnet:  hyny  vydant  (histo- 
risches Präs),  yny  vyryawd  S.  184  Z.  7,  9;  yny  vyd  'bis  er  ist'  (bist. 
Präs.)  Mab.  198,  6  und  12.  Vgl.  mbr.  gant  eur  boan  quen  teribl  que 
na  uoe  eur  mis  cren  en  poan  'mit  einem  so  furchtbaren  Schmerz,  daß 
sie  einen  ganzen  Monat  im  Schmerz  war'  Loth,  Chrestomathie  S.  348,  7. 

2)  In  Objektssätzen.  Mc.  mi  a  wnaf  na  bo  y-th  gyuoeth 
na  gwr  na  gwreic  a  wypo  na  bo  tidi  wyf  i  'ich  werde  be- 
wirken, daß  in  deinem  Lande  weder  ein  Mann  noch  eine  Frau  ist, 
welche  wüßten,  daß  ich  nicht  du  bin'  Mab.  3,  22;  minneu  a 
baraf  .  .  na  bo  Uawnach  no  chynt  'ich  werde  bewirken,  daß 
er  nicht  voller  als  früher  ist'  13,30;  sef  y  harchaf  itt  na  myn- 
nych  wreic  'ich  bitte  dich,  daß  du  keine  Frau  suchest'  100,  20;  mi  a 
tynghaf  dynghet  idaw  na  chaffo  ef  enw  yny  kaffo  gennyf  i 
'ich  bestimme  als  sein  Schicksal,  daß  er  keinen  Namen  bekommen 
soll,  bis  er  einen  von  mir  bekommt'  69,  21;  Andromacta  .  .  a 
anuones  at  Briaf  y  beri  idaw  wahard  Ector  nat  elei  y  dyd 
hwnnw  yr  vrwydyr  'Andromache  schickte  zu  Priamos  um  ihn 
zu  veranlassen,  zu  verhindern,  daß  Hektor  diesen  Tag  in  den 
Kampf  ginge'  R  B.  II  22,  27;  ny  allaf  i  na  chysgwyf  'ich 
kann  nicht  umhin  zu  schlafen'  Mab.  277,  4,  vgl.  274,  26;  ti  a 
geffy  nawd  .  .  gan  dy  uot  yii  gedymdeith  ac  nat  elych 
y-m  herbyn  yr  eil-weith  'du  wirst  Gnade  erhalten  .  .  unter  der 
Bedingung,  daß  du  mein  Bundesgenosse  wirst  und  nicht  ein  anderes 
Mal  gegen  mich  gehst'  Mab.  283,  12;  dewis  ae  ti  a  elych  yr 
llys  ae  titheu  a  delych  gyt  a  mi  .  .  ae  niinneu  a  yrro  un 
or  teulu  'wähle,  ob  du  nach  der  Burg  gehen  willst,  oder  ob  du 
mit  mir  kommen  willst,  oder  ob  ich  Einen  von  meinem  Gefolge 
schicken  soll'  237,  9;  dewis  ae  mi  a  agorwyf  y  porth  itt  ae 
menegi  (Inf.)  yr  neb  pennaf  dy  uot  titheu  yn  drws  y  porth 
'wähle,  ob  ich  die  Türe  für  dich  öffnen  soll  oder  dem  Oberen 
melden,  daß  du  vor  der  Türe  bist'  205,  14;  dewis  di  ae  kerdet 
(Inf.)  ae  na  cherdych  'wähle  du  entweder  zu  gehen  oder  nicht 
zu  gehen'  150,  25;  vgl.  225,  22;  222,  12;  auory  y  mae  oet  dyd 
yrof  i  ac  ef  y  rodi  (Inf.)  y  vorwyn  honno  idaw  neu  ynteu 
a  lad  ho  vy  meibon  'morgen  ist  die  zwischen  ihm  und  mir  fest- 
gesetzte Frist,    ihm    dies  Mädchen    zu  geben,    oder  daß   er   meine 


328  Konjunktiv  der  Absicht  im  Brit.  [§596,2—4  j 

Söhne  töten  soll'  189,  10;  mi  a  vynnaf  iawn  y  gennyt  neu 
uinneu  a  gaffwyf  y  gennyt  ti  diruawr  ouut  4ch  will  Genug-  ^ 

tuung  von  dir  haben,   oder   daß    ich   ein   übergroßes  Leid  von   dir  * 

erhalte'  282,  18.  Corn.  me  a-th  pys  may  leuery  'ich  bitte  dich, 
daß  du  sagest'  R.  D.  2046;  ha  me  a  wyth  na-n  lyttry  'and  I 
will  keejD  that  thou  steal  him  not'  R.  D.  58;  ef  a  ruk  agan  dy- 
fen  aual  na  wrellen  dybbry  'he  did  forbid  us  that  we  should 
not  eat  the  fruit'  0.  M.  183;  hag  inweth  gvra  the-th  worty 
may  tebro  ef  annotho  'laß  auch  deinen  Mann  davon  essen'  O. 
M.  200.  Mbr.  mir  n-en  heuliy  mir  n-en  cometti  quet  'garde 
toi  de  le  suivre,  garde  toi  de  le  commettre'  Nonne  592;  ret  eu 
ez  mirvy  'es  ist  notwendig,  daß  du  stirbst'  Jes.  65a;  m-oz  pet 
ez  autrehet  ez  mirvif  äffet  da  quentaf 'ich  bitte  dich  ("euch"), 
daß  du  mir  erlaubest,  daß  ich  durchaus  zuerst  sterbe'  35  a. 

3)  In  relativen  Sätzen  (mit  den  eigentlichen  Absichtssätzen 
sind  die  Sätze  verwandt,  die  die  vorausgesehene  Konsequenz  einer 
bestimmten  Beschaffenheit  ausdrücken;  ferner  die  an  eine  Frage 
gefügten  Sätze,  welche  die  psychologische  Konsequenz  der  Tatsache 
angeben,  wonach  gefragt  wird,  und  so  fast  kausal  zu  sein  scheinen). 
Mc.  llyma  a  wnelych  'hör  mal,  was  du  tun  sollst'  Mab.  201,30; 
keis  a-th  ladho  'suche  jemanden,  der  dich  töten  wird'  5,  24; 
gwna  oet  y  del  Riannon  y-th  ol  'bestimme  einen  Tag,  wo  R. 
dir  folgen  soll'  17,  18;  kymer  wreic  arall  y  bo  ettiued  itt 
oho n ei  'nimm  eine  andere  Frau  mit  der  du  einen  Erben  zeugen 
kannst'  18,  6;  kyrchwn  Lloegyr  a  cheisswn  grefft  y  kaffon 
yn  hymborth  'let  us  go  into  England,  and  seek  some  craft  where- 
by  we  may  gain  our  support'  47,  11;  a  daw  hitheu  yma  yn 
teruyn  y  gweler  'kommt  sie  je  hierher  so  nahe,  daß  man  sie 
sehen  kann?'  117,  10;  py  derw  ytti  pryt  nat  atteppych  y  neb 
hediw  'was  fehlt  dir,  daß  du  niemandem  heute  antwortest?',  py 
wyneb  yssyd  arnat  ti  pryt  na  delut  y  edrych  y  gofut  a  uu 
arnaf  i  'schämst  du  dich  nicht,  daß  du  nicht  kamst,  das  Unglück 
zu  sehen,  worin  ich  Avar?'  176,  20,  21;  pa  uedwl  yw  dy  teu  di 
pryt  na  bwyttehych  'woran  denkst  du,  daß  du  nicht  ißt?'  292, 
29;  pan  allo  oben  S.  205  Z.  16.  Corn.  ny  a  thynyth  vn  flogh 
da  thy-n  a  seruyo  'we  shall  produce  a  good  child  to  serve  us' 
O.  M.  665;  lyf  bras  my  a  thoro  a  gutho  ol  an  nor  beys  'ich 
werde  eine  große  Flut  bringen,  welche  die  ganze  Erde  verbergen 
wird'  0.  M.  982. 

4)  In  fragenden  Nebensätzen   (wenn  man  fragt,  was  man  tun 


§  596, 4.  §  597, 1—3]     Konjunktiv  der  Irrealität  im  Brit.  329 

solle).  Mc.  rodwch  y-m  gyghor  pa  uorwyn  y  geisswyf  'gebt 
mir  einen  Rat,  was  für  ein  Mädchen  ich  suchen  soll'  Mab.  68,  1; 
val  yd  oed  Kynan  Meiradawc  yn  pedrussaw  beth  a  wnelei 
'als  K.  im  Zweifel  war,  was  er  tun  sollte'  R.  B.  II  114,  8  (da- 
neben auch  der  Ind.:  ny  wydyat  hi  beth  a  wnaei  *sie  wußte 
nicht,  was  sie  tun  sollte'  Mab.  268,  30).  Diese  Verwendung  des 
Konjunktivs  ist  wohl  nur  im  C.  belegt;  vgl.  com.  ny  won  vyth 
pe-th-af  lemyn  'ich  weiß  durchaus  nicht,  wohin  ich  jetzt  gehen 
soll'  0.  M.  355;  yv  gans  ow  thraytor  dyskis  fatel  dons  th-ov 
hemeres  '(die  Schar)  ist  von  meinem  Verräter  belehrt,  wie  sie 
kommen  sollen  um  mich  zu  nehmen'  M.  C  61  (Konj.  deffons). 
5;  597.  Der  Konj.  bezeichnet  im  Brit.  das  Unwirkliche  oder 
Unmögliche.  1)  In  relativen  Sätzen,  die  als  Teil  des  Verneinten 
einen  negativen  Satz  ausfüllen.  Mc.  nyt  oes  yndi  neb  ny-th 
aduapo  'es  ist  niemand  drinnen,  der  dich  nicht  (als  seinen  Herrn) 
kennen  wird'  Mab.  3,  29;  ny  wnn  i  neb  a-e  gwypo  'ich  weiß 
niemanden,  der  es  wüßte'  131,  2;  .  .  na  daw  marchawc  .  .  na 
mynno  ef  ymwelet  ac  ef  oben  S.  256  Z.  2  (vgl.  §  593,  2); 
a  oes  ohonawch  chwi  a  adnapo  y  uarchoges  racco  'gibt  es 
jemanden  unter  euch,  der  die  Reiterin  dort  kennt?'  Mab.  8,  30, 
vgl.  80,  20.  Corn.  tra  ny  vyth  yn  pow  adro  na  wothfo  the 
tharryvas  'there  is  not  a  thing  in  the  country  round  which  he 
will  not  know  how  to  discover'  0.  M.  190;  nynsus  gorryth  .  .  a 
lauarre  'es  gibt  keinen  Mann,  der  äußern  könnte'  R.  D.  422; 
popel  Ysral  ny  assaf  na-s  gorren  y  thy  whyl  cref 'the  people 
of  Israel  I  will  not  allow,  that  I  put  them  not  to  hard  work'  O.  M. 
1490  (vgl.  §  593,  2);  auffällig:  pyw  a  thysquethes  thyso  the  vos 
noeth  .  .  lemyn  an  frut  grath  na-th  fo  mones  th-y  dybry 
heb  pegh  'wer  hat  dir  geoffenbart,  daß  du  nackt  bist,  wenn  nicht 
die  Gnadenfrucht,  welche  zu  essen  dir  nicht  ohne  Sünde  erlaubt 
ist?'  O.  M.  263.  Br.  n-int  ket  deuet  c'hoaz  e-m  zi  a  gement 
a  oufenn  'sie  sind  noch  nicht  zu  mir  gekommen,  soviel  ich  weiß 
(wüßte)'  Troude,  Dict.  fr.-br.  816b;  mbr.  na  ne-m-eux  quet  tra 
en  bet  nemet  huy  .  .  tra  a  carhenn  'außer  dir  habe  ich  nichts 
in  der  Welt,  das  ich  liebe'  Barbe  101. 

2)  Corn.  kyns  del  vy  serrys  my  a  wra  ol  del  vynny 
'rather  than  thou  be  angry  I  will  do  all  as  thou  wishest'  O.  M.  245. 

3)  Um  eine  angeführte  Aussage  (oratio  obliqua)  als  unrichtig 
oder  unsicher  zu  bezeichnen :  mc.  hawd  yw  gennyf  kaffel  hynny 
kyt  tybyckych  di  na  bo  hawd   'es   ist  leicht  für  mich,   dies  zu 


330  Konjunktiv  der  Irrealität  im  ßrit.  [§597,4 

erreichen,  wenn  du  auch  glaubst,  daß  es  nicht  leicht  ist'  Mab. 
120,  26;  ny  thybygaf  inheu  na  wypych  ti  'ich  glaube  nicht, 
daß  du  nicht  wüßtest'  R.  B.  II  157,  17;  nyt  er  tebygu  ohonaw 
ef  na  bei  deilwg  '(er  sprach  so)  nicht  weil  er  glaubte,  daß  es 
nicht  würdig  wäre'  R.  B.  II  26,  15. 

4)  In  Bedingungssätzen  (Ipf.  Konj.;  im  Hauptsatz  steht  der 
Ind.,  Ipf.  oder  Plusquampf.).  Im  Mc.  werden  diese  Bedingungs- 
sätze meist  durch  die  Konjunktion  pei  {§  525  Anm.  S.  208)  ein- 
geleitet, die  selbst  ein  Ipf.  Konj.  des  Verburas  'sein'  enthält:  pei 
iach  dy  angheu  uydei  'wenn  er  am  Leben  gewesen  wäre,  wäre 
es  dein  Tod  gewesen'  Mab.  133,  27;  pei  a-s  gwypwn  mi  a-e 
dywedwn  'wenn  ich  es  wüßte,  würde  ich  es  sagen'  130,  5;  bei 
dywetut  ti  ymi  y  peth  a  ovynnaf  ytti  minneu  a  dywedwn 
y  titheu  yr  hwnn  a  ovynny  ditheu  'wenn  du  mir  das  sagtest, 
wonach  ich  dich  frage,  würde  ich  dir  das  sagen,  wonach  du  fragst' 
194,  22  (hier  ist  die  irreale  Ausdrucksweise  als  Zeichen  der  Be- 
scheidenheit von  dem  noch  Möglichen  verwendet);  mit  der  Kon- 
junktion cyn  :  kin  ottei  eiry  hid  in  Aruul  Melin  ni-m 
gunaei  artu  awirtul  'if  it  poured  down  snow  as  far  as  Arvwl 
Melyn,  gloom  would  not  make  me  sad'  (vielleicht  eher  'würde  es 
mich  nicht  finster  und  traurig  machen')  B.  B.  46b  3.  An  die 
Stelle  des  Bedingungssatzes  kann  ein  Relativsatz  treten:  a  wypei 
chware  a  ffon  a  tharyan  yn  da  ef  a  wybydei  ymlad  a 
chledyf  oben  S.  228  Z.  20;  ar  neb  a  welhei  y  uorwyn  yn  y 
wisc  honno  ef  a  welei  olwc  wedeidlwys  arnei  'und  wer  das 
Mädchen  in  diesem  Gewand  gesehen  hätte,  der  hätte  einen  würde- 
voll-schönen Anblick  an  ihr  gesehen'  W.  B.  p.  204  Z.  7  v.  u.; 
vgl.  noch  digawn  oed  hynny  yn  tal  gwassanaeth  a  uei  vwy 
no-r  un  a  wneuthumi  'dies  wäre  genug  um  einen  größeren 
Dienst  zu  belohnen  als  den,  welchen  ich  getan  habe'  Mab.  276,11; 
ti  a  allut  dywedut  a  uei  hygarach  pei  a-s  mynhut  'du 
hättest  etwas  sagen  können ,  das  freundlicher  gewesen  wäre,  wenn 
du  gewollt  hättest"  213,  7.  Ein  irrealer  Bedingungssatz  kann  an 
einen  nicht  irrealen  Hauptsatz  gefügt  werden:  minneu  a  baraf 
pei  dottit  yssyd  yn  y  seith  cantref  hynn  o  vwyt  a  llynn 
yndi  na  bo  llawnach  no  chynt  'ich  werde  bewirken,  daß  er  (der 
Sack)  nicht  voller  wird  als  früher,  auch  wenn  man  Alles,  was  von 
Speise  und  Trank  in  diesen  sieben  Hundertschaften  ist,  hineintäte' 
Mab.  13,  29.  —  Corn.  mestry  vyth  te  ny  vea  .  .  ken  onan 
^ys  na-n  rolla    'du  hättest  keine  Macht  gehabt,   wenn  nicht   ein 


§597,5.598] 


Irisches  Präsensparadigma. 


331 


Anderer  sie  dir  gegeben  hätte'  M.  C.  145;  lemmyn  a-n  caffeii 
er  an  ascal  y-n  toulsen  yn  creys  an  tan  'wenn  ich  ihn  jetzt 
erwischte,  würde  ich  ihn  beim  Kragen  in  die  Mitte  des  Feuers 
werfen'  R.  D.  289;  mar-s-ellen  hep  cous  orty  hy  holon  hy 
a  torse  'wenn  ich  ginge  ohne  zu  ihr  zu  sprechen,  würde  es  ihr 
das  Herz  brechen'  O.  M.  2173.  —  Im  Mbr.  ist  der  Konjunktiv 
auch  in  den  Hauptsatz  gedrungen  (vgl.  §  595,  1):  mar  carhe 
me-n  rohe  dezaff  *je  le  lui  donneraiS;  s'il  voulait'  Nonne  1568; 
me  carhe  ma  be  aes  'je  voudrais,  si  c'etait  facile'  1514. 

5)  In  Vergleichssätzen  (Ipf.  Konj.).  Mc.  mal  pei  y  cledyf 
a  dottei  yn  y  wein  'als  ob  er  das  Schwert  in  die  Scheide  steckte' 
Mab.  128,  7;  sef  y  gwelei  y  llew  yn  y  ganlyn  ac  yn  gware 
yn  y  gylch  ual  milgi  a  uackei  e  hun  'und  er  sah,  daß  der 
Löwe  ihm  folgte  und  um  ihn  her  spielte  wie  ein  Jagdhund,  den 
er  selbst  großgezogen  hätte'  187,  4;  megys  kyt  bei  un  onadunt 
'als  ob  er  Einer  von  ihnen  gewesen  wäre'  R.  B.  II  94,  24;  heb 
wybot  dim  y  wrthaw  mwy  no  chyn  ny  ry  fei  eiryoet  vch  y 
dayar  'ohne  daß  man  mehr  davon  wüßte  als  wenn  es  niemals  über 
der  Oberfläche  der  Erde  gewesen  wäre'  R.  B.  II  141,  20.  Corn. 
kepar  ha  pan  ve  hegar  'als  wenn  er  Freund  wäre'  M.  C.  40, 
(vgl.  jedoch  M.  C.  64,  74,  P.  C.  1173,  wo  sonderbarerweise  der 
Indikativ  zu  stehen  scheint).  Br.  evel  pa  ve  eur  marc'h  e  ve 
'comme  si  c'etait  un  cheval'  Troude,  Dict,  fr.-br.  182b;  mbr.  euel 
pan  ve  me  ma  hunan  oben  S.  238  Z.  20. 


XV.    Aktivische  Flexion  des  Präs.  und  Imperf.  Ind. 

und  des  Imperativst 
§  598.      Irisches    Präsensparadigma    (berimm   'trage',   be- 
nimm 'schlage',  carimm  'liebe',  gaibimm  'nehme',  leicimra  'lasse') 


-0-  :  -e- 

-na- 

-a- 

-i- 

-l- 

Stämme 

Stämme 

Stämme 

Stämme 

Stiinime 

Praes.  simpl. 

Sing.  1 

berimm 

benimm 

carimm 

gaibimm 

leicimm 

2 

beri 

beni 

cari 

gaibi 

leici 

3 

berid 

benid 

carid 

gaibid 

leicid 

PI.  1 

bermi 

benmi 

carmi 

gaibmi 

leicmi 

2 

berthe 

bente 

carthe 

gaibthe 

leicthe 

3 

berit 

b  e  n  i  t 

carit 

gaibit 

leicit 

1.  Lottner,  Die  altiriscben  Verbalklassen,  Beiträi^e  zur  vergl.  Sprach- 
forschung II  322 — 329;  (l'Arbois  de  Jubainville,  J^tude  sur  le  prösent  du 
verbe  irlandais,  MSL  V  237—283. 


32 


Irisches  Präsensparadigma. 


[§598 


-0-  :  -e- 

-na- 

-a- 

-i- 

-V- 

Stämme 

Stämme 

Stämme 

Stämme 

Stämme 

Praes.  comp. 

feiiig. 

1 

-biur 

-benimm 

-caru, 

-gaibiu, 

-leiciu, 

^ß 

-carimm 

-gaibimm 

-leicimm 

2 

-bir 

-beni 

-cari 

-gaibi 

-leici 

3 

-beir 

-ben 

-cara 

-gaib 

-leici 

PI. 

1 

-beram 

-benam 

-caram 

-gaibem 

-leicem 

2 

-berid 

-benid 

-carid 

-gaibid 

-leicid 

3 

-berat 

-benat 

-carat 

-gaibet 

-leicet 

Ipf. 

Sing. 

1 

-berinn 

-beninn 

-carinn 

-gaibinn 

-leicinn 

2 

-bertha 

-benta 

-cartha 

-gaibthea 

-leicthea 

3 

-bered 

-benad 

-carad 

-gaibed 

-leiced 

PI. 

1 

-berniis 

-benmis 

-carmis 

-gaibmis 

-leicmis 

2 

-berthe 

-bente 

-carthe 

-gaibthe 

-leicthe 

3 

-bertis 

-bentis 

-cartis 

-gaibtis 

-leictis 

Ipv. 

Sing. 

2 

beir 

ben 

car 

gaib 

leic 

3 

berad 

benad 

carad 

gaibed 

leiced 

PI. 

1 

beram 

benam 

caram 

gaibem 

leicem 

2 

berid 

benid 

carid 

gaibid 

leicid 

3 

berat 

benat 

carat 

gaibet 

leicet 

Anm.  1.  Der  flexionelle  Unterschied  zwischen  den  verschiedenen  Stamm- 
klassen  ist  sehr  gering.  Er  zeigt  sich  nur  in  der  2.  und  besonders  in  der 
3.  Sing,  des  Praesens  compositum.  Wichtiger  ist  der  Unterschied  im  Timbre 
des  Wurzelauslauts.  Bei  den  -o-  :  -e-Stämmen  findet  sich  ein  Wechsel 
zwischen  Mouillierung  und  Nicht-Mouillierung:  ohne  Mouillierung  war  der 
Wurzelauslaut  in  der  1.  Sing.,  1.  und  3.  PI.  des  Präsens  compositum;  daß 
die  Mouillierung  auch  in  den  entsprechenden  Personen  des  Praesens  simplex 
ursprünglich  gefehlt  hat,  ist  wahrscheinlich,  und  sie  fehlte  noch  im  Air. 
wenigstens  in  der  3.  PI.  und  1.  PL  (rethait  'sie  laufen'  Ml.  138d  6; 
tiägmi  'wir  gehen'  Wb.  15b  28,  relativ  diagma-ni  3a  15);  für  die 
1.  Sing,  kann  man  im  Zweifel  sein,  ob  do-aur-chanaimm  gl.  sagio  Sg. 
60b  12  (vgl.  Anm.  3)  oder  saigim  gl.  adeo  217  a  3  die  normale  air.  Eegel 
vertritt;  im  Ipf.  war  die  Mouillierung  als  Kennzeichen  des  Indikativs  im 
Gegensatz  zum  Konjunktiv  durchgeführt:  at-beirmis  'wir  pflegten  es  zu 
sagen'  Wb.  26b  19,  as-beirtis  'welche  zu  sagen  pflegten'  4c  23;  im  Ipv. 
fehlte  die  Mouillierung  in  der  3.  Sing.,  1.  und  3.  PL  Die  -na-  und  -«- 
Stämme  hatten  unmouillierten,  die  -i-  und  -l-Stämme  mouillierten  Wurzel- 
auslaut. Diese  Eegeln  über  die  Mouillierung  konnten  jedoch  durch  Laut- 
gesetze gestört  werden:  taibred  'er  soll  geben'  Wb.  22b  7  (die  Mouil- 
lierung rührt  von  dem  -b-  her);  dofoirnde  'es  bezeichnet'  Sg.  9a  12  (to- 
fo-+rind-;  -«-Stamm:  die  Mouillierung  rührt  von  dem  -r-  her):  do-sluindi 
'leugnet',  aber  ni  diltai  Sg.  201b  10  (die  Mouillierung  wegen  der  Konso- 
nantengruppe aufgegeben).  Und  schließlich  finden  sich  Vermischungen 
verschiedener  Präsensklassen  und  allerlei  Analogiebildungen. 


§598]  Irisches  Präsensparadigma.  333 

Vokalwechsel  kann  innerhalb  des  Präsensparadigmas  nur  in  Klasse  I 
vorkommen.  Hebung?  eines  e  ist  lautgesetzlich  in  der  1.  und  2.  Sing,  des 
Praes.  compos.  und  in  der  1.  Sing  des  Praes.  simplex  (-biur,  -bir;  biru 
Anm.  3;  die  2.  Sing,  des  Praes.  simplex  kommt  von  einem  Verbum  mit 
dem  Wurzelvokal  -e-  nicht  vor;  die  unregelmäßige  Form  ar-a-rethi  'which 
thou  assailest'  Wb.  6b  22  neben  1.  Sing,  ar-riuth  gl.  adorior  Thes.  II 
228,  31  deutet  aber  auf  Fohlen  der  Hebung  in  der  nicht  belegten  Form 
*rethi  'du  läufst').  Umlaut  eines  di{)hthongisclien  ia  ist  vor  allen 
mouillierten  Konsonanten  lautgesetzlich  (2.  Sing,  des  Praes.  simplex  tegi, 
3.  Sing.  Ipf.  -teged  von  tiag-  'gehen').  Kaum  regelmäßig  ist  der  Vokal- 
wechsel in  cingid,  -cing  'geht',  3.  PI.  cengait;  -r-iccim  'ich  gelange', 

1.  PI.  -r-ecam,  3.  PI.  ru-n-ecat;  unerklärt  ist  der  Wechsel  in  saigim 
gl.  adeo,   3.  Sing,  saigid,  -saig,   3.  PI.  segait,  vgl.  I  39. 

Anm.  2.  Neben  den  im  obigen  Paradigma  vertretenen  Stammklassen 
können  als  besonderer  Typus  (Unterabteilung  der  -o-  :  -e-Klasse)  noch  die- 
jenigen Verba  betrachtet  werden,  deren  Wurzel  (nach  dem  Schwunde  eines 
w,  j  oder  s)  vokalisch  auslautet.  Diese  Verba  zeichnen  sich  durch  die 
Erhaltung  der  sonst  schwindenden  auslautenden  Vokale  aus:  at-noi  'er  ver- 
traut ihn  an'  (Inf.  aithue  gl.  depositum,  c.  ad-neu  'deposit,  pledge'), 
on-6i  'bewahrt',  co-ta-öe-i-ade  'bewahrt  sie'  (das  -i- nach  §208  Anm.  2 
I  307  zu  beurteilen);  do-guiu  'ich  tue';  ad-cii  (und  ad-ci)  'sieht'. 

Anm.  3.  Abweichende  Endungen  des  Präsens.  Die  1.  Sing,  des  Praes. 
simplex  endigt  bisweilen  auf  -u;  so  in  den  in  Anm.  2  besprochenen  Hiatus- 
verben: biuu-sa  'ich  bin'  Wb.  16d  8;  ferner  in  tiagu  'ich  gehe',  arco  'ich 
bitte',  biru  'ich  trage'.  Umgekehrt  findet  sich  die  Simplexendung  -iram 
häufig  auch  als  Kompositalendiing;  am  seltensten  bei  den  -o-  :  -e-Stämmen 
(for-chanim  'was  ich  lehre'  Wb.  8c  3  neben  for-chun  10a  13,  do-aur- 
chanaimm  gl.  sagio),  bei  den  übrigen  Stämmen  häufiger  als  die  eigentlich 
regelmäßige  Endung  (ich  habe  sie  deshalb  ins  Paradigma  aufgenommen; 
bei  den  -na-Stäramen  habe  ich  sogar  nur  diese  Endung  im  Paradigma  an- 
geführt; daß  aber  auch  eine  Endung  -u  vorhanden  gewesen  ist,  folgere  ich 
aus  for-fiun  gl.  anclo,  anclor  und  aus  ro-iccu  'ich  erreiche',  nad- 
cumcu-sa  'daß  ich  nicht  kann'  neben  ni-chumgaim  'ich  kann  es  nicht', 
hi-tucu  'worin  ich  verstehe',  indem  ich  trotz  den  lautlichen  Schwierig- 
keiten, die  im  Verbalverz.  zu  erörtern  sein  werden,  in  diesen  Formen  alte 
-na-Stämme  sehe).  Auch  die  Simplexendung  der  2.  Sing,  der  -o-  :  -e-Stämme 
kann  als  Kompositalenduug    auftreten:    ar-a-rethi,    8.    Anm.    1.    —    Die 

2.  Sing,  hat  abweichende  Endung  in  a-t  'du  bist',  die  1.  PI.  hat  die 
Endung  -n  in  gewissen  Formen  des  Praes.  compos.  des  verbundenen  Ver- 
bums 'sein':  ni-d-an,  ni-t-an  'wir  sind  nicht',  con-d-an  'sodaß  wir  sind": 
die  2.  PI.  weicht  ab  in  a-di-b  'Ihr  seid'.  —  Die  3.  PI.  des  Praesens  sim- 
plex hat  im  archaischen  Air.  (nach  einem  unmouillierten  Konsonanten")  die 
Endung  -ot  :  tuthegot,  tuesraot  I  6. 

Anm.  4.  Die  mit  relativen  oder  persönlichen  Pronominen  verschmol- 
zenen Formen  des  Präs.  sind  ins  Paradigma  nicht  aufgenommen.  Solche 
Formen  sind:  3.  Sing,  mit  relativem  Subjekt  oder  Objekt:  beres,  benas. 


334  Irisches  Präsensparadigma.  [§598 

caras,  gaibes,  leices;  1.  PI.  mit  relativem  Objekt:  berme  u.  s.  w.; 
3.  PI.  mit  relativem  Subjekt  oder  Objekt:  berte  ii.  s.  w. ;  3.  Sing,  mit 
akkusativischem  (seltener  dativischera)  Pron.  der  3.  Sing.  Mask.  und  Neutr., 
3.  Sing.  Fem.  oder  3.  Plur.,  1.  Sing.,  2.  Sing.,  1.  Plur.:  berthi,  *berthius, 
*berthium,  *berthiut,  *berthiunn  u.  s.  w.,  1.  PI.  und  3.  PI.  mit 
Pron.  der  3.  Sing.  Mask.  und  Neutr.  *bermit,  bertit  u.  s.  w.  Darüber 
und  über  die  entsprechenden  Kompositalformen  mit  infigierten  Pronominen 
ist  in  den  Kapiteln  über  relative  und  persönliche  Pronomina  gehandelt. 

Eine  eigentümliche  Verschmelzung  findet  sich  bei  der  2.  und  3.  Sing, 
des  Praesens  simplex;  sie  besteht  darin,  daß  das  enklitische  Ortsadverbium 
and  'dort'  sich  unauflösbar  mit  der  Verbalforra  vereinigt,  wobei  seine  Be- 
deutung verblaßt.  2.  Sing.:  mir.  in  acenand  sinn  'kennst  du  uns  (dort)?' 
Wi.  ir^  189,  17  (-and  ist  im  Ms.  hineinkorrigiert).  3.  Sing.:  air.  is  ar- 
chuit  foguir  ni  ruban-and  ni  ar-chuit  scribind  'it  is  as  regards 
sound  that  it  cannot  be^,  not  as  regards  writing'  Sg.  3b  28;  mir.  siarthar 
CO  urtrachta  imChoinculainn  and-aide  7iiQSoicu-snahüathaib 
7  no-s-cerband  7  no-s-bruend  iat  'Cuchulaind  wird  dort  von  einer 
gespensterhaften  Easerei  ergriffen  und  wendet  sich  zu  den  Schreckens- 
gestalten und  zerschneidet  sie  (dort)  und  zermalmt  sie  (dort)'  LU  109a  23; 
tic  Cuculaind  fo  sodain  7  immäcomarnaic  do  7  don  scäl  7  no-s- 
tuarcend  cäch  araili  dib  'C.  kommt  in  diesem  Augenblick  (fo  sodain 
=  and-aide  im  vorhergehenden  Beispiel)  heran,  und  er  gerät  in  Kampf 
mit  dem  Riesen,  und  sie  zerquetschen  sich  dort  (nun)  gegenseitig'  105a 
29;  circuU  tentide  imon  tir  sin  imm-a  cuaird  7  cach  ind  7  ass 
7  ni  erchötigend  'ein  Feuerkreis  ist  um  dies  Land  herum,  und  Jeder 
(geht)  hinein  und  heraus,  und  es  schadet  ihm  nicht  (dort)'  27b  20;  is 
and-sin  slucit  na  da  draic  dec  thentide  cach  anmain  d-eis  a 
cele  CO  curend  üadi  in  draic  inichtarach  i  n-gin  diabail  'dort 
verschlingen  die  12  Feuerdrachen  die  eine  Seele  nach  der  anderen,  bis  der 
unterste  Drache  sie  (nun,  dann)  von  sich  in  den  Rachen  des  Teufels  wirft' 
29 b  20;  mairc  tra  fil  i-sna  pianaib  sin  i  comaitreib  muintiri 
diabuil  mairc  nat-eroichligend  in  mdinnter  sin  'wehe  dem,  der 
in  diesen  Qualen  im  Zusammenwohnen  mit  der  Schar  des  Teufels  ist!  wehe, 
daß  er  sich  (dort)  vor  dieser  Schar  nicht  hüten  kann'  'Wi.  190  (LBr.;  in 
LU  nad  foichlend);  in  sinn  ait  hi  funend  grian  'an  dem  Ort,  wo 
die  Sonne  untergeht'  LU  48a  13;  sruth  tentide  beos  and-side  .  .  7 
impäid  imm-ä  cuaird  anmand  inna  pecthach  7  no-s-fastand  co 
cend  se  m-bliadne  dec  'es  ist  noch  ein  Feuerstrom  dort  .  .  und  er  um- 
gibt ringsum  die  Seelen  der  Sünder   und    hält    sie  dort  fest  6  Jahi;e  lang' 


1.  Daß  die  Wurzel  ben-  mit  einem  wortbildenden  Präverb  sowohl 
'sein'  als  'schlagen'  bedeutet,  ist  längst  erkannt;  zufälligerweise  hat  man 
übersehen,  daß  ben-  'sein'  auch  ohne  wortbildendes  Präverb  vorkommt: 
benad  fri  a  chubus  fessin  'let  it  concern  his  own  conscience'  Wb. 
20c  8;  fri-sin  chomarsain  benait  na  secht  n-aithne  so  eis  Atk. 
LBr.  Z.  7374,  vgl.  7315.     Vgl.  Verbalverz.  ben-. 


§598  Irisches  Präsensparadigma.  335 

29a  36;  atchiu  dar  in  iiiuir  ille  ni-n-acend  nach  meraiffe  raar- 
cach  in  raara  mongaig  ni  lenand  do  sithlongaib  'ich  erschaue  ihn 
über  das  Meer  zu  mir  (kommen),  kein  Narr  sieht  ihn  (dort),  den  Eeiter 
des  bemähnten  Meeres,  er  bedient  sich  (dabei)  nicht  der  Lang'schiffe'  50a 
15;  and-sin  no-d-fegand  dano  in  gilla  'da  sah  ihn  aiich  der  Bursche 
an'  LL  68a  47;  is  and-sin  tincais  Cuchulaind  fair  is  inund  6n  7 
no  fegand  'da  blickte  C  auf  ihn  (dies  Wort  ist  dasselbe  wie  no  fögand)' 
74a  34;  ocus  tincais  Ailill  furri  .i.  no-s-fegand  61a  28  (hier  geht 
kein  is  and-sin  voraus,  aber  die  Situation  ist  wie  bei  den  beiden  vorher- 
gehenden Beispielen).  Es  wird  Zufall  sein,  daß  in  allen  diesen  Beispielen 
ein  syntaktisches  Pr<äverb  vor  dem  Verbura  steht:  ohne  syntaktisches 
Präverb  erscheint  die  Form  arpetend  'spielt'  LL  154b  7,  leider  in  un- 
klarem Zusammenhang.  Im  klassischen  Nir.  (wo  schon  jede  Spur  der  ur- 
sprünglichen lokalen  Bedeutung  des  suffigierten  Elementes  vollkommen  er- 
loschen ist)  kommt  die  Form  der  2.  und  3.  Sing,  auf  -ann,  -eann  nur 
nach  einem  syntaktischen  Präverb  vor,  vermutlich  deshalb,  weil  man  die 
bei  den  nicht  (mit  wortbildenden  Präverbien)  zusammengesetzten  Verben 
seit  jeher  geltende  Regel  auf  die  (mit  wortbildenden  Präverbien)  zusammen- 
gesetzten Verba  übertragen  hat.  In  der  späteren  nir.  Sprache  hat  die 
Endung  -ann,  -eann  um  sich  gegriffen  und  ist  wenigstens  in  Teilen  von 
Irland  zur  alleinherrschenden  Endung  der  3.  Sing,  der  regelmäßigen  Verba 
geworden,  mag  ein  syntaktisches  Präverb  vorausgehen  oder  nicht;  sie  fehlt 
im  Wesentlichen  nur  bei  den  unecht  komponierten  Formen  gewisser  un- 
regelmäßiger Verba  (adeir  'sagt'  u.  s.  w.  S.  2511;  in  der  analytischen 
Flexion  gilt  sie  für  alle  Personen.  Ursache  dieser  großen  Verbreitung  war 
das  Streben  nach  einer  deutlicheren  Unterscheidung  zwischen  dem  Präsens 
und  dem  Futurum ,  dessen  -/-  im  Nir.  zum  Teil  zu  -h-  wurde  und  weiter- 
hin verstummte  (I  409).  Vgl.  Strachan,  ZfcPh.  II  481  f.,  Atkinson,  Procee- 
dings  of  the  Royal  Irish  Academy,  3.  Ser.,  Vol.  I  (1890)  S.  416  fr,  Fiuck, 
Die  araner  mundart  1 139,  148 ff.  —  Eine  ganz  andere  Deutung  der  Formen 
auf  -and,  -end  gibt  Thurneysen  IF  1329 ff.,  XXVI  131  ff..  XXVII  160,  vgL 
Pokorny,  KZ  XLIV  39  ff. 

Anm.  5.  Der  Imperativ  bildet  ausnahmsweise  auch  eine  Form  der 
1.  Sing  :  tiag-sa  'ich  werde  gehen'  Ml.  58c  6;  timorc-sa  'ich  werde  zu- 
sammentreiben' LU  74a  44.  Vgl.  Sarauw,  Irske  Studier  S.  93,  ZfcPh. 
IV  86,  V  515f.,  Strachan,  Trans.  Phil.  Soc.  1895-98  S.  229f,  ZfcPh.  V  577. 
In  seltenen  Fällen  erseheinen  in  imperativiscber  Verwendung  abweichende 
Formen,  die  dem  Ursprung  nach  konjunktivisch  sind:  decce  lat  'sieh!' 
Wb.  10c  20,  na-dene  ainmnit  "tue  nicht  Geduld!"  'sei  nicht  geduldig!' 
Ml.  55a  1,  vgl.  Verbalverz.  oi-,  gni-;  euire  'wirf!'  Thes.  II  19,  36;  tale 
'bezahle!  'Ml.  36a  32;  tair  'komm!',  a-t-r»  'steh  auf!',  com-eir  'erhebe 
dich!'  (Verbalverz.  reg-),  foir  'hilf!'  (fo-reth-),  no-m-ain  'schone  mich!' 
(aingid  'schützt');  vgl.  Zimmer,  KZ  XXX  118.  Konjunktivischen  Ur- 
sprungs ist  auch  der  Imperativ  1.  PI.  des  Verbums  'sein'  baän,  ban. 

Anm.  6.  Aus  der  neuirischen  Entwickelung  seien  die  folgenden  Züge 
erwähnt.     Die  Endungen   der   nicht   zusammengesetzten  Verba   werden  bei 


336  Ir-?  brit.  Präsensparadigma.  [§598. 599 

allen  regelmäßigen  Verben  verallgemeinert;  nur  die  in  Anm.  4  besprochene 
Endung  -ann,  -eann  hält  sich  eine  Zeit  lang  als  spezielle  „dependent 
form"  (nach  syntaktischen  Präverbien),  bis  sie  schließlich  wenigstens  in 
Teilen  von  Irland  die  alte  Simplex-Endung  der  3.  Sing,  -idh  verdrängt. 
Die  alte  Kompositalendung  der  3.  Sing,  hält  sich  in  Irland  bei  gewissen 
unregelmäßigen  Verben  (adeir  'sagt' u.  s.  w.).  Die  2.  Sing,  hat  die  Endung 
-ir,  die  vermutlich  aus  dem  Deponens  stammt  (-cuirir  kann  zu  1.  Sing, 
-cuiriur  nach  dem  Muster  von  tegi  neben  tiagu  'ich  gehe'  gebildet  sein; 
die  Neubildung  läßt  sich  schon  aus  dem  Mir.  belegen:  d-a  fhuigir  'von 
dem,  was  du  erhältst'  Atk.  LBr.  7538).  In  der  1.  PI.  wird  die  durch  Ver- 
schmelzung mit  einem  Objekt  entstandene  Endung  air.  -mit  verall- 
o-emeinert.  Der  Vokal  verschiedener  Endungen  wird  gedehnt.  Also  Präs. : 
cuirim  'ich  lege',  cuirir,  cuireann  (cuiridh),  cuirimid,  cuirthi, 
cuirid;  Ipf.  do  chuirinn,  do  chuirtheä,  do  ehuireadh,  do  chuiri- 
mis,  do  chuirthi,  do  chuiridis;  nach  unmouillierten  Konsonanten  wird 
statt  -i-  natürlich  -ai-  geschrieben,  statt  -mid  erscheint  -maid,  -muid 
oder  -maoid  u.  s.  w.  Über  die  analytische  Flexion  und  die  Verwendung 
der  Verbalendung  -muid  als  selbständiges  Pronomen  s.  §  589  Anm.  1. 

§  599.      Britannisches    Präsensparadigma    (mc.    corn.   mbr. 
caraf  'ich  liebe'). 

Mc.  Corn.  Mbr. 

Präs.  Siug.  1  caraf  caraf  caraff 

2  cery^     keryth  querez 

3  car      car  car 

PI.  1  carwn         keryn  queromp 

2  cerwch'     kerough,  kereugli     queret,  quirit 

3  Garant        kerons  queront 

carenn 
cares 
care 
caremp 

2  carewch     careugh  carech 

3  cerynt        kerens  carent 

Ipv.  Sing.  2  car  car  car 

3  caret  cares,  carens  caret 

PI.  1  carwn  keryn  queromp 

2  cerwch  kerough,  kereugh  queret,  quirit 

3  carent  carens,  cares  carent 

Anm.  1.  Gewisse  Spuren  der  Unterscheidung  verschiedener  Stamm- 
klassen  haben  sich  im  Brit.  erhalten.  Von  den  -7-Stämmen  ist  eine  Keihe 
von    Formen    ausgegangen,    die    vom    obigen   Paradigma    abweichen:    Präs. 


Ipf. 

Sing. 

1 

carwn 

caren 

2 

carut 

cares 

3 

carei 

care 

PI. 

1 

carem 

caren 

§599]  Brit.  Präsensparadigma.  337 

1.  Sin?,',  auf  -if  im  archaischen  Mc.  (corif  'ich  werde  lieben');  umgelautete 
Formen  der  3.  Sinj^.  im  Mc,  Com.  und  Mbr.:  mc.  geill  'er  kann'  (gallaf 
'ich  kann')  com.  gyll  mbr.  guell;  mc.  f?eilw  'er  ruft'  (1.  Sing,  galwaf) 
com.  gelovv;  mc.  tyrr  'bricht'  (1.  Sing,  torraf)  com.  ter;  mc.  cyll  'ver- 
liert' (1.  Sing,  collaf)  com.  a  geyl,  a  gyll  (0.  M.  319,  Gwreans  an  bys 
832)  mbr.  quell;  mc.  gwyl  'sieht'  (1.  Sing,  gwelaf);  die  archaischen  mc. 
Formen  der  3.  Sing,  des  Präs.  auf  -id  (Anm.  3)  und  vielleicht  die  archai- 
schen mc.  Formen  der  3.  PI.  des  Präs.  auf  -ynt  (dywedynt  'sie  werden 
sagen');  umgelautete  Formen  der  3.  Sing,  des  Ipf.  im  archaischen  Mc. : 
gelwi,  Iledi  'pflegte  zu  rufen,  pflegte  zu  töten'  Aneir.  22,  15f.;  umge- 
lautete Formen  mit  -y-,  -y  in  der  Endung  in  der  1.  und  3.  Sing,  des  Ipf. 
im  Com.:  a  woctevj  'ertrug  er'  M.  C.  54  (Inf.  gothaf);  fylly  'fehlte' 
M.  C.  180;  ny  yllyn,  ny  ylly  'ich,  er  konnte  nicht'  E.  D.  533,  M.  C.  13, 
83,  150;  ny  welyn,  ny  wylyn,  ny  wely  'ich,  er  sah  nicht'  M.  C.  220, 
R.  D.  434,  M.  C.  217  (die  entsprechenden  Konjunktivformen  haben  in  der 
Endung  -e-,  -e  mit  der  etymologisch  gleichwertigen  Variante  -a-,  -a  und 
entbehren  des  Umlauts:  gallan,  gallen,  galla,  gallo  0.  M.  1348,  2117, 
P.  C.  3007,  M.  C.  15,  21,  53,  164;  mar  a  quellan  'wenn  ich  sähe'  P.  C. 
1944);  umgelautete  Formen  der  3.  Sing.  Ipf.  im  Mbr.:  diguery  'ouvrait" 
.Tes.  209b  (digor  'er  öffnet'),  guilly  'pouvait'  Barbe  336,  guyly  'voyait' 
Ernault,  Dict.  303;  3.  Sing.  Ipv.  auf  -it  im  archaischen  Mc:  bernit  'er 
soll  urteilen',  Inf.  barnu;  3.  Sing.,  PI.  Ipv.  auf  -ys  (-es),  -yns  mit  Um- 
laut im  Corn. :  kevsyns,  gylwes,  gwyrt^yns  'er  soll  sagen,  rufen,  ver- 
kaufen', kelmyns,  hembrynkys  'sie  sollen  binden,  bringen'  (cows-, 
galw-,  gwerth-,  colm-,  hembronk-).  —  Über  Formen  mit  abr.  -o- 
mc  -aw-  vor  der  Personalendung  s.  Anm.  3. 

Von  der  3.  Sing,  abgesehen  findet  sich  im  Mc.  und  Nc.  Umlaut  nur 
bei  der  Wurzelvokal  a.  Die  Schreibung  der  umgelauteten  Vokale  variiert 
im  Corn.  zwischen  e,  y,  ey.  Im  Nbr.  ist  der  Umlaut  in  der  Regel  ganz 
beseitigt. 

Anm.  2.  Verba  mit  altera  Hiatus  (nach  dem  Schwunde  eines  .<  oder  p) 
sind  kaum  belegt.  Eine  große  Rolle  spielen  dagegen  die  Verba  mit  jüngerem 
Hiatus  nach  dem  Schwunde  eines  g,  namentlich  die  abgeleiteten  Vorba  auf 
1.  Sing.  mc.  -haaf.  Die  regelmäßige  Flexion  ist  im  Mc:  Präs.  Sing.  1. 
rydhaaf  'ich  befreie',  2.  rydhey,  3.  rydha,  Ipv.  Sing.  2.  rydha,  3. 
rydhaet  u.  s.  w.  (der  auslautende  Vokal  schwindet  nach  denselben  Regeln 
wie  bei  Verben  mit  einem  erhaltenen  Konsonanten  vor  der  Flexionsendung). 
Es  finden  sich  jedoch  in  der  3.  Sing.  Präs.  und  in  der  2.  Sing.  Ipv.  auch 
Formen  auf  -aa,  später  -ä;  und  der  Ausgang  -a  wird  auf  andere  Verba 
übertragen:  teruyna  'endet',  cerda  'geht',  prydera  'trage  Sorge!'. 

Anm.  3.  Ältere  oder  abweichende  Formen.  Präs.  1.  Sing.:  abr. 
rannam  gl.  partior,  datolaham  gl.  lego  'versammle',  etnooil-haam 
'halte  Vogelschau',  enmetiara  gl.  innuo ,  guirgiriam  gl.  hinnio, 
doguorenniam  gl.  perfundo.  —  2.  Sing.:  ac.  nerthi  gl.  hortabere.  Über 
eine  archaische  mc.  Form  der  2.  Sing,  auf  -yd  (ceryd  'du  liebst')  s. 
Strachan,  Introd.  S.  83.      In    anderer  Weise  weicht   ab:    mc.  wyt  'du  bist' 

Pedorsen:  Vfjl.  kelt.  Gramm.     II.  22 


338  ßrit.  Präsensparadigma.  [§599 

com.  0  8  mbr.  out.  —  In  der  3.  Sing,  finden  sieh  Formen,  die  der  irischen 
Simplexendung  entsprechen:  ac.  istlinnit  gl.  profatur  (ir.  sluindid, 
-t-Stamm),  prinit  'kauft'  (ir.  crenid,  -wa-Stamm),  agit,  hegit  'geht', 
abr.  crihot  gl.  uibrat,  fleriot  gl.  redolet,  cospitiot  'schwankt'.  Ent- 
sprechende Formen  finden  sich  auch  im  archaischen  Mc.  und  zwar  in 
mehreren  Fällen  im  regelmäßigen  Wechsel  mit  Kompositalformen:  trengid 
golud,  ni  threing  molud  'Keichtum  vergeht,  nicht  vergebt  Ruhm'; 
tyvid  maban,  ni  thyv  ei  gadachan  'das  Kindchen  wächst,  nicht 
wächst  seine  Windel';  chwareid  mab  noeth,  ni  chwery  mab  newy- 
nawg  'ein  nackter  Knabe  spielt,  nicht  spielt  ein  ausgehungerter  Knabe' 
(der  Hiatus  beruht  auf  dem  Schwund  eines  -g-)  Myv.  Arch.  859,  843; 
pereid  y  rycheu  ny  phara  ae  goreu  'die  Furchen  dauern;  derjenige, 
der  sie  gemacht  hat,  dauert  nicht';  eyt  dydaw  'geht  und  kommt'; 
llewychawt  'leuchtet',  ny  chaffaw  'wird  nicht  finden'  Skene  II  289,  304, 
117,  B.  B.  4b  9  (caffaw  wird  zu  einer  Simplexform  auf  -awt  nach  dem 
Muster  des  gleichfalls  vorkommenden  gwnaw  'tut'  gebildet  sein;  dies  ist 
wiederum  eine  Nachahmung  von  daw  'kommt',  vgl.  Verbal verz.  ag-)'.  — 
1.  PL:  abr.  na  docondom-"ni  gl.  non  arcemus.  —  2.  PL:  abr.  guotroit 
gl.  demiilgitis  {-g-  im  Hiatus  geschwunden,  I  97).  —  3.  PL:  ac.  amal  iter- 
cludant  gl.  cernis  ut  subigant,  limnint  gl.  tondent,  nertheint  gl. 
armant,  scamnhegint  gl.  leuant,  abr.  imcobloent  gl.  apocant;  mc. 
pebyllyawnt  'sie  werden  Zelte  aufschlagen'  Skene  II  212,  10. 

In  der  3.  Sing,  des  Ipf.  kommt  im  Mc.  bei  einigen  Verben  eine 
Endung  -at,  -yat  vor:  atwaenyat,  atwaenat  'kannte',  gwydyat, 
gwydat  'wußte'  und  einige  teils  aus  lautlichen,  teils  aus  morphologischen 
Gründen  als  Analogiebildungen"  (nach  gwydyat)  zu  betrachtende  J'ormen 
des  Verbums  'sein'  (oedyat,  oedat  'war',  pieuat  'cuius  erat',  vgl.  §520; 
s.  außerdem  Ehys,  Rc  VI  47  Fußnote,  Gwenogvryn  Evans,  The  Black  Book  of 
Carmarthen  S.  109);  in  dem  Beispiel  Peredur  a  atwaenat  bawp  ona- 
dunt  ac  nyt  atwae<ne)y  neb  or  teulu  euo  Mab.  219,  8  sind  die  beiden 
Formen  offenbar  nach  Analogie  der  Simplexformen  und  Kompositalformen 
des  Präs.  verteilt;  diese  Verteilung  ist  jedoch  gewiß  nicht  alt,  vgl.  nys 
atwaenyat,  nas  atwaenat  236,  7;  239,  2.  —  Über  eine  nach  der  Ana- 
logie des  Sing,  gebildete  3.  PL  Ipf.  auf  -eint  (c aneint  =  cenynt 
'singen')  s.  Strachan,  Introd.  84. 

Anm.  4.  Jüngere  Formen.  Die  2.  Sing,  des  Präs.  lautet  im  Nc.  ceri, 
die  2.  Sing,  des  Ipf.  lautet  cerit.  —  Die  1.  Sing,  des  Präs.  lautet  im  Nbr. 
karann  (mit  der  Personalendung  des  Ipf.).  Die  Personalendung  des  Ipf. 
ist  auch  in  die  2.  Sing,  des  Präs.  gedrungen,  die  in  allen  Dialekten  auf 
-z  oder  -s  auslautet:  V.  kares.     Vgl.  Loth,  Rc.  X  348. 

1.  Über  das  Eindringen  des  konjunktivischen  -h-  vor  die  Endungen 
-it,  -awt,  -awnt  (und  vor  die  Endung  -it  der  3.  Sing,  des  Ipv.)  s.  Strachan, 
Introd.  S  83  f.,  S.  88,  Gwenogvryn  Evans,  The  Black  Book  of  Carmarthen 
S.  112.  Es  kommt  auch  in  der  3.  Sing,  des  Präs.  eine  Endung  -etawt, 
-atawt  vor  (zum  passivischen  -etor,  -ator,  -etawr  u.  s.  w.  nach  der 
Proportion  -awt:  Pass.  -awr  gebildet,  vgl.  §  623). 


§  600]      Die  Präsensstammklassen  des  Idg.  und  des  Kelt  339 

Etymologische  Erklärung  des  Präsensparadigmas. 

§  600.  Die  Stamniklassen.  Die  -o-  :  -e-Klasse  entspricht 
dem  durch  gr.  (f^Qto  (PI.  cptgofuev,  (piqeTe,  (ftgovoi),  lat.  scribö 
u.  s.  w.  vertretenen  Typus.  Sie  hat  aber  auch  einen  Teil  der  ur- 
sprüngHchen  konsonantischen  Stämme  in  sich  aufgenommen,  vor 
allem  einige  Verba  mit  innerem  präsensbildenden  Nasal:  bo-n-gid, 
-boi-n-g  'bricht',  Prät.  Pass.  -bocht,  vgl.  skr.  1.  Sing,  hhana- 
ß-mi,  3.  Sing,  hha-na-k-ti  'ich  breche,  er  bricht',  1.  PI.  bha-n- 
g-mds,  Part,  bhag-nä-s  'gebrochen';  to-n-gu  'ich  schwöre',  Prät 
(perfektisch)  du-cui-tig.  Diese  Nasalverba  sind  übrigens  auch  in 
mehreren  anderen  idg.  Sprachen,  teilweise  sogar  im  Skr.,  in  die 
-0- : -g-Klasse  übergegangen  (lat.  frangö,  tangö,  findo  u.  s.  w., 
skr.  lumpd-fi  'zerbricht'  u.  s.  w.). 

Anm.  Der  einzige  im  Kelt.  erhaltene  konsonantische  Stamm  ist  ir. 
am  'ich  bin',  vgl.  skr.  asmi  gr.  (f/ui  u.  s.  w. 

Die  ir.  -w^'-Stämme^  entsprechen  dem  Typus  des  gr.  TVfQvt^fji 
•verkaufe'  (dem  das  ir.  renim  'verkaufe',  Konj.  3.  Sing,  ni  ria, 
etymologisch  entspricht).  Med.  neQvaf-iai.  In  diesem  Typus  wechselte 
idg.  -nä-  (Sing,  des  Präs.  Akt.)  mit  -na-  (in  den  übrigen  Formen); 
das  Keltische  hat  -na-  verallgemeinert.  In  diese  Klasse  sind  im  Kelt. 
zunächst  einige  ursprünglich  konsonantische  Stämme  mit  innerem 
Nasal  übergegangen:  ad-greinn  'verfolgt',  3.  PI.  in-grennat, 
* ghre-n-dh-na-  (und  daraus -ne-)  zn  rs\.  gre^dq  'gehe'  (lat.  gradior); 
ferner  ein  großer  Teil  der  Verba  des  Typus  skr.  su-nö-mi  'presse 
aus',  1.  PI.  su-nu-mds,  in  welchen  Verben  im  Idg.  -neu-  mit  -nu- 
alternierte;  im  Kelt.  wird  zunächst  -nu-  verallgemeinert  worden  sein 
(weshalb  die  Wurzelsilbe  im  Ir.  Hebung  zeigt):  ir.  ar-a-chrinim  gl. 
defetiscor,  3.  Sing,  ar-a-chrin,  3.  PI.  bore  arin-chrinat  'weil 
sie  zerfallen'  (entspricht  von  der  Endung  abgesehen  dem  skr, 
sf-nä-mi  'verletze',  Pass.  'verwelke,  vergehe';  die  verschiedenen 
Nasalpräsensklassen  sind  in  den  Einzelsprachen  zum  Teil  durch- 
einander geraten). 

Den  ir.  -ä-Stämmen  entsprechen  in  den  anderen  idg.  Sprachen 
teils  -ä-Stämme,  teils  -äjo-  :  -ö/e-Stämme:  lit.  mäto-nie  'wir  sehen', 
asl,  delaje-mü  'wir  machen'.  Es  ist  äußerst  schwer,  ein  klares  Bild 
von  der  ursprünglichen  Verteilung  der  -ä-  und  der  -äjo- :  -äje- 
Formen  zu  gewinnen;  an  der  Ausbildung  des  kelt.  Paradigmas 
haben   wohl  beiderlei  Formen  teilgenommen.     Mit  den  -djo-  :  -äje- 


1.  Vgl.  Thurneysen,  KZ  XXXI  84  ff. 

22 


340  Die  Personalendungen  des  Idg.  und  des  Kelt.     |  §  600  —  602 

Formen  kann  im  Kelt,  der  seltenere  Typus  der  -öjo- :  -ö/e-Stämme 
sich  gemischt  haben:  lit.  vaziüoju  'ich  fahre',  yg\.  gr.  nioi^oo)  'ich 
vermiete'. 

Die  ir.  -i-Stämme  entsprechen  dem  Typus  des  lat.  capiö.  In 
dieser  Präsensklasse  wechselte  ein  Stamm  auf  -jo-  :  -je-  (lat.  3.  PI. 
capiunt)  mit  einem  Stamm  auf  -i-  (ht.  myli-me  'wir  lieben'). 
Beide  Stammformen  haben  an  der  Ausbildung  des  keltischen  Para- 
digmas teilgenommen. 

Die  ir.  -^-Stämme  entsprechen  verschiedenen  ursprünglichen 
Typen;  teils  den  mit  Stämmen  auf  -jo-  :  -je-  {-ijo-  :  -Ije-)  wechseln- 
den -z-Stämmen  anderer  Sprachen  (vgl.  kleinr.  gori-mö  'wir  brennen', 
lat.  farciö,  1.  PI.  farclmus,  finiö,  1.  PI.  finimus),  mit  denen 
sich  im  Kelt.  Stämme  auf  -ejo-  :  -eje-  (asl.  celejq  'werde  heil',  1.  PL 
cHeje-mü)  gemischt  haben  können;  teils  den  alten  Kausativen  und 
Intensiven  auf  -ejo  (mit  der  idg.  -o-Stufe,  §  112,  in  der  Wurzel- 
silbe): ir.  at-suidi  'hält  fest'  got.  satjip  'setzt'  skr.  sädäja-ti  ds.; 
ir.  sluindid,  di-sluindi  I  83 f.  Auch  einige  ui'sprüngliche  Nasal- 
präsentia sind  in  diese  Klasse  aufgegangen:  ir.  -leicci  'läßt'  zu 
lat.  linquö. 

^  601.  Die  Personalendungen  des  Idg.  waren  bei  den 
-0-  :  -e-Stämmen  und  bei  den  nicht  auf  -o-  :  -e-  ausgehenden 
Stämmen  zum  Teil  verschieden:  gr.  cpfQco,  aber  7t6Qvrii.ii,  elfii. 
Ferner  bestand  im  Idg.  ein  Unterschied  zwischen  primären  En- 
dungen und  sekundären  Endungen;  im  indikativischen  Präsens- 
paradigma hatte  das  Präsens  primäre,  das  Ipf.  sekundäre  Endungen: 
skr.  Präs.  krinä-mi  'ich  kaufe',  2.  Sing,  krmä-si,  3.  Sing,  krlnä-ti, 
Ipf.  1.  2.  3.  Sing,  ä-krinä-m,  ä-krinä-s,  d-krinä-t.  Unter  Um- 
ständen mögen  die  sekundären  Endungen  auch  im  Präs.  gebräuch- 
lich gewesen  sein;  wenigstens  zeigen  mehrere  idg.  Einzelsprachen 
im  Präs.  teilweise  sekundäre  Endungen. 

§  602.  Die  herkömmhche  Ansicht,  daß  der  Gegensatz 
zwischen  Simplexendungen  und  Kompositalendungen  im  Kelt. 
auf  dem  alten  Gegensatz  zwischen  primären  und  sekundären  En- 
dungen beruhen  sollte*,  ließe  sich  zwar  in  der  3.  Person  durch- 
führen, in  den  anderen  Personen  aber  nicht;  wir  wären  bei  der 
alten  Hypothese  genötigt,  in  der  Verteilung  der  Endungen  außer- 
halb der  3.  Person  ein  sinnloses  Wirrwarr  anzunehmen.  Ein  ein- 
heitliches Prinzip  ergibt  sich  aber,  wenn  wii*  die  für  die  2.  PI.  un- 


1.  Vgl.  Zimmer,  KZ  XXX  119i;  anders  Meillet,  Kc.  XXVIII  369ff. 


§602.603]      Etymologische  Erklärung  des  Präs.  Ind.  341 

umgängliche  Annahme,  daß  die  Simplexendung  aus  der  Komposital- 
cndung  durch  die  Suffigierung  eines  Pronomens  entstanden  ist,  auf 
die  übrigen  Personen  übertragen.  Wir  stehen  also  der  wohl- 
bekannten keltischen  Eigentümlichkeit  gegenüber,  daß  Suffigierung 
eines  Pronomens  nur  bei  einem  unkomponierten  Verbum  möglich 
ist;  in  diesem  Falle  ist  das  suffigierte  Pronomen  natürlich  ein 
Subjektspronomen.  Auch  für  die  oben  S.  235 f.  erwähnte  Erschei- 
imng,  daß  vor  dem  suffigierten  Relativpronomen  in  der  3.  Sing, 
eine  Kompositalendung,  in  der  3.  PI.  aber  eine  Simplexendung  er- 
scheint, ergibt  sich  so  eine  einfache  Erklärung:  wo  das  Relativum 
Subjekt  war,  konnte  natürlich  ein  persönliches  Subjektspronomen 
nicht  suffigiert  werden;  als  Prädikatsverbum  in  einem  Relativsatz 
konnte  aber  nach  §  546,  2  nur  eine  Form  der  3.  Sing,  vorkommen ; 
also  konnte  das  persönliche  Subjektspronomen  nur  in  der  3.  Sing, 
überflüssig  werden.  —  Einige  aus  dem  Idg.  ererbte  Personal- 
endungen, die  eine  gewisse  Ähnlichkeit  mit  den  keltischen  Subjekts- 
pronominen  hatten,  sind  in  den  Dienst  des  neuen  Systems  getreten; 
vor  allem  gilt  dies  von  der  Endung  der  1.  Sing,  der  Kicht-o- 
Stämme  -mi,  die  mit  dem  keltischen  Pronomen  *tni  'ich'  (I  250, 
II  167)  gleichlautete.  —  Die  verschiedenen  keltischen  Endungen 
haben  lautgeschichtlich  nicht  das  gleiche  Alter;  in  einigen  Fällen 
sind  die  alten  Verbindungen  der  noch  ganz  uridg.  aussehenden 
Verbal-  und  Pronominalformen  in  ungestörter  Verschmelzung  bis 
auf  die  Zeit  unserer  Überlieferung  fortgesetzt;  in  anderen  Fällen 
haben  sie  neuen  Verbindungen  der  schon  in  verschiedener  Weise 
lautlich  geänderten  Verbal-  und  Pronominalformen  weichen  müssen. 

Daß  die  Unterscheidung  zwischen  Simplexendungen  und 
Kompositalendungen  keine  speziell  irische  Erscheinung  ist,  sondern 
auch  im  Brit.  vorhanden  gewesen  ist,  geht  aus  §  599  Anm.  3  her- 
vor. Das  Brit.  hat  aber  früh  (wie  später  das  Nir.)  die  Unter- 
scheidung aufgegeben;  dabei  sind  in  der  Regel  die  Simplexendungen 
verallgemeinert  worden ;  in  der  3.  Sing.,  PI.  hat  jedoch  die  Kompo- 
sitalendung gesiegt. 

§  603.  Erklärung  der  einzelnen  Personalendungen  des 
Präsens.  1.  Sing.  Ererbt  war  bei  den  -o- :  -e-Stämmen  die  Endung 
-ö  (ir.  -biur  :  gr.  q^tQiu),  bei  den  wa- Stämmen  die  Endung  -mi 
{ir.  renim  :  gr.  7itQvy]f.u)\  bei  den  -ä-^  -i-,  und  -i-Stämmen,  die  mit 
-äjo-  :  -äje-,  -Jo-  :  -^fi-Stämmen  u.  s.  w.  alternierten,  können  beide 
Endungen  ererbt  sein:  ir.  carim  gehtauf  *qarü-mi,  ir.  -caru  auf 
*qaräjö  zurück;    ir.  leicim   geht  auf    *l'whH-mi,    ir.   -leiciu    auf 


342  Etymologische  Erklärung  des  Präs.  Ind.  [§603 

*litokujö  zurück.  Vgl.  die  Hiatusverba  ir.  -tau,  -biu  'bin'.  Als 
die  Form  auf  -mi  dazu  gekommen  war,  der  Form  auf  -ö  gegen- 
über als  Simplexendung  zu  gelten,  traten  verschiedene  Neubildungen 
ins  Leben:  einerseits  Formen  wie  berim  (aus  *bherö  me  könnte 
berim  nur  dann  entstanden  sein,  wenn  die  Verschmelzung  aus 
einer  Zeit  stammte,  wo  das  auslautende  -ö  noch  nicht  zu  -ü  ge- 
worden war),  andererseits  for-fiun  gl.  anclo,  anclor,  ro-iccu  'er- 
reiche' (nach  ir.  -biur  und  -caru  gebildet).  —  Das  -m  der  ir. 
Endung  -im  muß  ursprünglich  leniert  gewesen  sein,  vgl.  mc.  com. 
mbr.  caraf  u.  s.  w.;  in  historischer  Zeit  ist  es  im  Ir.  jedoch  immer 
unleniert,  was  aus  dem  Einfluß  des  Verbums  'sein'  (ir.  am  aus 
*esmi)  zu  erklären  ist  (im  ßrit.  ist  *esmi  durch  eine  analogisch 
umgebildete  Form  c.  wyf  u.  s.  w.  ersetzt  worden).  Im  Brit.  steht 
vor  dem  lenierten  -m  (-f)  der  Vokal  -a-,  der  aus  den  -wa-Stämmen 
stammt,  aller  Wahrscheinlichkeit  nach  aber  früh  im  Paradigma  der 
-ä-Stämme  eine  große  Verbreitung  gefunden  hat.  —  Die  ir.  Simplex- 
endung -u  (tiagu  'gehe')  kann,  wie  Thurneysen,  Handb.  S.  339, 
annimmt,  nach  dem  Vorbild  der  2.  Sing,  geschaffen  sein  (verhält 
sich  zum  -w-Timbre  der  Korapositalendung,  wie  die  Simplexendung 
der  2.  Sing,  -i  sich  zum  -j-Timbre  der  entsprechenden  Komposital- 
endung  verhält;  dabei  können  auch  die  Kompositalendungen  mit 
-u  der  anderen  Stammklassen  Einfluß  geübt  haben).  Unwahr- 
scheinlich ist  w^ohl  die  Zurückführung  auf  *steiQhö  eg ,  wobei  *e(j 
eine  Nebenform  des  durch  lat.  ego  gr.  ayio  vertretenen  Nominativs 
sein  müßte. 

2.  Sing.  Auch  hier  bestand  aller  Wahrscheinlichkeit  nach  ein 
tiefgehender  Unterschied  zwischen  der  Endung  der  -o-Stämme  und 
der  Endung  der  übrigen  Stämme.  Die  -o-Stämme  mögen  eine 
Endung  -ei  oder  -oi  mit  gestoßener  Intonation  gehabt  haben 
{*blierei,  vgl.  lit.  vedi  'du  führst',  reflexiv  vedie-s);  daraus  erklärt 
sich  ir.  -bir,  vgl.  Meillet,  MSL  XIV  412—415  (vgl.  über  c. 
2.  Sing.  Prät.  cereis-t  §  617).  Die  Nicht-o-Stämme  hatten  die 
Endung  -si  (skr.  krinä-si  'du  kaufst');  man  darf  ir.  beni  auf 
*bhma-si  zurückführen.  Nach  Analogie  der  bei  der  1.  Sing,  wal- 
tenden Verhältnisse  wurde  nun  aber  -si  als  die  Simplexendung  (die 
pronomenhaltige  Endung),  -ei  als  die  Kompositalendung  aufgefaßt 
{-si  wurde  also  gewissermaßen  als  ein  Pronomen  aufgefaßt,  obgleich 
das  wirkliche  Pronomen  ganz  anders  lautete;  vgl.  die  nir.  Auf- 
fassung der  Verbalendung  -muid  als  ein  Pronomen  =  sinn  'wir' 
§589  Anm.  1);  es  erfolgten  daher  Analogiebildungen  wie  *bhere-si 


§603]  Etymologische  Erklärung  des  Präs.  Ind.  343 

(oder  *bherei-si?)  ir.  beri  und  *-b/iina-jei,  das  hher  mit  *  bhina-si  in 
ir.  beni  zusammenfiel.  Bei  den  -i-  und  -«-Stämmen  üel  -i-si,  -i-si 
mit  -jei,  -tjei  zusammen.  Die  Endungen  der  -ä-Stämme  (ir.  cari, 
-cari)  müssen  analogisch  sein,  da  wohl  weder -ä-si  noch  -ä-jei  zu  ir.  -i 
führen  konnte.  —  Die  brit.  Endungen  werden  von  den  -i-Stämmen 
ausgegangen  sein:  mc.  cery  aus  -i-si,  mc.  ceryd  com.  keryth 
mbr.  querez  aus  -i-jei.  —  In  ir,  a-t  'du  bist'  mc.  wy-t  com. 
o-s  mbr.  ou-t  (I  73)  ist  an  die  Simplexendung  noch  ein  wirkliches 
Pronomen  gefügt. 

3.  Sing.  Das  Keltische  hat  die  idg.  Sekundärendung  über- 
nommen, die  sowohl  bei  den  -o-Stämmen  als  bei  den  übrigen 
Stämmen  -t  lautete.  Ir.  -beir,  -ben,  -cara,  -gaib,  -leici  aus 
*bhere-t,  *bhinü-t,  *qarä-t,  *^hablii-t,  "^livkuj-t;  ir.  berid,  benid 
u.  s.  w.  aus  *bheret  is,  *bhinat  is  u.  s.  w.  Die  Verschmelzung 
muß  natürlich  in  eine  uralte  Zeit  zurückgehen.  Im  Brit.  ist  die 
Endung  -U  is  durch  ac.  istlinnit,  die  Endung  -ät  is  durch  die 
abr.  Formen  auf  -ot,  die  mc.  Formen  auf  -awt  (§  599  Anm.  3) 
vertreten;  die  Kompositalendungen  -et,  -at,  -ät,  -it,  -It  mußten  alle 
schwinden;  -U  ist  noch  an  den  Infektionswirkungen  (mc.  geill, 
tyrr  §  599  Anm.  1)  kenntlich. 

1.  Plur.  Ir.  -beram,  -benam,  -caram,  -gaibem,  -leicem 
aus  *bhero-mos,  *bhina-mos,  *qarä-mos,  ^'ßhabhi-mos,  *lii3k»l-mos; 
ir.  bermi,  benmi  u.  s.  w.  ist  durch  verhältnismäßig  junge  Ver- 
schmelzung aus  *berom  ni,  *  benam  ni  u.  s.  w.  entstanden.  Das 
-m  der  ir.  Kompositalformen  ist  leniert,  das  -m-  der  Simplexformen 
ist  unleniert  (aus  -mn-).  Im  Brit.  trat  eine  ähnliche  späte  Ver- 
schmelzung ein;  dabei  wurde  -mn-  zu  n  :  c.  carwn  (Form  der  -o- 
Stämme),  com.  keryn  (wohl  nicht  die  Form  der  -/-Stämme,  son- 
dern eine  in  der  Vokalgebung  der  beiden  Silben  an  die  2.  PI.  [die 
urspr.  in  der  zweiten  Silbe  -y-  gehabt  hat]  angeglichene  Form);  im 
Br.  scheint  die  Assimilation  durch  eine  rechtzeitige  Restitution  auf- 
gehoben worden  zu  sein,  worauf  -mn-  zu  -mpn-  wurde  (I  171). 
Oder  besteht  der  Hauptunterschied  zwischen  dem  C,  Corn.  und 
dem  Br.  darin,  daß  im  C.  und  Corn.  ein  leniertes  -w,  im  Br.  ein 
(aus  dem  Verbum  'sein'  übertragenes)  unleniertes  -m  mit  dem  w- 
des  Subjektspronomens  zusammentraf?  Der  Umlaut  der  Wurzel- 
silbe in  mbr.  queromp  ist  aus  der  2.  PI.  übertragen. 

Anm.  1.  In  ir.  ni-d-an  'wir  sind  nicht',  con-d-an  'sodaß  wir 
.sind'  ist  ausnahmsweise  ein  Subjektsprouomen  an  das  Verbum  compositum 


344  Etymologische  Erklärung  des  Präs.  Ind.      [§603.  604 

angehängt,  vgl.  dazu  §  552,  2.     -wm-  ist  hier  nicht  zu  -m-,   sondern  zu  -n- 
geworden,  was  vielleicht  auf  spätere  Entstehung  der  Gruppen  deutet. 

2.  Flur.  Die  ererbte  Personalendung  war  etwa  -te  (das  Skr. 
hat  die  Primärendung  -tha,  die  Sekundärendung  -ta:  Präs.  hhara- 
tha,  Ipf.  d-bharafa;  gr.  Präs.  (pegETe).  Ir.  -berid,  -benid,  -carid, 
-gaibid,  -leicid  aus  *hhere-te,  *bhina-te,  '*qara-te,  *Qhabhi-te, 
*lwk'n-te.  Die  Simplexformen  (ir.  berthe  u.  s.  w.)  beruhen  auf 
*bhere-te  wes  u.  s.  w. ;  die  Verschmelzung  mit  dem  Pronomen  muß 
uralt  sein.  In  adib  'Ihr  seid'  ist  das  Pronomen  zweimal  suffigiert, 
das  zweite  Mal  in  der  Gestalt  *swes.  Im  Brit.  ist  das  lautgesetz- 
liche Ergebnis  der  alten  Verschmelzung  nicht  erhalten,  sondern 
nach  dem  Wirken  der  Auslautsgesetze  im  C.  und  Com.  durch  die 
Verbindung  der  Kompositalforra  mit  dem  Pronomen  *  swes  ersetzt 
worden;  in  mc.  cerwch  corn.  kerough  ist  also  vor  dem  x  ein  -t 
geschwunden;  im  Br.  ist  das  -t  später  restituiert  worden,  vgl. 
§  605, 1  Schluß  S.  347.  Der  vor  der  Personalendung  stehende 
Vokal  war  in  allen  brit.  Sprachen  ein  kurzes  -i-,  das  entweder  von 
den  -i-Stämmen  ausgegangen  ist  oder  aus  -e-  {-a-)  durch  den  um- 
lautenden Einfluß  des  suffigierten  Pronomens  *swes  entstanden  ist. 

Anm.  2.  Im  Lat.  und  im  Armenischen  (KZ  XXXVIII  213)  hatte  die 
Endung  der  2.  PI.  analogisch  das  -s  der  1.  PI.  angenommen  und  lautete 
*-tfS  (lat.  scribitis).  Das  Irische  verbietet  den  Ansatz  einer  derartigen 
Form  für  das  Keltische.  Das  anlautende  s-  des  Pronomens  *su:es  (S.  168) 
kann  also  nicht  aus  der  vorhergehenden  Verbalendung  stammen;  es  könnte 
aber  aus  der  1.  PL  *snös,  *snes  übertragen  sein,  und  in  diesen  Formen 
könnte  das  s-  aus  der  Verbalendung  stammen;  für  diese  Erklärung  spricht 
die  Tatsache,  daß  durch  ir.  berthe  eine  s-lose  Form  des  Pronomens  der 
2.  PI.  verbürgt  ist.  Indessen  ist  auch  eine  andere  Erklärung  möglich, 
s.  oben  S.  169. 

3.  Plur.  Die  idg.  Primärendung  war  -nti,  die  Sekundärendung 
-nt.  Das  Keltische  hat  die  Sekundärendung  übernommen.  Ir. 
-berat,  -benat,  -carat,  -gaibet,  -leicet  aus  *bheront,  *bhinant, 
*qaränt,  ^ghablijoitt,  *lmk"jont;  ir.  berit  u.  s.  w.  aus  kelt.  *&<'ron^ 
ei  oder  *beront  oi  (über  das  Pronomen  vgl.  S.  170  und  235).  Im 
Brit.  sind  die  Kompositalendungen  verallgemeinert;  mc.  carant  aus 
-ant,  -änt  (Form  der  -na-,  -ä-Stämme,  vgl.  I  292f.),  corn.  kerons 
mbr.  queront  aus  -ont  (Form  der  -o-Stämme);  der  Umlaut  der 
Wurzelsilbe  im  Corn.  und  Mbr.  stammt  aus  der  2.  PI. 

§  604.     Erklärung    des    Ipf.»     Allgemeines.     Das    Imper- 


1.  Windisch,  Das  irische  Praesens  secundarium,  KZ  XXVII  156 — 167; 
Strachan,  The  so-called  absolute  form  of  the  Irish  imperfect,  ZfcPh.  II373ff. 


§604]  Etymologische  Erklärung  des  Ipf.,  Ind.  345 

fektum  unterschied  sich  im  Idg.  vom  Präsens  durch  das  Augment 
*e-  und  durch  die  sekundären  Endungen  (gr.  t-cfegov  skr.  d-hhuram 
'ich  trug';  das  Augment  stand  auch  vor  den  ührigen  in  uridg.  Zeit 
als  präterital  aufgefaßten  Tempora,  also  u.  a.  vor  dem  Aorist,  vgl. 
arm.  Aorist  e-ber  'er  trug';  dagegen  nicht  vor  dem  Perfektum).  Da 
das  Augment  in  den  meisten  idg.  Sprachen  verloren  ging,  war  die 
ererbte  Bildung  des  Ipf.  wenig  charakteristisch,  und  in  mehreren 
Sprachen  ist  daher  ein  neues,  im  Stamm  vom  Präsens  deutlich 
verschiedenes  Ipf.  gebildet  worden  (lat.  ferebam;  lit.  sük-davau, 
Ipf.  von  sukü  'ich  drehe';  asl.  neseaxü,  Ipf.  von  we.s(j 'trage').  Die 
Wege,  auf  denen  ein  derartiger  charakteristischer  Imperfektstamm 
zustandegebracht  wurde,  waren  sehr  verschieden. 

Auch  im  Brit.  liegt  deutlich  eine  Tendenz  vor,  das  Ipf.  durch 
die  Form  des  Stammes  zu  charakterisieren;  das  charakteristische 
-e-  des  Ipf.  ist  jedoch  nur  im  Corn.  und  Br.  ganz  durchgeführt; 
die  c.  1.  Sing,  carwn  zeigt,  daß  urspr.  ganz  wie  im  Präsens  der 
-o-Stämme  ein  Wechsel  zwischen  -o-  und  -e-  vorhanden  war.  Das 
-e-  wird  also  in  der  2.  und  8.  Sing,  und  in  der  2.  PI.  vorhanden 
gewesen  sein,  und  es  wird  in  allen  diesen  Formen  ungestört  geblieben 
sein  (was  im  Präs.  nicht  der  Fall  war:  es  wurde  hier  in  der  2.  PI. 
umgelautet  und  schwand  in  der  3.  Sing.);  aus  der  2.  PI.  drang  das 
-e-  in  die  1.  und  3.  PL  (aus  -e-  entstand  im  C.  vor  -nt  nach  I  37 
ein  -y-\  vgl.  den  Umlaut  im  Corn.);  darauf  wurde  es  im  Corn.  und 
Br.  im  ganzen  Paradigma  durchgeführt.  Hiermit  hat  die  Durch- 
führung der  Mouillierung  im  Ir.  (§  598  Anm.  1)  nichts  zu  tun. 

Die  ursprüngliche  charakteristische  Eigentümlichkeit  des  Ipf. 
darf  also  nicht  in  der  Stammform,  sondern  nur  in  den  Endungen 
gesucht  werden.  Da  das  ipf.  im  Ir.  im  Aktiv  und  im  Deponens 
gleichlautet,  so  darf  man,  wo  die  idg.  Aktivendungen  zur  Erklärung 
der  keltischen  Formen  nicht  ausreichen,  eventuell  die  idg.  Medial- 
endungen heranziehen.  Die  Heranziehung  von  einzelsprachlicheu 
Endungen  wie  gr.  1.  PI.  -f.iEoi>a,  deren  idg.  Alter  nicht  erwiesen 
ist,  und  die  außerdem  zur  Erklärung  der  keltischen  Laute  nicht 
genügen,  ist  natürlich  unerlaubt;  auch  die  Heranziehung  von 
konjunktivischen  Endungen  wie  skr.  1.  Sing.  Konj.  Präs.  -äni  ist 
gänzlich  unerlaubt.  Vom  keltischen  Standpunkt  darf  man  ferner 
im  Ipf  nur  Kompositalendungon  suchen;  denn  die  irische  ßegel, 
daß  das  Ipf.  nur  komponiert  auftritt,  ist  unbedingt  alt;  daß  die 
Unterscheidung  zwischen  Simplexformen  und  Kompositiilformen,  die 
im  Mc.  belegt  ist,  auf  Analogiebildung  beruht,  habe  ich  in  §  599 


346  Etymologische  Erklärung  des  Ipf.,  Ind.     [§  604.  605, 1 

Anm.  3  ausgesprochen.  Freilich  ist  das  irische  Iniperfektpräverb 
no-  (§  584)  zweifellos  jung;  es  muß  aber  vor  der  Ausbildung 
dieses  Präverbs  ein  anderes  Element  vorhanden  gewesen  sein,  daß 
ähnlich  wirkte. 

Anm.  Was  dies  für  ein  Element  gewesen  sein  kann,  ist  schwer  zu 
entscheiden.  Fast  möchte  ich  vermuten,  daß  das  idg.  Augment  *e-  im 
Keltischen  als  Präverb  fungiert  hat  und  an  allen  morphologischen  Eigen- 
tümlichkeiten der  Präverbia  teilgenommen  hat;  es  hat  durch  ein  infigiertes 
Pronomen  von  dem  Verbum  getrennt  werden  können,  es  hat  in  der  un- 
echten Komposition  den  Anlaut  des  Verbums  unleniert  gelassen  (vgl. 
§550,5  S.  243)  u.  s.  w.  Die  von  allen  anderen  idg.  Sprachen  abweichende 
Trennbarkeit  des  Augments  war  aber  nicht  eine  im  Kelt.  erhaltene  hohe 
Altertüralichkeit,  sondern  im  Gegenteil  eine  keltische  Neuerung.  Eine 
weitere  Neuerung  wird  im  Ir.  im  Anschluß  an  die  Ausbildung  des  Präverbs 
no-  eingetreten  sein.  Dies  Präverb,  das  ursprünglich  ein  Adverbium  ge- 
wesen ist,  wird,  wenn  es  in  seiner  ursprünglichen  konkreten  Bedeutung 
vor  eine  nur  mit  dem  proklitischen  Augment  zusammengesetzte  Verbalform 
trat,  keine  Änderung  der  Betonung  hervorgerufen  haben ;  das  unbetonte 
und  bedeutungsleere  Augment  e-  konnte  daher  nun  als  ein  infigiertes 
Element  betrachtet  werden.  Und  als  no-  seine  ursprüngliche  konkrete 
Bedeutung  mehr  und  mehr  verlor  und  ohne  Bedeutungsnüance  als  Ver- 
mittler der  Infigierung  (wo  sie  nicht  in  anderer  Weise  möglich  war)  ver- 
wendet wurde,  konnte  sich  leicht  die  Regel  ausbilden,  daß  no-  vor  jede 
augmentierte  Form  treten  mußte.  Vor  dem  verbundenen  Ipf.  des  Verbums 
'sein'  blieb  no-  deshalb  weg,  weil  hier  die  Infigierung  in  anderer  Weise 
(zwischen  der  Kopula  und  dem  Prädikatsnomen,  vgl.  §  485  Anm.,  §  545,  2 
S.  234)  möglich  war.  Wenn  man  nicht  annehmen  will,  daß  das  Augment 
wirklich  in  die  Stellung  zwischen  Kopula  und  Prädikatsnomen  versetzt 
worden  ist,  würde  übrigens  auch  die  Annahme,  daß  das  sonst  beim  Ipf. 
obligatorische  Augment  von  jeher  vor  den  unbetonten  Formen  des  Ver- 
bums 'sein'  gefehlt  hätte,  eine  genügende  Erklärung  des  Fehlens  des  no- 
vor  diesen  Formen  sein.  Bei  dieser  ganzen  Deutung  des  no-  ist  natürlich 
vorauszusetzen,  daß  das  Augment  im  Keltischen  vor  dem  Aorist  (etwa 
wegen  der  Vermischung  dieses  Tempus  mit  dem  idg.  Perfektura)  schon 
sehr  früh  gefehlt  hat.  Im  Brit.  wäre  die  Eatwickelung  viel  einfacher 
gewesen:  das  Augment  wäre  hier,  wie  in  den  meisten  anderen  idg. 
Sprachen,  spurlos  geschwunden.  —  Die  ganze  hier  vorgetragene  Hypothese 
dürfte  mit  dem  keltischen  konservativ -revolutionären  Sprachgeist  gut 
stimmen. 

§  605.  Erklärung  der  einzelnen  Formen  des  Ipf.  1)  Es 
muß  nach  diesen  Prämissen  sofort  in  die  Augen  fallen,  daß  eine 
ganze  Reihe  von  Formen  des  keltischen  Imperfekts  schlagend  mit 
den  Endungen  des  idg.  Ipf.  Akt.  übereinstimmt,  nur  daß  der  Aus- 
laut durch  ein  heute  geschwundenes  enkhtisches  Element  in  einer 
sonst  nur  vorhistorisch  zu  erschließenden  Gestalt  erhalten  gebHeben 


§605,1.2]        Etymologische  Erklärung  des  Ipf.,  Ind.  347 

ist.  So  erklären  sich:  1.  Sing.  c.  carwn  ir.  -berinn,  2.  Sing, 
corn.  mbr.  cares,  3.  Sing.  c.  care-i  corn.  mbr.  care,  1.  PI.  ir. 
-bermis,  2.  PI.  ir.  -berthe.  Das  auslautende  -m  ist  zu  -n  (un- 
leniert,  also  n)  geworden;  das  auslautende  -s  als  -s  (unleniert)  er- 
halten; das  auslautende  -t  geschwunden.  Das  enkhtische  Element 
muß  ein  adverbiell  fungierendes  Wort  sein,  das  erst  nach  dem 
Wirken  einiger  konsonantischen  Auslautgesetze  und  nach  dem 
Wirken  der  Lenitionsgesetze  dazu  gekommen  ist,  mit  dem  Verbura 
eine  Worteinheit  zu  bilden,  während  es  früher  wohl  ganz  selb- 
ständig gewesen  ist.  Es  muß  mit  einem  Vokal,  und  zwar  mit 
einem  kurzen  vorderen  Vokal  {e-  oder  i-)  angelautet  haben;  dieser 
Vokal  bewirkte  im  Ir.  Mouillierung  des  -nn  und  -s,  bewirkte  aber 
im  Bi-it.  keinen  Umlaut.  Wegen  der  ir.  2.  PI.  ist  ein  e-  wahr- 
scheinlicher als  ein  i-,  und  ich  vermute  daher,  daß  es  sich  um  das 
idg.  *est  'ist'  handelt,  das  als  ein  ursprünglich  selbständiges  Sätzchen 
das  Imperfektum  begleitet  hat  um  die  Dauer  hervorzuheben  (es 
hatte  also  die  Bedeutung  des  russischen  to  i  delo  "das  ist  die 
ganze  Sache"  :  on  to  i  delo  igröjet  v  karty  'er  spielt  unaufhörlich, 
fortwährend  Karten').  Die  einzelnen  Formen  waren:  1.  Sing. 
*e-bherom,  est;  2.  Sing.  *e-bheres,  est;  3.  Sing.  *e-bkeret,  est  (daraus 
*e-bere-e,  woraus  nach  den  Regeln  in  §  159  S.  251  ff  mc.  -ei  com. 
br.  -e  entstand;  vgl.  bes.  mc.  rei  corn.  br.  re  'einige',  I  67);  1.  PI. 
* e-hheromos,  est  (die  Sekundärendung  war  im  Idg.  etwa  *-mo\,  vgl. 
skr.  sunu-mds  'wir  pressen  aus',  aber  ä-sunu-ma  'wir  preßten  aus'; 
sie  ist  aber  im  Kelt.  von  der  Primärendung  verdrängt  worden); 
2.  PI.  *e-bherete,  est.  Die  3.  PI.  *e-bheront,  est  mußte  durch  rein 
lautliche  Entwickelung  in  der  Endung  mit  dem  Präsens  zusammen- 
fallen; deshalb  wurde  im  Ir.  nach  dem  Muster  der  1.  PL  die  Form 
-bertis  neugebildet  (vgl.  das  nach  ir.  bertit  'sie  tragen  ihn'  ana- 
logisch gebildete  bermit  'wir  tragen  ihn',  S.  149,  und  das  Ver- 
hältnis zwischen  den  Endungen  -mar  und  -tar  im  Perf.).  Im 
ßrit.  hat  man  dagegen  (wegen  der  Ausbildung  eines  besonderen 
Imperfektstammes  auf  -e-)  dem  Zusammenfall  der  Endungen  des 
Ipf.  und  des  Präs.  keinen  Widerstand  geleistet;  man  hat  vielmehr 
sogar  auch  in  der  1.  und  2.  PI.  die  Präsensendungen  eingeführt 
(das  C.  hat  in  der  1.  PI.  die  alte  pronomenlose  Form  -m;  das  -w 
war  etwa  durch  den  Enifluß  des  Verbums  'sein*  unleniert;  das  Br. 
hat  in  der  2.  PI.  die  alte  Endung  -ch  ohne  die  im  Präsens  später 
eingetretene  Restitution). 

2)  Übrig  bleiben  dann  als  einer  Erklärung  bedürftig  nur  noch 


348       Etymologische  Erklärung  des  Ipf.  Ind.,  des  Ipv.  [§605,2.  606 

die  2.  Sing.  ir.  -bertha,  nie.  carut  und  die  3.  Sing.  ir.  -bered, 
mc.  gwydat,  gwydyat  (§  599  Anm.  3).  Es  handelt  sich  hier  um 
mediale  Endungen,  auf  die  kein  enklitisches  Element  folgte  (das 
*est,  das  im  Aktiv  das  deutlichste  Kennzeichen  des  Imperfekts 
war,  war  im  Medium  deshalb  überflüssig,  weil  die  Präsensformen 
ein  -r  angenommen  hatten,  vgl.  §  627).  Ganz  klar  liegt  die  Sache 
bei  der  3.  Sing.;  mc.  gwydat,  gwydyat  gehört  zu  einem  medialen 
Paradigma  (ir.  ro-finnadar,  ro-fitir  Sveiß';  in  demselben  Para- 
digma hat  auch  das  Slavische  eine  mediale  Form  erhalten:  asl. 
vede  'ich  weiß');  nach  mc.  gwydat  ist  das  synonyme  mc.  atwaenat, 
atwaenyat  gebildet.  Ir.  -bered,  -benad,  -carad,  -gaibed, 
-leiced  aus  * e-bJiere-to ,  *e-bhina-to,  *e-qarä-to,  * e-ghabhi-to, 
^e-lmkul-to,  vgl.  gr.  l-cptqk-io  u.  s.  w.  Die  mc.  Endung  -at  rührt 
aus  den  -/^a-Stämmen  her;  das  vor  der  Endung  stehende  j  kehrt 
in  1.  Sing,  mi  a  wydywn  4ch  wußte'  Skene  II  180,  13,  com.  my  ny 
wothyen,  ef  a  wo^ye,  y  ny  wo<^yens  wieder  (ZE  603,  Rhys,  Rc. 
VI  471).  Schwieriger  ist  die  Erklärung  der  2.  Sing.;  die  Endung 
von  ir.  -bertha,  mc.  carut  stimmt  mit  der  Endung  von  skr. 
2.  Sing.  Med.  ä-bhara-thäs  (man  muß  dann  idg.  -thäs  ansetzen, 
worin  vielleicht  eine  alternierende  Nebenform  der  oben  I  249  an- 
genommenen Endung  -thes  steckt);  rätselhaft  ist  aber  dann  das  vor 
der  Endung  im  Mc.  stehende  -u-;  ich  vermute,  daß  es  sich  um 
eine  Vermischung  mit  dem  Optativ  (skr.  2.  Sing.  Med.  bhdre-thas 
aus  *blieroi-thüs)  handelt;  die  Form  wäre  also  aus  dem  Paradigma 
des  kelt.  Ipf.  Konj.  eingedrungen. 

§  606.  Etymologische  Erkläi'ung  des  Ipv.  In  der  2.  Sing, 
hatte  der  Ipv.  bei  den  -o-Stämmen  keine  Personalendung,  sondern 
lautete  auf  den  Stammvokal  aus:  *bhere;  daraus  ir.  beir;  vgl.  gr. 
(fige,  lat.  scrTbe.  Weniger  sicher  ist  es,  ob  auch  die  Nicht-o- 
Stämme  von  jeher  endungslose  Imperative  gebildet  haben;  sicherer 
bezeugt  ist  eine  Form  aui  -dhi  (gr.  i'-d^t  'geh!');  endungslose  Formen 
kommen  jedoch  in  den  verschiedensten  idg.  Sprachen  vor,  mögen 
sie  ererbt  oder  neugebildet  sein,  und  auch  für  das  Keltische  sind 
sie  vorauszusetzen:  *bhina,  *qarä,  *ghab/n,  ^lirakui. 

Es  hat  im  Idg.  noch  besondere  Imperativformen  wenigstens 
für  die  3.  Sing,  gegeben  (vgl,  gr.  q^eghco,  lat.  scribitö);  diese 
Formen  sind  aber  im  Kelt.  aufgegeben.  Überall  außerhalb  der 
2.  Sing,  werden  in  imperativischer  Funktion  Formen  verwendet, 
die  mit  den  Komposi talformen  des  Indikativs  identisch  sind. 
Daß     sie     gerade     mit     den     Kompositalformen     identisch     sind, 


§606.607]  Irisches  Konjunktivparadigma.  349 

bedeutet  nach  §  602,  daß  beim  Imperativ  kein  Subjektspronomen 
suffigiert  gewesen  ist.  Aus  diesem  Prinzip  erklären  sich  die  Formen 
der  1.  Sing.  (ir.  tiag  §  598  Anm.  5),  der  1.  und  2.  PI.  ohne 
weiteres.  In  der  3.  Sing,  wird  eine  Form  verwendet,  die  auch 
beim  Deponens  verwendet  wird  und  daher  als  eine  alte  Medialform 
gedeutet  werden  darf.  Anzusetzen  ist  *bliere-to,  *bhina-to,  *qarä-to, 
*Qhabhi-to,  *lmk"i-to]  die  Form  ist  identisch  mit  der  Grundform, 
aus  der  die  3.  Sing.  Präs.  Ind.  des  Deponens  ir.  -sechetha-r  'folgt', 
lat.  sequitu-r  durch  den  Antritt  eines  -r  aus  *se  (I  71,  §  625) 
gebildet  ist.  Sowohl  im  Ir.  wie  im  Brit.  (wo  die  Form  der  -o- 
Stämme  verallgemeinert  ist:  mc.  caret  u.  s.  w.)  hat  aber  eine 
Wechselwirkung  zwischen  der  3.  Sing,  und  der  3.  PL  stattgefunden; 
daher  im  Ir.  bei  den  -o-Stämmen  die  Endung  -ad  statt  -ed 
(her ad  nach  3.  PI.  berat  aus  *bhfront);  im  Brit.  umgekehrt  3.  PI. 
auf  -ent  statt  -ont  nach  dem  Sing.  (mc.  mbr.  3.  PI.  carent); 
im  Corn.  ist  die  Pluralform  carens  auch  als  Singularform  verwendet 
worden;  dabei  ist  die  schwache  Aussprache  des  n  vor  einem  aus- 
lautenden -s  mit  im  Spiele,  vgl.  I  539,  Nachtrag  zu  I  138;  deshalb 
kann  auch  umgekehrt  die  Form  ohne  (geschriebenes)  -n-  als  Plural- 
form vorkommen:  hembrynkys  'sie  sollen  bringen'  P.  C.  584.  Die 
Verwendung  einer  gemeinsamen  Form  als  Sing,  und  Plur.  war 
wegen  der  in  §  589,  2  besprochenen  syntaktischen  Regeln  unan- 
stößig (ganz  anders  Stokes,  ßeitr.  z.  vgl.  Sprachf.  III  158,  Trans. 
Phil.  Soc.  1860-61  S.  171  f.). 

XVI.    Aktivische  Flexion  des  Konjunktivs^ 

§  607.     Ir.  Konjunktivparadigma  (b er- 'tragen',  leic- 'lassen', 
tiag-  'gehen'). 

I  -ä-Konjunktiv  1  -s-Konjunktiv 


Praes. 

Simplex  Sing. 

1 

bera 

leicea 

tiasu 

2 

bere 

leice 

tesi 

3 

berid 

leicid 

teis 

PI. 

1 

bermi 

leicmi 

tiasmi 

2 

berthe 

leicthe 

*tiaste 

3 

berit 

leicit 

tiasit 

1.  Thurneysen,  Zu  den  irischen  Verbalformen  sigmatischer  Bildung-, 
KZ  XXXI  62-102;  Strachan,  Trans.  Phil.  Soc.  1899-1902,  291-314; 
Vendryes,  MSL  XI  258 ff.;  d'Arbois  de  Jubainville,  MSL  I  134-144;  Loth, 
MSL  V  136  ff.,  Rc.  VII  233. 


350 

Iris 

5che 

s  Konjunktiv 

paradigma. 

[§607 

-ä-Konjunktiv 

-s-Konjunktiv 

Praes.  comp. 

Sing. 

1 
2 
3 

-ber 

-bere 

-bera 

-leic 

-leice 

-leicea 

-tias 

-teis 
-te,  -tei 

PI. 

1 
2 
3 

-beram 

-berid 

-berat 

-leicera 

-leicid 

-leicet 

-tiasam 

-tesid 

-tiasat 

Ipf. 

Sing. 

1 
2 
3 

-berinn 
-bertha 
-berad 

-leicinn 

-leicthea 

-leiced 

-tesinn 
-tiasta 
-teised 

PI. 

1 
2 
3 

-bermis 
-berthe 
-bertis 

-leicmis 
-leicthe 
-leictis 

-tiasmis 

-tiaste 

-tiastis 

Anni.  1.  Der  Stamm  des  -ä-Konjunktivs  wird  meist  so  gebildet,  daß 
-ä-  an  den  Wurzelauslaut  tritt;  die  präsensbildenden  Elemente  der  -o-  :  -e- 
Stämme,  der  -wa-Stämme  und  der  -i'-Stämme  fehlen  also  im  Konjunktiv;  zu 
renira  'kaufe',  gaibira  'nehme'  lautet  der  Konj.  3.  Sing,  -ria,  -gaba; 
bisweilen  weicht  der  Konjunktivstamm  durch  eine  Alternation  im  Wurzel- 
vokal vom  Indikativstaram  ab:  Ind.  mairnid  'verrät",  at-bail  'stirbt', 
ad-baill  'was  stirbt'  (-//-  aus  -In-;  ist  wie  mairnid  ein  umgebildeter 
-na-Stamm),  Konj. 3.  Sing,  -mera,  at-bela.  Bei  den -ä-Indikativen  ist  der 
Konjunktivstamm  mit  dem  Indikativstamm  identisch.  In  allen  diesen 
Fällen  ist  der  auslautende  Konsonant  der  Wurzel  im  ganzen  Konjunktiv- 
paradigma unmouilliert.  Dagegen'entspricht  den  indikativischen  -i-Stämmen 
ein  -ä-Konjunktiv  mit  mouilliertem  Wurzelauslaut  (und  daher  mit  -ea  und 
-e-  statt  -a  und  -a-  in  den  Endungen). 

Das  -5-  des  -«-Konjunktivs  hatte  wechselndes  Timbre,  im  Wesent- 
lichen nach  denselben  Kegeln  wie  bei  dem  Ind.  der  -o- :  -e-Stämme;  jedoch 
scheint  der  ganze  Plur.  des  Praes.  simplex  und  des  Ipf.  unmouilliertes  -s- 
gehabt  zu  haben;  und  dies  unraouillierte  -s-  dringt  bisweilen  in  den  Sing, 
des  Ipf.:  CO  cho  tabosad-si  gl.  ut  uos  comminueret  Ml.  18a  7  (com- 
-\-  bo-n-g-).  Das  konjunktivische  -s-  wird  unmittelbar  an  den  Wurzel- 
auslaut gefügt,  wobei  die  Wirkungen  der  die  -s-Gruppen  betreffenden  Laut- 
gesetze sich  zeigen;  präsensbildendes  infigiertes  -n-  fehlt:  Präs.  Konj. 
1.  Sing,  tiasu,  2.  Sing,  con-iis,  3.  Sing,  in-fe,  in-re,  fris-n-orr, 
3.  PI.  fris-n-orrat  von  tiag-  'gehen',  com--{-ic-  'können',  in--}-fiad- 
'erzählen',  in-  +  reth-  'angreifen',  frith- -1- org-  'beleidigen'.  In  der 
vokalisch  auslautenden  3.  Sing,  des  Praes.  compos.  sollte,  wenn  die  Verbal- 
form betont  war,  lautgesetzlich  Auslautsdehnung  eintreten;  diese  Dehnung 
ist  zum  Teil  analogisch  in  die  übrigen  Formen  gedrungen:  1.  Sing,  fu-lös 
nach  3.  Sing,  fo-llö  zu  fo-lo-n-g-  'ertragen'  u.  s.  w.  (I  294);  dabei  trat 
an  die  Stelle  eines  -e-  vor  unmouillierten  Konsonanten  analogisch  der 
Diphthong  -ia-:  3.  PI.  Ipf.  in-griastais  zu  in-grennat  'welche  verfolgen' 
{* ßhre-n-dh-na-),  vgl.  §  200  I  295.  Der  in  der  3.  Sing,  des  Praes.  compos. 
bei  Betonung  der  Verbalform  aufgehobene  Unterschied  zwischen  Ursprung- 


§607]  Irisches  Konjunktivparadigma.  351 

lieh  k)irzen  und  ursprünglich  langen  Vokalen  mußte  nach  den  Lautgesotzen 
wieder  deutlich  worden,  wenn  ein  Präverb  betont  war:  ein  kurzer  aus- 
lautender Vokal  mußte  dann  schwinden  (na-d-fu-1  'die  er  nicht  ertragen 
kann',  fo-lo-n-g-);  ein  langer  Vokal  mußte  dagegen  erhalten  bleiben; 
sehr  oft  ist  jedoch  auch  ein  langer  Vokal  geschwunden  (con-ei-t  von 
com-i  n- +  tiag-  u.  s.  w.,  §  156  Anm.  2  I  249);  bisweilen  ist  auch  ein 
kurzer  Vokal  erhalten  geblieben  (arna-in-gre  'damit  er  nicht  verfolge' 
Ml.  111c  6).  Durch  diesen  (lautgesetzlichen  und  analogischen)  Vokal- 
schwund entstehen  oft  Formen,  in  denen  von  der  Verbalwurzel  nur  der 
anlautende  Konsonant  oder  gar  nichts  übrig  ist  (as-n-ind  Ml.  23d  2  zum 
Ind.  ass-ind-et  'erklärt').  —  Verhältnismäßig  selten  weicht  der  Stamm 
des  -s-Konjunktivs  durch  eine  idg.  Alternation  mit  Bezug  auf  den  Wurzel- 
vokal vom  Ind.  ab;  so  in  guidimm  'ich  bitte',  Konj.  2.  Sing,  -geiss; 
vielleicht  auch  in  salgim  'suche',  Konj.  2.  Sing,  ro-sais  gl.  ut  attingere 
possis  Thes.  II  28,  35,  vgl.  ara-cuintea  'damit  er  suche'  Ml.  51a  18 
(com-di- -|- saig-) ;  es  würde  sich  hier  um  eine  idg.  Alternation  a  :  ä 
handeln. 

Anm.  2.  Bei  den  Hiatusverben  sind  die  Formen  des  -ä-Konjunktivs 
und  des  -«-Konjunktivs  zum  Teil  durcheinander  geraten.  Zu  Ind.  biuu 
'ich  bin',  -gniu  'ich  tue',  3.  Sing,  biid,  -bi,  gniith,  -gni  lautet  der 
Konj.  1.  Sing,  beo,  -gneo,  3.  Sing,  beid,  -be,  -gne  (mit  dem  Vokal  -e- 
ira  ganzen  Konjunktiv:  Ipf.  1.  PI.  -bemmis,  -gnemmis,  3.  Sing,  -beth, 
-gned  u.  s.  w.).  Derselbe  Gegensatz  zwischen  dem  indikativischen  -i-  und 
dem  konjunktivischen  -e-  findet  sich  auch  bei  dem  Verbum  ad-cii  'sieht", 
Konj.  2.  PI.  ad-ced  Wb.  IIb  22  (der  Konj.  dieses  Verbnms  hat  jedoch 
mediale  Endungen,  vgl.  Verbalverz.).  Das  -e-  kann  in  allen  zweisilbigen 
Formen  aus  hiatusbildendem  -la-  entstanden  sein,  vgl.  I  311;  auch  -be, 
-gne  werden  lautgesetzliche  Formen  sein  (vgl.  sce  aus  *sqwij<its  I  252): 
einsilbige  Formen  wie  Ipf.  3.  Sing,  -beth,  -gned  sind  aber  analogisch, 
und  beo,  -gneo  sind  nach  dem  Muster  der  s-Konjunktive  gebildet. 

Die  Konjunktive  der  -na-Stämrae  zeigen  gleichfalls  eine  gemischte 
Flexion:  l.Sing.  coni-glöu  gl.  ut  non  haeream  Ml.  86b  8  (Ind.  glenaid 
'bleibt  stecken'),  3.  Sing,  -ria,  3.  PL  -riat  (renim  'verkaufe'),  aber  3.  PI. 
rel.  glet-e  'welche  stecken  bleiben".  Die  belegten  Formen  sind  mit  Aus- 
nahme der  1.  Sing,  die  Formen  des  -ä-Konjunktivs. 

Anm.  3.  Abweichende  Endungen.  Die  Kompositalform  der  1.  PI.  des 
verbundenen  Verbums  'sein"  (der  Kopula)  lautet  -ban;  damit  identisch  ist 
der  Imperativ  baän.  ban  (der  Ipv.  schließt  sich,  wie  immer,  mit  Bezug 
auf  die  Endung  an  die  Kompositalforraen  an).  Imperativisch  fungierende 
Formen  des  -s-Konjunktivs  sind  tair,  atr»,  comeir,  foir,  no-m-ain 
§  598  Anm.  5. 

Anm.  4.  Verschmolzene  Formen:  3.  Sing.  rel.  beras,  tias,  1.  PI.  rel. 
berme,  tiasme,  3.  PI.  berte,  tiaste.  Formen  mit  suffigiertem  Objekt 
werden  wohl  in  ähnlicher  Ausdehnung  wie  beim  Ind.  vorhanden  gewesen 
sein;  Belege  fehlen  fast  gänzlich;  über  snaids-iunn  s.  S.  149.  Ver- 
schmelzungen des  Konjunktivs  mit   dem  Adverbium  and   finden  sich    nicht 


352  Brit.  Konjunktivparadigma.  [§608 

(vgl.  dazu,  daß  das  infigierte  Adverbiuru  -d-   in  gewissen  Fällen  gleichfalls 
nur  den  Ind.,  nicht  aber  den  Konj.  begleitet,  §  537,  2    S.  220). 

Anm.  5.  Über  den  Konjunktiv  im  Neuirischen  vgl.  Sarauw,  ZfcPh. 
IV  72  ff. 

§  608.  Brit.  Konjunktivparadigma,  Für  das  Mc.  wähle 
ich  als  Paradigma  das  Verbum  'lieben',  für  das  Corn.  und  Er.  (um 
nicht  zu\ael  Formen  konstruieren  zu  müssen)  das  Verbum  'können' 
(daneben  mbr.  beuaff  'leben',  deceff  'trügen'). 


Mc. 

Corn. 

Mbr. 

Präs. 

Sing. 

1 

car(h)wjf 

gyiiyf 

guillif 

2 

cer(h)ych 

gylly 

guilly 

3 

car(h)o 

gallo 

gallo 

PI. 

1 

car(h)om 

gyllyn 

guelhomp  (beohimp) 

2 

car(h)och 

gallough 

guelhet 

3 

car(h)ont 

gallons 

galhint  (deceffont) 

Ipf. 

Sing. 

1 

car(h)wn 

gallen 

galhenn 

2 

car(h)ut 

galles 

galhes 

3 

car(h)ei 

galle 

galhe 

PI. 

1 

car(h)em 

gallen 

galhemp 

2  car(h)ewch     galleugh     galhech 

3  cer(h)ynt        gallens        galhent 

Anm.  1.  Das  für  den  Konjunktivstamm  charakteristische  h  ist  im  Mc. 
im  Präs  weniger  fest  als  im  Ipf.;  im  Mbr.  ist  das  h  im  Präs.  nur  in  den 
drei  Pluralformen  belegt;  im  Corn.  fehlt  das  h  regelmäßig.  Das  h  ver- 
schmilzt mit  einem  vorhergehenden  Konsonanten  nach  den  Eegeln  I  409 f., 
und  derartige  Verschmelzungen  lassen  sich  auch  aus  dem  Corn.  belegen: 
mc.  3.  Sing,  dycko,  dywetto,  eistetho  (neben  lladho)  1410;  corn.  Präs. 
2.  Sing,  lyttry,  Ipf.  3.  Sing,  ladtre  E.  D.  58,  0.  M.  2232  von  laddra 
'stehlen';  Präs.  3.  Sing,  deppro  0.  M.  187  (von  dybbry  'essen'),  effo 
P.  C.  1620  (von  eve  'trinken'),  re-thokko,  pysso,  cresso  I  410,  501, 
leuerryf,  lauarre  S.  322  Z.  29,  S.  329  Z.  24,  kerry,  guylly  §  595,  5, 
yllyf  U.S.W.  S.  353  (daneben  Formen,  in  denen  die  Wirkungen  der  Ver- 
schmelzung aufgehoben  sind:  na-n  laddro  'damit  er  ihn  nicht  stehle' 
K.  D.  380,  may  tebro  'damit  er  esse'  0.  M.  200).  —  Im  Mc.  dringt  das 
h  auch  in  einige  nicht-konjunktivische  Formen,  §  599  Anm.  3  Fußnote. 
Im  Nbr.  ist  das  aus  vh  entstandene  /  aus  Formen  wie  mbr.  marvhenn, 
bevhenn,  Ipf.  Konj.  von  meruell  'sterben',  beuaff  'leben'  (vgl.  mbr. 
gouffenn  von  gouzout  'wissen",  I  423)  auf  sämtliche  Imperfekte  des  Konj. 
übertragen  worden:  nbr.  kanfenn  'ich  würde  singen';  im  Präs.  Konj.  ist 
das  h  aufgegeben:    PI.  kanimp  u.  s.  w.  (dialektisch  -fomp,  -fet,  -fönt). 

Über  den  Gegensatz  zwischen  corn.  Ind.  gyllyn  'ich  konnte'  und 
Konj.  gallen  s.  §  599  Anm.  1  (Konj.  3.  PL  fallens  M.  C.  49). 


§  608]  Brit.  Konjunktivparadigma.  353 

Das  A  des  Konjunktivs  ist  aus  einem  «  entstanden;  nur  in  zwei  ar- 
chaischen mc.  Formen  hat  dies  s  sich  (wie  beim  irischen  «-Konjunktiv)  un- 
mittelbar mit  dem  auslautenden  Konsonanten  der  Wurzel  verbunden:  duch 
'er  führe'  (Loth,  Kc.  XX  79f.j  zum  Präs.  Ind.  dygaf  (-x  aus  ks),  {^wares 
'er  helfe'  (Khys,  Rc.  VI,  36)  zum  Inf.  gwaret  f-s  aus  tu).  Spur  einer  ent- 
sprechenden Bildung  ist  mc.  tech-  in  ny  rydecho  'wer  nicht  flieht' 
(§  542  S.  228)  br.  tec'het  'fliehen'  zu  ir.  techid  'flieht',  Konj.  1.  Sing. 
-tes  {x  aus  kus  I  128  hat  sich  auf  das  ganze  Verbum  verbreitet). 

Anm.  2.  (Suppletivismus,  -^-Konjunktive).  Bei  dem  Verbum  'gehen', 
dessen  Ind.  von  der  idg.  Wurzel  *aff-  (lat.  agö  I  96)  gebildet  wird  (mc. 
corn.  af  mbr.  äff  'ich  gehe',  3.  Sing.  mc.  corn.  mbr.  a),  wird  der  Kon- 
junktiv meist  von  einer  anderen  Wurzel  gebildet:  mc.  Präs.  Sing.  1.  elwyf, 
el(h)wyf,  2.  eHh)ych,  3.  el,  PI.  el(h)ora,  el(h)och,  el(h)ont,  Ipf. 
el(h)wn  u.  s.  w. ;  corn.  Präs.  yllyf,  ylly,  ello,  yllyn,  yllough, 
*ellon8,  Ipf.  eilen  u.  s.  w.  (-11-  aus  -Ih-);  mbr.  3.  Sing,  me  a  y-el,  me 
a  y-elo  'ich  werde  gehen'  (die  einzige  häufige  Form  dieser  Wurzel  im  Mbr.; 
zum  Hiatuseinschub  vgl.  §  218);  2.  PI.  net  elot  'Ihr  werdet  nicht  gehen" 
Jes.  201b.  Daneben  kommen  einige  regelmäßige  Formen  von  der  Wurzel 
*ag-  vor:  mc.  3.  Sing.,  PL  aho,  ahont;  im  Mbr.  herrschen  diese  Formen: 
Präs.  1.  if,  2.  y,  3.  ay,  PI.  1.  a(h)imp,  ehomp,  2,  ehet,  eheut,  3. 
ahint,  Ipf.  ahenn  u.  s.  w.  Der  suppletivistische  Konjunktiv  war  ursprüng- 
lich auch  bei  dem  Verbum  'kommen'  (mc.  Ind.  deuaf  'ich  komme'  u.  s.  w. 
I  100)  vorhanden:  mc.  Präs.  Sing.  1.  del(h)wyf,  3.  del  u.  s.  w. :  daneben 
hat  das  Mc.  auch  3.  PI.  deuhont  (Loth,  Ec.  XXXI  494)  und  Formen,  die 
von  der  Wurzel  des  Verbums  'sein'  mit  dem  Präverb  *to-  gebildet  sind : 
Sing.  1.  dy-bwyf,  3.  dyppo,  dyffo  u.  s.  w.;  diese  Formen  sind  im  Corn. 
alleinherrschend:  dyffyf,  dyffy,  deffo  u.  s.  w.;  im  Br.  ist  der  Suppleti- 
vismus beseitigt:  Sing.  1  duiff,  2.  duy,  3.  duy,  deuy,  PI.  deuhimp 
u.  s.  w. 

Die  Wurzel,  die  sich  in  dieser  Wei?3  mit  der  Wurzel  *aff-  kombiniert 
hat,  liegt  im  Ir.  zunächst  mit  der  Bedeutung  'gehen'  in  einer  Reihe  von 
Zusammensetzungen  vor:  a-ta-ella  'besucht  sie'  (Inf.  ad-all),  do-da- 
aid-lea  'der  sie  besucht'  (Inf.  t-ad-all),  läse  sechmi-n-ella  'indem  er 
vorübergeht'  u.  s.  w.;  ferner  mit  der  kausativischen  Bedeutung  'gehen 
lassen':  a-t-com-la  'er  fügt  sich  selbst  hinzu",  do-e-cm-alla  'sammelt' 
{*to-eks.fcom-),  t-ella  §572,7,  §570  S.  271f.  (to-ell-  'wegnehmen,  stehlen" 
stimmt  semasiologisch  genau  mit  to-ag-  'forttreiben,  rauben',  Inf.  t-tiin). 
Ir.  Ind.  -ella  verhält  sich  zum  brit.  Konjunktivstamm  el-  wie  ir.  ad-baill 
zu  at-bela  S.  350,  d.  h.  der  Ind.  enthält  ein  präsensbildendes  -nä-.  Die 
Verwandtschaft  mit  gr.  iXce-vroj  'treibe,  fahre",  arm.  ela-uem  'komme  heraus, 
steige  hinauf,  eianim  'werde'  {-t-  aus  -In-,  KZ  XXXIX  424)  liegt  auf  der 
Hand.  Vielleicht  gehört  zu  derselben  Wurzel  auch  das  Prät.  mc.  ry-gallas 
'ist  fortgegangen',  corn.  gallas  'ist  gegangen,  geworden"  S.  275  (-//-  aus 
dem  im  Brit.  verlorenen,  im  Ir.  erhaltenen  Präs.  Ind.). 

Nach  dorn  Muster  der  Verba  'gehen'  und  'kommen"  ist  im  C.  und  Corn. 
auch   zum  Verbum  'tun'  (mc.  gwnaf  u.  s.  w.  I  96)   ein   -/-  Konjunktiv   ge- 

Pertersen:  Vgl.  kelt.  firamm.     II.  23 


354  Erklärung  des  Präs.  Konj.  [§608.609 

bildet  worden:  mc.  gwnel(h)wyf,  3.  Sing,  gwnel  u.  fe.  w.  (neben  3.  Sing., 
PI.  gwnaho,  gwnahont),  corn.  guryllyf,  gurylly,  gurello  u.  s.  w. 
(daneben  3.  PI.  may  wrons,  'damit  sie  tun'  0.  M.  2Ü34;  im  Br.  nur  regel- 
mäßige Formen:  mbr.  Präs.  1.  Sing,  gruif,  grif,  3.  PI.  grab  int  u.  s.  w.). 
Die  Neubildung  erklärt  sieb  daraus,  daß  mc.  gwnaf  u.  s.  w.  iiberbaupt  als  ein 
Kompositum  von  af  'icb  gebe'  bebandelt  wird.  Indem  aber  scbließlich  das 
-l-  als  ein  ableitendes  Element  aufgefaßt  wurde,  wurde  im  Corn.  aucb  zu 
dem  Verbum  'geben'  (corn.  rof  'icb  gebe')  Konjunktivformen  mit  -/-  ge- 
bildet: Präs.  Konj.  3.  Sing,  rollo,  3.  PI.  rollons,  Ipf.  Konj.  3.  Sing, 
rolle,  rolla  (daneben  Präs.  Konj.  3.  Sing,  roy  u.  s.  w.,  vgl.  Verbalverz. 
ber-). 

Anm.  3.  Ein  gewisses  Schwanken  in  den  Endungen  beruht  auf  gegen- 
seitiger Beeinflussung  der  verschiedenen  Personen.  Das  -wy-  der  1.  Sing. 
kann  im  Mc.  auf  die  3.  Sing,  (-wy)  und  3.  PI.  (-wynt)  übertragen  werden, 
und  umgekehrt  kann  -wy-  durch  den  Einfluß  der  Endungen  mit  -o-  zu 
-oe-  werden  (1.  Sing,  -oef,  3.  Sing,  -oe,  3.  PI.  -oent).  Im  Mbr.  ist  das 
-i-  der  1.  Sing,  auf  die  1,  3.  PL  übertragen  worden,  die  sich  dadurch  deut- 
licher vom  Indikativ  unterscheiden;  für  die  3.  PI.  ist  die  Endung  -(h)ont 
nur  spärlich  belegt  (Nonne  1449 f.);  das  Fehlen  des  Umlauts  beweist  aber, 
daß  die  Endung  -(h)int  nicht  alt  sein  kann. 

Aus  dem  Abr.  ist  belegt:  decmint  'werden  zehnten',  iolent  gl. 
precentur  (mit  auffälligem  -e-). 

Aus  der  späteren  Entwickelung  sei  hervorgehoben,  daß  im  Nbr.  in 
der  1.  Sing,  des  Präs.  (wie  beim  Ind.)  die  Endung  -f  durch  das  aus  dem 
Ipf.  eingedrungene  -nn  ersetzt  worden  ist:  kaninn  von  kana  'singen'; 
die  2.  PI.  des  Präs.  Konj.  lautet  nbr.  kanot. 

Etymologische  Erklärung  des  Konjunktivparadigmas. 

§  609.  Präs.  Konj.  Der  ir.  -ä-Konjunktiv  hat  eine  genaue 
Entsprechung  im  Lat:  1.  Sing,  scribam,  1.  PL  scribämus  neben 
dem  indikativischen  -o- : -e-Stamm  scrTbö;  alat.  3.  Sing,  ad-uenat, 
per-uenat  neben  ueniö.  Im  Lat.  gibt  es  auch  einen  -e-Kon- 
junktiv:  amem,  amemus  neben  dem  indikativischen  -ä-Stamm 
amö  amämus;  von  einem  solchen  Konjunktiv  gibt  es  im  Ir.  keine 
Spur,  wohl  aber,  wie  ich  glaube,  im  Brit.  (c.  car(h)wyf  I  51). 

Das  Nebeneinander  eines  -ä-Stammes  und  eines  -o-  oder  -jo- 
Stammes  kommt  auch  in  anderen  idg.  Sprachen  vor,  aber  so,  daß 
der  -ä-Stamm  dem  Ind.  des  Aorists  gehört:  asl.  zove-tü  'ruft',  Aor. 
3.  Sing.  züva\  asl.  pise-tü  'schreibt'  (-yo-Stamm),  Aor.  3.  Sing,  pisa; 
lit.  sukü  'ich  drehe'  (-o-Stamm),  Aor.  3.  Sing,  süko;  leidziu  'lasse' 
(-jo-Stamm),  Aor.  3.  Sing,  leido.  Neben  einem  präsentischen 
-ä-Stamm  steht  ein  aoristischer  -e-Stamm  in  lit.  mataü  'ich  sehe', 
3.  Sing,  mäto,    Aor.  3.  Sing.   mäte.     Die  italisch-keltischen  Kon- 


§609]  Erklärung  des  Präs.  Konj.  355 

junktivformen  sind  mit  den  slavisch-baltischen  indikativischen  Aorist- 
formen ganz  identisch;  derartige  mit  einem  Indikativ  identischen 
Konjunktivformen  nennt  man  in  der  idg.  Grammatik  gewöhnlich 
Injunktive. 

Anm.  Aus  der  Zugehörigkeit  des  keltischen  Konjunktivs  zum  idg. 
Aoristparadigma  erklärt  sich  auch  das  Fehlen  des  präsensbildenden  -n-  in 
ir.  -mera,  at-hela  (§  607  Anm.  1  S.  350,  vgl.  lat.  attigat  zu  attingö) 
und  der  Suppletivismus  bei  mc.  af,  Konj.  elwyf  (§  608  Anm.  2;  vgl.  lat. 
tulat  zu  ferö,  etymologisch  zum  n-Präsens  tollö). 

Auch  die  ir.  -s-Konjunktive  sind  in  der  3.  Sing,  (und  vielleicht 
in  der  2.  PL,  ausnahmsweise  auch  in  der  2.  Sing.)  mit  den  indika- 
tivischen -s-Aoristen  anderer  idg.  Sprachen  identisch,  sind  also 
Injunktive.  Sonst  erscheint  jedoch  im  ir.  Konjunktiv  nicht  (wie  in 
den  indikativischen  Aoristformen  des  Idg.)  ein  -s-Stamm,  sondern 
ein  -so- :  -se-Stamm,  der  mit  dem  konjunktivischen  -so- :  -Sß-Stamm 
des  Gr.  und  des  Indischen  (gr.  Ind.  egv-oo-a^ev  Vir  zogen'  [-a/.i- 
aus  -mm-],  Konj,  bei  Homer  igv-aoo-iuev,  skr.  Ind.  d-näi-s-ta  'Ihr 
führtet',  Konj.  in  den  Veden  ne-tia-tha)  identifiziert  werden  könnte. 
Wie  das  Gemisch  der  beiden  Bildungsweisen  in  der  irischen  Flexion 
aufgekommen  ist,  bleibt  unsicher. 

Die  einzelnen  Formen  der  irischen  Konjunktivformationen  lassen 
sich  etwa  in  der  folgenden  Weise  erklären.  -ä-Konjunktiv:  1.  Sing, 
-her  aus  *bheräm  vgl.  lat.  feram;  die  Simplexform  bera  verhält 
sich  dazu,  wie  im  Ind.  biru  sich  zu  -biur  verhält.  Die  endungs- 
lose Kompositalform  ist  analogisch  auch  auf  diejenigen  Fälle  über- 
tragen, wo  vor  der  idg.  Endung  *-«m  ein  -j-  stand  (no-foid  gl. 
mittere  *daß  ich  schicke'  Wb.  23  d  1);  lautgesetzlich  wäre  in  diesen 
Fällen  die  ir.  Endung  *-e.  2.  Sing,  -bere  etwa  aus  *hhera-jei 
oder  *bherä-ei  (vgl.  die  litauische  analogisch  gebildete  Form  sukal 
'du  drehtest'),  bere  aus  *bheräsi.  3.  Sing,  -bera  aus  *bherät  (§  156 
I  250),  berid  (beraid)  aus  *bherät  is.  Die  Pluralformen  zeigen 
die  aus  dem  Ind.  bekannten  Personalendungen  hinter  einem  Stamm 
auf  -«-.  —  -s- Konjunktiv:  1.  Sing,  -tias,  2.  Sing,  -teis  aus 
*  steigh-s-ö ,  *steigh-s-ei;  dazu  Simplexformen  wie  beim  Ind.  der 
-o-Stämme.  Die  imperativisch  fungierende  2.  Sing,  a-t-ra''  geht 
auf  *reg-s-s,  die  3.  Sing,  -tei,  -te  geht  auf  *sfeigh-s-t  zurück,  s. 
I  244 f.,  vgl.  skr.  (vedisch)  d-prä-s  *du  fülltest,  er  füllte*  (mit 
Schwund  eines  -s  in  der  2.  Sing.,  eines  -t  in  der  3.  Sing.),  asl.  da 
*du  gabst,  er  gab'  (mit  Schwund  der  auslautenden  Konsonanten; 
vgl.    2.  PI.  da-s-te  u.  s.  w.).     Die  Pluralformen   stimmen    mit   den 

-^3* 


356  Erklärung  des  Präs.  Konj.  [§609 

indikativischen  -o-Stämmen  (über  die  2.  PI.  vgl.  §  611  Anm.  1  c°). 
Die  brit.  Formen  bieten  der  Erklärung  erhebliche  Schwierig- 
keiten. Trotz  dem  mehr  oder  weniger  konsequent  durchgeführten 
aus  dem  -s-Konjunktiv  stammenden  -h-  gehen  die  Endungen  offen- 
bar auf  den  -ä-  und  -e-Konjunktiv  zurück.  1.  Sing  mc.  carwyf 
führe  ich  auf  * qaremi  zurück  (I  51),  aber  auch  in  corn.  gyllyf 
mbr.  guillif  steckt  wohl  die  Endung  -emi;  vermuthch  entwickelte 
das  -e-  sich  in  verschiedenen  Formen  des  Paradigmas  verschieden, 
worauf  eine  Lautgestalt  im  C,  eine  andere  im  Corn.  und  Br.  ver- 
allgemeinert wm'de.  2.  Sing.  com.  gylly  mbr.  guilly  wohl  aus 
-esi;  in  mc.  cerych  kann  das  -ch  schwerhch  ein  suffigiertes  Pro- 
nomen sein ;  wahrscheinlicher  ist  es,  daß  es  sich  um  eine  ursprünglich 
imperativische  Form  handelt,  die  in  das  konjunktivische  Paradigma 
aufgenommen  wurde,  vgl.  skr.  2.  Sing.  Ipv.  Med.  bhäva-sva;  cer-y-ch 
müßte  dann  auf  -i-swo  zurückgehen  (das  -i-  müßte  aus  den  -i-Stämmen 
übertragen  sein);  vgl.  Loth,  Rc.  XV  93 f.  Die  brit.  3.  Sing,  geht  auf 
die  Komi^ositalendung  zurück;  lautgesetzlich  müßte  die  Form  dann 
aber  endungslos  sein,  da  sowohl  -ät  wie  -et  im  Brit.  abfallen  mußte; 
die  endungslose  Form  ist  erhalten  in  mc.  el,  mbr.  y-el  (und  y-elo; 
corn.  ello)  'er  gehe'  §  608  Anm.  2;  in  der  Regel  hat  jedoch  die 
3.  Sing.  Konj.,  um  vom  Ind.  unterschieden  werden  zu  können,  aus 
dem  Plur.  den  Vokal  -o  überpommen,  der  als  das  charakteristische 
Merkmal  des  Konjunktivs  aufgefaßt  wurde.  Einen  gewissen  Einfluß 
mag  dabei  das  beim  Ipf.  (Ind.  und  Konj.)  stattfindende  Verhältnis 
zvrischen  der  3.  Sing,  und  den  Pluralpersonen  ausgeübt  haben  (es 
ist  bemerkenswert,  daß  die  mc.  Personalendungen  des  Plur.  des 
Konjunktivs  mit  dem  Ipf.  stimmen).  Im  Plural  ist  der  Vokal  -o- 
wohl  in  der  dritten  Person  entstanden.  Die  Endung  -änt  hätte 
nach  §  197,  1  zu  -ant  werden  müssen;  die  Länge  ist  aber  aus  den 
anderen  Personen,  und  zwar  in  der  Gestalt  -ö-,  wieder  eingeführt 
worden  und  nun  zu  -o-  gekürzt  worden  (die  langvokalische  Form 
ac.  cuinhaunt  gl.  deflebit  'werden  beweinen'  wird  ein  Ind.  sein, 
vgl.  S.  338  ^);  das  so  entstandene  -o-  ist  im  C.  im  ganzen  Plur. 
durchgeführt,  mag  auch  einst  im  Corn.  und  Br.  durchgeführt  ge- 
wesen sein;  im  Mbr.,  wo  das  -h-  in  den  drei  Pluralpersonen  das 
wesenthchste  Merkmal  des  Konjunktivs  geworden  war,  sind  die 
Endungen  unter  den  Einfluß  des  Präs.  Ind.  geraten;  so  auch  im 
Corn.,  wo  jedoch  der  Gang  der  Entwickelung  weniger  klar  ist.  Im 
Br.  hat  außerdem  die  Tendenz  geherrscht,  das  -i-  (>  -1-  >  -e-)  aus 
der  1.  und  2.  Sing,  in  den  Plural  einzuführen;  in  der  3.  Plui".  be- 


§609— 611J   Erklär,  d.  Präs.,  Ipf.  Konj.  Ir.  Futurparadigma.  357 

ruht  das  neben  -int  stehende  abr.  -ent  wohl  auf  einer  Kürzung 
nach  §  197,  1. 

§  610.  Das  Ipf.  Konj.  ist  eine  Neubildung,  die  vom  -«-Kon- 
junktiv ausgegangen  ist.  Der  -s-Konjunktiv  ist  durch  die  Annahme 
der  imperfektischen  Endungen  imperfektisch  geworden.  Das  im  Brit. 
erscheinende  -h-  ist  auch  im  Ir.  vorhanden  gewesen,  ist  aber  -svie 
sonst  überall  im  Ir.  geschwunden;  in  Formen  wie  -ber(a)inn  u. s.  w. 
ist  das  Timbre  des  Wurzelauslauts  vom  -«-Konjunktiv  beeinflußt. 
Zweifellos  besteht  ein  Zusammenhang  mit  dem  iat.  Ipf.  Konj.  (scri- 
berem  u.  s.  w.). 

Mit  dieser  Neubildung  mag  der  alte  Optativ  sich  gemischt 
haben  (mc.  carhut  aus  carut,  vgl.  §  605). 

XVII.     Aktivische  Flexion  des  Fut.  und  Konditionalis  ^ 

§  611.  Irisches  Futttrparadigma  (rannid  'teilt',  leicid  'läßt', 
canid  'singt',  berid  'trägt',  guidid  'bittet'). 

(Siehe  Tabelle  auf  folgender  Seite.) 
Anm.  1.  Stammbildung.  a)  Das  -6-Futurum  zeigt  teils  die  Flexion 
der  -o- : -e-Stäiume  (1.  Sing.  Fut.  comp.),  teils  die  aus  dem  -ä-Konjunktiv 
bekannten  Endungen  (1.,  2.  Sing.  Fut.  simpL.  2.,  3.  Sing.  Fut.  compos.).  — 
Das  Timbre  des  futurischen  -f-  oder  -b-  hängt  zum  Teil  von  dem  unmittel- 
bar vorausgehenden  Wurzelauslaut  des  Verbums  ab  (rannfa  zum  -ä-Präsens 
rannid  mit  unmouilliertem  -nn-,  leicfea  zum  -»-Präsens  leicid  mit 
mouilliertem  -c-);  oft  finden  sich  jedoch  auch  neben  -ä-Präsentien  Futur- 
formen mit  mouilliertem  -f-,  -b-  (atrefea  'wird  wohnen'  zum  Präsens 
atreba  'wohnt').  Steht  zwischen  dem  Wurzelauslaut  und  dem  -f-,  -b-  ein 
Vokal,  so  schwankt  das  Timbre,  jedoch  so,  daß  Mouillierung  häufiger  als 
Nicht-Mouillierung  ist  (Beispiele  wie  pridchibid  'wird  predigen'  zum  -ä- 
Präsens  pridchid  'predigt'  neben  hi-pridchabat  'werden  sie  predigen?' 
Wb.  13a  13,  ni  cumgubat  'sie  werden  nicht  können'  Ml.  54a  19  neben 
ni  cumcaibed  'er  würde  nicht  können'  42c  32  richten  sich  nach  den 
Timbre-Kegeln  der  -o- : -e-Stämme,  §  598  Anm.  1  S.  332;  analogisch  zu  er- 
klären sind  Formen  wie  ni  foircnibea  'wird  nicht  enden'  Ml.  69b  9, 
duroscibet  'sie  werden  sich  auszeichnen'  84b  1,  s.  Verbalverz.  forcenn-, 
scuich-;  immer  unmouilliert  ist  selbstverständlich  das  -b  der  1.  Sing. 
Fut.  compos.;  nio-ainib  sa  'ich  werde  nicht  aufhören'  Ml.  53b  8  u.  s.  w. 
ist   nur   orthographisch    ungenau:    -i-  statt  -iu-).    —    Mit  Bezug   auf  den 


1.  Vgl.  Thurneysen,  IF  Anz.  IX  47  Z.  3 f.;  Vendryös,  Sur  Ihypothese 
d'un  futur  en  -hh-  italo-celtique,  Mölanges  Havet  (1909)  S.  557  ff.;  E.  Kieckers, 
Zum  altirischen  f-  und  b-Futur,  IF  XXVII  325—332;  Zimmer,  KZ  XXX 
112 ff.,  209 ff. ;  Thurneysen,  Zu  den  irischen  Verbalformeu  sigmatisoher 
Bildung,  KZ  XXXI  62—102;  Strachan,  Trans.  Phil.  Soc.  1899—1902,  S.  291  ff. 


358 


Irisches  Futurparadigma. 


[§611 


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05 


§611Anm.  1]  Irisches  Futurparadigma.  359 

Stiramton  des  Futurzeichens  gelten  die  Kegeln:  1)  Im  Silbenauslaut  er- 
scheint-b-,  -b  (1.  Sing.  Fat.  compos.  -löiciub;  vgl.  folnibthe  'Ihr  werdet 
herrschen'  und  andere  Formen  des  Deponens  und  des  Passivs);  2)  zwischen 
Vokalen  ist  -b-  häufiger  als  -f-;  lautgesetzlich  wäre  immer  nach  einem  be- 
tonten oder  unbetonten  Vokal -b-  zu  erwarten;  Formen  wie  ad-id -roillifet 
'welche  es  verdienen  werden'  Ml.  61a  20  und  ceine  no-soife-si  u  gl.  donec 
auertis  sind  analogisch,  aber  nicht  selten;  3)  nach  Konsonanten  steht  fast 
immer  -f-;  nur  nach  -s-  kommen  Ausnahmen  häufiger  vor  (artüaisbet 
'werden  schweigen'  Ml.  126b  12  u.  s.  w.),  sonst  sind  sie  ganz  vereinzelt  (da- 
ucbaid  'Ihr  werdet  es  verstehen'  Wh.  21c  12,  nacha-soirbed  'daß  er 
sie  nicht  retten  würde'  Ml.  53  d  6);  mit  dem  -f-  verschmilzt  ein  wurzel- 
auslautendes -b-  (atrefea  'wird  wohnen'  mit  den  orthographischen  Vari- 
anten atrebfea  und  atrebea);  mit  einem  -b-  ist  das  Futurzeichen  ver- 
schmolzen in  co-tn-erba  'er  wird  sich  anvertrauen'  Ml.  112a  3, 

b)  Das  -«-Futurum  hat  die  Endungen  des  -«-Konjunktivs.  Der  Wurzel- 
auslaut ist  daher  immer  unmouilliert;  deshalb  Schreibungen  wie  no-n- 
da-bertais  'daß  sie  sie  führen  würden'    Ml.  124b  6. 

Das  -ä-Futurum  ist  in  der  Kegel  redupliziert;  dabei  sind  zwei 
Typen  zu  unterscheiden:  ein  Typus  mit  nicht-schwundstufiger  Gestalt  der 
Wurzel  und  ein  Typus  mit  schwundstufiger  Wurzel.  Nicht-schwundstufig 
war  die  Wurzel  z.  B.  in  -cechna  'wird  singen',  nio-chechrat  'sie  werden 
nicht  lieben'  (carid  'er  liebt');  denn  nur  wenn  man  annimmt,  daß  zwischen 
-ch-  und  -n-  oder  -r-  ein  Vokal  gestanden  hat,  ist  die  Erhaltung  des  -ch- 
lautgesetzlich ;  ferner  in  f -  a  -  d  i  d  m  e  d  'er  würde  es  ertragen'  (f  o  -  d  a  i  m  i  m  'ich 
ertrage'),  wo  die  Mouillierung  der  sekundären  Konsonantengruppe  auf  den 
Schwund  eines  vorderen  Vokals  deutet  (um  die  Hebung  des  Vokals  der 
Keduplikationssilbe  lautgesetzlich  zu  erklären  müßte  man  eigentlich  ein 
idg.  -e-  kelt.  -i-  ansetzen;  indessen  kann  die  Hebung  auch  vor  einem  -e- 
analogisch  eingetreten  sein,  s.  S.  361  oben);  vgl.  noch  das  Deponens 
gainithir  'wird  geboren',  Fut.  gignithir,  s.  Verbalverz. 

Schwundstufige  Wurzelsilbe  findet  sich  im  Fut.  wie  im  Präs.  bei 
gn-i-u,  do-gn-i-u  'ich  tue',  Fut.  1.  Sing,  do-gen,  3.  Sing,  do-gena 
{*gegnät  oder  *gignät);  ferner  bei  itar-gninim  gl.  sapio,  Fut.  3.  PI.  etir- 
genat  (mit  -e-  zu  lesen).  Schwundstufige  Wurzelsilbe  im  Fut.  neben  einem 
anders  gestalteten  Präsens  liegt  vor  bei  celid  'verhehlt',  Fut.  1.  Sing, 
-cel  {*fcefcläm  oder  *!ci/cläm);  gairid  'ruft',  ar-gair  'verbietet',  fris-gair 
'antwortet',  Fut.  3.  PI.  ar-gerat,  3.  Sing,  fris-cera  (mit  -e-  zu  lesen, 
Stamm  *gegrä-  oder  *gigrä-)  und  in  mehreren  anderen  Fällen,  die  als  laut- 
gesetzlich gelten  können  (lautgesetzlich  ist  vielleicht  auch  das  als  Para- 
digma verwendete  böra,  s.  I  117).  Der  so  entstandene  Futur-Typus  mit 
langem  -e-  hat  sich  aber  analogisch  verbreitet:  gatid  'nimmt  weg',  Fut. 
1.  Sing,  -get,  gaibid  'nimmt',  Fut.  3.  Sing,  gebaid  (-t'-).  Bei  den  vo- 
kalisch anlautenden  Verben  wird  die  Reduplikation  in  verschiedener  Weise 
durchgeführt;  di-em-  'schützen'  folgt  dem  -e-Typus  (Fut.  3.  Sing,  du-ema 
Ml.  67c  5;  mit  -e- zu  lesen);  ib-  'trinken'  hat  neben  dem  Konjunktivstamm 
eba-  einen  Futurstamm  iba-,    Fut.  1.  Sing,  nach  hib,    worin   -7-  aus  -iV- 


360  Irisches  Futurparadigma.  [§  611  Anm.  1 

kontrahiert  sein  mag;  neben  dem  Konjunktivstamm  era-  'gewähren'  (Prät. 
3.  Sing,  ro-ir)  steht  Fut.  3.  Sing,  mit  suffigiertem  Objekt  ebarthi;  nach 
Th.  Handb.  S.  425  handelt  es  sich  um  eine  mit  idg.  p-  anlautende  Wurzel, 
die  eine  reduplizierte  Form  *pebrä-  oder  *pibrä-  (mit  der  Alternation  p :  b 
I  187)  gebildet  hat;  die  so  entstandene  Futurbildung  ist  bei  alid  'nährt', 
mir.  Fut.  3.  Sing,  no-dn-eblae  (statt  -ebla)  'der  ihn  erziehen  wird' 
analogisch  nachgeahmt  worden. 

Ein  -«-Futurum  ohne  Keduplikation  kommt  in  einem  suppletivistischen 
Paradigma  vor:  zu  tiagu  'ich  gehe',  do-tiagu  'ich  komme'  gehört  das 
Fut.  3.  Sing,  regaid,  do-rega,  1.  Sing,  do-reg.  Sarauw,  Irske  studier 
S.  96 f.  sieht  darin  ein  altes  Präs.  Ind.  (=  gr.  fp/o^uat),  das  futurische  Be- 
deutung bekommen  hat  und  deshalb  sekundär  die  Endungen  des  -»-Fu- 
turums angenommen  hat. 

c)  Das  -s-Futurum  wird  ursprünglich  dieselbe  Flexion  wie  der  -«-Kon- 
junktiv gehabt  haben;  die  2.  PI.  des  Fut.  simpl.  gigeste  beruht  wohl 
nicht  auf  einem  -o- : -e-Stamm,  sondern  auf  einem  -s-Stamm:  * g^^heguedhs-te 
wes;  entsprechend  kann  auch  für  den  Kon j.  anzusetzen  sein;  dagegen  wird 
wohl  der  ganze  Konditionalis  ein  -o- : -e-Stamm  sein,  die  2.  Sing,  -gigesta 
und  die  2.  PL  *-gigeste  (falls  sie  richtig  angesetzt  ist)  werden  also  Ana- 
logiebildungen sein;  auch  in  der  3.  PL  des  Kondit.  kommen  neben  Formen 
auf  -sitis  wie  -mebsaitis  'würden  brechen'  TBL  51b  22  analogische 
Formen  auf  -stis  vor:  no-didlastäis,  s.  unten.  Die  1.  Sing,  des  Fut. 
simpl.  hat  jedoch  früh  die  Endung  -a  angenommen:  gigsa  'ich  werde 
bitten'  LL  278a  34  (kann  nach  I  341  orthographisch  für  *gigsea  sein; 
die  Gruppe  -gs-  war  wegen  des  nach  dem  -g-  geschwundenen  vorderen 
Vokals  mouilliert;  die  Mouillierung  wird  durch  gigse-sa  gl.  supplicabo 
Ml.  47  d  4,  worin  -a-  nach  den  Eegeln  des  Inlauts  in  -e-  gewandelt  ist, 
direkt  bezeugt).  Auch  in  der  Art  und  Weise,  in  der  das  -s-  sich  mit  dem 
wurzelauslautenden  Konsonanten  (Dental  oder  Hinterlingual)  verbindet, 
stimmt  das  s-Futurum  mit  dem  s-Konjunktiv.  Auch  wohl  in  der  ursprüng- 
lichen Vokalisation  der  Wurzelsilbe;  jedoch  treten  im  Fut.  nach  der  Ke- 
duplikationssilbe  die  gewöhnlichen  Vokalreduktionen  der  unbetonten  Silben 
ein.  In  der  3.  Sing,  des  Fut.  compos.  ist  wie  in  der  entsprechenden  enkli- 
tischen Konjunktivform  der  Wurzelvokal  teils  als  Auslaut  erhalten,  teils 
geschwunden:  ni  mema  'wird  nicht  brechen'  (maidid  'bricht'),  co-tn- 
irathse  'wird  ihn  begleiten'  (com-  imb-  +  tiag-),  aber  do-da-cich  von 
do-cing  'schreitet',  ni  indail  'He  will  not  part'  Ml.  96a  8  (zu  dlongid 
'spaltet';  wohl  aus  ind-  *ndhi-  und  *dedlughst  oder  *didlughst  mit  Reduk- 
tion von  -d-d-d-  zu  -d-  und  mit  analogischer  Mouillierung  des  -l)  ;  du-fi 
gl.  uindicabit  ML  67 c  5  {*weimqst  qAqx  *wnciqst\  Präs.  do-f eich,  do-fich). 

Das  S-Futurum  ist  in  der  Regel  redupliziert.  Die  Reduplikations- 
silbe hat  teils  den  Vokal  -e-  (ni  mema  'wird  nicht  brechen'  zu 
maidid  'bricht'),  teils  den  Vokal  -2-,  der  in  einigen  Fällen  auf  der 
Wirkung  eines  -i-  oder  -u-  der  Wurzelsilbe  beruht  (o-riris-siu  gl.  ligabis 
Ml.  134d  3  zu  con-rig  'bindet';  Fut.  1.  Sing,  no-t-ninus  YBL  52b  24 
zu  nigid  'wascht';  Kondit.  3.  PL  no-didlastäis  LU  95a  33  zu  dlongid 


§611Anm.  IJ  Irisches  Futurparadigma.  361 

spaltet',  vgl.  I  43),  in  anderen  Fällen  analogisch  vor  einem  -e-,  -o-  der 
Wurzelsilbe  eingetreten  ist  (no-gigiuß  'worum  ich  bitten  werde'  zum 
Konj.  1.  Sing,  -ges,  Präs.  guidimm;  fo-lilus-sa  'ich  werde  ertragen" 
zu  fo-loing  'erträgt').  Die  ererbten  Gruppen  -dl-,  -chl-,  die  nach  dem 
Vokal  der  Keduplikationssilbe  lautgesetzlich  mit  Ersatzdehnung  schwinden 
müßten,  bleiben  analogisch  erhalten:  nodidlastäis,  s.  oben,  ad-cichlus 
gl.  uenabor  Thes.  II  48,  6  zu  an  adcladat  gl.  aucupantes  Ml.  112b  2. 
Beispiele  für  die  bei  anlautendem  s-  und  /-  eintretende  Entwicklung  sind: 
mir.  no-t-selas  'ich  werde  dich  töten'  zu  slaidid  'schlägt';  mir.  do-ssib 
'wird  verfolgen'  zu  an  du-m-sennat  'indem  sie  mich  verfolgen'  Ml.  39c  28 
(die  Wurzel  hat  idg.  *stv-);  mir.  ro-sia  'wird  erreichen'  {* sesägst  oder 
* sisägsi),  PI.  1.  2.  ro-sesiura,  ro-sesaid  (mit  -e-  aus  der  Hiatusgruppe 
nach  I  262,  311;  die  air.  Orthographie  wäre  -sesem,  -sesaid;  die  wirk- 
lichen air.  Formen  werden  aber  eher  ein  unmouilliertes  s  vor  der  Endung 
der  1.  PL,  ein  mouilliertes  s  vor  der  Endung  der  2.  PI.  gehabt  haben;  die 
Verteilung  des  Timbre  wird  erst  im  Mir.  in  Unordnung  geraten  sein);  air. 
läse  do-n-da-fius  'when  I  shall  vanquish  thera'  Ml.  126c  19  (to  -f-  fich-), 
fessa  'ich  werde  kämpfen'  Lü  133a  7  (mit  -e-  aus  der  Hiatusgruppe,  wo- 
durch der  Futurstamm  zufällig  mit  dem  nicht  reduplizierten  Konjunktiv- 
staram zusammenfällt).  Eeduplikation  bei  vokalischem  Anlaut:  friss-iurr 
gl.  auersabor,  fri-tamm-iurat  'werden  mir  schaden'  Ml.  37c  12,  33a  1 
zu  fris-oirc  'schädigt'  (die  Erhaltung  der  Hiatusgruppe  vor  einer  weiteren 
Silbe  ist  bei  der  Wurzel  org-  durch  zahlreiche  mir.  Beispiele  belegt;  da- 
neben ist  die  lautgesetzliche  Foi'm  in  a  fr is-n -errat  'when  they  will  in- 
jure'  MI.  100c  9  erhalten).  Über  ithim  'ich  esse',  Konjunktivstamm  ess-, 
Futurstamm  is-  (in  der  Vokalisation  mit  ib-  'trinken'  Konj.  eba-,  Fut.  ib- 
parallel)  s.  Verbalverz.  —  Vernichtung  der  Keduplikationssilbe  mit  Ersatz- 
diphthongbildung nach  §  224  I  324:  fo-chichur-sa  'ich  werde  werfen' 
LU  70a  4  (zu  fo-cheirt  'wirft'),  aber  ni  föichur-sa  LL  251b  20.  Die 
Bedingungen  für  die  Entwickelung  des  Ersatzdiphthonges  fehlten  in  Fällen 
wie  do-da-ess-arr  som  'was  sie  retten  wird'  Wb.  5c  12  (to-ess-  -|- 
org-),  con-desat  gl.  exquirent  Ml.  46c  13  (com-di-  -|-  saig-),  do- 
coised  'würde  gehen  können'  (di-com-  -\-  einer  mit  idg.  w-  anlautenden 
Verbalwurzel,  s.  Verbalverz.  tiag-).  Es  lag  nämlich  in  diesen  Fällen  keine 
Aufeinanderfolge  von  zwei  mit  gleichen  Konsonanten  anlautenden  Silben 
vor  (das  intervokalische  -s-  und  -w-  war  früh  geschwunden) ;  aber  auch  wo 
diese  Aufeinanderfolge  vorlag,  konnte  trotzdem  keine  Diphthongbildung 
stattfinden,  wenn  nicht  ein  -o-  vorausging,  also  z.  B.  nicht  nach  den  Prä- 
verbien  di-,  ess-;  auch  bei  den  Präverbien  od-  und  for-  findet  sich  tat- 
sächlich niemals  Diphthongierung,  sei  es,  daß  das  Lautgesetz  hier  wegen 
der  konsonantischen  Verhältnisse  nicht  gewirkt  hat,  sei  es,  daß  die  Normal- 
form der  Präverbia  analogisch  restituiert  worden  ist;  also  arutais-siii 
gl.  reficies  Ml.  56a  11  zu  arutaing  'erquickt,  stellt  her';  vielleicht  steckt 
od-  auch  in  do-fo-nus  gl.  lauabo  Ml.  47a  19  (nigid  'wascht'),  vgl. 
§  585,  9  S.  294.  Nach  der  Analogie  aller  dieser  Fälle  unterbleibt  die 
Ersatzdiphthongbildung   wohl   auch   gelegentlich    in  Fällen,    wo   sie    regel- 


362  Irisches  Futurparadigma.  [§611 

mäßig  zu  erwarten  wäre:  läse  ar-ii-dam-l'uirset  'when  they  shall  detain 
me'  Ml.  114c  11  (ar-fo-  +  rig-),  vgl.  jedoch  Fut.  2.  Sing,  ar-a-foiris 
37c  18.  —  s-Futura  ohne  Eeduplikation  kommen  bei  einer  kleinen  Anzahl 
von  Verben  vor:  ni-sn-ain  'wird  sie  nicht  schützen'  (aingid  'schützt'), 
an  atamm-re(8>-sa  gl.  exsurgente  me  (ess-  +  reg-),  in-re  gl.  inuadet 
(ind-  -|-  reth-),  seiss  'wird  sitzen'  (saidid  'sitzt');  vgl.  noch  Verbalverz. 
laigid  'liegt',  techid  'flieht'.  Es  handelt  sich  aller  Wahrscheinlichkeit 
nach  um  blosse  Analogiebildungen;  ang-,  ess-reg-,  ind-reth-,  sad- 
sind  Fälle,  in  denen  bei  lautgesetzlicher  Vernichtung  der  Keduplikations- 
silbe  in  der  Enklise  keine  Ersatzdiphthongbildung  stattfinden  konnte:  laigid 
kann  sich  nach  saidid  gerichtet  haben. 

Anm.  2.  Die  Hiatusverba  bilden  zum  Teil  ein  -«-Futurum;  das  futu- 
rische -s-  ist  jedoch  intervokalisch  geschwunden:  as-ririu-sa  gl.  impen- 
dam  Wb.  18a  14  (zu  as-ren  'bezahlt');  dazu  3.  Sing,  as-riri  mit  unregel- 
mäßiger Erhaltung  des  auslautenden  -i  (vielleicht  von  dem  unkomponierten 
*riri  beeinflußt);  die  2.  Sing.  mir.  lile  'du  wirst  folgen'  (lenaid  'folgt') 
hat  ä-Flexion.  Im  Plur.  des  Fut.  und  im  Konditionalis  mußte  -s-  und  -ä- 
Flexion  zusammenfallen;  belegte  Formen  sind:  lilit  'sie  werden  folgen'; 
giulait  gl.  haerebunt  (mit  lautgesetzlicher  Entwickelung  der  Gruppe  -gl-) 
zu  glenaid  'bleibt  stecken';  no-giulad  'würde  stecken  bleiben";  ara- 
chiurat  'sie  werden  schwinden'  zu  arachrinim  gl.  defetiscor.  Die 
Formen  imm-us-aiccichet  'sie  werden  sich  gegenseitig  sehen",  in- 
acciged  'wo  er  sehen  würde'  (zu  ad-cii  'sieht')  lassen  sich  lautgesetzlich 
nur  als  -ä-Konjunktive  deuten,  da  die  Wurzel  dieses  Verbums  auf  ein  -s- 
ausgeht,  das  in  Verbindung  mit  dem  futurischen  -s-  erhalten  bleiben  müßte; 
du-e-ci[ci]gi  'welcher  sehen  wird'  (di-  en-  +  ci-)  ist  jedoch  nach  dem 
Muster  der  -s-Formen  wie  asriri  gebildet  (ursprünglich  war  dies  Futurum 
deponential,  vgl.  Verbalverz.).  do-gega  'ich  werde  wählen',  3.  PI.  do- 
gegat  (to-  +  gu-,  zu  lat.  gus-tus  u.  s.  w.)  sind  -«-Formen.  —  Ein  un- 
redupliziertes  -«-Futurum  bildet  das  Verbum  'sein':  bieid,  -bia  'wird  sein'. 
Das  ist  vermutlich  (ebenso  wie  regaid  Anm.  1  b°  S.  360)  ein  umgebildetes 
Präs.  Ind.,  vgl.  KZ  XXXVII  242  f.  Dieselbe  Futurbildung  findet  sieh  auch 
in  denjenigen  Zusammensetzungen  des  Verbums  'sein',  die  im  Präsens  den 
Stamm  ben-  verwenden:  fris-bia  'wird  heilen'  zu  fris-ben  'heilt',  Inf. 
frebaid.  Auch  das  Fut.  von  ben-  'schlagen'  ist  unredupliziert,  scheint 
aber  der  -s-Flexion  zu  folgen:  du-fo-bi  gl.  abscidet  Ml.  96a  7,  Inf.  tobe 
'Abschneiden'.  Hier  wird  das  Fehlen  der  Reduplikation  auf  analogischen 
Einflüssen  beruhen:  teils  auf  dem  Einfluß  derjenigen  Komposita,  in  denen 
die  Eeduplikation  lautgesetzlich  spurlos  schwinden  konnte  (vgl.  Verbalverz.), 
teils  auf  dem  Einfluß  der  Zusammensetzungen  des  Verbums  'sein',  teils 
schließlich,  wie  Thurneysen,  Handb.  S.  378,  annimmt,  auf  dem  Einfluß  einer 
Wurzel  *wi-,  deren  reduplizierter  Futurstamm  nach  irischen  Lautgesetzen 
ein  scheinbar  reduplikationsloses  Aussehen  annehmen  mußte  (s.  Verbalverz. 
fen-). 

Anm.  3.  Eine  altertümliche  Endung  hat  in-eresom-ni  'worin  wir 
auferstehen  werden'  Thes.  I  713,  26. 


§  611.  612, 1]  Ir,  Futurparadigma.  Erkl.  d.  Futurparadigraas.         363 

Anm.  4.  Verschmolzene  Formen.  3.  Sing.  rel.  rannfas,  l/icfes, 
cechnas,  bcras,  giges;  liles  'was  folgen  wird'  Wb.  10a  5  (lenaid 
'folgt');  1.  PL  rel.  rannfimrae  ii.  s.  w.;  3.  PI.  rel.  rannfite,  leicfite, 
cechnite,  berte,  gigsite;  bebte  'welche  sterben  werden'  (zu  no-m- 
baad  gl.  mori,  Ipf.  Konj.  3.  Sing.).  Formen  mit  suffigiertem  Objekt: 
ebarth-i  'wird  es  geben'  Ml.  46b  12;  bi-th-us  'er  wird  sie  feos)  schlagen' 
LU  127a  32;  gebtit  'sie  werden  ihn  nehmen'  §  487  S.  149.  Nach  den 
Objektsformen  der  3.  und  1.  PI.  auf  -tit  und  -mit  ist  eine  1.  Sing,  auf 
-at  gebildet  worden:  raga-t  sa  'ich  werde  es  (=  dahin)  gehen'  LU 
19b  34.  Die  Bedeutung  des  Pronomens  ist  jedoch  schon  im  Mir.  oft  ver- 
blasst:  clöenfat  sa  'ich  werde  beugen',  failsigfet  sa  'ich  werde  zeigen', 
biat  sa  'ich  werde  sein'  (vgl.  Strachan,  ZfcPh.  II  488).  Im  Nir.  ist  -ad 
zur  gewöhnlichen  Endung  der  1.  Sing,  geworden. 

Anm.  5.  Aus  der  neuirischen  Entwicklung.  Das  -/-  des  Futurums  ist 
im  Nir.  zum  Teil  in  der  Aussprache  zu  h  geworden,  das  weiterhin  unter 
Hinterlassung  verschiedener  Nachwirkungen  schwinden  kann  (Arran  t'uka 
I  409;  go  Mrad  Se  go  n-gearrfadh  se  Asp.  i  Irsk.  S.  81).  Dabei 
kommen  verschiedene  Sonderbarkeiten  vor:  im  Arrandialekt  wird  -f-  nur 
im  Aktiv  zu  -h-  während  es  im  Passiv  bleibt;  in  dem  von  Quiggin  be- 
schriebenen Dialekt  wird  -/-  im  Aktiv  und  im  Fut.  Pass.  zu  -ä-,  bleibt 
aber  im  Kond.  Pass.  als  -/"-  (Quiggin  §  180  S.  69,  §  311  S.  110). 

Die  auffälligste  Neuerung  des  Nir.  ist  die  Umbildung  des  Futurtypus 
mit  innerem  -e-  (-bera  u.  s.  w.)  zu  einem  Typus  mit  -eo-  (vgl.  die  mir. 
1.  Sing,  do-m-beuir,  Tomas  0  Mäille,  The  Language  of  the  Annais  of 
Ulster,  Manchester  1910,  S.  164;  nach  ara-chiurat  u.  s.  w.,  oder  nach 
dem  Prät.  3.  Sing,  -geuin  neben  dem  Fut.  -gena  'wird  erkennen'?)  und 
die  ungeheure  Verbreitung  dieses  Typus,  s.  I  298  f.  Die  übrigen  Typen 
des  reduplizierten  Futurums  sind  im  Nir.  verloren  gegangen. 

Im  Nsch.  ist  das  Futurum  verloren  und  durch  das  Präsens  ersetzt 
worden,  s.  §  588  Anm.  S.  305. 

Etymologische  Erklärung  des  Futurparadigmas. 

§  612.  1)  Daß  das  Fut.  und  der  Konditionalis  keine  irische 
Neuerung,  sondern  ein  gemeininselkeltisches  Erbe  ist,  läßt  sich  durch 
syntaktische  Erwägungen  wahrscheinlich  machen.  Dem  ir.  Fut.  und 
Konditionalis  entspricht  im  C.  und  Com.  der  Verwendung  nach 
das  Präs.  und  Ipf.  Ind.  (S.  305,  306),  im  Brit.  dagegen  das  Präs. 
und  Ipf.  Konj.  (S.  321,  S.  331).  Schon  dies  Auseinandergehen  der 
brit.  Dialekte  erklärt  sich  am  besten,  wenn  man  annimmt,  daß  es 
sich  um  Abweichungen  in  verschiedener  Richtung  von  dem  noch 
im  Irischen  erhaltenen  Urzustand  handelt.  Besonders  instiniktiv 
sind  die  Hauptsätze  zu  irrealen  Bedingungssätzen;  der  Gegensatz 
zwischen  ir.  ni-m-ar-iccfed,  mani  tindnised  (S.  320)  und  böi 
sön  in  potestate  mea,  ma  d-a-gnenn  (S.  307)  ist  vorkeltisch,  denn 


364  Erklärung  des  Futurparadigmas.  [§612,1.2 

er  entspricht  dem  Gegensatz  zwischen  lat.  si  sei  rem,  dicerem  und 
quem  patris  loco,  si  ulla  in  te  pietas  esset,  colere  debebas; 
das  irische  Präteritum  der  letzteren  Konstruktion  (böi  u.  s.  w.)  ist 
die  Fortsetzung  eines  alten  Ipf.  Ind.;  in  dem  anderen  Satztypus 
(ni-ra-ar-iccfed)  muß  also  seit  vorkeltischer  Zeit  eine  Form  ge- 
standen haben,  die  sowohl  von  dem  Ipf.  Ind.  des  C.  und  Com.  als 
auch  von  dem  Konj.  des  Br.  verschieden  war,  d.  h.  es  muß  seit 
jeher  hier  der  Konditionalis  gestanden  haben.  Gewisse  morpholo- 
gische Reste  des  Futursystems  haben  sich  denn  auch  noch  im  Brit. 
erhalten. 

2)  Das  irische  -^-Futurum  ist,  wie  die  1.  Sing,  des  Fut. 
compos.  und  die  Mouillierungsregeln  für  das  intervokalische  -b- 
(§  611  Anm  1  S.  357)  zeigen,  ursprünghch  wenigstens  vorwiegend  ein 
-o-:-e-Stamm  gewesen;  man  kann  also  Grundformen  auf  (1.  Sing.) 
-ä-bhö,  -l-bhö,  (3.  Sing.)  -ä-bhet,  -l-bhet  u.  s.  w.  konstruieren  und 
direkt  lat.  amä-bö  u.  s.  w.  vergleichen.  Dieser  -o-:-e-Stamm  ist 
dann  aber  später  zum  Teil  nach  dem  Muster  der  ä-Futura  und 
«-Konjunktive  umgebildet  worden.  —  Das  italisch-keltische  -J-Fu- 
tunim  wird,  wie  längst  vermutet  worden  ist,  auf  Zusammensetzung 
mit  einem  zur  idg.  Wurzel  *bheu-  'werden'  gehörigen  Präsens  be- 
ruhen (vgl.  Brugmann,  Grundriß  II  1266).  Britannische  Formen, 
die  auf  die  Entstehung  dieser  Bildung  Licht  werfen,  sind  in  §  648 
angeführt;  Reste  des  wirklichen  -6-Futurums  sind  im  Brit.  nicht 
belegt. 

Anm.  In  welchem  Umfang  der  Übergang  des  -5-  in  -/'-  lautgesetzlich 
ist,  und  in  welchem  Umfang  Analogiebildungen  anzunehmen  sind,  ist  nicht 
ganz  klar.  Jedenfalls  war  -/-  nach  Konsonanten,  vielleicht  aber  nicht  aus- 
schließlich nach  stimmlosen  Konsonanten  entstanden.  Vgl.  §71  Anm.,  §  332, 
I  503.  Sicher  nicht  lautgesetzlich,  aber  als  Analogiebildung  leicht  ver- 
ständlich ist  das  -f-  nach  einem  erhaltenen  Vokal  und  das  -/-  nach  -6-  (atrefea 
'wird  wohnen').  Jedenfalls  können  die  kleinen  Schwierigkeiten,  die  in 
diesem  Punkte  vorliegen,  keineswegs  die  obige  Erklärung  zum  Scheitern 
bringen.  Keine  andere  denkbare  Deutung  würde  mit  den  Lautgesetzen 
besser  stimmen  (idg.  -stc-  ist  mit  idg.  -bh-  im  ir.  Inlaut  und  Auslaut  unter- 
schiedslos zusammengefallen;  die  Annahme,  das  -/'-  des  ir.  Fut.  wäre  ähnlich 
wie  das  -f-  des  nbr.  Konjunktivs  und  Fut.  [§  608  Anm.  1]  aus  einem 
wurzelauslautenden  -8-  in  Verbindung  mit  einem  -h-  <^  idg.  -s-  entstanden, 
ist  lautgesetzlich  unmöglich,  da  ein  solches  -h-  nach  der  Akzentsilbe  im 
Irischen  keinen  Einfluß  auf  den  vorhergehenden  Konsonanten  ausübt;  Be- 
lege sind  die  ir.  Superlative  (und  Konjunktive);  Ausnahmen  kommen  nur 
bei  Zusammensetzungen  und  Verschmelzungen  von  einst  selbständigen 
Wörtern  vor,  s.  §  277). 


§612,3—614]  Erkl.  d.  Futurparadigmas.  Ir.  Präteritum.  365 

3)  Das  -ä-Futurum  und  das  -.s-Futurum  weichen  nui"  durch 
die  Reduplikation  von  dem  -'7-Konjunktiv  und  dem  -s-Konjunktiv 
ab.  Eine  Entsprechung  des  -«-Futurums  ist  im  archaischen  Mc.  be- 
legt: cygein  Svird  singen'  Skene  II  148,  vielleicht  auch  gorchegiu 
'wird  singen'  Aneirin  26,  19,  s.  Rhys,  Rc.  VI  37  f.  Die  Epenthese 
in  c.  cygein  deutet  vielleicht  darauf,  daß  wie  beim  Konjunktiv 
(§  609)  so  auch  beim  Futurum  neben  den  -ä-Formen  auch  -h- 
Formen  gestanden  haben  i^qiqanU,  oder  mit  Rücksicht  auf 
gorchegin  vielleicht  *qeqanet). 

Da  für  beide  reduplizierten  Futurtypen  wo  möglich  eine  ein- 
heitliche Erklärung  zu  finden  ist,  so  kommt  der  von  Zimmer  KZ 
XXX  125  ff.  vorgeschlagene  Vergleich  des -s-Futurums  mit  dem  alt- 
indischen Desiderativ  {buhhürsati  'will  halten'  zu  bhdrati  'trägt', 
smrüsate  'will  hören'  zur  Wurzel  sru-,  Präs,  srnöti  'hört')  kaum  in 
Betracht.  Wahrscheinlicher  ist  es,  das  wir  es  mit  einer  Konjunktiv- 
bildung des  Perfekts  zu  tun  haben;  das  -s-Futurum  ist  dann  mit 
dem  lat.  Futurum  exactum  (tutuderö,  pepulerö)  verwandt,  und 
es  wäre  vielleicht  zu  erwägen,  ob  nicht  das  lat.  -ä- :  -e-Futm"um 
trotz  der  fehlenden  (geschwundenen?)  Reduphkation  und  dem  (se- 
kundären?) Anschluß  an  den  Präsensstamm  mit  dem  keltischen 
-ä- :  -e-Futui'um  zusammenhängt.  Die  Vokalgebuug  der  Wui'zelsilbe 
der  irischen  Futura  läßt  sich  schwerlich  als  ein  Argument  gegen  die 
Herleitung  aus  dem  Perfektstamm  verwerten. 

§  613.  Der  Konditionalis  kann  teils  nach  dem  Muster  des 
Ipf.  Ind.  und  des  Ipf.  Konj.  neugebildet  worden  sein,  teils  seit  jeher 
neben  dem  -Z>-Futurum  vorhanden  gewesen  sein.  Der  Kouditionahs 
des  -^-Futurums  wäre  eine  Zusammensetzung  mit  einem  Imperfektum 
der  idg.  Wurzel  *bheu-.  Bedenkt  man,  daß  diese  Wurzel  neben 
der  futurischen  Bedeutung  (ir.  bieid  'wird  sein'  mc.  byd  corn. 
byth)  auch  die  Bedeutung  eines  Konsuetudinalis  hat  (ir.  biid  'pflegt 
zusein'  mbr.  bez),  so  kann  man  es  nicht  als  unmöglich  bezeichnen, 
daß  der  irische  -5-Konditionahs  mit  der  zusammengesetzten  Form, 
die  im  Lat.  das  idg.  Ipf.  verdrängt  hat  (am  ab  am  u.  s.  w.)  einen 
gewissen  historischen  Zusammenhang  haben  kann. 

XVIII.    Aktivische  Flexion  des  Prät.  uud  Plusquampf  ^. 

§  614.  Irisches  Präteritnmpai-adigma  (carid  'hebt',  leicid 
'läßt',  rädid  'spricht',  berid  'trägt',  guidid  'bittet",  canid  'singt'). 

1.    Windisch,    Das    irische    -/-Präteritum,    Boitr.    z.    verj^l.    Spraohf. 


366 


Irisches  Präteritum. 


[§  614 


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§  614J  Irisches  Präteritum.  367 

Anm.  1.  Stammbildung.  Wenn  im  -«-Präteritum  das  -«-  zwischen 
zwei  Vülcalen  steht,  hat  es  in  der  Regel  auch  in  der  1.  und  3.  PI.  analo- 
gisch  mouilliertes  Tinihre  angenommen:  ro-pridchissem  'wir  haben  ge- 
predigt'. -«-Präteritum  mit  unmouilliertem  Wurzelauslaut  neben  einem  -i- 
Präsens:  1.  Sing,  ro-gabus,  3.  Sing,  ro-gab  zu  gaibid  'nimmt'. 

Das  -^Präteritum  wird  nur  von  Wurzeln  auf  -ff-,  -r-,  -l-,  -m-  gebildet: 
as-r-e-racht  'ist  auferstanden'  (ess-  ess-  -f-  reg-),  ro  ort  'hat  ge- 
tödtet'  (org-;  zwischen  -r-  und  -t  ist  x  geschwunden),  ro  alt  'hat  er- 
zogen' (-ail  'nährt'),  do-r-et  'hat  verteidigt'  (di-  -|-  em-).  Auslautendes 
-cht  bleibt  lautgesetzlich  (§  242,  2  1349)  unmouilliert:  ni  comtacht  su 
'du  hast  nicht  verlangt'  Ml.  60  b  20. 

Das  suffixlose  Präteritum  wird  teils  ohne  teils  mit  Reduplikation  ge- 
bildet. Ohne  Reduplikation:  1)  lod  'ich  ging',  3.  Sing,  luid,  s.  Verbal- 
verz.  tiagu,  und  das  ganz  unregelmäßige  do-cer  'er  fiel'  (3.  Sing,  mit 
unmouilliertem  Auslaut;  in  der  Enklise  ist  das  -r  jedoch  in  der  Regel 
mouilliert:  do-ro-chair  'ist  gefallen',  s.  Verbalverz.  tuit;  3.  PI.  do-ro- 
chratar  'sind  gefallen');  2)  eine  Reihe  von  Verben,  die  den  Wurzelvokal 
zu  -ä-  dehnen:  -gaid  (guidid  'bittet'),  -räith  (rethid  'läuft'),  -täich 
(techid  'flieht'),  -scaich  (scuichid  'weicht');  dazu  gesellt  sich  noch 
fo-caird  (fo-ceird  'wirft').  In  der  Mehrzahl  der  Fälle  ist  das  suffixlose 
Präteritum  redupliziert.  Die  Reduplikationssilbe  hat  (im  Gegensatz  zum 
reduplizierten  Futurum)  immer  den  Vokal  -e-  (ohne  Hebung)*:  cechaing 
'er  ging'  (Präs.  cingid),  -sescaind  'sprang  hervor'  (sceindid),  fo-nenaig 
'er  wusch,  reinigte'  (nigid),  -leluig  'leckte'  (ligid).  Dies  ist  für  die 
Beurteilung  der  ursprünglichen  Vokalgebung  der  Wurzelsilbe  wichtig;  man 
kann  z.  B.  für  -nenaig,  -leluig  nicht  das  präsentische  -i-,  sondern  nur 
etwa  idg.  -oi-  als  Vokal  der  Wurzelsilbe  annehmen.  Die  ererbten  Gruppen 
von  Verschlußlauten  (^  Spiranten)  +  Sonorlauten  bleiben  analogisch  er- 
halten: ro-cechladatar  gl.  suifoderunt  (claidid),  vgl.  Verbalverz. 
grenn-;    auch    die    Entwickelung    der   mit    -s-    anlautenden    unsilbischen 


VIII  442—470;  Windisch,  KZ.  XXIII  201fiF.;  Päpke,  über  das  irische  -s- 
Präteritum  (Jenaer  Dissert.),  Bremen  1880;  Zimmer,  Die  Schicksale  des  idg. 
-s-Aorists  im  Irischen  und  die  Entstehung  des  keltischen  -«-Präteritums, 
KZ.  XXX  112 — 198;  Zimmer,  Das  sogenannte  -^Präteritum  der  keltischen 
Sprachen,  KZ.  XXX  198-217;  Strachan,  BB.  XIII  128;  Thurneysen,  KZ. 
XXXVII  111—120;  Quiggin,  The  -s-Preterite  in  Middle  Irish,  Eriu  IV  191 
— 207;  Tomas  6  Mäille,  The  Language  of  the  Annais  of  Ulster,  Manchester 
1910,  S.  157 — 164;  Dottin,  La  formation  du  preterit  irlaudais  moderne, 
Melanges  Saussure,  Paris  1908,  S.  191—208. 

1.  In  vereinzelten,  spät-altirischen  und  mittelirischen  Belegen  hat  die 
Reduplikationssilbe  den  Wurzelvokal  des  Verbums  (des  Präsens)  ange- 
nommen: rocachain  'hat  gesungen'  Ml.  48b  11;  atbobuid  'lehnte  ab' 
LU.  133b  1;  -bobig  zu  bongid  'bricht'  Rc.  XI  446  (Thurnoysen,  Haudb. 
S.  394).  Vgl.  übrigens  -cuale  Anm.  2,  do-rat  ij  620,  mc.  atwaen  J;  615 
Anm.  ld°. 


368  Irisches  Präteritum.  [§  614 

Gruppen  bleibt  auf  halbem  Wege  (im  Wesentlichen  auf  der  Stufe  des  le- 
nierten  Anlauts)  stehen:  sephainn  'spielte'  (Präs.  -seinn);  do-sephain 
'verfolgte',  an  du-n-da-sepfainn  'als  er  sie  verfolgte'  (to-  +  senn- 
' verfolgen'),  -selaig  'er  schlug'  (sligid  'schlägt'),  senaich  'tropfte'  (Präs. 
snigid).  Bei  den  mit  /-  (idg.  w-)  anlautenden  Verben  kann  durch  den 
Schwund  des  intervokalischen  -w-  und  den  Schwund  des  Vokals  der  zweiten 
Silbe  eine  Verdunkelung  der  Keduplikation  eintreten:  fichimmir  'wir 
kämpften'  {-i-  statt  des  zu  erwartenden  -e-  der  ersten  Silbe  im  Anschluß 
an  das  Präsens;  über  die  Singularform  -fich,  fleh  vgl.  das  Verbalverz.). 
Eine  eigentümliche  Keduplikation  liegt  vor  bei  der  vokalisch  anlautenden 
Wurzel  icc-  :  t-änicc  'kam'  (1.  Sing,  t-änac,  3.  PI.  t-äncatar),  vgl. 
skr.  ünasa  'erreichte';  über  ro-ir  'hat  gewährt'  vgl.  §  611  Anm.  lb°  S.  360; 
die  p-  :  A-Eeduplikation  (vgl.  ebenda)  liegt  vor  bei  lingid  'springt',  Prät. 
-leblaing;  sie  ist  aber  vielleicht  schon  in  diesem  Beispiel  eine  Analogie- 
bildung (nach  jetzt  verlorenen  Mustern),  da  lingid  doch  wohl  zu  skr. 
langhati  'springt  auf,  mhd.  1  in  gen  'vorwärts  kommen'  gehört;  eine  weitere 
Analogiebildung  nach  dem  Muster  von  lingid,  -leblaing  ist  drebraing 
zu  dringid  'erklimmt'.  Nach  dem  Akzent  schwindet  die  Reduplikations- 
silbe teils  mit  Ersatzdiphthongbildung  (for-roichan  'habe  gelehrt'  u.  s.  w., 
§  224  1324),  teils  spurlos  (ad-con-dairc  'hat  gesehen'  zu  ad-cii  'sieht', 
vgl.  gr.  SedoQxe). 

Anm.  2.  Die  Hiatusverba  zeigen  auch  im  Prät.  einige  Besonderheiten 
und  Vermischungen  verschiedener  Typen.  In  der  3.  Sing,  ist  ein  urspr. 
auslautender  Vokal  erhalten  in  böi  'war'  (suffixloses  Prät.,  3.  PL  bätar), 
ro-cl6i  'hat  besiegt'  (-s-  Prät.;  in  3.  PI. -cloiset  ist  -i-  wohl  nur  Timbre- 
zeichen). Bei  der  Wurzel  so-  (Prät.  3.  PL  ro-soisset)  ist  der  in  der  be- 
tonten 3.  Sing,  entstandene  Diphthong  auch  in  die  Enklise  übertragen: 
Wb.  do-intarrai,  ML  du-intarrae  'ist  zurückgekehrt'  (to-  ind-  ro-  -t- 
soi);  ähnlich  bei  der  Wurzel  lu-  (as-ru-luüs  'ich  bin  entkommen',  3.  PL  as- 
luiset):  Prät.  as-ro-chum-lai  'ist  ausgegangen'  Sg.  7b  19,  as-ru-chum- 
läe  Ml.  17b  2.  Lautgesetzlich  mußte  aber  in  unbetonter  Silbe  ein  ein- 
facher Vokal  entstehen:  ni  ro-be  'ist  nicht  gewesen'  (betont  ro-boi 
'ist  gewesen");  ro-cuale  'hat  gehört'  (etwa  *k'uk'lowe,  mit  unregelmäßiger 
Keduplikation,  vgl.  I  253;  1.  Sing,  -cuala,  PL  -cualammar,  -cualid, 
-cualatar;  Präs.  ro-cluinethar);  -ac3B  'sah'  (etwa  *ad-kuekuose  oder 
* ad-kuehtoise  zu  ad-cii  'sieht',  Wurzel  *kues-  oder  *kuis-,  *kueis-).  Vgl. 
ro-bebe  'ist  gestorben'  (Ipf.  Konj.  3.  Sing,  -baad);  ad-co-tedae,  ad- 
co-tade  'hat  erworben'  (Präs.  3.  PL  ad-co-tat;  das  Prät.  ist  zweifellos 
redupliziert,  hat  aber  analogisch  die  Flexion  eines  -s-Prät.  angenommen: 
1.  Sing,  ad-co-tadus,  3.  PL  ad-co-tatsat);  iram-rerae  (InL  im-ram 
'Eudera',  IpL  -raadj.  Von  solchen  Fällen  aus  ist  die  Endung  -e  auf -ra-le 
neben  ro-laa  'hat  geworfen'  übertragen  (ein  -s-  Prät.  des  Typus  -car,  nicht 
des  Typus  -leic;  2.  PL  ro-lasid).  Anders  gestaltet  ist  do-röigu  'hat  ge- 
wählt' (1.  2.  Sing,  -roiga,  -roega,  2.  PL  -roigaid,  3.  PL  -roigatar); 
ferner  das  zweifach  konsonantenschwache  Prät.  mir.  fiu  'er  schlief  (Wurzel 
*tves-,  InL  fess;    Prät.  2.  Sing.  mir.  for-sa-rro-a   'worauf  du  geschlafen 


§  614]  Irisches  Präteritum.  369 

hast',  1.  PI.  fem  mir,  3.  PL  feotar).  3.  Sing,  auf  -i,  -i  findet  sich  in  -bi 
'er  schlug'  (3.  PI.  beotar  muß  analogisch  nach  einer  mit  /-  anlautenden 
Wurzel  gebildet  sein;  vgl.  §  611  Anm.  2),  Präs.  benaid;  ro-geni  'hat 
getan'  zu  gniu  'tue'  (do-ri-geni  und  do-ri-gni;  redupliziert,  aber  als 
-s-Prät.  flektiert:  Sing.  1  dorignius,  2  dorignis,  PI.  dorigensam, 
dorigensid,  dorigensat);  ad-ru-choisseni  zu  Präs.  3.  PI.  ad-co- 
snat  'sie  streben',  vgl.  Verbalverz.  sni-;  as-roilli  'er  hat  verdient'  (-«- 
Prät.,  3.  PI.  ad-roilliset,  s.  Verbalverz.  sli-).  Von  solchen  Fällen  aus 
ist  die  Endung  -t  wohl  auf  ad-ro-ni  'hat  anvertraut',  imm-r-äni  'hat 
vermacht'  (3.  PI.  imm-r-ansat)  übertragen,  vgl.  das  Präs.  atnoi  'er  ver- 
traut ihn  an'  und  I  441.  Von  einer  Keihe  von  Wurzeln  auf  -j-  bleibt  in 
der  3.  Sing,  nach  der  Reduplikationssilbe,  welche  Hebung  zeigt,  nur  noch  die 
anlautende  Konsonanz  der  Wurzel  erhalten:  -fuair  'hat  gefunden'  {*tcetor- 
y  *weur-;  Hebung  hier  unmöglich;  Prät.  Pass.  -frith,  s.  Verbalverz. 
fo-gaib-;  Prät.  1.  Sing,  fuar);  dith  'sog'  (dinid  'saugt');  eich  zu  ciid 
'weint';  -rir  'verkaufte'  (renaid);  -lil  (3.  PI.  ro-leldar)  zu  lenaid  'folgt'; 
-ciuir  'kaufte'  zu  crenaid  'kauft'  (do-r-ad-chiuir  'hat  losgekauft', 
l.Sing.  du-air-cher);  ara-rui-chiuir(3. PI.  -ar-r-c(h)eoratar)  zu  ara- 
chrinim  gl.  defetiscor;  -giuil  zu  glenaid  'bleibt  stecken';  ad-geuin 
'erkennt'  (1.2.  Sing,  -gen,  1.  PI.  -genammar;  Präs.  l.Sing.  -gninaim). 
Wie  die  Beispiele  zeigen,  entwickeln  sich  in  den  Hiatusverben  die  Gruppen 
von  Verschlußlauten  und  Sonorlauten  nach  der  Eeduplikationssilbe  in  laut- 
gesetzlicher Weise.  —  Nur  im  perfektischen  Prät.  und  in  den  davon  ab- 
hängigen perfektischen  Formen  der  anderen  Tempora  ist  die  Wurzel  von 
do-ra-t  'hat  gegeben',  3.  PL  do-ra-t-sat  (I  369,  II  271)  belegt. 

Anm.  3.  Zu  den  Endungen.  Wegen  des  besonderen  (nicht  erzählen- 
den) Stils  und  Inhaltes  der  air.  Glossen  und  wegen  des  Eindringens  des 
Perfektprä verbs  ro-  in  die  narrativen  Formen  im  Mir.  (§  573),  lassen  sich 
die  Simplexformen  des  Präteritums  nur  unvollständig  belegen.  Man  darf 
annehmen,  daß  der  Singular  des  -^-Präteritums  mit  dem  -s-Prät.  überein- 
stimmte: 1.  Sing.  *birtu,  2.  Sing.  *berti.  Die  2.  Sing,  des  suffixlosen 
Prät.  wird  wohl  mit  der  Kompositalform  gleichlautend  gewesen  sein.  Für 
die  2.  PL  des  -«-Präteritums  wird  man  nach  Maßgabe  des  -s-Futurums  eher 
*lei eiste  als  *leicside  anzusetzen  haben;  beim  -^Prät.  und  beim  suffix- 
losen Prät.  sind  wohl  Formen  wie  *berte,  *cechnide  zu  erwarten. 

In  der  1.  und  2.  PL  werden  die  Kompositalformen  auf  -mar  und  -tar 
auch  als  Simplexformen  verwendet:  mir.  lodmar,  lotar  'wir,  sie  gingen' 
(neben  lotir);  air.  bätar  (unverbunden),  batar  und  batir  (verbunden) 
'sie  waren'.  Die  Verteilung  der  Formen  -ammar,  -atar  und  -mar,  -tar 
schwankt;  die  kürzeren  Endungen  scheinen  in  besonders  langen  Formen 
bevorzugt  zu  sein:  as-ru-bartmar  'wir  haben  gesagt'  (aber  3.  PL  as- 
ru-bartatar);  fo-coimlach tar  gl.  pertulerunt  (fo-loing  'erträgt').  Mit 
den  rythmisehen  Gesetzen  §  165  Schluß  I  260  stimmen  diese  Formen  nicht. 
In  as-ru-bartatar  ist  die  Verschmelzung  der  beiden  -t-  vermieden 
worden ;  dagegen  wird  die  Verschmelzung  von  -d-  und  -t-  nicht  vermieden ; 
vielmehr  scheint  die  Attraktion  der  beiden  Laute  (I  325)  der  Grund  zu 
Pedorsen:  Vgl.  kelt.  Gramm.    E.  24 


370  Das  irische,  das  brit.  Präteritum.  [§  614.  615 

sein,  weshalb  in  lotar  'sie  gingen'  gegen  die  allgemeine  Eegel  der  Vokal 
zwischen  dem  Wurzelauslaut  und  der  Endung  fehlt;  danach  hat  sich  lod- 
mar  gerichtet;  ähnlich  do-cotar  'sie  sind  gegangen',  wonach  1.  PI.  do- 
commar  (do-dechommar  'wir  sind  gekommen')  gebildet  ist  (als  ob  das 
-d-  nicht  stammhaft  wäre).  Vgl.  Thurneysen,  KZ.  XXXVII  97.  —  In  Ml. 
kommen  Formen  der  -^Präterita  wie  ad-r-obartat  gl.  obtulerant,  con- 
aitechtat  gl.  quaesiuerunt  u.  s.  w.  vor;  vielleicht  nur  verkürzte  Schrei- 
bungen. 

Die  Kompositalendung  der  3.  Sing,  -i  findet  sich  bei  einigen  Verben 
auf -t-,  wird  aber  allmählich  aufgegeben:  ru-rädi  'hat  gesprochen'  Wb. 
7d  9,  aber  imm-e-ro-rai  d  'den  er  erwähnt  hat'  Sg.  197b  15;  fo-r-aitbi 
'hat  gelacht'  Thes.  I  488,  24,  aber  niro-thib  'er  hat  nicht  gelacht'  LL. 
261a  17. 

In  der  2.  PL  (compos.)  erscheint  im  Mir.  eine  nach  der  Analogie  der 
Endungen  der  1.  PI.  -mir,  -mar  und  zugleich  unter  dem  Einfluß  des  in- 
figierten  Pronomens  -bar- (S.  154)  gebildete  Form  auf  -bair:  t-ancabair 
'Ihr  seid  gekommen'.  Beispiele  aus  LU  bei  Strachan,  ZfcPh.  II  492  f.  Das 
-r  ist  wohl  deshalb  mouilliert,  weil  die  alte  Endung  -id  ein  mouilliertes 
-(f  hatte  und  dadurch  im  Gegensatz  zur  1.  PI.  stand.     Nir.  -bhar. 

Anm.  4.  Verschmolzene  Formen.  3.  Sing.  rel.  des  -«-Prät.  soeras, 
foides  §  535,  5  S.  218;  des  -^Prät-:  bert-a  LU.  128b  26;  des  suffix- 
losen Prät.:  luid-e  'welcher  ging',  gäd-e  'welcher  bat',  giul-se  'welcher 
stecken  blieb'.  1.  3.  PI.  rel.  des  -s-Prät. :  carsimme,  carsite  (gläid- 
sete  gl.  rugientibus  Thes.  I  713,  29);  des  -i!-Prät.  und  suffixlosen  Prät. 
bertar,  bertatar;  lodmar. 

3.  Sing,  mit  Objekt:  leics-i  §  487  S.  148,  saids-ius  'setzte  sie 
(eam)'  LU.  58a  29,  gabs-us  'nahm  sie  (eos)'  101b  16;  boi-th-us  'war 
ihnen'  §  487  S.  149,  bi-th-us  'schlug  sie  (eos)'  LU.  76a  18. 

Anm.  5.  Im  Neuirischen  ist  durch  Vermischung  des  -s-Prät.  und  des 
Buffixlosen  Präteritums  ein  einheitlicher  Typus  des  Prät.  geschaffen  worden: 
Sing.  1  do  ghabhas  'ich  nahm',  2.  do  ghabhais,  3.  do  ghabh,  PL  1. 
do  ghabhamar,  2.  do  ghabhabhar,  3.  do  ghabhadar;  Sing.  1  adu- 
bhras  'ich  sagte',  2.  adubhrais,  3.  adubhairt  (air.  at-ru-bart),  PL  1. 
adubhramar,  adubhrabhar,  adubhradar;  Sing.  1  do  chualas  'ich 
hörte',  2.  do  chualais,  3.  do  chuala,  PL  1.  do  chualamar  u.  s.  w. 

§  615.  Das  britannische  Präteritumparadignia  besteht  aus 
einem  Präteritum  und  einem  Plusquamperfektum.  Das  Plus- 
quampf.  wird  verwendet:  1)  als  ein  Plusquamperf.  Ind.  (im  C.  und 
Corn.):  mc.  dieu  oed  gantaw  na  welsei  dremeint  kyn  decket 
a  hi  eiryoet  ar  arall  'er  war  überzeugt,  daß  er  niemals  einen 
ebenso  schönen  Anbhck  wie  sie  an  einer  anderen  Frau  gesehen 
hatte'  Mab.  205,  25;  corn.  he^ow  pan  e^ys  yn  mes  cleves 
vyth  ny-th  kemerse  'als  du  heute  ausgingst,  hatte  keine  Krank- 
heit dich  ergriffen'  M.  C.  157;  2)  als  ein  Konditionahs,  und  3) 
als   ein  Konjunktiv  (die  Tempusbedeutung   des  Konditionalis   und 


§  615]  Gebrauch  des  Plusquampf.  371 

des  Konjunktivs  ist  im  C.  plusquamperfektisch,  wobei  nur  daran 
zu  erinnern  ist,  daß  auch  das  Ipf.  Ind.  und  das  Ipf.  Konj.  die- 
selbe Bedeutung  haben  kann,  vgl.  §  575,  1  d  S.  278,  §  597,  4 
S.  330,  Strachan,  Rc.  XXVIII  199  tf.;  im  Com.  und  Br.  ist  die 
Tempusbedeutung  oft  imperfektisch ^):  mc.  buassei  well  itti  pei 
rodassut  nawd  yr  mackwy  'es  wäre  besser  für  dich  gewesen, 
wenn  du  dem  Jüngling  Gnade  gegeben  hättest'  Mab.  217,  26; 
corn.  hag  a  pe  ow  thus  äewj  ny-m  delyrfsens  yn  del-ma 
'(my  kingdom  is  not  in  this  world,)  and  if  it  were,  my  folk  would 
not  have  given  me  up  to  you  thus'  M.  C.  102;  a-n  guelesta  a 
thyragos  a  alsesda  y  aswonfos  'wenn  du  ihn  vor  dir  sähest, 
würdest  du  ihn  dann  erkennen  können?'  R.  D.  862;  the  pygy 
certan  mensen  'ich  möchte  dich  sicher  bitten'  R.  D.  444; 
del  garsen  mur  'wie  ich  sehr  wünschen  möchte'  R.  D.  846; 
Pylat  a  vynsse  gwy^e  bewnans  Ihesus  'Pilatus  hätte  ge- 
wünscht das  Leben  des  J.  zu  retten  (möchte  gern  retten)'  M.  C. 
125;  Pylat  a  ros  ^en  vorogyon  aga  ro  may  lavarsans  .  . 
T.  gab  den  Söldnern  ihre  Gabe,  damit  sie  sagten,  daß  .  .'  M.  C.  250; 
mbr.  maz  galse  chom  ez  chomse  'wenn  er  hätte  bleiben  können, 
wäre  er  geblieben'  Jes.  205a;  monet  d-e  guelet  ne  cretsenn 
'je  n'aurais  ose  aller  le  voir'  Nonne  1142;  meur  a  guer  .  .  ouz 
eux  bezet  lavaret  dif  penaux  gant  poan  garo  ez  marvsech 
'viele  Worte,  die  du  mir  darüber  gesagt  hast,  mit  welcher  grau- 
samer Qual  du  sterben  würdest'  (Fut.  in  praeter.)  Je's.  21a;  rac 
ef  a  lavare  yvez  ez  daczorchse  dan  trede  dez  emaes  a-n 
bez  maz  gourvezse  'denn  er  sagte  auch,  daß  er  am  dritten  Tage 
auferstehen  würde  aus  dem  Grabe,  worin  er  liegen  würde'  (Fut.  in 
praeterito)  167a;  petra  neuez  so  hoaruezet  na  galsesde  quet 
eguetou  sarmon  nac  prezec  'was  Neues  ist  geschehen,  daß  du 
nicht  reden  noch  predigen  konntest?'  Nonne  664;  da  quent  maz 
marvse  ez  sco  ann  nos  se  da  pidif  e  tat  'avant  de  mourir  il 
passa  la  nuit  h  prier  son  Pere'  Jes.  64a;  a  huy  proffe  quet.. 
ez  rosech  lin  d-e  yuynou  'würdet  ihr  beweisen  können,  daß  Ihr 
Flachs  in  ihre  Hände  (Nägel)  gegeben  hättet?'     Nonne  1626. 

Als  Beispiel  der  Flexion  wähle  ich  das  Prät.  und  Plusquampf. 
des  Verbums  'lieben'. 


1.    Deshalb    dringt   der   Plusquampf. -Stamm   des    Verbums   'sein'   im 
Mbr.  bisweilen  in  den  Konj.  Präs.,  s.  §  645. 


24- 


372  Das  brit.  Präteritum.  f§  615 

Mc.  Com.  Mbr. 

Prät.    Sing.  1    cereis  kerys  quiris 

2  cereist  kersys,kersta  quersot 

3  caras  caras  caras 

PI.  1    carassam        kersyn  quersomp 

2  carassawch   kersough  quersoch 

3  carassant       carsons  quersont 

Plusquampf.   Sing.  1    carasswn  carsen  carsenn 

2  carassut  carses  carses 

3  carassei  carse  carse 
PI.  1    carassem  carsen  carsemp 

2  carassewch    carseugh  carsech 

3  carassynt       carsens  carsent 

Anm.  1.  a)  Spuren  verschiedener  Stammklassen  sind  bes.  im  C.  er- 
halten. Vor  dem  -ss-  des  Plur.  Prät.  und  des  Plusquampf.  erscheint  teils  der 
Vokal  -a-  (wie  in  car-a-ss-am  u.  s.  w.),  teils  der  Vokal  -y-:  dihagyssei 
'war  entkommen'  Mab.  218,  2  (Inf.  dianc),  mynnyssynt  'hätten  ge- 
wünscht' 246,  24.  Verhältnismäßig  selten  ist  der  Vokal  (wie  im  Com.  und 
Br.)  geschwunden:  adawssei  'sie  hatte  versprochen'  Mab.  238,  14,  caw- 
ssant  'sie  nahmen'  (Sing,  cefeis,  cefeist,  cafas;  Inf.  caffel);  cymer- 
sant  (und  cymerassant)  'sie  nahmen'  (Präs.  1.  Sing,  cymeraf,  Inf. 
cymryt);  gwelsant  'sie  sahen-  (Inf.  gwelet);  nc.  clywsant  'sie  hörten' 
(Präs.  clyw-af).  In  der  3.  Sing,  des  Prät.  steht  vor  dem  -s  ein  -a-,  -e-,. 
-i-  oder  -wy-:  caras  'liebte',  anfones  'sandte',  torres  'brach',  rodes 
'gab',  agores  'öffnete'  (vgl.  Loth,  Rc.  XXXI  492),  trewis  'schlug'  (Inf. 
taraw),  peris  'bewirkte',  erchis  'bat';  cyscwys  'schlief  (in  den  Ge- 
setzen keskus;  heute  in  Süd -Wales  -ws,  Eowland  §  291).  Corn.  3.  Sing, 
gylwys  'rief,  toys,  tos  'schwur',  kemeres,  kemeras  'nahm'. 

b)  In  der  3.  Sing,  des  Prät.  finden  sich  im  C.  Formen  auf  mc.  -awd 
nc.  -odd  neben  den  Formen  des  -s-Prät. :  lladawd  'tötete'  (1.  Sing.  11  e- 
deis,  Plusquampf.  3.  Sing,  lladyssei  u.  s.  w.);  dygwydawd  'fiel'  (und 
dygwydwys;  Plusquampf.  3.  Sing,  dygwydassei;  Inf.  dygwydaw); 
cerdawd  'ging'  (und  cerdwys;  3.  PL  cerdassantj;  cehyrdawd  'be- 
gegnete' (cehyrdwys;  Inf.  cyhwrd);  gwahardawd  'hinderte';  gwrth- 
neuawd  'widersprach';  byryawd  'warf  (byrywys;  Inf.  bwrw):  edry- 
chawd  'blickte';  talawd  'zahlte';  mynnawd  'wollte';  gwisgawd  'klei- 
dete' (Inf.  gwisgaw);  trigyawd  'verweilte'  (trigywys,  Inf.  trigyaw) 
u.  s.  w.  Im  Nc.  ist  -odd  die  gewöhnliche  Endung  der  3.  Sing,  des  Prät. 
c)  Reste  des  -^Prät  (vgl.  Ehys,  Ec.  VI  24 ff.):  mc.  3.  Sing,  cymerth,. 
cymyrth  'nahm'  corn.  kemert(h)  M.  C.  3  (vgl.  die  -s-Formen  unter  a°); 
mc.  3. Sing,  differth,  diffyrth  'schützte'  (und  differwys;  Inf.  diffryt); 
vgl.  ir.  -bert;  —  1.  Sing,  g weint,  3.  Sing,  gwant  'durchbohrte,  tötete' 
(daneben   ym-wanawd   'kämpfte'    u.   s.   w.);    1.  Sing,    ceint,    ceintum,. 


§  615]  Das  brit.  Präteritum.  373 

2.  ceuntost,  3.  cant  'sang';  —  maoth  'er  erzog'  'nursed',  3.  PI.  mae- 
thant  (magu  'auferziehen');  3.  Sing,  dyrreith  'kehrte  zurück'  (zur  iri- 
schen Wurzel  reg-,  vgl.  as-r-e-racht  'ist  auferstanden');  3.  Sing,  am- 
wyth  'schützte',  dydwyth  'brachte'  statt  amuc,  dyduc  (s.  d";  Inf. 
amwyn,  dydwyn).  Voll  erhalten  ist  das  -^P^äteritum  nur  bei  dem  Ver- 
bum  'gehen'  mit  seinen  wirklichen  und  vermeintlichen  Zusammensetzungen: 
mc.  Sing.  1.  euthum,  2.  aethost,  3.  aeth',  PI.  1.  aetham,  2.  aeth- 
awch,  3.  aethant  (Sing.  1.,  3.  deuthum,  doeth  'kam',  gwneuthum, 
gwnaeth  'tat'  neben  gorugum,  goruc;  Sing.  1.  ym-d-eith,  3.  ym- 
d-aeth  'ging  herum';  vgl.  Verbalverz.  ag-,  gni-,  tiag-);  corn.  Sing.  1. 
yth,  2.  ythys,  3.  eth,  PI.  2.  etheugh,  3.  e<fons;  mbr.  Sing.  1.  yz 
(Ernault,  Kc.  XXXII  81«),  3.  aez;  nbr.  Sing.  1.  iz,  2.  ezoud,  3.  eaz,  PI.  1. 
ezomp,  2.  ezot,  3.  ezont  (und  ejoud,  ejomp,  ejot,  ejont). 

Zu  dem  Prät.  'ging'  wird  im  Corn.  und  Br.  ein  Plusquampf.-Stamm 
auf  -je-  gebildet:  corn.  3.  Sing,  dethye,  dothye,  dothe  'war  gekommen', 

3.  PI.  do(fyans,  de^fens  {-d-  =  p);  s.  ZE.  595;  mbr.  3.  PL  azyent 
'qu'ils  allassent'  Barbe  183  (2.  Sing,  azes  Jes.  213b),  deuzye  'viendrait' 
Jes.  232  a,  de  uze  Barbe  180,  PI.  2.  deuzech  Jes.  7  a,  PI.  3.  deuzyent 
Ernault,  Dict.  265,  (g)razye  'il  aurait  fait'  Ernault,  Kc.  XI  479.  Im  C. 
ist  nur  ein  durch  Komposition  mit  dem  Ipf.  des  Verbums  'sein'  gebildetes 
Plusquampf.  belegt:  Sing.  1,  3.  ath-oedwn,  ath-oed  (durch  Assimilation 
ad-oed)  'war  gegangen'  (3.  Sing,  dath-oed  'war  gekommen',  gwnath- 
oed  'hatte  getan').  Das  so  gebildete  Plusquampf.  hat  nicht  nur  indika- 
tivische, sondern  auch  konjunktivische  Bedeutung. 

d)  Suffixlose  Präterita  (vgl.  Ehys,  Kc.  VI  16 ff.):  mc.  1.  Sing,  cigleu, 
mit  Augens  ciglefi,  ohne  Augens  auch  ciglef,  3.  Sing,  cigleu  'hörte' 
(Inf.  cly-bot;  Präs.  1.  Sing,  clywaf);  entspricht  dem  ir.  1.  Sing,  cuala, 
3.  Sing,  cuale;  schwierig  ist  die  Deutung  des  Keduplikationsvokals,  der 
schwerlich  auf  einen  alten  langen  Vokal  (ü,  r,  e)  zurückgehen  wird ,  son- 
dern irgendwie  an  die  Stelle  eines  -y-  getreten  sein  wird;  —  mc.  Sing.  1 
atwaen  'weiß',  2.  atwaenost,  3.  edwyn,  PI.  1.  atwaenwn,  2.  etwey- 
nwch,  3.  atwaenant;  Plusquampf.  Sing.  1  atwaenwn,  2.  atwaenut, 
3.  atwaeney  und  atwaenat,  atwaen yat  (S.  338,  S.  348);  vgl.  über 
Vermischungen  der  Vokalgebung  das  Verbalverz.  gnin-;  corn.  3.  Sing, 
aswon,  1.  PI.  aswonyn;  entspricht  dem  ir.  reduplizierten  Präteritopräsens 
Sing.  1.  adgen,  3.  adgeuin;  der  Reduplikationsvokal  muß  aber  dann  im 
C.  ein  a  (oder  o  §  259,  2)  gewesen  sein ;  zum  -tc-  vgl.  I  96  (daß  c.  -wu- 
nicht  etwa  als  das  Präverb  *upo  zu  deuten  ist,  zeigt  der  Infinitiv  ad-na- 
bot);  —  mc.  3.  Sing,  dywawt  'sagte'  (auch  mit  Dissimilation  dywat, 
dywot;  wird  durch  -s-Formen  suppliert:  2.  Sing,  dy wedeist;  3.  PI.  dy- 
wedassant,  Plusquampf.  3.  Sing,  dywedassei;  Inf.  dywedut,  Präs. 
dywedaf);  3.  Sing,  godiwawd  'ereilte'  (Inf.  nc.  goddiwes,  goddi- 
weddu);   3.  Sing,   gwa-rawt   'half    (Inf.  gwa-ret;   vgl.   ir.  fu-rräith, 

1.  Dazu  im  Mc.  eine  analogisch  gebildete  Simplexform  auf  -yd  (-d 
dem  Eeime  nach  =  -t):  eithyd  Skene  II  179,  188;  vgl.  die  S.  338  be- 
sprochenen Präsensformen. 


374  Das  brit.  Präteritum.  [§  615 

8.  Verbalverz.  reth-);  3.  Sing,  amkawd  'sagte',  3.  PI.  amkeudant 
(z.  B.  W.B.  486,  31,  11;  488,  14);  —  mc.  Sing.  1.  dugum  'brachte',  2. 
dugost,  3.  duc,  PI.  1.  dugam,  2.  dugawch,  3.  dugant,  Plusquampf. 
3.  Sing,  ducsei  (Präs.  d-ygaf,  Inf.  dwyn;  so  auch  die  übrigen  Zusam- 
mensetzungen   dieser   Wurzel:    am-uc   'er    schützte';    Sing.  1.    gorugum, 

2.  gorugost,  3.  goruc  'tat',  PI.  gorugam  u.  s.  w.,  ohne  Plusquamperf., 
neben  gwneuthum,  gwnaeth  zu  gwnaf  'ich  tue');  com.  Prät.  3.  Sing, 
duk,  Plusquampf.  2.  PI.  decsyugh  M.  C.  50;  im  Mbr.  ist  dies  alte  Prät. 
durch  ein  regelmäßiges  -s-Prät.  verdrängt  worden:  3.  Sing,  dougas  Barbe 
180  (corn.  1.,  3.  Sing,  gruk  'tat',  leniert  wruk,  wreg,  also  mit  -ö-  zu 
sprechen,    wird    durch   -s-Formen   suppliert:    2.  Sing,  grussys,    gressys, 

3.  Sing,  leniert  ros,  PL  1.  grussyn,  2.  grussough,  3.  grussons, 
Plusquampf.  grussen  u.  s.  w.);  —  archaisch  rac.  3.  Sing,  goreu  'tat', 
mbr.  guerue,  nbr.  geure,  vgl.  I  335  (neben  -s-Formen  der  dem  ir.  gni- 
entsprechenden  Wurzel:  mbr.  1.  Sing,  gris,  3.  Sing,  grez,  1.  PI.  gre- 
somp,  Plusquampf.  grasenn  u.  s.  w.);  c.  goreu  ist  wohl  go-r-eu;  -eu 
br.  -ö  aus  *äg'e  (zu  lat.  agö),  vgl.  Verbalverz.  gni-;  —  mc.  Sing.  1. 
bum  'war',  2.  buost,  3.  bu,  PI.  buam  u.  s.  w.,  Plusquampf.  buasswn; 
corn.  Sing.  1  buf,  buef,  bef  (d.  h.  6ö?;)  'war',  2.  bus,  bues,  bes,  3.  bue, 
be,  Plusquampf.  byen;  mbr.  Sing.  1.  biof,  biouf  'war',  2.  biout,  3.  boe, 
PL  biomp,  Plusquampf.  bihenn,  bisenn,  vgl.  §  645,  §  646. 

Anm.  2.  Ältere  oder  abweichende  Formen.  Regelmäßige  Formen  des 
-s-Prät.  aus  dem  Ac.  und  Abr. :  1.  Sing.  abr.  strouis  gl.  straui ;  3.  Sing, 
abr.  ro-gulipias  gl.  oliuauit,  ro-luncas  gl.  guturicauit;  2.  PL  ac.  ni 
cein  guodeimisauch  gl.  non  bene  passa,  3.  PL  ac.  linisant  gl.  lauare; 
Plusquampf.  abr.  ro-ricse(n)t-i  gl.  sulcauissent.  —  Nach  der  Analogie 
der  Präsensformen  auf  -it  und  -ot  (S.  338)  sind  Formen  der  3.  Sing,  des 
Prät.  auf  -sit,  -sot  gebildet:  abr.  toreusit  gl.  attriuit,  archaisch  mc. 
kewssit  'nahm',  abr.  tinsot  gl.  sparsit  (soLoth;  Stokes  tinsit) ;  vgl.  eithyd 
=  aeth  'ging'  S.  373  *.  —  Über  3.  PL  Prät.  auf  -sont,  -out  im  Mc.  s. 
Loth,  Kc.  XXXI  493.  —  Vom  Verbum  'gehen'  gibt  es  ein  mit  dem  Verbum 
'sein'  zusammengesetztes  Prät.  im  Mc. :  ath-wyf  'ich  ging',  3.  Sing, 
eth-yw,  euth-yw,  PL  1.,  3.  eth-ym,  eth-ynt,  doth-wyf  'ich  kam', 
3.  Sing,  ded-yw,  PL  1.,  3.  deuth-ym,  deth-ynt  (häufige  Vermischungen 
der  umgelauteten  und  der  nicht  umgelauteten  Formen).  —  Kontaminationen 
des  -«-Plusquamperfekts  mit  dem  Plusquampf.  des  Verbums  'gehen'  (Anm.lc°): 
cawssoedwn  statt  cawsswn  'ich  hatte  genommen',  s.  Strachan,  Introd. 
87.  —  Abweichende  Bildung  der  1.  Sing,  des  Prät.  im  Corn.:  galsof  'ich 
bin  geworden'  0.  M.  373,  E.  D.  775  (3.  Sing,  gallas,  3.  PL  galsons, 
Plusquampf.  3.  Sing,  galse). 

Anm.  3.  Nbr.  Paradigma:  Prät.  Sing.  1.  liviriz  'ich  sprach',  2.  le- 
verzoud,  3.  lavaraz,  PL  1.  leverzomp,  2.  leverzot,  3.  leverzont, 
Plusquampf.  lavarzenn  (kaniz  'ich  sang',  kanzoud,  kanaz  u.  s.  w.). 
Statt  des  inlautenden  -z-  kann  -z-  erscheinen:  kanjoud,  kanjomp,  Plus- 
quampf. kanjenn  u.  s.  w.  Das  -i-  ist  durch  Mouillierung  (vor  dem  -e- 
des  Plusquampf.?  oder  unter  dem  Einfluß  des  vorhergehenden  Vokals,  z.  B. 


§616.617j     Etymologische  Erklärung  des  Prät.    Das -s-Prät.       375 

in    bijenn    'ich    wäre    gewesen'?)    entstanden    und    analogisch    verbreitet 
worden. 

Etymologische  Erklärung  des  Präteritumparadigmas. 

§  616.  Das  keltische  Präteritum  beruht  teils  auf  dem  idg.  Aorist, 
teils  auf  dem  idg.  Perfektum;  vgl.  oben  S.  283  fif.,  S.  306  f.  Das 
-s-Präteritum  und  das  -^Präteritum  sind  eigentümliche  keltische 
Neubildungen,  die  vom  alten  Aorist  ausgehen;  das  suffixlose  Prä- 
teritum setzt  in  viel  getreuerer  Weise  indogermanische  (meist  per- 
fektische, seltener  aoristische)  Formationen  fort.  Die  mc.  Formen 
auf  -awd  beruhen  auf  einer  vom  idg.  Perfekt  ausgegangenen  Neu- 
bildung, s.  §  620,  3. 

§  617.  1)  Das  -s-Präteritum  ist  eine  auf  den  idg.  -s- Aorist 
(gr.  £-öei^a  u.  s.  w.)  zurückgehende  Formation.  Es  wird  aber  im 
Irischen  im  Wesentlichen  nur  von  den  abgeleiteten  Verben  auf 
-ä-  und  -^-  gebildet;  einige  Verba  anderer  Art  haben  sich  ange- 
schlossen (-gab US  'ich  nahm';  do-uccus  'ich  habe  gebracht'  statt  des 
im  Brit.  erhaltenen  suffixlosen  Prät.  mc.  3.  Sing,  duc;  vgl.  die  Bei- 
spiele in  §  614  Anm.  2)  oder  sind  in  air.  Zeit  im  Begriff,  sich 
analogisch  anzuschheßen  (näd  arröimsat  'die  nicht  angenommen 
haben',  s.  Verbalverz.  em-);  aber  in  sämtlichen  Fällen  ist  zwischen 
dem  wurzelauslautenden  Konsonanten  und  dem  Tempusmerkmal 
-s-  ein  Vokal  vorhanden,  soweit  er  nicht  nach  den  Synkoperegeln 
(I  260)  schwinden  mußte;  dieser  Vokal  ist  teils  kurz,  teils  lang 
gewesen  (-car,  -rädi). 

Anm.  Spuren  des  unmittelbaren  Antritts  des  Tempusmerkmals  an 
den  Wurzelauslaut  scheinen  beim  Deponens  vorhanden  zu  sein,  vgl.  §  621 
Anm.  6.  Dagegen  sind  die  von  Zimmer  KZ.  XXX  129  ff.,  151  angeführten 
Belege  für  dieselbe  Erscheinung  beim  aktivischen  Verbum  sämtlich  anders 
zu  deuten;  inti  ra-föir  e  'denjenigen,  der  ihm  zur  Hülfe  gekommen  war' 
LL.  80b  43  enthält  keineswegs  ein  altes  *upu-rei-st,  setzt  vielmehr  das 
aus  dem  Nir.  bekannte  Präsens  föirim  'ich  helfe"  voraus,  das  aus  dem  air. 
-s-Konjunktiv  3.  Sing,  -foir  analogisch  entstanden  ist;  das  air.  Prät.  von 
fo-riuth  'helfe'  ist  als  fu-rraith  'er  half  belegt  (die  LL-Stelle  ist  über- 
haupt morphologisch  und  syntaktisch  jung);  genau  ebenso  ist  mir.  do-r- 
ecaim  'fand  statt,  trat  ein'  keineswegs  ein  altertümliches  Prät.  von  air. 
8.  Sing.  Präs.  do-ecmaing,  sondern  eine  ganz  junge  analogische  Neu- 
bildung, vgl.  nir.  Präs.  teagmhaim  (anders  Thurneysen,  KZ.  XXXI  94 f.). 

Im  Brit.  ist  das  -s-Präteritum  die  einzige  lebendige  Präterital- 
bildung.  Aber  auch  hier  ist  der  Typus  mit  einem  Vokal  z\Nischen 
dem  wurzelauslautenden  Konsonanten  und  dem  -s-  alleinherrschend. 
Dieser  Vokal  ist  im  Sing,  des  Prät.  lautgesetzlich  erhalten  und  tiitt 


376  Etymologische  Erklärung  des  -s-Prät.  [§  617 

namentlich  in  der  c.  3.  Sing,  klar  hervor;  er  war  bei  den  Verben 
auf  -a-  ein  kurzes  -a-  (c.  caras),  bei  den  Verben  auf  -f-  ein  langes 
-l-  (c.  erchis),  woneben  jedoch  auch  ein  kurzes  -i-  existiert  haben 
muß  (c.  dihagyssei,  mynyssynt  u.  s.  w.);  ein  altes  -e-  habe  ich 
§  34  Anm.  I  51  in  dem  c.  Ausgang  -wys  gesucht;  daneben  wird 
ein  -e-  gestanden  haben  (c.  torres,  agores).  Im  Plural  und  im 
Plusquampf.  mußte  ein  kurzer  Vokal  nach  den  biit.  Lautgesetzen 
wohl  sicher  schwinden;  c.  carassam,  mynyssynt  u.  s.  w.  werden 
analogisch  umgebildete  Formen  sein. 

Die  abgeleiteten  Verba  auf  -a-,  -e-,  -i-  besaßen  in  urindoger- 
manischer Zeit  wohl  keinen  -s- Aorist;  nach  dem  Muster  der  pri- 
mitiven Verba  haben  sie  jedoch  im  Slavischen  und  im  Griechischen 
einen  solchen  Aorist  neugebildet:  gr.  l-r/^rjffa,  l-cpilr^oa,  slav. 
delaxü  'ich  machte',  velexü  'befahl',  xvaliocü  'lobte'.  So  auch  im 
Keltischen.  Das  -s-  mußte  in  diesen  Neubildungen  im  Keltischen 
(wie  im  Griechischen),  soweit  es  intervokalisch  war,  lautgesetzlich 
zu  -h-  werden;  es  ist  aber  nach  dem  Muster  derjenigen  (einst  vor- 
handenen) Aoriste,  in  denen  das  aoristische  -s-  unmittelbar  an  den 
wurzelauslautenden  Konsonanten  getreten  war,  analogisch  als  -s- 
restituiert  worden  i.  Die  Eestitution  hat  jedenfalls  in  einer  sehr 
alten  Zeit  stattgefunden,  wo  noch  das  -k-s-  und  -t-s-  der  Aoriste 
der  primitiven  Verba  mit  wurzelauslautendem  Hinterlingual  oder 
Dental  sowohl  im  Ir.  wie  im  Brit.  unassimiliert  erhalten  war. 

2)  Die  Flexion  des  -s-Prät.  beruht  zum  Teil  auf  den  alten 
Endungen  des  Aorists;  daneben  kommen  aber  verschiedene  analo- 
gische Umbildungen  vor;  besonders  merkwürdig  ist  die  sowohl  im 
Ir.  wie  im  Brit.  klar  vorliegende  Umgestaltung  der  1.  und  2.  Sing, 
nach  dem  Muster  des  Präsens  der  -o-  :  -e-Stämme. 

1.  Sing,  -so  :  ir.  -carus  mc.  cereis  u.  s.  w.  Die  ir.  Sim- 
plexform (carsu)  erklärt  sich  wie  beim  Präsens  (tiagu  S.  342).  — 
2.  Sing,  -sei  :  ir.  -caris,  mc.  cereis-t.  Die  c.  Form  ist  durch 
späte  Suffigierung  eines  Subjektpronomens  von  der  1.  Sing,  diffe- 
renziert worden;  im  Com.  (kers-ys)  und  Mbr.  (quers-ot)  scheint 
eine  Form  des  Verbums  'sein'  angehängt  zu  sein  (vgl.  c.  caws- 
soedwn,  com.  gals-of  §  615  Anm.  2);  com.  kersta  (kerste) 
ist  aus  kersys  +  Augens  entstanden  (Vokalschwund  zwischen 
den   beiden  s- artigen  Lauten  nach  I  325).     Die   ir.    Simplexform 

1.  So  auch  im  Griechischen.  Die  Eestitution  des  zu  -h-  werdenden 
-«-  fand  nur  in  den  wirklich  aoristisch  fungierenden  Formen  statt,  nicht 
aber  im  keltischen  Konjunktiv  (vgl.  §  608). 


§  617—619]     Erklärung  des  -s-Prät,  -s-Plusquampf.,  -^Prät.        377 

(carsi)  geht  auf  -sesi  zurück.  —  3.  Sing,  -a-st,  -Ist,  -ist,  -est, 
-est  :  ir.  -car,  -rädi,  -leic;  Simplexformen  -ast  is  u.  s.  w.  :  ir. 
caris  mc.  caras,  ir.  rädis  mc.  erchis  u.  s.  w.  —  1.  PL  STjirnos  : 
ir.  -carsam  mc.  carassam;  vgl.  gr.  t-öei^a/uev  lat.  diximus. 
Die  corn.  und  br.  Formen  sind  nach  dem  Präsens  umgestaltet;  die 
ir.  Simplexform  (carsimmi)  wie  beim  Präsens  (S.  343)  gebildet.  — 
2.  PI.  Es  ist,  wie  ich  §  614  Anm.  3  angedeutet  habe,  denkbar, 
daß  eine  alte  Form  s-te  (vgl.  asl.  delaste  'Ihr  tatet')  mit  suffigiertem 
Subjektspronomen  -wes  in  der  irischen  Simplexflexion  erhalten  ge- 
wesen ist;  ir.  -carsid  und  mc.  carassawch  (zum  -weh  vgl.  S.  344) 
setzen  aber  säte  voraus,  worin  das  -a-  aus  der  1.  (und  3.)  PI.  über- 
tragen ist  (wie  in  gr.  i-dei^aTe);  der  Ansatz  eines  -a-  ist  allerdings 
nur  für  das  C.  unbestreitbar.  Die  corn.  Form  ist  nach  dem  Muster 
des  Präs.  umgebildet,  die  mbr.  Form  (quersoch)  ist  vielleicht  von 
dem  Präsens  des  Verbums  'sein'  beeinflußt.  —  3.  PL  -si^t,  vgl.  asL 
xvalisq  'sie  lobten'  :  ir.  -carsat,  mc.  carassant;  die  ir.  Simplex- 
form carsit  beruht  auf  si^t  ei  oder  snt  oi.  Die  corn.  und  mbr. 
Formen  sind  nach  dem  Muster  des  Präs.  umgebildet. 

§  618.  Das  Plusquampf.  des  s-Prät.  könnte  an  und  für 
sich  eine  auf  speziell  britannischem  Boden  vollzogene  Neubildung 
nach  dem  Muster  des  Ipf.  Ind.  sein.  Die  Bedeutung  wäre  dann 
ursprünglich  indikativisch  und  konditionalisch  gewesen,  die  kon- 
junktivische Bedeutung  wäre  erst  später  aufgekommen. 

Es  scheint  mir  jedoch  mit  Rücksicht  auf  die  allem  Anschein 
nach  uralten  Formen,  die  in  §  620,  5  besprochen  sind,  viel  wahr- 
scheinlicher, daß  zwischen  dem  brit.  Plusquampf.  und  dem  lat. 
Plusquampf.  Ind.  (amäueram,  amäram)  und  Konj.  (amäuissem, 
amassem)  ein  historischer  Zusammenhang  besteht.  Das  Plus- 
quampf. Ind.  wäre  dann  nach  dem  Muster  des  Ipf.  Ind.  gebildet, 
und  die  Erhaltung  des  intervokalischen  -s-  im  Keltischen  wäre,  wie 
im  Prät.,  analogisch;  das  Plusquampf.  Konj.  wäre  dagegen  aus  dem 
-s-Prät.  vermittelst  des  in  den  Urformen  des  lat.  scrTberem  und 
mc.  carhwn  (S.  352  und  §  610)  nicht  mehr  als  aoristisch,  sondern 
nur  als  konjunktivisch  empfundenen  -s-  gebildet;  im  Plusquampf. 
Konj.  wäre  also  seit  jeher  ss-  vorhanden  gewesen.  Die  Verwen- 
dung des  brit.  Plusquampf.  als  Konditionalis  müßte  in  diesem  Fall 
eine  Neuerung  sein,  die  mit  dem  Verlust  des  alten  Konditionalis 
(§  612,  1)  in  Verbindung  stünde. 

§  619.  Das  -^Präteritnm  ist  von  der  3.  Sing,  der  konso- 
nantischen Stammklasse  des  idg.  -s-losen  Aorists  ausgegangen.     Ir. 


378         Erklärung  des -^-Prät,  des  suffixlosen  Prät.     [§619.620,1.2. 

-bert,  -alt,  -et  u.  s.  w.  gehen  auf  *bher-t,  *al-t,  *em4  zurück 
und  sind  mit  Formen  wie  skr.  d-kar  'er  tat'  (mit  geschwundenem 
-t),  arm.  e-kn  'er  kam'  aus  *e-guem-t  u.  s.  w.  zu  vergleichen.  Dazu 
die  Simplexformen  ir.  birt  aus  *bher-t  is  u.  s.  w.  Die  alten  Formen 
der  übrigen  Personen  (vgl.  skr.  1.  Sing,  a-karam,  2.  a-kar  mit  ge- 
schwundenem -s)  wurden  im  Keltischen  wegen  ihrer  Undeutlichkeit 
durch  Neubildungen  ersetzt,  bei  denen  das  -t  der  dritten  Personen 
als  stammhaft  behandelt  wurde  (die  Auffassung  des  -t  als  Personal- 
endung mußte  nach  dem  sehr  frühen  Schwunde  des  postvokalischen 
auslautenden  -t  der  3.  Sing,  des  Präs.  u.  s.  w.  sehr  fern  liegen); 
die  Personalendungen  wurden  dem  -s-Prät.  entlehnt;  also  1.  Sing. 
-t-ö  :  ir.  -biurt,  c.  gweint,  ceint,  corn.  yth,  mbr.  yz;  2.  Sing. 
-t-ei  :  ir.  -birt,  c.  *ceint,  woraus  ceunt-ost,  corn.  *yth  in 
yth-ys  (zur  Erweiterung  vgl,  §  617,  2).  Später  wurden  im  C.  die 
Endungen  der  1.  und  2.  Sing,  nach  dem  Muster  des  suffixlosen 
Präteritums  umgebildet:  ceint-um,  ceuntost,  euth-um  (vor  der 
Endung  -um  wurde  -ei-  zu  -eu-  und  diese  Form  des  Diphthongs 
wurde  dann  auf  die  2.  Sing,  übertragen);  im  Ir.  nahm  der  Plur. 
die  Endungen  des  suffixlosen  Prät.  an.  Auch  das  corn.  und  br. 
Plusquampf.  (§615  Anm.  lc°)  ist  eine  Analogiebildung  nach  dem 
suffixlosen  Prät.,  s.  S.  383. 

Die  Kompositalform  der  3.  Sing,  des  -^Prät.  war  mit  dem 
ganz  anders  entstandenen  Prät.  Pass.  gleichlautend:  ir.  -alt  'erzog' 
und  'wurde  erzogen'.  Das  hat  dazu  Anlaß  gegeben,  daß  einige 
ursprünglich  nur  passivische  Formen  auf  4  im  Mir.  auch  aktivisch 
verwendet  wurden:  ro-chet  'hat  gesungen'  LU.  40b  8  (air.  Akt. 
-cechuin,  Pass.  -cet).  Ähnhche  Vermischungen  sind  auch  im 
Brit.  vorgekommen  (vgl.  mc.  cant);  darauf  beruhen  die  aktivischen 
mit  dem  Verbum  'sein'  zusammengesetzten  Formen:  c.  eth-yw 
'ging',  eigentUch  "actus  est",  ath-oed  'war  gegangen'. 

§  620.  1)  Das  suffixlose  Präteritum  ist  in  seltenen  Fällen 
ein  idg.  -s-loser  Aorist  mit  vokalischem  Stamm,  Ein  -o-  :  -e-Stamm 
ist  ir.  lod,  luid  'ich,  er  ging'  *ludho-m,  *ludhe-t,  vgl.  gr.  i^lvd-ov, 
r^lvd^e  (Sarauw,  Irske  studier  S.  97).  Ein  -a- Stamm  ist  do-cer 
'er  fiel'  *k'era4  (zu  skr.  sr-nä4i  'zerbricht',  Aor.  a-sarl4,  gr.  v.e- 
qcc'Clo}  'zerstöre',  a-xi^^a-rog  'unversehrt';  vgl.  Thurneysen,  KZ. 
XXXVII  119).  Ein  einsilbiger  langvokalischer  Stamm  ist  ir.  -bi 
'er  schlug'  *bhl4. 

2)  In  den  meisten  Fällen  ist  jedoch  das  suffixlose  Präteritum 
ein  idg.  Perfektum,  teils  ohne,  teils   mit  Reduplikation.     Über  die 


§  620,  2]  Erklärung  des  suffixlosen  Prät.  379 

Yokalgebung  der  reduplikationslosen  Formen  ir.  -räith  mc.  gwa- 
rawt  u.  s.  w.  vgl.  §  110  Anm.  I  182;  über  ir.  fo-caird  s.  3°; 
wenn  mc.  goreu  nbr.  geure  ein  *äge  enthält  (§  615  Anm.  1 
Schluß),  läßt  es  sich  mit  an.  ök,  Prät.  von  aka  'fahren'  vergleichen; 
mc.  duc  'brachte'  ist  '^'d-ouqe,  vgl.  I  1.51  und  Verbalverz.  i.  Ir. 
böi  'war'  mc.  bu  com.  bue  (d.  h.  hö)  mbr.  boe,  1.  PI.  biomp 
setzen  wohl  ein  Paradigma  3.  Sing.  *bhöwe,  1.  PI.  *hha-me  (oder 
*bhri-mos)  voraus,  das  im  C.  zu  *bhöwe,  *bhöu-me  (c.  -u-  aus  dem 
Plural),  im  Corn.  und  Br.  zu  *bhöe,  *bhu-me  umgebildet  wurde 
{*bhöe  ergab  zunächst  corn.  und  br.  *böe,  das  im  Corn.  zu  bö  kon- 
trahiert, im  Br.  zu  boe  differenziert  wurde,  vgl.  §  197,  2;  wegen 
des  erhaltenen  br.  leue  §  370  S.  22  ist  etwa  anzunehmen,  daß  die 
Differenzierung  nur  in  der  Proklise  eintrat;  aus  dem  Plur.  stammt 
die  br.  Wurzelgestalt  bi-).  Für  die  reduplizierten  Präterita  ist  mit 
großer  Wahrscheinlichkeit  die  Vokalgebung  des  gr.  Tcinovd^a,  ni- 
noid^a  u.  s.  w.  anzunehmen:  die  zweite  Silbe  hatte  immer  -o-, 
wenn  der  Wurzelvokal  ein  solcher  war,  der  mit  -o-  alternieren 
konnte  (Beweis  S.  367).  Merkwürdig  sind  nur  die  reduplizierten 
Präterita  einiger  vokalisch  auslautenden  Wurzeln,  vor  allem  der 
Typus  des  ir.  1.  Sing,  ad-gen,  3.  Sing,  adgeuin,  mc.  1.  Sing, 
atwaen,  3.  Sing,  edwyn  (§  614  Anm.  2  S.  369,  §  615  Anm.  ld°); 
die  irische  Hebung  und  der  c.  Umlaut  beweisen,  daß  in  der  3.  Sing, 
nur  ein  -l  oder  ein  zu  -i  gewordener  Diphthong  geschwunden  sein 
kann;   in    der  1.  Sing,  kann   ein  ä,   ein  o  oder    ein    «<;- Diphthong 

1.  Sehr  schwierig  ist  mc.  amkawd,  amkeudant  'er  sagte,  sie  sagten'; 
-kawd,  -keudant  enthalten  vermutlich  das  Präverbium  *k'oin  und  das 
suffixlose  Prät.  einer  mit  w  anlautenden  und  mit  d  (dh)  auslautenden 
Wurzel;  im  PI.  ist  nach  I  279 f.  zwischen  -w-  und  -d-  vor  dem  urbrit. 
Akzent  ein  kurzer  Vokal  geschwunden  {-eu-  aus  -ow-);  im  Sing,  war  der 
Wurzelvokal  lang  {-ä-  oder  -ö-,  urbrit.  -ö-,  c.  -aw-)  und  trug  den  urbrit. 
Akzent;  daher  mußte  das  -o-  zwischen  k'-  und  -w-  schwinden,  und  auch 
das  tu  ist  vor  dem  urbrit.  ö  geschwunden  (vgl.  §  133,  2  I  214).  Aber  bei 
dieser  Analyse  bleibt  die  Etymologie  dunkel ;  nur  der  Plur.  fügt  sich  dem 
Vergleiche  mit  ir.  ad-cuaid  'hat  erzählt',  in-cuaid  gl.  indicauit  (§566 
S.  269).  Sollte  im  Keltischen  die  Wurzel  *wid-  mit  der  Wurzel  des  lat. 
uädü  (die  man  in  ir.  do-cuaid  'ist  gegangen'  suchen  könnte)  vermischt 
worden  sein  ?  Die  beiden  Wurzeln  haben  sich  wohl  semasiologisch  be- 
rührt;  vgl.  über  ir.  foidim  'ich  schicke'  1359  (Sarauw  will  ZfcPh.  V  509  * 
ir.  do-cuaid  auf  die  Wurzel  * wid-  zurückführen,  während  Thurneysen 
Handb.  S.  397  ro-fadatar  'sind  weggegangen'  vergleicht). 

Da  mc.  amkawd,  amkeudant  wohl  veraltete  Formen  waren,  darf 
man  nicht  aus  der  Schreibung  folgern,  daß  das  -k-  unleniert  wäre. 


380  Erklärung  des  suffixlosen  Prät.  und  mc.  -awd.     [§  620,  3 

{-öu  nicht  ausgeschlossen)  geschwunden  sein.  Man  könnte  lautlich 
skr.  1.  Sing.  Akt.  gagnäii\  3.  Sing.  Med.  gapie^  vergleichen,  und 
vielleicht  haben  derartige  Formen,  die  auch  bei  einigen  anderen 
der  betrefi"enden  irischen  Präterita  vorausgesetzt  werden  könnten, 
wirklich  in  der  Entwickelung  eine  Rolle  gespielt.  Die  Medial- 
endung der  3.  Sing,  könnte  sich  mit  dem  wurzelhaften  -i-  anderer 
Flexionsformen  des  Verbums  assoziiert  haben  und  kraft  dieser  Asso- 
ziation die  aktivische  Endung  verdrängt  haben;  daß  die  als  Wurzel- 
auslaut umgedeutete  Medialendung  besonders  gut  in  der  3.  Person 
paßte,  wo  sie  mit  aoristischen  Formen  wie  *bhl-t  'schlug'  (deren  -t 
sehr  früh  schwand)  übereinstimmte,  liegt  auf  der  Hand.  Anders 
scheint  die  Entwickelung  bei  dem  Präteritum  der  Wurzel  *dö- 
'geben'  gewesen  zu  sein;  die  3.  Sing.  (skr.  dadäu)  erscheint  im 
Gallischen  als  öeöe;  der  als  Personalendung  aufgefaßte  Ausgang 
-öu  ist  also  durch  die  gewöhnliche  Endung  der  3.  Sing,  {-e)  ersetzt 
worden;  im  ir.  do-ra-t  'hat  gegeben'  wird  nach  I  369  ein  *^o- 
pro-dade  stecken;  -a-  wird  unter  dem  Einfluß  jetzt  verlorener 
Formen  des  Verbums  mit  der  Wurzelgestalt  da-  (vgl.  lat.  da-mus, 
da-tus  u.  s.  w.)  eingeführt  sein;  die  Flexion  als  ein  -s-Prät.  (3.  PI. 
do-ra-t-sat)  ist  sekundär. 

3)  Die  Formen  auf  mc.  -awd  sind  zweifellos  vom  alten  Per- 
fektum  ausgegangen.  Man  rnuß  von  einem  Paradigma  des  Typus 
Sing.  1.  lledeis,  2.  liedeist,  3.  *llawd,  PI.  1.  lladyssam  aus- 
gehen, worin  wie  in  manchen  anderen  Fällen  (vgl.  §  615  Anm. 
lc°,  d°)  neben  fast  vollständig  durchgeführter  regelmäßiger  -s- 
Flexion  sich  in  der  3.  Sing,  noch  eine  anders  gebildete  altertüm- 
liche Form  behauptet  hatte.  In  einem  solchen  Paradigma  mußte 
der  Ausgang  -awd  als  charakteristisches  Merkmal  der  3.  Sing, 
empfunden  werden,  und  wegen  der  oft  schwachen  Artikulation  des 
intervokalischen  d  (§  67  Anm.  3  I  112)  konnte  das  Sprachbe- 
wußtsein darin  eine  kontrahierte  Form  sehen  und  dafür  das  unkon- 
trahierte  lladawd  einführen.  Ob  gerade  11  ad  'töten'  das  be- 
stimmte Verbum  gewesen  ist,  worin  sich  die  Neubildung  zuerst 
vollzogen  hat,  ist  natürlich  unsicher;  man  darf  aber  wohl  annehmen, 
daß  sie  sich  leichter  bei  einem  Verbum  mit  wurzelhaftem  -ad-, 
Prät.  -awd  als  bei  einem  Verbum  mit  wurzelhaftem  -ed-,  Prät. 
-awd  einstellen  konnte.     Einen  wohl  vorbereiteten  Boden   für  die 


1.  Auch  3.  Sing.;    eine    entsprechende  Form   liegt  vielleicht  dem    lat. 
nou-i  zu  Grunde.  2.  Auch  1.  Sing. 


§  620,  4]       Mc.  -awd.    Endungen  des  suffixlosen  Prät.  381 

Neubildung  bot  aber  aller  Wahrscheinlichkeit  nach  auch  das  Ver- 
bum  cerdet  'gehen',  das  vermuthch  zu  ir.  fo-ceird,  fo-ceirt 
'wirft,  legt'  gehört;  zu  diesem  Verbum  gab  es  eine  Alternations- 
form mit  idg.  -re-  statt  -er-  :  abr.  credam  gl.  uado  (vgl.  die  Alter- 
nation in  dem  möglicherweise  hiervon  abgeleiteten  ir.  er  od  c.  cordd 
§  101  I  173);  von  dieser  Alternationsform  war  vermuthch  das  Prät. 
*crawd  gebildet,  das  neben  cerdeis,  cerdeist  u.  s.  w.  fast  not- 
wendigerweise als  eine  verstümmelte  Form  aufgefaßt  und  zu  cer- 
dawd  umgebildet  werden  mußte;  auf  das  einstige  Vorhandensein 
eines  derartigen  Prät.  deutet  wohl  auch  ir.  fo-caird,  fo-cairt, 
das  deutlich  zum  Typus  -räith  gehört,  in  der  vorliegenden  Form 
aber  unmöglich  alt  sein  kann  (vgl.  was  §  197,  1  über  die  Ent- 
wickelung  der  Langdiphthonge  im  Keltischen  gesagt  ist);  es  wird 
aus  *fo-cräid  umgebildet  sein. 

4)  Die  Flexionsendungen  des  aus  dem  idg.  Perfekt  hervor- 
gegangenen snifixlosen  Prät.  1.  Sing,  -a  :  ir.  -cechan  *qeqana, 
mc.  cigleu  *k'uk'lowa,  vgl.  gr.  nsTtoL^a,  skr.  cakara  'habe  getan'. 
In  mc.  bum  'ich  war',  corn.  buef  ist  ein  Subjektspronomen  suffi- 
giert (mbr.  biof,  biouf  ist  analogisch  umgebildet).  Nach  mc.  bum 
ist  dug-um,  gorug-um  gebildet.  —  Die  2.  Sing,  hatte  im  Idg. 
ursprünglich  die  Endung  -tha  :  skr.  cakartha  'hast  getan',  gr.  olo-d^a 
'du  weißt';  sie  wird  im  Keltischen  zu  -as  umgebildet  worden  sein: 
ir.  -cechan  *qeqatias  vgl.  gr.  fttrroid^ag  (Thurneysen,  Handb. 
S.  400).  Mit  einem  in  sehr  alter  Zeit  angehängten  Subjektspro- 
nomen ist  daraus  die  mc.  Endung  -ost  entstanden:  buost,  dugost 
(gwd-ost  'du  w^eißt';  zum  Paradigma  s.  §  623,  §  627);  der  Vokal  -o- 
statt  -a-  ist  vielleicht  in  buost  unter  dem  Einfluß  des  einst  voraus- 
gehenden -w-  entstanden  (unwahrscheinlicher  ist  der  Vergleich  der 
Endung  -ost  mit  der  aus  Fällen  wie  olo-d^a  stammenden  gr.  En- 
dung -od-a  in  t-qrjod^a  oder  mit  lat.  uidisti  u.  s.  w.).  Corn.  bues 
ist  Analogiebildung  nach  dem  Impf.,  mbr.  biout  nach  out  'du 
bist'  und  nach  dem  -s-Prät.  gebildet.  —  3.  Sing,  -e  :  ir.  -cechuin 
*qeqane,  mc.  dywawt  u.  s.  w.,  vgl.  mbr.  boe  S.  379,  gall.  öede 
'hat  gegeben'.  Vgl.  gr.  ^ce7coid^€,  skr.  cakära  'hat  getan'.  —  1.  PL 
-me  (-mo?),  -mme  :  mc.  dugam,  vgl.  gr.  TiEjroii}a(.iEv.  Die  iiische 
Form  ist  nach  dem  Muster  der  3.  PI.  umgebildet.  Corn.  bueu 
'wir  waren'  nach  dem  Präs.  oder  Ipl,  mbr.  biomp  nach  omp 
'wir  sind".  —  2.  PL  Die  idg.  Form  unsicher.  Flu-  das  Ir.  und  C. 
ist  vielleicht  von  einer  Endung  -a-te  (wie  beim  -s-Prät.)  auszugehen ; 
vgl.  gr.  ne/coid^aie.     Corn.  bugh,   beugh   'Ihr  wäret'    nach    dem 


3^  El^malosaAgt  Ecfcfinmg  des  safiBcdosm  Fkit    [§  eSUk  5 

F)ra&  odar  1^^  nfar.  bioch  nadi  omeli  ^Bs-  seüd*.  —  Die  3l  PL 

hatte  im  Idg.  voU  die  Elndmg  -f-:  skr.  ea^ir-wr  '^  haben  getni'. 
Bkse  Bodomg  isl  in  UmSsdieB  isnd  im  KdltJodhen  mät,  einer  -«r?- 

Elndaang  bonltaanmiieEt  iiatden:  lalL  nlde-r-nmt^  ir.  -cechnatsr. 
eeebnitir,  -gidatair,  gaditir.  Dai  der  TokaU  Ttir  der  EblnL^ 
>tir,  -tar  im  ADgeraeinen  boodtgeseldidi  wrhalfa»»  a  bieOien  adbeEm: 
(§  614  Ajnm.  %  9(»  daatf  maoii  afe  Gramünm  der  Endai^  -«tf-r 
ode^-fl^f  ansetien,  votans  mmnadist;  oneanf  -«firi  enfigfonde  SbEn 
waMaimd;  daians  etl&t  skih  die  irisdie  SimpleiendnB^;  &  Kacl- 
pasütalendnaBig  isl  emsie  AnatBo^ebDlIdiiaiiig  nadhi  den  findai^en  de^ 
Dqponens  vaA  ^^^sE^ts.  Hc  dvgaAt^  cncB.  bons  ''sb  waien% 
mbc  biont  smd  jüngeEe  analo^eii  gdbOdete  flonaem. 

Die  Simgplesfennen   srad  im  Ja  im  ^ngnllai;,  wenQä^?    '^~ 
der  1.  muä.  3^.  F^BSon,  mü  den  Kom^osttallfiKmen  idwrtiiiicfr'     . 
aneb  im  flnr.  aeigl  sieb,  veni^lbeBS  in  der  L.  mtd  3.  P  r  - 
eine  llendenE^  die  KaampoBäaiiSamim  zpgkädb  aib  SümjplBif . : : 
m  Terwenden.    Dies  bann  näeUt  duEanf  beruhen,  dafi  äatt  Z 
sebeüdnog   zwiseben   lSnqplesfe»men  nnd    KanpaaafaiWwrmrr, 
altem   An&ng  an  gelebllt  ^tJtite;  gegen  eöae   sokbe  TenL..' 
^pnebt  e.  bmm^  cncn.  bmef  mid  e:.  bnost  «ni  noeb  meL: 
T^ltsttebe,  dafi   d»  SStmplfflgfiBcm  der   S.  H.   ans   elh^mdki^.^ 
Gbcinden  Wtbet  ak  d»  ent^iedhende  £<n^osttalinm  sem 
Der  Gbnmd   der  'BMsAmaam^  Ifegit  m^^idbsnpe^  in   de: 
dnng  der  3l  Sin^;  in  der  Teriaindnng;  *f«f«sne  »  baotn  in  -l:       : 
Zeil  S&Mm   des  knnen  aKhonlenden  -c  eingeltiNABa    sek 
90  entsKandene  *^fB^pm  »  mnfile  siswoihl  im  Ik  '«ie  im  Ar.- 
*^e^pam  meySumumMitm,     Wenn  man  den  Gieidbidben  abasf 
dafi  ^  im  Kelledben  ein  ^Btonomen  "^^j^"  *Ö£b*  ge@riben    : 
bannite  ((S.  3^  so  bnmlte  aneb  in  der  Tetbmdmg  ^^fitii^'' 
E&MBn  sital%^nBden  baben;   ^$«9«»  «§"  biltle  aber  im  Ir.r 
'^'ee^bnin  e^^ben;  also  mnffi  (fie  GSmÄktaä,  der  SörnffiesiarL 
der  KmupaaUaMmm.  der  3L  i^^g.  andk  viier  dkenr  Tensneif 
anf  einer  ((aLlID@nimt£§i  sdhr  HskM  Tessliaindl&z&eiiD  Asmlkandlr).. 
berabesL 

H)  Das  Fhi'qpinfif..  dfö  Verisumt»   '':3sli.'    .xirr«    bji^Zi  iLXtL 
bibenn«   bisenn  isit  x^m  dem  eben  &  S«^  fiir  'äsn  Hur,   «^ 
F^t.  vQttaai^ieeieltslten  iSUamm  '"'lila^  gebolldslt     M^'^IbdüdnK^sse  äst 
im  Cbwn.  esn  HJ^kerar  Xn^äattiv  Saatfgesittdiki: 
dmiablteteaertaA  KMpnbJär  iiiii.iimaiymjiniliiir: 
-A>BiUhng  <(bibenn))  esbaÜlten  Jl^üter  nacb 


§621]  Irisches  Deponens.  383 

quampf.  des  -s-Prät.  zu  bisenn  umgebildet);  im  C.  ist  eine  voll- 
ständige Umbildung  (zu  buasswn)  eingetreten.  Das  Plusquampf. 
des  Verburas  'sein'  war  wohl  das  Muster  für  das  Plusquampf. -Ipf. 
des  Präteritopräsens  c.  gwyr  com.  gor  'er  weiß'  (mc.  gwydywn, 
corn.  gothyen,  mbr.  gouzyenn),  wonach  wiederum  im  Com.  und 
Br.  ein  Plusquampf.  des  -^Prät.  'ging'  gebildet  ist  (§  615  Anm.  lc°). 
Vgl.  noch  Ernault,  Rc.  XI  478  f. 

XIX.    Deponens  und  Passiva 

§   621.      Irisches    Deponensparadigma    (labrur    'ich  rede', 
midiur  'ich  urteile'). 


Praesens  simpl. 

Sing. 

1 

labrur 

midiur 

2 

labrither 

mitter 

3  labrithir 

midithir 

PI. 

1 

labrimmir 

midimmir 

2  labrithe 

mitte 

3  labritir 

miditir 

Praesens  comp. 

Sing. 

1 

-labrur 

-midiur 

2 

-labrither 

-mitter 

3 

-labrathar 

-midethar 

PI. 

1 

-labrammar 

-midemmar 

2 

-labrid 

-midid 

3 

-labratar 

-midetar 

Ipf. 

Sing. 

1 

-labrinn 

-midinn 

2 

-labratha 

-mittea 

3 

-labrad 

-mided 

PI. 

1 

-labrimmis 

-midmis 

2 

-labrithe 

-mitte 

3 

-labritis 

-mittis 

Ipv. 

Sing. 

2  labrithe 

mitte 

3  labrad 

mided 

1.  Windisch,  Über  die  Verbalformen  mit  dem  Charakter  r  im  Ari- 
schen, Italischen  und  Keltischen,  Abh.  d.  phil.-hist.  Kl.  d.  kgl.  sächs.  Ges. 
d.  Wiss.  X,  Leipzig  1887;  Zimmer,  KZ.  XXVIII  342—370,  XXX  224—292; 
Strachan,  Trans.  Phil.  Soc.  1891—94  S.  444—568;  Dottin,  Les  dosinences 
verbales  en  r  en  sanskrit,  en  italique  et  en  celtique,  Rennes  1896;  Thur- 
neysen,  KZ.  XXX  63—65,  XXXVII  92—111;  Verf.  KZ.  XL  157—171;  IF. 
Anz.  XII  97. 


384  Irisches  Deponens.  [§  621 

PI.  1  labram(mar)  midem(mar) 

2  labrid  midid 

3  labratar  midetar(vgl,  Anm.l) 

Konj.  Prs.  simpl.  Sing.  1  labrar  messur 

2  labrither  messer 

3  labrithir  mestir 

PI.  1  labrimmir  messimmir 

2  labrithe  meste 

3  labritir  messitir 

Konj.  Prs.  comp.  Sing.  1  -labrar  -messur 

2  -labrither  -messer 

3  -labrathar  -mestar 

PI.  1  -labrammar  -messammar 

2  -labrid  -messid 

3  -labratar  -messatar 

Konj.  Ipf.  Sing.  1  -labrinn  -messinn 

2  -labratha  -mesta 

3  -labrad  -messed 
Ph  1  -labrimmis  -mesmis 

2  -labrithe  -meste 

3  -labritis  -mestis 

Fut.  simpl.  Sing.  1  labrafar  messur 

2  labrafider  messer 

3  labrafidir  miastir 

PL  1  labrafimmir  messimmir 

2  labrafide  meste 

3  labrafitir  messitir 

Fut  comp.  Sing.  1  -labrafar  -messur 

2  -labrafider  -messer 

3  -labrafadar  -miastar 

PL  1  -labrafammar  -messammar 

2  -labrafid  -messid 

3  -labrafatar  -messatar 

Konditionalis  Sing.  1  -labrafinn  -messinn 

2  -labrafada  u.  s.  w. 

3  -labrafad 


§  621]  Irisches  Deponens.  385 

PI.  1  -labrafimmis 

2  -labrafide 

3  -labrafitis 

Praet  simpl.  Sing.  3  labristir  midair 

Praet.  comp.  Sing.  1  -labrasur  -midar 

2  -labriser  -midar 

3  -labrastar  -midair 

PI.  1  -labrasammar      -midammar 

2  -labrisid  -midid 

3  -labrasatar  -midatar 

Anm.  1.  Die  deponentialen  Endungen.  Das  Deponens  ist  im  Ipf.  Ind. 
und  Konj.  und  im  Konditionalis    mit   dem  Aktiv   identisch;   ebenso   in  der 

2.  PI.  der  übrigen  Tempora  und  in  der  3.  Sing,  des  Ipv.  Auch  in  der 
1.  Plur.  des  Ipv.  war  wohl  ursprünglich  eine  -r-lose  Form  üblich:  na 
s eiche m  'folgen  wir  nicht'  Wb.  25c  6  (der  einzige  Beleg  für  die  1.  PI. 
des  Ipv.  aus  Wb.);  mit  der  1.  PI.  wird  die  3.  PI.  des  Ipv.  (in  Wb.  nicht 
belegt)  gestimmt  haben ;  vielleicht  ist  auch  irmith  Wb.  12d  24  die  1.  Sing. 
Ipv.  (statt  *irmiuth)  des  deponentialen  air-  +  mid-  'verstehen',  also 
'laß  mich  verstehen'  (im  konzessivem  Sinne:  'laß  mich  nur  die  fremden 
Sprachen  verstehen,  in  der  Kirche  werde  ich  aber  die  Sprache  des  Volkes 
sprechen').  Also  scheinen  die  -r-Endungen  im  Imperativ  ursprünglich  ganz 
gefehlt  zu  haben. 

Eine  vereinzelte  Erscheinung  ist  es  dagegen,  daß  das  Prät.  des  depo- 
nentialen -cluinethar  'hört'  aktivische  Flexion  hat  (-cuale,  1.  Sing, 
-cuala). 

Im  Plur.  des  suffixlosen  Prät.  ist  kein  Unterschied  zwischen  dem 
Aktiv  und  dem  Deponens  vorhanden,  da  auch  die  aktiven  Formen  der  1. 
und  3.  PI.  auf  -r  ausgehen.  Damit  wird  es  in  Verbindung  stehen,  daß 
bisweilen  auch  der  Singular  des  suffixlosen  Prät.  eines  aktivischen  Ver- 
bums die  -r-Endungen  angenommen  hat:  3.  Sing.  Prät.  -damair,  teccom- 
nocuir,  mir.  imchomarcair  zu  daimid  'fügt  sich,  leidet',  doecmaing 
'ereignet  sich',  imcomairc  'fragt';  -duthraccar  'ich  wünsche'  neben 
Konj.   1.  Sing,  do-fu-thris,   Fut.  3.  PI.  huare   du-n-futharset   (Konj. 

3.  PI.  du-tairsetar  Ml.  56c  7  ist  eine  Analogiebildung).  Vielleicht  be- 
gegnet jedoch  dieselbe  Erscheinung  auch  gelegentlich  beim  -s-Prät. :  for- 
derisiur,  adroneestar  Anm.  6;  vgl.  Anm.  2.  —  Selten  ist  die  Erschei- 
nung daß  der  Konj.  und  das  Fut.  eines  aktivischen  Verbums  deponentiale 
Flexion  haben:  Konj.  1.  Sing,  ad-cear,  3.  -accadar,  Fut.  2.  Sing.  mir. 
at-chichither  (daneben  früh  aktivische  Formen,  s.  Verbalverz.  und  §611 
Anm.  2)  zu  ad-cii  'sieht';  Konj.  1.  Sing,  -esur,  3.  Sing,  estir,  -estar 
zu  ithid  'ißt'. 

In  den  deponential  charakterisierten  Formen  fehlt  zum  Teil  die  Unter- 
scheidung   zwischen    Simplex-   und    Kompositalendungen    (so  immer  in  der 

Pedersen :  Vgl.  kelt.  Gramm.    11.  nc 


386  Irisches  Deponens.  [§  621 

1.  und  2.  Sing.);  mir  in  der  3.  Sing.,  1.  und  3.  PI.  wird  diese  Unter- 
scheidung (-ir  :  -ar)  durchgeführt.  Archaische  Formen:  du-fuisledor 
'gleitet'  Thes.  II  24,  34;  frisbrü  demor  gl.  aporiaraur  [Wb.]  15b  22. 
Über  Synkope  vor  -tbar,  -mar  vgl.  Anm.  4,  §  622  Anm.  1  S.  389. 

Die  deponential  charakterisierten  Formen  können  keine  suffigierten 
persönlichen  Objektspronomina  annehmen;  vor  einem  solchen  Pronomen 
tritt  die  aktivische  Form  ein:  f irianichth-i,  foilsigth-i,  oenichth-i 
§  487  S.  149.  Dagegen  gibt  es  zu  den  Formen  auf  -ir  relative  Formen 
auf  -er,  -ar  :  3.  Sing.,  PI.  Präs.  cairigedar,  comalnatar  (§  535,  4 
S.  218);  1.  PI.  Präs.:  i-sind  huiliu  labramar-ni  'in  allem,  was  wir 
sprechen'  Ml.  31b  23;  a  cosmiligmmer  'indem  wir  vergleichen'  Sg. 
211a  14  (Stokes,  A  Supplement  to  Thesaurus  Palaeohibernicus,  S.  7). 

Anm.  2.  Späteres  Schicksal  der  deponentialen  Endungen.  Das  Deponens 
ist  im  Laufe  der  historischen  Zeit  im  Abkommen;  Spuren  finden  sich  schon 
in  Wb.:  oldaas  do-n-tlucham  gl.  quam  petimus  Wb.  21d  9  (zu  do- 
tluchur  'ich  bitte').  Viel  häufiger  sind  derartige  Formen  schon  in  Ml.: 
labraid  'er  spricht'  115a  2,  läse  labraimme  'wenn  wir  sprechen'  31b  15, 
vgl.  16.  Noch  weiter  vorgeschritten  ist  der  Zustand  in  Sg.,  und  im  Laufe 
der  mir.  Periode  stirbt  das  Deponens  aus,  gibt  aber  zu  verschiedenen 
Neubildungen  Anlaß.  Der  air.  Unterschied  zwischen  -ar,  -er  und  -ur, 
-iur  in  der  1.  Sing,  des  Präs.  Konj.  und  Ind.  verschwindet,  und  die  En- 
dung -ur  (-ar,  -er)  wird  zum  Merkmal  der  1.  Sing,  des  Konjunktivs 
aktivischer  Verba:  ci-p  e  uair  fogabur  bäs  'zu  welcher  Zeit  ich  auch 
den  Tod  finden  mag'  Atk.  LBr.  Z.  617;  cid  cian  co  tisor  'selbst  wenn  es 
lang  dauert,  bis  ich  kommen  werde'  LU  66a  6.  Indem  dies  -ar,  -ur  als 
stammhaft  betrachtet  wird,  wird  eine  2.  Sing,  auf  -ra,  eine  3.  PI.  auf  -rat 
gebildet:  co  fessara  'damit  du  erfahrest'  LL  254b  42  (-fitir  'weiß'); 
näco-clorat  'ohne  daß  sie  hören'  oben  S.  319  Z.  3  (-cluinethar  'hört'). 
Über  die  2.  Sing,  des  Ind.  auf  -ir  s.  §  598  S.  336.  Im  Prät.  kommen 
Formen  wie  ro-lämratur  'haben  gewagt',  ro-midratar  'haben  geurteilt' 
vor  (Thurneysen  Handb.  S.  401),  womit  ro-fetartar  'sie  wissen'  LU.  90b  10 
verwandt  sein  könnte,  während  ro-genartar  'sind  geboren  worden'  Wb. 
4  c  12  doch  wohl  ein  bloßer  Schreibfehler  ist  (der  allerdings  psychologisch 
mit  den  späteren  Analogiebildungen  verwandt  ist).  —  In  der  3.  Sing,  des 
-s-Prät.  ist  die  Endung  -estar,  -astar,  -ustar  auch  in  ursprünglich 
aktivischen  Verben  häufig:  ro-gabustar  'hat  genommen'  Atk.  LBr.  3239; 
so  schon  in  Ml.  a  rru-n-eillestar  'indem  er  besudelt  hat'  63a  14  (as- 
lenaimm  'besudele';  -II-  aus  -In-);  ro-dligestar  36a  29  (dligim  'habe 
Anspruch  auf). 

Anm.  3.  Stammbildung  des  Präsens.  Neben  den  -ä-Stämmen  (labrur) 
und  den  -^-Stämmen  (midiur)  kommen  noch  -o- : -e-Stämme  vor;  sie  haben 
in  der  1.  Sing,  unmouillierten  Wurzelauslaut,  stimmen  aber  sonst  ganz  mit 
den  -»-Stämmen  überein:  do-tluchur  'ich  bitte'  (zu  lat.  loquor  I  43), 
3.  Sing,  do-tluchethar ;  -sechetar  'sie  folgen'  (zu  lat.  sequor).  In 
die  Klasse  der  -»-Stämme  übertragen  ist  das  Nasalpräsens  -cluiniur  'ich 
höre',  3.  Sing,  -cluinethar  (skr.  srnöti  'hört'  mit  aktivischer  Flexion). 


§  621]  Irisches  Deponens.  387 

Auch  die  Synkopere^eln  üben  einen  gewissen  Einfluß  auf  das  Aus- 
sehen der  Flexion.  Die  Erhaltung  des  Vokals  vor  der  Endung  in  2.  Sing, 
labrither  neben  mitter  u.  s.  w.  erklärt  sich  daraus,  daß  zwischen  -b- 
und  -r-  ein  Vokal  geschwunden  ist  (vgl.  c.  llafar  u.  s.  w.  oben  S.  7, 
c.  llafaru  'sprechen'  u.  s.  w.);  wäre  der  Vokal  vor  der  Endung  geschwunden, 
müßte  die  2.  Sing,  bei  einem  -ä-Verbum  auf  -thar  ausgehen,  vgl.  Anm.  4. 
Noch  silbenreicher  waren  die  abgeleiteten  Verba  auf  -aig-,  -ig-  (oben 
S.  23);  von  -foilsigur  'ich  offenbare'  lautet  die  2.  Sing,  foilsigther. 
-foilsigther,  2.  PI.  foilsigthe  (zwischen  -s-  und  dem  geschwundenen 
-h-  ist  ein  Vokal  geschwunden;  daher  bleibt  der  Vokal  vor  dem  -g-  er- 
halten, der  darauf  folgende  Vokal  schwindet);  1.  PI.  foilsigmir,  -foil- 
sigmer,  aber  3.  Sing.,  PI.  foilsigidir,  -foilsigedar,  foilsigitir, 
-foilsigetar. 

Anm.  4.  Stammbildung  des  Konjunktivs.  Der  -ö-Konjunktiv  hat  in 
der  2.  Sing,  nach  geschwundenem  Vokal  hinter  einem  unmouillierten  Kon- 
sonanten die  Endung  -thar  :  fo-mentar  gl.  scito  Wb.  30c  2;  der  -ä- 
Konjunktiv  zu  einem  -r-Präsens  hat  in  der  1.,  2.  Sing,  die  Endungen  -er, 
-ther:  foilsiger,  -foilsiger;  foilsigther,  -foilsigther.  Einfluß 
der  Synkoperegeln  wie  im  Indikativ. 

Die  Stammbildung  zeigt  übrigens  beim  -ä-Konjunktiv  und  beim  -s- 
Konjunktiv  dieselben  Eigentümlichkeiten  wie  im  Aktiv  (§  607  Anm.  1). 
Idg.  Vokalaiternation:  Ind.  gainithir  'wird  geboren',  Konj.  Ipf.  3.  Sing, 
-genad;  Ind.  do-moiniur,  do-muiniur  'glaube'  (I  360),  Konj.  3.  Sing, 
dummenathar  Ml.  49a  15,  PI.  1.  dumenammar  78b  24,  dumenmar 
15 d  5  (die  Synkope  ist  gegen  das  Paradigma,  vgl.  aber  die  3.  Sing,  co 
armentar  feid  gl.  ut  reuereatur  Wb.  31c  10  zum  Ind.  ar-muinethar 
feid  'ehrt'). 

Hiatusverba:  Konj.  1.  Sing,  adcear  zu  ad-cii  'sieht',  -cloor  (mir. 
-clor  S.  316  Z.  8  v.  u.;  Konj.  Ipf.  1.,  3.  PI.  air.  -cloimmis,  -cloitis) 
zu  -cluinethar  'hört'. 

Anm.  5.  Stammbildung  des  Futurums.  Im  -6 -Futurum  zeigen  sich 
dieselben  Unterschiede  im  Timbre  wie  im  Aktiv ;  nach  dem  mouillierten  / 
erscheint  der  Vokal  -e-  statt  des  -a-  des  Paradigmas:  -molfar  'ich  werde 
loben',  ad-aichfer  'ich  werde  fürchten',  3.  Sing,  ad-aichfedar,  3.  PI. 
ni  aichfetar.  Mit  Bezug  auf  die  Synkope  finden  sich  in  der  1.  Sing, 
einige  Analogiebildungen:  do-cuirifar  'ich  werde  einladen'  u.  s.  w. 

Auch  das  -ä-Fut.  ist  im  Deponens  belegt:  -gignethar  'wird  geboren 
werden',  Kondit.  3.  Sing,  -gigned  (Präs.  gainithir);  mir.  Fut.  1.  Sing, 
ata-gegallar,  3.  Sing,  ata-gegalldathar  zu  ad-gladur  'ich  rede 
an';  mir.  at-chichither  'du  wirst  sehen'  (ad-cii  'sieht',  vgl.  §  611 
Anm.  2);  ro-cechladar  'wird  hören'  (ro-cluinethar  'hört'). 

Die  Stammbildung  des  -s-Fut.  stimmt  mit  dem  Aktiv.  Durch  lautge- 
setzliche Vorgänge  ist  die  Reduplikation  in  -fessur  'ich  werde  wissen', 
3.  Sing,  -fiastur  (Präs.  3.  Sing,  -finnadar,  Prät.  -fitir  'weiß')  undeut- 
lich geworden.  Danach  hat  sich  1.  Sing,  messur,  3.  Sing,  miastir, 
-miastar  (s.  das  Paradigma)  analogisch  gerichtet  (Thurneysen,  Handb. 
S.  381). 

25* 


388 


Das  irische  Deponens  und  Passiv.         [§  621.  622 


Änm.  6.  Stammbildung  des  Prät.  Das  Deponens  kennt  nur  das  -«- 
Prät.  und  das  suffixlose  Prät.  (dagegen  gibt  es  keine  Entsprechung  des 
aktivischen  -^Prät.).  Im  Gegensatz  zum  Aktiv  seheint  das  Deponens  -«- 
Präterita  zu  besitzen,  bei  denen  das  -s-  direkt  an  konsonantischen  Wurzel- 
auslaut gefügt  ist  (vgl.  Thurneysen,  KZ.  XXVIII  151—153).  So  zunächst 
bei  ad-glädur  'rede  an'  :  mir.  imm-usn-a-r-lasatar  'sie  unterredeten 
sich  gegenseitig'  Kc.  VI  164,  oarlastär  'sodaß  er  anredete'  LU.  102a  28 
(daneben  schon  in  LU  3.  Sing,  ad-gladastar);  ferner  das  merkwürdige, 
offenbar  reduplizierte  und  als  suffixloses  Prät.  flektierte  Prät.  3.  Sing, 
siasair  'saß',  -siassair,  3.  PI.  rel.  siasatär  zu  saidid  'sitzt'  (statt 
siasair  findet  sich  im  Mir.  auch  die  aktivische  Form  seiss,  vgl.  Zimmer, 
KZ.  XXX  151;  es  kann  aber  nicht  als  sicher  gelten,  daß  diese  Form  schon 
im  Air.  präteritale  Bedeutung  gehabt  hat,  vgl.  Verbalverz.) ;  weiterhin 
forderisiur  gl.  lustraui  Ml.  133b  8  zu  forderet  gl.  illustrat  78b  8 
(falls  darin  kein  Fehler  steckt).  Und  schließlich  wird  ad-ro-neestar 
gl.  sustinuit  Wb.  4c  35  und  ar-r u-neastar  gl.  sustinendo  Ml.  50b  8 
(zu  in-neuth,  ar-neut-sa  'ich  warte')  eine  (freilich  recht  auffällige)  ana- 
logische Umbildung  eines  *-nestar  sein,  das  durch  die  deponentiale 
Flexion  von  der  Assoziation  mit  den  übrigen  Formen  halbwegs  losgetrennt 
war  (daneben  in  Ml.  regelmäßige  aktivische  Formen:  ar-ro-t-neithius-sa 
S.  246,  PI.  3.  ar-ru-neith-set). 

Das  -s-Prät.  der  -r-Verba  hat  Mouillierung:  1.,  3.  Sing,  -foilsig- 
siur,  -foilsigestar,  1.,  3.  PI.  -f oilsigsemmar,  -foilsigsetar. 

Das  suffixlose  Prät.  kann  ohne  Keduplikation  gebildet  sein:  Sing.  1.,  2. 
-fetar,  3.  -fitir  'weiß'  (Präteritopräsens),  PI.  -fitemmar,  -fitid,  -fi- 
tetar  und  -fetatar;  mit  idg.  Pehnstufe  -midair  'urteilte'  (i  =  idg.  e); 
-lämair  'wagte'  (Präs.  -laimethar);  redupliziert  ist  -genair  'wurde 
geboren',  3.  PI.  -genatar  zu  gainithir  'wird  geboren';  danach  ist  ana- 
logisch gebildet:  do-menar  'ich  glaubte',  1.  PI.  ni  to-r-menmar  (do- 
moiniur  'ich  glaube');  forcomnucuir,  teccomnocuir  'ereignete  sich' 
(zur  Wurzel  icc-)  haben  dieselbe  Reduplikation  wie  das  aktivische  t-änicc 
§  614  Anm.  1  S.  368  (zwischen  -m-  und  -n-  ist  ein  Vokal  geschwunden). 

§  622.  Irisches  Passivparadigma  (Flexionsmuster:  die  in 
§  598  benutzten  aktiven  Verba  und  das  Deponens  midiur  'ich 
urteile'  §  621). 

benir 

bentir 

-benar 

-bentar 

-bente 

-bentis 


Praes.simpl.Sing.3  berir 
PI.  3  bertir 
Praes.comp.Sing.3  -berar 
PI.  3  -bertar 
Ipf.  Sing.  3  -berthe 
PI.  3  -bertis 
Ipv.  Sing.  3  berar     jbenar 
PI.  3  bertar    'bentar 


carthir  Igaibthirlleicthir 

cartir     Igaibtir    [leictir 

I  I 

-carthar -gaibther -leicther 

-cartar  -gaibter  -leicter 


leicthe 
-leictis 


-carthe  !-gaibthe 
-cartis    -gaibtis 
carthar  gaibtherleicther 
cartar     gaibter  'leicter 


§  622] 


Das  irische  Passiv. 


389 


Konj.  Praes.  sinipl.  Sing.  3  berthir     jleicthir  [messir 

PI.  3  bertir       lleictir     'messitir 
Konj.  Praes.  comp.  Sing.  3  -berthar  '-leictherl-messar  (-mestar) 
PI.  3  -bertar     -leicter  '-messatar 
Konj.  Ipf.  Sing.  3  -berthe 
PI.  3  -bertis 
Fnt.  simpl.  Sing.  3  berthir 

PI.  3  bertir 

Fut.  comp.  Sing.  3  -berthar  -leicfider 

PI.  3  -bertar     -leicfiter 

Kondit.  Sing.  3  -berthe    -leicfide 

PI.  3  -bertis      -leicfitis 


-leicthe  -meste 
:-leictis   |-mestis 
leicfidir  miastir 
leicfitir  messitir 
-miastar 
-messatar 
mia8te(?) 


Praet.  simpl. 

Sing.  3  brethe 
PI.  3 
Praet.  comp. 

Sing.  3  -breth 


bith;e 


carthe 


-bith     -carad 


gabthe  leicthe       messe 


■gabad  ,-leiced        -mess 


PI.  3  -brethaj-bithai-carthal-gabtha  -leicthea   -messa 

Anm.  1.  Im  Präsens-,  Konjunktiv-  und  Futurparadigma  ist  die  Stamm- 
bildung des  Passivs  dieselbe  wie  im  Aktiv  bez.  Deponens  (vereinzelt  kommt 
die  Erscheinung  vor,  daß  das  Passiv  einen  -s-Konjunktiv  oder  ein  -s-Futu- 
rum  neben  aktivischen  oder  deponentialen  -«-Formen  bildet,  s.  Verbalverz. 
ad-cii  und  -clu  inethar).  Im  Präs.  Ind.,  im  Ipv.,  Präs.  Konj.  und  Fut. 
gehen  die  Endungen  auf  ein  -r  aus,  das  im  Ipf.  Ind.,  Ipf.  Konj.  und  im 
Kondit.  nicht  vorkommt.  —  Die  3.  Sing,  hat  teils  die  Endungen  -ir,  -ar, 
teils  die  Endungen  -thir,  -thar;  -ir  und  -ar  stehen  im  Präsens  Ind. 
und  in  dem  mit  dem  Praes.  compos.  gleichlautenden  Imperativ  der  -o-  :  -c- 
Stämme  und  der  -na-Stärame,  oft  auch  der  -/-Stämme  (do-furcabar  'wird 
«rhoben',  con-garar  'wird  gerufen',  s.  Verbalverz.  gaib-,  gair-),  ferner 
im  -s-Konjunktiv,  wo  jedoch  auch  die  Endung  -tar  eindringt  (besonders 
in  den  längeren  Formen  mit  betontem  Präverb:  cia  du-indnastar  'daß 
zuerteilt  wird'  Ml.  56  a  13,  zu  do-ind-naich  gl.  distribuit);  die  Endungen 
-thir,  -thar  (nach  -s-  u.  s.  w.  -tir,  -tar)  stehen  in  den  -ä-  und  -*-Prä- 
sentien,  im  -ä-Konjunktiv  und  im  Fut.  —  Die  Endungen  -thir,  -thar 
und  die  Pluralcndungen  -tir,  -tar  in  ursprünglich  dritter  oder  fünfter 
Silbe  bewirken  Synkope  des  Vokals  der  zweiten  oder  vierten  Silbe,  wodurch 
das  Passiv  sich  scharf  vom  Deponens  abhebt:  3.  Sing.,  PI.  suidigidir, 
-suidigedar  'setzt',  suidigitir,  -suidigetar  'setzen',  Pass.  suidig- 
thir,  -suidigther  'wird  gesetzt',  suidigtir,  -suidigter  'werden  ge- 
setzt'; Fut.  Pass.  ni  dilgibther  'wird  nicht  verziehen  werden'  zu  do- 
luigim  'ich  verzeihe',  pridchabthar  'which  will  be  preached';  ebarthir 
'wird    gegeben    werden'    zum    Konj.   Pass.    er- thar    (-ä-Fut. ;    -ar-    durch 


390  Das  irische  Passiv.  [§  622 

Svarabhakti  I  262;  vgl.  §  611  Aam.  lb°  S.  360);  dagegen  ist  as-rirther 
'wird  gezahlt  werden'  (-ä-Fut.  zu  as-ren-)  mit  scheinbarem  Schwunde 
zweier  Vokale  {-i-a-)  nur  analogisch  zu  erklären.  Eine  Ausnahme  von  der 
Synkoperegel  bildet  die  3.  Sing,  des  -s-Fut.  co-tan-rirastar  'wir  werden 
gebunden  werden'  (com-  +  rig-),  fu-lilastar  gl.  fulcietur  Ml.  109b  7 
(fo-loing  'erträgt';  vgl.  Kondit.  3.  Sing,  fu-lilastse  LU.  20a  24),  miastir, 
miastair  'wird  geurteilt  werden',  rel.  miastar  Wb.  9c  9,  Ml.  30 d  25. 
57  c  7.  Vor  den  Endungen  der  3.  PI.  kommen  häufiger  Ausnahmen  von 
den  Synkoperegeln  vor ,  teils  zur  deutlicheren  Unterscheidung  vom  Sing, 
(miditir  gl.  aestimantur  Wb.  4c  9;  die  3.  PL  des  -s-Konjunktivs),  teils 
ohne  ersichtlichen  Grund  (scribatar  'welche  geschrieben  werden' Wb.  17b  2). 
Vor  der  Endung  -ar  tritt  meist  keine  Synkope  ein,  aber  Anlaß  zur  Syn- 
kope konnte  nur  in  der  Komposition  vorkommen,  wo  eine  analogische  Re- 
stitution so  nahe  lag,  daß  Belege  wie  do-formagar  'wird  vermehrt',  do- 
adbadar  'wird  gezeigt',  con-utangar  'wird  gebaut',  fo-älagar  'wird 
niedergeschlagen',  do-fuisemar  'wird  gezeugt'^  weniger  Gewicht  haben 
als  das  einmalige  im-folngar  'wird  bewirkt'  (Verbalverz.  long-).  Die 
analogische  Erhaltung  des  Vokals  der  zweiten  Silbe  hat  in  as-berr  'wird 
gesagt',  do-berr  'wird  gegeben'  =  as-berar,  do-berar  die  Auswerfung 
des  Vokals  zwischen  den  beiden  r  (vgl.  I  325  mit  Nachtrag)  zur  Folge  ge- 
habt. —  Das  Timbre  des  Wurzelauslauts  ist  bei  den  -r-Verben  mouilliert; 
ebenso  im  Präs.  und  Ipf.  Ind.  der  -j-Verba  mit  den  Endungen  -thir,  -ther 
und  im  Ipf.  Ind.  der  -o-  :  -e-Stämme;  sonst  ist  der  Wurzelauslaut  unmouil- 
liert  und  ebenso  auch  das  -s-  des  -s-Konj.  und  -s-Fut.  Das  anlautende  -th-, 
-t-  der  Endungen  richtet  sich  .beim  unmittelbaren  Zusammentreffen  mit 
dem  auslautenden  Konsonanten  der  Wurzel  nach  dem  Timbre  des  Wurzel- 
auslauts; in  der  Stellung  nach  einem  erhaltenen  Vokal  hat  das  -th-  und 
-t-  der  -r-Endungen  eine  Tendenz  zur  mouillierten  Aussprache*;  vgl.  das 
Paradigma  und  Fälle  wie  a  pridchither  'was  gepredigt  wird'  Wb.  7c  10, 
fessaitir  'werden  gekämpft  werden'  LL.  188b  6. 

Die  einzigen  vorkommenden  verschmolzenen  Formen  sind  die  relativen 
Formen  auf  -ar  (-er)  :  pridchabthar,  miastar,  scribatar  u.  s.  w. 

Anm.  2.  Der  Stamm  des  Präteritums  ist  vom  aktivischen  (deponen- 
tialen)  Präteritum  gänzlich  unabhängig.  Das  Tempusmerkmal  tritt  bei  den 
-o-:-e-Präsentien  unmittelbar  an  den  Wurzelauslaut :  -bre-th  {-re-  aus  idg. 

1.  Hier  liegt  die  analogische  Restitution  ganz  auf  der  Hand;  bei 
lautgesetzlicher  Erhaltung  des  Vokals  der  zweiten  Silbe  hätte  das  -s-  die 
Mouillierung  verlieren  müssen  (*do-fosamar);  die  lautgesetzlichere  Form 
war  wohl  *do-fuismer;  amal  du-n-esraar  'wie  vergossen  wird'  Ml. 
44  d  1  ist  Schreibfehler  oder  Mischbildung. 

2.  Dieselbe  Tendenz  bekundet  sich  bei  mehreren  anderen  flexivischen 
Konsonanten,  die  nicht  im  Auslaut  oder  vor  dem  auslautenden  Vokal 
standen;  vgl.  über  das  futurische  -f-,  -b-  und  über  das  -s-  des  -s-Prät.  §  611 
Anm.  1  S.  357,  S.  367;  auch  die  (aktivischen,  deponentialen  und  passi- 
vischen) Endungen  des  Ipf.  und  Kondit.  -mis,  -tis  haben  nach  erhaltenem 
Vokal  mouilliertes  -m-  und  -t-. 


§622.623]     Das  ir.  Passiv.    Das  brit.  Deponens  und  Passiv.  391 

-r-),  -bi-th,  -mess  {-ss  aus  -d-t-  >  -tH-  §  87  I  136j,  ad-cess  zu  ad-cii 
'sieht'  {-SS  aus  -s-t-),  -bocht  zu  boingid  'bricht,  erntet'  (S.  339),  -ort 
zu  orgid  'schlägt'  (-rt  aus  -rg-t-),  -alt  zu  alid  'zieht  auf,  -cet  zu 
canid  'singt';  auch  -det  zu  daimid  'gewährt,  erleidet'.  Bei  den  -i- 
Präsentien  tritt  die  Endung  bisweilen  an  einen  Stamm  auf  -a-  :  -gabad; 
-grad  in  den  Zusammensetzungen  von  gairid  'ruft'  (ar-a-ro-grad  'was 
verboten  worden  ist');  vgl.  ro-ratha  'wurden  gegeben'  zum  Konjunktiv- 
stamm era-  §  611  Anm.  lb°  S.  360;  das  verlorene  Präsens  war  wohl  iden- 
tisch mit  lat.  pariö  (weitere  Verwandte:  lat.  paräre,  pars,  portiö,  gr. 
EJioQov  'gab*,  jiETiQcoxai  'ist  gegeben,  bestimmt').  Bei  den  -ö-  und  -l-Prä- 
sentien  trat  die  Endung  jedenfalls  an  den  auf  -U-  und  -i-  endigenden 
Stamm. 

Von  einer  ganz  anderen  Wurzel  als  das  Aktiv  ist  das  Prät.  Pass. 
ro-gaet  gebildet  (zu  -goin  'tötet',  Inf.  guin).  Jedoch  ist  es,  wenn  die 
Vermutung  I  494  richtig  ist,  vom  Aktiv  beeinflußt.  Durch  einen  solchen 
Einfluß  übernimmt  das  Perfektpräverb  ro-  vor  dem  Prät.  Pass.  den  nur  im 
Aktiv  nach  §  224  berechtigten  Ersatzdiphthong:  do-roigad  'ist  gewählt 
worden'  nach  do-röi-gu  'hat  gewählt'  (auch  mit  Bezug  auf  die  Endung 
dürfte  do-roigad  eine  ganz  junge  Analogiebildung  sein).  Über  die  Asso- 
ziation des  Prät.  Pass.  mit  dem  aktivischen  -^Prät.  vgl.  §  619. 

Die  3.  Sing,  des  Praet.  simpl.  hatte  vor  dem  -e  einen  unmouillierten 
Konsonanten;  daher  mir.  bretha  u.  s.  w.  Wie  die  (im  Mir.  mit  dem  Sing, 
zusammenfallende)  3.  PI.  im  Air.  gelautet  hat,  ist  unsicher  (*brethe  oder 
*brethi  oder  gar  *bretha?). 

In  der  späteren  Sprache  finden  verschiedene  Neubildungen  mit  Bezug 
auf  das  Prät.  Pass.  statt.  Der  Ausgang  -s  (aus  -s-t-,  -t-t-)  greift  um  sich: 
ro-bas  'man  ist  gewesen'  statt  des  älteren  ro-both;  t-ancas  'man  ist 
gekommen'.  Zur  3.  Sing,  des  Praet.  comp,  auf  -ad  wird  eine  Pluralform 
auf  -ait,  -it  gebildet:  ro-gabait  'sind  genommen  worden'  LU.  50b  2. 

§  623.  Deponens  und  Passiv  im  Brit.  Der  einzige  in  allen 
brit.  Sprachen  erhaltene  Rest  des  Deponens  ist  mc.  gwyr  'er  weiß' 
com.  gor  mbr.  goar  =  ir.  fitir;  über  die  anderen  Formen  dieses 
Präteritopräsens  vgl.  Verbalverz.  fid-;  über  das  Plusquampf.-Ipf.  s. 
§  620,  5.  Im  archaischen  Mc.  finden  sich  noch  einige  andere 
Reste  des  Deponens,  s.  Rhys,  Rc.  VI  40  ff.,  Loth,  Rc.  XXXI  481; 
3.  Sing,  auf  -awr  :  ry-glywawr  'wird  hören'  Skene  II  221,  8, 
dydeuhawr  Svird  kommen'  213,  9,  delawr  'kommt',  diangawr 
'entkommt';  3.  PI.  auf  -anhawr:  clywanawr  'werden  hören', 
gwydyanhawr  'sie  wissen'(?)  Skene  II  181,29;  182,28;  2.  Sing, 
auf  -yr  :  ry-m-awyr  'gestehe  mir,  schenke  mir!'  158,  2.  —  Dem 
ir.  Deponens  gainithir  'wird  geboren'  entspricht  im  Brit.  ein 
Passiv:  mc.  Prät.  ganet,  mbr.  Präs.  ganer,  Prät.  ganat  (daneben 
im  Mbr.  aktivische  Formen  mit  transitiver  Bedeutung:  gano  'wird 
gebären',  ganas  'sie  gebar'). 


392  Das  brit.  Passiv.  [§  623 

Paradigma  des  brit.  Passivs  (mc.  com.  mbr.  caraf  'ich  liebe'): 
Mc.  Corn.  Mbr. 


cerir 

keryr 

carer 

cerit 

kerys 

caret 

car(h)er 

carer 

carher 

cer(h)it 

*kerys 

carhet 

carat 

caras 

carat 

carassit 

? 

carset 

Präs. 
Ipf. 

Konj.  Prs. 
Konj.  Ipf. 
Prät. 
Plusquampf. 

Das  Plusquampf.  hatte  vermutlich  im  Corn.  eine  dem  Mc. 
und  Mbr.  entsprechende  Form  (also  carsys);  darauf  deutet  der 
jedoch  nicht  ganz  unanfechtbare  Beleg  danvan-sys  'war  geschickt 
worden'  M.  C.  93  (kaum  als  2.  Sing.  Prät.  Akt.  zu  fassen,  da 
diese  Form  0.  M.  1670  danfen-sys  lautet).  Von  dem  Verbum 
'können'  kommt  aber  das  Plusquampf.  Pass.  galser  vor  (ha  re-na 
galser  the  rey  the  voghesegyon  yn  beys  'and  these  might 
have  been  given  to  the  poor  in  the  land'  P.  C.  537);  diese  Neu- 
bildung dient  wohl  gerade  der  deutlicheren  Unterscheidung  von 
der  2.  Sing,  des  Prät.  Akt. 

Anm.  1.  Sowohl  im  Präs.  wie  im  Prät.  zeigen  sich  Spuren  der  ver- 
schiedenen Ausgänge  der  Verbalstämme.  Die  Präsensendung  -ir  im  C. 
(ac.  celir  nimer  bichan  gutan,  ir  maur  nimer  'eine  kleine  Zahl  ver- 
birgt sich  unter  der  großen  Zahl'  Thurneysen ,  KZ.  XXXVII  98 ;  corn. 
gyllyr  'man  kann',  wovon  gyller,  geller  nur  orthographisch  verschieden 
ist;  mbr.  guillir  'man  kann',  guilir  'man  sieht',  wovon  die  gleichbe- 
deutenden Formen  galler,  gueler  etymologisch  verschieden  sind)  rührt 
von  den  -j-Stämmen  her;  daneben  finden  sich  im  Mc.  Formen  auf  -awr 
die  von  den  -ä-Stämmen  ausgegangen  sind:  agorawr  'wird  geöffnet  werden', 
lladawr  'wird  getötet  werden";  dem  entspricht  im  Mbr.  die  Endung 
-eur  :  mireur  'wird  gehütet',  Konj.  guelheur  'wird  gesehen  werden'. 
Das  -er  des  mbr.  Indikativs  und  des  Konjunktivs  aller  brit.  Sprachen 
stammt  aus  den  -o- :  -e-Stämmen.  Im  Prät.  ist  der  Vokal  vor  dem  -t  im 
Mc.  ein  -a-,  -e-,  -t-  oder  -wy-  (wie  in  der  3.  Sing,  des  Prät.  Akt.,  §  615 
Anm.  la°):  rodet  'wurde  gegeben',  gelwit  'wurde  gerufen'  (galw  'rufen'), 
erchit  'wurde  gebeten',  byry  wyt  'wurde  geworfen'  (bwrw  'werfen'  1 105), 
cymerwyt  'ist  genommen  worden';  es  finden  sich  auch  altertümliche 
Formen  mit  -s  aus  -t-t-  :  11  as  'wurde  getötet',  gwys  'man  weiß'  (Mab. 
124,  3,  8;  132,  5);  vgl.  mbr.  gous  'man  weiß';  mc.  aeth-  Anm.  4. 

Anm.  2.     Im  archaischen   Mc.  finden    sich    Präsensformen    auf  -ator. 


1.  Vor  der  Endung  -awr  steht  oft  ein  -h-  (talhaur  'wird  gezahlt 
werden'  BB.  16a  12),  das  wohl  analogisch  ist  (vgl.  S.  338  Fußnote);  es 
könnte  sich  jedoch  auch  um  wirkliche  alte  Konjunktivformen  handeln. 


§  623]  Das  brit.  Passiv.  393 

-otor  (-0-  wohl  aus  idg.  -ö-,  §  32),  -etor,  -itor  :  kymysgetor  'wird  ge- 
mischt' Skene  II  181,  2  v,  u.,  kwynitor  'wird  beweint'  280,  23;  cly- 
witor  com  can  ni  weler  'man  hört  das  Hörn,  obgleich  man  es  nicht 
sieht'  Myv.  Arch.  842  (die  -t-Forra  wird  in  diesem  Beispiel  deutlich  als 
Simplexform  im  Gegensatz  zur  -t-losen  Kompositalform  verwendet).  Durch 
Kontamination  mit  der  -t-losen  Endung  entstehen  Formen  wie  lloscetawr 
'wird  verbrannt  werden'  Skene  II  119,  21.  Häufig  erscheint  vor  der  En- 
dung ein  -A-,  das  in  unzweifelhaften  Indikativformen  wie  canhator  'man 
singt'  Skene  II  209,  8  nur  analogisch  sein  kann.  Unbedingt  analogisch 
ist  in  allen  Fällen  das  auf  -t-  +  -h-  zurückgehende  -tt-^  :  megittor  'wird 
aufgezogen  werden'  BB.  31b  5,  kenhittor  'wird  gesungen  werden'  26b  7, 
brithottor  'wird  bunt  gemacht'  17a  5,  Myv.  Arch.  268a  8,  dygettaur 
'man  wird  bringen'  BB.  13  a  9. 

Anm.  3.  Spuren  der  Unterscheidung  zwischen  Singular  und  Plural 
scheinen  im  Mc.  bei  den  -r-losen  Tempusbildungen  vorzukommen.  Über 
Hais  'wurden  getötet'  (moderne  Orthographie  statt  *lleis)  neben  11  as 
'wurde  getötet'  Myv.  Arch.  453  b  22  vgl.  Loth,  Ec.  XXXI  493.  Und  wie 
im  Irischen  der  Plur.  des  passivischen  Ipf.  Ind.  und  Konj.  und  des  Kon- 
ditionalis mit  den  entsprechenden  Aktivformen  identisch  ist,  so  scheinen 
auch  im  archaischen  Mc.  aktivisch  gebildete  Pluralformen  des  Plusquampf. 
mit  passivischer  Bedeutung  vorzukommen:  lledeseint,  lledessynt 
'waren  getötet  worden';  auch  llesseint  'würden  getötet  worden  sein' 
(an  llas  'wurde  getötet'  angeschlossen);  eine  entsprechende  Imperfektform 
ist  vielleicht  colledeint  (von  c  olle  du  'vernichten');  s.  Strachan,  Introd. 
S.  84,  Loth,  Rc.  XXIX  28,  XXXI  490 f.  Vgl.  ac.  planthonnor  gl.  fodi- 
entur. 

Anm.  4.  Das  Prät.  Pass.  ist  im  Mc.  bisweilen  mit  dem  Verbum  'sein' 
zusammengesetzt.  Das  Verbum  'sein'  hat  in  diesem  Falle  die  Form  -pwyt 
(Prät.  Pass.),  und  davor  steht  ein  nackter  Verbalstamm:  gwassanaeth- 
pwyt  'wurde  gedient',  gwan-pwyt  'wurde  durchbohrt',  tal-pwyt  'wurde 
gezahlt'  (Inf.  gwassanaethu,  gwanu,  talu).  Vgl.  §  648.  Bisweilen 
steht  jedoch  (unter  dem  Einfluß  des  Plusquampf.,  s.  unten)  vor  -pwyt 
eine  Form,  die  schon  als  Prät.  Pass.  charakterisiert  ist:  dywes-pwyt 
'wurde  gesagt'  {-s  aus  -t-t-;  dywedaf  'ich  sage'),  aeth-pwyt  'wurde 
gegangen'  (s.  Verbalverz.  ag-),  gwnaeth-pwyt  'wurde  getan',  maeth- 
pwyt  'wurde  aufgezogen'  (Inf.  magu).  Das-s-  von  Formen  wie  dywes-pwyt 
hat  sich  analogisch  verbreitet:    roes-pwyt,   clyws-pwyt,  dechreus- 

1.  Das  einfach  geschriebene  -t-  kann,  wie  ich  oben  stillschweigend 
angenommen  habe,  altertümliche  Orthographie  des  lenierten  -t-  sein ;  in 
manchen  Fällen  wird  es  jedoch  wohl  =  -tt-  sein.  Die  Einführung  der 
Endung  -awr,  -hawr  und  des  -h-  nach  dem  -t-  beruht  darauf,  daß  das 
-t-  gewissermaßen  als  eine  Art  Stammerweiterung  empfunden  wurde;  in 
derselben  "Weise  wird-tor  mit  der  -t-losen  Konjunktivendung  -er  zu  -tter 
kontaminiert  (traethatter  'möge  vorgetragen  werden'  Skene  II  296,  4), 
und  ein  -J-  kann  nach  dem  -t-  wie  nach  dem  wirklichen  Wurzelauslaut 
erscheinen  (llemittyor  'will  be  trampled  upon'  305,  4). 


394     Das  brit.  Passiv.  Gebrauch  des  Deponens  u.  Passivs.   [§  623.624 

pwyt  (roi,  rodi  'geben',  cly-bot  'hören',  d  e  c  h  r  e  u 'anfangen').  Indem 
das  -s-  solcher  Formen  mit  dem  -s-Prät.  und  das  Vorstück  von  aeth- 
pwyt  mit  dem  aktivischen  -^-Prät.  assoziiert  wurde,  wurde  zum  suffixlosen 
Prät.  d  u  c  'brachte'  ein  Prät.  Pass.  d  u  c  -  p  w  y  t  gebildet.  Von  anderer  Art  sind 
die  aus  dem  Prät.  Pass.  durch  Zusammensetzung  mit  dem  aktivischen  oed 
'war'  gebildeten  Plusquamperfekta:  dysgad-oed  'war  gelehrt  worden', 
cath-oed  'war  genommen  worden'  (-th  statt  -eth  <^  -xt-,  idg.  -pt-,  -bh-t-; 
Inf.  caffel  I  423);  Vermischung  mit  dem  Kompositionstypus  des  Prät.  ist 
jedoch  (zum  Teil  unter  dem  Einfluß  aktivischer  Formen,  §  615  Anm.  2) 
eingetreten  und  hat  zu  Formen  wie  gwnath-oedit  'war  getan  worden', 
cass-oedit  'war  genommen  worden'  geführt. 

Anm.  5.  Im  Nbr.  lautet  der  Konj.  (durch  engeren  Anschluß  an  das 
Aktiv)  auf  -or  aus:  kanor  'es  werde  gesungen'.  Das  Prät.  lautet  kanjot 
oder  kanzeur,  kanjeur  (z,  ?  aus  dem  aktivischen  -s-Prät.). 

§  624.  Gebranch  des  Deponens  nnd  des  Passivs  im  Ir. 
nnd  Brit.  1)  Das  Deponens  unterscheidet  sich  mit  Bezug  auf 
Bedeutung  und  syntaktische  Konstruktion  absolut  nicht  vom  Ak- 
tivum.  Es  ist  vom  keltischen  Gesichtspunkt  nur  eine  gewissen 
Verben  eignende  besondere  Flexionsweise.  Es  fällt  jedoch  in  die 
Augen,  daß  diese  Flexionsweise  vorzugsweise  bei  solchen  Verben 
vorkommt,  die  im  Idg.  mediale  Flexion  hatten:  ir.  sechithir  'folgt': 
gr.  {-'Ttof-iat  'ich  folge',  skr.  3.  Sing,  sacate  (vgl.  lat.  sequor);  ir. 
ar-sissedar  'steht  fest' :  gr.  i'(jra;uai  (aber  lat.  persistö);  ir.  gai- 
nithir  'wird  geboren'  :  gr.  'yiyvoinac  (vgl.  lat.  nascor);  ir.  midi- 
thir  'urteilt'  :  gr.  f.i€doixai,  ixi]öo[.iai  (vgl.  lat.  medeor);  ir.  do- 
muinethar  'glaubt'  :  skr.  manjate  'denkt'  (vgl.  lat.  reminiscor). 
Die  wenigen  Reste  des  Deponens  im  Brit.  zeigen  neben  deutlicher 
Übereinstimmung  mit  dem  Irischen  gewisse  Verschiebungen;  die 
deponentiale  Flexion  des  Verbums  'kommen'  (dy-deuhawr,  de- 
lawr)  mag  darauf  beruhen,  daß  das  Prät.  (doeth 'kam',  dath-oed 
'war  gekommen')  das  Aussehen  eines  Passivs  hatte  (das  Deponens 
scheint  im  Brit.  viel  enger  als  im  Irischen  mit  dem  Passiv  asso- 
ziiert gewesen  zu  sein). 

2)  Das  Passiv  wird  im  Air.  mit  einem  Subjekt  der  dritten 
Person  verbunden:  berir  breth  foir  'judgment  is  passed  upon 
him'  Wb.  12d  38;  intain  .  .  bertar  drognimi  essib  'wenn  die 
schlechten  Taten  aus  ihnen  beseitigt  werden'  25c  23.  Die  Plural- 
form des  Passivs  ist  noch  im  Mir.  durchaus  lebendig  (vgl.  die  in 
§  622  Anm.  2  Schluß  erwähnte  Neubildung).  Dagegen  kann  das 
Passiv  nicht  mit  einem  Subjekt  der  1.  oder  2.  Person  verwendet 
werden;  statt  dessen  verwendet  man  eine  subjektlose  Konstruktion 
('man')    mit   infigiertem    Objektspronomen:    ni-m-tharberar   'ich 


§  624, 2]  Gebrauch  des  Deponens  und  Passivs.  395 

werde  nicht  gebracht',  'man  bringt  mich  nicht'  Wb.  9c  31  (to-air- 
+  ber-);  con  ro-m-iccad  'so  daß  ich  erlöst  worden  bin'  28a  10; 
CO  nu-m-gabthae  gl.  ut  occuparer  Ml.  27b  7;  araal  no-n-seicn- 
dichther  ni  Svie  wir  verleumdet  werden'  Wb.  2a  11;  ro-n-mess 
ni  gl.  aestimati  sumus  4b  22;  arnach-it-r-indarpither  'damit 
du  nicht  verworfen  werdest'  5b  33;  ni-b-iccfither  'Ihr  werdet 
nicht  erlöst  werden'  20a  11;  do-b-ro-grad  'Ihr  seid  gerufen 
worden'  24c  4;  is  sisi  no-b-crete  gl.  credebamini  Ml.  46a  13. 
Im  Nir.  ist  die  subjektische  Verwendung  des  Passivs  gänzlich  auf- 
gegeben; es  wird  immer  als  eine  'man'-Form  aufgefaßt  und  regiert 
den  Akk.  sämtlicher  Pronomina:  an  tan  bheirthear  iad  'wenn 
sie  geboren  werden'  Atk.  Keat.  72,  13;  no  gur  fägbhadh  fo- 
lamh  foghtha  e  'bis  er  leer  und  ausgeplündert  zurückgelassen 
wurde'  19,  21.  —  Das  Brit.  steht  schon  beim  Anfang  der  Über- 
heferung  im  Wesentlichen  auf  derselben  Stufe  vne  das  Nir.:  das 
Passiv  wird  als  eine  subjektlose  aktivische  'man'-Form  aufgefaßt. 
Daher  existiert  (von  den  in  §  623  Anm.  3  besprochenen  Über- 
bleibseln abgesehen)  kein  Plural.  Die  1.  und  2.  Person  werden 
wie  im  Air.  durch  infigierte  Objektspronomina  ausgedrückt:  mc. 
y-m  gelwir  i  'ich  werde  genannt',  y-th  elwir  ditheu  'du  wirst 
genannt',  y-m-byrywyt  'ich  wurde  geworfen'  Mab.  214,  15;  147. 16; 
181,  2;  com.  y-m  gylwyr  'ich  werde  genannt'  O.  M.  1;  mbr. 
ne-m  gueler  quet  'man  sieht  mich  nicht'  Nonne  485,  ne-z 
guelhet  quet  'man  würde  dich  nicht  sehen'  Barbe  630.  Die 
3.  Person  des  Sing,  ist  unausgedrückt  in  Fällen  wie  mc.  na  rodher 
'es  werde  nicht  gegeben'  Mab.  258,  28;  mbr.  me  venu,  ez  graher 
'ich  will,  daß  es  getan  werde'  Jes.  23b;  ein  infigiertes  Objekts- 
pronomen der  3.  Sing,  läßt  sich  aber  wenigstens  aus  dem  Nc, 
Corn.,  Br.  belegen:  nc.  fe-i  dysgir  'er  wird  unterrichtet'  Rowland 
§  301;  corn.  ma-n  gueller  a  uer  termyn  'as  will  be  seen  in  a 
short  time'  P.C.  1940;  mbr.  e-n  gryat  'on  le  cloua'  Ernault  Dict. 
S.  302.  Ein  Substantiv  wird  jedoch  noch  im  Nc,  soweit  die  Leni- 
tionsregeln  in  Betracht  kommen,  als  Subjekt,  nicht  als  Objekt  be- 
handelt (es  bleibt  unleniert):  rhoddir  llyfr  iddo  'ein  Buch  wird 
ihm  gegeben'  Rowland  §  905. 

Mit  der  Auffassung  des  Passivs  als  'man'-Form  stimmt  es, 
daß  auch  die  intransitiven  Verba  ein  Passiv  bilden  können:  air. 
tiagar  'man  soll  gehen'  Ml.  16c  5;  rigthir  'man  wird  gehen* 
Wb.  9a  23;  mir.  docüas  'man  ist  gegangen'  Wi.  130,  8;  air.  cia 
bethir  'obgleich  man  ist'  Wb.  5d  33,  ro-both  'man  ist  gewesen'; 


396  Gebrauch  des  Deponens  und  Passivs.      [624.  625, 1.  2 

nir.  bithear  'man  ist'  u.  s.  w.;  mc.  buwyt  %an  ist  gewesen'; 
com.  may  fether  'daß  man  sein  wird'  0.  M.  46;  rabr.  nbr.  bezer 
'man  ist';  man  kann  im  ßr.  sogar  eine  'man '-Form  des  umschrie- 
benen Passivs  bilden:  mbr.  pan  vezer  aman  ganet  'quand  on 
est  ne  ici-bas'  Nonne  148;  nbr.  bet  e  oar  'on  a  ete',  bet  e  oad  'on 
avait  ete'  Vallee  S.  150.  Häufig  ist  im  ßrit.  das  Passiv  der  Verba 
^können',  'wollen',  'sollen',  'tun'  vor  einem  Infinitiv:  mc.  y  gellir 
dywedut  'es  kann  gesagt  werden'  Mab.  175,  23;  y  neb  y  dy- 
lyer  y  kymryt  'der  genommen  werden  soll'  16,  20;  com.  y  fyn- 
ner  mara  kyller  .  .  ow  dyswul  'man  wünscht  mich  zu  ver- 
nichten, wenn  man  kann'  P.  C.  2600;  mara  keller  y  wythe  'if 
he  can  be  kept'  3058;  mar  ny  wrer  y  wythe  "wenn  nicht  getan 
wird  sein  Hüten"  'wenn  man  es  nicht  hütet'  R.  D.  341;  mbr.  maz 
galler  ma  blam  'sodaß  ich  getadelt  werden  kann'  Nonne  1665; 
da  lacat  a  rer  .  .  en  un  pechet  'du  wirst  in  eine  Sünde  geführt' 
"führen  wird  getan"  Barbe  756. 

Etymologische  Erklärung  des  Deponens  und  Passivs. 

§  625.  Allgemeines.  1.  Das  keltische  Deponens  und 
Passiv  ist  zweifellos  mit  dem  lateinischen  Deponens  und  Passiv 
eng  verwandt.  Auch  im  Oskischen  und  Umbrischen  finden  sich 
entsprechende  Formationen,  uiid  sie  zeigen  hier  zum  Teil  ähnliche 
morphologische  und  syntaktische  Unregelmäßigkeiten  wie  die  kelti- 
schen Systeme;  so  begegnen  -Mose  Formen  wie  umbr.  3.  Sing. 
Konj.  ferar  'feratur',  osk.  3.  Sing.  Ind.  loufir  "Übet"  'oder',  und 
das  Passiv  wird  teilweise  mit  einem  Objekt  verbunden:  osk.  cen- 
samur  esuf  (Nom.)  in  eituam  (Akk.)  'geschätzt  soll  werden  er 
selber  und  sein  Vermögen'  (hier  also  Nom.  der  Personenbezeich- 
nung, aber  Akk.  der  Sache;  Thumeysen,  KZ.  XXXVH  103;  ßuck, 
A  Grammar  of  Oscan  and  Umbrian  S.  178). 

2)  Eine  Übersicht  über  die  Geschichte  der  Deutung  dieser 
außerhalb    des   Italischen    und    Keltischen    nicht    vorkommenden  ^ 


1.  Nur  der  Vollständigkeit  wegen  erwähne  ich,  daß  Sieg  und  Sieg- 
ling,  Tocharisch,  die  Sprache  der  Indoskythen,  Sitzungsber.  d.  Kgl.  preuß. 
Ak.  d.  Wiss.,  phil.-hist.  Classe,  1908,  S.  926,  passivische  und  mediale 
-r-Formen  im  Tocharischen  zu  finden  glauben.  Das  Tocharische  (vgl. 
Emil  Smith,  „Tocharisch",  Christiania  1911)  stimmt  in  vielen  Punkten 
schlagend  mit  dem  Idg.  und  bes.  mit  den  idg.  Centura-Sprachen  überein,  zeigt 
aber  daneben  sehr  auffällige  und  von  den  übrigen  idg.  Sprachen  gänzlich 
abweichende  morphologische  Eigentümlichkeiten.     Die  Verbalflexion  ist  von 


§  625,  2—4]     Erklärung  des  Deponens  und  Passivs.  397 

Formationen  gibt  Dottin,  Les  desinences  verbales  en  -r  S.  362 ff. 
Die  älteste  Deutung  (Bopp,  Vergleichende  Grammatik  ^686,  ''11 
322)  sah  in  dem  -r  der  passivischen  und  deponentialen  Endungen 
ein  suffigiertes  reflexives  Pronomen  *se.  Dabei  bot  sich  als 
nächste  Parallele  die  litauische  reflexive  Flexion  (sukuö-s  'ich 
drehe  mich',  2.  Sing,  sukie-s,  3.  Sing,  süka-s,  PI.  1.  sükame-s, 
2.  sükate-s;  nicht  reflexiv  s u k ü ,  suki,  süka,  sükame,  sükate; 
daß  das  reflexive  Pronomen  sich  auch  auf  die  1.  und  2.  Person 
bezieht;  stimmt  mit  dem  alten  idg.  Sprachgebrauch).  Da  man  zu- 
nächst nur  das  Lateinische  ins  Auge  faßte,  schien  die  lautliche 
Erklärung  des  -r  aus  -s  sehr  einfach:  sie  schien  sich  aus  dem  all- 
gemeinen lateinischen  Übergang  eines  intervokalischen  s  in  r  zu 
ergeben.  Daß  man  hierin  nicht  richtig  gesehen  hatte,  zeigte  die 
Heranziehung  des  Oskisch-Umbiischen  und  des  Keltischen;  denn 
an  dem  allgemeinen  lateinischen  ßhotazismus  nimmt  nur  das  Um- 
brische,  nicht  aber  das  Oskische  und  das  Keltische  teil  (das  inter- 
vokalische  -s-  wird  im  Oskischen  zu  -z-,  im  Keltischen  zu  -h-). 

3)  Aus  diesem  Grunde  hat  man  nun  die  Erklärung  des  -r 
aus  dem  Reflexivpronomen  gänzlich  aufgegeben  und  vielmehr  die 
Aufmerksamkeit  auf  das  in  den  Endungen  der  3.  PI.  des  Per- 
fekts im  Altindischen  erscheinende,  zweifellos  aus  dem  Urindoger- 
manischen ererbte  -r  gerichtet.  Auf  dieser  Grundlage  hat  Zim- 
mer (KZ  XXX  224  ff.)  eine  bestechende  Hypothese  aufgestellt. 
Er  geht  von  Formen  wie  ir.  do-berar,  do-ber-r  aus,  worin  er 
eine  alte  3.  PI.  des  Aktivs  sieht,  die  auf  die  *man'-VerweJidung 
beschränkt  worden  war.  Aber  dadurch  ist  (um  von  anderen  offen- 
kundigen Schwächen  der  Deutung  abzusehen)  nur  die  objektische,  nicht 
aber  die  subjektische  Konstruktion  des  Passivs  erklärt;  und  man  wird 
behaupten  dürfen,  daß  die  idg.  -r-Endungen  der  3.  Plur.  des  Per- 
fekts sich  nicht  als  geeignet  erwiesen  haben,  als  Ausgangspunkt 
einer  Erklärung  des  italo-keltischen  Deponens  und  Passivs  zu 
dienen.  Nur  das  wird  zuzugeben  sein,  daß  die  idg.  perfektischen 
-r-Endungen  sich  in  gewissen  Fällen  mit  den  keltischen  deponen- 
tialen und  passivischen  -r-Endungen  gemischt  haben. 

4)  Bei  der  Verwerfung  der  alten  Suffigierungstheorie,  wonach 
das  alte  deponentiale  und  passivische  -r  aus  einem  Reflexivpro- 
nomen *se  entstanden  wäre,   hat   man  erstens  die  auf  Schritt  und 


Sieg  und  Siegling  nur  wenig  erforscht.  Die  Texte  sind  noch  nicht  allge- 
mein zugänglich  gemacht.  Ein  Urteil  über  die  tocharischen  -r-Formen  ist 
daher  vorläufig  gänzlich  unmöglich. 


398  Erklärung  des  Deponens  und  Passivs.     [§  625,  4 — 6 

Tritt  zu  beobachtende  und  für  das  ganze  Wesen  der  lautlichen 
Entwickelung  der  Sprache  charakteristische  Tatsache  übersehen, 
daß  die  im  Wortinnern  waltenden  Lautgesetze  nicht  mit  den  Laut- 
gesetzen des  Sandhi  identisch  sind.  Ferner  hat  man  nicht  genü- 
gend die  Möglichkeit  beachtet,  daß  das  -r  sich  eventuell  in  ge- 
wissen bestimmten  Verbindungen  (ir.  berir  aus  *hhered  se,  §  626) 
entwickelt  und  sich  von  da  aus  auf  andere  Fälle  verbreitet  haben 
könnte.  Und  schließhch  ist  man  gar  nicht  darauf  aufmerksam 
gewesen,  daß  gerade  diejenigen  Sprachen,  die  der  lautlichen  Erklä- 
rung des  -r  aus  *se  Schwierigkeiten  zu  bereiten  schienen,  durch  ihr 
morphologisch-syntaktisches  System  wichtige  Argumente  zugunsten 
der  Suffigierungstheorie  liefern.  Ganz  besonders  gilt  dies  vom 
Keltischen. 

5)  Äußerst  charakteristisch  ist  zunächst  der  Umstand,  daß  das 
-r  in  denjenigen  Tempnsbildungen  fehlt,  die  ursprünghch  niemals 
unkomponiert  vorkamen  und  daher  niemals  ein  suffigiertes  Pro- 
nomen annehmen  konnten  (Ipf.  Ind.  und  Konj.;  Konditionalis; 
vgl.  S.  345f. ;  ich  berufe  mich  jedoch  nur  auf  das  Deponens  und 
den  Plur.  des  Passivs;  mit  dem  Sing,  des  passivischen  Ipf.  Ind. 
und  Konj.  und  des  passivischen  Konditionalis  und  mit  dem  brit. 
Plusquampf.  Pass.  hat  es  eine  besondere  Bewandtnis,  s.  §  628). 

Möglicherweise  war  das  -r  ursprünglich  auch  dem  Imperativ  fremd 
(vgl.  §  621  Anm.  1 ;  im  Brit.  felilt  der  Ipv.  des  Passivs  und  wird  durch 
den  Konjunktiv  ersetzt,  und  auch  der  irische  Ipv.  des  Passivs  könnte  ein 
umgedeuteter  Konjunktiv  sein,  vgl.  §626);  dies  würde  dann  damit  stimmen, 
daß  tatsächlich  auch  im  Ipv.  keine  suffigierten  Pronomina  vorkommen  (über 
die  Subjektspronomina  vgl.  S.  349;  daß  auch  die  suffigierten  Objektspro- 
nomina im  Ir.  beim  Ipv.  ausgeschlossen  sind,  könnte  allerdings  zufällig  sein, 
vgl.  S.  252,  S.  155).  Bedeutsam  ist  vielleicht  auch  der  Umstand,  daß  das 
Prät.  -cuale  'er  hörte'  (von  der  1.  und  3.  PL  abgesehen)  ohne  -r  gebildet 
wird,  obgleich  das  Präsens  -cluinethar  lautet:  das  in  diesem  Verbum 
feste  ro-  (§  571,  2)  ist  im  Prät.  seit  jeher  vorhanden  gewesen  (vgl.  §  580,2) 
und  mußte  also  die  Suffigierung  verhindern;  das  Nicht-Prät.  hat  sich  da- 
gegen erst  später  mit  Bezug  auf  das  ro-  nach  dem  Prät.  gerichtet  (vgl. 
§  582  S.  287),  mag  also  früher  auch  unkomponiert  vorhanden  gewesen  sein, 
sodaß  die  Suffigierung  hier  nicht  ausgeschlossen  war. 

6)  Ganz  anders  erklärt  sich  das  Fehlen  des  -r  im  Prät.  des 
Passivs.  Diese  Form  ist,  wie  auf  der  Hand  liegt,  und  wie  man 
längst  erkannt  hat,  ein  -^o-Partizipium  (vgl.  lat.  auditus  est  u.  s.  w.). 
Das  Gesamtbild  des  keltischen  Passivs  ist  demnach  das  folgende: 
es  besteht  teils  aus  Formen,  die  auf  ein  -r  ausgehen,  das  jeden- 
falls  mit  dem   -r  des  Mediums  (Deponens)   identisch    ist  und  aus 


§  625, 6|  Erklärung  des  Deponens  und  Passivs.  399 

morphologischen  Gründen  als  ein  suffigiertes  Element  betrachtet 
werden  muß,  teils  aus  Formen,  die  auf  dem  alten  -^o-Partizipium 
beruhen;  beide  Reihen  von  Formen  können  teils  subjektisch,  teils 
subjektlos  und  eventuell  mit  einem  Objekt  konstruiert  werden. 

Dieses  Gesamtbild  deckt  sich  in  allen  Pnnkten  mit  dem  Ge- 
samtbild des  polnischen  Passivs,  das  teils  aus  Formen  mit  dem 
(nach  den  Gesetzen  der  polnischen  Wortstellung  bald  suffigierten,  bald 
vor  dem  Verbum  stehenden)  reflexiven  Pronomen  si§,  teils  aus 
Formen  der  idg.  -to-  und  -wo-Partizipia  besteht  und  teils  subjek- 
tisch, teils  subjektlos  und  eventuell  mit  einem  Objekt  konstruiert 
wird.  Also  teils  subjektisch:  urodzil  mu  sig  synaczek  (Nom.) 
'ein  Söhnchen  wurde  ihm  geboren',  listy  si§  pisz%  (Plur.)  'die 
Briefe  werden  geschrieben' ^ ;  teils  subjektlos:  kiedy  sie  zna  oso- 
biscie  autora  (Obj.)  'wenn  man  den  Verfasser  persönlich  kennt', 
cal^  ksi^zkg  (Akk.)  czyta  sie  jak  powiesc  'das  ganze  Buch 
liest  sich  wie  ein  Roman';  Passiv  des  Verbums  'sein':  gdy  si^ 
jest  gospodarzem  w  swojej  nauce  'wenn  man  Herr  seiner 
Wissensenschaft  ist';  reflexive  oder  mediumähnUche  Ausdrücke  mit 
si^:  pasc  sig  'weiden'  (intransitiv),  chwycic  si§  czego  'nach 
etwas  greifen'  u.  s.  w.^  Femer  subjektisch:  ta  regula  nader 
scisle  od  pici  niewiesciej  zachowana  jest  'diese  Regel  ist 
von  dem  weiblichen  Geschlecht  sehr  genau  beobachtet  worden'; 
subjektlos:  ukladano  (imperfektiv)  gramatyki  filozoficzne  'man 
verfaßte  philosophische  Grammatiken',  rozpocz§to  (perfektiv)  ba- 
dania  fizjologiczne  'man  begann  physiologische  Forschungen'. 
Die  objektische  Konstruktion  kann  bei  den  -no-  und  -^o-Partizipien 
vielleicht  zum  Teil   darauf  beruhen,    daß  diese  Partizipia  im  Idg. 


1.  si?  richtet  sich  im  Wesentlichen  nach  einer  altindogermanischen 
Wortstellungsregel,  wonach  die  enklitischen  Wörter  hinter  dem  ersten 
selbständigen  Worte  des  Satzes  stehen;  auf  derselben  Wortstellungsregel 
beruht  schließlich  auch  die  Wahl  zwischen  Suffigierung  und  Infigierung  im 
Irischen. 

2.  Falls  man  gegen  die  Parallelisierung  des  keltischen  -r  mit  dem 
polnischen  unbetonten  Reflexivpronomen  einwenden  will,  daß  das  -r  zwar 
passivische  und  mediale,  nirgends  aber  greifbar  reflexive  Bedeutung  hat 
('er  rühmt  sich  selbst'  ist  ir.  möit-i  §  487  S.  148),  so  antworte  ich,  daß 
dies  darauf  beruhen  kann,  daß  der  reflexive  Ausdruck  zur  deutlicheren 
Unterscheidung  vom  Passiv  eine  analysierende  Erneuerung  erfahren  hat : 
eine  solche  Erneuerung  kann  auch  auf  slavischem  Boden  vorkommen:  russ. 
on  vedjöt  seb/ä  xorosö  'er  beträgt  sich  gut'  neben  scot  vedjöt-sja  'die  Rech- 
nung wird  geführt'. 


400  Erklärung  des  Deponens  und  Passivs.     [§  625,  6.  7.  626 

ursprünglich  gegen  die  genera  verbi  (Aktiv  und  Passiv)  neutral 
waren,  vgl.  Brugmann  IF  V  117  flf.  Dagegen  ist  die  doppelte  Kon- 
struktion bei  den  auf  dem  Reflexivpronomen  beruhenden  passiven 
Formen  jedenfalls  von  allgemeinen  (nicht  durch  ein  idg.  sprach- 
liches Erbe  bedingten)  psychologischen  Faktoren  hervorgerufen. 
Die  subjektlose,  eventuell  objektische  Konstruktion  der  reflexiven 
Formen  im  passiven  Sinne  findet  sich  bekanntlich  auch  im  Italie- 
nischen: non  mi  si  accusi  di  arroganza  'man  beschuldige  mich 
nicht  der  Selbstüberhebung';  si  visitö  assieme  le  collezioni 
'man  hat  zusammen  die  Sammlungen  besehen'.  In  der  dritten 
Person  vs^echseln  im  Italienischen  die  subjektlose  und  die  subjek- 
tische Konstruktion  mit  einander:  si  vende  dei  libri  und  si 
vendono  dei  libri  'man  verkauft  Bücher';  in  der  ersten  und 
zweiten  Person  kommt  dagegen  nur  die  subjektlose  Konstruk- 
tion vor. 

7)  Die  angeführten  Parallelen  zeigen  schlagend,  daß  die 
Deutung  des  -r  aus  dem  Reflexivpronomen  *se  allen  syntaktischen 
EigentümHchkeiten  des  keltischen  Passivs  gerecht  wird.  Dies  kann 
von  keiner  anderen  bis  jetzt  vorgeschlagenen  Deutung  behauptet 
werden.  Mit  dem  lautlichen  Problem  kommt  man  leicht  zurecht. 
Man  kann  aber  noch  fragen,  wo  das  nach  5°  in  gewissen  Fällen 
zu  erwartende  infigierte  Reflexivpronomen  geblieben  ist  Ich 
kann  nur  antworten,  daß  es  ebenso  wie  die  nach  §  602  zu  erwar- 
tenden infigierten  Subjektspronomina  abhanden  gekommen  ist.  In 
welchem  Umfange  aber  dabei  eine  rein  lautgesetzliche  Entwicke- 
lung  anzunehmen  ist^,  und  in  welchem  Umfange  mit  Analogie- 
bildungen zu  rechnen  ist,  versuche  ich  nicht  zu  entscheiden. 

§  626.  Die  r-Formen  des  Passivs  sind  durch  den  Antritt 
des  reflexiven  Pronomens  an  die  aktiven  Formen  gebildet.  Laut- 
gesetzlich kann  das  -r  aber  nur  im  Singular  sein.  Die  ererbte 
Personalendung  der  3.  Singular  war  -t  (S.  343);  dies  -t  hatte  sich  im 
Uritahschen  zu  -d  entwickelt  (Brugmann,  Grundriß  I^  912).  Die- 
selbe Entwickelung  nehme  ich  auch  für  das  Keltische  an.  Ir. 
3.  Sing,  berir  ist  demgemäß  aus  *bhered  se  entstanden  {-ds-  > 
-dz-  >  -z-  >  -r-);   der  auslautende  Vokal  ist  sehr  früh  (schon  ur- 


1.  dobeir  'er  gibt'  aus  * to-is-bheret ,  do-tluiched  'er  bat'  aus 
* to-se-ts-{e)(lkueto,  do-m-beir  'er  bringt  mich'  aus  *to-is-me-bheret,  ni-m- 
chluined  'er  hörte  mich  nicht'  aus  * ne-se-is-me-{e)k' lu?itto ?  Massenhafte 
Analogiebildungen  müssen  unter  allen  Umständen  vorkommen. 


§  626]  Erklärung  der  -r-Formen  des  Passivs.  401 

italisch-keltisch)  geschwunden;  das  Timbre  des  irischen  -r  ist  vom 
vorhergehenden  Vokal  bewirkt  (§  158  I  246),  denn  man  darf  kaum 
annehmen,  daß  hinter  dem  urkeltischen  *  herer  aus  *bhered  se  noch 
ein  Subjektspronomen  suffigiert  wäre  (über  die  relative  Form 
berar  s.  S.  235).  Mbr.  carer  ist  in  der  Endung  mit  ir.  berir 
identisch,  mc.  lladawr  deutet  auf  -äd  se,  mc.  cerir  auf  -id  se. 
Ir.  3.  PI.  bertir  kann  nicht  lautgesetzlich  auf  *hheront  se  zurück- 
gehen, sondern  muß  eine  Analogiebildung  nach  dem  Sing,  sein; 
etwa  urkelt.  *heront-er  nach  dem  Sing.  *  herer  \  danach  weiterhin 
*qar anter  ir.  cartir  u.  s.  w. 

Auf  Neuerung  berulit  einerseits  das  irische  -th-  mc.  -t-  in 
gewissen  Singularendungen ,  andererseits  die  Unterscheidung  zwi- 
schen Simplexendungen  und  Kompositalendungen  auf  -r  (Komposi- 
talendungen  auf  -r  kann  es  nach  den  Erörterungen  in  §  625  ur- 
sprünglich gar  nicht  gegeben  haben).  Im  Irischen  kann  *qarater  > 
carthir  nach  dem  Muster  des  Plurals  *qaranter  geschaffen  worden 
sein;  die  Neubildung  drang  nui'  bei  den  -«-  und  -z- Verben  durch; 
bei  den  -o-  :  -e-Stämmen  hinderte  der  zwischen  dem  Sing,  und 
Plur.  herrschende  Vokalunterschied  (Passiv  *  herer  :  *beronter,  Aktiv 
*beretis  :  *beront  ei)  die  Neubildung,  die  zu  keiner  vollen  Überein- 
stimmung zwischen  dem  Sing,  und  dem  Plur.  hätte  führen  können  * ; 
die  unregelmäßigere  Form  blieb  bei  den  überhaupt  unregelmäßige- 
ren Verben  bestehen.  Einen  anderen  Verlauf  nahm  die  Entwicke- 
lung  im  Brit.,  wo  einerseits  der  Plural  des  Passivs  früh  unge- 
bräuchlich wurde,  andererseits  früh  eine  Vermischung  des  Depo- 
nens und  des  Passivs  eintrat;  die  Neubildung  drang  hier  bei  allen 
Stammklassen  durch  (mc.  -etor,  -ator,  -itor  §  623  Anm.  2),  die 
Endung  wurde  von  dem  Deponens  beeinflußt  (daher  der  Ausgang 
-or),  und  schließlich  ist  (unter  dem  Einfluß  der  aktivischen  Formen, 
S.  336,  338)  die  Regelung  eingetreten,  daß  die  -^-haltige  Form  als 
Simplexform,  die  -Mose  Form  als  Kompositalform  (des  Passivs  und 
des  Deponens)  durchgeführt  wurde. 

Im  Irischen  wurde  die  Unterscheidung  zwischen  Simplexformen 
und  Kompositalformen  nach  dem  Muster  der  3.  Plur.  dos  Präs. 
Akt.  so  durchgeführt,  daß  die  Simplexforni  durch  mouillierten  Aus- 


1.  Daraus  wird  zu  folgern  sein,  daß  die  3.  Plur.  der  -F-Stämme  die 
Endung  -int  gehabt  haben  (anders  oben  S.  344);  die  t-Stämme,  die  in  der 
Bildung  des  Passivs  ursprünglich  mit  den  -o- : -e-Stämnien  stimmten 
(§  622  Anm.  1),  werden  dagegen  in  der  3.  PI.  die  Endung  -Junt  gehabt 
haben.  Hatten  die  -na-Stämme  in  der  3.  PI.  die  Endung  -n-ont  [vg\.  §  107)? 
Pedersen,   Vgl.  kelt.  Gramm.     II.  26 


402     Erklärung  der  -r-Formen  d.  Passivs,  des  Deponens.  [§  626.  627 

laut,  die  Kompositalform  durch  unmouillierten  Auslaut  gekenn- 
zeichnet wurde.  Dies  wurde  dadurch  ermöglicht,  daß  Formen  auf 
unmouilliertes  -r  teils  direkt  vorhanden  waren,  teils  nach  nahelie- 
genden Mustern  leicht  geschaffen  werden  konnten.  So  kann  das 
Schwanken  zwischen  der  neugebildeten  Form  carthir  *qarater  und 
der  ererbten  Form  *carar  aus  *qarar  (vgl.  mc.  lladawr)  die 
Mischbildung  -carthar  hervorgerufen  haben.  Die  Kompositalform 
des  Präs.  Ind.  -berar^  kann  nach  dem  Muster  des  Imperativs 
berar  geschaffen  worden  sein,  weil  im  Aktiv  der  PL  des  Impe- 
rativs mit  den  Kompositalformen  des  Präs.  Ind.  gleichlautete;  der 
Imperativ  berar  seinerseits  wird  ein  alter  -ä- Konjunktiv  sein 
{*bheräd  se),  der  sich  eben  wegen  der  Assoziation  mit  dem  Ind. 
der  Umbildung  zu  berthir  *berafer  entzogen  hatte.  Schließlich 
können  auch  die  deponentialen  Formen  auf  unmouilliertes  -r  Ein- 
fluß geübt  haben.  Bei  ir.  benir  :  -benar  ist  die  Form  auf  un- 
mouilliertes r  ererbt  {^bhinad  se),  die  Form  auf  mouilliertes  -r  neu- 
gebildet. 

§  627.  1)  Die  r-Formen  des  Deponens  bestehen  wenigstens 
zum  Teil  aus  den  alten  idg.  medialen  Formen  +  -r.  Selbstver- 
ständlich muß  der  Antritt  des  -r  in  einer  Zeit  erfolgt  sein,  wo 
das  in  der  historischen  Zeit  gänzlich  erloschene  Gefühl  für  die  be- 
sondere Bedeutung  des  M-ediums  und  für  die  Verwandtschaft 
dieser  Bedeutung  mit  der  Reflexivität  noch  durchaus  lebendig  war; 
und  der  Antritt  des  -r  wird  dem  Zwecke  gedient  haben,  den  er- 
erbten unregelmäßigen  und  zum  Teil  undeutHch  gewordenen  Aus- 
druck der  medialen  Bedeutung  zu  verdeutlichen.  In  welchem  Um- 
fange das  -r  in  der  Verbindung  mit  einer  Medialform  lautgesetz- 
lich auf  *se  zurückgeführt  werden  kann,  ist  unsicher.  An  und  für 
sich  hindert  nichts  die  Annahme,  daß  das  -s  des  enklitischen  *se 
nicht  nur  nach  -d  (§  626),  sondern  auch  nach  einem  Vokal  laut- 
gesetzHch  zu  -z-  (woraus  weiterhin  -r.-)  geworden  ist ;  und  in  diesem 
Falle  kann  ein  großer  Teil  der  Formen  des  Mediums  lautgesetzHch 
sein.  Aber  andererseits  würde  die  analogische  Übertragung  eines 
unter  anderen  Bedingungen  entstandenen  -z-  ein  leicht  verständ- 
licher Vorgang  sein,  und  die  Annahme,  daß  das  -r  in  keiner  Form 


1.  Man  hat  das  -a-  der  Kompositalendung  -ar  als  ein  Svarabhaktivokal 
auffassen  wollen  (Zimmer,  KZ  XXX  236;  Thurneysen,  Handbuch  S.  345); 
diese  Auffassung  ist  aber  keineswegs  notwendig,  vgl.  §  622  Anm.  1  mit 
Fußnote. 


( 


§  627,  1—3]    Erklärung  der  -r-Formen  des  Deponens.  403 

des  Deponens  lautgesetzlich  wäre,  würde  daher  die  Gesaratdeutung 
absolut  nicht  gefährden. 

2)  Die  1.  Sing,  des  Präs.  Ind.  geht  zunächst  auf  -ör  zurück 
(ir.  do-tluchur  lat.  loquor;  bei  den  -ä-Stämraen  ist  -ä-Jör,  bei 
den  -i-  und  -i-Stämmen  -{i)jör,  -Ijör  anzusetzen:  ir.  labrur,  mi- 
diur).  Diese  Endung  beruht  wohl  auf  einer  alten  medialen  En- 
dung -öi  (Brugmann,  Grundriß  II  1374),  die  im  Itahschen  und 
Keltischen  zum  Zusammenfall  mit  der  aktiven  Endung  -ö  neigte 
und  daher  durch  das  angehängte  -r  verdeutlicht  wurde.  Mit  dem 
Präs.  stimmt  das  -s-Prät.  (ir.  labrasur),  der  -s-Konjunktiv  und 
das  -s-Fut.  (messur).  Die  Formen  des  -ä-Konjunktivs  und  des 
-^-Futurums  (ir.  labrar,  labrafar  u.  s.  w.)  können  eine  Endung 
-är  voraussetzen,  die  mit  lat.  loquar  stimmt  und  möghcherweise 
auf  eine  alte  Medialendung  -äi  (aus  -ä-ai)  zurückgeht,  die  freilich 
mit  der  gr.  medialen  Endung  der  1.  Sing,  der  -a-Stämme  (io-ca- 
juat)  nicht  stimmt.  NatürHch  könnte  in  -är  auch  eine  uralte  italo- 
keltische  Analogiebildung  stecken;  dagegen  liegt  kein  Grund  vor, 
das  irische  -ar  vom  lat.  -ar  zu  trennen  um  es  als  späte  Analogie- 
bildung nach  der  Simplexendung  des  Aktivs  (bera,  rannfa  §607, 
611)  zu  erklären.  Eine  solche  späte  Analogiebildung  liegt  dagegen 
wohl  in  dem  suffixlosen  Prät.  (-midar,  vgl.  -fetar  'ich  weiJß')  vor. 

3)  Die  2.  Sing,  scheint  im  Mc.  die  Endung  -yr  gehabt  zu 
haben,  die  wohl  ganz  spät  nach  Analogie  des  aktivischen  -y  (S.  336) 
gebildet  ist.  Ebenso  wenig  ursprünglich  ist  die  irische  Endung 
-ar  im  suffixlosen  Präteritum  (-midar).  AltertümHcher  ist  dagegen 
die  Endung  -the-r  des  Präs.  Ind.,  des  -ä-Konj.  und  des  -6-Fut., 
deren  erstes  Element  mit  der  Endung  der  2.  Sing,  des  Ipv.  -the 
identisch  ist  und  nach  I  249,  II  348  auf  idg.  -thes  zurückgeht 
(im  -s-Prät.,  -s-Konjunktiv  und  -s-Futurum  ist  -thes  direkt  an  das 
tempusstammbildende  -s-,  nicht  an  einen  -so-  :  -se-Stamm  getreten: 
ir.  Konj.  messe r  aus  *meds-thes  -j-  r).  Das  (unmouilherte)  -r  scheint 
jedoch  erst  nach  dem  Schwunde  des  auslautenden  -s  an  die  Endung 
angetreten  sein  zu  können.  Auch  die  lat.  Form  loqueris  scheint 
nicht  uralt,  sondern  Umbildung  des  daneben  noch  vorkommenden 
loquere  zu  sein^  worin  die  -r-lose  Medialendung  -e-so  (vgl.  gr. 
Aor.  2.  Sing,  e-yeveo,  Plusquampf.  hhQaijio  u.  s.  w.)  steckt.  Also 
war  in  der  2.  Sing.  uritaUsch-kel tisch  wohl  keine  -r-Endung  vor- 
handen.    Auch  in  der  2.  PL  kennt  weder  das  Keltische  noch  das 


1.  loqueris:  Ipv.  loquere  =  scribis:  scribe. 

26' 


404  Erklärung  der  -r-Formen  des  Deponens.         [§  627,  4 

Italische  eine  -r-Endung;  vermutlich  war  im  Uritalisch-Keltischen 
die  alte  Medialendung  (vgl.  skr.  Präs.  bhava-dhve,  Ipf.  bhava-dhvam 
oder  gr.  (pege-od^e,  sq:>6Q£-o&€)  noch  ohne  suffigiertes  -r  erhalten^ 
wurde  aber  später  aufgegeben  und  im  Lateinischen  durch  ein  Par- 
tizipium (loquimini),  im  Irischen  durch  die  Aktivendung    ersetzt. 

4)  Die  3.  Sing.,  1.  PL  und  3.  PL  bilden  durch  die  (nur  in 
der  3.  Sing,  des  suffixlosen  Prät.,  vgl.  unten  5°,  nicht  durchge- 
führte) Unterscheidung  zwischen  Simplexformen  und  Komposital- 
formen  eine  besondere  Gruppe.  Diese  Unterscheidung  ist,  wie  ich 
glaube,  durch  die  Vermischung  der  italisch-keltischen  -r-Endungen 
mit  den  idg.  -r-Endungen  der  3.  PI.  des  Perfekts  durchgeführt. 
Durch  diese  Vermischung  erklären  sich  auch  die  eigentümlichen 
Synkoperegeln,  die  für  diese  drei  Personen  gelten. 

Wir  haben  einerseits  außerhalb  des  suffixlosen  Prät.  mit  alten 
Formen  auf  -to-r,  -mo-r,  -nto-r  (vgl.  lat.  loquitur,  loquimur^ 
loquuntur)  zu  rechnen;  darauf  deuten  die  archaischen  air.  Schrei- 
bungen du-fuisledor,  f  risbrüdemor  §  621  Anm.  l  S.  386  und  die 
archaische  mc.  Passivendung  -tor,  die  man  bei  der  offenkundigen 
Vermischung  der  Passiv-  und  der  Deponensflexion  im  Brit.  getrost 
als  ursprüngliche  Deponensendung  deuten  darf  (vgl.  §  626)  ^  Die 
Endungen  der  3.  Sing,  und  3.  Plur.  enthalten  die  alten  idg.  me- 
dialen Sekundärendungen  (vgl.  gr.  s-cpagsTo,  l-cptQOvro)  -f-  r;  die 
Endung  der  1.  PI.  erklärt  sich  dagegen  nicht  aus  der  alten  Me- 
dialendung (vgl.  gr.  (fieQ6(.ied^a,  scpegoi^ed^a)  und  nur  sehr  gezwungen 
aus  der  Aktivendung,  die  im  Italischen  und  Keltischen  offenbar 
-mos,  nicht  -mo  lautete  (S.  347);  sie  ist  wohl  im  Wesentlichen 
durch  den  Einfluß  der  3.  PI.  und  3.  Sing,  geschaffen  worden. 

Andererseits  hatte  das  Keltische  offenbar  die  alte  Medial- 
endung der  3.  PI.  des  Perfekts  -rai  (skr.  vivid-re,  3.  PI.  Perf. 
Med.  von  vindati  'findet')  ererbt;  sie  wurde  (wie  die  aktivische 
Endung  -r  §  620,  4  S.  382)  mit  einer  -«^Endung  kontaminiert; 
so  entstand  -ont-rai  oder  -y,t-rai;  daraus  ir.  *miditir  (mit  Erhal- 
tung des  Vokals  der  zweiten  Silbe,  die  vor  der  Entwickelung  des 
Svarabhakti Vokals  zwischen  -t-  und  -r  die  letzte  Silbe  war). 

Von  da  aus  drang  eine  Endung  -nt'i-  >  -tir  als  Simplexform 
in  die  übrigen  -r-Tempora,  und  fast  notwendigerweise  stellte  sich 
als  Gegenstück  dazu  eine  singularische  Simplexendung  -^V  >  -thir 

1.  Umgekehrt  gilt  die  alte  Passivendung  -awr  im  Mc.  auch  für  das 
Deponens  und  hat  analogisch  pluralische  Formen  auf  -anhawr  (§623  An- 
fang) ins  Leben  gerufen. 


§  627,  4.  5]     Erklärung  der  -r-Endungen  des  Deponens.  405 

{-s-tir)  ein;  umgekehrt  entstand  im  suffixlosen  Prät.  eine  Kompo- 
sitalform  der  3.  PL  auf  *-ntnr  >  -tar,  und  schließlich  wurde  die 
Unterscheidung  zwischen  Simplexformen  und  Kompositalformen 
auch  in  der  1.  PI.  aller  -r-Tempora  durchgeführt  {-nur  r-:-mmor  > 
-mmir:  -mmar;  das  -mm-  ist  aus  den  Simplexendungen  des  Aktivs 
übertragen). 

Aus  dem  hier  angenommenen  Ursprung  der  Simplexendungen 
erklärt  sich  das  Fehlen  der  Synkope  in  ir.  midithir,  midimmir, 
miditir  u.  s.  w.  sowie  die  Erhaltung  des  -st-  in  der  3.  Sing,  des 
-s-Prät.  (cichnaigistir  'zischte'  Sg.  152b  2),  -s-Konj.  (raestir) 
und  -s-Fut.  (miastir),  wodurch  das  Deponens  sich  deutUch  vom 
Passiv  unterscheidet  (gaibthir,  gaibtir,  messir;  analogisch  dringt 
jedoch  -st-  teilweise  auch  ins  Passiv,  vgl.  §  622  mit  Anm.  1).  Da 
das  Unterbleiben  der  Synkope  in  der  3.  Sing,  und  PI.  ein  w^ert- 
volles  Mittel  zur  Differenzierung  des  Deponens  vom  Passiv  war, 
haben  sich  die  Kompositalendungen  analogisch  nach  den  Simplex- 
endungen gerichtet  (-midethar,  -midetar);  nur  ganz  vereinzelt 
ist  die  lautgesetzliche  Form  erhalten  geblieben  (co  ar-mentar 
feid  §  621  Anm.  4).  Auch  im  suffixlosen  Prät.  und  in  der  1.  PI., 
wo  die  Erhaltung  des  Vokals  ohne  morphologischen  Wert  Avar, 
haben  sich  die  Kompositalendungen  nach  den  Simplexendungen 
gerichtet;  in  der  1.  PI.  sind  die  Ausnahmen  jedoch  häufig  (du- 
menmar,  -foilsigmer  und  danach  foilsigmir,  S.  387). 

5)  Von  dem  unter  4°  geschilderten  Assoziationskreis  blieb  die 
3.  Sing,  des  suffixlosen  Prät.  deshalb  ausgeschlossen,  weil  sie  keine 
-^haltige  Endung  hatte.  In  der  vorHegenden  Form  -midair 
steckt  kaum  eine  alte  Medialendung  (skr.  3.  Sing,  hubtidhe  von 
hödhati  'merkt';  vgl.  §  620,  2);  es  handelt  sich  wohl  wie  bei  der  1. 
und  2.  Sing,  des  suffixlosen  Prät.  um  eine  junge  (wenn  auch  vor  dem 
Schwunde  des  vokalischen  Auslautes  zustandegekommene)  Analogie- 
bildung nach  dem  Aktiv;  -midair  (zufälligerweise  in  der  einzigen 
air.  Belegstelle,  Ml.  72b  21,  so  geschrieben;  die  ältere  Ortliographie 
wäre  midir)  geht  auf  *  mede-r  ebenso  zurück  wie  das  passivische 
berir,  berair  'wird  getragen'  auf  '^ herer.  Der  Grund,  weshalb 
im  Sing,  des  suffixlosen  Prät.  durchweg  späte  analogische  Formen 
vorliegen,  könnte  darin  zu  suchen  sein,  daß  die  ererbten  -r-Formen 
keine  deuthche  Unterecheidung  der  Personen  boten  (vgl.  skr.  1., 
3.  Sing,  bubudhe,  2.  Sing,  bubudhise).  Nahe  liegt  jedoch  die  Ver- 
mutung, daß  im  Prät.  überhaupt  keine  Formen  mit  suffigiertem 
-r  ererbt  waren.     Das  Ur-Italokeltische  wird   die  (vom  Aktiv  hin- 


406  -r-Formen,  -r-lose  Formen  des  Deponens.     [§  627,  5.  628 

länglich  verschiedenen)  alten  Medialendungen  ohne  -r  verwendet 
haben  (vgl.  etwa  gall.  legasit,  karnitu  I  245);  dafür  treten  später 
im  Lat.  (und  Brit.,  S.  391,  394)  passivische  Formen,  im  Ir.  neu- 
gebildete -r-Formen  ein. 

In  einem  einzigen  Verbum  hat  die  3.  Sing,  des  suffixlosen 
Prät.  einen  besonderen  Ursprung.  Die  ir.  Form  -fitir  c.  gwyr 
com.  gor  br.  goar  'er  weiß'  geht  auf  '^widr  zurück  und  ist  mit 
skr.  vidür  'sie  weissen'  identisch  (I  113).  In  diesem  unregelmäßigen 
Verbum  ist  die  aktivische  -r-Endung  der  3.  PI.  zunächst  eine  Zeit- 
lang ohne  Kontamination  mit  den  -n^-Endungen  erhalten  geblieben. 
Später  entstand  jedoch  eine  Form  ^widontr  oder  *wid'^tr,  und  das 
Nebeneinander  der  alten  und  neuen  Form  führte  schließlich  dazu, 
daß  *widr  >  *u-idri  als  eine  Singularform  betrachtet  wurde. 
Formell  sah  *widri  ganz  wie  eine  Singularform  aus,  und  es  gab 
im  Keltischen  syntaktische  Verbindungen  genug,  in  denen  das 
Sprachbewußtsein  unter  solchen  Umständen  in  der  Auffassung  des 
Numerus  unsicher  werden  konnte  (z.  B.  nach  Kollektiven;  vgl.  ni 
fitir  muntar  nime  Wb.  21c  22  und  ni  fitetar  muntar  nime 
21  d  1  'die  Bewohner  ["der  Haushalt"]  des  Himmels  wußten  es 
nicht').  Die  in  dieser  Weise  umgedeutete  Form  hat  darauf  im  Iri- 
schen die  übrigen  Personen  beeinflußt:  daher  das  -t-  und  die 
Hebung  im  Plur.  -fitemmar,  -fitid,  -fitetar  und  das  -t-  in  der 
1.  und  2.  Sing,  -fetar.  Ich  nehme  also  an,  daß  das  Präterito- 
präsens  'weiß'  im  Keltischen  ursprünglich  aktivische  Flexion  hatte; 
die  übrigen  Formen  (Präs.  ro-finnadar,  Konj.  -festar,  Fut. 
-fiastar)  können  dagegen  die  mediale  Flexion  ererbt  haben  (vgl. 
gr.  oida,  el'aof^ai). 

§  628.  Die  -r-losen  Tempora  geben  beim  Deponens  zu 
keinen  weiteren  Erörterungen  Anlaß.  Die  alten  Augmenttempora 
(d.  h.  das  Ipf.  Ind.  und  Konj.  und  der  Konditionalis)  sind  in  der 
Flexion  mit  dem  Aktiv  identisch;  die  Endungen,  die  in  der  2.  und 
3.  Sing,  medial,  sonst  aber  aktivisch  sind,  sind  in  §  605,  1,  2  be- 
sprochen. Nach  §  625,  7  werden  diese  Tempora  ursprünglich  ein 
infigiertes  *se  enthalten  haben.  Der  Ipv.  hat  im  Sing,  alte  -r-lose 
Medialendungen  (2.  Sing,  -the  §627,  3;  3.  Sing,  -ed,  -ad  §606), 
im  Plur.  teils  -r-Endungen,  teils  -r-lose  Aktivendungen  (die  an  die 
Stelle  der  alten  Medialendungen  getreten  sind). 

Ein  bunteres  Bild  bieten  die  passivischen  -r-losen  Tempora. 
Nur  der  Plur.  der  Augmenttempora  stimmt  mit  dem  Aktiv  und 
Deponens.    Es  handelt  sich  um  alte  aktivische  Formen  (ir.  -bertis, 


§  628]  Erklärung  der  -r-losen  Formen  des  Passivs.  407 

mc.  -eint  §  623  Anm.  3),  deren  passivische  Verwendung  ursprüng- 
lich von  einenn  infigirten  *se  bedingt  war. 

Das  Prät.  Pass.  ist  dagegen,  wie  schon  in  §  625,  6  bemerkt, 
ein  -^o-Partizipium  (ir.  -breth  aus  *hhfto-s,  *bhrtä,  *bhrto-m,  m 
subjektloser  Verwendung  aus  *bhrto-m)  und  muß  als  solches  bis  in 
eine  ziemUch  späte  Zeit  empfunden  worden  sein :  die  Pluralform 
ir.  -bretha  zeigt  dieselbe  Analogiebildung  mit  Bezug  auf  die 
Endung  wie  die  Adjektive,  s.  §  459,  1,  und  das  Plusquampf.  kann 
noch  im  Mc.  mit  dem  Verbum  'war'  verbunden  sein  (§  623  Anm.  4; 
mc.  cath-oed  wie  lat.  captus  erat).  Die  irische  Simplexform 
breth-e  enthält  das  Pronomen  he  'er'  in  unbetonter  Gestalt. 

Aber  auch  den  Singularformen  der  Augmenttempora  liegt  ein 
-^o-Partizipium  zu  Grunde.  Aber  nicht  das  Part,  des  Grundverbums, 
sondern  das  Part,  eines  abgeleiteten  Stammes  auf  kelt.  -l-,  vorkelt. 
-e-  oder  -J-,  worin  zwei  verschiedene  Bildungstypen  zusammenge- 
flossen sein  können:  1)  der  durative  Typus  auf  -e-,  der  durch  lat. 
tene-re  exemplifiziert  werden  kann;  vgl.  dis-tendö  (mit  präsens- 
bildendem -d-)  'ich  spanne  auseinander':  dis-tineö,  'ich  halte  aus- 
einander'; ir.  gaibid  'nimmt':  lat.  habeö  'halte';  asl.  je-ti  (Präs. 
imq)  'nehmen':  ime-ti  'haben';  lit.  tver-ti  'fassen':  ture-ti  'haben'; 
2)  der  iterative  Typus  des  lat.  nocere  "wiederholt  töten  wollen", 
'schädigen'  neben  necäre  'töten';  vgl.  gr.  cfOQeco  'trage  umher' 
neben  q'eQw  'trage';  asl.  nosi-ti  'herumtragen,  wiederholt  tragen' 
neben  nes-ti  'tragen'.  Das  abgeleitete  Verbum  hatte  oft  eine  andere 
Vokalgebung  als  das  Grundverbum  (vgl.  gr.  cpooeto  :  cpegw);  dieser 
Unterschied  ist  jedoch  im  Keltischen  analogisch  beseitigt  worden. 
Also  ir.  breth-e  *bhrtos  is  'wurde  getragen',  -berthe  (vgl.  die 
mc.  Endung  -it)  *bheretos  is  'wurde  dauernd,  wiederholt  getragen'. 
—  Ein  großer  Teil  der  Formen  sind  analogisch  gebildet.  So 
schon  ein  Teil  der  Imperfekte  des  Ind.  Zur  Not  könnte  noch 
-carthe  mc.  cerit  ein  altes  *qaretos  is  'er  wurde  wiederholt  ge- 
liebt' sein  (man  könnte  sogar  den  Stamm  *qare-  in  lat.  carere 
"wiederholt,  fortwährend  verlangen  [müssen]",  'entbehren'  wieder- 
finden wollen);  aber  zu  den  meisten  abgeleiteten  Verben  auf  -ä- 
und  -i-  konnte  ein  derartiges  Durativum  oder  Iterativum  nach  alt- 
idg.  Sprachgebrauch  nicht  gebildet  werden.  Zu  einem  -wa- Verbum 
konnte  nur  ein  -w-loses  Durativum  oder  Iterativum  gebildet 
werden  (vgl.  russ.  glja-nü-ti  'den  Blick  auf  etwas  richten',  gljade-tt 
'den  Blick  auf  etwas  gerichtet  halten'),  nicht  aber  eine  Form  wie 
ir.  -bente  (das  ebenso  wie  -carthe  auch  nocli  durch   das  Timbre 


408  Erklärung  der  -r-losen  Formen  des  Passivs.     [§628—630 

den  Anschluß  an  den  Präsensstamm  des  Grundverbums  verrät). 
Offenkundige  Analogiebildungen  sind  ferner  die  Konjunktivformen 
und  die  Konditionalformen  (nur  der  -6-Konditionalis  könnte  zur  Not 
einen  vom  Verbum  'sein'  gebildeten  Stamm  *  bhwe-  enthalten,  vgl. 
asl.  be  'erat'  neben  dem  Aorist  by  'fuit');  neben  den  brit.  Plus- 
quamperfektformen wie  mc.  carassit  ist  noch  im  Mc.  ein  älterer 
Typus  (cath-oed  u.  s.  w.)  erhalten.  —  Zur  Form  der  Endung  ist 
noch  zu  bemerken,  daß  mbr.  caret  neben  mc.  cerit  eventuell  mit 
dem  sonstigen  Schwanken  zwischen  -e  und  -e-  in  Verbindung  stehen 
könnte,  vgl.  über  c.  agores  'öffnete'  u.  s.  w.  §  617^  1  S.  376,  über 
c.  rodet  'wurde  gegeben'  §  623  Anm.  1;  vielleicht  Hegt  jedoch  in 
mbr.  -et  nichts  Altes  vor,  sondern  nur  eine  Vermischung  mit  den 
Präteritalformen  des  Typus  c.  rodet  (unterstützt  durch  das  -e-  des 
Präs.  mbr.  carer).  Ferner  ist  hervorzuheben,  daß  ü-.  -berthe  nach 
dieser  Deutung  ursprünglich  keine  Kompositalform  gewesen  sein 
kann.  Ursprünglich  muß  *  berthe  mit  einer  Kompositalform  *-bered 
{*bheretos)  gewechselt  haben,  die  zufälligerweise  mit  der  dem  Plur. 
-bertis  entsprechenden  Singularform  *-bered  {*bhereto)  gleich- 
lautete. Da  sonst  beim  Ipf.  kein  Untei-schied  zwischen  Simplex- 
formen und Kompositalformen  bestand,  wurden  *berthe  und  *-bered 
promiscue  verwendet,  bis  schheßhch  die  deutlichere  Form  den  Sieg 
davon  trug. 

XX.  Die  Nomiualformen  des  Terbums  und  ihre  Verwendung. 

§  629.  Die  im  Uridg.  am  engsten  mit  dem  System  der 
finiten  Verbalformen  verbundenen  Nominalformen  (die  -w^-Partizipia, 
die  -m-  oder  -m-n-Partizipia,  das  Partizipium  des  Perf.  Akt.,  vgl. 
gr,  (ptQtüv,  (fSQOfxevog,  elöwg)  sind  im  Keltischen  verloren  gegangen 
(Reste  der  -/«^Pai'tizipia  sind  in  §  448,  ßeste  des  Perfektpartizi- 
piums in  §  447,  3  S.  102  zu  finden). 

Von  dem  mit  den  finiten  Verbalformen  weniger  eng  assoziier- 
ten -to-  und  -wo-Partizipium  (vgl.  §  625,  6)  hat  sich  nur  die  -to- 
Form  erhalten,  die  unerweitert  in  gewissen  passivischen  Formen 
steckt,  die  in  der  historischen  Zeit  als  finite  Verbalformen  empfunden 
werden  (§  628).  Als  Partizipia  fungieren  zwei  verschiedene  Er- 
weiterungen des  idg.  -^o-Partizipiums.  Außerdem  besitzt  das  Kel- 
tische ein  Gerundiv  und  einen  Infinitiv. 

§  630.  Das  Partizipium  (des  Prät.  Pass.)  wird  im  Ir.,  Com., 
Br.   durch    das  Suffix   -tjo-  gebildet.     Bei  den  primitiven  Verben 


§  630]  Die  Partizipia.  409 

(-0-  :  -e- Stämmen,  konsonantischen  Stämmen,  -na-Präsentien)  trat  das 
Suffix  direkt  an  die  Wurzel;  dieser  Typus  ist  aber  nur  im  Ir.  er- 
halten:   bi-the  'geschlagen'  (Präs.  benid),   im-di-bthe  'beschnit- 
ten';   sri-the  (sernid  'breitet  aus';    -n-    aus  -f-);    cli-the  (celid 
'verbirgt';  -li-  aus  -/-);  tui-cse  'auserwählt'  (Wurzel  * yeus-,  *(/us-, 
s.  Verbalverz.  -gu);  ad-nach-te  'begraben'  (Verbalverz.  aingid); 
t-imm-artae   ML,    t-imm-orta   Sg.   'eingeengt'    (org-;    -rt-   aus 
-rkt--,  die  Mouilherung  lautgesetzlich  verloren);    claisse  'gegraben' 
(claidid;    -ss-  aus  -d-t-);    cete   'gesungen'    (canid).     Bei   den  -ä- 
und  -«-Verben    tritt  das  Suftix  an   einen  Stamm   auf   -a-   und  -i-\ 
ein  Stamm    auf  -a-  kommt  wohl   auch   bei   den  -i-Präsentien  vor. 
Der  Stammvokal  muß  im  Ir.  durch  Synkope  schwinden,  wenn  er 
in  der  zweiten   (oder  vierten)  Silbe  steht;    in   den   so  entstehenden 
sekundären  Kosonantengruppen  treten  verschiedene   lautgesetzliche 
Änderungenein.     Also:  ir.  in-fo-lg-i-the 'verborgen'  (nach  einem 
*folgithe    zu    fo-luig-     gebildet);     ei-ln-i-the    'besudelt'     (as- 
lenaimm  'besudele',  worin  das  ursprünglich  vielleicht  nur  präsens- 
bildende   -na-   als    stammhaft    behandelt    wird);    aur-gabtha    gl. 
demptus;    croch-the    'gekreuzigt'    (vgl.   §  289,   7    I  421);    foite 
(f  oidid  'sendet';  danach  rem-foite  gl.  praemissus);  com-chlante 
gl.  consitus  (nach  einem  nicht  belegten  cl ante  zu  clandid 'pflanzt, 
zeugt');     suidigthe     'gesetzt'     {*sodesagUjo-);     foammamichthe 
'unterjocht'  u.  s.  w.      Im  ßrit.    scheint    der   Typus    auf   -atjo-   bei 
allen  Verben  verallgemeinert  worden  zu  sein:  com.  keris  'geliebt'; 
beneges,  benegas   'gesegnet';    mbr.  hanuet  'genannt'    (mit  ana- 
logisch   beseitigtem    Umlaut   der    Wurzelsilbe);    prenet   'gekauft'. 
Über  das  C.  vgl.  §  384,  3,  S.  40. 

Die  Bedeutung  des  -^yo-Partizipiums  kann  an  das  GeiTindiv 
gränzen:  air.  neph-fodlide  gl.  insecabilem  Sg.  189b  6  (fo-däli 
'er  verteilt'),  neph-chumscaigthe  gl.  mutari  nescius  Ml.  40d  23 
(com-od-  +  scuich-). 

Im  Nir.,  Com.,  Mbr.  werden  mit  Hülfe  des  -^jo-Pai-tizipiums 
verschiedene  umschriebene  Verbalformen  gebildet:  nii*.  tä  se 
deanta  agam  'ich  habe  es  getan',  nuair  bhi  si  deargtha  aige 
'als  er  es  (das  Feuer,  nir.  teine  fem.)  angezündet  hatte'  (vgl. 
Zimmer,  ZfcPh.  III  63—98);  com.  ty  o  gylwys  'du  wurdest  ge- 
nannt' R.  D.  1096;  cryst  a  fue  lythys  garow  'Christ  who  was 
cruelly  slain'  903;  y  fue  gynys  a  wyrhes  'er  wurde  von  einer 
Jungfrau  geboren'  1199;  mar  noyth  genys  del  vye  'as  naked 
as  he  had  been  born'  M.  C.  130;    del   yv   leuerys   thynny  'wie 


410  Das  Gerundiv.  [§631.  632 

es  uns  gesagt  worden  ist'  R.  D.  1271;  yth-os  sylwys  'du  bist 
gerettet  worden'  1103;  dasserghys  yw  'er  ist  auferstanden'  1004 
(von  einem  aktivischen  intransitiven  Verbum;  =  re  thassorhas 
1272);  bos  dasserghys  'auferstanden  sein'  1214,  aber  bones 
dasserhys  'auferstehen'  939;  mbr.  en  deueux  groaet  'er  hat 
getan'  Barbe  791,  nbr.  kared  ounn  'ich  werde  gehebt'  u.  s.  w. 

§  631.  Eine  andere  Erweiterung  des  -to-Partizipiums  (ir. 
carthach  mc.  caredic,  abr.  hanter-toetic)  ist  in  §  385  be- 
sprochen. Sie  ist  besonders  im  C.  in  lebendigem  Gebrauch,  bildet 
aber  keine  umschriebene  Verbalformen. 

§  632.  Das  Gerundiv ^  hat  im  Ir.  die  Endung  -thi  ohne 
Hebung  des  vorhergehenden  Vokals,  c.  -dwy  corn.  -dow  abr.  -toe, 
woraus  man  nach  irischen  und  britannischen  Lautgesetzen  kaum 
eine  andere  Grundform  als  -toujo-  (oder  -teujo-,  -taujo-)  konstruieren 
darf;  vgl.  I  56,  521,  II  39  f.  Im  Ir.  wird  das  Gerundiv  (ähnlich 
wie  die  Komparationsformen,  §  467)  nur  prädikativ  verwendet, 
kommt  nur  im  Nom.  vor  und  lautet  im  Sing,  und  Plur.  gleich 
(flektierte  Formen  finden  sich  nur  bei  sklavischer  Übersetzung  aus 
dem  Lateinischen).  Bei  den  primitiven  Verben  wird  die  Endung 
unmittelbar  an  die  Wurzel  gefügt  (dieser  Typus  ist  nur  im  Ir.  er- 
halten): ir.  is  amlaid  is  buithi  do  chäch  'so  soll  jeder  sein' 
Wb.  24a  17  (die  Form  ist  nicht  regelmäßig;  vermuthch  vom  Inf. 
buith  'sein'  beeinflußt);  innahi  batar  buthi  ar  thuus  'die- 
jenigen Dinge,  die  am  Anfang  hätten  sein  sollen'  Ml.  23c  16; 
bethi  'zu  schlagen';  srethi  gl.  substernendum ;  clethi  'zu  ver- 
bergen, der  verborgen  werden  soll'  (vgl.  die  Partizipia  bithe, 
srithe,  clithe  §  630);  is  imcasti  gl.  consideranda  (s.  Verbalverz. 
ad-cii;  -st-  statt  des  zu  erwartenden  -ss-  wie  im  passivischen  -s- 
Konj.  und  -s-Fut.);  bedcuimrechti  gl.  adstringendam  (com-  + 
rig-);  ni  bo  comitesti  dö  'he  should  not  be  indulged'  (com-  in- 
+  tiag-;  die  Form  ist  ganz  unregelmäßig,  offenbar  von  -s-Konj. 
und  -s-Fut.  beeinflußt);  is  gessi  gl.  adorandus  (guidid  'bittet'); 
ni  eclastai  gl.  non  est  excutienda  Sg.  27a  15  (zu  as-gleinn 
'excutit';  die  Wurzel  lautet  wohl  auf  -d-  aus;  -st-  also  statt  -ss-, 
das  im  Partizipium  neph-ecailse  gl.  indiscussum  erscheint;  Ml. 
15 d  7  scheint  ecailsi  Gerundiv  zu  sein,  kann  aber  keine  regel- 
mäßige Form  sein);  donaibhi  beta  cheti  gl.  ad  canenda  (ca- 
nid  'singt').     Bei   den  -ä-   und  -i- Verben   scheint  die  Endung  an 


1.  Vgl.  Zupitza,  KZ  XXXV  444—461;  Loth,  MSL  VI  66-69. 


§  633.  634]  Der  Infinitiv.  411 

einen  Stamm  auf  -a-  und  -t-  gefügt  worden  zu  sein;  die  irische 
Synkope  wirkt  in  derselben  Weise  wie  beim  Partizipium  (§  630): 
ni  äirmithi  ar  ni  'es  darf  nicht  als  etwas  gerechnet  werden' 
(Verbalverz.  rim-);  din  dinit  bed  sästai  gl.  de  agna  pascenda; 
arichthi  *zu  vermerken';  leicthi  'zu  überlassen'.  Im  Brit.  ist 
der  Typus  auf  -a-toujo-  verallgemeinert  worden,  s.  die  Beispiele  in 
§  384,  3  S.  39f. 

§  633.  Als  Infinitive  ^  werden  im  Air.  Verbalsubstantive 
der  verschiedensten  Form  verwendet;  sie  sind  dekUnierbar  und 
werden  wie  Substantive  konstruiert  (das  Objekt  im  Gen.).  Diese 
Sachlage  ist  im  Wesentlichen  als  gemeinkeltisch  zu  betrachten,  und 
sie  ist  im  großen  Ganzen  bis  auf  den  heutigen  Tag  bestehen  ge- 
blieben. Die  Morphologie  wird  zwar  in  den  jüngeren  Sprachperioden 
durch  das  Umsichgreifen  gewisser  Infinitivtypen  vereinfacht,  und  im 
Brit.  werden  die  syntaktischen  Eigentümlichkeiten  des  Infinitivs 
durch  den  Verlust  der  Kasusflexion  der  Substantive  teilweise  ver- 
wischt; aber  trotzdem  bleiben  die  Züge  des  alten  Systems  noch  in 
den  jüngsten  Sprachstufen  unvertilgbar. 

Anm.  Nicht  jedes  Verbalabstraktum  ist  ein  Infinitiv;  nur  solche  Ab- 
strakta,  die  in  der  Bedeutung  den  zugehörigen  Verben  genau  entsprechen  (die 
einfach  die  Handlung  des  Verburas  ausdrücken),  dürfen  als  Infinitive  be- 
zeichnet werden;  man  darf  also  u.a.  niemals  ein  Substantiv,  das  nicht  mit 
einem  objektiven  Genitiv  verbunden  werden  kann,  als  Infinitiv  eines  tran- 
sitiven Verbums  betrachten.  Es  kann  indessen  aus  Mangel  an  Belegen  oft 
schwer  zu  entscheiden  sein,  ob  ein  gegebenes  Verbalabstraktum  als  Inf. 
anzuerkennen  ist  oder  nicht;  in  zweifelhaften  Fällen  verwende  ich  im  Ver- 
balverz. die  Bezeichnung  ,,Abstr." 

§  634.     Form  des  Infinitivs.    Der  Infinitiv  kann  vom  Verbum 

finitum  etymologisch  ganz  verschieden  sein:  air.  serc  'Liebe,  lieben', 
carimm  'ich  liebe';  precept  'predigen',  pridchimm  'ich  predige'; 
di-gal  'rächen'  I  101,  do-fich  'rächt'  (die  echt  zusammengesetzten 
Formen  wie  ni  dig  'er  rächt  nicht'  sind  nur  zufällig  dem  Inf. 
lautlich  ähnlich);  mbr.  ober  'tun'  (aus  lat.  opera),  groaff  'ich 
tue';  mc.  mynet  com.  niones,  mos  mbr.  monet,  mont  'gehen', 
mc.  com.  mbr.  af  'ich  gehe'. 

In  der  Regel  ist  jedoch  der  Infinitiv  mit  dem  finiten  Verbum 
wurzelverwandt.  Er  hat  1)  vokalisches  Suffix:  ir.  ri'm,  äram 
'zählen'  (rimid,  ad-ri'mi  'zählt';  der  Inf.  ist  Stammwort  des  Ver- 
bums); fu-lang  'aushalten'  (foloing  'hält   aus');    slige  'schlagen' 


1.  Vgl.  Windisch,  BB  II  72 ff.;  Vendryes,  MSL  XVI  249 ff. 


412  Der  Infinitiv.  [§  634 

(fem.);  slaide  ds.  (fem.)  mc.  11  ad  ds,,  ym-lad  'kämpfen';  com.  cows 
'reden';  mbr.  comps  ds.  —  2)  ein  -s^Suftix  (sehr  selten):  togais 
'betrügen'  (Präs.  1.  Sing,  do-gäithaimm;  vgl.  S.  19);  —  3)  ein 
-^-^Suffix:  ir.  anacol,  Dat.  im-scrip-gail,  gabäl;  mc.  meddwl, 
nc.  sisial  'flüstern',  sonial  'to  keep  talking',  mc.  kafael,  kaffel, 
com.  drehevel  §  372,  1;  mc.  gadael  (=  gadu)  'erlauben';  — 
4)  ein  -f/-Suffix:  ir.  saigid  §  374,  1;  —  5)  ein  -nd-Snfüx  (ent- 
lehnt): ir.  scribend  u.  s.  w.  §  375;  —  6)  ein  -Ä;-Suffix:  mc.  redec 
'laufen'  com.  resek  mbr.  redec  (vgl.  Verbalverz.  ir.  reth-);  da- 
nach mc.  ehedec  'fliegen';  ein  -Ä;w-Sitffix:  ir.  Dat.  reicc  'ver- 
kaufen', creic  'kaufen'  (Prs.  renid,  crenid);  —  7)  ein  -Ä:^Suffix: 
ir.  rossacht  'schwanken'  (roissid  'schwankt'),  airchissecht 'scho- 
nen' (ar-cessi  'schont'),  eitsecht  'hören'  (in-  +  töis-,  Ipv.  3.  PI. 
eitset);  c.  marchogaeth  corn.  marogeth  mbr.  marheguez 
'reiten';  —  8)  ein  -^Suffix:  ir.  buith  'sein'  mc.  bot  corn.  bos 
(analogisch  bones,  nach  mones  'gehen')  mbr.  bout;  ir.  breth 
'tragen'  {-re-  aus  -r-;  berid  'trägt');  mc.  cymryt  'nehmen'  (cyme- 
raf  'ich  nehme',  k'om-  +  bher-),  im  Nc.  zu  cymeryd  umgebildet, 
corn.  kemeres,  mbr.  quemeret;  ir.  epert  'sagen'  (as-beir  'sagt'); 
techt 'gehen'  (tiagu 'ich  gehe');  mess  'urteilen'  (midiur);  vgl.  §383; 

—  besonders  häufig  sind  die  an  ein  mehrsilbiges  vokalisches  Vor- 
stück gefügten  -^Suffixe:  ir.-  comalnad  'erfüllen',  sellned  'be- 
sudeln' (as-lenaimm  'besudele'),  im-radud  'überlegen';  mc.  gor- 
derchat  'lieben';  gwelet  corn.  gweles  mbr.  guelet  'sehen';  mc. 
yfet  'trinken';  mbr.  seilet  'sehen';  mc.  dywedut  'sagen';  vgl. 
§  384;  —  die  br.  Endung  -out  (mbr.  nbr.  gallout  'können',  caf- 
fout  'erhalten')  ist  Analogiebildung  nach  bout  'sein'  mit  Zusam- 
mensetzungen (mc.  gwybot  'wissen',    mbr.  gouzuout,   gouzout); 

—  9)  ein  -^Ä:-Suffix:  mc.  eredic  nc.  aredig  'pflügen'  (Präs.  nc. 
arddaf  I  70);  —  10)  ein  -^r-Suffix:  mc.  gwneuthur,  br.  Cor- 
nouaille    mezur,    §  389;    ein  -^r-/n- Suffix:    ir.  al-tram  'erziehen'; 

—  11)  ein  -i^Suffix:  ir.  for-cital  'lehren'  (for-cain  'lehrt'); 
danach  analogisch  intinscital  neben  in-t-inn-scann  'anfangen'; 

—  12)  das  Suffix  -tijen-:  ir.  aigthiu 'fürchten'  (-ägur  'ich  fürchte'), 
fo-ditiu  'ertragen'  (fo-daim  'er  erträgt');  —  13)  ein  -^Suffix: 
c.  sefyll  'stehen'  corn.  seuell  mbr.  seuell;  mc.  gallel  (=  gallu) 
'können';  corn  gelwel  'rufen'  mbr.  gueruell;  mbr.  guenell  nbr. 
genel  'gebären';  -el  ist  eine  häufige  Infinitivendung  im  Corn.  und 
Br.;  aus  dem  Ir.  mag  oul  (Dativ)  'trinken'  (ibid  'trinkt')  hierher- 
gehören (zweisilbig;  vgl.  russ.  pöjlo  'Trank,  besonders  für  das  Vieh'); 


§  634.  635J  Der  Infinitiv.  413 

—  14)  ein  -w-Suffix:  ir.  äin  'spielen'  (Präs.  3.  PI.  agait);  mc. 
d-wyn  'führen'  (Präs.  dygaf)  corn.  doen,  doyn,  don  mbr.  doen 
(Präs.  dougaf;  nbr.  Inf.  dougen);  mc.  am-wyn  'schützen';  adol- 
wyn  'bitten'  (Präs.  adolygaf,  vgl.  ir.  do-tluchur);  analogisch 
c.  ymrain  I  237;  br.  eren  'binden'  (ereet  'gebunden')  §  398; 
analogisch  aotre-n  'accorder'  (frz.  Lehnwort,  §  131,  4  I  212), 
mbr.  antre-n  'entrer'  (Prät.  antreas  'il  entra');  da  das  -w-Suffix 
sonst  im  C.  nur  nach  einem  vokalisierten  Hinterlingual  vorkommt, 
liegt  es  nahe,  auch  mc.  llefein  'schreien',  diasped-ein  'rufen, 
schreien'  als  Analogiebildungen  zu  betrachten;  vielleicht  ist  dia- 
spedeit  Mab.  210,  25  die  ältere  Form;  indessen  könnte  llefein, 
diaspedein  auch  an  ir.  orgun  'schlagen',  fedan.  Gen.  fednae 
'führen',  tuididen  §  241  Anm.  I  348  angeschlossen  werden;  vgl. 
noch  c.  igian  'seufzen'  (Präs.  igiaf),  chwerthin   'lachen'  I  504; 

—  15)  ein  -m-Suffix  :  ir.  gnim,  den  um  'tun'  (do-gni  'tut'),  in- 
greimm  'verfolgen'  u.  s.  w.  §  401;  ir.  accaldam  'anreden',  cre- 
tem  'glauben',  mc.  gwisgaw  corn.  guyske  mbr.  guisquaff  nbr. 
gwiska,  ac.  erchim,  abr.  diprim,  c.  prynu  u.  s.  w.  §  402,  2; 
mc.  rydha-u  'befreien'  u.  s.  w. ;  —  16)  -m-n-  :  ir.  lenmain,  c. 
ehed-fan  §  403. 

§  635.  Gebrauch  des  Infinitivs.  1)  Subjekt,  Objekt  und 
Prädikatsnomen  des  Infinitivs.  Das  Objekt  des  Infinitivs  steht 
im  Air.  im  Genitiv:  comalnad  ind  huili  rechte  'das  ganze 
Gesetz  zu  erfüllen'  Wb.  20a  12;  a  fulang  'sie  zu  ertragen'  "ihr 
Ertragen"  17  c  26.  Das  Subjekt  des  Infinitivs  wird  durch  die 
Präposition  do  eingeführt:  magthad  la  suidiu  cretem  do  gein- 
tib  'sie  wundern  sich  darüber,  daß  die  Heiden  glauben'  'mirantur, 
gentes  credere'  5a  1;  asrochoili  inn-a  chridiu  buid  dond 
ingin  i  n-ögi  'er  bestimmt  in  seinem  Herzen,  daß  die  Tochter 
unverheiratet  bleiben  soll'  10b  20;  tre  atlogud  buide  donaib 
nöibaib  'durch  die  Danksagungen  der  Heiligen'  17a  3;  ind 
airitiu  colno  do  Crist  'daß  Christus  körperhche  Gestalt  ange- 
nommen hat'  "die  Annahme  des  Körpers"  31  d  2.  Bei  einem  in- 
ti-ansitiven  Verbum  kann  jedoch  auch  ein  subjektiver  Genitiv  vor- 
kommen: a  m-buith  immallei  'ihr  Zusammensein'  10a  4;  for- 
comnacair  buith  a  maicc  som  hi  Röim  'bis  son  happened  to 
be  in  Rome'  Sg.  148a  6.  Das  Prädikatsnomen  steht  bei  'sein'  im 
Nom.:  buith  nochtchenn  'barhäuiDtig  (fem.)  sein'  Wb.  11c  12; 
m-aicsin  i  n-imniud  iar  m-buith  socumail  'to  see  me  in 
trouble  after  being  happy'  Ml.  44  c  6. 


414  Gebrauch  des  Infinitivs.  [§  635,  1. 2 

Im  Brit.  ist  durch  den  Verlust  der  Kasusfiexion  der  Substan- 
tive der  Unterschied  zwischen  dem  genitivischen  Objekt  des  Infini- 
tivs und  dem  akkusativischen  Objekt  des  finiten  Verbums  zum 
großen  Teil  aufgehoben  worden.  Aber  von  den  persönlichen  Pro- 
nominen  werden  noch  die  Genitive  als  Objekt  des  Infinitivs  ver- 
wendet: mc.  y  wan  'ihn  durchbohren'  "sein  Durchbohren"  Mab. 
219,  11,  vyn  dwyn  'mich  zu  führen'  213,  25;  corn.  y  derry  'ihn 
zerbrechen'  M. C.  35;  an  re-na  a  yl  äo,  <?ysky  'diese  können 
dich  belehren'  M.C.  80;  mbr.  ma  lacat  me  garu  dan  maru  yen 
'me  livrer  durement  ä  la  froide  mort'  Barbe  687.  Das  Subjekt 
kann  im  Mc.  durch  die  Präposition  o  'von'  oder  y  'zu'  eingeführt 
werden:  rac  dy  lad  ohonaw  'damit  er  dich  nicht  töte';  gwedy 
cladu  y  gwr  ohonaw  'nachdem  er  den  Mann  begraben  hatte'; 
am  lad  ohonat  titheu  y  gwr  priawt  hi  'weil  du  ihren  Ehe- 
mann getötet  hast';  mynet  ohonat  y  lys  Arthur  'daß  du  nach 
der  Burg  Arthur's  gehst'  Mab.  204,  7,  13,  23,  24;  gwedy 
udunt  oresgyn  yr  holl  wlat  'nachdem  sie  das  ganze  Land  er- 
obert hatten'  E..B.  II  116,  33.  Bei  intransitiven  Verben  kann  das 
Subjekt  in  genitivischer  Form  ausgedrückt  werden:  manac  vy  mot 
yma  ac  or  mynnir  vy  nyvot  y  mywn  mi  a  deuaf  'melde,  daß 
ich  hier  bin,  und  wenn  man  will,  daß  ich  hineinkomme,  werde  ich 
kommen'  Mab.  205,  16;  ac  yno  y  clywei  uot  sarlf  yn  gorwed 
ar  uodrwy  eur  'da  hörte  er,  daß  eine  Schlange  auf  einem  goldenen 
Ring  lag'  218,  27;  cynn  dyuot  y  gwyr  oc  eu  neges  'ehe  die 
Leute  von  ihrer  Sendung  zurückkamen'  219,  20.  Vgl.  corn.  dref  en 
agen  bos  vnwoys  'because  of  our  being  one  blood'  Beun.  Mer. 
235;  mbr.  dre  he  bout  'parce  qu'elle  etait'  Ernault,  Dict.  229 
(aber  nbr.  dre  ma-z  oc'h  mad  'parce  que  vous  etes  bon'  Troude, 
Dict.  fr.-br.  366). 

2)  Rolle  des  Infinitivs  im  Satze,  a)  Der  Infinitiv  kann  im 
Air.  in  allen  Konstruktionen  eines  gewöhnlichen  nomen  abstractum 
vorkommen:  er  kann  als  Subjekt  oder  Objekt  stehen,  genitivisch 
fungieren  (fer  denma  bairgine  gl.  pistor),  von  einer  Präposition 
abhängig  sein.  Auch  die  Verbindung  mit  den  Begrifien  'können', 
'wollen',  'sollen'  u.  s.  w.  hat  keinen  besonderen  verbalen  Charakter. 
Man  sagt  cid  toi  dö  airbert  biuth  inna  tüare  'auch  wenn  er 
wünscht,  die  Speisen  zu  genießen'  Wb.  IIb  18,  iss-um-ecen 
precept  'ich  muß  predigen'  lOd  24,  aber  ebenso  ho-r-bi  accobor 
Ise  nebud  dö  in  noidenacht  S.  263  Z.  3  v.  u.  (wo  das  Subjekt 
des  Infinitivs   von    dem  Subjekt   des  Wollens  verschieden  ist)   und 


§  635,  2]  Gebrauch  des  Infinitivs.  415 

ni-b-ecen  log  na  airlicud  S.  143  Z.  7  (lc3g  'Bezahlung'  ist 
kaum  ein  Infinitiv).  Man  sagt  höre  conicc  digail  forib  'be- 
cause  he  can  punish  them'  Wb.  6  a  17,  aber  auch  ni  curauing 
imfogbaidetith  na  lanamnas  mani-p  toi  la-sin  fer  'she 
cannot  practise  continence  or  copulate  unless  the  husband  pleases' 
9d  16  (wo  die  Substantive  nicht  Infinitive  sind).  Nach  tualang 
'im  Stande'  erscheint  jedoch  bisweilen  statt  des  Genitivs  eine  un- 
flektierte Form  des  Infinitivs  (§  423  S.  80),  worin  vielleicht  der 
Anfang  einer  Verschiebung  in  der  Auffassung  des  Infinitivs  zu  er- 
kennen ist.  In  dieser  Beziehung  ist  der  Zustand  im  Brit.  etwas 
vorgeschrittener  (mc.  mynnaf  'ich  will',  gallaf  'ich  kann',  dylyaf 
'ich  soll'  u.  s.  w.);  sonst  liegt  die  Sache  ähnlich  wie  im  Air, 

Eine  große  Rolle  spielt  besonders  im  Ir.  und  Mc.  die  Ver- 
wendung eines  Infinitivs  mit  hinzugefügter  Bezeichnung  des  Sub- 
jekts im  Sinne  eines  Nebensatzes  (Beispiele  unter  1°);  dafür  im 
Com.  und  Mbr.  häufiger  ein  wirklicher  Nebensatz. 

b)  Im  Air.  wird  oft  ein  besonderer  Infinitivsatz  in  der  Weise 
gebildet,  daß  der  Subjektbegriff  oder  Objektbegriflf  des  Infinitivs  in 
die  Konstruktion  des  Infinitivs  eintritt,  worauf  der  Infinitiv  mit  do 
'zu'  hinzugefügt  wird:  ni  äil  in  sin  do  epirt  'es  ist  nicht  ange- 
nehm, daß  dies  gesagt  werde'  Wb.  27c  8;  ni  fi'u  düib-si  insin 
do  eitsecht  'nicht  passend  ist  es  für  euch,  dies  zu  hören'  18c  11; 
ba  uissiu  iud  figor  do  imthrenugud  ueritatis  'richtiger  wäre 
es,  daß  das  Bild  die  Wirklichkeit  bestätigte'  18c  10;  uisse  (Neutr. 
Sing.)  in  boill  do  äss  ö-n  chiunn  'es  ist  gerecht,  daß  die 
Glieder  vom  Kopfe  her  wachsen'  22a  17;  aber:  ba  uissiu  düib 
oldäte  (Plur.)  pecthe  do  buid  and  gl.  portate  Dominum  in 
corpore  uestro  'das  wäre  passender  für  euch,  als  daß  Sünden 
darin  sind'  9d  13;  —  ni  amre  lim-sa  als  lobor  do  denum 
diib-si  'es  wundert  mich  nicht,  daß  man  euch  als  schwache  Leute 
behandelt'  "schwache  Leute  aus  euch  macht"  17b  29;  —  is  hed 
ön  as  maith  les-som  do  chluas  'das  ist  es,  was  es  ihm  gefällt 
zu  hören'  23c  2;  —  scarad  fri  indeb  in  domuin  et  toi  dce 
do  denum  'sich  von  dem  weltlichen  Gewinn  zu  trennen  und  den 
Willen  Gottes  zu  tun'  30a  18;  nipo  accobor  la-ssin  feir  no- 
pridchad  suide  et  a  cheile  do  thuidect  dar-a-hosi  'der 
Mann,  der  predigte,  hatte  nicht  Lust,  sich  zu  setzen,  und  daß  sein 
Genosse  an  seine  Stelle  träte'  13  a  20  (in  diesen  beiden  Belegen 
ist  der  Infinitivsatz  durch  'und'  mit  einem  Infinitiv  verbunden);  — 
ascendit  do  epert  do-som  'daß  er  (Subjekt,  s.  1°)  ascendit  sagt' 
22a  4;   —   precept    do-som    didiu    et    todiuschud    combad 


416  Gebrauch  des  Infinitivs.  [§  635,  2 

aurlam  cäch  di-a  bathis  et  a  descipul  som  don  bathis 
iarom  'er  soll  also  predigen  und  antreiben,  damit  jeder  bereit  sei, 
getauft  zu  werden,  und  nachher  soll  sein  Diszipel  die  Taufe  aus- 
führen' 8a  4;  —  is  bes  leu-som  in  daim  do  thuarcuin  'es  ist 
Sitte  bei  ihnen,  daß  die  Ochsen  dreschen'  lOd  6;  is  besad  leu- 
som  in  fid  do  thöbu  'they  have  a  custom  to  cut  a  tree'  5b  42; 
is  hecen  doib  ingremmen  do  foditiu  'es  ist  notwendig  für  sie, 
Verfolgungen  zu  dulden'  30c  23;  bid  heet  lib-si  geinti  do  bith 
in  hiris  'Ihr  werdet  beneiden,  daß  die  Heiden  im  Glauben  sind' 
5a  13;  —  ba  saeth  mor  la  Dectiri  innt-sinnruth  a  dalta 
do  ecib  'es  war  ein  großer  Kummer  besonders  für  D.,  daß  ihr 
Zöghng  gestorben  war'  Wi.  138,  27;  dursan  do  dal  dedenach 
tussu  d-ec  missi  d-anad  'traurig  dein  letztes  Zusammentreffen: 
daß  du  gestorben  bist,  ich  zurückgeblieben'  LL  88a  4;  —  do- 
archet  do  Israhel  hüathad  n-döine  do  chretim  'es  war  den 
Israeliten  prophezeit  worden,  daß  nur  wenig  Leute  glauben  würden' 
Wb.  4d  4;  —  ad-r-aichsetar  digail  du  thabairt  forru  'sie 
befürchteten,  daß  Strafe  über  sie  verhängt  werden  sollte'  Ml.  80d  4; 
ni-o-agathar  drochscela  du  thabairt  cucai  'he  does  not  fear 
that  bad  tidings  may  be  brought  to  him'  129a  12;  ma  fessed 
comdidnad  du  thiarmoracht  ind  uilc  'wenn  er  gewußt  hätte, 
daß  Trost  dem  Unglück  folgte'  87 d  4;  indii  adchobra  som  do 
hicc  'die  er  zu  retten  wünscht'  Wb.  28b  1;  —  ata  i  n-aicniud 
chaich  denum  maith  7  imgabail  uilc  do  denum  'it  is  in  the 
nature  of  every  man  to  do  good  and  to  avoid  doing  evil'  Ml. 
14c  12. 

Antn.  1.  Mit  diesen  Infinitivsätzen  zu  vergleichen  sind  Sätze  wie  is 
amre  leu  cäch  i  comrorcuin  'sie  wundern  sich  darüber,  daß  alle  im 
Irrtum  sind'  Wb.  22  a  16. 

Anm.  2.  Die  Häufigkeit  dieser  Konstruktion ,  wodurch  der  Dativ  zu 
dem  am  häufigsten  gebrauchten  Kasus  des  Infinitivs  wird,  hat  eine  Ten- 
denz geschaffen,  den  Dativ  auch  an  Stelle  des  Nominativs  zu  verwenden : 
air.  brith  'tragen'  statt  breth,  gabäil  'nehmen'  (Wb.  19  d  3)  statt 
gabäal  (7a  7).  Umgekehrt  erscheint  bisweilen  die  Nominativform  als  Dativ 
(gabal  16d  4;  23b  18;  26b  18;  30c  22). 

Dieselbe  Konstruktion  ist  auch  im  Corn.  häufig:  rak  ty  the 
weles  'weil  du  gesehen  hast'  RD.  1551;  nyns-a  y-m  colon 
why  the  geusel  orth  Ihesu  'es  geht  nicht  in  mein  Herz  (es 
ist  mir  unmöglich  zu  glauben),  daß  Ihr  mit  Jesus  gesprochen  habt' 
1481;  pan  glewas  yn  del-ma  y  de  gewseil  'als  er  hörte,  daß 
sie  so  sprachen'  M.C.  249;  Pylat  yn  ta  a  wo^ye  y  <fe  gusel 
dre  envy  'Pilate   well   knew  that  they  spoke  through  envy'  127; 


§  635,  2]  Gebrauch  des  Infinitivs.  417 

mur  a  ioy  a-s-kemeras  y  <fe  ^eank  yn  della  'great  joy  took 
them,  that  they  escaped  thus'  251;  me  a  garsa  Crist  c?e  plesya 
'I  would  like  to  please  Christ'  Beun.  Mer.  166. 

c)    Gewisse    Verbindungen    des    Infinitivs    mit    Präpositionen 
fungieren  partizipium-ähnlich.    So  im  Air.  die  Verbindung  mit  oc  : 

00  nertad  'bestätigend'  Wb.  7b  12;  ce  ru-d-böi  ludas  occ-a 
thindnacul  som  'obgleich  Judas  im  Begriff'  gewesen  ist,  ihn  zu 
verraten'  4b  13;  ataat  oc  timthirecht  apostolorum  'they  are 
a-serving'  'sie  dienen  den  Aposteln'  14a  30;  it  mathi  side  oc 
aslug  'sie  sind  tüchtig  im  Überreden'  30c  13  (vgl.  Ml.  129d  14; 
LL  70a  44);  is  glicc  som  oc  aslug  'er  ist  schlau  zum  Über- 
reden' Wb.  14d  27;  ni-t-at  soir  huili  oc  tintuüth  a  belru 
inn-alaill  'nicht  alle  sind  tüchtig  zum  Übersetzen  aus  einer  Sprache 
in  eine  andere'  12b  23;  tren  oc  tecmallad,  lobor  oc  tec- 
mallad  'tüchtig  zum  Sammeln,  schwach  zum  Sammeln'  16c  25,26. 
Über  mc.  c-ä  räd  u.  s.  w.  s.  I  264;  über  die  heutige  Aussprache 
vgl.  I  276.     Im  Mc.  fungiert  die  Präp.  yn  (ohne  Sandhiwirkungen, 

1  401)  in  derselben  Weise:  yn  mynet  'gehend';  yd  wyf  i  yn 
darparu  gwled  itti  'ich  bin  im  Begriff,  ein  Fest  für  dich  zu  be- 
reiten' Mab.  182,  25;  andere  Präpositionen  können  jedoch  an- 
nähernd dieselbe  Verwendung  haben:  o-e  welet  ef  yn  kyuodi 
'ihn  sich  erheben  sehend'  Mab.  220,  2  u.  s.  w.  Das  Cornische 
verwendet  ow,  vor  Vokalen  owth,  vor  poss.  Pron.  worth,  das 
Mbr.  oz,  das  Nbr.  o  (I  287,  425,  426):  corn.  ow  kelwel  'rufend' 
O.M.  2430,  ow  th-ysethe  'sitzend'  P.C.  2342,  worth  5e  welas 
'dich  sehend'  M.C.  172;  mbr.  ouz  gouuernn  'regierend',  oz  ma 
souten  'mich  unterhaltend'  Barbe  357.  —  Mc.  gwedy  'nach'  mit 
dem  Inf.  bildet  ein  Part.  Prät. :  y  mae  gvedy  mynet  'er  ist  ge- 
gangen' W.B.  408,  7;  sef  y  gwelynt  marchawc  gwedy  dyr- 
chauel  arwyd  ymwan  'sie  sahen  dann  einen  Ritter,  der  das 
Zeichen  des  Kampfes  erhoben  hatte'  Mab.  219,  26.  Die  Verbin- 
dungen des  Infinitivs  mit  com.  wose  mbr.  goude  'nach'  (P.C.  1315, 
Jes.  186  a  u.  s.  w.)  haben  nicht  diesen  partizipialen  Charakter. 

Anm.  3.  Mc.  rac  mit  dem  Inf.  bedeutet  'damit  nicht'  (s.  1°),  com. 
rag  mit  dem  Inf.  dagegen  'weil'  oder  'um  zu,  damit'  (s.  2b°;  rag  cafos 
'um  zu  erhalten'  M.C.  38).  Ir.  cid  atob-aicb  cen  dilgud  'was  treibt 
euch  dazu,  nicht  ("ohne")  zu  verzeihen'  Wb.  9  c  20. 

d)  Im  Mc.  kann  der  Inf.  ohne  Präposition  mnschreibend  mit 
einer  darauf  folgenden  Form  des  Verbums  'sein'  verbunden  werden: 
medylyaw  yd  wyf  'ich  bin  überlegend',  'ich  überlege'  Mab.  75,  26. 

Pedersen:  Vgl.  kelt.  Gramm.    II.  27 


418  Gebrauch  des  Infinitivs.  [§  635, 2 

Eine  in  allen  brit.  Sprachen  häufige  Umschreibung  kommt 
durch  die  Verbindung  des  Infinitivs  mit  dem  Verbum  'tun'  zu- 
stande: mc.  ryf  edu  yn  uawr  a  orugant  'sie  wunderten  sich  sehr' 
Mab.  194,  10;  a-th  gyrchu  a  wna  'und  er  wird  dich  angreifen' 
168,  8;  kennattau  y  mab  a  orucpwyt  'man  schickte  nach  dem 
Sohne'  101,  27;  com.  ny  wreugh  why  tryge  'Ihr  werdet  nicht 
bleiben'  O.M.  317;  an  frut  ple  russys  tyrry  'wo  hast  du  die 
Frucht  gepflückt?'  210;  mar  ny  wrer  y  wythe  §  624  Schluß; 
mbr.  hoz  trugarecat  a  raf  'ich  danke  euch'  Jes.  15a;  ho  pas- 
caf  e  grez  Moyses  'M.  hat  euch  ernährt'  129a;  da  lacat,  a  rer 
§  624  Schluß. 

e)  Im  Mc.  kann  der  Inf.  die  Stelle  eines  finiten  Verbums 
vertreten,  und  zwar  teils  als  Fortsetzung  eines  finiten  (oft  durch 
'tun'  umschriebenen)  Verbums,  teils  als  historischer  Infinitiv:  a  dis- 
gyn  a  oruc  Peredur  a  dyuot  racdaw  y  mywn.  a  llawen  uu 
y  uorwyn  wrthaw.  a  chyfarch  gwell  idaw'P.  stieg  vom  Pferde 
und  ging  vorwärts  hinein;  und  das  Mädchen  nahm  ihn  freudig 
entgegen  und  begrüßte  ihn'  Mab.  196,  6;  pan  bebillo  Lloegir 
in  tir  Ethlin  a  guneuthur  Dyganhuy  dinas  degin  'when 
Lloegyr  (die  Engländer)  shall  encamp  in  the  land  of  Ethhn  and 
make  D.  a  strong  fort'  Skene  II  23,  10;  tra  yttoed  vilwyr 
Arthur  yn  ymlad  ar  gaer  rwygaw  o  Gei  y  uagwyr  a  chym- 
ryt  y  carcharawr  ar  y  geuyn  'während  die  Krieger  Arthur's 
mit  der  Stadt  kämpften,  durchbrach  .Kei  die  Mauer  und  nahm  den 
Gefangenen  auf  seinen  Rücken'  Mab.  131,  29.  Ähnlich  im  Corn.: 
may  ^eth  war  ben  y  ^ewleyn  ha  pesy  yn  ketel-ma  'so  that 
he  went  upon  his  knees  and  prayed  thus';  i  vam  pan  y-n  dre- 
hevys  ha-y  vos  deued^is  de,  oys  'when  his  Mother  (had)  reared 
him,  and  he  was  come  to  age'  (wörtlich  "und  sein  Gekommensein"); 
mar  a  cresyn  ha  bos  vas  'if  we  believe  and  be  good'  M. C. 
54,  10,  258  (vgl.  250);  s.  Stokes,  Beitr.  z.  vgl.  Sprachf.  III  161. 

Über  Inf.  =  Ipv.  im  Ir.  s.  Windisch,  BB.  II  85. 

3)  An  dem  Tempusbegriff  und  an  der  Unterscheidung  zwischen 
Aktiv  und  Passiv  nimmt  der  Inf.  ursprünglich  nicht  teil.  Durch 
Neuerung  kann  er  jedoch  im  Mc.  mit  ry-  komponiert  werden 
(S.  279),  und  im  Corn.  und  Mbr.  wird  oft  ein  passivischer  Inf. 
durch  Umschreibung  mit  bos  'sein'  gebildet:  ny  yllons  bos  ny- 
fyrys  'they  cannot  be  numbered'  O.M.  1544  (über  die  ältere  Aus- 
drucksweise s.  §  624  Schluß);  mbr.  a  guell  bezaf  .  .  consideret 
'der  erdacht  werden  kann'  Jes.  235  a. 


§  636,  1.  2]  Das  Verbum  'sein'.  419 

XXI.    Vollparadigmata  der  Verba. 

Das  Verbum  'sein'^ 

§  636.  1)  Das  Gesamtparadigma  des  Verbums  'sein'  wird 
schon  im  Uritalokeltischen  aus  Formen  der  beiden  "Wurzeln  *es- 
und  *  bheu-  zusammengesetzt  gewesen  sein,  und  zwar  so,  daß  wenig- 
stens das  Prät.  von  der  Wurzel  *bheu-  gebildet  wurde.  Diese 
"Wurzel  ist  ferner  in  den  keltischen  Nominalformen,  in  lat.  foret 
osk.  fustd  und  im  osk.,  umbr.  Fut.  3.  Sing,  fust,  umbr.  Ipv. 
2.  3.  Sing,  futu  belegt.  Daneben  spielt  ein  auf  der  "Wurzel  *bheu- 
beruhender  erweiterter  Präsensstamm  *bhwl-,  *bhwije-  im  Kelti- 
schen eine  große  Rolle.  Sein  Präsens  steht  neben  dem  Pr^ens  der 
Wurzel  *es-  als  ein  synonymes  Verbum  mit  der  Grundbedeutung 
'werden'  (vgl.  lat.  ftö),  woraus  sich  teils  futurische  Bedeutung,  teils 
die  Bedeutung  eines  Praesens  consuetudinale  entwickelt.  Die  be- 
sondere Bedeutung  des  Stammes  *bhwl-  machte  ihn  sehr  dazu  ge- 
eignet, die  "Wurzel  *es-  nicht  nur  aus  dem  Futurum,  sondern  auch 
aus  dem  Konj.  (über  dessen  Form  in  §  646  zu  handeln  ist)  und 
Ipv.  zu  verdrängen.  So  blieb  von  der  Wurzel  *es-  im  Keltischen 
nur  das  Präs.  und  Ipf,  Ind.  bestehen;  und  im  Irischen,  wo  das 
Ipf.  überhaupt  nur  die  wiederholte  Handlung  bezeichnet  (§  588b), 
mußte  notwendigerweise  auch  das  Ipf.  der  Wurzel  *es-  aufgegeben 
werden. 

Anm.  1.  Im  Com.  und  Br.  haben  gewisse  von  der  Wurzel  *es-  gebil- 
deten Formen  unter  Umständen  ein  anlautendes  b-  angenommen  (§  496, 
§  499),  und  im  Nbr.  hat  umgekehrt  das  Prät.  der  Wurzel  *  bheu-  nach  der 
Analogie  des  Ipf.  der  Wurzel  *es-  das  anlautende  b-  aufgegeben  (oe  'fuit' 
statt  mbr.  boe  nach  der  Analogie  von  oa  'erat';  Ausgangspunkt  waren  die 
lenierten  Formen  a  voe  'qui  fuit'  u.  s.  w.,  in  denen  das  aus  b-  durch  die 
Lenition  entstandene  v-  als  Hiatuseinschub,  vgl.  §  218,  aufgefaßt  werden 
konnte). 

Überflüssig  ist  die  Vermutung  Thurneysen's,  Handb.  S.  432,  der  irische 
Konjunktiv  beo  sei  aus  *eo  {*esö)  umgebildet;  überflüssig  ist  gleichfalls 
die  früher  öfters  (zuletzt  von  mir,  KZ  XXXVII  243)  geäußerte  Ansicht, 
ir.  biu  'ich  pflege  zu  sein'  gehe  auf  * gi<licö  (lat.  utuö)  zurück. 

2)   Das  Paradigma  ist  im  Irischen  durch  die  Unterscheidung 

1.  Stokes,  Transactions  of  the  Philological  Society  1885—1887.  S.  '202ff., 
KZ  XXVIII  55—109;  Strachan,  The  Substantive  Verb  in  the  Old  Irish 
Glosses,  Trans.  Phil.  Soc.  1899—1902,  S.  1—82;  Julius  Pokorny,  Zur  iri- 
schen Kopula,  KZ  LXIII  298;  Atk.  Keat.,  Appendix  S.  I— XIII;  A.  0.  An- 
derson, Syntax  of  tho  Copula  'is'  in  Modern  Scotch  Gaelic,  ZfcPh.  VII  439  flF.; 
Loth,  Kc.  XXXI  318. 

27* 


420  Das  Verbum  'sein'.  [§  636,  2 

zwischen  verbundenen  (unmittelbar  vor  einem  Prädikatsnomen  ^ 
stehenden)  und  unverbundenen  (nicht  unmittelbar  vor  einem  Prä- 
dikatsnomen stehenden)  finiten  Formen  noch  komplizierter  geworden. 
Einen  Bedeutungsunterschied  zwischen  den  verbundenen  und  den 
unverbundenen  Formen  gibt  es  an  und  für  sich  nicht.  Zwar  wird 
die  Kopula  in  der  Regel  durch  verbundene  Formen  ausgedrückt, 
und  die  unverbundenen  Formen  haben  in  der  Regel  die  Bedeutung 
des  selbständigen  Begriffes  'sein'  ('sich  irgendwo  befinden',  'vor- 
handen sein',  'existieren');  aber  wenn  das  Prädikatsnomen  nicht 
auf  die  Kopula  folgt,  wird  auch  die  Kopula  durch  unverbundene 
Formen  ausgedrückt :  ba  deidbiriu  dünni  immormus  ol-nii-böi 
do-som  'es  war  natürlicher  für  uns  zu  sündigen  als  für  ihn'  Wb. 
9c  10;  vgl.  26d  26;  12a  21;  ni  di  chorp  atöo-sa  S.  143  Z.  24; 
vgl.  Wb.  15a  13;  ata  dia  atach  li-dün-ni  'Gott  ist  uns  eine 
Zuflucht'  Ml.  66d  1;  ataat  mesai  dse  nephchomtetarrachti 
'die  Urteile  Gottes  sind  unfaßbar'  55d  11;  ni  fil  immurgu  acht 
infructuosa,  s.  §  642.  Die  Kopula  wird  jedoch  in  Verbindung  mit 
einem  persönhchen  Subjektspronomen  durch  eine  verbundene  Form 
ausgedrückt,  wenn  ein  bestimmtes  Prädikatsnomen  folgt  (it  he 
coisnimi  §  482);  vgl.  über  die  Verbindungen  mit  dem  fragenden 
und  unbestimmt  relativen  Pronomen  §  522,  §  525,  1,  4;  über  in 
fer  as  a  eich  u.  s.  w.  §  539,  1  S.  224  (vgl.  Thes.  II  241,  9). 
Bei  den  unverbundenen  Formen  steht  bisweilen  ein  Appositions- 
Instrumentalis  (§  417),  der  sich  im  Nir.  zu  einem  Prädikatskasus 
entwickelt;  dadurch  wird  der  Bedeutungsunterschied  zwischen  den 
beiden  Reihen  von  Formen  noch  mehr  verschoben,  und  man  pflegt 
im  Nir.  die  verbundenen  Formen  (die  unmittelbar  mit  einem  Prä- 
dikatsnominativ verbunden  werden,  während  das  Subjekt  am  Ende 
des  Satzes  steht:  is  righ  e;  auch  is  e  an  mac  as  sine  e  'er  ist 
der  älteste  Sohn',  vgl.  S.  154  Z.  29)  als  Verbum  assertivum,  die 
unverbundenen  Formen  (die  durch  das  Subjekt  von  dem  folgenden 
Prädikatsinstrumentalis  getrennt  sind:  tä  se  n-a  righ,  s.  §  417) 
als   das   Verbum    substantivum   zu   bezeichnen.      Die   Formen    der 


1.  Die  Stelle  eines  Prädikatsnomens  kann  auch  ein  adverbieller  Aus- 
druck, ja  sogar  ein  ganzer  Satz  vertreten:  is  immallei  S.  239  Z.  3;  is 
6-nd  athir  dö  "es  ist  vom  Vater  für  ihn"  'er  stammt  vom  Vater'  Wb. 
21d  4;  is  nach  fitir  side  I  272  Z.  5;  is  amal  bid  fri  Crist  fris- 
ortbe  'it  is  as  though  ye  ofiFended  against  Christ'  Wb.  10c  12,  vgl.  5b  35, 
25d26;  is  com-bat  maithi  coisctir  'es  ist,  damit  sie  gut  werden,  daß 
sie  zurechtgevpiesen  werden'  31  b  25. 


§636,2.3.  §637]  Das  Verbum 'sein'.  Präs.  u.Ipf.  der  Wurzel  *e.s-.     421 

Wurzel  *bheu-  (*bhwl-  u.  s,  w.)  werden  in  betonter  Gestalt  als 
unverbundene,  in  unbetonter  und  reduzierter  Gestalt  als  verbun- 
dene Formen  verwendet  (die  verbundenen  Formen  unterscheiden 
sich  zugleich  von  den  unverbundenen  durch  verschiedene  Infigie- 
rungs-  und  Sandhiregeln:  iij  552,  2  S.  245;  das  anlautende  b  er- 
scheint demgemäß  in  der  Regel  in  unlenierter  Gestalt  und  wird, 
wenn  ein  anderes  proklitisches  AVort  vorausgeht,  oft  —  mit  der 
Orthographie    des    Wortinnern    —    -p-    geschrieben;    über    lenierte 

Formen  —  mit  f s.  §  174  I  270,  §  317  Anm.  3  I  465;  amal 

fid  'as  it  were'  Ml.  37b  22).  Dagegen  werden  die  Formen  der 
Wurzel  *es-  nur  verbunden  gebraucht;  die  entsprechenden  unver- 
bundenen Formen  werden  durch  eine  Reihe  von  synonymen  Verben 
suppliert,  von  denen  -tä  (§  641)  schon  im  Air.  fest  zum  Paradigma 
des  Verbums  'sein'  gehört,  während  fil  (§  642)  erst  im  Laufe  der 
mir.  und  nir.  Entwickelung  in  ein  ganz  fest  geregeltes  Verhältnis 
zu  den  übrigen  Präsensformen  gebracht  wird;  die  in  §  643,  644 
besprochenen  Verba  sind  niemals  ganz  ins  Paradigma  aufgenommen 
worden. 

Anm.  2.  In  den  Fällen,  in  denen  'mir  ist'  mit  'ich  bin"  synonym 
geworden  ist  (§  484,  4),  sind  ursprünglich  un verbundene  Formen  des  Ver- 
bums 'sein'  infolge  der  Bedeutungsverschiebung  sekundär  unbetont  ge- 
worden, und  man  findet  deshalb  auch  unbetonte  Formen  der  Wurzel  -tä 
(ni-mp-tha  firion  u.  s.  w.).  Über  eine  andere  unbetonte,  aber  vielleicht 
von  der  Bedeutung  'stat',  nicht  'est'  ausgehende  Verwendung  von  -tä 
(noch  da  leinn  u.  s.  w.)  s.  §  641  y  S.  432. 

3)  Die  Kopula  kann  einer  alten  idg.  Gewohnheit  gemäß  (gr. 
y.al6g  6  avrjq  'der  Mann  ist  gut',  russ.  dorn  nov  'das  Haus  ist 
neu')  unter  Umständen  ganz  fehlen:  ir.  barbär  inso  'das  ist  ein 
Barbar'  Wb.  12d  6;  faith  cach  fer  dinaib  feraib  hisiu  'ein 
Prophete  ist  jeder  Mann  von  diesen  Männeni'  12  d  40;  maic  ni 
do-som  'wir  sind  Söhne  für  ihn  (seine  Söhne)  19d  8;  toi  cholno 
forchanat  'it  is  the  will  of  the  flesh  which  they  teach'  20c  20. 
Für  das  ßrit.  vgl.  §  547  (und  §  638,  3  a,  b).  In  einem  Falle  hat 
sich  diese  Ausdrucksweise  festgesetzt  (hat  sich  suppletivistisch  mit 
dem  Paradigma  des  Verbums  'sein'  verbunden):  ir.  ni  'ist  nicht' 
(ni  anse  'es  ist  nicht  schwer'  Wb.  24b  11;  ni  col  dö  'es  ist 
keine  Sünde  für  ihn,  es  ist  nicht  unverdient,  er  hat  es  durchaus 
verdient'  6b  20);  in  'ist  es?'  (in  doich  'ist  es  wahi-scheinlich?' 
Wb.  4c  16);  vgl.  auch  com.  ymnia  mbr.  ema  §  638.  3a°. 

§  637.     Das  Präsens  und  Ipf.  der  Wurzel  *es-. 


422 


Präs.  und  Ipf.  der  Wurzel  *es-.      [§  637.  638,  1 


Praes.  simpl. 

Ir. 

Mc. 

Com. 

Mbr. 

Nbr. 

Sing.  1 

am 

wyf 

of 

ouff ,  of 

ounn 

2 

at,  it 

wyt 

OS 

out 

oud 

3 

is 

yw 

yu 

eo,  eu 

eo 

PI.  1 

ammi,  am- 
min 

ym 

on 

omp 

omp 

2 

adib,  adi, 
idib 

ywch 

ough 

ouch 

oc'h 

3 

it 

ynt 
(ac.  hint) 

yns 

ynt 

int 

Praes.  comp.     Ir.  Sing.  1  -d-a,  -t-a,  -t-am 

2  -d-a,  -t-a 

3  Null,  -d 

PL  1  -d-em,  -d-an,  -t-an 

2  -d-ed,  -d-ad 

3  -d-et,  -d-at 


Ipf. 

Mc. 

Corn. 

Mbr. 

Sing.  1 

oedwn 

en 

oann 

2 

oedut 

es 

oas 

3 

oed, oedyat 
(ac.  oid) 

0 

oa 

PI.  1 

oedem 

en 

oamp 

2 

oedewch 

*eugh 

oach 

3 

oedynt 

ens 

oant 

Anm.  Das  Mbr.  iennt  passivische  Formen:  Präs.  eur  (Ernault,  Dict. 
202;  nbr.  oar,  eur),  Ipf.  oat.  Es  liegt  aber  kein  Grund  vor,  darin  etwas 
Altes  zu  sehen;  es  sind  junge  Analogiebildungen,  wobei  der  Diphthong 
oa  aus  dem  Ipf.,  der  Vokal  eu  (ö)  aus  der  Präsensform  euz  'ist'  §  638,  3c 
bezogen  ist.    Über  c.  yd  ys,  yd  ydys,  Ipf.  yd  oedit  s.  §  638,  3b  S.  428. 

Über  die  irischen  scheinbar  zur  Wurzel  *es-  gehörigen,  in  Wirklich- 
keit aber  auf  rein  äußerlichen  Analogiebildungen  beruhenden  imperfekti- 
schen Konjunktivformen  -d  und  -tis  s.  §  638  Anm.  1. 

§  638.  Ergänzende  Erörterungen  zum  Paradigma  der 
Wurzel  *es-.  1)  Relative  Formen.  Ir.  3.  Sing,  ce-so,  ce-su, 
ma-su,  3.  PI.  ce-to,  ce-tu,  ma-tu,  mbr.  3.  Sing,  so  nbr.  zo  s. 
§  535  Anm.  2  S.  217  f.  und  §  542  S.  228.  Die  gewöhnlichen  re- 
lativen Formen  sind  im  Ir.  3.  Sing,  as,  3.  PI.  ata,  at.  Über  mc. 
yssyd  s.  S.  233. 


§638,2]   Anmerkungen  zum  Paradigma  der  Wurzel  *es-.  423 

2)  Die  Kompositalformen  und  die  Verschmelzung  mit  dem 
Adverbium  *idhe.  Beispiele  für  die  irischen  Kompositalformen: 
in-d-a  apstal  'bin  ich  ein  Apostel?'  Wb.  10c  20;  ni-t-a  chumme 
se  friu-som  'ich  bin  ihnen  nicht  gleich"  20c  25;  ni-t-am  toir- 
sech  'ich  bin  nicht  betrübt'  [Wb.|  15b  21;  —  an  nu-n-da  cho- 
cuibsid  siu  'indem  du  mitbewußt  bist'  Ml.  58b  6;  ceni-ta  chum- 
gabtha  siu  'bist  du  nicht  erhaben?'  84c  3;  —  ni  'ist  nicht' 
§  686,  3;  nach  'ist  nicht'  (in  Relativsätzen)  §  559  Anm.  3  S.  258; 
ci-d  'obgleich  ist',  ma-d  'wenn  ist',  ma-ni-d  'wenn  nicht  ist', 
condid,  indid,  ondid  u.  s.  w.  S.  207,  221;  —  con-d-an  maicc 
'sodaß  wir  Söhne  sind'  Wb.  20d  10;  ni-t-an  reprobi  ni  'wir  sind 
nicht  reprobi'  18b  9;  oire  nu-n-d-em  membur  uili  du  dea  'for 
we  are  all  members  unto  God'  Thes.  II  246,  5;  —  ni-d-ad 
foirbthi  si  'Ihr  seid  nicht  vollkommen'  Wb.  14a  8;  ce  nu-d-ed 
issidi  'obgleich  Ihr  kundig  seid'  Thes.  I  713,  25;  —  ni-t-at 
cosmili  'sie  sind  nicht  ähnlich'  Wb.  32d  14;  do-nna-td-et  ad- 
blama  inna-e-siu  'to  whom  these  things  are  not  ready"  Thes. 
I  713,  23;  ni-t-aat  cosmuli  'sie  sind  nicht  ähnlich'  Wb.  9b  17 
(-aa-  durch  Assoziation  mit  den  Formen  der  Wui'zel  -tä);  nit  'sie 
sind  nicht'  (Thes.  I  437  Fußnote  h)  kann  nach  I  325  aus  nitat 
entstanden  sein;  vgl.  sechit  'welche  es  auch  sind'  Ml.  101  d  4 
neben  sechitat  69a  18.  —  Die  Formen  mit  erhaltenem  -e-  (-d-em, 
-d-ed,  -d-et)  sind  archaisch. 

Anm.  1.  Die  Null-Form  des  Verbums  in  der  3.  Sing,  ist  teils  durch 
Schwund  einer  Verbalform  *esf  (so  nach  lautlichen  und  morphologischen 
Kriterien  bei  nach  und  bei  den  Formen  auf  -d),  teils  durch  Nicht-Setzung 
der  Verbalform  (so  bei  ni,  wie  das  Fehlen  des  -d  beweist)  zu  erklären. 

Durch  Anschluß  an  die  Konjunktivformen  des  Imperfekts  auf  -ad 
haben  die  Formen  mad,  cid  und  danach  auch  die  entsprechenden  Plural- 
formen mat  'wenn  sind',  cit  'obgleich  sind'  konjunktivische  Bedeutung 
angenommen.  Auszugehen  ist  von  mad,  das  in  der  Bedeutung  eines  Ipf. 
Konj.  vorkommt  (S.  319  Z.  3  v.  u.)  und  eine  Pluralform  matis  'wenn 
wären'  bildet.  Man  hat  anzunehmen,  daß  im  Satztypus  mad  forngaire 
dognein  'if  it  were  a  command  that  I  gave'  die  der  relativen  Umschrei- 
bung dienende  Kopula  ursprünglich  präsentisch  und  indikativisch  war; 
präsentisch  ist  sie  auch  sonst  oft  bei  einem  Hauptverbum  im  Prät.  (Bei- 
spiele S.  239),  und  indikativisch  könnte  sie  sehr  wohl  gewesen  sein,  da  sie 
als  rein  formales  Mittel  der  Wortstellung  an  und  für  sich  an  der  irrealen 
Bedeutung  nicht  teilnimmt.  In  dieser  Stellung  wurde  aber  mad  (wegen 
der  Ähnlichkeit  mit  bad  u.  s.  w.)  zu  einem  Ipf.  Konj.  umgedeutet,  und 
eine  Pluralforra  matis  wurde  nach  dem  Muster  von  Formen  wie  com-tis, 
ar-dis  (S.  439),  in  denen  zwischen  den  beiden  Konsonanten  ein  -b-  ge- 
schwunden war,  gebildet.    Die  präsentische  Konjunktivbedeutung  von  mad 


424         Anmerkungen  zum  Paradigma  der  Wurzel  *es-.     [§  638,  2 

(z.  B.  Wb.  2a  8»)  beruht  wohl  auf  einer  Kontamination  der  präsentischen 
Indikativbedeutung  mit  der  imperfektischen  Konjunktivbedeutung,  cid, 
das  einem  Ipf.  Konj.  weniger  ähnlich  sah,  ist  wohl  erst  durch  den  Einfluß 
von  mad  als  Präs.  Konj.  konjunktivisch  geworden;  es  ist  noch  im  indika- 
tivischen Sinne  belegt  (Wb.  5a  16);  als  ein  Ipf.  Konj.  ist  es  äußerst  selten 
(etwa  Wb.  16c  25?). 

Zu  mad  und  cid  ist  noch  daran  zu  erinnern,  daß  man  nach  ma  und 
cia  eigentlich  keine  Kompositalform  des  Verbums  erwartet  hätte,  da  diese 
Konjunktionen  sonst  nicht  als  Präverbia  auftreten. 

Falls  manid  wirklich  einen  vollständigen  Satz  bilden  kann  (Wb. 
17  b  32,  S.  221),  so  hat  die  gewöhnlich  verbundene  Form  in  diesem  einen 
Fall  unverbundene  Verwendung. 

Im  Brit.  kommen  besondere  Kompositalformen  so  gut  wie  gar 
nicht  vor;  nm'  mc.  nyt  'ist  nicht',  nat  'daß  nicht  ist',  ponyt  'ist 
nicht?',  neu-t  'ist'  (mit  dem  Präverb  neu-,  S.  290);  corn.  mar- 
na-s,  mar-ne-s  und  (stark  reduziert)  mars  'unless,  except'  O. M. 
948,  R.D.  2220,  O.M.  226  u.  s.  w. 

Das  -t  dieser  mc.  Formen  ist  mit  dem  irischen  -t-  in  ni-t-at 
identisch  und  beruht  auf  Doppelsetzung  des  in  ir.  ma-ni-d  vor- 
hegenden Adverbiums  *idhe  (§  545,  2),  das  im  Brit.  in  mehrfacher 
Weise  in  Verbindung  mit  dem  Verbum  'sein'  vorkommt.  Zunächst 
kann  es  unverdoppelt  vor  dem  Verbum  'sein'  in  derselben  Funktion 
wie  vor  allen  anderen  Verben  (vgl.  §  544  Anm.)  vorkommen:  mc. 
yd  wyf,  corn.  yth  of,  mbr.  ez  off.  Ferner  kommt  es  in  der  auf 
Verdoppelung  beruhenden  Gestalt  mc.  ytt-  nc.  yd-  corn.  es-,  eg- 
(§  344)  mbr.  ed-  in  fester  Verbindung  mit  den  Formen  der  Wurzel 
*€S-  vor,  und  zwar  so,  daß  die  Identität  mit  der  sonstigen  Verbal- 
partikel nicht  empfunden  wird  (es  steht  daher  auch  nach  einer 
Negation,  nach  den  Partikeln  mc.  a  und  yd  u.  s.  w.):  mc.  ytt- 
wyf  'ich  bin',  3.  Sing,  ytt-iw  'ist',  yd  ytt-oed  'erat';  nyt  ytt- 
wyf-i  'ich  bin  nicht'  (enthält  eigentlich  das  Adverbium  *idhe  vier- 
mal); —  corn.  Präs.  Sing.  1.  es-of,  yth  es-af,  2.  es-os,  3.  vs-y, 
vg-y  (das  Präverb  hat  in  dieser  Person  den  Vokal  ö  durch  Ver- 
mischung mit  der  unten  [3c°]  zu  besprechenden  3.  Sing,  vs),  PI.  1. 
es-on,  2.  es-ough,  Ipf.  Sing.  1.  es-en,  yth  eg-en,  2.  es-es, 
3.  es-e,  PI.  1.  es-en  u.  s.  w. ;  —  mbr.  Präs.  Sing.  1.  edoff,  ez 
ed-off  und  aed-off,  ez  aedouff,  2.  ed-out,  3.  ed-y,  aed-y, 
PI.  1.  ed-omp,  2.  ed-ouch,  aed-ouch,  3.  ez  ed-ynt,  Ipf.  Sing.  3. 
ed-oa,  ed-o  (me  aed-oae  'ich  war'  Nonne  533),  PI.  1.  ed-oamp, 
3.  ed-oent,  ed-ont;  die  Formen  aed-oae  (zweisilbig)  und  ed- 
oent  beruhen   ebenso  wie   corn.  Ipf.  3.  Sing,  es-e    auf  Anschluß 


§  638,  2]     Anmerkungen  zum  Paradigma  der  Wurzel  *es-.        425 

an  das  Ipf.  der  regelmäßigen  Verba;  ob  die  Schreibung  aed-  nur 
eine  orthographische  Variante  für  ed-,  oder  auf  Kontraktion  von 
a  ed-  beruht  (mir  wahrscheinlicher),  bleibe  dahingestellt.  Im  Mc. 
werden  die  mit  ytt-  zusammengesetzten  Formen  der  dritten  Person 
nur  mit  einem  bestimmten  Subjekt  verwendet  (Strachan,  Introd. 
S.  100,  101);  anders  im  Com.  und  Mbr. :  com.  ena  vn  lowarth 
ese  'dort  war  ein  Garten'  M. C.  233;  mbr.  pan  aedy  pardon  *da 
es  Ablaß-Fest  ist'  Nonne  472.  Nach  Strachan,  Introd.  S.  100, 
vgl.  S.  102,  kommen  die  rac.  ytt-Formen  besonders  dann  vor,  wenn 
eine  Negation  (ny-t,  na-t),  ein  Präverbium  (z.  B.  neu-t)  oder  eine 
Konjunktion  ohne  folgendes  y,  yd  (z.  B.  pan  'als',  ot  'wenn')  vor 
dem  Verbum  steht.  Diese  Beobachtung  erinnert  einerseits  an  die 
irische  Regelung,  andererseits  bildet  sie  die  Brücke,  die  zu  einem 
eigentümlichen  com.  und  mbr.  Sprachgebrauch  (ZE.  549 ff.)  hin- 
überführt. Im  Corn.  und  Mbr.  erscheint  nach  gewissen  Partikeln 
vor  den  Formen  der  Wurzel  *es-  (aber  auch  vor  dem  Verbum  af 
'ich  gehe')  ein  mit  dem  irischen  -t-  identisches  Element  (com.  -s-, 
mbr.  -d-):  corn.  mar-s-of  'wenn  ich  bin',  2.  Sing,  mar-s-os, 
3.  Sing,  mar-s-ew,  mar-s-yw-a,  2.  PL  mar-s-ewhy,  3.  PI. 
mar-s-ens;  a-ss-o-ma  squyth  'wie  müde  ich  bin!'  'ich  bin  aber 
müde!'  O.M.  684  (2.  Sing,  a-ss-os,  mit  Augens  a-ss-osa,  a-s- 
oge,  a-s-ota,  3.  Sing,  a-s-yw,  1.  PI.  a-ss-on,  Ipf.  3.  Sing, 
a-ss-o;  das  a-  dieser  Verbindungen  ist  wohl  mit  der  Bedingungs- 
konjunktion a  identisch,  die  sich  mit  mar  kombinieren  kann:  mar 
a-s-os  'wenn  du  bist',  mar  a-s-yw  'wenn  er  ist'  u.  s.  w.);  ny- 
ng-of  'ich  bin  nicht',  2.  Sing,  ny-ns-os,  3.  Sing,  ny-ns-yw, 
ny-ng-yw,  ny-ng-ew,  2.  PI.  ny-ns-ough,  Ipf.  3.  Sing,  ny- 
ns-o,  ny-ng-o,  ny-ni-o,  3.  PL  ny-ng-ens;  mit  einer  (wohl  mit 
0.  neu  identischen)  Partikel  'schon,  jetzt'  entsteht  na-ns-yw  'schon 
ist,  jetzt  ist';  —  mbr.  mar-d-ouf  'wenn  ich  bin';  ne-d-ouf, 
ne-nd-ouf  'ich  bin  nicht',  ne-d-eu,  ne-nd-eu  'ist  nicht',  a  ne- 
d-eu,  a-n-d-eu  'ist  nicht?'  (vielleicht  ist  ne-nd-eu  nach  dem 
Muster  des  für  das  Sprachbewußtsein  nicht  mehr  klar  analysier- 
baren a-n-d-eu  gebildet;  ähnhch  wäre  das  -ns-,  -ng-  nach  ny- 
im  Corn.  zu  erklären,  wonach  sich  wiederum  corn.  na-ns-yw  ge- 
richtet hätte);  auch  mbr.  ne-d-edy,  ne-nd-edi  'ist  nicht'. 

Anm.  2.  Mit  den  hier  besprochenen  Formen  steht  das  -«/-Element  von 
corn.  a-n  gefes  'er  hat',  a-n  gevyth  'er  wird  haben',  mbr.  e-u  deveux 
'er  hat',  e-ndevezo  'er  wird  haben'  (§  496,  §  499)  in  Verbindung.  Es 
ist  ganz  klar,    daß   zwischen  dem  von  der  Wurzel  *es-  gebildeten  Präsens 


426         Anmerkungen  zum  Paradigma  der  Wurzel  *  es-,     [§  638,  3 

und  den  von  der  Wurzel  *bheu-,  *bhwi-  gebildeten  Formen  eine  Wechsel- 
wirkung stattgefunden  hat,  und  ich  habe  oben  §  503,  4  stillschweigend 
angenommen,  daß  die  *es-Formen  den  (lenierten)  Anlaut  der  6-Formen  ana- 
logisch angenommen  haben  (habe  also  ge-fes,  de-veux  analysiert).  Viel 
wahrscheinlicher  ist  es  mir  jetzt,  daß  man  das  Präsens  der  Wurzel  *es- 
als  com.  g-ef-es,  mbr.  d-ev-eux  analysieren  soll  und  darin  eine  Häu- 
fung der  beiden  Präsensformen  com.  yu  mbr.  eo  und  com.  vs  mbr.  eux 
(s.  unten  3c°)  suchen  soll:  die  i-Formen  haben  sich  dann  nach  den  *es- 
Formen  gerichtet. 

Anm.  3.  In  suffigierter  Gestalt  findet  sich  das  Adverbium  *  idhe  nicht 
nur  in  der  mc.  relativen  Form  yssyd  (1°),  sondern  zugleich  in  mc.  yssit 
'es  gibt',  o-8-it  'wenn  es  gibt';  zu  yssit  ist  eine  unregelmäßige  3.  PL 
ysydynt  gebildet;  diese  Formen  werden  mit  einem  unbestimmten  Subjekt 
verbunden. 

3)  Die  Formen  der  3.  Sing,  des  Präs.  im  Brit  a)  Die  regel- 
mäßige Form  mc.  yw  corn.  yu  mbr.  eo  unterliegt  gewissen  kleinen 
lautlichen  Variationen,  Über  mc,  pieu  'cuius  est'  corn,  pew  br. 
biou,  biaou  s.  §  519,  §  520  S.  200  mit  Nachtrag  und  zum  Laut- 
lichen §  512  Anm.  3  S.  185  (mc.  biew-ynt,  pieu-f o,  com,  pew-o, 
a  bewe,  a  bywfy  enthalten  eine  ähnlich  erstarrte  Form  wie  mbr. 
d-ev-eux  oben  Anm.  2).  Das  -i-  von  mc.  yttiw  (2°)  wird  trotz 
nc.  ydyw  eine  lautliche,  nicht  eine  orthographische  Variante  sein 
(vielleicht  von  der  Betonung  abhängig;  die  ytt- Formen  fungieren 
in  der  Regel  nicht  als  Kopula).  Der  auslautende  Labial  fehlt  in 
corn.  vs-y,  vg-y,  mbr.  ed-y,  aed-y,  ferner  in  mbr.  e,  ez  e  neben 
eo,  ez  eo,  in  mc.  a-e  4st  es?'  (ae  anigryf  gennyt  ti  dy  uot 
yma  'ist  es  dir  unangenehm  hier  zu  sein?'  Mab.  238,  7;  oft  nur 
der  relativen  Umschreibung  [§  547]  dienend:  ae  ymlad  a  allut 
ti  Vürdest  du  kämpfen  können?'  222,  14;  ae  .  .  ae  'entweder  .  . 
oder'  s.  oben  S.  327  Z.  28—36;  ae  ef  ae  arall  'entweder  er  oder 
ein  anderer'  Mab.  198,  25);  und  schHeßlich  in  mc.  y  ma-e  'ist', 
ma-e  'wo  ist?'. 

Nach  der  Etymologie  müßte  y  mae  eigentlich  "hier  ist"  be- 
deuten; der  Begriff  'hier'  ist  aber  ganz  verblaßt  (der  tatsächliche 
Ausdruck  für  'hier  ist'  ist  im  Mc.  yma  y  mae,  vgl.  dän.  der  er 
der  en  Mand  'dort  ist  ein  Mann');  über  mae  s.  §  523,  7  S.  204. 
Zu  y  mae  gehört  die  Pluralform  y  maent;  auf  die  Frage  mae 
'wo  ist?'  kann  man  durch  die  in  §  548  Anm.  erwähnte  Assimi- 
lation mit  maent  'sie  sind'  antworten  (W.B.  400,  25,  27);  mae 
kann  auch  relativ  fungieren:  yn  lle  mae  gorev  y  gwyr  'wo  die 
Männer  am  tüchtigsten  sind'  Mab.  195,  16;  a  menegi  y  Arthur 
mae  mi  a-th  vyrywys   'und  dem  A.  zu  melden,   daß  ich  es  bin, 


§  638,  3J     Anmerkungen  zum  Paradigma  der  Wurzel  *es-.         427 

der  dich  überwunden  hat'  200,  11.  —  In  den  com.  und  mbr. 
Entsprechungen  des  mc.  y  mae,  raae  fehlt  das  Verbum  'ist'  voll- 
ständig nach  §  636,  3:  corn.  yma,  ymma  'ist',  pema  'wo  ist?'; 
der  Artikel  des  Substantivs  m  a  fehlt  in  gewissen  Fällen :  m  y  a 
wor  p-le  ma  onan  'I  know  where  there  is  one'  O.M.  2561  (aber 
yn  le  may  ma  'in  the  place  where  he  is'  P.C.  2058;  auch  P.C. 
557  bedeutet  may  ma  wohl  'wo  ist',  nicht,  wie  Williams  Dict.  242 
annimmt,  'hier  ist');  ellas  govy  ma  ov  dyllas  ov  tewy  'o  weh, 
daß  meine  Kleider  brennen!'  O.M.  2633;  der  Plur.  y  mons  'sie 
sind',  ple  mons  'wo  sie  sind'  ist  nach  dem  Muster  der  regel- 
mäßigen Verba  gebildet;  —  mbr.  ema  'ist'  (aber  m-edy  'wo  ist?'); 
daraus  hat  sich  im  Nbr.  ein  vollständiges  „present  d'actuaUte" 
entwickelt,  das  die  ed -Formen  verdrängt  hat,  aber  im  Ipf.  durch 
ed-Formen  suppliert  wird:  Präs.  Sing.  1.  emaoun,  emoun  'je 
suis  actuellement',  2.  emaoud,  emoud,  3.  ema,  PI.  1.  emaomp, 
emomp,  2.  emaoc'h,  emoc'h,  3.  emaint,  emint,  Ipf.  Sing.  1. 
edoun,  2.  edoz,  3.  edo,  PI.  1.  edomp,  2.  edoc'h,  3.  edont 
(Vallee  S.  149,  Ernault  Gramm.  S.  41,  Troude,  Dict.  fr.-br.  S.  366). 
b)  Eine  mit  dem  ir.  is  stimmende  Form  ist  im  C.  erhalten: 
ac.  is,  iss;  mc.  ys  im  Satzanfang  vor  einem  Prädikatsnomen  (oft 
im  Dienst  der  relativen  Umschreibung,  §  547):  ys  gwir  'es  ist 
wahr'  Mab.  187,  18;  ys  drwc  a  gedymdeith  uuost  di  ac  ys 
da  a  gedymdeith  a  golleist  di  'ein  schlechter  Genosse  bist  du 
gewesen,  und  einen  guten  Genossen  hast  du  verloren'  51,  4;  vgl. 
Loth,  Rc.  XXXI  318;  —  archaisch  mit  einem  infigierten  Pron. 
verbunden:  ys-ym  arglwyd,  yss-im  ediuar  S.  156;  —  mit  der 
Konjunktion  kan  'da'  verbunden,  teils  mit  deutlicher  'ist' -Bedeu- 
tung (Mab.  177,  15),  teils  bedeutungsleer:  kanys  gwell  yw  gen- 
nyt-ti  'da  es  dir  besser  dünkt'  Mab.  166,  2;  —  mit  der  Konjunktion 
0  'wenn',  oft  nur  der  relativen  Umschreibung  dienend:  o-s  ymlad 
a  vynny  a  mi  'wenn  du  mit  mir  kämjjfen  willst'  222,  11;  o-s 
gofut  a  daw  arnawch  'wenn  Drangsal  über  euch  kommt'  210,  19 
(dies  OS  'wenn  ist'  ist  natürlich  von  os  'wenn  es',  z.  B.  in  os  dir- 
per  'wenn  er  es  verdient'  233,  14  wohl  zu  unterscheiden);  —  in  Ver- 
bindungen wie  yr  ys  talym  'seit  einer  Weile'  6,  17,  yr  ys  seith 
mlyned  'seit  sieben  Jahren'  55,  12  (yr  ist  =  ir.  iar  und  wird 
nachträglich  hinzugefügt  worden  sein;  die  ältere  Form  der  Redens- 
art liegt  vor  in  ys  gwers  'seit  einer  Weile'  Mab.  126,  27);  —  in  der 
adverbiell  erstarrten  Verbindung  ss-ef,  s-ef  (die  Grundbedeutung 
ist  die  des  ir.  is  hed,  vgl.  ac.  iss-em  i  anu  'das  ist  sein  Name'): 


428        Anmerkungen  zum  Paradigma  der  Wurzel  *es-.     [§  638,  3 

ssef  a  gaf as  yn  y  chyghor  'dann  entschloß  sie  sich,  sie  entschloß 
sich  nun'  Mab.  193;  ac  yr  neuad  y  deuth  .  sef  y  gwelei  gwr 
gwynllwyt  telediw  yn  eisted  'und  er  ging  in  die  Halle;  er  sah 
nun  einen  weiß-grauen  schönen  Mann  sitzen'  202,  11;  in  ähnlicher 
Verwendung  kommt  auch  bloßes  ef  vor,  vgl.  §  320  Anm.  2  I  472, 
und  im  Mbr.  entspricht  ein  bedeutungsleeres  en  (Loth,Rc.XXXI  321, 
Chrestomatie  476,  Ernault,  ßc.  VIII  44). 

Die  wenig  greifbare  Bedeutung  von  ys  hat  die  Kontamination 
ys  oed  'es  war'  ermöglicht:  ys  oed  gryssyn  kelu  y  ryw  was 
hwnn  'es  war  Schade,  einen  solchen  Burschen  zu  verbergen'  Mab. 
116,  29,  vgl.  220,  16. 

Eigentümlich  ist  die  Verbindung  des  subjektlosen  yd  ys  {sd 
ys)  oder  yd  ydys  {da  ddys)  mit  einem  Inf.  mit  yn  oder  ohne  yn 
(§  635,  2c°  und  d*^):  yd  ys  yn  lluydaw  yn  an  hol  "es  ist  in 
Kriegführen  hinter  uns"  'man  bereitet  Krieg  hinter  uns'  Mab.  63, 1; 
vyg  karcharu  yd  ydys  "es  ist  im  mich-gefangen-Nehmen"  'man 
ist  im  Begriff  mich  gefangen  zu  nehmen'.  In  diesen  Verbindungen 
ist  ys  schheßlich  als  eine  passivische  Form  aufgefaßt  worden;  daher 
Ipf.  yd  oedit  yn  dygyuori  y  wlat  'man  war  im  Begriff,  das 
Land  zu  erregen'  Mab.  63,  6. 

Schließlich  kommt  ys  in  verschiedenen  Verschmelzungen  vor: 
mc.  yss-it,  o-s-it,  ys-ydynt  oben  Anm.  3;  mc.  yss-yd,  mbr. 
s-o  oben  1°. 

c)  Eine  zusammengehörige  Gruppe  bilden  mc.  oes  {oes),  com.  es, 
vs,  evs  (d.  h.  ös\  mbr.  eux  (d.  h.  ös).  Mc.  oes  steht  zunächst  in 
der  Frage  und  durch  die  §  548  Anm.  erwähnte  Assimilation  zu- 
gleich in  der  Antwort  auf  eine  solche  Frage:  a  oes  porthawr? 
oes  'gibt  es  einen  Türhüter?  Ja!'  Mab.  103,  6.  Daß  br.  Wort 
wird  einst  dieselbe  Verwendung  gehabt  haben,  denn  noch  heute  ist 
euz  (geuz,  vgl.  I  435  unten)  ganz  besonders  in  der  Antwort  ge- 
bräuchlich: ha  n-euz  ket  a  dan  er  siminal?  euz  'n'y  a-t-il  pas 
de  feu  dans  la  cheminee?  Si  (il  y  en  a)'  Vallee  S.  156.  Für  das 
Corn.  ist  die  Verwendung  in  der  Frage  direkt  belegt:  us  dour 
omma  in  oges  'is  there  water  here  at  band?'  Beun.  Mer.  655; 
seine  Hauptverwendung  hat  das  corn.  Wort  jedoch  im  eigentlichen 
Relativsatz  (das  Relativpronomen  a  fehlt  davor):  ol  myns  es  orth 
^e  vlamye  'alle  diejenigen,  die  dich  tadeln'  M.C.  120;  thu-m 
seruons  lel  yn  pryson  evs  'zu  meinen  getreuen  Dienern,  die  im 
Gefängniß  sind'  R.D.  316.  In  allen  drei  Sprachen  wird  das  Wort 
nach  einer  Negation  verwendet:    mc.  nyt  oes  neb    'es    gibt    nie- 


§638,3.  639]   Mc.  oes  etc.  Erklärung  des  Präsens  der  W.  *es-.     429 

manden'  oben  S.  329,  14;  com.  aban  nag-es  a  wothfe  oben 
S.  228,  27,  ny-ns-us,  ny-ns-ues,  ny-ns-es,  ny-ng-es  'es  gibt 
nicht'  P.  C.  2674,  2362,  0.  M.  1236,  M.  C.  34;  mbr.  nac  eux 
den  'sodaß  es  keinen  Menschen  gibt  (,  der  .  .)'  Jes.  28b,  ne  deux 
'es  gibt  nicht'  14a;  daran  schließt  sich  com.  mar-s-us  'wenn  ist, 
wenn  es  gibt'  P.  C.  2978,  a-ss-us  lues  den  'wie  viele  Leute  es 
gibt!'  Beun.  Mcr.  757,  mar  a-s-us  'wenn  ist'  635,  na-ns-us  'jetzt 
ist'  3949,  rabr,  mar-d-eux  'wenn  ist'  Nonne  97.  Im  Com.  und 
Br.  bildet  schließlich  diese  Form  das  Präsens  des  Verbums  'haben' 
(§  496,  §  499).  Fälle,  die  außerhalb  des  so  umgrenzten  Gebietes 
fallen,  sind  im  Com.  selten:  ahanas  vs  <^yn  cowsys  'von  dir  ist 
uns  gesagt  worden,  daß  .  .'  Beun.  Mer.  229,  kyn-th-us  'obgleich 
ist'  1453,  2364;  im  Mbr.  ist  dagegen  ez  eux  'ist,  es  gibt'  ganz 
gewöhnlich  (Jes.  10b  u.  s.  w.);  jedoch  gilt  diese  weite  Verwendung 
von  euz  nicht  für  den  Dialekt  von  Treguier  (Vallee  S.  156). 

Es  kann  nicht  zweifelhaft  sein,  daß  mc.  oes  und  com.  mbr. 
ÖS  verschiedene  Kontraktionen  der  Partikel  a  (Fragepartikel,  Re- 
lativpronomen) mit  der  als  ir.  is  mc.  ys  erhaltenen  Verbalform 
sind.  Im  C.  hat  Diphthongbildung,  im  Com.  und  Br.  Bildung 
eines  langen  Vokales  (urbrit.  ö  oder  ä)  stattgefunden.  Die  kontra- 
hierte Form  hat  sich  außerhalb  ihres  Entstehungsgebietes  wohl  zu- 
nächst in  der  negativen  Antwort  und  im  Verbum  'haben'  einge- 
stellt (daß  sie  einst  im  Verbum  'haben'  nicht  allein  herrschte,  zeigt 
die  Kontamination  mbr.  d-ev-eux,  s.  Anm.  2). 

§  639.  Etymologische  Erklärung  des  Präsens  der  AVurzel 
*es-.  1.  Sing.  *esmi  (vgl.  skr.  asmi  gr.  elixl):  ir.  am,  -t-am  {a  aus 
e  in  der  Proklise);  in  der  gewöhnlichen  irischen  Kompositalform 
-t-a  ist  das  -m  als  vermeintliches  suffigiertes  Subjektspronomen 
analogisch  beseitigt  worden  (am:  -t-a  ==  2.  Sing,  at:  -t-a).  Die 
brit.  E'ormen  (mc.  wyf  u.  s.  w.)  sind  Analogiebildungen  nach  der 
2.  Sing. 

2.  Sing.  *esi  (vgl.  skr.  asi  gr.  ei):  ir.  a-t,  -t-a,  mc.  wy-t 
com.  o-s  mbr.  ou-t.  Nach  dem  Schwunde  des  intervokahschen  -s- 
hat  sich  ein  Diphthong  ei  entwickelt,  dessen  regelmäßige  Fort- 
setzung im  Mc.  vorliegt;  im  Com.  und  Br.  hat  wegen  der  Proklise 
eine  gewisse  Reduktion  stattgefunden;  das  Ir.  hat  die  gewöhnliche 
Reduktion  zu  «.  Das  Pronomen  ir.  -t  u.  s.  w.  ist  eret  spät  mit 
dem  Verbum  verschmolzen. 

3.  Sing.  *est  (vgl.  lat.  est).  Daraus  erklären  sich  die  Schwund- 
formen ir.  nach;  manid,  mc.  nyt,  corn.  marnas  u.  s.  w.  (S.  424). 


430  Erklärung  der  Formen  der  Wurzel  *es-.     [§  639.  640 

Aus  *est  is  erklärt  sich  ir.  is  rac.  ys,  aus  *est  {j)o{d)  erklärt  sich 
mbr.  so.  Das  ir.  is  hatte  in  Verbindung  mit  dem  Pronomen  der 
3.  Sing,  (is  he,  is  si,  is  hed)  mouilhertes  s  und  daher  den  Vokal 
ij  der  nun  auch  auf  die  Fälle  übertragen  wurde,  wo  das  -s  nicht 
mouilhert  war;  nur  in  die  relative  Form  (as)  drang  das  i  natürhch 
nicht.  Über  c.  oes  u.  s.  w.  s.  §  638  Schluß.  Mc.  yw  corn.  yu 
br.  eo  beruhen  wohl  auf  Umstellung  eines  nach  dem  Muster  der 
2.  Sing.  mc.  wy-t  u.  s.  w.  gebildeten  mc.  *wy  u.  s.  w.  Daß  die 
Metathese  im  Gegensatz  zu  mc.  dwy,  pwy  (§  222,  2  I  322)  auch 
im  C.  eingetreten  ist,  beruht  auf  der  Unbetontheit,  vgl.  mc.  rwy-: 
ryw-  S.  175,  yw  'zu  ihrem'  S.  158;  darauf  wird  auch  das  e  des 
br.  eo  (vgl.  diou,  piou  I  322)  beruhen. 

Die  1.  PL  stimmt  nicht  zu  skr.  s-mas,  sondern  geht  auf  eine 
nach  der  1.  Sing,  gebildete  Form  *es-mos  zurück:  ir.  -d-em  mc. 
ym;  mit  suffigiertem  Subjektspronomen  ir.  ammi  (doppeltes  Pro- 
nomen in  ammin  eulig  Wb.  14d  28,  ämminn  imdibatai  ni 
'we  are  destroyed'  Ml.  83  c  3);  analogisch  gebildet  ist  ir.  -t-an, 
vgl.  §  607  Anm.  3  S.  351.  Corn.  on  mbr.  omp  sind  entweder 
von  der  Flexion  der  regelmässigen  -o-  :  -e-Verba  (und  zwar  in  vor- 
historischer Zeit,  als  man  im  Corn.  noch  in  diesen  Verben  eine 
Endung  -on  hatte),  oder  von  der  2.  PL  des  Verbums  'sein'  be- 
einflußt. 

Die  2.  PL  weicht  gänzhch  von  skr.  s-tha  ab  und  ist  eine  nach 
der  Analogie  der  2.  Sing,  in  verhältnismäßig  später  Zeit  gebildete 
Form:  ir.  -d-ed,  -t-ad  aus  *ei4e  (über  adib  s.  S.  344);  mc.  ywch 
hat  sich  im  Vokal  entweder  nach  der  Flexion  der  regelmäßigen 
Verba  (und  zwar  in  vorhistorischer  Zeit,  als  man  im  Mc.  in  diesen 
Verben  noch  nicht  die  Endung  -weh  [I  385]  hatte)  oder  nach  der 
1.  Plur.  des  Verbums  'sein'  gerichtete 

3.  PL  *sent  (entspricht,  von  der  Sekundärendung  abgesehen, 
genau  dem  skr.  s-anti  got.  sind  osk.  sent  umbr.  sent):  ac.  hint 
ir.  -d-et,  -d-at  u.  s.  w.;  ir.  it  ist  *sent  ei  (das  Timbre  des  -t  und 
die  Färbung  des  Vokals  wie  bei  der  3.  Sing.;  rel.  at,  ata). 

§  640.  Die  etymologische  Erklärung  des  Ipf.  der  Wurzel 
*es-  muß  von  der  3.  Sing.  (mc.  oed  com.  o  br.  oa)  ausgehen, 
die   auf  *esät   zurückgeführt   werden    und  mit  lat.  erat  idenfiziert 


1.  Auch  andere  Deutungen  der  1.  und  2.  PI.  sind  möglich;  man  könnte 
z.  B.  von  alten  analogisch  gebildeten  Formen  * s-o-mos,  *s-e-te  ausgehen; 
nur  das  steht  vollkommen  fest,  daß  es  sich  nicht  um  eine  Fortsetzung  der 
alten  idg.  Formen  handelt. 


§  640.  641J     Erklärung  des  Ipf.  der  Wurzel  *es-.     Ir.  at-tä.       431 

werden  kann  (I  73).  Das  für  die  regelmäßigen  Imperfektformen 
charakteristische  angehängte  Element  (S.  347)  fehlt  hier  (weil  die 
Form  so  wie  so  von  dem  Präsens  deutlich  unterschieden  war).  Die 
übrigen  Personen  des  Ipf.  sind,  so  wie  sie  vorliegen,  nur  analogisch 
zu  erklären.  1.  Sing.  *esäm,  2.  Sing.  *esäs  hätten  ohne  ange- 
hängtes Imperfektmerkmal  mit  *esät  zusammenfallen  müssen  (mc. 
*oed,  mbr.  *oa);  durch  Annahme  der  Imperfektendungen  der 
regelmäßigen  Verba  entstanden  mc.  oedwn,  oedut,  mbr.  oann, 
oas,  worauf  der  Stamm  oed-,  oa-,  auch  im  Plur.,  wo  er  in  keiner 
Weise  lautgesetzlich  entstanden  sein  könnte,  durchgeführt  ^vurde. 
Die  corn.  Formen  sind  nach  Analogie  der  regelmäßigen  Verba  ge- 
bildet, zunächst  vermutlich  in  Fällen,  wo  das  Verbum  enklitisch 
war  (auch  die  3.  Sing,  hat  in  den  Formen  es-e  S.  424,  a  bew-e 
S.  426  nicht  Widerstand  leisten  können). 

§  641.  Als  unverbundenes  Supplementverbum  zu  den  im 
Irischen  nui*  verbunden  auftretenden  Formen  der  Wurzel  *es-  er- 
scheint in  erster  Linie  das  regelmäßige  Präsens  -tä:  Sing.  1.  -tau, 
-töo,  -tö,  2.  -täi,  3.  -täa,  -tä,  PI.  1.  -taam,  2,  -taaid,  -täid, 
3.  -taat.  Dies  Verbum  ist  fast  immer  komponiert  und  zwar  1) 
mit  einem  relativen  Präverb:  forsa-taith  'worauf  Ihr  seid'  Wb. 
20b  6,  i-täu  'worin  ich  bin'  32a  10;  2)  mit  der  Negation  ni  vor 
einem  infigierten  Pronomen:  ni-t-ta  'du  hast  nicht'  2b  12,  ni-n- 
tä  'wir  haben  nicht'  31c  7,  ni-b-tä  'Ihr  habt  nicht'  19  b  10  (un- 
betont nach  §  484,  4  und  §  636  Anm.  2:  ni-mp-tha  firion, 
ni-m-tha  laäm  Wb.  8d24,  12a  21;  ni-ta  cumacc  do  chain- 
gnim  'er  [der  Körper,  corp]  ist  nicht  kräftig  zu  guter  Tat'  4a  6 
[mit  infigiertem  Pron.  der  3.  Sing.  Mask.];  ni-tha  di-a  meit  'es 
ist  nicht  so  groß'  5b  10  [mit  infig.  Pron.  der  3.  Sing.  Neutr.]); 
3)  mit  no  vor  einem  infigierten  Pron.:  no-m-thä  'was  ich  habe' 
13c  10;  no-b-tä  'die  Ihr  habt'  14c  16;  4)  sonst  regelmäßig  mit 
einem  als  at-  erscheinenden  Präverb,  sodaß  die  Normalform  Sing, 
attöo,  attäi,  attä,  PI.  attaam,  attaaid,  attaat  ist. 

Es  kommen  jedoch  verschiedene  Unregelmäßigkeiten  vor:  a) 
-tä  bildet  Komposition  mit  der  Konjunktion  ö  'seit,  von  wo',  die 
sonst  nicht  ein  Präverbium  ist:  ö-thä  quod  si  'von  da  an,  wo  quod 
si  .  .  steht'  Wb.  15a  22;  ö-tü-sa  S.  305,  11,  ö-tü  sund  'seit  ich 
hier  bin'  LU  40a  8;  vielleicht  ist  jedoch  mir.  ö-tü  aus  *ö  attü 
kontrahiert,  und  ö-thä  eine  isoherte  Unregelmäßigkeit  dei-selben 
Art  wie  cen-ma-thä,,  cen-mi-thä  und  iarmitha  I  472f.;  b)  in 
Verbindung  mit  ol  'als'  (nach  einem  Komparativ)  kamen  Ursprung- 


432  Ir.  at-tä.  [§  641 

lieh  Simplexformen  des  Verbums  -tä  vor,  wie  namentlich  die 
3.  Sing.,  PI.  mit  suffigiertem  Relativpronomen  oldaas  (oldoas 
Thes.  n  10,  10),  oldäte  beweisen;  indessen  ist  ol  in  dieser  Ver- 
bindung später  als  ein  relatives  Präverb  aufgefaßt  worden,  s.  I  399 ; 
und  noch  eine  weitere  Verschiebung  der  Auffassung  war  im  Air. 
vorbereitet:  ol  'als'  verband  sich  mit  keinem  anderen  Verbum  als 
'sein',  und  oldaas  steht  daher  fast  als  eine  einheitliche  Konjunktion^ 
in  Fällen  wie  oldaas  do-n-tlucham  'als  wir  bitten'  Wb.  21d  9, 
oldaas  ro-foided  'als  geschickt  worden  ist'  32a  25;  oldaas 
steht  in  derselben  Weise  sogar  vor  einigen  Formen  des  Verbums 
'sein',  s.  I  398,  oldaas  bid  ar  n-äinsem  'than  should  be  our 
accusation'  Wb.  4  b  17;  so  ist  man  schließlich  dazu  gekommen,  die 
relativen  Simplexendungen  von  oldaas,  oldäte  auf  das  wirkliche 
Kompositum  mir.  an-dü-sa  (§  421  Anm.  1  S.  78)  zu  übertragen: 
air.  3.  Sing,  indaas  Ml.  135a  13,  3.  PI.  indate  92 d  6;  auch  das 
gewöhnliche  Kompositum  mit  at-  kann  nach  einem  Komparativ 
auftreten  (2.  Sing,  atai-siu  S.  79,  8,  atse-siu  Wi.  II ^  213,  18; 
1.  Sing,  mit  merkwürdiger  Schreibung  adoa-sa  Thes.  I  485,  31), 
und  dazu  gehört  die  3.  Sing.  rel.  adaas  Sg.  190a  4  (Kontami- 
nation von  daas,  s.  unten  ß°,  und  *ataas?;  dieselbe  Form  in 
unklarer  Verwendung  Sg.  193  a  2  a,  ZfcPh.  VII  481;  sollte  schKeß- 
lich  auch  das  oben  §  366  Anm.  3  S.  21  anders  gedeutete  adas 
'siquidem,  utique,  quamuis  u.  s.  w.'  hierher  gehören?). 

Unkomponiert  wird  das  Verbum  in  den  folgenden  Fällen  ver- 
wendet: a)  in  der  3.  Sing,  mit  suffigiertem  Pronomen :  taith-iunn 
u.  s.  w.  S.  148;  ß)  im  Passiv  in  der  Bedeutung  'man  ist  böse, 
zornig':  ished  dathar  dorn  'deshalb  ist  man  mir  böse'  Wb.  21c  9; 
is  hed  dathar  dun  'deshalb  ist  man  uns  böse'  28 d  4  (dazu  das 
perfektische  Prät.  Pass.  is  hed  ro-m-both,  ro-m-bod  19a  9, 
5b  31  und  aktivische  Formen  wie  ni  nach  ein  aile  no-taid 
dorn  'it  is  not  any  other  fault  that  ails  you  at  me'  'es  ist  nicht 
wegen  irgend  eines  anderen  Versehens,  daß  Ihr  mir  böse  seid' 
19d  26  und  mir.  cid  no-täi,  cid  atäi,  cid  tai  mit  folgendem 
do  'weshalb  bist  du  böse?',  s.  KZ  XXXV  3911;  3.  Sing,  cid 
daas  in  caillech  Stokes,  Trip.  Life  28,  17);  y)  in  der  Bedeutung 
'scheint':  noch  da  leinn  'es  schien  uns'  Wb.  31d  5;  da  lim 
'methought'  Thes.  11  291,  5;  in  derselben  Bedeutung  jedoch  auch 

1.  Vergl.  für  die  erste  Person:  is  äildiu  a-mmag  ro-gab  süil 
oldo-sa  'das  Auge  hat  einen  schöneren  Platz  erhalten  als  ich'  Wb. 
12  a  25. 


§  641]  Ir.  at-tä.  433 

ata  lat  'es  scheint  dir'  25b  17  und  in  da  leu  'es  schien  ihnen' 
Ml.  39c  34,  vgl.  60b  1,  96a  6;  mir.  dar  limm,  indar  limm  'es 
scheint  mir,  es  schien  mir',  vgl.  Asp.  i  Irsk  S.  153,  Strachan 
ZfcPh.  I  14.  In  dieser  Bedeutung  scheint  das  Verbum  nicht  in 
Suppletiv- Verhältnis  zur  Wui'zel  *bheu-,  *bhwl-  zu  stehen.  Die 
mir.  Form,  die  später  mit  der  Präposition  dar,  tar  assoziiert  wird, 
kann  gewiß  nicht  durch  eine  solche  Assoziation  entstanden  sein; 
sie  kann  dagegen  nach  §  179,  1  I  275  aus  *dathar  oder  *tathir 
entstanden  sein  und  wird  ursprünglicher  als  die  unregelmäßige 
Simplexform  da  sein. 

Anm.  Die8*dathar,  *tathir  kann  jedoch  nicht  passivisch,  sondern 
nur  deponential  gewesen  sein.  Und  diese  deponentiale  Flexion  ist  keines- 
wegs auffällig;  denn  -ta  gehört  (s.  I  79)  zur  idg.  Wurzel  *8thä-,  die  im 
Keltischen  wie  im  Gr.  in  der  Bedeutung  'stehen'  mediale  Flexion  gehabt 
hat,  vgl.  über  ir.  -sissiur  §624,1.  Dem  ir.  is  hed  dathar  dorn  u.  s.w. 
(oben  ß°)  entspricht  im  Brit.  die  Kedensart  mc.  ny-m-tawr  'es  kümmert 
mich  nicht',  pathawr  (statt  *pa-th-dawr)  'was  kümmert  es  dich?'  Mab. 
279,  19,  com.  ny-m-der,  ny-m-dur,  ny-m-duer,  nu-m-duer,  nu- 
m-dur  'it  concerns  rae  not'  P.  C.  682,  E.  D.  1059,  1898,  Beun.  Mer.  374, 
443,  mar  a-th  dur  'if  it  regards  thee'  R.  D.  845,  mbr.  ne-m-deur  'ich 
will  nicht',  n-on-deur  'wir  wollen  nicht',  a  huy  oz  deur  'wollt  Ihr?'; 
jedoch  wird  die  Form  auf  -r  sowohl  im  Mc.  wie  im  Mbr.  als  aktivische 
3.  Sing.  (=  Stamm)  aufgefaßt;  deshalb  Neubildungen  wie  mc.  Ipf.  ny-m- 
torei,  Fut.  ni-m-dor-bi  B.  B.  30b  8,  mbr.  Ipf.  ne-m-deurie,  Konj. 
Ipf.  mar  oz  deurfe  'wenn  Ihr  wolltet',  Prät.  e-n  deurfoe  'er  woUte', 
Inf.  deur-uout  u.  s.  w.  (Strachan,  Introd.  S.  97,  Ernault,  Dict.  S.  265). 
Es  liegt  am  nächsten,  die  brit.  Formen  als  deponential  aufzufassen:  "steht 
im  Wege,  ist  hinderlich"  (vgl.  lat.  per  me  stat;  zum  Übergang  in  die 
Bedeutung  "gefällt  mir"  vgl.  §  463  Anm.  1  S.  120f.);  und  auch  das  irische 
is  hed  dathar  dom  kann  ursprünglich  deponential  gewesen  sein,  wurde 
aber  wegen  der  Assoziation  mit  -ta  als  passivisch  aufgefaßt  und  rief  die 
Neubildungen  ro-m-both,  no-taid,  uo-täi  ins  Leben. 

Wenn  das  Verbum  -tä  ursprünglich  ein  Medium  gewesen  ist,  so  er- 
klärt sich  das  Fehlen  der  -r-Endungen  in  den  Kompositalformen  nach 
§  625,  5,  und  man  darf  sogar  vermuten,  daß  die  überflüssige  Komposition 
mit  at-  dem  Zwecke  diente,  den  Gegensatz  zwischen  den  unkomponierten 
-r-Formen  und  den  -r-losen  Kompositalformen  zu  beseitigen.  Die  Simplex- 
formen der  3.  Sing,  mit  suffigiertem  Objektspronomen,  die  nach  §  621 
Anm.  1  S.  386  des  -r  entbehrten,  blieben  daher  unkomponiert  bestehen;  die 
r-Formen  retteten  sich  dagegen  nur  in  den  unter  ß°  und  j'°  angegebenen 
speziellen  Verwendungen. 

Was  für  ein  Präverb  eigentlich  in  dom  at-  steckt,  ist  mir  unklar;  ist  es 
mit  dem  häufig  auftretenden  bedeutungslosen  in-  (indaas,  indate,  inda 
leu  oben  b°,  y°\  indat  iudei  'welche  [Prädikatsnomen]  die  Juden  sind' 
Wb.  5b  34)  identisch?     Vgl.  §  647,  8. 

Pedereen:  Vgl.  Icelt.  Gramm.    II.  28 


434  Ir.  at-tä,  fil.  §641.  642 

Wenn  wir  von  den  unter  ß°  und  y°  angegebenen  speziellen 
Verwendungen  absehen,  hat  das  Yerbum  -tä  teils  die  Bedeutung 
'befindet  sich  irgendwo,  in  irgend  einem  Zustand',  teils  die  Bedeu- 
tung -es  gibt'.  Die  erstere  Bedeutung  ist  die  häufigste,  und  -tä 
ist  daher  in  der  Eegel  von  einer  adverbiellen  Bestimmung  begleitet: 
ataa  i  cach  epistil  a  sain-chomarde  sin  'in  jedem  Briefe  be- 
findet sich  dies  besondere  Zeichen'  Wb.  26b  31;  is  amne  atäa 
'so  verhält  es  sich*  6a  19;  ataat  oc  timthirecht  §  635,  2c. 
Übergangsfälle  sind:  atä  comarde  fuirib  gl.  signati  estis  spiritu 
sancto  'ein  Zeichen  ist  auf  euch'  Wb.  21a  5;  ataat  tra  rete  hie 
ni  reid  a  m-brith  fri  corpu  peccatorum  'es  finden  sich  also  hier 
Sachen,  die  es  nicht  leicht  ist  auf  die  Körper  der  Sünder  zu  be- 
ziehen' 13  d  4,  vgl.  13c  26,  §  538  Anm.  S.  224.  Ganz  erreicht 
ist  die  Bedeutung  'es  gibt'  in  Fällen  wie:  attä  immurgu  asbeer 
'es  gibt  indessen  etwas,  was  ich  sagen  werde'  Wb.  32a  ,22;  ataat 
da  n-orpe  ro-gab  Abracham  'there  are  two  heritages  which 
Abraham  has  obtained"  2  c  21;  vgl.  Sg.  la  2,  §  511  Anm.  2 
S.  183.  Ganz  regelmäßig  ist  die  Bedeutung  'es  gibt',  wenn  das 
Verbum  mit  einem  infigierten  oder  suffigierten  dativischen  Pronomen 
verbunden  ist  (oben  2°,  3°,  a°). 

In  gewissen  Konstiniktioneu  ist  das  Verbum  -tä  selten;  so  in 
den  eigenüichen  Relativsätzen  und  den  EkHpsensätzen  (es  kommt 
nach  einem  relativen  Präverbium  vor,  s.  oben  1°;  vgl.  femer  ni  so- 
chude  diib  ataat  and  'nicht  viele  von  ihnen  [von  den  Weisen] 
gibt  es  dort'  Wb.  8  a  17);  nach  den  Konjmiktionen  ma,  cia, 
CO  n-,  kommt  -tä  nicht  vor;  nach  einer  Negation  kommt  es  nur 
mit  einem  infigierten  Pronomen  (oben  2°)  vor. 

§  642.  In  den  FäUen,  wo  -tä  nicht  oder  wenig  gebräuch- 
lich ist,  tritt  dafür  das  transitive  Verbum  fil^  ein,  das  eigenthch 
ein  Imperativ  "voici,  voilä*'  ist.  Über  die  variierenden  Schrei- 
bungen (fil,  feil,  fei,  mii\  fail,  fuil)  und  über  die  Etymologie 
ist  I  358  und  I  272  Nachtrag  gehandelt.  Relative  Form  file,  fil 
§  535,  2,  6;  mit  Objektspronomen  der  3.  Plur.  filus,  s.  S.  149. 

fil  hat  wohl  zunächst  das  Verbum  -tä  in  denjenigen  Fällen 
zurückgedrängt,  in  denen  der  Begriff'  'es  gibt'  auszudrücken  war 
(nui'  in  denjenigen  Fällen  nicht,  in  denen  ein  datinsches  Pronomen 
vorhanden  wai');  ferner  hat  es  in  einigen  Konstruktionen,  in  denen 
die  Bedeutung  'es  gibt'   häufig  war,    die  Herrschaft   errungen  (fil, 


1.  Sarauw,  Ec.  XTII  276. 


§  642]  Ir.  fil.  435 

file  'der  sich  findet',  ni  fil  'findet  sich  nicht',  ma  fil  'wenn  sich 
findet'  sind  Analogiebildungen  nach  fil,  file  'den  es  gibt',  ni  fil 
'es  gibt  nicht',  ma  fil  'wenn  es  gibt').  Beispiele  aus  dem  Air.: 
fil  ni  de  as  fir  'es  gibt  etwas  davon,  das  wahr  ist'  Wb.  lld  2; 
coisnimi  file  lib-si  'die  Streitigkeiten,  die  es  bei  euch  gibt' 
7d  13,  inna  fer  fei  and  nunc  'der  Leute  (Gen.),  die  jetzt  da  sind 
(leben)' 4c  1;  amal  file  öentid  eter  bauUu  coirp  duini  'wie  es 
Gemeinschaft  unter  den  Gliedern  des  Körpers  des  Menschen  gibt' 
12b  12;  doadbadar  file  rath  dee  lat-so  'es  wird  gezeigt,  daß 
du  die  Gnade  Gottes  hast'  12d  20;  ma  nu-d-fel  in  spirut  nöib 
indium-sa  'wenn  der  heilige  Geist  in  mir  ist'  11c  1,  vgl.  19c  20; 
ci-ni-n-fil  Hb  'daß  wir  nicht  bei  euch  sind'  16b  9;  con-dum- 
fel  fo  mäm  pectho  'sodaß  ich  unter  dem  Joche  der  Sünde  bin' 
3c  38;  ni  fil  linn  in  bees  so  'wir  haben  diese  Sitte  nicht'  11c 
21;  nio-fil  S.  210  Z.  5;  ata  torad  la  gnimu  soilse  ni  fil 
immurgu  acht  infi'uctuosa  gl.  noHte  communicare  operibus  in- 
fructuosis  tenebrarum  'die  Taten  des  lichtes  haben  ihre  Frucht; 
sie  (die  opera  tenebrarum)  sind  aber  nur  infructuosa'  Wb.  22  b  26 
(fil  scheint  hier  die  un verbundene  Kopula  zu  verti'eten);  atluchur 
do  dia  ce-rubaid  fo  pheccad  nach-ib-fel  S.  240  Z.  29;  co- 
na-fil  dualchi  na  accobra  colnidi  leu  'sodaß  sie  nicht  Laster 
oder  fleischliche  Lüste  haben'  Wb.  20c  1. 

Eine  ganz  feste  Grenze  zwischen  den  Fällen,  in  denen  fil, 
und  den  Fällen,  in  denen  -tä  zu  verwenden  ist,  gibt  es  im  Air. 
nicht,  und  man  soll  nicht  durch  gepreßte  Interpretation  von  Stellen 
wie  Wb.  8a  17,  lld  2  eine  feste  Regel  durchzuführen  versuchen. 
Die  Verteilung  ist  fortwährend  im  Fluß,  bis  schließhch  im  Nir. 
fuil  vollständig  die  Rolle  als  „dependent  form"  von  tä  übernimmt 
(S.  251);  es  wäre  aber  ein  grober  Anachronismus,  denselben  Zu- 
stand schon  für  das  Air.  anzunehmen.  Wenn  im  Mir.  fil  häufig 
in  der  Antwort  auf  die  Frage  in  fil  'gibt  es?'  vorkommt  (Strachan, 
Trans.  Phil.  Soc.  1899—1902  S.  54),  so  braucht  dies  nur  in  sehr 
geringem  Grade  von  der  in  §  548  Anm.  besprochenen  Assimilation 
der  Antwort  an  die  Frage  abhängig  zu  sein;  fil  war  auch  ohne 
diese  Assimilation  seit  alter  Zeit  im  Anfang  eines  Hauptsatzes  ge- 
bräuchlich (vgl.  cid  sön  ar  Mac  Roth  .  fail  a  mör-abba  ar 
Däire  'weshalb  das?  sagte  M.;  es  gibt  dafür  einen  guten  Grund, 
sagte  D.'  LL  55  a  20). 

Anm.  Im  Mir.  ist  das  Bewußtsein  von  dem  subjektlosen  und  transi- 
tiven Charakter  von  fil  so  weit  verdunkelt   worden,    daß  eine  3.  PI.  fil  et 

28* 


436  Ir.  dicoisin,  rongab,  at-tot-chomnicc.     [§  643.  644 

gebildet  worden  ist;   das  Nir.  hat  eine   vollständige  Flexion:    l'uilim    'ich 
bin',  2.  Sing,  fuilir  u.  s.  w. 

§  643.  Ein  transitives  Verbum  ist  gleichfalls  das  im  Air. 
viermal  belegte  di-coisin,  das  die  Nuance  der  erschöpfenden,  auf 
den  Grund  gehenden  Angabe  zu  enthalten  scheint:  arnab  uilib 
cumactib  dichoissin  i  nim  et  talam  'statt  aller  Mächte,  die 
es  überhaupt  (im  Ganzen)  im  Himmel  und  auf  der  Erde  gibt'  Wb. 
21a  13;  amal  do-n-coisin  'so  wie  wir  wirklich  (im  Grunde)  sind* 
17b  10;  cech  rann  neirt  duchoissin  'jeder  Teil  der  Stärke,  die 
es  überhaupt  gibt'  Ml.  108c  14,  vgl.  Sg.  209b  29.  Vgl.  mir.  eis 
lir  baird  docuissin  'wie  viel  Barden  gibt  es  im  Ganzen?'  Wi. 
III  5.  Mehr  mir.  Beispiele  bei  Strachan,  Trans.  Phil.  Soc.  1899 
— 1902  S.  60.  Wie  zu  fil  ist  auch  zu  di-coisin  im  Mir.  eine 
Pluralform  (dochuisneat)  gebildet  worden. 

Von  di-coisin  ist  das  subjektische  Verbum  2.  Sing,  -dixnig- 
ther,  3  Sing,  -dixnigedar  (auch  als  Simplex  rel.  dixnigedar 
Wb.  4c  24),  3.  PI.  rel.  dixnigetar  abgeleitet,  das  dieselbe  Be- 
deutungsnüance  enthält  und  oft  durch  'existiert'  übersetzt  werden 
kann. 

Die  Bedeutungsnüance  von  di-coisin  ist  offenbar  von  dem 
zweiten  Präverb  *k'om  abhängig.  Die  Etymologie  des  Verbums 
ist  unsicher;  man  könnte  an  lät.  de-sinit  (transitiv)  'endigt'  denken. 

§  644.  Mit  dem  Präsens  des  Verbums  'sein'  synonym  ist  das 
in  Eklipsensätzen  auftretende  ro-n-gabus  "ich  habe  es  genommen"^ 
"ich  habe  es",  'ich  bin';  vgl.  §  484,  4  S.  143;  3.  Sing,  ro-n-gab, 
ro-n-d-gab;  3.  PI.  ro-n-gabsat.  Am  häufigsten  ist  die  Redens- 
art nach  amal  'wie'  belegt,  sie  kommt  aber  auch  in  anderen 
Ekhpsensätzen  vor.  Außerhalb  der  Eklipsensätze  kommt  sie  viel- 
leicht nicht  (wie  ich  §  267,  9  I  398  angenommen  habe)  vor;  ro- 
n-gab  scientia  Hb  Wb.  6d  12  ist  vielleicht  von  dem  im  lat.  Text 
vorausgehenden  certus  sum  abhängig:  'daß  Weisheit  bei  euch  ist'. 

Schließlich  ist  das  Prät.  von  in-com-  +  icc-  zu  erwähnen: 
cindas  persine  at-tot-chomnicc  'was  für  eine  Person  bist  du?' 
"hat  sich  für  dich  ereignet"  Wb.  6b  13;  mir.  Etain  ingin  righ 
Eochraidhe  .  .  atam-comnaicc  'ich  bin  Etain,  die  Tochter  des 
Königs  E.'  Wi.  120,  17,  vgl.  das  Wörterbuch  von  Wi.  S.  378, 
Kuno  Meyer,  Contrib.  S.  141.     Vgl.  gr.  ov(xßaivo),  Tvyxävw. 


§  645]  Paradigma  der  Wurzel  *bheu-  u.  s.  w.  437 

§  645.     Paradigma  der  Formen  der  Wurzeln  *bheu-,  *bhwi-. 


Präs.  1 

Ir. 

simpl.      comp. 

Mc. 

Com. 

Mbr. 

Sing.  1 

biuu      -biu 

bydaf 

bethaf           bezaff 

2 

-bi 

bydy 

bethyth      '   bez  (§224) 

3 

biid       -bi 

byd 
(archaisch  bi) 

beth,  bytb 

bez 

PI.  1 

bimmi  -biam 

bydwn 

bethyn 

*bezomp 

2 

bydwch 

bytheugh 

*bezit 

3 

biit       -biat 

bydant 

bethons 

bezont 

Verschmolzene  Formen  im  Ir.:  3.  Sing.,  1.  PI.  und  3.  PI.  re- 
lativ: biis,  bimme,  bite.  Enklitische  Formen:  3.  Sing. -ru-b(a)i. 
Verbundene  (proklitische)  Formen  sind  im  Ir.  selten:  co  m-bi 
öin-chorp  pectho  'sodaß  es  ein  Sünden-Körper  zu  sein  pflegt' 
Wb.  9d  5,  vgl.  13b  13,  c  23;  4d  33;  ni-pi  cian  a  masse  in 
choirp  'die  Schönheit  des  Körpers  pflegt  nicht  dauernd  zu  sein' 
28  c  25  U.S.W.  Über  ir.  ni  ruban-and,  benait  u.  s.  w.  s.  S.  334 
mit  Fußnote  und  vgl.  §  647. 

Das  Ipf.  ist  regelmäßig:  ir.  Sing.  1.  -biinn,  3.  -bith,  3.  PI. 
-bitis  (verbundene Formen  sind  nicht  belegt);  mc.  1.  Sing,  bydwn 
u.  s.  w.,  com.  bethen  (ßeun.  Mer.  1731),  3.  Sing,  bethe,  mbr. 
1.  Sing.  *bezenn,  3.  Sing,  beze  (Barbe  727),  nbr.  bezenn  u.  s.  w. 
(Vallee  S.  148).  Im  archaischen  Mc.  findet  sich  3.  Sing,  bwyat 
{zur  Endung  vgl.  S.  338;  der  Stamm  bwy-  steckt  mit  anderer 
Orthographie  auch  in  der  archaischen  3.  Sing,  buei,  3.  PI.  buyint 
(Strachan,  Introd.  S.  99). 


Ipv. 

Ir. 

Mc. 

Com. 

Mbr. 

Sing.  2 
3 

bi 

biid,  bith 

byd 

bit,  boet 

byth,  beth 
bethens 

bez 
bezet 

PI.  1 
2 

biid,  bith 

bydwn 
bydwch 

bethen 
bethough 

bezomp 
bezet,  bezit, 

bet 

3 

biat 

bint 

bethens 

bezent,  bent 

1.  Im    Ir.   und  Mbr.  Praesens   consuetudinale,    im  Mc.    und  Com.  zu- 
gleich Fut. 


438 


Paradigma  der  Wurzel  *bheu-  u.  s.  w. 


[§  645 


Verbundene  Formen  im  Ir. :  Sing.  2.  ba,  3.  bed,  bad,  PI.  1. 
baän,  ban  (§  598  Anm.  5  S.  335),  2.  bed,  bad,  3.  bat. 


Eonj.  Präs. 

Ir. 

simpl.      comp. 

Mc. 

Com. 

Mbr. 

Sing.  1  ;beo,  beu           bwyf 

byf,  beyf 

beziff,  biziff 

2 

bych 

by,  bey 

bezy,  bizy 

3 

beid       -be 

bo 

bo 

bezo 

PI.  1 

bemmi  -bem 

bom 

byyn,  beyn 

bezimp,  bizimp 

2 

bethe    -beid   boch 

byugh,  beughbizhyt,  bezot 

3 

beit        -bet 

bont 

bons,  byns 

bezint,  bizint 

Verscbraolzene  Formen  im  Ir.:  3.  Sing.,  3.  PI.  rel.  bess,  bete; 
über  beso,  bes  s.  §  535  Anm.  1.  Enklitische  Formen:  3.  Sing, 
-roi-b,  PI.  1.  -ro-bam,  2.  -ro-bid,  3.  -ro-bat.  Verbundene 
Formen:  Sing.  1.  ba,  -ba,  2.  ba,  -ba,  3.  ba,  -b,  -p  (condi-b, 
indi-b,  arndi-p  S.  221);  auch  -bo,  -bu  (ro-po,  co-r-bu,  ni- 
bo  S.  286,  288);  relativ  bes,  bas;  PI.  1.  -ban  (comman  'daß 
wir  sind'  Wb.  31c  11);  2.  bede,  -bad;  3.  -bat;  relativ  bete, 
beta,  bata,  —  Ein  vom  Präsensstamm  gebildeter  Konj.  (wie  im 
Mbr.)  kann  im  Mc.  (bes.  in  der  Poesie)  vorkommen:  Sing.  1. 
bydwyf,  2.  bydych,  3.  bytha  Die  von  Loth,  Rc.  XXXI  496, 
besprochene  Form  bwyr  scheint  eine  deponentiale  3.  Sing,  zu  sein; 
auch  a  vythawr  yn  dwyll  'was  Trug  sein  mag'  Ges.  XIII,  II 
14  (Fohoausgabe  S.  635)  scheint  mir  deponential  zu  sein  (vgl.  das 
vorhergehende  a  vytho  yn  wirionedd  'was  Wahrheit  sein  mag')^. 
—  Mbr.  auch  2.  PI.  bihet  (mit  dem  Stamm  des  Plusquampf,). 


Konj.  Ipf. 

Ir. 

Mc. 

Com. 

Mbr. 

Sing.  1 

*-beinn 

bewn 

ben 

benn 

2 

-betha 

beut 

bes 

bes 

3 

-beth 

bei 

be 

be 

PI.  1 

-bemmis 

beym 

ben 

bemp 

2 

-bethe 

beugh 

bech 

3       -betis 

beynt 

bens 

beut 

Enklitische 

Formen    im 

Ir.:    3.  Sini 

;.  -ro-bad. 

Verbundene 

Formen:    Sing.  1.    -benn,    -bin,    2.  -ptha,    3.  bed,    bad,  bid, 


1.  Vgl.  Ipf.  Ind.  3.  Sing,  bwyat.     Ist  die  deponentiale  Flexion  durch 
den  Einfluß  der  Wurzel  *tä-  (§  641)  eingedrungen? 


§  645] 


Paradigma  der  Wurzel  *bheu-  u,  s.  w. 


439 


-bed,  -bad,  PI.  1.  bemmis,  bimmis,  -bimmis,  3.  betis,  bitis, 
-btis  (ar-dis  'damit  sie  sein  sollten'  VVb.  4a  10;  com-tis  'so 
that  they  might  be'  10 d  33);  vgl.  S.  290.  Über  nämmin,  com- 
mad,  armad  s.  I  118. 


Put.  und  Kondit.  (ir.) 


•) 

Fut.  simpl. 

Fut.  comp. 

Kondit. 

1 

bia 

-beinn 

2 

3 

bieid,  bied 

-bia 

-biad 

1 

bemmi 

-biam 

-bemmis 

2 

-bieid,-bied 

3 

bieit,  biet 

-biat 

-betis 

Sing. 


PI. 


Verschmolzene  Formen:  Fut.  3.  Sing.,  3.  PI.  rel.  bias,  bete. 
Verbundene  Formen:  Fut.  Sing.  1.  be,  2.  -ba,  3.  bid,  -ba,  rel. 
bes,  bas,  PI.  1.  bimmi,  bemmi,  bami,  3.  bit,  -bat,  rel.  beta, 
bat;  Konditionalis  Sing.  3.  bed,  päd  (oidfessed  cia  bed  flaith 
inn-a  diad  'damit  er  erführe,  wer  nach  ihm  König  sein  würde' 
Ml.  89b  7;  ci-pad  a  dene  S.  201  Z.  35;  ob  bed  messe  gl. 
ratam  fore  Ml.  105b  14  korrekt  irisch  ist,  bleibe  dahingestellt), 
-bad,  PI.  3.  -ptis  (ro-m-dis  'daß  sein  würden'  Ml.  48d  12). 
Über  die  Komposition  mit  ro-  s.  §  571,  1  S.  272. 


Prät. 

Ir. 
simpl.          comp. 

Mc. 

Com. 

Mbr. 

Sing.l 

-bä 

bum 

buf,  buef,  bef  biof,  biouf 

2 

buost 

bus,  bues,  bes  bleut 

3 

böi        -böi 

bu 

bue,  be              boe 

P1.1 

-bämmar 

buam 

buen,  ben          biomp 

2 

-baid 

buawch 

bugh,  beugh  I  bioch 

3 

bätar  -bätar 

buant 

bons 

biont 

Die  3.  Sing.  ir.  -böi  enthält  einen  Diphthong;  kann  auch 
bäi,  im  Mir.  büi  geschrieben  werden.  Verschmolzene  Formen: 
boithius  'es  war  ihnen'  S.  149.  Enklitische  Formen:  Sing.  1., 
-ro-ba,  3.  -ro-be,  -ra-be,  PI.  1.  -ro-bammar,  2.  -ro-baid, 
3.  -ro-batar,  -ra-batar.  Verbundene  Formen:  Sing.  1.  ba-sa, 
-p-sa  (ro-p-sa,  ni-r-b-sa,  a  rro-m-sa  'indem  ich  gewesen  bin' 
Ml.  46b  9;  durumenar  ro-m-sa  dia  7  ro-m  bithbeu  'ich  habe 
gedacht,    daß  ich  ein  Gott  sei,   und   daß    ich  unsterblich  sei'    49b 


440 


Paradigma  der  Wurzel  *bheu-  u.  s.  w. 


[§645 


13;  ro-p-sa  huallach  sa  'ich  bin  stolz  gewesen'  49b  12);  2. 
huare  ro-m-sa  'weil  du  gewesen  bist'  Ml.  96d  1,  a  rru-m-sa 
dite  siu  'indem  du  geschützt  gewesen  bist'  103a  4  (die  für  das 
SprachbewuJätsein  nicht  mehr  analysierbare  Form  -psa  ist  aus  der 
1.  Sing,  in  die  2.  Sing,  übertragen  worden);  3.  ba,  -bo,  -bu,  -po, 
-pu  (ro-po,  ni-r-bo),  PI.  1.  -bommar,  -bummar,  3.  -ptar  (ro- 
btar;  co-nna-r-btar  'sodaß  sie  nicht  gewesen  sind'  99d  7;  a 
rru-m-tar  'indem  sie  gewesen  sind'  Ml.  34 d  10).  —  Im  Nbr.  ist 
auf  Grund  der  3.  Sing,  eine  ganz  neue  Flexion  nach  der  Analogie 
des  Imperfekts  aufgebaut  worden:  oenn,  oez,  oe,  oemp,  oec'h, 
oent. 


Flnsqnampf. 

Mc. 

Com. 

Mbr. 

Sing.  1 

buasswn 

byen 

bihenn 

2 

buassut 

byes 

bihes 

3 

buassei   (byssei 
Ges.  XI,  I  7) 

bye 

bihe    bise 

PI.  1 

byen 

bihemp 

2 

byeugh 

bihech 

3 

buassynt,  buessynt 

bihent  bisent 

Passiv 

Ir. 

Mc. 

Com. 

Mbr. 

Präs.  Ind. 

bithir    -bither  (nc.  byddir) 

bezer 

Ipf.  Ind. 

bydit 

(nbr.  bezed) 

Konj.  Präs. 

bethir  -bether 

(nc.  bydder) 

bether    (0. 
M.  46) 

bezher  (Rc. 
XXXII 74) 

Konj.  Ipf. 

bythit 

Prät. 

botha  (mir.) 
-both 

buwyt 

(nbr.  oed) 

Plusquampf. 

(nc.  buasid) 

(nbr.    bijed) 

Neben  bezher  findet  sich  im  Mbr.  auch  biher  als  Konj. 
Pass.:  Kontamination  mit  dem  Stamm  des  Plusquamperfekts. 

Nominalformen.  Partizipium:  mbr.  bezet,  bei  Gerundiv: 
ir.  buithi.  Inf.:  ir.  buith  (both,  beith,  bith),  mc.  bot,  com. 
bos  (neugebildet  bones),  mbr.  bout  (neugebildet  bezout,  bezaff). 


§  646.  647]  Komposita  des  Verbums  'sein'.  441 

§  646.  Die  etyiiiologische  Erklärung  des  Paradigmas  der 
Formen  der  Wurzel  *bheu-  ist  zum  größten  Teil  schon  im  Vor- 
hergehenden gegeben.  Über  die  ursprüngliche  Verteilung  der  Stämme 
*bhwl-  und  *hhwije-  im  Präsensparadigma  läßt  sich  nichts  Genaues 
aussagen;  auf  *bhwije-  geht  der  Stamm  mc.  byd-  com.  beth- 
mbr.  bez-  zurück,  ebenso  aber  auch  (nach  §  45,  2,  3  I  67)  die 
Stammformen  mc.  bwy-  (in  nicht-letzter  Silbe:  Ipf.  3.  Sing,  bwyat) 
und  boe-  (in  letzter  Silbe:  Ipv.  3.  Sing,  boet,  einsilbig,  Skene 
II  147,  12;  die  Form  muß  aber  analogisch,  etwa  nach  einer  ver- 
lorenen 2.  Sing.,  gebildet  sein);  die  mbr.  Formen,  in  denen  das  -d- 
geschwunden  und  Kontraktion  eingetreten  zu  sein  scheint  (Ipv. 
2.  3.  PI.  bet,  bent,  vgl.  Partizip,  bet),  können  zum  Teil  auf  Kon- 
tamination der  beiden  Stammformen  *bhwije-  und  *hhwi-  beruhen. 
Der  Konjunktivstamm  lautete  urspr.  *bhwä-  (vgl.  ir.  gaibim,  Kon- 
junktivstamm gaba-  S.  350);  darauf  weist  die  (zum  großen  Teil 
analogische)  Formenbildung  des  Mc.  und  Com.  und  das  mbr.  Ipf. 
Konj.  (das  konjunktivische  -h-  fehlt,  vgl.  §  647);  der  Konj.  ist 
aber  im  Mbr.  und  Mc.  teilweise  nach  dem  Muster  des  Ind.  um- 
gebildet worden;  über  das  ähnlich  umgebildete  ir.  beo  u.  s.  w.  s. 
§  607  Anm.  2  S.  351.  Das  ir.  Fut.  (mit  Kondit.)  ist  ein  umge- 
bildetes Präs.  (Ipf.)  Ind.,  vgl.  §  611  Anm.  2. 

Über  das  Prät.  und  das  Plusquampf.  vgl.  S.  379,  382. 

Komposita  des  Verbums  'sein'^ 

§  647.  Präverb-Komposita.  Im  Präs.  kommt  nur  im  Brit. 
(Mc.)  die  Wurzel  *es-  vor;  das  Irische  kennt  im  Präsens  -tä, 
selten  -fil,  und  außerdem  zwei  zur  Wurzel  *bheu-  gehörige  Formen 
-bi  und  -ben.  Die  Präsensfonn  -ben  hat  eine  gewisse  Vermischung 
mit  ben-  'schlagen',  fen-  'winden'  hervorgerufen,  vgl.  6°,  11°.  Im 
Brit.  ist  in  den  Zusammensetzungen  vor  den  Endungen  des  Kon- 
junktivs das  analogisch  wuchernde  -h-  (vgl.  §  608  Anm.  1  und 
S.  356)  vorhanden;  es  verschmilzt  mit  dem  unlenierten  -b-  zu 
-p-,  mit  dem  lenierten  -b-  zu  -/"-;  statt  des  unkomponierten  mc. 
beynt  (Konj.  Ipf.  3.  PI.)  erscheint  die  eigentlich  regelmäßigere 
Form  (cyf-er-)ffynt;  Konj.  Pass.  gor-ffer. 

1)  Mit  ar.  Ir.  ar-ta  gl.  restat  Thes.  II  44,  4;  ar-a-thä, 
ar-thä  'was  bevorsteht'  oben  S.  219f.;  höre  ar-un-täa  'weil  es 
uns   bevorsteht'    Wb.  25d   25;    Prät.  3.  Sing,   ar-ro-be   27 d  13, 


1.  Ernault,  Ec.  XI  458—487. 


442  Präverb-Komposita  des  Verbums  'sein'.     [§  647,  1 — 4 

vgl.  29d  22.  Über  das  vielleicht  hierhergehörige  ar-a-fie  s.  §  174 
Anm.  1,  2  I  271  f.  —  Mc.  cyf-ar-fot  'begegnen',  Präs.  3.  Sing, 
cyf-er-yw,  cyf-er-fyd,  Konj.  cyf-ar-ffo,  Konj.  Ipf.  cyf-ar- 
ffei,  3.  PL  cyf-er-ffynt,  Prät.  cyf-ar-fu.  Corn.  whyr-vyth, 
whyr-feth  'wird  eintreten,  sich  ereignen',  Konj.  3.  Sing,  whar-fo, 
Prät.  whar-fe^,  Part,  v^har-fethys,  whyr-fys,  Inf.  whar-fos. 
Mbr.  hoar-vez  'il  advient',  Konj.  hoar-uezo,  Konj.  Ipf.  hoar- 
ffhe,  Prät.  hoar-voe,  Inf.  hoar-uout.  Im  Corn.  und  ßr.  ist 
zunächst  durch  Ausfall  des  Vokals  der  ersten  Silbe  der  Anlaut 
kv-  entstanden,  der  analogisch  gegen  das  häufigere  xw-  ausgetauscht 
worden  ist.  —  Mc.  d-ar-fot  'zu  Ende  sein',  Präs.  3.  Sing,  d-er- 
yw,  d-er-w  (über  neu-r  derw  s.  §  575,  1  S.  277),  Ipf.  dar-oed, 
Präs.  mit  futurischer  Bedeutung  d-er-fyd,  Konj.  d-ar-ffo,  Konj. 
Ipf.  d-ar-ffei,  Prät.  d-ar-fu.  Nbr.  d-ar-vout,  d-ar-vezout 
'arriver  inopinement';  mbr.  dareu,  dare,  das  dem  mc.  deryw  ent- 
spricht, ist  zu  einem  Adjektiv  geworden:  'fertig,  gekocht';  davon 
abgeleitet  darevet  (Partizipium)  'gekocht'.  —  Mc.  ry-gynneryw 
'hat  sich  ereignet'  Mab.  29,  22  (-nn-  aus  -n-d-). 
Vgl.  gr.  7t€QL-eoTi  'ist  übrig'. 

2)  Mit  ir.  cet-,  cita-.  Ir.  intan  cita-m-bi  ind  läm  in 
terochraic  'wenn  die  Hand  die  Belohnung  merkt'  Ml.  36b  1; 
3.  PL  cita-biat  22d  7,  Sg. -3a  1;  Ipf.  ceta-biinn  gl.  sapiebam 
Wb.  12c  8;  Konj.  3.  Sing,  cita-be  ML  68 d  15;  Konj.  Ipf.  1.  Sing, 
cita-m-benn  44c  15,  3.  PL  cita-m-betis  29c  13,  Prät.  1.  Sing, 
cita-ro-ba-sa  44b  22;  Abstr.  cet-buid  'Ansicht'  fem.  Wb.  18d  9, 
24b  4,  ML  35a  8,  Sg.  201b  15,  PL  cet-buidi  Wb.  33c  18;  vgL 
noch  ML  112b  14;  mir.  cetfaid  LU.  61a  (Rand).  Mc.  can-fot 
'behold,  perceive',  Präs.  Sing.  1.  canh-wyf ,  3.  cen-yw,  Ipf.  can- 
oed  u.  s.  w.  —  Mc.  ar-gan-fot  ds.,  Konj.  3.  Sing,  ar-gan-ffo, 
Prät.  ar-gan-fu.  Abr.  er-cent-bidi-te  gl.  notabis,  agnosces.  — 
Ir.  läse  o-iceit-bani  'indem  du  zustimmst',  dia-  co-ceitbani 
'dem  du  zustimmst'  Wb.  Ic  9,  10,  co-t-chet-banam  'we  consent 
to  it'  15c  21;  Abstr.  com-chet-buid  'Übereinstimmung,  Einhellig- 
keit' 10a  21. 

3)  Mit  ir.  di  :  ni  di-thät  'sind  nicht  verschieden'  Ml.  113a  2; 
Abstr.  de-buith,  de-buid  'Streit,  Zwietracht'.     VgL  lat.  de-sum. 

4)  Mit  ir.  ess-.  Mir.  aran-les-bat  araile  baill  a  cuirp 
'denen  irgend  welche  Glieder  ihres  Körpers  fehlen'   LU  34  b    49; 


1.  whyrys  E.  D.  1190  ist  nach  Fällen  wie  §  648,  4  analogisch  gebildet. 


§  647,  4—7]     Präverb-Komposita  des  Verbums  'sein'.  443 

Abstr,  mir.  es-baid  'Fehlen'  nir,  easbhaidh^  —  Air.  do-es-ta 
'fehlt'  Ml.  35d  20,  t-es-ta  Thes.  II  13,27;  häufig  mit  infigiertem 
-d-  (§537,7  S.  222)  du-d-es-ta,  do-d-es-ta  Wb.  la  9;  12b  5; 
14a  33;  23d  17;  25a  30;  26d  8;  3.  PI.  t-es-banat  11  d  11;  ni 
t-es-banat  Thes.  II  230,  17;  Präs.  perf.  3.  Sing,  manid-t-es- 
ar-bi  Wb.  28d  31  (oben  S.  264,  7);  Konj.  3.  PI.  eu  t-es-bat 
Thes.  II  10,  6;  Konj.  Ipf.  3.  Sing,  mani  th-es-bad  Wi.  97,  18; 
Prät.  3.  Sing,  t-es-ar-b«  AVb.  17d  2,  t-es-ar-bae  Ml.  34c  16; 
Inf.  tesbuith  'fehlen'.  Gen.  tesbuithe  Thes.  II  10,  9-10;  mir. 
tesbaid  Wi.  302,  19. 

Anm.  Zum  Lautlichen  vgl.  §  565  S.  267,  §  585,  10  S.  294.  —  Es  gibt 
im  Mir.  analogische  (nach  dem  Muster  von  gaibid,  s.  Verbalverz.)  gebil- 
dete Futurformen:  conna  heseba  'sodaß  nicht  fehlen  wird'  LU  35a  1, 
noco-teseba  46b  33,  noco-tesse  ba  LL  293b  3  'wird  keineswegs  fehlen'. 
—  Gr.  s^-Eozi  'steht  frei,  ist  erlaubt'. 

5)  Mit  ir.  for-,  mc.  gor-.  Mir.  fordota  'auf  dir  ist'  (=  for- 
dot-tä)  LU  120a  20;  Konj.  3.  PI.  for-don-itge-ßrigte-bet 
oben  S.  242  Z.  3  v.  u. ;  Kondit.  for-biad  Herin n  a  n-gein  co 
bräth  'die  Geburt  (das  Kind)  würde  bis  zum  jüngsten  Tag  über 
Irland  herrschen'  LL  290b  3,  vgl.  LU  61b  10,  for-biath  do 
mac  maccu  caich  'dein  Sohn  würde  die  Söhne  eines  Jeden  über- 
treffen' Laud.  610,  fol.  96b  5  (GGA.  1891  S.  169).  Mc.  gor-fot 
'überwältigen,  besiegen',  Präs.  (Fut.)  1.  Sing,  gor-fydaf,  Konj. 
3.  Sing,  gorffo,  gor-po,  Prät.  gor-fu. 

Vgl.  lat.  super- sum. 

6)  Mit  ir.  fris-.  Ir.  fris-ben  'heilt'  Ml.  125c  4;  Konj.  fris- 
m-bia  19d  12;  Fut.  fris-bia  96b  15;  Inf.  Nom.  frebaid  LU 
21b  5,  do  frebaid  Ml.  58a  4,  Gen.  freptha  O'Dav.  93  (davon 
ist  ein  Verbum  frepthanaig-  abgeleitet:  a-rru-freptanaig- 
thiisiur,  zu  lesen  frepthanaigsiur  'indem  ich  geheilt  habe'  Ml. 
103a  6,  nephreptanaigthe  gl.  inmedicabilem  76a  17). 

7)  Mit  mc.  han-  (wonach  oft  das  Adverbium  *idlie  in  der 
Gestalt  -d-  infigiert  wird,  vgl.  §  638,  2  und  ir.  do-d-es-ta  oben 
4°).     Mc.  han-fot   'herkommen  aus',   Präs.  1.  Sing,   han-d-wyf, 


1.  Air.  es-pe,  es-bae  'Nutzlosigkeit'  Wb.  19d  17,  Ml.  132b  3  schließt 
sich  nicht  unmittelbar  an  die  hier  angeführten  Verbalformen ,  sondern  ist 
das  Gegenstück  von  to-r-be  'Nutzen'  (s.  unter  11°),  womit  man  mit  Thur- 
neysen,  Handb.  S.  528,  air.  bae  'etwas  Gutes,  Nutzen"  Wb.  5b  12  kom- 
binieren darf  (mir.  baa;  Gen.  air.  bäi  Wb.  11  d  4  [vgl.  torbi  IIb  17], 
Dat.  ni  torbe  do  bou  'it  is  no  profit  for  good'  30b  6;  *bhatciJo-  statt 
*bhowiJo-  zu  lat.  fauere,  skr.  bhävajati  'bringt  ins  Dasein,  fördert'). 


444  Präverb-Komposita  des  Verbums  'sein'.     [§647,7—11 

hann-wyf,  han-wyf,  hen-wyf  (der  Umlaut  stammt  aus  der 
3.  Sing,  und  dem  PI.),  2.  han-d-wyt,  han-wyt,  hen-wyt,  3. 
hen-yw  (daneben,  meist  archaisch,  handit,  mit  mehrfach  ge- 
setztem Adverbium  und  geschwundenem  *est),  PI.  1.  han-d-ym, 
han-ym,  hen-ym,  3.  hen-ynt;  Ipf.  han-d-oed,  han-oed; 
Präs.  (Put.)  3.  Sing,  han-byd,  hen-byd;  Ipv.  3.  Sing,  han-fit; 
Konj.  2.  Sing,  hen-pych  (ac.  an-biic,  s.  I  14),  3.  Sing,  han-ffo. 
Die  Formen  mit  -b-,  Konj.  -p-  stammen  aus  der  unechten  Kom- 
position ohne  infigiertes  *idhe]  die  Formen  mit  -v-,  Konj.  -f-  ent- 
halten wohl  das  infigierte  Adverbium  (zwischen  -n-  und  -v-  oder 
-f-  ist  ein  -d-  geschwunden).  Mbr.  am-bout,  ham-bout,  han- 
bout  'etat,  maniöre  d'etre,  pouvoir'. 

Vgl.  skr.  sam-hhavati  'entsteht,  stammt  von'  (§  585  Anm.  3 
S.  301).     Anders  Loth,  Rc.  XXXI  501  f. 

8)  Ir.  *in-däu  'als  ich  bin'  (mir.  an-dü-sa),  Prät.  3.  Sing. 
im-böi  ist  wohl  kein  eigentliches  Kompositum  von  'sein',  enthält 
aber  wohl  auch  nicht  das  relative  Präverb  in-,  wie  ich  noch  oben 
§  421  Anm.  1  S.  78  vermutet  habe;  eher  ist  in-  mit  dem  be- 
deutungsleeren at-  von  attä  'ist'  identisch;  das  Präteritum  muß 
dann  ursprünghch  nur  *böi,  eventuell  mit  relativer  Ekhpse  *m-böi 
gelautet  haben,  und  im-böi  ist  eine  Neubildung. 

9)  Mit  ir.  0C-.  Ir.  Präs. -nicon-r-ocmi  'kann  nicht  berühren' 
Ml.  76a  12;  Fut.  3.  PI.  ocu-biat  126b  12;  Praet.  occu-ro-bae 
98d  8;  Pass.  Präs.  3.  PL  ocu-bendar,  nad  ocmanatar  54a  12; 
Fut.  3.  Sing,  ocu-bether  53b  17;  Inf.  (Gen.)  ocmaide  39a  10. 

10)  Mit  ir.  remi-.   Ir.  remi-taat  gl.  qui  praesunt  Wb.  25c  15. 

11)  Mit  ro-.  Ir  fo-ro-  +  ben-  (zu  for  +  fen-  umgedeutet) 
'vollenden'  (vgl.  Thurneysen,  Rc.  VI  135i):  Präs.  1.  Sing,  for- 
fiun  gl.  anclo,  anclor  Sg.  143a  4,  Thes.  II  227,  32;  3.  Sing,  for- 
fen  Ml.  64c  2;  Konj.  3.  Sing,  far-fia  55c  16;  3.  PI.  for-fiat 
23a  19;  Prät.  3.  Sing,  for-thui,  zu  lesen  for-chu-i,  Ml.  33a  18 
(mit  perfektischem  -com-),  for-ru-chu-i  121c  24  (gl.  conficit,  das 
vom  Glossator  als  confecit  verstanden  wurde;  oder  ist  die  irische 
Form  perfektisches  Präsens?  Ist  die  Lenition  in  for-chu-i  und 
das  merkwürdige -ru-  in  for-ru-chui  noch  eine  Erinnerung  daran, 
daß  das  Verbum  eigentlich  nicht  mit  for-,  sondern  mit  fo-ro- 
komponiert  war?);  Passiv  Präs.  3.  Sing,  for-fenar  Thes.  I  487, 18, 
ni  for-banar  Sg.  148a  11,  o-forbanar  Wb.  14d27;  ho  buror- 
baither  Ml.  15a  6  (vgl.  §  562  Anm.  2  S.  264;  zur  Verdoppelung 
des  ersten  Präverbs    vgl.   S.  250);    Prät.  for-cu-ad   'ist  vollendet 


§  647,  11]  Präverb-Komposita  des  Verbums  'sein'.  445 

worden'  Thes.  I  487,  26;  Part,  for-baide  Ml.  42c  18,  vgl.  116c  3, 
105a  10  (foirbthe  Adjektiv  'vollkommen');  Inf,  for-be.  Dat. 
forbu  Wb.  3d  5,  6;  14d  27;  20d  16.  Die  mit  dem  perfektischen 
Präverb  -com-  gebildeten  Formen  und  das  Part,  foirbthe  sind 
Neubildungen  nach  dem  Muster  des  Verbums  fen-. 

Ir.  to-ro-  +  ben-  (zu  to-£or-  +  fen-  umgedeutet)  'nützen', 
'vorwärts  kommen'.  Mit  der  Bedeutung  'nützen' :  Präs.  3.  Sing, 
do-r-or-ban  'kann  nützen'  gl.  proficit  Ml.  62a  20,  ni  tor-ban 
'nützt  nicht'  Wb.  12b  32,  33;  PI.  3.  du-r-or-banat  gl.  prosunt 
Ml.  43b  5;  an-nad-tor-banat  gl.  non  expedientes  Thes.  II  29,  35; 
Ipf.  ni  tor-banad  (vielleicht  ni  torbanand  zu  lesen,  vgl.  S.  334 f.; 
gl.  non  expedit)  Wb.  17 d  18;  Put.  3.  PI.  du-nd-ör-biat  gl. 
mortalibus  profuturos  Ml.  120  d  14  (nach  dem  Adverbium  -d-  ist 
wohl  kein  Pronomen  infigiert);  Prät.  d-a-r-or-bai  'es  hat  ihm 
genützt'  gl.  cuia  interfuit  Sg.  203a  18;  do-r-or-bai  gl.  cui  rei 
proficeret  Ml.  123  d  5;  Abstr.  torbe  neutr.  'Nutzen'.  —  Mit  der 
Bedeutung  'vorwärts  kommen':  Präs.  3.  Sing,  du-förban  gl.  eue- 
niat  Ml.  61a  22;  Konj.  du-nd-ör-biam  ni  'daß  wir  dahin  ge- 
langen' gl.  peruenire  Ml.  105b  6;  3.  PI.  do-för-biat  gl.  perue- 
nire  27a  10;  Fut.  2.  Sing,  etir-a-törbie  gl.  te  interfuturum  esse 
'unter  denen  du  vorwärts  kommen  wirst'  (oder  handelt  es  sich  um 
eine  nach  dem  Muster  des  lat.  interfuturum  mit  wortbildendem 
etir-  zusammengesetzte  Form?)  135d  2;  Prät.  1.  Sing,  ni  ru-thör- 
ba  sa  gl.  perueni  Ml.  44b  29;  3.  Sing,  an-do-r-ör-pai  gl.  ueniens 
Sg.  196b  8;  3.  PI.  hi  ro-thor-batar  Ml.  44b  29;  Passiv  Konj. 
Ipf.  du-for-baithe  gl.  usque  ad  suspiria  ueniretur  31c  11;  Abstr. 
torbe  gl.  prouentum  [Wb.]  IIb  3.  Das  einmalige  -p-  in  an- 
dorörpai  wird  auf  Vermischung  mit  5°  beruhen;  daß  aber  das 
Verbum  'vorwärts  kommen'  (lat.  pröficere)  von  dem  Verbum 
'nützen'  (lat.  pröficere)  ursprünglich  etymologisch  verschieden 
wäre,  glaube  ich  nicht. 

Ir.  di-ro-  +  ben-:  Präs.  ni  de-r-ban  'hindert  nicht'    Thes. 

II  294,  1;  Fut.  do-ro-r-biu  sa  'ich  werde  hindern  können'  ZfcPh. 

III  246,  18. 

Vgl.  lat.  prö-sum. 

Anm.  Der  hier  vertretenen  Auffassung  kann  man  sich  bei  ir.  forfen, 
Inf.  forbe  dadurch  entziehen,  daß  man  darin  ein  wirkliches  Kompositum 
von  fen-  sieht.  Bei  ni  torban,  torbe  ist  sie  aber  nicht  zu  vermeiden; 
denn  der  von  Thurneysen,  Handb.  528,  betretene  Wog  ist  nicht  gangbar; 
torbe  ist  nur  als  Infinitiv  verständlich,  nicht  als  ein  gewöhnliches  kom- 
poniertes  Nomen,    da   die   Präverbgruppe   to-ro-    nicht   in   der    Nominal- 


446  Komposita  des  Verbums  'sein'.     [§  647, 12—648,  2 

komposition  auftritt;  torbe  ist  also  auf  Grund  der  finiten  Verbalformen, 
nicht  umgekehrt  die  finiten  Verbalformen  auf  Grund  des  Nopiens  torbe 
entstanden. 

12)  Mit  ir.  to-.  Ir.  do-fil  gl.  prope  est  Wb.  4d  29;  do-feil 
26a  1.  Daß  in  dieser  Zusammensetzung  fil,  nicht  -tä  auftritt, 
beruht  wohl  darauf,  daß  die  Bedeutung  'voici'  hier  besonders 
passend  war.  —  Mc.  dy-fot  'kommen',  Präs.  (Fut.)  1.  Sing,  dy- 
bydaf,  3.  Sing,  dy-byd,  dy-fyd,  dy-bi,  Konj.  3.  Sing,  dy-ppo, 
dy-ffo,  Prät.  dy-bu,  dy-fu.  Das  unlenierte  -h-,  Konj.  -p-  stammt 
aus  der  unechten  Komposition,  -v-,  Konj.  -f-  stammt  aus  der  echten 
Komposition;  mit  Ausnahme  des  Infinitivs  sind  die  Formen  nur 
im  archaischen  Mc.  häufig  (vgl.  Loth,  Rc.  XXXI  473 ff.),  sie 
weichen  später  den  Formen  der  Wurzel  *ag'-.  Com.  Konj.  Sing.  1. 
dyffyf,  2.  dyffy,  3.  dyffo,  deffo,  PI.  1.  deffyn,  2.  dyffough, 
3.  dyffons,  deffons;  Konj.  Ipf.  Sing.  1.  deffen,  2.  deffes,  3. 
deffe,  deffa,  3.  PL  deffens;  Prät.  3.  Sing,  deve,  dufe,  dufa; 
Part,  devethys;  Inf.  devos,  devones,  s.  ZE.  5761,  Stokes,  Beun. 
Mer.  268;  vgl.  Verbalverz.  ag-. 

§  648.  Komposita  des  Verbnms  'sein'  mit  einem  Verbal- 
stamm als  erstem  Kompositionsglied  kommen  nur  im  Brit.  vor; 
es  handelt  sich  ursprünglich  wohl  nur  um  Formen  der  Wurzel 
*bheu-,  kaum  um  Formen  der  Wurzel  *es-  (vgl.  jedoch  unter  3°). 
Sonderbarerweise  ist  das  unlenierte  -b-  der  unechten  Präverbkom- 
position im  C.  in  sämmtUche  Verbalstammkomposita  gedrungen;  es 
kommt  in  einem  Falle  (s.  3°)  auch  im  Com.  vor. 

1)  Mc.  (archaisch)  deu-byd,  deu-bi  'wird  kommen',  Konj. 
deu-po.  Vgl.  das  Präverbkorapositum  dy-byd  §  647,  12  und  s. 
Verbalverz.  ag-. 

2)  Das  Verbum  'wissen'.  Mc.  Praes.  consuetud.  und  Fut. 
Sing.  1.  gwy-bydaf,  3.  gwy-byd  (archaisch  gwy-bi),  Ipf.  (Kon- 
ditionalis) gwy-bydwn,  Ipv.  2.  Sing,  gwy-byd,  Konj.  Sing.  1. 
gwy-pwyf,  3.  gwy-po,  Konj.  Ipf.  1.  Sing,  gwy-pwn,  3.  PI. 
gwy-pynt,  Prät.  3.  Sing,  gwy-bu;  Passiv  Praes.  consuet.  und 
Fut.  gwy-bydir,  Ipf.  (Kondit.)  gwy-bydit,  Ipv.  gwy-byder 
Konj.  gwy-per,  Prät.  gwy-buwyt;  Inf.  gwy-bot.  —  Corn.  Präs 
(Fut.)  Sing.  3.  goth-vyth,  a  wovyth,  2.  PI.  goth-ve^ough 
Ipf.  3.  Sing,  goth-fythy  (R.D.  2381),   Ipv.  2.  Sing,  goth-feth 

2.  PI.  goth-vetheugh,  Konj.  Sing.  2.  goth-fy,  3.  goth-fo,  Konj 
Ipf.  Sing.  1.  goth-fen,  a  cuffan  'wenn  ich  wüßte',  2.  goth-fes 

3.  goth-fe,    re    woffe,    Plusquampf.    a  woth-fye,    Part,  goth 


§  648, 3. 4]     Verbalstamm-Komposita  des  Verbums  'sein'.  447 

vethys,  Inf.  goth-vos,  go-vos.  —  Mbr.  Präs.  Sing.  1.  gouezaff 
(Nonne  848),  Ipv.  2.  Sing,  gouz-uez,  2.  PL  gouz-uezet,  goue- 
zet,  Konj.  Sing.  1.  gouiziff,  2.  gouz-uezy,  3.  gouz-vezo,  PI.  1. 
gouezhimp,  2.  (mit  dem  Stamm  des  Plusquamperfekts)  gouz- 
uihet,  gouviet,  Konj.  Ipf.  Sing.  1.  gouffenn,  PI.  1.  goufbemp; 
Passiv  Konj.  gouz-uezher,  Konj.  Ipf.  gouffet;  Part,  gouz-uezet, 
Inf.  gouz-uout,  gouzout. 

Dazu  Präs.  mc.  gwnn  com.  gon  mbr.  gounn,  Ipf.  mc.  gwy- 
dwn,  gwydywn  corn.  goth(y)en  mbr.  gouzyenn. 

3)  Das  Yerbum  'kennen,  erkennen'.  Das  eigentliche  Präsens 
lautet  im  Mc.  1.  Sing,  adwaen  (Ipf.  atwaenwn),  com.  3.  Sing, 
aswon;  daneben  corn.  me  an  nabow  (wohl  besser  annabow) 
dyougel  *ich  weiß  sicher'  R.D.  2120,  mbr.  3.  Sing,  ezneu,  worin 
wohl  der  Stamm  an  na-,  azna-  und  das  Präsens  der  "Wurzel  *es- 
steckt  (corn.  yw,  mbr.  eo,  eu;  das  -b-  in  corn.  annabow  ist  ana- 
logisch); zu  mbr.  ezneu  ist  weiterhin  1.  Sing,  aznauaff  gebildet 
worden. 

Die    mit  der  Wurzel  *bheu-  zusammengesetzten  Formen  sind 
Mc.    Praes.    consuetud.    und    Fut.    Sing.    1.    adna-bydaf,    etne 
bydaf,  3.  edne-byd,  Ipf.  (Kondit.)  3.  Sing,  adne-bydei,  Konj 
adna-po,    Konj.    Ipf.   adna-pei,    Prät.  adna-bu;    Passiv    Praes 
consuet.  und  Fut.  adna-bydir,  Konj.  adna-per,  Konj.  Ipf.  adne 
pit;  Inf.  adna-bot.  —  Corn.  Präs.  (Fut.)  3.  Sing,  ana-fyth;  Inf 
aswon-vos  (statt  *ana-vos  durch  den  Einfluß  des  Präs.  aswon) 
—  Mbr.  Konj.  3.  Sing,  azna-uezo,    2.  PI.  (mit  dem  Stamm  des 
Plusquamperfekts)  azna-vihet,  Konj.  Ipf.  3.  Sing,  azna-ffe,  Prät. 
azna-voe,  Part,  azna-vezet,  Inf.  azna-uout.    Das  Nbr.  hat  ein 
regelmäßiges    Verbum    ausgebildet:     Präs.    1.    Sing,    anavezann 
(3.  Sing,  auch  ene),  Prät.  anaveziz,  Inf.  anavezout. 

Der  Stamm  c.  ad -na-  u.  s.  w.  beruht  auf  *ati-g'na-.  Mit 
einem  anderen  Präverb  und  mit  der  Wurzelform  ^g'nö-:  ac.  hep 
am-gnau-bot  'ohne  Bewußtsein',  nc.  ym-na-bod  'to  be  acquain- 
ted',  cyd-na-bod  'to  acknowledge'  (dagegen  kann  das  einfache 
na-bod,  na-byddu  'to  recognize'  nicht  alt  sein).  Ir.  com-acna- 
bad  gl.  consuetudo,  Dat.  com-acnabud  (also  anders  als  der  Inf. 
des  Verbums  'sein'  flektiert)  enthält  die  Präverbia  com-  und  ad-, 
aber  vielleicht  nicht  die  Wurzel  'kennen',  sondern  die  Wurzel  'ge- 
bären, geboren  werden'  (lat.  gnä-tus). 

4)  Das  Verbum  'hören'  ist  im  Mc.  nur  im  Inf.  mit  dem  Ver- 
bum   'sein'  komponiert:    cly-bot    (Präs.  clywaf  u.  s.  w.).     Corn. 


448      Verbalstämme  in  Komposition  mit  der  Wurzel  "^hheu-.     [§  648 

Präs.  (Fut.)  Sing.  3.  clew-vyth,  cleu-fyth,  clewyth;  Kouj. 
Sing.  1.  clew-fyf,  3.  clew-fo  (unkomponiert :  Ipv.  2.  Sing,  clew 
O.M.  1389,   Prät.   Sing.  1.  clewys,   2.  clevs-ta,   3.  clewas,  PI. 

2.  clewsyug,  3.  clewsons  O.M.  214,  2642,  2027,  1990,  M.C.  91, 
Inf.  clewas  O.M.  1436). 

5)  Über  mc.  ni-m-dor-bi,  mbr.  deur-fe,  deur-foe,  deur- 
uout  s.  §  641  Anm. 

6)  Corn.  Präs.  (Fut.)  Sing.  1.  tal-uethaf  'ich  werde  bezahlen', 

3.  tal-vyth,  Konj.  Ipf.  3.  PI.  tal-fens  'wären  wert'  (tal  'wird 
bezahlen'  O.M.  2605,  'ist  wert'  P.C.  486).  Mbr.  tal-uout  'wert 
sein',  ne  tal  'nützt  nicht',  vgl.  Ernault  Dict.  388;  nbr.  tal-vezo 
'vaudra',  tal  'vaut',  talie  'valait'  Legonidec,  Dict.  fr.-br.  813. 

7)  Nur  im  Corn.  ist  belegt:  pren-vyth  'wird  kaufen,  büßen' 
M.C.  155  (aberpren  'wird  kaufen',  Inf.  prenne,  perna;  vielleicht 
gehört  hierher  auch  der  Konj.  per-fo  statt  *pern-f o  in  der  Stelle 
rag  my  a  vyth  an  kynso  bom  .  .  a  rollo  hag  a  perfo  ov 
meystry  'for  I  will  be  the  first  to  give  a  blow,  and  to  do  my 
duty'  O.M.  2164),  car-uyth  'wird  lieben'  (caraf  'ich  liebe'  P.C. 
710;  Konj.  3.  Sing,  carro,  Inf.  care);  gwyl-vyth  'wird  sehen' 
(guelaf  'ich  sehe'  O.M.  1142  und  gvelyth  'wirst  sehen'  O.M. 
244,  Konj.  3.  Sing,  guello,  Inf.  gueles). 

8)  Nur  im  Br.  belegt:  nbr.  fal-vezout,  fallout  'falloir'  (me 
a  feil  din  'ich  will',  Konj.  3.  Sing,  fal-vezo,  Prät.  3.  Sing,  fal- 
vezaz,  Part,  fal-vezet  Troude,  Dict.  fr.-br.  937 f.).  Mehr  bei 
Ernault,  _Rc.  XI  465  f. 

9)  Über  die  Komposition  mit  'sein'  im  Prät.  Pass.  im  Mc.  s. 
§  623  Anm.  4  S.  393. 

Die  Komposition  mit  *bheu-  dient  deutlich  dem  Zweck,  Verben, 
die  ein  Sein,  einen  Zustand  bezeichnen,  die  Bedeutung  des  Wer- 
dens zuzuführen.  Daß  u.  a.  auch  die  Verba  'hören'  und  'sehen' 
als  Zustands- Verba  ('sehen'  also  nicht  =  'erblicken',  sondern  = 
'vor  den  Augen  haben')  betrachtet  werden,  stimmt  vorzüglich  mit 
dem  oben  S.  284  geschilderten  Gebrauch  der  Tempora  bei  diesen 
Verben.  Einige  Analogiebildungen  haben  allerdings  stattgefunden 
(com.  pren-vyth  nach  tal-vyth,  mc.  deu-byd  nach  dy-byd; 
corn.  annabow  mbr.  ezneu  haben  das  ganz  müßige  Präsens  der 
Wurzel  *es-  nach  dem  Muster  der  Präverbkomposita  angenommen). 

Man  darf  unbedenklich  lat.  lique-fiö,  cale-flö,  pate-fTö 
vergleichen.  Es  handelt  sich  um  dieselbe  uralte  italokeltische  Aus- 
drucksweise,  auf   der   auch  das  italo-keltische  -ö-Futurum  und  das 


§  649]  Vollparadigmata  der  übrigen  Verba.  449 

lateinische  -6-Imperfektum  (vgl.  §612,  2,  §613)  beruhen;  in  den 
Dienst  der  Tempusbildung  getreten  ist  sie  erstarrt  und  nach  den 
Regeln  der  einheitHchen  Wörter  behandelt  worden;  sie  blieb  aber 
daneben  in  der  ursprünglichen  Verwendung  immer  lebendig,  wurde 
als  analysierbar  empfunden  (daher  lat.  -f-,  nicht  -6-)  und  machte 
die  im  unkomponierten  Paradigma  der  Wurzel  *bheu-  eintretenden 
morphologischen  Änderungen  mit. 


Voilparadigmata  der  übrigen  Verba. 

§  649.  Regelmäßig  sind  im  Irischen  die  meisten  Verba,  die 
im  Präsens  -ä-  oder  -e-Stämme  sind;  sie  bilden  einen  -ä-Konjunktiv, 
ein  -^-Futurum,  ein  -s-Präteritum.  Unregelmäßig  sind  alle  Verba, 
deren  Präsens  anders  gebildet  ist  (die  -o-  :  -e-Stämme,  -wa-Stämme, 
-i-Stämme),  und  auch  gewisse  -«-  und  -i-Stämme  (z.  B.  carid  'liebt', 
do-gni  'tut').  Es  lassen  sich  bei  den  unregelmäßigen  Verben  keine 
erschöpfenden  Regeln  dafür  geben,  was  für  ein  Typus  des  Konj., 
Fut.,  Prät.  einem  bestimmten  Präsenstypus  entspricht  (der  -«-Kon- 
junktiv und  das  -s-Fut.  findet  sich  nur  bei  Wurzeln  auf  einen  den- 
talen oder  hinterlingualen  Geräuschlaut;  das  -^Prät.  nur  bei  Wur- 
zeln auf  einen  hinterlingualen  Geräuschlaut  oder  einen  Sonorlaut; 
das  -ä-Fut.  mit  Ersatzdehnung  statt  der  Reduplikation  [-bera] 
findet  sich  im  Air.  meist,  aber  schon  nicht  mehr  ausschließlich  bei 
Wurzeln  auf  -r-,  -l-,  -w-).  Es  finden  sich  bei  den  unregelmäßigen 
Verben  bisweilen  präsensbildende  Elemente,  die  außerhalb  des  Prä- 
sens fehlen;  so  das  S.  339  besprochene  -n-Element,  ein  -/-Element 
(vgl.  S.  350),  ein  -sÄ:-Element  wie  in  lat.  disco,  Prät.  didici  (s. 
unter  nasc-;  meist  ist  jedoch  das  -sk-  im  ganzen  Paradigma  fest 
geworden).  Nicht  ganz  selten  ist  die  Erscheinung,  daß  das  Para- 
digma eines  Verbums  sich  aus  mehreren  etymologisch  verechiedenen 
Wurzeln  zusammensetzt  (Suppletivverba;  z.  B.  tiagu  *ich  gehe', 
teit  'er  geht',  regaid  'wird  gehen',  luid  'er  ging',  docoid  'er  ist 
gegangen').  Zu  den  Unregelmäßigkeiten  der  Flexion  kommt  im  Ir. 
noch  die  vom  Präverbsystem  und  von  der  Enklise  des  Verbums 
veranlaßte  Unregelmäßigkeit,  sodaß  schließlich  die  allermeisten  der 
häutiger  vorkommenden  Verba  unregelmäßig  sind.  Ich  gebe  im 
Folgenden  teils  als  praktisches  Hülfsmittel,  teils  als  Belegsammlung 
für  die  vorhergehende  systematische  Darstellung  und  als  Material 
für  die  Untersuchung  solcher  Fragen,  die  ich  nicht  eingehend  be- 
handelt habe,  ein  alphabetisches  Verzeichnis  der  im  Air.  vorkommen- 

rodorseii:   Vtjl.  kelt.  Gramm.     11.  29 


450  Verbalverzeichnis  ador-,  afameinn.      [§649 — 651 

den  irgendwie  unregelmäßigen  ^  Verba  mit  Belegen  für  die  charakte- 
ristischen Formen  (aber  nicht  mit  Anführung  aller  Belegstellen 
jeder  Form);  zum  weiteren  Ausbau  des  Verzeichnisses  ziehe  ich, 
jedoch  ohne  Anspruch  auf  Vollständigkeit,  das  Mittelirische  heran, 
indem  ich  vorzugsweise  solche  mittelirische  Formen  anführe,  die  alt 
sein  können,  während  ich  die  mittelirischen  Neubildungen  nur  in 
geringerem  umfang  berücksichtige. 

Im  Brit.  sind  die  unregelmäßigeren  Flexionsformen  zum  größten 
Teil  aufgegeben;  der -ä-Konj.  (mit  einem  vorhergehenden,  aus  dem 
-s-Konj.  stammenden  -h-)  und  das  -s-Prät.  sind  fast  bei  allen  Verben 
durchgeführt.  Es  gibt  keine  präsensbildendeu  Elemente,  die  außer- 
halb des  Präsens  fehlen  (das  -n-  ist  fest  in  mc.  prynu  'kaufen' 
u.  s.  w.).  Die  Präverb-Komposition  bewirkt  keine  Unregelmäßig- 
keiten. Die  große  Mehrzahl  der  brit.  Verba  ist  also  regelmäßig, 
und  diejenigen  Unregelmäßigkeiten,  die  nicht  schon  in  der  vorher- 
gehenden systematischen  Darstellung  genügend  behandelt  sind,  lassen 
sich  bequem  in  Anmerkungen  zum  irischen  Verbalverzeichnis  unter- 
bringen (über  die  brit.  unregelmäßigen  Verba  vgl.  ZE.  579 — 606; 
Strachan,  Introd.  S.  88—97;  Rhys,  Rc.  VI  16-49;  Stokes,  Beun. 
Mer.  [Notes],  Stokes,  Die  mbr.  unregelmäßigen  Verba,  Beitr.  z.  vgl. 
Sprachf.  V  306—362). 

Verbalverzeichnis. 

§  650.  ador-  'anbeten':  Präs.  1.  Sing,  nad-n-adraim-se 
Ml.  132c  1;  3.  Sing.  rel.  adras  Wb.  9c  33;  Ipf.  3.  PI.  adordais 
Ml.  36d  16;  Ipv.  3.  PI.  adrat  Wb.  6d  7;  Konj.  Ipf.  3.  Sing, 
ad-r-odar,  zu  lesen  ad-r-orad  Ml.  14b  4;  Fut.  3.  Sing,  ad-n- 
orfa  81  d  6;  Prät.  3.  Sing,  (mit  Obj.)  at-r-or  69d  3;  3,  PI.  ad- 
r-orsat  Wb.  Ib  19;  Inf.  adrad,  Gen.  adartha  Ml.  67b  24, 
116b  4. 

Lat.  Lehnwort  (I  207),  das  teilweise  als  ein  irisches  Komposi- 
tum behandelt  wird;  c.  addoli  br.  azeuli  I  206.  Damit  ist  mir. 
adraim  do  'I  cleave  to,  I  trust  to'  (Stokes,  KZ.  XXXVII  253) 
wohl  identisch. 

§  651.  afameinn  'utinam'  Sg.  207b  14;  abamin  for-n- 
aidminte  'möchtest  du  gedenken'  gl.  memora  161b  11;  affamenad 
som  no-legad  a  macc  'he  desired  that  bis  son  should  read', 
afamenad  r-a-fesed  'er  hätte  es  gern  gewußt'  148a 6. 

1.  Deponentiale  Tlexion  ist  dabei  nicht  als  eine  Unregelmäßigkeit 
betrachtet  worden. 


§651.652]  Verbalverzeichnis  afameinn,  ag-..  451 

Sieht  aus  wie  Präs.  3.,  2.  Sing.,  Konj.  Ipf.  3.  Sing,  einer 
Wurzel  -men-  mit  präsensbildendem  -n-  (-meinn);  die  proklitischen 
Elemente  sind  unklar;  etwa  a  f-a-meinn  u.  s.  w.  "o,  er  hat  es 
nötig",  "o,  du  hast  es  nötig",  "o,  er  hätte  es  nötig"  (die  Deutung 
von  a-  ist  jedoch  äußerst  zweifelhaft).  Thurneysen  Handb.  S.  506 
denkt  an  c.  go-fyn  (Präs.  go-fynnaf)  'verlangen'  com.  go-vyn; 
vgl.  c.  mynnu  'wollen',  com.  mynnes,  mynnas  'wollen,  Wille' 
(mennaf  'ich  will'),  mbr.  mennat;  zur  Präsensbildung  vgl.  asl. 
po-mq-nq-ti  'gedenken'. 

§  652.  ag-  'treiben,  führen':  Präs.  3.  Sing.  rel.  aiges  'der 
treibt'  Wi.  Täin;  agait  'sie  spielen'  Fei.  Sept.  4;  Ipv.  2.  Sing,  aig 
brot  for  in  n-echraid  'treibe  den  Stachel  auf  die  Pferde'  LL 
109a  24;  110a  4,  41;  111b  31;  3.  PI.  agat  Wi.  206,  9;  Prät 
3.  Sing,  ro-da-acht  LL  201a  37;  Pass.  Präs.  3.  Sing,  agair  a 
gubse  'die  Totenklage  über  ihn  wird  abgehalten'  LU  69a  36; 
frisn-agar  an  nuall  sa  'to  whom  this  ciy  is  made'  Fei.  Epil. 
406,  rel.  agar  O'Dav.  Nr.  142;  3.  PI.  segtair,  segdair  Wi. 
Täin,  agatair  LU  67b  19  (statt  *agtair);  Konj.  Ipf.  3.  Sing,  ro- 
hagtha  Wi.  122,  29;  Inf.  äin  Kuno  Meyer  Contrib.  41,  Gen. 
Ana,  äne  LU  59a  32,  22;  daneben  Inf.  aige. 

Zusammensetzungen.  1)  Mit  ad-:  Präs.  3.  Sing,  cid  a-tob- 
aig  dö  'was  treibt  euch  dazu?'  Wb.  19d  10a,  vgl.  6c  16,  lOd  26, 
Ml.  93d  12;  a-tob-aich  Wb.  9c  20;  Prät.  3.  PI.  adachtatar 
LU  65  a  12. 

2)  Mit  imb-  'herumtreiben':  Präs.  3.  Sing.  im-d(a)-aig  Ml. 
66d  18,  imm-a-äig  LU  106b  14,  122b  5,  3.  PI.  im-id-ägat 
O'Dav.  Nr.  1139;  Konj.  2.  Sing,  imaga  Nr.  66;  3.  PI.  onä  m-usn- 
ägat  LU  111b  3;  Prät.  3.  Sing,  immact  Thes.  I  497,  32;  Inf. 
mir.  immäin,  Gen.  immana,  immanse.  Nir.  iomänaim, 
t-iomänaim  'ich  treibe'. 

3)  Mit  ind:  Ipv.  2.  Sing,  indaig  brot  for-sin  n-echraid 
LU  61b  24,  vgl.  62b  37;  2.  PI.  inagid  3a  10. 

4)  Mit  to-:  Ipv.  2.  Sg.  aigh  taig  'geh  und  kehre  zurück!' 
O'Dav.  Nr.  67;  2.  PI.  inagid  tagid  (wohl  intrans.)  LU  3a  10; 
transitiv  'forttreiben':  Konj.  2.  Sing,  ma  imaga  taga  O'Dav. 
Nr.  66;  Prät.  3.  Sing,  do-sn-acht  S.  M.  I  64;  Inf.  täin.  Gen. 
täna  (und  tänad). 

Anm.  Die  entsprechenden  brit.  Formen  sind  meist  intransitiv.  1)  Ac. 
agit,  hegit  'geht'.  Mc.  Präs.  af,  ey,  a  (archaisch  eyt),  awn,  ewch, 
ant;  Ipf.  awn  u.  s.  w.;  Ipv.  Sing.  2.  dos,  3.  aet,   PI.  awn,  ewch,  aent; 

29* 


452  Verbalverzeichnis  ag-.  [§  652 

Konj.  el(h)wyf,  el(h)ych,  el,  el(h)om  u.  s.  w.  (§  608  Anm.  2j;  Xonj.  Ipf. 
el(h)wn  U.8.W.;  Prät.  euthum,  aethost,  aeth,  aetbam,  aethawch, 
aethant  (daneben  perlektiscb  Sing.  1.  atb-wyf,  ad-wyf,  2.  atb-wyt, 
ad-wyt,  3.  etb-yw,  ed-yw,  PI.  1.  etb-ym,  3.  etb-ynt,  ed-ynt); 
Plusquampf.  Sing.  1.  atb-oedwn,  3.  ath-oed,  ad-oed;  Passiv  Präs.  eir, 
Ipf.  eit,  Konj.  el(b)er,  Konj.  Ipf.  el(b)it,  Prät.  aeth-pwyt;  Inf.  mynet. 
—  Corn.  Präs.  af,  etb,  a,  en,  eugb;  Ipf.  Sing.  1.  en,  3.  e,  ee,  PI.  3. 
ens;  Ipv.  2.  Sing,  a  (Beun.  Mer.  2022),  gewöhnlieb  ke,  3.  ens,  PI.  2.  eiigb 
(ncorn.  kewgh),  3.  ens;  Konj.  yllyf,  ylly,  ello,  yllyn,  yllougb; 
Konj.  Ipf.  Sing.  1.  eilen,  3.  eile,  PI.  1.  eilen,  3.  ellens;  Prät.  ytb, 
ytbys  (e^ys),  etb,  PL  2.  etbeugb,  3.  e^ons  (daneben  perfektiscb  Sing. 

1.  galsof,  2.  galsos,  3.  gallas,  PL  3.  galsons,  s.  S.  275  and  §  615 
Anm.  2),  Plusquampf.  Sing.  3.  galse;  Part,  gyllys;  Inf.  mones,  monas, 
mos,  moys.  —  Mbr.  Präs.  äff,  ez,  a,  eomp,  et  (aet),  eont;  Ipf.  aenn 
u.  s.  w. ;    Ipv.  Sing.  2.  que,  quae  (nbr.  ke,   kea),   3.  aet,    PL  1.  eomp, 

2.  it,  et  (nbr.  aucb  kit);  Konj.  iff,  y,  ay,  a(b)imp,  ebeut(ebet),  abint 
(daneben  3.  Sing,  a  y-el,  a  y-elo);  Konj.  Ipf.  abenn  u.  s.w.;  Prät.  Sing. 
1.  yz,  3.  aez,  PL  1.  ezomp,  3.  ezont  (vgl.  Ernault,  Ec.  XXXII  81®,  wo 
auch  über  das  Eindringen  des  s  aus  dem  -s-Prät.  an  Stelle  des  alten  z  ge- 
bandelt ist;    nbr.  1.    iz,    2.  ejoud,    3.  eaz);    Plusquampf.    2.  Sing,  azes, 

3.  PL  azyent;  Part,  aet  'gegangen';   Inf.  monet,  mont. 

Im  Corn.  und  Mbr.  erscheint  vor  diesem  Verbum  zum  Teil  dieselbe 
verdoppelte  Form  des  Adverbiums  *idhe,  die  auch  vor  dem  Präs.  der  Wurzel 
*es-  erscheint  (§638,  2):  com.  es  etb  'du  wirst  gehen',  mara-s-aff  'wenn 
ich  gehe',  ny-ns-a  'er  geht  nicht',  re-g-etb,  re-s-eth  'ist  gegangen'; 
mbr.  mar-d-eomp  'wenn  wir  gehen',  ne-d-ahenn  'ich  würde  nicht  gehen'; 
ne-t  elot  S.  353  Z.  17.     Über  mbr.  rae  y-a,  a  y-ez  s.  §  218  I  314. 

2)  Mc.  Präs.  d-euaf 'ich  komme,  werde  kommen',  deuy  (doy;  archaisch 
doit  d  h.  doyd),  daw,  deuwn  (down),  deuwcb,  deuant  (doant);  Ipf. 
Sing.  1.  down,  2.  dout,  3.  doey,  deuei,  PL  3.  doynt;  Ipv.  Sing.  2. 
dyret,  dabre,  3.  deuet,  doet,  PL  1.  down,  2.  dowch,  3.  deuent, 
doent;  Konj.  del(h)wyf,  del(b)ycb,  del,  PL  del(h)om  u.  s.  w.;  Konj. 
Ipf.  del(h)wn  u.s.w.;  Prät.  Sing.  1.  deuthum,  2.  deuthost,  3.  doeth, 
daetb,  PL  doetham,  doethawch,  doetbant  (-oe-  dringt  auch  in  die 

1.  und  2.  Sing.,  und  -eu-  kann  aucb  in  der  3.  Sing.,  PL  erscheinen;  da- 
neben perfektiscb  Sing.  1.  doth-wyf,  dod-wyf,  2.  doth-wyt,  dod-wyt, 
3.  doth-yw,  dod-yw,  ded-yw,  PL  1.  dod-ym,  2.  dod-ywch,  3.  dod- 
ynt,  deth-ynt);  Plusquampf.  3.  Sing,  dotb-oed,  datb-oed  (doeth-oed, 
daetb-oed);  Inf.  dyfot.  Über  dy-bydaf  u.  s.w.  s.  §  647,  12;  über  deu- 
byd  s.  §  648,  1;  schließlich  kommen  auch  doppelt  zusammengesetzte  For- 
men wie  Präs.  3.  Sing,  dy-daw  vor.    —    Corn.     Präs.  Sing.  1.  dof,  duff, 

2.  duetb.  dutb,  deth,  3.  due,  de,  PL  1.  duen,  2.  deugb,  3.  dons; 
Ipf.  Sing.  2.  du  es;  Ipv.  Sing.  2.  dus,  du  es,  des,  3.  dens,  PL  1.  duen, 
dun,  den,  2.  duegb,  dugh,  deugb,  3.  dens;  Konj.  dyffyf  u.  s.  w., 
Konj.  Ipf.  deffen  u.  s.  w.  (§  647, 12);  Prät.  Sing.  1.  dutb,  duyth,  dueyth, 
2.  dutbys,  3.  dutb,  duetb,  deth  (und  de-ve  u.s.w.  §  647,  12j,   PL  1. 


§  652]  Verbalverzeichnis  ag-.  453 

duthen,  2.  dutheugh,  3.  dethons;  Plusquampf.  Sing.  3.  dethye, 
dothye,  dothe,  PI.  doJ^yans,  dei/ens;  Pass.  Präs.  de  er;  Part,  de- 
vethys;  Inf.  devones,  devos,  dones,  dos,  doys.  —  Mbr.  Präs.  äing.  1. 
deuaff ,  2.  duez,  3.  deu,  PI.  2.  du  et,  3.  deuont;  Ipf.  deuenn  u.  s.  w. ; 
Ipv.  Sing.  2.  deux,  deuz,  3.  deuet,  deut,  duet,  PI.  1.  deomp,  derap, 

2.  deuet,  duet,  3.  deuent;  Konj.  Sing.  1.  duiff,  2.  duy,  3.  duy,  deuy, 
PI.  1.  d  euhy  mp,  3.  d  uhy  nt;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  deuhe,  PI.  2.  deuhech, 

3.  duehent;  Prät.  duiz,  deuzout,  deuz,  PI.  2.  deuzoch,  3.  deuzont; 
Plusquampf.  Sing.  1.  deuz ien,  3.  deuzye,  PI.  2.  deuzech,  3.  deuzyent; 
Part,  deuet,  duet;  Inf.  donet,  dont. 

Das  mc.  -aic-,  in  nicht-letzter  Silbe  -o-,  entspricht  dem  corn.  und  br. 
-ö-  (corn. -0-,  -u-,  -ue-,  -eu-,  -e-  geschrieben;  mbr.  meist  -eu-,  vor  einem 
vorderen  Vokal  auch  -u-);  darüber  und  über  mc.  -eu-  (d.  h.  -öü-)  s.  I  100. 

3)  Mc.  3.  Sing,  ym-d-a  'geht  herum',  Prät.  1.  ym-d-eith,  3.  ym- 
d-aeth  (Inf.  ym-deith  zu  ir.  tiagu  'gehe');  mii*upor-  *nibhi:  (leniert) 
worymdaa  'goes  about'  Skene  II  307,  15. 

4)  Abr.  nit  in-aatoe  gl.  non  ineundum  est. 

5)  Über  das  Prät.  mc.  goreu,  mbr.  guerue  'tat'  s.  S.  374.  Über 
die  übrigen  Formen  dieses  Verbums  (Präs.  mc.  gwnaf  corn.  guraf  mbr. 
groaff)  s.  unter  ir.  gni-. 

Zu  lat.  agö  U.S.W.  196  (ad-igö,  amb-igö,  sub-igö).  Die 
intransitive  Bedeutung  wird  sich  im  Kelt.  in  ähnlicher  Weise  wie 
bei  an.  aka,  lat.  agö,  gr.  iXavict)  u.  s.  w.  entwickelt  haben.  Das 
Brit.  hat  auf  drei  verschiedenen  Punkten  ein  suppletivistisches 
System  eingeführt:  a)  Im  Konj.  (der  ursprünglich  zum  Aoriststamm 
gehörte)  und  im  perfektischen  Prät.  wurde  *ag'-  durch  die  Wurzel 
*el-,  *ela-  (gr.  tlavno)  verdrängt  (§  574,  §  608  Anm.  2;  vgl.  unter 
ir.  eil-);  in  die  einmal  geschlagene  Bresche  rückte  später  im  Corn. 
bei  dem  Verbum  'kommen'  ein  Kompositum  von  *bheu-  mit  dem 
Präverb  *to-  ein.  b)  Der  Suppletivismus  im  Imperativ  wird  darauf 
beruhen,  daß  wie  in  anderen  Sprachen  (vgl.  Roman.  Jahresbericht 
IX,  I  212)  so  auch  im  Brit.  die  Begriffe  'geh!'  und  'komm!'  durch 
interjektionelle  oder  Imperativisch  verwendete  adverbielle  Wörter 
('fort!',  'her!')  ausgedrückt  worden  sind.  Der  älteste  derartige  Er- 
satz für  'geh!'  ist  in  mc.  dos  zu  suchen;  wegen  des  anlautenden 
d-  ist  dies  Wort  jedoch  im  Corn.  und  Br.  zum  Verbum  'kommen' 
gezogen  worden  und  hat  analogisch  den  Vokal  ö  angenommen  (corn. 
dues  mbr.  deux).  Das  corn.  ke  mbr.  que,  quae,  das  die  ledig- 
gewordene Stelle  des  alten  (mc.)  dos  eingenommen  hat,  wird  ur- 
sprüngHch   der  interjektioneile  Ersatz   für  'komm!'   gewesen   sein^. 


1.    Wohl    nicht    zu    mc.  cerdet    uc.  cerdded    i-oru.  kerthes    mbr. 
querzet  nbr.  kerzet  'gehen'  (S.  381),  wenn  es  auch  im  Nbr.  (^vgl.  Eruault, 


454  Verbalverzeichnis  ag-,  äg-.  [§652.653 

Im  C.  ist  der  alte  interjektionelle  Ausdruck  für  'komm!'  später 
durch  dy-ret  verdrängt  worden,  daß  zu  ir.  rethid  'läuft'  gehört. 
Daneben  steht  im  Nc.  dy-re,  wohl  zu  ir.  reg-  'sich  erheben';  das 
schon  im  Mc.  belegte  dabre  'komm  (schnell)!'  ist  dunkel,  und  es 
kann  unsicher  sein,  ob  darin  ein  Verbum  (an  dy-re  u.  s.  w.  ange- 
schlossen, aber  nicht  notwendigerweise  damit  verwandt;  vgl.  nc. 
dadebru  'erquicken,  wiederbeleben'?)  oder  ein  adverbieller  Aus- 
druck (*dra  bre  "über  den  Berg!")  zu  suchen  ist.  c)  Die  Infinitive 
liegen  in  der  ältesten  Form  in  mc.  mynet  und  dy-fot  vor;  neben 
com.  de-vos  'kommen'  entstand  durch  Einfluß  des  Verbums 'gehen' 
devones  und  daraus  weiterhin  (wohl  zunächst  in  unbetonter  Stellung) 
dones;  ähnlich  ist  mbr.  donet  entstanden;  die  kontrahierte  Form 
ist  deshalb  im  Br.  alleinherrschend  geworden,  weil  sie  sich  besser 
als  die  -v-haltige  Form  an  das  Verbum  finitum  anschloß,  aus  dem 
alle  Formen  der  Wurzel  *bheu-  ausgemerzt  waren.  Mbr.  dont  ist 
nicht  durch  Vokalschwund  aus  donet  entstanden,  sondern  ist  eine 
Kontamination  der  alten  Form  (vgl.  mc.  dy-fot,  corn.  devos,  dos) 
mit  der  neugebildeten  Form  donet;  danach  ist  nun  weiterhin  mbr. 
mont  (vgl.  corn.  mos)  'gehen'  gebildet.  Aber  auch  das  o  des  In- 
finitivs 'gehen'  wird  auf  dem  Einfluß  des  Verbums  'kommen'  be- 
ruhen; mc.  mynet  gehört  (mit  derselben  Infinitivendung  wie  cer- 
det  'gehen')  zu  einem  'Pfä&ens' * mi-na-rni  'ich  gehe  (vorüber)',  vgl. 
asl.  mi-nq-ti  'vorübergehen,  verfließen',  lat.  meäre  'wandeln,  gehen'; 
der  alte  Vokal  ist  erhalten  in  corn.  tremene  mbr.  tremen  'pas- 
sieren' (auf  altes  -i-  deutet  der  Umlaut  des  Präverbs,  vgl.  mc.  tra 
'über'  §  285,  3  I  415)  i. 

§  653.  äg-  'fürchten';  Deponens;  nimmt  im  Ind.  und  Konj., 
wenn  nicht  eine  Negation  oder  ein  relatives  Präverb  vorausgeht, 
das  wortbildende  Präverb  ad-  an,  das  im  Ipv.  und  den  Nominal- 
formen fehlt  (Thurneysen,  Handb.  S.  328). 

Präs.  Sing.  1.  ad-n-agur  sa  Ml.  74d  4,  nad-n-agur  sa 
74b  19,  ni  ägor  Thes.  II  290,  5;  Sing.  3.  ad-agadar  Ml.  53c  14, 
ni-sn-agathar  Wb.  6a  7  (vgl.  la  3,  Ml.  74b  21,  129a  2a,  12, 
87d  15),  nad-n-agether  'daß  er  nicht  fürchtet'  gl.  non  timeri  ab 
eo  Ml.  129a  2  (die  Endung  ist  unregelmäßig;  kaum  Passiv);  PI.  3. 


Gramm.  S.  51)    damit   assoziiert  ist.     Auch    nicht   zu    ir.  cäi,    cöi    'Weg', 
vgl.  Stokes,  Salt,  na  E.,  Glossar  S.  129. 

1.  Dagegen  bedeutet    corn.  myns  Beun.  Mer.  1989  nicht,    wie  Stokes 
annahm,  'gehen',  sondern  'Größe'. 


§653 — 655]  Verbalverzeichnis  äg-  —  an-.  455 

ni  agetar  39b  14;  Ipf.  Sing.  1,  ad-again  se  63cl  11;  Ipv.  3.  PL 
agatar  51d  11;  Konj.  Sing.  2.  ni  aigther  Wi.  208,  25;  3,  co 
Iru-agathar  Ml.  66a  2;  Fut.  Sing.  1.  ad-aichfer  sa  68c  17;  3. 
ad-aichfedar  46c  20;  PI.  3.  ni  aichfetar  80b  13;  Prät  3.  PI. 
ad-r-aigsetar,  ad-r-aichsetar  124b  6,  80d  4,  cona  ru-aigse- 
tar  35c  4;  Pass.  Präs.  Sing,  ad-n-aigther  27c  1;  PI.  na  äigder 
'wo  nicht  gefürchtet  werden'  Thes.  II  294,  15;  Ger.  aigthi, 
aichthi  Ml.  104a  5,  128d  6;  Inf.  äigthiu  Wb.  6a  12,  13,  Gen. 
aichthen  Ml.  82d  8,  jünger  aigsin  (Akk.)  51d  12. 

Die  Flexion  zeigt  ein  Gemisch  von  -ä-Formen  und  -i- Formen; 
der  Wurzelauslaut  ist  vor  einem  Konsonanten  mouilliert,  sonst  (mit 
Ausnahme  zweier  Ml.-Stellen)  unmouilliert.    Vgl.  got.  ög  'ich  fürchte'. 

§654.  al-  'ernähren,  erziehen':  Präs.  3.  Sing,  no-t-ail  Wb. 
5b  28;  Konj.  Ipf.  1.  PI.  no-n-almais  Ml.  104d  6;  Fut.  3.  Sing, 
mir.  no-dn-eblai  Wi.  141,  18  (statt  -ebla;  analogisch  umgebildet: 
no-dn-ebela  Wi.  141,  4);  Prät.  3.  Sing,  ro-mm-alt  sa  Ml.  45c  3 
(daneben  mir.  ro-m-ebail  Wi,  324  Z.  3  v.  u.);  Pass.  Prät.  3.  Sing, 
ro-alt  Wi.  71,  8  (daneben  ro-m-eblad  sa  LU  123b  20);  Part. 
(Nom.  PI.)  altai  Ml.  121c  10;  Inf.  altram,  Gen.  altraramo. 

Vgl.  lat.  alö,  an.  Inf.  ala. 

§  655.     an-   'bleiben,   ruhen,   aufhören':    Präs.  3.  Sing.  mir. 
anaid  Wi.  75,  16,  rel.  anas  Ml.  71b  5;   Ipf.  3.  Sing,  nu-n-anad 
83a  4;  PI.  3.  in-andais  133b  4;  Ipv.  Sing.  2.  an  LU  116b  40 
PI.  1.   na  anam  Wb.  20c  14;    Konj.  Sing.  1.    co-rr-an    7a  17 
PI.  3.  co-rru-anat  ML  42a  4;    Fut.  Sing.  1.  ainfa  Wb.  14a  8 
nio-ainib  sa  ML  53b  8  (statt  -ainiub),  ni  anub  sa  LL  115a  28 
Kondit.  Sing.  2.  no-ainfeda  Wb.  27d  20;  3.  ni  ainfed  32a  11 
Prät.  Sing.  1.  ni  ru-anus  14d  29;    2.  ro-n-anis  siu  29d  9;    3. 
anis  Thes.  II  242,  14,  nad  r-an  Wb.  14d  30,  ö  ru-an  Thes.  II 
242,  13,  ro-n-an  ML  126b  1,  2,  ni  ro-an  Thes.  II  292,  16;   PL 
1.  ni-rr-ansam  Wb.l9d  6;  Inf.  (Nom.,  Akk.,  Dat.)  anad  27d  19, 
31  d  13,  ML  131  d  11,  daneben  aber  cen  anid  'ohne  zu  verweilen' 
27b  16. 

Mit  od-ess-  :  osnad  'Seufzer'  Wi.727,  cö  osnada  gl.  usque 
ad  suspiria  Ml.  31c  10.  Mit  com -od-ess-  'endigen,  ruhen,  auf- 
hören': Präs.  Sing.  3.  o-osna  Sg.  22a  4;  PL  3.  conosnat  38a  4; 
Konj.  Sing.  2.  conosnaissiu  ML  70c  3  {-a-  statt  -e  wegen  des 
angehängten  enklitischen  Wortes;  -i-  ist  Timbrezeichen  für  das 
folgende  s);  3.  conosna  Sg.  206a  3;  Konj.  Ipf.  PL  3.  oosnaitis 
ML  46b  3;  Fut.  Sing.  3.  ni  cumsanfa  ML  80d  5;  Prät.  Sing.  1. 


456  Verbalverzeichnis  an-,  anag-.  [§655.656 

ni  rü-chumsanus  sa  94b  14;  3.  in  ru-chumsan  32d  26,  co- 
r-osan  113c  5  (statt  con-);  Inf.  cumsanad.  Gen.  cumsanto 
Wb.  24  c  2,  33  b  7. 

Mit  fo-od-ess-  'wüten,  toben,  aufrühren'  (fo-  wird,  wo  kein 
syntaktisches  Präverb  vorausgeht,  doppelt  gesetzt):  Präs.  Sing.  3. 
fufuasna  Thes.  II  290,  4,  f-a-fuasna  Ml.  94c  8,  vgl.  Fei.  Epil. 
102,  O'Dav.  Nr.  895;  Pass.  Präs.  Sing,  fufuasnither  Ml.  66 d  17; 
Part.  Gen.  fuasnaidi  40d  3;  Inf.  fuasnad  2d  5,  77d  4,  16b  12. 
Vgl.  Wi.  und  S.  M.  Die  Bedeutung  ist  vielleicht  bisweilen  von 
sni-  beeinflußt. 

Über  die  brit.  Formen  s.S. 295.  Die  Bedeutungsentwickelung 
war  'atmen'  >  'ruhen'  u.  s.  w.  Vgl.  skr.  ani-ti  'atmet',  got.  us-anan 
'ausatmen'. 

§656.  anag-  'schützen':  Präs.3.Sing.  aingid  Wb.  Id  15, 
no-n-anich  16a  4,  5;  Ipv.  2.  Sing,  no-m-ain  B,c.  VI  175,  31  (vgl. 
§  598  Anm.  5  S.  335);  Konj.  Sing.  3.  ains-ium  'er  schütze  mich', 
ro-nn-ain,  PI.  3.  ro-n-anset  Thes.  II  352,  4;  303,  3;  301,  3; 
Fut.  3.  Sing,  ni-sn-ain  Wb.  Id  1,  vgl.  25 d  14;  Prät.  3.  Sing, 
r-an-anacht  17d  6,  rel.  anacht  Thes.  II  303,  2;  Pass.  Ipv.  Sing, 
nä  hanagar  LL  181a  23;  Inf.  anacul,  Gen.  anacuil  (aus  dem 
Inf.  dringt  im  Mir.  das  -c-  in  das  finite  Verbum,  s.  Kuno  Meyer, 
Contrib.  S.  90). 

Mit  ad-  'begraben,  begleiten':  Konj.Sing.2.  o-omm-adnaiss 
Trip.84, 12;  Passiv  Konj.  Ipf.  Sing,  a-tom-anaste  gl.  uolui  deduci 
Wb.  14c  20;  PI.  co  adanastais  gl.  ut  mandarentur  terrae  Ml. 
100c  23;  Prät.  Sing,  ad-r-anact  Thes.  II  242, 10;  Part,  adnachte 
Sg.  20a  4;  Inf.  adnacul  neutr.  Die  mir.  Formen  sind  nach  dem 
Inf.  umgebildet,  s.  Wi.  S.  380  (Pass.  3.  Sing,  atnagar  'wird  ge- 
führt' LU  127  a  20). 

Mit  ad-  ind-  'begleiten':  Pass.  Konj.  Sing,  at-dom-ind-nastar 
gl.  deducar  Wb.  7  a  5. 

Mit  to-  ind-  (to- in-)  'zuerteilen':  Präs.  3.  Sing,  doindnaich 
Sg.  27b  12,  duindnaig  Ml.  59c  11,  do-n-indnig  som  Wb. 
28a  17;  PI.  3.  tinnagat  gl.  qui  aliquid  largiuntur  Ml.  93a  20; 
Konj.  Ipf.  Sing.  1.  do-ndn-indinsin  se  Wb.  9b  7;  3.  duindain- 
sed  Ml.  78b  18,  mani  tindnised  Wb.  4b  13;  PI.  2.  do-dn- 
indnasti  se  (zu  lesen  -ste  si)  9b  7;  Fut.  3.  Sing,  do-n-indin 
13b  29;  Prät.  (mit  dem  perfektischen  Präverb  -com-)  Sing.  2.  du- 
n-ecomnacht  su  Ml.  56a  18,  duecomnacht  77c  5;  3.  do- 
ecomnacht  54c  26,  vgl.  18,  23,  55c  1,  96b  5,  69a  16,  Wb.  la  1, 


§656 — 658]  Verbalverzeichnis  anag-  —  arco.  457 

33d  8,  rel.  tecomnacht  26d  23;  Pass.  Präs.  Sing,  doindnagar 
16d  14,  do-n-indnagar  14b  15,  16a  11,  Ml.  103b  13;  PI.  rel. 
tindnagtar  Wb.  15c  2;  Konj.  Sing,  duindnastar  Ml.  56a  13, 
doindnastar  142d  1;  PI.  doindnasatar  Wb.  17a  2;  Fut.  Sing, 
doindnastar  Ml.  46c  20;  PI.  doinnasatar  30c  17;  Prät.  (mit 
-ro-)  do-rr-indnacht  Wb.  20d  15,  (mit  -com-)  doecomnacht 
14c  33,  do-n-ecomnacht  25c  26  (duecomnacht  Ml.  77c  5 
ist  wohl  Aktiv  2.  Sing.),  frisa-teicomnacht  Wb.  19c  8;  Part, 
tinnachtae  Ml.  126d  12;  Inf.  tindnacol,  tindnacul.  Zur  spä- 
teren Entwickelung  vgl.  I  493  und  Zimmer,  KZ  XXX  66  ff.  (dessen 
Behandlung  der  lautlichen  Prägen  unbefriedigend  ist). 

Vgl.  Sarauw,  Irske  Studier  S.  79  ff.,  der  mit  Recht  die  Be- 
deutung 'Schutz'  aus  "Geleite"  ableitet.  Die  Wurzel  ist  wohl  mit 
der  neben  ir.  ic-  auftretenden  Supplementwurzel  ang-  identisch. 

§  657.  and-  'anzünden':  Part,  andithe  Ml.  56d  3;  Abstr, 
andud  131  d  14,  K.  Meyer  15  Z.  5,  Thes.  II  295,  1,  Ann.  Ulst. 
920,  andod  'beginning'  S.  M.  III  318,  11,  annudh  I  294,  9. 

Mit  ad-  'anzünden;  anfangen':  Pass.  Präs.  Sing,  adaint  er 
LU  97a  22;  Prät.  Sing,  ad-r-andad  Fei.  Apr.  5;  Part,  adanta; 
Inf.  adandad,  adnad  Atk.  LBr.,  K.  Meyer  15. 

Mit  for-od-(e)ss  (vgl.  Anm.)  'erleuchten':  Präs.  Sing,  3.  for- 
osnai,  forosna  Fei.  Prol.  5;  Ipv.  Sing.  2.  fursain  LL  126b  25; 
Pass.  Präs.  PI.  forosnaiter  LU  29b  2-3;  Inf.  fursundud  Ml. 
74b  1,  fursunnud  LL  249a  10,  259b  30. 

Anm.  Vgl.  Thurneysen,  ZfcPh.  VIII  81.  Das  Verbum  war  wohl  ein 
-?-Stamm  mit  zum  großen  Teil  verlorener  Mouillierung;  die  Endung  -ad 
im  mir.  Inf.  adandad,  adnad  ist  also  unurspriinglich.  Die  Etymologie 
ist  schwierig;  sollte  das  Wort  schließlich  ein  Komp.  der  Wurzel  do-  mit 
dem  Präverb  c.  han-  (S.  301  f.)  in  verallgemeinerter  in  der  Proklise  ent- 
standener Gestalt  sein?  Dann  braucht  in  fursundud  kein  Präverb  ess- 
zu  stecken;  die  Komposition  mit  od-  könnte  älter  sein  als  die  mit  ad- 
ln adandad. 

§  658.  arco,  arcu  'ich  bitte'  (in  der  Redensart  arco  fuin), 
s.  Corm.  Transl.  S.  2,  Kuno  Meyer,  Contrib.  117. 

Mit  com-:  Präs.  Sing.  1.  comaircim  'I  inquire'  S.  M.  (neu- 
gebildete Form);  Konj.  Sing.  2.  comairser  S.  M.  IV  18,  18, 
O'Dav.  Nr.  488. 

Mit  aith-com-:  Abstr.  co  n-aidchomarcaib  'mit  Fragen* 
Wb.  9d  14;  ath-chomarc  'asking  leave'  S.  M. 

Mit  frith-  com-:  Konj.  Smg.  2.  friscomarser  O'Dav.  Nr. 
1012;  Prät.  Sing.  3.  friscomarcair  'fragte'  S.  M.  I  72,  25;   Abstr. 


458  Verbalverzeichnis  arco  —  bäid-.         [§658—660 

(Gen.)  f  er  frecmaircc  fiss  'a  man  that  is  consulted  for  knowledge' 
IV  334,  15. 

Mit  imb-com-  'fragen':  Präs.  Sing.  3.  imm-e-chomairc 
Ml.  27 d  4,  imme-b-chomairc  (-b-  statt  -d-  verschrieben)  Sg. 
197b  10;  Ipv.  Sing.  3.  na  imchomarcad  Wb.  28b  12;  PI.  1. 
imchomarcam  Ml.  18a  1,  3;  Konj,  Ipf.  Sing.  3.  imm-e-cho- 
mairsed  20b  18,  63c  9;  Prät.  Sing.  3.  imchomarcair  Lü  62a  7, 
vgl.  LL371b  20;  Pass.  Präs.  Sing,  imm-e-chomarcar  Sg.  27a  2, 
197b  10;  PI.  imm-e-chomarcatar  138a  4;  Abstr.  neutr.  im- 
chomarc  'Frage'  Ml.  46b  1,  54c  15,  'Gruß'  Wb.  24b  29,  30, 
27dl  u. s.  w.,  imchumarcc  7b  4,  Gen.  imchomairc  Ml.  107 d  7. 

Mit  to-com-:  Abstr.  tochmarc  'Freien,  Werben'  Wi.  831, 
Thes.  I  487,  22,  Dat.  tochmurc  Ml.  127d  3. 

Anm.  Britannisches:  Ac  Inf.  ercliim;  rac.  Präs.  Sing.  1.  archaf  'ich 
bitte',  3.  eirch,  Ipv.  arch,  Prät.  Sing.  3.  erchis,  Inf.  erchi;  corn.  Präs. 
Sing.  1.  arghaf  'ich  bitte,  befehle',  3.  ergh,  Ipf.  Sing.  3.  yrghy,  Ipv, 
argh,  Prät.  Sing.  1.  yrhys,  2.  yrghsys,  3.  erghys,  yrghys,  yrhys, 
Part,  yrhys;  mbr.  Prät.  Sing.  3.  archas  'il  commanda";  —  mit  *]com-: 
mc.  cyf archaf  'ich  bitte,  frage,  grüße',  Inf.  cyfarch;  —  mit  *ndhi-: 
mc.  anner ch  'Gruß,  grüßen';  —  mit  *to-  ndhi-:  corn.  Prät.  Sing.  3. 
dynyrghys  'grüßte',  Abstr.  dynnargh  'Gruß'.  —  Etymologie  I  44. 

§  659.  ba-  'sterben':  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  no-m-baad  Ml. 
23d  13,  no-m-bäad  Sg.  216a  4;  PI.  3.  no-m-batis  Ml.  40a  2; 
Fut.  3.  PI.  rel.  bebte  Wb.  25b  16;  Prät.  perf.  ro-m-bebe  3b  3, 
10c  11,  narrativ  mir.  -beba  Thes.  II  314,  6  (später  zu  bebais  um- 
gebildet. Fei.);  Inf.  bäs  Thes.  II  238,  18.  Eine  Weiterbildung  des 
-^o-Part.  ist  bathach  gl.  moribundus  Sg.  59a  14;  vgl.  bath  'Tod' 
c.  bad  'Pest'. 

Komp.  Konj.  3.  PI.  remi-m-baat  gl.  praemori  Ml.  125d  9. 
Mir.  Fut.  3.  Sing,  at-beba,  Prät.  3.  Sing,  at-beb  Kuno  Meyer, 
Contrib.  S.  141  können  Analogiebildungen  nach  den  in  §  661,  662 
besprochenen  Verben  sein. 

Vgl.  gr.  E-ßrjv  'ging  fort'  [h.  ßgorav  ßijvai  'sterben'),  Fut. 
ßr^oofxai,  Perf. /?«7^rj/.a;  skr.  Aor.  a-^ä-^  'erging';  lett.  gahju  [gäju), 
Prät.  von  eimu  'ich  gehe'.  Bei  dieser  Deutung  ist  das  ir.  Prät. 
bebe  nicht  ganz  regelmäßig  {*gueguäu  mag  zu  *gueyuäwe  erweitert 
worden  sein). 

§  660.  bäid-  {bad'-)  'untertauchen,  ertränken'.  Regelmäßiger 
-i-Stamm  (Präs.  3.  Sing,  ni  bäid  Atk.  LBr.  ist  Neuerung);  Pass, 
Konj.  Ipf.  PI.  nu-badaitis  Ml.  96c  14;  Part,  bäte  106d  4,  Nom. 
PI.  bati  84d  5;  Inf.  bädud  Wb.  17 d  4. 


§660.661]  Verbalverzeichnis  bäid-,  ball-.  459 

Mit  di-  'löschen,  auslöschen,  vernichten':  Pass.  Prät.  Sing, 
con-de-r-badad  Wb.  27a  21;  Inf.  dibdud  Ml.  48c  33. 

Mit  ar-di-  ds.:  Präs.  3.  Sing,  ardibdai  Ml.  48c  33;  Prät. 
3.  Sing,  ar-ro-dibaid  Wb.  IIa  19,  ar-ru-dibaid  Ml.  99a  2. 

Mit  imb-di-  ds.:  Part.  Nora.  PI.  im-di-batai  Ml.  83c  3. 

Mit  fo- 'untertauchen':  Pass.  Präs.  fobäidithir,  fo-m-baiter; 
Inf.  fobdod  Thes.  II  251,  11;  254,  1. 

Vgl.  c.  boddi  'ertränken',  corn.  buthy  O.  M.  1048,  bethy 
Gwreans  an  bys  2441,  br.  beuzi.  Vielleicht  weiterhin  zu  skr. 
gäha-te  'taucht  sich',  gädha-m  'Furt'. 

§  661.  ess-  +  ball-  mit  infigiertem  Objektspronomen  ('es') 
'sterben':  Präs.  3.  Sing,  at-bail  Wb.  4d  15,  Sg.  4b  6,  rel.  ad- 
baill  Wb.  16b  U,  Ml.  108a  3  (ad-  durch  zufälHge  Entgleisung 
statt  at-;  nicht  relativ  ad-baill  LU  20a  34),  amal  as-ind-bail 
Ml.  57a  10,  ni  epil  Wb.  30d  14,  Sg.  28b  20,  30a  3,  oid-apail 
Ml.  91d  2,  huan-epil  73d  7  (ohne  Pron.?);  Plur.  3.  at-ballat 
Wb.  9d  5;  Ipv.  3.  PI.  aipleat  Ml.  104b  2,  na  eiplet  73d  7 
(ohne  Pronomen);  Konj.  Sing.  1.  as-ind-bel  sa  48a  14;  3.  ci 
at-bela  Sg.  30a  3,  Thes.  II  7,  29,  as-in-bela  Ml.  38b  6,  mani 
eple  Sg.  181a  5  (-e  statt  -ea;  es  folgt  ein  unbetontes  de  'if  he 
dies  not  of  if),  perfektisch  dian-e-r-bala  Thes.  II  7,  30;  PI.  1. 
perf.  arnach-e-r-balam  ni  Wb.  4b  19,  dia  n-serbalam  ni  Ml. 
107 d  4;  PI.  3.  ar na  eple t  77a  13  (ohne  Pronomen);  Konj.  Ipf. 
Sing.  1.  CO  at-belain  se  Ml.  54c  33,  as-ind-belain  se  131b  13; 
3.  as-ind-belad  110b  9,  arnach  aipled  85d  8;  PL  1.  at-bel- 
mais  ni  96a  10;  3.  co  at-beltais  36d  16,  coni  epeltais  99b  2, 
arna  epiltis  121  d  16  (ohne  Pronomen);  Fut.  Sing.  1.  at-bel  Wb. 
lOd  24;  PI.  2.  at-belaid  si  Ml.  29c  4;  3.  at-belat  Wb.  Id  4, 
atbelat  Ml.  57a  3,  102b  10;  Kondit.  Sing.  3.  at-bela<d>  16c  10; 
PI.  1.  at-belmis  Wb.  4d  9;  Prät.  Sing.  1.  ö-t-balt  sa  (statt  ö 
at-bult  sa;  das  Faksimile  zeigt  nicht  klar,  ob  -u-  oder  -a-  zu  lesen 
ist),  0  at-ru-balt  sa  (mit  deutlichem  -a-)  LU  115a  9,  18;  3.  ät- 
ru-balt  M1.144d3;  PI.  3.  att-ru-baltar  100a  1,  o-e-r-baltatar 
LL76a  16;  Abstr.  epeltu  Ml.  98c  6,  Wb.  13b  20,  epeltu  4d  20, 
apaltu  Ml.  30d  14. 

Die  echt  zusammengesetzten  Formen  mit  anlautendem  a-  be- 
ruhen auf  dem  Einfluß  des  synonymen  ad-bath-  (§662);  das  Prä- 
sens hat  präsensbildendes  -m-  {-II-  aus  -In-).  Eigentlich  "es  (das 
Leben)  auswerfen'',  vgl.  gr.  sK-ßdlXco;  weiterhin  verwandt  ist  skr. 
gala-ti  'träufelt  herab,  verschwindet',    ahd.  quellan  'quellen'.     Die 


460  Verbalverzeichnis  ball heg-.      [§661—663,2 

Ableitungen  dieser  Wurzel  haben  in  mehreren  idg.  Sprachen  Be- 
ziehung auf  den  Tod:  aengl.  cwelan  'sterben',  cwield  'Tod',  cwalu 
'Töten',  cwellan  'to  kill',  lit.  Giltine 'Todesgöttin';  aus 'Tod'  ent- 
steht die  abgeschwächte  Bedeutung  'Qual,  Pein':  ahd.  quäla,  lit. 
gelä  'heftiger  Schmerz',  russ.  zalt  'Mitleid',  Jemu  zali  'er  kann  es 
nicht  über  sich  bringen'. 

§  662.  ad-bath-  'sterben':  Prät.  (narrativ  und  perfektisch) 
3.  Sing,  at-bath  LU  40b  21,  118b  30,  34,  Rc.  XII  346,  17,  oid- 
abbad  LL  250b  25,  oid-apad  LU  59b  29,  o-appad  65a  27; 
PI.  3.  at-batha  Ml.  98b  8,  conid-aptha  Rc.  XI450,  con-aptha 
YBL  58b  4,  condid-aptha  Ann.  Ulst.  830;  daneben  at-batha- 
tar  LL251a  31,  ad-batar  K.  Meyer,  Contributions  141,  as-ind- 
bathatar  Ml.  36d  10,  oid-apthatar  LU  82a  30,  LL  249a  25, 
o-apthatar  248b  21,  mir.  auch  at-bathsat  Wi.  215,  25;  Abstr. 
aptu  Ml.  74c  11,  Akk.  apthin  Wb.  23c  5,  32c  16,  apthain 
Ml.  104  b  5. 

Vgl.  Zimmer,  KZ  XXX  148,  Thurneysen,  KZ  XXXVH 
112,  120,  Strachan,  Rc.  XXVIII  205.  Die  Flexion  als  Prät.  Pass. 
hat  als  die  älteste  zu  gelten;  es  handelt  sich  wohl  ui'sprünglich  um 
ein  -^o-Part.  der  in  §  659  besprochenen  Wurzel  *guä-,  "ist  fort- 
gegangen" (-^o-Partizipia  konnten  im  Idg.  auch  von  intransitiven 
Verben  gebildet  werden).  Das  infigierte  Objektspronomen  beruht 
auf  Analogiebildung  nach  at-bail  (§  661).  Mit  den  zu  gr.  q)ri(xi 
gehörigen  Formen  epaid  Thes.  II 248,  7,  aupaith  250,11,  aipthi, 
ipthach,  aupthach,  upthach  1339  hat  ad-bath-  nichts  zu  tun. 

§  663.  heg-,  bo-n-g-.  1)  Mit  to-aith-:  Präs.  Sing.  1. 
doaithbiuch  gl.  abrogo  Sg.  22b  2;  PI.  3.  con-da-tathbongat 
'dissolve  them  (the  contracts)'  S.M.  11382,3;  Konj.Sing.  3.  cenni 
ro-taithim  III  56,  21;  Part,  taidbecti  ZfcPh.  VII  482;  Inf. 
taidbech  Sg.  202b  3,  taithmech.  Dat.  taithbiuch  S.  M.;  vgl. 
Wi.  Täin  3875. 

2)  Mit  to-  'einfordern'  (nimmt  das  perfektische  Präverb  -com-, 
durch  Entgleisung  jedoch  auch  -ro-):  Präs.  Sing.  3.  doboing,  ni 
tobuing  S.  M.  I  162,  10,  I  86  Fußnote;  PI.  3.  nacon-toibget 
V  254,  2;  Konj.  Sing.  2.  forna-tu-r-bais  S.  M.  I  86  Fußnote; 
3.  doboO'Dav.Nr.687,  -tob  S.M.  V334, 13;  P1.3.  dobosat  O'Dav. 
Nr.686;  Fut.  Sing.  1.  dobibus  sa  Wi.492;  Prät.Sing.3.  to-chom- 
baig  S.M.  IV  8,  17;  Pass.  Präs.  Sing,  doboiigar  II  352,  5,  ni 
tobongar  11  272,  3,  'tobgar  Wi.834;  Konj.  Sing,  dobosar  S.M. 


§663,2.664,1 — 3]     Verbalverzeichnis  beg-,  ben-.  461 

1188,6,  dobostar  V464,21,  perf.  Itochmastar  O'Dav.  Nr.  1550; 
Inf.  tobach,  Dat.  tobuch,  Gen.  tobaig. 

Vielleicht  zu  skr.  hhagati  'teilt  zu'.  Die  Wurzelform  bo-n-g- 
beruht  wohl  auf  Vermischung  mit  bo-n-g-  'brechen'  §  669;  die  Ver- 
mischung kann  zunächst  durch  falsche  Restitution  der  synkopierten 
Silben  eingetreten  sein  (-tathbongat  statt  *-tathbgat,  -tobon- 
gar  statt  -tobgar  u.  s.  w.);  das  -h^-  der  synkopierten  Formen  von 
beg-  wäre  also  mit  dem  -ig-  der  synkopierten  Formen  von  bong- 
'brechen'  verwechselt  worden. 

§  664.  ben-  'schlagen':  Präs.  Sing.  1.  ben  im  Thes.  II  42,  7, 
II  249,  7;  3.  benaid  Ml.  46d  4,  benith  Thes.  II  2.50,  11;  Konj. 
Sing.  2.  CO  Iru-bse  LU  20b  6;  Fut.  Sing.  3.  bithus  "er  wird  sie 
schlagen'  127a  32;  Kondit.  Sing.  3.  no-biad  YBL  43a  46;  Prät. 
Sing.2.  dia-iru-ba  Wb.l3d25;  3.  bi  LU24a8,  bi-thus  'schlug 
sie'  LU  76a  18;  ro-sm-bi  Thes.  II  346,  5,  ni  rü-bai  'er  hat 
nicht  geschlagen'  LU  65a  1;  PI.  3.  ro-beotar  LU  62a  16;  Passiv 
Präs.  Sing.  rel.  benar  Thes.  II  254,  3;  PI.  ni  bentar  Ml.  91b  3, 
nad  fe<n>dar  39d  7;  Ipv.  Sing,  benar  Ml.  93d  16;  Konj.  Sing. 
CO  bethir  36a  5;  PI.  cia  betir  54a  17;  Konj.  Ipf.  Sing,  no-m- 
bethe  39a  19;  Prät.  Sing,  ro-bith  Wi.  386;  PI.  ro-bitha  Ml. 
100b  2;  Part,  bithe  45d  6,  123c  17;  Gerund,  bethi  114c  12; 
Inf.  beim  139c  3  (beim  foris,  beim  forais,  aithbeim,  aith- 
beim  forais  'Wiederholung,  Rekapitulation'  Wb.  10a  12  u.  s.  w., 
Ml.  131c  14,  56b  37,  94c  13). 

Anm.  Über  Formen,  die  ich  zu  ben-  'sein'  ziehe,  s.  S.  334  Fußnote 
(benad  fri,  benait  fri);  in  der  Stelle  benair  fri  cach  n-ae  a  n-dede 
se  'diese  beiden  Sachen  (die  Adjektive  f^eneralis  und  specialis)  beziehen  sich 
auf  Jedes  von  ihnen  (von  den  beiden  Substantiven  qualitas  und  quantitas)' 
Sg.  28b  8  wird  statt  benair  vielmehr  berair  zu  lesen  sein. 

1)  Mit  to-ad-:  taipe  'epitome'  Ml.  14d  4,  37a  15. 

2)  Mit  aith-:  aithbe  'Ebbe'  Thes.  I  3,  30,  Dat.  aithbiu 
II  24,  35. 

3)  Mit  com-:  Präs.  Sing.3.  comben  'haut  ab' (statt  con-)  LL 
250b  12,  K.  Meyer  460;  Part.  cuimt<h>e  gl.  eunuchus  Thes.  I 
496,  37;  Abstr.  cuimbae  'destruction'  K.  Meyer  550,  cumma 
'shaping'  K.  Meyer  563  (davon  abgeleitet  cummaim  'I  shape,  form'). 

Mit  aith-com:  Präs.  Sing.  3.  a-dom-chumben  'schneidet' 
Corm.  Transl.  8  Z.  3  v.  u.;  Part,  aidchuinithe  gl.  cauteriatam 
Wb.  28c  17;  Abstr.  aithchumbe  gl.  cauteria  Ib  21,  vgl.  Thes. 
II  254,  2,  4,  adcumbe  gl.  concisionem  [Wb.]  23 d  22. 


462  Verbalverzeichnis  ben-.  [§664,4 — 6 

4)  Mitair-di-:  Präs.  Sing.  3.  ni  airdben  gl.  nee  interimit  Sg. 
30a  4;  Part,  airdbide  Ml.  135 d  6,  vgl.  49a  25,  33d  6;  Gerundiv 
airdbidi  55c  15,  airtbidib  116d  4;  Inf.  airdbe  41  d  5,  vgl.  2, 
14a  2,  55b  17,  80c  13,  100a  6,  airdbe,  artbe  Wi.  Täin.  Die 
Formen  mit  -t-  statt  -d-  (d.  h.  d  statt  ä)  sind  wohl  von  den  un- 
echt komponierten  Formen  beeinflußt  (kaum  ist  zwischen  air-  und 
di-  ein  Präverb,  etwa  com-,  geschwunden).  Vgl.  noch  etarairdbe 
gl.  internecionem  Ml.  123  b  11. 

Mit  etar-di-:  Präs.  3.  Sing,  etirdiben  gl.  interimit  Ml.  42a 
17;  3.Ph  etirdibnet  15b  6;  Ipf.3.Pl.  etirdibnitis  99a  7;  Konj. 
3.  PI.  CO  etirdibet  114c  8,  co  etar-dam-dibet  sa  44c  31; 
Konj.  Ipf.  3.  Sing,  itir-n-da-dibed  45c  6;  3.  PI.  co  itar-dam- 
dibitis  se  54d  14;  Prät.  3.Sing.  etir-ru-dib  Ml.  123b  10;  Pass. 
Konj.  Sing,  co  itirdibither  Thes.  I  493,  16;  Inf.  etardibe  Wb. 
25  d  17. 

Mit  imb-di-  'beschneiden':  Ipv.  1.  PI.  imdibnem  Wb.  15b  9; 
Pass.  Präs.  Sing,  iradibenar  Sg.  143b  4;  Konj.  Ipf.  Sing,  ni 
imdibthe  Wb.  Id  17,  näd  imdibthe  Id  15;  Prät.  Sing,  imm- 
um-rui-dbed  23d  30,  imm-e-rui-dbed  18d  9,  ni  ro-imdibed 
18d  9,  23d  25,  in  ro-imdibed  2c  8;  Part,  imdibthe  Id  20, 
10a  14,  15,  impdibthe  Sg.  57a  7;  Inf.  imdibe  (neutr.)  Wb.  2a  2, 
18d  9,  Dat.  imdibu  23d  27^28.  Vgl.  noch  etarimdibiu  gl. 
interfectione  Ml.  36  b  23,  73  a  5. 

Mit  to-imb-di-  (oder  di-imb-di-?):  Präs.  1.  Sing,  doim- 
dibnira  'ich  kürze  ab'  Wb.l7d22;  Pass.  Ipf.  Sing,  du-n-indbithe 
Ml.  88a  11  (zu  lesen  du-n-imdbithe). 

Mit  to-di:  Konj.  3.  Sing,  do-ro-dba  'may  she  destroy'  Thes. 
II  325,  19. 

5)  Mit  to-ess-:  Prät.  perf.  3.  Sing,  doserbai  gl.  concidit  Sg. 
60  b  18. 

6)  Mit  fo-  'niederwerfen,  vernichten,  vereiteln':  Präs.  3.  PI. 
fobenat  Wb.  13b  13;  Konj.  3.  Sing,  fo-m-bia  gl.  uitiare  Ml. 
15a  11;  Prät.  2.  PI.  fo-ru-bid  Wb.27c  27;  Part,  fubide  ZfcPh. 
VII  480,  7;  Abstr.  cen  fubae  cen  dualaich  'ohne  Fehler  oder 
Makel'  Sg.  26a  8,  mir.  fuba  agas  ruba  'hewing  and  killing' 
Wi.  581. 

Mit  to-fo-:  dofuibnimm  gl.  putisso,  gl.  succido  Sg.  12a  1, 
22a  10;  Konj.  Ipf.  3.  Sing,  co  dufubath  gl.  ut  incideret  Ml.  35c  1; 
3.  PI.  dufubaitis  92d  6;  Fut.  3.  Sing,  duföbi  gl.  abscidet  96a  7; 


§664,7 — 9.665]     Verbalverzeichnis  ben-,  ber-.  463 

Pass.  Präs.  PI.  dufuibniter  24c  6;  Konj.  Sing,  co  dufobither 
2a  10;  Prät.  Sing,  du-fo-r-bad  gl.  excisa  est  92 d  4,  do-fo-r-bad 
si  (statt  do-b-fo-r-bad  si)  'Ihr  seid  weggeschnitten  worden'  Wb. 
20a  15;  PI.  asa-torbatha  5b  39;  Part.  PI.  Nora,  töbaidi  Sg. 
120a  1,  Dat.  tobaidib  Ml.  48d  13;  Inf.  tobae  (neutr.)  26c  2, 
töbae  Sg.  118b  2,  tobe  Wb.  2c  1,  Dat.  töbu  5b  41,  42,  tobu 
Ml.  37 d  8,  Gen.  tobai  92d  6  u.  s.  w. 

7)  Mit  for-:  mir.  ni  forbai  'er  schnitt  nicht',  for-ru-mai 
'er  hat  geschlagen',  ni  for-roi-m  'er  hat  nicht  geschnitten'  LU 
69  a  8,  64b  29,  69a  10,  s.  Zimmer,  KZ  XXX  137. 

8)  Mit  air-od-:  Präs.  l.Pl.  co  arubbnem  gl.  ut  euisceremus 
Thes.  II  28,  33. 

Mit  ind-air-od-  'vertreiben':  Präs.  1.  Sg.  inärbenim,  inar- 
benim  Sg.  146b  10,  Thes.  II  228,  29  (falsche  Übersetzung),  3.  Sing, 
lasse  a-ta-ärban  'indem  er  sie  treibt'  Ml.  65a  14;  Ipv.  2.  Sing, 
ind-a-ärben  'vertreibe  sie!'  Thes.14,31;  3.  Sing,  a-tat-äirbined 
'let  it  impel  Thee'  Ml.  86c  10;  Konj.  3.  Sing,  are  n-indurbe  (zu 
lesen  -in  darbe)  Thes.  II  244,  24;  Prät.  1.  Sing.  in-r-a(r)ba  Ml. 
46b  10;  3. Sing,  nach-im-r-indarpai  se  'daß  er  mich  nicht  ver- 
worfen hat'  Wb.  5a  18  (ar  atarbid  som,  vielleicht  verschrieben 
für  ar  a-ta-r-arbi  som,  'denn  er  hat  sie  vertrieben'  Ml.  131c  9); 
3.  PI.  in-r-arpatar  Ml.  23d  8;  Pass.  Präs.  Sing,  inärbana(r) 
gl.  excluditur  73a  20,  innarb(an>ar  14c  16;  PI.  innärbantar 
15c  5;  Ipv.  Sing,  nach-am-indarbanar  sa  56a  22;  Konj.  Sing, 
arnach-it-r-indarpither  Wb.  5b  33;  Konj.  Ipf.  PI.  inärpitis 
som  5c  1;  Inf.  indarpe  19a  14,  indarbae  neutr.  Ml.  23c  8, 
41c  10  u.  s.  w.  Das  häufige  Längezeichen  über  -ar-  erklärt  sich 
nach  §  202  I  300  (die  Tendenz  zur  Dehnung  mag  durch  die 
Assoziation  mit  -är-  aus  -ad-ro-  gestützt  worden  sein). 

Mit  fo-ind-air-od-:  Pass.  Kondit.  Sing,  ni  foindarpaide 
'would  not  be  put  under'  Ml.  26  a  1. 

9)  Mit  to-:  Abstr.  tuba  'an  attack'  S.  M.,  vgl.  Wi. 

Anm.  Gehört  zu  rabr.  benaff  'schneiden',  quemenas  'tailla', 
quemener  nbr.  kemener  'Schneider'  (mit  *Kom-  komponiert),  ac.  du- 
beneticion  gl.  exsectis,  abr.  etbinam  gl.  lanio  (das  pnäsensbildende  -n- 
fehlt  in  den  Ableitungen  abr.  bitat  gl.  resecaret,  Inf.,  c.  bidio  'Bäume 
beschneiden'  I  24);  weiterhin  zu  lat.  perfines  'perstringas',  asl.  bi-ti 
'schlagen'.     Vgl.  Thurneysen,  KZ  XXXI  84,  Osthoff,  l¥  IV  273. 

§  665.  ber-  'tragen,  gebären'  (in  allen  perfektischen  Formen 
durch  ro-ucc-  suppliert):  Präs.  Sing.  1.  biru  KZ  XLIV  114:  3. 


464  Verbalverzeichnis  ber-.  [§  665,  1 

berid  Wb.6al3,  29b  9,  berth-i  'trägt  es'  23a  19,  beirthi  ML 
42b  7,  no-t-beir  Wb.  6c  9,  näch-beir  6c  18,  n-am-ber  Ml. 
86d  16,  rel.  beres  27c  1,  m-beres  129c  8;  PI. 2.  no-berid  Wb. 
9d  15;  3.  berit  18c  10,  bert-it  'beziehen  es'  13a  16,  no-da- 
berat  28d  26,  ni  berat  Ml.  103b  16,  rel.  bertae  63c  18;  Ipl. 
Sing.3.  no-s-bered  Thes.  I  494,  28;  Ipv.  Sing.  2.  ber  Ml.  38c  28; 
PL  3.  berat  Wb.  13a  11,  na  berat  31c  12;  Konj.  Sing.  2.  ni 
berae  ML  74d  13,  94a  1,  raani-m-bera  Thes.  11  296,  6;  3.  no- 
dom-bera  Wb.  la  8;  PL  3.  ceni  berat  Ml.  54a  28,  rel.  berte 
Wb.  9c  12;  Konj.  Ipf.  Sing.  1.  no-s-berinn  lOd  36;  Fut.  Sing.  3. 
beraid  ML  37a  9,  reL  bseras  94b  7;  PLl.  ni  beram  Wb.29b  15; 
3.  ni  berat  ML54a26,24;  Kondit.Sing.3.  om-berad  Thes. I  488, 
25(?);  PL3.  no-n-da-bertais  ML124b6;  Prät.  Sing.  3.  birt  Thes. 
II  242,  17,  reL  berta  LU  128b  26;  PL  3.  reL  m-bertatar  Thes. 
I  493,  25,  bertar  ML  127d  6,  nu-n-da-bertatar  82d  9;  Pass. 
Präs.  Sing,  berir  Wb.  4d  15,  7a  16,  berair  Ml.  80c  7,  reL  berar 
Wb.  16d  7;  PL  bertair  ML  26c  6,  reL  bertar  Wb.  25c  23;  Ipv. 
Sing,  berar  7b  4,  vgL27a24;  Konj.  Sing,  berthir  27d  13,  ML 37a  8, 
berthair  ebenda,  no-n-da(b>-berthar  134c  6;  Konj.  Ipf.  PL 
no-bertis  Wb.  16d  4;  Fut.  Sing.  reL  berthar  12d  27,  PL  in 
bertar  15a  3;  Prät.  brethae  ML  52;  Inf.  breth  §  252  Anm.  6 
I  366.  —  Perfektische  Formen:  Präs.  PL  3.  nad  rucat  ML  87c  3, 
nad  rügat  75b  3;  Konj.  Sing.3.  con-rucca  Wb.  12c  82;  Prät. 
Sing.  1.  rouiccius  9b  6;  3.  ro-sn-uicc  5b  3,  rouic  27a  22, 
ruuc  ML  63c  18,  r-a-uc  45a  1,  ro-da-ucai  46a  19,  ni-n-ruc 
Wb.  21b  3;  PL  3.  r-a-ucsat  26b  11,  nad  rucsat  ML  23b  5,  vgL 
44a  15,  54d  16;  Pass.  Präs.  Sing,  ruucthar  'kann  bezogen  werden' 
35b  10;  Konj.  Ipf.  Sing,  o-ructhae  104a  8,  du-na-rructhse 
Thes.  II  241,  9;  PL  inna-ructais  ML  125b  7,  vgl.  c  2;  Prät. 
Sing,  ru-n-ucad  104a  8,  rucad,  rohucad  Sg.  174a  1;  PL 
rouctha  ML  132a  1,  ructha  102c  7. 

Zusammensetzungen  (meist  nicht  suppletivistisch;  vgl.  jedoch 
10°  und  11°):  1)  Mit  air-  (mit  hinzugefügtem  Dativ  biuth  in  der 
Bedeutung 'genießen';  mit  folgender  Präposition  a,  ass-  in  der  Be- 
deutung 'einen  sprachhchen  Ausdruck,  einen  Sinn  aus  etwas  ge- 
winnen, ableiten,  durch  etwas  ausdrücken';  selten  in  noch  anderer 
Verwendung):  Präs.  Sing.  3.  arbeir  Wb.  10c  6,  Ml.  43d  14,  60b 
11,  ar-a-ber  46b  7,  vgL  69a  18;  PLl.  ar-id-beram  Sg.26b2; 
3.  arberat  Sg.  198b  7,  vgL  ML  50d  13,  61d  13,  67c  17,  69a  19; 
Ipf.  PL  1.  huan-erbirmis  135d  3;  3.  ar-m-bertis  Sg.  196b  5, 


§665,1.2]  Verbalverzeichnis  her-.  465 

ar-a-bertis  Ml.  ISldlO;  Ipv.  Sing.2.  airbir  Wb.  29a  25;  Konj. 
Sing.  2.  ar-a-m-bere  28c  11;  3.  arbera  Ml.  72b  26,  ar-a-m- 
bera  Sg.  192b  2,  ar-a-roi-brea  Thes.  I  498,  2;  PL  1.  ar-a-m- 
beram  Sg.  148a  1,  asan-arbaram  40a  11;  2.  arnäch  airbirid 
Wb.  IIb  25;  3.  ni  arbarat  10c  1;  Ko7ij.  Ipf.  Sing.  .3.  ar-a-m- 
berad  Ml.  83b  6;  PI.  3.  ni  airbertis  Wb.  10b  8;  Fut.  Sing.  1. 
ni  airbeer  fritt  'I  will  not  reproach  thee  with  it'  32a  20;  3.  nad 
erbsera  Ml.  110c  2,  hon-erbera  48b  12;  Kondit.  Sing.  3.  hon- 
erberad  48a  5;  Prät,  Sing.  1.  ar-a-ru-burt  108a  2;  3.  ar-ru- 
bart  21a  11,  35b  11  u.  s.  w.,  ni  ar-bart  36a  4;  PI.  3.  ar-ru- 
bartatar  34c  4,  vgl.  97d  2,  100c  25,  ar-a-ru-bartat  91b  1, 
136b  3,  ni  ar-r-bartatar  Sg.  40b  9;  Pass.  Präs.  Sing,  arberar 
31a  3,  ar-a-m-berar  148b  13,  14,  arberr  146a  1,  190a  1,  3, 
ni  airberar  192a  1,  asan-airberar  39a  26;  PI.  arbertar  33a 
19a,  51b  11;  Konj. Sing,  ar-m-berthar  M1.53c9;  PI.  arbertar 
121b  3;  Part.  Dat.  Sing,  erberdu  97 d  2,  Nom.  PI.  airbirthi 
94dl;  Gerundiv  erbirthi  98c  10;  Inf.  airbert  (fem.)  Wb.  IIb  18, 
Ml.  59a  10,  erbert  61c  9,  68b  14,  69a  23  u.  s.  w.  Die  Grund- 
bedeutung ist  etwa  'aus  einer  Lage  in  eine  andere  versetzen,  um- 
setzen, verwandeln';  zur  Bedeutung  'vorwerfen'  vgl.  an.  breg|)a 
'schnell  bewegen,  verwandeln,  voi'werfen';  der  Zusatz  biuth  bedeutet 
wohl  nicht  'Welt',  sondern  'Leben'  und  ist  entweder  als  Instrumen- 
talis nach  §  417  oder  als  wirklicher  Dativ  (vgl.  den  Dativ  bei  lat. 
uertö)  aufzufassen. 

Mit  com-air-:  Abstr.  Akk.  comairbirt  m-biuth  Thes.  I 
491,35,  Gen.  comairberte,  comairbertae  biuth  'mode  of  life' 
Ml.  35c  15,  17,  vgl.  65d  4. 

Mit  to-air-  'zwingen,  mit  Gewalt  in  eine  Lage  bringen,  krüm- 
men': Pass.  Präs.  Sing,  du-n-erbarar  Ml.  99dl,  ni-m-tharberar 
Wb.  9c  31;  PI.  doairbertar  22c  10,  vgl.  25c  23;  Ipv.  PI.  tair- 
bertar  25c  23;  Konj.  Sing,  du-mm-erberthar  Ml.  49c  3;  Prät. 
PI.  duar-bartha  99d  1;  Part,  tairberthae  130c  7,  PI.  Nom. 
tairbirthi  Thes.  II  234,  6;  Inf.  Dat.  do  therbirt  Ml.  46d  2. 

Mit  ad-to-air-  (aith-to-air-?)  'redigere':  Präs.  Sing.  3. 
atairbir;  Inf.  atairbert  Sg.  197b  14,  15. 

Mit  ind-to-air-  'krümmen':  Ipv.  Sing.  2.  intairbir  Wb. 5b9. 

2)  Mit  com-  'empfangen  (von  der  Frau)':  Prät.  Sing.  3.  co- 
tom-bert  sa  LU  102a  39;  Inf.  in  chombart  sa,  Akk.  combairt 
Thes.  II  292,  1;  235,  5,  Gen.  combartae  Ml.  71c  6,  mir.  meist 
compert.     Das  -e-  des  mir.  Inf.  und  das   -mp-  (d.  h.  -mb-)  statt 

Pedersen  :  Vgl.  kelt.  Gramm.     II.  30 


466  Verbalverzeichnis  b er-.  [§665,3 

des  im  Mir.  zu  erwartenden  assimilierten  -mm-  beruht  auf  Restitu- 
tion unter  dem  Einfluß  des  etymologischen  Bewußtseins  (das  jedoch 
nachher  verloren  geht:  mir.  Prät.  Sing.  3.  ro  chompir,  ro  choim- 
prestar,  Pass.  Prät.  ro-compred  Wi.  437).  Enthält  nicht  (wie 
I  476  angenommen)  ein  Präverb  -od-. 

3)  Mit  ess-  'sagen'  (Zimmer,  Kelt.  St.II  29— 41):  Präs.  Sing. 

1.  asbiur  Wb.  8a  9,   indid-epiur  4b  26,   ar-ind-epur  5a  31; 

2.  asbir  siu  12d  17,  as-m-bir  siu  Sg.  208b  5,  asbir,  diand- 
apir  66b  10;  3.  asbeir  Wb.  5a  1,  as-iii-ber  10b  13  u.  s.  w,, 
ass-id-beir  20a  10,  adbeir  'sagt  es'  5a  11,  a-t-beir  ds.  10 d  5, 
as-ro-bair  Sg.  198a  18,  a-t-ro-bair  190b  4,  as-ro-bar  Ml. 
17b  23,  cani  epir  Wb.  lOd  5,  ni  epeir  17d  11,  o-eiper  33b  7, 
ni  eper  Ml.  69a  21;  PI.  1.  asberam  14a  19,  Sg.  55b  1,  dian- 
eprem  208a  7;  2.  asberid  si  Wb.  5a  31;  3.  as-n-don-berat 
2a  12;  Ipf.  Sing.  1.  asberin  se  Ml.  54c  26,  asberinn  se  91b  10; 

3.  asbered  Wb.  15a  18,  Ml.  54c  18,  23,  55c  17  (asberad  53d  6); 
PI.  1.  a-t-beirmis  Wb.  26b  19;  3.  asbertis  25b  27,  asbeirtis 
4c  23,  Ml.  106d  3;  Ipv.  Sing.  3.  na  epred  Wb.  10a  16;  Konj. 
Sing.  1.  asber  sa  16a  24,  coni  eper  sa  32a  20;  2.  asbere  siu 
12d  13,  asbera  su,  con  se-r-bara  Sg.  209b  30;  3.  asbera  Wb. 
22b  23,  a-t-bera  12a  4;  PI.  1.  as-m-beram  ni  2a  13;  2.  as- 
beraid  7d  10,  ni  e-r-barid  -13c  13,  o-e-r-barid  15d  6;  3.  as- 
berat  1dl,  arna  epret  7d  8,  arna  e-r-barat  27c  8;  Konj. 
Ipf.  Sing.  1.  asberin  14c  23,  asberinn  17b  1;  2.  asbertha  Sg. 
217b  15;  3.  asberad  Wb.  13a  13,  19,  Ml.  59a  7,  67a  8,  95b  7, 
a-t-berad  62c  2,  con-epred  28b  11,  69a  21,  conna  epreid 
70a  6,  con-aipred  33c  17,  perf.  as-ind-ro-brad  50b  8,  ni 
se-r-barad  31b  20,  vgl.  24;  PI.  1.  asbermis  Wb.  18a  18;  3. 
as-n-da-ro-bartis  Ml.  31b  22,  cenid  epertais  28d  8;  Fut. 
Sing.  1.  asbger  91b  10,  asbeer,  ni  epeer  Wb.  32a  22,  20;  3. 
asbera  12 d  6,  perf.  ni  e-r-bsera  ZfcPh.  VII484;  PI.  1.  asberam 
Wb.  17c  23;  3.  asberat  12d  12;  Prät.  Sing.  1.  as-id-ru-burt 
Sg.58b  1,  vgl.  75b  2,  91a  3,  Ml.öOd  7  (as-id-ru-bart  sa  3a  15, 
66c  1),  ni  £e-r-burt  44b  19;  3.  asbert  Thes.11241,  12;  242,3,6, 
Ml.  16c  10,  as-m-bert  58c  6,  124d  9,  con-epert  Thes.II  242,  15, 
as-ru-bart  Wb.4d  16,  aut-ru-bert  Thes.  II  246,  14,  dian-e-r- 
bart  Wb.l3cl2;  PI.  1.  as-ru-bartmar  8d26,  as-ru-bartmmar 
Sg.  55b  5,  ad-ru-bartmar  197b  16;  3.  as-ind-bertatar  Ml. 
124d9,  as-ru-bartatar  Wb.l8dl,  as-in-ru-bartat  M1.131d  12, 
ni-sn-2erb(art>atar  29a  4;  Pass. Präs.  Sing,  asberar  Wb.  3c  21 


§665,3—5]  Verbal  Verzeichnis  her-,  467 

u.  s.  w.,  asberr  21c  7,  as-m-berr  33a  18,  asber  Ml.  llOd  16, 
114a  2,  ni  eperr  Sg.  73a  11,  dian-aip(err)  Ml.  14d  13;  PI. 
asbertar  Wb.  28a  20,  Ml.  123c  8,  o-epertar  8g.  3b  6;  Ipf. 
Sing,  asberthe  Thes.  I  492,  25,  vgl.  Ml.  114a  7;  Konj.  Sing, 
asberthar  Wb.  10a  12,  aran-epert(h)ar  5a  5,  as-ro-barthar 
Thes.  II  17,  34,  arna  e-r-barthar  Wb.  lOd  13;  Konj.  Ipf.  Sing, 
asberthe  15d20,  asberthae  Ml. 77a  6,  cini  eperthe  Wb.  19a  5, 
arna  eperthe  23d  25,  o-eperthae  Sg.  26a  6,  vgl.  Ml.  65d  13; 
Fut.  PI.  asbertar  Sg.  73b  8;  Kondit.  Sing,  ni  eperthse  Ml. 
127d  14;  PrätSing.  as-ro-brad  Wb.  3c31,  5a  4,  lOd  8,  12d  26, 
33b  16,  ni  e-r-brad  32c  8,  frisan-e-r-brath  Sg.  220a  10; 
Gerundiv  eperthi  25b  9,  eperth<i>  Ml.  46a  11;  Inf.  epert  Wb. 
2c  24,  Dat.  epirt  28b  32,  Gen.  eperte  24c  5  (ebert  Ml.  35c  27, 
vgl.  40c  6,  94a  2,  aipert  50b  8,  verschrieben  etbert  83a  5,  Akk., 
Dat.  epert  92c  4,  46a  24,  Gen.  epertae  59a  18). 

Mit  cain-ess-:  Pass.  Präs.  Sing,  cäineperr  gl.  benedicitur 
Sg.  215  a  3. 

Mit  mi-ess-:  Präs.  Sing.  3.  ni  miaipir  gl.  non  maledicit 
Ml.  56d  16. 

Mit  rem-ess-:  Präs.Sing.l.  remiepvr  gl.  praedico  Sg.222a  1; 
Prät.Sing.l.  remi-se-r-burt  'was  ich  früher  gesagt  habe'  Ml. 23c  24; 
3.  reme-e-r-bart  15b  3,  remi-se-r-bart  74d  7,  remi-se-r-bart 
94b  2,  vgl.  c  13,  remi-e-r-bart  Wb.  5c  22;  PI.  1.  <re)mi-e-r- 
bar<t>mar  Ml.  56b  26,  remi-e-r-bartmar  42c  34,  73b  2,  vgl. 
33a  1,  36c  21,  97a  7;  Part,  remeperthe  'früher  erwähnt'  Wb. 
23c  11,  32c  5,  vgl.  10a  12,  13a  29,  Ml.  17c  11,  23c  27  u.  s.  w. 

4)  Mit  com-di-fo-:  Abstr.  cundubart  'Zweifel'  Wb.4d28, 
Akk.  cundubairt  13b  12;  durch  Anlehnung  an  10°  mit  -t-  ge- 
schrieben: cuntubart  3c  3,  13a  35,  A.  PI.  cuntubarta  23c  26; 
durch  weitere  Neuerung  tritt  in  Ml.  und  Sg.  cum-  statt  cun-  ein: 
cumtubart  Sg.  99a  2,  Ml.  46c  19,  37a  10,  cumdubart  43d  20, 
vgl.  37a  10;  cumtabart  102d  4;  nir.  cuntabhairt 'danger,  doubt, 
perplexity'. 

5)  Mit  for-  'zunehmen,  wachsen':  Präs.  Sing.  1.  forbiur  Sg. 
173a  1,  vgl.  16a  13;  3.  forbeir  32a  1,  for-m-beir  Wb.  26c  3; 
PI.  3.  for-m-berat  Ml.  71c  1,  an-nad  foirpret  Sg.  48b  5;  Ipf. 
Sing.  1.  for-m-berinn  se;  3.  forberad  Ml.  88a  10;  Konj.  PI.  3. 
arna  foirbret  Ml,  27c  6;  Fut.  Sing.  3.  forbora  'wird  überholen' 
LU  52b  26;  Prät.  Sing.  3.  for-ru-bart  Ml.  33c  10,  64c  7,  ZfcPh. 
VII  482,  2  (falsche  Glossierung);   PL  1.  for-ru-bart  mar  102  a  1; 

30* 


468  Verbal  Verzeichnis  b  er-.  [§665,6—8 

3.  forbertatar  Corm.  19  (unter  ferb),  for-ru-bartatar  Ml. 
101a  10,  for-ru-bartat  103d  6;  Pass.  Konj.  Sing,  na  forberther 
Thes.  II  255,  18;  Abstr.  forbart  'Zuwachs'  Sg.  67b  7,  167a  3, 
forbbart  52a  8,  vgl.  127b  3,  Ml.  89c  13. 

6)  Mit  frith-:  Präs.  Sing.  1.  frisbiur  gl.  obnitor  Sg.  22b  6; 
3.  nand  rithbeir  Thes.  II  19,  32,  vgl.  II  36,  27;  PI.  3.  f  ris-m- 
berat  gl.  obesse  Ml.  14c  21;  Konj.  Sing.  1.  fris-a-ber  gl.  reniti 
Thes.  II  9,  25  (zu  lesen  fris-m-ber);  3.  fris-bera  ZfcPh.  VII 
480,  18;  Fut.  Sing.  1.  frisber  sa  gl.  enitar  Thes.  II  7,  32. 

7)  Mit  imb-  etwa  '(mehrfach)  betätigen,  schnell  oder  kunstvoll 
wohin  bringen,  spielen  (lassen)':  Präs.  Sing.  2.  imbir  Thes.  II  249, 
11;  PI.  3.  imm-a-m-berat  Ml.  111b  17;  Ipv.  Sing.  2.  imbir 
fodi  'put  .  .  tvvdce'  Thes.  II  40,  26;  Konj.  Sing.  3.  imm-a-bera 
'employs  it'  Wb.  13a  3;  Fut.  Sing.  1.  ni  immer  'ich  werde  nicht 
spielen'  LU  130b  40;  Prät.  Sing.  3.  im-da-ru-bart  fair  "es  hatte 
sie  unvermutet  darauf  (auf  den  See)  herabgeworfen"  'welche  unver- 
mutet auf  den  See  herabgeworfen  waren'  Wi.  206,  12  (das  infigierte 
persönliche  Pronomen  ist  fälschlich  als  relatives  Pronomen  verwendet 
worden);  con-idn-imbert  inn-a  laim  'brachte  ihn  (den  Vogel) 
kunstvoll  in  ihre  Hand'  Thes.  II  343,  1;  Pass.  Präs.  Sing,  imber(r) 
Ml.  131a  2,  vgl.  Thes.  II  252,  2,  forsan-imber<r>  Mh  142d;  Abstr. 
tri  imberta  inna  faidsine  ^durch  die  (sprachlichen)  Kunstgriffe, 
Gepflogenheiten  der  Prophezeiung'  81c  6. 

Mit  mi-imb-:  Konj.  3.  PI.  mi-tn-imret  gl.  decipere  Ml.  74b 
22;  Inf.  miimbert  17c  6,  Dat.  miimbirt  gl.  ad  decipiendum 
32a  8,  vgl.  33 d  8,  18,  38a  13. 

8)  Mit  aith-od-  'opfern':  Präs.  Sing.  3.  adopuir  Thes.  II 
241,  1,  a-tn-opuir  II  253,  6,  ad-idn-opair  Ml.  66b  4;  PI.  3. 
con-idbarat  Wb.  Ib  20;  Prät.  Sing.  3.  a-t-r-öpert,  adopart 
Thes.  II  238,  12;  239,  6;  242,  9,  19,  ad-r-obart  Ml.  32b  23; 
PI.  3.  ad-r-obartat  14a  16;  Pass.  Präs.  Sing,  adobarar  Wb. 
10c  3,  adoparar  IIb  15,  adopar  Ml.  73a  10,  foran-idparar 
Wb.  5b  6;  PI.  adopartar  10c  1,  adobartar  Ml.  60b  17;  Ipf. 
Sing,  adoparthe;  Prät.  Sing,  ad-r-opred  Wb.  15d  20,  a-tam- 
r-oipred  Ml.  44c  17;  PI.  atdopartha  ZfcPh.  VIII  173;  Part, 
edberthe  ZfcPh.  VII  484;  Inf.  idbart  Wb.  15d  20,  Akk.  id- 
bairt  22b  12,  Gen.  idbarte  30d  11,  PL  Akk.  idbarta,  idparta 
24b  19,  20,  PI.  Gen.  idbart  lOd  17  (Nom.  Sing,  idbart,  edbart 
Ml.  87b  9,  8,  Dat.  Sing,  edbairt,  edpairt  Ml.  33a  10,  Thes.  I 
493,  17,  Sg.  54a  11,  Dat.  PI.  edpartaib  56b  7  u.s.w.,  s.  I  339). 


§665,8 — 10]  Verbalverzeichnis  her-.  469 

Mit  to-aith-od-  'darbieten':  Konj.  2.  PL  ni.tidbarid  Wb. 
3b  11;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  do-n-edbarad  Ml.  23a  4;  Pass.  Präs. 
Sing,  du-n-edbarar  Ml.  123c  4;  PI.  na  dedijardar  19c  18; 
Part,  tedbarthe  47a  5,  bas-tidbarthae  gl.  letifer  'todbringend' 
76a  16,  taudbartha  Thes.  II  3,  33;  Gerundiv  tedbarthi,  ted- 
parthi  Ml.  126d  3,  Sg.  6b  23. 

Mit  di-od-  'berauben,  betrügen':  Präs.  Sing,  3.  doopir  Sg. 
221b  1;  PI.  2.  dioiprid  Wb.  9c  23;  Ipv.  Sing.  3.  na  tiubrad 
9d  20;  Pass.  Präs.  Sing,  ni  diubarar  Ml.  112a  4;  Part,  diu- 
parthe  Sg.  28b  21,  diuparthae  Ml.  68c  8,  Dat.  diubarthu 
54d  18;  Inf.  diupart  Wb.  16c  24,  oc  diupirt,  oc  diubeirt 
'a-waning'  Thes.  II  22,  36;  20,  88,  PI.  Dat.  diubartaib  gl.  detri- 
mentis  Ml.  89c  14.  Die  Änderung  von  din  dib  oiprib  [Wb.]  9d 
19  in  *di-n-dib-oiprid,  das  als  Glosse  zu  (nolite)  fraudare 
inuicem  aufzufassen  wäre  (Konj.  PI.  2.),  ist  unerlaubt;  die  Stelle 
gibt  ohne  jede  Änderung  einen  vorzüglichen  Sinn;  fraudare  hat 
hier  die  Bedeutung  'des  Geschlechtsgenusses  berauben,  um  den  Ge- 
schlechtsgenuß betrügen';  der  Hauptglossator  fügt  daher  hinzu  ex 
ratione  coniugii  'um  den  ehelichen  Verkehr'  9d  20,  die  prima 
manus  erklärt  din  dib  oiprib  'um  die  beiden  Tätigkeiten',  d.  h. 
'um  die  gegenseitige  Teilnahme  am  coitus'  (vgl.  oipred  Sg.  190b3, 
Wb.  10  c  22);  durch  die  Korrektur  gewinnt  man  dagegen  eine 
äußerst  bedenkliche  Lesart;  wenn  der  Glossator  nur  die  eigenthche 
Bedeutung  von  fraudare  angeben  wollte,  hätte  er  wohl  *na  diu- 
brid  oder  eventuell  diupart  geschrieben,  schwerlich  aber  nach  der 
Weise  des  ML  eine  in  einen  irischen  Satz  nicht  passende  sklavische 
Wiedergabe  der  lateinischen  Konstruktion  geschaffen. 

Mit  fo-od-  'angreifen,  in  Angriff  nehmen':  Präs.  3.  Sing,  fua- 
bair,  fo-sn-opair  Wi.  554;  Prät.  3.  Sing,  fo-rr-öpart  Wl  Täin 
Z.  1408;  Inf.  föbart. 

9)  Mittarm-:  Pass.  Präs.  Sing,  tarmiberar  'wird  übertragen' 
Hibern.  min.  1,  24. 

10)  Mit  to-  'bringen,  geben'  (Zimmer,  Kelt.  St.  II  112f., 
45—47,  Asc.  CXCI;  die  perfektischen  Formen  werden  von  zwei 
anderen  Wurzeln  gebildet:  to-rat-  'geben',  to-ucc-  'bringen';  über 
to-ucc-  'verstehen'  vgL  §  572,  6  S.  273):  Präs.  Sing.  1.  dobiur 
Wb.  14a  20,  ni-thabur,  ni  tabur,  ni-s-tabor  Sg.  179a  4, 
19b  2,  204b  5,  8;  2.  dubir  ML  105d  4,  llOd  13,  111c  13,  do-m- 
bir  siu  45a  14,  87a  7,  vgL  88a  4,  dobir,  d-a-bir  Thes.  II  249, 
1,  2,  3,  10,  ni  tabair  ML  63c  13,  vgL  93c  10,  106c  12,  Thes.  n 


470  Verbalverzeichnis  ber-.  [§  665,  10 

248,  12;  3.  dobeir  Wb.  21a  13,  dober,  ni  tabir  14b  15,  ni 
tabair  Sg.  214a  5,  vgl.  Ml.  51  d  2,  91a  17,  20;  PI.  1.  doberam 
Wb.  13b  15,  ni  taibrem  15c  9;  2.  d-a-berid  si  24c  16;  3.  do- 
berat  15b  2,  fuan-taibret  Ml.  45a  3;  Ipf.  Sing,  ni  taib(red) 
51d  5;  PI.  3.  dobertis  54c  30,  du-m-bertis  Thes.  I  488,  18, 
do-m-beirtis  sora  Ml.  90d  17;  Ipv.  Sing.  2.  tabair  27c  12, 
87d  12,  93c  15,  taber  Thes.  11  250,  16;  3.  taibred  Wb.  22b  7, 
na  taibred  27b  12;  PI.  1.  taibrem  13d  15;  2.  taibrid  16c  17, 
taibrith  6a  20;  Konj.  Sing.  2.  do-m-berae  Ml.  94 d  4,  doberae 
106c  1,  fora-taibre,  ni  taibre  Wb.  29a  23,  22,  28,  ni  toibre 
20;  3.  du-m-bera  Ml.  40c  21,  vgl.  57c  4,  87d  13,  ceni  taibrea 
93a  9,  vgl.  109c  14,  mani-thobrea  Wb.  4c  20;  PI.  2.  do-n- 
beraid  si  16c  9,  do-m-beraid  si  8d  21,  ni  taibrid  6c  1;  PI. 
3.  du-m-berat  Ml.  40c  21,  duberat  73d  12;  Konj.  Ipf.  Sing.  2. 
dubertha  130d  15;  3.  doberad  Wb.  32a  12,  18a  3,  vgl.  Ml.  55d 
11,  56a  13,  mani  taibred  M1.35c  26;  P1.2.  doberthe  Wb.l5d  8; 
Fut.  Sing.  1.  dobeer  12c  35,  ni  thiber  Atk.  LBr.  Z.  502,  1804; 

2.  doberae  Ml.  44a  20,  vgl.  50c  3,  55b  13,  lOOd  5,  in  tiberse 
77a  16;  3.  do-sm-bera  Wb.l3b  30,  mir.  ni-s-tibrea,  ni  thibre 
Atk.  LBr.  Z.  423,  7590;  PI.  3.  doberat  Wb.  6b  27;   Kondit.  Sing. 

3.  do-m-berad  Mh  108a  5,  na-n-da-tiberad  97d  10  (mir.  na 
tibred  LU  42a  20);  PI.  2.  do-sm-berthe  Wb.  19d  24;  PI.  3. 
dia-tibertais  LU  46a  17;  Prät.  Sing.  1.  do-m-biurt  ZfcPh.  IV 
43,4;  2.  dobirt  Ml.  56a  13;  3.  dobert  23b  10,  58c  4,  vgl.  23b  7, 
Thes.  I  493,  17,  dubbert,  rel.  du-bert,  con-tubart  II  241,  15, 
16;  242,9,  18,  20;  PI.  3.  do-s-bertar  1493,23;  Pass.  Präs.  Sing, 
doberr  Wb.  3c  1,  28c  4,  dub(err)  Ml.  42a  15,  dober  56b  11, 
duberar  105d  6,  doberar  60b  19,  Sg.  45b  9,  dia-tabarr  Wb. 
17a  3,  vgl.  Ml.  35b  16,  18,  30a  9,  forsa-tabar  54a  2,  ara- 
tobarr  Wb.  12d  29;  PI.  dobertar  lOd  20,  tobertar  Ml.  25b  6, 
ni  tabartar  lOld  6;  Ipf.  Sing,  doberthe  115a  14,  Wb.  10dl6; 
PI.  dobertis  Thes.  I  492,  21,  23,  dubertis  Ml.  89a  2;  Ipv.  Sing, 
tabarr  104b  2;  Konj.  Sing,  doberthar  Wb.  8d  18,  13a  3;  PI. 
do-m-bertar  M1.45b5;  Konj. Ipf. Sing,  ceni  tabarthae  40d  20, 
trissa-tabarthe  36a  1;  PI.  dubertis  84c  9,  dobertais  90a  14; 
Fut.  Sing,  doberthar  Wb.  16a  13,  vgl.  Ml.  72d  18,  ni  tiberthar 
Wb.  18b  11;  PI.  du-m-bsertar  Ml.  69b  1;  Kondit.  PI.  ni  tiber- 
tais  15c  7;  Part.  Gen.  tabarthi  25b  12;  Gerundiv  tabarthi 
112d  1,    Wb.  6c  19;    Inf.    tabart  16c  12,    Akk.,  Dat.   tabairt. 


§665,  10]  Verbalverzeichnis  her-.  471 

tabirt  lOd  22,  14c  17,  4c  21,  28c  8  (Nom.  tabairt  22c  10, 
6a  21),  Gen.  tabarte  31b  3. 

Perfektische  Formen  mit  der  Bedeutung  'geben':  Präs.  Sing.  3. 
manid-tarti  Ml.  51b  7;  PI.  3.  ni  tartat  Thes.  II  2,  32;  Ipf. 
PI.  3.  nad-tardatis  Ml.  85d  5;  Konj.  Sing.  1.  ara  tart  sa  Wb. 
14d  17;  2.  dia-tar<te>  siu  ML  89c  5;  3.  durata  57a  13,  arna 
tarta  Wb.  IIb  18,  o-darta  28b  31;  PI.  1.  fris-tarddam  Thes. 
II  293,  19;  2.  dorattid  Wb.  16c  11,  dia-tartaid  Ml.  83b  11; 
3.  o-da-tardat  131  d  16;  Konj.  Ipf.  Sing.  1.  con-dartin  Sg. 
209b  26;  3.  o-dardad  Ml.  77a  7;  Prät.  Sing.  1.  doratus  Wb. 
8c  6;  2.  doratis  Ml.  56a  15,  duratis  Ml.  80b  2,  doratais  siu 
43d  18,  duratais  56b  24;  3.  dorat  Wb.  4b  10,  nicon-tarat 
Mh  36a  1;  PI.  1.  doratsam  Wb.  13d  15;  2.  d-a-ratsid  si  24b 
21;  3.  doratsat  Ml.  115b  8,  ni  tartsat  Wb.  24b  20,  ni  tartis- 
set  Ib  17;  Pass.  Konj.  Sing,  ara  tartar  15a  19,  con-dartar 
4a  18,  20c  24,  arnachon-tartar  Ml.  127a  14;  Prät.  Sing,  dora- 
tad  Wb.  4a  18,  19b  15  u.s.  w.,  doradad  23c  16,  doratath  Sg. 
7b  18,  vgl.  Ml.  25a  1,  ara-tartad  90a  7,  o-dardad  98b  8, 
forsa-tardad  80d  4;  PI.  dorata  54c  17,  nad-tarta  40a  13. 

Perfektische  Formen  mit  der  Bedeutung  'bringeir:  Ipv.  Sing.  2. 
na  tuic  seitchi  'ne  duxeris  uxorem'  Wb.  10a  30  (§  583  Anm. 
S.  287;  Ipv.  PI.  2.  tucaid  'gebt  her!'  LU  101a  38);  Konj.  Ipf. 
Sing.  3.  as-nach-a-tucad  Ml.  125b  7;  Prät.  Sing.  1.  do-n- 
uccus  sa  Wb.  30a  11;  2.  tuicais  Ml.  56a  13;  3.  do-n-uic  Wb. 
lOd  37,  Ml.  16b  12,  vgl.  38c  4,  44d  14,  50b  8,  67a  3,  118b  6, 
131c  14,  tu-n-uic  51c  26,  douic  18c  5,  duuic  84c  24,  duic 
25d  18,  40c  22,  111b  15,  tuicc  98c  11,  Sg.  203a  25,  tuic  209b 
29,  Ml.  30c  5,  48c  19,  51c  30,  62a  2,  67a  8,  84c  19,  Wb.  21d  1, 
d-a-uc  Ml.  38c  1,  3,  vgl.  Thes.  I  486,  36,  duuc  Ml.  136c  1,  tue 
40c  17,  tue  side  Wb.  24b  25,  du-d-uccai  Ml.  27d  23,  ni  tuic 
som  Wb.23al0,  M1.51d  2,  vgl.  35a  9,  50 d  18,  63c  9,  Sg.209b  29, 
fun-tuc  Ml.  38c5;  PI.  l.ni  tucsam  Wb.  29b  14;  3.  du-nn-ucsat 
Ml.  92d  1;  Pass.  Präs.  Sing,  ni  tucthar  Wb.  27d  22;  Konj.  Sing, 
con-ducthar  Sg.200b  13;  PI.  in  duccatar  Wb.9b  19;  Prät.  Sing, 
tuccad  24b  26,  28a  3,  Ml.  71c  9,  tucad  Thes.  II  28,  31;  242,  15, 
Sg.  202b  8,  thucad  (rel.)  41a  7,  45b  19,  77b  5  (vgl.  oben  I  469), 
ducad  Ml.  56c  11,  dia-tuiced  Wb.  12b  12,  con-ducad  Sg. 
17a  5. 

to-ucc-  'vei-stehen':  Präs.  Sing.  1.  hi-tucu  Thes.  II  293,  25; 
3.  do-sn-ucci  Wb.  22c  1,  d-a-ucci  13a  8,    d-a-hucci  12c  21, 


472  Verbalverzeichnis  b er-.  [§665,10.11 

du-sn-ucai  Ml.  42c  12,  tuicci  Wb.  12c  26,  d  42,  thuccai  Ml. 
42c  8,  ni  tucci,  ni-thucci  Wb.  12d  6,  11,  c  46,  ni  tucai  Ml. 
42c  7,  ni  thucai  Thes.  II  292,  8;  PI.  3.  do-nd-ucet  Wb.  8a  14, 
ni-thuccat  12c20,  ni-thucat  15a34;  Ipf.  P1.3.  tuctais  Ml.  125d 
13;  Konj.  Sing.  1.  (ce)  thuc  Thes.  II  225,  19;  2.  ara  tuicce  Wb. 
28d  7,  condid-tucce  30a  19;  3.  ara  tucca  27b  27;  PI.  1.  do- 
n-d-uccam  24a  22;  2.  ara  tucid  32a  3,  conid-tuccid  21c  11, 
con-ducaid  21a  8;  Konj.  Ipf.  Sing.  1.  ni-s-tuccin  12d  25;  PI.  1. 
condid-tucmis  ni  20d  17;  Fut.  Sing.  3.  tucfa  12d  12,  15b  1, 
ni  tucfa  12d  3,  ni-thucfa  13a  7;  PI.  2.  d-a-ucbaid  si  21c 
12;  Prät.  Sing.  1.  ni  tucus  sa  Ml.  91c  1;  PI.  2.  ni  tucsid  si 
Wb.  12a  3;  3.  ni  tucsat  15a  32,  vgl.  8a  10,  Ml.  75d  10,  nad 
tuicset  Wb.  15a  29;  Pass.  Präs.  Sing,  dohucthar  Sg.  210a  4, 
duucthar  Ml.  51c  24,  55a  10,  tuucthar  42c  2,  ni  tucthar  Wb. 
12c  46;  PL  ni  tucatar  12c  43,  nad  tuctar  Ml.  112d  7;  Konj. 
Sing,  du-n-ucthar  79d  2;  Konj.  Ipf.  Sing,  con-ducthe  51d  1; 
Fut.  Sing,  ni  tuccfither  Wb.  8a  5;  Inf.  tabart  (tabairt  Ml. 
107c  16),  mir.  tuicsiu  oben  S.  273.  Mit  ceta-:  Präs.  PI.  3.  cit- 
id-tucat  'who  first  understand  it'  Ml.  125d  4. 

ber-  mit  fo-to-  'subdere':  Präs.  Sing.  3.  futabair  Ml.  40d2; 
Ipv.  Sing.  2.  fothabair  76d  11;  Konj.  Ipf.  PI.  3.  fu-n-dam- 
thabartis  se  54c  29,  vgl.  72a- 7. 

Mit  frith-to-  'entgegensetzen':  Präs.  PI.  3.  fri-ta-taibret 
(das|persönl.  Pron.  fungiert  relativ)  Sg.  183  b  3;  Prät.  perf.  Sing.  3. 
fristarat  Ml.  51d  3;  Part.  Dat.  fritobarthu;  Inf.  Dat.  frito- 
bairt  Sg.  183b  2,  3. 

Mit  imb-to-:  Pass.  Konj.  Sing,  imm-im-thabarthar  gl. 
circumder  Ml.  41c  2. 

11)  Mit  trem-  'übertragen':  Pass.  Präs.  Sing,  tremiberar 
Wb.  8a  5,  trimiberar,  trimiberar  Ml.  21c  3,  31b  22;  Prät. 
perf.  Sing,  trimirucad  2b  17. 

Anm.  Britannisches,  a)  Die  Wurzel  ber-  bildet  im  Brit.  keine  finiten 
Simplexformen  (über  c.  bryd  'Gedanke'  u.  s.  w.  s.  I  42).  Komposita:  ac. 
anit  arber  bit  gl.  num  uescitur;  nc.  arferyd,  arferu  'gewöhnen,  ge- 
wohnt sein';  com.  ervyre  'bestimmen';  c.  d-ar-feru  'to  accustom';  vgl. 
oben  1°;  —  mit  *Uom-:  mc.  cymryt  'nehmen'  (nc.  cymeryd),  Präs. 
cymeraf,  Prät.  Sing.  3.  cymerth;  corn.  kemeres,  Prät.  kemert(h) 
(S.  372);  mbr.  quemeret,  quempret,  compret;  nbr.  kemeret;  —  mit 
*ati-ud-:  ac.  aperth,  mc.  nc.  aberth  §  327  Anm.  1480;  mit  *1com-ud-:  c. 
cyffred  u.s.  w.  I476f.;  mii*de-ud-:  mc.  diffryt  (nc.  diffryd,  differyd) 


§665Anni.]  Verbalverzeichnis  her-.  473 

'verteidigen',    Prät.  differth,    diffyrth;    com.  dyffres;    vgl.   oben   8°. 

b)  Die  Wurzel  des  ir.  do-rat,  die  im  gall.  <h(f(  steckt  (S.  380),  bildet 
im  Brit.  in  fester  Komposition  mit  *{p)ro-  ein  nicht  suppletivistisches  Ver- 
bum  'geben';  im  C.  kann  dies  Verbum  ohne  Änderung  der  Bedeutung  noch 
mit  *to-  komponiert  werden,  im  Com.  bedeutet  die  Zusammensetzung  mit 
*to-{p)ro  dagegen  'bringen'.  Die  perfektische  Bedeutung  des  *{p)ro-  ist 
ganz  verschollen,  vgl.  S.  275.  Der  zum  größten  Teil  regelmäßigen  Flexion 
liegt  der  als  Wurzel  empfundene  Wortkern  *{p)ro-d-  zu  Grunde;  das  aus 
-d-  entstandene  -9-  ist  aber  im  C.  zum  Teil,  im  Com.  und  Br.  immer  ge- 
schwunden. In  welchem  Umfang  dieser  Schwund  lautgesetzlich  war  (im 
Prät.  unmittelbar  vor  -s-?),  und  in  welchem  Umfang  er  auf  Analogie- 
bildungen beruht,  ist  nicht  klar.     Die  Formen  sind: 

Mc.  Präs.  Sing.  1.  rodaf  'ich  (werde)  gebe(n)',  2.  rody,  Ipf.  rodwn, 
rodut,  rodeiu.s.w.,  Konj.Sing.3.  rodo  (rotho),  Prät.  rodeis,  rodeist, 
rodes,  rodassam  u.  s.  w.,  Plusquampf.  rodasswn  u.  s.  w.,  Prät.  Pass. 
rodet,  Inf.  rodi.  Daneben  Formen  ohne  -&-:  Präs.  Sing.  2.  roy,  Ipv. 
Sing.  2.  ro,  Konj.  Sing.  3.  ro  u.  s.  w.;  im  Prät.  erscheinen  Formen  mit  der 
Flexion  der  suffixlosen  Präterita:  roesum,  roesost,  roes;  Plusquampf. 
Sing.  3.  roessei  und  (vgl.  §  615  Anm.  2)  roessoed,  rasoed,  Prät.  Pass. 
roes-pwyt  (§623  Anm.  4).  Als  Ipv.  Sing.  2.,  PI.  2.  findet  sich  auch  moes, 
moesweh  (dem  Ursprünge  nach  vermutlich  interjektionell,  vgl.  §  652b 
S.  453).  —  Mit  *to-  komponiert:  nc.  Präs.  Sing.  3.  dyrydd,  dyry  'gibt, 
wird  geben',  Ipv.  Sing.  2.  dyro  u.  s.  w.,  Inf.  dyroddi,  dyroi  (auch  mc. 
dyry  'gibt',  dyro  'gib!'). 

Corn.  Präs.  Sing.  1.  rof  'ich  gebe,  werde  geben',  2.  reyth,  reth, 
3.  re  (ree  einsilbig  Beun.  Mer.  1694,  2836,  rea  0.  M.  2770),  PI.  1.  ren; 
Ipf.  1.  ren,  3.  rey;  Ipv.  Sing.  2.  ro,  roy,  PI.  1.  ren,  2.  regh;  Konj. 
Sing.  2.  unbelegt  (ry  ZE  583  ist  Inf.,  s.  unten  laim-  Anm.),  3.  roy  und 
rollo  U.S.W.  (§  608  Anm.  2) ;  Konj.  Ipf.  Sing.  1.  rollen,  3.  rolle,  rolla 
(M.  C.  145);  Prät.  Sing.  1.  rys,  res,  2.  ryssys,  ressys,  3.  ros,  roys, 
reys;  Plusquampf.  Sing.  1.  rosen,  3.  rose;  Part,  reys,  roys;  Inf.  ry, 
rey.  —  Mit  *to-  komponiert  'bringen':  Präs.  Sing.  1.  droff,  3.  doro; 
Ipv.Sing.2.  doro,  dro,  drou,  dore  (Beun.  Mer.  508 'gib !|,  3685 'bringe!'), 
3.  drens,  PL  2.  dreugh,  dregh,  (mit  Augens)  drewhy;  Prät.  Sing.  3. 
dros,  re-dros,  droys;  Plusquampf.  Sing.  3.  drossa,  PI.  1.  drosen; 
Part,  dreys;  Inf.  dry,  drey. 

Mbr.  Präs.  Sing.  1.  roaff,  rof,  2.  rez,  3.  ro,  re,  PI.  2.  reit,  3. 
reont  (Jes.  112b;  nach  Ernault,  Dict.  301  zu  graff  'ich  tue');  Ipf.  Sing.  3. 
re  (Jes.  207b,  Nonne  1512;  nach  Ernault,  Dict.  368  Präs.);  Ipv.  Sing.  2. 
ro,  PI.  1.  reomp,  2.  reit,  roit,  3.  roent;  Konj.  Sing.  1.  reif,  3.  roy, 
PI.  1.  rehomp,  2.  rehet,  3.  rohint;  Konj.  Ipf.  Sing.  1.  rohen,  3.  rohe, 
PI.  2.  rohech,  3.  rohen t;  Prät.  Sing.  3.  roas,  ros;  Plusquampf.  PI.  2. 
rosech,  3.  rosent;  Pass.  Konj.  roher,  Prät.  roet;  Part,  roet;  Inf. 
reiff,  rei.  —  Nbr.  Präs.  Sing.  1.  roann,  Ipf.  roenn,  Ipv.  Sing.  2.  ro, 
Konj.  Sing.  1.  roinn,  Konj.  Ipf.  rofenn,  Prät.  roiz,  Part,  roet,  Inf. 
rei,  s.  Legonidec,  Dict.  br.-fr.  S.  29—30. 


474  Verbalverzeichnis  ber-.  [§665Anm. 

c)  Dem  ir.  to-ucc-  entspricht  im  Brit.  ein  nicht  suppletivistisches 
Verbum  mit  idg.  Vokalalternation  in  der  "Wurzelsilbe  (I  174)  und  mit  der 
Bedeutung  'tragen,  bringen',  im  C.  auch  'führen'. 

Mo.  Präs.  Sing.  1.  dygaf,  2.  dygy,  3.  dwc,  PI.  1.  dygwn  u.  s.w.; 
Ipf.  dygwn  u.  s.  w.;  Ipv.  Sing.  2.  dwc,  PI.  2.  dygwch;  Konj.  Sing.  3. 
dycko  (Mab.  184,  26),  archaisch  dach  S.  353;  Prät.  dugum,  dugost, 
duc,  PL  1.  dugam  u.  s.  w. ;  Plusquampf.  Sing.  3.  ducsei  (Mab.  242,  17); 
Pass.  Ipf.  dygit,  Prät.  ducpwyt;  Inf.  dwyn. 

Corn.  Präs.  Sing.  3.  dog  und  (mit  Umlaut)  dek,  PI.  1.  degen;  Ipv. 
Sing.  2.  dok  (doga  0.  M.  1298?),  3.  degens,  degyns,  PI.  2.  degeugh, 
degogh;  Konj.  Sing.  3.  re-thokko,  dogo,  doga  (Beun.  Mer.  3746); 
Konj.  Ipf.  Sing.  3.  degy  (M.  C.  160);  Prät.  Sing.  3.  duk;  Plusquampf.  PI. 
2.  decsyugh;  Part,  degys;  Inf.  doen,  doyn,  don. 

Mbr.  Präs.  Sing.  1.  dougaf,  2.  doguez,  3.  douc;  Ipv.  Sing.  2. 
douc,  PL  1.  douguomp,  2.  douguit,  douget;  Konj.  Sing.  1.  dou- 
guiff,  3.  dougo;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  douque,  doucque;  Prät.  Sing.  3. 
dougas;  Pass.  Präs.  douguer,  Konj.  douquer;  Part,  douguet;  Inf. 
doen  (nbr.  dougen). 

Dieselbe  Wurzel  mit  einem  anderen  Präverb  steckt  in  rac.  go-r-uc 
'tat'  corn.  g-r-uk  (neben  Formen  der  Wurzel  *«</'-:  mc.  goreu  u.  s.  w., 
§  615  Anm.  1  S.  374);  ferner  in  mc.  am-ygaf  'schütze',  Prät.  3.  Sing, 
amuc,  Inf.  amwyn;  vgl.  mbr.  amouc  'retard'. 

Auf  Grund  des  Ir.  und  des  ßrit.  läßt  sich  für  das  Urinsel- 
keltische  ein  suppletivistisches  Paradigma  'geben'  erschließen,  worin 
die  nicht-perfektischen  Formen,  von  *to-ber-,  die  perfektischen  For- 
men von  *ro-d-  gebildet  waren.  Von  *to-ber-  wurde  das  Präverb 
*to-  in  verschiedener  Weise  auf  *ro-d-  übertragen  (im  Ir.  hat  nach- 
her das  Präverb  to-  auch  vor  ber-  meist  die  Form  ta-  ange- 
nommen, die  eigentlich  nur  vor  -rat-  aus  *pro-dade  lautgesetzlich 
war,  s.  I  369,  II  380).  Die  perfektischen  Formen  des  Nicht- 
Präteritums sind  Neubildungen  nach  dem  perfektischen  Präteritum 
(§  582);  das  perfektische  Präteritum  selbst  hat  im  Ir.  wenigstens 
noch  die  Spur  der  alten  Reduplikation  erhalten;  im  Brit.  ist  aber 
auch  dies  Tempus  analogisch  vollständig  umgebildet  worden.  "^ to- 
ber- hatte  neben  der  Bedeutung  'geben'  auch  die  Bedeutung  'brin- 
gen', wurde  aber  in  diesem  Fall  sicher  nicht  durch  *ro-d-  suppliert; 
wie  die  perfektischen  Formen  von  'bringen'  in  urinselkeltischer  Zeit 
lauteten,  ist  ganz  unsicher;  die  brit.  Formen,  die  dem  ir.  to-ucc- 
etymologisch  entsprechen,  haben  offenbar  niemals  in  einem  supple- 
tivistischen  Verhältnis  zu  einem  anderen  Verbum  gestanden,  und 
auch  der  irische  Ipv.  tuic  ist  wohl  nach  §  583  Anm.  der  Rest 
eines  alten  Bedeutungsunterschiedes,  der  einst  den  Suppletivismus 
mit  *to-ber-  hat  verhindern  müssen.     Eher  ist  es  denkbar,  daß  das 


§665.666]  Verbalverzeichnis  ber-,  bert-.  475 

irische  Suppletivsystem  ber-  :  ro-ucc-  alt  sein  könnte;  vgl.  das  nur 
im  Prät.  vorkommende  mc.  go-r-uc  u.  s.  w. 

Die  Wurzel  ber-  gehört  zu  lat.  ferö  gr.  (fkofo  'trage',  an.  Inf. 
bera,  asl.  herc^  'nehme'  alb.  hie  'bringe'  arm.  herem  'trage'  skr. 
hharämi.  Mit  den  keltischen  Zusammensetzungen  vergleichbar  sind 
1)  gr.  7ceQi(fiQco  (S.  302),  lat.  perferö,  2)  lat.  conferO,  r.  so-brdti 
'sammeln',  3)  lat.  efferö,  4)  lat.  sufferö,  5)  v7C€Q(ftQ0J  (vgl.  iTteg- 
q)€Qrjg),  7)  ai.i(fi(plQ(i),  8)  r.  vy-hrati  'herausnehmen,  auswählen'.  — 
ro-d-  gehört  zu  lat.  dö  gr.  diöwfxt  lit.  düomi  asl.  daml  'ich  gebe' 
2i\h.äa-59  'ich  gab'  arm.  tarn  'ich  gebe'  skr.  dddämi.  —  Mc.  dygaf 
u.  s.  w.  gehört  zu  lat.  dücö  'führe',  g.  tiuhan  ahd.  ziohan  'ziehen' 
(in  den  übrigen  Sprachzweigen  nicht  glaubwürdig  belegt).  Nichts 
scheint  mir  gegen  die  Annahme  zu  sprechen,  daß  lat.  d-ücö  u.  s.  w. 
ein  Kompositum  ist;  dies  Kompositum  ist  im  Brit.  unverändert  er- 
halten, im  Ir.  durch  Umtausch  des  Präverbs  zu  to-ucc-  geworden. 
Sollte  sich  indessen  nachweisen  lassen,  daß  lat.  dücö  got.  tiuhan 
kein  Kompositum  sein  kann  i,  so  wäre  für  das  Keltische  wohl  am 
ehesten  anzunehmen,  daß  im  Ir.  die  Entsprechung  des  in  Wirk- 
lichkeit unkomponierten  mc.  dygaf,  duc  unter  dem  Einfluß  des 
dann  unverwandten  ro-ucc-  zu  einem  Kompositum  umgedeutet 
worden  wäre.  Ir.  ro-ucc-,  mc.  go-r-uc,  c.  am-ygaf  stelle  ich 
unter  allen  Umständen  zu  got.  bi-ulits  'gewohnt',  lit.  jimkstu  'ge- 
wöhne mich'  asl.  vt/knq  ds.  (aus  *unq-),  arm.  usanim  'lerne,  gewöhne 
mich',  skr.  uc-ja-ti  'ist  gewohnt',  ökas  'Wohnstätte';  die  Bedeutungs- 
entwickelung war  etwa  'gewöhne  das  Vieh  an  die  wechselnden 
Wohustätten,  Weideplätze,  führe  das  Vieh,  führe  (überhaupt)'.  Das 
-cc-  des  irischen  Verbums  ist  nir.  -g-  (nir.  Prät.  rüg  'trug,  gebar' 
u.  s.  w.)  und  beruht  auf  einer  Präsensbildung  *u-n-q-  (wie  in  asl. 
vyk-nq  lit.  jünkstu),  vgl.  I  151. 

§  666.  bert-  mit  air-  'vorbereiten,  bestimmen':  Präs,  Sing. 
3.  ar-a-berta  Ml.  102c  5;  Ipf.  Sing.  3.  ar-a-m-bertad  53d  4; 
Prät.  Sing.  1.  ar-ro-mertus  sa  Wb.  31  d  14,  vgl.  Ml.  51a  12, 
58c  9,  d  17;  3.  ar-ro-bert  som  Wb.  29d  23,  ar-a-ro-bert  Ml. 

1.  Gr.  SaiSvaatadui,-  fXxia&ni.  sowie  öudvaatad^ac  ikxiaOut,  anctQÜa- 
ata&cti  und  Sct^iaau)-  rö  Tctoäaacü  (Lagercrantz  KZ  XXXV  276)  \Yürden 
wohl  in  dieser  Beziehung  auch  dann  nicht  beweiskräftig  sein,  wenn  sie 
wirklich  hierher  gehörten;  dies  ist  mir  aber  deshalb  zweifelhaft,  weil  wir 
nicht  wissen,  was  der  Glossator  eigentlich  mit  ekxfa&ai  gemeint  hat  (viel- 
leicht gar  nicht  die  sinnliche  Bedeutung);  jaQÜaaio  und  'führen'  sind  recht 
verschiedene  Begriffe  ;  auch  ist  das  -aa-  lautlich  mehrdeutig. 


476  Verbalverz.  ber bo-n-d-.  [§666—668 

66c  19;  Inf.  erbert  23b  5,  airmert  98a  7  (neutr.),  Dat. 
airmiurt  40d  12,  airmbiurt  65a  8. 

Vgl.  c.  armerthu,  d-armerthu  'prepare',  br.  V.  armerhein 
'menager'.     Vgl.  Ernault,  Gloss.  S.  409,  Rc.  XXXII  68^. 

§  667.  bidg-  'springen,  stürzen':  Prät.  Sing.  3.  bidcais, 
bidgais  LL  66b  24,  46;  Inf.  bidgud  LL  263b  32,  265b  13  (ein 
-«-Verbum;  die  Mouillierung  von  -dg-  lautgesetzlich  verloren).  Vgl. 
bedg  'Sprung,  Ruck,  Stoß'  Wi.  385,  Kuno  Meyer,  Contrib.  191. 

Mit  di-  'werfen'  (in  den  echt  zusammengesetzten  Formen  durch 
di-bairg-  ersetzt;  -bidg-  bleibt  dagegen  nach  betontem  ro): 
Präs.  PL  3.  dubidcet  gl.  iaculantur  Ml.  93 d  11;  Ipf.  Sing.  3. 
du-m-bidced  53d  7;  Konj.  Ipf.  PI.  3.  do-m-bidctis  26d  7, 
dubidctis  30b  1;  Prät.  Sing.  3.  d-am-bidc  58c  4,  do-rru-bidc 
40 d  9,  do-ro-bidc  58c  3.  —  Formen  von  di-bairg-:  Präs.  Sing. 
1.  cinnas  dibairgim  'wie  ich  werfe'  LL  65b  39;  Ipv.  Sing.  2. 
dibairg  'triff!'  125a  29;  Konj.  Ipf.  Sing. 3.  arna-ra-s-dibairged 
79a  13,  nach-as-diburged  69a  46;  Prät.  Sing.  3.  ro-dibairg 
Rc.  III  178,  Kuno  Meyer,  Contrib.  635;  Inf.  dibirciud  Ml.  58c  6, 
99dl,  dibiercud  26d  6  (verschrieben),  mir.  diburgud,  dibrugud, 
auch  diburgun  (nach  dem  Inf.  von  org-  umgebildet).  —  Vgl.  I  88; 
über  mc.  Inf.  bwrw,  Prät.  byryawd  vgl.  I  105. 

§  668.  bo-n-d-  kommt  in  zwei  Zusammensetzungen  vor: 
1)  mit  ad-  'to  proclaim,  declare',  2)  mit  od-  'absagen,  verweigern'. 
Die  beiden  Komp.  scheinen  aber  vermischt  geworden  zu  sein. 

1)  Präs.  Sing.  3.  isboind,  a-ta-baind,  a-t-boind  S.  M.  III 
478,  17,  IV  104-106,  V  200,  14;  Konj.  2.  a-t-bois,  3.  adbo 
O'Dav.  Nr.  89  (O'Dav.  gibt  als  Erklärung  urfocraim  'ich  sage 
an,  verkündige'  und  obaim  'ich  verweigere');  Pass.  Ipv.  Sing, 
adbonnar  S.  M.  III  298,  6;  Inf.  apad,  abad,  Gen.  apuid  III 
288,  13;  290,  4,  IV  4,  15,  Gloss.  S.  3,  S.  68. 

2)  Konj.  Sing.  3.  coni-m-op  Ml.  20b  6,  arna  oip  42a  2 
(die  MouilHerung  analogisch);  Prät.  Sing.  3.  a-t-bobuid  LU  133b  1 
(der  Bedeutung  nach  hierher,  der  Form  nach  zu  1°,  denn  od- 
kommt  in  unechter  Komposition  nicht  vor);  Inf.  obbad  Sg.  90a  2, 
opad  Thes.  II  1,  5,  opa<d>  LL  107b  27. 

Zu  gr.  Ttv-v-d^-avofxat  'frage',  got.  hiudan  'bieten',  lit.  pa- 
bu-n-dü  'erwache',  asl.  hljudq  'beobachte'  (Kausativ  buditi  'er- 
wecken'), skr.  bödhati  'erwacht,  wird  gewahr'.  Die  Bedeutungs- 
entwickelung wird  im  Kelt.  ähnlich  wie  im  Germanischen  gewesen 
sein.     Ein   drittes  Kompositum    ist   ir.    ro-bud  'Warnung'    (Gen. 


§669—671]  Verbalverz.  bo-n-g brenn-.  477 

robaid    LU  87a  14,  15;    vgl.  Wi.  Täin),    c.  rhybudd,    s.  I  474. 

§  609.  bo-n-g-  'brechen,  ernten':  Präs.  Sing.  1.  m-bung 
Trans.  Phil.  Soc.  1891—94,  182  Z.  26  (Kompositalform  statt  der 
Simplexform),  3.  o-böing  LU  59b  27;  Fut.  Sing.  1.  bibhsa  O'Cl; 
Prät.  Sing.  3.  con -bobig  ßc.  XI  446,  2  v.  u.;  Pass.  Prät.  Sing, 
mad-bocht  'gut  wui'de  geerntet'  Thes.  II  334,  3;  Inf.  buain.  Gen. 
buana  Wi.  401,  Sg.  62b  10. 

Anm.  Prät.  Sing.  3.  buich  (Kuno  Meyer,  Contrib.  239)  gehört  wohl 
zu  einem  anderen  Paradigma  (Präs.  *buig-,  vgl.  dluig-  neben  dlo-n-g-). 

Mit  com-  'brechen':  Präs.  Sing.  3.  oboing  Wb.  4d  15;  Konj. 
Ipf.  Sing.  3.  cho-ta-bosad  si  Ml.  18a  7;  Prät.  Sing.  3.  näd 
chombaig  Thes.  II  346,  4;  Pass.  Präs.  Sing,  conbongar  Thes. 
II  251,  12;  Fut.  Sing,  o-bibustar  Wi.  IP  247;  Inf.  combach 
Thes.  I  495,  1,  II  253,  15,  vgl.  18,  20,  Ml.  118b  3,  126a  7. 

Mit  to-  'brechen':  Prät.  Sing.  3.  co  t-o-pacht  S.  271  (mit 
perfektischem  od-?  Stokes,  KZ  XXXVIII  469;  die  Flexionsform 
nicht  alt:  aktivisch  verwendete  Passivform,  s.  §  619  S.  378),  co 
töe-r-baig  LU  111b  21  (Kontamination  einer  -ro-losen  Form  mit 
Ersatzdiphthong  *-töe-baig  und  der  Form  -to-r-baig  Wi.  298, 
Z.  2  der  Fußnote). 

Mit  to-tre-:  Abstr.  tothrebach,  toithrebach  gl.  eruptio 
Ml.  129  d  9,  123  d  2  (Sarauw,  Irske  St.  S.  71). 

Zu  skr.  bhanagmi  arm.  bekanem  'breche'.     Vgl.  §  663. 

§  670.  both-  mit  f 0-  'erschrecken'  (transitiv):  Präs.  Sing.  1. 
fobothaim  Sg.  146b  13,  Thes.  II  228,  33;  230,  20;  2.  diam- 
bupthai  LU  24a  10  (entstellt);  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  fo-ta-bothad 
Ml.  33b  16;  Inf.  fubthad  Ml.  40c  2,  fubt(h>ad,  Stokes  Wi.  IV» 
510,  LL  371a  16,  vgl.  S.  M.,  buptbad  LU  24a  10,  vgl.  Aisl.  163 
(oder  ist  bupth-  von  fo-both-  etymologisch  verschieden?).  Vgl. 
Stokes,  Sprachschatz  176. 

§  671.  brenn-  'hervorquellen,  sprudeln'  u.  s.  w.:  Prät.  PI.  3. 
bebarnatar  LL  116a  17. 

Mit  to-ess-:  Präs.  Sing.  3.  do-n-eprinn  Sg.  145a  4;  PI.  3. 
doeprannat  gl.  affluant  Ml.  39d  2,  do-n-eprennet  gl.  hquefiunt 
Sg.  209b  20;  Prät.  PI.  3.  do-r-eprendset  'fiowed'  Stokes,  Goid.» 
70  (mittelirische  Neubildung);  Inf.  Wi.  tepresiu,  Atk.  LBr.  te- 
persain.  Gen.  Sing,  teipersen  Ml.  126a  14,  Nom.  PI.  tepairs- 
nea,  tipirsnea  Ml.  123d  1,  129d  12,  81c  9,  Gen.  PI.  tcpairsen 
129  d  15  (Ableitungen  121a  18,  129  d  4,  5). 

Mit  to-od-:  Präs.  P1.3.  toiprinnit  gl.  influunt,  Stokes,  Goid.^ 


478  Verbalverz.  brenn bronn-.  [§  671—673 

70  (eine  junge  Form  mit  Simplexendung  statt  der  Kompositalendung). 

Dazu  das  m.ir.  Kausativ  (Intensiv)  bruinn-  'hervorquellen 
lassen,  hervorquellen,  boil,  smelt':  Präs.  Sing.  3.  bruinnid,  PI.  3. 
bruindit,  Inf.  brunniud  Kuno  Meyer  277.  Mit  to-:  Präs.  Sing. 
3.  dubrüinn  Ml.  81c  14. 

Keltische  Wurzel  *brend-,  Präs.  ^hrend-na-mi  (bebarnatar 
und  bruinn-  haben  jüngeres  oder  analogisches  -n-,  -nn-  statt  des 
etymologischen  -nd-).  *brend-  ist  aus  einer  einfacheren  Wurzel 
*ber-  erweitert  (vgl.  über  ir.  lind,  rind  I  37),  die  mit  to-od-  in 
air.  topur  'Quelle',  mit  to-ess-  in  mir.  tipra  'Quelle',  Dat.  tiprait 
vorliegt,  tipra  ist  wegen  der  Hebung  in  der  ersten  Silbe  etwa 
auf  einen  Stamm  auf  -unt-  zurückzuführen.  Im  letzten  Grunde  ver- 
wandt ist  lat.  ferueö  u.  s.  w.  I  115,  gr,  cpQsaq  'Brunnen',  ahd. 
brunno  u.  s.  w.,  lat.  fretum. 

§  672.  briss-  'brechen',  regelmäßiger -«-Stamm  (dieKomposital- 
form  der  3.  Sing,  des  Präs.  kann  ich  allerdings  aus  alten  Quellen 
nicht  belegen):  Pass.  Ipv.  Sing,  brister  Wb.  7c  4;  Inf.  brisiud. 

Mit  for-  'brechen,  unterdrücken':  Konj.  Ipf.  PI.  3.  for-tan- 
bristis  ni  Ml.  135d  4;  Prät.Sing.3.  for-r-orbris  34b  16,  67b  24 
(S.  250);  Pass.  Konj.  Ipf.  PI.  forbrissitis  85d  10;  Fut.  Sing, 
forbrisfither  56d  10,  ni  forbrisbedar  51b  1;  Prät.  PI.  for- 
bristea  67b  18;  Part,  forbriste  Thes.  I  714,  10,  vgl.  Ml.  67b  17, 
85d  9;  Inf.  forbrisiud  Sg.  181a  8,  forbrissiud  Ml.  36a  32, 
vgl.  37  b  23,  46  d  10,  61c  13. 

§  673.  bronn-  'injure,  damage,  spoil':  Präs.  Sing.  3.  bron- 
daid  S.  M.  V  216,  12,  ni  bronna  (subjektlos)  'it  wears  not  away' 
Thes.  II  310,  2;  Konj.  Sing.  3.  ro-bria  O'Dav.  Nr.  300;  Pass. 
Präs.  Sing,  bronnair  S.  M.  IV  98,  16;  Konj.  Sing,  ro-briathar 
V  168,  15.  Die  meisten  Formen  sind  (wie  das  oben  angeführte  ni 
bronna)  nach  dem  Muster  der  regelmäßigen  -ä-Verba  gebildet,  s. 
die  Wörterbücher  von  Wi.,  Kuno  Meyer,  S.M.;  Inf.  brondad  S.  M. 
III  404,  9.  Als  ein  -ä-Verbum  flektiert  auch  bronn-  'bestow, 
present,  spend,  consume';  die  Bedeutung  'bestow,  present'  kann  von 
'spend,  consume'  abgeleitet  sein,  und  diese  Bedeutung  kann  wiederum 
auf  'spoil'  beruhen,  sodaß  die  beiden  gleichlautenden  Verba  auch 
etymologisch  identisch  sind.     Vgl.  §  675. 

Vgl.  I  54,  Strachan,  Rc.  XXVIII  195.  Mit  diesem  Verbum 
verwandt  ist  brüi-:  Präs.  Sing.  3.  bruid  'zerbricht'  Wi.  217,  9, 
Prät.  Sing.3.  brüis,  co  ro-brüi,  Inf.  brüud  u.  s.w.,  Kuno  Meyer, 
Contrib.  276;  —   mit  com-  ds.:  Pass.  Prät.  PI.  (mit  perfektischem 


§674—676,2]  Verbalverz.  brud can-.  479 

-ad-)  o-a-brüithea  Wb.  5b  29,  con-a-pbruithea  Ml.  36d  27, 
Inf.  combrudh  Kuno  Meyer,  Contrib.  4.35.  Verhält  sich  wohl  zu 
bronn-  ähnlich  wie  dluig-  zu  dlo-n-g-. 

§  674.  brud-  mit  frith-:  Präs.  Sing,  3.  indi  frisbrudi 
gl.  renuentis  Ml.  44b  12,  verschrieben  frisbrubdi  28b  8;  PI.  1. 
frisbrüdemor  gl.  aporiamur  [Wb.J  15b  22  (vielleicht  eine  unirische 
Form);  Inf.  frithbruduth  gl.  respuere  Ml.  76c  4.     Vgl.  Wi.  579. 

Zu  an.  briöta  aengl.  breotan  'brechen'? 

§  675.  caith-  bedeutet  im  Nir.  'I  throw,  hurl,  fling,  cast; 
waste,  wear,  spend;  eat,  drink,  consume,  use':  Präs.  Sing.  8.  nad- 
chaithi  'der  nicht  ißt'  Wb.  6c  11;  Inf.  caithem. 

Mit  to-:  Präs.  Sing.  3.  dochaithi  'spends,  verwendet'  Thes. 
II  33,  22,  dicathi  26,  35;  Ipv.  3.  nachi-tochthad  'es  soll  dich 
nicht  abquälen'  Wb.  31  d  11  (vgl.  oben  S.  311);  Prät.  PI.  3.  du- 
ro-chthaisset  gl.  (uitae  spatium)  exegerunt  Ml.  98b  13;  Pass. 
Präs.  Sing.  ducha(i)ter  82a  9;  Inf.  tochaithem  S.  M. 

Zur  Bedeutungsentwickelung  vgl.  §  673.     Zu  lat.  quatiö? 

§  676.  can-  'singen'  (im  Präs.  teils  -ä-Stamm,  teils  -e-  :  -o- 
Stamm):  Präs.  Sing.  2.  cani  Thes.  II  249,  2;  3.  canaid  Wi.  413, 
Fei,  rel.  canas  Wb.  27b  27,  Ml.  24d  14;  PI.  1.  rel.  canmae  Fei 
Epil.  242;  3.  canait  Wi.  413,  rel.  canta  Fei.  Dec.  28;  Ipf.  Sing 
3.  no-chanad  Fel.2  S.  10  Z.  3  v.  u.;  PI.  3.  no-chantais  Fei 
Jul.  30;  Ipv.  Sing.  2.  can  (und  cain)  Fei.;  PL  2.  canaid  Wi.  413 
Prät.  Sing.  3.  ro-cachain  Ml.  48b  11,  cachain  Wi.  413,  Feh; 
PI.  3.  cachnaitir,  cachnatar,  cechnatar  Wi.  413,  K.  Meyer 
313;  Pass.  Präs.  Sing,  canir  Thes.  II  249,  1,  canair,  hi-canar 
Fei.  Sept.  11,  Epil.  187,  nu-d-chanar  Ml.  135a  6,  imm-a-canar 
LL  284b  48,  rel.  canar  Thes.  II  252,  5,  8,  12,  14,  19;  Ph  trissa- 
cantar  Ml.  122c  2;  Ipf.  Sing,  no-cainte  102c  8;  Prät.  Sing. 
ro-cet  57d  13,  vgl.  Ml.  2b  6,  25b  6,  64a  13,  fo-ro-chet  35b  19; 
PI.  ro-ceta  30a  9,  nad  ro-cheta  115b  4;  Part,  cete  Thes.  II 
17,  34;  Gerundiv  ceti  Ml.  126c  4;  Inf.  ceul  c  1,  ce'ol  Wi.,  Dat. 
00  ciul  Rc.  VI  187,  cetal  Fei.  Jun.  1,  Ml.  60a  12,  33b  7,  107b  4 
u.  s.  w.  (jünger:  Dat.  cantain  Wi.  413,  K.  Meyer  314). 

1)  Mit  fo-ad-:  Präs.  Sing.  1.  foacanim  gl.  succino  Sg. 
167  a  2. 

2)  Mit  air-:  Präs.  Sing.  3.  arcain  '(das  Gesetz)  sagt',  ar- 
in-can  S.  M.  IV  316,  17;  340,  1,  ar-a-cain  gl.  incinere  Ml. 
64c  14;  Prät.  Sing.  3.  arcächain  LU  125b  8;  Pass.  Präs.  Sing, 
arcanar  gl.  cantatur  Thes.  II  18,  33;  PI.  arcantar  gl.  praecinun- 


480  Verbal  Verzeichnis  can-.  [§676,3—9 

tm'  Ml.  66c  7;  Ipf.  Sing,  arcanta  'es  wurde  (zur  Unterhaltung) 
gesungen'  LU  121b  5;  Abstr.  airchetal  'Gedicht'.  Wohl  eigent- 
lich 'vorsingen'. 

3)  Mit  ceta-:  Pass.  Prät.  Sing,  cita-ro-chet  'was  first  sung' 
Ml.  86  d  19  a,  vgl.  44  b  4. 

4)  Mit  com-  'zusammen  singen;  übereinstimmen':  Präs.  PI.  3. 
concanat  K.  Meyer  461,  ocanat  Ml.  32c  17;  Pass.  Präs.  Sing, 
con-chanair  (zu  lesen  -ar)  Corm.  2  (arg);  Abstr.  cocetal  Ml. 
145  c  4. 

5)  Mit  fo-:  Präs.  Sing.  3.  fo-m-chain  'sings  to  nie'  Thes. 
II  290,  7,  8,  9. 

6)  Mit  for-  'lehren':  Präs.  Sing.  1.  for-chanim  Wb.  8c  3, 
for-chun  10a  13;  3.  for-chain  5d  10,  vgl.  Ml.  35d  7,  67b  3, 
136c  11,  30d  12,  128  d  9,  129c  9,  Thes.  II  2,  26,  ZfcPh.  VIII  176, 
ni  forcain  Wb.  11c  19;  PL  3.  forcanat  Ml.  28a  15,  vgl.  45b  15, 
Wb.  20c  20;  Ipf.  Sing.  1.  for-cha<na)inn  se  Ml.  54c  31;  Ipv. 
Sing.  3.  forcanad  Wb.  12d  41;  PI.  2.  forcanid  22d  1;  Konj. 
Sing.  1.  cu  farcan  Ml.  68c  15;  2.  forcane,  odid-forcane  Wb. 
28c  11,  21,  dl3;  3.  for-chana  31b  10;  P1.2.  forcanit(h>  [Wb.] 
12c  18;  3.  CO  farcanat  Ml.  45b  18;  Konj.  Ipf.  Sing.  1.  forca- 
nainn  94b  13;  Put.  Sing.  1.  for-<d>ab-cechan  sa  Ml. 53c  14  (vgl. 
Stokes  IF  XXVI  140);  2.  forcechnae  siu  Ml.  114b  11;  3.  for- 
dub-cechna  Wb.  9a  16;  Prät.  perf.  Sing.  1.  forroichan  sa  Ml. 
17d  1;  2.  for-tan-roichan  ni  22c  3;  3.  forrochain  68b  8;  PL 
3.  for-tan-roichechnatar  ni  63b  1;  Pass.  Präs.  Sing,  forcanar 
50d  12,  82c  8,  vgL  Wb.  3b  23;  PL  forcantar  ML  34b  12,  Thes. 
I  487,  22;  Part,  foircthe  ML  23b  12,  35d  6,  12,  lUb  27,  c  19, 
vgl.  16b  4  (-th-  durch  Neuerung  statt  -t-);  Gerundiv  foircthi 
132a  4,  VgL  68c  14,  forcanti  (ganz  neugebildet)  Thes.  II  22,  39; 
Inf.  forcital  neutr.  Wb.  3b  23,  ML  64c  6,  Dat.  occ-a  forcitul 
Wb.  20c  3,  vgl.  Thes.  II  247,  14  u.  s.  w. 

7)  Mit  to-ind-:  Konj.  PL  3.  du-n-inchanat  gL  incantare 
ML  76a  18;  Abstr.  PL  tinchitla  b  2. 

8)  Mit  rem-:  Pass.  Präs.  Sing,  remicanar  gL  praecinitur 
ML  67b  11. 

9)  Mitto-air-ro-  (oder  to-air-fo-?)  'prophezeien':  Präs.  Sing. 
1.  doaurchanaimm  Sg.  60b  12;  3.  doerchain  ML  21a  7,  vgL 
15d  10,  do-n-aurchain,  di-n-aurchain  Thes.  II  21,  33;  22,37; 
PL  3.  do-n-erchanat  ML  19b  11;  Ipf.  Sing.  3.  do-n-erchanad 
54c  24;  Prät.  Sing.  3.  du-nd-archechainn,  du-n-aircechainn 


§676,9.677]  Verbalverzeichnis  can-,  car-.  481 

som,  du-n-archechainn  66c  12,  64c  22,  tairchechuin  Wh. 
4c  40,  d  8;  PI.  3.  d-an-äircechnatar  som  Thes.  I  484,  28, 
nad  tairchechnatar  Wb.  5a  1;  Pass.  Präs.  Sing,  duerchanar 
Ml.  llld  4;  Prät.  perf.  Sing,  do-n-airchet  35b  9,  do-n-archet 
Wb.  29c  3,  doarchet  26a  11,  doairchet  6b  26,  doarrchet 
5a  16,  6d  8,  duaircet  Ml.  24d  5,  tairchet  Wb.  15a  34,  tairr- 
chet  6d  6,  7a  2,  tarrchet  26d  9,  hi-tarchet  Thes.  II  253,  1; 
PI.  taircheta  Ml.  38c  9;  Part.  Dat.  terchantu  Ml.  24d  6  (neu- 
gebildet); Inf.  tairchital  Wb.  5a  8,  Ml.  94a  10,  oc  taircitul 
54c  30,  oc  taircetul  LU  39b  29,  Gen.  tairchitil  Ml.  89b  10, 
Nom.  terchital  64c  22,  PI.  Akk.  tercitla  19b  10. 

Anm.  Britannisches:  mc  Inf.  canu  (Fut.  cygein  S.  365,  Prät.  ceint 
S.372f.),  com.  cane,  mbr.  canaff,  nbr.  kana.  Komposita:  1}  c.  achanu 
'to  chant,  to  niurmur';  2)  c.  arganu  'to  sing  or  chant'  Silvan  Evans  S.  351; 
4)  c.  cynghanu  'to  liarmonize';  5)  e.  goganu,  gochanu  'to  satirize, 
lampoon',  dyoganu  'to  predict',  mbr.  diougan,  diogan  'promesse,  pre- 
diction';  6)  c.  gorcban  'incantation'  (über  mc.  gorchegin  s.  S.  365), 
acorn.  vurcheniat  gl.  incantator;  9)  c.  aroganu,  daroganu  'prophe- 
zeien' (die  Erhaltung  des  -o-  ist  kaum  lautgesetzlich),  abr.  darcenneti 
gl.  hariolis.  —  Vgl.  lat.  canö(accinö,  concinö,  succinö). 

§  677.  car-  'lieben':  Präs.  (meist  -ä-Stamm)  Sing.  1.  caraim 
se  Thes.  II  293,  16,  no-caraim  Ml.  79d  1,  no-(ca)rim  se  Wb. 
14b  1,  no-n-dub-cairim  se  23c  12,  no-t-caru  Fei.  Epil.  311; 
2.  no-cari  Wb.  6c  8;  3.  caraid  Ml.  75c  4,  Thes.  II  293,  17, 
carid  Wb.  25d  5,  no-b-cara  27d  9,  rel.  caras  25c  19,  Ml. 
91b  17,  30c  3,  caris  Thes.  II  247,  3;  PI.  3.  carait  Ml.  124d  13, 
no-s-car(a)t  123c  8,  ni-m-charat  sa  Wb.  5c  6;  Ipf.  Sing.  3. 
no-b-carad  23d  10;  Ipv.  Sing.  3.  carad  25a  35;  PI.  2.  carid 
27d  11,  n-a-carid  Ml.  68a  15;  Konj.  Sing.  2.  care  siu  43a  21, 
ni-charae,  no-carae  56b  31,  39;  3.  con-ro-chra  Wb.  6d  1; 
PI.  3.  ara  carat  IIb  6;  Konj.  Ipf.  Sing,  näd  carad  som  4d  17, 
CO  carad  Ml.  14a  8;  Fut.  PI.  3.  nio-chechrat  Wb.  30c  4;  Prät. 
Sing.  3.  ro-b-car  si  23d  4,  vgl.  Ml.  65d  5,  Sg.  193b  1,  196b  3, 
ni  cair  Thes.  II  328,  2;  PI.  1.  ro-n-dob-carsam  ni  Wb.25a35; 
Pass.  Präs.  Sing.  rel.  carthar  Ml.  75c  4,  Sg.  193b  3,  196b  4; 
Ph  rel.  cartar  Ml.  78a  2;  Gerundiv  carthi  Sg.  148a  2;  Inf. 
sercc  Wb.  4b  10,  vgl.  Sg.  59b  5. 

Mit  ad-:  Abstr.  accur  'joy'  Wb.  29d  9,  Ml.  92a  16.  accor 
'hunger',   accuras  'desire'  K.  Meyer  10,   nir.  an-acar  'aftliction'. 

Mit  com-ad-  'lieben':  Prät.  Sing.  3.  ra-chomchar  cäch  a 
cheile  LL  153b  23. 

Pedersen:  Vgl.  kelt.  Granuu.     II.  31 


482  Verbalverz.  cel-  (cell-,  ciall-).  [§678,1 

Mit  od-:  occuras  'Hunger'  K.  Meyer  10,  nir.  ocras. 

Etymologie  I  184,  II  407. 

§  678.  cel-  'verbergen':  Präs.  Sing.  3.  ni  ceil  som,  ni- 
cheil  Wb.  4d  16,  5b  5;  PI.  3.  nu-da-cbelat  Ml.  54c  9;  Ipf.  PI. 
3.  nu-da-cheiltis  Ml.  61a  2;  Fut.  Sing.  1.  nad-cel  Thes.  II 
290,  7;  PI.  1.  nat-celam  Fei.  Epil.  86,  ni  chelam  LU  56b  28; 
Prät.  Sing.  3.  ni-cbelt  Thes.  II  291,  11;  Pass.  Präs.  Sing,  nad- 
cetla-celar  II  352,  1  (oben  S.  225,  243);  Part,  clithe  II  295,  9, 
Superl.  clithem  ZfcPh.  VII  481,  13;  Gerundiv  clethi  Thes.  II 
345,  1;  Inf.  in  chleth  Ml.  93c  10,  vgl.  Sg.  51b  8,  cleith  Wb. 
23c  21,  29a  31,  Akk.  clid  Ml.  40c  10,  Dat.  clith  87d  8,  100a  7, 
PI.  Akk.  cletha  Ml.  59a  9. 

Die  Zusammensetzungen  von  cel-  haben  sich  mit  einer  ganz 
verschiedenen  Wurzel  ciall-  (Denominativ  von  ciall  'Verstand' 
I  347,  Deponens;  die  Bedeutung  des  Simplex  ciallathar  LU 
91a  4,  ciallastar  LL  123a  31  ist  mir  nicht  klar),  zum  Teil  auch 
mit  einer  Wurzel  cell-  'ringsum  gehen'  so  vermischt,  daß  eine 
reinliche  Trennung  mit  großen  Schwierigkeiten  verbunden  ist. 

1)  Mit  air-  'stehlen,  rauben':  Präs.  Sing.  1.  arcelim  gl.  aufero 
Sg.  9a  7;  3.  ar-a-chela  gl.  frustretur  Ml.  31a  13;  PI.  2.  arce- 
lith  archäch  'ye  take  away  from  every  one'  Wb.  9c  23,  ar-a- 
ciallathar  wohl  'nimmt  weg,  verzehrt'  Corm.  26  unter  legam, 
ar-us-cialladar  LL  293b  43;  3.  ar-a-chelat  gl.  depraedantium 
Ml.  134b  10;  Ipf.  PI.  3.  ar-as-celatais  26b  19;  Konj.  Sing.  3. 
ar-a-cela  36b  2;  Fut.  Sing.  3.  ar-a-chelfea  18c  9;  Prät.  Sing. 
3.  ar-id-ro-chell  Sg.  202a  7;  Pass.  Präs.  Sing,  ni  ercheltar  gl. 
non  aufertur  Ml.  21c  12;  [Part.  vgl.  S.  485];  Inf.  airchellad  Sg. 
202a  7,  52b  3,  Ml.  28c  5,  36b  2,  90a  11,  erchellad  38a  13, 
57a  2,  102a  10,  vgl.  63c  16.  Enthält  wohl  wirklich  cel-  (zur 
Entwickelung  'verbergen'  >  'stehlen'  vgl.  z.  B.  apreuß.  au-klipts 
'verborgen'  :  lat.  clepö,  gr.  xkiftTO)  'ich  stehle',  got.  hlifan  'stehlen'); 
die  ßedeutungsnüance  der  List  ermöglichte  aber  die  Assoziation  mit 
ciall-;  daher  die  Flexion  als  -«-Stamm  und  das  -11-;  vielleicht 
hatte  auch  das  synonyme  t-ella,  Fut.  telfea,  Prät.  du-d-ell, 
Inf.  t-ellad  (S.  274)  Einfluß  ausgeübt. 

Mit  to-air-:  Präs.  Sing.  3.  do-don-archeil  ar  araim  'der 
uns  vor  dem  Gezähltwerden  verhüllt'  oder  'von  dem  Gezähltwerden 
wegnimmt'  LU  131b  40.  Hiervon  verschieden:  Präs.  Sing.  3. 
taircella  tomus  'he  goes  round  its  measurement'  S.  M.IV  344,  20, 
tairchella  huili  dänu  in  spirito  'er  geht  alle  Gaben  des  Geistes 


§678,1—3]  Verbalverz.  cel-  (cell-,  ciall-).  483 

durch'  Wb.  12b  33,  do-n-oirchell  'umgibt'  Wi.  181,  30  (LBr.; 
jüngere  Flexionsform),  dia-tairchelland  'womit  er  (die  Pferde) 
bändigt'  LU  122b  30;  Ipf.  Sing.  1.  dia-taircellad  113b  20,  hi- 
taircellad  a  folt  'worin  er  sein  Haar  zusammenhielt'  122  b  28; 
Konj.  Sing.  3.  ara-tairchela  'that  he  may  restrict'  Wb.  9d  1; 
Inf.  tairchell  'to  comprehend'  Atk.  LBr.  3406;  vgl.  dazu  occ-a 
airchell  'um  (das  Tor)  herum',  'es  umgebend'  Wi.  181,  30.  —  Die- 
selbe Wurzel  cell-  mit  imb-:  Präs.  Sing.  3.  imm-e-chella  'sur- 
rounds'  Ml.  67d  12;  mit  to-imb-:  duimchella  'umgibt'  d  8, 
to-n-imchela  'goes  round'  Thes.  II  33,  19;  Konj.  Sing.  3.  do- 
n-imchella  II  26,  35;  Prät.  perf.  Sing.  3.  du-m-imm-er-chell 
Ml.  108a  12;  Pass.  Präs.  Sing,  duimcheltar  108a  14;  Konj.  Ipf. 
PI.  doimchelltis  90d  5;  Inf.  timchell.  Dat.  oc  timchull  Thes. 
II  33,  19,  vgl.  22,  oc  ä  thimchell  Wi.  181,  14  (vgl.  Wi.824);  — 
mit  imb-to-imb-:  Präs.  Sing.  3.  imtimchella  gl.  cingit  Ml.  40c 
14,  vgl.  108a  9;  PL  3.  imtimchellat  116a  2,  vgl.  68d  3;  Ipf. 
PI.  3.  imm-in-timcheltis  ni  32a  19;  Ipv.  Sing.  2.  imthimchell 
SU  28d  10;  Fut.  PL  1.  imtimcelfam  ni  24a  7;  Kondit.  Sing.  3. 
hon-imthimchellfad  43b  9;  Prät.  perf.  PL  3.  imm-um-timm- 
er-chellsat  130b  12,  im-im-thimmerchelsat  44c  25;  Pass. 
Präs.  Sing,  imm-e-timcheltar  121a  1;  PL  im-thimcheltar 
109c  5;  Ipf.  Sing,  huan-imthimcheltae  65c  2;  Ipv.  Sing, 
imthimcheltar  127b  17;  Konj.  Sing,  arnacon-imthimchelltar 
69b  7;  Inf.  imthimchell  108a  13,  Dat.  imthimchiull  120d  2, 
123b  9;  —  mit  to-air-imb-:  Abstr.  tairmchell  'Umkreisen'  Wi. 
803;  —  vgl.  noch  dofoichlenn  'er  durchreist',  Abstr.  töichell 
'journey'  Rc.  IX  464,  IV  245,  Dat.  tochull  ML  82 d  10. 

2)  Mit  com-  'dissimulare',  'verbergen':  Konj.  Sing.  2.  cia 
chon-chelae  ML  106c  14,  concela-siu  101a  1  (-a  statt  -e:  In- 
lautsbehandlung des  Vokals  vor  dem  prokhtischen  Worte);  3.  ma 
cho-t-chela  Wb.  5a  9;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  reL  o-chelad  Ml. 
114c  3;  Prät.  Sing.  3.  concelt  LL  333b  30,  perf.  con-ai-celt 
Ml.  49c  9.  —  Die  Wurzel  ciall-  bildet  cocill  'a  sparing,  saving' 
K.  Meyer,  cocell  'thought'  Thes.  II  253,  11. 

3)  Mit  di- 'verhehlen,  verbergen':  Präs.  Sing.2.  nad-n-dichil 
ML  56c  11;  Pass.  Präs.  Sing,  duceltar  111  b  11;  PL  mir.  ni 
dichliter  Thes.  II  352,  17;  Part.  (Gerundiv?)  mir.  dichelta  Thes. 
II  345,  9;  Inf.  dichleth  K.  Meyer  637,  Akk.  dic^hMith  Wb. 
la  4,  dichlid  ML  59a  9  (daneben  dicelt  Thes.  II  345,  10,  di- 
chelt  S.  M.).     —     Die  Wurzel   ciall-   bildet   die  hell   'Vernach- 

31* 


484  Verbalverz.  cel-  (cell-,  ciall-).  [§678,4 

lässigung',  Akk.  dichill;  vgl.  S.  M.  Glossar  unter  dociallathar. 

4)  Mit  f  0-  'hüten,  sich  hüten  vor;  erwarten;  curare,  procurare, 
im  Voraus  bestimmen;  diligere,  ehren':  Präs.  Sing.  3.  fuciallathar 
gl.  procurat  Ml.  114b  3,  föchiallathar  LU78a30,  nad  foichli- 
dar  Salt,  na  R.  8050,  nad-foichlend  in  muintir  sin  'der  sich 
vor  dieser  Schar  nicht  hütet'  LU  30b  37;  Ph  1.  fochellamar 
Trip.  L.  XVIII  1;  3.  nach-a-r-ochlat  'welche  sich  nicht  selbst 
hüten  können'  Wb.  19c  15;  Ipv.  Pl.l.  fochlearaar  (-ea-  =  -e-) 
Wi.Täin  S.705;  2.  foichlid  gl.  curate  Mh  68a  15;  Fut.  Sing.  3. 
fucheillfea  gl.  curet  90c  15,  PI.  3.  fochelfatar  gl.  qui  dihgunt 
'who  shall  care  for'  Wb.  30d  15;  Prät.  Sing.  3.  fochiallastar  LU 
132, 16  (mit  der  ungenauen  Glosse  .i.  ro-tinöil  'versammelte';  daraus 
folgert  O'Dav.  Nr.  362  ein  ciall  .i.  tionol,  was  mit  Unrecht  von 
K.  Meyer  364  akzeptiert  wird);  PI.  1.  ni  ro-bar-fachlisem  'wir 
hatten  euch  nicht  erwartet'  LL  112  b  8  (Stellung  und  Form  des  infig. 
Pron.  und  -fa-  für  -fo-  sind  mir.  Neuerungen) ;  PI.  3.  üair  na-ro- 
foichlitar  'weil  sie  nicht  Acht  gegeben  haben'  LU  33a  14  (Neu- 
bildung); Pass.  Präs.  Sing,  doadbadar  .  .  as  mö  de  focialtar 
'es  wird  gezeigt  .  .,  daß  er  noch  mehr  geehrt  wird'  Wb.  29c  4 
(zur  Satzstellung  vgl.  §  549,  3);  Konj.  Sing,  mani  fochlither  a 
bruth  'wenn  nicht  Vorkehrungen  gegen  seine  Wut  getroffen  werden' 
LU  106a  14,  b  39;  Prät.  Sing.'  fo-n-ro-chled  gl.  custodiebamur 
Wb.  19c  13,  fo-ro-chlad  'war  vorausbestimmt  worden'  Thes.  II 
312,  5,  i-rr-ochloth  'wo  es  bestimmt  worden  war'  II  344,  4;  Inf. 
a  chain-fochell  'ihn  gut  zu  ehren'  Wb.  15c  24,  vgl.  an-fochell 
gl.  incuria,  Akk.  anfochill  Ml.  117b  7,  6,  127c  19.  Alles  läßt 
sich  von  ciall-  herleiten;  die  Form  fochelfatar  scheint  aber  von 
cel-  beeinflußt  zu  sein.  Vgl.  Zimmer,  Kelt.  Stud.  I  72 f.,  Sarauw, 
Irske  Studier  S.  33,  ZfcPh.  V  516f. 

Mit  air-fo-  'hüten,  sich  hüten  vor,  vorsehen,  erwarten'  'to  pay 
attention,  take  care  of  (Atk.  S.  M.):  Präs.  Sing.  1.  arfochlim 
a  n-insce  'ich  sehe  mich  gegen  ihre  Rede  vor'  LU  124a  5;  3.  is 
si  in  chiall  hisin  ar-a-focladar  quando  dicit  .  .  'das  ist  die 
Bedeutung,  die  er  im  Auge  hat,  indem  er  sagt  .  .'  Sg.  209b  26 
(-C-  für  -ch-;  die  Annahme  [ZE  981  Fußnote,  Zimmer,  Kelt.  St. 
I  74],  ar-a-focladar  sei  eine  Ableitung  von  focul  'Wort' i,  ver- 
trägt sich  weder  mit  den  ir.  Wortbildungsgewohnheiten  noch  mit 
dem  Zusammenhang  der  Stelle);  Ipv.  PI.  2.  iraichlid,  erachlid 


1.  Vgl.  foclaid  'declares'  S.  M.  Glossar  373. 


§678,4.5.679]     Verbalverz.  cel-  (cell-,  ciall-),  cert-.  485 

LL  120b  4  (die  zweite  Silbe  ist  analogisch  erhalten;  vgl.  das  Part); 
Konj.  Sing.  2.  aran-airichlea  82a  11  (-ea  mir.  statt  -e);  PI,  1. 
cinnas  Ifuirechlem  'wie  sollen  wir  uns  hüten?'  120b  13;  Prät. 
Sing.  2.  ar-n-dam-r-oichlis  se  hua  bäs  'thatThou  hast  guarded 
me  from  death'  Ml.  74d  7;  Pass.  Präs.  Sing,  urfoichlither  S.M. 
III  414,  24;  Prät.  PI.  ar-f o-r-chelta  'sind  gehütet  worden'  "VVb. 
4c  37;  Part.  Sing.  Nom.  ercheltae  'gerettet'  (nicht  zu  1°)  Ml.  53b 
14,  Akk.  erchelltae  gl.  a  malo  periculi  instantis  ereptum  Ml.  19a  2, 
PI.  Nom.  aircheltai  27b  10,  ercheltai  49a  8,  Akk.  ercheltu 
32a  18;  Inf.  erfoichill  gl.  procurationem  73d  2,  oc  erochill 
lathi  brätha  'den  jüngsten  Tag  erwartend'  LU  31b  16,  oc  airi- 
chill  K.  Meyer  58  (nir.  oirchill;  zur  Aussprache  vgl.  §  228). 
Enthält  ciall-.  Davon  abgeleitet:  nat-eroichligend  oben  S.  334 
Z.  32,  Prät.  Sing.  3.  airichligis  K.  Meyer  59. 

5)  Mitind-:  Part,  inchlide  'verborgen'  Ml.  31d8,  vgl.  40a  7, 
50c  13,  53a  5,  66c  6,  100c  1,  140c  10;  Abstr.  fo  inchlid  'steal- 
thily'  K.  Meyer,  Betha  Colmäin  125. 

Anm.  Der  ir.  Wurzel  cel-  entspricht  im  C.  das  Verbum  celu  'ver- 
bergen, verhehlen'  mit  den  Zusammensetzungen  ar-gelu,  cynghelu, 
dy-gelu  'verhehlen',  go-chlyd,  go-chelyd,  go-chel  'to  avoid,  shun, 
eschew,  to  beware  or  take  heed'  (beweist,  daß  mit  dem  ir.  fo-ciall-  ein 
fo-cel-  sich  gemischt  hat),  gogelu  'to  eschew'.  Vgl.  weiterhin  lat.  celö, 
occulö,  ahd.  helan. 

Dem  ir.  ciall-  entsprechen  im  Brit.  die  folgenden  Zusammensetzungen: 
c.  ar-bwyllo  'to  reason'  br.  arboella,  arbouella  'economiser';  c. 
cymhwyllo  'to  reason';  di-bwyllo  'to  lose  the  senses';  go-bwyllo  'to 
provide,  to  procure'. 

Das  ir.  cell-  beruht  auf  einem  alten  -nn-Präsens  *  kvel-?ia-nii  und 
gehört  zu  lat.  colö,  gr.7itQt-TeXi.ofxiv(m>,  TTtQi-nlofxivorv  iviamaiv,  df^(fC-noXos 
(gr.  TifQi-,  tififft-  =  ir.  air-,  imb-  in  t-air-chell,  t-im-chell),  alb. 
sjei  'bringe',  skr.  carati  'geht'. 

§  679.  cert-.  Mit  com-  'verbessern,  entscheiden':  Präs. 
Sing.  1.  concertaim  S.M.  I  12,  24,  Wi.  141,  7;  3.  ocerta  LU 
104a  39;  PI.  3.  concertat  Ml.  129c  11;  Fut.  Sing.  3.  ocertfa 
LU  104a  43;  Prät.  Sing.  1.  perf.  con-a-certus  sa,  con-ai-cer- 
tus;  3.  o-ai-cert  sora  Ml.  2a  1,  13,  6,  con-idn-ai-cert  Fei. 
Epil.  105;  Gerundiv  cocarti  Sg.  90a  7;  Inf.  Nom.  coceirt  LU 
118a  36,  Akk.  coceirt  gl.  emendationem  Ml.  2a  5,  cocairt  Salt 
na  R.  4567,  Gen.  cocerta,  coicerta  K.  Meyer  405,  S.  M.,  aber 
Nom.  cocert  LL 282b  11,  cocart  Sg.Marg.l93,  194b,  195,  196a. 

Mit  etar-  'deuten,  dolmetschen':  Präs.  Sing.  3.  ni  etarcerta 
Thes.  I  4,  38;    Ipv.  Sing.  3.    etarcertar    (zu  lesen   etar  cert  ad) 


486  Verbalverz.  cess-,  cess-.  [§680.  681 

Wb.  13a  6;  Konj.Sing.3.  co  etercerta  Wb.  12c  32;  Pass.  Präs. 
Sing,  etercertar  Thes.  I  487,  16;  Inf.  Nom.  etarceirt,  Gen. 
etarcerta  Sg.  207b  9,  Gen.  a  hetarcerta  Wb.  12d  22,  aber 
Nom.  etarcert  27a  10,  29c  10,  etercert  Ml.  2d  2,  Thes.  I  488, 
26,  Nom.  PI.  etarcerta  Sg.  220a  2. 

Denominativ  von  cert  §  141,  1  I  227.  Die  Infinitive  sind 
geradezu  Komposita  von  cert  (-«-Stämme  nach  §  359). 

§  680.  cess-  'leiden,  erleiden'  (-ä-Stamm):  Präs.  Sing.  1. 
no-cessim  se  Wb.  14 d  8;  3.  rel.  cessas  Thes.  II  247,  7;  PL  1. 
rel.  cesme  Wb.  13c  7;  3.  rel.  ceste  Thes.  II  247,  19;  Konj.  Sing. 
3.  rucesa  Thes.  II  247,  3;  PI.  2.  cia  eheste  Wb.  25a  10;  Fut. 
PI.  3.  mit  Obj.  cesfaitit  Wi.  70,  3;  Prät.  Sing.  1.  ro-chessus- 
<s)a  Wb.  17d  12;  3.  ro-cees  6b  20  u.  s.  w.,  vgl.  Ml.  44b  1,  d  4; 
Abstr.  cesad.  Gen.  cesto. 

Mit  com-:  Konj.  Sing.  3.  aure-coicsa  'that  he  suffer  with 
(everyone)';  Abstr.  coicsath  'fellow-suffering'  Thes.  II  245,  13; 
246,  22,  26,  coicsed  'Mitleid'  ZfcPh.  III  449,  14.  Vgl.  com- 
chesad  'co-suffering'  Sg.  188a  31. 

Vielleicht  *kent-sä-  zu  lit.  kenciii  'leide',  Fut.  kf  siu,  ken- 
tesiu;  falls  das  Wort  mit  dem  folgenden  verwandt  ist,  ist  ^h^e-n-t- 
sä-  anzusetzen. 

§  681.  cess-  mit  air-  'schonen,  Erbarmen  haben'  (-«-Stamm): 
Präs.  Sing.  3.  arcessi,  dian-airchissi  Wb.  4c  19,  20;  Ipv.  Sing. 
2.  airchis  Ml.  44b  7;  Konj.  Sing.  3.  arcessea,  nad-n-airchissa 
Wb.  5b  35,  mani  erchissea  Ml.  46c  15,  ar-don-roi-gse  'may 
have  compassion'  Thes.  II  303,  4  (-e  mir.  statt  -ea);  Konj.  Ipf. 
Sing.  3.  conna  erchissed  don  bocht  'that  he  should  not  have 
compassion  on  the  poor  man';  Prät.  Sing.  3.  ar-ro-cheis  side 
di  bochtai  chaich  Ml.  61a  5,  9;  Inf,  di-a  airchissecht  'to 
spare  him'  Wb.  4c  21,  Gen.  airchissechtae  Ml.  22c  14,  vgl. 
63  d  10,  98  c  8,  120  a  5. 

Wohl  *kuet-sl-  zu  c.  ar-bedu  'to  spare,  to  save',  acorn.  hen- 
bidiat  gl  parcus.  Die  Bedeutung  des  irischen  Wortes  steht  der 
Kombination  mit  dem  vorhergehenden  Yerbum  (§  680)  nicht  im 
Wege;  vgl.  lit.  pa-kenteti  'sich  gedulden,  mit  Jmds.  Schwächen 
ein  wenig  Geduld  haben'.  Das  -s-  wird  vom  alten  Aoriststamm 
(vom  keltischen  Konjunktivstamm)  ausgegangen  sein. 

Ob  das  gleich  flektierte  mir.  cess-  'to  grumble;  to  be  nig- 
gardly',    Inf.  cessacht  K.  Meyer  353f.,    ar-ceissi  'beklagt  sich' 


§682.683,1]  Verbalverz.  ci-.  487 

Wi.  145,  11,  airchissecht  'Wehklagen,  Beklagen'  hierher  gehört, 
bleibe  dahingestellt. 

§  682.  ci-  'weinen,  wehklagen':  Präs.  Sing.  3.  ciid  LU 
133b  8,  rel.  cias  Fei.  Epil.  350;  PL  3.  näd  chiat  Wb.  10b  6; 
Ipv.  Sing.  2.  nä  cii  LU  133b  13;  Konj.  Sing.  3.  nach-a-cia  Fel.i 
CLXX  13;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  no-chiad  Salt,  na  R.  8018;  PI.  3. 
ni  cetis  Wb.  10b  6;  Prät.  Sing.  3.  eich  LU  133b  12;  Inf.  ist 
wohl  mir.  cöi,  cäi,  cüi 'weeping,  waihng,  lamenting'  (in  coi  chias 
mo  laich  es  'das  Weinen,  das  meine  Heldin  weint'  LL  146  b  49). 

Nach  Stokes,  Fei.  Glossar,  zu  lat.  queror;  also  eine  Wurzel 
*k"es-  (oder  *kueis-).  Aber  das  Adjektiv  cithech  gl.  flebilium 
Ml.  130c  13  und  das  Prät.  eich  deuten  eher  auf  eine  Wurzel  *kei-; 
sie  könnten  allerdings  auf  Analogiebildungen  beruhen.  Ir.  cöin- 
'klagen,  wehklagen'  hat,  wie  die  brit.  (bes.  die  corn.  und  br.)  Formen 
beweisen,  unter  allen  Umständen  mit  ciid  nichts  zu  tun  (s.  I  125, 
378,  381). 

§  683.  ci-.  1)  Mit  ad-  'sehen'  (vgl.  §  554  S.  249  und  §  571,  3 
S.  272):  Präs.  Sing.  1.  a-t-chiu  LU  50a  15,  onach  acciu  LL 
261a  49;  2.  a-t-chi  b  15,  inn  aci  'siehst  du'  Sg.  15b  6,  innad- 
n-accai  Ml.  17b  17,  cani  accai  25b  14,  o-aci  Thes.  II  21,  37; 
3.  adci  Sg.  149b  6,  adcii  Wb.  12c  11,  ad-chi  4a  25,  a-tob-ci 
side  25a  26,  ni  aicci  Ml.  94c  3,  niconn-acci  LU  131b  39; 
PI.  1.  adciam  Wb.  6a  30,  Ml.  16c  5,  112b  12,  as-id-ciam  ni 
2b  4,  ad-chiam  ni,  ad-chiam  42b  22,  112b  13,  ni  accam 
llld  1,  cenid-aciam  ni  Thes.  II  31,  23;  3.  adciat  Ml.  69b  2, 
103b  13,  nad-n-acat  93d  14;  Konj.  Sing.  1.  adcear  Thes.  II 
293,6,7;  3.  odid-accadar  Wb.  16d  6,  coni  accadar  Ml.  53a  6, 
arn-acathar  68b  9;  PL  2.  adced  Wb.  IIb  22;  3.  adceter  ML 
3a  4  (der  Glossator  versteht  den  Text  falsch);  Konj.  Ipf.  Sing.  3. 
adcheth  Ml.  38c  9,  conach  acced,  ona  hacced  LL  260a  13, 
bl2,  o-aiced  LU48a34;  PL  2.  adcethe  Wb.  19b  6;  3.  conach- 
n-accaitis  ML  32d  12;  Fut.  Sing.  2.  atchichither  LU49a31; 
Kondit.  Sg.  3.  in-acciged  65a  3;  PL  3.  adcichitis  Wb.  7a  2; 
Prät.  Sing.  1.  a-t-chondarc  'ich  habe  es  gesehen'  ML  113b  6, 
adcondarc,  ad-chondarc,  ad-chondarc  sa  Thes.  II  291,  3; 
292,  2,  6,  22,  ni-t-acca  WL  120,  24;  3.  adodairc,  ad-chon- 
dairc  som  Thes.  I  488,  23;  493,  21,  mir.  auch  adconnaic  S.  M. 
(durch  Anschluß  an  die  Formen  der  Wurzel  ci-);  PL  3.  atcon- 
darcatar  S.  M.  II  326,  13  (auch  atconncatar  III  168,  8,  durch 
Anschluß   an   die  Wurzel   ci-),    ni    accatar   Wb.  26b  11,    con- 


488  Verbalverz.  ci-.  [§  683,  1 

acatar  Thes.  II  241,  11^  o-accatär  LU23a31;  Pass.  Präs.  Sing, 
adcither  Wb.  Ib  15,  Sg.  149b  6,  Thes.  II  22,  36,  ad-chither 
Wb.  12c  12,  perf.  ad-ro-darcar  Sg.  172a  2,  echt  komp.  näd-n- 
acastar  Wb.  25b  28,  cinid  accastar  26a  12  (die  -s-Formen 
waren  wohl  ursprünglich  Konj  );  Konj.  Sing,  mani  accastar  Ml. 
50a  5;  Konj.  Ipf.  Sing,  adcethe  77 d  8;  Fut.  Sing,  a-tat- 
chigestar  59c  12,  atchichestär  LU  37b  16;  Prät.  Sing,  ad- 
chess  Wb.  23c  11,  adches  Ml.  96d  1,  nathn-aiccess  Thes.  II 
253,  2;  Inf.  aicsiu  Wi.  346,  aicsin  Mh  44c  6,  116a  1. 

Mit  ad-cita-ad-:  Prät.  Sing.  3.  adcitaacse  Thes.  I  488,  21 
(oben  S.  293). 

Mit  frith-ad-  'hoffen,  erwarten':  Präs.  Sing.  1.  frisaiccim; 
2.  fris-n-aiccai  siu  Thes.  II  228,  31;  227,  30,  vgl.  Ml.  68a  8, 
fris-n-accai  53b  23  ('man';  oder  3.  Sing.?);  3.  frisaccai  144a  2, 
nad  frescai  62d  7;  PI.  1.  frisaccam  ni  134a  5;  3.  frissaccat 
39d  27,  nad  frescat  69b  3;  Ipf.Sing.  1.  frisaccinn  se  133b  11; 
PL  3.  fris-n-aiccitis  68a  9;  Konj.  Sing.  1.  frissaccar  49d  3; 
PI.  2.  frisaiccid  Wb.  25d  24;  3.  fris-n-accatar  Mh  124a  3, 
frisaccat  2,  vgl.  45d  17;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  con-fresced  136dl; 
Prät.  Sing.  1.  fris-r-acacha  sa  47a  8;  3.  fris-r-a(ca)chae 
68a  7,  fres-n-accache  ZfcPh.  VII  480,  35,  hi-ru-frescachae 
Mh  44c  9,  vgl  19;  PI.  3.  fri-t-r-acatar  131c  10,  ni  ru-fres- 
cachtar  26b  25,  ni  ru-frescechtar  34d  17,  ni  ru-frescisset 
72c  13,  ni  ru-rescesset  34c  11;  Part,  frescastae  68a  8,  vgl, 
40b  10,  56d  1,  Dat.  Neutr.  negiert  neph-frescestu  36b  9;  Inf. 
frescsiu  Wb.  10c  21,  vgl.  3a  14,  Thes.  II  2,  35,  Ml.  58c  11, 
62c  17,  frescissiu  38a  13,  60a  4,  97d  10,  vgL  44b  29,  53b  22, 
69b  3,  90a  11. 

Mit  imb-ad-:  Präs.  Sing.  3.  imm-a-n-accai  'welche  er  be- 
hütet' ML  17b  6;  imm-a-accai,  nad-n-imcai  gl.  non  considerat 
114a  15;  Fut.  PL  3.  imm-us-aiccichet  'werden  sich  sehen'  Trip. 
L.  158,  11;  Prät.  PL  1.  ni-m-un-accammar  'wir  haben  uns  nicht 
gesehen'  Wb.  18 d  3  (oben  S.  248);  Gerundiv  imcasti  gl.  consi- 
deranda  ML  18d  22;  Inf.  immcaisin  Sg.  54a  6,  Dat.  imcaisin 
ML  28b  3,  81  d  3,  36a  15,  Thes.  II  2,  30. 

Mit  to-in-ad-  'bhcken'  (fast  nur  im  Mir.  mit  neugebildeter 
Flexion  belegt):  Fut.  Sing.  1.  tincfat  LL  67b  20;  Prät.  Sing.  3. 
tincais  LL  61a  28,  70a  17,  71a  22,  74a  34;  PL  3.  tincsetar 
262b  21;  Pass.  Prät.  Sing.  do-r-enca[na]s  gL  perspectum  esse 
ML  33c  18;  Inf.  tincud  LL  67b  20.     Vgl.  Zimmer,  KZ  XXX  29f. 


§683,2,8]  Verbalverz.  ci-.  489 

Mit  rem-ad-:  Part.  Adv.  ind  remcastaid  gl.  consulte  Ml. 
121  d  7;  rem-caissiu  'Vorsehung'  20c  3,  90c  9,  122d  7,  vgl. 
19c  17,  50c  22,  89a  4,  90b  19,  27d  10,  40b  15,   remcisiu  50d  1. 

2)  Mit  for-  'sehen':  Präs.  Sing.  1.  ni  airci'u  LU  77a  9; 
Konj.  Sing.  3.  ar-dos-ce  Salt,  na  R.  4165;  Fut.  Sing.  2,  ni-m- 
aircecha  sa  LU  74b  3;  Pass.  Ipv.  Sing,  foircither;  Konj.  Sing, 
larcastar  0'Dav.Nr.881, 109;  Inf.  forcsi  (=  forcsiu)  LU  103b  5, 
foircsin,  foirsciu,  fairgse  S.  M.  Gloss.  389,  farcsi,  fargsi 
u.  s.  w.  Wi.  Täin,  aircsiu,  airgse  S.  M.  Gloss.  35.  Mit  forcsi 
hat  mir,  Prät.  Sing.  3,  for-r-ecacha  Wi.  Täin  (=  do-r-ecacha, 
§  170  I  265)  absolut  nichts  zu  tun. 

3)  Mit  di-in-  'sehen':  Präs.  Sing.  1.  ni  deccu  Wb.  24a  13; 
3.  do-nn-eicci  9a  4,  doecai  Ml.  61a  8,  ni  deci  69a  16;  Ipv. 
Sing.  2.  decce  Wb.  10c20,  de'icce  31b  19;  3.  na  decad  23c  16; 
PI.  2.  decith  20c  18,  decaid  Ml,  55c  1;  Konj.  Sing,  2.  de-n- 
ecaither  su  73c  11,  dian-da-lde-r-caither  su  102b  10;  PI,  1. 
mani  decamar  Sg,  26b9;  Fut.  Sing.  3,  dueci[ci]gi  Ml.  111c  13; 
Prät.  Sing.  1,  do-r-eccacha  Wi,  Täin  S,  715^;  3,  do-sn-ecacha 
LU23a  40;  PI, 3.  do-r-ecatar,  do-r-ecachtar,  in-do-r-ecatar 
Ml.  53d  17,  b  11;  Pass.  Konj.  Sing,  duecastar  Thes.  II  239,  3, 
doecastar  Sg.  188a  6;  Inf.  deicsiu  Wb.  25a  29,  Akk.  deicsin 
15  a  20  u.  s.  w. 

Mit  aith-di-in-:  Konj.  Sing,  2.  addeicider  gl,  respicies 
Ml.  43a  19. 

Mit  etar-di-in-:  Präs.  Sing.  3.  etird^cai  gl.  introspicit 
Ml.  61a  8. 

Mit  iarm -di-in-:  Präs.  Sing.  3,  iarmodecai  'der  zurück- 
schaut' LL  293  b  42. 

Mit  rem-di-in-:  Präs.  Sing.  2.  remideci  gl.  consulis  Ml. 
55d  26;  3.  remideci  25,  remidc'ccai  LL  293b  42;  Prät.  PL  1. 
nad  remde-r-cachmar  ni  Ml.  80b  14;  Inf.  remdeicsiu  'Vor- 
sehung' 20b  2,  55d  23,  59a  18,  122d  7,  vgl.  19d  1,  2  u.  s.  w., 
41a  5,  50d  1,  55d  21,  25,  90b  17,  91a  21. 

Anm.  Die  beiden  Hauptkomposita  ad-cii  und  do-öicci  supplieren 
sich  vielleicht  zum  Teil  gegenseitig;  wenigstens  ist  der  Ipv.  von  ad-cii 
nicht  belegt,  der  Ipv.  von  do-eicci  besonders  häufig.  Vor  dem  anlauten- 
den Vokal  der  betonten  Präverbia  ad-  und  in-  erscheint  im  Mir.  oft  ein 
unursprüngliches  f-:  in-do-m-facca  'wo  du  mich  gesehen  hast'  LL  113a 
17,  CO  faca  'bis  er  sah'  LU  105a  11,  doföcai  'er  sieht'  23a  30,  doföcai 
128  b  29.  Durch  den  Schwund  des  proklitiechen  Präverbs  (§  170  I  265) 
entsteht   aus   do-eicci   ein  Verbum    fecc-    (Prät.  Sing.  3.  fecais,    fecis 


490  Verbal verz.  ci-,  cid-.  [§683.684 

Wi.  538).  Ein  Kompositum  mit  fo-in-  ist  nicht  anzunehmen-,  Formen  wie 
fo-ta-fecais  'er  sah  sie  an'  LU  130a  32,  fo-rr-eccaig  'er  blickte'  LL 
95b  44  erklären  sich  nach  §  170  I  265. 

Im  Nir.  besteht  das  Paradigma:  Präs.  do-chim  'ich  sehe',  „dependent 
form"  -feicim;  Prät.  do-chonnac  'ich  sah',  ,, dependent  form"  -faca; 
Inf.  feicsint.  Dabei  ist  -feicim  kaum  lautgesetzlich  aus  -faicira  (Keat., 
M'C.)  entstanden ,  sondern  vermutlich  als  die  (literarisch  eine  Zeitlang 
zurückgedrängte)  Fortsetzung  des  mir.  fecc-  zu  betrachten. 

Das  Auftreten  des  unetymologischen  /-  erklärt  sich  wie  in  zahlreichen 
anderen  Fällen,  s.  I  435,  II  250.  Begünstigt  wurde  die  Entwickelung  in 
diesem  Falle  aber  durch  das  Vorhandensein  eines  synonymen  mit  /-  an- 
lautenden nicht  komponierten  Verbums  feg-,  fech-:  Konj.  Ipf.  Sing.  1. 
com-fechinn  gl.  ut  contuerer  Ml.  113b  9  (in  com-  steckt  ein  Fehler); 
Pass.  Präs.  Sing,  nad  fegar  gl.  non  taxari  36a  38  (man  erwartet  den 
Konj.);  Inf.  fegad  S.  M.;  vgl.  die  Belege  bei  Wi.  539,  Wi.  Täin,  Atk.  LBr. 
S.  697;  nir.  feachaim  'I  look  at'.  Dies  Wort  bietet  der  Etymologie  große 
Schwierigkeiten;  das  lange  -e-,  das  nicht  auf  Ersatzdehnung  beruhen  und 
nicht  aus  einem  idg.  ei  entstanden  sein  kann,  scheint  mir  am  ehesten  aus 
einer  alten  hiatusbildenden  Vokalgruppe  entstanden  sein  zu  können;  laut- 
gesetzlich mußte  allerdings  durch  die  Synkope  des  letzten  Vokals  dieser 
Gruppe  ein  kurzes  -e-  entstehen,  aber  durch  die  Wechselwirkung  mit  nicht 
synkopierten  Formen,  worin  durch  Kontraktion  ein  -e-  entstehen  konnte, 
konnte  das  -e-  analogisch  gedehnt  werden  (vgl.  das  Material  I  310,  311 
und  über  nir.  deas  1321).  Diese  analogische  Dehnung  war  vielleicht  erst 
mitteliriseh,  sodaß  das  Fehlen  des  Längezeichens  in  den  ältesten  Belegen 
nicht  zufällig  ist.  Die  wichtigste  (hei  der  Flexion  als  -ä-Stamm  sogar  die 
einzige)  Form,  in  der  keine  Synkope  eintreten  sollte,  war  die  2.  Sing,  des 
Ipv.,  in  welcher  Form  auch  das  -ch  statt  -g  entstanden  sein  wird.  War 
das  Wort  ein  früh  als  Simplex  empfundenes  Kompositum  *wi-sag-  (vgl.  skr. 
vi-  'auseinander'  und  ir.  saigim  'suche')?  Der  Anklang  an  feig  'scharf 
wäre  dann,  trotz  der  Verwendung  dieses  Adjektivs  von  der  Schärfe  des 
Auges  (Wb.  21a  9)  und  trotz  der  Glosse  neph-fegi  gl.  minus  oculati  Ml. 
42 d  8,  zufällig.  Dagegen  steckt  in  fuachimra  chein  fri  fegi  fis  mu 
rose  .  .  'I  myself  against  the  keenness  of  science  point  my  .  .  eye',  fua- 
chaid  sem  'er  richtet  (seinen  Blick)  aufmerksam"  Thes.  I  293,  23,  22 
jedenfalls  (trotz  den  air,  Simplexendungen)  eine  mit  fo-  komponierte  Ab- 
leitung von  feig,  vgl.  ro-s-fuach,  ro-s-fuacha  'er  hat  sie  gespitzt' 
Wi.  Täin,  vgl.  LU  69  b  11. 

Die  Wurzel  ci-  'sehen'  beruht  wohl  auf  idg.  * kues-  (vgl.  das  redu- 
plizierte skr.  ca-ks-ate  'sieht')  oder  * kueis-  (zu  ir.  ciall  'Verstand'  c.  pwyll 
br.  poell,  die  -11-  aus  -sl-  haben;  s.  Thurneysen,  Handb.  S.  130;  dann 
vielleicht  auch  zu  lat.  quaerö,  acquirü,  inquirö,  quaestiü;  die 
Alternation  i  :  ai  ließe  sich  zur  Not  nach  §  119  I  189  rechtfertigen). 

§  684.  cid-  (vgl.  Sarauw,  Irske  Studier  S.  77):  Pass.  Konj. 
Sing,  chessair  Ml.  51b  25;  Prät.  PI.  ro-cessa  114a  6  (falsche 
Glossierung);  Part,  cisse  gl.  inuecta  84b  11,  PI.  cissi  gl.  prouecta 


§684.  685]  Verbalverz.  cid-,  ein g-.  491 

104b  9;    Gerundiv  cissib    gl.    transuehendis    122a  3    (die  Kasus- 
flexion ist  unirisch;  der  Wurzelvokal  ist  vom  Part,  beeinflußt). 

1)  Mit  air-di-:  Part,  airdixa  gl.  productus,  'lang'  Sg.  92a  3, 
vgl.  5a  15,  18a  6  u.  s.  w. 

Mit  to-di-:  Präs.  PI.  3.  d-an-dichdet  gl.  deducunt  Sg.8a8; 
Pass.  Fut.  Sing,  dudichestar  gl.  ducetur  Ml.  30 d  25;  Part,  tuid- 
chisse  gl.  adductae  72dl,   duidchi<si>  sidi  gl.  inducti  Sg.  6a  12. 

Mit  fo-to-di-:  Pass.  Konj.  Sing,  fu-duidchestar  gl.  subduci 
Ml.  36  b  10. 

2)  Mit  ess-:  Pass.  Konj.  Sing,  ascesar  gl.  exseri  Ml.  44a  4; 
Prät.  Sing,  as-ro-chess  gl.  expansum  est  39c  11;  Inf.  escsiu 
Ml.  65a  5,  tre  eiscsin  gl.  per  porrectionem  Sg.  201b  16  (vgl. 
eiscsen-de  gl.  intentiuura  221b  3).  Auf  Verallgemeinerung  des 
-s-  (vgl.  unter  gu-  §  747)  beruht  der  als  Ipv.  verwendete  -«-Kon- 
junktiv Sing.  2.  escse  gl.  intende  Ml.  65a  4. 

Mit  rem-ess-:  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  remiescsed  gl.  praeten- 
deret  Ml.  33  d  20. 

3)  Mit  to-  (woraus  ti-,  vgl.  Verbalverzeichnis  leic-;  im 
Verbum  ist  -s-  verallgemeinert):  Ipv.  Sing.  3.  ticsath  4et  him 
take  up';  Inf.  ticsäl  Thes.  II  245,  3,  10.  Hierher  gehören  wohl 
einige  der  mittelirischen  Formen  bei  Wi.  822:  Präs.  Sing.  3.  tiscaid 
'sie  hebt  (ihr  Kleid)'  LU  20b  11  (als  Simplex  behandelt),  tisca  'er 
hebt  in  die  Höhe'  LU  64a  22;  PI.  3.  ticsat  dona  conuib 
'they  slip  the  hounds'  Corm,  Transl.  130h;  Ipf.  Sing.  3.  nf  thi'scad 
'er  nahm  nicht  weg'  LU  112a  6.  Vermischung  mit  einer  ganz 
anderen  Wurzel  hat  aber  jedenfalls  stattgefunden:  tiscaid  LU 
63  b  14  bedeutet  deutlich  'er  zieht  (sein  Kleid)  aus',  vgl.  darüber 
und  über  t-än-isca  LU  65b  37—38  oben  S.  19.  Vgl.  noch  S.  M. 
Gloss.  S.  725 f.  Der  Inf.  ticsäl  ist  nach  dem  Muster  der  Kom- 
posita von  gaib-  gebildet  (ticsäl  ist  mit  turcbäl  synonym). 

Anm.  Zweifelhaft  ist  Part.  Dat.  (in  oinehis)  ticissiu  '(in  a  basket) 
let  down'  Thes.  1 497,  2  (•=  *dichissiu?  oder  'aufgehißt',  zu  3°  [to-  oder 
to-in-]?  oder  ist  die  Lesung  überhaupt  falsch,  vgl.  Thes.  I  725?).  Un- 
sicher ist  die  Analyse  von  Präs.  PI.  2.  dufuinehidid  'ye  descend"  Ml. 
67b  4;  3.  dufuinchidet  108b  4;  to-fo-ni-  +   cid-? 

Vielleicht  zu  lat.  cieö  'setze  in  Bewegung',  got.  haitan  'befehlen'. 

§  685.  cing-  'gehen,  schreiten':  Präs.  Sing.  3.  cingid  LU 
48b  44,  rel.  cinges  102b  17,  Thes.  II  253,  10;  PI.  1.  cengmai 
Rc.  XII  114  (aber  rel.  cingme  LU  57b  3);  3.  cengait  LU  29a 
3,  28,  rel.  cengta  Trip.  L.  112,  24;  Ipf.  Sing.  3.  no-cinged  LU 


492  Verbalverz.  cing dich-.  [§  685—687 

84a  43,  112a  1;  Ipv.  Sing.  2.  cing  LL  186b  26;  3.  ceingeth 
Thes.  II  248,  6;  Konj.  PI.  3.  rel.  ciasto  S.  M.  II  388,  3;  Konj. 
Ipf.  Sing.  3.  no-chess(ed)  LU  84b  1;  Fut.  Sing.  3.  cichis;  PL  1. 
cichsimiu  (statt  -mi)  Rc.  X  224,  XII  114;  Kondit.  Sing.  3. 
cichsed  LU  102b  4,  18  (ohne  Präverb!);  Prät.  Sing.  3.  cechaing 
Fei.  Jan.  25  u.  s  w.;  Pass,  Präs.  Sing,  cengair,  rel.  cengar  S. 
M.  III  26,  15,  IV  378,  14;  Konj.  Sing,  ciasair  O'Don.  Suppl.; 
Abstr.  ceimm  'Schritt'  Wi.,  vgl.  Ml.  41  d  7. 

Mit  frith-:  Fut.  PI.  3.  friscichset  LU  89a  44. 

Mit  to-  'kommen':  Präs.  Sing.  3.  docing  LU48b32,  tocing 
Thes.  II  253,  10;  Ipf.  Sing.  3.  docinged  LU  112a  2;  PI.  3.  do- 
cingtis  LL261a20;  Fut.  Sing.  3.  do-da-cich  ZfcPh.III  463,  18; 
PI.  3.  adcichset  LL  113b  23  (mittelirische  Verwechselung  der 
Präverbia;  vgl.  die  Variante  mit  ar-  bei  Wi.  104);  Inf.  tochim 
Wi,  831  (daraus  in  proklitischer  Stellung  doch  um  I  392?). 

Etymologie  I  37,  187. 

§686.  cl ad- 'graben':  Präs.  Sing.3.  claides  'was  vernichtet' 
S.  M.  III  204,  9;  PI.  3.  cladait  Ml.  76d  14;  Ipf.  Sing.  3.  no- 
chlaided  LU  109b  19;  Konj.  Ipf.  Sing.  1.  ara  clasaind  Rc.  X 
82,  11;  Prät.  PI.  3.  co  cechlatär  LU  65b  3,  ro-cechladatar 
Wb.  5  a  24;  Pass.  Präs.  Sing,  cladar  LU  69a  35  (statt  -air); 
Konj.  Ipf.  Sing,  co-r  clasta  130a  9;  Prät.  Sing,  nach  class  LL 
60,  32;  Part,  claissi  gl.  defossi  Ml.  24c  21;  Inf.  claide.  Dat. 
claidi  Sg.  35a  8  (vgl.  class  'der  Graben'). 

Mit  ad-  'verfolgen,  jagen,  fischen':  Präs.  Sing.  3.  ad-claidh 
O'Dav.  Nr.  97,  con-aclaid  Rc.  XVI  63,  25;  PI.  3.  an  adcladat 
gl.  aucupantes  Ml.  112b  2,  nad  accladat  S.M.  IV  336,  12;  Fut. 
Sing.  1.  adcichlus  gl.  uenabor  Thes. II  48,  6;  362,  1  v.u.;  Abstr. 
aclaide  S.  M.  IV  154,  15,  aclaid  Trip.  L.  88,  25. 

Mit  com-  'to  dig,  excavate':  Präs.  Sing.  3.  conclaid  S.  M. 
IV  146,  7;  Konj.  PI.  3.  conclasat  O'Dav.  Nr.  395;  Prät.  Sing.  3. 
ocechlaid  LU  64b  44,  perf.  con-ac-claid  Rc.  XV  310,  6. 

Mit  fo-:    Prät.  Sing.  3.  fo-roichlaid  gl.  efifodit  Ml.  24c  18. 

Mit  to-:  Präs.  Sing.  3.  du-s-claid  'roots  it  up'  Ml.  102a  15; 
Inf.  tochailt  S.  M. 

Antn.  Ir.  clad-  gehört  zu  c.  claddu  'graben',  br.  klaza;  vgl.  com. 
clath-va  'burial-place' ;  dazu  mit  langem  Vokal  c.  clawdd  'Graben', 
ncorn.  kledh  'ditch'  Lhuyd  244c  Z.  3  v.  u.,  cleatb  Gwreans  an  bys 
1140,  br.  kleuz   'clöture,  fosse,  haie'.     Zu  lat.  clädes. 

§  687.     clech-,   dich-  (die  Bedeutung  des  Simplex  ist  un- 


§687.688,1]  Verbalverz.  dich-,  clo-.  493 

sicher):  Ipv.  PI.  2.  clichit  (zu  lesen  clichid)  Wi.  Täin  4967  (von 
O'Cl.  falsch  als  tionoilidh  'sammelt  euch'  erklärt;  eher  'zeigt  eure 
Tüchtigkeit');  Prät.  Sing.  3.  clichis  Salt,  na  R.  277  (aber  das  -s- 
Prät.  ist  eine  Neubildung),  ro-chichlaig  'shook'  7765. 

Mit  air-  '(kunstvoll)  abwehren':  Präs.  Sing.  3.  arclich  K. 
Meyerll6;  Ipf.Sing.3.  ar-a-chliched  som  LU  60b  8 — 9;  Konj. 
PI.  2.  ar-a-clessid  Wb.  22d  18;  Prät.  Sing.  3.  ar-a-clich  som 
LU  59a  33  (aber  das  -s-Prät.  ist  eine  mir.  Neubildung);  Pass. 
Präs.  Sing,  arclechar  K.  Meyer  116;  Inf.  irchlige  Wb.  22d  18 
(mir.  ersclaige,  airsclaige,  ursclaige  durch  Kontamination 
mit  slaide  und  slige  'schlagen'). 

Mit  com-  'to  dash,  toss':  Präs.  Sing.  3.  oclich  LL  294b  1; 
Prät.  Sing.  3.  conciuchail  Magh  Rath  200,  16  (kann  in  air.  Zeit 
nur  die  Futurumsform  gewesen  sein);  Pass.  Präs.  Sing,  oclechar 
LL  294b  1;  Kondit.  Sing,  conciuchlaisti,  conciuchlaistidh 
Magh  Rath  144,  7;  268,  9,  11;  Abstr.  cuclige,  cuclaige  'a 
shaking,  trembling,  swerving,  tossing'  K.  Meyer  547. 

Anm.  Verwandt  ist  ir.  cluche  neutr.  'Spiel,  Spielen',  cless,  Gen. 
clessa  'Kunststück,  Waffenspiel',  clechtaim  (-ä-Stamm)  'ich  pflege,  übe 
aus'. 

§  688.  clo-  'besiegen'  (aus  dem  Wurzelvokal  und  dem  Vokal 
der  Endung  entsteht  im  Auslaut  diphthongisches  oi;  vor  einem 
erhaltenen,  heute  auslautenden  nicht  mouillierten  Konsonanten  ent- 
steht hiatusbildendes  oa;  bei  Synkope  entsteht  5,  das  vor  einem 
mouillierten  Konsonanten  -öi-  geschrieben  wird):  Präs.  Sing.  3.  rel. 
chloes  Corm.  9  (unter  doch),  cluas  'who  turns  back',  'der  zu- 
rückschlägt' ZfcPh.  III214;  Konj.  Ipf.  PI.  3.  o-id-cloitis  'sodaß 
sie  ihn  (besiegten  und)  vertrieben'  Ml.  112b  20;  Prät.  Sing.  2. 
ro-clois  siu  gl.  uicisti  43d  18;  3.  ro-chlöi  gl.  uincente  37a  5, 
ro-cloi  som,  r-a-cloi  som  Thes.  I  485,  26,  ro-chathu-clöi 
'overthrew  battles'  Trip.  L.  214,  7;  mit  suffig.  Objekt  clui[d]sius 
LU  14b  12;  Pass.  Präs.  Sing,  cloithir  Ml.  16b  3;  Konj.  Sing, 
rel.  clöither  30c  1;  Fut.  Sing,  no-b-cloifether  gl.  uincemini 
67a  11;  Prät.  Sing,  ro-cload  Wb.  3bl;  Part,  cloithe  Mh32b2, 
vgl.  67b  13,  83b  7,  135c  2;  Gerundiv  Dat.  PI.  cloithib  131d  11; 
Inf.  cloud  56b  16,  70a  7,  Trip.  L.  64,  8. 

1)  Mit  cora-air-  'agere':  Präs.  Sing.  3.  co(n)erchlöi  gl. 
exagitat  Ml.  33d  16;  Pass.  Präs.  Sing,  oerchloither  gl.  agitur, 
'wendet  sich'  18d  19,  co-tom-erchloither  gl.  agor  Sg.  17a  7; 
PI.  3.    conirchloiter    gl.  aguntur,   'werden   gelenkt'    Wb.  4a  14; 


494  Verbalverz.  clo-,  cluin-.  [§688,2.689 

Ipv.  Sing,  comerchloither  gl.  agitetur  Ml.  38c  29;  Konj.  PI.  co 
chonerchloatar  gl.  ut  per  multos  gratiae  agantur  Wb.  14c  6; 
Part.  Gen.  comerchloithi  gl.  pulueris  a  uento  acti  Ml.  54b  16, 
gl.  coacti  80  b  4. 

2)  Mit  imb-:  imchloud  'Wechsel'  Sg.  31b  12. 

Mit  com -imb- 'wechseln,  vertauschen'  (nur  in  echt  zusammen- 
gesetzten Formen  belegt,  die  schon  im  Air.  als  Simplexformen  be- 
handelt werden) :  Präs.  Sing.  1.  coimchläim  gl.  cambio  Sg.  186al 
(der  erste  Buchstabe  undeutlich);  Prät.  Ph  3.  ro-coimchloiset 
Trip.  L.  76,  20;  Inf.  coimmchlöud  Sg.  62a  4,  coimchlud, 
coimchlod  Ml.  76d  12,  109d  4,  vgl.  63d  3,  mir.  coemchlöd,  cloe- 
chlöd,  s.  oben I  324,  490.  Davon  (mit  aith-)  adchoimchladach 
gl.  reciprocum  Sg.  209  b  12. 

Anm.  Die  Grundbedeutung  ist  ganz  deutlich  'wenden' ;  daraus  die 
Bedeutung  'besiegen'  wie  bei  gr.  rgenw.  Mit  dieser  Grundbedeutung  stimmt 
es,  daß  das  Verbum  die  Präverbia  air-  und  imb-  (gr.  nsQi-,  ufxffl-)  nimmt. 
Etwa  *  hU-eu-jö,  vgl.  gr.  noXevw  'wende  um'  (trans.).  Davon  abgeleitet 
cloi  gaithe  gl.  turbo,  'a  whirlwind'  Sg.  93a  4,  K.  Meyer  392,  389. 
Anders  Windisch,  IF  III  82  £F. 

§  689.  cluin-  'hören':  Präs.  Sing.  1.  ro-cluiniur  sa  LU 
85a  15,  ro-cluniur  Liad.  and  Cur.  18,  10;  3.  ro-cluinethar 
Wb.  12c  22,  vgl.  46,  27b  27,  29a  18,  ni-s-cluinethar  Ml.  21b  2; 
PI.  1.  ro-chluinemmar  112b  13;  3.  ro-chlüinetar  Wb.  IIb  6; 
Ipv.  Sing.  2.  cluinte  ML  136a  10,  Fei.  Epil.  314,  365,  425,  LU 
66b  38,  cluinnte  gl.  auchaide  Corm.  Transl.  15,  cluinte,  clu- 
in ti  Salt,  na  R.  1842,  2480,  3334;  Ph  1.  cluinem  Salt,  na  E. 
3315;  Konj.  Sing.  1.  ro-cloor,  nio-chloor  Wb.  23d  2,  b  41,  na 
clor  sa  LL  280a  18;  2.  con-dam-chloither  sa  Ml.  21b  6,  co 
cloither  su  Trip.  L.  244,  12;  3.  ro-dom-chloathar  Thes.  II 
358,  2;  PI.  1.  ro-cloammar  ML  112b  12;  3.  ro-cloatar  70a  2; 
Konj.  Ipf.  Sing.  3.  r-a-cload  43c  13;  PL  1.  mani  cloimmis 
Wb.26b23;  2.  r-a-chlöithe  24d  21;  3.  coni  cloitis  5a  8;  Fut. 
Sing.3.  ro-t-chechladar  28d  16,  ro-n-d-cechladar  ML53b  27; 
Prät.  Sing.  2.  ro-chüala  Wb.  28c  22,  ro-cuala  su  ML  50d  7; 
3.  ro-chuale  Wb.5a  7,  ra-m-chualae  ML  130b  11,  vgL53b  26, 
124d  6,  con-id-chuale  20a  2,  ni-s-cualae  59a  13,  con-dam- 
chualae  95c9;  PL  1.  ro-chualammar  Wb.5a7;  2.  r-a-cualid 
22a  23,  innäd-cualaid  si  5a  21;  3.  r-a-chualatar  8,  ru-d- 
chualatar  12d  28,  ro-chualatar  30a  11,  nach-id-chualatar 
25d  14,   vgL   ML  102d   7;     Pass.   Fut.    Sing,    o-cechlastar   LL 


§689—691]  Verbalverz.  cluin coin-.  495 

100a  25,  vgl.  YßL  49b  16;  PL  cechlaiter  LL  47a  11  (un- 
regelmäßige unkomponierte  Form);  Kondit.  Sing,  ro-cechlastai 
LU  88b  24;  Prät.  Sing,  ro-chlos  Wb.  23c  11,  Thes.  II  292,  17; 
Part.  Gen.  in  chlothi  Ml.  48b  3;  Inf.  Dat.  do  chluas  Wb. 
23c  2,  Akk.  cluais  Ml.  130b  11. 

Mit.  imb-:  Prät.  PI.  1.  imm-un-cualammar  'wir  haben  von 
einander  gehört'  Wb.  18  d  3. 

Mit  mi-ess-ro-(?):  mierchlos  'evil  report'  Ml.  22b  1. 

Mit  fo-ro-  'unvermerkt  hören;  etwas  hören,  was  man  nicht 
hören  sollte':  Konj.  Ipf.  PI.  3.  arna  forchlötis  LU  87a  2;  Prät. 
Sing.  2.  na  forcuala  LL  109a  28;  3.  ni  forchuala  YBL  124a 
17;  PI.  3.  ni  forchüalatär  LU  65b  36;  Pass.  Präs.  Sing,  näd 
forchluinter  Wb.  25b  28. 

Anm.  Mc.  clywaf  'ich  höre'  (Prät.  Sing.  1.  3.  cigleu,  2.  clyweist 
Mab.  233,  10,  PI.  3.  clywsont  22,  9,  Plusqpf.  Sing.  3.  clywssei  279,  28, 
PI.  3.  clywyssynt  180,  17,  Prät.  Pass.  clyws-pwyt,  Inf.  cly-bot,  vgl. 
S.  373,  393),  com.  Inf.  clewas  (Präs.  Sing.  3.  clew-vyth  S.  448),  mbr. 
Inf.  clevet,  Präs.  Sing.  1.  clevaf.  Vgl.  lat.  cluere,  gr.  Aor.  exXvov, 
ahd.  hlü-t  'laut',  asl.  slu-ti  'cluere',  arm.  luaj  'ich  hörte'  (Präs.  Isem),  skr. 
s'r-nö-ti  'er  hört'. 

§  690.  coil-  mit  ess-ro-  'bestimmen'  (regelmäßiges  -f-Ver- 
bum):  Präs.  Sing.  3.  asrochoili  Ml.  .S5d  22;  Ipf.  Sing.  3.  asro- 
choiled  Wb.  27a  17;  Ipv.  Sing.  2.  a-tam-rochoil  se  Ml.  24a 
15;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  asrochoiled  36b  13;  Prät.  Sing.  3.  as- 
rochoili Wb.  10b  20,  diand  r-erchoil  Ml.  46c  7;  PI.  1.  as- 
rochoilsem  22c  3;  2.  asrochoilsid;  3.  asrochoilset  95c  3,  2; 
Part.  Nom.  PL  Mask.  erchöilti  Wb.  9a  3,  vgl.  ML  130b  9;  Inf. 
erchoiliud  ML  22c  3,  vgL  136d  6,  herchoilud  Thes.  II  6,  34, 
herchöiliuth  Sg.  27b  9,  Gen.  a^rchoiltea  ML  26d  13,  PL  Nom. 
erchöilti  74d  7,  vgL  9,  Akk.  serchöiltiu  132c  15. 

Mit  rem-:  Prät.  Sing.  3.  remi-r[ij-erchöil  Wb.  4b  8;  xA.bstr. 
remerchoiliud  Thes.  I  485,  31. 

Hat  wohl  diphthongisches  -oi-  aus  idg.  -ai-  und  ist  von  der 
verlorenen  echt  irischen  Entsprechung  des  c.  coel  'Vorzeichen'  (I 
56f.)  abgeleitet;  vgL  c.  coelio  'to  believe,  to  trust',  corn.  cole, 
cola  'horchen',  Ipv.  Sing.  2.  ncorn.  coole,  kooll  Gwreans  an  bys 
595,  650  (Loth,  Rc.  XXXI  366);  -ro-  fungiert  wie  gr.  ttqö-  in 
TtQO-yvioaig. 

§691.  coin-  'klagen,  wehklagen':  Präs.  Sing.  3.  coi'nid  Ml. 
30d  4,  rel.  coinedar  74b  1,  coines  73b  12,  coineas  102a  23; 
PL  1.    cöinmi  Wb.  4a  23;    3.   rel.  chöinte   ML  29b  4,    coinde 


496  Verbalverz.  coin cren-.  [§691—694 

86d  1,  126d  5;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  nu-coined  32b  13;  Inf. 
coiniud  100a  3,  mir.  coiniuth,  cäiniud. 

Mit  di-ro- 'verzweifeln':  Präs.Pl.3.  derochöinet  Wb.  21b  1; 
Ipf.Pl.3.  durochointis  Ml. 98a  2;  Konj.  PI.  3.  arna  derchoinet 
117b  5;  Fut.  PI.  3.  ni  derchöinfet  57 d  11;  Prät.  Sing.  3.  ni 
ru-derchoin  44a  1;  PI.  1.  dorochöinsem  ni  89a  6;  3.  doro- 
choinset  46a  17,  131c  9;  Pass.  Konj.  Ipf.  Sing,  dorochöinte 
75b  18;  Part.  Gen.  derchointi  46a  18;  Inf.  derchöiniud  Wb. 
15  d  40,  vgl.  21b  1,  Ml.  90  b  19,  c  17  u.  s.  w. 

Anm.  Zur  Etymologie  s.  I  125,  378,  381;  vgl.  noch  c.  achwyn,  er- 
gwyno  'to  complaia'.  Hat  diphthongisches  -oi-  (nir.  caoinim)  und  darf 
mit  cäinid  'höhnt',  Inf.  cäined  LL  54a  1,  caned  Ml.  58c  6  {kän-;  nir. 
cäinim  'I  revile';  vgl.  Stokes,  Sprachsch.  66)  nicht  verwechselt  werden. 

§692.  coisecr-  'consecrare' :  Präs.  Sing.  1.  osecraimm  Sg. 
24a  5,  vgl.  138a  13;  Fut.  Sing.  1.  cosacrub  sa  Ml.  45b  12;  PI. 
3.  osecrabat  Ml.  66a  6;  Prät.  Sing.  3.  cu-t-secar  Thes.  II242,  8; 
Pass. Konj.  Ipf.  Sing,  osecarthe  Ml. 49a  11;  Part,  cossecarthae 
Ml.  63a  6  u.  s.  w.,  Siiperl.  cossacarthimem  50c  16;  Inf.  coi- 
secrad  49a  11,  Sg.  138b  7,  Thes.  II  242,  7,  cosecrad,  cosse- 
crad  Ml.  48b  11,  d  27,  Gen.  cosaccartha  Thes.  II  33,  30. 

Lat.  Lehnwort,  das  als  irisches  Kompositum  behandelt  wird 
(die  Futurform  cosacrub  zeigt  Kompositalendung,  aber  Lautgestalt 
der  anfangsbetonten  Formen).  Wird  im  Mir.  wieder  als  ein  Simplex 
behandelt  (s.  Atk.  LBr.  S.  598)  und  unterliegt  verschiedenen  Meta- 
thesen: Ipf.  PL  3.  no-choisergdais  Corm.  31  Z.  10;  Prät.  Sing. 
3.  ro-coisric  Wi.  IV^  176,  4. 

§  693.  cräid-  'to  torment,  hurt,  offend,  aggrieve'  {-«-Stamm), 
s.  K.  Meyer  502;  Inf.  cräd  Lü  40a  35. 

Mitto-ad-  'exasperare,  exacerbare':  Präs.  Sing.  3.  doaccradi 
Ml.  18d  13;  PI.  3.  duacradat  74c  1;  Ipf.  PL  3.  duacratis 
74c  7;  Ipv.  Sing.  3.  tacradad  87a  1;  Prät.  Sing.  3.  do-r-acräid 
28a  17;  Abstr.  tacräth  Wb.  33a  10. 

Mit  to-od-:  Abstr.  toccrad  'Erbittern,  Aufbringen'  Wi.  830. 

§  694.  cren-  'kaufen':  Präs.  Sing. 3.  rel.  crenas  Wb.29d  23; 
PL  3.  nad-chrenat  10b  7;  Konj.  Sing.  3.  ni  cria  S.  M.  III 
54,  3;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  no-da-criad  V  392,  2;  394,  2;  Prät. 
Sing.  3.  ni  ciuir  Thes.  II  332,  3;  Pass.  Präs.  Sing.  reL  crenar 
S.  M.  II  360,  1;  Ipv.  Sing,  crenar  III  152,  27;  Inf.  Akk.  cen 
chreic  LU  110a  26,  Gen.  creice  S.  M.  II  368,  8,  vgL  Zupitza, 
ZfcPh.  I  466  f. 


§  694.  695]  Verbalverz.  cren-,  cret-.  497 

Mit  to-aith-  'loskaufen':  Ipv.  PI.  2.  (ta)idchrenid  Wb.  27c 
27;  Prät.  Sing.  1.  (mit  perfektischem  -ro-)  duai-r-cher  Thes.  I 
498,  14;  3.  do-r-adchiüir,  do-rr-aidchiüir  Wb.  2b  9,  32d  10, 
dua-r-chiuir  Ml.  73b  5;  Pass.  Konj.  Ipf.  PI.  doaithchretis 
123c  10;  Prät.  PI.  do-r-athchratha  125b  9;  Inf.  Nom.  taid- 
chrec  Ml.  123c  10,  Nom.  Dat.  taidchricc,  taithchricc  Wb. 
2b  9,  4b  16,  Gen.  taidchrecce  21a  6. 

Mit  fo-  'to  buy,  purchase,  hire',  s.  S.  M.  Gloss.  377  (Pass. 
Konj.  Sing,  focrethther  IV  212,  31);  Abstr.  fochricc  (fem.), 
Gen.  fochricce,  N.  PL  fochricci  'Belohnung'  Wb.  16a  13,  13b 
27,  3c  1,  25d  8  u.  s.  w.;  fochraic  'payment,  reward;  rent,  hire' 
S. M.,  vgl.  M1.15d6,  18c  5.  Vgl.  noch  terfochraic,  terochraic 
'Belohnung'  Ml.  14  a  14,  36  a  32,  b  1,  3,  115d  6  u.  s.  w. 

Anm.  Vgl.  air.  loch  räch  'mercenarius',  mir.  tochra  'Umwerben', 
t-ind-s-cra  'Kaufpreis  für  die  Braut'  (Zupitza  KZ  XXXV  457f.).  Brit. 
Formen  I  128;  ac.  prinit  'kauft'  11  338.  C.  ad-brynu  'to  redeem';  c. 
dad-brynu  u.  s.  w.  II  300f. ;  c.  go-brynu  'to  merit,  to  deserve'  (gobr, 
gobr wj  'Belohnung'  II  16,  corn.  gober,  br.  gobr). 

§  695.  cret-  'glauben'  (§  69  I  113):  Präs.  Sing.  1.  no- 
cretim  Wb.  la  2;  3.  nad-id-chreti  15b  14,  rel.  cretes,  cret- 
tes,  creites  2b  11,  19,  27;  PI.  1.  cretme  ni  (rel.)  13b  21;  2.  ni 
cretid,  nad  creitid  20a  13,  Id  14;  3.  ni  cretet  Ml.  96b  1,  rel. 
cretite  Wb.  3d  18,  crete  Ml.  17c  4;  Konj.  Sing.  3.  ro-cretea 
Wb.  27b  15,  CO-  rro-chraitea  12c  33,  arna  ro-chretea  JVIl. 
127a  7;  PI.  1.  ro-cretem  Wb.  27a  15;  2.  ni  cretid  18c  11; 
Konj.  Ipf.  PI.  2.  o-ro-chrete  si,  onä  ru-chrete  si  17a  13;  3. 
nu-cretitis  Wb.  5b  Z.  18,  ZfcPh.  VI  465;  Fut.  Sing.  3.  cretfed 
(statt  -fid)  Wb.  la  3,  no-d-chreitfea  4d  7,  rel.  cretfes  la  3, 
creitfes  4d  5,  creitfess  21,  23b  7;  PI.  3.  mus-creitfet  5c  2, 
rel.  creitfite  12,  cretfite  15b  1;  Kondit.  Sing.  3.  no-chreitfed 
5a  20;  Prät.  Sing.  1.  ro-cretus  17a  6;  2.  ro-cretis  10a  30;  3.  ro- 
chreti  5b  21,  13a  34,  24b  31,  Ml.  46a  14,  ro-chretti  Wb.5a  7, 
nad  ro-chreit  5c  2,  ona  ro-chret  Ml.  33b  5;  Ph2.  r-a-chretsid 
si  Wb.  13b  10,  ro-creitsid  si  25d  20,  rocretsi  si  la  3;  3. 
chretsit  81c  7,  ro-creitset  la  3,  vgl.  Ml.  60b  16,  ro-cretset 
96b  5,  123c  1,  131c9,  ni  ro-chreitset  35c  20,  90c  22,  nad  ro- 
chretset  131c  9,  d  11;  Pass.  Ipf.  Sing,  nad  crette  Wb.  15a  31, 
no-b-crete  Ml.  46a  13;  Konj.  Ipf.  no-crete  33b  26.  llld  4, 
ara  crete  126c  10;  Fut.  Sing,  nad  creitfider  AVb.  28c  14; 
Gerundiv  creti  Ml.  96b  5;  Inf.  creteni  Wb.  5a  1  u.  s.  w.,  vgl. 
Ml.  142b  2.  —  Mit  ceta-:  §  585,  6  S.  292 f. 

Pedersen:  Vgl.  kelt.  Gramm.    II.  32 


498  Verbalverz.  cria-,  cuir-.  [§696.697 

§  696.  crin-  mit  air-  und  festem  Objektspronomen  (Verf., 
KZ  XXXV  406 f.)  'verschwinden,  untergehen':  Präs.  Sing.  1.  ar-a- 
chrinim  Sg.  145b  l;  3.  ar-a-chrin,  ar-in-d-chrin  Ml.  57c  12, 
alO,  vgl.  Wb. 32c  10;  PI.  3.  ar-a-crinat  Ml.  73c  2,  ar-in-chrinat 
Wb.  27b  1;  Konj.  Ipf.  PI.  3.  ar-ind-ro-chrietis  Ml.  85d  1;  Fut. 
Plur.  3.  ar-a-chiurat  59b  9;  Prät.  Sing.  3.  ar-a-rui-chiuir 
136a  8,  ni  archiuir  LL  249a  49;  PI.  3.  o-ar-r-c<h>eoratar  Ml. 
26d  6;  Inf.  irchre  Wb.  26a  5,  vgl.  3a  14,  erchrae  Ml.  39c  34, 
vgl.  30d  27,  31a  4,  58b  10,  Sg.  169b  2,  192b  3,  193b  7,  197b  9 
(davon  irchride  'vergänglich'  Wb.  Ila29,  13d  8,  24b  5,  erchride 
Ml.  26 d  12).  —  Im  Mir.  wird  das  -n-  fest:  Fut.  Sing.  3.  noo- 
airchranfa  LL  293b  3;  Prät.  Sing.  3.  ro-erchran  Gl.  zu  ar- 
ro-chiuir  Fei.  Prol.  67,  127  (Fel.i  XXIVf.). 

Vgl.  §600  S.  339.  Verwandt  ist  crin  'welk',  wovon  crinaim 
'I  wither'  K.Meyer  518  (Präs.  Sing.  3.  rel.  crinas  Thes.  II  249,  7). 

§  697.  cuir-  (Deponens),  Konj.  und  Prät.  cora-,  'legen, 
setzen,  werfen';  wird  im  Ind.  und  Konj.,  wenn  kein  syntaktisches 
oder  wortbildendes  Präverb  vorausgeht,  durch  fo-cerd-  suppliert; 
das  Fut.  wird  von  fo-cerd-,  die  perfektischen  Formen  von  ro -la- 
gebildet (so  auch  in  den  Zusammensetzungen).  Daneben  gibt  es 
ein  cuir-  'einladen',  im  Air.  nur  mit  to-  belegt^,  das  den  Supple- 
tivismus nicht  kennt  und  den  -z-Stamm  im  ganzen  Paradigma  durch- 
führt.    Vgl.  Thurneysen,  Rc.  VI  371,  Sarauw,  Irske  Studier  S.  124. 

Präs.  Sing.  3.  rel.  cuirethar  Thes.  II  37,  12;  PI.  3.  hi-cui- 
retar  Thes.  II  18,  34;  Ipv.  Sing.  2.  cuirthe  Ml.  56c  5,  cuire 
(§  598  Anm.  5)  Thes.  II  19,  36;  36,  32,  LU  105b  30,  106a  18, 
eure  58a  17,  LL  279b  17;  P1.2.  cuirid  Wb.  27b  11;  Konj.  Sing. 
2.  nli-s-coirther  10a  21;  3.  arnach-corathar  Ml.  68b  9;  Prät. 
Sing.  3.  dia  corastar  39a  3  (subjektlos),  co  corastar  LL  250b 
49,  Lü  59b  32,  o-da-corastär  129a  16;  Pass.  Präs.  PI.  fris- 
cuirter  Fei.  Jan.  25;  Gerundiv  coirthi  Ml.  72b  13  (vom  Konj. 
beeinflußt);  Inf.  cor  Wb.  10a  21,  Ml.  135c  1,  Sg.  106b  2,  Akk.  PI. 
curu  Thes.  II  11,  38. 

Das  Supplementverbum  fo-cerd-:  Präs.  Sing.  3.  fo-cheirt 
Wb.  13c  21,  vgl.  32c  11,  Sg.  4b  6,   f-a-cheird  Ml.  94c  8;    PL 


1.  Im  Mir.  auch  unkomponiert  cuir-  'einladen'  (Inf.  cuiriud);  aber 
auch  cuir-  'legen,  setzen,  werfen'  bildet  im  Mir.  allmählich  ein  nicht 
suppletivistisches  durchgeführtes  -»-Paradigma  aus  (ro-cured  'wurde  ein- 
geladen' LL  270a  10,  ro-cuired  'wurde  gelegt'  B.  Ball.  6b  25). 


§  697, 1—3]  Verbalverzeichnis  cuir-.  499 

1.  focertam  Wb.  15b  4,  fu-s-cerdam  34a  2  (nicht  Ipv.);  3. 
focerdat  S.  M.  IV  172,  13,  fu-chertat  Ml.  93a  25;  Konj.  Sing. 

2.  foceirr  Wb.  18c  24;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  f-a-cherred  Ml. 
124b  3;  Fut.  Sing.  1.  fochichur  sa  LU  70a  4,  ni  föichur  sa 
LL  251b  20;  3.  focicherr  M1.87d  6,  focicher  Wi.  Tain  S.  807  ^ 
(umgebildet  fochiuchra  LU  56a  8);  Kondit.  Sing.  3.  fochichred 
LU  64a  40;  Prät.  Sing.  3.  focairt  44a  2,  5,  focaird  Thes.  I  493, 
27;  PI.  3.  f-a-chartar  Ml.  64a  10,  fochartatär  LU  23b  27 
Pass.  Präs.  Sing,  fucertar  Wb.  34a  2,  focertar  Ml.  30c  3 
focerddar  Sg.  71a  19;  PI.  focerdatar  Ml.  96c  11;  Fut.  Sing 
focichertar  YBL  116a  11;  PI.  fochichritar  Salt.  8324;  Prät 
Sing,  focress  Thes.  II  339,  4;  345,  2;  346,  6,  LL  56b  17,  89a  44 

Das  Supplementverbum  ro-la-:  Präs.  Sing.  1.  ro-läo  sa,  ni 
ro-läim  LU58a24,  6f.;  Konj.  Sing.  1.  o-ra-1  Wb.  7a  4;  3.  arna 
ra-la  IIb  21,  di<a>nd-ra-la  Thes.  II  37,  14  (subjektlos);  PL  1. 
CO  ro-lam  LU  48b  16;  Prät.  Sing.  2.  ro-llais  LL  251b  14;  3. 
ro-laa  Sg.  75a  4,  r-a-la  som  Thes.  I  489,  36,  nach-am-ra-lae 
Ml.  90c  17;    PI.  2.   ro-lasid   Wb.  15d  1,    cani  ra-lsid  15a  1; 

3.  ni  ro-lsat  Ml.  16d  2;  Pass.  Prät.  Sing,  ro-laad  Wb.  13d  9, 
Ml.  44d  2,  Sg.  153b  6,  ro-llaad  Ml.  29c  1,  in-ro-läd  LL251a 
32  (ro-laad  steht  als  Gl.  zu  focress  Thes.  II  339,  38;  345,  13; 
346,  32);  PI.  ru-latha  Thes.  II  292,  11. 

Zusammensetzungen:  1)  Mit  to-ad-:  Abstr.  tacur  'act  of 
Coming  towards'  S.  M.  I  252,  3  v.  u. 

Mit  frith- to-ad-:  Konj.  Ipf.  PI.  3.  co  f ristacor(tais)  gl. 
ut  obiicerent  Ml.  118c  3  (nicht  ausgeschrieben,  vgl.  unter  3°;  Ascoli 
hat  fristucor);  Pass.  Präs.  Sing,  fristacuirther  gl.  obiicitm-  Sg. 
21b  4.  Falls  frithtacuirsimem  gl.  infestissimum  Ml.  106b  15 
hierher  gehört,  ist  das  -s-  kaum  richtig  (oder  zu  §  693?). 

2)  Mit  air-:  Präs.  Sing.  1.  ar-in-d-chuiriur  Thes.  II  293,  5 
(unklar);  3.  arcuirethar  'verlängert  (das  Leben,  säegal)'  ZfcPh. 
III  448,  26;  PI.  3.  ni  erchuiretar  'vergrößern  nicht  (die  Zahl, 
lin)'  Sg.  6b  17.  Vgl.  mir.  erchor,  irchor,  aurchor,  urchor 
'Wurf,  Dat.  PI.  erchuraib,  erchoraib  gl.  felis,  iaculis  Ml.  34c  13, 
75b  8,  airchur  arathir  gl.  temo  Thes.  II  48,  35. 

Mit  imb-air-:  Abstr.  do  immarchor  chöre  'um  Fiiedeu  zu 
bringen'  Wb.  5a  5  (finite  Formen  bei  Wi.  621). 

3)  Mit  aith-:  Präs.  Sing.  3.  adcuirethar  'they  return'  Sg. 
73b  2  (subjektlos);  PI.  3.  adcuireddar  'they  return'  202b  3  (durch 
Entgleisung  subjektisch);  Konj.  Ipf.  PI.  3.  'aidchuirtis  gl.  obiice- 

32* 


500  Verbalverz.  cuir-.  [§697,3—8 

rent  'vorwürfen'  Ml.  118c  3  (die  Stelle  [co  fristacor  aidchuir- 
tis  .  .]  ist  verschrieben;  der  Schreiber  hat  zuerst  ein  anderes  Ver- 
bum  schreiben  wollen,  gab  es  aber  auf  halbem  Wege  auf  und 
schrieb  aidchuirtis,  das  vom  vorhergehenden  co-  gl.  ut  abhängig 
ist  und  daher  in  echter  Komposition  erscheint;  richtig  wäre  co 
n-aidchuirtis);  Inf.  athchor  'sending  back'  K.Meyer  146,  Gen. 
aithchuir  gl.  recursus  Ml.  42c  26.  Supplementverbum:  Konj. 
perf.  Sing.  2.  forsna-hath-ro-la  O'Dav.  Nr.  104. 

Mit  to-aith-:  Präs.  Sing.  3.  an  do-n-aithchuiredar  gl. 
redeunte  Sg.  18b  6,  du-ad-churidar  'kehrt  zurück'  Ml.  34d  7; 
Part,  taidchoirthe  82c  6;  Inf.  taidchur,  taidchor  Wb.  3a  14, 
Ml.  47b  6,  3,  Gen.  taidchuir  62c  7.  Supplementverbum:  Fut. 
Sing.  3.  do-n-aithfoicherr  'wird  zurückbringen'  Ml.  34d  8;  PI. 
3.  du-n-athfoichret  Ml.  72d  1  (intransitiv). 

Mit  frith-to-aith-:  Abstr.  Nom.  PI.  frithtaidchuir  gl. 
obicibus  Ml.  121a  16. 

4)  Mit  com-:  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  cia  concorad  'though  he 
contract'  O'Dav.  Nr.  736;  Inf.  do  chocur  chöre  LU  21b  9  (auch 
'whisper,  secret  talk,  Council'  K.  Meyer,  Wi.  Täin,  S.  M.). 

5)  Mit  di-:  Inf.  dichor,  dichur  'Abwehr,  abw^ehren',  s.  Wi.,^ 
Wi.  Täin  (wo  auch  finite  Formen),  S.  M.;  vgl.  air.  dechor,  dechur 
neutr.  'unterschied'  Wb.  13  c  26  u.  s.  w.  Dazu  ein  Denominativ 
dechraim  'I  fall  asunder',  'I  decide'  K.  Meyer. 

6)  Mit  to-etar-:  Präs.  Sing.  3.  do-etar-cuirethar  gl.  inter- 
pellat  Wb.  4b  19;  Abstr.  tetarcor  'das  Dazwischenkommen,  inter- 
posing'  3d  5.  —  Mit  etar-to-etar:  Absti'.  Dat.  etartetarcur 
'intercession,  interval'  Ml.  32  a  25,  88  d  13. 

7)  Mit  frith-:  Präs.  Sing.  1.  friscuriur  'ich  lehne  ab'  LU 
57b  26;  3.  fri-t-curethar  cheill  'who  worships  him'  Ml.  41dl6; 
Ipv.  Sing.  2.  frecuirthe  ceill  Thes.  II  20,  39;  Pass.  Konj.  PI. 
friscoirter  ceill  Ml.  21d  3;  Konj.  Ipf.  Sing,  friscoirthe  95a  1; 
Inf.  freccor  ceill  'Verehrung'  Wb.  llbö,  vgl.29d  6,  Ml.  30d  16, 
43a  2,  79b  2,  106 d  3  (ceill  von  ciall  'Sinn').  Supplementverbum: 
Fut.  Sing.  1.  frisfoichiurr  ceill  Ml.  78c  8. 

8)  Mit  imb-:  Präs.  PI.  3.  imm-e-churetar  'welche  bringen' 
Wb.  5a  5  (im-da-cuiret  'sie  legen  sie  .  .  herum'  LU  87b  18); 
vgl.  Wi.  und  Atk.  LBr.;  nir.  Inf,  iomchar  'tragen'  (vgl.  §  278 
I  409).  Supplementverbum:  Konj.  PI.  3.  co-mm-os-ralat  'daß 
sie  sich  davon  machen'  LU  111b  3  (subjektische  Konstruktion  statt 
der  älteren  subjektlosen  Konstruktion). 


§697,9.10]  Verbalverz.  cuir-.  501 

9)  Mit  in-:  Supplementverbum  Pass.  Prät.  Sing,  in-ro-lad 
4st  hineingeworfen  worden'  Thes.  II  10,  19.  Vgl.  ecor  'Anord- 
nung, Ausstattung'  nir.  eagar  (zur  Kürze  des  e-  vgl.  §  288  Anm. 
I  419);  eine  Nebenform  mit  langem  e  steckt  in  nir.  teagar  'shel- 
ter',  wozu  als  Denominativ  imm-e-thecrathar  Svhat  Covers'  Ml. 
65a  1,  imm-us-tecrathar  'schützt  sie'  LU  102b  1;  eine  andere 
Nebenform  ist  t-in-chor  'Ausstattung'  Wi.,  S.  M.,  vgl.  LL  109a  5. 

10)  Mit  to-  in  der  Bedeutung  '(her-)legen,  setzen,  werfen': 
Präs.  Sing.  3.  (subjektlos)  ducuiredar  Thes.  II  19,  36,  du-n-d- 
chuirethar  Ml.  35d  22;  Ipv.  Sing.  2.  tochre  LU  132,  7;  Konj. 
Ipf.  Sing.  3.  rel.  to-  chorad  Ml.  44a  19;  Prät.  Sing.  3.  duco- 
rastar  Ml.  52,  docorastar  LL  248a  24,  dochorastär  LU  65a 
40,  120a  34,  vgl.  70a  10,  82a  13,  co-tochrastar  Wi.  11^  184 
(Z.  7);  Pass.  Präs.  Sing,  tarsa-tochuirther  Ml.  22c  1,  dia- 
tochuirther  80b  7,  fora-tochar  Thes.  I  485,  21  (-r  statt  -rr-;  ' 
altertümliche  Form);  Inf.  Dat.  do  thochur  Ml.  28c  12,  29a  8. 
Supplementverbum :  Fut.  PI.  3.  con-dichret  Ml.  44a  16  (zur 
Redensart  vgl.  19;  das  Präverb  -fo-  ist  durch  Lenition  und  Syn- 
kope geschwunden;  das  Präverb  to-  ist  wie  im  Fut.  -ti-ber  §585, 
28  S.  300  behandelt  und  hat  durch  die  Eklipse  das  -t-  in  -d-  ver- 
wandelt); Kondit.  Sing.  3.  doföichred  Sg.  130b  2.  Perfektische 
Formen:  Konj.  Sing.  3.  to-'rala  Ml.  43b  15,  odid-tarla  Wb. 
24a  17  (oben  S.  311);  Prät.  Sing.  3.  du-s-rale  Ml.  23c  16;  Pass. 
Prät.  Sing,  doralad  Wb.  13d  8,  Ml.  14b  12,  duralad  67d  9. 

Mit  to-  in  der  Bedeutung  'einladen':  Präs.  Sing.  1.  docuiriur 
gl.  ascisco  Sg.  16b  8,  to-lchuiriur  Thes.  II  357,  1;  3.  docuire- 
thar  gl.  asciscit  Sg.  61a  7,  vgl.  191a  2,  do-choirethar  gl.  inui- 
tante  Ml.  29b  1;  Fut.  Sing.  1.  docuirifar  gl.  citabo  3a  1;  Prät. 
Sing.  3.  do-ro-churestar  gl.  exciuerat  16c  6,  do-ro-chuiristar 
gl.  asciuerit  25c  13,  do-rro-chuirestar  gl.  arcessiuit  Sg.  184a  2, 
ni  ru-thochurestar  gl.  nulla  exciuerat  Ml.  18d  6;  PI.  1.  do-ro- 
chuirsemmar  gl.  asciuimus  Sg.  6b  18;  Pass.  Präs.  Sing,  dofo- 
cuirther  Ml.  18c  10  (verschriebene  oder  entgleiste  Form;  nicht 
mit  to-fo-  komponiert);  Kondit.  Sing,  ni  tochuiribthe  gl.  non 
ascisceretur  Ml.  128a  2;  Inf.  tochuiriudh  Wi.  832. 

Anm.  Die  ir.  Wurzel  cuir-  'setzen,  legen,  werfen'  hat  im  Brit.  zahl- 
reiche Spuren  hinterlassen;  unkomponiert  in  c.  crybwyll,  cyrbwyll 
§  232  I  334;  mit  *to-<de-  in  br.  daskori  'zurückgeben'  (vgl.  I  528);  mit 
*Uom-  in  c.  cynghor  'Kat'  (ir.  cocur);  vgl.  noch  abr.  i  hep-corim 
gl.  cassum  (der  Form  nach  ein  Inf.),  c.  heb-ir'M-i,  hob-gor  'to  put  aside. 


502  Verbalverz.  cuir dal-.  [§697—699,2 

to  dispense  with"  (heb-gor  'being  dispensed',  Adj.);  c.  rbagor  'Unter- 
schied' oben  S.  52. 

Ir.  cuir-  'einladen'  könnte  der  Bedeutung  wegen  immerhin  mit  cuir- 
'setzen,  legen,  werfen'  identisch  sein  (es  kann  sogar  in  gewissen  Fällen 
schwer  zu  entscheiden  sein,  ob  das  eine  oder  das  andere  Verbura  vorliegt); 
die  Schreibung  do-ch  oirethar  Ml.  29  b  1  (in  Thes.  stillschweigend  ver- 
bessert oder  verschlimmbessert)  könnte  indessen  nach  §  252,  1  I  360  auf 
den  Grundvokal  a  deuten,  in  welchem  Falle  mc.  peri,  Präs.  paraf  'be- 
wirken, verschaffen'  'to  cause,  to  bid'  (1 128)  trotz  der  etwas  abweichenden 
Bedeutung  nicht  fern  liegen  würde. 

Über  ir.  fo-cerd-  vgl.  S.  381  (die  ursprünglichste  Bedeutung  der 
Sippe  liegt  wohl  vor  in  russ.  cereditt  'wechseln'). 

In  ir.  la-  sehe  ich  eine  idg.  Alternationsform  der  oben  S.  353  be- 
sprochenen ir.  Wurzel  el-  (Präs.  -ella);  vgl.  §  652  Anm.  und  Schluß. 

§  698.  da-:  Prät.  Sing.  3.  o-ro-dastar  som  'er  hat  beab- 
sichtigt' Wb.  7  a  14,  vgl.  Rc.  XI  450,  122.  Vielleicht  zu  mir. 
con-d  'Sinn,  Verstand',  cun-du  oben  I  350,  O'Dav.  Nr.  435,  asl. 
scf-dü  'Urteil',  lat.  con-dö,  conditio, 

§  699.  dal-  (-f-St.)  'austeilen,  ausgießen':  Ipv,  Sing.  2.  dale 
LU  101a  33;  Prät.  Sing.  3.  dälis  LL  114b  16;  Inf.  däil  Wi. 

1)  Mit  com-  'teilen':  Pass.  Präs.  Sing,  frisi-condlaither 
O'Dav.  Nr.  341;  Abstr.  condäil  Thes.  II  293,  4. 

Mit  air-com-:  Präs.  Sin.g.  3.  ni  erchondla  'ist  nicht  teil- 
haft' Sg.  208b  5  (statt  -ai);  Abstr.  ernail  'participation,  Anteil; 
Art,  Gattung'  Atk.  LBr.,  Wi.,  Wi.  Täin,  Fei,  S.  M.  (ern.  Thes. 
n  246,  5?). 

2)  Mit  fo-  'verteilen':  Präs.  Sing.  2.  fodali  Ml.  39c  2;  3. 
fodäli  Sg.  107a  5,  121b  1,  vgl.  Wb.  12a  8,  Ml.  30d  26,  20c  8, 
42b  27,  lila  8;  PI.  3.  fodalet  Sg.  72a  3,  4,  198b  2,  ni  fodlat 
197a  21;  Ipv.  Sing.  3.  fodlad  Ml.  82d  2;  Fut.  Sing.  1.  fudalib 
sea  Ml.  78a  10;  3.  fodailfea  90a  8;  Prät.  Sing.  3.  fo-n-d-ro-dil 
Wb.lOall;  Pass.  Präs.  Sing,  fodailter  Sg.  3b  15,  fu-n-dailter 
Wb.  33bl9;  PI.  nad-f odlaiter  Sg.  28b  22,  ni  fodlatar  72b  1; 
Prät.  PI.  fo-ro-dalta  Ml.  99c  4;  Part,  fodlaide,  fodlide  Ml. 
26a  9,  Thes.  II  7,  24,  vgl.  Sg.  54a  14,  111b  1,  189b  6;  Gerundiv 
fodlaidi  Ml.  105b  13,  Thes.  II  21,  33;  Inf.  fodail  Ml.  22d  16, 
100b  22,  lila  7,  fodil  Thes.  I  495,  2,  Sg.  147a  3  u.  s.  w. 

Mitcom-fo-  'verkehren,  teilnehmen':  Präs.  PI.  2.  confodli(d) 
Wb.  24bl9;  Fut.  PI.  2.  confodlaibid  si  M1.53bl8.  Davon  abge- 
leitet cobodlus,  cobadlus,  cobfodlus  'Gemeinschaft,  Verkehr' 
Wb.9bl7,  22b26,  Ml. 22b  1,  ran-chobfodlaid  gl.  particeps  86d  5. 


§  699, 3. 700]  Verbalverz.  däl-,  dam-.  503 

3)  Mit  to-  'eingießen,  einschenken':  Präs.  Sing.  1.  dodälim 
gl.  fundo  Sg.  146b  6,  vgl.  Thes.  11  228,  32;  Prät.  Sing.  1.  do- 
ro-dalius  LL  261a  32;  Pass.  Präs.  Sing,  dudailter  Ml.  76b  4; 
Konj.Pl.  du-n-daleter  lOld  5;  Abstr.  toddil  79a  5,  vgl.  94c  20, 
134b  4,  30d  1,  118c  8. 

Anm.  Vgl.  c.  gwa-ddol  'a  portion  or  dowry"  (John  Rhys  k  David 
Brynmor-Jones,  The  Welsh  People  S.  211-''),  r.  dolja  'Teil'  lit.  dalis  ds. 
(daly'ti  'teilen').  Von  der  hier  besprochenen  Wurzel  däl-  (mit  alter 
Länge)  ist  eine  andere  ir.  Wurzel  däl-  (mit  Ersatzdehnung;  -ä-Stammj  zu 
unterscheiden;  s.  Wi.  dälaira  'ich  habe  eine  Zusammenkunft'  (von  däl 
c.  da  dl  I  135). 

§  700.  dam-  'sich  fügen,  erleiden,  gewähren'  (bildet  ur- 
sprünglich wohl  ein  -«'-Präsens  und  einen  -ä-Konj.):  Präs.  Sing.  3. 
ni  daim,  na  daimenn  S.  M.  II  100,  7,  V  318,  1  v.  u.  (aber 
auch  ni  dam,  na  damand  I  120,  19,  V  250,  19);  PI.  3.  na 
daimet  V  250,  5,  ni  daimet  LU  110a  44;  Konj.  Sing.  3.  dia 
n-dama  Rc.  VII  300;  PI.  3.  dia  n-damat  S.  M.  V  120,  10  (aber 
Konj.  Ipf.  PI.  3.  CO  n-daimtis  Lü  110b  9);  Fut.  Sing.  1.  ni 
didam  sa  Eriu  III  136,  9;  2.  in  didma  LU  63b  21  (jüngere 
Futurformen:  Sing.  1.  noco-didem  [wohl  -didem  zu  lesen]  LU 
63b  22;  Pl.l.  ni  didemam  110a  45;  3.  demait  LL  87b  6);  Prät. 
Sing.  1.  ni  ro-damar  Trip.L.  140,16;  3.  ro-dämair  LL  132a  26, 
ni  ro-dämair  255b  1  (häufig  ohne  Längezeichen:  ni  damair 
114a  32,  256a  10,  na  damair  Fei.  Febr.  9,  ro-damair  Salt. 
7749,  Atk.  LBr.  4893;  auf  Neuerung  beruht  ro-det  Salt.  6873); 
PI.  3.  ro-damatar  Fei.  Prol.  53,  ni  ro-dmatär  LU  107a  40, 
ro-damdatar  Fei.  Prol.  32,  53,  damdatar  Okt.  15,  ni  dam- 
thatar  Trip.L.  204,  1,  ro-damnatar  Fei. Prol. 32  (-md-,  -mth-, 
-mn-  ist  mir  unklar;  wurzelt  wohl  tiefer,  als  Thurneysen,  Handb. 
401,  annimmt);  Pass.  Präs.  Sing,  ni  damar  LL  93a  54;  Konj. 
Sing,  co-r  damthar  LU  112b  39;  Prät.  Sing,  ro-det  K.  Meyer 
586;  Inf.  deitiu,  Akk.  detin  K.  Meyer  605. 

Mit  ad-  'gestehen':  Präs.  Sing.  1.  atmu  LU  59b  9,  12  (vgl. 
oben  S.  249);  2.  inn-atmai  su  Thes.  II  4,  36;  3.  at^a)im  Ml. 
42b  26;  PI.  3.  ataimet  131d  16,  Sg.  33a  25,  a-ta-daimet  181a 
5;  Ipv.  PI.  2.  atmaid  LU  57a  16;  Konj.  PI.  3.  perf.  co  n-ä-r- 
damat  Ml.  131d  16;  Fut.  Sing.  2.  a-tum-didmae  Fei.  Epil.  494 ; 
3.  ad-n-didraa  Imr.  Brain  I  25^'';  Prät.  Sing.  1.  ad -ro-damar 
Thes.  II  9,  22;  2.  ad-ro(da>mar  su,  inn-ä-r-damar  su  Thes. 
113,32;  4,34,  nach  atamar  Salt.  1406;  3.  ad-ro-damair  Trip. 
L.  148,  5;  Inf.  atitiu  K.  Meyer  20. 


504  Verbalverz.  dam ded-.  [§700—702 

Mit  fo-  'erleiden':  Präs.  Sing.  1.  fodaimim  se  Wb.  23b  12, 
17;  2.  fo-daimi  siu,  fodaimi,  ara-fodmai  siu  Ml.  55d  14,  11; 
3.  fodaim  38d  14,  99b  1,  Sg.l5b5,  143a 6,  vgl.  IIa  1,  ara-fodaim 
M1.55dll;  PI.  1.  fodaimemMl.lllcl3;  2.  fodaimid  Wb.  17b24, 
23c  7;  3.  fodaimet  Ml.  26d  12,  87b  17,  20,  Wb.  2c  10,  ni  fodmat 
20c  21;  Konj.  Sing.l.  f-a-dam  29d  27;  3.  fudama  Ml.  68d  14; 
Konj.  Ipf.  Sing.  1.  coni  fodmain  se  73c  7,  nad  fo-r-damainn 
107b  8;  PL  3.  fo-n-damtis  34b  11;  Fut.  Sing.  2.  fo-n-didmae 
siu  35c  33;  3.  ni  fuidema  56c  9;  PI.  3.  fo-s-didmat  15c  10 
(fodemat  LU  37b  4,  Neuerung);  Kondit.  Sing.  3.  f-a-didmed 
Sg.  137b  5;  Prät.  Sing.  1.  fo-rro-damar  Wb.  19d  20,  vgl.  Ml. 
22d  5,  39a  13,  58d  13,  95d  13,  14,  132c  12,  nad  fo-r-damar 
sa  LL119a  1;  3.  fo-ro-damair  Ml.  54b  28,  62d  9,  vgl.  131b  12, 
133a  6  (verscbrieben  fo-ra-dair  54a  35),  ni  fo-r-dämair  LU 
111b  12;  PI.  3.  fo-ro-dmotär  35a  17,  fu-ro-damnatar  Ml. 
96b  8,  fo-n-d-ro-damnatar  105b  9,  f o-ro-damna[m]tar  90c 
13;  Pass.  Konj.  PI.  fo-n-damtar  46d  6;  Inf.  foditiu  Wb.  Ic  18, 
30c  23  u.  s.  w.,  fodaitiu  Sg.  137b  10,  209b  12,  Dat.  fodaitin 
Ml.  24b  13,  Nom.  foditu  Tbes.  II  247,  10. 

Mit  com-fo-:  Präs.  Sing.  3.  ofodim  'co-endures'  Sg.  188a  31; 
Konj.  PI.  1.  mä  confodma(m)  'if  we  suffer  togetber'  Wb.  4a  17. 

Anm.  C.  addef,  br.  ansav''gestehen'  I  388,  422,  474.  Ac.  ni  cein 
guodeimisauch  gl.  non  bene  passae;  nc.  go-ddef  'to  suffer;  to  permit, 
to  allow';  corn.  gothaf  'ertragen';  br.  gouzafiv,  gouzav;  c.  dy-o-ddef 
'to  suffer'. 

Ein  verwandtes  transitives  Verbum  liegt  vor  in  ac.  o-r  dometic  gl. 
domito.  Vgl.  lat.  domo,  gr.  ääfxvrjfii  'bändige',  got.  ga-tamjan  'zähmen', 
skr.  damjati  'ist  zahm,  zähmt'. 

§  701.  dar-  'bespringen':  Ipf.  Sing.  3.  no-daired  LL  69a 
31;  Prät.  Sing.  3.  con-da-ro-dart  Wi.  11^*  245,  240,  co  ro-dart 
LL  168a  25;  Inf.  dair,  Gen.  dara  S.  M. 

Vgl.  gr.  d^QioöY.10  'springe,  bespringe',  Aor.  ed-OQOv. 

§  702.  ded-  'euanescere,  tabescere':  Präs.  perf.  Sing.  3. 
ru-deda  Ml.  22d  7;  Ipf.  PI.  1.  no-tedmais  131c  4;  3.  no- 
dedais  102d  14;  Konj.  Sing. 3.  rel.  dedas  104d  1;  PI. 3.  dedait 
77b  10  (Fut.?);  Konj.  Ipf.  PL  3.  nu-n-dedais  83b  3;  Fut.  PL  3. 
dedait  79b  10;  Prät.  Sing.  1.  ro-dedus  sa  44d  10,  50b  3;  3. 
ro-ded  111b  12;   PL  3.  ru-dedsat  22d  6. 

Mit  com-:  Prät.  Sing. 3.  o-ro-deda  gL  contabuit  ML  118b  2. 

Der  Stamm  ded-  ist  redupliziert  und  kann  ursprünglich  nicht 


§  703.  704, 1 .  2J  Verbal verz.  d  e  n  - ,  d  i  -  n  -  g  -.  505 

präsentisch  gewesen  sein,  da  Präsensstamm  und  Fut.-Stamm  nicht 
seit  jeher  identisch  gewesen  sein  können  (übrigens  Heßen  sich  die 
oben  als  Präs.  und  Ipf.  bezeichneten  Formen  zur  Not  als  Prät.  und 
Kondit.  auffassen).  Die  Formen  des  Präsensstammes  wurden  ur- 
sprünglich wohl  von  tin-  gebildet.  Wenn  man  annehmen  darf, 
daß  das  -a  des  Prät.  -de da  an  die  Stelle  eines  -e  <  -owe  getreten 
ist,  kann  man  got. c^iw'ans 'sterblich'  an.  deyia  'sterben'  vergleichen. 

§  703.  de-n-  'saugen':  Präs.  PI.  3.  denait;  Ipf.  PI.  3.  ni 
dendais  Trip.  L.  142,  13,  10;  Prät.  Sing.  3.  dith  Thes.  11 .346,  3, 
rel.  dide  K.  Meyer  655;  Inf.  deol  ebd.  614.  Im  Mir.  wird  -ru- 
fest: Prät.  Sing.  3.  ro-dinestar  Thes.  II  346,  23. 

Dazu  dinu  'Lamm'  I  249.  Etymologie  I  111  (wo  statt  dinim 
vielmehr  denim  zu  lesen  ist). 

§  704.  di-n-g-  'unterdrücken'  (Atk.  Lßr.  S.  645,  Wi.  IV^, 
Wi.  Täin,  K.  Meyer  655):  Prät.  Sing.  3.  dedaig  Thes.  II  322,  7, 
vgl.  K.  Meyer  655;  Inf.  mir.  dinge. 

1)  Mit  for- 'unterdrücken':  Präs.  PI.  3.  fordengat  Ml.  29a  13, 
vgl.  75b  7;  Ipf.  Sing.  1.  for-fi-dinginn  se  115a  16;  Prät.  Sing. 
2.  for-ru-dedach  su  96c  17;  PL  3.  for-ru-dedgatar  63c  3; 
Pass.  Präs.  Sing,  fordengar  57d  7;  Konj.  PI.  for-n-diassatar 
39b  12;  Fut.  PI.  ardidsiter  YBL  45b  12;  Part.  Ph  fortechtai 
Ml.  81c  15;  Inf.  fortige  75b  16,  di-a  fordinge  LU  18,  19—20. 

2)  Mit  air-od-  'erquicken,  herstellen':  Präs.  Sing.  3.  arutaing 
Ml.  64c  20;  Fut.  Sing.  2.  arutais  siu  56a  11;  Prät.  Sing.  3. 
arutacht,  ar-do-utacht  Thes.  II  328,  4;  345,  3  (Neuerung); 
Pass. Präs. Sing,  ar-ün-utangar  Ml.  135a  2;  Gerundiv  erdachtaib 
130b  10;  Inf.  ertach  neutr.  121b  7,  vgl.  118c  7,  irtach  Wb. 
32a  23,  aurtach  Wi.  868. 

Mit  com-od-  'bauen,  errichten':  Präs.  Sing.  1.  cunutgim  Sg. 
141a  1;  3.  conutuinc  Wb.  10b  28,  co-tof-utainc  si  8c  16, 
conutunig  (zu  lesen  -tuing)  8d  2,  co-ta-utaing  'supports  them' 
Ml.  86a  18;  Ipv.  Sing.  3.  comtangad  Wb.  31c  15;  Konj.  Ipf. 
Sing.  1.  outsin  Thes.  II  27,  32;  Fut.  PI.  3.  conutsat  Tiip.  L. 
34,  10;  Prät.  Sing.  3.  o-id-r-otig  Wb.  33a  2,  o-r-otaig  33 a  5, 
Ml.  40d  5,  con-r-otoich  Thes.  II  31,  26;  PI.  3.  con-r-ötgatar 
Sg.  32b  6;  Pass.  Präs.  Sing,  chonutangar  Ml.  14c  5;  Fut.  Sing, 
conutastar  LL  188b  17;  Prät.  Sing,  con-r-otacht  Ml.  48 d  27, 
LLT  99b  7,  16;  PI.  o-r-otachta  99b  20;  Part,  cumtachtae, 
cumtachta  Ml.  57c  2,  84a  10;  Gerundiv  cumtachtaib  gl.  figendis 
102d  10;  Inf.  cumtach  Wb.  6c  26,  8c  18,  13a  3,  21c  5,  27d  24, 


506  Verbalverz.  di-n-g-,  dlig-.  [§704,2.705 

28  b  9,  Thes.  II  241,  16,  Ml.  72  a  5,  133  c  11,  Sg.  139  a  4,  209  b  28, 
vgl.  Ml.  36c  17,  84a  7,  11,  94b  11,  102  d  12,  131c  8,  cum  dach 
Sg.  148a  3,  nir.  cumhdach,  vgl.  aidchumtach  'rebuilding'  Wb. 
26a  8,  athchumtach  Ml.  135a  8,  vgl.  118d  10,  20,  adchum- 
tuch  (Dat.)  Thes.  I  489,  36. 

Mit  ad-com-od-  'hinzubauen':  Präs.  Sing.  3.  ni  adchumtig 
Sg.  211a  8  (Sarauw,  Irske  Studier  S.  84  will  adchuintig  [zu 
saig-]  lesen);  Prät.  Sing.  3.  ado-r-otaig  Ml.  35b  13. 

Anm.  Es  ist  wohl  wahrscheinlich,  daß  es  sich  um  zwei  verschiedene 
Verha  handelt;  das  Simplex  und  das  Komp.  mit  for-  gehören  wohl  zu  lit. 
dengiü  'ich  decke',  Inf.  deög-ti  (Zupitza,  Die  germanischen  Gutturale 
S.  99);  die  beiden  Komposita  mit  od-  gehören  dagegen  wohl  zu  lat.  fingü 
(Sarauw,  Irske  Studier  S.  83'),  osk.  fethüss  'muros',  gr.  TH^og  'Mauer',  ToT^og 
'Wand',  awest.  uz-daeza-  'Mauer'  (auch  im  Präverb  mit  den  ir.  Wörtern 
verwandt).  Es  haben  aber  morphologische  und  semasiologische  Wechsel- 
wirkungen zwischen  den  beiden  Verben  stattgefunden  (der  wurzelhafte 
Nasal  des  ersten  Verbums  ist  nach  Analogie  des  zweiten  als  präsensbildend 
behandelt  worden;  cum t ach  hat  im  Mir.  auch  die  Bedeutung  'a  cover'). 
Nach  Brugmann,  Grundriß'  II  999  gehören  auch  das  Simplex  und  for- 
ding-  zu  lat.  fingö. 

§  705.  dleg-,  dlig-  'Anspruch  auf  etwas  haben,  verdienen': 
Präs.  Sing.  1.  dligim  ni  duit  'ich  habe  Anspruch  auf  etwas  bei 
dir'  Wb.  32a  20;  2.  ni  dligi  LL  284b  23;  3.  ni  dlig  Wb.  4c 
23;  PL  3.  dlegait  S.  M.  I  144,  19,  nocha  dlegat  V  172,  20 
(auch  dligi t  II  286,  21,  vgl.  V  172,  22);  der  Ipv.  ist  nicht  belegt, 
und  es  muß  als  zweifelhaft  betrachtet  werden,  ob  die  Bedeutung 
'Anspruch  haben'  (nicht  'beanspruchen,  fordern')  nach  irischem 
Sprachgebrauch  die  Bildung  eines  Ipv.  zuläßt  (Sarauw,  Irske  Stu- 
dier 137,  will  statt  dilich  Wb. 32a  19  vielmehr  *dlich  lesen,  aber 
die  Stelle  ist  ohne  Korrektur  verständlich,  s.  unter  luig-);  Konj. 
Sing.  3.  die  LU  36a  44,  LL  209b  54  (die  Kompositalform  steht 
durch  Entgleisung  als  Simplexform),  na  die  S.M.  V.176,  5;  Konj. 
Ipf.  Sing.  1.  no-dlessaind  LL  284b  23;  3.  no-tlessad  371b  25, 
meni  dlessad  81a  9,  no-dlesadh  S.  M,  II  42,  4,  aber  no- 
dlesed  I  224,  26;  PI.  3.  ro-dlesdais  I  252,  34;  Put.  Sing.  3. 
rel.  dligfes  Atk.  LBr.  6396;  Prät.  Sing.  8.  ro-dlig  S.M.I  118,  1 
U.S.W.,  ro-dligestar  Ml.  36a  29,  vgl.  S.  M.  I  76,  12;  PI.  3.  na  ro- 
dlechtatar  S.  M.  V  226,  20;  Pass.  Präs.  Sing,  dlegair  Wb.  Ib  8, 
7a  8,  13a  17,  20a  12,  26a  32,  Ml.  55a  7,  62c  6b,  90b  13,  ni 
dlegar  Wb.  6a  24,  vgl.  Ml.  90d  11,  nu-d-dlegar  Wb.  32a  18; 
PI.  dlegtir  4a  10,   dlegtair  LL  260a  37;    Konj.  Sing,  dlestar 


§705—707]  Verbalverz.  fllig do-.  507 

(rel.)  S.  M.  I  240,  4,  dia  n-dlestar  V  184,  1;  Konj.  Ipf.  Sing, 
ro-dlesta  1146,  4,  ro-dlestea  1112,  10,  d-an-dlesti  1152,14, 
no-dlestea  LL  69b  24;  Kondit.  Sing,  ro-dligfithi  Atk.  LBr. 
7566;  Prät.  Sing,  ro-dlecht  LL  153b  15,  vgl.  S.  M.  I  112,  9, 
munar  dlecht  I  118,  1;  Abstr.  dliged  neutr..  Dat.  dligud,  N. 
PI.  dligetha  'Gesetz,  Schuldigkeit,  Schuld'.  —  Mit  air-:  Präs. 
Sing.  3.  nad  airdlig  'deserves  not'  Thes.  II  295,  8. 

Anm.  Vgl.  c.  dylyu  'to  have  a  right  to,  to  deserve',  com.  dylly 
'verdienen',  rabr.  dellit  ds.;  vgl.  I  100,  333,  528. 

§  706.  dlo-n-g-  'spalten',  'bersten':  Fut.  Sing.  3.  no-s- 
dedlai  Salt.  8348  (die  alte  Futurform  ist  im  Mir.  mißverständlich 
als  Prät.  verwendet  worden:  ro-n-dedail  LU  47a  39);  Kondit. 
PI.  3.  no-didlastäis  LU  95a  33,  96b  28;  Prät.  Sing.  3.  ro-s- 
dedlaig  Salt.  7958  (daneben  ro-dlong  Salt.  3555;  PL  3.  go  ro- 
dloingset  LL  86b  43);  Pass.  Präs.  Sing,  dlongar  Eriu  II  10; 
Inf.  dluige  K.  Meyer  668. 

Mit  in-  oder  ind-  (wofür  in  der  unechten  Komposition  auch 
as-  eintritt):  Präs.  Sing.  1.  indlung  gl.  findo  Sg.  15a  5;  3.  as- 
dloing  Ml.  48c  32;  Fut.  Sing.  3.  ni  indail  96a  8;  Pass.  Ipf.  PI. 
indloingtis  gl.  dissecabantur  Thes.  I  496,  35;  Part.  Dat.  Mask. 
neph-indlachtu  gl.  inscissa  Ml.  96a  8;  Inf.  indlach  neutr.  Sg. 
19a  3,  207a  12,  Ml.  32a  1,  40d  16,  64a  1,  Dat.  indluch  129d8. 

Neben  dlo-n-g-  besteht  ein  regelmäßiger  -I-Stamm  dluig- 
(Präs.  Sing.  3.  kann  ich  nicht  belegen);  steht  LL  86b  43  neben 
dlo-n-g-  (go  ro-dluigset  7  go  ro-dloingset).     Etymologie I  43. 

§707.     do-  'sengen,  brennen':  Abstr.  di-a  doud  LU  23b  38. 

Mit  ad-  'anzünden'  (nur  mir.  Belege,  die  zum  größten  Teil 
unregelmäßig  sind,  indem  das  Verbum  entweder  als  Simplex  oder 
als  ein  Kompositum  von  so-  behandelt  wird;  die  Vermischung  mit 
so-  erklärt  sich  daraus,  daß  in  den  echt  zusammengesetzten  Formen 
beider  Verba  nur  der  Wurzelvokal  klar  zum  Bewußtsein  kommen 
konnte,  während  sowohl  das  d-  wie  das  s-  mit  dem  Präverb  ver- 
schmolz): Präs.  Sing.  3.  attai  seom  Wi.  Täin  LXV,  adsüi  LL 
35a  34,  astöi  Rc.  VI  188.  9  (as-  nach  §585  Anm.  1  S.291;  -t- 
statt  -d-  im  Anlaut  des  Verbums  wurde  ^^elleicht  durch  den  An- 
klang an  as-toidi  'glänzt'  hervorgerufen);  PL  3.  astuat  RawL  B. 
502  p.  132b  42;  Ipv.  Sing.  2.  ado  B.  B.  458b  9;  PL  2.  ataid 
LL  287a  10;  Fut.  Sing.  3.  rel.  inti  cotna  ataifes  'wer  zuerst 
anzündet'  b  46;  Kondit.  Sing.  3.  nö-ataifed  Trip.  L.  42,  5;  Prät. 
Sing.  3.  atäis  LU  77b  25,   atais  LL  76a  2,   ro-addai  Trip.  L. 


508  Verbalverz.  do dring-.  [§707—709 

42,  8,  ra-addäi  LL  287b  50;  Pass.  Präs.  Sing,  astoither  Ml. 
38d  18,  atäither  LU  87a  12,  iun-ataither  LL  179b  20;  Ipf. 
Sing,  adsüithe  LU  86b  7;  Konj.  Ipf.  Sing,  na  rö-addaidi  Trip. 
L.  42,  3;  Prät.  Sing,  ro-hatäd,  ra-hatöd;  PI.  ra-ataithe,  ra- 
hatdäit  K.  Meyer  27:  Lif.  ätüd  LU  85b  8,  atud  LL  252b  49, 
fatöd  Wi.  538,  (f)rith-adöd  'Gegenentzündung'   Wi.  Täin  2350. 

Anm.  Vgl.  Zimmer,  KZ  XXX  98—99,  Thurneysen,  ZfcPh.  VIII  64. 
Zu  gr.  SaCoi  u.  s.w.  Hierher  c.  cynneu  'anzünden',  cynnud  'Brennholz' 
com.  kunys  br.  keuneud  ir.  condud  S.39  (Gen.  condid  Thes.II  226,  33); 
ferner  vielleicht  c.  ennynu  'to  kindle'  mit  urspr.  präsensbildendem  -n-  (-y- 
aus  idg.  m;  entgleist  ennyn  ds.);  wohl  auch  corn.  dywy,  dewy  'brennen' 
(intrans.),  falls  -w-  nicht  ungenau  für  -v-  geschrieben  ist,  in  welchem 
Falle  das  Wort  vielmehr  zu  c.  deifio  br.  devi  (I  313,  108,  vgl.  Osthoff, 
IF  XXVII  163;  idg.  Wurzel  *  dheguh-)  gehören  würde.     Vgl.  §  657. 

§  708.  don-  'trösten':  Inf.  donad  Ml.  86 d  8,  Wb.  25c  3, 
Salt.  1227,  danad  1922.  —  Mit  di-:  Präs.  Sing.  1.  dodonaimm 
gl.  solor  Sg.  53b  7;  3.  nach-am-didna  Ml.  86d  3;  Ipv.  PL  2. 
d-an-donid  Wb.  14d  21;  Konj.  PI.  3.  dodonat  26d  21;  Konj. 
Ipf.  Sing.  3.  du-dam-donad  Ml.  86d  10;  Pass.  Ipf.  Sing,  dii-m- 
dontae  se  62c  18,  vgl.  7;  Prät.  Sing,  do-ro-n-donad  ni  Wb. 
16b  17  (vgl.  oben  S.  245);  Inf.  didnad,  ditlinad  Wb.  Ib  1, 
14b  15,  Ml.  126c  16  (vgl.  oben  I  503).  —  Mit  com-di-:  Abstr. 
comdidnad  'Trost'  Ml.  62b  6,  87d  1,  4,  comdithnad  Sg.  90a  7. 
—  Mit  imb-di-  (vgl.  Sarauw,  ZfcPh.  V  513):  Pass.  Fut.  Sing,  ni 
imdidnibt<h)er  'no  person  will  be  released,  or  exempted'  Wb. 
15c  25;  Inf.  du- mm  imdidnaad  'that  I  maj  be  released'  Thes. 
II  241,  13. 

Vgl.  c.  diddanu  'to  divert,  to  amuse',  ym-ddiddan  'to  con- 
verse',  corn.  dytbane  'erfreuen'.     S.  oben  S.  56f. 

§  709.  dring-  'to  step,  advance':  Präs.  Sing.  3.  dringid 
S.  M.  II  318,  1  V.  u.;  PI.  3.  drengait  IV  384,  17,  riasiu  ro- 
drengad  (alte  Orthographie  - a t)  taris  'before  they  may  have  leapt 
over'  IV  104,  9  (trotz  der  air.  Regel  §  593,  3  kaum  als  Konj.  auf- 
zufassen); Prät.  Sing.  3.  drebraing,  dreblaing,  ro-drebraing, 
ro-dreblaing  Fei.  Apr.  2,  17,  Aug.  26  (gl.  ro-dringestar);  Pass. 
Präs.  PL  drengaitir  'are  climbed'  Thes.  II  295,  16;  Inf.  dreimm 
'klettern'  Wi.  502. 

Mit  frith-:  Pass.  Präs.  Sing,  frisdrengar  'is  regulated';  PL 
frissdrengatar  'are  distributed'  S.  M.  Gloss.  419.  VgL  i-frith- 
druing  na  sliged  cetna  'denselben  Weg  zurück'  LL  59a  40, 
108  a  26,  b  32,  264  a  44. 


§710.711,1.2]  Verbalverz.  eg-,  eil-  (la-).  509 

Nach  Brugmann,  Grdr.  I^  375  zu  skr.  drhdti  *er  befestigt' 
(mit  präsensbildendem  Nasal). 

§  710.  eg-  'schreien'  Wi.  520;  Inf.  egem,  s.  Corm.  Transl. 
67,  S.  M.  Gloss.  293,  Akk.  PL  eigmea  Ml.  113b  7. 

Mit  ar-  'klagen':  Präs.  Sing.  3.  aregi  Ml.  31a  20,  vgl.  18d  1; 
PI.  3.  ar-an-eiget  20b  8;  Konj.  Sing.  3.  ar-an-egea  95c  7; 
Prät.  Sing.  3.  ar-ru-aeig  54b  29,  ar-ud-r-eig  50d  1;  Inf.  aire- 
gem  Sg.  51a  7,  eregem  Ml.  90b  19,  Gen.  aereigme  c  12. 

Verwandt  ist  lacht-  'aufschreien'  (Wi.  610):  Präs.  PI.  3.  rel. 
iachtaite  Ml.  63d  9;  Inf.  iachtad  LL  59,  12;  —  mit  com-: 
oechta  gl.  congemiscit  Wb.  4a  22. 

§  711.  eil-,  la-  'gehen,  in  Bewegung  setzen',  eil-  ist  als 
Simplex  im  Air.  nicht,  im  Mir.  nur  unsicher  belegt  (dia  n-ellad 
.  .  o-n  fhuigell  f hiren  'if  he  swerved  from  the  righteous  judg- 
ment'  Atk.  LBr.  4139  scheint  irgendwie  aus  air.  di-ell-  entstanden 
zu  sein),  la-  (das  außerdem  die  perfektischen  Formen  des  Para- 
digmas cuir-  §697  bildet)  kommt  in  Komposition  mit  od-  (und  ad- 
com-?)  vor;  in  den  übrigen  Zusammensetzungen  erscheint  eil-. 

1)  Mit  ad-  'besuchen'  (oft  mit  den  konjugierten  Formen  der 
Präp.  la  verbunden):  Präs.  Sing.  3.  a-ta-ella  'passes  to  them' 
Wb.  19b  15;  PI.  3.  ad-n-ellat  Ml.  102a  15;  Fut.  Sing.  1.  at- 
dub-elliub  lemm  Wb.  7a  4,  ad-n-elliub,  adeilliub  14a  6,  7, 
ni  adliub  LL  120a  17;  Prät.  Sing.  3.  adella  Thes.  II  320,  7 
(oder  historisches  Präsens?),  adell  laiss  LU  60b  1;  Inf.  adall 
LU  60b  3,  Gen.  adill  Wb.  14a  8,  adaill  Ml.  102a  15. 

Mit  imb-ad-:  Abstr.  im  adall  'Reise'  Wi.  619. 

Mit  to-ad-  'besuchen':  Präs.  Sing.  3.  do-da-aidlea  Wb. 
9d  5;  Ipf.  Sing.  3.  rel.  taidled;  Ipv.  Sing.  2.  tadall  lat  LL  120a 
7,  16;  Konj.  perf.  Sing.  2.  ni  täi-r-le  lat  Wb.  30d  20;  Fut.  Sing. 
3.  do-sn-aidlibea  25d  14;  PI.  1.  doaidlibem  Ml.  14d  5;  Prät. 
perf.  Sing.  2.  do-m-ai-r-liss  Fel.i  CVI  34;  3.  ta-r-aill,  do-n- 
a-r-aill  u.  s.  w,  Wi.  809;  Inf.  a  n-adall  7  a  tadall  oc  techt  7 
oc  tuidecht  LU  60b  3  (tadall  verhält  sich  also  zu  adall  wie 
'kommen'  zu  'gehen'),  tadal  Ml.  25a  3,  Gen.  tadill  Wb.  27b  25. 

2)  Mit  com-:  Abstr.  comol,  comul,  comall  (neuti-.)  'an 
assembly',  s.  die  Glossare  von  Fel.^  und  S.  M. 

Mit  ad-com-  'hinzufügen,  womit  vereinigen':  Präs.  Sing.  3. 
adcomla  Wb. 3c  13,  a-t-comla  som  4a  10,  vgl.  16a  19,  25b  16; 
P1.3.  ad-ind-chomlat  Sg.  212b  7;  Prät.  Sing.  3.  ad-ro-chomul 
Ml.  58b  12;    Pass.  Präs.  Sing,    adcomaltar   Sg.  148b  9,   dian- 


510  Verbalverz.  eil-  (la-).  [§711,2—4 

accomaltar  188a  15;  PI.  adcomlatar  51b  13,  frisan-acom- 
latar  198a  20,  ni  accomlatar  Thes.  II  17,  27;  Konj.  Sing, 
adcomaltar  Sg.  63a  17,  dia  n-acomoltar  197b  17;  PI.  ad- 
chomlatar  Ml.  35b  2;  Konj.  Ipf.  Sing,  resiu  ad-ro-chomolta 
Sg.  188a  16,  co-ro-accomalta  ZfcPh.  VII  484;  Part,  acco- 
mallte  gl.  socius  Wb.  5b  25,  acomoltae  gl.  coniunx  Sg.  60b  20, 
accomolta  'connected'  18a  1;  Abstr.  (neutr.)  accomol  63a  14, 
Wb,  22c  11,  accumul  33b  17,  acomol  Sg.  32a  8,  Gen.  accu- 
muil  Ml.  15b  8  (vgl.  comacumul,  comacomol  'Konjunktiv', 
'Konjunktion'  Ml.  62a  15,  Sg.  221b  6,  Gen.  in  chomaccomuil 
203a  11,   vgl.  Ml.  61a  18,   Akk.  PI.  cen  chomaccomla  28d  6). 

Mit  fo-ad-com-:  Präs.  Sing.  3.  foaccomla  'he  subjoins'  Ml. 
30b  10;  Abstr.  foacomol  Sg.  18a  2,  212a  15,  foaccomol  154a  1. 

Mit  to-in-com-  'sammeln':  Präs.  Sing.  3.  doecmalla  Wb. 
9d  5;  Ipv.  PI.  2.  tecmallid  14a  1;  Prät.  PI.  3.  tüercömlässät 
[Wb.]  7a  7;  Part.  Dat.  Fem.  tecmaltai  Sg.  70a  2;  Inf.  tecmal- 
lad  Wb.  14a  1,  16c  25,  26.  unterliegt  im  Mir.  verschiedenen 
Umbildungen;  über  Prät.  Sing.  1.  ni  ma-to-r-chomlod  sa  s. 
oben  S.  263;  oft  wird  -cmall-  zu  -clam-  umgestellt  (vielleicht 
unter  dem  Einfluß  von  teclimm  'auswählen'  §743,2):  Prät.  Sing. 
3.  ta-r-glaim  LL  82a  35;  Pass.  Prät.  Sing,  ta-r-clamad  109a 
47;  Abstr.  hi  teclom  LU  65a  -14,  Akk.  teclaim  Trip.  L.;  vgl. 
Wi.  814. 

Mit  imb-to-in-com-:  Konj.  Sing.3.  co  mm-a-te-r-chomla 
'so  that  he  may  collect  them'  Wb.  14a  2. 

3)  Mitdi-  'vom  Wege  abgehen,  abweichen;  deklinieren':  Präs 
Sing.  3.  doella  som  LU  59b  10;  Ipf.  Sing.  3.  ni  dilled  ZfcPh 
VII  482;  P1.3.  d-a-eltais  Sg.  75b  3;  Konj.  PI.  1.  nadn-dillem 
ni  Ml.  106c  4;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  du-n-eliad  83b  6;  PI.  3 
du-n-eltis  78d  6;  Prät.  Sing.  3.  du-r-eill  54d  8;  PI.  3.  do-r. 
ellsat  36c  22,  du-r-elsat  105b  18,  di-r-ellsat  Thes.  II  26,  42 
Pass.  Präs.  Sing,  do-n-elltar  Sg.  109a  4;  PI.  doellatar  ebenda, 
148b  9;  Konj.  PI.  duellatar  4b  1;  Konj.  Ipf.  PI.  duelltis  4b  4: 
Gerundiv  dillithi  Ml.  29 d  6;  Abstr.  diall  gl.  deuerticulum  Sg 
53b  3,  'Dekhnation'  158  b  6  (neutr.).  Dat.  diul,  diull  97b  1, 
106b  20,  Gen.   diil  104b  1.     Mit  fill-  §  725  assoziiert? 

Mit  to-di-:  Prät.  Sing.  3.  dodihel  gl.  deerrauerat  Thes.  II 
47,  5,  todiel  Thes.  II  361,  2  v.  u. 

4)  Mit   ind-:    mir.  in d eil  'bereiten,   anspannen'?     Die  zuge- 


§711,5—8.712,1]     Verbalverz.  eil-  (la-),  em-.  511 

hörigen  finiten  Verbalformeii  (Wi.  639)  werden  jedoch  nicht  als 
komponiert  behandelt. 

Mit  fo-ind-  (oder  fo-in-di-?):  Konj.  Sing.  3.  fo-n-indlea 
gl.  euagari  Ml.  25a  5;  Abstr.  foindel  gl.  peiniagatio  121  d  8. 

Mit  frith-ind-:  Präs.  Sing.  3.  tri  sin  die  'faßt'  LU  60  b  37, 
vgl.  Corm.  S.  27  Z.  11  v.  u.,  fri-ta-indle  'corresponds  to  them' 
Sg.  213  a  3. 

5)  Mit  to-in-od-  'sammeln':  Präs.  Sing.  3.  do-in-ola  gl.  ad- 
plicat  Ml.  25b  3;  Konj.  Sing.  3.  o-tinola  Thes.  II  6,  33,  ara- 
tinola  II  244,  27;  Prät.  Sing.  3.  do-r-inöl  Ml.  51a  21;  Pass. 
Konj.  Sing,  do-n-inoltar  24a  8;  PL  arna  tinolatar  55b  5; 
Fut.  Sing.  tinolfit(h>er  Thes.  II  38,  3;  Part,  tinolta  Ml.  145dl; 
Inf.  tin(öl)  Wb.  27b  8,  Dat.  do  thinöol  12b  3. 

Mit  com-to-in-od-  'sammeln':  Prät.  Sing.  3.  o-ro-thinoll 
Sg.  66b  23;  Abstr.  comthinöl  'Versammlung'  Wb.  21c  7,  Gen. 
comthinöil  Sg.  222a  3. 

6)  Mit  sechm-  'vorübergehen',  'entbehren':  Präs.  Sing.  3. 
sechmi-n-ella  Ml.  61a  5,  sechmoella  Sg.  196b  2,  nad  sech- 
malla  Ml.  35d  13;  Ipf.  Sing.  3.  nicon-sechmallad  33c  21; 
Fut.  PI.  1.  ni  sechmalfam  25a  3;  Prät.  Sing.  1.  asa-r-sech- 
maillius  Stokes  Ir.  Gl.  142»*";  Pass.  Fut.  Sing,  ni  sechmal- 
faider  Ml.  14d  3;  Abstr.  Dat.  sechmall  70b  3,  Gen.  sechmaill 
102a  15. 

7)  Mit  to-  «)  'wegnehmen,  stehlen'  (nur  perfektisch;  wird 
durch  das  nicht  perfektische  gat-  suppliert),  ß)  'Raum  für  etwas 
geben'  (vgl.  oben  S.  273 f.,  §  580  Anm.  1  S.  285;  Sarauw,  Irske 
Studier  S.  48;  ganz  anders  Thurneysen,  Handb.  S.49):  Präs.  Sing. 
3.  (Bedeutung  ß)  du-nd-alla  Ml.  30c  17,  ni  talla  65 d  6,  97a  7, 
nio-talla  Sg.  90a  2,  ni  tella  Wb.  5c  13;  Konj.  Sing.  1  (a) 
o-tall  Ml.  58c  6;  Fut.  Sing.  3.  (ß)  ni  telfea,  ni-thelfea  Wb. 
25b  18,  c  2;  Prät.  Sing.  3  (a)  du-d-ell  22b  7;  P1.3  (a)  tallsad, 
teallsadar  O'Cl.  (mit  alter  Orthographie  -at,  -atar;  aber  die 
Endung  -atar  ist  eine  späte  Neuerung);  Inf.  {ß)  tellad  Wb.lla29. 

8)  Mit  tre:  triall  'Reise'  Wi.  848? 

Anm.  Über  die  brit.  Formen  und  die  Etymologie  s.  oben  S.  353  und 
§  652  Anm.  und  Schluß. 

^  712.  em-.  1)  Mit  com- 'schützen':  Konj.  Sing. 3.  no-m- 
choi'mmdiu-cöima  Thes.  II  290,  11  (oben  §  550  S.  242);  Prät. 
PI.  3.  (mit  perf.  -ro-)  oroitatar  Ml.  55c  1;  Inf.  comet  Ml.  100c 


512  Verbalverz.  em-.  [§712,2.3 

19,   vgl.  21,   135c  7,    K.   Meyer  440,    Gen.   cometa   Ml.  55d  6. 
Vgl.  com-  +  0-. 

Anm.  1.  Vom  Inf.  abgeleitet:  Präs.  Sing.  1.  arcoimddim  'ich  ent- 
schuldige' Sg.  59a  15,  ar-choimtiu  Ml.  lilc  5;  Inf.  irchoimted  Wb. 
26a  23,  erchoimded  Thes.  I  490,  30  (-ä-Stamm;  die  Mouillierung  rührt 
vom  -ra-  her).  Jüngere  Ableitung:  coimetaim  'ich  schütze'  Atk.  LBr., 
Wi.  441.     Fernzuhalten  ist  do  chumtüth  'to  preserve'  Sg.  81b  8. 

2)  Mit  di- 'schützen':  Präs.  Sing.  2.  do-n-eim  ni  Ml.  110d9; 
3.  du-n-em  side  112a  5;  PI.  3.  do-n-emat  39c  22;  Ipf.  PI.  3. 
duemtis  79a  6;  Ipv.  Sing.  2.  du-m-em  se  72d  11,  vgl.  62d  4; 
Konj.  Sing.  2.  du-m-emae  se  55b  2;  3.  duema  53c  2,  do-f-ema 
'Wb.5d34,  mani-n-dimea  M1.88c2,  (mit  perf.  -ro-)  arin-deroima 
39c  22;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  do-n-emad  37c  16,  (mit  -ro-)  o-idn- 
deroimed  55d  4;  PI.  1.  du-n-emmais  110b  5;  Fut.  Sing.  1. 
duem  sa  37c  20;  3.  duema  67c  5,  doemfea  128c  8;  PI.  3. 
do-t-emfet  su  112c  1;  Prät.  Sing.  1.  do-rr-et  sa  Wb.  31a  1; 
3.  do-r-et,  du-nd-r-et  Ml.  16c  8,  40b  8;  Pass.  Präs.  Sing,  due- 
mar  87d  15,  du-n-emar  39c  7;  PI.  nadii-dimter  100a  5;  Konj. 
Sing,  do-n-emthar  112a  2;  Konj.  Ipf.  Sing,  do-n-emthse  120c 
11,  innan-dimithe  107d  1,  o-dimthe  39c  7;  Fut.  Sing,  do- 
(b>-emthar  si  53b  18;  Part,  (negiert)  neph-dite  103c  5;  Gerun- 
div diti  145c  9;  Inf.  ditiu  Sg.  57a  5,  Dat.  ditin  Ml.  101c  14 
u.  s.  w. 

Mit  imb-di-:  Abstr.  Gen.  imditen  Wi.  624,  Dat.  (imdit)in 
'Verteidigung'  Thes.  II  292,  11. 

Mithuad-di:  Prät.  Sing.  3.  h uade-r -et 'enthüllte' Ml. 51d  14. 

3)  Mit  air-fo-  'annehmen':  Präs.  Sing.  2.  ar-a-foimi  Ml. 
68a  8  ('man');  3.  ar-a-foim  17c  7,  ni  eröim  Sg.  139a  5;  PI.  3. 
ar-a-föimat  50b  17,  arfoemat  Wb.  34a  6;  Ipv.  Sing.  2.  eröim 
siu  Ml.  132c  15;  3.  iroimed  Wb.  6d  4;  Konj.  Sing.  2.  arfema 
siu  Ml.  68 d  13  (-a  aus  -e  nach  den  Regeln  des  Inlauts  vor  dem 
proklitischen  Worte);  3.  ar-a-foima  17c  3,  are  n-airema  Thes. 
II  244,  28,  mani  eröima  I  498,  3;  PI.  1.  arfoimam  II  245,  12; 
3.  arfemat  Ml.  15d  4,  mani  eroimet  30d  13,  arna  arroimat 
som  Wb.  14d  37;  Konj.  Ipf.  Sing.  2.  arfemtha  so  8d  28;  PI.  3. 
ar-a-foimtis  Ml.  28c  18,  diand-eröimtis  Wb.  26a  22;  Fut. 
Sing.  3,  arfema  Ml.  105a  8;  Prät.  perf.  Sing.  1.  ar-roi-eit  sa 
Wb.6dl4  (oben  I  307,  343);  3.  ar-ro-et  Mhl7c7,  vgl.  16a  4,  ar- 
ro-eit  Wb.  28d  28,  arröit  32d  10,  ar-a-roiat  Ml.  24d  28,  ni 
arroit  som  36a  34,   hon-arroet  25d  11;    PI.  1.  ar-a-röitmar 


§712,3-714]  Verbalverz.  em erb-.  513 

Wb.  9c  10;  2.  aröittid  13a  30;  3.  näd  arroimsat  26a  23; 
Pass.  Präs.  Sing,  hon-eroimer  Ml.  17c  7;  PI.  ar-a-föimtar  Sg. 
156b  4;  Konj.  Sing,  arfemthar  AVb.  28c  19;  PI.  ar-a-foirntar 
Sg.  210b  5;  Part.  (Dat.  PI.)  eritib  Thes.  I  491,  26;  Gerundiv 
eriti  Ml.  29a  15,  airiti  Sg.  203b  3;  Inf.  airitiu  Wb.  29a  6, 
eritiu  Ml.  59a  15  u.  s.  w.  Lautgesetzlich  sollte  -fo-  als  zweites 
Präverb  nach  I  305  zu  -f-  werden,  als  drittes  Präverb  schwinden; 
das  betonte  -fo-  bleibt  jedoch  oft  erhalten  und  verschmilzt  mit  dem 
Anlaut  des  Verbums  zu  einem  Diphthong,  der  analogisch  auch  auf 
die  Fälle  mit  betontem  air-  (jedoch  nicht  auf  die  Nominalformen) 
übertragen  wird. 

Anm.  2.  Vgl.  lat.  emu  (comü,  demo,  süraö;  emptiö,  sumptus), 
lit.  imü  'ich  nehme',  asl.  imc^  ds.,  arm.  imanam  'ich  verstehe';  vgl.  §  115 
I  186. 

§  713.  er-  'gewähren'  (von  Gott):  Konj.  Sing.  3.  r-a-sera 
Wb.  25a  31;  Put.  Sing.  3.  mit  Obj.  ebarth-i  Ml.  46b  12;  Prät. 
Sing.  3.  ro-ir  Wb.  17b  13,  ro-nn-ir  20d  11;  Pass.  Konj.  Sing, 
ro-erthar  18b  23,  Thes.  II  304,  7;  Konj.  Ipf.  Sing,  ro-erthe 
Wb.  27a  16;  Fut.  Sing,  ebarthir  32a  27;  Prät.  PI.  ro-ratha 
Thes.  II  318,  6. 

Vgl.  Sarauw,  Irske  Studier  S.  126.  Etymologie  S.  391  (be- 
sonders schlagend  ist  die  Bedeutungsverwandtschaft  mit  dem  vom 
Schicksal  verwendeten  gr.  /tsTTgtoTai). 

§  714.  erb-  'anvertrauen,  übertragen'  (-I-Stamm,  meist  mit 
verlorener  Mouillierung):  Präs.  Sing.  1.  no-m-erpimm  Wb.  6c  3; 
2.  ni-t-erpi  Id  10;  3.  erbaid  Ml.  14d  15,  eirbth-i  51b  12, 
nu-ndn-erbai  65b  6;  Ipf.  PI.  3.  no-sn-erbtis  85d  4,  nu-da- 
erbtais,  coni-sn-erbtais  46d  12,  10;  Ipv.  PI.  2.  nach-ib-erpid 
si  Wb.  22d  6;  Konj.  PI.  2.  no-b-irpaid  8b  2;  Konj.  Ipf.  Sing.  1. 
in-dam-erbainn  Ml.  29d  5;  Fut.  Sing. 3.  no-dn-eirbea  51b  10 
(vgl.  §  611  Anm.  1  a°  S.  359);  Prät.  PI.  3.  ro-eirpset  43c  18; 
Pass.  Konj.  Sing.  rel.  erpther  Wb.  31c  12;  Prät.  Sing,  ro-erbad 
25d  20,  vgl.  lOd  27,  18d  15,  31a  10;  PI.  ro-airptha  Wb.8c  12; 
Inf.  erbud  Ml.  43d  3. 

Mit  com-  'anvertrauen':  Fut.Sing.3.  co-tn-erba  M1.112a3; 
Prät.  Sing.  3.  con-id-r-eirb  54b  1,  conn-id-r-erb  som  33b  5, 
con-id-r-erp  106b  8. 

Mehie  KZ  XXXVI 94f.  geäußerte  Vermutung,  daß  erb-  aus 
air-orb-  entstanden  und  nur  durch  Entgleisung  als  ein  unkompo- 
niertes  Verbum  behandelt  worden  ist,  wird  durch  die  Variation  e-, 

Pedersen :  Vgl.  kelt.  Gramm.     II.  33 


514  Verbalverz.  et-,  e-th-.  [§715.716,1—4 

i-,  ai-  im  Anlaut  sehr  gestützt;  auch  würde  das  Präverb  air-  sehr 
sinngemäß  sein  (vgl.  z.  B.  §  665,  1).  Mit  Unrecht  habe  ich  diese 
Vermutung  oben  I  184  aufgegeben. 

§  715.  et-  'kleiden':  Ipf.  Sing.  3.  no-n-eted  LU  129a  25; 
Inf.  etiuth  Wb.  lOd  23,  24,  aeitiud  29a  13. 

Mit  to-  'anziehen':  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  do-n-etad  som  Wb. 
13  d  20. 

§  716.  e-th-  (Stamm  des  Prät.  [und  Ipf.?]  Pass.),  eth- 
(Präsensstamm)  'gehen',  'finden,  erlangen,  nehmen'  (vgl.  Zimmer, 
KZ  XXX  71—78):  Präs.  Sing.  3.  ethaid  'nimmt'  LL  124a  4, 
'geht'  Corm.  18  (unter  ethur);  Prät.  P1.3.  ra-ethsat  LL  80b  30; 
Pass.  Prät.  Sing,  etha  112a  33,  S.  M.  I  64,  4,  hetha  LU  55a  4, 
etta  LL  220a  44;  Abstr.  Akk.  ri  hethamain  239a  35. 

1)  Mit  ad-:  Präs.  Sing.  3.  adetha  'it  attacks'  ML  48 d  1, 
atetha  'ergreift'  LL  122a  4,  'nimmt'  175b  8;  PI.  2.  atethaid 
109b  3  (mit  Futurbedeutung?);  3.  atethät  LU  90a  30,  a-tn- 
ethat  63a  33;  Ipv.  Sing.  2.  atetha  LL  54b  24  u.  s.  w.,  a-tom- 
etha  LU  132a  35;  Konj.  Sing.  2.  atetha  Wi.  124,  26;  Prät. 
Sing.  3.  ad-r-eth  gl.  corripuit  Thes.  II  47,  25,  vgl.  K.  Meyer  21; 
PI.  3.  ad-r-ethsat  LU  66a  36;  Pass.  Präs.  PI.  atethatär  LU 
43b  36,  atethatär  LL  96a  43,  attethatar  97b  47  (mit  Futui'- 
bedeutung?).    Hierher  vielleicht  das  Abstr.  aided  'gewaltsamer Tod'. 

2)  Mit  aith-  'entlaufen':  Präs.  PI.  3.  cia  aithet  a  mna  'zu 
wem  entlaufen  ihre  Frauen'  LU  114a  4  (statt  *aith-ethat;  anders 
K.  Meyer  74);  Abstr.  aithed  'Entlaufen'  Wi.  357,  S.  M. 

3)  Mit  fo-  '(ver)gehen'  (als  Simplex  behandelt):  Prät.  Sing.  3. 
ro-faith,  ro-faeth  Wi.  537  (darf  nicht  mit  dem  Prät.  von  fed- 
verwechselt  werden). 

Mit  air-fo-  'aufbrechen,  gehen'  (nur  echt  zusammengesetzte 
Formen,  die  durch  Entgleisung  als  unkomponiert  behandelt  werden) : 
Ipv.  Sing.  2.  urtha  LL  68b  4,  58a  29,  ortha  LU  57a  38,  vgl. 
44b  19;  Konj.  Ipf.  PI.  3.  ara  n-urthaitis  LU  62a  3;  Prät.  Sing. 
3.  urtha  LL  58a  38,  69a  29;  PI.  3.  urthatar  LL  55a  34,  38, 
57b  21. 

Mit  to-fo-  'adire,  uenire':  Prät,  Sing.  3.  dofaith,  dofaeth 
Wi.  495. 

4)  Mit  to-  'gehen':  Präs.  Sing.  3.  do-sn-ethat,  d-an-ethat 
'naht  sich  ihnen,  ihm'  LU  67b  39,  74a  21  (die  Endung  ist  rätsel- 
haft; das  -t  ist  doch  wohl  kaum  ein  suffigiertes  Pronomen;  Kon- 
tamination  mit  teit   'er   geht',   s.  tiagu?);    Konj.  Sing.  3.   do-n- 


§716,5—718,1]        Verbalverz.  eth-  —  fed-.  515 

ethea,  do-n-ethe  LL  173a  47,  b  13  (oder  Pass.  Konj.  Ipf. 
Sing.?). 

5)  Mit  trem-:  Präs.  Sing.  3.  tremiethait  gl.  penetrans  Ml. 
43c  14  (das  letzte  -t  steht  unter  dem  -h-;  die  Lesung  ist  sehr 
zweifelhaft;  wenn  -ethait  richtig  sein  sollte,  liegt  wohl  Kontamina- 
tion mit  teit  vor);  Gerundiv  tremedti  gl.  penetrandum  1271)  11, 
vgl.  nem-thremeta  gl.  impenetrabilis  Stokes  Ir.  Gl.   138*'^ 

Anm.  Vgl.  lat.  i-re,  itä-re.  —  In  adremethaid  Stokes  Goid.'^  93 
steckt  schwerlich  ein  Verbum  eth-. 

§  717.  fäisc-  'drücken'  Wi.  537,  nir.  fäisgim  'I  squeeze'. 
—  Mit  to-:  Präs.  Sing. 3.  tofasci  'binds'  Thes.  II  250,  10.  —  Mit 
ess-to-:  Präs.  Sing.  3.  astoasci  'it  expresses'  Sg.  189b  2;  Konj. 
Sing.  3.  astoaiscea  Ml.  73a  3;  Pass.  Präs.  Sing,  astoascther 
Sg.  148b  7;  Part.  Komparativ  estoaiscthiu  Ml.  62a  10,  70b  11, 
vgl.  107c  16;  Gerundiv  estoiscthi  134b  2;  Inf.  estosc,  estoasc 
24d  9,  97a  15,  114a  9,  144c  8,  Dat.  aestöasc  Sg.  30b  4,  Gen. 
estoisc  Ml.  102c  7. 

Vgl.  mc.  gwascu  br,  gwaska 'drücken',  ahd.  wascan  'waschen' 
(Zimmer,  Kelt.  St.  I  116).  Das  -sk-  ist  wohl  ursprünglich  präsens- 
bildend, vgl.  skr.  vähate  'drückt',  gr.  tod-tw.  Die  im  Kelt.  vor- 
liegende Alternation  ir.  ä  :  brit.  a  ist  dann  wohl  eine  idg.  Altema- 
tion  ö  :  a. 

§  718.  fed-  'führen':  Präs.  Sing.  3.  fedid  gl.  fert  Thes.  II 
47,  31;  PI.  1.  rel.  a  fedme  gl.  circumferentes  Wb.  15b  26;  Prät. 
PI.  3.  ro-fadatar  29c  13  (nicht  ganz  klar;  die  lat.  Worte  circa 
fidem  exciderunt  sind  durch  sech  hiriss  .  .  ro-fadatar  glos- 
siert; die  Übersetzung  'sind  weggegangen'  Thurneysen  Handb.  S.  397 
ergibt  sich  keineswegs  von  selbst;  der  Glossator  kann  exciderunt 
als  transitives  Verbum  aufgefaßt  und  den  lat.  Text  durch  'haben 
über  den  Glauben  hinaus  geführt'  übei-setzt  haben);  Pass.  Präs. 
Sing,  fedir  Sg.  188a  12,  rel.  fedar  gl.  fern  210a  4;  Ipf.  PI.  no- 
feidtis  gl.  efferebantur  Ml.  54 d  12;  Abstr.  fedan  'Joch'  Wb. 
16a  16,  Gen.  inna  fednae  gl.  inuectionis  Ml.  76a  9. 

1)  Mit  com-:  Absti\  Gen.  coibedna  gl.  coniugationis  Sg. 
IIa  1,  vgl.  K.  Meyer  402. 

Mit  air-com-  'schaden,  hindern':  Präs.  Sing.  3.  ar-a-choat 
Ml.  31d  10;  Ipf.  Sing.  3.  ar-a-choided  83d  2;  Konj.  Sing  3. 
arcoi  46d  11;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  arnachn-aurchoissed  AVb. 
8a  4  (oben  §  486  Anm.  1  S.  146);  Fut.  Sing.  3.  nii-m-irchoi 
7a  11;  Pass.  Prät.  Sing,  nad-n-airchös  Ml.  97d  1;  Part.  (X.  PI. 

33* 


516  Verbalverz.  fed-.  [§718,2—7 

Mask.)  erchoissi  73c  9;  Abstr.  erchoat,  erchöt,  erchot  mask. 
'Schaden'  42cl9,  47c  4,  56a  13,  61c  8,  121d  4,  airchoid  Thes. 
I  714,  14,  erchoit,  irchoit  Wi.  525,  645. 

2)  Mit  air-di-:  Abstr.  airdiden  'productio,  Dehnung'  Sg. 
92a  2,  airdiden  167a  5. 

Mit  to-di-:  Präs.  Sing.  1.  dodiut  gl.  sisto  Sg.  152b  1,  d-an- 
diut  ^ich  bringe  her'  77a  4;  3.  d-an-diat  8a  9;  Konj.  Sing.  3. 
dudi  gl.  inducat  Ml.  35c  30;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  du-m-dised  sa 
78b  18;  Prät.  Sing.  3.  du-sn-de-r-aid  99b  13;  Pass.  Konj.  Ipf. 
Sing,  du-n-diastae  gl.  deduci  45c  4;  Inf.  Dat.  tuididen  92c  5 
(eigenthch  die  Nominativform),  Akk.  Dat.  tudidin  50a  1,  96d  1,  2, 
137c  6,  Thes.  II  27,  37,  Gen.  tui<di>dne  Ml.  93b  3.  Vgl.  Zimmer, 
Kelt.  St.  I  79,  Sarauw,  Irske  St.  76  f. 

3)  Mit  ess-:    Präs.  Sing.  1.   assafiud  gl.  exsero  Sg.  221b  4. 

4)  Mit  for-:  Pass.  Präs.  Sing,  forfedar  gl.  superuehitur  Ml. 
129  b  14. 

5)  Mit  imb-:  Präs.  Sing.  3.  imm-e-fedat  gl.  circumferunt 
Ml.  47d  7;  Inf.  imfheadhain  O'Cl. 

6)  Mit  ess-ind-:  Präs.  Sing.  1.  asindiut  gl.  obsero  Thes.  II 
228,32;  ob  Konj.  Sing.  3.  as-n-ind  gl.  adserere  Ml.  23d  2  hierher 
oder  zu  ess-ind-  +  fiad-  gehört,  ist  zweifelhaft,  da  es  sich  wohl 
unter  allen  Umständen  um  eine  mechanische  nicht  sinngemäße 
Übersetzung  handelt. 

7)  Mit  to-  '(her)führen':  Ipf.  Sing.  3.  du-da-feded  Ml.  100b 
17,  du-s-feded  97c  5;  PI.  3.  do-d-fetis  Thes.  II  312,  3;  Konj. 
Sing.  3.  do-n-fe  Thes.  II  299,  29;  325,  16;  Konj.  Ipf  Sing.  3. 
du-d-fessed  Ml.  78b  14;  Prät.  Sing.  3.  du-da-ru-id  63b  12; 
PI.  3.  du-t-fidedar  Thes.  II  242,  13. 

Anm.  Vgl.  c.  gwedd  'Joch',  gweddu  'to  yoke',  ar-weddu  'to  con- 
vey,  to  bear',  cy-weddu  'to  convey,  to  carry'  (cyweddu  'to  conform'  ist 
ein  ganz  anderes  Wort  und  gehört  zu  gwedd  'Form'  I  41);  dem  ir-  air- 
com-  +  fed-  entspricht  c.  ar-gy-weddu  'to  härm,  to  hurt',  abr.  ar- 
co-gued  I  339.  —  Es  handelt  sich  um  zwei  verschiedene  Wurzeln:  idg. 
*wedh-  'binden',  vgl.  ahd.  wetan  'binden',  skr.  vi-vadhd-s  'Schulterjoch'; 
idg.  *tvedh-  'führen',  vgl.  lit.  vedü  'ich  führe'.  Zur  Wurzel  'binden'  ge- 
hört ir.  fedan  'Joch',  ir.  coibedna  und  ir.  air-com-  +  fed-  'hindern' 
(^'schaden');  zur  Wurzel  'führen'  gehören  die  übrigen  Zusammensetzungen. 
Die  eigentümliche  Infinitivendung  -an  (fem.)  rührt  wohl  von  der  Wurzel 
'binden'  her,  yg\.  gr.  6&6vt]  'Leinwand'  (das  ebenso  wie  an.  uäj)  'Kleid'  zur 
Wurzel  'binden'  gehört);  in  ir.  erchoat  steckt  ein  Inf.  *tvedho-,  dessen 
-d  nach  Analogie  der  Präsensformen  durch  -t  ersetzt  worden  ist  (über  das 
-t  der  Präsensformen  vgl.  I  420).     Die  Wurzel  *wedh-  'führen'  wurde  u.  a 


§719-721]  Verbalverz.  fe-n fer-.  517 

von  der  Heirat  verwendet:  awest.  väSajeiti  'führt  die  Braut  heim';  vgl. 
dazu  c.  dy-weddio  'heiraten',  com.  d-oin-ethy  ds.,  mbr.  d-im-iziff 
'marier,  se  marier'  nbr.  dimizi  (oben  S.  301). 

§  719.  fe-n-:  Part,  tech  fithi,  Gen.  tighi  fithi  'a  wicker 
house'  S.  M.  V  496,  8;  316,  9.     Sonst  nur  komponiert. 

1)  Mit  aith-  'vergelten':  Konj.  Sing.  3.  da  n-aithea  Atk. 
LBr.  2948;  Konj.  Ipf.  PI.  3,  arand-athidisom  (=  -athitis  som) 
Wb.  21  d  11;  Pass.  Präs.  Sing,  adfenar  LL  294a  23,  S.  M.  11 
308,  20,  I  256,  6,  7,  12,  IV  386,  3;  Fut.  Sing,  adfether  Wb. 
20b  7;  Inf.  aithe  K.  Meyer  72,  S.  M.  Gloss.  47,  Akk.  aithi 
Wb.  14c  8,  9,  10,  15b  11,  24d  1,  vgl.  Sg.  111b  3,  Thes.  II  227,  21. 

2)  Mit  imb-  'umhegen':  Präs.  Sing.  3.  imfen  S.  M.  IV  68, 
20,  vgl.  128,  7;  138,  17;  Konj.  Sing.  3.  (mit  perfektischem  -com-) 
CO  n-i'mcua  IV  128,  4;  PI.  3.  co  n-imcuaad  (-ad  ist  junge 
Orthographie  statt  air.  -at)  128,  6  (verschrieben  130,  13);  Pass. 
Konj.  Ipf.  Sing,  imm-a-feithe  Ml.  110a  7;  Part,  imbithe,  im- 
bide  128a  9,  112b  17;  Abstr.  imbe  (neutr.)  102a  13,  vgl.  110b  2, 
mir.  ime  S.  M.  Gloss.  478    (durch  Entgleisung  imcu   IV  142,  4). 

Anm.     Über   ir.  for-fen    'vollendet',    das  gewiß  nicht  hierher* gehört, 
8.  §647,  11  S.  444f.     Die  Grundbedeutung  der  "Wurzel  fe-n-  kann  'winden' 
gewesen  sein;    vgl.   lat.  uieö    'binde,    flechte',    asl.  vi-ti  'winden,   drehen', 
kr.  i-äja-ti  'webt,  flicht'. 

§  720.  fen-  mit  ess-  (teilweise  zu  ad-sfen-  umgedeutet) 
'erklären,  schwören'  (-«-Stamm):  Präs.  Sing.  1.  asfenimm  gl.  testi- 
ficor  Wb.  22a  20;  3.  aspena  Mh  39b  6;  Prät.  Sing.  3.  ad-ru- 
spen  78a  5;  Abstr.  Dat.  aspenud,  aspenad  Ml.  102d  2,  3, 
aispenud  54d  2. 

Mit  to-ess-  (immer  so  umgebildet,  daß  das  Präverb  -ess-  den 
Vokal  -a-  aufweist)  'zeigen':  Präs.  Sing.  3.  doaisbena  S.  M.  V 
360,  20;  Ipf.  PI.  3.  CO  taisfentais  LU  50b  11;  Konj.  Sing.  3. 
CO  taisfena  100a  18,  perfektisch  doairfena  S.  M.  V  360,  19; 
Fut.  Sing.  3.  doasfenpha  LU  17a  23;  Prät.  perf.  Sing.  1.  doair- 
fenus  Wb.  18d  7;  3.  do-s-airf en  S.  M.  I  16,  13,  co  tarfen  14,  26 
(jüngere  Form  ro-taisfeöin  LU  101a  21);  Inf.  taisbenad,  tas- 
fenad  Wi.  805,  S.  M.  Gloss.  691,  in  dasfenad  ZfcPh.  Vn 
481,  23. 

Anm.  fen-  weist  auf  * tci(f-«ä-,  vgl.  unten  fiad-und  finn-  (besonders 
bemerkenswert  ist  es,  daß  die  Formen  von  doaisbena  häufig  als  Glosse 
zu  doadbat  §  722  auftreten,  und  daß  doadbat  in  der  Flexion  von 
doaisbena  beeinflußt  wird). 

§  721.     fer-   'gewähren'    (perfektisch  'gewähren  können,   ge- 


518  Verbalverz.  fer-,  fiad-.  [§721.722,1 

nügen'):  Präs.  Sing.  3.  ferid  Wb.  4b  19,  ro-fera,  ro-m-fera 
29b  13,  24b  15;  PI.  3.  ro-m-ferat  Ml.  22d  5;  Ipf.  Sing.  2.  fer 
Thes.  II  47,  16;  Konj.  perf.  Sing. 3.  o-din-roirea;  PI.  3.  o-röiret 
Wb.  29b  16,  a  9;  Prät.  Sing.  3.  ferais,  ro-fer  Wi.  543;  Inf. 
mir.  ferthain. 

Mit  £o-  'gewähren,  bewirken':  Präs.  Sing.  1.  fufirim  Thes.  I 
497,  5  (-i-  aus  der  echten  Komposition);  2.  f  of  erai  siu  Ml.  121b  17, 
(fu)-n-dat-ferai  38c  26;  3.  fofera  Wb.  2a  17,  fo-d-era  3c  33 
(vgl.  §  486  Anm.  3  S.  146);  PI.  1.  f-a-eram  15d  3;  3.  ni  föiret 
27d  24;  Ipv.  Sing.  3.  foired  Ml.  43c  3;  Konj.  Ipf.  Sing.  1.  arna 
föirin  se  Wb.  14d  3;  3.  fu-erad  33b  13,  mani. foired  Sg. 
157b  11;  Fut.  Sing.  3.  rel.  foirfea  Wb.  lld  3;  Prät.  Sing.  3.  fo- 
ru-ar  8b  5,  14c  43,  Thes.  1487,21,  fo-d-ru-ar  Wb.  15a  15,  Ml. 
20b  17;  Pass.  Fut.  Sing,  fo-m-firfider  sa  33b  10;  Part,  foiride 
39b  7;  Abstr.  fuar  neutr.  81c  2,  Thes.  II  13,28  (fuar-inbudcaid 
'bridesman'  "Hochzeit-Bereiter"  Thes.  I  487,  21). 

Mit  com-fo-  'comparare':  Präs.  Sing.  2.  confoir(i>  siu  'Thou 
causest'  Ml.  114c  4;  PI.  1.  confoirem  ni  'vergleichen'  Wb.  8bl3; 
Prät.  perf.  PI.  3.  conforoirisset  'haben  bereitet'  Ml.  69a  9; 
Gerundiv  comfoiride  (zu  lesen  -di)  64c  4. 

Mit  rem-fo-:  Pass.  Prät.  perf.  Sing,  remeroired  gl.  praesti- 
tum  esse  Ml.  36d  8;  Part,  remfoiride  26c  5,  Dat.  PI.  remfoi- 
ridib  gl.  praestitis  72c  3;  Abstr.  remfuar  gl.  parasceuen  Thes.  I 
486,  29,  'to  prepare'  II  10,  11,  remuar  'a  preparation'  Ml.  104b  3. 

Mit  to-:  Pass.  Präs.  Sing,  duferthar  gl.  conditur  Ml.  138a  9. 

Anm.  Vgl.  ahd.  weren,  giweren  'gewähren'.  —  Ein  Kompositum 
mit  ad-  steckt  vielleicht  in  ir.  ad  bar  'Material'  Thes.  118,  32,  Wb.  17dl7, 
20a  9  (vgl.  8-aidbir  oben  I  305). 

§  722.  fiad-.  1)  Mit  ad-  'verkünden,  erzählen'  (nur  in  un- 
echt komponierten  Formen,  wo  ad-  nach  §  585  Anm.  1  S.  291 
aus  in-  entstanden  sein  könnte):  Präs.  Sing.  3.  ad  feit  som  Ml. 
111c  4,  adfet  som  87d  1,  adfet  62a  6,  Sg.  18a  1,  103a  1;  PI.  1. 
adfiadam  ni  Ml.  14d  10,  adfi(a)dam,  as-n-da-fiadam  93d  14; 
3.  adfiadat  Wb.  28c  23;  Fut.  Sing. 3.  adfii  Imram  Brain  S.  25, 
52;  Prät.  (mit  perfektischem  -com-)  Sing.  3.  adcuaid  Wb.  21d  11, 
Ml.  65a  1,  ad-chuiaid  123d  4,  adcuid  110c  5,  126b  2;  PI.  1. 
at-chuadamar  LU  la  21,  adcöidemmar  Sg.  43a  6;  Pass.  Präs. 
Sing,  adfiadar  Wb.  18c  8,  rel.  ad-iadar  27a  10;  PI.  adfiadatar 
Ml.  23  a  13. 

Mit   to-ad-   'zeigen,    erklären':    Präs.    Sing.  2.    doadbit   Sg. 


§722,1-3]  Verbalverz.  fiad-.  519 

159a  2;  3.  d-a-adbat  som  Wh.  24a  7,  vgl.  Ml.  51c  11,  doadbat 
19d  21,  53b  27,  94c  10,  Sg.  198a  24,  vgl.  Ml.  42b  27,  47a  17, 
62d9,  tadbat(som)  Wb.4dl0,  10b21,  13c26,  26c  1,  Ml. 40a  15, 
56b  33,  74d  13,  138c  1,  do-n-adbat  Wb.  3c  21,  vgl.  Ml.  77b  6, 
89d6,  98cl0,  135b  5,  Sg.  6b  25;  Pl.l.  do-n-aidbdem  211a  12; 
3.  du-n-aidbdet  Ml.  42c  2,  138d  12;  Ipf.  P1.8.  du-n-aidbditis 
Ml.  39c  35  (Pass.?);  Ipv.  PL  2.  taidbdid  Wb.  14d  22;  Konj. 
Sing.  2.  perf.  con-dä-r-bais  101c  6;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  do-n- 
aidbsed  20a  9,  taibsed  Sg.  6b  25;  Prät.  Sing. 3.  perf.  d-a-ä-r- 
buid  Sg.  144b  3,  du-a-r-buid  Ml.  46  b  28,  Thes.  II  225,  28, 
do-ä-r-buid,  do-ä-r-bith  Wb.  19c  11,  du-a-r-baid  Ml.  129c 
15,  vgl.  108b  8,  46 d  15,  62c  5;  Pass.  Präs.  Sing,  doadbadar 
Wb.  3b  20,  Sg.  207b  9  u.  s.  w.,  duadbadar  Ml.  40d  3,  42c  17, 
ta(d)badar  24d  25,  tadbadar  Sg.  63a  9,  hi-tadbadar  M1.32b  18, 
40c  17,  22,  ilOd  16;  PI.  duaidbdetar  30b  2,  Wb.27a  27;  Konj. 
Sing.  perf.  con-dä-r-bastar  Ml.  95b  6,  vgl.  Sg.  211a  10;  Konj. 
Ipf.  Sing,  do-n-adbastae  Ml.  37b  23;  Prät.  Sing.  perf.  do-ä-r- 
bas  Wb.  3d  21,  do-n-a-r-fas  S.  M.  I  74,  12,  nad  tarbas  Ml. 
64d  13,  ni  tarbas  65d  16;  Inf.  taidbsiu  Wb.  lOd  37,  14d  1 
u.  s.  w.  (verschrieben  Thes.  II  225,  27).  —  Durch  Kontamination 
mit  do-ais-bena  §  720  entstehen  Formen  wie  Pass.  Präs.  Sing, 
tadbanar  Wi.  798,  do-n-adbantar  Thes.  II  4,  33;  Ipf. PI.  no- 
tadbantais  LU  103b  16. 

2)  Mit  air-:  Abstr.  *airissiu  'Geschichte',  lebor  airissen 
gl.  fastus  Sg.  106b  15,  vgl.  31a  6.  Nir.  iris  (mit  air.  hiress 
'Glaube'  I  91  vermischt). 

3)  Mit  in-,  ind-  'verkünden,  erzählen',  häufig  Gl.  zu  lat.  in- 
dicarei;  Präs.  Sing.  3.  infet  Ml.  14b  12;  Ipf.  Sing.  3.  infeded 
LU  133a  29;  Ipv.  Sing.  1.  indiad  Ml.  35d  11,  103b  11  (Sarauw, 
ZfcPh.  IV  86);  Konj.  Sing.  1.  perf.  o-ecius  LU  70a  13,  19  (das 
-0-  des  perf.  Präverbs  ist  in  der  ßinnensilbe  geschwunden);  3.  infe 
Ml.  30b  12;  Konj.  Ipf.  PI.  1.  infesmais  Ml.  17d  8;  Kondit.  Sing. 
3.  infessed  LU  134b  31;  Prät.  perf.  Sing.  3.  incuaid  123d  7; 
P1.2.  CO  n-eicdid  Wb.  24c  17;  Pass.  Konj.  perf. Sing,  co  n-ece- 
star  Thes.  II  294,  13;  Inf.^  mir.  innisin  (air.  *indisiu)  AVi.  643; 

1.  Daher  ir.  indidit  'Indikativ',  Kontamination  des  lat.  Wortes  mit 
dem  ir.  Verbum  (mit  infinit  'Infinitiv'  parallel). 

2.  scel  'Nachricht'  fungiert  niemals  als  Inf.  zu  infet  oder  adfet 
(Thurneysen,  Handb.  S.  409). 


520  Verbal verz.  fiad-,  f ich-.  [§722,3.723 

ein  anderes  Abstr.  ist  air.  in  das  neutr.  'Art  und  Weise',  ursprüng- 
lich etwa  "Beschreibung"  (zur  Bedeutung  vgl.  das  verwandte  d. 
Weise,  ahd.  wisa).  Das  mir.  Verbum  innisid,  indisid  'erzählt' 
ist  entweder  von  indas  abgeleitet  oder  auf  Grund  des  Infinitivs  in - 
nisin  und  den  -s-Formen  des  Verbums  inf  et  analogisch  entwickelt. 

Mit  ess-ind-  (durch  Analogiebildung  erscheint  das  erste  Prä- 
verb in  betonter  Gestalt  immer  mit  dem  Vokal  a-)  'erzählen,  er- 
örtern, beschreiben':  Präs.  Sing.  3.  assindet  gl.  explicat  Ml.  95 d  3, 
dian-aisndet  54a  20,  in-asndet  Sg.  103a  1;  PI. 2.  as-n-indid 
Ml.  115b  11  (vielleicht  -indid(id)  zu  lesen;  wäre  aber  auch  als 
wirklich  gesprochene  Form  mit  synkopiertem  Wurzelvokal  verständ- 
hch);  8.  as-n-indedat  42b  7,  ni  aisndedat  31a  19,  in-aish- 
dethat  Sg.  70b  13;  Ipf.  Sing.  3.  atindided  Ml.  123b  15  (at- 
statt  as-);  Ipv.  Sing.  2.  aisndid  70c  8;  Konj.  (Sing.  3.  as-n-ind 
23d  2  wohl  kaum  hierher,  s.  §  718,  6);  PI.  3.  asindiset  23a  19; 
Konj.  Ipf.  Sing.  3.  as-n-indised  31a  22,  vgl.  42b  18;  Fut.  Sing. 
1.  ni  aisndiusa  (=  -dius  sa)  Sg.  47a  13;  3.  assinde  ZfcPh. 
VII  483,  30;  PL  1.  asindisem  Ml.  35a  6;  3.  asindisset  45b  19, 
Wb.  30d  8;  Prät.  Sing.  3.  as-r-indid  Ml.  58a  8,  vgl.  25a  10; 
Pass.  Präs.  Sing,  asindedar  17a  9,  assindethar  90b  18,  ni 
aisndedar  119c  1;  PI.  asindetar  92c  9;  Prät.  Sing,  as-r-indes 
104c  8;  Part,  im-aisndisse,  -oll-asndisse  gl.  amfaticus  40b  7; 
Gerundiv  aisndissi  114a  12;  Inf.  aisndis,  aisiidiis,  Gen.  aisn- 
disen  Wb.  5  c  16,  Ml.  64  d  2,  40  d  18  u.  s.  w.  (vgl.  I  486).  Vgl. 
comaisndeis  'Apposition'  Sg.  149a  1,  comaisndis  203b  7,  8. 

Mit  frith-ess-ind-:   freisndis  'Widerspruch'  Wb.  13a  11. 

Mit  rem-ess-ind-:  Pass.  Präs.  Sing,  remiaisndider  gl. 
praefatur  Ml.  64  c  9  (falsche  oder  unirische  Glossierung), 

Anm.  Zur  Etymologie  vgl.  §  726.  In  der  Bedeutung  stimmt  asl. 
po-vedati  '■^'^riytlai^ai,  narrare',  poln.  po-wiadaö  'sagen'  u.  s.  w. 

§  723.  fich-,  fech-  'kämpfen':  Präs.  PL  3.  no-nd-fechad 
(=  -at),  mit  suffig.  ReL  fecht[h]a;  Ipv.  PL  2.  fichith  WL  Täin 
S.  837S  8463,  Z.  5832;  Fut.  Sing.  1.  fessa  LU  133a  7;  Prät. 
Sing.  3.  fich  20b  20,  133a  15,  ro-fich  70b  20  (die  Singularformen 
müßten  lautgesetzlich  Spuren  der  Reduplikation  zeigen,  haben  sich 
aber  analogisch  nach  dem  PL  und  nach  dem  Präsens  gerichtet); 
PL  1.  fichimmir  133b  41  (vgL  §  614  Anm.  1  S.  368);  Pass. 
Präs.  Sing,  na  fechar  S.  M.  V  302,  31;  Fut.  PL  fessai(tir)  LL 
188b  6;  Prät.  Sing.  (reL)  fechta  Thes.  II  319,  7;  Inf.  fich  S.  M. 
IV  350,  1,  Corm.  TransL  45,  3  v.  u.,  fich  LU  42a  38. 


723.  724 §1  Verbal verz.  f ich-,  f ig-.  521 

Die  Zusammensetzujigen  verwenden  als  Infinitiv  Komposita 
mit  gal  'Tapferkeit'.  1)  Mit  air-  'kämpfen,  besiegen':  Präs.  Sing. 
1.  arfiuch  Thes.  II  249,  7;  3.  arfich  Wi.  373,  K.  Meyer  119; 
Abstr.  irgal  Wb.  5cl  18,  Akk.  irgail  3b  11,  PI.  Nom.,  Akk.  ir- 
gala  6a  28,  15d  39.     Vgl.  imm-argal  gl.  lis  Sg.  67b  7. 

2)  Mit  di-  'strafen,  rächen':  Präs.  Sing.  1.  no-m-dichim  se 
Ml.  38c  21;  2.  dufichi  71b  18;  3.  dofeich  Wb.  6a  16,  dofich 
9d  2,  15a  16,  Ml.  19d  3,  ni-sn-dig  24b  17;  Ipv.  Sing.  2.  deich 
72d  11;  Konj.  Sing.  2.  dufess  44a  9,  o-de-r-ais  LU  20b  5; 
Fut.  Sing.  3.  dufi  Ml.  67c  5;  Prät.  Sing.  3.  d-a-ru-ich  43d  19; 
Pass.  Präs.  Sing,  nach-diagar  ni  101c  16;  Konj.  Sing,  dufessar 
32c  20;  Konj.  Ipf.  PI.  dofestais  29c  7;  Fut.  Sing,  dufiastar 
27c  4,  129b  4;  PI.  dufesatar  24b  19;  Prät.  Sing,  du-ru-acht 
43d  11,  do-ro-acht  38d  8;  Part,  negiert  neph-diachtae  111b  6; 
Gerundiv  diachti  23 d  18;  Inf.  digal  fem.  Wb.  IIa  22,  Dat.  du 
digail  Ml.  31c  17,  Gen.  digle  Wb.  5b  8  u.  s.  w.  Vgl.  di  ar 
n-imdegail  'for  our  protection'  Thes.  II  301,  9. 

3)  Mit  fo-  'to  inflict  (injury,  damage)' :  Präs.  Sing.  3.  fofich 
O'Dav.  Nr.  929,  Cäin  Ad.  §  35,  8.  M.  II  90,  18  u.  s.  w.,  ni  fuich 

V  462,  1;  PI.  3.  fofechat  404,  22;  Konj.  perf.  Sing.  3.  fo-rro-i 
IV  220,  12;  Pass.  Präs.  Sing,  fofechar  Cäin  Ad.  §  43,  vgl.  S.  M. 
IV  364,  10;  Konj.  Sing,  muna  fuasdar  'uuless  somebody  commits 
an  offence'  V  462,  2,  perf.  lo-rru-astar  II  396,  2  v.  u.;  Part, 
(substantiviert)  foachta  Cäin  Ad.  §  43;    Inf.  fogal.  Dat.  fogail 

V  236,  13;  160,  6  (jünger  fuachtain). 

Mit  imb-fo-  ds.:  Präs.  Sing.  3.  imfuich  O'Dav.  Nr.  928. 

4)  Mit  to-  'erobern,  zerstören':  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  dufesed 
Ml.  33b  12,  mani  toissed  40d  13;  PI.  3.  perf.  arnach-a-toir- 
sitis  48d  27;  Fut.  Sing.  1.  do-n-da-fius  126c  19;  Part,  negiert 
neph-thoachtae  126c  22;  Inf.  togal  40d  14,  Dat.  di-a  togail 
66c  9,  Gen.  togle  Sg.  66b  17  u.  s.  w. 

Anm.  fleh-  gehört  zu  lat.  uincü,  gal  zu  gr.  ;foA>J  (oben  S.  25). 
Über  die  brit.  Entsprechungen  von  ir.  digal  und  irgal  s.  I  101.  Vgl. 
noch  ir.  esgal  gl.  aestus  Ml.  96b  11,  nir.  easgal  'a  storm,  a  wave';  es- 
gal  gl.  tolletura  Sg.  36b  4,  nach  Ascoli  Sg.  S.  163  'l'atto  di  smuovere'. 
—  Ir.  fich-  'kochen'  (intrans.)  Wi.  548,  das  semasiologisch  immerhin 
(eventuell  unter  Heranziehung  des  gr.  ntaaai)  mit  fich-  'kämpfen'  ver- 
mittelt werden  könnte,  scheint  ein  -t-Stamm  zu  sein:  Konj.  Ipf.  Sing.  3. 
na  figed  Wi.  III  482,  13;  Inf.  fichiudh  Wi.  IP  43,  8  (fichiudh  ist 
übrigens  hier  mit  irgal  Wb.  5d  18  fast  synonym). 

§  724.     fig-  'weben':  Präs.  PI.  3.  rel.  fichte  Thes.  II  249,  7; 


522  Verbalverz.  fig-  —  finn-.  [§  724—726 

Pass.  Präs.  Sing,  asa-figther  S.  M.  I  152,  18;  Inf.  t'ige  fem. 
Wi.  548,  S.  M.  Gloss.,  oc  ind  figi  Ml.  111b  17,  vgl.  16. 

Mit  com-:  Prät.  Sing.3.  con-ru-aig  gl.  contexuit  Ml. 99a  2; 
Abstr.  coibge  fem.  'Text'  Ml.  72a  9,  Sg.  69a  13  u.  s.  w. 

Anm.  Etymologie  I  98.  Das  Prät.  con-ru-aig  (dreisilbig,  -ai-  im 
Nachton  aus  -i-)  ist  von  conoigset  'nähten'  Wb.  19a  1  (zu  uagim  I  54) 
gänzlich  verschieden.  Das  Abstr.  coibge  hat  mit  coibche  'gift  from 
man  to  wife  or  concubine'  (zu  fiach  'Schuld'  I  174)  nichts  zu  tun. 

§  725.  fill-  'drehen;  flektieren'  (-2-Stamm):  Präs.  Sing.  1. 
fillim  Sg.  145a  1,  Thes.  II  228,  27;  Pass.  Präs.  Sing,  filt(er); 
Konj.  Ipf.  Sing,  no-filte  Sg.  203b  9,  12;  Inf.  filliud  Ml.  138a  2, 
Sg.  157  b  1,  158  b  6,  Thes.  II  230,  21. 

Mit  com-:  Präs.  Sing.  3.  co-ta-fille  'co-entwines'  S.  M.  IV 
286,  6  (statt  -filli);  Pass.  Präs.  Sing,  in  cobfillter  gl.  utrum 
implicetur  ZfcPh.  VII  485. 

Mit  in-:  Prät.  Sing.  3.  in-ru-fill  gl.  implicuit  Ml.  33c  11. 

Ist  ein  altes  -w-Präsens;  zu  lat.  uoluö,  gr.  elvio,  arm.  gelum 
'drehe',  vielleicht  auch  skr.  vr-nö-ti  'verhüllt'.     Vgl.  I  436. 

§  726.  finn-  'wissen'  (§  571,  2):  Präs.  (der  Gewohnheit) 
Sing.  3.  ru-d-finnadar  Ml.  46c  24;  PI.  3.  nad-finnatar  99b 
10;  Ipf.  Sing.  3.  ro-d-finnad  Sg.  209b  25;  Ipv.  Sing.  2.  finnta 
Corm.  S.18  (emhde),  34  (orc),  finta  LL  59,  15,  263b  5,  303b  47, 
finta  SU  251a  18,  finta-ssu  55b  26,  fintai  LU  92b  37;  3. 
finnad  Wb.29a  17;  PL  1.  find  am  Wi.  Täin  S.  461^,  finnamär 
LU  112b  38;  2.  finnaid  LL  58b  20;  60,  21;  3.  finnatar  LU 
46b  11;  Konj.  Sing.  1.  co-fessur  Salt.  2883,  co-fessur  sa  LL 
68a  33;  2.  ro-feiser  Pel.  Febr.  4,  dian-fesser  Okt.  24,  o-feser 
Wb.29a22,  co-fesser  Salt.  1327,  6113,  o-feiser  Sg.  209b  30,  co- 
fesar  AVi.IIi  S.  177,  106;  3.  con-festar  Wb.  12c  38,  vgl.  28d  11, 
Ml.  51b  10,  nad  fiastar  Wb.  22 d  3  (-ia-  aus  dem  Fut);  PI.  1. 
co-fessammar  LU  58a  18;  2.  rro-fessid  Wb.  23a  5,  r-a-fesid 
12a  1,  mani  fessid  12d  5;  3.  con-fesatar  26d  23;  Konj.  Ipf. 
Sing.  1.  ru-fessinn  Ml.  59b  1,  n(i)o-f essin  117d  4,  dia  fessaind 
LL  62b  47;  2.  ro-festa  su  Wb.  10a  10;  3.  r-a-fesed  Sg.  148a 
6,  ro-fessad  LL  71a  11,  co-fessad  Thes.  II  324,  22,  ni-n- 
fessed  Wb.  16a  2,  cini  fesed  Thes.  I  3,39;  PI.  1.  dia  fesmäis 
LU  130a  18;  2.  rru-feste  Wb.  9c  8;  3.  co-festais  LL  54a 
31;  Fut.  Sing.  1.  ro-fessur  sa  Wb.  9a  21;  3.  ru-fiastar  Ml. 
111c  13,  ro-festar  Wb.  12d  27  (Entgleisung),  ni  fiastar  12d 
18;    PL  1.   ro-fessammar  Salt.  1265;    2.  ro-fessid  Wb.  7d  6; 


§  726]  Verbalverz.  finn-.  523 

3.  ro-fessatar  Ml.  69b  1;  Prät.  (mit  Präsens-Bedeutung)  Sing.  1. 
ro-fetar  Wb.  16d  7,  ni  fetar  sa  28c  10,  ZfcPh.  VIII  176,  ni 
fetor  sa  Thes.  II  241,  10;  2.  in  fetar  su  Wi.  IIi  S.  179,  156, 
vgl.  S.  178,  135,  LL  264a  24;  3.  ro-fitir  Wb.  24d  5,  ni  fitir 
26d  14  u.  s.  w.,  roi-nd-fiteir  ZfcPh.  VII  481,  27;  PL  1.  ro- 
fitemmar  Wb.  6c  16,  15a  5,  12c  5,  14b  19,  nad  fitemmar 
16a  29,  ni-s-fitemmar  12c  6,  ni  fitemmar  Sg.  32b  5  (aber 
ro-fetamar  Trip.  42,  11,  ra-fetamar  LL  240b  2.3,  nad  fetam- 
mar  ni  Ml.  37a  10);  2.  r-a-fitid  si  Wb.  18b  9,  ro-fitis  6a  18, 
14c  12  (s.  oben  I  254);  3.  ro-fitetar  23b  12,  ni  fitetar  27a  11 
(und  wohl  auch  21  d  1),  nad  fitetar  Ml.  35b  19,  21,  nio-fitetar 
95a  12,  con-fitetar  9lc  18  (aber  r-a-fetatar  54b  14,  r-a-fetar 
Wb.  28c  12,  ro-fetartar  LU  90b  10,  ni  fetar  Ml.  96b  2); 
Pass.  Präs.  Sing,  nad  fintar  30a  3,  ni  fintar  Sg.  200b  13;  PI. 
ro-finnatar  Wb.  29a  28,  30;  Konj.  Sing,  ru-fessar,  dia  fessar 
Ml.  24 d  17,  14  (ceni  fesser  [mit  wegradiertem  -a-  vor  dem  -er] 
Ml.  24  d  22  könnte  schließlich  trotz  dem  lat.  si  ignoretur  als  'ob- 
gleich du  nicht  weißt'  gern  eint  sein;  im  Mir.  erscheint  co-festar, 
dia  festar  s.  Wi.545,  Wi.  Täin  S.  975);  Konj.  Ipf.  Sing,  o-festa 
Sg.  26b  8  (-ta  statt  -te;  könnte  jedoch  auch  als  die  2.  Sing.  [= 
'man']  des  Deponens  gefaßt  werden),  co-f  essta  Wi.  118,  10;  Prät. 
Sing,  ro-fess  Wb.  23b  9,  nad  fess  Ml.  80b  10  u.  s.  w.;  PL  ni 
fessa  Fei.  Prol.  76;  Gerundiv  fissi  Thes.  II  308,  18;  Inf.  fius 
Wb.  10b  27,  fiuss  30b  16  u.  s.  w.  (daneben  Neutr.  PL  fess  gL 
scita  Ml.  73b  7,  wovon  festae  'scitus'  71a  2  mit  dem  Suffix  -de 
abgeleitet  ist). 

Anm.  Brit.  Formen.  Mc.  Präs.  Sing.  1.  gwnn,  2.  gwydost,  gwdost, 
3.  gw yr,  PL  1.  gwdam,  gwdom,  2.  gwdawch,  gwydawch,  gwdoch, 
3.  gwdant,  gwydant;  Ipf.  Sing.  1.  gwyd(y)wn,  2.  gwyd(y)ut, 
B.  gwyd(y)at,  PL  1.  gwyd(y)em,  3.  gwydynt;  Passiv  Ipf.  gwydit; 
Prät.  (mit  Präsensbedeutung)  gwys.  Die  mit  dem  Verbum  'sein'  zusammen- 
gesetzten Formen  (gwybydaf  u.  s.  w.)  sind  in  §  648,  2  angeführt. 

Corn.  Präs.  Sing.  1.  gon  (leniert  ny  wen),  2.  gothes,  3.  gor,  PL  1. 
gothen,  2.  gothough,  3.  gothons  (mar  cothens  'if  they  can'  Beun. 
Mar.  1383);  Ipf.  Sing.  1.  gothyen,  gothyan,  3.  go^ye,  go^ya,  PL  1. 
ny  wythen  'wir  wußten  nicht',  3.  go^yens,  go^yans.     VgL  §  648,  2. 

Mbr.  Präs.  Sing.  1.  goun,  gönn,  2.  gousot,  3.  goar,  PL  1. 
gousomp,  2.  gousoch,  3.  gousont;  Ipf.  Sing.  1.  gouzyenn,  3.  gouzye, 
PL  2.  gouzyech,  3.  gouzyent;  Pas.s.  Prät.  (mit  Präsensbedeutung)  gous. 
Das  -8-  des  Präs.  Akt.,  wofür  in  Middle  Breton  Hours  auch  -z-  erscheint, 
wird  aus  dem  Passiv  bezogen  sein.     VgL  §  648,  2. 

Das   ir.  Präsens   geht    auf  *  iri-n-d-na-   zurück,   vgl.  skr.  vi-n- 


524  Verbalverz.  finii foid-.  [§726—728 

dä-ti,  vi-n-dä-te  'findet',  arm.  gt-anem  'finde'  (und  gr.  lvdallof.iai 
'erscheine').  Diesem  Präsens  entspricht  mc.  gwnn,  corn.  gon,  mbr. 
goun.  Die  übrigen  brit.  Präsensformen  und  das  ir.  Präterito- 
präsens  sind  von  einem  idg.  Perfektum  (mit  präsentischer  Bedeu- 
tung: gr.  otda  got.  wait  skr.  veda  'ich  weiß')  ausgegangen,  s.  S.  406. 
Das  brit.  Ipf.  ist  eigen thch  ein  Plusquampf.,  s.  S.  383;  über  die 
Endung  des  mc.  gwydyat  s.  S.  348.  —  Verwandt  (vielleicht  aus 
demselben  idg.  Paradigma  entstanden)  sind  die  in  §  720  und  722 
besprochenen  Verba. 

§  727.  fo-  'schlafen,  die  Nacht  verbringen':  Präs.  Sing.  3. 
foaid  Thes.  II  315,  6,  föid  LU  49a  17,  faid  Wi.  II^  S.  180, 
rel.  foass  Corm.  26  (laiches),  foas  S.  M.  I  160,  2  v.  u.;  PI.  3. 
foait  Stokes,  St.  Moling  S.  24,  18,  i-faeat  S.  M.  IV  102,  22; 
Ipf.  Sing.  3.  no-foied  LU  128b  20,  no-foad  LL  286b  44;  Ipv. 
Sing.  2.  föi  290a  42,  fa  92a  9,  foi  Wi.  Täin  S.  649^;  3.  foad 
LL  260b  19,  foiedh  Wi.  III  322;  Konj.  PI.  3.  co-foet  S.  M.  I 
192,  27;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  no-foad  LL  260a  14;  Fut.  Sing.  1. 
fifit  sa  Wi.  III  322;  3.  lasa-fifea,  nochon-fifea  (-fifea  ist 
beide  Male  in  -faifea  korrigiert),  rissi-fäibea  Wi.  11^  S.  180*, 
rel.  fibas  ebenda  Z.  179,  feefes  LU  127a  32;  Prät.Sing.2.  forsa- 
rr-oa  'on  which  thou  hast  slept'  Eriu  II  224,  3;  3.  fiu,  fiu  Trip. 
L.  156,  19;  174,  6;  184,  15  (durch  Neuerung  fais  LU  46b  35, 
faeiss  LL  92a  14);  PL  1.  femmir;  2.  hi-febair  LU  122b  36; 
3.  feotär,  feötar  LU  58a  9,  108b  14,  109b  3,  co  feotär  57a  30, 
65a  36,  co-foitar,  co-faitar  LL  69a  50,  56b  14,  co-foetar 
S.  M.  I  64,  2  (durch  Neuerung  ro-fesetar  ebenda  1  v.  u.);  Inf. 
feiss,  fess  Wi.  540,  S.  M.  Gloss.  352,  Wi.  Täin. 

Anm.  Das  Schwanken  der  Vokalgebung  beruht  zum  großen  Teil 
darauf,  daß  der  im  Auslaut  entstandene  Diphthong  oi  in  Formen  eindringt, 
in  welchen  er  nicht  berechtigt  war.  Im  Prät.  lag  ursprünglich  ein  redu- 
plizierter Stamm  zu  Grunde,  und  auch  dem  historisch  belegten  -6-Futurum 
ging  wohl  ein  redupliziertes  -«-Futurum  voraus,  worin  der  Vokal  -i-  sich 
entwickelte.  Mit  Bezug  auf  die  Bedeutung  muß  hervorgehoben  werden, 
daß  fo-  sich  niemals  auf  den  physiologischen  Zustand  des  Schlafes  bezieht 
(vgl.  tuil-),  sondern  immer  bedeutet  'die  Nacht  irgendwo,  irgendwie,  mit 
irgendwem  verbringen'.  Also  zu  skr.  vdsati  'wohnt',  g.  wisan  'sein';  im 
Vokal  stimmt  zum  ir.  fo-  am  besten  arm.  gom  'ich  bin'.  Der  ir.  Inf.  ist 
von  feis,  fess  'Fest'  I  80  kaum  etymologisch  verschieden. 

§  728.  föid-  'schicken'  (-I-Stamm):  Präs.  PI.  3.  föidit  Sg. 
181a  2,  rel.  föite  117a  5;  Konj.  Sing.  1.  no-föid  Wb.  23d  1; 
Prät.  Sing.  3.   foids-i,  foits-i   Thes.  II  242,  13,  14,   ro-d-föidi 


§728—731]  Verbalverz.  foid forrj;-.  525 

Wb.  7d  2,  ro-fuidi  S.  M.  I  20,  6;  Pass.  Präs.  Sing,  foitir  Wb. 
25a  8,  rel.  foiter  17a  11;  Prät.  Sing,  ro-foided  23a  7,  32a  25; 
PJ.  ru-foitea,  ro-foitea  9d  14,  27c  35,  ni  r-oitea  5a  3;  Part, 
foite  Ml.  34c  9;  Inf.  föit  Wb.  15a  15,  Ml.  34a  6. 

Mit  ess-  'aussenden':  Pass.  Präs.  Sing,  ass-a-foiter  Ml. 48c  8; 
Ipf.  Sing,  asffjite  Thes.  I  492,  25;  Part.  esf(3ite  ebenda  24,  vgl. 
Ml.  48c  8,  102b  8;  Inf.  esföit  44a  10. 

Mit  in-:  Part,  in  foite  gl.  immissus  Ml.  99  b  3. 

Mit  rem-  'vorausschicken':  Prät.  Sing.  3.  renii-r-oid  Ml. 
31c  9;  Part.  Akk.  Fem.  Sing.,  N.  A.  PI.  remfoiti  35a  7,  30c  15, 
Dat.  remfoitib  58a  7. 

Mit  to-  'herschicken':  Ipv.  PI.  2.  doföidid  Wb.  14a  17  (zu 
lesen  d-a-);  Prät.  Sing.  3.  do-r-oid  Ml.  53d  9;  Pass.  Prät.  Sing, 
dofoided  Wb.  32d  14;  Inf.  mo  thooi(t>  14b  3,  mo  thoeit  se 
(zu  lesen  thooit)  26c  2  (Sarauw,  Ii-ske  Studier  S.  94). 

Anm.  Etymologie  1359  (an.  ueita 'gewcihren;  leiten  [Wasser]  u.  s.  w.', 
Sarauw,  ZfcPh.  V  509i). 

§  729.  foln-  'herrschen'  (Deponens):  Präs.  Sing.  2.  follai- 
ther  SU  Ml.  82d  5;  3.  rel.  follnadar  LL  294b  8;  Ipv.  Sing.  2. 
follaide  Ml.  46b  18;  Konj.  Sing.  3.  rel.  fall(n)aither  90a  9 
(follnaither  Thes.);  Fut.  Sing.  2.  folnaibe  18a  4;  PI.  2.  fol- 
nibthe  Wb.  25b  25;  Prät.  Sing.  3.  i-rru-follnastar  13b  29: 
Pass.  Präs.  PI.  rel.  follatar  Ml.  77b  4. 

Anm.     Das  -n-  war  ursprünglich  präsensbildend;  vgl.  I  157,  179. 

§  730.  forcenn-  'enden':  Präs.  Sing.  3.  for-chenna  Ml. 
118d  6,  ni  foircnea  102a  15;  PI. 3.  for-chen(nat)  Sg.  118b  1; 
Konj.Sing.3.  forcenna  M1.132cll,  arna-foircnea  Wb.20bl3; 
Fut.  Sing.  3.  ni  foircnibea  Ml.  69b  9;  Prät.  Sing.  3.  fo-da-r- 
orcenn  Wb.  IIa  27  (oben  S.  250);  PI.  3.  for-ru-chensat  Mh 
100d9;  Pass.  Präs.  Sing,  ni  foircnithser  Sg.  6b  28;  PI.  forcentar 
114a  5,  forcennatar  Ml.  48a  15,  hi-foircniter  Sg.  162b  1;  Ipv. 
Ph  foircniter  Ml.  73d  7;  Konj.  Ipf.  PI.  o-foircnitis  54a  18; 
Fut. PI.  forceinfiter  56cl9;  Kondit.Pl.  forceinnfitis  Sg.6a6; 
Prät.  Sing,  for-ru-m-chennad  sa  Ml.  127c  10;  PI.  ni  rru- 
foircneda  94c  18;  Inf.  forcenn  neutr.  59b  2.  di-a  forciund 
LU  125  b  8,  vgl.  oben  I  475. 

Anm.  Vgl.  0.  gorphon  eorn.  gorfenne.  Ist  eine  Ableitung  von 
dem  (im  Ir.  und  C.  als  Infinitiv  vorwondeton)  Substantiv  'Ende'  (^vgl.  I  130, 
II  245). 

§  731.     forrg-  'to  injure',  'überwältigen':  Präs.  Sing.  3.  rel. 


526  Verbalverz.  forrg fuin-.  [§  731—733 

forrges  LL  99b  4;  Ipf.  Sing.  3.  perf.  ra-forrged  86a  47;  Ipv. 
Sing.  2.  nach-am-forraig  LU  71a  13,  22;  Konj.  Sing.  3.  arna 
ra-foirrgea  S.  M.  IV  124,  17;  PI.  3.  forrgot  Thes.  I  714,  14; 
Inf.  forrach  Wi.  Täin.  Das  Verbum  ist  von  dem  Nomen  for- 
rach  abgeleitet;  verwandt  ist  auch  forr-än  'Vergewaltigung'. 
Über  forrg-  als  Gl.  zu  org-  vgl.  S.  M.  Gloss.  389. 

§  732.  fort-  mit  di-  (de-)  'ausschütten,  gießen,  einschenken': 
Präs.  Sing.  3.  rel.  doirtes  LL  74b  19,  33  (als  Simplex  behandelt); 
Ipf.  Sing.  3.  con-doirted  Fel.i  C  25;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  dofortad 
Ml.  36d  22;  Prät.  Sing.  3.  co  ro-doirt  LL  254b  31;  Pass.  Konj. 
PI.  dofortatar  Ml.  124d  12. 

Airni.  Gehört  zur  Sippe  des  lat.  uertö;  zur  Bedeutungsentwickelung 
vgl.  frz.  verser;  bemerkenswert  ist  S.  M.  IV  56,  17,  wo  noco-tenn-doirtit 
als  Gl.  zu  nitinntatsom  (vgl.  Verbalverz.  so-)  verwendet  wird.  Vgl. 
asl.  vratiti  russ.  vorotiti  'wenden',  skr.  vartäjati  'dreht',  got.  fra-wardjan 
'verderben'.  Eine  Wurzelform  mit  dem  Vokal  -e-  liegt  vielleicht  vor  in 
adferta  gl.  auersatur  Ml.  123d  8,  vgl.  honaib  adbartaib  gl.  aduersariis 
24b  9  und  das  Denominativ  adbartaig-  (adbartaigther  gl.  auersaris 
44b  31  u.  s.  w.),  vgl.  c.  gwerthu  'verkaufen'  corn.  gwerthe  br.  gwerza; 
das  Präverb  wäre  aith-.     Über  ir.  cuairt  vgl.  I  205. 

§  733.  fuin-  'untergehen  (von  der  Sonne)':  Präs.  Sing.  3. 
hi-funend  LU  48a  13;  Inf.  fuined  Thes.  II  21,  37;  12,  31, 
funed  Ml.  119d  9,  Gen.  fuinid  94b  19,  funid  Thes.  II  44,  5. 
Mit  fuined  ist  fuin  Corm.  S.  21  (unter  fair)  gleichbedeutend; 
merkwürdig  ist  fuin  gl.  matuta  Sg.  36a  2. 

Mit  to-air-  'to  lower,  to  take  down':  Präs.  Sing.  3.  tairindi 
Wi.Täin  5654,  t-an-aurnat  Thes.  II  253,  5  (vgl.  Anm.);  Ipf.  PL  3. 
dofairnitis  LL  55b  9;  Ipv.  Sing.  2.  tairinn;  PI.  2.  tairinnid; 
3.  toirnet  Salt.  6019,  7985,  4394;  Pass.  Konj.  Ipf.  Sing,  ara 
turnta  LL  57a  2;  Prät.  Sing,  do-r-airned  Salt.  4495;  Abstr. 
tairinnud  gl.  deiectio  Thes.  II  22,  40,  tairniud  Trip.  L.,  Wi. 
Täin.  Vgl.  Trans.  Phil.  Soc.  1895—98  S.  64,  Atk.  LBr.,  Wi.  Täin 
S.  1065. 

Mit  to-  'to  come  down':  Ipv.  Sing.3.  tained,  PI.  3.  toinet  Atk, 
LBr.  S.  906;  Inf.  toined  Ml.  42c  30  (opp.  frisngabail),  töiniud 
Wb.  26a  5,  Gen.  töiniuda  Thes.  II  355,  2,  vgl.  Hib    min. 

Anm.  Aller  Wahrscheinlichkeit  nach  ist  schon  fuin-  komponiert, 
und  zwar  gehört  die  irische  Wurzel  n-,  ne-  zu  gr.  v^ofiai  (Stokes,  Wi.  IV^ 
510;  zum  Präverb  fo-  vgl.  die  Eedensart  fo-a  fuined  Thes.  II  21,  37). 
Daraus  erklärt  sich  die  kaum  abzuleugnende  Vermischung  mit  neth-  (in 
der  Form  t-an-aurnat   und  umgekehrt  in   ad-ro-neestar  oben  S.  388). 


§734,  1|  Verbalverz.  gaib-.  527 

Auffällig  ist  die  mir.  Schreibung  tain-  neben  air.  toin-;  ord  n-aineda 
'descending  order'  (opp.  urd  fresgabäla)  S.  M.  V  26,  14,  15  enthält  wohl 
eine  Umbildung  des  air.  toined  (als  t-oined   gefaßt). 

§  734.  gaib-  'nehmen',  'singen':  Präs.  Sing,  1.  gaibim  Thes. 
II  2,  35,  nä-n-gabimm  se  Wb.  16d  4;  2.  ma  nu-m-gaibi  gl. 
si  habes  me  32a  16;  3.  gaibid  9a  3,  Ml. 64c  12,  mit  Obj.  gaibth-i 
Sg.  26b  7,  ni  gaib  Wb.  3d  8  u.  s.w.,  rel.  gaibes  3d  15;  PI.  3. 
gaibit  Sg.  200b  10,  204a  7,  gabit  Ml.  38a  8,  rel.  n-gaibde 
76a  16;  Ipf.  Sing.  3.  ni-s-gaibed  Thes.  II  315,  4;  PI.  3.  no-s- 
gaibtis  Ml,  2b  7,  con-da-gaibtis  31c  6;  Ipv.  Sing.  2.  gaib 
Thes.  II  290,  13;  3.  gaibed  Wb.  12d  41;  PI.  2.  gaibid  7b  14; 
Konj.  Sing.  3.  arna  gaba  28a  20,  nach-in-ro-gba  15d  40,  rel, 
gabas  13d  22;  PI,  1.  gammai  Ml.  32a  4;  2.  o-ro-gbaid  Wb. 
26b  7;  3.  o-ro-gbat  30a  24;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  no-gabad  Ml. 
33a  5,  o-id-ro-gbad  39d  22;  .  PI.  2.  no-s-gabth«  Ml.  68b  2, 
o-ro-gabthe  si  Wb.  24c  8;  3.  ro-gabtis  Ml.  123a  1;  Fut.  Sing. 
3.  gebaid  Wb.  8a  7,  rel.  gebas  IIa  6;  PI.  3.  ni  gebat  4c  8, 
onä  gebat  LU  56b  45,  mit  Objekt  gebtit  Wb.  26a  8;  Kondit. 
PI.  3.  nu-n-da-gebtis  Ml.  34c  8,  nu-n-gebtais  95a  9;  Prät. 
Sing.  1.  gabsu  sa  Thes.  II  291,  7,  ro-n-gabus  Wb.  23b  18;  3. 
gabais  Thes.  II  238,  16,  gabis  1495,  1,  mit  Objekt  gabs-i  Thes. 
II  242,  21,  ro-gab  Wb.  2c  21  u.s.w.;  PI.  1.  ni  ro-gabsam  ni 
24b  20;  2.  o-ro-gabsid  26a  25;  3.  ro-gabsat  12b  13;  Pass. 
Präs.  Sing,  gaibthir  16d  7,  ro-gaibther  13b  13,  rel.  gaibther 
28c  20;  PI.  gaibtir  Thes.  II  295,  16,  huan-gaibter  Ml.  122c  2; 
Ipf,  Sing,  no-gaibthe  138dl;  Konj. Sing,  cia  gabthar  Wb.29b  5, 
arna  ro-gabthar  Ml,  30d  13;  PI,  arna  ra-gbat[h]ar  K.Meyer, 
Hibernica  minora  Z.  244;  Konj,  Ipf,  Sing,  nu-m-gabthae  Ml. 
27b  7,  no-gabthe  35b  18,  ro-gabthe  16a  10,  vgl.  24d  7;  PI. 
con-gabtis  Wb.  19a  4,  no-gabtis  Ml.  35b  16;  Prät.  Sing,  gab- 
the  55c  1,  ro-gabath  24d  13,  ro-gabad  14a  4,  Wb.  7a  7 
u.  s.  w.,  fua-ro-gbad,  hi-ro-gbath  Ml.  24d  12,  10;  PI.  ro- 
gabtha  133b  2,  dia-ra-gbtha  35b  24;  Gerundiv  gabthi  76d  4; 
Inf.  gabäl,  Akk.  Dat.  gabäil  (vgl.  §  635  Anm.  2  S.  416).  Gen. 
gabalae  Ml.  83a  3,  N.  A.  PI.  gabala  Wb.  19a  4.  Eine  künst- 
liche Bildung  ist  Konj.  Sing.  3.  no-n-da-la(m)gaba  gl.  nianci- 
pare  MI.  43  a  2. 

1)  Mit  fo-ad-  'hinterlassen,  zurücklassen':  Präs. Sing. 3.  nad- 
facaib  Ml.  102a  20,  vgl.  114b  16;  PI,  3.  fuäcbat  80a  10.  fo- 
äebat  Thes.  II  12,  28;   Konj.  PI.  2.  co  fa-r-gbaid  LU  103a  31; 


528  Verbalverz.  gaib-.  [§734,1—7 

Fut.  Sing.  1.  fo-t-uigeb  sa  Beitr.  z.  vgl.  sprachf.  VII  16  (Ver- 
mischung von  -ad-  und  -od-);  PI.  3.  nocon-faicebat  LL  112a 
36;  Kondit.  Sing.  1.  ni  foicebaind  Beitr.  z.  vgl.  sprachf.  VII  22; 
Prät.  Sing.  1.  fo-t-r-äcbus  sa  Wb.31b  1;  3.  facab,  facib  Thes. 
II  240,  14,  15  (oder  ist  facib  Präs.?),  fäccab  242,  19,  fo-r-acab 
249,  9,  Ml.  37d  10,  fo-r-agab  30a  9,  oid-fa-r-ggaib  Thes.  II 
311,  2;  PI.  3.  fo-r-agabsat  Ml.  95a  12;  Pass.  Konj.  Ipf.  PI. 
arna  fa-r-cabtis  Wb.  31d  13;  Prät.  Sing,  fo-r-acbad,  fo-rr- 
äcbad;  Inf.  fäcbäil  Wi.  535. 

2)  Mit  ceta-:  Prät.  Smg.  3.  cita-ro-gab  'welcher  zuerst 
genommen  (gesungen)  hat'  Ml.  38  c  3. 

3)  Mit  com-  'zusammenhalten,  halten':  Präs.  Sing.  3.  con- 
gaib  som  Ml.  131c  12,  vgl.  Sg.  35a  13;  PI.  3.  ogaibet  53a  10, 
Thes.  II  11,  37;  Ipf.  Sing.  3.  ni  congebed  315,  2  (statt  -gaibed 
oder  -gibed);  PI.  3.  ni-s-congbaitis  Ml.  55a  18;  Prät.  Sing.  3. 
congab,  conggab  'Heß  sich  nieder'  Thes.  II  242,  1;  238,  14, 
con-congab  240,  14,  15,  (mit  perf.  -ad-)  conacab  gl.  continuit 
Ml.  100c  1;  PI.  3.  ogabsat  Thes.  I  496,  36;  Pass.  Präs.  Sing, 
congaibther  Wb.  21c  6,  Thes.  II  254,  18;  PL  ogaibter  Ml. 
27c  14,  congaibetar  Thes.  II  247,  15;  Inf.  congbäil  K.Meyer, 
Contrib.,  Atk.  LBr.,  'a  habitation'   Wi.  445. 

4)  Mit  di-  'wegnehmen,  schwinden  lassen,  vermindern':  Konj. 
Sing.  3.  arna  de-r-gaba  Wb.  lOd  13;  Prät.  Sing.  3.  du-ro-gab 
Ml.  34d  18,  ni-s-digaib  Thes.  II  333,  1;  337,  1,  ni  digaib 
344,  2  (oder  Präs.?);  PI.  3.  du-ro-gabsat  Ml.  108a  6;  Pass.  Präs. 
Sing,  dogaibther  Sg.  28b  20;  PI.  do-h-gaibter  218a  9;  Fut. 
PI.  ni  digebtar  Ml.  73d  13;  Prät.  Sing,  do-ro-gbad  17a  13, 
di-ro-gbad  Sg.9bl6;  Part,  digabthe  Ml.  45c  12,  PL  digabthi 
107c  7;  Inf.  digbäil  Wb.  24d  15,  vgl.  Sg.  9a  16,  45b  7. 

5)  Mit  ess-:  Pass.  Präs.  PI.  ni  esgaibter  gl.  nee  excipiuntur 
Ml.  145c  1. 

Mit  to-for-ess-:  Präs.  PI.  3.  ni-s-tuarascbat  feisin  'they 
do  not  express  themselves'  Sg.  7a  11;  Abstr.  tuarascbäil  'Be- 
schreibung' Wi.  852. 

6)  Mit  etar-:  Präs.  Sing.  3.  etergaib  gl.  intercipit  Sg.  14b4; 
Inf.  etargabäl  52a  18,  166a  3. 

7)  Mit  fo-  'finden'  (vgl.  §  572,  4  S.  273,  §554  S.250):  Präs. 
Sing.  1.  cona  fägbaim  Atk.  LBr.  2696;  2.  ni  fogbäi  Thes.  II 
296,  6;  3.  fogaib  S.M.  IV  194,  14,  ni-s-fagaib  Atk.  LBr.  7992 ; 
PLl.  fogabum  6120;  Konj.Sing.3.  fögaba  5011;  PI.  3.  conach 


§734,7—10]  Verbal verz.  gaib-.  529 

fagbat  4193;  Konj.  Ipf.  PI.  3.  ara  fagbaitis  LL  61a  46;  Fut. 
PI.  3.  nicon-foigebat  Ml.  69a  8;  Kondit.  PI.  3.  f-a-gebtis  Wb. 
8a  14;  Pass.  Präs.  Sing,  fogabar  Atk.  LBr.  7168,  ni  fagabar 
5894;  Inf.  fagbäil  LL  62b  44. 

Das  Supplementverbum :  Prät.  Sing.  1.  nachfuar,  nico-s- 
fuar  sa  Ml.  57d  3;  3.  fo-nd-uäir  Sg.  144b  3;  Pass.  Prät.  Sing, 
fofrith  Thes.  II  346,  6,  ni  frith  334,  ?>,  vgl.  343,  3,  co  frith 
348,  1. 

8)  Mit  for-:  Abstr.  forgab  (später  nach  §  376  forgam)  'a 
blow,  a  tbrust'  Wi.  569.  Mit  aith-for-:  Akk.  PI.  aithirgabu, 
athargubu  'Waffen'  Wb.  22d  10,  Ml.  64a  11,  66c  11,  Dat.  Sing, 
atharcub  63c  1;  vgl.  K.  Meyer  athforgab;  davon  abgeleitet: 
inna  aithergabthi  gl.  instructos  Ml.  95a  2. 

9)  Mit  frith-  'frenare':  Präs.  Sing.  3.  nach-id-frithgaib 
Ml.  55c  11;  Ipf.  Sing.  3.  frisgaibed  49a  24;  Prät.  Sing.  3.  ni 
ru-frithgab  124c  11;  Part,  negiert  neph-frithgabthe  Thes.  I 
492,  28. 

10)  Mit  in-  'tadeln':  Ipv.  Sing.  3.  a-tab-gabed  Ml.  20d  11; 
Konj.  Sing.  3.  indidn-ingaba  Wb.  11  d  8;  Fut.  Sing.  1.  ingeb 
sa  8d  12;  Pass.  Konj.  Sing,  ingabthar  Ml.  22c  10;  PI.  ingab- 
tar  54a  7;  Konj.  Ipf.  Sing,  ona  ingabthe  32c  19;  Fut.  Sing, 
ni-n-incebthar  Wb.  15 d  27  (die  Schreibung  mit  -c-  ist  merk- 
würdig; vermutlich  nur  eine  orthographische  Entgleisung  unter  dem 
Einfluß  von  imb-od-gaib-);  Inf.  ingabäl  Thes.  II  1,  9,  vgl.  Ml. 
54  a  10,  74  c  3,  Wb.  19  a  8. 

Mit  air-in-  (oder  air-cora-?):  Präs.  Sing.  3.  ni  erngaib  gl. 
non  refugit  Ml.  32d  19;  Gerundiv  erngabthi  gl.  fugiendam  16a  5; 
Inf.  Dat.  airngabail  gl.  fugae  29c  14. 

Mit  di-in  'zurückweisen,  zurückschlagen':  Präs.  Sing.  3.  na 
diiigaib;  Ipv.  Sing.  2.  dingaib  siu;  Konj.  Sing.  3.  na  dirigba 
Wi.  Täin,  do-r-ingba  Thes.  II  351,  5;  Fut.  Sing.  1.  nach  diiigeb 
sa;  3.  do-t-ingeba;  Abstr.  mo  dihgbail  se 'das  meiner  Würdige' 
Wi.  Täin.     Vgl.  Wi.  483,  S.  M.  Gloss.  250,  K.  Meyer  655. 

Mit  ess-in-  'überschreiten':  Präs.  Sing.  3.  asiii^aib  Ml.  23a 
13,  57d  16,  89d  8,  125d  8,  131a  6,  144d  1;  Konj.  Sing.  3.  as- 
r-ingba  Sg.  71a  2,  169a  1,  187a  1,  arna  esngaba  Ml.  22c  8; 
PI. 3.  asingbat  Sg.  44b3;  Prät.  Sing.  1.  as-r-ingbus  Ml.  130d  4; 
3.  as-r-ingaib  Ml.  22 d  9,  32 d  8,  10;  PI.  3.  as-r-ingabsat  113d 
8,  nad  r-esngabsat  122d  8;  Part,  esngabthi  (zu  lesen  -the) 
22  d  9.     Vgl.  S.  M.  Gloss.  79. 

Pedersen:  Vgl.  kelt.  Gramm,    ü.  3^ 


530  Verbalverz.  gaib-.  [§734,11 

Mit  frith-in-  (frith-com-?)  'aufsteigen':  Abstr.  Akk.  Dat. 
fresngabail,  frisngabail,  fresgabail  Ml.  56b  1,  3,  42c  30, 
Thes.  II  355,  1,  Gen.  fresgabale  II  254,  14.  Finite  Formen  in 
mir.  Gestalt  bei  Wi.  575,  Atk.  LBr.  S.  725. 

11)  Mit  od-:  Abstr.  ind  öcbäl  'rising'.  Dat.  oc-ond  ocbäil 
Thes.  II  13,  24,  25. 

Mit  com-od-  'erheben':  Präs.  PL  3.  co-ta-ocbat,  co-ta- 
ucbat  Thes.  II  13,  26;  11,  40;  Ipf.  Sing.  3.  co-tn-ucbad  Ml. 
53d  8;  PL  3.  con-damm-uicbaitis  se  39d  11,  chonucbaitis 
58c  2;  Konj.  Sing.  2.  hi-cumgabse  Thes.  II  23,  39;  3,  conocba 
ML  79c  5;  PL  3.  arn-da-cumcabat  46a  12;  Konj.  Ipf.  Sing.  3. 
conucbad  39a  22,  oucbad  35c  6;  Fut.  Sing.  3.  conocaiba  20b 
5;  Prät.  Sing.  3.  conuccaib  Thes.  II  340,  5,  perf.  connuargab 
Ml.  37b  15  (durch  Entgleisung  conuarcaib  Atk.  LBr.  S.  609), 
nad  ru-chumgab  ML  20a  7;  PL  3.  conocabsa(t>  Thes.  I  493, 
24,  connu[b]cabsat,  onucaibset  II  321,  1;  Pass.  Präs.  Sing. 
conocaba(r)  ML  57d  8,  conogabar  Thes.  II  251,  10;  Ipv.  Sing, 
co-tab-ucabar  si  Ml.  46a  7;  Konj.  Ipf.  PL  conucabtis  68c  6; 
Fut.  Sing,  conuicgebthar  64b  8;  Prät.  Sing.  perf.  conuargabad 
32c  1;  Part,  ceni-ta  chumgabtha  siu  'bist  du  nicht  erhaben?' 
(-a  aus  -e  vor  dem  enkhtischen  Worte),  cumgabthse  84c  3,  Nom. 
PL  cumgabthi  43d  7;  Inf.  cumgabal  79d  5,  57d  4  u.  s.  w. 

Mit  to-for-od-  (älter  wohl  to-ro-od-)  'erheben,  bekannt 
machen':  Präs.  Sing,  3.  dufurgaib  ML  138b  1,  perf.  tuargaib, 
näd  tuärgab  S.  M.  lY  166,  4,  Wb.  14b  22;  PL  3.  dufurga<ba>t 
ML  75a  3;  Ipf.  Sing.  3.  dufurcbad  72b  7;  Prät.  Sing.  1.  con-da- 
tuärgabusa  (^  -us  sa)  Wb.  26d  10;  3.  du-r-urgab  ML  72c  16, 
du-r-urgaib  63a  15,  138d  11,  tuargab  Wb.  26d  11,  tuargaib 
Thes.  11314,7  (rel.),  na  tuargaib  344,  3;  PL  1.  du-r-urgabsam 
II  4,  29;  3.  dofuargabsat  ML  96c  1;  Pass.  Präs.  Sing,  dofur- 
cabar  Sg.43a3,  nl  turgabar  (perf.?)  4b  14;  Konj.  Ipf.  PL  dufur- 
gabtais  7b  8;  Prät.  Sing,  tuärgabad  Wb.  14b  22;  PL  du-r- 
urgabtha  Sg.  61a  15;  Part,  turgabths»  ML  86d  14,  vgL  32b  1, 
75a  4,  Thes.-  II  26,  34;  Inf.  turcbäl  Sg.  4b  4,  ML  85c  14,  vgl. 
75b  19,  Thes.  I  494,  31,  Dat.  turcbäil  II  12,  30,  vgL  ML  94b  18, 
Gen.  turcbalae  85c  13  (Asc.  toir-).  Die  Hebung  in  -für-  deutet 
auf  ein  geschwundenes  -u-  der  folgenden  Silbe;  in  den  echt  zu- 
sammengesetzten Formen  könnte  tuar-  lautgesetzlich,  tur-  ana- 
logisch nach  do-fur-  gebildet  sein;  umgekehrt  ist  do-fuar-  ana- 
logisch  nach   tuar-.      Indessen   ist   auch    mit   der   MögHchkeit  zu 


§734,11.12]  Verbalverz.  gaib-.  531 

rechnen,  daß  nicht  tur-  nach  do-fur-,  sondern  umgekehrt  do-fur- 
nach  tur-  gebildet  ist;  in  tur-  kann  dann  to-ro-od-  stecken;  der 
auslautende  Vokal  des  zweiten  Präverbs  war  durch  idg.  Elision 
vor  dem  anlautenden  Vokal  des  dritten  Präverbs  geschwunden,  das 
-0-  von  to-  unterlag  der  Hebung;  die  analogische  Form  do-fur- 
rief  echt  zusammengesetztes  tuar-  (und  dies  wiederum  do-fuar-) 
hervor;  vgl.  die  Anm.  Sehr  unregelmäßig  ist  die  Verwendung  von 
tuar-  in  Formen,  in  denen  keine  echte  Komposition  zu  erwarten 
war  (Prät.  Akt.  und  Pass.  in  Wb.;  steckt  in  tuar-  etwa  to-od-  -\- 
perf.  ro-,  ohne  wortbildendes  ro-?  vgl.  unter  to-od-). 

Mit  imb-od-  'vermeiden'  (§  554  S.  250):  Präs.  Sing.  1. 
immimgabaim  Sg.  50b  8;  3.  imm-a-immgaib  59a  13,  imm- 
e-imgaib  Ml.  35 d  29,  imimgaib  22c  11,  ni-n-imgaib  ni  Thes. 
II  7,  27;  Ipv.  Sing.  2.  imcaib  Wb.  28c  24,  imm-an-imcab 
30d  20;  PI. 2.  imgabaid  9d  6,  Ml.  116b  6;  Konj.Sing.  1.  imm- 
e-n-ingaib,  im-da-ingaib  (zu  lesen  -imgaib)  29d  2,  38a  3, 
i-r-imgaib  'ob  ich  vermeiden  kann'  LU57b  12;  3.  im-n-imgaba 
Ml.  15b  12;  PL  1.  imm-e-n-imgabam,  im-da-imgabam  35d 
1,  19;  3.  immimgabat  114b  8,  com'  imgabat  54b  24;  Konj. 
Ipf.  Sing.  3.  imm-e-n-imgabad  41a  6;  Fut.  Sing.  3.  com'  im- 
geba  53a  13;  Prät.  PI.  3.  im-r-imgabsat  Thes.  II  27,  35;  Gerun- 
div imcabthi  Wb.  30b  25,  imgabthi  Ml.  51b  8,  10,  58a  20, 
vgl.  40b  9,  imgabthib  (Dat.  PI.)  29d  6;  Inf.  imgabäil  Wb. 
9d  6  u.  s.  w.,  imcabäil  Sg.  203a  8. 

Mitind-od-:  Part,  inducbaide  gl.  gloriosus,  inclitus,  specio- 
sus,  clarus  ML  47  a  18,  64  d  9,  10,  68  b  9,  75  c  5,  139  d  2;  Abstr. 
indocbäl  *Ruhm,  Ehre',  Akk.  Dat.  indocbäil.  Gen.  indocbäle 
Wb.  4  a  18,  23  b  12,  4  c  40,  b  9  u.  s.  w. 

Mit  to-od-  'erheben':  Abstr.  tucbäl  Book  of  Armagh  221  r  1, 
tocbäl  (a  ocbäl,  Gwynn)  Thes.  II  253,  3.  Finite  Formen  kommen 
im  Air.  nicht  vor;  im  Mir.  sind  sie  häutig  und  verdrängen  die 
Formen  von  to-for-od-gaib-;  sie  werden  zum  großen  Teil  als 
Simplexformen  behandelt:  Präs.  Sing.  3.  tocbaid  u.  s.  w.  Wi.  830; 
nir.  Präs.  Sing.  1.  tögaim,  Inf.  togäil. 

12)  Mit  air-ro-  (durch  Entgleisung  in  einigen  Fällen  so  be- 
handelt, als  ob  es  nur  mit  uir-  komponiert  wäre)  'ergreifen,  fest- 
nehmen': Präs.  PL  3.  ar-da-gaibet  LL  252a  23;  Konj.  Ipf.  Sing. 
3.  con-dom-arrgabad  sa  Wb.l7dl4;  Prät.Pl.3.  ar-an-gabsat 
ML  74b  2;  Part,  aurgabtha  Thes.  II  28,  35;  Inf.  Dat.  ergabail 
ML  88a  2,  Gen.  ergabale  29c  18,  aurgabale  Thes.  II  253,  15. 

3i* 


532 


Verbalverz.  gaib- 


[§734,12 


Mit  to-ro-  'ein  Versehen  begehen'  gl.  committo,  admitto: 
Präs.  Sing.  1.  dorogbaim  Ml.  43a  5;  3.  dorogaib  16e  13;  PI.  3. 
dorogbat  28d  11;  Konj.  Sing.  3.  dorogba  Wb.  22b  9;  PI.  2. 
dorogbid  27b  18;  Konj.  Ipf.  Sing.  1.  dorogbämn  Ml.  39a  18; 
Prät.  Sing.  1.  durogbusa  (=  -us  sa)  23c  13;  3.  dorogab,  du- 
rogab  71b  14,  111b  28,  ho-torgab  32a  23;  PI.  3.  dorogabsat 
54a  36,  98c  6;  Pass.  Prät.  Sing,  dorogbad,  durogbad  58d  1, 
32c  9;  Part,  torgabthe  27c  17,  Akk.  Fem.  torgabthi  23c  14; 
Inf.  torgabal,  Akk.,  Dat.  torgabail.  Gen.  torgabale,  N,  PL 
torgaba[ba]la  15c  11,  62d  6,  22c  7,  58a  19,  44b  11,  daneben 
targabäal,  Dat.  targabail.  Gen.  targabalse.  Dat.  PI.  targa- 
ba[la]laib  Wb.  9c  19,  Ml.  22d  24,  71b  3,  70d  6. 

Anm.  Die  beim  Simplex  noch  klar  liegende  Verteilung  der  Stämme 
(gaib-  im  Präs.,  gaba-  im  Konj.  und  Prät.)  ist  bei  den  Zusammensetz- 
ungen vielfach  gestört  worden,  zunächst  wohl  dadurch,  daß  im  Präsens- 
stamm die  Mouillierung  bei  der  Gruppe  -gb-  verloren  ging;  umgekehrt 
tritt  ferner  mouilliertes  -b  im  Prät.,  bei  imb-od-gaib-  sogar  im  Konj.  auf; 
zum  perf.  Präs.  -tuärgab  vgl.  §  582  S.  286. 

Britannisches:  Mc.  cafael,  caffel,  cael  'to  get,  obtain,  find",  Präs. 
caffaf,  ceffy,  ceiff  oder  caf,  cehy,  cey;  Ipf.  caffwn  und  cawn  u.s.  w.; 
Konj.  caffwyf,  ceffych  u.  s.  w.;  Prät.  cefeis  (ceis),  cefeist,  cafas, 
cawssam,  cawssawch,  cawssant  (cawssont);  Plusquampf.  cawsswn 
und  cawssoedwn,  Sing.  3.  ca^ssoed,  cassoed;  Pass.  Präs.  ceffir, 
Ipf.  ceffit  (ceit),  Prät.  cafat,  caffat,  cahat,  cat,  Plusquampf.  ca- 
thoed,  cassoedit.  Das  Schwanken  der  Formen  beruht  darauf,  1)  daß 
das  im  Konj.,  eventuell  auch  im  Inf.  (I  423),  entstandene  -ff-  sich  ana- 
logisch verbreitet  hat;  2)  daß  das  -v-  unter  Umständen  zwischen  Vokalen 
geschwunden  ist  und,  wo  es  durch  Vokalschwund  unmittelbar  vor  -ss-  zu 
stehen  kam,  zu  -iv-  geworden  ist;  3)  daß  der  Diphthong  -aw-  und  der 
Diphthong  -ae-  (im  Plusquampf.  Pass.,  wo  -eth-  zunächst  aus  vorkelt. 
-pt-  entstanden  ist)  in  ursprünglicher  Proklise  vor  dem  Verbum  'sein'  zu 
-fl- reduziert  worden  ist.  —  Corn.  cafos,  caffos  (auch  als  Inf.  des  Verbums 
'haben'  §496  aufgefaßt).  —  Mbr.  cafout,  caffout  (auch  Inf.  des  Verbums 
'haben'  §  499).  —  Komposita:  c.  uchafael  'ascension'  (=  ir.  ocbäl);  mc. 
drychauel,  drychafael,  dyrchauel  'heben',  corn.  drehevel  (mit  *to- 
p70-ud-  §  232  I  334;  =  ir.  turcbäl).  —  Ein  kürzeres  Verbalnomen  (wie 
in  ir.  forgab)  liegt  vielleicht  vor  in  c.  cynghaf  'burdock'.  —  Über  die 
Alternation  g  :  k  (idg.  ßh  :  q)  s.  I  187;  g  scheint  auch  im  Brit.  vorzuliegen 
(c.  gafael  'a  hold,  grasp',  corn.  gauel). 

Das  ir.  gaib-  bedeutet  nicht  selten  'haben'  (vgl.  die  Etymologie  I  95), 
und  die  Komposita  entsprechen  in  der  Bedeutung  zum  Teil  schlagend  den 
lat.  Zusammensetzungen  von  habere;  vgl.  zu  1°  lat.  adhibeö,  zu  3° 
cohibeö,  zu  4°  debeü,  zu  5"  (ir.  to-for-ess-)  lat.  exhibeö,  zu  10° 
inhibeü,  zu  12°  prohibeü. 


§735.736,1]  Verbalverz.  gain-,  gair-.  533 

Ir.  -fiiar,  -fuair  (vgl.  oben  S.  369)  und  -frith  stellt  man  zu  gr. 
iuQ(axoi  (das  gr.  h-  ist  dann  unursprünglich). 

§  735.  gain-  'geboren  werden'  (Deponens):  Präs.  Sing.  3. 
gainethar  (rel.)  Ml.  44a  11,  huan-gainedar  Sg.  139b4,  nicon- 
gainedar  Thes.  II  5,  30;  PI.  3.  huan-gainetar  Sg.  39a  26; 
Konj.  Ipf.  Sing.  3.  no-genad  ZfcPh.  VII  483,  35,  ro-n-genad 
Sg.  31a  6;  Fut.  Sing.  3.  nochon-gignethair  (mir.  statt  -thar) 
Four  Masters  845  (aktivisch  gignid,  rel.  gignes  Stokes,  Beitr.  z. 
vgl.  spraclif.  VII  19f.);  Kondit.  Sing.  3.  no-gigned  Sg.  138b  1; 
Prät.  Sing.  1.  co  ro-genar  sa  Ml.  44c  11;  3.  genair  Thes.  II 
308,  16,  in-genair  321,  3,  ro-genir  Wb.  IIa  17,  co  ro-genir 
Thes.  II  253,  2,  ro-genair  353,  12,  Ml.  24d  4,  25b  5,  ro-n- 
genair  Ml.  85b  11,  Sg.  31a  6,  rugenair,  hi-ro-genair  Thes. 
II  291,  5,  11;  PI.  3.  ro-gena[r]tar  Wb.  4c  12,  mad-genatar 
Ml.  90b  12;  Inf.  gein.  Dat.  genim,  geinim.  Gen.  gene,  geine 
Ml.  85b  11,  59a  12,  Thes.  II  253,  4,  Wb.  28c  12,  27c  21  (vgl. 
§  456  S.  112). 

Mit  aith-:  Präs.Pl.  1.  adgainemmar  ni  'wir  werden  wieder- 
geboren' Ml.  66  b  6. 

Anm.  Vgl.  c.  geni  'geboren  werden',  corn.  genys,  gynys  'geboren', 
br.  genel  'gebären',  vgl.  §  623  S.  391;  c.  rhi-eni  'parents,  ancestors', 
vgl.  gr.  Ti(i6yovoi,  Vendryes,  Ec.  XXXII  235;  c.  cynh-enid  'inbred,  natu- 
ral' (cynh-  —  ao.  cant  'mit'),  J.  Lloyd-Jones,  ZfcPh.  VIII  2-12;  c.  anian 
*Natur'  *ndhi-ynnä  (zum -/- vgl.  I  101);  ir.  in-gen  'Tochter'  I  101.  Etymo- 
logie I  95  f. 

§  736.  gair-  'rufen':  Präs.  Sing.  3.  dian-gair;  PI.  3.  con- 
gairet;  Abstr.  gairm  neutr..  Gen.  garma  Wi.  587. 

1)  Mit  ad-  'to  sue,  claini,  seek  from'  (mit  einem  nomen  ab- 
stractum  als  Objekt  nimmt  es  die  Bedeutung  'strafend  verfolgen, 
verbieten'  an):  Präs.  Sing.  1.  adgaur  gl.  conuenio  Thes.  II,  228, 
30;  3.  adgair,  ni  acair  S.  M.  Gloss.;  PI.  2.  a-t-gairith  Wb. 
9c  22;  Konj.  Sing.  3.  adgara;  Fut.  Sing.  3.  aran-aigera  (-^- 
jüngere  Orthographie  statt  -c-);  PI.  3.  ni  aicerat  S.  M.  Gloss.; 
Prät.  Sing.  3.  a-dob-ra-gart  [Wb.|  19b  5  (as-id-ro-gas^r)t  s. 
unter  2°);  Pass.  Prät.  Sing,  ad-ro-grad  AVb.  3c  22;  Inf.  acre 
9c  20,  vgl.  Zimmer,  KZ  XXXIII  142,  146.  Dazu  wohl  ind 
acraidecht  gl.  (usurae)  exactio  Ml.  36a  25  (von  acre  ebenso  ge- 
bildet wie  messidecht  'Rechtsprechung'  von  mess  'urteilen'). 

Mit  to-ad-  'to  sue,  plead'  (S.  M.  Gloss.  681):  Präs.  Sing.  3. 
duacair  Ml.  36b  3;    Fut.  Sing.  3.   taiccera  Wb.  6b  28;    Prät. 


534  Verbalverz.  gair-.  [§736,2.3 

PL  1.   do-r-acartmar  2a  IB;    Inf.   tacre   25b  14,    deg-tacrae 
'good  arguments'  Thes.  I  490,  30. 

2)  Mit  air-  'verbieten':  Präs.  Sing.  3,  argair,  ar-i-n-gair 
Ml.  27c  21;  PI.  3.  ar-an-gairet  Wb.  Id  7;  Konj.  Sing.  3.  mani 
airgara  2c  18;  Konj,  Ipf.  Sing. 3.  ar-id-garad  Sg.  72b  6;  Fut. 
PI.  3.  ar gerat  Ml.  121  b  8;  Prät.  Sing.  3.  argart  'called'  55c  1, 
ar-gairt  'she  herded'  Thes.  II  335,  2,  ar-a-ro-gart  Wb.  5c  23, 
ar-id-ro-ga(r)t  Ml.  132a  10  (schwerlich  mit  Thes.  as-id-ro- 
ga(r>t,  zu  1°),  ni  argart  Wb.  31c  25,  nand-argart  Ml.  53d  9; 
Pass.  Prät.  Sing,  ar-a-ro-grad,  ar-ro-grad  Wb.  3c  25,  9b  13; 
Part,  gergarthae  Ml.  69a  21,  PI.  Akk.  ergarthai  121d  6;  Inf. 
irgaire  Wb.  3c  23,  vgl.  30,  9d  1,  12d  32,  25c  12,  ergairi  (zu 
lesen  -e)  Ml.  35c  11,  vgl.  d  18,  48c  5,  125a  7. 

3)  Mit  com-  'rufen,  schreien':  Präs.  Sing.  1.  congairiu  Fei. 
Prol.  249,  congairim;  3.  conggair;  PI.  3.  conggairet;  Prät. 
Sing.3.  (mit  perf.  -ad-)  conacart  Wi.  445,  444;  PI.  3.  conacar- 
tatar  Trip.  L.  134,  6;  Pass.  Präs.  Sing,  congarar;  Prät.  perf. 
Sing,  conacrad  Wi.  1.  c. 

Mit  to-air-com-  (oder  to-air-in-?) 'versprechen':  Präs.  Sing. 
3.  duarngir  Ml.  94a  4,  rel.  duairngir  106a  2,  tairngir  50d  10; 
PI.  3.  duairngerat  87b  15;  Konj.  PI.  2.  du-n-air(ngeraid)  (nicht 
ausgeschrieben)  75 d  6a;  Fut.  PI.  3.  ni  tairngerat  Sg.  208b  3; 
Prät.  Sing.  1.  du-n-da-r-airgiurt  sa  Ml.  109c  9;  2.  du-r- 
airngirt  siu  74c  20;  3.  du-r-airngert  Wb.5c  9,  do-r-airngert 
14c  32  u.  s.  w.;  PI.  3.  du-n-d-r-ai<r>ngertar  Ml.  67b  8,  to- 
airngertatar  S.  M.  I  16,  4;  Pass.  Konj.  Ipf.  Sing,  duairngerthe 
Wb.  2c  17;  Prät.  Sing,  do-r-airngred  Wb.  2c  12,  19c  5,  du-r- 
airngred  19b  22,  du-r-ai(r>ngred  33b  3,  do-r-airngerad  Ml. 
113d  5;  Part,  tairngirthe  llOd  5;  Inf.  tairngire  neutr.  AVb. 
2c  19,  Dat.  tairgiriu  19c  3,  Gen.  tairngeri  33b  2  u.  s.  w. 

Mit  ess-com-  gl.  indicere,  edicere:  Fut.  Sing.  1.  asconger 
Ml.  126c  8;  Pass.  Präs.  Sing,  ascongarar  14c  20;  Prät.  Sing, 
as-ro-chongrad  121d  19;  Part.  Gen.  esngarthi  94b  5;  Gerundiv 
D.  PI.  esngarthib  104d  7;  Abstr.  PI.  (neutr.)  esngaire  105c  6, 
vgl.  esccaire  'proclamation'  (opp.  irgaire)  AfcLex.  I  272^. 

Mit  for-com-  'befehlen':  Präs.  Sing.  1.  forcongur  Wb.  19d 
25,  for-chongrimm  9d  30;  3.  forcongair  Ml.  53a  23,  94b  3, 
129b  7,  146a  1,  Sg.  161b  4,  f arogair  Wb.  13a  27,  for-chongair 
5c  23,  15a  26,  Ml.  94b  10,  Sg.  161b  5,  for-ta-congair  Ml.  59c 
11,   for-n-da-congair  94b  3,    f orsa-forgair  Sg.  161b  5;    Ipf. 


§736,4—10]  Verbal verz.  gair-.  535 

Sing.  3.  far-choiigrad  Wb.  32d  9;  Konj.  PI.  1.  for-chongram 
ni  IIb  16a;  Prät.  Sing.  3.  for-ro-chongart,  for-ru-chongart 
20c  9,  Mi.  145d  7,  8,  Sg.  199b  1;  Pass.  Präs.  Sing,  forsa-forcon- 
ga(rar)  Sg.  161b  4;  Prät.  Sing,  for-ru-chongrad  Ml.  34d  4, 
for-ru-chon(g>rad  102d  15,  fo-rr-orcongrad  Sg.  199b  1  (vgl. 
oben  S.  250);  Part.  Nom.  PI.  forngarti  (zu  lesen  -thi)  31b  7; 
Inf.  forngaire  neutr.  Wb.  10a  27,  vgl.  31c  21,  Ml.  53c  13  u.  s.  w., 
forgaire  62c  5,  forgare  Sg.  161b  6,  12. 

4)  Mit  ess-:  Abstr.  madesgre  'that  is  to  say'  Thes.11246,  29. 

5)  Mit  etar-:  Abstr.  etargaire  'trennen'  LU  101b  6 — 7, 
LL  92  a  30,  96  b  38,  S.  M.  Gloss. 

6)  Mit  frith-  'antworten':  Präs.  Sing.3.  frisgair  Sg.  193b  6, 
Ml.  77a  15;  Fut.  Sing.  3.  friscera  Thes.  II  353,  3;  Prät.  Sing. 
3.  frisgart  241,  10;  Inf.  frecre  neutr.  Wb.  25b  14  u.  s.  w. 

Mit  imb-frith-:  Präs.  PI.  3.  imm-e-frecrat  'entsprechen 
sich'  Ml.  58a  11  (zweimal);  Abstr.  imfrecrae  ebenda,  136c  3,  4. 

7)  Mit  to-imb-  'bitten':  Prät.  Sing.  3.  timgart  O'Dav.  Nr. 
1558,  do-m-r-imgart  sa  LU124b8;  P1.3.  timgartatar  107b  3; 
Abstr.  timgairi  LIT  125b  6.     Vgl.  S.  M.  Gloss.  718f. 

8)  Mit  in d- 'hüten':  Abstr.  ingaire  Wi.  640,  nir.  ionghuire 
'act  of  feeding,  tending  cattle'. 

Mit  di-in-  'rufen,  hüten':  Konj.  PI.  3.  do-n-r-ingrat  'mögen 
sie  uns  hüten'  Thes.  II  301,  6;  Part.  N.  Sing,  dingarthaj  gl.  ap- 
pellati  Ml.  93b  7;  Abstr.  dingrae  'appellation'  Sg.  50a  3.  Oder 
di-in-  'nennen',  to-ind-  hüten'? 

Mit  for-di-in-  'bedeuten':  Präs.  Sing.  3.  fordingair  Wi.  568 
(Corm.);  PI.  3.  fordingrat,  fordingrat  Sg.  66a  2,  117a  1,  for- 
di<n>grat  Ml.  37a  14,  fardihgrat  Sg.  26b  13. 

9)  Mit  di-od-:  Prät.  Sing.  3.  do-r-iucart  'shouted'  Stokes 
Goid.2  14,  ro-diucart  Atk.  LBr.  S.  647;  Inf.  diucrae  gl.  clamor 
Thes.  I  485,  20,  mir.  diucra,  diucaire  K.  Meyer  664. 

Mitfo-od-  'to  proclaim,  denounce':  Präs.  Sing.3.  fo-d-uacair 
Wb.  IIb  24  (vgl.^r.ben  I  316);  Prät.  Sing.  1.  fo-s-r-ocurt  24a 
26;  3.  fu-s-ocart  Thes.  II  240,  18;  Pass.  Prät.  Sing.  fo-r-r)crad 
Wb.  19b  6;  Inf.  focre  2d  17,  oc  focru  31c  22. 

Mit  air-fo-od-  'suggest,  announce':  Präs.  Sing.3.  ar-a-focair; 
Pass.  Präs.  Sing,  arfocarar;  Inf.  iröcre  Wb.  16d  7.  irf(')cre  'a 
warning'  10. 

10)  Mit  to-  'rufen,  herbeirufen;  benennen':  Präs.  Sing.  3. 
dogair  Ml.  29c  6.  30c  17;    PL  1.  dogairem  ni  Ml.  37b  16;  3. 


536  Verbalverz.  gair gel-.         [§736,10—738 

dugairet  62b  13;  Konj.  Sing.  1.  in-dat-togar  sa  gl.  inuocandi 
te  cura  perpetua  ^worin  ich  dich  anrufen  mag'  72c  4;  Prät.  Sing. 
3.  do-ro-gart  69d  14,  Wb.  21d  2,  do-da-ro-gart  22c  1,  d-a- 
ro-gart  som  Ml.  20b  2;  Pass.  Konj.  Sing,  to-ro-garthar  43b 
15;  Prät.  Sing,  dograth  Anecd.  from  Ir.  Manuscr.  I  44,  20,  do- 
ro-grad  Wb.  10a  12,  22,  do-n-ro-grad  20d  9,  do-b-ro-grad 
24c  4;  Inf.  togairm  29d  2,  Dat.  togarmaim  27c  1  u.  s.  w., 
verschrieben  to[r]gairm  gl.  compellatio  Thes.  I  4,  20. 

Mit  aith-to-:  Konj.  Sing.  3.  ad-in-togra  gl.  reuocare  Ml. 
22  d  23. 

Anm.  Das  Prät.  Pass.  do-lgrath  (unter  10°)  deutet,  falls  es  eine 
korrekte  alte  Form  ist,  auf  eine  idg.  Alternation  (gr-  neben  grr-);  do-r- 
airngerad  (unter  3°;  -ge-  statt  -ga-  wegen  der  Mouillierung  der  Kon- 
sonantengruppe) beruht  also  auf  einer  Neubildung.     Vgl.  S.  466  Nachtrag. 

Vgl.  abr.  ar-uuo-art  gl.  fascinauit  (vgl.  ir.  fo-gur  'Laut').  Etymo- 
logie §  91  I  144. 

§  737.  gat-  ^stehlen,  wegnehmen'  (ursprünglich  wohl  nur 
nicht-perfektisch,  vgl.  §  711,  7):  Präs.  Sing.  2.  ni  gati  Ml.  106c 
13;  3.  ni  gatda  Wb.  10b  1;  Ipv.  Sing.  3.  na  gatad  22b  6;  Fut. 
Sing.  1.  in  get  9d  4;  Kondit.  PL  2.  ni  gette  9c  8;  Prät.  Sing.  3. 
mit  Obj.  gats-ai  'nahm  ihn  heraus'  LU  82b  10;  PI.  3.  gatsat 
Atk.  LBr.  Z.  704  (statt  gatsit);  Inf.  galt  Ml.  70a  5.  Formen 
mit  ro-  sind  im  Mir.  nicht  selten,  s.  Wi.,  S.  M.  Nir.  gadaim 
*I  lop  off,  I  pull;  I  steal,  I  take  away'. 

Mit  tre-  'durchbohren':  Präs.  Sing.  1.  trisgataim  Sg.  54a  1, 
trecatim  Thes.  II  42,  21;  Konj.  PI.  3.  tris-n-gatat  Ml.  75b  9; 
Fut.  PI.  3.  no-m-thregtaifet  LL  67b  17;  Prät.  Sing.  3.  dris- 
ro-gat  Ml.  86a  6,  ro-t-tregdastar  LL  108b  47  (junge  Form); 
Part,  in  na  tragdai(de>  gl.  fossomm  Ml.  77  a  19.  Vgl.  oben 
S.  301  und  S.  M.  Gloss. 

Anm.  gat-  'stehlen'  ist  von  einem  alten  Nasalpräsens  * ghad-nä-mi 
ausgegangen,  s.  I  160;  über  c.  genni  s.  I  39  {* aha-n-d-  oder  * ghe-n-d-) ; 
ir.  trisgataim  wird  wohl  mit  Unrecht  (Stokes  Sprachsch.  108)  von  gat- 
'stehlen'  getrennt. 

§  738.  gel-  'verzehren,  fressen,  grasen':  Präs.  Sing. 3.  gelid 
Sg.  143b  1,  Thes.  II  227,  34;  Ph  3.  rel.  geldae  Ml.  80a  11; 
Prät.  Sing.  3.  ro-gelt  Thes.  I  5,  41;  Part.  Nom.  PI.  neph-glidi 
Thes.  II  46,  21;  361;  Inf.  Dat.  gleith,  geilt  Wi.  591. 

Mit  fo-  ds.:  Konj.  PI.  3.  fo-sn-gelat  S.  M.  IV  338,  23; 
Abstr.  fogelt  I  102,  3. 

Etymologie  oben  I  96. 


§739—741]  Verbalverz.  gell gläd-.  537 

§  739.  gell-,  gill-  'to  pledge,  prnmise':  Konj.  Sing.  3.  gel- 
laid  8.  M.  V  124,  14;  Fut.  8ing.  1.  gillfit  I  120,'  27;  Inf.  gel- 
lad V  124,  13. 

Mit  ad- (aith-?)  'schwören,  versprechen':  Präs.  Sing.  1.  atgil- 
lim  Atk.  LBr.  1428,  adgillim  Fol.i  XCIX,  2  v.  u.;  PI.  3.  ad- 
gellat  LL  344d  42;  Pass.  Präs.  Sing,  adgelltar  S.  M.  III  330,  1. 

Mit  for-  'bezeugen,  versprechen':  Präs.  Sing.  1.  forgell(im) 
Sg.  21b  12,  for-t-gillim  Wb.  4b  27;  3.  forceilla  Ml.  64a  2; 
PL  3.  forgellat  87b  15,  for-t-gellat  23c  15,  for-id-gellat 
116d  6;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  far-id-gellad  131d  12;  Prät.  Sing. 
3.  for-ru-gell  97a  12;  PI.  1.  for-ro-gelsam  ni  Wb.  25d  20; 
Inf.  forgell  neutr.  S.  M.  Gloss.,  Wb.  14c  38,  25d  20,  forcell 
Ml.  22d  19,  42c  1,  forcal  d  4,  Gen.  forcaill  Ml.  46c  24. 

Mit  in-  'versprechen':  Präs.  Sing.  3.  nadingella;  Inf.  in- 
geall (-ea-  späte  Orthographie  =  -e-)  S.  M. 

Mit  di-od-  'kaufen':  Konj.  Ipf.  PI,  1.  perf,  raani-s-dei-r- 
climmis  Wb,  26b  16;  Prät.  Sing.  3.  di-rr-öggel  Thes.  II  239, 
15;  PI,  3.  d-a-r-ucellsat  Ml.  126d  7. 

Anm.  Ist  von  gell  'Pfand'  I  136  abgeleitet.  Verschieden  davon  ist 
das  von  giall  'Geisel'  abgeleitete  Verbum  giall-,  göill-  'dienen,  ge- 
horchen': Präs.  Sing.  3.  gi<a)llaid  Ml.  115d  12;  Tut.  PI.  3.  geillfit 
41d  13:  Inf.  giallad  S.  M.  Gloss.;  vgl.  Wi.  593;  mit  ad-  (aith-?):  Präs, 
PI.  3.  atgiallat  'sie  dienen'  Fei.  Epil.  60. 

§  740.  ger-  mit  fo-  'erhitzen':  Präs.  Sing.  3.  fogeir;  Konj. 
Sing,  3.  fogera  Thes.  II  246,  1,  3;  Prät.  Sing.  3,  fo-sn-gert  LU 
63a  36,  Hierher  f  ir  fogerrta  'test  o£  cauldron'  S,  M,  V  456,  23, 
vgl,  470,  35;  472,  22,  fir  fogerrtha  O'Dav,  Nr.  416. 

Dazu  das  Intensivum(?)  Präs.  PI.  3.  guirit  Ml.  39c  24;  Konj. 
Sing,  3.  ma  gorith  Thes.  II  245,  35;  Pass.  Präs.  Sing,  no-nn- 
guirther  ni  Thes.  I  491,  34;  Inf.  gorad  Corm.  Transl.  19  (bross- 
nai).  Die  Vokale  -u-  und  -o-  gehen  im  Mir,  bunt  durcheinander, 
s,  Wi.  und  Fel,^;  im  Air,  wird  der  Präsensstamm  guir-,  der  Kon- 
junktivstamm gora-  gelautet  haben. 

Vgl.  gr.  ^i-'qoj  und  asl,  goreti;  s,  oben  I  108. 

§  741.  gläd-  mit  ad-  'anreden'  (Deponens;  ursprünghch 
wohl  ein  -e- :  -o-Stamm,  hat  aber  durch  den  Verlust  der  jMouil- 
lierung  meist  das  Aussehen  eines  -«-Stammes  angenommen):  Präs. 
Sing,  1,  adglädur  Sg.  146b  9;  2,  adgladaither  su  Wi.  II« 
243,9;  244,2;  3.  adglädathar  Sg,211bll,  adgladathar  Ml.SOd 
10  u.  s.  w.,  adgladadar  115a  6,  ad-n-glad<^ad)ar  53c  17.  ad- 


538  Verbalverz.  gläd-.  [§  741 

glad<ad)ar  LL  249a  52,  ni-m-acalladar  Wi.  II^  243,  1  v.  u.; 
PI.  1.  adgladamar  LBr.  261b  45;  3.  adgladatar  Wi.  II^  228, 
6  v.u.;  Ipf.  Sing.  1.  a-tat-gladainn  se  Ml.  62c  16;  3.  ni  acäl- 
dad  108b  9;  Ipv.  Sing.  2.  a-tom-glaite  se  Trans.  Phil.  Soc. 
1891—94,  S.  182  Z.  4  v.  u.  (Corm.);  Konj.  Sing.  1.  perf.  o-idn- 
arladur  (statt  -ar)  LU  113a  7,  co-ro-t-acilliur  (statt  -er)  LL 
112b  47;  PI.  1.  o-acaldam  252a  4,  perf.  con-arladmar  Wi. 
112228,5;  2.  perf.  conn-arlaidid  I.e.  Z.2v.u.  (daneben  kommen 
im  Mir.  durch  Vermischung  mit  dem  Stamm  des  Prät.  auch  -s- 
Formen  vor:  Sing.  1.  perf.  con-id-arlasar  LU  40a  31;  PI.  2. 
perf.  con-arlasar  Wi.  IP-^  228,  13;  über  die  neugebildete  -r- 
Endung  in  der  2.  PI.  vgl.  Strachan,  Trans.  Phil.  Soc.  1891—94, 
497-);  Fut.  Sing.  1.  a-ta-gegallar  sa;  3.  a-ta-gegalldathar, 
a-ta-geglathar  LU  19b  30,  33;  Prät.  (§  621  Anm.  6)  Sing.  2. 
ad-ro-gailser  Wi.  II^  183,  4;  3.  perf.  a-ta-ra-glastar  LU  86a 
17,  con-arlastär  102a  28,  arlastar  71a  40,  ni  arlasair  114a  3, 
ni-n-arlasair  71a  11  (daneben  a-t-glädastar  Fiacc's  Hymnus, 
Thes.  II  318,  4,  vgl.  Wi.  11^  177,  4  v.  u.,  LU  99b  40,  101b  34, 
adglädastar  Corm.  S.  36  Z.  20,  acillestar  [rel.]  LL  123b  6, 
co-r-acaillestar  Corm.  S.  27,  4  v.  u. ;  auch  no-tn-aiclestar 
Trans.  Phil.  Soc.  1891—94,  160  Z.  3  v.  u.  hat  wohl  -cl-  aus 
-cid-,  vgl.  die  oben  angeführten  Futurformen);  PI.  1.  ad  gl  aas  mar 
ni  Wi.  11^  228,  13  (con-arlasar  inn-i  adglaasmar  ni  'daß  Ihr 
denjenigen  sprechet,  den  wir  sprachen'  YBL;  dazu  in  Eg.,  Wi.  1.  c. 
Z.  2  v.u.,  die  Variante  conn-arlaidid  ina  macco  at-ro-glesim 
ni  'damit  Ihr  die  Burschen  sprechet,  mit  denen  wir  gesprochen 
haben');  Part.  Nom.  PI.  acailsi  Ml.  48a  10;  Inf.  accaldam  fem. 
Wb.  13b  3,  vgl.  3c  4,  15a  20  u.  s.  w. 

Mit  imb-ad-  'gegenseitig  anreden':  Präs.  PI.  3.  imm-us- 
accaldat  Ml.  131c  19,  im-usn-acallatar  Wi.  11^  226,  1;  Konj. 
PI.  1.  perf.  imm-an-ärladmar  Wb.  29d  10;  Prät.  Sing.  3.  ni- 
m-an-arlastar  doib  YBL  118b  7  (subjektlos,  vgl.  oben  S.  311); 
PI.  3.  imm-usn-arlasatar  Rc.  VI  164,  7;  Abstr.  immacaldaim 
Sg.  200b  7,  vgl.  161b  1,  Wi.  619. 

Anm.  Ir.  gläd-  kann  zu  skr.  hrädate  'timt'  gestellt  werden  (womit 
man  dann  nur  unter  Annahme  einer  idg.  Alternation  l:r  das  ahd.  gruoz- 
zen  'anreden'  vergleichen  darf).  Von  ir.  gläd-  etymologisch  verschieden 
ist  das  sinnverwandte  glaid-  (mit  dem  Diphthong  -ai-)  "brüllen':  Präs. 
Sing.  1.  glaidim  Thes.  II  42,  6,  gloidim  Sg.  181b  2;  Prät.  PI.  3.  rel. 
gläidsete  Thes.  I  713,  29;  vgl.  gloed  'shout,  yell'  Atk.  LBr..  nir.  glaodh 
'a  shout,  a  call,  a  cry,  a  roar'. 


§742.743,1.2]        Verbalverz.  gle-n-,  glenn-.  539 

§  742.  gle-n-  'stecken  bleiben':  Präs.  Sing.  3.  glenaid, 
hin-'glen  Thes.  II  293,  20,  24;  Ipf.  PI.  3.  con-glendais  Corm. 
S.  32  (nescoit);  Konj.  Sing.  1.  coni  gleu  Ml.  86b  8;  PI.  3.  rel. 
glete  127b  19;  Fut.  PI.  3.  giulait  65b  7;  Kondit.  Sing.  .3.  no- 
gi'ulad  LU  84a  20;  Prät.  Sing.  3.  ro-giiiil  Ml.  98b  8,  ro-t- 
giuil  Thes.  II  290,  14,  rel.  giulae  I  493,  20;  Inf.  Dat.  glenamain 
LU  50  b  36. 

Mitto-  'adhere':  Präs.  Sing.3.  na  toglen;  Inf.  toiglenmain 
S.  M.,  toglenemon  Sg.  78b  1,  toglenamon  95a  7,  104b  2. 

Anm.  Vfjl.  c.  f^lynu  mbr.  en-fflenaff  I  95;  auch  c.  can-lyn 
folgen'  wird  wegen  der  Gruppe  -n-I-  (nicht  -n-ll-i  nach  §  92  I  147  hier- 
her, nicht  zu  ir.  len-  gehören. 

§  743.  glenn-  (Sarauw,  Irske  Studier  S.  75).  1)  Mit  di- 
'to  glean':  Präs.  Sing.  1.  doglinn  (statt  dogliunn)  .i.  connuigim 
'1  demand';  3.  doglinn  'collects'  O'Dav.  Nr.615,  616;  Pass.  Präs. 
Sing,  doglennar  'is  selected'  Ml.  133b  7;  Abstr.  diglaim  S.  M. 
Gloss.  243,  nir.  dioghluim  "a  gleaning,  a  leasing,  a  compiling'. 

2)  Mit  ess-  (wofür  in  der  Proklise  durch  Entgleisung  auch 
in-  auftritt)  'untersuchen':  Präs.  Sing.  2.  nad  eclainni  siu  gl. 
non  discutis  Ml.  64a  4;  3.  as-n-gleinn  gl.  exscultat  (d.  h.  aus- 
cultat,  aber  vom  Glossator  mit  excutit  verwechselt)  105d  9,  asglinn 
gl.  discutiens  70a  12,  a-t-gleinn  'he  learns  him'  gl.  introspicit 
61a  8;  PI.  3.  in  glenn  at  gl.  uestigant  137c  2;  Ipf.  Sing.  1.  as- 
gleinn(inn)  gl.  uentilabam  in  mente  96a  4;  Konj.  Sing.  2.  in- 
gleis  gl.  rimari  potes  140c  7;  3.  nad  ecail  gl.  indiscussum  56c  8; 
Part,  negiert  neph-ecailse  gl.  indiscussum,  PL  neph-(ec)ailsi 
gl.  indiscussa  56c  8,  114b  4;  Gerundiv  ecail si  gl.  discutiendi 
15d  7,  eclastai  gl.  excutienda  Sg.  27a  15;  Abstr.  eclaim  neuti*. 
gl.  discussionem  Ml.  114b  15,  eclim  Dat.  gl.  indagine  Sg.  17  a  6. 
Vom  Part,  abgeleitet:  ecailsid  gl.  disceptatrix  Ml.  133d  5. 

Mit  to-ess-  'auswählen':  Präs.  PI.  3.  doeclannat  gl.  (miß- 
verstanden) allegant  Thes.  II  23,  41;  Pass.  Präs.  Sing,  du-n- 
eclan(nar>;  Prät.  Sing.  perf.  duerglas  Ml.  120d  2,  doerglas 
S.  M.  1 16,  20,  na  terglas  ZfcPh.  III  5^;  Part,  tecai^se)  gl.  (miß- 
verstanden) alligatus  Sg.  39b  13;  Inf.  teclimm  neutr.  gl.  (persona- 
rum)  acceptio  Wb.  Id  1,  cen  dau  teclaim  'ohne  Auswahl  seiner- 
seits' Ml.  35a  13  (dau  "für  ihn"  enthält  das  Subjekt  des  Inf.,  §6;-5.  1). 
Vom  Part,  abgeleitet:  tecilsid  (Stokes,  Ir.  Gl.  166,  best  tecelsid) 
gl.  (personarum)  acceptor  Thes,  I  497,  14.  Mit  festgewordenem 
-n-:  Prät.  PI.  1.  nicon-te-r-glansam  ni  LL  269b  30. 


540 


Verbalverz.  glenn-,  gm'-.  [§743,3.4.744 


3)  Mit  fo-  'lernen':  Präs.  Sing.  1.  fogliunn  Thes.  II  228,  26; 
3.  fo-d-glein  Ml.  37b  12;  Prät.  perf.  Sing.  3.  nad  roeglaind 
LL86a  23,  39;  Inf.  foglaim  Ml.  14c  10,  11,  foglim  Wb.30c  15, 
d  2,  Gen.  foglaimme  Ml.  42c  2. 

4)  Mit  for-di-od-  'verschlingen':  Konj.  Sing.  3.  arnach-t- 
fordiucail  Ml.  36a  32;  PI.  3.  for-tam-diuciiilset  sa  44c  32; 
Pass.  Präs.  Sing,  for-n-diuclannar  104b  5;  Fut.  PI.  fordiu- 
guilsiter  84d  2;  Part.  Nom.  PI.  fordiucailsi  134b  5;  Inf. 
fordiuglaim  LU  lila  46,  fordiuclaimm[aimJ  Ml.  102a  10, 
Dat.  fordiuclaimmim  34b  6,  fordiuclaim  19d  5,  75b  4. 

Anm.  Vielleicht  hat  es  auch  ein  Kompositum  mit  for-  (oder  mit 
fo-ro- od-?)  gegeben,  vgl.  forglu  'Wahl,  das  Ausgesuchteste,  Beste'  Thes. 
II  340,  1,  farclu  295,  5,  nir.  forgla  Atk.  Keat.  Indessen  muß  dies 
Verbalsubstantiv,  wenn  hierhergehörig,  nach  dem  Muster  von  forgu 
'Wahr  und  den  übrigen  Zusammensetzungen  von  -gu  gebildet  oder  (etwa 
aus  *for-glonn)  umgebildet  sein.  Denn  die  Wurzel  der  unter  1° — 3° 
besprochenen  Verba  geht  zweifellos  auf  -d-  aus:  glenn-  aus  urkelt. 
* glend-na-,  vgl.  asl.  gl^deti  'sehen',  r.  gljadett,  glja-nütt.  Davon  etj'mologisch 
gänzlich  verschieden  ist  das  unter  4°  besprochene  Verbum,  das  auf  idg. 
*gl-nä-mi  zurückgeht  und  zu  ir.  gel-  §  738  gehört;  die  3.  Sing.  *-glen 
wurde  nach  der  in  §  454  S.  109  erwähnten  Eegel  zu  * -glenn,  *-gl(inv,  was 
zum  Zusammenfall  mit  glenn-  1° — 3°  geführt  hat;  alle  -s-Formen  des 
Verbums  'verschlingen'  sind  analogisch  gebildet. 

§  744.  gni-  'tun,  wirken'":  Präs.  Sing.  1.  n-a-gniu  sa  Wb. 
3c  30;  3.  gniid  sem,  gniid  side  Sg.  199a5,  gniith  Wb.  21b2, 
mit  Obj.  gnith-i  sium  fadesin  Ml.  30b  20,  no-d-gni  Sg.  209b 
22,  rel.  gnis  143a  6,  Wb.  21b  2,  Ml.  29b  8,  11;  PI.  3.  reL  gnite 
Sg.  156b  6,  7,  Thes.  II  230,  19,  gnite  I  487,  28,  Wb.  12b  15; 
Ipv.  PI.  2.  gnid  33a  17;  Konj.  PI.  3.  rel.  gnete  Ml.  125c  3; 
Konj.  Ipf.  PI.  1.  con-gnemmis  Wb.  4a  9;  3.  trisan-gnetis 
Ml.  23  a  2,  no-n-gnetis  30a  4;  Fut.  PI.  3.  rel.  gen  de  Thes.  I 
714,  10;  Prät.  Sing.  3.  genais  Thes.  II  328,  5,  ro-geni,  r-a- 
geni  Wb.  3c  25,  vgl.  Ml.  48c  6,  ro-n-geni  22d  19,  27a  6,  vgl. 
31b  24;  PI.  3.  ro-n-da-geinset  29a  4,  ro-genset  80c  6;  Pass. 
Präs.  Sing.  rel.  gnither  Sg.  140a  2, 188a  28,  gnaither  (rel.  Form 
in  der  Konstruktion  nicht  erfordert);  PI.  gnitir  Ml.  38a  5,  rel. 
gniter  21c  3;  Fut.  Sing.  gent[h]ir  Thes.  II  30,  32,  rel.  gentar 
Wb.  12b  30,  gentar  Ml.  69d  6;  Prät.  Sing,  ro-gniith  Wb.  12b 
30,  ro-n-gnith  Ml.  14a  18,  ro-n-gnith  31b  20,  ru-gnith  Thes. 
II  292,  10;  PI.  ro-gnitha  Mi.  115b  4,  ro-n-gnitha  97a  3,  nad 
ro-gnatha  115b  4;  Part.  Akk.  PI.  gnethi  115b  2,  vgl.  126c  6; 
Inf.  gnim  (-w-Stamm)  Wb.  26a  12,  Sg.  209a  1  u.  s.  w. 


§744,1—3]  Verhalverz.  gni-.  541 

1)  Mit  cain-:  Pass.  Prät.  PL  cain-ro-gnatha  gl.  quae  bene 
acta  sunt  Ml.  39a  24;  Part,  inna  caiiignethi  gl.  bene  acta  22d 
18;  Abstr.  cäingnim  ^to  do  well'   Wb.  4a  6  u.  s.  w. 

2)  Mit  com-  'helfen':   Präs.  8ing.  3.  ogni  Wb.  26d  17;    PI. 

1.  congniam  14c  42;  Konj.  Sing.  2.  cungne  (Ipv.?)  ZfcPh.  VIII 
175;  3.  congne  Ml.  114b  18;  Fut.  Sing.  3.  congena  Wb.  22d  9; 
Abstr.  cungnum,  conggnam  S.  M.  V  490,  1,  IV  326,  15  (eine 
andere  Bedeutung  hat  comgnim  'gemeinsame  Tat'  Ml.  56c  15, 
vgl.  47  a  20). 

Mit  imb-com-:  Abstr.  inchongnam  (zu  lesen  imchon- 
gnam)  'gegenseitige  Hülfe'  AVb.  5d  5. 

3)  Mit  di-  'tun'  (viel  häufiger  als  das  Simplex):  Präs.  Sing.  1. 
dogniu  Wb.  17c  11,  ni  denim  12c  9,  ni-s-denaim  se  M1.75a9; 

2.  dogni  Wb.  6c  16,  aran-deni  siu  Ml.  55d  21;  3.  dogni  Wb. 
6a  8,  dugni  Ml.  39b  2,  nad  deni  Thes.  II  294,  28,  näd  deni 
Wb.  31  d  12,  perl  nach  de-r-ni  Ml.  128c  3;  PI.  1.  dogniam 
Wb.  15d  9,  dogniam  ni,  nad  denam  ni  16a  24;  2.  dogniith 
si  9c  15,  dogniith  25c  14,  du-nd-gniid  si  Ml.  103b  13,  dian- 
denid  si  Wb.  8c  11;  3.  dogniat  30c  14,  dugniat  14b  17, 
dogniat  17b  9,  ni  denat  12b  20,  nat-denat  15d  6,  perf.  ni 
dernat  22d  3;  Ipf.  Sing.  3.  dugnith  Ml.  oOa  3;  PI.  3.  dugni- 
tis  62c  13,  dognitis  22a  4,  do~nd-gnitis  Sg.  9a  21;  Ipv.  Sing. 

2.  na  dene  Ml.  55a  1;  3.  d-an-g<n>iid  Wb.  8d  9,  denad  28d 
19;  PI.  2.  do-sii-gniith  si  24b  12,  denid  25c  17;  Konj.  Sing.  1. 
dogneo  17c  20,  d-a-gneo  3d  2,  dugneu  Ml.  23c  24,  d  4,  vgl. 
92a  17,  perf.  do-nd-rön  Wb.  5b  18;  2.  dogne  su  d  39,  vgl.  32a 
24,  mani  dene  10a  17,  ni  dene  5d  38,  perf.  dorronai  32a  24; 

3.  dogne  12c  46,  du-n-gne  Ml.  129b  1,  mani  dena  35d  14, 
vgl.  20a  14,  51a  16,  perf  doröna  Thes.  II  1,  27,  arna  derna 
Wb.  4a  5,  vgl.  12b  6,  17a  13;  PL  1.  do-s-gnem  21b  9.  du- 
g<n)em,  näd-n-denam  ni  Ml.  23c  6,  perf.  con-dernam  Wb. 
22a  12;  2.  dogneid  5d  30,  dogneith  si  12d  7,  dugneid  22b 
23,  dogned  si  25d  22,  ni-sn-denaith  6b  29,  o-dernaid  13d 
30;  3.  dugnet  ML  120c  1,  d-a-gnet  83b  14;  Konj.  Ipf.  Sing. 
1.  d-a-gnenn  AVb.  lOd  31,  dugnen  c  16,  dognein  a  27,  perf. 
duröininn  Ml.  46b  13,  nach-derninn  se  AVb.  8a  5,  o-dernain 
Thes.  II  225,  18;  2.  dugnitha  (zu  lesen  -gnetha)  Ml.  103d  16; 
3.  dogned  Wb.  17a  13,  dogneth  Sg.21b6,  dugneth  ML  33c  12, 
d-a-gneth  51d  2,  perf.  duronad  Wb.  8a  4,  na  dernad  LU  100b 
39;    PL  1.  dugnemmis  Wb.  10c  21,  dia  n-denmis,   perf.  arna 


542 


Verbal verz.  gm'-. 


[§  744,  3 


dernmis  Sg.  203a  6;  2.  dognethe  Wb.  9d  25,  frisan-dente 
9c  24,  perf.  doröntse  si  16a  23;  3.  dugnetis  Ml.  74a  1,  du- 
da-gnetis  73d  1,  conna  dentis  124c  22,  mani  dendis  75d  2, 
mani  lentis  35c  18,  perf.  mani  derntais  Zimmer,  Gloss.  Hib. 
274,  2  V.  u.;  Fut.  Sing.  1.  dugen,  dugen  sa  Ml.  30b  9,  63a  6, 
69a  21,  in  digen  Wb.  9d  4,  ni  digen  sa,  ni  digen  Ml.  37c  2, 
69a  21;  2.  dugene  41b  4,  do-n-genae  siu  Wb.  32a  25;  3. 
dogena  26a  20,  vgl.  3d  16,  Thes.  II  235,  16,  dogena  Wb.  20c 
10,  dugena  Ml.  50d  10;  PI.  1.  du-n-genam  ni  111  d  3,  ni 
digenam  ni  30c  9,  ni  dignem  Wb.  17b  9,  vgl.  15d  6;  2.  do- 
n-genidl7a6;  3.  dogenat  13a  13,  du-n-genat,  nad-n-dignet 
Ml.  56b  15,  perf.  ni  dergenat  80a  9;  Kondit.  Sing.  3.  dogenad 
som  Wb.  26a  12,  du-n-genad  Ml.  123c  1,  ni  digned  14b  4; 
PL  1.  dogenmis  Sg.  203a  6;  2.  nio-digente  Wb.  9d  9,  perf. 
d-a-ri-gente  13b  3,  d-a-ri-gente  lld  5;  Prät.  Sing.  1.  perf. 
do-ri-genu[a]s  sa  Ml.  2a  6,  du-d-ri-gnius  23c27,  do-ri-gnius 
sa  Wb.  24b  12,  näd  deirgenus  a  14,  ni  dernus  Ml.  39a  11;  2. 
perf.  do-m-ri-gnis  Wb.  4c  27,  du-nd-ri-gnis  Ml.  128a  12,  na 
dernais  siu  Atk.  LBr.  4040;  3.  di  geni  Thes.  II  239,  20,  do- 
geni  Sg.  185b  4,  LU  129b  45,  dogenai  Wi.  139,  27,  nad-n- 
digui  Ml.  23b  10,  perf.  do-nd-ri-geni  Wb.  6d  2,  do-ri-geni 
IIa  30,  du-s-ri-geni  Ml.  54a  34,  do-ri-gni  Wb.  4c  32,  du- 
d-rigni  IIa  20,  nad  deirgeni  13b  17,  ni  dergeni  Ml.  114b 
12,  nad-n-dergeni  39a  15,  nad-n-dergini  23c  15  (mir.  con- 
dernai  Wi.  42,  13,  o-dernse,  o-derna  LU  111b  8,  23  u.  s.  w.); 
PI.  1.  perf.  do-ri-gensam  Wb.  14b  26,  do-ri-gensam  Ml.  46b 
26;  2.  perf.  do-d-ri-gensid  Wb.  20d  3,  du-ri-gensid  si  33d  5, 
d-a-ri-gensi  (=  -sid)  9c  29;  3.  dogensat  LU  103a  3,  perf. 
do-ri-geensat  Wb.  5a  24,  do-ri-gensat  7d  10,  do-ri-gensat 
28d  19,  du-ri-gensat  Ml.  50c  7,  do-ri-[n]gensat  16d  6,  con- 
dergensat  Sg.  187b  6  (mir.  o-dernsat  LL  261a  5);  Pass.  Präs. 
Sing,  dogni'ther,  dognither  Wb.  lOcll,  dugnither  Ml.  30a  3, 
in-dentar  Thes.  II  230,  21,  aran-dentar  Wb.2al0,  ni  dentar 
Sg.  51b  13;  PI.  dogniter  35b  13,  du-n-gniter  Ml.  138c  3, 
do-n-gniter  26cl,  lassan-denatar  84a  11;  Ipf.  Sing,  dognithe 
Wb.  15a  18,  dognithe  Ml.  38d  20,  in-dentae  24d  9;  Konj.Sing. 
dognether  Wb.29a21,  dogneither  13a  29,  dugnether  5c  23, 
ara  n -dentar  Ml.  30d  13,  perf.  dorröntar  Wb.  13d  21,  arna 
derntar  Ml.  93a  1;  PI.  dugnetar  112d  8,  mani  denatar  Wb. 
8a  11;    Konj.   Ipf.   Sing,    dognethe    9c  20,   Ml.  49a  11,    mani 


§744, 3.  4J  Verbalverz.  gm'-.  543 

dente  29a  6,  on-denta  Sg.  9b  2,  perf.  dororita  65a  1;  Fut. 
Sing,  dogentar  Wb.  4d  1,  26a  8,  Sg.  27a  13;  Prät.  Sing.  perf. 
ced  durönath  Wb.  33a  15,  doronad  15a  33,  lasan-dernad 
Thes.  II  289,  5,  8,  12;  PI.  dugnitha  Ml.  73a  19,  porf.  doronta 
Sg.  216a  1,  doronta  Ml.  133c  5;  Gerundiv  denti  Wb.  12 d  41, 
denti,  deinti  Ml.  51b  8,  10;  Inf.  denom  Wb.  12a  9,  denura 
10c  5,  Gen.  denma  15d  38  (comdenum  'gemeinschaftliches  Tun' 
Ml.  34  a  23).  —  Das  Schwanken  zwischen  synkopierten  und  nicht- 
synkopierten  Formen  im  aktivischen  Futurstamm  und  Prät.  beruht 
auf  Ausgleichung;  lautgesetzlich  war  z.  B.  dorigni,  -digni, 
-dergeni,  analogisch  dorigeni,  -dernai;  über  die  Entwickelung 
von  -gn-  zu  -ngn-  in  einem  Teil  der  Formen  s.  1  487. 

Mit  fo-di-:  Gerundiv  fo deinti  gl.  sufficiendae  Ml.  107a  10 
(künstliche  Bildung). 

Mit  mi-:  Abstr.  midenum  'evil-doing'  Ml.  71b  9. 

4)  Mit  fo-  'dienen'  (in  der  Grammatik  'regieren,  mit  einem 
Worte  verbunden  werden'):  Präs.  Sing.  3.  fo-n-gni  Wb.  12a  12- 
PI.  3.  fo-n-gniat  Ml.  112b  4,  ni  fognat  Sg.  203a  17;  Ipf.  Sing! 
3.  dia-fognad  Thes.  II  309,  3;  Ipv.  Sing.  3.  fognad  Wb.  20b 
11;  PI.  2.  fognid  3b  28;  Konj.  Sing.  3.  ara-fogna  12a  12;  PI. 

1.  fognem  5d  19;  2.  fogneith  20a  11;  Fut.  Sing.  1.  fu-n-gen 
sa  Ml.  78d  2;  3.  fogena  Sg.  198a  19;  Prät.  perf.  Sing.  3.  forui- 
geni  Wb.  13b  7,  (dia->forgeni  Ml.  44c  9;  PI.  1.  dia-forgen- 
sam  Wb.  3c  15;  2.  foruigensid  b  28;  3.  foruigensat  Ib  22; 
Pass.  Präs.  Sing,  fognither;  PI.  fogniter  27b  9;  Inf  N.  A.  Dat. 
fognam.  Gen.  fognama  Wb.  10b  9,  31b  23,  4a  21,  8b  1,  3c  11 
u.  s.  w.  (fognad  Wb.  27c  31). 

Mit  air-fo-  'to  be  serviceable  to'  'Speise,  Trank  zurüsten,  an- 
richten' (vgl.  Zimmer,  KZ.  XXX  28—29):  Präs.  Sing.  3.  arfogni 
S.  M.  II  350,  14;  404,  7;  PI.  3.  arfognat  LU  57a  14;  Ipf.  Sing. 
3.  arfognad  LL  72b  39;  Ipv.  Sing.  3.  ergnad  LU  58b  10;  PI. 

2.  aurgnaid  LL  249a  11;  Konj.  Sing.  3.  ar-da-fogna  S.  M.  IV 
214,  8,  ar-a-fogna  V  318,  18;  Prät.  Sing.  1.  ni  mad-airgenus 
'nicht  gut  (zu  meinem  Glück)  habe  ich  (das  Fest)  angerichtet'  LU 
61a  2;  3.  dia  forgeni  60a  41  (for-  durch  Entgleisung  statt 
aur-);  PI.  3.  ni  argensat  58a  12;  Part,  urgnaide  LL  117a  50; 
Inf.  urgnam  LL59,  1;  61a  44,  269b9,  ergnam  125b  47,  irgnam 
174b  38,  forgnam  264b  15,  vgl.  S.  M.  Gloss.  urgnam  (neuge- 
bildet aurfognum  I  228,  17). 

Mit  imb-fo-   'regieren,   mit  einem  Worte  verbunden  werden': 


544 


Verbalverz.  giii- 


[§  744^  5_8.  Anm. 


Präs.  Sing.  3.  in-imfogni  Ml.  27c  10  (zweimal);  Konj.  Ipf.  Sing. 
3.  ara  n-imfognad  Thes.  II  228,  36;  Abstr.  immognam,  im- 
fognam,  immognom,  Gen.  immognaraa  Sg.  95a  2,  Ml.  72d  12, 
Sg.  66a  20,  2b  3. 

5)  Mit  frith-  'to  serve'  'wirken,  ausüben':  Präs.  Sing.  3. 
frisgni  Wb.  27b  3;  PI.  3.  frisgniat  Sg.  33a  25,  frisgniat  Ml. 
37b  12  (Asc.  ohne  Längezeichen);  Konj.  PI.  3.  perf,  frisrognat 
S.M.  II  262,  2;  Pass.  Konj.  Sing.  perf.  frisrognaither  316,  19, 
mani  frithrognaither  322,  4;  PL  dia  frithgnaiter  166,  3; 
Abstr.  frithgnam,  frithgnom  Thes.  II  2,  29,  Sg.  106b  12,  Gen. 
frithgnaraa  Ml.  42c  2,  N.  PI.  frithgnamai  39d  15,  A.  PI. 
frithgnamu  56b  4  (jünger  frichnara  Wi.  578). 

6)  Mit  mi-:  Part.  A. PI.  mignethi  gl.  malefacta  Ml.  28c  20; 
Abstr.  PI.  Akk.  miguimu  138b  5,  Dat.  mignimaib  27c  16, 
55  a  3. 

7)  Mit  rem-:  Part.  Gen.  remgnethi  gl.  ante  acti  Ml.  103d  15. 

8)  Mit  to-:  Abstr.  cen  tognam  n-occae  gl.  inlaborata 
(gratia)  'ohne  Anstrengung  dabei'  Ml.  89  c  16. 

Anm.  gni-  gehört  zur  Sippe  des  lat.  gignü  u.  s.  w.  (I  95 f.);  die 
Bedeutungsentwickelung  'zeugen'  ^  'hervorbringen'  ^  'machen'  entspricht 
der  im  Gr.  beim  Medium  stattgefundenen  Bedeutungsentwickelung  (ir. 
gniu  kann  als  Kausativum  zu  gr.'-yiyvo/uai  bezeichnet  werden).  Eine  Spur 
der  älteren  Bedeutung  findet  sich  in  aicned  'Natur'  * ad-ymto-m.  Morpho- 
logisch tendiert  die  Entwickelung  im  Ir.  dahin,  einen  Stamm  *gnl-  oder 
* ffnij'e-,  *gnijo-  im  ganzen  Paradigma  durchzuführen;  manches  deutet  aber 
darauf,  daß  das  Verbum  ursprünglich  mit  ir.  bi-  'sein'  (§  646  S.  441) 
morphologisch  parallel  gewesen  ist.  Dem  Konjunktiv  wird  also  ursprüng- 
lich ein  Stamm  * gnä-  zu  Grunde  gelegen  haben;  aus  einem  solchen  Stamm 
erklärt  sich  z.  B.  die  3.  Sing.  Konj.  -dena  *de-gnät;  die  3.  Sing,  des  Fut. 
(-gena)  geht  entsprechend  auf  *ge(jnüt  oder  *gignüt  zurück.  Schließlich 
wird  auch  das  analogisch  umgebildete  Prät.  (vgl.  S.  369)  ursprünglich  nicht 
einen  Stamm  * grii-,  sondern  etwa  *gnä-  enthalten  haben;  wäre  der  Stamm 
seit  jeher  *  gm-  gewesen,  so  hätte  in  der  ersten  Silbe  nicht  -e-,  sondern 
nur  -eu-  stehen  können;  das  -i  der  historischen  Form  der  3.  Sing,  -geni 
muß  in  verhältnismäßig  später  Zeit  aus  dem  Präs.  eingeführt  worden  sein. 

Aus  dem  Brit.  gehört  hierher  erstens  eine  Keihe  von  Formen  mit  der 
Staramgestalt  *f/»n-,  *gnije-.  So  wohl  sicher  die  Verba  mit  der  Bedeutung 
'nähen'  (c.  gwnio  mbr.  gruyat  nbr.  griat,  s.  I  60);  es  ist  natürlich 
denkbar,  daß  zur  Bevorzugung  des  Vokals  -?-  in  diesem  Falle  die  Assozia- 
tion mit  Formen,  die  dem  ir.  sni-  (I  68)  entsprechen,  beigetragen  hat. 
C.  gnif  'pain,  anxiety,  toil'  hatte  sich  von  den  finiten  Verbalformen  los- 
getrennt und  nahm  daher  an  der  Entwickelung  g-  y  gw-  nicht  teil.  Dem 
ir.    Kompositum    mit    di-    entspricht    corn.    dynythy    'zeugen'.      Dem    ir. 


§  744  Anm.]  Verbalverz.  gm'-.  545 

Komp.  mit  fo-  entspricht  c.  gweini  'dienen'  (I  376;  -m-Inf.  wie  ir.  fo- 
gnara),  corn.  gonys,  gones  'arbeiten'  mbr.  gounit  'verdienen'  (I  104; 
-t-  Inf.  wie  ir.  fognad;  vgl.  c.  gweinid  'attendance,  Service');  in  den  fini- 
ten  Formen  dieser  Verba  herrschte  ein  Stamm  auf  -iß-  (]>  c.  -ydd-  u.  s.w.): 
corn.  Ipv.  PI.  2.  gonetheugh,  Part,  gonethys,  mbr.  Konj.  Sing.  3. 
gounezo  u.  s.  w.;  vgl.  c.  Konj.  Sing.  3.  gweinyddo,  Inf.  gweinyddu. 
—  Ferner  gehört  zu  ir.  gni-  auch  das  Präsens  des  gewöhnlichen  brit. 
Verbums  'tun';  hier  liegt  aber  ein  Stamm  *ffnä-  zu  Grunde,  der  analogisch 
(vgl.  S.  342)  zu  *gna-  gekürzt  wurde.  Das  Paradigma  war  suppletivistisch: 
als  Prät.  (perf.)  fungierte  eine  Form  der  Wurzel  *ag-  mit  dem  Präverb 
*upo  (mc.  go-r-eu  u.  s.  w.  aus  *upo-pro-äffe  §615  Anm.  1  S.  374;  daneben 
eine  Form  der  Wurzel  *euq-  :  mc.  go-r-uc,  §  665  S.  475).  Aus  diesem 
Anlaß  wurde  das  ganze  Paradigma  von  dem  Paradigma  der  Wurzel  *aff- 
(§  652  Anm.)  stark  beeinflußt:  es  wurde  ein  Konjunktivstamm  auf  *-e/-  ein- 
geführt u.  s.  w.  Auf  dem  Einfluß  von  *upo-ag-  beruht  wohl  auch  das  gio- 
statt  g-  im  Anlaut  (I  96)  und  die  Verwendung  des  Stammes  *gnä-  im  Präs. 
Ind.     Die  Formen  der  einzelnen  Sprachen  sind: 

Mc.  Präs.  gwnaf,  gwney,  gwna,  gwnawn,  gwnewch,  gwnant 
(archaisch  auch  3.  Sing,  gwnaw,  3.  PL  gwnaant,  vgl.  Loth,  Kc.  XXXI 
495) ;  Ipf.  gwnawn,  gwnaut,  gwnaei,  gwnaem,  gwnae weh,  gwney nt; 
Ipv.  Sing.  2.  gwna,  3.  gwnaet,  PI.  gwnawn,  gwnewch,  gwnaent; 
Konj.  gwnel(h)wyf  u.  s.  w.,  s.  S.  354;  Konj.  Ipf.  gwnel(h)wn  u.  s.  w.; 
Prät.  gwneuthum,  gwnaethost,  gwnaeth  (gwneuth),  gwuaetham 
(-om),  gwnaethawch,  gwnaethant  (-ont);  daneben  gorugum  u.  s.  w., 
in  der  3.  Sing,  auch  goreu  (S.  374);  Plusquampf.  gwnathoedwn  u.  s.  w. 
(S.  373);  Pass.  Präs.  gwneir,  Ipf.  gwneit,  Konj.  gwnel(h)er,  Konj.  Ipf. 
gwnel(h)it,  Prät.  gwnaethpwyt,  gorucpwyt  (S.  393f.),  Plusquampf. 
gwnathoedit;  Inf.  gwneuthur  (zum  Suffix  vgl.  §  389  Anm.;  über  die 
Etymologie  s.  unten  beim  Com.). 

Corn.  Präs.  guraf,  gureth,  gura,  guren,  gureugh,  gurons; 
Ipf.  guren,  gures,  gure,  PL  1.  guren,  3.  gurens;  Ipv.  Sing.  2.  gura, 
3.  gurens,  PL  1.  gruen,  2.  gruegh;  Konj.  guryllyf,  gurylly,  gu- 
rello,  guryllyn,  gurellough,  gurellons  (may  wrons  S.  354);  Konj. 
Ipf.  gur eilen  u.  s.  w.;  Prät.  Sing.  1.  gruk,  2.  grussys,  3.  gruk,  (glros, 
PL  1.  grussyn  u.  s.  w.  (S.  374);  Plusqpf.  grussen  u.  s.  w.;  Pass.  Präs. 
gurer;  Part,  gurys,  gureys;  Inf.  (g)wyth  (R.  D.  2250),  gwethyll, 
guthyll,  guthel,  gull,  gul,  gwyll,  gruthyl,  gwrethill.  —  Der 
Anlaut  ^wr-  ans  gton-  (in  gruk  analogisch  aus  gor-)  mag  zu  ^«»t«  geworden 
sein,  was  teils  gur-,  gwr-,  teils  gru-,  seltener  gr-  geschrieben  wird; 
vor  dem  Vokal  -u-  im  Prät.  und  Plus(ipf.  steht  nur  gr-  iprovehiert  qur-, 
qwr-,  seltener  er-,  vor  -u-  nur  er-;  loniert  wr-,  auch  vor  -u-;  daneben 
r-,  auch  vor  anderen  Vokalen  als  -u-;  leniert  und  provehiert  whr-).  Der 
Vokal  -u-  im  Prät.  und  Plusqpf.  ist  -ü-  zu  lesen;  daher  wreg  =  wruk 
'er  tat',  Plusqpf.  Sing.  3.  wresse  =  russe  u.  s.  w. ;  dieser  Vokal  ist 
wenigstens  in  gruk  analogiscli  (kann  aus  einer  dem  mbr.  guerue  ent- 
sprechenden Form  stammen).     Der  Inf.  wyth  entspricht  dem  mc.  gweith 

Pedersen:  Vgl.  kelt.  Gramm.     II.  35 


546  Verbalverz.  gni-,  gni-n-.     [§744  Anm.  745, 1—3 

'Werk,  Arbeit'  (I  123f.);  aus  gweith  ist  c.  gwneuthur  erweitert  (zum 
-eu-  vgl.  I  374  unten;  das  -n-  ist  aus  den  finiten  Formen  eingedrungen); 
ebenso  auch  corn.  gwethyll  (sollte  das  Suffix  ursprünglich  dasselbe  wie 
im  C.  gewesen  sein,  so  muß  später  eine  Suffixvertauschung  stattgefunden 
haben;  in  gwrethill,  gruthyl  ist  das  -r-  aus  den  finiten  Formen  ein- 
gedrungen); die  geschwächten  Formen  mit  dem  Vokal  -u-  (d.  h.  -w-,  vgl. 
gtl  'tun'  Lhuyd  S.  58)  und  teilweise  mit  geschwundenem  -th-  werden  in 
der  Proklise  vor  einem  Objekt  entstanden  sein. 

Mbr.  Präs.  Sing.  1.  groaff,  graf,  2.  gruez,  grez,  3.  groa,  gra, 
PI.  1.  grueomp,  graeomp,  2.  gruyt,  gruet,  gret,  3.  grueont,  gre- 
ont;  Ipf.  Sing.  1.  gren,  3.  grae,  grea;  PI.  3.  grent;  Ipv.  Sing.  2.  groa, 
gra,  3.  groaet,gret,  PI.  1.  grueomp,  greomp,  graeomp,  gruemp,  2. 
gruet,  graet,  gret,  gruyt,  gryt;  Konj.  Sing.  1.  gr uif,  grif,  2.  gruy, 
gry,  3.  groay,  gray,  greay,  PI.  1.  groahimp,  grahymp,  2.  grue- 
het,  grehet,  greheut,  3.  groaint,  grahint;  Konj.  Ipf.  Sing.  1.  gra- 
henn,  3.  groahe,  grabe,  PI.  1.  groahemp,  grahemp,  2.  grahech, 
(g)rech;  Prät.  Sing.  1.  gris,  3.  grez,  guerue,  PI.  1.  gresomp,  2. 
gruesocb,  3.  gruesont,  gresont;  Plusqpf.  Sing.  1.  groasenn,  gra- 
senn,  graesen,  2.  grases,  3.  groase,  grase,  PI.  1.  (g)rasemp,  3. 
groasent;  Pass.  Präs.  graer,  (g)rer,  Ipf.  graet,  Konj.  graher,  Konj. 
Ipf.  groahet,  grabet.  Die  Labialiaierung  des  Anlauts  wird  vor  hinteren 
Vokalen  durch  -o-,  vor  vorderen  Vokalen  durch  -u-  bezeichnet;  die  lenierte 
Form  ist  r-  (ohne  Labialisierung). 

§  745.  gni-n-  'kennen'  kommt  als  Simplex  nicht  vor,  sondern 
nur  in  mehreren   ungefähr  gleichbedeutenden  Zusammensetzungen. 

1)  Mit  aith-:  Prät.  (teilweise  mit  Präsensbedeutung)  Sing.  1. 
adgen  sa  gl.  cognosco;  3.  adgeuin,  ad-id-geüin  Wb.  12c  13, 
ni-n-aithgeuin  Ml.  52;  PI.  1.  adgenammar  Wb.  14d  28;  Pass. 
Präs.  Sing,  huan-aithgnintar  Sg.  29b  10;  Fut,  Sing,  a-tat- 
gentar  su  Ml.  121d  22;  Part.  Nom.  PI.  «tgnithi  Wb.  Ib  14 
(aus  engnithi  korrigiert;  gemeint  ist  aithgnithi);  Inf.  aithgne 
Wb.  Ib  13,  aidgne  19d  9,  Dat.  aithgniu,  aidgniu  Ml.  42b  13, 
Wb.  Ic  15  (mir.  aichne;  vgl.  imm-r-aichne  'Irrtum'). 

2)  Mit  com-:  Prät.  Sing.  3.  connä  cungeuin  (cungain) 
nem  nä  talmain  Trip.  L.  114,  10,  vgl.  LU  105a  8;  PI.  1.  conä 
cuingenmair  Aisl.  121,  34;  3.  coanä  cungnetar  LL  277b  27. 

3)  Mit  ess-:  Präs.  Sing.  1.  asagninaim  gl.  sapio  Sg.  146b 
16;  Prät.  (teilweise  mit  Präsensbedeutung)  Sing.  2.  asgen  su  Ml. 
140b  3,  in  acen  Wi.  11^  189  (a-  statt  e-  unter  dem  Einfluß  von 
aith-);  Pass.  Präs.  Sing,  assagnintar  Sg.  29a  3,  asagnintar 
ebenda,  197b  4  (zweimal),  210a  10;  PI.  asagnintar  209b  13, 
asgniintar  Ml.  108b  4;  Konj.  Sing,  asagnoither  Sg.  180b  2; 
Abstr.  ecne  'Weisheit,  Wissen'  Wb.  8a  14,  15c  18  u.  s.  w. 


§745,4.5]  Verbal verz.  gni-n-.  547 

Mit  rem-ess-:  Konj.  Ipf.  PI.  3.  perf.  remiergnaitis  gl. 
praenoscerent  Ml.  19b  8. 

4)  Mit  etar-:  Präs.  Sing.  1.  itargninini  gl.  sapio  Thes.  II 
228,  34;  3.  itargnin  Thes.  II  2,  30,  etir-ii-g(n;in  Ml.  102a  22; 
Fut.  PI.  3.  etirgenat  68c  20,  73a  1;  Prät.  (teilweise  mit  Präsens- 
becleutung)  Sing.  1.  etirgen  sa  79a  11,  etir-in-gen  94b  12, 
itargen  sa  Thes.  II  2,  26;  3.  etirgein  Ml.  24a  19  (=  Präs.),  ni 
etargeiuin  Sg.  197b  10,  nach-id-etargeuin  (=  Präs.),  nad- 
n-etargduin  Ml.  42c  10,  15;  Inf.  etargne,  etarcne  neutr.  Wb. 
8c  2,  23c  19,  vgl.  Sg.  198a  3,  etarcnae  Ml.  129c  13,  etargna. 
Dat.  etargnu  Sg.  197b  10,  11. 

5)  Mit  in-:  Prät.  Sing.  3.  connach-n-ingeuin  'sodaß  er 
ihn  nicht  erkannte'  Ml.  52,  ni  ingeuin  69a  15;  Pass.  Konj.  PI. 
coni  enggnatar  Sg.  209b  13;  Part.  Akk.  Fem.  Dual,  ingnaidi 
74b  3;  Gerundiv  ingnaidi  Ml.  63a  9,  105c  10;  Inf.  engne  'ver- 
stehen, Verstand'  Wb.  2a  18,  Dat.  engnu  Ml.  14c  19,  d  7,  Xom. 
ingnae  26b  8,  136b  7,  140b  3,  Dat.  ingnu  140b  2,  3,  Thes.  II 
293,  16,  Gen.  ingni  Wb.  IIb  6,  ingnai  Ml.  89b  8. 

Anm.  Im  Brit.  hat  das  alte  Präteritum  durchaus  präsentische,  das 
Plusqpf.  imperfektische  Bedeutung  angenommen:  mc.  Prät. -Präs.  atwaen 
u.  s.  w.,  Plusqpf. -Ipf.  atwaenwn  u.  s.  w.  S.  373  (auch  1.,  3.  Sing,  atwen, 
2.  PI.  atweynwch,  etwenwch),  Pass.  Plusqpf.-Ipf.  etweinit;  com. 
Prät.-Präs.  Sing.  1.  aswen  Beun.  Mer.  73,  3.  aswon,  PL  1.  aswonyn. 
Über  corn.  Präs.  Sing.  3.  annabow,  mbr.  Präs.  Sing.  1.  aznauaff,  3. 
ezneu  (mit  dem  alten  Präteritopräsens  gleichbedeutend)  und  über  die  mit 
der  Wurzel  *  bheu-  komponierten  Formen  s.  S.  447.  Im  Corn.  findet  sich 
außerdem  ein  neugebildetes  Prät.  aswonys  'ich  kannte,  erkannte'  (R.  D. 
1319,  M.  C.  84)  und  ein  neugebildeter  Inf.  aswon  (0.  M.  1488). 

Zu  lat.  noscö,  gr.  yiyvwaxo),  g.  (Präteritopräsens)  kann  'kann'  (an. 
kann,  aengl.  cann,  ahd.  kan),  an.  (Präteritopräsens)  knä  'kann',  aengl. 
cnäwan  'kennen',  lit.  zinö-ti  'wissen',  asl.  zna-ti,  alb.  noh  'ich  kenne,  er- 
kenne', arm.  canac'em  'kenne',  Aor.  caneaj,  skr.  gänämi,  Perf.  ^agnäu.  In 
der  Formenbildung  stimmt  das  Keltische  am  besten  zum  Skr.  Man  führt 
das  skr.  Präs.  auf  idg.  *gn-nü-mi  zurück;  auch  das  ir.  Präsens  ist  ein 
Nasalpräsens ;  das  -ni-  der  Wurzelsilbe  ist  jedoch  sehr  schwer  zu  erklären; 
etwa  als  -tu-  zu  lesen  (vgl.  asgniintar  Ml.  108b  4)  und  auf  idg.  -««- 
zurückzuführen?  Über  das  Prät.  s.  S.  379f.  Im  Konj.  erwartet  man  einen 
Stamm  *gnö-,  kelt.  fj?iä-  (vgl.  ir.  gnä-th  I  48);  dafür  scheint  *gno-  ein- 
getreten zu  sein  (asagnoither  Sg.  180b  2);  die  Annahme  Thurneysens, 
Handb.  361,  daß  es  sich  um  Einfluß  seitens  des  Verbums  -cluinethar 
handelt,  ist  unsicher  (mir.  Konj.Sing.3.  arnach-an-aithgnc  LU71a35; 
PL  3.  atgniatt  O'Dav.  Nr.  156;  Konj.  IpL  Sing.  3.  atgnead  LU  124 b  31 
können  nach  gni-  gebildet  sein). 

35* 


548  Verbalverz.  gon-,  grenn-.         [§746.  747,  1.  2 

§  746.  gon-  'verwunden,  töten':  Präs.  Sing.  3.  gonaid  LU 
45b  6,  no-do-guin  S.  M.  II  284,  21,  ni  goin,  no-d-goin  IV 
350,  18;  362,  22,  rel.  gonus  (statt  -as)  V  176,  4;  Konj.  Sing.  2. 
ni  gona  (mir.  statt  -e)  III  484,  4;  PI.  3.  ro-n-gonat  IV  322,  3 
V.  u.,  nä  ra-m-gonat  ZE  954,  33;  Fut.  Sing.  1.  gegna,  jünger 
gena  Wi.  11^  246,  2,  15,  ni-t-gen  sa  LU  68b  32;  3.  genaid 
•i.  gonfid  117b  43;  Prät.  Sing.  3.  geguin  Fei.  Oct.  23;  PI.  3. 
pi-s-gegnatar  Mai  19;  Pass.  Präs.  Sing.  rel.  gonar  S.  M.  V 
236,  13,  gonair  IV  178,  18,  na  gonair  (statt  -ar)  LU  20a  29; 
Fut.  Sing,  no-t-gignether  LL  288b  51,  vgl.  Stokes,  Beitr.  z.  vgl. 
Sprachf.  VII  61,  geogainter  Magh  Rath  122;  Prät.  Sing,  göite 
LU  133a  34,  göeta  Thes.  II  343,  3,  goita  Wi.  Täin  S.  645^, 
ro-gset  LL  154a  46,  ra-gset  91b  31,  dia-r-gse't  LU  42a  34; 
Part,  goite  Ml.  77a  19;  Inf.  guin  neutr.  133a  4,  Thes.  II  357,  12, 
Gen,  gona  Sg.  37b  20. 

Mit  aith-:  Prät.  Sing.  1.  ad-ro-gegon  sa  gl.  repupugi  Sg. 
181a  7. 

Mit  com-:  Part,  con goite  gl.  compunctus  Ml.  58c  17;  Abstr. 
conguin  gl.  expunctio  Ml.  23a  5,  'compunction'  32c  11,  congain 
90  d  10  u.  s.  w. 

Anm.  Das  Präsens  hat  im  Mir.  schwankendes  Timbre;  ursprünglich 
wohl  Präs.  guin-,  Konj.  gona-.  Etymologie  I  108.  Über  das  Prät.  Pass. 
und  Part.  s.  I  494  (oder  ist  -gfet,  *-göit  aus  *-get  * guhtdo-s  umge- 
bildet?). 

§  747.  grenn-:  Abstr.  greim  'authority,  power'  Ml.  14b  14, 
Wb.  la  3  u.  s.  w. 

1)  Mit  com-  'to  collect,  gather':  Präs.  Sing.  3.  con  grenn, 
congreinn;  Pass.  Präs.  Sing,  congrennar  K.Meyer  473;  Abstr. 
congraimm  'Benehmen,  Erscheinung'  Wi.  446,  Wi.  Täin. 

2)  Mit  in-  'verfolgen':  Präs.  Sing.  2.  a  n-un-da-greinn  siu 
(zu  lesen  a  n-in-)  Ml.  36d  2;  3.  adgreinn  140c  2,  adgreinn  54b 
23,  73c  1;  PI.  3,  ingrennat  26d  12,  127c  4,  a-tam-grennat 
39d  13,  127c  8,  a-tan-grennat  45a  16,  as-id-grennat  18d  2; 
Ipf,  Sing,  3,  ingrenned  36d  25;  PI.  3.  ingreintis  87c  5;  Ipv. 
Sing.  3.  ingrainned  44a  13;  Konj.  Sing.  3.  arna  ingre  111c  6; 
PI.  3.  ingriastais  38d  5;  Prät.  perf.  Sing.  2.  inroigrann  36d  7; 
3.  inroigrainn  26d  3,  37a  4,  in-ro-grainn  26b  24,  a-ta-roi- 
grainn  30b  2;  PI.  3.  adroigegrannatar  25b  11  (mit  restituierter 
Reduphkation) ;  Inf.  in  greim  m,  ingraim  (neutr.,  -w-Stamm)  Wb. 
20c  21,  Ml.  26d  12  u.  s.  w. 


§747,3.748,1—5]     Verbalverz.  grenn-,  gu-.  549 

3)  Mit  to-:  Präs.  Sing.  3.  dogrinn  'levies,  collects'  O'Dav. 
Nr.  617;  Ipf.  PI.  3.  co-togrennitis  'daß  sie  einholten,  ereilten' 
LU  62b  27;  Konj.  Sing.  3.  dogre;  Pass.  Präs.  Sing,  dogrenar 
O'Dav.  Nr.  617,  671;    Abstr.  tograim  'pursuit'  Rc.  XXVII  312. 

Mit  imb-to-:  Präs.  Sing.  3.  imtogrinn  'levies'  O'Dav. 
Nr.  1551. 

Anm.  Aus  * ßhrendh-nä-,  vgl.  lat.  gradior,  asl.  yreda  'gehe',  got. 
Akk.  fjrtd  '■ßalt-fi6v\ 

§  748.  gu-,  go-  'wählen',  kommt  nur  in  Zusammensetzungen 
vor  (mit  nu-dub-goithe  si  Wb.  5cl,  das  als  ein  dem  inärpitis 
som  [§  664,  8|  entsprechender  Konj.  Ipf.  Pass.  gedeutet  werden 
konnte,  ist  wegen  des  ganz  unsicheren  Zusammenhangs  nichts  an- 
zufangen; außerdem  scheint  gu-  —  sonderbarerweise  —  einen  -s- 
Konj.  zu  bilden). 

1)  Mit  di-:  Abstr.  digu  'bad  choice,  the  worst'  Wb.  4d  3, 
digu  S.  M.  Gloss. 

2)  Mit  ess-  'wünschen':  Konj.  Sing.  3.  asagü  Ml.  58b  9, 
adgo  S.  M.  V  408,  2.  Aus  dem  Konj.  (der  möglicherweise  in 
potentialer  Verwendung,  vgl.  §  591,  1  Anfang,  mit  einem  Indikativ 
verwechselt  werden  konnte)  hat  sich  ein  Verbalstaram  guis-  ent- 
wickelt: Präs.  Sing.  1.  adgüisiu  Thes.  II  293,  3,  4;  3.  adgüsi 
Sg.  148a  4,  as-a-gusi;  PI.  3.  ass-a-guiset  Ml.  61b  17,  adgu- 
set  56b  21;  Ipf.  PI.  3.  adgustis  69a  2;  Konj.  Sing.  ß.  ass-a- 
gusea  129b  5;  Prät.  PI.  3.  as-ru-geset  48a  17  (verschrieben; 
oder  hat  sich  der  Konjunktivstamm  von  gu-  mit  dem  Konjunktiv- 
stamm von  guid-  §  749  gemischt?);  Part.  Gen.  Sing.  Neutr.  ec- 
guisti  65b  2,  Komparativ  ecguistiu  90c  7.  Thes.  will  einen 
Inf.  aicsu  Sg.  148a  9  finden. 

3)  Mit  for-:  Abstr.  forgu,  forggu  'Auswahl'  Wi.  Täin,  S. 
M.  Glossar. 

4)  Mit  od-:  Abstr.  uccu  'Wahl,  Wunsch'  Wb.30d23,  32b  6, 
a  ücu  (zu  lesen  ä  ucu)  Sg.  148a  12. 

Mit  rem-od-:  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  reme-n-uicsed  gl.  prae- 
optare  Ml.  47  c  12. 

Mit  to-od-:  Part,  tuicse  'ausgewählt'  Wb.  öc  7,  vgl.  4b  15, 
0  40,  IIa  21,  22.  Scheint  suppletivistisch  zum  Paradigma  von 
to-gu-  zu  gehören. 

5)  Mitro-:  Abstr.  rogu  'Wahl'  Wb.  9a  23.  —  Mitetar-ro-: 
Abstr.  etarrogu,  etarrogo  'choosing  between'  Ml.  138b  4,  Sg. 
205b  1.  —  Mit  imb-ro-  vielleicht  in  immurgu  'indessen,  auf  der 


550 


Verbalverz.  gu-,  guid- 


[§  748,  6.  749 


anderen  Seite',  eigentlich  "umgekehrte  Wahl"  Ml.  34a  16,  Thes.  II 
291,  6;  292,  20,  imurgu  Wb.  33a  5.  Vgl.  jedoch  Thurneysen, 
Handb.  510,  Pokorny,  KZ  XLV  74,  immargau  (Subst.)  Salt.  3058. 

6)  Mit  to-  Svählen':    Präs.  Sing.  3.  dogoa  S.  M.  V  390,  10 
(dogoga  IV  372, 15  ist  entstellt,  mit  dem  Prät.  oder  Fut.  vermischt) 
PI.  3.  do-n-goatCäinAd.  §37;  Put.  Sing.  1.  dogega  Wb.  23b  33 
P1.3.  do-n-gegat  30d  8;  Prät.  perf.  Sing.  1.  doi-b-roiga  sa  Ml 
103c  15;   2.  duroiga  su    138b  8,  dorroega  Thes.  II  319,  1;    3 
doröigu  Wb.  4b  31,  doroigu  c  16,  5b  12,   dorroigu  5b  1,  do- 
b-röigu  26a  24;  PI.  2.  doroigaid  20a  4;  3.  doroigatar  5b  12 
Pass.  Prät.  perf.  Sing,  do-ro-gad  Ml.  124c  13,  doroigad  123a  14; 
Part.  D.  PI.  tuigsib  138b  10,  Superlativ  tuichsimem  71b  21  (in 
Wb.  nur  tuicse  s.  4°);    Inf.  togu  Wb.  4c  13,  40,  20d  10,  Thes. 
II  225,  18;  295,  10,  Ml.  123a  13,  131c  13. 

Anm.     Gehört  zu  gr.  ysuo/uai  u.  s.  w.,  I  79 f. 

§  749.  guid-  'bitten',  'beten':  Präs.  Sing.  1.  guidimm  Wb. 
22a  20,  29a  19,  guidim  30d  3,  no-d-guidiu  Thes.  II  331,  2, 
no-guidimm  Wb.  21a  8,  no-b-guidim  se  25c  29,  no-n-gui- 
dim  se  27 d  19;  3.  guidid  d  7,  gudid  Ml.  88b  15,  no-sn-guid 
som  Wb.  25b  9,  ni  guid  Ml.  42a  4,  nand-guid  59c  5,  rel. 
n-guidess  Wb.24dl9,  guides  Ml.  32d5,  gudes  39b  6,  127a  9; 
Ph  1.  guidmi  ni  Wb.  25d  21,  mit  Obj.  guidmit  15d  18,  Thes. 
11322,9,  rel.  guidme  ni  Wb.4a27,  näd  guidem  ni  21d  10,  nu- 
nd-guidem  ni  Ml.  53b  19;  PI.  3.  no-b-guidet  Wb.  7b  21,  rel. 
gute  Ml.  134d  8;  Ipv.  PI.  2.  gudid  68a  15;  Konj.  Sing.  1.  nu- 
n-dat-ges,  no-n-da-ges  21b  5,  8,  9;  no-n-geiss  Wb.  30b  4; 
3.  n-ges  Ml.  39b  3,  ara  n-ge  51a  16;  PI.  1.  gesme  (rel.)  Wb. 
4a  27,  ni  gessam  ni  IIa  24;  2.  no-gessid  24b  3,  ni  gessid 
26a  34,  dia  n-gessid  si  Ml.  53b  19;  3.  perf.  con-roi-gset  Wb. 
16c  23;  Konj.  Ipf.  PI.  1.  no-n-gesmais  Ml.  21b  1;  3.  no- 
gestais  125a  4,  conn-gestais  131  d  13,  perf.  a(ra>  roi-gsitis 
d  14;  Fut.  Sing.  1.  gigse  sa  Ml.  47d  4,  gigsa  LL  278a  34  (vgl. 
oben  S.  360),  no-gigius  Ml.  46b  12;  3.  rel.  giges  53c  3;  PI.  2. 
gigeste  si  Wb.  14c  2a;  Kondit.  ro-gigsed  Ml.  32d  5;  Prät.  Sing. 
1.  ro-t-gäd  sa  Wb.  27d  19;  3.  ro-gäid  Sg.  209b  26,  ro-gaid, 
ona  ro-gaid  Ml.  55d  4,  nad-ro-gaid  124c  10,  rel.  gade  Thes. 
II  339,  5;  PI.  1.  ro-gadammar  Wb.  15c  22,  vgl.  24d  20;  3. 
gadatar  Thes.  II  313,  1,  ro-nd-gadatar  Ml.  131d  14;  Pass. 
Präs.  Sing.  rel.  guiter  Wb.  30d  5;  Konj.  Sing,  gessir  17 d  27, 
rel.  n-gesar  Ml.  51a  17;    Prät.  Sing,   gessa  LU  74b  9,  82b  5; 


§  749 — 751 J  Verbalverz.  guid-  —  ib-.  551 

Gerundiv  gessi  Ml.  26b  3,  107d  8,  Fei.  Sept.  28;  Inf.  guide  fem. 
Wb.  7a  13,  Dat.  guidi  4b  4  u.  s.  w. 

1)  Mit  ad-  (aith-?)  'to  request,  adjure':  Präs.  Sing.  3.  ad- 
guid  S.  M.  V  272,  8;  Prät.  perf.  Sing.  3.  adroegaid  Trip.  566, 
24  (der  Diphthong  -oe-  ist  analogisch).  Vgl.  K.  Meyer  22.  Das 
Abstr.  liegt  vielleicht  vor  in  aicde  fem.  'material;  building,  struc- 
ture,  work'  K.  Meyer  33  (Akk.  aicdi  Ml.  31d  10),  eigenthch  "Re- 
quisit" (dann  wäre  das  Präverb  ad-  gesichert). 

2)  Mit  com-:  Abstr.  oc  comguidi  d^e  'Gott  gemeinsam  (mit 
uns)  anbetend'  Ml.  53b  15. 

3)  Mit  di-:  Abstr.  digde  'an  urgent  prayer,  request;  asking 
pardon'  Wi.,  K.  Meyer,  Monast.  Tall. 

4)  Mit  fo-:  Abstr.  foigde  fem.  'Betteln'  Wb.  25b  8,  9,  11, 
0  19,  26  b  9,  14,  31b  23. 

5)  Mit  air-ni- 'beten':  Präs.  Sing.  3.  ar-a-n-neget  Ml.  61b  1 ; 
PI.  3.  arneigdet  Wb.  25c  23;  Ipf.  Sing.  3.  arnig<d>ed  Thes.  II 
315,  1;  Ipv.  PI.  2.  irnigdid  Wb.  22c  8;  Inf.  irnigde,  ernaigde 
fem.  Wb.  4a  27,  10  d  15,  Ml.  75a  6  u.  s.  w.     Vgl.  oben  I  340,  486. 

Anm.  Über  c.  gweddi  s.  I  108  (Osthoff  IF  XXVII  173  sieht  daTin 
ein  Kompositum  mit  *upo-).     Gehört  zu  gr.  nod^no,  xi-^oauayf^ui  I  108. 

§  750.  iad-  'schheßen':  Präs.  Sing.  3.  immon-iada  Thes. 
II  294,  27;  Fut.  Sing.  3.  rel.  n-eidfider  Wb.  32c  13;  PI.  3. 
iadfaitir  Rc.  IV  252;  Prät.  Sing.  3.  iadais  Lü  59a  37;  Pass. 
Prät.  Sing,  ni  ro-iadad  Stokes  Goid.^  104,  2;  Inf.  iad  ad  Wi., 
Gen.  lata  Ml.  46a  8. 

Vielleicht  ein  altes  Kompositum,  formell  am  nächsten  dem  gr. 
lTti-TiOrii.li,  in  der  Bedeutung  dem  lat.  ob-dö  entsprechend. 

§  751.  ib-  'trinken':  Präs.  Sing.  3.  ni  ib  Wb.  28b  24;  PI. 
3.  ebait  YBL  118b  6,  vgl.  S.  M.  Gloss.;  Ipv.  PI.  2.  ibid  Wb. 
22c  7;  Konj.  Sing.  2.  dia  n-eba  su  Wi.  613;  3.  perf.  roiba  'der 
zu  trinken  pflegt'  Wb.  31b  9  (-öi-  ist  wohl  als  Diphthong  zu  lesen, 
vgl.  i?  552,  5  S.  248;  zur  Bedeutung  vgl.  §563  S.  265  unten;  die 
Verwendung  von  ro-  als  perfektisches  Präverb  weicht  vom  Prät. 
ab);  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  cein  co  n-ebad  Atk.  LBr. ;  Fut.  Sing.  1. 
nach-hib,  nach-ib  sa:  Ph  3.  ibait  Ml.  30c  18,  LL  101b  1; 
Kondit.  Sing.  3.  narh-ibad  Atk.  LBr.;  Prät.  Sing.  3.  ibis  YBL 
180a  15,  perf.  con-essil)  Wi.  529:  PI.  1.  perf.  assibsem  Wb.  12a 
17;  3.  perf.  atibset  Wi.  380,  meni  esbetar  LL  115a  47;  Pass. 
Präs.  Sing,  in-ebar  S.  M.  III  198,  22;  Konj.  PI.  rel.  n-ebtar  Ml. 


552  Verbalverz.  icc-.  [§  752, 1 

lOldö;  Prät.  perf.  Sing,  asibed  LU  129a  42,  nio-esbed  Monast. 
Tall.  §  6;  Inf.  Dat.  oul  Ml.  129 d  14,  vgl.   118  c  9,  94  c  12. 

Vgl.  c.  yfed  'trinken',  com.  eve,  br.  eva.  Zu  skr.  piba-ti 
'trinkt'  u.  s.  w.  I  187;  über  den  ir.  Inf.  vgl.  §  634,  13  S.  412. 

§  752.  icc-  (vgl.  §  572,  5).  1)  Mit  air-  'bewirken,  zustande- 
bringen, finden,  erfinden':  Präs.  Sing.  3.  ciaricc  §  522,  6  S.  202, 
ni  airicc,  ni  airic  Wb.  9b  24,  19b  2,  nl  airicc  Sg.  137b  4; 
Konj.  Sing.  3.  ari,  mani-n-airi  Ml.  30d  24;  Prät.  Sing.  3.  ar- 
a-anic  Sg.  217a  4,  on-airnic  Trip.  L.  110,  22;  PI.  3.  nad-n- 
airnettar  Ml.  108c  8  (zu  lesen  -airnectar  Sarauw,  Irske  St. 
S.  139),  on-airnechtar  Trip.  100,  2;  Pass.  Präs.  Sing,  arecar 
Sg.  59a  7,  66b  16,  137b  2,  145b  3,  ar[ar]ecar  Thes.  II  231,  29, 
ar-a-n-ecar  Sg.  137b  2,  ni  airecar  20a  9,  145b  3,  vgl.  162a  1, 
173b  6;  PL  ar-a-n-ecatar  8a  5,  65a  11,  Ml.  19d  21;  Konj. 
Sing,  m-arisar  30d  23,  ar-a-n-isar  Sg.  209b  13,  vgl.  108b  2; 
Konj.  Ipf.  Sing,  arista  184b  3,  aristae  Ml,  llOd  6;  Prät.  Sing, 
ari'cht  Sg.  197a  11  (di-eimal),  arna-airecht  198b  3,  in-airecht 
Fei.  Aug.  3;  Inf.  airec  Febr.  27,  Dat.  airec  Sg.  5a  11,  airiuc 
106b  20,  Wb.  3d  10,  Gen.  airicc  d  8,  airic  Sg.  4b  9.  Dazu 
aith-airec  gl.  argumentum  Ml.  42b  9,  A.  PI.  aithirciu  31a  21. 

Mit  imb-air-  und  festem  infigiertem  Pron.  (das  in  einigen 
Fällen  mit  dem  Vokal  des  zweiten  Präverbs  verschmilzt)  'angehen, 
passen':  Präs.  Sing.  3.  imm-e-airic  Ml.  35a  7,  73a  11,  74b  1, 
d  13,  107b  1,  llOd  8,  co  mm-a-airic  133c  4,  imm-e-airc  74d 
13,  103b  7  (die  Synkope  ist  aus  anderen  Formen  übertragen,  in 
denen  noch  eine  Silbe  folgte),  immairc  74d  13,  119d  5,  imm- 
innd-airc  135a  7;  PI.  3.  immaircet  17b  20,  imm-id-aircet 
2b  5,  d  4,  vgl.  25c  15;  Konj.  Sing.  3.  imm-and-airi  14d  16, 
imm-e-n-airi  27b  12  (über  conna  mm-an-airi  54b  10  [ver- 
mutlich 'damit  es  ihm  nicht -wäderfahre']  s.  3°  Schluß);  Prät.  Sing. 3. 
imm-e-arnaic  24d  5;  PI.  3.  imm-id-arnactar  17b  19;  Abstr. 
immairecc  'conflict'  Wb.  7c  4,  hi  cathaib  7  i  n-immaircib 
'in  Schlachten  und  Kämpfen'  LL  106  b  12,  vgl.  Wi.  620,  Wi.  Täin 
S.  996  (daraus  ist  vielleicht  die  eigentliche  Bedeutung  des  Verbums 
ohne  infigiertes  Pron.  zu  erschließen).  Vom  Inf  abgeleitet  ist  das 
Adj.  immaircide  'passend'. 

Mit  fo-air-  'finden'  (in  der  echten  Komposition  bleibt  das  -o- 
von  fo-  zum  Teil  unehdiert  und  das  -a-  von  air-  schwindet  nach 
den  Synkoperegeln,  vgl.  §  168  I  262):  Konj.  Ipf.  PI.  3.  i-fuir- 
sitis,  hi-fuirsitis  Thes.  II  242,  4,  5;  Prät.  Sing.  3.  fo-n-airnicc 


§  752,  1|  Verbalverz.  icc-.  553 

Wb.  16b  2,  ni  farnic  2a  21;  Pass.  Konj.  Sing,  hi-fuirestar  Eriu 
II  224,  8;  Prät.Sing.  ni  furecht  Thes.  II  346,  7;  348,  3;  Abstr. 
fuirec  'Bewillkommnung'  Wb.  29c  8,  'Bewirtung'  LU  60a  44, 
fessa  1  furic,  fessa  7  fuireca  'Feste'  LL  172a  33,  48. 

Mit  to-fo-air- 'finden':  Fut.Sing.3.  dof  uircifea  Wb.25b  16. 

Mit  to-air-  'kommen':  Ipv.  Sing.  2.  tair  Thes.  II  241,  12, 
vgl.  Wi.  802  (eigentlich  Konj.,  §  598  Anm.  5  S.  335,  vgl.  S.  355 
unten);  3.  tairced  LU  21a  16;  Konj.  Sing.  3.  do-mm-air,  ni- 
m-thair  Thes.  II  352,  1,  2;  353,  1;  PI.  3.  tairset  305,  3;  Konj. 
Ipf.  PI.  1.  in  tairsimmis  LU  74b  46;  Prät.  Sing.  3.  tarnaic 
(=  ro-scäich  'war  vorüber'),  ni  tharnic  Wi,  Täin  S.  1053,  co- 
tarnic  Stokes,  Goid.^  101,  Z.  14  v.  u.;  PI.  3.  höre  do-n-arnactar 
Crist  'weil  sie  mit  Christus  verkehrt  haben'  Wb.  7b  13;  Inf. 
tairec  'preparations'  O'Curry,  Manners  and  Customs  III  528  (vgl. 
airec),  ar  cuit  do  thairiuc  'zu  unserem  Teil  kommen',  'unseren 
Teil  bekommen'  LL  113b  12.     Vgl.  imthairec  'supply'  Wi.  628. 

Anm.  1.  Das  Verbum  doäirci  'bewirkt',  'bietet  an'  steht  mit  Bezug 
auf  die  Bedeutung  den  oben  besprochenen  Verben  sehr  nahe,  flektiert  aber 
wie  ein  (auch  mit  Bezug  auf  den  Ausdruck  der  perfektischen  Funktion) 
regehnäßiger  -t-Stamm  mit  teilweise  verlorener  Mouillierung  und  wird  so 
behandelt,  als  ob  es  die  Präverbia  to-ad-ro-  enthielte.  Vielleicht  ein 
Denominativ  von  tairec.  [Mir.  Neuerungen:  Präs.  Sing.  3.  targaid, 
toirgid  "Wi.  810,  LU  83b  37;  Ipv.  Sing.  2.  tairg,  toirg  ebenda  34,  42; 
Pass.  Prät.  Sing,  tarcus;  Inf.  tair  es  iu  Wi.  810,  S.  M.  Gloss.  686  f.]  Die 
charakteristischen  air.  Formen  sind: 

Präs.  Sing.  3.  doäirci,  doäircci  Wb.  15b  28,  12c  26,  tairci 
12c  31,  tärci  25a  4,  ni  täirci  27a  28;  PI.  3.  du-n-airceat  Ml.  86c  14, 
täircet  Wb.  3b  8,  ni  täircet  30b  12,  ni  tarcat  31  d  10;  Ipf.  PI.  3. 
ni  taircitis  Ml.  98c  2;  Ipv.  Sing.  3.  na  täirged,  tairced  Wb.  23c 
13,  14;  PL  2.  taircid  si  Ml.  48b  15;  Konj.  Sing.  3.  du-n-ä  irrcea, 
du-n-airrcea,  dii-n-aircea  78b  22,  130a  15,  85c  2;  PL  1.  duaircem 
ni  35b  3;  2.  dia  tarcaid  si  83b  11;  3.  du-n-aircet  46b  15;  Konj. 
Ipf.  Sing.  3.  dn-n-airced  35a  12;  Kondit.  Sing.  3.  duaircibed,  du-n- 
alrcibed  29c  11,  10,  100b  7;  Prät.  Sing.  3.  du-r-airric  33b  20,  do- 
r-ärricc,  do-r-äricc  Wb.  3c  15,  29,  do-r-aricc  19b  23;  Pass.  Konj. 
Sing,  ni  taircither  Ml.  17 d  5;  Part,  taircide  27c  20;  Gerundiv  tair- 
cidi,  taircithi  19a  4,  18a  6;  Inf.  tairciud  lila  5,  tärcud  74a  1. 
tärrgud  72b  10.     Vgl.  atarcud  'anaphora'  Sg.  200a  8,  vgl.  12,    198b  G. 

Mit  com-:  Prät.  Sing.  2.  läse  o-rü-taircis  gl.  oonferondo  Ml. 
77d  1;  Part,  rer-chomthaircidib  gl.  tarn  conrogatis  66d  10. 

Mit  fo-:  Pass.  Präs.  Sing,  futairrcether  gl.  subrogatur  Ml.  108c  15; 
PL  fotaireiter  gl.  subrogantnr  122b  2. 

Mit    in-:    Konj.  Ipf.  PL  3.    in  taircitis    gl.    incuterent    Ml.  33  a   3; 


554 


Verbal verz.  icc-. 


[§  752,  2 


Prät.  Sing.  3.  indaas  indaricc  soiu  'als  er  zugefügt  hatte'  54b  30  (man 
erwartet  den  Plur.);  Part,  intaircide  gl.  inlatarum  133a  6. 

Mit  rem-:  Part.  G.  Neutr.  remthärcidi  gl.  antelatae  Sg.  200 u  9. 

2)  Mit  com-  'können'  {in  der  echten  Komposition  tritt  die 
Wurzel  ang-  ein;  in  den  synkopierten  Formen  mußte  das  -?<?-  dieser 
Wurzel  zwischen  zwei  Konsonanten  schwinden,  sodaß  ang-  mit  icc- 
zusammenfallen  mußte,  vgl.  I485f.;  man  kann  in  der  Tat  bezweifeln, 
ob  in  allen  diesen  Formen  wirklich  ang-  vorhanden  gewesen  ist, 
vgl.  bes.  die  1.  Sing,  nad  cumcu,  die  sehr  an  ro-iccu  [3°]  erinnert; 
dem  suffixlosen  Prät.  war  die  Wurzel  ang-  fremd):  Präs.  Sing.  1. 
coniccim  Wb.  20d  6,  conicim  Thes.  I  498,  11,  nad  cumcu 
sa  Ml.  18b  5,  ni  chumgaim  Thes.  II  4,  30;  2.  co-tn-ici  LL 
76b  48,  ni-chumci  oben  S.  249;  3.  conic  Fei.  Prol.  7,  Epil.  434, 
conicc  Wb.  4b  11,  6a  17,  co-td-icc  5b  40,  conic  Thes,  I 
4,  29,  onic,  cunic  Ml.  24d  14,  74b  14,  ni  cumaing,  ni  cum- 
uing  Wb.  IIb  9,  9d  16,  18,  ni  cuming  Thes.  II  6,  31  u.  s.  w.; 
PI.  1.  ni-chumcam  ni  Wb.  4a  27;  3.  conecat,  oecat  Sg.  33a 
12,  32b  14,  co-t-ecat  173b  4,  ni  cumcat  Ml.  23a  5,  57c  5, 
60b  6,  vgl.  Sg.33a  16,  198a  2,  ni  chumgat  Ml.  56c  7,  vgl.  92c  14, 
94b  3  u.  s.  w.,  nad  cumget  112b  16;  Ipf.  PI.  3.  ona  cumgai- 
tis  102a  9;  Konj.Sing.  2.  choniis  Wb.  10a21;  3.  oi  Sg.  25b  14, 
con-cumai  Ml.  32d  15b,  con-cu(mai)  129b  6,  coni  cumai  31c 
19,  nad  chum  87d  13;  PI.  3.  ona  cumset  39c  26;  Konj.  Ipf. 
Sing.  1.  ni  cuimsin  Wb.  17b  1;  3.  cu-cuimsed  Ml.  33b  21; 
PI.  1.  cho-t-ismis  Wb.  25a  1,  ni  cuimsimmis  17c  18;  3.  cho- 
nistis  Sg.  138a  9;  Fut.  Sing.  1.  conicub  Wb.  32a  20,  in  cum- 
gub  sa  Ml.  49c  5;  PI.  2.  conicfid  si,  conicfed  si  Wb.  13a  10, 
13;  3.  ni  cumgubat  Ml.  54a  19;  Kondit.  Sing.  3.  oicfed  14a  6, 
ni  cumcaibed  42c  32;  PI.  1.  oicfimmis  Wb.  17a  10;  3.  con- 
nicfaitis  Stokes,  Goid.^  69, 1;  Prät.  Sing.  1.  co-t-aneccar  sa  Wb. 
14c  40;  2.  in  coemnacar  LL  76b  47;  3.  co-t-änic  Wb.  8a  14, 
oanacuir  Ml.  119d  7,  nio-choimnucuir  Wb.  19c  10,  nach 
coimnacuir  Ml.  97d  10,  vgl.  116c  5,  nad  coimnacur  dia  97d  4, 
5;  PI.  1.  ni  coimnacmar  ni  53d  9,  135d4;  2.  nad  cöimnacaid 
Wb.  9b  10;  3.  nad  comnactar  8a  14,  ni  comnactar,  nad 
coimnactar  som  Ml.  76a  7,  5,  ni-choimnactar  19c  5,  nad 
choimnactar  66d^6;  Pass.  Präs.  Sing,  ni  chumangar  LL  78b  2; 
Abstr.  cuniang,  cumang  AVb.  18a  14,  Ml.  60d  3,  Sg.  39a  26, 
148b  5,  Dat.  cumung  Wb.  5d  32,  16c  19. 

Mit  to-ad-com-   'bis  wohin  reichen':    Ipf.  Sing.  3.  tacmun- 


§  752,  2.  3J  Verbal verz.  icc-.  555 

gad    Thes.   I   493,    21     (umgebildet    tacmaicced    LU    84a    26). 

Mit  for-com-  *sich  ereignen':  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  forcuim- 
sed  Wb.  4d  8;  PI.  3.  farcuimsitis  Sg.  148a  5,  farcumisitis 
Thes.  11  228,  35;  Prät.  Sing.  3.  for-chomnucuir  Wb.  11c  15, 
3d  25,  farcomnucuir  19c  3,  forcomnucuir  22b  8,  28c  14, 
forcomnacuir  Ml.  16c  5,  vgl.  67c  18,  for-chomnaccuir  113d  3, 
forcomnacair  131c  14,  Sg.  148a  6,  hi-forcomnucuir  AVb. 
28b  6;  PI.  3.  forcomnactar  Ml.  51d  13,  145d  8,  hi-forcom- 
nactar  97a  5;  Part,  forcmachte  Sg.  30b  1,  forcmachtae  Ml. 
120c  8,  Nom.  PI.  forcmachti  34a  10. 

Mit  in-com-  (vgl.  §  288  Anm.  I  419)  'treffen,  eintreffen,  sich 
ereignen':  Konj.  Sing.  3.  com'  ecmi  Wb.  5b  35,  nad-n-ecmai 
Ml.  15d  5,  22c  8,  121c  13,  122b  5,  nad-n-ecma  LU  71a  14; 
Prät.  mit  Präsensbedeutung  at-tot-chomnicc  Wb.  6b  13  (vgl. 
oben  §  644  S.  436);  wirkhches  Prät.  Sing.  1.  a-ta-comcus  sa 
LU  114b  11;  3.  adcumaing  Ml.  19c  11,  a-t-chomaing  24c  16, 
cumaing  LL  90  b  17  (mit  Schwund  des  proklitischen  Präverbs,  s. 
Wi.  Täin  S.  952),  mir.  auch  ad-chomaic  K.  Meyer  18,  o-ec- 
maing  LU  109b  21,  con-id-ecmaing,  con-eccmoing  Rc.  III 
180,  182;  PI.  1.  con-ecmaingsem  Fei.  Epil.  7;  3.  adcomcisset 
Wb.  4d  13;  Abstr.  ecmong  Wi.  518,  K.  Meyer  18. 

Mit  to-in-com-  'sich  ereignen':  Präs.  Sing.  3.  do-nd-ec- 
maing  Ml.  54a.7,  vgl.  Sg.  137b  5,  do-n-ecmaing  40a  16,  tec- 
maing  9a  11,  29a  1,  vgl.  30a  17,  18,  156a  2,  tecming  161a  1; 
PI.  3.  doecmungat  Ml.  63c  8,  thecmoiigat  Sg.  2a  10;  Konj. 
Sing. 3.  do-n-ecmai  Monast.  Tall.  146,  19,  do-t-eccme  '(if)  thou 
happen  to  be'  160,  10,  vgl.  161,  10;  143,24,  nach-in-tecma  Fei. 
Jan.  10;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  doecmoised  Wb.  5d  26,  do-nd- 
ecmised  Monast.  Tall.  143,  6,  thecmaised  133,  9;  Prät.  Sing.  3. 
tecmoncuir  153,  19,  vgl.  162,  11,  mit  Verletzung  der  Synkopen- 
regel teccomnocuir  Wb.  10a  4,  to-nd-echomnuchuir  (-ch- = 
-c-,  -g-)  Thes.  II  247,  11  (noch  weiter  umgebildet  do-m-chaom- 
nacuir  Monast.  Tall.  144,  7,  vgl.  153,  11;  mir.  do-r-ecgmaiii  g 
LL  67a  11,  fo-r-ecmaing  73b  11,  do-r-ecaim  54b  36,  §  617 
Anm.);  Inf.  tecmang,  D.  tecmung,  G.  tecmaing  Ml.  35d  22, 
90c  27,  54  a  31  u.  s.  w. 

Mit  com-to-in-com-:  Konj.  Ipf.  PI.  3.  co  chuntecmaistis 
gl.  ut  contingcrent  Ml.  102a  24  (künstliche  Bildung). 

3)  Mit  ro-  'gelangen,  kommen'  (roiccu  less  mit  dem  Lion. 
'ich  bedarf):  Präs.  Sing.  1.  roiccu  Wb.  23d  9.  ricu  32a  5.  rui- 


556 


Verbalverz.  icc- 


[§  752,  3 


cim  Ml.  22c  14,  ni  riccim  Wb.  12  a  33;  2.  möglicherweise  (mit 
der  Bedeutung  'man')  in  corricci  'bis'  (vgl.  §  414  S.  72)  "Wb.  9a9, 
ML  42c  27,  137c  8,  corici  101c  6,  conricci,  oricci  Wb.  9a  9, 
31b  13,  Ml.  44b  10,  o-da-rici  54c  34,  conrici  Thes.  II  238,  7 
u.  s.  w.;  3.  näd  ricc  Wb.  12a  34,  ni  ric  Ml.  36c  10;  PI.  1.  ni 
recam  Wb.  15d  1,  con-recam  Ml.  83c  3;  3.  ru-n-ecat  57b  4, 
ro-n-ecat  58d  5,  ni  recat  3a  14;  Ipv.  PI.  1.  recam  Thes.  II 
348,  8;  Konj.  Sing.  1.  ris  sa  Wb.  14a  17,  mu-riis  si  Ml.  34a  4, 
dia  rrisa  Wb.9a20,  arnad  ris  Thes.  II 353,  5;  2.  rois  Fei.  Epil. 
146;  3.  rohi  Wb.  20c  11,  rii  7b3,  con-ri  24a  17,  co-rri  Ml.  125a 
11,  airnach-ri  22c  1;  PL  1.  risam  Thes.  II  304,  9,  risam  Wb. 
12c  9;  2.  risid  24b  2;  3.  risat  5b  39,  arnach-risat  ML  112b 
20;  Konj.  Ipf.  Sing.  1.  risin  se  Wb.  18a  23,  ni  risin  se  9a  19, 
arind-risinn  Ml.  92a  5;  Fut.  Sing.  1.  riccub  sa  Wb.  9a  19, 
mos-riccub  sa  28c  9,  ro-n-icub  18b  14,  o-ricub  sa  32a  27; 
3.  ro-n-icfea  14a  25;  Prät.  Sing.  1.  ranac  sa,  ränac  LU  48a 
1,  36,  ni  ränac  130a  34;  3.  ränic  Thes.  II  240,  20,  ro-b-änic 
si  Wb.  16d  10;  PL  3.  ni  räncatar  som  6c  31,  nad  rancatar 
Ml.  35b  25,  97d  7,  con-raincatar  90d  20;  Pass.  Präs.  Sing, 
recar  Sg.  45b  1,  ro-n-ecar  ML  87d  14,  ni  reccar  Wb.  15a  5, 
ni  recar  12c  3,  vgL  Sg.  209b  28,  nad  recar  198b  6;  Fut.  Sing, 
ni  ricfider  Wb.  13b  28;  Prät.  Sing,  o-richt  ML  2a  6;  Inf. 
richtu  Wb.  7a  3,  ML  131c  9,  Akk.  ricctin  108a  10,  rigtin 
Wb.  28c  9,  Dat.  richte  17b  6,  7,  richtin  Ml.  105a  8,  c  3, 
VgL  Thes.  I  495,  13  (richtu  a  lessa  LL  120b  46,  vgL  121a  12; 
später  riachtain  a  lessa  Atk.  LBr.,  vgl.  comriachtain  S.  557, 
tiachtain  S.  558;  Einfluß  von  ro-saig-). 

Mit  ad-ro-  'einholen':  Abstr.  Akk.  arrachtin  Thes.  II  33,  22, 
Dat.  ärrachtu  II  32,  29.     S.  Sarauw,  Irske  St.  S.  72. 

Mit  com-ro-  'zusammentreffen,  gelangen'  (in  der  unechten 
Komposition  wird  im  Mir.  zwischen  -n-  und  -r-  ein  -d-  einge- 
schoben): Präs.  Sing.  3.  oricc  Wb.  7d  9,  frissa-comraic  ML 
48d  2,  69a  18;  PL  3.  condrecat  WL  Täin  S.  946,  frisa-com- 
rac(at>,  frisa-comrucat  Ml.  69a  19,  23;  Ipf.  Sing.  3.  condri- 
ced  WL  Täin;  Konj.  Sing.  3.  con-comuir  Wb.  24a  17;  PL  1. 
co-t-rissam  Thes.  II  304,  10,  condrisam  WL  Täin,  o-comair- 
sera  Wb.  33a  9;  3.  co-t-risat  Thes.  II  351,  6;  Konj.  Ipf.  PL  3. 
co-comairsitis  Ml.  119d  12;  Fut.  Sing.  3.  condricfa  WL  Täin, 
frissa-comricfea  Wb.  12c  35;  Prät.  Sing.  3.  condränic  Wi. 
Täin,  conranaic  ML  52;  Inf.  comrac  'Zusammentreffen,  Kampf 


§  752, 3. 4]  Verbalverz.  icc-.  557 

Wi.  443,  Gen.  comraic  ML  75a  1,  6a  (später  oc  comriachtain 
LU  28b  25).  Vgl.  cäinchoinrac  'freundlicher  Verkehr,  benevo- 
lence'  Wb.  24  b  5  u.  s.  w. 

Mit  ceta-com-ro-:  Präs.  Sing.  2.  fris-cita-comrici  'dem 
du  zuerst  begegnest'  Thes.  II  23,  38;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  cita- 
coriimairsed  Ml.  39c  15. 

Anm.  2.  Als  ein  regelmäßiger  -»-Stamm  flektiert  ein  Kompositum 
mit  den  Präverbien  to-air-cora-ro-  (vielleicht  ein  Denominativ  von  com- 
rac):  Präs.  Sing.  3.  duerchomraici  gl.  adgregat  MI.  110  d  1;  PI.  3. 
duerchomrac(et)  88c  5;  Ipf.  PI.  3.  duerchomraictis;  Prät.  PI.  3. 
duärchomraicset  61b  16,  17;  Part.  Akk.  PI.  terchomraicthi  62c  4; 
Abstr.  Dat.  tercbomruc,  tirchomruc,  Gen.  terchomric,  tercbom- 
raic  'Versammlung,  Gemeinde'  Wb.  14b  5,  18c  2,  13 d  18,  MI.  125a  1. 

Mit  com-  'versammeln':  Ipf.  Sing.  1.  conterchomraicinn  se  Ml. 
119a  12;  Prät.  Sing.  3.  chontarch  omraic  57a  14;  Part.  Gen.  Sing.  Mask. 
com therchomraicthi  Sg.  3bl;  Abstr.  comthirchomracc,  comther- 
chomrac  Wb.  7c  8,  Sg.  16b  3  (mask.  und  neutr.  Ml.  37c  6,  8). 

Mit  imb-ro-  'widerfahren':  Konj.  Sing.  3.  co  mm-a-ri  Wb. 
5d  37;  Fut.  Sing.  3.  imm-a-ricfa  LU  87b  36,  im-ond-ricfa 
Corm.  p.  XXXVII,  ni  m-a-ricfe  LU  56b  29;  Kondit.  Sing..  3. 
ni  m-a-riccfed  Wb.  4b  13  (mit  unregelmäßiger  Stellung  des  infig. 
Pron.).     Mit  1°  vermischt:  conna  mm-an-airi  S.  552. 

4)  Mit  to-  'kommen':  Präs.  Sing.  2.  con-did-ticci  'bis  auf 
ihn'  Wb.  24b  5;  3.  do-da-ic  Ml.  123d  3,  tic  Wi.  822;  Ipf.  Sing. 
3.  ni  ticed  Ml.  41  d  9;  Ipv.  Sing.  3.  ticed;  PI.  3.  tecat  Wi.; 
Konj.  Sing. 3.  co-ti  Wb.  8d  25,  26a  5  (zweimal).  Ml.  26a  5,  o-ti 
Wb.  26a  11;  PI.  3.  arnach-a-tisat  17d  10,  co  ti'ssat  Thes.  II 
316,  4;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  tised  Wb.  27c  8,  do-da-issed  som 
Ml.  39c  15,  nach-am-thised  sa  107b  8,  ona  tissed  27c  4, 
mani  thised  Wb.  4c  15,  condid-tised  21a  1,  o-dised  25a  6, 
con-tised  Thes.  II  242,  6;  Fut.  Sing.  3.  do-sn-icfa,  do-nd- 
iccfa,  do-d-iccfa  Wb.  5c  5,  29c  4,  ticfea  4d  6;  PI.  3.  du-nd- 
icfet  Ml.  19b  11;  Kondit.  Sing.  3.  do-n-icfad  Wb.  21a  3,  nad 
ticfed,  nach-ab-ticfed  Ml.  46a  19,  14;  PI.  3.  du-nd-icfitis 
68a  1;  Prät.  Sing.  1.  tanac  sa  Zimmer,  Gloss.  Hib.  S.  274,  13; 
2.  tänac  AVi.;  3.  do-m-anicc  Wb.  12c  9,  du-nn-änic  25a  21, 
du-da-änaic  Ml.  123c  3,  tänicc  Wb.  30d  11,  tanic  Thes.  I 
493,  16,  20,  tanaic  Ml.  35d  1,  tanicc  Sg.  66b  17,  nuie-tanicc 
Wb.  7c  7  (oben  I  474),  ni-n-tänicc  Id  1,  vgl.  29b  2,  12b  34a, 
5c  10,  o-danicc  3c  27,  o-tanic  a  1,  nl-n-tanic  Ml.  14 d  4,  37a 
15,  ni-n-täuaic  Sg.  26a  14,  vgl.  b  2,  o-tanaic  Ml.  82d  9;    PI.  1. 


558  Verbalverz.  icc-,  ith-,  [§752,4.753 

tancamar;  2.  do-n-fäncid;  3.  do-dn-ancatar,  täncatar  Wi., 
doancatar,  mani  täncatar  S.  M.  III  106,  19,  17;  Pass.  Präs. 
Sing,  tecar  S.  M.  Glossar  S.  716;  Inf.  tichtu,  Akk.  tichtin, 
Dat.  ti'chte  Wb.  25b  28,  14d  2,  19b  20  u.  s.  w.  (mir.  tiacbtain, 
s.  Sarauw,  Irske  St.  S.  921;  vgl.  riacbtain  oben  S.  556).  Der 
Konj.  von  to-icc-  dringt  im  Mir.  in  gewisse  Zusammensetzungen 
ein,  die  ursprünglich  tiag-  enthielten:  Konj.  Sing.  3.  fristi  Thes. 
II  357h,  PL  3.  imm-un-tisat  300,  6  (Konj.  Ipf.  Sing.  3.  ara 
In-imthised  313,  1). 

Anm.  3.  Die  Wurzel  icc-  kehrt  wieder  in  c.  dianc  'entfliehen'  (das 
im  Hiatus  häufig  erscheinende  -h-  [Prät.  Sing.  3.  dihengis  Mab.  41,  16 
u.  s.  w.]  hat  wohl  keinen  etymologischen  Wert);  ferner  in  c.  cyfranc 
'meeting'  (ir.  comrac);  c.  dygyfranc  'to  deal  together'.  Vielleicht  be- 
ruht das  ir.  Präsens  auf  *»Ä'-nä-;  daß  der  mittlere  Konsonant  nicht  wie 
in  den  I  157  besprochenen  Fällen  geschwunden  ist,  könnte  auf  Einfluß  der 
außerpräsentischen  Formen  beruhen.  Die  Konsonantengruppe  würde  dann 
nach  I  151  eine  genügende  Erklärung  der  Yokalkürze  sein;  schwierig  ist 
aber  dann  noch  das  -i-  des  Prät.  Pass.  ar-icht,  -r-icht  und  der  Infini- 
tive rieh  tu  und  tichtu.  Auswärtige  Etymologie  I  152.  Die  Wurzel 
ang-  ist  vielleicht  eine  idg.  Alternationsform  zu  anag-  (§656);  auswärtige 
Etymologie  unsicher. 

§753.  ith-  'essen' (suppletivistisches  Paradigma):  Präs.  Sing. 
1.  itiiim  Sg.  146b  5;  3.  ithid  Ml.  137c  2,  mit  fem.  Obj.  itius 
102a  15,  rel.  hithes  133a  5,  Thes.  II  249,  6;  PI.  3.  ithit  Atk. 
LBr.;  Ipf.  Sing.  3.  no-ithed  LL  112a  11;  PL  3.  no-ittis  LU 
23a  11;  Ipv.  Sing.  3.  ithed  Atk.  LBr.  Z.  1023;  PL  1.  etham 
Stokes,  Goid.2  73  (Nr.  194);  3.  ethat  Atk.  LBr.  Z.  1781  (durch 
Entgleisung  ist  arna  hethat  Corm.  S.  22  unter  gelistar  als  Konj. 
verwendet);  Konj.  Sing.  1.  perf.  co  n-daesur  LU  104a  15;  3.  estir, 
cini  estar  Wb.  6b  23,  24;  Pl.l.perf.  co  n-dessamar  Salt.na  rann 
1266;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  o-essad  LL  117a  50;  PL  3.  no-estais 
ML  98b  9;  Fut.  PL  3.  mit  Obj.  istait  Beitr.  z.  vgL  Spracht.  VII 
50;  Kondit.  Sing.  3.  no-issad  Rc.  VIII  58,  11;  PI.  3.  nach 
istais  LL  260b  38;  Prät.  Sing.  3.  aduaid  FeLiLXII  14,  duaid 
KZ  XXXI  254,  doid  Rc.  VIII  58,  11,  ni  doid  LL  261a  17. 
nocho-doid  117a  48,  nocha-duaid  FeL^  XL  21,  con-duaid 
WL  504;  PL  3.  dootar  Trip.  Life  198,  8,  dofeotar  LL  291b  20, 
aduatar  FeL^  LXXXIII  2  v.u.,  mani  dotar  LL  115a  48;  Pass. 
Prät.  Sing.  perf.  nico-does  Monast.  Tall.  129,  22;  Part.  Dat.  PL 
eisib  Sg.  180b  1  (neph-esse  ML  39c  37?);  Inf.  hithe  ML 
102a  15,  Akk.  ithi  56a  13,  Dat.  idi  124c  8  (vgL  comithi  gL 
commensationes  Wb.  20b  21). 


§753—755]  Verbalverz.  ith-  —  laig-.  559 

Anm.  Die  etymoloj-'ische  Beurteilung  ist  sehr  dadurch  erschwert,  daß 
das  Verbum  erst  im  Mir.  reichlich  belegt  ist.  Es  ist  mir  wahrscheinlich, 
daß  das  e-  in  gewißen  Formen  des  Präsensstamraes  (Ipv.)  auf  Nachahmung 
von  ib-  'trinken'  beruht;  denn  es  liegt  am  nächsten,  in  ithid  einen  -F- 
Stainm  zu  sehen;  vgl.  asl.  pitati,  pitcti  'nähren';  der  Inf.  ithe  stimmt  in 
der  En<lung  zu  asl.  piSta  'Nahrung'  (-st-  aus  -tj-);  vgl.  I  41.  Den  Konj., 
das  Fut.  und  das  Part,  wird  man  dann  auf  die  Wurzel  *ed-  (lat.  edö,  gr. 
Fut.  (<iof^c(i  u.  s.  w.)  zurückführen  müssen.  Schwierig  ist  die  Erklärung 
des  Prät. ;  das  -f-  von  dofeotar  kann  nnursprünglich  sein;  es  kann  sich 
um  eine  Analogiebildung  nach  dem  Prät.  von  fo-  'die  Nacht  verbringen' 
handeln  (ein  semasiologischer  Anhalt  für  die  Assoziation  mit  diesem  Verbum 
fehlt  nicht:  der  Inf.  feis  'die  Nacht  verbringen'  ist  mit  feis  'Fest  am 
Abend  mit  Trank'  O'Dav.  Nr.  854  identisch).  Als  älteste  Form  der  3.  PI. 
darf  man  dootar  betrachten  (auf  späterer  Kontraktion  von  -oo'  beruht 
wohl  das  -ua-  von  aduatar  u.  s.  w.);  dootar  läßt  sich  als  di-od-  + 
suffixlosem  -o-stufigem  Prät.  von  *ed-  deuten  (oben  S.  274);  nur  ist  dann 
die  öingularform  unregelmäßig:  man  erwartete  etwa  *dooit  mit  -t  aus 
ä  -\-  d  (es  sei  denn,  daß  man  den  Schwund  des  Vokals  zwischen  den  beiden 
^  nicht  mit  den  Fällen  wie  foit  u.  s.w.  I  325,  sondern  mit  forroichan 
I  324  gleichaltrig  sein  läßt).  Aber  co  n-daesur,  nico-does?  ist  -ae-, 
-oe-  aus  jetzt  verlorenen  Formen  mit  -oi^-  aus  -ud-ed-  übertragen? 

§  754.  labr-  (Deponens)  'reden':  Präs.  Sing.  2.  no-labri- 
ther  Sg.  159a  2;  3.  labraid  Ml.  115a  2,  ar-id-labrathar  Wb. 
7d  2,  vgl,  Sg.  199b  6,  7,  rel.  labrathar  Wb.  12c  19,  14c  29; 
PI.  1.  rel.  labramar  ni,  labraimmi  Ml.  31b  23,  15;  3.  ni  la- 
brätar  "Wb.  12b  22,  rel.  labratar  Sg.  162a  3;  Konj.  Sing.  1. 
labrar  Wb.  12c  36;  3.  nad  labrathar  Sg.  199b  5,  rel.  labrathar 
Wb.  13a  4,  Ml.  35d  22;  PI.  1.  rel.  labraimme  Ml.  31b  16;  3. 
labritir  Wb.  13a  5,  nu-s-labratar  12d  28;  Fut.  PI.  1.  ni  la- 
brafammar  12c  4;  Kondit.  PI.  3.  no-labraifitis  Ml.  55a  10: 
Prät.  Sing.  3.  ro-labrastar  126c  10,  Thes.  II  248,  3;  Inf.  la- 
brad  Wb.  12d  7  u.  s.  w. 

Mit  frith-:  Präs.  PI.  3.  frislabratar  gl.  oblocuntur  Ml.  55a 
10;  Ipf.  PI.  3.  frislabritis  58d  12;  Konj.  Ipf.  PI.  3.  frislabritis 
61b  24. 

Anm.  Vgl.  c.  llafaru  'reden'  com.  leuerel  (Präs.  Sing.  1.  lauarafl 
br.  lavaret.  Komp.  (mit  *io-pro-?)  abr.  torleberieti  gl.  pythonistarum, 
darleber  gl.  pythonicus.     Denominativ  von  ir.  labar  u.  s.  w.,  oben  S.  7. 

§  755.  laig-  'sich  legen'  (vgl.  §  569  S.  271):  Präs.  Sing.  3. 
laigid  LU  39b  4,  vgl.  S.  M.,  rel.  laiges  S.  M.;  Ipf.  Sing.  3. 
no-laiged  Stokes,  Goid.^  161,  12  v.u.;  Ipv.  Sing.  3.  laiged;  PI. 
2.  laigid  se  Fel.i  XXXII  22,  23;  Konj.  Sing.  1.  i-llius  -wo  ich 
mich  legen  mag'  Thes.  II  357,  17  (falls  Thurneysen  KZ  XXXI  97 


560  Verbal verz.  laig-,  la im-.  [§755.756 

Recht  hat);  PI.  3.  perf.  na  dellset  O'Dav.  Nr.  694,  na  deilset 
S.M.IV78,  9;  80,9;  Konj.Ipf.  Sing.  3.  noco-less(ed)  LL153a6; 
Prät.  perf.  Sing.  3.  dellig  LL  204  a  28  u.  s.w.  (s.  Strachan,  Trans. 
Phil.  Sog.  1895 — 98  S.62),  ind-dellechuir  'worin  er  sich  gelegt  hat' 
Trip.  L.  240,  20;  Ph  3.  dellgetar  LL  43b  22;  Lif.  lige  Wi.  662. 

Mit  com-:  Fut.  Sing.  3.  conlee  la  Cäintigirn  'wird  bei  C. 
schlafen'  Imram  Brain  §  51.  Das  Abstr.  coblige  'Beischlaf  Wi. 
434,  PI.  Dat.  cobligib  Wb.  6a  31  (vgl.  I  167)  enthält  nach 
Thurneysen,  Handb.  120,  com-fo-. 

Mit  frith-:  Abstr.  freslige  'act  of  lying  down'  S.  M.,  Corm. 
Transl.  6  (adart),  vgl.  O'Dav.  Nr.  1005,  1011,  Gen.  fresligi 
Wb.  3d  4. 

Anm.  Die  Vokalgebung  des  Präsensstamms  (-a-)  stimmt  mit  gaib- 
'nehmen,  haben',  said-  'sitzen';  vgl.  §  28,  7.  Zur  Etymologie  vgl.  I  98 
(c.  gwely  enthält  das  Präverb  *m^;o-  und  ein  dem  ir.  lige  entsprechendes 
Nomen).     Vgl.  noch  luig-. 

§  756.  laim-,  Deponens,  'wagen'  (vgl.  §  571,2):  Präs.  Sing. 
1.  ro-laumur,  rii-laimur  Wb.  17a  8,  c  21,  ro-lomur  Ml.  21b 
5;  3.  ro-laimethar  Wb.  5a  15,  9c  3,  na  laimeda(r)  (zu  lesen 
r-a-laimedar?)  17c  19;  PI.  1.  ..  laimir  sni  [Wb.]  15c  20,  ro- 
laimemmar  Wb.  15c  19,  nicon-laimemmar  ni  17b  8;  PI.  3. 
ni  Hb  matar  (zu  lesen  ni  lamatar)  Ml.  69b  3;  Ipf.  Sing.  3.  na 
laimed  LL  69a  38;  PI.  3.  ni  laimtis  114a  24,  na  laimtis  64b 
2;  Ipv.  PI.  3.  na  laimetar  Ml.  60d  6;  Konj.  Sing.  1.  ro-Uämar 
Sg.  171b  1;  3.  ni  .  .  lämathair  (statt  -thar)  LU  49a  38;  Konj. 
Ipf.  Sing.  3.  no-lamad  101b  6;  Fut.  Sing.  3.  ro-t-lemathar 
Wi.  269  Fußnote,  noco-lemaither  LU  63a  15;  Prät.  Sing.  3. 
ro-lämair  112a  37,  vgl.  Fei.  Prol.  58,  LL  227a  37,  ni  lämair 
LU  81a  41,  vgl.  82a  33;  PL  3.  ro-lämratur  oben  S.  386  (ganz 
unursprünglich  ist  ni  ro-lamsatar  LL  121b  22,  vgl.  227a  36); 
Pass.  Präs.  Sing.  rel.  lamar  (ohne  ro-!)  S.  M.  I  96,  18;  Ipf.  Sing, 
onä  laimtheä  LU  50b  20;  Fut.  Sing,  ni  lemthar  LL  266a  27; 
Abstr.  N.  Akk.  PI.  in  na  letena  gl.  ausus  Ml.  16  c  2,  38  d  6 
(jünger  laimiud  Wi.  Täin  S.  755 ^i). 

Mit  fo-  'nahe  daran  sein  etwas  zu  tun',  'versuchen':  Präs.  Sing. 
3.  folamadar  Trip.  L.  208,  4  u.  s.  w.;  Fut.  Sing.  3.  folimathar 
LU  104a  38,  110a  49  (-i-  statt  -e-  ist  auffäUig;  vgl.  aber  die  Be- 
merkungen über  den  Futui-stamm  in  der  Anni.  S.  561);  Prät.  Sing.  1. 
con-folmaissiur  Ml.  50d  8;  3.  folamastar  Trip.  L.  80,  1,  co- 
folmastar  LU  102a  20;    Pass.  Prät.  Sing,   fo-m-lämas  bädud 


§756.  757]  Verbalverz.  laim-,  leg-.  561 

'Ertrinken  war  nahe  für  mich'  Wb.  17d  4;  Inf.  Dat.  folmaisiu 
LU  60b  44,  falmaisi  52b  9,  folmasi,  folmaisse,  folmaisi  LL 
74a  19,  32,  34,  108b  41. 

Mit  air-fo-  'vorhaben,  im  Begriff  sein  auszuführen':  Präs. 
Sing.  3.  ar-a-folmathar  Sg.  147b  4;  PI.  3.  arfolmotar  Rc. 
XII  88,  2;  Pass.  Prät.  Sing,  arfolmas  dun  insin  Wb.  21a  2. 

Anm.  Das  Prät.  Pass.  auf  -s  könnte  eine  Analogiebildung  nach  ro- 
closs,  ro-fess  sein,  veranlaßt  durch  die  gemeinsame  Präverb regel  der 
drei  Verba  (§571,2).  Ein  Futurstamm  lilma-  wäre  anzunehmen,  wenn  die 
Änderung  von  ni  Hb  matar  Ml.  69b  3  in  ni  lilma  tar  und  die  Lesungen 
conlilf athar,  conlilfadar,  nocho-lilfaithir  statt  des  in  LL  und 
YBL  überlieferten  conlindfathar,  conlinfadar,  nocho-linfaithir 
(K.  Meyer  S.  474)  sicher  stünden  (oder  wenn  die  Formen  mit  -nf-  lautgesetz- 
lich aus  älteren  Formen  mit  -Im-  entstanden  wären).  Dann  wäre  zu  den 
obigen  Zusammensetzungen  noch  ein  Komp.  mit  com-  hinzuzufügen. 

Vgl.  c.  llafasu,  llyfasu  'wagen';  com.  lauasos  'wagen  dürfen, 
Erlaubnis  haben'  (me  a-th  pys  a  lauasos  'ich  bitte  dich  um  Erlaubnis'; 
zum  Inf.  mit  a  nach  pysy  vgl.  0.  M.  702,  y-th  pysaf  a  ry  thymmo 
cvsyl  tha  'ich  bitte  dich,  mir  einen  guten  Rat  zu  geben'  0.  M.  1567,  vgl 
376),  Konj.  Ipf.  Sing.  1.  leuesyn,  PI.  lauassen;  mbr.  lafuaez  'licit' 
auch  wohl  c.  cyflafan  'action  audacieuse,  coup  d'audace',  s.  Loth,  Rc 
XXXII  304 f.  Vgl.  oben  I  339  Z.  13  u.  31.  Ist  wohl,  wie  Ernault  Dict 
322  vermutet,  mit  läm  'Hand'  (I  53)  verwandt.  Ir.  dilmain  'free,  per 
missible,  lawful'  ist  wohl  nicht  als  di-lmain  zu  analysieren  und  zu  lam 
(Stokes,  Beitr.  z.  vgl.  Sprachf.  VIII  332f.,  Job.  Schmidt,  Kritik  der  Sonanten- 
theorie  lOG)  oder  zu  laim-  zu  stellen,  vgl.  oben  S.  62. 

§757.     leg-  'lesen'  (-«-Stamm):  Konj. Ipf.  Sing. 3.  no-le'gad 

Sg.  148a  6;    Prät.  Sing.  1.    ro-llegusa  ( us  sa)   Wb.  19a  6, 

ni  roilgius  Sg.  148a  10;  2.  ro-legais  Wb.  28d  7;  3.  in  ro- 
leg,  in  ro-leg  Sg.  148a  6;  PI.  1.  ru-n-da-legsam  ni  Ml,  24d 
24;  2.  ro-legsid  Wb.  7b  23,  nad  roilgisid  si  Ml.  17b  18;  3. 
ro-legsat  24d  24;  Inf,  legend  neutr,.  Dat.  legund.  Gen.  le- 
gind  Ml.  84d  4,  Wb.  18 d  6,  12c  3  u.  s.  w. 

Mit  air-  'vorlesen,  rezitieren':  Präs.  Sing.  3.  arlega  Sg.  211b 
13;  Ipv,  Sing.  2.  airlech  24a  14;  Konj.  PI.  2.  con-arlegid  si 
Wb.  27d  14;  Prät.  Sing.  3.  con-da-arleg  Ml.  43b  14;  Pass.  Präs. 
Sing,  ar-a-llegthar  Wb.  9b  3,  18a  24;  PI.  ar-a-legatar  Sg. 
213a  9;  Konj.  Sing.  co(n)-arlegthar  Wb.  25c  30,  o-ärKTgthar, 
perf.  arroilgither  27d  13;  Inf.  airlegend  Wi.  19,  37. 

Anm.     Lat.  Lehnwort,  s.  I  222,  225,    wo  auch  brit.  Formen  angeführt 

sind.     C.  d-ar-llen,    d-ar-llain   'lesen'    stimmt  mit  Bezug  auf  die  Prä- 

verbia  mit  ir.  airlegend.     Der  Inf.  und  die  finiten  Formen  haben  sich  im 

Brit.    gegenseitig    beeinflußt :    nie.    Konj.    Sing.  3.    darlleo    u.  s.  w.,    nc. 

Pedersen:  Vgl.  kolt.  Gramm.    II.  3ß 


562 


Verbalverz.  leg-,  leic-. 


[§  758.  759,  1 


darlleno,  Präs.  Sing.  3.  nc.  derllyn;  br.  lennez,  lennit  'du  liesest, 
Ihr  lest'.  Im  Com.  ist  das  alte  Verbuni  'lesen'  durch  das  engl.  Lehnwort 
Inf.  redye  verdrängt  worden. 

§  758.  leg-  'sich  auflösen,  zerechmelzen'  (regelmäßiger  -ä- 
Stamm):  Präs.  Sing.  3.  rel.  legas  Sg.  5a  10,  IIb  1;  Inf.  legad, 
Gen.  legtha,  lechtha  Wb.  13d  2,  Ml.  38c  9,  Sg.  IIb  2  u.  s.  w. 

Mit  di-  'zerstören,  vernichten':  Präs.  Sing.  3.  dolega  Ml. 
46d  6,  62b  20;  Konj.Sing.2.  ni  de-r-legae  siu  74d  13;  Kondit. 
PL  3.  du-s-leichfitis  84c  20;  Pass.  Ipv.  Sing,  dilegar  127b  5 
(als  von  einem  -e- : -o-Stamm);  Konj.  Sing,  du-n-dam-legthar 
126d  10;  Prät.  Sing.  perf.  duroilged  Wb.  2c  16;  Inf.  dilgend, 
dilgent  neutr.  Sg.  52a  9,  Ml.  33c  13,  48b  1,  53d  1,  83a  12, 
ZfcPh.  VII  480,  14,  Dat.  dilgiunn  Ml.  33c  15,  Gen.  dilgind, 
dilgint  48  b  17,  130  d  11.  Der  Inf.  ist  nach  dem  Muster  von 
leg-  'lesen'  gebildet. 

Mit  fo-:  Präs.  Sing.  3.  fo-llega  '(die  Tinte)  läuft  aus'  Sg. 
190  a  ßand  (Thes.  II  XXI). 

Anm.  Die  intransitive  Bedeutung  von  leg-  und  fo-leg-  kann  auf 
subjektloser  Verwendung  eines  transitiven  Verbums  beruhen.  Zur  Etymo- 
logie vgl.  I  123. 

§  759.  leic-  'lassen'  (-i-Stamm):  Präs.  Sing.  3.  na-nd- 
leicci  Wb.  3d  13,  ceni-d-lßci  Ml.  30a  10;  PI.  2.  dia-leicid 
Wb.  13b  12;  Ipv.  Sing.  2.  leic  6c  7,  8,  Sg.  222b  4;  PI.  2.  lei- 
cid  Wb.  6b  29;  Konj.  Sing.  2.  co  lece  Ml.  103d  16;  Fut.  PI.  1. 
leicfimmi  ni,  rel.  leicfimme  14d  10,  8;  Prät.  Sing.  2.  ro-m- 
leicis  se  44b  10,  11;  3.  leics-i  'ließ  ihn'  Ml.  52,  ni  leic  58c  6, 
r-a-lleic  53b  6,  ni  re-lic'23b  4;  Pass.  Präs.  PI.  nad  l^ecetar 
76d  15;  Ipf.  Sing,  no-leicthe  Thes.  I  492,  22;  Fut.  Sing,  leic- 
fidir  Wb.  6b  30,  ni  leicfither  Ml.  90a  9;  Prät.  Sing,  ro-le'iced 
Wb.  5b  3,  nach-rei-lced  Ml.  49a  10;  PI.  ro-leicthea  90c  9; 
Gerundiv  leicthi  Wb.  Ic  12;  Inf.  leciud  Ml.  105b  16,  leiciud 
Sg.  127b  3.  Nir.  leigim  'I  let,  leave'.  ro-  >  re-  war  vermut- 
lich nur  vor  einem  im  Wortinnern  schwindenden  -e-  lautgesetzhch; 
also -rei-lced  lautgesetzlich,  -re-lic  analogisch;  vgl.  unten  4°.  Es 
handelt  sich  also  um  ein  mit  der  in  §  253,  2  I  368  f.  belegten 
Eegel  paralleles  Gesetz;  vgl.  §  684,  3  und  §  585,  28  S.  300. 

1)  Mit  to-ad-  (vgl.  Sarauw,  Irske  Studier  S.  87)  'heranlassen, 
nachgeben',  mir.  auch  'liebkosen,  beschwichtigen':  Präs.  Sing.  3. 
du-d-failci  don  'gibt  nach'  Ml.  111b  23  (don  'Stelle');  Ipv.  Sing. 
2.  talaig  'cherish'    Wi.  799;    Konj.  PI.  2.   ni  ta-r-licid  traigid 


§759,1—3]  Verbalverz.  leic-.  563 

'gebt  nicht  nach'  Wb.  23c4  (traigid  Akk. 'Fuß');  Konj.  Ipf.  Sing. 
3.  dufailced  Ml.  35c  2,  ara  tailced  Thes.  II  240,  22;  Prät. 
Sing.  3.  dofa-r-laic  I  491,  30,  nad  tairlaic  Ml.  131b  2;  Pass. 
Konj.  Ipf.  Sing,  o-da-r-licthe  Wb.  15c  13;  Inf.  tailciud  Ml. 
131  d  14,  Thes.  II  235,  15,  talgud  LU  127a  33. 

Mit  to-ad-to-ad-  'liebkosen,  beschwichtigen':  Fut.  Sing.  2. 
do-n-atalcfe  Ml.  69c  6;  Prät.  Sing.  3.  o-ro-tatailc  138a  7; 
Pass.  Ipf.  PI.  duatalictis  130c  19;  Abstr.  PI.  inna  tatalc  144c 
6.  -Ic  im  Auslaut  ist  Analogiebildung  nach  Formen  mit  lautgesetz- 
licher Synkope  (nach  Formen,  in  denen  -leic-  eine  Binnensilbe 
mit  schwächster  Betonung  war:  ara  tailced  u.  s.  w.). 

2)  Mit  air-  'leihen':  Pass.  Präs.  Sing,  ar-ä-leicthar,  dian- 
airlicther  Ml.  127a  18,  15;  Fut.  Sing,  arleicfither  57a  13; 
Prät.  Sing,  ar-a-rei-lced,  o-r-airleced  36a  30,  29;  Inf.  airli- 
cud  Wb.  16c  17,  31c  5. 

Mit  com-air-  'wohin  kommen  lassen,  erlauben':  Präs.  Sing.  2. 
conairleci  Ml.  59c  10,  vgl.  105c  9;  3.  oairleci  27d  10,  40d  6, 
44d  21,  vgl.  54a  10;  PI  3.  conairlecet  121b  12;  Ipv.  nach- 
chom[ni]airlic  32d5;  Konj.Sing.2.  in-dan-comairlece  ni  77d  7 
(eine  verschriebene  Indikativform  ?) ;  3.  con-damm-airleicea  38a  11, 
mani-s-comairlecea  57c5,  vgl.  56c  7,  27a  7,  32d5;  Fut.Sing.  1. 
nad  comairleciub  31c  15;  Prät.  Sing.  1.  con-r-airleicius  74c 
15;  2.  o-id-r-airlecis  siu  87a  8,  in-da-ro-n-comarlecis  ni 
77d  6  (vgl.  oben  S.  145,  246);  3.  con-r-airleic  32c  4,  vgl.  44d 
16,  125a  9,  nant-ro-chomairleic  som  53d  9;  Pass.  Präs.  PI. 
conairleicter  62b  19;  Konj.  Sing,  oairleicther  32d  17;  Konj. 
Ipf.  Sing,  airna  comarleicthe  5;  Part,  comarleicthe  105b  1, 
vgl.  20b  14,  27a  11;  Gerundiv  comlarlecti  ZfcPh.  YII  484;  Inf. 
comairleciud  Ml.  I23a  11,  vgl.  44d  20,  87a  7,  9,  125a  10. 

3)  Mit  od-ess-  (bei  unechter  Komposition  des  ersten  Präverbs 
ess-od-) 'öffnen':  Präs. Sing. 3.  asoilgi  Corm.  26,  22  (ZfdA.  XXXII 
282);  Prät.  Sing.  3.  asoilgg,  asoilg  LU  59a  39,  40,  a-tn-oilc 
134b  1  (zur  Synkope  vgl.  unter  1°  und  4°);  Inf.  oslucud  xMl.  46b  5. 
Mir.  oslaigid  'er  öffnet'  Wi.  726  (als  Simplex  behandelt),  nir.  os- 
glaim  'I  open'  beruht  auf  den  air.  echt  komp.  Formen  (und  auf 
den  unecht  komp.  Formen  von  ersolcud  mit  Schwund  des  prokhti- 
schen  Präverbs);  mir.  Fut.  Sing.  3.  oislecaid  KZ  XXVIII  344 
ist  eine  Neubildung  (vgl.  §  611  Anni.  5  S.  363). 

Mit  air-od-(e)ss-  'öffnen':  Präs.  Sing.  3.  ar-n-da-osailci 
Sg.  147a  2;    PI.  1.   arosailcim   (zu  lesen    -cem)   Ml.  98a  4:    3. 

36* 


564 


Verbal verz.  leic-. 


[§  759,  3.  4 


ar-da-osailcet  46a  11;  Ipv.  Sing.  3.  ersoilced  127a  20;  Konj. 
Sing.  3.  ar-an-osailcea  24cl  19,  36b  8,  42b  12;  PI.  3.  ar-an- 
osailcet  11,  ar-n-da-ersoilcet  46a  12;  Konj.  Ipf.  Sing.  3. 
arosailced  39c  19,  110a  5;  Fut.  Sing.  1.  arosulcub  sa  37d21; 
3.  ni  ersoilcfea  107d  11;  Prät.  PI.  3.  nicon-airsoilset  (statt 
-leset)  31b  9;  Pass.  Präs.  Sing,  arosailcther  14c  15,  19,  27b  3; 
Konj. PI.  ar-an-osailcter  131c2;  Kondit.Sing.  nach-aib-ersoilc- 
fithe;  PI.  nad-n-ersoilcfitis  46a  14,  19;  Part,  ersoilcthe  22a 
11,  b  1,  vgl.  46a  7,  100c  24,  Sg.  147b  7;  Gerundiv  ersailcthi 
Ml.  14d  2;  Inf.  ersolcud  46a  22,  23,  55a  18,  120d  5,  irsolcoth 
Wb.  22d  27,  ersolgud  Sg.  107a  3,  Gen.  «rsoilcthe  14a  16. 

Mit  to-od-ess-  'lösen':  Präs.  Sing.  3.  dufuasilci  Ml.  127a 
17;  PI.  3.  dofüasailcet  Sg.  27a  2,  dofuasalcat  19a  1;  Konj. 
Sing.  2.  dufuasailce  Ml.  29b  10;  3.  perf.  do-n-fo-r-slaice 
(statt  -ea)  Thes.  II  301,  7;  Prät.  Sing.  3.  du-n-fo-r-sailc  Ml. 
125a  9,  rel.  tarslaic  Thes.  II  304,  1  (dorosilc  Ml.  58a  11  ge- 
hört nicht  hierher,  s.  Sarauw,  Irske  Studier  S.  138);  Pass.  Präs. 
Sing,  dofuasailgther,  dofuasilcth(er)  Sg.  71a  19,  18a  6;  Fut. 
PI.  tuäslaicfit(er)  LU  34a  28;  Prät.  Sing,  dofo-r-sailced  Ml. 
118d  20,  tofo-r-sailced  131d  1;  Part.  PI.  Nora,  tuasilcthi  91c 
8,  vgl.  32d  5;  Inf.  tuassulcud,  tuasulcud  53c  14.  45d  16,  46a 
21,  105d  10,  Sg.  74b  3,  tuasolcud  157b  7,  tuasulgud  Ml.  46c 
17,  116c  2,  tüaslucud  Wi.  853.  Durch  Schwund  des  prokliti- 
schen  Präverbs  entstand  nir.  fuasglaim  'I  release,  redeem'  (schon 
mir.  Konj.  Sing.  3.  ro-n-fuaslaice  Wi.  581). 

Mit  huad-to-ess-:  hüatuasailcthae  gl.  absolutum  Sg.  30b  4. 

Anm.  1.  In  den  unter  3°  genannten  Verben  hat  Wi.  853  Komposita 
von  leic-  erkannt;  vgl.  auch  Zimmer,  Kelt.  Stud.  II  18  (später  hat  Zimmer 
ZfcPh.  VII  276^  an  die  Wurzel  sluic-  gedacht).  Thurneysen,  Ec.  VI  138, 
148  setzt  eine  Wurzel  salc-  an  (die  man  aber,  da  das  -c-  als  -g-  zu  lesen 
ist,  nicht  mit  Vendryes,  MSL  XV  360 ff.,  zu  gr.  f'Azto  stellen  darf);  Handb. 
II  100  setzt  Thurneysen  dagegen  eine  Wurzel  olg-  an.  Indessen  kann 
der  zwischen -/-  und -^-  mehrfach  erscheinende  Vokal  (air.  oslucud  u.  s.  w.) 
nicht  sekundär  sein  (mir.  dibrugud  =  diburgud  S.  476  genügt  nicht 
zum  Gegenbeweis). 

4)  Mit  to-  '(kommen)  lassen,  werfen':  Präs.  PI.  3.  dolleicet 
Wb.  13b  13,  dolecet  Ml.  121b  12,  du-s-leicet  Thes.  II  11,  41; 
Ipf.  PI.  3.  (nach-a)n-t(eilc)tis  Ml.  146c  2;  Ipv.  Sing.  2.  teile  Thes. 
II  258,  12  (die  Synkope  ist  analogisch);  PI.  2.  nach-a-telcid  Wb. 
15d4;  Part.  Dat.  teilcithiu  Ml.  54d  11;  Inf.  teilciud,  telciud, 
teilend    112b  12,    118d  11,  15    (tailciud    131d  14   durch    Ver- 


§759,4—761]  Verbalverz.  le'ic len-.  565 

mischuiig  mit  1°).  Nir.  teilgim  'I  throw'  (zur  Aussprache  vgl. 
I  329).  to-  >  te-  nach  derselben  Regel  wie  ro-  >  re-  bei  dem 
nicht  mit  wortbildenden  Präverbien  versehenen  Verbum. 

Antn.  2.  Ir.  leicim  gehört  zu  lat.  1  in  quo  u.  s.  w.  (I  130,  152)  und 
hat  also  ursprünglich  die  Bedeutungen  'verlassen,  überlassen'  u.  s.  w.  (die 
Bedeutungen  des  frz.  'laisser') ;  airlicud  'leihen'  stimmt  zu  got.  leih^an. 
Aus  der  Bedeutung  'entlassen,  gehen  lassen'  entwickelt  sich  aber  die  Be- 
deutung 'entsenden,  fortgehen  machen'  u.  s.  w.  Vgl.  einerseits  leics-i 
huad  'er  ließ  ihn  gehen;  er  hinderte  ihn  nicht,  weiterzugehen'  Ml.  52, 
andererseits  no-leicthe  fon  dithrub  '(der  Bock)  wurde  in  die  Wüste 
hinausgejagt'  Thes.  I  492,  22,  leic  uäit  inna  biada  milsi  'cast  from 
thee  the  sweet  foods'  Wb.  6  c  7.  Diese  Bedeutungsentwickelung  ist  keines- 
wegs auffällig;  sie  hat  auch  bei  dem  germanischen  Verbum  'lassen'  statt- 
gefunden, das  nach  der  Etymologie  (vgl.  got.  lata  'lässig')  gleichfalls  ur- 
sprünglich die  Bedeutungen  des  frz.  'laisser'  gehabt  hat:  aengl.  Itetan  'to 
leave  behind ;  to  let  go,  send  forth';  an.  lata  upp  '(die  Türe)  aufmachen' 
(vgl.  oben  3°). 

Mit  ir.  leicim  ist  mc.  ellwng  'to  disraiss,  dispatch,  let;  to  shed 
(blood)'  trotz  der  Übereinstimmung  der  Bedeutungen  nicht  (wie  Zupitza, 
KZ  XXXVI  58',  annimmt)  verwandt;  denn  das  mc.  Wort  hat  nicht  alte 
Tenuis,  sondern  alte  Media  (Part.  eUyngedig).  Es  gehört  wohl  zu  ir. 
in -long-). 

Mbr.  erlecguez  'mutuum'  scheint  aus  dem  Ir.  entlehnt  zu  sein  (vgl. 
die  in  §  97  Anm.  I  161  besprochenen  Fälle). 

§  760.  le-n-  'folgen'  (wird  mit  der  PräjD.  di  konstruiert): 
Präs  Sing.  3.  lenid  Wb.  5c  16,  lenaid  Sg.  9b  17;  Ph  3.  lenit 
Wb.  29  a  23;  Konj.  Ipf.  Smg.  3.  no-liad  ZfcPh.  III  249,  19,  Rc. 
XI  446,  55;  Fut.  Sing.2.  lile-ssa  Fei.  Prol.  309,  311;  3.  rel.  liles 
Wb.  10a  5;  PI.  3.  lilit  Trip.  L.  180,  26;  Prät.  Sing.  3.  ro-d-lil 
LU  42a  33,  ro-lin  (zu  lesen  -lil)  Ml.  54d  7,  ni  lil  Thes.  II  291, 
16  (mit  der  Präp.  la  konstruiert);  PI.  3.  ro-leldar  Ml.  96c  13; 
Abstr.  (Dat.)  lenamain  101b  1. 

Mitaith-:  Abstr.  athle  'track'  K.Meyer,  Betha  Colmäin  122, 
a  haithle  (mit  dem  Gen.)  'nach'  Wi.  357,  a  äidlea  Wb.  18c  11, 
a  athaithli  K.  Meyer,  Contrib.  143. 

Anm.  Die  Bed.  'folgen'  ist  aus  'an  etwas  kleben  (intrans.)'  entwickelt; 
vgl.  lat.  linö  'beschmiere',  skr. /«-nä-<i  'schmiegt  sich  an'.  Mit  älterer  Bed. 
ir.  Dat.  PI.  lenoranaib  gl.  lituris  Sg.  3b  4,  abr.  linom  gl.  litura. 

§  761.  len-  mit  ess-  'besudeln'  (regelmäßiger  -«-Stamm): 
Präs.  Sing.  1.  aslenaimm  Sg.  54a  8,  vgl.  17a  1,  aslennim  173a 
4;  Ipf.  PI.  3.  aslentis  Ml.  74c  3,  a-t-lentaisom  (=  -tais  som; 
die  Dehnung  nach  §  202)  22a  4;  Prät.  Sing.  3,  ru-n-eillestar 
63  a  14  (-11-  aus  -ln-\  die  Mouillierung  wegen  des  ausgefallenen  -e-); 


566  Verbalverz.  len lin-.  [§  761—764 

PL  1.  iiad  r-eildisem  iii  d  15  (-Id-  =  -II);  3.  as-ru-lensat 
74a  3;  Pass.  Präs.  Sing,  asslentar,  aslentar  92d  12;  Konj.  PI. 
aslentar  129c  17;  Konj.  Ipf.  Sing,  aslentae  Sg.  64a  18;  Prät. 
Sing,  as-ro-llennad  Ml.  124d  17,  ro-heilled  127a  13;  PI.  as- 
ru-lenta  28a  22,  100c  18;  Part,  eilnithe  Wb.  31b  29,  22c  11, 
Gen.  eillidi  Ml. 63a  16;  Gerundiv  eillnithi  128d  2;  Inf.  seUned 
Wb.  8d  6,  hsellned  Sg. 55b  11,  a  helned  'sie  zu  besudeln'  Wb. 
IIb  9,  Nom.  Akk.  Dat.  eilled,  elled  Ml.  22b  1,  137c  5,  92d  12. 

Anm.  Hierher  stellt  man  auch  das  Partizipium  druailnithe, 
druailnide  'verdorben'  Wb.  13 d  20,  30c  18,  Sg.  202b  3,  vgl.  163b  7, 
Ml.  76a  5,  4  und  das  Abstr.  druailned  'corruption'  38c  9  (lautet  im  Mir. 
mit  t-  an:  Pass.  Prät.  Sing,  ro-tr uaillned  'was  corrupted'  Corm.  gabur). 
Die  Deutung  der  dann  anzunehmenden  Präverbia  ist  schwierig,  vgl.  I  495, 
II  11.  Was  as-len-  (as-lenn-  durch  Einfluß  der  synkopierten  Formen, 
in  denen  der  Nasal  unmittelbar  nach  -1-  die  unlenierte  Aussprache  an- 
nehmen mußte)  betrifft,  so  darf  man  unbedenklich  annehmen,  daß  das  -n- 
ursprünglich  präsensbildend  gewesen  ist.  Das  Verbum  ist  mit  dem  vorher- 
gehenden zweifellos  etymologisch  identisch;  vgl.  zur  Bedeutung  lat.  oblinü. 

§  762.  lig-  'lecken':  Präs.  Sing.  1.  ligim  Sg.  176a  1;  Fut. 
PI.  3.  lilsit  Ml.  89d  14  (Kondit.  Sing.  3.  a-tas-lilad  LL68a  10 
ist  ganz  unregelmäßig:  Kondit.  statt  des  Konj.  Ipf.;  a-  statt  no- 
oder  ro-;  das  infigierte  Pron.  unregelmäßig;  die  Verbalform  ana- 
logisch); Prät.  Sing.  3.  ro-leluig  Wi.  Täin  S.  171^;  PI.  3.  lel- 
gatar  LU  57b  19.  —  Vgl.  l"lOO. 

§  763.  li-n-:  Abstr.  lie  'a  liood'  Ml.  81c  3,  lia  Wi.  662, 
Thes!  II  315,  4. 

Mit  to-od-:  Abstr.  tolae  neutr.  'a  flood'  Ml.  93b  13,  töla 
Thes.  II  229,  32.  Mit  in d -to-od-:  Abstr.  Dat.  intölu  Thes.  II 
27,  33. 

Mit  to-  'manare,  pullulare,  pollere':  Präs.  Sing.  1.  dolinim 
Sg.  158a  1,  173b  1  (hier  gl.  polluceo;  richtige  Glossierung?);  3. 
dolin  Ml.  2a  9,  68b  11  (hier  gl.  manere;  falsch),  30 c  13  (gl.  ap- 
pendat;  richtig?);  PI.  3.  dulinat  Ml.  56a  14,  83c  7;  Ipf.  Sing.  3. 
dolinad  133c7;  Konj.  Sing.  3.  dolina  tola 'whom  floodsoverwhelm' 
S.  M.  IV  220,  12;  Prät.  Sing.  3.  do-ru-lin  64c  18;  Abstr.  tuile 
neutr.  'flood'  Thes.  II  14,  35,  vgl.  II  24,  34,  Ml.  51b  2.  Mit 
ind-to-:  Abstr.  Gen.  intuli  129d  10. 

Anm.  Vgl.  ThurneyseB,  Handb.  333;  falsch  oben  I  351.  Hierher  ge- 
hört wohl  noch  foröil,  furoil  'superabundance;  excessive'  Wb.  14 d  30, 
16c  22,  27c  16,  10 d  10  (mit  fo-ro-od-)  und  deroil  'gering'  18a  7,  Ml. 
88b  4,  90b  5,  92d  11.     li-n-  ist  idg.  * jü-neu-,  vgl.  skr.  pr-nü-ti  'füllt'. 

§  764.     lin-  'füllen'  (regelmäßiger  -ä-Stamm):  Präs.  Sing.  3. 


§764.765,1—2]  Verbalverz.  liii-,  ling-.  567 

Ifnaid  Ml.  38d  9,  nu-n-d-lina  19b  5;  Kondit.  Sing.  3.  iio- 
linfed  25a  8,  vgl.  11;  Prät.  Sing.  3.  ro-lin  Wb.  22b  13,  vgl. 
20d  11,  Ml.  64d  16;  Pass.  Präs.  Sing,  lintair  25a  9,  rel.  lintar 
Wb.  IIb  13,  no-n-lintar  ni  Ml.  18c  3;  Ipf.  Sing,  no-lintae 
32b  6;  Konj.  Ipf.  Sing,  nu-lintae  32b  15;  Fut.  Sing,  linfider 
(rel.)  103a  10,  no-m-Iinfider  sa,  no-m-linfither  sa  33b  6, 
40a  18;  Part,  lintae  63d  12,  vgl.  68a  14,  25c  16,  44d  9;  Inf. 
li'nad  Sg.  198b  4  u.  s.  w. 

Mit  fo-  'voll  machen,  supplieren':  Präs.  Sing.  3.  fo-d-lina 
Wb.  14b  7,  vgl.  Ml.  122d  5;  Konj.  Sing.  3.  fulina  45c  10;  PL 
3.  folinat  Wb.  24d  25;  Fut.  Sing.  3.  folinfea  12d  14;  Prät. 
PI.  1.  perf.  furoillisem  Ml.  lOOd  8  {-II-  aus  -ln-\  diese  Deutung 
ist  des  Sinnes  wegen  wahrscheinlicher  als  die  Deutung  aus  fo-sli-); 
Pass.  Präs.  Sing,  follintar  123a  10;  Konj.  Sing.  perf.  con-ru- 
failnither  Wb.  la  9;   Inf.  fuillned  Ml.  26c  6,  fuilled  69b  6. 

Mit  to-:  Abstr.  tuilled  'Hinzufügung'  Wi.  856. 

Anm.  Ist  ein  von  einem  Adj.  'voll'  (vgl.  lin  'volle  Zahl'  I  50)  abge- 
leitetes Denominativum. 

§  765.  ling-,  leng-  'springen':  Präs.  Sing.  3.  lingid  sem 
Thes!  II  15,  43;  PI.  3.  rel.  lengtae  Ml.  129c  20;  Konj.  Sing.  3. 
rel.  lias  33c  8;  Kondit.  Sing.  3.  o-ribuilsed  LU  63b  4  (die  air. 
Syntax  würde  einen  Konj.  Ipf.  perf.  erwarten  lassen;  rib-  ist  aber 
wohl  die  RedupHkationssilbe  *lib-);  Prät.  Sing.  3.  ro-leblaing 
Fei.  März  5  (Neubildung  o-lingis  LL  109a  5);  Inf.  leim  Wb. 
5c  16,  vgl.  Sg.  106b  8.  Vgl.  tri  athleim  gl.  resultando  Thes.  II 
5,  26. 

1)  Mit  com-  'kämpfen':  Abstr.  Akk.  PI.  cuimlengu  gl.  con- 
gressus  Ml.  112b  8,  vgl.  K.  Meyer  445.  Davon  abgeleitet  cuim- 
lengaig-  'kämpfen':  Gerundiv  cuimlengaigthi  Ml.  16a  11. 

2)  Mit  fo-:  Prät.  perf.  Sing.  1.  foroiblang  sa  gl.  praeueni 
Ml.  95d  11,  forroiblang  sa  ds.  107d  13;  2.  foroiblang  gl. 
praeuenisti  43d  16;  PI.  3.  fo-rru-leblangtar  gl.  subsiluerunt 
129c  21;  Pass.  Prät.  PI.  foroiblachta  gl.  sunt  praeuenti  58d  6. 
Der  Ersatzdiphthong  ist  nicht  lautgesetzlich,  da  das  -e-  in  -leblaing 
nicht  zwischen  zwei  gleichen  Konsonanten  stand.  Die  Bedeutung 
'praeuenire'  hat  sich  aus  "hinzuspringen"  entwickelt;  die  Verwendung 
des  Verbums  als  AVicdergabe  von  'subsilire'  ist  künstlich  (und  auch 
die  Form  forruleblangtar  ist  künstlich). 

Mit  to-air-fo-  'herabspringen':  Fut.  Sing.  2.  co  tarblais  LU 
83b  14;  Prät.  Sing.  3.  doeirbling,  doarblaing  Thes.  I  488.  20, 


568  Verbalverz.  ling-  —  lo-n-g-.     [§765,  2—767, 1 

21,  22,  tairbling,  tarblaing  Wi.  803,  tarmlaing  LL  59,  32, 
neugebildet  mir.  tarblingis,  tuirlinges;  PI.  3.  taurlaingset; 
Inf.  turlaim  Wi.  803.  Auf  das  Vorhandensein  des  Präverbs  -fo- 
deuten  die  schwankenden  Schreibungen  tair-,  tuir-,  taur-  (-ö-, 
§  238  I  339);  auch  kann  die  Bedeutung  'herab'  nicht  von  air- 
bewirkt sein.  Die  Präverbgruppe  to-air-fo-  auch  in  tairinnud 
§  733,  air-fo-  in  airitiu  §  712. 

Mit  rem-fo-  'praeuenire' :  Ipv.  Sing.  2.  remfolaing  Ml.  lOOd 
12,  vgl.  44c  24;  Konj.  Sing.  3.  remifoil  gl.  antecipiet  23a  8. 

3)  Mit  to-  'herspringen,  entgegenspringen':  Präs.  Sing.  3.  do- 
ling  Corm.  37  Z.  26;  Ipf.  Sing.  3.  dolinged  LU  128b  8;  Prät. 
Sing,  3.  dolleblaing,  dorroeblaing  LL  250a  28,  251b  15. 

Anm.  Über  die  Etymologie  vgl.  §  614  Anm.  1  S.  368.  Über  c.  llam 
br.  lamm   =  ir.  leim  s.  I  47. 

§  766.  long-  'essen,  trinken'  (-o- : -e-Stamm):  Präs.  Sing.  1. 
ni  luiigu  LL  261a  41;  3.  loingid  LU  60a  19,  rel.  loingis 
Monast.  Tall.  131,  19;  PI.  3.  longait  YBL  118b  5;  Konj.  Sing. 
2.  ni  longe;  3.  co  longe  (zu  lesen  -a)  Thes.  11258,31  (das  Ver- 
bum  bildet  also  im  Spät- Air.  einen  -ä-Konj.;  älter  sind  die  später 
überiieferten  -s-Formen:  Sing.  1.  geini-s  lu(s)  sa  'though  I  drink 
it  not'  O'Dav.  Nr.  329,  vgl.  1163,  AfcLex.  I  242;  3.  oa  ra-lü  sa 
(statt  som)  The  Monastery  of  Tallaght  145,  21;  PI.  1.  loisiom 
Goid.3  78  Nr.  194;  3.  lusait  O'Dav.  Nr.  1195,  ad-lüsat  (zu  lesen 
ro-lüsat)  Monast.  Tall.  147,  24;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  ara  lüsad 
143,1;  PI.  3.  n-a-lüstis  129,  21:  Pass.  Konj .  Sing,  lusair  AfcLex. 
I  242,  vgl.  O'Dav.  Nr.  329,  1163);  Inf.  longud  Ml.  56a  13.  Vgl. 
c.  llewa  (die  oben  I  107  vorgetragene  Deutung  ist  unhaltbar;  eher 
ir.  long-  aus  *lu-n-g-,  c.  llew-  Umlaut  von  hvit* low-  aus  '^lug-, 
§  59,  3  I  98). 

§  767.  lo-n-g-.  1)  Mit  fo-  'fulcire',  'tragen,  ertragen':  Präs. 
Sing.  1.  folung  Thes.  II  42,  18;  3.  foloing  ZfcPh.  VII  482,  Wb. 
29d  17,  folloinc  Thes.  II  47,  31,  nad  fulaing  Ml.  77d  3,  6; 
PI.  1.  follongam  Wb.  14b  15,  ni  fulgam  ni,  ni  fulgam,  nad 
fulgam  Ml.  77d  6,  7;  2.  ni  fulngid  si  Wb.  8c  3;  3.  folongat 
Ml.  35a  3,  nad  fulngat  122a  8;  Ipf.  Sing.  1.  fulungäin  86c 
13;  Ipv.  PI.  2.  fulget  [Wb.]  20c  5  (statt  -ith);  3.  fulngat  Ml. 
60d  4,  7;  Konj.  Sing.  1.  fulös,  follös  33a  2,  62b  12,  (co)  fuUos 
58c  12;  3.  follö,  fu-n-d-lö,  follo  lOOd  10,  32 d  2,  18,  nad  ful, 
onach-ful  32d  5,  129a  5;  PI.  1.  ara  fulsam  Wb.  14c  2a,  perf. 
nad  fo-chom-olsam  Wb.  14b  15;   2.  perf.  nad  fo-chom-alsid 


§767,  IJ  Verbalverz.  lo-n-g-.  569 

IIb  2;  3.  follosat  Ml.  69a  7,  118a  11;  Konj.  Ipf.  PI.  3.  folo- 
stais  104c  5;  Fut.Sing.  1.  folilus  sa  Wh.  23b  2.5,  näd  foelusa 
LU  88a  19  (statt  des  Konj.);  2.  ni  f^lais  69b  8,  vgl.  S.  M.  I 
264,  9;  3.  ni  faol  {-ao-  =  air.  oi)  S.  M.  IV  384,3  v.  u.,  als  Konj. 
verwendet  cenidh  fsel  Anecdota  from  Ir.  manuscripts  I  75,  7; 
PI.  2.  ni  ficlsaid  LU  72a  9;  3.  folilsat  Wb.25d  15,  Ml.  80a  13; 
Kondit.  Sing.  1.  fulilsain  se  73d  1;  3.  ni  foelsat  (zu  lesen  -ad) 
LU  96b  35,  ni-s-fa'lsad  26a  16;  PI.  3.  ni  foi<l>sitis  Wb.  15a 
20;  Prät.  perf.  Sing.  1.  focoemallag  sa  Thes.  II  1,  25  (vgl.  oben 
1325);  PI.  3.  focoimlacbtar  Ml.  47c  6;  Pass.  Fut.  Sing,  fuli- 
lastar  109b  7,  nochan-faelustar  S.  M.  Y  312,  1  v.u.;  Kondit. 
Sing.fulilast£eLU20a24;  Part.fulachtae  Ml.  88b  12;  Inf.  folog 
[Wb.j  17b  23,  fulach  Ml.  22d  9,  32d  4,  folach  S.  M.,  fulang, 
Dat.  fulung  Wb.  14b  18,  17c  26,  d  28,  25a  14,  d  9,  26b  7. 

Mit  imb-fo-  'bewirken'  (flektiert  meist  wie  ein  regelmäßiges 
-?-Verbum  und  verhält  sich  also  zu  fo-lo-n-g-  ähnlich  wie  doäirci 
'bewirkt'  zu  icc-,  §  752  Anm.  1):  Präs.  Sing.  3.  imfolngi  Wb. 
4d  32,  33,  imm-e-folngi  Ml.  17d  6  u.  s.  w.,  imm-e-folngai 
Sg.  127b  3  u.  s.  w.,  con-immoliigai  199a  5;  PI.  3.  imm-e- 
foliiget  Wb.  12a  19  u.  s.  w.,  imm-e-folngat  5d  1,  Thes.  II 
33,  23,  Sg.  3a  11,  Ml.  47b  7,  ni  imfolnget  Ml.  78d  8;  Konj. 
Sing.  1.  arna  r-imfolngar  Wb.  10c  14  (Depon.,  Thurneysen  KZ 
XXXVII  105';  oder  Pass.  Konj.  Sing,  mit  der  Endung  -ar  statt 
-ither  veranlaßt  durch  das  Schwanken  im  Indikativ?);  2.  imfoln- 
gae  siu  43a  20,  con-imfo-r-lainge  78a  8;  3.  imm-e-folnga 
27d  20;  PL  3.  imm-a-folnget  Wb.  25c  10;  Konj.  Ipf.  Sing.  3. 
imm-e-folnged  Ml.  95a  5,  imfolnged  92a  7;  PI.  3.  na  imfoln- 
gitis  38a  7;  Fut.  Sing.  3.  imfolnguba  142b  3;  Prät.  Sing.  2. 
im-im-£o-r-laingis  se  'Thou  hast  made  nie'  38d  18;  3.  imfo- 
r-laing  61b  4,  vgl.  38c  10,  90b  14,  imfo-r-ling  Wb.  5b  21 
U.S.W.,  imm-o-fo-r-ling  10c  18,  imm-ed-orlig  Zt'cPh.  VII  484; 
Pass. Ind.  Sing,  imfolngar  Ml.  31  d  10,  imm-e-folangar  44a  10, 
71c  6,  88b  15,  vgl.  122c  5,  145c  4,  dian-immolngaithfer  Sg. 
3a  2;  Konj.  Sing,  imm-e-folngither  Ml.  23c  5;  Konj.  Ipf. 
Sing,  arna  imfolangide  Ml.  88b  15;  Prät.  Sing,  imm-e-fo-r- 
linged  Wb.  15d  21,  dian-imfo-r-lainged  Ml.  69d  4;  PI. 
[o]imm-e-fo-r-laingthea  63b  6;  Part,  (oder  Adj.?)  noph-im- 
folngidi  gl.  inefficaces  17a  5;  Inf.  imfolang.  Dat.  imfolung 
20d  5,  30d  22,  24c  17  u.  s.  w..  Dat.  imm-o-foluiig  Thes.  II  3. 
29  (mit  festgewachsenem  Pron.;  oder  ist  -ofo-  nur  schlechte  Schrei- 


570  Verbalverz.  lo-n-g-,  lose-.  [§767,2.768 

bung  für  gesprochenes  -o-?).  —  Vgl.  neph-aithimfolngicli  gl. 
inefficaces  Ml.  80c  12. 

2)  Mit  in-  'to  put  in':  Präs.  Sing.  3.  inloing  ^claims'  O'Dav. 
Nr.  1072;  PI.  3.  inlongad  (-ad  ist  jüngere  Schreibung  statt  -at) 
'they  Claim'  S.  M.  IV  38,  9,  vgl.  IV  6,  1,  eillgit  (die  echt  zu- 
sammengesetzte Form  als  Simplex  behandelt)  IV  38,  2  v.  u.;  Prät. 
Sing.  3.  inlolaig  'entered  a  claira'  O'Dav.  1130,  inlolaid  'put 
in  (a  claim)'  S.  M.  IV  16,  21  (junge  Verwechslung  von  -dh  und 
-gh);  Pass.  Präs.  Sing,  inlongathar  '(a  vessel)  is  manned',  eigent- 
lich "is  entered"  IV  378,  7;  Part,  ellachtae  gl.  (terra)  conferta 
(pecoribus)  Ml.  84a  6,  adib  ellachti  hi  Crist  gl.  Christum  in- 
duistis  Wb.  19c  18,  21c  5,  vgl.  16,  17,  22a  24;  Abstr.  i  n-elluch 
in  (na)  talman  'in  the  earth's  mass'  Thes.  II  5,  32,  i  n-ellug 
in  na  ^ecaillse  'in  the  communiou  of  the  Churcb'  Wb.  22  c  20, 
vgl.  19  c  20,  23  a  12,  26  d  16,  29  c  8,  d  22,  31c  19,  Sg.  25  a  2, 
188a  3,  Gen.  ellaig  25b  13.  Vgl.  nir.  eallach  'cattle  of  any 
kind;  household  goods,  furniture'. 

Mit  to-in-:  Konj.  Sing.  2.  Itellais  S.  M.  IV  18  Z.  22,  26; 
Abstr.  tellach  'act  of  making  entry  on  land  to  take  possession', 
'possession,  land'  S.  M.  (von  tellach  'hearth,  family'  aus  tenlach 

I  540  Z.  1  V.  u.  verschieden). 

Anm.  Hierher  vielleicht  mc.  eilwng  §  759  Aam.  2.  lo-n-g-  gehört 
zur  Wurzel  *leßh-  in  gr.  U/og  u.  s.  w.  (s.  I  98  und  vgl.  §  755  und  §  771); 
ursprüngliche  Bedeutung  'legen'  oder  eher  'sich  legen';  vgl.  asl.  lega  'ich 
werde  mich  legen'.  Die  -o-Stufe  des  Vokals  ist  auffällig,  vgl.  aber  bo-n-g- 
uud  to-n-g-.     Vgl.  Strachan,  Trans.  Phil.  Soc.  1899-1902,  S.  298'. 

§  768.  lose-  'brennen'  (-f-Stamm  mit  größtenteils  verlorener 
MouilHerung) :  Präs.  Sing.  3.  loscaid  Ml.  48d  2,  rel.  loscas  Thes. 

II  249,  6;  PL  3.  rel.  loiscde  Ml.  141b  2;  Ipv.  Sing.  2.  loisc 
47a  6;  Prät.  Sing.  3.  ro-loisc  123a  15;  Pass.  Konj.  PI.  loscaitir 
24e  5;  Konj.  Ipf.  Sing,  nu-lloisethe  32c  13;  Part,  loiscthe 
Wb.  28c  17,  PI.  Dat.  loiscdib  Sg.  180b  1;  Inf.  lösend  Wb. 
lOd  18,  Ml.  102b  9,  123c  6,  133a  4,  vgl.  u(le>-loseud  gl.  holo- 
caustum  60b  18,  PI.  Nom.  huleloisethi  13,  Akk.  loisthiu  39a 
7,  Dat.  loiscthib  133a  3.  Es  ist  also  im  Air.  eine  ausnahmslose 
Regel,  daß  die  Mouillierung  vor  einem  erhaltenen  Vokal  verloren, 
vor  einem  geschwundenen  Vokal  erhalten  ist;  im  Mir.  findet  sieh 
oft  Mouillierung  auch  vor  erhaltenem  Vokal:  Präs.  Sing.  3.  loiscid 
u.  s.  w.  Wi.  669,  Pass.  Prät.  Sing,  ro-loiseed,  ro-losced  KZ 
XXXI  255,  3. 


§768.769,1-3]  Verbalverz.  lose-,  lu-.  571 

Mit  ess-:  Abstr.  a^lscud,  ji-ilscud  'Begierde'  Ml.  561)  26, 
vgl.  Wi.  522. 

Mit  lor-:  Part,  fori oi sc t he  'buriied'  Ml.  31c  28;  Abstr.  for- 
loseuth  (zu  lesen  -scutli)  Thes.  II  236,  19. 

Etymologie  I  76,  383  (setzt  voraus,  daß  das  Wort  im  ßrit. 
urspr.  ein  -ä-Stamm  gewesen  ist;  älter  als  die  -i-Flexion  war  im 
Ir.  die  Flexion  als  -e- :  -o-Stamm). 

§  769.  lu-  'bewegen'  (ursprünglich  Deponens):  Präs.  Sing.  1. 
da  na-m-luur  'wenn  ich  mich  rege'  LL67b  17;  Prät.  Sing.  3.  luis 
'bewegte'  108b  41;  Abstr.  lüud  'Antrieb'  Wb.  2b  1,  luud  gl.  aries 
('Mauerbrecher')  Ml.  36 d  20,  vgl.  102b  7  (identisch  ist  vielleicht 
mir.  lüth  'power,  vigour'  S.  M.,  Rc.  XII  58,  21;  66,  21,  'longing' 
Fel.i  Gloss.,  vgl.  cet-lüd,  cet-lud,  cet-luth  'Anfang,  erster  An- 
lauf Corm.  11  Z.  14  v.  u.,  Salt,  Wi.  Täin  3502).  Verwandt  ist 
luaraain  'Fhegen'  Wi.  670,  LU  34a  5,  62b  28,  Rc.  I  39  Z.  27. 

1)  Mit  ess-com-  gl.  proficisci:  Präs.  Sing.  3.  ni  sescomlai 
Sg.  3a  6;  Prät.  Sing.  3.  as-ro-chumlai  7b  19,  as-ru-chumläe 
Ml.  17b  2;  Inf.  escumlüd  gl.  ingressus,  migratio  15a  3,  61a  14, 
126b  1,  Gen.  escumluda  62b  1.  —  Mit  aith-ess-com-:  Part. 
PL  Akk.  aithescumluithiu  gl.  regressos  Ml.  105c  2. 

Mit  to-com-lu-  ds.:  Präs.  Sing.  3.  documlai  ass  LL  120a 
9,  vgl.  251b  43;  PI.  3.  documlät  ass  248b  6,  docuralät  251b 
29,  documlät  ass  51,  120a  24,  LU  60a  35,  vgl.  100a  21;  Prät. 
PI.  3.  documlaiset  56a  13;  Inf.  tochumlud  Thes.  II  33,  27. 

2)  Mit  ess-  'fortgehen,  entkommen':  Präs.  Sing.  3.  aslui 
Thes.  II  21,  36,  asloi  ZfcPh.  VII  482,  atlüi  LU  21a  34.  atloi 
YBL  270a  2,  adlai  54a  25;  PI.  3.  asluat  gl.  effugiunt  Ml.  44a 
17,  asluat  hiris  'verlassen  den  Glauben'  Wb.  29a  3;  Ipf.  Sing.  3. 
asluad  Ml.  54c  21;  Konj.  Sing.  3.  ni  ro-hela  Wb.  30a  10;  PI. 

1.  arnnch-n-elammar  'damit  wir  ihn  nicht  verlassen'  LU  15a  7; 

2.  ciacloid,  zu  lesen  ci  a-t-loid  Wb.26a  2  (Sarauw,  Irske  St.  55); 
Konj.  Ipf.  Sing.  1.  asloin  se  Ml.  59a  1;  Fut.  Sing.  1.  ni  olub; 
2.  inn  eläfa  LL  249b  33;  Prät.  Sing.  1.  as-ru-luüs  Wb.  17dl6; 
PI.  3.  asluiset  S.  M.  I  64,  3;  Inf.  elud  LL  249b  41.  Ml.  44 d  30. 
92b  4,  vgl.  44b  5,  86b  11,  Thes.  II  7,  34,  Gen.  heluda  Ml. 
86c  1,  eelutha  Wb.  11c  11. 

Mit  to-ess-  ds.:  Prät.  Sing.  3.  co-tela  Rc.  XI  446,  55. 
ZfcPh.  III  249,  20. 

8)  Mit  fo-  'Hiegen':  Priis.  Sing.  1.  foUüur  gl.  uolo  8g.  146b 
11;    Konj.  Ipf.  Sing.  1.    fuluinn    gl.   auolaro    MI.    140b  8.     Vgl. 


572  Verbalverz.  lu luig-.         [§769,4—771,2 

fulumain   gl.  uolubile  Sg.  61b  12,    fulmaini   gl.  nutantes   Thes. 

I  3,  33. 

Mit  cora-fo-:  Prät.  PI.  3.  o-ru-foluassat  gl.  conuolasse  Ml. 
67  c  16. 

4)  Mit  com -od-:    Prät.  Sing.  3.  conhualai  'departed'  Thes. 

II  320,  7,  con-r-ualai  Fei.  Nov.  21  u.  s.  w.  (dafür  durch  Ver- 
wechselung mit  dem  Prät.  von  tiag-  auch  con-r-ualaid  Jul.  12), 
o-r-uloi  LU  31a  18—19,  con-r-uale  O'Dav.  Nr.  450. 

Anm.  Zu  gr.  nkico  u.  s.  w.  (I  91);  zur  Bedeutung  vgl.  das  weiter- 
gebildete ahd.  fliogan  'fliegen'  (lit.  plaukiii  'schwimme").     Vgl.  §  770. 

§  770.  luaid-  (-i-Stamm)  'bewegen',  'erwähnen',  'äußern, 
singen'  (mit  dem  Objekt  molad  'Lob'):  Pass.  Fut.  Sing,  a  molad 
.  .  lüaidfidir  läedib  limm-sa  'his  praise  will  be  sung  in  lays 
by  me'  Thes.  II  295,  7,  rel.  intan  luaithfider  a  chaingen  som 
gl.  cum  iudicium  eius  agitari  coeperit  Ml.  57c  7;  Inf.  (comobair 
trebtha)  do  luad  '(the  means  of)  effecting  (the  ploughing)'  S.  M. 
II  358,  3,  vgl.  S.  M.  Gloss.  542  („used  of  movement  in  general, 
expressing  an  activity  determined  by  the  context"),  luad  anma 
de  'the  mention  of  God's  name'  Corm.  11  (unter  celebrad),  vgl, 
Thes.  II  290,  6. 

Mit  for-:  Präs.  Sing.  3.  forluadi  'sways'  Ml.  79b  5. 

Mit  imb-  'bewegen':  Präs.  Sing.  3.  imluadi  gl.  exagitat  Ml. 
33d  16;  Ipf.  Sing.  3.  imluadad  gl.  iactabat  33b  25;  PI.  3.  im- 
luatis  gl.  tractabant  61b 25;  Konj.  PI.  1.  imluadam  ni  gl.  iactemus 
93 d  13;  Pass.  Präs.  Sing,  (rel.)  imm-e-luaiter  gl.  qui  iactamini 
135b  9;  Inf.  imluad  15a  17,  90d  15,  91b  4. 

Anm.  Vgl.  ahd.  fliozzan  aengl.  fleotan  an.  fli(Sta  'fließen'.  Die 
Annahme,  daß  ir.  luad  zu  lat.  laus  gehörte,  ist  willkürlich. 

§  771.  luig-.  1)  Mit  fo-ad-  'niederschlagen':  Präs.  Sing. 
1.  fo'algim  Sg.  146b  14;  2.  fufälgi  siu  Ml.  108c  12  (mit  para- 
sitischem -f-,  vgl.  oben  S.  250);  Prät.  Sing.  3.  fo-r-alaig  Ml.  43d 
5,  123b  9;  Pass.  Präs.  Sing,  fo-mm-älagar  Sg.  146b  14,  Thes. 
II  228,  33;  Inf.  falgud  Ml.  94b  3. 

2)  Mit  di-  'verzeihen'  (Konjunktivstamm  di-loga-):  Präs. 
Sing.  1.  doluigim  se  Wb.  14d  25;  2.  ni  dilgai  Ml.  71b  22;  3. 
do-d-lugi  Wb.  14d25,  dulugai  Ml.  51a  15;  P1.2.  dian-dilgid 
si  Wb.  14d  24,  ni  dilgaid  9c  22;  3.  duluget  Ml.  56a  20;  Ipv. 
Sing.  2.  dilich  Wb.  .32a  19  (vgl.  oben  §705  8.506);  PL  2.  dilgid 
14d21,  dilgid  [Wb.]  18a  11;  Konj.  Sing.  2.  dulogae  Ml.  138b  7, 
con-de-r-laig(e)  21b  7;    3.   nad-n-dilga    30d  3,   mani   dilga 


§771,2.3.772]  Verbalverz.  luig-,  mag-.  573 

46c  15,  d-a-ro-lgea  Wb.  31a  2;  PI.  2.  dulogaid  Ml.  65a  10^ 
d-a-ro-lged  (statt  -id)  Wb.  18a  12;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  con- 
de-r-liged  32d  12;  Fut.  Sing.  1.  d-a-lugub  sa,  d-a-lugub  14d 
24,  32a  21,  nad-n-dilgub  Ml.  31c  15;  3.  duluichfea  128c  6, 
dulugfa  58c  18;  Priit.  Sing.  2.  du-ro-lgis  siu  124a  9,  do-ro- 
Igis  125a  12,  du-n-d-ro-lgis  46b  29;  3.  do-ro-laig  49c  9,  10, 
50d  15,  136b  2;  Pass.  Präs.  PI.  duluigter  32c  15;  Konj.  Sing, 
duloigther  58d  2;  Konj.  Ipf.  Sing,  ara  n-de-r-laigthe  32c  17; 
Fut.  Sing,  ni  dilgibther  Wb.  33b  8;  Prät.  du-ro-lged  Ml. 
124a  2,  b3,  Wb.  3b  12;  PI.  do-ro-lgetba  26c  11,  do-ro-lgida 
Ml.  32c  15,  ni  de-r-laichta  Wb.  33b  8;  Inf.  N.  A.  D.  dilgud 
25c  22,  9c  20,  Ml.  61a  36,  109a  2  u.  s.  w..  Gen.  dilgotho,  dll- 
gutha,  dilgudo,  dilguda  Wb.2c  17,  18b  20,  M1.32d  15,  98d  6 
u.  s.  w. 

Mit  ess-com-di-:  Prät.  Sing.  3.  as-chünda-r-laig  gl.  qui 
disrupit  Ml.  83c  6. 

3)  Mit  fo-  'verbergen':  Präs.  Sing.  1.  fullugaimm  Sg.  22b4; 
Inf.  folach  Wi.  561. 

Mit  ind-fo-  ds.:  Part,  infolgithe  Wb.  21c  22,  infolgide 
Ml.  51  d  8,  Gen.  infolngithi  Wb.  lOd  37  (das  -n-  analogisch 
nach  §  767,  1). 

Anm.  Mit  3°  vgl.  c  br.  golo  I  97.  Kausativ  zu  laig-  §  755,  vgl. 
got.  lagjan  'legen'  (jedoch  könnte  2°  auch  zu  leg-  §  758  gestellt 
werden). 

§  772.  mag-  mit  to-for-  'vermehren':  Präs.  Sing.  3.  do- 
formaig  Ml.  55c  20,  doförmaich  Wb.  Ib5  (Ascoli;  die  Heraus- 
geber haben  -th  gelesen);  P1.3.  doförmgat  Sg.53all;  Ipv.  Sing. 
2.  törmaig  Ml.  105d  4;  Konj.  Sing.  2.  mani  törmais  Sg.  208a 
2,3;  3.  do-r-ormai  S.  M.  IV  316,  9;  PI.  2.  ni-thormassid 
Thes.  II  292,  21:  Fut.  Sing.  3.  duforma  Trans.  Phil.  Soc.  1899 
—1902  S.  293;  Kondit.  Sing.  3.  dofoirmsed  Ml.  35a  17;  Prät. 
Sing.  3.  do-r-ormacht,  rel.  tormacht  S.  M.  V  18,  1;  82,  4; 
212,  1  V.  u.,  3  v.  u.;  Pass.  Präs.  Sing,  doformagar  Sg.  67a  12, 
vgl.  28b  20,  58a  1,  doformagar  188a  14,  ni  tormagar  202a  2; 
PI.  do-formmagddar  28b  18;  Konj.  Sing,  dia  tormastar  Ml. 
20a  19,  vgl.  20:  Fut.  Sing,  duförmastar  Ml.  105a  8.  dofor- 
mastar  LU  44b  32;  Prät.  Sing,  du-r-or macht  Ml.  90d  1;  Part, 
törmachte  Sg.  208b  13,  vgl.  76a  2,  53a  11,  Ml.  55c  20,  89d  5; 
Gerundiv  tormachtai  88a  14;  Inf.  törmach,  törmag,  noutr., 
Dat.  törmuch,    Gen.  törmaig    Ml.  97c  2,    Sg.  55a  2,   201b  17, 


574  Verbalverz.  maid-.  [§  773 

77b  2,  Thes.  II  251,  6  u.  s.  w.     Vgl.  fortonnach  'addition'  Sg. 
202a  5,  b  3,  212b  11,  12,  13,  14,  221b  5,  7,  Ml.  88b  14. 

Anm.  Das  ir. -g-  ist  aus  -ch-  (urkelt.  -k-)  entstanden.  Vgl.  c.  magu 
'auferziehen'  (Prät.  maeth),  com.  maga  'to  feed,  to  nourish',  br.  maga; 
ac.  di-guor-mechis  'hat  hinzugefügt'  (vgl.  Thurneysen  Rc.  XI  205). 

§  773.  maid-  'brechen'  (im  Präsens  ein  -«-Stamm;  intran- 
sitiv; maidid  re  n-  "es  bricht  vor  (jemandem)"  'er  siegt';  maidid 
for  "es  bricht  über  (jemanden)"  'er  wird  besiegt'):  Präs.  Sing.  3. 
fors(a)-maid  Ml.  115d  12,  forsa-moith  llOd  10,  perf.  ru-maith 
51c  9;  PI.  3.  maidit  LL  113b  46,  114a  2;  Ipv.  Sing.  3.  maided 
Wb.  7c  4;  Konj.  Sing.  3.  mani  mä  LU  88a  5,  Corm.  S.  5  Z.  14, 
ma(ni)  mse  LL  102a  50,  vgl.  94a  19  (dieselbe  Form  wird  im  Mir. 
als  Fut.  verwendet,  s.  Wi.  Täin);  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  (als  Kondit. 
verwendet)  no-maissed  LL  61b  14;  Fut.  Sing.  3.  memais  Trip. 
L.  138,  7;  142,  20,  LU  81b  36,  mebais  LL  107b  19,  288b  48 
(mebais  LU  48b  26  ist  mißbräuchlich  als  Prät.  verwendet),  co- 
mmema  LU  74b  5,  ni  mema,  perf.  mani  roima  Ml.  89c  11; 
PI.  1.  mebusmet  Wi.  11^  247,  6,  con-memsam  ne  Wi.  Täin 
S.8641;  3.  co-mmebsat  LU  74a  42,  rel.  memsite  Täin  Z.  4977; 
Kondit.  Sing.  3.  con-mebsad  5881  (statt  des  Konj.  Ipf.;  con- 
statt  no-);  PI.  3.  mebsaitis  (ohne  Präverb!)  ebd.  S.  859^;  Prät. 
Sing.  3.  ro-mmemaid  (perf.)  Ml.-  127d  6,  co-mmebaid  Thes.  II 
346,  5,  co-rröemid  (perf.)  LU  98a  31,  LL  290a  25;  PL  3.  mem- 
daitir  LU  64b  25,  o-mebdatar,  perf.  co-raimdetar  Wi.  Täin 
Z.  1442,  109;  Inf.  maidm,  Gen.  madmae  Mh  33b  11,  84c  6,  9. 

Mit  di-od-:  diumaidm  gl.  irruptione  Ml.  85c  6  (anders  Thes.). 

Mit  to-  'hervorbrechen':  Konj.  Sing.  3.  doma  Trip.  L.  84,  9; 
Fut.  Sing.  3.  dorn  mema  Wi.  Täin  4979;  Prät.  Sing.  3.  dorarae- 
maid  LU  19b  17,  perf.  asa-toröimed  Wb.  IIa  19  (-ed  statt 
-id,  vgl  oben  S.  497  Z.  271,  S.  573  Z.  2);  Abstr.  tomaidb  LU 
40b  4,  nir.  tomhaidhm  'a  bursting  forth  of  water'. 

Anm.  Der  Präsensstamm  maid-  entspricht  genau  dem  lat.  madeö; 
vgl.  auch  gr.  fxaSäw  'zerfließe',  skr.  madati  'sprudelt';  s.  Thurneysen,  IF 
XIV  133. 

Eine  mit  m-  anlautende,  mit  -d-  auslautende  Wurzel  steckt  auch  in 
Präs.  Sing.  3.  indmaid  'er  wäscht  (die  Hände)'  TBL  118a  47;  Pass.  Präs. 
PI. 3.  inn-indmatar  'worin  (die  Füße)  gebadet  werden';  Inf.  indmat  Ml. 
126c  17,  16,  Corm.  Transl.  109,  119,  d-indmad  a  lam  'to  wash  her  hands' 
Fel.i  LXXXIX  19,  vgl.  31.  Die  betonte  Form  des  Wurzelvokals  ist  aber 
Tinsicher  (indmaid  ist  wohl,  worauf  das  erhaltene -d-  des  Präverbs  deutet, 
eine  echt  zusammengesetzte  Form,  die  im  Begrifl"  ist,  als  Simplex  behandelt 


§774.775]  Verbalverz,  mair-n-,  maith-.  575 

zu  werden);  und  es  ist  deshalb  nicht  zu  entscheiden,  ob  das  Verbum  hier- 
her oder  zu  asl.  my-ti  'waschen',  lit.  mäudy-ti  'baden',  apreiiß.  au-rau- 
snan  'Abwaschung'  gehört.  Das  synonyme  indlat  'Waschen  der  Hände 
und  Füße',  Dat.  indlut  Thes.  II  249,  10,  könnte,  wenn  es  nicht  durch 
Fernassimilation  in  Verbindungen  wie  indmat  inna  läm  'Waschen  der 
Hände'  entstanden  sein  sollte,  zu  gr.  nXvruj,  lit.  pläu-ti  'spülen'  gehören 
(vgl.  §  769,  770). 

§  774.  mair-n-  *  verraten'  (Asp.  i  Irsk  104;  oben  I  163, 
178,  179):  Präs.  Sing.  3.  no-do-mairn  S.  M.  II  284,  21,  rel. 
mairnes  Atk.  LBr.  5297,  mairrnes  S.  M.  V  176,  3,  niairne<s> 
O'Dav.  Nr.  1272;  PL  3.  mairnit  Atk.  Lßr.  8006,  vgl.  S.  M.  II 
288,  14;  Konj.Sing.2.  no-m-mera  K.Meyer,  Fianaigecht  26,  14; 
PI.  3.  perf.  nach-a-ro-rnrat  S.  M.  II  262,  3;  Konj.  Ipf.  Sing.  3. 
nu-merad  Ml.  24c  20;  Fut.  Sing.  2.  ni-n-mera  LL  252a  30; 
PI.  3.  ni-ramerat  Wb.  30c  20  (anders  Sarauw  ZfcPh.  V  512), 
nu-m-inerat  sa  Ml.  140c  1;  Kondit.  Sing.  3.  ni-t-merad  su 
LL  64b  25  (mit  der  Gl.  ni-t-mairnfed);  Prat.  Sing.  3.  ro-d- 
mert  LU  84a  8,  ro-mert  som  LL  269b  29,  vgl.  Salt.  3029  (und 
jedenfalls  auch  5361,  3071,  trotz  Strachan,  Trans.  Phil.  Soc.  1895 
— 1898  S.  36);  PI.  1.  nä  mertamar  LU  58a  16;  3.  ro-me(r)ta- 
tar  Ml.  75d  5;  Inf.  N.  A.  D.  mrath  neutr.  Wb.  18a  15,  Ml.  33a 
8,  dll,  72b  1,  Gen.  mraith  74c  8,  Pl.Nom.  mratha  Wb.lSa  22 
(mir.  Sing,  brath  Atk.  LBr.  8006  u.  s.  w.).  Dazu  ein  Komp.  fo- 
mraith,  fomraid  fem.  'Hinterlist'  Wb.  18b  18,  Ml.  28c  12,  30d 
18,  31a  1,  53d  3,  Gen.  foimr^ethe  31c  3. 

Mit  frith-:  Prät.  PL  1.  frismbertamar  'we  betrayed'  O'Dav. 
Nr.  1020. 

§  775.  maith-  S-erzeihen'  (-I-Stamm):  Präs.  Sing.  3.  ni 
mathi  Wb.  6a  5,  rel.  maithess  Svas  gestattet'  Sg.  28b  5;  Inf. 
raaithem  Wi.  682. 

Mit  to-  'drohen':  Präs.  Sing.  2.  dummaithi  siu  ML  70d  3; 
3.  domathi,  dommathi  31c  24,  18c  7;  Prät.  Sing.  3.  do-ro- 
maith  Trip.  L.  392,  7;  Inf.  tomad  Wb.  IIa  16,  Akk.  Dat.  to- 
maith  ML  31c  26,  33b  15,  18  (also  ein  -ä-Stamm),  Gen.  tomtho 
26d  2  (Analogiebildung  nach  den  Infinitiven  mit  suffixalem  -ad). 
PL  Dat.  tomthaib  79a  7  (im  Mir.  lautet  der  Inf.  meist  tomai- 
them  Atk.  LBr.,  Wi.,  S.  M.). 

Anm.  Es  handelt  sich  jedenfalls  um  zwei  etymologisch  verschiedene 
Wurzeln:  maith-  'verzeihen'  ist  ein  Lehnwort  aus  dem  Brit.,  e.  I  110; 
to-maith-  'drohen'  stelle  ich  zu  alb.  mas  (aus  *Mj«^/e>)  'messe',  matem 
'erhebe  die  Hand  zum  Schlage,  Wurfe',  matem  t  i  bie  'ich  hole  aus.  ihn  zu 


576  Verbalverz.  mar rnel-.  [§776—778 

schlagen',  maton  t  i  pem,  po  kam  frika  ^tToijuüCo/xca  vc<  tov  iitko,  dU.u  (/o- 
ßovfiai.  Nach  dieser  Deutung  hätte  to-maith-  also  ursprünglich  die 
drohende  Gebärde  bezeichnet  (ein  to-maith-  'messen'  gibt  es  trotz  Stokes. 
Wi.  IV"^  559,  im  Ir.  nicht).  Auf  Assoziation  mit  maith-  'verzeihen'  beruht 
der  mir.  Inf.  tomaithem;  gerade  der  Inf.  auf  -em  hat  aber  zu  einer 
neuen  Assoziation  mit  möid-  'rühmen',  Inf.  möidem  geführt;  vgl.  ic 
maidem  7  ic  tomaithium  Atk.  LBr.  4324,  in  dara  ni  ro-tomaithis 
si  duinn  'one  of  the  two  things  that  thou  hast  attributed  to  us'  'die 
eine  der  beiden  Eigenschaften,  die  du  uns  rühmend  zugeschrieben  hast' 
Stokes,  Wi.  IV^  Z.  4062;  im  Nsch.  ist  to-maith-  ganz  mit  moid-  zu- 
sammengefallen (maoidh-  'threaten'). 

§  776.  mar-  'bleiben'  (der  Präsensstamm  schwankt  wie  bei 
can-  §  676):  Präs.  Sing.  3.  maraith  Sg.  203  Rand,  näd  mair 
Wb.  8c  15;  PL  3.  rel.  mardda  Sg.  203  Rand;  Fut.  Sing.  3.  me- 
raid  Ml.  100  b  4,  Thes.  II  314,  3.  —  Etymologie  I  44. 

§  777.  mecc-  mit  di-  'verachten,  entehren,  verwerfen,  ver- 
urteilen': Präs.  Sing.  1.  demecimm  Sg.  39b  1;  2.  dommeicci- 
ther  Wb.  Id  13;  P1.3.  du-n-dat-mecetar  su  Ml.  106c  11;  Ipf. 
P1.3.  dummecitis  34c  6;  Konj.Sing.  3.  arna  dimicedar  122d  2, 
o-ru-dimicedar  129a  14;  Prät.  Sing,  3.  ni  ro-dimicestar  119a 
10;  Pass.  Präs.  Sing,  dimeccither  Wb.  8b  16;  Ipv.  PI.  dimicter 
Ml.  54b  9;  Part,  dimicthe  Wb.  21d  3,  Ml.  53b  24,  vgl.  110c  7, 
35c  23;  Gerundiv  dimicthi  74b  13;  Inf.  dimicen  129a  1,  di- 
micin  LL  106a  46,  aber  in  der  Regel  dimiccem  fem.  Wb.  4c  2, 
vgl.  6b  11,  IIb  26  u.  s.  w. 

Anm.  Vgl.  c.  di-r-mygu  'to  contemn,  to  despise',  ed-mygu  'to 
honour,  to  admire'  (ed-  =  ir.  aith-),  cein-mygu  'to  celebrate,  honour'. 
Das  unlenierte  -m-  stammt  ans  der  alten  unechten  Komposition;  da  dies 
bei  di-r-mygu  unmöglich  sein  würde,  wenn  seit  jeher  zwei  wortbildende 
Präverbia  vorhanden  wären,  so  ist  anzunehmen,  daß  das  Verbum  ursprüng- 
lich nur  das  eine  wortbildende  Präverb  di-  besaß;  -r-  ist  ein  festgewordenes 
perfektisches  Präverb.  Das  c.  -g-  ist  altes  -k-,  das  irische  -cc-  ist  altes 
-kn-  (das  -n-  war  ursprünglich  präsensbildend).  Als  älteste  keltische  Be- 
deutung des  Simplex  läßt  sich  "blicken"  ansetzen  (vgl.  die  Bedeutungs- 
entwickelung bei  lat.  despiciö  'verachte',  suspiciö  'verehre,  bewundere', 
respiciö).  Da  die  Bedeutung  'blicken'  wiederum  aus  'glänzen,  scheinen' 
entstanden  sein  kann,  ist  lat.  micäre  jedenfalls  verwandt. 

§  778.  mel-  'mahlen':  Präs.  Sing.  1.  melim  Sg.  57a  2; 
3.  rel.  meiles  Fel.i  LXXXVIII;  Ipv.  PI.  3.  melat;  Fut.  Sing.  3. 
ra-t-mela  Wi.  Täin  5831,  3425;  Prät.  Sing.  2.  ro-meilt  Fel.i 
a.a.O.,  vgl.  Hib.  min.  S.  71;  3.  con-melt  som  Wi.  Täin  S.  635*; 
Pass.  Präs.  Sing,  melair  LU  24a  23;  Inf.  Dat.  mlith  Ml.  23a  20, 
bleth  Corm.  14  (cumal). 


§778—780]  Verbalverz.  mel-  —  mid-.  577 

Mit  com-  'zerreiben,  zermahlen':  Präs.  Sing.  3,  co-t-meil  LU 
74a  23;  Fut.  Öing.  1.  omel  82b  31;  3.  cu-tan-mela  106b  34; 
PI.  3.  co-to-melat  67b  15  (-to-  statt  -tob-);  Prät.  perf.  Sing.  3. 
con-a-mmelt  Trans.  Phil.  Soc.  1891—94  S.  166,  19;  Inf.  Dat. 
c<o)mmlith  Ml.  118b  3,  commilt  Wi.  Täin.  Nir.  cuimlim  'I 
rub,  grind  between  the  palms'. 

Mit  fo-  'to  spend,  use  up':  Konj.Sing.  3.  co-ro-foimli  S.  M. 
V  244,  20  (-i  statt  air,  -ea;  die  Stellung  des  ro-  ist  jung);  Inf. 
fomeilt,  fomuilt,  Gen.  foimelta,  fomalta  S.  M. 

Mit  to-  'verzehren':    Präs.  Sing.  3.  dommeil  Wb.  6c  7;    PL 

1.  dumelam  13c  12;  3.  d-a-melat  10c  3;  Ipv.  Sing,  2.  tomil 
6c  7;  3.  nach-thoimled  IIb  18;  Konj.  Sing.  1.  arna  to-r-raal 
Ml.  119b  6;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  d-a-melad  Wb.  lOd  3,  do-ro- 
mlad  Ml.  36a  29;  PI.  1.  dumelmis  Wb.  10c  21,  do-s-melmais 
Ml.  111b  15;  3.  domeltis  Wb.  10c  3;  Prät.  Sing.  1.  ni  to-r- 
mult  18a  10;  Inf.  Akk.  tomailt  IIb  12,  Gen.  tomalte  c  2. 

Etymologie  oben  I  45. 

§  779.  mesc-  'mischen,  verwirren'  (-«-Stamm):  Pass.  Präs. 
Sing,  mescthair;  Inf.  mescad  Wi.,  Wi.  Täin.  —  Mit  to-air- 
'verwirren,  stören':  Konj.  Sing.  3.  arna  tarmasca  Thes.  II  253,  7; 
Abstr.  tairmescc  Wb.  10b  15.  —  Mit  com- 'mischen':  Pass.  Präs. 
PI.  omescatar  Sg.  61a  14;  Part,  cummascdae  Ml.  115d  9,  Nom. 
PL  cummascthai  Sg.  62a  2;  Inf.  cummasc  2a  8,  197b  1,  Ml. 
34b  4,  Gen.  cumaisc  58b  3,  cummisc  Wb.  13d  3. 

Etymologie  I  76  (zu  tair-mescc  vgl.  russ.  mesäti  'stören'). 

§  VSO.     mid-  'urteilen':    Präs.  Sing.  1.  midiur   Wb.  9a  2; 

2.  n-a-m(mi)tter,     no-midter   Ic  10,    forsa-mmitter  6b  22; 

3.  midithir  Ml.  30c  8,  35c  30,  ni  midedar  Sg.  63a  14;  Ipv. 
Sing.  3.  nach-ib-mided  Wb.  27a  24;  PL  2.  midid  3b  5;  Konj. 
Sing.  3.  rel.  mestar  ML  127d  12,  fornait-mestar  30c  9; 
Konj.  Ipf.  Sing.  3.  o-did-messed  Wb.  8d  26  (zweimal);  Fut.  Sing. 
1.  in  mesor  sa  Sg.  179a  1,  nu-mmesur  Ml.  94b  8;  3.  rel. 
miastar  56c  10,  miastar  Wb.  Id  9;  PL  1.  messimmir,  messim- 
mir  ni,  no-s-messammar  9c  10;  Prät.  Sing.  1.  r-a-midar  b  5; 
3.  ru-midair  ML  72b  21,  ro-midir  Wi.  Tain  S.  1015,  ro-midir 
S.  M.  I  102,  6;  PL  3.  ro-midatar  Trip.  L.  LIX  14  (ro-midra- 
tar  BB  XVIII  64);  Pass.  Präs.  PL  miditir  Wb.  4c  9,  rel.  mi- 
detar  ML  128b  2;  Konj.  Sing,  mesair  36a  17,  coni  messar 
42d  14,  reL  mestar  24a  10,  AVb.  9c  6;  PL  rel.  messatar  ML 
70a  9;  Fut.  Sing,  miastir  Wb.  9c  9,  miastair  ML  30d  25,  rel. 

Pedersen:  Vyl.  kelt.  Gramm.     II.  37 


578  Verbalverz.  mid-.  [§  780,  1—4 

miastar  57c  7;  Prät.  Sing,  ro-n-mess  ni  Wb.  4b  22  (die  Sim- 
plexform mesta  S.  M.  V  394.  1  ist  Neubildung  statt  *messa); 
Part,  messe  Ml.  105b  14,  vgl.  31c  28,  87b  16,  117a  2;  Gerundiv 
mör-messi  gl.  magni  pendenda  Thes.  II  8,  35;  Inf.  N.  A.  D. 
mess,  Gen.  messa  Wb.  IIb  26,  6b  5,  8d  18,  4c  24  u.  s.  w. 
Vom  Inf.  abgeleitet:  (messidecht)  Gen.  messidechtae  'Recht- 
sprechung' Ml.  41a  11,  vgl.  31  d  8;  ein  denomiuatives  Verbum: 
in  mesad  mesas  in  sacart  in  cailech  'the  examination  where- 
with  the  priest  examines  the  Chahce'  Thes.  II  253,  14. 

1)  Mit  ad-  Versuchen':  Präs.  Sing.  3.  admidethar  Thes.  II 
253,  15;  Ipv.  Sing.  3.  aimmded  Thes.  II  20,  37;  PI.  3.  na  aim- 
detar  Mh  56a  23;  Konj.Sing.3.  admestar  LL  294a  24ff.;  Prät. 
Sing.  3.  admidir  S.  M.  I  72,  14,  ad-ro-madair  Wi.  III  190,4; 
Abstr.  ammus  Thes.  II  253,  14,  Wb.  2c  27,  ML  91c  6,  vgl.  75d8, 
Gen.  aimsea  104a  1,  PI.  Nom.  aimsi  127c  25,  Akk,  amsiu  16a  2. 

2)  Mit  air-  'treffen,  verstehen':  Präs.  Sing.  3.  ni  irmadadar 
Wb.  28a  21;  Ipv.  Sing.  1.  irmith  12d  24  (oben  S.  385);  Konj. 
PL  2.  con-irmissid  27c  29;  Prät.  Sing.  3.  con-er-r-madair  LU 
73b  20;  PI.  3.  ni  irmadatar  Wb.  5b  2,  conaconn-armadatar 
Ml.  54d  17;  Pass.  Konj.  Ipf.  Sing,  dia  n-irmastä  'wenn  man 
verstünde,  wenn  es  gelänge'  LL 290a  14;  Inf.  ermaissiu  Ml.  2d5, 
urmaisi  K.  Meyer  S.  62.     Vgl.K.  Meyer  136,  S.  M.  Gloss.  312. 

3)  Mit  com-  'herrschen,  können':  Präs.  Sing.  3.  conmidethar 
Ml.  121c  18,  co-ta-mmidethar  17b  2,  vgl.  Monast.  Tall.  149,  14; 
Ipv.  omitti  LU  63b  17  (zu  lesen  com-);  Konj.  Sing.  1.  omesar 
sa  (statt  -sur)  Monast.  Tall.  129,  30;  2.  conmeser  'thou  shalt 
measure'  S.  M.  III  336,  5;  3.  omestar  'who  will  equal'  LU 
104a  7  (K.  Meyer  476),  nad  coimmestar  gl.  nequierit  Ml.  127a 
19;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  co-ta-coimsed  Salt.  5387;  Fut.  Sing.  3. 
conmiastar  Eriu  I  195;  Prät.  Sing.  1.  perf.  o-a-mmadar  sa  'ich 
habe  geboten'  Wb.26b  21;  3.  omidir  Monast.  Tall.  141,  24,  perf. 
o-a-mmidir  LL  36b  38,  con-a-midir  S.  M.  I  120,  18;  PI.  3. 
oaimthitar  Wi.  III  187,  14,  vgl.  K.  Meyer  S.  476;  Pass.  Prät. 
perf.  Sing,  con-ai-mes  S.  M.  Gloss.  174;  Part,  cuimse  'bequem, 
passend'  Wb.  14a  3,  vgl.  22a  2;  Abstr.  comus  'power'  Thes.  II 
244,  30.     Vgl.  CO  im  diu  'Herr'  oben  S.  102. 

4)  Mit  ess-  'verweigern':  Präs.  Sing.  3.  emid  Goid.^  94,  19 
(Neubildung  mit  aktivischer  Endung  und  dem  Stamm  der  echt 
komponierten  Formen),  emhid  Gorm.  33  (unter  oll  am  h;  falscher- 
weise mit  dieimh,  doeimh  'schützt'  §712,2  assoziiert);  Ipv.  Sing. 


§780,4—8]  Verbalverz.  mid-.  579 

2.  eimide  'foinidenaig  no  urfoichli'  'hüte  dich'  S.  M.  IV  32,  1 
V.  u.,  emdhe  .i.  fomnae  no  bith  do  menma  'hüte  dich,  oder  habe 
Acht'  Corm.  Transl.  69  Z.  10  v.  ii.,  emhde  .i.  finnta  no  dfecha 
'finde  oder  sieh!'  Corm.  18,  Transl.  64,  emda  'hüte  dich!'  Wi. 
106^2  (zur  Imperativendung  -e  vgl.  cuire  §  697  S.  498). 

Mit  fo-ess-  'nicht  können'  (nur  mir.  Belege,  aktivisch,  zum 
Teil  mit  Simplexendungen):  Präs.  Sing.  1.  fo-r-eradim  LL  284b 
29  (das  -r-  ist  möglicherweise  nach  §  563  zu  erklären,  vgl.  mc. 
ry-eill  §  575,  2  S.  279;  oder  beruht  fo-r-  im  Präs.  auf  Ver- 
wechselung des  präteritalen  fo-r-  mit  dem  Präverb  for-?);  PI.  3. 
femdit  LU  105a  39;  Prät.  Sing.  3.  fo-r-emmid,  fo-r-emid, 
co-r-femid  Wi.  569,  541;  PI.  3.  fo-r-emdetar  Thes.  II  346,  25. 
Vgl.  S.  M.  Gloss.  402,  Atk.  LBr.  S.  721. 

Anm.  1.  Die  Behandlung  des  Präverbs  ess-  vor  m-  scheint  demnach 
zu  schwanken;  die  ältere  Behandlung  ist  era-  (mit  leniertem  -m),  die  jüngere 
emm-.  Die  Deutung  der  Formen  nach  Atk.  S.  M.  Gloss.  S.  295  (1901), 
Asc.  Gloss.  Palaeohib.  CCCXCV  (1903). 

5)  Mit  frith-:  Abstr.  Dat.  frithmius  gl.  suspicio  Ml.  96b  10. 

6)  Mit  di-od-:  Abstr.  diummus 'Stolz'  AVi.,  K.Meyer,  Gen. 
diumsa  Thes.  I  488,  23. 

7)  Mit  imb-ro-  'sündigen':  Präs.  Sing.  3.  in-imruimdethar 
Thes.  II  253,  11;  PI.  3.  imm-e-ruimdetar  Ml.  46b  23;  Ipf. 
Sing.  3.  imm-e-roimded  115a  14;  Konj.  Sing.  2.  na  imroimser 
Wb.  20c  4;  3.  imm-e-romastar  Ml.  51a  18,  arna  imromastar 
Wb.  IIa  16;  PI.  2.  imroimsid  33b  8;  Konj.  Ipf.  PI.  1.  imroim- 
simmis  9c  10;  3.  ceni  iraroimsitis  Ml.  51a  19;  Fut.  PI.  3. 
imroimset,  imruimset  54a  23,  27;  Prät.  Sing.  3.  imrumadir 
Wb.  13b  31,  imm-e-rumediar  (zu  lesen  -dair)  Thes.  I  485,  25; 
PI.  3.  inn-imruimdetar  Ml.  105a  1;  Pass.  Prät.  Sing,  imm-e- 
romas  lllb5;  Inf.  immarmus,  immormus  Wb.28b  30,  3c  36, 
10c  11,  vgl.  14a  15,  Ml.  105a  2  u.  s.  w.  (mir.  imarbus  Wi.  627, 
Atk.  LBr.). 

8)  Mit  to-  'abmessen,  abwägen':  Präs.  Sing.  3.  dummidethar 
Ml.  82a  3;  Konj.  Sing.  3.  dumestar  68d  1;  PI.  3.  domessatar 
ZfcPh.  VII  485;  Fut.  Sing.  1.  dummessur  sa  Mh  78a  11;  Prät. 
Sing.  3.  do-ru-madir  si  16c  11;  PI.  3.  du-rui-mdetar  87c  4; 
Part,  toimse  25a  18;  Abstr.  tomus,  Gen.  toimseo  26b  6,  35c  23 
u.  s.  w. 

Anm.  2.  Die  Annahme,  daß  es  sich  um  verschiedene  Wurzeln  handelte 
(Asc.  setzt   med-,    moth-   und  zwei  verschiedene  Wurzeln  mid-   au;    vgl. 

37* 


580  Verbalverz.  mid-  —  muin-.      [§780,8-782,2 

auch  Windisch,  IF  III  73),  ist  unberechtigt.  Zur  Bedeutung  der  Präverbia 
imb-ro-  in  7°  vgl.  russ.  o-pro-kitiuti  ^umwerfen',  o-pro-mjöt  'Flüchtigkeits- 
fehler' {o-pecätka  'Druckfehler',  2}7o-maiü  'Fehlwurf'),  ir.  im-ro-11  'Fehl- 
wurf' (zu  §  711,  vgl.  §  697),  imm-r-aichne  'Irrtum'  (zu  §  745,  1)  u.  s.  w. 
—  Vgl.  c.  meddu  'to  possess,  to  be  able',  gommedd  'to  deny,  to  refuse' 
(zu  ir.  4°;  go-  ist  sekundär  wie  in  nc.  gollwng  statt  mc.  ellwng  'to  let 
go'  u.  8.  w.);  ferner  mc.  med  nc.  medd  'inquit'  (1.  Sing,  meddaf;  nur  im 
Präs.  und  Ipf.  vorkommend;  das  Ipf.  wird  als  narratives  Prät.  verwendet; 
Strachan,  Introd.  S.  97,  Eowland  §  324);  com.  y-n  meth  'inquit',  eigent- 
lich 'er  sagt  es',  PL  3.  y-n  me^ens  (1.  Sing,  methaf  Gwreans  an  bys 
1352,  Inf.  meth  es);  mbr.  emez  'inquit',  nbr.  eme  (mit  pronominalem 
Subjekt  mbr.  emezaff  'inquit'  nbr.  mask.  emezhaü,  fem.  emezhi,  PI. 
emezho,  als  ob  das  Wort  eine  konjugierte  Präposition  wäre;  vgl.  Ernault, 
Rc.  XI  465,  476);  schließlich  auch  c.  meddwl  'Gedanke'.  Zu  lat.  me- 
deor,  gr.  /u^(^o/Aat,  f,ifi<So^ai,  got.  mitan  'messen'. 

§  781.  mleg-,  inlig-  'melken'  (oben  I  43):  Ipf.  Sing.  3. 
no-blighed  Trip.  L.  72,  10;  PI.  3.  no-mbligtis  LL  260a  27; 
Prät.  perf.  Sing.  1.  doommalgg  Sg.  23b  2;  Pass.  Präs.  Sing.  rel. 
arindl  mblegar,  blegar  Corm.  S.  28  (melg),  33  (oi),  S.  M.  V 
260,  3;  Prät.  perf.  Sing,  doomlacht  Annais  of  Ulster  732;  Inf. 
blegon  Wi.  400,  K.  Meyer  227,  Gen.  mbleguin  Ann.  of  ü.  732. 

Mit  in-  (ind-)  od-:  Präs.  Sing.  3.  inombligh  'mulcts  or  levies' 
O'Dav.  Nr.  1119;  Pass.  Präs.  Sing,  inomblegar  'is  sued',  'wird 
dem  Verwandten  des  Schuldigen  abgefordert'  S.  M.  III  22,  12; 
Abstr.  inbleogan  'distraint  of  the  kinsman-surety'  S.  M.  Gloss., 
inbleogan,  inmbleogan  'proclamation  (of  the  law)'  O'Dav. 
Nr.  1145  (AfcLex.  II  398  f.). 

Mit  to-in-od-:  Konj.Sing.3.  duinmail  gl.  eliciat  Ml.  50b  1; 
Prät.  Sing.  3.  du-r-inniailc  gl.  jiromulgauit  31d  3;  Inf.  ar  in 
tinmlegun  gl.  promulgatione  71c  18.  Über  die  Verwandtschaft 
mit  lat.  prömulgäre  vgl.  Meillet,  MSL  XVII  60fiF. 

§  782.  moin-,  muin-,  Konj.  mena-,  'denken'  (Deponens): 
Prät.  Sing.  3.  ro-menair  'er  hat  überlegt'  Thes.  II  321,  2,  dia-ru- 
muinestar  'für  die  er  bestimmt  hat'  Wb.  4c  38. 

1)  Mit  air-  (und  dem  Zusatz  feid)  'ehren':  Präs.  Sing.  3. 
ar-as-muinethar  Ml.  36a  18,  ar-da-munethar  124c  16;  Konj. 
Sing.  3.  arraentar  Wb.  31c  10  (§  621  Anm.  4  S.  387);  Fut.  Sing. 
1.  ar-at-muinfer  sa  Ml.  63a  3;  PI.  3.  ar-a-mmuinfetar  61a 
16;  Prät.  PI,  3.  ar-ru-muinset  90a  1;  Pass.  Präs.  Sing,  armun- 
ter 28a  5;  Konj.  Sing,  ar-a-mmentar  61a  11;  Inf.  ermitiu, 
airmitiu  28a  21,  Wb.  7d  14,  vgl.  Ib  17,  5d  16  u.  s.  w. 

2)  Mit  aith-  'ehren,  bewundern':    Präs.  Sing.  1.  admuiniur 


§782,2—6]  Verbalverz.  muin-,  581 

Thes.  II  250,  3;  2.  adinuinter  Fei.  Okt.  2;  PI.  1.  admune- 
mar  Thes.  II  349,  4.  Zur  Bedeutung  des  Präverbs  aith-  vgl.  c. 
edmygu  §  777  Anm. 

Mit  for-aith-  'sich  erinnern,  erwähnen'  (das  m-  wird  nach 
aith-  mouilliert,  was  zur  Vermischung  des  Indikativstamms  mit 
dem  Konjunktivstamm  Anlaß  gibt;  das  Präverb  for-  wird  in  der 
unechten  Komposition  mit  fo-ro-  verwechselt,  vgl.  §586,2  8.303, 
und  ergibt  in  Verbindung  mit  dem  perfektischen  ro-  die  Gruppe 
fo-r-ur-,  vgl.  oben  S.  250):  Präs.  Sing.  8.  foraithminedar  Ml. 
17b  23,  55c  1,  fo-da-raithmine<dar)  25c  5,  vgl.  LU  111  b  17, 
33;  PI.  3.  foraithmenatar  Ml.  34a  24;  Konj.  Ipf.  Sing.  2.  for- 
n-aidminte  Sg.  161b  11  (statt  -menta);  Prät.  perf.  Sing.  3.  ni 
ru-foraithmenair  Ml.  24c  8,  vgl.  a  17;  PI.  3.  fo-r-uraith- 
minset  135a  1;  Pass.  Präs.  Sing,  foraithmenter  17b  23,  for- 
aithmentar  Ml.  52  (statt  -minter);  Inf.  foraithmet  neutr.  61b 
12,  vgl.  62  b  7,  135  d  1  u.  s.  w. 

Mit  com-for-aith-:  Gerundiv  comforait(h)miti  gl.  comme- 
moranda  Ml.  116d  5  (künstliche  Bildung). 

Mit  to-aith-  'sich  erinnern,  erwähnen':  Präs.  Sing.3.  doaith- 
minedar  Ml.  136c  11,  du-n-aithmenadar  Ml.  52  (-adar  durch 
Vermischung  des  Indikativstamms  mit  dem  Konjunktivstamm), 
taidmenadar  Wb.  9c  30,  rel.  taidminedar  som  Sg.  22b  10, 
ni  taithminedar  13b  4;  Inf.  taidmet  Wb.  3b  30. 

3)  Mit  fo-  'sich  in  Acht  nehmen,  Acht  geben':  Ipv.  Sing.  2. 
fomnae  Corm.  Transl.  69  Z.  10  v.  u.;  PI.  2.  fomnid,  fomnid 
si  Wb.  20b  15,  33a  15;  Konj.  Sing.  2.  fomentar  28c  9,  30c  2; 
PL  2.  fomenaid  7b  22;  3.  fummenatar  Ml.  43a  16;  Inf.  foimtiu 
Wb.  31  b  19,  vgl.  Ml.  43a  16. 

4)  Mit  for-  'beneiden':  Präs.  Sing.  3.  farmuinethar  gl.  fas- 
cinat  Thes.  II  46,  10;  360,  1  v.  u.;  PI.  3.  for-dob-moinetar 
Wb.  19d  27;  Prät.  PI.  3.  formenatar  xMl.  17b  16;  Abstr.  for- 
mat.  Dat.  forraut  43a  14,  Wb.  12c  29  u.  s.  w. 

5)  Mit  di-ro- 'vergessen':  Ipv.  Sing.  2.  nach-ara-dermainte; 
Konj.  Sing.  3.  arnach-n-dermanadar  Ml.  32d  5;  PI.  1.  con- 
dermanammar  ni  21c  3  (Indikativ?);  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  do- 
roimned  98d  5;  Fut.  Sing.  2.  du-n-dam-roimnife  se  32d  5; 
PI.  3.  duroimnibetar  77a  12;  Prät.  PI.  1.  ni  dermenmar  ni 
64a  3;  Inf.  dermet,  dermat.  Dat.  dermut,  Gen.  dermait 
23d  11,  96a  13,  32d  10,  124c  2,  23d  12. 

6)  Mit  to-  'glauben'-  Präs.  Sing.l.  domuinur  sa  Sg.  209b  10. 


582  Verbalverz.  muin-  —  nasc-.      [§782,6—784,1 

domuiniur  LU129b  8,  domoiniur  Wb.l4a  10;  2.  domointer  so 
Ic  13;  PI.  3.  domuinetar  Ml.  39 d  26,  vgl.  49b  7,  d-a-munetar 
som  35b  10,  vgl.  113d  11,  do-d-mainetar  Sg.  5a6;  Konj.  Sing.  3. 
dummenathar  Ml.  49a  15,  arna  tomnathar  30c  5,  Wb.  13c  2, 
na  tomnathar  17a  13;  PI.  1.  dumenamraar  Ml.  78b  24,  du- 
menmar  ni,  arna  tomnammar  ni  15d  5;  3.  in  tomnatar  18a 
5;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  domenad  Sg.  207b  4,  do-n-d-menad  Ml. 
49b  15,  arna  tomnad  51a  19,  vgl.  Wb.  17d  23;  PI.  3.  arna 
tomnitis  4d  17,  vgl.  25c  12,  arna  tomontis  12d  21;  Prät.  Sing. 
1.  domenar  sa  3c  26,  27,  to-m-'men(ar>  sa  Ml.  130d5,  du-rii- 
menar  49b  13,  130d  4,  nio-to-r-raenar  sa  42a  10;  3.  do-ru- 
menair  61d  2,  du-ru-menar  sora  32d  10;  PI.  1.  ni  to-r-men- 
mar  ni  115b  1;  2.  ni-tho-r-menid  68b  1;  3.  do-ru-menatar 
35b  18,  vgl.  80b  10,  Sg.  27a  18,  do-ru-menatc4r  LU  lila  34, 
ni  to-r-menatar  Ml.  90c  5,  vgl.  6,  95b  3;  Pass.  Konj.  Ipf.  Sing, 
arna  tomainte  96b  18;  Put.  Sing,  näd  tomnibther  Wb.25b  28; 
Kondit.  Sing,  dorn  muin  fide  Ml.  40c  17;  Part.  Dat.  Sing.  Neutr. 
negiert  neph-t<h>oimtiu  56d  1;  Inf.  toimtiu  61d  2,  Wb.  16d4 
u.  s.  Av.,  cäin-toimtiu  23a  22,  mi-thoimtiu  24d  22. 

Anm.  Zur  Etymologie  vgl.  I  47,  II  394.  Verwandt:  ir.  cum  an 
u.  s.  w.  I  171;  die  in  §  651  erwähnten  brit.  (und  ir. ?)  Formen;  c.  d-an- 
fon  u.  s.  w.  II  301;  abr.  guo-monim  u.  s.  w.  I  385  (c.  go-funo  ist  mög- 
licherweise von  einem  nicht  verwandten  Worte  beeinflußt:  mc.  d-am-unaw 
'wünschen',  Loth,  Kc.  XXIX  60'^). 

§  783.  miin-  'lehren'  (-I-Stamm  mit  teilweise  verlorener 
Mouillierung):  Prät.  Sing.  1.  ro-m-münus  Wb.  24b  18,  vgl.  17; 
PI.  3.  r-a-müinset  5b  44;  Part,  huanaib  muintib  gl.  monitis 
Ml.  70b  1;  Inf.  munud  Wb.  24 d  10,  11.  Die  Etymologie  ist 
unbekannt. 

§  784.  nasc- 'binden',  'verpflichten':  Präs.  Sing. 3.  ni  naisc 
S.  M.  I  861;  PI.  3.  ,ii  nascat  186,  14;  Konj.  Sing.  2.  ni  nais 
IV  36,  1,  2,  3,  vgl.  O'Dav.  Nr.  1256,  1259;  3.  ro-na  O'Dav.  Nr. 
1378;  Prät.  Sing.  1.  ro-nenasc  sa  LU  114b  6;  3.  nenaisc  S.  M. 
IV  346,  5;  Pass.  Präs.  Sing,  nascair,  fora-nascar  I  210,  25; 
194,  23;  Konj.  Sing,  nasair  II  126,  1  v.  u.,  ro-nasar  122,  13, 
IV  100,  10,  de-na-ro-nastar  V  370,  7,  co-ro-nastar  378,  2, 
LU  59b  11;  PI.  ro-nasatar  S.  M.  I  50,  1  v.  u.;  Prät.  Sing,  ro- 
nas  216,  24,  II  14,  28;  Abstr.  naidm.  Dat.  nadmaim,  Gen. 
nadma,  PI.  Nom.  nadmanna  u.  s.  w.  S.  M. 

1)  Mit  air- 'verloben':  Ipv.Sing.2.  ar-ot-naisc  LL  251b  22; 


§784,2—5.785,1.21     Verbalverz.  nasc-,  ness-.  583 

Fut  Sing.  1.  arnenas  'I  will  bind'  Rc.  XII  82,  80;  Prät.  Sing.  1. 
perf.  ar-ob-r(3inasc  AVb.  17b  27;  3.  arnenaisc  LU  128b  20; 
Pass.  Konj.  Sing,  mari  aranastar  (zu  lesen  mani  arnastar) 
Thes.  11  38,  7;  Inf.  urnaidm  S.  M.  II  346,  8  u.  s.  w. 

2)  Mit  fo-  'verpflichten':  Konj.  Sing.  2.  fonais  O'Dav.  Nr. 
1256,  ar-na-fo-r-nais[c]  S.M.I861;  Fut.  Sing  3.  fönen  a  ZfcPh. 
III  465,  22;  Pass.  Präs.  Sing,  fonascar  LU  72b  12;  Konj.  Sing, 
nad  fo-r-nastar  S.  M.  V  476,  24;  Inf.  fonaidm  S.  M.  Die 
liniten  Formen  folgen  jedoch  in  S.  M.  meist  der  regelmäßigen  -l- 
Flexion  (Präs.  PI.  3.  fonaiscit;  Pass.  Präs.  Sing,  fonaiscither; 
Fut.  Sing,  fonaiscfither). 

3)  Mit  for-:  Abstr.  fornaidm  'bond'  Ml.  27d  24,  vgl.  S.  M. 
II  98,  5. 

4)  Mit  imb-:  Ipv.  Sing.  2.  immonaisc  gl.  necte  Thes.  II 
47,  21  (entgleiste  Form,  mit  Restitution  eines  vermeintlichen  Prä- 
verbs fo-);  Part,  immainse  gl.  innexus  Ml.  62c  9,  PI.  Nora,  im- 
mainsi  gl.  connexa  36d  11. 

5)  Mit  in-:  Abstr.  PI.  secht  n-ennadman  *le  sette  connes- 
sioni'  Ml.  2d  2,  vgl.  Asc.  Ml.  S.  617 f.;  wenn  der  unklare  Dat. 
nenadmim  O'Dav.  Nr.  1299  hierher  gehört,  wird  das  anlautende 
n-  auf  volksetymologischer  Umgestaltung  (Vermischung  mit  redu- 
plizierten Formen)  beruhen.     Thes.  konigiert  ernadman,  zu  1°. 

Anm.  Die  Wurzel  geht  auf  -d-,  idg.  -dh-  aus  (vgl.  den  Inf.);  das  -se- 
ist präsensbildend,  hat  sich  aber  auch  außerhalb  des  Präs.  festgesetzt  und 
ist  nur  dem  Konj.  und  Fut.  (-s-  aus  idg.  -dhs-),  dem  Prät.  Pass.  und  dem 
Part.  (-S-  aus  idg.  -dh-  -f-  -i-)  fremd  geblieben.  Vgl.  br.  naska  'attacher 
les  bestiaux  par  les  cornes'.     Etymologie  I  76;  zum  Inf.  vgl.  II  60. 

§785.  ness-  (-ä-Stamm).  1)  Mit  ad- 'anklagen':  Ipf.  Sing. 
3.  ni  äinsed  O'Dav.  Nr.  15  (oder  Pass.  Prät.  Sing.?);  Pass.  Präs. 
Sing,  ainsithar  'is  reproached'  S.  M.  IV  384,  25  (als  Simplex  be- 
handelt); Inf.  äinsem  Wb.  4b  16,  17,  Gen.  ainsemo  Ml.  o4a  18. 

Mit  to-ad-  'anklagen':  Präs.  Sing.  2.  ara-tansi  LU  56b  17; 
Inf.  tänsem  18,  täinsem  Fei.  Epil.  524. 

2)  Mit  com-  'unter  den  Füßen  treten,  verurteilen':  Präs.  PI. 
3.  connessat  'sie  verurteilen'  Wb.  Id  7;  Ipv.  Sing.  2.  comainse 
gl.  iudica  Ml.  22b  2;  Konj.  Sing.  2.  ni  chomainse  Wi.  214,  7; 
3.  nad  chomaiusea  Svho  tramples  not'  Ml.  42b  28;  Fut.  Sing.  1. 
co-t-nessiu(b)  sa  'ich  werde  ihn  unter  den  Füßen  treten"  126c 
17;  3.  onesfea  gl.  contempnet  (statt  condemnet)  Wb.  4b  15;  Prät. 
Sing.  3.  lasse  co-ru-nes  gl.  inculcando  ]M1.  102d  5;   Pass.  Präs. 


584  Verbalverz.  ness-,  neth-.        [§785,2-4.786 

Sing,  [amal  ones]  amal  conestar  'is  trampled'  126c  17;  Gerun- 
div comainside  Wb.  29a  16  (zu  lesen  -di;  oder  Part.?);  Inf. 
A.D.  comainsem  Ml.  36a  34,  74b  17,  comainsem  Wb.  lld  6. 

3)  Mit  di-  'verachten':  Konj.  Sing.  3.  dunessa  Ml.  36a  12, 
o-de-r-nessa  129a  14;  Fut.  Sing.  2.  donesbe  112c  3;  Prät. 
Sing.  1.  d-a-ru-nesus  36c  1;  Inf.  dinseni  Atk.  LBr.  S.  645, 
vgl.  K.  Meyer,  Hib.  min.,  S.  M. 

4)  Mit  to-  'to  bruise,  crush'  'conculcare':  Prät.  PI.  3.  ro-s- 
tuindsetar  (als  Simplex  behandelt);  Inf.  tuinsem  Atk.  Lßr.  S.942, 
vgl.  Wi.  Täin,  Wi.  IV  2,  K.  Meyer,  Hail  Brigit  §  5. 

Anm.  Zwei  Verba  sind  wolil  zusammengefallen.  1°,  3°  und  teilweise 
2°  gehören  wohl  mit  -ss-  aus  -ts-  zu  gr.  oveiäos,  arm.  anicanem  'fluche' 
(KZ  XXXVIII  206),  got.  ganaitjan  'lästern',  skr.  fiindati  'schmäht,  tadelt, 
verachtet';  hierher  vielleicht  auch  ir.  Fut.  Sing.  3.  fonnitfea  gl.  sub- 
sannabit,  Inf.  fonitiud  Ml.  17a  4,  7  (-t-  aus  -cht-).  Aber  die  Form  der 
Infinitive  und  die  Bedeutung  'treten'  (4°,  teilweise  2°)  erinnern  an  §  824 
(etwa  *ni-sthä-).     Anders  Sarauw,  Irske  St.  S,  75. 

§  786.  neth-.  1)  Mit  air-  'erwarten',  gl.  expectare,  susti- 
nere:  Präs.  Sing.  1.  arneut  sa  Wb.  14a  18,  ar-a-neut  sa  23b 
27;  PI.  1.  ar-a-nethem  31c  17;  3.  arneithet  Ml.  39d  25;  Ipf. 
PI.  3.  ar-un-nethitis  Thes.  I  497,  43;  Konj.  Sing.  2.  ar[r]-a- 
nethe  Ml.  55a  2;  Fut.  PI.  1.  ar-da-nesamar  Wi.  II^  175,  44, 
ar-ta-nesamar  Wi.  TäinS.722i;  3.  bar-da-nessat  ebd.  S.846^; 
Prät.  Sing.  1.  ar-ut-neithius  sa,  ar-ro-t-neithius  sa  46d  14, 
b20  (vgl.  oben  S.  246);  3.  ar-ro-neith  50b  8,  ar-rü-neid  68a  6, 
ar-ru-neastar  50b  8;  PI.  3.  ar-ru-neithset  9;  Pass.  Präs.  Sing, 
ar-a-neter  42c  23;  Konj.  Sing,  aran-eirnestar  118d  10;  Inf. 
irnaide  Wi.  645. 

2)  Mit  in d- 'erwarten':  Präs.  Sing.  1.  inneuth  Thes.  II  42,  11; 
Ipv.Sing.2.  (Depon.)  indnite  Wb.l0a21;  3.  indnadad  lld  14; 
Fut.  Sing.  1.  ni-sn-idnus  YBL  45b  31;  Prät.  Sing.  3.  ad-ro- 
neestar  gl.  sustinuit  Wb.4c35;  Inf. indnaide  (neutr.),  tri-sa  n-in- 
naide  ar-a-neter  si  'through  the  expectation  with  which  it  is 
awaited'  Ml.  42c  22,  23,  indnide  Wb.  4a  19,  Dat.  oc  indn(idiu) 
26b  7,  iar-sind  indnidiu  ar-a-neut  sa  'according  to  the  expec- 
tation wherewith  I  expect'  23  b  27. 

3)  Mit  to-:  Abstr.  tumide  'a  holding,  possession'  S.  M., 
K.  Meyer,  Cäin  Adamnäin  S.  46,   O'Dav.  Nr.  824,   Wi.  IV^  562. 

Anm.  1°  und  2°  scheinen  sich  zum  Teil  zu  supplieren;  1°  ist  in  der 
echten,  2°  in  der  unechten  Komposition  selten.  Über  ad-ro-neestar, 
ar-ru-neastar  s.  §  621  S.  388,  §  733  Anm.  S.  526.     Zu  derselben  Wurzel 


§787.788,1]  Verbalverz.  nig-,  110-.  585 

gehört  wohl   noch    im-nod   neutr.  'Leiden,   Drangsal'    Wb.  16  a  28,  7  b  16, 
Ic  18  u.  s.  w.     Vgl.  got.  nipan  'unterstützen',  skr.  nüthd-m  'Hülfe'. 

§  787.  nig-,  neg- 'waschen':  Präs.  Sing.  3.  no-d-nigh  Wi. 
Täin  S.  5411^  rel.  niges  LU  29a  10;  Konj.  Ipf.  Sing.  2.  mani 
nestä  LL  284b  16;  Fut.  Sing.l.  no-t-ninus  Wi.  Täin  S.  880»; 
Pass.  Präs.  Sing,  näd  iiegar  Eriu  II  224,  6,  vgl.  Monast.  Tall, 
155,  25,  asa-negar  ZfcPh.  III  214,  rel.  negar  Corm.  Transl. 
119,  1,  Wi.  Täin  S.  54115,  5431^  880^;  Fut.  Sing.  perf.  co  roe- 
nastar  Eriu  II  222,  21;  Prät.  Sing.  perf.  ni  roenacht,  nad  roe- 
nacht  Eriu  II  224,  4,  5,  vgl.  Monast.  Tall.  155,  21,  23;  Inf.  nige 
Wi.  708,  Eriu  II  222,  22.     Vgl.  necht  'rein'  (s.  Asc.). 

1)  Mit  di-  'waschen':  Präs.  Sing.  3.  dinigh  S.  M.  IV  318,  3 
V.  u.;  Prät.  perf,  PI.  3.  docoemnagtar  Fei.  Jan.  4;  Abstr.  dinech 
K.  Meyer  654. 

2)  Mit  fo- 'waschen':  Prät.  Sing.  3.  fonenaig;  Abstr.  funech 
Thes.  II  322,  8,  22. 

Mit  di-fo-  (di-od-?)  'waschen':  Präs.  Sing.  1.  dofonug  Sg. 
22b  5,  dofonuch  54a  8,  146b  2;  PI.  3.  dufonget  Ml.  78b  5; 
Fut.  Sing.  1.  dofonus  sa  47a  19;  Abstr.  diunach,  diunnach 
S.M.,  Wi.485,  K.  Meyer  665,  Gen.  PI.  diunag  AVb.  33d  2.  Vgl. 
o  glandiunucht  gl.  a  lauacro  ZfcPh.  VII  485. 

3)  Mit  to-  'waschen':  Abstr.  tonach  Wi.IVni70,  LU  119b 
14,  Rc.  XXIII  437  (vgl.  noch  XIII  124,  Wi.  IV^  S.  310,  O'Dav. 
Nr.  1583),  Dat.  tonuch  LU  119b  20  (nicht  mit  tonach  fem. 
^tunica'  zu  verwechseln;  aber  es  wird  dem  Einfluß  dieses  Wortes 
zu  verdanken  sein,  daß  tonach  'Waschen'  in  den  Ortsnamen  A'th 
Toncha,  Garb-Thanach  fem.  ist). 

Anm.     Zur  Etymologie  vgl.  I  108  f..  Osthoff,  IP  XXVII  177. 

§  788.  no-.  1)  Mit  ad-:  Nom.  PI.  anai,  Akk.  anu,  Dat. 
änib.  Gen.  ane,  anae  'Reichtum'  Ml.  95a  13,  57a  3,  Wb.  16c  2, 
27  b  9,  Ml.  56  d  14,  b  43  u.  s.  w.  (vgl.  AscoU  XXXV). 

Mit  imb-ad-  'vermachen',  gl.  delegare:  Ipf.  PI.  3.  imm-an- 
äntis;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  immänad;  Prät.  Sing.  3.  imm-e-r- 
äni  Thes.  II  28,  29;  27,  39,  38,  imm-r-äni;  PI.  3.  imm-r-ansat 
239,  12,  13;  Pass.  Prät.  Sing,  ro-immanad  LU  122b  38;  Abstr. 
imna  'gift,  bequest'  S.  M. 

Mit  to-imb-ad-  'vermachen',  'auftragen':  Prät.  Sing.  3.  perf. 
t-an-immairni  Thes.  II  289,  18,  do-thimarnse  LL  117a  17 
(mit  Verdoppelung  des  ersten  Präverbs);  Pass.  Prät.  Sing.  perf. 
doimmarnad   Ml.  34a  6,    timarnad  LL  117a  16,   LU  44b  27, 


586  Verbalverz.  no-,  o-.  [§788,2.  789,1.2 

timarnäcl  45b  28;  Inf.  timne  neutr.  Wb.  3c  33,  timpne  4d  24, 
timnae  Ml.  71b  14  u.  s.  w.,  tirana  S.  M.  III  52,  1. 

2)  Mit  aith-  ^anvertrauen':  Präs.  Sing.  3.  a-t-noi  Trip.  L. 
140,  3;  Ipv.  PI.  2.  aititnid  (zu  lesen  aithnid)  i-lläim  Lücifir 
di-a  bädud  ocus  di-a  formüchad  i  füdomain  ifirn  'übergebet 
sie  in  L's  Hand,  damit  sie  in  der  Tiefe  der  Hölle  ertränkt  und 
erstickt  werde'  Wi.  183,  22;  Konj.  Sing.  3.  adnoodur  gl.  cru- 
ciendos  reseruare  Thes.  1714,  11  (könnte  als  ad-n-oodur  zu  §  789 
gestellt  werden ;  aber  ein  ad-o-  ist  sonst  nicht  belegt,  und  die  Bed. 
'übergeben'  ist  im  Zusammenhang  durchaus  möglich);  Abstr.  aithne 
gl.  depositum  Sg.  66a  26,  'Reichtum'  Thes.  II  xxii  1,  vgl,  S.  M. 
Gloss.  53.     Vgl.  asnoi  'he  swore'  K.  Meyer  137. 

Anm.  Dem  ir.  aithne  entspricht  c.  adneu  'deposit,  pledge'.  Mit 
1°  vgl.  lat.  ad-nuö,  Stokes,  Trip.  L.  641,  oben  1441  (wo  die  Angabe  über 
ir.  anai  ungenau  ist).  —  Von  den  obigen  Zusammensetzungen  jedenfalls 
etymologiseh  verschieden  ist  fo-no-  'kochen,  backen':  Prät.  PI.  3.  f-an- 
noiset  Lü  23b  38,  fonöiset  LL  120a  13  (Rc.  III  176);  Pass.  Präs.  Sing, 
fonither  Monast.  Tall.  132,  20;  Konj.  Sing,  fonaither  LL  251a  7;  Prät. 
Sing,  fonoad  LU  122b  38  (falsch  durch  ro-immanad  glossiert:  vgl. 
Trans.  Phil.  Soc.  1899—1902  S.  434);  Part,  fonaithe  LL  251a  43,  Atk. 
LBr.  S.  714;  Inf.  fuine  Wi.  582.  Die  Etymologie  ist  unbekannt  (un- 
annehmbar Zimmer,  Zs.  f.  d.  Altertum  XXXV  106);  erwähnen  will  ich  die 
Vermutung,  daß  es  sich  um  ein  entstelltes  fo-gni-  (echt  komponiert 
lautgesetzlich  *föni-,  danach  in  der  unechten  Komposition  analogisch 
fo-ni-  u.  s.  w.)  handeln  könnte;  vgl.  air-fo-gni-  S.  543. 

§  789.  0-.  1)  Mit  ad-:  Konj.  Sing.  3.  ad-n-oodur  (sehr 
zweifelhaft,  s.  §  788,  2). 

2)  Mit  com-  'bewahren':  Präs.  Sing.  3.  onöi,  co-ta-öei 
ade  Wb.  29d  29,  ooi  LU  98a  36,  comathar(?)  LL  119a  29; 
PI.  3.  co-tn-oat  som  Ml.  112b  20;  Ipv.  Sing.  3.  comad  LL 
293b  1;  PI.  2.  comid  Wb.  27a  3,  co-td-öith  si  7d  4;  Konj. 
Sing.  3.  conoadar;  Fut.  Sing.  3.  co-tn-öba  LL  293b  2,  294b  11, 
co-tn-oaba  21,  co-tn-ofadar  Strachan,  Trans.  Phil.  Soc.  1891 
—1894  S.  494;  Pass.  Konj.  Sing,  co-tam-r-oither  Fei.  Epil.  69; 
als  Inf.  fungiert  das  zur  Wurzel  em-  gehörige  comet  §712,  1 
(comeit  AVb.  28d  3,  29c  9,  vgl.  §  239  Anm.  I  343),  s.  bes.  Ml. 
112b  20  (bete  oc  comet  .  .  co-tn-oat). 

Mit  for-com-  ds. :  Präs.  Sing.  3.  for-ta-comai  som  Ml. 
29a  3,  for-t-chomi  Sg.  176b  2,  ni  forcmi  188a  30;  PI.  1.  cia 
forcomam  ni  9a  22  (kaum  Konj.);  3.  forcomat  167b  1,  näd 
forcmat  50a  6,  vgl.  21b  14,  157b  9;  Konj.Sing.3.  forcomedar 
Monast.  Tall.  129,35;  Konj.  Ipf.  PI.  3.  ara  forcmatis  Sg.  149a  5; 


§789,2—791]  Verbalverz.  o-  —  org-.  587 

Prät.  Sing.  3.  forcmastar  LL  123b  7;  Pass.  Präs.  Sing,  for- 
dom-cliomaither  Sg.  139b  2;  PI.  forcomaidder  IIa  2;  Part, 
forcmide  36b  3  (scheint  Schreibfehler  für  forcmachte,  §  752.  2 
S.  555,  zu  sein);  Inf.  forcomet  112b  3,  vgl.  22a  1,  214a  3,  Ml. 
49a  11  (weitergebildet  forcoraetas  'Erhaltung'  Sg.  208a  10,  vgl. 
Ml.  29c  3,  55d  7;  ferner  ein  abgeleitetes  Verbum  forcoimetaid 
'bewahrt',  Atk.  LBr.  S.  720). 

Anm.     Vgl.  skr.  ävati  'freut  sich,  hilft,  schützt',  lat.  auGre. 

§  790.  od-  (Sarauw,  Irske  Studier  S.  87):  Präs.  Sing.  3.  rel. 
echlach  oides  a  corp  do  cach  'an  echlach-woman  who  prostitu- 
tes  her  persou  to  every  one'  S.  M.  V  272,  4  (mit  junger  Schreibung 
aidhes  274,  6,  aees  IV  64,  15);  Ipv.  Sing.  2.  öid  menraain  gl. 
intuere  Ml.  101b  5,  gl.  ecce  24c  13;  Konj.  Sing.  2.  mad  ois  'if 
thou  lendest'  O'Dav.  Nr.  1310  (Kompositalform  statt  der  Simplex- 
form); Prät.  Sing.  2.  ro-huad  so  'thou  hast  lent';  3.  ro-huaid 
'has  lent'  S.  M.  V  368,  18  (Stokes,  Rc.  XXIV  407);  Pass.  Präs. 
Sing,  nad  odur  do  (junge  Orthographie  statt  odar)  'das  ihm  nicht 
geliehen  (überlassen)  wird'  S.  M.  V  262,  3;  PI.  rel.  odatar  'are 
lent'  370,  1;  Ipv.  Sing,  odar  III  152,  27  (odur  IV  36,  26),  odhar 
'let  it  be  lent'  O'Dav.  Nr.  1303;  Gerundiv  is  oissi  menmain  gl. 
intimanda  Ml.  115c  6;  Inf.  ind  huän  menman  gl.  animaduei-sio 
28d  12,  oc  uain  'in  loaning'  Wb.  31c5,  oin.  Gen.  ona,  PI.  Nom. 
onai  'loan'  S.  M.  V  278,  8,  I  138,  34,  V  370,  1  u.  s.w.,  O'Dav. 
Nr.  1312,  vgl.  uäin,  huain  'otium'  Wb.  14a  25,  Ml.  100a  3. 

Mit  cäin-:  Konj.  Sing.  2.  cain-ois  Wi.  214,  2. 

Das  Präs.  hat  idg.  -u-,  das  Prät.  hat  idg.  -ou-.     Vgl.  I  65. 

§  791.  org-  'töten,  verwüsten'  (vgl.  Thurneysen,  Rc.  VI  95 ff., 
371,  Zimmer,  KZ  XXX  49ff.):  Präs.  Sing.  3.  orcaid  Ml.  19d  6, 
no-dn-oirg  S.  M.  I  12,  23,  rel.  orcas  Wb.  28a  4,  oirges  S.  M. 
I  12,  12,  IV  146,  14;  Konj.  Sing.  3.  cacha  orr  Sg.  12b  7  (§525,3), 
arna  horr  S.  M.  IV  124,  10,  ro  oir  O'Dav.  Nr.  1328;  PI. 3.  ro- 
orat  S.  M.  IV  140,  27;  Fut.  Sing.  2.  in  nl  irr  Ml.  77a  10,  13, 
15  (§  559  Anm.  2  S.  257),  in-da-hierr  77a  16;  3.  iür-th-und 
'wird  uns  töten'  LU  108a  19,  rel.  iuras  87b  37  (mittelirische 
Neuerung);  Prät.  Sing.3.  ro-ort  Ml.  48c  8,  ru-hort  63b  12;  Pass. 
Ipf.  Sing.  n<o)-oircthe  Thes.  I  492,  23;  Ipv.  Sing,  orgar  S.  M. 
IV  102,  8;  Konj.  Sing,  ro-ortar  140,  25,  rü-hor[g]tar  96,  1; 
Konj.  Ipf.  Sing,  nach  ortha  II  338,  19;  Fut.  Sing,  ni  hiürthar 
LU  91b  22;  Kondit.  Sing,  ro-iurtha  LL  252b  27;  Prät.  Sing, 
(rel.)  orta  Fei.  Jan.  26,  März  6,    Sept.  7,  ro-hort   LU  99a  17, 


588  Verbalverz.  org-.  [§  791,  1—4 

lasn-ort,  las-r-ort  Fei.  Okt.  22,  Prol.  106;  PI.  ro-horta,  las- 
r-orta  Prol.  36,  65;  Inf.  orcun,  Akk.  D.  orcuin,  orcain,  (Ten. 
oircne  Wb.  4b  23,  Ml.  23b  4,  5,  73d  6,  85b  9,  99b  4,  60cl  3, 
22b  1. 

1)  Mit  com-air-  -'iiren':  Prät.  PI.  3.  perf.  con-r-erortatar 
Ml.  75 d  10,  Sg.  210b4;  Abstr.  comrorcon,  comrorcan  'Irrtum', 
Akk.  D.  comrorcuin,  comrorcain,  Gen.  corarorcne  Wb.l8d7, 
Ml.  25d  12,  82d  6,  127d  5,  56b  9,  Sg.  90a  6,  Wb.  22a  16,  Ml. 
14a  7,  Ml.  82d  7,  PI.  Akk.  comroircnea  Wb.  30c  21  (com- 
roi(r>cniu  Sg.  Ia2),  Dat.  comroircnib  Ml.  105 d  4,  Gen.  com- 
rorcan 2  a  6.  Die  Mouillierung  des  -rgn-  im  Akk.,  Dat.  PI.  ist 
analogisch  nach  dem  Gen.  Sing.     Vgl.  noch  §  455,  2  S.  111. 

2)  Mit  com-:  Abstr.  Akk.  comorguin  'the  breaking  (of 
bones)'  S.  M.  I  202,  1. 

3)  Mit  di-:  Abstr.  Gen.  diorcne 'destruction'  Thes.11247,  11. 

4)  Mit  ess-  'schlagen':  Präs.  Sing.  3.  asoirc  Sg.  33a  2, 
asöircc  Wb.  Ha  11;  Prät.  perf.  Sing.  1.  as-com-ort  Sg.  210a  6; 
3.  rel.  as-chom-art  Ml.  34b  18;  Pass.  Prät.  perf.  Sing,  as-com- 
art  36b  22;  PI.  as-chom-arta  (rel.)  26d  11,  ho-r-esarta  34b 
13;  Part,  esartae  Thes.  I  491,  28,  PI.  Dat.  esartaib  Ml.  36b  17, 
37b  29;  Inf.  essarcon,  Akk.  Dat.  sesorcuin,  esorcuin  Wb. 
12d  3,  Sg.  33a  3,  67a  10,  PI.  Nom.  esaircnea  Ml.  51b  21,  Dat. 
esaircnib  Wb.  15d  30,  essarcnaib  Ml.  131b  12  (vgl.  esorcain 
'act  of  injuring'  S.  M.,  esorguin  'crushing'  O'Dav.  Nr.  763). 

Mit  di-ess-:  Prät.  perf.  Sing.  3.  du-es-cm-a(r)t  gl.  confudit 
Ml.  103d  4;  Abstr.  di-a  n-diusarcuin  (zu  lesen  -diasarcuin) 
'to  slay  them'  84  b  11. 

Mit  ind-ess-  (oder  in-di-ess-,  in-ess-?):  Präs.  Sing.  1.  ni- 
ssn-iunsurg  'ich  bringe  sie  nicht  in  Verwirrung'  Wi.  141,22  (vgl. 
ebenda  8;  325,  2);  Prät.  Sing.  3.  ionnsort,  r-innsort  'moved' 
O'Don.  Suppl.  (Ascoli  CCLXVI);  Pass.  Präs.  Sing,  ni  hinnsorgar 
'he  is  not  moved  (from  district  to  district)'  O'Dav.  Nr.  1140;  Part, 
insarta  gl.  impactum  Thes  II  8,  39;  Inf.  innsorguin  'motion 
or  driving'  O'Dav.  1.  c. 

Mit  air-ind-ess-:  Prät.  PI. 3.  ar-r-insartat(ar;  gl.  quseserunt 
Ml.  99  c  5. 

Mit  to-ess-  'befreien,  retten':  Präs.  Sing.  1.  tessurc,  do-m- 
esurc  sa;  3.  du-n-esairc;  PI.  3.  du-n-escarat  (zu  lesen  -esar- 
cat)  Thes.  II  249,  5;  248,  11;  Konj.  Sing.  2.  ma  d-a-essoir 
'wenn  du  es  ausnimmst'(?)  Wb.  17d  2;  Fut.  Sing.3.  do-da-essarr 


§  791, 5. 6]  Verbalverz.  org-.  589 

som  5c  12;  Prät.  (mit  perf.  -com-)  Sing.  3.  do-nn-esmart  Thes. 
II  322,  9;  Abstr.  tesarcon,  Akk.  tesargain,  Gen.  tesairgne 
Wi.  819,  S.  M. 

5)  Mit  frith-  'verstoßen,  etwas  versehen':  Präs.  Sing.  2.  fri- 
sorcai-ssiu,  fri-tamm-oirci  se  Ml.  44b  31,  26;  3.  frisoirc 
63b  17,  fris-n-oirc  28a  20;  PI.  3.  frisorcat  15a  8,  86c  6, 
104b  2,  frisorgat  39d  30,  fri-tamm-orcat  39c  27,  vgl.  62c  21, 
nad  frithorgat  79a  3;  Ipf.  Sing.  3.  frisorcad  118a  1;  PI.  3. 
frisoirctis  67b  14,  friss-idn-oirctis  39a  20;  Ipv.  Sing.  3.  na 
fridoirced  AVb.  14a  27;  PI.  2.  na  frithorcaid  Ml.  114a  9; 
Konj.  Sing.  3.  fris-n-orr  15a  10,  perf.  rel.  fris-chom-arr  77a 
12;  PI.  3.  fris-n-orrat  80b  9;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  fris-n-orrad 
124d  8;  PI.  2.  frisorthe  Wb.  10c  12;  Fut.  Sing.  1.  frissiurr 
Ml.  37c  12;  3.  fri-tamm-ior  sa  32d  27,  fri-tatn-iarr  su  93a 
15  (§  266  Schluß  I  396);  PI.  3.  fri-tamm-iurat  33a  1,  fris-n- 
errat  100c  9  (vgl.  oben  S.  361);  Prät.  perf.  Sing.  1.  fris-com-urt 
sa  AVb.  33a  12;  3.  fris-com-art  Ml.  63b  11,  nad  frith-chom- 
art  47a  2;  PI.  3.  friscomartatar  Wb.  5b  11,  friscomartat 
Ml.  111b  1;  Pass.  Präs.  Sing,  frissorcar  Wb.  6c  13,  fris-n- 
orgar  Ml.  77d  10;  Konj.  PI.  fris-n-orratar  ZfcPh.  VII  480; 
Prät.  perf.  Sing,  fri-tum-chomart  sa  Wb.  33a  12;  Part,  fri- 
thorta3  ebd.,  frithortae  Ml.  39a  14,  50a  2,  59a  5,  127b  10,  vgl. 
19c  6,  29b  2,  39a  4,  58b  8,  132b  1;  Inf.  frithorcon,  frithorgon, 
frithorcun,  A.  D.  frithorcuiu,  frithorcoiu,  frithorcain.  Gen. 
frithoircne,  PI.  Akk.  frithoircnea,  Dat.  frithoircnib.  Gen. 
frithorcun  Wb.  10c  5,  Thes.  II  246,  18,  19,  Ml.  33a  16,  53b  6, 
107b  8,  36d  1,  130c  6,  19c  5,  54d  13,  33a  18,  56d  11  u.  s.  w. 

Mit  com-frith-:  Abstr.  corafrithorcun  gl.  colHsio  Ml.  138b  1 
(künstliche  Bildung). 

6)  Mit  imb-:  imortun  (-cuin?)  Dat.  'Strafe' (?)  Wb.  6a  5. 
Mit  to-imb-    'zusammendrängen,   einengen,  zwingen,  sti-afen': 

Präs,  Sing.  1.  doimmurc  Sg.  181b  3;  3.  do-m-immuirc  Wb. 
23b  36;  Ipv.  Sing.  3.  timmargad  Ml.  136c  8;  Konj.  peii".  Sing. 
3.  d-a-imm-chom-arr  77a  12;  Fut.  Sing.  1.  doimmarr  Wb. 
9a  20;  Prät.  Sing.  3.  d-an-immart  Ml.  14b  14,  perf.  do-b-im- 
chom-artt  Wb.  3b  21;  PI.  3.  perf.  do-mni-im-choni-art^atar) 
Ml.  39c  32;  Pass.  Präs.  Sing,  ni  timmorcar  Sg.  3a  4;  Ipf.  Sing, 
duimmaircthe  Ml.  131a  10,  vgl.  73c  4;  PI.  doimmairctis  36a 
26;  Konj.  Ipf.  Sing,  do-n-immarthae  130c  21;  Fut.  Sing,  du- 
immarthar  90a  9;  Part,  timraartae  44a2,  vgl.  118d  13,  121d5, 


590  Verbalverz.  org-.  [§  791, 7 

27a  4,  57a  6,  'kurz'  Sg.  52a  15,  56b  12,  timmorta  3b  5,  vgl. 
115a  2,  126b  3,  3a  8;  Abstr.  Akk.  timmor(cuiii)  18b  3,  Dat. 
timmarcuin  Ml.  111c  3,  Gen.  timmoircne  Sg.  221b  8,  PL 
Akk.  timmaircnea  Ml.  55d  18,   Dat.  tiraraaircnib  Wb.  15d  31. 

7)  Mit  to-  'zerquetschen,  zerschlagen,  zerstampfen'  (vor  dem 
Anlaut  des  Verbums  tritt  in  den  unecht  komponierten  Formen  ein 
f-  auf  [vgl.  obenS.250J;  danach  haben  die  echt  zusammengesetzten 
Formen  die  Gestalt  tuarg-  statt  des  zu  erwartenden  *torg-  ange- 
nommen, und  schließlich  ist  -ua-  aus  der  echten  Komposition  in 
die  unechte  Komposition  gedrungen ;  nur  die  perfektischen  Formen 
zeigen  noch  klar  die  ursprünglichen  Bestandteile  der  Zusammen- 
setzung; vgl.  Sarauw,  Irske  Studier  S.  42):  Präs.  Sing.  3.  dofuäircc 
Wb.  lOd  6,  dofuairc  Ml.  84b  12;  PI. 3.  dufuargat  85b  6;  Ipf. 
PI.  3.  dufuiarctis  33a  6  (statt  -fuairctis);  Konj.  Sing.  3.  du- 
fuarr  48c  31,  perf.  do-com-ar  23d  5;  PI.  2.  dufuarraid  ni 
78d  7;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  arna  tuarrad,  nach-a-tuarrad  121d 
17,  18;  Fut.  Sing.  1.  dufiurr  sa  113a  11;  2.  dufurr  (zu  lesen 
-fiirr)  126d  1;  3.  perf.  du-com-arr  85c  3;  Prät.  perf.  Sing.  3. 
do-com-art  45a  11,  annu-da-com-art  (statt  a  n-du-da-com- 
art)  36d  9;  PI.  3.  do-com-artatar  22d  4;  Pass.  Ipf.  PI.  do- 
fuaircitis  Sg.  184b  3;  Ipv.  PI.  tuargatar  Ml.  86d  22;  Konj. 
Ipf.  PI.  o-tuartis  54a  18;  Prät  perf .  du-com-art  111b  18;  Part. 
Nom.  PI.  tuartai  83b  4;  Gerundiv  tuarti  126c  18;  Inf.  tuarcun. 
Dat.  tüarcuin,  tuarcain  Wb.  Ic  19,  lOd  C),  Ml.  84c  22  u.  s.  w., 
Gen.  tuaircnae  29b  9. 

Mit  com-to-  'zerquetschen'  (in  der  echten  Komposition  er- 
scheint statt  des  lautgesetzhchen  co-  analogisches  com-  teils  mit, 
teils  ohne  folgender  Lenition):  Ipv.  Sing.  2.  comtuairc  Ml.  29b  6; 
Prät.  perf.  Sing.  2.  conto-chm-airt  siu  17a  2,  19c  7;  Pass.  Präs. 
Sing,  contuarcar;  Abstr.  comtuarcan  34a  27,  comthiiarcon 
Wb.  2  b  2. 

Mit  frith-to-:  Präs.  Sing. 3.  fristuairc  gl.  obtundit  ML  143c 2. 

Mit  imb-to-:  Präs.  PL  3.  im-a-tuarcat  doib  'sie  zerhauen 
sich  gegenseitig'  YBL  118b  16  (statt  der  subjektlosen  Konstruktion 
§  589  S.  311);  Inf.  oc  imthuarcain  'as  they  pound  one  another' 
ML  16  b  7. 

Anm.  Vgl.  abr.  treorgam  gl.  perforo,  gall.  org^  gl.  oocide  Corp. 
Gloss.  Lat.  V,  376,  29,  abr.  orgiat  gl.  caesar,  gall.  Orgeto-rix  MN. 
Liden,  Armenische  Studien  S.  87,  vergleicht  arm.  harJumem  'schlage'  (idg. 
*fura-,   *pra-). 


§792.793]  Verbalverz.  ra-,  rad-.  591 

§  792.  ra-  'rudern':  Prät.  PI.  3.  ro-räiset  LU  120b  21; 
Pass.  Präs.  Sing,  nadli  rathar  O'Dav.  Nr.  1370.  Mit  imb-  'ru- 
dern, schiffen':  Präs.  Sing.  2.  imm-e-räi;  Ipf.  Sing.  3.  imm-e- 
raad  Iinram  ßrain  §  37,  §  61;  Prät.  Sing.  1.  imm-ö-rousa  (-ö- 
statt-e-;  -rous  (s)a);  3.  imm-a-rä  Wi.  627,  perf.  iram-re-rse  gl. 
soluerat  Sg.  62  b  7  Tlies.  (die  Behandlung  des  perf.  Präverbs  ist  auf- 
fällig); PI.  3.  imroiset  Trip.  L.  214,  19,  imraset  LU  26a  6;  Inf. 
imram  Ml.  126a  1,  vgl  5,  7,  Gen.  imrama  S.  M.  III  252,  8. 

Vgl.  an.  röa,  ht.  ir-ti  'rudern',  lat.  rO-mus  'Ruder',  gr. 
EQE-T(.iog,  skr.  aritra-  ds. 

§  793.  räd-  'sprechen'  (-«-Stamm  mit  teilweise  verlorener 
Mouillierung;  der  Konj.  mag  seit  jeher  ein  -ä-Stamm  gewesen  sein): 
Präs.  Sing.  1.  no-radim  Ml.  47b  13,  no-raidiu  Fei.  Epil.  358; 
3.  ni  radi  Ml.  35d  22,  rel.  radas  42c  4,  10;  PI.  3.  ni  radat 
som  31a  18;  Ipf.  Sing.  1.  nu-radin  se  74c  3;  Prät.  Sing.  1.  ru- 
radus  sa  50d  7;  2.  ro-radis  su  Thes.  II  2,  35;  3.  ru-rädi  Wb. 
7d  9  (mir.  ro-räid  Wi.  730);  PI.  1.  ro-räitsem  Thes.  II,  2,  34; 
Pass.  Präs.  Sing,  frissa-rater  Ml.  42c  4;  Inf.  räd  Sg.  140a  1, 
rad  Ml.  46a  19,  ban-räd  'women's  talk'  Wb.  29a  5.  Vgl.  mir. 
com -räd  'Gespräch'. 

Mit  imb-  'überlegen,  denken':  Präs.  Sing.  1.  imradim  Sg. 
155b  3,  imrädaim  Thes.  II  230,  17;  2.  imm-e-radi  siu  Ml. 
43c  4;  3.  imrädi  Wb.  17a  LS,  vgl.  8b  9,  Ml.  33d  2,  35d  22. 
perf.  im-ro-rdai  Thes.  II  229,  32;  PI.  1.  imradam  ni  Ml.  93a 
5;  3.  imrädat  Wb.  Id  7,  vgl.  Ml.  54a  25.  105a  3,  ni  im- 
radat  107c  1;  Ipf.  PI.  3.  imm-e-raidtis  61c  12;  Konj.  Sing.  3. 
imm-e-rada  Wb.  23b  24,  arnach-a-imrada  Ml.  51a  1;  PI.  3. 
imm-a-rädat  Wb.  28c  1;  Konj.  Ipf.  Sing.  1.  imm-e-radin  14c 
23;  3.  imradad  Ml.  41a  4,  vgl.  68c  18;  Prät.  Sing  1.  perf. 
imm-e-ro-rdus  96a  3;  3.  perf.  imm-e-ro-raid  Sg.  197b  15 
(im-<ru>-raid  Ml.  90d  14);  PI.  3.  imm-in-d-räitset  Thes.  II 
241,  11,  perf.  imm-e-ro-(r>daisset  Ml.  90d  16;  Pass.  Präs.  Sing. 
imm-e-rait[h]er  Wb.  14c  22;  Prät.  Sing,  imm-un-ro-rdad 
20d  10;  Part.  Adv.  ind  imratid  Ml.  82b  8;  Gerundiv  D.  PI. 
imratib  96b  16;  Abstr.  Gen.  imraid  39a  11,  gewöhnlich  imra- 
dud  (imrädud,  imbrädud)  Wb.  3d  34,  15d  9,  16b  16  u.  s.  w., 
Gen.  imrato,  irarata  3d  5,  PI.  Nom.  imrati,  imbräti  Ml. 
38a  5,  Wb.  31b  26,  Akk.  imratiu  Ml.  15a  2,  83c  11,  imrati 
Wb.  Id  7,  Dat.  imratib  Ml.  38a  5  (ml-imradud  79a  5). 

Anm.     Vgl.  mc.  ad-rawd   'erzählen',   nc.  adrodd;    ac.  aiu-raud  gl. 


592  Verbalverz.  reg-  'binden'.  [§  794 

mens,   c.  am-rawdd  'discourse'.     Got.  rodjan  'sprechen',    asl.  raditi  'Sorge 
tragen',  lit.  rodyti  'zeigen'. 

§  794.  reg-,  rig-  'binden'  (nur  komponiert).  1)  Mit  ad- 
'binden':  Fut.  Sing.  2.  perf.  adroeris,  a-t-roeris  Fel.^  Dec.  16, 
O'Dav.  Nr.  87;  Pass.  Präs.  Sing,  adregar  4s  bound'  S.  M.  III 
22,  12;  26,  5  (adragar  III  14,  11,  17,  28),  co  harragar  'how  is 
(one)  bound?'  III  2,  6  (vgl.  §  587,  6  S.  304);  Konj.  Sing,  ad- 
riastar  228,  7,  vgl.  V  152,  16,  O'Dav.  Nr.  130;  Prät.  PI.  3.  at- 
rechtudur  (=  -adar,  -atar)  S.  M.  I  22,  1  v.  u.  (ist  eine  Neu- 
bildung nach  -reg-,  -rig-  'sich  erheben'  §  795,  2);  Inf.  ärach. 
Gen.  araig,  PI.  Nom.  Akk.  airge  (Gemisch  der  -o-  und  -.s-De- 
klination)  S.  M.,  K.  Meyer  25. 

2)  Mit  com-  'binden':  Präs.  Sing.  1.  oriug  Sg.  181b  1;  2. 
conrigi  siu  Ml.  119b  8;  3,  conrig  23c  12;  PI.  3.  conregat 
S.  M.  IV  242,  13;  Konj.  Sing.  1.  con-da-rias  Ml.  21b  7;  Fut. 
Sing.  2.  oriris  siu  134 d  3;  Prät.  Sing.  3.  oreraig  LU  63a  17, 
perf.  o-idn-arraig  Ml.  15c  1,  co-tob-ärrig  Wb.9bl9;  Pass.  Präs. 
Sing,  conregar  S.  M.  II  128,  1  v.  u.;  Fut.  Sing,  co-tan-rirastar 
ni  Ml.  134a  1;  Prät.  perf.  Sing,  conarracht  123b  2;  Part,  cuim- 
rechta  Sg.  39b  13;  Gerundiv  cuimrechti  Ml.  137c  12,  cuim- 
rechta  46a  27;  Abstr.  cuimrech  neutr.,  Dat.  cuimriug,  PI.  N. 
A.  cuimrecha,  cuimrega.  Dat.  cuimregaib,  cuimrigib  Wb. 
Id  5,  23b  7,  27c  34,  30a  5,  23,  32a  28,  23a  5,  27c  36,  26d  21, 
23b  11,  30a  22. 

3)  Mitdi-  'entblößen':  Präs.  Sing.  2.  durigi  siu  Ml.  108d8; 
3.  durig  28a  19;  Konj.  Sing.  3.  du-n-dat-re  siu  133a  14;  Konj. 
Ipf.  Sing.  3.  dureised  Thes.  II  24,  37;  Prät.  perf.  Sing.  3.  do- 
com-arraig  Ml.  48d  15,  do-choimarraig,  du-choimarraig 
14b  1,  144b  1  (vgh  §224  13241);  P1.3.  ducoimrachtar  100c  27; 
Pass.Ipv.Pl.  dirgetar  136a  2;  Part,  direchtae  91a  4,  PI.  Nom. 
direchtai  48d  12;  Inf.  direch.  Dat.  diriug  Thes.  II  251,  2,  4, 
Ml.  28c  11  (verschrieben  diurug  Thes.  II  253,  3). 

Anm.  1.    Über  anklingende  Formen  s.  §  795  Anra.  2. 

4)  Mit  fo-  'to  delay',  'aufhalten':  Präs.  Sing.  3.  fo-d-rig  Wb. 
26a  12;  Fut.  Sing.  3.  ni-m-foer  sa,  ni-(m)-f8eir  sa,  ni-<m)-foir 
son  Fei.  Prol.  322,  326  (zitiert  von  O'Cl.  unter  sallann;  -oi-  ist 
Ersatzdiphthong  bei  geschwundener  Reduplikation);  Prät.  Sing.  3. 
perf.  (mit  ro-)  fo-t-roiraig,  fo-n-roiraig  Trip.  L.  208,  20;  PI. 
3.  fo-t-rergatar  ZfcPh.  III  243,  2  v.  u.;    Pass.  Konj.  Sing,  fo- 


§794,4.  795,1]     Verbalverz,  reg-  'binden',  reg-  'ausstrecken'.      593 

riastar  O'Dav.  Nr.  905,  vgl.  Nr.  130,  950;  PI.  foriasaiter  Nr. 
944;  Abstr.  fuirech  Wi.  582. 

Mit  air-fo-  ds.:  Präs.  Sing.  3.  ar-id-fuirig  Wb.  26a  11; 
Konj.  Sing.  2.  arfuris  Thes.  II  14,  34;  Fut.  Sing.  2.  ar-a-foiris 
Ml.  37c  18;  PI. 3.  ar-n-dam-fuirset  114c  11;  Pass.  Präs.  Sing, 
ar-a-furechar  ZfcPh.  VII  485;  Konj.  Ipf.  Sing,  arfuirestae 
Ml.  47  b  6. 

Mit  imb-fo-  ds.:  Pass.  Präs.  Sing,  nimfuiregar  -is  not  de- 
tained'  O'Dav.  Nr.  864. 

Anm.  2.     Über  anklingende  Formen  s.  §  795,  3. 

Anm.  3.  Ein  fünftes  Kompositum  ist  ir.  indrach.  Vgl.  br.  ere, 
kevre  I  100,  c.  gware  com.  guary  br.  c'hoari  I  AMf.,  abr.  anre  I  100. 
Br.  eren  'binden'  sowie  ac.  ar-cib-renou  gl.  sepulti,  nie.  ar-gyu-rein 
'begraben',  das  nach  Loth,  Rc.  XXXII  303,  hierher  gehört,  hat  die  Infinitiv- 
endung der  in  §  795  besprochenen  Verba.  Vgl.  noch  c.  mod-rwy  u.  s.  w. 
II  16,  c.  rhwym  I  87,  ir.  rigin  'zähe'.  Zu  lat.  rigöre,  rigidus,  cor- 
rigia. 

§  795.  reg-,  rig-  'ausstrecken':  Präs.  Sing.  3.  rigid  "Wi. 
741,  YEL  118b  4;  Prät.  Sing.  3.  reraig  Thes.  II  340,  2;  341,  2, 
vgl.  Trans.  Phil.  Soc.  1895—98  S.  72;  PI.  3.  ro-rergadar  Wi. 
I.e.;  Pass.  Prät.  Sing,  ro-recht  gl.  expansura  est  Ml.  39c  11,  vgl. 
20a  23;  Part,  rechtae  gl.  distenta  39c  38,  Gen.  rechti  gl.  distenti 
20a  23;  Abstr.  hi  rigi  'straight'  99d  1.  Das  bei  Wi.  belegte  ro- 
rigi,  das  doch  wohl  als  Prät.  Sing.  3.  gefaßt  werden  muß,  ist  eine 
mir.  Neubildung  (anders  VendiyeS;  MSL  XV  363 ff.).  Vgl.  Trans. 
Phil.  Soc.  1899—1902  S.  294. 

Zur  selben  Wurzel  gehört  rog-  'ausdehnen,  ausstrecken':  Konj. 
Sing.  3.  rel.  rogas  gl.  dilatare  Ml.  79d  4;  Pass.  Präs.  Sing,  roich- 
thir  gl.  poiTigitur  55 d  24,  rel.  roichther  138a  2;  Konj.  Sing, 
roigthir  110a  1  (Indikativ?),  rel.  roichther  44a  4;  Part.  PI. 
roigthi  33b  1;  Inf.  rogud  37d  6,  Salt.  619,  LL  21a  28.  Das 
-0-  ist  in  einem  -I-Stamm  nicht  regelmäßig;  vermutlich  hat  man 
ursprünghch  Ind.  *ruig-,  Konj.  roga-  gehabt. 

Zusammensetzungen  von  reg-,  rig-:  1)  Mit  aith-air- 'wieder- 
holen, verbessern':  Präs.  Sing.  3.  aderrig  som  for-sa  n-imcho- 
marc  'repeats  the  question'  Ml.  46a  21,  a-tann-eirig  gl.  nos 
emendat  114d  10,  ade  irrig  'whom  he  brings  to  repentance'  (doch 
wohl  eher  'der  sich  bekehrt')  Wb.  22c  2;  Ipv.  PL  2.  aithirgid 
besu  'emend  your  manners';  Konj.  PI.  2.  dian-d-aithirsid  'if 
ye  emend  them'  9a  23;  3.  düus  in-d-aithirset  'ob  sie  es  viel- 
leicht bereuen   werden'    30b  30;    Fut.  Sing.  1.    aderrius   sa   gl. 

redersen:  Vgl.  kelt.  Gramm.    IT.  38 


594  Verbalverz.  reg-  'ausstrecken'.  [§795,1.2 

adiiciam  super  omnem  laudem  tuam,  'ich  werde  wiederholen'  Mh 
89b  3;  Prät.  Sing.  3.  ni-r-aitherracht  'er  wiederholte  nicht'  LU 
lila  21;  Pass.  Konj.  Sing,  arna  aithirrestar  Ml.  32 d  13;  PI. 
adersetar  30d  11;  Inf.  aithirrech  neutr.  'wiederholen'  94a  3, 
131a  8,  133d  2  (aithirriuch  'wieder'  46b  1  u.  s.  w.),  'verbessern' 
98b  5  (Dat.  aithirriuch  22d  5),  aithirge  fem.  'reuen,  Reue' 
32c  6,  vgl.  Wb.  22c  2  u.  s.  w.,  Dat.  aithrigi  Thes.  II  247,  9. 

Anm.  1.  aithirgid,  -aithirset  haben  -ir-  aus  zwiscbenkonso- 
nantischem  -r-  und  zeigen  also  lautgesetzwidrige  Synkope  von  zwei  auf- 
einanderfolgenden Silben;  das  beruht  auf  einer  auch  sonst  vorkommenden 
Analogiebildung  (vgl.  z.  B.  ni  tartsat  oben  S.  471  Z.  14).  So  ließe  sich 
auch  der  Inf.  aithirge  erklären  (lautgesetzlich  Dat.  aithrigi).  Vielleicht 
ist  jedoch  der  Inf.  mit  den  finiten  Formen  nicht  verwandt;  vgl.  über  mbr. 
azrec  corn.  eddrek  'Reue',  ir.  aithrech  'bereuend'  I  134,  177. 

Mit  to-aith-air-:  Kondit.  Sing.  3.  ni  taidirsed  'würde  sich 
nicht  bekehren  (würde  nicht  Zeit  haben,  sich  zu  bekehren)'  Wb.  4d  9. 

2)  Mit  ess-  (und  infigiertem  reflexivem  Objekt,  das  jedoch 
wenigstens  im  Mir.  bei  den  echt  zusammengesetzten  Formen  fehlen 
kann)  'sich  erheben':  Präs.  Sing.  1.  a-tom-riug  Thes.  II  354,  24; 
3.  a-d-reig  Wb.  13a  12  (-d-  statt  des  gewöhnlichen  -t-),  mir.  a- 
t-raig  Wi.  380;  PI.  3.  a-ta-regat,  a-ta-fregat  Wi.  377  (durch 
Entgleisung  atregat,  atragat  Wi.  380);  Ipv.  Sing.  2.  a-t-ree  Mh 
126c  3  (§  598  Anm.  5  S.  335),.erig  LU  47b  1,  eirig  Wi.  125,  1 
(daneben  mir.  eirg,  eirg  siu  mit  Übertragung  der  in  der  3.  Sing, 
und  im  PI.  berechtigten  Synkope;  auch  eirgg  mit  -g  statt  des  -§, 
vielleicht  unter  dem  Einfluß  des  Augens  siu,  vgl.  §  289,  2  [ergc 
Eriu  II  222,  5];  mit  auffälhgem  Vokal  airg,  s.  Wi.  526,  Wi.  Täin 
S.  967,  airc  siu  LU  61b  45);  3.  erged  LU  100b  11;  PI.  2. 
eircid  Wi.  526  (-c-,  d.  h.  -g-  aus  der  2.  Sing,  übertragen);  Konj. 
Sing.  1.  in- er  US  Thes.  II  357,  17  (Thurneysen,  KZ  XXXI  97); 
3.  ei'r  Wi.  Täin  3752  (die  echt  zusammengesetzte  Form  wäre  nach 
den  air.  Regeln  nicht  zu  erwarten);  PI.  3.  o-da-serset  Ml.  46a  12, 
o-eirset  Wi.  Täin  2797  (con-ersat  ebd.  769);  Konj.  Ipf.  Sing.  3. 
a-t-ressed  LL  107b  30,  a-dt-res(ed)  YBL214b  15,  gon-eirsed 
Wi.  Täin  4543,  oä  heirs(ed)  LU  5a  30;  Fut.  Sing.  1.  a-tamm- 
resa  (=  -res  sa)  Ml.  31c  14,  ni-sn-erus  sa  (wohl  zu  lesen  ni- 
m-erus  sa)  LU  20b  16;  3.  a-t-re  Wi.  Täin  985;  PLl.  in-eresom 
ni  Thes.  I  713,  26;  3.  a-t-resat  (statt  a-ta-resat)  Wi.  Täin  985; 
Kondit.  PL  3.  a-t-restäis  (statt  a-ta-)  Wi.  Täin  1166;  Prät. 
Sing.  1.  con-om-e-r-racht  LU  130a  35  (statt  con-dom-;  der 
letzte  Vokal  könnte  auch  -u-  gelesen  werden);    3.   a-t-racht  Wi. 


§795,2.3]  Verbalverz,  reg-  'ausstrecken'.  595 

380,  as-ra-racht  LU  130b  19  (a-t-raacht  Wi.  Täin  S.  924  ist 
wohl  durch  Dissimihition  aus  a-t-ra-racht  entstanden),  o-ä-r- 
racht  LU  5a  25,  vgl.  28;  PL  3.  a-ta-rachtatar  LU  59b  13  (a-t- 
rachtatar  101a  23,  a-t-raachtatar,  a-t-rachtatar  Wi.  Taiu 
S.  924);  Inf.  eirge  Wb.  5b  10,  Dat.  iergiu  Ml.  21c  3,  grian  d- 
ergi  'daß  die  Sonne  aufginge'  LL  107b  .30,  Gen.  argi  Ml.  83a  5. 

Mit  doppelt  gesetztem  ess-  (ohne  reflexives  Pronomen)  'auf- 
erstehen': Konj.  Ipf.  PI.  .3.  mani  esersitis,  ceni  essersitis  Ml. 
15c  7,  8;  Fut.  PI.  2.  as-n-eirsid  Wb.  25b  25;  3.  asseirset  13b 
26,  25b  16,  in-eseirset  13c  20;  Prät.  Sing.  3.  as-r-eracht  13b 
12,  vgl.  4d  27,  15d  12;  Inf.  esseirge  neutr.  30b  14  u.  s.  w.  (com- 
eisseirge  'co-resurrection'  27  a  15). 

Mit  com -ess-  (zum  Teil  mit  infigieiiem  reflexivem  Pron.)  'auf- 
stehen': Präs.  Sing.  1.  oergim  se;  3.  oerig  som  LU  59b  31, 
asa-comerig  Imram  Brain  §  17;  PL  3.  co-ta-eirget  LU  97a  12, 
oerget  59b  31;  Ipv.  Sing.  2.  comeir  FeL  Aug.  26  (§  598  Anm.  5 
S.  335),  comeirig  K  Meyer  468;  PI.  2.  comergid  LU  97a  11; 
Konj.  Sing.  3.  mani  chomeir;  Fut.  PL  3.  oerset  Wi.  11^  11,  4 
v.  u.;  12,  5  V.  u.;  Prät.  Sing.  3.  co-t-r-eracht  LU  19a  6.  20b 
19;    Inf.  comerge  neutr.  Wi.,  Atk.  LBr.,  K.  Meyer,  LU  59a  36. 

Mit  di-ess-  'verlassen':  Präs.  Sing.  3.  ni-sh-derig  si  Wb. 
9d  5;  PL  1.  ni  dergemar  ni  gl.  (falsch)  non  destituimur  [^1).] 
15b 23  (Deponens,  vgl.  Anm.  2  Schluß);  3.  du-dn-serget  Ml.  46c  2, 
du^rget  56b  13;  Konj.  PL  2.  con-deirsid  Wb.  25d  27,  ni 
dersid  20b  10;  Konj.  Ipf.  Sing.  1.  dusersinn  se  ML  103b  3; 
Fut.  Sing.  1.  duserus  137c  7;  3.  ni-s-der  57a  7;  Kondit.  Sing.  3. 
naich-n-deirsed  Sg.  209b  27;  Prät.  Sing.  3.  du-r-eracht  Ml. 
74b  4;  PL  2.  do-r-erachtid,  do-rr-eractid  AVb.  18c  6;  3. 
nio-de-r-aerachtatar  M1.57d  12;  Pass.Präs.  dureragar  100c22; 
Part,  derachtae  48d  4,  vgl.  110b  1,  18d  18,  Kompar.  derechdu 
90b  5;  Gerundiv  derachtai  128d  1;  Inf.  daTge  neutr.  111b  3, 
Gen.  dc^rgi  118b  15,  neph-deirge  Sg.  209b  26. 

3)  Mit  to-di-fo-  (to-di-od-?)  'reizen' (§  585,  9  S.  294):  Präs. 
Sing.  1.  dodürgimm  Sg.  54a  3,  todürgim  24a  2,  totiirgimm 
60b  10;  PL  3.  dodürget  68b  9;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  dudursed 
ML  33b  14;  Pass.  Präs.  Sing,  du-n-dab-durgathar  79c  4;  Ipf. 
Sing,  dudurgaithe  80b  5;  PL  dudiurgat(is)  105c  11  (Sarauw, 
IrskeSt.  139);  Part.  PL  tudrachtai  135b  3;  Gerundiv  tudrachti 
93a  8;  Abstr.  tudrach  Sg.  54a  4. 

Anm.   2.      Ein    Denominativ    von    dem    Adj.    diriui;:    'gerade"    (oben 

38* 


596  Verbalverz.  reg-  'ausstrecken',  re-n-.     [§795,3.  796, 1 

S,  116)  ist  dirgim  gl.  dilinio  Thes.  II  42,  9;  ebenso  zwei  Zusammensetz- 
ungen mit  deponentialer  Flexion: 

a)  Mit  com-  gl.  dirigere,  corrigere:  Präs.  Sing.  3.  condirgedar  Ml. 
46a  12;  Fat.  Sing.  3.  condirgebadar  130c  15;  Pass.  Präs.  Sing,  con- 
dirgedar 34a  23;  Part.  Gen.  Sing.,  N.  PL  cuindrichthi  57d  5,  43d  6; 
Inf.  Gen.  cuindrigthea  41d  1,  aber  N.  A.  cuindrech  neutr.  22c  8,  Wb. 
19c  21,  Dat.  cuindriuch,  cuindriug  lld  13,  Ml.  49b  7,  114d  8. 

b)  Mit  trem-:  Präs.  Sing.  3.  trimedirgedar  'he  refers'  Ml.  54a  22, 
dia-tremdirgedar  'worauf  sich  bezieht'  Sg.  190a  5. 

Der  Flexion  nach  ein  Denominativ  ist  gleichfalls  derg-  'das  Bett 
machen':  Prät.  Sing.  3.  dergis  LL  108a  15;  Pass.  Präs.  Sing,  dergidir 
290a  44,  dergither  288a  25;  Pass.  Prät.  Sing,  ra-deirged  83b  20; 
Abstr.  dergud  'Lager'.  Dazu  ein  Kompositum  mit  air-  'bestimmen':  Prät. 
Sing.  1.  ar-ru-dergus  Ml.  51a  13;  3.  ar-ru-dergestar  Wb.  4c  13; 
Pass.  Prät.  Sing,  ar-ru-derged  2b  10;  Inf.  airdergud  4c  13,  Sg.  93b  8. 
Die  Flexion  ist  aber  wohl  unursprünglich,  und  es  handelt  sich  ursprüng- 
lich um  ein  Komp.  di-ess-reg-,  air-di-ess-reg-,  worin  reg-  transitiv 
war,  während  es  in  di-ess-reg-  'verlassen' reflexiv  (deponential)  gewesen  ist. 

Anm.  3.  Hierher  gehört  aus  dem  C. :  ar-wyre  'to  uprise,  to  spring 
up',  d-ad-wyrain  'Auferstehung',  cyf-wyrain  'rising  together',  d-wyre 
'to  rise  to  view',  d-wyrain  'Ost,  Orient',  ar-dd-wyre  'to  extol'.  Nach 
§  68  I  112f.  wird  man  -wy-  aus  -ud-  erklären  können.  Dazu  zum  Teil 
finite  Formen  mit  einem  Stamm  auf  -re-  (vgl.  über  ymrain  I  237).  Ein 
-t-Prät.  ist  mc.  datwyreith  'erhob  sich'  Skene  II  145,  vgl.  dyrreith 
'kehrte  zurück',  s.  Ehys,  Rc.  VI  26.  Über  den  Ipv.  dyre  'komm'  s.  oben 
S.  454. 

Vgl.  lat.  regü,  pergö,  erigö,  surgö. 

§  796.  re-n-  'verkaufen':  Präs.  Sing.  3.  ni  ren,  rel.  renas 
S.  M.;  PI.  3.  rel.  ren  da;  Ml.  120  d  1;  Konj.  Sing.  2.  ni  riae  Eriu 

I  199,  ni  ria  S.  M.  III  58,  5,  vgl.  O'Dav.  Nr.  731,  1520;  3.  ni  ria 
S.M.  11154,4;  PL  3.  ni  riat  Wb.  28c  2;  Prät.  Sing.  3.  ro-m-rir 
3c  38,  ni  rir  Thes.  II  327,  18;  Pass. Präs.  Sing.  rel.  renar  S.  M. 

II  360,  2;  Prät.  Sing,  rith«  Thes.  II  240,  1,  2;  Gerundiv  rithi 
Ml.  36a  37;  Inf.  reic  S.M.  V  128,  17,  Dat.  reicc  Wb.  24d  14, 
ric  Thes.  I  493,  23,  Gen.  reca  S.  M.  V  270,  11. 

1)  Mit  di-  'bezahlen':  Präs.  Sing.  3.  doren  S.  M.  II  244,  6 
u.  s.  w.,  düren  IV  198,  19;  Ph  3.  di  renat  214,  6;  Pass.  Präs. 
Sing,  di  renar  I  40,  17  u.  s.  w.;  PI.  di  renaiter  V  108,  23,  do- 
renaiter  III  414,  27,  na  direnaiter  IV  220,  6;  Fut.  Sing,  do- 
rirtar  20,  6  (im  Air.  wäre  -thar  oder  -ther  zu  erwarten,  es  hat 
im  Mir.  eine  Umbildung  nach  dem  Muster  der  -s-Futura  und  -s- 
Konjunktive  von  Verben  wie  org-  §  791  und  fo-cerd-  §  697 
stattgefunden);  Abstr.  dire  fem.  'Buße'  (falsch  oben  S.  16). 


§796,2.797]  Verbalverz.  re-n-,  reth-.  597 

2)  Mit  ess-  'zurückgeben,  bezahlen':  Präs.  Sing.  2.  asrenai 
Ml.  44a  6;  3.  asren  36a  30,  127a  18,  nad  eren  S.M.III  156,  4, 
perf.  as-com-ren  IV  322,  3  v.  u.,  vgl.  326,  3,  V  340,  1  v.  u.;  PI. 
3.  asrenat  Sg.  27a  2;  Ipf.  Sing.  3.  asrenad  Ml.  32b  10;  Ipv. 
Sing.  2.  ernn  Thes.  II  257,  11  (die  Synkope  ist  aus  dem  PI.  über- 
tragen); PI.  1.  ernem  Goid.^  64;  2.  errenaid  Ml.  20c  2;  Konj. 
Sing.  2.  asria  S.  M.  III  150,  12;  3.  asria  Ml.  127a  18,  mani 
eirre  Cäin  Ad.  §  47,  perf.  as-do-com-ra  S.  M.  V  182,  7;  Konj. 
Ipf.  Sing.  3.  asriad  Ml.  36a  29;  Fut.  Sing.  1.  asririu  sa  Wb. 
18a  14;  3.  asriri  25b  6,  Ml.  30c  13;  Prät.  Sing.  3.  asrir  Thes. 
II  342,  2;  348,  2,  perf.  as-com-rair  S.  M.  V  348,  6f.;  Pass.  Präs. 
Sing,  asren ar  S.  M.  I  92,  4  u.  s.  w.,  adrenar  ZfcPh.  VII  482, 
CO  heranar  'how  is  it  paid'  S.M.IV114,30  (vgl.  §  587,  6  S.304), 
perf.  ascomrenur  (-ur  =  -ar)  S.  M.  V  348,  8;  Konj.  Sing,  as- 
rethar  II  126,  2  v,  u.,  perf.  o-es-com-rait(h>er  O'Dav.  Nr.  766; 
PI.  perf.  con-escomriter  The  Monastery  of  Tallaght  136,  33;  Fut. 
Sing,  asrirther  Wb.  Ic  3;  Prät.  Sing.  perf.  as-com-rad  O'Dav. 
Nr.  634;  Gerundiv  eirrithi  Cäin  Ad.  §  41;  Inf.  se'ric,  seraic 
Ml.  59a  7,  15,  Dat.  eric  127a  1.  Vgl.  die  Ableitung  (§  385)  er- 
rethcha,  herredcha  gl.  redditiua  Sg.  27a  2,  30a  16. 

Mit  ceta-ess-  'zuerst  bezahlen':  Konj.  Ipf.  perf.  Sing.  3. 
ciata-es-com-rad  O'Dav.  Nr.  794;  Prät.  perf.  Sing.  3.  ciado- 
es-com-rair  S.  M.  V  348,  5. 

Mit  in-ess-  'bezahlen':  Präs.  Sing.  3.  ineren  S.  M.  III  464,  4, 
aneren  IV  102,  12  (vgl.  17),  naid  inrean  (-ea-  ist  junge  Ortho- 
graphie statt  -e-)  II  282,  7;  Pass.  Präs.  Sing,  in  er  an  ar  11374,20. 

Anm.  Zur  Etymologie  vgl.  S.  339.  Dem  ir.  dire  entspricht  c.  dirwy; 
falls  -wy  nicht  lautgesetzlich  sein  sollte  (ein  paralleler  Fall  ist  in  §  45, 
2,  3  I  66 f.  nicht  beigebracht),  kann  di-rwy  sich  nach  go-brwy  §  694: 
gerichtet  haben. 

§  797.  reth-  'laufen':  Präs.  Sing.  3.  rethid  Thes.  II  33,  17, 
rethith  Wb.  13b  13,  rel.  rethess  24a  17,  rethes  Ml.  42c  19; 
PI.  1.  secha-retham  120b  2;  3.  rethait  138d  6,  rethit  Wb. 
IIa  4,  rel.  retae  Thes.  II  12,  28,  Ml.  138d  8  (etymologisierende 
Schreibung  ist  rethae  Ml.  68b  10);  Ipf.  PI.  3.  no-reithis  (etymo- 
logisierend statt  -tis)  129 d  4;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  ara  ressed  ßc. 
XI  446,  53,  ZfcPh.  III  249,  17;  Prät.  Sing.  3.  raith  Fei.  Sept. 
19,  Oct.  16,  Nov.  22;  PI.  3.  rathatar  Sept.  18,  nad  ro-^rMhatar 
ML  129d  4;  Abstr.  riuth,  rith.  Gen.  retha,  retho  Sg.  106b  8, 
Thes.  I  498,  37,  Ml.  42c  19,  93b  4  u.  s.  w.  (über  reim  s.  §  798). 


598  Verbalverz.  reth-.  [§797,1—4 

reth-  kommt  in  zahlreichen  Zusammensetzungen  vor,  wird 
aber  in  einigen  Fällen  vor  einem  formantischen  -t-  (Pass.  Prät., 
Part.,  Inf.)  durch  eine  auf  einen  Hinterlingual  auslautende  Wurzel 
suppliert  (s.  3°,  4°,  5°,  6°).     Vgl.  Sarauw,  Irske  Studier  S.  72f. 

1)  Mit  ad-  'angreifen,  greifen,  fassen':  Präs.  PI. 3.  a-t-rethat 
LIT  63a  33;  Konj.  perf.  Sing.  3.  ad-roi-r  S.  M.  II  122,  3;  Prät. 
PL  3.  a-ta-roi-rthet(ar>  YBL  43b  7;  Pass.  Konj.  perf.  Sing, 
ad-ro-rasdar  S.  M.  IV  104,  4,  ad-roi-risdair  a  n-diaid  'they 
are  pursued'  ebd.  8,  ad-ro-rastar  O'Dav.  Nr.  91;  Konj.  Ipf.  perf. 
Sing,  ad-ro-reasta  S.  M.  IV  104,  3  (-ea-  junge  Orthographie 
statt  -e-).     Vielleicht  von  8°  nicht  verschieden. 

2)  Mit  air-  'angreifen,  einholen,  fassen':  Präs.  Sing.  1.  ar- 
riuth  Thes.  II  228,  31;  2.  ar-a-rethi  Wb.  6b  22;  PI.  3.  arre- 
that  Ml.  56d  12;  Konj.  Sing.  2.  meni  arrais;  Fut.  Sing.  2.  ni 
arrais  Wi.  Täin;  Prät.  Sing.  3.  ni  arraid  u.  s.  w.  K.  Meyer  128. 

Mit  to-air-  'einholen,  treffen':  Präs.  PI.  3.  do-sn-ärthet  LU 
57a  9  (rel.  tairthet  Wb.  27d  23?  s.  §840,  1);  Ipf.  Sing.  3.  co- 
tairthed  LU62b28;  Fut.Sing.2.  tarrais  Fel.22522  (als  Gl.  zum 
Fut.  von  ad-reg-  'binden');  Prät.  Sing.  3.  do-m-ärraid,  tarraid 
Wi.811,  do-s-farraidWi.  Täin  1962,  ni  tharraid  Fel.i  CVII26, 
CO -tarraid,  ni  tarraid  Hib.  min.  S.  70;  PI.  1.  ni  tart(h)amar 
ni  Wi.  IV2  4818;  3.  dofarrt(h>atar  Hib.  min.  S.  70,  tarthatar 
LL  59,  36;  Pass.  Prät.  Sing,  tarras  S.  M.  V  450,  5;  518,  9.  Vgl. 
tairred  'Einfall'  LU  114a  44,  b  7. 

3)  Mit  com-,  s.  S.  M.  Gloss.  181,  171  (comrud  'contest' 
Wb.  5d  38). 

Mit  to-com-:  Prät.  Sing.  3.  to-n-comrit  gl.  ut  taederet 
[Wb.]  14b  23  (nach  der  Lesung  von  Zimmer);  Abstr.  ro-po  to- 
chomracht  (zu  demselben  lat.  Text)  Wb.  14b  24.  Unsicher; 
Stokes  liest  to-n-comra  statt  -rit. 

4)  Mit  di-:  Abstr.  dered  neutr.  'Rest,  Ende',  Dat.  deriud 
Wb.  10  b  3,  Ml.  44  a  20,  Sg.  101a  2,  148  b  15,  Ml.  102  c  5,  Sg. 
136  a  1.     Zur  Bedeutung  vgl.  9°. 

Mit  for-di-:  Präs.  Sing.  3.  forderet  gl.  illustrat  Ml.  78b  8; 
Prät.  Sing.  L  forderisiur  gl.  lustraui  133b  8  (§  621  Anm.  6  S.  388). 

Mit  to-imb-di-  'dienen':  Prät.  Sing.  3.  du-d-r-imthirid, 
do-d-r-imthirid  Wb.  28d  30,  32c  15;  PI.  3.  do-r-imthirthetar 
b  5;  Inf.  timdirecht  Sg.  35a  2,  timthirecht  Wb.  lOd  17,  vgl. 
5d  9,  timtherecht  13b  28,  timthrecht  Ml.  37b  2,  3,  73a  10, 
138a  5,  vgl.  23a  18,  53b  20,   PI.  timthrechta  42c  3,  4,  69c  2. 


§797,4—6]  Verbalverz.  reth-.  599 

Vgl.  noch  die  Ableitung  PI.  timthirthidi  'Diener'  90b  12,  Wb. 
8c  11,  LU  56b  14  (der  Sing,  ist  als  Adjektiv-Adverb  belegt  in  in 
timthirthid  gl.  officialiter  Ml.  .53b  20).  Über  -th-  aus  -d-  s. 
oben  I  503.     Zur  Bedeutung  vgl.  gr.  äfxtfi-jcoXog. 

Mit  fo-to-imb-di-:  Präs.  Sing.  1.  fotimmdiriut  gl.  suffio 
Sg.  185b  3;  Konj.  Sing.  2.  fotimdiris  gl.  suffire  Sg.  185b  7, 
fotiramthiris  54a  17. 

5)  Mit  to-etar-  gl.  includere,  concludere,  comprehendere, 
'fassen,  erreichen,  einschließen':  Präs.  Sing.3.  duetarrat  Ml.  .30c  6, 
do-n-etarrat  Monast.  Tall.  151,  9;  Konj.  Sing.  2.  mani  thetar- 
rais  LU  62a  42;  Konj.  Ipf.  Sing. 3.  d-an-etarred  som  (zu  lesen 
-etarsed)  Monast.  Tall.  143,  4;  Fut.  Sing.  2.  ni  thetarrais  LU 
62a  43;  Prät.  Sing.  3.  duetarrid  Wb.  5c  13,  doetarrid  19c  11, 
do-sn-etarraid  LU  70b  17,  76a  16,  nio-tetarraid  73a  11; 
Pass.  Präs.  PI.  do-n-etarthatar  gl.  conuincantur  ZfcPh.VII482; 
Prät.  Sing,  do-r-etarracht  Ml.  33c  20;  Inf.  tetarracht  Wi.  II^ 
49,5  (im  Mir.  zu  einem  -Jew-Stamm  umgebildet:  Dat.  tetarrach- 
tain  Wi.  Täin). 

Mit  com -to-etar-  'comprehendere':  Präs.  Sing.  3.  otetarrat 
som  Sg.  29b  2;  PI.  3.  otetarthet  73a  14;  Pass.  Konj.  Ipf.  PI. 
ö-comteitarrestiss  'wodurch  sie  hätten  überführt  werden  können' 
gl.  conuincerentur  Thes.  II  5,  29;  Part.  PI.  neph-chomtetar- 
rachti  'unfaßbar'  Ml.  55d  11;  Abstr.  comtetracht  56b  3. 

6)  Mit  fo-  'helfen':  Präs.  Sing.  1.  forriuth  Wi.  141,  27;  3. 
foreith  S.  M.  I  214,  3  v.  u.,  III  152,  17;  Konj.  Sing.  3.  con- 
don-föir  Thes.  II  348,  4;  Fut.  Sing.  3.  fu-m-re  se  241,  13; 
Kondit.  Sing.  3.  foreissed  Monast.  Tall.  164,  22;  Prät.  Sing.  3. 
furräith  Thes.  II  241,  14,  perf.  fo-ro-raid  335,  1;  PI.  3.  fo-s- 
räthatar  LU  59b  14;  der  Inf.  ist  im  Air.  nicht  belegt  (mir.  Dat. 
foirithin  Wi.  560  ist  Neubildung).  Auf  Grund  der  Konjunktiv- 
form föir  (und  des  im  Air.  nicht  belegten  Ipv.  Sing.  2.  föir  §  598 
Anm.  5,  vgl.  LU  63  b  9)  wird  in  der  späteren  Sprache  ein  foirim 
'ich  helfe'  geschaffen  (schon  im  Mir.,  s.  §  617  Anm.  S.  375);  die 
Länge  des  -ö-  ist  unerklärt. 

Mit  iarm-fo-:  Abstr.  iarmoracht  'pui-suit'  S.  M.,  LU  123a 
16,  LL  289a  2,  iarmoracht  LU  71b  4. 

Mit  to-iarm-fo-  'folgen':  Präs.  Sing.  3.  do-d-iarmorat  Ml. 
21c  3,  Sg.  136a  1,  do-da-iarmorat  6b  4,  do-da-iarmörat  15a 
4;  Fut.  PL  3.  tiarmörset,  do-t-iarmorset  su  LU  123a  15.  19; 
Inf.   tiarmöracht    Sg.  9a  10,    vgl.  16a  14,    215a  1,    Ml.  40c  1. 


600  Verbal verz.  reth-.  [§797,7—9 

87d  4,  Wb.  30a  26  (daneben  tiarmoraigith  'Nachkommenschaft' 
S.  M.  III  106,  18  nach  dem  Muster  von  saigid  §  805). 

7)  Mit  imb-  'herumlaufen',  s.  Wi.  Täin  S.  999,  LU  72a  19. 

8)  Mit  ind-  'angreifen,  verheeren':  Präs.  Sing.  3.  inreith 
Ml.  19d  13,  inreith  48d  3;  Konj.  Sing.  3.  iure  Ml.  134d  1; 
Konj. Ipf.  PI.  3.  inrestais  37d  1;  Fut.  Sing.3.  inre  113a  7;  Prät. 
Sing.  2.  in-ro-rad  su  84c  2;  3.  in-ro-raid  66d  21;  PI.  3.  in- 
ro-rthatar  35a  21,  in-ro-rthetar  104b  8;  Part,  indrisse  18c 
14,  Gen.  indirsi  134b  8,  PI.  Nom.  indirsi  67a  13,  Dat.  indirsib 
35a  21;  Gerundiv  indrissi  127b  15;  Inf.  indred  (neutr.).  Dat. 
indriud,  Gen.  indrid  Ml.  43d  25,  102a  21,  53a  17,  27a  1,  48d 
20,  66c  19,  PI.  Dat.  indredaib  67c  4  (Nom.  Sing,  indruth 
Monast.  Tall.  164,  24). 

Mit  air-ind-:  Part,  airndrisse  gl.  erratam  Ml.  138d  5. 
Mit  to -air-ind-:   Präs.  PI.  3.   duairndredat  gl.  pererrantes 
Ml.  81b  2. 

Mit  to-ind-:  Abstr.  tindriud  'damage'  S.  M.  V  288,  3  v.  u. 

9)  Mit  di-od-  'übrig  bleiben':  Präs.  Sing.  3.  dofuarat  Sg. 
12a  3,  Thes.  II  37,  14;  PI.  3.  dofuairthet  Goid.^  157,  13,  do- 
fuärthet  LU  5b  33;  Ipf.  Sing.  3.  dufuairthed  Ml.  97 d  10,  12; 
Konj.  Ipf.  PL  3.  difuairsitis  57d  3;  Fut.  Sing.  3.  nio-diuair 
56d  2;  Prät.  Sing.  3.  du-r-uarid  44a  20,  do-r-uaraid,  do-r- 
oaraid  Corm.  34  Z.  23,  29,  ni  de-r-uarid  Ml.  31a  6;  PI.  3. 
do-r-uarthatar  Sg.  5a  13,  do-rr-uairthetar  18a  6;  Abstr. 
diurad  'Rest'  LU  23b  1,  (d)iiirad  Thes.  I  498,  36,  vgl.  O'Dav. 
Nr.  689  (diurtha). 

Mit  for-di-od-  ds.:  Konj.  Sing.  3.  forduair  Ml.  23d  7. 

Anm.  Hierher  wohl  noch  to-rad  neutr.  'Frucht,  Ertrag'  §  437  S.  90 
(torud  Ml.  46c  8,  PL  Dat.  toirthib  37d  22;  Adj.  Gen.  toirthich 
'fruchtbar'  Wb.  5b  26,  Präs.  Sing.  3.  rel.  toirthigedar  'trägt  Frucht' 
26c  3).  Ferner  einige  -^Abstrakta  (auf  -tijen-,  -tu-,  -to-):  tiruairsi  'Eest' 
O'Dav.  Nr.  689,  S.  M.,  PL  terüarsena  Wi.  II»  140  (ro-thiriiarthestar 
'ist  übrig  geblieben'  LU35b4;  to-air-od-);  t-aid-rius  'nochmaliger  Be- 
such' Wb.  18d  5;  tu-rus  'Eeise',  Gen.  turusa  S.  M.;  aururas  'Eile'  ML 
2a  3  (air-fo-);  comthururas  'incursion'  56a  24,  vgl.  bl  (com-to-air- 
fo-);  intururas  gl.  incursus  35d  2.  —  Zu  reth-  gehört  das  Kausativum 
roitk-  'antreiben':  Präs.  Sing.3.  rel.  roithes  Ml.  42b  27,  roithes  grein 
'der  die  Sonne  bewegt'  LL  32a  30,  ruithes,  ruithess  Salt.  154,  7242; 
Pass.  Konj.  PL  rothetar  Ml.  92a  16;  Fut.  PI.  roithfiter  15c  18;  Part. 
roitte  36d  21,  vgl.  b  4;  Inf.  roithiud  42b  27. 

Aus  dem  Brit. :  Mc.  redec,  corn.  resek,  mbr.  redec  oben  S.  412. 
Mc.    gwa-ret    'helfen'    (Konj.    Sing.  3.    g  war  es    S.  353,    Prät.    gwarawt 


§  798]  Verbalverz.  riad-.  601 

S.  373),  corn.  gueres  ds.,  nibr.  ne  allaff  göret  'je  ne  puis  qu'y  faire'. 
Mc.  gwrth-ret  'Nachteir  (Beleg  oben  I  471  Z.  33). 

Zu  lit.  ritü  'ich  rolle',  vgl.  ir.  roth  'Ead'  u.  s.  w.  I  33  (mc.  redec 
u.  8.  w.  hat  idg.  re-,  ir.  riuth  hat  nach  I  367  idg.  r-,  roth  hat  idg.  ro-). 

Wie  der  ir.  Suppletivisraus  reth-  :  rech-t-  entstanden  ist,  bleibt 
unklar;  handelt  es  sich  um  eine  zunächst  bei  ö°  entstandene  Vermischung 
mit  ir.  reg-  'binden'?  oder  um  Vermischung  mit  ro-saig-? 

§  798.  riad-  'fahren'  (das  Paradigma  ist  nur  unvollständig 
bekannt;  das  Präs.  war  ein  -o-  :  -e-Stamm;  außerhalb  des  Präs. 
kommen  -«-Formen  vor):  Präs.  Sing.  3.  cia  ret  'wer  fährt?'  LU 
114a  3,  cia  redes  83b  21;  PI.  2.  ni  reidid  61b  44;  3.  riadait 
5b  32;  Ipf.  Sing.3.  reided  Thes.  II  349,  3  (ohne  Präverb!);  Konj. 
Sing.  3.  rel.  cach  rot  riadas  do  charpat  su  'jeder  Weg,  den 
dein  Wagen  fährt'  LU  104b  8  (Konj.  nach  §591,  5);  Prät.  PI.  3. 
riadatar  Corm.  p.  XXXIX  (YBL  270a  13f.;  kann  keine  alte 
Form  sein,  da  das  suffixlose  Prät.  eine  andere  Vokalgebung  haben 
müßte;  nach  §  614  Anm.  5  S.  370  zu  erklären?  ganz  neuirisch  ist 
do  riadatar  Wi.  Täin  5621);  Pass.  Konj.  PI.  na  riagait[h]er 
(-g-  junge  Orthographie  statt  -d-)  'which  are  not  trained'  S.  M.  I 
190,5;  Part,  (ech)  riata  'eingefahrenes  (Pferd)'  LU  104a  23,  Fel.i 
LXI  41,  daimh  riata  'of  a  ploughing  ox'  S.  M.  II  200,  3;  Inf. 
reimm  (aus  * reidhsmi^:,  falsch  oben  I  87;  die  Zugehörigkeit  zu 
riad-  hat  Windisch,  Täin  S.  1030  erkannt;  sie  ergibt  sich  nicht 
nur  aus  morphologischen  Gründen,  sondern  zugleich  aus  der  Be- 
deutung z.  B.  in  den  folgenden  Belegen:  reim  LU  105b  3,  19, 
107a  37;  vgl.  reim  'Schar  von  Kriegern'  100a  22,  rem  n-aga 
'Fahrt  des  Kampfes'  47b  6,  cath-reimend  "Kampf-Fahrten'', 
'Triumphe'  K.  Meyer  324,  buad-remmend  "Sieg-Fahrten'"  LL 
121b  32,  ni  ägor  reimm  mora  minn  do-nd  laechraid  lainn 
ua  Lothlind  'ich  habe  keine  Furcht,  daß  die  wilde  Kriegerschar 
aus  L.  über  das  klare  Meer  fahren  wird'  Thes.  II  290,  5;  in 
einigen  Belegen  scheint  jedoch  reimm  mit  reth-  'laufen'  assoziiert 
zu  sein:  raith  a  reim  sin  'ran  that  course'  Fei.  Oct.  16,  vgl.  Wi. 
IV2  2488,  5544). 

Mit  di-:  dirimm  'Menge,  Schar'  Wi.,  Wi,  Täin. 

Mit  ess-:  eirim  'act  of  riding,  galloping'  S.  M.,  eraim  'a 
faring'  Salt.  (vgl.  K.  Meyer,  Rc.  XXXIII  96). 

Mit  fo-:  forim  'Jagen'  LU  128a  8,  Dat.  foroim,  forlmim 
69b  12,  14.    Vgl.  AVi.  566  und  Wi.  Täin  S.  80^ 

Mit  imb-  'herumfahren':  Präs.  Sing.  3.  imreid,  imm-a-reid 
LU  104b  19,    115a  27;   Ipf.   Sing.  1.   imreidind   sea,   imm-ä- 


602  Verbal verz.  riad rim-.  [§798—800 

redincl  sea  114a  16,  37;  PI.  1.  imreidmis  Wi.  Täin  3467,  3539 ; 
Konj.  Sing.  3.  cid  öc  in  Cü  sin  atchi  imriada  Mag  Mur- 
themni  'obwohl  jung  ist  dieser  Cü,  den  du  siehst,  der  auf  M.  um- 
herfährt' (=  'wenn  er  auch  jugendlich  uraherfährt';  nicht  Ind.) 
1640;  Inf.  imrim  5618,  S.  M.,  himrimm  Corm.  24,  PI.  imrim- 
mend  Lü  15a  6. 

Anm.  Eine  ältere  Form  des  Abstr.  steckt  möglicherweise  in  comram 
'Kampf,  -M-Stamm,  Wi.  443,  PI.  comram a  AYb.  30d  12  [*-reidlimu-s).  Zur 
Etymologie  vgl.  I  58. 

§  799.  rim-  mit  fo-  'setzen,  legen'  (-f-Stamm):  Präs.  Sing. 
3.  ni  fuirmi  Wb.  8c  1;  Konj.  Ipf.  perf.  PI.  3.  furruimtis  Thes. 
II  242,  4,  5  (statt  -ruirmtis);  Prät.  perf.  Sing.  1.  fo-ru-rmius 
LU  114b  8;  3.  fo-rui-rim  Ml.  2a  6,  fo-rrui-rim  Wi.  266  Fuß- 
note Z.  5,  forruim  Thes.  II  242,  8  (-m  aus  -rm;  die  Synkope  ist 
aus  den  anderen  Personen  übertragen;  oder  vgl.  S.  595  Z.  1 — 2?), 
LU  103b  9,  forruib  Thes.  II  310,  2;  Pass.  Konj.  Ipf.  Sing,  mina 
fuirmithea  (statt  -the)  Corm.  36,  40;  Prät.  perf.  Sing,  fo-rui- 
rmed  Ml.  74c  20;  Inf.  mir.  f  uirmed  Wi.,  Wi.  Täin,  Atk.  LBr.,  aber 
im  Air.  wird  die  Endung  -iud  gewesen  sein,  vgl.  is  comfuirmud 
gl.  componuntur  Sg.  203  a  2. 

Vgl.  gr.  TqQtj.ia  'ruhig',  got.  rimis  'Ruhe',  lit.  rimti  'ruhen', 
skr.  ramate  'steht  still,  ruht'.  In  der  Vokalgebung  stimmt  das  ir. 
Wort  zum  litauischen  (ri-  aus  idg.  r-),  s.  §  252,  2k  I  362. 

§  800.  rim-  'zählen'  (-i-Stamm):  Präs.  Sing.  1.  perf.  ni  rui- 
rmiu  Thes.  II  338,  2;  2.  (Deponens)  rim t her  Fei.  Prol.  286,  Epil. 
46;  Konj.  Sing.  3.  rel.  rimess  Salt.  311;  Kondit.  Sing.  3.  rimfed 
Goid.2  165,  64  (ohne  Präverb!);  Prät.  Sing.  3.  ro-rimi,  ro-rim 
Salt.  114,  105;  Pass.  Präs.  Sing.  rel.  rimther  S.  M.  IV  368,  1,6; 
Ipf.  PI.  i-rrimtis,  ni  rimtis  LL  290a  13,  15;  Prät.  Sing,  ro- 
rimed  Fei.  März  18;  PI.  ro-rimthea  LL  290a  21,  ro-rimthe 
Wi.  Täin  2662;  Inf.  rim  2661,  Fei.  Prol.  268,  Corm.  38,  1  v.  u., 
LL  290a  15,  18,  20,  Gen.  rimte  Sg.  181a  8. 

Mit  ad-  'zählen,  rechnen':  Präs.  Sing.  1.  ni-sn-airmim  Sg. 
205a  2,  ni  airmiu  Thes.  II  338,  2;  2.  adrimi  siu  Ml.  24b  6; 
3.  adrimi  som  Wb.  14d  2,  vgl.  Ml.  24a  13,  a-ta-rimi  lUc  17, 
a-t-rim(i)  som  49a  11,  ad-ind-rimi  som,  ni  äirmi  som  Wb. 
13d  17,  vgl.  24a  17,  6a  1,  Ml.  82a  8;  PL  3.  adrimet  som  129d 
19,  22,  a-ta-rimet  Sg.  26b  6;  Ipf.  PI.  3.  adrimtis  som  Ml. 
91a  6,  a-ta-rimtis  Sg.  188a  3;  Konj.  Sing.  1.  coni  arim  se 
Wb.  14d  17;    2.    adrime    Thes.  II  28,  32;    PI.  3.   adrimet  Mh 


§800.801,1.2]  Verbalverz.  rim-,  rind-.  603 

103b  5;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  adrimed  21a  4,  Sg.  69a  5,  coni 
airmed  Ml.  46b  31;  Fut.  PI.  1.  adrimfem  14d  5;  Prät.  perf. 
Sing.  3.  ad-rui-rim  28d  b,  ni-n-arraini  49c  9;  PI.  3.  ad-rui- 
rmisset  101b  2,  a-ta-rui-rmiset  Sg.  188a  1;  Pass.  Präs.  Sing. 
adrimther  Ml.  46c  24,  Thes.  II  246,  26;  PL  adrimter  M1.99d9, 
adrimter  Sg.  202a  5,  adrimiter  Thes.  II  246,  28,  adrimetar 
Ml.  lila  10;  Konj.  Sing,  adrimther  Thes.  II  10,  6;  Fut  PI. 
adrimfiter  Sg.  153b  1,  adrimfetar  Thes.  II  229,  30;  Prät.  perf. 
Sing,  ad-rui-rmed  Wb.  2d  7,  vgl.  c  6;  Gerundiv  airmithi  8c 
13,  15d  12,  vgl.  3a  4;  Inf.  äram,  A.  D.  äraim,  arim,  airira, 
Gen.  airme  Sg.  26b  17,  71a  19,  b  8,  Ml.  102d  17,  48c  19,  77a  7, 
Sg.  71b  14  u.  s.  w. 

]\Iit  to-ind-:  Abstr.  tindrem  'Erörterung',  s.  Wi.  und  O'Dav. 
Nr.  1602,  1581,  Akk.  tindrim  MI.  33d  13,  vgl.  41a  2,  48c  11. 

Mit  to-  'erörtern,  aufzählen':  Präs.  Sing.  1.  dorirau  Fei.  Epil, 
317;  3.  dorimi  Ml.  44c  28,  vgl.  54a  37,  96b  14,  125b  3,  Thes. 
I  485,  18,  to  rrimi  Ml.  130c  1,  durim'.i)  83d  6,  ni-s-tuirmi 
Wb.  30c  17;  PI.  1.  (Deponens)  do-s-rimemar{?)  Fei.  Epil.  6, 
i-tuiremar  Wb.  12d  39;  Konj.  Sing.  3.  perf.  do-rui-rme  (statt 
-rmea)  Thes.  II  344,  1;  PI.  1.  dorimem  Ml.  14d  6;  3.  durimet 
19b  13;  Fut.  Sing.  1.  dorimiub  26c  7,  vgl.  106c  10;  PI.  1.  do- 
rimfem  44a  24;  Prät.  perf.  Sing.  1.  do-rui-rmius  Fei.  Epil.  40, 
41,  229;  3.  do-rui-rmi  Salt.  830,  do-rui-rim  Ml.  36b  6;  PI.  1. 
do-nd-rui-rmissem  Wb.  24d  16;  Pass.  Präs.  Sing,  dorimther 
Ml.  16c  10,  23b  8,  vgl.  103d  12;  Inf.  tuirem  Wb.  24c  7.  Akk. 
tuirim  Ml.  33d  13,  vgl.  Wi.  859. 

Anm.  Das  Verbum  ist  Denominativ  von  dem  als  Inf.  verwendeten 
Nomen  rim,  worüber  §  34  I  51. 

§  801.  rind-  'to  engrave,  carve,  cut,  satirize'  (-ä-Stanim): 
Präs.  Sing.  3.  rel.  rindas;  Inf.  rindad  S.  M.  Vgl.  rindaige 
'engraver'. 

1)  Mit  air-:  indä  errend  gl.  Stigmata  [Wb.]  20d  5  (§  505 
Anm.  4).  Vgl.  air  rinde  'point'  Thes.  II  248,  8,  errindem 
'highest'  MI.  56b  22. 

2)  Mit  to-fo-  'bezeichnen':  Präs.  Sing.  3.  dofoirndea  MI. 
2d  2  (zweimal;  die  Mouilherung  rührt  von  dem  -r-  her),  dofoirnde, 
dofoirnde  Sg.  66b  10,  9a  12,  59b  1,  71b  6,  72a  1,  vgl.  36a  3, 
do-foirde  203b  4,  vgl.  26b  12;  PI.  3.  doföirndet,  dofoirndet 
71b  6,  26b  16,  202a  5,  to-föirndet  72b  5,  do-foirdet  203b  11, 
näd  töiriidet  25b  12;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  do-foiriided  162a  6; 


604  Verbalverz.  rind said-.  [§801,2—803 

Prät.  Sing.  3.  perf.  tororan  som  Ml.  29b  8;  Pass.  Präs.  Sing, 
dufoirndither  86a  2,  vgl.  Thes.  I  487,  29,  thörntber  (rel.)  Sg. 
59b  18;  P1.3.  dufornditerM1.65cl6,  duförnditer  Tbes.II  5,  26; 
Part,  toirndide  Ml.  143c  1,  PI.  toirnditbi  Tbes.  II  8,  37;  Inf. 
torand,  törand  neutr.  Ml.  65c  16,  Tbes.  II  229,  34  (mit  unregel- 
mäßiger Scbreibung  töiraud  Tbes.  II  249,  3),  Dat.  torund,  tö- 
runt,  toorund  Ml.  55a  9,  Sg.  3b  19,  Tbes.  II  242,  6,  Gen. 
töraind  Sg.  3b  18,  PI.  Nom.  inna  töranda  4a  1  u.  s.  w. 

Mit  aitb-to-fo-:  Prät.  Sing.  1.  ad-ro-tboirndius  gl.  re- 
punxi  Sg.  181a  10. 

Mit  fritb-to-fo-:  Präs.  Sing.  3.  fristoirndea  gl.  obsignat 
Ml.  67  b  9. 

Mit  trem-to-fo-:  Prät.  Sing.  1.  trimi-ro-tborndius  sa  gl. 
transfigm-aui  Wb.  8d  26. 

3)  Mit  to-  'bezeicbnen':  Prät.  Sing.  3.  durind  Tbes.II  242,  8. 

Anm.  Man  wird  mit  der  Möglichkeit  zu  rechnen  haben,  daß  2°  durch 
analogische  Umbildung  aus  3°  entstanden  ist.  Das  Verbum  ist  ein  Deno- 
minativ von  rind  'Spitze'  137  (rinud  mask.  Wb.  13 d  25);  die  Komposita 
verwenden  das  Stammwort  als  Abstr.  (und  liefern  den  Beweis,  daß  dies 
ursprünglich  neutr.  gewesen  ist,  vgl.  §  408  Anm.  S.  66). 

§  802.  ro-n-d-  mit  fo-  gl.  fuscare:  Prät.  Sing.  3.  fo-ro- 
raid  Ml.  51a  23;  Pass.  Präs.  Sing,  cäin  (wobl  nicbt  Präverb) 
forondar  a  cborp  bi  crü  'scbön  wird  sein  Körper  in  Blut  rot 
gefärbt'  LU  102b  30,  ni  forondar  Ml.  35d  8;  Konj.  Sing,  arna 
furastar  15b  11. 

Zu  ir.  ruad  'rot'  u.  s.  w.,  I  174. 

§  803.  said-  ^sitzen':  Präs.  Sing.  2.  saidi  siu  Ml.  101c  6, 
7;  3.  forsa-said  Salt.  617,  rel.  saides  LU  120a  42;  PI.  3.  se- 
dait  59b  33,  LL  249a  3;  Ipf.  Sing.  3.  saided  (obne  Präverb!) 
Salt.  4514,  no-saided;  PI.  3.  no-saiditis  Goid.'-*  101,  35;  Konj. 
Sing.  1.  i-sius  Tbes.  II  357,  17  (Tburneysen,  KZ  XXXI  97); 
2.  slan-seiss  LL  49b  9  ('sit  tbou  safely'  K.  Meyer,  Hail  ßrigit 
S.  13,  vgl.  Stracban,  Trans.  Pbil.  Soc.  1895—98  S.  73;  slän  muß 
dann  in  dieser  Redensart  als  ein  Präverb  fungieren;  und  slan- 
seiss  LU  101b  42  als  Gruß  an  eine  vorübergebende  Frau  zeigt, 
daß  die  Bedeutung  des  Verbums  nicbt  mebr  lebendig  war);  Konj. 
Ipf.  Sing.  3.  no-sessed  Ml.  135  a  13;  Fut.  Sing.  3.  seiss  Wb. 
26a  8,  Salt.  8266,  8273;  Kondit.  Sing.  3.  nio-sesed  Monast.  Tall. 
140,  9,  ro-sesed  LU  80a  10,  LL  78a  8;  Prät.  Sing.  3.  siasair 
Tbes.  II  327,  13  (im  Mir.  durcb  Vermiscbung  mit  dem  Fut.  aucb 


§803.  804J  Verbal verz.  Said-,  Said-.  605 

seiss,  s.  Zimmer,  KZ  XXX  151),  perf.  desid  Wb.  3a  7,  LU 
117b  24,  dessid,  dofessid  Corm.  Transl.  103»,  du-n-essid  Ml. 
121a  11,  do-n-esfid  (zu  lesen  -essid)  Wb.  26a  8;  PI.  3.  rel. 
siasat<4r  LU  64b  6;  (Part,  neph-esse  gl.  obsessa  Ml.  39c  37?); 
Inf.  suide  neutr.  Wb.  13a  20,  Ml.  15a  13,  1,  135a  13,  Dat.  inn-a 
suidiu  'sitzend'  Wb.  13a  12,  Gen.  suidi  Ml.  15a  7  u.  s.  w. 

Mit  aith-:  Ipf.  PI.  3.  adsaitis  gl.  residentes  Ml.  26c  15. 

Mit  imb-  gl.  obsidere,  'belagern':  Prät.  Sing.  3.  imm-a- 
siassair  Ml.  43b  1;  Pass.  Präs.  Sing,  imm-fe-saitar  gl.  uexari 
27d  13;  Part.  Gen.  impessi  gl.  obesi  (mißverstanden)  20a  25,  PI. 
Nom.  impessi  gl.  obsessi  106d  9,  Gen.  impesse  49b  9;  Abstr. 
impsuide  43b  10  (etymologische  Schreibung;  das  -s-  ist  stumm). 
Dat.  impudiu  106b  2,  Wb.  9c  10  ('encompassment'),  imsuidiu 
Ml.  123  b  9  (etymologische  Schreibung). 

Anm.  1.  Verschieden  hiervon  ist  impide  'Fürbitte,  Bitte'  ZfcPh. 
VIII  177,  Wi.  630,  nir.  impidhe;  es  hat  aber  jedenfalls  -p-  aus  -h-  4- 
leniertem  -s-  und  gehört  zu  derselben  Verbal wurzel;  vgl.  lat.  ob-ses  'Geißel'. 
Dazu  o-imthi  si  'sodaß  du  bittest'  Monast.  Tall.  150,  23? 

Mit  in-  gl.  insidere:  Prät.  perf.  Sing.  3.  indessid  Ml.  20a  27; 
PI.  3.  indestetar  58a  2. 

Mit  rem-:  Präs.  Sing.  3.  remisaid  gl.  praesidentis  Ml.  50d  5. 

Anm.  2.  Vgl.  I  72,  70,  II  35,  I  86  (gall.  esse  dum).  Com.  ese^e, 
ysethe  'sitzen',  mbr.  asezaff  ds.  sind  nach  Ernault,  Dict.  214,  lat.  Lehn- 
wörter; sie  können  jedoch  auch  als  echt  keltisch  gedeutet  werden  (Präverb 
*ad-  oder  *en-).  Die  Reduplikation  im  ir.  Prät.  (vgl.  S.  388)  muß  unur- 
sprünglich sein;  Kontamination  eines  idg.  Perf.  mit  einem  idg.  -«-Aorist? 
Vgl.  §  805  Anm. 

§  804.  säid-  (d.  h.  säd'-)  'stecken'  (transitiv):  Präs.  Sing.  1. 
saidim  gl.  figo  Corm.  Transl.  76  (fiacail);  3.  säidid  Atk.  LBr. 
7274;  Prät.  Sing.  3.  saids-i  Ml.  55c  1,  ro-saidestar  'hat  ge- 
pflanzt' S.  M.  V  500,  23  (junge  Endung);  Inf.  säthud  '(Xägel) 
einschlagen'  Atk.  LBr.  1236  (-th-  jung). 

Mit  com-:  Präs.  Sing.  1.  consadu,  consaidiu  'I  set  toge- 
ther'  Fei.  Jan.  23. 

Mit  in-:  Präs.  Sing.  1.  insädaim  gl.  iacio  Thes.  II  228,  29. 

Anm.  Ist  Kausativum  zum  vorhergehenden;  vgl.  asl.  saditi  'setzen, 
pflanzen'.     Ein  anderes  Kausativum  unten  unter  suid-. 

Verschieden  vo"n  der  Wurzel  säid-  [säd'-)  ist  die  Wurzel  soid-  (d.  h. 
air.  soid'-),  säid-  mit  com-  'in  Streit  bringen':  Präs.  Sing.  3.  osoid;  Fat. 
Sing.  3.  consaidfe  (=  -fea);  Prät.  PI.  3.  consaithset;  Pass.  Präs.  Sing, 
osöiter,  osäiter  K.Meyer 480;  Inf.  cossöit  Wb.  5a  23,  cosäit,  casäit 


606  Verbalverz.  saig-.  [§  805,  1—3 

K.  Meyer  498  ('setting  at  loggerheads'),    nir.  casaoid.     Vgl.  irachossäit 
'Aufhetzen  gegen  einander'  Wi.  623.     Etymologie  unbekannt. 

§  805.  saig-  'teiidere,  petere,  adire'  (vgl.  Strachaii,  Trans. 
Phil.  Sog.  1899—1902  S.  295,  Sarauw,  Irske  Studier  S.  81—86; 
ein  saig-  'sagen'  gibt  es,  wie  Ascoli  Gloss.  CCXXXII  und  bes. 
Sarauw  erkannt  haben,  nicht):  Präs.  Sing.  1.  saigim  Sg.  217a  3; 
8.  saigid  Wb.23cll,  ni  saig  Ml.  131a  4,  rel.  saiges  Wb.22a3, 
Sg.  65b  11,  Thes.  II  40,  35,  ZfcPh.  YII  481;  PI.  3.  segait  Ml. 
66b  5,  arna-segat  S.  M.  I  236,  11;  Konj.  Sing.  3.  no-sa  II 
256,  4  (wohl  zu  lesen  ro-sa);  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  onä  säsad  Sg. 
62b  2;  Pass.  Präs.  Sing.  rel.  segar  Wb.  IIa  5;  Konj.  Sing,  dia 
sasar  S.M.  V458,  9;  Inf.  Nom.,  Akk.,  Dat.  saigid  Wb.  12b  23, 
27a  10,  Ml.  66b  5,  saigith  Thes.  II  255,  17  (ro-saegeth  «allzu 
viel  suchen'  ebd.  18  ist  verschrieben). 

1)  Mit  ad-:  Präs.  PI.  3.  adsegat  nad  arg  et  'sie  verlangen, 
was  sie  nicht  erhalten  (air-icc-)  können'  LL  344d  47;  Abstr.  as- 
cid  fem.  'a  request,  boon,  gift,  present'  K.  Meyer  134,  ic  aiscid 
a  chind  'ihm  den  Kopf  absuchend'  Wi.  II i  181  Z.  196  (gan 
aisce  coise  na  cinn  'without  cleansing  of  foot  or  head'  O'Don. 
Suppl.,  Wi.  1.  c.  S.  2005). 

Mit  to-ad-:  tasciud  (aus  *tascid  umgebildet)  'das  Nahen, 
Entgegentreten'  LL63b27,  tascud  64b  3,  69a  39,  72b  21,  109a  4, 
vgl.  Zimmer,  ZfdA.  XXXII  214,  1.  Ist  nicht  aus  toscugud  (s. 
scuich-)  entstanden,  kann  aber  davon  beeinflußt  sein;  umgekehrt 
ist  tascugud  LL  56a  46  von  tasciud  beeinflußt.  Aus  tasciud 
isteinVerbum  taisc-  'nähern,  sich  nähern'  rückgebildet:  Ipv.  Sing. 
2.  na  taisc  LL  108b  35,  vgl.  36,  tasci,  tasce  'come!'  K.  Meyer, 
Betha  Colmäin  S.  127,  tasca  Rc.  XXVII  312  (St.  Moling68);  PL 
2.  taiscid  si   'come  ye!'  Lism.  L.  4419.     Vgl.  übrigens  unter  7°. 

Mit  frith-to-ad-:  Präs.  PI.  3.  nad  frithtasgat  'who  do 
not  oppose'  Mh  17c  5    (falls  nicht  -taigat  zu  lesen  ist,  s.  tiag-). 

2)  Mit  air-:  Abstr.  airigid  fem.  'honorific  portion  of  food  or 
drink'  K.  Meyer  59,  Aisl.  M.  Congl.  3,  16,  17,  gl.  dehbatio  Wb. 
5  b  23,  Ml.  123  a  13.  Eigentlich  "Vor-Forderung,  das  zuerst  Ge- 
forderte" (zum  Präverb  vgl.  er-äin  'in  the  van'  Rc.  XXXIII 97 f.). 
Vielleicht  gehört  Präs.  PI.  3.  no-airi[i]get  gl.  qui  primi  usi  sunt 
Ml.  125d  4  hierher;  es  ist  aber  als  ein  Simplex  behandelt. 

3)  Mit  di-:  Abstr.  i  n-degaid  'nach'  Wb.  30b  14,  Sg.  5a  2, 
7a  4,  101b  1,  Thes.  I  489,  33,  i  n-degid  II  4,  35,  i  n-digaid 
Ml.  71b  11,  78c  14,  81c  3,  lila  5,  138c  18. 


§805,3.4]  Verbalverz.  saig-.  607 

Mitcom-di-  'bitten,  verlangen':  Präs.  Sing.  1.  njid  cuintgim 
Wb.  14c  12;  2.  chondaigi  Thes.  II  296,  5,  mir.  onaigi  siu, 
perf.  oattgi  siu  LL  70b  39,  40;  3.  condieig  Wb.  23d  5  (laut- 
gesetzlich), condaig  (analogisch)  8d  20,  Ml.  30b  8,  35c  21,  llOd 
10,  perf.  conaittaig  YBL  415b  8;  PI.  1.  condegam  Ml.  107c  8 
(mir.  onagam  LL  108b  12),  ni  cuingem  Wb.  14d  38;  3.  ni 
cuinget  Ml.  107c  8;  Ipf.  Sing.  3.  näd  otagad  Wb.  4b  2;  Ipv. 
Sing.  2.  na  cuindig  10a  20;  3.  na  cuinged  15,  IIb  18;  Konj. 
Sing.  3.  ara  cuintea  Ml.  51a  18;  Konj.  Ipf.  Sing.  1.  condesin 
Wb.  19d  24;  2.  condesta  Trip.  118,  16;  PI.  3.  condestis  Thes. 
II  31,  24;  Fut.  PI.  3.  condesat  Ml.  46c  13;  Prät.  Sing.  1.  perf. 
conaitecht  132d  5;  2.  perf.  ni  comtacht  su  Ml.  60b  20;  3. 
conniacht,  oniacht,  oiacht  som  LU  75a  10,  28,  77a  38  (-nn-, 
-n-  mir.  statt  -nd-),  perf.  conaitecht  Ml.  36b  5,  59c  3,  98b  6, 
ni  comtacht  59c  3,  vgl.  123c  3,  54b  30;  PI.  1.  perf.  ni  com- 
tachtmar  ni  Wb.  24b  20;  3.  coniachtatar  K.Meyer, 465,  perf. 
conaittechtatar  Ml.  90b  16,  conaitechtat  44d  27,  ooitechta- 
tar  Wb.  8a  14;  Pass.  Präs.  Sing,  condegar  d  20,  14c  11,  Ml. 
48a  7;  PI.  dia-cuinchetar  123c  4;  Konj.  Sing,  condesar  Monast. 
Tall.  133,  2,  co-coratastar  YBL  28b  51,  conniestar  (die  alte 
Futurform?)  Rc.  XV  488,  3;  Prät.  Sing.  perf.  ni  comtacht  Ml. 
123c  3,  lasa-comtacht  35c  26;  Part.  PI.  cuintechtai  59b  13; 
Gerundiv  cuintechti  93a  8,  Thes.  I  493,  26,  cuintesta  Aisl.  M. 
Congl.  S.  3  (vom  -s-Konj.  beeinflußt,  vgl.  §632  S.410);  Inf.  cuingid 
Wb.  4d  24,  8a  7,  24b  14,  24,  d  7,  26b  25,  27c  24,  Ml.  62d  12, 
cuinged  39a  6,  cuindchid  59d  3,  104c  1,  120d  5,  Thes.  II 
291,  8,  Gen.  cungeda  LL  64b  21. 

Mit  aith-com-di-:  Präs.  Sing.  3.  ist  belegt,  wenn  ni  ad- 
chumtig  Sg.  211a  8  in  ni  adchuintig  'non  requirit'  zu  ändern 
ist  (Sarauw,  Irske  Studier  S.  84;  zu  ding-  [oben  S.  506]  könnte 
die  Form  nui'  als  künstliche  Bildung  gehören);  Abstr.  athchunchid 
'requesting'  Atk.  LBr.,  athchungid  LL271b  22,  vgl.  LU  117b  14, 
Rc.  XIII  102  §  131,  Gen.  athcuingeda  K.  Meyer  146. 

4)  Mit  fo-  'temptare,  tribulare':  Präs.  PI.  3.  fo-dan-segat 
M1.27c7,  fo-dam-segat  sa  33a  19;  Ipf.  Sing.  3.  in-dob-fochad 
Wb.  25a  16;  PI.  3.  fosaigtis  Ml.  97d  14;  Konj.  PI.  3.  f-a-säsat 
Wb.  8c  19;  Pass.  Präs.  Sing,  fo-n-segar  14b  16;  Inf.  fochuid, 
fochaid  M1.97d  10,  15,  fochith  Wb.  IIb  2  (häufig  ist  das  Absü-. 
in  der  Bedeutung  'Drangsal'  belegt:  Nom.,  Akk.,  Dat.  fochith  Wb. 
14b  15,  25a  13,    fochaid   ML  19b  11   u.  s.  w..    Gen.   focheda, 


608  Verbalverz.  saig-.  [§805,4—7 

fochatho  Wb.  25a  12,  17d  28,  fochodo,  fochoda  Ml.  64a  2 
u.  s.  w.,  59b  10,  PI.  Nom.  Akk.  fochidi.  Dat.  fochidib,  Gen. 
fochide  Wb.  15d  33,  14c  2a,  b  19,  18  u.  s.  w.). 

Mit  iarm-fo-  'fragen':  Präs.  Sing.  3.  iarma-foich  som  Sg. 
198b  3,  iarmifoig  som  Ml.  70c  6;  Ipf.  Sing.  3.  iarmi-nd-ochad 
58c  7;  Konj.  Sing.  1.  con-iarfus  Salt.  7837;  Konj.  Ipf.  Sing. 
3.  iarmi-d-oised  Ml.  32a  5;  Fut.  PI.  3.  iarmifoiset  Ann.  of 
Ulster  617,  iarfassat  LL  259b  38;  Kondit.  PI.  3.  iarmifoistis 
Thes.  I  498,  15;  Prät.  Sing.  3.  larmifoacht  LU  61a  24,  näd 
r-iarfact  Wb.  2a  18;  PI.  3.  näd  r-iarfactatar  19;  Part,  iar- 
fachta  Thes.  II  295,  6;  Inf.  iarfigid  Wb.  IIb  21,  26b  24,  iar- 
faigid  Ml.  20c  9,  31a  16,  92b  10,  11,  ic4rfichid  Thes.  I  497,  37, 
Gen.  iarfaigtho  Ml.  24b  10,  iarfaichtho  45d  19,  57d  1,  iar- 
faichtheo  35c  29,  Ph  Dat.  iarfaigthib  15c  14. 

5)  Mit  frith-  'wiederholt,  gegenteilig  suchen,  besuchen':  Präs. 
Sing.  3.  frisaig  gl.  commendat  Deus  suam  caritatem  in  nobis, 
vielleicht  'fordert  zurück'  (vgl.  die  Fortsetzung:  .i.  attroilli  dünn 
dihgi  a  nobis  'er  verdient  von  uns,  daß  wir  ihn  lieben')  Wb.  2d  13; 
Prät.  Sing.  3.  (mir.  Neubildung)  ro  frithaig  Ultu  'er  ging  zu  den 
Ulster-Leuten  herum,  bediente  die  Teilnehmer  am  Gelage'  LU 
109b  46;  Abstr.  frithaigid,  frithuigid  'reprisal,  retahation,  Op- 
position' S.  M.  Gloss.  422  (frithaigid  findet  u.  a.  statt  „when  the 
person  assailed  returns  the  blow"  III  470 1),  i  frithagaid  (mit 
dem  Gen.)  'against'  Atk.  LBr.,  Stokes  Wi.  IV^  (mag  mit  agaid 
'Gesicht'  assoziiert  gewesen  sein),  fridaighid  als  Adv.  'wiederum' 
(nad  raba  cen  goin  duine  cech  oen  laithi  do  Connochtaib 
ocus  orcain  fridaighid  cech  n-aidchi  'daß  ich  nicht  gewesen 
bin  ohne  Tötung  eines  Connachtmannes  jeden  Tag  und  ohne  Raub- 
zug wiederum  jede  Nacht'  Wi.  104  Fußnote;  ebenso,  nur  in  der 
3.  Sing.,  LL  107  a  21). 

6)  Mit  ind-  'aufsuchen,  besuchen':  Präs.  PI.  3.  a-tob-segat 
si  Wb.  14d37  (oder  zu  1°?);  Abstr.  insaigid,  innaigid  Wi.  644, 
innsaigid  Atk.  LBr.  (da  das  -s-  leniert  sein  sollte,  steht  innaigid 
der  lautgesetzlichen  Entwickelung  am  nächsten ;  die  Form  mit  resti- 
tuiertem -s-  hat  aber  den  Sieg  davon  getragen:  nir.  ionnsuidhe, 
nsch.  ionnsuidh;  insaigid  bildet  eine  zusammengesetzte  Präposi- 
tion: d-insaigid  iffirn  'in  die  Hölle'  Wi.  184,  6  =  dochum 
n-iffirnd  170,  2). 

7)  Mit  to-od-  'aufbewahren;  ernähren,  unterhalten'  (läßt  sich 
schwer  von  1°  reinhch  trennen):  Ipf,  Sing.  3.  do-d-coisged  (wohl 


§805,7.8]  Verbal verz.  8 aig-.  609 

zu  lesen  do-d-toisged  mit  Wiederholung  des  ersten  Präverbs) 
'that  used  to  support  him'  Wb.  9a  6;  Ipv.  Sing.  2.  taisig  iat 
'keep  tliem'  Wi.  805;  Prät.  Sing.  1.  do-s-r-oisecht  sa  'ich  habe 
sie  aufbewahrt'  LL  251b  5;  PI.  3.  do-m-r-oisechtatar  *have 
sustained  nie'  Wb.  17c  1;  Inf.  toschid,  toschith  'unterhalten, 
Unterhalt'  lOd  18,  23,  24,  27,  tasgid  ds.  29a  13,  taiscid  'auf- 
heben' LL  249  b  39,  Atk.  LBr.,  Gen.  taiscedo  S.U.  (nir.  taisge 
'treasure,  störe;  keeping'  u.  s.  w.). 

8)  Mit  ro-  'erreichen'  (von  den  perfektischen  Formen  des  un- 
komponierten  Verbums  nicht  reinlich  zu  trennen):  Präs.  Sing.  3. 
rasaig  Ml.  102a  8,  rosaig  Thes.  II  18,  37,  ni  roig  II  21,  32, 
connach-roig  Ml.  39c  7,  ce  roich  Sg.  26a  11  (§587.6  S.304); 
PL  3.  rosegut  Wi.  747  (-ut  mir.  statt  -at),  nad  roichet  Lü 
100b  31  (nach  Analogie  der  echt  komponierten  Formen  finden  sich 
im  Mir.  unecht  komponierte  Präsensformen  mit  -o-  statt  -a-  als 
Wurzelvokal:  Smg.  2.  rosoichi  siu  LU  100b  32;  3.  rosoich; 
PI.  3.  rosoichet  Wi.  745,  vgl.  S.  M.  Gloss.  621,  Strachan,  Trans. 
Phil.  Soc.  1895-98  S.  73);  Ipf.  Sing.  3.  rosaiged  Wi.  747,  conna 
roched  Wi.  745  (analogisch  rosoiged  Wi.  747);  PI.  conna  roi- 
ch tis  Thes.  11298,9;  Ipv.  Sing.  3.  roich ed  LL  58a  12;  Konj.  Sing. 
2.  rosais  Thes.  II 28,  35 ;  3.  rö-d-sä  LI3  58b34,  mani  roa  S.  M. 
IV  336,  14,  muna  ro  II  58,  23,  co-roa,  cu-rö  Atk.  LBr.  1694, 
6798;  PI.  2.  o  co-rrossid  (s.  unten  S.  610  Z.  19f.)  Wi.  Täin 
1486;  3.  co-rrosset  1155;  Konj.  Ipf.  Sing.  1.  o-roissinn  Wb. 
26d  17;  3.  rosassad  LU  112b  6,  rosaissed  LL  250a  46,  na 
roisedh  S.  M.  I  56,  2  v.  u.,  na  rossed,  go  rossed  LL  103a  41 
(analogisch  ra-sossed  ebd.,  rosoisedh  S.  M.  I  290,  8);  PI.  3. 
nach-as-rostis  LL  238a  16;  Fut.  Sing.  2.  ni  rois  Thes.  II 
290,  13;  3.  rosia  Atk.  LBr.  Z.  493,  rosia  LU  89b  3  (im  Mir. 
auch  als  Konj.  verwendet,  s.  S.  M.  Gloss.  623),  ni  ro  LL  108a  42 
(analogisch  ist  -ria,  das  durch  weitere  Analogiebildung  als  Konj. 
verwendet  wird,  s.  S.  M.  Gloss.  623);  PI.  1.  rosesium  (-ium  statt 
-em)  Atk.  LBr.  8070;  3.  rosesaid  si  LU  25b  10;  rasesset  Wi. 
Täin  4982,  ni  roisset  Ml.  74a  11;  Kondit.  Sing.  3.  roseisead 
S.  M.  II  370,  1  V.  u.  (-ea  junge  Orthographie  statt  -e-;  als  Konj. 
Ipf.  verwendet:  rosGssed  ZfcPh.  III  249,  20,  riasiu  (ro)sessed 
LL  67a  14,  raseised  61b  49),  ni-s-roissed  Ml.  39c  34;  Prät. 
Sing.  3.  rosiacht  Ml.  55d  2,  S.  M.  Gloss.  622,  Wi.  773,  ni 
roacht,  co-roacht  Wi.745  (analogisch  co-rriacht  Wi.738,  nocha 
riacht  S.  M.  Gloss.  622);  PI.  3.  rosiachtatar  LU  105b  13,  S.  M. 

Poderson:  Vjfl.  kolt.  GniuHn.     II.  39 


610  Verbalverz.  saig-.  [§805,8.9 

III  30,  30,  co-roachtatar  Thes.  II  323,  8;  Pass.  Präs.  Sing, 
rosegar  Ml.  14c  19,  rosechar  Hib.  min.  S.  11  Z.  352;  Konj. 
Sing,  mani  rostir  (statt  -ster)  Monast.  Tall.  137,  12;  Inf.  war 
urspr.  wohl  nicht  vorhanden  (mir.  Neubildung  ist  rochtain  Wi. 
745;  auch  riachtain  mag  zum  Teil  hierhergehören;  so  ist  dul 
di-a  riachtain  'zu  ihnen  zu  gehen'  LU  48a  38  deutlich  mit  ticed 
di-ar  saigid  'er  soll  zu  uns  kommen'  47b  42  parallel;  vgl.  Wi. 
738;  in  anderen  Fällen  gehört  riachtain  zu  ro-icc-,  s.o.  S.  556). 

Mit  to-ro-  'erreichen'  (läßt  sich  von  den  j^erfektischen  Formen 
von  9°  nicht  reinlich  trennen):  Präs.  Sing.  3.  do-n-roig  K.Meyer, 
Fianaigecht  S.  12  §  14,  doroich  Wi.500,  conna  toraig  Wi.  840; 
Ipv.  Sing.  3.  do-m-roched,  do-m-roiched  Wi.  Täin  Z.  754, 
757,  759,  770;  Konj.  Sing.3.  co-tora  LL  100a  24,  na  torau.  s.  w. 
S.  M.  Gloss.  739;  PI.  3.  mana  toirset  S.  M.  III  324,  3  v.  u.; 
Konj.  Ipf.  Sing.3.  doroisedh  Wi.  IV^  Z.  2304,  doroised  S.  M. 
Gloss.  623,  cotörsed,  dan-am-thorrsed  Wi.  Täin  S.  1060f.; 
PI.  3.  dorostais  LU  83a  16;  Fut.  Sing.  2.  do-m-ruis  K.Meyer, 
Fianaigecht  S.  12  §  20;  3.  do-n-rua,  da-bar-rö,  do-b-ro  Wi. 
Täin  3332,  592  mit  Note,  1471  mit  Note  (vgl.  1486,  wo  zu  lesen: 
cen  co-rrossid,  do-bar-rö;  analogisch  doria  Fei.  LH  20),  nicon - 
tora  LU  49a  33;  Prät.  Sing.  3.  doroacht,  doruacht  Wi.  Täin 
S.  963  (analogisch  doriacht  Wi.  738,  500),  co-toracht  Wi.  840, 
vgl.  S.  M.  Gloss.  739;  PI.  1.  "dorochtamar  LU  68b  23;  3.  do- 
rochtatar  S.  M.  II  124,  13,  na  torrachtatur  294,  7  (analogisch 
doriachtatar  Wi.  738),  co-torachtatar  Wi.  840;  Pass.  Konj. 
Sing,  ma  rosasar  S.  M.  I  264,  6;  Inf.  war  urspr.  wohl  nicht  vor- 
handen (mir.  Neubildung  torachtain  Wi.  841,  S.  M.  Gloss.  624, 
tarrachtain  Wi.  Täin  S.  470i). 

9)  Mit  to-  in  annähernd  derselben  Bedeutung  wie  das  Simplex 
(to-  gibt  die  Nuance  'her'):  Präs.  Sing.  3.  dosaig  Wb.  15a  22, 
23c  23;  Konj.  Sing.  3.  dosa[sa]  S.  M.  II  140,  18;  Fut.  PI.  3. 
doseset  Wi.  Täin  4982;  Abstr.  toiched  (statt  *toichid)  'act  of 
suing',  Gen.  toicheda  S.  M. 

Anm.  Brit.  Formen  oben  S.  28.  Zu  lat.  sägiö  'spüre',  gr.  ^yeoucei 
'führe',  got.  sökjan  'suchen'.  Die  Vokalalternation  ir.  saig-  (Präs.):  sas- 
(Konj.)  ist  leicht  erklärbar  (idg.  a  :  ä,  vgl.  §  607  Anra.  1  S.  351).  Auf  Ee- 
duplikation  beruht  das  -ia-  und  -e-  des  Fut.  (S.  361).  Die  Reduplikation 
im  -i-Prät.  ist  unursprünglich;  sie  entstand  wohl  durch  Kontamination  mit 
einem  idg.  reduplizierten  Perf.  (oder  ist  sie  aus  dem  Fut.  eingedrungen, 
weil  sonst  oft  redupliziertes  Prät.  neben  redupliziertem  Fut.  stand?);  vgl. 
§803  Anm.  2.     Die  Alternation  a  :  e  im  Präsensstamm  beruht  jedenfalls  auf 


§  805  Anm.  806]       Verbalverz.  saig-,  saraal-.  611 

Analogiebildung;  das  unmittelbare  Muster  war  wohl  said-:sed-  'sitzen' 
(§  803),  auch  wenn  dies  Verbum  selbst  die  Altornation  auf  analogischera 
Wege  gewonnen  hat.  Auch  eine  nur  analogisch  zu  erklärende  Vokalstufe 
Null  scheint  vorzukommen:  toisc  'Bedürfnis'  (Wb.  12b  6,  31d  17  [toisc 
fri  biathad  .  .  'erforderlich  zum  Unterhalt'],  Thes.  II  7,  25;  241,  9)  ge- 
hört doch  wohl  zu  toschid  (s.  7°),  und  aisc  'Gabe'  Aisl.  M.  Congl.  läßt 
sich  von  ascid  (s.  1°)  nicht  trennen;  es  handelt  sich  vermutlich  um  Rück- 
bildungen auf  Grund  von  Adjektiven  wie  taschide  'notwendig'  Wb.  10a  18, 
tascide  Ml.  20a  11,  Thes.  II  225,  17;  dies  Adjektiv  war  mit  dem  Suffix 
-e  vom  Inf.  tasgid,  toschid  gebildet,  das  Sprachgefühl  sah  aber  in 
-id-e  das  einheitliche  Adjektivsuffix  -ide  §  374,  2  und  abstrahierte  ein 
Stammwort  toisc. 

Über  die  etwaige  Hierhergehörigkeit  von  feg-  s.  oben  S.  490  (und 
vgl.  fegar  .i.  indsaigthir  'is  sought'  S.  M.  III  24,  1).  Windisch  (Wi. 
544,  579)  erinnert  bei  ro-frithaig  'bediente'  (s.  5°)  an  ferthigis  'ste- 
ward'  Fel.^  XL  12  (fertigess,  ferthaighis,  ferdaighes  Wi.  II*  S.  178 
Z.  118,  125,  132),  ferdaigsecht,  fertighsecht  'Aufwarten'.  Dann  müßte 
ferthigis  ein  zum  nomen  agentis  gewordenes  nomen  actiimis  sein,  und 
man  müßte  eine  Fernmetathese  (-thaighis  aus  -saigid,  -saigith)  an- 
nehmen. Ausgangspunkt  wäre  dann  ein  *fris8aigid  'Aufwärter',  das 
wegen  der  eigentümlichen  Bedeutungsentwickelung  an  der  sonstigen  Um- 
bildung des  Infinitivs  von  5°  zu  frithaigid  (mit  analogischer  Lenition) 
nicht  teilnahm;  durch  die  Metathese  wurde  das  Wort  vollends  isoliert  und 
geriet  schließlich  unter  den  Einfluß  des  Verbums  fer-  §  721  und  des  Sub- 
stantivs fer  'Mann'. 

Das  Verbum  saig-  scheint  mit  ag-  (§  652)  assoziiert  gewesen  zu 
sein:  saig  brot  for-sin  n-echraid  LL  67a  43  (vgl.  263b  31;  59,  30) 
neben  aig  brot  for  in  n-echraid,  indaig  brot  for-sin  n-echraid 
oben  S.  451.  —  In  vielen  Formen  konnte  -saig-  (to-ro-saig-)  ferner  mit 
-fich-  (di-fich-,  to-ficb-)  §  723  zusammenfallen;  sollte  es  auf  einer 
Vermischung  der  beiden  Verba  beruhen,  daß  tarrachtain  auch  die  Be- 
deutung 'rächen'  hat  (Wi.  Täin ;  nach  doroacht  'erreichte':  Inf.  tar- 
rachtain wäre  auch  zu  doroacht  'wurde  gerächt'  ein  Inf.  tarrachtain 
gebildet  worden)?  Es  ist  jedoch  auch  denkbar,  daß  to-ro-saig-  spontan 
die  Bedeutung  'rächen'  entwickeln  konnte;  und  andererseits  können  bei 
tarrachtain  auch  noch  andere  Verba  mit  eingespielt  haben,  s.  S.  M. 
Gloss.  S.  739 f.  —  Die  Keltologie  hat  erst  spät  gelernt,  saig-  reinlich  von 
sech-  zu  trennen;  die  Iren  selbst  haben  aber  diese  Verba  nicht  vermischt; 
das  in  der  echten  Komposition  häufig  auftretende  -ch-  (fochith  4°, 
-roichet  8°  u.  s.  w.)  beruht  nicht  auf  fremdem  Einfluß,  sondern  ist  aus 
dem  leniorten  -s-  (-A-)  +  ^  entstanden  (dringt  analogisch  in  die  unechte 
Komposition:  rosechar  u.  s.  w.). 

§  806.  samal-  'vergleichen'  (Deponens):  Präs.  Sing.  1.  n-a- 
samlur  Wb.  3c  6;  3.  samlaid  Sg.  150b  1;  Fut.  PI.  1.  no-n- 
samlafammar  Wb.  17b  12;  Pass.  Präs.  Sing,  samaltir  8d  22, 
con-dan-saraailter   Ml.   63d  7,    frisa-samaltar    Sg.  211a  10, 

39* 


612  Verbalverz.  samal-,  sc-.  [§806.807 

b4;  Konj.Sing.  ru-samaltar  Wb.34a4;  Inf.  samail  M1.138c6y 
Wb.  33 d  4,  vgl.  samil  Thes.  I  495,  26. 

1)  Mit  di-  gl.  dissimulare:  Präs.  Sing.  3.  disamlathar  Ml. 
21b  2;  Konj. Ipf.  Sing. 3.  disamlad  114c  3;  Inf.  diamlad  M1.52. 

2)  Mit  ind-  'nachahmen,  assimilieren':  Präs.  Sing  3.  insam- 
lathar  Wb.  9a  15,  Sg.  30a  14,  insamladar  ZfcPh.  VII  483; 
PI.  1.  in  intsamlammar  ni  Wb.  IIb  16;  2.  nach  intsamlid 
14a  28;  Ipv.  Sing.  2.  na  intamaltae  sin  Ml.  56b  26;  PI.  2.  in- 
tamlid  Wb.  9a  14;  Konj.  Sing.  1.  insamlar  Sg.  Ib  1;  2.  in- 
samailter  Ml.  56b  38,  ni  intamlae  c  13;  PI.  1.  coni  intam> 
lammar  97c  1;  Konj.  Ipf.  PI.  2.  o-ro-intsamlithe  Wb.  17a  13; 
3.  in  intamlitis  5b  20;  Fut.  PI.  2.  a-ta-samlibid  si  al3;  Prät. 
PI.  3.  in-ru-samlasatar  Sg.  112b  4;  Gerundiv  intamaltai  Ml. 
79c  1;  Inf.  N.  A.  D.  intamil,  intamail,  intsamil,  insamil, 
intsamail,  indsamuil  Wb.  5a  13,  b  20,  11c  7,  30a  25,  Sg.  6a 
11,  Wb.  13a  27  u.  s.  w..  Gen.  intamlae  Ml.  56b  33,  intsamli  (zu 
lesen  intsamle)  Wb.  24c  10,    PI.  Nom.   intamlai  Ml.  51  d  5. 

Mit  di-ind-  gl.  dissimulare  (künstliche  Bildung) :  Präs.  Sing.  3. 
ni  deintamladar  som  Ml.  27d  12;  Fut.  Sing.  3.  ni  deintam- 
lafa  69 d  8. 

Anm.  Br.  hevelout  'nacliahmen'.  Vgl.  lat.  simulö,  dissimulö 
und  §  99  Anm.  4  I  165. 

§  807.  SC-  'schneiden'  (nur  komponiert).  Mit  in-  'abhauen' 
(nur  echt  zusammengesetzt  und  als  Simplex  behandelt):  Präs.  Sing. 
3.  esgid  LU  64b  24;  Prät.  Sing.  3.  eiscis  LL  80a  42,  escis 
95a  25;  Inf.  eisceadh  O'Cl. 

Mit  to-in-  (to-ess-?)  'schneiden,  beißen'  (meist  nur  echt  zu- 
sammengesetzt und  als  Simplex  behandelt):  Präs.  Sing.  3.  tescaid 
Wi. ;  Ipf.  PI.  3.  no-thescatis  Atk.  LBr.;  Ipv.  Sing.  2.  tesc;  Konj. 
Ipf.  Sing.  3.  no-tescad;  Fut.  PI.  3.  no-m-thescfat;  Prät.  Sing. 
3.  tesgais  Wi.  Täin;  Pass.  Präs.  Sing,  tescthar;  Ijif.  Sing,  no- 
tesctha  Wi.;  Konj.  Sing,  ni  doesist(er)  O'Dav.  ISIr.  787  (eine 
echt  zusammengesetzte  Form  wäre  erforderlich);  Prät.  Sing,  ro- 
tescad  S.  M.  III  148,  2  v.  u.;  PI.  ro-tesctha;  Inf.  tescad  Wi. 

Anm.  Das  Ipf.  no-tliescatis  und  die  bei  O'Dav.  überlieferte  alte 
Form  führen  auf  die  Annahme,  daß  zwischen  s-  und  -c-  ein  Vokal  ge- 
schwunden ist' ;  die  mir.  Formen  müssen  dann  zum  großen  Teil  analogisch 


1.  Dies  und  §  585,  27    spricht  gegen  die  (semasiologisch  überflüssige) 
Analyse  tairrae-scc,  Thurneysen,  Handb.  480.     Vgl.  oben  §  779. 


§808.809,1.2]  Verbalverz.  scann-,  scar-.  613 

sein.  Zu  lat.  secö.  Idy.  sq-  in  ir.  scian  '^lesser'  168.  Fernzuhalten  ist 
mbr.  squeigaff  nbr.  skeja  'schneiden'  (mit -;S-  aus  -dj-,  zu  lat.  sci-n-döj. 
Anders  Zupitza,  KZ  XXXVII  393'. 

§  808.  scann-.  1)  Mit  fo-  'werfen,  stoßen;  worfeln':  Präs. 
Sing.  3.  f-a-scannat  'they  toss  it  (with  their  horns)'  Ml.  63b  17; 
Ipf.  Sing.  1.  fusscannainn  gl.  uentilabam  in  mente  96a  4.  Vgl. 
nir.  fosgnaim  'I  purge,  cleanse,  winnow'. 

2)  Mit  to-ind-  'beginnen':  doinscann  som  'he  attempts'  Wb. 
17c  8,  hua-tinscana  Sg.  157b  3;  PI.  3.  doinscanaitt  (statt 
-at)  S.  M.  IV  320,  6,  hua-tinscanat  Sg.  162b  1;  Konj.  Sing.  .3. 
doinscana  6a  5,  doinscanna  Thes.  II  36,  28;  Fut.  PI.  1.  in 
tinscanfam  Wb.  15a  1;  Prät.  Sing.  3.  do-n-inscan  ZfcPh. 
VII  484,  perf.  rel.  tindarscan  Thes.  I  487,  26;  Part.  PI.  cain- 
tinscantai  gl.  bene  coepta  Ml.  131c  18;  Inf.  tinscetal  S.  M. 

Mit  ind-to-ind-  'beginnen':  Präs.  Sing.  3.  intinscana  Ml. 
26b  10,  145c  5,  Thes.  I  487,  15,  intinnscana  Sg.  1.36a  1;  PI.  1. 
intinscanam  Ml.  23c  3;  3.  intinscanat  Sg.  157b  3;  Prät  perf. 
Sing.  3.  intindarscan;  Pass.  Präs.  Sing,  intinscantar  Thes.  I 
487,  24,  20;  Part,  intinscanta  Sg.  148b  3;  Inf.  intinnscital 
ZfcPh,  VIII  175,  Dat.  intinscitul  15a  3,  vgl.  2  (intinnscann 
neutr.  'Anfang'  Sg.  148a  11,  12,  b  3  ist  nicht  in  infinitivischer 
Funktion  belegt). 

Anm.  Die  Wurzel  ist  urspr.  sc  an-,  der  Präsensstanim  scan-n-. 
Vielleicht  zu  arm.  kasum  'dresche'  (-«-  aus  -n-s-) ,  sksanwi  'fange  an' 
{*sqen-s-),  KZ  XXXIX  427,  lit.  skin-ti  'pflücken'. 

§  809.    scar-  'trennen,  sich  trennen',  'niederwerfen'  (-(T-Stamm) 
Präs.  Sing.  3.  ni-b-scara  Wb.  13b  19,  no-da-scara  28c  15.  rel 
scaras  Thes.  II  247,  2,  7;    PL  3.  rel.  scar  de  ebd.  18;  Ipf.  Sing.  1 
no-scarinn    Wb.  24a  4;    Ipv.    Sing.   3.    na   scarad    10a  3,  29 
Konj.   Sing.  3.   perf.    arna   ra-scra    Thes.  II  253,  7;    Konj.  Ipf 
Sing.  2.  ni  scartba  Wb.  29d  8;    Fut.  Sing.  1.  no-scairiub  Ml 
43a  23   (mir.  Neubildung  ni  scer  sa  LL  65a  36);    Prät.  Sing.  3 
scarais  LL62b33,  63a  2,  frissa-ro-scar  som  Wl),3a  14  (Neu- 
bildung:   co-ro-scart  LL  63a  14);    PI.  1.  ro-scarsam  Wb.  24d 
26;  2.  ru-d-scarsid  27a  30;  3.  ro-scarsat  28a  20,  29b  22;  Inf. 
scarad  15c  22,  30a  18. 

1)  Mit  ad-:  Abstr.  ascur  'remission'   Wb.  25 d  16. 

2)  Mit  air-:  Abstr.  erscor,  erscar,  urscor,  urscar  'a  rai- 
ling,  parapet'  K.  Meyer  66,  AVi.  528,  868,  S.  M.  Gloss.  779.  Vgl. 
§  810  Anm. 


614  Verbalverz.  scar-.  [§809,3—7 

3)  Mit  com- 'vernichten':  Präs.  PI.  1.  in  coscram  ni,  nicon- 
choscram  Wb.  2b  20,  21;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  chonscarad  Ml. 
23b  14,  arnä  coscrad  Wb.  10c  1;  Fut.  Sing.  3.  oscera  Wb. 
26a  8,  conscera  Ml.  56d  6;  Prät.  perf.  Sing.  2.  co-t-ascrais 
91b  12;  3.  conascar  LL  109b  25,  in  comscar  Ml.  91c  9;  PI.  3. 
oascarsat  87b  22;  Pass.  Prät.  perf.  Sing,  conascrad  Wb.  21bl5; 
Part.  PI.  leth-chosgarthai  gl.  semirutas  Ml.  128b  5;  Inf.  cos- 
crad Wb.  2b  22,  26a  10,  Ml.  48c  33,  49a  11,  vgl.  10,  cos<c>rad 
102b  7,  9  (coscur  'Sieg'  43b  8,  95a  5,  Gen.  coscair  33c  13). 

4)  Mit  ess-  'niederwerfen':  Pass.  Konj.  Sing,  na  ro-hescar- 
thar  ZfcPh.  I  455;  Prät.  Sing,  ro-escrad'  Trip.  L.  240,  8;  Abstr. 
es  cor  Fei.  Prol.  64. 

5)  Mit  etar-  'trennen,  sich  trennen':  Konj.  Sing.  3.  am  ach - 
n-etarscara  Ml.  79b  2,  perf.  eter-rö-scra  Wb.  9d  31,  na  ru- 
etarscara  Ml.  54d5;  Prät.  Sing. 3.  etar-dan-ro-scar  ni  120a  3, 
in  ru-etarscar,  in  r-etarscar  91c  1;  PI.  3.  itir-ro-scars(at) 
Wb.  5b  34;  Pass.  Präs.  Sing,  itarscarthar  Thes.  II  14,  38;  PI. 
etarscartar  Sg.  157b  10;  Konj.  Sing,  coni  etarscarthar  Thes. 
1486,34;  PI.  etirscartar  Sg.73b2;  Konj.  Ipf.  Sing,  etirscarthe 
Ml.  47a  11;  Fut.  Sing,  eter(scerthar);  PI.  eterscertar  Wb. 
8b  3;  Part,  etarscarthe  Sg.  61b  2,  Ml.  30c  5,  etarscarthae 
53c  18,  101a  17,  107c  2,  etanscartha  Sg.  61a  6,  75b  5,  Dat. 
neph-etarscarthu  Ml.  54d  3,  Kompar.  etarscarthu  Thes.  II 
14,  34;  Inf.  etarscarad  Wb.  13c  6  u.  s.  w. 

6)  Mit  od-:  Abstr.  int  oscor  .i.  in  leim  'Sprung'  Fel.^XXIV 
14  V.  u.,  vgl.  AVi.  Täin  6037,  O'Dav.  Nr.  774.     Vgl.  die  Anm. 

7)  Mit  to-:  Präs.  Sing.  3.  doscara  'wirft  zu  Boden'  LU  59a 
43;  Ipv.  Sing.3.  <na>ch-ib-t[h]ascrad  (?)  AVb.  22b  1;  Prät.  Sing. 
3.  tascrais  'ließ  (die  Pferde)  los'  LL  108a  14  (echt  zusammen- 
gesetzte Form  als  Simplex  behandelt),  do-s-tascar  'warf  sie  zu 
Boden' LU  22b  5f.  (das  erste  Präverb  doppelt  gesetzt),  ro-thascair 
LL  110b  5  (als  Simplex  behandelt);  Pass.  Präs.  Sing,  doscarthar 
LU  60a  4;  Pass.  Prät.  Sing,  doscarad  Wi.  Täin  3959,  ro-tascrad 
gl.  deiectus  Goid.2  69;  PI.  to  scartha  LU  128a  23;  Inf.  tascrad 
'losstürmen'  LU  49b  36  (ein  anderes  Abstr.  ist  tascar  'tiotsam' 
S.  M.,  'a  Casting'  O'Dav.  Nr.  1569;  vgl.  die  Anm.).  O'Dav.  Nr.  1525 
erklärt  wohl  mit  Unrecht  tascrat  (Präs.  Ind.  oder  Ipv.?)  durch 
astat  'halten  fest'.  Das  -a-  in  der  ersten  Silbe  von  tascrais  u.  s.  w. 
ist  vor  schwindendem  -a-  der  zweiten  Silbe  entstanden  (§  253,  2) 
und  darauf  analogisch  verbreitet  (es  ist  u.  a.  im  Abstr.  tascar  nicht 


I 


§809,7]  Verbalverz.  scar-.  615 

lautgesetzlich);  aus  tascr-  entsteht  durch  Feriiassimilation  trascr-: 
Präs.  Sing.3.  trascraid,  rel.  trascras,  Prät.  Sing.  3.  ro-trascair^ 
Pass.  Fut.  trascerthar,  Inf.  trascrad,  daneben  Abstr.  (Gen.?) 
trascair  Wi.  844,  S.  M.  Gloss.  745,  Atk.  LBr.  933;  analogisch 
wurden  unecht  komponierte  Formen  wie  Ipf.  Sing.  3.  dorascrad 
som  LU  60b  10  gebildet.     Vgl.  noch  Stokes,  Wi.  II'  S.  140. 

Mit  imb-to-  'sich  gegenseitig  zu  Boden  zu  werfen  suchen, 
ringen':  Präs.  P1.3.  imm-e-thascrat  gl.  luctantiuni  Ml.  118c  11; 
Inf.  imtrascrad  LU  60b  10. 

Anm.  Neben  scar-  steht  das  Kausativura  oder  Intensivum  scuir- 
'(die  Pferde)  abspannen':  Präs.  Sing.  3.  scurid;  Konj.  Ipf.  PI.  3.  ara 
scortis;  Prät.  PI.  3.  scorsi  t  Wi.  762;  Inf.  scor  Wi.,  Wb.l2c46.  Der  Inf. 
8 cor  ist  etymologisch  identisch  mit  dem  letzten  Element  der  oben  ange- 
führten Abstrakta  ascur  u.  s.  w  (vgl.  dazu  die  Identität  der  Infinitive  von 
lo-n-g-  und  luig-).  —  Mit  di-  'to  put  off':  Abstr.  discor  'act  of  freeing 
from  (a  fine)'  S.  M.,  'destruction'  K.  Meyer  660  (finite  Formen  in  S.  M. 
Gloss.  254).  —  Mit  fo-  'to  put  off":  Ipf.  PI.  3.  fo-do-sguirti  s  S.  M. 
V  306,  6,  vgl.  1. 

Vgl.  c.  ysgar  'to  part,  to  cast  off',  gwa-sgar  'to  scatter,  to  dis- 
perse', esgor  'gebären';  auswärtige  Etymologie  I  44. 

Mit  ir.  scar-  und  scuir-  assoziiert  war  ir.  tascur  'Company,  retinue' 
S.  M.,  tascar,  tasgur  O'Dav.  Nr.  1501,  1606,  mbr.  coscor  'famille*  (nbr. 
V.  goskür  fem.  Ernault  Kc.  III  59),  aeorn.  coscor,  goscor  ds.,  c.  gos- 
gordd  fem.  'retinue',  ac.  casgoord  gl.  satellites.  Falls  man  die  merk- 
würdige Schreibung  im  Ac.  als  zufällig  betrachten  darf,  kann  wirkliche 
Verwandtschaft  mit  scar-  und  scuir-  bestehen;  vgl.  ahd.  skara  'Schar'; 
c.  -rdd  kanu  aus  -?;/-  entstanden  sein.  Im  gegensätzlichen  Verhältnis  zu 
diesen  Wörtern  mit  der  Bedeutung  'Hausstand'  stehen  Komposita  mit  *ud- 
und  *eks-  mit  der  ursprünglichen  Bedeutung  'nicht  dem  Hausstand  ge- 
hörig' :  c.  esgordd  'strangers',  ir.  do-nd  oscar  gl.  idiotae  'dem  Laien' 
Wb.  12 d  16  (so  Zeuß,  Zimmer,  Stokes;  man  erwartet  jedoch  oscur,  und 
so  scheint  man  nach  dem  Faksimile  die  Schriftzüge  deuten  zu  können), 
osccar  (ü.  PI.  oscuraib)  'untrained,  unskilled,  a  non-professional  person' 
S.  M.,  OS  cor  Eawl.  B.  502  p.  113  a  8  (mit  der  Glosse  cen  goibnecht 
'ohne  Schmiedekunst',  als  Gegensatz  zu  goba  'Schmied'),  osgar  O'Dav. 
Nr.  1326  (mit  dem  Zitat  osgar  cach  a  cerd  araile  'Laie  ist  Jeder  in 
dem  Handwerk  des  Anderen'),  int  oscur  Thes.  II  334,  2  (mit  der  GL  int 
öegi  'der  Gast"  und  in  tuata  'der  Laie';  die  Bed.  'Gast'  stimmt  mit  der 
Legende  —  könnte  allerdings  eben  daraus  erschlossen  sein  —  und  ist 
semasiologisch  durchaus  verständlich;  man  darf  kaum  in  toscur  lesen 
und  darin  eine  ältere  Gestalt  des  späteren  tascar  'Hausstand'  suchen), 
Nom.  oscair  'unkundig'  Goid.'^  S.  87*''.  Ascoli  Gloss.  CXXIV  verweist  auf 
daiscuir  gl.  scurra  Sg.  56b  2,  doiscairem  'meanest'  Ml.  105b  7,  mir. 
doescair  'gemein',  doesciir-sluag  'der  gemeine  Haufe'  Wi.  495.  vgl. 
Wi.  Täin  S.  953,  K.  Meyer  S.  580;  der  Bedeutung  nach  liegt  dies  nahe  genug, 


616  Verbalverz.  scart-,  scend-.  [§810.811 

aber  die  Deutung  des  ersten  Elementes  ist  dann  schwierig  (doi-  durch 
Dissimilation  aus  döir-,  vgl.  air.  döir  'unfrei,  gemein'?  danach  dann 
analogisch  dae-damna  =  do-damna  'schlechte  Person'  S.  M.;  dae 
'schlecht'  S.  M.  ist  wohl  eine  Fiktion  der  Glossatoren). 

§  810.  scart-:  Prät.  Sing.  8.  ro-scaird  gl.  conrasit  Ml. 
14  b  2  (-d  Schreibfehler  statt  -t?). 

Mit  air-:  Abstr.  aurscartad,  urscartad,  erscartad  'swee- 
piiig,  Casting  out,  removal,  cleansing'  Wi.  868,  S.  M.  Gloss.  779, 
K.  Meyer  66,  Atk.  LBr.  S.  687. 

Mit  ess-  'to  drive  away':  Ipf.  Sing.  3.  dian-escart{ad)  Atk. 
Lßr.  Z.  851;  Konj.  Ipf.  PI.  3.  a-tam-scartis  se  Ml.  59a  21; 
Abstr.  escart  gl.  peripsema  Wb.  9a  8. 

Mit  di-od-  'entfernen':  Ipv.  Sing.  2.  diuscart  Thes.  II 248,  4; 
Pass. Ipf. Sing,  do-m-foscartae  se  M1.127c20;  Part,  diuscarte, 
diuscartae  Ml.  19c  15,  32d  16,  108d  5;  Gerundiv  diuscartai 
115a  15. 

Anm.  Vgl.  c.  ysgarthu  'to  purge  out',  dysgarthu  'to  cleanse", 
br.  skarza  'vider,  nettoyer,  ramoner',  abr.  iscartholion  gl.  stuppa.  Da- 
neben besteht  eine  ir.  Wurzel  cart-  'cleanse,  scour,  oust',  auch  'hinaus- 
bringen, ausschicken':  Präs.  Sing.  3.  cartaid,  Fut.  PI.  3.  cartfait,  Prät. 
Sing.  3.  cartais,  ro-chart  K.  Meyer  320;  mit  fo-:  Inf.  ic  fochartad 
'(den  Dung)  hinausschaffend,  hinauswerfend'  Aisl.  91,  10.  Vgl.  dazu  c. 
carthu  'to  cleanse',  gogarthu  'to  purify',  br.  karza  'nettoyer',  digarza 
'defricher,  essarter",  argarzi  'detester'.  Es  kann  daher  zweifelhaft  sein, 
ob  man  in  den  oben  angeführten  Zusammensetzungen  scart-  oder  cart- 
(ess-cart-)  anzunehmen  hat;  vgl.  Zimmer,  KZ  XXXVI  454— 458.  Um 
eine  Wurzel  scart-  kommt  man  aber  nicht  herum.  Die  Alternation  cart-  : 
scart-  erklärt  sich  nach  §  113;  scart-  ist  mit  scar-  verwandt;  vgl.  skr. 
kärtati,  hr-n-tdti  'schneidet',  asl.  crta  'iäjuva}\  Inf.  cresti,  lit.  kri-n-tü  (Aor. 
kr i tau)  'falle  ab  (von  Blättern,  Früchten  u.  dgl.)',  kertü  'haue'  (neben 
gr.  xei(j(o,  an.  skera  'schneiden'  u.  s.  w.). 

Vermischung  von  scar-  und  scart-:  aurscartad  in  der  Bed.  von 
erscor,  urscor  (§  809,  2)  Wi.  381,  868;  urscar  in  der  Bed.  von  aur- 
scartad ('removing')  S.  M.  Gloss.  779. 

§  811.  scend-,  scind-  (oder  scenn-,  scinn-?)  'springen': 
Präs.  Sing.  3.  mit  Obj.  sceint-i  Wi.  139,  2,  vgl.  19  (das  Pro- 
nomen ist  schwerlich  Bezeichnung  des  Zieles;  vielmehr  scheint  das 
Verbum  transitiv  und  subjektlos  zu  sein;  also  'emporschnellen'); 
PI.  3.  scendit  Wi.  Täin  S.  8773,5;  jpf.  ging.  3.  no-scended 
Wi.  IV^  2111,  no-sceinnedh  5251;  PI.  3.  co-sceintis  Lü  127a 
13,  no-scendis  LL  118b  43;  Prät.  Sing.  3.  ro-sescaind,  con- 
sescaind   Wi.  760   (neugebildet   scindis    Wi.   Tain  3896;    PL  3. 


i 


§811—813,2]       Verbalverz.  scend scuich-,  617 

ro-sceindset  LU  127a  11);  Abstr.  sceinm  'act  of  slipping  off' 
S.M.,  sgeinm 'terror'  Four  Masters  III  S.  1646,  5  (davon  sceintn- 
nech  'schnell'  Rc.  XXII  431,  vgl.  Wi.  Tain  3824. 

Anm.  Falls  das  Air.  -nn-  (vgl.  scenn  toscen  Tlies.  II  248,  5?, 
hatte,  ist  ein  Präsens  *sqe»d-7i-  anzusetzen;  c.  cy-chwynnu  'to  start' 
deutet  durch  seine  Vokalgebung  auf  *sqend-  (§  28,  3).     Vgl.  I  77. 

Neben  scend-  kommt  scing-  vor:  Prät.  Sing.  3.  sesceing  LU  79b 
39,  Wi.  Täin  2605,  co  sescaing  Windisch,  KZ  XXIII  214-,  vgl.  Wi.  Täin 
S.  371'"'  (oscescing  LU  60a  27;  daneben  -s-Formen :  ro-scincsiot  Wi. 
Täin  S.  877^).  Wohl  nur  eine  Umbildung  von  scend-  unter  dem  Einfluß 
von  cing-  und  llng-,  begünstigt  durch  die  Ähnlichkeit  der  Aussprache 
des  mouillierten  i^'  und  des  mouillierten  w.     Vgl.  Zimmer,  KZ  XXX  63'. 

§  812.  sceul-  (-Z-Stamm  mit  verlorener  Mouillierung)  mit 
to-  'experiri,  explorare':  Präs.  Sing.  1.  dosceulaim  Sg.  145b  2; 
3.  dusceulai  Ml.  68d  12,  102a  22,  dosceulai,  rel.  tosceuli  Thes. 
II  39,  29,  25,  ni  tosceli  II  18,  32;  Konj.  Sing.  3.  dusceula  Ml. 
95c  4;  PI.  3.  dussceulat  83b  8;  Fut.  Sing.  1.  dusceulub  59a  2; 
PI.  3.  nach-at-toscelfat  107c  11;  Part.  PI.  tosceltai  68c  10; 
Inf.  toscelad  Thes.  II  17,  28,  vgl.  II  39,  24,  26,  27;  40,  35  (aber 
taiscelud  Ml.  90c  1,  mit  to-ad-?  vgl.  taisceltai  PI.  'Kund- 
schafter' Thes.  I  493,  25).  Von  scel  I  77  abgeleitet.  Der  Inf. 
auf  -ad  beruht  auf  Analogiebildung  nach  den  -«-Stämmen. 

§  813.  scuich-  'fortgehen,  zu  Ende  gehen;  entfernen,  ändern': 
Präs.  Sing,  3.  scuchaidh,  rel.  scuchas;  PI.  3.  scuchait  S.  M. 
Gloss.  646  (mit  verlorener  Mouillierung),  scuichit  Wi.  763;  Ipv. 
Sing.  2.  scuich  Wi.  Täin;  PL  2.  scuchaid  Wi.,  Atk.  LBr.;  Konj. 
Sing.  3.  co-roi-sc,  noco-roi-sc  S.  M.  Gloss.  624;  Prät.  Sing.  3. 
ro-scäich,  ro-scäig  Wi.,  Wi.Täin,  Atk.  LBr.,  Fei.,  ro-fir-scaich 
*has  truly  passed  away'  Fei.  Prol.  84;  Abstr.  scucht  Monast.  Tall. 
144,  30,  aber  PL  scuiche  S.  M.  V  296.  21  (könnte  ungenau  für 
*scuichthe,  Nom.  Sing.  *scuchud  stehen). 

1)  Mit  fo-  'to  remove,  change'  (trans.  und  intrans.):  Präs.  PL 
3.  foscoichet  Ml.  36a  8,  fosscoichet  lila  4,  foscochet  Sg. 
215a  7;  Konj.  PL  3.  mani  ro-oiscet  crich  'unless  the  migrate 
from  the  territory'  S.  M.  IV  188,  10;  190,  2;  Inf.  foscugud  ML 
42a  5,  126b  2,  aber  Dat.  foscaigiu  21c  3  (foscaigiu;^d)?). 

2)  Mit  com-od-  'entfernen,  verändern':  Präs.  PL  3.  ooiscet 
O'Dav.  Nr.  470,  oosciget,  ni  cumsciget  Sg.  65b  9,  8:  Konj. 
Sing.  1.  co-tamm-oscaig  se  ML29d3;  2.  conoscaige  siu  32a  3; 
PL3.  conoscaiget  54a  19,  chonoschiget,  mani  cumsciget  Sg. 
65b  9,  8;  Konj.Ipf  Sing.3.  con-id-chumscaiged  Ml.  109d5;  Fut. 


618  Verbal verz.  scuich-.  [§813,2 

Sing.  2.  connoscaigfe  siu  61d  1;  Prät.  Sing.  2.  con-r-oscaigis 
siu  21(1  7;  3.  con-r-oscaig  45c  2,  ooscaig  55c  1  (zweimal); 
Pass.  Präs.  Sing,  ooscaigther  118c  12,  chonnoscaigther  38cl  16, 
com'  cumscaigther,  ni  cumscichther  Sg.  23a  4,  162a  7,  perf. 
ni  ro-chumscigther  Wb.  30b  15;  PI.  conoscaigter  Ml.  94c  3, 
Sg.  162b3;  Konj.Sing.  con-dat-oscaigther,  co-tat-oscaigther 
SU  Ml.  23cl21,  58d  14,  co-t-oscaigther  55b  3;  Prät.  Sing,  o-r- 
oscaiged  Sg.  19b  1,  205b  2,  ni  comarscaiged  205b  2;  Part. 
cumscaigthe  Ml.  19a  11,  46b  9,  vgl.  37d  13,  40d  23,  llOd  16, 
Sg.  35a9,  cumscaichte  M1.33b2,  PI.  neph-chumscaichti  Sg. 
10a  12;  Gerundiv  cumscaichthi  6a  5;  Inf.  cumscugud  Wb. 
10a  19  u.  s.  w.  (verschrieben  Tlies.  II 21,  34),  PI.  Akk.  cumscaigthiu 
Ml.  lila  7,  Gen.  cumscaigthe  15a  2. 

Mit  ind-od-  'to  change':  Konj.  PI.  3.  con-indoiscet  S.  M. 
Gloss.  511;  Abstr.  innscuchadh  S.  M.  (mir.  statt  -ud),  aber 
inoisci  O'Dav.  Nr.  1107.  Echt  zusammengesetzte  Formen  werden 
im  Mir.  als  Simplexformen  behandelt,  s.  S.  M.  Gloss.  512. 

Mit  di-ro-od-  '(sich)  auszeichnen':  Präs.  Sing.  3.  duröscai 
ML  113a  9,  114d  1,  134c  4,  durösca(i>  115b  18,  diröscai  Sg. 
40a  18,  42a  1,  dirösci  42b  2,  3,  Ml.  57a  1,  duröscai  115b  16, 
129b  10,  138c  12,  diröscai  133a  4,  Sg.  40a  17,  ni  derscaigi 
ebd.,  6,  vgl.  7;  PI.  1.  ni  derseigem  Wb.  2a  14;  3.  duröscat 
Ml.  69a  1,  diroscat  66d  12;  Ipf.  PL  3.  doröscaitis  136a  7, 
duroscaitis  79c  6,  124d  2;  Konj.  Sing.  3.  doroscea  56a  4;  PL 
3.  du-d-röscat  121a  3,  doroscat,  duröscat  37b  14,  69a  7; 
Konj.  Ipf.  Sing.  1.  duroscainn  41c  6;  3.  durosced  129b  13, 
vgL  33c  5,  dirosced  58d  15;  PL  1.  doroscaimis  32a  21;  Put. 
Sing.  3.  duröscaibea  89c  12,  di-t-röscibea  Wb.  Id  21,  du- 
roscaifea  Ml.  139b  3;  PL  3.  duroscibet,  duroscaifet  84b  1, 
4;  Prät.  PL  3.  duröscaisset  119d  3;  Pass.  Sing,  diröscaither 
Sg.  42b  1,  11,  doroscaith^er  43a  2,  doroschither  ML  107b  5, 
diroscider  ZtcPh.  VII  480;  Fut.  PL  duroscaibtar  ML  87b  4; 
Prät.  Sing,  du-n-dan-roscad  100b  14;  Part,  derscaigthe  ML 
109c  8,  110b  8,  120d  2,  vgL  100c  26,  37b  22,  123  a  7,  Kompar. 
derscaigthiu  78b  1,  92d  14,  119d  4,  dersciddu  [Wb.]  23b  3 
(zu  lesen  derscigdu);  Inf,  derscugud,  dserscugud  Sg.  40a  8, 
10,  11,  13,  43a  3,  45a  11,  15,  vgl.  29a  4,  42a  5.  Die  häufig  be- 
legte Länge  der  Silbe  -rö-  beruht  auf  Kontraktion  von  -ro-od-; 
man  hätte  aber  dafür  indogermanische  Elision  erwartet,  und  nur 
durch  Elision   erklärt  sich   der   völlige  Vokalschwund   in  Formen 


§  813,2.  814,1.  2|     Verbal verz.  scuich-,  sech-  (aktiv).  619 

wie  ni  derscaigi.  Da  also  die  Länge  von  -ro-  jedenfalls  sekundär 
sein  muß,  so  ist  es  nicht  undenkbar,  daß  das  Verbum  ursprünglich 
nur  mit  di-ro-  komponiert  gewesen  ist  und  kein  -od-  enthalten  hat. 

Mit  rem-di-ro-od-:  Gerundiv  remderscaigthi  gl.  antefe- 
rendus  Ml.  105b  3. 

Mit  to-od- 'summouere,  cedere':  Präs.  PI.  3.  dufoscaiget  Ml. 
33b  3,  90c  26;  Prät.  Sing.  3.  dofo-r-scaig  37d  12;  Pass.  Präs. 
trisa-toscigther  Thes.  II  253,  12;  Inf.  töscugud  Ml.  72b  27, 
toscu(gud)  Thes.  II  29,  36,  töscugud  LU  56a  6,  tascugud  LL 
56a  46  (offenbar  mit  kurzem  Vokal;  daher  kaum  mit  to-fo-  zu- 
sammengesetzt, wie  man  sonst  vermuten  könnte). 

Anm.  Wie  Thurneysen,  Handb.  367,  erkannt  hat,  ist  con-roi-sc  ein 
-s-Konjunktiv,  und  zwar  war  der  Wurzelvokal  desKonj.  ein -e-;  die  Flexion 
stimmte  also  mit  der  von  ^uid-.  Die  Komposita  werden  jedoch  wie  regel- 
mäßige -F-Stämrae  flektiert;  durch  Synkope  des  Wurzelvokals  entsteht  im 
Wortinnern  die  Wurzelgestalt  -sc-  (aus  -skx-),  die  in  dem  Komp.  mit 
com -od-  meist  zu  -scaig-,  -scig-  restituiert  wird.  Brit.  Formen  und 
auswärtige  Etymologie  I  125. 

§  814.  sech-  (aktives  Verbum,  nur  komponiert).  1)  Mit 
to-ad-:  Pass.  Prät.  Sing.  perf.  dofa-r-siged  gl.  significatum  est 
Wb.  7d  11;  Abstr.  tasc  ^announcement'  Stokes  Wi.  IV ^  S.  430, 
nir.  täsg  'fame,  report'.     Vgl.  Sarauw,  ZfcPh.  V  514. 

2)  Mit  com-  'züchtigen,  verweisen':  Präs.  Sing.  3.  osecha 
Wb.  7d  10;  PI.  3.  osechat  6a  9;  Ipv.  PI.  2.  n-a-coscid  26b  29 
(als  Simplex  behandelt);  Konj.  Sing.  3.  mani  ro-chosca  som 
28b  28;  Prät.  PI.  3.  ru-d-choiscset  c7  (als  Simplex);  Pass.  Sing, 
osechthar  Ml.  57d  14,  osechtar  Wb.  22c  20  (Plur.?  vgl.  oben 
§  411  und  Wb.  21c  22,  d  1);  PI.  coisctir,  coscitir  31b  25, 
22c  10  (als  Simplex);  Fut.  Sing,  co-tob-sechfider  9a  23;  Prät. 
Sing,  ro-coscad  Ml.  49a  5  (als  Simplex);  Part.  Gen.  coiscthi  7; 
Inf.  CO  sc  neutr.  Wb.  19  c  21,  26  b  28,  9  a  19,  vgl.  23  u.  s.  w. 

Mit  ind-com- 'bezeichnen,  mit  dem  Finger  zeigen':  Präs.  Sing. 
3.  in-choissig  Ml.  59a  7,  incoissig  Sg.  9a  14,  in-choisig  12, 
61a  4,  in-chosig  203b  1,  M1.21d4,  137 d  5,  in-chosaig  116d  3, 
Sg.  71a  2,  vgl.  208a  9,  ni  inchoisig  9a  16;  PI.  3.  in-choisget 
45b  1,  53a  10,  ni  inchoisget  202b  3;  Tpf.  Sing.  3.  in-choisged 
9a  16  (Thes.),  incoisged,  a-t-coisged  MI.  24c  14,  15;  Konj.  Ipf. 
Sing.  3.  incoississed,  incoissised  24c  22.  28b  10.  in-choissi- 
sed  56a  13,  Wb.  2c  7;  Pass.  Präs.  Sing,  incoissegar  Ml.  48a  11, 
127d  14,  in-choisechar  Sg.  198a  3;  PI.  3.  incoisgedar  29a  2 


620  Verbalverz.  sech-  (aktiv).  [§814,2.3 

(-d-  =  -d-)-^  Prät.  Sing,  in-choisecht  Ml.  16c  10,  in-ro-chois- 
secht  43d  27;  Inf.  inchosc  Sg.  209b  11,  197a  11,  7b  20,  27b  3, 
189b  2,  208a  4,  Wb.  15a  29,  Gen.  inchoisc  Sg.  3b  17,  28a  5, 
b  4,  30b  8,  32b  9,  Dat.  PI.  inchoscaib  Ml.  41d  11.  Daneben 
mit  in -com-:  Abstr.  ecosc  'Aussehen'  Wb.  lOd  34,  Sg.  69a  24, 
vgl.  Wb.  5a  5,  6d  6,  11c  5,  24a  25,  27 d  17,  Ml.  20b  14. 

Mit  to-ind-com-:  Abstr.  tinchosc  'Belehrung'  Wb.  5c  16, 
16a  24,  vgl.  13a  19.  Daneben  mit  to-in-com-:  Präs.  Sing.  3. 
texsaidh  (zu  lesen  tecsaig)  'that  teaches'  O'Dav.  Nr.  1519;  Ipf. 
Sing.  2.  tecoisc  siu  'lehre  (mir)!',  Prät.  Sing.  3.  do-m-r-ecuisc 
se,  d-a-rr-ecoisc,  tecoiscis,  tecoscais,  ro-m-thecoisc  Wi. 
Täin,  Wi.;  Abstr.  tecosc  'Belehrung'  (mit  kurzem  -e-)  Wi.,  S.  M., 
nir.  teagasg.  Die  finiten  Formen  haben  fast  alle  ein  unursprüng- 
liches Aussehen  und  sind  als  denominativ  zu  betrachten. 

3)  Mit  di-od-  'wecken,  antreiben;  erwachen':  Präs.  Sing.  3. 
dofiisci  LU  130a  311,  ni  diuschi  Sg.  6b  27;  Ipf.  Sing.  3.  do- 
s-fuisced  Thes.  II  316,  2  (varia  lectio  do-s-fiuscad  mit  Über- 
tragung des  -iu-  aus  der  echten  Komposition);  Konj.  Sing.  2.  no- 
m-diusca,  perf.  ni-m-de-r-saige  oben  §  564  S.  266;  3.  do-n- 
fosca[ij  Thes.  II  351,  1,  con-did-diusgea  Wb.  4a  6;  Konj.  Ipf. 
Sing.  3.  ar[n]an-diuscad  YBL  50b  22;  Prät.  Sing.  1.  do-s-r- 
uisces  (statt  -ins)  Wi.  Täin  S.- 8415;  3.  dofiüssig  LL  249a  37, 
co-ro-diisig  260b  16,  ni  de-r-saig  LU  130a  27. 

Mit  to-di-od-  ds.:  Präs.  PI.  3.  tolddiusgat  Sg.  7a  10;  Konj. 
Ipf.  Sing.  2.  du-n-diusgada  Ml.  102c  3;  Prät.  Sing.  3.  perf. 
d-an-de-r-saig  66c  14;  Pass.  Ipv.  Sing,  todiusgadar  Wb.  5c  18; 
Fut.  Sing,  dodiusgibther  9d  3;  Prät.  Sing,  do-ro-diusgad  ebd., 
21b  6;  Inf.  todiusgud,  todiuschud  4d  27,  12c  39,  13b  17,  c  15, 
25b  17,  Ml.  61b  28. 

Anm.  Die  alten  unregelmäßigen  Formen  sind  am  besten  in  dem 
Kompositum  mit  ind-cora-  erhalten;  sonst  zeigt  sich  Übergang  in  die 
regelmäßige  Flexion  teils  der  -ä-Stämme  (bei  com-),  teils  der  -e-Stämme 
(bei  di-od-).  Dem  ir.  cosc  entspricht  c.  cosp  'Strafe'.  Andere  Abstrakta 
sind:  c.  di-a-sp  'Geschrei'  (bei  Silvan  Evans  unbelegt;  belegt  ist  dagegen 
mc.  diaspat,  nc.  diaspad,  PI.  diaspadau  ds.,  eine  ähnliche  Bildung 
wie  ir.  to-diusgud  :  c.  * di-ad-skuatu-,  ir.  * di-od-sekuitu-) \  —  ir.  f-a-sc 
(Gen.  faisc)  'notice'  S.  M.  (dagegen  gehört  es-to-asc  'Ausdruck'  zu  §717); 
—  ir.  ara-sc  'Sprichwort'  Ml.  55a  13,  vgl.  136a  5,  arusc  rere  'zum  Bei- 
spiel' 94c  3  (-U-  wohl  unter  dem  Einfluß  der  Komposita  mit  ro-),  vgl. 
Stokes  Suppl.  Thes.  Pal.  S.  25,  aruscc  rere  Monast.  Tall.  160,  17,  arusc, 
aire-sc    'a  stipulation'    S.  M.,    vgl.  c.  di-ar-eb    'Sprichwort',    mc.  di-ar- 


§814 — 816, 1]     Verbalverz.  sech-  (aktiv  und  depon.),  sei-.  621 

heb;  —  ir.  aithe-scc,  aitho-sc  neutr.  'Antwort'  Wb.  9d  15.  Ml.  35c 
21,  23,  26,  d  3,  51b  8,  9,  Sg.  162a  4,  vgl.  mc.  atteb  I  77,  410;  —  ir. 
t-aithe-sc  'Antwort'  Wb.  27c29,  Gen.  taitbthi.sc  Ml. 35c  23;  —  c.  go- 
heb  'correspondence';  —  c.  gor-eb  'Antwort',  com.  gorryb  f-rr-  aus  -rÄ-); 
—  c.  gwrth-eb  'objection',  com.  gorthyp  'Antwort';  —  ir.  ro-BC 'Auge', 
'poetische  Komposition  dithjrambischer  Art';  —  ir.  ind-ro-sc  'Sprich- 
wort'(?)  Corra.,  vgl.  O'Dav.  Nr.  1093,  'Wunsch'  Rc.  XI  450  Z.  124,  126. 
Eine  andere  Form  hat  ir.  aisc  'reproach'  K.  Meyer  (von  aisc  'Gabe'  §  805 
Anra.  beeinflußt?)  und  in-sce  fem.  'Rede'.  Ein  Rest  des  Simplex  ist  ac. 
hepp  'inquit',  mc.  heb,  nc.  eb,  ehe,  ehr  (-r  ist  wohl  eigentlich  der 
Artikel  des  folgenden  Substantivs);  vgl.  §483  und  §  80  I  129,  wo  die  aus- 
wärtige Etymologie  angegeben  ist  (hinzuzufügen  ist,  daß  auch  got.  aaihuan 
'sehen',  alb.  soh  'ich  sehe'  hierher  gehört).  Das  Abstr.  des  Simplex  ist  ir. 
sccl    c.  chwedl    com.  PI.  whethlow  u.  s.  w.  I  135,  77. 

§  815.  sech-  (Deponens)  'folgen':  Präs.  PI.  3.  sechitir  Wb. 
31b  20,  ni  sechetar  Ml.  19b  11,  co  seich(etar)  Sg.  la  2;  Ipv. 
Sing.  3.  seiclied  LL  346a  50,  nu-m-sicheth  re  (zu  lesen  se) 
Thes.  II  245,  6;  PI.  1.  na  seichem  Wb.  25c  6;  Konj.  Sing.  3. 
aire  secliethar  Thes.  II  244,  31;  PI.  1.  ara  sechemraar  Wb. 
2d  4;  Konj.  Ipf.  PI.  2.  o-sechide  8d  26;  3.  ara  sechitis  Ml. 
125c  2;  Fut.  Sing.  3.  seichfed  som  (zu  lesen  -fid)  89c  5;  Prät. 
Sing.  3.  ro-(s)eches(tar)  som,  ro-sechestar  Sg.  la  4,  208b  15; 
Gerundiv  sechidi  Wb.  29 d  24;  Inf.  sechem  fem.,  im  Air.  niu' 
im  Akk.  Dat.  (sech im  Wb.  13 d  15,  26 d  17,  Ml.  128d  9,  Sg. 
30  a  20)  belegt. 

Mit  to-com-  'folgen':  Präs.  Sing.  3.  du-d-choisgedar  Ml. 
62c  6b,  docoisgedar  Sg.  15b  4;  PI.  3.  du-d-choisgetar  Ml. 
17c  12;  Ipf.  PI.  3.  du-choisgitis  123b  15;  Konj.  Sing.  3.  do- 
coisgedar Sg.  16b  2,  ducoscedar  Thes.  II  231,  8f. ;  Konj.  Ii)f. 
Sing.  3.  d-a-choisged  Wb.  14d  19;  Kondit.  Sing.  3.  docoischi- 
fed  10a  27;  Prät.  Sing.  3.  du-ru-choisgestar  Ml.  64c  8,  du- 
ro-choisgestar  98b7,  du-ro-chosgestar  99b  11;  Inf.  tochois- 
gem  73a  17,  Akk.  tochoisgim  37a  20,  toichaisgim  144d  2. 

Mit  com -to-com-  'consequi':  Präs.  Sing.  3.  otochosgedar 
Ml.  I03d  25;  PI.  2.  contochosgid  67b  6;  Prät.  Sing.  2.  o-ru- 
thochaisgesser  su  43c  9. 

Mit  fo-to-com-  'subsequi':  Fut.  Sing.  3.  fo-m-thochaisge- 
badar  sa  Ml.  45d  5. 

Etymologie  §  624,  1  S.  394. 

§  816.  sei-  (vgl.  Zimmer,  Zs.  i  d.  Alt.  XXXII  213*.  Sit- 
zungsberichte d.  k.  preuß.  Akad.  1908  S.  1100—1119;  Thurneyseu, 
ZfcPh.   VIII   76ff.).      1)    Mit    com-    Hweg)gehen':    Ipv.    Sing.  2. 


622  Verbalverz.  sei-.  [§816,1.2 

coisle  LU  64a  16,  YBL  23b  14  (zur  Endung  -e  vgl.  §598  Anm.  5 

5.  335);  Fut.  PI.  3.  ni  choislebat;  Prät.  Sing.  3.  conselai,  con- 
sela,  co-t-sela  (schwerlich  eine  alte  Form;  eher  Analogiebildung 
nach  ess-lu-);  PI.  3.  conselsat  K.  Meyer  481. 

Anm.  1.  Von  com-sel-  gänzlich  verschieden  ist  com-sla-:  Präs. 
Sing.  3.  con-sla  'e^  geht';  PI.  3.  co-ta-slaad  ZfcPh.  VIII  77^;  Ipv.  Sing. 
2.  colla  LL  109a  2,  collaa  Monast.  Tall.  130,  12,  collaa  LU  73a  27, 
CO  IIa  69  a  8,  LL  246  a  8  (die  Länge  des  -a  beruht  vermutlich  auf  volks- 
etymologischer Auffassung);  3.  collad  108b  26,  29.  In  diesen  Formen 
kann  zwischen  s-  und  -/-  kein  Vokal  geschwunden  sein.  Das  Fut.  Sing.  3. 
coslafe  Kc.  XIII  272  ist  entweder  co(n>slafe  zu  lesen,  oder  es  liegt  eine 
Kontamination  mit  com-sel-  vor.  Die  Wurzel  sla-  ist  mir  dunkel;  ist 
sie  irgendwie  aus  la-  §  711  S.  509,  §  697  S.  502  entstanden? 

Mit  fo-com-  'wegnehmen':  Präs.  Sing.  3.  focoisle  S.  M.  (-e 
aus  -a  nach  der  mouiUierten  Konsonantengruppe);  Konj.  Sing.  3. 
dia  foxla  S.  M.  III  430,  3,  fo-ro-xla  II  374,  1  v.  u.,  fo-da- 
ro-xla  IV  200,  1,  fo-d-ro-xla  IV  198,  23;  Prät.  Sing.  3.  fo- 
rrö-xul  Wb.  27a  19;  PL  3.  fo-ro-chsalsat  Ml.  18d  11;  Pass. 
Präs.  Sing,  focoslider  ZfcPh.  VII  482,    focoislither  S.  M.  IV 

6,  1  V.  u.,  ara-foxlait(h>er  V  422,  8;  Prät.  Sing,  fo-ro-xlad 
ML  31a  5,  vgL  Sg.  201b  8;  Inf.  JSIom.  foxol  Sg.  216b  5,  Akk. 
foxal  201b  7,  Thes.  II  28,  33,  fochsul  ML  93d  5,  Dat.  foxul 
134a  3,  Sg.  55b  4,  112b  3,  vgL  12a  3  (davon  foxlaid,  foxlid 
'Ablativ'  ZE  986).  Die  Gruppe  -xl-,  -chsl-  ist  also  immer  un- 
mouilliert,  obgleich  der  mittlere  der  drei  Konsonanten  ursprünglich 
mouilliert  war.  Die  -o-Färbung  des  unbetonten  Vokals  in  foxol, 
forröxul  ist  von  dem  schwindenden  -o-  des  Präverbs  -com-  be- 
wirkt (vgl.  dazu  das  -o-  von  ecmong,  doecmoised  oben  S.  555). 

Mit  to -fo-com- 'übernehmen,  erhalten':  Präs.  Sing.3.  dofoxla 
S.  M.  IV  330,  4;  Ipf.  PL  3.  to  foxlaitis  gl.  (noxia)  tractaturis 
ML  47a  13;  Prät.  perf.  Sing.  3.  dofo-r-chossol  Wb.  13d  27; 
PL  1.  dofo-r-chosalsara  21b  4;  Pass.  Präs.  Sing.  da-togslai[d]- 
ther  S.  M.  I  302,  17  (da-  =  dia-);  Abstr.  toxal  'drawing'  Sg. 
33b  16,  töxal  gL  uerriculum  53b  4,  toxal  'asportation'  S.  M. 
Gloss.  744. 

Mit  tarm-com-:  Abstr.  tarmchossal  'transgression'  Thes.  II 
317,  1  (nach  Zimmer  'Erbsünde',  lat.  tradux).  Davon  abgeleitet 
tarmchoslaidib  gl.  praeuaricatoribus  Ml.  74b  8. 

Mit  to-com-  'weggehend  wohin  kommen':  Präs.  PL  3.  do- 
coislet  S.  M.  IV  184,  14,  V  318,  13,   O'Dav.  Nr.  713,  vgl.  627. 

2)  Mit  to-od-  'fallen':  Präs.  Sing.  1.  dofuislim  gl.  labo  Sg. 


§816,2. 817, 1]  Verbalverz.  sei-,  selb-.  623 

146b  1;  2.  ho-tuislider  gl.  laberis  Ml.  2d  6;  3.  dufuisledor 
Thes.  II  24,  34;  Koiij.  Sing.  3.  dufuisledar  Ml.  30c  10;  Fut. 
Sing.  3.  nicon-tuslifea  27b  18;  Inf.  tuisled  2d  5  (daneben 
tuisel 'Kasus',  D.  tuisiul,  PI.  N.  tuisil,  A.  tuisliu,  D.  tuislib, 
G.  tuisel  Sg.  51b  13,  204a  7,  189b  2,  200a  13,  209a  2,  148b  8 
u.  s.  w.). 

Anm.  2.  Zu  ir.  sei,  c.  ohwyl  u.  s.  w.  I  379,  vgl.  c.  dychwyl, 
dychwel  'Kasus'  (Thurnoysen;  falsch  oben  S.  46).  Ich  betrachte  es  als 
zweifellos,  daß  das  Simplex  in  dem  mir.  sil-  'fließen,  tropfen,  fließen  lassen' 
vorliegt:  Präs.  Sing.  3.  rel.  silis  S.  M.  I  140,  20;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  muni 
siled  Wi.  Täin  S.  1043;  Fut.  Sing.  1.  (als  Konj.  verwendet)  go-ro-siblur 
sa,  meni  siblur  sa  LL  103a  43,  46  (die  Endung  -ur  ist  jung,  §  621 
Anm.  2  S.  386);  3.  silfid  56a  51;  Kondit.  Sing.  3.  (als  Konj.  Ipf.  ver- 
wendet) arna-r-siblad  LU39bl6;  Prät.  Sing.  3.  siblais  LL103a48,  LU 
39b  5  (aber  silis  b  21).  Es  geht  daraus  hervor,  daß  das  Verbum  ursprüng- 
lich ein  redupliziertes  Fut.  und  Prät.  gehabt  hat,  sodaß  die  regelmäßige 
Flexion  der  Komposita  auf  Neuerung  beruhen  muß.  Die  Bedeutung  'fließen' 
kann  auf  Spezialisierung  von  'laufen'  beruhen  (so  ist  russ.  tecJ  'laufen', 
Präs.  Sing.  1.  tekü  [vgl.  unten  ir.  tech-],  schon  im  Wesentlichen  auf  das 
Laufen  von  Flüssigkeiten  beschränkt;  dieselbe  Spezialisierung  bei  dän. 
rinde  =  got.  rinnan  'laufen').  Das  Prät.  siblais  beruht  auf  einem  redu- 
plizierten Prät.,  das  die  Endungen  des  -s-Prät.  angenommen  hat;  es  ist 
aber  zugleich  mit  Bezug  auf  den  Vokal  der  ersten  Silbe  (-('-,  nicht  -e-)  vom 
Fut.-Konj.  beeinflußt.  Wie  nir.  föirim  'ich  helfe'  aus  dem  alten  Konj.  von 
fo-reth-  entwickelt  ist  (§  617  Anra.  S.  375),  so  kann  auch  nir.  siubhlaim 
'ich  gehe'  aus  dem  Fut -Konj .-Stamm  von  sil-  entwickelt  sein,  und  diese 
Deutung  ist  für  das  erst  neuirische  Wort  jedenfalls  besser  als  der  Hinweis 
auf  das  c.  syfl  'tendency  to  move'  der  c.  Wörterbücher;  die  Bedeutung 
'gehen'  ist  nicht  die  erhaltene  alte  Bedeutung,  sondern  aus  der  Bedeutung 
'fließen'  wieder  entwickelt  (vielleicht  durch  ähnliche  humoristische  Ver- 
wendung wie  beim  dän.  htelde  ud  'eine  Person  herausgehen  lassen,  aus- 
werfen', eigentlich  'ausgießen';  jedoch  kann  der  Gang  der  Bedeutungs- 
entwickelung für  das  nir.  Wort  auf  Grund  der  bis  jetzt  verzeichneten  Be- 
lege nicht  sicher  erkannt  werden). 

§  817.  selb-.  1)  Mit  ad-:  Fut.  PI.  1.  ddselbem  gl.  con- 
testificabor  Thes.  I  6, 1 ;  Inf.  asseilbiud  gl.  adtestatione  Ml.  102d3. 

Mit  to-ad-  'vorzeigen,  zuweisen':  Präs.  Sing.  1.  tu  asilbiu 
Thes.  I  3,  8;  3.  duaisilbi  II  225,  28,  Ml.  51b  12;  Konj.  Sing.  2. 
perf.  o-did-ta-r-ilbffi  AVb.  29c  2;  Fut.  Sing.  1.  do-n-aisilbub 
7a  10;  Prät.  perf.  Sing.  3.  ni-tha-r-ilb  Ml.  49b  3,  ni  täi-r-ilb 
36a  36;  PI.  3.  duai-r-ilbset  46d  10,  vgl.  53b  11;  Pass.  Präs. 
Sing,  doasilbthfer  Sg.  209a  1;  PI.  duaisilbter,  doaisilbter 
Ml.  2b  5,  c  3;  Konj.  Ipf.  Sing,  du-nn-aissilbthe  ni  110c  4; 
Prät.  Sing.  perf.  duai-r-ilbed  117a  6,  121  d  20,  vgl.  2b  6;  Part. 


624  Verbal verz.  selb-,  sem-.  [§817,2.818 

Dat.  dassilbthu  ZfcPh.  VII  483;  Gerundiv  tais(silbthi)  Ml. 
15d  8;  Inf.  taisilbiud  14a  4,  b  4. 

2)  Mit  to-:  Präs.  Sing.  2.  doselbi  'du  behältst'  Monast.  Tall. 
148,  26. 

Ableitung  von  selb  'Besitz'  I  64. 

§  818.  sem-.  1)  Mit  to-ess-  'ausgießen':  Präs.  PI.  3. 
doesmet  Wb.  31b  21,  archaisch  tuesraot  Thes.  II  247,  19;  Ipv. 
Sing.2.  tessim  Ml.  184a  6;  Pass.  Präs.  Sing,  du-n-esmar  44d  1, 
duesemar,  do-n-esemar  56a  13;  PI.  du-n-esmiter  54b  6, 
forsa-teismetar  141b  2;  Konj.  Sing,  do-n-esmider  37c  11; 
Konj.  Ipf.  Sing,  du-mm-esmide  se  44c  11;  Prät.  Sing,  do-r- 
esset  Wb.20dl3,  to-  r-esset  Thes.  II  252,  6;  Part.Pl.  testi  Ml. 
43b  4,  vgl.  55a  16,  58d  10,  77a  18;  Inf.  teistiu,  testiu  Wb.2b  1, 
Ml.  22b  1,  71c  6,  Akk.  testin  37c  6,  Dat.  testin,  teste  4,  30b  7. 

Mit  fo-to-ess-  'suffundere':  Pass.  Konj.  Ipf.  Sing,  arna 
fothismide  Ml.  85d  8;  Part.  PI.  D.  fotheistib  llOd  10. 

2)  Mit  to-air-od-:  Abstr.  tairsitiu  'inundation'  Thes.  II 
229,  32  (vgl.  tursitnech  gl.  irriguus  Sg.  24a  3). 

Mit  ind-to-air-od-:  Part,  intursite  gl.  irriguam  Ml.  56a  16, 
intursitib  gl.  irriguis  15b  16. 

Mit  imb-od-:  Abstr.  imsitin  'pollution'  Monast.  Tall.  164,  5, 
LBr.  IIa  39. 

Mit  to-ind-od-:  Abstr.  findsatain,  tinnsatain  'anfangen' 
S.  M.  IV  74,  14,  17  (könnte  nur  unter  Annahme  eines  doppelten 
Schreibfehlers  [-sa-  statt  -sc an-]  zu  scann-  gestellt  werden), 
tinsaitin  'tropfen'  LL  159b  2,  255b  8  (dazu  analogisch  Prät. 
Sing.  3.  co-ro-thinsan  371b  31). 

Mit  to-od-  'zeugen,  erzeugen,  hervorbringen':  Präs.  Sing.  1. 
dofuismini  Sg.  182b  2  (falsche  Glossierung),  dufuismiu  Thes.  I 
497,  6;  3.  dofuissim  Ml.  lila  13,  do-fuisim  Sg.61a2,  64a  14; 
PI.  3.  dofuismet  69b  9;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  perf.  nad  to-r- 
saraad  ZfcPh.  VII  483;  Prät.  perf.  Sing.  3.  dorösat  Sg.  31b  2, 
dorosat  Thes.  II  225,  25,  do-m-rosat  Trip.  L.  140,  25,  do-fo- 
r-sat  Sg.  31b  5,  dofo-r-sat  Thes.  II  28,  34,  Ml.  17b  2,  6,  du- 
da-fo-r-sat,  do-da-fo-r-sat  94b  7,  130a  6;  PI.  3.  dufo-r- 
saisset  110a  8;  Pass.  Präs.  Sing,  dufuissemar  44a  11,  121b  6, 
do-fuisemar  Sg.  61a  2;  Fut.  Sing,  dofuisemthar  Wb.  4c  7; 
Prät.  PI.  ara-to-r-sata  Mh  42b  13,  120c  7,  hi-to-r-sata  99a  8; 
Part,  tuiste,  PI.  Gen.  tuiste  ZfcPh.  VII  479,  1  v.  u.;  485,  11; 
Inf.  tuistiu  'Zeugung,  Schöpfung'  Wb.  28b  17  u.  s.  w. 


§  819]  Verbalverz.  senn-.  625 

Anm.     Vgl.  lit.  semiu  'ich  eohöpfe',  Inf.  semti. 

§  819.  senn-  'sonare',  'spielen':  Präs.  Sing.  3.  no-d-seinn 
Wb.  12c  46,  rel.  sennes  O'Dav.  Nr.  1447;  PI.  3.  sennait  LL 
249a  25,  250b  25;  Ipf.  Sing.  3.  no-senned  gl.  citharam  percu- 
tiebat  Ml.  2b  9;  PI.  3.  nö-senditis  Thes.  I  4,  33;  Ipv.  PI.  3. 
sennat  LL  249a  17,  18;  Fiit.  Sing.  1.  sibra  se  (zu  lesen  sibsa 
se)  gl.  modulabor  Thes.  II  48,  5  (Tburneysen,  Handb.  S.  384);  3. 
sifais  O'Dav.  Nr.  1447;  Prät.  Sing.  3.  sephainn  LL  249a  30, 
seafainn  O'Dav.  1,  c;  Pass.  Präs.  Sing,  frissa-sennar  Wb.  12c 
46;  Abstr.  senim,  Dat.  senmim,  senmuim,  PL  Nom.  senman 
Wb.  13 d  18,  12c  43,  46. 

Mit  to-  'verfolgen':  Präs.  PI.  3,  du-m-sennat  Ml.  .S9c  28; 
Ipf.  Sing.  3.  duseinned  41d  10;  Ipv.  Sing.  3.  toibned  44a  13; 
Konj.  Sing.  1.  dusesa  (=  -ses  sa)  61c  16;  Konj.  Ipf.  Sing.  1. 
dusesainn  41c  5;  Fut.  Sing.  3.  dossib  LU  129a  43  (mit  dem 
Objekt  inna  heönu  'die  Vögel');  Prät.  Sing.  3.  du-n-da-sepfainn 
Ml.  36d  17,  dosephain  Thes.  II  341,  3;  PI.  3.  dosefnatar  'cha- 
sed'  342,  3  (die  perf.  Formen  do-m-roi-pnitar,  [con-]d-a-ra- 
fnetar  und  die  echt  zusammengesetzten  Formen  tafnetar,  tai- 
fnitir  Wi.  834  sind  nicht  lautgesetzlich  entwickelt;  schwerlich  alt); 
Pass.  Ipf.  Sing,  dusente  Ml.  142b  4;  Prät.  PI.  to  sessa  L LT  83a 
28,  vgl.  Rc.  XXII  32;  Inf.  di-a  thosun  som  Ml.  55c  1  (-s-  ist 
etymologische  Schreibung  statt  des  gesprochenen  -/"-),  toffund, 
tofund,  toffunn,  topund,  taffond  Wi.  834  (mehrfach  von  der 
Verfolgung  des  Wildes  durch  die  Hunde),  vgl.  nir.  tafann  'act  of 
pressing,  urging,  barking  at'. 

Anm.  Wenn  man  annimmt,  daß  to-senn-  eigentlich  ''anbellen"  be- 
deutet, kann  sen-n-  als  altes  -n-Präsens  zu  skr.  scdinUi  'tönt,  schallt",  lat. 
sonäre  gestellt  werden;  das  Prät.  PI.  to  sessa  muß  dann  analogisch 
(nach  grenn-,  glenn-)  sein.  Hier  unterzubringen  ist  wohl  auch  ein  Kom- 
positum mit  frith-,  wovon  ir.  fresndid  'der  Widersteher,  Satan"  Wb. 
9b  8  abgeleitet  ist;  mit  imb-frith-  'streiten,  zanken':  Präs.  Sing.  3. 
imfresna  Wb.  30c  16;  PI.  3.  imfresnat  31b  30,  imm-a-fresnat  Ml. 
20d  6,  ni  imbresnat  Wb.29d2;  Ipv.  Sing.3.  na  imresnad  Ml. 139a  12; 
Inf.  imbressan  Wb.  11c  21,  imresan  Ml.  46b  5,  Dat.  imbresun  Wb. 
30cl7,  imresun  Ml.  132c  3,  Gen.  imresin  Thes.II9,  26,  Pl.Nom.  imbresna 
Wb.  29  b  6,  30  b  5.  Das  einfache  -n  des  Inf.  ist  kein  Einwand  gegen  diese 
Deutung,  da  das  -tin-  ursprünglich  nur  im  Präsensstamm  berechtigt  war; 
auch  scheint  mc.  amrysson  oben  S.  296  (anders  darüber  Loth,  Rc.  XXXII 
27)  keine  lautlichen  Bedenken  erheben  zu  können,  da  ein  -ir-  nach  dem 
geminierten  -s-  geschwunden  sein  kann.  Vielleicht  ist  aber  die  Annahme 
nötig,  daß  die  irischen  finiten  Formen  denominativ  (vom  Inf.  abgeleitet)  sind. 

Pedersen:  Vgl.  kolt.  Gramm.     II.  40 


626  Verbalverz.  ser-n-.  [§  820 

§  820.     ser-n-    'ausbreiten',    vielleicht   auch   'erzählend   aus- 
einandersetzen'   u.  dgl.    (altes   -«-Präsens;    das   -n-  fängt   aber  an, 
sich  außerhalb  des  Präsensstammes  festzusetzen):  Präs.  PI.  3.  ser- 
nait  Fei.  Aug.  31,  Oct  31,  ni  sernat  gl.  neque  conserunt  (uerba) 
Ml.  31a  19;    Ipf.    Sing.   3.  ro-sernad   Wi.  78,  3;    Ipv.    Sing.  2 
sernn    gl.  stude   Ml.  56c  12,    seirn,   sernd    Fei.    März   15,    vgl 
O'Dav.  1456;  Prät.  PI.  3.  sernsat  'breiteten  sich  aus'  LL  58a  18 
Pass.  Präs.  Sing,  co-sernar  'how  is  arranged?'  S.  M.  IV  338,  1 
vgl.  O'Dav.  Nr.  1444;    Konj.  Ipf.  Sing,  fora-sernte  Wb.  18c  8 
Prät.  Sing,  ro-sreth  Fei.  Aug.  25;  Part.  Dat.  srithiu  gl.  exserto 
Ml.  31c  18;    Gerundiv  srethi  Sg.  68a  5;   Abstr.  sreth  gl,  strues 
Sg.  50b  5,  55b  10,  'Ordnung,  Reihe'  30a  12   (i-ssreith  legind), 
95a  2,  213a  9   (hi   sreith   rann),    hi  far  srethaib   gl.  in  stratis 
uestris  Ml.  20 d  9,  sreith  gl.  pratum  Sg.  20a  8. 

Atltn.  1.  Wie  das  präsensbildende  -n-  sich  schon  im  Air.  auch  außer- 
halb des  Präsensstammes  festsetzt,  so  dringt  umgekehrt  ein  -n-loser  Stamm 
(aus  Formen  wie  ro-sre-th  gefolgert)  in  das  Präsensparadigma:  Präs.  Sing. 
3.  sreid  Wi.  211,  12,  sreid  'schleudert'  LU  81b  26,  vgl.  LL  283b  41, 
121a  9,  mit  fem.  Obj.  srethius  LU  62b  14;  Pass.  Ipf.  Sing,  no-sretha 
'verbreitete  sich'  Fei.  Prol.  138.  Auch  dieser  Vorgang  hatte  wenigstens  in 
den  Zusammensetzungen  schon  im  Air.  angefangen.  Gleichbedeutend  mit 
sre-  ist  sred-  (Prät.  Sing.  3.  srcdis  'schleuderte'  LU  82a  35),  worin  ich 
oben  I  81  eine  andere  Wurzel  gesucht  habe;  es  ist  jedoch  wahrscheinlicher, 
daß  das  -d-  hier  ebenso  unursprünglich  ist  wie  das  mir.  -d-  in  ro-bädus 
'ich  bin  gewesen'  (Atk.  LBr.  S.  903),  ro-snadius  'ich  habe  geschwommen' 
LU  40a  15;  vgl.  §  832  Anfang).     Vgl.  Zimmer,  KZ  XXX  153',  Ase.  sred-. 

Mit  com-:  Ipv.  Sing.  3.  cosrad  gl.  studeat  Ml.  124a  5;  PI. 
2.  cosrid  gl.  studete  68a  15;  Konj.  PI.  1.  consernam  gl.  studere 
35c  36;  Prät.  Sing.  3.  consert  coibnis  'it  sowed  harmony'  Rc. 
XX  431,  433;  Gerundiv  comsrithi  gl.  conserenda  Ml.  16a  13 
(künstliche  Bildung);  Abstr.  cossir  gl.  studium  ZfcPh.  VII  484, 
cossair  'Streu'  Wi.  Täin,  K.  Meyer  497  (comsreth,  comsreith 
'construction'  Sg.  47a  1,  152a  3  ist  eine  gelehrte  Bildung). 

Mit  di-:  Part,  dirathe  gl.  profunda  palude  demersum  M1.33c4. 

Mit  ess-  'ausstreuen,  zerstreuen'  (in  dieser  Zusammensetzung 
mischt  sich  der  Stamm  sre-  mit  dem  Kausativ-Intensiv-Stamm 
sro-):  Pass.  Präs.  Sing,  asroither  gl.  dispergitur  Ml.  44d  1; 
Abstr.  asroiud  (-u-  steht  über  dem  -i-)  40a  5,  assreud  48c  33, 
63c  19,  sesreuth  gl.  aspergo  Sg.  70a  11,  esrediud  LL  120b  35, 
esrad  'httering'  S.  M.,  esair  ds.  S.  M.     Vgl.  K.  Meyer  139. 

Mit  fo-  'to  publish':  Präs.  PI. 3.  fosernnat;  Pass.  Präs.  Sing. 


§821.822]  Verbalverz.  s('t-,  seth-.  627 

fosernar;  PI.  fosernatar  S.  M.;  Abstr.  fosair 'Strohdecke' S.  M. 
Anm,  2.  Ir.  sreth  ist  vielleicht  identisch  mit  c.  ystred  'village, 
hanilet" ;  dem  ir.  Kausativ-Intensiv-Starara  sro-  entspricht  abr.  Prät.  Sing. 
1.  strouis  gl.  straui.  Zu  lat.  sternö  'breite  aus',  sVt.  stfnöti  'streut' 
(idg.  *str-n-eu-)  und  got.  straujan  'streuen'  (idg.   * strowei-) ;  vgl.  I  81. 

§  821.  set-  'blasen'  (-^-Stamm):  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  da 
n-a-seted;  Prät.  Sing.  3.  setis  Wi.  772;  Pass.  Präs.  Sing,  setir 
Ml.  38d  18.     Nir.  seidini  'I  blow,  breathe,  sound'  u.  s.  w. 

Mit  air-  'spielen,  unterhalten'  (der  Anlaut  der  Wurzel  erscheint 
leniert  als  f-,  unleniert  durch  Entgleisung  als  b-,  p-,  vgl.  oben 
I  435):  Präs.  PI.  3.  arbeittet  Thes.  II  295,  17,  ar-do-petet 
'unterhalten  sie'  Wi.  372,  ar-us-pettet  .i.  sennit  LU  57b  20, 
ar-us-peittet  LL  251a  10;  Inf.  airfitiud  Wi.  354.  Das  Prä- 
verb air-  hat  dieselbe  Bedeutung  wie  in  der  Komposition  mit  can- 
und  leg-.  Der  betonte  Wurzelvokal  scheint  (nach  Analogie  der 
unbetonten  Formen)  kurz  zu  sein. 

Anm.  Vgl.  c.  chwythu  'to  blow,  to  blast,  to  sound  a  trumpet',  com. 
whythe,  whethe  'blasen'  (z.B.  um  das  Feuer  anzufachen:  auch  das  Hörn 
blasen),  br.  c'houeza  'aouffler'.  Das  Ir.  setzt  *stceizd-,  das  Brit.  setzt 
*swizd-  voraus;  vgl.  asl.  zvizdati,  svistati  'au^CCtiv''  (assimiliert  aus  *sweizd-). 
Ir.  set-  berührt  sich  in  der  Bedeutung  sehr  eng  mit  seth-  (§822),  womit 
es  jedoch  nicht  verwandt  sein  kann  (nur  die  Bedeutung  'blasen'  im  musi- 
kalischen Sinne,  die  bei  der  Wurzel  set-  offenbar  sehr  alt  ist,  geht  der 
Wurzel  seth-  ab).  Die  beiden  Wurzeln  sind  vertreten  in  ho  setfethchaib 
gl.  flatibus  Ml.  16b  10;  zu  set-  gehört  tre-fet  'blower  for  a  fire'  S.  M.; 
ferner  (mit  Verallgemeinerung  der  lenierten  Form  des  Anlauts)  ind  fet  gl. 
sibilus  Sg.  3a  7,  nir.  fead  'a  whistle'  * sivizdä. 

§822.  seth-  mitto-ind-  'wehen;  inspirieren':  Präs.  Sing.  3. 
tinfet  som  (rel.),  do-n-infet  Wb.4b4,  3,  du-nd-infet  Ml.  41d 
17;  PI.  1.  do-n-infedam  Wb.  14d  32;  Konj.  Sing.  3.  mani 
thinib  4a  27;  Prät.  Sing.  3.  du-r-infid  Ml.  96c  4,  do-r-infid 
Wi.  826;  Pass.  Prät.  Sing,  do-r-infess  Wb.  30d  1;  Genindiv 
tinfesti  gl.  fiatilem  Sg.  17b  7;  Inf.  tinfed  Wb.  32c  3,  tinphed, 
tinfed  neutr.  gl.  Spiritus,  aspiratio  Sg.  6a  12,  15,  9a  8,  21b  13, 
214a  5,  Dat.  tinfiud  'breathing'  KZ  XXXI  249,  Gen.  tinfid 
Sg.  9b  18,  Gen.  PI.  tinf  eth  'Aspiration'  Sg.  9a  13.  Das  -d-  des 
Präverbs  ind-  mußte  in  den  meisten  Formen  lautgesetzlich 
schwinden;  in  -thinib  fehlt  es  analogisch. 

Mit  frith-to-ind-:  Präs.  Sing.  3.  fristinfet  gl.  exsufflat 
Ml.  28b  8. 

Anm.  Ein  weiteres  Kompositum  liegt  violleicht  vor  in  ürphaisiu, 
Dat.  ürfuisin  gl.  Cancer  Sg.  lOüa  4,  5  (eig.  "Schwulst"?  enthält  air-ro-). 

40* 


628  Verbalverz.  seth siss-.  [§822—824,1 

Die  einfache  Wurzel  liegt  vor  in  bolcsithe  gl.  follis  Sg.67a2;  setfeth- 
chaib  §  821  Anra.;  an-both  'Sturm'  Ml.  125d  11,  an-fud  (D.  PI.  ainb- 
thib),  ainbthine  ds.  Wi.  (über  an-  s.  §  358 e  S.  10).  Vielleicht  gehört 
hierher  auch  feith  'Meeresstille'  Ml.  126a  1,  2,  4,  5,  vgl.  7,  feid  108 d  5, 
feth  125d  11,  Thes.  II  323,  5,  feth  I  6,  6,  vgl.  nir.  seitheamh  'rest, 
quiet'  Atk.  Keat. ;  f(Uth  wäre  dann  eigentlich  "ruhiges  Wehen",  "Fahr- 
wind" und  hätte  erst  durch  das  gegensätzliche  Verhältnis  zu  anboth 
"großes  Wehen"  die  Bedeutung  'Meeresstille'  erhalten;  daß  hi  feth  Thes. 
I  6,  6  als  Übersetzung  des  lat.  in  auram  steht,  ist  jedoch  zufällig  und 
darf  nicht  als  Stütze  der  Etymologie  betrachtet  werden  (das  mir.  anfeith, 
an  feth  'unrest,  tumult'  Wi.  866,  K.  Meyer  100  enthält  das  negative  an- 
und  ist  von  anboth  gänzlich  verschieden).  Ir.  seth-  ist  wohl  *spi-t-  und 
mit  lat.  spi-r-äre  verwandt;  vgl.  c.  ffun,  ffyned  I  884. 

§  823.  sir-  'suchen,  absuchen,  durchsuchen'  (-^-Stamm):  Präs. 
Sing.  3.  sirid  Thes.  II  22,  39.  Vgl  Wi.  777.  —  Mit  to-  ds.:  Ipv. 
Sing.  2.  tüir  (einsilbig!)  Wi.  856;  Prät.  PI.  3.  ru-tuirset  Ml. 
44  d  23  (die  echt  komponierte  Form  ist  als  Simplex  behandelt).  — 
Ist  wohl  eine  Ableitung  von  sir  'lang'. 

§  824.     siss-,  Deponens:   Abstr.  sessam  'Stehen'  Wi.  771. 

1)  Mit  air-  'feststehen'  gl.  inniti:  Präs.  Sing.  1.  ar-a-sissiur 
sa  M1.41c3;  3.  ar-a-sissedar  51b  13,  ar-a-sisedar  Sg.213b2, 
forsan-airisedar  139b  1;  PI.  3.  ar-a-sissetar  Ml.  o9b  11, 
77b  3,  in-airesetar  Sg.  209b  19;  Konj.  Sing.  3.  arsisset(h)ar 
Ml.  120d  19,  mani  airissedär  131b  4;  Konj.  Ipf.  Sing.  1.  ar- 
sissinn  44d  26;  Fut.  PI.  1.  cinnas  laurisfemmar  LL  120b  13; 
Prät.  Sing.  1.  perf.  arroissisiur  sa  Ml.  88a  9  (so  Asc.  647);  3.  con- 
id-airsir  Monast.  Tall.  150,  28  (suffixloses  Prät.),  perf.  arroisestar 
Ml.  18 d  16  (-s-Prät.);  Inf.  Dat.  erissem  45c  9. 

Mit  to-air-  'feststellen,  stehen  bleiben':  Präs.  Sing.  1.  duair- 
siur,  do-n-airissiur  Ml.  79a  9,  10;  3.  nad  tairissidar  104b  4; 
PI.  2.  do-n-airissid  Wb.  14c  43;  Konj.  Sing.2.  du-n-erissider 
SU  Ml.  38c  25;  PL  3.  coni  tairissetar  104b  4;  Prät.  perf.  Sing. 
3.  tar-r-asair  Wi.  811,  LL  121b  6  (suffixloses  Prät.),  ni  tar-r- 
astar  Thes.  II  6,  36  (-star  durch  regelmäßige  Synkope  aus 
-sestar);  Inf  tairissem  Ml.  129d5,  137d  9,  Wb.  14c43,  25b  14, 
Sg.  50a  18,  74b  7,  vgl.  Ml.  15a  1,  54a  13,  Thes.  II  25,  34,  teris- 
sem  Ml.  34c  17,  tairsem  131c  9. 

Anm.  1.  tairisin  'Stand  halten'  LL  72b  22  beruht  auf  Vermischung 
von  tairissem  mit  einem  gar  nicht  zu  siss-  gehörigen  Worte:  torisin 
gL  fidem  Sg.  209b  28,  toraisin,  toraissin  Ml.  29d  5,  108b  10,  vgl. 
torisse  gl.  fidelis  Wb.  10a  28,  vgl.  15a  15,  16 d  2,  25c  28,  27c  30,  to- 
raisse   Ml.  27a  6,  34c  17,  58b  18,    vgl.  130 d  6.     Die   eigentliche   Bedeu- 


§824,1.2]  Verbalverz.  siss-.  629 

tiing  von  torissc  ist  wohl  "erkundet"  (to-ro-  4-  finn-  §  726j.  Die 
Assoziation  mit  tairissera  ist  aber  möglicherweise  alt  und  hat  die 
Nebenform  tarisse  (Wb.  23a  18,  30d  24,  vgl.  23b  10,  taraisse  Ml. 
27a  6,  PI.  taraissai  42b  15;  entsprechend  Abstr.  tarissiu  gl.  fides 
108b  3,  Akk.  tarasin  30d  8)  ins  Leben  gerufen. 

Mit  com-to-air-:  Präs.  Sing.  3.  oterissedar  'consists'  Ml. 
145  c  4. 

Mit  frith-to-air-  'widerstehen':  Präs.  PL  3.  f ristairissetar 
Ml.  47c  3;  Konj.  PI.  3.  fristairissetar  39b  13;  Konj.  Ipf.  Sing. 
3.  fristairissed  33b  28;  Inf.  Akk.  frithterissera  48c  26,  Dat. 
fritheirissem  83a  11. 

Mit  in-to-air-:  Ipf.  PL  3.  intairissitis  gl.  instantibus  MI. 
34  d  19. 

Mit  rem-to-air-:  Abstr.  remthairissem  gl.  praestatio  Ml. 
43  d  26. 

2)  Mit  fo-  'bekennen,  gestehen',  'schützen'  (die  letztere  Be- 
deutung ist  zufälligerweise  im  Air.  nicht  belegt):  Präs.  Sing.  1. 
fosisiur  S.  M.  I  10,  23;  3.  fosisedar  Thes.  II  6,  33;  PL  1.  fo- 
b-sisimar  'wir  schützen  euch'  Wi.  11^  228,  6;  229,  3;  3.  fosis- 
setar  Thes.  I  487,  17,  ML  132a  1,  i-fuisedar  'worin  (die  münd- 
lichen Verträge  sie)  schützen'  S.  M.  IV  284,  17;  Konj.  Sing.  2. 
fosisider  su  ML  66c  1;  3.  fasisidar  LU  71a  34  (in  einem  Be- 
fehl; in  der  Erzählung  von  der  Ausführung  entspricht  'arlastar 
'er  redete  an'  40);  PL  3.  fosisetar  Sg.  140a  2;  Fut.  Sing.  1. 
fosisefar  ML  58c  17;  Prät.  perf.  Sing.  3.  furoissestar  46d  15; 
Abstr.  foessam  'Schutz'  Wi.,  fsesam,  faisam  Wi.  Täin,  faesam, 
foessam  S.  M.  (daß  dies  Abstr.  einst  auch  die  Bedeutung  'ge- 
stehen' gehabt  hat,  zeigt  fuismedach  'Bekenner'  Wi.  583,  vgl. 
foismiram  'I  confess'  Atk.  LBr.;  sinnliche  Bedeutung  liegt  vor  in 
üair  nach  föisam  in  lind  'wenn  der  Fluß  nicht  Fuß-Feste  ist' 
'wenn  man  den  Boden  im  Wasser  nicht  erreichen  kann'  LL67a27 
=  Wi.  Täin  1305,  in  einer  anderen  Handschrift  durch  anuair 
nach  roichther  in  linn  ersetzt),  foisitiu  'Bekenntnis'.  Akk. 
föisitin.  Dat.  föisite,  föisitin  AVb.  4d  33,  a  6,  3d  24.  Thes.  I 
488,  19  (nir.  faoisdin;  dies  Abstr.  ist,  wie  Sarauw,  Irske  Studier 
S.  70,  erkannt  hat,  nach  dem  synonymen  atitiu  §  700  S.  503  ge- 
bildet; es  mag  aber  später  mit  den  Intinitivon  der  Wurzel  sem- 
§  818  assoziiert  gewesen  sein  und  so  zur  Ausbildung  der  tiuiteu 
Formen  wie  Präs.  Sing.  1 .  foismimm  beigetragen  haben;  es  scheint 
auch  die  Bedeutung 'Schutz'  angenommen  zuhaben:  faisitiu  'con- 
fession,  protection'  S.  M.). 


630  Verbalverz.  siss sli-.         [§824,3—826,2 

3)  Mit  imb-:  Präs.  Sing.  3.  im-a-sisedar  doib  'sie  bleiben 
zusammen  stehen'  Wi.  II2  229,  7  (zur  Konstruktion  vgl.  oben  S.  311). 

Anm.  2.  Vgl.  lat.  sistu,  persistö,  subsistö,  gr.  'iarauai,  inffara- 
ficu.     Vgl.  atta  oben  S.  433,  ne-ss-  §  785,  ad-co-tat  unten  §  838; 

§  825.  slaid-  'schlagen':  Präs.  Sing.  3.  slaidid,  no-d- 
slaid,  mit  Obj.  slaittius  Wi.  779;  Konj.Sing.  2.  no-slaiss  (statt 
n-a-slaiss)  LU  74a  18;  Fut.  Sing.  1.  no-t-selo(s)  sse,  ]io-(t>- 
sela<s>  sse  K.  Meyer,  Liadain  and  Curithir  20,  15,  17;  3.  no- 
don-sel  ni  LIT  106a  43  (neugebildet  slaidfid  Wi.,  Wi.  Täin); 
Prät.  Sing.  1,  ro-da-slaidius  Wi.  Täin  (wohl  nicht  die  alte  Form); 
Pass.  Präs.  Sing.  rel.  slädar  iasc  [mjbrec  'wie  der  bunte  Fisch 
geschlagen  wird'  LU  106a  43;  Inf.  slaide  Wi.,  Wi.  Täin,  Dat. 
slaidi  Ml.  91b  9. 

1)  Mit  air-  'verteidigen':  Präs.  Sing.  3.  arslaithi  Wi.  374. 
Mit  imb-air-:  Abstr.  ind  immarslaide  'the  mutual  striking' 

Ml.  16  b  7. 

2)  Mit  to-  (di-?):  Präs.  Sing.  3.  duslaid  .i.  cruthaigedar 
'who  strikes,  i.  e.  who  forms'  gl.  plasmantis  Ml.  140  b  5. 

Anm.  Vgl.  c.  lladd  'schlagen,  töten'  (Pass.  Prät.  llas),  abr.  lad  am 
gl.  caedo,  mbr.  Inf.  lazaff  nbr.  laza  'töten'. 

§  826.  sli-,  vgl.  Ascoli  CCLXXVII,  Sarauw,  Irske  Studier 
S.  74.  1)  Mit  fo-:  Abstr.  du-fuillem  argait  gl.  ad  usuram  Ml. 
36a  24,  fuilem  'Zinsen'  30,  Gen.  fuiilema  25. 

2)  Mit  ad-ro-  'verdienen':  Präs.  Sing.  1.  adroilliu  Ml.  75a 
11;  2.  asroilli  130b  8,  nad-n-airilli  siu  55d  13;  3.  adroilli 
61a  20,  asroilli,  a-t-roilli  51d  12,  a-tt-roilli  Wb.  2d  13, 
nach-id-äirilli  Ml.  84c  18;  PI.  3.  asroillet,  ass-id-roillet 
40a  4,  54d  6,  nad-n-airillet  40c  12;  Konj.  Sing.  3.  asroillea 
107b  6;  PI.  1.  asrollem  Thes.  II  349,  6;  2.  arnach-a-airillid 
Ml.  115b  9;  3.  a-t-roillet,  cini  arillet  Wb.  31c  23,  ceni  ai- 
rillet  Ml.  90c  2;  Fut.  Sing.  2.  asroll(fe)  Sg.  66b  19;  PI.  3. 
ad-id-roillifet  ML  61a  20;  Prät.  Sing.  3.  asroilli  111b  28, 
as-n-da-roilli  124d  7;  PI.  1.  as-ind-roillissem  ni  119d  8, 
ni  arilsem  ni  AVb.  20d  14;  2.  ni  arilsid  21a  17;  3.  adroilli- 
set  4c  35,  a-t-roillisset  15,  vgl.  Ml.  46d  9,  ad-id-roillisset, 
ass-id-roilisset  61b  17,  as-id-roilliset  77a  15,  ass-id-roilli- 
set  Wb.  17a  9,  cini-d-arillset,  ni  arilset  4c  39,  d  10,  ni 
äirillset  Ml.  114c  9,  nach-id-airilset  54d  9;  Pass.  Prät.  Sing. 
asroilled  122b  13;  Part,  airillte  61a  20,  airilte  122b  13,  vgl. 
56c  6,  61a  19,  b  17,  113b  3;  Gerundiv  airiUti  ML22d22;  Abstr. 


§826,2.3.827]  Verbalverz.  sli-,  slig-.  631 

airilliud,  arilliud  30d  2,  38d  10,  61  d  2,  Wb.  4c  16,  2b  4, 
21c  20,  Gen.  airilteo  Ml.  138c  7,  PL  Nom.  arilti  Wb.  16c  11, 
Gen.  arilte  5c  13  (daneben  PI.  N.  airiltin,  airiltin  Ml.  108b  7, 
91a  10,  vgl.  103b  5,  131a  6,  Akk.  airiltnea  87c  4).  Der  Stamm 
'airill-  beruht  auf  Kontamination  von  ad  roill-  und  *  äirl-. 

Mit  mi-ad-ro-:  mi-airilliud  'ill-desert'  Ml.  31c  5. 

3)  Mit  to-  'verdienen':  Präs.  Sing.  1.  ni  tuillim  Wi.  856; 
3.  dosli  S.M.,  dosli,  ni  thuille  Atk.  LBr.  8380,  ni  tuilli  S.  M. 
V  384,  8;  PL  3.  dosliat  S.  M.;  Ipf.  Sing.  3.  ni  thuilled  LL 
217a  44;  Fut.  Sing.  1.  do-sn-uilliub  LL  284b  24  (falsche  Bildung 
auf  Grund  der  echt  zusammengesetzten  Formen);  Prät.  PL  1.  ni 
ro-thuillisem  buidi  do  neoch  'wir  haben  nicht  Dank  (Gunst) 
von  irgend  jemandem  zu  gewinnen  gesucht'  Wb.  24d6;  Inf.  tuil- 
lem  Wi.,  tuilem  bude  Ml.  72c  15,  PL  Dat.  tullemaib  39d  18. 

Anm.  Ir.  sli-  verhält  sich  wohl  zu  gr.  ildv  'nehmen'  (p.coo,  klwoiov 
'Beute')  wie  ir.  gni-  zu  gr.  ytvsa&at.     Vgl.  ir.  selb  'Besitz'  I  64. 

§  827.  slig-  'schlagen':  Ipv.  Sing.  2.  slig  Wi.  Tain;  Fut, 
Sing.  3.  silis  Imram  Brain  §  55;  PL  1.  silsimi  ni;  Prät.  Sing.  1. 
ro-selach  sa;  3.  ro-selaig;  PL  3.  ra-selgatär,  ro-selgatar; 
Pass.  Prät.  Sing,  imma-slecht  Wi.  781;  PL  ro-slechta  Ml.  48d 
28,  con-ru-sleachta  53d  11;  Lif.  slige  fem.  Wi.  781,  ML  16c 
12,  49b  2,  13,  51c  17,  67 d  2,  15  (nua-sligi  Dat.  'neue  Abglätt- 
ung', all-slige  Gen.  'zweite  Abglättung'  Ml.  2a  6). 

1)  Mit  ad-  'zu  etwas  überreden':  Präs.  Sing.  3.  adslig  der- 
chöiniud  'persuades  to  despair'  Wb.  14d  27;  Konj.  Sing.  3. 
adsle'i  20b  2;  Inf.  aslach  neutr.  30c  14,  ML  95b  6,  141d  1, 
Dat.  aslug  Wb.l4d  27,  30c  13,  asluch  ML 26c  9,  109b  5,  Gen! 
in  mi-aslaig  gL  malae  persuasionis  28b  7,  PL  Akk.  inna  aslach 
38a  6.     Vgl.  K.  Meyer  26. 

2)  Mit  air-  'schlagen,  töten':  Präs.  Sing.  3.  arslig;  Fut.  Sing. 
3.  arsil  FeL  Sept.  29;  Pass.  Fut.  PL  arsilsit[h]er  YBL  45b  11; 
Prät.  Sing,  fris-ra-airlecht  LL  370b  14;  Part.  PL  airlechtai 
LU  81b  20;  Abstr.  ai riech  'slaughter',  Gen.  airlig  Wi..  Wi. 
Tain,  K.  Meyer,  S.  M. 

3)  Mit  fo-  'beschmieren':  Präs.  Sing.  1.  fosligim  Sg.  183a  1, 
173a  7;  Fut.  Sing.  2.  fusilis  (s'^u  gL  damnabis  uotis  Thes.  II 
46,  23;  Prät.  PI.  3.  foselgatar  Thes.  I  493,  22;  Pass.  Präs.  Sing, 
fuslegar  II  248,  7;  Prät.  PL  fo-rui-llecta  Wb.  7d  9;  Piu't. 
fuillectac  ML  127c  17,    Dat.  Fem.   fuillechti  Thes.  I  493,  22. 

Mit  etar-fo-:    Part,  etarfuillechta  gl.  interlita  Sg.  24a  12. 


632  Verbalverz.  sluc snad-.  [§828-830 

Anm.  Die  Bedeutung  'schlagen'  hat  sich  aus  der  Bedeutung  'streichen' 
entwickelt  (vgl.  engl,  to  strike):  zur  Etymologie  vgl.  Zupitza,  BB  XXV  96 f. 
(aengl.  slic  'glatt'  u.  s.  w.). 

§828.  sluc-  'verschlingen':  Präs,  Sing.  3.  mit  Obj.  sluicth-i 
Ml.  76b  5,  rel.  sluces  22b  1;  PL  3.  slogait  123d  3  (jünger 
slucit  Wi.);  Ipf.  Sing.  3.  no-slocad;  Ipv.  PI.  2.  slucid  Wi.; 
Konj.  Sing.  3.  arnäch-rö-llca  Wb.  14d  21;  Fut.  PI.  1.  slucfe- 
mit;  Prät.  Sing.  3.  con-da-sloic  Wi.,  ro-lluicc  Trip.  L.  92,  1, 
co-ro-sluic  Wi.;  Pass.  Prät.  ro-slogeth  [Wb.]13d24;  Inf.  slo- 
cod  Thes.  II  255,  16,  slucud  Wi.,  Wi.  Täin.  —  Vgl.  I  151. 

§  829.  sluind-  'bezeichnen':  Präs.  Sing.  2.  ni  sluindi  so 
Sg.  208b5;  3.  sluindid  9b  4,  66b  9,  71b  5,  197a  11,  sluindith 
25b  10,  30a  2,  ni  sluindi  25b  14,  vgl.  66b  18,  26a  4,  197a  11, 
rel.  sluindes,  sluindes  25b  17,  27a  11,  189a  9,  197a  11,  198a  2, 
211b  7,  Ml.  37a  10,  sluindess  Sg.  75b  5;  PI.  3.  sluindit  73b  2, 
rel.  sluindite  76b  5,  188a  24,  197a  15,  220b  9,  vgl.  73b  3, 
sluinditae  9b  5,  sluindte  189b  2,  sluinde  Ml.  37a  12;  Fut. 
Sing.  1.  ru-n-sluinfem  ni  Wb.  15a  4;  Pass.  Präs.  sluintir  Sg. 
138a  1,  ro-sluinter,  näd  ro-sluinter  189b  2;  Inf.  slondod 
Thes.  II  292,  2,  slond.  Dat.  slund  Sg.  188a  28,  148a  3,  209b  28, 
vgl.  Thes.  II  10,  9  u.  s.  w. 

1)  Mit  ad-:  Präs.  Sing.  l._  adsluindim  gl.  appello  Thes.  I 
498,18,  atsluindiu,  adsluindiu  Fei.;  Abstr.  aslondud 'declara- 
tion'  Fei. 

2)  Mit  di-  'leugnen':  Präs.  Sing.  3.  disluindi  Ml.  44b  12, 
50d  1,  dosluindi  Wb.  6c  14,  ni  diltai  Sg.  201b  10;  PL  3. 
disluindet,  dosluindet  Wb.  13b  18,  30a  20;  Konj.  perf.  Sing. 
1.  arna  de-r-lind  10c  14;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  ara  n-diltad  17d 
11;  Prät.  Sing.  3.  do-ru-slüind  (und  verschrieben  dorosilcloin) 
Ml.  58a  11,  du-ru-sluind  93c8,  do-d-ro-lluind  Thes.  1 493,  15; 
PL  3.  do-ru-sluindset  ML  90b  17,  do-r-iltiset,  do-r-iltiset 
(Neubildung  auf  Grund  der  echt  zusammengesetzten  Formen)  Wb. 
5c  11,  25b  13;  Pass.  Fut.  Sing,  dosluinfider  28c  14;  Inf.  dil- 
tud  10c  13,  13b  18,  vgl.  ML  15d  2,  55c  8,  91  a  21,  Thes.  I  491,  .32, 
Sg.  95a  4,  diltuth  Wb.  6c  2,  Thes.  II  245,  7,  diltod  Wb.  Id 
12,  5b  7,  10c  14. 

Etymologie  I  83  f. 

§  830.  snad-  'schnitzen,  schneiden':  Präs.  Sing.  3.  snaides 
S.  M.  III  188,  10;  Ipv.  PL  2.  snaidid;  Part.  Akk.  Fem.  snaisi 
WL  783;  Inf.  snaide  SiL  Gad.  194,  12,  snass  Wi.,  WL  Täin. 


§830—832,1]  Verbalverz.  snad sni-.  633 

Mit  in-  'impfen;  hineintun'  gl.  inserere,  ingerere:  Präs.  VI.  3. 
insnadat  Sg.  14b  10,  Ml.  118d  20;  Konj.  Ipf.  PI.  H.  insnastis 
26c  17;  Pass.  Konj.  8ing.  a-tom-snassar  Wb.  5b  30;  Part,  es- 
naisse  Ml.  33c  6,  vgl.  32c  7,  Thes.  II  10,  19;  Inf.  Dat.  esnid 
Wb.  5  b  42. 

Anm.  V}^1.  c.  na  (Ulli  'to  chip,  to  cut',  ac.  nodim  nc.  neddyf 
'Kriimmaxt',  nibr.  ezeff  'besaigue'  nbr.  eze,  neze. 

§  831.  snäd-  'schützen':  Präs.  Sing.  3.  snadid  S.  M.  IV 
300,  5;  Konj.  8ing.  3.  ro-n-snada  Thes.  II  301,  2,  mit  (3bj. 
snäidsium,  snaidsiunn  300,9;  302,7;  304,6  (vgl.  §  487  S.  149); 
Prät.  ro-n-snaid  Thes.  II  300,  9;  Inf.  snadud,  snädud  301,  4; 
353,  10,  S.  M. 

Mit  in-  (ess-?)  '(die  Rache,  die  Befriedigung  des  Hungers) 
aufschieben'  (im  Mir.  auch  vom  Aufschieben  anderer  Dinge):  Präs. 
Sing.  2.  adsnadi  Ml.  93a  12;  3.  a-t-snadi  64b  1;  Ipf.  PI.  3. 
uad-n-essnatis  98b  3;  Pass.  Konj.  Sing,  insnäter  56c  20;  Inf. 
«snadud  24c  1.     Vgl.  Atk.  LBr.  S.  17. 

Anm.  Vgl.  c.  nawdd  'Schutz',  abr.  Xod-hail,  Nod-inioret  (Per- 
sonennamen) Loth,  Chrestomathie  155. 

§  832.  snI-  'spinnen,  (sich)  drehen,  sich  abmühen'  (vgl. 
Sarauw,  Irske  St.  S.  73):  Präs.  Sing.  3.  rel.  snies  O'Dav.  Nr.  315; 
Prät.  Sing.  3.  snidis  'schleuderte'  LBr.  216a  43  (junge  Flexions- 
form, da  sni-  ursprünglich  ein  redupliziertes  Prät.  bildete;  zum  -d- 
im  Hiatus  vgl.  §  820  Anm.  1;  daneben  snedis  und  zahlreiche 
andere  Formen  mit  dem  Vokal  -e-,  s.  AVi.  784,  AVi.  Täin),  ro- 
sniastar,  ra-sniestar  Wi.  Täin  68^  (die  deponentiale  Flexion  ist 
jung);  PI.  3.  snisit 'kämpften'  Salt.  6514;  Part,  snithe  gl.  tortuosae 
Ml.  24b  7;  Inf.  snim  'spinnen'  S.  M.  II  372,  19,  'Kummer'  Ml. 
89b  7,  snim  Wi.  784  (dazu  dinnimu  'nachlässiger'  Wb.  4c  33, 
di'nim  'no  trouble',  'leicht',  dinnimidir  'ebenso  leicht'  Ml.  61b  28, 
vgl.  K.  Meyer  656;  ferner  im- snim  'Sorge'  Wi.  628,  vgl.  S.  M. 
Gloss.  487).  Vgl.  nir.  sniomh  'act  of  spinning,  twisting,  winding, 
twirling;  sorrow,  anguish,  affliction,  distress'. 

1)  Mit  com-  'zu  erwerben  suchen,  streitig  machen'  'contend, 
contest,  defend,  wrcst':  Präs.  Sing.  3.  consnf  Wi.  III  43,  6,  ni- 
chosnai  LU  81b  14;  PI.  3.  osniat  114b  37,  osniatt  (3'Dav. 
Nr.  516;  Konj.  Sing.  3.  ni  chosna  LU  110a  8;  Konj.  Ipf.  Sing. 
3.  osniad  YBL  134b  46;  Fut.Sing.3.  ni-chossena  LU  107b  44; 
Prät.  Sing.  3.  consena,  ni  cossena  Thes.  II  315,  3;  332,  3; 
Inf.   cosnam    Wi.  450,  ML  73a  12,    Wb.  11c  21,  18c  18,   Gen. 


634  Verbalverz.  sni-.  [§832,1-3 

cosnania  6b  1,  PI.  Nom.  cosnama,  coisnimi  Wb.  7d  12,  13. 
Im  Mir.  wird  ein  -s-Prät.  neugebildet:  PI.  3.  consniset  K.  Meyer 
482;  weiterhin  wird  auf  Grund  der  echt  komponierten  Formen  ein 
Simplexstamm  cosn-  durchgeführt:  Fut.  PI.  3.  cossenait,  Pass. 
Fut  Sing,  coiseontar  (vgl.  §  611  Anm.  5  S.  363),  Prät.  Sing.  3. 
ra-chossain  K.  Meyer,  ro-chosnastar  Wi.  450. 

Mit  ad- com-  'verlangen  nach;  auf  ein  Ziel  lossteuern'  gl. 
tendere,  petere:  Präs.  Sing.  3.  nad-n-ascnai  S.  M.  IV  366,  13; 
PI.  3.  adcos.nat  Thes.  II  6,  29,  LU  21b  3;  Ipf.  Sing.  1.  adcos- 
nain  se  Thes.  II  2,  26;  PI.  3.  adcosnaidis  B.  Ball.  39a  23; 
Konj.  Sing.  2.  adcosnae,  ni  ascnae  Ml.  56b  39,  31;  3.  adcosna 
51b6;  Prät.  Sing.  3.  ad-ru-choisseni  69d  4;  Pass.  Konj.  Ipf.  Sing, 
adcosantae  115d  13;  Part.  Dat.  Mask.  ascnaidiu  53b  25,  Fem. 
ascnaidi  31c  21;  Inf.  ascnam  48d  21,  vgl.  53a  7,  56b  28,  72b 
23,  Wb.  Ic  18  (asgnam),  IIa  19,  Sg.  69b  8,  Wi.  376,  Wi.  11^ 
21 9  S  K.  Meyer  18,  S.  M. 

Mit  aith-ad-com-  'to  ascend,  go  towards  or  up':  Präs.  PI.  3. 
triasan-athascnat  Atk.  LBr.  S.  549;  Inf.  athascnam  Wi.  379. 

Mit  imb-ad-com-:  Präs.  PI.  3.  imm-us-äscnät  gl.  obuiaue- 
riint  sibi  Thes.  I  6,  4. 

Mit  to-ad-com-  'to  visit,  approach':  Präs.  Sing.  3.  do-n- 
ascnai  Wi.  812,  ni  tascnai  S..M.  II  288,  2;  PL  3.  rel.  tascnat 
I  230,  21;  Inf.  tascnam  Wi.,  S.  M. 

Mit  fo-com-:  Präs.  PI.  3.  fo-thonsnät  (nach  Ascoli  in  fo- 
chosnat  zu  komgieren)  gl.  subripiunt  Ml.  43a  8  (es  würde  sich 
dann  um  eine  ähnliche  Dittographie  des  -n-  handeln  wie  bei  do- 
ri[n]gensat  16d  6). 

Mit  imb-cora-:  Abstr.  imchosnam  'Wettstreit'  Wi.  623. 

2)  Mit  fo-:  Abstr.  Gen.  fuinnema  Wi.  582  (nach  O'Curry 
'twisting';  ganz  anders  Zimmer,  ZfcPh.  I  97,  der  das  Wort  als 
aengl.  Lehnwort  betrachtet  und  durch  'winnowing'  übersetzt;  vgl. 
das  Adj.  funem-da  LL  107a  35),  vgl.  nir.  fuinneamh  'momen- 
tum,  force,  energy,  vigour'. 

3)  Mit  ess-ro-  'entfliehen':  Konj.  Sing.  3.  asroinnea  Ml. 
31a  2;  Prät.  Sing.  3.  ni  erna  LU  98a  42;  Part.  Gen.  neph- 
«rnaidi  Ml.  134b  9. 

Mit  di-ess-ro-:  Abstr.  dernum  gl.  detrimentum  [Wb.]  8d  3. 

Mit  to-di-ess-ro-:  Part,  todernide  gl.  tortuosae  Ml.  24b  7; 
Abstr.  todernam  'supplicium'  Sg.  133b  1,  vgl.  Ml.  27c  20,  40a  7, 
77  a  13,  d  4,  133a  4. 


§832,4—834,4]         Verbalverz.  sni so-.  635 

Mit  to-ess-ro-  'entfliehen':  Konj.  Sing.  3.  cohiih  terna  Wi. 
819;  Prät.  Sing.  3.  ternai  'escaped'  Fei.  Epil.  544,  -escaped  from 
death'  'genas'  Rc.  XXVII  296«- »  (terno  'entfloh'  K.Meyer,  Betha 
Colmäin  90,  10,  terna  LU  99a  7);  Inf.  ternam  Thes.  11  349,  6, 
vgl.  Atk.  LBr.,  'act  of  recovering  (health)'  S.  M. 

4)  Mit  to-:  Abstr.  nsch.  toinneamh  'spinning,  twining,  twi- 
sting'  (von  Macbain,  Etymol.  Dictionary^  mit  Unrecht  als  entlehnt 
betrachtet:  an.  tuinna  'zwirnen',  engl,  twine;  toinneamh  'the 
miller's  share  of  meal  for  grinding'  Macbain  ist  wohl  dasselbe  Wort). 

Anm.     Vgl.  c.  nyddu  'spinnen'  corn.  nethe  br.  neza  I  68. 

§  833.  snig-  'tropfen,  regnen,  schneien'  (I  85):  Präs.  Sing.  3. 
snigid  Atk.  LBr.,  LU  IIb  20,  rel.  sniges  Ml.  89c  15;  Konj.  Ipf. 
Sing.  3.  rel.  sniged  (ohne  Präverh!)  LL  55b  44;  Fut.  Sing.  3. 
snigfid  58a  15,  LU  56a  10;  Prät.  Sing.  3.  senaich  Fei.  Mai  15 
(jünger  snigis  Wi.  41,  7  v.  u.);  Inf.  ac  snigi  Wi.  Täin. 

i^  834.  so-  'wenden,  sich  wenden':  Präs.  Sing.  2.  no-soi 
siu  Ml.  33a  1;  3.  soid  ZE  954,  32,  rel.  soas  Ml  64b  4,  123d  8; 
Konj.  Sing.  2.  no-soe  44b  15,  nu-t-soe  siu  112b  6;    Fut.  Sing. 

2.  no-soife  siu  33a  1;  3.  rel.  saibes  Wb.  27a  9;  Prät.  Sing.  3. 
soais  Wi.  Täin  371^;  PL  2.  r-a-soisit  si  Ml.  103c  15;  3.  ro- 
soisset  124c  6;  Pass.  Fut.  PI.  söifitir  Wb.  26a  21,  siifiter 
Wi. Täin  4976;  Prät.  Sing,  ru-soad  M1.101a6;  PI.  hi-ro-soithe 
(statt  -thea)  Sg  73a  11;  Part,  soithe  Ml.  94c  15,  vgl.  46c  2; 
L]f.  soud  47d  8  u.  s.  w.     Zur  Vokalgebung  vgl.  §  688  Anfang. 

1)  Mit  di-:  Pass.  Prät.  PI.  perf.  (di  guttai  fodlaidi)  dirö- 
tha  (ind)  '(two  separate  vowels)  have  been  converted  (into  it)'  Sg. 
54a  14.  Diese  Analyse  ist  lautlich  unbedenklich,  eine  anderweitige 
Bestätigung  fehlt  aber  (gänzlich  unannehmbar  ist  die  Deutung  von 
Ascoli,  Sg.  S.  174). 

2)  Mit  ess-  'sich  abwenden':  Präs.  Sing.  3.  asoi  LL  112a  27. 

3)  Mitimb-  'umdrehen,  umkehren':  Präs.  Sing.  2.  imm-e-soi 
siu  Ml.  lila  6;  3.  imm-a-söi  in  ■\Iac  n-O'c  'Mac  O'c  kehrt 
zurück'  LU  129b  12  (subjektlose  Konstruktion),  imsoi,  imsui  Wi. 
630;  Ipf.  Sing.  3.  imsoad;  PI.  3.  imsöitis  Wi.;  Konj.  Ipf.  Sing. 

3.  connach-n-impäd  Ml.  122a  14;  Prät.  Sing.  3.  nocho-r-inipo 
YBL  118b  9;  Pass.  Präs.  Sing,  imm-e-soither  Ml.  61a  26;  Ge- 
rundiv impaithi  125a  8;  Inf.  impuud  Sg.202b  8,  impüth4b8, 
60b  15,  impüd  106b  10,  Ml.  61a  28.  93a  18,  impud  120c  8. 

4)  Mit  to-ind-  'zurückkehren,  bekehren,  übersetzen':  Präs. 
PI.  1.    dointäm    Sg.  26b  4;   Konj.    Sing.  2.    duintae    siu,    iiad 


636  Verbalverz.  so-.  [§834,4.5 

tintae  siu  Ml.  3a  13,  15;  3.  rel.  tint.4  37a  10,  do-da-intä  Sg. 
20b  10;  PI.  2.  tintc4ith  Wb.  12d  2;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  duintad 
Ml.  89d  6,  perf.  ara  tintarrad  Thes.  II  314,  1;  Prät.  Sing.  3. 
do-r-intai  Ml.  3a  7,  do-n-intarräi  Wb.  16b  18  (-iitarr-  aus 
-nd-r-h-),  duintarrae  Ml.  54d  3;  Pass.  Konj.  Sing,  mani  tinti- 
ther  Wb.  12c  46;  Inf.  tintuüth,  tintiUh,  tintüd  a  10,  19d  17, 
Sg.  160b  1  u.  s.  w. 

5)  Mit  ess-ro-  sind  zusammengesetzt  die  von  K.  Meyer  138, 
155  belegten  Formen  eines  Prät.,  das  das  Mißlingen  eines  Ver- 
suches, das  Nicht-Zustandekommen  einer  Handlung  bezeichnet  (wo- 
bei ursprünglich  das  Versuchte  Subjekt,  der  Versuchende  Objekt 
ist);  ferner  die  in  den  Wörterbüchern  unter  er-  verzeichneten  For- 
men, die  gewöhnlich  durch  'verweigern'  übersetzt  werden:  Konj. 
Sing.  2.  arnach-era  'refuse  not'  Fei.  Epil.  338,  cäin-era  LU  46b 
19  (als  Gegensatz  zu  cäin  öis,  s.  unter  od-);  3.  mad  do  Ailill 
era  (subjektlos)  "wenn  es  für  A.  zurückschlägt"  'wenn  A.  seinen 
Wunsch  nicht  erreicht,  wenn  man  ihm  weigert'  LL  112a  37,  mani 
ro-era  'unless  (the  chief)  shall  have  refused'  S.  M.  II  262,  14; 
Prät.  Sing.  3.  a-t-roi  a  n-guin  "ihre  Tötung  wendete  ihn  ab 
{schlug  ihn  zurück)"  'er  konnte  sie  nicht  töten'  Hib.  min.  S.  70,  ä-ta- 
rol  astöd  "das  Festhalten  wendete  sie  ab"  'sie  konnten  nicht 
zurückgehalten  werden'  LU  83b  32,  a-t-roe  Coirpri  huad  "es 
wendete  C.  von  ihm  (vom  Hunde)  ab"  'C.  konnte  den  Hund  nicht 
erwerben,  man  verweigerte  ihm  den  Hund'  Trans.  Phil.  Soc.  1891 
— 1894  S.  166,  16  (Variante  contori,  s.  6°;  die  Formen  addrö, 
addro  bei  K.  Meyer  155  =  Imram  ßrain  II  287,  292  zeigen  Er- 
starrung des  infigierten  Pronomens  [der  Zusammenhang  würde  das 
Pronomen  der  1.  Sing,  erfordern:  "es  schlug  mich  zurück"  'ich 
konnte  nicht'];  in  der  Endung  sind  sie  analogisch  beeinflußt;  Quasi- 
Simplexform  erais  'refused'  Wi.  524);  PI.  3.  adraiset  Ligur 
'the  were  unable  to  cross  the  Loire'  B.  Ball.  135a  18,  atroiset 
Liguir  Eawl.  B.  502  p,  81a  42  (die  alte  objektische  Konstruktion 
ist  in  eine  subjektische  Konstruktion  umgewandelt);  Pass.  Ipf.  Sing, 
attroithe  a-rrim  'sie  konnten  nicht  gezählt  werden'  LL 290a  17; 
Prät.  Sing,  (mit  der  in  §  622  S.  391  besprochenen  auf  mir.  Neu- 
bildung beruhenden  Endung  -as)  atroas  techt  'man  konnte  nicht 
gehen'  LL  269b  37,  vgl.  Rc.  XXV  37,  atrös  a  thairmesc  'es 
war  unmöghch  ihn  zu  hindern'  LL  271b  9,  asrous  (zu  lesen 
.as)  a  brith  'mau  konnte  sie  nicht  tragen'  LU23b37  (eine  merk- 
würdige  Mischkonstruktiou   ist   atroas   (s)ide    a    dicleth   n-airi 


§834,5—837]  Vcrbalverz.  so-  -  suid-.  637 

'er  (der  See)  konnte  sich  vor  ilini  nicht  verhehlen'  LU  98a  21), 
na  ro-heradh  'that  he  was  not  refused'  S.  M.  III  408,  11;  Abstr. 
tucad  era  forru  'they  got  a  refusal'  Wi.  524,  era  do  tabairt 
'einen  Abschlag  geben',  tucus  era  fair  'ich  gab  ihm  einen  Ab- 
schlag' Wi.  Täin  5470,  S.  7».  Das  Abstr.  ist  vermutlich  kein  altes 
Substantiv,  sondern  eine  urspiünglich  finite  Vei'balform  (3.  Sing, 
des  Konj.  oder  Prät,  echt  komponiert),  und  das  ro-  vor  dem  Stamme 
er-  ist  jedenfalls  eine  mir.  Neuerung.  Vielleicht  handelte  es  sich 
urspr.  nicht  um  ein  Komp.  mit  den  wortbildenden  Präverbieu 
ess-ro-,  sondern  um  die  perf.  Formen  eines  Komp.  mit  ess-. 

6)  Mit  to-  '(sich)  wohin  wenden':  Präs.  Sing.  3.  dosoi  Thes. 
II  21,  37,  dosoi  LL  112a  27;  PI.  3.  dosoat  Sg.  209b  8;  Ipv. 
(Konj.?)  Sing.  2.  toe  Corm.  S.  27,  Transl.  103,  2;  Pass.  Präs.  Sing, 
dosoither  Sg.  32a  3,  vgl.  57a  4. 

Mit  com-to-  gl.  conuertere  (trans.  und  intrans.):  Präs.  Sing. 
3.  otoi  Ml.  65a  1;  PI.  3.  contoat  46c  1,  näd  comthoet  Sg. 
163a  1  (mit  analogischer  Lenition);  Konj  Ipf.  Sing.  3.  ara  com- 
thad  'damit  er  bekehrte'  Thes.  II  314,  21;  Prät.  Sing.  3.  co-ru- 
thöi  Ml.  51c  22,  conto-r-oe  123b  7,  conto-r-i  Corm.  30.  8: 
Pass.  Prät.  Sing,  oto-r-äd  Sg.  106b  4,  5;  Inf.  comthoud  Ml. 
20a  16,  Sg.  162a  4,  24a  1,  23b  7,  vgl.  a  1,  comthöd  52b  1, 
comthod  Ml.  53c  14,  lila  5. 

Anm.  Vgl.  noch  toud  'gebären"  (von  Tieren;  mit  der  etymologi- 
sierenden Gl.  soad,  soud)  S.  M.,  O'Dav.  Nr.  1498 f.;  suth  'Geburt'  I  71. 
Zu  skr.  sdvuti  'treibt  an'. 

§  835.  soib-  'betrügen,  fälschen'  (-Z-Stamm  mit  meist  ver- 
lorener Mouilherung):  Konj.  PI.  3.  con-soibat  Wb.  30c  13;  Prät. 
PL  3.  ro-n-da-saibset  Ml.  24d  24;  Inf.  söibud  Wb.  10 d  11. 
—  Denominativ  von  söib,  säib  'falsch'. 

§  830.  sreng-  'ziehen,  schleppen'  (I  81):  Präs.  Sing.  2.  nach 
srengai;  Prät.  Sing.  3.  srengais  Wi.  Täin,  Wi.  —  1)  ]\Iit  com-: 
Fut.  Sing.  3.  osrengfa  'wird  ziehen'  LL  58a  8.  —  2)  Mit  ess- 
'to  draw  out':  Prät.  PI.  3.  asrengsatar  K.  Meyer  139  (junge  En- 
dung). —  3)  Mit  to-:  Präs.  Sing.  3.  dosrenga  som  Wi.  Tain 
S.  1047,  vgl.  Wi.  791,  Monast.  Tall.  150,  29;  PI.  3.  dosreggat 
Goid.^  71  (graphisch  für  -srengat  oder  mit  wirklichem  aus  der 
echten  Komposition  stammendem  Verlust  des  -n-?),  con-tairrnget; 
Ipv.  PI.  2.  tairngid,  tarrgid;  Inf.  Dat.  tarraing  Wi.  804. 

§  837.  suid-  (Konj.  soda-)  mit  ad-  'festhalten':  Präs.  Sing. 
2.  adsudi  siu  Ml.  114c  6;  3.  a-t-suidi  Sg.  66a  20,  a-ta-suidi 


638  Verbalverz.  suid-,  ta-.  [§837.  838 

64b  3,  ni  asstai  Ml.  114a  19;  PL  3.  adsuidet  Sg.  4b  15;  Ipv. 
Sing.  3.  nach-n-astad  Wb.  10a  7;  Konj.  Sing.  2.  a-d-sode, 
a-ta-sode  10a  9,  10,  ni  astae  siii  Ml.  55a  19;  3.  arna  asta 
126a  6;  PL  3.  mani  astat  Wb.  29a  16;  Prät.  Sing.  3.  ad-ro- 
soid  Ml.  97d  16,  a-t-ro-soid  39a  16;  Pass.  Präs.  Sing,  adsui- 
ter  68d  5,  ad-dom-suiter  sa  Thes.  II  3,  33,  ni  astaider  Sg. 
3a  4;  Part,,  astide  ML  20a  22;  Inf.  asdud  Wb.  29a  15,  astud 
10b  14,  ML  15a  15,  c  4.     Nir.  fastuigbim  'I  retain,  fasten'. 

Anm.  Dies  Verbura  ist  der  einzige  Eest  des  alten  Kausativums  zu 
Said-  'sitzen',  das  sonst  durch  das  Denominativ  suidig-,  Inf.  suidigud, 
verdrängt  worden  ist. 

§  838.  ta-  mit  in-,  in  der  unechten  Komposition  in-com- 
(§571,3),  'erwerben'  (das  Prät.  bat  teilweise  präsentiscbe  Bedeutung: 
'hat'):  Präs.  Sing.  3.  adcota,  nad  eta  S.  M.  V  48,  7;  292,  3 
V.  u.;  PL  3.  adcotat  Wb.  6a  6,  ML  87c  3a;  Konj.  Sing.  1.  ad- 
cot  sa,  adcot  60c  6,  92a  17  (zweimal);  3.  adcota  20a  13,  77b 
12,  conn-eta  32d  15;  PL  2.  con-etid,  con-etid  Wb.  22d  20, 
24;  3.  con-etat  31b  18;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  adcotad  ML  39c  5; 
PL  3.  con-etaitis,  cond-etaitis  130b  6,  125a  4,  trissan-etis 
107c  12;  Fut.  Sing.  3.  nio-etada  ML  129b  5;  PL  1.  aran-eta- 
tham  <n>i  Thes.  II  247,  23;  Prät.  Sing.  1.  ad-chodados  sa  Wb. 
7a  16,  adcotadus  ML  44c  18;  3.  adcotedae  Thes.  II  240,  23, 
adcotade  ML  89c  1,  adcotad  43d  24,  ni  etade  111b  20,  näd- 
n-etada  Sg.  50a  3,  nicon-etada  188a  4;  PL  1.  ad-chotadsam 
Ml.  92c  5,  adcotadsam  ni  Thes.  I  491,  29;  PL  1.  adcotatsat 
ML  67b  10,  ad-chotatsat  57a  2,  123a  9,  a-t-chotatsat  54a  9, 
ad-id-chotatsat  Sg.  50a  3,  trissan-etatsat  som  ML  57a  3; 
Pass.  Präs.  Sing,  adcotar  92b  9,  ad-chotar  56b  15,  128d  18, 
trisän-etar  126b  19,  vgl.  c  1,  näd  etar  Wb.  16b  11,  ni  etar 
17d  27;  Konj.  Sing,  in  etar,  mani  etar  Thes. II  239,  3,  4;  Konj. 
Ipf.  Sing,  ad-chotatse  ML  100c  23;  Fut.  Sing,  ar-a-cotar  Ml. 
118d  10  (zu  lesen  as-a-?  die  Stelle  ist  sehr  zweifelhaft);  Kondit. 
Sing,  in  etaste  (zu  lesen  etaite)  43d  20;  PL  nad  etatais  124d 
9;  Part,  etite  118d  11,  ett«  43b  8,  etae  129a  3,  PL  Akk.  etai 
88c  4,  ettu  (zu  lesen  -ai)  59b  13,  Dat.  etib  69a  5;  Inf.  Akk. 
£eit  127a  9,  Dat.  eit  118d  5,  vgl.  119a  5,  et  118a  16,  vgL  19a  6. 
Aus  den  echt  zusammengesetzten  Formen  hat  sich  im  Nir.  ein  Ver- 
bum  feadaim  'ich  kann'  entwickelt;  aus  dem  Präs.  Pass.  entstand 
nir.  ni  fei  dir  'es  ist  nicht  möglich',  is  fei  dir  'es  ist  möglich'. 

Anm.     Vgl.  Sarauw,  Irske  St.  S.  48,  54,    Verf.  KZ  XXXVII  245.     ta- 


§839.840]  Verbal verz.  tech-,  tiag-.  639 

gehört  zweifellos  zur  idg.  Wurzel  * sthä-  'stehen';  das  Fut.  und  Prät.  ist 
mit  ähnlicher  Reduplikation  wie  lat.  steti  gebildet;  das  Präverb  ist  das- 
selbe, das  auch  in  attä  'ist'  auftritt  (s.  S.  433  unten);  zur  Bedeutung  vgl. 
arm.  sianum  'ich  erwerbe',  lat.  praestinäre  'kaufen'. 

^  839.  tech-  'fliehen':  Präs.  Sing.  3.  techid;  PI.  3.  techit 
Wi.;  Ipv.  Sing.  2.  teich  \Vi.  Täin;  Konj.  Sing.  1.  no-tes;  Konj. 
Ipf.  Sing.  3.  nii-tesed  ML  29d  2,  9;  Fut.  Sing.  1.  ni  theis  YBL 
29a  45,  ni  teis  LU  69b  33  {an  beiden  Stellen  ist  statt  -is  vielmehr 
-SS  zu  lesen);  Prät.  Sing.  3.  täich  Ml.  32b  24,  ro-thaicli  Trip. 
L.  174,  14;  PI.  3.  tachaitir  Trip.  L.  70,  28,  ro-tachatar  Ml. 
44a  19  (später  ro-theichset,  co-r  theichetar  Atk.  LBr.);  Inf. 
teched,  teiched  44a  19,  54b  12,  63c  14,  77a  18,  Dat.  techiud, 
teichiud  44a  18,  109c  2,  Gen.  techid,  teichid  100b  1,  77d  13. 
Vgl.  teichthechaib  gl.  fugientibus  Ml.  48d  10  (§  385). 

1)  Mit  ad-  (aith-?)  'bitten'  (Sarauw,  Irske  St.  S.  83):  Präs. 
Sing.  1.  ateoch  Thes.  II  349,  1;  350,  14;  353,  5,  11;  3.  ateich 
Ml.  39b  6;  PI.  1.  a-tab-techara  ZfcPh.  VII  485;  Ipv.  Sing.  2. 
ataich  Thes.  II  258,  11;  Fut.  PI.  1.  adessam  II  300,  2  (das  -d- 
durch  relative  Eklipse);  Prät.  Sing.  1.  perf.  adroethach  II  353,  5 
(mit  analogischem  Ersatzdiphthong);  Inf.  attach  neutr.,  Dat.  at- 
tug,  attoch,  Gen.  attaig  Wb.  5c  17,  Wi.  377,  Monast.  Tall. 
130,  12,  K.Meyer,  Betha  Colmäin  S.  122  (atach  neutr.  gl.  effugio 
Ml.  40b  13,  49d  14,  66d  1,  Dat.  atuch  121c  21,  d  10,  Gen. 
ataig  40b  12,  54b  21,  107d  1),  vgl.  nir.  atach  'a  request,  a 
prayer'. 

2)  Mit  trem-:  Ipf.  Sing.  3.  tremi teiched  'he  used  to  flee 
across'  Ml.  54c  21. 

Anm.  Hierher  gehört  wohl  noch  itge  'Bitte'  Thes.  II  240,  23,  Wi. 
646;  was  für  ein  Präverb  aber  darin  steckt,  ist  unsicher.  Anklingende 
nicht  verwandte  Wörter  s.  unter  tong-  (ob  air.  faitech  nir.  faiteach 
'vorsichtig,  furchtsam'  zu  tech-  oder  zu  tong-  gehört,  kann  ich  nicht 
entscheiden). 

Vgl.  rac.  Konj.  Sing.  3.  ny  ry-decho  'wer  nicht  flieht'  (§575  Anm.  2, 
Strachan,  Eriu  II  218'^),  br.  Inf.  techet.  Den  brit.  Formen  liegt  der  alte 
Konjunktivstamm  zu  Grunde,  vgl.  I  128. 

§  840.  tiag-  'gehen'  (suppletivistisches  Paradigma,  §  570; 
vgl.  Sarauw,  Irske  St.  S.  91  ff.,  Vendryes,  IF  XXVI  134):  Präs. 
Sing.  1.  tiagu-ssa,  tiagu  Wb.  17b  18.  20;  2.  thegi  Wi.  821; 
3.  teit  Ml.  3a  4,  37a  10,  47a  17,  56b  33,  103d  27,  109a  2,  123b 
13,  teit  24d  30,  27c  10,  67d  24,  72d  12,  94c  10,  101c  4,  109a  2, 
114a  3,  Sg.38a  1,  ni  teit  Wb.  9d  31,  dia  teit  Ml.  100b  9,  dia 


640  Verbalverz.  tiag-.  [§  840 

tet  56b  1,  vgl.  Thes.  II  255,  6,  nicon-det  Ml.  53a  17,  nü-n-tet 
77a  14,  mit  Obj.  teit-i  Wi.  97,  19  (oben  §487  S.  148),  rel.  intan 
tet  Ml.  21c  3,  theite  Sg.  114b  2,  tete  Wb.  9a  3  (zweimal),  d  5, 
20a  12,  Sg.  30b  12,  92a  2,  129a  1,  tete  188a  13,  Ml.  22b  1, 
28c  19,  62b  20,  dete  Wb.  Ud  7,  dete  Ml.  93b  12;  PI.  1.  tiäg- 
mi  ni,  rel.  tiagme  ni  Wb.  15b  28,  diagma  ni  3a  15  (vgl.  oben 
S.  91,  218,  I  390);  PL  3.  tiagait  5c  16,  11  d  12,  Ml.  14a  5,  Sg. 
196a  1,  ni  tiagat  Thes.  II  12,  33,  cona  tiagat  Ml.  51d  3,  rel. 
tiagdde  Sg.  104b  1,  119a  2,  120a  1,  tiagta  54b  6,  ti(a>gtae 
Ml.  125a  2;  Ipf.  Sing.  3.  no-teged  54c  18  (zweimal),  no-theged 
Wi.  821;  PI.  3.  no-thegtis  LL  290a  14;  Ipv.  Sing.  1.  tiag  sa 
Ml.  58c  6,  tiach  Sg.  210  Rand  (Thes.  II  xxn);  2.  na  teig  LU 
73b  17,  na  teig  YBL31a  32,  118a  28;  3.  na  teit  Wb.  10a  15; 
Ph  3.  tiagat  Ml.  54b  12;  Konj.  Sing.  1.  thiasu  sa  AVb.  23c  31; 
2.  tesi  Monast.  Tall.  136,  17,  LU  64a  20,  theisi  LL  251a  41, 
dia  teis  LBr.  261a  60,  ni  teis  Eriu  1 199;  3.  the'is  Wb.  14a  14, 
LU  67b  11,  thes  Ml.  23d  23,  arna  te  126a  4,  vgl.  36a  23, 
forsa-te  Thes.  II  249,  9,  vgl.  8,  nad  tei  LL  251a  22,  rel.  tias 
Thes.  II  39,  25;  PI.  1.  cia  tiasam  'wohin  wir  gehen  mögen'  Thes. 
II  299,  30  (vgl.  oben  S.304);  2.  thiastä  LU  57b  39,  ni  thessid 
58a  43;  3.  tiasuit  (statt -ait)  Wi.im91, 1,  mani  tiasat  Monast. 
Tall.  147,  21,  rel.  tiasta?  Fei.  Epil.  470;  Konj.  Ipf.  Sing.  1.  no- 
theisinn  Ml. 41d9;  2.  no-thia"sta  so  LL284bl4;  3.  no-theised 
Wb.  32a  17,  no-te'sed  Ml.  23b  12,  54a  21,  ara  tesed  Sg.  21b  9, 
Monast.  Tall.  159,  19,  no-tesad  Ml.  34d  6,  o-tiasad,  tiasad 
LU  75a  19,  20;  PI.  (2.  s.  §  851);  3.  nii-tiastais  Ml.  117d  3; 
Fut.  Sing.  1.  riga  sa,  ragat  (§  611  Anm.  4),  noco-rag  sa  Wi. 
734,  nu-rig  Ml.  87b  18;  2.  mos-rega,  in  raga  Wi.  (-a  mir. 
statt  -e);  3.  regaid  Sg.  36b  1,  ni  raga  Atk. Lßr.  6906,  rel.  rigas 
Thes.  II  1,  14,  ragas  Wi. ;  PI.  1.  rigmi  Wb.  15c  23,  ni  ragam 
Wi.;  2.  ragthai  si  Atk.  LBr.  1839;  3.  regait  Wi.,  ni  regat 
Atk.  LBr.  6744;  Kondit.  Sing.  2.  ni  rigtha  Wi.;  3.  ni  rigad 
Wb.  IIa  22,  nand  rigad  Thes.  II  242,  6,  no-regad  Ml.  118b  6, 
no-ragad  Wi.;  PI.  3.  dia  regtais  Ml.  99b  10,  na  rachdais 
Wi.;  Prät.  Sing.  1.  löd  sa  LU  16b  38;  3.  luid  Wb.  3c  37,  Ml. 
16c  10,  55c  1,  74b  5,  Thes.  II  240,  2,  15,  18,  19,  21;  242,  11, 
17,  20,  dia  luid  ML  52,  55c  1,  58c  4,  mit  Obj.  lud-i,  luid-i 
LU  75a  23,  22a  28,  rel.  luid-e  120a  33,  128b  22,  Ml.  127 d  3 
(dagegen  ist  luide  ML  55c  1  verschrieben  für  luid  side);  PL  1. 
lodomar  LU  40b  2,    lodmar   LL  88a  49,   reL  206b  3,    ni-ma- 


§  840]  Verbalverz.  tiag-.  641 

lodmar  'nicht  glücklich  gingen  wir'  LL  59,  lOf.;  3.  lodatar  LL 
59,  13,  lotir  LU  128a  24,  gewöhnlich  lotar  Wi.  666,  Thes.  II 
250,  15  (hier  vielleicht  rel.);  Pass.  Präs.  Sing,  tiagair  Wi.  821, 
rel.  tiagar  Ml.  15a  2;  Ipv.  Sing,  tiagar  16c  5;  Konj.  Sing, 
tiasar  S.  M.  V  320,  11;  326,  9  (statt  -air),  ni  tiasar,  ni 
tiastar  Eriu  I  199,  rel.  tiastar  LBr.  261b  1;  Fut.  Sing,  rigthir 
Wh.  9a  23;  Inf.  techt  la  6,  7a  14,  b  5,  IIb  22,  14d  3,  15c  22, 
d  32,  16d  4,  19d  11,  21b  7,  25d  25,  28b  32,  c  4,  Ml.  15a  1,  2, 
44b  1,  58c  4,  61a  13,  Gen.  techte  Wb.  13c  8,  techtae  Ml. 
54b  2  (techt,  PI.  techta  bedeutet  auch  'Bote'  Sg.  65b  5,  102a  1, 
Ml.  61a  13,  129a  12).  Ein  anderer  Inf.  'gehen'  ist  dul  Wb. 
4b  21,  16a  3,  26d  8,  Ml.  23d  23,  Thes.  I  493,  29,  Gen.  dula 
Wb.  5b  29  (das  -u-  ist  im  Gen.  auffällig;  man  erwartet  -o-);  dul 
hat  zugleich  die  Bedeutung  'Art,  Weise':  Wb.  10b  20,  33a  5, 
Ml.  101c  6,  126d  8a,  133b  1,  53a  8  (fu-n  dul  n-isiu  .  .  isnaib 
dolaib  ailib),  Sg.  203a  Rand;  und  in  dul,  dul  A\ird  als  eine 
Konjunktion  'sodaß'  verwendet  (Wb.  25a  37,  30b  3). 

Das  perfektische  Supplementverbum :  Präs.  Sing.  1.  conna 
dichtim,  ni  dichtim  LU  63a  8,  10;  3.  ni  dichet  Ann.  of  Ulster 
783,  Four  Masters  779,  S.  M.~IV  112,  7,  nicon-dichet  V  394,  5, 
con-dichet  272,  6  (vgl.  S.  M.  Gloss.  240,  Thes.  II  292,  19);  Ipf! 
Sing.  3.  oa  dichtheth  carpat  friae  dislu  nach  anall  'sodaß 
ein  Wagen  weder  auf  der  einen  noch  auf  der  anderen  Seite  davon 
gehen  (vorbeifahren)  konnte'  LU  58a  30;  Konj.  Sing.  1.  o-dechos 
129a  10,  o-deochus  70a  19,  meni  digius  LL  58a  37,  o-digus 
sa  Goid.2  ^qI,  11,  con-dechas  sa  YBL  52a  13;  2.  docuis  siu 
LBr.  261a  80,  ni  dechais  Wi.  21,  32,  Salt.  5951,  o-deochais 
LU  60a  11,  o-digis  117a  2,  ni  dichis  Eriu  1192;  3.  docöi  Wb. 
29a  28,  do-da-coi  S.  M.  V  224,  1,  do-choi  O'Dav.  Nr.  683, 
arna  decha  Wb.  28b  30  (lautgesetzliche  Form),  con-decha  LU 
86a  36,  arna  dich  Wb.  9d  24  (analogische  Form),  ni  dig  Thes. 
II  349,  2,  mani  dig  LU  28b  36,  dig  (rel.)  63a  6,  LL  66a  33, 
o-dig  63b  5,  da  n-dig  65a  49,  dia  n-dech  u. s.  w.  S.  M.  Gloss. 
218,  o-deoch  LL  62a  37;  PL  1.  conna  dechsam  Ml.  62d  1; 
2.  moni  digsid  LL  260b  28;  3.  docoiset  Monast.  TaU.  128,  10, 
LU  57b  31,  vgl.  S.  M.  Gloss.  265,  docaesat  O'Dav.  Nr.  744, 
con-dechsat  Wi.  468,  mani  dichset  LU  63a  24,  meni  digset 
LL  57a  23,  o-digset  58a  30;  Konj.  Ipf.  Sing.  1.  o-deochsaind 
sea  LU  71b  45;  3.  o-dechsad,  con-dichsed  Thes.  II  310,  14, 
na  digsed  II  354,  8,  o-digseth  Trip.  L.  12,  22,  o-digsed  Trip. 

Pedersen:  Vgl.  kelt.  Gramm.     U.  ^\ 


642  Verbalverz.  tiag-.  [§840,1 

L.  112,  6,  LL  55b  18,  69b  11,  51,  80b  15,  o-nigsed  LU  31a  21; 
P1.3.  ducoistis  Ml.  34a  9,  do-choistis  LU  83a  32,  do-chostis 
YBL  93a  11,  arna  decbsaitis,  arna  dechsitis  Ml.  42a  6,  7, 
o-digsitiss,  o-digsitis  Trip.  L.  14,  19;  242,  20,  na  digsitis  LL 
74a  30;  Kondit.  Sing.  3.  docois(ed)  'würde  geben  können'  LU 
72a  22,  o-decbsad  111b  17;  PI.  3.  docöestis  65a  42;  Prät. 
Sing.  1.  docoad  sa  Wb.  18d  6,  do-cbood  17d  7,  ni  decbud 
sa  14c  40;  3.  du-choaid  Thes.  II  1,  14,  ducuaid  Ml.  65c  9, 
du-cbooid  Thes.  II  241,  11,  docoitb  Wb.  IIa  22,  docoid  21a 
12,  31d  19,  Sg.  217b  16,  Ml.  32d  10,  43d  27,  ducoid  63c  19, 
do-choid  Wb.  14a  19,  c  20,  d  30,  28b  30,  du-cboid  Ml.  74a  12, 
84c  9,  dian-decbuith  Wb.  16c  7,  con-dechuitb  22b  11,  con- 
dechuid  soni  Ml.  65d  12,  nad-n-dechuid  54d  3,  ni  decbuid 
7,  vgl.  98b  8,  Sg.  148b  3;  PI.  1.  do-d-chommar  Wb.  23d  23, 
con-dechummar  Ml.  63c  14;  2.  onach-digtith  Wb.  9b  19; 
3.  docotar  29a  8,  d-a-chotar  Ml.  38b  2,  do-chotar  124c  26, 
ducuatar  66c  16;  Pass.  Prät.  Sing,  docüas  Wi.  130,  8.  Ana- 
logische Konjunktivformen  ohne  -s-  (auf  Grund  der  3.  Sing,  ge- 
bildet) sind  bei  Wi.  468  und  Wi.  Täin  S.  956  angeführt. 

Von  den  Zusammensetzungen  ist  to-tiag-  (12°)  mit  Bezug 
auf  den  Suppletivismus  ganz  mit  dem  Simplex  parallel,  weshalb  ich 
auch  die  Formen  in  derselben  -  Weise  wie  beim  Simplex  geordnet 
habe  (zunächst  das  nicht-perfektische,  dann  das  perfektische  Para- 
digma). Bei  den  übrigen  Zusammensetzungen  ist  das  perfektische 
Supplementverbum  nur  im  Prät.  belegt,  und  es  konkurriert  zum 
Teil  mit  perfektischen  Formen  von  -lod-  (com-in-tiag-  7°  scheint 
sogar  ein  perfektisches  Prät.  der  Wurzel  tiag-  zu  bilden);  bei 
diesen  Zusammensetzungen  habe  ich  daher  das  perfektische  und  das 
nicht-perfektische  Paradigma  in  der  Aufstellung  nicht  getrennt. 

1)  Mit  air-  'to  take  the  place  of,  answer  for,  compensate': 
Präs.  Sing.  3.  artet  S.  M.  IV  176,  26;  178,  11,  16  (aber  artäott 
Monast. Tall.  161, 11  deutet  auf  air.  *artäit,  d.h.  auf  Komposition 
mit  air-to-,  und  ni  aurtet  ebd.  143,  13  deutet  durch  den  Vokal 
der  ersten  Silbe  und  durch  das  unlenierte  -t-  in  derselben  Richtung). 

Mit  to-air-:  Präs.  Sing.  3.  quaestiones  .i.  tairthet  cach 
fer  imm  alaile  Svhich  every  man  pursues  about  another'  Wb. 
27 d  23;  Abstr.  tuirthecht  'account,  description,  narrative,  story, 
tidings'  Stokes  Lism.,  Wi.  IVS  Wi.IV^  S.  564  (daneben  tuirthiud 
Atk.  LBr.,  Wi.  856 f.,  Stokes  Lism.,  tairthiudh  O'Cl.;  wohl  eine 
jüngere  Form,  die  durch  Vertauschung  des  vermeintlichen  Suffixes 


§  840,  1—6]  Verbalverz.  tiag-.  643 

-echt  gegen  -iud  entstanden  ist;  dagegen  ist  PI.  turtheta,  tur- 
theda  LL  6b  30,  IIb  40  wohl  nur  durch  einen  Abschreiberfehler 
an  die  Stelle  eines  verkürzt  geschriebenen  turthechta  der  Vorlage 
getreten).  Die  Autfassung  der  Wb.-Stelle  ist  indessen  sehr  zweifel- 
haft, da  tairthet  doch  auch  Präs.  PI.  3.  von  to-air-reth-  mit 
quaestiones  als  Subjekt  sein  könnte  (Sinn  etwa:  'welche  jeden  Mann 
mit  dem  andern  in  Streit  bringen',  eigentlich  "festhalten");  das 
Abstr.  ist  mit  im  t  he  cht  (6°)  parallel. 

2)  Mit  ess-:  Abstr.  mir.  estecht 'Tod',  gewöhnlich  nach  I  489 
etsecht  geschrieben,  auch  eitsecht  Thes.  II  320,  2  (durch  Ver- 
mischung mit  eitsecht,  estecht  'hören'),  s.  Wi.  521,  Fei.  Vgl. 
imthecht  'Tod'  (6°)  und  teite  'who  dies'  S.  M.  V  486,  9;  488,  1. 
Anders  Sarauw,  Irske  St.  S.  64,  Thurneysen,  IF  Anz.  XXVII  17. 

3)  Mit  fo-:  Fut.  Sing.  3.  forriga  gl.  subibit  Ml.  85b  U. 

4)  Mit  for-  'helfen':  Präs.  Sing.  1.  fortiag  Sg.  170b  1;  2. 
forteig  Ml.  44b  32;  3.  f ortet  Thes.  II  20,  1,  Ml.  80d  8,  fortet, 
for-id-tet  Ml.  30c  3,  for-thet  35a  8,  for-thet  Sg.  187b  4,  for- 
teit,  for-theit,  ni-n-forteit  ni  Wb.  4a  27;  PI.  2.  forteit  si 
14c  3,  fo(r)tegid  si  14c  2  (Sarauw,  Irske  St.  S.  93,  will  ohne 
Not  forregid  lesen);  Ipv.  Sing.  3.  for-tat-tet  su  Ml.  43b  11; 
Konj.  Sing.  2.  forteis  siu  78c  1;  3.  for-don-te  Thes.  II  299, 
29;  PI.  2.  far-dum-thesid  se  Wb.  7a  12;  3.  fortiassat  gl. 
subuenire  Ml.  68d  7;  Fut.  Sing.  2.  forregae  siu  19a  1;  Prät. 
perf.  Sing.  2.  for-n-dechud  78c  9;  3.  fordechuid  138a  7;  Inf. 
Nom.  Akk.  Dat.  fortacht  Wb.  11c  15,  14c  1,  d  17,  32b  1.  Ml. 
33a  5,  37b  25,  38c  4,  40b  8,  41a  1,  44c  20,  106d  2,  Gen.  for- 
tachtae  51b  14,  53a  23,  87d  8,  108a  1,  aber  Akk.  fortachtain 
58d  5,  134b  3,  Gen.  fortachtan  35d  1,  61b  10,  86d  2. 

5)  Mit  frith-:  Pass.  Präs.  Sing,  fri-tura-thiagar  gl.  obeor 
Sg.  183a  3;  Konj.  Ipf.  Sing.  1.  fristeissinn  gl.  obire  Ml.  132a  5 
(fälschlich  in  fristaissinn  korrigiert);  Part,  frithtechtai  gl.  obitä 
Thes.  II  228,  30. 

6)  Mitimb-  'herumgehen,  gehen':  Präs.  Sing.  3.  imtheit  Wi. 
629,  Wi.Tain,  imteit  S.M.IV  338,  22,  imm-e-<t>et  Mh45c  9;  PI. 
1.  imtiagara  Wb.  6a  30;  3.  imm-e-tiagat  Ml.  45c  9;  Ipf.  Sing. 
3.  imm-ä-theged  LU  114a  6f ;  PI.  1.  imtheigmis  LL  84a  33, 
vgl.  38;  3.  imm-a-thegtis  290a  11;  Ipv.  PI.  2.  imthigid  260b 
27;  Konj.  PI.  1.  dia  n-imthiasam  Ml.  46c  20;  2.  ni  imthesid 
Wb.  22c  4;  Konj.  Ipf.  Smg.  3.  ara  n-imthised  Thes.  II  313,  1; 
Prät.    Sing.  3.   perf    im-ru-läith    LU  105b  16,    imm-a-ru-laid 

41* 


644  Verbalverz.  tiag-.  [§840,6.7 

AscGloss.  CLXXIX;  PI.  3.  imm-e-lotar  Thes.  II  242,  15,  perf. 
im-ä-n-dechatär  LU  17a 26,  imm-a-n-deochatar  113a 26,  aber 
nio-im-ru-ldatar  Thes.  I  488,  27;  Inf.  imthecht  Wb.  6a  30, 
12c  46,  Ml.  46a  14,  imt<h>echt  ^decease'  Monast.  Tall.  136,  15, 
PL  mo  imthechta  'wie  es  mir  ergehen  wird'  Wb.  28c  10,  ni  do 
imt(h)echtaib  7  airscelaib  in  cheneoil  cosa-tiagam  'etwas 
von  den  Schicksalen  (der  Geschichte)  und  dem  Rufe  des  Geschlechtes, 
zu  dem  wir  gehen',  adfessa  döib  imt(h)echta  Conculaind 
'die  Erzählungen  von  C.  wurden  ihnen  erzählt'  LU  58  b  12,  13. 

Mit  com-imb-  'begleiten':  Präs.  Sing.  3.  conimt(h)et  S.  M. 
I  244,  10,  co-tn-imt<h>et  Eriu  II  224,  6;  PI.  3.  conimt<h)iagait 
(statt  -at)  S.  M.  IV  78,  2;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  conimt<h>eised 
Ml.  42c  31;  Fut.  Sing.  3.  co-tn-imthte  Wb.  12c  4;  Inf.  coim- 
thecht  (oben  §  224  S.  324)  Wb.  16d  2,  Sg.  2a  7,  Thes.  II  16,  40, 
cöimthecht  Sg.  208b  5,  coimt(h>echt  Ml.  82d  1,  vgl.  33b  13, 
mir.  coemthecht  und  erneuert  comimt(h)echt  Wi.  441. 

Mit  to-com-imb-  ds.:  Präs.  Sing.  3.  docaemtet  S.M.I242,8, 
docaomteit  244,  lOf. 

Mit  ess-imb-:  Abstr.  essimthecht  'going  forth'  Thes.  I 
495,  19. 

7)  Mit  com-in-  'indulgere',  aber  auch  'begleiten'  (was  jeden- 
falls die  ältere  Bedeutung  ist):  Präs.  Sing.  3.  oetet  Sg.  197b 
17,  203a  22,  conetet  ZfcPh."  VII  482,  8,  co-t-etet  'begleitet' 
Eriu  II  222,  21,  näd  chometig  Wb.  22a  13;  PI.  2.  oeitgid  ebd. 
26;  Ipv.  Sing.  3.  na  comeitged  10a  7;  Konj.  Sing.  2.  mani 
coraeitis  6c  6;  3.  contnt,  coneit  6c  7,  1  (vgl.  §  607  Anm.  1 
S.  351);  PI.  1.  mani  cometsam  Thes.  II  245,  8;  Konj.  Ipf.  PI. 
3.  oeitsitis  Ml.  87c  4;  Fut.  Sing.  3.  coneit  Wb.  30c  27;  Prät. 
Sing.  3.  co-t-r-etiguir  'hat  begleitet'  Eriu  II  224,  4;  Pass.  Konj. 
Sing,  ni  cometestar  Monast.  Tall.  152,  7;  Gerundiv  comitesti 
Wb.  Ic  12  (§  632  S.  410),  nad  cometesta  Monast.  Tall.  151,  12; 
Inf.  comitecht  Wb.  6c  11,  19a  6,  20b  18,  cometecht  6c  24, 
10c  10,  11c  4,  5,  13c  16,  comaitecht  6c  12,  10b  28,  c2,  IIa  1, 
Ml.  15b  5,  65 d  12,  Sg.  75a  6,  7  (Belege  für  die  Bedeutung  'be- 
gleiten' bei  Wi.  439;  nir.  coimhdeacht  'Begleitung'). 

Mit  to-in-  'kommen':  Präs.  Sing.  3.  do-da-etet  S.  M.  IV 
180,  19;  186,2  ('who  caught  them');  190,  10;  Konj.  Sing.  3.  doeit 
IV  192,  10;  Pass.  Präs.  Sing,  do  etagar  'is  caught'  O'Dav.  Nr.  723, 
doetegar  S.  M.  IV  188,  8;  Inf.  titacht  Wb.  25d  13,  tetacht 
Thes.  I  496,  26.  tittacht  Atk.  LBr.  S.  924. 


§840,8—12]  Verbalverz.  tiag-.  645 

8)  Mit  fo-od-  (füi-od-?):  Prät.  PI.  3.  perf.  forualatar 
'have  jumped'  O'Dav.  Nr.  819. 

Mit  in-od-  (ind-od-)  'iiitrare':  Präs.  PI.  1.  inotgam  Ml. 
96b  5;  3.  inotgat  44c  22;  Konj.  PI.  1.  inotsam  16a  16;  Fut. 
PI.  3.  ni  inotsat  Wb.  33a  14;  Prät.  Sing.  1.  perf.  iiirualad  sa 
Ml.  142a  2;  2.  hua-r-indualad  su  93c  14;  3.  inolaid  25a  21, 
perf.  inrualaid  71c  7;  PI.  .S.  perf.  inrüaldatar  62b  15,  inrual- 
datar,  iiad  r-indualdatar  24b  11;  Inf.  inotacht  Wb.  33b  5, 
Wi.  643.  Die  Erhaltung  des  Vokals  des  zweiten  Präverbs  in  den 
echt  zusammengesetzten  Formen  ist  nicht  lautgesetzlich.  Hierher 
vielleicht  noch  intech  'Weg'  iieutr.  Thes.  II  356,  13,  Dat.  intiuch 
ML  140  a  1.     Vgl.  S.  M.  Gloss.  491. 

Mit  fo -ind-od-:  Prät.  Sing.  3.  perf.  foindarlid  gl.  subin- 
trauit  Wb.  3a  6. 

9)  Mit  rem-  'vorausgehen':  Präs.  Sing.  3.  remeteit  S.  M. 
III  26,  23,  remitet  Sg.  17b  10,  remi-ta-tet  197b  5,  remteit 
O'Dav.  Nr.  1409;  Konj.  Ph  3.  dian-d-remthiasat  Wb.  5a  32; 
Konj.  Ipf.  PI.  3.  nad  remthiästais  LU  83b  27;  Prät.  Sing.  3. 
remelluid  gl.  praeunte  Ml.  132c  13;  PI.  3.  perf.  ni  remdechutar 
Wb.  5a  30;    Abstr.  remthechtas  Thes.  II  356,  13,  Sg.  215a  1. 

10)  Mit  sechm-  'vorübergehen':  Part,  sechmadachtae, 
sechmadachta  'Präteritum'  ZE  989,  Ml.  27a  6,  b  1,  50 d  10, 
62a  16,  d  13.  Daß  das  Präverb  in  der  echten  Komposition  die 
Form  sechma-  hat,  ist  eine  sehr  auffällige  Unregelmäßigkeit;  aber 
trotzdem  darf  man  kaum  nach  sechm-  ein  zweites  Präverb  suchen 
oder  sechm -ad-achtae  analysieren. 

11)  Mit  tarm-  'überschreiten,  übertreten':  Präs.  PI.  3.  tarsa- 
tarmthiagat  Thes.  II  11,  39;  Inf.  tairmthecht  Wb.  2c  18,  3c 
29,  Ml.  39a  17,  83b  11,  Sg.  14a  7,  15a  4,  189a  7,  220a  8,  Gen. 
tairmthecto  Wb.  3d  6,  tairmtechta  Ml.  74b  5,  7  (daneben 
tairmthechtas  Sg.  220a  9,  10). 

12)  Mit  to-  'kommen'  (to-tiag-  wird  taig-):  Präs.  Sing.  2. 
dotheig  LU  82b  9,  vgl.  YBL  118a  6;  3.  doteit  Wb.  2a  3.  vgl. 
22a  11,  25b  28,  dotet  Sg.  108a  3,  Ml.  21c  3,  vgl.  46a  7,  ZfcPh. 
VIII  175,  toitet  Thes.  II  251,  6,  8,  dutet  Ml.  22b  1.  Thes.  II 
240,  13,  dotet  Ml.  22  d  9,  vgl.  46  a  12,  53  a  8,  Sg.  158  a  3.  nf 
tait  Ml.  109d  5,  hi-tait  24d  30,  cona  tait  68d  5,  ni  täet  Sg. 
159a  3,  vgl.  197a  4,  frisa-taet  213a  10.  ni  taet  Thes.  II  253,  7; 
PI.  3.  tu-thegot  (archaisch)  Thes.  II  247.  17,  dotiagat  Wb.  5a5, 
vgl.  27a  27,  dutiagat  ML  45d  12,  103b  16,  111c  9;    Ipf.  PI.  3. 


646  Verbal verz.  tiag-.  [§840,12 

duteigtis  108b  1;  Ipv.  Sing.  3.  tc^t  LU  104a  13,  112b  48,  44b 
36,  vgl.  37,  47a  3,  LL  260b  35,  62b  18,  96b  49,  102b  38,  täit 
sum  54b  14,  toet  Wi.  145,  7;  PI.  2.  täit  Ml.  34a  1,  53c  13,  vgl. 
11,  na  tait  Wb.  25c  14;  Konj.  Sing.  1.  dutias  Wb.  la  7;  3. 
do-thei  13a  12,  näd  täi  Sg.  26b  7,  ni  tre  YBL  92b  1;  PL  2. 
ceni  thaisid  Ml.  33b  15;  3.  mana  taesat  som  Rc.  X  220,  6; 
Konj.  Ipf.  Sing.  3.  co-taised  Ml.  121b  1,  ara  taised  Rc.  XI 
450,  131;  Fut.Sing.1.  doreg  Wb.  7d  15;  3.  do-nd-riga  25a  38, 
dorriga  b28,  dorega  Ml.  28a  10,  ni  terga  Wb.  17c  4,  ni  tirga 
Ml.  121a  17;    PI.  1.  duregam  80d  10,   ni  tergam  ni  107 d  11; 

2.  d-a-regaid  33b  15;  3.  doregat  61a  13,  111c  14,  durigat 
106a  4;  Prät.  Sing.  1.  dolud  sa  LU  25a  43  (-u-  ist  auffällig,  da 
man  nur  -o-  erwarten  kann);  2.  dolod  122b  39,  dollot  Wi.  120, 
16;  3.  doluid  Thes.  I  493,  27,  vgl.  Ml.  55c  1,  dulluid  Thes.  II 
240,  14,  16;  241,  5;  242,  3,  7,  duluith  11291,4,  con-tulid  Rc. 
XI  450,  121,  co-tulaid  Wi.  Täin  S.  900^;  PI  3.  dullotar  Thes. 
II  240,  17,  24,  dollotar  11320,3,  con-tultatar  11240,25  (-It- 
analogisch  statt  -Id-),  dia  tultatar  Rc.  XVI  63,  19.  immä- 
tullatär  LU  107a  38  (-11-  lautgesetzlich  aus  -Id-);  Pass.  Präs. 
Sing,  dotiagar  Wb.  6a  29,  Thes.  II  292,  19,  20,  dutiagar  Ml. 
101c  6  (zweimal),  116b  5;  PI  dutiagtar  106c  3;  Konj.  Sing. 
dothiasar  LU  68a  32;  Inf.  tuidecht  Wb.  4c  23,  6a  4,  11c  21, 
13a  20,  22b  5,  30d  17,  Ml.  44b  1,  53d  9,  60a  10,  vgl.  46a  17. 
Im  Mir.  kommen  verschiedene  Neuerungen  vor;  der  Dij^hthong  -ai- 
dringt  aus  der  echten  in  die  unechte  Komposition:  Präs.  PI.  3. 
dotha'gat  Wi.  501;  Konj.  Sing.  2.  to  tais  <s>iu  LU  130a  25; 
Konj.  Ipf.  Sing.  3.  dotsesad  YBL  42b  15  u.  s.  w. 

Das  perfektische  Supplementverbum:  Präs. Sing. 3.  ni  tuidecht 
(zu  lesen  tuidchet)  Ann.  of  Ulster  783;  Konj.  Sing.  3.  do-da- 
decha  Thes.  II  346,  8;  PI.  3.  dodechsat  O'Dav.  Nr.  627;  Konj. 
Ipf.  Sing.  3.  dodichsed  Sg.  18a  4,  vgl.  S.  M.  Gloss.  219,  o-tuid- 
chissed  Wb.  15c  16;  PI.  1.  o-tui<d)chesmais  Ml.  93b  5;  3. 
do-n-dichsitis  104c  5;  Prät.  Sing.l.  dia-tuidched  Wb.  10a  28; 

3.  dodechuid  17b  29,  24c  10,  27c  8,  Ml.  16c  5,  46b  6,  126b  10, 
Sg.  199b  1,  vgl.  158a  4,  du-n-dechuid  ML  44b  1,  co-tudchaid 
LU5a26;  PL  1.  dodechommar  Wb.  25al2,  do-n-dechoramar 
24c  17,  dudechummar  Ml.  111b  4;  3.  du-n-dechutar  111c  14; 
Pass.  Prät.  Sing,  dodechas  YBL  192b  51,  Rc.  XVI  63,  20, 
cosa-tuidches  Sg.  199b  1. 

Mit  air-to-   s.  1  °    (in   ni  aurtet  hat   das    Präverb   to-   un- 


§840,  12. 13]  Verbalverz.  tiag-,  647 

mittelbar  nach  dem  Akzent  seinen  Vokal  verloren  und  -th-  +  -th- 
ist  zu  -t-  geworden). 

Mit  ceta-to-:  Prät.  PI.  3.  perf.  ceta-thuidchetar  'welche 
zuerst  gekommen  sind'  Wb.  21c  5. 

Mit  com-to-:  Präs.  Sing.  1.  otciig  gl.  coeo  Sg.  144a  4,  otaeg 
Thes.  II  228,  27;  3.  cotaot  'begleitet'  Monast.  Tall.  154,  28  {-ao- 
ist  junge  Orthographie  für  den  air.  Diphthong  -äi-);  Abstr.  PI. 
comthaitechta  gl.  coitiones  Ml.  37c  7  (zu  lesen  corathai- 
t(h)echta;  com-  analogisch  statt  co-). 

Mit  frith-to-  'widerstehen':  Präs.  Sing.  1.  ni  frithtäig  sa 
Thes.  II  4,  31;  3.  fristait  Wb.  12d  39,  14a  13,  Ml.  23c  11,  ni 
frittäit  Wb.  31a  6;  PI.  3.  nad  frithtasgat  (zu  lesen  -taigat) 
Ml.  17c  5  (oder  ohne  Korrektur  zu  saig-?);  Konj.  Sing.  1.  fris- 
täes  140b  6:  3.  frestai  31d  6,  fristäi  Thes.  II  357,  2;  Konj.  Ipf. 
Sing.  1.  fristaissinn  s.  unter  5°;  3.  coni  frithtaised  Ml.  34a  8; 
Prät.  perf.  PI.  3.  fristuidchetar  67b  20,  22,  fristui(d  chetar 
21c  2;  Inf.  frituidecht  Sg.  21b  11,  189a  3,  frithuidecht  Ml. 
16b  6  (Thes.  frithtuidecht),  frithuidecht  20b  2  (verunglückte 
etymologische  Schreibung),  Gen.  frithtuidechtae  25b  13  (statt 
frituidecht  erscheint  tuidecht  friss  Wb.  6a4).  Das  nachtonige 
-taig  stimmt  nicht  zu  dem,  was  unter  air-to-  bemerkt  wurde. 

13)  Mit  trem-:  Präs.  PI.  3.  tremitiagat  'who  transgress  it' 
Wb.  25d  14.  Falls  Thurneysen  mit  Recht  statt  tremiethait  Ml. 
43c  14  (oben  S.  515)  treme-thait  liest,  ist  ein  Kompositum  mit 
trem-to-  anzusetzen. 

Anm.  Die  3.  Sing,  teit  nir.  teid  ist  aus  *tegid  entstanden;  in 
proklitischer  Stelhing  (vor  einem  Adverbium,  z.  B.  im  mach  'heraus,  hin- 
aus') hat  diese  alte  Form  das  intervokalische  -g-  verloren  (vgl.  §  179,  1,  2); 
die  Form  *teid  hat  sich  nachher  auch  in  betonter  Verwendung  festgesetzt 
und  hat  vor  einem  mit  s-  anlautenden  Augcns  die  Gestalt  teit  angenommen 
l§  289,  4  I  420).  Die  so  entstandene  Form  teit  drang  einerseits  auch  in 
die  Komposita  (näd  chometig  7°  ist  der  einzige  Rest  der  alten  Kom- 
positalform),  und  andererseits  diente  sie  als  Vorbild  für  eine  analogische 
Umgestaltung  anderer  auf  -d  auslautenden  Formen;  die  3.  Sing,  des  Ipv. 
erscheint  nur  in  der  Gestalt  toit  (durch  mir.  Neubildung  tiat,  s.  Wi. 
821);  die  2.  PI.  des  Präs.  und  des  Ipv.  scheint  dagegen  nur  teilweise  von  der 
Neuerung  erobert  zu  sein  (vgl.  fo,^r>tegid  4°,  ooitgid  7^.  imthigid  6°). 

Die  Form  teit  müßte  sehr  alt  sein,  wenn  ni  tait  neben  dotoit  (12**) 
mit  den  in  §224  1324  besprochenen  Vorgängen  parallel  wäre;  die  Stämme 
-taig-  und  -tais-  müßten  in  diesem  Falle  analogisch  nach  -tait  gebildet 
sein,  da  sie  selbst  die  Bedingungen  für  die  Entstehung  eines  Ersatz- 
diphthonges nicht  boten.     Indessen  läßt  es   sich    nicht   leugnen,    daß  auch 


648  Verbalverz.  tiag tin-.      [§  840  Anm.— 842 

*-lto-t6it  ^  -tait  von  den  sicheren  Belegen  des  Ersatzdiphthonges  er- 
heblich abweicht,  einerseits  durch  die  Silbenzahl,  andererseits  durch  die 
auffällige  Qualität  des  Diphthonges.  Vielleicht  ist  daher  eher  anzunehmen, 
daß  etwa  ein  Ipv.  Sing.  2.  *totheig  in  proklitischer  Verwendung  über 
*tatheig  durch  Schwund  des  -th-  nach  §  179,  1  zu  *täig  (zufälliger- 
weise nicht  belegt)  geworden  ist,  und  daß  der  Diphthong  sich  von  einem 
solchen  Ausgangspunkt  aus  weiter  verbreitet  hat. 

Zu  tiag-  gehört  aus  dem  Brit.:  c.  mor-dwyo  'to  go  by  sea',  mor- 
dwy  'seafaring',  mbr.  mor-deiff  'naviguer',  nbr.  mer-dei  (das  c.  Wort 
hat  idg.  -ei-,  das  br.  Wort  idg.  -/-);  gall.  Moritex  MN  (Osthoff,  ZfcPh. 
VI  430);  c.  mor-daith  'voyage" ;  —  c.  taith  'Eeise',  br.  tiz  'Eile',  corn. 
toyth  'Eile'  (das  c.  und  das  br.  Wort  haben  idg.  -i-,  das  im  C.  nach  §  258 
behandelt  worden  ist;  das  corn.  Wort  hat  idg.  -ei-,  vgl.  c.  twyth  'elasti- 
city,  celerity';  dagegen  mag  c.  tuth  'canter,  trot'  anderswohin  gehören; 
es  könnte  nur  unter  dem  Ansatz  einer  idg.  Alternationsstufe  -oi-  hierher 
gezogen  werden).  Präverbzusamraensetzungen:  c.  ar-dwyo  'to  govern' 
(vgl.  ir.  1°);  —  zu  ir.  4°  stellt  J.  Lloyd  Jones,  ZfcPh.  VIII  242  ff.  c. 
cynh-or-thwy  (cynnorthwy),  mc.  canh-or-thwy  'Hülfe'  (canh-  = 
ac.  cant);  anders  §  364,  2  S.  16;  —  zu  ir.  5°  gehört  vielleicht  c.  gwrtaith 
'Dünger';  —  c.  ymdaith  'to  travel',  mc.  ymdeith  (über  die  finiten  For- 
men s.  oben  S.  453;  über  mc.  ymeith  'fort'  s.  I  484),  cyd-ymdaith 
'companion',  mc.  canh-ym-deith  'company'  (J.  Lloyd  Jones  1.  c.  S.  248; 
vgl.  Silvan  Evans  S.  676).     Vgl.  noch  Osthoff,  ZfcPh.  VI  423. 

Ir.  tiag-  gehört  zu  gr.  axstxta  u.  s.  w.,  ir.  Fut.  regaid  zu  gr.  eQX°- 
fxtu  (oben  S.  360),  ir.  luid  zu  gr.  riXvds  (oben  S.  378),  ir.  Inf.  dul  wohl 
zu  alb.  dal  'ich  gehe  heraus'.  Ir.  ducuaid  'ist  gegangen'  gehört  (mit  den 
Präverbien  di-com-)  zu  lat.  uädö"  'ich  gehe',  ahd.  watan  'waten';  die 
Präsensformen  und  die  Konjunktivformen  deuten  allerdings  auf  eine  -e- 
Wurzel,  können  jedoch  analogisch  (nach  fed-  §718)  gebildet  sein;  vgl.  auch 
S,  379';  das  di-  einiger  Formen  und  der  Schwund  der  Endung  in  Konj. 
3.  Sing,  -dich  deutet  vielleicht  darauf,  daß  auch  Vermischung  mit  di-cid- 
eingetreten  ist,  das  oben  S.  491  mit  einem  vorantretenden  weiteren  Präverb 
(to-di-cid-)  belegt  ist,  das  aber  vielleicht  auch  in  den  Re.  XI  457  be- 
legten Formen  (dichet  'who  passes',  fo-s-dichet  'approached  her'  (Präs.), 
f-an-dichet  .i.  cotmescae  fris  'mixes  with  it')  steckt,  in  denen  ich  einen 
perfektischen  Begriff  nicht  entdecken  kann. 

§  841.  tib-  'lachen'  (-i-Stamm):  Präs.  Sing.  1.  ni  thibiu; 
3.  tibid,  ris-tib;  PI.  3.  tibit;  Prät  Sing.  3.  ni  ro-thib  Wi., 
Wi.  Täin. 

Mit  fo-ad-  '(verhehlt)  lachen' :  Prät.  Sing.3.  fo-r-aitbi  Thes. 
I  488,  24,  fäitbestär  (mit  junger  Endung)  Wi.  537. 

Mit  com-  'verlachen,  verspotten':  Fut.  Sing.  3.  contifea  Ml. 
17a  3;  Prät.  PI.  3.  peri.  o-ai-ttibset  llOd  2;  Inf.  cuitbiud 
44c  8,  86a  11,  vgl.  Thes.  I  4,  34.     Vgl.  Wi.  458,  K.  Meyer  483. 

§  842.     tin-  'zusammenschwinden,  verschwinden':  Präs.  Sing. 


§842.843]  Verbal verz.  tin-,  tle-n-.  649 

3.  tinaid  gl.  euanescit  Sg.  4b  6.  Das  -n-  ist  wohl  präsensbildend 
(vgl.  oben  I  89;  die  außerprüsentischen  Formen  mit  festem  -n-  bei 
Wi.  825  können  mir.  Neubildungen  sein);  vielleicht  wurden  die  außer- 
präsentischen  Formen  ursprünglich  von  ded-  §  702  gebildet;  die 
paradigraatische  Assoziation  der  beiden  Verba  könnte  dann  an  dem 
-t-  von  no-tedmais  Ml.  131c  4  (§  702)  Schuld  sein;  vgl.  auch 
Prät.  Sing.  3.  ro-tetha  Fei.  Prol.  193.  Das  Subst  teidm  'Pest' 
"Wi.,  S.  M.  (vgl.  teidm-lenamnachu  gl.  pestilentes  Ml.  15a  9),  Dat. 
tedmaim  gl.  tabe,  aegrotatione  Ml.  15b  7,  49a  4,  58a  18,  123c  3, 
Gen.  tedma,  PL  Nom.  tedmanna,  tedmand,  Gen.  tedmand 
Wi.,  S.  M.,  Wi.  Täin,  das  hierher  zu  gehören  scheint,  kompliziert 
die  Beurteilung  durch  sein  altes  t-;  vielleicht  ist  jedoch  auch  in 
diesem  Worte  das  t-  in  analogischer  Weise  entstanden,  hat  sich 
aber  deshalb  früher  festgesetzt,  weil  die  Nomina  günstigere  Be- 
dingungen als  die  finiten  Yerbalformen  für  die  Verwechselung  von 
Tenuis  und  Media  im  Anlaut  boten  (vgl.  §  338). 

§  843.  tle-n-  'wegnehmen,  stehlen*:  Pass.  Konj.  Sing,  dia 
tlethar  O'Dav.  Nr.  1529;  Abstr.  tlenamain  Nr.  1553. 

1)  Mitdi-:  Präs.  Sing.  3.  dotlean  'drivesoff'  S.M.  V466,  6; 
Abstr.  dithle  'stealing'  S.  M.  Gloss.  257  Z.  16,  21. 

2)  Mit  ess-  (in-?):  Abstr.  etla  S.  M.  II  360,  18.  vgl.  das 
Gloss.  unter  etlo.     Zur  Konsonantengruppe  -k-t-  s.  §  849.  3. 

Mit  fo-ess-:  Präs.  Sing.  3.  rel.  foetlas  (mit  Simplexendung) 
S.  M.  V  462,  14;  Pass.  Präs.  Sing,  foetlaither  'are  camed  off' 
V  318,  23. 

Mit  to-ess-:  Abstr.  ar  tetlo  'for  theft'  O'Dav.  Nr.  1553  (die 
daselbst  vorkommende  finite  Verbalform  doetlo  ist  mir  unklar). 

3)  Mit  fo-:  Präs.  Sing.  3.  futlen.  fo-da-tlean  S.  M.  IV 
314,  25,  V  462,  3;  Konj.  Sing.  3.  fo-da-ro-thla  IV  198,  18,  23; 
Pass.  Konj.  Sing,  fotlethar  O'Dav.  Nr. 847;  Abstr.  fothla  'deli- 
berate  trespass  on  land'  S.  M. 

4)  Mit  to-:  Abstr.  tothla  'act  of  going  away  or  carrying  off 
secretly'  S.  M.  Gloss.  731  (die  Schreibungen  toethlo,  toetlod 
beruhen  wohl  auf  Kontamination  mit  2°). 

Anm.  tle-n-  ist  *ti-na-;  es  gehört  nach  Atkiuson,  S.  M.  Gloss.  731 
und  Strachan,  Rc.  XXVUI  196  zu  lat.  tollö.  Näher  liegt  jedoch  ahd. 
stelan  'stehlen';  auch  ir.  sleith  'cohabitation  had  by  stealth  with  a 
woman  without  her  knowledge'  S.  M.,  Aisl.  gehört  hierher  (vgl.  i  n-a 
sleith  .i.  i  n-a  hetlo  S.  M.  V  274.  4)  und  ist  der  alte  Inf.  des  Simplex 
(die  üblichen  Infinitive  sind  Analogiebildungen  nach  le-n-  u.  s.  w."!.  Auch 
teol  'Dieb'  ließe  sich,    auf  *tdlu-  zurückgeführt,   hierher  stellen.     Mit  to- 


650  Verbalverz.  tluch-  —  töid-.  [§844-846 

eil-  §  711,  7  ist  tle-n-  zwar  synonym,  aber  nicht  verwandt  (es  gibt  im 
Ir.  kein  telo  'Dieb'  oder  tall  'Diebstahl':  ein  verschriebenes  Schlagwort 
bei  O'Dav.  Nr.  1556  und  ein  konstruiertes  Schlagwort  bei  O'Cl.)- 

§  844.  tluch-.  1)  Mit  ad-  (und  dem  Obj.  buidi,  beim 
Inf.  Gen.  buide)  'danken':  Präs.  Sing.  1.  atluchur  "\Vb.  3b  19; 
3.  atluchedar  Ml.  128c  3;  Ipv.  Sing.  2.  atlaigthe  Tbes.  II 
318,  5;  PI.  2.  atligid  AVb.  27b  24;  Fut.  PI.  1.  atluchfam  17a  2; 
Prät.  Sing.  3.  atlucbestar  Monast.  Tall.  150,  17;  Inf.  attlugud 
Wb.  27a7,  c  2,  28c  19,  adtlugud  18,  atlogud  17a  3,  atlugud 
Thes.  I  488,  20,  PL  Nora,  atligthe  Wb.  14c  5,  int  atlaigthi 
buide  (zu  lesen  ind  atlaigthi)  Ml.  36b  19  (nir.  altughadh). 

2)  Mit  to-  'bitten':  Präs.  Sing.  1.  duttluchur  Thes.  II  228, 
30,  du-n-tluchur  Ml.  74d  3,  du-n-thlaichiur  sa  44c  20, 
duthluchim  se  71c  20;  2.  ara-todlai<g>ther  32a  5;  3.  duth- 
luchedar  38d  1,  dotluichethar  36a  28,  d-a-thluchethar  30a 
10;  PI.  3.  du-thluchetar  85d  5;  Konj.  Sing.  1.  duthlucher 
49d  10,  todlaiger  sa  38c  22  (§  552,  5  S.  249);  Konj.  Ipf.  Sing. 
3.  duthluich<ed>  124d  9;  Prät.  Sing.  3.  dotluchestar  Thes.  II 
339,3,  nad-ro-todlaigestar  M1.124d9;  Part,  todlaigthe  21b3; 
Inf.  todlugud  38c  16,  71a  2,  97d  10.  Über  das  -th-  in  einigen 
Formen,  in  denen  keine  Lenition  zu  erwarten  war,  vgl.  I  131. 

Anttl.  Vgl.  c.  adolwyn  'bitten',  Präs.  Sing.  1.  adolygaf  (§  634,  14 
S.  413,  I  333);  erdolygu,  erdolw.g  'to  beseech'  (dagegen  wird  adolwch 
'prayer'  anderswohin  gehören,  vgl.  golwch  "worship',  diolwch  'thanks', 
wovon  wiederum  iolwch  'grateful  praise'  wegen  ioli  'to  praise'  abr.  iolent 
gl.  precentur  [vgl.  Loth,  Vocabulaire  S.  164]  zu  trennen  sein  wird).  Zur 
Etymologie  vgl.  I  43. 

§845.  toc-  'als Schicksal  verhängen,  bescheiden':  Pass.  Konj. 
Sing,  ro-m-thoicther  sa,  mani-m-ro-thcaither  sa  Thes.  II 
293,6;  Abstr.  toceth  'Schicksal,  Glück'  Thes. II 47, 26,  11362,28, 
jünger  tocad  Ml.  35d  22,   togad  39c  16,    Gen.  tocaid  Thes.  II 

295,  3. 

Anm.  Vgl.  mc.  Präs.  Sing.  1.  tynghaf  oben  S.  827,  17;  Pass.  Präs. 
ry-dighir,  ry-dyngir  §  575,  Ic;  Pass.  Prät.  ny  ry-tyghit  Skene  II 
181,  10  v.u.  (die  richtige  Deutung  der  Dichterstellen  hat  Loth  Rc.  XXIX,  30 
und  59  gegeben);  Abstr.  tynghet  'Schicksal,  Glück',  nc.  tynged;  mbr. 
tonquaff  'predestiner',  nbr.  tonka.  Der  Nasal  ist  ursprünglich  präsens- 
bildend; s.  die  Etymologie  I  151. 

§  846.  töid-  mit  ad-  (aith-?)  'glänzen':  Präs.  Sing.  3. 
astöidi  Sg.  24a  15,  vgl.  Wb.  12b  28  (gl.  tinniens;  richtig?).  Ml. 
40c  15,  115d  3  (gl.  innotescente);  PI.  3.  astoidet  2a  14,  gl.  tur- 
gent  Thes.  II  362,  7,    vgl.    II  47,  10;    Ipf.  PI.  3.    (bolca   finda 


§846.847]  Verbalverz.  t<3id-,  tois-.  651 

sön)  astoitis  (for  corpaib  iniia  n-doine)  gl.  (pro  uesicis  can- 
dentibus)  quae  (in  hominum  corporibus)  erumpere  Ml.  99a  4;  Ipv. 
Sing.  3.  attöided  gl.  innotescat  56c  3;  Part,  attoita^  Sg.  60a  9 
(Weiterbildung  attoitech  'glänzend'  Ml.  40d  4,  vgl.  20d  7);  Inf. 
atoidiud  Ml.  85c  5. 

Anm.  Einen  Konj.  Sing.  3.  sucht  Thes.  nach  ThurneyBen  in  co  äis 
tua^the  Ml.  131d  15,  worin  dann  eine  Übersetzung  des  ut  ..  praeluceat 
des  lat.  Textes  zu  sehen  wäre;  es  kann  sich  aber  ebenso  gut  um  einen 
Zusatz  zum  lat.  Texte  handeln,  vgl.  aes  tuaithe  'die  Laien'  Wb.  28b  32, 
ois  tuaithe  16d  7. 

Zupitza,  ZfcPh.  III  281,  und  Stokes,  Eriu  II  161,  stellen  ir.  toid-  zu 
c.  tywydd  'weather';  -oi-  aus  -otci-  ist  nicht  lautgesetzlich,  da  der  zweite 
Vokal  in  einer  Binnensilbe  schwinden  mußte;  es  läßt  sich  aber  als  Ana- 
logiebildung erklären,  wenn  man  in  dem  Worte  ein  Kompositum  *t>-wid- 
sieht  (zu  lat.  uidere,  also  eigentlich  "sichtbar  sein").  Die  von  Stokes 
angeführten  Simplexformen  (Präs.  Sing.  3.  toidid  u.  s.  w.)  sind  wohl 
nicht  alt. 

Oben  I  325  habe  ich  ir.  att  gl.  tuber  (Sg.  61b  16,  Thes.  II  250,  11; 
249,  5,  8,  Kc.  II  399"*)  zu  astoidi  gestellt,  und  dafür  scheint  auch  Ml. 
99a  4  zu  sprechen  (dagegen  äußert  sich  Thurneysen,  IF  Anz.  XXVII  15). 
Es  ist  dann  zu  erwägen,  ob  nicht  mit  *tu-wtd-  'sichtbar  sein'  sich  eine 
Ableitung  der  Wurzel  *teu-  (skr.  tacjti  I  178)  gemischt  hat.  Es  könnte 
sich  um  eine  Bildung  wie  lat.  andere,  gaudcre  handeln;  zur  Bedeutung 
vgl.  lat.  tuber,  dessen  -h-  schließlich  auf  -dh-  zurückgehen  könnte. 

§  847.  töis-,  tuais-  (Sarauw,  Irske  St.  S.  64).  1)  Mit 
air-:  Präs.  Sing.3.  ar-da-tuaissi  'hears'  Ml.  129b  2,  ar-a-tuaisi 
*who  perceives'  (eher  doch  wohl  'welche  dazu  schweigt")  S.  ]M.  V 
272,5,  fortuisi[m]  'lauscht,  hört  schweigend  zu'  IV  356, 17;  Konj. 
Sing.  2.  ni  erthaisse  siu  gl.  ne  tacueris  Ml.  126d  11;  Fut.  PI. 
3.  artüaisbet  'will  be  silent'  b  12;  Inf.  erthu asacht  gl.  taceri 
Sg.  138b  8,  urtuasacht  S.  M.  V  274,  9,  aurthuasacht  LU 
88  b  28.     Vgl.  K.  Meyer  132. 

2)  Mit  com-  'zuhören,  horchen':  Präs.  Sing.  3.  contuasi  K. 
Meyer  484;  PI.  3.  contöiset,  contüaset  Wi.  447,  risa-coistet 
Wi.  438  (zu  -st-  aus  -ts-  vgl.  oben  I  4881'.);  Ipv.  Sing.  2.  coiste 
Salt.  1151  (§  598  Anm.  5);  Konj.  Sing.  3.  di<a>  coitsea  Wb. 
13a  10;  PL  2.  ni  coitsi  (=  -sid)  17b  32;  Konj.  Ipf.  Sing.  2. 
dia  coistithe  LU  43b  35;  Fut.  PI.  3.  ona  coistifet  LL  188c  14; 
Prät.  PI.  3.  otüasiset  LU  19a  26f.;  Inf.  coitsecht  Wb.  13a  14, 
Ml.  48  a  11. 

3)  Mit  in-  'hören':  Ipv.  PI.  3.  eitset  Wb.  loa  11;  Pai-t. 
eitside   gl.  audibile   Ml.  136a  9;    Inf.    eitsecht   20a  2,  21b  11, 


652  Verbalverz.  töis to-n-g-.     [§847,3-849,3 

AVb.  18c  11,  vgl.  Ml.  24a  18,  53c  18,  122c  2,  Gen.  eitsechtae 
70a  2,  etsecte  Wb.  18c  11. 

Mit  fo-in-  'mit  darunter  verstehen':  Pass.  Präs.  Sing,  foeit- 
sider  Ml.  34d  5;  Inf.  foeitsecht  114a  17,  foitsecht  23a  7, 
föetsecht  Sg.  69a  13,  foetsecht  27b  2. 

Anm.  Gehört  zu  tö  'still,  schweigend"  155.  Vgl.  c.  an-daw  'horchen', 
Prät.  Sing.  1.  endewais,  3.  endewis  (Richards);  c.  gwr-au-daw  ds., 
mc.  auch  gwar-an-daw  (aus  diesen  c.  Formen  ist  wohl  zu  folgern,  daß 
im  Ir.  das  Präverb  in-  ein  älteres  ind-  verdrängt  hat);  c.  gorthaw  'to 
be  silent',  vgl.  J.  Lloyd  Jones,  ZfcPh.  VIII  243  (vielleicht  zu  ir.  1°  zu 
stellen;  ob  das  Ir.  oder  das  C.  das  ursprüngliche  Präverb  erhalten  hat, 
bleibe  dahingestellt). 

§848.  toi -n- 'gefallen':  Präs.  Sing. 3.  rel.  tolnathar  Monast. 
Tall.  134,  19;  Konj.  Sing.  3.  ra-tholathar  LL  171a  3;  PI.  1. 
ro-n-tolomar  Thes.  II  304,  3;  Prät.  Sing.  3.  ru-t-tolnastair 
Rc.  XI  446,  65. 

Zwischen  -1-  und  -n-  ist  ein  Vokal  geschwunden;  das  Verbum 
gehört  zu  toi  'Wille'  und  ist  moiphologisch  mit  foln-  §  729 
parallel.  Unter  dem  Einfluß  der  -n-losen  außerpräsentischen  For- 
men ist  später  ein  -w-loses  Präsens  gebildet  worden:  Sing.  3.  ni- 
m-tol-ann  Wi.  123,  9. 

§849.  to-n-g-  'schwören'  (vgl.  §  569):  Präs.  Sing.  1.  tongu 
Wi.  838;  3.  mit  Objekt  toingth-i  O'Dav.  Nr.  160,  rel.  toinges; 
PL  3.  na-tongat  (na  'was'  §  541,  3)  Wi.;  Ipf.  Sing.  3.  no-thon- 
gad,  do-d-fongad  (vgl.  §  554  Schluß)  Ml.  36a  20,  21;  Konj. 
Sing.  2.  ni  thois  LBr.  261a  8;  3.  -tö;  PI.  3.  -toisat  O'Dav. 
Nr.  1588;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  tara-toissed  Wb.  33 d  10,  perf. 
dara-do-ch-taised  Ml.  78a  4;  Fut.  Sing.  2.  ni  tithis  O'Dav. 
Nr.  1588;  Prät.  perf.  Sing.  3.  ducuitich  Ml.  78a  6,  ducuitig 
Wb.  33d  10;  Pass.  Fut.  Sing.  titsait<h>er  O'Dav.  1.  c;  Inf.  luge 
gl.  iurare  ZfcPh.  VII  482,  vgl.  S.  M.  IV  192,  9,  AVi.  unter  eithech. 

1)  Mit  com-:  Abstr.  cot  ach  'a  covenant'  K.  Meyer. 

2)  Mit  di-  'to  deny':  Präs.  Sing.  1.  dothuiig  LL  55a  12; 
Prät.  Sing.  3.  do-ru-thethaig  'hat  verloren'  Thes.  I  485,  24;  Pass. 
Ipv.  Sing,  dito n gar  K.  Meyer  662;  Abstr.  dithech  S.  M. 

3)  Mit  es s- 'abweisen':  Präs.  Sing.  3.  astoing  O'Dav.  Nr.  139, 
istoing  S.  M.  Gloss.  S.  82f.;  Konj.  Sing.  2.  ni  ettis  Wi.  214,  1; 
3.  istoo,  asto  O'Dav.  Nr.  139,  1527;  Pass.  Prät.  perf.  Sing,  ad- 
cui-techt  K.  Meyer  19;  Inf.  eitech  O'Dav.  Nr.  139,  1527,  S.  M., 
nir.  eiteach.  Da  das  e-  von  eitech  km'z  ist  und  das  -t-  ein  -t- 
bezeichnet,    so    kann    kein   anderes   Präverb    als    das    sinngemäße 


§849,3—8.850]      Verbalverz.  to-n-g-,  tracc-.  653 

ess-  angesetzt  werden.  Man  wird  also  anzunehmen  haben,  daß 
-k-t-  in  der  Kompositionsfuge  anders  als  das  -kt-  im  Wortinnern 
behandelt  worden  ist;  vgl.  dazu,  was  oben  I  477  über  -k-d-  in  der 
Kompositionsfuge  im  Gegensatz  zum  -gd-  im  Wortinnern  bemerkt 
worden  ist. 

4)  Mit  air-fo-  'to  swear  an  oath  in  proof  of  a  statement': 
Präs.  Sing.  3.  rel.  urtoingeas  S.  M.  (die  echt  zusammengesetzte 
Form  ist  als  Simplex  behandelt  worden);  Abstr.  urthach,  aur- 
thuch,  airthiuch  S.  M.  Gloss.  S.  779,  S.  45. 

5)  Mit  for-  'to  swear,  to  give  evidence':  Präs.  Sing.  3.  for- 
toing  S.  M.;  Fut.  PI.  3.  fortithsat  O'Dav.  Nr.  1588;  Pass.  Präs. 
Sing,  fortongar  S.  M.;  Abstr.  fortach  'act  of  attesting,  proving' 
S.  M. 

6)  Mit  frith-  'abschwören':  Präs.  Sing.  3.  fristoing  O'Dav. 
Nr.  872;  PI.  3.  fristongat  S.  M.  V  420,  15;  Konj.  PI.  1.  fris- 
tossam  Thes.  II  245,  9;  Abstr.  fretech  neutr.  gl.  renuntiationera 
Ml.  65d  3,  freitech  O'Dav.  Nr.  872,  S.  M.,  PI.  Dat.  frit  ch.ib 
Ml.  44  c  14. 

7)  Mit  imb-  'to  make  oath  (rautually  with  another?)':  Präs. 
Sing,  3.  im-a-toing;  Konj.  Sing.  3.  imtö;  Abstr.  imthach  S.  M. 

8)  Mit  fo-od-  'zurechtweisen':  Prät.  Sing.  3.  fo-r-uatig 
Eriu  II  222,  13. 

Anm.  ei-thech  'perjury'  "Wi.  520,  S.  M.,  Gen.  eithich  Ml.  36a  22 
enthält  das  Präverb  *epi-,  das  ich  auch  in  ia-d-  (§  750)  gesucht  habe; 
zur  Bedeutung  vgl.  gr.  Im-oox^u)  'schwöre  falsch'.  Anders  Marstrander, 
Eriu  y  205. 

Vgl.  c.  tyngu  'schwören',  com.  Präs.  Sing.  1.  tof,  3.  to,  Prät.  Sing. 
3.  toys,  Abstr.  ty  'Eid'  M.  C.  85  (geschrieben  tye  'schwören'  Gwreans 
an  bys  1629),  mbr.  Inf.  toeaff,  nbr.  toui;  vgl.  I  106.  Com.  ty  entspricht 
dem  ir.  -tech  aus  *tego-m. 

Über  ir.  luge  s.  I  98. 

§  850.  tracc-  mit  di-fo-  (bei  unechter  Komposition  des 
ersten  Präverbs  oft  di -di-fo-)  'wünschen':  Konj.  Sing.  1.  dodu- 
thris  Wb.  20b  9,  dofuthris  se  32a  9  (das  offenbar  mouilherte  -s 
statt  des  erwarteten  gerundeten  -s  ist  auffällig;  eine  alte  Optativ- 
form wie  lat.  ausim?);  2.  ni  düthrais  Thes.  II  291,  10;  PI.  3. 
dutairsetar  Ml.  56c  7  (wohl  verschrieben;  etwa  \du)dut\h^air- 
setar);  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  nad  duthrised  Wb.  4d  17;  Fut.  PI. 
3.  du-n-futharset  Ml.  54a  28;  Prät.  (meist  mit  Präs.-Bedeutuug) 
Sing.  1.  d-a-duthraccar,  dian-duthraccar  sa  W^b.  14b  6;  3. 
du-d-futharcair  'wünschte'   Ml.  52;    PI.  3.   doduthractar  Wb. 


654  Verbalverz.  tracc tuig-.  [§850—852 

26b  1,  dofuthractar  20c  23,  clufutharctar  'sie  wünschten' 
Ml.  49a  17;  Inf.  düthracht  Wb.  16c  18,  23a  23,  duthracht 
16a  10,  c  1,  13,  d  3,  düdract  3b  21,  Dat.  duthracht  22d  4, 
27c  10,  Ml.  43c  8,  Gen.  duthrachtan  55a  17;  PL  Nom.  Akk! 
duthrachta  49c  7,  61b  6,  Dat.  duthrachtib  44b  33,  Gen. 
duthracht  54a  8,  56b  24. 

Mit  cain-di-fo-:  Abstr.  cainduthracht  'good  will'  Wb. 
23b  15,  20. 

Mit  mi-di-fo-  'übel  wollen':  Konj.  Sing.  3.  midüthrastar; 
Prät.  (mit  Präs.-Bed.)  Sing.  3.  raidüthracair  Thes.  II  356,  19 
mit  Fußnote;  Abstr.  miduthracht  Wb.  20b  12,  vgl.  Ml.  49a  18a, 
79a  5,  PI.  Akk.  miduthrachta  61b  27. 

Anm.  Die  ursprüngliche  Qualität  und  Quantität  des  Wurzelvokals 
läßt  sich  nicht  ermitteln;  ebenso  wenig  der  genaue  phonetische  Wert  des 
-cc-  {-g-  oder  -k-).  Man  vergleicht  aengl.  p  ring  an,  ahd.  dringan  'dringen', 
got.  prvihan  'bedrängen'  (an.  pryngua  'drücken'  mit  suffixalem  -u-,  s. 
Zupitza,  Die  germanischen  Gutturale  S.  71). 

§  851.  trec-  'verlassen'  hat  im  Mir.  regelmäßige  Flexion: 
Fut.  Sing.  1.  noco-treciub  Wi.  Täin  1661;  Prät.  PI.  3.  ro- 
threicset  S.  M.  I  46,  20;  Inf.  trecud  LU  52b  2  (trecun  Wi. 
Täin  ist  eine  jüngere  Form,  die  wie  mir.  lecun  'lassen'  nach  dem 
Muster  von  orcun  §  791  gebildet  ist;  eher  könnte  treic  Wi.  Täin 
S.  509*  alt  sein).  Ob  das  Verbum  auch  im  Air.  regelmäßig  war, 
ist  zweifelhaft,  da  Konj.  Ijjf.  PI.  2.  nö-tresstse  Wb.  9  b  19  trotz 
Sarauw,  Irske  St.  S.  136  (der  unter  Berufung  auf  das  folgende 
onach-digtith  'sodaß  Ihr  es  nicht  gegangen  seid'  no-tesstte 
lesen  will)  schließlich  richtig  sein  könnte  i;  auch  kann  das  Kom- 
positum Part,  dithrechthe  gl.  amissa  Ml.  34a  25  ebenso  leicht 
in  dithrecht[h]e  wie  in  dithrec[h]the  korrigiert  werden. 

Anm.  trec-  geht  auf  *trnq-  zurück;  vgl.  c.  trengu  'to  end,  to  ex- 
spire'  (Präs.  mc.  trengid,  ni  threing  oben  S.  338  Z.  6),  tranc  'cessa- 
tion,  end,  death'.  Kann,  wie  Stokes,  Sprachschatz  136,  annimmt,  zu  tracc- 
(§  850)  gehören  und  zwar  (da  die  von  Stokes  konstruierten  Grundformen 
teils  unrichtig,  teils  wenigstens  unsicher  sind)  geradezu  damit  identisch 
sein. 

§  852.  tuig-  'decken':  Präs.  Sing.  3.  tuigither  (zu  lesen 
-thir)  Trans.  Phil.  Soc.  1891—94  S.  533  (=  Rc.  V  201,  2  v.  u.). 


1.  Daß  nicht  dasselbe  Verbum  in  einer  derartigen  Stelle  wiederholt 
zu  sein  braucht,  beweist  cid  toi  dö  airbert  biuth  inna  tüare  nach- 
thoimled  'though  he  have  a  desire  to  partake  of  the  foods  let  him  not 
so  partake'  Wb.  IIb  18. 


§852.853]  Verbalverz.  tuig-,  tuil-.  655 

rel.  tuigethar  Corm.  Transl.  158,  2  v.  u.  (vgl.  Trans.  Phil.  Soc. 
1891—94  S.  5002);  Prät.  Sing.  3.  ro-d-toig  Thes.  II  294,  14; 
Inf.  tuige  Wi.  Täin  (auch  'straw,  thatch'  S.  M.),  tuga  Wi. 

1)  Mit  for-  'bedecken':  Präs.  Sing.  1.  fortugiin  Thes.  II 
42,  11;  3.  for-da-tuigithar  LU  105b  44,  ar-da-tugethar  81a 
11,  ar-da-tuigethar  LL  78b  32  (vgl.  Trans.  Phil.  Soc.  1891—94 
S.  510-1,  5002);  Pass.  Präs.  Sing,  fortuigthir  (statt  -ther)  Salt. 
8192;  Gerundiv  fortgaidi  Ml.  90d  2;  Abstr.  fortcha,  fortga 
'Decke'  Wi.,  Wi.  Täin. 

2)  Mit  imb-  'umhüllen,  decken':  Präs.  Sing.  3.  im-da-tuige- 
thar  LU  95b  25;  Abstr.  imthuge  Wb.  6b  3,  22a  29. 

Mit  to-imb-:  Abstr.  timthach  'surrounding  garment'  S.  M., 
O'Dav.  Nr.  1500. 

3)  Mit  in-  gl.  induere,  uestire:  Fut.  PI.  3.  intuigfet  Ml. 
121c  9;  Pass.  Präs.  Sing,  intuigther  Thes.  II  228,  26,  indtuig- 
ther  Sg.  143b  3;  Konj.  Sing,  intoichther  Wb.  13d  20;  Abstr. 
etach  neutr.  'Kleid'  Thes.  I  489,  29;  490,  36,  Wb.  18a  10,  32c 
10,  vgl.  24d  14,  27b  16,  29a  11,  32c  11,  Ml.  120d  2,  Dat.  etuch 
90d  3,  Gen.  «tich,  a3tig  AVb.  29b  13,  12b  3,  etaig  Ml.  54d  4, 
144c  7  (daneben  mil  etgudo  '"Tier  der  Kleidung"  'Laus'  ZfcPb. 
VII  484). 

Anm.  Die  richtige  Etymologie  von  etach  hat  K.  Meyer,  Fianaigeeht 
103,  erkannt.  Mit  Unrecht  habe  ich  oben  S.  30  das  -ach  als  suffixal  be- 
trachtet. Eher  ist  et-  'kleiden'  (§  715)  irgendwie  aus  in-tuig-  oder  aus 
einem  neben  tuig-,  Konj.  toga-  stehenden  *teg-,  Konj.  *tes-  mit  in- 
(Konj.  Sing.  3.  *-eit)  entstanden. 

Vgl.  c.  corn.  br.  to  'Dach'  I  97  (wo  auch  die  auswärtige  Etymologie 
angegeben  ist);  c.  toi  'to  thatch',  corn.  ty,  br.  tei;  c.  gor-tho  'roof, 
gor-thoi  'to  Cover  over';  c.  am-do  'a  covering,  a  wrapper",  am-doi  'to 
enwrap,  to  shroud'.     Das  brit.  to  entspricht  dem  ir.  -tach,  -thach. 

§  853.  tuil-  'schlafen':  Konj.  Sing.  1.  co-ro-tholiur  (die 
Endung  ist  jung);  Prät.  Sing.  3.  toilis  Wi.  Täin;  PI.  3.  tuilsitir 
Wi.  856. 

Mit  com-  'schlafen':  Präs.  Sing.  1.  ni  chotlu  LL261a40,  42 
(der  Verlust  der  Mouillierung  kann  in  dieser  Form  nicht  lautgesetz- 
lich sein),  noco-chatlaim  204b  30;  3.  contuli  Wi.  856;  PI.  1. 
contuilem  K.  Meyer  484;  3.  otulet  som  LU  25a  27,  otolat 
Hib.  min.  71,  18  (schwerlich  eine  alte  Form);  Ipf.  Sing.  3.  con- 
tuiled  Wi.  130,  24;  PI.  1.  otulmis  LL  84a  37;  Konj.  Sing.  1. 
co-ro-chotlur  Wi. 450  (die  Endung  und  das  perfektische  ro-  be- 
ruhen  auf  Neubildung);    2.   (mit  perf.   -ad-)   co-comt[h]ala   LU 


656  Verbalverz.  tuil-,  tuit-.  [§853.854 

68b  22;  Konj.  Ipf.  Sing.  3.  perf.  co-comt[h]olad  LL  269b  11; 
Prät.  Sing.  1.  contolus  (s)a  K.  Meyer;  3.  contuil  K.  Meyer, 
Thes.  II  327,  14,  perf.  o-a-til  Wb.  29 d  15,  con-a-til  Eriu  II 
222,  27,  con-a-tail,  con-a-ttail;  PI.  3.  contolsat,  perf.  con- 
a-tuilset,  co-comtalsatar  K.  Meyer;  Inf.  cotlud  Wb.  25b  18, 
c  12,  Ml.  95a  6,  d  13,  100a  10,  135a  13,  Gen.  cotulta  Wb. 
25c  12. 

Anm.  Das  im  Mir.  ziemlich  regellose  Schwanken  zwischen  -u-  und 
-0-  war  wohl  ursprünglich  ähnlich  wie  bei  cuir-  u.  s.  w.  geregelt  (Präs. 
tuil-,  Konj.  tola-).  Gehört  wohl  zu  got.  pulan  'dulden',  gr.  tItjvcu  'er- 
tragen', lit.  tyleti  'schweigen'  u.  s.  w. 

§  854.  tuit-  'fallen'  (vgl.  Sarauw,  Irske  St.  S.  57ff.;  Thur- 
neysen,  KZ  XXXVII  119;  scheint  mir  ein  ursprünglich  unkom- 
poniertes  Verbum  zu  sein,  in"  dessen  Paradigma  Formen  mit  to- 
oder  doppeltgesetztem  to-  [§  554  S.  250]  eingedrungen  sind;  nach 
dem  proklitischen  to-  wird  im  jüngeren  Air.  und  im  Mir.  der  An- 
laut t-  des  betonten  Wortstückes  analogisch  in  f-  verwandelt;  das 
Prät.  wird  von  einer  anderen  Wurzel  gebildet):  Präs.  Sing.  3. 
dotuit  Sg.  71a  9,  do-thuit  Wb.  4d  15,  dufuit  Thes.  II  293, 
21,  fora-tuit  som  Wb.  4d  15;  PI.  3.  nad  tutet  Sg.  50a  7; 
Konj.  Sing.  1.  perf.  do-ro-thuus  (s)a  gl.  decidam  Ml.  23c  23; 
2.  co-täthais  do  suan  7  do  chotlud  'damit  du  deinen  Schlaf 
und  Schlummer  schlafest'  (eig!  "hinfallest")  Wi.  Täin  1836;  3. 
arna-tta  Monast.  Tall.  159,  35  (jedenfalls  eine  entstellte  Form; 
lijan  erwartet  arna*toth);  PI.  1.  perf.  na  to-r-thissem  Wb. 
32c  16;  PI.  3.  dotodsat  Ml.  124d  12,  arna  todsat  118a  12, 
perf.  arnä  to-r-thaiset  S.  M.  IV  318,  20;  Konj.  Ipf.  Sing.  1. 
dotodsinn  Ml.  131b  7;  3.  perf.  dorötsad  LU  59a  23;  PI.  3. 
con-do(d)sitis  Wb.  5b  11  (die  Erhaltung  des  Vokals  der  zweit- 
letzten Silbe  beweist,  daß  vor  dem  -s-  ein  Vokal  geschwunden  ist; 
dadurch  wird  die  Ergänzung  des  (d>  unvermeidlich);  Fut.  Sing.  3. 
dotöeth  Thes.  II  248,  8,  dof^eth  LL  120b  54,  55,  dofaeth  S.  M. 
I  142,  2  (als  Konj.  verwendet),  co-taith  Goid.^  105,  3,  vgl.  4  (als 
Konj.  verwendet);  PI.  3.  do-thoetsat  LL  249a  40,  doföethsat 
Wi.  70,  12,  cia  thoetsat,  cia  taethsat  'wer  fallen  wrd'  98,  9 
mit  Fußnote  (vgl.  §  587,  6  S.  304);  Kondit.  Sing.  3.  dofäithsad, 
dofeethsad  LL  121a  25,  52,  co-tffithsad  Fel.i  LXXV  29  (als 
Konj.  Ipf.  verwendet);  PI.  3.  arna  taetsatais  Anecd.  from  Ir. 
Manuscripts  I  75,  16  (als  Konj.  Ipf.  verwendet),  co  tsetsaitis  LL 
79  b  9  (weitere  Belege  des  Fut.  und  Kondit.,  zum  Teil  in  konjunk- 


§854,  1— 4J  Verbalverz.  tuit-.  657 

tivischer  Verwendung,  bei  Wi.  Täin  S.  962  und  S.  1049);  Prät. 
Sing.  1.  perf.  co-to-r-char  Trip.  L.  124,  25;  2.  perf.  hi-to-r- 
char  LU  73b  30;  3.  docer,  d-a-cer  Thes.  I  493,  26,  29,  perf. 
do-ro-chair  I  485,  27,  Sg.  29a  8,  b  7,  do-ro-cboir  Thes.  II 
236,  27,  na  to-r-char  Ml.  34c  14;  PI.  3.  dece[u]rtar,  docer- 
t[h]ar  ZfcPh.III  253,  12,  docerddatar  Rc.  XIII  50  (die  Endung 
beruht  auf  Kontamination  von  -tar  und  -atar,  s.  Thurneysen, 
Handb.  S.  401),  perf.  do-ro-chratar  Ml.  36d  13,  vgl.  91c  18, 
con-torchartar  Thes.  II  242,  1;  Pass.  Präs.  Sing,  to  tuiter, 
hi-tuiter,  asa-tuiter,  näd  tuiter  Sg.  71a  14,  11,  12,  13;  Inf. 
tothim  Wb.  5b  10,  tothaim  Ml.  131b  4,  PI.  N.  A.  tot(h)man 
19d  4  (tathara  'Schlaf,  Tod'  Wi.  IV 2).  Mittehrische  Neubildungen: 
Praes.  simplex  Sing.  3.  tuitid,  Fut.  Sing.  3.  tuitfid,  Inf.  tuitimm, 
s.  Wi.  und  S.  M.;  nir.  tuitim  'ich  falle',  Inf.  tuitim. 

Zusammensetzungen:  1)  Mit  to-air-:  Abstr.  taurthim,  taur- 
taim  'nurabness'  'swoon,  trance'  Eriu  II  222,  1  v.  u.,  Monast.  Tall. 
155,  15,  tairthim  'death'  Wi.,  torrthaim  'accident',  torrthaim 
suain  7  cotalta  'a  fit  of  sleep  and  slumber'  Wi.  IV^,  trom- 
thairthim  süain  7  chotulta  Wi.  Täin  S.  1051.  Neugebildete 
finite  Formen  bei  Wi.  Täin  S.  238^. 

2)  Mit  com-:  Präs.  PI.  3.  otui'tet  gl.  concidentibus  Sg.  205a  4 
(wohl  eine  künstliche  Bildung);  Konj.  PI.  3.  contotsat  gl.  con- 
ruere  Ml.  16  a  19;  Prät.  perf.  PI.  3.  conto-r- ehr  atar  gl.  conci- 
derunt  48c  28;  Abstr.  cutuim  'Fall'  Ml.  91c  19,  cutdim  gl.  ruina 
ZfcPh.  VII  483.  Vgl.  neph-chutmaide  gl.  illapsum  Ml.  89 d  4. 
Über  c.  cwdwm,  codwm  vgl.  I  24. 

3)  Mit  di-:  Präs.  Sing.  3.  darsann-dithat  cenn  .i.  dara- 
tuitend  cend  S.  M.  V  398,  12,  20,  vgl.  V  400,  2,  3  (zur  Kon- 
struktion vgl.  §  539,  2),  entstellt  arn-dithet  II  126,  16;  Konj. 
Sing.  3.  perf.  do-ro-th  O'Dav.  Nr.  1382,  vgl.  1391,  S.  M.  V  378,  6, 
entstellt  doroith  II  14,  31,  de-ro-th  V  384,  1  (wie  betont?), 
mani  de-ro-th  V  378,  5,  frisann-de-ro-th  V  420,  8;  PI.  3. 
perf.  daran-de-r-taiset  cenn  V  390,  2  v.  u.;  Abstr.  dithim 
'delay'  S.  M.  Gloss.  255. 

4)  Mit  etar-to-:  Abstr.  etarthothaim  gl.  interitus  Ml. 
40d  6,  61b  17. 

Anm.  Das  von  mir  als  Simplex  angeführte  Verbum  enthält  im  Inf. 
to-thira  und  im  Stamm  des  Konj.  -to-ds-  und  des  Fut.  -toeths-  (mit 
Ersatzdiphthonf?  nach  §  224  I  3241  das  Präverb  to-;  dajxegen  steckt  im 
Präsensstanim  -tuit-  gewiß  kein  Präverb    (dagegen  spricht  schon  das  -«-). 

Pedersen:  Vgl.  kelt.  Gramm.     II.  42 


658  Verbalverz.  tuit-.  [§854Anm. 

Vor  -tuit-,  -to-ds-,  -toeths-  steht,  wenn  ein  syntaktisches  Präverb 
fehlt,  das  proklitische  wortbildende  Präverb  to-  (das  also  im  Konj.  und 
Fut.  doppelt  steht).  Das  Präverb  to-  steckt  ferner  im  perfektischen  Konj. 
(-to-r-thiss-);  es  wird  aber  hier  in  der  unechten  Komposition  nicht 
doppelt  gesetzt  (man  darf  nicht  do-ro-thuus  in  die  lautgesetzwidrige 
Form  *do-ro-thudus  korrigieren;  dorotsad  hat  zwar  -ö-  durch  Asso- 
ziation mit  den  -/-Formen,  ist  aber  nicht  aus  *do-ro-fots  ad,  *do-ro- 
thotsad  entstanden,  da  eine  derartige  Form  gleichfalls  lautgesetzwidrig 
sein  würde). 

Vermutlich  bestand  ursprünglich  neben  dem  Simplex  tuit-  wie  neben 
anderen  Verben  der  Bewegung  ein  Kompositum  mit  to-,  das  sich  nur  durch 
eine  unwesentliche  Bedeutungsnüance  vom  Simplex  unterschied.  Das  Sup- 
plementverbum  cer-  mag  dagegen  nur  in  Komposition  mit  to-  vorhanden 
gewesen  sein.  Es  hat  dann  eine  Vermischung  der  Formen  stattgefunden, 
bei  der  im  Konj.  und  Fut.  die  Formen  -to-ds-,  -toeths-  deshalb  den 
Sieg  davontrugen,  weil  die  beiden  Dentale  mit  den  beiden  Dentalen  des 
unkomponierten  Präsens  assoziiert  wurden;  aus  demselben  Grunde  hat  die 
Präverb-Form  auch  den  Inf.  erobert. 

Der  Kombination  von  tuit-  mit  der  Wurzel  des  lat.  tundö  steht, 
wie  man  auch  die  Sache  zurechtlegen  mag,  das  neuirische  -t-  entgegen, 
das  auf  idg.  -tn-  deutet.  Höchstens  könnte  die  für  das  Keltische  voraus- 
zusetzende Wurzel  *tut-  eine  Nebenform  von  *tud-  sein.  Über  do-cer 
s.  §  620,  1. 


659 


Berichtigungen  und  Zusätze. 

I  3  §  3.  0.  A.  Danielsson,  Zu  den  venetischen  und  lepontischen  Inschriften, 
Uppsala  1909,  sieht  (mit  Hirt)  im  Lepontischen  eine  keltische 
Mundart.  In  diesem  Falle  wäre  das  lepontische  Material  auf 
einigen  Punkten  bei  der  Darstellung  der  keltischen  Nominal- 
flexion mit  zu  berücksichtigen  (Nom.,  Akk.  der  neutralen 
-o-Stärarae  lopontisch  uinuni.  Dat.  der  -o-  und  -ä-Stämrae 
Latumarui,  '"iapsufai).  Ich  bin  jedoch  von  der  Keltizität  des 
Lepontischen  nicht  überzeugt. 

I  5  §4.  Vgl.  John  Mac  Neill,  The  Irish  Ogham  Inscriptions,  Proceedings  of 
the  Koyal  Irish  Academy,  Vol.  XXVII,  Sect.  C,  Nr.  15  (1909). 
§5.  Vgl.  Whitley  Stokes,  A  Supplement  to  Thesaurus  Palaeohiberni- 
cus,  Halle  a.  S.  1910. 

I  6  Fußnote.  Vgl.  Ludw.  Chr.  Stern,  Epistolae  beati  Pauli  glosatae  glosa 
interlineali,  irisch-lateinischer  Codex  der  Würzburger  Uni- 
versitätsbibliothek, in  Lichtdruck  herausgegeben  und  mit 
Einleitung  und  Inhaltsübersicht  versehen,  Halle  a.  S.  1910. 

I  16  §  15.  ,,Die  lat.  Schlagwörter  des  corn.  Vokabulars  weisen  genau  die 
gleiche  Reihenfolge  auf  wie  die  des  englischen,  welches  in 
Wrights  und  Wülckers  Anglo-Saxon  and  Old-English  Voca- 
bularies  (1884)  I  307  ff.  unter  Nr.  X  abgedruckt  ist  (11.  Jahrb.), 
sodaß  jenem  dieses  als  Vorlage  gedient  haben  muß  oder  beiden 
zusammen  ein  drittes  "  Schuchardt,  Zs.  f.  rom.  Phil.  XXXIII 
644.  S.  646  bemerkt  Schuchardt  zu  cheber  gl.  uulua,  daß 
im  engl.  Vokabular  pulpa  ('Dickfleisch  des  Oberschenkels') 
steht. 

I  19  Z.  35.  Füge  hinzu:  Ernault,  Dictionnaire  breton-fran9ais  du  dialecte 
de  Vannes,  Vannes  1904. 

I  20  §  17.  Die  von  Öachmatov,  Arch.  f.  sl.  Phil.  XXXIII  51—99,  vgl.  Bulletin 
de  l'Acad.  Imp.,  St.  Petersburg  1911,  S.  707 ff.,  791  ff.  ange- 
nommenen weitgehenden  slavisch-keltischen  und  finnisch- 
keltischen Berührungen  betrachte  ich  nicht  als  erwiesen. 

I  21  Z.  36.     Vgl.  abr.  enbit  gl.  debilis. 

I  23  Z.  13.  K.Meyer,  Sitzungsberichte  der  königl.  preuß.  Ak.  1912  S.  798  f., 
sieht  in  caorthann  eine  Zusammensetzung  mit  dem  von 
mir  II 14  besprochenen  -tan  (das  gewiß  nicht  'Baum,  Strauch' 
bedeutet,  sondern  Kollektive  von  Pflanzennamen  bildet),  und 
ist  daher  zu  der  Annahme  genötigt,  c.  cerddin  u.  s.  w.  sei 
aus  dem  Irischen  entlehnt.  Dabei  lassen  sich  aber  die  laut- 
lichen Verhältnisse  (c.  -e-  :  ir.  -ai-,    c.  -S-  :  ir.  -p-,  c.  -i-  :  ir. 

42* 


660  Berichtigungen  und  Zusätze. 

-a-),  die  bei  meiner  Deutung  leicht  analogische  und  laut- 
gesetzliche Erklärung  finden,  nicht  befriedigend  erklären. 
Vgl.  I  70,  110. 

I  24  Z.  2  V.  u.  und  I  224  Z.  17,  I  412  Z.  1  v.  u.  Streiche  c.  heor;  s. 
Ernault,  Rc.  XXXII  92. 

I  33  Z.  2.     Füge  hinzu  co.  ros  'wheel'  (dazu  Loth,  Rc.  XXXII  444). 
Z.  25.     Streiche  c.  myned,  vgl.  II  454. 

I  38  Z.  6.     Lies:  bleibt  e  im  Ir.  und  C.     Vgl.  I  157. 

Z.  25  und  364  Z.  21,  377  Z.  5,  378  Z.  6  v.  u.  In  ir.  coire  c.  pair 
u.  s.  w.  'Kessel'  habe  ich  wohl  mit  Unrecht  ein  idg.  -e-  an- 
gesetzt; die  schon  von  Stokes,  Sprachschatz  S.  61,  an- 
geführten romanischen  Formen  (prov.  pairol,  sp.  perol 
'Pfanne')  deuten  auf  -a-,  woraus  auch  das  ir.  -o-  nach  §  252, 1 
erklärt  werden  kann.  S.  E.  Kleiuhans,  Archiv  f.  d.  Studium 
d.  neueren  Sprachen  und  Literaturen  CXXIV  358.  Auch 
foirenn  (S.  544)  hat  -a-,  s.  Vendryes,  Rc.  XXXIII  473. 

I  42  Z.  12.     Eine  unannehmbare  Deutung  von  c.  gwr  KZ  XLIV  373. 

I  45  Z.  29.     Lies  e-gal. 

I  46  Z.  13.  Diese  Deutung  von  benn  ist  jedenfalls  unrichtig,  da  das  Wort 
im  Air.  nn  hat  (bennach  gl.  cornutus  Sg.  60a  5). 

I  51  Z.  40.     Lies  *u!fdhwo-. 

I  53  Z.  16  f.     Vgl.  jedoch  II  486. 

I  54  Z.  22.  Füge  hinzu:  lit.  tautä.  Gen.  tautös  'Volk'  (Mitteilung  von 
Kasimir  Bdga;  vgl.  Lalis,  A  Dictionary  of  the  Lithuanian 
and  English  Languages,  Chicago  1905,  I  332). 

I  55  Z.  33.  Loth,  Rc  XXXII  306 f., 'schlägt  vor,  niguid  als  ni  guid  'qui 
ne  sait  pas'  aufzufassen.  Ob  in  einem  Relativsatz  im  Abr. 
ni  oder  na  zu  erwarten  wäre,  entscheide  ich  nicht;  ein 
guid  'weiß'  ist  mir  aber  sehr  auffällig. 

I  60  Z.  22.     Lies :  §  470. 

I  66  Z.  35.     Zu    seh.  durah ar    verweist   K.  Meyer   mich    auf    clithmar, 

cluthmar,  s.  Contributions  S.  389,  396.  ,' 

I  68  Z.  9.  Nach  Mitteilung  von  Buga  lautet  der  Gen.  von  skujä  vielmehr 
skujös;  also  alte  Endbetonung. 

I  75  Z.  13.     Füge  hinzu:  acorn.  fer  gl.  crus. 

I  77  Z.  5.  Zu  mbr.  que-hezl  vgl.  ir.  cuiscle  'eine  große  Geschichte' 
(K.  Meyer  brieflich). 

I  89  Z.  35.  Diese  Deutung  von  duine  rührt  von  Bugge,  Arkiv  f.  nord.  fil. 
V  (1888)  S.  129,  her.  Über  duine,  döini,  hümänusu.  s.  w. 
handelt  jetzt  auch  Johansson,  Xenia  Lideniana,  Stockholm 
1912,  S.  116—126. 

I  93  Z.  36.     Lies:  * ouptro-. 

I  94  Z.  28.     Lies:  *kuef.wor-ped-s. 

Z.  40.  Mit  amires  vergleicht  Marstrander,  Eriu  V  251,  das  im  Ar- 
menischen erhaltene  persische  Lehnwort  amparist  'irreligioso^ 
ateo'. 


Berichtigungen  und  Zusätze.  661 

I  96  §  58,  3.  ..Hierher  auch  ir.  f,'eir  c.  fjwer  'Talf^'-'  K.  Meyer  brieflich. 
Das  Wort  {gehört  zu  an.  f^Qrn  lit.  zärna  lat.  hira  u.  s.  w. 

I  98  Z.  18.  Wenn  cuinf^  wiritlich  hierher  gehört,  läßt  es  sich  wohl  nur 
durch  Haplologie  erklären,  vgl.  I  166  (eine  andere  Zurecht- 
legung versucht  Hans  Hessen,  Umfärbungen  der  Vokale  im 
Altirischen,  S.  39).  Die  Haplologie  müßte  aber  dann  gemein- 
keltisch  sein,  da  Loth,  Ec.  XXX  261,  gewiß  mit  Recht  ir. 
co-cung  .i.  slabrad  mc.  cygvvug  (zu  lesen  cynghwng?) 
'knot'  vergleicht. 

I  101  Z.  9.     brig  gehört  wohl  zu  s^r.  guru-  u.  s.  w.  und  ist  im  Suffix  mit 
lat.  surd-igö  u.  s.  w.  vorwandt;  vgl.  Boisaoq,  Dict.  etym. 
de  la  languo  grecque,  unter  ßinccoög  (nach  Prell witz*j. 
Z.  21.    Füge  hinzu:  acorn.  loe  (Schuchardt,  Zs.  f.  rom. Phil. XXXIII 647). 

I  102  Z.  16.     Lies:  foicl'. 

I  103  Z.  15.  Br.  eal  ist  zweisilbig  und  gehört  wohl  nicht  hierher,  sondern 
zu  acorn.  ehal  gl.  pecus,  iuraentum  (Ernault,  Rc.  XXXII  86). 

I  105  Z.  17.    Füge  hinzu:  mc.  gwery  (einsilbig) 'tätig' (Loth,Rc.XXXII21f.). 

I  108  Z.  10.     Lies:  g  in  gas. 

I  109  Z.  22.  Nach  K.  Meyer,  Sitzungsber.  d.  königl.  preuß.  Ak.  1912  S.  798, 
wäre  dergnat  als  "die  kleine  rote"  zu  deuten. 

I  110  Z.  19.  Die  Deutung  von  minnpak  aus  ir.  menadacb  schon  bei 
K.  Meyer,  Cäin  Adamnäin  S.  45. 

I  123  Z.  19.  Ir.  ocht  ist  wegen  der  fehlenden  Hebung  wohl  auf  *oKtöu 
zurückzuführen. 
Z.  35.  er  echt  (so  nach  K.Meyer,  Contrib.,  und  nach  dem  Nir.)  wird 
-tukt-  haben  und  wie  techte  S.  124  zu  beurteilen  sein. 
Etwa  zu  lit.  krenkü  'gerinne',  dessen  -n-  freilich  präsens- 
bildend ist? 

I  124  Z.  6.     Lies:  gwenitb. 

Z.  15.     Lies:  dueth  [döp). 

I  125  Z.  34.  Nach  Buga,  Russkij  filol.  vestnik  1911,  S.49  des  Sonderabzuges, 
lautet  das  lit.  Wort  liekna(s)  (mit  -ie-  aus  idg.  -ei-). 

I  126  Z.  28.     Füge  hinzu:  corn.,  br.  anken  'Trübsal'. 

I  127  Z.  13fiF.  Osthoff,  IF.  XXVII  174-192,  nimmt  Schwund  der  Labiali- 
sierung  vor  j  an. 

I  130  Z.  17.     Lies:  ymennydd. 

I  133  Z.  8f.     laithe  :  leto  schon  bei  Ebel,  Beitrag,  z.  vergl.  Sprachf.  II  130f. 

I  135  Z.  23.     Lies:  whethlow. 

I  136  Z.  25.     Die  richtige  Etymologie    von   toisech  u.  s.  w.  steht  S.  308. 

I  138  Z.  11.     Füge  hinzu:  ac.  han  gl.  alium. 

I  139  Z.  34  und  299,  11.  deolid  ist  ein  Kompositum  von  folad,  s. 
Thurneysen,  Handb    210. 

I  140  Z.  29.  Füge  hinzu :  4)  Wenn  die  letzte  (unbetonte)  Silbe  eines  Wortes 
mit  -r-,  -/-,  -n-  anlautet,  steht  im  Auslaut  -11,  -nn  (John 
Mac  Neill,  The  Irish  Ogham  Inscriptions  S.  3471    Vgl.  II 109. 

I  151  Z.  38  ff.     Vgl.  II  130. 


662  Berichtigungen  und  Zusätze. 

I  157  Z.  1.     Über  gal  vgl.  II  25. 

I  164  Z.  2.     Vgl.  c.  Haf[h)esp  (Flußname),  Kuno  Meyer,  ZfcPh.  VII  509. 

I  167  Z.  33.     Lies:  Treguier  danve  (Ernault,  Kc.  XXXIII  84^). 

I  175  Z.  12 f.     Streiche  cenaw  :  cana,  s.  II  107  mit  Nachtrag. 

I  184  Z.  21.     erbaid  :  orpe  ist  sehr  zweifelhaft,  vgl.  II  513 f. 

I  186  Z.  33.  Eine  weitere  Bestätigung  meiner  Deutung  von  lug  gibt  K. 
Meyer,  Sitzuugsber.  d.  königl.  pr.  Ak.  1912  S.  801^. 

I  188  Z.  28.     Lies:  coirce. 

I  191  Z.  13ff.  uirge  'Hode'  (K.Meyer,  Sitzungsber.  d.  königl.  pr.  Ak.  1912 
S.  800)  hat  Stokes  begrifflich  sehr  ansprechend  mit  gr.  oq^is 
U.S.W,  verglichen  (Irish  Glosses,  S.  192,  202).  Dabei  machte 
aber  das  vielfach  bezeugte  -gh-  Schwierigkeit;  die  von  Stokes, 
Sprachschatz  S.  51,  angesetzte  Grundform  stimmt  nicht  mit 
den  anderen  idg.  Sprachen  und  erklärt  das  ir.  u-  nicht.  Darf 
man  annehmen,  daß  uirge  ursprünglich  als  echtes,  volks- 
tümliches irisches  Wort  unleniertes  g  hatte,  später  aber,  als 
es  im  lebendigen  Gebrauch  dem  Worte  magairle  (I  128) 
weichen  mußte,  irrtümlich  durch  gelehrte  Assoziation  mit 
lat.  uirga  mit  -gh-  geschrieben  wurde? 

I  192  Z.  4.     Vgl.  Nachtrag  zu  I  16. 

I  194  Z.:36.  crothla  (O'Dav.Nr.543)  istNom.  undGen.;  daneben  clothra 
(O'Dav.  Nr.471);  crothal  K.  Meyer  531  ist  wohl  nicht  alt. 

I  202  Z.  8  und  217  Z.  22  (mit  dem  Nachtrag  I  541).  Corn.  escop  bedeutet 
nicht  'lefiste',  sondern  nur  'Bischof,  s.  Schuchardt,  Zs.  f. 
rom.  Phil.  XXXIII  644 ff. 
Z.  20.  Lies:  nir.  easbog;  tilge:  und  Anschluß  an  das  Suffix  -6g. 
Eine  Form  easbog  ist  nur  dialektisch  belegt,  s.  Finck, 
Wörterbuch  (Die  Araner  Mundart  II)  S.30,  F.  Edmund  Hogan, 
John  Hogan,  John  C.  Mac  Erlean,  Irish  and  Scottish  Gaelic 
Names  of  Herbs,  Plants,  Trees  etc.,  Dublin  1900,  S.  30. 

I  216  Z.  5.  Über  acorn.  baiol  vgl.  Schuchardt,  Zs.  f.  rom.  Phil.  XXXIII 
646  ('Schnur  zum  Anhängen  des  Siegels',  aus  lat.  baiulus). 

I  224  Z.  5.     Lies:  bourc'h. 

I  228  Z.  4  V.  u.     Lies:  perfeth  ds. 

I  229  Z.  30.     Über  direch  vgl.  II  116  m.  Ntr. 

I  230  Z.  24.     Lies:  acorn.  encois. 

I  243.  Zum  Kapitel  Auslaut  vgl.  Windisch,  Beiträge  zur  Geschichte  der 
deutschen  Sprache  und  Literatur  IV  204 — 270. 

I  246  Z.  12 — 15.  Es  ist  mir  zweifelhaft  geworden,  ob  der  Vokal  vor  aus- 
lautendem -r  wirklich  gemeininselkeltisch  geschwunden  ist; 
dagegen  sprechen  die  passivischen  Formen  (mbr.  carer,  ir. 
carthir  u.  s.  w.,  vgl.  §  626). 

I  249  Z.  30.     Vgl.  §  447  Anm.  1. 

I  251  Z.  31.  Gegen  die  Auffassung  von  lue  als  -^Stamm  äußert  sich 
Thurneysen,  IF  Anz.  XXVI  25. 

I  252  Z.  30.     Lies:  feugud. 


I 


I  275  Z. 

23. 

I  276  Z. 

16. 

I  278  Z. 

15. 

I  280  Z. 

35. 

I  285  Z. 

18. 

Z. 

29. 

I  287  Z. 

23. 

I  296  Z. 

36. 

I  308  Z. 

21. 

Berichtigungen  und  Zusätze.  663 

I  256  Z.  27.     Füge    hinzu:    Rudolf  Haberl,    Diu   Betonung   im    Gallischen, 
ZfcPh.  VIII  95ff.,  233-235. 

I  258  Z.  13.     Lies:  doh'iru. 

I  259  §  164  Schluß.     Vgl.  II  248 f. 

I  262  Z.  1  V.  u.     Streiche  brithemon,  vgl.  II  108. 

I  270  Z.  33  und  I  497,  17.  Nur  das  Präverb  hat  im  archaischen  Air.  die 
Form  tu-,  die  Präposition  lautet  du  (Thumeysen,  IF  Anz. 
XXVII  14). 
Statt  ese  liest  Thurneysen,  Handb.  II  8,  et  se  (lateinisch). 
Vielleicht  ist  -gle  jedoch,  wie  Wi.  annahm,  eine  Verbalform, 
vgl.  Monast.  Tall.  177.  co  ru  leir  Ml.  129b  1  kann  Schreib- 
fehler sein. 

Tilge:  redupliziert.     S.  II  297. 

Füge  hinzu:  br.  brennik,  brinnik  nibr.  brinicq  Ernault, 

Gloss.  81.  Ec.  XXXII  78». 
Tilge:  (redupliziert).     S.  II  297. 
Zu  br.  (corn.)  pur  gehört  wohl  auch  corn.  poran  'straightly, 

rightly'. 
Vgl.  II  417. 

Endzelin,  KZ  XLIV  57,  stellt  ir.  tren  zu  lett.  trekns  'feist'. 
Julius  Pokorny,  KZ  XLIV  34—36,  nimmt  ansprechend  an,  daß 
nir.  leor  {Lör)  auf  dem  Einfluß  von  leir  {i-er)  beruht. 
I  310  Z.  15.     deircc  wird  zweisilbig  zu  lesen  sein. 

I  311.     In  die  Lehre  vom  Hiatus  gehört  noch  die  Bemerkung,  daß  das  idg. 
ei  im  ir.  Hiatus  als  e  erscheint:    PI.  Akk.  Dat.  deu,   deib 
von  dia  'Gott',  de  acht  'Gottheit'. 
Vgl.  noch  mc.  breichrwyfeu. 
VgL  corn.  dyfun  'wach'  c.  di-hun. 
Über  die  ältere  Aussprache  von  br.  ia  s.  Ernault,  Ec.  XXXII  280. 
Vgl.  V.  ivor  'Anker'  (=  heor  I  224). 
Über  br.  gweach  vgl.  Ernault.  Ec.  XXXII  86. 
Vgl.  noch  Loth,  Ec.  XXVIII  57—66. 

Vgl.  mc.  rwy  :  ryw  II 175,  yw  'zu  ihrem"  II 158,  yw  'ist'  II430. 

I  339  Z.  1   v.  u.     ursa   gehört  zu  c.  gorsin  (Stokes  Corm.  Transl.  S.  97), 

und  die  Nominativform  ist  nach  §  455,  2  II 111  zu  beurteilen. 

Im  ersten  Teile  ist  die  irische  Form  älter  als  die  cymrische; 

c.  -sin    könnte  zu  aw.  ntüna-,   stunä-  'Säule'    gehören.     Mit 

lat.  postis    gr.  Tiaonarcig,    naardi    ist    das    keltische    Wort 

parallel,  aber  in  keinem  seiner  Teile  identisch. 

I  345 ff.     Über  die  Lautgesetze  der  Mouillierung  u.  s.  w.  vgl.  GGA  1912  S.  35  ff. 

I  347  Z.  12.     Tilge:  mir.  teglach  'Familie'. 

I  349  Z.  36.     Vgl.    noch    noicht    gl.   non  uelatam.    Pokorny,    KZ  XLV  81, 

Hans  Hessen,  LTnifärbungen  der  Vokale  S.  43. 
I  351  Z.  3  ff.     Vgl.  §  763  II  566. 

Z.  37.     Lies:  *to-ud-gus-tijo-s. 
I  360  §  252.     Vgl.  Hans  Hessen,  Zu  den  Unifärbungen  der  Vokale  im  Alt- 


I  313 

§ 

215. 

I  314 

Z. 

1. 

Z. 

19. 

z. 

33. 

I  319 

z. 

13. 

z. 

26. 

I  322  Z. 

25. 

664  Berichtigungen  und  Zusätze. 

irischen,  Halle  1912.  Hans  Hessen  hat  aus  den  air.  Glossen 
die  Beispiele  für  die  Hebung  eines  o  zu  m  gesammelt.  Es 
ist  ein  Hauptverdienst  seiner  auch  an  gelungenen  Einzel- 
heiten reichen  Untersuchung,  daß  sie  durch  die  Beispiel- 
sammlung S.  57  ff.  das  Vendryes'sche  Gesetz,  wonach  ein  e 
keine  Hebung  bewirkt,  ganz  außer  Zweifel  gestellt  hat.  Mit 
Unrecht  läßt  aber  H.  H.  dies  Gesetz  nur  da  gelten,  wo  die 
vorhergehende  Silbe  altes  o  (oder  e)  hatte,  während  altes  u 
(und  i)  seiner  Ansicht  nach  vor  einem  e  der  folgenden  Silbe 
als  u  (und  i)  erscheinen  (S.  74 ff.).  Zur  Widerlegung  dieser 
Ansicht  genügt  doch  schon  das  eine  Beispiel  coin  'Hunde' 
vollkommen.  Damit  soll  natürlich  nicht  geleugnet  werden, 
daß  altes  «  und  i  sich  in  vielen  Einzelfällen  (vor  gewissen 
Konsonantengruppen  u.  s.  w.)  mit  Bezug  auf  die  Hebung 
anders  verhalten  als  o  und  c;  das  habe  ich  schon  in  meiner 
Darstellung  vielfach  angenommen,  und  ich  kann  nichts  da- 
gegen haben,  daß  man  dies  Erklärungsprinzip  noch  weiter 
ausdehnt  (H.  H.  S.  74).  Vielleicht  erklärt  sich  in  dieser 
Weise  der  schwierige  Vokativ  fir  besser  als  durch  die  I  366 
Z.  10  angedeutete  Hypothese:  das  früh  zu  -i  gewordene  aus- 
lautende -e  (I  247)  hat  zwar  ein  vorhergehendes  -i-  als  -t- 
erhalten,  nicht  aber  ein  -e-  zu  -i-  heben  können  (fir  :  as- 
beir).  Daß  -o-  vor  -we-  zu  -u-  geworden  wäre,  wie  Hans 
Hessen  S.  65  und  72  annimmt,  ist  ganz  zu  leugnen;  das 
Hauptbeispiel  tuus  :  c.  tywys  ist  doch  unbrauchbar,  da 
das  Cymrische  klar  und  unwiderleglich  beweist,  daß  der 
Vokal  der  zweiten  Silbe  nicht  -e-,  sondern  -i-  gewesen  ist; 
darüber  geht  H.  H.  viel  zu  leicht  hinweg. 
Zur  Chronologie  der  Hebung  vgl.  Hans  Hessen  S.  77. 

I  369  Z.  15f.     Streiche  tasgid.     S.  II  608f. 

I  371  Z.  22.     Lies:  Kc.  XVIII  407'  und  XXX  305. 

I  378  §  256,  6.  Der  Umlaut  eines  e  ist  im  Acorn.  sehr  deutlich:  idne 
gl.  auceps;  ydnic  gl.  pullus;  listri,  PL  von  lester  'Schiff'; 
scriuiniat  gl.  scriptor  (scriuen  gl.  epistula);  vgl.  auch 
milin  gl.  fuluus  (mcorn.  melyn),  midil  gl.messor,  pridit 
'Dichter',  cam  nivet  'Kegenbogen'  (nef  'Himmel'). 

I  381  §  257,  6.  Der  Umlaut  eines  e  zu  i  im  Br.  ist  bedeutend  jünger  als 
die  übrigen  Fälle  des  Umlauts  und  wird  auch  von  einem  ü 
der  folgenden  Silbe  bewirkt;  s.  II  253  Z.  24f. 

I  383  Z.  4  V.  u.     Lies:  gwalltyn. 

I  386  Z.  22.     Lies:  ?/;  und  r. 

Z.  4  V.  u.     Lies:  oidhche. 

I  387  Z.  27.     Das  Arranwort  ist  =  äit. 

I  390  Z.  15.     Lies:  Schreibungen  (vgl.  §  341  S.  496). 

I  394  §  265  Schluß.     Ein  weiteres  Beispiel  II  184  Z.  22—25. 

I  396  Z.  13.     Über  ni  ruban  and  s.  II  334  Z.  14. 


Berichtigungen  und  Zusätze.  665 

I  401  Z.  1.     Vgl.  com.  yn  mes  II  370  Z.  4  v.u.,  rabr.  eraaes  II  371  Z.  25. 

I  402  Z.  26.  Ferner:  emc'haloun  'dans  mon  coeur' (aber  dam  pec'hedou 
'ä  mes  peches'),  Le  Roux,  Annales  de  Bretagne  XII  8—9, 
Vallee  S.  97;  c'houi  am  c'haro  'vous  m'aimerez',  c'boui 
am  zenno  'vous  mo  tirerez'  (aber  c'houi  am  pedo  'vous 
me  prierez'),  Legonidec,  Dict.  br.-fr.  10. 

I  403  Z.  19.  Auch  daou  zra  'zwei  Sachen'  II  67,  vgl.  Le  Roux,  Annales 
de  Bretagne  XII  24. 

I  406  Z.  4  v.  u.     Für  mc.  a-e  schreibt  man  im  Nc.  a'i  u.  8.  w. 

I  408  Z.  6.  Le  Roux,  Annales  de  Bretagne  XII  9,  führt  ih  alhwe  'ihr 
Schlüssel'  'sa  clef  (ä  eile)'  aus  dem  Dialekt  von  Pleubian 
an  (aber  i  alhwe  'sein  Schlüssel'). 

I  410  Z.  10.     Lies:  r,  l,  n. 

Z.  12.     Füge  hinzu:  mc.  dyckynet,  Abstr.  zu  dygn  'hart'  Mab.  175,16. 
Z.  17.     /+  h:  felly  II  192. 

Z.  27.  r,  l,  n  +  h  ergibt  com.  rr,  11,  nn,  s.  II  352,  wo  thanvonno, 
danfonno  0.  M.  1187,  R.  D.  1620  hinzuzufügen  ist.  VgL 
Dottin,  Les  desinences  verbales  en  -r  S.  153  f. 

I  415  §  285,  1.  Im  br.  Dialekt  von  Pleubian  kann  die  Spirantisierung  auch 
dann  eintreten,  wenn  das  Pron.  vom  Subst.  getrennt  ist:  i 
dow  vark  'ses  deux  champs  (ä  eile)',  Le  Roux,  Annales  de 
Bretagne  XII  31. 

I  419  Z.  3  V.  u.     Lies:  to-od-saig-. 

I  420  §  289,  2.     Vgl.  über  eirg  siu  §  795,  2  II  594. 
Z.  24.     Lies:  in  jener,  in  dieser. 

I  422  §  290,  3.     VgL  c.  ody-uch-taw  §  494. 

1  423  Z.  4.     Mbr.  gouffen  ist  ganz  falsch  beurteilt:  s.  §648,  §  647  S.  441. 

I  426  Z.  1  V.  u.  Vgl.  pem  pla  'fünf  Jahre',  Le  Roux,  Annales  de  Bretagne 
XII  28  (Dialekt  von  Pleubian). 

I  431  Fußnote  1.  Einen  Beleg  für  die  Lenition  von  sm-  liegt  vielleicht  vor 
in  nö  merai  'or  blackberries"  Monast.  Tall.  132,  20  mit  Note. 

I  437  Fußnote.  Füge  hinzu:  Williams,  Rules  of  the  Welsh  Initial  Changes. 
With  an  Appendix.  Not  Published.  Oxford  1866  (enthält  nur 
Avenig,   das  nicht  ebenso  bequem  anderswo  zu  finden  wäre). 

I  438  Z.  10.     Über  att  vgL  II  174. 

I  440  §  305,  2  Schluß.  Füge  hinzu:  Nach  corn.  tbe  'um  so':  the  voy  'um 
so  größer',  the  wel  'um  so  besser',  de  weth  'um  so 
schlimmer'  ZE  298. 

I  441  Z.  6f.     Tilge  die  Bemerkung  über  ir.  anae. 

I  456  Z.  1  v.  u.  Einen  besonderen  Fall  der  postverbalen  Lenition  belegt 
Thumeysen,  KZXL1V117:  arm  na  righna  diarofaided 
chuinchidh  'die  Waffe  der  Königin,  die  zu  suchen  er  ge- 
sandt worden  war',  an  feur  i  rrofaideamar  thig  'der 
Mann  in  dessen  Haus  wir  geschlafen  haben",  niör  u-ingen 
irraba  fein  chardes  'viele  Mädchen,  in  deren  Liebe  du 
selber  gestanden  hast'.  Zur  Konstruktion  vgl.  §  539,  2  II  225. 


666  Berichtigungen  und  Zusätze. 

I  460  Z.  8.     Lies:  gwassanaethassynt. 

Z.  21.     Lenition    der  Bezeichnung    des  Zieles    einer  Bewegung:    pan 
elwyf  Wynet  u.  s.  w.,  Loth,  Rc.  XXXI  162. 

I  461  Z.  11.  Schiebe  als  erstes  Beispiel  ein:  nefre  ny  thebraf  vare 
'never  will  I  taste  bread'  0.  M.  2186. 

I  467  Z.  23.     Vgl.  napo  cheneel  II  245. 

I  471  §  320,  2.     Vgl.   G.  P.  Williams,   ZfcPh.  VII  347  ff.   (1910),    Loth,   Ec. 
XXXI  365  (1910). 
Z.  23.     Vgl.    br.    coustet   pe   gousto    'ä  n'importe    quel    prix',    Le 
Roux,  Annales  de  Bretagne  XII  26. 

I  472  Z.  5f.     Anders  über  die  Entstehung  des  nc.  yr  Loth,  Rc.  XXXI 349— 356. 

I  476  Z.  35.     Lies:  od-  +  bo-n-d-.  —  Über  com  per t  vgl.  II  465 f. 

I  477  Z.  20.     Lies:  con-dom-ar-r-gabad. 

I  481  Z.  12.     rellough  hat  11  aus  Ih,  s.  Nachtrag  zu  I  410. 

I  486  Z.  17.     -rn-  aus  -rknd-  ist  in  ernail  §  699,  1  belegt:    die  Zimmer- 
sche  Deutung  von  irnigde  ist  also  lautlich  unanstößig. 
Z.  32.     Schiebe  als  erstes  Beispiel  ein:    mir.  condrecat,  s.  Verbal- 

verz.  cora-ro-icc-. 
Z.  35 — 40.     Über  das  in  vielen  Sprachen   erscheinende    -mpn-    statt 
-mn-  handelt  Jespersen,  Arkiv  f.  nord.  fil.  XXIX  S.  21f.  (er 
nimmt  an,  daß  die  Erscheinung  nur  orthographisch  ist). 

I  490  Z.  24.  Hans  Hessen,  Umfärbungen  S.  56,  betrachtet  cuchtar  als 
Lehnwort  aus  lat.  coctüra. 

I  492  Z.  17.     Br.  en  em  ist  hier  falsch  beurteilt;  vgl.  II  297. 

I  494  Z.  28.  Thurneysen,  IF  Anz.  XXVII  17,  und  0.  J.  Bergin,  ZfcPh.  VK 
513,  trennen  ir.  toioh  'natural'  von  doich  'likely'  unter  Be- 
rufung auf  mir.  döig  nir.  doigh.  K.  Meyer,  Eriu  VI  109^, 
nimmt,  teils  auf  Grund  einer  von  ihm  aufgestellten  (von 
Thurneysen,  Zu  irischen  Handschriften  und  Literaturdenk- 
mälern, Abb.  d.  königl.  G.  d.  W.  zu  Göttingen,  phil.-hist.  KI., 
neue  Folge  Bd.  XIV  Nr.  2,  S.  89,  bezweifelten)  metrischen  Re- 
gel, teils  auf  Grund  eines  zweiten  Beleges  des  Reim  wortes,  an, 
daß  doche,  Abstr.  von  doich,  mit  dem  Reim  wort  Oche, 
in  Fei.  Aug.  4  mit  ö  zu  lesen  ist,  und  folgert  daraus,  daß 
doich  ,,has  nothing  whatever  to  do  with  toich".  Dem- 
gegenüber ist  zunächst  hervorzuheben,  daß  die  Bedeutungen 
von  doich  und  toich  gut  zusammen  passen,  toich  bedeutet 
nicht,  wie  Thurneysen  angibt,  'gehörig',  sondern  'was  natur- 
gemäß erwartet  werden  kann',  vgl.  bes.  Wb.  29d  13;  es 
unterscheidet  sich  nur  durch  die  voluntative  Nuance  der 
Erwartung  von  doich,  das  die  rein  logische  Erwartung  aus- 
drückt; toich  verhält  sich  also  zu  doich  wie  lat.  uerus 
'gerecht'  zu  uerus  'wahr'  (vgl.  ir.  fir  'wahr;  Gerechtigkeit'), 
toich  hat  ferner  die  Bedeutung  'pleasing'  (mad  toich 
duit  —  mad  ail  duit  'if  thou  likest'  Fei.  Juli  24,  vgl. 
nsch.  is  toigh  leam  'I  like',    is  docha  leam    'I  prefer'); 


Berichtigungen  und  Zusätze.  667 

dazu  erinnere  ich  an  an.  likr,  das  teils  'wahrscheinlich', 
teils  'annehmbar,  rätlich'  bedeutet  (vgl.  an.  lika  got.  f/aleikan 
'gefallen').  Alle  drei  Bedeutungen  von  toich  und  doich 
finden  sich  in  der  Sippe  des  gr.  f.(Hx«  wieder:  (oixt  'es  scheint; 
es  geziemt',  tixög  'das  Wahrscheinliche;  das  Natürliche, 
Schickliche',  i'ixvTa  axotrig  'die  mir  ansteht,  angenehm  ist'. 
Ferner  ist  hervorzuheben,  daß  die  Quantitätsverhältnisse  der 
Identifikation  von  toich  und  doich  absolut  nicht  im  Wege 
stehen;  denn  doich  hat  ebenso  wenig  wie  toich  im  Air. 
ein  langes  ö.  Wie  die  mir.  und  nir.  Länge  entstanden  ist, 
bleibt  noch  zu  untersuchen;  wenn  doche,  wie  K.  Meyer  an- 
nimmt, schon  zur  Zeit  des  Fei.  langes  ö  hatte,  wird  dies 
Wort  natürlich  bei  der  Untersuchung  eine  Hauptrolle  spielen 
müssen.  Sollte  es  sich  herausstellen,  daß  doche  sich  zu 
doich  ebenso  verhält  wie  cöre  zum  zweisilbigen  coir,  so 
wäre  meine  Zusammenstellung  von  toich,  doich  mit  c. 
tebyg  hinfällig,  und  man  würde  eher  in  dem  ir.  Wort  die 
Wurzel  des  gr.  eotxi  mit  dem  Präverb  to-  suchen  müssen. 
(Ist  dü-thoig,  dü-thaig  'zugehörig'  u.  s.  w.  ein  Kom- 
positum von  toich?) 

I  500  Z.  28.     sant   ist  Lehnwort    aus    dem  Englischen:    in  dem  parallelen 

engl.  Vokabular  steht  sand,  s.  Schuchardt,  Zs.  f.  rom.  Phil. 

XXXIII  647. 
I  502  Z.  25.     Zu  ottengy  vgl.  t;  495  II  160,  161  Z.  15ff. 
I  505  Z.  20.     Über    den   Zwischenlaut    zwischen    v    und   /'   vgl.   J.  Le  Gall, 

Annales    de   Bretagne   XIX   266,    P.  Le  Koux,    Annales    de 

Bretagne  XII  4. 
I  507  Z.  8—10.     Tilge  die  Bemerkung  über  duthracht. 
I  528  Z.  14.     Br.    ivez    ist    corn.    yn-weth,    in-weth    (c.  un-wedd),    s. 

Loth,  Rc.  XXX  258. 
I  529  Z.  15.     Vgl.  noch  Guillevic  &  Le  Goff,    Exercices   sur   la   grammaire 

bretonne  du  dialecte  de  Vannes,  Vannes  1903  S.  I— VIII. 
I  532  Z.  29.     Über  die  AfFrikata  e  vgl.  Loth,  Rc.  XXXII  416 f. 

I  542  (Nachtrag  zu  S.  278).     Vgl.  noch  J.  Le  Gall,  Annales  de  Bretagne  XIX 

249  (leiin  tok),  Le  Roux,  Mutations  et  assimilations  de 
consonnes  dans  le  dialecte  arnioricain  dePleubian.  Ann.  de 
Bret.  XII  3fiF.  (Betonung  des  Zahlwortes  und  Enklise  des 
Substantivs  bei  '1',  S.  13,  18,  bei  '2'  S  24,  31,  bei  '3'  8.12, 
bei  '7'  und  '8'  S.  27,  bei  '9'  S.  10). 

II  1  Z.  5  V.  u.     Lies:  §  404. 

4  §  356.     Vgl.    K.   Meyer,    Dvandva-Komposita    im    Ir.,    Sitzuugsbor.    d. 

königl.  pr.  Ak.  191 '2.  790. 
7  Z.  7.     ecra  ist  hier  zu  streichen,  da  die  richtige  Form  uach  K.  Meyer, 

Sitzungsber.   d.   preuß.  Ak.    1912   S.  792.    ecra    (mit    * fks- 

komponiert)  ist. 
Z.  13.     Füge  hiuzu:  ir.  eitig  'häßlich'  c.  annheg,  Stokes,  Wi.  IV*  497. 


668  Berichtigungen  und  Zusätze. 

II  10  Z.  14.     Über  miss-imbert  'foul  play'  s.  K.  Meyer,  Sitzungsber.  1912 
S.  794. 

16  Z.  6.     Lies:  §  512  Anm.  3. 

17  Z.  1  V.  u.     Über  die  Bed.  von   raabinogi   vgl.  Ehys,   E.  B.  I,  VIII, 

Gwenogvryn  Evans,  W.  B.  XXVI,  Mary  Williams,  Sur  la 
composition  du  roman  gallois  de  Peredur,  Paris  1910,  S.  IV*, 
Loth,  Kc.  XXXII  421. 

18  Z.  18—21.     In  dem  -th-    von  süithe  darf  man  nicht  ä+  h  suchen, 

da  intervokalisches  -h-  im  Ir.  spurlos  schwindet  (Belege:  die 
Superlative,  die  Konjunktive,  die  -aig-Verba  S.  23);  es  übt 
nur  dann  eine  Wirkung  aus,  wenn  es  Anlaut  eines  selbst- 
ständigen Wortgliedes  war,  s.  I  408. 

19  Z.  2,     Lies:  sein  Kleid. 

20  Z.  4  V.  u.     Wenn  das  -e-   von  longes    ein  altes  -i-  ist,    muß  das  -o- 

der  ersten  Silbe  analogisch  statt  -u-  sein. 

21  Z.  5.     Füge  (vor  br.)  hinzu:  corn.  lues,  luas,  leas. 

22  Z.  36.     Vgl.  lett.  lohps  'Vieh'  Endzelin,  KZ  XLIV  62. 

23  Z.  11  ff.     Vgl.  J.  Lloyd-Jones,  The  Welsh  Denominatives  in  -hau  and 

-ha,  ZfcPh.  VIII  151—171. 
25  Z.  15.     Füge  hinzu:  gall.  selago  Pflanzenname. 
27  §  372  Schluß.     Über  Namen  auf -ön  (Ogam  VENDOGNI)  s.  K.  Meyer, 
Eriu  IV  68. 
Füge  hinzu:  Loth,  Kc.  XXXI  177,  315 ff. 
Der  air.  Gen.  condid  ist  belegt  Thes.  II  226,  33. 
Füge  (nach  man)  hinzu:  (nach  Loth,  Ec.  XV  370). 
Das  richtige  über  tui-sel  unten  S.  623. 
Vgl.  mir.  allethete  Wi.  219,  27. 
Statt  'Steine'  lies:  'Glocken'. 
Füge  hinzu:  acorn.  lugarn. 

Wenn    die    Form    Bresual   (K.  Meyer,    ZfcPh.  VIII  180)    alt 
(nicht  etwa  nach  bekannten  Mustern  künstlich  erfunden)  ist, 
so  ist  ir.  Bresal  ein  Kompositum  (vgl.  Co  n  all  I  147  u.  s.w.). 
Lies :  belü. 
C.  melyn  u.  s.  w.  wäre  nach  Ascoli,  Arch.  glott.  ital.,  Suppl. 
period.  VIII  72  ein  lat.  Lehnwort,  vgl.  sard.  melino  'falbo'. 
Über  ir.  leine  s.  S.  103. 
Lies:  mir.  (statt  nir.). 
Aber  vgl.  über  revSo)  I  160. 
62  §  404  Schluß.      Vgl.    Plummer,    Vitae    sanetorum   Hiberniae,    Oxford 

1910,  II  344f.,  K.  Meyer,  Sitzungsber.  1912  S.  1147 ff. 
65  §  407,  3.     Vgl.  noch  S.  126  Z.  5 ff.,    S.  140  Z.  7  ff.     Im   Nc.  wird   hi 
=   'es'    verwendet;    ob    dieser    Gebrauch    alte  Wurzeln   hat, 
weiß  ich  nicht. 
69  Z.  22.     Vgl.  ni  fitetar  muntar  nime    'die  Bewohner  des  Himmels 

wußten  nicht'  Wb.  21  d  1. 
72  Schluß  der  Anm.     Eher  könnte  ein  Gen.  Plur.   in  der  bekannten  mc. 


38  Z. 

2. 

39  Z. 

6. 

45  Z. 

24. 

46  Z. 

7. 

48  Z. 

21. 

52  Z. 

20. 

53  Z. 

21. 

54  Z. 

9. 

56  Z. 

5. 

57  Z. 

13. 

Z. 

28. 

59  Z. 

8. 

60  Z. 

23. 

Berichtigungen  und  Zusätze.  669 

Eedensart  yn  vwyhaf  gv/r  'am  meisten  von  allen  Männern' 
(Mab.  215,  19)  stecken;  danach  wäre  dann  yn  vwyhaf 
gwreic  (oben  I  448,  10)  analogisch  gebildet.  Vgl.  yn 
diwethaf  oll  W.  B.  432,  18. 
II  72  §  414.  Objekt  nach  einem  Adjektiv  (mit  der  Bedeutung  eines  Parti- 
zipiums): mc.  guiscawc  varchawc  voirchhywet  'Cheva- 
lier qui  harnache  des  chevaux  dociles'  Loth,  Rc.  XXXI 162. 

74  Z.  7 ff.     Auch  sechtar  regiert  den  Akk.  (Ml.  61  b  22,  54c  20).     Über 

die  ir.  Präpositionen  vgl.  J.  Fräser,  ZfcPh.  VIII 1—63.  Über 
do  mit  dem  Dat.  vgl.  Havers,  Untersuchungen  zur  Kasus- 
syntax der  idg.  Sprachen,  Straßburg  1911,  S.  240—256. 

75  Z.  23.     Lies:  Wb. 

79  Z.  7.     Ein  Vergleich  ohne  Vergleichspartikel  auch  Wb.  11  c  13,  Thes. 
II  294,  16  mit  Fußnote  d,  Wi.  11'^  213,  18. 
Z.  34.     Auch  nir.  i  m-bliadhna  'dies  Jahr'  deutet  darauf,  daß  das 
proklitische    Element    als    die    Präposition    i    n-    aufgefaßt 
worden  ist. 

81  Z.  21.     Mehr  Beispiele  bei  Stokes,    Suppl.  Thes.  Palaeohib.  S.  61  (zu 

690,  20). 

82  Anm.  2.     Über  Voranstellung  eines  Genitivs  im  Ir.  (lir  co  träig  'bis 

an  den  Strand  des  Meeres')  s.  K.  Meyer,  ZfcPh.  VIII 182  mit 
Fußnote  2.  Die  alte  Konstruktion  ist  vom  späteren  Schreiber 
entstellt  in  tond  fri  talmain  statt  toind  fri  talman 
'gegen  die  Oberfläche  der  Erde'  LU106a  10  =  Wi.  276,  23. 
Über  eine  eigentümliche  Umschreibung  des  Genitivs 
(corn.  en  mab  dre  y  skyans  'durch  die  Weisheit  des 
Sohnes'  "der  Sohn  durch  seine  Weisheit"  M.  C.3,  mbr.  eguit 
an  fez  he  neuezhat  'um  den  Glauben  zu  erneuern'  "für 
den  Glauben  seine  Erneuerung"  Nonne  121)  s.  Stokes,  Beitr. 
z.  vgl.  Sprachf.  III  159 f. 

84  Z.  28.  Vgl.  jetzt  Sommer,  Der  keltische  Dual,  Miscellany  Kuno  Meyer 
S.  129—141.  Ich  bleibe  dabei,  daß  der  N.  A.  des  Duals  laut- 
gesetzlich auf-öM,  der  Gen.  lautgesetzlich  auf -o«  zurückgeht. 

89  §  436.  Loth,  MSL  XVIII 34 ff.,  nimmt  an,  daß  es  im  Brit.  Nominative 
auf -i/a  c.-ydd  (mit  kurzem  -a  und  daher  ohne  Senkung  des 
vorhergehenden  Vokals)  gegeben  hat:  mc.  cerennyd  fem. 
'Freundschaft'  (ir.  cairde  ncutr.,  obenI373);  mc.  y  werit 
(d.h.  y  werydd)  'das  Meer' Skene  II  55, 14  (c.  mer-werydd 
'the  great  noise  er  roaring  of  the  sea')  ir.  foirrce,  fairrge 
'Meer'.  Ich  halte  es  aber  für  möglich,  daß  das  femininisehe 
Genus  bei  cerennyd  (nc.  cerennydd  mask.)  sich  aus 
einem  älteren  Neutrum  erklärt:  und  mit  derselben  Möglich- 
keit rechne  ich  bei  y  werit,  gegen  dessen  Kombination  mit 
ir.  foirrce  ich  vom  Standpunkt  der  Lautlehre  nichts  einzu- 
wenden habe  (zwischen  den  beiden  r  des  irischen  Wortes 
muß  ein  Vokal  geschwunden  sein;  er  kann  aber  auch  im  C. 


670  Berichtigungen  und  Zusätze. 

geschwunden  sein,  worauf  das  -rr-  vor  -g-  gekürzt  worden 
ist;  -rg-  ist  nach  §  61,  2  zu  -rj-  geworden,  und  schließlich 
ist  ■;/-  vor  -y-  geschwunden,  vgl.  I  536,  Nachtrag  zu  S.  64; 
die  Kombination  von  ir.  foirrce  mit  (oxtccvög  OvfQyioviog  ZE 
11,  Holder,  Altceltischer  Sprachschatz  III  213  wüßte  ich 
dagegen  nicht  zu  rechtfertigen);  zwar  ist  ir.  fairrge  in  der 
späteren  Sprache  fem.,  in  der  Sg.-Stelle  fufuasna  fairrgae 
findfolt  Thes.  II  290  scheint  aber  kein  Femininum  vorzu- 
liegen, denn  die  Übersetzung  'den  weißhaarigen  Ozean'  liegt 
doch  offenbar  näher  als  'the  ocean's  white  hair'.  Ich  er- 
kläre also  die  Endung  der  beiden  c.  Wörter  aus  -ijo-m, 
nicht  aus  -ija. 
II  95  Z.  35 f.     Tilge:  mor  'Meer'.  Plur.  moroedd. 

104  Z.  12.  Stammabstufung  scheint  vorzuliegen  bei  mc.  anaw  'Dichter', 
PI.  anant,  etwa  *  atuis-ont-s,  *  onas-nt-es. 

107  Z.  25f.    Die  Form  canawon  belegt  Loth,  Rc.  XXXI  313. 

111  §  455  Anm.  Vgl.  N.  A.  D.  accuiss  'Ursache'  (lat.  Lehnwort),  N.  A. 
Dual  accuis,  A.  Sing.,  Nom.  PL  aicsin.  Dat.  PI.  aicse- 
naib. 

113  Z.  5.  Nach  Marstrander,  Eriu  V  200  wäre  die  Dativendung  -imm 
aus  -inn  durch  Assimilation  an  das  vorhergehende  -m- 
entstanden;  mir  unannehmbar. 

116  Z.  31.     Über  diriug  vgl.  auch  Brugmann,  Grundr.  '^  II  2,  725. 

121  Z.  35.     Lies:  c.  gwaeth  'schlimmer'. 

124  Z.  13.     Füge  (vor  ZE)  hinzu:  unten  S.  323, 
Z.  1  V.  u.     Zu  Wb.  31a  6  vgl.  S.  241  Z.  21  f. 

125  Z.  16.     Zur  Verwendung  der  Komparationsformen  vgl.  noch  yn  vwyaf 

Mab.  193,  yn  vwyhaf  224,24;  gwnaet  pob  un  onadunt 
a  aUo  waethafy  gilyd  'jeder  von  ihnen  soll  dem  anderen 
das  schlimmste,  was  er  kann,  tun'  205,  7. 
Z.  25.     Über  die  Komparationspartikeln  vgl.  noch  §  560  Anm.,  §  497, 
500,  502  Anm.  1  Schluß  S.  172, 

129  Z.  14.     Vgl.  Loth,  Ec.  XXXI  319. 

133  Z.  1  V.  u.     sicher,  lies:  wahrscheinlich. 

141  §  483.  Über  olse  u.  s.  w.  handelt  auch  Havers,  KZ  XLIV  26—34, 
und  Pokorny,  KZ  XLIV  375. 

144  Z.H.  Vgl.  jedoch  eich  i-b-ro -er  ad 'was  ist  euch  gewährt  worden?' 
Wi.  III  237,  62;  do-t-berae  eislis  'il  te  donnera  de  la 
negligence'  (Monast.  Tall.  142,  5)  Vendryes,  Rc.  XXXII  480. 
Noch  eine  weitere  Verwendung  des  infigierten  Pronomens  ist 
belegt  in  bes-idn-isle  'who  is  lower  than  he'  u.  s.  w. 
Thes.  II  292  Fußnote  1. 

146  Z.  28.     Lies:  §  559  Anm.  3. 

148  Z.  20 f.     Vgl.  noch  Strachan,  ZfcPh.  II  484  ff. 
Z.  27f.     Lies:  tath-ut,  tath-us. 

153  Z.  15.     Schiebe  (vor  fad-i-sin)  ein:  f-i-ssin  Ml.  131c  3. 


Berichtigungen  und  Zusätze.  671 

II  155  Z.  35.    Archaisch  mc.  dy-ni-ryt 'donne-moi',  Vendrye8,Rc.XXXII480. 

156  Z.  35.     Vgl.    noch    c.  pathawr   S.  204.     Weitere  Beispiele   für   die 

archaische  Infigierung    nach    wortbildenden  Präverbien    bei 

Loth,    Rc.  XXXI  321    (er-),    502   (hand-yth-vagwyt    'on 

t'a  nourri').     Über  go-s-  vgl.  §  585,  12. 

163  Z.  3.     Neben  dyra  gibt  es  auch  dymmo  0.  M.  158,  1296,  1567,  2176. 

Z.  19.     Füge    hinzu:    heb  off   'without  me",    hebogh    'without  you' 

Beun.  Mer.  4546,  2693. 

165  Z.  3.    Lies:  Br. 

166  Z.  31  und  231  Z.  13.     eguetou  (ZE  383)  ist  nach  Ernault  'derniere- 

raent'  (=  aguetou  I  139). 

167  Z.  8.     Lies:  §  599  Anra.  4. 

168  Z.  15.     Ist  com.  dymmo  nach  dem  Muster  von  dyso  gebildet? 

169  Z.  2-4.     Vgl.  jedoch  §  603  Anm.  2  S.  344. 
175  Z.  15.     Lies:  §  559  Anm.  3. 

180  Z.  23.     VgL  bethu  sin  Ml.  53c  14  und  Thes.  I  168  Fußnote  f. 

181  §  509  Schluß.     Eigentümlich    ist    die   Verwendung   des   bestimmten 

Artikels  in  Fällen  wie  co  n-acca  in  n-6clach  cuci  'er 
sah  einen  Jüngling  auf  sich  kommen'  LL  284a  50,  co 
nfacutar  in  sentuinne  Corm.  S.  37  Z.  6  u.  s.  w. 

187  §  514,  1.     Vgl.   Paul  Walsh,    On  some  Irish  Adverbs,    Gadelica,    A 

Journal  of  Modern-Irish  Studies,  I  132 ff. 

188  Z.  19.     In   CO  m-bad  si  amser  sin    'that  that  was  the  time'    Ml. 

24 d  7  vertritt  si  einen  neutralen  Begriff,  vgl.  S.  65. 

189  Z.  33.     Schiebe  (nach  dem  ;)  ein:   it  e  son  aptota  les-sem  riam 

Sg.  77b6  (e  vertritt  begrifflich  ein  Neutr.  Sing. ;  Thurneysen, 
KZ  XLIV  114f.); 

196  Z.  2.     In  Sg.  auch  Nom.  PI.  aller  Genera  alaaili. 

197  §  518,  1.    Über  Ogam-Formen  s.  Carl  Marstrander,  Eriu  V  144. 

198  Z.  11.     Lies:  *Kmä. 

XL     Füge  als  Fußnote  hinzu:  Strachan,  Eriu  I  6ff.,  Vendryes,  MSL 
XIII  396  ff. 

200  Z.  13.     Vgl.  a  bywfy  S.  325  Z.  6. 

201  Z.  13.     Genauer:  -x  in  -o  verwandelt. 
Z.  2  v.  u.     käme,  lies:  ginge. 

203  Z.  15.  Com.  fattel,  fettel  'wie?'  scheint  das  fragende  Pronomen 
und  del  zu  enthalten;  -tt-  vielleicht  nach  dem  Muster  von 
kettel  §  518,  2;  f-  unklar. 

205  Z.  11.     Lies:  * kuanä. 

209  Z.  15.  Vgl.  noch  mo.  pa  diaspettych  di  bynnac  S.  324  Z.  24f. 
§  528.     Vgl.  Ascoli,  Archivio  glottol.  Ital.,  Suppl.  II  121. 

218  Z.  9.     Lies:  3.  Sing.,  1.   und  3.  PI.     Vgl.  S.  386  Z.  10 ff. 

222  §  537,  7.     Vgl.  noch  du-d-uic  Ml.  67  a  3,  vgl.  27  d  23  (Thurneysen, 

Handb.  §  424). 

223  Z.  10.     Lies:  §  559  Anm.  3. 

224  §  539.    Vgl.  Thurneysen,  KZ  XLIV  116  f.,  Vendryes,  Ec.  XXXU  447  flF. 


672  Berichtigungen  und  Zusätze. 

II  227  Z.  24.     Die  relative  Singularform    statt   des  Plur.    kommt  schon  im 

Mir.  vor,  s.  Atk.  LBr.  Z.  7374,  7315. 
236  Z.  26.     Corn.  a  'wenn'    ist   durch    die   verschiedene  Sandhiregel  von 

dem  relativen  a  deutlich  unterschieden. 
240  Z.  10.     Eelativsatz    vor    dem    Beziehungswort:    corn.    a    wor    den 

S.  322  Z.  3. 

248  §  552,  4.     Vgl.  noch  ni  m-a-riccfed,  conna  mm-an-airi  S.  557. 

249  §  552,  5.     Im  Mir.  wird  die  echte  Komposition  der  relativen  Formen 

viel  häufiger;  das  Verbalverz.  bietet  Beispiele. 
252.     Zum  Kapitel  .,Die  Negationen"  vgl.  Ernault,  Sur  la  negation,  Ec. 
XIII  346—360. 

253  Z.  34.     Füge  (nach  dem  ;)  hinzu:  ny  ruk  .  .  na  ny  garsen  Beun. 

Mer.  1990.   —    Zwei  Beispiele  für  mbr    na  ne  S.  321  Z.  18 
und  Z.  22;  vgl.  Nonne  1450,  Barbe  361. 

254  Z.  23.     Belege  für  ir.  "  na  noch  LL  73b  41,  42.     • 

255  Z.  1.    Über  amal  ni  cuimsimmis  u.  s.w.  s.  KZ  XXXV  387. 

Z.  14.     Neben    cona    kommt   auch    coni    vor.     act  ni    'provided  .  . 
not'  Wh.  10c  1. 

256  Z.  6  V.  u.     Ein    asyndetischer  Bedingungssatz   mit   na  im  Com.  ist 

S.  330  Z.  1  V.  u.  angeführt. 
261  Z.  20  ff.    Über  namyn  vgl.  Loth,  Ec.  XXXI  503,    Metrique  galloise 

II  2,  129  f. 
Z.  27.     In    Ouessant   ist   neben    egit    auch    negit   üblich,    s.  Dom 

Malgorn,  Annales  de  Bretagne  XXV  232. 
267  Z.  31.     Statt  -ar-  steht  nach  einem  mouillierten  Konsonanten  -er-: 

du-m-imm-er-che'll  u.  s.  w.  S.  483. 
273  Z.  2.     Füge  als  Anm.  hinzu:    Das  narrative  Prät.   von    'hören'    und 

'sehen'    ist    oft    von    einem    überflüssigen    co    n-    begleitet 

(Thurneysen,  KZ  XXXVII  58"^):   amal  imm-ind-raitset, 

CO  n-acatar  Fiacc  Find  cuccu  Thes.  II  241,  11. 
275  §  573  Schluß.     Aus  air.  resiu  ro   ist   nir.  sul  entstanden,   Stokes, 

Wi.  IV^  552. 

290  Z.  3  V.  u.     Vgl.  corn.  nansyw  S.  425. 

291  Z.  2.     Air.  no  wird  im  Nir.  durch  do  ersetzt,  vgl.  I  265. 

298  Z.  31.     Tilge:  vgl.  56b  26. 

299  Z.  3.     Thurneysen,    Handb.  II  99,   vgl.    ZfcPh.  VIII  81,    will    statt 

*od-  vielmehr  *os8-  ansetzen;  dies  *oss-  müßte,  da  die 
Zusammengehörigkeit  mit  skr.  ud  asl.  vy-  u.  s.  w.  keinem 
Zweifel  unterliegt,  auf  *(/c?-,<t- zurückgehen;  ein  solches  *ud-s- 
kann  jedoch  in  ir.  osnad  'Seufzer'  wegen  der  c.  Form 
uch-enaid  nicht  vorliegen;  daß  sowohl  ir.  os-  wie  c.  uch- 
auf  der  Präverbgruppe  *  ud-eks-  beruht,  wird  durch  die  For- 
men mit  *eks-  (c.  ech-ain  oben  S.  295)  aufs  schönste  be- 
stätigt; daß  das  einfache  Präverb  für  das  Ir.  als  *od-,  nicht 
als  *oss-  anzusetzen  ist,  folgere  ich  aus  dootar  S.  274 
Z.  19,  vgl.  §  753  Anm. 


Berichtigungen  und  Zusätze.  673 

II  300  Z.  1.  Vgl.  jedoch  to-ro-od-gaib-  §  734,  11  (di-ro-od-scuich- 
S.  618  f.). 
304  Z.  7.  Daß  mos-  ein  Präverb  ist,  beweist  mus-creitfet  Wb.  5c  2. 
Z.  31 — 34.  Das  fragende  Pronomen  wirkt  als  ein  Präverb  in  cia 
aithet  S.  514,  co  harragar  S.  592,  co  heranar  S.  597, 
cia  ret,  co  sernar  S.  601,  626,  cia  tiasam  Thes.  II 
299,  30,  cia  thoetsat  S.  656. 

309  Z.  21.     Vgl.  Loth,  Bc.  XXXI  483—487. 

310  Z.  15.     Lies:  tair. 

312  Z.  8.     Vgl.  mc.  y  cavas  Tut  trouve'  u.  s.  w.,  Loth,  Rc.  XXXI  493. 
317  Z.  19.     Auch   in   einem   fragenden  Hauptsatz    kann    ein  Konjunktiv 

der  Absicht  stehen:  cinnas  fuirechlem  S.  485  Z.  3. 
333  Z.  5.     Als  Gegenbeweise  gegen   ar-a-rethi   könnte  man  du-fichi 

§  723,  2  und  con-rigi  §  794,  2  anführen;    sie  sind  jedoch 

wohl  Analogiebildungen  nach  3.  Sing,  dofich,  conrig  (die 

sich  nach  S.  664  Z.  20—23  erklären). 
Z.  42.      Tilge    die    Parenthese    (in    tuesmot    muß    das    -sm-    oder 

wenigstens  das  -s-  mouilliert  gewesen  sein). 
337  Z.  19 f.     Mehr  bei  Ernault,  Rc.  XXXII  75». 
344  Z.  32  f.     Vgl.  S.  401'. 
348  Z.  8.     Zur  deponentialen  Flexion  von  ro-fitir  vgl.  §  627,  5  S.  406. 

351  Anm.  1  Schluß.     Eine  idg.  Alternation   liegt  auch   in    con-da-rias 

u.  8.  w.  (zu  reg-  'binden')  vor,  s.  Verbalverz. 

352  Z.  36 ff.     Die  wichtigste  Quelle    des    nbr.  -f-    sind   jedenfalls    die    in 

§  648    besprochenen    Komposita    des   Verbums    'sein'.     Vgl, 
Ernault,  Rc.  XI  479 ff. 

356  Z.  16—27.     Konjunktive    auf  -y  (3.  Sing.):    corn.  roy   S.  473,    mbr. 

deuy  S.  453. 

357  Fußnote.     Füge  hinzu:  Josef  BaudiS,  Über  den  Gebrauch  des  Fut.  II 

im    Irischen    und    über    die    Bildung    des    air.    Futurs,    Rc. 

XXXIII  324-351. 
359  Z.  13.     atrebfea  ist  nicht  belegt. 
367  Z.  20.     Vgl.  noch  -huaid  §  790. 
Fußnote.     Vgl.  in-lolaig  S.  570. 
382  Z.  24 — 29.     Vielleicht  ist  der  Hiatus  in  ^ qeqane  is,  *qeqana  eg  durch 

Aphaerese  des  kurzen  Vokals  von  *is  und  *e'g  beseitigt  worden. 
385  Z.  31  f.     Auch    der  Konjunktiv   von    arc-   ist    deponential:    Sing.  2. 

comairser,  fris-comarser  S.  457. 
390  Z.  12 — 17.     Vgl.  noch  einerseits   nä  hanagar   S.  456,    andererseits 

tob  gar  S.  460. 
396  Z.  6 — 16.     Ähnlich    ir.  ni  chumangar  a  rim    'mau  kann  sie  nicht 

zählen'  LL78b2,  ona  laimtheä  guin  duini  'sodaß  man 

es  nicht  wagte,  einen  Menschen  zu  töten'  LU  50  b  20. 
396 — 397  Fußnote.     Über    die  Beziehung    der  tocharischen   -r-Formen  zu 

den  italisch-keltischen  hat  Meillot  sich  zu  wiederholten  Malen 

geäußert,    zunächst  sehr  skeptisch  (Journal  Asiatique,  Mai- 

Federsen:  Vgl.  kelt.  Gramm.     II.  43 


674  Berichtigungen  und  Zusätze. 

Juni  1911  S.  454),  später  zuversichtlicher  (Revue  du  Mois 
XIV  Nr.  80  S.  142,  MSL  XVIII 10  ff.).  Sollte  der  Zusammen- 
hang sich  wirklich  endgültig  bestätigen,  so  wäre  dies  meiner 
Ansicht  nach  ein  ganz  entscheidender  Beweis  dafür,  daß  das 
Tocharische  einst  zum  italisch-keltischen  Sprachzweig  gehört 
hat.  Es  verdient  unter  diesen  Umständen  Beachtung,  daß 
Meillet,  MSL  XVIII  24,  im  Anschluß  an  Jacobsohn  das 
bisher  nur  im  Keltischen  und  Griechischen  belegte  ,,idg.  p" 
auch  im  Tocharischen  wiederfinden  will. 
II  402  Z.  21.  Das  Gefühl  für  die  besondere  Bedeutung  des  Mediums  scheint 
sehr  lange  bestanden  zu  haben;  gewisse  Spuren  deuten  noch 
darauf,  daß  z.B.  die  Vi^'urzeln  reg-  und  sei-  im  transitiven 
Sinne  aktivische  Flexion,  im  intransitiven  Sinne  dagegen 
deponentiale  Flexion  gehabt  haben:  -dergemar  S.  595, 
-tuislider  S.  623. 

403  Z.  21.     Zu    beachten    ist  jedoch    die    archaische   Form    -fetor    'ich 
weiß'  S.  523. 

410  Z.  19.     Das  Gerundiv  kann  den  Akk.  regieren:  is  oissi  menmain 
§  790. 
Z.  31.     Vom  Konjunktiv  beeinflußt  ist  auch  coirthi  S.  498,  cuin- 
testa  S.  607. 

415  Z.  If.     Vgl.  jedoch  luag  'act  of  buying'  S.  M. 

§  635,  2  b.     Vgl.  Fräser,  A  use  of  the  verbal  noun  in  Irish,  K-Meyer- 
Festschrift. 

417  Z.  17.     Vgl.  noch  iarn-a  linad  'gefüllt',  iarn-a  fuine  'gebacken' 

Wi.  256,  23  u.  31. 

418  Z.  31.     Aus  dem  Mbr. :    quement  maz  aenn,    e-n  dougenn  net 

hac  e  caret  dre  meledy  'partout  oü  j'allais,  je  le  respec- 
tais  et  je  l'aimais  avec  louange'  Nonne  1145. 
§  635,  3.  Dasselbe  Nomen  fungiert  bisweilen  als  Inf.  des  Stamm- 
verbums  und  des  Kausativs,  s.  S.  615.  Auch  der  Inf.  oul 
'trinken'  (S.  412)  schließt  sich  formell  an  das  Kausativum 
asl.  pojiti  'tränken";  vgl.  noch  S.  443'. 

419  Fußnote.     Füge  hinzu:  Tomas  0' Mäille,  Contributions  to  the  History 

of  the  Verbs  of  Existence  in  Irish,  Eriu  VI  1—102,  A.  0. 
Anderson,  Syntax  of  the  Substantive  Verb  tha  in  Modern 
Scottish  Gaelic,  ZfePh.  VIII  236  f. 

440  Z.  2 — 5.     Interessant  sind  die  mir.  neugebildeten  Formen  der  2.  Sing. 

ro-psat,  nä-r-bsat,ni-r-8at,  s.Vendryes, Ec.XXXIII388. 

441  §  647.     Vgl.  H.  Kern,   Das  altirische  Präsens  banaim,   Festschrift 

Wilhelm  Thomsen  zur  Vollendung  des  siebzigsten  Lebens- 
jahres dargebracht,  Leipzig  1912,  S.  70  ff. 

444  Z.  14.     Als  Nr.  7  a  ist  ein  Komp.  mit  imb-  nachzutragen:  imm-e- 
ra-btar  iudeu  'welche  die  Juden  umgaben'  Ml.  37a  16. 
Z.  1  v.u.    Füge  hinzu:  far-ro-chuad  gl.  confecta  est  ZfcPh. VII479. 

446  Z.  7.     Hierher  wohl  mit  infigiertem,  später  fest  gewordenem  Adver- 


Berichtigungen  und  Zusätze.  675 

biuni:  Fut.  Sinfj.  3.  du-n-doich-fia  'will  come',  eigentlich 
"wird  wahrscheinlicherweise  werden"  Ml.  39 d  26  (Thes.  hat 
-fea,  was  aber  wohl  nur  auf  einem  Druckfehler  beruht;  auf 
meine  Anfrage  hat  der  prefetto  della  ßiblioteca  Ambrosiana 
Herr  A.  Katti  mir  gütigst  mitgeteilt,  daß  die  Handschrift 
-fia  hat);  PI. 3.  nad  todoichfet  28b  6  (davon  abgeleitet: 
todochide  'künftig').  S.  Zupitza,  KZ  XXXVII  392. 
II  451  Z.  19.  Komposita  von  äin  sind  rem-äin,  er-äin  K.  Meyer,  Rc. 
XXXIII  96 IT.,  ferner  etr-ain  'going  between'  Wi.,  etr-äin 
LL  71a  44,  92a  33,  119a  1,  303a  9. 

Thurneysen,  K.-Meyer-Festschrift  62  ff.  nimmt  an,  daß 
das  Fut.  von  ag-  von  einem  Stamme  ebla-  gebildet  wird: 
Fut.  Sing.  3.  eblaid,  a-tan-ebla,  Kondit.  Sing.  3.  imm- 
usn-ebla[i]  d.  In  diesem  Falle  wäre  anzunehmen,  daß  ell- 
und  ag-  im  Ir.  (wie  im  Brit.)  ein  suppletivistisches  System 
gebildet  hätten;  indessen  kann  ea  sich  wohl  auch  um  bloße 
Synonyraität  der  beiden  Wurzeln  handeln. 

455  Z.  12.  Als  §  G53a  ist  einzuschieben:  air-  'pflügen',  Fut.  PI.  3. 
cocon-ebrad  'wie  werden  sie  pflügen',  s.  Thurneysen, 
K.-Meyer-Festschrift  S.  64. 

466  Z.  28.  ni  a3rbarad  ist  Prät.  Pass.  mit  analogiscber  Lautgestalt; 
zur  Analogiebildung  vgl.  §  736  Anm.  S.  536. 

469  Z.  27.  Ein  Kompositum  mit  imb-di-od-  steckt  in  Konj.  Sing.  3. 
cona  ra-an-derbara  'damit  sie  sich  gegenseitig  nicht  be- 
trügen' S.  M.  II  340,  2  (von  O'Dav.  Nr.  709  als  cona  m-an- 
derbra  zitiert;  vgl.  arna  m(-an->derbara  S.  M.  II  388, 
16).  Zur  Konstruktion  vgl.  oben  S.  311;  zur  Stellung  des 
infigierten  Pronomens  vgl.  S.  248  mit  Nachtrag. 

476  Z.  If.  Vgl.  noch  a  n-airmbert  gl.  apparatus  Book  of  Arm.  212 r. 
Ein  Komp.  mit  to-air-  steckt  in  tarmairt  'was  within  a 
little  of,  tarmart(atar)  som 'they  were  about',  Pass.  Prät. 
Sing,  tarmartad,  s.  Strachan,  Trans.  Phil.  Soc.  1895 — 98 
S.  74,  Monast.  Tall.  153,  14,  Wi.  811. 
Z.  32.  Füge  hinzu:  Fut.  Sing.  1.  ni  opus  YBL  118a  9. 
Z.  36.  Dieselbe  Etymologie  jetzt  auch  bei  Hans  Hessen,  Umfärbungen 
S.  49. 

478  Z.  10.     Hierher  auch  aecobor  'Verlangen'  * ad-lcnm-bhro-m'i 

481  Z.  2  v.  u.  Vielleicht  war  -ad-  ursprünglich  ein  perfektisches  Prä- 
verb, vgl.  Präs.  Sing.  3.  na  cocra  'Avho  iloes  not  love' 
O'Dav.  Nr.  506,  S.  M.  III  34,  2. 

488  Z.  1  v.  u.     Vgl.  S.  M.  Gloss.  720   (Pass.  Konj.    muna    tincustar, 

Inf.  tincisin). 

489  Z.  15.     Schiebe  (nach  20c  18)  ein:   (d)öccid  Book  of  Arm.  220v. 
Z.  19.     in-do-r-ecatar,  lies:  is  .  .  in<^d)  do-r-ecatar. 

Z.  22.     In  Konj.  Sing.  3.  uo-m-dorci«dar  Thes.  II 358, 1,  Abstr.  Gen. 
dercaisen  Trip.  L.  216, 3  sehe  ich  entgleiste  Formen  mit  fest- 

43* 


676  Berichtigungen  und  Zusätze. 

gewordenem  perfektiscliem  -r-  (von  derc  'Auge'  beeinflußt). 
II  489  Z.l  V.  u.     fecais,  fecis  beiWi.  bedeutet 'begann'  (vgl.  Monast.Tall. 
150,  30,  33;  155,  12 f.,  Eriu  II  222,  29 f.;   PL  3.    fecsit  LU 
24b  1)  und  bleibt  besser  aus  dem  Spiele. 
491  Z.  14.     Lies:  §  748. 

498  Z.  13.     Ein  Komp.  mit  fo-ess-:    Präs.  Sing.  3.   fo-feiscren  'falls' 

Monast.    Tall.    149,   8,   9;    Abstr.    feiscre    K.  Meyer,    The 
Triads  of  Ireland  (Dublin  1906). 
Z.  35.     Über  subjektloses  foceird  s.  Monast.  Tall.  zu  159,  15. 

499  Z.  35.     Formen  des  Supplementverbums:  Prät.  Sing.3.  a(r-i>d-ra-li 

'der  es  bewirkt  hat'  Monast.  Tall.  149,  8,  ar-id-ra-lastar 
Thes.  II  318,  3,  Eriu  II  222,  7,  ar-id-ra-listar  Monast. 
Tall.  153,  27;  Pass.  Prät.  Sing,  ar-ra-lad  LL  251b  2, 
aralad  Trip.  L.  28,  21. 

500  Z.  14.  Das  perf.  Supplementverb :  Prät.  Sing,  tath-ar-la  Wi.  139,  6. 
509  Z.  29.  Konj. perf.  Sing.3.  doai-r-li  (statt -lea)  Monast. Tall.  142, 14. 
511  Z.  30.     Konj.  Ipf.  Sing.3.  [ß)  o-<d>a-tallad  (subjektlos)  'to  let  her 

find    room'    Monast.   Tall.   130,    10    (die   Übersetzung   nach 

brieflicher  Mitteilung  von  E.  J.  Gwynn). 
513  Z.  20.     ro-ratha  auch  S.  M.  II  338,  19. 
516  Z.  25.     Ipv.  Sing.  3.  toided,  taided  Fei.  Jan.  1,  Prol.  340. 

Z.  29.     Ein  Komp.    von    fed-    steckt   in    tairiden    'an    aqueduct', 

'mill-race'  S.  M.,  vgl.  Kc.  XXIV  406. 

518  Z.  16.     Jüngere    Form:    für    'preparing'    Monast.  Tall.    zu    136,  31, 

Atk.  LBr. 
Z.  34.     Konj.  perf.  Sing.  1.  atchous  oben  I  308. 

519  Z.  30 ff.      Echt    zusammengesetzte    Formen    von     ind-fiad-    belegt 

Thurneysen,  K.-Meyer-Festschrift  62. 

521  Z.  14.     do-ro-acht  auch  Thes.  I  489,  35. 

523  Z.  26.  Es  gibt  einige  Komposita  von  finn-.  Mit  fo-ro-  'wissen 
(was  eigentlich  geheim  sein  sollte  oder  schwierig  zu  erfahren 
ist)':  Prät.  (mit  Präsens-Bedeutung)  Sing.  1.  forfetar  sa 
LL  59,  21;  3.  foritir  LU  104b  3;  PI.  1.  foretaramar  ni 
105a  36;  3.  foretatar  som  LL76a36;  Part,  fir  foirrse 
'true  evidence'  S.  M.  V  460,  25,  vgl.  O'Dav.  Nr.  972;  Abstr. 
forus  'knowledge'  S.  M.,  vgl.  die  Kedensart  beim  fo- 
ris  oben  S.  461  (nir.  foras  'understanding',  foras  focal 
'an  etymological  dictionary',  foras  feasa  'a  fundamental 
account').  Mit  to-ro-:  torisse  gl.  fidelis,  torisin  gl.  fidem 
§  824  Anm.  1.  Mit  aith-ro-:  Abstr.  aithris  'relating, 
telling'  K.Meyer,  aithrus  'to  consult'  Monast.  Tall.  144,  1. 
Mit  aith-:  Abstr.  aithiss  'Vorwurf.  [Belegstellen  für 
forus  bei  E.  J.  Gwynn,  K.-Meyer-Festschr.  178 ff.]. 

529  Z.  8.     Vgl.  das  Part,  frithe  'gefundenes  Gut'  S.  M.,  Wi.  III  541. 

536  Z.  1.  in-dat-togar  ist  ein  Komp.  mit  in-to-,  wie  ich  oben 
S.  147  f.  mit  Recht  angenommen  habe. 


Berichtigungen  und  Zusätze.  677 

II  537  §  739.  Es  gibt  noch  mehr  Komposita  voq  gell-.  Mit  air-  'to  vow' 
vielleicht  Monast.  Tall.  134, 18  (wenn  nicht  ar-  Schreibfehler 
für  as-,  vgl.  134,  32,  ist);  mit  to-air-:  Präs.  Sing. 3.  do-n- 
airgella  'gives  pledges'  S.  M.  I  260,  9  u.  s.  w. ;  mit  di-: 
Prät.  PI.  2.  in[d]  de-r[b]-gel8id  *have  ye  taken  a  vow?' 
Monast.  Tall.  134,  27;  mit  to-for-  'festsetzen,  bezeugen': 
Prät.  Sing.  3.  doforgill  som  Monast.  Tall.  140,  17;  Pass. 
Präs.  Sing,  forsa-torclaither  O'Dav.  Nr.  1587;  mit  to-in- 
'versprechen' :  Pass.  Prät.  PI.  ro-tingellta  S.  M.  Über 
di-od-gell-  handelt  Sarauw,  KZ  XXXVIII  184. 

541  Z.  5.     Konj.  Sing.  3.  perf.  conacna  Thes.  II  349,  6. 

544  Z.  12.     Füge   als   Nr.  5a    hinzu:    Abstr.   ingnam    'produce,    crops' 
Monast.  Tall. 

550  Z.  3.     Füge  hinzu:  iraargo  'falsehood'  Wi.  621. 
Z.  26.     Füge  vor  no-n-geiss  hinzu:  2. 

554  Z.  21.     Füge  hinzu:  Ipv.  PI.  3.  na  cnmgat  Ml.  54b  12. 

Z.  39.     Mit  ad -com-:  accmaing  'Instrument,  means'  K.  Meyer, 

557  Z.  24.     Füge  nach  24b  5  hinzu:  ,  con-dici  ZfcPh.  VII  481,  9  (diese 
von  Stern  verkannte  Form  ist  Vorstufe  des  mir.  connici  'bis'). 

565  Z.  22.     Zu  ellwng  vgl.  Loth,  Rc.  XXXI  508. 

571  Z.  2.     Füge  hinzu:    Mit   fo-:    Part,  follscaide    'unten   verbrannt' 
LU  69b  11. 

574  Z.  39.     Ganz  jung  ist  Präs.  Sing.  3.  indaim  Monast.  Tall.  143,  30 
(vgl.  Ipv.  Sing.  2.  indail  u.  s.  w.  Atk.  LBr.  S.  767). 

576  §  777  Anni.     Mehr  brit.  Formen   bei  Ernault,   Gloss.  181    und  Ven- 
dryes,  Rc.  XXXII  480. 

583  Z.  4.     Konj.  Ipf.  Sing,  con-arnastä  oben  S.  318. 

584  Z.  7.     Füge  als  Nr.  3a  hinzu:    Mit  for-:    Präs.  Sing.  3.   fornessa 

'tritt  einen  Splitter  in  den  Fuß'  Lü  73b  15,  TBL  31a  29, 
'versetzt  einen  Fußtritt'  Rc.  XI  452,  fornesa  .i.  dobeir 
tainsimh  O'Dav.  Nr.  861;  Fut.  Sing.  1.  for-da-nesiub 
Wi.  IP  246,  vgl.  Wi.  Täin  S.  294*. 

585  Z.  29—31.     Nach  K.Meyer,  Eriu  VI  108,  hat  anai  kurzes  a-.    Wenn 

dies  richtig  ist,  ist  das  Wort  hier  zu  streichen. 

588  Z.  24.     Mit  imb-ess-:  imm-an-esoirg  S.  311. 

589  Z.  34.     Lies:  d-a-im-chom-arr. 

596  Z.  21.     Vgl.  br.  doare  I  526,  mbr.  dazre  I  323,  528. 

600  Z.  18.     Mit   ad- od-:    Prät.  Sing.  3.  a-tn-uarith    'he  ran  at  him" 

K.  Meyer  155. 
Z.  28.     Dieselbe  Deutung   von   torad   jetzt  auch  bei  Hans  Hessen, 

Umfärbungen  S.  57. 
604  §  802.     Auch  das  Simplex  ist  belegt:  Prät.  Sing.3.  rerid  IX50a  8, 

s.  Thurueysen  bei  K.  Meyer,  ZfcPh.  VIII  600. 
615  Z.  22ff.     Über  mbr.  coscor  u.s.w.  vgl.  Rhys  und  Loth,  Rc.  XXXIII 368. 
€17  Z.  2.     sgeinm    steht    zweimal   in    den  Annaleu    der  Four  Masters: 

Jahr  1570  (=  III  S.  1646,  5)  und  Jahr  1121. 


678 


Berichtigungen  und  Zusätze. 


II  625  Z.  31.  fresndid  gehört  wobl  nicht  zu  imfresna,  sondern  zu 
freisndis  oben  S.  520;  es  ist  also  das  Gegenteil  von 
ai8ndid(i)  gl.  adsertor(e8)  Ml.  20d  8;  die  Synkope  von 
drei  aufeinander  folgenden  Silben  ist  nicht  lautgesetzlich. 

628  Z.  17.     Ein  Abstr.  tur  bei  O'Dav.  Nr.  1585. 

632  Z.  10.     Vgl.  abr.  ro-luncas  S.  281,  374. 

634  Z.  28.  Eine  finite  Form  ist  Prät.  PI.  3.  imm-a-comsinitar  oben 
S.  311  (volksetymologisch  —  nach  sinira  'ich  strecke'  — 
umgebildet  ist  imm-on-sinsetar  LL  116b  1  und  das 
Präsens  Pass.  imm-a-sinithar  döib  'sie  geraten  in 
Kampf  LU  60  a  3). 

643  Z.  12.  tiag-  in  der  Bedeutung  'sterben"  LL278a40 — 44  (tiagait, 
dig,  no-digsed). 

650  §  845.  Thes.  II  293,  6  ist  jetzt  auch  von  Hans  Hessen,  Umfärbungen 
S.  60,  ebenso  gedeutet. 


Index. 


680 


Vorbemerkung". 

Band  I  wird  durch  bloße  Angabe  der  Seitenzahl  zitiert;  bei  Verweisen 
auf  Band  II  steht  vor  der  Seitenzahl  ein  römisches  II.  Im  Wortindex 
werden  die  Lehnwörter  durch  die  folgenden  Zeichen  kenntlich  gemacht: 
B  =  aus  einer  britannischen  Sprache  entlehnt  (im  britannischen  Wort- 
verzeichnis bezeichnet  B  die  aus  einer  britannischen  Sprache  in  eine  andere 
aufgenommenen  Wörter);  I  =  irisch;  G  =  germanisch;  K  =  keltisch;  E 
=  romanisch.  Stehen  die  Entlehnungszeichen  in  einer  Parenthese,  so  ist 
entweder  nur  ein  Teil  des  betreffenden  Wortes  (ein  Kompositionsglied,  ein 
Wurzelstück  oder  eine  Ableitungssilbe)  entlehnt,  oder  das  Wort  ist  nur  in 
irgend  einer  Beziehung  von  der  fremden  Sprache  beeinflußt,  oder  die  An- 
nahme der  Entlehnung  ist  zweifelhaft  oder  falsch. 

Der  Wortindex  zerfällt  in  drei  Abteilungen:  I.  Gälisch,  II.  Britannisch 
und  Gallisch,  III.  Nicht-keltische  Sprachen.  In  den  beiden  ersten  Ab- 
teilungen finden  der  Eaumersparnis  wegen  gewisse  Abweichungen  von 
der  streng  alphabetischen  Reihenfolge  statt,  worüber  bei  jeder  Abteilung 
für  sich  Aufschluß  gegeben  ist. 


Wortindex.     Gälisch.  681 


Wortindex. 
I.   Gälisch. 

Ogam,  Altirisch  und  Mitteliriscb  unbezeichnet;  ni.  =  neuirisch;  seh. 
=  neuschottisch.  Bei  der  alphabetischen  Anordnung  sind  c,  k,  q  gleich- 
gesetzt; X  ist  als  chs  gerechnet;  für  ni.,  seh.  sg,  sd,  sb  schreibe  ich  sc, 
st,  sp  (was  selbstverständlich  nicht  als  ein  Reforravorschlag  aufgefaßt 
werden  darf);  h  hat  auf  die  Anordnung  keinen  Einfluß  ausgeübt;  die  Doppel- 
konsonanten werden  den  nicht  gedoppelten  Konsonanten  gleichgerechnet. 
ae  =  e  steht  bei  e,  diphthongisches  ae  bei  ae.  Die  als  Timbrezeichen  ver- 
wendeten Vokale  haben  auf  die  Anordnung  keinen  Einfluß  geübt  und  sind 
daher  im  Druck  hochgestellt;  ebenso  die  in  §  239  Anm.  besprochenen  Hülfs- 
zeichen'.  Die  proklitischen  Elemente  der  Verbalformen  sind  bei  der  alpha- 
betischen Anordnung  abgerechnet;  ebenso  perfektisches  ro-  an  der  Spitze 
des  echt  zusammengesetzten  Wortstückes,  wenn  die  Analyse  leicht  ist,  d.  h. 
wenn  das  Präverb  die  Form  ro-,  ro»-,  ru-,  ru'-  oder  r-  hat  und  im  darauf 
folgenden  Wortstück  kein  f-  oder  s-  wegleniert,  und  kein  Vokal  durch  Syn- 
kope geschwunden  ist.  Schließlich  ist  bei  den  Verbalformen  die  Flexions- 
endung meist  durch  einen  Bindestrich  abgetrennt  worden  und  ohne  Einfluß 
auf  die  alphabetische  Reihenfolge  geblieben. 


1.  Zwei  nebeneinander  stehende  Vokalzeichen  werden  also  nur  dann 
beide  für  sich  mitgerechnet,  wenn  sie  entweder  einen  Diphthong  oder  zwei 
Silben  bilden.  Zweisilbigkeit  habe  ich  für  das  Air.  und  Mir.  überall  da 
angenommen,  wo  sie  etymologisch  zu  erwarten  war  (d.  h.  wo  ursprünglich 
zwei  durch  einen  unsilbischen  Laut  getrennte  Vokale  vorhanden  waren,  von 
denen  der  erste  betont  war  und  der  letzte  nicht  in  einer  Binnensilbe  stand) 
ohne  Rücksicht  darauf,  ob  möglicherweise  schon  im  Air.  Kontraktion  ein- 
getreten war;  ebenso  rechne  ich  doppeltgeschriebene  Vokale  als  zwei  Silben, 
wenn  ursprünglich  zwei  Silben  vorhanden  waren.  Es  bleiben  aber  viele 
Zweifel ;  daß  ein  im  Auslaut  entstandener  Diphthong  ui  in  der  Verbalflexion 
bisweilen  in  den  Inlaut  gedrungen  ist,  wo  eigentlich  o  (-0^-)  zu  erwarten 
war,  wird  wohl  richtig  sein;  ich  habe  aber  möglicherweise  zu  oft  ein  solches 
analogisches  -ni-  angenommen.  In  den  unbetonten  Silben  schreibe  ich  o>, 
u».  ei;  dagegen  H  (aber  nach  einem  Vokal  ai);  Hi,  e»  (aber  im  Auslaut  ^a); 
so  scheint  mir  der  Kürze  am  besten  gedient  zu  sein;  die  wirkliche  Aus- 
sprache wird  aber  dadurch  nur  teilweise  richtig  angegeben.  Für  das  Neu- 
irische geben  meine  Schreibungen  nicht  die  Aussprache,  wohl  aber  in  den 
meisten  Fällen  die  Etymologie  an.  Die  Manks-Wörter  waren  mit  dem  von 
mir  vorwendeten  alphabetischen  System  inkommensurabel  und  sind  daher 
nicht  ins  obige  Verzeichnis  mit  aufgenommen  worden;  es  handelt  sich  um 
die  folgenden  Wörter;  ardnieu  255,  R  ashoon  255,  cha  466.  diaghtey  327, 
G  knapp  387,  coyrt  276,  G  kramp  387,  cronk  154,  387,  G  crout  387,  quaagh 
386,  quallian  337,  queig  337,  quoi  337,  kvlaghty  327,  dou  II  152.  dy  olk 
406,  edd  255,  g- 276,  G  gnau  154,  gra  276, 'G  graue  154,  gy  holk  406.  injil, 
ishill  387,  jarrood  475,  R  mainshter.  meister  387,  mraane,  nivnavn  327.  ny 
II  227,  nyn  265,  slyan  408,  troo  154,  R  ullick  255,  uunane  II  27,   y  408. 


682 


Wortindex.     Gälisch. 


a  'aus'  78,  244,  254,  259, 

267  (Z.  22,  29),  404, 

II  74,  141,  149,  295 
ni.  a  =  do  265,  457  (Z. 

24,  26),  464,  469,  II  227 
a  vor  Vokativ  437 
seh.  a  =  ag  276 
a  'sein'  301,  391  (Z.  13), 

442,  II  139,  168,  173 
a'ilir"eius'301,404,405, 

406,  II  139,  173 
a   vor   Zahlwörtern    404, 

405,  II  126 
a   n-    'ihr'    'eorum'    265, 

275,  301,  392,  479,    II 

139,  173 
seh.  und  mir.  a  (Artikel) 

276 
a  n-  (Neutr.  des  Artikels) 

243,11176.182,227,251 
a  n-  'indem'  397,  II  183, 

184 
nir.  a  n-  (Fragewort)  392 
-a-  (rel.)  II  219,  235 
-a-  'es'  465,  II  139,  171, 

194 
-a  n-  'ihn'  II  139,  171 
a  aü  307 

aial  203,  307  (Z.  21,  38) 
E  aiar    203,  307   (Z.  20, 

37),  541 
R  abb  s.  ap 
abad  s.  apad 
ni.  abhaUe  265 
abamin  II  450 
abann  116,  II  56 
R  abann  210,  239 
R  abcolips  219 
R  ni.  aibheis  202 
R  abbgitir  s.  apgitir 
R  ni.  aibid  232 
ni.  abair,    -abair  477,    II 

249,  251 
R  abis  202 
R  ablu  (ni.  abhlann)  226, 

262,  vgl.  obla 
abra  119,  176 
R  ni.  aibreän  192,  237 
ni.  abrochad  II  249 
eon-abniithea  II  479 
R  abstanit  191,  213,  234 
acc,  aicc  II  261 
atob-aich  II  451 
ad-a'ch-fedar,  ad-aich-fer, 

-aich-fetar,      adr-aich- 

setar  II  387,  455 
-acc-adar     II    385,    487, 

nimnn-acc-araar  II 248, 


312,  488,  -acc-astar, 
-ac-at,  -accatar,  fritr- 
ac-atar  II  487  f.,  672, 
connämon-acc-ed  II 
311,  nin-ac-end  II335, 
-acc-ai,  fris-acc-ai,  -ac-i, 
-acc-i,  -a'cci  II  487  f., 
fris-aicc-imII296,488; 
—  -acca  II  249,  272, 
284,  288,  487,  671 

ni.  aca  409 

con-acab,  for-acab  II  528 

frisr-acaeha   II  272,  488 

-acäld-ad,  immus-accald- 
at  II  538,  acaldam  I 
479,  acealdam268,476, 
II  61,  65,  413,  538, 
-acalladar  11  538 

fo-acanim  II  479 

R  acarb  227,  acarbai  354 

eon-acart,  dor-acartmar 
II  534 

fo-äcbat.  fotr-äcbus  II 
268,  527  f. 

aicde  li  551 

-acfe  II  368,  adcita-acae 
II  293,  488 

R  aicer-ht  236 

con-aicelt  II  483 

R  aicen  206 

-acen(and)  II  334,  546 

R  aiccend  234 

R  aiccepf  236 

R  acher  229,  326 

-aicerat  II  533 

con-acertus  II  485 

-aiccess  II  488 

acfaing487,  vgl.accmaing 

aicci  346 

ni.  aici  409,  509 

immus-aiecichet  II  362, 
488 

R  aicid  (ni.),  accidit  234 

-acciged  II  362,  487 

-aoaillestar  II  538,  acailli 
II 249,  -acilliur,  acailsi 
II  538 

-acajr,  du-acair  II  533 

R  G  accaire  224 

accais  476,  II  5 

-aecladat  II  492 

-aiclestar  li  538 

-aclaid ,  con-acclaid, 

aclaide  II  492 

aicme  II  61 

accmaing  487,  II  677 

con-acna  II  677 

aichne  II  546 


aicned  II  34,  544 
accobor,  accobur  263, 476, 

497,11219,243,414,675 
-accomaltar    II  510,    ac- 

comalteI26,478,II510, 

fo-accomla,     -accomla- 

tar,  aceomol,  -acoraol- 

tar  II  510 
accor  II  481 
con-acrad  II  534 
du-acradat,       do-accradi 

II  496 
aere,  acraidecht  II  533 
R  a'csenaib,  a'csin  II 670 
aicsüi  488,  II  46,  488 
aiesu  II  549 
acht  397,  II 240, 265,  267 

(Z.  16,  19),  314,  672 
-acht,     dosn-acht       123, 

II  451 
R  acht  229,  achtäil  196 
accubur  479,    s.  accobor 
accur,  accuras  II  481 
a-chur-sa  276 
acus   (7)    161,   272,   275, 

409,    439,    440 f.,    463, 

II  125,  vgl.  agus 
R  accuiss   195,  205,  217, 

230,  II  670 
ad-  469,  476,  II  147  (Z. 

5, 16,  33),  173,  218,  219, 

249  (Z.  40),    267,  270, 

283,  291,  454;  ad- aus 

aith- 1  272.  II 148, 242, 

292;  and-  II  292 
adaas  II  432 
R  aülacht,   abdacht  209, 

341,  s.  idacht 
adall  II  291,  353,  509 
adamna  169,  380 
adararugud,  -adamrugur 

357 
adandad,  adanta    II  457 
R  seh.  adhar  203 
adarc  111,  232,  II  55 
adart  178,  II  47 
R  adartha  II  450 
adas  II  5,  21,  432 
do-adbadar  420,  421,   II 

390,519,  don-adbantar 

II  519 
adbar  512,  II  518 
adbartaib,   adbartaigther 

II  526 
don-adbastae  II  519,  do- 

adbat   I  349,   420,    II 

291,  519 
adbchlos  II  11 


Wortindex.     Gälisch. 


683 


(lon-a»dbdera  II  519 
R  adblrseoir  215 
a«dbirt  209,  339 
do-adbit  420.  II  518 
adblam  II  11 
adbrond  34 
don-aidbscd  II  519 
aidche,  aidnhi  487,  II  89 

(Z.  19),  94,  180,  s.  adaig 
dor-adchiuir,       dorr-aid- 

chiüir  298,  II  369,  497 
adchoirachladach  II  494 
aidchomarc  II  457 
adcunibe  II  461 
aidchunitach  II  506 
aidchu'rathe  352,  II  461 
-adchumtif,'  II  506.  607 
du-adcburidar,   aidcbuir- 

tis  II  499  f. 
ade  274,  391,  II  152  (Z. 

24,  39) 
aided  II  514 
ni.  ade^r  s.  a-de>r 
aidbes  II  587 
adessam  s.  a-dessam 
aklgne  419,  II  546 
-addai  II  507 
adi  (Auffen.s)  II  152 
adi,  adib455,  479,  II333, 

344,  422.  430 
adid-  II  235,  291 
E  adiecbt  216 
adaijr   487.   II  88 f.,    vgl. 

aidche 
adill  300,  II  509 
ni.  adbaircin  II  56 
adirclui  II  55 
äidloa  II  565 
doda-aidlea   II  353,   509, 

-adliub  II  291.  509 
adnachte      II  409,    456, 

adnaciilI418,II24,456 
adnad  II  457 
-adnaiss  II  456 
ado  II  507 
adoa  sa  II  432 
a°dpairt  339 
aidrecb  177,  II  143  f. 
R  adrajm  'bete  an'    207, 

II  303,  450 
(R)  adraim    'I  cleave  to' 

II  450 
adthramli  478 
ni:  adubbairt,   adubhras, 

s.  a-dubbairt 
ae    II  212   (na   äe),    213 

(cech  ae),  s.  äi 
aed  57 


Aed,  Aedgal  II  63 

aees  II  587 

abel  60, 307  (Z.  23. 38),  413 

ni.  aen  344,  II  126 

R  aar,  aieir  203,  306, 307, 

344 
ni.  aerdo  354 
aes  56.  338,  s.  äis 
afainL'>iin,    aflamenad    II 

450  f. 
a-feclit-sa  276 
R  ni.  a'i'reaun  221 
ag  97 
ni.  ag,   aig   272,  276,   II 

143 
ag-,  atora-a'g,   ag-ait  96, 

II  413,  451,  611,  675 
aig    39,  40,   65,  96,  535, 

II  93 
äg  101,   177 
kg-,    ;ig-ur    161,    II  46, 

412,  454 
for-agab  II  528 
agad  39,  129,  s.  ag^id 
ni.  agam  275 
ägasta  II  22 
ni.  agat  275 
aige  II  451 
ni.  a'ge  II  409 
R  ni.  aigean  206 
-a'gera  II  533 
agaid    102,  232,    II  608, 

s.  agad 
aigred  96,  II  53 
äigsech     II    22,     aigsin, 

aigtbni  II  46.  412,  455 
ni.  agus  269,  441,  s.  acus 
äi,  n-äi,  häi,  aii,  a'ib  267, 

301,  307,  308,  411,   II 

64,  81.  139,  140  (Z.  11, 

29,  35),   141,   168,  173 

(Z.  6.  14) 
lat.  Aidanus  II  63 
äimin  387,  II  59 
R  äin  (didin)  215 
ais    56,  176,   II  66,  215, 

äis  tuaethe  II  651,  vgl. 

aes 
al-.     -ail,     al-id    II  360, 

367,  391.  455 
i  äl  103.  295,  II  53 
aU  II  98 
all  44,  85 
dund-all-a  II  511 
aill  II  195,    all-   II  196, 

ala    (ala   aile)    II  136, 

195,  196,  671 
G  ni.  balla  412 


alacht  II  32 

fo-älagar  II  390,  572 

alaill,  ahiile257,260,272, 

273,  277,300.301,358, 

392,  432,  445,  491,  II 1, 

2,  195,  196,  alanaUe  I 

272,  II  196,  al-anman 
II  196 

Alba,    Albanacb,  ".-ti.fiiüv, 

Albu  251.  327,  II  110 
äildem,    äUdM»    260,  262, 

486,  II  119,  122 
aile  32,  69,  251,  257,  263, 

267,  272,  .341,  358,  359, 

II136(..deari,  176(ind 

aile),  195,  196.  212 
fo-alg-im  305,  II  572 
äilgen.  älgenigid  113.  295 
(oc)  ailli  346 
allaid  350.  11.39,196,197 
for-alaig  II  572 
älind    260,  262,  486,    II 

119,  122 
ailitbir,  ailitbre  II  44 
K  almsan  241,  II  111 
Almu  II  110 
alt  'Ufer"  137 
alt  'artus'  91 
-alt    (akt.)    246,    II  367, 

878  iZ.  1,23),  455,  -alt 

(pass.)  II  391.  455 
altan  II  57,  s.  altaiu 
altar,  altarac-b  II  44. 196 
altai  350.  s.  allaid 
altain  137.  373.  s.  altan 
R  altöir   203,    261,   263. 

372,  II  179 
altram     137,    II  45,    61, 

412,  455,   altni  I  137, 

II  45 
ni.  altughadh  II  650 
scb.  am  'in,  worin'  400, 

401 
scb.  am  'eorura'  400 
scb.  am  (Artikel)  403 
am  'ich  bin'  87,  455  [Z. 

16,   26\     II  339,   342, 

422,  429 
am  'Zeit"  80 
am-  167.  II  7 
con-ammadar  113,  II  578 
amal    72,    165,  264,  272, 

273,  395.  397.  423,  439, 
467,  469,  473,  II  74, 
79.  149,  152.  2-24,  315, 
3-20.  436,  672 

ammä'n,  ni.  ambäin  165. 
II  126,  188,  261 


684 


"Wortindex.     Gälisch. 


amaras  348 

ni.  amäireach  99,  II  23 

amarais  347 

ambrit  II  8,  118,  288 

-aimmded,    -aimdetar   II 

578 
amae,  amse  II  151,  188 
con-ammelt  II  270,  577 
amein  II  188 
con-aimes  II  578 
ni.  a  mesag  450 
ni.  amhgbar  II  7 
ammi  87,455.  11422,430 
con-ammidir  II  578 
amail  272,  395 
amin  II  151,  188 
ararain,    ämminn  II  422, 

430 
am^ires,    amires   47,    91, 

94,  148,  168.  172,  347, 

348,  430.  II  7. 179,  660 
amles  167.  II  7 
ni.  amhiaidli  167 
8ch.  amhluadh  387 
amnas  23.  II  7 
amne    II  151.   153,   188, 

aranin  II  188 
K  amprom  226.  II  8 
ambras,     aMuhreas    168, 

172,  348.  386,  430 
amricbt  167,  II  7 
ad-aiurMgetar  357 
aimrit  s.  ambrit 
aimsea  345.  II  578 
aimser  80,169,  1122,50, 

aimmserad  II  35 
con-aimthitar  II  578 
ni.  amudba  361 
ni.     amuigb     102,      vgl. 

imraaig 
amulacb,   amulcbacb  47, 

94,  II  7 
ammus     345,    347,    356, 

II  34,  578 
an-   169,  II  455,    -ro-an, 

-r-an  1305,308,  a'n-fa 

I  341,  II  455,    -ain-ib 

II  357,  455,  -rr-an-sam 
II  455.  -ru-an-us  I  305, 
II  247,  455 

nisn-ain  II 362,  456,  nom- 
ain  II  335,  351,  456 

ni.  seh.  an  (Artikel)  269, 
403,  408 

scb.  an,  ann  'in'  400.  401 

an-  (negativa  45,  172  (Z. 
2),  475,  II  6—8 

B  an-  (intensiv)  45,  408, 


II  10,  13,  628 

an-  (in  Richtungsadver- 
bien) II  158.  187,  302 

-an-  'uns'  II  145 

imm-an-ad,  immr-än-i, 
immr-an-sat,  imman- 
än-tis  II  369,  585 

äin  103,  295,  II  56,  413, 
451,  675 

seh.  ana-  (negativ)  330 

seh.  ana-  (intensiv)  330, 
II  10 

ana  n-  II  227 

anna  II  184 

con-anac-uir  II  554 

anacar  II  481 

anacol  418  (Z.  8,  22),  II 
24,  412,  456,  -anaeht, 
-hanagar  1306,  II 456, 
673 

anal  31,  135,  261.  295 

anall  156,  300,  II  187, 
195    196 

R  anälach  191.  196 

anallana  II  188,  196 

ni.  anam  170,  II  111,  air. 
anarachare  I  228,  345, 
II 111,  anameha'rtessa 

I  497 

anart  178,  II  47 
atora-anaste,  ad-anast^is 

II  456 

ainb    64,    II  6,   12,   100, ' 

118,  288  I 

(B)  anboth  II  59,  628,  s.  . 

anfud  [ 

(B)    ni.    anbhrutb     115,  ■ 

356,  485  : 

anbsud  II  6,  9,   116.  288  : 
ainbthib.  ainbtbine  II 10,  ! 

59,  628 
dodn-ane-atar  II  558 
R  ancbara  228 
R  ancaire  224 
R  aneoire  228 
aneretem,  anchretein  475, 

II  8,  246,  ancreitmech 

II  78 
ancride  II  8 
R  anchrist  228,  475 
ni.  ancbro'dhe  II  8 
and-  II  457 
and   114,   178,    247.   394 

(n-and),    II  126   (lä  n- 

and),     150.    159,    173, 

194,  195,  334,  351 
andä,  anda-i  siu,  andä-s 

II  78 


andach  II  9,  17 
ainder  21 
andgid  II  17 
and-aide  II  139,  152 
B  andlond  541 
(B)  andord  II  10 
and-saic,  and-side  II 152, 

153 
andü  (sa)  II  78,  432,  444 
ane.  anae  441,  II  585,  677 
cot-anece-ar  II  554 
anechtair  II44(Z.29,34), 

187 
aineda  II  527 
aneola  47.  149,  II  6 
anesoaid  II  7 
anfeith.  anfeth  II  628 
anfir  II  9 

(B)  anfud  II  10,  628 
aing-id  418,  II  335,  362, 

456 
R  aingel  224,  angelacda 

II  32 
ani  II  65  (Z.  3),  184,  212 
anai  II  585,  586,  677 
aniar,    aniartuaid   93,  II 

158,  187,  297,  302 
ainib  64,  II  6 
ara-anic,  cot-anic,   doda- 

änaic,    dunn-änic,  rob- 

anic  II  552,  554,  556, 

557 
-anich  II  456 
anid  (Inf.)  II  455 
anira  'Makel"  II  61 
aniram    'Seele'    170,  240, 

II  61,  111,  180 
ni.  a  niu  294,  295  (Z.  6) 
B  ni.  annlann  45,115,  541 
ainm  46.   118.    168,  328, 

347,   414.    II  66,   112, 

anmann  I  158,  353 
ainmitbUi  II  6 
ainmne  169,  352,  II  104 
ainmnid  347 
ni.  anonn  II  195 
ni.  anois  207 
ni.  anrö  143 
ron-ans-et,     ains-ium    II 

456 
-äins-ed  II  583 
annse,  anse  47,  478,  II  6, 

10,  121,  122 
ä'nsem  II  61,  583 
ad-ainter  II  457 
R  anteirt  200 
(B)  ni.  antsaor  408 
A'nu  II  110 


Wortindex.     Gälisch. 


685 


seh.  alnull  II  195 

seh.  aobhar  512 

seh.  aobrunn  32,  512 

R  ni.  aodhar  203 

seh.  aof^asf^)  419 

ni.  aogh^ire  251 

ni.  aon  423,  sfh.  aona 
(Chat  deuf,')  331;  ni. 
aonach  II 11,  s.  öenach ; 
ni.  aonmhadh  II  135, 
136,  aonta(s)  II  41 

ni.  aoirde   354,   359,  512 

R  ap  227,  II  101 

-apad  II  460 

apad  II  476 

apaltu  II  274,  459 

con-apbruitbea  II  479 

aipert  II  467 

R  apgitir  226,373,  II  94 

-ap^il  II  459 

-apir  II  294,  466 

aipaith  II  460 

-aipled,  -aipleat  II  459 

-aipred  II  466 

R  april  192.  237 

appriscc  478,  II  11,  18 

R  apsal  219,  apstal  218, 
265,  486,  489,  II  179 

-aptha,  -aptha-tar  II  460 

anpthach,  a»pthi  339,  II 
460 

apthin,  aptu  339,  II  274, 
460 

ar  (Präposition)  272,  273, 
437,  II  73,  74, 133, 149, 
ni.  a'r  I  272,  ar  'denn' 
1473,  II 183,  ar-  (Prä- 
verb) 191,272,  411,  II 
30,  292,  air-  I  32,  40, 
91,  272,  339  (Z.  37,  40), 
340,  349,  358.  399,  473. 
II  219,  292,  485  (Z.  30), 
494  (Z.  16),  627,  ar-r- 
II292.  air- +  com- 1339, 
air--f  fo-  1339,  II 568. 
a^r-  -f-  od-,  air-  +  ro-  I 
339,  anr-  I  32,  339, 
II  292 

-ar-  (=  ro)  II  267,  672 

domra-air  II  287.  553 

a>r-im  70.  II  675 

ar  'sagte'  7,  273,  II  141 

ar  n-  'unser'  265,  275, 
392,  II  139.  169,   n-är 

I  307  II  139,  141,  169, 
173,    -ar-  'uns'   II  154 

ar  (Subst.)  103,  295,  430, 

II  49 


ara  'Schläfe'  II  99  I 

ara  'Wagenlonker'  II 101 
ara  n-  frei.  Präverb)  399,  i 
II  292,    (Konjunktion) 

I  400,  II 183,  292,  315,  i 
318  (Z.  6-11) 

ärach  100.  102,  113,  295, 
380,11592,  con-arrachtl 

II  592  I 
arrachtin,  ärrachtuII556  1 
arafio  271,  272,  II  442  I 
-harragar  II  592 

a  raill  273,  a  raUe  II  j 
196,  airaipu  II  77         ' 

aram  113,  295.  375,  II  j 
126,  411,  603 

seh.  aran,  ni.  arän  261 

aranastar  II  583 

aruse  II  620 

arathar  31,  70,  134,  262,  ' 

326,  349,  II  45 
aurbäg  340 
ata-iirban,    inn-ärban-tar 

II  298,  463 
arbanna,   arbar   63,  175.  I 

327,  II  106 
-arbaram,      du-arbartha, 

-arrbartatar  II  465 
do-ärbas  II  519 
arbe  II  106,  s.  arbar 
arbed  II  292 
inda-ärben,      in-ärbenim 

II  148.  298,  463 
airbert    II  80,    465,    do- 

airbertar   II  301,  302,  | 

465  I 

du-ärbaid  II  519  | 

arb^im,  s.  arbar 
atat-äirbined  II  463 
airbir  II  249,  465 
do-ärbith  II  519 
do-arbl'iing  II  567 
do-arbuid  II  519 
R  are,  airc  191,  230 
arc-,  arc-o  44,  81,  91,  II 

333.  457,  673  i 

a're  (Ipv.)  II  594 
ininie-airc,      inim-airc-et 

II   552,      dun-a'rrc-ea, 

do-äire-i,     du-a'rc-ibed 

II  553 
-airc-iu  II  489 
do-a"rc'lianaimm    339,    II 

302,  332,  333,  480 
arcastar,  -aircei-ha  II  489 
dun-a'rcechainn,      dund- 

arc'hechainn ,     dan-;i>r- 

cechnatar   II  480,  481 


airchell   II  483,     dodon- 

archoil  II  482,  airchel- 

tai  II  485 
archenn  II  73,  82 
arehena  273,  4.39,  II  197 
-arrceoratar   II  369,  498 
du-aircher    297,  485,    II 

292.  369,  497 
don-archet,       do-arrehet 

477,  478,    II  302,  481, 

airchetal  II  480 
archinn,     archionn    248, 

272,377.437,  1172,74, 

185,  airchinnech  115,30 
-airchiss-i  'schont'  II 486, 

airchissecht  II  32,  412, 

486 
airchissecht  'Wehklagen' 

II  487 
du-archiuir  298.  II  497 
-archiuir  II  498 
arco,  s.  arc- 
airehoid  II  516,   vgl.  ni. 

urchöid 
du-ärchomraicset    II  557 
anrchor  340.  II  5,  499 
-airchös  II  515,  -aorchois- 

sed  1339,  II  244,  266, 

311,  515 
-a'rcliranfa  II  498 
aircsiu  II  489 
airchur  II  499 
ard  51,  114,354  (ni.  ärd). 

II  115,  119 
a^rdain  340 
-ärdam-ar,    -ardam-at  II 

503 
airdbe,  -a>rdben  II  462 
ardchond  II  4 
airde  'Zeichen'  352,  II  6, 

65 
airde  'Höhe'  354,  ni.  ä^rde 

'höher'    143,  144,  354, 

ni.  äirdeöchad  299 
airdcrgud  II  596 
arddai  354 
airdixa  II  491 
airdiden  II  516 
airdircc,  a^rd^ire  340,  115 
ardis  II  423,  439 
-airdlig  II  507 
ardu,  arddu  350,  354,  11 

119,  ni.ärduidiim  1299 
are,  a'r:i>  'Schläfe'  II  99 
aire  'Edler'  II  32,  100 
aire'Aufnierksamkeit'346 
a're  n  6,  s.  ara  n- 
a'reo,  -a'rec-ar  II  552 


686 


Wortindex.     Gälisch. 


airechas  II  32.  100 
-airecht  II  552 
airegera  II  509 
arele    273,  358.  491,    II 

196,  äröli  I  301 
-airema  II  512 
(R)  airer  II  51 
airesc  II  620 
-airesetar  II  628 
don-arfas  II  519 
do-airfena,       do-airfenus 

II  291,  517 
airfitiud  435,  II  627 
anrfognum  II  543 
ar^  104,  185 
airg  II  594 
-arg-et  II  606 
-arrgabad    339,   477,    II 

302,  531,  anrgabale  II 

531,    aargab tba  I  339, 

II  302,  409,  531 
-airgara,  -argart  II  534 
argat  266, 267  m .  Nachtr., 

s.  airget ;  airgdide  267, 

347 
airge  II  592 
ni.  airgead    269,   327,    s. 

airget 
don-airgella  II  677 
-argensat  II  543,  -airge- 

nus  I  339,  II  543 
airget   104,  143,   266  (Z. 

27,  38),  267,  347,  357, 

414,  II  47,    airgetlacb 

II 55.  s.  argat,  a'rgead 
aargnaid  339.  11295,543 
R  arguniint  234 
dundar-airgiurt  II  534 
-airi,  immand-airi,  conna- 

mman-airi  II  552,  557, 

672 
airi,  airib  II  150 
-airicc  II  202,  552,    dor- 

ärricc,    dor-äricc,  dur- 

airric    II  553,     imme- 

airic  II  552 
airichill.  -airichl^a, 

airicbligis  II  485 
E  airicul  206 
arid-  399,  II  292 
-arraid,  dom-ärraid  II 598 
conidn-arraig,         cotob- 

ärrig  113,  II  270,  592 
-r-airig-siur ,        -airig-ur 

351,  357,  arig-ud  351, 

355,  357 
-airiig-et,   airigid  II  606 
don-araill  II  509 


-arill-et,    -airill-i.     -aril- 

soni    II  630.    arill-iiul, 

airiU-iud  1357,  II  631, 

-aril-te,  airil-teo,  airil- 

tnea  II  631 
du-airilbset  11  623 
-arira     II    602,     -arraim 

II  603 
arimp  II  292 
arind-  399.  II  292 
airrinde  II  603 
ni.  aris  482 
-arrais  II  598 
-airis-edar,  -anrisfemiuar, 

don-airiss-iur  II  628 
airissen  II  519 
airitiII513.  airitiu  1 138, 

II  302,  513 
do-airl-i     II  676,      dom- 

airl-iss  II  509 
a^rlabra  340 
imraan-arladmar  485.   II 

312,538. -arladurII538 
airlam,  aurlatn  339.  IUI 
-arlasar,   immusn-arlasa- 

tar,  -arlasair,  -arlastär 

II  388.  538 
airlatn  339,  1141,  102 
conr-airlec-ed,       con-air- 

lec-i,         conda-airlec-i 

II  148,  563 
airlech  II  561 
airlecb,  -airlecbt  II  631 
-arleg,    airlegend  II  561 
-airlicther,  airlicud  358, 

II  563,  565 
airlond  340 

Rarml68,  241,478,  II 66 
-äirra-i  II  602,  äirm-ithi 

II  411,  603 
armad  118,  II  439 
-armadatar  II  578 
ärmag  II  3 
armbad  399,  II  292 
airmbert,  airmbiurt, 

airmert  II  476.  675 
airraitin     138.   162,   358, 

II  46,  80,  580 
airmiurt  II  476 
dor-airn-ed   II  526,    vgl. 

tan-a^rnat 
arna    259.    400.    II  255, 

292.315,  arnäch-  1259 
don-arnac-tar       II    553, 

imnüd-arnac-tar  II 552 
arnacon-  II  210 
-arnastä  II  318,  677 


tan-aarnat  339,  II  526 

arndip  II  221,  292,  316, 
438 

du-airndredat,  airndrisse 
II  600 

äirne  103, 143,  295,  II  59 

-airnrchtar,  -airnettar 
II  552 

airngabail  II  529 

dor-airngerad  II  534,536, 
du-airngerat  II  534, 
dur-airngert  I  485,  II 
534,  du-airngir,  du- 
arngir,  dor-airngred 
II  534 

arnaib  II  176 

-airnic,  fon-airnicc  II  552, 
imman-arnaie  II  311, 
irarae-arnaic  II  552 

-arroimat,  -arröimsat 
II  512.  513 

B  äros  537 

inr-arp-atar  II  463 

ro-airp-tba  II  513 

-airs-ir,  du-airs-iur  II628 

ni.  arsa  273 

aarsa  339 

aarscartad  II 616 (Z. 7, 32) 

airsclaige  II  493 

arse  II  188 

arsid,  arsidetu  II  39,  41 

-airsoilset  II  564 

airsiu  II  150 

art  21,  44,  89,  124 

dosn-ärtb-et  II  598 

R  ni.  artha  205 

airtach  339,  II  505 

artbe  II  462 

-aurtet  II  642.  646  f. 

airtbiu  131,  409 

anrthuasacbt  II  651 

airthiucb,  airthueh  II 653 

aru  109.  186,  295,  351, 
II  110  (Z.  5,  20),  112 
(Z.  9) 

A'ru  II  110 

airiub  II  150 

R  airiucldn  206 

airi  um  II  150 

aaruras  340,  II  600 

aruso  II  620 

as,  ass  'aus'  78,  244,  254, 
259,  267,  II  74,  141, 
235,295;  ass  'aus  ihm' 
II  150.  172;  as-  (aus 
ess-)  II  242,  294,  (son- 
stige Präverbform)  II 
218,  219,  226,  291 


1{ 


Wortindex.     Gälisch. 


687 


as  frei.  Verhalform)  267, 
454  (Z.  13,  23),  II  218, 
224 f.  (as  a),  225  (Z.  6), 
235, 236  Fußn.,  241, 309 
(Z.5,  as  a),  420  (Z.  22), 
422,  430 

as  —   acus  275 

ais  78 

G  hais  412 

as-  II  311  (Z.  14,  40) 

assa  (zwischen  Kompara- 
tiven) II  125,  s.  asse 

assa-  II 294,  asa  n- II 295 

E  asal  217,238.  asan  217 

do-aisbena  II  517 

aisc  'Gabe'  II  611 

aisc  'reproao.h'  II  621 

R  ni.  ascall  34,  193,  218, 
420,  488 

doda-ascansat  306,  vgl. 
ascn- 

con-ascar  II  614 

ascae  II  101 

aisce,  ascid,  a'scid  II 606, 
611 

ascin  488 

iranius-äscn-at,  -ascn-ai, 
don-ascn-ai  II  634, 
ascnam  I  266,  488,  II 
634,  vgl.  asgnam, 
doda-ascansat 

cot-ascrais  II  270,  614, 
ascur  II  613,  615 

aisdisen  486 

asdud  420,  497,  II  638 

asse  (zwischen  Kompara- 
tiven) II  140 

asse  'leicht"  47,  346,  II  6, 
16,  85,  121 

ase  275 

asseilbilul  II  623 

do-asfenpha  II  517 

asgnam  497,  II  634 

assid-  II  235,  291,  294, 
297 

asil  1127,54,  assil  (tsalli) 

I  409 

du-aisilbi,    tu-asilbUi    II 

623 
aslach  II  631 
aisleän  II  27,  54 
aslondud  II  632 
asna-  II  295 
asua    85,   177,  372,  374, 

II  54 

-aisndedat.  -asndet, 

-aisndet  II  520,  aisndi- 
di  II 678,  a'sndis  i486 


(Z.  2,  14),  II  111,  294, 
520,  a'sndisse,  -a'sn- 
diiisa   II  520,     a'sne's 

I  486 

aspenad,  aspenud,  ah- 
penud  421,  II  517 

assreud,  asro'ud  II  626, 
vgl.  a-sroither 

-ast-a,  -ast-ad,  -ast-at, 
-ast-ae,  -asst-^i,  ast-ide, 
ast-ud  350,420,11638, 
vgl.  asdud 

R  astal  199,  238 

astöi,    astoither,    astuat 

II  507,  508 
assu  346,  II  121 

at-  469,  II 174,  218.  219, 

235,  291,  292,  294,  297, 

298,  433.  444 
at  'du  bist'  455,  476,  II 

333  (Z.  38),   343,   422, 

429 
at(3.Pl.rel.)II218,224f. 

(at  a),  422,  430 
att  325,  II  651 
aith-   40,    112,  272,  349, 

358,  419,  473  tZ.  29, 35), 

II  148,   219,  242,  291, 

292,  aith-  +  od-  1  339, 

353 
-aith-et  II  514 
arand-ath-idi\S>         som, 

dan-a'th-ea  II  517 
äit  161,  387  (Z.  27),  II  202 

(Z.  29,  32),  664 
ath  323 
ata  (3.  PI.  rel.)  267,  396 

(atä  n-ili),  454,  II  217, 

218,  235.  422,  430 
ata  (lat)  II  79,  433,  s.  tä 
G  ni.hata  201.412,  II 17 
ataeh,  attach  II  639 
a  ttai  'zündet  an'  II  507 
don-atalcfe.    du-atalictis 

II  302,  563 
-atamar,     a  taUnet    388, 

II  503 
n-athar  275,  392,  II  64, 

139,  140,  169 
atarbid  II  463 
atharcub  II  529 
atarcud  II  553 
athargubu  II  529 
athascnam,      -athascnat 

II  634 
for-aitb-i  II  370.  648 
aithbe.  aithboMn  II  461 
do-aithbiuch  II  460 


aithcbe  487 
athchoraarc  II  457 
athciior  II  500 
dor-athchratha,    do-a'th- 

chretis  II  497 
aitlichiirabe  II  461 
atbcbiimtach  II  5(^)6 
aithchuimthe  II  461 
athchunchid,  athchungid 

II  607 
don-aJthchuiredar  II  500 
ate  275,  II  153 
ate  II  261 
aite  359 
aithe  II  517 
aithech   112 
con-a'techt,  con-aitechtat 

II  270,  370,  607 
aithed  II  514 
seh.    aitheamh    40,    132, 

II  61 
ni.  aitheönad  299 
-aitherracht  II  594 
aithergabthi  II  529 
aithesc  77,  410,  II  5,  621 
aithescumluithiu  II  571 
don-aithfoicherr.        dun- 

athfoichret  II  500 
athiorgab  II  529 
con-attg-i  II  607 
-aHhgeuin  II  546 
aithgne  419,  II  292,  546, 

-aithgne  II  547,  -aUh- 

gnintar  II  546 
con-a'ttibset  II  648 
con-aittaig  II  607 
con-atil,  con-atail  II 270, 

287,  656 
atbir     31.   90.   183.  246, 

326,  347,  349,  352,  411. 

430,    II  99.  104  f.  106, 

aithir  I  349 
ni.  athair  (ue'mhe)  255 
atiar  484 

aithirc'u,  aUhairec  U  552 
aithirrech,      aUhirrestar 

II  594 
aithirgabu  II  529 
aithirge  177.  341.  II 180, 

594.  aitbirijid.  a>thirset 

II  593.  594 
aUhirriiu'h  II  74,  594 
aUhiss  II  676 
aUitnid  II  586 
atitUi  II  503 
atble,  aithlo  II  565 
ath  leim  II  567 


688 


Wortindex.     Gälisch. 


atligid,  atlaigthe  503,  II 
650,  atlugud,  attlugud 

I  503,  II  650 
atm-u  II  249,  503 
dun-aithmenadar,        for- 

aithraenatar,    do-aHh- 

minedar,  for-aitbmine- 

dar  II  581 
aithne  II  333,  586 
ni.  aithnighim,    aithnim 

153,  299 
attoided,  atoidiud,  attoi- 

tas,  attoiteeh  II  651 
atrab  414,  477 
athrarail  II  14 
aithrech  134,  177,11594, 

aithrigi  II  594 
aithris  II  676 
-hathrola  II  500 
atuaid  II  158,  187 
atud  II  508 
con-atuilset  II  656 
au  55,  11  96,  auchaide  I 

55,  Gen.  aue  I  55 
aue,    haue    55,   66,    309, 

vgl.  üa 
augaire  535 
E  augtor  212.  229,  II  43, 

augtortäs  190,212,229, 

II  22 
AVI  5 

-b  (Verbum)  455,  II  438 
-b-    'euch'    II  139,    145, 

146,  154,  169 
ba    (Ipv.  Sing.  2.,    Konj. 

Sing.l,  2,  3,  Fut.  Sing. 

2,  3)  454,  455  (Z.  4,  Z. 

17),  II  438,  439,  ro-bä, 

ba-sa  (Prät.  Sing.  1.)  I 

254,  II  439,   ba  (Prät. 

Sing.  3.)  II  440,   cita- 

ro-ba  II  442 
ba  'oder'  270,  454 
-ru-ba   'hast  geschlagen' 

II  246,  461 
ba-,    nora-ba-ad    II   274, 

363,  368,  458 
ba,   bai  'Kühe'  61,  294  f. 
baa  II  443' 
baan  II  335,  351,  438 
E  bachall  225,  227,  229, 

238  f.,  326,  496,   bach- 

laeh  225,  229 
bad  (Ipv.  Sing.  3.,  PI.  2., 

Konj.  PI.  2.,  Konj.  Ipf. 

undKondit.  Sing.3)455 

(Z.  4f.,  32,  35),  II  272, 

290,  423,  438  f.,  439 


ro-bad-u8  II  626 

bäid-    489,     II  21,    458, 

bäd-ud  II  458 
G  ni.  bad  444,  II  64 
Badb  34 

G  (E)  ni.  bädoir  II  51 
bse  'Kühe'  294 
bae  II  443' 
baes,  baeth  56,  II  19 
G  ßaethbarr  110 
bägim  101 

bäi  'war'  308,  II  439 
bäi  'Kühe'  294 
bäi  (Gen.) 'Nutzen' II 4431 
bäigul  56,  213,  267,  418, 

II  24  (Z.  14,  30) 
bais,  bäith  56,  vgl.  baes 
at-bail,    at-baUl    39,  52, 

178,     II  46,   142,  274, 

285,  350,  353.  459 
ball  32.  83,  300,  338,  360, 

II  82 
G  ni.  balla  214 
ni.  baladh  34 
E  ni.  balbh  227 
ni.  baile  337 
Baile-A'tha-Cliath  II  1 
at-ru-balt  II  459 
baullu  32,  338,  341,  II  82 
-bämmar, -barumar, -bami 

II  439 
ban,  -ban  (Verbum)  455, 

II  335,  S51,  438  (Z.  2, 

17) 
ban  (Gen.  PL)    47,    ban- 

II  3 
ban  II  56 
seh.  bana-  330 
B  banna  23,  116,  372 
ni.  banbh  47,  64,  328 
ata-baind  II  476 
B  bainne23,  116, 158,372 
ni.  bainfheis,  bainis  80 
banscäl  76 
E  bauptaist  193,  338 
bar,  ni.  bhar  'euer'  265, 

271,     275,     392,     503, 

II  139 
-bar-  'euch'    II  154,  370 
bar  'auf  271 
bar  'sagte'  273 
asro-bar  II  466 
barr  44,  83 
iarna-bärach,    im-bärach 

99,  102 
barafie  271 

E  barbär,  barbarach  227 
bard  114 


bairend  280 

ba'rgen,  bargen  101,  II 25 

barn  51,  52,  115,  178 

bairnech  280 

asru-bart  265, 468, 11247, 
268,271,466,  atru-bart 
II  370,  arru-bart,  for- 
ru-bart,  imdaru-bart 
II  465,  467,  468,  asru- 
bartatar,asru-bartmar, 
adru-bartmar  II  291, 
369,  466 

bas  (Konj.,  Fut.)  II  438, 
439 

bass  34 

ro-bäs  II  391 

bas  II  20,  65,  179,  458 

base  77 

E  ni.  baist-im  237,  420, 
488 

ni.  bäisteach  489 

bat, -bat(Ipv.,  Konj., Fut.) 
455.  II  438,  439 

bath  II  20,  458 

at-bath,  asind-bath-atar 
II  274,  285  (Z.  8,  13), 
460 

bata  II  438 

bathach  II  458 

bätar,  batar  II  368,  369, 
439 

ad-batar  II  460 

bäte,  fom-baiter  II  458, 
459 

araro-bates  II  264 

batir  II  369 

E  baithis  192,  220,  237, 
240,  347,  420,  II  66, 
179   fZ.  40),     baits-im 

I  237,  347,  420,  488 
bäitsech  488.  II  21 

E  ni.  baitsilear  II  51 
be  (1.  Sing.)  II  439;  -be 
(3.  Sing.),  ru-be  II  265, 
266,     267   (Z.  15,   23), 
351,438,  cita-be  II 442; 
occuro-bae  II  444 
ru-bse  'schlagest'  II  461 
be  (Sahst.)  II  113 
at-beb,  at-beba  II  458 
bebarnatar  II  477,  478 
-bebe    II  274,   368,  458, 
bebais    II   458,     bebte 

II  363,  458 

bech  88,  367,  391,  537 
bec,  becc,  beicc  343,  367, 
385,  394,  479,  497,  498, 
II82, 119,beccänI103, 


Wortindex.     Gälisch. 


689 


261,  282,  319,  385,   II 

27 
bed,  -bed    (Ipv.  Sing.  3, 

PI.  2.    Ipf.  Konj.    und 

Kondit.    Sing.  3)     455 

(Z.  5,  43),  II  290,  438, 

439,     ar-bed     II    292, 

forra-bed  II  296 
beid     II  236,    351,    438, 

-beid,  bede  II  438 
bedg  88,  II  476 
bei  117  (Z.  20,  30),  297, 

341,489,  1147,51,  180 
at-bel  II  459,   at-bel-a  I 

39,    52,    178,     II  350, 

353,  355.  459,    at-bel- 

majs  II  313.  459 
bela.  ni.beala,  be^la  311, 

321,  s.  biail 
belach   117.  II  47 
belat  II  47 
bolre  350.  489,  II  51 
belreraur  II  5 
beim    59,    87,    174,   353, 

478,  II  66.  112.  461 
beiumi  II  438,  439,  -b^m- 

mi8l311(Z.20),  II 265. 

351,  438,  439  (Z.  1,  9) 
ben,  ni.  bean  36,  47.  108, 

153,  250,  II  3,  87,  ni. 

bean  tsalcTthair  I  408 
ben-  'sein'   II  334",  .•J62, 

437.  441,  461,  fris-ben 
II  296,  362.  443,  ocn- 
ben-dar  I  387,  496,  II 
298,  444 

ben-  'schlagen',  ben-ira 
87,  115.  174,  II  29, 
331  f.,  333  (Z.  46),  334", 
342-344.  348  f.,  362. 
369,  388  f.,  402,  407 
(Z.  40).  409,  441.  461 

-beinn,  -benn  II  438,  439 

benn  40,  46,  116,  174, 
368,  II  660 

bennach  II  660 

bend,  s.  benn 

K  ben dacht  40,  114,  202, 
225,  226,  266.  II 110 f. 

beo  (Verbmu)  II  351,  419, 

438,  441 

beo  (Adj.)  32,  62  (Z.  7, 
41),  74,  108,  247,  251, 
309,  375,  II  85,  93, 
beodai  I  309,  beoigidir 
74,  II  85 

bcoil,  beolu  298  (Z.  1,  8, 
14) 


beo8  271,  457,  vgl.  beus 

beotar  11  369.  461 

beothu  267,  309 

ber-  42.  115,  174  (Z.  22), 
II331f.,  342-344,  347 
-349,  357,  358,  366, 
388  f.,  401,  402,  408, 
463  ff.,  -ber  I  248,  II 
350,355,  asbeer,  dobeer 
II  466,  470.  -beir  1 245, 
247,  as-beir  I  366,  477, 
II  271,  412.  466,  664, 
at-beir  1258.  265.  419, 
468,  469,  484,  II  251, 
do-beir  I  257.  345  (Z. 
19).  II  470,  for-beir  II 
467,  as-berr,  do-berr  I 
325,  II  390.  397,  467, 
470,  bera  II  349.  355, 
-beraI250,  11350,355, 
-bera  1117.  II 359.  363, 
449,  -berad  II  313  (Z. 
35),  berar  II  235.  401, 
as-berar,  do-berarI325, 
II  390,  397,  tarmi- 
berar,  trerai-berar  II 
300,  301,  beras  II  351, 
beras  II  363,  beres  II 
236,  333,  bheirira  (ni.) 

I  265.  -berajnn  II  357, 
berir  1245.11235,398, 
400,  405,  berme  II  334, 
351,  at-beirrais  II 332. 
466,  bermit  II  347, 
-bert  1246,  11372.378, 
as-bert  I  265.  II  271, 
antru-bert  II  466,  co- 
toni-bert  II 465,  do-bert 

II  271,  284.  470,  berta 
II 370.  bertar.  bertatar 
II  370,  464,  asind-ber- 
tatar,  for-bertatar  II 
466,  468,  berte  II  334, 

351,  berteII363,  berthi 
I  542,  II  148,  334.  ber- 
tir  II  401.  as-beirtis, 
dorn  beirti8lI332,466. 
470,  -bertis  (Pass.)  II 
406,  -bcrtais  II  359, 
bertit  II  149,  334,  347 

berr-aim,     ni.    bearr-aim 

352,  II  51 

beiira  338,  366.  II  90 
berb-aini  36,  63.  115,  175 
E  seh.  bearbhajn  214 
R  ni.  bearrböir  II  51 
ni.  bearla,  air.  berli  350, 
489 


Pedersen:  Vgl.  kolt.  Gramm.     II. 


ara-berta  II  475 

ni.  beartha  143.  144 

bes,  bess  454,  II  438  (Z. 
12,  17),  439 

bes  'vielleicht'  II  183, 
217,  240,  303.  313.  438 

B  be.s  24.  56,  213,  508, 
540,11180,  besadII35 

beso  II  217,  236,  438 

R  beist  208,  218,  226 

(ß)  bestatu  56.  II  41, 
beste  I  56,  420,  II 28, 
41 

besu  455,  II  217 

ru-betII267,  fordon-itge- 
Brigte-het  II  242,  443 

-beth  (Konj.  Ipf.)  II  351, 
438 

beith  356,  II  440 

ar-beitt-et  II  627 

beta  454,  II  438,  439, 
bete  II  438.  439 

bethe  233 

-bether,  ocu-bether  II 
440,  444 

bethi  56,253,  H  35.  410, 
461,  bethir,  betir  II 
461,  s.  ben-  'schlagen' 

bethir  (Verbuni  "sein")  II 
395,  440 

betis, -betis311,454,455, 
II  438,  439  (Z.  1,  11) 

betho  249,  252,  II  90 

bethu  59,  62.  249,  250, 
300,  309,  365,  375,  503 
(is  find  a  ni-bethu),  II 
40,  102,  179.  671 

beiuU.  beulii  298 

dom-beiiir  II  363 

beus  309,  vgl.  beos 

R  bi  235 

bi  Adj.  310,  II  85 

-bi  'schlug'  II  369.  378, 
461.  -ru-baj.  fom-bia, 
no-biad  II  461,  462 

bi  -sei'  II  437,  -bi  'ist' 
II  351,  437,  441.  544, 
hor-bi.rom-bi,dinacon- 
bi  II  263.  266,  citam- 
bi  II  442,  ni.  do-bhi 
11251,  biaII439,  -bia 
I  272.  II  272.  286,  288, 
289.  362,  439.  ro-bia 
si  I  419,  tVis-bia  II 
362,  443.  -biad  I  311, 
455.  II  272.  439.  for- 
biad  II  443,  -biam  I 
310,   bias  II  217,  439, 

44 


690 


Wortindex.     Gälisch. 


cita-biat,  ocu-biat  11 
292,  298,  442,  444, 
biat  sa  n  363 

biad  (Subst.)  58, 133,  311, 
320,  357,  II  65,  83 

biaU  67,  148,  311,  H  54, 
93 

bian  108,  181 

E  biast  208 

biath-aim  58 

E  biatas  191,  210,  H  22 

bibdamnaetII62,  bibdid, 
bibdu  I  14,  248,  249, 
489,  n  62,  102 

E  ni.  biobla  226 

bibhsa,  con-bibus-tar  11 
477 

do-bibus  n  460 

binc  n  77 

bid  (Fut.,  Konj.  Ipf.) 
306,  455,  n  290,  438, 
439,  amal  fid  n  421 

foru-bid  n  462 

bidba  489 

dorru-bidc,  bidg-  88. 497, 
n  476 

B  seh.  bidean  24 

bidg-  s.  bidc- 

bieid  306,  357,  0-362, 
365,  439 

bii  251,  310,  11  85 

biid  (Gen.)  311,  s.  biith 

biid  'ist'  456,  II 351,  365, 
437,  -biinn  H  437, 
ceta-biinn   II  292,  442 

biith  (Gen.)  357,   s.  biid 

B  bil  147,  302 

bilor  491 

bimmi  11  439,  bimmis  I 
455,  n  290,  439 

bin  455,  H  438 

bind  45,  H  20,  bindiged- 
dar  I  479,  bindius  11 
20 

-bir  n  333,  342,  as-bir 
I  366,  II  466,  du-bir, 
im-bir  II  468,  469,  -biar 
1248,  n333,  341,  342, 
355,  as-biir  I  254,  257, 
258,  356,  365,  419,  U 
243,466,  do-biarI258, 
265,  n  469,  for-biar, 
fris-biar  H  467,  468, 
asro-bajr  II  466 

bir  144,  365,  366  (Z.  39, 
44),  491,  n  90 

birit  n  118 


biror  365,  491 

birt  n271,366,378,464, 

-birt  II  378,  do-birt  H 

470,    -biart,    dom-biart 

n  378,  470,  atru-bairt 

I  468,  biru  n  333  (Z. 

3,  25),  355,  463 
E   bissech,    bissext  217, 

218 
bissi  79,  367 
bit  II  439,    bith  H  437, 

-bith  II  264,  437,  bith 

'sein'  n  440 
bith,    biath   24,  41,  108, 

131,  249,  337,  366,  367, 

n  34,  80.  90,  464 
-bith  'wurde  geschlagen' 

n391,  461,  bithe  156, 

n  35,  409,  410 
-bither,       bithear     (ni.), 

bithir  II  396,  440 
bitis  II  290,  439 
bithus    (Fut.,    Prät.)    H 

363,  370,  461 
(i-t)  biu  310 
biu  'bin'   60,  68,  252,  H 

342,  419.  437.  biuu  sa 

n  333,  351,  437 
(E)  ni.  blanndar  225 
blas    163,     blassachtach 

n  33 
bläth  115,  136 
bläith  163,  n  9 
bled  381 
blegon43,163,174,n56, 

271.  580 
blen  125,  296,  299,  bleoin 

299 
bleth  163.  U  576 
bliadain,  bliadin.  bliadne, 

bliadna  113,350,  H  57 
blicht  124,  174,  blig-  43, 

163,  n  580 
B  blonac  23,  H  81 
bo  (Subst.)  100, 108,  207, 

n  3,  26,  92 
bo,  -bo  455  (Z.  5,  32),  H 

288,     438,     440,     vgl. 

robo,  rodbo 
ad-bo  n  476 
do-bo  n  460 
Boand  309 
-bobig  n  367,  477 
at-bobuid  n  367,  476 
bocc  159,  161 
E  seh.  boc-  196,  ir.  boc- 

coit  196,  n  46 
bocht  349,  364 


-bocht  n  298,  339,  391, 
477 

boid  315,  8.  buaid 

E  seh.  böid  214 

bodar  111,  363 

bodb  34,  63 

E  ni.  bogsa  218 

boi,  -böi  63,  251,  253,  308, 
369,  455,  II  221,  264, 
282,  286.  363,  364,  368 
(Z.  24,  32),  379,  439, 
im-boi  II 444,  boi-thius, 
boi-thus  n  149,  370, 
439 

Boind  309 

boith  56 

boill,  boill  32,  300,  341 

bolad  34,  36 

bolcsithe  U  628,  bolg 
105,  327  (builig),  414, 
497,  bolgach  105,327, 
bolgam  105,  329  (Z.  17) 

boimm  87 

-bomraar  455,  11  440 

bonn  188 

is-boind,  at-boind  11476 

ni.  boineann  47 

bong-,  -boingn339,  367, 
391,  477 

do-boing  II  460 

borr  83 

borb  109,  350,  n  115 
(burpu) 

E  borcc  224 

borrfad  II  14 

E  borg  224 

borp,  s.  borb 

at-bois  n  476 

chota-bos-ad  H  350,  477 

do-bos-at  II  460 

boss  34,  79,  95 

E  ni.  bosga  218,  488 

fo-both-aim  n  477 

both'Hütte'35,238,n34 

both  (Inf.)  n  440 

ro-both  n  391,  395,  432 
(Z.  29),  433, 440,  botha 
n  440 

böthar,  boithrin  11  51,  59 

bou  (Gen.)  'Kuh'  55 

bou  (Dat.) 'Nutzen'  11443 

E  brac  191,  230 

braich  163 

asindro-brad  (Ipf.  Konj.) 
n  466,  asro-brad  (Prät. 
Pass.)  n  467 

ni.  bradghail  11  24 

brffi  n  93 


Wortindex.     Gälisch. 


691 


brai<^-irn  II  60 

bräge  100, 138, 183,  II 104 

brai  II  93 

8ch.  braira  II  60 

bran  II  3 

brao  62,  II  109 

R  braissech  226 

brat  160,  188,  360 

brath  163,  II 575.  s.  mrath 

bräth  52,  115,  II  34,  179 

bratgaisced  II  4 

bräthir    48,  134,  246,  H 

105 
braitlin  146 
E  breib  215 
breec  159,  541 
brec  299,    brecaire,    bre- 

cairecbt  II  32 
ni.  breacbtach  124,  163 
ni.  breim    11  60,    breim- 

neach  11  31 
bren  125,  296,  346,  430, 

II  56 
breo  309 

Bresal,  BresuaIII54,  668 
bret  160,  188 
-bretb,  -bretb-a,  breth-a, 

breth-ae,breth-e  11390, 

391.  407,  464 
breth   42,  174,  178,  366, 

367,  n34,  61.  412,416, 

464,     vgl.    brith,     ni. 

breUheanihnas  11  62 
bri  43.  100. 174,  II  97,  98 
-bria  54,  II  478 
briathar  II  45 
Bricriu  II  109 
brig  101,  II  661 
Brigit  100, 138. 151,  248, 

544,    II  48   (Z.  5,  22), 

89,  90,  118 
(B)  ni.  briongloid  11  46 
briss-im   79,  367,  II  18, 

54,  478 
brise  II  11,  18 
brislech  II  55 
brith  366.  367.  II  86,  416, 

s.    breth;     brithem    I 

262  f.,  II  61,  107,  108, 

663,  brithenian(leII62, 

britbemnacht  II 32,  62 
brö  62,  63,  108,  252,  307, 

n  109 
ni.  broc  'bunt'  24,  161 
brocc  'Dachs'  362 
brocc  'Kummer'  159 
B  bröenach  23 
seh.  brög  'Kummer'  159 


G  seh.  brög  'Schuh'  159 
B  ni.  brogoid  U  38,  46 
bröi  II  93 
B  broinech  23,  508 
BROINIENAS,     BROI- 

NIONAS  5 
brollacb  541,  II  55 
bronn  86,  11  49,  s.  brü 
bronu-aira  54,  86.  11  478 
brön  296.  318  (Z.  11,  18) 
brönchu  355  | 

bronnait  11  49  i 

brot  113,  365.  II  57 
B  brothraoh  161,  U  52 
brü  'Rand'  62 
brü  'Leib'  73,  115,  n49, 

55,  109,  s.  bronn 
-bru-end,     brü-im     309, ' 

n  334 
bruach  62,  309 
bruadar  109,  430 
bruar  II  51 

R  ni.  bruichille  329,  540 
fris-brüderaor.    frisbrudi 

7,  II  386,  404,  479 
bruig  506,  s.  mruig  1 

ni.  brüini  II  60 
bruinn-,  brunn-id  II  104, 

478 
bruinne  86.  376,  II  55 
bruth  115,  175.  II  16 
bruitne  365.  II  57 
-btar   455.  II  440.    -btis 

II  439 
bu.  -bu  455  (Z.  5,  32,  34), 

II  289,  438.  440 
R  buaball  207,  '226,  239 
buacbaill    54,    1'27,   207, 

II  2,  89  f.,  93 
buaid  111,  181.  316  (Z.l, 

3).  341.  II  30.  66,  vgl. 

boid:  buadach  II  30 
buadraim  112  \ 

R  buaf  207.  221  ' 

ni.  buail-tbear  418 
R  buaile  196,  201,  207 
buain  296. 317. 318, 11477 
buar  II  51,  69 
buarach  100.  102 
buich  II  477 

buide  'gelb'  II  116  , 

R  buide  195  ' 

buide  'Dank'  35.  111,  II 

30.  buidech  II  30,  214, 

buidechas  I  111.     bui- 
dech u  I  355 
buiden  363.  II  59 
buidre  363  : 


büi  II  439 

bu'lle,  bu'lnni  157,  478 

bullu  32,  338.  341 

-bummar  II  440 

bun  361,  362,  363.  II  21, 

96,   bunad  I  362,  364, 

II  27,  65.   96,    ni.  ba- 

nadbas  I  335 
m-bung  II  477 
bunsach  II  21 
buorach  100 
-bupth-ai,  bupthad  II 477 
burbe,   burbbu  350,  362, 

497 
ho  burorbaither,   s.  -ror- 

baither 
burpe,  8.  burbe 
araru-burt,     asidru-burt 

II  465,  466 
buith  35.  356,  II  34,  410, 

412,  440,  buithi  II  410, 

440 
(R)  ni.  buitilear  II  51 
c-  II  198.  200,  202 
-ch-  II  139 
ni.  cä  405.  445 
c-ä  (räd)  264,  II  417 
-cha-  II  139 
seh.,    m.    cha    264,   276, 

465.466.469.11210,252 
R seh.  cabar 192. 237,326 
R  ni.  cabäiste  230 
ni.  cabhair  34,  268 
R  seh.  cabhuil  215 
caee  477 
cäeh,  cach  187,  261,  270, 

274,  424.  445.   450  (Z. 

28,  35).  456  (Z.  16,  18), 

498,   II  33.    191  (cach 

oenl.  212.  213 
cacha  II  208.  314 
-cachain  II  367,  479 
cach  la   263,  273  [Z.  22, 

33),  395,  II  73.  195,  213 
cachnaitir  II  479 
cach  ra  273 
cacht  93 
ni.  ead  II  202 
eadan  111.  512 
caidche    (äis).     chaidche 

264,  457  (Z.  20.  24) 
ni.  cad  chuJge  409 
ni.  ead  e  II  202 
cadein,  eadessin,  cadesne 

II  153 
caeeh  56 
eäerathecht  324,  s.  coim- 

thecht 

44* 


692 


Wortindex.     Gälisch. 


caera  92,  187,  307,  II  28, 

99 
do-caesat  II  641 
R  ni.  caiftin  237 
cäi  'Weg' II 454  Fußnote 
cäi  'Weinen'  II  487 
B  cäin  23,  372,  508,  II 10 

(Z.   2,    4),    292,     cain- 

chorarac  II  557,   cain- 

gnim  II  10,    cäin-sceU 

1 349,  cain-toimtenach, 

cain-toimtiu  II  47 
(B)  ciiintechII40,  cainHid 

II  496 
B  cair  23,  372,  508 
cäirchuide  II  28 
E  cäi  211 
cail  121 
caill  52,  114 
calad  II  37 
Caaland  341 
E  calb  215 
E  calc,  cailc  230 
E  seh.  callda  225 
E  kalde  199 
caile  'Flecken'  494 
caüe   'a  country  woman' 

II  64 
E  caille  235,  II  30,  66 
E  cailech  227 
cailech    'Hahn'   69,  266, 

347,  361.  II  30 
(E)  caillech  235,  II  30 
calleic,  calleice  267,  274, 

457 
CALIACI  69,  266,  372 
E  seh.  callaidh  225 
cailin  280,  444,  II 25,  59, 

64 
E  kalaind  199 
E  ni.  cailis  218 
calma  168,  326,  328.  350, 
•373,  414,   II  17,     cal- 

matus  II  41 
(G)  ni.  calpa  34 
seh.  ealura  326 
camm  118,  185,  337,  II  5 
-Cham-  II  145 
E  cäm  237 
E  eamhall  210,  240 
cammderc  II  5 
cammaib,    camaiph     116, 

119,  473,  510 
E  eampa  237 
E  caimmse  240 
can  II  '201,  205,  211 
seh.  chan  276,  465,  s.  cha 
cain  II  '205,  252 


can-    II   357,    365.    366, 

391,  409,  410,  479,  for- 

cain  11412,  for-ehan-a, 

for-chan-im  11317,333 

E  cäin  193 

cana    175,    185,    II  107, 

662,  vgl.  eano 
E  cain  cell  230 
E  seh.  caineab  226 
E  caingel  230,  238 
cani,  caini  II  205,  252 
canisin  442,  544,  II  153 
cano  121,  vgl.  eana 
E  canoin  II  89 
cantain  II  479 
ni.  caogad  324,  II  130 
dom-chaomnacuir  II  555 
ni.  caomhtsuairc  409 
(B)  ni.  caordhearg  329 
B  ni.  caorthann  23,  110, 

158,  224,  II  659 
E  cäpa  236 
E  capall,  capull  145,226, 

227,  511 
E  caplat,  caplait  238 
E  ni.  captaoin  237 
car-   170,   177,  184,  244, 
253,  418,  476.  II  4,  47, 
331  f.,    341,    342,    343, 
344,    348,    359,    366, 
376 f.,  388  f.,  401,  402, 
407,411,449,  481,  -car 
II  375,  37*7,    ni  cair  II 
481,     car-as     II    334, 
-cair-im    II   481,     car- 
simme.  car-site  II  370 
cair  II  201 

carr  'Wagen'  44,  82,  417 
carr  'scab',  carrach  83 
carrän  'Kinnlade'  82 
carrän  'reaping-hook'  94 
caratrad  266 
ni.  carball  417,  475 
carbat   13,  24,  118,  347, 

373,  494.  II  47 
E  carcar  191,  230 
carcid  II  201 
fo-caird  II  271,  367.  379, 

381,  499 
cairde  373,  496,  II 17,  49, 
669,    cairdes,  cardessa 
II  21.  49,    cairddine  I 
477.  496,  II  49,  59 
care  244,  249  (Z.  12,  26), 
346,    II  7,   21,  49,  99 
(Z.  27),  104 
cairem  52,  94,  II  61 
cairet  II  200 


E  carghas  327 

B  carric,  carraic  23,  83,. 

II  31 
cairig-edar,  no-chairig-ur 

II  220,   386,    cairigud 

I  357 
cairm  II  200 

E  carmocol  227,  387 
carn,      carnän,      carnäil, 

carnd  153,  II  24 
carpat,  s.  carbat 
(E)  carpteoir  II  51 
fo-cairt,  s.  fo-caird 
cart-  II  616 
carthach      II    40,     410, 

carthanach  II  47 
fa-chartar,     fo-chartatar 

II  499 

E  cartoit  II  42 

seh.  cas  34 

cais  121,  177,  476,  II  la 

easachtacb  79, 128,  II  31, 

32 
casäit  II  605 
E  casal  217 
E  casc,  cäi  sc  193,  235 
seh.  cascadh  34 
E  cäise  202,  217 
E  caisel  219 
casair  II  33 

E  caisleän,   caisl^oir  219 
casmongach  II  5 
E  castel  219 
E  castöit  II  42 
E  cat  234,  511 
cath    65,   132,    151,  448, 

II  50,  90 
caith-,  di-eath-i  II  479 
cäit  II  202 

E  cathair  191,  225,  231 
cate,  eatte,  cateat,  eateet 

II  141,  202 
caithem,     ni.    caitheamh 

II  11,  479 
cathfer  II  3 
cathir,    caithir    31,   349, 

II  98,  99 
-chatl-aim  II  655 
E    cathlach(da),    catoili- 

ceach  232 
cathrar  II  51 
(E)  cathrajgtheoir  II  51 
caur   62,   307,   322,  341, 

II  101 
ce    'obgleich'    267,    270, 

II 206  f.,  ce..ee  II  207 
ce  'welcher'  U  198,  200, 


Wortindex.     Gälisch. 


693 


201,  202,  203,  206,  304 
CO  294,  II  197,  198 
ardos-cc  II  489,    ad-oear 

II  385,  387,  487 
cech    274,    II   213,    cech 

ae,     cech   n-ae    I  391, 

II  213 
cechan  II  366,  381  (Z.  16, 

23),     fordab-cechan   II 

480 
cecliaing  II  367,  492 
rot-chechl-adar     II   315, 

387,  494,   -cechl-astar. 

cecbl-aiter  II  494  f. 
-cechlad-atar,  -cechlatär, 

con-ce(!blaid  11367,492 
-cechna  II  358,  359,  for- 

dub-cechna       II     480, 

cechnas    II  363,    cech- 

natar  II  382,  479,  ceob- 

nite   II  363,    cechnitir 

II  382 
-chechrat  II  359,  481 
cecbt  124.  126,  151 
cecbtar275,307,392,421, 

1144,64,  81,  140  f.,  213 
-cechuin  II  378,  381 
ced   432,  445,  II  198  (Z. 

20,  33j,  200,  202,  208, 

ced  ..  ced  II  208 
ad-ced  II  351,  487 
ni.  cbead.  soh.  ce^d  443, 

464 
cedono  II  201,  212 
cel-,  cell- 26,  174,  II 359, 

409,  482,  485,    -cel    II 

359,  con-cela  siu  11293, 

-celar  II  225,  243,    fo- 

cbel-fatar    II  220,  484 
for-ceill-a  II  537 
E  cell  197,  238 
B  cöl  24,  57,  213,  508 
ccill,  frecor  ceUl,   fritcii- 

retbar  cheUl  451,  457, 

II  80,  s.  ciall 
Cellacb  40 
cele,  ceile  8,51,251,269 

(Z.  11,  32),    341,    358, 

535,  11  22,  28,  85,  215 
R  celebr^iim  226 
celg  24,  106 
celido  II  28 
B  celra^iine  164,  II  62 
R  celU>ir  II  51 
-ohelt,con-celt  11482.483 
(for)  celtbaidi  96,  499 
cöinira    37.    47.   87,   151, 

162,     295,     299,     353, 


II  66,  492 

ccn  267,  269,  270,  272, 
346,  423,  438,  497.  498, 
1174.149,196,197.198, 
205,  211,  417,  cen-  I 
156,  II  6.  39,  197 

cenn  100.  130.  132.  157, 
184,  248,  272,  344,  365 
(Z.  16.  32),  377,  418, 
II  5.  6,  30.  83,  180  (Z. 
ll.löj,  ni.ceann  11131, 
vgl.  cendäU 

for-cenn-  345,  348,  352, 
II  251,  303,  357.  525, 
forrum-cbenn-ad  II 245, 
525,  for-cein-fiter.  for- 
ceinn-fitis.  forru-cben- 
sat  II  525 

ceinn  367 

cein  (Pronomen)  II  153 

cein  (Konjunktion)  395 
(Z.  17),'  397,  II  317 
(Z.  11),  v<:^l.  cian 

ni.  cbeana  270,  272,  346, 
457 

cenn ach  II  23 

R  cennacul  210 

in  cbenadid  II  28,  198 

ni.  ceneäl  359,  s.  cenel 

cennal  II  24 

cenand,  cenandän  254, 
II  5 

cenatbe  II  28,  197 

cen  con,  cein  con  II  314 

cendäi]  II  24,  69,  cendar 
II 51,  cendfindI254,  II 
5,  cendfocbrus  1  43 

cendaid  II  21.  39.  197 

(B)  cendais  II  21,  197, 
vgl.  cennais 

cene  'so  lange'  II  80 

cene  'ebne  dies'  270,272, 
346,  457  (Z.  13,  16),  II 
28,  149,  171.  197  (Z. 
31,  40) 

cent'd  120,  135.  201.  261, 
297,  341,  11  17,  65,  82. 
vgl.  ni.  ceneäl;  neph- 
cbeneil    I  343.     cenöle 

I  7,  201,  263,  351.  366, 

II  17,  cenetül,  ceneolu, 
ceneiui],  ceneul  I  298 

ceing-eth.  ceng-ait  37, 
II  333,  491,  492 

R  cengal  200,  227,  326, 
II  66 

cenaib  II  150.  171 

cennaige  II  23 


(B)     cennais    349,      vgl. 

cendais 
cenita  II  423 
ceniul,  ceniü'I  298 
cenniä,    cenraänom,    cen- 

matbä,    conmitbä  267, 

472.  II  431 
ni.  ceannrach  100 
(B)  cense  349,  II  21 
centar,  centarach    II  44, 

197 
centat  II  49 

cenuib.  cenut  II 149.  150 
QENVENDANI  II  5 
ceo  II  100.  102 
ceol  139,  299,  485,  II  46, 

479 
R    cepp    200.    238,     ni. 

ceapaira  2(X> 
ceptar  II  201 
cepudono  11  202 
do-cer   II  367.  378,  657, 

658 
fris-cer-a  II  359,  535 
fo-eeirr,    fa-cherr-ed    83, 

II  499 
ni.  cearr  83 
R  ceir  208 
nos-cerb-and  II  334 
Cerball  40 
cerc  126 
R  cercbaill,  ni.  cearchall 

211.  215,  227,  239,  329 
cerd,  ni.  cearrd  u.s.w.  36, 

114.143,350,354.368, 

II  17,  64 
fo-cerd-,  fo-ceird    II  250, 

271,   381,    498  f.,    502, 

676 
cerddacb  350,  II  17 
do-cerddatar  II  657 
cerdcha,   cerddchae  350. 

II  17,  32 
cericc  II  202 
cerna  156,  II  16 
fo-ce»rt,    s.    foceird;     fo- 

cert-ara  II  499 
(R)  eter-cert-a.  con-eert- 

aim  II  485.  486 
R  cert  227,  368,   II  486 
do-eertbar,  de-ceortar  II 

657 
certle,    ceirtle  487,  488, 

II  54 
ad-coss  252,  II  391.  488 
asro-obess,         ro-oess-a, 

as-ces-ar.         obess-air 

II  490,  491 


694 


Wortindex.     Gälisch. 


no-chess-ed  II  492 
cess-  'to  grurable',  cess- 

acht,  ar-ceiss-i  II 486  f. 
ar-cess-i    'schont',    arro- 

cheis  II  412.  486 
cess-  53,  87.  178,  II  486, 

ces-ad  I  262,  357,  420, 

II  35,  90.  179,  486 
ce  si  II  202 
cesin  II  153 
ceso,  s.  cesu 
E  ceist  213,  231,  367 
cesto,  s.  cesad 
cesu     455,    II   207,    218, 

226,  422 
cet  88,  177 
cet  46, 121, 138, 150, 151, 

392,  497,  II  130 
cet-  'mit'  138,  II  292 
cet-  'der  erste'  120,  137, 

446,  II  135.  187,  293 
-chet,-c6t  11378,391,479 
ceith  =   cid  II  208 
ceta-  'mit'  II  292 
ceta-  'zuerst'  II  292 f. 
cetach  II  136 
cetal  139,  346,  II  46,  66, 

479 
cetarcoti  II 136,  cetharde 

II  75.  136,  cethardenus 

II  129 
cot-chetbanam,    con-ceit- 

bani.    cetbaid,    cetbuid 

II  292.  442 
cete  II  409,  479 
cetheoir  73,  II  128 
cetMd  s.  cetbaid 
Ceti  II  410,  479 
cethir  'vier'  36.  63,  128, 

133.  392,  441,   II  128, 

fochetbir  II 129,  cethir 

'Vieh'  94,  II  129 
-cetis  II  487 
cetlüd,  cetluth  II  571 
cetmad  II  135 
cetne    445,    446,    II  135, 

153,  178,  185,  186,  187, 

188 
cetnait  120,  II  49 
ceto,  s.  cetu 
(R)  cetoin  215 
(R)  cetoir,  s.  fochetöir 
cethorcha,  cethracha  268, 

324,  II 130,  cethramad, 

cethramdin,    cethrara- 

thu  II  135  (Z.  18.  27), 

cethrar  II 136,  ceHhre 

1 404,  464,  cethri  II 128 


cetu  455,  II  207,  217, 
226,  293,  422 

cetu-  II  292  f. 

cheturaus,  chetus  457, 
464 

ceul  II  479,  vgl.  ceol 

ci-  'weinen'  II  487 

ad-ci-,  ad-ci-i,  ni.  -chi-m 
265,488,1146,249,272, 
274,  333.  351,  385,  389, 
391,  487.  489,  490,  ad- 
ci-u  I  252 

ci  'obgleich'  267,  270, 
II  206  f. 

ci  'welcher'  II  198,  200, 
201,  202,  206 

cia 'wer' 59, 128,  250,405, 
445,  II 140,  198  (Z.  17, 
29),  199  (Z.  1.  17,  30), 
200,  201,202,  204,206, 
208,  209.  221.  673 

cia  'wohin'  472,  II  199. 
204,  206 

cia  'obgleich'  264,  267, 
270,  467,  472,  II  146, 
153,  206.  207,  208,  220, 
221,  223,  226,  240.  314 
(Z.  21  ff.),  424,  434 

ciai  II  209 

ciall  347.  358.  390,  II  7, 
86,  482.  490,  ciall-, 
fo-ciall-  r26.  II  482, 
484,  485 

cian  390,  395  (Z.  19),  467, 
II  65,  73  (cach  la  cein), 
80 

ciapudono  II  202 

ciar  120 

Ciarän  II  27 

ciarbu  263 

ciaricc,  ciarricc  II  202, 
552 

cias-air,  cias-to  295,  II 492 

ciaso,  ciasu  II  207 

ciatu-  II  292  f. 

cib  II  202 

-chib-  II  139 

doda-cich  II  360,  492 

at-chich-ither  II  385, 
387,  487 

eich  'weinte'  II  369,  487 

eich  (Subst.)51,418,  112 

(B)  ciccar,  ni.  ciocardha 
418 

eiche  II  198 

fo-cicherr  II  499 

cichi-b-roerad  II  203,  670 

con-ciuchail  II  493 


cichis  II  492 
ro-chichlaifr^  con-ciuchlai- 

sti  II  493 
cichloscthe,cichloiste420 
ad-cichlus  II  361,  492 
cichnaigistir  80,  II  405 
fo-chitichra,     fo-chichred 

II  499 
-cichsed  II  492 
fo-chichur  II  361.  499 
cid  'was'  432.  445,  II 198 

(Z.  18,  20,  34),  199,  200, 

202,  seh.  ciod  II  202 
cid  'obgleich  ist'  455,  II 

153,   198  (Z.  34),   207, 

221,  223,  234,  314,  322, 

423  (Z.  9,  29),  424,  cid 

. .  cid  II  207,  309,  cid 

. .  no  II  208 
-chid-  II  139,  146 
cierniu  II  201,  212 
ad-cii,  s.  ad-ci 
R  ni.  cill  197,  198 
cilornn,  cilurnn  94,  365, 

430,  II  53 
-chim-  II  139,  145 
ni.  cinmhas  386 
cimb  45,  119,  cimbid  45, 

162,353,  II 17.  ni.  Cime, 

cimeach  I  162,  353 
ein  (Subst.)  244,  247,  365 

(Z.  24,  29),  II  101 
ein    'obgleich    nicht'    II 

207  252 
-chin-'  II  139,  175  (nach- 

inrogba) 
cin-im  120,  li  33 
cinn.  ciunn  272,  307,  450 

(Z.  18,  19,   40),    II  79, 

82,  83,  ni.  cionn  I  344 
cinn-im  II  40 
R  cincigais  220,  231,  240 
ein  con  II  314 
cindas  II  200 
cing  37.  368.  II  100 
cing-    37.   47,   187,  295, 

368,  II  333,  367,  491 
cini  'nonne'   II  205,  252 
cini    'obgleich   nicht'    II 

207,  252,  322 
cinni-sin  II  202 
cintech  II  40 
R  cinteir  198,  234 
ciofut  445,  II  200 
cip  264,  II  201,  202.  206, 

cipad  II  201,  290,  439 
cirr-im  94 
doro-chair  II  367,  657 


4 


Wortindex.     Gälisch. 


695 


cirmairo  II  17 

E  eis  193,  209 

cisse,  cissi  II  490f. 

cisi  II  202 

E  eiste  200 

cit  (Subst.)  120,  161 

cit  'obgleich  sind'  II  207, 

314 
-chit-  II  139 
cith,  cith  II  208 
cita-  'mit'  II  292 
cita-,    -cita-    'zuerst'     II 

292  f. 
ni.  ciotach,  ciotän  77 
cithech  II  40,  487 
cithisse  275,  II  153 
citne  398,  II  198,  202 
(B)  ni.  ciotog  77 
ad-ciu,  s.  ad-ci 
ciul  II  479 

ciuir  130,  '298,  II  369,  496 
-chiuir,  ararui-chiuir  125, 

298,  II  369,  498,    ara- 

chiurat  I  298,   II  362, 

363,  498 
E  ni.  clabbstar  212 
seh.  dach  34 
foro-chlad  II  484 
clad-,  daid-im  II  35,  367, 

409,  492,   ad-dadat  II 

361.  492,  claide  II  492 
claüleb,     ni.   claidheamh 

387,  II  29 
dam  163 
E  cland    234,    235,   478, 

II  69  (Z.  9,  15),  dand- 

id  II  409 
ni.  claochlodh  490 
dar  II  5,  49,  clär-ainech 

II  5 
class,  -class,  con-clas-at, 

-clas-aind,    -clas-ta    II 

492,  daisse  II  35,  409, 

492 
E  clausul  212 
de  68,  252,  253 
clebene  II  27 
dach-  II  492  f. 
ni.    cleachdadh    327,    ir. 

clecht-aim     362,     541, 

II  493 
fonro-chled  II  484 
E  cleir,  dcJroch  208 
cless  362,  367,  11  493 
ara-clessid  II  493 
deth,    deith   174,  II  34, 

482 
clethe  121 


dethi  II  410,  482 

cliab  116,  II  27 

E  cliar  208 

diath  121,  174 

dich-  II  493 

did  II  482 

ni.  digim  329,  487 

clior  493 

clissim  367 

dith  II  482 

dithar  121,  174.  II  50 

dithe  II  409,  410,  482 

clithmar  II  660 

do  63,  251.  543 

cIo-  'besiegen',  ro-cload 
II  493,  rodas-cload  I 
308,  ro-do-i  11368,493, 
-clo-iset  II  368,  -clo- 
itis,  clo-ithe  II  493 

ra-clo-ad  'sbould  hear 
him',  -clo-ammar,  -clo- 
atar.  -clo-athar  II  494, 
-clo-immis  (-clo-im- 
mis?),  nicon-chlo-or, 
-clo-Hher,  -clo-thi,  -clo- 
itis  II  312,  387,  494, 
495,  vgl.  clor 

(da)  clo-id  II  571 

doch  34,  36.  363,  418, 
clochar  II  51 

clocan  418 

clocthech  II  3 

doechlod  490,  II  494       i 

ni.  cloigeann  418  1 

ro-cl6i,  8.  clo-;  cloi  (gai- 
the)  II  494  I 

cloi  (PL  von  clo)  543 

cloin  57,  363 

na-cl6r  II  316,  387.  494,  ' 
-dorat  II  386  i 

ro-chlos  II  495  i 

doth  35,  535,  II  34  j 

cloithi  543  I 

E  clothra  II  662  j 

du  6'2,  II  96 

clu-as  II  493 

duas  80,  174,  II  495        | 

duiche     362,    367,    541  ' 
II  493  I 

clüine  363  | 

E  dum  66,  207.  235,  ni.  . 
clumhach  386 

seh.  clümhar   66.  II  660 

ni.  clümhar  66 

-duin-ethar,       -duin-Uir  i 
II  272,  288,  368,  385,  '■. 
386    (Z.   28,   45),    389, 
398,  494,  duin-te  1 249, 


II  272,  494 

clüngat  490 

(E)  clupait  329 

E  düsal  212 

duthmar  II  660 

-ehn-  II  139.  145 

E  cnäib  193,  226 

(Gj  ni.  cnagaire  387 

B  cnai  23 

cnäim,  enäraai  53,  164, 
351,  II  93 

ni.  cneamh  154,  164 

cness  184 

cnö,  s.  enü 

cnocc,  m.  knock  24,  154, 
160,  280,  387 

ni.  0  Cnothuir  329 

cnü  1.53,  155,  305,  386, 
II  93,  100 

ni.  cnumh,  cnnimh  102 
(Z.  28,  29),  1.54.  387 

CO  'bis'  (Präp.)  267.  270, 
286.  405,  498,  499.  II 
74,  77,  149  (Z.  18,  24), 
301,  CO,  CO  n-  (Kon- 
junktion) I  267,  399, 
400  (Z.  1.15,472,  1172, 
146  (Z.  3.  41\  182  (Z. 
34,  39),  221,  226,  246, 
247,  267,  301,  313,  315, 
316, 317  f.,  318  (Z.  13  ff.), 
319,  434,  672  (Z.  28) 

CO  n-  'mit'  64,  267,  270, 
274(ehon-),391(con-a), 
392,  498,  II  74.  152, 
293,  322 

CO  =  oc  264  (Z.  23,  26) 

seh.  CO  'ebenso'  475 

seh.  eo  (Pron.)  445,  mir. 
CO  II  673 

do-eoad,  du-choaid  308, 
II  642 

coair  309 

ara-choat  II  293.  515 

cob  116,  167.  362,  II  2 

E  ni.  coib  236 

eobadlus,  s.  cobodlus 

coibche  II  522 

coibedna  II  515.  516 

-cobfiUter  II  522 

cobfodlus  II  502,  s.  co- 
bodlus 

coibge  352.  II  293.  522 

oobir,  ni.  cobhair  34,  119, 
167,  268,  326,  342,  485, 
vgl.  cobuir 

cobled,  co>bled  64 

eoblige  167,  II  560 


696 


Wortindex.     Gälisch. 


coibnes,   coibnesta,   coib- 

nius  64,  156,  II  20 
cobodlus  267,  II  502 
ad-cobra,         asin-chobra 

476,  II  218  f.,  243 
cobrith  119 
K  coibse  221,  II  109 
cobsud  64,   11  6,  9,  116, 

288 
cobuir  268,  342,  349,  355, 

vgl.  oobir 
coich  II  198,  199 
E  coic  231 
coic    90.   127,   130,   151, 

318,  324,  353,   368  (Z. 

30,  36),  392,  487,  490, 

II  129 
cocad  151 
(R)  cocart  II  485 
cöiced  353,  II  37,  135 
cocell  II  483 
coceilsine  II  22,  59 
coicer  II  51,  136 
(E)  cocert  II  485 
cocetal  II  480 
-coceitbani  II  292,  442 
coichi  II  199 
cocill  11  483 
cochit  II  199 
-cocra  II  675 
-coicsa,  coicsath,  coicsed 

II  486 
coicthiges.      ni.    coicthi- 

gheas  487,  539,  II 133, 

136 
cocubus  267,  s.  cogubhas 
E  cochull  227 
cocung  II  661 
cocur  II  500,  501 
ad-chodados   II  220,  638 
ara-choided     (-choided?) 

II  515 
ad-cöidemmar     (-coidem- 

mar?)  II  518 
ni.  coidhean  512 
seh.  cöe  337 
coelchos,       coelchossach 

II  5 
coem-  II  293 
fo-coemallag  325,  II  569 
coemchlöd    324,  490,    II 

494 
coemera  347 
-coemnacar,    -coemnacair 

325,  II  554 
do-coeranagtar       II    270 

(Z.  2,  38),  585 
coemtbecht  II  644 


do-coestis  II  642 

ni.  cogubhas  269 

cöi  'Weinen'  II  487 

coi  'Weg'  II  454  Fußn. 

ar-cöi  II  515 

do-c6i  II  271,  286,  641 

coica  324, 418, 11103,130, 

cöicetmad  II  135 
do-choid  421,  II  220,  449, 

642 
coim  58,  164,  II  16,  115 
coim-  II  293 
(no-n)-choimmdiu)-cöima 

II  242,  511 
GOIMAGNI  5,  II  27 
do-choimarraig     325,     II 

269,  592 
coimchlaim,coimmchloud 

324,  II  494 
fo-coimlachtar  324,  II369, 

569 
-coiranactar,      -choimnu- 

cuir  325,  II  554 
du-coimrachtar    324,     II 

269,  592 
coimthecht  324,  II  644 
B  cöin-  125,  II  487,  495, 

cöintech  II  40,  coiniud 

II  496 
coir    64,  166,    262,    309, 

352,  364,  484,  II  12 
coirt  309 
do-coised,  dö-cois-et,  du- 

cois-tis  11361.641,  642, 

do-coith  II  642 
col  94 

coli  'Hasel'  32,  84 
coli  'Verlust'  114,  145 
coli  gl.  luscura  157,  494 
colla,  s.  collno 
colla,  collaa,  coUad  II 622 
B    colba,      collbe     375, 

510,  544 
(G)  colbthach  327,  409 
E  colcaid  196,  230,  364 
ni.  coUeach  361 
coUleadh  494 
colg  105,  180 
collaide,  s.  colnide 
colinn   146,  157,  375,   11 

28,  57,  89,  180  (Z.  7) 
E  coilis  191 
E  ni.  coim  195,  328 
Colmän  II  27 
colraraene  333,  II  27 
colnide  157,  II  28,  collno 

I  146,  157,  478 
E  coloma,  s.  columa 


(G)  colptha  34,  327,  409 

E  coltar  233 

Ecoluml95,227,283,328 

E  columa,  columan  240, 
II  111 

com-  100,  174,  268,  284, 
364,  475,  486,  II  13, 
147,210.249,  252,269, 
270  (Z  3, 17  ff.,  31),  272, 
283.293,445,ni.chomh- 

I  405,  465,  476,   II  13 
com-ad,  for-cora-am,  for- 

com-edar.  forta-com-ai, 
fort-chom-i,        cora-id 

II  586 
coraacnabad  II  447 
comacoraol  II  510 

com m ad  118,  390,  II  439 
comadas  14,  284,  11  5,  21 
commäin  208 
E  commäin  208 
comall,  adcomal-tar  II 509 
-comallamar,  -comallasa- 

tar,   -comallathar,    co- 

malnad,       comalnatar 

157,  260,  262,  268,  357, 

1135,246,267,386,412 
comallnae,  comalae  157 
comalta  26,  500,  II  35 
E  comraan  208,  241 
comman    'daß    wir   sind' 

11  438 
E  ni.  comaoin  208 
ni.  comaoin    'Belohnung' 

208 
do-comar,    du-comarr   II 

590,     fris-chomarr     II 

220,  269,  589 
do-commar,      dod-chom- 

mar  11  370,  642 
commar  (Subst.)  118 
comarbus  117,  II  20 
fris-comarcair  11457,  im- 

chomarcair  II  385,  458 
comarde  352,  U  5.  65 
commari  263,  II  557 
do-comarraig  324,  II  269, 

592 
(indaron)-comarlecis      II 

145,  246  (Z.  12,  14),  563 
comarpe    117,  265,  II  20 
-coraarscaiged  II  618 
fris-coraarser  II  457,  673 
as-chomart,      do-comart, 

fris-comart,     as-chom- 

arta  II  220,  588,  589, 

590 


Wortindex.     Gälisch. 


697 


comartha   352,    vgl.   co- 

marde 
combach  II  477 
combad  391 
combart  353,  II  465 
-chomby'iff  II  477 
B  combrec   23,   33,   506, 

II  31 
combrit  II  118,  288 
combrutlh  II  479 
ad-corac-isset,  ata- 

corac-us  II  555 
-chomchar     II   481     mit 

Nachtrag 
comchesad   II  486 
comcbetbuid  475,  II  292, 

293.  442 
(E)  comcblante  II  409 
ar-coimdd-im  II  512 
ni.  coimhdeacht  II  644 
coimdemnacht,    comdem- 

nigedar  II  62 
comdidnad  II  508 
coimdiu   251,  II  62,  102, 

179,  578 
ni.  coimbeach  386 
ni.  coimead,(!oimh6ail  166 
comeir  II  335,  351,  595 
comercbloither,      comer- 

chloithi  II  494 
comerg-id,  comerge, 

comeirig  II  595 
-coimmestar    II  102,  578 
coraet.  comeit  11511,586 
cometecbt    249,    II  644, 

-coraetestar,       comeH- 

ged,     -chometig,     -co- 

meHis,  -cometsam 

II  644,  647 
comfoiride  II  293,  518 
comforaithmiti  II  581 
comfuirmud  II  602 
ni.  comhgar(ach)  387 
comgnim  II  541 
ad-cbomaic  II  555 
comaicsiii  351 
ni.  coirahigbtbeach  386 
cooiaille  157 
comniilt  II  270,  577 
couiailto  II  9 
comimtecbt  II  644 
at-chomajng  II  555 
comajnse,         comainsern, 

coinajuside  II  583,  584 
comairbirt  U  465 
comairc-im ,  imnie- 

chomairc  II  457,  458 


comairle  143,  146  (Z.  10) 
comairlecJud  II  563 
imme-chomajrs-ed ,       co- 

mairs-er  26, 11457,458, 

673 
cita-comairs-ed,  -comairs- 

em  26,  II  556,  557 
comaitheoh  386 
comaitecht,  comitesti    II 

410,  644 
comitbi  II  558 
ad-comla,      at-comla     II 

353    509 
com  hin     157,    167,    260, 

261,  262 
comlethet  II  119 
coramlith  II  577 
-comnactar    325.    II  273, 

554,  for-comnacuir   II 
555 

comnessara  II  125 
attot-chomnicc      II   436, 

555,  for-oomnucuir  II 
388,  555 

comocus  351 
eomol  II  509 
-comollnitber  268 
comorguin,  as-comort   II 

588 
compert  353,  476,  II 465, 

ro-cbompir  II  466 
R  ni.  compord  222 
ro-choimprestar  11  466 
comra,    ni.  comhra    387, 

486,  491,  493  (Z.  27) 
as-comra,    as-comr-ad   II 

597 
ton-comra  II  598 
comrac  151,  II  556,  558 
comräd  167,  II  591 
coinram  167.  II  602 
comrar  387,  491,  II  50 
as-comren  II  597 
corariacbtain  II  557 
-comraic,    -comricfea     II 

556,  -cita-comrici     II 
293,  557 

as-comrair  II  597 
ton-comrit  II  598 
comrorcon  11  111,  588 
comnid  II  598 
comrurgu,  s.  comrorcon 
-coims-ed  II  578 
-comscar  II  270,  614 
(R)  comscribndaith  486 
coimsetu  11  41 
imma-comsinitar  II  311, 
678 


com8reth,comsrithi  II 626 
-comth-ad  II  637 
-comtachtI1270,367,607 
comthaitecbta  11  647 
-comthala,    -comtalsatar 

II  655,  656 
coratangad  II  505 
ffir-cbomthäircidib  II  553 
-comtastar  II  607 
ni.  coimhtbeach   386 
comtherchomrac  11  557 
neph-chomtetarrachti, 

-comteHarrestiss,  com- 

tetracht  II  599 
comtbinöl  316,475,11511 
comthircbomracc    II  557 
comtis  11  423,  439 
-comtbo-et,     comtho-ud, 

coratliod  11  637 
-comtbolad  11  656 
comthrom,  ni.  combtbrom 

139,  328,  475 
ar-choimtin  II  512 
comtuairc,     comtuarcan, 

comthüarcon  II  590 
comthuriiras  II  600 
comul.  adro-chomul  II 509 
-comuir  II  556 
fris-comurt  II  589 
comus,  commus  171,  478, 

11  578 
con-  284,465,11210,252, 

293 
-con-   465  (Z.  19,  37),  II 

209 ff..    242,   244,  314, 

318,  319 
con  (Gen.)  448,  II 108,  coin 

(A.  D.  Sing.,  Nora.  PI.) 

1247.  363,  mos,  664, 

cona  (A.  PL)  I  47,  86, 

249,  II  108 
cona  (Kon  j  iinktion)  II 255, 

315,  316  (Z.  15),  672 
do-chonnac  II  490 
connacon-  II  210 
connad    335,  II  39,    vgl. 

condud 
con  nag-am,       con  naig-i 

s.  con-daig 
Conall  13,  62,  147,  II  668 
R  B  connall  II  55 
conar  II  51 
counarbtar  II  440 
conart  II  47 
R  conblicbt  221 
at-connoatar  U  487 
Couchobbar      149,     254, 

329,  540 


698 


Wortindex.     Gälisch. 


cond  ir  502 

condail  II  502 

condan  II  221,  333,  343, 

423 
ad-condarc    II  249,    272, 

288,  487,   vgl.  ad-con- 

dairc 
condelg  149,  337,  368 
condib  11221,438,  condid 

II  221,     423,      condip 

I  263 
condici  II  677 
ad-condairc    II  368,  487, 

vgl.  ad-condarc 

-condlaither  II  502 

condud  II  39  mit  Nach- 
trag, 508,  vgl.  connad 

E  ni.  coinneal  193,  210, 
225,  361 

ni.  confadhach  328 

E  conflechtaigthi  221 

-congab  II  528 

congan-  158,  184 

as-congarar,  torro-chon- 
gart  II  534,  535 

congbh-aim  (ni.)  299, 
-congb-aitis,  congbäU, 
-congebed  II  528,  ni. 
coingeobhad  I  299 

as-conger  II  534 

cougain  II  548 

for-chongajr,  for-congair 
485,  II  534 

congna,  s.  congan- 

congnam,  conggnam  149, 

II  541 
congoite  II  548 
asro-chongrad       II    534, 

forru-chongrad  II  270, 

535 
congraimm  II  548 
conguin  II  548 
for-congur  II  534 
coni  II  315,  672 
coniacht,  conniaclitII607 
ad-connaic,      do-chonnaic 

II  251,  487 
connici  II  677 
conid  11221,  conid-11293 
conniestar  U  607 
E  ni.  coinin  230 
(E  B)  connlach   II  55 
(E)  ni.  connradh  229,  234 
conricci  11  72,  556 
E  conson  220 
8ch.  connspeach  88 
E  cointinn  234 
ni.  contra  387 


E  conträlta,  ni.  conträr- 
dha  234,  491 

Cobnu  II  100 

conniid  335,  vgl.  connad 

do-chood,  du-chooid  308, 
II  642 

cor  (Inf.)  362,11498,  con- 
cor-ad,  to-chor-ad  II 
500, 501,  -cor-astar,  du- 
cor-astar  II  271,  498, 
501,  -coratbar  II  310, 
498,  do-choir-ethar  II 
501,  502,  -coir-ther  II 
312,  498,  coir-thi  II 
498,  674 

cor  'daß  (war)' 455  (Z.  27),  j 
II  248  I 

E  cor  195  I 

ni.  cöir,  s.  coir  1 

coir  II  201  I 

doro-choir  II  657 

corr  121 

eora  262,  352,  353,  vgl. 
cöre 

corrach  121 

seh.  corran  94 

E  corann  207 

COEBAGNI  5,  II  27 

corbu  II  287,  288,  438 

E  corcarduU  330 

coirce  188,  364,  371,  375 

E  corcair,  corcra,  corciir 
235,  237,  238 

coire  38,  69,  127.  364, 
368.  II  660 

core  262.  300,  309,  317 
(Z.23,34),352,364,508 

E  corgas  193,  220,  225, 
231,  238,  240 

cori  309,  s.  coir 

corricci  II  72,  556 

Chorintib  (Dat.)  11  179 

ni.  corra  328 

coirm  168 

E  corn  194.  238 

E  coroin  207 

corrop  263 

E  corp  194,  237,364,414, 
300  ( cor p),  478  (corpp), 
II  66,  180,  corpde,  in 
chorpdid  1128.  41,  77, 
corpthatu  II  41 

coru  309,  s.  coir 

coss  34,  78,  363,  511  (Z. 
28),  II  180,  ni.  chois 
na  fairrge  1  265,  457 

do-chos-tis   II  642 

E  cois  211,  217,  317 


cossa  n- (Präp.  + Artikel) 
II   176,     cosa   n-    (rel. 
Präverb)  II  301 
E  coeaccartha,  cossacar- 
thimem,     cosacrub    II 
496 
cossait,  cosäit  325.  II 605 
ad-cosantae  II  634 
cosc  34,  77,  81,  173,  364, 
478(cosscc),  11251,619, 
620,  ro-co8c-ad  II  269, 
619,     cosc-itir    II  251, 
619,  -choisc-set  II 221, 
269.  619.  coisc-tir  1364, 
II  251,  619 
du-cosc-edar.    du-coisch- 
ifed  11  621,  vgl.  -cosg- 
coisce.im  70,  420,  493 
-coscr-am  II  245,  270,  614, 
coscrad,  coscur  11  614 
cosse  356,  II  188 
in-choisech-ar,       in-choi- 

sech-t  II  619,  620 
E  cossecarthae,  cossecrad, 
cosecrad,    cossecrad    II 
496,    cosecraim    I  229, 
492 
in-coissegar  II  619 
-cossena     II  633,     adru- 
choisseni    II  369,  634, 
cossenait    II  634,     coi- 
seönad  (ni.)  I  299,  coi- 
seontar  II  634 
E  -choisergdais  II  496 
dod-coisg-ed  II  608 
dud-coisg-edar,         duro- 
chosg-estar  11302,621 
in-choigg-et  II  619 
leth-chosgarthai  II  614 
in-choisig,  in-coissig,  in- 
chosig,   in-chosaig  129 
(Z.  7,.  32),   II  297,  619 
E  coisil  205 
seh.  eosail  261 
cossin  (Artikel)  II  176 
cossin  (Pron.)  II  188 
di-coisin,    di-choissin    II 

436 
ra-chossain  II  634 
cossair,  eossir  II  626 
in-choissised  II  220,  316, 

317,  619 
eoslafe  II  622 
coisle,  fü-coisle,  -choisle- 
bat,  do-coislet,    fo-cos- 
lider  II  622 
ni.  coismeig  70,  493 
cosrail,  ni.  cosmhail  162, 


Wortindex.     Gälisch. 


699 


165,  260,  261.269,327,  I 

342(oo8sniaili),  357,  II  j 
9,  20,  cosmilifjramer  II  | 
386,  fosmil'us  I  342,  II 
20,     cosrauU,   cosmuli, 
cosmuilius,     cosmulUis 

I  342 

-chosn-a  II 633,  ad-cosn-a, 
ad-cosn-at     1  86,   488, 

II  369,  634,  ro-chosn- 
astar  II  634,  cosn-aini 
(ni.)  I  299,  cosnam, 
coisnirai  II  633,  634 

cossoit  325,  II  605 
cosr-ad,  c-osr-id  II  626 
R  coisreaoaim  (ni.),    cois- 

ricira  229,  492,  II  496 
coiste,  -coistet  II  651 
do-chostis  II  642 
ni.  coistslighe  408 
cot-  II173,  293  (Z.  18,40) 
ad-cot,  ad-cot-a,  ad-cot-ar, 

ara-cot-ar  II  638,    ad- 

cot-at  II  272,  630,  638 
cotach  106,  II  652 
ad-cotadeII249.272,284, 

285,     288,     289,     291, 

368,  638 
do-cotar  308,419,  II  370, 

642 
cotarsnatiiII41,  cotarsne 

1122,41,  59,  cotarsnid 

II  41 
ad-ootatsat  II  638 
coitchenn  327  (Z.  11,  22) 
cote  II  202 
ad-cotedae  II  368,  638 
coteeet  II  202 
coli  II  557,  vgl.  72 
-chotl-u,  -chotl-ur  II  655, 

cotlud    I  146,  151,    II 

270,  287,  656 
E    Cothraige     193,    201, 

233,  235 
-coHs-ea,     -coits-i,    coits- 

echt  II  651 
cotulta  II  656 
at-chous  308,  II  676 
crabud  492,  II  27 
crad,  cräid-  II  496 
crann    44,   86,   174,  360, 

1124,82,  cranngalll 24 
ni.  ar  a  chrannaibh  484 
ni.  craobhdbearg,  craorac 

329 
cre   68,  252,  327,  II  102 
fo-cre-thtber  II  497 
creic  347,  II  412,  496 


R  ni.  creachaill  211,  329 

crocht  123,  367,  II  661 

crela  543 

CTf^ra.  ni.  creatnb  121, 154, 
164,  175,  365,  366,  538, 
s.   f;riiii 

cren-  128,  130, 178  (Z.  11, 
25),  179,  347,  368,  II 
16,  338.  369,  412,  496, 
-cren-  1297.298,11302 

creodai  310 

fo-cress  II  499 

cressa.  s.  criss 

cret  160,  178,  II  54 

cret-  113,  II  247,  497, 
cetaru-cbret-i.  ciaturu- 
chreit-set  II  292,  293, 
-ro-ebreit-sid  II  246, 
282,  -cret-te  I  418 

creth  43,  128.  368.  II  34 

cretem  II  30.  61,  180, 
413,  497 

cretair  113 

eretmecb  II  30,  179 

-cria  178,  11  496 

criatbar   134,  326,  II  45 

crich  II  33 

cride  69,  111,  179,  187. 
346.  358,  II  33,  65,  85, 
180,  cridecän  II  33 

fo-cridigedar  42 

-ro-cbrietis  II  498 

crim  365,  366,  538,  541 
(Nacbtrag  zu  164, 184), 
II  96,  vgl.  crem 

QRIMITIR  198.  235.  360 

ara-cbrin-ira  43.125,298 
(Z.  11,  37).  340.  411, 
431,  II  142,  339,  362, 
369,  498 

crin,  crin-aira  II  498 

criol  310,  493,  543 

crip  161 

R  cripta  202 

criss,  crias  42,  80.  347, 
367.  511,  II  18,  91 

-ro-chraitea  II  246,  497 

cro  92,  252 

R  crocb  196,  227,  362, 
363,  II  179,   crocb-aini 

I  196,  crocb-tbe  I  421, 

II  40,  409,  ni.  crocb-ta 

I  421 
crocän  II  27 

crocenn,  ni.  croH'eann  125, 
160, 161,  347,  357,  363, 

II  56.  57 
orod  173,  II  381 


ni.  croidhe  69,  111,  179, 
358 

ni.  crom,  cromän  II  27 

R  cross  196,  217 

croth  494 

R  crothal,  crotbla  194 
(Z.  7,  36 1,  201,  493,  II 
662 

crü  'Blut'  61,  251.  II  93, 
97 

crü  'Huf  121,  187 

cruaid  207,  cruaidchend 
II  5 

crüadgress  490 

(B)  ni.  cruif-eog  329 

cruim  43,  102.  127,  154, 
164,  3.51,  362,  368,  cru- 
mai  351. 362,  ni.  crumh, 
(B)  crurahög  II  31 

R  cruiratber  198,  226, 
235,  368,  387 

cruind  II  115 

cruH  121.  160.  178.  II  31 

crutb  43.  127.  197,  361, 
368,418.1134,  in  cbrut 
sin,  sa  I  420 

(R)  crutbaigim,  crutbaig- 
tbeöir  197.  II  51 

cruitbnech  368 

cruithnecbt  124 

(B)  cruiteög  II  31 

cü  49,  121, 127.  250.  448, 
451,  II  92.  108,  109 

cuaeb  212.  309 

ad-cuaid.  in-cuaid26, 419, 
484,  II  219,  269.  291, 
293.  379,  518,  519,  ad- 
cbuiaid  1307,308,343, 
II  518 

do-cuaid  26,  II  270  (Z.  2, 
39),  271.  285  (Z.  18,21), 
286,  293.  379.  642.  648, 
ni.  cbuaUlb  II  251 

for-cuad  II  444,  far-ro- 
cbuad   II  674 

Cuala  11  110 

-cuala,  -cuale  253.  296, 
316.  317.  346,  II  284, 
285,  367.  368.  370  (ni. 
do  cbuala).  373.  385, 
398,  494,  imniun-cua- 
lamniar  II  272.  312, 
rud-cbualatar  II  314 

cuan  94 

cuanart  II  47 

R  cuanene  223,  235,  297 

Cuano,  Cuanu248,  IIIOO 

cuarän  176 


700 


Wortindex.     Gälisch. 


(E)  cuairt  205, 316,  II 526 
do-cüas  il  395,  642,   do- 

cuatar  II  642 
E  cubachal  197 
E  cubat  197,  226 
E  scb.  ciibaid  235 
eubus  136,  266,  267,  309, 

347,  356,  363 
E  cucann  158,  194,  211, 

231,  239,  266  (Z.  7,  30), 

347,  363 
cbucae,  ciiicce  457,  II 149 
E  cueenn,  s.  cucann 
euci,   cbucai   457,  II  149 
E  cuicil  239,  492  (Z.  2) 
cuclige,  cuclaige  li  493 
ciicbt  123 
(E)    cuchtar   490,    II  43, 

666 
cuccu,  cucuib  II  150 
Cücbulaind  451 
cuccum    270,    499,    II  2, 

149,    chucund,  cucunn 

457,11150,  cucutlll49 
ni.  euid  345,  II  131 
ni.  cüig  130,  318  (Z.  26), 

324,  464,  II  129 
ni.  cbugam  270,  457 
ni.  cüigeadb  353 
E  ni.  cuigeal,  s.  cuicil 
for-cbui,  forru-chui  II 444 
Olli  II  487 
ad-cuid  II  518 
do-cuis  II  641 
cül  50,  63,  183 
cuil  (Gen.  v.  col)  II  81 
cuU  147,  363,  378.  II  31 
ni.  cuileän  359,  vgl.  cuUen 
Culand  341 
(El  euile  II  111 
cuilech  II  23 
cuilen  104,  261,  297, 337, 

351,  363,  375,  483,  538, 

544,  II  27 
cuUenn  375 
cuiligim  II  23 
culmaire  II  17 
(B)  cuUeog  II  31 
(E)  culpait  329 
ni.  cüilriascmhar  143 
cum  119 
cum-  II  293 
ni.  cbum  264,  II  11 
-chum  II  554 
cumm-aim  II  43,  461 
cuma  47,  361,  376,  386 
cumma  II  461 
cumachtacb     II  30,    80, 


cumacbte  I  124,  151, 
251,  269,  343,  350,  364, 
386,  387,  415  (cumact- 
te),  478,  II  12.  17,  35, 
cumacbtgu  I  355 

(E)  cummadoir,  cuma- 
doireacht  II 43  (Z.  7  ff., 
27) 

cuman  171,  347,  II  582 

E  cummann  208 

cumang  II  554,  -cumang- 
ar  II  554,  673 

cummasc  II  577  • 

cuimbae,  adom-cbumben 
II  461    _ 

cumbair  352,  353 

-cbumc-am ,  -cbumc-i. 
-cumc-aibed,  cumc-im, 
-cumcu  485,  II  249. 
333,  357,  554 

-cumcabat  II  270,  530 

cumce  260,  262,  486 

cumdach   II  506 

cumdubart  II  467 

cumme  87,  II  224.  320 

cumg-at  II  677,  -chumg- 
aim,  -cumg-ubat  II 333, 
357,  554 

-ru-chumgab,  cumgabäl, 
cumgabtha;  11270,530 

-cumai  II  554,  -cumaing. 
-cuming  l  486,  II  249, 
554,  ad-curaaing  II  555 

cummair,  s.  curabajr 

far-curiiis-itis  II  555 

ni.  cuiml-im  II  577 

do-cuml-at,  asru-chum- 
läe,  asro-chumlai,  do- 
cumlai.  do-cumlaiset 
II  368,  571 

cuimlengaigthi,  cuim- 
lengu  II  567 

cumnecb,  cuimnecb  171, 
347,364,  ni.  cuimbnigh- 
im  165,  166  (Z.  25),  171 

cuimre  352 

cuimrecb  100,  102,  II  95, 
592,  cuimrecbta,  cuim- 
rechti  II  410,  592 

for-cuims-ed,  -cums-et, 
-cuims-in  II  554,  555 

-cumsan-fa,  cumsanad 
II  295,  455,  456 

cumscaichte,  -cumscich- 
ther,  -cbumscaiged, 
-cumsciget,  -ro-cbum- 
scigther,  cumscugud 
361,11270,317,617,618 


cuimse352,478,II41,578 
cumtabart  II  467 
cumtacb ,         cumtachtae 

II  505,  506 
cuimt',b)e  II  461 
cumtabart  II  467 
cbumtütb  II  512 
cumung    107,    260,    262, 

486,  II  116 
-cumuing  II  415,  554 
for-chun  507,  II  333,  480 
cuin,  ciacbuinII201,205 
CÜNAGUSSOS  II  91 
CUNATAMI  II  60 
-cuincbetar  II  607 
as-chündarlaig  II  573 
cuindcbid,  cu^ndig  II  607 
cuindrech,     cuindrichthi 

II  596 
cundu  350,  362,  II  502 
cundubart  II  467 
cuing  98,  166,  II  661 
-cuing-em,  cuinged  II 294, 

607 
-cuingenmair,    -cungeuin 

II  546 
cuingid  II  270,  607 
-cungain  II  546 
cungne  II  541 
-cungnetar  II  546 
cungnura  II  541 
Cunotarai  II  60  (brit?) 
E  cunnrath  229,  234 
-cuintea  II  351,  607 
ni.  cuntabhairt  II  467 
cuintechtai,   cuintesta  II 
607,  674,  -cuintgim  II 
294,  607 
cuntubart  II  467 
G  seh.  cuip  436 
E  ni.  ciipla  206 
cur  62,  307,  322.  341 
cuir-e  II 335,  -cur-end  II 
334,      doro-chur-estar 
II   268,    271,       imme- 
chur-etar  II 219,  -cuir- 
ethar  II  250,  271,  498, 
501  f.,     do-cuir-ifar    II 
387,  ni.  cuir-im,  cuir-ir 
II  336,    cuir-the  1143, 
-cuifiur  1362,  1152,80, 
336,  do-cuiriur  II  271, 
501    502 
ciirach  332,  362,  II  29 
curad,  s.  cur 
curchas,  ni.  curcais  485, 

II  21 
(B)  ni.  cuirceog  329 


I 


Wortindex.     Gälisch. 


701 


cuire  362,  364 

currech  81 

(B)  ni.  cuiriceög  329 

ni.  cur  i  }^ccUl  390 

cu'rm    168 

cürsagad  II  65 

K  cuirt,  ci'iirt  205 

E  eüis  211,  318 

cuiscle  II  660 

cuse  II  188 

K  cuisil  205 

do-cuissin  II  436 

cuisle,  cuislen,  cuslend 
145,  489,  II  111 

do-chuisneat  U  436 

E  cuisp  219 

cut  263 

cuit  160,  362,  368,  II  255 
(Z.  9,  10),  vgl.  ni.  cuid 

cuitbiud  11  648 

cutdim  II  657 

E  cuithe  231,  235,  253 

ad-cuitecbt,  du-cuitich, 
du-cuitig  106,  11  270 
(Z.  2,  36),  339,  652 

neph-chutiriaide  II  657 

cutrumme  139,  267,  475, 
cutrummus  II  20 

cutuim  24,  II  657 

-d-  465  (Z.  18,  30|,  472, 
II  217,  220 ff.,  226.  233 
(Z.38),  242,  258  (Z.42), 
295  (Z.  14,  38),  304  (Z. 
12),  352(Z.  1).  671(Z.  4 
V.  u.);  mit  Pron.  11 139, 
1451.,  154, 173, 174;  -d 
mit  dem  Verbum  'sein' 
II  422;  -d-  geschwun- 
den II  146  (Z.  7),  147 
(Z.  34) 

d-  (Präverb)  II  294 

-da-  406  (in-da-hierr),  II 
139 

da  'bin,  bist'  455,  II 422 

da  (leinn)  'scheint'  11319, 
421,  432,  433 

da,  da  'zwei'  250,  301, 
392,  403,  441,  464,  II 
126 

da,  da  n-  =  dia,  dia  n- 
264,  310 

daas,  in-daas  II 432,  vgl. 
oldaas 

-dad  II  422 

daidbir  11  9 

daedamna  li  616 

-daesur  U  558,  559 

dag-   39,  96,    II  9,  118, 


114,  121,  124 
daig  39,  108 
con-da'g,   chon-daJg-i    II 

607 
dagfer  312,  II  3 
B  däin  534 
daiscuir  II  615 
dal  135.  295,  II  46,  503, 

dal-  II  503 
däil  II 502,  dal-  'austeilen' 

I  477,  II  502,   fo-dal-i 

II  409,  502 

dall  60,  157,  seh.  dalla- 

bhrouach  330 
däldde  417 
dalte  II  85,  292 
dam  (Subst.)  164 
daim-,  dam-  II  385,  391, 

503,  fo-daim-II46,295, 

359.412,504,  fu-dam-a 

II  313,    504,     -damair 

II  385,  503 
dam,    dham,    damh    435, 

457,  II  151.  152,  167 
-dam-  (infig.Pron.)  II 145 
dam  48,  164 
daman  all^id  164 
-damdatar  II  503 
dammainti,    damu-    'bin- 
den' 168 
-damn-atar,     furo-damn- 

atar  II  503,  504 
E     damn-     'verdammen' 

168,  240 
damhua  (ni.),  damn^e  68, 

167,  350,  373,  489 
-damthatar  II  503 
-dan  455,  II  422 
dän  48,  177.  338,  II  56 
däna  II  41 
danad  II  508 
dänadas     (ni.),     dänatu, 

dänatus  418.  II  41 
danau,  daneu  267  (Z. 25, 

39),  II  201 
daJngen  II  57 
o-danicc  II  557 
dänigim  48 
(laniu  267,  II  201 
dano  264,  267  (Z.  25,  32, 

39),  II  201 
B  daintech  24 
ni.  daonna.  daonda  417, 

daoJne  344 
dair,  daar  'Eiche'  144. 175. 

340,   II  25,  90.  98,  99 
da»r,    dar-     'bespringen' 

II  504 


dar  (limm)  II  433 
dar  (Präp.)  270.  II  433 
d-ar  264,  310 
ni.  an  dara  273,  405,  446, 

II  136,  vgl.  indara 
dara  n-  II  .300 
-därbastar,    -därbaj.s     II 

267  (Z.  3,  40j.  519 
adro-darcar  II  272,  287, 

488 
dairde,  da^rde  340 
(E)  dardoen  215,  264 
in-daricc  II  5.54 
-darllcthe  II  563 
Da^rmag  340 
darmchenn  263 
-daron-  II  145 
-ro-dart  II  504 
Dairthecht  340 
dairthajge,  da^rthige  340 
ni.  das  34 
-das-  II  154 

das-,  däsacht  II  32,  102 
dasfenad  II  517 
dassilbthu  II  624 
conro-dastar  II  502 
-dat  4.55,  II  422,  430 
dath  418 
dait  II  151 

ni.  dathamhail  386.  418 
dathar  395,  397,  II  218, 

432.  433 
date  418 
in-date  II  432 
dau    'zwei'    55,    60,  250. 

II  126,  127 
dan  'zu  ihm'  II 151,  172 
(fri)de,  -dei  294,1180,92 
de-  II 294,  de  'davon,  von 

ihm'  1294,  II 150,  172, 

de  'um  so'   II  76,  125 
de  (Augens)  274,  II  152 
de-  'zwei-'  II  127 
de  'Eauch'  II  102 
seh.  de  (ni.  go  de)  II  202 
deac  90,  310,  II 133,  vgl. 

dec,  deec,  ni.  deag 
deacht  309. 1186, 179, 66a 
dearc  78.  310 
deäith  II  127 
debuid,  debuith  II  442 
dech  II  121,  124 
-deoch,  -dech  II  641 
deich   46,  111.  V22.  247, 

345,  392.  487.  II  129 
deoch  338,  359,  503,  vgl. 

deag 
dec  310, 11133,136  (Z.  37) 


702 


Wortindex.     Gälisch. 


decc-e,  deicc-e,  -dec-i, 
etir-dec-ai,  iarmo-dec- 
ai,  dee-aid,  ad-deic-ider, 
-decc-u  11335,489,675 

-deachadar  (ni.)  338,  344, 
-dechas,    do-dechas  II 

641,  646,  -deochatar, 
imän-dechatär,  imman- 
deofibatar  I  338,  II 644 

DECCEDAS  5.  247,  II  98 
dechenbar  II  136 
do-decbaid,  ni.  -deacbaidb 

II  251,  271 
E  (farci-)deocbaia  201,214 
deocbair  122 
decbmad,     (treise)  decb- 

maide  II  135,  136 
decming  II  9 
decbnebar  II  136 
do-decbommar  II 370, 646 
decbor  267,  II  500 
-decbos  II  641 
decbr-aim  'I  fall  asunder' 

II  500 
decbr-aid  'macbt  rasend', 

decbrad  122 
-decbsad,        -deocbsaind, 

-decbsitis  II  318,  641, 

642 
deicsiu  II  489 
-decbud,  -decbuid  II 642, 

do-decbuid  II 263,  300, 

646,  -decbumniar  II 642 
R  ban-decbuin    201,  227 
decbur,  s.  decbor 
-deocbus,-decbuitbII641, 

642,  -decbutar,  dun- 
decbutar  338,  II  646 

-ded  II  422,  423,  430 
ded-,    -ru-ded-a,    ded-ait 

II  60,  504,  649 
forru-dedacb  II  505 
deidbir  409,  504 
dede  II  28,  136 
deden,  dedenach  309 
forru-dedgatar,       dedaig 

II  505 
-dedail,  -dedlai,   -dedl^ig 

II  507 
deec    310,    II  133,    134, 

vgl.  deac 
deed,    deeid,     dees    310, 

II  35,  vgl.  deid 
ni.  deifir  409,  504 
deg-  39 

con-deg-am  II  294,  607 
deag  337,  366,  503,  II  88 
deg  397 


ni.  deag  310,  451,  II 133, 

vgl.  deac 
dega  39,  108 
in  degaid,  in  degid  II 606 
deib  II  85,  663 
deicb  II  521 
deid  II 35,  118,  vgl.  deed 
-deintamladar  II  612 
deircc  310,  479,  II  663 
del  111,  189 
delb    64,   350,  354,  368, 

473,  II  86,  88 
coton-delc-fam  368 
dellecbuir  II  560 
delg,  ni.  dealg  106,  327,  i 
368  I 

dellgetar,    dellig  II  271,  I 

294,  560 
ni.  deallradh  143,  146 
-deilset,   -dellset  II  271, 

560 
-dem  II  422,  423,  430 
dem-ait  II  503 
demess  162,  II  34,  127 
demin  174,  II  118,  dem- 
nigiud  1357,  demnitbir 
II  118 
R  demun  213,  224,  301, 

370.  II  85,  179 
den-  II  505 

-den-a,     den-ad,    -den-at 
104,  298,   II  541,  544. 
-den-dis  11542,  den-ell 
335,541,-den-i,-den-im, 
-den-misII541,  den-ta, 
-den-tae,   -den-te,  den- 
ti,  -den-tis  I  257,  417, 
II  542,  543 
fordengat  II  505 
denmid  II  17,    denum  I 
104,  257,  298,  347,  353, 
356,  357,  II  413,  543 
scb.  deanntag  492 
seh.  deo  II  102 
deod  309,  504 
deoda  310 
deol  II  505 
deoladacbt,    deolid    139, 

299,  II  661 
deör,  deoir  124,  299,  vgl. 

der 
deoit  299,  vgl.  det 
deir  (Subst.)  495 
ni.  deir,  a  deir  265,  468, 
469,484,11251,335,336 
der    124,  186,  296  (Z.  7, 
20),  299,  300,  346,  431, 
544 


-der  II  595 

fo-dera,  ni.  fäde^ra  II 146, 

518 
derachtae  II  595 
derb,  ni.  dearbh  175.  246, 
329,     349,     368,     478, 

derba  349 
-derbadad  II  459 
-derban  II  445 
-derbara  II  675 
deirbbiB    478,     ni.    dear- 

bbräthair   246,       deir- 

bhshiur  254,  329,  349 

(Z.  18) 
-derbgelsid  II  677 
-derbra  II  675 
derc  174,  II  5,  676 
derc,  s.  derg 
derc,  deirc  78,  310 
-derc-sedar,     -derc-aither 

II  273,  489,  675 
dercaide  II  28 
dercaisen  II  675 
-deirclimmis  II  537 
-ru-dercboin, derchoiniud 

300,  341,  348,  357,   II 

273,  302,  496 
Derdriu  II  109 
derecbdu  II  595 
dered,    ni.  deifeadh  511, 

II  598 
-deraeracbtatar  II  595 
for-deret     II   388,     598 

(retb-) 
bua-deret  II  512  (em-) 
derg  105,  497,  II  28 
-deirg-ed,     arru-derg-ed, 

arru-derg-estar,    derg- 

is,  derg-ud  11247.596 
-derg-emar  II  595,  674 
-dergaba  II  528 
dffirge,  nepb-deirgeII595 
-dergenat     II  266,    542, 

-dergeni,        -deirgeni, 

-deirgenus ,       -dergini 

II  542,  543 
dergnat     109,    489,  543, 

II  49.  661 
deriad  58.  II  127 
-derig  II  595 
for-derisiur   II  385,  388, 

598 
-derlegae  II  562 
-derlaicbta,        -derlaige, 

-derliged  II  572,  573 
-derlind  II  266  f.,  632 
ni.  dearmad    166    (Z.  20, 

24),  327,  475 


I 


* 


Wortindex.     Gälisch. 


703 


Dermag  340 

-dermanadar  II  581 

dermär  II  10 

dermat  138,  151,  266, 
347,475,  II 34,  65,273, 
581,  vgl.  ni.  de^rmad; 
-dermenraar  II  273, 
285,  581;  dermet,  s. 
dermat;  -dermainte 
II  581 

-dern-a  II  541,  542,  ni. 
-dearnn-a  1 144,  II  269, 
-dern-at II 541, -dern-ai 
II  542,  543,  -dern-i  II 
265,  541,  -dem-mis, 
-dern-u8  II  542 

-dernessa  II  584 

(R)  ni.  dearnoid  II  46 

dernu  II  110 

dernum  II  634 

-deroima  II  512 

deroil  316,  II  566 

-deroth  II  657 

-ders-id,  -deirs-id  II  595 

dersciddu,  -derscigera, 
-derscaigi,  dersc^igthe 
II  618,  derscaigthech 
II 40,  derscugudII618 

-dersaig,  dan-dersaig  II 
620,  -dersaige  II  266, 
268,  620 

Derthacht  340 

derrtbaige  340 

-dertajset  II  657 

-deruarid  II  600 

derucc  175,  II  25,  26, 107 

dess  36,  78,  II  187 

-dess-amar  II  558 

con-des-at,  con-des-in, 
coD-des-ta,  con-des-tis 
II  361,  607 

a-des8-am  II  639 

ni.  deas  321,  II 490,  vgl. 
dias 

K  deisceabal  (ni.),  desci- 
pul  201,  266,  269,347 

desse  311,  s.  dias 

deseic  II  189 

dessel  379 

deserbdi  II  8 

desercc,  desercc,  desseirc 
78,  310,  479,  536 

desid,  dessid  70,  II  271 
(Z.3,10),605,in-dessid, 
in-destetar  II  605 

detiiu  II  188 

dessuni  II  151 

-det  II  422,  423,  430 


deit  'zu  dir'  II  151 
düt,    d(M   46,    137,   246, 

299,  II  104 
-döt  II  391,  503    (daim-) 
nicoD-det  II  640  (tiag-) 
dethach  II  102 
deithbir  409,  504 
(höre)  dete  496.  II  640 
detgen,  detgein  II  69 
detbiden,  dethitiu  II  57 
-di'itnaigtis  343 
deitiii  II  503 
deu  II  663 

di-  (negative  Vorsilbe)  II 
8,  214,  (Präverb)  1267, 
272,  284,  473,  II  242, 
270.  294,  302,  361,  di 
(Präp.)  1260,  267,  391 
(n-di).  398,  438,  II  74, 
149,  294,    di  'von  ihr' 

I  294,  II  151 

di  'zu  ihr'  294,  II  151 
di  (Augens)  II  152 
di,    di    'zwei'    250,    301, 
441,  II 126,  fo  diI301, 

II  65.  127 
du-di  II  516 

dia  'Tag'  41,  42,  68,  174, 

215,  252,  404,  II 80,  92 
dia  'Gott'  59,  62,  II  85, 

179,  663 
dia  (do,  di  +  poss.  Pron.) 

260,  264,  306,  310 
dia  n-  (rel.  do,    di)  310, 

399,  II  294. 300,  dia  n- 

'wenn'    I  264,  400,    II 

294,  314 
R  diabiil    'doppelt'    201, 

237 
R    diabul    'Teufel'    201, 

370,  II  179 
diachti  II  521 
diade  310,  II  28 
-diagar  II  521 
(intain)    diagma   ni   390, 

496.   542,    II  91,  218, 

332,  640 
diall  II  510 
dialailiu  260 
Dianimän  II  63 
diamlad  II  612 
dian  467 
diandid  II  221 
dianetur  II  144 
dianim  II  8 
diant  II  221,  226 
diar  (do,  di  +  poss.  Pron.) 

260,  264,  306,  310 


diar-  (Konjunktion +  ro-) 

II  248 
(R)  nir.  diardao'n  215 
Diarniait  II  63 
dias  'Ähre'  320,  321,  494 
dias  'zwei  Personen'  311, 

321,  II75,136(Z.  13.36) 
forn-diass-atar  II  505 
dun-dias-tae  II  516 
diasarc'u'n  II  588 
dan-diat  II  516 
diib  II  151  (2.  PI.) 
ar-dibdai,  dibdud  II  459 
etir-diben,       im-dibenar 

II  462 
ni.  dibeörad  299 
etir-dibet  II  462 
arru-dibajd  II  459 
dibirfiud ,      dibairg     88, 

105,  II  476 
dib  linaib  II  75 
im-dibnem,      etir-dibnet 

II  462 
ni.  dibrira  299 
dibrugud,    diburgud,  di- 

burgun  II  476 
eon-dic-i  II  677 
-dich  249,  II  641,  648 
-dich-ira  II  521 
dan-dichdet  II  491 
dichell  II  483 f. 
dichelt,  dichelta  II  483 
du-dichestar  II  491 
-dichet  II  641 
dichet,  los-dichet  II  648 
-dichil  II  483 
-dichis  II  641 
-dichl-iter,  dichleth, 

dichlid  II  294,  483 
dichor  II  500 
con-dichr-et  II  501 
dichra  122 
-dichsed  II  641 
-dixnigedar  II  436 
-dichtini  421,  II  265,  271, 

287,  641 
-did-  II  139,  146  (Z.  13, 

21),  148 
-didam  II  503 
dide  II  505 
-dl dem  II  503 
didenaoh,  didine  309 
-didlastais  II  360  (Z.  22, 

46),  361,  507 
-didnia,     fo-didniat,     fa- 

didmed    113,     II  359, 

503,  504 
-didn-  II  146 


704 


Wortindex.     Gälisch. 


-didna,  didnad  503,  II56, 

508 
ar-didsiter  II  505 
didiu  394,  II  189 
die,  s.  dia  'Tag' 
con-dleig  II  607 
to-diel.  do-dihel  II  510 
-dig  II  641,  678 
-dig  II  411,  521 
digabthe  II  528 
digal  101,  350,  II  6,  25, 

411,  521 
djgbäil  II  528 
digde  II  551 
-digebtar  II  528 
-digen  104,  II  542 
-digaib  11  528 
digaid  II  606 
diglae  350,   vgl.  II  521; 

diglaid  II  17,  28 
diglaim  II  589 
-dignem,  -digni  358,  487, 

II  542,  543 
-digsed,  -digsitis  II  317, 

641  f.,     678,      -digtith 

I  421,  II  244,  642 
digu  II  549 
-digius,  -digus  II  641 
diib  II  151  (3.  PI.) 
fondro-dil  II  502 
dil,  s.  dilem,  dilHi 
-dill-cd,  dill-ithi    II  510 
B  dillat  24 

E  dile  197,  211,  II  109 
ni.   dilleacht  84 
dilegar  II  562 
dilem  341,  II  122 
diless,  ni.dileas  489,118, 

115 
-dilg-ai,  -dilg-ibther, 

dilg-ud  II  389,  572,  573 
(R)  dilgend  II  29,  562 
dilicb  II  506,  572 
dilmain  II  62,  561 
ni.  dilse  489 
-dilt-ai  26,  83,  350,  II 251, 

332,  632,  ni.  dialt-aim, 

mir.  diultad  I  338,  II 

251,  diltud  1262,  338, 

359,  408,  486,    II  37, 

632 
diUu  341,  II  119 
R  düiu  II 109  (Z.  23,  28, 

36) 
dum,  ni.  diom  11150,152 
dim  (Präp.  +  poss.  Pron.) 

263,  274 
-dim-ea,  -dim-ithe,  -dim- 


the,  -dim-ter  II  512 
B  dim    gl.  quicquam  II 

214 
dim-  (dimbläHb,  dimbrig, 

dimbuan,   dimdach)  II 

214 
dimess  166 
-dimic-edar,       dimiccem, 

diraicen  II  576 
ni.  diomhünadh   166 
diin,  dinn  II  151,  152 
-din-  II  145 
-din-estar,    din-im     111, 

183,  II  369,  505 
dinacon-,      dinad-      399, 

II  223,  294 
dind  II  176 
dinecb  II  585 
ding-  II  505 
dingartb«  II  535 
-dingba,  dingbäU  II  529 
dinge  II  505 
-dingeb,  -dingaib    II  529 
for-dingair  II  535 
-dingniam  487 
for-dingrat,    dingrae     II 

535 
dinigh  II  585 
dinim.  dinnimu  118,  633 
dinsem  II  584 
dinu  183,249,11103,505 
diorcne  497,  II  588 
dir  II  16 
diratbe  II  626 
dire  II  16,  596,  597 
(R)  direch  (Adj.)  229,  II 

662,  vgl.  dii-iug 
direfh    ilnf.),    direchtae, 

dirg-etar  II  592 
con-dirg-edar,         trime- 

dirg-edar,    dirg-im    II 

596 
(R)  dirgimem  II 124,  vgl. 

diring  (Adj.) 
dirimm  II  601 
Dirmag  340 
dirsuidigud  431 
dirthach  340 
-dirrudigeddar,      dirrui- 

digthe,  diruidigud  429, 

431 
(R)  diriug  (Adj.)    II  116 

(Z.  31  f.,  37),  595,  670, 

vgl.  direcb 
diriug,  diirug  (Inf.  Dat.) 

II  592 
dum-dis-ed    II  516  (fed-) 
con-dis-ed  II  557  (icc-) 


R  seh-  diosc  224 

discor  II  615 

R  disert  209 

ni.  disle  489 

diit,  ni.  diot  II  150,  152 

dit  (Präp.  -I-  poss.  Pron.) 

274 
dit  'dir'  II  151 
-dit-  II  145 
dith  II  369,  505 
ni-dithät  II  442 
darsanu-ditbat  II  657 
neph-dite  II  512 
ditbecb  II  652 
-ditbet  II  657 
diti  II  512 
ditbim  II  657 
ditble  II  649 
ditbnad  503,  II  508 
ditongar  II  652 
ni.  diothramb  347 
dithrecbtbe  II  654 
ditbrub  347,  478,  II  8 
ditiu  II  512 
-diuair  II  600 
-diubarar,  diubeirt  II  469 
-diucart,  diu(aire  II  535 
forn-diuclannar  II  540 
diucrae  II  535 
diucbtrad     490       (kaum 

di^cbtrad) 
fortam-diucuUset,       for- 

diuguUsiter  II  540 
diumaidm  II  574 
diummus  311,359,11579, 

diummusag  I  267 
diunach,  diunnaoh,   diu- 

nag  II  294,  585 
diupart,  diupartbae  353, 

477,  II  302,  469 
diuir  'triüing'  298 
ni.  diüir  'Tropfen'  299 
diurad  4'20,  II  250,  600 
du-diurgatis  II  595 
diurtba  II  600 
diusarcuin  II  588 
-diuse-a,  -diusch-i  II 266, 

620 
diuscart,    diuscartae     11 

250,  616 
-diusgea,   to-ddiu8gat  II 

620 
do-diut,     dan-diut     420, 

II  516 
diuit,  diuHte  299 
-dlecbt,  -dlecbtatar, 

dlegait,  -dlessad,  -dle- 

sed,  dlestar  II 506,  507, 


Wortindex.     Gälisch. 


705 


-dlifc-estiir  II  386,  506, 
(llif,'-im  I  43,  100,  II  7, 
386,  506,  (lli^ed  1 100, 
301,  333,  528,  II  37, 
65,  507 

dlonf<-  II  360  (Z.  37,46), 
507,  dluif?-  I  48,  111, 
II  507,  dlui^e  II  507 

dlüimh,  dlüimra  169,  170 

in-dlunK  248,  265,  II  507 

dlüith  169 

-dn-  467,  II  139,  145 

do 'von' 260,267,270,  443, 
do-  272,  II  242,  294 

do  'zu'  260,  265  (Z.  21), 
267,  270  (Z.l,  25),  271, 
284,306,401,  438,  443, 
457  (Z.  26),  4631'..  496, 
497,  499,  11  74,  149, 
158,261,300,413.  415, 
669,  v^I.  du;  do-  II 
145,  242,  300,  do  'zu 
ihm'  1317,  II151,  172 

ni.  do  =  ro  u.  s.  w.  265, 
405,  463  f.,  469,  470, 
II  269,  274,  672 

do-  (negative  Vorsilbe) 
364,  475,  II  9 

do  'zwei'  55,  250,  II 126 

do  'dein'  253,  270  (Z.  1, 
24),  274  (Z.  21),  442, 
496,497,1163,139,168 

doaib  II  151,  ni.  döibh 
I  421 

-dob-  II  139 

dobar.  s.  dobur;  doborchü 
35,340,113,63,  dobrän 
1340,1163,  dobur  135, 
116,  II  50 

doich  129,  355,  494,  II 
666  f.,  -doich-  II  675, 
docha  (seh.),  doche  II 
666  f. 

dochenöiuU  298 

dun-doiohfia  II  675 

dochr^id,  dochruth  364. 
475,  119,  12  (Z.  6,  24 f.) 

-dochtaised  II  266,  270, 
293,  652 

R  dochtüir  206,  II  43 

dochu  355 

dochum  264,  390,  391, 
392,  393,  IUI,  73,  76, 
82,  492 

dochuniacht  11  12 

(B)  Dodiramoe   II  31,  63 

doe  II  104 

doeolais  II  11 


-does  II  558,  559 

doeso^ir,  doescur    II  615 

ni.  doigh  108 

doig  II  666 

dogres  136,  257 

doiib,    n-doib,    döib   317, 

393,    II  151,     vgl.    ni. 

döibh 
doich,  8.  doich 
-doid  II  558 
döinacht  290,  II 32,  179, 

döinde  1417,  doinecht, 

s.  döinacht;   döini  89, 

173,  359,   II  660,    vgl. 

duine 
doir    II  179,   616,    döire 

II  179 
doiscairem  II  615 
doilbthid  II  17 
dolaib  II  641 
dorn,    seh.  dhora,  dhomh 

'zu  mir'  270,  387,  499, 

II  151,  152 
dom  (Präp.  +  poss.  Pron.) 

260 
-dom-  465,   II  139 
doim  340 
dorablas  163,  167 
domme,  dommetu  II  41 
domain     35.    364,       vgl. 

domuin 
R  demnach  194,  240,  364 
Domhnach  162 
doinine,     doimhne     (ni.), 

domnai,     domnu     354, 

364 
seh.  Domhnull  387 
domun  35,  117,  268,  826, 

II  56 
domuin    117,    II  12.    56, 

vgl.  domain 
don(Subst.)89,166,II562 
-don-  II  139 
doron-don-ad,   do-don-at, 

do-don-aimni     503,    II 

56,  245,  303,  508 
don  (=  dond)  391,  dona 

(Artikel)  U  177 
dona-     (rel.     Präverb  -^ 

Negation)  399 
donad  II  508 
donalib  406,  510 
donnatdet  II  423 
Bonnchadh  110,  328 
don  chur  sa  276 
dond     306,  391,    II  176, 

dondi   II  182,     donaib 

1114,  275,  443,  11176, 


Pedersen :  Vgl.  kelt.  Gramm.    II. 


177,   donaib  hi  I  406 
dono  II  201,  202 
donti  II  185 
dorr  81 
dorcha,    dorchadas    fni.), 

dorchatu,   dorche  327, 

418,  II  41,  116 
dord  494,  II  2 
dord,  dordnad,  dorn  153 
(R)  dorochol  362 
-doirt,  dnirtes  II  526 
dorus    32,   60.   280,  347, 

356,  362,  363,  428,    II 

20,  21,  65,  90 
doss  34,  36 

con-dos-itis  II  318,  656 
-dot-  465,  II  139 
dot  (Präp.  ->-  poss.  Fron.) 

274,  416 
-dotar  II  558 
doud  II  507 
DOVVINIAS  5 
R  drac,  draie  192.  224 
draigen  97, 111, 179, 180, 

II  57 
con-dränic  II  556 
ni.  draoi  309 
dreblaing.    drebraing     II 

368,  508 
drech  42,  174 
con-drecat  II  556,  666 
ni.  dream  87 
dreimra    II  51,   60.   508, 

(R)  dreimire  II  51 
ni.  dreancuid  489,  543 
drengait  11  508 
ni.  dreas  II  19 
B  dretill   131,  160.  495, 

507 
ni.  driaball  329 
eon-driced  II  556 
dring-  II  60.  368,  508 
con-dris-ara  II  556 
driss  80,  II  19,  21,    dri- 

stenach  I  80.  II 14,  30 
driuctrais  490 
droch  -Rad'  97, 102, 187, 

II  66 
droch 'schlecht"  36,  II 113, 

120 
drochat,  droichet  II  47 
drochta  175.  II  47 
drog-,  s.  droch  'schlecht' 
drong  106.  111 
drua'lncd .       druailnithe 

495.  II  11,  566 
ni.  druid  495 
ni.  dru'dim  326 

45 


706 


Wortindex.     Gälisch. 


drui    61,   62,   175,    251, 
309,  II  11,  103 

(B)  druimml70,300,  495, 

II  66,  94,  Druim  leas, 

Druira  lias  I  315 
(K)  dn'is,  dri'iis  154,  387 

(Z.  18),  II  19 
(E)  dnUh  496,  508,  II 19 
du  =  do  II  663 
du  89, 166, 250, 484,  II109 
an-du  II  432,  444 
duaid  II  558 
dualig  II  31,  180 
dualaige  II  23 
for-duair  II  600 
dub  116,  174,  II  116  (Z. 

15.  30,  38) 
n-düib,  diiib  393,  II  151 
(E)  dubgenti  234 
dubglass  II  3 
ni.  dubhairt,    a-dubh^irt, 

a-dubhras  468,  II  370 
Dubthach  131 
duic,     in-duccatar     390, 

392,  II  471 
fu-duUlchestar,  duidcbisi 

II  491 
düdract  II  654 
dul  2,  II  224,  641,  648 
düü   'Wunsch'   111,  341, 

düU  'Geschöpf  II  61 
duUle  375,  II  19.  31 
dulem  II  61,  107 
duillen,  duil(l)easc, 

(B)  duUleög  375,  II 19, 

31 
duUu  341 

dun  (Subst.)  50,  II  65 
duun,    dun    'zu  uns'  442 

mit  Nachtrag,  II  151 
duine   69,   89,    166,  341, 

343,  346,  356,   359  (Z. 

4,25),  II  85  f. ,179,660, 

duinen,  duinenet  II  27, 

49 
E  dür  207,  224 
do-dürgiram,     du-dursed 

II  294,  302,  595 
Durthacht  340, 
düs  136,  II  313^'' 
düiscira,  di'iisigh-im  (ni.) 

311,  -düsig  II  620 
düthaig  II  667 
dutairsetar  II  385,  653 
düthoig  II  667  -  • 
-duthraccar  II  273,  284, 

385,  653,    do-duthrao- 

tar  II  250,  653,  düth- 


racht  507,  II  111,  250, 

273,  294,  654,  667,  mi- 

diithrastar,    -düthrais, 

do-duthris,    duthrised 

II  653,  654 
he    'er',    ni.  e    41,    294, 

406,  411,  455,  457,    II 

139,    140,    154  (Z.  15, 

23,  37),  155,  170,  407 
he  (Plur.)  455,  II 139, 140, 

154    (Z.  21,    30),    170, 

194,  309  (Z.  6) 
-e-  'es'  465,  II  139,  194 
e   (poss.  Pron.)    6   (in-e), 

267,  275,  301,  II  140 
n-je,    -se,    he   'von  ihnen' 

II 139,  141  (Z.  3),  173, 

213 
-e-,  -e  (rel.  Pron.)  II  219, 

235 
e-  (negative  Vorsilbe)  475, 

II  7 
eba-,  -ebar,  ebait  II  359, 

361,  551 
ebarthi,  ebarthir  II  360, 

363,  389,  513 
-ebela  II  455 
ni.  eibeolad  299 
ebert  II  467 
-ebail,    -ebl-ae,    -ebl-ai  II 

360.  455 
ebl-aid,    ätan-ebl-a,    im- 

musn-ebl-ad  II  675 
ni.  eibl-im  299 
-ebrad  II  600 
ar-ec-ar  II  552,  con-ec-at 

II 554,  run-ec-atII333, 

556 
do-r-ec-atar,         do-ec-ai, 

donn-eicc-i  II  489 
ec  46,  126,  174 
ech  36,  63, 122,  338,  367, 

II  51,  82 
dosn-ecacha,  forr-eeacha 

II    489,     dor-ecachtar 

II  272,  489 
ecal  477,  II  6 
E  aeccalsa  268 
du-ecastar  II  489 
-eicdid  419,  II  219,  269, 

519 
ecen  126,  497,  II 57,  414, 

415 
-ecestar  II  519 
ecguisti  II  219,  549 
du-ecicigi    II  362,    489, 

forr-eccaig  II  490 
-ecail  II  539 


E  secaiUse  268 
neph-ecailse .  ecailsi, 

ecailsid  II  410,  539 
E  aecilso  268 
dor-ecaim  419,11375,555 
ecintech  II  40 
eochair 'Schlüssel'  40, 123 
eoohair  'Eand'  123 
(E)  echaire  II  51 
echlach  II  14,  64 
do-eclannat ,         eclastai, 

eclaim,  eclim,  -eclainni 

II  410,  539 
E  eclis  198,  210,  229,  268, 

300,  345,  347,  II  179 
ecmacht  II  12 
do-ecmalla  II  353,  510 
-ecmi,  -ecmai  II  555 
ecmailt,  eicmailt  343, 119 
-ecmaing    II   555,    dond- 

ecmaing    II   222,    375, 

385,   555,    for-ecmaing 

II  555,    dond-ecmised, 

ecmong,     do-ecmoised, 

do-ecraungatII555, 622 
ecna,  s.  ecne 
ecnach,  ecndach,  eicndag 

343,  II  9 
eicndarcus ,        ecndaircc, 

eicndirc  262,  343,  H  9 
ecne,     ecnae     350,     419, 

II  546 
ecoir  46,  II  9 
E  aBcolsa,  ecolso  198,  210, 

268,  352,  355 
do-ecomnacht,  dun-ecom- 

nacht    258,   305,   419, 

II  248,  269,  456,  457 
eccomnart  II  9 
tond-echomnuchuir  II 555 
ecor  II  501 
ecoscc   267,  419,  II  297, 

620,  darr-ecoisc  II  620 
ecra  II  7,  667 
echrad  II  14 
ecsamil,    ecsamlus     260, 

U  9 
E  exceptid  217,  II  17 
con-echta  II  509 
echtar,  echtra,  echtrann 

II  44,  57,  74 
Eochu  II  100 
-ecius  II  270,  519 
domr-ecu>sc  II  620 
ed  (Subst.)  91, 184,  II 14, 

27 
hed,  ni.  eadh  (Pron.)  246, 

352,  392,  411,  430,  432, 


Wortindex.     Gälisch. 


707 


445,  541,  II  139,  170, 
190 

ed-  (Präverb)  II  292 

n-eid-fider  II  551 

don-edbarad  H  469,  ed- 
bart  1  209,  339,  353, 
480,  II  34,  468,  ed- 
berthe  II  468 

ede  274,  II  139,  152 

edenn  538 

ednon,  ednun  II  177 

E  edocht  209,  229,  341 

edpairt  II  468 

ni.  eadrainn  326,  408 

ni.  cadtrom  326 

E  ni.  eifeacht  221 

eg-  II  509,  aran-eg-i  II 
220,  509 

geg-tair  II  451 

ega,  s.  aJg 

scb.  eugas  419 

ni.  eigcialldha  II  7 

egem  II  509 

ni.  eigin  260,  482 

E  ni.  eaglais  300 

ni.  eagna  350,  419 

eil-  II  509,  675,  do-ell- 
II  285  (Z.  5,  10),  dud- 
ell  I  300,  II  221,  272, 
511,  dur-eill  II  510, 
-ella,  ata-ella  II  353, 
sechmin-ella,  secbmo- 
ella  II  300,  353,  ad- 
eilliub  II  509 

ro-beill-ed,  run-eill-estar, 
eill-idi  II 386,  565,566 

-ro-bcl-a,  -el-aramar  II 571 

ela  40 

ellach,  eallach  (ni.),  el- 
laohtae  II  570 

elc  184,  elccai  350 

-r-eUd-ise-m  II  566 

G  ele,  bele  57 

ele,  eile  =  aile358,11196, 
ni.  eile  I  359  ^ 

elled,  eilled,  s.  tellned 

E  ni.  eUeastrom  192  (Z. 
25,  35),  216,  220 

eillgit  II  570 

elit  173,  II  48 

-eUn-im  539,  lellned,  bel- 
ned  157,  II  412,  566, 
eUnitbe  II  409,  566 

aelscud,  eUscud,  asUscud 
347,  II  571 

na  beliu  406 

elud,  eolutba  II  571 

don-eim    dum-em  II  249, 


512,  du-em-a,  dun-era-a 
^  II  316,  359,  512 
»m  415 
-emantar  417 
emda.  emdbe,  for-emdim 

II  579 
eraer  II  8 
ömhid,    emid,     for-eraid, 

for-('^minid,    eimide    II 

578,  579 
erailt  II  9 
emuin  175 
en-  45 

cn  90,135,160,297,1156 
ni.  ean  =  aon  II  126 
E  ennac,  ni.  eanacb  228, 

239 
ennadman  II  583 
(B)  enbruthe  45, 115,  356 
dor-encanas  II  488 
enech  38 
-enggnatar  II  547,  engne 

I  350,  419,  II  547 
engraicigidir,      engracu- 

gud  357 
E  enair  204,  215 
enairt,     enirt    347,    II  9 

(Z.  9,  13) 
enlaith  11  69  (Z.  6,  10, 13) 
60    'Lachs'    21,    38,    73, 

252,  II  100,    vgl.  iach 
eo 'Eibe' 62 (Z.  10, 41),  251 
Eochaid  5,  254,  II  94 
(E)  Eogan  73,  212 
eol  II  99,   eola  I  299,  II 

11,  99,  102,  118,  eolas 

II  11 
eoin  298 
eorna  65,  310 
eoit  299 

-epeltais    II  459,    epeltu 

1350,1146,109,274,459 

-eiper,    -epeir,    -epeer    II 

466,  -eperr    I  325,    II 

467,  epert  I  266,  353, 
419,  477,  II  34,  243, 
412,  467 

epaid  II  460 

-epil,  -epiltis  II  459 

-epir  11  466 

E  epistil  236 

-eple,  -eiplet  II  459 

-epr-em  11  466 

do-eprannat,  dor-epreud- 

set,    don-eprinn  II  46, 

477 
E  epscop   'Bischof   202, 

217,  485 


E   epscop   'Becher'   202, 

217,  236.  541 
-epur,    -epiur    257,    258, 

353,  356,  II  318,  466 
er-  (Präverbj  32,  358,  II 

292 
-er-  (=   ro)  II  672 
er-,    Konj.   er-a-    II  360, 

513,  -er-thar  I  306,  II 

389,  -er-the  II  267 
fa-er-am  II  518 
err  83,  184,  II  101 
eirr  247,  II  101 
frisn-err-at  II  361,  589 
-eirr-e,  eirr-ithi  II  597 
ser-  (Vorsilbe)  II 13,  vgl. 

germall 
eir  II  594 
er-   'verweigern',    era    II 

636,  637 
errach  82,  435 
erachlid  II  484 
-eracht  246,  -er-racht  II 

594,  595,  asr-eracht 
II  367,  373,  595,  cotr- 
eracht,    dur-eracht    II 

595,  du-ffiragar  II  595 
eräin  II  606,  675 
-heranar,  in-eranar  II 597 
ni.  earb  118,  176 

erb-  118,184,  11513,662, 
conidr-eirb  1305,  cotn- 
erb-a  II  359,  nundn- 
erb-ai  I  350,  368,  eirb- 
thi  I350,III513,erb-ud 
I  355,  II  513 

erball,  ni.  earball  83,  254, 
329,  330,  417,  475 

-erbala  II  459 

-£erbar-a,  -aerbar-ad, 

-erbar-t,  remi-erbar-t 
ir  268,  299,  466,  467, 
675 

dun-erbar-ar,  -erbera, 
erbert  II  465 

erbert  II  476  (bert-) 

do-£erbai  II  462 

-erbirmis,  erbirt  m-biath 
394,  H  464 

do-eirbling  II  567 

-erbrad,  -»rburt  II  466, 
467 

ni.  earc  1'26 

eiro-id  U  594 

don-erchauat  II  480 

erchellad,  -eroheltar  II 
482 

ercheltae  II  485 

45* 


708 


Wortindex.     Gälisch, 


-erchissea  II  486 
chon-erchloatar,         con- 

erchloi,       con-erchloi- 

tlier  II  493  f. 
erchoat  484,  II516(Z.l, 

40) 
-r-erchoil,   erchoiUud    II 

37,  273,  495 
erchoit  II  516 
erchoimded  II  512 
tü-erc6mlassät  II  510 
du-erchomraici  II  557 
-erchondla  II  502 
erchor  340,  U  499 
erchoissi,  erchot  II  516, 

erchoitecli  I  339,    -er- 

chotigend  II  334 
-erchran,  erchrae,  erchri- 

de,  erchru  340,  II 498 
-erchuiretar  II  499 
erdachtaib  11  505 
erdam  340 
erdairc  340 
herredcba  II  597 
seh.  eireag  65 
eregem  II  509 
-eren,    in-eren,   erren-aid 

II  294,  597 
errend  II  603 
E  eres  213 

-eresora  6,  II  362,  594 
errethcha  II  597 
erfoichill  II  485 
eirg,  eirgg,  erg-ed,  cota- 

eirg-et,  du-asrg-et,  con- 

erg-im  II 594,  595,  665 
ergabäil  339.  II  531 
aergartbae  II  534 
ergc  II  594,    eirge,  aergi 

I  352,  II  294,  595 
ergairi  II  534 
du-erglas  II  539 
remi-ergn-aitis  II 273, 547 
ergnam  339,  II  543 
eric,  ieraic.  ni.  eiric,  scb. 

eirig  495,  II  597 
ad-errig,  ad-eirrig,  atann- 

eirig  II  593 
erig,    eirig,    con-erig    II 

594,  595,  ni.  eirigh-idb 

I  143 

eirim,  eraira  II  601 
eirin  65 

errindem  II  603 
dun-eriss-ider,      erissem 

II  628 

eriti,  eritib  II  513 
R  beritic  213,  II  179 


eritiu  II  513 
erlab rai  340 
erlam  339 
erlond  340 
-errmadair  II  578 
aermall  II  10 
ermaissiu  II  578 
ermitnecb  1147,  ermitiu 

I  358,  II  580 
ernn,  -ern-em  II  597 
-ern-a,    nepb-tern-aidi   II 

634 
ernadman  II  583 
ernäil  II  502,  666 
ernbas  262,  311 
-eirnestar  II  584 
-erngaib  II  529 
ernigde,     ernaigde     340, 

II  551 

erocbill,        -eroicbligend 

II  334,  485 
-eröim,    -eroimer  II  302, 

512,  513 
conr-erortatar  II  588 
eross  II  20 
heirp  118,  176 
-erpimm,     -eirpset     300, 

305,  II  513 
-ers-at,     -£ers-et,    eirs-et 

II  594,     ass-eirs-et  II 

244,    595,     con-ers-et, 

du-aers-iun  II  595 
erscailiud  359 
erscar  II  613 
erscartad  II  616 
ersclaige  II  493 
erscor  II  613 
ersailctbi,    ersoUced,   er- 

solcud,    ersolgud   268, 

II  564 
ertach  339,  II  505 
-ertbaisse,      ertbuasacht 

II  651 
errHi,  erru  II  150 
Heriu,   foiu  70,  91,  262, 

300,  353,  II  109 
eruib,  erum,   erunn   393, 

II  150 
ad-errius  II  593 
-erus,du-aeru8  II 594,  595 
erut,  n-erut  393,  II  150 
68  275 
es8-    78,  82,  85,    II  147, 

219  (Z.  14,  20,  31),  267, 

270    (Z.  26,    35),    283, 

291,  294,  296,  361 
-es8-ad    II  558,     -e8-tar, 

es-tir,  -es-ur  II 385, 558 


e88amin ,     esämain     263, 

268,  349,    II  12  (Z.  7, 

24),  80 
doda-es8arr  II  361,  588, 

essarcon     II  588 ,     -r- 

esarta,  esartae  II  269, 

588 
-esb-at  II  250,  442 
-esb-ed,  -esb-etar  II 551, 

552 
easbba  (ni.)  421,    esbatu 

II  41,     esbae    II  443S 

e8betu  1421,  497,1141 
R  esbicuU  217,  236,  492, 

497 
esbaid    II  41.   443,    seh. 

easbbuidh  I  421 
esc  107 

esc-is,  eisc-is  II  612 
esca  II 19,  66,  vgl.  aesca& 
ni.  eascal  II  521 
ni.  eascann  107 
-bescar-tbar  II  614 
sescare  II  8 
escart  II  616 
aescae  II  179,  vgl.  esca 
R  ni.  eisceacbt  217 
R  escibul  217 
escid,  escaid,  ni.  eascaidh 

76,  347,  II  7 
esccaire  II  534 
du-escnia(r>t  II  588 
-aescoralai  II  571 
ciata-escomrad,      ciado- 

escomrair,     -escomrai- 

tber,  -escomriter  II597 
-escona  II  266 
R  escop  202,  485,  492 
escor,  -escrad  II  614 
escse,  remi-escsed,  escsiu, 

eiscsiu  II  491 
escuralüd  II  571 
escung  107.  II  107 
ese  275,  II  153,  663 
hese,  bese  II  139 
esse  II  151,  172 
nepb-esse  II  558,  605 
conna-beseba  II  443 
du-eseraar  II  624 
esseirge  342,  352,  II  17, 

65,  179,  294,  302,  595, 

-eseirset.   -esersitis    II 

244,  595 
dor-esset  II  624 
esfoit,  esfoite  11-294,  525 
esgal  II  521 
-esgaibter  II  294,  528 
esgre  II  535 


Wortindex.     Gälisch. 


7(» 


■essi  II  151,  172 

essi  47,  86 

essib  II  151 

-essib  II  551 

eißib  (Part.,  D.  PI.)  II 558 

(K)  esid  218 

dun-essid  II  271,  605 

essimthocht  II  644 

esair  II  626 

dun-esairc,    es^ircnea    II 

588 
do-esister  II  612 
dun-esm-ar,      do-esm-et, 

tu-esm-ot  6.270,11302, 

333,  390,  624,  673 
ni.  easmhacli  421 
donn-esmart  II  589 
aesnadud, -essnatis  11633 
-esngaba  II  529 
-esngarthi,  esngaire  II 534 
esnid,  esnaisse  151,  II 633 
da-essoir  II  588,  imman- 

esoirg,  esorcuin  II  311, 

588,  677 
espach,    ni.   easpadhach, 

e^spaidh  421 
K  ni.  easpal  219,  486,  489 
E  espartain  198,  214,  219, 

237.  435 
espe  421,  II  41,  443' 
E   ni.  easpog    202,    219, 

485,  492,  II  31,  662 
E  ni.  easboloid  219,  489 
esrad,  esrediud,  aesreuth 

II  626 
do-esta,   dud-esta  II  24, 

222,  250,  294,  314,  443 

(Z.  1,  3,  33) 
esteeht  'Tod'  489,  II  643 
estecht  'hören'  489,  vgl. 

eits- 
esti,  estib  409 
estoasc,  estosc  II  515 
dom-esurc  II  588 
essiut  II  150 
et  'welche  sind'  II  218 
eth-,  ad-eth-a  II  514 
eth-am,     eth-at     II   558 

(ith-) 
het,   et  (Subst.)  64,  137, 

299,  abet,  a?it  343 
-et  II 378,  arro-cit,  arro- 

et,  arroi-oit  I  '246.  307, 

308,  343,  II  512,  dorr- 
et, dor-et  1338,11367, 

512 
t-  'kleiden'  II  514,  655, 

don-et-ad  II  514 


con-eit  249,  II  351,  644, 

do-eit  II  644  (tiag-) 
et,    Sö't,     e't    'erwerben', 

-et-a,  -6t-ar,  -öt-at,  -et- 

id,  -et-aitis  325,  II  638 
etach  II  30,  95,  655 
-etada  II  638,   -etade  II 

249,  272,  288,  289,  291, 

638 
do-etagar  II  644 
etan  II  57 

etar-  246,  II  147,  295 
ethar  II  45 
dan-etarr-ed,       dor-etar- 

racht,  du-etarrat  II 599 
(E)  etarcert  II  486 
etarcne  497,  II  547 
do-etarcuirethar   II  302, 

500 
etardibe  II  462 
etargabäl  II  528 
-etargeiuin  298,  II  547 
etargaire  II  535 
etargne  497,  II  547 
du-etarrid,  dosn-etarraid 

II  599 
etarmaige  II  12 
-etarscara,       etarscarad 

II  295,  614 
don-etarthatar  II  599 
etartetarcur  II  500 
etarthothaim  475,  II  657 
etarru  408,  II  150 
-etaste,  -etath-am,  -etat- 

sat  II  638 
dosn-etbat  II  514 
etbert  419,  II  467 
ette  (Subst.)  160 
etae,   ettaj  (Part.)  II  638 
eitech  II  652 
eithech  II  653 
do-etegar  II  644 
etegnäith  418,  II  12 
E  etbemlagas  231 
seh.  eitean,  s.  eitne 
eter   139,  246,  432,  439, 

463,    II  74,   144,   149, 

295,     eter-,    eter-a   n- 

II  295 
(E)  etercert  II  486 
con-etet,  doda-etet  II 644, 

con-eitgid   II  644,   647 
ffitgnithi  419.  II  546 
otgudo  II  655 
eitig  II  667 
-ettigetar  357 
cotr-etiguir  II  644 
etir  (Präp.)II295,  (Präp. 


mitPron.)  1246,11149. 

209,    etir-  II  295,  445 
-etis  II  316,  638 
-ettis  II  652  (tong-j 
trerai-etbait  II  515,  647 
etite  II  6,38 
etla  'Pönitenz'  477 
etla,  fo-etlas,  fo-etlaither, 

do-etlo  II  649 
eitne  160,  161,  253,  326, 

II  56 
hetho  367 

etoich  46,  129,  II  12 
ni.  eatorra  408 
etrad  II  53 
eträ'n  II  675 
etrech,  etrigib  122 
etröcar  II  7 
etruib,     etrum,     etrunn 

408,  II  149,  150 
con-eHs-itis  II  644 
eits-  'hören'  543,    eits-et 

II  412,    651.     eits-ide, 

fo-eits-ider  II  651,  652, 

eitsecht  1  489,  II  412, 

651  f. 
etsecht,     eitsecht     'Tod' 

489,  II  643 
etualang  II  7 
äjitiud  II  514 
etugud  355,  357 
etiuth  II  514 
eula,  eulach,  s.  eola 
eiüin  298 
E  Euseph  508 
eut,  eutt,  euit  299 
fa    'oder'    270,  441,  454, 

II  314  (Z.  9) 
ni.  fä  'war'  271,  405,  465 
fa-  II  295,  ni.  fä  'unter' 

301 
fa-id  II  524 
E  ni.  fäbbar  215 
E  scb.  crann  fäibhile  221 
ni.  fabhra  119 
seh.  -fac  253.  ni.  -faic-im 

II  490,  ni.,  mir.  -faca, 

-tacca    I  253.    II  251, 

274,  489,  490 
facab,  fäccab  II 528,  fäc- 

bäil  II  295,  528,    -fai- 

cebat,     -facaib,     facib 

II  527.  528 
-fachliseni  II  484 
-fad-atar  II  379,  515 
ni.  fada  34 

fadciu   II  153    (oder    fa- 
dein?) 


710 


Wortindex.     Gälisch. 


fadess  271,  II  187 
fadesin  (Sing.,  PL),  fade- 

sine,  fadesne,  fadcisne, 

fadisin  (Sing.,  PI.)  271, 

II  153 
-fk,  -faeat,  fgefes  II  524 
-fsel,     -fffilais,      -felsaid, 

-faelustai"  II  569 
-fffiir  II  592 
faesam  II  629 
-faeth     'ging',     do-faeth 

II  514 
do-fjBth      'wird     fallen', 

do-fiBthsad  II  656 
-fagb-aim,  fagbaU,  -fag^ib 

34,   369,    II  295,   528, 

529 
B  faigin  204,  222 
-fäi-bea,   -fai-fea,   -fai-tar 

II  524 
B  faibur  23 
faisam  II  629 
faisitiu  II  629 
-faith     'ging',      do-faith 

II  514 
do-fäithsad  II  656 
[fail  s.  weiter  unten] 
ni.  fa'll  34 
G  ni.  falla  214,  391 
ni.  falach  34 
ni.  falamh  34 
ni.  falc-aim  34 
dud-failc-i  II  562 
fu-fälgi,  falgud  II  572 
failid  II  17,  28,  39 
E  failm  436 
falmaisi  II  561 
-failnither    345,    II  247, 

567 
fallnaither  II  525 
E  ni.  fallsa  146,  220 
faillsem  347 
fäilte  352,  II  17 
ni.  fan-aim  169 
fann  178 
fan,  fänach  178 
fanacc,  falnaic  270,  II 260 
fannall  147,  174 
don-fäncid  II  558 
fäinne  86,  II  106 
fanisin  II  153 
B  fant  534 
ni.  faoi  102 
seh.  faob  32,  435,  512 
B     ni.     faoch,     faochän, 

faochog  24,  261,  508 
ni.  faoisearah  308 
ni.  faoistin  II  629 


far  n-  'euer'  271  (Z.  16, 
34),   274,  275,  392,    II 
139,  169 
far- (Präverb)  II 480  (far- 
can,    farcanat),     534  f. 
(farcongair,       farchon- 
grad),     537    (faridgel- 
llad),    555    (farcuimsi- 
I      tis,  farcomnucuir),  581 
(far-muinethar),       643 
(fardumthesid) 
fa-r-  II  444  (farfia) 
fair  II  150 
i  farr  94 

:  fair  82,  86,  II  106 
I  farafie  271 
-farcabtis  11  268,  528 
K  fairche  196,  235,  436 
E  farcideochain  214 
I  farclu  II  540 
j  farcsi  II  489 
I  -fargbaid  II  527 
!  fairrge    34,  143,  144,    II 
I      669  f. 
j  -farggaib  II  528 

fairgse,  fargsi  II  489 
!  dos-farraid  II  598 
'  do-farlaic  II  563 
do-fairn-itis  II  526 
-farnie  II  553 
do-farsiged  II  619 
fairsiung  II.  10 
do-farrtatar  II  598 
fas   =  bas  271 
fäs,  fäsach  II  30 
E  ni.  fasc,  faisc  'Bündel' 

221 
fasc.  'notice'  II  620 
fäisc-  76,  II  515 
ni.  fascadh  34 
ni.   faisneidhira,    faisneis 

486 
-fast-and  II  334,  vgl.  ni. 

fastuighim 
fäistine  488 
ni.  fastuighim  II  638 
fäith    48,   247.  249,  341 
(Z.  19,  32),    345,    346, 
420,  II  22.  93,  179 
ni.  fathach  112 
fäitbestär  II  648 
faitches,     faitcheas   (ni.), 
faitchius     327,     II  21, 
faitech       II   21,     639, 
faitgugud  I  357 
fatod  II  508 

fäitsine  420,  488,  II 22,  59 
fathuaith  271, 316,  II 187 


fe-bair,  fe-mmir,  -fe-setar 

II  369,  524 
ad-fe-ther,     imma-fe-ithe 

II  517 
don-fe  II  516 
in-ft-  II  350,  519 
feadinne  315 
feal  315 

feb,  feib,  febas  75,  366 
-febair  II  524 
E  feabhra  (ni.),  febrai  221 
febtu  75 
fec  159 
do-feich  367,  II 360,  521, 

-fech-ad,    -fech-ar,    fo- 

fech-at  II  520,  521 
fec-,    fecc-    II  489  f.,    do- 

fec-aiII489,  fota-fec-ais 

II  490,    ni.  -feic-im   II 

490.  vgl.  676 
feich  358 
fech-  II  490 
feachrae  338 
ni.  feicsint  II  490 
fecht  123,  276,  379  (Z.  7, 

38),  485,  II  79 
fecht[h]a,  fecUta  II  520 
feochuine  II  59 
feachuir  122,  338,  367 
fed-  II  515 
ni.  fead  II  627 
(airmitiu)  feid  11  80 
feid  =   feith  II  628 
in-fed-ed  II  519 
ni.  fead-aim  II  638 
feda  II  103 
fedan    348,    II  413,   515, 

516 
-fedar,  d.  h.  -fe(n>dar  II 

461 
fedb  41,  63,  360 
ni.  feadghail  327,  II  24 
fedil  110,  148 
ni.  feidir  II  638 
-fedligedar,     -feidligfitis, 

feidligtheo     110,    341, 

II  264 
fednae  348,  II  413,  515 
feg-  II 490,  611,  -feg-and 

II  335 
feig  II  490 

E  ni.  feagba  221,  222 
fein    II  153   (Z.  14,    26), 

vgl.  ni.  fein 
fei,  feil  358,  542,  II 218, 

434,  do-feil  II  446 
E  feil  214,  223,  II  51 
E  feileastrom  192 


Wortindex,     Gälisch. 


711 


K  folire  II  51 

fölmae  II  61 

R  fe^llsamh  (ni.),  felsiib 

235,  23G,  267,  387,  503, 

II  179,    fellsube  I  478 
ni.  feam  93 

ar-fema  305,  308,  II  512 
femdit,  -fcmid  II  579 
femmir  II  369,  524 
femnach,  feramuin  87,  93 
fen-  II 441,  445  (Z.  5,  38), 

517,    im-fen,  ad-fen-ar 

11  517 
for-fen   II  264,  444,  445, 

517 
fen  59,  104,  296,  II  56 
as-fen-imm    421,    II  291, 

517 
ni.  f6'a    171  (Z.  36),  409 

(Z.  27,  38),  512,  11153 

(Z.  34),  vgl.  fein 
fenama.in  II  62 
R  fent'l  210,  229 
fe6il     139,     297,     II    46, 

feoluighthe  I  139 
feotar  62,  II  369,  524 
do-feotar  II  558,  559 
fer,    ni.  fe^r   40,   41,  42, 

171,172,  244,  246,  247, 

248  (Z.  22,  32,  39),  249, 

337.  341,  343,  344  (Z. 

2,  11),   345.   356,  359, 

365  (Z.  17,  19,  33),  366, 

II  82,  136,  feir  1  343 
fer-    II  517  f.,    ro-fer-a   I 

352 
ferr,  ni.  fear r  300,  II121, 

316  (is  ferr  limm) 
fer.  ni.  fe^r,  fe^r  103,  296, 

344 
ni.  feara  =  fear  331,    ni. 

fearamhail  II  14 
ferb  'Kuh'  63 
(R)  ferb,  ni.  fearb  227 
ni.  fearb    'Damtier'    118, 

176 
ferc  368,  fercae  350 
ferde  II  14 
ferdaighes,     ferdaigsecht 

II  611 
ferg    105,  180.  350.  354, 

368.  feirge.  fergi  354 
Fergus  79,  II  62 
seh.  fearail  II  14 
fern  156 

fernnu  153  (ferenn'Gürtel') 
R  fers  214.  220 
ferscal  76 


ni.  fear.said  137,  143,  492, 
495 

R  fert  200 

ad-fert-a  II  526 

fert,  ferta  'Hügel'    II  17 

fertas  137,  174,  492,  495, 

II  21 
fertigess,    ferthigis.    fer- 

thaighis,    fertighsecht 

II  611 
ferthain  II  518 
fess,    feiss    'schlafen'    II 

368,  524,  559 
fess,    feis    'Fest'    80,    II 

524,  559 
dud-fess-ed  II  516  (fed-) 
du-fess,    fess-a.    du-fess- 

ar,  du-fes-ed,  fess-aitir 

II  361,  390,   520,   521 

(fich-) 
fess  'Wissen'  II  523,  ro- 

fess  1 136,  II  523,  -fes- 

ar  II  522,   -fess-ara  II 

386,    -fes.s-ed,    -feis-er, 

-fess-er  II  522,  ra-fes- 

id  II  316.  522,  -fes-tar 

II  272.  406,  522,  -fess- 

ur  II  387.  522 
in-fess-ed  II  519  (fiad-) 
fes  86 
R  feseor    198,   214,   219, 

237 
feisere,  fo-feiscren  II  676 
do-fessid  II  605 
fesin.  fessin,  fesine  (Sing., 

PI.),  feisneiSing.,  PI.)' 

feissne  II  153 
(B)  fesoc  86,  II  31 
festa,  ni.  feasta  485,  II  79 
festae  II  523 
fet  II  627 
-fet-amar  II  523,    -fet-ar 

II  284,  388,   403,  406, 

523,      -fet-artar,     -fet- 

atar  11386.523,  -fet-or 

II  523,  674 
ad-fc>t,   ad-feit    358.  484, 

II  269.   518,    iu-föt   II 

269.  519 
fetb.  föith  II  628 
R    fetarlicce     223,    436, 

II  66.  179 
irama-feithe.        ad-fotber 

II  517 
dod-fetis  II  516 
feugiid  74.  252 
feuU.  feuldae,  feulae  297. 

298  (Z.  17,  25,  26) 


feiuir  298 

fi  73 

du-fi  II  360,  521 

fi-bas,  fi-fea,  fi-fit  II  524 

far-fia  II  444 

R  ni.  fiabhras  191.  199 

fiach    'Schuld'    139,  174, 

338,341.358,  1183,522 
fiach    'Rabe',    PI.    fiaich 

II  59 
Fiachrach  315 
fiad    'vor"    58.   174.  439, 

II  74,  78,  149 
fiad  'Wild'  111,  174 
ad-fiad-.     ad-fiad-at     58, 

358,  II  269,  518 
fiadach  111 
fiadam,  fiadib  il  151 
ni.  fiadhain  112 
fiadnisse  II  21,  66 
fiado,  fiadu  'Herr'  II 103 

(Z.  35,  38).  154 
fiadu  'Zeuge'  II  21.  110, 

154 
ni.  fiafruighe  II  297 
fial 'keusch'  181,189,315 
R  fial  'Schleier'  208 
fiallach,     fianlach     540, 

II  14,  69 
tiar  59 

du-fiastar  II  521  (fich-) 
-fiastar  II  387,  406.  522 

(fiun-) 
fib  366 
fich-  'kämpfen'  26.  1125, 

368.520,  ar-finch  1367, 

II  521,    do-fich  I  367, 

II  360,    411.  521,    du- 

fich-i  II  673 
fich-  'kochen'  II  521,  ni. 

fiach-adh  I  344.  359 
fich-te  II  521  (fig-i 
R  fich  210.  227 
fiche   42,    122.   186.  249 

(Z.  11,   28),    352.    366, 

403.  4-28.  451  (ni.  fhi- 

cheadi.  535.  II  81.  104, 

129,  130,  134  iZ.  1.24), 

136 
ni.  fiuchorhail  II  24 
fid  (Subst.Wl.  112.  174. 

337,  365.  366.  II 47.  70 
(amal)  fid  II  421 
dut-fid-edar.        assa-find 

II  516 
fidhba  389 
tidbaid«  II  14 
fidboec  159 


712 


Wortindex.     Gälisch. 


fidchell  II  3 

fidot  II  47 

Fiechrach  315 

fig-ed  II  521  (fich-) 

fig-  98,  II  521,  fige  I  98, 
352,  II  522 

(R)  ni.  figheadöir  205 

E  seh.  figis  191,  228 

E  figor,  fiagor  338,  344, 
365  (Z.  23,  30),  -fiQgrad 
337 

ad-fii  II  518 

fil,  fail  342,  358,  542,  II 
72,  218,  251.  420,  421, 
434  f.,  441,  446,  do-fil 
II 446,  fil-e  11217,218, 
434 f.,  fil-et  II  435, 
fil-us  II  149,  434 

fill-,  fiU-ira  436,  II  522 

fili  249,  365,  366,  II 102, 
filidecht  II  32 

for-fiun  271,  II  333,  342, 
444 

E  fin,  ni.  fioa  210,  214, 
239,  345,  II  66  (Z.  14, 
19) 

Finu  II  63 

finn-  II  522,  629,  676, 
finn-ad  II  272,  522, 
ro-finn-adar  I  41,  42, 
174,  368,  484,  II  348, 
406,  finn-ta,  fin-ta  II 
522 

lat.  Finbarrus  II  63 

find  'weiß'  41,  114.  368, 
50Bi'glüoklich'),  II115 

find  'Haar',  finda  86, 
114,  II  17,  99 

Findabair  266,  II  99 

Findbarr  II  63  (Z.  2,  18) 

findchass  II  4 

Finden  II  63 

findfad  II  14 

findfad  ach  503,  II  14 

(E)  findgenti  234 

Findloch  II  63 

fine  64,  156,  365 

E  ni.  fineal  210 

lat.  Finnianus  II  63 

E  finime,  finemain  214, 
II  62 

Finluch  II  63 

Fintan  II  63 

(E)  fintan  80,  II  14 

fu-fir-im  II  518 

fir  345,  366,  II  664,  ni. 
fior  I  344,  s.  fer 

fir,    ni.  fior   50,  59,  338, 


344,  II  113,  180 

firian  92,  158,  311  (Z.  21, 
30),  477,  II  124,  179, 
firianigedar  I  311, 
firianichth-i  II  149, 
386,  firianu  I  355, 
firinne  1158,  311,346, 
477,  II  59,  firion  1 311 

E  firrainiint  234 

E  firt,  fiirt  200,  368 

donda-fius  II  361,  521 

fiss,  fiiss.  fissi  136,  266, 
337,  363.  367,  II  523 

fissin  II  670 

-fit-emmar,  -fit-etar  II 
523,  -fit-id  si  I  254, 
420,11523.  -fit-irI112, 
174,  247,  326,  349,  430, 
509,  II  250,  272,  285, 
288,  289,  348.  386,  388, 
391,  406,  523,  673, 
nima-fit-ir  II  311,  ro- 
fit-is  I  254,  420,  486, 
II  140,  523 

fithi  II  517 

fiu'schlief'62, 11368,524 

fiu  'würdig'  74,  75,  252 

(niol  fiur  74 

du-fiurr  II  590 

do8-fiu8cad,  do-fiiissig 
311,  II  620 

flaith  157,  179,  II 34,  45, 
64,  69,  fläithera  II  61, 
flaithemnacht,  flai- 
themnas  II  32,  62,  179 

Flaithnän  II  27,  58 

flechud,  fieichud  338,  367 

fled  64,  366,  418 

flesc  367,  II  19 

fleteg  418 

flinch  60,  129,  337.  344, 
359,  367,  II  5,  116, 
fliochdercc  II  5,  ni. 
flichshneachta  I  153 

fo-  'schlafen',  fo-aM,  foi- 
ied  62.  308,  II  524 

fo,  fo-  35,  92,  136,  253, 
271,  307,  309,  364,  375, 
438,  440,  473,  510,  II 
10  (Z.  15 ff.),  73,  74, 
149,  250,  294,  295,  299, 
fo  'unter  ihm'  II  150, 
172,  foa  n-  II  295 

foacomol  II  510 

iarmi-foacht  II  608 

foachta  II  521 

foammamichthe  II  409 

föbart  II  469 


fobdod  II  459 
du-föbi  II  362,  462 
fobith  397,  531 
B  foich  24,  75 
-foch-ad  II  607 
E  focal,  s.  focul 
fochartad  II  616 
fochatho  II  608 
-foicebaind  II  528 
focheda  II  607 
fochell  II  484 
fochetoir  271,  316,  455 
fochid,  fochaid  308,  421, 

II  607 
ara-focair  II  535 
fochith  II  607,  611 
E  focl-aid  II  484 

ara-focl-adar,  fochl-eamar 
II  484,  -foichl-end  II 
334,  484,  -foichl-idar, 
ar-fochl-im,  ur-foichl- 
ither  II  484,  485 

do-foichl-enn  II  483 

fochla  68,  253,  350 

(E)  foichleöir,  foichlorib 
342,  II  51 

ni.  föchneadh  II  10 

fochodo  II  608 

-fochomalsid,  -fochomol- 
sam  268,  482,  II  269, 
317,  568 

fochrach  II  497 

föcre  308,  316,  II  295, 
299,  535 

fochricc,  fochraicc  347, 
364,  II  16,  497,  foch- 
ricnet  II  49 

fochrus  42,124,347,356, 
364,  492 

foxal,  foxol,  fochsul  420, 
II 622,  -foxla,  do-foxla, 
foxlid,  foxlaid  II  622 

fochtaide  421,  f-ochuid 
II  607 

E  focul  206,  228 

do-focuirther  II  501 

fodera  II  146,  518 

fodesta  II  79 

fodi,  8.  di  'zwei' 

fodil,  fodail  34,  II  502 

con-fodim,  -fodaini  II 504, 
foditiu,  foditu,  fodaitiu 
I  138,  II  46,  412,  504 

-fodlat,  con-fodlaibid, 
con-fodlid,  neph-fodli- 
de,  -fodlaiter  II  266, 
409,  502 


Wortindex.     Gälisch. 


713 


con-fodmam,    -fodinai    II 

504 
fodord  494,  II  10 
ni.  fodhuine  II  10 
fO!B  II   150 

-foelsat,   -föelusa   II  569 
ar-foemat  186,  II  512 
-foer  II  592 
foessam  308,  II  629 
-foetar  II  524 
do-foethsat  II  656 
foetsecht,    foeitsecht    II 

652 
fogal    II   521,     vgl.     ni. 

foghail 
ni.  föghanta  193 
-fogbai  II  528 
fogchricce  478 
foigde  348,351,1110,551 
-foigebat  II  529 
fogelt  II  536 
fogerrtha  II  537 
ni.  foighid(e)  138 
ni.  foghail  102,  vgl.  fogal 
foglim,    foglaim,    ni.   fo- 

ghlajm    103,   347,  356, 

II  60,  540 
ara-fogn-a,     -fogn-at     II 

543,    ar-fogn-at  I  339, 

II  295,  543,  fognad  II 

543,  545,  fognam  I  104, 

357,  487,  544,   II  543, 

545,  ar-fogni  II  543 
fogur  II  536 
ni.  fogus  161 
foi  'schlaf!'  II  524 
foi,  foib  II  150 
iarnia-foieh  II  608 
do-foichred  II  501,    -foi- 

cbur  II  361,  499,  fris- 

foicbiurr  II  500 
föid-    359,    418,   II  379, 

409,    524,     no-f6id    II 

355,  524,  foides  II  218, 

370,     do-foidid    I  359, 

foidis  II  218 
iarmi-foig  II  296,  608 
B  foilenn  23,  184,  508 
-foilsitis  II  569 
ara-foini.   ara-foima  308, 

II  295,  302.  512 
-foindarpaide  II  463 
foindel  II  511 
con-foir-eni  II  518,  -foir- 

ed  II  313,  518,  foir-fea 

II  248,  518 
-foir    II  592,     ara-foirie 

II  362,  593 


foisam  308,  II  629,    foi- ! 

sitiu,  foisraimm  II  629  j 
föit  325,418,  II  525,  ru- 

foitea  II  525  I 

foitar  II  524 
föite  II  524,  foite  II 409, 

525,  -foiter  II 220,  525, 

foitir  I  418,  II  525 
foitsecht  II  652 
foitsi  II  524 
foi  II  98 
(mucc-jfoU  147 
foil  'King'  II  98 
remi-foil  26,  II  568 
foll-aitber  157,  II  525 
folacb  'Versteck'  34,  97, 

102,  II  573 
folacb  'ertragen'    II  569 
folad   II  39,  661 
folara  34  (Z.  17,  30),  148 
irame-folangar  II  569 
folc   34,    folc-aim   34  (Z. 

21,  39),  59,  126,  186 
folaig  II  98 
follig  34 
ar-folmas,        -folmastar, 

ara-folmathar,    folmai- 

siu,  -folmaissiur  II 560, 

561 
foln-  II  525,  -folln-astar 

I  157, 179,  II  247,  525, 
foln-ibtbe  II  359,  525 

im-folngar,  imme-folngat 

II  390,  569,  im-folngi 
II  219,  569,  folog  II 
569 

foloscain  489 
follscaide  II  677 
foillsem  II  122 
ni.  foUlseocbad,    foUlsig- 
bim  299,  foUsigth-i  II 
149,  386,     foilsigud   I 
357,   n  90,     -foilsigur 
I      u.  s.  w.  II  387  (Z.  8fF., 
!      18),  388,  405 
i  foillsiu  II  119 
I  folt   34,  186,  364,  II  57, 
i      82,  foltlebor  115,  foilt- 
I      ne  I  352,  364,  383,  II 

57 
I  -foluassat  II  572 
I  follu8  351.364,539,  II116 
!      (Z.  31,  37),  119,  122 
foiue.ilt,  -fo'nili  II  577 
fomnae,  foinnid  II  581 
R  ni.  föniös  II  22 
fomrjBtbe,   fomraid,   foiu- 
raith  II  575 


foirntiu  II  581 
fomuUt  II  577     . 
dod-fongad  II  250,  303, 

652 
du-fonget  II  585 
fonaidm  II  60,  583 
fonitiud  II  584 
do-fonucb,  do-fonug,  do- 

fonus  II  294,  361,  585 
for,  for-  23,  35,  92,  246, 

271  (Z.20,  26,  42),  307, 

309,  432.  437,  473,  510, 

II 38,  73,  74,  147,  149, 

295,  303,  361;    foir  II 

150 
fo-r-  473 
for  'euer'   271,  274,  275, 

392,  503,  II  139,  169 
for  'sagte'  273,  II  141 
foir,  -f6irII335,351,  599, 

ra-fc)ir  II  375,  ni.  föir- 

im  II  375,  599 
fora  n-  399,  II  295 
forrach,  forrän  II  526 
(R)  forar  II  51 
ni.  foras  II  676 
du-forbad  II  463 
du-förban    II  445,     -for- 

banar  II  444 
forbart  353,  II  468 
forbas  136 

forbe  II  445  (Z.  2,  37) 
-forbai  II  463 
do-förbiat,  forbaide  II 445 
forbai  s  136 
du-forbaitbe  II  445 
-foirbret  II  467 
forbrisiud  II  250,  478 
forbru  II  93 
foirbthe      352,     II    445, 

foirbtbetu  II  41 
R  fore  230 
foirc-itber  II  489 
forcal  II  537 
forcauti  II  480 
foirrce   34,  143,  II  669  f. 
forcell  497,  II  537 
ar-forcbolta  II  485 
forcenn     130.    414,    475, 

II  6,  245,  525 
forcetal,  s.  forcital 
forcaiU  II  537 
-forcain   II  480,    forcital 

I  139,   266.   347,   391, 

II  46.    180,    412,   480, 
forcitlid  II  17 

-forchlotis.  -forchluinter 
II  272,  495 


714 


Wortindex.     Gälisch. 


-forcm-at,  -forcm-i,  forcm- 

ide  II  586,  587 
forcmachte  II  555,  587 
-foircnea,  -foircnibea  345, 

348,  352,  II  357,  525 
forcomet,        forcometas, 

forcoimetaid  II  587 
do-forchosalsara ,  do- 

forchossol  II  622 
-forcroth  II  311 
forcsi,  foircsin  II  489 
foircthe,  foircthi  II  480 
-forchuala  II  495 
do-foird-e  486,  II  603 
-fordamajnn  II  317,  504 
forderg  II  10 
fordinge  II  505 
-fordiucail,      fordUicailsi, 

fordiuclaim,         fordiu- 

glaiin  II  540 
forrae  143.  429,  II  151 
foirenn  158,  375,  544,  II 

59,  215,  660 
forfess  136 
forrg-,  -foirrg-ea,  forrg-ot 

6,  II  525,  526 
forgab,  forgara  11529,532 
forgare  485,  II  293,  535 
forgell  497,  II  537 
-forgeni    II  543    (Z.  35; 

air-fo-gni-),      -forgeni, 

-forgensam  II  543   (Z. 

23;  fo-gni) 
do-forgill  il  677 
-forgair  II  534 
forglu  II  540 
forgnam  II  543 
forgu  II  540,  549 
foraib,  forib  II  151 
-forraig  II  526 
forim  II  601 
foirinn,  s.  foirenn 
foris  II  676 
foirithin  II  599 
-foraithmenair       II    581, 

foraithmet  1 266,  II 34. 

581 
forlassair  II  10 
im-forlaing,  iramo-forling 

II  219,  268,  569 
forloiscthe  II  40,  571 
form  II  150 
du-forma,      do-formagar, 

do-formmagddar,     du- 

forraastar    II  390,  573 
format  168,  266,  414,  475, 

II  34,  63,  581 
formbed  II  296 


do-förmgat,      do-formaig 

421,  II  295,  300,  573 
forrana  II  12 
do-foirmsed  II  573 
fornn  II  151 
forna  399,  II  296 
-fornastar  II  583 
do-foirnd-ea,    do-foirud-e, 

du-fornd-iter    486,    II 

332,  603.  604 
forngartx  h)i  II  535.  forn- 

gaire  I  44.  380,  485  (Z. 

30,  37).  II  293.  535 
fornaib  II  176 
fornaidm,-fo-r-naiscII583 
fornn  cht  II  10 
con-1'oroirisset  IL  518 
foröil  II  566 
foroim  II  601 
-forroim  II  463 
-foirpret  II  467 
forsa    n-     (rel.    Präverb) 

399,    II  296.    forsa  n- 

( Artikel)  I  274,  forsani 

II  184 
do-forsat  II  624 
do-forscaig  II  619 
foirrse  II  676 
du-forsaisset  II  624 
forseng  II  10 
dun-forsailc  II  564 
forsin(d)  274 
don-forslaic&  II  564 
forsna    II  176,    forsnahi 

II  184 
forsiung  II  10 
fort  II  150 
do-fort-  II  526 
fortach  II  653 
fortacht  II  111,1643 
fortcha  II  655 
fortechtai  II  505 
fortga,  fortgaidi  II  655 
fortige  II  505 
fortormach  II  574 
K  ni.  fortüin  208 
form  429.  457,  II  151 
ni.  foruadh  II  10 
forud  72 
forus  II  676 
foss  'Diener'  35,  79 
foss  'Euhe'  271 
iarmi-fois-et,     iarmi-fois- 

tis  II  608 
ni.  fos  271,  309.  457 
fossad  34,  64,  79,  II  6,  9 
don-fosc-ai  II  620 
foscad  34  (Z.  16,  29),  76, 


356  (Z.  30),  385,  II  6 
dom-foscartae  II 250,  616 
du-foscaiget,        foscaigiu 

II  617,  619 
ni.  foscnaim  II  613 
foscugud  II  617 
foseng  II  10 
fosair  II  627 
fota  32,  34 
fotba  34,  346 
fotera  II  146 
fotheistib,       -fothismide 

II  624 
fothla  II  649 
fothrucud  124 
fou  II  150.  172 
fracc    60,  159,   256.  280, 

1125,  fraccnatan  1 159, 

II  49 
fraecbredII53.  vgl.  froech 
fraig  97 

ni.  fraoch  493,  vgl.  froech 
ni.  fraochän  493 
frass  44,  175,  176,  II  19, 

21,  34 
frebaid   II  296.  362,  443 
frecdairc  486 
frecmaircc  II  458 
frecndircc  486 
frecor,   freccor  419,  479, 

II  80,  296,  500 
imrae-frecrat       II     535, 

frecre  1350,419,  1117, 

296  (Z.  10.  22),  535 
frecur,  s.  frecor;  frecuir- 

the  II  500 
ata-fregat  II  594 
ni.  freigeorad,  freagr-aim 

299,  freagra,  s.  frecre 
frera    69,   113,    154,  168, 

189,  297,  436,  II  60 
freptanaigthiisUir  II  443 
-ru-frescachae,      -ru-fres- 

cachtar,     -ru-frescech- 

tar,  -frescestu,  -frescai, 

-frescisset        II     488, 

frescsiu  II  296,  488 
fresdel  497 
fresgabäil  II  530 
freslige  II  560 
im-fresna  86,    im-fresnat 

II  296,  625,  678 
fresudid  II  625,  678 
freisndis  II  296,  520,  678 
fresngabäU  II  530 
frestal  497 

fretech,  freitech  II  653 
fri  44,  264,  271,  272,  273, 


Wortindex.     Gälisch. 


715 


275,287,294,406,  419, 

439,   4G3,    II  74,   149, 

296,  Iri-a  I  310 
frib  II  150 
frichnam  II  544 
fride,  fridei  294,  II80,  92 
frid^if^'hid  II  608 
-fridoirced  348,  II  589 
frie  II  149 
ni.    frif^h,     frighid    540, 

544,  II  48 
frini,  frirani,  friumm  457, 

II  149 
frinn  II  150 
friss   II  149,  171,    friss- 

II  296  (Z.  7,  20),  301 
frissa  n-  II  296 
frise-llar  II  177 
frissid-  II  296 
frisna  263,  II  176 
frisngabäil  II  530 
frisso  II  187 
frissom  II  171 
frit,  frint  457  (Z.  9,  22), 

II  149 
frit-    II  174,  296,    frith- 

144,  174,  175,275,473, 

475,  486,  II  147  (Z.  5, 

16),  173,  296 
-frith,     ib-frith     II  250, 

369,  529,  533 
frithagaid  II  608 
-frithbeir  II  468 
frithbrudutb  II  479 
frit(cbMb  II  653 
-fritbcbomart  473,11589 
frithdniing  II  508 
fritbe  II  676 
-frithgaib  II  529 
fritbgnam,        frithgnom 

419,  II  544 
-fritbaig,     fritbaigid     II 

608,  611 
fritbmius  II  579 
fritobairt  II  472 
fritborc'on ,      -frithorgat, 

fritborgon,     frithortaa 

497,  II  589 
fritbtaouirsimem  II  499 
-fritbtäig,  -frit-täit, 

fritbtaised  II  647 
-fritbtasgat  II  606,  647 
fritbtecbtai  II  643 
frithterissem  II  629 
fritbtuidecbt,        fritbui- 

decbt,    frituidecbt   II 

647 
friu  310,  II  150 


froech  60.  122,  175,  493 

R  fromud   226,  235,  436 

fu-  II  295 

fu-a  308 

fuabair  II  469 

fnacb-aid,  fuach-imm  II 
490 

fuaobt  103,  316,  435 

fuacbtain  II  521 

ni.  fuagb-aiui  54,  102, 
316,  luaghilil  II  24 

fiial  124 

fuäim  II  24 

fuan  316 

ni.  fuar  -kalt'  103,  435 

fuar  finf.)  II  518 

-fuar,  -fuair  26,  II  250, 
273,  285,  369,  529,  533, 
ni.  -fuair  1468,  11274, 
scb.  -fbuair  I  512 

du-fuarr  II  590 

do-fuarat  420,  II 250,  600 

do-fuäircc    308,    316,    II 

250,  590,    do-fuiarctis, 
do-fuarg-at  II  590 

do-fuargabsat  II  530 

di-fuair.sitis,  do-fuartbet, 
do-fuairtbet  II  600 

-fuas-tar  II  521 

do-fuasalcat,  ni.  fuascla- 
im,  do-füasailcet,  do- 
fuasilci,     -fuaslaice  II 

251,  564 
fu-fuasna,  fuasnad  II 250, 

456 
fuatb  II  65 
fuba,     du-fubath,    fub^e, 

fubide,       do-fuibnimm 

II  295,  462 
fubtbad  II  477 
fuidell  110.  148 
-fuidenia  II  504 
fuddera  II  146 
fudumuin  II  12,  117 
ni.    go   bb-fuigb-eadb    se 

133.     mir.    -fu'g-ir    II 

336  (fo-gaib-) 
fugall,  fugeil  362 
ni.  fnigblcaob  110,  II  55 
-fuicb  II  521 
ro-fuidi  II  525 
fuismodaeb  II  629 
-ful  II  266.  351,  568 
fuil  'Bluf  139,  362  (Z.  9, 

20),  II  18 
ni.  fuil  'ist'  26,  342,  358, 

11251,434,435,  fuil-im 

II  436 


fulacb,  fulacbtae,  fulang 

II  411,  569 
fu'llfM-tae  II  631 
fuiUed  II  .567 
fuillem  II  61,  6.30 
-fulgara,  fulget,    -ful^ing 

106,  485,  II  244,  568 
fulinaini  II  .572 
fuillned  II  247,  567 
-fulngid  II  568 
ful  red  II  53 
-fulsam  II  568 
fult,  fuilt  364 
fulumain  II  62,  572 
fuluth  II  39 
fuin,  fuin-   II  526,   -fun- 

end  II  334,  526 
dn-fuincbidet  II  491 
fuine  II  586 
funech  II  585 
funed,  fuined  II  526 
(G)    fuinnema,    funemda 

II  634 
G(B)ni.fuinne6g214,II31 
(B)  ni.  fuinnseög  85,  II 31 
für(=  fuar  Subst.j  II  676 
R  für  207 
du-fuvr  II  590 
-furastar  265,  II  604 
do-fuirc-ifea  II  553 
do-furcabar,     du-furcbad 

II  389,  530 
furohruss  42 
fuirec  II  553 
fuirecb  434.  II  593,  ara- 

furecbar  II  593 
fuirechlem  II  485 
-furecbt,  -fuirestar  II  553 
ar-fuirestae  11  593 
du-furgaib  II  530 
fuiri,  fuirib  11  151 
arid-fu'rig,  ar-furis  II 593 
-fuiriui  362.  11  602 
furoil  316.  II  566 
arndam-fuirs-et  11362,593 
-fnirs-itis  II  552 
furs'Mn,  fursundud  II457 
-fuis-edar  II  629 
dos-fuisced,     do-füsci    11 

620 
do-fui-semar,     do-fuissim 

U  390,  624 
du-fuisledor  U  386,  404, 

623.    do-fuislim    II  46, 

250,  622 
do-tu>sm-et.    do-fuism-im 

II  250,  302,  624 
du-fuit  II  46,  250,  656 


716 


Wortindex.     Gälisch. 


dud-futharcair,  du- 

futbarctar  II  653,  654, 
du-futharset  I  482,  II 
385,  653 

(R)  fuither  233 

do-futhractar  II  654,  do- 
futbris  II 312,  385,  653 

ga  =   cia  264 

gaib-  38,  95,  187,  II  24, 
331f.,343f.,  348f.,350, 
359,  367,  388  f.,  405, 
407,  441,  443,  491,  527, 
fo-gaib-  I  34,  265,  369, 
II  273,  285,  528,  ro- 
gab  II  367,  527,  ron- 
gab, rond-gab  I  398, 
II  264,  282,  436,  gaba- 
ll 350,  527,  -gabad  II 
391,  527,  do  gbabh-as 
(ni.)  II  370,  gaib-es  II 
334,  527,  arda-gaib-et 
II531,  ro-gab-aitII391, 
gab-sus  II  370,  fo-gab- 
ur  II  386,  ron-gab-us, 
ro-gab-us  II  142,  143, 
367,  375,  527,  ro-gab- 
ustar  II  386 

gabäl  II  24,  86  (Z.  15, 18), 
412,  416  (Z.33ff.),  527, 
ni.  gabhäl  tslat  I  408 

gabor  117,  187 

gabul  39,  95,  II  53 

ni.  gacb  270,  446 

ni.  gach  a  n-  11  208 

-gäd,  -gäid,  -gädatar, 
gäde,  gäditir  182,  n 
366,  367,  370,  382,  550 

gae  74,  96,  252 

(B)  g«dilg  23,  II  31,  ni. 
gaedbilge  I  344 

(ß  R)  gaedhilgeöir  II  51 
(Z.  36) 

gaes  II  19 

ro-gaet  494,  H  391,  548 
(Z.  13,  23) 

gäith  n  19 

do-gäithaimm  11  412 

gal  26.  101  (Z.  13,  32), 
157,  477,  II  25  (Z.  7, 
32),  521,  662 

galar  280,  II 25  (Z.  8, 30), 
50,  65,  83,  galarche 
II  32 

gaile  494 

Gaillimh  328 

gam  66.  95,   164 

gammai  II  527 

garauin  II  56 


ni.  gan  269,  270,  272, 
443,  497 

-gain-edar  47,  II  533,  ad- 
gain-emmar  I  175,  IT 
533,  gain-itbir  H  359, 
387  (Z.  22,  38),  388, 
391    394 

gäo  55,  435,  II  96,  117 

ni.  gaoisid  80,  II  18 

gar  'nearness'  11  7 

B  ni.  gar-  23 

gair-  n  17,  359.  391,  533, 
ad-gair,  ar-gair,  fris- 
gair    n  359,  533,  534, 

535,  ad-ga^r,  ad-gar-a, 
arid-gar-ad  II 533,  534, 
con-gar-ar  11389,  534, 
adobra-gar-t,  araro- 
gar-t,  ar-gair-t,  doro- 
gar-t,  fris-gar-t  11  219, 
533,  534,  535,  536 

gäir  144 

garb,  ni.  garbh  227,  330 

gairb-driacb  100 

R  ni.  gairbhea]  330 

ni.  gairbb-sbion  327 

Garb-tbanacb  II  585 

G  garda,  ni.  gardha  110, 

143,  201.327,335,  n  17 
gäire  144,  172 
garg  95,  103,  180 
gairid  (ni.),  gah-it,  garait 

353,  n  48 
gairm  144.  II  60,  533 
garma  (ni.),  garmain  494 
R  ni.  gairneal  491 
R  ni.  gairteal  491 
gas  n  57 

B  gaisced,  gaiscbed  11 4 
gasne  II  57 
gat  88.  95 
gait    359,    497,    H   536, 

gat-   I  39,  95,  160,  H 

271,  274,  285,  359,  511, 

536,  ro-gat  H  272, 
trisn-gat-at  11301,536, 
gat-sat  II  271,  -gatd-a 
II 536,  gataige  II 17, 23 

gau  55 

-ge  244,  n  550 

ge  =   cia  n  206 

gea  —   cia  264 

ni.  do-gheibh-ira  265 

air.  gebaid    II  359,   527, 

gebtit  n  149,  363,  527 
gec    81,    126,    150,    151, 

372,  494,  n  88 
ni.  gead  63,  95,  160 


ged  102,  430  (Z.  20,  22) 
do-geg-at,  do-gega  II 317, 

362,  550 
ata-gegallar,  ata-gegall- 

dathar  11  387,  538 

geogainter  II  548 

ata-geglatbar  II  538 

gegna,  adro-gegon  II 548 

adroi-gegrannatar  325, 
II  548 

geguin  II  548 

gel.  ni.  geal  147,  II  30, 
118 

gel-  96,  II  536,  540 

gell  136,  362,  II  46,  65, 
537,  gell-,  for-ro-gel- 
sam  II  537,  677 

geill-fit  II  537 

ni.  gealacb  II  30 

B  gealbban  (ni.),  gelbund 
184,  328 

geldae,  -gelt,  geüt  (Inf.) 
II  536,  s.  gel- 

B  geilt  (Adj.)  96 

geltboth  96 

R  gemm  222,  241 

gemel  95 

R  geimen-  222,  240 

gemred  66,  164, 167,  311, 
n  53 

gen  96 

gein  95,  175,  U  20,  112, 
533 

du-gen  'werde  tun',  fan- 
gen II  542,  543,  -gen-a, 
con-gen-a,  do-gen-a, 
fo-gen-a  II  359,  541, 
542,  543,  544,  -gen-i, 
do-gen-i ,  forui-gen-i 
II  369,  540,  542,  543, 
544.gen-ais,do-gen-sat, 
-gein-set,  -gen-set,  fo- 
rui-gen-sid,  gen-tar  11 
540,  542,  543 

-gen-ad  'würde  geboren', 
-geu-artar,  -gen-atar, 
mad-genatar,  -gen-air 
272,  II  263,  386,  387, 
388,  533 

-gen  'erkenne'  II 369,  ad- 
gen  I  96.  104,  297,  419, 
n  284,  373.  379,  546, 
as-genII292,  546,  etir- 
gen  II  273,  547,  etir- 
gein  II  547,   -gen-a  II 

363,  -gen-ammar,  ad- 
gen-aramar  II 369,  546, 
etir-genat,  atat-gentar 


Wortindex.     Gälisch. 


717 


11  359,  546,  547 
-gön  'werde  töten',  gen-a 

II  548 
gein  (cian)  496 
genas  II  20 
gende  496,  II  540 
geinim,  genim  II  533 
K  ni.  geanair  204,  215 
geniti  glinni  II  48 
K  genitiu  215,11109,110 
E  genti,    geinti    234,   II 

179,  gentlidecht  II  32 
R  ni.  geocach  215 
ger-,    fo-geir,    fosn-ger-t 

n  537 
geir  n  661 
gerr,    ni.    ge^rr   83,    95, 

111,  173 
ni.  gearr-fadb  TL  363 
ar-ger-at  II  359,  534 
ge^rb     (ni.) ,        gerbacb, 

(B)  gearbog  118,  327 
ni.  gearrfbiadh  111 
gerait  II  64 
gess  136 

asru-ges-et  II  549 
-ges   II  361,  550,    -geiss 

U317,  351,  550,  -gess- 

am  II  312,  550,  -geis- 

ind  II  316 
geis    86,    95,    151,    188, 

299,  346 
gessa  II  550 
gesca  81,  151,  494,  499, 

n  19 
gessi  n  35,  410,  551 
-get  II  359,  536 
-geuin   II  363,    ad-geuiu 

1298,  II 369,  373,  379, 

546,  vgl.  -gen 
gia  'was'  11  206 
gia  'obgleicb'  264 
giall   21,  84,  136,  n  46, 

537,  giall- II 537,  gial- 

lae,  giallnae  I  351 
ni.  gidb  270 
giges    II  218,   363,    550, 

-gigeste  II  360,  550 
-gign-ed  'würde  geboren 

werden',      -gign-etbar 

II  387,  533,  gign-ithir 

n  359 
not-gign-etbcr  'wirst  ge- 
tötet werden'  II  548 
giogran,  gigrand,  gigren 

101  mit  Nachtrag,  103, 

337,  II  2,  57 


gigsa,    gigsea,   gigse  sa, 

-gigsed.gigsite, -gig'us 

II  264,  358,  360,  361, 

363,  550 
ad-gill-ira ,     fort-gill-im, 

gill-fit  II  537 
gilla.  gillgugi'in  II  33 
gilithir  II  118 
adro-gailser  II  538 
gin  156,  175,  337.  II  90 
E  ni.  gionbbair  204 
gin  con  II  314 
ni.  giorra  143 
ni.  girrfhiadb  111,  112 
G  ni.  giosta  436 
E  ni.  giüdach  215 
-giuil  103,  298  (Z.  2,  17), 

II  369,  539,  -giulad  n 

362,  539,  giulte  H  370, 

539,    giulait  I  298,   H 

362,  539 
E  ni.  giüstis  215 
ad-glädastar,    ad-glädur 

268.   476,   485.    H  61, 

387,  388,  537  f. 
glaid-,  gläidsete  11  370, 

538 
nan-glan-ad    11  249,    ro- 

glan-te  II  267,  316 
glan-diunncht  11  585 
E    glaine,    glainine    225, 

n  57,  glainetbat  II  49 
ni.  glaodh  II  538 
glass  'Schloß'  75,  H  18 
glass  'grün'  79 
ad-glaasmar, 

atara-glastar, 

glaite  11  538 
gle   67.  252,  II  11, 

II  663 
gle-te,  -gle-u  11351,539, 

glen-    I  95,    103,   298, 

II  351,  362,  369,  539 
as-gloinn     II    410,     539, 

fod-glein.    fo-glenn-    I 

38.     II  60,    540,     do- 

glenn-ar,      in-glenn-at 

II  539 
glenamain  II  539 
glend  38,  114,  48,  66,95 
gleo  II  102 
gleoraidecbt  II  32 
in-gleis  II  539 
gleitb  II  536 
glic   355,   II  24.    glioca, 

glice  (ni.)  I  355,  glici- 

gbil  (ni.)  II  '24,  gliccu 

I  342,  355 


II    538 

atom- 


-gle 


I  neph-glidi  n  536 

as-glinn,  do-glinn  II 539, 
fo-gliinn  I  347.  II  540 

gloed,  gloidim  II  538 

glomar  95,  II  50 

(E)  ni.  glörmbar  327  ra. 
Nachtrag,  491 

E  gluas  205,  317 

-gluaistis  II  266 

glün  2,  156,  178.  II  66 

E  8cb.  glut,  glutaire  196 

fris-ro-gn-at  II  544,  cain- 
ro-gn-atha,  nad  ro- 
gnathan  292,  540,541, 
gna-ither  II  540 

ni.  gnaoi  153 

gnäs  49,  II 19,  21.  gnäth 

I  48,  49.  96,  268,  418. 

II  19,  547 

gne  175,  252,  II  97 

-gne  II  351,  con-gne  II 
317  (Z.  24).  541.  dun- 
gne,  do-gne  (su)  II  267, 
312,541,  -gne-dII351, 
do-gne-d  II316iZ.38i, 
541.  do-gne-id  il  316 
(Z.  27).  541,  do8-gne-m 
II  541.  -gne-nimis  II 
318,  351,  540.  -gne-o, 
do-gnö-o  II  351,  541, 
gne-te,  gne-thi  II  540, 
du-gne-u  II  541 

at-gne-ad  II  547 

gni-  14,  60,  96,  II  34, 
36.  43.  359.  369.  374. 
540,  544,  545.  -gm  II 
351,  do-gni  11305,413. 
449,    541,     fon-gni    11 

543,  586,     fris-gni    II 

544,  n-do-gni-at  I  391. 
394,  gni-ith  11351,540, 
frisro-gnai-ther  II  544, 
gni-u  II  351,  540,  544. 
do-gni-u  I  104.  175, 
252.  318.  II  269,  333, 
359,  541 

at-gni-att  II  547 

gniad  II  36 

gnia'd.  gniae  310 

gnim  '247.  253.  353.  357. 
544,  II  60,  90,  91.  413, 
540,  seh.  gniömbara  I 
327,     deg-gnimarthaib 

I  262,  giiimrad  I  262. 
327.  II' 52 

-gninim .  -gnin^im  II 
273.  369,    asa-gninaim 

II  '220,  292  ^Z.  20,  33 1, 


718 


Wortindex.     Gälisch. 


294,    546,    itar-gninira 

II 359.  547,  as-gaiintar 

II  546,  547 
ni.  gno  61 

asa-gnoither  II  546,  547 
gnüis  175,  448,  II  19 
ni.  go  n-  'mit'  270 
ni.  go  'zu'  270,  405,  406 

(Z.30),  go  n-  'daß' 400 
gö  'Meer'  96 
ad-go  II 549,  do-goa  II 550 
goa  55 

goba  73,  86,  II  112 
ni.  goid,  goid-ira  160,359 
ni.  go  de  II  202 
Goedel  58 
goeta  II  548 
do-goga  II  550 
goita,  göite  II  548 
goithlach ,      goithlachde 

11  55 
goll  157,  494 
gon-,   -goin,   gon-im  108, 

II  391,   548,    ni.   gon- 

thar  I  417 
goo  55,  317 
gop  96,  161,  187 
lat.  Gopbanus  II  63 
gor,  gor-  108,    gor-ad  II 

537,  goir-es  1 364,  gor- 

ith  II  537 
ni.  goir-im  'rufe"  172 
goire  364 

ni.  goirid  353,  II  48 
gorm  87,  108,  169,  II  60 
B  gorraac  23 
ni.  gormtsrothaigh  408 
gort  136,  180 
goirt  33,  350,  364 
gorta,  gorte  33,  350,  864 
goiriu  364 
goithimm  II  34 
adro-grad,       araro-grad, 

doro-grad  II  391,  533, 

534,  536 
gräd  'Liebe'  133,  193 
E  gräd  'Grad'  133,  193, 

II 179,  ni.  grad(a)  193, 

201 
K  graif  215 
graig  39,  40,  98,  II  93 
R  grammatach  190 
grän  52,  II  57 
grain  103, 180,  295,  grän- 

na,  grande  103,  538 
gränne    69,  383,  477,   II 

57,  58 
do-grath  II 536  (Z.  5,  11) 


do-gre  II  549 

E  ni.  greigis  213 

greira  II  548 

-grenn-  II  367,  ad-greinn 
II  219,  291,  339,  548, 
con-grenn,  con-greinn 
II  548,  in-grenn-  I  38, 
95,  136,  II  60,  548, 
asid-grenn-at,  in- 

grenn-at  II  219,  339, 
350,  548 

ni.  gre^nn,  s.  grend 

A'th  n-grena  311 

grend  46,  47 

gress  86  mit  Nachtrag, 
136,  gressich  II  80 

grian  'Sand'  67,  311 

in-grias-tais   II  350,  548 

E  grib  210 

grien  II  179,  grien- 
tairisem  I  315 

do-grinn  II  549 

ni.  grinne^l  311 

gris  108 

gritb  367 

gruth  494 

seh.  gu  400 

asa-gü  II  549 

gualamnada  317 

gualull7,184,296,II110 

gübrethach  II  5 

gud-id,  guid-im  108  (Z.  6, 
19),  136,  182,  244,  II 
35,  351,  357,  361,  365, 
366,367,410,550,  guid- 
mit  II 149,  550,  guido 
I  111,   346,   348,   351, 

362,  II  10,  551 
gue  55 
guforcell  55 
gulba(n),     gulpan      118, 

363,  375,  414 
seh.  gum,  gun  400 
guin    108,    494,    II  391, 

548,  -guin  II  548 
guir-,     guir-es,     gur-es 

364,  II  537 

ni.  gur  265,  455,  II  248 

assa-guis-et ,  asa-gus-i, 
ad-gus-tis  II  219,  220, 
549 

guth  108,  II 90  (Z.  19,  31) 

gute  II  550 

i  n-  (Präp.  und  Präverb) 
45,  158,  178,  238,  260, 
270,  271,  390  (Z.  19,  23, 
32),  392,  398,  411  (hi), 
479  (Z.  2,  3,  4,  15,  18), 


1173,  74,  76  (Z.  9-39), 

125,  147  (Z.  5,  33),  149 

(Z.  21,    25),   173,    181, 

218,  219,  227,   249  (Z. 

40),  291,   297,   298  (Z. 

1,  27),  433,  444 
i  n-,  hi  n-  (Fragepartikel) 

391,  s.  in 
-i,   -hi  (Augens)   442,   II 

184,  185  (Z.  14,  40) 
ni.  i   'sie',    mir.  hi  457, 

II  154  (Z.  17,  37) 
-i  (suffig.  Pron.)    II  139, 

171 
ar-i,  con-i,    ro-hi  406,  II 

552.  554,  556 
iach  310,  s.  eo 
con-iacht    II  607     (statt 

con-diacht) 
iacht-,  iachtad  II  509 
iad-,  immon-iad-a,  fortn- 

iad-ae  II  243,  551,  653 
ad-iad-ar  II  518 
ni.  iad   457,  II  154,  155 
iar  93,177,267,310,392, 

438,  1150,74,149,158, 

296,  427,  674,    iar-   I 

473,  II  296,  297 
fritatn-iarr   396,  II  147, 

589 
iarann  73,  II  53 
-r-iarfacht ,        iarfachta, 

-iarfassat,       iarfichid, 

iarfaichtho  II  608,  iar- 

faigid,    iarfigid   I  357, 

II  296  (Z.  32,  40),  608, 

-iarfus  II  608 
iarm-,  iarma-,  iarmi-  267, 

473  (Z.  3,  31),  II  296, 

299,  300 
iarmithä  473,  II  431 
iarmoracht,     dod-iarmo- 

rat,    dot-iarmorset   II 

599 
iarmu-  II  296,  300 
iarmuidigthe  II  296,  297 
iarmui  55 
iarmut  II  151 
iarn    73,    262,    311,    411 

(hiairn),  II  53 
iarnabärach  99 
iarndaidib  153 
iarsäla  351 
iarsin  'nachher'  315 
iarsin  (Artikel)  II  176 
iarum  II  151,  172,  296 
iasc  90,  174,  iascar  II  51 
iat  II  154 


Wortindex.     Gälisch. 


719 


lata  II  551 

ib-,  -liib.  ib-i(l,  ib-iin  91, 
116,  187,  II  270,  274, 
359  (-hib),  361,  412, 
551,  ass-ib-sem  II  270, 
274,  275 

ni.  ibh  457,  II  155 

ibhai',  ibair  365 

cun-ic,  (!on-icc  124,  398, 
II  249,  316,  415,  554, 
doda-ic  II  557,  ro-icc- 

I  539,  dosn-ic-fa  II  72, 
557,  ru-ic-ini  II  555  f., 
ro-icc-u  II  333,  342, 
555,  rou-ic-ub  II  556 

hicc  65,  II  179,  conrom- 

iccad  II  246 
iachair  129,174,  177,338, 

II  106 

icht  65  (Z.  8,  43),  367 
ar-icht  II  552,  558 
ichtar,    ichtarach   II  44, 

ichtarchu  I  355 
-id-  II 147,  148  (Z.  7,  14) 
id-  II  292 
E  idacht  209,  341 
(E)  idalte  II  28 
idan  II  57 
idbart  209,  266,  339,  406, 

II  468 
ide  274,  II  152 
idi  II  558 
idib  II  422 
ni.  idir  443 
-idn-  II  147,  148 
idnae  65 
-idnus  II  584 
E  idol  224,  idolde  II  28 
-idparar  257,  II  468 
-hierr  II  587 
iersin  315 

ifechtsa  276.  vgl.  ifesta 
Eiffern  153,  201,  221,478 
ifesta  II  79,  vgl.  ifechtsa 
il.  hil  91,  148,  301  (Z.  6), 

337,   350,   365,    II  90, 

116  (Z.  30,  39),  120 
il-aiflglech  II  5 
hilar  II  51,  65 
ilar  'Adler'  491 
ilchenele  II  128 
ildae  350 
ille,   illei,    illena  294,  II 

188,  197 
ilmblas  167,  II  5 
im,    im(b)-    'um'    41,  45, 

118,  260,   264  (Z.  26), 

270, 272,  285,  399,  438, 


473,  479,  485,    II  74. 

149,  219,  244,  248,  297, 

311  (Z.25.  41),  485  (Z. 

30),  494  (Z.  16) 
im  =  im-b  263 
imraa-  II  '297 
imma  n-  264,  II  297 
immach  96,  102 
immacaldaim  II  538 
seh.  iomachar  328 
imadall  II  509 
imimaig  96 
immalle,    immallei    264, 

275,  294 
immäia  II  451 
-immanad  II  585 
immanetar  264,  II  144 
immar  165,  264 
do-iramarr  II  589 
imarbus  II  579 
immarchor  II  499 
immargal  II  521 
imraargau  II  550,  imargo 

II  677 
immarraus    165,    268  (Z. 

3,  27),  II  34,  180,  579 
do-iramarnad  II  585 
immarslaide  II  630 
dan-immart,    du-immar- 

thar,      don-immarthae 

II  589 
imb  46,  109,  II  112 
im-b,  im-ba  263,  391,  II 

314 
imb-  (Präverb),  s.  im 
imbärach  99,  102,  II  23, 

31,  79 
imbe  II  517 
imbechtrach  II  44 
(B)  imbel  147,  302 
-imber,    -imbert    II  468, 

imbert  I  353,  II  468 
imbi  118,  II  150 
imbide  II  517 
imbir  II  468 
imbithe  II  517 
imblecän  495,  II  27,  33 
imbliadhna  II  182,  669 
imbliu     148,     187,     495, 

538,  II  55.  109 
imbrädud  II  297,  591 
imbressan,      -imbresnat 

II  296,  625 
imbuaruch  99,  II  79,  182 
-imc-ai  II  488 
imman-iracab,     imeabäil, 

imcabtbi  II  531 
ni.    iomchar     328,    409, 


II  500 
imcasti  II  410,  488 
du-imchoUa  II  483 
imcajb  II  531 
imcaisin  II  488 
imchloud  II  494 
da-imchomarr  II  269,  589 
imchomarc  II  301,  458 
dob-imchomartt   478,  II 

589 
imchossäit  II  606 
imchosnam  II  634 
imcu,  -iracua  II  517 
ni.  iomdha  328,  335 
imdegail  II  521 
imdibatai  II  459 
-ro-imdibed   II  246,  268, 

462,    imdibe  I  351,  II 

462,     do-imdibnim    II 

462,    imdibthe  II  409, 

462 
imdidnaad,      -imdidnib- 

tber  II  508 
imditen  II  512 
ime  II  517 
imme-  II  297 
imechtar,     immechtrach 

II  44 
immedün  112 
(B)  ni.  imeall  147 
iramelei  275,  II  140 
imraenetar  II  140 
ni.  imeorad  299,  -immer 

II  468 
dum-immerchell  II  483 
imfheadhaiu  II  516 
-imfognad ,       imfognam, 

-imfogni  II  544 
imfolang,     -r-imfolngar, 

-imforlainge  II 268,  569 
imfrocrae  350,  II  535 
-imfu>regar  II  593 
immen-imgab-ad,  imgab- 

aid,       imm-iragab-aira, 

iragabiUl    II  219,   250, 

531 
domr-imgart  II  535 
-imgeba  II  531 
immib  II  150 
immainse  II  583 
immaircide  II  552 
du-immaircthe,       do-im- 

mairctis  II  589 
immairccc  II  552 
tan-iramairni  II  585 
imleag  (scb.)  495,  imlecän 

495,  II  33 
imluad  II  572 


720 


Wortindex.     Gälisch. 


imna  II  585 
imned  II  585 
iraraofolung  II  569 
immofjjnam,      immognora 

II  544 
-immolngai  II  569 
E  immon  202,  240,  326 
immon-  II  297 
immonaisc  II  583 
immonti  II  185 
immormus    268,    II  273, 

302,  579 
imortun  II  589 
imp  497 
-impäd  II  635 
impdibthe  II  462 
impe  408,  409,  11150,171 
E  imper  237 
impesse  II  605 
impide  II  605 
E  impir  237 
-r-impo  II  635 
impsiiide  II  605 
impii  408,  409,  II 150, 171 
impüd  II  297,  635 
impudiu  II  605 
imr-im    299  (ni.),    mitn- 

imr-et  II  298,  468  ^ 
imräid,  -irarada,  -imräid- 

set  II  269,  591,   imra- 

dud  II  297,  412,  591 
imram  II  368.  591 
imrati  II  72,  591 
imresan,  -imresnad  II  625 
immi-aichne  II  546,  580 
imrim  II  602 
imroll  II  580 
-imromastar,    -imroimser 

II  579 
-imruklatar  II  271,  644 
-imruim  dethar  165,  II 579, 

-imriiimdetar     II   273, 

579 
imscemgail  II  24 
imscripgail423,  1124,412 
imsitin  II  624 
imthach  II  653 
imthänad  II  21,  66 
cotn-imthfe    II  360,  644, 

imthecht,  ni.  iratheacht 

I  399,  409,  484,  II  644, 
-imthesid,  con-imteised 

II  643,  644,   con-imtet 
II  644 

-im  tili  II  605 
con-imtiagait        II     644, 

-imthiasam,     imthigid 

II  643,  647 


imthimchell  II  483 

dudr-imthirid ,  dor- 

irathirthetar503,II598 

-imthised  II  558,  643 

iintrascrad  II  615 

imthuarcain  II  590 

imthuge  II  655 

immua  n-  II  297 

iramudii  II  76 

immum,  immunn   II  150 

do-immurc,  dora-immuirc 
II  589 

immurgu  II  549  f. 

immut  II  150 

in  (Präp.),  s.  i  n- 

in-  aus  ind-  (Präverb) 
II  298 

in  (Fragepartikel)  257, 
391,  II  147,  221,  222, 
249,  257,  304,  421,  435 

in  (Artikel)  114,140,267, 
269,  274,  294,  393  (Z. 
3 IT.),  428,  444  (Adver- 
bialzeichen), 485,  II 77, 
176,  178,  671  (Z.  17) 

in-  (Vorsilbe  der  Mög- 
lichkeit) II  11 

in-  (negativ)  45,  475,  II 6 

-in-  'es'  II  147 

-in-  'uns'  II  145 

ni.  inn  'uns'  457,  II  155 

ina  n-  'worin'  II  227 

ina  n-  'was'  II  227 

inna  (Artikel)  114,  275, 
405,  443,  II  176 

inn-a  260,391,479,11140 

in  ad  91 

iunäd-  II  222.  257 

innahi  406,  II  184 

inalmain  165,  II  76 

innani  II  184 

ni.  ionaonaigh  II  11 

inar  178 

do-innasatar  II  457 

inathar  II  44 

inber  480 

inbaid  II 39,  ni.ionbhaidh 
I  328 

inbleogan  II  580 

-inbothigetar  238 

dun-inchanat  II  480 

ni.  ionchaithmhe  II  11 

-incebthar  II  529 

inchinu  130,  328,  II  12 

inchlid,  inchlide  II  485 

inchosc  419,  II  298,  620, 
-inchoisget  II  619 

ind-  40,  45,  100,  114  (Z. 


27,  32),  115,  130,  148, 
238,  473,  485,  II  149, 
173,  174,  291,  298  (Z. 
3,  14  ff.) 
ind  'in  ihn'  II  150 
ind  (Artikel)  114,  140, 
267,  274,  306,  428,  485, 
II  176  (Z.  3 ff.,  Z.  44), 
178,  (Adverbialzeichen) 

I  444,  II  77 
-ind-  II  147 

asn-ind  II  351,  516,  520 
ir.    inda    (Artikel)    538, 

II  177 

inda  (leu)  II  79,  319,  433 

(Z.  1,  43) 
inda 'bin  ich?'  11221,423 
inda-as,  inda-tae,  inda-te, 

in-dä-u  454,  II  78,  79, 

315,  432,  433 
inda-t  II  79,  433 
indala    267    (Z.  26,  29), 

272,  273,  348,  405,  445, 

II  136,   176,   195,  196, 

indalanäi  I  392,  II  64, 

195 
indar  (limm)  II  433 
indara  273,  vgl.  dara 
-indarbanar,        indarbae 

II  463 
fo-indarlid  II  271,  645 
indarpe,     -r-indarpai     II 

298,  463 
indas  II  79,  520 
(E)  indassa  207 
dun-indbi-the  II  462 
indbaid  II  39 
inde  'entzwei'  II  127 
indhe    'gestern'    67,    89, 

176,  252.  413,  II  79 
ass-inde  II  520 
indeb  II  29,  39 
asn-inded-at  II  520 
indell  II  510 
indein  114 
indeinme  352 
indeoin  114 
inderb  45,  478,  II  6,   in- 

derbbae,     indeirbb»     I 

478 
asr-indes,  ass-indet,  ass- 

indethar  II  294,  520 
indi  II  151 
indi  II  184 
indiad  (Ipv.)  II  519,  vgl. 

Nachtr. 
indiaid  310 
indib  'in  euch,  in  ihnen' 


VVortindex.     Gälisch. 


721 


11  151 
indib     (rel.     Präverb  + 

Verbum  'sein')  II  221, 

245,  438 
indid  II  221,  423 
asn-indid,   asr-indid,   at- 

indided    II   520,     vgl. 

asrunar-innaid 
(E)  indidit  II  519 
indaig  II  451 
indail  II  677 
-indail  248,  II  360,  507 
indile  115,  148 
indaim  II  677 
don-indin,    du-indainsed, 

dondn-indinsin   II  456 
indip  II  221,  245,  313 
indirsi  II  600 
as-indiset  II  520 
indit  (-moide)  II  175 
indiu    67,  252,  294,  310, 

316,  411,  11  79  (Z.  30, 

40),  92,  177,  181,  193 
fon-indl-ea,  fris-indl-e  II 

511 
indlach  248,  265,  II  507 
indlat  488,  II  575 
indmat,   -indmatar,    ind- 

maid  488,  II  574 
dorr-indnacht  II  457 
indnadad  II  584 
atdora-indnastar ,        du- 

indnastar,  do-indnaich 

II  389,  456,  457 
indnide,   indnaide  II  584 
don-indnig,      du-indnaig 

II  456 
indnite  II  584 
indoobäl  II  531 
(R)  indorsa,   indosa  207, 

316,  543,  II  186 
-indoiscet  II  618 
indrach  100,  102,  II  593 
indred,  indrisse  II  600 
indrosc  II  621 
indruth  II  600 
indsamuil  II  612 
-r-indualad,    -r-indualda- 

tar  II  298,  318,  645 
indncbaide  II  531 
indMuu,indiunn  11150,151 
-indurbe  II  463 
indiut  II  150 
as-indiut  U  516 
ni.  inneamli  11  29 
don-infedam,     dor-infess, 

don-infet,        dur-infid 

420,  II  627 


I  R  infinit  221 

infoite  II  525 

infulgide,    infolgithe,   in- 
I       folngitbi  1140,409.573 
I  Inga,  8.  ingon  'Nagel' 
j  -ingaba,  ingabäl  II  529 

ingalair  II  11 
I  ingantach  260,  262,  417 

asr-ingba,  dor-ingba  II 
I      529 

R  ingchis  209,  230,  418 
j  dot-ingeba  II  529 
-ingella  II  537 
ingen   'Nagel'    107,   148, 
'      186,  498,  II  59,  111 

ingen 'Mädchen'  101,149, 
'  276,  3'28  (Z.  7  f.),  366, 
I      498,    II  47,    298,   533, 

ingenrad     I  261,    266, 

II  14,  69 
-ingeuin  II  547 
as-ingaib  II  529,  iramen- 

iügaib  II  531 
ingainti  268 
ingaire  II  535 
ingnad,  s.  ingnath 
ingnarn  II  677 
ingnäth  45,  46,  260,  261, 

262,  268,  417,  II  6 
ingn^e  350,  II 547,  ingn^idi 

II  547 
R  ingor  224,  230 
donr-ingr-at  II  535 
-ingre    11  351,    548,     in- 

greimm  II 60,  219,291, 

413,  548,   ingrentid  II 

17,  ingraim,  ingr^inned 

II  548 
inni  (Pron.)  II  184 
in-ni  II  257  f. 
as-runa-r-innaid     II  242, 

vgl.  asn-indid 
innaide  II  584 
INIGENA  101,  360,  366, 

II  6,  86 
innaigid  II  608 
inailt  II  47 
inis  156,  251,  353  (Z.  17, 

21),  U  89 
innis-  II  5'20,    innisin  II 

519 
INISSIONAS  II  110 
R  init  200 
ni.  ionnladb  488 
ni.  inlrighia  11   11,  12 
inmbleogan   11  580 
inmedöncba  316  i 

du-inmail,       dur-iniuailc  ; 


Pederson:  Virl.  kelt.  Gramm.     II. 


I      II  580 
innocht   123,  II  79,  181, 

I      193 

I  do-inola  II  511 

I  inonn.    innonn  'derselbe' 

445,446,11126,177,185 
I  innonn    'auf   die    andere 
'      Seite'  II  195 
inoisci  II  618 
inotacht  II  645 
j  (R)  ni.  inphösta  II  11 
-inrean  U  597 
inriata  II  11 
inricc.    inruccus   356,   II 
I       11,  20 
j  insamil  391,  II  612 

insarta,    arr-insartat    II 
I      588 
do-inscann ,      do-inscana 

II  613 
insce  II  88.  621 
innscucbadh  II  618 
inse  'schwierig"    47.  II  6 
in-se  II  186 
insi,  8.  inis 
insaigid  II  608 
insin  II  153.  186.  188 
inso  267,  393.  II  186,  188 
-innsorgar,      innsorguin, 

-innsort  II  588 
ni.  ionnsuidhe  II  608 
-innsurg  II  588 
int    244.   267,  348,   408, 

II  176 
doda-intä,    dor-intai,  de- 
in täm  II  635,  636 
-intamaltae  II  612.  inta- 

mail,  intamil  I  391.  II 

298.    612.     -intamlitis 

II  313,  612 
intau  272,  II  314  (Z.  44), 

317  (Z.  5fF.),   intain  I 

272.  397 
du-intarrae.     do-intarräi 

408.  II  268.  368,  636 
intä'rcide  II  554 
inte  408,  II  151 
inteob  II  645 
R  interieoht  216 
inti  '267.  469.  II  64.  182. 

184 f.,    185  iZ.  10.  19, 

20.  38\  188  \Z.  9,  18), 

'202,  912 
R  intinn  234 
intinnscann  .    intinscital 

II  302.  41 '2,  613 
R  intlinoht  200.  .'{3 7.  367 
intolu  351,  II  566 

46 


722 


Wortindex.     Gälisch. 


B  intreradid  23,  II  79 
intsamail,  inteamil,  -int- 

sanilammar  II  612 
E  intsliucht  200,  367 
intiu  408,  II  151 
intuli  351,  II  566 
intursite  II  624 
intururas  II  600 
inunn,     inun,     s.    inoun 

'derselbe' 
fritamm-ior  II  589 
ipthach  339,  II  460 
ir-,  hir-  32,  358,  411,  II 

292 
ro-*ir  II  360,  368,  513 
-irr  II  587 
E  ir,  irach  210 
irbäg  340 
irchlige  II  493 
con--irchloiter  II  493 
-irch(')i   339,  II  311,  515, 

irchoit  II  516 
irchoimted  II  512 
ircbor  340,  II  5,  499 
(h)ircbre     91,    340,    352, 

411,    II  498,     ircbride 

II  498 
irdircc,  irdorcu,  irdureu 

268,  340 
ire,  hire  91,  301,  II  121 
hiress,    hiressach,    bire- 

sche  91,  122,  263.  276, 

301.   357,    411   (Z.  23, 

32),    412,    503,    II  30, 

32,  83,  179 
irfocre  II  535 
irgal   101,  358,  II  5,  25, 

521 
irgaire  II  534 
irgnam  339,  II  543 
iraicblid  II  484 
ni.  iris  'Glaube'  412 
ni.  iris  'Gescbicbte'  II 519 
irlabri  340 
irladugud  357 
irlam  339,  II  80 
irlatu  339 
irlithe  II  41 
irlond  340 
-irmadadar,        -irmastä, 

-irmiesid  II 578,  irraitb 

II  385,  578 
irnaide  II  584 
irnigde.      birnaigde     91, 

340,  351,  411,  486,    II 

551,  666 
iröcre  II  535 
iroimed  II  512 


-irpaid  II  513 

irsa  339 

irsolfotb  II  564 

irtacb  339,  II  505 

iriu  II  109 

is  'ist'  47,  70,  79,  173, 
267,  270,  271,  272  (Z. 
5.  18),  275  (Z.  26),  455 
(Z.  16,  26),  II  218,  235, 
422,  427,  429.  430 

is  vor  Pron.  275  (Z.  22) 

is  =  acus  275  (Z.  20) 

-ro-is  309,  II  609  (saig-) 

ro-is  II556(icc-),  con-iis 
II  350,  554,    ro-iss-ain 

I  306,  aran-is-ar  II 552, 
dosn-is-ed,  doda-iss-ed 

II  313,  557,   cot-is-mis 
if  554,  ar-is-ta  II  552 

is-  II 361  (ith-),  no-iss-ad, 

is-tait  II  558 
is    50,   75,  80,  181,  438, 

II  72,  74,  149 
tän-isca  II  19,  491 
is  be  272,  406,  II  430,  is 

bed  I  406.   II  427,  430 
(b)isel,    ni.  iseal    50,   91, 

353,  387,  11  54 
issi  455,  II  430 
isin  393,  II  180,  184 
i8in(d)  264,  276,  423 
islsiu,  hi  sitt  II  188 
-i-siu  393,  11  188  (Z.  12) 
isnaib  II  176 
isnini  II  153 
ni.  isteacb,  istigb  264 
E  I'su,  I'sucän  II  33 
issum  II  151 
it  (3.  PI.)  173,   261,  267, 

274,  455  (Z.  16,  25),  II 

217.  422,  430,  it  (rel.) 

II  218 
it  'du  bist'  II  422 
bit  'in  deinem'  424 
-it  (suff.  Pron.)  II  139 
itb-,  itb-im,  bitb-es  542, 

II  274,  361,  385,  558, 

559 
bitb  41,  367,  418,  II  3 
bitb  65 
ite  II  153 
bitbe  II 558,  559,  ithemar 

II  15 
itge  II  639 
itige  418 

itir-  II  295,  itir  II  149 
itbla  (ni.  iotbla),  itbland, 

itblaind  II  3,  111 


itrasta  420 

itbtige  418 

itu  65 

itius  542,  II  149,  558 

E  ni.  iubbal  215 

dot-iucart  II  535 

E  ni.  iüdajdbe  215,    air. 

iudigte  II  217 
E  iiil  215 
E  iüin  215 
friss-iurr  II 361, 589,  iuras 

I  83,  II  587,  fritamm- 

iurat  II  361,  589,  iür- 

thund  II  587 
IVAGATT0S5,  254,  II94 
-la,  s.  cacbla 
la  260,  264,  272,  273,  275, 

405  (Z.  2,  37),  463,    II 

74,  140,  143,  144  (Z.  3, 

22),  149,  152,  225,  293, 

301 
la-  II  509 
ro-lä,     ro-laa,     ro-la-sid 

369,    II  271,  311,  368, 

498,  499,  502 
laa  (ni.  lä)  133.  275,  307, 

344,  II 120,  180  (Z.  14) 
labar  II  7,  12,  559 
E  laubir  193,  238,  338 
labr-   14,    II  314,  383 ff'., 

386  (Z.  10,  17,  40),  387, 

403.  559 
E  labbras  191 
lacc  161,  185 
lacba  II  110 
E  lax  218,  488 
E  lacbt  228 
Lacbtnän  II  27,  58 
ladbg  88 

lae  307,  ni.  lae  308 
la^  II  150 
E  laeb  213 
E    laech    203,     laecbrad 

266,    308,    II  14,   69, 

laeocbu  I  338 
läeg99, 102, 145, 1122,24 
ni.  laetbeambail  386 
laig-id  II  271,  362,  559 
ni.  laigbead  II  48 
laigen  97 

laigeniu  113,  II  125 
langi  339 
lagait  II  48 
laigiu  39,  69,  97,  339,  II 

48,  119 
lai  308 
ad-lai  II  571 
E  läicbess  203,  II  22 


Wortindex.     Gälisch. 


723 


lailgach  341 

läm  14,  34,  53,  91,  164, 
191,  351,  387,  488,  II 
20,  180,  561 

fo-lam-adar,  ro-lläm-ar, 
fora-läm-as  II  560,  ro- 
laim-ethar  11272,  284, 
288,  388,  560,  laim-ir 
II  560,  -läm-air  H  388, 
560,  -lära-ratur  II  386, 
560,  -laim-thed  II  673, 
-laim-ur,  -laum-ur  1 339 
(Z.  13.  32),  II  560 

laime,  läime  166 

lämos  II  20 

K  lann  204,  240 

län  52,91,178,184,  II 56, 
län-tsäsadh  I  408 

länaraain  II  62 

-land  113 

laindrech  115 

lane  354 

<T  langfiter,  seh.  langafd 
409,  540 

läo  307,  ni.  laoi  308 

ni.  laogh  341,    vgl.  läeg 

ni.  laoghlach  341 

liir  48,  91.  II  45 

lair,  lairän,  lairchuire 
340,  larene  II  27 

iaiss  II  150 

lassa  n-  II  301 

lassar  75,  II  50,  99 

E  lascc  218,  488 

lasse  397 

lasin-rubu  II 221,  lasra-bi 

I  399,  lasn-  II  301 
lasnahi  406 

lat  II  150 

läth  133,  184 

läthar  II  45 

laithe  133. 177,  307,  538, 

II  65,  85,  120.  661 
R  laiten  191,  232,  239 
lätbair  II  45 

R  laitnöir  II  51 
latlirach.    ni.   laithreach 

II  45 
lau  307 
R  lauir  212 
ni.  (gach)  le  273,  542 
ni.  le  272,  273,  301,  405 
Ijb  II  150 
con-lee  II  560 
le-a  264 

R  ni.  leabhav  269,  s.  lebor 
ni.  leabaidh  134,  409 
forru-leblangtar, 


-leblaing  II  368,  567 

R  lebor  226,  268,  326, 
365  (Z.  18,  34),  II  83, 
vgl.  leabhar 

lebormongacb  II  5 

(R)  lebran  II  27,  lebrar 
II  51 

lecc,  ni.  leac  II  69,  100 

leicc-  130,  152,  250,  267, 
II  331  f.,  3.34,  340,  .341, 
.343,  344,  348 f.,  349  f., 
357,  358.  359,  363,  366, 
377.  388 f.,  562,  565, 
do-116ic-et  1479. 11564, 
leic-.9i  II 148.  370,  562, 
leicthi  I  346,  II  39, 
411.  562 

dus-leicb-fitis  II  562 

R  lechdach  201,  231 

R  lecet  201 

lecco  159,  II  110 

lee  II  150 

R  leg-  'lesen',  ar-leg-a 
II  561,  ro-leg-sid,  ro- 
lleg-usa  11244,245,561 

leg-  'zerschmelzen'  123, 
II  562,  573,  do-leg-a, 
fo-lleg-a  II  562 

ni.  leig-im  II  562,  leig 
(do  chuid)  I  331 

lega  311,  s.  liaig 

R  legend  222,  225,  II  29, 
561 

ni.  leigheas  II  11 

lelap  477,  491 

-leldar  496,  II  369,  565 

lelgatar,  -leluig  II 367, 566 

lern  'ülnie'   175 

ni.  leanih  'roh'  491 

lern  'bei  mir"  II  150 

-lem-athar  II  560 

leiram  47.  87,  295,  478, 
II  66.  567 

(R)  lemlacht,  lemnacht 
491 

len-,  len-aid  II  362,  363, 
369,  539,  565,  ni  len- 
and  II  33.5,  ni.  lean, 
-lean  I  145 

as-len-aimm  157,  II  386, 
409,412,565f.,  as-lenn- 
im  I  539.  II  565 

leinn  II  150 

Len  125,  297 

ni.  len-a  264 

ni.  löana  125,  297 

lenab,  ni.  leanabän  477, 
491 


lenamain,  ni.  leanamhain 

328,  II  565 
ni.  leanbh  477 
lend  37,  II  95 
löine  311,  II  57,  103,  668 
leng-tae  II  567 
lenmain,     ni.    leanmhain 

328,  II  61.  413 
lenomnaib  II  62,  565 
leo  309,  II  150 
R   leo   197.  253,    II  109, 

leom    II   109,     leoman 

I  197 

ni.  leör  308,  II  663 
1er  365 

leir  503,  II  118,  663 
R  8ch.  learach  192 
lerithir  503,  II  44,  118 
R  (ß)  ni.  learög  192 
less,  leiss  'bei  ihm'  275, 

U  150,  171 
less  'Hüfte'  381,  II  21 
less    'Vorteil'    167,  398, 

II  224  (Z.  32),  225  (Z. 
28,  30) 

less  'Burg'  367 

less-     (less-ainm,     less- 

raacc)  II  8,  72 
-less-ed  II  560 
lese  147,  367 
lessom  II  171 
lestar  81  (Z.  9,  39),  151, 

II  45,  65 
leth    275.  294.  367,  381, 

II  8,   66,  95,  118,    ni. 

leath-chead       II     135, 

leath-cheann ,        leHh- 

cheann,        leath-scöal, 

leith-sceal  I  349,  leth- 

marb  II  3 
letha    II  120   (Z.  3,   30), 

lethan  143,91,  132.  II 

56,  120 
lethar  II  45 
ni.  leite  160 
ni.    leithead,     leithe«d(e) 

II  48 
letena    II  560,    letenach 

I  138 
(a)llethete  II  668 
lethidirllllS,  lethitII48 
leu  II  150 
no-li-ad  II  565 
li  51,  62,  252 
li-im  147.  184 
lia  'mehr'  68,  320,  II 120 

(Z.  1.  18,  29,  40) 
lia  'Stein',  s.  lie 

46* 


724 


Wortindex.     Gälisch. 


lia  'a  flood',  s.  lie 

li-a    260,  264,  306,  310, 

II  140 
ni.  liach  101 
E  liacht  209,  229 
liag  101,  174 
liaig    21,   311  (Z.  7,  11), 

II  93 
lialaile  260 
li-ar  306,  310 
lias  295,  II  567 
B    liathraim,     liathrita?, 

liathroid  (ui.),  liathroit 

24,  131,  II  46 
lib  II  150 

lib  matar  II  560,  561 
K  libur,  libuir  226,  268, 

342,  349,  355 
immäru-laid  II  643 
lie  'Stein'  140,251,  II 33, 

100 
lie,   liae  'a  flood'  310,  II 

566 
(liua8al-)lieig  311 
doro-lajg  II  573 
ni.  lig  265 
lig-im  26, 100, 185,  II367, 

566 
lig  62 
lige  97,  358,  II  278,  560, 

ligaib  I  301,  351 
ligrad  62 
lii,  s.  li 
-lil,  lil-e,   lil-es,   lil-it  II 

218,  362,  363,  369,  565 
atas-lil-ad  II  566 
fu-lilastar,    fu-lilastae  II 

390,  569 
lilgach  341 
lils-it  26,  II  566 
fo-Iils-at.    fo-lilus   26,  II 

361,  569 
fo-lira-athar  II  560 
limra,    liam,    ni.  liom    II 

150,  152 
do-lin-im  II  566 
con-lin-fadar  II  561 
linn,  linn  300,  11150,152 
ni.  lionn,  linn,  8.  lind 
R  lin  'Netz'  210,  II  66 
lin  'Zahl'  50,  52,  91, 178, 

184.  344,  II  56,  66,  75 

(Z.  19,  32  ff.),  90,  215. 

567 
lin-  50,  II  566,  fod-lin-a 

I  345,  II  567 
lind  'Trank'  (ni.  lionn)  37, 

368,  II  29,  95,  478 


lind  'Teich'  (ni.  linn)  37, 

II  29,  69.   95,   96,  478 
con-lind-fathar  II  561 
R  line  210 
lingim  26,  47,  295,  II 368, 

567 
(R)  linaige  II  23 
lir,  liridir  II  44,  118 
lins  'fastidium'  337,  367 
li^s  (Dat.  von  less)  'Burg' 

367 
i-llins  II  559 
imru-laith  II  643 
lith  132 
R  litir  200,   234,    litred 

II  36 
littiu  160 
as-lo-i,    at-lo-i,     at-lo-id 

II  571 
16  307 
fo-116,   fund-16   151,  244, 

294,  317,    II  266,  350, 

568 
loan  61 
loathar  60, 134,  262,  326, 

II  45 
lob-aim     117,     183,      ni. 

lobh-tha  409 
lobor,    8.    lobur;     lobra, 

lobrae,  lobre  116,  350, 

364:     lobur   116,  268, 

339,  364,  1.1  50 
loch  361 

locharn  122,  II  53 
loche,     lochet     54,    122, 

246,  II  104 
lod  II  367,  378,  640,  do- 

lod  II  646,  lod-atar  II 

641,     lod-mar    11  369, 

370  (Z.  2,  25),  640 
du-log-ae,       du-loig-ther 

II  572    573 
log  54,  316,  338,  391,  II 

22,    23,    66,    95,    415, 

vgl.  luag 
in-lolaid,  in-lolaig  II  570, 

673 
ni.  loUigheach  341 
ro-lom-ur  II  560 
lomm  II  51 
loman  33,  164 
ro-lommar,  lomraim  II 50, 

51 
8ch.  Ion  173 
ni.  Ion  61,  308,  317,  318 

(Z.  24) 
fo-lloinc  II  568 
lond    II  20,  115,    londas 


II  20 

R  long  195,  224,  350,  354, 
II  17,  20 

long-  'essen',  lo^ng-id 
107,  184,  II  568 

-long-  II  615,  fo-long-  I 
268,294,  foloingII361, 
369,  390,  411,  568,  in- 
loing  II 570,  fo-llong-am 

I  485,  II  244,  568,  in- 
long-at  II  570 

(R)  longes  II  20,  668 

loingthech  II  40 

loon  61 

lor  61,  308,  317 

seh.  loirc  80 

lorg  gl.  claua  104 

lorg  'Spur'  104 

ni.  lorga  104,  327  (Z.  25), 

vgl.  lurga 
loss  80 

lois-iom  II  568 
fu-16s  86,  151,  294.  317, 

II  350,  568,    fo-llos-at 
II  569 

lose-,  loisc  76,364,  II 570 

loscann  489 

loisthiu  420,  485,  II  570 

loth  'Fohle'  135,  186 

loth  'caenum'  363 

do-llot  II 646,  lotar,  lotir 
II  369,  370,  641 

lothor,  lothur,  s.  loathar 

lou  307 

loun  61,  308,  317 

lour  61,  62,  308,  317 

lu-  II  571,  as-lu-  91,  II 
571,  as-lu-i,  fu-lu-inn 
II571,as-lu-isetII368, 
571,  -lu-ur  II  571,  fo- 
llu-ur  191, 11571,  asru- 
lu-Ü8  II  247,  368,  571 

-hi  II  568 

luach  54,  316 

luacharn  122 

luad,  luaid-,  for-luad-i, 
ira-luad-i  II  572 

luaide  111 

luag  II  674,  vgl.  log 

luamain  91,  II  62,  571 

(R)  dia  luain  207 

luas  1119,  luath  91,1119 

luaith  63,  133 

luaith-fider,  imme-lua»- 
ter,  im-luatis  II  572 

luaithred,  ni.  luaithreadh 
134,  II  53 

G  liib-aim  21 


Wortindex.     Gälisch. 


725 


luib  116,  351,361,  II 95, 

96,  lubae  I  351 
liibt,'ortll6, 136,  489, 113 
R  lubair  238 
ro-lluicc  II  632 
du-luich-f«a  II  573 
luch  376,  II  71,  101 
lucht  123,  II  215 
luchtar  93 
luchtlarh  II  14 
luid  174,  11271,286,367, 

378,  449,  640,  648,  cid 

im-luid  siu  I  399,  407, 

do-lud  II  646,   do-luid 

II  271,  282,  646,  luid-e 

II  217,  370,  640 
lüdagän  II  33 
lue  61,  247,  251,  II  103, 

662 
lug  186,  II  662 
-hiig-   II  615,    fo-luig-   I 

184,  II  573,   dod-lug-i, 

fu-Ilug-aimm      II    572, 

573,  do-Iuig-im  II  389, 

572 
luga  351 

lugbort  116,  489,  II  14 
luge,    luige,    lugae    'Eid' 

69,  98,  351,  381,  II  65, 

652 
ni.    luighe    'Liegen'    97, 

351,  358 
Lugaid  II  98 
lugu  97,  339,  II  119 
LUGUDECCAS  247,  II 98 

(Z.  13,  36) 
lulgach  341 
lumar  II  50 
lung-u  II  568 
fo-lung,  fu-lung-ain  II 568 
R  lunga  II  17 
lurän,      lüirchaire     (ni.), 

lurchurc  340,  II  63 
E  lurech,  ni.  lüireach  205 
lurga,    luirgnib    II    109, 

110,  112 
Iu8-»it  II  568 
luss  361  (Z.  32,  35),  378, 

II  19,  57,  luissne  II  57 
do-luHh  II  646 
lüth  II  571 
lüta  II  110 
ni.  lüthrahar  409 
luud  U  571 
luum  62 
-m-,  -m  -raieb"  465  (Z.  17, 

29),    II  139,   144,   145, 

146,  167,  169 


1  -m  'mein'  264,  274,  442, 

1      II  139 

I  m-,   mm-  (=   imra)   263, 

II  672 
ma  n-  264  (Z.  18) 
I  ma,    mä  'wenn'   405  (ma 

höltar),     472,   542,    II 

146,  221,  223,  226,  230, 
i      424,  434,  435  (Z.  1) 
I  -mä,  do-ma  II  574 
mä,  maa  II 120  (Z.  5,  18  f., 

29),  121,  123,  mäam  II 

122,  123,  125,    mäanu 

I  355,  II  125 
macc,    ni.  mac  127,  128, 

162,338,356,361,  477, 

479,    480.     II  16,    82, 

MAQA  15,  II 84,  macc 

cöira  II  16,  115 
ad-machd-ur  421 
maccdacht  127,423,  II 32 
machdad,  macdath  421 
MAQI  5,  II  83 
machlag    fsob.),     macloc 

128,  II  55 
maicne  II  59 
maccrad261,266,II14,69 
R  raacre  199 
maccraille  128 
machtad.  machthad   421 
macthe  487,  II  28 
ni.  macbtnadh  421 
maccu  II  16 

mad- 'gut' 272,11263,298 
mad  455,11221,223,230, 

234,  236,  314,  319  (Z. 

39),  4'23  (Z.  9,  29),  424 
adro-mad-air,   imru-mad- 

ir,  doru-mad-ir  II  578, 

579 
maid-ed,  maid-id  II  311, 

360  (Z.  35,  43),  574 
[ni.  -m»id,  s.  -muid] 
ni.  mada  II  69  (Z.  31) 
made,    niadae    110,    133, 

253,  346,  361,  375,    U 

15,  76 
maidm  II  574 
-miB  11  574 
(R)  Mäelpatric  56 
mag    96,   102,  301,  374, 

472,  1166,  95,  96  (Z.  6) 
G  ni.  maigbdean  23,  232 
magen,  niaigen  96,  II  57 
ni.  magairle  128,  II  600 
R  magister,    ni.  luaighi- 

stir  222,  387 
magtbad  421 


R  mäi  216 

(B)  Maidoc  II  63 

raäin  57 

mall  II  115 

mal  103,  295,  II  53 

mala  II  99 

malcaim  130 

R    maldacbt     192,    202, 

224,  II  110  f. 
malle  264 
mäm  169 

dod-main-etar  II  582 
main  (=  raanil  II  252 
R  manach  195,  228 
manam  II  111 
maJnbad,     mainbed    155, 

263,  273,  II  320 
R  maincbille,  s.m  u»nchille 
manetar  264 
mani  468,  II  252,  raanid 
II  221.  423,  424  (Z.  10, 
19),  429,  manip  I  264, 
276 
E  mainistir  195 
ni.  mänia    146,  153,  541 
(=  mälta,  ach.  mälda, 
mi.  mälla) 
B  mannt  24 
raao  66,307,317,  II120f. 
seh.  maoidh-  II  576 
R  ni.  maor  215 
ni.  mao'th  386 
ni.  mar  165.  264,  273,  436 
mar-aim  44,  II  576 
mär,  8.  mör 
mara  II  94,  s.  muir 
marb  44,  63,  360,  II  15, 

179 
marbad  155,  273,  II 252, 
j      vgl.  mainbad,  manip 
i  ni.  marbhaigh-102(südir. 
i      maruig-) 

raarc     126,    428,    II   30, 
I      marcach     I  261,    262, 
263,  266,   II  30,    mar- 
cachas  II  32 
I  R  marcad  199 
'  ni.   marcaigbeacht    II  32 
(Z.  25,  34) 
R  ui.  Mäire  193 
ni.  ma'rg  497 
R  margan  224 
R    margareH,     raargre^t 

192    223 
mairnim  52, 163, 178, 179, 

II  55,  350,  575 
R  niart  195 
R    mäirt    143,   144,  202, 


726 


Wortindex.     Gälisch. 


märta  202,  231,  233 
R  rnartar,  inartir,  raartra, 

martre  192,  202,  352 
-maiss-ed  II  574 
immero-mas,        immero- 

raas-tar  II  579 
maso  II  218,  226,  235  (Z. 

15,  33),  236,  vgl.  masu 
maistir,    maistre    53,  81 

(Z.  9,  37),  151,  537,  II 

22   45 
masii    455,    II  218,  226, 

422,  vgl.  maso 
mat  II  314,  423 
maith    272,  487,    II  117, 

121,  124 
ru-maith  II  264,  574 
B      maith-      'verzeihen', 

-math-i  110,  II  575 
du-mmaith-i,     do-math-i 

II  575 
E  ni.  matal  234 
matharlach  II  55 
B  maithem   110,  II  575 
E  maten  204,  232,  496 
mathir48,246,326,I1105 
matis  II  319  (Z.  37),  423 
mathmarc  II  33 
matu  II  217,  226,  422 
me  250,  294,  479,  II 139, 

140,  156,  167 
-mebdatar,  -meb^id, 

mebais  II  574 
mebul  117, 119,  326,  485, 

II  53 
E  mebuir  194,  240,  267, 

492 
-mebsaitis,   mebusmet   II 

360,  574 
de-mec-imm,        di-mecc- 

ither,     do-mmeic-ither 

479,  II  576 
meicc  356 
ni.  meach  88,  391 
meccun  159,  161,  II  56 
ni.  meadh  'Met'  365,  366 
med  'Wage'  366 
ni.  mead  II  48 
ni.  meadhacban  II  33 
medb  536,  Medb  63,  3.54 
medg,  ni.  meadhg  88,  413 
medön    112,   312,   II  27, 

medön-  I  316 
g.     Mediigenus,      MED- 

DÜGINI  112 
mel-im    43,   45,  52,  174, 

175,  184,   II  576,    cot- 

raeU  II  577,    do-mmeil 


I  270,  341,  II  577,  du- 
mel-ani,  -mel-t,  -meU-t 

II  576,  577 
mell-aim  85 
ni.  meala  365 
melacht  117,  297 
meldach  114,  497 
melg  174 
melltach  497 

-mema,  do-mmema  II  360 
(Z.  35,  42),  574 

E  membra  240 

R  membur  227 

memdaitir,  -niemaid,  do- 
miiiemaid,  raemais  II 
574 

E  ni.  meamrain  227,  490 

-menisam  II  574 

du-raen-amraar,  do-men- 
ar,  durii-men-ar,  du- 
mmen-atbar.  for-men- 
atar,  fu-mmen-atar, 
-men-air,  du-men-mar, 
ar-men-tar,  fo-men-tar 
II  387  (Z.  16,  24),  388, 
405  (Z.  18,  23),  580, 
581,  582 

men  125,  297,  II  59 

menadach  110,  II  30,  661 

meanbh  (ni.),  menbach  64 

meinciu,  menicc  159,  353, 
355 

menmarc  II  '33 

raenmel68,249,II61,lll 

menmnihi  412 

E  menstir  201 

Menueh  406 

mer  II  23 

mei-a-  'betrügen'  52,  II 
350,  355,  575 

mer-aid  'wird  bleiben' 
II  576 

mer  134,  296 

meirb  64,  176,  368, 
meirbhe,  merbai  354 

meirc,  ni.  raeirgeall  24, 105 

meraige  II  23 

merlech  II  55 

-mert  II  575 

arro-mert-us  II  475 

E  mertrech  197,211,232 

-mess  II  391,  578,  -mess- 
ammar,  -mess-ed  II 577, 
mess-ir,  nies-air  II  405, 
577,  -mes-or,  mes-ta  II 
577,  578,  mes-tar  I  80, 
II 577,  ad-mes-tar,  con- 
raes-tar,  dii-raes-tar  II 


578,    579,     mes-tir    II 

405,    mess-ur,    -nies-ur 

II  387,  577 
mess  170,  352,  367,  II  34, 

90,  412,  533,  578.  mes- 

as,  mes-ad  II  578 
messa  II  10,  120  (Z.  13, 

32,  35 ff.),  123 
E  ni.  measardha  209 
mesc-,  mesc-aim  76,  II 577 
mesc,      mesca,      mesce, 

meisce,     mescai     350, 

354,  367 
messe,   meisse   'ich'  294, 

II  139,  140,  167 
messe  (Partizipium)  II 578 
messidecht  II  533,  578 
messaiti  II  125 
E  mesraib,  mesrugud209 
meit   151,  292,  299,  .346, 

1148.89,118,  ba  meHe 

liram  II  81,  316 
methel  162,  II  35,  54 
mctithir  II  118 
forru-mai  II  463 
mi  86,  244,  293,  II 19,  97 
mi-  II  6,  10,  298 
miad  184,  408 
-miaipir  II  467 
E  mias  208 
(-)raiastarII387,390(Z.7, 

32),  577  f.,  con-miastar 

II  578,     miastir   I  80, 

II  387,  390,  405,  577 
miathamli  408,  II  14 
ni.  mic  356 

ni.  niaid  II  310,  s.  muid 
mid  37, 111,  247, 365,  II 90 
mid-  'medius'  112,  II  4 
mid-  'urteilen'  136,  170, 

182,  352,  II  383  ff.,  394, 

403,  405,  577,  -mid-ar 

I  182,  II  577,  ad-mid- 
ethar  I  345,  II  578, 
con-mid-ethar     I    171, 

II  578,  du-mraid-ethar 
II  579.  -mid-air  II  388, 
577,  ad-raid-ir,  con- 
mid-ir  II  578.  mid- 
itir  II  390,  577,  -mid- 
ratar  II  386.  577,  mid- 
iur  II  386,  577 

E  midach  239 
midglinue  II  4 
miduthracht  II  10,  654 
mierchlos  II  495 
mignethi,  mignim  II  10, 
544 


Wortindex.     Gälisch. 


727 


miimbert  11  468 

mil    162,  247,  341,  353, 

365.  II  57 
mil  'Tier'  50,  177 
K  mil 'Söldner' 210.  II 101 
E  mile  210,  II   130 
B  (R)  milis  23,  205,  300 

(railsi).  353.  II  22 
Miliiicc  II  107 
E  ni.  milliün  II  131 
miomhasc  (ni.),    mimasc- 

lach   II  55 
min  'Mehr  II  .30 
min  51,  181 
ni.  mionca  355 
mind  392,  II  67,  90 
E  min<lechu  II  125 
mini  11  252 
ni.  minie   159,  353.  418, 

495,  seh.  minig  495 
mir  82,293,  1149,66,112 
E  rairr  202,  238 
(E)  mirt-chaill  202 
mi88-(imbert)  II  668 
mis,  s.  mi 
miscuis  II  10 
seh.  miosd,  nir.  miste  II 

125 
-mitter  II  387,  577 
mithieh,  mitbig  ü  6,  31 
mithoimtiii  II  10,  582 
mlas  44,  163,  II  19 
mläith  52,  163,  175 
mleg-    II  580,    ralioht    I 

124,  174.  mlig-  II  580 
mlith    43.   52.   163,  174, 

178,  II 34  (Z.  24.  .32),  576 
mnä.  mnäi  108,  153,  250, 

327,  II  87  (Z.  3,  21  ff.) 
mo    'bald'    33,   78,   244, 

254,  II  304 
mo  'mein'  267,  270,  274, 

442.    II  63,    139,    168, 

209  (mo  chia) 
mo  =  imni  264 
mo  — '  ioradha  328 
mo,    moa    49,   307.   317, 

318  (Z.24).  II  49,  120, 

121 
mo-a  n-  II  297 
E  mocol  193.  239 
mocht  123,  II  34 
R  mod   194,  361 
(B)  Müdimraöc   II  31,  63 
mogaib  364 
(B)  Mogopoc  II  63 
möid-im .     möidem     184, 

420,  II  61 


moin  57,  174,   moindein- 

mid(etu)  II  41 
MOINENA  5 
moir  11  44,  118.  124 
B  moith  184,  496 
möiti      II     148,       399S 

-raoitsem  420 
mol  184 
mol-ad  94,183,279,1138, 

-mol-far  II 387,  mol-tai 

II  39 
molt  137.  146,  364 
E  ni.  moWneint,    möimid 

234 
do-moin-iur  47,360,11388, 

582,    fordob-moin-etar,  ' 

do-moin-ter  11581,582 
möin    'Sumpf'     49,    317, 

318  (Z.  25) 
B  seh.  monadh  33 
monar  II  50 
monj?  33,  106,  II  22,  23 
E  mouistre  195 
ra(k.  307,  II  120,  121 
mor  49,  66,  79,  '293,  317, 

II  15,  49.  81(Z.29,  37). 

115,   r20,    mor-  I  440 

(raor-dolig,      mor-ual- 

lach),    mor-ate  11  217, 

morän,  seh.  moran  1 261 
moirb  'Ameise'  163  ' 

moifb  'mortui'  300 
moircc  497 
morteser     74,     512.     II 

134,  136 
mörithir  II  118 
E  moirtchenn  194,  239 
R  raortlaid   II  42 
B    (muir-)m6ru    23,   104, 

U  111 
mos-  78,  244,  254,  II  304, , 

673  ' 

forsa-moHh  II  574 
E  moit  214,  232 
mothar  132 
möte,  inöti  II  125 
moii  307.  II  120,  121 
mraieh   163,  179,  II  38 
mrath    163,  179,   II  575, 

raraithomnacht  11  62 
rarechtrad  124,  163,  1134; 
mruig  43,  97,  163,  506 
mu-  II  304 

muco  376.  511,  II  88        ! 
müch  122.  178,  181,  185, 

186 
MUCOI  II  16 
ni.  rauid    (maid)    II  310, 


336,  342 

ni.  miidharlän,  mudharn 
II  53 

mudu  361.  II  76 

mug  .33,  97,  .361  (Z.  28, 
35),  364,  II  90,  179 

ni.  i  rau<rha  361 

seh.  mujrhairn  II  53 

mui.  raüi  II  139,  140  (Z. 
27,  34),  168.  maisea. 
muisse  II   139.  140 

mal,  mullaeh  II  55 

E  mulenn  158,  194iZ..33. 
38),  211.  239,  266.  363 

E  Rch.  muilicheann  329, 
493 

Mumu  251,  351,  II  110 

muin-  'Hals'  33,  II  12 

ad-mun-emar  II  581, 
-muin-e.star  11247.580, 
ar-muin-ethar  II  46, 
387.  394,  580.  da-mun- 
etar,  far-muin-ethar, 
do-mmuin-fide,  arni- 
muin-set.  ar-mun-ter 
11580,581,582,  -muin- 
iur  II  34,  50,  ad-muin- 
iiir  II  580,  do-muin-iur 
I  360.  II  46,  387.  582, 
do-muin-ur  II581.  vgl. 
do-moiniur 

mun-  II  582 

muna  468 

(B)  muince  33 

R  rauinchille  193,  227, 
327,  329.  493 

muinel  33,  125.  261.  297, 
359,  385,  II  33 

G  ni.  münia  541 

muntar.  rauntaras.  miiin- 
•tir  153,  II  20.  69  mit 
Nachtrag 

(R^  muintorc  33.  231 

muir  32.  33.  34,  362,  II 
3,  66.  93 

R  miir  207 

mu«rbran  II  3 

Murohadh  329,  330,  335 
(OMurchadha) 

Muirchertach  40.  360 

R  Muire  193  ^Z.  7, 38;,  201 

murer  II  51 

ni.  muirleaoh  II  55 

Bmuirraora23.104,IIlll 

ni.  mürna  II  53 

R  muirtchend  194 

raus-,  s.  mos- 

R  seh.  mütli-  207,  231 


728 


"Wortindex.     Gälisch. 


n  =  an  (Artikel)  264,  394 

-n-  (persönl.  Pron.)  II 145 
(Z.  5),  233  (Z.  33) 

-n-  (relativ)  26,  391  (ro- 
n-d-prom),  394  ff.,  II 
146  (Z.  2),  147  (Z.  29), 
289 

-nn-  II  139,  144f.,  145, 
154,  169 

na  (Negation)  39, 243, 245, 
254,  259,  397,  405  (Z. 
4,  38),  468,  II 139, 146, 
175,  223  (Z.  10,  26),  225, 
243,  252—255, 258,  260, 
315,  318,  672  (Z.  15) 

na  -etwas'  245,  250,  392, 
406,  II  209,  211,  212 
(na  ni  Z.  18) 

na  (Artikel)  114,  264, 
275.  404,  II  177 

na  n-,  seh.  na  (rel.Pron.) 
II  227 

na  n-  =  inn-a  n-  263 

n-a  (doehum)  264 

ro-na  II  582 

ni.  nä  'als'  II  78 

nabu  II  289 

naicc  II  260,  261 

nach  (Negation)  243,  254, 
259,  468,  II  146,  223, 
243,  253,  254,  257,  258 
(Z.  2,  21,  38  ff.),  259, 
423(Z.8,  26).429,  näich 
II 258  (Z.41),  nach-id-, 
nach-idn-,  nach-in-, 
nach-n  II 146, 175,  223, 
259 

nach  'irgend  ein'  245,267, 
445,  II  195  (nach  aUe), 
209,  211,  nach  gein  I 
390  (s.  cian),  nach  mor 
I  447,  II  212,  nach 
thain  I  395 

nacca  dim  II  214,  260, 
nacce  II  261 

nacon-  II  255  (Z.  17,  26), 
318 

E  ni.  nad  191 

nad  (Negation)  454,  467, 
468,  II  222,  225,  257, 
259.  nad-chon-  II  210, 
nad-id-  II  146,  223, 
nad-n-  I  396,  II  222 

nade  II  260 

naidm  II  60,  582 

K  ni.  nädüir  208 

at-nag-ar  II  456 

con-nag-am ,      con-naig-i 


II  607 
fo-nai-ther  II  586 
-na-ni  II  146 
nammä  165,  II  261 
nambad396(Z.10),  II245 
name  II 104,  vgl.  nämait 
nämmin  118,  II  223.  439 
nämait,    näimtea   260,  II 

99,  vgl.  näme 
nan-  =  nant-  II  222,  223, 
nand-    I  396.    II  146, 
223,   nandat  I  391,  II 
222,  nant-  II  222 
ni.  naoi  344 
ni.  naomh  341,  387 
napo  II  245,  666 
na-r  455,  II  248.  ni.  nä-r 

I  143,  II  248,  258,  275 
när  109,  295,  538 
narbo,      närbsat,     narbu 

II  223,  674 
näre  109 

-nas,  -nais,  fo-nais,  -nas- 
atar,  -nas-air,  -uas-tar 
II  582,  583,  nasc-  I  76, 
II  60,  449,  582 

nät  II 223, 245, 259.  natat 

I  397,  II  223,  245 
nate  II  260,  261 
nathir,    naithir,    nathair 

134,  255,  326,  349,   II 

45,  98,  99 
natho  II  260- 
nau  55,  II  93.  96 
naue  55,  66,  508 
-nd-  396  (do-nd-iccfa) 
arru-ne-astar  II 388,  584, 

adro-ne-estar     II  385, 

388.  526,  584 
neb-  387,  II  6,  8,  9,  252 
nebcongabthetu  II  41 
nech  245,  267,  367,  II 201, 

202,  209.  211.  212,  257 

(Z.  44),    neach,    neoch 

II  201,  211,  212 
nechi  II  212 
necht  'rein'  II  585 
necht  'neptis'  93 
nechtar  392,  421,  II  44, 

64,  212,  213 
arrü-neid  II  584 
ni.  nead  153.  255,  vgl.net 
-negar  II  585 
ar-neigdet  340,  411,  486, 

II  298,  551,  aran-neget 

II  551 
nel  117  (Z.  16,  29),  255, 

297,     II    53,    66,    179 


(Z.  32),  vgl.  niiilu 
nem-.  ni.  neamh-  387,  118 
nem    255,  354,  365,  366, 

387,  II  66,  95,  96  (Dat. 
nim),  179,  nemdelllT, 
28 

nemed  II  37 

fo-nena  II  583 

nenadmiru  II  583 

ar-nenas  II  583 

nenaid  134, 186, 189,  417, 
492 

fo-nenaig  II  367,  585 

nenaisc  II  582 

ni.  neantog  134.  186  (Z. 
2,  40),  417,  II  31 

(cia  er)  neo  II  201 

neph-  II  8 

(B)  nephdimdi  II  214 

nephni  II  212 

(K)  nepproinde  419 

nepuid  419 

nert  136,  337,  347,  368 
(Z.  9,  18),  II  82,  nerta, 
nertad  I  418,  nertmar 
II  15 

ness-  II  630,  coru-nes, 
du-ness-a ,  for-ness-a, 
con-ness-at,  do-nes-be, 
con-nes-fea,  forda-nes- 
iub,  daru-nes-usII583. 
584,  677 

arda-nes-amar,  barda- 
ness-at  II  584 

-nes-tä  II  585  (nig-) 

nessa  II 120, 121.  nessam 
I  80,  II  123  (Z.  5,  28) 

(B)  nescoit  II  46 

nesso,  s.  nessa 

net  87,  88,  419,  vgl.  ni. 
nead 

ar-neQt  337,  367,  420,  II 
140.  388.  584,  in-ne^th 
I  367,  II  388,  584, 
arro-neith ,  ara-neth- 
em,  ar-neith-et  II  584, 
arru-neith-set  II  388, 
584 .  arrot-neHh-ius, 
arut-neith-ius    II  246, 

388,  584 

ni.  neithe  II  212 
ara-neter  II  584 
-ni  'wir'  II  139,  168 
ni,    ni    'nicht'    156,   250, 
301.    386  (Z.  22).    405 
(Z.  5,38^415,466,467  f., 

468  (Z.  23,  35,  39,  41), 

469  (Z.  4,  13),  II  6,  9, 


I 


Wortindex.     Gälisch. 


729 


145,  210,  252,  255,  258, 
672  (Z.  1(5);    'ist  uicht' 

I  455.   II  421,  423  (Z. 
7,  27);  ni  (cheil)  I  25, 

II  145 

ni  'etwas'  243,  245,  250, 

393,   II  201,   209,  211 

(Z.  5,  35),  212  (Z.  27, 

33),  214,  257  (Z.  44) 
ni.  ni  'Tochter'   276 
seh.  ni  'wird  tun'  II  305 
adro-ni   II  369    (Wb.  29 

d  29;  zu  §  788,  2) 
fo-ni-ther  II  586 
nia  'Held',  s.  nie 
con-niacht  II  607 
-naib  (Artikel)  II  176 
nibo  II  288 
nicon-  264,  276,  465.  469, 

II  209  ff.,  nicos-  II  210 
nidad   II  423,    nidan  II 

333,  343 
ni.  nidh  sa  331.  454 
nie    'Held'    310   (Z.  22), 

II  103 
niae   'Schwestersohn'   38, 

92,    249,    252,    II  102 

(Z.  4.  39).  103 
nihe  386,  406,  ni  hed  406 
R  nihelas  216 
con-niestar  II  607 
nig-id,    nig-iin    41,    108, 

II  360,  361,  367.  585 
ar-nigvd>-ed  II  551 
nige  II  585 
seh.  nighe^n  101 
nimptha  486,11143,421, 

431 
-ninus  II  360,  585 
NIOTTA  5,  II  103 
nip,  nip  260,  264,    uipa- 

dn-    467,  II  245,    nipi 

II  437 
nipohetoir  271,  412 
niptha  263 
nir-,    ni.  nior-,    nir-  143, 

265,  405,  455  (Kopula), 

II  248 
nirbo   II  440,    nirbsa   II 

439.   nirbu  1263,   nir- 

sat  II  674 
ni.  nios  454,  11  125 
fo-nnit-fea  II  584 
nit  II  423.    nita  II  222, 

423,    nita-at,    nita-m. 

nita-n  11333,423,  nita-t 

II  222,  245,  423,  424 
nita,  nitha  II 431  (Z.  25. 


27;  zu  -tä) 
niu  II  201 
niulu  298,  vgl.  nöl 
no  (=   dano)  264 
no  'oder'  440  f.,  542 
no-    (Präverb)   396,   468, 

II 148.  249,  262,  289 f., 

346,  672 
fo-no-ad  II  586 
ad-no-odur  6,  II  586  (Z. 

7  f.,  26) 
nö  'Schiff  55 
noch  415 
nöcha  II  130,  136 
nocha,     noco,     nocho(n) 

•nicht'     264,    276,     II 

210,  252 
noco  =  naeon-  'bis'  II 318 
nocht  129.  noicht  II  663 
nochtchenn  II  4 
noichtech  'neunzigjährig' 

151,  II  130,  136 
R    ni.    nodlaig    146,     8. 

notlaic 
noe    (Gen.   oder  PI.    von 

nau)  55,  543 
noe  'neu'  55 
R  Noe  308 
nöeb,  noem  387,  490 
nöi  46,  61.  62,  251,  392, 

II  129.  168 
at-noi    441,   II  333,  369, 

586,  as-noi  II  586 
fo-nöi-set  II  586 
noib   156,  341,  387,  490, 

II 115,  -nöib-fea  1341, 

noibe  I  140 
noichtech  ('29  Tage  ent- 
haltend'),    noichtiehe 

II  136 
nöidecde  II  136 
nöidenän,    noidUi    II  27, 

109 
noinad  II  135 
R  noimeint,   n6>mid   234 
R    ni     n6»n,    träth-nöna 

206.  318 
nönbar  II  136 
B  nos   23.  49  (Z.  7,  29), 

318  (Z.  5,  25) 
R  not,  ni.  nota  194,  232 
nöthe  543 
R  notire  205.  II  51 
R  notlaic   203,  204,  232, 

239, 255,  279.  s.  nodl^ig 
nuabla  309 
Nuadu  II  103 
nuded  II  423 


nue,  nu^e,  nu'e.  nuie- 
55,  140.  307.  309,  343, 
474.  508.  II  304,  nuie- 
thicid  I  474,  II  17, 
nüide  II  28,  nuiedniBse 
II  179 

R  nuimhir  196 

nüna  61 

nunda  II  222,  423,  nun- 
dem  II  221,  245,  423 

6,  ho  'von'  316,  411,438, 
535  (zu  S.  49).  II  74, 
149,  174.  301,   ö  'seit' 

I  399,  472,  II 182,  263, 
305,  431 

cotn-o-aba,  eon-o-adar, 
eotn-o-at,  cotn-6-ba, 
eotn-o-fadar,  cotd-6-ith 

II  586 
ad-n-o-odur.  s.  ad-no-odur 
6  'Ohr'    55,  411   (a  hou) 
0  (ni.),  6a  'nepos'  55,  404 
öa  'Leber'  313 

hoa  n-  II  301 

öa  'jünger'  II  33,  120  (Z. 
8,  28 1,  123,  oac  I  61, 
64,  126.  151.  187,  262, 
266,  308,  317.  428,  II 
33,120,  oamII122,123 

dor-oaraid  II  600 

-ob-  II  145 

obbad  476,  II  299,  476 

obar  49  (Z.  22,  28),  316, 
317  (Z.  7,  39) 

ad-obar-ar  339,  II  468, 
adr-obar-tat  11370, 468 

R  oibid  195 

R  obla  226,  II  110,  vgl. 
ablu 

R  ni.  oibliogäid  203 

oc,  00-  126,  260,  264,  271, 
272,  276,  479,  II  49.  74, 
143.  149,  298.  417 

iarniind-och-ad  II  608 

6c  308,  317,  vgl.  oac 

occ-a  'bei  seinem'  260. 
264,  479 

occa  'bei  ihm'  II  151 

con-ocabsat  II  530 

G  ni.  ocar  326 

R  ochar  229.  326 

fiis-ocart  II  535 

cota-ocb-at  II  270,  299, 
530,  6cb;il  II  299,  530. 
531  (Z.  30),  532 

oeoae  II  151.   172 

con-ooa?ba  II  530 

occi,  occaib  II  151,  172 


730 


Wortindex.     Gälisch. 


ochairl23,177,189,II106 
öclachdi  262,  266,  II  14 
-ocmanatar    387,  II  298, 

444,     -r-ocmi    II  266, 

298,  444,     ocraaide   II 

444 
(E)  ocmil  262,  300,  308 
occo  II  151,  172 
for-ocr-ad  II  535 
ocras  476,  II  482 
K  ochsal,    oxal    34,  193, 

218,  420.  488 
ocht  123,  39'2,  429,  430, 

II  129,  661 
(»cht  316 
Ofhta  361 
ochtar  II  136 
ochtar  93 

ochtarche,  s.  ocbtrach 
ochtaib  364 

octhigerad  127,  153,114 
ocbtmad,  ni.  ochtmhadh 

446,  II  135 
ochtmnga,        ochtmugat 

11  130 
ochtracb  II  44,  95 
ocu-  II  298 
ocum,  ocunn  II  151 
occuras  II  482 
fosr-ocurt  II  535 
ocuis,  ocus  'und'  161,272. 

275,  394  (ocus  n-),    II 

21,   49,   133,   138,  260 

(ocus  na);  ocus  'nahe' 

I  161,  II  116,  120 
ocut  II  151 
od-  (Präverb)   2,  259.  II 

270  (Z.  12,  17,31),  283. 

294.  296,  299,  302  (Z. 

31,  33,  35),  361  (Z.  39, 

44),  672 
od- 'darleihen',  oid,  od-ar, 

od-atar,  oid-es  65,  II 587 
E  adr-odar  II  450 
odb  32,  87,  88.  361,  413, 

435   485    512 
odbrann  32,34,512,  II 53 
ni.  oidhche  386,  II  89 
ni.  oide  359 
cota-oeiade  II  333,  586 
oebind  387,  II  59 
oegi  101.  249,  II  102 
öen,  s.  öin 

öenach  II  30,    s.  aonach 
oenän  II  27,  oennat  II 49 
Oengus  79,  II  62 
oenichthi  II  149,  386 
öentu    (Dat.    oentid)     II 


102,  vgl.  öintu 
öenur,  öenurän  II  27,  75, 

vgl.  oinar 
oes  56 
oeth  58 
oetiu  II  33,  40 
E  oific  221 

E  oifrend  221,  225,  II  29 
og  66,  102,  II  95 
6g,  ni.  oigh  316,  317 
ni.  6^  126,  308,  317 
con-oig-set  316,  II  522 
con-ogabar  II  530 
oge  316,  351 
dirr-oggel  II  587 
oigbear   (ni.),    oigred  97, 

II  53 
ogum  169,  326 
6i  251 
conn-6i  II  333,  586,    co- 

tamr-oi-ther  II  586 
E  oin  'Fasten'  264 
oin   57,  447,   II  30,  126, 

177  (Z.  5,  11,  12),  191, 

213,  vgl.  oen;  öinar  II 

51,    136,     vgl.    öenur; 

öindaB  II  136 
E  öine  215 
ointam  163,  II  60;  öintu 

II  41    (Z.  2,   33).    vgl. 

öentu 
öiph  387,  510  (Z.  19,  24), 

II  59       - 
öis  56,  II 19,  66, 180  (Z.  6) 
öitiu,  s.  oetiu 
Ol  'inquit'  7.  273.  II 141 
Ol  (Präp.)  438,  439,  II  74, 

197  (Z.  13,  35);   'weil' 

I  397,  399,  II  182  (Z. 
34);  rel.  Pron.  II  216; 
Ol-  (ol-a  n-)  I  399,  II 
182  (Z.  40).  183,  431  f. 

ind  oll  II  197,  205,  211 
61  317 

E  ola  194,  253 
OLACON  5 
ollam  II  61 
olarabieid  399,  II  183 
olann  158,  179,  II  56 
olc(c)  126,  184,  328,  364, 
478,  480,  II  115,  120 
atn-oUc  II  563 
olchene    273,    438,    439, 

II  197 
oldaas,oldate,  oldäu.  oldö 

390.  398,  399,  454,  496, 
II  78,  79,  183,  217,  320, 
432,    oldö   sa   II  432', 


oldoas  II  432 
ni.  oile  359 
as-öilgg  II  299,  563 
in-olaid  II  645 
olisamein  397,  II  188 
olmböi  II  183,  420 
olse,    olseat,    olsi,   olsme 

273,  II  141.  670 
olsodin,  olsuide  II  216 
olsuide      'sagte      dieser' 

II  141 
oUlu  342 
om,    bora    32,    164,    166, 

411  (Z.  15,  26) 
do-ommalgg,  in-ombligh, 

do-omlacht  II  270,  580 
omna  186 
E  ni.  ömöid  II  46 
omon,    höraon    49,    268, 

295   316 
E  ni.'ömös  II  22,  46 
E  ni.  ömra  193 
oinun.  s.  oraou 
hon-  II  301 
ön  274,  275,  316,  391,  II 

139  (zvreiraal),  190 
öin  'loan',  ona  II  587 
ondi  II  182 

ondid  399, 11221,301,428 
E  oingther  224 
önni  II  151 
G  önrait  21,33,387,487, 

506 
-op,   -oip  II  476,   opad  I 

476,  II  299,  476 
ad-oparar,  ad-opart,  forr- 

öpart,  atr-öpert.  adidn- 

opair  325,  II  468,  469, 

do-opir   I  259,  II  302, 

469,    fosn-opajr  II  469 
E  opair   236,  496,  II  36, 

69  (Z.  27) 
adr-opr-ed,atanir-oipr-ed, 

di-oipr-id  II  468,  469 
E  oipred  II  36,  469,  din 

dib  oiprib  II  469 
E  optait  191 
opunn  161,  177 
ad-opuir  II  468 
-opus  II  675 
E  or  207,  II  51 
E    ad-or-.    adr-or-sat    II 

303,  450 
orr  83,  537,  II  587,  frisn- 

orr  I  245,  II  350,  589, 

ro-oir,  ro-or-at  II  587, 

frisn-orr-at  II 350,  589, 

-or-tha,  -or-tar,  fris-or- 


f 


Wortindex.     Gälisch. 


731 


the    II  587.  589,    vgl. 

orfj-  und  -ort 
E  6r  211,  317,  II  65,  tJ6 
R  CO  höir  316 
E  ni.  (jräid  203,261,1146 
E  seh.  öraghan  224 
orba,  orb^e,  orbe  350,364, 

vgl.  orpe 
dund-ürbiam ,  dund- 

örbiat  II  445 
orbaind  109 
orc  'Schwein'  91,  126 
orc  'Lachs'  126 
orc-,    s.    org-;     as-öircc, 

as-oirc    300,     II    588, 

fris-oirc    II   361,    589, 

orc-aid   I  348,   II  587, 

-oirc-the  II  587 
orca  188 

don-oirchell  II  483 
ni.  oirchill  II  485 
E  oirclech  206 
oircneII588,  orcunI348, 

II  56,  413,  588 
ord   'Hammer'    114,  300, 

328,  364 
E  ord  205,  225,  300,  364, 

497 
(B)  seh.   ordag  261 
(E)  ordae  II  28 
(E)  -ordigestar  497 
E  ad-ordais  II  450 
ordlach  II  55 
E  oirdnimm  364 
(B)  ordög  (ui.)  261 
ord(d)u    350,  364,  II  55. 

110 
E    höre   (Gen.  von   uair) 

316  (Z.  30),  'weil'  316 

(Z.27),  397,  1180,224, 

240 
org-     II   269,    391,    587, 

-oirg,    oirg-es    II  587, 

vgl.  orc- 
E  orghän  224 
orgun,  8.  oreun 
imnied-orlig  II  569 
ni.  orm  457 
ni.  oirrahidin  138,  162 
E    or6it    203.    206,   232, 

261,  335,  372,  II  46 
orpaniin  II  61,  orpe  132, 

117,    184,    265,   II   17, 

662 
E  ort  =  ord  497,  498 
-ort  124,  485,  II  269,  367, 

391,  587,    orta  II  587 
ortha  (Ipv.)  II  514 


E  ortha  205,  206,  II  46, 

109 
E  -ortigestar  497 
US-  275 

0S8  36,  77,  429 
iarmid-ois-ed  II  608 
ÖS  75,  93,  316,  II 74,  149 
-ois,  cain-öis  II  587 
cor-osan  II  456 
cou-oisc-et  II  617 
osoar  II  615 
conr-oscajg,     con-oseiget 

II  270,  617,  618 
oscair  II  615 
ni.  oselaim  II  563 
oscor,  oscur  II  614,  615 
osse  II  153 
dosr-oisecht,  donir- 

oisechtatar  II  609 
oser  317,  II  44,  125,  169 
oissi  II  587,  674 
osib  316,  II  151 
E  osaic  219 

arnda-osailci  II  299.  563 
oisleeaid,  oslaigid  II  563, 

oslueiid  11299.302,  563 
osruo  275,  II  153 
con-osna,  osn-ad  II  295, 

299,  302,  455,  672 
for-osna,  for-osnaj  n  457 
osni  II  153 
E  ni.  oisre  194,  220 
ar-osuleub  II  564 
othä  II  431 
eonr-otacht  II  505 
do-otar  II  274,  558.  559, 

672 
con-oitech  tatar  1 1 270, 607 
in-otgara  II  645 
conr-ötgatar,    conr-otaig, 

coni(lr-otig,  conr- 

otoich  II  505 
in-otsam  II  645 
otü  II  431 

Olli  317.  II  412.  552.  674 
-p  II  438.  -päd  II  439 
G  ni.  padhal  232 
E  ni.  paidir  191.232,233 
E  Padi-aic  233,  512 
(E)  ni.  paidrin   233,  327 
E  pägänta  223 
E  pailm241,4o6.paliuaire 

241 
E  palnacdib  157 
B  ni.  scb.  pailt  529 
E  paircho,  parchel96, 235 
E  pardiis,  parrduis  210, 

vgl.  parrthas 


E  parlamaid  234 

E     parrthas.      parrtfaais 

143,  210,  224 
E  päis  193 
E  ni.  piJsto  230,  489 
E  pater  191,  232 
(Bj  patnide  II  110 
E  Patraicc  201,  233,  235 
B  patu  509.  511.  II  110 
E  peecad  205.  230,  232. 

235,  263,  478,  II  66,  91 

(ar    pectha    nii.     180, 

pecthach  1263.  11115. 

179 
G  seh.  peala  232 
E  penn  239 
E    pön    213,   508  iZ.  11. 

24j,  541 
as-pena  II  517 
(B)  penbulcc  497,  498 
E  pennit  213,  239 
di  pherid  75.  510,  II  101 
E  persa(n!  220,  II  111 
E  ni.  peist  208,  226,  235 
ar-pet-end  II  335,   ardo- 

pet-et,       arus-pett-et, 

arns-peitt-et   I  435,  II 

627 
E  Petar  235 
E  peHearlach  (ni.),  peter- 

laicc  223.  436 
ro-pi-a    419.     tresindip- 

pi-at  399,   II  272.  301 
E  pian,  s.  pen 
E  piast  208 
E  seh.  piobar  201.  235 
E  ni.  pu'  228 
seh.  pill-  436 
G  pinginn  493 
E  piss  200 
ni.  pis  'ciinnus'  200 
E  pis  209 

seh.  piiitliar  74,  435 
E  pldg  203.  222 
E  ni.  planda  235 
E  ni.  plaiiieid  209 
E  ni.  pluinba  227 
-po  II  440 

E  p6c  24.  202.  235,  436 
E  Pol  211.  317 
E  pölaire  222 
E  pouc  229 
E  popul  194,  237,  326 
E  port  194 
E  pös-aim  133,  206.  219, 

posadh  11  11 
E  posit  U  94 
E  praJcibtorai  213 


732 


Wortindex.     Gälisch. 


K  praidchas  213 

E  ui.  praiseaoh  'Krippe' 
213.  217,  235 

E  praissech,  ni.  praise^ch 
'Kohl'  226,  235 

E  preoh-ite  487 

E  precept,  prece^pt  213 
(Z.  1,  8),  236,  338,  350, 
II  179,  411,  preceptoir 
I  263,  316,  II  43 

E  preid  213,  219 

E  predchira,  s.  pridchim  ; 
rud-predchisem  342 

ni.  preamh  154,  436 

E  ni.  prepost  213 

E  ni.  priobhäid  232 

E  ni.  pribhleid  II  47 

E  ro-pricad  419,  ceturu- 
pridach  II  293,  pridch- 
I  212,  227,  235,  266, 
357,  366,  419.  487,  II 
247,  357,  367,  411, 
pridchabthar  II  389, 
390,  ra-pridchaisem 
I  342,  pridchither  II 
390 

E  ni.  prionnsa  153 

E  pritchaim,  s.  pridch- 

E  priu  191 

E  procecht,  procept  213, 
236 

E  ro-pbroidech  213 

E  promad  226,  235,  387, 
promthe,  proimtbe 
338   339 

E  pro'ind  191,  193,  201, 
360,  II  180  (proinn) 

E  propost  213 

-psa  II  439,  440,  -ptha 
I  263,  II  438,  -ptar, 
-ptis,  -pu   II  439,  440 

(E)  ni.  pudhair  233 

E  punct  229 

E  pünt,  piinta  195 

E  pupall  204.  239,  361 

E  pur  207 

E  purgad('iir  (ni),  purga- 
töir  223,  329 

E  purgöid  (ni.),  purgoit 
329,  II  46 

E  purpur  235 

E  putar  233 

ni.  putbghail  II  24 

-r  II  274 

r-a-  305  (ra-fetar),  469 

imnia-rä,  -ra-ad,  imrae- 
ra-ad,  irame-rä-i,  ira- 
ra-set,  -ra-thar  II 368. 


591 

at-raacht  II  595 

ni.  rabbadb  474 

-rabe,  -rabaj  369,  II  439, 
ni.  -raibhe  11248,251, 
269.  irame-rabtar  11 674 

-rachdais  II  640 

at-racbt  II  594 

inro-rad  II  600 

do-rad-ad  II  471 

räd  111,  142.489,  II  591, 
räd-  II  365,  366,  591, 
imraero-räid  11  370, 
591,  im-räd-at  II  72, 
591,  ru-räd-i  II  370, 
375,  377,  591,  rad-is 
II  377,  -raid-iü  II  591 

radseehaib  489,  II  21 

nir.  rae  143 

da-rafnetar  II  625 

ad-rag-ar  'wird  gebun- 
den' II  592 

at-raig  'erhebt  sich',  at- 
rag-at  II  594 

-rag,  rag-at  "ich  werde 
kommen'  II  363,  640 

-ragbatar,  -ragbthalI527 

-räi-set  11  591 

ad-rai-set  II  636 

con-ral  II  271,  499,  dot- 
rala,  to-rala  I  369, 
II  311,  COl,  do-ralad 
11501,  ar-ralad  II  676, 
commos-ralat  II  500. 
da-ralatar.  do-ralatar 
II  311,  -ralae,  -rale  I 
369,  11  310,  368,  499, 
dus-rale  II  271,  501. 
dom-ralai  II  311,  -ral- 
sid  I  369.  II  499 

ni.  ramhar  142 

-raimdetar  II 574  (-rai-?! 

toro-ran  II  604 

rann,  rän  52,  300,  rann- 
II  357.  358,  363 

ränac,  räncatar,  -rainca- 
tar  II  556 

ranchobfodlaid  II  502 

ränic,  con-ranaic  II  556, 
cetna-ränio  II  72 

ni.  raobaim  143 
as-raracht  II  595 
adro-ras-tar  II  598 

-rascra  369,  II  613,  do- 
rascrad  1  490,  II  615 

j  E  rastal  220 

\  do-rat,     do-rat-sat     325, 

1      869,    II  271,  275,  367, 


369,  380,  471,  473,  474, 

(lo-ratt-id  II  267 
rath    144,  177,   338.  390 
!      (Z.  19,  38),    II  34,  65, 
I      82,  180 

raith  21,  91 
i  ro-rath-a  II  391,  513,  676 
I  -räith    182,    II  367,  379, 
'      381,  597,    fu-rräith   II 

373,    375,    599,     rath- 

atar,    fus-rath-atar    II 

597.  599 
ro-räit-sem ,  -rater, 

imme-raither  II  591 
raHhnech,  ni.  raHhneach 

91,  II  30 
räithsechaib  489,  II  21 
re  n-    260,  264,  392,    II 

74,  149,  299 
as-re-thar  II  597 
re    67,    142,    252,   450 f., 

II 47,  66  (Z.  3.  11),  97 
dundat-re  II  592 
at-rc4;,  at-re   II  335,  351, 

355,  594 
fum-re    II  599,    in-re  II 

350,  362,  600 
rebaim  143 
rece,  reicc,  seh.  reic  495, 

II   11.    412,    596,     ni. 

reic-  I  142 
-recam  II  333,  556 
recht    123,   140,  367,    II 

51,  66,  90,  180 
at-recht-udur  II  592 
-recht,  rechtae  11  593 
rechtide  II  116 
(E)  rectaire  II  51 
reid  58,  II  7 
im-reid,     redes,     -reidid, 

im-reidind,  immä- 

redind  II  601,  602 
ad-reg-ar,    con-reg-at    II 

592 
reg-  II 373,  ad-reig,  ata- 

reg-at  II  594 
do-reg(a).  reg-aid  II  360, 

362,  449,  640,  646,  648 
reil    489,    II  80,    rel-tar, 

relad  I  417 
-reUced,  ara-reUced, 

-relic  II  562,  563 
E  reilic  231,  238 
ni.  realt  489 
rem-     170,    473.    II  299 

(Z.  1,  30),  301 
reimm  87,  II  66,  601 
seh.  reamha  II  121 


Wortindex.     Gälisch. 


73a 


remäin  II  675 
re^mhar  (ni.),  s.  remor 
ind    remcastaid     II   489, 

remcaisßin,     remcissiu 

II  46,  489 
reindeicsiu  II  489 
-remdechutar  267,  II  645 
-remdercachmar  II  489 
ind  remdid  II  28 
ni.  reirahe  II  121 
reme-  II  299 
remeperthe  H  116  (Z.  25, 

27),  467 
reraerchoilUid  II  495 
remes,  ni.reimheas  170f. 
ad-remethaid  II  515 
rerafoiride  II  518 
remfoite  II  409,  525 
remfolaing  II  568 
remfuar  IL  518 
renignethi  II  544 
remi    'vor    ihm'     II  151, 

remi-  I  267,  473  (Z.  4, 

34),  II  244,  299,  301 
remib  II  151 
remithir   II  118;     remor 

1142  mit  Nachtr.,  167, 

326.  491,  II  50,  121 
remsuidipud  II  299 
remthärcidi  II  554 
remthechtas,     -renithia- 

sat,  -remteit  II  645 
remuar  II  518 
remunn,  remut  II  151 
ren-  43,  91,  495,  II  339, 

341,  350,  351,  369,  412, 

596,   as-ren,    as-ren-im 

I  495,  II  294,  597 
renn-a  158,  260 
rend:e  II  596 
imm-rer£B  II  368,  591 
-rergadar  II  593 
fot-rergatar  II  592 
rerid  II  677 
con-reraig  II  592 
reraig  II  593 
atamm-re8-(s)a    396,     II 

362,  594,  at-res-at,  at- 

res8-ed,    at-res-tais    II 

594 
du-reis-ed  II  592 
-ress-ed,  fo-reiss-ed, 

adro-reag-ta,  in-res-tais 

II  597,  598,  599,  600 
resiu     397,    II  188,  224, 

227,     319,     672,     vgl. 
risiu 
reth-    182,    II  367,  454, 


597.  fo-reith,    in-reHh 
II  599,  600,  ara-reth-i 

I  366.  II  333  (Z.  5,  37), 

598,  673,  rpth-ait  II  332 
fo-ret-atar  II  676 

n-t  'Ding'  152.    röit  343 
-rot  'fährt'  58,  II  601 
ret  'Stern'  485 
retae,  rethae  II  597 
retglu  485,489,1147,109 
-reithis  II  597 
retla,  retlu  s.  retglu 
ri  =  fri  463 
ri  50,  62,  101,  143,  244, 

245,  II  2,  97,  179 
-ri,  comraa-ri  II  556,  557 
ria-,  -ria  II  339,  350,  351, 

596,  as-riaII597.-ri-at 

II  351,  -ri-ae  II  596 
-ria  II  609  (saig-),  do-ria 

II  610 
riabach  116,  184 
-riacht,  do-riacht  II  609, 

610 
riachtain  II  556,  610 
riad-  58,  II  11.  14 f.,  601 
K  riagol  210,  222 
riam  II  151,  172,  185 
rian  141 
conda-rias,     ad-rias-tar, 

fo-rias-tar  II  592,  593, 

673 
riastraim  537,  II  22,  45 
riata  II  601 
riathor  66,  II  45 
ribar  117.  II  50 
-ribuilsed  II  567 
-ricc,  nima-ricc-fedII556, 

557,    672,     -ricc-im    II 

333,  556,   ric-u  II  555, 

riccub  I  305,  II  556 
richess  484,  II  21 
rieht,  riaeht  93.  367 
-rieht  II  556,  558,    ricc- 

tin,  richtu  I  350,  539, 

II  109,  556,  558 
foro-rajd  II  604  (rond-) 
foro-raid,  inro-raid  II 599, 

600  (reth-) 
atom-rjog,    -rig-i,    rig-id 

II  593,  594 
rig-    'binden'    II  16,   56, 

con-rig,  du-rig,  fod-rig 

II  360,    592,     con-ring 

II  270,   592,    con-rig-i 

II  592,  673 
nu-rig     'werde     gehen', 

rig-a,    -rig-ad  301,    II 


640,  rig-thir  II  395. 
641 

ni.  ri"ghamhail  261 

rigan  II 57,  89,  vgl.  rigain 

rige  21 

do-rrigeni.  do-rigeni  358, 
479,  487,  II  267,  369, 
542,  543,  do-rigensam 
U.8.  w.  II 369,  542,  da- 
rigente  II  266,  542 

rigi  II  593 

seh.  rioghail  261 

rigin  100.143.185.11593 

rigain  101,  II 57,  s.  rigan 

dorigni,  dorignis,  dorig- 
niiis  358,  487,  II  369, 
542,  543 

rigrad  62,  II  14 

rigthech  II  2 

rigtin  II  556 

do-riltiset  358,  II  267, 
303,  632 

fo-rui-rim  II  602 

rim  51,  II  411,  602,  603, 
rim-  II  411,  602,  ad- 
rui-rim,  do-rui-rira  U 
603,  ad-rim-i,  adind- 
rim-i  1113,  11219,411, 
602 

seh.  riQni  457 

mir.  ri^m,  ri^n  II  151 

rind  'Stern'  37,  II  29, 
90.  478 

rind,  rinnd  'Spitze'  37, 
II  29.  478,  604 

rind-,  du-rind,  rindaige 
II  603,  604 

do-rinne  fni.),  do-ringni 
358.  487 

-rir,  as-rir,  as-rir-i,  do- 
rir-tar,  as-rir-ther,  as- 
rir-iii  II  362  (Z.  13,  27), 
369,  390,  596,  597 

cotan-rirastar,  con-riris 
II  360.  390,  592 

R  ris  218 

adroi-ris-dair  II  598 

ris,  -riis  II  312,  556,  ris- 
am,  cot-riss-am  II 556, 
ris-at.  -ris-inn  II  313, 
318,  556 

risiu  467.  s.  resiu 

8oh.  rint  457 

mir.  riut  II  151 

rith.  riuth  337,  367,  El 
597.601,  ar-riathI367, 
II  333,  598,  fo-riath, 
fo-rriQth  II  375,  599 


734 


Wortindex.     Gälisch. 


fo-rit-ir  II  676 

R  rithim  '202 

ro-  136,  265.  305,  306, 
358,  364,  405,  468,  469, 
II  175,  244,  245  (Z.  6, 
32),  246  (Z.  11,  34,  38), 
247,  248  (Z.  2 ff.,  18), 
250  (Z.  39),  262.  267  ff., 
272  (Z.8ff,  21  ff.),  273 
(Z.  12,  22,  27).  274  (Z. 
13,  18,  35),  275  (Z.  8), 
277,  283  (Z.  15,  40), 
292  (Z.  5,  16),  299  f. 
m.  Ntr.,  302,  369,  391, 
398,  495  (Z.  37),  579 
(Z.  8),  nir.  ro  'allzu' 

I  475 

ro   =  rop   276    (dazu   II 

663) 
-ro,    dobar-ro   II  609  (Z. 

22,  30),  610 
add-ro,  at-ro-as,  as-ro-us 

II  636 
immö-ro-us  II  591 
mani-roa  II  609 
forsa-rroa  II  368,  524 
(K)  ro-acairbe  II  246 
-roacht,  do-roacht  II 609, 

610,  611  (sai^-) 

<lo-roacht  II  521,  611, 
676  (fleh-) 

ara-roiat  II  512 

-reib,  arnacon-roib  II 244, 
438,  robad,  robam,  ro- 
bat  II  290,  438,  ara- 
robates    II  264,    -robe 

I  253,  II  368,  439,  ar- 
robe  II  441,  robid  II 
438,  robo  I  253,  267, 
454,  II  218,  222,  235, 
245,  266,  287,  293 

ara-roibrea  II  465 
robtar,  robtis  11245,440, 

robu,  s.  robo 
robud  474,  II  6,  476 
-roch-ed,  dom-roch-ed  II 

609,  610,    -roich-et   II 

609,  611  (saiff-) 
roich-thir  II  593  (rog-) 
fo-rochlad  II  484,  nacha- 

rochlat    I  346,  II  265, 

484,      arndam-roichlis 

II  485,  i-rrocbloth  II 
484 

as-rocboili,  as-rochoilsera 

II  37,  273,  495 
■de-rochoinet,  do-rochoin- 

set  II  273,  302,  496 


rochotlad  II  287  1 

-rocbra  II  481  ' 

do-rocbratar  II  367,  657 
fo-rochsalsat  420.  II  622, 

fo-roxla,    io-rr6xul    11 

622 
du-rochth-aisset  II  479 
do-rochtatar,       rochtain 

II  610 
do-rodba  II  462 
rodbo    441,  454,    II  222, 

245.  266,  287 
-rodmatär,     fo-rodinotär 

II  503,  504 
at-roe  II  636 
do-rroeblaing  II  568 
do-rroe}^a  II  550 
ad-roegaid  II  551 
-roeglaind  II  540 
do-rroegu   324,    vgl.    do- 

roigu 
-rröemid  II  574 
roen  58 
-roenacht,   -roenastar    II 

585 
ad-roeris  II  592 
ar-roet  246,  308,  U  512, 

ar-roieit     I   307,     308, 

343,  II  512 
ad-roethach  II  639 
rog-,  roig-thir  98,  II 593 
ni.   rogba,  "8.  rogu;    do- 

rogad  II  550 
-rogba,      do-rogbad,     di- 

rogbad     II    527,     528, 

do-rogbaim  II  532,  do- 

rogaib  I  369,  n  532 
ad-rogailser  II  538 
ardon-roigse  II  486 
-roigset  II  550 
rogu  143,253,364,  IUI, 

549 
roi  251 
at-roi,  at-roi-set,  att-roi- 

the  II  636 
fo-rroi  II  521 
im-roi-set  II  591 
roiba  II  551 
fo-roiblachta,  fo-roiblang 

II  567 
-roicb    II  203,   249,  304, 

609,  do-roich  II  610 
for-roichan    324,   II  368, 

480 
fo-roichlaid  II  492 
do-roid,  remi-roid  II  525 
roi  da  308 
-roig,  don-roig  II 609,  610 


du-roigaII550,  do-roigad 

II  391.  550 
in-roigrann,  in-roigrainn 

II  548 
do-roigu  73,  96,  253,  420, 

II  368,  391,  550 
-roima  II  264,  574 
arob-roinasc  II  583 
-roirea,  rerae-roired, 

-roiret  352,  II  518 
fot-roiraig  II  592 
-rois  309,  II  609 
roit  308 
ar-roit  308,  II  512,   con- 

roit-atar    II  262,    511, 

ar-roitt-id  II  513 
-roitea  II  525 
fu-roill-isera  II  567 
as-roll-em     II  630,      as- 

roill-iII369,  630,  adid- 

roUl-ifet  II  359,  assid- 

roil-isset,    ad-roill-iset 

II  369,  630 
in-rol-ad,  -rol-sat  II 499, 

501 
-rollca  II  632 
du-roilg-ed     26,     II  562 

(leg-) 
da-rolg-ea,       du-rolg-ed, 

du-rolg-is    26,   II  312, 

573 
(R)    -roilg-isid,    ar-roMg- 

ither,   -roilg-ius  26,  II 

244,  245,  265,  561 
dod-rolluind  II  632 
rom  II  439 
romacdact  127,  11  10 
röruär  II  10 
imme-romastar     II   317, 

579 
rombo  II  245 
imme-roimded  II  579 
romdis  II  439 
ni.  roimbe  102 
do-roimned,  du-roimnibe- 

tar  II  581 
do-romlad  II  577 
ni.  rompa,  roimpe  409 
-romrat  II  575 
im-roims-id  II  579 
romsa    (1.,   2.  Sing.)     II 

439.  440 
as-roinn-ea  II  634 
G  ron  'Seebund'  21,  318 

(Z.  7,  26) 
B  ron 'Pferdehaar' 49, 318 
dond-ron     II    267,     541, 

do-ron-a    II  541,     do- 


I 


Wortin  d  ex.     Gälisch. 


735 


rön-adI318(Z.12,  20), 
do-rron-ai,  du-roin-  inn 
II  541 

fo-rond-ar  II  604 

ad-roni  II  369  (zu  at-noi) 

-rooiscet  II  617 

rop  263  (Z.  39),  II  266 

doin-roipnitar  II  625 

ropo  467,  II  245,  286, 
288,  438,  440 

ropsa  254,  263,  II  439, 
440,  ropsat  II  674 

K  at-ror,  ad-ror-sat  II 
303,  450 

ad-roir  U  598 

to-roran  II  604 

do-rorban,  du-rorbanat 
11  266,  303,  445,  do- 
rorbai  II  445,  bu-ror- 
baither  11264,286,444 

do-rorbui  II  445 

for-rorbris  II  250,  478 

foda-rorcenn  II  250,  525 

fo-rrorconsrad  II  535 

irn-rordai ,  imme-rordus 
II  591 

fo-roraid  II  604 

do-rormacht ,  do-rormäi 
II  573 

do-rorpai  II  445  (Z.  24,  28) 

-rorthatar,  in-rorthatar, 
in-rortbetar,  ata-roir- 
thetar  II  597,  598,  600 

-roiss-ed,  do-rois-ed, 

-rross-et,  -iross-id, 
-ro'ss-inn.-ros-tir,  -ros- 
tis  II  319,  609,  610 

ar-rois-estar,  fu-roiss- 
estar,  ar-roiss-isnir  II 
628,  629 

ross  79 

roiss-id,   rossacht  II  412 

E  ros  195 

at-ros  II  636 

do-rösat  II  624 

rose  364,  II  621 

-roisc  II  617,  619,  du- 
rosc-ai,  di-rösc-i,  dit- 
rösc-ibea  II  618,  du- 
roscMbet  II  357,  618 

(R)  ros-chaill  419 

eter-röscra  II  614 

ni.  roshearc  II  287 

(K)  rostan  80,  195,  II14 

(E)  rostae  195 

roth,  routh  33,337,11601 

roith-,  roth-etar  II  600 

do-roth,  do-roHh  II  657 


G  rot  21,  318.  537 
di-rötha  II  635 
-rothcaither  II  650 
roitte  II  600 
ni.  roithleän  146 
do-röts-ad  II  656,  658 
ru-  II  246 f.,  267  f.,  293 
ru  =  rup  II  663 
don-rua,  do-ruacht  II  610 

(saifT.) 
du-ruacht  II  521  (fich-) 
ruad    54,   111,  126,  174, 

II  604 
con-niaig  II  522 
B  ruainne   49,   318,  383, 

477,  II  57 
fo-niar  26,  II  518 
fo-rruastar  H  521 
fo-ruatig  II  653 
fo-rruib  II  602  (oder  fo- 

rruib  ?) 
dia-ruba  II  246,  461 
-ruban  and    396,  II  266, 

334,  437,  664 
-rubi.  -rubai  II  246,  265, 

266,  437 
rubricu  418 
-rubthar  II  265 
-rucc-a ,         trimi-ruc-ad. 

-ruc-at  11271,464,  472, 

noco-ruc-aim     II    265, 

dunua-ruc-thae,    inna- 

ruc-tais  11316,317,464 
rucce,  rucse,  ruccae    126, 

174,  351,  430,  476 
rucle  II  11 
ni.  rud  152 
imme-ruidbed  118,  II 247, 

268,  462 
rüg-  II  11 
ni.  -rüg  142,  II  275,  475, 

air.  -rügat  II  464 
fo-niigensid  II  247,  543 
fo-rriiib,  s.  fo-rruib 
da-ruich  II  521 
duda-ruid  II  516 
dom-ruis  II  610 
fo-ruillecta  II  247,  631 
fo-rruim  (oder  fo-rruim  ?), 

fu-rruim-tis  II  602 
du-ruioidetar,  imme- 

ruimdetar,  imme- 

rumediar  II  579 
for-rumai  II  463 
im-ruims-et  165,  II  579 
-ruiusa  II  440 
-rumtar  II  440 
rün  50,  341,  II  179 


du-rurgab  II  530 
fo-ruraithminset  II  581 
fo-ru>rm-ed,    fu-rurra-ius 

362,  II  602 
do-ru>rrne     II   603,     ad- 

ruJrmed    II  246,    603, 

do-ruirmi,    ad-ruirmis- 

set,  -ruirraiu,  do-ruirnn- 

iu8  II  602,  603 
ruithes  II  600 
B  (E)  rüsc  332 
s  'ist'  265 
s  =  acus  275 
-s    (suff.    Pron.)    II  139, 

171  (Z.  18) 
-s-  (=  -sn-)   390,  II  154 
s-  vor  Adverbien  II  187 
sa    'ich'    349,   357,    420, 

455,  479,   II  137,  138. 

139,  187 
sa 'dieser' 420, 11186,187 
sa  (Augens  3.  PI.)  II  139 
ni.  sa  =  isind  276,  s.  san 
-sa,  rod-sä  II  606,  609 
E  saball  219 
E  sabbait,  ni.  saboid  227 
E  sacc  216,  230 
E  sacarbaic  221 
E  sacart  225,228,11179 
E  sacraifis  230 
E  Sacsana  217 
Said-    II  362,    388,    604, 

remi-said  II  605 
säid-,  in-säd-ajm  II  605, 

said-si,  said-sius  II 148, 

370,  605,  con-sad-u  II 

243,  605 
Sadb  74 

saidbir  305,  II  9,  518 
sadess  II  187 
ro-saegeth  II  606 
saer  72,  92.  II  21 
saig-  39,  II 332,  333.  351. 

606,610,  do-saig  II 610, 

fri-saig  II  608,  ro-saig 

II  300,  609 
E  saiget  216.  222 
saigid  308,  II  27,  73,  412, 

606 
E  siii  216 

sai-bes,  sai-fiter  II  635 
saib.  saib-  II  637,  saibi- 

bem  II  124,  125 
con-said-im.    con-said-fo 

325,  II  605 
E  säigul   213,  228,    vgl. 

ni.  saogbal 
sailim  356 


736 


Wortindex.     Gälisch. 


sairse  II  21 

con-saith-set  II  605 

saith  'Leid'  II  45 

saithar  II  45,  65,  83 

con-säiter  II  605 

sail  gl.  labe  72 

sail  'Weide'  II  31,  98 

saill-im  114 

säl  78,  135,  295,  II  46 
(Z.  1,  5) 

salach  72,  II  51 

salann  31.  71 

salchar  327,  II  51 

E  salcuait  216 

E  saile211,215,216,238 

E  salmscribdid  486 

(B)  ni.  saileög  II  31 

E  saltir,  saltair  219,  233 

saltraim  137,  II  45  (Z. 
27,  38) 

sam  66,  71,  163,  II  4 

samaltir  II  611 

samfuin,  s.  samuin 

samaigim  79 

saniail,  samil  47, 165, 272, 
408,  II  14,  54,  612, 
-samail-ter,  in-samail- 
ter  II  611,  612 

samaisc  164,  II  4 

di-saml-athar,  in-saml- 
athar,  ata-saml-ibid, 
na-saml-ur  II 298,  611, 
612 

samlaib  II 150,  171,  sam- 
lid  I  165,  167,  II  28, 
150,  171  (Z.  34,  37), 
192,  samlum  sa,  samlut 

I  274,  II  150 
samrad  163,  167,  II  53 
samseisci  164,  II  4 
samuin  163,  II  56 

ni.  san  —  isind  264,  s.  sa 
sain  138 
Sanas  II  20 
(E)  Sanctän  229 
E  sanctäir  203,  II  52 
sainemail    II  14,    sainre- 
dach,    sainreth    I  143, 

II  53,    sainriud  II  77, 
sainsaniajl  II  14 

G  seh.  sainnseal  436 

B  sant  24 

E  ni.  saoghal   344,    vgl. 

säigul 
ni.  saoUim  356.  435 
E  sapat  227 
sar,  indala-sar  II 139, 169 
sair  II  187 


sar,  sär-  79,  177,  536  f., 
säraigim  74,  79,  II  23, 
sar-tholach  179,  säru- 
gud  I  79,  357 

säs-  II  610,  ro-silis  II 
351,  609,  -säs-ad,  ro- 
sass-ad  II 606,  609,  ro- 
sa8-arII6]0(Z.26statt 
Z.  3),  fa-säs-at,  ro- 
saiss-ed  II  607,  609 

E  Sasana  217 

sästai  II  411 

säith  'Sättigung'  71 

imraae-saUar  II  605 

saithe  69.  177 

E  dia  sathairnn  197,  231 

ad-saitis  II  605 

sathuaid  II  187 

säthud  II  605 

E  ni.  scabhal  236 

-scäich   182,  II  367,  617 

B  ni.  scadän  262,  vgl. 
scatän 

E  ni.  scaf(a)  236 

-scäig,  8.  -scäich 

B  scäilim  359.  372 

scäl,  scäil,  -scäl,  scäile 
76,  113,  II  53 

ni.  scailp  II  69 

scamh  (ni.),  scaiuan,  ni. 
scamhän  76,  166,  168 

(B)  scamhog,  s.  scamh 

E  scamon  217,  240 

fa-scannat  II  613 

ni.  scannradh  143,  153 

scar-  44,  45,  II  613,  con- 
scar-ad  II  245,  614, 
8car-de  I  496,  II  613, 
-scar-sam  1369,11613, 
-scar-t,-scair-iub  II 613 

ro-scaird  II  616,  scart-, 
atam-scartis  45,11616 

scäth  76,  183,  II  6 

B  scatän  24,  s.  scadän 

sce  68,  77,  252,  II  102, 
351,  ni.  sceaeh  II  102 

scel,  ni.  sceal  77,  135. 173, 
187,  297,  II  12,  65,  69, 
519^  617,  621,  scelaige 
II  23 

E  ni.  sceimh  208 

scenn  II 617,  -sceinn-edh 
II  616,  8.  scend- 

scen  125,  184,  297,  vgl. 
ni.  8ceon 

scena  262,  311 

scend-,  sceind-  77,  114, 
11367,616,617,  sceinm. 


sceinranech,       sceinti, 

-sceintis    II  616,   617, 

677 
8060  'und'  II  138 
sceo  'Wolke'  251 
sceoil  298 

ni.  sceon  81,  vgl.  scen 
-scer.      con-scera,     eter- 

scertar  II 295,  613,614 
-seescing  II  617 
ni.  sceith  77,  186 
sceuil     298,      du-sceul^i 

298,  II  617 
sciad,  8.  sce 
E  sciäm  208 
scian    68,   76,    262,  311, 

II  613 
sciath  'Schild'  58,  76  (Z. 

18,  21),  112,  184 
sciath     'Schwinge',      ni. 

sciathän  76,  112 
E  seibar  219,  235,  236 
-scincsiot  II  617,  scindis 

II  616 
sciß  II 19,  scith  1 76,  II 19 
fo-scochet,  fo-scoichet  II 

617 
E  scol  194,  217,  238 
scoiltim  77,  137 
scor,  -scortis  II  615 
E  ni.  screaball  211 
ni.  screach  81 
screoin  81 
E  screpul  211 
E   scrib-   102,   220,  226, 

8crib-atarII390(Z.ll, 

32),     salm-scribdid     I 

486,     scribend    I  225, 

486,     II  29,    66,    412, 

scribhneoir  (ni.)  I  225, 

II  51,  scribnid  I  486 
E  scrin  210 
E  scriptuir  211 
E  scrütaim  232 
E  scuap  205,  217,  317 
scuch-,  scuich-  125,  182, 

184,   II  357,  367,  617, 

scucht  II  617 
scuir-,  scur-  76,  II  615 
(fri)-se-(llar)  II  177 
86  =  sa   349,   353,   357, 

II  139,  140,  187 
86  =  80  349,  353  (Z.  5), 

357,  II  186  (Z.  6,  19), 

187 
se    'dies'     356  S    II  188, 

193,  208 
se  =   side  II  139,  152  f. 


Wortindex.     Gälisch. 


737 


(he-se,  he-se) 

ni.  se  'er'  457,  II  141, 
154  (Z.  30,  39),  155 

se  'sechs'  74,  78,  244, 
294,  392,  404,  II  129 

E  seib  192,  200,  '221 

G  sebac,  sebocc  72,  411, 
436 

E  secc,  ni.  seac-aim   230 

sech-  129,  II  394,  621, 
-sech-etar  II  386,  621, 
seich-ein  II  385,  621, 
sech-ur  I  266,  357 

con-sech-a,  con-sech-tar, 
con-sech-thar  II  251, 
619 

ro-sech-ar  II  610,  611 

sech  (Pron.  und  Konjunk- 
tion)  II  188,  208,  213 

sech  (Präp.)  129,  274, 439, 
II  74,  141,  149,  197, 
209,  300,  secha  n-  II 
300,  secach  n-  I  418 

E  cut-secar  II  496 

seh.  seacharan  327 

sechae,  secce  II  150,  171 

seiche  II  103 

sechem  II  61,  621 

sechi  445,  II 208,  sechib, 
sechip  I  264,  II  208, 
314,  sechis  II 189, 190, 
208,  sechit,  sechitat 
II  423 

sechm-  II  300 

sechmadachtae  II  645 

sechmall,  -sechmalla  II 
300,  511 

sechmi-,  sechmo-  267, 
II  300 

E  con-secr-aimm  II  496 

ni.  seachrän  327 

E  ni.  seicreid  232 

secht  72,  93,  349,  392, 
II  129 

sechtar  II  187,  669 

sechte,  sechtmad  II  135, 
136 

E  sechtman  236,  240 

sechtmogo  267,  503,  542, 
II  103,  130 

seccu  408,  421,  439,  II 
150,  171 

E  secul  197,  228,  496 

sechum  II  150,  sechut 
II  49,  150 

sed-ait  II  604 

sede  357,  II  152 

do-sefnatar  II  625 


seg-  39,  ad-seg-at,  atob- 
seg-at,  fodan-seg-at, 
ro-seg-ar  II  606,  607, 
608.  610,  seg-ait  II 
333,  606 

SEGAMONAS  II  108 

sei  379,  II  623 

con-sel-ai ,  con-sel-sat 
II  622 

nodon-sel  II  630 

sell-aim  78,  157 

E  sela  223 

-selach  85,  II  631 

-selas  II  361,  630 

selb,  ni.  sealbh,  seUbh 
64,  328,  354,  II  86,  624, 
631,  äd-selb-em,  do- 
selb-i  II  623,  624 

E  ni.  seileastar  192,  435 

selg  'Milz'  75,  106,  176, 
188 

selg  'Jagd'  106,  350 

-selg-atar,  fo-selg-atar 
II  631,  -selaig  II  368, 
631 

ni.  seilmide  328 

-selosjE  II  630 

sera  (=  som)  349,  357, 
420,  II  139,  140 

seini  354 

seiraedh  99 

E  ni.  seimilear  II  51 

semiu  354 

sen,  ni.  sean  36,  71,  330, 
447,  II 12,  20,  44,  119, 
seh.  seann  (sluagh)  I 
409 

senn-,  -seinn  II  60,  368, 
625,  dum-senn-at  II 
361,  625,  do-seinn-ed, 
du-sen-te  II  625 

sen  'Sprenkel'  103,  184, 
296 

E  sen  'Glück'  223,  297 

con-sena  II  633 

ni.,  seh.  seana-  330,  vgl. 
sen 

ni.  seanachaidhe  328 

E  senatöir  II  43 

Sencha  352,  II  32 

senchas,  ni.seancbas  149, 
328,  357,  493,  II  20,  32 

-send-itis  II  625 

E  senester  221 

senaich  86,  II  368,  635 

senitn,  seinrn  II  60,  112, 
625,  senmira  I  342 

E  ni.  seanmoir  328,  493 


Pedersou :  Vgl.  kelt.  Gramm.    II. 


senmuim,  8.  senmim 

sentu  365 

E  senufl  202 

seol  103,  299,  II  53 

seotu  298 

E  ni.  seipeal  230 

dunda-sopfainn,  do- 

sephain  75,11368,625, 

sephainn  I  75,  510,  II 

368,  625 
seir  75,  185,  366,  II  101 
serr  72,  94 
serrach  94 
serb  78,  vgl.  seirbiu 
E    ni.    searbhfhoghanta 

193,  201 
seirbiu,  serbu  349,  354 
serc,  ni.  searc  (Gen.  sear- 

ca,  seirce)  78, 186,  328, 

350,  354,  368,  415,  434, 

478,    II  24,   287,   411, 

481 
8e°rc  368,  vgl.  serg 
sercol  II  24 
serg  71,  177,  vgl.  seorc 
E  ni.  searmöin  493 
Sern-    II  409,   626,    con- 

sert  II  626 
sess  II  35 
seiss  II 362,  388,  604,  605, 

slan-seiss   II  604,    no- 

sess-ed  II  604 
ra-seis-ed,  ra-sess-et,  do- 

ses-et,     ro-ses-aid,    ro- 

ses-iumII361,  609,  610 
to-sess-a    II  625    (Z.  21, 

29),    du-ses    <8>a,    du- 

ses-ainn  II  625 
E  seis  190,  209,  220 
sessam  308,  II  628 
sesc,   ni.  seisc  (Adj.)  71, 

77,  126,  368,  II  2,  4 
ni.  seisc  (Subst.)  76 
sesca  II  130 
sescenn  76 
sesceing  II  617,  sescaind 

II  367,    616,    sescaing 

II  617 
sessed  78,  II  135,  seser 

I  74.  II  136 
E  sesra  201,  205,  216, 

218  (Z.  29,  381,  220.  491 
E  seist  218 
seth-  II  10,  627 
set  'Weg'  138,  II  47 
set    'Schatz',     s.    seotu, 

seiiit 
set-,  söt-im,  seit-ini,  set-ir 

47 


738 


Wortindex.     Gälisch. 


88,  174,  435,  II  627 
B  Setanta  24 
sethar  274,  275,  II  139, 

140,  169 
ni.  seitheamh  II  628 
setfethchaib  II  627,  628 
setig  535,  II  89.  215 
seüit  299 
-si  'sie'   479,    II  139,    si 

I  457,   n  139,   152  (si 
ede),  154,  170 

si  =  se,  so  II  186 

si    (2.  PL)    349,    II  139, 

153,  168 
ro-sia  II  361,  609 
sia  (Kompar.)  320,  II 49, 

120  (Z.  7,  23) 
siabhra  (ni.),  siabrse  266 
ro-siacht  II  609 
ni.  siad  457,  II 141, 154, 

171 
siangal  II  24 
E  sians  190,  209,  220 
siar  93,  II  187,  192,   ni. 

shiar  I  442 
siasatär  11388,  605,  sia- 

sair,    -siassair    I  310, 

II  271,  388,   604,    im- 
ma-siassair  II  605 

siat  II  154 

siathir  II  118 

sib,  ni.  sibh  274,  277,  421 

457,  II  139,  155,  168, 

309 
do-ssib  II  361,  625 
ni.  sinbhal  II  47 
E  ni.  siobhall,  sibhl-aibh 

221 
-sibl-ad,  -sibl-ur  n  623 
ni.    siabhl-aim     II    623, 

(E)  siabhlöid  n  47 
sibra  se  II  625 
ni.  sibh-se  421 
and-saic  11,  II  153 
ni.  sioc  230 
num-sichethre  II  621 
sid  (Augens)  II  152 
sid  218 

E  ni.  sioda  209 
side  11,  274,  357,  II  139 

(öfters),  141,  152,  154, 

189 
sifais  II  625 
Sil-  n  623 
ar-sil  II  631 
Sil  50,  II  53,  65 
ni.  sil-im  356,  435 
E  sillab  202 


B  seh.  siolag  72,  II  31 
E  ni.  siolastajr  192 
silis,  fu-silis,  silsimi,  ar- 

silsither  II  631 
sin  420,  II 139,  153, 154, 

172, 180, 184  (Z.  20, 41), 

186,  187,  188  (Z.  1,  17), 

189  (Z.  1,  27),   193  (Z. 

33,  35),  194,  195,  205, 

671  (Z.  16,  23) 
sin  =  isind  264 
ni.  sinn    277,   457,   492, 

II  155,  342 
sin-im  II  678 
imma-sin-ithar,     immon- 

sin-setar  II  311,  678 
sinnchenae  351,  II  27 
sine  75 

sinni  492,  II  139 
(E)  ni.  sinisean  75 
sinonn  II  177,  185 
sinser  II  44,  125,  169 
siniu,  sinu342,365,II119 
sion  68,  75 

sir  51,  1132,49,  120,628 
sir-    II  32,  628,    sirecht 

II  32 
sirg  368 
E  siric  209 
-siQs  II  604 
ar-siss-edar,    fo-sis-edar, 

ima-sis-edar     II    394, 

628,  629,  630,  -siss-iur, 

ara-siss-iur   I  79,  367, 

II  433,  628 
sis  II 185,  187,    ni.  shis 

I  442 

sissi  277,  II 139, 168, 309 
sisni  492,  II  139 
E  sithal  72 
bolc-sithe  II  628 
sithithir  II  118 
sithlad,  ni.  siothlän  72 
siu  'hier'  n  79,  188,  193, 

ani  siu  II  185,  188 
siiUl  299 
siur  38,  73,  74,  246,  435, 

II  105    (passim),    106, 
siurnat  II  49 

con-sla,  cota-slaad  II  622 

du-slaid,  släd-ar  II  630, 
slaid-id  II  361,  630, 
slaide  U  412,  493,  630 

slän  53,  II  56,  604 

slänlus  146,  492 

-slaiss  II  630 

slat  84,  145,  185,  535 

ar-slaithi  II  630 


slataige  II  23 

slaittius  II  630 

ad-slei,  -siecht,  -sleacht-a 

II  631 
E    slecht-aira,     slechtan 

199,  221,  228 
sleidm  II  60 
sieg  100,  102,  366 
fu-sleg-ar  II  631 
slemain,  slemun  84,  168, 

326,  II  56 
sleith  II  649 
do-sli  II  631 
sliab  84,  172,  354,  II  66, 

67,  95,  96 
sliasat,   sliasait  84,  185, 

II  47 
slicht,  sliocht  'Spur'  367 
slicbt  'Geschlecht'  84 
slig-  II  368,  631,  ad-slig, 

ar-slig,     fo-slig-im    II 

631,  slige  II 103,  411, 
493,  631 

slige  'Straße'  II  103 
E  slind  84 
süss  84,  185,  II  47 
sloic-,    -slocad,     slocod, 
slog-ait,    -slog-eth     II 

632,  ni.  sloig-im  I  151 
slög,  sloig  341,  408 
slond     33,    83,     II  632, 

slondud  I  262,  II  632, 
ni.  sloinne  I  83 
sluag    84,  99,   101,  261, 
266,    II  14,  55,  64  (Z. 
12,  18),  69,  vgl.  slög 
sluc-,    sluic-   151,  II  632 
sluind-    83,    II  338,  340, 
632,      di-sluindi,     do- 
sluindi    I  26,  83,  350, 
358,    II  37,  251,   332, 
340,  632,    ad-sluindim 
II  632,  run-sluinfem  II 
266,632,  sluintir  II 632 
B  ni.  smaoiach  73 
smech,  ni.  smeig  86 
B  seh.  smeorach  73 
smer  67,  70,  73,  87,  162, 

508,  II  665  (merai) 
B  smeroit  II  46 
smir,  smiir  86,  337 
B  smol,  smolach  73,  318 

(Z.  9,  26) 
smuainim  113,  185,  296, 

317,  318 
-sn-     II    139,    145,    171 

(Z.  9,  18) 
snad-,  snaid-  II  29,  632, 


Wortindex.     Gälisch. 


739 


in-snad-at  II  633 
ro-snad-ius       'habe     ge- 

schworamen'  II  626 
snad-   'schützen'    85,    II 

633 ,      ron-snäid ,     at- 

snad-i   II  633,     snäid- 

Riunn  II  149,  351,  633 
snaide  II  632 
snaidm  169 
snam  85 
snass,  atom-snassar, 

snaisi ,     in-snastis     II 

632,  633 
snäthat     85,     153,     177, 

185,  II  47 
snäthe  85 
in-snäter  II  633 
sne^chta    (ni.),    snechta, 

snechte    85,    129,  153, 

342,  350,  367 
sned  41.  85.  111,  185 
snedis  II  633 
-sni  'wir'  II  139 
sni-   68.  85,  185,    II  59, 

456,  544,  633,  con-sni, 

snidis  II  633 
sniK-  85,  86,  108,  II  368, 

635,  snigi  II  635 
snini  266,  II  8,  59,  633 
snini,    snisni    277,   492, 

II  139,  168 
snithe  II  633 
snob  85 
ni.  snuadh  85 
so  'ich'  II 138,  139,  187, 

192 
so  (demonstr.)   349,  357, 

II 139,  186,  187  f.,  188 

(Z.  11),  192,  194 
so  =  SU  442 
so-  (Vorsilbe)    284,   364, 

475,  II  9,  11 
so-  (Verbum)  II 507,  635 
ro-soich,  ro-soich-i  II  609 
sochraid  II  12,  sochruth 

I  364,  475,  II  9,  12 
socht  435 

sochuide  II  205,  215 
sochumacht  II  12 
adro-soid.  ad-sode  II  638 
sodin,    sodain    275,  316, 

II  188,  189,  195 
soeras,    soer^is     II  218, 

235  f.,  370 

ro-soiged  II  609 

-8oi,  a-8oi,  do-soi,  imme- 
soi  II  297,  635,  637, 
-soi-fe  II  359,  635,  ro- 


soi-sset     II  368,    635, 

imme-soi-ther,  soi-the, 

im-söi-tis  II  635 
söib,  soib-  II  637 
con-s6id  II  605 
söir  =  saer  92 
soir  'frei'  92,  II  80,  179, 

nacha-soir-bed  II  359, 

diarum-soirae  II  246 
con-soiter  II  605 
(R  od.  G?)  8ÖI  205 
R  soilestar  192,  193,  216, 

220,  435 
soilgib,  solaig  II  98 
soillse,  soilse  351,  II  180 
R  sollum(m)un  356 
solus  351,  364 
som   349,  357,  420,  479, 

II   139    (öfters),     155, 

170,  173  (Z.  1) 
R  sompla  193,  201 
R  son  195,  362,  II  82 
sonn  75,  II  86 
sön  274,  275,  316,  II 139, 

189  f.,  671  (Z.  25) 
sonartae  350,  sonartaidir 

503,    sonirt  268,   284, 

II  9,  sonirte  I  350 
soinraech,  soinmiche  503, 

II  17,  32 
sonortu  268,  350 
ni.  shoir  442 
R  sorn(n)  221,  239,  362 
ro-sois-edh ,       ra-soss-ed 

II  609 

soos  7,  316 

soscele    298,  351,   II  12, 

179,     vgl.    suuischela- 

ichthi 
soud  II  635 
sous  308 
seh.  spe^ch  88 
R  speil  194,  219 
adru-spen  421, 11303,517 
R  speir  213,  237 
R  speis  209,  219 
R  spinrt,  spirut  211,  338, 

II  180 
R  sponc,  seh.  spong  219, 

224 
R  ni.  sprcidh  213,  219 
srath  81,  179 
R  srät  203,  220,  232 
R  srathar  204,  208,  220, 

231,  238,  266,  II  43 
sre-id,    sröd-im,    srcd-is 

81,  II  626 


do-sreggat  II  637 

srenn-im  82,  157 

ni.  sreang  81 

sreng-  81,  II  637,  do- 
srenga  II  245,  637 

sreod  81 

sreth,  sreith  (Subst.)  II 
626,  627,  ro-sreth  II 
626,  srethi  I  56,  253, 
II  35,  410,  626,  sre- 
thius  II  626 

R  Brian  143,  208,  221 

srithe  56,1135,409,410, 
626 

R  sroigell  193,  221,  222, 
491 

a-sroither  II  626 

sron  82,  125,  296,  318 
(Z.  11,  20,  26) 

srothaib  364 

sruaim  54,  82,  174,  316 

sruith  81,  175 

R  8ch.  sruth  'Strauß'  220 

sruth  'Strom'  35,  82, 174, 
361,  364,  II  34,  sra- 
thar II  51,  di-sruthai- 
gedar  I  82 

R  ni.  stäbla  219 

R  ni.  stad,  stad-aim  218 

R  ni.  staid  218,  232 

stän  103,  295 

R  stell  208 

R  stiall  199 

R  stoir  194,  219,  storide 
346,    II  28  (Z.  12,  20) 

R  struth  220,  232 

SU-  (Vorsilbe),  s.  so- 

su.siu'du341,349,352f., 
II  139.  140,  168 

suaichnid  485,  II  17 

sualig  II  31 

ni.  suaimhneas  165 

suan  94,  316,  338 

suanem  103,  184,  296, 
317,  318,  II  61,  107, 
suanemuin  I  316 

ni.  suairc  409 

8uas  7,  316  (L.  1,  3,  25), 
II  187,  ni.  shuas  1442 

subaigthius  II  149 

R  ui.  substainnt  234 

ad-sud-i,  at-suid-i  184, 
350,  420,  II  340,  637 

suide  (Prou.)  357,  394,  II 
141,  189(Z.  2,  26),  194 

suide  iSubst.)  72,  111, 
184,  II  35,  605,  suidig- 
11389,  rerui-suidigddis 

47* 


740 


Wortindex.     Gälisch. 


II  299,  iarmuru-sudi- 
gestar  II  296,  forru- 
Buidigsetar  II  247, 
suidigthe  II  409,  sui- 
digud  II  638 

8Üg-im  72,  186 

B  ni.  sügha  72 

sui  244,  II 9,  12,  18, 103, 
288 

ad-süi  II  507 

im-sui  II  635 

ni.  sul  II  672 

süil  62,  II  93,  180 

sulbir  II  12 

sium  II  139,  140 

E  suma  223 

sund  497,  II  188,  189, 
192,  193,  194,  195, 
sunda  II 188,  193,  194, 
sunt,  s.  sund 

seh.  suirghe  328 

R  suirnn  362 

suuischelaichthi  420,  vgl. 
soscele 

R  süist  221 

suth   71,  361,  II  34,  637 

B  süithche,  süithe  71, 
72,  508 

suHhe  'Weisheit'  II  18, 
668 

ad-suiter  II  638 

SVAQQUCI  74 

t-,  -t-  'dein'  264,  270,  274, 
442,  464,  II  139,  140 

-t-,  -t  'dich'  465,  II 139, 
145,  146,  168,  169 

-t-  'es'  II 145,  147,  -t-  vor 
Pron.11145, 147, 173f., 
-t-  vor  dem  Verbum 
'sein'  II  424.  425 

t-  =   to-  II  300 

t-  vor  Adverbien  11  187 

-ta-  (Pron.)  II  145 

ta-  =   to-  II  300,  474 

-ta  (verbundene  Verbal- 
form) 455,  II 422  f.,  429 

-tä.  at-tä,  a-tä  468,  II 
148, 251, 420, 421 (Z. 13, 
22 ff.),  423  (Z.19),  431, 
432,  433,  434,  435,  441, 
444,  446,  630,  639,  vgl. 
ata  (lat);  ni.  ta,  seh. 
tha  1468,  II  251,  ara- 
thä,  ar-thä,  ar-ta  II 
219,  220,  235,  441, 
fordo-tä  II 443,  at-ta-at 
1456,  II 431,  remi-ta-at 
II  444,  -ta-i,  at-tä-i  I 


252,  II  79,  431,  -tä-u 
I  79,  186,  252,  307, 
390,  395,  II  78,  250, 
342,  431 

arna-tta  II  656 

-tabarr325,II470,  tabart 
1 353,  II  249,  273,  470, 
472,  tabarthi  II  249, 
470,  taber  II  470,  ni 
tabair,  ni  tabir  II  469, 
470 

R  ni.  tabhairne  226 

nis-tabor  II  469,  ta^bred 

I  257,  II 249,  332,  470, 
-taibrem,  taibrem  1345, 

II  249,  470,  taibrid  II 
249,  470 

taibsed  II  519 

-tabur  258,  369,  II  469 

-täich,     -tach-atar     182, 

II  367,  639 
taiccera  II  533 
taeair  II  316 
tacmaicced,     tacmungad 

II  554  f. 
taeco  II  261 
fris-tacor(tais>  II 499,  500 
tacradad,  taeräth  II 496 
tacre  II  534 
taeeu  II  261 
tacur,   fris-tacuirther  II 

499 
-tad  II  430" 
täid  183 

tadall  II  267,  353,  509 
tadbanar  II  519 
taadbartha  II  469 
tadbat,  taidbdid  II  519 
taidbech,  taidbecti  II  460 
taidhbhse       (ni.)        421, 

taidbsiu  421,  II  519 
Tade  88 
taidehor,       taidchoirthe 

II  500 
taidehrenid  II  497,  taid- 

ehrico  II  301,  497 
Tadg  88 

-taidirsed  II  594 
taidled  II  509 
taidmenadar,       taidmet, 

taidminedar  II  581 
taidrius  II  600 
-tse,  eon-taeg,  do-thaegat, 

fris-taes,  -taesat  II 646, 

647,    -täet,  tffit  I  324, 

II  645,  646 
-tsethsad,  -taethsatll  656 
tafann,    tafnetar,    taifni- 


tir,  taffond  II  625 
con-tag-ad  II  607 
taig,  tag-id  II  451 
taig,  taige  39,  98,  II  95, 

täi  (Pron.)  II 139, 140, 168 
-täi,  8.  -ta 

at-tai  'zündet  an'  II  507 
-täi,    fris-täi,    taig-,  con- 

täig  II  645,  646,  647 
tain-ed,  s.  tain-ed 
tais-,    to-tais,    -tais-ed, 

-thais-id    II  646,   647, 

fris-taiss-inn  II  643,647 
täis  56 
-tait,    täit    324,   II  645, 

646,647,  fris-tait  II 647 
-taith  II  656 
taul  45,  132,  340 
täi  85,  90 
tall  156,  442,  II 39,  184, 

187,  195,  196,  ni.  thall 

I  442 

-tall  II  272,  511,  tall  II 

650,  -tall-aI52,  II273, 

275,  511,   eon(d>a-tall- 

ad  II  676 
G  seh.  talla  412 
taalach  340 
talam  45. 132, 163,  II  61, 

107,  108,  179 
R  talland  200,  234,  239, 

265 
-tailc-ed,  taUe-iud  II  568, 

564 
(R)    talchube,    taUehube 

207,  236,  340,  496 
tale  II  335 

talgud,  talaig  II 562,  563 
tailm    39,  87,   169,   178, 

II  93 

talman     164,    328,     tal- 

mande  II  62 
talmaidiu  II  77 
R  ni.  täilliür  261 
-tam  II  422,  429 
a-taimet  388,  II  503 
tamun  79 
tan  II  14,   nach  thain  I 

395,  -tan  II  14,  659 
-tan  II  422,  430 
täin  II  353,  451 
tain-ed     II    526  f.     (oder 

tained?) 
tana  131,253,375,  II 15, 

85,  101 
tänae  247,  II  368,  557 
taneabair  II  370,  taneas 


Wortindex.     Gälisch. 


741 


II   391,     täncatar    n 

368,  558 
tanse,  s.  tana 
tänic,  tänico  II  273.  285, 

286,  368,  388,  557 
tanide  357 
ni.  thäinig  468 
tänise,  tänaise  II  21,  135 
-tans-i,  tänsem,   tainsem 

II  583 
ni.    taobh-shiar,    taobh- 

shuas  409 
ni.  taom  II  60 
ni.  taoiseach  308,  s.  toi- 

sech 
ar-täott,  co-taot  II  642, 

647 
taipe  II  461 
tar   270,  439,   II  22,  74, 

149,  300,  433,  ni.  thar 

I  463 

tair  (Adv.)  II  187 

taJr,    nira-thair    II   335, 

351,  553 
tarr  83,  II  18 
tär,  tär-  79,  536,  537 
tara  n-  II  300 
ni.  tarrach  83 
tarrachtain  II  610,  611 
tarras  II  598 
tarras-air,   -tarras-tar  II 

628 
tarasin  II  629 
-tarat  369,  II  300,  471 
taratbar    134,   179,   262, 

326,  II  45 

tarb    63,    176,    428,     ni. 

tarbh  327 
tarba  354,  vgl.  tarbe 
-tärbas  II  519 
tarbe,     ni.    tairbhe     34, 

327,  354 
nim-tharberar,    -tairber- 

tar,    tairberthae,   tair- 

birthi  II  249,  465 
tarblajng,  tairbling,  tar- 

blingis,     -tarblais     II 

567,  568 
tairc-ed  'er  soll  kommen' 

II  553 

-tarc-at    'bewirken',    fu- 
tairrc-ether,       tairc-i, 
tärc-i ,     conrö-tairc-is, 
tarc-u8  II  553 
taJrcbecbuin  II  481 
tairchell,  tairchella, 

-tairchela  II  482,  483, 
485 


ta'rchet,  tairrchet,  -tar- 
chet,  tarrchet  347,  II 
481,  tairf;hital  I  266, 
347,  II  481 

tarclamad  II  510 

chon-tarohomraic   II  557 

taircsiu  II  553,  täirciud, 
täircud,  tarcud,  tärcud 

I  342,  355,  II  553 
tarcuisne  153 
-tardatis  II  264,  471 
taJrec  II  553 
tairred  II  598 
-tarfen  II  517 
tarrg-id     II     637,     vgl. 

-ta»rrng-et 
taifg,    täirg-ed,    targ-aid 

II  553 
targabäal  369,  II  532 
tairgire  485 
targlaim  II  510 
tärrgud  II  553 
tarraid  II  598 
tairiden  II  676 
taraill  II  509 

-täirilb,   -tarilbae  II  267, 

623 
tairinn,    tairinn-id,    tai- 

rinn-ud  II  526 
tarraing  II  637 
thairis(ni.),  tbaris.  tarais 

457,  463,  II  150.  171 
-tairis-ed     II   266,     fris- 

tairiss-etar,      -ta'riss- 

idar,  in-tairiss-itis    II 

628,  629 
tarrais  II  598 
taraisse,  tarisse  II  629 
tairissem,  ta^risin  II  628 
tarissiu  II  629 
-tarla  369.  II  311,  501 
-täirle  II  267,  268,  509 
-tah-laic,  -tarlicid  II  562, 

563 
tanrlaingset  II  568 
tarra-  473,  II  300 
tairra  II  60 
tarmart-ad  II  675 
-tarmaeca  II  577 
tairmchell  II  483 
tarmchossal,  tarmchoslai- 

dib  II  622 
tairmcbrutto  418 
tairmescc  II  577,  612« 
tarmi-  II  300 
tarmairt  II  675 
tarmlaing  II  568 
tairmthecht  II  300,  646, 


tairmthechtas,    -tarm- 

thiagat  II  645 
-tairmg-et  81,11245,637 
-ta>rngerat  II  534,  tairn- 

gire  I  485.  II  534 
tarnajc,  -tharnic  II  553 
tairniud  II  526 
ta«r8-et,   -ta'rs-immis   II 

553 
du-tairs-etar  II  385,  653 
tairse  II  150,  171 
tairsem  II  628 
tairsitiu  II  47,  624 
tarslaic  II  564 
tarsna  fni.),   tarsnu  329, 

II  22,  59 
tairsiu  II  150,  171 
tart  44,  81,  174 
-tart,     -tart-a,    -tart-sat 

II  271,  471,  594 
tarth-atar,   -tairth-ed  11 

598 
tairthet  II  598,  642  f. 
ta^rtaim,  taorthim,    tair- 

thim  II  657 
tairthiudb  II  642 
taisbenad  421.  II  517 
tasc,  ni.  täsc  II  619 
taisc,      tasc-a,      tase-e. 

tasc-i,   ta»sc-id  II  606 
tascar  'Hausstand'  II615 

(Z.  22,  41) 
tascar     'flotsara',      dos- 

tascar  II  614 
ni.  taisce  II  609 
taisceltai,  ta^scelud  II 617 
taiscid  419,  II  609,    tas- 

cide,  taschide,  taschi- 

detu  II  41,  611 
ro-tbascair  II  614 
-tascn-^i,  tascnam  II  634 
imme-tbascr-at    II   615, 

tascr-^is,  tascrad  1490, 

II  614 
tascud,  tasciud  II  606 
tascugud  II  606,  619 
tascur  II  615 
taisfen-ini,     -ta»sfen-tais, 

tasfenad ,       taisfenad, 

-taisfeöin  421,  II  517 
tasgid  369,  419.  497,  II 

609,   611,   664,     taisig 

II  609 
taisilbiud  347,  II  624 
taispean(-)  (ni.)    70,   359, 

421.    ta»spen-im,    ta»s- 

penad  421 
G  ni.  taisteal  436 


742 


Wortindex.     Gälisch. 


-tat  455,  II  423 
tatalc  II  303,  563 
tatbam  II  657 
tatbarla  U  676 
-tathbongat  II  460 
taithesc  II  621 
-tatailc  II  563 
-taitbim  II  460 
-täthaiß  II  656 
taithmech  II  460 
-taithminedar  II  581 
-tatn-  396,  II  147 
ni.  taHnigbim  153 
tathura  ,    taitliiunn ,    ta- 

thund,   tathus,  tathut 

II  148,  432 
ni.  seh.  te  (Pron.)  II 185 
te   (Adj.)  92,  93,  253,  II 

19,  104,  118 
-te,  -tei  244,  352,  II 355, 

640 
tec-at  II  557 
tech,  ni.  teach  39,  73,  98, 

102,  171,  184,  185,  253, 

264,  365,  392  (teg  n-), 

418  (Z.  7,  30,  33),    II 

66,  95 
(as)  tech  (=  dach)    424, 

499 
tech-    128.    182,    II  353, 

362,  367,  639,    a-teoch 

I  367,  II  639,  teich, 
a-teich,  atab-tech-am, 
tremi-teich-ed,  teched, 
teiched  II  639 

tecailse,  tecilsid,  tecMm, 

teclimra  II  539 
teclaim,    teclom    II  510, 

vgl.  tecmall- 
-tecma  II  555 
tecmallad  II  510 
teemang    419,  487,  n  9, 

24.     555,       tecmaing, 

thecmaised,  tecmoncuir 

II  555,  thecmongat  II 
248,  555 

tecnate ,    tecnatatu    418 

(Z.  6,  28),  II  41 
tecomnacht  II  248,  457, 

-teicomnacht     I    258, 

305,  II  457 
teccomnocuir  419,  II  248, 

385,  388,  555 
tecosc  269,  358,  419,   II 

297,  620  (vgl.  teagasc), 

tecoisc  II  620 
imme-thecrathar  II  501 
texsaidh  II  620 


techt  79,  124,  174,  II 34, 

111,   144  (Z.  20).   412, 

641 
tecbt  124.  II  34 
techte,  teichte  124,  343, 

II  35,  661 
teichthechaib  II  639 
(K)  techtaire,  teehtairecht 

II  51 
seh.  theid  468,  II  305 
no-ted-mais  II  504,  649 
tedbarthe  II  469 
teidm  II  60,  649 
ni.  theag-adh  133, 270, 420 
teig   II  640,     -teg-ed   II 

333,  640,  teg-i  1 58,  II 

333,  336,  639,  for-teg- 

id  II 643,  647,  tu-theg- 

ot  16,270,  II 333,  645 
ni.  teagar  II  501 
ni.  teagasc  269,  328,  358, 

419,  II  620,  vgl.  tecosc 
tegdais  393  (Z.  4,  33) 
teglacb  84,  99,  261,  266, 

II  3,  14 
ni.    teagmb-aim     II  375, 

teagmhäil    I  419,  487, 

II  24 
teit,  s.  te 
tell-a  52,  II  274,  275,  353, 

482,    511,    -thel-fea   II 

311,  511  ■ 
-tela  II  571 
telach  340,  II  23 
tellach  II  570  (long-) 
tellach  'Herd'  540,  II  55 
tellad  II  274,  482,  511 
teile,  -telcid  II  564 
(K)  telchubi  207,  340 
ni.  teilg-im,  teilgean  329, 

487,  II  565 
tellais  II  570 
telo  II  650 

seh.  tenm,  teim-  11  60 
temel  II  54 
Temair  II  99 
E  tempul,    ni.   teanipull 

237,269,326,  1166,179! 
ten  93  I 

R  tenn-aim  198,225,231 
-ten-tis  II  542 
E  teanantuidbe  193  (Z.  26) 
E  tend  198 
tene     40,    93,    161,   249, 

542,  II  19,  103 
teanga  (ni.),  tenge  46,  88, 

107,  186,  247,  249,  346, 

409,  494,  II  101,  103 


teulach  540,  II  55,  103 
teol  II  649 

teoir,  teora  73,  II  127 
E  teöra  241,  435 
teipersen,    tepairsMi,    te- 

presiu  II  46,  477 
seh.  their  468 
terbirt  II  465 
terc,   seh.  tearc  81,  368, 

480,  ni.  teareadh  354 
terehantu  II  481 
teirce    (ni.),     ar    thercai 

350,  354,  368 
terchital  II  481 
eomraa-terehomla  II  510 
eon-terchomraie-inn,  ter- 

ehomraicthi  II  557 
terfochraie  II  497 
-terga  358,  II  300.  646 
-terglansam,    -terglas   II 

539 
eon-terissedar,    terissem 

II  628,  629 
E  tearma  (ni.),  termann, 

termonn  239,  241 
-terna,    ternam,    -ternai, 

terno  II  635 
terochraic  II  497 
E  teirt  197 
teruarsena  II  600 
tess  'Hitze'  II  19,  21 
tess  'südlich'  II  187 
-tes,     -theis,    -tes-ed    II 

353,  639  (tech-) 
-teis   II  355,  640,  teis  II 

218,  235 f. ,640,  -tes-ad, 

-tes-ed    I  358,   II  319, 

640,  tes-iII640,  -theis- 

inn,     fris-teiss-inn     II 

313,  640,  643 
tesarbae  II  267,  443,  -te- 

sarbi  II  264,  286,  443 
tesareon,  tesargain  II 589 
tesbanat,  -tesbat  II  443, 

tesbuith  1124,294,443 
E  tesc  224 
tese-  224,  II  612 
-teseba,  -tesseba  II  443 
tessim,  -teismetar  II  624 
E  seh.  teismid  234 
E  teist,    tesst    198,  218, 

367,  478 
testa   II  443.     ni.   teast- 

(bh)äil  II  24 
testi  II  624 

E  testimin  240,  II  66,  94 
testiu,  teistiu  II 302,  624 
tessurc  II  588 


Wortindex.     Gälisch. 


743 


tet  (Subst.)  138 

tet,  teit 'seht'  468,11286, 
305,  449,  639,  640,  647, 
ar-tet  II  642,  do-tet, 
do-teit  I  324,  468,  II 
645,  tet-o  II  217,  640, 
teit-i  II  148,  640 

ro-tetha  II  649 

tetacht  II  644 

tetarracht, tctarrachtain, 
con-tetarrat  II  599 

tetarcor  II  500 

-tetarraid ,  -thetarrais, 
con-tetarthet  II  599 

doru-tbethaig  II  652 

tetlo  II  649 

scb.,  ni.  ti  II  185 

co-ti  II 557,  fris-ti  II 558 

R  tiacb  208 

tiacb  'icb  werde  gehen' 
II  640 

tiacb tain  II  558 

tiag-  2,  26,  58,  79,  101, 
124,  174  (Z.  2,  9),  245, 
295,  358,  390,  II 36,  72, 
271,  333,  336,  342,  360, 

.  367,  376,  412,  449,  639, 
648,  678,  tiag  (sa)  II 
335,  349,  640,  tiagar 
II  395,  641,  tiagmi  II 
332,  640,  do-tiag-  II 
360,  645 

tiar  II  187,  192 

tiarraoracht,  tiarmorai- 
gitb,  tiarmörset  II  599, 
600 

-tias  II  355,  tias  l  295, 
II  218,  235,  351,  640, 
tias-me,  tias-te  II  351, 
640,  tias-u  II  349  f., 
350  (Z.  35),  640,  tiat 
II  647 

tib-,  -ro-tbib  II  370,  648 

-tiber  358,  II  300,  470, 
-tibrea  II  470,  ni.  -tia- 
bhradb,  ti^bbrad  1 133, 
358 

ticc-  152,  468,  539,  II 
557,  ni.tioc-faidhI409, 
II  363  (Z.  16) 

ticissi»,  ticsatb,  ticsäl 
II  491 

ticbtu  350,  II  46,  109, 
558  (Z.  3,  19) 

-tidbarid,  bas-tidbarthae 
II  469 

con-tifea  II  648 

ting  (Adj.)  99,  185,  337, 


365,  503,  II  116 

tiag  'Ende'  375 

ni.  tig,  8ch.  thig  409,  468, 
vgl.  tifc- 

tigbae  375 

tige,  s.  tech 

tigerna,  s.  tigerne;  Ti- 
gernach II  63 ;  tigerne 

I  99,  253,  350,  353,  II 
4,  53 

tigiu  365 

seh.  tili-  436 

tilach  340 

tilchind  132,  340 

seh.  thilig  328 

ni.  tiomäin(t)  356,  II 451 

timraarcuin,    tioimargad 

II  589,  590 
timarnad,     do-thimarnse 

II  585 
timmartae  II  409,  589 
timb-  11  301 
timchell,      ira-tirachella, 

im-timcelfam,  tirachull 

II  302,  483,  485 
timdi  recht    503,    II  598, 

fo-timdiris,     fo-timm- 

diriut  II  599 
timme  87,  93,  310,  II 19, 

61 
immum-timmerchellsat 

II  483 
timgart,  timgairi   II  535 
timna,    timne    171,   441, ! 

486,  II  65,  301,  586      ' 
tirnorc  (sa)  II  335,  -tim-  ! 

raorcar,  tiramoircne  II  | 

589,  590,   timraorta  II , 

409,  590 
ni.  timpchioll  409  [ 

ni.  timpireacht  409  [ 

timpne,  s.  timne  | 

tirathach  II  655 
timtherecht,  timthirecht  | 

409,   503,    II  598,    fo- 

timmtbiris,      timthir- 

thidII599,  timthrecht 

II  598 
tin-  89,  484,  II  60,  649 
tinnachtae,     tinnagat    II  j 

456,  457  i 

tinc-fat,   tinc-ais   II  488,  j 

tincisin  II  675 
tinchitla  II  480 
tinchor  II  501 
tinchosc  419,  II 298,  620 
tind-  II  301 
tindarscan,  in-tindarscan 


II  613 

tindnacul  418,  419,  488, 
493,  II  24,  301,  457, 
tindnagtar  II  457, 
-tindnised  II  320,  456 

tindrem  II  603 

tindriud  II  600 

tindsatain  II  624 

tindscra  II  497 

tinfcd  420,  II627,  tinfesti 
II  627,  tinfet  I  75,  384, 
II627,  fris-tinfetII627, 
-thinibII627(Z.31,38) 

ni.  tjonnlacadh,  tionnla- 
cain  488,  493 

tinmlegun  II  580 

tinöl,  -tinola  II  511 

tinphed  510,  II  627 

-thinsan,  tinnsatain  II 624 

-tinscana,  in-tinscana, 
tinscetal  II  302,  613 

tinsaitin  II  624 

tintä,  tintäith,  -tintar- 
rad,  -tintae,  -tintither 
II  316.  636,  tintüd, 
tinthuda,  tintuüth  I 
418,  II  636 

tipirsnea  II  477 

tipra  II  104,  478 

a-tiar  484 

tir  'Land'  83,  293,  II  66, 
95,  96 

tir  'trocken'  83 

-tirga  358,  II  300,  646 

tirim  83,  329,  353,  II  61, 
tiormach,  tiormughadh 

I  329 
tirthat  II  49 
tiruairsi,  -thirüarthestar 

II  600 

tis  442,  II  187 
do-this-ad  II  314,  -tis-at, 

immun-tis-at    II    557, 

558,  tis-ed  II 286,  557, 

-tis-or  II  386 
R  seh.  tiosan  237 
tisc-aid  'hebt'  II  491 
tisc-aid  'zieht  aus'  II 19, 

491 
titacht,  tittacht  II  644 
-tithis,    for-tithsat,    -tit- 

saiter  II  652,  653 
R  titul  201 
na-tiubrad  II  469 
fodaro-thla  II  649 
dun-thlak-hiur  II  650 
tläim  132.  169 
tiaith  132 


744 


Wortindex.     Gälisch. 


-tle-thar,     do-tlean,     fo- 
tlen,  tlenaraain  II  649 
no-tlessad  II  506 

ni.  tligim  329,  487 

-tluch  43,  a-tluch-ur  333, 
503  (Z.  13,  15),  II  650, 
don-tluch-am,  du- 

thluch-edar,  do-tluch- 
ur  143,  131,  II  386  (Z. 
15,  43),   403,  413,  650 

-tn-  II  145,  147 

tnüth  132,  153,  154  (Z. 
2   21)    175 

to-  270,  284,  308,  364,  II 
242,  250  (Z.  7),  270,  292, 
300,  302,  445  (Z.  41) 

con-to-at  II  637 

B  to  'ja'  II  260 

to  'stiir  55,  317,  435,  II 
117,  652 

-to  'bin'  252,  II  431,  vgl. 
-too 

-tö  (Konj.),  ae-tö,  im-to, 
is-too  II  652,  653 

neph-thoachtae  II  521 

as-toasci  II  515 

-tob,   tobach  II  460,  461 

ni.  tobann  161 

ara-tobarr  II  470 

tobe,  töbae  316,  351,  II 
295,  362,  463 

tobgar,  -toibget  II  460, 
673 

töbaidi  II  463 

toibned  II  625 

-thobrea,  -toibre  II  470 

-tobuing  II  460 

-thoic-tber  II  650 

in-toich-tber  II  655 

toich  129,375,494,  II 12, 
666  f. 

tocad  133, 151,  II 37,  650 

fora-tochar  II  501 

tocbäl,  tocbäil  484,  II  531 

8ch.  tochd  152 

toicbed  II  610 

toicbell  II  483 

toceth  II  650 

tocbailt  H  492 

tochim  II  492 

fom-thochaisgebadar, 
conru-tochaisgesser, 
toicbaisgim  II  621 

tocbaithem  II  479 

tocbmarc  II  458 

tochmastar  II  461 

con-tocbmairt  II  590 

tochombaig  II  460 


tochomracbt  II  598 
con-tochosgedar,  tochois- 

gem  II  302,  621 
tochra  II  497 
toecrad  II  496 
-tochrastar,  tochre  II  501 
töxal  II  622 
ni.  tocht  435 
-tochthad  II  311,  479 
tocbull  II  483 
tochumlud  II  571 
tochur,    -tocbuir-ther    II 

501 
-ru-thocbur-estar,       -to- 

cbuir-ibthe,     tochuiri- 

udb  II  268,  501 
todäil  II  503 
todernam,  todernide  II634 
todiuscbud,       todiusgud 

419 f.,   497,    II  620  (Z. 

28,  36) 
todlaiger,     todlugud    II 

249,  650  j 

todoiehfet,    todochide   II  i 

675 
do-todsat  II  656 
toe  II  637 
-toerbaig  II  477 
toet  II  646 
toeit  II  525 
do-toeth  II  656 
toetblo,  toetlod  II  649 
-thoetsat  II  656 
toffunn,  tofund  II  625 
seh.  toigh  II  666 
-toig  II  655 
togad  II  650 
togais    II    412,     -ru-tho- 

gaitsam  II  247,  268 
togal  II  521 

ni.  tögäil  4S2,  484,  II  531 
indat-togar    II  147,  536, 

676 
ni.  togbhäU,  s.  tögäil 
ni.  toigeorad  299 
togairm  II  536 
-toglen,   toglenamon,   to- 

glenemon  II  539 
tognam  II  544 
ni.  togr-aim  299 
adin-togra  II  536 
-togrennitis,         tograim, 

im-togrinn  II  549 
-togslaidther  II  622 
togu  253,  364,  II  35,  550 
as-toi,  as-toi-ther  II  507, 

508 
con-toi,   coru-thöi  II  637 


töib  116 
toich,  8.  toich 
toid-ed  II  676 
as-toid,     as-toidet,     as- 

toidi,   toidid    325,   II 

507,  650,  651 
toin-,  s.  toin- 
a-toiri  499,  s.  doire 
töisech  136,  308,  359, 364, 

II  30,    661,     toisechu, 

toisigiu  I  355 
töisrenn  56,  II  52 
as-toitis  II  651 
toi    79,  363,    II  47,   86, 

414,  652 
nim-tol-ann,         ro-thol- 

athar,   ron-tol-omar  II 

652 
con-tol-at,  toil-i8,-tholiur, 

con-tol-us   II  655,  656 
tola,  tolae  351,  II  566 
toUaidib  157 
-toln-astair ,     -toln-athar 

II  652 
tolnaid  157 
toltanach  II  47 
tomra  109 
tomad  II  575 
tomalt,  tomalte  II 34,  577 
ni.  tomhas  386,  s.  tomus 
K  tomba  227 
tomaidb,    ni.   tomhaidhm 

II  574 
tomil,  tomailt  270,  II  577 
-tomainte  II  582 
tomaith ,     tomaithem     II 

575,  576 
-thoimied  II  577 
-tomnad,        -toranathar, 

-tomnibther,  -tomontis 

II  582 
G  Tomrair  162 
toimse    II   579,    toimseo, 

8.  tomus 
tomtho  II  575 
toimtiu    164,  251,   II  46, 

109,  582 
tomus  II  34,  579,    s.  to- 
mhas 
tonn  II  49 
ton  125,  296,  318  (Z.  11, 

19,  27) 
toin-et,  toin-iud  II  526  f. 

(toin-?) 
R  tonach  364,  II  585^ 
tonach   'Waschen',   A'th 

toncha  II  585 
toined  II  526 f.  (toin-?) 


Wortindex.     Gälisch. 


745 


(G)  toinneamh  II  635 
tong-  26,  33,  106,  II 250, 

339,  652,  as-toing,  for- 

toing,   fris-to'ng,    ima- 

toing,  toing-thi,  tong-u 

II  652,  653 
tonnait  II  49 
fo-thonsnät  II  634 
-too,    at-töo,    a-too    252, 

307,  317,  II  431 
tooi<t>  II  525 
top  'plötzlich'  161 
topp  (tened)  161 
-topacht  II  271,  477 
toiprinnit  II  477 
top  und  II  625 
topur  II  478 
E  tor  238 
-tora  II  610 
torrach  83 
-toracht ,     -torrachtatur, 

torachtain  II  610 
torad  II  90.  600,  677 
con-toräd  II  637 
torann  II  60 
törand,  töirand  II  604 
torba,  s.  torbe ;  -ru-thorba, 

-ro-thorba-tar  II  445 
-torba-tha  II  463 
-torban  II  445  (Z.  8,  38), 

torbatu  II  41,   torbe  I 

34,  354,  II  41,  99,  303, 

443',  445  (Z.  16,  27,  38), 

446,  etira-törbie  II 445 
-torbaig  II  477 
torc  'Eber'  33,  43,  364 
E  muin-torc  231 
-torchar,    -torchartar    II 

657 
ni.  toircheas  327 
-torclaither  II  677 
nima-torchomlod   II  263, 

510 
con-torchratar  II  657 
Toirdelbach  40 
toirg-id  II  553 
-torgab,  torgabal    II  532 
-thorgaith,  -torgaitha  II 

266,  268 
torgairm  II  536 
con-tori  II  636,  637 
-toraig  II  610 
torisse,  toraisse,   torisin, 

toraisin,     toraissin     II 

628  f.,  676 
törraach  316,  II  295,  300, 

573,  tormacht,  -törma- 

gar  II  573 


-torrnal  II  577 
-thormassid  II  573 
-tormenar    II  582,     -tor- 

mcnraar  II  388,  582 
törmajg,  -tormais  II  573 
-tormult  II  577 
toirn-et  II  526 
-toirndet,   toirndide,  tri- 

miro-thorndius  II  603, 

604 
ni.  toirneach  143 
thörnther 417, II 248,  604 
con-toroe  II  637 
-toroimed  II  574 
-toirs-itis  II  521  (fich-) 
-thorrs-ed,  -tors-ed, 

-toirs-et  II  610   (saig-) 
-torsamad,  -torsataII624 
E  tort  233 
toirthib,    to'rthich,    toir- 

thigedar  II  600 
torrtbaim  II  657 
-torthissem ,     -torthaiset 

II  656 
tortrommad  316 
torum,  torunn,  torut270, 

II  150 
-thois,  fris-toss-am,  -tois- 

at  II  652,  653,    -toiss- 

ed  I  26,  II  266,  652 
-tois8-ed  26,  II 521  (fich-) 
con-töis-et  II  651 
tossach  300,  308,  503,  II 

30  (Z.  13,  30),  95 
toisc  II  611 
toscelad,  -tosceli  298,  II 

617 
toscen  II  617 
toschid  419,  II  609,  611 
-toscigther  II  619.  toscu- 

gud  II  606,  619 
dod-toisg-ed  II  609 
tosge,  s.  tossach 
tosun  II  625 
tothaim,  tothim  II  657 
tothla  II  649 
totraan  II  657 
tothrebach,     toithrebach 

II  301.  477 
con-totsat  II  657 
toud  II  637 
TOVISACI  136,  308, 359, 

II  30 
thra  457 
trachenn  542 
E    trachtaim,    trächtaim 

229 
traig    39,    98,   102,   131, 


II  101 

trag  101 

tragdai<de>  II  536 

trägud  101 

8ch.  trascadh  77 

trascerthar,  trascair  u.  s. 

w.,  tra8craid490,II615 
trasna  329 
träth  52,  420 
(E)  träthn6na  206,  318 
tre.  tre  (ni.),  tre-  'durch' 

261,  270,  301,  438,  II 

301 
tre-,  tre-  'drei-'  II  128 
treb   116,  132,  170,  178, 

347,   II  8,    a-treba  II 

357,     a-trebea    II  359, 

673 
E  trebläit,  ni.  treabhloid 

211 
(E)  trebun-suide  201 
trec-  II  654 
trecatim  II  301.  536 
trechenel(a3)  II  128 
trechostu  II  128 
E  tredan  196,  211 
trede  (Subst.,  Adj.)  309, 

II  136 
tree  II  150 
a-trefea,  adid-trefea  419, 

II  219,  357,  359,  364 
trefet  II  627 
-tregdastar,    -tbregtaifet 

II  301,  536 
trem-  II  301 
B  in  tremdid  23,  II  79 
-tremdirgedar  II  596 
treraedti,     nem-thremeta 

II  515 
-tremfeidliget  II  301 
tremi-  II  301 
E  ni.  treimhse   240,  352 
tren  296,  298,  II 56, 120. 

663 
treodatid,  treode  309 
tres-,   tress-  446.  II  135 
n6-tress-ta>  II  654 
tresa  n-  II  301 
tressa  296,  II  120,   tres- 

sam   II  123   (L.  4,  28) 
treise  II  136 
tresin-  (rel.  Präverb)  399, 

II  301 
tresin   (Präp.  -f  Artikel) 

II  176 
tresithir  II  118 
ni.  treasna  329 
tret  81 


746 


Wortindex.     Gälisch. 


trethan,  s.  triatb 

B  treittell  160,  495 

trethon d  II  128 

treu  II  150 

treüin  298 

tri  'durch'  261,  270,  272, 

II  149,  301 
tri  132,  392,  404,  441  (Z. 

17,  36),  II  95  (Z.  3,  6), 

127,  fo-thri  II 128,  tri 

chet  I  442,  TRIA  I  5, 

II  127 
triall  II  511 
triam  II  62 
triau  66,  310 
triar  310,  II  51,  75,  136 
triath  132,179,311,11107 
triib  II  150 
E  ni.  triobloid  211 
tricha   249,  366,   II  103, 

129,  130,    tricha   chet 

1442,  trichtaige  II 136 
ni.  trid  II  171 
trat  II  150,  171 
trilis  II  128 
triam  II  150 
ni.  triomhadh  II  135 
E  trimsi  240,  352 
triann  II  150 
E  trindöit  202,  232,  372, 

II  42 
triphne  75,  510 
tris-  (Präverb)  II  301 
triass,  tris-  (Zahlwort)  II 

135.    trisdecdi   I   310, 

II  136 
thrit  457,  vgl.  trat 
triat  II  150 
triuin,  triunu  298 
trocar  II 4,  troc^ire  1 253, 

316,    317,    418  (Z.  11, 

21),  II  4,  17 
ni.  troid  160 
trog  39,  97,  trog-ais  39 
ni.  troigh,  s.  traig 
trog  101,  316,  418,  II  4, 

tröge  I  101 
tromm  132,139,267,355, 

362,  475,  II  115 
trommchride  76 
E  trop  363 
trosc  77,  364 
trosc-im  77,  174 
E  trost  203,  279 
trot  160 
trü  II  97 
truag,  8.  trog;  truaghän 

(ni.)II27,  truaigellOl 


truailleadh       (ni.) ,       ro- 

truaillned  495,   II  566 
ni.  truid  385,  495 
(B)  ni.  truideög  385 
trummae  351,  362,  trura- 

mu  355.  362 
truisc  77,  364 
trusce  362,  364 
as-tu-at  II  507 
tu-  =  to-  II  300,  663 
tu  294,  457,  II  139,  154 

(Z.  13,  37,  39),  155,  168 
tua  55,  317 
tuachall,     tuachil,     tua- 

chail,  tuaichle  316,  347 
tuaid  II  187 
tuagmong  II  5 
tualang,  tuaUnge  300,  II 

7,  80,  117,  415 
-tuarr-ad,  -tuar-tis  II 590 
-tuarascb-at,   tuarascbäil 

II  294,  528 
fris-tua^rc,     con-tuarcar, 

ima-tuarcat      II     590, 

-tuarcend  II 334,  tuar- 

cun  I  308,  316,  if  250, 

590,  tuarg-atar  II  590 
tuargab,     tuargaib    316, 

II  530,  532 
tuartai  II  590 
tuas  409,  442,  II 185, 187 
ar-tuais-bet,  arda-tuaiss-i, 

con-tuas-i   II  359,  651 
tuasilcthi,     tuaslaicfiter, 

tuassulcud,  tuasulcud 

II  251,  564 
tuath    54,  248  (Z.  5,  34, 

39),  418,    II  2,  28,  63, 

86,  102,  179 
Tuathal  II  62 
Tuatän  II  62 
tuathbil  379 
tuati  316,  418  (Z.  26,  37), 

II  28 
tuathum  II  151 
tuba  II  463 
-tubart  II  470 
seh.  thubhairt  468 
tue   II  471,    tuic  II  271, 

287,  471,  474,  tucc-ad, 

-tuc-ad  11248,317,471 
-tuc-fa,   tuicc-i  'versteht' 

II  273,  472,    -tucu   II 

333,  471 
fris-tuich-etar  419,  II 647 
tucbäl  II  531 
-tuichesraais  II  646 
tucait  II  48 


tuicse    351,   420,    II  35, 

409,  549,  550,  tuichsi- 

mem  II  125,  550 
tuicsiu  II  273,  472 
-tuidched    419,    II   646, 

-tuidches  II  646,  ceta- 

tuidchetar  II  293,  300, 

647,    -tudchaid,    -tuid- 

chiss-ed  II  646 
tuidchisse  II  491 
tuideeht  II  646,  647 
-tuidecht  II  646 
tuididen  348, 420,  II  413, 

516 
tudrach,    tudrachtai     II 

302,  595 
tüae,  tuse  55,  309 
ni.  thug  468,  II  274 
tuig-,     for-tug-im,     tuga 

II  654,  655 
(E)  tugatöir  II  43 
tuige  97,  184,  II  655 
tuigsib  II  550 
tul  132,  340 
seh.  tuil  253 
con-tuil,  con-tuU-em,  con- 

tul-et,    tuU-sitir     151, 

II  655 
-tuill-im  II  631 
tulach  340 
-tuUatär  II  646 
tul  cind  132,  340 
(E)  tulchuba  340 
tuile  253,  351,  II  66,  566 
tuUled  II  567 
tuilem,  tuillem  II  61,  631 
-tulid,   -tuMd,   -tultatar 

II  646 
seh.  thun  II  11 
do-thung  II  652 
tuinide  II  584 
tuinsem  II  584 
tur,    tüir,    ru-tuir-set   II 

269,  628,  678 
-turbais  II  460 
turcbäl  II  491,  530,  532 
tuirem.  -tuiremar  II  603 
to-türg-imm  II  595 
-turgabar  II  530 
turlaim,  tuirlinges  II  568 
-tiürmed  II  248,  -tuirmi 

I  362,  II  603 
turnta  II  526 
ni.  tuirseach  143 
j  tursitnech  II  47,  624 
tuirthecht,         turtheda, 

turtheta,    tuirthiud  II 
1      642,  643 


f 


Wortindex.     Gälisch. 


747 


turus  II  600 

tÜ8,    8.    tÜUS 

doro-thuus  II  656,  658 
tuisel  II 46,  250,  623,  668, 

-tu»8l-ider,     -tusl-ifea, 

tuisled  II  623,  674 
tui8te  II  624,  tuistenach 

II  47,     tuistiu    II  46, 

250,  302,  624 
tussu    294,  442,    II  139, 

140,  168 
-tuit    II  250  (Z.  17,  31), 

367, 656,  -tuiter,  -tutet, 

con-tuHet,     tuitiin     II 

656,  657 
tuthle,  tuithlae  348,  II  54 
tüus  136,  153,  308,  309, 

359,  363,  n  34 
üa  (Subst.)  55,  II 16,  vgl. 

aue 
ua    (Präp.)   316.    hua  n- 

'von    ihren'    316,     rel. 

Präverb  II  301 
huaib  n  151 
uabar  49,  316,  317  (Z.  7, 

39),  n  50 
fod-uacair    308,    316,    H 

299,  303.  535 
nacht,   huacht  103,  816, 

435 
uachtar   93,  II  44  (Z.  7, 

19),  uachtarach  II  44 
ad-uaid  II  558 
-hnad,  -hnaidII587,  673 
huad,  huaid  II  151,  172, 

173,  174 
(E)  uadfialichthi  316 
hnadi,  huadib  11151,  174 
nag-im  54,  179,  II  522 
uaige  351 
con-hualai,       conr-nalai 

II  572 
for-nalatar,   iur-ualdatar 

II  645 
conr-nale ,       cour-ualaid 

II  572 
inr-ualaid  II  271,  645 
nairam  (Inf.)  II  24 
huam  'von  meinem'    274 
huaimra,    uann  (se)    'von 

mir'  316,  II  151,  152 
uamhan  (ni.),  uamon  49, 

295,  316 
uan    32,    109,   248,    296, 

317,  318 
huän,    huain    'darleihen, 

Muße'   65,  316,  11  587 
huann,  huainn  II151, 152 


uar 'kalt' 54, 103, 296,435 
fVmd-iiair  II  250,  529 
K  uar,  uair  206,  207,  316, 
317,  vgl.huare,  huaraib 
con-uarcaib  II  530 
R  huare,  huaire  316 
conn-uargab,    con-uarga- 

bad  II  270,  530 
R  huarajb  II  74,  80  ' 

dor-uaraid,        dur-uarid, 
atn-uarith,  dor-uartha- 
tar,        dorr-uairthetar 
n  600.  677 
uas  75,  93,  438,  uasa  U 

151 
nasal,  huasal  50,  75, 317,  ' 
353,  n  41,  54,   huasa- ' 
lathrachaib  11  99,  105, 
179 
uaser  317 

huasletu  II  41  (Z.  9,  19) 
uaso,  uasum  11  151,  172 
huat  'von  deinem'  416 
huait  'von  dir'  11151,152 
ad-uatar  U  558,  559 
for-uatig  II  653 
hüatuasailcthae  II  564 
ni.  ubh  66.  102 
ar-ubbnem  II  463 
do-ucc-   151,   II  48,  474, 
475,   da-uc  II  471,  do- 
uic  11271,273,  284,  285 
(Z.17,21),471,  dud-uic 
II  671,    ru-uc   II  464, 
ro-uic   n  271,   285  (Z. 
17,  21),  464,  475  (Z.  1. 
21),     ro-huc-ad   I  406, 
n  464,  do-ucc-us,  don- 
ucc-us  n  375,  471         ' 
da-uc-baid    'werdet    ver- 
stehen'    n  359,     472, 
dosn-ucc-i .      dä-hucc-i 
n   273,    471.     do-huc- 
thar  I  406,  II  472 
cota-ucbat,       condamm- ' 

uicbaitis  II  530 
dar-ucellsat  II  537 
con-uicgebthar,  con- 

uccaib ,       con-ucaibset 
II  530 
remen-uicsed  II  299,  549 
ucht-,  bucht  90. 361,  363, 
364,  541.  II  96,   ucht-  ; 
lethan  II  5  | 

uccu,  neu  259,  II  6,  299,  ^ 
549  ' 

ucut  152,  275,393,  II 49, 
186  1 


R  ni.  udhacht   209,  341 

-udhbair  339 

huJde  184 

R  ni.  ughdarfthasj  212 

fot-uigeb  II  528 

ugai  351,  s.  og 

R  ugail  362 

ughaim  98 

ugaire  535 

dosn-uill-iub  II  631 

ulcha  47,  91,  II  110 

huUe  301.  341,  411,  413, 

445,   446  (Z.  1,  3),    H 

213,   214,    uile-  I  474, 

n  304 
(R)  ni.  uUebheist  330 
uUe    go    Ic-Jr     (ni.)    265, 

uUe-marbae  474 
uUen  II  59,  111 
huillenu  n  125 
R  ni.  uileastrom  192 
ulfota  47 
Ulaid  47 

hulide.  uilidetu  11  41 
uillind  II  59 
conr-uloi  11  572 
(R)  ni.  uillphiast  330 
E  uilt  241 
-um-  II  145 
ni.  um  270,  272 
R   humal    196,  216,  266, 

humaldöit,  umaloit   II 

42 
ni.  umam  270 
humae  166,  351,  362,  411 

(Z.  15,  26),  537,  n  17, 

28,  humide  II  28 
R  umir  196,  240 
-un-  II  145 
G  {B)   seh.  uinneag  214, 

II  31 
R  ung-aim  '224 
R  ungae  230,  350,  362 
R  uinniün  207 
huinnius  85,  411,  II  20 
uptha.upthach, upthacht 

339,  II  460 
ur-  32,  339  f. 
ür  91 
ni.  urchar  327,    vgl.  ur- 

chor 
ni.  urchüid  339 
urchor  340.  II  499 
urchra  340,  352.    ni.  ur- 

chradhach  340 
hürda  91 
urdarcus  340 
ürfuJsin  II  627 


748 


"Wortindex,     ßrit.  und  Gall. 


dur-urgab  n  530 

(E)  huirge  191,  214,  223, 

II  662 
urgnam,    urgnafde    339, 

n  543 
hurid  90,  133,  541 
urlabra  340 
urlamh  339 
ni.  urlann  340 
ni.  urlär,  seh.  ürlar  261 
urlatu  339 
urlond  340 
urmaisi  n  578 
urnaidm  II  583 


ni.  urnaighthe  340 
ürphaisiu  II  627 
ni.  ursa  339,  511,  H  663 
urscar  II  613,  616 
urscartad  II  616 
urscor  11  613 
ursclaige  11  493 
E  ürt,  liirt  300 
urtha,  urtha-tar  11  514 
urthach  H  653 
ni.  uirthi  143 
urtoingeas  ET  653 
urtuasaoht  11  651 
dosr-uisc-es  II  620 


usce,  uisce  11  19 

hiüsse  64,  79,  346 

üt  152,  275 

ar-utacht,  ardo-utacht, 
.306,  II  505,  arün-utan- 
gar,  con-utangar  1339, 
II 390,  505,  con-utgim 
n  505,  cotof-utainc, 
ar-utaing,  ar-utais  I 
106,  II  361,  505,  con- 
utsat,  con-utsin  11 505, 
con-utuinc  I  106,  497, 
n  505 

VITALIN  5 


IL   Britannisch  und  Gallisch. 

Neucyinrisch  und  Mittelcymrisch  entweder  unbezeichnet  oder  durch 
c.  (nc,  nie.)  bezeiehnet;  ac.  =  altcymrisch;  eo.  =  eornisch;  b.  =  breto- 
niseh;  abrit.  =  altbritanniseh;  g.  =  gallisch.  Sämtliche  Bezeichnungen 
des  Ä-Lautes  (c,  k,  eh,  q,  qu)  stehen  unter  e;  eymr.  sg,  sb  steht  bei  sc, 
sp;  die  mit  h  zusammengesetzten  Konsonantenzeiehen  werden  den  ent- 
sprechenden einfachen  Konsonantenzeiehen  gleichgesetzt  (also  eh,  th,  ph, 
rh,  hl,  nh,  mh  =  c,  t,  p,  r,  1,  n,  m,  und  zwar  ohne  Eiieksicht  auf  die 
Etymologie  oder  Aussprache;  nur  wird  h  aus  ch,  th  im  Com.  und  Bret. 
—  abarh,  golhy  —  als  ein  besonderes  Zeichen  mitgerechnet;  ein  nicht 
mit  einem  Konsonantenzeiehen  zusammengesetztes  h  wird  alphabetisch 
immer  mitgerechnet);  die  Doppelkonsonanten  und  die  mit  diakritischen 
Zeichen  versehenen  Buchstaben  werden  den  entsprechenden  einfachen 
Zeichen  gleichgesetzt  (d,  2,  a  =  d,  c,  a;  für  mc.  d  =  ^  schreibe  ich  d,  im 
Ac,  Aco.  und  Abret.  lasse  ich  aber  d  =  ^  unverändert;  für  das  in  §  350,  27 
besprochene  com.  Zeichen,  das  mit  th  wechselt,  sehreibe  ich  immer  th; 
|)  =  th  =  t).  Das  stumme  -u-  nach  q  und  g  im  Mbr.  wird  nicht  mit- 
gerechnet (um  das  Bild  der  alphabetischen  Anordnung  nicht  zu  trüben 
stelle  ich  bisweilen  ein  solches  u  hoch);  dagegen  wird  das  gesprochene  -u- 
nach  q  und  g  natürlich  immer  mitgezählt;  im  Meorn.  und  Neorn.  schreibe 
ich  für  gw,  gu,  gv  immer  gw;  co.  hw  und  wh  stehen  unter  w. 


c.  CO.  b.  a  (Verbalparti- 
kel) 285,  407  (Z.  39), 
471,  472  (Z.  20),  H  156. 
158,  161,  162,  164  (Z. 
19,22),  216,  228  f.,  230, 
231  (Z.  9,  32),  232  (Z. 
35),  233  (Z.  21),  236, 
239  (Z.  11,  25,  28,  36), 
252,  262,  276,  429,  672 
(Z.  4,  5) 
a  (wünschend)  11  230 
a  (in  der  Antwort)  II 230 


e.  eo.  a  'num'  473,  H  232 

(Z.  35),  236,  280  (Z.  23), 

281  (Z.  25),  429 
e.  CO.  a  (Vokativpartikel) 

437 
eo.  b.  a  'von'  438,  II 162, 

163  (Z.  13,  23),  166  (Z. 

13,  27) 
CO.  a  'wenn'  425,  n236, 

331  (Z.  1),  425,  672 
a  'mit'  14,  287,  415,  416, 

n  160  (Z.  3) 


a  'und'  243,  245,  287, 
415,  416,  II  134,  158 

CO.  -a  'ich'  II  160,  161 

CO.  -a  'er'  11  160 

mb.  a  'dein'  403 

c.  eo.  b.  a  'geht'  96,  11 
353,  451  f.,  CO.  a  'geh!' 
n  452 

ab  286 

CO.  b.  aba  473,  U  205 

E  c.  b.  abad  227 

g.  Aballo  n  108 


Wortindex,     ßrit.  und  Gall. 


749 


CO.  b.  aban  473,  II  205, 

256 
(R)     CO.    abard,     abarh, 

abartb  16 
E  aco.  abat  227 
c.  CO.  b.   aber   377,  480, 

484,  518 
aberth480,484,518,II472 
K  CO.  abesteleth,  abestely 

219 
abrit.  Abona  116 
R  c.  b.  abostol  'Apostel' 

219,  380 
E  b.  abostol  'Epistel'  236 
CO.  abrans,  b.  abrant  119, 

500 
g.  Abrincatui  119 
E  absen  219 
g.  Abiulod  245 
ac    'und'    127,   243,  415, 

II  258  (Z.  31),  260  (Z.  3), 

'mit'  I  415,  vgl.  ag 
c.  aco.  acb  16,  11  61 
b.  ac'banod  II165,  ac'ha- 

noun  I  527,  U  164 
achanu  II  481 
achas  476,  II  5 
E  acbaws  195,  217,  230, 

531,  0  achaws  na  II 256 
achfen  II  62 
achlan  476,  II 11 
ac.  achmonou  11  62 
E  acbos  531 
b.  ac'houez  58 
b.  akr,  s.  hakr 
E  achub  195,  197 
achul  414 
E  ab.  acupet  197 
acw  n  159,  187 
achwyn  II  496 
ad  an  40,  90 
adanaf  11  159 
adar  40,  90,  373,  n  50 
addas  II  5,  21 
mc.  adaued  40,  132,  1161 
adawssei  II  372 
adbawr  423 
adbrynu  II  292,  497 
addef   388,  422,  474,    H 

291,  504 
aderyn  90,  373,  374 
adfach  475 
adgas  423 
addiad,  addiant,  g.  Adia- 

tunnus,  Adietuanus  66 

(Z.  1,  2,  19) 
g.    Admagetobriga    100, 

n  291 


adnabot  104,  410,  II 373, 

447,  adnabydaf  II  447, 

vgl.  atnappo 
adneu  441,  U  333,  586 
b.  ado  323 
(E)  b.  adober  H  292 
adoed  II  452 
addoer  II  291 
E  addoli  206,  H  450 
adolwch  II  650 
adolwg,  adolwyn,  adoly- 

gaf,   adolygu   43,  333,  i 

n  413,  650 
b.  V.  adoue  290 
adrawd  II  591 
adref  132,  170 
b.  adreü,  adreon  170 
adrodd  II  591 
adwaed  422 

adwaen  39,  vgl.  atwaen 
adwy  322 
adwyf  n  452 
adyn  422 

a-e  'est-ne'  458,  11  426 
a-e  (Pron.),  s.  -e 
mb.    aedoae,    aedoff,    ae- 

douch,   aedouff  II  424 
g.  Aedui  57 

mb.  aedy  II 424,  425,  426 
ael  103,  515 
b.  ael'Achse'78.  373,  527 
E  b.  ael  'Engel'  224,  525 
aelawt,  aelod  11  38 
aelwyd  57,  335,  543,  n  39 
b.  aemp  314 
aer  103, 404, 430, 515,  n  49 

b.  aer  134,  255,  320,  323, 
482,  528,  542,  II 107 

E  Aercol  223 

aerfa  II  3 

aeron  103,  279,  374 

g.  Aesus  56 

aeth  123,374,11373,374, 
452,  aethpwyt  I  423, 
II 392  (Z.  37),  393,  394, 
452 

E  mb.  aeur  314 

mb.  aez  123,  II  373,  452 

c.  CO.  af-  n  7 

c.  CO.  af,  mb.  äff  11  353, 

354,  355,  425,  451  f. 
E  afifaith  228 
afallach  II  25 
aflafar,  co.  aflauar  16, 117 
aäes  167,  U  7 
afnaws  23,  II  7 
afon  116,  II  56 
afory  II  79,  vgl.  fory 


afu  313 

E  afwvn  210,  216 

E  affwys   202,  226,  504, 

518 
ag    „rel.   Pron."    U  260, 

8.  ac 
CO.  aga  402,  U  160,  173, 

175 
CO.  agan  402,  H  160,  170, 

173,  175 
E  agarw  227 
CO.  agas  II 160,  170,  173, 

175 
E  mc.  agkor  224 
CO.  age  402 
CO.  ages  'euer'  n  160 
CO.  ages  'als'  531,  11 125, 

163,261,  ages-os  u.s.w. 

n  163 
mb.  agaetou  139,  11  293, 

671 
CO.  agis  II  160 
ac  agit  96,  II  338,  451 
mb.  agoez  58 
agorawr    II  392,    agores 

n  372,  376,  408,  agori, 

agoriad  I  40,  123 
agos  161,  II  21,  120 
CO.  agynsow  139,  n  187, 

293 
CO.  b.  ahan-  11  158,  163, 

166,  b.  ahane,  ahano 

II  167,  172 
b.  ahenn,  ahimp,  ahint 

n  353,  452,  c.  abo  U 

353 

b.  V.  ahoel  379 
ahont  n  353 
nc.  a'i  II  665 
aig  206 

ail  69,  372,  446,  542  (bob 

ail),  n  135,  vgl.  eil 
E  aco.  ail  224 
ab.  aimseudeticad  371 
E  ab.  aior  224 
E  Aipbt  213,  236 
E  ac.  Aircol  223 
ab.  airmaou  13,  II  3 
aco.  airos  11  20 
ab.  airou  103 

c.  ais  374,  375 
ab.  aiul  314 

b.  al  (Artikel)  H  177 
all,  all-  137,  II  196,    b. 

all  II  196  (Z.  15,  29) 
b.  alan  31.  135,  290,  412, 

493 
allanl56,II196(Z.36,39; 


750 


Wortindex,     ßrit.  und  Gall. 


b.  alar  380,  491 

alarch  40,  II  33 

E  allawr  203 

mb.  alazn  31,  135,  290 

abrit.  A\hion,  "AXßiov  251 

b.  V.  al-kent  531 

b.  alc'houez  16,  77 

alldut  II  196 

nco.  alebma,  co.  alemma 

170,  II  180 
K  CO.  alesonov  241 
b.  aliez  68 

g.  Alisanu  248,1178,83 
allrayr  II  196 
g.    Allobroges    97,    156, 

163,  II  196 
E  allor  203 

b.  allout  465 

CO.  als,  c.  allt  137,  435, 

500 
E  CO.  alter  203 

ab.  altiii  137 

E  aco.  alter  203,  500 
alltraw,    aco.  altrou,   al- 

truaiil4,137,500,  II15 
E    alusen,     mb.    aluson, 

CO.    alusyen,    aliisyon, 

nb.  aluzen  241 
aco.   alwed,    c.   allwedd, 

mco.   alwhetb,    c.  all- 

wvdd  16  (Z.  25,  32,  36), 

77,  485 
E  alwysen  241 
CO.  (gans-)am,   (orth-)am 

II  161 

c.  CO.  b.  am  45,119,438, 
535,  II 159,  am-  II  297 

ac.  amal  165,  286 

b.  amann,   amanenn   46, 

379 
g.    Ambactus,    Ambada, 

Ambata,  Ambatus  533 
ambell  447 

g.  ambi-  41,  256,  272 
g.  Ambitrebius  45 
CO.  ambosas  II  297 
mb.  ambout  II  444 

b.  ambrouk  119,  492 
amkawd,    amkeudant    II 

374,  379 
amdanaf  II  159 
amddifad  487 
(Ej  amddiffyn  II  297 
amdo,  amdoi  II  655 
(E)  amddyfrwys  209,  II 22 
aco.  amenen  46,  379 
E  amberawdr  237,  332 

c.  amgen  II  198 


ac.  amgnaubot  II  447 
E  aml  238 
amlwg  122 
am  na  II  256 
amueidio  489 

b.  amouk  II  297,  474 
mb.  ampser  80,  170 
amrai  447 

amrant  119 

mc.  amrauaelon  447 

ac.  amraud,  nc.  amrawdd 

II  591,  592 
amrwd  II  7 

amrysson  II 296, 301,  625 
amryw  447 

c.  b.  amser  80,  169,  170, 
II  50 

amuc  II  373,  374,  474, 
amwg  II  297 

E  amws  241.  374,  385 

amhwyll  II  7 

amwyn  II  297,  373,  413, 
474,  amwyth  II  373, 
amygaf  II  474,  475 

amyn  II  261 

amynedd  169 

b.  'amzer  80,  170,  304, 
487,  532 

c.  CO.  b.  an-  45,  II 6,  7,  8 
CO.  b.  an,  b.  ann  (Artikel) 

284,  285,  286,  425,  444, 

II  177  (Z.  33,  36,  38), 

178 
CO.  a-n  'vom'  II  177 
an    'unser'    402,  407,   II 

157,  169,  190,  236,  co. 

an  II 160, 169, 190,  236 
CO.  annabow  II  447,  448, 

547 
anaddas  II  9 
anadl  31,  135,  180,  493, 

II  46 
anaf,  rab.  anaff  II  61 
CO.  anafyth  II  447 
ac.  anamou  II  61 
anant  II  670 
(E)  ab.  annaor  49,  206 
b.  anaoun  170,  II  111 
aco.  anauhel  60,  II  10 
b.  anavezann,  anavezout 

II  447 
anaw  II  670 
anhawdd  288 
ac.    anbiic   guell    14,    II 

320,  444 
E  aco.  ancar 'anacboreta' 

194,  228 
E  aco.  ancar  'Anker'  224 


b.  ankelc'her,  aukeler  45 
CO.  b.  anken  II  57,  661 
b.  ankeu  (V.),  ankou  46, 

126,  289 
b.  ankounac'haat  171 
CO.  ancow  46,  126,  289 
andaw  277,  II  652 
g.    ande-    40,    114,    115, 

148,  256,  II  149,  173 
g.  Andecorabogius  45 
g.    Anderoudus   54,  174, 

II  10 
b.  andeu  II  425 
(E)  andras  486 
b.  anne,    anneaii,    s.    an- 

nefi'n 
annhebyg  46,  129 
b.  anneffn  114,  168,  372 
annheg  II  667 
annheilwng  II  7 
aneirif  47 

b.  anneo,  s.  anneifn 
anner  21,  373  (Z.  33,  36) 
annerch  II  458 
anesgud  II  7 
CO.  annethe,  anethyII163 
g.  Aneunicno,Aneuno245 
b.  annev,  s.  anneffn 
E  b.  aneval  240,  280 
annewr  45,  II  7 
b.  anezaff  II 166,  anezaf 

I  165,  aneze,  anezy  II 
166 

anfodd  475 

anfon  II  301,  anfones  11 

372 
anghar  II  7 
angau.  s.  angeu 
E  an  gel  224 
angen ,    angben ,    anghe- 

nion ,    anghenog    126, 

290,  II  57 
angeu,   angheu   46,  126, 

174,   282,   289,   II  16, 

91 
(E)  angheuol  126 
E  angor  224 
E  anghrist  228 

ab.  angruit  14 
anghyfaddas ,     anghyffe- 

lyb,    anghyfnerth  II  9 
anghywir  46,  II  9 
anialwch  II  26 
anian  538,  544,  II  533 
E  anifail  240,  280 

ac.  anit    arber    bit    14, 

II  472 
anlan  147 


I 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


751 


anlles  II  8 

anmynedd  169,  II  104 

anhodd  288 

mb.  annoer  323 

(K)  annoeth  481 

CO.  anothans,    anotho    II 

163 
anrhaith  141 
(K)  anras  141,  486 

ab.  anre  lÜÜ,  II  593 
anrheg  45,  141 
anrhith  II  8 
anhrugar  II  7 

b.  aiisav  388,474,11291, 

504 
aco.  anser  80,  487 
änt  302,  312,  11  451 

ac.  anteriuetetic  14,  162, 
404 

K  anterth  200 

E  b.  antreas,   antren  II 

413 
b.  antronoz  278 
ac.  anu  46, 169, 373,  534, 

II  112 
aco.  anuabat  II  35 
anudon  58,  II  56 
b.  V.  anhue  334 
(E)  anufyll  II  6 
(E)  nco.  an-ur-ma  206 
ac.  anutonou  58 
b.  anvad  475 
CO.  anvoth  475 
anwadadwy  II  40 
nco.  anwan  114,  372,  379 
anwastat  II  6 
b.  aod,  s.  aot 
b.  aoled  322 
b.  aot  137,  323 
b.  aotenn  137,  382,  II  57 
E  b.  aoter  203 
E  b.  aotre,    aotren  212, 

II  413 
b.  aotrou  137,  212,  323, 

530,    II  71,    107,     ao- 

trounia  II  108 
b.     aoualc'h    333,     vgl. 

awale'h 
b.  aoun  49,  295 
E  b.  aour  211,  II  66 
b.  aoz  49,  255 
ac.  aper  480 
ac.  apertb  480,  1134,472 
E  aco.  apostol  219 
b.  ar  (Artikel)  284,  285, 

286,  416,  444,  II  177 
ar  (Präp.)  287  (Z.  19,  32), 

312,  432,  437,  438,  464, 


ir  77,  133  (Z.  28,  36), 

158 
a-r  (a  'und,  mit'  +  Arti- 
kel) 287,  II  177  (Z.  30, 

31) 
a-r  (vor  einem  rel.  Satz; 

-r  Artikel)  II 182,  228, 

276 
a-r   (rel.  Pron.  +  ry)   II 

276,  279  (Z.  31) 
a-r  (a  'und'-|-ry)  II  276 
aco.  aradar,  c.  aradr  31, 

32,  180,  277,  332,  334, 

373,  II  83 
CO.  arag  289 
c.  CO.  b.   arall  283,  491, 

II  196,  197 
b.  araok  49, 127,  289,  525 
b.  arar  31,  380,  491,1183 
E  arawd  203,  II  46,  110 
mb.  arazr  31 
E  arbawr  199 
arbedu  II  486 
arbennig  II  5,  30 
ac.  arber  bit  14,  II  472 
b.  arbouella,  c.  arbwyllo 

U  292,  485 
E  arcb,  b.  arc'h  191,  230 
archaf  44,  373,  II  458 
b.  arc'hant  104,  414 
g.  arcantodan.   104,   533 

(Z.  18,  28) 
mb.  archas  44,  II  458 
arcben,      archenad,       b. 

arc'bennad,   ac.  arche- 

natou,  c.  archenu  II  35 
ac.  arcibreiiou  II  593 
ab.  arcogued  339,  II  293, 

516 
ardd,  arddaf  70,  II  412 
nco.  ardar  334 
g.  Ardbinna,    Arduenna, 

Arduiuna  51,  533 
ardvpyo  II  648 
arddwvre  II  596 
g.  are-  40,  91,  256,  437, 

438 
g.  Arebrigium  II  292 
aredig  II  412 
g.  Arelate  256 
g.  Aremorici  32 
aren  109,  278,  483 
g.  aropennis  II  12 
b.  V.  arer  530 
E   arf  168,  241,    arfawc 

II  115,  116 
arfer,   arferu  14,  II  292, 

472 


arfod  272 

CO.  arghadow,  arghaf  44, 

II  40,  458 
arganfod  II  292,  442 
CO.  argans,    arghane    16, 

104,  414,  500 
g.  Argantomagus  96,  104 
arganu  II  481 
b.  argarzi  II  616 
argelu  II  485 
abrit.  'AgyEVToxo^os  34 
g.  Argentomagus  104 
arglwydd  453 
E  CO.  arghov  191,  230 
mc.  argyurein  II  593 
argywedd,       argyweddu 

339.  484,  II  293.  516 
CO.  arhans,  s.  arghans 
ar  hugeint  407,  II  133 
arial  101,  280,  358,  374, 

517,  II  5 
arian,   s.  ariant;    arian- 

naid     II    40,     ariant, 

ariannu  1104,138,414, 

517,  544,  II  47 
E  b.  arm  241 
b.  V.   armerhein,    c.   ar- 

mertbu  II  476 
arnadud,     arnaf,     arnat 

u.  8.  w.  II  159,  168 
a-r  ny  II  216.  276 
(E)  ab.  arocrion  229 
aroganu  477,  II  481 
b.  aros  II  20 
arhos  537 
b.  arouez  II  6 
artb  89 
arthal  412 
g.  Artalbinmim  305 
g.  Artioni  89 
g.  'Agzößgiya  305 
ab.  arton  412 
g.  artuass  86.  152 
aruthr  II  44 
ab.  aruuoart  II  536 
E  CO.  arvow  241 
arweddu  II  516 
arwydd  352,  II  6 
arwyre  II  596 
mc.  aryannhyeit  II  40 
E  b.  arzel  229 
CO.  as   II  160,   169,  190, 

236 
nco.  assav  502,  523 
E  CO.   ascall,    b.  askell, 

0.  asgell  193.  218,  489, 

II  86 
E  CO.  ascen  192 


752 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


CO.  ascorn,  b. askourn  85, 

378,  380,  c.  asgwrn  80, 
85,  373,  376,  II  53 

c.   CO.    äsen    'Eippe'   85, 

372,  374,  375 

E  äsen  'Eselin'  383,  co. 
äsen  'Esel'  217,  379 

aseu  II  16 

(E)  mb.  asezaff  II  605 

g.  asiam  69 

CO.  asso,  asoge,  assoma, 
asson,  assos,  assosa, 
asota  II  425 

b.  asrec'h  134 

E  astell  199,  238 

asus,  assus  II  429 

CO.  aswen  (1.  Sing.),  as- 
won  (Inf.)  II  547,  as- 
won  (3.  Sing.)  I  96, 
104,  II  292,  373,  447 
(Z.  12,  24),  547,  aswon- 
V08  II  447,  aswonyn, 
aswonys  II  373,  547 

aswy  II  16 

E  asyn  217,  374,  379,  383 

CO.  asyw  II  425 

CO.  a-th  416 

att  422,  438,  480,  II 159, 
174,  291,  665,  attaf 
u.  s.  w.  II  159 

ab.  attanoc,  atanocion 
40,  90,  160 

ac.  atar  90,  373 
attaw  422 
atbawr  423 

g.  ate-  40, 177,  256,  II  74 
atteb  289,  303,  410,  480, 

II  5,  621 
g.  Ateboduus  63,  II  292 
g.  Ategnatus  104 
atteppych  480 
g.  Ateronius  31,  II  45 
g.  Atespatus  77 
atgas  423 

atnappo410,  vgl.adnabot 
athoed  II  373,  378.  452 
athraw    137,  485,    II  15, 

45,  107 
athref  414,  477 
E  athrewyn  234 
athrugar  414 
E  atbrywyn  234 
atwaen  96  (Z.  11, 19),  104, 

419,   II  292,  367,  373, 

379,  447,  547,  vgl.  ad- 
waen;  atwaen(y)at  II 
338    (Z.  24,   29),    348, 

373,  atwen,  atweynwch 


II  547 
athwyf  II  374,  452 
CO.  athyworth  438 
au  313 

E  aco.  auain  205 
g.  Augustoritum  91,  114 
aco.  aubel  16,  60 
aco.  aui  313 
neo.  aultra,  aultruan  137 
aco.  auon  16,  116 
E  anr  211,  11  66 
mb.  autenn,  s.  aotenn 
E  b.  V.  auter  529 
mb.  autrou,  s.  aotrou 
mc.  autyl  135 
(E)  b.  ave  210 
b.  V.  aveit  530,  531 
b.  avel  'Wind'  60 
CO.  avel  'wie'  165,  286 
E  b.  aviel  224 
E  CO.  avond  210 
CO.  avorow  99,  279,  518, 

II  79,  vgl.  c.  afory 
b.  avu  313 
b.  awalc'h  34,  106,   vgl. 

aoualc'h 
awch    413,   488,    II  157, 

169,  190,  236 
awdl  135 
E  awdur,  awdurdod  212, 

229 

b.  awechou  124,  319,  371, 
505 

c.  CO.  awel  60,521,  U54 
E  CO.  awell  224 

(E)  CO.  awos  531 

E  awr  206 

E  awsen(n)  219,  488 

E  awst  212 

ry-m-awvr  II  391 

E  awyr"203,  313,  321 

mb.  ay  II  353,  452 

E  CO.  ayr  203 

b.  a-z  416 

b.  azen  217,  382 

mb.  azes  II  373,  452 

E  b.  azeuli  206,  11  450 

mb.  aznaout  104,  aznauaff, 

aznauezo   II  447,   547, 

aznauodaeguez    I  323, 

azuauout  II  447 
mb.  azr    134,    255,    323, 

382,  528 
mb.  azrec  134,  II  594 
mb.  azyent  II  373,  452 
bach  302,  385,  449 
bachgen  II 33,  bacbgenyn 

II  58 


bad  II  458 

E  b.  badez,  badeza  192, 

220,  382,  badezour  U 

14,    badisiant,  badizy- 

ent  II  48 
nco.  badna  158 
E   mb.   baelec    24,    226, 

229,     319,    323,     483, 

baelegues  II  22 
E  baeol  216,  232 
E  b.  bag,  bagad  II  35 
E    bagl    225,    229,    331, 

baglawc,   baglog   225, 

226,  229 
E  b.  V.  bah  235 
ac.  bahell  67,  148 
aco.  bähet  16  (Z.  20,  32) 
(E)  b.  V.  bahtillat  422 
bai  101 
baich  77,  372 
baidd  88 

E  aco.  baiol  216,  II  662 
Bala  444,  II  64 
b.  balan    135,  283,  290, 

493 
E  B  balawc  24,  226 
mb.  balazn  135,  290 
g.  Balodurum  256 
bann,  mb.ban-  40,  46, 174 
ab.  bann  gl.  canora  45 
CO.  banna,  s.  banne 
banadl,     b.    banal,    aco. 

banathel  135,  290,  331, 

332,  493,  II  46 
CO.  b.  banne,  b.  bannec'h 

23,  116,  158,  II  23  (Z. 

9,  40),  25 
nco.  banen  47 
aco.  baneu,  b.  bano  47, 

334,  528 

b.  banvez  80 
banw  47 

c.  nco.  bar,  b.  barr  44 
c.  CO.  b.  bara  101,  II  25, 

108 
E  b. baradoz,  V.  baraouez 

210,  224,  290 
(E)  b.  barat  163,  333 
bardd,     g.    Bardomagus 

114,  barddoni  II  18 
E  aco.  baref,  c.  aco.  barf 

16,  17,  226,  302,  333, 

414,  II  72 
c.  b.  barn  51 
(E)  b.  barner  II  52 
barnu  II  337 
E  b.  baro  226 
aco.  barth,  b.  barz  16, 114 


Wortindex.    Brit.  und  Gall. 


753 


(K)  hasle  146 

E  bath,  aco.  bat,  bathor, 

c.  bathu  16,  234,  235 
bawd  135,  435 
K  b.  baz  235 
(K)  bazdillad  422 
CO.  be  (Prät.)  II  162,  374, 

439,  (Konj.  Ipf.)  II 162, 

438,  am  be(Prät.,  Konj. 

Ipf.)    II    161,    mb.    be 

(Konj.  Ipf.)  II  438,  nb., 

mb.  era  be  II  165 
b.  V.  be  'Grab'  531 
b.  beac'h  77,  319,  380 
b.  V.  bean  283 
mb.   bech    77,    319,    nb. 

bec'hia  370,  371 
b.   bed    41,   503    (guenn 

hoz  bet) 
bedd  111,  302,  381 
E  b.  V.  bedell  232 
aco.  bedewen  233 
(E)  mb.  bedis  II  22 
bedrawt,     beddrod    484, 

II  52 
bedwen  233 
E  bedydd,  bedyddio  192, 

220,  237,  382 
CO.  am  been  II  162,   bef 

II  374,  439,  am  bef  II 

162,  nb.  em  befe  II 165, 

166 
CO.  beghan  385 
begegyr  88 
b.  begin  435 
bei  (Verbalform)  458  (Z. 

1,  19,  21),  II  438 
bei  =   pei  II  330 
E  beibl  226,  331 
beiddio  88,  517 
beio  101,  543 
abrit.  Belatucadrus  323, 

II  50 
bele  98, 183, 1123,24, 108 
(E)  b.  belek  24,  122,  226, 

229,  319,  323,  483,  be- 

legez  II  22 
aco.    b.    beler   365,   491, 

520,  525 
E  nco.  belin  194,  239 
g.  Belisama  II  122 
g.  Belisia  537 
g.  Bellouesus  51,  74 
g.  belsa,   Belsa   85,  537, 

II  2 
mb.  belly  105 
b.  bemdez  II  72.  213 
b.  e-ben36,47.535, 11216 


CO.  ben   'ich   wäre',    mb. 

benn  II  438 
ben,  g.  benna  157,  435 
mb.  benafF  II  463 
b.  V.  benal  283,  530 
E  CO.  bennath  225 
E  b.  bendem  214 
E  bendith200,225,II110 
E   CO.   benegas,    beneges 

II  409 
(E)  CO.  bener  II  281 
E  b.Treg.  bennes  Toue426 
E  benffyg  221 
E  mb.  bennoez,  nb.  ben- 

noz  225,  229,  236,  483 
b.  bent  II  437,  441 
E  benthyg  221,    b.  ben- 

vek  221,  505 
benyw  47,  II  16,  185 
b.  beo  62 
E  b.  beol  216 

b.  bepred  489 

c.  CO.  b.  ber  (Subst.)  144, 
304 

CO.  b.  ber,  b.  berr  'kurz' 

304,  352,  447,  481 
bera  105,  174 
b.  V.  berder  283 
b.  bered  484,  II  52 
E  berf  214 
b.  V.  berhel  283 
b.  V.  berhonnsc  283 
(E)  aco.  berri  II  18 
b.  beria  370 
b.   V.    berma,    bermann, 

bermen  288 
aco.  b.  bern  105 
nco.  bernigan  280 
bernit  II  337 
b.  bero  63 
b.  V.  berpet  489 
g.  berula  491 
b.  berv,  bervi  36.  63 
berw  491  (Z.  3,  19) 
berwi  36,  63,  115,  175 
berwr  365,  491  (Z.4,  18), 

520    525 
(E)  b.'v.  Berzaus  285 
E  b.  berzud  200,  214 
aco.  bes  (Subst.)  17,  79, 

II  72 
CO.  am  bes  II  161 
b.  besia  370,  505 
E  CO.  best  208 
b.  bestl  84,  116,  384 
g.  bessu  56 
b.  bet  (Ipv.)  II  437,  441, 

(Part.)  II  440,  441 


Pedersen:  Vgl.  Icelt.  Gramm.     II. 


beth  'was'  287,  II  203 

CO.  beth  'Grab'  111 

CO.  beth  'sei,  wird  sein' 
II  437,  bethaf  I  68,  II 
437,  441 

b.  bete  439 

CO.  bether  (may  fether) 
U396,440,asbethe»gh, 
betho  II  162 

g.  betula,  betulla  233 

CO.  bethv  II  459 

E  bety8"210 

CO.  may  beu  II  200 

rab.  beuaff  II  352 

beudv  13,  II  2,  93 

CO.  beugh  II  381,  438  f. 

beunoeth  515,  II  213 

beunydd  402,  483,  515, 
II  72,  73,  213,  vgl. 
peunydd 

(E)  beuparth  515 

b.  beure  99,  II  25 

beutu  515 

b.  hör  beuz  II  165 

b.  beuzi  II  459 

b.  bevez  489 

rab.  bevhenn  II  352 

CO.  bew  62,  521 

bewn  458,  II  438 

CO.  bewnans,  bewnas, 
bewnens  539,  U  48 

CO.  beyf  II  438,  mc.  beym 
I  458,  II  438,  CO.  nan 
bevn  II  162,  c.  bevnt 
11438,  441 

CO.  beys  41,  503  (mit 
guvn),  519 

b.  bez  (Subst.)    111,  381 

b.  bez  'ist'  II  365.  437, 
'du  bist'  I  325,  II  437, 
'sei'  II  437,  nb.  inb.  em 
bez  II  165,  nb.  beza, 
mb.  bezaf.  bezaff  (Inf.) 
1290,  II440,  mb.bezaff, 
nb.  bezann  (1.  Sing.)  I 
68,  II  437,  441.  bezer, 
bezher  II 396,  440,  mb. 
bezet  (Part.)  II  440, 
(Ipv.)  11437,  ham  bezet, 
nb.  hör  bezet  II  165, 
mb.  beziff  II  438.  nb. 
mb.  em  bozo  II  165 

(E)  b.  bezo  233,  538 

mb.  bezout  II  440 

(E)  b.  bezvenn  233 

rab.  bezret  II  52 

E  nco.  he\idiaH  192 

bi  II  437 

48 


754 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


b.  bian  319,  527 

b.  biaou  II 198,  200,  426 

ac.   bibid    14,    249,   250, 

489,  II  102 
K  b.  bibl  226 
g.  Bibracte  II  32 
ac.  bichan  103,  385,  II 27 

ab.  bicoled  281 

bid,  bidio  24,  II  463 

g.  bidubium  389 

bieu,  bieuoed,  biewynt 
II  158,  200  (Z.  1,  5,  7, 
14) 

b.  biban  103,  282,  319, 
385,  II  27,  bihana(ff), 
Y.  bibaiman  I  290 

mb.  bihenn  II  374,  382, 
440,  biberII440,  bihet 
II 438,  nb.  em  bije,  bi- 
jenn,  em  bijenn  II165, 
375 

E  b.  binim  490 

bint  II  437 

b.  bioc'h  (Subst.)  II  26 

mb.  bioch  'Ibr  wäret'  II 
382,  439,  biof  II  374, 
381,  439,  biomp  II 374, 
379,  381,  439,  biont  II 
382    439 

b.  bio'u  II  198,  200,  426 

mb.  biouf,    biout  II  374, 

381.  439 

b.  birvi  36,  63,  115,  528 
aco.  bis  17,  79,  II  72 
b.  biskoaz  379 
mb.  bise,  bisenn  II  374, 

382,  383,  440 

aco.  bisou  17,  79,  II  15 
aco.  bistel  84,  116 

ac,  aco.  bit  (Subst.)  14, 
41 

bit  'soll  sein'  457,  II  437 
ab.  bitat  II  463 
g.  Bituriges  41,  256 
b.  V.  bin  'lebendig'  531 
mb.  biu  'Kühe'  II  93   , 
nco.  biuh  H  22,  26 
b.  biz  79 
K  b.  bizeost  218 
mb    biziff  II  438 
b.  bizou  79,  II  15 
b.  bla  542 

biaen  125,  179,  296,  483, 
II  123,  blaenaf  II  123 
blaidd  381  m.  Ntr. 
blas  163,  II  8 
b.  blavez  II  14 
b.  blaz  163 


blawd  'Blume'  115,  136 
blawd    'Mehl'    52,    163, 

blawdach  II  25 
blawn  24 
ble  286,  II  203 
b.  V.  ble  'Jahr'  530 
b.  V.  blei  'Wolf  531 
b.  blein  125,  296,  483,  526 
aco.   bleit   522,   544,    b. 

bleiz  381 
g.  Blesara(i)us  II  123 
CO.  blethen  113 
b.  bleud  52,  163 

b.  bleuri(enn),  bleunvenn, 
mb.  bleuzuen  115f.,  135, 
168,  388,  II  60,  nco. 
blesan  I  115,  136 

c.  ab.  blin  108,  ab.  bli- 
nion  II  116 

blith  124 

aco.   blij)en    16,   113,    b. 
blizenn  113,  380,  bloa- 
vez    II  14,    bloaveziad 
II  36,  bloaz  1113,  441, 
484,    526,    II  14.    mb. 
bloaziatdic  II  36,  blo- 
azuez  II  14 
b.  blöd  52,  163 
aco.  blodon  115,  136 
R  bloesg  213 
I  B  mc.  aco.  b.  blonec  24, 
i      II  30     . 

i  aco.  blot 'Mehl' 17,52,163 
I  mb.  blot  'glatt'    52,  163 
j  blothach  II  25 
I  blwydd,  blwvddiad, 

i      blwvddjnll3,174,373, 

II  36,  57,  89,  127 
!  CO.  blyn  125 
blvned,  blvnvddau,   blv- 
nyddoedd  113, 174,278, 
383,   483,    II  89,    132, 
CO.  blythen  I  113 
CO.  bo  'oder'  270,  459 
j  bo  (Konjunktiv)    458,  II 
1      438,  CO.  bo  II 162,  438, 
I      ym  bo  (Konj.),  am  bo, 
!      nygen  bo  (Ipf.)  II  161, 
j      b.  em  boa   II  165   (Z. 

21,  32) 
'  b.  boaz  56,  435,  540 

R  hoch,  b.  boc'h,  aco. 
I   (en)  uoeh  196 
;  R  (I)  b.  bok  436 
'•  (I)  ab.  bocion  161 
{  aco.  bochodoc  385 
i  E  bocs.  bocys  218 
I  bod  'Wohnung'  35 


bod  (Inf.)   35,   438,   439, 
II  14,  34 

bodd  35 
boddi  II  459 
abrit.  Bodicus  13 
ab.  bodin  363,  II  59 
g.  Bodioeasses  256 
boddlawn,     ac.    bodlaun, 

nc.  bodlon  14,  112 
g.  Boduognatus  63 
b.  boe  11  374,  379,  381, 

419,  439,  nb.,  mb.  em 

boe  II  165 
b.  boed  58,  II  66 
nco.  boell  519,  536 
b.  boem  59,  87 
R  b.  boestl  435 
R  ab.  boestol  208,  226 
boet  458,  II  437,  441 
CO.  boghan  103,  282,  385, 

II   27,    bogbes,    boho- 

sogyon  I  385 
(R)  ab.  boitolion  58,  II 54 
hol,    bola,    b.    bolc'h,    c. 

boly  105,  302,  414 
bom  302,  457,  II  438 
CO.  b.  bom    59,  87,  485, 

524,  II112,co.bommen- 

now  II  71 
bon  361,  II  96 
bonedd  290,362,1127,66, 

bonheddig  I  291,  362, 

364,  518,  II 18,  28,  30, 

96,  boueddigaidd  II 28 
CO.  bones  II  412,  440 
bonllost  80 
CO.   bons   (Prät.)    II  382, 

439,  (Konj.)  II  438,  c. 

bont  I  302,  458,  II  438 
bop  eilwers  II  196 
aco.  bor  83,  II  18 
R  b.  borc'h  224 
G  bord  383 
bore  99,  288,  11  23,  nco. 

horegwep  I  99,  279,    c. 

boreu  I  99,  288,  289 
g.    ßormo,    Boruo    168, 

414,  436,  533 
CO.  bos    'Essen'   58,  521, 

II  281^ 
CO.  bos  'sein'  35,  459,  II 

412,  440,    mc.  bot    II 

412,  440 
CO.  both  35 
CO.  bothar  111 
(R)  ab.Botsarphin  199,216 
b.  V.  von  529 
b.  bouc'hal  67,  148,  527 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


755 


b.  boued  58,  320,  II  66 

rab.  bouhazl  67 

b.  V.  bouit  530 

(R)  b.  V.  bouitaj   II  22 

R  b.  bourc'h  224,  II  662, 

bourc'hiz   I  209,  II  22 
b.  bout  35,  n  412  (Z.  16, 

27),  440 
ab.  boutiK'  13,  99,  II  2,  93 
b.  bouzar  33,  111 
R  b.  bouzcllenii  232 
Bowen  286 

B  nco.  bc.ynedh  II  72 
CO.  boys  58,  521,  II 281» 

b.  boz  79 

(R)  ac.  bracuiut  II  38 

g.  bracera  163 

brad  163,  bradwr,  brad- 

wraig,       bradwriaeth, 

bradwriol  II  14 
braen  125,  179,  296,  430, 

483 

c.  CO.  brag  163,  II  38 
(R)  bragawt  II  38,  46 

b.  bragez  163 
(R)  bragod  II  38 

R  braicb,  s.  breich 
braint    100,  138,  248,  II 

48,  54.  90 
braith  124,  248,  383,  483 

c.  CO.  bram,  b.  bramra 
II  60,  112 

b.  bran  380 
nco.  brandzhian  502 
abrit.  Branodunum  50 
branos  II  20 
nco.bransan  100,138,502 

b.  brasa504,  II 122,  bra- 
saat  II  312,  brasoc'b 
I  504.  II  122 

(R)  b.  V.  brastet  II  42 

(I)  brat  161 

ab.  brat  333 

brathu  114 

g.  BratronoB  48,  1145.56 

g.  ßgaiovÖE  52,  II  91,  294 

g.  Bratuspantium  52 

brau  54 

(aco.)  braud  'Bruder'  17, 
c.  brawd  48,  246,  279, 
453  (Z.  37 ff.),  491,  II 
105  (Z.  12  ff.,  23) 

brawd  'Urteil"   52,  II  84 

braz  504 

c.  CO.  b.  bre  100 

b.  breao'h  'Pocken'  159 
R  b.  breac'h  'Arm',  aco. 
mb.    brech     191,    230, 


319  iZ.  12,  18),  408 
CO.    bredar,     co.,     b.    V. 

breder,    co.  brederetb, 

48.  289,  II  105 
aco.  bredion  115,  378 
breenbin  100,  138.  II  59 
R  CO.  brcgh  191,  230 
R  aco.  bregaud  II  38 
ab.  Brehant-Dincat  100, 

138 
b.  V.  brehonek  529 
R  breich  191,  230,  II  70 
(R)      breicbrwy     II     16, 

breicbrwyfeu  II  663 
b.  breiu  125,  296,  483,  526 
(R)  breiniol  II  54 
breitb  248,  383,  483,  aco. 

breithil  148 
b.  Breiz  42 
b.  brema  288,  462,    bre- 

maik  II  31,    breman  I 

434,  439,  II  180 
nco.  b.  brennik,  c.  bren- 
nigen 280,  II  663 
brenin     100,     138,    290, 

brenhinaidd  II  28 
(R)  brenhines  138,  290 
brenhiniaetb    II  32,     co. 

brentvn  1100,138,501, 

II  59^ 
b.  breo    62.  293.  525,  II 

109 
b.  V.  brer  48,  283 
CO.  bres  52 
b.  bresa  79 
b.  bresk  II  18 
b.  bresel,  co.  bre8el(l)  II 

54 
R  breswg,   bresych   226, 

228 
bretbyn  160,  414 
breu  54 

breuan  62,  293.  U  109 
breuant  100,  138,  II  104 
b.  breuder,  breudeur  48, 

134,  283,  335,  444,    II 

105 
breuddwyd  109,  430,  515, 

II  39 
b.  breujou  52 
b.   breur    48.    134,    246, 

283,  II  105 
CO.  brous,  breutb  523,  b. 

breut  52 
mb.  breuzr  134,  246,  539 
CO.  brew  54,  521 
b.  brezel  148,  283 
b.  brezel  'Krieg'  II  54 


b.  brezofumek  283,  529 

c.  mb.  bri  101 

(R)  b.  briad  319,  527 
aco.    briansen    100.    138, 

500,  502 

(Rj  b.  briata  319 

g.  Briccius  541 

ab.brientinion  138,  abrit. 
Brigante-s,  Brigantia 
100,  138 

b.  brinnik,  brinicq  II  663 

brith  124,  163,  248,  383, 
483 

abrit.-lat.  Brittaul,  Brit- 
tones 42.  368 

britbottor  II  393 

britbyll  148,  II  54 

g.  Briua  62 

briwaw,  briwo  54 

b.  briz  124,  163,  483 
nc^.  brisan   115,  378 

c.  CO.  b.  bro  43,  97,  163 
(I)  broc  24,  161 

broch  362 

brodawr  II  105,  co.  bro- 
der 1 17,  48,  246,  289. 

501,  II  105,  mc.  bro- 
dorvon  II  1,  105,  bro- 
dvr'  I  48,  279,  335,  II 
70,  71,  105 

b.  broennenn  103 
g.  brogae  97 
b.  V.  broh  161 
abrit.  Brohom4gli  12 
(R)  b.   broiz    II  22,    vgl. 

broys 
bronn  376 
CO.  bronnen  103 
bronuwvnn  II  5 
aco.  brös  113,  500.  544 
ab.  brot  115 

ab.  brothrac  160,  II  52 
aco.  brou  62,  II  109 

ac.  -brouannou   100.  138 
b.  broud  'Stachel"  113 
b.  broud  'heiß"  115 

b.  brouz  161 

(R)  mb.  broys   314.    vgl. 

broiz 
b.  broz  161 
(R)  b.  bro  Zaoz  285 
(Rl  b.  bruk  60 
CO.  bruder  48,  II  105 
aco.   bruit  17,  124,  163, 

192 
aco.  brunuen  103 
ac.  brut,    nc.  brwd   115, 

II  7 

48* 


756 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


(1)  brwth  II  16 

brwydr  331,  II  45 

brwyn  23,  103,  159,  515 

brwynen  103 

brwyn(ijog  23 

bry  100 

CO.  bry  101 

CO.  bryangen  100, 138,  502 

brych  159,  414 

bryd  42,  II  34,  472 

brynn  86,  376 

CO.  bryntyn  100,  138 

CO.  brvs  42 

brythwy  II  16 

bryw  62 

bu'war'  63,  458  (Z.2, 11), 

II  374,  379,  439 
bu,  buaid  II  40,  93 
K  c.  b.  bual  226 
c.  b.  buan   283,  314,    II 

56,  116,  121 
(E)  buandet  II  42 
buant,    buassei    458,   II 

439,440,  buasid  II 440, 

buasswn  11374,383, 440 
(I)  ab.  buc  161 
c.    aco.    buch,    b.  buc'h 

516,     II    23,     26,    93, 

buches  II  21 
ab.bud,  c.buddlll,II66 
(E)  buddai  195 
budic  II  30 
(E)  ac.  budicaul  II  54 
budr  331,  II  116,   budro 

I  112 
buddug,  s.  budic 

CO.  bue  II 162  (Z.  7),  374, 
379,   439,     nygen   bue 

II  162  (Z.  2),  buef  II 
374,  381,  382,  439,  nam 
buef  II  162,  c.  buei  II 
437,  CO.  buen  II  381 

ab.  buenion  II  56,  116 
CO.  bues  II  374,  381,  439, 

am,  as  bues  II  161 
mb.  buez  314 
CO.  buf,    s.    buef;     bugh 

II  381,  439 
CO.  bugh  'Kuh'  II 26,  93 
bugail,  b.  bugale,  buga- 

leou,  c.  bugeiliaid,  co. 

b.  bugel  54,  127,  288, 

II  40,  71,  89  f.,  93 
b.  bugenn  II  93  ; 

b.  buhan  II  56 
aco.  buit  58,  216,  521 
bül  105,  302,  384 
nco.  hül  519,  536 


g.  bulga  105 

bum  II  374,  381,  382, 439 

bun  'Frau'  384 

bun  'Schar',  buna  II  131 

E  b.  buils  388 

b.  buoc'h  II  26 

buost  458, 11381,382,439 

E  b.  burtul  493 

E  b.  burzud  200 

CO.  am  bus,  as  bus  II 161 

bustach  373 

bustl  84,  116,  384,  II  46 

CO.  buthv  II  459 

buw,  buwch516,II26,93 

buwyt  II  396,  440 

buyeid  435,  s.  bwyaid 

buyint  II  437 

CO.  büz  58,  521 

bwchan  385 

bwgwl  281 

bwgwth  281 

E  bwrch  224 

G  bwrdd  383 

bwriaf,  bwrw,  bwrwaf  88, 

105,  II  372,  392,  476 
bwth,  bwthyn  282 
bwyaid  536,  vgl.  mwyaid 
bwyall  67,  385 
bwyat   II  437,  438',  441 
bwyd  58,  108,  320,  II  66, 

bwyda  I  58 
bwyell  67.  148,  II  54 
bwvf  457,  II  438 
bwv  gilvdd   286,  472,  II 

215,  301 
bwyr  II  438 
E  bwvst  208,  226 
bwyft)ta(af)  480,  II  23 
by  (sawl)  II  192,  203 
bych  457,  II  438 
bYchan  103,282,384,385, 

1127,116,119,  bychod, 

bychodog  I  385 
byd  41,  503  (mit  gwynn), 

II  34 
byd    'wird  sein'   458,   II 

365,   437,    'sei'   I  457, 

II  437,     byddaf   I  68, 

252,  457,  458,    II  437, 

441 
bydaf  48 
byddag(I)  332 
bvddai  459 
byddar  33,  111, 180,  363, 

11  50 
byddin  363,  II  59 
(Ej  bydinawr  II  52 
byddir,     bydit     II    440, 


bydwyf  II  438 
CO.  bye  II 162  (Z.  8),  440, 

byen  II  374,  382,  440, 

nygen  byen  II  162 
mc.  byeufey  471 
CO.  byf  II  438 
bygwl  281 

bygwth,  bvgythio  281 
CO.  byhan  'l03,  282,  385, 

II  119 
byl  147,  302 
bynnac,  by  nnag,  s.  pynnac 
(E)  CO.  bynary,  bvner  II 

72,  281 
CO.  byns  II  438 
CO.  bynytha  II  72,  213 
byrr  352 
byriawd,  byryawd  105, 

II  372,  476,  bvrywyt 

II  392 
CO.  bys  'Welt'  41,  519 
bys  'Finger'  79,  303,  367 
(E)  byssawr  II  52 
CO.  bys  ma  II  326 
CO.  bystel  84,  116 
E  PO.  bysythyys  192,  220 
I  c.  CO.  byth  24, 131,  422 

(Z.  32,  33) 
CO.    byth    'wird   sein'    II 

161, 162,  365,  437,  'sei' 

II  437,    c.    a   vvthawr 

II  438 
CO.  bythqueth  379 
CO.  bvteweth  422 
byth[tII440,  bvthoII438 
byw'Kühe'402,  516,  II93 
c.  CO.  bvw  'lebendig'  62, 

303,521,  II 93,  bvwiog, 

bywiol  I  281,  bvwvd  I 

59,  62,   249,  250,  281, 

375,  II  40,  102 
-ch-    'euch'    11  157,  169, 

-ch-  'euer'  II  157 
E  b.  cabestr  192,  382 
E   cablwyd,    cablyd,    co. 

(deyow)  hablys'238 
nco.  cabm  170 
cach,  b.  kac'h  477 
cad  132 

E  cadair  191,  225,  231 
cadarn,    b.    kadarn    373, 

II  42,  53 
cader  31,  II  99 
cadernid,   cadernyd  373, 

374,  II  42 
Cadfan  12 
E  b.  cadoer,   kador  191, 

225,  229,  231,  287,  483 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


757 


c.  ab.  cadr  323,  II 50,  53 
cadw  410,  II  36 
cadwr,  aco.  cadwur  II  3 
c.  cae,    b.  kae,    quae  97, 

303,  323,  526,  541 
mb.  quae 'geh!' II 452, 453 
cael93  (m.Ntr.537),  187, 

303,  518,  II  532 
E  b.  kael  526,  541 

b.  kaer  (Adj.)  323,  II  50 

c.  caer,  mb.  kaer  'Stadt' 
197,  319,  323,  374 

g.  Caeracates  II  99 
(R)  mb.  Kaerdiffeth  228 
Caer  Esg  304 
Caergrawnt  278 
caeriwrch  92,  515,  II  99 
(R)  Caerlleon  147,  197 
Caernarfon  281 
caeth  93,  236,  414 
R  caethiwed  236 
mb.  quaez  93 
(R)  quaezour,  quaezourec 

323,  II  50 
oaf  II532,  kafael,  kafiFael 

I  423,  488,   II  24,  372, 

394,  412,  532,  cafFafll 

532,  cafas  II 372,  532, 

673,  nychaffaw  II 338; 

kaffel,  s.  kafael 
cafod  63 

co.cafos,  caS'osII162,  532 
mb.  caffou  47 
mb.  cafout,  cafFout  II 166, 

412,  532,  c.cabatII532 
aco.  caid  16,  93 
caiff  283 
caill  69 

cain  13,  23,  32,  372 
R  cain  230,  434 
cainc,    caingc    126,    149, 

372,  494,  II  88 
cair  23,  44,  70,  94,  372 
(R)  aco.  caites  93,  II  22 
g.  KaiTÖßgi^  57 
(R)  ac.  caitoir  323,  II  50 
R  aco.  cal    'astutus',    c. 

call  225 
b.  kalf'Testiker  II  26 
nco.  kal  'penis'  105,  523, 

c.  cäl,  cala  105 
R  b.  kal,  kala  199 
CO.  cala  'Stroh',  c.  calaf, 

ac.    calamennou     121, 

179,  180 
R  calan,    nco.  kalan,    b. 

kalanna,    qualan  mao, 

c.  calanmai  199,  225 


CO.  calas,  ab.  calat  II  37 

R  callawr,  8.  callor 

b.  kalc'h  'penis'  105, 180 

R  c.  calch  230 

caled  410,  II  37,    caled- 

fyd,    caledi   II  14,  17, 

CO.  cales,    b.  kalet,    c. 

calettaf,     calettet,     g. 

Caleti  I  410,  II  37  (Z.  i 

7  f.,  35) 
(R)  callineb  II  34  ! 

g.    calliomarcus    69,    b. 

kalloc'h  II  26 
R  callonn,  calon  145, 147, 

303,  481,  II  42,  calon- 1 

did  II  42  ! 

R  callor  146,  225  i 

R  b.  kaloun  147  ' 

R  aco.  caltor  225,  500 
caly  105 

cälyn  147,  477  1 

CO.  calys  II  37 

b.  kalz  333  j 

c.  CO.  cam,  b.  kämm 
'Schritt'  37,  47,  152, 
162,  II  112 

c.    CO.    cam,     b.    kämm 

'krumm'  118,  138,  170, 

481,  II 10,  16,  113,  CO. 

camraa  I  481 
ab.  camadas  14,  284,  II  5 
g.  (lat.)  cambio,  cambium 

45,  119,  380 
R  b.  kamblid  238 
g.  Cambodunum  119 
g.  Camboritum  256 
R  camell  383 
aco.   camhinsic   92,  138, 

500,  115 
R  CO.  (duyow)  hamlos  238 
R  c.  ab.  camp,  b.  kamp 

237 
g.  Campodunum  119 
R   b.  kamps,    aco.   cams 

170,  240 
camwv  II  16 
R  camyll  210,  240,  383 
can   'hundert'    401,  402, 

CO.  can  425,  539 
can  'mit'  285,  a  cban  286 
can  'weil'  286,  425,  II  427 
R    can,    cann,    aco.  can, 

b.  kann  199,  225 
b.   kana    II  354,  394  (Z. 

13,  14).  481 
R  b.  kanab  226 
b.  canaff,    s.   kana;    mc. 

canhator  II  393 


cannawan  II  107,    cana- 

won  II  670 
R  ab.  cancell  230 
R  c.  b.  cancr  493 
b.  V.  kanderü  283 
g.  candetura  91 
CO.  cane  II  481,  c. caneint 

II  338 
b.  V.  kaneo  23,  155,  333 
canfed  II  135  f. 
canfod,  canfot,  canfu  286, 

II  292,  442 
cang,    cangau,    canghau 

126,  II  88 
R  canghell  146,230.238, 

383 
R  caniad  205 
nb.  kaniz  II  374 
canlyn  147,  II  539 
canho  74 
canoed  II  442 
cannoedd  II  131 
canhorthwy  II  648 
CO.  cans  'hundert',  c.  cant, 

b.  kant   46,   121,   138, 

149,  304,  401,  402,   II 

67,  130 
aco.  cans  'mit',  ac.  cant 

13,  138,  174,  285,  422, 

425,  500,   II  292,  302, 

322  (Z.  35),  533,  648 
cant  'a  rim'  II  55 
cant  'er  sang'  372,  II 373, 

378 
cant  302 
g.  cantalon  334 
(R)  cantel(l)  II  55 
R   b.     cantoell,     kantol, 

aco.  cantuil   193,  225, 

290,  500 
b.  kantved  II  136 
canu  303,  II  481 
(R)  cannu  303 
b.  kaiTv  47 
R  b.  kafval  210,  240 
can  waith  441 
cannwr  441 
canhwvf  II  442 
R  cannwyll  193,  225,  239, 

canwyllarn  II  53 
cany  'obgleich  nicht'    II 

322,  can  ny  'da  nicht' 

II  256 
kanys  'da'  II  427 
canhvmdeith  II  648 
R  b."kaol  211,323,  kao- 

lek  II  30 
b.  kaof  47 


758 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


E  b.  kaoter   225 
E  b.  kaoued  II  42 
b.  kaouen  63 
(E)  b.  kaouled  223 

b.  kaout  II  166 
E  (b.)  kaouz  49 

c.  CO.  car,  b.  kar  249,  250, 
372,  373,  380,  II  104 

c.  cär,  carr,  b.  karr  44, 
82,  283,  302,  304,  382, 
481,  494,  II  35,  40 

nco.  karrak  23 

b.  karrad  II  35 

b.  Karadou  II  39,  co. 
caradow,  c.  caradwv  I 
56,  66,  253,  293,  3^22, 
501,  521.  II  39 

c.  CO.  caraf,  mb.  caraff 
51.  170,  184,  244,  254, 
266,  293,  385,  II  40, 
336,  338,  342—44,  347, 
848,  349,  352  (Konj.), 
354,356, 357,372(Prät.), 
376(Z.2,8,29ff.:Prät.), 
377,  392  (Passiv  I.  401, 
407.  408,  448,  662 

g.  carrago  II  25 

E   carrai    195,  201,  222, 

238,  288 
carrai d  II  40 
g.   Carbantia,    Kagßavxo- 

Qiyov  24,  118,  II  47 
E  earbwncl  227 
E  carchar,  b.  karc'har-iou 

191,  199,  230,  mc.  car- 

charawr  II  52 
E  cardawt  II  42 
aco.  carder  II  50 
E  cardod,   cardota,   car- 

dotai  II  17,  23,  42 
CO.  care,  s.  caraf 
,  ac.  mc.  carrec,  nc.  carreg, 

b.  karrek  23,  83,  373, 

377,380,381,481.1186 
caredic,    caredig    II  40. 

410,     caredigrwvdd    I 

261,  266,  II  14  ^ 
carennydd  373,  374,  II 17 
CO.  Karesg  304 
b.  karet  (Inf.  und  Part.), 

s.  caraf 
(E)  mb.  careur  II  52 
carfan  494 

E  b.  karg,  karga  238 
E  nco.  karhar  191,  230 
cariad  II  36 
carn  'Schwertgriff',   nco. 

kam  61,  156,  187 


carn  'Huf,  aco.  (ewin-) 
carn,  b.  karn  156,  II  5 

g.  karnilu  245,  II  406 

g.  xdovov  156 

b.  karo,  co.  carow  52 

g.  carpentuni  118,  533 
(Z.  18,  28) 

abrit.  Carti(  s)maudua  II 2 

carthu  II  616 

b.  V.  karü  335,    s.  carw 

caru,  s.  caraf;  caruaidd 
312 

g.  carr US  44,  83,  533 

aco.  caruu  334,  s.  carw 

CO.  caruyth  II  448 

b.  karvan  494 

carw  51,  180.  187 

b.  karza  II  616 

b.  karzi  417,  475 

E    b.    kas    "tragen'    284, 

504,  'agitation'  505 
CO.  cas  'Kampf  132 

c.  mb.  cas 'Haß'  121,476, 
II  23,  CO.  casadow  I 
476,1140,  c.casaiII23 

E  b.  chas  II  70 

aco.  cassec,  c.  caseg  504, 

II  21,  22,  29 
mb.  quaserch  II  33 
ac.  casgoord  II  615 
abrit.  xaooiregog  II  44 
g.  Cassiueilaunus  54 
cassoed(it)  II  394.  532 
(E)  b.  kasoni  II  18 
E  castell,    co.  castel.   b. 

kastel(l)  219,  377,  381 
E  castwy  210 
E  b.  kasul,  ac.  casulhe- 

ticc  217 
cat  (Prät.  Pass.)  II  532 
E  c.  nco.  cath,   aco.  kat 

234 
g.  Catalauni  54 
g.  Catamanus  12 
E  ac.  catteiraul  113,  191, 

225 
abrit.  Catihernus  13 
cathl  139,  149,  152,  485, 

II  66 
ac.  Catman  12 
cathoed  II  394,  407,  408, 

532 
abrit.  Catotigirni  99 
g.  Caturiges  132,  256,  II 

2,  Caturix  I  50 
g.  Catuslugi  84 
ab.  Catuuallon  54 
catwei  410 


g.  cauannus  63 

g.  KavagoQ  62 

E  ab.  cauell  215 

E  aco.  caul  211 

E  caul  223 

E  (aco.)  caus  17,  s.  caws 

nco.  käv  304 

E  mb.  cavall  226 

E  b.  kavell  215 

nco.  cavow  47 

cawad  63 

E  nco.  kawal  215 

cawdd  121,  177 

E  cawg,  cawgaid  211,212 

E  cawl,  cawlai  211,  212 

E  cawn   194,  239,  II  55 

cawn  =  caffwn  II  532 

cawod  63 

cawr  62,  303,  373 

E  caws  197,  202 

cawssant  488,514,11372, 

532,    cawss(oed)wn    II 

374.  376,  532 
E  b.  kaz  234 
nco.  kazak  504,  523 
nco.  kazal  86,  379 
b.  kazarc'h  II  33 
b.  kazek  504  (Z.  20,  34), 

II  22   29 
b.  kazel'  86, 152,  382,  540 
b.  kazerc'L,  s.  kazarc'h 
mb.     cazr    323,     II    50, 

cazret  II  37,  119 
CO.  ke-  284 
b.  ke  'Zaun'  323 
CO.  b.  ke  'geh!',  mb.  qua, 

nb.  kea  II  452,  453 
b.  kear  97,  319,  323 
b.  keaz  93 

g.  Cebenna  117,  165,  533 
E  aco.  keber,  cheber  16, 

192,  II  659 
E  cebystr  192,  382 
b.  V.  kec  371 
ceden  II  50 
kedernyt  373,  II  42 
cedor  II  50 
cedowrach  488 
E  b.  kef,  queff  200,  238 
aco.  chefals  284 
cefeis,  cefeist  II  372,  532 
cefn  117,  138,  331,  332 
b.  kefnidenn  185 
b.  kefre,  s.  kevre 
b.  kefret,  co.  kefrys  477 
aco.  chefuidoc  124,  II  30 
E  ceffyl  226,  238,  369  (Z. 

27,  30),  374,  504,  518 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


759 


R  nco.  kegiiz  209 

R  (I)  CO.  b.  kegel  239 

R  b.  keger,   kegi  382  fs. 

kok) 
R  cegid  209,  541 
R  (I)  b.  kegil  239 
R  cegin,  aco.  keghin,  b. 

kegin  16,  194,  231 
mb.  quehezl  77, 135,  483, 

II  660 
cehy  II  532 
nco.  kei  522 
nco.  (ki  'du'  502,  522 
nco.  c9i  'Haus'  522 
R  ceibren  192,  237 
ceidwad  II  36 
R  (I)  b.  keiel  239 
ceifF  283,  II  532 
R  (I)  b.  keigel  239 
ceiliagwydd  204 
ceiliawg,  ceiliog  69,  204, 

372,  II  30 
ac.  cein    13,  II  292,  304 
b.   kein     117,    388,    526, 

aco.  chein  16 
ceinach  73,  86,  II  25 
b.  keini  125,  381 
ceiniagwerth  541 
ceinmygu  II  576 
ceint,    ceintum    372,    II 

372,  378,  481 
b.  keinvanII62;  queinyff, 

s.  keini 
ceir  283,  s.  cär 
ceirch  188,  364,  375,  aco. 

keirch  378,  522  iZ.  20, 

24) 
R  ceirioes,ceiriosl98,377 
ceis  II  532 
R  ceithiwed  236,  374,  II 

42 
b.  kel  77,  135,  483,  II  67 
R  cell  'Zelle',  b.  kell  197, 

238  1 

b.  kell  'Hode'  69,  381 
rab.  quell  (Verbuin)  II 337 
celain  157,  373,  375  (PI.  | 

celanedd).     II   57,    89 

(Z.  27,  34) 
(I)  celc  24,  106 
R  ac.  celeell  13,  233 
R  celefrad  226 
R  aco.  kelegel  227 
b.  kelennenn  380 
b.  V.  cheleu  370.  529 
celf  168,  II  17 
b.  keif,   c.  celff,  celffaint 

375  i 


celfydd    168,    350,    373, 

414,   II  17,    celfyddvd 

II  41 
(Rj   celli,    aco.   kelli   52, 

114,  II  18 
g.  celicnon  246,  II  27 
b.kelienenn  147,371,378 
R  B    aco.   kellillic    233, 

II  31 
b.  kelin  381,  525 
aco.  kelin  378 
aco.  chelioc  69,  377,  522, 

II  30 
aco.  kelioDcn  147,  378 
ac.  celir  II  392 

ab.  celraed  168,  380 
CO.  kelinyns  II  337 
b.  kelorn  94 

celu  II  485 

kelvezenn  32,  II  14 

celwrn  94,  365,  II  53 

CO.  kelly  378 

celyn  375 

Rb.  kemra,  keinma46,380 

b.  kember  118,  171 

ac.  cemmein  II  112 

b.  quemenas,  kemener  II 

463 
g.  Kej.i!xsvov  117,  165 
mb.  quement  II  215 
CO.     keraeras,      kenieres 
(Prät.)  II  372,  kemeres 
(Inf.)  1289,519,  II  412, 

472,  mb.  quemeret  I 
171,  II  412,  472,  CO. 
kemertKli-)   II  372,  472 

b.  kemper,  s.  kember 
rab.   querapret,    quemret 

171,  II  472 
b.   ken   'ebenso'   284   (Z. 

12,  24),  287,  476,  II 13 
CO.  ken  'wenn  aucb'  425, 

473,  II  322,  323 

CO.  b.  ken,  nib.  quen  'sonst' 

II  198  (Z.  1, .11) 
mb.  quen  'schön'  13,  23, 

32,  380 
CO.  ken,  aco.  eben  'Klage' 

125,  378,  522 
nco.  ken  'Hunde'  II  108 
b.  ken  na,  quen  na  II 257, 

326,  327  (Z.  Iff.,  7) 
R  cennat,  s.  cennyat 
cenaw  121.  175,  185,  II 

15,  107,  662 
nco.  kandnn   II  52 
b.  kenderv  283 
(R)  CO.  kendoner  II  52 


b.  kened  13.  II  22,  37 

.enedl  1.3.5,  277,  291,  II 
46,  66,  cenedlaetb, 
cenhedlaeth  1291,  333 

rab.  queneduä  II  22 

CO.  konafan  .30.5 

b.  kenet,  s.  kened 

b.  V.  koneu  155,  333,  532 

c.  ceneu  II  16,  107 
(R)  CO.  keneuer  284 
cenfvdd  II  292 

R  cengl  200,  II  66 
b.  kennig,  quennigaflf  282 
ac.  cenitolaidou  333 
kenhittor  II  393 
CO.  kensa  II  1.35,  b.  kent 
137,120,137,  139.440, 
II  257,   kenta,  quentaf 

I  137,  139.  U  135 

b.  kentel  139,  382,  II  66 
R  CO.  kenter  198,  234 
ab.  centet  13 
ac   centhiliat,    centhliat 

139,  333,  372 
R  b.  kentr  198,  2.34 
R  cenyat,    cennyat    205, 

233 
cenvnt  II  338 
cenyw  II  292,  442 
(R)co.kepar  ba  panII331 
R  ac.  cepister  192 
R  ab.  cepriou  192,  II 107 
b.  ker  'ebenso'  284,  287, 

476,  II  13 
b.  ker  'Stadt'  319.  323 
b.  V.  ker  'schön"  323 
R  b.  kera,    querhaf   'der 

liebste'  74,  II  122 
ceraint,    nco.  keranz  92, 

249,  372,  373,  378.  379, 

II  70,  104 

(I)  cerbvd  24,  373,  382 
b.  kerc'h   188,  364,  371, 

380 
cerdd  36,  114,  414 
cerda  II  337,  cerdassant, 

cerdawd  II  372 
nco.  kerden  23.  377 
cerdet  II  381.  453,  454 
cerdin,    cerddin    23,   70, 

110,  373,  II  659 
R  b.  kerdin  381.  525 
R  cerdud  11  42 
cerdwys  II  372 
b.  kere  94,  380,  II  17 
cereist  II  342 
cerennvd  373,  II 17,  669, 

CO.  kerense  1378,  II 17, 


760 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


b.  kerent  I  249,  380,  II 

104.   kerent(i)ez  I  380, 

II  17 
aco.  chereor,    b.   kereour 

94,  380 
E  b.  kerez  198 
nco.  kerh  364,  378 
ceri  II  338,  cerif  II  337, 

cerir  II  401,  co.  keris 

'geliebt'  II  40,  409 
(K)  b.  V.  keris  II  22 
cerit  II  338 
(E)  b.  Kerleon  197 
b.  Kerneo  156 
(E)  aco.  cherniat  II  36 
CO.  Kernow  156,  c.  Cerny w 

II  16,   185,    Cernyweg 

II  29 
(I)  ab.  cerpit  13,  24,  382 
E  b.  kers,  c.  certh  227 
CO.  kerthes  II  453 
g.  ceruesia  168,  184 
E  CO.  keriine  520 
cerwch    385,  II  336,    co. 

kerry  II 352,  c.cer(h)ych 

II  352,  356,    ceryd   II 

337,  343 
cerryg  373,  377 
cerynt  372 
E  mb.  querz  227 
b.  kerzet,  querzet  II  453 
b.  kerzin  23,  70,  380,  382 
cesail   86,    373,    382,    II 

54,  90 
cesair  II  33 
CO.  keskar  284 
E  mc.  keskus  II  372 
ceseilwrn  II  53 
aco.  keser  II  33 
E  c.  b.  ab.  cest  200 
CO.  kesvewa  II  213 
b.  ket   287,  371,  542,  II 

213,  V.  chet  I  371 
CO.  ketb  II  197,  198 
b.  V.  ketai    138 
rab.  qnetbreuzr  II  213 
E  B  aco.  kethel  233 
CO.  kettel  424, 473,  II 197, 

671,     yn    ketella,     yn 

ketel  nia  II  197 
CO.  ketep  (onan),  kettep, 

yn  kettep  pol  286,    II 

213,  214 
g.  Cetobricca  57 
E  cethr  139.  198,  234 
b.  chetu  370 
aco.  chetua  II  213 
E  ceuad  II  42,  ceudawt, 


b.  V.  keudetI202,II42 
E  mb.queudet 'Stadt'  202 
g.  Ceuenna  165,  533 
b.  queunet,  kennend  335, 

II  39,  508 
ceuntost  II  373,  378 
CO.  kens  378 
(E)  mb.quensuez  202,  544 

ab.  Keuuirgar  64 
nie.  keuvnt  138 
b,  keuz"l21 

b.  kev-  284 

CO.  kevarwonth  II  293 

b.  kevre  100,  II  593 

b.  kevred  477,  505 
CO.  kevsyns  II  337 
kewssit  II 374,  cey  II 532 
nco.  cey  522 

CO.  a  geyl  II  337 

CO.  keyn  117,  522 

E  nco.  kez  202 

(E)  b.  kezour  323,  II  50 

c.  CO.  b.  ci,  ki  49,  121, 
250,  369,  422,  522,  II 
70,  108 

E  cib,  b.  kib  207 
E  nco.  kibmiaz  205 
aco.  chic,   b.  kik  16,  17, 

51,  370 
E  b.  chifern  371 
c.  cig,    aco.  kig    17,  51, 

369,  II  2 
E  (I)  aco.  b.-  kigel  239 
E  b.  kigi  382 
ciglef(i),    ciglen   61,  253, 

II  373,  381,  495 
b.  V.  chignan  371 
b.  chigota  370 
eil,  aco.  chil,  b.  kil  50 
E  ac.  cilcet,  cilcheton  13, 

14  (Z.  17,  30),  196 
b.  kil'ek  69,  371,  380,  II 

30 
cilydd51,514,  535.  II215 

ac.  cimadas  14,  284,  II  5 
E  b.  kimiad  205 
aco.kinethell20,135,332 
E  ciniaw   208,  209,  288, 

514,  541,    ciniawa  288 
g.  Cinges  II  101 
g.Cingetorix37,  112, 101 
b.  kinnig,  kinniga  282 
g.    Cintugnatus    37,    53, 

120,  137 
g.  Cintusmia,  Cintusmus 

87,  II  2,  123 
ac.  Circan  12,  103,  II  27 
b.  kirintiez  380 


E  eist  200 

ac.  cithremmet  139 

E  ciwdawt,  ciwdod  202, 

214,  II  42,  ciwed  II  42 
claddu  II  492 
claear,  claer  66,  vgl.  claiar 
c.  CO.  claf,  mb.  clafiF  163, 

II  41 
claiar  66,  II  50 
E  clairch  208 
clais  381 
E  clammai  199 
b.  klan(v)  163 
b.  klao  63 
CO.  clathva  II  492 
clauar  66 
E  aco.  clauster,  b.  klaustr 

17,  212 
clawdd  II  492 
clawr  II  49 
E  claws  212 
clayar  *6& 
b.  klaza  II  492 
b.  V.  klean  II  29 
nco.  cleath  II  492 
aco.  clechic  II  30 
aco.  clechti  II  3 
cledd  68,  252,  253 
nco.  kledh  II  492 
cledren  121,  II  50 
cleddyf  387,  II  29 
(E)   cleddyfawd,    cleddy- 

fod  492,  II  38 
(E)  kledyuawr  II  52 
clefyd  II  41 

(E)  b.  kleier  527,  II  52 
E  cleiriach  208 
b.  kleiz  (Adj.)  68,  381 
b.  kleiz  (Subst.)  381 
b.  kleizenn  123,  144 
b.  klenved  II  41 
b.  klerenn  121,  483 
CO.  clethe  387,  II  29 
E  ac.  cleteirou  194,  493 
CO.  clethythyow  II  29 
b.  V.  kleüet  531 
b.  kleur  II  49 
(E)   rac.   cleuydawt   492, 

II  38 
b.  kleuz  II  492 
CO.    cleves,     aco.    clevet 

'Krankheit'  II  41 
b.    klevet,    klevout,    co. 

clewas  'hören'  62,  125, 

305,   385,   521,    II  448 

(co.  Flexion),  495 
b.  kleze,    clezefif  387,  II 

29,  52 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


761 


(R)  b.  klezeier  II  52 
mb.  clezren  121,  134,  483 
clo  63 
R   b.   kloarek    208,   526, 

II  70 
doch  375,  b.  kloc'h  371, 

382,  II  52,   c.  clochdy 

II  3,     aco.    clochmuer 

I  48 
clod  35,  383,  II  34 
R  b.  kloer  II  70 
R  aco.  clof,    c.  cloff  16, 

238,  302 
clog  415 

R  aco.  cloireg  208 
R  (aco.)  cloister  17 
R  b.  V.    klora    195,  283, 

mc.  (dornen  280 
clopen,    b.  klopenn    415, 

418,  423,  484 
CO.  clos,    ab.  clot  35,    c. 

clotfawr  279 
ab.  mb.  clou  63 
b.  klouar  66,  314 

b.  klouedenn  121 
nco.  clowas  385,  521 
aco.  cluit  121 

c.  CO.  b.  clun  121,  176 
clußt  80,  174 

ab.  clutgued  II  14 

clwm  334 

clws  132,  487 

clwvd  121 

clybot  II  373,  394,  447, 
495,  vgl.  clyw 

CO.  clvthythow  II  29 

clvw  62,  chwaf  II  372, 
373,  447,  ^495,  clywa- 
nawr,  ry-glvwawr  II 
391,  clywed  1  62,  305, 
clyweist  II  495,  clywi- 
tor  II  393,  clywsant 
II 372,  clywsont  11495, 
clywspwvt  II  393,  495 

cnaif  23,  69,  372 

cnau  155,  305 

cnawd  184 

mb.  knech  24,  155,  160 

nco.  kneu  23,  377 

cneuen  155,  305 

(I)  cnoc  161 

ab.  cnocb  24,  160 

rab.  cnouenn  155 

(I)  cnwc  24,  161 

cnwch,  cnwg  24,  160, 
161,  333 

CO.  CO-  284 

b.  koabr  38,  332,  388,  526 


b.  koad  502, 543,  vgl.  koat 
b.  V.  e  goabas  530 
R  b.  V.  koahein  228 
mb.  quoalen  323 
b.  c'hoalenn  31,  323 
R  b.  koan  208,  526,  544  , 
b.  c'hoant  24,  526,  527 
R  b.  koantiz  II  22 
R  b.  koar  208,  526  I 

b.  c'hoar   73,  246,  II  71 

(Z.  10),  105 
ab.  coarcholion  159 
R  b.  V.  koareis  231,  531 
R  b.  koarell  225,  231 
b.  V.  koarh  159 
b.  c'hoari,  nco.  choariou 

434,  II  593  { 

b.  c'hoarz  504  j 

b.  koat  57,  II56,  vgl. koad 
b.  c'hoaz  379  j 

R  b.  koaza  228  | 

R  mb.  coazrell  225,  231 
R  cob  236 
g.  Cobnertus  II  2 
g.   Cobrunius,    Cobrunus 

20,  II  2 
R  ac.  coc,  b.  kok  'Koch' 

231 
R  b.  kok  'Hahn'  380 
g.  Cocestlus  136 
R  abrit.  Cocci  415 
R  ab.  cocitou  209 
R  I  cochl  227 
coddi  II  278 
I  codwm  24 
coed  57,  304,  502,  koed- 

awc  II  30 
coeg,  coegddall  56,  II 58, 

coegfran  1 303,  coegvn 

11  58 

b.  V.  koehas,  e  goehas 
530  (Z.  20,  21),  531 

c.  ab.  coel  56,  57,  II  495, 
c.  eoelfaiu  1164,  II  62, 
coelio  II  495 

R  coes  78,  217,  516, 
coesarn  II  53 

b.  V.  koet  530 

c.  CO.  cof  171,  302 
R  rab.  coffes  221 
(R)  cofiadur  II  43 

R  c.  aco.  cog,  kog  231 
R  (I)  cogail  239,  492 

ab.  coguenou  156 

ac.  coiliaucc,  coil(i)ou  57 
R  aco.  coir  208,  521 
aco.  koisen  485 

coli  'Hasel'  32,  146,  302, 


vgl.  Collen 
c.  coli,  b.koU'Verlust' 114 
R  b.  köl  323 
col,  cola  105 
CO.  cola  II  495 
collaf  II337,  (Ipf.jII312, 

vgl.  colli 
R  B  CO.  coUan  233 
R  ab.  colcet  14  (Z.  17,  31) 
CO.  cole  II  495 
colledu,  colledeint  II 393 
R  B  aco.  coUel  233,  500. 

II  31 
b.  kolen  104,  323,  381  (Z. 

22,  27).  II  27 
Collen  374,  vgl.  coli 
CO.  colenwel  284 
aco.  collet  114 
ac.  colginn  13.  105 
colli  376 

CO.  colm  333,  II  112 
b.  koloenn  121 
R  colofn  240 
aco.  coloin  104,  323,  521. 

II  27 
R  aco.  colora,  c.  colomen 

195,  280 
R  CO.  Colon  147 
mb.  colouenn   121 
R  aco.  colter  233,  500 
aco.  colwiden  32 
colwvn  104,  323,  337,  375, 

381,483,515.543,1127 
CO.  colyek  377.  520,  544 
oolyn  105 
b.  komm  119 

ab.  comairde,  comarde371 
b.  komb,  kombant  119 
b.  kombot  281 

ac.  Combresel  II  54 
(R)  b.  kompoez  284 
b.compret  119,171,11472 
b.  comps,  s.  coms 

(R)  CO.  eompys  284 

b.    coms,    komz,    komzet 

170,  487,  II  412 
mb.  con  35 
R  nco.  kön  208 
aco.  conua  280 
b.  konnar  35 
b.  koukoez  107 
g.  Condate  149.  256 
R  conell  II  55 
(R)  connell  II  55 
g.  Congeistlus  136 
R  congl  331 
R  b.  kouikl,  kouifl  230 
R  b.  V.  chonjal  490 


762 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


ab.  Quouocus,  Conoraag- 
lus,  Conomorus  II  63 

cont  II  55 

K  b.  kontellffaoutr  233 

g.  Contoutos  149 

E  mb.  contrell  234,  491 

R  ab.  controliaht  234 

aco.  contronen,  b.  kon- 
tronenn  139 

b.  V.  konz  487,  532 
nco.  kooU,  coole  II  495 
R  CO.  cop  236 

(E)  b.  er  hopian  426 

nco.  kor  'Bier'  168 

E  nco.  kor  'Wachs'  208 

corrach  II  25 

E  b.  koraiz  193.  220,  225, 

231 
abrit.  Corbagni  103 
cordd  173,  II  381 
E  b.  korden  381 
E  b.  korreenn  195,  222 
aco.  coref  168,  333 
E  corft'.  CO.  corf,  b.  korf 

194,  237,  414 
E   c.   aco.   b.    com    194, 

375,  380 
E  cornel  491 
abrit.  Cornonii  156,  II  16 
E  coron  207,  coronogvon 

II  116 

c.  cors,  b.  kors  485,  mb. 
corsec  II  30,  c.  corsen, 
aco.  korsen,  b.  korsenn 
I  122,  485,  II  21 

aco.  coruf  168,  333 
E  c.  corun  207,  335 
E  ac.  corruui  195 
E  b.  V.  korv  505 
corwc  332,  362.  II  29 
E  aco.  cos  'Käse'  17,  202 
CO.  cos  'Wald'  57,  521 
E  CO.  coske  519 
aco.  mb.  coscor  II615, 677 
g.  Cosla  533 
(E)  ab.  cosmid  202 
cosp  77,  81,  II  620 
ab.  cospitiot  II  338 
G  CO.  cot  519 
CO.  köp  304 

rv-cothvy  II  278,  vgl.  279 
'  (Z.  2) 

ab.  couann  63 
E  mb.  coudet  202 
b.  c'houek  527 
b.  c'houec'h    78,   II  129, 

e'houec'hved  II  135 
b.  c"houeda  77 


b.  V.  e  gouebas  530 

E  b.  kouent  198 

b.  c'houero  78 

E  b.  c'houevrer  220 

b.  c'houez  II  35 

b.  c'houeza  II  627 

b.  c'houezek  II  133 

E  b.  c'houezegell,  c'houe- 

zigell  210,  214,  II  55 
mb.  couff  171 
mb.  couffabrenn  388 
E  b.  V.  choufr  532 
E  b.  kougoul  227 
b.  V.  kouh  529 
b.  c'houi527,  11163,168, 

171 
abrit.  couinnus  59,  104 
g.  Couirus    50,   64,   166, 

533.  II  12 
E  b.  koulin  230,  493 
E  b.  koulm  195 
b.  koulm  'Knoten'  333 
E  b.  koultr  233 
b.  koumbant  119 
b.  koun  35.  II  108 
b.  koufi  171 
b.  kounnar  35,  422 
E  b.  koiintell,    kountell- 

goultr  233,  384,  492 
mb.  courz   134,  334,  489 
CO.   cous   378,   504,    vgl. 

C0W8 

E  b.  kousk,-kousket  198, 

231 
E  CO.  cousesow  202 
nco.  cov  171 
CO.  cowal  130 
CO.    cowethas,     cowethe 

II  20,  94 
CO.  cows  II  412,  vgl.  cous 
CO.  cowyth  II  94 
E  CO.  c"oTn  208.  521 
CO.  covs  57,  502,  521 
b.  koz  529 
(E)  mb.  cozni  II  18 
craf  121,  164,  175 
cragen  381 
(brethvn)  crai  II  5 
craidd    69,  179,  358,    II 

66,  85  (Z.  5  V.  u.) 
crair  113,  278 
E  cranc,  b.  krank  493 
b.  krao,  kraou  92,  252 
b.  kraouenn,  kraouf  155, 

305,  388  (Z.  16,  24) 
crau  61 

craw  92,  177,  252 
b.  kreac'h  24,  155,  160 


E  creadur  197,  203,  II  43 

b.  V.  kreafi  531 

E  CO.  Creator  197 

R     creawdr,      croawdwr 

203,  232,  277,  279,  332, 

539,  II  42 
crecb  81 
b.  krec'hen,  krec'hin  381, 

382,  525 
ab.  credam  II  381 
(I)  b.  kredi,  c.  credu  24, 

113 
creddvf,crefydd492,II27 
b.  kregin  381,  525 
(I)  CO.  cregy  502,  cregv- 

ans  II  48" 
Creidylat  II  5 
creir,  s.  crair;  b.  kreirio 

113 
aco.  kreis  42 
b.  V.  kreis  536 
creitben,  ab.  creithi  123 
E  b.  kreiz  'Kreide'  209, 

233 
b.  kreiz  'Mitte'  69,  278, 

536,  II  66,  72,  Kreizker 

I  278 

nib.  creizenn  123 

b.  kreofi  23. 155,  380,  388 

CO.  eres  379,  536 

(I)  CO.    cresso   501,    544, 

II  352 

b.  kresteiz  278,  422,  426 
(I)  CO.  cresv  113,  501  (Z. 

17,  24) 
creu  'Blut'  61 
E  creu  'schöpfen'  197 
creuan  61,  181 
creudde  II  28 
CO.    crevs    (Subst.)     379, 

536,  il  72 
(I)  CO.  creys  'glaubt'  501 
b.  krez  43 
mb.  crezenn  123 
crib,  nco.  b.krib  1133,59 
(E)  b.  kribell  II  33 
cribin  II  59 
(I)  b.  kridi,  cridiff  113 
ab.  crihot  II  338 
E   Crist   302,     cristawn, 

crjstion  II  59 
b.  "V.  kriüat  531 
g.  Crixsus,  Crixus  75,533 
b.  kriz  207 

E  aco.  croadur  197,  203 
E  b.  croas,  kroaz  196,217, 

kroazhent  II  67 
nco.  crobman  II  27 


I 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


763 


R  CO.  crok  196 
crochan  II  27 
crocbren  423 

b.  kroc'hen  125,  160,  381 
CO.  krodar,  kroddre  134 
R     mb.     f-roeadur     314, 

croeer  232 
croen  125,  160,  376,  vgl. 

crwvn 
R  c.  mb.  (Toes  196,  217, 

516 
mb.  croezr  134 
R  crog  196,  crogbren  423 

c.  CO.  b.  CTOgen  381 

CO.  croghen,  orohen  125, 

160 
aco.  croider  134 
aco.  croin  125,  160 
R    aco.    crois    196,    217, 

521,  541 
croth  121, 134,  334,  abrit. 

chrotta  121 
R  b.  krouadiir  197,  203, 

536,     crouer,     krouer 

197,  203,  232.  II  42 
b.  krouer  'Sieb'  134,  484, 

526 
R  b.  kroug  196 
R  b.  kroui  197 
R  CO.  crous  196,  217,  521, 

541 
CO.  crow  61,  521 
crug  II  4 
ac.  cruitr  134 
crwnn    248,    II  115,  116 

(Z.  16.  18),  117 
crwth  121,  160 
crwydr,  crwydradau, 

crwydro  134,  II  35 
crwvn  381,  s.  croen 
crybwyll  334,  II  501 
crvcb  75 

crVdd  94,  280,  380,  II  17 
cryfder,  cryfdwr  II  44 
(I)  CO.  crygy  501 
crvman  II  27 
crys  42,  281,  II  70,  91 
(I)  CO.  crvs  501 
cu  58.  164 
cuan  63 
euch  II  26 

cuddan  II  56  j 

R  cuddigl  197,  202,  226,  i 

517,  II  33  ' 

cuddio  197,  369  [ 

cuddon,     aco.    ciidou,    b.  1 

kudon  II  56 
b.     c'huek     527,       vgl.  l 


c'houek 
b.  V.  chueh  371 
CO.  kiien  II  108 
nco.  küer  159 
CO.  kueth  121 
CO.  cuf,  mb.  cufF  58,  164 
R  cufydd  197.  226,  233 
R  aco.  cugol  227 
b.  V.  kuhet  531 
aco.  cuic  56 
aco.  chuillioc  57 
(R)  aco.  cuillioges  57 
ac.  cuinhaunt  125.  II 356 
aco.  cuit  57,  502,  521 
R  b.  V.  diu j et  490 
cul  414 

g.  Cularo  II  108 
R  ac.  cultir  233 
CO.  kullvek  69,  377,  520, 

544 
ab.  cum-  58,  164 
g.  Cumba  119 
R  CO.  curamvas  205 
b.  kufi  58,  164 
ab.  cunnaret  422 
abrit.  Cunobarrus  44 
abrit.  (ir.  ?)  Cunotami  II 

60 
abrit.Cunoualil3,62,147 
CO.  kuntel  501,  aco.  cun- 

tellet,     ab.    cuntullet, 

co.cuntuUvs  520,  II 40 
CO.  kunys  335,  II  39,  508 
curan   176 
abrit.  Curcagni   12,  103, 

II  27 
R  CO.  curene  520 
g.  y.ovQ^i  168  (Z.  24,  38), 

184 
R  CO.  curun,   curune,   b. 

kurunenn,     co.    kuryn 

207,  335,  520 
G  cussan  513 
R  CO.  cuske  198,  231,  519 
R  ac  CO.  cusil,    aco.  cu- 

sul.    cusulioder,    mco. 

cusvl.   nie.  cussvl  205, 

206,  II  42 
G  nco.  cutt  519 
b.  kutul'  520 
cuwch  II  26 
nco.  küz  304.  502 
R  b.  kuzul  205 
cw  127,  416.  II  205 
cbwaer  67,  73.  246,  303, 

385,  II  105  [Z.  16,  23) 
chwain  II  15 
chwaitb  379 


chwalu  359 
cwan  63 
cbwanncn  II  15 
chwant  24, 139, 185,  373, 

526 
cb  ward  du  434,  504 
chware    434,     504,    516, 

chwareid  II  338 
R  ch  wartha  wr,  ch  warthor 

231 
cwbl  130,  .331 
R  cwcwll  227.  228 
cwd,  cwdd  473,  II  205 
(I)  cwdwm  24 
cbwe,    cbwech    78,    177, 

244.254,  294,401,415, 

441,  II 129,  cbweched, 

chwecbfed  II  135 
chwedl,  cbweddl  77.  135. 

331,  430  iZ.  14,  16,  II 

46,  67,621,  cbwedvly- 

aeth  I  333 
R    cbwefrawr,    chwefrol, 

chwefror  196,  220,  491 

(Z.  6,  26) 
chwegr,     cbwegrwn     74, 

176,  II  57 
cbweinllyd  II  15 
chwel  379,  vgl.  chwyl 
cbwennycb(u)  373,  II  26 
chwerthin  504,  II  413 
cbwerw  78,  II  116 
ni  chwerv  II  338 
cbwi274,294,  488.  II157, 

168,   chwicbwi  II  157, 

168 
cbwiorvdd  74,  536,  II 105, 

132  ■ 
cbwith  77 

chwitheu  II  157.  173 
cwl  94 
R  cwlff  237 
cwlm  333,  334 
R  cwlltr  233 
cwra  119 
cwmmwd  281 
cwmwl  281 

cwn  422,  II  17,  70,  108 
R  cwning  230 
cwnnwg  280,  333 
cwrf,  cwrw(f)  168 
cwrwg(l)  281,  332.  II  33 
cwrvf  168 

R  cwsg  198,  231.  302 
cwt    'wo'    II    205,    233, 

vgl.  cwdd 
G  cwt  519,   cwta  II  116 
cwthr  134 


764 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


chwychwi  277,  vgl.  chwi 

cwydd  474 

chwydu  77 

chwyl  379,  II  623 

cwyn  125,  376,  522,  kwy- 
naw  II  48,  cwynfan  II 
62,  kwynitor  II  393, 
cwyno  I  376,  II  48, 
cwynofaint  II  48,  62 

R  cwynos  208 

R  cwyr  208 

chwys  302,  II  35 

R  chwy8ig(l)en  210,  214 

chwythu  42.  88, 174,  435, 
II  627 

cy-  64,  205,  215,  284 

CO.  ky,  8.  ci 

CO.  chv   99,  369,  370  (Z. 

4,  10),  519,  II  66 
CO.  kyk  520,  vgl.  chic 
CTchwyn,  cvchwvnnu  77, 

'  114,  II  617 
cyd  'obgleich'   286,    vgl. 

cyt 
cyd  'zusammen'   286  (Z. 

5,  23),  II  213,  294,  vgl. 
cvt;  cvd-ddwvn  I  422, 
cyd-fod  I  423 

cydnabod  II  447 
cydymdaith  II  648 
cyf-  284,  475,  II  252,  322 
R  cvif  200,  238,  414 
cyfaddas  14,  284,  II  5,  21 
cyfaillt  II  35 
R  cyfaint  197,  215,  377 
R  cyffaith  228 
cyfalleu,  cyfallwv  II  16 
cyfarch  284,  II  458 
cyfarfod  II  252,  293,  442 
cyfarwydd  352,  II  6 
cyffelvb     128,    165,   280, 

373,  410,  505,  II  9,  27, 

33 
cyferfydd     II   252,     442, 

cyferffynt,    cyferyw    II 

441,  442 
R  cyffes  221 
cyfiaith  166 
cyflawn,  cyflawnu  279 
cyfleu  312 
cyfludd  147 
cyfoeth  124,  152,  251,  II 

17,  cyfoethog  II  30 
cyfraith  123 
cyfraoc  151,  II  558 
cyffred,  cyffredin  422, 476, 

505,  II  59,  472 
cyfrwy  II  16 


cyfryw  447,  II  203,  214 
cyfwyrain  237,  II  56,  596 
cyfyng  107,  178,  255,  II 

117 
cygein  II  365,  481 
R  (I)  CO.  kygel  239 
cygwng  II  661 
cyhwrdd  II  372 
cyhyt  II  119 
CO.  kyl  520,  s.  eil 
cyll  'verliert',  co.  a  gyll 

II  337 
cyll  (PI.  von  coli)  302 
R  cylched  196,  230 
R  cyllell  233  (Z.  31,  39), 

289,  383 
cylionen  147,  371,  378 
cymmaint,    cymeint  289, 

II  119 
R  cymhell,  cymmell  237 
cymraer  118 

cymeraf,  cymerassant  II 
372,  412,  472,  co.  kym- 
meres  I  519  (vgl.  ke- 
meres),  c.  cvmersant 
II  372,  cymerth  II  372, 

472,  cymerwyt  II  392, 
cymeryd  I  289,  II  412, 
472 

R  cymhlegvd  192 
cymraeg  23,  II  29 
ac.  cymreith  123 
cyraryt  119,  II  372,  412, 

472 
R  cyramun  208,  241 
kymrawt  281 
cyrahwyllo  II  485 
(R)  cymhwys  281  (Z.  36), 

284 
cymmydog  280 
CO.  kymrays  539 
cymylau  281 
cymyrth  II  372 
kymysgetor  II  393 
cyn  'bevor'  138,  440 
cyn-    284,    II  322,     cyn 

'ebenso'     I   147,     449, 

476,  II  13,  119 
cyn  'obgleich'  II 322,  330, 

cyn  ny  11256,322,331, 

CO.  kyn  1425  (Z. 4,  13), 

473,  II  256,  257,  322 
R  cyn  'Keil'  196 
cynnaf  137,  138 
cynhauaf  66 

cynddar,  cynddaredd  422 
Cynddelw  277 

R  cynhen  234 


cynhenid  II  533 
ry-gynneryw  II  293,  442 
cynneu    11  39,    187,  293, 

508 
cynghaf  II  532 
cynghanu  II  481 
cynghelu  II  485 
cynghor  II  501 
cyngweini  64 
cynghwng  II  661 
aco.  kyniaf  66 
(R)  cynifer  II  119 
cynnorth,      cynnorthwy, 

cynhorthwy  II  16,  648 
cynr(h)on,         cynrhonyn 

139,  141,  281 
CO.  kyns,  kynsa,  c.  cynt, 

cyntaf  37,  66,  87,  120, 

137,  138,  440,    II  121, 

123  (Z.  2,  34),  135,  187, 

293,  s.  gyntaf 
CO.  kynthus  II  429 
cynnud  335,  II  39,  508 
cynnull   520,   cynnullaid 

II  40 
Cynwal  13,  62,  147 
R   cynnwys    (Adj.)    209, 

(Subst.)  II 21,  cynnwy- 

seb  II  34 
cyny,  cyn  ny,  s.  cyn 
cynydd  II  17 
cynnyg  282 
R  cynhyrfu  227 
cyrhaedd  II  28,  293,  300 
cyrbwyll  334,  II  501 
R  cyrchell  383 
cyrs  485 

cysgawd,  cysgod  76 
R  cyscwvs  II  372,  cysgu 

I  198,^217,  231 
R  cyssegru  229 
cystlwn  84 
R  cystrawen  196 
R  cystwy  210 
R  cyssyl  205 
cyt  'obgleich'  286,  II 322, 

323,  331,  vgl.  cyd 
cyt    'zusammen'    II  322, 

vgl.  cyd 
(G)  aco.  kyt-iorch  64 
cyttir  423 
R     cythraul,      cythrawl 

(cythreul,  cythrol)  139, 

203,  234,  370,  491,  515 
yn  gythrymet  139 
kyuoethawc  II  30 
cywarch  159 
cyweddu  'to  carry'  II  516 


f 


"Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


765 


cvvveddu  'to  conform'  II 
"516 
kyweirdab,  oyweirdeb  II 

34 
cyweithas  II  20 
cywely  64 
cywilydd  181,  189 
cvwir  64,  166,  309,  352, 
'364 

cywledd  64 
CO.  -d-  'dich',    -d   'dein' 

II  160,  161  (Z.  22,  27), 

168,  b.  da  'dich' II 164, 

da   'dein'    I  284,    442, 

464,    II  163,   168,   192 

(da  re) 
c.  CO.  b.  da  'gut'  39,  96, 

II  18,  114,  121,  124 
G  aco.  da  'dama'  164 
b.  da  'zu'  284,  286,  438, 

464,  II  166,  nco.  da,  da 

I  286,  407 
b.  Tr.  da  =  ra  II  282 
dabre  II  452,  454 
ab.  dacrlon  14,  124 
dacw  459 
dad-  II  300 
daddal  135,  nie.  dadaleu 

333 
dadbrynu  II  300,  497 
dadebru  II  454 
mc.  dadeleu   333,    c.  ab. 

dadl  135,  323,  331,  II 

503 
dadwyrain  II  596 
daear  66 

b.  dael  135,  323,  482 
b.     daelaouenn,     daelou 

124,  144 
daer  66 

b.  daeraouenn,  s.  daerou 
b.  daere  324 
b.  daerou  124,  324,  430, 

482,  II  58 
daeth  II  452 
dafad  132, 164,  180,  373, 

dafates  II  18,  21 
dafn  331 
mb.  dafifnez  167 
R  Dafvdd  452 
nib.  dagnitty  II  166 
g.  Dagouassus  35,  39 
dagrau,  co.  dagrow  124, 

296 
dahet  74,  II  18,  37 
daiar  66,  305,  II  50 
daiawn  II  59 
dail  375 


dain  534 

daioni  II  18,  59 

c.  CO.  b.  dall  60 

dal,  dala,  b.  dalc'h,  dal- 
c'het  52,  106,  302,  333 
(Z.  34),  368 

dalen  375,  II  19 

CO.  dalhen,  c.  dalv  106 

c.  b.  dam-  II  301 ' 

b.  damglevet  II  301 

damryson  II  301,  302 

damunaw  II  582 

b.  damzigeri  II  301 

dan-  II  301 

dao  (Präp.)  286,  II  159 

mb.  da-n  II  177,  nco. 
da-n   I  407 

danadl  332,  492 

B  aco.  dannet  500,  s.  dans 

CO.  danfensvs  II  392,  c. 
danfon  II 301,  302,  582, 
CO.  dan  ton  no  II  665 

(R)  b.  Dannouet  494 

CO.  dans,  c.  b.  dant  24, 
46,  137,  500  (Z.  13,  22), 
II  30,  vgl.  danz 

b.  danvad  132,  164,  380, 
388 

CO.  danvansys  II  392 

b.  danve,  danvez  68,  167, 
388,  489,  II  662 

CO.  danvon,  thanvonno 
II  301,  665 

nco.  danz  379,  s.  dans 

R  b.  daoni  240 

b.  daou  55,  112,  320,  441, 
II  67,  127,  665  (daou 
zra) ,  daouarn  I  112, 
daouc'hant  1403,  daou- 
lagad,  daoulagadik, 
daoulagadüu,  daoula- 
gadouigou  1283,  II 71, 
daoulin  II  70 

b.  daoust  136,  530 

b.  daouzek  II  133 
dar-  II  301 

c.  aco.  dar  144,  175 
b.  V.  dar,  s.  dareu 
(R)  aco.  darador  II  52 
CO.  daras  35,  II  36 

b.  V.  daraskl  333 

aco.  darat   35,  11  21,  36 

CO.    darbar,     b.    darbari 

II  301 
ab.  darcenneti  II  481 
mb.  dare,  dareu  II  442 
b.  V.  dareu  324,  530 
mb.  darevet  II  442 


darferu  II  301,  302,  472 

darfot  II  277,  442 

(Rj  darllain,  s.  darllen 

ab.  darleber  14,  II  559 
(Rj  darllen,  darlleo  222, 

II  561 

darraerthu  II  476 

c.  CO.  b.  darn  52 

daroedll  442 

daroganu  339,477,11481 

b.  daroueden,  s.  darvoe- 
denn 

darparu  II  301 

b.  darvoedenn  175,  495 

b.  darvout  II  442 

b.  daskori  528,  II  501 

(R)  CO.  daserghyans,  das- 
serghyens  II  48,  das- 
serghys  U  410,  das- 
serhv  1223,  b.  dasorc'b 

I  223,  528 

b.  dasprena  528,  s.  daz- 

prenafF 
b.  T.  daspugn,  b.  dastum 

493 
dathl,  dathl-u  139 

ac.  datl,  datlocou  135, 
323,  II  30 

dathoed  II  373,  394,  452 

ab.  datolaham  333,  II  337 
datwvreith  II  596 

dau  55,  250,  282.  424  (y 
ddau  ddvn),  441,  443, 

II  127,  s.  deu 

CO.  dauas,  aco.  dauat  132, 
164,  378,  mc.  dauattes 
II  18,  21 

mb.  dauedof,  dauetaf  II 
166 

ac.  dauu  14,  48,  164 
mb.  davedoch  II  166 
CO.  daves  132,  164,  378 
mb.  davet  II   166 

daw  100,  II  338,  452 

daw,  dawf  48,  53,  164 

dawn  48 

dayar,  dayr  66 

mb.  da-z  416 

b.  daz-  528 

(R)  b.  dazorc'h,  s.  dasorc'h 

dazprenaff     II    301,      8. 

dasprena 
mb.  dazre  323,  528.  II 677 
mb.  dazrou  124.  324,  430 
b.  V.  de  'Tag'  531.  II 14; 
CO.  de,  e.deyow,  dezadarn 
CO.  de-  (=  ir.  to-)  284,  II 
300,  mb.  de  'zu'  I  284, 


766 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


438,     d-e    'zu    seinem, 

ihrem'  II  164 
mb.  -de  'du'  II  163 
g.  -8s  II  294 
b.  en  de  II  1G5 
nc'o.  de  'gestern',  b.  deac'h 

67,  319,  II  25 
deall  803,  312 
nco.  dean  319 
b.  V.  deafi  48,  164,  319 
CO.  (ny)  thebraf  (vare)  II 

666^  (may)  tebro  II 352 
ac.  mc.   dec,    co.  b.   dek 

46,  122,  401,  403,  426, 

441,  II  129 
CO.  dek  (Ipv.)  282.  II  474 
mb.  dech,  s.  deac'h 
E  mb.  deceff  II  352 
E  ab.  decmint  240,  489, 

II  354 
dechreu   484,    dechreuho 

74,     dechreuspwyt    II 

393  f. 
CO.  decsvugh  II  374,  474 

b.  dekved  II  135 

CO.  dek-war-nugans  403, 

II  133 
g.  8sSs   II  380.  381,  473 
deddf,  dedyf333.423,538 
dedyw  II  374,  452 
CO.  def  535 
mb.  en  deffe,  nb.  en  defe 

'hätte'  II 165,  166,238 

(Z.  21) 
CO.   deffe,    deffen   'käme' 

II  446,  452 
nb.  ö  defent,  en  defet  (Ipv. 

von  'haben')  II 165,  166 
defnvdd  68, 167,  350,  373 
CO.  deffo  II  353,  446 
mb.  deffoe  II  165 
(E)  CO.  defregh  II  70 
deffroant,    deffrovdd  312 
deg  46,  122,302,401,402, 

II  129,    degau  II  131, 

degfed,  co.  degves  II 135 
E  degwm  240 
CO.  degvs  II  474 

c.  b.  V.'  deheu    36,   303, 
529,  II  16,  186 

b.  V.  dehorn  531 

b.  dehou  36,  II 186,  nco. 

dehow  I  523 
deifio  108,  313,  II  508 
deigr  124,  372,  430,  II  91 
deilen  375 
deiseb,  deisyf  II  34 
b.  deiz   42,  278,  422,   II 


14,  92 
CO.  del  424,  473,  486,  540, 

II  197,  325  (Z.  28,  41), 

3'29,  671 
del    II  853,  452,    delawr 

II  391,  394 
CO.  yn  della  540 
aco.  delc  368 
b.  delc'her  491 
b.  V.  dele  333 
aco.  delen  375 
b.    dellezet,    dellid    528, 

II  507 
b.  delienn  375 
delw  64,  277,  473 
delhwyf  II  353,  452 
CO.  delvow  375 
delysc'll  19 
E  b.  demm  164,  382 
CO.  b.  den  69,89,166,304, 

319,  320,  II  10,  70 
b.  dena  111 
denfvdd  489 
deng  402,  487,  II  129 
dengyn  II  57 
aco.  denshocl6,500,II30 
mb.  deoch  II  166 
E  b.  deog  489 
b.  deomp  820,  II  166 
CO.  deppro  II  352 
CO.  nvm-der  II  433 
b.  Tr.  der  .486 
dera  105 

b.  derc'hel  106,  491 
b.    deread,    dereata,    de- 

reatoc'h  410 
derfyd  II  442 
ab.  dermorion  II  10 
b.  dero  486 
b.  derou  484 
b.  V.   derü  835,  486,    b. 

dervenn  144 
b.  dervez  II  14 
derw  II  277,  442 
derwen  144,  175,  384 
derwydd  14 
deryw  II  442 
CO.  des  II  452 
E   b.   deskadurez    II  43, 

desket,  deski,  desriuiff, 

CO.  desky  I  200,  201 
E  CO.  destrewy  196 
CO.  deth   (Präs.  2.  Sing., 

Prät.)  II  452 
aco.  det,  mco.  deth  'Tag' 

42,  369,370.519,  II 92 
CO.  dethe  II  163 
co.  dethens  II  873,  453 


CO.  dethy  11  163 

CO.  dethye  II  373,  458,  c. 

dethynt  II  374,  452 
deu  II  132,  s.  dau;  b.  V. 

deu  I  529 
b.  deu,  c.  deuaf,  b.  deuaif 

100,  II  358,  452,  453 
deuben  II  127 
deubi,     deubvd    II   446, 

448,  452 
deucant  II  67,  127 
deudec,    deuddeg   II  133, 

deuddeng  I  402 
mb.  en  deuez  II  165 
mb.  deuff  48,  164 
deufed  II  135 
CO.  deugh  II  163 
deugain  312.  s.  deugeint 
deugaut  II  67 
deugein(t)    401,    II  134, 

s.  deugain 
mb.  deuhimp,  c.  deuhont 

II  358 
b.  V.  deuhorn  531 
b.  V.  deulegad  283 
deulin  II  70 
b.  V.  deun  530,  544 
deunaw  II  131,  188,  134 
g.  Deuognata  59 
(E)  deuparth   II  67,  127 
deupo  11  446 
b.  V.  deur  580,  544 
b.(nem-)deur79,II78,433, 

deuruout  II  483,  448 
b.    V.    deusto,     deustou 

530,  589 
deutu  II  67,  127 
deutbum     II    373,     452, 

deutbym  II374,  b.deuv 

II  853,  458,  673 
b.  en  deuz  II  165 
mb.  deuz   (deux,  Ipv.)  II 

453  (Z.  5,  38) 
mb.  deuz  (Prät.)   124,  II 

453,  deuze,  deuzech  II 

373,  453 
b.  V.  deuzorn  531 
mb.  deuzye,  deuzyent  II 

373  453 
CO.  deve  II  446,  452 
b.  V.  deveh  II  14 
CO.  devethys  II  446,  453 
b.  deveuz  (deveux)  II 165 

(Z.  8,  20),  425,  426  (Z. 

6,  21),  429 
b.  devez  'Tag'  II  14 
b.  en  devez,  devezo  II 

165,  425 


I 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


767 


h.  de  vi  108,  II  508 

b.    devoa,     devoe    (Ipf.)i 

devoe  (Prät.)  II  165 
CO.    devones,    devos    284, 

II  446,  453,  454 
CO.  dew   'zwei'   322,  441 

(Z.  14,  15),  521  (Z.  13, 

16),  II  127  (Z.  2,  3) 
CO.  dew    'Gott'   59,  322, 

II  179 
CO.  dewes  313,  523 
CO.  dewetli  422 
K  Dewi  452,  517 
K  dewin  210 
E  dewis210,  do\visiad369 
dewr   39,    45,   312,   516, 

U  3,  7 
(K)  CO.  dewsys  501,  II  42 
CO.  dewthek  II  133 
CO.  dewy  II  508 
g.  Dexsiua  36,  II 16,  186 
CO.  devl  375,  378,  522 
(K)  co^  deyow  215,  238 
CO.  deyth,  s.  deth 
b.  en  dez  II  165 
(E)  nco.  dezadarn  197 
mb.  dezaff.  deze  II  166 
E  b.  dezerz  209 
mb.  dezo  'zu  ihnen'  II 166 
b.  en  dezo  II  165 
mb.  dezreuell  528 
mb.  dezrou  483 
mb.  dezy  II  166 
ac.  di    'zu'   283,   286  (Z. 

14,  37),  438,    b.  di-  I 

284,  II  300 
ac.   di    'von'   438,    c.   di 

'ohne'  278,  II  8,  13 
di  'du'  286,  II  157 
E  diaeou  201 
E  diaH,  diafol  201 
E  c.  aco.  b.  diagon   201 
dial  101,  312,  480,  II  6 
diauaf  II  8 
dianc    152,    II  372,  558, 

diangawr  II  391 
E  b.  diaoul  201,  314,  529 
b.  diar  314 
b.  diaraok  289 
diar(h)eb  II  620 f. 
diasp(ad),        diaspedein, 

diaspedeit   II  57,  413, 

620 
diau,  s.  dieu 
ac.diauc  48,122,290,118 
E  b.  V.  <liaul   529,    aco. 

diavol  201 
diawg,  s.  diauc 


E  diawl  201 

diawt  313.  II  38,  88 

dibenn  278 

rv  dibit  11  279 

(E)  diblant  278 

(Ej  c.  b.  <liblu  II  8 

b.  dibri,  dibriff  111,  493, 

II  61,  dibriad  II  36 
dibwyllo  II  485 
abrit.  Dicalvdones  II  127 
E  b.  V.  dichenn  371 
mb.  dich-uv  II  166 
b.  did  II  164 
diddan    II    56,    diddanu 

II  508 
didane  492 
-didi  'du'  464 
ac.  didi  'zu  ihr'  II  159 
didramwyeit  II  40 
die  II  92 

b.  diek  48,  290,  II  8 
(E)  diegi  II  18 
b.  dielc'hat  106 
b.  diet  314 

dieu,   dieuoed   II  92,  132 
mb.  difF  II  166 
(E)     diffaethwch     II    26, 

difiaith,  aco.difeid,  ab. 

difeith  I  228,  mc.  dif- 

feithwch  II  26 
differvd,   differth  II  372, 

472.  473 
E  mb.  (Kaer)  dififeth  228 
diflas  II  8 
diirrvd   477,  II  299,  372, 

472 
difwydig  II  281 
diffvrth  II  372,  473 
dig  II  48 
(E)  digablu  410 
b.  digant  438 
(E)  digaplo  410 
1).  digarza  II  616 
(E)  b.  digas  284,  435 
b.    digeri,    diguerv    123, 

II  337 
digiofaint,  digofaint  II 48 
digon  449 f.,  463 
b.    digor,     digorot    123, 

370,  11  337 
E  b.  digouega,  digouegor 

226 
b.  digouozout  474 
ac.  digiiolouichotic  II  26 
ac.  diguorraecliis   II  574 
dihagyssoi    II  372,    376, 

dihengis  II  558 
E  b.  V.  dihueunet  531 


dihun  II  663 

b.  en  dije  II  165 

c.  b.    di'llad,    dillat    24, 
370.  371,  II  5 

mb.  dilefln  84,  168 

dileu  282 

E  diluw  197,  211.  II 109 

dilvs  II  8 

diiii,  ddim  438,  460,  461, 

II  214.  dim  wv  II  214 
b.  dimizi  II  .301,  517 
b.  din  'zu  mir'  370,  426 
din  50.  II  20,  67,    dinas 

II  20 
b.  dindan  440 
E  abrit.  Dinoot  541 
aco.  dioc  48,  II  8 
diod  314,  vgl.  diawt 
dioddef  313,  II  295,  dio- 

ddefaint,    dioddefiant, 

diodeiueint  II  48 
diog  48,  II  8 
b.  diogan  II  481 
diolwch   II  650 
I  diosg  312.  II  18 

aco.  diot  313 
I  b.    diou    320,   322.    441, 

525,  II  127,  430 
b.  diougan  II  481 
b.  diouz  314.  438 
ab.diprim  111,  1161.  413 
ac.  di-r  II  177 
dir  II  16 
E  b.  dir  207 
mb.  dirac  II  166 
mb.  dirhaes  II  28 
mb.  dirazoH"  II  166,  174 
b.  diredek  284 
b.  direza  II  28,  294,  300 
dirfawr  II  10 
ac.  dirgatisse  II  276 
dirgel  U  10 
(E)  b.  V.  dirieu,  b.  diriou 

215.  529,  538 
dirmvgu  II  576 
g.  Dirona  78,  532 
ac.  diruestiat,  c.  dirwest 

80,  II  8 
dirwY  II  16.  597 
E  b.  disk  224 
(E)  disgar  II  8 
E  b.  diskenn  371 
R  b.  diski,  disquiff  200, 

201 
E  ac.  disd  224 
b.  V.  (are)  ziskoe  532 
b.  diskogella  125 
E  ab.  discou  224 


768 


Wortindex,     ßrit.  und  Gall. 


K  (liserth  209 

(E)  b.  dishil'a  50 

(E)  aco.  disliu,  b.  disliv, 

c.  disliw  II  8 
distaw  II  10 
E  distrywio  196,  281 
ac.  dissiincgnetic  125, 488 
mb.  dit  II  166 
ditheu  II  157 
nb.  mb.  divije,  mb.  divise 

II  165 
E  b.  diviz  210 
b.  divlaz  II  8 
b.  divoed  II  281 
(E)  b.  divreac'h  II  70 
diw  II  159,  203 
E    diwarnawt    201,    401 

(Z.  40),  II  38 
diwedd309,410,422,504, 

diwedydd422,  diwethaf 

410 
b.  diwiska  II  18 
E  diwrnod  201,  312,  313, 

402 
(E)  b.  diziaou,  diziou  215 
b.  dizo.ugen  284 
b.  die  333,    c.  dled  100, 

b.  dlefe  488.  dleour  314 
E  b.  dluz  333 
do  'ja'  II  260 
ab.  do   'zu'   284,  438,  II 

177,  mb.  d-o  'zu  ihrem' 

II  164 
b.  en  doa  II  165 
CO.  doar  'Erde'   66,  519, 

522,  b.  V.  doar  530 
b.  doare  449,  526,  II  677 
b.  doarenn  526 
CO.  re-thokko  410,  II  275, 

352,  474 
ab.  docondora  II  338 
dodwvf,  dodvw  II  452 
doe  67,  89,  176,  252,  303 
b.  en  doe  II  165 
CO.  b.  doen   125,  483.   II 

413,  474 
eo.  doer  66,  519 
doeth  124,11373,394,452 
E   doeth    206,  228,  481, 

doethawr  206,   doethi- 

neb  n  34 
aco.  dof  'Schwiegersohn' 

48,  164 
dof  'zahm',  mb.  doff  164 
CO.  dof   'ich  werde  kom- 
men' n  452 
aco.  doferghi  16,  II  3 
CO.  dog  282,  n  291,  474, 


dogo  I  410,  II  474 
ab.  doguohintiliat  138 
ab.  doguorenniam  11337 

ab.  (ti)doihinto  II  9 
E  ab.  doith-  228 

ac.  dolte  99 

ac.  dometic  n30,40,  504 
CO.  domethy  II  301,  517 
CO.  don  125,  n  413,  474 
ab.  do-n  n  177 
b.  V.  don  530 

b.  doii  164 

CO.  dones,  b.  donet,  dont 
n  453,  454 

c.  b.  dor  32,  255,  428 
CO.  dor  'Erde'  66,  313, 

519  (Z.  4,  7),  522 
nim-dorbi  II  433,  448 

ab.  dorguid  14,  Uli,  103 
(E)  b.  dorikell  II  55 

b.  dorn  408,  dornat  n35 
CO.  doro  n  473 
g.  Doroeoregum  256 
(E)  CO.  dorsona  11  277 
dos  (Ipv.)  II  451,  453 
CO.  dos  (Inf.)  II  453,  454 
nco.  dothans  11  163 
CO.  dothe  n  373,  453 
CO.  dotho  n  163 
dothoed,  dothwyf  H  374, 

452 
CO.  dothyans,    dothye   II 

373,  453 
dothyw  II  452 

ac.  mb.  dou  55,  II 127 
b.  douar  66,  314  (Z.  22, 

37),  524,  526  (Z.  22,  29) 
b.  donarenn  56,  526 
mb.  doubloazvat  11  36 
mb.  doue282,"lI291,  474, 

doucque  II  474 
ac.  douceint  EI  134 
b.  doue  59,  320,  322,  526, 

530,  n  179 
aco.  douer  17  (Z.  8,  20), 

332 
mb.  dougaf  U  413,  474, 

dougas  II 374,  dougen 

I  284,  n  413,  474 

b.  doun  35,  dounoc'h-doun 

II  122 

aco.  b.  dour  17,  35,  332, 
416,  449,  523,  524.  n 67 

b.  dourgenn  538,  II  33 

b.  dourgi  11  3 

b.  dourn  112,  538,  n35, 
dournad  11  35 

CO.  dow  55,  441,  521,  H 


127,  dowlyn  II  70 
CO.  down  'tief  35, 332, 523 
down  'wir  kommen'  100, 

n  452 
(E)  ac  dowomisura(m^mi 

209 
aco.  doy  67,  521 
CO.  dovn  125,  483,  U  413, 

474 
CO.  doys  n  453 
mb.  d-oz  II  164 
dracheuvnt  138 
draen  97.  374,  515 
E  draig  192,  II  107 
aco.  drain  97,  378,  521 
b.  dramm  87 
b.  draskl  333 
draw  II  159,  187 
co.b.dre(Präp.)285,286, 

438,  440,  n  163,  166 
CO.  dre  'nach  Hause'  304 
b.  drean  97,  380 

b.  dred  385,  495 

CO.  drehetho  U  28,  294, 

300 
CO.  drehevel  334,  11  24, 

300,  412,  532 
E  dreic,  s.  draig 

c.  aco.  b.  drein  97,  374, 
378,  380,  522,  526,  b. 
dreinek  526 

aco.  dreis  80 

b.  dreist  381,  439 

b.  dreiz,  dreiz-enn  80 

mb.    dreizaff,    dreizoude 

u.  s.  w.  II  166 
drem,  b.  dremm  42, 87, 495 
dremeint,   dremynt   373, 

494 
nco.  dren  97,  378 
b.  dreo  536 

co.dres439,ni63,  dresof 
n  162,   163,    dresto  I 
422,  n  162,  163 
CO.    dretho,     drethof    11 

163,  174 
CO.  drey  11  473 
CO.  dreyn  378,  522 
CO.  dreys  439 
1  mb.  dre-z  473 
I  b.  drezenn  80 
1  mb.  drezouff  U  166,  174 
j  b.  dribi  493 
I    E)  CO.  drokeleth,  droco- 
I  '   leth,  drokkuleth  n32, 
55 
CO.  droff  n  473 
CO.    drog   'schlecht'    36, 


Wortindex,     ßrit.  und  Gall. 


769 


n  121 

ab.  (Irog,  drogn  107 
dros    381,    439,    drossof 

462,  vgl.  trossof 

b.  drouk  36,  II  121 
(R)  drud  496,  508 
drudwen,  drudws,drudwy 

385,  495,  II  16 
R  acü.  druic  192 
g.  driiida  61 
g.  dQovyyo?,  drungus  107 
drwg  36,  410,  II  37,  121 
drws  80,  280,  281,  II  20, 

21,  66,  91 
drwy   286,    drwydi    462, 

vgl.  trwy 
CO.  dry  II  473 
drych  42,  122,  414 
drychafael,        drychauel 

334,  II  300,  532 
drycket  II  37 
dryckin  410 
(R)  dryssavcr  281 
drysien  80 
drythyll  160 
dryw  61 

c.  CO.  b.  du  116,  II  107, 
116,  117,  122 

R  b.  V.  dnah  228 
duawcn30,  ac.  dubI116 

ac.  dubeneticion  II  463 
(R)  ac.  dubgint  234 

g.  Dubis  116 
g.  Dubnoreix,   Dubnorex 
35,  51,487,112,  62,  63 
g.  Dubnotalus  11  5 
duc  174,11275,277,282, 
284,  374,  375,  379,  394, 
474,  CO.  duk  11374,474, 
c.   duch    n  353,    474, 
ducpwyt    n  394,  474, 
ducsei  II  374,  474 
co.due  100  (Z.  32),  II  452 
abrit.  AovrjxaXrjdöviog  60, 

II  127 
CO.  -duer  11  433 
CO.  dues(Ipv.)II452,  453 
CO.    dues    (Ipf.)    n   452, 
dueth    (Präs.),     dueth 
(Priit.),   dueyth    I  124, 
II  452,  661,   nib.  dnez 
II  453,   CO.  duff  n  452 
CO.  duf  (Subst.)  535 
CO.  diifa,  dufe  II  446 
dug-am,    -ant,    -ost,  -um 

n  374,  381,  382,  474 
g.  dugiiontiio  II 228,  238 
duhaf  11122,  duhetI74, 


I      II  37,  119 
aco.   dui    (duiglun,    dui- 

vron)  322,  II  127 
mb.  duiff  II  353,  4,53 
ac.  duiutit  59,  II  41 
mb.  duiz  II  453 
b.  C.  duluf  333 
g.  Duranacus  II  63 
g.  Dumnocoueros  51,  64, 

II  62 
g.  Dumnorix  487 
g.  Dumnouellaunus  II  63 
(aco.)  dür  17 
CO.  -dur  II  433 
R  dur  207 
g.  Duratius  II  9 
nco.  durdala  11  277 
g.  Durocasses  256 
CO.  dus  n  452 
CO.   dutb    (Präs.,    Prät.) 

II  452 
aco.  duw  'schwarz'  16, 116 
dnw    59,  303,   322,   384, 

452,  II 85,  179,  duwdid 

II  41 
(R)  duwdod  501,  n  42 
aco.  duy  59 
mb.  duy  n  353,  453 
(R)  CO.  duyow  hamlos  238 
CO.  duyth  n  452 
dwc  174,  282,  n  291,  474 
dwfn  35,  117,  383.  H  5   ; 
dwfr    35,   116,   281,  331, 

410,  II  50  I 

dwrn  281,  II  40,  46 
-dwv  'Gott'  59,  322,  n  85 
dwv  250,  322,  441,  443, 

n  127,   170,   198,  430,  \ 

dwyfed  II  135  I 

(R)  dwyflwydd(ol)  H  127  i 
(R)  dwyfreich  U  70 
dwyn    125,  303,  483,    H 

374,  413,  474 
dwyrain  237,  II  56,  596, 

dwTreI434,526,II596 
R  dwys  209  ; 

dy  'du'   II  157,    'dein'  I  \ 

284,  286,  442,  464,   II 

157,  168 
dv-  284,  II  156,  300 
dVa.lu  II  276 
CO.  dval  101,  II  6  I 

dyair281  j 

R  CO.  dvaul  201,  314,  370 
dybi  li  446 

CO.  dvbbrv  II  352  I 

dvbrvd  li  9,  12 
dvbwyf   II  353,    dybyd,  \ 


Pedersen :  Vgl.  kelt.  Gramm.     11. 


dybydaf  II  446  (Z.  7f., 

27),  448,  452 
(R)  CO.  dy  byte  II  13 
dychanu  474 
dychludo  474 
dyco,  (rv)  dycko  410,  II 

278,  352,  474 
dychwel,  dvcbwyl  II  623 
dyckvnet  11  665 
dydd  23.42,68,174,281, 

'  302,  305,  422,  II  92 
dydaw    II  338,  452,    dy- 

deuhawr  II  391,  394 
dydi  II  157 
dyduc,  dydwyn,  dydwyth 

II  373 
dydy  II  157 

CO.  (mar)  thyec  48,  II  8 
CO.  dvenkys  313,  s.  dianc 
CO.  dvflas  II  8 
mc,  CO.  dvffo  II 353,  446 
dvfod,dvföt  284. 401, 4.35, 

II  252,  446.  452,  454 
DvfrdwT  322 
CO.  dyffres  477,  II  473 
dyfrgi  II  3 
dyffrvn,    dvfFrvnn,    dyf- 

frvnt  36,'  281,  410 
CO.  dvfun  II  663 
dvfwyta  II  281 
CO.  dvffvf  II  353,  446,  452 
dvgaf   125,  410,   II  353, 

374,  413,  474,  475 
dvganu  474 
dygelu  II  294,  485 
dygettaur  II  393 
dygludo  474 
dvgn  II  665 
CO.  dvghow  36,  520,  523, 

II  186 
dvgwvdaw,   dvgwvddodd 

'303,  474,  li  372 
dygyfranc  II  558 
CO.  dyhow,  s.  dyghow 
CO.  dvUas  24 
dvled  100,  333,  II  66 
R  dvleitbio  '228 
dvlusg  II  19 
dvlwf  169.  333 
CO.  dvllv  333.  II  507.  c. 

dvivaif  II  415,  dvlved, 

dylyet     I     100,"   333, 

dylyer  II  396 
CO.  dvlvow  375 
dvlvii  iOO.  II  507 
dym-  II  301 
mb.  dvm  (Hv)  II  166 
CO.  dym  II  163,  671 

49 


770 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


dyma  459 

dymgyfarch    II  301.  302 

co.dvramoII671iZ.6, 13) 

dy-m-rvt  II  671 

dyn  69,  89,  166,  281,  302, 

376,  II  85  (Z.  36),  108, 

215 
CO.  dy-n  II  163 
dvna  459 

dynad,  dynhaden  332, 492 
CO.  dynnargh  II  458 
dynionach  II  25 
CO.  dynyrghys  II  458 
CO.  dvDvthv  II  544 
dyoddef  11  504 
dvoganu  II  481 
CO.  dyow  36,  520,  523 
K  CO.  dvowl,  s.  dvaul 
dyppo  li  353,  446 
dyrchafael ,        dvrchauel 

334.  II  300,  532 
dyre  II  454,  596 
dvrreith  II  373,  596 
dyret  II  452,  454 
dyruaid  11  40 
(E)  dyrnawt  281,  II  46 
dyro,     dvroddi,      dvroi, 

dyry.  dVrydd  U  473 
CO.  dvs  II  163 
(E)  dysgadoed  II  394 
dysgartliu  II  616 
E  dysgl  224 
E  dvsgu  200,  217 
CO.  dysky  II  18 
E  dyscvl  224 
CO.  dyso  II  163,  168,  671 
CO.  dvsprenne  II  300 
CO.  dvth  42.  370,  519,  II 

92;  132 
CO.  dythane  II  508 
.  E  CO.  dvveyth  228 
CO.  dyvotter  II  281 
dvw  II  92 
CO.  dyw    322,   441,    521, 

II  127 
dvwat   II  373,    dywawt, 
'  dvwedaf  I  182,  410,  II 

373,  381,  393 
dyweddi ,     dyweddio     II 

301,  517 
dywedut  II  38,  373,  412, 

dywedynt  II  337,    dy- 

wespw^t  II  393  (Z.  33, 

36),  dywetto  1410,11352 
E  CO.  dywolow  314 
dywot  II  373 
CO.  dywy  II  508 
E  CO.  dywys  210 


E  CO.  dzhiaul  370 
b.  e  'in'  402 
b.  V.  e  (vor  derainf.)  285 
b.  V.  e    (Verbalpartikel, 
=  a)  285 

b.  e  (Verbalpartikel)  426, 
427,  472,  II 164  (Z.  19, 
22),  229 

nc.  e  (Verbalpartikel,  = 

ef)  472 
CO.  -e  'er'  II  160,  161 
mc.  -e-  'ibn,  sie'  406,  II 

157,  158,  171  (Z.  5, 12, 

26),  665  (Z.  9) 
nb.  -e-  'ihn'  II 164  (Z.  38) 

c.  -e  'sein'  442,  II  157, 
-e  'ihr'  II  157,  b.  -e,  e 
'sein'  442,  II  164,  173, 
-e  'ihr'  II  164,  vgl.  he 

CO.  -e  'ich'  II  160,  161 
mb.  e  'ist'  II  426 
b.  eal  'Füllen'  103,  II  661 
Emb.eal 'Engel' 224, 525 
nco.  ean    109,  248,  378, 

483,  vgl.  oan 
b.  V.  ean  'er'  319 
b.  V.  ean  'Himmel'  319 
eang  107,  178,  290,  312, 

II  10 
E  b.  ear  203 
nco.  eath   123,  248,  319, 

378,   11-129,    eatag  II 

133,  eathas  II  135 
b.  V.  eauk  530 
b.  eazl23,380,II373,452 
eb  'inquit',  s.  heb 
nco.  ebbarn.  s.  ebron 
(E)  ebawl,  s.  ebol 
ebe  129,  II  621 
b.  e-ben  36, 47,  535, 11196, 

215 
(E)  b.  ebeul,  c.  aco.  ebol 

36,    122,   279,   335  (Z. 

25,  30),  II  54 
E  ebostol  236 
ebr  II  179,  621 
b.  V.  ebr  38 
E  CO.  ebral,   b.  ebrel,  c. 

ebrill  148, 192,  237,239 
CO.  ebron  38,  289 
g.  Eburomagus  365 
g.  Eburouices  256 
echain  II  295,  672 
echel  78,  373 
g.  Equos  4 
b.  ed  41,  304  (Z.  24,  39), 

II  58 
edaf  132,  H  61 


(E)  nco.  edatior  135 

ab.  edemnetic  169,  380 
b.  edenn  II  58 
edervn  373,  s.  adervn 
edeu  132.  II  61 
Edeyrn  423 

edlygii  II  292 

edmygu  II  576,  581 

edn  90,  135 

nco.  ednack  II  133 

ednebyd  II  447 

b.    edo,    edoa,    edoamp, 

edoent,   edoff,   edomp, 

edouch,    edoun,  edout 

II  424,  427 
CO.  eddrek  134,  II  594 
edrych    422,    edrychawd 

II  372 
edwyn  II  373.  379 
mb.  edy,  edynt  II424, 426 
edyw  II  452 
b.  eeun  92,  314,  320,  525 
ef  442  (Z.  261,  II 155, 157, 

160,  170,  428,   mb.  eff 

II  164  (Z.  3,  28),  170, 

c.  ef  a  I  416,  472 
E  effaith  221,  228 
efe  277,  302 
mb.  effezo  426 
efo  277,  416,  II  157,  170 
CO.  effo  II  352 
mb.  efFoe  426 
E   Efrai,   Efrei,    Efroec, 

Efrvw  191.  253 
efydd'  166,  351,  375,  537, 

II  17 
b.     egiedoff,     egedounn 

II  166 
CO.  egen  II  424 
b.  eget  530,  531,  II  125, 

261  (Z.  24,  27),  egetan, 

egeti,     egeto    II   166, 

vgl.  egit 
mb.  egoetou  II  166,  671 
mb.  egnidoff  u.  s.  w.  II 166 
b.egile  47,51,11196,215 
b.  egit  II  672,  vgl.  eget 
mb.  egait  530,  II  166 
E  aco.  eglos,    c.  eglwys 

198,  208,  229.  452 
E  egr  229 

ac.  egiiin  107 

E  egwyddor  226,  373 

mb.egaytaf,  egiyte  II 166 

aco.  ehal  II  661 

mb.  ehanaff  II  295 

ehangder  290 

ehawc  73,  252,  II  100 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


771 


ehed,  ehedec.  ehedeg, 

ehedfan  91,  1162,412, 

413 
rab.  ehet  II  353 
rab.  eheuo  73,  252 
mb.  eheut  II  353 
aco.,  mb.  ehoc  73,  252 
ehofyn   517,  II  12  (Z.  8, 

24),  295,  vgl.  eofn 
b.    V.    ehomm,    ehoraek, 

ehomigeh  169,  288,  531 
mb.  ehomp  II  353 
K  b.  V.  ohour  530 
ei  'sein'   442,  II  158,    ei 

'ihr'     I   406,    407    (ei 

nhain,  ei  mbam),  415, 

II  158,    ei  'ihn,  sie'  I 

406,  vgl.  a'i 
eich  II  158 
b.  C.  eid  505 
eiddaw   69,   II  157,  170, 

173,  260 
eiddew  289,  303,  538 
eidi  II  157,  170,  173 
eidion  370 
eiddocb,  eiddof,  eiddom, 

eiddot  II  170,    eidunt 

II  157,  170,  173 
K  eigion,  eigyawn  206 
b.  V.  eih  504 
rac.  b.    eil   69,  320,  380, 

381.  446,  542  (peb  eil), 

II  59,    135,    196,    197, 

vgl.ail;c.eilfedII135 
eilun  II  59 
b.  eilzimezi  426,  474 
ein  (Fron.)  402, 407,  II 158 
b.  ein  'Lämmer'  109,  248, 

483,  s.  oan 
b.   ein    'Vogel'    90,   135, 

430,  526,  528 
eingion,    einion    92,  114, 

372,  379 
einom  II  157 
b.  eintaff  163 
einweh,   einym,   einyvrch 

II  156,  157,  170 
eira  104,  372,  s.  eiry 
eirch     II    458,     eirchat, 

eirchiad  I  70 
eirif  113,  278,  375 
eirinen  103,  279,  374 
eirmoet  372 
eirv  282,  s.  eira 
eirvoet  312,  372 
eisen  85,  331  (Z.  20,  36), 

372,  374 
«istedd  70,  72,  289,  303, 


410,  eisteddfod  II  14, 

eistetho  I  410,  II  352 
b.  V.  eit  530,  531 
eithaf  II 123,  eithr  II  44, 

vgl.  eithyr 
eithyd  II  373',  374 
eithyr  na  II 256,  vgl.  eithr 
b.  eiz  123,  248,  319,  381, 

II  129,  eizved  II  135 
b.  ejomp  II  373 
b.  el  'im'  II  177 

b.  V.  el  'wie'  531 

el,  b.y-el  11353,356,452 
E  CO.  el  224 
eil  (pumj))  413,  II  214 
elain  138,  173,  II  48 
CO.  eilen  II  353,  452 
eleni  113,  II  190 
aco.  elerhc  16,  40,  II  33 
R  aco.  elester,  c.  b.  elestr, 

aco.  elestren  192,  216, 

373 
(R)  elfen  200 
aco.  elgeht  16 
R  c.  ab.  eli  197 

c.  aco.  elin  II  59 
ac.  elinn,  s.  ellyn 

CO.  elln,    mb.  y-elo,    elot 

II  275,  353,  356,  452 
aco.  eis  500,  c.  elltrewen, 

ab.  eltrogiieu  14,  137 
(R)  b.  elveun  (-dan)   200 
ellwng   II  565,  570,  580, 

677 
el(h)wvf  II  353,  355,  452, 

666" 
CO.  elvn  II  59 
ellyn  'l37,  373,  382,  II 57 
ac.  em  II  157 
CO.  em-,    b.  em  285,  492 

(vgl.  Nachtrag  II  663, 

666\  II  297 
mb.  em  'in  meinem'  II 164 
b.  ema  96,  II  421,  427 
rab.  emaes  II  665 
b.  emaoun  u.s.  w.   II  427 
R  b.  embouda  238 
b.  eme  461,  II  580 
ac.  emedoii  166 
ac.  emmeni,  aco.  emenin 

46,  109,  118 
b.  emeusomp  II  165  f. 
b.emez,emezatV,  emezhaü, 

emezhi,  emezho  II  580, 

vgl.  eme 

ab.  emgruit  14 

ac.  emid  166 

CO.  emlathe  II  297 


b.  emoamp  II  166 

b.  emolc'h  106,  413 

b.  emonn  u.  s.  w.    II  427 

b.  empenn  130 

R  CO.  emperour,  eraperur, 
emprour  237,  519 

CO.  empvnnvon  130 

(R)  b.  emrentaff  II  297 

R  emys  241,  374 

b.  emzivad  487 

en-  45,  115,  137 

CO.  ab.  mb.  b.  V.  en  (Ar- 
tikel) 284,  285,  403  (V. 
en  eu,  iü,  en  eriien), 
444,  II  177,  178,  mb. 
en    (Adverbialzeichen) 

I  445,  II  77,  178 
b.  -en-  'ihn",  8.  hen 
mb.    en     (pleonastisches 

Fron.)  II  428 
CO.  en  'ich  war,  wir  waren' 

II  422 

ac,  b.  en   'in'    392,  402, 

403.  (en  a,    en  ha.    en 

noar),  b.  e-n,  enn  'im' 

II  177 
CO.  ena  'dort'  II  187 
(R)  nco.  ena  'Seele'    170 
mb.  ennaff,  ennhaff  422, 

II  166 
enaid  170,  282,  II  40 
R  enaiut  224 
enawel  60.  II  10 
(x  ab.  enbit  II  659 
b.  enk  107,  178,  388  (l. 

7,  40) 
mb.  enqiielezr,    aco.   en- 

chinethel  45 
R  aco.  encois  209,  230 
ac.  enderic,    nc.  enderig 

21,  115.  373 
(R)  b.  enderv  200 
b.  endevoant  II  166 
endewais,  endewis  II  652 
ab.  endlim  115,  148 
b.  endra  473 
(R)  CO.  b.    ene    170,  320 

(Z.  14),  II  111 
mb.  ennhe  II  166 
aco.  eneb  38 
(R)    CO.   onef,    mb.   eneff 

170,  II  111 
eneit,  s.  enaid 
b.   en  em   278,  285  (vgl. 

II 663),  474, 492,  II 297, 

666,  eu  om-voada  1433 
encp  38,  184 
nco.  enues  109 

49* 


772 


Wortindex.    Brit.  und  Gall. 


E  b.  enet  200 

b.  enn  eur  447 

E  CO.  enevalles  240,  280 

b.  V.  enevat  487 

E  nco.  enez  200 

b.  enez,    enezenn,    enezi 

156,  381,  382 
enfawr  288,  II  10 
mb.  englenaff  95,  II  539 
CO.  -engy,  8.  -ensy 
ac.  ennian,  s.  eingion 
ennill  115,  148 
enllyn  115,  147 
enmetiam  489,  II  337 
CO.  b.  eno  II  159,  167 
b.  ennot,  enoixff,  ennoun 

u.  s.  w.  II  166 
enrhyfedd  II  10 
CO.  ens  'sie  waren'  II 422 
CO.  -ense,    -ensy   II  160, 

161, 185  (S.Ott-,  wott-) 
mb.  ent  (Adverbzeichen) 

425,  II  77,  178,  192 
E  ab.  entic  192,  231 
entraw  137,  139 
b.  entre  139,  II  166,  en- 

trocb,  entromp  II  166 
ac.  enuein   46,  169,  373, 

II  112 
b.  eÜY  255,  389,  II  67 
E  b.  efvor  194,  492 
enw    46,   169,  334,   373, 

414,  516 
enwir  II  10 
enwyn  45,  II  10 
ennhy  II  166 
ennyn,  ennynu  II  508 
CO.  envs  156 
b.  80  320,  II  422,  426  (Z. 

7,  16,  26),  430,  447 
b.  eok  73,  c.  eoca  410 
eofn  263,  II 12,  s.  ehofyn 
sog  73,  303,  410 
E  b.  eol  194,  322 
b.  eoll  314 
b.  eomp  II  452 
b.  eon  61,  62,  380 
b.  eontr  55,  62,  320 
E  b.  eor,  s.  heor 
eos  312,  vgl.  eostik 
E  b.  eost  212 
b.  eostik  283,  vgl.  eos 
ab.  ep  404,  s.  hep 
epil  410 
E  epistol  236 
g.  Eppius,  Eppo,  epo-  477, 

II  63,    Epomanduodu- 

Tum  1 256,  Epona  1 36, 


II  56,  eporedias  I  4, 
Eposognatus  14, 35, 36, 
48, 119,  Eposterouidus, 
Epotsorouidus  1 80, 532 

E  CO.  epscop  202 

0.  CO.  er  (Präp.)  372,  438, 
e.  er-  II  156,  671 

e-r-  II  295 

b.  er  'im'  II  177 

b.  V.  er  (Artikel)  285,  444 
aco.  b.  er  'Adler'  491,  543 
nco.  er  'Schnee'  104,  377, 

523 
E  b.  er  203 

b.V.  er 'Schlange' 323,530 
E  CO.  erberow  199 

c.  CO.  erbynn,  erbvn  248, 
377,  378,  437,  452,  519, 
II  72,  74 

erch  126 

b.  erc'h   104,  380,  II  33 

abrit.Ercagni,  ac.Erchan 
12,  II  27 

ab.  ercentbidi-te  II  442 

erchi,  ac.  erchim  165,373, 
II  61,  413.  458,  c.  er- 
chis  II  372,  376,  377, 
458,  erchit  II  392 

ab.  ercor  II  5 

ab.  erderh  II  5 

erdolwg,  erdolvgu  II 650 

b.  ere  100,  113,  380,  382, 
II  593 

eredic  II  412 

b.  ereet  II  413 

ereill  283,  289,  II  196, 
CO.  ereil  II  196 

b.  eren  II  56,  413,  593 

b.  erer  491 

aco.  ereu  63,  334 

ergrynu  II  292 

ergwyno  II  496 

ergyr  II  5 

eriöed  312,  372 

I  mb.  erlecguez  II  565 

er  mwyn  452 

CO.  erna  473,  II 184,  326 

erni  II  159 

b.  ero  63 

nco.  erouh  502 

E  erthygl  229 

b.  V.  erü  'Furche'  335 

b.  V.  (en)  erüen  403 

b.  ervad  445,  II  77,  178 
I  E  b.  ervoas  202 
!  CO.  ervyre  II  292,  472 
j  c.  aco.  erw  63,  334 
I  eryr  491 


eryueis  II  275,  276 

CO.  es  'ist'  520,  II 428  f., 
es  'du  warst'  II  422 

CO.  es 'als' 11125,163,261 

CO.  yth  esaf  II  233,  424 

CO.  eskar  II  8 

ab.  esceilenn  76,  113, 
333,  380 

g.  EaxiyyoQBi^  149,  II  97 

E  esgob,  aco.  escop  'Bi- 
schof, b.  eskop  202, 
217,  280,  332,  375,  aco. 
escop  angeblich  'lepi- 
sta'  202,  217,  II  662 

esgor  II  615 

esgordd  II  615 

esgud  76,  81,  152,  359, 
385,  514,117,  b.eskuit 

I  76,  '231,  528,  II  7 
E  esgusawd  II  46,  110 
E   esgyn    192,   198,  225, 

nco.  eskvnvas  192 
CO.  ese  II 424  (Z.  36,  41), 

425,  431 
g.  essedum  86,  152,  392, 

633,  II  6,  298,  605 
aco.  esel  II  54 
CO.  esen,  eses  II  424 
CO.  es  eth  II  452 
(E)  CO.  esethe  II  605 
CO.  esof  502,  II  233,  424, 

eson,  esos,  esough  II 424 
CO.  esough  'als  Ihr'  II 163 
CO.  esow  41 
g.  esox  73,  532 
G  nco.  est  304 
b.  V.  estik  283 
ab.  estid  70 
E  aco.  b.  estren  194, 197, 

220 
g.  Esugenus  73,  532 
g.  Esus  56 
E  essyn  374 
CO.  eth  'wirst  gehen'   II 

452,  'ging'  I  123,  521, 

II  275,  373,  452 

ab.  etbinam  II  463 

ac.  eteiu  132,  II  61 

CO.  ethen    90,    135,  430, 

vgl.  hethen 
ac.  eterin  90,  373 
K  CO.  ethewon  196 
ac.  etmet  162 
ab.  etncoilhaam    74,  90, 

135,  280,  II 18,  23, 337 
CO.  ethom  169,  385 
E  CO.  ethow  196,  385 
b.   etre,    etrezounn    139^ 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


773 


ir  166 

K  ethrywyn  234 
etweinit,    etwenwch,    et- 

weynwch  II  373,  547 
ethym,     ethynt,    ethyw 

II  374,  378,  452 
-eu  (Augens)  II  184,  185 
eu  'ihr'  283,  407,  II  157, 

158  (Z.  28,  32),  173 
mb.  ou  'ist',  8.  eo 
b.  V.  (en)  eu  403 
(R)  b.  eubeul  335 
R  b.  eübi  197 
CO.  -eue  et'  II  160 
mb.  cuel,  s.  evel 
aco.  euhic  16,  251 
ab.  Euhocar  284 
aco.  euitor  55 
b.  eun  57,  285,  287,  447, 

529,   542  (zu  278),    II 

126,  667 
b.  V.  eun  530 
aco.  eunbiasic  92,  138, 

500,  ab.  eunt  92 
euod,  euon  98,  99 
ab.  euonoc  61,  62,  II  30 
R  eur,  s.  aur 
b.  eur  'mau  ist'  II  422 
b.  eur  'ein'  155,285,287, 

416,  447,  529 
R  b.  eur,  heur  'Stunde' 

206,  542 
R  b.  eur  'Glück'  212,  541 
(R)    eurach,    s.    eurych; 

euraid   II  40,    eurdde 

II  28,  aco.  eure  II  23 
R  b.  euret,   eureud  203, 

206,  335  (Z.  23,  30) 
(R)  eurin   II  59,    eurych 

II  26 
R  mb.  euryen  207 
mb.  era  eus  II  165 
b.  V.  eutreune  II 71,  107, 

eutru  I  530 
euthuiu  123,  374,  II  373, 

378,  452,  euthyw  II 374 
aco.  euuin  16,  107,  II 59 
b.  euver  49,  II  50 
b.  eux,  euz  524,  II  422, 

426,  428  f.,  am  eux,  em 

euz,    ec'h  euz  II  165; 

vgl.  CO.  evs 
b.  eva  'trinken',  co.  ova, 

eve  289,  II  352,  552 
CO.  eva,  eve  'er'  11160, 161 
b.  evel  286,  II  166,  192 

(evel  heun),    331  (euel 

pan),  vgl.  hevel;  evel- 


doun,    eveltail,     evelti 

II  166  f. 
b.  evit   530,  531,  II  125 
b.  evn  90,  135,  430,  528 
CO.  evn  313,  522 
CO.  evs  520,  II  428 f. 
CO.  ewen,  s.  evn 
ewig  251 
ewin     107,    381,     II   59, 

ewincarn  I  156 
ewyll  314 
ewyn  61,  375,  514 
ewythr  55,  60,  139,  485, 

514,  II  44 
g.  Excingomarus  77 
g.  Exobnus,  Exomnus  49, 

295,  517,  II  12,  295 
CO.  evU  69,  377,  446,  522, 

iri96 
CO.  eys  41,  519 
eyt  II  338,  451 
mb.  ez  426,  472,  473,  II 

229  ff.,  239,  252,  424 
b.  eze,  ezeff  II  633 
b.  ezel  II  54 
mb.  ezn  90,  135,  528 
mb.  ezneu  II447,  448,  547 
b.  ezomm   169,   288,  385 
b.  ezomp  II  373,  452 
mb.  ezreuell  528 
-fa  374,  II  15 
R  ffa  192,  221 
R  ffaeth  228 
R  mb.  faff  192 
R  ffafr  215 
fal  165,  286,  II  230,  256 

(ual),325(Z.25,39),326, 

331,  fal  hyn  II  192 
R  CO.  fallens  II  352,    b. 

fallout  II  448 
R  fi'als,  CO.  b.  fals  147,  220 
(R)  b.  falvezout  II  448 
R  b.  fanul'  210 
R  b.  fao  192,  s.  fav 
R    b.    faoonn    221,    222, 

Faouet  221,  II  39 
b.    faouta,     faoutet     77, 

320,  528 
R  b.  faoz  220 
R  ffasg  221 
CO.  fatel,  fattel  424,  473, 

11  671 
R  ffau  214 
R  ab.  fau  221,  222 
R  nco.  b.  fav  192,  221 
R  b.  favonn  221 
R  iTaw  240 
R  ffawd  203 


CR)  ffawydd  221,  222 
fe  472,  CO.  -fe  'er'  II 161, 

8.  ve 
R  b.  feiz  42,  201,  224 
fei  165 

R  b.  feil  II  448 
b.  felc'h  75,  106,  176, 188 
felly  II  192,  665 
nco.  felsa  77,  378,  524 
R  aco.  fenester,  c.  ffenestr 
i      221 
I  R  ffenigl,    aco.   fenochel 

202,  210 
R  CO.  fenten  195,  335 
b.  feon  68 

ffer   75,  II  53,  101,    aco. 
I      fer  II  660 
j  ffern  II  53 

'  R  b.  feskad,  feskenn  221 
,  CO.  fes-te  II  161 
I  R  CO.  feth  201.  224 
CO.  fettel  473,  II  671 
R  b.   feunten,    feunteun 

195,  335  (Z.  21,  30) 
-fi   (-fifi,   -ui,    -uiui)  464, 

II  155,  157 
R  b.  fiez,  c.  fagys  228 
(R)  b.  finvez  II  14 
R  ffiol,  ffiolaid  II  40 
ffion,  ac.  fionou  68 
R  aco.  firmament  201 
R  aco.  flair,  c.  fflair,  ac. 

flairraaur  223 
CO.  flehe8(ygow),  s.  flogh 
R  c.  ffleirio,  b.  fleria,  ab. 

fleriot,  CO.  flerye,fleyrye 

223,  II  338 
aco.  flogb,    nco.  flöh  16, 

304,  II  31,  71 
R  aco.  flurrag,  c.  fflureg 

235,  289,  491 
CO.  (ryth)  fo  II  161 
fo  472 

R  ffo,  CO.  fo  196,  vgl.  ffoi 
R  b.  fochou  505 
(R)  aco.  fodic  208 
R  b.  foenn  208 
mb.  foeonnenn  68 
R  ffoi  303,  516.    vgl.  ffo 
(R)  ffolcen  II 33,  co.  fol- 

neth  II  32,  aco.  folter 

I  500 
ffonn  75,  375,  II  86 
(R)  ffonnod  II  38 
(Rl  flont  302.  312 
R  fforoh,  b.  forc'li  230 
Cr  ffordd   302,    nco.  forS 

434 


774 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


E  nco.  forh  230 

E    aco.    b.   forn    221,    b. 

fornigell  II  55 
(yj  fory    99,    II  79,    vgl. 

afory 
G  aco.  fosaneu  524 
E  ab.  fou  221,  222 
b.  V.  i'oueric  49 
E  b.  fourn  221 
E  mb.  fouzaff  233 
E  nco.  fow  214 
(E)  fowcb  303 
E  b.  foz  371,  504,  505 
b.  frao,  nco.  frau  81 
(aco.)  freg  16,  17 
E  b.  V.  freh  530 
E  b.  V.  frebein  229 
E  b.  frei'  222 
b.  freon  68 
E  b.  freuza  229 
E  ffrewyll  221,  222,  491, 

514 
E  b.  friant  II  49 
mb.  froan,    c.  fifroen   82, 

125,  376 
E  b.  froeza  229 
b.  fron,  s.  froan 
E  g.  Frontu  49,  206,  248, 

II  108 
aco.  frot,  b.  froud  35,  82, 

174,  g.  ^Qovdig  537 
E  b.  frouez  229,  483,  526 
E  ac.  fruinn  208,  221 
E    aco.    fruit,     co.    frut 

229,  483,  519 
g.  Frutonius  537,  c.  ffrwd 

35,  82,  174,  361,  383, 

II  34 
ifrwst  81,  136 
E  ffrwyn  208,  221 
E  ffrwyth  229,  483,  526 
fry  462 

E  ac.  fual  220,  226 
CO.  (re)  fue  II  161 
ffun384(Z.32,40),II628 
E  aco.  funten  195,  335 
E  ffur,  aco.  b.  für  207 
E  ffurf,  aco.  furf  205,  241 
E  ffurfafen  201,  203,  241 
E  mb.  furm  205 
(E)  b.  furnez  II  32 
E  ffust,  CO.  b.  fust  221 
(E)  ffwlcyn  II  33 
E  ffwrn  221 
E  ffwyn  208 
fy   'mein'   150,  243,  284, 

286,  287,  401,  464,   II 

157;  fy(fvfi)'ic.h'II157 


E  ffvdd  42,  201,  224 
CO.  (ny)  fves  II  162 
E  CO.  fylly  II  337 
CO.  ny  fynnaf,  s.  mynnaf 
E  ffynhawn,  s.  ffynnon 
ffyned  384,  II  628 
E    ffvnnon ,    ffynnhonell, 
CO.'    fvnten  '195,    234, 
288,  383,  501,  II  55 
(E)  CO.  fynwetb  II  14 
(i)  fyny  517 
E  ffvrf  333 
E  (aco.)  fyrvav  201 
CO.  (ov)  fysky  524 
E  CO.  fvth  201,  224 
CO.    (ty    a)   fytb    II  161 

(Z.  22,  37) 
fyth  (vYth)  462 
CO.  -ga"ll  160,  175 
g.  gabalus  39,  334 
g.  Gabromagus  117 

b.  gad  II  108 

gadael,  gadu  288,  502. 
II  412 

gaeaf,   ac.  gaem  66,  164 

g.  gaesum  74,  96,  532 

gafael  95,  II  532 

gafl  39,  II  53,  gaflach 
II  25 

gafr  117,  332,  372 

gair  144,  380 

CO.  galla  11  337,  c.  co., 
mb.  gallaf  -I  156,  157, 
481,  524,  II  25,  275, 
337,  415,  CO.  gallan  II 
337;  vgl.  gallo,  galsen, 
gallu 

c.  CO.  galar  280,  II 25  (Z. 
8,  31),  50,  66,  c.  gala- 
reb  II  34 

c.  CO.  gallas  'ist  gegan- 
gen' II  275,  285,  353, 
374.  452 

CO.  gallo  II  337,  mc.  gal- 
lel  II  412,  CO.  gallen, 
mb.galbennII337,352, 
b.  galler  II  392,  396, 
gallout  I  433,  465,  II 
412,  vgl.  gallaf 

CO.  galow  334,  vgl.  c.  galw 

CO.  galse  'war  gegangen' 
II  275,  374,  452 

CO.  galsen  481,  galser 
II  392,  vgl.  gallaf 

CO.  galsof  'bin  geworden' 
II  374,  376,  452,  gal- 
sons  II  374,  452 

gallt  137  (Z.  8,  22),  435 


gallu  II  61,  412,  vgl. 
gallaf 

b.  V.  galiiein  531,  b.  gal- 
vet,  c.  galw  491,  II  392, 
c.  galwaf  II  337,  vgl. 
CO.  galow 

gan  'mit'  138  (Z.  21,  30), 
285,  286  (Z.  5,  22),  287, 
438,  CO.  gan  539,11  162 

CO.  -gan-  'uns'  II 160, 169, 
175,  'unser'  11160,175 

mb.  ganas,  gauat  II  391, 
vgl.  ganer,  genel,  c.  geni 

ganddo  422 

b.  ganedigez  II  32 

b.  ganen  u.  s.  w.  II  167 

mb.  ganer  II  391,  mc. 
ganet  (ny  mat  anet)  II 
277,391,  b.  ganet  1175 

b.  ganez  II  167,  168 

co.  ganow  156 

CO.  gans,  gansam,  ganse, 
ganso  138, 285,422,438, 
502,539,11160,161,162, 
163,  172,  b.  gant,  gan- 
taff,  gantail,  c.  gantaw, 
ganthaw,  b.  gante,  c. 
gantunt,  gantbunt,  b. 
gantv  1138  (Z.22,  39), 
285,  422  (c),  438,  II 159 
(c),  162,  166,  167 

b.  gaol  39,  II  53 

b.  gaor  117,  525 

b.  gaou  55 

b.  gar  408 
nco.  gara  502 

c.  aco.  b.  garan  38,  II  56 
E  garawys  193,  203.  220, 

225,  231.  278,  313 
G  gardd  110 
c.  CO.  b.  garm  144,  II 60, 67 
b.  garo  334 
garth  136,  180 
b.  V.  garbue  334,  c.  garw 

227,  II  116 
E  b.  garz  'Gänsericb'  382 
b.  garz  'haie',  s.  garth 
CO.    -gas-    'euch',     'euer' 

II  160,  161,  169,  175 
CO.  gase  502 
gast^  283 
gau  55 
gauaf  66 

aco.  gauar  117,  332 
aco.  gauboc,  s.  gouhoc 
CO.  gavel95,  II 532  (Z.  39) 
CO.    gaver,    b.  gavr   117, 

380,  531 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


775 


gawr  144 

CO.  ge  'du'  502,  II  180 

ac.  gebel,  c.  gefail  'Zan- 
ge' 39,  II  54 

gefail  'Schmiede'  II  54 

CO.  an  geffe  (Konj.  Ipf.) 
II 161,  nvn  gefe*(Prät.) 
II  162 

K  gefeil  222,  240 

CO.  an  gefes  II 161,  425  f. 

mb.  gneü  117  (guefl?) 

CO.  an  geffo,  yn  gefyth 
II  161 

geill  II  337,  343 

geilw  II  337 

(R)  geiriadur  II  43 

geist  283 

aeo.  ghel  16 

mb.  gnell  II  337,  co.  gel- 
ler, mara  keller,  c.  gel- 
lir  II  392.  396 

CO.  gelow  II  337 

aco.  geluin  118,  378 

CO.  gehvel  334,  491,  II 
412,  c.  gelwi,  gelwit 
II  337,  392,    b.  gelver 

I  491 

R  gern,  ac.  geuimou  222, 

241 
CO.    -gen-    'uns',     'unser' 

II  160,  161,  169 

gen,  mb.  gi^en,  aco.  genau, 

g.  Genaua  17,  83,  156, 

II  16,  vgl.  geneu 
CO.  genef  285,539.11162, 

163,  mb.  gueneff  I  286, 

il  166 
b.  genel,   guenell   95,  II 

412,  533 
CO.  genes  'mit  dir'  II 160, 

mb.  guenet  II  166 
geneth  369 
geneu  156,  II  16,  91 
mb.  gtienez  II  166.  168, 

191 
geni  95,  373,  II  533 
genni  39,  157,  160 
b.  genou,  s.  gen 
genti,  gcntbi  II  159 
R  CO.  genvar,  b.  genver, 

genveur  204,  215 
geunyf,  genbvf  285,  462, 

II  159 
CO.  genys  II  533 
b.  geo  98 
b.  geol  117 
b.  geot  96,  525 
CO.  b.  ger  380 


gerran  83 

b.  gervel  (gueruell)   491, 

II  412 
CO.  -ges'  'euch,   euer'    II 

160,  169 
b.  V.  get  138,  287 
b.  V.  geu  529,  vgl.  c.  gau 
CO.  (nyn)  geuas  II  161 
geudab  II  34,  geudy  I  55 
aco.  geuelhoern  39,  II  54 
b.  geure  335,  II  374,  379, 

vgl.  guerue 
b.  geuz  II  428 
CO.   (an)  geva,   fyn)  geve 

II  162 
b.  gevol  II  54 
R  b.  gevell,   b.  V.  gevel 

222,  240,  531,  II  54 
CO.  (an)  gevo  II  161,  (an) 

gevyth  11161,162,425 
CO.  gew    74.  96  m.  Ntr., 

322,  435,  520 
gewyn  369 
CO.  geyth    42,   369,   370, 

543  (Z.  1) 
g.     Giamillus,    Giamon. 

66.  II  56 
R  b.  giber  238 
ac.  gill),  gilbin  118.  375 
mb.  gujllif   II  352,    356, 

guillir   II  392,    guilly 

(Ipf.)  II  337 
b.  Tr.V.gir529(Z.21,30) 
CO.  -gis-  II  160 
mb.    guitibunan    286,    II 

213    253 
b.   gläc'har    280    (Z.   19, 

24),  II  25,  50,  66 
b.  glad  157,  II  34 
glan   147,  302,  303,  476, 

II  42 

b.  glan  'Wolle'  888 

c.  b.  glann  38.  302,  II  95, 
96  (Z.  29) 

ac.  glanstlinnim  83 f. 

glanwaith  303 

b.  glao  525 

b.  glaou  63 

glas  79,  1118,  g.  glastum 

79 
1  b.  V.  glaü  531,  b  glavek 

525 
b.  glaz  79 
nco.    b.    gleb    (Adj.)    60, 

540,  b.  gleb  (Ipv.),  gle- 

bia,  glebit  370 
(R)  b.  glebor  II  52 
b.  glec'h  128 


b.  glefe  488 
gleindid  II  42 
mb.glenn38,  c.glennydd, 

s.  glann 
b.  Tr.  glesker  493 
(R)  glesni  II  18 
(R)  ac...  glibor  60,  11  52 

b.  V.  glih  60 

c.  b.  glin  1.56,  II  66,  70 
1).  gliz  60 

gln  63 

b.gloanl58, 179,  536,  540 

mb.  gloat  157 

mb.  gloeb  60 

b.  V.  gloestr  493 
gloew  67,  334 
mb.  glou  63 

b.V.  gIouah(enn)498,535 

R  b.  glout  196 

CO.  glow  63 

aco.  gluan  16,  158,  179 

b.V.  gl  üb  529,  mb.  glueb 

60 
(R)  mb.  gluebour  II  52 
mb.  gluesquer  493 
mb.  gluiz  60 
R  glwth  196 
CO.  glvn  156,  .520 
glynn'38,  II  66 
glynu  95,  II  539 
gnawd  48,  gnaws  49,486 
gne  II  97 
gnif  II  544 
mb.  gnnu  61 

c.  CO.  g(i-  253.  438,  c.  go 
278,  449.  475.  II  13 

b.  go  'fermente'  65 

b.  goad  314,  385,  433  (Z. 

5.8.33),  536  (he  voad), 

(en  em)  voada  433,  536 
b.  goaf,  goaff  74,  96.  vgl. 

goao 
mb.  goagronenn  493 
b.  V.   goai    530,  531  (Z. 

28,  34) 
b.  goanak  385 
b.  goanv  66,  164,  320.  526 
b.  goao  74,  252.  vgl.  goaf 
b.  goar  'er  weiß'  59,  113, 

433.  483,  526,    II  391, 

406.  523 
b.    goar    'krumm'    59  (Z. 

11,  33),  94,  526 
b.     V.     goas     531,     mb. 

goasoniez  II  32 
b.  goaz  103,  433,  483,  526 
g.  Gobannilnus,  Gobaunio 

86.  II  112 


776 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


gobant  II  10 
gobennvdd  II  12 
E  b.  gober  222,  435 
CO.  gober,    c.  b.  gobr,    c. 

gobrwy,  gobrvnu  11 16, 1 

497  "  ! 

gobwyllo  II  485  1 

gochanu  II  481  I 

gochel,gochlvd474,II485 
goddef  II  295,  504  l 

aco.  goden  truit  34 
godineb  II  34 
godiwawd,    goddiweddu, 

goddiwes  II  373 
godro  97 
godyrddu  494 
E  b.  goel  'Segel'  208 
E  b.  goel  'Fest'  214,  223 
b.  goelan  23 
b.  goeled  386,  526,  II 38 
b.    goelo   321,  433,   435, 

goelvan  314,  433 
b.  (war)  oenklo  139 
b.  V.  goerein  530,  b.  goero 

97    304   324 
(E)  (i)  ab.'  goerp  227,  382 
E  b.  goest  =  boestl  435 
b.  goest,  goestl  136,  332, 

493 
b.  V.  goet  530 

b.  goetaour  II  14 

c.  CO.  gof,  mb.  goff  II  54, 
104,  112,  c.  (aco.)  gofail 
II  54 

gofal  II  48 
gofaniaetb  II  32 
CO.  (re)  woffe  II  446 
gofeiliant  II  48 
gofuno,    gofyn,    gofynaig 

281,  385,  II  451,  582 
goganu  II  481 
gogartbu  II  616 
gogelu  474,  II  485 
gogledd  68,  253 
gognaw  61,  177,  536 
gogr,  gogrynu  124,  331 
goheb  II  621 
gohen  II  10 
E  CO.  gol  214,  223 
CO.  golas  II  38 
ab.  golbinoc  II  30 
E  b.  golc'hed   196,   230, 

436 
golcbi34,  59, 126,381,414 
(E)  golcburies  II  43 
b.golei,  V.golein  381,  530 
CO.  goleow  139,  362,  vgl. 

goly 


CO.  goles  II  38 

goleu   82,   98,   186,  351, 

II  26,  b.  V.  goleu  I  529 
gollewin  107 
golfan  184 
CO.    golhy   34,   126,  435, 

535  (a  wolgh) 

b.  Tr.  golo  'Kerzen'  529 

c.  b.  golo  97,  184,  304, 
II  573,  c.  goloi  I  98, 
376 

CO.  golow  98 
aco.  gols  500,  535 
CO.  golsowas  370,  489 
aco.  goluan,  mb.  goluann 

184 
golud  54,  n  39  (Z.  8,  9, 

14) 

b.  golvan  184 
golwch  II  650 
golwg  122,  174 
gollwng  II  580 

(E)  CO.  goly,  goly-ow  313, 

II  18,  vgl.  goleow 
(E)  CO.  golyas  II  36 
gommedd  II  580 
CO.  gon,    mb.  gönn    519, 

II  232,  447,  523,  524 
CO.    gones,     gonetheugh, 

gonetbys,    gonys    104, 

379,  II  545 

c.  CO.  gor-  23,  136,  246, 
474,  475,  II  10 

b.  gor  'Geschwür'  108 
CO.  gor  'er  weiß'  59,  113, 

483,    II  383,  391,  406, 

523 
gorchan ,     gorchegin     11 

365,  481 
(E)  gorchvmmyn  II  296 
gordd  114,  364,  435 
gorderchat,     gordderchu 

536,  II  35,  412 
goreb  II  621 
b.  göret  II  601 
goreu    (Superl.)     II    121 

(Z.  30,  34),  124 
goreu  'tat'  II  374  (Z.  13, 

16),  379,  453,  474.  545 

(Z.  11,  25) 
CO.  gorfen,  gorfenne  130, 

II  6,  525 
gorffer  II  441 
gorfoli  474 
gorfot  II  443 
gorfrwd  II  10 
gorfyn,  gorfynt  168,  414 
gorfynydd  II  12 


(E)    CO.   gorhemennaf   II 

296 
gori  108 
gorllewin  107 
CO.  gormel  474 
gormes  136 
CO.  gormola  279,  474 
(E)  goror  II  51 
gorphen     130,   414,   474, 

518,  II  6,  525 
gorsedd  72 
gorsin  II  663 
gorthaw  II  652 
CO.  gortheby  II  296 
gortbo,  gortboi  II  655 
CO.  gorthyp  II  621 
goruc,   gorucpwvt,  goru- 

gum   II  373,  374,  381. 

474,  475  (Z.  2,  21),  545 
gorwedd  334,  474 
gorwydd  58 
CO.  gorrvb  II  621 
gos-  II  295,  671 
aco.  goscor,  b.  V.  goskor, 

c.  gosgordd  II  615 
CO.  goslow  489 
gosmeithio  II  295 
E  gosper   198,  214,  219, 

II  19 
gostegu  II  295 
gosymdeithio  II  295 
CO.  gotb  'Gans'  521 
CO.  gothaf,  a  wotbevy  II 

337,  504 
CO.  gothes,  gothons  II 523, 

gothvos,     gothvyth    II 

446,   447,     a     wothye, 

wothven,    wothvens   II 

348,  383,  447,  523 
b.  gou-  438 
mb.  gou  55 
b.  V.  gouk  531 
b.  goude  464,  501,  II 167, 

417 
b.  V.  gouer  530,  mb.  goue- 

zaff  II  447,  gouffenn  I 

423,  II  352,  447,  665 
b.  V.  gouhe,  b.  goubez  514 
E  b.  gouhin  204,  222,  382 
aco.  gouboc  16,  17 
E  b.  V.  gouil  530 
E  b.  gouin,  s.  gouhin 
b.  goulaz(enn)    493,   535, 

II  10 
b.  goulennom(p)  488   (Z. 

23,  34 1 
(E)  b.  gouli  II 18,  s.  gou- 

lyou 


I 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


777 


h.  goullo  34,  148 

b.  guiilou  98,  529 

mb.     goulyau ,      goulvou 

139,  314,  362,  s.  gouli 
b.  gouraon  87 
b.   goun(n)    433,   II  447, 

523,  524 
b.     gounezet,      gounezo, 

gounid  104,  528,  II  545 
b.  gour-  246,  475,  II  10 
CO.  b.  gour  42,  519,  535 

(co.  wour) 
(E)  b.  goure'hemenn  II 296 
b.  gourdadou  23,  33 
b.  gourfenn  130,  II  6 
b.  gourgamm  II  10 
b.  V.  gouriad   'Wurzeln' 

II  35 
b.  V.  gouriat  'nähen'  60 
b.   gouriz   43,    125,   382, 

483,  493,  525,  II  91 
b.  gourner  124 
b.  goiirni  23,  33 
b.  gourvenn,  gourvent 168 
b.  gourveza  334 
b.  gourzen  II  10 
mb.  gous  136,  11392,523 
rab.  gousifyat  389 
mb.  gousot  11  523 
Kb.gousper  198,214, 219 
goustad  34,  79,   gousta- 

dik  II  31 
b.  V.  gout  531,  mb.  gou- 

viet  II  447 
b.  gouzanv,  gouzav  II 295, 

504 
b.  gouzouk  63,  II  29 
b.  gouzout  136,  423,  II 

352,  412,  447 
rab.  gouzroncquet  124 
mb.  gouzuout  II  412, 

gouzvezet  1 423,  II 447, 

gouzyenn  II  383,  447, 

523 
b.  govel  II  54 
CO.  govenek  385,  woven-te 

II  161 
CO.  govos  II  447 
CO.  govyn  II  451 
CO.  a  wovyth  II  446 
CO.  gow  55.  435 
aco.  g(n-f  66.  164,  320 
K  CO.  goyl  208,  521 
R  CO.  goyn  204,  222,  385, 

521 
CO.   goys    322,  385,  502, 

521 
CO.  goyth  102,  483,  521 


mb.  gozro  97,  324 

mb.  gra  II  .546 

b.  grac'h  60,  159 

R  b.  grad  205 

R  gradd  193 

graen  103,  515 

CO.,  mb.  graf  96,  II  546 

b.  gragez  380 

1).  grabint  II  354,  546 

graian  67 

(I)  graiandde  422,  II  28 

c.  b.  grann  46,  119 

b.  (g)rann  'ich  tue'  433, 
vgl.  graf 

R  gras  141,  486 

mb.  grasenn  II  374,  546 

R  aco.  grat  193 

(R)  Gratlaun  205 

grawn  52,  II  57 

R  grawvs  193,  231,  313, 

321 
mb.  (g)razve  II  373 

c.  b.  gre  98 
b.  grec'h  540 

b.  grek  60,161,248,380, 

433,  540  (Z.  19,  26),  II 

107,  aco.  greg  1 16, 17, 

60,  161 
CO.  wreg  'tat'  II 374,  545 
R  b.  gregach  213 
b.  Tr.  Corn.  gregonenn493 
b.  greiz  43 
aco.  grelin  98 
mb.  a  rer  II  396 
CO.   wresse    II  545,    mb. 

gresomp    II  374,    546, 

CO.  gressys  II  374 
b.  greun(enn)  5'2,  II  57 
mb.  grez  II  374,  546 
b.  griat  60,  11  544 
b.   grichou   505,    s.   gri- 

sienn 
mb.  grif,  gris  II  354,  374, 

546 
b.    grisienu,    grisiou    69 

(Z.  14,  35),   380,   505, 

II  58,  91 
gro  63 

mb.  groa  II  546 
b.  groac'h  60.  159 
mb.    groaff   96,    II   411, 

453,  546 
mb.   groagez,    groek    60, 

8.  grek 
R  Groeg  213,  253 
b.  groez  108,  540 
R  b.  V.  groh  202,  236 
aco.  gronen,  c.  gronyn  52, 


69,  383,  477,  II  57 
CO.  (gjrcjs  II  374,  545 
aco.  grou  63 
b.  grou an  67 
b.  grouek  60 
b.  gn^uez  108,  540 
b.  grouiafi  60 
b.  V.  grouiz  43,  493,  535 
CO.  grow  63 
CO.  growethe  334 
aco.  gruah  16  (Z.  24,  39) 
CO.  gruk  II  374,  474,  545 

(Z.  34,  38,  43,  45) 
gruddiau,  grudyeu  282 
rab.  gruec,  aco.  grueg  16, 

60,  161 
aco.  grueiten  69,  377  (m. 

Ntr.),  522,  II  58 
grug  60 
aco.  griigis  42,  125,  492 

ab.  gruiam  14,  155 
mb.  gruif  II  354,  546 
mb.  gruizyenn  69 

CO.  fg)russe,  grussvs,  gru- 
thvl  II  374,  545,  546 

mb.gruyat60, 155,  II544 

gryd  367 

CO.  grvghonen  II  58 

R  Gryw  253 

aco.  guaintoin  74,  322, 
500,  521 

aco.  guau   178 

aco.  guar  94 

aco.  guarac  94 

ac.  guarai,  guaroii>u  434, 
515 

aco.  guaylen  322,433,521 
nco.  fjü^  'Gans'  304,  521 
gudif,  gudhyf  165 
b.  Y.  gue  531 
(R)  mb.  gueadur  II  43 
aco.  guedeu  41,  334 
ab.  guedora  389 
mb.  guefl  117  igneB?) 
b.  V.  ur  hueh  'einmal"  531 
aco.     gueid       16.      522, 
gueidvur  16,  123 

ab.  gueig  98 

R  aco.  guein  204,  222. 
378,  385 

ac.  guell  II  121 

i  b.  V.  (ni  hura)  buel    531 
I  ab.  gueldenos  96 

mb.  gueler  II  392,  giielet 
I      II  412 

mb.  guelhet  II  37,  119 
j  mb.  guelheur  II  392 
I  ac,  aco.  gueli  98 


778 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


b.  guelt  96,  ab.  gueltio- 

cion  96 
(E)  aco.  guenoinreiat214, 

II  36 
aco.  guennol  174 
mb.  gueatl(oii)  139 
aco.  gueret  II  38 

ab.  guerg  13,  105 

ac.  guerin  375 

aco.  guern,  guernen  156 
mb.    guerue    [ciör'ö)    335, 
II  374,  453,'  545,  546 
mb.  gueryn  380 
mb.  guerzit  137 
ac.  guetig  375 
E  mb.  guezr   'Glas'   233 
E  mb.  guezr  'grün'   214 
00.  a  cufFan  II  446 
aco.  guhien  24,  75 
aco.  guhit  514 
(E)  mb.  guiade(u)r  II  43 
ac.  guiannuin  74, 322, 536 
aco.  guiat  98 
(E)  aco.  guicgur  422 
ac.  guichir,  guichr  122 
aco.  guiden  41 
aco.  guidthiat   16,  II  36 
E  aco.  guil  208,  521 
aco.  guilan  23 
ac.guillihim  165,1129,36 
mb.  guilir  II  392 
aco    gnilscbin  489 
aco.  giülter  500 
ab.  guiltiatou  II  36 
E  aco.  guin   16,  17,  210 
E  ac.  gui(u)cip  207 
E  mb.  guinhezr  II  42 
E  ab.  guinod-roitou  208 
aco.  guins  500 
E  b.  V.  guiiiver  238 
mb.  guinvidic  492 
b.  V.  guir  531 
E  ac.  guird  214 
ab.  guirgiriara  II  337 
mb.  guirionez  314 
E  aco.  giiirt  214 

ab.  guirtitou  14,  137 
mb.  guirj'on  314 

aco.    guisc    II   18,     mb. 

guisquaff  II  61,  413 
aco.  guistel  136 
aco.  guit  'Gans'  17,  102, 

483    521 
aco.  guit  'Blut'  17,  385, 

521 

ac.  guithennou  14 
aco.  guitfil  112 

CO.  gul,  gull  II  545 


aco.  gulat  16,  157 

ac.  gullengin  107 

ac.  gulip  60,  ab.  ro-guli- 

pias  II  281,  374 
ac.  ab.  guo-  438,  535  (zu 

S.  35,  S.  59) 
ac.  guodeiniisaucb  II 295, 

374,  504 
ab.  guobi  24,  75 
ab.  guomonim  385,  II 582 
(E)  ab.  guorcerdorion  II 

296 
(E)   ac.  Guortbigirniaun 

II  59 
ab.  guoteguis  55 
ab.  guotig  13,  375,  381 

ab.  guotroit  97,  II  338 

ac.  aco.  gur  42,  519 

ab.  gurclut  35 

ac.  gurebie  13  (Z.  29.  40), 
14,  161,  372,  404 

guretrecyat  333 
ac.  Gurguarui  434 
ac.  Gurgust  79,  II  62 

ab.  gurlimun  84 

(E)  aco.  gur-priot  214 

ac.  gurt  287 

ac.  gurthdo  II  159,  171, 

174 
aco.    gurhtbit    IG,    137, 

II  38 
aco.  gurthuber  75 
ac.  Guruarui  434 

b.  V.  guskein  283 

CO.  guthel,  gutbvll  II  545 
mb.  guylv  II  337 
aco.  guyraf  103,  385,  521 
E  nco.  guzigan  210 

c.  b.  co.gwa-253,438,516 
b.  gwad  386,  s.  goad 
gwadn  34 

nco.  gwadn  178 
gwaddol  34,  II  503 
gwaed    139  (Z.  31),  322, 

385.  gwaedlyd  II  15 
gwaeg  II  29 
gwael  189 
(E)  gwaell  II  55 
gwaelawt,    gwaelod  386, 

II  38 
gwaen  374 
gwaered  303 
gwaetb  322,  386,  II  121, 

(g)waetbaf  II  670 
gwaew  32,  57,  74,  96  (Z. 

7,  21\    252,   334,  385, 

II  29,  50,  55,  71  (Z.  4) 
(E)  gwaewawr  23,  II  52 


gwag  II  116 
gwagr  124 
gwabardawd  II  372 
nco.  gwaile  322 
gwain  'Wagen'  59,  104 
E  gwain  204,  222,  374 
gwair  96,  103,  s.  gweir 
gwaith  123,  371,  379  (Z. 

7,  37).  s.  gweith 
G  gwäl  214,  302 
gwal  'Lager'  147 
c.  b.  gwall  34 
gwala  34,  105 
gwaladr  II  45 
b.  gwalc'h,  gwalc'ha  34, 

106 
b.  gwalc'hi  34,  126,  380 
G  gwald,  gwaldas  147 
b.  gwalenn  314,  433 
gwallo,  y  gwallofier  34, 

148 
gwallt  34,  96,  302,  II  29 
G  gwaltes  147 
gwalltyn  352,  383,  II  57 
gwän,    CO.  b.  gwan    178, 

179,  373,  II  42,    c.  co. 

b.  gwander  II  43 
nco.  gwauetb  385,  538 
gwanpwyt,  gwant,  gwanu 

139,  II  372,  393 
gwanwyn   74,  313  (Z.  5, 

14),  321 
b.  gwar  'krumm",  s.  goar 
gwär  94,  132 
gwar-  516 
CO.  gwarak  94 
gwarandaw  543,  II  652 
gwarawtl82,  11373.379, 

600 
gwarcbadw  II  296 
(I)  gwarcen  132 
gware  433  f.,  504,  II  593 

b.  gwarek  94 
gwaredaf    182,     gwares, 

gwaret  II  353.  373,  60O 
gwarllost,  gwarrog  94 
gwartbaf  II  123 
CO.   gwary    434.   II   593, 

rac.  gwaryaf  1 434,  538 

c.  CO.  gwas  35,  78,  II 108 
b.  gwasa  505 
gwasanaeth    290,    II  32. 

gwassanaetbpwyt      II 

393 
b.  gwaska  II  515 
gwasgar  II  615 
b.  gwasked.    c.  gwasgod 

34,  385,  II  6 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


779 


gwascu  II  515 
Gwas-dwv  322 
b.    f^wasoc'h,    gwasoc'h- 

gwaz  II  122 
gwastad  34,  79 
gwaudd  514 
nco.  (jwäv  319 
gwawd  48 
gwawr  82 

b.  gwaz  'Mann'  35,  II  108 
b.  gwaz  'Gans',  s.  goaz 
b.  gwaz  'schlimmer'  386, 

n05,  II  121,  122 
gwddf,  s.  gwddw 
gwdost  II  381,  523 
gwddw,  gwddwg  33,  63, 

64,  68,  95,  II  29 
gwe,  b.  gwea  98 

b.  gweacL  124,  136.  319 
(Z.  13,  18),  II  663 

K  b.  gwek  200 
gwedd  'Joch'  II  516 
gwedd  'Form"  41,  174,  { 

383,  II 14,  516,  gwedd- 

aidd  II  17,  28  | 

E  nco.  gweder  233 
gweddi  108.  II  551 
gweddill  110,  148,  II  54 
gweddu  II  516 
gweddw  41  j 

gwedv  13,  375,  379,  501, 

II  160,  230,   276,  279, 

323,  417,  gwedv  na  II 

256,  gwedyr  II  276 
E  CO. -engl.  Gweek  210 
gwefl  117 
E  b.  gweg  200 
gweigion  II  116 
gweini  104,  278,  376,  379, 

II  545,  gweinid  II  545  i 
gweint  II  372,  378  ! 

gweinvddo,     gwein3'ddu  1 

II  545  I 

gweir  103,  385,  s.  gwair  i 
gweitb  123,  II  545,  546, 

s.   gwaitb :    gweithred 

I  262,  II  52 
CO.  gwel,  c.  b.  gwell  14,  l 

461,11121  (Z.  19  fF.,  36),  ' 

CO.  b.  gwolla  II  124,  c. 

gwellhad     I  277,   292, 

311,  II  23 

c.  CO.  gwelaf  II  337.  448 
gwellaif  165,  II  29,  36 
CO.  (mara)  quellan  II  337 
CO.  gwelan  433 

CO.  gwelas  II  37 

b.  gwellät  277,311,  II 23  ! 


b.  gwelc'hi  380,  382 

b.  gwele  98 
gweled,  s.  gwelet 
CO.  gwelen  322 

ni  weler  II 393,  co.  gwe- 

les,  c.  b.  gwelet  I  249, 

320,   377,   .542,    II  37, 

372,  412,  448 
gwelleu  165 
(Ej  gweli   139,  362,  375, 

II  18 
CO.  gwello  II  448 
gwelloc'b,         gwelloc'b- 

gwell    II  121,   122  (Z. 

6,  12) 
CO.  gwels  96 
gwelsant    II  372,    gwel- 

soin  I  280 
gwellt  96  (Z.  14,  20).  137 

c.  CO.  gwelv  98,  147,  313 
(gwelyf),"  II  560 

CO.    ny    wely,    ny    welyn 

II  337 
gwen  96 

b.  gwenn  41,  503  ('glück- 
lich'), gwennadek  II 30 
E  nco.  (de)  gwenar  214 
gwennawl     147    'Z.   40), 

174,  II  54 
b.  gwender  II  43 
gwendid  373,  II  42 
b.  gwenneli,  s.  gwennawl 
E  c.  b.  gwener  214 
Gwenfael  12 
gwenith  124.  385.  II  661 
gwennol.  s.  gwennawl 
b.  gwent  37,  292 
b.gwentl,gwentr  139,487 
Gwenhwvfar  266,  II  99, 

113 
E  gwenwyn  214 
nco.  gwenz  500 
gwer  'Talg'  II  661 
E  nco.  b.  gwer  'grün'  214 
E  b.  gwer  'Glas'  233 
nco.  gweras  II  38 
(E)  (I)  b.  gwerbl  227,  332 
E  b.  gwerc"h(ez)  223 
b.  gwerelaouen  82.98,  285 
CO.  gweres  II  601 
gwerin  158,  375,  II  59 
y  werit  II  669 
b.  gwern(enu),  c.  gwernen 

156 
E  gwers  214,  220 
CO.  gwerthe,   c.  gwerthu 

11526 
gwerthyd  14,137,1121,38 


:  gwerv  II  661 
j  gwervd  II  38 
I  (g)werydd  II  669 
!  E  b.  gwerz  214,  220 
b.  gwerza  II  526 
b.  gwerzid  14,  137,  382, 

525,  II  38 
b.  gweskle  489,  493 
E  CO.  gwespar  198 
E  b.  gwe8ped(enn)  219 
gwest80,  gwesta,  gwestai 

II  23 
CO.  gweth  'Mal'  123,  522, 

II  14 
CO.     gweth     'schlimmer' 

322,  386,  520,  II  121 
CO.  gwethen  41,  II  70 
CO.  gwethyll  II  545,  546 
gweu  98 

gwewyr  II  50,  71 
CO.  gwevth  41,  519.  II  70 
b.  gwez    'Mal"    123,  319, 

483,  11  14 
b.  gwez(enni  'Baum"   41, 

42,  II  70 
nco.  gwia  98 
gwialen,  b.  gwialenn  313, 

314,  322,  433 
E  b.  gwik  210 
gwichiad  24 
(E)  gwicor  422 
gwiddan,  gwidon  II  56 
b.  Tr.  gwif  389 
E  gwig  210,  422 
nco.  gwiban  24 
E   c.  b.    gwin    210.  214, 

II  15 
(E)  gwineu  II  15.  116 
b.  gwiniz  124,  385 

b.  gwiou  74,  252 

c.  b.  gwir  50.  320.  527 
gwirawt  II  38  (Z.  14) 
gwirion92,  158,311,312, 

b.  gwirionez  304 

gwirod  II  38 

CO.  gwiryon  313 

b.  gwisk.  c.  gwisg  II  18, 
b.  gwiska  1283.  II  61, 
413,  c.  gwisgad  II  4, 
gwisgaw  II 61,  372, 413, 
gwiscawc  II 669,  gwis- 
gawd  II  372 

gwiw  74,  252 

E  gwiwer  238 

gwlad  157.302.373.385, 
II  34,  70  iPl.  gwla- 
doedd).  94  (Z.  9,  13) 

gwlan  158,  179 


780 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


CO.  gwlas  157,  II  34 

c.  gwledd  366 

gwledwch  373,  385,  II 26, 
34,  gwledydd  II  70, 
94,  95 

gwlith  60 

E  gwlwth  236 

gwlyb  60,  128.  129,  410, 
II  117,  gwlybaniaeth 
II  32 

gwlych  128 

gwlypaf,  cyn-wlypet  410, 
480 

gwnn  42,  96,  II  447,  523, 
524 

gwna,  gwna-  II  545, 
gwnaeth  II  373,  374, 
gwnaetlipwyt  II  393, 
gwnaf  I  14,  60,  96  (Z. 
10,  18),  433,  II  353  f., 
453,  gwnänt  I  302, 
gwnathoed,  gwnathoe- 
dit  II  373,  394,  gwnaw 
II  338,  gwnel,  gwnel- 
hwyf  II354,  g«  neuthum 
II 373,  374,  gwneuthnr 
II  43,  412,  545,  546, 
gwneyd  I  303 

(R)  gwniadur  II  43 

gwnio  60,  68,  II  544 

gwr  42,  59,  302,  332,  422, 
II 14,  70,  215,  660,  669 
(yn  vwyhaf  gwr) 

CO.  gwra  524,  II  545,  s. 
gwraf,  (g)wrama 

gwrach  16,  60,  159,  414, 
II  25,  108 

CO.  gwraf  96,  11453,545, 
8.  gwra 

gwragedd  13,  373,  U  70, 
107,  132,  CO.  gvraget 
I378,II107,nco.gwrah 

I  60 

gwraidd  69,  76,  179,  372, 

II  58,  91 

gwraig  13,  60,  161,  248, 
372,  404,  540,  II 14,  25, 
107,  108,  s.  gwreic 

gwraint  540,  II  48 

CO.  wra-ma  II  161 

gwrandaw,  gwraudawaf, 
gwrandawn,  gwrando 
277,  288,  543,  II  652 

(R)  gwrawl  II  54 

gwraync  II  33 

CO.  gwrek,  gwreg  60  m. 
Ntr.,  161,  248,  377, 
II  107 


gwregys    42,    125,    375, 

492,  II  91 
gwreic  II 669  (yn  wwyhaf 

g.),  s. gwraig;  gwreicka 

I  480 
gwreichion(en)  II  58 
gwreiddyn  69  (Z.  13,  36), 

II  58,  8.  gwraidd 
gwreinyn  540 

CO.  gwrello,    ny  wrer  II 

354,  396,  545 
gwres  108,  540  (Z.  17,  36) 
CO.  gwrethill  II  545,  546 
gwrm  108,  169,  II  60 
R  gwrn  222 
(R)  gwrol  II  54 
CO.  (may)  wrons  II 354, 545 
gwrth  43,  134,  414 
gwrthair  II  296  \ 

gwrtaith  II  648 
gwrthddrvchiad  333,  422  [ 
gwrth  eb  II  296,  621 
gwrthfach  475 
gwrthneuawd  II  372 
gwrthret  II  601 
CO.  gwry  524 
CO.  gwry  ans  II  48 
CO.  gwryghon  II  58 
CO.  gwryllyf   II  354,  545 
gwrysgen    76,   367,  485, 

II'  19 
CO.  gwrythyow  522,  II  58, 

91 
gwryw  288,  II  16,  185 
gwy  73,  gwyar  67,  73 
gwvbod,  gwvbot  42,  226, 

281,  484,  'II  412,  446 
gwybren  38,  321,  435 
gwybydaf  II  446,  523 
gwvch  38,  75,  gwychdra 

l'l  14 
(R)  CO.  gwv(k)corvon  422 
gwvchr  122,  245'  414 
gwvdd  'wild'  112,  228 
gwydd    'Gans'    102,  204, 

304,  321,  430,  483,  515 
gwvdd  'Anwesenheit'  58 
gwvdd  'Bäume'   41,  221, 

383,  II  70 
gwydat  II  338,  348,  523 
gwvddbwyll  II  3 
(I)  gwvddel  58,  543 
gwvddif  165,  389,  II  29 

(Z.  27,  30) 
gwvdn  331 
gw'vdost  II  523 
R  gwydr  233 
gwydwn     II    447,    523, 


gwydyanhawr  II  391, 
gwydyat  II  338,  348, 
523,  524,  gwvdywn  II 
348,  383,  447,  523 

R  gwyg  200 

gwyl  'verschämt'  181,315 

R  gwyl  'Fest'  214,  223 

gwyl  'sieht'  377,  II  337 

CO.  gwvll  II  545 

gwylan  23,  184 

(R)'  gwvldv  147 

gwylo  32f,  435 

co.gwyls,c.  gwyllt96,137 

CO.  wylta  II  161,  gwyl- 
vyth  II  448,  gwyllv  II 
352,    ny  wylyn  II  337 

gwyraon  87 

R  CO.  gwyn  210,  214 

CO.  gwvn,  c.  gwvnn  'weiß' 
41,  302,  383^  384,  503 
('glücklich'),  519,  II 
115,  116  (Z.  7,  18),  232 
(c.  gwyn  ei  fyd),  c. 
gwynder,  gwyndra  II 
43,  44 

gwyneb  38,  321,  435 

üwynedd  156 

cyn-gwynnet  II  37 

gwj-nllwyt  II  3 

Gwynhoedl  12 

CO.  gwvns,  c.  gwynt  37, 
292, '500,  519 

gwyntyll  281 

gwvr  'er  weiß'  59,  112, 
430,  483,  II  383,  391, 
406,  523 

gwyr  'krumm'  59 

gwyr  'Männer'  42,  II  70 

CO.  gwvr  'wahr'  447,  520 

gwvrai'n  102,  279,  280, 
515,  II  57 

CO.  gwvras  II  38 

E  gwy'rdd  214 

R  gwyrth  200 

CO.  gwvrthyns  II  337 

R  gwy'rvf  223,  313 

gwys  (Subst.)  136 

gwvs  'man  weiß'  136,  II 
392,  523 

CO.  gwyske  II  61,  413 

CO.  gwyskel  524 

R  gwysigen  210 

gwvstl  84,  136,  II  46 
(Z.  2,  5) 

CO.  gwvth  123,  522,  II  545 
(Z.  '36,  46) 

CO.  ny  wythen  II  523 

(R)  gwythien  14 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


781 


CO.  gwythree  II  52 
CO.  gwythyas  II  36 
gwyw  74,  252,  gwywo  281 
CO.  gy  'du'   464,  502,  II 

160,  161 
nco.  gy  'sie'  502 
CO.  the  gy  'dein  Haus'  369 
gyd-ag286(Z.6,23),II213 
CO.  nyn  gyfve  II  162 
CO.  gyl,    gyil    481   (Z.  7, 

11),II337,  gyller,raara 

kyller  II  392,  396 
gylf,  gylfant,  gylfin  118, 

363,  375,  414 
CO.    gvlwes,     gylwys     II 

337    372 
CO.  nv'y'llv  II  337,  gyllyf 

II  "352,"  356,    ny  yllyn 

11337,352,  gyllyrII392 
CO.  gvllvs  'gegangen'   II 

275,  452 
gynneu  139,  462,  II  293 
CO.  gynsy  502,  II  163 
gynt  =  Cynt  462 
E  gynt  234 
gyntaf  462,  s.  cyntaf 
CO.  gynys  II  533 
CO.  -gys  II  160 
gyt  ac  286 

mb.  guyteb  (unan)  II  213 
ac.   CO.    b.    ha   'und'    14, 

243,  245,  412,  II  134 
nib.  ha  'dein'  403 
b.  hakr  125,  413,  429,  co. 

hakcre  480,  II 122,  mc. 

hackret  I  410,  480 
CO.  ha-d  II  161 

b.  had  492 
haearn,  s.  haiarn 
haeddel  39,  97,  II  29,  46 

(Z.  3,  6) 

ab.  Haeluuallon  54 
mb.  haezl  97 

c.  CO.   haf   71,  163,  524, 
mb.  haff  18 

hafal    47,  165,  280,  286, 

357.  373,  410,  II  54 
c.  Hai(h)osp  II  662 
Hafren  72 

CO.  b.  hag  243,  412,  II  260 
CO.   hager    125,    332,     c. 

hagr  125,  331,  II  50 
haiarn   73,   374,  413,    II 

53,     haiarndde    I  422, 

II  28 
baid  69 
haidd  69,  72,  381,  II  2 

ac.  hair  103,  404 


h.  halan,  s.  alan 

R  mb.  Halegoct,  Halegot 

216,  II  39 
halen  31 
R  haliw,  b.  halo  211,  215, 

216,  218,  238,  374 

ab.  haloc  72 

aco.  haloin  31,  323 

ac.  halou  72 

mb.  hambout  II  444 

mb.  ham  brouc,  s.ambrouk 

ac.  han  11  661 

han- (Präverb)  II 301, 457 

b.  -hai"i  'ihn'  II  164 

b.   hail    18,   163,  388  (Z. 

14,  32),  vgl.  hafv 
b.  V.  banal  31 
CO.  hanas  II  20 
mb.  hanbout  II  444 
handit  II  444,    handwyf 

II  443 
hand-yth-vagwyt  II  671 
hanner  138 
hanes  II  20 
CO.  haneth  II  79,  192 
hanfot    II  158,  301,  320, 

443 
b.  hano,    co.   hanow    46, 

169,334(Z.28,35),  378, 

412,  489,  523,  II  112 
hanpych  II  320 
CO.    b.    hanter    14,    138, 

476,   501,   542,    II  13, 

ac    hanther    I  14    (Z. 

26,  34),  138,  539,  II 44, 

00.  hantercans,  b.  han- 

terkant  II  134,    b.  V. 

hanter-hant  I  417,    b. 

hanternoz    I  278,    ab. 

hantertoetic  II  40,  410 
mb.  hauu  334,  b.  V.  hanü 

335,  531,    bandet  531, 

mb.  hanuet  II  409,  b. 

hanv  I  388 
b.  hafv   71,  163,  388  (Z. 

14,  37),  vgl.  hau 
b.  hafival  47 
b.  harivesk(enn)  164,  II  4 
banwvf,    hannwvf  II  444 
hardd282,  harddedII37, 

119 
b.  harzal  412 
hau  99 

mb.  banal  165 
haul  62  (Z.  21,  36),  282, 

293,  303 
CO.  haval  47,  165 
hawdd,     haws,     hawsaf, 


hawsed     288,    II   119, 

120,  128  (Z.  7,  28) 
havarn,  s.  haiarn 
b.  he  'ihr'  408  (Z.4,  12), 

413,  415,  481,   II  164, 

169,  173,  'sie'  I  408  (Z. 

5,  12),  II 164,  169,  171, 

'sein'  II  669  (zu  I182j; 

vgl.  hi,  i 
b.  he-  284 
b.  heal  97 
b.  V.  heaul  530 
heb  'inquit'  129,  II  141, 

179,  621 
C.CO,  heb  'ohne'  129,377, 

439,  II  141,  159.  197 
hebgor  362,  423,  II  501  f. 
heblaw  277,  452 
nco.  hebma  170 
hebof  II  159,   co.  hebofiF, 

hebogh  II  671 
G  hebog  72 
aco.  hebrenebiat  16,  119, 

c.  hebrwng  119  (Z.15, 

27),  126,  II  301 
b.  Tr.  hec'h  'ihr,  sie'  408. 

413,  527,  II  169 
b.  hed  69 
hed,  hedeg  91 
CO.  hedre  473,  II  324 
heddwch  II  26 
heddvw  67,252,311,381, 

II  72,  79,  92,  190,  192, 

193 
hefelwch  128,  II  27 
hefyd  528  (mit  Nachtrag 

II  667) 
R  hefvs  240 
b.  hegar  284 
ac.  hegit  II  338,  451 
b.  hegleo  125 
b.  hegos  161,  412 
heibaw,  heibio  282,  377 
heidio    69  (Z.  36;    so  zu 

lesen) 
heieirn  73,  374 
heirdd  282 
ac.  heitham  404 
heivrn  73,  374 
b.  heiz  69,  381 
(R)  b.  heizez  42 
b.  -hei-  'ihn'  II  164 
hei,  heia  106,  302  (Z.  25, 

38),  303,  ac.  (in)  helcha 

106,  534 
b.  holene  113 
nco.  heltia  106.  ac.  helgha- 

ti  106.  534,  aco.  belli- 


782 


"Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


will-    106,    II  14,    00. 

helhys  I  106,  523,    c. 

heliad    I   517,    heliwr 

II  14 
G  heim  333 
helw  64,  334 
hely  106,  II 14,  nco.  hel- 

lys  I  106,  523 
CO.   hem,    bema,    herama 

170,11191,  mb.heman, 

nb.  benian  II  191 
b.  V.  bemb  389 
CO.  hembronk,  berabryn- 

kys    119,  492,    II  337, 

349 

b.  hemolc'h  413 

c.  CO.   b.    hen    36,    447, 
II  12,  119 

b.  -hen-    'ihn'    287,  403, 

II  164,  171 
b.  hen  165,  II  164 
CO.  hen  'jener',  mb.  henn, 

CO.  hena,  henna  II 191, 

192  (Z.  5,  7),  193 
henaint  II  48 
b.  V.  henal  530,  s.  banal 
ac.  henbidiat  II  486 
ac.  hencassou  357,  II  20, 

32    91 
b.  he'nchou  140,  152,  371, 

388,  505 
b.  V.  heneh,    b.   hennez 

II 191  (Z.  21  f.,  26),  CO. 

henma  II  191 
heno  123,  II  79, 190, 192, 

193 
b.  hennont,  henhont  II 

191 
b.  henoz  II  79,  192 
henpych  (gwelD  14,  II 

320,  444 
b.  hent  138,  140,  152, 

371,  388 
b.  henvel,  s.  hevel 
henwyf  II  444 
mb.  heny,  pe  henv  II 164, 

191,  203,  212,"^  216  (Z. 

13,  30\  240 
henyw  II  444 
heol  II  94 
b.  heol  62  (Z.  22,  36), 

293,  525 
K  (c.)  b.  heor  24,  224, 

412,  525,  II  660,  663 
ac.  hepp  'inquit'  129, 

187,  410,  II  621 
ac.  CO.  b.  hep  129,  425, 

439,  II  167,  vgl.  ep; 


b.  hep  ken  II  198,  ab. 
hepcorim  II  501,  b. 
hepdoun  II  167,  174; 

c.  hepgor,  s.  hebgor; 
b.  hepmuiken  II  198, 
b.  heptan  II  174,  hep- 
zoun  II  167,  174 

b.  -her-  'ihn,  es'  287,  402, 

II  164 
g.  Hercynia  silua  91,  412, 

490,  533 
CO.  hern  73 
b.   hervez,     c.    herwydd, 

CO.  herwyth  408,  413 
b.  hesk  'unfruchtbar'  71, 

126 
b.  hesk  'glaieul',  c.  hesg, 

hesgen,    aco.   besehen 

16,  76 
b.  hesp  71,  126 
R  ac.  hestaur,  c.  hestawr, 

bester  216,  II  91 
aco.  bethen  90,  135,  332, 

II  23,  30,  vgl.  ethen 
CO.  hethew  67,  252,  311, 

II  79,  92 
CO.  hethy  II  28 
B  aco.  heuis  240 
CO.  heul  62,  521 
b.  heulia  370 
E     heusawr,       heuslau, 

heusor  219 
aco.  heuui  62 
b.  hevel,  hevelep  47, 165, 

380,  505,  II  33,  b.  he- 

velout  II  612 
b.   hevlene    113,    II  190, 

192 
hi  'sie',  'ea'  II  155,  157, 

170,  668  (=  'es'),  mb. 

hi    II  164   (Z.  3,  28), 

170,  171 
b.  hi  'ihr'  408,  426,  481, 

vgl.  he 
b.   hi    'sie'    (PL)    II  164, 

170 
ac.  hi  'in"  401,  404 
hidl  72,  216 
b.  higolenn  412 
hihi  II  157,  vgl.  hyhi 
hil  50,  72,  410,  II  67 
hin  'Wetter'  369,  410 
ac.   hin    (Artikel)   II  76, 

77,  178 
ac.  hinn  II  190 f. 
ac.  hinham    74,    280,    II 

122,  123 
b.  hini,    ann  hini   446f., 


II  164,  191 
ac.  hinnoid  II  191,  194 

b.  hint  'sie'    II  164,  171 
ac.  hint  'sind'  173,  286, 

404,  II  422,  430 
E  b.  hifiviz  240 

c.  CO.  b.  hir  51,  369,  II 
120,  122,  c.  hiraeth,  b. 
hiraez,  c.  b.  hirder,  b. 
y.  hireah,  mb.  hirez 
1132,43,  c.  hir-hoedlog 
II  5 

b.    hirin    103,  380,  382, 

412,  484 

b.  hirio  67,  112,  381,  II 

79,  92 
ac.  hirunn  404,  II  191 
E  b.  histrenn    194,  382, 

525 
hitheu  442,  II  157,  173, 

185  (Z.  21,  31) 
aco.  hiuin  62 
E  b.  hiviz  240 
mb.   hiziu    67,  252,  311, 

II  79,  92 
ac.  ho  'von'  404,  vgl.  o 
b.  -ho-  'euch'  II  163 
b.  ho  'euer'  408,  413,  426, 

II  163 
mb.  -ho-  'sie'  (PI.)  II  164 

(Z.  4),  171 
b.  ho   'ihr'  'eorum'    402, 

II  164,  173 
b.  V.  hoah  530 
b.  hoal  56,  135,  484 
b.  V.  hoant  531 
nco.  höar  319 
nco.  hoarn  319 
mb.    hoaruout,     hoarvez 

II  442 
mb.  hoazl,  s.  hoal 
b.  -hoc'h-  'euch'   II  163, 

169,  hoc'h  'euer'  I  408, 

413,  426,  II  163 

aco.  hoch  74,   hochwuvu 

74,  96.  252 
hoedl  56,  135,  II  46 
hoenyn  103,  376,  516 
nco.  beer  'Schwester'  73, 

b.  V.  hoer  530,  hoere- 

zed  II  71 
aco.  hoern  73,  413 
aco.  hoet  55,  412,  500, 

522 
hogalen  412,  543 
bogen  383 
b.  hogos,  hogoz  161,  412, 

II  21 


Wortindex,     ßrit.  und  Gall. 


783 


hogyn  383 

ab.  -hoiam  II  123 

b.  hol  (=  hon)  II  163 

c.  b.  holl  302,  411,  413, 
446,  II  214,  vgl.  oll 

b.  holenn   31,  323 
holi  376  (zu  streichen) 
(R)  hnllol  303 
b.  an  hol  re,    c.   holl  re 

II  215 
hollt  77,  hoUti  876 
CO.  homin;i,    mb.  homan, 

homman  II  191 
CO.  hombronkys  119 
mb.  -(h)on-  'uns'   11  163, 

164  (Z.  21,  25),  169 
b.  (h)on  'unser'  285,  287, 

402,  403,  416,    II  163, 

169,  190,  192,  236 
CO.  hon  'jene'  II  191,    c. 

honn   II  190,  193,    co. 

honna  II  191,  197 
CO.  honan  408,  413,  II 126 
b.  V.  honeh,  mb.  honnez 

II  191 
honno  II  190,  193,  194 
b.  hont  II  187,  191,  192 
b.  hör    'unser'    285,  287, 

402,  403,  416,  II  163 
nco.  hör  73,  320,  321 
CO.    hörn    73,   313,    319, 

519,  522 
b.  horz  114,  412 
CO.  hos  55,  500,  522 
G  hosan  524 
b.houad  55,382,412,526 
b.  houarn    73,  382,  413, 

524,  526 
CO.  houl  62,  521 
b.  houmaü,  mb.  houmman 

II  191 
b.  hounnez,  hounhont  II 

191 
mb.  -(h)(niz-,  -(h)oz-  'euch' 

II    163,    169,      (h)ouz, 

(h)oz 'euer' 1426, 11163, 

169,  190,  192,  236 
mb.  -(h)u  'Ihr'  II  163 
R  c.  b.  hual  210,  220,  226 

b.  huanad  413,  527,  II 295 

c.  b.  hud  58 

(R)  aco.  hudol  58 
huddygl     71,    125,    183, 

332,  II  33 
b.  V.  huek  531 
b.  V.  hueh  319 
b.  huel  75,  413,  527 
hufeu  71 


CO.  huhel  75,  490 

(R)  aco.  huhel-uair  216 

b.  V.   hui  531,    mb.  hui 

II  163 
aco.  huibren  38 
ac.  huil  103 

aco.  huir  73,246.319,521 
aco.  liuis  16,  56,  521 
R  ab.  huisicou  210 
b.  V.  hum  285,  474,  529 

b.  V.  hun  'unser'  285 

c.  CO.  b.  hun  'Schlaf  94 
(dy)  hun,    (vy)  hun   413, 

il  126,    c.  b.   hunan  I 

413,  II  27,  126 
ac.   hunnoid,  huunuid  II 

191,  194,  195 
CO.  huny  II  191 

b.  V.  hur  'unser'  285 
CO.  hus  58 

G  hust,  husting  II  27 
R  aco.  huuel  196,  hiivel- 

dot  II  42 
huzel  71,  125,  II  33 
hwde  459 
hwnn    286,  404,   446  (Z. 

38),   II  187,  189.  190, 

191,    193,   216  (Z.  19), 

hwnna  II  191 
hwnt  152,11187,192,193 
hwnnw  II  190,  191  (Z.  5, 

33),  193,  194 
hwy  (Kompar.)  303,  820, 

II  120  (Z.  7,  23) 
(h)wy  'sie',  s.  wv 
hwvad    40,   55,  66,  293, 

412,  hwvaden  313 
hvvyaf  II  123 
hwyl  103,  483,  515 
hwynt,  hwynteu,  hwynt- 

wy,  s.  wynt  u.  s.  w. 
hwvnyn  103,  376 
R  hwyr  208,  216,  517 

c.  CO.  hv-  284 

CO.  hy 'sie'  ^Sing.)  II 160, 
161,   170,    'ihr'   I  407, 

8-  y 

hyawdl  281,  284,  312 

R  CO.  hvblvth  284 

hvd  'Länge'  II  118,  'bis' 

'l  424,  439,  vgl.  hyt 
hydd,  hvdd-od  42,  II  37 
(R)  hvddes  42 
hygar  284 
hyglyw  125 
mb.  hygoulen  412 
hyhi  277,  co.  hvhv  II 160 
(Z.  28,  42) 


hyn  377,  536,  II  119 
hynn    II  172,    187,    190. 

192,  193,  261 
hynanil22,  hvnedI1119 
hynt  138,  37 1'  410 
CO.  hvnwyn  378,  489,  520 
hynnv   II  190,   191,  193, 

194 
CO.  hvreth  II  32 
hyshaf  74,  II  122 
hysp    71,    77,    126,   248, 

302,  II  2 
hvt  na  II  256,  326,  vgl. 

'  hvd 
hywydd  II  9,  103,  288 
i  'ich'  464.  II  155,  157 
-i  'ihn,  sie'  II  665  (a'i) 
CO.  i  'sie'  (PI.)  II  160 
CO.  i  'sein'  II  160 
CO.  i    'ihr'  'eins'    II  160, 

b.  i  'ihr'    II  665  (zu  I 

408,  415),  vgl.  he 
i  'zu'  283,  286,  401,  438, 

vgl-  y 
ac  i  'in',  s.  hi 
mb.  i-a  'geht'  314,    vgl. 

y-a 

ia  'Eis'  40,  65  (Z.  12,  20), 

96 
b.  ia  'ja'  314,  II  663 
iach,  b.  iac'h  65,  II  41 
R  lago  518 
iain  65 
iaith    65  (Z.  9,  26),  123, 

II  94 
b.   ialc'h    333,  371,  382, 

536,  II  52 
g.  lantumarus  40,  49,  65 

(Z.  1,  20) 
b.  V.  iao  98 
R  b.  (diz)iaou  215,   iaou 

gamblid  238 

b.  iaouank  61,  126,  320, 
II  122 

(R)   b.    iaouankiz,    iaou- 
anktiz  11  22,  42 

c.  b.  iar  65,  283,  304,  II 
86 

g.  larilla  65 

G  iarll  147 

ias  65  (Z.  16,  20),  79 

R  (dydd)  iau  214,  215 

iau  'Joch'  64,  98 

iau  'Leber'  313 

iawn    92,   158,  312,  313. 

314,  II  59  (Z.  5,  7) 
R  Idas  385 
idaw  II  159 


784 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


E   iddew    196,  213,  253, 

385,  536 
iSi  II  159,  160 
nco.  idhio  538 
aco.  idne  II  23,  664 
E  b.  idol  224 
iddynt  II  160 
ie  289,  312,  437 
b.  iec'hed,  c.  iechyd,  co. 

ieghes  II  37  (Z.22,  31), 

41 
aco.  iein  65 
ieir  283,  II  86 
ieith,  8.  iaith 
b.  ien  65,    ienien,    b.  V. 

ienion  II  56 
ac.  iehnlinn  13 
g.  lentuiuarus  40,  65 
b.  ieo  98 
b.  ieot  96 
aco.  ieu  98,  521 
E  b.  V.  ieu  529 
ieu  II  33,  120  (Z.  8,  27), 

123,  ieuaf  II  122 
E  leuan  206 
ieuanc  61,  126,  187,  282, 

313,    II  33,    116,   120, 

ieuenctid,      ieuenctyd 

II  42,    ieuhaf  I  74,  II 

122    123 
E  CO.  'ievan  213, 224,  370 
CO.  ^nyn)  ieves  II  162 
aco.  iey  65 
b.  iez  65,  123,  483 
mb.  if  II  353,  452 
E  b.  ifern  201,  221 
i  fyny  517 
igiaf,  igian  II  413 
i  gyd  369,  s.  cyd 
abrit.  -ihernus  13 
b.  V.  ihuel  529,  531 
E  b.  V.  ihuern  531 
b.   ijenn    370,   371,  380, 

II  107 
ill  446,  II  214 
(E)  b.  ilc'hier,  s.  ialc'h 
b.  ilin  II  59 
b.  ilio  538 
E  b.   iliz   198,  209,  229, 

484 
im  II  158,  159  (Z.  2,  42) 
i  maes  401 
ab.  imcobloent  II  338 
i  mewn  401 
E  b.  impalaer,  impalaezr 

237,  491,  543,  II  42 
aco.  impinion  130 
E  c.  aco.  impog  202 


in  'zu  uns'  II 159  (Z.  10, 

41) 
ac.  ab.   in  'in'    392,  401 

(Z.  8,  12) 

ab.  (nit)  inaatoe  56,  253, 
II  39,  453 

(E)  b.  V.  ineaii  319 
inneu  464,  II  157 
b.  V.  inevat  487 
ing  107,  255,  302 
b.  V.  inhuel  529 

ac.  in-it-oid  II  178,  183 
b.  inizi  382 

E  insel  223 

ac.  int,    s.   hint;    b.   int 

370,  371,  II  422 
b.  intafv,  s.  intaoii 
E  b.  intanvez  165 
b. intaon,  intav  163,  165, 

388,  525 
CO.  inweth  II  667 
mb.  (a)  i-oa  314 
b.  iod  65 

ab.  iolent,  c.  ioli,  iolwch 
II  354,  650 

E  ionawr  196,  204,  215 
aco.  -iorch  64,  126,   vgl. 
yorch 

ac.  aco.  iot  65,  384 
ac.  iou  98 

aco.  iouenc  61,  126,  175, 

385,    g.  louincillus  61 
b.  ioul  314 
b.  iourch  33,  64,  126 
E  ab.  louuan  206 
ir  91 
ac.  ir  (Artikel)  284,  286, 

287,  II  177 
aco.  irch  104,  377 
b.  irin,  s.  hirin 
(E)  irllawn  210 
ac.  is,  iss  'ist'  173,  II  427 
is   50,  438,    II  121,  123, 

159,    isaf  II  121,  122, 

123 
(E)  Is-Almaen  96  m.  Ntr. 
g.  Isarnus  73,  532 

ab.  iscartholion  II  616 
isel   50,  289,  353,  11  54. 

121 

ac.  issem  II  156,  427 
abrit.  Iserninus,  g.  Iser- 

nodero  73 
isod,   aco.  isot  II  36,  49 
ac.  istlinnit   83,   II  338, 

343 
ab.  istomid  78,  333,  381 
i-tt  II  159 


b.  Tr.  it  529 

Ithel  385 

ac.  itercludant  II  338 

ac.  itlann  II  3 

ac.  ithr  139,  234,  246, 
b.  V.  itre  139 

b.  itron,  itroun  137,  139, 
II  45,  56,  108 

E  b.  itrounezed  II  71 

b.  V.  (en)  iü  403 

ac.  aco.  ab.  lud-  65 

E  iuddew   196,  289,  385 

ab.  ludmael  103 

E  b.  iun  215 

(E)  ac.  iurgchell  14,  II  55 

ab.  luthael  385 

E  CO.  iuthewon,  s.  yetbe- 
won 

mb.  luzel  385 

E  b.  iuzeo  196 

b.  V.  ivet  531,  s.  eva 

b.  ivez  528,  II  667 

b.  ivin  107,  381,  II  59 

b.  ivin  'if  62 

b.  y.  ivlenn  255,  538 

E  b.  V.  ivor  530,  II  663 

Iwerddon  70,  91.  II  109 

iwrch  .33,  64,  126,  536, 
II  55 

(E)  iyrchell  14,  II  55 

b.  iz  'ich  ging'  380,  II 
373,  452 

nco.  izal  289,  b.  izel  50 

E  CO.  jawl  314,  370 

CO.  (nvn)  jeves  II  161 

E  b.  V.  Jojeb  490 

E  b.  justed  II  38 

b.  Tr.  (daou)  lä  484 

E  b.  labour  238 

I  llac,  llacc  161,  302 

b.  lakaat  314 

llachar  75,  II  50 

llad,  lladd  410,  II  380, 
412,  630,  ab.  lad-am 
I[  630,  c.  llad-awd  I 
288,  11  372,  380,  llad- 
awr  II  392,  401,  402, 
Uad-ho,  llad-o  I  250, 
410,  II  352 

E  CO.  ladar,  lader  192, 
233,  332,  501,  II  107 

Iladdfa  II  15 

E  lladin  191,  232 

E  CO.  laddra  II  352,  c. 
lladrata  II  35,  co.  lad- 
dro  II  352,  c.  lladron 
I  206,  II  70,  107,  108, 
CO.    ladtre   II  352,    b. 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


785 


laer    I  192,    233,   382, 

II  107 
R  llaes  218 
R  llaeth,  b.  laez  228 
llafar  II  7,  387,    llafaru 

II  387,  559 
llafasu  II  561 
R  llafn  204,  240 
mb.  lafuaez  II  561 
R  llafur  238 
b.  lagad,    co.  lagas,  aco. 

lagat  501,  II  36 
aco.  b.  lagen  361 
b.  V.  lahas  531 
Hai   69,  97,  374,  448,  II 

119 
Ilain  97,  374 
R  ac.  lais  218 
Hais  II  393 
R  aco.  lait  228,  521 
llaith  123 
Hall  283,  II  196,  197  (Z. 

8,  10) 
Harn,   CO.  lam,  b.  lamm, 

lammas    47,   170,   171, 

302;  c.  llamhidydd,  s. 

llemhidyd;  b.  lamp,  s. 

lamm 
llann  II  3,  33 
Llancarfan  103 
(R)  llances,  llancesig  II 30 
llannerch,   aco.  lanherch 

II  33 
b.  lano  64 
Llanrwst  79  f. 
b.  lanv,  c.  llanw,  llanwaf, 

CO.  lanwes  47,  64,  373 
R    b.    laosk,    laoskentez, 

laosker,      laosket     49, 

218,  380.  535,  II  49 
b.  laouen  'Laus'  147,  305 
b.  laouen  'froh'  61,  380 
b.  laouer  61,  382,  II  45 
R  Hara,  b.  lark  223 
R  b. lard  410.  II 38,  119 
b.  V.  laret  531 
R  b.  lartail,  lartet,  lartik, 

s.  lard 
R  llarv   223 
Has    II  392,   393  (Z.  16, 

23),  630 
R  llaswvr  219,  492 
g.  lat..  133 
Hath  84,  146 
llatbru  115 
R  llatwm  490 
(aco.)  ab.  lau  'Hand'  14, 

17,  49,  53,  164 


mb.  lau  'gering'  97 
aco.  lauar    II  7,    f-o.  la- 

uara,  lauaraf  1 165.  II 

559,  lauarre  II  352 
CO.  lauasos  II  561 
ac.  laubael  14,  67,  148 
ab.  laur  48 
R  b.  V.  lausket  529 
g.  lautro  61 
b.  lavar  II  7,    lavaraz  I 

380,    lavaret  I  531,  II 

559,  lavaret  din  I  426 
R  b.  lavnenn  204,  240 
R  CO.  lavur  238 
llaw   53,  164,  303  (Z.  7, 

18),  304,  II  20 
Hawd  133 

Hawdr  324,  539,  II  45 
R  llawddu  224 
Hawen  61,  373  (Z.  33,  35), 

II  57,  Hawenydd  I  14, 

373 
llawer  61,  447,  llawer  un 

II  191 
llawes  II  20 
(R)  Law  Eurawc  II  5 
llawn,  yn  llawn  52,  147, 

279 
llawr  48 

(R)  llawrwvdd  212 
b.  laz  84,  535 
b.  laza.  lazaff  II  630 
R  mb.  lazr  233,  II  107 
CO.  le  'weniger'  II  119 
b.   le   'Eid'    69,  98,  381, 

II  66 
He,   CO.  le  'Ort'  98,  184, 

II 278,  b.  leac'h  98,  319 
R  b.  V.  leah  228,  319 
(R)  mb.  leanes  314 
CO.   leas,    leas    huny    II 

191,  668 
lleas,  lleassu  II  278 
mb.  leat  100 
nco.  leaub  II  22 
R  b.  leaz  228,  319 
nco.  lebmal  170 
R  CO.  lek  203 
mb.  lech  319 
llechwedd  78- 
lled   'Seite,  Hälfte'   414, 

476,  II  8,  13 
lled  'breiter'  II 120  (Z.  3, 

29),  123,    CO.  b.   ledan 

'breit'  143,  501,  II  56 
lledeis,     lledeist,    llede- 

seint.     Uedessynt     II 

380,  393 


Pedersen:  Vgl.  kelt.  Gramm.     II. 


lledfarw  II  3 

Hedi  II  337 

lledr  331,  II  45 

R  ac  leeces  203,  II  22 

CO.  lef  535 

liefein  II  413 

(Rj  Hefrith  491 

g.  legasit  98,  245.  II  406 

CO.  legessa  502,  544 

R  liegest,  b.  legestr  332 

nco.  hgo^dn    502,  II  101 

ac  leguenid  14.  373 

R  b.  V.  leb  319 

ab.  (nahuilei  97,  380:  mc. 

Hei.    s.  Hai;    Heiaf  II 

123,  lleiafiant  II  48 
Heian  314 
R  aco.  leic  203 
R    lleidr  192,   206,  233, 

331,  382,  II  107 
ab.  leiham  II  123 
Hein  283,  303,  II 196 
R  Heisw  218 
R  lleithig  228 
b.  leiz  123 
b.  lemm  304,  481,  vgl.  c 

llvm 
llemhidyd  II  17.  18,  38, 

llemittyor  II  393' 
CO.  lemmyn  492,  539 
CO.  len  'voll'  52 
R  llen,  b.  lenn  222.  225, 

II  562 
b.  lenn  'Teich"  37 
b.  lenker(n)enn  109 
CO.  lenwel,   c.  llenwi  64, 

373 
R  b.  leo  212 
lleoedd  313 
R  b.  leon  197 
R  b.  Leon  197 
R  b.  leor  226 
CO.  1er  48 
b.  1er  II  45 
b.  lerc'h  105,  382 
b.  lereier  II  71 
R  b.  V.  leret  530 
b.  V. leren,  b.  lerou  324, 

530,  II  71 
CO.  lergh  105.  382 
aco.  les  'herba'  378,  II  20 
lies.  aco.  les  'commodum' 

167 
b.  les-  II  8.  72 
llesc  147.  367 
b.  leski  76.  382 
Hesseint  II  393 
Uestair  II  51 

50 


786 


Wortindex.    Brit.  und  GralL 


aco.  lester,   c.  llestr,    b. 

lestr  81,  II 18,  66,  69, 

664 
E  CO.  leth  228,  521,  522 
Uetaf  II  123 
g.  Letauia  60 
lleted  II  119 
ac.  leteinepp  38,  371 
lletty  414,  423,  480 
aco.  leu  'Steuerruder'  61 
E  aco.  leu  197,  253 
lleuad  98 
g.  Leucetius  54 
b.  leue  99,  II  22,  379 
Heuen  147,  305 
CO.   leuerel,    leuerryf   II 

352,  559 
CO.  leuesyn  II  561 
lleufer  98,  174 
(E)  ab.  Leu-hemel  165 
CO.   b.    leun    52,  304,    b. 

leunia  370,  371 
CO.  b.  leur  48,    b.  leurzi 

417,  475 
E  b.  leuskel  49,  218,  380, 

535 
ac.  (Cruc)  Leuyrn  92 
E  CO.  levar  226,  332 
b.  levenez  380,  II  17 
(E)  aco.  leverid  491,  543 
(E)  levier  62 
E  b.  levr  226 
nco.  lew  61 
E  llew  197,  253,  303  (Z. 

8,  18),  304 
llewa  107,  184,  II  568 
aco.   lewen  (ki)    16,  305, 

521 
llewenyd  373,  II  17 
llewych  II 26,  llewychawt 

II  338,  llewyrch  II  26 
g.  Lexouii  78 
E  Ueyg  203 
CO.    leys    378,   379,   520, 

II  20,  91 
E  CO.  leyth  228,  521,  522 
b.  lez  (Subst.)  381,  II  21 
E  b.  lez  (Präp.)  452 
(E)  b.  lezen  319 
b.  V.  lezeu  529,  s.  louzou 
mb.  lezr  II  45 
lliain  311,  II  103 
E  b.  Hamm  222,  314 
ac   liaus   290,  313,    mc. 

lliaws  68,  II  21,  120 
E  b.  lik  203 
g.  Licnos  125 
E  b.  licbou  218 


llicrid  II  312 

c.  llid,    b.  lid  133,  302, 

c.   llidiawg,    llidiowg- 

rwydd  279 
nco.  lidzhiu  501 
ac.  Hein,  b.  lien  311,  II 

57  m.  Ntr.,  103,  s.  lyen 
b.  Hes,  Hez  68,  290,  314, 

II  21 
aco.  lifern  II  53 
E  b.  lijou  218 

ab.  Hmn,  lirancollin  32, 
84,  168,  ac.  Hmnint 
II  338 

g.  Limonum  175 

E  Hin   'Flachs',    aco.   b. 

lin  210,  492 
E  Hin  'line,  string'  197, 

210 
E  nco.  Hn  'Montag'  207 
aco.  -lin  'Teich'  37 
b.   linad,    aco.   linhaden 

332,  492 
g.  Lindimacus  37 
E  abrit.  Lindocolina  541 
abrit.  Aivdov  37 
E  b.  Hnenn  210 
g.  Lingonas  86,  II  98 

ac.  linisant  II  374 

ab.  linom  II  61,  62,  565 
E  Uinyn  210,  377 

b.  Horz  11.6,  II  3 

b.   Hou    51,  320,  525  (Z. 

28,  32),  528 
mb.  lisquidic  382 
E  b.  lisiou,  ab.  lisiu,  ac. 

lissiu  218 
(E)  aco.   b.   listri   II  18, 

69,  664 
llith  'mash'  160 
mth  'Köder'  160 
E  Hith  'lesson'  209,  229, 

377,  541 
g.  Litanobriga  43 

ac.  Litau  60 

E  aco.  litheren  200,  234 
Hithred,  llithro  24,  131, 

134,  II  46 
g.  Litugenus  133 
aco.  Hu  51,  b.  V.  Hü  531, 

g.  Liuius,  Liuo  51 
E  ab.  liusiu  218 
b.  Hv  528,  liva  525 

b.  Hviriz  380,525,11374 
(E)  b.  livriz  491 

c.  Hiw  51,  303 
g.  Lixouii  78 

E  b.  lizer  200,  234 


Ho  'Kalb'  II  22 

ac.  lo  'Grab'  97 

nco.  lo,  b.  loa  'Löffel'  101 

b.  loar  186,  II  49 

b.  V.  loarn  92 

aco.  loch  II  22,  23,  25 

g.  loJcati  97,  II  86 

aco.  loder  324,  539,  II 45 

B  nco.  lodn  135 

aco.  loe  II  661 

Lloegr  331 

b.  loen,  loened  135,  526, 

530,  II  70 
lloer    186,    II  49,    b.  V. 

loer  I  530  (Z.  12) 
CO.  loer  'genug'  521 
b.  loer  324,  530,  539,  II 

45,  71 
lloercen  II  33 
mb.  loezn  135,  539 
aco.  lof  17,  53,  164 
mb.  loffr  117 
nco.  logaz,   aco.  b.  logo- 

den,    nco.    logosan    II 

71,   101,     b.   logota    I 

502    II  52 
(E)  b.'  logotaer  II  52 
ac.  hloiraol  13 
Homen  II  58 
Hon  II  17 
b.  V.  Ion  530 
Honaid  11  40 
b.  lonka,    Tr.  lonkaii,  V. 

lonkein  151,  529 
E  llong  33,  147  (y  Hong), 

195,281,376,383,1120 
(E)  llonglywydd  62 
Honydd  II  17 
aco.  lor  'Flur'  48 
CO.  lor  'Mond'  186 
b.  V.  lor  'chaussure'  530 
aco.   lorch,    b.  lorc'henn 

104 
lloscetawr  II  393,  llosgi 

I  76,  382,  383 
Hosgwrn  80,  485,  II  53 
CO.  losky  76 

CO.   losow,    losowys   378, 

II  71,  91  (Z.  9,  15) 

b.  lost,  c.  Host,  Hosten, 
b.  lostenn  80,  304,  485 

CO.  b.  louan  164,  388 

b.  louar  382,  s.  louazr 

b.  louarn  92,  188,  382, 
II  53 

mb.  louazr  61,  181 

ac  louber  98 

I  b.  louc'h  361 


"Wortiiidex.    Brit.  und  Gall. 


787 


g.  Loucetius  54 
b.  loued  502 
aco.  mb.  louen  61 
abrit.  Louernaci  92,  vgl. 

AovEQviog 
mb.  lonffan  164 
b.  lounka  529,  s.  lonka 
<;o.  lour  521 
(K)  b.  lousteri  II  43 
aco.  louuern  92,  II  53 
b.     louzaouenn,      louzou 

878,  II  57,  91  (Z.  9,  15) 
mb.  louzr  324 
b.  lovr  117 
nco.  low  147,  305 
CO.  lowarn  92 
CO.  lowarth  116,  II  3 
aco.    lowen    'Laus'    147, 

305,  521 
CO.  lowen   'froli'    61,    lo- 

wene  II  17 
CO.  lower  'viel'   521,  536 
CO.  loys  502 
mb.  lozn  135 
llu,  CO.  lii  17,  84,  II  35, 

70,  131 
nco.  luan  147,  305 
lluarth  116,  II  3 
CO.  Inas  II 668,  mc.  lluaws 

I  313 
llucheden,  b.  luc'hedenn, 

c.lluchedyn  54, 1137,58 
g.  Lucterius  123 
lludd  147 
b.  ludu,  c.  lludw  63,  334, 

335,  501 


luef  535 
CO.  luen  52 
CO.  luer  48 
g.    AovsQviog    92,    II  53, 

vgl.  Louernaci 
CO.  lues  313,  II  668 
lluest  II  35 
b.  lufr  98,  174 
llug  54,  122,  174 
aco.  lugarn  122,  II  668 
g.  Lugdunum  50,  291,  II 2 
b.  lugeru,  c.  llugorn  122, 

II  53 
Lugoues,    Lugu-    61, 

98,  253,  II  91 
g.  Lugudunum  98,  II  2 
g.  Luguselua  64 
I  ab.  luh  361 
CO.  lubes,  luhet  54,  II  37 
aco.  luir  186 
ac.  luird  14,  116 
R  Ihm,  b.  hm  207 


S 


Run  '.shape'  II  59 
abrit.  Lunarchi  415 
ab.  ro-luncas  II  281,  374, 

678 
Uunio,  llunyaw  II  61 
R  llurig  205,  206 
Uusgo  II  19 
CO.  lusow  63,  334,  501 
lluthrod  134 
aco.  luu  84 
aco.  luworchguit  116 
g.  Luxtiirios  123 
mb.  luz  147 
llw  69,  98,  381,  II  66 
I  llwch  361 

llwdn  135,  331,  s.  Uydnod 
llwfr  117,  364,  II  50 
Uwm  II  51,  58 
llwr,  llwrw  33,  104,  105 
llwy,  llwvar,  Uwyarn  40, 

101,  II  53 
llwyd  502 

llwyf  'Söller'  84,  II  67 
llwyf  'Ulme'  175 
llwyn  84 
Uwyr  521 
llwyth  123,  515 
llyad  100 
llydan  43,  414,  II 15,  56, 

120,  llydangarn  II  5 
Llydaw  60,  180 
llydnod  II  37,  70 
R  CO.  lyen  222 
mb.  lyen  314,  s.  lien 
llyfan  33,  164 
llyfasu  II  561 
G  llyffethar  540 
llyfn  84,  168,  332 
R  llyfr  226,  332,  Uyfran 

II  27,  llyfrawr  II  52 
llyfu  100,  108,  313 
llyg  376,  II  101 
llygad  II  36 
llygod(en)  281,  376,  II  71, 

101 
llygorn  122,  II  53 
llygota  502 

llvm  II 115,  vgl.  b.  lemm 
llyma  458,  459  (Z.  2,  10) 
R  CO.  lyn  'Flachs'  210 
CO.  lyn  'Wasser'  c.  llvnn 

37  [Z.  23,  30),  115,  11  95 
llyua  459  (Z.  4,  11) 
llyncu  151 
y  llynedd  113,  147,  287, 

3S3    II  89 
(R)  ^lynges  33,  195,  281, 

376,  383,  II  20 


llyngyr(en)  109 

llyr  365 

CO.  lyrgh  105,  382 

llys- (Vorsilbe;  llvs-enw, 

llys-fab)   107,   l'l  8,  72 
llys-  'Kraut'  80,  376,  485 
llys  'Burg'  367 
llysg  367,  II  19 
llysiau,     llysieuyn     376, 

378,  II  57,  91 
llyswen,  llyswod  84,  107, 

146,  281,  492 
(R)  CO.  lyttrv  II  352 
R  llytbyr   2Ö0,  234,  414 
llyw  'Steuerruder'  61 
CO.  lyw  'Farbe'  521 
llyw  'lecken'  100 
Llywernog  92 
-m-    'mich'    406,    II  156, 

157,  CO.  -m-  II 160, 161, 

b.  -m-  II 163,  164,  665, 

c.  -m  'mein"  I  406,  II 
157,  167,  CO.  -m  II 160, 
161,  167,  b.  -m  II 163, 
164,  167,  665 

b.  ma  'mein'  243,  284,  n 
163,  167,  191,  'mich' 
II  164,  CO.  -ma  'ich'  11 
160  (Z.  8,  13),  161 

c.  CO.  ma  'Ort'  96,  II 15, 
67,  95,  427 

CO.  ma  'ist'  II  427 

CO.  ma  'daß'  424,  II 162, 
230,  b.  ma  I  426,  427, 
II  230,  231,  325  [Z.  15), 
331  ('wenn') 

CO.  b.  ma  (demonstrativ) 
II  187,  191 

c.  CO.  b.  mab  12S,  162, 
222  (CO.  mab  lyen).  286, 
302,  453  (Z.  40  f.),  II  35, 
41,  70,  108,  vgl.  map; 
e.  mabin,  mabinawe, 
(R)  mabinogi  II 17,  59, 
668,  mabon  I  4.  II  56, 
Mabon  II  45 

mach  128,  II  18 

R  ab.  macoer  199. 323,389 

ab.  Machtiern  99,  127 

abrit.  Maccus  477 

I  mackwv,  mackwveit  II 
16,  40' 

c.  b.  mad  304,  461,  487, 
II  121,  232,  233,  276, 
277,  298,  304 

ab.  in  madau  538,  II  15 

(R)  b.  V.  madele(a)h  319 
(Z.   29,   33\     madelez 

50* 


788 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


323,  II  32,  55 
maddeu  110,  II  15 
madrwy  255 
madws  II  20 
mae,  y  mae  96,  303,  458, 

484,  II  204,  426,  427 
R  b.  mae  216 
ab.  Mael,  c.  Maelgwn  103 
maen   96,  311,  319,  323, 

374,  515,  II  57 
maent,  y  maent  458,  II 426 
E  c.  mb.  maer,  aco.  maer- 

buit  215,  216 
maes  96,  304,  374,  II  20 
maetb,  maethant,  maeth- 

pwyt  II  373,  393,  574, 

CO.  b.  maga  II 574,  vgl. 

magadurez,  mezur 
CO.    maga   (Konjunktion) 

424,  425,  440 
(E)b.  magadurez  1132,43 
g.  Magalus  334 
R  magl,  aco.  maglen  193 
abrit.  Maglocunus  39, 103 
CO.  maghtetb  127,  422 
magu  II  373,  393,  574 
g.  Magurix  98 
E  magwvr  199,  204,  323 
aco.  mabtbeid  127,  422 
E  mai  216 

maidd  88,  104,  413,  544 
raain  (Adj.)  282 
main  (PI.),  s.  mein 
maint  138,282,293,1148 
R  ac.  aco.  mair  215,  216 
E  Mair  192,  193 
E  aco.  maister  222,  378 
maith  303 
nco.  maitbes  422 
mal  165,436,  11256,325, 

326,  331 
b.  mala  45 

b.  malan,  raalazn  283, 493 
E  b.  malloez,  malloz  192, 

229,  236,  382,  483 
malu  45,  175 
b.  malvenn  II  99 
b.  mam,  mammou  481 
(E)  mamwvs  II  22 
b.  man  II  "^187,  191 
b.  (ober)  van  461 
mann  392,  II  67 
E    c.    aco.    manacb,     b. 

manac'h  195,  228,  304, 

aco.  raanaes  16 
nco.  manal  493 
b.  V.    mane  283,    s.  ma- 


E  b.  manek,  c.  co.  maneg 

193,  227,  373  (Z.  23,  37), 

378,   380,    II  86,    vgl. 

menyg 
b.  V.  maneieu  531 
E  b.  V.  mangoer  389 
g.  fiavidxtjg  33 
raant(acb)  24 
E  aco.  mantel  500 
(E)  mantol  II  54 
h.  mantra,   mantret  139 
b.  mao  97 
(E)  b.  maouez  98 
b.  maout  137,  380,  II  83 
ac.  CO.  b.  map    32,    127, 

128,  162,  290,  425  (co. 

map    pron),     s.    mab; 

abrit.  Mapono  I  4,  II56 
CO.  mb.  mar  'so'  407,  440, 

II  13,    257,    323    (nac 

eu  mar) 
b.   mar  'wenn'   II  253  f., 

323,  331,  CO.  mar,  mara 

I  425,   II  162.  321  (Z. 
35),  323,  331,  maras-aff 

II  452.   maras-os,  -us, 
-yw  II  425,  429 

march,    b.    raarc'b    126, 

372,  414,  II  83 
E  b.  marc'had  199,  253, 

marc'badour  II  43  (Z. 

6,  20)      . 
E     b.     Marc'harit     192, 

223,  382 
marchawc,    b.    marc'hek 

261,  279,  288,  289,  290, 

371,  II  80 
E  marcbnad  199 
g.  Marcodurum  126 
marchog,    s.    marcbawc; 

marchogaetb  II32,  412 
b.  mardeomp  II 452,  mar- 

deux,  mardouf  II  425, 

429 
CO.  marrek,    marreggyon 

126,    289,   523,    11  30, 

margh   I  126,  377,    II 

72,  83 
E  CO.  margbas  199 
nco.    marhag    289,     mb. 

marhegu(i)ez290,II32, 

412 
CO.    marnas,    marnes    II 

424    429 
b.  maro  44,  334  (Z.  32  ff.), 

II  15 
CO.  marogeth  290,  II  32, 

412,    marogyon,    mar- 


rougyon  1279,289,523 
CO.  marow  44,  334  (Z.  28), 

II  15 
CO.  mar 8  II  424 
CO.  marsew,  marsof,  mar- 

sus  502,  II  425,  429 
E  CO.  marth  200,  214 
CO.  martegen    (raartesen) 

502,  504 
E  CO.  martbegyon,   mar- 

tbogyon,  martbus  520 
mb.   maru,    b.    V.   marü 

334f.,  531,   mb.  marv- 

benn  II  352 
(E)  b.  marvskaon  217 
marw  44,  283,  334,  II 15 
marwor,  marwydos  II 46 
(E)  marwysgafn  217 
E  b.  marz  200,  214 
CO.  mas  487,  II  121 
(E)  masgl  207 
mat,  s.  mad 
E  math  235,  444 
b.  matez  127,  422 
g.  MazQeßo  48,  II 84,  106, 

Matrona  II  45,  56 
mathru  139, 149, 152.1145 
aco.  maur  48,  49 
ac  maut    134,  186,  296, 

435 
CO.  maw  97 
mawaid  169,  II  40 
mawl  94,  183,  279,  293 
mawn  49 
mawr  49,  279,  288,  440, 

II  120,  mawrder,  maw- 

redd  I  279 
E    mawrth    'März'    202, 

233,  'Dienstag'  202 
CO.  mav  424,  425,  II  230, 

322  (Z.  3),  326  (Z.  11, 

37  f.),   328.     b.   maz    I 

426.  11230,231  (Z.24), 

325  (Z.  23),  326 
CO.  b.   me    'icb'    250,    II 

155,  160,  161,  163, 164, 

167,  b.  V.  me  'mein'  I 

150,  243,  402,  II  163 
E  nco.  me  216 
nco.  mean  319,   b.  mean 

96,  311,  319,  323,  380, 

meanad  543 
E  b.  niear  216 
b.  meaz  96 
mebyd  II  41,  co.  mebyon 

II  108 
mecbdeyrn  127  (Z.  34, 

37),  373 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


789 


(R)  mechni  II  18 
medd  'sagte'  II  580,  nco. 

mlS  I  304 
medd(Sub8t.)17,37, 111, 

247,  381 
R  aco.  medhec  16,  239 
medel,  b.  niodi  162,  II 54 
raeddiant  II  48 
g.  Meddillus  532 
aco.  medinor  493 
g.  Mediolanum  112 
aco.  raoddou  17 
a  fedr  331 
g.  Medsillus  532 
aco.  niedu  17,  37 
meddu  II  48,  580 
g.  Medugenus   112,  II  3 
meddw  63,  277,  334 
(R)  meddwdod  277 
meddwl  II  24,  412,  580 
mb.  medy  II  427 
R  meddyg  239 
mefl  117,  119 
c.  b.  megin  435,  II  59 
megittor  II 393,  s.  magii 
megys   377,  424,  II  256, 

331  (m.  kyt) 
R  mei  216 
meib    II  70,    132  (Z.  12, 

24),     meib(i)on    II  83, 

108,  132,  s.  mab 
raeicbiad  376,  516,  II  36 
ab.  meid  88,  544 
meillionen  137 
mc.  b.  mein  96,  374,  380, 

526,  b.meinaat526,  b. 

meinek,    ac.  meiniawc 

526,   II  30,    c.  meinin 

II  59 
meint,  s.  maint 
R  Meir,  s.  Mair 
meircb372,  II 83,  s.march 
meirw  282 

R  meistr  222,  331,  374 
nco.  meith  88,  544 
c.  CO.  b.  mal  'Honig'  162, 

205    247 
b.  me'l  'Mark'  86,  144 
b.  melcbenenn,    raelcho- 

n^enn)  137,  371,  505 
R  mellditb  192,  200,  224, 

382,  II  110 
(R)  b.  melen  II  57 
R  b.  melezour  491,  493 
ab.  melgabr  117 
R  c.  aco.  b.   melin    194, 

mb.  molinhezr  II  43 
b.  melionenu  144 


ac.  mellhionou    137,  146 
R  melltith,  s.  mellditb 
(R)  melus  23,  205,  II  22 
(R)  c.  CO.  melvn  384,  II 

57,  664,  668 
R  memrwn  227,  490 
CO.    men    96,    311,    378, 

521,  b.  men  323  \ 

mann  435 

CO.  raennaf  II  451  1 

b.  V.  menal  283,  493       ; 
b.  mennat  168,  II  451     j 
nco.  vandzhia  502 
R  menestr  201 
CO.  meneth,  b.  manez  33, 

283 
CO.  menoiigh  159 
b.  ment   138,  293,  II  48 
(R)  ac.  menntaul  II  54 
menw  168,  II  111 
R  raenyg  377,   s.  manag 
mar  86 
merch,    b.    merc'h    159, 

176,  287,  385,  454,    c. 

merched,   b.   merc'hed 

1137,69,  merc'hedigou, 

merc'bedou,     merc'he- 

jou  II31,  71,   merc'hik 

II  31 
(I)  b.  merkl  105 
merc'hodenn,  merc'hodik 

II  37 
b.  merdaad,  merdeat  314, 

II 36,  c.  merdei  II  648 
CO.    margh     'equi'     (PI.) 

377,  II  83,  vgl.  merh 
ab.  mergidbaara  13,  105 
(I)  b.  mergl  24,  105 
R  nco.  de  merh  202,  merh 

'März'  202,  233 
nco.    verb    'equi'    (Gan.) 

377,  II  72 
nco.  merh  'Tochter'  378, 

379,    b.  V.  merhek  II 

30,  merhed  I  370 
b.  merienenn,  merionenn 

144,  163 
CO.  mernans,  mb.  mernent 

II  48 
R  CO.  marthurve,  c.  mer- 

thyr  192.  202 
mb.  meruell  II 352,  b.  V. 

merviel  I  531,  b.  mer- 

vel,  mervent  II  48 
marw  64 

merwerydd  II  669 
merydd  105 
R  b.  merzer  192 


CO.  iiifK  96,  s.  m5z 

b.  m<fHki    76 

(Rj    b.    meskUennj,    aco. 

masclen,  c.  mesglyn  207 
g.  Messilla  532 
R  CO.    mester,    b.   mestr 

222,  332,  378,  380,  382, 

II 71,  co.mastrvßv  II 71 
R  mesur  209,  335' 
CO.  yn  meth,  methaf  II580 
(R)  mb.  metaou  112 
R  CO.  methek  239 
CO.  yn  methens,   methes 

II  580 
g.  MeMÜIo?  532 
R  aco.  matin  204,  232 
(R)  mb.  metou  112 
meu     II   156,    157,    168 

(Z.  1,  9) 
b.  y.  meii,  veüas  531 
b.  meud  135 
meudwv  59,  97,  322 
CO.  meül  117,  119,  332 
b.  meuleudi  II  38,  meuli 

I  94,  183 
b.  meur  49,  II 120,  b.  V. 

maurbet  I  529 
R  b.  Corn.  meurd  505 
(R)  b.  meurdez  II  33,  42 
R  Meuric  211 
R  b.  di  meiirs  202,  meurs 

'März'  202,  233 
mb.  meut  135 
b.  V.  meut  530 
CO.  m-eve  II  161 
mewn  112,  303,  312,  401 

(0  fewn),  452,  II  27 
CO.  meyn  'Steine'  96,  378 
CO.  meyn  'Mund'  125,  520 
nco.  mez  304,  s.  mes 
b.  mez  37,  111,  381 
R  b.  mezek  239 
R  mb.  mezelour  493 
(R)  b.  y.  mezis  II  22 
b.  mezo  63,  334 
b.  mezur  II  43,  412 
b.  mezvi  63 

mi  (yerbalpartikel)  472 
mi    'ich'   250,  294,   464. 

II  156,  157,  167 
miaren  313 

b.  mibieu  290,  s.  mipien 
g.  mid  245 

b.  midi,  midift"  162,  aco. 
midil  162,  II  54,  664 
miti  II  157 
b.  miga  282 
b.   migouru,    o.   migwrn 


790 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


II  53 

c.  aco.  b.  mil   'Tier'   50, 

112 
E  c.  b.  mil  'tausend'  210, 

442,    II  130,    131,     c. 

milfed  II  136 
c.  milgi  II  132 
E  b.  milin  194 
(E)  aco.  milin  II  57,  664 
E  b.   milion,    c.   miliwn 

II  131 
E  miloedd  II  131  (Z.  26), 

b.  milved  II  136 
E  milwr  210,  milwraidd 

II  28 
c.  b.  min  125,  177,  483 
ac.  minci  33 
minhe(ii),  minneu  288,  II 

157,  173 
b.  mingl  528 
E  b.  mintin  204,  232,  389 
miod  536 

b.  mipien  32,  444,  II 108, 
8.  mibien 

(E)  mb.  mireur  II  392 

c.  aco.  mis  86,  293,  461 
(vis),  II  97 

E  misglen  207 

b.  misiou  505 

E  b.  V.  mitin  204 

E  miwsig  312 

b.  miz  86,  293,  504,  505, 

II  97,  nco.  miz  I  304 
(E)  nco.  milar  501 
mo  438,  II  214 
b.  moan  51 
b.  moarvad  323,  325 
CO.  mok  122 
moch,  b.  moc'h  'Schweine' 

376,  II  88 
moch  'bald'  II  232,  304 
E  modd  194,  302 
aco.    modereb    48,    129, 

333,  II  33 
aco.  moderuy  333 
ac.  modreped  48, 129, 187 
Modron  II  45 
modrwy    135,   333,   515, 

II  16,  593 
modryb    129,    134,    187, 

333,  535,  II  33 
modrydaf  48 
aco.  moelh  73,  II  33 
g.  Moeniacceptus  93 
g.  Moenus  57 
b.  moereb    48,  129,  134, 

293,324,483,530,  II 33 
moes  (Subst.)  56,  435,  540 


moes  (Ipv.),  moesweh  II 

473 
b.  raog,  moged  122 
E  b.  moger  199,  323 
(E)  b.  mogidell  II  55 
g.  Mogit(u)maru8  II  2 
ab.  mogou  106 
CO.  moghya,   moghye   II 

122 
E  CO.   molleth   192,  224, 

483,  519,  543 
moli  94,  183 
CO.  mols  137,  500,  c.  mollt 

137,  147,  375,  1127,83 
molud  II  38,  39 
mollwyn  I  137,  II  27 
E  b.  monac'h  195 
CO.  monas,  mones,  b.  mo- 

net   33,    II  411,    412, 

452,  vgl.  mont 
ab.  -monid  33 
CO.  y  mons  II  427 

b.  mont  388  (Z.  10,  40), 
II  411,  452,  454 

(E)  ab.  montol  II  54 
mor    'so'    147,  424,  440, 
449,  II  13 

c.  CO.  b.  mor  'Meer'  32, 
303,  II  36,  66,  94,  95 
(zu  tilgen) 

nco.  raör  67,  313 
CO.  moran,  s.  moren 
(E)  morawl  -II  54 
aco.morboit,  s.morddwyd 
mordaith,   mb.   mordeifiF, 

c.  mordwy  101,  II  648 
morddwyd  70,  II  39 
CO.  moren  23,  104,  289 
morfa  303 
morforwyn  23 
morfran  II  3 
b.  morgo  33,  155 
abrit.  Moridunum  II  2 
morion  163 
g.  Moritasgus  88 
g.  Moritex  II  648 
aco.  moroin  23,  104,  289, 

521 
E    CO.    morthol,    c.  mor- 

thwyl  193,  239 
b.  morvran  II  3 
morwyn  23, 104, 159, 175, 

278,483,515,1127,108 
(E)  morwyndod  II  42 
morynyon  104,  109,  112, 

278,  483,  II  108 
b.  morzat,  morzed  70 
E  b.  morzol  239 


CO.  mos  II  411,  452,  454 

ab.  motrep  48,  129 

b.  moualc'h  73,  382,  II  3S 

b.  mouar  67 

b.  moue  106,  526,  530 

E  b.  mouez  320,  526 

b.  moug  122,  mouga  282 

b.  V.  moui  530 

E  ac.  Mouric  211 

(E)  CO.  mowes  98 

CO.  moy  66,  522,  II  120, 

moya,  moygha  II  122,. 

123 
aco.  moyrbren  67,  522 
E  aco.  moys  209 
b.  raozrep  48,  129,  134 
E  mud  302,  mudan  II 27 
E  mudo  207,  231 
b.  mudurun  493 
aco.  (doch)  muer  48,  II 120 
b.  mui  66,  293,  320,  526, 

II  120,  muia  II  123 
aco.  muin  51 
b.  muioc'h  389,  muioc'h- 

mui,  muioc'h-vuiII122 
E  aco.  muis,    ac.   muiss 

208,  209 
mun  384 
b.  mun  389 
munutrwyd  II  14 
b.  mu-ouz-rau  II  122 
E  c.  b.  mur  207 
CO.  mur  'groß'  48 
E  b.  muzul,  muzur  210^ 

335,  541 
mwg  122,  178 
mwlwch,  mwlwg  II  26 
mwn  33,  II  22 
mwng  33  (Z.  13,  18),  106, 

281    II  22 
mwnwgl  33, 125, 281, 385, 

II  3    7.  33 
mwy    66,' 293,  448,  450, 

II  120  (Z.  6,  18) 
(E)  mwyadur  II  43 
mwyaf  II122,  vgl.  mwyhaf 
mwyaid  435,  536 
mwyalch(en)  73,313,1133 
mwyar  67,  176,  313,  385 
mwydion,  mwydo  181, 184 
mwyhaf  II 122,  123,  669 

(Z.  IflF.),  670  (Z.  27 f.) 
mwyn  'fein'  51,  181 
mwyn  'enjoyment',  m  wyn- 

hau,     mwyn(i)ant    70, 

II  48 
E  mwy 8  209 
mwytho  123 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


791 


my  'mein'  243,  284,  401, 
II 157, 167, 168,  CO.  iny 
'ich'  I  250,  464,  II 160 
(Z.  7,  41),  167 

mychiad  376 

myfi,  myfy  250,277,294, 
II  2,  157,  167 

E  myfyr  194,  198,  375 

CO.  mygenow  435 

CO.  myghtern  127 

R  CO.  myl  210,  442,  II 
130,  raylyon  II  131 

E  mymryn  227 

CO.  myn  'Lippe'  125,  483, 
520 

CO.  myn  'Steine'  96,  378 

CO.  myn  'will'  481,  ny 
fynn-af  524,  c.  mynn-af 
II  415,  CO.  mynn-as  II 
451,  c.  mynn-awd  II 
372,  rayn-hei  I  74,  co. 
mynn-es  I  481,  II  451, 
myn-sans  I  481,  c. 
mynn-u  I  168,  II  451, 
mynn-yssynt  II  372, 
376  (Z.  4,  8) 

E  mynach  195 

mynci  33 

myned,  mvnet  33,  423, 
II  411,  452,  454,  660 

CO.  myns  293,  II  48,  454^ 

E  mynwent  240 

mynwgyl  281,  385 

mynych  159 

mynydd  33,  68,  517 

myr  'Ameisen'  163 

E  myr  'Myrrha'  202 

E  rayrdd,  myrddiwn  II 
131  (Z.  1,  4,  17) 

CO.  myrgh  37,  159,  378, 
myrhes  378,  II  69 

E  myrieriden  223,  374, 
382,  517 

mysgu  76 

E  CO.  myttyn  204 

0  vywn  401 

c.  CO.  -n-  'uns'  II  157, 
160,  169,  c.  CO.  mb.  -n 
'unser'  II 157, 160, 163 

CO.  -n-  'ihn'  425  (nan 
quelse),  II  160,  171 

mb.  (Doe)  n  (tat)  II  177 

c.  CO.  b.  na  39,  243,  245, 
254,  415  (m.  Ntr.),  416 
(m.Ntr.),  470  (Z.  30, 33, 
39,40),  471,11162,233, 
252—260,281.326,327, 
328,  660,  672  (Z.  12, 13, 


19),  c.  na  'ist  nicht'  I 
458,470,  c.  CO.  na  'ohne 
daß'  II 329  (Z.  17,  25), 
CO.  na  'wenn  nicht'  II 
330  (Z.  40),  c.  na.,  na 
'siue  . .  siue'  II  323 

na  'als'  II  125 

CO.  na(Augens)  II 187, 191 

nabod,  co.  nabow,  c.  na- 
byddu  II  447 

nac,  b.  nak  127,  243,  254, 
415,  II 209,  253 (Z.  3  ff., 
29),  256 f.,  259,  261, 
323  (b.  nac  .  .  mar), 
mc.  nac  ef  II  259,  260 

b.  nac'h,   c.  naca  II  261 

nachaf  458 

E  nco.  nadelik  204,  502 

CO.  nader  134,  379,  501 

naddo  II  260 

b.  V.  nadoe  290,  b.  na- 
doez  85,  290,  323,  II 
27,  vgl.  nadoue 

E  nadolvg  204 

b.  Y.  nadoue  290,  b.  na- 
doz  85,  177,  290,  vgl. 
nadoe 

nadroedd  379,  s.  neidr 

naddu  II  29,  633 

co.  b.  nag  243,  II  253, 
256,  257,  258  (Z.  8),  259 

nag  'als'  II  125 

naga  II  260 

CO.  nagha  II  261 

co.  na-gan-  II  175,  254 
(Z.  32) 

CO.  nages   II  429,    nag-o 

I  459 

CO.  nagonon  II  253 
CO.  nahe  II  261 
ab.  nahulei  97,  380 
nai  92,  249,  252,  II  102, 

104,  s.  nei 
naill,  s.  nein 
g.  Nafiavoixaßo  II  84,  87, 

Nafiavoaxig  II  94 
b.  V.  nameit  138 
CO.  namna  II  261 
g.  Namnetes  167 
namyn  138,  492,  II  256, 

261,  672 
b.  V.  nann  529 
E  b.  V.  nandeleg  389 
aco.  nans  500,  539 
co.nansus  II429,  nansyw 

II  425  (Z.  29,  35\  672 
nautl49,  Nantcarfan  103, 

g.  nanto  149 


CO.  na  nyl(l)  II  196,  253 
b.  nao  61,  403,  II  129 
b.  Naoned  167 
b.  naontek  II  133 
b.  naoun  61,  62 
b.  naska  76,  II  583 
co.nasweth  501,537,  II 27 
nat  458,  II  233  (Z.6,13), 

254(Z.28j,259,424,425 
g.  nate  85 
E  b.  nation  314 
(E)  ab.  natrolion  134,  290 
b.   naved   II  135,    c.  co. 

naw   I  61,  304.  401  f., 

441,   521,    II  129,    co. 

nawas  II  135 
nawdd  II  633 
nawf  85 
nawfed  II  135 
E  nawn  206 
nco.  nawnzack  II  133 
naws  23,  49.  436 
nco.  nalecf  501 

b.  ne  156,  250.287  fZ.  4; 
ne  geschwunden),  470, 
II  252,  254» 

c.  CO.  b.  neb  302,  367, 
446,  II  211.  212,  s.  nep 

(E)  nebawd,  co.  nebes,  b. 
nebeud  335  [Z.  26 f., 
30),  II  212 

b.  neke  kouls  253 
nedd,  nco.  ne&  {ne&an)  41, 

111 
mb.  nedahenn  II  452 
neddai,  s.  neddyf 
mb.  nededy  II  425 
E  b.  nedelek  204 
mb.    nedeu,     nedeux     11 

425   429 
ac.  ne'dim  165,  II  29,  633 
mb.  nedouf  II  233  (Z.  10, 

13).  425 
neddyf  165,  II  29,  633 

c.  co.  nef,  mb.  neff  255, 
524,  II  67,  95,  664 

E  neges  231 

b.  negit  II  672 

mb.  negun  II  253 

(E)  nco.  nehuer  123,  378 

nei  516,   s.  nai;    neiaint 

92   II  104 
aco.  ueid  88,  379,  519 
neidio  370 
neidr  134,  282.  331,  372, 

382,  II  45.  99,  107 
b.  V.  neijal  530 
neili    446,    II  178,    196 


792 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


(Z.  20,  24),  197 
CO.  neitli  88 
E  neithawr,  neithior  70, 

236,  516 
(E)  neith(i)wyr  123,  236, 

376,  516 
b.  neiz  42,  88,  320 
(E)b.neizeur  123,381,517 
nem  II  159 
g.  Nemausus  256 
nemmawr  447,  II  212 
b.  nemdeur  79,  1178,433 
b.  nemet  138,492,  II 261 
g.  Nemetacum,   Nemeto- 

cenna    II    63,    vsfirjrov 

246,  II  37,  83 
nemoch  II  261 
mb.     nendedi,      nendeu, 

nendouf  II  425 

b.  n'eo  ket  (koulsl  253 

c.  CO.  b.  nep  446, 11  211, 
212,  8.  neb ;  mb.  nep 
heny  II  191 

g.  Neptacus  93 

g.  Nercod  245 

c.  CO.  nerth  136,  414,  II 
16,  ac.  nertheint  I  13, 
II 23,  338,  c.  nertbfawr 
II 15,  ac.  nerthiII337, 
g.  Nertobriga  I  136, 
Nertomarus  II  15,  b. 
nerz  I  136 

c.  CO.  b.  nes  480,  II 120, 
CO.  nessa,  b.  nesa,  c. 
nes(s)af,  mb.  nessaff  I 
80,  480,  II  123,  135, 
c.  nesed  11 119,  b.  ne- 
soc'h  II  122 

CO.  nethe  68,  II  635 

mb.  netelot  II  452 

neu  (Verbalpartikel)  II 
156,  158,  233,  276,  290, 
424,  425 

neu  'oder'  283,  303,  440, 
441 

b.  neubeud  335,  II  212 

b.  neudenn  85 

E  CO.  neuer,  s.  nyuer 

g.  Neuiodunum  55 

b.  neufvi  85 

neur470, 11276,277,  290,  i 
neusII290,  neut  1458, 
II  233,  290.  424,  425 

ab.  neuued  55,  381 

neu  ynteu  II  185 

b.  neuz  49,  436 

b.  nevez   14,  55,  68,  380 

(E)  b.  nevezinti  II 18,  49 


newid  14 

newydd  14,  55,  61,  67,  68 

(Z.  29,  41),    251,    375, 

514,  newydd-  474 
newyn  61,  375,  514 
CO.  newyth  67,  521 
CO.  neyl  446,  II  196 
(E)  mb.  neyzor  123 
b.  nez  'nahe'  II  120 
b.  nez  (Subst.)  41,  42, 111 
b.  neza  68,  II  635 
b.  neze  II  633 
ni   'nicht'   156,  250,  470 

(Z.  27,  32),  II  252 
ni  'wir'  254,  294,  442,  II 

156,  157,  168,    mb.  ni 

II  163,  168,  171 
b.  ni  (Subst.)  92,  II  103 
b.  nikun  II  253 
E  nifer  196,  240 
nifwl  117,  183,  vgl.  niwl 
ab.  niguid  14,  55,  II  660 

b.  nijal  370,371,525,530 
E  ac.  nimer  196,  240 
ninheu,    ninneu,    nini   II 

157, 168, 173,  vgl.  nyni 

c.  ab.  nith  93,  377,  483, 
541 

nithio  124 

b.  an  niu  quell  403 

nco.  niul  117 

E  b.  niver  196,  240 

aco.  (cam)  nivet  II  664 

niwl  117,  255,  vgl.  nifwl 

b.  niz  93,  381 

b.  niza  124 

no   415,    II  125,   158  (Z. 

19,  29) 
b.  noabrenn  38,  255 
b.  Tr.  noade  323 
b.  (en)  noar  403 
nco.  noath  319,    b.  noaz 

129   320 
noc  415,  II 125,  158,  172, 

nocyd  II 172.  nocyt  II 

261,  nocyt  na  II  256 
E  c.  b.  nod  194,  232 
ab.  Nod-  II  633 
noden  85 

abrit.  Nodenti  II  103 
E  nodolyg  204 
abrit.  Nodonti  II  103 
nodwydd  85,  290,  II  27 
nco.  (than)  noer  544 
noeth  'nackt'  129,  414 
-noeth  'Nacht'  123,  236 
nogydII172,  nogytII261 
aco.  noi  92,  93,  521 


ac.  noid  129 

aco.  noit  93,  521,  541 

E  mb.  non  obstantII323 

b.  (ann)  nor  255,  403 
CO.  (yn)  nor  403 

c.  CO.    nos    80,  123,  302, 
485,  II  19,  132 

CO.  noth  319 

E  ab.  notolic  204 

ac.  notuid  85,  290 

mb.  an  nou  403 

E  b.  nouenn  224,  255,  526 

g.  Nouiodunum  55 

ab.  nouitiou  14 

ab.  nouuid  55,  381 

CO.  nown  521,  536 

CO.  nowyth  521 

CO.  novth  129,  319,  521 

E  ncol^  noz  194,  232 

b.  noz  123,  388,  II  19 

b.  V.  nuah  530 

nudd  85 

Nudd  II  103 

b.  V.  nueh  530 

CO.  numdu(e)r  II  433 

nuy,  nwv  II  158,  175 

mc.  CO.  ny  156.250,416, 

470  (Z.  13,  27,  39),  II 

162, 175,  205,  233,  236. 

252,  256  (Z.  17,  19,  24, 

32),  276,  281 
CO.  ny  'wir'  11  160,  168 
nyddu  68,  II  635 
nyf,  nyfio  85,  108,  313 
CO.  nyg,  nyge  370,  501 
mb.  nygun  II  253 
CO.  nyl  446,  II  196,  203 
CO.  nymder,   nymdur,    c. 

nymtawr  79,  II  78,  433 
CO.  nynges,  nyngyw,  nyn- 

gof  502,  II  425,  429 
nyni  277,  vgl.  nini 
CO.  nynio  II  425 
CO.  nynsa  II  452 
CO.  nyns-us,   -vw  II  425, 

429 
CO.  nyny  II  160 
ny-r  (ny  rv)  II  276 
nys-  II  175,  252 
nyt-  458,  II  205,  233  (Z. 

6, 13),  252, 424, 425, 429 
nyth   88.  414,  422,    nco. 

nyth  519 
E  CO.  nyuer  196,  240 
0  (Präp.)  287  (Z.  13),  416, 

438,  II  158,  295,  414, 

(Z.  11) 
0  'wenn'  416,425,11156, 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


793 


158, 182,  236,  322,  323, 

427 
b.  0  (vor  dem  Inf.)   285, 

425,  426,  427,  439,    II 

417 
CO.  0    'war'    73,    II   162, 

191,  422,  430 
b.  -0    'ihr',    'sie'    II  164 

(Z.  12,  29),  171 
b.  oa  73,  II  422.  430,  em 

oa  II  165 
b.  oabl  38 
b.  oac'h  112 
b.  oad  56,  371 
b.  oade  322,  323 
b.  oaled  57,  322,  323  (Z. 

7,  17) 
CO.  b.   oan  32,  109,  248, 

319,  381,  483,  II  83 
nib.  oann  II  422,  431 
lub.  oar  (Präp.)  II  166 
b.oar'raau  ist' 11396,422 
mb.  oarnouf  u.s.w.  II 166 
mb.  oat  'Alter',  s.  oad 
mb.  oat  'man  war'  II 422 
R  CO.  b.    ober   222,  236, 

304,  435,  II  411    • 
E  0  blegvd  192 
b.  oc'h  'Ihr  seid'   II  422 
och  'ach'  437 
b.  oc'hen  36,  II  107 
ochenaid  II  295,  299 
ac.  ocet  122 
oc  eu  II  158 
oco  II  159 
ac.  ocoluin  412,  543 
ochr  123,  331 
od  'wenn'  425,  vgl.  ot 
b.  ode,  s.  oade 
oddf  32,  413.  423 
CO.  odgan  370 
oddi  438 

aco.  odion  370,379,11107 
odditan,    oddiwrth    438, 

odyuchtaw  II 159,  665 
oe   11  158,    vor  dem  Inf. 

II  417 
b.  oe  'war'  II  419,  440 
oed  56,  176,  312 
oedd  68,  73.  457,  458, 516, 

II  260,  394,  422,  430, 

431,   oedat  II  338,   yd 

oeditlI4'22,428,  oedyat 

II338,oedynt  1457, 458 
oen  32, 109,  248,  376, 483, 

516,    II  83.    b.  V.  oen 

I  530 
b.  oenn  II  440,  s.  oe 


b.  Tr.  oenklo  139,  487 
oer    54,    103,    293,    303, 

483,  516 
068    458,   459,  520,  524, 

II  239,  428  f.,  430 
oet,  8.  oed;   mb.  oet  56, 

b.  V.  oet  530 
of  32,  164.  166 

CO.,  mb.  of  II  161,  422 
(R)  offeirat,   oft'eiriad  70 
ofer,    oferawl,    oferdraul 

49,  II  50 
R  offeren,   co.  oferen,  b. 

oferenn  221 
ofergoel  49  > 

ofn  49,  295,  331,  332 
R  offrwm,  co.  ofFryn  385,  | 

490  I 

CO.  ogas   161.  II  21,  120 

c.  b.  oged  122 
g.  "Oyf^iog  169 

R  b.  ograou  224 
g.  Ogron.  103,  II  56 
R  b.  ogrou  224 
CO.  ohan  36,  II  107 
oheni,     ohonaf,     ohonof 

527,  II  159 
oia  437 

aco.  oilet  57,  521 
aco.  oin  32,  109,  319 
aco.  oir  54,  103 
oll  302,  411,  413,  II  213 
(Z.  28),  214,  669  (Z.  4), 
CO.  oll,  Ol  I  413,  II 209, 
213  (Z.  22),  214,  b.  oll 

I  413,  II  214,  vgl.  holl 
Ol,  Olaf  302,  II  123  1 
nco.  olaz  57  j 
CO.  ole  321,  523  ; 
R  b.  oleo,  oleou,  ac.  oleu,  \ 

c.  olew   194,  196,  197,! 
253  I 

R  aco.  oliphans   16,  500  1 
CO.  om-  II  297 
CO.  o-ma  II  161  ; 

CO.  omma  459  ' 

mb.  omp  II  381,  422.  430  i 
CO.  omwra  II  297  ■■ 

CO.  on  (Subst.),  s.  oan 
CO.  on  'wir  sind'  II  422, 
430 

b.  -on-    'uns',     on,    -on 
'unser',  s.  -hon-,  hon 

CO.    onan    57,    285.    519, 

II  27,  126 

c.  aco.  onnen  33,  85.  86. 
374,  II  20 

oni  'bis'  473 


oni,     onv     'wenn    nicht" 

470,  li  256 
(Rj  g.  Oppianicnos  II  27 
R  c.  b.  or  207 
b.  (ann)  or  255,  403 
o-r  'wenn'  II  182,  322  f. 
o-r  (Präp.  +  Artikel;  287, 

11  177,    ac.  or   II  177, 

c.  o-r  (vor  einem  rela- 
tiven Satzi   II  182  (Z. 

23,  33),  183,  228 
R  orawt  203,  206,  II  38 
g.  Orbaniacus,  Orbius  118 
aco.  orchinat  II  35 
ac.  ab.  ord  114,  435 
R  organ  224 
g.  org?,    Orgetorix,   abr. 

orgiat  13.  105,  II  590 
R  orgraff  195 
R  orian  224 
R  ab.  orion  207 
abrit.  ormesta  136 
co.  orth   44,   287  (Z.  22, 

32),     439,     519,     521, 

orth-am  II  161 
o-s  425,  458,  II  309,  427 
CO.  OS  'du  bist'  311,  476, 

521,   II  161,  338,  343, 

422,  429 
osit  II  426.  428 
R  CO.  üst  304 
ot  II  425,  vgl.  od 
o-th  'von  deinem"  416 
b.  Tr.  öt  323 
CO.  ot,  ota  459 
CO.  ote  II  161 
CO.  ottengy  502,  II  667 
CO.  otteve  II  161 
CO.  othommow  169 
b.  Tr.  otro  323 
ac.  ou  II  158,  173 
mb.  ouat,  s.  oad 
b.  ouc'h,    ouff,    CO.  ough 

II  382,  422 
b.  ouhen  36.  II  107 
b.  V.  ouilein  530 
b.  ounn  'ich  bin'  II  422 
b.  ounn(enn)  33.  86 
b.  ounuer  21,  33,  323 
R  b.  ouiioun  207 
R  CO.  our  211,  II  66 
R  ab.  ourcalch  211 
(R)  ac.  Ourdilat  II  5 
R  ab.  ousor  219 
b.  out  311,  476.  II  338. 

343,  381.  422,  429 
mb.    outaff,    oute,    outv 

422,  n  166,  174 


794 


Wortindex,     ßrit.  und  Gall. 


b.  -ouz-  'euch',  ouz,  -ouz 
'euer'  II  163,  169 

b.  ouz  (Präp.)  44,  287  (Z. 
27,  32),  422,  439,  464, 
n  166,  417,  mb.  ouzifiF 
u.  s.  w.  n  166,  174 

R  b.  V.  overenn  505 

CO.  ovn  49,  295 

CO.  ow  'mein'  402,  U  160, 
168 

CO.  ow  (Präp.)  287,  425, 
439,  464,  521,  H  417 

(E)  Owein  73,  212,  514 

CO.  owth  n  417 

nco.  oy  66,  522 

CO.  oys  56,  521 

b.  -oz-  'euch',  oz  'euer', 
s.  hoz 

mb.  oz  (Präp.)  287,  426, 
439,  464,  n  417 

b.  ozac'h  112m.Ntr.,  380 

c.  CO.  p-  n  198,  203,  204, 
c.  pa  'welcher'  I  284, 
286,  287,  445,  471,  H 
198,  203,  204,  209 

b.  pa  'wenn'  285,  473,  II 
205,  331  (evel  pa) 

R  pabell  204,  374,  H  86 

R  pabwyr  210 

R  CO.  padal,   aco.  padel, 

c.  padell  232,  501 
R  c.  CO.  pader  191 
ac.  pa  diu,  c.  pa  diw  11 

203,  204 
R  b.  (dial.)  paedroun  539 
G  paeol  232 
R  b.  pagan,  c.  paganiaeth 

223 
pahara  399.  407  (Z.  6,  35), 

n  203    231 
CO.  pahan  407,  H  204 
pahar  407,  H  203 
pair  38,  69,  364,  377,  U 

660 
R  pais  217,  516 
R  c.  CO.  b.  pal  204 
paladr  332 

R  c.  CO.  b.  palf  168,  241 
R  b.  palmez,  co.  palmor, 

c.  palmwydden  241 
CO.  pals  529 
R  b.  palv  241 
ac.  pamint  293 

c.  CO.  mb.  pan  (Konjunk- 
tion) 424,  473,  n  205. 
216,  233,  281.  323,  324 
(Z.  4,  11),  326  (c.  hyt 
pan),  328  (Z.  35),  331 


(co.  kepar  ha  pan,    b. 

euel  pan),  425,  c.  pann 

n  205,  233  (yr  pann) 
pan  'woher'  II  203,  205, 

216,  240 
CO.  p-an,   p-ann-a,   p-an- 

dr-ew  II  204 
pant  534,  II  10 
panyw  II  205 

b.  paot  529 

R  b.  paotr  323,  332 

(R)  b.  paouez  211 

R  nco.  papar  236 

ac.  papedpinnac  14 

R  b.  paper,  c.  papyr  236 

ny  phara  H  338 

parac  11  203 

R  mb.  parados,  c.  para- 

dwys,  co.  paradys  210, 

224,  290 
R  paratoi  204 
R  CO.  parathys  210 
g.-lat.  paraueredus  35,  58 
R  parawt  204 
R  pared  201 
R  parod,  parotoi  204 
R  parwyd  201 

c.  b.  pas  79,  128,  385 
R  c.  CO.  b.  pasc,  pask  193 
R  c.  pasg,  b.  paska  217 
pathawr  422,  H  204,  433, 

671 

R  b.  pater  191 

pathew  289,  509,  511 

R  b.  patrom,  patroum  490 

R  pau  222 

b.  V.  paud-mat  529 

R  Paul  211 

ab.  paup  n  33 

R  b.  V.  pautr  529 

pawb  129,  187,  261,  283, 
n  33,  212 

R  pawl  203 

R  CO.  payn  522 

nco.  b.   paz  79 

nco.  pagar  40,  47,  501, 
II  128 

CO.  b.  pe  'welcher'  285, 
445,  n  198,  203,  204, 
209,  216,  231,  305,  666 
(coustet  pe  gousto),  b. 
pe  heny  H  191,  212, 
216,  CO.  pe  'wo'  I  473 

b.  V.  pe  'wenn,  als'  285 

b.pe 'oder' 441, 459,  n208 

b.  ez  pe  n  165 

pikt,  peanfahel  17 

b.  V.  pear  283 


b.  peban  II  204,  205 

b.  peb  eil  II  196 

(R)  aco.  peber  11  52 

b.  pebez  II  203 

R  b.  pebr  201 

R  pebyll  204,  239,  374,  II 
86,  pebvUvawnt  II  338 

R  CO.  b.  pek  228 

R  pechadur,  pechaduri- 
aid,  pechawt,  b.  pec'h- 
ed,  pec'her,  pechezr, 
c.  pechod  203,  205,  230, 
232,  279.  290.  414,  H 
38,  40,  42,  43 

b.  pe  da  piou  II  305 

pedeir  73,  311,416,ni28 

R  b.  V.  pedel  232 

R  b.  pedenn  II  29,  Tr. 
hon  veden  I  505 

CO.  b.peder  311,416,  501, 
n  128,  b.  pederved  I 
446,  n  135 

R  c.  b.  pedi  198,  501 

nco.  pedn  158 

pedrain  11  57 

pedrongl,  pedrvfan  543 

pedwar  14,  36,"  128,  176, 
416,  484,  n  128,  ped- 
waredd,  pedwerydd, 
pedwyryd  I  373,  383, 
446,  n  17,  135,  CO.  pe- 
dyr  I  311,  501.  U  128 

b.  (ez)  pefe  ü  165 

b.  V.  peh  531 

R  CO.  pehadur,  pe(g)has, 
pehasowe,  pe(g)he8, 
pe(g)hosow,  peghusow 
203,  205  m.  Ntr.,  230, 
289,  501,  n  43 

pei  n  208,  230,  256,  330 

R  aco.  peis  217,  ab.  Pei- 
suuentoc  218 

R  peithyn  228 

c.  CO.  b.  pell  128,  183, 
304,  481  (Z.  14,  36) 

R  pel,  pelen  11  58 
R  aco.  pellist  489,  500 
b.  pelloc'hik  H  31,  125 
CO.  pema  U  204,  427 

b.  pembvet  444,  pemp37, 
130,  426  (Z.36,  39),  H 

129,  665  (pem  pla),  g. 
nsjunidovla  1 4, 37,  375, 
b.  pempet,    pemved    I 

130,  n  135,  pemzek  I 
441,  II  133 

c.  b.  penn,  co.  pen  130 
(Z.  9, 22),  157,  302,  304, 


Wortindex.     Brit  und  Gall. 


795 


377,  378  (Z.  37),  381, 
415,  437,  481  (Z.  15, 
23,  36),  492,  II  4,  12, 
82  (Z.  15),  123,  127, 
131,  215 

mb.  penac,  pennac,  co. 
penak  II  209 

pennaf  II  123 

CO.  penag,  penagh,  pen- 
nagel,  pennagle,  pe- 
nagol  II  209 

b.penaoz49,255,323,525 

(K)  pennawr  II  52 

aco.  penclin  17,  156 

pendeddig,  pendefig,  aco. 
pendeuig  381,492,502, 
517,  II  30,  31,  60 

CO.  pendra  II  204 

E  mb.  penestr  221,  493 

R  b.  penet  213 

b.  penngamm  II  5 

penglog  415,  418 

aco.  pengugh,  c.  pen- 
giiwch  II  26  f. 

ab.  Pen-hoet  417 

abrit.  Pennocrucio  4,  II 4 

(R)  pennod  481 

g.  IlEvvoovtvdog  4,  254, 115 

b.  penoz  323 

penrhaith  278 

penr(h)e  100,  141 

CO.  pensevyk  492,  502 

pennteulu(aeth)  II  1 

pentref  289 

pennuchel  II  5,   penwyn 

I  254,  II  5 

R  penyd,  co.  penys  213 
(R)  b.  peoc'h  218,  II  26 
co.  b.  pep  285,  446,  II  33, 

212,  rab.  pep  heny,  pep 

re  II  192,  vgl.  peb  eil 
aco.  b.  per  38,  69, 378,  522 
mb.  perac  II  203 
(R)  b.  V.  perderi  283 
pereid  II  338 
R  pererin  223 
R  perfifaith,   co.  perfeth, 

perfeyth  228,  II  662 
CO.  perfo  II  448 
R  CO.  perfyth,  b.  V.  per- 

hueh  228 
peri  128,  II  502,  s.  peris 
R  perigl  202,  s.  perygl 
peris  II  372,  s.  peri 
CO.  perna   128,  282,  289, 

II  448 

R  CO.  perthy  378 
R  perthyn  233 


R  perygl  332,  s.  perigl 
(R)  CO.  pesadow  II  40 
R  b.  pesk  90,  200,  pes- 

ked,  pesketa  410,  II 

38,  69,  pesquezr  II  42 
CO.  peswar  36,  128,  501, 

II  128 
peswch  79. 128, 373,  385, 

513,  II  26,  31 
CO.  peswere  378,  II  135 
R  CO.  posy  198 

b.  pet  441,  II  205 

c.  CO.  peth  'Ding'  160, 
288,302,362,368,  381, 
414,  II  215,  c.  peth 
'was'  II  203 

R  ac.  peteu  13,  s.  pydew 
ac.  petguar  14,  II  128 
g.  petorritum  4,  36,  128, 

176,  291,  II  2,  129 
mb.  petra  II  209 
g.    Petrucorii    176,   362, 

II  129,  130 
g.  petrudecametus  II  135 
abrit.  Petuaria,  Jlsrovagia 

4,  176 
rab.  peuardecuet  II  135 
R  b.  peul  203 
peunoeth  123.  129 
peimydd  129,  130 
R  b.  peur-  207,  285,  474 
R  aco.  peus  217 
b.  peuz  440 
b.  pevar  36, 128,  283,  416, 

484,  II 128,  pevardroa- 

dek  II  5,    pevare,    pe- 

varved   II  135,    pevar- 

zek  II 133,  pevarzekved 

II  135 
co.  pew    II  198,  200   (Z. 

12,   24),  426,    a  bewe, 

pewo  II  200,  426,  431 
co.  peydrennow  II  57 
R  CO.  peyn  522 
R  CO.  peys  501 
b.  pez   'Ding'   160,  381, 

'was'  II  203 
b.  ez  pez  (Präs.),  az  pez 

(Ipv.)  II  165 
R  nco.  b.  pez  'Erbse'  200 
R  b.  pezel  232 
b.  bo  pezet,  ez  pezo  II 165 
b.  piaouat,  piaouet  II  200 
b.  pibi  129,  490 
Rb.  pidi,  pidiff  198,290, 

501 
pieifiFei,      pieifu,      piei- 

fya(wn)  II  200,  pieu  I 


442,  II  185.  199,  200, 
216,231,426,  pieuat  II 
338,  pieufo,  pieuoed  I 
471  (Z.  36j,  II  200,  426 

b.  ez  pije  II  165 

R  pilys  489 

ac.pimp,  pimpLet  14,  37, 
130,384,490,5:39,11129 

R  pinn  239 

R  mb.  pinigaff,  pinigenn, 
nb.  pinijenn  213  f.,  371 

b.  V.  pini'iik  531,  mb.  pin- 
uizik  528,  b.  pinvik, 
pinvidik  381,410,  492, 
528,  pinvidikochII122 

pioed  II  200 

b.  piou  59,  128,  285,  320, 
322,  525,  II 198  (Z.27, 
29),  199,  204,  209  (mb. 
piu  pennac),  305,  430 

R  b.  pirchirin.  aco.  pir- 
girin  223 

b.  V.  piü  531,  nco.  piw 
304,  8.  b.  piou.  CO.  pyw 

R  b.  piz  200 

R  c.  CO.  pla  203,  222 

b.  plac'h  280.  304,  444, 
II  25,  64 

R  planed,  b.  planedenn 
209 

R  plant  234,  235,  302, 
II  58,  ac.  planthonnor 
II  393,  c.  plautos  II  20 

R  mb.  plaoiihvet  203,  222 

co.  ple  473,  il  203 

R  CO.  plegad,  c.  o  blegyd 
192 

(R)  plentyn  II  58,  plen- 
tynaidd  II  28 

R  c.  CO.  pleth  229 

R  b.  pleustra  212 

G  CO.  plevt  522 

R  mb.  plez  229 

R  nco.  plobm  227 

(R)  ab.  Ploerimael  389, 
ab.  ploi208.  b.Plonivel 
389,  ploue  208.  526 

R  b.  ploumm  227 

Reo.  plu  'parish"  208.519 

R  c.  b.  plu  'Federn'  207, 
235,  II  67,  0.  pluen  I 
384,  mb.  pluff  I  207 

R  aco.  plui,  ab.  pluiu 
208,  519 

R  b.  pluii,  aco.  pluuen 
207,  II  67 

R  plwm  227 

R   plwy,    plwydd,    plwyf 


796 


"Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


208,  517  ; 

CO.  po  459  I 

b.  ez  poa,  ho  poa  II 165  j 
E  b.  poan  213  j 

pob  129,  302,  446,  II  33, 

pob    im     II  191,    213, 

CO.  pob  II  33,  vgl.  pop  I 
CO.  pobas,  nco.  pobaz  38,  j 

129  490  ' 

E  aco!  pobel  17,  194,  237 
b.  pobet,  c.  pobi  38,  90, 

129,  368,  490 
E  c.  b.  pobl  194,  237, 

331,  332,  444 
E  (I)  poc,  b.  pok  24,  52, 

202,  436,  aco.  poccuil 

202 
E  nco.  podar,  podrethes 

233 
b.  ez  poe  II  165 
b.  poell  347,  II  490 
E  poeu  213,  508 
E  b.  poez,  s.  pouez 
(E)  ab.  Poher  417 
CO.  (p)ol  II  213.  214 
E  CO.  ponow  213 
E  aco.  pons,  c.  b.  pont 

500,  b.  Pont-aven  116 
pony,  ponvt  470,  II  205, 

252  424 
mc.  CO.  pop  283,  446,  II 

212,  vgl.  pob 
E  aco.  popel  17 
(E)  CO.  poran  II  663 
E  b.  pore  233 
porfa,  porfeydd  374,  515 
E  porflFor,  b.  porfor  235, 

237,  383 
E  porth  'Hülfe'  302 
E  porth  'Hafen'  194 
E  porthawr  II  52 
E    porthi    376,     porthid 

II  42 
E  aco.   poruit    201,  323, 

483,  519 
E  b.  porz  194 
E  CO.  po8  209 
E  ac.  postoloin  208,  II  50 
E  b.  potr  323 
E  ab.  pou  222,  417,  Pou- 

caer.  Poucher  417 
E  b.  pouez  209,  526 
(I)  b.  V.  poug  161 
E  b.  V.  pouis  530 
E  ac.  Poul  211 
E  ac.  poulloraur  222 
E  b.  pount  500 
E  CO.  pous,  S.  pOW8 


E  CO.  pow  222 

Powell  286 

(E)  CO.  powes  211 

E  CO.  pows  218,  521 

(E)  powys  211 

E  CO.  poys  209 

CO.  präg  II  203,  256 

E  praidd  213,  381 

E  prain  191 

E  prawf  195,  212 

b.  pred  43,  288,  434,  489 
E  b.  predek  212 

CO.  b.  preder  II  50 

(E)  b.  prederi  283 

CO.  pref  164 

E  CO.  pref  (Präs.l  541 

E  b.  preg  212 

E  pregeth,  co.  pregoth 

213,  236 

E  b.  preiz  213,  381 
E  ac.  (Cormac)   prerater 
199 

c.  b.  prenn,  co.  pren  44, 
174,221,360,b.prenna 
221 

b.  prena  128,  II  409,  co. 

prenne  1 128,  282,  289, 

II  448 
E  b.  prenest(r)  221,  493 
mb.  prenet,  s.  prena 
b.  prenv  43,  164,  388 
CO.  prenvyth    II  448   (Z. 

13,  35)  - 
(E)  CO.  pren(n)yer  II  52 
Epre8eb210,213,217,235 

ab.  preteram  II  50 

E  nco.  preva  541,  prevez 

304 
E  b.  prezek,  prezeg  212 
nco.  b.  pri  68,  II  102 
E  priawt  211.  214,  290, 

535,  vgl.  priod 
pridd  68,  II  102 
(E)  aco.  priderus  II  22 
priddin  II  59 
aco.  pridit  II  17,  664 
E  b.  pried  214,  290,  314, 

444,    II  91,    priedelez 

II  32,  55 

ac.  prinit  II  338,  497 

E  priod,   aco.   gur  priot 

214,  312 
aco.  prit  43 

(E)  ab.  pritiri  II  50 
E  b.  profed,  s.  profoet 
E  profi  195,  226 
E  b.  profoet,  aco.  profuit, 
co.  profus,  c.  prophwyd 


236,  323  (Z.  7  f.,  17) 
E  aco.  prounder  199 
E  CO.  provas  226 
co.  pry  68,  II  102 
pryd  43,  II  34,  50,   vgl. 

pryt 

c.  CO.  prvder  II  50,  c. 
prydera  II  337 

(E)  prydnawn  206,  278 

prvdydd  128,  II  17 

Prydyn  368 

E  pryeryn  223 

E  CO.  prves  214,  313 

c.  CO.  pryf  43,  164,  362 

prynaf,  prynu  128,  178, 
II  61,  413,  450 

CO.  prys  43,  519,  c.  pryt 
na  il  256,  328 

CO.  pu  II  198 

b.  V.puar  283  (Z.  11, 19), 
puarved  444 

CO.  pub  teth  425 

E  pubyr  201,  384 

ac  pui  II  199 

pum,  pummed,  pump  37, 
130(Z.  13,  31),  162,384, 
385, 401, 446,  H 129, 135 

E  b.  pufie  235,  388 

E  CO.  puns,  c.  punt  195 

CO.  pup  446,  II  33,  191 
(pup  huny),  209,  212, 
puppenak,  puppenagol 
II  209 

E  c.  CO.  b.  pur  147,  207, 
285,  424,  440,  449  (Z. 
20),  II  663,  c.  purdeb 
II  34 

E  CO.  purpur  235 

E  CO.  puskes  519,  II  69 

nco.  puzwarthack  II  133 

E  pwdr  233 

E  pwnn  195,  225 

E  pwnc  229 

(E)  pwtan,  pwtog  II  30 

pwv  59,  128,  250,  285, 
303,  322,  445,  II  198 
(Z.  23,  29),  199  (Z.  3, 
23,  27),  209,  242,  430, 
pwy  py  II  216,  304 

pwyll  347,  II  7,  490 

E  pwyntel  II  55 

E  pwys  209,  284,  526 

-pwyt  II  393 

E  pwyth  229 

e.  co.  py  'welcher'  284, 
285,  445,  II  192  py 
suel),  198,203, 204,209, 
216,  c.  (pwy)  py  II  216, 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


797 


304,  py  'weshalb'  I  473 

CO.  py  'oder'  459 

E  pydew  196,  197,  '231, 
235   253 

py  diw  11  203,  204,  216 

K  pydredd  233 

R  pvg  228 

R  CO.  pygy  198,  501 

R  pylor  215 

pymhet,  co.  pymp,  pyni- 
pes  37,130,11129,135, 
CO.  pymthek,  c.  pym- 
theg  I  385,  423,  441,  II 
133  (Z.  21,  23,  33j,  134 

R  CO.  pyn  522 

pynnac,  pynhac,  co.  py- 
nak,  pynag,  pynagol  14 
(Z.  21),  II  209,  214, 
259,  305',  671 

CO.  pv  nyl  II  196,  209 

pyrac  II  203 

R  pys  200 

R  CO.  pys  'bittet'  501, 
pysadow  II  40 

R  pysg,  CO.  pvsk  90,  200, 
383,  519,  c.  pysgawt, 
pysgod,  pysgota,  pys- 
cotta  383,  410,  480,  II 
38,  69 

R  CO.  pysso  544,  II  352 

R  pystylwyn  208 

R  CO.  pysy  198,  501  (Z. 
16,  22),  502,  II 561,  vgl. 

pygjr  pys,  pysso 

CO.  pyth  'was'  II  203 
CO.  py-th-ellens  II  204 
CO.  pyv,  pyw  59, 128,  285, 

322,  II  198  (Z.  25,  29), 

199(Z.24,28),209,24'2, 

305' 
CO.  a  bvwfy  II  426,  671 
-r,   r-  II  276,  280  (Z.  2), 

CO.  b.  r-  II  276,   b.  ra 

I  470,  II 164,  229,  276, 
282 

rac  283,  II  158,  203  (pa 
rac),  417  (mit  dem 
Inf.),  CO.  b.  rak  I  49, 
127,  II  163,  182  (mb. 
'denn'),  203  (mb.  pe- 
rac),  CO.  rak  na,  rak 
nv,  b.  rac  na  II  256, 
257,  ac.  racdam  I  422, 

II  159  (Z.  7,  28),  17'2, 
c.  racctaw,  racdi,  rac- 
(tunt  1  422,  II  159  (Z. 
6 ff.,  33),  racko  II  159, 
187,  mb.  raczaff  I  422 


rhad  144,  177,  II  34,  66 

b.  raden  91,  384,  vgl.  g. 
ratis 

nco.  radn  52,  158 

rhaeadr    331,    332,    vgl.  , 
rhaiadr  | 

rhag,  co.  rag  49, 127,  283, 
II  163,  417.  CO.  rag 
'denn'  II  182,  rag  na 
II  326,  c.  rhagddo  I 
422,  c.  co.  ragof  u.  s.  w. 
II  159,  162,  163 

rhagor  II  52,  502 

CO.  ragtho  422,  II  162 

rhai  67,  93,  252,  447, 
vgl.  rei 

rhaiadr  67,  374,  II  45, 
vgl.  rhaeadr 

rhaid  69,  372 

R  rhaidd  224,  372 

rhaith  123 

b.  ram(p)s  170 
rhamu  87 

R  b.  ran  204 

rhann,  co.  ran  52,  158, 
II  215,  ab.  rannam  II 
337,  rannou  I  52 

(R)  b.  V.  ranteleh  283,  290 

R  b.  raouia  214 

R  ac.  rascl,  c.  rhasgl  220 

c.  rasoed  II  473 
R  b.  rastel  220 
g.  ratin  II  94 

g.  ratis  91,  179,  180,  373 

g.  Ratisbona  II  2 

b.  V.  e  rauk  529 

G  rhawd  21,  537 

rbawn(yn)  49,  383,  477, 
II  57 

rab.  razye  II  373 

CO.  b.  re  'allzu'  475,  II 10, 
13,  CO.  re  (Präverb)  I 
470,  471,  II  161,  162, 
229,  275-277,  280  f. 

CO.  re  (Präp.)  II  299 

CO.  b.  re  'einige'  67,  93, 
447.  525,  II  164,  191 
(Z.  12,  24),  192,  197, 
203,  214  f.,  347 

CO.  mb.  re  'gibt',  co.  rea 
II  473 

ac  reatir  66 

b.  rec'h  134 

recdi  II  159 

b.  red  69,  380 

g.  rheda  141 

redec,  b.  redek,  ne.  rhe- 
deg    21,    501,    II  412, 


600,  601,  aco.  redegua 

II  15 
aco.  reden  91,  377 
G  CO.  redye   502,  II  562 
rhedyn  91,  373,  384 
b.  reer  314,  vgl.  rer 
rhef  167,  491 
rhefr  117.  II  50 
CO.  regeth  II 233,  276,  452 
b.  regez,  aco.  regihten  484 
mb.  rehomp,    rei  'geben' 

II  473 
rei    67,  252,  516,    II  97, 

190,  203,  213,  214,  216 

(Z.  19),  347,    vgl.  rhai 
rheiedr  374 
R  ac.  reid  224,  372 
mb.  reiff  II  473 
b.  reiz  123 
R  b.  relegenn  231 
CO.  rellough   481,  II  666 
R  rhelyw  231 
b.  rem(p)s,  rem(p)si  170, 

171 
CO.  ren,   renothas  II  299 
g.  Rhenus  141 
R  rheol,  b.  reol  210,  222 
b.  reor  117,  525,  II  50 
mb.  a  rer  II 396,  vgl.  reer 
co.res(Subst.)69,377,522 
co.  res  'gab'  II  473 
CO.  resek  501,  II  412,  600 
CO.  reseth  II 233,  276.  452 
R     rheswm ,      rhesvmeg 

490,  II  29  f. 
R  b.  V.  reuein  214 
ac.  reuhid  II  312 
b.  reun  'Hügel'  58,  285 
b.    reun(enn)    'Schweins- 
borste" 49,  II  57 
R  rhewin  196,  210 
rhewydd  98.  375,  514 
g.  Rextugenos  123,  533 
co.  rev  II  473 
CO.  reVs  69.  377,  522 
rhi   50,  II  107,    rhiain  I 

101,  312,  II  57,  89  (Z. 

29,  35) 
rhiallu  II  131 
ab.  (ro)ricseti  122,  II  281, 

374 
rhid  144,  181 
aco.  rid  'Furt'  91 
aco.  rid  'frei'  17 
b.  V.  ridek  529 
rhieni  II  533 
R  b.  V.  rieu  529 
rhif  51 


798 


Wortindex.    Brit.  und  Grall. 


g.  Eigisamus  II  123 
abrit.  'PiyoSovvov    50  (Z. 

4,  28) 
g.  Rigomagus  50,  II  2 
rhin  50 

(R)  ac.  ringuedaulion  II 14 
rhinwedd  II  14 

b.  riou  320 
(R)  rhisgl  332 

ab.  rit  91 
rhith  93,  483 

ac.  ritpucsaun  II  300 
g.  Eixamae  II  123 
ab.  ro  II  281 

ro  'zwischen'  II  159 
ro  'gib',  mb.  roaff  II  473 
(R)   mb.    roanes   314,    s. 

rouanez 
rocdi,  rocdunt  II  158 
rLod  33 
rodaf  II473,  rodes  II 372, 

rodet  II 392. 408,  rhoddi 

I  112,    II  158   (Z.  14), 
275,394,  rlioddiadII36 

mb.  roe  51,  s.  roue 
mb.  roegaff  122 
R  b.  roenvia  370 
roes,  roessoed,  roespwyt 

II  393,   473,    CO.    mb. 
rof  II  354,  473 

rogdaw  II  158 
ab.  rogedou  98,  381 
rogom  II  158 
mb.    rohint   II  473,    nb. 
(ra)  roi  II  275,  c.  rhoi 

I  112,  II  394,  CO.  rollo 

II  354,  473,  CO.  mb.  ros 
II  275,  473 

CO.  ros  'tat'   II  374,  545 

c.  rhos,  mb.ros  'Hügel'  79 
fio.  ros  'Rad'  II  660 

R  CO.  ros  'Netz'  208 

g.  Rosmerta  87 

R  rhosyn  195 

rotho  II  473 

b.  rouanez  'Könige'  II  71, 

107 
(R)  b.  rouanez  'Königin' 

U  108 
(R)  b.  V.  rouanteleh,   b. 

rouantelez     283,    290, 
II  32   55 
b.  roue  51,  320,  II  107 
R  b.  roued,  rouet  208,  530 
rouez  58,  526 
R  CO.  rowl  210,  222 
roy  II  473,  co.  roy  II 354, 

473,  673,  roys  II  473 


R  b.  rozenn  195 

b.  ru  (-Stefan)  58 

aco.  rud,  c.  rhudd  54, 174 

R  b.  V.  rued  530 

rhugl  331 

aco.  ruid  'frei'  17 

R  aco.  ruid  'Netz'  208 

aco.  ruif  'König'  51 

R  aco.  ruif  'remus',  rui- 

fadur  51,  II  43 
ac.  ruimmein  87 
CO.  ru-m  II  161,  276 
b.  rumm  87,  184 
b.  run  58 
(R)   aco.  rusc,   b.  rusl£(l)  j 

332 
CO.  ruth  54,  174 
rhuthr(o)  134 
aco.  ruy  51 
b.  ruz  54,  174 
R  nco.  rüz  'Netz'  208 
y  rwng  II  159 
rwy-  11175,276,430,663 
R  rhwyd  208 
rhwydd  58,  526 
R  rhwyf  'Ruder'  51 
rhwyf  'ruler'  51 
rhwygo  122 

rhwym  87, 184,  II  45,  593 
rhwystro  537,  II  45 
ry  416, 470  (Z.  13,  22,  26), 

II 156, 158  (Z.  2,  6),  175, 

229, 232»,  236, 275-280, 

287,  296,  418,   579  (Z. 

9),    rhy   'allzu'   I  449, 

475,  11  10,  13 
CO.  ry  II  473 
(R)  CO.  rybon  II  163 
rhybucho  II  300 
rhybudd,  rhybuddio  474, 

n  6,  300,  477 
rhych  122,  414 
rhyd  91,  414,  II  4 
rhydd  68,  II  42,  rydhaaf, 

rvdhau     II   337,    413, 

rhydid,  rhyddid  II  42 
(R)  ryfedawt,    rhyfeddod 

II  38 
CO.  rygthy  II  304 
rygynneryw  II  293 
rhygyng  37 
ryngof,    ryngtaw,    ryng- 

thaw  II  159 
R  CO.  ryp  II  163 
CO.  rys  II  473 
rhysodyn,     rhysyn     122, 

484,  II  21,  58 
ry-t-  II  276 


ryw-  II  430,  663 

rhyw  67,  252,  447,  II  97, 

203,  214 
-s-  'ihn,  sie'  II  157,  158, 

171  (Z.  11,  22),  CO.  -s- 

'sie'  (Fem.,  PI.)  II 160, 

171  (Z.  12,  22) 
CO.  -s-  'euch'  II  160,  169 
CO.  -sa  'du'  II  160 
b.  sa  (sevel)  528 
abrit.  Sabrina  72 
R  c.   CO.   sach,    b.  sac'h 

216,  230,  504 
g.  Sacrapu  125 
R  b.  sadorn,    c.    sadwrn 

197,  204,  216,  231 
R  c.  b.  sae  216,  323 
saer  72,  92,  374,  516 
R  saeth,  b. saez  216,  222 
safadwy     II   40,      safaf, 

safhei  I  373,  410 
safn  78,  167 
R  saffrwra  490 
g.  sagum  39 
R  sail  194 
R  sain  195 
R  Saint  229 

R  Sais    217,  374,  II  107 
saith,  s.  seith 
R  ac.  Saith  229 
sal  72 

R  b.  salter  219 
ab.  saltrocion  72 
salw  72,  176 
R  sallwyr  219,  233,  492 
R  b.  samm  223 
g.  Samon-  II  56 
b.  V.  san  78 
sangu  79 
R  CO.  Sans,  c.  b.  sant  229, 

388  (Z.  9,  40),  448,  529, 

s.  sanz 
G  aco.  sant   500,  II  667 
R  nco.  sanz  379 
b.zao(sevel)528(Z.24,29) 
b.  saotr(a)  72.  137 
R  b.  saout  195,  225 
R  b.  saouzan  232 
R  b.  Saoz  217,  525 
sar,  sarhaed,  sarhau  79, 

177,  357,  536 f.,   II  23 
R  sarff,  CO.  sarf  199,  216 
sarn  52.  79,  179 
sathru  137 
b.  V.  sali,   b.  sav  (sevel) 

528  (Z.  25,  29),  531 
CO.  saw,  c.  sawch  523 
sawdl  78,  331,  II  46 


Wortindex.    Brit.  und  Gall. 


799 


sawl   72,  447,  II  192  (Z. 

15,  21),  203 
R  CO.  sawthenys  232 
R  b.  skaf  'Boot'  236 
co.8caff76, 167fZ.32,40) 
E  mb.  scaffn  217,  240 
ac.  scamnhegint  13,  II 23, 

338 
b.  skanv  76.  167 
R  b.  skaoii  217,  240 
b.  skarza  II  616 
b.  skei  530 

b.  squeigaff,  skeja  II  613 
(R)  CO.  skenteleth,  sken- 

tuletb,   skentyll  II  55 
b.  skeud  76,  II  6 
aco.  sceuens,    b.  skevent 

76,  168,  378,  380,  500 
nco.  skez  76 
R  CO.  skians  304,  b,  ski- 

ant  II  49 
R  nco.  skibia  205 
R  nco.  skidal  231 
R  aco.  skient,  mb.  squient 

500,  II  49  I 

b.  skigna  371 
nco.  skip  76 

R  b.  skient  84,  225  | 
b.  skoaz  76,  526,  s.  skoe  j 
ab.  skobarnocion  14,  II 53  j 
aco.  scod  76,  II  6 
b.  V.  skoe  530,  s.  skoaz  1 
b.  skoed  58,  76,  s.  skoued  i 
b.  V.  skoein  530  j 

CO.  scoforn  528,  II  53 
R  aco.  scol,  b.  skol  194, 

217,    304,    371,     aco. 

scolbeic  II  30 
CO.  scoth  76 
aco.  scouarn,  b.  skouarn 

14,  314,  528,  II  53 
b.    skoued.    skouet    530, 

542,  s.  skoed 
b.  skouis  76,  527 
CO.  scouth  76 
CO.  scovern  528,  II  53 
R  ac.  scribl  211 
R  b.  skrin  210 
R  aco.  scriuen,  scriuiniat 

II  29,   664,    b.  skriva, 

CO.  scryfas   I  220,  226 
R  b.   skuba,    skubelenn, 

aco.  scubilen  205 
R  aco.  scudel,  b.  skudell 

231 
b.  V.  skueh  371,  531 
aco.  scuid  76 
b.  skuiz  76,  371,  527,  528 


b.     skul'a,     CO.     skulye, 

skullye  359 
CO.  squyth  76 
R  CO.  skyans,  skyens  500, 

II  49,  skyntyll  II  55 
ac.  b.  se  72,  356,  II 187, 

190,  191,  193 
CO.  -se  'du'  II  160,  161 
R  b.  se  323,  530 
R  b.  seac'b  230 
R  b.  seaz  216,  222 
(R)  b.  sec'hed  II  37 
g.  Sequana  4 
R  CO.  secund  II  135 
sedd  72,  184 
sef,  ssef  II  156,  427 f. 
sefydlog    II  46,    sefyll  I 

79, 148,  373,  410,  II  54, 

412 
R  CO.  segh  230 
R  b.  segal  197 
(R)  CO.  seghes  II  37 
g.  SeyojxaQos  32,  245,  II 

83  (Z.  26,  42) 
g.  Segouesus  74 
R  segyrffyc  221 
R  b.  V.  sei  531,  s.  seiz 
R  seinio  195,  375 
E  Seisneg,   Seisnig,  Sai- 
son, Seisoneg,  Seisonig 

217,  277,  II  107 
aco.  seit  'olla'  319,  504 
R  seith  'heilig'  229 
seith'sieben'72,93,401f., 

441,  483,   II  129,   nco. 

seitag,  b.  seitek  I  422, 

II  133;    c.  seithfed  II 

135 
R  aco.  seithum  236,  240, 

241 
R  b.  seiz  'Seide'  209, 233, 

381 
b.  seiz    'sieben'   72,  403, 

483,  II  129,   seizdec  I 

422,  seizved  II  135 
R  sei  223 
R  aco.  sei  194 
g.  selago  II  668 
b.  selaou(i)  370,  484,  489, 

529 
mb.  seilet  II  412,  s.  sel- 

lout 
(R)  aco.  selli  72,  II  18 
b.  sellout  79,  s.  seilet 
R  ac.  selsic  373 
R  Selyf  373 
g.  Senecius  352 
g.  Senoguatus  36 


R  b.  sent,  saent  229,  529 

R  b.  senti  198 

g.  Senucius  II  32 

eer,  s.  seren 

ser  72,  94 

serch,  b.  sero'h  78,  II  36, 

c.  serch   'trotz'   I  439, 

serchiadau  II  36 
seren  78,  185,  II  58,  72, 

seroneg  II  29 
R  CO.  servysy  II  71 
CO.  serry  378 
R  CO.  seth  216,  222 
abrit.  ZsTavTioi  24 
abrit.  Setlocenia  56,  135 
b.  setu  370,  459 
G  CO.  settyas  502 
CO.  seuel,  seuell  79,  148, 

378,  II  412,  b.  V.  seüel 

I  531,    mb.   seuell    II 
412,  vgl.  sevel 

R  b.  V.   seul    'Stoppeln' 

219,  530,  541,  544 
b.  seul    'um  so  viel'    72, 

440,  447,  II  192 
b.  seul,  seuzl  'Ferse'   78 
b.  sevel  79,  148,  380,  528, 

vgl.  seuell 
CO.  sevth  72,  483,  522,  II 

129',  sevthves  II  135 
b.  sezlou   370,  484,  489, 

490 
R  sialc  230,  312 
R  sibwl  230 
R  ac.  sich  230,  aco.  sicher 

II  52 

R  sicr  331 

R  sidan  209 

R  ab.  siel,  nb.  siell  223 

E  b.  sifern  371 

b.  sigota  370 

Sil  50,  72,  84 

b.  Sil  'Sieb'  72 

R  sill,  sillaf  202 

(E)    b.    sili,    silienn    72, 

II  18 
(E)  silod  72 
R  b.  silzigenn  380 
(R)  simaoh  II  25 
R  b.  simiual  371 
R  ab.  siut  229 
b.  sioul  490 
R  sirig  209 

g.  Sirona  78.  532.  II  56 
sis,  sisial  II  24.  412 
mb.  sizl  72 

E  b.  sizun  236,  240,  241 
g.  Smerius,  SmertuUus  87 


800 


Wortindex,     ßrit.  und  Gall. 


(G)  aco.  snod  85 

mb.  so  II  228,  236,  422, 

428,  430 
E  sofl  219 

K  CO.  sols  195,  225,  500 
K  c.  CO.  b.  Sun  195 
E  CO.  sona  223 
(E)  sonial  II  412 
E  b.  sorc'ha  223 
sorri  376  1 

CO.  s-os,  s-o-se  II  161 
g.  oooiv  243,  II  177,  193 
E  ab.  soudan  232 
E  b.  soul  219 
E  b.  soim  195 
E  mb.  snuzan  232 
E  b.  spered  211,  304,  305 
CO.  spethes,  b.  spezad  68 
E  aco.  spirit  211 
E  nco.  spladn,  co. splan, 

b.  splann,  co.  splanna 

199 
E  b.  spoue  106,  219,  224, 

526 
E  CO.  spyrys  211 
E  CO.  spjs  541 
E  b.  stad  218 
ab.  staer  103 
mb.  staffn  78,  167 
g.-lat.  stannum  103 
b.  V.  stan,  s.  staon 
E  b.  staol  219 
b.  staon  78,  167 
nco.  b.  stean  103 
E  ac.  stebill  219 
aco.  stefenic  78.  378 
b.  ster  'Fluß'  103 
E  mb.  ster  194,  219,  380 
b.  ster 'Sterne',  steredenn, 

sterenn,  aco.  steren  78, 

II  58.  72 
b.  stern  52 
E  aco.  steuel  219 
co.  steyr  II  58,  72,  b.  V. 

stiren  I  529,  s.  ster 
b.  stlaofifenn)  84,  486 
E  b.  stöuf  238 
b.  stoui  526,  538 
b.  strad  81 
E  aco.  strail,  ab.  straul 

223 
G  co.  strekis  II  70 
b.  strefia  81 
E  aco.  streil  223 
aco.  stret  82 
b.  V.  streuein  'streuen'  81 
mb.  streuyaff  'niesen'  81 
CO,  streyth  82 


E  b.  striz  228 

G  CO.  strokosow  II  71 

E  aco.  strotur  204 

ab.  strouis  81,  11374,627 

ab.  strum  82,  174,  486 

ac.  strutiu  81 

G  b.  V.  stur  582 

g.  su-  284 

g.  Suadugenus  74  (Z.  32, 
39) 

g.  Suausia  55 

g.  Sucarius  284 

CO,  suel  72,  II  192,  203 

sugnedvdd,  sugno  72, 
125.  483,  488 

g.  suiorebe  532,  II  106 

E  c,  CO.  b.  sul  205,  216, 
b.  sul  Fask  417 

CO.  sul,  8.  suel 

E  ac  sumpl  219 

b.  sun,  suna,  sunaff  72, 
125,  483 

g.  Suratus  II  9 

E  swllt  195,  216,  225 

E  swml  219 

E  swn  195,  302 

E  swyn  216,  223 

(E)  swvsawc  209 

CO.  -sy''du'  II  160,  161 

E  svber,  syberw  227 

E  sycb,  syched  230,  II  37 

svdd  459,  s,  vssvd 

svfl  II  623 

E  syfrdan  232 

E  nco.  sygal  197 

syllu,  CO.  sylly  78 

(E)  CO.  svllyes  72,  II  18 

E  synio  198 

E  CO.  syns  229 

E  synwyr,  synhwyrol 
198 

CO.  syth  II  129 

E  CO.  svthvn  236,  240 

(ny)-t  II  252 

ac.  -t-  'dich'  II  156,  c. 
-th-  1466,  II 156.  157, 
nc.  (arna)-t  II 168,  co. 
-th-  'dich'  I  424,  425 
(Z.ll,  36),  466,  II 160, 
161.  c. -th  'dein'  1442, 
II 157,  CO.  -t,  -th  'dein' 
I  416,  II  160.  CO.  -ta 
'du'  I  502.  II  160,  161 

tad  303,  II  2,  tad-maeth 
I  303,  II  1  (Z.  5,  11), 
b.  tadou  I  444 

(E)  tadwys  II  22 

taen  103 


E  tafarn  199,  226 
tafawt   46,  88,  107,  249, 

250,   518,   535,   II  88, 

101 

E  taflawd,  taflod  197 

(E)  taflu  380,  491 

tafod,  6.  tafawt 

E  mb.  tafFoessat  321 

Tafwys  444,  II  64 

ab.  taguelguiliat  55,  II 36 

tai   (mc.  tei)   99,  516,  II 

70,  96  (Z.  1,  10) 
tail  380 
tair,  s.  teir 
E  tairth  197 
taith    79,  124,  483,  521, 

II  34,  648 
CO.  mb.  tal  (Verbum)   11 

448 
c.  CO.  b.  tal  (Subst.)  45, 

132,  302,  304.  341,  II  5 
b.  talar  491 
talawd   II  372,    talhawr 

II  392' 

b.  talbenn  132 

c.  aco.  talch  126,  180 
(I)  talcen   132,  289,  369, 

538 
(E)  talcibedd,  ac.  talcip 

207,  340 
Taldrwst  80 
CO.  talfens,  b.  talie  II 448 
b.  talgenn  538,  II  33 
talm  'Weile'  333 

b.  talm   'Schleuder'    169 
talpwyt,  talu  II  393,  mb. 

taluout,  CO.  talvethaf. 
b.  talvezo  II  448,  co. 
talvyth  I  474,  II  448 
(Z.  9,  35) 

c.  CO.  tarn,  b.  tamm  II  60, 
112,  c.  tamaid,  tamei- 
dyn  II  40,  58,  60 

E  b.  tamoez  321 

b,  tamoezenn  321 

c.  CO.  b.  tan  'Feuer'  40, 
93,  94,  303.  388,  II  103 

tan  'unter'  286,  439.  440, 
II  159,  'bis'  I  473 

b.  tann  494 

tanao  61,  132,  175.  180 
(Z.  14.  20),  283,  536 

tanc  492 

tandde  422,  II  28 

tangneddyf,  tangnef(edd) 
492 

tanio  303 

b.  tano  132,  s.  tanao 


Wortindex.     Brit.  und  (aall. 


801 


g.    'Fanotaliknoi  II  84 
(R)  b.  Tannouet  494 
R  b.  V.  taiiouiz  321 
CO.  tanow  132 
tant  138 

b.  tao  55 

Rb.taol,taolenn320,323 
(R)  b.  taolet  380,  491 

ab.  tar  83 
taradr  134,  334 

c.  aco.  b.  taran,  g.  Taranis, 
Tagavoov  II  60,  91 

b.  tarar,  ac.  tarater  134, 

491 
taraw  280,  288,  II  372 
b.  tarazr,  s.  tarar 
nco.  tardhak  II  133 
CO.  tardar  134,  334 
b.  taro,  s.  tarv 
taroden  495 
CO.  tarosfan  II  62 
CO.  tarow,   g.  Taruos,   b. 

tarv,  c.  tarw  63,  380 
tarwden,    b.  Tr.  tarwed, 

c.  tarwyden  175,  495 
CO.  tas  501 
g.   Tasgetius,   Tasgillus, 

Tasgius  88 
aco.  tat  500,  544 
tau,  8.  teu 
(R)  b.  V.  taulet  529 
R  b.  V.  taul  Vask  417 
aco.  tauot,  co.  tavas,  ta- 

ves    88,    107,    500   (Z. 

33,  40) 
taw  55,  277 
tawdd  68 
tawel  55,  II 54,  tawelwch 

II  26 
nym-tawr  79,  II  78,  433, 

vgl.  pathawr 
nco.  täz  501,  523 
CO.  te,  -te,  the  'du'  II 160 

[Z.  7, 13),  161,  168,  mb. 

te  'du'  II 163,  168,  co. 

tbe  'dein'    I  284,  442, 

464,  519,    II  160,  168, 

b.  Te-  II  63 
CO.  the  'zu'  284,  286,  435, 

438,  464,  II  163  (Z.  1, 

23),  416  f. 
CO.  the  (well)  II 125,  665 

ac.  (dol-)te  99 
b.  V.  teat  530 

tebyg  129,  375,  II  29,  667 

tec,  CO.  tekca,  c.  tecac'h, 

tecaf,  teckaf,  co.  tekke 

74,  410  (Z.  1,  26),  480 


(Z.  10,  25),   II  122  (Z. 
2,  37) 

b.  tec'het,  mc.  rv-decho 
128,  II  353,  639 

mb.  teffal  II  54 
CO.  res  teffo  II  161 

c.  CO.  teg  74,  304,  409, 
II  121 

abrit.  Tegernacus,  Teger- 
n.pmali  12,  13,  99 

ab.  Teguennoc  II  63 
tei,  s.  tai 

b.  tei  'bedecken'  381,  II 
655 

nco.  b.  teil  380,  381 
aco.    teilu    84,    99,    522, 

538,  II  3 
teilwng  II  7,  42 
(R)  teilyngdod  II  42 
teimlo  70 

c.  b.  teir  73,  311,  381, 
416,  516,  II  127,  128, 
mc.  teirnossic  II  114 

R  teirthion  197,  377 
b.  teirved  II  135 
teithi,  teithiawc  124, 152 
CO.  teil  481 

(Rj  aco.  teleinior  II  52 
telm  169 

ac.  telu  99 

(R)  telynawr  U  51 

R  teml,  nco.  tempel  198, 

238,  452 
R     ab.     temperam,     co. 

tempre  198 
co.  the-n  II  177 
R  CO.  ten,  tenn-,  b.  tenn, 

tenna  198,  231 
b.  V.  tenaü  283 
R  b.  tener  198 
teneu  131,  175,  180 
b.  tefival  II  54 
b.  teo  99,  525 
b.  teod  88,  107,  320 
R  b.  teol  210 
CO.  ter  'bricht'  378,  481, 

II  337 
co.    ter    (Zahlwort)   311, 

II  127,  vgl.  teyr;    mc. 

teregueyt  333 
R  terfyn  239,  241,  terfyna 

250,'  II  337 
R  b.  V.  terhiann  197 
b.  terri  380,  382,  II  61 
R  term,    b.   termen,    co. 

termvn  241 
CO.  terry  378,  481,  II  61 
R  b.  tersienn  197 


Pedersen:  Vgl.  kelt.  Gramm.     II. 


c.  CO.  tes  II  19 

R  CO.  b.  test  198,  b.  tes- 

teni    240,     ab.    testou 

198,   b.  testou  444,    c. 

testun,     testvn,      co. 

testynye  240,"  282 
CO.  theth  416 
CO.  thethe,  thethv  II 163 
teu  61,  253,  284'.  II 156, 

157,  168 
b.  V.  teil  531 
CO.  theugh  II  163 
R  b.  teul  201.  233 
(R)  b.  teuler  491 
teulu  84,  99  fZ.  11,  37), 

515,  II  3 
b.  teur  83,  293 
(R)  b.  teurel  380,  491 
g.  Teutalus   II  62,    Tev- 

zafiog,  Teutomatus  I  54 
b.  teuzi  68 
R  mb.  teuzl  201,  238 
CO.  nys  teva  II  162 
b.  tevaat  525 
b.  teval  II  54 
CO.    nys  teve   II  162   (Z. 

2,  zweimal) 

b.  tevel  55 

(R)  CO.  tevlel  380,  491 
CO.  nys  tevvth,  as  tewth 
II  161,  162 

c.  CO.  tew  99,  II  117 
CO.  tewolgow  II  26 
CO.  teyr  522,  s.  ter 
teyrn   99,  377,  423,  515. 

tevrnas  452,    Tevrnog 
i      12,  II  63 
b.  tez  II  19 
I  aco.  b.  ti    99,  369,  439, 
I      II  66,  96 

ti  'du'  294,  464,  522,  II 
I      157,  168 

nco.  tiak  304,  vgl.  tiek 
!  ab.   Tiarn   99,     Tiarnan, 
Tiarnoo  II  63 
tidi  II  157 
!  ab.  tidoihinto  II  9 
'  b.  tiek  371,  b.  V.  tiegeah 
I      319 

ab.  Tiernniael  II  63 
j  ac  tig  99 
abrit.  Tigeruomaglus   II 
63.  g.  Thigoruura  cas- 
trura  I  99 
b.  tiik  II  31 
•  tin  125,  483,  520 
'  ab.  tinsit,   tinsot   89.  II 
374 

51 


802 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


b.  tinva  178 

c.  aco.  b.  tir  83,  II  66,  95 
(E)  ab.  tirolion  II  116 
K  aco.  tist   198,    tistiim 

240 
titheu  II  157,  173 
b.  V.  tiü  531 
b.  tiz  79,124,521,1134, 

648 
nco.  tiz  'Leute'  304,  520 
tlawd  132,  487 
b.  tleun  132,  169 
tlws  132,  487 
mb.  tnaou,  tnou  63,  132, 

155,  333 

b.  To-  II  63 

CO.  to-  'schwören'  106, 
II  653 

c.  CO.  b.  to  'Dach'  97. 
184,  II  655,  c.  toad  II 
35 

E  b.  toal  209 

b.  toaz  56 

E  b.  tok  532 

CO.  re  thokko  II 275,  352 

ab.  Toquonocus  II  63 

toddi  68 

mb.  toeaff  106,  II  653 

toedig  312 

mb.  toem  87 

toen  312 

(E)  b.  toer  II  52 

toes  56 

b.    V.    toezad,     toezenn 

321.  II  35 
CO.  tof  II  653 
toi  376,  II  655 
aco.  toim  87 
CO.  tol(l)  378,  481 
(E)  aco.  tolcorn  194 
CO.  tolle  485,  519 
E  b.  Tr.  tolen  323 
CO.  tolste,  tolsys  II  161 
b.   tomm,    CO.   tommans, 

tomder.     torumys     87, 

485,  501 

b.  tonka  II  650 
(E)b.tonkadur  151,1143 
E  ab.  toos  217 

c.  b.  torr  'belly'  83,  293 
torr  'Brechen"  II  3,  c.  co. 

torraf  I  378,  II  337, 
vgl.  torres,  torri,  tor- 
sans 

(nim-)dorbi  II  433 

aco.  torch  33 

E  torch  231 

tordd  494,  II  2 


(nym-)torei  II  433 

torres  II  372,  376 

ab.  toreusit  II  374 

torfynyglu  II  3 

E  b.  V.  torh  233 

torri  375,  376,  II  61 

(E)  ab.  torleberieti  II 559 

torrog  83 

E  b.  tors  233 

CO.  torsans  481,  torse  II 

312 
E   c.  CO.    mb.   tortb,    b. 

torz  233 
CO.  tos  II  372 
CO.  toth  521,  totta  425 
g.  Totatigenus  54 
CO.  thotho  II  163 
E  b.  toual,  toual'on  209 
b.  touella  485 
b.  touez  184 
b.  toui  106,  526,  II  653 
b.  toull  378 
(E)  b.  toullkontrol  234 
b.  toullgaou  234 
E  CO.  b.  tour  238.  519 
b.  tourc'h  33 
CO.  touth   521,    touth  ta 

425 
g.     Toutobodiaci     II   2, 

Toutomatus  I  54,  Tou- 

tus  II  62 
CO.  toys  II  372,  653 
CO.  toyth  521,  II  34,  648 
tra  (Subst.)  II 14,  b.  tra 

I  530,  II  67,  215,  665 

(daou  zra),  vgl.  traou 
tra     'über',     'während', 

'sehr'    302,    415,    473, 

495,   II  156,  158,  159, 

323  f.,  454 
tracbetVn  415 
traed  39,  98,  303,  II 101 
E   traethatter     II   393*, 

traethu  I  229 
E  mb.  traezer  216 
(E)  tragwvddol  280 
trai  101 
traian  66,  536 
trais  282 
tramwy  II  40 
tranc  II  654 
trannoeth  123,  415 
b.  traou  320,  530 
b.  traoun  132,  155 
traul  203 
thraw  II  159 
trawd  52 
traws  439,  543 


E  trawst  203.  491 

trawswch  II  26 

b.  treac'h  296,  II  120 

ac.  trean  536 

abrit.  Treanta  428 

ab.  treb  132 

E  nco.   trebath,    b.  tre- 

be(z)  231 
trech  296,  II  120,  b.  tre- 

c'ha,  c.  trechaf  II  123 
b.  tred  385,  495 
b.  trede  444,  465,  II 135 
tref  132,  178,  302,  414 
CO.    trege    II    135,     vgl. 

tresse 
CO.  tregereth  520,  II 4, 17 
b.  tregont  151,  249,  250. 

II  103,  129,    130,  135, 

tregontved  II  135 
(E)  CO.  trehy  282 
b.  trei  381,  530 
b.    treid    370,   371,  381, 

522,  II  101,    g.  treide 

I  533,  vgl.  treit 
treiglio,  treiglo  70 

aco.  trein  82,  125,  378, 

522 
E  b.  treinded  203 
ni  threing  II  338,  654 
treio  101 
treis  282 

b.  V.  ou  zreit  532 
trem  495 
b.    tremen,    co.    tremene 

II  454 
tremynt  495 
tren  296 

trengid,    trengu    II  338, 

654 
E  CO.  trengys,  trenses  501 
trennydd  23,  538 
CO.  trenyge  II  301 
nco.  trenzha  538 
ab.  treorgam  II  301,  590 
CO.  tres  439 

co.  tresse  446,  vgl.  trege 
E  CO.  tresters  203 
nco.  trethek  II  133 
b.  Y.  treu  529 
E  b.  treust  203,  491 

b.  treuz  439 
trew  81,  514 

trewis  280,  288,  II  372 
CO.  trevs  522,  II  101 
E  b.  ti-ezer  216 

c.  b,    tri    132,  401,  415. 
II  127,  132 

trianu  536  (zu  S.  66,  74) 


Wortindex,     ßrit.  und  Gall. 


803 


R  aco.  tribet  231  | 

g.  Tricasses  256  ] 

g.  tricontis  II  129  1 

g.  Tricorii  176,  362  j 

(R)  b.  trichornfek)  II  5 
g.  trigaranus  38 
g.  Trigisamum  II  122 f. 
R  trigyaw.  trigyawd,  tri- 

gvwys  II  372 
<ac.  trimuceint  II 129, 130 
trin  81 
R  trindawt,  mb.  trindet, 

c.   trindo'l     202,    203, 

232,  290,  372,  II  42 
ac.  trio  II  159,  172 
b.  triouecb   II  133,  134 

(Z.  16,  21) 
abrit.  TQiadvzcov  428 
triugeint  II  134 
g.  Triulatti  47 

b.  trived  444,  II  135, 
trizek  II  133 

c.  CO.  b.  tro  97,  187,  449, 
II  66 

Tj.  troad  39,  381,  II  101 

b.  troaz  124 

trochi  124 

troed  39,  98,  516,  II 101 

b.  V.  troein  530 

b.  V.  troet  530 
troeth  124,  152 

(R)  CO.  trogb,  troh  282 

troi  98,  376 

(R)  b.  troidell  II  55 

CO.  trois,  s.  troys 

0  tröI  302 

00.  trom  132 

tront  302 

•CO.  tros,  s.  troys 

tros,     trossof,      trostaw 

422,  II  159 
R  trösten,  aco.  troster  203 
(R)  b.  trouc'ha  282 
mb.  troum  132 
CO.  troys  39,  521,  II 101 
neo.  trolan  385,  495 

c.  CO.  b.  tru  101,  c.  truan, 
b.  truant  II  27,  49,  b. 
truez  I  314,  c.  b.  tru- 
gar,  c.  trugaredd,  b. 
trugarez  I  414,  520, 
II  4,  17 

trugeint  II  134 

R  b.  truhunell  334 

ac.  truio  II  159 

aco.  truit  39,  521,  II 101 

trum  170,  384,  495 

ac.  tru  mm  481 


CO.  trus  439,    ac.  trusso 

II  159 
g.   Trutiknos  245 
nco.  trüz  521 
trwm  132,  II  37,  115 
trwv  261,  285,  286,  438, 

439,  II 159,  230,   trwy- 

daw,    trwvdi,    trwydof 

II  159,  174 
trwyn   82,  125,  376,  522 
CO.  try   'drei'    132,  415, 

II  127 
trv  'drebt'  376 
R^trvbedd  231 
(R)  trvcbu  282 
trvdydd  67,  II  135 
trvmdde  II  28 
trvrabet  74,  II  37 
R'co.   trynsys  203,  232, 

II  42 
CO.  trys  522,  II  101 
CO.  trvsse  II  135 
trvtbu  160 
trythyll  131,  160,  II  54, 

trytbylhvch  II  26 
CO.  trvvs  522 
c.  co.'b.    tu   116,  449  (a 

du  vad),  II  67  (Z.  13, 

15) 
nco.  tubm  87 
c.  b.  tud   54,   304  (Z.  4, 

27).  II  70 
CO.  mar  thues  II  161 
b.  V.  tuezad,  tuezenn  321 
CO.  tuUe  485,  519 
CO.  tbum  'zu  meinem'  II 

161 
abrit.  Tunccetace  12 
aco.  tunder  87 
R  aco.  tur  238,  519 
b.  Turked  444 
R    b.    y.    turbunell,    b. 

turzunell  334 
CO.  tus  54,  304,  520 
R  ac.  tuscois  II  22,  50 
tutb  II  648 
R  twel  209 
twf  178 
twll  378 
twng  33,  106 
R  twr  238 
twrch  33 
twrf  333,  II  60 
R  twvg  208 
twvllo  485 
twym  87,  93 
twys  321,  494 
twysg  184 


twvth  II  648 

ty'99.  302.  415.  452  (Z. 

25  ,  II  66,  96,    CO.  ow 

thv  I  369 
CO.  tv   'du'    442.  II  160. 

168 
ty-  II  300 
CO.  th-y  II  161 
CO.  ty  'decken'  II  655 
CO.  tv  'schwören'  II  653 
tvdi  "277,  294.  II  2.  157. 
"168 

CO.  tye  =  tv  II  653 
ni  thvf,  tvfid  II 338,  tvfu 

I  178,  tvfwvs  I  51 
ty-le  340 
tyle  340,  II  23 
CO.  thym  II  163,  167 
R    tymmawr,     tvmberu, 

tvmmeru  195.  198.  237 
R  tymmest(l)  198, 237, 332 
R  tymraor,   tvmhor  195, 

198.  237 
R  tyrap  198,  237 
CO.  tvmmvn.  s.  tarn 
CO.  tvn  'podex'  483.  520, 

538 
R   tvnn,    CO.  tvn.    tvnn- 

198,  231 
CO.  thvn  II  163 
R  tyner  198 
tyngbaf  II 650  (ry-dighir. 

ry-dyngir,     ry-tyghit), 

tvnged ,      tvughedfen, 

tVnghet   I  i51.   II  37. 

43.  62.  650 
tvngu  'schwören'  33, 106, 
"  II  653 

tvno  63,  132,  333 
R  tvnnu  198,  231 
CO.  "tvr    (Zahlwort)    311. 

522,  II  127 
tvrr  375.376.11337,343. 
"  CO.  tyrry  I  378,  520 
CO.  thvs.  thvso  II  163 
R  tvst  198  ' 
R  tywel,  tyweleii  209 
tywydd  II  651 
tywvllwcb,   tvwvUwg   II 

26       .. 
tywys  'Ähren'  321 
tywvs  'Führung'   136,  II 

252.    664,    tvwvsog   I 

136.  286.  308.  32i;   II 

30,  300 
00.  twr  522.  s.  tvr 
mb.  -ü  'Ihr'  II  163 
g.  ovaisii  48 

51* 


804 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


uch  =  merch  287  (Z.  1, 

15),  385 
uch,  b.  uc'h  75,  438,  516, 

II  26,    121,    123,   159, 

c.  uchaf  II  121,  123 
uchafael  II  532 
ucharn  32 
uchel,  b.  uc'hel  75,  358, 

413,  490,  II  54,  121 
uclienaid  413,  II 295,  299, 

672 
ucber  38,  42,  75,  255 
uchod  II  36,  49 
g.  Ucnete,  Ucuetin  II  94 
udunt  II  159,  160 
K  uddyf  492 
nco.  udzheon  370 
g.  ue-  438 
g.  Uecturius  124 
g.  Uellaunodunum  54 
b.  V.  uelet  530 
abrit.   Uendesetli,    Uen- 

dumagli,  Uennisetli  12 
g.  uer-  246 
g.  Uercobius  116 
g.   uercobretus   105,  533 

(Z.  18,  28),  s.  uergo- 
g.  Uercombogius   45,   II 

293 
abrit.   Ovegyioviog  II  670 
g.   uergöbretus    42,  105, 

II  5,  s.  uerco- 
g.  Ueriugodumnus  98 
g.  uernemetis  II  12 
g.  üemodubrum  35,  156 
g.   Ovegaixvog  83 
g.    uertragus,     uertraha 

35,  39,  533,  II  296 
CO.  -lies  'ist'  520 
ufiarn,    b.   ufern    32,  33, 

255,  423.  II  53 
R  uffern  201,  221 
E  ufudd,  ufydd  195,  255, 

492 
Rufvlll48, 196,  239,255, 

ufylldod  II  42 
CO.  ugh  75 
ugaimt),   CO.  ugans,   mc. 

ugeiii(t),   CO.  ugens,  b. 

ugent  42, 122, 255,  312, 

401,  403,  407,   II  104, 

129    134 
CO.  ug'y  (vgy)  502,  II  424, 

426 
b.  V.  ui  66,  293,  322,  526 
g.  uidubium  389 
g.  Uiducasses  41 
ac.   uiidimm     165,     389, 


I      II  29 

g.  Uindobona  41 
]  abrit.  Uinnemagli  12 
j  g.  Uisurix  51,  74,  532 
i  b.  ulvenn,  c.  ulw  33,  255 
I  e.  CO.  b.  V.   un   57,  147, 
j      285    (Z.   23,    25),    402, 
I      413,    424,   447    (Z.  30, 
34),  529,    II  126,  191, 
203   (pa   un),    213,    b. 
I      unan  I  57,   II  27,  126 
I      (Z.  14,  31) 
(R)  unbennes  II  22 
unbenrwvdd  II  14 

ab.  unblot  52,  163 

b.  unnek  II  133,    c.  un- 
fed,  unfet   II  135,  136 

ac.  CO.    Ungust    79,  80, 
II  62 

unig  377 

unrhyw  447 

unwaitb  288 

unwedd  II  667 

g.  Uocetius  57 

b.  y.  ur  285,  529 

R  CO.  ur  206,  519 

Uradsarius ,         Urassia, 

Urai?arus  532 
ac  Urbgen,    ab.   Urbien 

101,  117,  255,  485,  527 
R  urdd  205,  225 
R  nco.  urrian  207 
ab.  Urien,  s.  Urbgen 
g.  Urissulius  532 
R  b.  urs,  urz  205,  225 
CO.  b.  US  'über'  75 
CO.  US  fvs)  'ist'  459,  520, 

II  162,  424,  426,  428  f. 
CO.  usv  (vsv)  502,  II  424, 

426' 
uthr,  uthyr  93,  II  44 
ab.   Uuenbrit,   Uuinmael 

41,    384,    II  114,     ab. 

Uuinnoc,     Uuinuualoe 

II  63 
ab.    Uuorgost,     Uurgost 

14,  42,  80 
ab.  üurmhaelon  108,  169 
R  b.  uvel  196 
uwch  438,  516,  II  26 
uwd  65.  322,  384 
g.  Uxellodunuru  75 
aco.  UV  66,  522 
mb.  -uy  II  163 
nco.  UZ  56 
R  b.  V.  uzeo  196 
CO.  -va  'er'  II  160,  161 
b.    va    'mein'    243,  284, 


287,  402,  464,  II  163, 

'mich'  II  164 
R  b.  V.  vask  505 
CO.  -ve  'er'  II  160,  161 
mb.   nez   ve    II  165,    co. 

yn  ve,   ny  vea  II  161, 

162 
R  b.  V.  velim  490.  492 
(R)  CO.  venary  II  72 
CO.  mam  vetheu  II  162 
mb.  vetez  422 
CO.  a  vetho  II  161 
CO.  ty  a  vew  II  200 
mb.  haz  vez,    haz  vezet,. 

ez  vezo  II  165 
b.  vi  66,  322,  528 
R  b.  vikel  214,  449 
R  b.  vitin  462 
mb.  az  voe  II  165 
b.  V.  voer  49,  529 
R  nco.  vorh  230 
nco.  voye  462 
CO.  vrv  461 
R  b.  Vuel    196,    vuelded 

II  42 
R  b.  Tr.  vur  505 
aco.  vurcheniat  17,  II 481 
CO.  vy   'ich'    464,  II  155 

(Z.  24  ff.,    32),    160  (Z. 

8,  13) 
CO.  nys  vye  II  162 
R  CO.  vyngeans  II  49 
CO.  vvth  462 
R  co"  vyttyn  440,  462 
CO.  whans  24,  vgl.  chwant 
CO.  b.  Avar  287,  432,  438, 

464,  II  133,  158,  162 
CO.  wharfos  II  442 
nco.  hwari  434 
b.  warlene  113,  147,  287, 

II  89 
b.  warlerc'h  105 
CO.  warnaf   u.  s.  w.,    nco. 

warnothans  II  163,  b. 

warnoun  u.s.w.  II  166 
CO.  -war  nugans,  b.  -war 

nugent  403,  II  133 
b.  war  oenklo  139,  487 
CO.  wharth  504 
CO.  whath  379 
G  wats  407 
CO.  whe  78,  II  129 
wedy  464 
CO.  whefes  II 135,  whegh 

I  78,  II  129 
aco.  hweger  74 
weithon  461 
nco.  hwel  379  (Z.  1,  14) 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


805 


wele  459,  465,  542 

aco.  Wendeern  99 

CO.  wherow  78 

aco.  hwerthin  504 

CO.  wheth  379 

nco.    wbettak,     hwettag 

II  133 
CO.  Avhethe  II  627 
CO.  whethlow  77,  135,  II 

621,  661 
CO.  wev  96,  322,  435 
E  nco.  hwevral  220,  491 
CO.  hweyl,  wheyl  379 
nco.    hioesa  11 
aco.  hwif^eren  74 
K  (aco.)  win  17  (Z.  2,  22, 

24) 
wnc,  wng  126 
CO.  woge,  s.  wose 
CO.  wole  321,  523  [ 

E  CO.  won  204,  385  \ 

CO.  worth  287,  422,  439,  I 

464,  521,  II  417,  werte, 

worto,  worty,  worthyf 

I  422,  II  163 

mb.  worymdaa  II  453 
CO.    wose    379,  464,  501, 

II  163,  417 

CO.  wottense  II 161,  185 

(Z.  36) 
CO.  hep  wow  435 
CO.  wreg  II  374,  545 
wrth  43,  134,  287  (Z.  22, 

32),  425,  426,  439,  464, 

II 159  (Z.  27,  29),  182, 

wrth  naII256,  wrthaw, 

wrthyf  u.  s.  w.  I  422, 

II  159 
CO.  wruk  II  374,  545 
wy  (Subst.)  66,  293,  322 
wy  'sie'  II  157,  170,  235 
-wy-  II  157,  175 
CO.  wy,  wby  'Ihr'  II  160, 

168 
wybren  38,  130,  255  (Z. 

7,  25),  321,  388,  435 
wvf  II  342,  422,  429 
wVlo  321,  433.  435 
wvn  248,  313,  483,  s.  oen 
wyneb  38,  255,  321,  435 
wynt,    wynteu,    wyutwy 

(hwynthwv)  277, 11157, 

17i;  173 
E  wynwynyn  207 
wyr  56,  66,  293 
CO.    whyri'eth,    whyrvyth 

II  442,  whyrys  11442' 
CO.  whys  II  35 


wvt  73.  311.  319,  457,1 
"476,  521,  II  161,  337,  | 
343,  422,  429,  430         j 

wvth  123.  248.  376,  401,  ' 
"414,  429,  430,  441,   II 
129 

CO.  wbythe  H  627 

wythfed  II  135 

c.  CO.  V  (Verbalpartikel) 
424, '425,  472,  473.  II 
156,  158,  161,  162, 
229 ff'.,  232 f.,  239,  252, 

259,  262,  276,  425, 
vgl.  yd,  CO.  yth 

y  'von'  438 

CO.  y  'in'  402 

y  'zu'  283,  286,  287,  438, 
464,  II  158,  159  (Z.  1, 
29,  43),  414  (Z.  11),  y 
'zu  ihrem'  II  158 

y  'sein'  442,  II 157,  173, 

260,  'ihr',  'eius'  I  406, 
415,11157,173,'eorum' 
II 157,  173,  CO.  y  'sein' 
I  442,  II 160,  173,  669, 
'ihr',  'eins'  I  407,  415, 
II 160,  161,  173,  c.  -y- 
'ihn'  II 171;  co.  y  'sie' 
(Sing.),  8.  hy;  co.  mb. 
y  'sie'  (PI.)  II 160, 164, 
170 

y  (Artikel)  147,  284,  285, 

286,  424,  443  f.,  II 177 
y  'ich'  II  157 
inb.  y  'du  gehest'  II  353, 

452 
mb.  y-a  314,  II  452 
CO.  yagh  65 

E  CO.  (y)  yamach  313,  407 
aco.  yar  65 
CO.  yben  II  196,  215 
nco.  ybberu  289 
ych    'euer'    413,    II  157, 

-ych-  'euch'  II  156 
ych,    ychain,    ychen    36, 

77,   376,    429,    II    70, 

107,  108,  132 
vchydig  447 
yd  (Verbalpartikel)  II  233 

(Z.  38),   234,   262,  276 

(Z.   25,    39,    40),    304, 

424,  vgl.  y 
i  c.  aco.   yd,    c.   vden    41, 

II  58,  c.  ydlän  II  3 
aco.  vdnic  11  30,  664 
ydoedd,     ydwyf    288,   II 

174,  vgl.  vttoed 
ydyn  II  58  \Z.  6,  22) 


yd  yr  II  276 

(ydj    ydys    II  422,    428, 

ydyw  II  426,    s.  yttiw 
mb.   v-el,    v-elo   314,    II 

353,  356,"  452 
CO.  yen  65 
E  CO.  yelhewon,   yethow 

196,  vgl.  yuthewon 
CO.  yeyn  65 
mb.  y-ez  314,  II  452 
E  CO.  yfarn,    vffarn  201, 

221 
vfeis  II  275,  vfet  II  412, 

552 
CO.  y  gela,  y  gele  II  215 
CO.    v-gen     'in    unseren' 

iri61 
CO.  ygery,  ygor  123 
CO.  y  gvle  II  215 
CO.  vll  69,  377,  446,  522, 

\\  196 
vll  (deu)  413,  II  214 
CO.  yllvf  II 275,  352,  353, 

452' 
y  llynedd,  s.  llynedd 
-ym-  (infig.  Pron.)  II  156 
ym  'zu  mir'  464,  II  159, 

167,    vm   'zu  meinem' 

II  158 
c.   CO.    vm    'in    meinem' 

II  158,  161 
c.   CO.   vm-   278,  285,  II 

276  (ry  imgelir),  297 
vm    'wir' sind'    302.  457, 

II  422,  430 
vraa    96,  II  182.  187  (Z. 

6,  15),  426  (Z.  35).  co. 

vma,    vmma    I  96,   II 

'161  (Z.'  13 1,  421,  427 
E  CO.  ymach  407 
y  mae,  y  maent,  s.  mae, 

maent 
y  maes  401.  484 
ymattiala  480 
yrachoelut  II  38 
vmda,  ymdaeth.  vmdeith 

II  373,  453 
ymdeith  ^Subst.^  484,  II 

453.  648 
vmddiddan    II   56,   297, 

508 
vmeith  484,  II  648 
"vmeunvdd  130,1112.661 
'vmenvn  46,  109.130,374, 

II  112 
E  vmherawdr    237,  2.S0, 
j      11  42 
j  ymi  464 


806 


Wortindex.     Brit.  und  Gall. 


ymlad  II  412 

(K)  ymblith  277,  452 

ymnabod  II  447 

ymolc'h(i)  278,  474 

E  vmrain  213,  223,  237, 

II  413,  596 
(E)  CO.  vmsaw  II  297 
ymwauawit  474,  II  372 
ymwel  278 
CO.  vmwra  474 
ymyl  147,  302 
ymysg  452 
y  mvwn  401 
c.  cö.   vn    'in'    370,  392, 

400,  401,  402,  403,    II 

158,  163,  177 
yn    (vor    dein   Inf.)    401, 

II  417,  428 
CO.  yn  'im'  II  177 
c.  CO.  yn  (bei  Apposition, 

Adverbium)    147,    424 

(Z.  15,  18),   425  (Z.  1, 

13),  444f.,  II77(Z.lff., 

36),  178  (Z.  3,  7),  213, 

232  (Z.  25) 
yn  (y)  'bis',  'wo'  II  183, 

184 
y-nn  II  159 
yna  II  159,  187,  191 
(E)  CO.  yn  kergben  452 
CO.  vn  dan  440 
ynSaw  422,  II 159 
CO.  yn  della  540 
ynai,  ynddo  422,  II 159, 

CO.  vnne  II  163 
G  vnfvd  21,  387 
yng  107 

(E)  vnghylch  452 
ynnill  llo,  148 
CO.  yn  mes  II  665 
CO.  vn  mesk  452 
yno  II  159,  187 
CO.  ynno  422,  II  163 
ynof  u.  s.  Av.  II  159,    co. 

ynnof  II  163 
CO.    vns,    c.  b.   vnt   173, 

286.  302.  II  422 
vnte  II 185,  vnteu  I  442, 

515,   II  157,  173,  185, 

ac.  yntou  II  185 
CO.  vntre,  vntretho  u.  s.  w. 

139,   II' 163,    mb.    vn- 

treze  II  166 
CO.  ynwetb  II  667 
ynv  473,  II 156, 184,  326, 

327 
CO.  ynny  II  163 
ynyalwcb  II  26 


'  E  ynvd  200 
ynys  156,  381,  II  89,  94 
aco.  vorch  33,  64 
mb.  youll  314 
aco.  youonc  385 
E  CO.  (de,  du)  yow   215, 

238  ' 
CO.  vowvnk  61 
yr  (Artikel)  147,  284,  286, 

287(m.Ntr.543),II177 
y-r  (Präp.  +  Artikel)  287, 

II  177 
y-r  (vor  einem  rel.  Satz) 

II 182  (Z.  22,  33),  183, 

228 
y-r  (y  +  ry)  II  276 
yr  (Verbalpartikel)   472, 

II  277,  666 
yr  'nacb"  438,  II  427 
yr   'wegen'    287,  438,  II 

159,  324  (Z.  18) 
yr  a  II  322,  324 
yreh  536 
vrdaw  II  159 
yr  na  II  256,  322 
yr-of  u.  s.  w.  II  159 
y-rof  u.  s.  w.  II  159 
CO.  vrvervs,  vrvvr,  3'rvv- 

rfs  II '292 
y  rwng  II  159 
yrydaw  II  159 
yr  ys  II  427 
vs  173,  458,-11232,  427  f., 

429,  430,  yd  vs  II  422, 

428 
CO.  vs  'Getreide'  41,  519 
CO.  ys  'als'  II  125,  261 
g.  Ysarnodori  73 
ysgadan  24 
ysgafn    'leicbt'    76,   167, 

168 
E  ysgafn  217,  240 
ysgar  44,  II  615 
vsgarant  II  8,  104,  295 
vsgardde  II  28 
ysgartbu  II  616 
CO.  yskerens  II  8 
ysgien  68 
ysgogi  125 
E  ysgol  194,   vsgolbaig, 

ysgolbeic  Il'23,  30       | 
ysgrecb  81,  277 
E    vsgrifen,     ysgrifennu  '■ 

II 29,  vsgrifö  1 220,  226  | 
E  ysgrin  210  I 

E    B    ysgrubl,    nco.    ys-  I 

krvbl,  mc.  vsgrvbyl  211  , 
Eysgrythur  211,236,282  I 


E  ysgub,    ysgubell   205, 

206 
E  ysgudell  231 
ysgwydd  76,  112,  333 
ysgwyd  58.  76 
(E)  yscwydawr  II  52 
ysgyfaint  76,  168,  374 
vsgvfar,     vsgvfarn     528, 

li  53 
CO.  vsel,  vssel  50, 289, 520 
(E)'co.  vsethe  II  605 
yssim  11  156,  427 
yssit  458.  II  426,  428 
G  vslac  277 

yslatb  84.  146,  333,  48ft 
yslywen  84,  146 
(G)"'ysnoden  85,  333 
vs  oed  II  428 
E  vsbaid  192,  219,  231 
E  vsbail  194.  219 
E  ysbaitb  228 
ysbardyn  II  59 
E  vsbawd  277 
E  ysbeithell  228 
E  ysbinglairch  208 
E     vsblan,     vsblennydd 

199,  225 
E  vsbrvd  211 
E  vsbwng  195.  219,  224 
ysbvddaden   68,  77,  252, 

333,  II  102 
E  vstad  218 
ystaen  103 
E  ystafell  219 
vstarn  52.  79 
vstefaig  78,  333,  373 
ystlwn  33.  84,  486 
vstlwvn  84 
ystlys  84 
ystrad  81 
E  ystraill  223 
ystred  II  627 
ystrew  81,  514 
E  vstrodur  204,  220,231, 

238 
E  ystryw  196 
vstwng  538 

E  ystwvll  208,  218,  238 
E  ystyr  194,  375 
G     vswain.      ysweiniaid 

II'  40 
yssvd    457,  458.    II  233, 

234,  422,  426,  428,  vgl. 

sydd 
ysvdvnt  II  426,  428 
ysym  II  156,  427 
CO.   ytb    'icb  ging'    123, 

378,  II  373,  378,  452 


Wortindex.    Arisch. 


807 


yt  (Verbalpartikel)  472, 
II  233,  261 

CO.  yth  (Verbaipartikel) 
472,  473,  II  229  ff.,  233 
(Z.  88),  239,  252,  424, 

vgl.  y 
y-th  'zu  deinen'  416 
CO.   y-t,    y-th     'in    ilein' 

II  161 
ytt,    vtti    'zu    dir'    464, 

II  i59 
yttiw,     vttoed,      yttwyf 

458,  502,   II  174,  233, 

424  425  426 
CO.  ythys  11  373,  378,  452 
CO.  yu,  s.  yw 


R  CO.  yuthewon  196,   II 

107,  vgl.  yethewon 
yw  'ist'  458,  II 185.  199, 

422,  426,  430,  663,  co. 

yw  II 191,  422,  426  (Z. 

7,  16),  430,  447 
y-w  'zu  seinem,  zu  ihrem' 

II  158,  430,  663 
-yw-  II  157,  175 
ywch  'zu  euch'  II  159 
ywch   'Ihr   seid'    II  422, 

430 
ywen  62 

(mor)  Ywerydd  91 
y  wrth  438 
mb.  yz  II  373,  378,  452 


b.  -z-  -dich'  426,  466,  II 

163,  164,  'dein'  I  416, 

426,  II  163 
R  nco.  zadarn   197,  231, 

501 
R  nco.  zäh  216 
b.  ze  (AuKensi  II  191 
nco.  zeap  319,  504 
R  CO.  ny  zensen  504 
(R)  nco.  zilli  72 
b.  zo,  b.  V.  zou  'ist'  529, 

II  228,  422,  8.  so 
R  nco.  zowl  219 
R    nco.    zowz    217,    504, 

521,  523 


III.   Nicht-keltische  Sprachen. 

Die  idg.  Hauptsprachen  werden  im  Index  in  der  folgenden  Reihenfolge 
vorgeführt:  1)  Arisch  (Indisch-Iranisch),  2)  Armenisch,  3)  Albanesisch, 
4)  Baltisch-Slavisch,  5)  Griechisch,  6)  Italisch  und  Romanisch,  7i  Germa- 
nisch. Darauf  folgen  8)  Indogermanische  Sprachreste  (Phrygisch,  Thra- 
kisch.  Illyrisch,  Lepontisch)  und  9)  Nichtindogermanische  Sprachen  (Ara- 
bisch, Türkisch,  Finnisch,  Baskisch).  Für  das  Altindische  ist  die  Reihenfolge 
des  Originalalphabetes  maßgebend  gewesen;  die  übrigen  Sprachen  sind 
streng  nach  dem  lateinischen  Alphabet  geordnet  und  zwar  ohne  Rücksicht 
auf  die  Aussprache  oder  Entstehung  der  Zeichen  (also  wird  z.  B.  ch  als 
c  -I-  h  gerechnet,  nicht  etwa  nach  böhmischer  Sitte  zwischen  h  und  i  ge- 
stellt; lit.  y  wird  nicht  nach  der  einheimischen  Sitte  mit  i  gleichgerechnet 
u.  s.  w.).  Längezeichon  und  Akzentzeichen  sowie  die  Zeichen  silbischer 
und  unsilbischer  Funktion  sind  für  die  Reihenfolge  gleichgültig:  Buch- 
staben mit  anderen  diakritischen  Zeichen  folgen  nach  dem  Originalzeichen: 
ä,  ae,  ä,  a  nach  a;  arm.  e  nach  e;  slav.  i  und  ü  nach  i  und  u;  9  nach  0; 
ha  nach  h;   n  und  »  nach  n;   s,  s  nach  s;   z,  3,  5  nach  z;  p  steht  nach  t. 

1.    Apiseh. 

Die  in  diesem  Buche  verwerteten  altindischen  Wörter  werden  unten 
nach  der  Reihenfolge  des  Originalalphabets  («,  «,  i,  i,  u,  ü,  r,  f,  /,  e,  äi,  ö, 
äu,  h,  _,  k,  kh,  g,  gh,  n,  c,  ch,  5,  3h,  n,  t,  th,  d,  dh,  n,  t,  th,  d,  dh,  w,  p,  ph, 
h,  bh,  tn,  J,  r,  l,  v,  s,  s,  s,  h)  angeführt.  Auf  das  Iranische  habe  ich  in 
der  Regel  nur  da  verwiesen,  wo  das  Altindische  versagt;  das  iranische 
Sprachmaterial  kann  aber  nicht  in  den  altindischen  Index  aufgenommen 
werden,  da  es  mit  dem  altindischen  alphabetischen  Prinzip  inkommen- 
surabel ist;  es  handelt  sich  um  die  folgenden  Wörter  (Awestisch  unbe- 
zeichnet;  b.  =  Balu5i;  0.  =  Ossetisch;  ap.,  np.  =  Altpersisch,  Neupersisch): 
ahi  476,  0.  ajk'a  66,  aota-  103,  ar9sa-  89,  asfrant-  II  54,  azrö-daiSi-  103,  azi- 
99,  baeSazö  II  24,  hröipra-  II  45,  cataitrö  II  128,    ap.  dauHar-  80.  np.  dl  89, 


808 


Wortindex.     Arisch.     Altindisch. 


dugadä,  np.  duxt,  duxtar  180,  gaesa-  80,  grava-  144,  np.  gulütäti  II  14,  b. 
gumz,  gvabz,  gvamz  75,  hisku-  71,  hizvä-  88,  l  II  170,  kambiStdm,  kamna- 
168,  ap.  Äära-  362,  mana  II  167,  »narasa-  97,  masjä  II  119,  np.  r«ö/a  113, 
moSu  78,  np.  »»t<5i!  113,  np.  rwf  187,  ap.  nuiba-  156,  387,  was«-  46,  np.  näxun 

186,  ;j3r9^M,  ;39sm-  91,  räiti-  144,  räsüa-  123,  rata-  144,  rat-aA-  251,  np.  röhrih 
92,  s«fi?»-awi  121,  saena-  176,  sizd-,  sjazd-  88,  177,  snaeiaiti  85,  sr^^-,  «n-«-  121, 

187,  staman-  78,  «<M«a-,  «^m««-  II  663,  tiSard,  tiiram  II  127,  praUaom  132, 
^ns«s  II  130,  urvarä-  175,  «st  55,  uzdaeza-  II  506,  vädajeUi  II  517,  vwii- 
136,  np.  xäja  66,  np.  xirs  89,  xsa;ö  89,  xumba-  119,  a:f3Wi7  II  113,  zaäah- 
160,  zß/a«-,  zq/ar»  187,  zairi-  147,  si  89,  saidjemi  108. 


a-  45 

«Äos  107 

qhu-  II  4 

aÄ-ar  II  378 

akSa-  78 

a^^äf  II  458 

agnTs,  agrun  249 

aKghri-  107,  186 

asämi  96 

a^i  41,  256 

adhama-  II  123 

a(/;«  41,  45,  256,  II  149 

analnn  46,  149 

.aniti  31,  180,  II  456 

antka-»!  38 

anäista  II  355 

anta-s  II  57 

awiar  139 

apara-  93 

api-ratati  48 

«^räs  II  355 

ahharathüs  249 

aft/w  41,  45,  256 

aw.Y,    aniütja-,    amäd  186 

aw/rt-  32 

a/as  73 

aratni-  II  59 

a;-<7ra-  II  591 

aräilisam  181 

arhha-,  arhhaka-  32,  118 

ara^i  n  587 

ari-  251 

ö/artf  n  378 

asnömi  152 

asV?<  124,  186 

asra-  36 

as^ä?<  123 

asakra-,  asas'cat-  71 

asj  476,  n  429 

asinva-  71 

asrÄ-  II  106 

asti  173 

OÄ^^ii  85,  88 


Altindisch. 

asmi  U  339,  429 

asja  69,  H  173 

asjäs  II  173 

a/?/-  99 

ahi  97 

ahtiäja  161 

ä  438 

«li-  101 

änasa  II  368 

äma-  32 

ämikSä  88 

«/?<»  56 

ürjaka-  11  100 

ä*?<-  48 

ff/«  II  170 

iia  442,  n  185 

^7^ö  263,  H  194,  234 

«H«  36,  n  108 

ugra-  179 

ucjatt  n  475 

Mf/  n  299 

ud-  'Wasser'  II  19 

upa  438,  II  295 

upaharhana-m  105 

upari  II  296 

upasthüna-m  35 

j/m-  n  119 

urvarä  175 

«r/Äar  II  106 

M«a-  178,  181 

ürlä  105,  180 

«rn«  158,  179 

ürdhra-  51 

»•Ä-sa-   89 

edhcif!  57 

mof»/  57 

eSäin  II   173 

öA-rts  n  475 

kaksü  34 

töf«  II  205 

kaniitJia-,  kanijas-,  kanjii 

23,  121 
kaprth-  92 


I  karönii  128 

Ä:a?-^a«  11  616 

kartavja-  56 

karpara-  94 
I  Ä-as  128 

käna-  IUI 
I  käsafe  79 
j  kumhha-  119,  187 
j  Ä'!/Äa  127 

kübara-m  II  53 

krkaräku-  126 

kriiatmi  160 

krtras  43 

Ä-rw^ß/j  83,  n  616 

krpäna-  44,  94 

krnii-  43 

krsna-  44 

kekara-  56 

kr  ans  61 

krtnämi,   krUa-   128.  178 
(Z.  13  f.,  25) 

klämati  163 

ksat>i-  89 

ksära-  78 

ksinütni,  ksitl-  89 

kkadga-  127,  11  29 

gahhasti-  39 

^frt/a^i  n  459 

garate  108 

(^a->«<  n  458 

gädha-ni  II  459 

gajati  11  19 

'^ä/iöT^e  II  459 

^i<r?<-  62,  II  661 

grtiä)})i  144 

/ö*  55,  175?/-*  II  26.  92 

.^nä  47,  155 

grathnämi  161 

gräma-  98 

(frävan-  62 

>//ä«a-  108 

gharma-  108 

ghrasa-  108 


Wortiiidex.     Altindisch. 


809 


cakrnr  II  382 

cakSate  11  490 

catasrfis,  attväras,  catväri 
36,  II  128 

candro-  185 

carama-  128 

caräml  127,  II  485 

caru-  38,  69 

cäru-  184 

crtämi  160 

chadii  76 

cÄari-  251,  II  100 

chinadmi  77 

%■««  76 

lalnäu,  la^ne  II  380,  547 

Sanämi  96 

jam-,  ^««t  47,  384 

5«-  177 

'^ä^«-  53 

änänii  11  547 
jtna-  108,  181 
Sirna-  52 
5Zf«-  62 
luiate  80 
Snäta-  48 
<f/Ä-^/  128 

takkin-,  talSämi  85 
ton2<-  132,  n  117 
tanöti  132 
^«n^jt-  138 
tapant-  92 
iaprts  n  19 
tarati  52 

tala-m,  talima-m  132 
^ara  11  168 
^arl^i  178,  II  651 
^är-«s  78,  185 
tiras  439 

tirascT,  tirjanc-  127 
tisthä»n  79 
«srrts  II  127,  128 
Uiwga-  109 
tulajati  151 
tusnim  55 
türta-  52 
^r^y«-  67,  n  135 
^ejos  321 
frayas  n  127 
<rä^/  52 
rnVrt-  132 
<r?  II  127 
tsarati  II  291 
rfrtÄ-s«-  36 
dcnJämi     II    475,     ^</(/ä« 

II  380 
dadru-  175 


r/a«!^-  46 
dunija-  164 
'/««'«  46 
dahäwi  108 
dütxjati  II  504 
dura-  n  64 
'/«/•«  144 
dijäii-i  174 
dirna-  52 
diinöDii  II  39 
r/j/i-  3&4.  475 

^/»;;//«  180 

'/r/iaf  j  II  509 

'/)■*-  42 

'/«rrt-    59 

r/ö*-  II  104,   112 

djäH-s  174,  182,  II  92 

dröna-»i  175 

dvüra-tn  32,  187 

rfrS  II  127 

dväu  55 

dhajäiHi  111,  dhäjase  183 

c?;*m//-  111 

«o  156 

nak-fi-  123 

«rtA-7/«-  107,  186 

nagna-  129 

«r/ifrt-  149 

naddha-  80 

napüt-  92,  «a^^I  93 

nahhas  255 

namati  149 

wrt'vi  61 

nar/a  55.  68  (Z.  1,  41) 

nasjati  46 

««.s  II  168 

nas/ä  47 

nahus-  80 

nahjati  76 

nütha-m  367,  II  585 

NJW</-,  Ȋhhila-  187,  538 

Häwrt  46.  II  113 

«/  II  298 

nindati  II  584 

nlf/rt-  88 

»«<  II  290 

nrtjafi  136 

neues  t)ii  109 

nesatha  II  355 

«ä«-A=  55.  182,  II  93 

pac'ämi  38.  129 

patica  37 

pataf/a-  II  24 

patämi,  pattra-m  90 

pada-»i  91 

pn»th(l-s  161 

para-  91 

^iaW  41,  256 


j»a;-M<  90,  II  98 

parna-m   91 

paijämi  185 

päni-  53 

päthas  161 

pät)-a-)n   II  45 

/Järf  50 

päiäna-  85 

/>jY«  '31,  183,  11  105 

jot7m-  41 

piV^aft  187.  II  552 

puta-in  91 

puru-  91 

pulaka-  47 

pünia-  52.  178 

j)ürta-tn  52 

prirhämi  44 

pmäti,  pmöti  64,  II  566 

j»r/Ä/rI   60.   180,   182 

prthu-  43 

i^««/-  126 

j!)ra  II  300 

pratTci,  pratjmic-  127 

pra-hudhjate  II  300 

pra-Jäuti  65 

prastha-  79 

^/•äÄ-  127 

prija-  68 

plava-  489 

piarate  91 

plihan-  176.  188 

plihate  84 

hadhira-  180,  363 

iarrf/i-  114 

hindii-  116 

btidhna-  187,  188 

hudhjate  35.  pra-hudhjate 

II"  300 
ftrÄrt«  100 
6or//)af/  II  476 
Wjff5«f/  U  461 
hhanakti,      bhana^ml     II 

339,  477 
hhandana-,  bhandistha-üö 
bharantr  II  118.  hharUmi 

II  475 
sam-bhnrati  II  301.  444 
hhasmijn-  87 
/>/)«-  II  23.  56 
WwH/<-  II  23.  56 
bhärajati  II  443 ^ 
/>;)/.•?.»}-  II  24 
hhlma-  56 
bhi«/)ia-  159 
Wir//-  42 
hhrsti-  44 
i>/j/-äf(I  48 
bhrinäti  II  45 


810 


Wortindex.     Altindisch. 


mahsu  33,  78 

mudaii  II  574 

madhu  37 

madhja-  112,  madhjama- 
II  123 

»lanma  168 

manjaie  II  394 

manjü  33 

vHaw«  243,  II  167 

marcajati  125,  163 

marjaka-  II  100 

«(«7«?  96 

mäsa-m  82 

mäiä,  mätrhä  48 

;n«s  'Mond'  86, 183,  II 19 

mäs  'Fleisch'  82,  183 

mithunl  koi-öti  II  84 

mukta-,  muncämi  123 

mürna-  52,  178 

nirnämi  45 

nirta-  44 

mekkijafi  76 

»;Z«W  52 
jV/Ä-r^  129 
Ja^rtfe,  J«fna-  65  (Z.  2  f., 

31) 
jad  II  235 
jama-  175 
J«r«-  65 
JasöS  65 
jasati  65 
jücati  65 
jtiga-m  98 
judhjati  65 
Junasmi  149 
jurun-  II  33 
jiicasa-  61,  175,  187 
jüjam  11  168 
J?7s  II  112,  jüsa-m  I  65 
,;en«  II  198 
Jörtj-  65 
(pra-)jäuti  65 
rasata-m  104 
rafha-  33 
r«y«-   67 
rrtsa-  176 
r«5«n-  50,  II  108 
r««rt-  144,  r««-  177 
rinakti  130 
rinäti  67 
r?<5-,  riilati  123 
rudhira-  54 
re<«s  144,  181 
röc'rtfe  54,  122 
rödha-  147 
laghn-  69 
Icmyhati  II  368 
likhämi  122 


7twa/i  II  565 

Ze72>/;j  100 

löpäka-,  löpäsa-  92 

(api-)iatati  48 

vanas  156 

vapati  93,  185 

vajati  II  517 

vajani  II  168 

varana-m  II  121 

vartjas-  II  119 

vartute  44,  174,  i'artajati 

II  526 
varsa-  176 
r«s  II  168 
rrts«fi  II  524 
rasanta-  74 
rasar-  82 
röSM-  74 
/•«sie  II  18 
rahüDii  59 
t'«n^-  292 
i'äsara-  82 
rähcite  II  515 
rühana-m  104 
ri  II  490 
«:i-('Ä^  56 
rjrti-  136 
rirfnr  113,  II  406 
vidhavä  41 
vidhu-  41 

vindami  41,  II  404,  523  f. 
vivadha-  II  516 
vividre  II  404 
vi-srambhate  492 
visa-m  73 
viSücT,  viSvanc-  127 
rlrf/-  41,  248,  249 
rpüte  II  121 
rr*?ö^i  II  522 
rr««-  174 
ve-(s)  56 
re*^/«    II   524,    vedajati    I 

359 
rrasa-  97 
s'awÄM-  126,  372 
s'ata-m  46 
satru-  II  50 
samnlte  53,  samjati  47 
(a-)sar-d  II  378 
sff?«-  121 
saläka-  77 
sasa-  86 
säkhä  126 
sw-ös  158,  187 
srmga-m  156 
srnämi  II  339,  378 
s'rnöti  II  386,  495 
smasru-  86 


sjenu-  176 

srad-dadhämi  69,  113 

(vi-JsramhJiafe  492 

snitci-  35 

i'föni-  121 

siasura-,  svas'rü-  75,  176, 

II  87 
Ää  250,  II  108 
sas-  78 
srt  II  138 
saÄrri  43 

sac^^e  129,  II  394 
sfflc^ä  129 
sasati  103 
Sana-  36 

sanitur,  sanutar  138 
soMi/  II  430 
sandln-  350 
sa^^ö  72 
sawi  119 
sawä  71 

sam-hhamtl  II  301,  444 
saras  94 
sarra-  53,  413 
savati  II  637 
savja-  II  16 
sasja-m  69,  72 
sädajati  II  340 
säja-m  51 
stdati  72 
SM-  284,  364,  475 
suscandra-  185 

SM^«<-   71 

sürksati  71 

sürja-  62 

«»•5«^«  100,  106 

so  7ja/»  II  138 

skandämi  77 

stamba-  109 

s^rr«a-  52,    strnöti  II  627 

str-hhis  78 

sÄa  II  430 

sthagati  97 

sthäna-m  II  14 

sthäman-  79 

sfÄzra-  79,  177 

snämi  85 

snUjati  68 

snihjati  85 

sphurämi  75 

s?«as  II  430 

sravati  35 

svanati  II  625 

svapna-  94 

stJötr  62 

SWS«  73,  II  105 

svädu  74 

sveda-  II  35 


Wortindex.    Armenisch. 


811 


hqsa-  86 
hadämi  160 
h(um-  156,  187 
lumnn  108,  176 
haras  108 


hari-  147 
hlsati  176,  181 
hrd-  187 
hemanta-  66 


Ä«»a.«  74 
;i;a.s  89,  176 
hrusTjafi-,  hrasia-  83,  173 
hrädate  II  538 


2.  Armenisch. 


rtce/»  96 

dustr  180 

inn  61 

aganini  61 

e5er  II  345 

ii  99 

a?7  69 

ekn  II  378 

ilanem,    isaua»,     i^aw 

«^  31 

e^//?e»(  II  353 

101 

alues  92 

elanim  II  353 

jenum  114 

o»;  71 

ethajr  48 

kalum  157 

amis  86 

e^n  II  48 

kanux  47 

(inipariSt  II  660 

ereU  132 

karcr  95 

«H-  45 

eres  93 

(K)  Ä-ö/o/)'«  20.  83 

«/ir/  115,  178,  247 

eretvim  93,  eretvojt'  II 39 

K  Ä-wrA-*  20,  83 

anic  41 

erÄ-  71 

Ä;asM/H  II  613 

anicanem  II  584 

erkan  62 

Ärfrt  47 

rt»H;*  46,  II  113 

er/.-w-  63 

Wff^j'n  83 

ansnk  107,  II  23 

erÄvi  71 

koj  55 

araicr  31 

erknc'im  71 

Ä-o/s  54 

araict  160 

e?f<'w  72 

Ärof  II  26 

«/r«^'  104 

e^n  97 

krunk  38 

«r»/  189 

es  36 

k'aiak'ik  II  31 

ortasuU,  artmvsr  124 

(jarun  74 

fc'irf«  II  35 

«rj  89 

gawak  39 

k'ojr  73 

«s^^  78 

.(/e?«;»  II  522 

fc'jfn  94 

atamn  46 

</eron  156 

^o/n  43 

«/e««  72 

^e;;  II  19 

law  54 

aiccanem  46 

gnam  108 

?ea»Y/  129.  177 

rt/rj  99 

</o»?  II  524 

lizum  100 

«C(7;-  85 

qtanem  II  524 

Ik'ane»!  130 

if?;v?  42 

'haci  86 

%•«  54,  122 

harl-  109 

/««//•  31 

7arc7'  80 

hekanem  II  477 

halacem  II  24 

Irik  49 

&ere»?  II  475 

harcanem  44 

?sew  II  495 

&0/.:  II  23 

horkanem  II  590 

lu  35 

but'  159 

horuac,  hartMceni  II  24 

7m(7;  II  495 

caneaj  II  547 

liasanei»  152 

/«c  98 

ca'rasian  II  14 

/«a?i'  'Großvater'  55 

lue  einem  76 

cnaniut  96 

7j«»'  'Vof^el'  56 

?M*iw;  91 

cnaict  156 

hoirratt  92 

lusanioik'  186.  188 

cor  96 

heccniiin  72 

lusawor  98 

fV.r  126 

heinni  64 

«ia(/77  188 

c'e/«/»  77,  359 

heriun  37 

Mjqyr  48 

cauac'eni  II  547 

7ie;-«  90 

malei»  45 

t"e;»,  t't/»  95 

;?e/-j  91 

Mjcr/v/  44 

cit  76 

/?e<  91 

luatani  135 

r77rZ  79 

/i/u  36 

wm//?  135.  186 

Cnilem  95 

Ä/»f/  37 

iiiau-ruk'  86 

6''o/-  78 

/?»o/i  II  28 

/»e^r  162 

c'ork'  36 

;?«»;  32 

w«5  112 

äajeal',  dajl  111 

i  392 

w/.s  82 

r?/,  f7iA*  II  32 

inianain  II  513 

montk'  86 

^?M/Y/H  97,  187 

-j».  57 

«if'ar  132 

812 

mid  132 

mux  122 

n-  392 

nawt'i  109 

nist  88 

nor  55 

o  128 

oc^xar  120 

ö;"c  103 

o^or^-  105 

ois  53 

ori  32,  118 

oror  491 

0/  83 

osh'  85,  II  53 

o^n  50 

ozni  99 

narm.  ö5aJ^<^•  107 

polcrih  II  31 


Wortindex.     Armenisch.     Albanesisch. 


[  sarf  86 

saiart"  121 

sa«  75 

sj>^  69 

skesrajr,  skesur  75 

sksanim  II  613 

sÄ-z^Mrf  121,  185 

stanam  79,  II  639 

S^e/J  116 

sur  123 

^«»A  II  475 

tasn  46 

^««r;;  111 

ter  66 

tiezerk'  66 

^«Ä-w  66 

?2<ar,  %amc  II  24 

tur  48 

«'«^  132 


j  f'aie»!  132 

unkn  55 

«r«  114 

usanim  II  475 

«^"  123 

rec'  78 

viz  150 

a-aw^  140 

xasn  120 
a:-o;'  120 
zgenum  II  18 
5«^  160 
5«"'«  66 
S»iern  66 
5?«  66 
5er  108 


ah  86 

ar/  89 

ast  85 

6a6*A-3  77 

«»/e  II  475 

hreSdr  55 

*?<^3  159 

dal  II  648 

«few  164 

dergem  71 

^es«  80 

(Ibmr  66 

»^/ja^^s  36 

f^/e  89 

djeff  108 

o'/-/)'.^  42 

dm  144 

^««3  II  475 

Se  89 

^e;>(/3  89 

4)'es'  160 

^jetd  46 

e^'3/  45 

emen  46 

esafo,  ^swfo  45 

dmsr  46 

/"toA  92 

5-?«*^  79 

gln,  ghiri  156,  178 

yi-ua,  rjriie  155 

^'a^a  53 

gasta  78 

i^'^c?  45 


3.  Albanesisch. 

j  gel  65 

I  geta  39 

!  i/3«,  gdndem  39,  160 

I  <?ar  65 

gtimd  94 

i/M,  ^««/:  156,  s.  fßu 

hala  77 

i  hip,  Jiip  186 

A-a>/;  93      ■ 

koia  79 

kriiiib  43 

A-«/-  127 

Avo-3  127 

A-«s  128 

lehata  69 

/o/;^  II  22 

/?<^^  101 

^«>i3,  ^a;v  II  59 

«m;-^a  105 

"WS,  »latem  II  575 

»(iesa  93 

mhjel  124 
»(/s  82 
»{y"«/^3  162 
mjekra  86 
»ye?  43,  124 
motra  48 
»'?m/  86 
natä  123 
«''/ar  139 
nesar  123 
nanda  61 
«5'''»'»  108 


'  nip  92 
«e/«/  31 
noh  II  547 

I  ^esa  37 

I  pdrpoS  50 

i  Pjek  129 

i^osYa  50,  181 

I  se,  si  128 

si^  45 

s/e^  127,  II  485 

I  soh  II  621 
j  Sosa  72 

«/;af3  72 

«^e;-/)?  94 

s7ow  79 

s^r/w  52 

sttiara  79 

^e^9  123 

?;>#/•->  177 
I  ^re  132 
jM-''  126 
I  p9ni  41 
j  uja  II  19 
t  i'e/-a  154 
I  Vera  156 
ve«  55 
vid^  150 
?ye^  59,  172 
rjeJiar,  vjehafa  75 
«a  re^  186 
zi  33 
^/arm,  s;ar  108 


AVoiiindex.     Baltisch-Slavisch. 


813 


4.  Baltisch-Slavisch. 
Altslavisch    (kursiv)    und    Litauisch    (Antiqua)    unbezeichnet ;    6.    = 
(5echisch ;    klr.   =   kleinrussisch;    1.   =   lettisch;    osorb.   =   obersorbisch;    p. 
=  polnisch;    pr.  =   altpreußisch;    r.  =  russisch;    s.  =  serbisch;    slov.  = 
slovenisch. 


ahije  161 

hlrati  52,  vgl.  herq 

crtq  II  616 

agn^  109 

hirUn  62 

crii  43 

akecios  122 

slov.  blazina  105 

cuSf>i  54 

alkti  126 

hljudq  172,  II  476 

da  il  355 

alküne  II  59 

bodq  111 

daTgis  43,  106 

pr.  anctan  46 

bojati  s^  56 

dalis,  dalyti  II  503 

angis  107 

r.  holozem  105 

dann  II  475 

ankstas  107 

r.  horoSno  101 

dam  48 

äpmaudas  113 

r.  horoti-sja  II  45 

dantis  46 

apusis  II  48 

r.  bor  sc  44 

daste  II  355 

ariü  70 

r.  braga  163 

dabrura  186 

arklas  31,  180 

braSino  101 

daha  186 

pr.  arwis  63 

hrati  II  45 

p.  Dbra  36 

äsaros  124 

brai(r)U  48 

dedervine  175 

aiis  78 

p.  Brda  36 

degü  108 

aetuoni  123 

p.  brewno  62 

dengiü,  dengti  II  506 

aiva  36 

briaunä  62 

r.  deren,  derj6n  97 

atlagai  97 

brjuxo  73 

r.  derenja  II  68 

äugu  54 

broterelis  48 

dervä  144 

l)r.  auklipts  II  482 

2.  brst'  44 

desetl  46 

pr.  aumusnan  II  575 

buditi  172,  II  476 

desimt  46 

ausis  55 

pa-bundü  35,  II  476 

desine  36 

iiustii  103 

bütas  35 

desHü  36 

aüti  61 

büdeti  35,  172 

der^ü  61 

avis  251 

b,j  II  408 

devyni  61 

aviziai  56 

bf/strü  II  56 

del6  111,  183 

avynas  55 

cediti  77 

dievas  59 

qgorisfl  107 

celiti  57 

su-dirgti  105 

qrodü  45 

celovati  bl 

dihrl  36 

asa  86 

celti  57 

dllif  64 

ajrl  139 

p.  ch§c  140 

dtrati  52 

arati  31 

8.  cm  44 

dlqu  43,  100 

qzükü  107 

p.  cudzy  54 

do  II  74 

badv'ti  111 

r.  cerediti  43,  II  502 

dojiti  111 

1.  buhrgs  109 

r.  ceremica,   cerentia   121 

r.  dolja  II  503 

bäime  56 

r.  ceren  61 

draügas  107 

pr.  balsinis  105 

klr.  ceres,  r.  cerez  43 

s.   dren  97 

baltas  II  56 

ceti/re  36 

dren'Je  II  68 

bämba  187 

c^do  120 

rfmv)  144 

1.  bargs  109 

cqsti  160 

8.  drijen  97 

bärti  II  45 

na-ceti  37,  120 

ö,  drstnaty  81 

herq  II  475,  vgl.  hn-ati 

asfü  77 

drmiu  107 

bernas  51 

cito  128 

diiizina  107 

klr.  herra  62 

r.  corniij  Ics  44 

(?rMA-o/r«  II  47 

he  II  408 

cresti  II  616 

2.  d?in  97^ 

helü  II  56 

cresü  83 

duburas  35 

p.  bierzwiono  62 

crero  176 

dügnas  35 

r.  hiser(ina)  11  58 

cferljT  176 

dukte  180 

UH  II  463 

crnü  44 

dülis  111 

hicela  88 

crpnii  44,  94 

düomi  48,  II  475 

814 


Wortindex.     Baltisch-Slavisch. 


düno  35 

dväse,  dvesti  II  32 

drorü  32 

dziäuti  II  39 

1.  eewa  62 

einis  II  48 

pr.  emmens  46 

erelis  491 

ezys  99 

erube  65 

gabenti  39,  95 

qadati,  gadaja  39,  160 

\.  gahju  II  458 

galeti  157 

gäras  108 

gärbana  118 

cjqs'i  86,  150 

geidziü  136 

pr^  geits  58 

gelsvas  147 

pr.  genno  36,  47 

genü  108 

gerve  38 

gelä  II  460 

Giltine  II  460 

gincas  108,  II  661 

giriü  44 

girna  62 

glemzti  95 

gJedeti  II  540 

glina  95 

glinda  188 

glite  95 

T.gljadet7,  (jljanntl  II 407, 

540 
gntzdo  88 
r.  gnida  187,  188 
godüs  39 
1.  gohws  II  26 
r.  gorh  118 
yoreti  108,  II  537 
gorikü  33 
r.  gorod  186 
r.  gwoSina,  gorox  II  58 
govedo  II  26 
gororü  108 
gradü  136 
gräuziu  103 
slov.  grba  118 
qrhü  118 

^greda  150,  II  339,  549 
slov.  grust,  r.  grusU  103 
grijza  103 
gunati  108 

asl.  r.  grozdl  88,  537 
gvvas  62 
ide  II  234 
igo  98 


r.  il-ra  'Fischrogen'  129, 

174 
r.  il-ra  'Wade'  188 
ima  II  407,  513 
inte  46.  II  113 
imeti  II  407 
imu  II  513 
pr.  inwis  62 
irti  II  591 
iva  62 

r.  izJH})i(ina)  II  58 
izU  50 
izvestü  136 
1  392 
jaje  66 
jarehi  65 
jasem  86 
jäunas  II  33 

1.  jaut  65 
javai  65 
jedXnü  57 
jeknos  129 
jelem  II  48 
jeteru  177 

jeva  62  (zu  lesen  ievä) 

jezi  99 

jeti  II  407 

jeziiku^lOl,  186 

jerube  65 

c.  jho  98 

jie  II  170 

jievä  62 

osorb.  jikno,  jikra  129 

2.  jmeno  46 
1.  jumis  175 
jüngas  98 
jünkstu  II  475 
jimü  II  33 
juökas  65 
jüse  65 

jitxa  65 

'l.  kahrs  184 

pr.  kailustikan  57 

kaire  77 

hakü  187 

pr.  kalabian,   kalbian  II 

29 
ac.  kamna,  kampna  171, 

486  f. 
1.  kampu  93 
kändu  160 
karias  362 
kaftas  43 

r.  kartofelina  II  58 
kärve  52,  180,  187 
käs  128 
kasulas  33 
kasili  79 


kät-pedes  50.  182 

li'qsu   160 

kedeti  160 

pr.  kelian  121 

kelias  51 

keliäuju  51 

kenciu  II  486 

kenkle  86 

kepii  38,  129 

kerkiii  126 

pr.  kerko  126 

kermüse  121 

kerpü  94 

kertü  II  616 

keturi  36 

keliau  51 

p.  kierpie  94 

kirmis  43 

kifpti  44 

pr.  kirsnan  44 

r.  l-istT  79 

kläusiu  180 

kohl  116 

K  klr.  Kohvin  20 

r.  l-oJaUha  li  29 

kom  37,  120 

komct  121 

r.  korova  52,  180 

kosü  85 

kosulys  79 

kraipyti  75 

kram  43 

kraüjas  61 

ö.  kräva,  s.  kräva  52,  180 

krci  128 

1.  kreenis  128 

krelpti  75 

krenkü  11  661 

ar.  krenuti,  s.  krmuti 

krenq,  kretaja  160 

kresü  75 

kriaunä  61,  181,  187 

krintü  II  616 

krlnati,    ar.   krmuti   128, 

178 
kpna  168 

krutine,   krütis  121,  178 
krün  61,  ap.  kry  II  97 
krzno  160 
r.°  kto  ni  II  209 
kuriü  128 
kiirpe  94 
kü  472 

kiide  127,  II  234 
küto  128 
h/la  50,  183 
pr.  lagno  129 
lajati  147 


Wortindex.     Baltisch-Slavisch. 


815 


htkati  126 
hiMti  II  59 
hiukiu  54,  122 
pr.  lay^nan  159 
leido,  leidziu  II  354 
lengviis  69 

hi/a   II   570 

ikna  125,  II  661 

leto  133,  177,  538,  II  661 

lice,  5.  lice  159 

liekna(8)  II  661 

lieku  130 

liOzti  100 

pr.  liscis  98 

klr.  Vit'  133,  184 

lixü  130 

lizati  100 

lizdas  88 

ligükü  69 

r.  Ijogkoje  76 

1.  lolips  II  668 

lol-ji  361 

loniiti  166 

löti  184 

loziU  97 

r.  lozka  101 

r.  luh  93 

lübos  93 

luci  122 

liiobas  93 

lüsis  186,  188    (zu  lesen 

lu'sis) 
lüztu  123 
lüzica  101 
malnas  57,  174 
maisyti  76 
»lakü  159 
I.  mala  II  99 
malü  45 
märes  32 
markyti  163 
marti  II  88 
mataü,  mäte  II  354 
»lati  48 

raäudyti  II  575 
»iqka  53,  81 
medis  112 
luedus,  »letlu  37 
»leljq  45 
1.  rae'lst  85 
melzu  (milzti)  43,  124 
»lene  II  167 
r.  inercdti  124 
mergä  159,  176 
niefq  163 
metü  163 
r.  »lezdra  82 
vieirfa  112 


ni^so  82 

viezdru  82 

menuo  86 

mesu  82 

mena  57 

niesecl  86 

r.  meäätf  II  577 

mt'üiti  76 

p.  Mianka  57 

midüs  37 

p.  Mien  57 

nnn"ti  II  454 

minkau  53,  81 

minü  139 

mifkti  125,  163 

mirti  44 

r.  nijat'i  139 

mlaxarü  52 

r.  mleti  53 

mlzq  43,  124 

r.  ntnu  139 

c.  modliti  se  137 

moll  51 

r.  nioliti  (sja)  137 

r.  molsatl  163 

monisto  33 

morje.  32 

mote  48 

raöti  169 

7>io~r/ü  87 

mrariß  163 

mrazü  105 

mrcati  124 

mrknqti  124,  159 

s.  niuka  53 

niünoffii  159 

«(//s/<  113 

j»//^/  II  575 

jißcW«  37,  120 

nagä,  nägas  107 

««7«  129 

naktis  123 

nasH  II  170 

nanjas  55 

pr.  nautin  61 

ne  45.  156,   r.  ne  II  303 

ne  156 

neho  255 

r.  ne  hi/I  II  303 

nedqffü  II  57 

nejt'siiti  45 

nekadä  II  212 

nepotis    92      (zu    lesen 

nepuotis) 
nesq  152,  nesti  II  407 
neiü  152 
netljl  93 
r.  (kto)  ni  II 209,  nl  bi/I 


II  303 

nieköti  124 

nirstü,  nirtaü  136 

pr.  noatis  186 

no(/a  107 

nof/iiti  107,  186 

no.siti  II  407 

noiti  123 

no/M  55 

nüogas  129 

nuotrine    186,    189     fzu 
lesen  notrvnej 

r.  ohedati  11*284 

obistt  439 

obuti  61 

Of/r«  178 

r.  opecatka  II  580 

r.  opeiitl  50 

r.  oprokhiuti  II  580 

r.  oprnwjot  II  580 

ora^j  31,  70 

ori^M  491 

oi'jq,  s.  orafi 

osa  75 

osina  II  48 

OS»  78 

osmt  123 

ostegü  97 

r.  o^/ir  51 

0^«  177,  II  74 

onca  251 

r.  palxba  93 

r.  j>alec,  pales  135 

palvas  II  101 

papiirtis  91,  180  • 

r,  pdpornti  91 

pafsas  91 

paselys  50 

2)qpn  187 

patT  150 

i)eÄ-«  38,  129 

pele  II  101 

penki  37 

Perkünas  91 

pernai  90 

p(>ro  90 

peti  37 

p^dä  91 

pesßias  50 

peil  50,  181 

r.  pcxnta  50 

pietüs  41 

pilnas  52,  178 
]  pinü  114,  185 

pirmdele  111 

r.  piskan  90 
I  p.  piskorz  90 
j  piSctü  II  354 


816 


Wortindex.    Baltisch-Slavisch. 


pista  II  559 

piiati,  piteti  41,  II  559 

ptnq  114 

pirati  185 

pisa  II  354 

plaukiü  91,  II  572 

pläuti  91,  II  575 

pleme,  r.  pleinja  135 

plnü  52,  178 

plodu  135,  186 

plönas  52 

phiU  91 

plxü  98 

pr.  pobalso  105 

podü  50 

pojiti  II  674,   r.  pojlo  II 

'412 
pomenqti  II  451 
r.  ^»:)or«  II  99 
poredati,  p,  powiadad  II 

520 
pra  II  300 
prase  91 
praiyti  44 
pri  439 

r.  prihjl  II  304 
^ro-  II  283,  300 
prohuditl  ^lA: 
r.  prohijl  II  283 
r.  promax  II  580 
prositi  44 
pt-ostreti  52 
s.  j9?"5h  52,  178 
s.  pvipaJc  187 
ptise,  pusiarx  II  84 
ro7>M  32,  118 
raditi  II  592 
p.  radio  31 
raJo  31 
rasii  176 
rätas  33 
raudönas  54 
rannü  63 
rehjonol'  118 
re&ro  117 
reiigtis  540 
riekiü  122 
rimti  362,  II  602 
rinaii  se,  r.  rinutt  67 
ritu  367,  II  601 
g.  rr>7^e  118 
rodyti  II  592 
rosa  176 
rusü  54 
rysr  186,  188 
smUti  II  605 
1.  säime  58 
saitas  58 


saldüs  31 

saniH  II  170 

säpnas  94 

pr.  sasinB  86 

säule  62 

sazda  71 

sadü  II  502 

sahn  126,  372 

r.  sebjä  II  399  ^ 

sednü  72 

1.  segt  39 

segü  103 

sekü  129 

r.  seJid2  72 

semiü  II  625 

senas  36 

septyni  72 

r.  sereda  69 

sergü  71 

sestra  73 

sesuö  73 

sedeti  72 

seklä  72 

seti  50 

sedeti  72 

sejati  50 

semija  58 

si?Vm  120 

sietas  72 

p._  si?  II  399 

Silke  72 

1.  sirpe  94, 

sito  72 

st  II  198 

stde  II  234 

r.  sja  II  399-^ 

skeiiii  77,  359 

skefsas  83 

skiedziu  77 

skinti  II  613 

skiriü  44 

skociti  125 

sliolika  77 

skujä  68,  II  660 

skystas  77 

slabü  491 

slama  121 

slezena  176,  188 

1.  slita  121 

slnice  62 

sJnga  84,  s.  slt'tga  II  64 

slÜH  II  495 

r.  shßul  II  284 

smägenes  88 

sraakrä  86 

smarsas  87 

smäugiu  122,  181 

pr.  smünents  II  49 


snegü  85 

sniegae  85 

1.  snohts  53 

r.  sohrafi  II  475 

soll  31 

r.  soloma  121 

sotüs  71 

r.  soxa  126 

spenys     75     (zu     lesen 

spenye) 
spiriü  75 
splendziu  84 
8.  srce  69 
srdice  69 
sreda  69 
c.  srhky  83 
srpü  94 
Srxühu  83 
staibiai    116    (zu    lesen 

stäibiai) 
r.  stardti-sja  79 
staru  79,  81 
stati  79 

stegiu  97  (stiegiu  Buga) 
stifpti  94 
störas  79,  177 
-stöti  79 
pro-sfreti  52 
1.  stringt  81 
stropü  92 
p.  strumieri  82 
sudirgti  105 
r.  sudoroga  105 
süko,  sukü  II  354 
süodis  71 
sü  138,  284,  392,  II  293, 

302 
sünesti  II  283 
sünü  94 
supq  185 
süto  46 

srek'ru,  srelcrg  75 
svistati  II  627 
1.  sweedri  II  35 
sytu  71 
p.  szary  120 
p.  slimak  84 
sakä  126 

r.  scenok  121,  185 
r.  Seit  58 
g.  sery  120 
sest7  78 
seil  78 
sesiüras     75     (zu    lesen 

iesuras) 
ßimtas  46,  149 
sirdis  69,  179 
sis  II  198 


Wortindex.     Baltisch-Slavisch. 


817 


Blaiinis  121 

glite  121 

stifü  76 

ituicfi  54 

mß  II  16 

suö,  iiiv;i  250,  321 

tadä  II  170 

tajati  68 

tänkus   124 

taSy'ti  85 

täukas  125 

pr.  tauris  63 

Tauta  54,  tautä  II  660 

1.  tauta  54 

tada  II  193 

tel-a  128,  367,   r.  tekii  II 

623 
tekü  128,  367 
teJe  II  49 
terapiu  138 
tempty'va  138 
teplü  92 
tesati  85 
tesla  85 

r.  teterer  II  107 
tetica  138 
tezati,  teza  106 
teste  56 
tiles  132 
tilja  380 
tllo  132,  380 
tlku  43 

r.  to  i  (Ulo  II  347 
toliti  151 
r.  toll-  43 
r.  toUcl  126 
r.  toJoknS  126,  180 
8.  trag  39,  97 
trajati  52 
//•«ro  160 
frafj«  81 
trecias  67 
1.  trekns  II  663 
trenkii  124 
r.    tretij,     asl.    trettß    II 

135  (Z.  14,  17) 
triobä  (troba)  132,  178 
tnje  132 

trobiV  (triobä)  132,  178 
S.   frv»!  362 
troskiis  77 
triatn  160 
trvs  132 
tri/ti  160 
p.  trzos  43 
tid-n  125 
tülkas  43 
tureti  II  407 


tursas  83 
turü  63 
pr.  tussise  55 
po-tn.rnqti  55 
tvänas  351  (falsch) 
tverti  II  407 
tvirtas  54 
turdtc  54 

tyleti  151,  II  656 
fi/ti  178 
r.  ngorX  107 
ufi  55 

ungurys  107 
üosis  86 
Hxo  55 
vagiii  172 
valdyti  157 
vapsä  75 
värna  182 
vafnas  182 
värpa  94 
vartyti  44 
varzas  175 
vasarä  74,  82 
i-asu  II  170 
vqsü  86 
vecerU  88 
vedü  II  516 
veidas  58 
velkü  174,  185 
velys  362 
r.  rereteno  137 
resna  74 
vezq  59 
vezii  59 
veza  178 
vede  II  348 
rem,  veriti  50 
r.  ridel  II  284 
vidüs  41 
ridii  41,  58 
vienas  57 
vilgyti  59,  186 
vilna  158,  179 
viti  II  517 
rlccra  88 
ndora  41 
riadq  157 
Madima-u  49 
(Varf?  34,   186 
rlafia  59 

8.  vlast,  asl.  rlasfi  157 
rZAv7  (Partizipium)  174 
rlmt  158,  179 
voda  II  19 
I  r.  rolostl  157 
i  roti/o  31 
I  r.  röron,  roröna  182 


Pedersen:  Vgl.  kelt.  Gramm.    II. 


r.  vorotitl  II  526 

r.   vosprlnjal  259 

vratiti  II  526 

t'r<e<i  44,  174 

8.  vuna  179 

vüskrtsH'iti  Ib 

r.  r^;-  259,  II  299 

r.  ryhrall  II  475 

vylcnqti  II  475 

vy'ras  41 

vysol-ü  75 

pr.  Wagnis  159 
I  1.  pr.  widus  41 
]  p.  wrzos  60,  175 
;  r.  xroja  68 

zadü  160 

zelenü  147 

zemlja  89 

zima  66 

zmija  89 

ena/»  II  547 

8.  zofc,    asl.   8.  zohati,    r. 
^o&r  161,  187 

zovetü  II  354 

zreti  52 

2rH0   52 

2tJr«  II  354 

zvizdati  II  627 

zälias  147 

r.  :o/T  II  460 

zändas  156 

zärna  II  661 

zasis  86 

fi.  zebrik  117 

iegq  108 

r.  ze»icuq,  zemcuiina  II  58 

zerae  89,  II  88 

zena  47 

2engiü  187 

zerariß  38 

zqdati  65 

zidq  136 

äiemä  66 

zilas  147 

zindau  53 

zinoti  II  547 

zirnis  52 

zito  58 

iit'u  62 

ziitta  95 

://r/l47 

imogüs  89,  98 

zmönes  89 

irmi  62,  177 


62 


818 


Wortindex.    Griechisch. 


d-  45 

äyiXr}   103 

dyoazög  79 

äyQa   103 

ayQÖTSQog  II  44 

a;';^<örr»'Off  II  22 

aj';t;c/j  107,  161 

äyoi  96 

ayco»'  101,  103,  177 

ddä/uarog  132,  180 

K  dddgxt]   111 

a^j^T'  71 

ddiy.rj   186 

a£j?Ao?  110 

äeV.a  60 

dero's   55 

ngr.  a^Qconog  150 

alyiXixp  84 

dt£?  II  96 

ati^w  57 

kypr.  afAo?  69 

at7i6?.og  127 

atjoa  73 

dtöotü  II  521 

aioöv  56 

d><?7ßaro?  II  378 

dxöXovß'og  51 

d;<oV»7  412 

äxog  65 

d>«^o?  178,  189 

ähxp  84 

d'AAo?  69 

«;.?  31 

d?MJi7]^  92 

a>a  47,  II  170 

ä/ußgozog  163 

d^slyoi  43,   124 

ä/xsvai  71 

d/ivoV  32,  109,  248 

d^9?<  41,  256 

dfxipdvxrj  122 

dfKpiJioXog  II  485,  599 

dfKfKpSQCO    II    475 

äficpco  119 
dm  177 
dvdj'x»;  126 
dVa^  II  98 
ngr.  avögag  150 
dr^gtct?  II  104 
ävEfxog  31,  180 
dvexpiog  93 
dvj^ß  136 
dfo)»'  78 
OTrdrcoß  183 
dnd  93,  177 


5.   Grieehiseh. 

dnoXavoy  54,  II  22 
ägyvQog   104 
ägxTog  89 
ägorgov  31,   180 
ägovga  63 
dß;r>;   94 
dgxixaxog  II  3 
doxrjd^rjg  76 
dajiaigco  75 
dar»;^  78 
döTOff  35 

dorßdj'aAo?  85,  177 
drctß  138 
d'reg   138 
ätsgog  138 
äzoTcog  46,  129 
av^cü  54 

avzoxaoiyvr}zog  53 
äcpvo)  161,  177 
dcpgojv  183 
äyvvfxai,  161 
böot.  /?avd  47 
ßagvsg  144 
/Sa^r?  62 
ßsXövt]  79 
/?^vat  II  458 
|ff;.d|  52 
ßXijxgög  52 
/?Aaor  137,  175 
ßXojaxoi  163 

/?o»^  108 

argiv.  Bog-&ay6gag  51 

Bovxicov  54 

ßovxöXog  54,  127 

/SoCs  II  26 

ßgazdvav  44 

ßgiagog  62,  II  661 

ßgozog  163 

ßgox&og  183 

ßgvxco  103 

K  yarao?  20,  57,  74,  96 

yavdw  96 

yaazrig  82 

yardAat  139 

yClMW    95 

yeVro  95 

yeVfb   156 

ysgavog  38 

yigysga  98 

ysvo/Äai  80,  II  550 

yrjgdaac  52 

yfjgvg  144 

yiyvofxai    95,   U  394,  544 

ycyvcöoxoi  II  547 

yAotd?  95  ! 


yvdv^o?  156,  175 

yvj^ato?  53 

yvcord?  48 

yogyög  95,  180 

ygaü?  52 

yw»;  47 

daSvoaco ,        daidvaasad'ai 

II  475 
öaico  II  39,  508 
ddxvoj  II  60 
ödÄT^t;  124,  186,  296 
daixdXrj,  ddjLtaXig  164 
ddfivrjfii  168,  II  504 
dor.  däfxog  48 
Sajtdvt]  111 
Öearo   II   102 
diSogxe  II  368 
dsixvvg  249 
dsmvsco,  deiTivov  111 
(5««a  46 
öiAra  16 
dsf/,viov  167 
^£^(0  167,  186 
^£^<og  36,  89 
öc'ßco  52 
8exo/Liac  423 
^i^  167,  II  214 
dfj/iiog  48 
diazzäco  72 
6«'d«^«  48,  II  475 
diTiXdacog  91 
8ö/Li.og  186 
öogxdg  64 
5del  64 
5dßu  144 
Sgdyjua   87 
dgdaao/uai  87 
dgayjii)  87 
5߫off  80 
dgoizt]  IIb 
8va-  475 
5(üßo»'  48,  246 
IV  74,  82 
«zß  'Blut'  II  106 
l'/?>?v  II  458 
iyyovi]   101 
£j';^£At;?   107 
iyxsoificogog  49 
£yc6  II  342 
söofiai  II  559 
iöö&rjg  249 
edgaxov  42 
s'Co/uai  72 
£?  476,  II  429 
£t3o?  41,  58 


Wortindex.     Griechisch. 


819 


d8(ö?  II  102 
sixög,  il'xvTa  II  667 
slfii  II  339,  429 
eigyco  97 
sTg  II  170 
el'ooftac  II  406 
ixazöv  46 
ixßdUco  II  459 
ExXvov  II  495 
exovaicog,  excöv  II  28 
sxvqÜ,  ixvQÖg  75,  188 
kXäoacov  69,  97 
iAavj'cw    II  353,   453    (Z. 

23,  27) 
sla(pog  II  48 
iXaqpQÖg  97 
i?.axvg  69,  97 
lAe'a  40 

lAerv  64,  94,  II  631 
iXevao/iiai  174 
cAi^  II  98 
£A;<aj  185,  II  564 
skog  94 
JAvw  II  522 
eXcoq,  iXcÖQiov  II  631 
iXcoQiog  40 
EfiTcedog  II  57 
iv  392,  II  298 
evaga  178 
ivsöga  86 
eV»;  >i;a£  vsa  36 
IVi?a    115,    178,    247,    II 

193 
Jn  177,  II  298 
ivvia  61 
k'vvsjiE  129 

EVVV/LU    II  18 

ivioma  38 

4^  244,  II  295 

i?  78 

l'^coT«  II  443 

Eoixs  II  667  (Z.  4,  18) 

EOQ    73 

EnE(pvov  108 
eW  93,  177 
ETTixägaiog  83 
SniOQXECÜ    II  653 
ijiiara/Liat  91 
S7iixldt]i.a  II  551 
l^ro^mt  129,  II  394 
e-TOßov  52,  II  100,  391 
ijiQiäfir]v  128,  179 
Jjrra  72 
sQsßiv^og  109 
eqeIxi]  60 

SQEIXCO    122 

EQSTf.i6g  II  591 
EQKpog  118,  176 


i'jOö);  176 
EQv^QÖg  54,  265 
eQvaaafXEV,    kQvaoofxev    II 

355 
EQxofxai  II  360,  648 
iojuvytjv  122,  186 

EOTCEQa    75 

k'ansQog  75 
iort'  173 

ETEQOg    138 

iVt  41,  177,  256 
EzXtjv,   s.  zXijvac 
Ezvog  160 
e^yev»;?   73 
Evyivcog  73 

fiWV«?    181 

EVQiaxco  II  533 

svQvg  II  119 

iyJxXt]  97 

ix^iojv,  EX'&QÖg  II  119 

E^iäva  99 

ixTvog  99 

1';^'?   99,  107 

/■£^  78 

^£tat  65 

^Evyvvfic  188 

Z£?;?  173,  174,  182,  II  92 

Cico  65 

CrjTECo  65 

^OQxdg  64 

to'el  33,  64 

Cvyöv  98 

Cvift?;  65 

Cco/iiog  65 

1  II  175 

^yiofiai  II  610 

^5vff  74 

fjEXiog  62 

^i?««   72 

^??co  72 

7jt&Eog  41 

TyAto?  62 

»;At;i?ov  II  378,  648 

rii.iEQa  71 

tjvsyxov  152 

jjvt'a  47 

^TTOß    129 

ijQEfia  II  602 

^Eaiva  II  57 

i9£tV«  108 

t?£oV  II  32 

dEQfiog,  ßigog  108 

i?£ecü  II  537 

&£aaaadac  108,  II  551 

i?»?A»;  111,  183,  189 

dfjXvg  111 

t?jJöaro  111,  183 

i?et'f  100 


{hjyäxr)o   180 
^vXiofzai  111 
r^v^utJ?   111 
i>vw   111 
«o?  II  35 
txzTvog  176 
äol.   ifißrjQig  107 

t/XEQOg    169 

rva  II  198 

tV^d;.;.o^at  41,  II  524 

lovdog   114 

K  logxog  20,  64 

to?  73 

r;r^oj  36 

töro/wat  II  394,  630 

loZEOV    136 

iozrji.li  79 

lazoiQ   136 

taxvdg  71 

toiviä  II  59 

xaixcag  56 

«atvo?  23,  32,  121 

xäxxt]  All 

xdXafiog  121 

xdX.Tzt],  xdX.Tiig  94 

xdfxazog  53 

xdfivo)  47,  53 

xdngog  92 

xagöia  69 

xaQJtdXu/iiog  121 

xagjTÖg  23,  44,  94 

xaQTiög  'Handwurzel'  121 

xdgzaXog  160,  II  54 

«ara    138,   174,  438,    II 

283,  302 
xazaxöjizco  II  283 
xaza<payETv  II  283 
XEIQCO    II   616 
xiXsv&og  51 
XEgai^co  II  378 
xsgaög  180,  187 
xigag  61,  158,  187 
xigdog  36 
xigxog  126 
«fi^^aA»;  117,  184 
xijdog  121,  476 
XT]8(0    II    10 
x»;^.j;  183 
xrjXoy  121 
x»/ß  69 
xTxvg  51 
;</;(;;.»;  103 
xXanagög  163 
xAacü  II  49 
x;.£'o>,-  II  96 
;<ylf.TTW   II  482 
xXt'jfia  II  49 
xXfjQog  II  49 

52* 


820 


Wortiiidex.     Griechisch. 


23 


xXivco  58 

xhoia   121 

xlövig  121,  176 

x?>vt6s  35 

xvä(paÄov,  xvacpsvg 

xviqpag  II  97 

xvi^f^rj,  xvtjfiog  53 

xviöi]^  186,   189 

xoi/iidü}   58 

xoigavos  362 
><o;.a97o?  II  29 
xojueo)  47 
^oVi^f?  41,  185 
xÖQßvg  173 
XQatJivög  161 
»«eea?  61,   139 
agridsfivov  167 
XQrjTiig  94 
?fß<Vw  124,  II  33 
XQ6/U.V0V  121,  541 
XQVJirddiog  II  28 
xqcÖjzcov  94 
xvßsQväco  II  53 
xvdidvsioa,  y.vdgög  II  3 
^ü^/??;,  p^i;^/?o,-  119 

xvTzagog  134 
Xü)xvco   125 
xcÖQvxog  332 
/.äa?  251,  II  100 
^>a?'>'o?  161 
/.dxxog  361 

^.dflTlCO    Ib 

^-ayaivoi  97 
'Asifia^  84 
Ae/^w  130 
i?a;cw  100 
-ifVa?  II  100 
;.£<j;i:»;  98 
Afv«of  54^  122 
Uvoaco  54,  122 
^fj;cü  80 


^«^fo?  97,  98,  II  570 

^.^vo?  179 

hßndvco  130 

^.<V  84  mit  Nachtrag 

/ocrpoj'  61 

-^.0^6?  78 

/.oßdo?  80 

XoVTQOV    61 

Aoi;w  63 
^6950?  33 
^■oxog  97 
-'■«^y^  186,  188 
^•vygog  123 
^.uCw  151 
}.cößr}  117,  183 


Äco'icov  54 

fiaddcü  II  574 

fidxTQa  53,  81 

fiakaxög  125 

Ha)3ax6g  114 

^öAä;;;   130 

ßdzaiog  133 

/M£  II  167 

HsyaiQü)  79 

ßdysßog  421 

^f'cJo^a«  II  394,  580 

^f£'?9t;  37 
f^s&vaxco  367 
(J-sßva>  63 
^«r^al^  II  100 
Hekdriegov  II  118 
/"£>?«  162,  365 
lieliKü  94 
Hifißlcoxa  163 
Hil-i(pofiai,  fCEfM(p(o?.n  119 
-/^«a??a  II  345 
/we'öo?  112 
;^^£r£»ov  296 

nn^ofiat  II  394,  580 

t-irjxoiv   159 

^»^>'  86 

i"^v<7f  82 

firjQiov  82 

iW'?^&?  82 

i"»?r»?£)  48 

/Uta  87 

iu/ö;'«  76,  88- 

Hio^öco  II  340 

/Mot  II  167 
/uorro?  57 
(MoA.Tj;  94,  293 
fiüoov  67 
iWvi?o?  113 
fivXXoy  45 
yaü?  55,  II  93 
vsaviag  II  90 
»'f'^v?  46,  174 
vevsvxevai  61 
>'f'o^a<  II  526 
veo?  55 
vevco  61 

>'£9?£;.;7  117,  183 
vs(pog  255 
»'«WO?  109,  186 
veco  85 


I  v^ao?  156 
I  v^qpco  109 
I  v<r(ü  109 
'  vixä  124 
»'<Va  85 
rvi  123 


78 


o  II  138,  175 
o  II  235 
j  odovg  46 
ojJoV»;  II  516 

o?<5a  247,  II  406,  524 
olxoi  II  83 
oi'rtj   57 
öW  251 
oio&a  II  381 
oi/ofiai  101 
olcorög  56 
oWp<?  123,  178 
o;<rw  123 
o>?£'p<cü   126 
I  oP.og  53,  413 
I  6fi(paX6g  148,  538 
j  oj-e^fSo?  II  584 

ovoi.ia  46,  II  113 
I  ovofiai  II  61 
I  ovv^  107,  149 
j  o|^/j'/;   122 
I  o^vr]  86 
,  ojiöoog  II  209 
tret.  owi  127 
oeyrj  105 
oßt?oV  51 
OQVig  491 
o^o/Jo?  109 
OjOßo?  83,  184 
oQcpavög  32,  118 
oariov  85,   177 
oofpvg  32 
or<  II  209 
Ol!?  55 
093'?  99,  107 
6(pvlg  159 
099e?;?  II  93 
oyog  59 
nald/ifj  53 
nagaazäg  II  663 
Tra^o?  439 
^roöra?  II  663 
^aT»;^  31,  183,  II  105 
nsöd  II  98 
nsdivög  II  57 
nedov  91,  181,  184 
jiecQco  37 
^eU^.a  85 
TTcV;;?  249 
nivoj^iai  114 
TreVre  37 
ninQwrai  52,  II 100,  391, 

513 
^^f'ßa  91 

JISQ&CO    114 

^££><  41,  91,  256 
nsQisoTi  II  442 
nsQinXonEvog   127,  II  485 


Wortindex.     Griechisch. 


821 


nEQnsXk6(j.evog  127,  11485 
TlEQKpEQOi   II  302,  475 
TisQxr)  126 
nEQxvö^  126 
TtEQvrjfxi  II  339,  341 

TlEQÖvrj    37 

jisQvai  90,  541 

niaaca  38,  129 

TZEzdvvv/iii  132 

nho/iiai  90 

äol.  :7r?;Art  128 

IIiEQia,  JIiEQiog  91 

nXdxavog,  Jikaxvg  43 

:r;£w  91,  II  572 

ttAc'wv  68,  II  119 

TiXfjßos  37 

.tAi^i?!;?  37,  II  68 

jcXiooofiai  84 

jr;.t;j;ag  84,  115 

jzXöog  62 

TtXovxog  61 

cttAuvoj  91,  II  575 

TToOioi  108,  362,  II  551 

nolEvco  II  494 

:Trd^TO?   160 

TioXvg  91,  167,  11117,119 

jidöOs  II  205 

jiözEoog  128 

Tiöxvia  II  57 

TTOt;?  50,  183,  II  98 

TiQaxvög  541 

TIQEIV  392 
71QE7KO  93 
JTß/j'    392 

jZQivog  44 

.Tod  II  74,  300,  302 
:?rpdj'ovot  II  533 
7ioo(pijxrjg  II  302 

JlXEQtg    91 

jrrfßdv  90 

7iv&l.irjv  188 

nvhyysg  47 

.-rvv^a^   188 

nvv&dvofiai  35,  II  476 

Qsyxco,  Qey xoi  82,  157 

QEVfia  54,  82 

^e'co  35 

^ryo?  185 

e^'Ca  69 

QÖ&og  82 

oaQÖävtog  504 

ödcw  72 

0fi  II  168 

GBQcpog  109 

ö^T?ü>  72 

2'txi;wv  II  108 

oxaiög  77 

cxdXXco  359 


axafißdg  119,  185 
axdv(5aAov  77 

OXETtaQVOV    II    53 

axözog  76,  183 

a/nvQi'Co}  87 

afivxo/uai  122,  185 

öot  il  168 

öTrAdyj^va  188 

ö7r;.»?v  75,  176,  188 

oraywv  103  (Z.  7,  24) 

örat?  56 

azdag   56 

axsyvög  99,  185 

oxiyoi  97,  185 

axEißo)  116 

0T«;fc«  124,  174,  II  648 

axEQyoi  78,  186 

axiXjivög  79 

axoißt]  116 

axö/ita  78,  125 

oxöfiaxog  125 

axQayydXt]  81 

oxoaxog  81 

axQtjvog  81 

axQcoxög  52 

av/iißaivco  II  436 

a<paQayE(ü   104 

09?»;v  75 

ö??»?^  88  mit  Nachtrag 

acpvQov  II  53 

ö;tttw  77  (Z.  13,  15) 

ra/iiiag  II  90 

zavad?  132,  180 

ravu-  132 

raüßoff  63 

riyo?  99,  185 

Tei?,Md,-  333,  538 

Tcr^jo?  II  506 

TEÄTOi    89 
XEXXCOV    85,    89 

xEXancüv  169,  178 
revcSw  160,  II  60,  668 

XSQSXOOV    134 

XEorjdcöv  139 

re'o;!;''o>   97,  180 

xiaaaQsg  36,  176,  501 

dor.  xExoQEg  176,  II  128 

Tergawr  II  107 

xixxuQEg,  s.  xiaaaQsg 

xeqpga  108 

Ts';ijv;j   89 

T^yle  128,  183 

T)?/lta  132 

T»?;<xo^-  II  192 

xivv/nat  365,  II  101 

tjV  128 

TA»7vat  132,  151.  II  656 

To  II  175 


rot  II  168 
xot/og  II  506 
xonixög   129 
xöofiog  170 
xod/xig  170 
xoav/xa   160 
Tosr?  132 
xoEJio)  II  494 
roiyo)  39 
Tßtdxovra   II   129 
XQi:xXdoiog  II    128 
r^trc-jv  132,  179 
Totc5v  II  127 
xQoyog  39,  97 
xovyo)  101 
rgvoj  160 
TU  II  168 

TVj';rdvc/j  151,  II  486 
TU/Z^O?    109 
zrgj/.di    116 
xvq>og  116 
Ti';if»;  151 
vyyefiog  95 
v^ojß  II  19,   106 
VTiEQ  185,  II  296 

VJTEQEV    II    124 

vnEQiXEvrjg  168 

vnsgqDEQtjg ,    v7iEQ<peQ6j    II 
475 

vnvog  94 

v.To  185.  438.  II  295 

vnxiog  439 

ußjiji/  175 

voLiivri  65 

vfptaxafiai  II  630 

vy.>t]X6g  75 

vj^t  75 
{  qpdxsXo;  77 
j  9Ja;.;.d,-  32 
,  97dö}'avov  127 

(fdaxcoXog  77 

<pdxv}]  157 

(pfßw  II  341.  407.  475 
!  9?»;/^*  II  460 
:  (p^i'vco  89 

qpdi'atg  89 

9'rri;,  qpixi'co  531 

q>6vog  108 

(pOQECO    II   407 
I  9?odr>/o,  (pgäxoiQ  48 
j  (pQEag  II  478 

I  9?t;ö<;  35 
I  ;!jaroc  74,  96 

Xai^t]  80 

Xa/^tai  II  98 

;i;av5d»'(ü  39,   160 
I  x«r«»-  140.  185 


822 


"Wortindex.    Ital.  und  Roman.    A. 


XSifiegivög  II  53 
Xeijucöv  66 
X^Q^js?  83 
XECO  37 
XTjv  86 
XVQ  99 
X^kp,  176 
X^i^ög  176 


;ijiCü»'  66,  67 
;(;;.£»;>?  II  102 
Xhagög  66,  67 
XltoQÖg  147 
XÖSavog  160 
;^o^  II  88 
/v /^    --  X^oTgog   120 

;^i?£'ff  89,  176  ;^oA£'^a  II  25 

;^j?tto?  176  ;to;.»;  II  25  (Z.  6,  32),  521 

yßwv    89,    90,    166,   173,    xo^^og  II  25 
176 


XÖQTog  136 
;^v;.o?  II  88 
;yi'^oc  II  88 
tpcüfiög  87 
a>j9£'cü  II  515 
coxvg  48 
dikivt]  II  59 
cojwd?  32 
cüov  66 


6.   Italisch  und  Romaniseh. 

Das  Material  ist  auf  zwei  Verzeichnisse  (A  und  B)  verteilt.  Das  Ver- 
zeichnis A  enthält  die  lateinischen  und  romanischen  Wörter,  die  als  Quellen 
keltischer  Lehnwörter  angeführt  sind;  alles  übrige  ist  ins  Verzeichnis  B 
verwiesen.  Lateinisch  ist  unbezeichnet;  e.  =  englisch  (romanisches  Wort 
im  Englischen),  f.  =  französisch,  i.  =  italienisch;  o.  =  oskisch:  u.  = 
umbrisch. 


abbas  227 
abecedarium  226 
absentia  219 
abstinentia  234 
abyssus  202,  226 
accentus  234 
accepta  236 
accidentia  234 
acer  229 
acerbus  227 
actualis  196 
actus  229 
admissus  241,  374 
adoro  206,  207 
aduersarius  215 
aifectus  228 
Agricola  223 
altaria  203 
amplus  238 
anachoreta  228 
analogia  191 
angelus  224 
animal  240,  280 
ante  tertiam  200 
antiquus  192,  231 
apostolus  219,  236,  265 
Aprilis  192,  237,  239 
arca  191,  230 
arraa  241 
articulus  229 
ascendo  192 

asellus,  asinus  217,  238, 
374 


A. 

astella  199,  238 

auctor,  auctoritas  212 

augurium  212 

augustus  212 

f.  aumöne  241 

aurum  211 

axilla  193,  218 

baculus  225,"  239,  326 

baiula,    baiulus    216,    II 
662 

balbus  227 
'  baptidiata  220 
j  baptisma  192,  220,  237 
I  baptista  193 

baptizare  192,  237 

barba  227 

barbarus  227 

battuo  235 

benedictio  200,  225,  229, 
266,  II  110 

beneficium  221 

bestia  208,  218,  226,  235 

beta  210 

bissextum  217 

blaesus  213 

blandus  225 

botellus  232 

bracchium  192,  230 

brassica  226,  228,  235 
i  bualium  196,  201 

bubalus  207,  226,  239 

bucca  196 

bufo  207,  221 


burgus  224 
caballus  226,  288 
e.  cabbage  230 
caldaria  225,    caldarium 

146 
calendae  199,  225 
calidus  225 
calix  227 
callidus  225 
calua  215 
calx  230 
camel(l)us  210 
camisia  170,  240 
campus  237 
cancellus    230,  238.  383, 

526,  541 
Cancer  493 
candela    193,    210,    225, 

239,  361 
candidus  225 
canna  194,  239 
cannabis  193.  226 
canon  193 
capa  236 
capistrum  192 
captiuitas  236,  374 
carbunculus  227 
carcer  191,  199,  230 
f.  carreau,  carreler  231 
carrica  238 
caseus  202,  217 
normand.  casser  504 
castellum  219 


Wortindex.    Ital.  und  Roman.     A. 


823 


af.  castoi  210 

casula  217 

cathedra    113,   191,  225, 

231,  288 
cattus  234 
caucus  211,  212 
canellum  215 
cauitas  202 
af.  cauldun  147 
caulis  211 
causa  211,  217 
celebrare  226 
cella  197,  238 
cellarius  II  51 
cena  208.  209 
cenaculum  210 
census  209 

centrum  139,  198,  234 
cera  208 
cerasus  198 
certus  227 
ceruical    211,    215,    227, 

239 

e.  chalk  230 
character  II  50 

f.  chasse  II  70 
f.  chasser  504 
af.  chaiulun  147 

f.  Chevron  16,  192 
e.  cibol  230 
cicuta  209 

cingulum  200,  227,  326 
cippus  200,  238 
circellus  383 
cista  200 
ciuitas  202,  214 
clericus,  clerus  208 
cloppus  238 
coaguluna  194,  223 
coctura  II  666 
coctus  228 

cobors  205  (Z.  29,  35) 
colaphus  237 
colonia  541 
colucula  239 
coluraha  195,  227 
columna  240 
coraraeatus  205 
communio  241 
compello  237 
completus  238 
condensus  209 
confectio  228 
confessio  221 
conflictus  221 
me.    coning,     af.   connil, 

connin  230 
consiliator  II  42 


consilium  205 
construendum  196 
contendo,  contentio  234 
contractus  229,  234 
contrarius  139,  203,  234, 

491 
conturbo  227 
conuentio  197,  215 

e.  cope  236 

coquina    194,    231,    239, 

266,  363,  coquus  231 
cornu   194 
Corona  207 
corpus  194,  237,  364 
corrigia  195,  201,  238 

f.  coup  237 
coxa  217,  516 
Creator  197,  203,  232 
creatura  197,  203 
crotalia    194    (Z.  7,  37), 

493 
crudus  207 
crux  196  (Z.  8,  17),  217, 

227,  362,  516 
crypta  202,  236 
cubiculum  197,  226 
cubitus  197,  226,  233 
cucullus  227 
f.  cuisine  231 
culcita  14,  196,  230,  364 
culina  II  111 
cultellus   233,  383,  384, 

492 
cuneus  196 
cuniculus  230 
cupa  207 
daemon  213,  224 
damnare  240 
Dauid  517 
decima  240 
defeetus  228 
delecto  228 
densus  209 
desertum  209 
f.  devin  210 
f.  devise  210 
diabolus  201 
diaconus  201 
diameter  240 
dilunium  197 
directus  229 
dis-  II  8 
disco  200 

disculus,  discus  224 
diuinus  210 
diuiso  210 
doctus  228 
dominica  194,  240,  364 


Donatus  541 

draco  192,  224 

du plus  201 

durus  207,  224 

ecclesia  198,  347 

edictum  209,  229 

effectus  221,  228 

f.  .'glise  198 

me.  egre  229 

elementum  200 

f.  enchifrener  371 

af.  enoint  224 

episcopus  202,  280 

epistola  236 

Eugenius  212 

excusatio  II  46 

expensa  209,  219 

faba  192,  221 

factus  228 

fagetum,  fagus  221.  222 

falsus  220 

fama  240 

fascis  221 

fata  203 

Februarius   220,  491  (Z. 

7,  27) 
fenestra  221 
feniculum   210 
fenum  208 
fibula  210.  221 
fides  42,  201 
af.  fie  228 
figura  338,  365 
firmamentum    201,    203, 

241 
flagellum  221.  222,  491 
flecto  221,  228 
fontana  195.  234.  335 
forma  205,  241 
fossa  371 
fouea  214 
fractus  229 
fragrare  223 
frennm  208,  221 
Froi«^i«06 
fructus  229 
fuga  196 
für  207 
furca  230 
furnus  221,  362 
fustis  221 
e.  garner  491 
e.  garter  191 
gemellus  222,  240 
geminus  222,  240 
gemma  222 
gentes  234 
glandiura  225 


824 


Woi-tindex.     Ital.  und  Roman.    A. 


glossa  205 
gluto,  glutto  196 
gradus  193 
Graeca  213 
gryphus  210 
habena  210,  216,  239 
haeresis,   haereticus  213 
hapsus  219 
f.  harbe  199 
Hebraicus  191 
herbarium  199 
Mstoria    194,    219,   375, 

380 
e.  hommage  II  46 
hora  49,  206 
humilis  197,  216,  239,  266 
Jacob  518 
lanuarius  204 
idolum  224 
ieiunium  215 
imago  205 

Imperator,  imperium  237 
impraegno  223,  237 
mlat.  impiitare  238 
incensum  209.  230 
infernum  201,  221 
initium  200 
innocens  228 
innocuus  228,  239 
instruo  196 
intellectus  200,  367 
intendo,  intentio  234 
interuenio  234 
louis  215 
ira  210 
ludaeus  396,  213 

e.  joke  215 

f.  journee  201 

e.  justice  215 
labor  193,  238 
lac  228 

f.  lächer  218 
laeuus  213 
laicus  203 
lamina  204,  240 
largus  223 
larix  192 
Latina  191,  232 
me.  latoun  490 
latro  192,  233 
laudare  224 
laxare  218 
laxus  49,  218 
lectica  228 
lectio  229,  377 
legendum  222,  225 
legiones  197 

leo  197 


leuca,  leuga  212 

liber  226,  268,  365 

licitus  201 

ligamen  222 

linea  197,  210 

linum  210 

liquida  201,  231 

littera  200,  234 

lixiuum  218 

longa  195 

lorica  205 

luna  207 

macerare  199 

maceria  199 

macula  193,  239 

magister  222 

maior  216 

Malus  216 

maledictio  192,  200,  224 

—225,  229,  II  110 
manica  193,  227,  373 
f.  marche  199 
margarita  192,  223 
Maria  192 
martellus  239 
dies  Martis  202 
Martius  202,  231,  233 
martyr  192 
materia  199 
matutina  204,  232 
Mauricius  211 
medicus  239 
sard.  melino  "11  668 
membrana,  membrum  227 
memoria  194,  240  (Z.  17, 

28),  267,  375,  492 
af.  menestre  201 
mensa  209 
mensura  209 
mercatus  199 
meretrix  211,  232 
miles  210 
milia  210,  II  130 
modius  195 
modus  194,  361 
f.  moelle  87 
f.  moitie  112 
molina  194,239,240,266, 

363 
monachus  195,  228 
monasterium  195 
monumentum  240 
mortalitas  II  42 
morticinium  194,  239 
mortuus  195 
murus  207 
musculus  207 
mutare  207,  231 


myrias  II  131 

natalicia  204,  389 

natalis  204 

negotium  231 

nona  206 

nota  194,  232,  -rius  205 

numerus  196,  240 

nuptialia  236 

oblatio  226,  262 

oboediens  195 

obsequium  219 

occasio  195,  205,  217,  230 

occupare  197 

oceanus  206 

ocrea  229 

f.  octroi  212 

oculus  362 

offereuda  221,  225 

officium  221 

af.  oile  194,  322 

oleum  194,  196,  253 

opera  222,236,  1136,411 

oraculum  206 

oratio  203,  205,  II  46 

ordino  364,  ordo  205,  225 

ostreum  194,  220 

af.  otrei  212 

paenitentia  213 

e.  page  230 
pagus  222 
pala  204 

Pallium  235,  II  66 
palma  'Handfläche'  241 
palma  'Palme'  241 
palus  203 

papilio  204,  239, 361,  374 
papyrus  210 
paradisus  210 
paratus  204 
paries  201 
parochia  196,  235 
pascha  193,  235 
pasco  217 
passio  193 
patella  232,  501 
pater  191,  232,  Patricius 
201,  235  (Z.  16,  24) 

f.  patron  490 
Paulus  211 
pausa  211 

pax  24,  202,  218,  235 

peccator  203,  232 

peccatum  205,  230,  232 

pecten  228 

penna  239 

pensum    209    (Z.  3,   18), 

540 
peregrinus  223 


Wortindex.     Ital.  und  Roman.    A. 


825 


perfectus  228 

persona  220 

l)ertinere  233 

peto  198 

Petrus  235 

pexa  218,  510 

pbilosophus  267 

e.  pilch  489 

piper  201 

piscator  II  42 

piscis  90,  200 

pisiira  200 

pix  228 

placitum  192 

plaga  203,  222 

Planta  234,  235 

plaustrum  212 

plecta  229 

plebs  208 

pluma  207,  235 

plumbum  227 

poena  213 

pondus  195 

pons  500 

populus  194,  237,  326 

portus  194 

postilena  208 

prae-  213 

praebendarius  199 

praecepta  213,  236 

praeda  213 

praedico   212,   227,   235, 

366 
praedium  213,  381 
praepositus  213 
praesaepe  210,  213,  217, 

235 
prandium  191,  201,  360 
prebiter   199,    presbyter 

198,  219,  235,  387 
priuatus  215 
e.  privities  191 
pro-  213 
probo  226 
propbeta  236 
prora  235,  289,  491 
psalterium  219 
e.  ptisan  237 
pugillaris  222 
pugniis  223,  235 
af.  puis,  puiz  235 
pulsus  489 
puluis  215 
punctum  229 
purgatio  II  46 
purgatoriura  223 
Purpura  235,  237,  383 
purus  207 


puter  233 

puteus  196,  231,  235,  253 

quadragesima    193,   203, 

220,  225 
quadratus  193 
quadrum  231 
quaestio  213,  231,  367 
quartarium  231 
quiesco  198,  231 
quietus  76 
quinquagesinia  220 
quodratus  193 
radius  224,  372 
rana  204 
rastellus  220 
rastrum  220 
rauus  214 
regula  210,  222 
reliquiae  231 
rete  208 
ruina  196 
sabbatum  227 
Saccus  216,  230 
sacerdos  225 
saeculum  213 
sagitta  216,  222 
sagma  223 
i.  saja  216 
salicastrum  192 
salicetum  216 
saliua  211.  215,  216,  238 
Salomon  373 
salsicius  373 
sauctus  229  (Z.  17,  19) 
Saturnus  197,  204 
Saxo  217,  374 
scaranuiu  217,  240 
scapba  236 
scaphium  236 
scaphula  236 
Schema  208 
schola  194,  217 
scientia  II  49 
scindula  84,  225 
scopa  205,  217 
scribendum  225 
scribo  220,  226 
scrinium  210 
scriptura  211,  236 
scripulus  211 
scrutor  232 
scutella  231 
scyphulus  217,  236 
scyphus  202,  217,  236 
secale,  i.  segala  197,  228 
sensus  209 
sentio  198 
septimana  236 


sericum  209 

e.  sermon  493 
serpens  199,  216 
aar  US  208,  216 
seta  209 

sexta  218 

sextarius  216.  218  (Z.  29, 

38),  491 
siecus  230 
Signum  223 
solea  194 
solidus  195,  225 
dies  Solls  205 
solium  194 
soUemne  357 

f.  songer  490 
sonus  195,  362 
e.  Space  541 
spatium  192.  219,  231 
specto  228 

sphaera  213,  237 

Spiritus  211 

splendens,       splendidus 

199,  225 
spolia  194.  219 
spongia,  spongus  224 
sponsus  206,  219 
stabulum  219 
Status  218 
Stella  208,  218,  238 
Stimulus  219 
stipula  219 
stragula  223 
strata  203.  220.  232 
stratura  204.  208,  266 
strictus  228  f. 
struthio  232 
stuppa  238 
subitaneus  232 
superbus  227 
surgo  223 
taberna  199.  226 
tabulatum  197 
talentum    200.  234.  239, 

266 
tegula  210 
tempero  198 
tempestas  198,  332 
templum  238.  326 
tempora  195.  198 
tempus  198 
tendo  198,  225,  231 
tenor  198 
termiuus  239,  241 
tertiana  197 
tertius  197 

testimonium  240,  II  66 
testis  198.  218.  367 


826 


Wortindex.     Ital.  und  Roman.    A,  B. 


af.  teule  210 
theca  208 
torquis  231 
torta  233 
toxa  217 
tracto  229 
traiectoriiim  216 
transtrum  203,  491 
tribulatio  211 
triduanus  196,  211 
trimensis  240 
trinitas  203,  232,  501 
tripes  231 
tunica  364 
turbo  II  60 
turris  238 


uagina  204,  222 
uelum  208 
uenator  II  42 
uenenum  214 
(dies)  Ueneris  214 
uenter  139 
uerbera  227 
uersus  214,  220 
uesica  210,  214 
uespa  219 
uesper  198 
uespertina  198,  214 
uetus  lex  223 
uicia  200 
uicus  210,  227 
uigilia  214,  223 


uindemia  214 

uinum  210,  214,  239 

uirga  191  (vgl.  II  662) 

uirgo  223 

uiridis  214 

uirtus  200,  368,  520 

uitrum  233 

uiuerra  238 

uncia  230,  362 

unguentum,  unguo  224 

uocabulum,  uocula  206 

uota  214,  232 

uultur  493 

f.  venimeux  490 

e.  vervain  214 

af.  vois  320.  f.  voix  526 


a  438 

accino  II  481 

acer  123.  178,  189,  412 

acquiro  II  490 

ad  II  74,  291 

K  adarca  111 

adhibeo  U  532 

adigo  II  453 

adnuo  441,  II  586 

aduenat  II  354 

aedes  57 

aequus  179 

aerugo  II  26 

aes  73 

aestus  57 

aeuum  56 

agniis    32,  109,  187,  248 

ago  96,  II  353,  374,  453 

albugo  II  26 

alid  II  196 

alias  32,  69,  372,  II  196 

alo  II  455 

altor  II  45 

altus  137 

amarus  32 

ambigo  II  453 

amnis  116 

angiportum  II  4 

ango  107 

anguilla,  anguis  107 

anguste    441,     angustus 

161,  178 
anima,  animus  31,  170 
u.  anouihimu  61 
anser  86 
aratrum  31,  180 
arbor  II  47 
ardiius  51 


ß. 

I  argentum  104 

:  K  f.  Arlet  256 

i  aruum  63 

1  asser  85 

I  assir  II  106 

!  at  II  236 

1  atque  127,  243,  414 

attigat  II  355 
,  auca  56 
j  auctumnus  103 
!  audeo  II  651 
i  aueo  II  587 

augeo  54,  "103,  179 

auis  56 

auris  55 
!  auunculus  55 

auus  55 

axis  78 

K  f.  Balleure  256 

K  f.  barat  163 

f.  bas  II  45 
^  K  f.  Bayeux  256 
I  11.  her  US  144 

bibo  187 
;  K  f.  bijou  79 
i  bilis  84,  116 
i  bos  II  26,  92 
I  K  f.  Bourges  256 
I  K  f.  brasser  163 
j  breuiter  11  43 
1  K  f.  bruyere  60 
{  bucetum  57 
!  -c  II  198 

cadamitas  121 

0.  cadeis  121 
;  eaecus  56 
j  caedo  494 
I  caelum  57 


caerimonia  164 

calamitas  121 

ealefio  II  448 

callis  52 

calpar  94 

caliimpnia  171 

campester  II  44 

cano  II  481 

caper  92,  187 

capio    93,   94,   182,  187, 

II  340 
capis  94 
captus  93 
eareo  II  407 
carex  485 
carpisculum  94 
carpo  94 
carus  184 
castigo  II  24 
caterua  31 
-ce  II  198 
cedo  88 
celeber  113 
celo  II  485 
0.  censamur  II  396 
centurn  46 
cerdo  36 
cerno  124 
ceruus  52 

K  f.  Chambort  256 
K  f.  change  380 
K  f.  Chorges  256 
cieo  II  491 
citra  294,  II  198 
citus  II  213 
clades  II  29,  492 
clauiis  63 
depo  II  482 


Wortindex.     Ital.  und  Roman.    B. 


827 


cliuius   68 

clueo  305,  II  495 

clunis  121 

rohibeo  II  532 

i-.ihors  136 

Loirauit  164 

colo  127,  II  485 

com-  174,  284 

comedo  II  283 

como  II  513 

compos  II  9 

concino  II  481 

K  f.  Conde  256 

K  f.  Condes  256 

conditio,  condo  II  502 

confero  II  475 

conficio  II  283 

consequor  II  302 

consimilis  II  9 

consors  II  9 

conspicio  185 

coquo  38,  129 

cor  69 

corbis  118 

corilus  32 

cornu  156 

corrigia  11  593 

Costa  85 

coxa  34 

cratis  160,  178 

creber  113 

credo  113 

cremor  168 

creta  68 

cribrum  134 

crispus  75 

cruor  61,  484 

Culex  147,  362,  378 

culmus  121 

culpa  94 

culus  50 

cum    138,  149,  284,  392, 

II  152   (me-cum),   293, 

322,  vgl.  com- 
cumera  387,  491 
cura  164 
curro,  currus  44 
dacruuia  124 
K  darama  164 
damnum  167,    dampnum 

171 
daraus  II  380 
daps  111 
dare  167,  s.  de 
datus  177,  II  380 
de  438,  II  294 
deabus  II  84 
debebas    II  364,    debeo 


II  532 

decera  46 

decus  II  124 

dediticius  II  40 

defrutum  115 

deiuos  173,  174,  vgl. 
diuus 

derao  II  513 

dens  46 

denuo  267 

deses  310,  II  35,  118 

desino  II  436 

desura  II  442 

dexter  36 

dies   42,  174,  305,  II  92 

Diespiter  174 

dingua  88,  107,  186,  494 

dirus  II  16  (falsch,  vgl. 
§  796  Anm.) 

disco  II  449 

discrimen  II  33 

dissirailis  II  9 

dissimulo  II  612 

distendo,  distineo  II  407 

diu  67,  II  92 

diuus  59,  vgl.  deiuos 

do  II  475,  vgl.  dare,  da- 
raus, datus 

domitus  132 

domo  164,  II  504 

doraus  186 

K  f.  Douqueur  256 

douura  48,  177 

K  f.  Dreux  256 

duae  250 

duco  151.11287,291,475 

f.  eau  230 

edo  II  559 

effero  419,  477,  II  475 

ego  II  167,  342 

erao  186,  II  513 

emptio  II  513 

eques  247 

equus  36 

erat  73,  II  430 

ericius  99 

erigo  II  596 

eruura  109 

est  173,  II  429 

et  177 

u.  etrof  177 

K  f.  Evreux  256 

ex  244,  267,  II  295 

exeraplura  171 

exhibeo  II  532 

exploro  535 

exsors  II  9 

extinius  II  123 


facies  II  88 

far  101 

farrago  101,  II  25 

fascia  77,  372 

fascis  77 

fatigo  II  24 

faueo  II  443» 

f.  fausse-gorge  234 

febris  108 

0.  fnhüss  II  506 

fei  II  25 

feles  98,  183,  II  23 

felix  111,  183 

fellare  111 

femina  111,  183 

femur  II  106 

u.  ferar  II  396 

ferio  II  45 

fero  II  475 

ferueo  36,  63,  115.  II  478 

filius  ia3,  189 

finde  489,  II  339 

fingo  II  506 

fio  68,  II  419,  -fiö  II  448 

flauus  105 

flos  116,  136 

fodio  111 

follis  105 

foret  II  419 

forfex  114 

formus  108  (Z.  14.  21) 

fors  42 

fortis  II  16 

forum  32 

foueo  108 

frango  II  339 

frater  48 

fretum  II  478 

rumän.  frig  141 

frigus  185 

frons  119.  17G 

frustra  55 

frustum  55 

fucus  88 

füligo  111 

fuluus  105 

fumus  111 

fundo  37 

fundus  188 

furo  II  32_ 

furuus  105 

0.  /•//.sjV  II  419 

0.  u.  fast  II  419 

u.  futu  II  419 


K  f.  garrigue  23. 
garrulus  144 
gaudeo  II  651 
gemo  95 


83 


828 


Wortindex.     Ital.  und  Roman.    B. 


gena  156 

inquiro  II  490 

gigno  95,  II  544 

inseque  129 

gladius  II  29 

insula  156 

glomus  95 

inter  139 

gluten  95 

iocus  65 

gnatus  II  447 

louis  175 

K  f.  goeland  23 

ire  II  515 

u.  gomia  95 

is  41,  294,  II  170,  195 

gradier   136,  II  339,  549 

i.  iscritto  334 

graniim  52 

itare  II  515 

gratus  133 

item  179 

grauis  62 

iterum  177 

rumän.  greü  141 

iubeo  65 

grex  98 

iudex  II  98 

f.  grief  321 

iugiim  98 

f.  groin  321 

u.  iul'a,  iuku  65 

grus  38 

iungo  148,  188 

gula  96 

iu8  65 

gustus  80,  II  362 

iustus  64 

habeo  39,  95, 187,  II  407, 

iuuencus  61 

532 

iuuenis  II  33 

u.  habina  117.  187 

iuuentus  II  33,  40 

hasta  88 

u.  liateramu  31 

heluus  105,  147 

u.  l-letram  121 

her  99 

labo  491 

heri  89,  176 

labrum  II  7 

K  Hibernia  91 

lacio  160 

hie,  hicine  II  198 

lacruma  124 

hiems  66 

lacus  361 

f.  hier  321 

lana  158,  179 

hira  II  661 

laniare  166 

homo  89,  183 

lapis  II  100 

hortus  136 

larix  144  " 

huiusce  II  198 

latus  367,  II  21 

huraanus  89,  173,  II  660 

lauo  63 

humus  89 

laus  II  572 

id  246,  352,  430,  II  170, 

lectus  97 

171 

f.  l'emporter  II  142 

idus  II  19 

lendes  188 

iecur  129,  174,  177 

leuigo  II  24 

K  f.  if  62 

leuigo  II  24 

ignauus  61 

leuis  39,  69 

alat.  im  II  171 

portug.  leve  76 

0.  itnaden  50 

iber  93 

imago  175 

lien  176,  188 

imitor  175 

ligula  101,  174 

impos  II  9 

lima  84 

imus  50 

limax  84 

in  392,  II  298 

lingo  100 

in-  45 

lingua  88,  107 

inclinäre  363 

lino  II  565 

inclutus  35 

linquo   130,  152,  II  340 

indigena  101 

565 

indulgeo  106 

Unter  81 

induo  61 

liquefio  II  448 

infra  50 

liquidus  60 

inhibeo  II  532 

litigium  II  24 

inquilinus  127 

litigo  II  24 

liuor  51 

longinquus  127 

loquor   43,  II  386,  403  f. 

0.  loufir  II  396 

luceo  54,  76,  122,  186 

lucerna  122,  II  53 

luctus  123 

lucubro  98 

lumbago  II  25 

lumbricus  109 

lux  98,  122 

madeo  II  574 

magis  II  120 

magister  II  44 

0.  mais  49 

manare  49 

K  f.  Mandeure  256 

manipulus  493 

manus  384 

marceo,     marcidus    125, 

163 
mare  32 
margo  97 
maritimus  II  60 
mater  48 
matertera  II  44 
matrona  II  45 
maximus  II  123 
meare  II  454 
mecum  II  152 
medeor  II  394,  580 
medius  112,  II  120 
medulla  112 
K  f.  megue  88 
mel  162 
melligo  II  25 
membrana,  merabrum  82 
mensis  86 
mentio  251,  II  46 
mentum  24 
merula  73 

0.  tnessiinass   II  120,  123 
meto  163 
f.  meurtrier  321 
mico  II  576 
miles  247 
minister  II  44 
minuo  64 
misceo  76 
mitigo  II  24 
mitis  51,  181 
mixtus  76 
f.  moi  II  167 
molo  45 
moneo  II  301 
raonile  33 
mora  44 
mortuus  44 


Wortindex.     Ital.  und  Roman.    B. 


829 


morum  67,  177 

K  f.  mouton  137 

raox  33,  78,  244 

mulgeo  43,  124 

ninnus  57 

mutuus  57 

nanciscor  152 

nare  85 

nascor  II  394 

natrix  134 

Datus  53 

nauigiura  II  24 

nauis  55 

nauus  61,  177 

ne  156 

lanuv.  nebrundines  109 

nebula  117 

neco  II  407 

necuter  127 

pränest.  nefrones  109 

K  f.  Nemours  256 

neo  68 

nepos     'Enkelkind'     92, 

II  103 
nepos  'Schwelger'  II 103 
nequalia  46 
neque  127,  243,  II  253 
u.  nesiraei  80 
0.  ness/mas  80,  II  123 
nex  46 
nidus  88 
K  f.  Niraes  256 
nimis  II  10 
ningit  85 
nix  85 

nobiscum  II  152 
noceo  II  407 
nomen  46,  II  118 
no8  II  168 
nosco  II  547 
noster,  nostrum  II  169 
notus  48 
nouem  61 
nöui  II  380^ 
nouus  55,  II  290 
nox  123 
nubes  85 
nudus  129 
numen  441 
nunc  415 
nux  155 
obdo  II  551 
oblino  II  566 
obses  II  605 
ob  uos  sacro  25 
occa  122 
occulo  II  485 
ocior  48 


ocris  123,  178 

octo  123 

oculus  184 

f.  oie  56 

oino(m)  57 

oitier  58 

olor  40,  II  33 

Omentum  61 

oppido,  oppidum  91 

orbus  32,  118 

origo  II  25 

ornus  86 

OS  'Knochen'  85 

ouis  251 

ouum  66 

K.  prov.  pairol  II  660 

palma  'Handfläche'  53 

paries  II  103 

pario  II  391 

paro  II  391 

pars  52,  II  391 

patefio  II  448 

pateo  40 

pater  31,  II  105 

patronus  II  45 

patruus  II  45 

pectus  90,  361,  363,  541, 

II  96 
pedes  247 
pellis  II  45 
penes  II  96 
penna  90 
peregre  91 
perendie  91 
perfero  II  475 
perfines  II  463 
pergo  II  596 
Span,  perol  II  660 
u.  persclo  44 
persisto  367,  II  394,  630 
peruenat  II  354 
pes  50,  181,  183 
pessimus  II  123 
0.  petiropert  43 
peto  90 

pigerrimus  II  123 
piscis  90,  174 
plantago  II  25 
planus  52 
plenum   II  91,    planus  I 

50,  52,  178 
pluit  91 
polenta  160 
polIex  135 
alat.  poluis  33 
Pompeius  38 
pone  II  205 
u.  ponne  II  205 


popa,  popina  38 

porca  122 

porcus  91 

portio  II  391 

portus  91 

posco  44 

postis  339,  II  663 

praestino  II  639 

precor  44 

prehendo  39,  160 

princeps  392 

proficio  II  445 

prohibeo  339,  II  302,  532 

proniulgo  II  580 

propinquus  127 

prosum  II  303.  445 

puls  160 

puluis  33 

purgo  II  24 

purus  91 

quadrupes  176.  183 

quaero,  quaestio  II  490 

quatio  II  479 

quattuor  36 

quercus  44,  490 

quernus  44 

queror  II  487 

querquedula  126 

qui  128,  250,  II  198 

quinque  37,  130 

quis  128 

quot  II  205 

radius  69,  179.  372 

radix  69,  179 

ramus  69,  189 

ratio  69,  372 

rum.  räü  141 

rectus  123,  II  91 

rego  II  596 

remex  II  24 

renügo  II  24 

reminiscor  II  394 

remus  II  591 

res  177 

rex  50,  244,  II  98 

rigeo  185,  II  593 

rigidus  II  593 

riuus  67 

rum.  rid  141 

robigo  II  25 

rogo  98 

ros  176,  II  19 

rota  33 

ruber  54 

ruf US  54 

rus  251 

sacena  68 

sacer  125 


830 


Wortiiidex.    Ital.  und  Roman.    B. 


saeculum  56 

sagio  39,  II  610 

sal  31 

0.  oalaFg  53,  179 

Salix  II  98 

sallo  114 

saluus  53,  179,  413 

f.  sanglier  321 

sapio  92 

sarpio,  sarpo  94 

satio  69 

satis,  satur  71 

satus  177 

scabellum  117 

scaeuus  77 

scamnum  117 

scando  77 

scena  68 

scindo  77  (Z.  12,  15),  II 

613 
scutum  58,  76,  184 
seco  II  613 
secus  129,  439 
sedeo  72 
seges  99 
semen  177 
senecta  II  32 
senectus  249 
senex  36 
senior  II  119 
0.  sent,  u.  sent  II  430 
Septem  72 

sequor  129,  II  386,  394 
seresco  78 
serus  51 
seui  50,  177 
sex  78,  177,  294 
i.  si  (reflex.)  II  400 
silua,  siluaticus  112 
similis  47,  165,  II  9 
simulo  II  612 
sine  138 
sinister  II  44 
sisto  79,  II  630 
sitis  89 
situla  72 
u.  snaia  85 
socer,  socrus  75 
sol  62 

sollempnis  171 
sollus  53,  413,  II  214 
somnus  94 
sono  II  625 
soror  73,  II  105 
alat.  SOS  II  171 
spargo  104,  185 
sperno  75 
(K)  spionia  68,  533 


spirare  384,  II  628 

spien deo  84 

stabilis  148 

stagnum  103 

stare    79,     per   me   stat 

II  433 
Stella  78 
sterno  81,  II  627 
sternuo  81 
steti  II  639 
stratus  52 
strenuus  81 
stringo  81 
suauis  74 
sub  185,  II  295 
subigo  II  453 
subsisto  II  630 
sub  uos  placo  25 
succino  II  481 
sucus  72,  186 
sudor  II  35 
suffero  II  475 
sugo  72 
sulcus  185 
sumo  II  302,  513 
sumptus  II  513 
super  185,  II  296 
supersum  II  443 
surdigo  II  25,  661 
surgo  II  302,  596 
surreptieius  II  40 
taceo  II  295 
talis  II  192 
talus  78 
tango  II  339 
K  f.  tariere  134 
taurus  63,  176 
tego  97 

terapus  'Schläfe'  II  100 
teneo  132,  II  407 
tenuis  132,  II  117 
tenus  286,  440 
tepens  92,  II  118 
tepeo  161,  II  19 
terebra  134 
terra  83,  293 
u,  te)'tiam-a  II  135 
tertius  67,  II  135 
tesca,  tesqua  81 
testamentum  II  48 
testis  II  135 
texo  85 
f.  ti  26 
tibia  116 
toga  97 

tolle  11  355,  649 
0.  touto,  xoifxo  54 
traho  97,  101 


trans  52,  415,  439 

tres  132,  II  127 

0.  ti-iihum  132,  178 

0.  h-t staamentud  II  135 

K  f.  Troyes  256 

trudo  160 

trux  II  97 

tuber  II  54,  651 

tulat  II  355 

tuli  151 

tumeo  51,  178,  II  54 

tundo  II  658 

uado  421,  II  379,  648 

ualeo  157 

uanga  159 

uanus  178  (Z.  10,39),  181 

uastus  32 

uates  48 

uecors  122 

uegeo  103 

ueho  59,  104,  124 

uelum  98 

uenia  156,  365 

uenter  82 

uentus  37,  292 

uenus  156,  365 

uer  74,  82 

uersus  44 

uerto  44,  137,  II  526 

ueru  144 

ueruex  63 

uerus  50,  II  666 

uespa  24,  75 

uesper  75 

uester  II  169 

uestis  II  18 

u.   uestra,    lat.   uestrum 

II  169 
uices  174 

uideo  41,  II  6,  651 
uidua  41 
uieo  433,  II  517 
uiginti  186,  II  129 
uilis  181 
iiimen  433 
uinco  367,  II  521 
uiola  433 
uir  41,  159,  365 
uirago  159,  248,  II  25 
uirgo  159,  248 
uirus  73 
uisus  136 
uitare  II  121 
uiuus  62 
ulciscor  126 
ulmus  175 
uina  II  59 
umbilicus  148,  538 


Wortindex.     Germanisch. 


831 


unda  II  19 
unguen  46 
unguis  107,  149 
unguo  46,  148 
Ullas  57 
uolo  II  121 


uoluo  II  522 
uos  II  168 
ursus  89 
ut  II  205 
uter  127 
utor  58 


j  uulgus  34,  106 

I  uulnus  157 

I  K  f.  vanneau  174 
K  f.  verne  156 
f.  verser  II  526 
K  f.  vouge  389 


7.    Gepmaniseh. 

Gotisch  (kursiv)  und  Althochdeutsch  (Antiqua)  unbezeichnet;  ae.  = 
altenglisch;  an.  =  altnordisch;  as.  =  altsächsisch;  d.  =  neuhochdeutsch; 
dän.  =  dänisch;  e.  =  englisch;  me.  =  mittelenglisch ;  rahd.  =  mittel- 
hochdeutsch; (m)nd.  =  (mittel)niederdeutsch;  (m)ndl.  =  (raitteljnieder- 
ländisch;  norw.  =  norwegisch;  schw.  =  schwedisch. 


abrs  49 

ae.  ad  57 

afar  93,  177 

ae.  äfigen  129 

ahsa  78 

ahtaic  123 

(lins  57 

aips  58 

aius  56 

atz  73 

an.  aka  96,  II  379,  453 

an.  akarn  103 

an.  akkeri  224 

akran  103 

an.  ala  II  455 

aljis  69 

d.  am  25 

ampfaro  32 

amsala  73 

ancho  46 

K  ae.  ancor,  ancra  228 

andeis  II  57 

angar  107 

ara  491 

araweiz  109 

arhaips  II  39 

nrhja  32,  118 

arjan  70 

ars  83 

an.  arpr  31,  180 

an.  A'sfrijjr  83 

an.  askr  86 

aspa  II  48 

dän.  Astrid  83 

an.  auka  54 

ankan  54 

an.  äsynja  II  57 

an.  at  it  291 

ataugjan  II  291 

ausö  55 

äwirihhi  159 


awö  55 

ae.  «eled  57 

ae.  aetwitan  58 

dän.  är  og  dag  II  130^ 

hadi  111 

bägu  101 

hai  119 

ba  irr/s  100 

an.  bal  II  56 

bah/s  105 

ballo  105 

d.  barame  87 
barizeins  101 
barn  51 

an,  barr  44,  83 
banrys  100 
dän.  (serte)baelg  105 
ae.  beadu  63 

e.  bellows,  belly  105 
an.  bera  II  475 
berg  105 

an.  beria  II  45 

bial  67 

K  an.  bianak  40, 114,  225 

bk/ita»   160 

bihal  67 

an.  bik  235 

bilaifßn  100 

(K)  bilih  98 

bisanljan  176 

bindan  172,  II  476 

biuhts  II  475 

bJö»Hi  116,  136 

bogo  159 

an.  bolginn  105 

dän.  borre  44 

an.  bor|)  114 

au.  botn  188 

an.  b(,->{)  63 

an.  B^puarr  110 

an.  bragj)  109 


&rcÄM  109 

K  ae.  bratt  161 

ae.  bregdan  109 

ae.  breotan  II  479 

brestan  79 

bret  114 

h-iggan  119 

an.  briuta  II  479 

briuwan  115 

an.  broddr  113 

ae.  brognena  103 

schw.  hronm'i  103 

ae.  brord  113 

brort  114 

an.  broj»  115 

bröpar  48 

an.  brü  62 

brunno  II  478 

brüst  73 

ae.  brvsan  55 

ndl.  buit  111 

e.  bur  44 

germ.-lat.  Burgundiones 

100 
burst  44 

mnd.  bute  111,  181 
an.  bysia  II  56 
an.  bvti  111 
e.  calf  328 
ae.  cennan  96 
chlinu  95 
chranuh  38 
e.  clasp  75 
ae.  chppan  75 
ae.  cnäwan  II  547 
e.  crag  23,  83 
ae.  cü  II  26 
e.  curds  494 
ae.  cwalu,  cwelan,  cwel- 

lan.  cwield  II  460 
ae.  cvssau  513 


832 


Wortindex.     Germanisch. 


ae.  da  164 

da  ff  d Jan  111 

dah  '97 

an.  dälkr  106 

daubs  116,  174 

dauhtar  180 

dehsala  85 

deisk  184 

deismo  56 

ndl.  den  494 

ae.  deorc  105 

dän.  der  II  234 

an.  deyja  II  505 

dicchi"'99 

dili  132 

dioh  125 

diirans  II  505 

K  an.  Dofnakr  162 

an.  draga  97 

dringan  II  654 

driugan  107 

an.  (Irott  107 

ae.  dryge  36 

an.  duergr  109 

an.  Dufpakr  131 

diiginnan  120 

dulgs  43,  100 

an.  Dungapr  110 

dunni   132 

durst  81 

dwals  60 

ae.  dwais  II  32 

ae.  eanian  32,  109,  187 

an.  eärn  73,  536 

schw.  edgäng  58 

egala  99 

ae.  egepe  122 

egida  122 

egidehsa  99 

as.  ehu-  36 

ei  66 

eisarn  73 

eit  57 

an.  eldr  57 

elina  II  59 

elmboum  175 

engl  107 

engirinc  107 

an.  enni  II  57 

d.  er  II  137 

ero  63 

d.  es  II  137 

etar  178 

as.  ewithessa  99 

fadar  31 

fairgimi  91 

fairra  91 

falpan  91,  137,  II  128 


farah  91 

faran  172 

farn  91 

an.  fajjmr  132 

fedara  90 

feizzit  41 

felis  44,  85 

an.  fet  91 

an.  fiall  44,  85 

fidtvör  36 

filu  91,  II  119 

fitnf  37 

finpan  299 

an.  fiQl-  II  119 

an.  i  fiQrfi  90 

an.  üqtJjt  91 

fira  209 

fishs  90 

an.  fleiri  68,  II  119 

ae.  fleotan  II  572 

fliogan  II  572 

an.  fliota,    ahd.   fliozzan 

91,  II  572 
an.  fliüga  91 
fiödns  37 
födr  II  45 
dän.  foldekniv  137 
ae.  folm  53 
forha  490 
forhana  126 
forscön  44 
an.   fotr   182,    183,    got. 

fötus  5Q 
fra-  II  300 
frawardjan  II  526 
freis  68 
fuJleips  II  39 
fulls  52 
fürt  91 
furuh  122 
gabala  39 
an.  gafl  39 
gaggan  187 
galeihan  II  667 
dän.  gal  hals  234 
gamains  57 
gamaudjan  113,  185 
ganaitjan  II  584 
gans  86 

an.  garpY  110,  136 
an.  gat  160 
gatamjan  II  504 
gatwö  63 
ga-u-hua-sehH  25 
gazds  88 
an.  i  gaer  89 
ae.  geat  160 
gebal  117 


j  geban  39,  95 

ae.  geean  32 

geban  65 

an.  geirr  74,  96 

gelo  147 

gesan  65 

gestaron  89 
j  an.  geta  39 
I  getan  65 

I  mhd.  getwäs  II  32 
I  gewis  136 

gibil  39 
:  gibot  35 
i  ae.  gibrogne  103 

giburt  42 

ae.  gicel  65 

as.  gifölian  53 

gibt  65 

K  glsal  21,  136 

giscehau  125 

giscoran  44 

K  an.  gisl  136 

giweren  II  518 

mhd.  glast  79 

ae.  gleo  II  102 

an.  gl(Sa  63 

an.  gnit  187 

gödakunds  .53 

an.  gQrn  II  661 

mnd.  gran,  ae.  granu  46 

qreipan  172 

grid  II  549 

K  e.  griglan  60 

an.  grgn  46 

gruozzen  II  538 

ae.  guma  89 

an.  gunnr,  ae.  gü{)  108 

mbd.  hac  97 

Haduwig  132 

hafjan  93,  182 

an.  hafr  92 

baft  93 

hag  97 

agutn.  hagre  188 

hähan  150 

hahsa  34,  86 

haihs  56 

hails  57 

haims  58 

hairda  173 

haitan  II  491 

liaipi  57 

an.  hali  121 

halm  121 

ae.  balsian  57 

halts  114 
nd,  hamm  53 
harama  53 


"Wortindex.     Germanisch. 


833 


aschw.  hamn,  hampn  171 

an.  handan  37 

an.  happ  116 

ae.  här  120 

harjis  362,  364 

an.  harr  120 

basal  32 

haso  86 

e.  hatchel  436 

liatis  121,  476 

an.  hättr  123 

an.  bauU  183 

haurds  160 

havan  94 

ae.  hsl  57 

dän.  h£el(le  ud  II  623 

an.  hsell  86 

ae.  haiman  58 

ae.  heafoc  72 

heil  57 

heilag  57 

heilisön  57 

an.  heill  57 

an.  heilsa  57 

heim  58 

helan  11485 

helid  II  37 

hen^ist  II  29 

ae.  heo  II  100 

her  120 

d.  her-  II  302 

herbist  94 

herza  69 

an.  hestr  II  29 

himins  117 

d.  hin-  II  302 
hina  II  198 
hintana  37 
hirni  187 

e.  hiss,  hissing,  bist  II 27 
Um  251.  II  100 
Mains  58 

an.  blaun  121 
ae.  blaedder  121 
lileidunia  68,  II  123 
an.  hleipr  121 
hleipra  121 
an.  hilf  116 
hlifan  II  482 
Hlot-hari  35 
an.  hlnst  80,  174 
hlut  II  495 
an.  hnakki  160 
ae.  hnitu  41,  187 
an.  hnot  155,  II  100 
mhd.  höchvart  II  15 
ae.  höh  86 
höha  126 


an.,  ae.  hold  157 

an.  holt  52 

holz  52 

hörn  156 

ae.  hors  44 

Urs  184 

ae.  hosu  412 

an.  hpfn  94 

Jirains  124 

ae.  hramse  121 

ae.  hrän  21 

an.  hreifi  75 

ae.  hriddel,  hridder  134 

an.  hriflinf,^  94 

an.  hrip  118 

hrittara  134 

hriuwan  139 

an.  hröf  92,  177 

ae.  hü  127 

an.  huerr  38,  69 

d.  humpe,  humpen  119 
hitnff  46 

an.    hundrap     (tolfrcett, 
tiroett)  II  130 

e.  hurst  81 
dän.  hus-egel  65 
an.  hüsfrü  83 
dän.  bustru  83 
hwanän  II  205 
ae.  hwösta  79 
ae.  hylc  106 

an.  hyrni  156 

dän.  hysse  II  27 

huairban  121 

huairnei  61,  187,  188 

huas  128 

an.  iaki  65 

an.  iära  73,  536 

an.  iajjarr  178 

ihns  92 

e.  icicie  65 

ifh-ei(/a  177 

igil  99 

norw.  igle  99 

ijös  II  170 

dän.  ikte  99 

ilgi  126 

an.  il-kuistir  79 

d.  im  25 

//)  392.  II  298 

d.  insiegel  223 

intseff(ija  92 

an.  i^kuU  65 

iro  II  173 

is  II  170 

ist  173 

ita  II  170 

t'usiza  74 


Peder^on:  Vgl.  kelt.  Grimra.     II. 


Iwa  62 

izwara,  izwis  II  169 
juffffs  61.  175 
jtik  98 
jus  II  168 

mndl.  kaf  161 

rand.  kaldüne  147 

an.  kalfi  328 

an.  kalfr  328 

kann  II  547 

K  an.  kapall  226 

as.  karm  144 

an.  karmr  494 

kautiis  62 

kela  96 

K  an.  Kerpialfapr  40 

K  an.  Kiallakr  40 

K  an.  Kiarualr  40 

e.  kid  64 

an.  kimbill  95 

J:innus  156 

mhd.  klam  95 

an.  klettr  38 

dän.,  mnd.  klint  38 

dän.  klit  38 

an.  knä  II  547 

me.  knappe  387 

ktiöps  53 

kolbo,  an.  kolfr  118 

K  norw.  korke  235 

körn  52 

isländ.  korpa  118 

dän.  kön  II  50 

rabd.  krage  183 

kresso  491 

d.  kreuz  II  57 

an.  knistr  79 

an.  kuipr  41 

knoni  II  50 

l-iistits  80 

d.  kühn  II  50 
A'»airnus  62 
l-^t^inian  181 
k^Hpxs  41 
k»^ius  62 

I  e.  lad  der  121 
;  lagjnn   184 

ae.  lagu  361 

laian  147 

land  II  3 

e.  lather  63 
latta  84.  185 
an.  laun  54 
an.  laupr  63 
ae.  l.Tppa  84 

,  ae.  lead  111 
I  ae.  löapor  63 
!  lebara  129 

53 


834 


Wortindex.     Germanisch. 


leckun  185 

K  ledar  II  45 

Teihts  69 

Jeih»an  130,  II  565 

leitara  121 

leipus  133 

an.  leka  123 

K  M-eis  21,  311 

mhd.  lerz  81 

liffan  97,  184 

e.  li^hts  76 

an.  lika,  likr  II  667 

mhd.  lingen  II  368 

an.  liöri  II  49 

an.  lios  54,  II  37 

an.  liosta,  liostr  80 

liuga,  liugan  69,  98 

liuhap  54,  122,  II  36 

norw.  Ijor  II  50 

schw.  lo  186 

an.  lopt  93 

K  e.  Lome  92 

mhd.  lüt  111 

louft  93» 

louga  63 

an.  l(?gr  361 

an.  iQskr  147 

lubjaleis  116 

d.  "lugen  II  36 
luhs  188 
lükan  123 
luogen  II  36 
luppi  116,  361 
an.  lurkr  104 
mhd.  lurz  81 
las  147.  305 
an.  lustr  80 

ae.  lyb,  an.  lyf  116 
magaps  98 
mago  125,  177 
mägo  159 
magus  98,  361 

e.  maiden  232 
mais  49 

an.  makki  106 

malan  45 

mana  33 

nianags  159 

dän.  manke  106 

marah  126 

murei  32 

märi  49 

marka  97 

markät,      an.     markapr, 

marknapr  199 
maro  64,  176 
an.  marr  126 
an.  maiirr  163 


maiii  \)b 

ae.  msegden  232 

ae.  m£er(e)  86 

ae.  mearh  126 

an.  meinn  174 

mhd.    melde    137,     vgl. 

ahd.  melta 
ahd.  melkan  43 
K  an.  Melpatrekr  56 
melta  175 
mena  86 

d.  mengen  53,  81 
meriha.  an.  raerr  126 
metu  37 

an.  meyrr  176 

midjis  112,  miduma  II123 

ae.  miere  126 

miUMups  II  40 

niikils  103 

mildeis  114 

milip  162 

miluks  124 

mimz  82 

Kan.minnpak  110,11661 

miskan  76 

mitan  182,  II  580 

an.  miükr  123 

ae.  mödor  48 

molawen  130 

ae.  mor  49 

mord  44 

an.  mQgr  98 

an.  mQlr  -51,  177 

an.  mSnir  (mcenir)  33 

nmnps  24 

muor  49 

muoter  48 

murgfari  105 

muriot,    langobard.    mu- 

rioth  70 
K  an.  Myrkiartan  40,  359 
an.  mvsa  88 
nabalo  149,  538 
nadrs  134 
näen  185 
nagal  107,  188 
nahts  123 
nakuaps  129 
an.  naust  55 
naiips  61 
an.  n?efr  85 
nebul  117 
nefo  92 
neman  186 
nest  88 
nepla  85,  185 

e.  never  (so  much)  II  257 
nezzila  186,  187,  189 


ni  156 

nift  93 

nioro  109 

nipan  367,  II  585 

niHjis  55 

niun  61 

an.  noefr,  ahd.  nuofer  109 

niiohturn  109 

an.  nyra  109 

ög  II  455 

üheim  55 

ohso  36 

an.  6k  II  379 

an.  okr  326 

ndl.  oonen  109 

ae.  ösle  73 

an.  ostr  65 

an.  opr  48 

QU  251 

schw.  (gutl.)  Cyna  109 

an.  grfjugr  51 

an.  Qxl  78 

dän.  (Bornholm)  öna  109 

e.  pail  232 

an.  paskar  194 

ae.  p»gel  232 

pelliz  489 

ae.  penning,  an.  penningr 

493 
mhd.  pfrieme  144 
mnd.  pint  46 
an.  priönn  144 
quäla  II  460 
mhd.  quast  79,  537 
mnd.  quek  516 
quellan  II  459 
quena  36,  47 
ahd.  rad  33 
ae.  räd  21,  537 
g.  raihts  123 
g.  >-apJö  69 
an.  raupr  54 
ahd.  redia  69 
an.  refr  188 
K  reih-  21,  50 
rein  58 

ae.  ribb,  an.  rif  117 
mhd.  rihe  122 
K  an.  rikr  50 
rim  51 
ae.  rim  51 
riniis  II  602 
dän.  rinde,   g.  rinnan  II 

623 
rippi  117 
ritan  58 
ae.  rip  67 
an.  röa  II  591 


Wortindox.     Germanisch. 


835 


röcjjmi  II  592 

an.  rot  69 

ae.  rün  50 

mhd.  rüte  484 

säen  50 

sauren  77,  187 

saihy-an  II  621 

sair  II  45 

an.  säld  72 

saldra  137 

saljan  64 

saio  72,  176 

sah  31,  saltan  114 

sa»ia  II  170 

e.  sand  II  667 

sandjan  138 

ae.  sär  536,  II  45 

satjan  184,  II  340 

saps  71 

saiiil  62 

K  ae.  Ssefern  72 

sceidan  186 

ae.  sceo  II  100 

mhd.  scherz  504 

an.  sef  76 

an.  segl  103 

seim  71 

an.  seipr  58 

g.  seipKs  51 

an.  selia  64 

ser  II  45 

serawen  78 

au.  sex  78 

si  II  170 

sibun  72 

ae.  side  209 

d.  sie  II  137 

an.  sigg  II  103 

K  an.  Sil,  norw,  sil  72 

an.  sild  72 

sind  173,  II  430 

sitiista  36 

sinps  138 

sitan  72 

dän.  skade  111 

sJxrtdus  76 

an.  skiild  77,  187 

sl-alja  77 

an.  skammr  76 

skara  II  615 

schw.  skata  111 

skapjan  76 

an.  "skel  77 

an.  skera  II  616 

au.  skilia  359 

an.  skita  77,  186 

an.  slakr  161,  185 

filansro  84 


an.  sieikia  185 

ae.  slic  II  632 

an.  slim  84 

an.  slopra  134 

mhd.  slucken  151 

an.  smali  137 

ae.  smeocan  122 

smero  87 

snaiu'S  85 

e.  snood  85 

söJi-Jan  II  610 

sorga  71 

ae.  an.  söt  71,  183 

an.  spann  75 

mhd.  spanvarc  75 

s2Mrira  81 

an.  speni  75 

spinnan  185 

spisa  209 

sporo  75 

an.  sprakki  II  64 

spraiifö  81,  136 

spreiten  81    (falsch,  vgl. 

II  626) 
an.  spyrna  75 
stam  79 
standan  79 
d.  starblind  79 

d,  starr  79 
stelau  172,  II  649 
Stern  78 

au.  stertr  83 

stigki'an  79 

stimma  78 

an.  stinnr,  ae.  stip  198 

au.  stürr  79 

Strang  81 

straiijan  52,  81,  U  627 

an.  straumr  82 

stredan  82 

e.  strike  II  632 
suägur  182 

an.  suauni,   suarri  II  64 

ae.  sücan  72 

an.  suefn  94 

an.  sueiti  II  35 

sumar  71,  II  53 

suutar  138 

swehur  75,  182 

ae.  swete  74 

swigar  75 

swiuan  89 

siristor  73 

sworga  71,  177 

an.  tafn  111 

tm/r  124 

taihsica  36 

taihun  46 


tan na  494 

an.  tär,  ae.  tear  124 
an.  teitr  II  56 
an.  telgia  43 
ae.  teran  52 
theisk  1>^4 
theismo  56 
e.  thigh  125 
aschw.  thyster  55 
tila  111 
an.  timbr  186 
tirnpauma  97 
an.  tiuar  59 
tiulian  II  475 
toi  60 

ae.  torht  42 
mhd.  traher  124 
K  e.  Trent  429 
triu  144,  175 
troc  II  47,    vgl.  ae.  trog 
trockan  36 

ae.trog  175,  vgl.  ahd.  troc 
an.  tri'i  175 
trübt  107 
UihjHs  106 
ae.  an.  tun  50 
an.  tunga  88,  107 
tunpus  46 
mhd.  turc  105 
tusig  II  32 
tuzicerjan  50 
me.  twist  79 
an.  Tvr  59 
an.  par  II  234 
an.  parrar  170 
paiirp  132 
ae.  ptbsma  56 
an.  pengill  106 
ae.  peoh  125 
an.  pettr  124 
an.  ping  106 
an.  piö  125 
an.  piörr  63 
piuda  54,  248 
piHS  128 

an.  poka  351  m.Ntr.  11663 
an.  J)örir  162 
Prafijan  39 
preihan  II  654 
an.  prek  296 
an.  previa  160 
pridja  67.  II  135 
ae.  pringan  II  654 
an.  prutinn  160 
prutsfill  77.  160 
ae.  prymm  132 
au.  prvnsjua  II  654 
pul  an  "l51.  II  656 
53* 


836     Wortindex.     Germanisch.    Sprachreste.    Nicht-idg.  Sprachen, 


an.  punnr  132 

Z  an.  I)üst(r)  221 

an.  pykkr  99 

ae.  pynne  132 

an.  uagn  59,  104 

an.  ualr  362 

an.  uandr  179 

an.  Uär  50 

an.  uär  'Versprechen  der 

Treue'  50 
an.  uär  'Frühling'  74,  82 
an.  uäj)  II  516 
an.  ueita  II  525 
an.  ueipr  112 
uf  II  295 
ufar  II  296 
an.  uinr  156,  365 
an.  uisinn  74 
an.  uist  80 
an.  uipr  41 
umbi  45 
un-  45 
unc  107 
und  45 
nndaui-ns,  ae.  underntid, 

an.  undurn  200 
unsara  II  169 
untarn  200 
ae.  unwitti  21,  387 
an.  ups  75 
us-anan  31,  II  456 


us-priHtan  160 
an.  üt  II  299 

d.  sich  vermessen  II 302 
wafsa  75 

waganso  159 

waJisjan  103 

wairpan  44 

wait  II  524 

wald  34 

weil  da  n  157 

wans  178 

war  50 

wanns  108 

ahd.  wascan  II  515 

irasjan  II  18 

ahd.  watan  421,  II  648 

watö  II  19 

ae.  wäp  112 

weida  112 

tveis  II  168 

u-eiticdds  II  102 

e.  weit  147 
wer  41 
werdan  174 
weren  II  518 
ae.  werod  II  38 
wetan  II  516 
wicchili  98 
iciduwairns  II  53 
iindmvö  41 

wie  56 


wilpeis   96 

mnds  37,  292 

ae.  wine  365,    ahd.  wini 

156 
wintbräwa  114 
ae.  wir  59 
wisa  73 
wisa  II  520 
g.  wisan  II  524 
witu  41 
wöds  48 

d.  Wohlfahrt  II  15 
ae.  wol  362 
wolcha  59 
wonen  156 
ae.  w6p  48 
ae.  wringan  540 
milJa  158,  179 
wunta  139 
wuol  362 
würz  69,  179 
ae.  wyrtbed  111 
zahar  124 

d.  (bair.)  zämer  164 
zeiz  II  56 
ziohan  II  475 
zougan  II  291 
zun  50 

zusc(i)u  II  39 
d.  zwerg  501 
d.  zwingen  501 


8.  Indogermanische  Sprachreste. 

illyr.  Uescleuesis  74;, 


Phryg.  Bxi-  177,    C^Tva  160;    thrak.  ßgvrog  115 
lepont.  Latumarui,  Sapsutai,  uinom  II  659. 


9.   Nieht-indogermanisehe  Sprachen. 

Arab.  pawnui  176;  türk.  apsal-  II  48,  äv,  ävJänmäh  238,  l-ockar  120, 
sarymsak  121 ;  läpp,  ßoarvve  121 ;  finn.  juusto  65,  sarvi  121,  silli  72,  tarvas 
20;  aquitan.  Andere  21,  Harsus  21.  iber.  Borsus  83,  bask.  andre  21,  bortz 
83,  hartz  21,  iratze  21,  izokin  21,  73,  tegi  21. 


Sachindex.     Adjektive  — .  Bedeutungsentwickelung.         837 


Sachiüdex^ 

Adjektive  II  113 ff.;  substantiviert  (nach  gein,  nach  mörj  II  212  (Z.  13, 
18);  Prädikatsnomen  eines  genitivischen  Relativsatzes,  aber  als  Attribut 
des  Beziehungswortes  empfanden  II  232;  Prädikatsnomen  eines  mit 
einem  eigentlichen  Relativsatz  verflochtenen  umschreibenden  Satzes, 
aber  als  Attribut  des  Beziehungswortes  empfunden  II  242. 

Akzent    255 ff.,  542 f.,  II  667;  ir.  ci  erniu  II  201.     Vgl.  Proklise. 

Analytische  Flexion    II  810. 

Antizipierende  Verwendung  eines  Pronomens  II  142,  144,  154. 

Antwort  II  232  (Z.  40),  239,  249,  252,  257,  259  (Z.  17j,  428  (oes,  435; 
Antwortpartikeln  II  260. 

Aqualis  284,  II  13,  37 f.,  118 f.;  Äqualis  statt  eines  nomen  abatractum 
(c.  py  gybellet  u.  s.  w.)  II  203. 

Artikel  II  175 ff.,  co.  p-an,  pahan,  nir.  cia  an  II  204;  Artikel  im  Fran- 
zösischen II  181. 

Aspekte  (perfektiv  und  imperfektiv)  II  282,  306  f. 

Assimilation  und  Dissimilation.  Mb.  hanbout  ^  hambout  II  444. 
Co.  -t-  (postkonsonantisch)  durch  Dissimilation  geschwunden  II 162;  ir.  -;•- 
durch  Dissimilation  geschwunden  II  595  (atraacht),  vgl.  602  (forruim). 

Augment  II  345,  346." 

Bedeutungsentwickelung.  Nomen  agentis  aus  nomen  actionis  II 64,  611 
(ir.  ferthigis),  641  (ir.  techt).  Benennung  einer  Krankheit  nach  ihrem  Sitz 
150.  'achten,  verachten'  II  576;  'anfangen,  beginnen'  1484,  II  613,  624; 
'Asche'  aus 'Waschmittel'  163;  'Ast"  : 'Wurzel'  176;  'aufmachen'  II  565; 
'Auge'  :  'Sonne'  I  62;  'Baum'  aus  'Eiche'  I  44,  aus  'Grenzbaum"  I  41; 
'Beleidigung'  I  79;  'Berg'  aus  'Hals'  I  33;  'Besserung'  aus  'Schalttag' 
1218;  'brechen'  aus  'feucht  sein'  II  574;  'Brust  (weibliche)'  aus 'Fleisch' 

I  51;  'Butter'  :  'Salbe'  I  46;  'darleihen'  I  65;  'Diener'  II  599:  'drohen' 
aus  'ausholen'  II  575f. ;  'Durst'  I  65;  'Eifersucht'  I  132;  'Ente"  aus 
'Vogel'  I  55;  'sich  erbrechen'  I  77;  'Ferkel'  aus  'grau'  I  120;  'Ferkel' 
aus  'Schwein'  aus  'Sau'  aus  'weiblich'  I  47;  'Finger'  I  79;  'flach"  I  52; 
'fliegen'  II  572;    'fließen'    aus  'laufen'    II  623;    'folgen'    aus  'kleben  an' 

II  565;  'Form'  I  41,  64;  'Fuf.'  I  39;  'gehen'  aus  'fließen'  II  623;  'Ge- 
stalt' aus  'Schatten'  176;  'getreu'  aus  'erkundet'  II  628 f.;  'Gewohnheit' 
aus  'Torheit'  I  56;  'gießen'  aus  'wenden"  II  526;  'Gürtel'  I  42  f.;  Aus- 
druck des  Begriffes  'haben'  II  143,  158,  161,  165.  174,  426.  429,  431 
(Z.  '22 ff.):  'Hafen'  I  94;  'Hals"  I  63;  'flache  Hand"  I  79;  'Harfe'  I  121; 
'Haß"  :  'Liebe'  II  10;  'Himmel'  I  57;  'Hinterbacke'  aus  'Fettstückchen' 
I  125;  'Hirsch'  :  'Ochs'  I  36,  52;  'hören'  als  ein  Zustandsverbum  auf- 
gefaßt II  448;  'Hunger'  I  169;  'Hungersnot'  aus  'Not"  I  61;  'Kinnlade' 
aus  'Wagen'  I  82;  'Knabe'  aus  'Hirtenknabe'  I  54;  'Kupfer"  aus  "Roh- 
Erz'  I  166;  'lassen'  (=  'faire')  aus  'lassen'  i^=  'laisser'i  II  565:  'leer" 
I  34;  'Lüge' : 'Mist'  I  55;  'Lunge'  aus  'Leichtes'  I  76;  'machen'  aus 
'zeugen'  II  544;  'Mädchen'  aus  'Hirtenmädchen'  I  54;  'Magen'  ;  'Mund' 
1125;  'Meeresstille'  aus  'ruhiges  Wehen'  11628;  'Milch' : 'Tropfen'  1116; 
'Nachkommenschaft'  ;  'Fußstapfe'  I  39;  'Nacken'  I  50;  'nähen"  I  54,  60; 
'nützen'  aus  'vorwärtskommen'  II  445;  'ohne'  aus  'diesseits"  II 197:  'ohne' 
aus  'jenseits'  II  197;  'Pein'  aus  'Arbeit',  'Tat"  i^c.  gnin  II  544;  'Pflug'  : 
'Zweig'    I  126;    'Qual'   aus  'Tod'   II  460;    'Rücken'    I  50,    170;    'ruhen' 


1.  Ist  unvollständig  und  nur  als  ein  Supplement  zum  Wortindex  und 
•den  Inhaltsverzeichnissen  gedacht. 


838  Sachindex.     Bedingungssatz  —  Infinitiv. 

aus   'atmen'  II  455 f.;    'Schaf  aus  'Zahmes'  I  132;    'Schatz'  :  'Geschenk'^ 

I  57;  'Schaum'  I  61;  'schlagen'  aus  'streichen'  II  632;  'Schmerz'  1139; 
'schonen'  aus  'leiden'  II  486;  'Schutz'  aus  'Geleite'  II  457;  'Schwärm' 
169;  'Schwiegersohn'  148,  53;  'sehen'  als  ein  Zustandsverbum  aufgefaßt 

II  448;  '(be)siegen' aus 'wenden'  II 494;  'Spinne'  aus 'kleiner  Ochs'  1164; 
'stehlen'  aus  'verbergen'  II 482;  'sterben'  aus  'gehen',  'fortgehen'  II 458, 
460,  643;  'sterben'  aus  'es  auswerfen'  II  459;  'Stern'  aus  'Spitze'  I  37; 
'Stirn'  :  'Fläche'  I  132;  'Tal'  aus  'Wasserweg'  I  36;  'Tal'  :  'Ufer'  I  38; 
'Tal'  :  'Becken'  I  119;  'Trank'  :  'Wasser'  :  'Flut'  I  37;  'unten'  aus  'zu 
den  Füßen'  I  50;  'Urteil'  I  42.  51,  52;  'verheiraten'  I  238;  'verkaufen' 
aus  'wenden'  II 526;  'vorwerfen'  II 465;  'Wald'  : 'Haar'  134;  'Welt'  aus 
'Leben'  I  41;  'Westen'  I  93;  'worin  besteht'  aus  'wo  ist'  II  202,  204 
'wüten'  aus  'atmen'  II  456;  'Zahl'  aus  'Volles'  I  50;  'Zeitraum'  I  91 
'Zorn'  aus  'Fest'  I  133;  'Zügel'  I  47;  'zuvorkommen'  II  567;  'Zuwachs 
aus  'Sehalttag'  I  218. 

Bedingungssatz  mit  ir.  na  II  255,  na.  nacon,  noco  II  318,  mit  c.  ny(t) 
II  256,  mit  CO.  na  II  256,  mit  br.  nag  .  .  mar  II  257;  Bedingungssätze 
im  Konjunktiv    II  313 f.,  322 f.;    irreale  Bedingungssätze    II  319 f.,  330 f. 

Deponens.  Vereinzelte  deponentiale  Formen  bei  Verben,  die  sonst  aktiv 
flektieren:  comairser  II  457,  cotaneccar,  forcomnucuir  II  554f.,  ith- II558, 
dellechuir  II  560,  -rirafolngar  II  569,  demeccim  II  576,  ardanessaraar, 
indnite,  adroneestar,  arruneastar  II  584,  conoadar  II  586,  -dergemar 
II  595,  596  (§  795  Anm.  2),  rimther,  -tuiremar  II  602,  603,  -tuislider 
II  623,  674. 

Echte  und  unechte  Komposition,  Wechselwirkung  der  beiden  Reihen 
von  Formen:  -tuargab-,  dofuargab-  II  530f.,  -tuarg-,  dofuairc  II  590, 
-roichet,  rosoichet,  -rossed,  rasossed,  rosiacht,  -riacht  II  609,  arbeittet 
II  627,  -tuill-,  do-sn-uilliub  II  631,  -dilt-,  do-r-ilt-  II  632. 

Eigennamen    mit  dem  Artikel  II  179,   mit  ir.  iuti,   c.  ynteu  II  184,  185. 

Eklipse  I  389 ff. ;  verschleppt  II  184  (Z.  23,  25);  wird  von  einem  Präverb 
in  der  unechten  Komposition  nicht  bewirkt  II  243;  die  relative  Eklipse 
fehlt  fakultativ  vor  der  Kopula  II  245,  nach  n  a  II  255. 

Frage  mit  Kausalsatz  verbunden  II  328;  fragender  Nebensatz  mit  c.  na 
II  256,  Frage  mit  ir.  na  II  257;  fragende  Nebensätze  im  Konjunktiv 
II 313,  317,  321,  328 f.;  Fragewörter  II 198 ff.;  Fragewörter  als  Präverbia 
II  304. 

Futurum  II  357 ff.,  Futurbildung  im  Nir.  (äirdeochad,  foillseochad)  1299; 
Fut.  Sing.  1.  auf  -at,  -et  II  363;  Vermischung  von  Fut.  und  Konj.  im 
Mir.  II  566  (lig-),  567  (ling-),  569  (long-),  574  (maid-),  609  (saig-),  623 
(-siblur,  -siblad);  redupliziertes  Fut.  im  Mir.  als  Prät.  verwendet  II  493 
(clech-),  507  (dlong-),  574  (mebais). 

Hebung  360 ff".,  II  663 f.,  dofich,  conrig  II  673  (die  hier  angedeutete  Er- 
klärung wird  in  dem  Sinne  zu  erweitern  sein,  daß  auch  e  in  einem 
Nasaldiphthong  in  demselben  Falle  der  Hebung  unterliegt:  cing, 
ceingeth  II  492,  con-icc,  con-ecat;  weiteres  Material  bieten  die 
unter  „Präsensbildung"  zusammengestellten  -o- :  -e-Präsentia  und  Nasal- 
präsentia). 

Imperativ  auf  -e  II  335,  escse  491,  cuire  498,  tochre  501,  cungne,  dene 
541,  emdhe  579,  fomnae  581,  comainse  583,  tasce  606,  coisle  622,  toe 
637,  coiste  651;  Imperativ  mit  pronoraiualem  Objekt  im  Ir.  II  249,  im 
C.  und  Corn.  II  155,  im  Br.  II  164;  Imperativ  und  die  -r-Endungen 
II  398;  Kompositionsart  des  Imperativs  im  Brit.  II  252;  der  Imperativ 
nimmt  keine  perfektischen  Präverbia  an  II  262,  288  (Imperativ  mit  ry 
im  C.  II  280);  die  Negation  beim  Imperativ  II  258;  Imperativ  in  einem 
Nebensatz  (nach  c.  cvt)  II  323. 

Imperfektum  als  narratives  Prät.  II  284,  580  (Z.  8). 

Infinitiv  II  411ff.,  674;  Infinitiv  durch  Umschreibung  vermieden  II  226 
(Z.  6j,   414   (Z.  28j;    Infinitiv   statt   eines   finiten   Verburas   II  418,  674, 


Sachindex.     Konjunktiv  —  Präsensbildung.  839 

wechselnd  mit  einem  Objektssatz  II  327;  Infinitiv  nach  dem  Passiv  von 
'können',  'wollen',  'sollen',  'tun'  II  396,  673;  Infinitiv  mit  a  nach  com. 
pysy  II  561;  Infinitiv  von  den  finiten  Formen  beeinflußt  II  546  (c. 
gwneuthur,  co.  ywrethill).  657  (ir.  tuitira);  die  finiten  Formen  vom  Inf. 
beeinflußt  II  456  (Z.  21,  28),  561  f. 

Konjunktiv  II  312«".,  349ff".:  lat.  amem  I  51.  lat.  feram  I  248.  II  355. 
Der  ir.  Konjunktivstamm  analogisch  verbreitet:  et-  'kleiden"  II  6.55,  ni. 
föirira  II  599,  siubhlaim  II  623,  teagmhaim  II375;  vgl.  br.  tec'het  II  639. 
Die  Form  der  3.  Sing,  des  -s-Konjunktivs  analogisch  verbreitet   II  642. 

Negationen  II  252 ff". ;  die  Negationen  sind  Präverbia  I  257,  II  243  (Z. 
37),  244  (§552,  1),  245  (Z.  6),  247  fZ.  41;,  303;  Verbindung  der  Negation 
mit  -tä  II  434:  Infigierung  nach  der  Negation  im  Brit.  II  156,  158  iZ.  2, 
6),  161,  164  (Z.  20);  die  Verbalpartikel  c.  y  fehlt  nach  einer  Negation 
II  232;  ebenso  die  Verbalpartikel  a,  die  zum  Gegensatz  der  Negation 
•wird  II  229;  Kelativsätze  mit  Negation  folgen  mit  Bezug  auf  Numerus 
und  Person  des  Verbums  andere  Regeln  als  Relativsätze  mit  a  II  238; 
c.  ry  nach  einer  Negation  II 280,  co.  re,  b.  ra  fehlt  nach  einer  Negation 
II  281,  282,  vgl.  II  288;  die  Negationen  als  Ausdruck  der  relativen  Be- 
ziehung II  235  (Z.  1);  die  Negationen  in  der  Antwort  II  239. 

Null,  Reduktion  bis  zum  Schwunde:  des  Pron.  der  2.  Sing,  im  Corn.  II 161 
(Z.  22,  37,  41,  44),  162  (Z.  3,  ny  fyes  Z.  26);  des  Pron.  der  3.  Sing. 
(Neutr.)  im  Ir.  II  139,  145;  des  fragenden  Pronomens  II  198.  203,  204; 
des  relativen  Pronomens  II  218,  219,  228.  235,  236:  der  Verbalpartikeln 
a  und  e  im  Br.  II  164;  der  Negation  I  287  (Z.  4),  210  (Z.  28). 

Personalendungen  und  sonstige  Flexionsendungen  des  Verbums.  Skr. 
-üni  II  345,  -dhi,  -fhäs  II  348,  hhani-sra  II  356,  <kihn<r  II  382,  -r  in  der 
3.  PL  II 397.  404.  —  Arm.  2.  PI.  II 344.  —  (ir.  -neo^a  1134,5,  -&i  II  348, 
<f>soe-TO)  II  348,  idsi-^afiev,  iSei^are  II  377,  :TSJioi§ag,  :iE:ioidazE  II  381, 
£(pr]-a^a  II  381,  EyevEo,  hizgay^o  II  403.  —  Lat.  2.  PI.  II  344,  scribi-tö 
II  348,  scriberem,  amaueram,  amauissem  II  377,  uidisti  II  381,  uiderunt 
II  382.  —  Irisch :  Simplexendungen  und  Korapositalendungen  im  suffix- 
losen Prät.  II  382,  im  Deponens  II  385 f.;  Korapositalendungen  vor  dem 
rel.  Pron.  II  235;  das  passivische  und  deponentiale  -r  II 348,  349;  -r  im 
Verbum  -tä  II  433.  Sing.  1.  -imm  I  478,  -nr  II  386;  Sing.  2.  -the,  -ther 

I  51,  II  403;  -ra.  nir.  -ir  II  336,  386;   Sing.  3.  caris  :  olse  II  141;  -and 

II  Vorwort  \  251,  334f.,  336,  445  (Z.  11);    PI.  1.   guid-mi,    pridchi-mmi 

I  478;  -mi  und  -me  vermischt  II  227;  -mit,  ni.  -mid,  -maid  II  154.  336, 
347,  363:  -mis,  -mis  I  301,  II  390-=:  -mir,  -mar  I  301,  II  347.  369,  370; 
PI.  2.  -bair,  -bhar  II  370;    PI.  3.    des  Präs.  der  -7-,  -(-  und  -/irt-Stämme 

II  401  ^  dober-at  I  266;  -tit  II  347,  363:  -tis.  ni.  -dis  I  301.  II  390*; 
-tir,  -tar  I  301,  496,  II  347,  369,  382;  -rat  II  386;  Prät.  Pass.  -ait,  -it 
II  391.  —  Britannisch:  Verschmelzung  der  Personalendungen  mit  den 
enklitischen  Pronominen  im  Corn.  II  161.  Ac.  abr.  -it,  -ot  II  338.  374; 
c.  -tor,  -ator,  -etor,  -itor  II  401,  404;  -awd,  -odd  II  372.  375,  380:  -wys 
II  376;  vorhistorische  Personalendungen  der  1.  und  2.  PI.  als  Muster 
der  historischen  Formen  des  Verbums  'sein'  II  430:  PI.  3.  Prät.  c.  -sont, 
-ont  II  374.  —  Vgl.  Imperativ. 

Personen,  Gebrauch  der,  II  308 ff.;  'du'  =  'man'  II  512  (arafoimi),  556 
(corricci)  u.  s.  w. 

Pluralbildung  II  68 ff".,  82 ff".;  c.  -oedd  I  68,  b.  -ien  I  290. 

Präpositionen  4.37—440,  450,  45'2.  4.57.  462.  463 f..  II  73 f..  149 ff"..  1580"., 
162f.,  166f.,  167  (Anm.  1\  168.  291^302;  Verschmelzung  einer  Präpo_si- 
tion  mit  einem  genitivischen  Pronomen  im  Ir.  I  260,  274,  im  C.  II  158, 
im  Corn.  II  161,  im  Br.  II  164;  Präp.  +  na  im  C  II  256;  Präp.  vor 
einem  relativen  Satz  II  182  (Z.  16 ff.),  183:  Präp.  mit  dem  fragenden 
Pronomen  II  201,  203 f.;  Auö'assung  einer  Verbalform  als  Präposition 
II  141  (olsei,  580  (b.  emezhan). 

Präsensbildung   II  339f.     Lateinische  Verba  auf  -«-,    gr.  «pogico   II  407. 


840  Sachindex.     Präsensbildung  —  Präverbia. 

Unerweiterte  ir.  -o-  :  -e-Stärame,  s.  Verbalverzeichnis  ag-,  al-,  anag-, 
arc-,  beg-,  her-,  can-,  cel-,  (cid-?),  cing-,  clad-,  dich-,  (dar-?),  dleg-, 
em-,  fed-,  fiad-,  fich-,  (gel-),  (ger-),  gläd-,  ib-,  ith-,  ling-,  (mag-),  (mar-), 
mel-,  uilig-,  neth-,  nig-,  od-,  org-,  rig-  'binden'  (§  794),  reg-  'ausstrecken' 
(§  795),  reth-,  riad-,  said-  (teilweise  -i-Stamm).  saig-  (seg-;  teilweise  als 
-^-Stamm  flektiert),  sech-  (§814),  (sech-  'folgen'  §815),  sem-,  seth-,  slig-, 

snad-,  tech-,  tiag-,  tluch-; sÄ;o- : -sÄ-e-Stamm :  nasc-; n-Präsentia: 

-be-n-  'sein'  II  334  mit  Fußnote,  441 ;  vgl.  Verbalverz.  afameinn,  at-baill, 
be-n-,  bo-n-d-,  bo-n-g-  (§  663,  669),  brenn-,  bronn-,  cell-  (II  485),  cess-, 
clui-n-,  cre-n-,  cri-n-,  de-n-,  di-n-g-,  dlo-n-g-,  dring-,  eil-,  fe-n-,  fen-, 
(tadbanar  II  519),  fill-,  finn-,  foln-,  gle-n-,  glenn-,  gat-,  gni-n-,  grenn-, 
icc-,  leic-,  le-n-  (§  760),  len-  (§  761),  li-n-,  long-  (§  766),  lo-n-g-  (§  767), 
mair-n-,  mecc-,  re-n-,  rind-,  ro-n-d-,  scann-,  scenn  (§  811  Anm.),  senn-, 
ser-n-,  sluc-,  sreng-,  tin-,  tle-n-,  toc-,  tol-n-,   to-n-g-,    tuit-;    über  ucc-  s. 

I  151,  II  475;  c.  mynet  II  454,  ennynu  II  508.  —  -t-Präsentia  neben 
-ä-Konjunktiven,  s.  Verbalverz.  cuir-,  daim-,  fort-(?),  gaib-,  gain-,  gair- 
(wird  durch  Analogiebildung  teilweise  als  -o-  :  -e-Stamm  flektiert),  guin- 
(II  548),  guir-  (II  537),  laim-,  moin-,  scuir-  (II  615),  tuig-,  tuil-;  vgl. 
über  gni-,  bi-  II  441,  544;  suid-,  Konj.  sodu-  wird  als  ein  -«-Stamm 
flektiert.  —  -i-Präsentia  neben  -s-Konjunktiven:  guid-,  laig-,  maid-, 
mid-,  said-  (teilweise  -o- :  -e-Stamm),  saig-  (ist  teilweise  ein  -o- :  -e-Stamm), 
scuich-  (§  813  Anm.);  vgl.  über  tuig-  §  852  Anm.;  slaid-,  Konj.  slass- 
wird  als  ein  -»-Stamm  flektiert.  —  -i-  und  -«-Präsentia,  die  der  alten 
Kausativ-Intensivklasse  angehören:  buicli-  II  477,  bruinn-  II  478,  brü- 
ll 478,  dluig-  II  507,  föid-,  guin-  II  548,  guir-  II  537,  luaid-,  luig-, 
säid-,  scuir-  II  615,  sluind-,  sro-  II  626,  suid-,  tuig-,  auch  wohl  cuir-, 
guid-,  tuil-;  vgl.  über  rog-  II  593.  —  Sichere  -«-Präsentia  (d.  h.  solche, 
bei  denen  die  3.  Sing,  auf  -i  belegt  ist):  (and-),  brud-,  caith-,  cess-, 
coil-,  cräid-,  (cret-),  dal-,  eg-,  erb-,  fäisc-,  fill-,  (fuin-),  ad-güsi  II  549, 
do-äirci  II  553.  duerchomraici  II  557,  leic-,  imfolngi  II  569,  luaid-, 
luig-,  maith-,  räd-,  rim-,  rim-,  sceul-,  selb-,  slaid-,  sluind-,  snäd-,  suid-, 
töid-,  töis-.  —  Die  übrigen  im  Verbalverzeichnis  besprochenen  -/-  und 
-i-Stämme:  äg-,  bäid-,  bidg-,  briss-,  cain-  II  496,  coin-,  et-,  fig-,  forrg-, 
gill-  (mit  -ä-Formen  gemischt),  lig-  'lecken'  (-o- : -e-Stamm?),  lose-, 
mün-,  con-Boid  II  605,  -diuschi  II  620,  set-,  sir-,  siss-,  sluc-  (mit  anderen 
Formen  gemischt),  snig-  (ursprünglich  ein  -o- : -e-Stamm?),  soib-,  tib-, 
toc-,  trec-,  tuit-.  —  Die  im  Verbalverz.  besprochenen  -«-Stämme:  ador-, 
an-,  bert-,  both-,  car-  (gemischt),  ara-chela  u.  s.  w.  II  482,  duim-chella 
n  483,  cert-,  cess-,  coisecr-,  ded-  (redupliziert),  don-,  eil-,  eth-,  fen-, 
fer-,  forcenn-,  gat-,  gell-  (mit  -«-Formen  gemischt),  iad-  (komponiert), 
labr-,  leg-  'lesen',  leg-  'sich  auflösen',  as-len  §  761,  lin-,  mesc-,  ness- 
(zum  Teil  als  ein  Kompositum  aufzufassen),  rind-,  samal-,  tesc-  II  612 
(neben  -i-Formen  in   esc-),    -tinscana   II  613,    scar-,    scart-(?),    con-secha 

II  619,  sei-.  —  Hiatuspräsentia:  ba-,  ci-  'weinen',  ci-  'sehen',  clo-,  do- 
fo-,  gni-,  gu-,  lu-,  no-,  o-,  rä-,  sli-,  sfii-,  so-.  —  Präsens  fehlt:  ad-bath 
II  460,  con-ro-dastar  II  502,  er-  II  513  (vgl.  II  391),  tracc-. 

Präteritum  mit  Präsensbedeutung  522  (finn-),  II  546 f.  (gnin-1,  653 
(tracc-),  436  (rongabus,  attotchomnicc),  555  (attotchomnicc),  55i4  (in 
coemnacar  LL  76b  47). 

Prät.  Pass.,  Aussprache  desselben  im  Nir.  133,  270  (hasuw). 

Präverbia  II  242 — 304.  Gewisse  Präverbia  sind  nur  in  der  unechten 
Komposition  vorhanden  II  250,  433  (Z.  35  ff.),  454  (ad-ägur);  werden  in 
der  unechten  Komposition  doppelt  gesetzt  II  250,  585  (dothimarns),  609 
(dodtoisged),  614  (dostascar).  —  Konditionalis  und  Imperfektum  ohne 
Präverb  II  492  (Z.  5),  574  (mebsaitis),  601  (reided),  602  (rimfed),  604 
(saided),  635  (sniged),  640  (tiasad).  —  Zusammengesetztes  Verbura  als 
Simplex  behandelt:  II  490  (feg-,  fuach-),  494  (coimchläim),  513  (erb-), 
565  (run-eillestar),    251   und   619   (cosc-),    628   (ru-tuirset).     Simplex   als 


Sachindex.     Proklise  —  Unausgedi-ückt.  841 

Kompositum  behandelt  II  245  ^Z.  37  ff.).  303;  vgl.  do-äirci  II  553.  — 
Echte  und  unechte  Komposition  im  C.  I  474,  II  251  f.,  444  iZ.  Sl  — 
Verbindung  von  perfektischem  ro-  und  wortbildendem  ro-  II  273;  od-ro- 
statt  ro-od-ro-  II  531;  perf.  Präverb  in  c.  di-r-mygu  fest  geworden  II  576. 
—  Bedeutung  einiger  Präverbia:  aith-  II  581  (Z.  2),  air-  II  485  Z.  30), 
494,  627.  slän  als  Präverb  II  604.  cäin  vor  dem  Verbum  ohne  als 
Präverb  zu  wirken  II  604.  Vers<;hollene  Präverbia:  ia-  aus  "ppi-  II  551. 
653;  *>r>-  II  490;  *ni-  §  684  Anm..  §  749,  5,  §  785  Anm.  —  Präverb- 
gruppen  II  302 f.,  di-od-  I  359,  air-fo-  I  339,  II  568,  air-com-  I  339, 
imb-ro-  II  580,  fo-ro-,  fo-r-  1  473,  II  303;  Vermischung  von  air-  und 
ad-ro-  II  463,  553. 

Proklise  und  ihre  Wirkungen  263—265,  267,  270—276,  283—287;  ir. 
teit,  täit  II  647 f.;  c.  ath-wvf,  dotb-wvf  II  374,  cath-oed  II  394,  ras-oed 
II  473;  CO.  OS,  mb.  out  II  429. 

Pronomen,  persönliches  II  137 — 175.  Die  persönlichen  Pronomina  im 
Nir.  I  457,  II  154 f..  171  (Z.  3  f.).  —  Suffigiertes  Subjektspronomen 
II  341  ff. ;  c.  cereist  II  376.  c.  bum,  buost,  dugost,  co.  buef  II  381:  ir. 
*eg  'ich'  II  382,  *snös  'wir',  *sires  'Ihr'  II  169,  344.  Persönl.  Pron. 
u.  Personalendung  verwechselt  II  310  (Z.  29j,  336,  341  {*»u),  342 
(Z.  35 fr.),  429  (Z.  28;  ir.  -t-a).  Co.  g-y  'sie'  I  502.  —  Anaphorisches 
Pronomen  in  einem  relativen  Eklipsensatz  II  226:  persönl.  Pron.  statt 
des  rel.  Pron.  im  Mir.  II  468.  in  Sg.  II  472.  —  Eeflexives  Pron.  im  Lit., 
im  Idg.  II  397,  im  Ir.  II  141,  144;  infig.  reflexives  Pron.,  das  fehlen 
kann  II  594.  —  Beseitigung  gewisser  infig.  Pronomina  im  Altkeltischen 
II  400  mit  Fußnote,  406  f. 

Kelativum,  Genitiv  des,  II  224 ff.,  665,  darsanu-dithat  cenn  II  657. 

Khotazismus:  r  aus  c  im  Com.  502.  im  Dialekt  von  V.  532. 

Suffixe  II  15—62.  Skr.  -tama-  II  60.  Lat.  -älis  II  54,  55,  116.  -ärium 
II  52,  -ärius  II  43  (Z.  1,  15,  18),  51,  52  (Z.  7.  23),  -ätiü  I  219,  232,  II  38. 
46,  -ätor  II  52,  -ätum  II  38,  46,  52,  -ella,  -ellus  II  54,  -ensis  I  209 
(Z.  8,  20),  210,  II  22,  -etum  II  39,  -icius  II  31,  -igö  II  661.  -issa.  -itia, 
-usus  II  22,  -täs  II  42  (Z.  2.  13  ff.).  Frz.  -esse  II  22.  Keltische  Suffixe 
sind  in  der  svstematischen  Keihenfolge  aufzusuchen:  außerdem:  ir.  -ach 
I  262,  II  23,  -äl  II  24,  -an  I  295,  -as  I  418,  -äit  I  232,  -de  I  418,  II  14. 
-döir  I  205,  232,  261,  -echt  I  290,  -lach  II  14,  55,  -6c  (ni.  -ogi  I  23.  261, 
496,  -oit  (ni.  -oid)  I  219,  232,  -rad  1261,  II  14,  15,  52  f.,  69.  -töir  1261, 
-tu  I  418;  —  c.  -aeth  I  290,  abrit.  -agni  I  279,  c.  -aid  I  169,  c.  co.  b. 
-an  1279,  287,  c. -awc  1261,  c.-fan  II 15,  -haaf  II  23,  337,  -haf  (ac. -ham) 
I  280,  -het  11  13,  b.  -iz  I  209.  c.  -Ivd  II  15,  -red  I  262,  II  15,  -rwvdd 
I  261,  II  14,  53,  CO.  -ter  II  281  Fußn.  —  Das  Verbalsuffix  -eu-  II38f.. 
494  (§  688  Anm.).  —  Wurzelhaftes  Element  als  Suffix  behandelt  II  575 
(tomad),  642  (tuirthechtj.     Subtraktionsbildungen  II  611  [toisc,  aisci. 

Suppleti  vis  raus  II  419  (Verbum  'sein").  449,  453,  463  (§  665),  464,  473 
(c.  moes),  474,  476  (§  667),  489  (adcii  :  decce),  545,  549  (tuicse).  554 
(icc-  :  ang-),  639  und  642  (tiag-). 

Svarabhakti   im  Slavischen  330. 

Synkope  im  Brit.  279 f.,  im  Ir.  262 f.:  im  Verbum  fo-air-icc-  II  552:  im 
Partizipium  II  409:  vor  den  -/-Endungen  II  387  \Z.  1.  25l,  389,  390. 
404,  405;  analogisch  in  der  Schlußsilbe  II  299,  303.  563.  564  (.asoilgg, 
tatalc,  dunforsailc,  teile),  II  471  (-tart),  552  (immeairc),  594  (eirg),  597 
(ernn),  602  (forruim?). 

Tocharisch   II  396',  673f. 

Umschriebene  Verbalformeu:  Präs.  im  Xsch.  II  305.  Prät.  perf.  im 
Nir.  II  409,  Passiv  im  Com.  II  409,  Prät.  perf..  Passiv  im  Br.  II  410, 
Präs.  im  Mc.  II  417  (Z.  38ff.):  Umschreibung  mit  'tun'  im  Brit.  II  418: 
Inf.  Pass.  mit  co.  bos,  mb.  bezaf  II  418. 

Un ausgedrückt:  Artikel  II  178 ff. ;  demonstratives  Pron.  vor  einem 
relativen  Satz  oder  einem  damit  svnouvmeu  Ausdruck  II  183:  das  Zahl- 


842  Sachindex.    "Wortgrenze. 

wort  'eins'  II  126;  'der  erste'  II 136;  die  pronominale  Bezeichnung  der 
ersten  Alternative  vor  einem  folgenden  aile  II  195;  das  Aiigens  bei 
den  letzten  Gliedern  einer  Reihe  von  koordinierten  Substantiven  II 186; 
'als'  nach  einem  Komparativ  II  79,  432,  Vergleichskonjunktion  II  224, 
320  (is  cumme  bid);  'je  ..  je'  im  C.  II  323  (Z.  3ff.);  das  Relativum  und 
'daß'  II  223  f.,  229  ff. ;  eine  das  Relativum  regierende  Präposition  II  231 
(Z.  19);  Kopula  II  421,  Kopula  als  Prädikatsverbum  eines  genitivischen 
Relativsatzes  im  Brit.  II  231,  Kopula  bei  der  relativen  Umschreibung 
II  238  f.,  Infinitiv  der  Kopula  II  416  (§  635  Anm.  1). 
Wortgrenze:  nir.  uile  go  leir  ^  dl'ng  265;  auslautender  Vokal  vor 
einem  enklitischen  Wort  als  Inlaut  behandelt  II  91,  218  (diagma-ni), 
360  (gigse-sa),  455  (conosnaissiu),  459  (mani  eple  de),  483  (concela-siu), 
512  (arfema-siu),  530  (cenita  chumgabtha  siu). 


Göttins:er  Saninilunji:   indosfernianisclier  Graniniatiken. 

VcröUichende 

Grammatik  der  keltis*en  Sprayen 

Vdll 

Dr.  Holgrer  Pedersen 

Prof.  an  der  Univ.  Kopenbaf^en. 

I.  Band:  Einleitung'  nnd  Lautlelire. 

1909.     XIV,  544  S.     Preis  geh.  14  Ji;  k''1'-  15.20  Jt. 

II.  Band:  Bedeutnng-slelare  (Wortlelire). 

1911—13.     XV,  842  S.     Preis  geh.  23  Ji:  geb.  24,40  Ji. 

Revue  critique  1910,  Nr.  49:  ,,0n  ne  peiit  que  louer  sans  r<*serve  rauteur 
d'avoir  cousidcre  dans  cette  phonetique  tantot  comparoe  tantot  parallele  des 
langues  celtiques,  non  pas  les  signos  plus  ou  inoins  exacts  qui  representent 
les  sons,  mais  les  sons  eux-niemes  tels  qu'ils  existent  dans  les  dialectes  vivants 
et  tels  qu'on  peut  les  restituer  pour  les  siecles  passes.  II  y  a  lä  un  ensemble 
de  faits  scientifiquement  reciieillis  qui  seront  d'un  grand  secours  aux  eeltistes 
quand  un  index  complet  permettra  de  les  retrouver  sans  peine.  II  y  a  de  plus 
des  explications  precises  de  phenonicnes  dont  on  n'avait  point  donne  jusqu'ici 
l'interpretation.  Je  ne  pense  pas  que  la  critique  de  detail  trouve  beaucoup  ä 
y  reprendre". 

Hltindiscbe  Grammatik 

von 

Jac.  Wackernag-el. 

I.  Band:  Lautlehre.    1896.  Geh.  8,60  Ji,  geb.  10  Ji 

il.  Band.  1.  Teil:   Einleitung  zur  Wortlehre,  Nominalkomposition. 

1905.     Geh.  8  Ji,  in  Halblederband  9,40  Ji 

Vergleichende  slaviscbe  Grammatik 

von 

Dr.  Wenzel  Vondräk 

Professor  an  der  üniv.  Wien. 

I.  Band:  Lautlehre  und  Stammbildungslehre.    190G.    12  j(,  geb.  13.20  Ji 
II.  Band:  Formenlehre  und  Syntax.    1908.    14  Ji,  geb.  15.20  Ji 

In  der  Revue  critique  d'histoire  et  de  litterature  1907.  13  schreibt 
A.  Meillet,  obwohl  er  mancherlei  an  Vondraks  Werke  auszusetzen  hat:  •  •  •  • 
,,Mais,  en  sorame,  Ic  livre  est  propre  ä  raettre  le  lecteur  au  rourant  de  l'etat 
actuel  des  questions  de  linguistique  slave,  et  l'ouvrage  rendra  d'utiles  Services; 
Texpose  de  l'accentuation  slave  par  cxeniple  est  precieux". 


Historia  Meriadoci  and  De  Ortu  Waluuanii.     Tnvo  Ar- 

tliurian  Komanccs  oi"  tlie  Xllltli  Century  in  Latin  Prose.  Ed. 
by  J.  Doug-las  Bruce,  Prof.  of  the  Englisli  Language  and  Litera- 
ture  in  the  University  of  Tennessee.  1918.     Geh.  3  .^;  geb.  3.S0  J(:. 

(Aus:   fjejpcria.     (Ergän3unqsvcil]e :    Sd)viftcn  3.  engl,  pijilologio.    lirsg.  ü. 
I7.  <Lo\\\\  u.  3-  1^-  Bvigl^t.) 

Terlag   von    Vatidenbocck  &  Ruprecht   in   ööttingen. 


Tcrlag  von   Vandcnboeck  &  Ruprecht  in    Göttingen. 


Etymologisches  Wörterbuch  der  Griechischen  Sprache 

von  Prof.  Dr.  Walther  Prellwitz,  Direktor  der  Königl.  Herzog 
Albrechts-Scbule  in  Rastenburg.  2.  verbess.  Aufl.  1905.  XXIV, 
524  S.     gr.  8.  Preis  geh.  10^;  in  Halbldrbd.  11,60^. 


Lommel,  Hermann,  Studien  über  indog-ermanische  Feminin- 
bildungen.   1912.  2  J^. 

£it.  Scntralblatt  1913,  3:  „£ommers  Stiiötcn  finb  grünölid),  befonnen  un6 
geöicgcn  unö  3eugen  oon  fidjeren  Kenntnijjen  auf  6en  befjanbelten  ©ebtetcn". 


1908  ist  erschienen : 

Fick,  Vergleichendes  Wörterbuch  der  Indog.  Sprachen 

4.  Auflage.     III.  Teil: 

Wortschatz  der  Germanischen  Spracheinheit 

unter  Mitwirkung  von  Hjalraap  Falk  gänzlich  umgearbeitet 

von  Alf  Torp. 

lY,  573  S.     gr.  8.     Geh.  14  JL,  Hldr.  16  JC. 

„Torp  sowie  sein  Helfer  Falk  sind  wohlausgerüstet  an  die  neue  Aufgabe 
herangetreten  und  ich  wüßte  nicht,  wer  den  germanischen  Wortschatz  besser 
bearbeitet  hätte.  Torp  hat  sich  den  Dank  Aller  verdient.  Mir  entgehen  die 
Ungleichmäßigkeiten  in  der  Heranziehung  des  Materials  nicht,  aber  ich  ent- 
schuldige sie  mit  der  großen  Masse  des  ehrlich  verarbeiteten  Stoffs.  .  .  Unbe- 
dingt notwendig  wären  Indices,  um  diesem  Band  überall  dort  Eingang  zu  ver- 
schaffen, wohin  er  unbedingt  gehört:  denn  in  den  Arbeitsräumen  der  Germanisten 
und  wolii  auch  der  klassischen  Philologen,  der  Meister  wie  der  Schüler,  soll  dieses 
Werk  nicht  fehlen.  .  ."  E.  Meriuger  in  der  „Wochenschrift  f.  klass.  Philo- 
logie" 1910,  21.  (Die  Hinzufügung  eines  Index  ist  seiner  Zeit  von  dem  Verlag 
mit  angesehenen  Fachleuten  reiflichst  erwogen.  Sie  ist  unterlassen,  da  in  diesem 
Falle  ein  vollständiger  Index  solchen  Umfang  erfordert  hätte,  daß  der  Preis 
des  Buches  wohl  um  die  Hälfte  teurer  geworden  wäre.  Die  Verbreitung  und 
Wirkung  des  Buches  wäre  dadurch  sicher  verringert  worden.     V.  &  K.) 

grül^erc  Sänbe: 

I.  Teil :  Wortschatz  der  Grundsprache,  der  arischen  und  westeuropäischen  Sprach- 

einheit.   Von  Aug.  Fick.     1891.     14  J$,  Hldr.  15,80  J6. 

II.  Teil:  Wortschatz  der  keltischen  Spracheinheit.    Von  Whitley  Stokes  und  Ad. 

Bezzenberger.    1894.    8,60  J6,  Hldr.  10  Ji. 


Bei  gleichzeitigem  Bezug  aller  3  Bände  liefern  wir  das  Werk 
bis  auf  weiteres  zum  ermäßigten  Gesamtpreise  von  30  ^  (statt  36,60)  geh., 
u.  35  Ji  (statt  41,80)  geb.  Der  früher  geplante  IV.  Teil  (Slavisch)  wird 
nicht   erscheinen,    das  Werk  ist    also    mit   dem    III.  Teile   abgeschlossen. 


Vergleichendes 

indogermanisch  -  semitisches  Wörterbuch 


Hermann  Möller 

o.  Prof.  an  der  Universität  Kopenhagen 

1911.     XXXYI,  316  S.     gr.  8°.     Geh.  12  Jt;  in  Ganzleinenbd.  13  JL 

Anthropos.  Kevue  internationale  d'ethnologie  et  de  linguistique.  Hr.  1 
Banb  VIII,  1913:  „tDerfc,  toic  bas  Dorlicgcnöc,  mußten  id)arf  geteilte  ITTci= 
nungcn  f)erDornifen.  Aber  es  ift  bcöcutjam,  öafe  mand)e  flnjidit  jid)  sugunjten 
bcr  Arbeiten  bes  Derfaffers  jd)on  änbertc,  unb  totr  bürfen  Ijoffen,  ho?^  es  oon  iag 
311  tEag  mef)r  gejd)ef)e. 

3n  ber  (Einleitung  ift  gegen  £ib3barsfi's  (Eintcenbungcn  fur3  aber  treffcnb 
geantroortet.  Bejonbers  bas  aus  bem  Dorrang  ber  3nbogermani}tif  gegenüber 
ber  Semitiftif  Refultierenbe  ift  gut  gefagt.  ITtöIkr  I]älle  nod)  t)in3ufügen  tonnen, 
hQ!%  t)ier  ein  großer,  nid)t  3U  überfel^cnber  Dorteil  barin  gelegen  ift,  'ag  bas  3nbo= 
germanifd)e  tro^  feiner  faft  gren3enlofen  öerfplitterung  fo  gut  erforfdit,  bas  Semi= 
tifd)c  aber  bem  3nbogcrmanifd)en  gegenüber  nur  Dialefte  entl]ält,  barum  i^icr  eine 
foldje  Durd/forfQ]ung  garntd)t  Donnöten  ift,  fomit  aud]  naturgemäß  Don  feiten  bes 
3nbogermanifd)en  ber  crftc  Sdjritt  getan  roorbcn  mußte.  Unb  tro^bem  ift  gerabe 
bas  fo  angenef)m  übcrrafd]eub  in  BTöüers  IDerf,  ho!^  er  ber  d}araftcriftifd)ften 
€rfd)einung  bes  Seniitifd)cii,  bem  tEriliteralismus,  fo  gered)t  roirb.  Das  allein  fd)on 
3eugt  für  bie  innere  tEüdjtigfcit  unb  Sid)erl)cit  feiner  Stubien. 

Die  Einleitung  cntf)ält  übrigens  aud)  htv.  gan3  primären  Umriß  einer  fpätcrcn 
oergleidjenben  ©rammatif,  beren  Ausbau  thvii  an  ^anb  bes  je^t  3uftanbe  gebradjten 
nergleidjenben  tDörterbud^es  Aufgabe  ber  3ufunft  fein  toirb,  3ugletd)  bic  geroonnenen 

Refultate  überprüfcnb,   befeftigenb,  ausbauenb,   ertoeitcrnb Über  mand^e 

inbogermanifd)=femitifdie  ©emeinfamfeiten  fann  man  nur  ftauncn,  fo  frappant  finb 
biefelben,  fo  10.  11.  14.  \\\xo.  Sel)r  gut  finb  bie  Beobad)tungen  über  ben  Derbal= 
bau  mit  ber  Durd)fid)tigleit  unb  nod)  ifoliert  erfaßbaren  Selbftftänbigfeit  feiner 
(Elemente.  Die  Seiten  XXII-XXXIIl  finb  ber  größere  Seil  ber  fpätercn  cer^ 
gleid)enben  ©rammatif.  Aud)  l]ier  ift  überrafdjenb  oiel  Heues  geboten,  unb  toir 
muffen  nur  fürd]ten,  baß  all  bie  Arbeit,  bie  Don  anbcrcn  je^t  geforbert  roirb, 
rocnn  fic  öcr  gcioaltigcn  Pionierarbeit  öes  Derfaffers  gercdjt  roeröen  unb 
nad)fommen  toollen,  garnidjt  fo  fd)nell  fid)  bctDöltigen  läßt.  3m  übrigen  l}at  bic 
epod)aIe  Cciftuttg  tflöllers  bennod)  fd)nell  Arbeiten  nid]t  nur  gegnerild^crfeits  in 
ber  Kritif,  fonbcrn  aud)  fi)mpatl)ificrenber  Art  ge3eitigt. 

ntöd{te  CS  öetn  Dcrfaffcr  oergönnt  fein,  oielc  mit  feittcr  (Scbulö  unb 
(Energie  3U  imprägnieren,  öie  am  Ausbau  bes  oon  ifjm  grunbgelcgtcn  U)erfes 
tDCitcrarbcitcn.    €inen  befferen  Dan!  roirb  er  fid]  felbft  laum  ujünfd)cn." 

Mdlanges  de  la  Fac.  Orientale,  ä  Beyrouth,  T.  V,  2:  .,Si  quelqu'un  etait 
designe  par  ses  travaux  anterieurs  et  une  competence  speciale  dans  Tun  des 
deux  domaines  linguistiques  pour  aborder  Tötude  coraparee  du  semitique  et  de 
l'indo-germanique,  c'etait  assuröment  M.  Möller.  Quelque  seit  lo  jugement 
qu'on  porte  sur  la  these,  on  ne  pourra  oontestcr  qu'elle  soit  Toeuvre  d'un 
tochnicion  bien  propare  et  armö  de  toutes  les  rossources  de  la  linguistique 
moderne  ....  L'avenir  dira  si  la  these  de  M.  ^löller  est  solide  dans  son 
ensemble.  En  tout  cas,  son  travail  Enorme  aura  eu  le  m^rite  de  rassembler  une 
masse  imposante  de  rapprochements,  dont  un  bon  nombre  sont  fort  vraisemblables, 
et  d'avoir  fourni  le  faisceau  d'arguments  le  plus  compacte  en  faveur  de  l'origine 
commune  du  semitique  et  de  rindo-germanique." 


Verlag   von    Vandcnbocdi  &   Ruprecht   in    eöttingen. 


Terlag   von    Tandenboech  &  Ruprecht   in    6öttingcn. 

Im  Erscheinen  ist  gegenwärtig-  Bd.  Y  von: 

Glotta 

Zeitschrift  für  griechische  und  lateinische  Sprache 

Vom  5.  Bande  an 
herausgegeben  von  P.  Kretschmer  und  W.  Kroll. 

Preis  des  Bandes  von  4  Heften  12  ^. 

Professor  Dr.  W.  Kroll,  der  Nachfolger  Frz.  Skutschs  auf  dessen  Lehr- 
stuhl zu  Breslau,  hat  sich  bereit  erklärt,  auch  das  Wirken  des  so  unerwartet 
schnell  der  Wissenschaft  Entrissenen  als  Herausgebers  der  „Glotta"  zu  er- 
setzen, ein  Entschluß,  welchen  die  Freunde  der  „Glotta"  ihm  besonders  danken 
werden. 

Zeitschrift  für  vergleichende  Sprachforschung 

auf  dem  Gebiete  der  indogermanischen  Sprachen 

Neue  Folge,  vereinigt  mit  den  „Beiträgen  zur  Kunde  der  indog.  Spraclien" 

Herausg.  von  Ad.  Bezzenberger,  E.  Kuhn  u.  Wilh.  Schulze 

Für  den  vollständigen  Band  12  ^ 
Bd.  45  ist  Ende  August  1913  tiiit  Heft  4  vollständig  geworden. 

Für  diesen  Band  haben  u.  A.  Beiträge  geliefert:  Fritz  Bechtel, 
A.  Brückner,  Ad.  Deißmann,  P.  Diels,  Aug.  Fick,  E.  Fraenkel, 
G.  N.  Hatzi  dakis,  Max  Nieder  mann,  J.  Pokorny,  W.  Prellwitz, 
H.  Psilauder,  A.  Rahlfs,  L.  Sadee,  Wilh.  Schulze,  F.  Solmsen  f, 
Alf  Torp,  R.  Trautmann. 


Gesamtregister  zu  den  Beiträgen  zur  Kunde  der  Indog. 

Sprachen    (herausgeg.  von  Ad.  Bezzenberger  und  W.  Prellwitz) 
bearbeitet  von  Dr.  Reinhold  Trautmann.     1907.    Preis  25  J6 

Inhalt:  1.  Verzeichnis  der  Mitarbeiter  und  der  von  ihnen  gelieferten 
Aufsätze.  —  2.  Verzeichnis  der  besprochenen  Bücher.  —  3.  Sachregister.  — 
4,  Wortregister. 

Eine  Besprechung  von  W.  Prellwitz  (Zeitschrift  f.  vergl.  Sprachforschung, 
42.  Bd.  S.  388)  schließt  mit  den  Worten:  ....  ,, Somit  kann  allen  Besitzern  der 
„Beiträge"  die  Anschaffung  dieses  Eegisters,  gleichsam  des  Hauptschlüssels 
zu  einem  Schatzhause  mit  vielen  Kammern,  warm  empfohlen  werden." 

Der  Besitz  des  Gesamtregisters  ist  auch  für  Diejenigen,  welche  die 
„Beiträge"  nicht  vollständig  besitzen  oder  überhaupt  nur  auf  einer  Bib- 
liothek benutzen,  eine  große  Arbeitserleichterung,  da  ein  Blick  in  den 
ausführlich,  übersichtlich  und  genau  gearbeiteten  Registerband  belehrt,  ob 
und  wo  die  „Beiträge"  einen  Gegenstand,  ein  Wort  etc.  behandeln. 


Verlag  von  Vandenbocck   &  Ruprecht  in   Göttingen. 

Kirchenslavische  Chrestomathie  von  Dr.  w.  Vondräk,  Prof. 

a.d. Univ.  Wien.    IV,  232  S.    gr.8o.    1910.    Preis  7.^;  geb.  7,80.^. 

Sit.  ^tntralbiatt  1911,  5Rr.  11:  „35. 'ä  (Sammlung  gibt  bic  roünft^etisroerte  an= 
^aljl  längerer  äujammen^ängenber  Ücfeftüdc,  unb  gegenüber  Sernefer  finb  natürlid)  bic 
feitbcm  fertig  geinorbenen  neueren  2luögaben  benu^t  roorben.  Sas  beigegebene  (^lofjar 
ift  fo  eingericf)tet,  ba^  eä  bcn  Sßortfdja^j  beei  ganjen  fircf)enflaDiicf)en  Croans 
gelicntcEteS,  nicf)t  nur  ber  im  S3ud;e  gegebenen  groben,  cntf)äU  .  .  .  Sen 
^^roben  ber  einzelnen  2)enfmäler  gefjen  Kirjere  ober  längere  orientierenbe  Ginlcitungen 
»orouä,  bie  auä)  bie  nötigften  iliteraturangaben  bringen.  —  SlUcö  in  allem  befommen 
Tüir  in  23.  g  a3ud;  ein  nü^lid)es  unb  rec^t  gut  auögeftatteteö  .^ilf ämittel ,  bem  rceitefte 
aSerbreitung  ju  roünfc^en  unb  n)ol)l  aud^  Dorauäjufagen  ift". 


Die  altpreußischen  Sprachdenkmäler.    Einleitung.  Texte, 

Grammatik,  "Wörterbuch.     Von  Prof.  Dr.  R.  Trautmann. 

I.  Tl.:   Texte  1909.     II.  Tl.:  Grammatik,  Wörterbuch  1910. 
XXXII,  470  S.     8  0.  l.ö  ^;  geb.  16  ^. 

R.  Besjenöcrgcr  toibmete  öem  Bud)e  in  ber  3tfd)r.  f.  ocrgl.  Spradjforfdjung 

44.  B6.,  ?7.  3/4  eine  47  Seiten  lange  flnseige.     (Er  fa§t  jein  Urteil  3ujammen  mit 
öen  IDorten: 

„Bei  ber  6röfee  unb  Sd)tDicrigfeit  bes  Stoffes,  ben  ber  Derf.  3u  bcf)anbeln 
l)atte,  roerben  anbere  in  bicfem  tDerfc  anberes  finbcn,  bas  3u  neuer  drroägung 
reist.  IDie  id),  rccrben  aber  aud)  fie  bem  Derf.  ban!bar  jein  für  ben  (Ernft,  mit 
bem  er  feiner  Hufgabc  nadjgegangcn  ift,  unb  für  bic  Sörberung,  bie  er  uns  ITIits 
forfd}enben  gegeben  t)at,  inbem  er  burd|  feinen  Sd)arffinn  unfcr  fluge  fd^ärfte  unb 
burd)  feine  flarc  Darftellung,  fein  Bemül)en  um  Doüftänbigfeit  ber  Citeratur  unb 
£üdenIofigIeit  ber  Belegftellen  unfere  Arbeit  gegen  früljer  uncnblid)  erlcid)tert  t}at 
Durd)  alles  bas  ift  fein  tDcrl  bie  unumgönglidic  (Brunbloge  bes  Stubiums 
öer  preu6ifd)cn  $prad)e  geroorben.  tDic  cid  6utes  unb  3ugleid)  Heues  es  im 
ein3clnen  entfjält,  möge  man  fid)  bei  feinem  ©cbraud)  überseugen.  5ür  eine  Huf« 
3äI)Iung  ift  es  3u  3at)Ircid)." 


Forschungen  zur  griechischen  und  lateinischen 
Grammatik  herausgegeben  von  Paul  Kretschmer, 
weil.   Franz   Skutsch    und   Jacob    Wackernagel. 

2.  Heft; 

Grammatik  der  byzantinischen  Chroniken 

Von 

Dr.  Stamatios  B.  Psaltes. 

1913.     XVI,  394  Seiten,     gr.  8".     Preis  12  Jt. 

Der  Verfasser  behandelt  in  diesem  Buche  eine  bis  jetzt  noch  sehr  dunkle 
Periode  der  spätgrieohischen  Sprache,  die  Zeit  von  etwa  500  bis  1(KX)  n.  Chr. 
Als  Sprachquellen  benutzt  er  die  Chronisten,  da  diese,  nicht  für  die  Gelehrten, 
sondern  für  das  Volk  schreibend,  sich  der  populären  Sprache  bedienen  mußten 
und  daher  von  größerer  Wichtigkeit  für  die  Geschichte  der  griechischen 
Sprache  sind,  als  alle  übrigen  Litoraturgattuugeu. 


PaffotDS 
IDörterbui^  öer  gried)i[(i)en  Spradje 

oöllig  neubearbeitet  oon  Dr.  VO.  (Trönert,  Prof.  a.  ö.  Unio.  Strasburg  i.  (E. 
Die  3.  £tcfcrung  im  DrudT 


(ErfdjcinungsiDet  je : 

Umfong :  Sttoa  50  Lieferungen  von  je  5  Bogen  3U  je  2,80  J(  in  crjtcr  Subjfription. 

Sdjlufe  öer  erftcn  SuBflription  nad}  bcr  5.  £ieferung. 
£icfcrungspreis  für  fpätcr  eintrctcnöe  aSnel^mer:  üma  3,20  J6. 

0^  (Ein  ausfüljrlidjer  profpeft  nebft  probebogen  roirb  öurd)  jebe  Bud)i)an5Iung 
ober  bireft  com  Derlag  imentgeltlid)  geliefert. 

Über  bic  1.  Cieferung  urteilte 
U.  t).  IDilamotDi^slTtöncnöortf  im  £iterorifd|en  Sentralblatt  1913,  2: 


„Ungetoarnt  burd)  bas  (Brimm'jdje  tDörterbud)  unb  ben  lateiniidjen  ilf)ejaurus 
(man  jd^tDanÜ,  ob  man  ii)r  tDad)stum  burd)  Vfx\bxa  ober  Banbtourm  oeranfcfjaulidjen 
foll)  planen  immer  nod)  niele  einen  gried)i5d)cn  ?Ii)e{aurus.  Da  mu^  es  um  jo 
lauter  gepricjen  tocrbcn,  ba^  ein  Derlog  unb  ein  (5elel)rter  bie  (Einfidjt  unb  ben 
niut  gcfjabt  tjaben,  nad)  bem  IDorte  .-tAsoj'  Tjuiav  TiavTüg  3U  I)anbeln.  Diefer  erftc 
Sasjifcl  bctoeift,  bog  toir  bas  griedjifdie  £ejifon  befommen  fönnen,  öas  toir 
braud^cn.  Dafür  muffen  toir  nor  allen  Dingen  banfen,  benn  mit  ber  Hnerfennung, 
ba'i^  Derlag  unb  üerfaffer  in  ber  erften  Lieferung  fo  oiel  geben  i>a^  man  bas 
©an3e  3UDerfid)tIid)  Don  iljnen  ertoarten  fann,  ift  bie  I^auptfadje  gefagt.  Das 
3tDeitc  ift,  ba'i^  fid)  bie  IDelt  ber  Derpfitdjtung  beraufet  roirb,  nun  bas  il)re  3U  tun, 
bamit  bas  (Enbc  fo  glüdlid)  tcerbe  roie  bsr  Anfang.  HIfo  getauft  mufe  öas  IDer! 
roeröeu,  unö  öa  tonnten  öie  Regierungen  rctiit  tooI)I  tjelfen,  inöcm  fie  ouf  eine 
größere  3aI)I  oon  (Eyemplaren  fubfiribierten,  mit  benen  fic  öen  BibIiotI)e!en  ber 
I)ölieren  $ä}ulcn  ein  unentbet)rlid)cs  l>tlfsmittel  3ufül)ren  toüröen.  Untcrftü^ung 
ber  roeiteren  öorbereitung  unb  Ausarbeitung  aus  öffentlidjen  ITIitteln  roirb  nid)t 
Ieid}t  3U  betoirfen  fein,  allein  es  gibt  bod)  an  mand)en  ®rten  Stiftungen,  bie  fid) 
freier  beioegen  fönncn,  es  gibt  aud)  iDof)l  Htänner  unb  S^^aue"  i"  Deutfd)lanb,  bic 
€in)id)t,  guten  tDillen  unb  ITXittel  genug  befi^cn,  um  ba3U  ettoas  beisutragcn,  ha.^ 
ber  I}erausgeber  fid)  E}elfer  roerbcn  fann,  um  an  mcljreren  Bud)ftaben  sugleid) 
Ausarbeitung  unb  Drud  3U  beginnen.  Die  Leitung  mu§  freilid)  in  ben  f^änben 
bes  einen  ITIannes  bleiben,  fonft  brol)t  nid)t  nur  Ungleid)förmigfeit,  fonbern  Der= 
breiterung,  brof)t  überl)aupt  bas  Beffere,  ber  fd)limmfte  5ßin^  ^es  (Buten."  .  .  . 
nad)  Dcrfd)iebencn  Ausftellungen,  lDünfd)en,  Ratfd)lägen  in  Be3ug  auf  Kür3ung 
ober  praftifd)ere  Anorbnung  ber  ein3elnen  (Bioffen  fäl)rt  Ref.  fort:  „Selbftoerftänblid) 
fönnte  Ref.  Derfet)en  Dcr)d)iebencr  Art  auf3äl)len,  5ufä§e  mad)en,  Artifel  umorbnen, 
bamit  bie  n)ortgefd)id)te  flarer  l)erDorträte,  u.  bgl.  SelbftDerftänblid)  unterläßt 
Ref.  bas:  bie  Aufgabe  ber  An3cigc  ift  in  foldjem  5aüe  ^i'^t,  bas  (Deleiftete  an 
bem  abftraft  3U  forbernbcn  3U  meffcn,  fonbern  3U  fragen,  ob  bas  praftifd)C  3icl 
erreid)t  ift.  Unb  bas  fann  mit  gutem  (Berüiffcn  beial)t  toerbcn.  Ttlögen  Derfaffer 
unb  Derleger  ben  Danf  finben,  h<tn  fie  cerbienen.  tDenn  öas  Bud)  fo  fertig  lotrö, 
tote  angefangen,  unö  nidjt  ju  fpät  fertig  roirö,  roeröen  öie  ©clefjrten  aller 
jiüilifierten  £anöc  ein  grteä)ifct|:öeutfd}es  tDörterbud)  bcnu^cn." 

Terlag   von   Tandetiboeck  &  Ruprecht   in    6öttingen. 


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